Nr. 210 Erster Blatt IT<. Jahrgang Samstag, 6. September 1924 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilag«: © ießenerFamilienb lätter monat$=BejMQ$prei$: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüss«: für die Schrrftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: LnzeigerOietzei». PojtfchrcNoats: frrantfurt fl. M. 1168*. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vn»S Md Verlag: vrühl'sche Uviverfilätt-Vuch- und Steinöruderei 8. Lange in Stehen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchalstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichkeit. Preis für \ mm hohe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne- Nlame-Anzeigen D.70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20° a Aus- schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Will) Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil . Hans Beck, sämtlich in Gießen. Gerechtigkeit! Die Verhandlungen der ®enfer bundSkvn^erenz, die mit den Reden Macdonalds und Herriots offenbar ihren Höhepunkt erreicht habs^, wollen nach britischer Auffassung als Fortsetzung der Londoner Konferenz gewertet werden. Reparations- Problem, SicherhettSftage, ' Frage der interalliierten Schulden, das sind die drei Punkte des Programms. mit dessen Erfüllung Macdonald der iQMt den Frieden zurückgeben will. DaS Repara t 1 on-p roblem ist auf der Londoner Konferenz als einer Besprechung von Gleichberechtigten auf ein Gleis geschoben, das wenigstens die Möglichkeit erner auch fürDeutsch- land erträglichen Lösung bietet. Sn Erfüllung der von ihnen in London übernommenen Verpflichtungen hat Deutschland bereits den ersten Schritt getan und die erste Zahlung von 20 Millionen Gvldmark an den Generalagenten für die Reparationen geleistet. Wenn Owen D o u n g, der interimistische Frncmzkonttotleur der Alitierten die deutsche .Pünktlichkeit", begrübt und sich der Er- toartung hingibt, dah die Gegenseite dre nächsten Schrttte mit der gleichen. Pünktlichkeit ausführen werde, so ist die erste Woche nach Annahme des Dawesgutachtens durch den Reichstag in dieser Richtung nicht gerade vielversprechend verkaufen. Die, entgegen der in der deutschen öffentlichen Meinung herrschenden Ansicht über die Auslegung des Briefwechsels Herriots mit Marx und den dort gemachten französischen Derspre- chunaen, bis heute noch nicht erfolgte militärische Räumung Dortmunds hat Deutschlands Erwartung von dem guten Willen auch der Gegenseite stark herabgemindert. Änd gerade vom guten Willen aller interessierten Länder verspricht sich auch ein Owen Tsoung einzig und allein eine Abkehr von dem traurigen Weg, den die Wett von Versailles bis London hat durchschreiten müssen. Gewiß sind von den französischen Besatzungsbehörden sowohl, wie auch von der interalliierten Rheinlandkommission eine Reihe der berüchttgten Ordonnanzen zurückgenommen, manche vertragswidrige Beschränkungen im Zoll- und Personenverkehr mit dem unbesetzten Deutschland fallen gelassen oder wenigstens erleichtert worden. Ausweisungen, wie die des ersten Beamten der Rheinprovinz, des Oberpräsidenten Fuchs, und des Regierungspräsidenten der Pfalz, Watthaeus, sind rüdgän- gig gemacht und auch der erste Schrttt zur 'Räumung des widerrechtlich besetzten Gebiets ist mit der Zurücknahme der französischen Truppen aus den badischen Orten Offenburg und Appenweier getan. Aber die Räumung der Dortmunder Zone, die man nach dem Brief Herriots an den deutschen Reichskanzler vom 16. August spätestens 24 Stunden nach Unterzeichnung der Londoner Abmachungen erwarten muhte, ist noch heute nicht erfolgt. Es fällt in bas Gebiet der Wortspielerei, wenn man in Paris — und nach einer offiziösen Auslassung des Wolffbureaus augenscheinlich auch an Berliner Regierungsstellen — einen Unterschied zwischen der sofortigen „Anordnung" der Räumung und der sofortigen „Ausführung" dieses Befehls konstruiert. Diese Aus- legungskünstc atmen jedenfalls keineswegs den so oft und laut gerühmten „neuen Deist", der die Londoner Konferenz und die Politik Herriots angeblich so vorteilhaft von der eines Clemtnccau oder Pvincare unterscheiden soll. Wenn schon bei dem ersten bedeutungsvolleren Schritt Frankreichs zur Erfülluitg der Londoner Versprechen so grobe und offenbar auch ungeahnte Schwierigkeiten auftauchen, woher soll das mit dem Dawesgu lochten ungeheure Lasten auf sich genommene deutsche Volk die ehrliche Lieberzeugung getoinnen, in dem Schweiß seiner Arbeit die Freiheit seiner rheinischen Brüder zurückkaufen zu können, zumal da es sich bei der Dortmunder Zone nur um ein verhältnismäßig kleines Gebiet handelt? Es wird zwingende Aufgabe der Reichsregierung sein, in Paris mit allem Rachdruck auf Erfüllung der in London eingegangenen Versprechungen hinzuwirken, statt in reichlich geheimnisvollen offiziösen Verlautbarungen den Eindruck zu erwecken, als ob alles seine Richtigkeit habe, und man von Herriot nie etwas anderes hätte erwarten dürfen. Diesen recht unerquicklichen, aber für die ganze Folgezeit deshalb nicht minder bedeutungs- Dotfen Disput über die Räurnungsfristen scheinen die lauten Stimmen vom großen Völkerbunds- palaver am Genfer See schier zu übertönen. Vor dem Forum der fünften Völllerbundsversammlung gedenkt Macdonald den zweiten Punkt seines WeltbcfriedungSprogranrms, 'die Sicherheitsfrage, einer Lösung entgegenzuführen. Englands Stellung zu dem französische Vorschlag eines Garantiepakts ist bekannt. Macdonald biegt die französische Idee einer Lebens Versicherung für Kriegsgewinnler, einer internationalen Garantie des in Versailles, Trianvn, Reulllh und St. Germain heimgebrachten Länderraubes, in das Pwblem der allgemeinen Abrüstung und der Einrichtung eines obligatorischen Schiedsgerichtsverfahren um. Seine große 5^>n= nerstagrede war ein lebhaftes Plädoyer gegen die bisherige französische Politik der Defensivbündnisse, die er direft als friedenzerstörend bezeichnete. Aber die mit Spannung erwarteten praktischen Vorschläge gingen im Grunde über die Proponierung einer internationalen Abrüstungskonferenz nicht hinaus. Smmer wieder muhte der Premier auf die durch das Fehlen Deutschlands, Amerikas und Ruh- binds immer noch klaffenden L ü ck e n Hinweisen, «ohne deren Schliehung der Völkerbund nie und nimmer ein Dölkerbund ist und jede Arbeit in Genf trotz aller schönen Reden auf der einen) Zette pazifisttfche Phrasendrescherei, auf der wahren Völkerbund zur Aufrichtung des Weltfriedens. Solange der Völkerbund in seiner jetzigen Verfassung nichts weiter ersttebt als eine Weltgarantie für die Do r ma ch t steNu n g Frankreichs und seiner Vasallen, solange noch Deutschland, mtt der Schmach des Schuldbekenntnisses beladen, als Paria unter den Völkern dasteht, muh das deutsche Volk es auf das entschiedenste ablehnen, durch seinen Bettritt zum Völkerbund den durch Versailles geschaffenen status quo anzuerkennen, und für alle Zeiten auf die Wiedergewinnung seiner ihm geraubten Grenzgebiete und Kolonien zu verzichten. „Gerechtigkeit ist dre wesentlichste Voraussetzung der Sicherheit und des Friedens", sagte der britische Premier in seiner Genfer Rede. „Man muh der Gerechtigkeit das Wort erteilen vor der Leidenschaft." Richts mehr und nichts weniger verlangt auch das deutsche Doll als die Doraussetzung für seinen Beitritt zum Völkerbund! Frankreichs Vorschläge zur Friedenssicherung. Herriots Rede in Genf. — Die Definition des Angreifers. — Annahme des Schiedsverfahrens. - Die Frage der Sanktionen. Der gestrige DerhcmdllmgStag der Völ- kerbundsverfammlung hat in der SicherheitS- und Garantiepaktfvage, die durch die große Rede Macdonalds aufgeworfen worden war, bereits wichttge Präzisierungen und Anregungen gebracht. Macdonald hatte die gesamten Dorschläge auf das Schiedsverfahren eingestellt. Herriot hat dem Grundsatz des Schiedsverfahrens zugestimmt und als notwendige Ergänzung die volle Sicherhett, d. h. die militärische Sicherhett gefordert. Auch die meisten anderen Redner, so Salandra, Denesch und Theunis, haben dem zugestimmt. Lord P a r m o o r bekämpfte aufs schärfste den Gedanken militärischer Sankttonen. Er erklärte sich aber mit wirtschaftlichen und finanziellen Sankttonen einverstanden. Drei wesentliche Punkte stehen also zur Debatte: 1. Schiedsverfahren, 2. wirtschaftliche und finanzielle Sankttonen, 3. militärische Sanktionen. Lieber die ersten beiden Punkte sind sich alle einig. Rur gegen den dritten Punkt erhebt England Widerspruch. Hierüber wttd der Dritte Ausschuß der Versammlung, der die Frage der Rüstungsbeschränkungen zu bearbeiten hat und dem das gesamte Material zugeht, die Aeber- brückung der Kluft finden müssen, die zwischen den Anhängern und Gegnern der Sanktionen klafft. Dabei geben sich offenbar die ersteren der Hoffnung hin, dah es gelingen wird, den Widerstand der Gegner mllitärischer Zwangsmaßnahmen zu brechen und so auch wesentliche Teile des alten Garantiepaktes zu retten. Man glaubt in der Tat, dah vielen Einwänden gegen den Garanttepakt dadurch die Spitze abgebrochen werden kann, dah ihm nunmehr das Schiedsverfahren angegliedert wird. Vis die Vvlkerbundsve'-sam'.nlu.ng cnL gültige Vorschläge den Regierungen unterbreiten kann, ist noch ein Wetter Weg zurückzulegen, der über zahlreiche Möglichketten führt vom reinen Schiedsshstem der Engländer bis zum verbesserten Garanttepaktsystem, das Be- nesch anzustreben scheint. Ein grundsätzliches Ergebnis jedoch dürfte feststehen, welches auch das künfttge System sein wird: Das Schiedsverfahren. Die Frage, um die sich jedoch alles dreht, ist, wie der Schiedsgedanke praktisch verwirklicht wird, wie er sich als solcher durchsetzt oder wie wett er durch ein militärisches Bündnis oder ein Sank- ttonsspstem gelähmt wird. DiE Derhandlungsbericht Genf, 5. Sept. (Wolff.) Um 10 llhr 40 Min. wurde heute vormittag die Sitzung der Dölkerbundsversammlung eröffnet, in der Her - tiot das Wort ergriff. Der Andrang zum Saal und zu den Tribunen war wieder sehr stark. Auch vor dem Dersammlungsgebäude stand wieder eine Menge Reugieriger, die Herriot mit Sympathiekundgebungen begrüßte. Der Präsident der Dersammlung, Bundesrat Motta, erteilte Her- riot sofort das Wort. Als Herriot die Rednertribüne bestieg, brach die Dersammlung in einen nicht endenwollenden Beifall aus; die Delegierten erhoben sich von den Plätzen Herriot stimmte im ersten Teil feiner Rede dem Schledsgedanken, den Macdonald gestern vorgeschlagen hat, zu, dem fcr selbst zuerst im Londoner Abkommen zum Durchbruch verholten habe. An die Kritik, die an dem Garantiepattentwurs geübt worden ist, vor allem an die Feststellung des angreifenden Staates anknüpfend, erklärte er, dah ber Schiedsgedarcke gerade hier verwirklicht werden müsse. Die Böller müßten sich darauf einigen, als an. greifenden Staat denjenigen zu bezeichnen, der das Schiedsverfahren bei einem Konflikt nicht an* nimmt. Diese Erklärung wurde mit stürmischem Beifall, der minutenlang anhiett, ^ü^l>mm«i. Fern« stimmte er der Auffassung Macdonalds bei. daß der Artikel über das Optionsrecht einer obligatorischen Schiedsgerichtspartei abgeändrrt werden müsse. Wenn Frankreich auch bereit sei, den Schiedsgedanken in den Mittelpunkt des internationalen Lebens zu stellen, so verlange es die Offenheit und Aufrichtigkeit, festz-istellen, daß das Schiedsverfahren zwar notcvendig, aber n ich t ausreichend fei. Das Schiedsverfahren dürfe feine Falle für gutgläubige Dölker sein, and die Loyalität aller Staaten, auch der fleinften, müsse durch Sicherheiten geschützt werden. Dur in der Verbindung von Macht und Gerechtigkeit, erklärte Herriot unter dem Beifall der Dersammlung an ein Wort von PaSqual anknüpfend, liegt die Losung. Er erinnerte an das Beispiel Belgiens und erflärte, es dürfe nicht wieder Vorkommen, dah Bürger von Staaten, die nur den Frieden wollten, vier Jahre lang auf die Rückkehr in ihre Heimatstätten harren müßten. Mit dem Plan einer allgemeinen Abrüstungskonferenz erklärte er sich einverstanden. Aber diese Konferenz dürfe nicht ohne oder gar gegen den Volke c- bund arbeiten und somit den Krieg zwischen zwei Dölkerbundorganisationen bedeuten. „Was Deutschland betrifft, sagte Herriot, so werden unsere Erklärungen völlig klar sein. Wir werden in Deutschland den zerstörenden Militarismus bekämpfen und die scheußliche Doktrin, die in offener Parlamentssitzung proklamiert wurde und genau das Gegenteil von allem ist, was wir hier erflären und was wir glauben, jene Doktrin, wonach „Rot kein Gebot" kennt. Aber wir haben niemals das Elend des deutschenDol- kes gewollt. Frankreich kennt keinen Haß, lebt nicht vom Haß und lebt nicht im Haß. Wir sind bereit, die aufrichtigen Beweise des Dersohnungswillens entgegenzunehmen. Wir sind Freunde des guten Willens. Ein wichtiges und neues Ereignis hat die letzte Woche gekennzeichnet. 3n London hat Deutschland, mit dem wir in direkte Beziehungen eingetreten sind, sih aus freien Stücken bereit erklärt, feinen Reparationsverpflichtungen nachzukommen. 3m übrigen definieren die Artikel 1, 8 und 9 des Dölker- bundpaktes, die vor allem die Erfüllung der Verpflichtungen hinsichtlich der Abrüstung voraussetzen, die Aufnahmebedingungen eines jeden Staates in den Dollerbund. Für unseren Bund soll es keine Ausnahmenund keine D o r r e ch t e geben. Die Achlung vor den Der- tragen und den Verpflichtungen ist das gemeinsame Gesetz. Der Wille Frankreichs wird gekennzeichnet durch unsere Haltung in völliger Unparteilichkeit, unseren aufrichtigen Friede«iswünsch und unseren Wunsch, so fest wie möglich die Einheit Europas wiederhergestellt zu sehen. Dieser Wille ist klar und deutlich und ich spreche ihn ohne Hintergedanken aus." Rachdem Herriot Frankreichs Anhänglichkeit an den Schiedsgedanken ausgesprcche.i und die Forderung erhoben hatte, dah der Schieds- gedanke mit Sicherheit verbunden sein müsse, erklärte et: Ohne das Schiedsverfahren, die Sicherheit und die Abrüstung tonn es eine internationale Gemeinschaft, die alle leidenschaftlich wollen, nicht geben. Es wird kein würdiger internationaler Friede ohne internationale Solidarität entstehen. Wir halten uns an den Volker- bundspatt, aber wir wollen ihn lebendig gestatten. Wir fordern für jede Ration nur die Rechte, die ihr der Pakt verleiht, nicht mehr und nicht weniger. Dieser Friede soll nicht ein abstrakter Begriff und fruchtloser Wunsch fein. Seine Herstellung erfordert ebensoviel männliche Kraft unb vielleicht noch mehr als der Krieg. Das Schiedsgericht, die Sicherheit und die Abrüstung sind die drei Säulen des Tempels, den Sie, meine lieben Kollegen, zu bauen haben. Seine Grundlagen müssen fest fein, damit er hoch in das Licht und in ben/ Himmel steigen kann. Zu dem gemeinsamen Werk bietet ihnen Frankreich feine ganze Vernunft, fein ganzes Herz und seinen leidenschaftlichen Hang nach Klarheit und Offenheit und seine Erfahrung, die es sich in Zahrhunderten der Prüfung schwer erkaufte, an. Frankreich weih, was es heißt, ivenn man zerbrechliche Grenzen hat; es erstrebt einzig den Frieden in der Arbeitundin Würde; aber es denkt nicht nur an sich, denn anderen übelste Heuchelei des ftanz^ischen 3m» drohenden Unb mit perialismus bleibt. Mit einer bisher unbekannten Offenheitpla- »ierte Wacd°n°ll> Mür v°rn°^ch D e u tf ch lanb wieber m ben Kreis der Volker- famiUc zurückz iführen. »Es gibt nicht eine em- ,ige Debatte nicht eine endige gro&e Frage, fügte der Premier mit erhobener Stimme, über die wir diskutieren Danen mit dem ' ' ' teeren Stuhl in der Jffl« - einer erstaunlichen Eilfertigkeit labt ber Genfer CÖeri^^flatier ber „Frankfurter Zeitung" das deutsche Dollern, doch ja sich ernstlich zu bemühen, diesen Stuhl nut größter Beschleunigung einzunehmen, wolle es sich nicht der Gefahr einer moralischen 3svllmmng aussetzen. Eine Aufforderung. Platz M .r^n^ im erlauchten Rat ber Doller, dürfe es nicht erst abwarten. Die Rede Macdonalds öare Ernstidung genug, ber starke Beifall, den sie g^rnden habe bürge dafür, dah Deutschlands Aufnahmegesuch von der Versammlung gnädig beschieden würde. Wenn der Herr aus Genf dann weiter fest stellt, dah „wir uns sicherlich nicht aufbrängen", so dürfte die Frage erlaubt fein, ob ihm ber für jeben guten Pazifisten gewiß erhabene Anblick bes Genfer Reformattonssaals in den Septembertagen Anno 1924 bie Augen so blendete, dah er bie Pilatustreppe übersah, die für Deutschland auch heute noch dort hinan führt. „Die Welt braucht Deutschlands Eintritt in diesem 3ahre für bie zu leistende Friedensarbeit." Ser^Bölter« bunb kann mit dem leeren Stuhl in seiner Mitte nicht arbeiten. Gut! Dann laßt bie Welt, Iaht den Völkerbund die Voraussetzungen schaffen, ohne die Deutschlands Einttttt in den Völkerbund einzig und allein eine neue Besiegelung seiner in Versailles beschossenen Versklavung ist. Rur eine Atmosphäre der Gleichberechtigung materieller wie moralischer Art garantiert eine fruchtbringende Arbeit in einem das hiehe ferne Traditionen verleugnen. Frankreich. bas gestern beschuldigt axir, ich schwöre es. ist unschuldig und heute noch verwundet. Es streckt die brüderliche Hand 3hren verschiedenen Dater- länbem entgegen. Trotz ber eigenen Leiben will # es die Leiden aller Völker der Welt kennen lernen, um sie zu lindem. Für Frankreich wäre es eine Freude, wenn es aus den durch den Krieg angehäuften Trümmern durch unsere gemeinsamen Anstrengungen jene göttliche Blume ausblühen sähe, den gri eben. Rach Herriot ergriff Salandra bas Wort. 3talien, das einer allmächtigen, historischen Fatalität gehorchte, indem es am Kriege teilnahm, habe keinen anderen Willen, als feinen Platz innerhalb seiner natürlichen Grenzen zu bewahren unb bie friedliche Ausdehnung seiner Bevölkerung zu sichern. Rach einem ileberblicf über bie Rüstungsbeschränkungen, bie 3 lall en bereits votgenommen habe, erflärte Salandra bie Bereitwilligkeit (Kallens, an bem im Dollerbunbspakt sanktionierten Grundsatz zar friedlichen Lösung ber Kons litte mitzuwirken. Dieser Pakt sei selbst ein Vertrag zur gegenseitigen Hilfeleistung. Richtsdestoweniger habe 3talien an bem Garantiepattentwurs mitgearbeitet, ohne sich bie Schwierigkeiten zu verhehlen, die vor allem aus ber Hebcrtoeifung sehr großer Sanktionen an den Dötterbunbsrat unb aus den Sonderabmachungen entstehen tonnten. Ein leichterer Weg zu bem gewünschten Ziel, sei aber eine genauere Festlegung des obligatorischen Schiebsversahrens. Die Ausgabe fei, die Grenzen unb Formen des obligatorischen Schiedsverfahrens aufzustellen und bann die Mittel zu finden, den Entscheidungen des Schiedsgerichts eine ausführende Sanktion zu erteilen. Wenn neue internationale Versammlungen für Abrüstung ftattfrnben sollen, würbe sich 3talien an ihnen aufrichtig beteiligen. Aber kein Staat werbe auf bie nottvenbigen Machtmittel zum Schuhe feiner Sicherhett und An- abhängigkett verzichten können. Abrüstung unb Sicherhett seien daher untrennbar. Es wäre möglich, baß weber das eine noch bas andere Problem zu einer vollständigen Lösung gelange. Aber wenn man einige Fortschritte auf diesem Gebiete verwirklichen wolle unb bie verschiebenen Organe bes Völkerbundes, bie sobald wie möglich unter feiner Fnedensfahne alle Kulturvölker vereinigen mögen, ihrer wahren Bestimmung anpaffe, so könne bie fünfte Völker- D bunbsverfannnlung stolz .mb zufrieden fein. Rach Salandra stimmte Lord P a r m o a r namens ber englischen Delegation dem Vorschlag Herriots zu, wonach als angreifenber Staat Derjenige zu bezeichnen fei, ber das Schiedsverfahren nicht annehme. Er stellt fest, daß in großen Linien Herriot und Macdonald miteinanrber einig seien unb bie Unterschiede sich auf Einzel he. len beschränkten. Rach seiner Ansicht sehe der DöllerbundSpakt keine Anwendung von Gewaltmitteln vor. Der angrett sende Staat müßte außerhalb des Gesetzes gestellt werden und sei durch ökonomische Maßnahmen zu vernichten, so dah andere Sanktionen überflüssig würden, so bald das Schiedsverfahren allgemein angenommen fein werde. Er wünscht eine genauere Präzisierung des Volker- bundspalts. die einen besonderen Garantiepatt überflüssig mache. Auf die Einleitung des Schiebsverfähreris eingehend, erhob er in erster Linie bie Forberung vollstänbiger Gleichheit aller Staaten, brr kleinen und der großen, vor bem Schiedsgericht. Die künftige Hb» rüstungstonferenz müsse durch das VölkerbundS- sekretariat einberufen werden. .Der belgische Ministerpräsident Theunis forderte nachdrücklich, daß die Voller Sicher« beit erhalten. Belgien war feit Zahrhunderten ber Schauplatz ber europäischen Kriege. Der mo- berne Krieg mit seinen furchtbaren Zerstörungsmitteln ist eine ernste Gefahr für Belgien, bas seit bem letzten Kriege noch unter einem ständigen Albdruck lebt. Belgien ist ein ausnehmend ftieb- licher Staat, aber Belgien braucht für den Frieden Sicherheiten, unb zwar wirkliche Sicherheiten, nicht mir auf dem Papier. Der Pakt selbst sehe Sanktionen vor und zwar auch militärische, und im Artikel 10 die Verpflichtung, die territoriale Unversehrtheit und Unabhängigkeit der Mitglieder zu gewährleisten. Wenn Belgien seinen militd» irischen Schutz, der allein die Invasion aufhalte, verringern solle, so dürfe man nicht über die Eicherheitsgarantie mit ihm feilschen. Die Tragik der Geschichte der letzten Jahre zeige, daß nur die Gewißheit, daß jedem Angriff sofort das Bündnis der Kulturländer entgegen toste, den Frieden erhalten könne. der tschechoslowakische Außenminister Bencsch erinnerte an die Resolution der dritten Völker- bundsversammlung, die den Grundsatz der gegenseitigen Abhängigkeit der Abrüstung von den Sicherheitsgarantien ausgestellt und a ich die Sonderabkommen zugelassen habe. Die vierte Dölkerburrdsversammlung habe dann den von ihrer dritten Kommission ausgearberteten, Gcwantiepaktenttourf den einzelnen Staaten zur Prüfung überwiesen, in der Absicht, zu einer endgültigen Fassung zu gelangen. Die Antworten der Regierungen hätten zahlreiche Einwände gebracht. Er erwähnte dabei besonders den Eingang, daß angesichts der chemischen Kriegsmittel auch die bloße Entwaffnung keine Sicherheit bietet. Die Abrüstung erfahre dabei eine Ergänzung durch die Garantien inb Sicherheiten. Es sei aber der militärische Defensivplan des Garrmttepaktentwurfes durch ein Schiedsverfahren zu vervollständigen. Benefch versicherte dann, daß auch er Anhänger des Schiedsverfahrens sei, daß aber der Weg schwierig unb heikel sei und einer sehr großen Vorbereitung bedürfe. Falls die großen Staaten das obligatorische Schiedsverfahren annehmen würden, würde das ein Glück für die kleinen Staaten fein. Die Svnderabkvmmen würden aber immer bestehen und man könne sie nicht abschaffen. Der beste Weg sei daher, sie durch den Völkerbund kontrollieren zu lassen. Nachdem Denesch nochmals ausdrücklich die Sanktionen für den Fall eines Abbruchs des Schiedsabkvmmens als notwendig bezeichnet hatte, bedauerte er in seiner Eigenschaft als öjähriger ^Berichterstatter für den Gcrrantiepaktentwurf dessen Ablehnung durch so zahlveiche Staaten und verteidigte wchmals die Grundzüge des Entwurfs. Die Generalinfpektion. Wiederaufnahme der Militärkoutrolle am 8. September. D e r l i n. 6. Sept. (Dvahtmeldung.) Die Verhandlungen der Reichsregierung mit der interalliierten Militärkontrollkommission haben jetzt zu einer Einigung geführt. Die französischen Vertreter in der Kommission waren anfänglich nicht geneigt, sich den deutschen Wünschen in bezug «auf die Modalitäten der Ausführung zu fügen und es bedurfte erst verschiedener Vorstellungen bei der französischen Regierung in Paris, um eine Vereinbarung zu erzielen. Man hat sich nun dahin geeinigt, daß die Generalinfpektion in unauffälliger Weise borgen ommen wird. Much über die Termrnfrage ist eine Einigung zustande gekommen. Man rechnet jedenfalls damit, baß die GeneralinsPLktion noch in der ersten Oktoberhälfte b e e,n b e t sein wird, und daß dann sofort die weitere Austeilung der Abrüstungsfrage vor einer internationalen Konferenz beginnen kann. Die Generalinspektion toirb am.8. September beginnen. Aus Dresden liegen Berichte vor, wonach verschiedene nattonal- fozialistische Organisationen damit gedroht haben, g e wä Ittätig gegen die ausführenden Mitglieder der Kommission vorzugrhen. Es ist deshalb angeordnet worden, für die Sicherheit der kon- triälievenden Kommissionsmi1 g^eder in besonders umfassender Weise Vorsorge zu treffen. 7 In einer amtlichen Verlautbarung heißt es darüber: Rach den bindenden Erklärungen der Gegenseite, insbesondere der Ministerpräsidenten von England und Frankreich, kann damit gerechnet werden, haft das System der interalliierten Kontrolle mit seinen in zahlreichen Städten Deutschlands residierenden lleber- wachungskommissionen verschwindet, wenn die Generalinfpektion zufriedenstellend und reich u n g s l o s verläuft. Die Reichsregierung erwartet daher von der gesamten Bevölkerung, Last sie alles unterläßt, was irgendwie als Obstruktion oder als feindselige Handlung gegenüber den Kontrollkommissionen oder ihren Mitgliedern gedeutet werden könnte. Jede Handlung Lieser Art beschtvört die Gefahr herauf, Last sich der jetzige Zustand mit all seinen demütigender, Begleiterscheinungen v e r e w l g t. jedermann must jetzt, wie er auch immer auf Vorgänge ge- fühlsmästig reagieren mag, fein Tun und Lassen ausschliestlich danach einrichten, dah das Ziel erreicht, d. h. dah die Generallnspektion wirklich zum Schlußakt der interalliierten Kontrolle wird. Die Befugnisse des Generalagenten. , Berlin, 5. Sept. (Wolff.) Der in Berlin in Begleitung des vorläufigen Generalagenten für die Reparationszahlungen Poung eingetroffene Bruder und Mitarbeiter des Generals Dawes Oberst Dawes äusterte einem Vertreter der „D. Znichts sei falscher, als den Generalagenten für die Reparationszahlungen als Finanzdik- tator oder Schuldenbüttel Deutschlands zu bezeichnen. Vielmehr sei im Dawesplane jedes System der tatsächlichen Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben Deutschlands a b gelehnt worden. Die Stellung des Generalagenten fei daher auch nicht mit der des Kommissars für Oesterreich, Zimmermann, vergleichbar. Die Tätigkeit des Generalagenten a>ectx? vorwiegend eine bankiermähige sein und ifyn fast aus- schließlich mit der neuen Rotenbank und dem Reichsbankpräsidenten in Verbindung bringen, nur hinsichtlich der Anlage der angesammelten Markbeträge zwecks Erwerb deutscher Dernrögensgegenstände wird der Generalagent auch mit der Reichs regierung zu verkch en haben. Aber auch dann sei er verpflichtet, die Verfügungsgewalt der Reichsregierung über' ihre eigene Wirtschaft zu achten. Der „neue Geist". Speyer, 5. Sept. (WTD.) Die französische Besahrmgsbehörde hat von den Verwaltungen der Stadt Speyer und der Gemeinde Dudenhofen bei Speyer die Bereitstellung eines umsangrercyen Bomvenavwurs- Platzes in den Waldungen bei Dudenhofen rnd Speyer verlangt. Es ist dazu die Riederlegung eines grohen Waldbestandes erforderlich. Auch wäre eine sehr bedeutende Sicherheitszone notwendig. Ferner verlautet. Last die französische Desahungsbehörde beabsichtigt, ihren Schießplatz bet Speyer erheblich zu erweitern. Mit der von Herriot ern- geleiteten Polittk der Befriedung sind diese neuesten Anforderungen der Besatz mgsbehörde durchaus nicht in EiMang zu bringen. F" „ — ■ - —- r.-zi Die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen. Amerikanische Rohstoffkredite. — Die englische Industrie und die Dawesgutachten. (Eigener Informationsdienst.) Berlin, 6. Sept. (Drahtmeldung.) 2m Laufe dieses.Monats werden voraussichtlich umfangreiche Verhandlungen zum Abschluß kommen, die von deutschen Wirtschaftskreisen mit der amerikanischen Finanzwelt geführt werden über die Gewährung nicht nur von baren Krediten, sondern vor allem auch von Handelskrediten zum Ankauf großer Mengen von Roh st offen. Die deutsche Industrie, die an diesen Verhandlungen beteiligt ist, hofft durch diese Handelskredite über die schlimmste Zeit Hinwegzukommen und allmählich auf diesem Wege wieder konkurrenzfähig zu werden. Aus unterrichteten industriellen Kreisen wird den englischen Befürchtungen, als ob Deutschland bei einem Wiederaufschwung der deutschen Ausfuhr der englischen Industrie scharfe Konkurrenz machen könnte, in vielem entgegen- getreten. Die industriellen Kreise betonen, daß keine Rede davon sein könne, die englischen Waren durch eine deutsche Schmutzkonkurrenz zu unterbieten. Sie sind der Ansicht, der Feldzug, der in England gegen das Sach- verständigen - Gutachten geführt werde, entspringe, im Grunde genommen, gar nicht wirtschaftlichen Erwägungen, sondern politischen Zielen und man bediene sich der englischen Industrie nur, um diese Absichten zu verschleiern. Gerade von den deutsch- amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen erhofft die deutsche Industrie die beste Widerlegung dieses englischen Feldzuges und glaubt, daß eine immer innigere Gestaltung des Warenaustausches und ein immer größeres Interesse amerikanischen Kapitals am Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft am besten geeignet sein werde, die Befürchtungen zu zerstreuen, die hier und da in der Welt gegenüber dem Wiederausschwung der deutschen Wirtschaft noch geäußert werden. Man nimmt an, daß die Verhandlungen in zwei bis drei Wochen zum Abschluß kommen. Die endgültige Entscheidung wird nicht zuletzt von den Berichten abhängen, welche die amerikanischen Generalagenten Owen Vvung und Gilbert nach ihrer ersten Orientierung in Berlin nach Amerika erstatten werden. Die Kämpfe in China. R e u y o r k, 5. Sept. (WTB.) Wie die „Asso? ciated Preß" aus Schanghai meldet, wurde gestern, wie zuverlässig festgestellt ist, in den Kämpfen von keiner Seite ein wesentlicher Fortschritt erzielt. Die Stärke der Truppen wird auf 40 000 geschätzt. Die Kampffront erstreckt sich.von der Eisenbahn Schanghai— Ranking bis zum Iangtse-Fluß. Sie nähert sich Schanghai an einer Stelle auf 18 Meilen. Rach einem Bericht von Augenzeugen wurde von beiden Parteien sicherlich viel Munition verschwendet, da wild drauf losgeschossen wurde. Heute Hai kein größerer Kampf ftattgefunden. Die Tschekiantruppen halten ihre Stellungen besetzt, die sie zu Beginn der Feindseligkeiten inne hatten. Auf Anordnung der Behörden wurde der Eisenbahnverkehr Schanghai—Wusung eingestellt, da man einen Angriff zu Lande gegen die Forts von Wusung befürchtet, für den Fall, daß die Truppen Kiangs bei Liuho, 15 Meilen von Wusung, durchbrechen sollten. Aus aller Welt. Attentat auf den polnischen Staatspräsidenten. Lemberg, 5. Sept. (WTB.) Als heute der polnische Staatspräsident Wojciechowski nach der Eröffnung der Lemberger Ostmesse nach dem Gelände der Wojewodschaft fuhr, wurde aus der Menschenmenge gegen das Auto des Präsidenten eine Petarde geschleudert, die nur schwach explodierte, da der Inhalt noch vor dem Ausfallen verschüttet wurde. Weder der Präsident noch irgend jemand von dem Begleitpersonal sind verletzt worden. Der an dem Anschlag Beteiligte wurde verhaftet. Andere konnten flüchten. Der Verhaftete ist der in Wien studierende Hochschüler S teiger, Sohn eines Glasers in Lemberg. Der Staatspräsident begab sich nach dem mißglückten Attentat in das Gebäude der Wojewodschaft, an desien Eingang er von der Menschenmenge lebhaft begrüßt wurde. Der Wiener MetaÜarbeiterftreik. Die Mittagsblätter melden, dah sich die Lage in der Metallindustrie seit den Mvrgen- sttmden wesentlich verschärft hat. Die Arbeiter der Siemens - Schuckertwerke, welche teilweise die Arbeit schon gestem einstellten, zogen im zweiten und zwanzigsten Bezirk vor zahlreiche dortige Fabriken, zwangen teilweise unter Drohungen die Arbeitswilligen zum sofortigen Anschluß an den Tellstreik. Dieser ist ausgebrvchen, auch trotzdeSPro- r e sie S der Betriebsräte, die die Weisungen der Gewerkschaften abwarten wollten. Soweit bisher Meldungen vorliegen, stehen etwa 10 große Fabriken der Metallbranche und der Maschrnentndustrie sttll. Auf den Straßen und Plätzen des Fabrikviertels herrscht Ruhe. Schwere Anfälle bei einer Filmaufnahme. Bei einer Filmaufnahme ereignete sich auf dem Tegeler See ein schwerer Anglücksfall. Ein Motorboot sollte durch 200 Liter Benzin, die in das Wasser geschüttet und an- aezündet waren, fahren. Infolge Versagens des Motors konnte das Doot nicht schnell genug fahren und geriet in Brand. Der Operateur erlitt schwere Brandwunden an Gesicht und Händen. Brand in einem Kaliwerk. Auf dem der Gewerkschaft Riedel gehörenden Kaliwerk Hänigsen bei Celle entstand in 650 Meter Tiefe ein Brand. Der Arbeiter Kehler aus Burgdorfs, der mit noch 5 anderen Arbeitern auf der Sohle beschäftigt war, fand den Tod. Der Brand wurde bald gelöscht. f- Konferenz der studentischen Auslandämter. Dudapest, 5. Sept. (WTB.) Die internattonale Konferenz der studentischen Auslandsämter, an der Vertreter aus Deutschland, Kanada, Estland, Finnland, Lettland, Schweden, Schweiz, Türkei, den Vereinigten Staaten, der Akraine, Bulgarien, Italien, Spanien, Luxemburg, Oesterreich und Deutschböhmen teilnehmen, ist durch AniversitätSpro- fessor Vanos sh eröffnet worden. Der Redner betonte die Rotwendigkeit der Mitarbeit aller Rattonen und sprach sein Bedauern darüber aus, dah die Studierenden gewisser Länder der Konferenz ferngeblieben seien. . Die Mörder der Frau Evans ergriffen. Hamburg, 5. Sept. (WD.) Rach einem bei dem mexikanischen Generalkonsul in Hamburg eingegangenen Telegramm HA di» mexikanische Regierung die Mörder der englischen Staatsangehörigen Frau Evans, die auch den deutschen Staatsangehörigen Hans Strauß leicht verletzten, in Puebla ergriffen und zum Tode verurteilt. Strauß besindet sich bereits aus 'dem Wege vollständiger Wiederherstellung. Die englische Regierung hat der mexikanischen Regierung ihre Genugtuung über die von den mexikanischen Behörde entfaltete Tätigkeit ausgesprochen. Hochwasserkarustrophe in der Dobrudscha. Bukarest, 5. Sept. (WTB.) In der ganzen Dobrudscha und in Rordbr^lgarien sind große Aeberschwemmungen. Die Dobrudscha ist infolge der durch die Aeberschwern- mungen hervorgerufenen Störungen im Telegraphen- und Eisenbahnverkehr von dem übrigen Rumänien getrennt. Durch die starken Regengüsse wurde großer Schaden in Braila und Galatz angerichtet. Infolge der schweren Stürme, die auf dem Schwarzen Meere herrschen, erfuhr der Schiffsverkehr eine zeitwellige Anterbrechung, auch einige Schiffbrüche sind zu verzeichnen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 6. Sept. 1924. Der Meifterfchütz. Schneidiges Draufgängertum und ausgezeichnete Schiehkunst sind sehr schätzenswerte Eigenschaften eines Mannes. Auch einen Feldschütz irgendwo um Gießen herum — die Rennung des Ortsnamens verkneife ich mir — zeichnen sie aus. Er ist in seinem Dorfe jetzt zu einer vielbesprochenen Lokalgröße geworden. Zwar verdankt er seine Berühmtheit einer grauslichen Tat, aber das btnbert mich nicht, ihn mit diesen Zeilen in gebührender Hochachtung als Meist erschüh zu Preisen. Seine Glanztat sei den Zeitgenossen nicht vorenthatten. Stand da eines Tages ein Mann draußen im Feld ganz dicht an einem Getreidehaufen. Das Verhalten des Kerls war höchst verdächtig. Er fuchtelte mit den Armen immerfort an dem Haufen herum. Offenbar wollte er die Aehren mausen. Jeder ehrliche Christenmensch hätte sich über diesen Frevel empört. And nun gar erst der Feldschühl Der hatte mit einem Begleiter in einem draußen an der offenen Landstraße gelegenen Wirtshaus einen heißen Wettstreit um die Lösung der Frage ausgefochten, wer die meisten Schoppen petzen könne. Beide hatten sich wohl gesagt, daß bei der ewigen Rässe im Freien zur Herstellung des Ausgleichs die innere Befeuchtung nicht vernachlässigt werden dürfe. Run war der Strauß beendet — der Preisträger ist mir nicht bekannt geworden — und man pendelte selbander von der Kneipe fort. Das „Auge des Gesetzes" hatte den schamlosen Aebeltäter an dem Getreidehaufen erst gar nicht bemerkt, aber der Begleiter war helläugiger und machte die „Feldgewalt" auf den Sünder aufmerksam. Es folgte hinter einem Baumstamm ein kurzer Kriegsrat über die Frage, wie man den Frechdachs am besten festmachen könne. „Ich lauf' hin," sagte der.Schütz. „Damit er dir durch die Lappen geht", antwortete der eifrige Begleiter. „Aber haben muh ich den Halunken!", trumpfte der Ordnungshüter auf. „Wie willst du das anfangen?", war die lauernde Antwort des Zechkumpanen. Beiderseitiges kurzes Kopfzerbrechen, indessen der Spitzbube seine Arme weiter am Getreidehaufen spazierengehen lieh. Hatte der noch nicht Lunte gerochen? Endlich hatten die beiden hinter dem Baumstamm einen Ausweg. „Du hast ja dein Gewehr!", sagte lockend der Begleiter der Ordnungsstühe, „Soll ich s ch i e - h en?", war die Frage. „Ratürlich", klang's zurück. „Aber wenn ich ihn tref f e?“, kam es schon kleinlauter. „Paperlapapp," tonte es ihm entgegen. Ran an’ Bah! Der Schießprügel wurde vorsichtig angelegt. „Halt!" sagte da leise der Begleiter, „stehend schießt du nicht sicher genug, zum Liegend-Schuß ist es ja zu nah, du muht eben Jnieenb schießen, bann ist das Schrot nicht umsonst verpufft!" „Meinst du?" ..Ra natürlich": und schon kniete der eifrige Schütz im Sttaßen- dreck, schlug an und — baaf! bullerte die Schrot- sprihe ihre Ladung auf den bösen Feind. Der sank zusammen Jetzt hatte ihn der Schütz Itcyeri Lneser uwi miete weiter wie ver. st einer t ckn Morast der Sttahe. Herrgott, der furchtbare Schreck, jetzt hatte er ja ein Menschenleben auf dem Gewissen! Sein Gesicht lieh erraten, dah er sich schon vor Gericht und womöglich hiMer schulischen Gardinen sah. Oder dachte er an das Gi eh euer Sanitätsauto, das den armen Teufel dort drüben schnell zur Klinik bringen könnte, wo er vielleicht noch zu retten wäre? Im Laufschritt hin zur Stätte des Schmerzenslagers! Der Begleiter folgte flott nebenbei, nur mit so merkwürdig vergnügtem Gesicht. And dann kam für den Schütz der grohe Moment, der ihn aus dem Banne des Amtseifers und der schrecklichen Gewissenspein mit brutaler Schnelligkeit in den Bereich ganz anderer, noch viel ärgerlicherer Empfindungen warf. Da lag der „niedergeschossene" Anglücksrabe, halb unter einet Garbe — aber (der Schütz rieb sich die Augen!), was war denn das? Das war ja gar kein Mensch, und es war ja auch gar keine Schrotspur zu finden! Teufel nochmal, das war ja überhaupt nur eine mit Stroh und allem möglichen Krimskram — — ausgestopfte Pu ppe! Sie hatte sich doch aber bewegt! Da sprang fürchterlich lachend ein Rixnuher von Spahvogel aus dem dick „gepolsterten" Innern des Getreidehaufens heraus an die Seite des ebenso unverschämt feixenden Begleiters des Feldschützen. Jetzt kam's heraus! Der Kerl im „Antersland" hatte dem „Mairn" am Getreidehaufen an beiden „Armen" Bindfäden angebunden und unermüdlich daran gezoppelt, so dah es ausfah, als hantiere die Gestatt an dem Getreide herum. Bei dem erwarteten Schuh hatte er die Puppe einfach mit einem Fußtritt zu Boden gestreckt. So wurde sie „niedergeschossen". And dann kam die nächste Aeberraschung, bei welcher der Gesetzeswächter ein furchtbar langes und nicht gerade allzu geistreiches, schließlich aber doch ein verflixt wütendes Gesicht gemacht haben soll, als er aus einigen wenigen Worten der noch immer unbändig Lachenden entnehmen konnte, dah die beiden unter einer Decke gesteckt hatten, um ihm, dem bestallten Vertreter der Staatsgewalt, einen abgefeimten Schabernack zu spielen und mit dessen Ergebnis so verschiedenes Stammtischen, in deren Mitte der Schütz Sitz und Stimme hatte, Stoff zum „Zapfen" zu geben. „Miserable Bande!" fuhr es da so scharf wie ein Schwertstreich durch die Lust, und eiligst strebte einer von bannen, dem bei diesen Brüdern nich' mehr Wohl war. Ob er mittlerweile den Weg zum Stammtisch, den er eine Zeitlang nicht betrat, schon wieder- gesunden hat, weih ich nicht, aber sein Amt hat er nun niedergelegt und grollend denkt er nur an seinen „Erfolg", der Meist erschüh von....... * Teddy. Hessische Landeswanderbtthne. Von der Zentralstelle für Volksbildung und Iugendpflege in Hessen wird uns geschrieben: Die Hessische Landeswanderbühne, die im vorigen Iahre infolge deS/ Ruhrkampfes ihre Arbeit einstellen muhte, hat sich in ihrer früheren Tätigkeit als ein sehr wirksames Werkzeug volkstümlicher Geistespflege erwiesen. Cs ist daher verständlich, daß aus einer ganzen Reihe von Gemeinden die Wünsche nach Wiedereröffnung dieser Bühne laut wurden. Das veranlaßte alle in Frage kommenden Stellen des hessischen Staates, die Frage eingehend zu prüfen und mit den in Betracht kommenden Gemeinden unseres Landes zu verhandeln, ob und in welchem Amfange das Bedürfnis nach guten Theatervorstellungen vorhanden ist und wie weit die einzelnen Gemeinden und örtlichen Organisationen zur ideellen und materiellen Anterstühung und Mithilfe bereit sind. Das Ergebnis dieser Feststellungen zeigte allgemein ein starkes Interesse an dem Wiedererstehen der Landeswanderbühne und die Bereitschaft, nach Kräften mitzuhelfen. Dem Wiedererstehen der Hessischen Landeswanderbühne in ihrer früheren ZDestalt stehen allerdings z. Zt. noch unüberwindliche Schwierigkeiten entgegen. Der hessische Staat hat daher das Anerbieten des Frankfurter Künstlertheaters, die hessischen Gebietsteile unter dem Ramen „Hessische Landeswanderbühne" mit Vorstellungen zu versehen, als eine besonders günsttge Lösung der an sich sehr schwierigen Frage zur Zeit gerne angenommen. Die Vorbereitungen deS Frankfurter Künstlertheaters als „Hessische LandeS- wanderbühne" haben am 1. September bereits ihren Anfang genommen, noch im Laufe des Monats September werden in einzelnen hessischen Orten Vorstellungen stattfinden. Die Leitung liegt in den Händen des Herrn Direktors Hans Meißner. * Wettervoraussage. für Sonntag. Wolkig bis bedeckt, ansteigende Standeraturen, Winde aus südlicher Richtung, erneut Regenfälle. Von Westen her rückt ein neues atlantisches Tiefdruckgebiet gegen den Kontinent vor und hat in Frankreich schon erheblichen Druckfall bewirkt. Die vorübergehend eingetretene Besserung der Wetterlage ist damit erneut gefährdet. * Bornotizen. — Tag es kalender für Samstag. Artillerieverein: 81/2 Ahr Monatsversammlung. — Stenographenges. Gabelsberger und Damew abt.: Stadt Lich Vereinsabend. — Elsaß-Lothriw ger: 8*4 Ahr Hotel Köhler Monatsversammlung. — Ruderklub Hassia 1906 : 8 Ahr Mitgliederver« fanunlung. — Rundfunkhaus Löberstraße: Italienische Kammermusik der Reuzeit. — Hessisch^ Bilderbühne: „Der Berg des Schicksals". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ich halt' einen Kameraden". — Astoria-Lichtspiele: „Die Geschichte deS Grauen Hauses." — Tageskalender für Sonntag: Männerturnverein: IP/3 Ahr pünktlich auf dem Spielplatz Enthüllung des Ehrenmals. - - Steuer- Protestversammlung, 2 Ahr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten: ©inberufer: Handel, Handwerk, Gewerbe, Haus- und Grundbesitz. — Hessisch« Bilderbühne: „Die Buddenbrooks". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße und Astoria-Lichtspiele wie Samstag. — D i e Blachetta-Dolksspiele mußten verschoben werden. Siehe Anzeige. 4 4 mittelgut M. Mts. Anzeige. tt j deutsch' nächst am feiern heu schreibe^ gärtnerinr rinnen-öd eröffnen c lung von1 des Kuns ftelhmg \\ täglich vi nachm. z tigenAn "taten, so 40 Jahn morgigen und Pvscit bemüht. Die Ausführuirg des Planes scheiterte aber bisher an den Kosten, die bei der finanziellen Lage der Stadt von dieser zur Zeit nicht zu tragen sind. Um auf anderem Wege zu den nötigen Mitteln zu kommen, um vor allem die ftnanzielle älnterstühung zahlungsfähiger Burger und Kurgäste zu gewinnen, hat sich nun eine Reihe von Vereinen zusammengeschlossen, die aus eigenen Kräften Wohltätigkeitsver- anstaltungen durchführen wollen, deren Reinertrag dem zu errichtenden Denkmalsfonds zugeführt werden soll. 3n der Bürgerschaft findet dieser Plan allseitig Anklang. Es herrscht in allen Bevölkerungskreis en die Ansicht, daß baldigst Schritte zur Errichtung eines unserer Dadestadt würdigen Ges allen en-Denkmals unternommen werden müssen. — Der Verband der hessischen Polizei beamten hält heute und morgen hier fernen 3. ordentlichen Verbandstag ab. Heute finden die Sitzungen der Landesfachgruppen — dem 6tabtt!)eaterbureau wird uns geschrieben: Am Dienstag, 9. September. findet eine Aufführung von Hermann Sudermanns bekanntem Schauspiel „3 o Hanni Sfeuer" statt. Die Vorstellung darf besonderes Jntereffe beanspruchen, da der Nach- folger des nach Mainz engagierten Herrn Lambertin, Herr Feli? Norfolk vom Volks- theater in München, in der Rolle des Georg Hartwig zum erstenmal auftreten wttd. — Deutsche rBund für christlich- evang. Erziehung in Haus und Schule. Man schreibt und: Heute abend 8 Ahr findet durch den VundeSdtrekwr Winkler des Deutschen Bundes für christl.-evang. Erziehung in Haus und Schule aus Frank- furt (Ober) eine Bibelbesprechung mit Kindern im OvhcmneSsaal statt. Morgen, Sonntag, ebenfalls um 8 Uhr abends, wird Direktor Winkler in der OohanneSkirche eine öffentliche Versammlung halten, worin er über das Thema sprechen will. „Wird Deutschland untergeben? Eine Entscheidung auch im Blick auf unsere Kinder." ** Städtische Steuern. 3m September sind zu zahlen: 1. und 2. Rate Grundsteuer, 1., 2 und 3. Ziel der städtischen Sondersteuer, aufjer- dem die übrigen bekannten Steuern. ' DieArbeitSmarktlagein Gießen ist durch verschiedene BetriebSeinfchräir- Umgen, namentlich in der Metallinoustrie, weiter ungünstig beeinflußt worden. 3ur Zeit sind beim hiesigen Arbeitsamt ca. 140 Vollerwerbslose gemeldet; die Ziffer ist gegenüber der Lage vor einigen Wochen ziemlich beträchtlich angewachsen. Der größte Teil dieser Leute ist verheiratet. Die Aussichten für die Wiederbelebung deS Arbeitsmarktes find unter den jetzigen ungeklärten Verhältnissen noch nicht abschließend zu beurteilen. Sine Zuchtviehversteigerung für mitteldeutsches wteS Höhenvieh findet am 17. M. MtS. hier statt. Näheres in der heutigen Anzeige. •• Die 2 4. (250.) Preuh.-Süddeutsche Klassenlotter ie wird demnächst ausgespielt. Man brachte das in unserem heutigen Anzeigenteil enthaltene AuS- schreibem der hiesigen Lotterie-Einnehmer. •• Fröbel-Seminar. Das Äinber- gärtnerinnen-Seminar und die Kinderpflege- rinnen-Schule des Gießener Fröbel-Semmars eröffnen am morgigen Sonntag eine Ausstellung von Schülerinnenarbeiten in den Räumen des Kunstvereins am Brandplatz. Die Ausstellung ist vom 7. bis einschl. 14. September, täglich von 11—1 Uhr Dorrn, und 3—5 Uhr nachm. zu besichttgen. Weiteres in der heutigen Anzeige. •• Die vberhessischen Gemeinschaften. fv schreibt man uns, die feit mehr denn 40 Zähren in Ober Hessen arbeiten, feiern am morgigen Sonntag in (Sambach ihr 3ugenb* unb Waunenfefl. Zugleich sollen drei junge Prediger, die ihre Studienzeit auf der Missionsschule St Ehrischona beendigt haben, durch einen ihrer Lehrer. Pfarrer Eckard, in thpen Dienst in Hessen eingeführt werden. Die Zahl der in Hessen arbeitenden Prediger ist damit auf 26 gelegen; daneben arbeiten einige Schwestern tm Missi'vnS- dienste mit. Die Gememschasten haben ihr eigene» «Dange!ffattxmtblatt .Aufwärts^, oaS meyr als 18 000 Abonnenten hat, daneben besitzen die Posaun ench Öre, Gesangvereine. 3ungfrauenvereine ihr eigenes 3ugendorgan .Die christliche Zug end". Die oberhesstscheu Gemeinschaften wollen als Glieder unserer evangelischen Kirche mithe.fen, daß christliches Leben geweckt und gepflegt werde Landkreis Gießen. Dg. G r. - B u s e ck. 6. Sept. 3n nächster Zeit findet hier ein Lehrgang in ®a- belsberger Kurzschrift statt. Die zahlreichen Meldungen, auch auS der näheren Umgegend, beweisen, daß mit diesem Kursus einem vorhandenen Bedürfnis entgegen gekommen wird. Weitere Anmeldungen sind an Willi Schneider, Schützenweg, zu richten. — Bei günsttger Witterung finden kommenden Donnerstag die ReichSjugendwett- kämpfe der Deuerner. BurkhardSfeldener, Reiskirchener und hiesigen Schuljugend statt. t®rünbcrg,5. Sept. Wie wir dieser Tage berichteten, wurde in der Gemeinderatssitzung am Montag der Beschluß gefaßt, hier eine 3 u g c n b- herberge einzurichten. Leider werden diesem Plane Schwierigkeiten entgegengelegt. Es wäre im 3nteresse der 3ugendbewegung dringend nötig, daß endlich auch hier, nachdem schon einige Orte in der Umgegend zuvorgekommen find, eine Jugendherberge eingerichtet würde. 3st doch gerade Grunberg ein Kreuzungspunkt vieler Wanderwegc und alS Ausgangspunkt für Wanderungen in den Vogelsberg sehr geeignet. Mehr denn je muh darauf gesehen werden, daß unserer 3ugcnb die nötige körperliche Ertüchtigung zuteil wird, und ist doch gerade das Wandern der Sport, an dem sich jung und alt, Knaben und Mädchen beteiligen können, ohne größere Ausgaben an Geld befürchten zu müssen. Unsere Stadt darf hier keinesfalls zu- rückstehen. Vielmehr muß noch vor Eintritt des Winters die 3ugendherberge errichtet werden, damit diejenigen Sportfreunde, die sich dem Schiläufen widmen, ein wärmendes Obdach und ein billiges Nachtquartier finden. □ Lich, 5. Sept. Die Hochzeit der Prinzessin 3vHanna mit dem Grafen Gevrg'F riedrich zu Solms-Laubach ist vom 8. auf den 13. d. Mts. verschoben worden. Den musikalischen Dell bei der Hoch- zettsfeier wird der trefflich geschulte Gesangverein „Harmonie" (Rektor Doll) zu Laubach übernehmen. Kreis Schotten. (D Ruppertsburg, 5. Sept. Gestern wurde auf unserem Friedhof der Fabrikbesitzer Adolf R ö m h e l d von der benachbarten FriedrichShütte zur letzten Ruhe bestattet. Roch vor einigen Wochen hatte er seine goldene Hochzeit gefeiert Dm: überaus stattliche Leichenzug zeigte dke Wertschätzung und Liebe, die sich der Abgeschiedene im Leben erworben hatte. Die Kriegervereine aus Laubach und Ruppertsburg und der Gesangverein „öängerbunb“ auS Ruppertsburg waren vollzählig erschienen, um ihrem Mitglied« die letzte Ehre zu erweisen, wie auch der .Vogelsberger Hohenclub" eine stattliche Anzahl von Vertretern entfanbt hatte. Der OrS- geistliche, Pfarrer Fritsch, hob tn seiner ansprechenden Grabrede die trefflichen Charaktereigenschaften des Verblichenen hervor. „Sein Leben ist köstlich gewesen, denn es ist Mühe und Arbeit gewesen" Darauf widmete Professor Dr. RveSchen von Laubach als Ehrenvorsitzender- des Zweigvereins Laubach des Vogelsberger Höhenclubs dem Ehrenmitglied des ElubS warme MRZimtt -u vermieten (mnD Kaiferallce 11 II- Großes möbliertes Zimmer an Dauerm. tHerrnI zu vermieten L*3in Moltkestr. 28 v. ßutinöilSnmr zu vermieten [»««- Etepbanstr. 49 111. Einfach möbl. s""" Mansarden- zimmer zu vermieten. Näh Babnbofttr. 22 II jna weicn, Aussehen. W i statt morgen tagt tm Kurhause brr öfienSichc Ber- banMtag, auf dessen Tagesordnung u. a. ein Vortrag von Polizei Hauptmann a. D 6 t e r i n g über „Die Reform des Polizeiwesens" steht. Aus der Wetterau, 5. Sept Mit Sehnsucht sieht der Landwirt dem Eintritt besserer Witterung entgegen. Die ganze Ernte ist fast noch zu bergen. Rachdem heute zum erstenmal wieder die Sonne ein freundliches Gesicht machte, hob sich auch sofort ttxebcr die Stimmung der Landleute. 2lllcnthalben wurde heute mit fieberhafter Eile Getreide eingefahren Leider ist die Ernte stark beschädigt. Wie anderewrtS 11 auch hier das Getreide vielfach ftarf ausgewachsen. Dazu kommt noch daß viele Gemarkungen unic: dem Hvchwas ser der Flüsse zu leiden haben, besonders im unteren Ridder- und Niddatal in der Vilbeler Gegend. Dort stehen nicht nur di? Wiesen, auch viele Aecker und Getreidehaufen im Wasser. Dem Reisenden, der nach Frankfurt fährt, bietet sich von der Bahn aus ein trostloser Anblick. Wie die Kartoffelernte tn unserem schw?ren Lehmboden auSfallen wird, läßt fich jetzt noch nicht überblicken. Zedmfalls ist sie meh? als f-mt- ' wo durch Fäulnis, deren erste Spuren sich vielfach zeigen, gefährdet. Hessen-Nassau fpd. Frankfurt a. M., 5. Sept. Vor 4 Jahren wurde gelegentlich einer Hoch- zeit m einem hiesigen Vvrott eine Schleppe zu einem Br autk lei de gestohlen. Der Täter wurde jetzt sestgestellt und der- („btc“) Geschädigte mag sich im Polizeipräsidium melden. Ob aber die damalige glückliche Braut heute auch glücklich ist, ihre Schleppe wiedergefunden zu haben? — Fe st genommen wurde die wegen Diebstahls, Betrugs und iln- schlagung steckbrieflich gesuchte Hausangestellte Therese Harburger aus Ensttngen. Sie hatte in Frankfurt und Umgebung unter dem Namen Theres eMüller ihrer Dienstherrschaft eine Menge Kleider und Wäsche gestohlen. Als sie sich nun mit gestohlenen Papieren auf den Namen Bertha Bolen weiter verdingen wollte, wurde sie erkannt und festgenommen. Kassel, 5. Sept. Die Landwirt ° schaftskammer für den Regierungsbezirk Kassel hielt mit Vertretern des L a n d b u n - des für Kurhessen und Waldeck eine eingehende Beratung über die durch das Regenwetter der letzten Wochen entstandene Notlage der Landwirtschaft ab. ES wurde beschlossen, eine Abordnung nach Berlin zu entsenden und die Staatsregie- rung zu ersuchen, 2 0 0—3 0 0 0 0 0 Zentner Saatgetreide zu beschaffen, weil sonst die Herbstbestellung nicht vorgenommen werden kann. Unzählige Kranke Salleniteinleiden ohne Operation durch Anwendung der Cbolpsol vinkur schmerzlos von ihrem schweren Leiden befreit. Die Stur ist vollkommen unschädlich, wirkt innerhalb weniger Tage und kann phne BeruiSstöruna gebraucht werden. Aerztllch glänzend begutachtet. Zu haben in den Apotheken, wo nicht, portofrei durch die Fabrik Pharmazeut. Präparate, Avotb. Walter, NStar. Stets vorrätig in Gießen in der . Hirsch-, Pelikan- uud UniverfitätS-Apotheke. [«mA Won Btnnöl Neuen Baue 22 empfiehlt ihre renovierten, gutmöOU Zimmer für jede Zeitdauer. Gute Verpflegung. Tel. 1085. QM,,, Für soliden Herrn Zimmer m. Schreibtisch frei «„„Plockftr. 14III. Gesucht 2 möblierte oder unmöblierte Zimmer im Zentrum der Stabt, möglich mit sep. (Eingang. Offerten unt. 1760 an „Herso", Mitteldeutsche Annoneen- Expedition, Plockstraße 5. 6889h Große helle Lagerräume mit Kontor cd. Laden in guter Lage von Großhandlung gesucht. Schriftliche Angebote unter 023127 an den Gießener Anzeiger.__ Größeren Raum für . Fabrikbetrieb per bald, auch durch Vermittler, gesucht. Schriftliche Angebote unter 6844D an den Gießener Anzeiger. Vermietungen 1 bis 2 möblierte Zimmer mitKüche ankinderl. Ehepaar zu verm. CelterSwegSvaH. Kein Laden! j Erstklass. Marken-Nähmaschinen Gießen (WetzlarerWeg 15), 6. Sept 1924. Lollar, den 6. September 1924. 058157 023125 von GM. 650.- bis 2250.- Handelsschule Ab 9. September zollfreie Einfuhr nach dem besetzten Gebiet. 6886ss Die Beerdigung findet am Montag, dem 8. Sept. 1924, auf dem Neuen Friedhof statt. 20 Speisezimmer 50 Herrenzimmer 15 Schlafzimmer Neuer Beruf. Hohes Nebeneinkommen dch. Er richtnng ein.Ver- sandgeschäftes, Heimindustrie usw. Ganz neue Wege.Rat u.Hilfe durch uns. Näh. durch Gratisprospekt Nr. 36 von Adr. Schließfach 154 in Heidelberg. Marie Ibring geb. Rehe Familie Ludwig Ibring, Lieh Familie Dr. med. Luft, Homberg a. d.O. Altes Blei IBlelröhren) kauft Brühlfche Druckerei eu7D Schulstr. 7/9. Sämtliche Modelle sind von auserlesenem Geschmack und In der von uns bekannten guten Qualität In eigener Fabrik In verschiedenen Holzarten, teils gewichst, teils poliert, hergestellt. Herrn Jakob Ihring sowie für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Wir verkaufen vom 8. bis 20. September auf Grund des Ermächtigungsgesetzes nicht zur Ablieferung gelangte Reparationsaufträge u. A. weit unter Selbstkosten: Die Beerdigung findet Montag, 8. September, nachm. V44 Uhr, statt. sowie Einzelmöbel In großer Zahl wie: Teetische, Rauchtische, Konsoltische mit Spiegel, Garderobe-Möbel, Dielen-Möbel etc. Einmalige nie wiederkehrende Gelegenheit Ein sehr zuverläss., treues, in Küche u. HauS erfahrenes besseres Mädchen zu sofort, spätestens 1. Oktober, gesucht. Nur solche, die schon in besseren Häusern waren u. gute Zeug» nisse haben, wollen schriftl. Angeb. unt. 023145 an den Giess. Anzeiger einreichen. Hermes Gießen Bahnhofstraße 60, Tel. 1097. Äelteste und erste Handelsschule am Platze. Erstklassige, akad. gebild. Lehrkräfte. 15.Oktße&™ ----------neuer Kursei. a. Handelsfächern u.Sprachen Halbj.-, Jahres- u. höheretiandelsfach• klasse. Prosp. frei. A nmeldung täglich. Jnverbindl. Auskünfte erteilt gern d. Schulltg. Dipl.- Handelslehrer Uhlemann. .. 595.- .. 1480.- .. 595.- .. 1885.- Alter s Möbel- und Kunstgewerbehaus 6 m. b. H. Elisabethenstraße 34 Darmstadt Elisabethenstraße 34 Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen Dienstmädchen gesucht. Schäfer, <»31521 Licher Str. 9. sofort oder später. M Else IlWlllW Seltersweg 2, 1. Stock. Schönes kam» mit Spezerei = Geschäft lelektr. Licht u. Wassert.), 300 qm Obst« und Gemüsegarten, Nähe Bad- Nauheim, sofort beziehbar, zu verkauf. Schr. Ang. u. 023166 an den Giess. Anz. Empfehlungen | Meller» Ke tetitonoen Wg- »Bö HandiWenMn liiert in erstklassiger Ausführung auS eigener Herstellung Emil Pfaff Kinzenbach. Günstiger Einkauf für Wieder- vcrkäufer. 023167 Miln bessere Frau, ucht Stelle in frauenlosem Haushalt in guter Familie. Schriftl. Angebote unter 023089 an den Giess. Anz. erbeten. Kontoristin tiunge Frau), in Stenographie und Schreibmasch. perfekt, sucht Beschäftigung, evtl, halbe Tage. Schriftl. Angebote unter 023138 an den Giess. An- zeiger erberen. INK. Müller der seine Gesellenprüfung abiegen will, ob. einen riMerleWng stellt ein [6849D Holzmühle bet Lollar. D. K. W. Motorrad Rahmenbau-Sportmodell, fast neu, vreiSw. zu vk. Wo? sagt die Geschästsst. des G. An». 023123 Ml. M* erfahren in der Kranken- u. Wochen- beM'flege sowie im Haush:, sucht Stellung. Schriftl. Angebote unter 023087 an den Giess. Anzeiger erbeten. Sichere Existenz ohne Kapital für jederm. ohne Vor- fenntn., auch im Nebenher., tn. hob. sich.Verd. aufJahre hinauS.KeinNisiko. Monatl.Eink../-800 b. 1000 bieiet erstkl. Gesellsch. Verl.SIe kosten!. Prosv. „C“. An fr. u. J. V. 3376 an Jnvnlidendank. Ann.-Erv., Frank- iurl a. M. s«,„id Auio 6—9 P. 8., gebraucht, zu kaufen gesucht. O. Faber, Fahrzeugbau, Dttthlstr. 22. Teleph. 1096. O2314Q Suche für den Bezirk Oberliessen einen bei Spenglermeistern und In stallateuren gut eingeführten Provisions-Reisenden zum Vertrieb meiner gesetzlich geschützten Emaille - Kochtopfböden sowie Installationsartikel. 6775A Schriftliche Angebote unter Angabe der bisherigen Tätigkeit, Eintritt und Zeugnisabschriften erbeten an Hugo Rothstein Eisenwarenfabrik und JnstallationS» artikel-Grokbandlung, Mannheim Schwetztnger Strasse 55. Fernruf 4624. 15 Klubmöbel-Garnituren, Sesseln mit echtem Rindlederbezug, komplett . . . GM. OZO.- 40 Wanduhren (Regulatoren) rnltS-Tage-Gehwerk äGM. 28.- Bingels MöbelwerK- stütten Giessen, Kaplansgafle 5, Nähe Kreu;platz liefern preiswert CbaiselongueS Tivans Patent-, Woll-, Kapok- u. Haar- Matratzen 0226* fon)je Kastenmöbel auch Auf- u. Umarbeitung jed Art. In den neuesten TageS-, Ball» u. GefellschaftS- Frisuren, Kopfwäschen mit elektrischem Apparat, la Ondulation empfiehlt sich 0131«. Frau C. Shilling Gnautbstr. 34 p. Allgeb. Beamten- oöer Miegemlllve bietet Zweckver- band bei guter Bezahlung Gclegenh. znmNcbenverdicnst durch Warenvertlg. (lägt, stundenweise Beschäftig.). Kenntnisse i. Rechnen n. Schreiben Beding. Schriftl. Angebote unter 023097 au den Giess. Anz. erbeten. Abgebaute und Stellungslose geg.monatl. *125.— zum Bertrieb einer Fachzeitschrift ges. Bet guter Leistung dopp. Geh. Schriftl. Angcb. mit Lebenslauf unter 023122 an den Giess. Anz. erb. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiü Kl»®. Nehme noch einige Mädchen an. Zu erfr. tn d.Geschaftöst. d. Giess. Anz. 1023026 BiUlliillllllllJIlllllllllllülllI Für meinen kleinen'Haushalt, 3 Personen, suche ich zur selbständigen Führung ein im Kochen und in allen Hausarbeiten erfahrenes braves MAN Sorten mit schönem Gartenhaus, Obstbäumen u. Beerensträuchern zu verkaufen. Schr. Angebote unt. 023115 an den Giess. Anz. Gut erh. Schlafzimmer, 1 Herrenrad , fast neuer Handleiterwagen, ein Anzugstoff, Herren- n. Damenmäntel u. Schuhe (38,42) wegzugshalv. zu verkaufen 023112 Ebelstrasse 37 p. Gut erhaltene WH e mit Stahlmatratze zu verkaufen (o23lS4 Landmannstr. 18. Mbl. AM« tu vermieten lorsis, Ludwigftratze 26. Stellenangebote} Suche für die Kreise Messen, Alsfeld und Schotten je einen IW.W MM. Bei zufriedenstellenden Leistungen wird Monatsgehalt und Provision vergütet. Auch intelligente Arbeitslose können Berücksichtigung Anden. Schriftliche Angebote mit Bet- Fügung des Rückportos unter 6839V den Giess. Anzeiger erbeten. Iriseraten- linb Zeitschriften- releende. nur Fach- Irute, erb.Dik.250.- Gehalt u. hoheProv. Dfiert. anPotenberg, Berlin W 57. |,zy?ss Versand stelle vergebenachjed t)Tt. Rückporto. P.Holfter, Breilan V. 498. (btojA Suche Stellungslose zumBertriebv. Heftpflastern in Taschen; 100 Sick Mk. 1.40 frei Nachnahme.P.Solktsr Breslau H 498. W1A Gestern entschlief sanft nach langjährigem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine inniggeliebte, unvergeßliche Frau, unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Tochter, Schwester, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante Frau Elisabctha Bell* geh. Bierao In tiefer Trauer: Familie Heinrich Hettche nebst allen Angehörigen. Kleine Zioarrentabrlk sucht zum baldigen Eintritt tüchtigen strebsamen Mitarbeiter der in allen Teilen der Fabrikation durchaus erfahren ist. Teilhaber nicht ausgeschlossen. Ausführliche schriftliche Ange- bole unter 023118 an den Giess. Anzeiger. VWIVVV D. K. W. MMO guter Bergsteiger, zu verkaufen 028162 Steinstrasse 86 H. Sehr gut erhaltenes Herren- Fahrrad zu verkaufen. Anzus. 6-7 Uhr 023119 Sandgassr 17. Ein gut erhaltener Killdtmagtl! mit neuer Bereifung preiswert zu verk. Zu erfragen tn der Geschäftsstelle des Giess. Anz. [023161 Eine gut erhaltene Schuhmachermaschine (t). zweien die Wahl) zu verk. Näh. 0,3159 WalPorstrasse 8 p. Bettstelle mit Patentmatratze u. Keile und ein Rennrad bill. abzugeb. 023135 Bleickitr. 10 Htb. Wiener Flügel für Gastwirte geeignet, zu verkauf. Preis 1200 Mk. Schr. Ang. u. 6880V an den Giess. Anz. Getragene, gut erb. Oamenkleider Mäntel, Kostüm u. Blusen. Grösse 44) sowie 3 Hüte preiswert abzugeb. 023133 Liebigttrasse 84 I. | Kaufgesuche | Mittelschweres, zugfestes Pferd zu kaufen gesucht. Schr. Angebote mit Preis unter 023139 an den Giess. Anz. Zwei starke MsMiveliie zu kaufen gesucht. Hotel Prinz Carl o„(K4 Giessen. Welz Prachtexemplar Alaungerbung, als Borlckge geeignet. Babnbofstr. 26IV. Bon 8l/;—10l/i Uhr vormittags. 021149 1 Paar Damen- Lackichube, Gr. 39, 1 Paar Damcn- Spangenichube, Gr. 39, 1 Herren- Winter - Ulster zn verkaufen 68931) Eelterswea 36. Gestern vormittag 4y4 Uhr entschlief sanft und Gott ergeben unsere herzensgute Milli im 22. Lebensjahre. emie In tiefer Trauer: Familie Max Oantenberg. Eia Beizungs- monteur 1 Mtromleur 1 laslallaiear sofort gesucht. «»D JnftallationS- geschäst Heinrich Bode, Butzbach. (Stellengesuche| Junger ho 16 Klassen Mittelschule) banktechnisch n. kaufmännisch vollständigdurchgebildet auch im praktischen Berkaus mit Erfolg tätig gewesen, sucht entsprechende Stellung. Schr. Angebote unter 6310V an den Giess. Anzeiger. Suche z. 15. 9. WslWeiWe in nur guter Familie. Schriftliche Angeb. u. 023059 an den Gieß. An- zeiger erbeten. Aelt.Mädchen sucht Stelle als Köchin oder für tagsüber. Zu erfragen Lonv- strasse 2 bei Frau Lehrmund. | Verkäufe | 3g. Bernhardiner sowie [023164 leere Kisten kaufen. Lederbandlung Sckomber, Ktrchenvlatz 6. WegenZuchtaufgabe gebe noch einige Kanarienvögel ab. Hahnen 15 Mk., Weibchen St. 5 Mk. Klein-Linden, 123)79 Hügelstr. 3. 4X5ZimmerHauS mit sofort bezieht). Wohnung b. 10 Mille Anz. z. verk. Angeb. anSchiUsr.Wilhelm- strasse 51 p. 023t« FutterknoGhenmeiil Sauwohl Rassol Dörrens üngeziefersalbe für Menschen u. Tiere ungiftig empfiehlt cimm M-llMik Gießen 39 Selterswepr 39 Inh. W. Waldschmldt Apotheker vorm. Otto Sehaal. Sperrholz in Gaboon, Erle u. Kiefer 3-25 mm, schweb, u-baper. Hobelbretter Bretter u-Dielen tn allen Stärken, sowie Eichen-, Buchen undKie- fernschnittware liefern franko jeder Station eagensarr&do. Gtehen - Tel. 149. Stadttheater Dienstag, 9. Sept., abd. 8 Uhr Jotatieoer Schauspiel in 4 Akten von Hermann Sudermann. Borverkauf: Sonntag von 11—1U.,Montag u.DieuStag v. 10—111. „Zur Ludwigsburg" Heuchelheim 6876D Heute Samstag und morgen Sonntag suppe Aeselwein- säfier Kraut- fässer in allen Grössen empfiehlt 023107 M. Koblennaoo Küferel, Neustadt 12. äfloierei AMV1MS werd, sachgemäss u. preiswert gestimmt u. repar. Oöertsix Gietzen,VloM.11 LnkLvlgbr.Klav. u. Harmoniums. KlafierslimmeD ii. Reparaturen preiswert u. gut0230*3 W. Schlüter Klaviermacher 61e5en, Schottstr. 15. Brennholz. Buchen- u. Tannenbrennholz, kurzgeschnitten sowie gehackt, liefert frei ans .£>0118 Jil. Wellhöf er. Telephon 743. 63**D Znm Ausarbeiten von Matratzen und Polstermöbeln, sowie allen Tapezierarbeiten empfiehlt fflh 023131 F. Nonilemtz Wolkcngasse 20. Verschiedenes Unterricht tu Englisch, Tkran- zö fisch, Pbvfik und (5 bemiewird erteilt. Schr. Angeb. unter 023041 a.d.Gieh.Anz. WB empfiehlt sich t. Neu u. Umarbeiten von Hüten und Pelzen. Erfahrene, a.d.Akad. d. Tonkunst i. München auSgeb. u. gevr. Klavierlehrerin Schülerin von Prof. Buhmeyer, nimmt tn Giessen noch einige Schüler an. Kommt ins Haus. E. Volp Laubach, O -Hefien. 2-3000 Mi. als 1. Hypothek auf neuerbautes Haus, Wert 12000 Mk., aus Privathand gesucht. Schr. Ang. u. 023101 an den Giess. Anz. HB Blachetta müssen wegen Erkrankung eine-Svte- lerS rcrsihabeilMrlie». Gelöste Karten werden tn den einzelnen, Buchhandlungen wied.zurückgenomm. Sugenöring Gletzen. M. T. V. Schvimmableilnflg. Die regelmässigen Schwimmstunden beginnen nächsten Mittwoch 10. September 1924 (abends von 8 bis 9 Uhr). Zusammenkunft: 746 Uhr im 6882v Dolksbad. Der Vorstand. Kmllcrie-Ämii Der Ausflug nach ©toBen - finden am Sonntag, dem 7. Sept., findet wie vorgesehen statt. Nur bet ungünstiger Witterung gemütliches Beisammensein i. Gasthaus „Zur Stadt Lich". Kinderbelustigun- gen sowie Preis- schiessen usw. bleiben an beiden Orten Kirchenplatz 11 v. bestehen. ((Sing. Schlossg.) o2aiso1 Der Vorstand. SlahlmatFatzen Ä Polsterauflv Metall- beiten a. Priv. Gunst. Bedingung. Kat. 31N frei. Elieumöbeliabr Sohl (Thür.) [66a G Turnverein G 1846. Wir ersuchen un» sere Mitglieder sich recht zahlreich an der Enthiillungs- feier des Ehrenmals für die ge sallenen Turnbrü- der des M.T.V. am Sonntag zu beteiligen. Treffpunkt: Uni versitäts'Bibliothck 11V* Uhr. 6874v Der Vorstand. Wit- tas Löberstol2 Heute abend 8 Uhr: WM« tair- musik der Nnil S.33 Uhr: Presseherichte 10 Uhr: Blasmusik 6732a Fußpflege, Fußpflege Hühneraugen und harte Haut das ist’s, was heute jedem Menschen not tut Das dauernde Stehen und Gehen nimmt die Füße furchtbar mit Kaufen Sie sich deshalb noch heute in der nächsten Apotheke oder Fachdrogerie ein Paket Kukirol-Fußbad für 50 Pfennig (Probepackung 30 Pfennig). Das Kukirol-Fußbad reinigt die Füße gut, macht die Haut weich und geschmeidig, beseitigt das listige Brennen der Füße und verhütet Fußschweiß und Wundlaufen. Wollen Sie dagegen Ihre Hühneraugen, Ihre Hornhaut oder Ihre Schwielen wirklich schnell und sicher, dabei aber absolut schmerzlos und gefahrlos beseitigen, dann kaufen Sie sich gleich beuteln der nächsten Apotheke oder Fachdrogerie das in vielen Millionen Fällen bewährte, ärztlich empfohlene Kukirol-Hühneraugen-Pflaster. Eine Schachtel kostet nur 75 Pfennig. Lassen Sie sich aber nichts anderes als .auch sehr gut* aufreden, denn es gibt nichts .ebenso Gutes* oder Besseres. Bekommen Sie die millionenfach bewährten Kuklrol-Präparate in einem Geschäft nicht, dann gehen Sie in das nächste. Die kleine Mühe lohnt sich bestimmt Bestellen Sie noch heute die äußerst wichtige and Interessante Broschüre .Die richtige Fußpflege'. Die Zusendung erfolgt kostenlos und portofrei durch die I MM-kaM Groß-Sulzen Bei Magdeburg. fir. 210 Zweites Blatt Mißernte. War das schönes Wetter zur Zeit der Heu- ernte! Meist kräftiger Sonnenschein, zwischendurch auch einmal ein bißchen Regen, — aber eine s o zu begrüßende Witterung im ganzen, daß mancher Dauert mann sagte: »Wenn die Menschen das Detter zu machen hätten, sie könnten es nicht besser machen!" Und so bli-eb eS. bis vor Wochen das unselige Wettxr anfing, das bis zum heutigen Tage anhalt. Drunten in der Ebene treten die Flüsse aus, überschwemmen die Felder, richten unabsehbaren Schaden an: ist die Frucht, die noch draußen ist. zum großen Teil verloren, so beginnen nun auch die Sorgen um die Kartoffeln. Droben im Vogelsberg freilich braucht man Hochwasser nicht zu fürchten: es läuft alles ob, zumal der Roden nichts mehr aufnehmen tonn. Aber es regnet und regnet, unb manchen Tag ist alle- in die tiefgehenden Wolken gehüllt, — kaum daß es richtig hell wird. 'Befiunmerten Herzens geht der Rauer, der daran gewöhnt ist, den eigenen Redarf selber zu produzie.-en, durch Feld und Wiesen: immer wieder die drückende 5mge: Was soll das werden? 2Iber nun, Sonntag afratb, läuten die Glocken Rur Kirche. Warum? Das ist doch sonst nicht? ■2lun, in solchen Tagen darf auch einmal etwas gelchrhen, was sonst nicht geschieht: Qlbenban- bachl um Erha ltung der Feldsrüchte isti Die Orgel rauscht durchs gefüllte Gotteshaus: Gesang brandet empor: ,AuS tiefer Rot schrei ich zu dir. Herr Gott, erhör mein Rufen . . . I ober 3 Verse. Dann die Stimme des Geist- Ilchen: „Stemmet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid: ich will euch erquickenI" Dann Gebet zu dem gewaltigen, verborgenen Gott, der uns unter das Kreuz stellt, und es dennoch gut mit uns meint, — daß er uns helfe, getrost und kraftvoll unseren Kreuzeswcg za gehen und den Segen des Kreuzes zu empfangen. Rus der , Offenbarung Johannis erstehen die cchvLalhptischca Reiter vor dem geistigen Auge (Step. 6, VerS 2—10). Daran knüpft die Ansprache an: .Dunkles Geheimnis lagert über dieser seltsamen Schrift, der Offenbarung JvhanniS Ruch über der Stelle, die wir eben Hörden, ist do,S Geheimnis gebreitet. Wetterwolken ziehen herauf. Dämmerung bricht herein am hellichten Tag, Sturm wirbelt Staub auf, Vögel schwirren wie Tuchfetzen durch die Luft: kaum, daß man noch aus den Ragen sehen kann, kaum ein paar Schritt weit. Da. gespenstisch rauscht es heran, üp unsicheren Licht: vier Reiter. ülnhtimlich, in rasender Eile brausen sie heran, und hin über die Lande. / Wer ist der crfte?z Er ist der Sieger. Ist es Christus? Der. der eine neue Zeit heranf- führt in der Welt? Oder ist es — die Pest, die alles Leben erstickt? Man weih nicht recht, — man kann es nicht erfenmn, — schon ist der Reiter vorübrrl Wer ist der zweite? Die Wolken aerf tattern; wir sehen deutlicher: das Grauen packt unsi Gr nimmt den Frieden von der Erde! 4 Vs Aahre war er der Herrscher der Welt. Sein Schwert bai gewütet, an allen Orten trauert man um Opfer, die er gefordert hat. Wer ist der dritte? Gr halt die Wage in der Hand, — bedeutet er das Gericht? Wir alle gerichtet: für Gutes, das wir Unterlasten, für Roses, das wir anderen zugefügt? Wird mit uns abgerechnet? Entsetzlicher Augenblick I Wer ist der vierte? Er ist--der Tod. Hunger und Elend sind ihm verbündet. Er winkt dem Regen: wochenlang rieselt und rinnt er nieder Er winkt dem Wind: immer neue Wolken-- massen führt er heran. Er winkt dem Leben, es regt sich in der Feldfrucht, die noch auf dem Halm steht, so gut wie in der. die auf Haufen fU}t; sie beginnt zu wachsen, zu leben. Wo er hinkommt, breitet er Verderben aus. Die Zeil des Reiters, der „den Frieden nimmt von der Erde", der den Krieg und das Morden brachte, ist vorüber. Sind wir in der 3eit des vierten Reiters, der Hunger und Elend bringt? Wir wisten es nicht. Erlebt haben wir Zeiten, wo Geld zu Papier, too reich arm und arm reich wurde: erlebt haben wir Zeiten, wo man „Friede — Friede" sagte, und wo doch kein Friede war; erlebt haben wir Zeiten der Rot. wie kaum ein Volk sie erlebt hat. Und wir haben uns durchgekämpft. Run kommen neue Schläge, wie sie seit Jahrzehnten hier auf dein Lande nicht gespürt worden sind. Änd nun will es fast zu schwer werden. Laßt uns da einmal den Geist der Zusammengehörigkeit fühlen: dcs einen Rot sei des anderen Rot! Und laßt uns heute das tun. was das allein Richtige in solcher Lage ist: laßt uns Gott bitten, daß et uns Kraft gebe, das zu tragen, laßt uns zu ihm flehen, unsere Rot doch anzu- sehen und sie zu lindern, wenn es sein Wille ist. Gerade jetzt aber sehen wir, wie unendlich schwer es ist, int entscheidenden Augenblick zu sprechen: „Richt mein, sondern dem Wille geschehe!" Laßt uns in aller Rot nicht verzagen oder verzweifeln, sondern auf Gott vertrauen!" Dann wieder Gebet, das sich, fo schwer es werden will, durchringt zu dem: „Dein Wille geschehe!" Lind dann, *in tiefster Lautlosigkeit, stilles Gebet. Dem Vaterunser folgt gemeinsamer Gesang. „O Vater, wend' in Gnaden Krieg, Seuche und den Schaden Ter Elemente ab! 'Lewahr des Landes Früchte älnd mache nicht zunichte. Was deine milde Hand uns gab. Mm. Herr, du wirst erfüllen, Was wir nach deinem Willen 3n Demut jetzt begehrt: Wir sprechen gläubig Amen 3n unsres Jesus Romen. '-0 ist gewiß der Wunsch gewährt." Rach dem Segen geleitet die Orgel wieder hinaus: stockfinster ist's geworden. Wolken auf Wolken jagen am Firmament dahin. — ein feires Sprühen tpmrnt unablässig herab. Doch tröstlicher sind 'die Herzen gestimmt, trotz allem. Sie 1 haben zusammengeschlagen, haben sich ge= i beugt und so sich erhoben. k Der du dies liesest. — wenn du ein Städter hist: denk an unser Landvolk in diesen Tagen! Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen) Wirst du die Probe bestehto, die ins bevvr- steht: unser ganze- Volk — eine Rvtge- meinschaft? Kn. LI. Neue Verkehrsbestimmungen für bas besetzte Gebiet. Der im besetzten Gebiet kommandierende General D e g o u 11 e erließ am 2. September eine Verfügung, Rr. 122, welche die Verfügungen, die sich auf den Verkehr, die Einreise und den Aufenthalt von Personen im besetzten Gebiet beziehen, zusammenstellt und abändert. Die Verfügung besagt u. a.: \ Alle über 16 Jahre alten Personen, gleichviel welcher Rationalität, die ihren gewöhnlichen Wohnsitz im besetzten Gebiet haben, müssen einen Personalausweismit Lichtbild haben, der die Worte: „Besetztes Gebiet" trägt. Dieser Ausweis darf nur an Personen ausgehändigt werden, die mindestens schon einen Monat ihren Wohnsitz im besetzten Gebiet hatten. Jede mit diesem Ausweis versehene Person kann ungehindert zwischen dem besetzten und unbesetzten Gebiet verkehren. Deutsche Staatsangehörige, die aus einem anderen Lande als Deutschland kommen, müssen mit einem von ihren Landcsbehörden ausgestellten visierten Paß versehen sein und haben die Bestimmungen der deutschen Gesetze zu befolgen. Personen, die sich d a u e r n d im besetzten Gebiet niederlassen wollen, müssen bei der deutschen Behörde des Ortes, an dem sie sich niederlassen wollen, ein schriftliches Gesuch eln- reichen. Ebenso muh jede mehr als 16jährige Person, die ihren gewöhnlichen Wohnsitz im besetzten Gebiet hat, ihn aber in das unbesetzte Gebiet verlegen will, die deutsche Behörde davon benachrichtigen, damit diese den Personalausweis cin- ziehen kann, der die Worte: „Besetztes Gebiet" trägt. Personen, die nicht mehr ihren Wohnsitz im besetzten Gebiet haben, ist es verboten, den Personalausweis mit dem Vermerk: „Besetztes Gebiet" im besetzten Gebiet weiter zu benutzen. Jede Person, deren Anwesenheit in den besetzten Gebieten nach der Meinung des kommandierenden Generals den Unterhalt, die Bedürfnisse und die Sicherheit der alliierten Besahungs- truppen oder die öffentliche Sicherheit gefährdet, kann von diesem aus dem besetzten Gebiet aus- gewiesen werden. Diese Verordnung tritt sofortin Kraft. Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. Die Annahme des Londoner Paktes hat, tote vorauszusehen war, einen Tendenzumschwung her- vvrgerufen, der zwar nicht so gewaltig war, wie man anfänglich glaubte, der doch aber immerhin die Hoffnung auf eine Genesung der deutschen Wirtschaft wieder aufs neue belebte. Daß die Aufbesserung des Kursniveaus nicht allzu rasch von- statten ging, hing natürlich in erster Linie nvtt dem immer noch bestehenden Mangel an verfügbaren Geldern sowohl in Industrie- als auch in Dank- treifen zusammen. Zum anderen Teil aber ist die zögernde Haltung, die die Börse bereits einige Tage nach der Annahme des Londoner Vertrages annahm, damit zu erklären, daß die Umstellung der Aktiengesellschaften auf Gvldtapital bisher nur bei einem verschwindend geringen Teil der an der Börse gehandelten Aktien erfolgt ist. Rach den neuesten Schätzungen haben von ca. 1300 bis 1400 an der Berliner Börse eingeführten Aktiengesellschaften nur etwa 120 bis 130 Gesellschaften ihr Unistellungsverhältnis veröffentlicht. Das sind nur etwa 10 Proz., und es ist daher erklärlich, daß sowohl die Spekulation, als auch das Publikum recht vorsichtig und reserviert bleiben. Das Beispiel der Berliner Handelsgesellschaft. die schon stets in ihrer Geschäftsgebarung führend war, dürfte in verschiedenen Gesellschaften Nachahmung finden. So ist die Unsicherheit groß, da man sich nicht einmal auf diejenigen Aktien verlassen zu können glaubt, die man bislang als sogenannte Goldaktien zu bezeichnen pflegte. Ein drittes Moment für das Ausbleiben der eiwartcten Hausse ist der Umstand, daß dis Ankurbelung der Wirtschaft und die Hernn- holung bet Kredite nur langsam vonstatten geht. In Kriegsanleihe bleibt das Geschäft trotz aller Dementis der Regierung sehr belebt, und so war es möglich, daß der Kurs, der noch vor ganz fur?er Zeit sich um 500 herum bewegte, in den letzten Tagen den Kurs von 1000 zu überschreiten veimochte. Günstig bat hier unzweifelhaft die Vermeidung einer Reichstagsauflösung milgewirkt. Wäre eine solche erfolgt, so wären, wie man an der Börse glaubt, gerade diejenigen Parteien geschwächt aus der Wahl zurückgekehrt, die sich bisher für eine volle Aufwertung einsehten. Was auch immer gegen die Wahrscheinlichkeit einer allgemeinen Aufwertung, ober selbst einer bloßen Aufnahme der Verzinsung gesagt werden kann, so muß man doch feststellen, daß die Spekulation in Kriegsanleihen und Kommunal-Anleihen usw. in recht weite Kreise eingedrungen ist, die jedem noch so unglaublichen Gerücht Glauben schenken und die, ähnlich wie bei der Franken- spekulation. schließlich stark enttäuscht sein werden. Frankfurter Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M.. 5. Sept. Tendenz: Erholt. — Der im gestrigen Schluhrerlauf der Börse infolge der Erklärung des Aeichsfinanz- amtes daß vvrläuftg an eine Aufwertung der Anleihen nicht gedacht to:rdcn könne, cin’etretene Kursbruck für heimische Anleihen kann heute bereits als überwunden bezeichnet werden. Ein lebhaftes Treiben fübrte.zur teilweisen Erholung auf dein Gebiete ber Anleihen, auf bai^ sich mieder bas Hauptinteresse konzentrierte, trotzdem der Zulauf auf diesen Markt andauernd wächst, erreichten die Umsätze nicht be i -ümfang der gestrigen, was ein etwas vorsichtigeres Disponieren der Spekulation vermuten läßt. Im allgemeinen läßt sich sagen, daß auch bas Pnvat- Publikum mit Kaufaufträgen für Rnlet^n etaxiS zurückhält. Ausländische Renten und Stadtanleihen hatten ruhiges Geschäft bei tainn veränderten Kursen. Am Aktienmarkt sit ein Umschwung ber Stimmung erfolgt Die liebe Auffassung spiegelte sich m SterS- bilbung wider, die mäßig nach oben neigte. Sie Umsatztätigkeit für Aktien war zwar etwas lebHafter, führte aber zu größeren Kursveränderungen nicht. Immerhin tonnte die an der gc'trigcn Rachbörse eingetretene Erholung teiltoci c weitere kleine Fortschritte machen Die Kursgewinne gingen aber über y* bis 1 . Dill. Prozent nicht hinaus. Der Chemische Markt, neigte weiter zum Rachgeben: leicht ermäßigt waren Radi che Anilin. minus 0.2, gebessert waren Ehern. Griesheim, plus 0,25. Elektrowerte waren zumeist erholt: R E. G. plus 0.4, niedriger notierten Bergmann, minus 0,25. Der Bankaktienmarkt hatte bei stillem Geschäft nennenswerte Veränderungen nicht aufzuweüen. Schis fahr tsaktten erholt, S^apag plus 0,2. Der Maschinenmarkt eröffnete auf gestrigem Stand. Don Autvaktien geuxumen Reckarsulmer 0.25. Zellstoffaktien preishaltend. Zuckeraktien leicht gebessert. Der Kassa marft ber 3nbuftrie- papicre hatte keine einheitliche Haltung. 3m freien Verkehr war die Strömung gleichfalls etwas freundlicher. Man hörte Api 4ti, Ufa 101 ,, Krügers hall 11,37, Brown Roveri 1,4. Der Gelb- marft zeigte eine neue Versteifung. Rionatsgeld P/e bU l8/e Proz., Tagesgeld V« pro Mille. Am Devisenmarkt hält die Schwäche der europäischen Devisen an. ES wurden genannt bas englische Pfund mit einem Gegenwert von 4,46 Dollar, der Pariser Fr«rk mit einer Pfundparität von 84,15, die Mark mit 4,21 in Dollar- Parität. Im weiteren Verlaus wurde die Haftung unsicher und schwankend Qkuc Realisationen, die sich einstellten, veranlaßten auf allen Gebieten teilweise Abschwächungen ftranffurt '/,*/, Deutsch« Rrichoanleih« 3*/o Deutsche ReichSanletde . Deutsche Svarprautienanleihe ♦°/0 Preußische flonfoli ... <% Hellen •W, Hellen.......... 3% Hessen........... Deutsche Wend- Dollar-LnI. bto- Doll.-öchay-ÄnwrUng.'» <•/. »Zolltürken 5% «oldmerikaner Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Privat.Bant Darmst. und Nationaldcmk . Deutsche Bank Deutsche BerrinSbank .... DiSconlo Eouunandit .... Mcialldank Mitteldeutsche Creditbank . . Ocsterreichische ttrebüanftaU. Westbank............ Bochumer 5 15,5 16,25 7,5 7,40 * 36 39 39,6 40 48,50 47 46 48 2,30 2,45 2,5 2,75 3,13 3,26 3,3 3,30 2,96 2,65 —— 13 13 13,25 13 0,6 0,56 — 1.275 1,25 1,2 1,1 13,10 13 — t 2 1,9 1.8 2,9 3,8 3,8 3,7 5,26 5,10 5,40 6,50 11,75 11,75 11,50 12 4,40 4,50 — 3,33 3,65 — — 4 Septbr. 5. Septbr. (Report 4. |5. «mllichr Notierung Amtliche ’J «eld iotierin, -önd ffirlb 1 Brief Amst.'Ron 161,59 162,41 167,20 168,00 Dofllbod Brll- Aniw 20,95 21,05 20,90 21,00 voll voll Cbriftinnia. 57,66 57,94 57,36 57,61 voll voll Aopfiibagen 69,43 69,77 69,63 65,87 voll voll ©torfbolm . 111,22 111,78 111,2? 111,78 boiliDoU HelllngforS- 10,47 10,54 18,55 18,82 10,49 10,55 voll voll fttalirn. . . London. . . 18,45 18,72 18,-C 18,685 18,46 18,775 voll voll voll voll Neugork . . 4,1) 4,21 4,13 4,21 voll voll Paris. . . . 22,25 22,37 22,14 12,26 79,20 voll,voll Cchwet; . . 78,9« 79,35 <8,80 vo» voll Spanten . . Wien in D-» 55,11 55,39 t-4,88 55,14 voll voll voll!voll Ceft. abgell 5,91 5,93 8,91 6,93 Prag,. . . . 12,57 12,73 12,55 12,61 voll voll Budapest - - 5,44 1,445 6,46 1% 6,46 voll voll Bucn. AirrS M65 1,44r voll,voll Bulgaren 8,09 1,705 3,11 3,07 3,09 ■cU voll Japan - - - 1J15 1,705 1,715 voll^oll Wo de siau 2,405 5,64 1,418 0,405 0,4V voll voll Belgrad . - 5F5 5,51 5,52 voll voll Lissabon . 11,97 12,03 11,97 12,03 DoQiöoU Banknoten. (Ohne Gewähr.) Berlin. 5. tzept. Amerikanische Noten .... Belgische Noten Dänische Noten ..... Englische Noten........ Französische Noten...... Holländische Noten Italienische Noten ..... Nortvegische Noten...... Deutsch festere >100 Aroueo Rumänische Noten...... Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten...... • Tschechoslowakische Roten .. Unuarische Noten w«n> Br,«' Nevark. 4,11 4,21 voll 20,70 20,60 voll 69,38 69,72 Voll 18,64 18.74 voll 22,14 22,16 voll 166,85 161,65 voll 18,37 18,47 voll 67,11 57,39 voll 5,91 8,9 i voll 2,13 2,15 voll 111,02 111,68 voll 73,58 78,96 voll 54,56 55,84 voll 12,53 12,59 voll 5,38 5,41 voll Samstag, 6. September (924 Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeiger" ) Berlin, 5 Sept, Das Dementi das Reichsfinanz Ministers in der Aufwertung-! rage hat eine nachhaltige Wirkung auf den 2lnleihemarkt aus- geübt. 'Die Sturfc, die bei Beginn der Börse genannt wurden, lagen schon kxtträchtlich unter den gestrigen Schlußkursen Allerdings ist zu berücksichtigen. haß an dieser Spekulation gerade die breiten Schichten des Publikum- stark beteiligt sind und daß infolgedessen bei 'Beginn der Börse noch zähl reiche SteuforbreS oorliegcn, die vor der Deröffenttichung des Dementis au-gegeben waren. Diese Kausorbres wirkten zunächst einer starken Abwärtsbewegung entgegen, die Spekulation nahm aber klugerweise bedeutende Abgaben vor. Kriegsanleihe 1,060, Schutzgebiet 7l/t» Zwangsanleihe 29. Im gleichen Maße anc das Interesse für den Anleihemarkt merfii chnachge- lassen hat, machte sich am 2ötiaunarti erne lebhaftere Anteilnahme der Spekulation bemerkbar. Außerdem machten natürlich die neuerdrngS etwas günftiger lautenden Berichte über die Lage am Eisenmartt und über die Belieferung der Textil- industrie einen günstigen Eindruck und verstärkten die Hoffnung aif einen allgemeinen wirtschaftlichen Aufstieg. Diel« Montanpapiere waren eifrig gesucht. Im Gelb- und Devisenverkehr ist die Lage unverändert. 5ranffurttr Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeigei".) Frankfurt a. 1, 5. Sept. ES wurden notiert: Weizen 23 biS 24, Roggen, tirländ. 19,50 bis 20,50, Sommergerste für Drauzwecke 23,25 bis 24,25, Hafer, inländ. 21 biS 22. MaiS, gelb 19,50 bis 19,75. Weizenmehl, inländ., Spezial 0, 35 bis 35.50. Rvggenmehl 28,75 bis 29.25, Wei zen- und Rogge icklcie 12 bis 12,25, Erbsen 11,75 bis 12. Tendenz: Fest. Berliner Produktenbörse. Berlin, 5. Dept. Am Produktenmarkt hielt die Steufbtioegung an. Die ist zum erheblichen Teil im Handel bereit» spekulativ geworden. Futtermittel fanden bei den Landwirten schwer Absatz. Es notierten pro 1000 Kilo: Wetzen, märk. 212 bis 220, Roggen, thärf. 180 bis 186, Gerste, märk. 210 biS 235, neue 190 bis 197, Hafer, märk. 165 bi« 174, Raps 330 bis 340, Leinsaat 415 biS 425; pro 100 Klio: Weizenmehl' 30,50 bis 32,75, Roggenmehl 25,25 bis 28.50, Weizenkleie 13, Rvggenkleie 12. Diktortaerbsen 31 bis 35 kleine Erbsen 21 bis 25, Futtererbsen 17 bis 18, Peluschken 17 bis 18. Ackerbohnen 17 bis 18, Wicken 16 bis 18, Lupinen, blau 11,50 bis 12, gelb 18 bis 20, Seradella, alt 12 bis 13’ Rapsluchen 14 bis 14,20, Leinkuchen 23 bis 24, Trockenschnihel 12,80, Torfmelasse 8.40 biS 8,70, Äartoffclfloden 19,50 biS 20 Mk. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde». Gießen. Sonntag, 7. Septbr. 12. Sonntag n. Trin. StadMrche. 8: Zugl. Ehristenl. für die Reukvnf. a. der Matthäusgem. Pfarraff. Schultheis. 9*/,: Pft. Becker. 11: Kinderkirche f. d. Markusgem. Pft. Becker. IohanneSkirche. 8: Zugleich Ehristenl. für die Reukvnf. aus d. JohamieSgem. Pft. AuSfeld. 9‘/t: Pfr. BechwlSheimer. Beichte u. heil. Abendmahl für öle LukaS- u. JohanneSgem. 11: StinDerf. f. d. LukaSgem Pft. Bechtols Heimer- Die Stenftrmanden-Aufnahmi bei den Gemeinbepfarrern findet statt Dienstag, den 9. und Mittwoch, den 10. September, jedeSmal von 11 — 1 Uhr und von 4—6 Ahr. Formulare sind bei den Schuldienem zu haben. — Mrchberg. 10. IV,: Lollar. — Wieseck. Jugendsonntag. 9'/,: Besonders f. d. konf. Jugend u. ihre Freunde. 11'/.: Kinderkirche. Opfer f. d. kirchl. Jugendarbeit. Kathollsche Gemeinde». Blutarme Schaumpon, | mir dem schuarzen Kopf ;Das altbewährte Kopfwaschpuiyei Gießen. SamStag, 6. Septbr. 4'/, u. 7 Beichte. Sonntag, d. 7. Septbr. 13. Sonntag n.Pstngsten. 6'/, Deichte. 7 Meste, 8 Stern., 9 Hochamt m. Pr., 11 Messe m. Pr., 21/, Andacht. (In einem Teil der Auflage wiederhott.) Die Arbeitgeberverbände und das Washingtoner Abkommen. (Eigener Informationsdienst.) Berlin, 5. Sept. (Drahtmeldung.) Die Er» Üärungen des ReichSarbeitsministers Dr. Braun- über die Ratifizierung des Washingtoner Ab- lommens haben in Arbeitgeberkreifni großes Aufsehen hervorgerufen. Man hatte zwar in diesen Kreisen mit einem gewissen Entgegenkommen des Reichsarbeitsministers gegenüber dem Standpunkte ber Gewerkschaften gerechnet, hatte jebtxf) nicht geglaubt, daß sich der Reichsarbeitsminister so bedingungslos zur Ratifizierung deS Washingtoner Abkomme ns entschließen würde. Man ist in Arbeitgeberkreisen der Meinung, daß der Dor- behaft, den der ReichSarbeitsminister hinsichtlich des 8 14 des Washingtoner Abkommens gemacht hat, bei ber gegenwärtigen Lage Deutschlands ziemlich wertlos ist, weil selbst durch die geschicktesten AuSlegungSkünste nicht bewiesen werden könne, baß biefer Paragraph, ber eine Lieber- schreitung deS Achtstundentages nur während eines Krieges und ber bringenden Gefahr Vorsicht, auf die gegenwärtige Lage Deutschlands angewendet werden könne. Es finden zur Zeit innerhalb deS Reichs Verbandes der deutschen Industrie und des Deutschen Arbeit- geberverbaTibeS Besprechungen über eine öffentliche Kundgebung dieser Organisationen statt Die Besprechungen find jedoch noch nicht abgeschlossen und werden sich auch darauf erstrecken wie weit im Reichstag ber ilmschwung in bei Haltung des ReichsarbeickSministers zum Gegenstand einer Interpellation gemacht wer- den soll. trinken am besten täglich 1-2 Gläschen Sagitta Blut- und Nervenlikör 3n allen Apotheken. Stets vorrätig: Univ.-Aootheke zum goto. Engel, Gießen, usw. Flasche M. 3.50. Sagütaroerk, G.m.b.H., München SW. 2. vna FOr die Blekbeheutzu tage kommt nur .Seifix* , nod) in Frage. rfiirdkBidCht heutzutage kommt nur •Sofix® noch in Frage.- Sonntag' ^mAusschank Uebeniehn am So Monte Inh.: T. Sonntag ßMkv- 196180 ^aßwäsch, trocknet ir * dero Jtppj eünttpL Gg. Wasch cm WHungen a, EdlUtz < Cafe 8»w»' Kü V( mi Bekanntmachung. Die Gemeinde Lollar beabsichtigt auf dem Wege schriftlichen Angebots einen fetten Vogelsberger Bullen zu verkaufen. Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind bis zum Donnerstag, dem 11. September 1924, nachmittags um 6 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Bedingungen bekannt gegeben werden. Lollar, am 5. September 1924. Bürgermeisterei Lollar. Schmidt. 6885V Zagdverpachtung. Die Jagd der Gemarkung Aßlar, Kreis Wetzlar - rechts des Bornbaches — groß 748 ha, davon 392 ha Wald, wird am 1. Oktober 1924 frei und soll anderweit auf 91/, Jahre, bis 31. März 1934 öffentlich verpachtet werden. Termin hierzu findet statt am Samstag, den 27. September 1924, nachmittags 5 Uhr in der Gastwirtschaft Bink zu Aßlar. Die Jagd enthält guten Wildbestand, namentlich Rehe - auch ist Rotwild als Wechselwild oorgekommen liegt unmittelbar an der Staatsbahn Köln - Gießen und ist von allen Seiten bequem zu erreichen. Weitere Auskunft zu erteilen sind die Herren Gemeinde- und Zagdvorsteher Schmidt und Förster Waninger in Aßlar gerne bereit. Pachtbedingungen werden im Termin bekanntgegeben, auch können solche gegen Einsendung von 3 Mk. von hier bezogen werden. 6883V Ehringshausen (Kreis Wetzlar,) den 4. September 1924. Der Bürgermeister: Grell. waschen nur mit Dr. Thompsons Seifenpulver (Marke Schwan), das in Verbindung mit dem modernen Bleichmittel Seifix selbsttätig blendend weiße Wäsche mit dem frischen Duft der Rasenbleiche liefert Dr. Thompsons Seifenpulver (Marke Schwan) das Paket 30 Pf. — S EI Fl X, modernes Bleichmittel, das Paket 15 Pf. 4877D Brant-Krilllzt -Mette uni -Wier ölWeWslM Rüger 4 Kreuzplatz 4. Televh. 1649. Beachte deine Fülle! So lautet die Forderung Dr. Scholls, des ersten deutsch-amerikanischen Fuß-Spezialisten. — Leichtes Ermüden der Füße, Brennen der Sohlen, Hornhaut, Schwielen, Hühneraugen, das sind fast immer die ersten Anzeichen späterer Fußleiden. Einerlei ob Sie Flachfuß, schwache Knöchel, verkrümmte Zehen oder Schmerzen in den Beinen haben. Dr. Scholls Fußpflege-System gibt rasche Hilfe 'Menlose Beratung „Dr. Scholls Fußpflege-System“ für Gießen und Umgegend im Schuh- Gießen haus 510900 IMurg12 Verlangen Sie gratis das Buch: „Die Pflege der Füße“. °^a Der Alte auf Topper. Vornan von Hann» von Zvbeltih. 02. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Euer Majestät halten zu Gnaden. Mein Aeltester ist bei Hohensriedberg gefallen. Mein zweiter, Stabskapitän an Regiment« von Zastrow, würd' hier bei Kunersdorf auf den Dod blessiert, sitzt bei mir zu Topper, bleibt ewig ein halber Krüppel" Zuckt der König ein wenig die Achtln. „Ist hart, aber geht mcmchem Vater wie Zhm, mein Lieber. C'est la guerre." Winkt aber zur Suite Centulusl" Der kommt eilends. „Rehm' Er Crayon. Votier' Er. Stabskapitän von Zabeltitz, Regiment Zastrow. Man soll die Conduite nach- lesen. Wegen einer Gnaden Pension." Hnb saht zum dritten Male an den Hut. LInbeweglich steht der Albe. Mit dem Hut in der Hand in der grellen Sonne. Der Schweif) klebt ihm die schütternen weihen Haare fest, rinnt ihm in Strömen über Stirn und Wangen. Sagt der König nach einer Weile: „Hat Er nicht gehört? Ich werd' Seinem Sohn eine Gnadenpension akkordieven." „Kam nicht deswegen —“ „Also — was will Er noch? Die Zeit pressiert, mein Lieber. Will balde werter. Mach' Er « kurz." Schöpft der Alte tief Atem. „Will'« so kurz machen, als es angeht, Majestät zu dienen." Seine Majestät blickt scharf. „So red' Er." Schöpft der Alte wieder tief, tief Atem. „Euer Majestät, ich hab' zwei schöne Güter, die mein Vater selig und ich nach besten Kräften gehalten. War tn guter Assiette Zehn bin ich ein armer Mann. Hab' seit vier Jahren nicht richtig - ackern und nicht ernten gekonnt. Die Russen sind zweimal gekommen, haben gemordet und geraubt, aus Haus und Stall und Scheune. Hab' keine Pferde mehr und kein Vieh. Dafür bin ich in der Juden Hand, dah sie mir jeglichen Tags die Gurgel zuschnüren können urti> mich von Haus und Hof jagen." „Das sein schlimm," sagt der König. „Muh sich aber jeder bei diesen Zeitläuften strecken und recken. Das tu Er nur. werden auch wieder! bessere Tage sein." „Mit Eurer Majestät allergnädigster Permission: ich bin nicht so meinetwegen gekommen. Aber meine Leute sind tief im Elende. Was soll werden, Euer Majestät? Kein Dach über dem Kopfe, kein Schwein, keine Ziege, alles haben die, LNoskowitec genommen. Kein Saatkorn, Euer Majestät, nicht ein Drinkel- Der Hunger ist vor der Tür, wenn da nicht schnell geholfen wird. Ich hab' getan, was ich vermocht, bin jetzo am Eick»'. Hab ja selber nicht mehr mit den Meinen zu knacken und zu beihen." Ein« lange Furche zieht der Krückstock durch den Sand. Sagt der König: „3a, mein Lieber, ist viel Rot im Land. Also sag' Er, was will Er?" SiHt der Alte die Majestät an, antwortet: „Mein Recht! ilnfer Recht!" „Recht?! Oho — Recht! 3n drei Deubels Ramen . . . wie meint Er das?" „Königliche Majestät haben durch Allerhöchstes Edikto zu erkennen geruht, dah Euer Majestät den Landeskindern jä>weden Schaden ersetzen wollen. Ist ein Königswort. Euer Majestät müssen helfen!" Fahrt der Krücliwck Durch die Luft, und die blauen Augen blitzen wie Flammenschwcrter: „Was untersteht Er sich? Will Er mich an meine Pflichten erinnern?!" „Ist auch meine Pflicht, für die Meinen zu sorgen!" „Jetzo ist's genug! Hab' Ihn schon zu lang angehört! Mach' Er, dah Er fvrtkommt!" Steht der Alte noch einen Herzschlag lang, sieht unerschrocken in die großen blitzenden Augen. Macht dann eine ganz kleine Reverenz, kehrt sich geht langsam und schwer den sandigen Hang hinunter, stülpt nach ein paar Schritten trotzig den Hut auf den nassen Schädel, schiebt ihn ganz hinten ins Genick auf den kleinen grauen Zopfansatz, sie-t nicht rückwärts, nicht rechts, nicht links, geht quer durch das Landvolk, auf Kunersdorf zu und weiter, immer weiter, mit langen Schritten, die Zähne fest zusammengebifsen, den Racken gebeugt. S« ist der Greis, ohne anzuhalten, die fünf Meilen marschiert, bis er im grauenden Morgen sein armes Topper erreicht und das Haus seiner Räter wieder betreten hat, von dem kaum ein Ziegelstein noch sein eigen war. Sie haben ihre Rvt gehabt mit dem Alten daheim. Was und wie er mit dem König gesprochen, das ist nicht aus ihm herauszubringen gewesen. Sagte nur immer grimmig. „Er läßt uns alle verrecken!" Oder sagte: „Jetzo ist's am Ende." Wenn dann Frau Beate gut zu ihm sein und ihn trösten tooflte, so doch selber des Trostes so bedürftig, und meinte: „Herr Vater, nicht verzweifeln. Gott wird's wenden. Und wir sind doch bei Ihnen, wie's auch kommen mag, mein Christel und ich —" dann sah er sie an mit leeren Augen oder er zog die Achseln hoch ober er lachte gallebitter. „Was wißt ihr! Döpper geht vor die Hunde, ich kann betteln, und ihr beide könnt von der Achtgroschen-Gnadenpension Hungerpsoten saugen. W^m er sie gibt. Juhu! Aehm' Er Crayon. Rotier' Er. Man hH die Conduite Nachsehen . . . die Conduite. . . aus Gnaden . . Grantig war er und mürrisch, daß keiner ihm etwas zurecht machen konnte. Beate nicht im Haus, der Sohn nicht auf dem Acker. Wär's nach jhm gegangen, hält' niemand mchr Hand angelegt, hält' alles verfallen und verlvddern sollen. Christian aber wollte nicht ohne Kampf unterliegen, wollte die Flinte nicht vor dem letzten ins Korn wetten. Wär' er allein gestanden, für sich, vielleicht Hütt' er auch gedacht wie der Dater. Aber nun ist Beate sein, nun hat er für die mit- zusvrgen. Lind wenn Schulter und Arm auch lahm blieben, die Kräfte regen sich doch wieder, kann - nicht müßig sitzen, mutz schassen. Zog also mit dem Bogt aufs Feld, stellte die Leute an, liest jäten, spannte die eine Kuh und den Kkepper vor den Pflug, ging nach Sternberg zum Hebräer, gab gute Worte, dah er etwas Saatkorn erhielt. War ja Frühling, März, und allenfalls noch Zeit zur Sommerung. Der Alte-aber grimmtc und fluchte: „Für wen schuftest du? Für den Juden! Last die Hände davon. Gibt keinen Segen mehr für Topper. Da kann Ferner helfen, denn er. And er — er wird drillen lassen und die Querflöte blasen." (Fortsetzung folgt) Metallbetten Stahlmatr, Kinderbetten, dir. an Prtv., Kat. 31N frei. Elian* möbelfebr. Sahli.Tb. 2-300 Ztr 36,70 cbm abgelagerte öo,/u com abgelagerte e» *« iMMWle Kelterobst j wj au kaufen gesucht. Auch kleinere Mena CellariuS. 6878V Preis!, frei. Hefaer, Gentgelhof, d. Geschäftsstelle des Hateetilt, Baden SS. Gieß. An«. [023163 Hessische Bilderbühne Lindenplatz 1 (vormals Palast-Lichtspiele) Lindenplatz 1 in der Hauptrolle. 6892c nimmt noch Kunden an. Zu erfragen in 10 18 74 1 1 4 29 27 Ein eichenes Herrenzimmer ein eichenes Speisezimmer LNMMUMM "SS AusslattMg Mein u. preiswert öfe Brflölfdie llnllr.-Dmlleret. S. Lange. Sieben. sMstt. r. zu kaufen gesucht. Auch kleinere Mengen werden stets abgenommen. Wir verkaufen in Kommission Obstversteigerung. Mittwoch, 10. September, vorm. VLlhr, an der Kreisstrahe Gießen - Steinbach: Etwa 2H Zentner Frühbirnen, Zusammenkunft Qrtsausgang Steinbach. Donnerstag, 11. September, vorm. 8 Llhr, an der Kreisstrahe Gießen - Rod- Heim: Etwa 30 Zentner Frühäpfel. Zusammenkunft am Windhof. Die Steigbeträge find bar zu bezahlen. Gießen, den 5. September 1924. Kretsbauverwaltung Gießen. versteigere ich auf freiwilligen Antrag im Hause des Herrn Wennerhold in Zell (Kreis Alsfeld) meistbietend gegen Bar. zahlung: 6873V dunkel mit solider Schnitzerei u. Bild- Hauerarbeit. Derbstg. Fichte 1. n »2. fi 1 Ulli 1111 Montag, den 8.September 1924, vormittags 11 Uhr Holzsubmission. Die Gemeinde Ettingshausen verkauft auf dem Wege schriftlichen Angebots folgende Holzarten: --- 3,51 =10,90 =10,43 =20,20 = 0,69 = 0,48 = 2,02 = 3,17 -- 1,24 Ah Sonntag, 7. September, bis einschließlich Mittwoch, 11. September kommt der erstklassige Spielfilm von 3,50 — 8 m Länge, in Dimensionen von 24—60 mm eingeschnitten, stammweise und in größeren Partien innerhalb der nächsten 3 Wochen. Heinrich Reger 8. m. b. H.j. L. Lich (Oberhessen), msid GGOOGGMGGGGZ ein komplettes Schlafzimmer mit weißem Marmor, eine Standuhr, eine Kücheneinrichtung, 1 gußeisernen Herd, elektrische Zuglampe, Haus- und Küchengeräte, Schreibmaschinentisch, Bureauutensilien u. a. m. Besichtigung der Gegenstände 1 Stunde vorher. 68Z3D Deckenbach Gerichtsvollzieher in Alsfeld. Das Holz ist Dürr- und Windfallholz, ist entrindet, jedoch mit Rinde gemessen! Ettingshausen, 3. September 1924. Hessische Bürgermeisterei. 3. D.: O p p e r. 6859V Die Angebote sind bis zum IQ. Sept, b. I., mittags 1 Uhr, verschlossen mit der Aufschrift „Holzsubmission" auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Eröffnung stattfindet. Bedingungen werden daselbst bekanntgegeben. h 4. „ u 5a „ 5b , Kiefern 4. „ „ 5b. „ „ 5(Br. „ Ml VMM, Upfelroeinteltetel Auncrod bei Gieße«. 00,60 yohsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Reiskirchen soll nachstehendes Nutzholz im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden: Fichtenstämme 4. Kl. 22 Stück --- 22,72 Fstm. „ 5a-„ 17 „ =10,12 „ „ 5b= „ 27 „ --- 7,79 „ Lärchenstämme 5 „ 1 „ = 0,31 „ Nachstehend aus 1923 stammendes Nutzholz. Fichtenstämme4. Kl. 4Stück— 2,49 Fstm. „ 5a= „ 23 „ = 15,05 „ „ 5b-„ 19 „ --- 6,79 „ Das Holz ist. mit Rinde gemessen, jedoch entrindet und lagert im Forstort Walbers- berg. Vorherige Besichtigung erwünscht. Spätere Einwendungen werden nicht bc- rücksichtigt. Angebote sind in Goldmark, getrennt nach Sortiment und Klassen, mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Donnerstag, den 11. September, nachmittags 1 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Derkaufs- dedingungen eingesehen werden können. Iuschlagsfrist 5 Tage. Reiskirchen, den 6. September 1924. Bürgermeisterei Reiskirchen. Schomber. [6894D Stämme Fichte 2. Kl. 1 Stück = 1,13 Fstm. » 11 3. ,, 2 Dio Buddenbrooks nach dem bekannten Roman von Thomas Mann zur Aufführung mit den beliebten Filmdarstellern Alfred Abel und Mady Christians Heute Samstag, den 6. September, läuft zum letzten Male der hier besteingeführte Berg-Sportfilm Der Berg des Schicksals Jugendliche erhalten bis 6 Uhr abends Preisermäßigung. „Seifix” bleicht Fix Hand-Arbeiten waren seit jeher ein bedeutender Spezial-Zweig unseres Geschäftes. Um unserer Kundschaft diese noch mehr zu zeigen, haben wir den Laden Mäusburg 1 (Zigarrenhaus Herbertj speziell nur für Handarbeiten zunächst bis Weihnachten eingerichtet. also ab Samstag, den 6. September im Laden Mäusburg 1 Cffiodebaus Qalomoit Alles, was zur Handarbeit gehört, finden Sie dort. U\SchtrMmßf> 6895a Sonntag, den 7. Sept., nachm. 2 Uhr, findet in Gambach das MeAMWMllW der oberhessischen Gemeinschaften statt. Festredner: Herr Pfarrer Eckard von St. Chrischona und andere. — Jedermann ist herzlich willkommen. Eintritt frei. 6865v Eintritt frei. UetUHtflUlto des Lahn-Regatta-Derbandes jo Meo, odI öer £abn.«13.0.14. septemhet 1924 Regattaplatz: Bootshaus Verein Rudersport Giehen 1913 e.V. MM Wen 56 Boote M 280 üiöetet! Cafe U. C. • Plockstraße 5 Samstag und Sonntag von 4—11 Uhr Künstler- Konzert Verstärktes Orchester mit Jazz-Band-Einlage 011158 UniTOiinOn* Samstag, 13. Sept., nachm. 2.30 Uhr VUlllUilvU« Sonntag, 14. September, vorm. 9 Uhr ’Mtratn MW, 14.5(01,1*2.30 W Eintrittspreis (gültig f. alle Veranstaltungen) 1 Mk. Karten zu haben bei Bakof, Seltersweg: Thambr6, Bahnhofstraße: Fischbach, Neuenweg, und im Bootshaus des Vereins Rudersport Gießen 1913 e. D. — Karten für Mitglieder zu ermäßigtem Preise bei L. Kalkhof Nachf., Westanlage. 6860c Krofdorf! Jur Kirmes am Sonntag, dem 7. September, und Montag, dem 8. September, in der Wirtschaft Freund ladet freundlichst ein 0M10e Die Burschenschaft Krofdorf. Iagdschlötzchen Dutenhofen 3nh.: ®. Veil. Telephon 1423. Sonntag, 7., u. Montag, 8. Septbr. Verein Ruderspott Metzen 1913 e.V. „Zum Andres“ Sonnenstralle Samstag, den 6. d. Mts.: EröffnungI Spezial - Ausschank des beliebten Auerhahn-Bräu... der Gräfl. Görtzischen Brauerei Gebr. Otterbein, Schlitz (Hessen) la Konzert la Küche Frisch geschlachtet Kirmes Jm Ausschank: Iliring-Gxportbier. Gut besetzte Musik. Uebernehme bei schnellster Lieferung, billigster Berech. nung und schonendster Behandlung tzmen-, Domen- und WsWuWnMe iluWgslüe uns ttodene vlunOluüslve Naßwäsche kann bei mir kostenlos gebleicht und ge. trocknet werden. - Abholung und Rücklieferung kostenlos durch eigenes Fuhrwerk. e80T Gg. Hüttenberger Waschanstalt u. Rasenbleicherei. Tel. 1240. Nächste Tage eintreffend: 1 Mon Wiolj Bestellungen ab Waggon und ab Lager nimmt entgegen ffhnnrA Cnrf kfolz, Uohlen uud Baumaterialien Vaütorstratze 49b, Telephon 1679 Wilhelm Philipps „Zchiddel-Aeppel" 2. Band der Sammlung heiterer Gedichte Preis 1.30, durch die Post bezogen 1.40 Carl Vindernagel, Verlag Friedberg (Hessen) 88*00 Drucksachen oller Art XfBStfWÄ die vrühl'sche UniversitStr-Vrvckerei, H. Lange, Stehen. Zchulftr. 7. Herzliche Einladung an alle Evangelischen zu dem Gustav- Adolf Fest Sonntag, den 7. September nachmittags 2 Uhr in Annerod und zu dem Vortrag von Pfarrer D. Spanuth aus Leoben (Steiermark) über „Evangelisches Leben in Deutsch-Oesterreich- am Montag, 8. September, abends 8 Uhr, in der Stadt- kirche.6854V für Beton- und Wegebau und zur Schlacken- steinfabrikailon von Anlage Weylara.d.L. und Mllblbeim a. Dt. abzugeben. Auch SevaralionokokS lautend von dort lieterb. Bronmloll-Bewlnnongs- und Veredelungs- Qas. m. li. H., Frankl, i. BL, Savlgnyilr.28. MWermoMM. Wegen Auflösung meines Haushaltes versteigere ich Mittwoch, den 10. Sept., mittags 1 Uhr verschiedene Möbelstücke usw. und Samstag, den 13. September, ebenfalls mittags 1 Uhr In Bienenhaus, Bienenvölker .allerlei bienenwirtsch.Gerate Die Gegenstände wolle man sich vorher ansehen. 023150 Rödgen b. Gießen, 5. Sept. 1924. Rabenau, Lehrer i. R. ■■■■■■■■■■■■■■■■ Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34 Bia etnachl. Mittwoch, den 10. September Das schönste und erhebendste Filmsingspiel der Gegenwart Ich halt’ einen Kameraden Ein Film aus der Zeit det Befreiungskriege 1813. Lieder und Gesänge aus jener großen Zeit umrahmen die Handlung und werden von ser erstlliMigenGesangnhrllten vorgetragen. Großes verstärkte« Orchester. Aufftthruiigeeelten: Wochentags zweimal: Nachmittags 4 u. 8.15 Uhr, am Sonntag dreimal: Nachmittags 3, 5 u. 8.15 Uhr. Schüler und Schülerinnen unter 14 Jahren zahlen wochentags vor 6 Uhr Saalplatz 50 Pfennig und 1. Platz 80 Pfennig. Astoria - Lichtspiele, Seltersweg Nur noch heute und morgen Die Geschichte des Grauen Hauses mit Albert Steinrttck und Hanni Welse. — Ferner: Otto Gebühr in dem 6 aktlgen Drama 6896c Vergeltung Anfang 4 Uhr. 6 Uhr, 8.15 Uhr. Sonntag« Anfang 3 Uhr. Ihre Vermählung geben bekannt Karl Meier Tilli Meier geb. Krafthöfer Gießen, den 6. September 1924 Statt Karten Ihre heute stattgefundene Vermählung be- | ehren sich anzuzeigen Fritz Nassauer und Frau Elisabeth geb. Benderoth Gießen (Riegelpfad 44), 6. September 1924 013111 । ..........................—........................... Die Geburt eines kräftigen Stammhalters zeigen hocherfreut an Assessor Dr. phil. Justus Selzer und Frau Paula geb. Lotz Grünberg, 5. September 1924 6879D; Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesene Aufmerksamkeiten danken herzlichst Albert Duchardt und Frau Johanna geb. Haller Gießen, September 1924 0181« Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank Hans Bieler und Frau Iohannette geb. Schneider Gießen, Südanlage 10 ln meiner Gesangschule können noch Schüler und Schülerinnen aufgenommen werden Ida Stammler Konzertsängerin und Gesanglehrerin Anmeldungen Ludwigstraße 6II 013001 Tanzunterricht Meine diesjährigen Winterkurse beginnen Mitte Sept, und Anfang Oktober Moderne Tänze in neuester Stilart Privatunterricht zu jeder Tageszeit. Gefällige Anmeldungen werden jederzeit in meiner Wohnung erttgcgengenommen. Nearenovierter und vergrößerter Tanzsaal mit erstklassigem Parkettboden. milI Tanzinstitut Th. Bälllke Wolfstraße 21, Ecke Licher Straße. Telephon 1055. Makkaroni und Eiernudeln| MLSMMtzMu ■■■■■■■■■■ Vertreter: Adolf Schmidt. Gießen. Licher Straße 5 "-igst WWWWW« HL 0. Y. MWI. 10. NHSM anffäL.miltLnnso iäd UefcJ?: eben u-faft alle Hautleid. Drog. Karn, Schulsrr.AuchBerfd I MW W Georg Appel -Seltersweg 56 Telephon 131 Gut erhaltener Z-Ll-WAlAW billig zu verkaufen. Schrift!. Angebote unt. 6791D an d. Gießener Anzeig, erb. Elektete Hl- ui Hanlap im Anschluß an Elektrizitätswerk Gießen 3 und Ueberlandanlagen Fachmännische Beratung Sachgemäße Ausführung Billigste Preise Besuch und Kostenanschläge auf Wunsch 6869D Geschästrverlegung 023141 Stoffe, Schneidereibedarf, Futterstoffe Telephon: Geschäft 874, Wohnung 682 Mein Geschäft befindet sich jetzt Walltorstratze 25 Wie bisher, so werde ich auch fernerhin bemüht sein, stets vom Guten das Beste zu bieten. Um geneigten Zuspruch bittet Theo Borne mabÄcrei nkfct ermutige einem zweiter triefen $intM hm, dah seir ÄonHrtt Ms« Pmde. ta zu päisc^n Krio Fall Wm gang. Alsdann Dallan neues in einem Tei französischen in einen ausl Kvnsliktsmvgs r^ich entstehe teil eine beim Monarchie im Pvincar« vassmww, da gewöhnlichen hat, und sie v in der s erW giert ist, tun wird dos Ä lein, daß we, dem em Krie aus iusllM einem Lchrei der Dörseim hervvrgeht, i PresseÄ» Hum Son Dr. ^un zieh slaumbartigen SU dem im c h9en Jägers Lasche bis ÄWisu «Junta 5$ S?" Wte Wn« »or tat"8S» linA.^rte 2 nen i- 9tö6le FS Aor lB ^egsMr t u, gntei* " w ®lrtnS tf'ÄÄ M Ziele « auf ruA ter der 'M1' MMter Institut de t MiflerLeM silchcr Sette - auf WW niflerprastden der Fincmzm Petersburg - spielten der und lein 8 Tie crfl' menhang mi MungFM Größtes Spezialhaus für Herren- und Knaben- in Oberhessen ........ Werkstätte Empfehle mich in der Ausführung MM, Ml- ud MMm-ülW HsMselng ettr. fciiliiiisi ud ipalf Monatl. u. vierteljährl. Revision v. Elektro-Motoren, Aufzügen,Unterhaltung maschinellerAnlagen Oswald Münnich Gießen Elektronleister Asterweg 29 Konzessioniert bei den Städt. Elektrizitäts - Werken und Ueberlandanlage Gießen 023126 Cxi-oßrux^ltt- Aes^ycArenS mmerru Vii?au,Swel[a -für fZnLxu^er iMin für * mMMes totes MkVich am 17. September 1924, vormittags 101/. Uhr, in Gießen (Oberhessen). 68»d Auftrieb: 55 Dullen, 15—20 weibliche Tiere aus den besten Zuchten der Unterverbände in Oberhessen, Wetzlar, Waldeck, Westfalen, Marburg—Kirchhain. Gelegenheit zum Erwerb erstklassiger Zuchttiere. Auskunft durch den Landwirtschaftskammer- Ausschutz für Oberhessen Giehen, und die k Hauptgeschäftsstelle in Paderborn, Neuhäuserstrafie 64., T Die Kleidung des Herrn Ich beginne mit dem Verkauf der eingetroffenen Herbst- und Winter-Neuheiten LJDie Form des modernen Sakko-Anzuges steht vollkommen im Zeichen der Bequemlichkeit, //v/i Auf drei Knopf gearbeitet wird er für Herbst und Winter meist lose anliegend getragen. Das amerikanische Beinkleid mit Umschlaghose ist immer noch sehr beliebt. I Jlefal* linri JDo Der u,ster aus schweren Flauschstoffen oder anderen Geweben in ausgeprägten LJ lol'Ci LlllLI 1 CLI Mustern in ein- und zweireihiger Form. Der Paletot erscheint diesmal in 2 Formen, die eine hat losen Charakter, ohne Taille, die zweite Form ist der Russen- oder Schweden-Mantel, aber nicht mehr so lang getragen. iirirl P&l'ze* Sport- und Straßen - Pelze in Homespun mit Taillenbetonung. Der elegante OJJLlil* 64110 \JLsll~l V/X-C/ Geh-Pelz mit Schalkragen und Litzenverschluß. Abendkl&dling Bei- VerSnü£en im kleinen Kreise wird der Smoking bevorzugt. Bei große^offiziellen Ver- Rauchjacken in den verschiedensten Farben mit roter Verschalung und Verschnürungen. Fh^Cra A/Iüß- A *n Eignen Werkstätten unter Leitung erstklassiger Kräfte. Empfehle meine **11 LdlJ 1*HI *ljs unerreicht große Auswahl in Stoffen für Anzüge, Ulster u. Paletots. Sie finden bei mir eine Auswahl oben angeführter Neuheiten in bevorzugt guten Qualitäten zu wirklich mäßigen Preisen, Gelegenheit geboten ist, sich in Herbst- und Winterbekleidung vorteilhaft einzudecken. UM" Besichtigen Sie meine Gießen Telephon 260 Neustadt 1 Telephon 260 1 Hauptgewinne: 6856V ä Klasse M. 3 M. 6 M. 12 M. 24 Zu haben bei den Vuchacker Neuen Baue 11. 500000 ML, 300000 ML, 200000 MI. 150000 ML, ß i 100000 ML uiro. zusammen 110000 Geldgewinne u. 1 Prämie von insgesamt über 21 GoBdmillionen. Staatlichen Lojterie-Einnehmern in Gießens Stimm Legler Walltorstratze 63. Südanlage 8. M 24. M UM.-AimW Klaffen-Lotterie beginnt demnächst wieder. Wer wollte nicht an diesem seltenen Jubiläum der Glücksgöttin Fortuna teilnehmen. Eilen Sie und sichern Sie sich alsbald ein Jubiläums-Los. Hauptgewinn i. g. F.: 1 Msl! G.N., UM MW M. so daß jedermann 9 Schaufenster! Geschäftsempfehlung! Mit dem heutigen Tage führe ich das von meinem versterb. Schwiegervater langjährig betriebene = Dachdeckergeschäft == in vollem Umfange weiter. Uebernehme sämtliche Arbeiten in Schiefer, Ziegeln, Holzzement, dach- und teerfreien Pappen. Prompte und reelle Bedienung wird zugesichert. Hochachtungsvoll Philipp Bender, Dachdeckermeister Dorm. Heinrich Meier Gründers (Oberhessen), Neustadt 48. Ausstellung von Schülerinnenarbeiten des Fröbel-Seminars von Sonntag, den 7. September bis einschl. Sonntag, den 14. September 1924, täglich von 11-1 Uhr vormittags und 3-5 Uhr nachmittags in den Räumen des Kunstvereins, Brandplatz. Eintritt 20 Pf. 6830D - MESSE : KÖLNER H E R BSTMESSB r m. 210 Drittes Blatt Das französische Presse- Panama. Sin Beitrag zur Kriegsschuldfrage. Don Dr. Edzard Friese. Dvr längerer Zeit hatte die „Humairite" Urkunden über die Bestechlichkeit der französischen Prrtte vor dem Welttricge veröffentlicht. Daraufhin hat der „Matin" gegen die „Humanitä" einen Prozeh angestrengt. Aus seinem Verlauf und den Ärkunden hat sich wertvolles neues Material zur Kriegsschuldfrage ergeben. ES beweist auch wieder, dah Iswolski, Poincare und Kl)h die eigentlichen Kriegshetzer waren und zeigt zugleich welcher Mittel diese sich bedienten, um ihre Ziele zu erreichen. Das französische Volk muhte anfangs für die Entente mit Ruhland und dann später für Len Weltkrieg gewonnen werden. Dazu bedurs!e LS der Bearbeitung durch die Presse. Wenn diese aber im Sinne der Kriegshetzer wirken sollte, muhte sie durch Geld für die Ziele dieser gewonnen werden. Dieses Geld muhte Ruhland liefern. Die Pressebestechungen begannen schon 1904 mit Ausbruch des russisch-japanischen Krieges und endigten erst 1917 mit dem Ausbruch der Sowjetrcvolution. Mtt ihnen wurden politische Ziele verfolgt. Auf russischer Seite waren Agenten uich Leiter der Bestechungsmethoden Arthur Raffalo- witsch, Ritter der Ehrenlegion inü> Mitglied des Institut de France, auf französischer Seite ein gewisser Lenoir: die Haupttteiber waren auf russischer Seite Iswolski, der Botschafter in Paris, auf französischer Seite Poincare, sowohl als Ministerpräsident wie alS Präsident der Republik, der Finanzminister Klotz und der Botschafter in Petersburg Past«logue: die Rolle der Geldgeber spielten der russische Ministerpräsident Sassonow und Tein Finanzminister Kokowzow. Die ersten Bestechungen ftanten im Zusammenhang mit der Marokkokrise unb der ^Unterstützung Frankreichs durch Ruhland. Damals scheinen die hohen Forderungen von französischer Seite auf Russischer Seite verstimmt zu haben, wie aus einem Schreiben Kokowzows an den Präsidenten ter Börsenmakler-Kammer in Paris, de Derneuil. hervorgeht, in dem es heiht: „Während der ganzen Anleiheverhandlungen war die Haltung der Presse günstig, da sie fürchtete, keine Subventionen zu cc halt en. Sobald sie diese jedoch im Besitz hatte, begannen die ölten Angriffe. Die immerwährenden Fvrderurrgen, diele Käuflichkeit und Bestechlichkeit können uns zu einer Wiederholung nicht ermutigen.“ Alsdann die Subventionen eingestellt wurden, wies Raffalvwitsch in einem Schreiben den russischen Finanzmi irisier darauf hin. dah seiner Meinung nach ein bewaffneter Konflikt zwischen Oesterreich und Serbien bevorstände, bcr zum Ausbruch eines allgemeinen europäischen Krieges führen werde, und dah für diesen Fall Ruhland sich zwar auf die. französische Regierung, die sich ihrer Bundespflichten voll be- wuht sei, verlassen tönne, dah aber das französische Volk von einer Störung deS Friedens durch Serbien scheinbar nichts wissen wolle. In einem zweiten Schreiben wiederhole Raffalvwitsch diesen Hinweis noch dringender. Er sagt darin u. a.; „Die ficutzösische Regierung ist sich der Verpflichtungen vewuht, die sie uns gegenüber hat, und sie Wird, wenn einmal Ruhlamds Ehre in der serbischen Frage gegen Oesterreich engagiert ist tun, was sie versprochen hat. Aber wird daS Bott Frankreichs damit etnberftanten fein, dah wegen Serbien ein Krieg entsteht, aus dem ein Krieg mit Deutschland folgen muh? Ich habe heute wenig Hoffnung auf einen guten Ausgang." Als dann 1912 aus dem Wetterwinkel auf dem Dallan neues Unheil drohte, und die Stimmung in einem Teil der französischen Presse uni> deS französischen Volkes sich gegen eine Einmischung in einen aus Orient streitigketten und besonders aus Konfliktsrnöglichkeiten zwischen Serbien undOester- reich entstehenden Krieg wandte, ja im Gegenteil eine beunruhigende Hi.meigung zu der Donaumonarchie und zur Türkei zeigte, traten Iswolski und Poincare auf den Plan. Iswolski schrieb an Sassonow, dah es notwendig sei, bei den auher- gewöhnlichen internationalen Verhältnissen russi- Hurra die Rebhühner. Don Dr. Heinrich Oe Her 8, Aachen. Run ziehen sie hinaus, die Grünröcke, vom flaumbärtigen Iagddilettanten angefangen, bis zu dem im edeln 'Deidwerk ergrauten, langbärtigen Jägersmann. Vollgepfropft ist die Patronentasche bis oben hinaus, nicht minder vollgepfropft aber auch der Rucksack. Bei den meisten Anfängern in Dianas Äunft kann man getrost auf ein Dutzend Patronen, oft sogar auf zwei Dutzend, ein einziges Huhn rechnen. Aber Späh macht's ihnen doch, uiti) war's nur der güten Selbstbeköstigung wegen, die ja drauhen in dec gesunden Feldluft vortrefflich mundet. Rebhühner gibt's in diesem Jahre — trotzdem die meisten Jagdreviere sich anscheinend noch nicht ganz von den »Rachwehen der Wilddiebereien während des Weltkrieges erholt haben — im allgemeinen wohl mehr, als man erwartet hatte. Starke Regen-, hauptsächlich Gewittergüsse sind die größten Feinde der brütenden Rebhühner. Ein alljährlich regclmätzig wteteriehrender Feind der Rebhuhngelege ist die Sense bzw. die Mähmaschine des Landm.mnes. Zum mindesten ein Drittel der Gelege wird alljährlich durch die Sense des Landwirts vernichtet. In einer von Metzen« Anzeiger sSeneral-Anzeiger sSr Tberh essen) Samstag, o. September 1924 scherseits einen gewissen finanziellen Druck auf die französische Presse auszuüben. Derselben Meinung sei auch Poincare, der ihm gegenüber den Wunsch geäußert habe, dah in dieser Richtung von rufft- scher Seite nichts unternommen werden möchte, ohne ihn (Poincar^) zu informieren, und dah die Verteilung der Summen an die verschiedenen französischen Presseorgane unter Mithilfe der französischen Regierung und durch Vermittelung einer von ihm genannten Persönlichkeit (es war dies Lenoir) vorgenommen werden sollte. Iswolski forderte 300 000 Franken und für sich 30 000, um von sich auch wichtige Redakteure verschiedenster Kategorien von Paris direkt zu belohnen, deren gute Dienste er im Laufe der testen Monate empfangen habe und noch empfangen werde und durch deren Vermittelung es ihm gelungen sei, Informationen und Rachrichten in die Zeitungen zu bringen, die in einem für Ruhlaich günstigen Qid>te gehalten seien. Rach einigem Widerstreben von feiten Saf- sonows und Kokowzows wurde schließlich das verlangte Geld zur Verfügung gestellt, und Raffalo- witsch konnte bald schon von den mit Bestechungsgeldern erzielten Erfolgen berichten. Wiederum trat eine* Verstimmung auf raJTi- scher Seite ein als man dort erfuhr, dah das zur Verfügung gestellte Geld in Frankreich von Polaco r 6 und Klotz auch für innerpolitische Zwecke, so für die Präsidentenwahl und für das dreijährige Militärdienstgesetz ausgegeben Wirde. 2tber Poincarö wusste die russischen Staatsmänner zu beschwichtigen, indem er darauf hinwies, dah die Durchdrückung des Gesetzes über die dreijährige Dienstzeit ganz tm Rahmen der beiderseitigen Vorbereitungen auf die „Provozrer rngen der fjeil- samen Krise, welche die europäische Politik an ihren Brennpunkt bringen soll", erfolge. Dah Poincarss Beschwichtigungsversuch Erfolg versprach, beweist folgendes Telegramm SassonowS an Kokowzow: „Rach dem Avis des Hofrates Iswolski erscheint die Ditte des Herrn Klotz als annehmbar unter der Bedingung, dah die ats dem genannten Fonds subventionierte Presse m erster Linie unsere Interessen, z. B rn den Ballansragen, unterstützt und darüber hiaa iS der Politik des ftanzösischen Kabinetts und der Realisterung des französischen Gesetzes über den dreijährigen Militärdienst zu Hilfe kommt. — Wenn unsere Bedingungen erngehalten würden, würde ich es memerseits für möglich halten, jetzt, gemäß den Wünschen des Herrn Klotz, 100 000 Franken für die französische Presse zu bewilligen. Diese Bewilligung erfolgte bald darauf. Die Dokumente, aus denen im obigen eine Auswahl mit geteilt wurde, beweisen, „dah in dieser Zett (vor dem Ausbruch des Weltkrieges) Iswolski, Poincare und Klotz die gesamte crnflufr* reiche französische Presse dauernd bestochen haben, um für eine Einmischung, eine Teilnahme Frankreichs an dem drohenden Kriege zwischen Rutz- lanv-Serbien und Oesterreich-Ungarn Stimmung zu machen: Dlutgelder, um mit eisiger Berechnung den Weltkrieg herbeizuführen." ilnb dabei wagt derselbe Poincare noch bis heute von der Allein- schuld Deutschlands am Weltkriege zu reden ani> damit seine imperialistische Gewaltpolitik zu rechtfertigen. Es braucht nicht wunderz u nehmen, dah von beteiligter Sette sofort die Rachricht Der- breitet wurde, dah die von der „Humantte" ver- öffenttichten Urkunden unecht seren und dah der inzwischen verstorbene Raftalowitsch gelogen habe. Ader diese Rachricht ist durch die Aussage des in Paris lebenden, ehemaligen russischen Finanz- minislers und Ministerpräsidenten Grafen Kokowzow in dem Prozeh „Matin" contra „Humanste" endgültig als falsch zurückgewiesen worden. Kokowzow sagte in dem Protest aus: „Ich habe die Artikel in der „Humanste" gelesen und muh erklären, dah die veröffentlichten Urfunten von unwiderleglicher Echtheit sind. Ich kann nur alle Achtimg vor meinem früheren Vertreter in Paris (^ffawwttsch) und mein volles Vertrauen zu ihm Was nun, Herr Poincare? Hat Deutschland auch jetzt noch die Alleinschuld am Weltkriege? Landwirtschaft und Gartenbau. gwischenfruchtbau. Unter Zwischenfruchtbau versteht man den Anbau von Pflanzen zwischen zwei Hauptfrüchten, um sie entweder als Futter oder als Gründüngung zu nutzen. Im ersteren Falle wird der Wasserhaushalt des Bodens sehr angestrengt, so dah nur bessere Böden in Betracht kommen sollten. Beim Zwischenfruchtbau zu Gründüngungszwecken muh man wieder unterscheiden, ob danach Sommerung oder Winterpflanzen folgen sollen. In erstem Falle hat man von Ende Juli bis zum Eintritt des Frostes Zeit und wird daher den Anbau der Lupine oder Serradella vorziehen. Diese Schmetterlingsblütler keinem zwar schwer und haben eine langsame Iugendeutwicklung. Wenn man sie aber mit viel Kali und ein wenig Stickstoff umgibt, dann wachsen sie schneller und sicherer, überwachsen das Unfraut und bringen bann bis zum Herbst eine grobe Masse von HumuS und Stickstoff hervor, wonach gerade alle Sandboden ewig hungrig sind, fieiter geht nun — man soll diese ®rünbüngung erst im Frühjahr unterpflügen — über Winter dreiviertel des gesammelten Sttck- stoffes wieder verloren, ihn dies zu vermeiden, hat ein Guterdioektor empfohlen, in die 40 bis 50 Kilogramm Lupinen oder 10 Kilogramm Serradella Je y< Hektar noch je 1 bis 2 Kttogramm Raps aber Rübsen zu mischen. Im Frühjahr erwacht die Oelfrucht auS dem Winterschlaf, zieht den ans der toten Lupine entweichenden Stickstoff an sich und gibt ihn an die nachfolgende Kartoffel ab, ist also ein Stickstvfferhalter. Muh man jedoch nach Roggen wiederum Roggen folgen lassen, dann hat man nur acht Wochen Zwischenpause und kann mit Leguminosen nichts anfangen, muh also auf Stickstoffsammlung verzichten. Aber zwecks Anreicherung mit Humus, Erhaltung ter Gare und Vermeidung ter direkten Dasserverdunstung sollte man folgendes Gemisch einsäen, das (mit Hilfe von etwas Sttckstoff) binnen acht Wochen einen dichten Pslan^enteppich mit allen seinen Vorteilen bildet: auf 1,4 Hektar 2 Kilogramm Senf, 3 Kilogramm Spörgel und 4 Kilogramm Buchweizen. Da Duch- unb Sens ganz schöne Tiefwurzler finb, auch das Dotenleben günstig beeinflußt. Wenn behauptet wirb, Spörgel ziehe den Boden aus, so kann das doch nur zutreffen, wenn man ihn zwecks Verfütterung mit ter Wurzel ausrauft, was bei Orünbüngung ja nicht in Frage kommt. Man soll also dem ßanbtnirt nicht nur einen Abscheu vor der nicht umgebrochenen Stoppel einimpfen, sondern ihn auch überzeugen, dah er zu seinem und des Volkes Vorteil zur nachfolgenden Sommerung Lupinen oder Serradella mit Raps einsät, zur Winterung jedoch obengenanntes Gemenge aus Senf, Buchweizen und Spörgel. Auf diese Weise erhalten alle armen Sandboden, auch als Stoppelfruchtbau, ein segensreiches System: „Immergrün". Li. Schrebergärtners Arbeiten im September. Die Obsternte schreitet weiter fort Im September reifen auch schon die mittelfrühen Sorten. Bei ter Ernte ist fefrr sorgfältig zu verfahren. Won schone den Damn „ach Möglichkeit. bannt er nicht ntufctem er uns seinen Tribut gegeben hat, auch noch anS taufend Wunden blutet, wodurch die nächste Ernte sehr geschädigt würde. Besonders achte man beim Abnehmen ter Früchte darauf teh kein Fruchtholz abgestvhen wird. Genickte Zweige fmb durch einen glatten Schratt zu entfernen. Alles Obst, welches gelagert werden soll, ist sorgfältig zu pflücken, bannt keine Druck- und Stotzstellen entstehen, wodurch die Haltbarkeit ter Früchte sehr gemindert wird. Gutes Sortieren, öfteres Durchsehen und entsprechende Lagerung ist für jede Aufbewahrung unerläßlich. Die Ernte darf mcht früher erfolgen, als bis die Früchte baumreif geworden find. Bei feuchter Wttterung reinige man jetzt schon die Stärmne von Moos, Flechten und alter Rinde. Kranke Stellen sind bt8 auf das gesunde Holz auszuschneiden und nut Baumwachs ober TeerVtt auszustreichen. Für tee Herbstpflanzung find die Baumlöcher auSfc.m>erfen. Die Beeren- sträucher sind jetzt zu düngen mit Thvnva-mehl und Kainil bzw. 40prvzentt em Kali Reue Erdbeerbeete können noch angek jt werten. Hängende Triebe des Weinstocks fmb anzuheften. 3m Gemüsegarten sind abgeerntete Beete schnellstens wieder zu bestellen. Dazu sind noch die Aussaaten von Spinat, Karotten, Wrnter- salat, Rapünzchen geeignet Braun- und Grünkohl kann noch angepslanzt werden, ebenso gegen Ente des Monats Wintersalat. Die letzten Zwiebeln sind zu ernten. Die Samengurken and Kürbisse werten abgenommen. Der Same wird ausgewaschen, getrocknet und luftig auf beamtet. Sellerie verlangt eine häuftge Düngung mit flüssigem Dünger, sowie öfteres Durchbacken und Behäufeln. Dem Rosenkohl nehme man die Spitze, welches sehr zur Ausbildung und besseren Entwicklung ter Sprossen beiträgt. Tomaten sind auch zu enifpitzen und tciLtoetfe zu entblättern, damit die Früchte möglichst ausreifen können. Spargelbeete sind zu hacken, wobei auf die Larve des schädlichen Spargelkäfers zu achten ist Für den Wintergebrauch säe man Petersilie tn Kästen: gleichfalls Pflanze man Schnittlauch in Töpfe: beides aber lasse man bis zum Eintritt von Frostwetter- im Freien. th (Ernte und Aufbewahrung der Speisezwiebel. Speisezwiebeln zieht man entweder durch Aussaat, oder aus Steckzwiebeln in nahrhaften, nicht frisch gehängtem Boden. Man erntet sie, wenn die Blätter beginnen abzuwellen, was bei Steckzwiebeln im Juli, bet Saatzwiebeln Ente August oder Anfang September ter Fall ist. Sie werden dabei oberflächlich gereinigt und kommen dann auf den Speicher, wo fie zum Trocknen flach ausgebreitet bis zum Eintritt stärkerer Fröste verbleiben können. Ein leichter Frost schadet nichts, nur dürfen sie in gefrorenem Zustande nicht berührt werten. Alsdann werten sie von allen vertrockneten Blättern und Wurzeln sowie losen Schalen gesäubert, wobei jede verletzte und nicht ganz harte Zwiebel ausgeschiederr und die kleinsten als Steckzwiebeln besonders Sortiert werten. Die letzteren bewahrt man in Beuteln trocken und warm, die größeren zum Küchengebrauch entweder auf Hürden geschichtet, oder gebündelt tn einem kühlen, trockenem Keller auf. Hier werten sie von Zeit zu Zeit nachgesehen. Iedekranke, weich sich anfühlende Zwiebel muh dabei entfernt werden. Es ist dies die beste Art zur Bekämpfung der Lagerkrankheiten, die sich nach nassen Sommern und noch Stick- stvffdüngung bisweilen cinftellen und die Vorräte vernichten binnen, wenn man nicht rechtzeitig ein- greift. R. Fragebasten. Frage 45: Sind unreife Tomaten giftig oder kann man sie irgendwie verwerten? A n t wor t: Die ausgewachsenen, noch grünen Tomaten reifen nach, wenn man sie in einem warmen Raum, z. D. tn ter Küche, «rusgebreitet, einige Zett lagert. Die unausgebildeten, noch Demen Früchte geben, in Zucker eingekocht, ein wohllchmeckentes Kompott, das un5ctenflid) ohne jeden gesundheitlichen Rachteil genossen toeroen Sann, da dcrs Solanin, ein Gift vieler Rocht- fchattengewächse, in den Früchten ter Tomate nicht voriommi. Frage 46: Was versteht man unter tem Hamen Sommerhhazinthe? Hält die Pflanze bei unS über Winter im Freien aus? Antwort: AlS Sommerhhazinthe bezeichnet man allgemein die etwa Nieter hohe HyacrnthuS oder Galtonia candicanS, ein Zwiebelgewächs aus S-üdafxikt mit großen, rein weihen Dlütenglocksn an festen, aufrechten Stengeln. Unter tem Schutz einer dichten Laub- und Reisig decke tarnt man sie über Winter im Boten belassen. Sie blüht alsdann bereits im Juli. Rimmt morn fie vorsichtshalber im Herbst heraus und setzt die tm Keller frost frei durchwinterten weihen Zwiebeln im Frühjahr, fo hat man die Blüte erst im August und September zu erwarten. Die Sommer- Hyazinthe sollte man alle drei bis vier Iah« durch Aussaat erneuern, weil jüngere Zwteteb» besser blühen. mir viele Jahre lang betagten Jagd des Jülicher Landes wurden vor Jahren auf einer Fläche von knapp vier Morgen nicht weniger als drei Gelege mit zusammen 38 Eiern an einem einzigen Tage ausgemäht. Die Knechte eines mir bekannten Gutsbesitzers mähten auf einer Fläche von fünfzehn Morgen über 100 Eier aus Diese Zahlen reden eine traurige Sprache! Unb trotz alledem: ist die Witterung im allgemeinen günstig, so gibt's jedes Jahr doch noch immer eine gute Hühnerjagd. Wie im Oktober die Jagd auf Hasen ein Schnitt ins eigene Fleisch ist, so auch das grobe Massenabfchiehen gleich tn den ersten Sagen nach Eröffnung ter Hühnerjagd. Man wird eintomten: im September halten die scheuen Völkchen nicht mehr, sie haben Pulver gerochen. Gewiß, von Jahr zu Jahr mehren sich allerdings die Klagen über das schlechte Halten ter Hühner, was indes meistens auf das Konto ter Grünröcke selbst zu sehen ist. Es heiht eben zur richtigen Zett ten pulverriechenten Hahn, ten Leiter ter ganzen Familie, beiseite schaffen. Verwechselt man ihn einmal mit ter Henne, dann ist's so schlimm noch nicht. Uebrigen-8: ter schlaue Jäger findet den Hahn schon aus ter Kette heraus, denn er ist immer ter erste, ter „aufftelyt“ und die „Kette* führt. Beide Alten aus ter Kette fortschietzen, ist bekanntlich nicht ratsam, wenigstens nicht, bevor die jungen Hühner soweit sind, dah sie selbst ten ihnen drohenden Gefahren gewachsen finb. Das Massenabschietzen gleich zu (Beginn ter Rebhuhnjagd ist darum zu verwerfen, weil zu viele junge Kücken, ost erst halbflügge Tierchen, geschossen werten. Der weidgerechte Jäger kann sich nur ärgern, wenn er an ten Galgen ter Rucksäcke junger Rimrote die erst haldausgewach- fenen Hühnerkücken sieht. Wie anders wirken die mit schönen, ausgewachsenen Hühnern gezierten Galgen eines das Weidwerk vernünftig betreibenden Jägers! Die Embryonen sollte man doch den Chinesen überlassen, die solche als höchste Delikatesse schätzen. Im September, wenn auf der Brust des jungen Hahns schon stolz das braune Schild prangt und die eidottergelben Ständer sch)n ein wenig ins Grau übergegangen sind, dann ist's für ten richtigen Weidmann an ter Zeit, sich volle Galgen und Schlingen zu holen. Freilich: so leicht wie im August ist tem schlauen Hühnervolk dann nicht mehr beizukommen. Zur richtigen Zett heitzt es dann jagen: mittags, wenn die beite Sonne die Scheu und Aufmerksamkeit ter Hühner beeinträchtigt und diese den Schützen fast immer „aushalten"! Einige Winke für unsere Küchenfeen: Die alten Hühner, die sog. „Schwiegermütterhähne", sind bekanntlich fein besonderer Leckerbissen. In Wirklichkeit ist's so schlimm doch nicht damit bestellt: es kommt auf die Zubereitung an. Ein reichlich mit Kognak gettänktes Stück trockener Semmel, tem Huhn in ten Leib gesteckt, bevor es in die Pfanne kommt, macht ten zähesten Althahn sanft und weich Die jungen Hiihner sind äußerlich an den gelben Ständern (Beinen) kenntlich. Im September, wenn auch beim jungen Huhn die Ständer bereits mehr oder weniger grau geworden sind, ist dieses nur noch daran zu erkennen, bah die untere Seite ter Zehe nach wie vor geldlich ist. ilebrigenS hat ein Poet, sicherlich ein Feinschmecker, für unsere Hausfrauen Richtlinien ausgestellt, die ihnen für die bevorstehende Rebhuhnzeit willkommen sein dürsten: Ist gelb das Bein des Huhns, gleich ter Zitrone, Sv ist's von diesem Jahre, zweifelsohne: Doch rechne davon zwei auf einen Kopf, Sie weiten dir gar sehr gering im Sot>f. Das Huhn mit Deinen, gelb wie Apfelsine, Dor allem dir zum faffgen Braten diene. Bei hellen, grauen Beinen Iah dir raten, Ein halbes Stündchen länger es zu braten. Scheint dunkel schon des HühnerbeineS Grau, So kocht's vor'm Braten erst die kluge Frau. Blaugraue Beine, Schnabel Weitz, Rings um die Augen ein hellroter Kreis — Latz ab! Umfonft sind Speck und Butter, Die Hühner schenk' — der Schwiegermutter. MÄWEU AKT.GES-MAiNZER V/ElNBRENNEQEluUKÖRFABRlK MAINZ* BERLIN SW.68 UN DEN SIEL 3 TEL. DÖNHOFF Vertretung: Gebrüder Schmück, Büdingen (Hessen). Telephon Nr. 23. ■ 886)0 WAGEN 2500 M Arbeit und Ausrüstung für Pas ist unser1 Angebot nach dem bewährten Hamag-System AUTO-SCHNEIDER GIESSEN Telephon Nr-1089 Marburger Straße 68 Benz-Mercedes-Aga-Personen-Wagen Benz-Gaggenau- und Daimler-Lastwagen 5866a Reparatur-Werkstatt ndfunk " -----M -----ZZZ CHWANTE Rofa Ikaria u L LMkt De^n, Telephon 984. 6846 D 6870c Hausrat • Lindenplatz 1 ■ v.y Viersitzige Phaethons in bekannter Luxusausführung und erstklassiger Buchführung einfache und An die deutschen Landwirte! Schiechte Preise für landwirtschaftliche Produkte £4 ga-Aktiengesellschaft für Automobilbau, Berlin-Lichtenberg Vertreter für die Kreise GieBen, Wetzlar, Dillkreis, Biedenkopf, Marburg, Kirchhain, Alsfeld ll. Schotten: verlause Mag in meine» Mlkikogen Anzahlung — und Zahlung des Restes in vierteljährlichen Raten, verteil^ auf zwei Jahre Die Vorteile dieses Systems übertreffen bei weitem diejenigen der vielgerühmten amerikanischen Verkaufsmethoden. Zunächst ist, mit voller Absicht, die Anzahlung von M. 2500 so niedrig gehalten, daß auch die Kreise sich einen Aga- Wagen anschaffen können, die ihn für Berufszwecke am notwendigsten brauchen, bisher aber von seinem Erwerbe absehen mußten. Mit Abschluß des Vertrages ist der Käufer automatisch gegen alle Unfälle (Kasko) und gegen jede Haftpflicht versichert; außerdem gegen Leben dergestalt, daß der Wagen den Erben ohne Nachzahlung gehört, wenn der Käufer auch nur eine Rate bezahlt C; 4> 3T SWe 36 Ä lESB^ori Wi hmsmMr Ferkel, KM 88i> einiesWoe. Ersatzteillaser :: Betriebsstoffe beginnt am Montag, 13.Oktober Gefällige Anmeldungen nehme ich von heute an zu jeder Tageszeit entgegen 68581) Karl Schmiit Tanzieirer UW O. MM MW. Offerten mit näheren Angaben unter F. T. 4888 an Ala-Haafe«- stein * Segler, Frankfurt a. M. ______________________ 6847 A DAPOLIN 34V2 Pfennig pro Liter vom D. A. P. 6. Depot: AdamKircher,Gießen Automobile Jac.Maternus,Gießen Kolonialwaren Ecke Frankl, u. Klinikstraße Telephon 1337. 68480 WW Schwemmsteine sowie sämtliche sonstigen Baumaterialien liefert prompt u. preiswert w. König & Co., Gießen Wiesenstraße 4 Fernsprecher 663. Gebrauchter, betriebsfähiger sofort preiswert zu verkaufen. Angebote bis zun^ 20. September d. I. erbeten. Besichtigung des Wagens kann täglich erfolgen. 68570 Dost Rockenberg der Bad-Nauheim. Düngekalk Iin Waggonladungen rmd im einzelnen liefert änderst Preiswert [6510c Carl Haas jr.f Gießen Fraukfnrtrr Str. SS, Telephon Wiederbeginn der Orthopädischen Turn-Kurse Anmeldung bei Prvf. Brüning, Friedrichstr. 11 . J _ _ 11 — 1 Uhr. 023027 la Mm frisch gebrannt, sofort lieferbar wet,9‘ LAW«,MU.« Blumenhaus Dietz Telephon 13 KleineZiwrkakteen 75 Pfennig das Stück. Mitglied der Dlumenspenden-Vermittlung nach allen Orten Deutschlands. *[03Mefl werden In Ihrer unheilvollen Auswirkung nur durch eine möglichst starke Er- Der Landwirt muS In höhung der Ernten UvIluDcn« der Lage sein, möglichst viel Erzeugnisse seiner Wirtschaft zu verkaufen« damit er bestehen kann. Höchsternten sind aber nur zi* erzielen, wenn die ix i» Pflanzen reichlich I I IlL rXcUl versorgt werden, Kostenlose Ratschläge zur richtigen Düngung erteUt die Landwtet- tSChafttiche Auskunftsstelle des Deutschen Kalisyndikats G. m. b. H. Darmstadt, Eüsabethenstraße S. VN hervorragender sofort lieferbar C. Rübsamen,Fernspr.1659 Hansa - Handelsschule lAvelMM staatlich geprüfter Diplom-Handelslehrer Diplom-Kaufmann beeidigt. Bücherrevisor Tel. 821 Gießen Tel. 821 Vleichstratze 5 Am 14. Oktober Beginn neuer Kurse mit folgenden Unterrichtsfächern : hat. Solche vorteilhaften Bedingungen können nur eingeräumt werden, wenn der Wagen in Werkstattarbeit und Material der beste ist Kaufen Sie sich diesen Wagen! Unser heutiges Angebot gibt Ihnen die Möglichkeit dazu! Verlangen Sie Vorführung undVertreterbesuch Der Aga-Wagen ist ferner als Limousine, abnehmbare Limousine, Coupe, Lieferwagen oder, was das Neueste ist, mit umwandelbarer Karosserie, die z. B. aus einem Geschäftswagen mit wenigen Handgriffen ein elegantes Phaethon macht sofort oder ganz kurzfristig lieferbar doppelte mit Abschluß u. Bilanzkunde Kaufm. Rechnen mit Kontokorrent und Warrnkalkulation Handelskunde mit Betriebslehre für Warenhandel Fabrikbetrieb Dankbetrieb Handels- und Bürgerliches Recht Kaufm. Briefwechsel (Korrespondenz) Formularkunde (Kontorarbeiten) Wechsel, und Schecklehre Handels- und Wirtschaftsgeographie mit Staats- und Dürgerkund« Deutsch (Uebungen mit kaufmännischen Geschäftsbriefen) Fremdsprachliche Korrepsondenz Schönschreiben Deutsche Schrift, lateinisch« Schrift Maschinenschreiben (10-Finger-Tast- Stenographie (Kurzschrift) nach Stolze-Schrey und Babelsberger Unverbindliche Auskunft berertwilligst. ^^lusführlich^Prospekt^ostenlo^ . frilMr K«bl und (Nefrier-Anlagen „diittlU modernster Ausführung speziell fiirMetzacreicn «.Konditoreien. Größte Leistung b. geringst. Kraftverbrauch Höchste Betriebssicherheit. 6851A Denkbar cinhr.ic Konstruktion und Bedienung. — An Billigkeit unerreicht. NlM-Eerle A.8., MeSverg!. 6. Angebote und Jngenieurbesuch bereit- __________willigst und kostenlos. Eine gutgehende Dampf-Lokomobile zu Dreschzwecken «Laiben ob. zu kaufen gesucht. Sckriftl- Angebote mit außeritem Preis unter 6830D nv den Gretzeaer Anzeiger erbeten f A i Mein diesjähriger TinzunterrleM 35«™ ’ö s. «ga ä. Das Schloß ohne Schlüffe!, das beste Sicherheirs-LorhängeschloßderGegen- wart mit 4 Zuhaltungen, ganz auS Siemens -Martins -Stahl, vernickelt nur 2.50 G.-M. 6558h Zu Hoden in offen Ejsenm-Mntraiiolimgeu. Wo nicht erhältlich, wird Verkaufsstelle uachsewiefen durch KurtSchmiedeknecht Mitteldeutsches Handelsbüro Gießen, Ludwlg'splats 4. S £ Klein W« FnltSsn G, A. Msägeo üsbßl- Mkdlm VX$/a new. z' u- einzeln und j Hff kombiniert