V4- Jahrgang vonnerstag, 6. März 1924 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen vnrS vnd Verlag: vrühi'sche Universitäts-Buch- und Zteinöruckerel R. Lange in Gießen. 8chriftleitnng und Geschäftsstelle' Zchulstraße 7. Annahme von Anzeigen füi die logtsnummer bis zum Tladimittng vorher ohne jedeDerbivdlichKeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich,8, auswärts 10 Goldpsennig; für Ne< Klame-An eigen v 70mm Breite 35 (Holdpfennig, Plvtzvorfchrift 20u/n Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: l)r. Friedr. Wilh £ange; für den übrigen Teil: Ernst Diumschein, für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Bietzen. Die internationale Goldwährungsbank. Der Entwurf der Sachverständigen: Die Verwaltung der Gold- notenbank.-Schwere Einschränkung der deutschen Finanzhoheit. Paris. 6. März. (WTD.) Mach einer Meldung des „Olein Bork Hera Id" sollen die Sach- verständigen in Erwägung ziehen, ihren Bericht in sämtlichen Finanzblättern der Welt gleichzeitig zu veröffentlichen. Der Bericht werde am 15. März fertiggestellt werden. Da es jedoch einiger Sitzungen bedürfe, um die Darlegungen der beiden Komitees in die er-forderliche enge Verbindung zu bringen, so würde der Bericht der Sachverständigen der Reparationskornmission nicht vor dem 18. März zugehen. — 3n einem Artikel über die Statuten der künftigen Goldnotenbank macht die „Information" folgende Angaben: Die Sachverständigen scheinen sich auf den Standpunkt gestellt zu haben, dah der Aktivsaldo der Deichsdank unzulänglich und dah es daher mög- lichl sein werde, der deutschen Finanzverwaltung ihre Passiven gegenüber der Rentenbank d. h. die Vorschüsse in Hohe von 1200 Millionen Rentenmark abzunehmen, die diese der Finanzverwaltung gewährt habe. Dies würde das erste Ziel der neuen Roten bank und vielleicht sogar der auf der Garantiegrundtage der deutschen Eisenbahnen aufzulegenden Anleihe sein. Die Emissionsbank konnte auf diese Weise ihre Tätigkeit mit einem Aktivum von mindestens 1200 Millionen Goldmark aufnehmen, das wie folgt zusammengesetzt wäre: 1. Durch, das Kapital der Dank selb st (etwa 400 Millionen, und zwar im einzelnen 100 Millionen für den Immobilienbesih der Reichsbank. 150 Millionen, die das Ausland zeichnet und 150 Millionen, die das deutsche Kapital aufbringt); 2. durch einen Teil der internationalen Anleihe auf Grund der Eisenbahnen in Höhe von 400 Millionen Gold mark: 3. durch eine innere Anleihe von 400 Millionen Goldmark in Obligationen, garantiert durch einen Teil der Hypothek, auf Grund deren die Emissionsbank errichtet wurde. Die Operationen laufen alles in allem darauf hinaus, dah Deutschland ermächtigt werde, eine Ausländsanleihe von 550 Millionen Goldmark aufzunehmen, wofür als einzige Kompensation vorgesehen sei. dah der Aufsichtsrat der neuen Dank aus 14 Direktoren, und zwar 7 Deutschen und 7 Ausländern (1 Amerikaner, 1 Engländer, 1 Italiener, 1 Franzose, 1 Belgier, 1 Holländer und 1 Schweizer) zusammengesetzt sein werde. Der Vorsitzende soll ein Deutscher sein und ausschlaggebende Stimme haben. Aber seine Vollmachten wurden nichtsdestoweniger, was die Vorschüsse an die Reichsreg'erung an- b-elange, beschrankt sein durch diejenigen eines alliierten Zensors oder Kontrolleurs, so daß jede Möglichkeit einer neuen Inflation vermieden werde. Das Personal dec alten Reichßbank solle ganz beib Halten werden. Der Aufsichtsrat hätte das Recht, durch Zwlldrittol-Mehrheitsbe'chiuh die Zahl der deutschen Direktoren zu erhöhen, so dah Deutschland, te toi es seine Verpflichtungen_ erfüllte, dir Möglichkrit erhielte, die vollständige Kontrolle des Emi sionsinstiluts te'c'er zu erlang m. Sebald die Liquidation der Reichsbank und der R nt-nfxutf vollzogen und sämtlbhe von ihnen auLg:gcte.ien Scheine gege nG oldmark. mit denen man die umlaufende Papier- und RentMmark zurückkaufen werde, rediskontiert feien, müsse die neue Dank ihre Deckung, ihre Reserven und ihre Portefeuilles konstituieren und lo -nt? b.ini Di? Emission b i s zu 3 Milliarden Goldmark vornehmen und Las Diskontgeschäft b treiben. Dem Verfasser des Artikels ist ver.ihert Worten, das; der (Statuten- entwarf, der dem Sa.ch.ecständi eikomitse unter- b ritt ward, strr'-gsie Vorihtsrnatz e e'n vorsehe ir d daß nammt ti> das kommerzielle Kreditgeschäft für den Anfang im Ausmaß von 50 P.ozent g:deckt sein müsse oder auch, das) der Diskontsatz durch ein? Spe ialabgabe erhöht werden so l', Li? der Ilnzulängli^chleit der Golddeckung a g m ssen wäre ®le Dank und die Dek - Eung w rd n vorläufig ausserhalb Deutschlands, wahr chei lich in Amsterdam bleit en. Rach dem Rewyork Hernld soll die internationale Anleihe auf der Garantiegrundlage der deutschen Eisenbahnen dazu verwendet werden, der deutschen Regierung die Zurückziehung der 1200 Millionen Rentenmark zu ermöglichen, die ihr von dec Eisenbahn vorgeschossen worden sind. Dis jetzt sei angenommen worden, Last die internationale An'.eihr zum Teil dazu verwendet werden soll, Deutschland die Finanzierung der regelmäßigen Sachlieserungen an die Alliierten, wenn nicht gar Darzahlungen an die Repko zu ermöglichen. Das SachverstLndigenkomitee sehe jedock^ vorläufig den Gedanken irgendwelcher spezifischen Reparationszahlungen nicht vor, bevor das deutsche Budget ausgeglichen und die deutsche Währung stabilisiert sei. Die ausländischen Direktoren der Goldnotenbank fallen nach Lern Rewyork Herald nicht von den Regierungen, sondern von den Srnrnissions- banken der verschiedenen Länder oder den ent- sprechenden Behörden ernannt werden. So werde wahrscheinlich der Federal Reserve Board gebeten werden, ein amerikanisches Mitglied zu ernennen. WaS die Kontrolle anbelange, so erachte man in der Sachverständigenkommission die Befürchtungen Deutschlands als lächerlich da LieBe-iehungen der Dank zur deutschen Regierung dieselben sein würden, wie die der Dank von England, bzw. der Dank von Frankreich zur englischen bzw. zur französischen Regierung. Bis jetzt sei lediglich eine R e chn u ngslegung für Deutschland vorgesehen, was etwas ganz anderes sei als eine Finanzkontrolle. Die Unterbringung der internationalen Anleihe schi.hich werde als eine schwierigere Aufgabe betrachtet, als die Aufbringung des Goldnotenöank'apitals: man habe allerdings das Empfinden, daß die Anleihe über die Invest ierungsqualiät hinaus Zeichner finden werde. Es fei geplant, dast, wie im Fall? der japanischen Anleihe, Bankiers aus den verschiedenen ZeichnerlänLern zufammentreten, um über die Verteilung auf die einzelnen Länder Beschlust zu fassen. Das Komitee sei zur Zeit mit Gavantim beschäftigt, die Frankreich einen Ausgleich fürdie Aufgabe der Wirt>- schastskontrolle im Ruhrgebiet bieten würden, Garantien gegenüber den Eisenbahn- und anderen Einnahmen, die Frankreich zum mindesten ebensoviel ein tragen sollen, wie es netto aus dem» Ruhrgebiet erhalte, doch handele es sich hier um ein schwieriges Problem. rtt. 56 Erscheint wglich, anher Sonn- und Feiertag», mit d. Samstagsbeilage: BtetzenerFamilienblSIter Vlonalr-kezu-rrreir: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech.Anschlüsse: für di« Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drohtnach« richten: »nzeiqerSietzea. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. Die Kritik des Reichstags Berlin, 5. März. (Priv.-Tel.) Zu Beginn der Reichstagssitzung machte der volkspartellrche Abgeordnete Dr. Cremer Mitteilung von einer dreifachen Pistolenforderung, die ihm seitens der deutschvöllischen Abgeordneten als Antwort auf seinen gegen den Abgeordneten Wullr? gerichteten 3uruf: .Hochverräter!" zugegangen sei. Die Zurücknahme dieser Bezeichnung für die drei Herren müsse er ablehnen, fühle sich aber gezwungen. von diesem terroristischen Versuch, die Kritik im Reichstag durch die Bedrohung mit einer" Serie von PistolenforLerungen zu unterdrücken. Kenntnis zu geben. Unter fortdauernder Heiterkeit des Hauses gab dann der deutsch- völkische Abg. v. Gräfe eine Gegenerklärung ab. in der er es ab lehnt, sich mit Dr. Cremer über Ehrenhändel und seine Auffassung von solchen Angelegenheiten auseinanderzusetzen. Dazu werde sich' vielleicht eine andere Gelegenheit finden. Damit war dieser Zwischenfall erledigt, und das Haus setzte die erfte Lesung des Rotetats in Verbindung mit der Beratung der AbänLe- rungsanträge und einer Reihe von Interpellationen fort. Die zweite Rednerserie eröffnete 2lbg. Dr. B r e i t s ch e i d (Soz.) der sich zunächst mit den Absichten auf Auflösung deS Reichstage- MlSeinanderseht und erklärte, er könne sich die Motive für die auffallende Energie des Kanzlers, der unter keinen Umständen Abänderungsanträge zu den Verordnungen auch nur besprechen lassen will, gar nicht erklären. Der Redner sagte: Wir betrachten unsere Anträge zu den Rotverordnungen nicht als Schaumarkt für unsere Wähler, wir verlangen, dast sie tatsächlich verhandelt werden. unbekümmert Damm, ob das der Reichs- regierung pastt oder nicht. Wir sind bereit, jede Konsequenz unserer Haltung auf uns zu nehmen. Der Redner setzte sich bann für Beibehaltung des Achtstundentages ein. Es handle sich ja nicht allein um die Arbeitszeit, es gäbe eine Reaktion auf der ganzen Linie: gegen die Arbeitslöhne, gegen die Tarifverträge. Deshalb könne die Arbeiterschaft nicht so national sein wie in England. Der elende Stand der Deamtengehälter führe zur Korruption. Zur inneren Politik äußerte sich der Redner über den militärischm Ausnahmezustand und über den Münchener Prozeh. Er erklärte: Wo Generale Politik treiben, da wachse Sein Gras mehr. Bayern ist hochverräterisch. Welches Bild von politischer Verworfenheit enthüllt der Hitler- prvzest. wo die Angeklagten einfache sich zum Hochverrat bekennen. Reichsarbeilsminister Dr. DraunS erklärt, das) die vier gewerkschaftlichen Spitzen- verbände einschllehlich dec Freien Geverkschaften die Arbeitszeit-Verordnung gewünscht hätten, weil sie sich nach der Aufhebung der Demobilmachungsverordrungea schutzlos und andererseits nicht imstande fühlten, gegen die mächtigen Arbeitgeberverb ind? je;t im Kampfe eine gerechte Arbeitszeit durchusetzen. Die gewerkschaftlichen Wünsche seien in dieser Verordnung zum größten Teile (erfüllt worden. Einigen Abwcichu igen von der normalen Arbeitszeit hätten bei Bildung der neuen Regierung in interfrationellen Besprechungen auch die Sozialdemokraten zugestimmt. (Hort! Hört!) Reichsminister des 3iriem Dr Har res: Die restlose Ves?i igung des Ausnahmezustandes wäre nicht zu verantworten gewesen, nachdem aus dem ganzen Reichsgebiet, besonders aus Sachsen, dringend? Vorstellungen dagegen erhoben wurden. (Ruse links: Von welcher Seite?) Don sehr beachtlicher Seite. Der zivile Ausnahmezustand bringt gegenüber dem militärischen sehr erhebliche, wesentliche und fühlbare Mrlderungen. Er ist nur dazu bestimmt, alle Bestrebungen abzuwehren, die eine gesetzwidrige Aenderung der bestehenden Zustäiwe bezwecken. Solche Bestre- bungen bestehen ^namentlich (Rufe links: in Bayern!) auf linksradikaler Seite. Ich habe hier kommunistische Flugblätter, in denen zur Bildung illegaler Organisationen und zur Veranstaltung bewaffneter StrahenLemonstrationen aufgefordert wird. (Ruse links: Run kommt Bayern!) Za. ich muij erklären, warum wir Bayern von diesem Ausnahmezustand ausgenommen haben. Das geschah, weil in Bayern schon ehr Ausnahmezustand besteht, der teilweise weit über den des Reiches hinausgeht. Von Bayern» wird mit uns in engster, loyalster Weise zu- fammengearbeitet. (Lautes Gelächter links.) Würden ähnliche Zustände in anderen Landern bestehen. dann würden wir auch ihnen das bajuwarische Vorrecht ein räumen. (Beifall und Gelächter.) Abg. Kaas (Zentr.): Seine Partei erwarte von der Regierung, dast sie den vom Reichs- kanzler vorge^eichneten Weg mit Energie und Festigkeit fortsetzt und die Konsequenzen zu ziehen den Mut hat. falls sich tatsächlich ein unüberbrückbarer Gegensatz zwischen ihrem Programm und den Auffassungen der Mehrheit des Hauses zeigt. Wir begrüben in dem Verorck)nungswerck den Plan einer Sanierung unseres Etats und einer Festigkeit der deutschen Währung. Die Verordnungen sind kein Ideal, sie sind Rotmahnah- nahmen. Aber ihre Kritiker haben keine bessere Lösung zeigen können. Vs ist eine Verhetzung der großen Massen, wenn es so hingestellt wird, als ob durch die Regierungsverordnungen das Proletariat die Lasten der Wahrungsstabilifierung allein zu tragen hält?. DaS gilt auch von der Arbeitszeitverordnung. Wir halten grundsätzlich am Achtstundentag fest und bitten die Regierung, durch Ausführungsbestimmungen für Den befonbeven Schutz Der Schwerarbeiter und der Arbeiter in b.sonders schädlichen Betrieben zu sorgen. Rach Lleberwin- dung der Wirtschaftskrise erwarten wir die Dor- tegung eines Arbeitszeitgesetzes, in dem für schwere und gesundheitsschädliche Arbeit die 4Sstündige Arbeitswoche, für die übrigen Arbeiter eine den Produttionsbedingungen und der ausländischen Konkurrenz entsprechende Arbeitszeit festgesetzt wird, die niedriger ist als die jetzt von den Arbeitgeberverbänden eingeführte. — Wir hoffen, dast in Frankreich die Verminst siegen wird. Der Weg d:n Macdonald neuer, irg Frankreich für das Rheinland vor geschlagen ha n soll, ist für und ungangbar. (Lebh. B?isall im Zentrum.) Eine Entmilitarisierung un er Oberaufsicht des Völkerbundes muh von unserer Re- gierung zurückgewiesen werden. (Lebh. Zustimmung im Zentrum.) Ich kenne die DerMtnisse im Saargrbiet und weih, wie es mit der Objektivität des sogen. Völkerbundes steht. Es ist franzö- fische Poli ik unter der Flagge des Völkerbundes. (Sch? gut!) Ich kann von dem realpolitischen Sinne Macdonalds nicht annehmen, dah er g'aubt, mit der Schaffung eines Pufferstaates dem euro° päi chen Fri den zu liefen. T«er Redi-e? weift bann in folgendem die Angriffe Ludendorffs gegen die Politik des Zentrums und des Heiligen Stuhles zurück. In dst Sterbestunde des Reichstags lassen wir keinen Zweifel darüber, dah wir das deutsche Voll nicht entzweien, sondern einen wollen in einer großen sozialen und si tllchen Idee. Mit dieser Idee gehen wir in Ten Wahlkampf. Die Zukunft wird nicht der nationalistisch e Phrase gehören, sondern der opfervollen Arbeit im Dienste des Vaterlandes. (Lebh. Beifall im Zentrum.) Weiterberatung Donnerstag nachmittag. Die parlamentarische Lace. Berlin, 3. März. (WV.) In der Bespre- I chung. die der Reichskanzler nach derPlenar- sihurg des Reichstags vorn Mlltwckch mit den Führern der Koalitionsparteien hatte, ergab sich wie aus parlamentarischen Krei" sen verlautet, zwischen der Regierung und den vier Koali ionsparteien (Deutsche Volkspartei, Zentrum. Baherisck« Dollsparei und Demokraten) völlige Einigkeit über den modus procedendl in den gegenwärtigen parlamentarischen Auscin- anderfetznngen über die Behandlung der Rotverordnungen der Reichsregierung. Die Reichsregre-' rung gedenkt hierbei die Führung in der Hand zu behalten. Das Reichskabinett wird heute mittag zufammentreten, um üb^r die weitere parlamentarische Behandlung der Rotverordnungen und die Reichstagsauflösung Beschluß zu fassen. Es wird sich vor allem auch mit Der Frage beschäftigen, ob nicht eine Verständigung Darüber erreich' werden kann, dah der Reichstag, bevor er endgültig auseinander geht, noch den Rotetat und den deutschnationalen Antrag erledigt, der verlangt, dah gleichzeitig mit den Reichstagswahlen auch die Wahl des Reichspräsidenten stattfinde. Vor der Kabinettssihung wird der R ichs^rnzler vom Reichspräsidenten empfangen werden. Das Blatt nimmt an, dah Der Kanzler bei dieser Gelegenheit vom Reichspräsl- deuten die Ermächtigung zur Auflösung Les Reichstags erbitten werde. — Unter dem Vorsitz des Reichskanzlers fand im Reichstag eine Besprechung der Reichsregierung mit Den Reichstagsabgeordneten der besetzten westlichen Gebiete über die Frage der Reuwahlen im besetzten Gebiet statt. Trotz der mannigfachen Schwierigkei en, die Der ordnungsmährgen Durchführung der Wahl infolge der Beschränkungen hinsichtlich Der Einreisemögllchleit, der Versamm- lungs- und Pressefreiheit nach> Der Uebergeugang aller Der steter entgegenstehen, sprachen sich die Abgeordneten aus atfgern.inen politischen Gründen für die Vornahme üec uceuwahlen im besetzten Gebiete aus. Die Kreditnot. Rachdem jetzt eine ProduktionSerhöhung eingeleitet ist, ist die deutsche Wirtschaft vor die Frage gestellt, wie sie das notwendige Produktionskapital beschaffen soll. Der Reichsbank stehen beschränkte Rentenmarkkredite zur Verfügung, welche mit einem gewissen Zins- ausschlag an die Interessenten weiter gegeben werden. Der Zinssatz für Leihgeld ist zur Zeit so hoch (etwa 20 bis 24 Prozent), dah nur die wenigsten Unternehmungen die Gewähr haben, die Kredite und die Zinsen durch entsprechende Produklionserlöse abzutragen. Besonders gefährlich hat sich die Kreditnot in der Landwirtschaft herausgebildet.Das Preis-Riveau für wichtige Agrar-Produkte (besonders Brotgetreide) ist so niedrig, dah die Produktionskosten nicht gedeckt werden. Die Landwirtschaft beklagt sich darüber, daß von der Reichsbank nur beschränkte Rentenmarkkredite, und diese auch nur zu hohen Zinssätzen, gegeben werden. Run hat sich in den letzten Wochen herauSgestellt, dah die 4prozentige hypothekarische Gold-Belastung der deutschen Wirtschaft (auf welcher bekanntlich die Rentenmark aufgebaut ist) erheblich m e h r als die ursprünglich veranschlagten 3,2 Mittiarder, Rentenmark ergibt. Rein formal wäre damit die Rentenbank in der Lage, eine größere Summe Rentenmarkgeld in Urrliuf zu bringen, ohne daß die Deckung unzureichend würde. Gegen ein solches Verfahren sprechen jedoch gewichtige Gründe. Eine Vermehrung des Ren- tenmark-Umlauses würde den Eindruck Hervorrusen, als beginne in Deutschland aufs neue jene verhängnisvolle Inflationswirt- sch ast, die in den letzten Jahren unsere Währung vernichtet hat. Darum muh, solange wir noch keine endgültig gesicherten Währungsverhältnisse haben, der Gedanke an eine Vermehrung des Rentenmark-Umlauses und an eine starke Erhöhung der Rentenmarkkredite zurückgewiesen werden. Das einzige, wirklich erfolgreiche Mittel zur Linderung der deutschen Kreditnot ist die B e l e b u n g der Kapitalbildung in Deutschland. Die In. Haber von Sparkassen- und Bank-Konten haben durch die Geldentwertung zu furchtbare Verluste erlitten, als daß sie heute geneigt wären, sich ein neues Geldkonto anzulegen. Wer verfügbares Geld hat, sucht die Anschaffungen zu machen, die jahrelang ganz unterblieben sind und doch stark eingeschränkt wurden. Ein wichtiger Anreiz zur Belebung der Spartätigkeit wäre die Verheißung höhere r Kreditzinsen, als sie zur Zeit gewährt werden. Die große Spanne, welche zwischen dem Zinssatz der Rentenmarkbank und dem privaten Geldinstitute bestehl, muh eingeengt werden; eine Verteuerung des Kredits auf das doppelte und Darüber ist auf die Dauer unerträglich. Für 1 Prozent Jahreszinsen — soviel wird den Besitzern von Guthaben durch die Bank gewährt — sind nur wenige bereit, ein Risiko für das Vermögen zu übernehmen. Letzten Endes wird erst nach Aebergang zur Goldwährung und nach Erledigung des Re- parationsproblemes die genügende Sicherheit für den Sparer vorhanden sein, dah er nicht abermals den größten Teil seines Vermögens verliert. Alle anderen Mittel, die Kredimot in Deutschland zu mildern, können nur mäßige und vorübergehende Bedeutung haben. Die MiNtärkontrolle. P a r i s, 5. März. (WTB) Die Botschafter- konferenz hat heute vormittag in Anwesenheit von Marschall F o ch eine Sitzung abgehalten, in Der sie sich über den Wortlaut Der an Deutschland zu richtenden Rote über die Wiederaufnahme derMilrtärkontrolle verständigt hat. Havas erinnert in einem Kommentar zu der Sitzung daran, Dah den Beratungen der Bvt- schafterkonserenz die Vorschläge der englischen Regierung vom 25. Februar zugrunde gelegen haben, die die Botschafterckonserenz zur Begutachtung dem interalliierten Militärkomitee in Versailles übermittelt hatte. Die englischen Vorschläge seien heute, abgesehen von einigen Aenderungen in Einzelheiten, in groben Zügen angenommen worden. Die Rote, die heute abend von der Botschafterkonferenz an die deutsche Regierung gerichtet werde, sehe die demnachstige baldige Wiederaufnahme der Mil'-t^rkontrolle in Deutschland vor. Sie werde für die interalliierte Militar- konirollkvmrnission das Recht in Anspruch nehmen, mit cklnterstühung der deutschen Behörden in ganz Deutschland mit feinem derzeitigen Mannschafts- bestand nachzuprüfen, ob im Jahre 1923, wo die Kontrolle nicht mehr ausgeübt worden sei, Deutschland keine neuen militärischen Vorbereitungen unternommen habe, und ob zur Zeit eine Abrüstung als endgültig durchgeführt betrachtet werden könne. Wenn die deutsche Regierung zu dieser Rach- prüfung die Hand biete, und wenn ferner Deren Ergebnis negativ sei, werden Die Alliierten bereit sein. an Stelle der MUitarkontrollkommission ei« Garantiekomitee oder irgendesn anderes gleich» artiges Organ nm beschränke« Personalbestand zn setzen, i entsprecheTrd den Vorschlägen, die die Botschafter- konferenz im Septenrder 1922 Deutschland gemacht habe. Vorher werde Deutschland die in einer Dole von 1922 vorgesehenen 5 Forderungen erfüllen müssen, die sich sämtlich auf Abänderung dec Gesetzgebung zur Ausfuhr von Waffen, die Entmilitarisierung der Polizei usw. bezogen. Die Botschafterkonferenz hat ^schlossen, die Bote über die militärische Kontrolle geheim zu halten, bis sie im Besitz der deutschen Regierung sei. Der „Petit Parisien" glaubt jedoch zu -wissen, dah die Bote in ihren Err^elheiten die Bote der deutschen Regierung vom 9. Januar ablehnt, dafür aber die Rechte der Alliierten betont, die Kontrolle über die deutschen Rüstungen bedingungslos auszuführen. Die Rote betone, daft sich Deutschland bedingungslos der Wiederaufnahme der Kontrolle der Kontrollkommission Rollet unterwerfen müsse, und ebenso die Ver-- pflichtungen, die Deutschland für die Zukunft übernehmen müsse, wenn es wolle, da ft das militärische ^»ntrollkomitee ersetzt werde durch einen weniger kostspieligen Apparat. Das Blatt will wissen, daft dieser Dell der Rote sich auf das Memorandum gründet, das Aamsah M a c d o - nald am 25. Februar der Bvtschafterkonferenz übermittelt habe. Dor einer neuen Pfalz- Katastrophe. Pirmasens, 5. März. (WTD.) Die Zustände in Pirmasens scheinen einer neuen Katastrophe zuzutreiben, wenn nicht bald die Sonder- kvmmission der Rheinlandkvmmission in der Pfalz erscheint und nach dem Rechten sieht. Die Verhaftungen unschuldiger Bürger durch die Desatzungsbehörde gehen weiter. Die Verhafteten werden zum Tell unmenschlich mihhandelt, und zwar von den französischen Dolmetschern undGendarmen. So wurde der Techniker Jakob Becker von einem französischen Dolmetscher so fürchterlich geschlagen, daft er während einer ganzen Rächt bewußtlos lag und dann tobsüchtig wurde, so daft er in einer Hellanstall untergebvocht werden muhte. Die in das Militärgefängnis Mainz verbrachten Bürger wurden mit Ketten gefesselt zum Bahnhof abtransportiert, was bei der Bevölkerung ungeheure Erregung hervorgerufen hat. der Stadt hingt das Damoklesschwert in der Gestalt der Drohmrg in der Verhaftung von 103 Geiseln, wenn den Separatisten irgend etwas g sichte ht. Anter dem Schuh der französischen Delegation wird das Austreten der Separatisten täglich herausfordernder. Sie gchrn im Rathaus aus und ein. wo sie das früh.re Wacht!okal dir deutschen Posi-ei von den Fra^z -s on zugewi:se.n erhellen. Am Abend des 1. Marz erklärte der Separatist S t r e tz, eine übel b leumundete Person in e'rww Arbeiterwirtschaft. Pirmasens sei der Schandfleck Deutschlands. 22s sich die anwesenden Bürger dies verbaten, griff er zum Messer und verletzte den Fabrikarbeiter Daniel schwer, daft er ins Krankenhaus gebracht wrrden mutz e. Stretz wurde zunächst von der deutschen Polizei verhaftet, nachdem er sich aber den Franzosen gegenüber als Separat i st ausgewiefen hatte, wieder auf freien Futz gesetzt. Zn der gleichen Rächt, in der eine Krankenschwester im Krankenhaus von einem Marokkaner überfallen wurde, belästtgte ein anderer Marokkaner eine von einem Krankenbesuch morgens um 3 Uhr zurüft- kehrcnde katholische Ordensschwester. Die Schwester wahrte sich gegen die Belästigung, worauf ein zwllter Marokkaner herbeikam. Sie nah- mM der Schwester die Identitätskarte und den Rach'.ausweis ab und bracht n sie zur französischen Däcgation, wo sie wieder freigelasser wurde. Der saarländLsche Landesrat. Saarbrücken, 5. März. (WTB ) Der neu- gewählte Landesvat ist heute zu seiner ersten Sitzung zusammcngetreten. Rach der Wahl des Präsidiums gaben die Vertreter der ve-schiedenen Fraktionen ihre programmatischen Erklärungen ab. Der Sozialdemokrat Dr. Sender stellte den Antrag, es solle der Völkerbundsrat aufgefordert werden, dem Landesrat das Mi tbest immun gsrecht bei der Wahl des saarländischen Mitgliedes der Regierungskommission zuzugestehen. Der Landesrat sei bereit, geeignete Männer zu ernennen. Die Regierungskommission soll ersucht werden, beim Dölkerbundsrat das Verlangen zu stellen, dem Landrsvat ein Dorschlagsrecht bei der Ernennung des saarländischen Mitgliedes einzu- uäumen sowie den an den Dölkerbundsrat zu entsendenden Dertretern des Landesrats das MWrWFWU Ein Roman aus dem 21. Jahrhundert von Hans Dominik. 39. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Wellington Fox war gut gebaut und gut trainiert. Rach rechts und links teilte er solide Faustschläge aus, brachte hier und dort einen M ist rgriff des Dschiudschitsu zur Anwendung und bahnte sich über taumelnde und stöhnende Körper seinen Weg. Wer er war in einer Falle. Die Tür zum Dvrberh^us war verschlossen. Eine Möglichkeit, sie auftubrechen, nicht vorhanden. Don allen Seiten schlossen steile Wände den Hof ein. Rur an ein r Stelle führte an der Wand des Reben- hruseS eine schmale Stiege empor. Er stürmte sie hi.an und landete atemlos auf dem flachen Dcrch des Rrch'achaust.s. Chinesische Wäscher betrieben hier ihr Gewerbe. Ausgesparnte Brüten . . . mit Wäschestücken behärgt . . . allerlei Zuber und Bottiche. . . Einen Augenblick blieb er schnaufend stehen und blickte sich orientierend um. Der Anblick eines gelbeit Kopfes, der sich über die Dachkante 'chob, mahnte ihn an seine Gegner. Dor einem Plötzlichen kräftigen Fuhtritt wich dieser Kopf zurück. Aber ein Blick über den Dachrand belehrte Wellington For, dah die Stiege bis hinauf zum Dach bereits dicht mit Gelben besetzt war. Suchend sah er sich nach einer geeigneten Waffe um. S.in Blick fiel auf einen zur Hälfte mit Wasser gefüllten Waschzuber. In der nächsten Sekunde hatte er jene zweite Dhnvthermtube Isenbrandts he ausgellssen und in den Zuber ausgeschüttet. So schnell wie mög- Recht auf Anhörung zu erwirken. Eine Abstimmung über den Antrag konnte nicht vorgenommen werden, da dies nach der Geschäftsordnung unzulässig ist. Jedoch konstatierte der Präsident, dah allePartcien mllAusnahme der Kommunisten den Antrag angenommen haben. Seitens der Fraktivnsabgevrdneten wurde dann folgende Er- llärung abgegeben: „Wir fühlen uns auf Grund des internationalen Gemeinschaftsgefühls und der geschichtlichen Vergangenheit des Saargebiets und Saarvvlks als Glied von Deutschland. Daher wird uns neben der Wahrung der kulturellen Güter die Pflege deutscher Sitten und deutscher Kultur sowie die Erhaltung der Derbindung mit dem Mutterlande besonders angelegen fein. Land und Leute an der Saar sind von jeher deutsch Auch der Vertrag von Versailles erkennt das an. Wir wollen ewig deutsch bleib en!" Stillegung der Badischen Arriliu- nnd Sodafabrik. Ludwigshafen, 6. März. (Wolff.) Gestern um 10 Ähr fand eine grofte Werkversammlung der Arbeiter der Badischen Anilin- und Svdafabrik auf dem Holzplatze stall, an der mehrere tausend Personen teilnahmen. Es wurden dort sehr scharfe Reden gegen die 9 stündige Arbeitszeit gehalten. Auch ein ^Beamter wurde bei dieser Gelegenheit verprügelt. Die Menge zog dann unter Absingung revolutionärer Lieder in den Fabrikhof der 2lnHinfahrt t, wo eine weitere Versammlung abgehallcn wurde, wobei es ebenfalls sehr heftig zuging. Rach Beendigung der Versammlung hat sich die Menge auf die Gingangstvre gestürzt und die Eingangss perre z u sam me ng e ha uen. Die Menge, die sehr erregt ist, bedroht die Beamten im Verwaltungsgebäude. Infolge dieser Vorkommnisse hat die Direktion folgende Dekanntmachuna erlassen: Rachdcm heute der größte Tell der Arbeiterschaft wieder d i c vorgeschriebene Arbeitszeit nicht eingehalten hat und die während und nach der Werksversammlung erfolgten Gewalttätigkeiten und Zerstörungen gezeigt haben, datz eine ordnungsmäßige Wetterführung der De- i triebe nicht möglich ist. sehen wir uns genötigt, die Betriebe Ludwigshafen und Oppau morgen, Donnerstag. 6. März. 6 silhr früh zu s ch l i e tz e n und der gesamten Belegschaft zu kündigen, soweit sie nicht schon fristlos entlassen ist. Die ausgesperrten Arbeiter haben Donnerstag morgen das Haupttor der Fabrik e i n geschlagen, sind in den Fabrikhof eingedrungen und haben die wenigen Arbeitswilligen mit Gewalt herausgeholt. Die Beamten werden von der Menge nicht in b^ Gebäude hineingelassen. Rach 8 Ufcr hat sich die Lage weiter verschlimmert. Die Polizei tauchte, die Strafte vor dem Fabrikgebäude zu säubern, was ihr aber nur teilweise gelang. Die Arbeiter machten bann einen Gegenstoß, wobei auf beiden Seiten scharf geschossen wurde. Die Zahl der Verwundeten läftt sich zur Zett noch nicht feststelleir, da die Arbeiter ihre Verwundeten selbst fortschaffen. In der Ambulanz der Badischen Änilin- und Sodasabrik befinden sich zahlreiche verwundete Polizisten. Aus Stadt und Land. Gletzen, den 6. März 1924. Die staatliche nnd die städtische Wrundste«er. Im Anschluß. an unsere kurze Mitteilung in der jüngsten Samstag-Rummer erhsiten wir von sachkundiger Seite die nachstehende Aufklärung: Die staatliche unb die städtische Grundsteuer gehören nach tz 4 des Reichs-- mietengesetzes zu den D e t r i e b s k o st e n. Diese sind nach Artikel 4 der Hessischen Ausführungsverordnung auf die Bewohner des Hauses a m- zulegen. Die Umlage hat nach dem Verhältnis der Friedensmieten sämtlicher Wohnungen des Hauses zu erfolgen. Beträgt z. D. die Miete für das Erdgeschoß 700 Mk., für den I. Stock 800 Mk., für den II. Stock 500 Mk., zusammen 2030 Mk., so entfallen von jedem umzulegenden Betrag (mit Ausnahme des WassergeNes, das nach anberen Grundsätzen verteilt wird) auf das Erdgeschoß ’/io, im I. Stock 8/m und im II. Stock 5/,(l. Diese Regelung dürste im groften ganzen zu S./wiecig- keiten einen Ansatz nicht geben. > Anders liegt die Solche unter llmftänbcn dann, wenn zu dem Wohnhaus eine größere Grundfläche gehört. Steht deren Ruhung allen Bewohnern enteilsmätzig zu, so sind auch die auf diese Grundfläche entfallenden Lasten lid) zerrte er den Zuber über das Dach bis zur «Stigs hin. Schon fiteren gewaltige Dampf wollen aus dem Bottich, schon traf*it einige Spritzer des fi dmdm W'ss-aZ sene Hände und verursachten an den Tr f stellet grofte Brandblasen. Dann war es geglückt . . . Der Inhalt des Bottichs über die «Stiege hinabgegosstn. Ein Schrei des Entsetzens ... ein tierisches Brüllen. . . wrmichi mit dem Wimmern Sterbender . . belehrte ihn, wie das Dynotherm gewirkt hatte. Schon war der ganze Hvsrcrum in ferner Tiefe ein einziges wogendes Damps- meer. in dem sich nichts mehr erkennen lieh. Schon strömten die Dampfwolken weiter empor zur doppellen und dreifachen Höhe des Hauses, während dort unten das letzte Wimmern erstarb. Schon mischte sich brenzliger Qualm in den Wasser dampf. Schon zuckte es teurigrot aus den teogenb.n und wirbelnden weih grauer QHaffen. Das Haus, auf dessen Dach Wellington Fox stand, war nicht all-pl hoch. Mit schnellen Griffen hatte er dir Wäschsleine gelöst und um einen Pfosten an der Vorderseite de8 Hauses geschlungen. Schnell glitt er an ihr auf die Strafte hinab. Er sah sich um. Ein kleines, ihm unbekanntes Seitengützchm. Aufs Geratewohl lief er darin entlang und erreichte bte Haupt strafte. Roch einen Blick rückwärts. Fcuerlohr schlug zum Himmel, wo das Teehaus gestanden hatte. Langsam glitt daS Schiff Isenbrandts flutz- abwärts der Mündung des Ili zu. Schon zogen sich die mächtigen Schilfhorste zu be ben Seiten des Stromes Wettauseirtanber, und unmerklich vermischten sich die Wellen des IÜ mit den Wassern des Dalkaschsces. Kreischend stiegen ganze Schwarme von umMsgen. Sine Befreiung von Der Umlage dürste auch bann nicht ein treten, wenn ein Mieter ohne Zustimmung des Vermieters einteilig auf die seither bestehende Mitbenutzung verzichtet. Hat sich die Denutzungsregelung gegenüber dem Zu stand 1914 wesentlich geändert, so kann unter älmsiänden eine Reusestsetzung der Friedensmiete in von 1914 abweichen er Höhe her- ar.laftt fein; die Entscheidung erfolgt bekanntlich durch das Mieteinigungsamt. Besondere Schwierigkeiten bereitet bet Fall, datz zu dem Wohnhaus Gelände gehört, das Nutzungen nicht erbringt (Ziergarten, Parkanlagen u. bergt), ober fceJiC.i Rutzungen nicht alten Bewohnern anteilsmässig zustehen. Es ist nicht zu verkennen, dah die freie Lage eines Hauses vorteilhaft für die darin befindlichen WrsMungen ift Sonne, Licht und Luft haben in höherem Matze Zugang, als in eng bebauten Stadtteilen. Andererseits wieder stellt ein übergroßes, zum Haus gehöriges Gelände u. ü. eine erhebliche Belastung des Mieters mit Umlagen dar, ohne ihm besondere Vorteile zu gewähren. Es mutz im einzelnen Fall versucht werden,-einen gerechten In- teresfenausaleich zwischen Mieter und Vermieter zu finden. Eine generelle Lösung wird sich kaum sestlegen lassen. Die Beurteilung dürfte etwa unter folgenden Gesichtspunkten erfolgen können: Ulan wird von der normalen Grofte eines Hausgrundstückes nebst Hofraum usw. ausgehen können. Bei nicht zu knapper Bemessung durften 6—700 qm in F.age kommen. Ferner wäre daran zu denken, auf das Verhältnis zwisch.n bebauter und unbebauter Fläche eines Grün situckes zarück- zugreifen. Als obere Grenze dürfte zu der bebauten Fläche etwa das dreifache derselben zu- geschlagen werden können. Schließlich kann als Mast,stab auch das Verhältnis des bei der Umlage zu Grundsteuern auf die Wohnung entfaltenden Betrages zur Monatsmiete in Betracht gezogen werden. Rach ben Erfahrungen dürfte im allgemeinen der älmlagebetrag für die staatliche Grundsteuer 33 Prozent und für die städtische Grundsteuer (2 Ziele) 4 5 Proz. der monatlichen Miete normaler Weise nicht übersteigen. Soweit bie angegebenen Richtlinien erheblrch überschritten hx-rDen, kann eine Rachprüfung des Umlegungsplanes, die durch das Mieteinigungsamt zu erfolgen hätte, in Erwägung gezogen werden. D:i mehrfachem Hausbe itz mutz natürlich jedes Hausgrundstück für sich gesondert beroch,net werden. Fs euer ist bei einem Grundstück, bei dem gewerblich genutztes Gelände mit in Betracht kommt, dieses Geländestück bei der Malterung der Grundste er auf die Mieter auszuschlietzen. Jeder Mieter kann ohne di: Inanspruchnahme tel Finaiizamtes die Richt-gksit der Derech 7u»g se'bst nachprüfen, wenn er sich b:im Ha usb sicher Einblick ;n die Rech- rungsgruAdlage verschafft und sich dabei vor Augen hält, datz bei der staatlichen Steuer 1,50 ML pro Lausend, bei der städtischen 2 Mk. pro Tausend Steuerwert in 2lnsatz kommen. * Die Reichs-Teuernngsziffer. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung und Bekleidung) beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den 3. März auf das 1,Obbillionenfache der Borkriegszett. Gegenüber der Vorwoche (l,05btllionenfach) ist demnach eine Steigerung von 1 Prozent zu verzeichnen. Für den Durchschnitt des Monats Februar berechnet sich die Reichsindexzif- fer auf das l,04billionenfache gegenüber dem l.lObillionenfachen im Durchschnitt des Monats Januar; das entspricht einerAbnahm e von 5,5 Prozent. Die CrnLhrungskosten allein betragen im Durchschnitt Febr/tar daS 1,17» billionenfache der Vorkriegszeit. * ""DieWahlenzur Landwirts chafts- Sammer sind auf ben 6. April festgesetzt. Rach, der neum Derfassung des Landwirtschnfts- kammer-Gesetzes erfolgt die Wahl der Mitglieder der Landwirtschastskammer in direkter und geheimer Abstimmung durch die Der- vandsang'h'örigen auf Grund von Wah(Vorschläge wi.> bei der Verhältnisamhl. Wahlkreis für diese Wahl ist die Provinz. Die Wahlen der MiMieder zu den Provinzausschüfsen erfolgen wie seither durch die Vortvaueasmänner des bdref e den Bezirks. Die Vertrauenimänner, in der Regel einer und mehrere für einen Ort, werden nach dem geheimen, direkten Wahlrecht wie seither gowähll. Es werden also jetzt i n einem Wahlgang zwei Wahlen rntt grlrcmtcn Stimm.etteln (für die Wahl des D e r- trauensmannes und die Wahl des Land- Wassrrv'g l i e.npor, die be** Kurs deZ Schiffes im ihr r Abmdruhe störte. Rosig schimmerte das' hlllt Grsteder der tausend und aber tausend DögÄ In b st Slrahl n d r sinkenden Sonne. Wte dich'er grauer Dunst stcmd.m My taben von Mücken« schwärmen dazwisch m und drehten die Sonn-e zu verdunllckn. Gewg Isenbrandt streckte die Hairb nach einem H-ebel aui. Ein kurzer Druck darauf, und autvmasifch schl.s'en feistz Ga^e enster die Kabine. Er lehnte sich ruhig tu feinen Sessel zurück. Roch trug er den Gefellschaftsan-ua, in dem ?r den ganz n Tag hindurch die ofsi.ieliei Empfänge der zal-llc-sen Gäste aus alten Weltteilen mitge- macksi hatte. S ine Mtenen verrieten Ermüdung und 8 -igt.in, daft die Arstaeagungen dieser Feier- lichketteu selbst für seine eisernen Rerven recht reick^llch g texten warm Da er aufter den wichtigster: carropäi chm auch mehve.e asiatis-che Sprachen beherrschte, war seine Person bei diesen Empfärgen ganz besonders be-airsprucht worbe.:. So war er gern dem Vvrfchtege von Welling- ti>n Fux gefolgt, eine Abendfahrt von Wierny zum Balkachsee zu untentehn:en um hier in russigen Stundm wieder Erholung und Stärkung für die Strapazen des kommende:: Tages zu ftrbm. D 'itn die fertigen Empfange waren ja mir der Auftakt für die groften Feierlichkeiten des morgigen Tages. Von morgen ab sollte der mächtige, vier» hamderl Quadratkilometer gvvfte Balkaschsee ein ncu:s wichtiges Glied in der Kette der Unter- nehmung-en der E. S. C. werden. In feierllchrm Akte, im Beisein von führeickten Männern aller Staaten der Welt sollte dem Dee die Dynotherm- merge ein verleibt werden, die seine Wassermengen in Dampfform in bte Lüfte jagen muhte Der Plan fliiu dahin, die vielen hundert Milliarden wirtscyafts kammer-Mitgliedes) notwendig. Der Landcswahlleitec hat in dem Organ der Landwi.tschaftskammer „der Hesiischen Landwirtschaft sich, n Z.ttschrift" bereits zur Einreichung von Wahlvorschlägen bis spätestens 15. März ausgefordert. Die Wahlvvrschläge Serben mach Prüfung durch den Landes-Wahllei ter und Zulassung durch ben Landes-Au tschutz vor der Wahl in der Hess. Landw. Zeitschrift ver- öffentsichit. Die mäh-'re.! Vorschriften und Ds- stimmungsn über das Wahlrecht, die Wählbarkeit unb die Ausübung der Wahl find in ben den Bärgerm ift.-reie i zu e e Ite i Wah ordnuageti f r Lii „Wahleti der Lanvwirchcsitstammer für Hessen" enthalten. Die Wählerlisten zu ben Land- wittschrftskammer-Wahlen liegen in dieser Woche, und tfrar vom 6. bis 8. März, drei Tage lang zur Eiasichsivahme offen. Innerhalb dieser drei Tage sind Einwendungen bei der Bürgermeisterei vot^ubrinyLN. tSorntititcn. — Tageska lender für Donnerstag. Stadtcheater: 7 älhr Gastspiel des russischen Dala- laika-Orchesters. — Kundgebung der Freunde des humanisttschen Gymnasiums zu den neuen Schulreformplänen: 8l/i älhr im groben Hörsaal der Llniversität. — Oberhess. Gefelksthaft für Ratur- und Heillunde. 8l/t älhr im Hörsaal d«s Physikalischen Instituts Vorträge — Iahres- Hauptver ammlung der Elsatz-Lothrinaer S1/* älhr im Aquarium. — Freiw. und Gailsche ^uer-, wehr: 8 älhr im Gewerbehaus Monatsversammlung. — Lichsivielhaus Dahnhofstratze: „Das Zirmskind". — Palast-Ächtspiele. „ 5rembenIegiD- när Kirsch". — Hess. Polizei- und Schuhhunde- Berein Gietzen. Samstag Monatsversamm- lung mit Vortrag. (Siehe Anzeige.) — Südwe st deutscher Radioklub. Rächsten Samstag abmd im Hörsaal des Physi-. kalischen Instituts Vorträge (Siehe Anzeige.) Landkreis Gicf;cn. X Wieseck, 5. März. Urtiere Geldsamm- tu ng für Pfalz und Rhein am Sonntag, vorgenommen durch 20 Mädchen des ältesten Jahrgangs der Schule in ben üblichen 10 Bezirken, ergab, ohne daft Unkosten entstanden, den Ertrag von 323,20 Mk. Kreis Alsfeld. * Alsfeld, 5. März. Der Pferdezuchtverein für den Kreis Alsfeld beschäftigte sich dieser Tage in seiner Generalversammlung mit _ idm Veranstaltungen der Pferdezüchter beim diesjährigen P r ä - mien-Markt. Es wurde einstimmig beschloss en, am Vormittag des Prämienmarktes eine Fohlenau ltion und am Rachmittag eine landwirtschaftlich-sportliche Darbietung zu veranstalten, und zwar bestehend in 1. Galoppretten, 2. Trabreiten und 3. Vorfahren landwirtschaftlicher Gespanne im Wagen. Zu bem Galopp- und Trabreiten werben nur Arbeitspferde zugelassen, die von ben Besitzern (Landi wirten) oder deren Angestellten zu reiten sind. Voll- und Halbblutpferde sind für beide Rennen ausgeschlossen. Die Entfernung beträgt beim Galoppreiten zirka 1500 Meter, beim Trabreiten zirka 1200 Meter. Zu der Fah.Konkurrenz mit Gespannen im Wagen (Kastenwagen) werden ebenfalls nur Arbeitspferde zugelassen, die von Landwirten oder deren Angestellten zwei- oder einspännig stehend vorn Zügel aus zu fahren sind. Als Preise find Ehrenpreise ootger sehen, zu denen noch für selbstgezogene, gewinnreiche Pferde Zusatzpreife hinzutreten sollen Kreis Friedberg. * Friedberg, 5. März. Das finan» zielle Ergebnis des hiesigen Pfalz- und Rheintages beziffert sich auf 1222 Goldmark. Hessen-Nassau. fpd. Frankfurt a. M^ 5. März. Zü recht unerquicklichen Svenen kam es auf dem Sportplatz am Rieoerwald. Hier brach die Spielleitung kurz nach Eröffnung des Spieles dieses ab. Das Publikum verlangte stürmisch sein Eintrittsgeld zurück. Es kam zu einer solennen Prügelei, in die erst die alarmierte Polizei und sogar das Ueberfallkom- m an öd vermittelnd eingreifen mutzten. — In den Weihnachtstagen wurde ein 14jährigeS Schulmädchen von einem Hunde in die Hand gebissen. Da die Wunde nur sehr klein war und auch recht bald wieder zuheilte, achtete niemand darauf. Am letzten Samstag erkrankte das Mädchen nun unter verdächtigen Erscheinungen, die sich so rasch verschlimmerten, daß es schon nach zwei Tagen v e r ft a r 5, Die Aerzte stellten Tollwut fest. Kubikmeter Wasser, bie hier die Schale des SoeS füllten, als fruchtbaren Regen nach Rvrben und Rvrdvsten zu fenban. In seiner ganzen Größe feente er nicht ausgeführt werben, solange bem See bie verstärkten Zuflüsse aus dem chinesischen Gebiete fehlten, dem Ilidreieck. „Deine Eini-stHtung mit diesen Mückennehen ist zweifellos ohne Taftel, Georg. Msine Zigarrr ist machtlos gegen solche Moskttomengen .... Sieh nur, wie die Fenster schon havon bedeckt sind. . . Eine ganze Schicht . . . Ja . . bas heißt ... auf biete Weite sehe ich ja nichts mehr und um zu sehen, bin ich doch hierhergekommen. Heute nacht noch nmtz mein erster Bericht nach Chikago geben. Wozu hatte ich denn ben Manager des Ganzen zum Freund, wenn ich nicht schon heute als geschehen melden könnte, was morgen erst geschieht. Die Marruskripte der Reden bift bu mir ja schon zur Verfügung gestellt." ^Hast du eskam-rtiect, mein Lieber," warf Isenbrandt trocken ein. „ Fehlt mir nur noch bte Kenntnis der Stätten, an benan sich alles absptelen wird . . . Aber by Ivve, es ist wirksich kaum iroch waS zu seheir Hol ber Tcufel die Mückenbrut!" Wi.d r gr'ff Isenbrandt nach einem Schalter unb sprach von seinem Platz aus leichthin ein paar OBcrte. <5aft im gleichen Moment hob sich das Schiss leicht von dm Fluten ab. Währ«nb das Wasser noch von ssinem Kiel tropfte, reckte es zwei weite Schwingen aus und strich wie ein grw.rl siger Rachtvogel über die Serfläche. Schnell verjagte ber frische Fahrwind die unwillkommene Gäste. In freiem Ausblick konnte Wellington Fox ben See unb seine südlichen Ufer überschauen. (Fortsetzung folgt.) ifrunb» Mamin- dezvcht» d befchüs, ilDerlamm* en der :i Prä. mtnig be> flrtiti eine ittig eine ! Dar- e siehrnü in Dochhio? n. Zudem Arbeiis- rn (2ank eiten sind, de ‘Reimen lögt beim Tribreita urreiy mil n) werden i, die von wei- ober ju fahren ie borge, e, gewimi- celen sollen »15 finiM» lz- und 222 Sold- bsnniag. 8 ältesten w I» De, *, den Jlotvcn und men Sröhe »lange dem chwesischeir März. Zü auf dem brach die is LpieleS ! stürmisch t einer so- alarmierte allkorn- mußten. - löchriges de In die sehr Vein eilte, ach« mSiag er- 'idächtigen rschlimmer- )erstarb, ioklub. 's Physi. leige.) denlSaL Sttunbe en neuen LWn Kt 'rkul des Andres. ^ersanirn- De: M woilegto. rückennche" tin 3ig-mr «•“jS gflS i denn wenn ch >en kSnn^ n ge fer“ ^Ld-rbY Ä> I* ags ss; d!% Ufa UL’* Keiv^ feitet 3 ’S !?d x, Ätftu > den ^'s.k lut $>(, Wietel fttanffurt a M Berlin Die Grosthandelsindexziffer ixmfbar. —e. vom 26. Februar unverändert. Danknoten-Berteilungen: 36mettM 1, kleine Stücke 2. Belgien 3, Sturemarf 5. England 1, kleine Stücke 1, Finnland 50. Frankreich 50, Holland 1, Italien 75, lldorwegLn 5, Oesterreich 20, Rumänien voll, Schweden 3, Schweis 2, Spanien 5, Tschechen 3, kleine Stücke 5 Prozent, Ungarn voll, Jugoslawien voll, Sofia voll. Börsenkurse. (Ohne C 15r.) Tie auf den Stichtag vom 4. März berechnete Grohhandelsindextziffer des Statistischen ReichSamts ist gegenüber dem Stande (118,7) mit 118,7 Proz. fast Die Zntexziffe n der Haupt- Sle Deutlchc RetchSanlelhe /« Deutsche Relchsanleihe BVe'/e Deutsche R.ich anletbe 3*/n Deutsche HetchSinteiye Deutsche SoarprdMienauleihe 4e/r 'Sreußtschc LkousoUk . . <*e Hesse» B/.»/. Hessen.......... Vie Hessen Deutsche Wert''. Dollar-Aul dto. Dollar-Schatz-Anweisuna. <•/. HoQfftrfen......... Vie Koldmertkamr ..... Gerllner HandelSaeleklschatt Commerj- uud Prlvat-Bant Darm st. und Naiionalbant . Deutsche Baut Deutsche BeretnSbank .... Discouto Lommandit . ° . Mctallbank........... Mitteldeutsche Lreditbank. Leste reichssche ttrebiianflaU tBeflbant......... ■ Bochumer ®o| ... ... Buder I............ Sara .... Deutsch-Luxemburg Sellenttrchener Bergwerk« . Harveurr Bergbau...... Kaliwerke AscherSlebeit. • . . Kaliwerk Westeregeln I'ourabillte...... • • . . I. berbebarf..... • • •. Pböntr Bergbau Sibeimiabl PU.berf Montan ..... fceUuä Bergbau..... Hamburg Smrrtka Paket. . ktorddeuischrr Llovd..... 6 licrnm sche Werke Aldtu .. Hemennver! Heidelberg . . Pbiliov Holimanu..... Analo-Cont.-Kuano Badische A' tlin........ (ibcmtfdje Mayrx Alapin. . . Goldschmidt.......... Wricöbeimcr Electron .... Höchster Harbwerke...... pohoe' 'ohlung........ ÄütgerSwerke Ccheibeanstalt tina eieffrWtMMentoaft Bergmann ......... Moiiikroitweekr ....... edjurfert ......... Siemen- & HakSk» . • • • . Sdlerwerke Kley« •••.«■ Daimler Motor«. * * . • * Henligenftaedt . . ....... Megutn ...... frankfurter Armaturen . .. Konservenfabrik Braun . . Metallgesellschaft Frankfurt. Bet. Union W-Ö....... S ubfabrit Herz....... Sichel.............. Zellstoff Waldhof....... Hntferrabrif Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . irret er normalen Derhättniften sofort zu stand» kommen wäre. Das gilt besonders dort, wo eS sich um grohe and kostspielige Objekte handelt, so vor allem in der Maschinenbranche. Hier werden zum Teil recht erhebliche und langfcistlge Wechselkredite beansprucht. Verschiedentlich konnte dec Cinbruck entstehen, dah unsere Vankwelt vor- läusig wohl kaum in dec Lage ist, zwischen Käufer und Verkäufer vermittelnd einzutreten und auf diese Weise die Auftragsbestände der Fabriken auffüllen zu helfen. Selbst im Textil-- gewerbe, das wohl auf der diesjährigen Leipziger Messe die stärkste Rachfrage aufweist, ist gerate infolge ter Schwierigket en der Kreditbeschaffung nach sehr lebhafter Eröffnung eine bemerkenswerte Derflauung des Geschäfts etnzetceten. Allerdings wird diese Tatsache von den Produzenten ver- hältnismähig leicht getragen, da die meisten Zweige ter Textilindustrie schon seit geraumer Zeit im Zeichen flotten Geschäftsganges stehen und ihre Produktion auf 3 bis 6 Riwnate hinaus ausverlauft haben. Devisen-Berteilungen: Amsterdam 2, Brüssel 3, Kristiania 4, Kopenhagen 3, Stockholm 3, Helsingfocs 5, Italien 3, London 2, Reuyork 1, Paris 2, Schweiz 2, Spanien 3, Deutsch-Oesterreich 50, Prag 2, Budapest voll, Buenos-Aires 3, Bulgarien voll, stfapan voll, Rio de Janeiro 5, Belgrad voll, Lissabon voll, Danzig 10 Prozent. Da nknoten. (Ohne Gewähr.) Gerichtssaal. rm. Darmstadt. 5. März. 3n der heutigen Verhandlung der Swastammer gegen den 31 Jahre alten Karl Wilhelm Kinkel aus Frankfurt we- <;en Mortes an dem Polizeiwachtmeister Günther, legte ter Angeklagte, wie schon in ter ganzen Voruntersuchung, ein freches Benehmen an den Lag. Zur Anklage verweigerte er die Aussage mit ter Bemerkung: „Das steht ja alles in den Akten. | ich bin kein Phonograph!" Sownt ihm die ein- | z einen Aus sag m ter Zeugen nicht paß'en, erging sich der Ang-rlagte in rohen Aasfällen über den Staat, den Staatsanwalt, den Vorsitzenden und die Sachverständigm; auch seinem Va.er, ter über die Entwickelungszeit des anfänglich kränklich Der» anlagien Hungen, ter aber in keiner Schule gut» ,at, auch in keiner Lehrzeit aushrrlt und aus ver- schietenen Desserungsanstal.en durchging, berichtete, rief er wiederholt zu: „Das ist gelogen!" Der Angeklagte verfolgte die einzelnen Zeugen- auSsage.r mit größter Spannung. Bei einer belastenden Aussage rief er: »Ihr könnt mir ja den Kopf herunter machen, dann habt Zhr Ruhe?" Zum Tote des Wachtmeisters Günther erklärte K.: „Günther und seine Frau tun mir ja als Menschen leite Ec Hut nur ten Fehler begangen, mir als Staatssche.gr gegenüberzutreten!" Bei einer Erklärung des Vorsitzenden rief St: „Wart nur, Ahne kriege die Anarchisten rn drei Hahr auch noch!" Sehr hef.ig wurden seine Ausfälle gegen die Ausführung m ter Sachverständigen Dr. Racke von ter Heilanstalt in Frankfurt und Obermedizinalrat Dr. Langermann-Darmstadt, die tn völliger Ueberelnfümmung K. wohl als geistig minterwer ig, mit religiösen Wahniteen behaftet, ichildern, die aber im übrigen auf die ungeheuerlichen Straftaten des Angeklagten völlig ohne (Sin- fluh sind. Staatsanwalt Dr. Langenbach beantragte gegen den Angeklagten für den Mord an dem Schutzmann Gün Hw, sowie wegen des Mordversuches an dem Wärter Lehner an ter psychiatrischen Klinik in G leben die Todes - strafe. Rach ter Antwort des Verteidigers Rechtsanwalts Walz, ter in erster Linie für Berücksichtigung des § 51 des Strafgesetzbuchs ein- rrat, wurde nach etwa halbstündiger Beratung des Gerichtshofes Kinkel wegen Totschlags und Totschlagsversuchs und wegen ter verschiedenen damit zusannnenhängmten Einbruch« zulebens- iänglicherZuchthaus strafe und hxiieren 6 Zah en Zuch.haus und den üblichen Rebenstrafen verurteilt. Wirtschaft. Kreditnot und Leipziger Messe. Rachdern das Geschäft auf der Leipziger Frühjahrsmesse am Tage der Eröffnung einen auherortentlich verheibungsvollen Anfang genommen Halle, setzte sich auf den meisten Spezialgebieten die rege Rachfrage auch am zweitem und b l ten Tage fort. Es fragt sich jedoch sehr, ob die Aussteller von dem tatfächiich vorhante-ien starken Warenhunger tes Znlantes dieses Mal bereits In so grobem Umfange profitieren werden, wie das unter sriedensmähigen Verhältnissen der Fall gewesen wäre. Die Käufer stellen nämlich bereits in verschiedenen Branchen gewisse Bedingungen hinsichtlich einer Hinausschiebung der Zahlungstermine. Die Produzenten, die selbst schwer unter dem Mangel an Betriebskapital leiden, sind in der Mehrzahl ter Fälle nicht in der Lage, in teefer Deäehung gröbere, Konzessionen zu machen. Infolgedessen bleibt manches Geschäft vorläufig In ter Schweb«, das Metzener Stabtfl>eater. i Karl Strecker: DaS Krokodil. DaS unter ter etwas anspruchsvollen Flagge »satirischer Schwank" segelnde Stück lieb auch Lier in Dieben dank des echten Humors tes Ver- ! ^fvssers und ter flotten Ausf ührung unseres Stadttheaters kein 2I.ige trocken. Wer sollte auch nicht lachen, wenn ein „schwerer Junge", ter sich vor zehn Jahren nach harter Arbeit als „Direktor', und wohlbestallter Schwiegersohn des Herrn 'Bürgermeisters zur Ruhe setzt, urplötzlich ten etwas peinlichen Besuch seines ehemaligen, langjährigen Kollegen von ter Gilde ter Geldschrankknacker bekommt, noch dazu als dieser in aller Gemüllichkeit, ater auch mit hartnäckiger Energie Teilung tes Raubes verlangt, um ten ihn ter Herr ,Direktor" vor zehn Jahren prellte, um damit sein bürgerliches Glück zu begründen. Der Genosse aus vergangenen Zeiten lässt sich mit „iteelten Werten" absinten. Philipps hetzt ihn auf den Geldschrank seines Bankiers, dem er durchaus nicht grün ist, und nach wenigen Stun- ten erscheint ter tüchtige Fachmann, mit dem Perlenschmuck ter Frau Kommerzienrat und dem nötigen Kleingeld bewaffnet, wieder tn ter Phi- lippsschen Villa. 3n ter Krokodilletertafche des Direktors wird die Deute geborgen, bis ter 'lautete Huschke mit dem Abendschnellzug das 'liteite suchen wird. Durch eine Reihe komischster Situationen, nach den merkwürdigsten Irrsahrten tes ^Krokodils" werten die sHveven jungen um ein Haar festgesetzt, aber ter gesunde Mutterwitz des Herrn Huschke rettet die Lage. Der dürgermeisterliche Schwiegervater bes'mnt sich rechtzeitig aus die Tücken ter Gerechtigkeit, die ihn um den erstrebten Oberbürgermeisterposten in ter Residenz bringen könnte. Der Herr Kri- minallommissar würde nur ungern fein Techtelmechtel mit ter Frau „Direktor" ans Tageslicht gezogen sehen, und ter kleine Referendar verzichtet zu Gunsten ter Hand ter zweiten Bürgermeisters tocht er gern auf die Entlarvung tes interessanten Falles. Alles wird vertuscht, und als die übrigen Herrschaften ten neugebackenen Herrn Oberbürgermeister anfeiern, verschwintet Huschke befriedigt mit seinem fast schon verloren geglaubten Raube. Für eine Satire ist die Sache zu harmlos dick aufgetvagen, aber Stoss für einen züntenten Schwank hat sie immerhin abgegeben, Grund genug, , unter Oskar Feigels Spielleitung einen heiteren Abend pw excellence zu verbürgen. Richard Hell dorn schob zweifellos mit seinem allen Situationen gerecht werdeirten Huschke ten Vogel ab. Karl Dolck gab ten aus feiner bürgerlichen Ruhe unliebsam aufgeschreckten „Direktor" alias Ge^schrankknacker mit Geschick and Temperament. Den „einsichtigen" Schwiegerpapa mimte Rudolf Goll mit gewohnter Sicher- s-eit. Else Koop und Earla Aa r ne g g waren ihm charmante Töchter^ Fred Marlih, ein aulangezogener, flotter Kriminalkommissar: P. P. Schmitz ein etwas ungelenker kle ner Referendar. Auch die übrigen Mitspielenten fügten sich dem Gesamtb ild gut ein. Das volle Haus zeig le sich für die amüsante Llnterhallung lebhaft ?ruppen lauten: Lebensmittel 104,1 (Vorwoche 03,5), davon die Gruppe Getreide und Kartoffeln 63,4 (62,8), Industriestosfe 145,9 (145,2), davon die Gruppe Kohle und Eisen 137,3 (137,3), Inlandswaren 106,3 (106,1), Einfuhrwaren 178,2 (177,7). Im Monatsdurchschnitt Februar ergibt ^ich ein Rückgang ter Grobhantels- indexzifser von 117,3 im Durchschnitt Januar um 0,9 Proz. auf 116,2. 3n dem gleichen Zeitraum sanken von den Hauptgruppen: Lebensmittel von 103 auf 100,8 oder um 2,1 Proz., während 3n- dustriestoffe von 144,1 aus 145 anz )gen. 3n= landswaren gingen zurück von 108,3 auf 104,1 oder um 3,9 Proz., wogegen Einfuhrwaren von 162,5 auf 176,3 oder um 8,5 Proz. anzosrn. * Den Kreditverkehr mit der Reichsbank gesperrt. WTB. berichtet: Wegen Verfehlungen bei Devisengeschäften hat die Reichsbank einer Berliner Grobbank und Ihren Zweigniederlassungen tn ter Provinz den Kreditverkehr mit ter Reichsbank bi3 auf weiteres gesperrt. Auch In diesem Falle sind die Vorkommnisse mit Eigenmächtigkeiten und Mißverständnissen von ^Angestellten ter beteiligten Dank zu entschuldigen versucht worden. Die Reichsbank muh sich aber wegen der außerordentlichen Bedeutung, die ten Devisengeschäften mit Rücksicht auf die Währungsfragen zur Zeil beizumessen ist, auf den Standpunkt stellen, daß es eine unbedingte Pflicht der verantwortlichen Leiter ter Dank ist, für eine genügende Kontrolle ter mit der Abwicklung dieser Geschäfte betrauten Angestellten usw. za sorgen. 3n Berliner Dankt reisen verlautet, ter „Voss. Ztg." zufolge, daß es sich bei ter Reichsbank gegen eine Berliner Großbank um die Commerz- und Privatbank hantele. * Verschlechterung der Lage im Siegerländer-Gebiet. Rach Mitteilung der ölegerlänter Eisensteinvereinigung hat sich die Lage im Februar gegenüber dem Vormonat noch weiter verschlechtert; die Preise blieben unverändert. -Deutsche Gold- undSilber- scheideanstalt, Frankfurt a. M. Der Aufsichtsrat beschloß, den Reingewinn für 1922/23 mit 20 155 294 Papiermillionen auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen und von einer Dividendenausschüttung für das abgelaufene Geschäftsjahr (1922 für 6 Monate 40 Prozent) abzusehen. * Reue belgische Einfuhrverbote. Die belgische Regierung hat, wie dem „Konsekttonär" aus Brüssel berichtet wird, mit sofortiger Wirkung die Einfuhr von Anilinfarbstoffen aus allen Herkunftsländern und die Einfuhr von landwirtschaftlichen Maschinen, sowie Einzelteilen davon aus Deutschland verboten. ( Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (3n Billionm Mark ausgedrückt. Duereos-Aires, London, Reuyork, Japan, Dl) te Janeiro für eine Einheit, Wien und Dudapest für 100 000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.)______________ Kell) 72 8' 18,18 66,33 109,73 153,61 6,38 4,19 18,05 19,65 11,96 4,79 T',22 67,48 9,39 «JO Brief 73,19 19,76 66,67 110,27 157,39 6,42 4,21 18,15 19,18 13,04 4,81 12,?6 57,74 2,41 52.13 T n"r, 5 März BWotve ...... he Noten ........ Noten .......... bt Noten ßoaänbtftöt Noten........ Deutsth-Oesirrrelch, 1 100 Kronen Mmcrlfoniidic Nöle«....... Lnslilchr Noten.......... tzi'ilientskhe Note«......... BelaHdK Noten.......... Unqarlich, Noten .... Ticb'choslowakilche Not«. .... Nonvrutiche Noten ....... Nuntäniith« Noten. ...... LvanUche Not«. ........ Frankfurter Dorfe. Frankfurt a. M., 5. MärF. Tendenz: älnregelmäßlg. — Die Spekulation nahm in Anbetracht der gestern erfolgten Glattstellung an der Berliner Dör e eine abwartende Haltung ein. Es lagen sonst keine neuen Grünte vor, die die heutige, vorwiegend schwächere Haltung hätten rechlferllgen können. Die Aufnahmelust für das an den Markt gelangte Angebot fehlte. Viele von ben ungebetenen Montan Aktien konnten nur zu behaupteten Kur,en untergebracht werden. Als mäßig erholt sind Deutsch-Luxemburger und Caro anzuführen. Danlaktim eröffne .en vorwiegend schwächer. Metallbank minus 1 Dill Ion. Am Markt der chnnlichen Werte sind Anilinaktien prcishaltond; s-mä lagen Rhenania etwas niedriger, Sch ideanstali behauptet. Aeinllch war die Situation bei ten Elettrizitätswerten, wo A E. G., Lahmeyer und Licht und Kraft etwas niedriger einsehtan. Don Masch'.nenwerten lagen Karlsruher etwas fester. Daimler, Julius Svhel und Kleyer gaben etwas nach Krauß Lokomotiven angetet.n. Von sonstigen Werten sind PH. Holz» mann zu erwähnen, welche behauptet sind. Zellstoff Waldhof nachgxb atb, auch Zuckerallien schwächer. Rordteutscher Lloyd verhältnismäßig gut erholt. Heimische Anleihen lagen ftUL 5proz. Rcichsanleihe 100 Milliarten. Bagdad II uno Zolltürken behauptet. Teckus-Bergbau lagen besonders schwach. Llnterwsser waren angeboten. 3m Freiverkehr war die Haltung nicht einheitlich zum Teil lagen Angebote vor. Man nannte Becker Stahl 10,225, Becker Kohle 10,5, Gvowag 0,375, Benz 5,25, Drown Doveri 2,225, Kraich- gauer 0,5, Reckar-Gummiwerke 0L6, Krügershall 11,125, Meyer Textil 0,925, Hansa Lloyd 2, Rastatter Waggon 10, Ufa 9 5, Elektro älnterfranken 0,95, Untonbrennerei Kehl, schwach 0,925. Berliner Börse. Berlin, 5. März. (Wolff.) Die hochgradige Geschäftsstille blieb auch heute unverändert bestehen. Auf keinem der Marktgebiete kam es zu Llmsähen von irgendwelcher Bedeutung. Da die Zwangsglattstellungen für neuerdings In Zahlungsverlegen hell geratene zwei kleinere Börsenfirmen, die Bedeutung allerdings nicht hatten, und die man noch hofft halten zu können, traten erneut Kursrückgänge für eine ganze Anzahl von Papieren von 1 bis 3 Billionen Prozent ein. Diesen standen von Anfang an Kurserholungen für eine Anzahl Montan» und 3ndustriewerte in ungefähr gleichem Ausmaße gegenüber, die teilweise auf Deckungen, teils auf die Feststellungen in den Monatsberichten ter preußischen Handelskammern zurückzuführen sind, wonach Hand.l und Gewerbe sich von ihrem Tiefstände Ente Dezember langsam zu erholen beginnen. Diese ülneinhei lichkeit der Kurs- blldung blieb auch wci erhin bestchen. Am Rentenmarkt traten Veränderungen von Bedeutung gleichfalls nicht ein, nur Kriegsanleihe gaben bis 5 Milliarden Prozent nach. Am Geldmarkt hat sich nichts von Bedeutung verändert, ebenso waren auch die Devisennotierungen nahezu unverändert bei fast gleichen Zuteilungen wie gestern festgesetzt. Märkte. Berliner Produktemnarkt. Berlin, 5. März. (Wolff.) Am Getreide- markt bleibt die Haltung unverändert ruhig. Für Brotgetreide sind die Mühlen narr Käufer zu Pocisen, die merklich ten wenig nachzieb'.gen 3m- wndsforderimgm nachstehen. Die gestrigÄiPorfse- Meldungen von beabsichtigten rusftschen Ausfuhrerschwerungen machten wenig Eindruck. 3mmev- Dtvtdendenpaplere u. ausl. Anleihen In Billionen Proz. di« fest verzinsI.deutsck).Anl. in Millia den Prozent. Datum: Schtuv- fiurs 5d)L.i - Ku-» öchlutz. All 3 Schlus,. fin-i 4.3. 6.3. 4.3. 6. 3. >05 0° 105 £8 625 — 550 625 350 340 360 £25 1 1 102 > 1025 162 — 161 110 460 425 460 420 — —— -- —— — — — — — —— 93% 88% 91% 89% 4.2 4,< 4,2 4,2 10,13 10,11 10,25 10,63 — 53,5 —• 53,5 — 50 4’,25 7 6,1 7 7 13,13 12,6 13,75 'S 13,5 13,1 13,9 18,5 1,< 1,4 — — 17.3 16,5 17,13 16,b '20 18.1 — — 2,6 2,8 2,67 2,75 0,650 0.65O 0, 00 1 0,980 1,3 1,13 89 — 60 21,6 19 21,5 30 31,5 3?,"3 32 54 6J.1 64 53,5 50 60 61 60 83 78 90,25 79.4 * 19 20,25 19,25 70 — 25 29 19,5 19,26 19,25 19,5 29 28 18 28.5 395 39 39.26 33,75 88,5 37 89 38 — - 14 64 8,8 3,1 —• 81 87,75 38 25 37,5 8 7,87 8,75 8.1 3 3,5 — 16,6 15 — — 3,75 3,5 — 3,75 33 — 39 36 20,25 19,75 20,5 19,75 31 8,5 _ — V.5 17, d 17,25 18,25 17,> 176 17,25 17 1 .3 ’V 16,75 18 20 18,5 19,5 19 24,1 24 — 12,75 12,5 12,76 I 'S,3 19,5 19 J 0,75 19,1 4 9 4,3 — * 49 46,5 47,25 46.75 49,6 — 40 41,25 3,3 3,3 3,3 3,3 4,8 4,6 4,#5 4,6 6,6 5,3 —— — 22,25 £2,6 — 22 1,8 1,6 •W 2,2 2.2 — — 19,75 — — 3 ^,5 3 2,9 5.5 6,;8 — <— 10,75 10,13 — — 14,25 13,6 14,25 14 5.2 5 9,75 6,6 5,1 — — 4. Mär, 5 März Amtliche Notierung Amtlich.» Noticruii Wrlb Brio- 156,61 157,39 168,61 167,39 Brst.-Nnkw. 14,96 15,04 14 96 15,04 Cbrifrianin. 57,36 67,64 57,16 57,74 fiopfithaaen 66,37 66,63 66,33 66,67 etorfbolm - 109,72 110,23 169,72 110,?8 f>clfinafor4. 10,57 10,63 10,57 10,63 fttnüen . . 1815 18,25 18.15 16,25 London . . 18,055 18,145 18,055 18,145 Nrnvork . . 4,19 4,21 4,19 4,21 P.iri» .. - 17,16 17 2 i 17,1 S 17,21 ^duueh - . 72,62 73,13 72,82 73,18 Spanien • - Wien in D-» 52,47 62,73 61,87 52,13 Ceft.abgeft 6,39 6,4' 6,39 6,42 Praa . . - 12,21 12,28 12,21 12,19 Budapest. . <&s 7,-,2 6,48 6,52 Buen^AireS 1/45 ö,4' 1,905 1,435 3,19 ',"95 1.445 3,21 1,905 Bulaarieu Japan . - 3,83 1,695 rfcko De I-ui. 0,195 0,505 0,49 i 0,505 6,52 Belgrad ■ 6,68 5,72 5,41 Üiöaiion 14,43 14,54 13,9- '4.04 hin zeigte sich cm ter Küste manches Zntsrest'S für amerikamschein Roggen. Das Mehlgeschäft verläuft andauernd schleppend. Gerste und Hafer, sowie Futtermittel tagen sehr ruhig. Don polnischer Gerste war Angebot im Markte. GS notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt 162 bis 167 (still), Roggen, märt 130 bis 137 (still), Braugerste 170 bis 185 (still), Futteroerste 150 bis 155 (still). Hafer, matt 112 vis 120 (fchwäch r), pomm. 112 bis 120 (schwächer), Raps 295 (still), Leinsaat 410 bis 415 (still): für je 100 Kilo: Weizen- mehl 24,50 bis 26,75 (ruhig), Roggenmehl 20,50 bis 23 (schwächer), WeiHenkleie 9,20 bis 9,30 (fest), Roggenkleie 7,10 bis 7,20 (stetig), Diktonw erbfen 27 bis 28, kleine Erbsen 17 bis 13,50, Futteverbfen 12 bis 13, Peluschken 11,75 bis 12.50, Ackerbohmm 13 bis 15, Wicken 14,50 bis 15,50, Lupinen 13 bis 14,50, Seratella 16 bis 16,50, neue 14 bis 15, Rapskuchen 11, Leinkuchen 22 bis 23, Trockenschnitzel 8,20 bis 8,40. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 5. März. Es notierten pro 100 Kg.: Weizen, Wetterau 18,75 bis 19—, Roggen 16,75 bis 17,—, Sommergerste, für Drau- zwttke 21,— bis 22,— Hafer, Inland. 15,50 bis 16,—, Weizenmehl, südd. Spezial 0 28,— bis 28,75, Roggenmehl 24,50 bis 25,25, Weizen- und Roggenlleie 9,— bis 9,75, Mais, Laplata 19,23 bis 19,75 Mark. Tendenz stetig. (3n einem Teil Sei 21-jHaae wiederholt.) Englands Lustrüstung. London, 5. März. (WTB.) 3m Oberbau» brachte Lord Lvndonderry, ter etemaligc älnterstaatssekretär für Cuftfabrtice'en, einen An« trag ein, tn dem zum Ausdruck gebracht wird, daß Großbritannien eine Luftstt^eitmacht zum Heimat schu tz unterbaltcn muh, die genügend stark ist, um Luftangriffe ter stärksten Luftstreitmacht innerhalb tes Bereiches seiner Küste Witerstand leisten zu können. 2lls ter Krieg zu Ente gegangen sei, habe England die stärkste Lllftstreit- macht ter Welt besessen. Seit dem Kriege^ habe sie allmählich abgenommen, und heute könne London von der Lustaus in kürzester Zeit vernichtet werden. Der Herzog von Sutherland erklärte, ter Lufts ahrtmi n i ster T o rn p s o n habe in einem kürzlich veröffentlichten Artikel Ausfälle gegenüber Frankreich gemacht, die ausgesprochen feindselig und militaristisch zu sein schim>en. Tompson erklärte, die Entschließung, die tem Hause vorliege, fordere auf. einen Grundsatz zu bekräftigen, ter tatsächlich auf Geltendmachung eines Einmächte standards hinauslausen würde. Es werde nichts anderes vorgeschlagen als ein Rüstungswettlauf mit Frankreich. Man betone die Schwäche Großbritanniens in der Luft, als ob die Qlrbeiterregierung dafür verantwortlich sei. Der Plan für den Hei« matschutz. der von ter Koalitionsregierung im Jahre 1922 begonnen wurde und von der letzte.1 konservativen Reg'erung ausgedehnt worden sei, werte in der bis he eigen Weise fortgesetzt werden. Der Antrag Lvndonderry wurde intesse.1 hierauf trotzdem angenommen. Die belgische Kabinettskrise. Brüssel, 5. Mär-. (Havas.) Der König hat den belgischen Sachverständigen tn Paris, Baron Goutant, empfangen. Dieser hat eS abgelehnt, die Reubildmrg tes Kabinetts zu üter- nehmcin. Die Sozialdemokraten haben erklärt, der Könia würde seine verfassungsmäßigen Kompetenzen überschreiten, wenn er nicht zunächst ten Versuch mache, die Regierung mit derjenigen Mehrheit zu bilden, die bei ter Abst mmung vom 27. Februar zustandegekommen ist. Eine Wieter- aufft'ischung der alten Koalition und ter alten Regierung nach tem Mißerfolg tes Gesetzentwurfes über ten Achtstundentag und ter Ablehimng des französisch-belgischen Wlrtscha.tZabcommens sei unzulässig Die Sozialiften rerlan^en für eine eventuelle Beteiligung an ter Koaliti-ons- regierung bis zu den Wahlen Etnstellung ter militärischen D setzungspolitik, Kampf gezen die Teuerung, freundschaftliche Regelung ter Reparationsfrage. Das Duell der Parlamentarier. Berlin, 5. März. (Priv>Tel.) Zu ter Duellforderung ter drei deutschvolkischen Reichs- tagsabgeordneten an ten Volks parteilichen Abgeordneten Dr. Cremer erfährt die „Boss. Ztg." aus volksparteilichen Kreien, daß Dr. Cremer seine im Reichstag gemachte Bemerkung, die Deutschvölkifchen seien Hl>cheerräter, außerhalb des Reichstages tn ter Oefssntllchkeit wiederholen werte, um damit ten drei Abgeordneten die Möglichkeit zu geben, sich durch eine De lei- digungsklage vor Gericht von ter Beschuldigung des Hochverrats zu reinigen. Dr. Cremer soll tem Kartellträger erklärt haben, er lehne die Annahme ter Forderung ab. Der Ghren- kotex käme für ihn nicht in Frage, da ec wetey einem militärischen noch einem stutentischen Verband angehore. Die Mannheimer Brückensperre anfsiehoben. M a n n h e i m, 5. Mär^. (WTB.) Mit Wir» fung von heute ab ist die nächtliche Rhernbrücken- sperre, die tn tem Verkehr zwischen den beiten Schwestcrstädten Mannleim und Ludwigshafen als auherortentlich drückend empfunden Worten war und die viele Monate andauerte, aufgehoben worden. Kirchliche Nachrichten. Isr. ReligionSgemeindr. Gotlesd. i. Gemeindeh. Lonystr. 4. Samstag, den 8. März. Dorabd. 6.00, morg. 9.00, abds. 6.25 u. 7.05. — Isr. Religionö- gesellschast. Sabbatfeier den 8. Marz. Freitag abd. 5.50. Samstag vorm. 8.30, nachm. 3 30, Sabbatausg. 7.05. Wochengottesdienst: Morg. 7.00, abds. 5.30. und ü#1ut)tl08 21er*(H Qual., ausgewog., Pfd. <***^tvr Ss-F-Kafento Bohnenmischung, bester Ersatz für reinen Bohnenkaffee mit 40°/,> Kaffeebohnen Ü 4 Q '/«-Pfund-Paket mit 25% Kaffeebohnen Q '/^Pfund-Paket H mit 10*/ Kaffeebohnen QA Q '/»-Pfund-Paket SS-F-Malzkaffes garantiert echies Mal» « 26a 13^ S L F-Kakao garantiert rein K K Q '/r-Pfnnd-Paket ’■***'$ SSeF-TeeSL '.o-Pfd.-Pak. 60 und 46^ Deutsche kondensierte gezuckerte Voll milch D°„5(L gesucht vormittags 1—2 Stunden. ",7bue WilhclMr. 8 j. Schade 4 Füllgrade Babnbofstr. 26, Ludwigstr. 20 Walltorstr. 24, Franks. Str. so WkUkgWe giintr. Sauberes, ehrl. Mädchen für tagsüber gefnchl. Wcttcraaffe 7 017901 (Laden). Tüchtiges Mädchen für Küche und Hans zum 15. März Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Sohn, Bruder, Schwager und Schwiegersohn, den treusorgenden Vater seiner drei noch unmündigen Kinder, deren liebe Mutter ihm im Tod vor kurzer Zeit vorangegangen ist, HerrnKarl Ulm,Landwirt im 31. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Adam Ulm Familie Ph. Amend II. nebst allen Angehörigen. Aliendorf (Lahn), den 6. März 1924. 0IT9M Die Beerdigung findet Freitag,T.März, nachm. 21/? Uhr, statt. WenlllWs MW Wort otfuifil. I walltorstr. 5. klnättei ans guter Somme suche ich für meinen Vamensrisier- a. W. mit 2 Venen, zu vermieten okm» Selteröweg68a,II | Mietgesuche j 2 Zii» möbliert oder unmöbliert, m Küchcnbcnutznng K zeitgemäße ? gesucht. Schrift!. Angebote unter 1583V an den Gies;. Anz. erbeien. 2 nut möblierte Zimmer IHerren- u. Schlaf- zimmerl von jun iem Kaufmann z.l. Avril zu mieten gesucht. Schnitt. Angebote unter 017888 an den Gien. Anz. erbeten. | Wohnungstausch j WWL. 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