Ms p B! ' lli i-r-- hit Hh o S'&S , 2"CD ^^5 c?D 2 V-L-' »V3 9 Mil »2 2.5 9 ft "?- 5’^1 -M sMs" C’.gft Hdp sSaS 25ä rf&lm Iß» , rsw3jt 1 hBä| = ~C(IC OTS t?^5 5 E HC »ZVZH. 9*1« "xl?3 S?L-'S s-W ; ?a£g WZ ML IV ig übt Deutsche Offiz strrsbund hat dieses Ansinnen abgelehnt. wahrend der Rationalverband deutscher Offiziere nvch keinen Entschluß gefaßt hat. Es ist jedoch zu erwarten, daß er sich in den nächsten Tagen gegen das Vorgehen der bayerischen Generäle aussprechen wird. General von Nathusius im Metzer Militärgefängnis. Paris, 5. Rov. (TU ) General v Rtthu- iius ist, wie der „Petit Parisien" meldet, i m Metzer Militärgefängnis eingesperrt worden. U ber die De.Häftling bei Generals gibt eine Havasnote folgende Einzelheiten: General v. Rathus.us war am Samstrq um 4 Uhr nachmittags in Begleitung s.i'e Gal'.in auf dem Bahnhof in Farbach eingetrofsea. Sin Pclizeiinspektor erkannte ihn sofort und nahm ihn nach Einholung von Instruktionen aus St.aß- burg in Hast. Rathusius fei, so wird in der Bote behaupte, in Forbach mit aller gebührenden 2lch- . tung behandelt worden. — Aach einer Meldung der Information ist der deutsche Botschafter wegen der Verhaftung des Generals Die geplante SLeuerermähigung. Berlin, 4. Rov. (Priv.-Tel.) Die von der Reichsregierung geplanten Steuerermähigangen für das Steuerjahr 1924 umfassen nach unserer In- fvt-mation folgende Gebiete: 1. Ermäßigung der Umsatzsteuer von 2 auf li,2 Prvz. vom 1. Ianuar 1925 ab. 2. Ermäßigung der Luxus st euer von 15 auf 10 Prvz. 3 Ermäßigung der Einkommensteuer- Vorauszahlungen der Landwirtschaft, des Handels und der Gewerbe um ein Viertel. Die ..Welt am Sonntag" veröffentlicht folgende Meldung: General Ludendorff nahestehende hohe Kreise haben sich an den national- verband deutscher Offiziere und den Deutschen Offiziersbund mit der' Ditte gewandt, die beiden Verbände möchten sich durch eine SolidaritätserLärung mit dem General Ludendorff gegen die Achterklärung der bayerischen Generale wenden. Der Coolibge gesichert. einigen wird. Sollte es ihm gelingen, in allen bis jetzt noch zweifelhaften ötaa.en den Siez davonzutragen, dann wäre der crbilterste Kamps im bevorstehenden Kongreß zu erwarten. Aber selbst die optimistischsten Freunde Laso- lettes glauben an einen derartigen Erfolg nicht mehr. Wesentlich günstiger als bei der Präsidentenwahl stehen für Lafolette die Aussichten bei den Kongreßwahlen. Selbst die Demokraten rechnen damit, daß Lafolette bei den Kongrehwahlen Coolidge das Gleichgewicht halten könnte. Für den Kongreß kandidieren auf 435 Sitze nicht weniger als 1000 Kandidaten. In einzelnen Staaten stehen sich fünf verschiedene Parteien im Wahlkampf gegenüber. Man erwartete noch für gestern abend die Bekanntgabe eines vorläufigen Wahl- ergebnistes. In Chicago kam es vor einem Wahllokal zu Tumulten. Ein Auto explodierte. Ein Mann wurde getötet. Aufgeregte Demonstranten zerstörten die Wahlurne. Der Wahlschutz. Reuyork, 5. Rov. (TU.) Zur Verhinderung von Unruhen während der Präsidentschafts- Wahlen wurden außerordentliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen, besonders in den Gegenden, wo Auf stände des „Klu-Klu Klan" geplant waren. In Losvegas wurde der Belagerungszustand verhängt. In Chicago waren 4500 Soldaten aufgeboten. Die Kosten der amerikanischen Wahlkampagne. Aeuhvrk, 5. Vov. (TU.) „Chicago Tribüne" bringt eine ziffernmäßige Aufstellung über die Kosten deS Wahlfeldzuges. Darnach verausgabten die Republikaner insgesamt 3 742 000 Dollar, die Demokraten 552 000 Dollar und die Pr og res s i sten 171 000 Dollar. Die angeführten Ziffern wurden von einem Komitee ermittelt, das auf ausdrücklichen Wunsch Lafollettes hierzu gebildet wurde. Der Separatistenhäuptling Matthes unter französischem Schutz. Düsseldorf, 5. Rov. (TU.) Da infolge des Londvrrer Abkommens di: Gerichtsbar- kei t im besetzten Gebiet wieder in deutsche Hände über gegangen ist, sollte von den deutschen Behörden ein Ha ftbe fehl gegen den Separatrstenhäuplling Matthes «früher Redakteur des Frankfurter Ska idalblattes „Die Fackel") vollstreckt werden, weil er vom Amtsgericht in Würzburg rechtskräftig zu einer Gefängnisstrafe wegen Beamten beleidig u ng verurteilt worden war. Die Besatzungsbehörde hat sich jedoch vorbehal ei, daß sie von der Vollstreckung von Haftbefehlen in Kenntnisgesetzt würde. Als der zuständige General von diesem Haftbefehl Kenntnis nahm, versagte er bis auf weiteres seine Einwilligung zu der Festnahme sowie zur Abführung des Matthes in das Würzburger Gsfcmanis. 4. Erhöhung des steuerfreien Betrags bei der Lohnsteuer von 600 auf 720 Mk. Wie wir hören, sind die Finanzmini ster der Länder für den 7. Rovember zu einer weiteren Besprechung der Frage der Steuerermäßigungen nach Berlin geladen worden. Es ist anzunehmen, daß dabei auch die am 1. Rovember erlassene Verordnung des Herrn Reichspräsidenten über die Aufnahme von Auslandskrediten durch Länder und Gemeinden Gegenstand der Erörterung bilden wird. ' -- Drohender Lohnstreik in Rheinland- Westfalen. Berlin, 5. Rov. Der „Lokalanz." meldet aus Esten. Gestern fand in sämtlichen Kommunalbetrieben Rheinlands und Westfalens eine Urabstimnnrng für oder gegen den Streik statt. Die bis 5 llhr nachmittags vorliegenden Teilergebniste tauten mit Reunzehntelmehrheit f ü r den Streik. Ludendorff. Der unglückselige Zwist zwischen dem General Ludendorff und dem bayerischen Kronprinzen Rupprecht, der übrigens unmittelbar vor seiner 'Beilegung stand, hat durch das Eingreifen der ehemaligen bayerischen Generale eine für Ludendorff höchst unerwünschte Wendung genommen. Es ist tief zu bedauern, daß em Mann, wie Ludendorfs, dessen Ringen um die nationale Freiheit des deutschen D>lkes ihm hoch angerechnet werden muß, heute vm der bayerischen Generalität in Acht und Bann getan ist, und morgen unmöglich München auf immer verlassen muß. Er s elbst trägt aber die allergrößte Schuld an dieser Wendung. Schon 1918 mußte er erkennen, daß seine Versuche, sich auf politischem Gebiete zu betätigen, mit einem Mißerfolg endeten. Immer wieder wagte er sich auf das Glatteis der Politik, zuletzt lieh er sich sogar noch in den Reichstag wählen, das große Ziel, das er sich gesteckt hatte, erreichte er aber doch nicht. Ietzt trägt er sich mit der Absicht, den Stoß der bayerischen Generalität mit einem Gegenstoß zu beantworten. Vorläufig ist seine Position zwar noch einigermaßen sicher, der Völkische Block steht noch hmter ihm, aber die nächste Zukunft kann schon allerlei ilcbcr- raschungen bringen, so daß es für ihn und vor allem für seinen 71 amen besser wäre, er würde sich endgültig aus dem politischen Leben z u - rückziehen. Ein Mann, wie General Ludendorff, von dem das gesamte feindlii^ Ausland während des Krieges und noch lange danach mit Hochachtung sprach, ist es sich selbst schul- d i g, politische Zänkereien und Streitigkeiten anderen zu überlassen und seinen Ramm, an den sich für das deutsche Doll die bedeutendsten historischen Erinnerungen knüpfen, sauber zu hallen. unter Führung LettowVorbcck . reiht sich dieser erste Erfolg deutsche m Ostafrika an die Ruhmestaten voi . Skagerrak. Tannenberg z.igie e i) . . i legene Kriegskunst auch b : de« ch e lonialsoldat en über den un le |i Tanga. Dor zehn Iahren, am 4. Rovomb-r 1914, hellte ein überrasche ... weißer und farbiger englischem S l>ne ai den tapferen Widerstand von nit g.-„ z 1 ?00 a - > deutscher Kolonialtruppen und i che . rin r Die Mehrheit für Reuhork, 5. Hob. (TU.) Am 5.25 Ahr bot. mitt. m. Z. hatten sich die Republikaner (Coolidge) 311, die Demokraten (Dabis> (157), und die Pro- gressisten (Lasollette) 17 Wahlstimmen des Wahl. kvllegiumS gesichert. Somit ist ein glatter Sieg CoolidgeS zu erwarten, wenn auch aus 6 Staaten die Ergebnisse nvch auSstehen. Gröhe Mehrheit für Coolidge in Neuyork und den östlichen Staaten. ^Neuyork, 5. Rov. ($.11.) Die bis 1.40 Ahr lRiEZ.) aus dem Staate Reuyork vorliegenden Ergebnisse ergeben für Coolidge gegenüber Davis eine Mehrheit tm Verhältnis von 3:1. Am schwächsten steht Lafollette. In Reuyork City dastegen hat Davis bisher bessere Erfolge zu verzeichnen als Coolidge. Der größte Teil der östlichen Staaten hat sich für Coolidge ent- 14>ieben. Die Lage im Süden rst noch ungeklärt ^ie wenigen aas den Heineren Wahlkreisen m Louisiana vorliegenden Ergchmr fe sp rechen für Da- vrs. Aus den Ergebnissen, die bisher aus den Staaten Ma rh la n d, Ma s s a ch u s e t ts, Ca n- s a s und Illinois bekannt geworden sind geht hervor, daß Coolidge dort die größten Erfolge zu verzeichnen hat. Der Wahltag. Reuyork. 5. Rov. (TA.) Der gestrige Wahltag war von schönstem Wetter begünstigt. Die Stadt ist durch auf- und abströmende Men- schenmengan außerordentlich belebt. Seit den frühesten Morgenstunden ist das Wahlgeschäft im Gange. Auch heute suchen viele demokratische Redner Etirnmen für ihre Partei zu gewinnen. Dor allen Dingen sammeln sich Menschenmengen an, die auf die ersten Wahlresullate warten. Coolidge erledigte heute wie gtewöhn- lich die Regierungsgeschafle. In den republikanischen und demokratischen Zeitungen ist nach wie vor Hauptgegenstand der Auseinandei-setzun- gen wieviel Stimmen Lafolette auf sich ber- Bayern und Reich. Die Anslandskredite der Länder und Gemeinden. München, 4. Rov. (WTD.) Wie vertäutet, beschäftigte sich der bayerische Ministerrat in feiner gestrigen Sitzung mit der Verordnung des Reichspräsidenten über die Aufnahme von AaslandSkreditenfür die Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände vorn 1. Rovember. die aus Gruird des Art. 48 Abs. 2 der Verfassung des Deutschen Reiches erlassen wurde, eingehend. Die bayerische Regierung nahm zu der Verordnung eine ablehnende Stellung ein und verlangt ihre rasche Aufhebung. Der Zweck, der durch diese Verordnung erreicht werden soll, könne nach der Auffassung der bayerischen Regierung auch durch eine freie Vereinbarung unter den Ländern und zwischen den Ländern und der Reichsregierung erreicht werden. Weiter beschäftigte sich der bayerische Ministerrat mit dem vom Reichsernährungsminister airögearbetteten Gesetzentwurf über die Rentenbankkreditanstalt. Dieser Gesetzentwurf wird von der bayerischen Regierung aus grundsätzlichen politischen und wirtschaftlichen Gründen abgelehnt. Reichstagskandidaten der D. V. P. Der Wahlkreis Mecklenburg-Lübeck stellte an erster Stelle Dr. Seite auf. Hauptgeschäfts uhrer des deutschen Textil-Cinzelhandels. Der Wahlkreis Magdeburg-Anhalt stellte an erster Stelle Dr. Kulenkampff auf. Der vierte Wahlkreis (nördliches Berlin und Regierungsbezirk Potsdam) nominierte an erster Stelle für den Reichstag Gouverneur a. D. Dr. Schnee. In Baden kandidiert wieder Dr. C u r t i u s an erster Stelle. Dr. Hummel Spitzenkandidat in Halle-Merseburg. Halle, 5. Rov. (TA.) Die Demokratische Partei des Wahlkreises Halle-Merseburg hat für den Reichstag als Spitzenkandidaten an Stelle des zurückgetretenen Postrats Delius den ehemaligen badischen Ministerpräsidenten Dr. Hummel, Mitglied der Verwaltung der Badischen Anilin- und ©obafabrif, aufgestellt. Austritte aus der Deutschen Demokratischen Partei. 3 en a, 5. Rod. CS. 11.) Aus ber Demokratischen Partei Thüringens sind Dr. h. c. Frll- mann, Präsident der Thüringischen Handelskammer und Dr. Prager. 2. Vorsitzender der Ortsgruppe Iena der Demokratischen Partei, ausgetreten. Wie verlautet, wlll sich Dr. h. c. Fill- mann ber Deuts che n Dolkspartei anschließen. Rach einer Meldung der „Köln. Ztg." ist die Ortsgruppe Stolberg der Demokratischen Partei geschloffen zur Deutschen Vollspariei übergetreten. Zwischen ber R e i chs r egier u n g und »Bayern scheint ein neuer Konflikt aus- gebrochen zu fein, jedenfalls veröffentlicht dis of- liziesle Bayerische Telegraphen-Agentur einen Bericht über die Beschlüsse des letzten bayerrschen Kabinettsrats, ber in feiner ganzen Tonart eine >außerordentliche Gereiztheit erkennen läßt und dem Reichspräsidenten nichts weniger als einen Mißbrauch des Artikels 48 ber Reichöverfafsung vorwirft. Daß nebenbei der vom lEmährungsminister ausgearbeitete Entwurf über eine Rentenbank-Kreditanstalt abge- Fehnt wurde, darüber kann man Hinwegsehen, laber die Tatsache, daß derartige Entwürfe von ■einer e i n z e l st aa t l i che n ‘Regierung abgelehnt .werden, wird sonst nicht in dieser Form veröfsent- «licht, auch das jedenfalls ein Beweis, daß München starte kriegerische Reigungen gegen die Reichsregierung besitzt. Der eigentliche Anlaß ist die Rotveroidnung deS Reichspräsidenten, die em Kontrollrecht über die Aufnahme von Aus- landstrediten durch Länder, Gemeinden und Gemeindeverbänden in Anspruch nimmt. Daß sie sachlich berechtigt ist, darüber tmrb auch die bayerische Regierung nicht streiten wollen, der Gesichtspunkt. von dem der Reichssinanzmrnister bei Dieser Verordnung ausging. war der, daß ver- münftigei weise jeder Pfennig, der aus dem Auslände nach Deutschland hereingeholt wird und doch immer in seiner Verzinsung eine De l a st u n g unserer Währung darstellt, zu produktiven Anlagen ausgenuht werden muß, daß man eS nicht einzelnen Mitgliedern desReiches über taff en kann, Gell» zu pumpen, wann und wie sie wollen, auf die Gefahr bin, daß die uns zur Verfüg-..ng stehenden Mittel zur Verzinsung all dieser Anleihen verzettelt werden. Aber man fühlt । sich in München offenbar über die Form verletzt und glaubt, daß dasselbe Ergebnis hätte erzielt werden können durch eine freie Verftändi- gung unter den Ländern und derReichsregierung. Das ist gewiß richtig, wir haben bisher auch als selbstverständlich angenommen, daß die Reichsregierung. ehe sie diese Verordnung erließ, sich mit den Bundesstaaten in Verbindung fetzte. Ob das geschehen ist, haben wir nicht feststellen können, das Münchener Echo scheint aber dafür zu sprechen, daß ein solcher Versuch nicht gemacht ist. daß man vielmehr einfach die Länder mit dieser Rotverordnung überfallen hat. Das wäre in der Tat außerordentlich ungeschickt gerade Bayern gegenüber. Das Kabinett leidet sehr stark unter der unseligen Erbschaft, die Herw -Dr. Wirth zurückgelassen hat, der durch seine plumpe Methode Süddeutschland gegenüber die Bayern verärgerte und eine Stimmung der Empfindlichkeit schuf, die nur durch sehr pflegliche Behandlung wieder beseitigt werden kann. Bei dem bayerischen Ministerpräsidenten Heldt ist ganz zweifellos Reigung vorhanden gewesen, und bisher ist ja auch mancherlei geschel-en, um die Temperaturunterschiede zwischen München und Berlin auszugleichen. Ein einziger solcher Fall aber genügt, damit alles wieder vernichtet wurde, was im letzten Iah re aufgebaut ist. Deshalb ist es vollständig unbegreiflich, wie ein derartiger Konflikt entstehen konnte, der bei gutem Willen auf beiden Seiten sich sehr leicht hätte vermeiden lassen. Den Erfolg davon bat nur ein kleinlicher Partikularismus. den großzuzüchten das Reich die allergeringste Veranlassung hat. Wir wollen daher auch hoffen, daß von Berlin aus sofort alle Hebel in Bewegung aeseht werden, um das Mißverständnis — um mehr wird es sich hoffentlich nicht handeln — aus der Welt zu schassen und die Bayern zu beruhigen. und besser bewaffneten cngtitie.i Sem? I . Ltolz denkt das deutsche Voll heu', a • di e en Waffengang zurück, aber auch veiler St.n.r;. da es der Erfolge ftinei jabn hn.e nqc ■ I l n i- len Arbeit beraubt ist Doch alle > -ei, die heute aus den ehemalige, l-e.^i chvi Kolo.iieü zu und gelangen, lassen erke.ine.l d ; di -e lege r nicht fähig sind, die blüh n.e; d.u • Kolonien auf ihrer alten Höhe • i, -cken. Was wir erfahren. klingt trostlos q u] u t I in den ehemaligen deutschen M 'v.i ci : : * Bitterkeit aufsteigen Mehr als c uel । > che Stimme liegt vor. die die hohen, '"io •. i[e i F ißi leiten des deutschen Siedlers anerien.it. »i h.- als einen Beweis haben wir von der u betragenden Bedeut ung des deutschen K o l o n i st e n f ü r d e n s ch w a r z - n J i blei! Wir können es daher nur aw d Z idigste begrüßen, daß die Reichsregie, u g c ■ , i t r absäumte, an den Eintritt in d.u Belle b u n d die Bedingung kolonialer Betätigung und der Rückgabe des ehemaligen afrikanischen Besitzt u »> s knüpfte. Richt ruhen und rasten darf de»^ (bolbpfennig, PlatzvorschristLO , Aust schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friede Äsilh Lange: für ten übrigen Teil: Ernst Bluinschein.süi den Anzc.aenteil Vesl, sämtlich in Gießen. I t>. MahuskuS geltem bet ber französischen Regierung vorstellig geworden. Frankeichs Verstöße gegen dar deutsche Luftverkehrsgesetz. Obwohl ein deutsches Gesetz besteht, Las fremden Flugzeugen das Lieberfliegen deutschen Ho- hntsgebietes untersagt und auch die Regierungen der Nachbarstaaten von diesem Gesetz unterrichtet worden sind, überqueren französische Flugzeuge aus ihrem Weg von Frankreich nach Rumänien oder umgekehrt nach wie vor deutsches Gebiet. Zwölf Flugzeuge haben nach und nach in Süddeutschlcrnd notlanden müssen und sind beschlagnahmt worden. De Rotlandung eines dräzrhilen französichen Flugzeuges bei Stuttgart hat dem „Ring der F l i e - ge r" Veranlassung gegeben, die Oeffentlichkeit auf die ununterbrochenen Verstöße Frankreichs gegen die deutschen Ge ehe aufmerksam zu matzen unb die Regierung zur Wahrung der deutschen Rechte aufzufordern. Es ist allerdings höchste Zeit, daß die Reichsregierung sich entschließt, in energischer und eindeutiger Weise in Paris darauf hinzuweisen, daß sie in Zukunft französische Flugzeuge, sofern sie weite.chin deutsches Hoheitsgebiet überfliegen, abschießen und die Flugzeugführer gemäß den ge.etzlichen Bestimmungen b e st r a f e n lassen wird. Die französische Regierung weiß übrigens sehr genau, Laß sie sich im Llnrecht befindet, sie hat es bisher jedenfalls unterlassen, die Herausgabe der beschlagnahmten Flugzeuge zu fordern, da sie sich doch nur eine Abfuhr geholt hatte. Mit dem Ansehen und der Gröhe des Deutschen Reiches verträgt cs sich aber nicht, wenn die grobe Verletzung deutscher gesetzlicher Bestimmungen weiterhin stillschweigend geduldet wird. Die französisch-russischen Beziehungen. Paris, 5. Rov. (SU.) Rakowsky, der Londoner Geschäftsträger der Sowjetregierung, ist gestern in Begleitung eines Sekretärs in Paris eingetroffen, um mit den dortigen offiziellen Kreisen Fühlung zu nehmen. Er hatte gestern abend eine Unterredung mit Herriot. Rach dem offiziellen Communiquö ist Iean Herbette zum Dvt schafter Frankreichs in Moskau ernannt worden. Zum Gesandten der Sowjetregierung in Paris wurde Krassin ernannt. Die französisch-russische Konferenz wird am 10. Januar in Paris beginnen. Die Räumung der Düsseldorfer Schulen. Düsseldorf, 5. Rov. (SU.) Sn bei? Lenneschule war bisher eine französische Schule unter gebracht. Die Besatzung hat die Räumung dieser Schule für die nächsten Tage in Aussicht gestellt. Don der Stadtverwaltung wird gefordert, daß sie für den Direktor eine neue Wohnung beschafft. Die Louisen- schule wurde ebenfalls geräumt. Sie ist von der Besatzung in einem beklagenswerten Zustand zurückgelassen worden. Der neue Oberbürgermeister von Essen. • Essen, 5. Rov. (SU.) Zwei Mitglieder der hiesigen Stadtverordnetenversammlung sind beim Reichsarbeitsminister vorstellig geworden, um ein früheres Ausscheiden des Staatssekretärs Tracht aus seinem Amte zu erwirken. Bracht dürfte, wie die „Selunivn" erfährt, bereits im Januar seinen Posten als Oberbürgermeister von Essen antreten. DerMckitrittMacdoncrlds Baldwin mit der Kabinettsbildung beauftragt. London, 5. Rov. (SU.) Das Kabinett Macdonald hat gestern seine letzte Sitzung abgehalten. Eine große Menschenmenge hatte sich in der Downingstreet eingefunden und begrüßte die Minister mit lauten Zurufen. Macdonald ist dann um 4.30 Uhr vom König empfangen worden, den et um die Entlassung der Arbeiterregierung bat. Der Empfang währte eine Stunde. Um 6.30 Uhr wurde Baldwin vom König empfangen und mit der Bildung der neuen Regierung beauftragt. „Simes" schreibt, es sei wahrscheinlich, daß der Zusammentritt des neuen Parlamentes um eine Woche, d. h. bis zum 25. Ro° vember verschoben wird und die feierliche Eröffnung am 1. oder 2. Dezember stattfinden werde. Der Parlaments-Berichterstatter des „Daily Expreß" schreibt, der Kabinettsausschuh habe festgestellt, daß der S in owj ewbr ie f durch den auswärtigen Geheimdienst ermittelt wurde, der nicht befragt werden dürfe, wie und durch wen eine Mitteilung erzielt worden sei. Die Methode, mittels der dieser Geheimdienst seine Arbeiten durchführe, würde mit äußerster Geheimhaltung behandelt und nickst einmal das Kabinett könne irgendwelche Einze Hüter erhalten, da eine Enthüllung über die Verschaffung des Dokuments einem Beamten im Auslande das Leben kosten könne. Eine italienische Siegesfeier. Rom, 5. Rov. (SU.) Bei sonnigem Herbstwetter feierte gestern Rom zur Erinnerung an den Siegvon Benedo, der nach italienischer Auffassung den Weltkrieg entschieden haben soll, ein großes Siegesfest. Die Stadt war reich beflaggt und auch die entferntesten Dörfer und Städte hatten Fahnenschmuck angelegt. Am Vormittag legte der König in Begleitung der Königin und des Kronprinzen einen Kranz an der Gruft deS unbekannten Soldaten und auf den Stufen des Rationaldenkmals nieder. Um 9 Uhr fand ein feierliches Requiem für die Gefallenen statt, an dem der König, die Königin und der Kronprinz sowie die gesamte Hofgefolgschaft teilnahmen. Ferner waren erschie- ten die Spitzen des H e e r e s und der M a r i n e , tzer Ministerpräsident mit sämtlichen Mi- listern, Abgeordneten des Senats und der Kammer, und das d i p l o m a t i s ch e K orp s. Nach der kirchlichen Feier begab sich Mussolini tut dem Marschall Diah und dem Großadmiral Lhaen de Revel nach dem Rationaldenkmal inÖ legte dort ebenfalls einen Kranz nieder. Am Vachmittag besichtigte der König mit militärischem Gefolge und in Begleitung Mussolinis den großen i Flugplatz von Centocelle und die dortige Luft- I lotte. — Die sonst in den verschiedensten Verbänden organisierten Kriegsteilnehmer hatten ich für diesen Sag geeinigt. Bei Einbruch der Dunkelheit wurden alle öffentlichen Gebäude und die meisten Privathäuser festlich erleuchtet. Am Abend fand im Augusteum eine große patriotische Feier statt, an der auch Mussolini teilnahm. Die Festrede hielt der faszistische Abgeordnete Paolucci, der als Marineoffizier sich bet der Versenkung des österreichischen „Dreadnought ausgezeichnet hatte. Die Opiumkonserenz in Gens» Genf, 5. Rov. (SU.) 3n der gestrigen Dormittagssitzung beschäftigte sich die Optum- konserenz mit dec Aufstellung eines Programmes ür ihre Arbeiten. Es soll über das Rauchen von Opium in den europäischen Staaten und über den Anbau von M o h n sowie über das Opiumrauchen in China verhandelt werden Die Konferenz beschloß, diese Fragen getrennt nebeneinander zu behandeln. — Der Gouverneur der japanischen.Insel Formosa erklätte seinen Kampf gegen das Opiumrauchen, das Einziehen der Rauchlizenzen und durch das Rauchverbot ür Minderjährige. Die Waffenruhe in China. Peking, 4. Rov. (WTD) Präsident Ssgo-Kun hat dem Kabinett seinen Rücktritt mitgeteilt. Die Geschäfte führt ein Kabinett, das von H u a n g - F u, dem bisherigen Unterrichtsminister unter Beteiligung eines Anhängers der Kuomintang und zweier Mukdm- leute gebildet wurde. Huang-Fu übernahm selbst das Präsidium, das Verkehrs- und das «unter- richtsministerium. Wangk ist Außenminister und Finanzminister. Kriegsminister ist General Li- Schu-chang. Die Mukdenleute, deren Ramen noch unbekannt sind, haben ihr Amt noch nicht angetreten. An der Schanhaikwanfront sind die Tschilitruppen zusammengebrochen, teils nach Sientsin abgezogen und teils gefangen genommen worden. Wu Pei-fu ist noch in Sientsin, verliert aber allmählich allen Anhang. Es schweben zur Zeit Verhandlungen, über deren Ausgang noch nichts Bestimmtes verlautet. Dr. Sun Batsen, der Präsident von Südchina (Ranking) hat dem General Feng mitteilen lassen, daß er bereit sei, an der Friedenskonferenz in Peking teilzunehmen, deren Ziel die Wiedervereinigung Chinas ist. Der brasilianische Aufstand. Paris, 5. Rrv. (WB. Funk pruch.) Hav§s Verbreitet eine amtliche Meldung dec bras I'.on-;- schen Regierung aus Rio de Janeiro, nach der der Marineminister den Ober befehl ü:cr das regierungstreue Geschwader übernommen frit, um den Aus stand rasch unterdrücken zu können. Wie weiter berichtet wird, ist der Kreuzer „Sao Pool o“ mit unbekanntem Ziel ausgelaufen. Die Mannschaft des Torpedobootes „Zoya-z", dis auch gemeutert haben soll, soll sichergeben haben. Lehrerinnen-Abbau in Hessen. Fräulein Maria Birnbaum bittet uns um Aufnahme folgender Zeilen: Die in der Rr. 259 des „G.eßener Anzeigers' vom 3. R v. 1924 enthaltenen Ausführungen der „Rationalliberalen Korrespondenz" entsprechen in ihrem letzten Absatz insofern nicht mehr den Tatsachen, als erfreulicherweise inzwischen eine Revision der betreffenden Fälle stattgesunden hat und ein Seil der abgebauten Lehrerinnen wieder eingestellt worden ist. Maria Birnbaum, M. d. L. Aus aller Wett. BomNcichsbund der höhcrenBeamten. Berlin, 4. Rov. (Wolff.) 3n Dresden fand eine Tagung des Reichsbundss der höheren Beamten statt. An dem vorangehenden Empfangsabend nahmen u. a. der Fraktionsführer der Deutschen Dolkspartei Scholz als Vorsitzender des Reichsbundes, der Oberbürgermeister von Dresden und der Chef der sächsischen Staatskanzlei, Geheimrat Schulze, teil. Die Tagung beschäftigte sich neben organisatorischen Fragen mit der gegenwärtigen Besvldungslage. Es wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in der der Reichsbund eine beschleunigte Erhöhung d e r D e z ü g e für erforde.lich hält. Gleichzeitig wurde die Wiedereinführung der Vier- teliahrszahlungen gefordert. Ehrung eines deutschen Kardinals. Rom, 4. Rov. (WTB.) Heute vormittag findet in Gegenwart des P a p st e s im vatikanischen Museum eine Feier statt, um den 80. Geburtstag des Kardinals Ehr le zu begehen. Der Papst selbst ordnete die außerordentliche Feier zu Ehren des gelehrten Kardinals an. Er wird bei dieser Gelegenheit eine Rede halten und ihm auch die fünf Bände Miscellanes überreichen, zu der Gelehrte aller Rationen Beiträge äu Ehren des Kardinals lieferten. Der Kardinal ist der Sohn eines Arztes, trat 1861 in Gorheim bei Sigmaringen in den 3esuitenorden ein, ging nach der Ausweisung des Ordens aus Deutschland nach England und 1880 nach Rom, wo er 1895 von Leo XIII. zum Präfekten der vatikanischen Bibliothek ernannt wurde. Der jetzige Papst, damalige Kardinal Ratti, wurde sein Rachfolger. Rach Eintritt Italiens in den Krieg ging Ehrle nach München und kehrte erst 1918 nach Rom zurück. Zum Eisenbahnunglück auf der Strecke Liverpool-Glasgow. London, 5. Rov. (Sil.) Rach den neuesten Meldungen beträgt die Zahl der Toten 13 und die der Verwundeten 36. Ar der iln- glücksstätte sind 300 Mann mit den Räumungsarbeiten beschäftigt. Der König hat den Verwandten der Eisenbah ibeamten und den Hinterbliebenen sein Beileid ausgedrückt. Wettervoraussage. Rachtfrost, tagsüber aufheiternd und milde, trocken. Die Hochdruckweiterlage hat sich im Laufe des gestrigen Tages gefestigt. Tagsüber trat in unserem Bezirk allmählich völlige Aufheiterung ein, die nachts starke Wärmeausstrahlungen und damit starken Temperaturfall bedingte, die Minima lagen durchweg unter Rull Inzwischen hat | sich ein Hochdruckzentrum üb r Mitteldeutschland geb ldet, während die nördlichen und südlichen Tiefdruckstörungen unsere Witterung nicht beeinflussen. Aus Stadt uns uand. G iehen, den 5. Rovember 1924. Klavier, Grammophon oder Radio? In der Fabel streiten die Tiere darum, welchem von ihnen das alleinige Recht zukomme. König der Tiere genannt zu werden. Iedes von ihnen weiß Vorzüge anzuführen, so daß es m der Tat schwer ist, zu sagen, wem die Palme zuzusprechen ist. An diese Fabel muhte ich denken, als ich kürzlich vor die Wahl gestelli war, ein Musikinstrument anzuschaffen. Meine Entscheidung wurde um so schwerer, als ich die drei ^mtru» mente, die hierbei nur in Frage kamen, das Klavier, das Grammophon und den Radiofunkapparat, aufforderte, mir selbst von ihren Vorzügen zu berichten: „Rirnrn mich!" sagte das Klavier, „ich erfreue mich seit alters hoher Beliebtheit in vielen Hausern. Zu jeder Zeit kannst du mich meistern. Ernste und heitere Weisen, llassische Musik und die neuesten Schlager und Gassenhauer kannst du mir entlocken. Beethoven, Mozart und Wagner hätten nie die Höhe ihres künstlerischen ödjar- sens erreicht, wenn sie sich meiner nicht bedient hätten. Bist du traurig, so werde ich dich aufrichten, bist du fröhlich, so werde ich mit Dir jubeln. Für dein Heim bin ich ein Schmuckstück, und es gehört zum guten Ton, daß die Töchter des Hauses bei einem Meister der Tonkunst m die Schule gehen und . . Run, und . . .? „Kaufe mich!" drängte sich^mir das Grammophon mit seiner schnarrenden Stimme auf. „Wenn du mich kaufst, bist du der Mühe überhoben, erst Musikunterricht nehmen zu müssen, um nach langem vergeblichen Bemühen zu entdecken, daß in dir doch kein Virtuose verloren gegangen ist. Ich spiele dir gleich jedes Stück, das du wünscht, nicht einmal, nein zehnmal und vielmal. Du brauchst nach deinem Geschmack nur zu wählen und die Platten zu kaufen. Ein ganzes Orchester stelle ich dar. Opern und Konzertstücke mit großer Besetzung, Geigen Bratschen, Bässen, Posaunen, Flöten, Pauken und Trompeten kann ich dir bieten. Ich ersetze dir die berühmtesten Säng»r und Sängerinnen und unterhalte dich, wenn's dir beliebt, mit ernsten und heiteren Vorträgen. Dazu kommt, du kannst mich leicht mitnehmen und ich unterhalte die Gäste bei Geburtstags- und Hochzeitsfeiern." „Wähle mich!" schrie mich aufdringlich mit lauter Stimme der Radioapparat an. „Ich stelle eine der größten Errungenschaften der Reuzeit dar und bin ohne Konkurrenz. Alle meine Kollegen aus dem Reiche der Sone haben kein Recht, sich als Größen ersten Ranges hinstellen zu wollen. Sind sie doch angewiesen auf ihren Meister und fremde Erzeugnisse. Ich habe keine Saiten, keine Klaviatur, keine Platten, ich beanspruche keinen großen Raum und verursache nur geringe Kosten. Ich biete dir aus erster Hand Opern, Konzertstücke, Gesangsvorträge, die wichtigsten Ereignisse des Tages, Vorträge aus allen Wissensgebieten in der Form angenehmer Unterhaltung in deinem eigenen Heim. Ich muß. . . Ich bin das Un- | vermeidliche ..." So hörte ich wie von den Tieren in der Fabel die eigenen Vorzüge rühmen, die Rachteile aber verschwieg man mir wohlweislich. Ein sachliches Urteil konnte ich mir demgemäß nicht bilden und ich unterwarf mich daher demjenigen meiner besseren Ehehäslte, die mir kategorisch erklärte: „Ieder, der heute etwas sein will, muß eine Rundfunk- kiste haben. Was würden sonst unsereRach- b a r n sagen? . . Predi. * Bornotizen. . — Tageskalender für Mittwoch. Ctadttheater, Ix/2 Uhr: „Münchhausen". — Volkshochschule: Vorlesungen. — D. H. V., 8’/2 Kaufm Vereinshaus: Monatsversammlung. — R C Germania, 8V2 Uhr: Monatsversammlung im Vcr einslokal. — Schneider-Zwangsinnung. 8’i Uhr Gewerbeschule: Monatsversommlung. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die Märtyrerin". Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Frau Irene Triesch, die hier eine große Gemeinde hat, ist leider seit einer Reihe von Iahren unserer Stadt fern» geblieben. Es ist nun der Theaterleitung gelungen, die geniale Künstlerin zu einem Vortragsabend im Stadttheater am Dienstag, 11. Rov., zu verpflichten. Frau Triesch wird Stellen aus der Bibel, sowie aus den Werken Grethes. Schillers und Hölderlins vortrag n. Interessenten werden gut tun, sich beizeiten Plätze durch Vorbestellung zu sichern, da bei der großen Beliebtheit der Künstlerin mit flattern Andrang zu dem Abend zu rechnen ist. — Es sei darauf hingewiesen, daß die morgige Aufführung von Ibsens „Rordischer Heerfahrt" die letzte des Werkes ist. — Deutscher Bund für christlich- evang. Erziehung. Morgen abend Vor- trag. (Siehe Anzeige.) * ** Kreisausschuß-Sih un g. Arn Frei- tagtroim'ttag findet im Regierungsgebäude dahier eine öffentliche Sitzung des Kreisausschusses mit folgender Tagesordnung statt: Vergütung des Bürgermeisters und Besoldung der Gemeinke- beamten der Gemeinde Dillingen, bzw. der Gemeinden Dettenhausen, Burkhardsfelden und Lauter. ** Die Handwerkskammerkosten- Umlage ist jetzt endgültig festgesetzt worden. Man beachte die heutige DÄanntrnachung der Stadtverwaltung. ** Wilhelm Plank f. Gestern nachmittag wurde auf dem Reuen Friedhof dir sterbliche Hülle eines verdienten Gießener Bürgers, des früheren Gerbermeisters und Lederhändlers Wilhelm Plank, zur letzten Ruhe bestattet. Der Heimgegangene entstammte einer alteingesessenen Gießener Bürgerfamilie, die schon seit dem 17. Iahrhundert hier das Gerberhandwerk betreibt und immer ein gutes Stück bester Dürgertradition vertrat. Im Iahre 1887 gliederte er feiner Gerberei eine Leder Handlung an. Rach dem Kriege, im Iahre 1919, übergab er das Geschäft seinem Sohne. Durch das Vertrauen seiner Mitbürger wurde Wilhelm Plank im Iahre 1908 in die Stadtverordneten-Versammlung entsandt-, der er bis zum Iahre 1919 angehörte. Hier hat er sowohl im Plenum, wie auch in der Betriebs- und der ; Daudeputation stets mit Eifer zum Besten der j Stadt mitgearbeitet. Zahlreiche gemeinnützige Der- 1 eine zählten ihn zum Mttglied, und auch hier war er eine stets hochgeschätzte Persönlichkeit, deren aufrechtes und frohgemutes Wesen viele Bande der Freundschaft und Gefühle der Wertschätzung auslöste. Das stattliche Trauergefolge bei der gestrigen Bestattung war dafür ein sichtbarer 2ms druck. ” Bauamtmann R 01d T. Deute nachmittag wird der am Samstag plötzlich verstorbene städtische Dauamtmann Wilhelm R 0 l d auf b2m Reuen Friedhof zur letzten Ruhe bestattet. Rach- dem sich der nun Entschlafene zunächst durch praktische Tätigkeit auf die technische Laufbahn vorbereitet hatte, besuchte er die Kunstgewerbr- schule zu Kassel, sowie die Landes-Daugewerk- schule zu Darmstadt, legte später die Prüfung als mittlerer Daubeamter für Hessen ab und war dann in mehreren Bau- und Architektur- geschäften tätig. Hierauf trat er in den hessischen Staatsdienst über, wo er in Gießen bei dem Reu- bau des Phys.kalischen Instituts als Bauleiter beschäftigt war. Im Iahre 1930 wurde er von der Stadtverwaltung übernommen und fand hier bei den Reu- und Erweiterungsbauten des Elektrizitätswerks, dem Reub.iu der Höheren Mädchenschule und neuerdings bei der Errichtung von Wohnhausbauten reichlich Gelegenheit zur Entfaltung seiner Fähigkeiten als Baubeamter. Durch den jähen Tod hat sein arbe.tsreiches Leien einen frühen Abschluß gesunden. * * Dienstjubiläum. Morgen,-'Donnerstag, begeht Herr Aug. Spitz, Hammstraße 19 wohnhaft, f ein 25jähriges Dienstjubiläum als Angestellter der 2lllg. Ortskrankenkasse Giesen-Stadt. < Heimkehr der Reichsbahndirek t i 0 n Trier. Die infolge der Ruhrbesetzung seit etwa l3/< Iahren hier untergebrachte Reichsbahn» direktion Trier hat Gießen mit dem größten JSetl ihrer Beamten wieder verlassen und ist nach Trier zurückgekehrt. Von dem etwa 200 Köpfe zählender. Personal befinden sich ungefähr noch 40 hier, bte das Rückkehrer- und Wohlfahrtsbureau vorerst noch auf einige Wochen aufrechterhalten. Die Trierer Herren waren a)ährend ihres langen Hierseins mit den Gießener Verhältnisse,1 und der Einwohnerschaft mit der Zeit eng verbunden, so daß der 2lbfchied zum Teil ein recht schwerer war. Manch innige Freundschaft ist geschlossen worden, was bei dem munteren Wesen des Rheinländers und dem b.ederen Oberhessen nicht schwer gefallen ein mag Die aus Heimat und Beruf Verdrängten fanden auf diese Art in etwas Ersah für ihren Verlust, sie lomtten sich hier heimisch fühlen. Mit dem Weggang eines so großen Stabes von Beamten verliert Gießen, insbesondere die Geschäftswelt, jetzt wieder einen nicht geringen Wirt- schastsfaktor. Mögen die Trierer Gäste Gießen in freundlicher Erinnerung behalten. " Aenderung der Postkarten- große. Auf dem Postkongreß in Stockholm sind die Postvereinsländer übereingekommen, die im Weltpostverkehr für Postkarten bisher vorgesehenen Höchstmaße von 9 X 14 cm mit Wirkung vom 1. O/tober 1925 an heraufzusehen. Man hat sich auf die Höchstmaße von 10,5 X 15 cm geeinigt. Hieran ist aber die Verpflichtung geknüpft worden, die gleichen Höchstmaße auch für Postkarten des inneren Verkehrs der Länder festzusehen. Die bisher für den inneren deutschen Verkehr zugelassenen Postkarten mit den Höchstmaßen von 10,7 X 15,7 cm müssen daher abgeschasst werden. Der Aufbrauch der Bestände darf nur noch für eine gewisse Zeit gestattet werden. Mit der Vereinheitlichung dec Vordrucke werden alle Weiterungen beseitigt, die die Verwendung der für den inneren Verkehr zugelassenen Postkarten in der Größe von 10,7 X 15,7 cm im Verkehr mit dem Ausland häufig zur Folge hatte. Die Hersteller und Verbraucher von Postkarten werden gut tun, sich beizeiten auf die Steuerung einzurichten. Die amtlich ausgegebenen Postkarten werden in einiger Zeit, um die Einführung der genormten Papierformate zu fördern, in der Größe von 10,5 X 14,8 cm (Größe DIN A 6) hergestellt werden. Den Postkartenherstellern wird empfohlen, sich diesem Vorgehen anzuschliehen. ee Oeffentliche Bücherhalle. Im Oktober wurden 1500 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1055, Zeitschriften 88, Iugendschristen 97, Literaturgeschichte 4, Gedichte und Dramen 24, Länder« und Völker- kunde 86, Kulturgeschichte 12, Geschichte und Biographien 37, Kunstgeschichte 4, Raturwissenschaft und Technologie 48, Heer- und Seewesen 2, Hausund Landwirtschaft 8, Gesundheitslehre 4, Religion und Philosophie 15, Staatswissenschaft 3, Sprachwissenschaft 5, Fremdsprachliches 8 Bände. Aach auswärts kamen 13 Bände. ** Au s dem Gießener Standesamt s r e g i st e r. Es verstarben in der Zeit vom 16. bis 31. Oktober: 16. Oktober Emilie Berg, geb. Iost, 79 Iahre alt, Dismarckstvaße 26. Katharine Hainer, geb. Stoll, 70 Iahre alt, Ka- planeigasse 5. Paula Frielrng, Sortiererin. 22 Iahre alt, Reustadt 59. 18. Oft.: Oswald Kissel, 2 Monate alt, Asterweg 29. 22. Oft.: Elisabeth Erna Liebermann, 7 Monate alt, Moltkestr. 24. 23 Oft.: Philipp Dauer II., ohne Berus, 80 Iahre alt. Licher S.vaße 74. 24. Oft.: Susanna Tropp, geb. Ärmster, Witwe, 83 Iahe alt, Rodheimer Straße 6. 28. Oft: Karl Will, 4 Stunden alt, Steinstraße 30. 30. Oft.: Emilie Geller, geb. Köpper, Witwe, 67 Iahre alt, Wilhelmstoaße 47. 31. Oft: Katharine Klingelhöser, Geschäftsteilhaberin, 45 Iahre alt, Wettergasse 5. Anna Schumann, geb. Zahrt, Witwe, 53 Iahre altj Schottstraße 13. ** Markusgemeinde. Man berichtet uns: älnsere Gem-eindefeier am Sonntag war? aus allen Kreisen unserer Gemeinde so stark besucht, daß viele keinen Platz mehr fanden und wieder umkehren mußten. Auch von auswärts waren liebe Gäste gef^-mmen, viele Mitglieder der Frauenvereine Eberstadt und Treis a d. Lda. nahmen auf Einladung unseres FrauenverernS an der Feier teil. Schon vormittags um 11 Llhr hatte der Berkaus zum Besten unre- er Weihnachtshilfe begonnen, und als die Feier um 2 Mr ansing, war fast alles verkauft und manches sogar nachbestellt. Es war eine Freude, all dir sch'me i praktischen Dinge zu betrachten, welche der Markus- Fcauenverein in den letzten Mona'en an gemeinsamen Arb itSabmden aus den mannigfa- e t Materialien amgefcrttqt hatte, die ihm von Gemeindegliedern, besonders von un'eren Geschäftsleuten, geschenkt worben waren. In burt'c • Folge wechselten bei der Feier miteinander ab, Musikvorträge des Posaunenchvrs Großen--Du'eck, der unter verständnisvoller Lei ung von Pf r. Kalb- Henn und stud. f >r. Kalbhenn Vorzügliches darbot, gemeinsame Lieder, Deklamationen und Aufführungen der MäLchmvereini>,u-g, Reigen der Kinder. 3m Mit elpunkt ab.r stand ein Dortr^g von Frau Professor Frick über „Lu'hrr und die Familie", worin die Vortragende du ch Zeichnung einzelner feiner Bilder die ausme k am horchende Versammlung einen tiefen Einblick tun ließ in ßutbevg F.milienl'ben mit Freud' und Leid. 3m Schlußwort banfie Kreisschul'at Fischer mit Ernst und Humor allen, die bei dieser schönen Feie, rnttgewirtt und sie vorbereitet hatten, und wies insbesoildere daraus hin, wie solche Veranstaltungen vorzüglich dazu geeignet feien, ** K $5 schinuo feier 2 bilden i eoimtfli öarnnte Dieber zum iJis gctroffei Wist, u durchva und der inzwischl Fellingr twren, anlaffun aus 5[ seine 25: zuvidn Mitteln. Wckllw sicht DO' ein sclt übwscht gestreckt trat d strömen Hausen Fremd dem t Glücke gestellt Witter wieder! in dies -0 Iahrei der nähme Dom'tre nisse un Kernslii nächsten ten. A bereich unser Luckett Bahnsc Höhe! die grv sich schl Abertt Äöerich Wm, 1 rung grr kenntlich ihre M gutaeleit verkchrz die Äebc Demühu senweg ungelegt Dirt!ch< Mngw f Der an milie 1,1 feil ^ets ab« Ngo „ I Senbe 0Be aner. ote -üDiisgenwtTt- schatt von S^dt und Lc»nd zu stärken unb zu Verliesen Ter Markus- Frauenvorein ter un ec der umsichtigen unb zielbrwuß^n Leitung lei.'er Dorsihenben Frau ftaufmonn Happel in langer Arbeit das Fest vort»sr«i et fritte, £>□;[ mü (Se- nufltuunfl auf den Tag zurück chauen. Die Leitung des Verkaufs, die Zurüstung des lchön geschmückten Saales. bte 2trbä: in der 5taffcclüd-e mü) am Küchentisch, die Bebienung ber Gäste. Zeigten, tote jedes einzelne Mitglied am Gelingen der Feier persönlich beteiligt war Unb nicht die geringste Foeube für alle Mithelsenben ist die Tatsache bas) der schöne finanzielle Ertrag eine wesentliche 6iärfung ber Weihnachtohil'e unserer Martusgemeinbe bedeutet " DünSberg-Verein Durch die Unbilden der IDittmmg toastete leider über ber am Lonntag geplanten Veranstaltung auf dem Düns- berfl ein Unstern. Unb doch hatte sich trotz Sturm unb Regen eine kleine, anentweste Wanderschar, darunter auch eine Dame, eingefunden, um von Vieber aus den manchmal recht feuchten Aufstieg zum Gipfel deS Verges zu unternehmen. Aus der Höhe angekommen, sorgte ber inzwischen singet roffenc Turmtoärter für eine wohnliche Un et- lunft, und nachdem man sich in ber behaglich durchwärmten Schutzhätte gestärkt unb getrocknet unb ben oben zudere steten Mokka genossen, auch inzwischen noch einige . Festteilnehmer" auS Fellingshausen unb Heuchelheim eingetroffen waren, nahm Geh. Rat Mittermaier Der- anlassung, dem biederen Turmtoärter Zehner auS Fellingshausen herzliche DankeStoorte für feine 25jäbnge Tätigkeit im Interesse keS Vereins zu widmen und ihm die besten Wünsche zu übermitteln. Sichtlich gerührt nahm der Jubilar die Glückwünsche ber Teilnehmer entgegen. Dte Aussicht vom Turm war trotz des Regens sehr gut: ein seltenes Dtld bot ber Blick auf das breite, überschwemmte Lahntal, bas we ein grober lang- gestreckter See herüberschimmerte. Gegen 3 Uhr trat die kleine Wanderschar bei immer noch strömendem Regen ben He mweg über Fellingshausen unb Krofdorf an. Um nun den zahlreichen Freunden deS Dünsderges Gelegenheit zu geben, dem vfl chttreuen Turmtoärter persönlich ihre Glückwünsche zu überbr.ngen und ben wieds rher- gestellten Turm zu besichtigen, soll bei guter Witterung die Veranstaltung in einigen Wochen wiederholt werden, worüber noch nähere Anzeige in diesem Matte erfolgt. Landkreis Gießen. -o«. Groden-Linden, 4. Rod. Vor fünf wahren beschloß die Gemeinde die Durchführung der Feldberein-igung. Die Veitzstar.b aus- nähme ist nunmehr beendet, flotter gehen die Donitierungsarbeiten voran, so bofo ihre Ergebnisse unb das neue Feldwegeneh, beides woh. die Äemftücfc der ganzen Umle u: g, im Lau e des nächsten Sommers zur Offenlegung komme i dürften. Ebenso wich ig und irotwe-tdig wie die Feld bereinigung ist die begonnene Regulierung unserer Wasserläufe, des Kleebach; unb Luckebachs. Jeder Reisende hm sch m de. feiner Bahnfahrt durch die Lindener Mark von der Höhe deS Bahndammes aus zu beiden Seilen die groben schönen Seen bewundern können, die sich schon bei kurzen Regenzeiten rasch blöden. Aber der Dauer nruh'e bic'c landschaftliche Ve^ änbcnrng mit landwirtschaftlichem Schoden be- zahlen, nämlich mit Versumpfung und Versäuerung großer Wiesenflächen Run ist aber bekanntlich die Wiese die Mutter des Ackers, und ihre Pflege ncf>3rt zu den Grundlag m einer gutacleitcten Wirtschatt- Auch für den ArbeitS- verkehr zum Wald und Bvcrunsdornbergweri waren die äleberschwemmungen stets hinderlich, trotz der Bemühungen ber Gemetnbeverwallun t. den Wie- fentoeg immer hoch zu erhalten. Beiden grotz- angekgten Arbeiten darf man im Interesse von Wirschaft Arbeit unb Verkehr daher guten Fortgang wünschen. I W a tzenbo rn-Steinberg, 2. Rov. Der am heutigen Sonntagabend abgehaltene ja- milienabend unseres rührigen Kirchen- ge, angveretn s harte den Saal ber .Ärtme“ bU$um lebten Platze gefüllt. Rach dem .Gott grüße dich" des Ehors und der Begrüßungsansprache des OrtspfarrerS trat der vom Verein neu angeschaffle LichtbilderapParxn zum ersten Rlale in Tätigkeit. .Zum Gedächtnis unterer Gefallenen", eine farbige Lichtbilderreise (60 Stücks zog an unserem Auge vorüber. Roch einmal erlebten wir im Bilde bad Große. Gewaltige, aber auch Furchtbare jener Jahre, die von uns nie vergessen werden formen, aber auch tröstende Bilder zogen an uns vorüber, alles umiahmt von Gesängen des Ehors, ber ganzen Versammlung und einzelner, dazu Ein,zelvorträge von Damen des Vereins. .Ich hast' einen Kameraden". .Morgenrot", .Harre meine Seele". „Rach ber Heimat mvchf ich wieder", .Stille Rachr — al: die vertrauten Wei,en, fte re. t.cf len dm Eindruck ber prächtigen Bilder. Der Eindruck war tief unb nachhaltig. Roch manch ernstes und heiteres Won im Lied und Vortrag, sowie schöne Chöre des Vereins gaben dem Abend ein stimmungsvolles Gepräge, der allen, die dabei waren, in lieber Erinnerung bleiben wird. L Hungen, 3. Rov. Heute wurde dahier der Allerheiligenmarkt abgehalten. Leider muhte der Schweinemarkt wegen der in den Rachbarlchaft herrschenden Maul- und Klauenseuche aussallen, was den Verkehr am Vormittag beeinträchtigte. Am Rachmiltag war der Markt gut besucht. Auf dem Marktplätze und zu beiden Seiten der Strahe standen die Derlaussbuben, und die Besucher des Marktes hatten hier Gelegenheit, ihre Kauflust zu befriedigen. Für die allgemeine Belustigung war durch Karussells, Schiehhallen usw. und in den Wirtschaften durch Musikvorträge usw. gut gesorgt, so bah auch hier bie Besucher von hier und auswärts auf ihre Rechnung kamen. Kreis Friedberg. 4- Friedberg, 3. Rov. Professor Dr. Blecher von der hiestgen Augustiner- schule, ber Ostern 1917 an Stelle von Prof. Paul Helmke als Konservator bie Leitung des Wetterauer Museums in ter Hsagstraße übernahm unb seitdem mit großem Eifer unb anerkennenswerter älm'icht um bie Orb u g unb Mehrung ber sehr reichhaltigen Museums.estände bemüht war. wurde vor kurzem zum „Korr.spon- dierenben Mitglied" des Deutschen Archäologischen Instituts ernannt. Dieser Tage ist u.rse. heimischer Forscher nun auch in den Vorstand der Historischen Kommision für Hessen unb Walbeck eingetre'en, unb zwar durch Zuwahl des hie'igen Eeschich s° unb Al ertums- rereins. bet 1922 ber K rnmis ron als Patron bcigelrelcn ist. Die Historische Kommission für Hessen und Walbeck, bie bei Zweck hat. Quellen und Darstellungen ber Geschichte beiter Hessen und Walbecks in einer den Forde u 'gen ber Wissenschaft entsprechenden Weise herauszugeben, l at durch den von M. Folh bcarb.-i e.t 1. Band vom „Urkunden buch ber Stadt Fried- berg", enthaltend die Urkunden von 1218—1410. für das Studium der heimischen Geichichte ein grundlegendes Werk geschaffen, um das uns andere Städte beneiden Mit Interesse sieht man ber Fortsetzung der bebeut'amen Aib.nt entgegen. Für bie von dem unermüdlichen Stadtarchiv.ir, Prof. F. Dreher, he-aus gegebenen ..Friedberger Geschichtsblätter" (bis jetzt 6 schmucke Bände) und für mehrere Doktorarbeiten, für bis unser Stad'arch.var in entgegenkommendster Weise bie Destänbe unseres Archivs zur Verfügung stell e, ist durch das ilrhinbenbud) wertvolle Vorarbeit geleistet. sf. 5 r i e b b e r fl, 4. Rov. Stadtverordneten s ihung vom 3. Rov. Wie wir schon in dem Berichte über die vorige Sitzung mitteilten, wurden die Ausschüsse neu g.wählt und bei dieser Wahl der Stadtverordnete 3 a t o b ausgeschlossen, da die Vertreter verschiedener Parteien die Erklärung abgegeben bitten, mit diesem nicht mehr zusammen zu arb.iten, solang- er seine Angriffe gegen die städtischen Behörden unb e n- zelne Ctaotverordnete n.cht zurückgenomme.i hatte. An Stelle Jakobs wurde ber Stadtv Brett - bauer, der cbcntalto der Mieterpartei an gehört, gtinäblt. Da nach § 19 ber Geschäftsordnung m Fällen der Derh.nderung Strllixrlretung durch einen anderen Stadtverordneten zulässig ist, erschien Dresthauer nicht in den Ausschußsiyu.i- gen und lieh sich durch Jakob vertreten. Um diesem unhaltbaren Zustande ein Ende zu bereiten, wurde in ber gestrigen Sitzung ein Antrag Koch eingebracht. den § 19 zu ändem refp. zu streichen. Rach längerer Debatte wurde dieser Antrag mit 15 gegen 10 Stimmen angenommen. 3m weiteren Verlaufe ter Sitzung wurde der Antrag der Freiw Feuerwehr aus Anschaffung e ner M o t o r s p r i tz e nach eingehender Begründung durch den Führer dieser Wehr, Stadtv. Füller, genehm gt. die Kosten toerben sich auf ca. 9—10 000 Mark b.iau’en. — Dem Anträge der Brauerei Steinbäu ber, den Haustrunk von der st ä d t. Oktroi- (teuer z u befreien, wurde slattgege en. — Die trostlosen Kanalisationsverhältnisse im südlichen Stadtteile unb in Feuerbach sollen durch Einstellen von größeren Summen in den Voranschlag sobald wie möglich behoben werden. — Der Rotgemeinschafl „W i n - terhilfe" sollen im kommenden Winter wieder Räume im städt. Schwimmbad für ihr Liebes- Werk überlaffen werden. — Den Gruppen 1 bi« 6 der städtischen Beamten sollen die gleichen Zuschüsse gewährt werden, wie sie ber Staat seinen Beamten gewährt, ber Bürgermeister wird die DebürfniSsrage prüfen Kreis Schotten. Eichelsdorf, 4. Rov. Das Hausiererwesen bat einen Umfang und Formten angenommen, bah man fast von einem Hausiererunwesen sprechen darf. Zu Fuß ober per Fahrrad kommen sie ins Dorf geschneit, meist junge Burschen, und bieten mit einer Aufdringlichkeit „Schuhwichse" oder „Schnürrie- m c n" an, die einer Belästigung der Beoölkeurg gleichkommt. 3m 3nleresse des ehrbaren Hausiererstandes und der Beseitigung einer' wahren Landplage möchte man wünschen, Polizei und Gendarmerie sähen bie'en „neuen“ Hausierern ganz ernsthaft und mit Flachdruck auf tu Finger. I Ober- Lais, 3.Rov. Für fünf hiesige junge Leute, darunter ein junges Ehepaar, bie in diesen Tagen nach Amerika aue- wandern, wurde gestern abend im Th-eiß'schen Saale eine A b s ch i e d s f e i e r tecaafta.tet. Die Vereine, tonen die Auswandernden angehörten, hatten zu dieser Feier ih.-e Mitglieder und die Freunde ber Scheidenden geloben. Herzliche Glückwünsche für bis Zukunft wurden ten Scheidenden durch ben Dirigenten des Gesangvereins bargebracht. Der Dorfitzenbe des Zweigvercins vom Vogelsberger Höhenklub ermahnte lie, der al en Heimat auch jenseits des Ozeans die Treue zu halten und verwies sie auf die euch drüben bestehenden beutschen Vereins und deutschen Zci- tungen, ber Leiter des Musikvereins bedauerte bas Weggehen des tüchtigen Dasiisten Auch dec Ortsgeistliche, der den Scheidenden bereits am Morgen einen Abschisbsgot'.esdienst gehalten hatte, sprach tvchmals '"eine herzlich len Soge s- wünsche aus. Lieder des Ge'angveveins ..Lieber» freunb“, musikalische Darbietungen der Waider- kopelle des V. H. C. und des Rttt ikvereins, foto’e ein improvisier es, aber trotzdem prachtvolles Quartett aus Rieder-Erlenbacher Sä'gern trugen zur Verschönerung des A ends bei, der den Aus- wandernden unb allen Teilnehmern lange im Gedächtnis bleiben wird. Kreis Büdingen. )( Orten berg. 3. Rov. Anläßlich des 60- jährigenHubiläumsbesRotenKreu- zes findet hier am nächsten Sonntag im Saal des Deutschen Harris eine Fe st Versammlung statt, die mustlalisch und gesanglich reich ausgestatlel werben wirb. 3m Mittelpunkt der Festversammlung sicht ein Vortrag des bekannten Veteranen der Rotcn-Kreuz-Sache Medizinalrat Dr. Vogt-Butzbach über „Das Rote Kreuz einst und jetzt". Starkenburg und Rheinhessen. ? Darmstadt, 4. Rov Dor kurzem tour de betanntlich der große Turm ber im Staalsbejitzs bef ent lieben Ruine Starkenburg bei Heppenheim, der schon seit einiger Zeit bebenlliaj.' Risse und Schaden zeigte, nicX'rgelegt. Der KreiSauSschuß des Kreises Heppenheim hat sich nun in seiner letzten Sitzung mit der Frage des WieberausbaaeS b » Bergfried« befaßt unb beschlos>.n. Schrille zu tun, daß unverzüglich mit ben edorbevlid en Arbeiten begonnen wird. Als Zuschuß b:s Kreises für den Wiederaufbau sollen 3000 Tll. in den Kreisvoranschlag für 1925 eingestellt werden. Dekanntl'ich hat der hessische Landtag für die Orluii. n tsarb Mitteln 30 000 Mt zur Vers»gung g '’iellt. Da durch ben Wiedcrausvau auch Belang der Provinz Starkenburg, die ihren li men rach jener Ruine führt, und ber Stadt H eppen - heim berührt werden, ist zweifellos auch mit einer Deitragsleistung dieser Korperschui en ,.i rechnen. Entsprechende Verhandl ngen fuib wie wir hören, emgeleitet. Hessen-Nassau. ]( Marburg, 3. Rov. 3m groß n Hi rsstäl des Lardgrafenhauses tour e d er e'ag e von der Ortsgruppe Marburg veransta te c n zialhygienische Lehrgang durch bi > zweite Vorsitzende des H a n p t v e r e i n s des Roten Kreuze«. Frau Gräfin von der Gröben aus Berlin, mit einer Anspruch eröffnet. Außer den Vertretern der re schie er.en Behörden, auch solchen ber Regierung aus Kapel hatten sich mehrere hundert Teilneh e . OH inner mrd Frauen, aus den Kreisen Marbura. Kirchhain, Franlcnberg. Ziegenhain usw ing sund n. die mit größtem Interesse bem (5Kb? e e i folgten. Die zum weitaus größten Teile durch Lich bilder ergänzten Dorträg.' der Marburger Gel: • > en Geh. Med.-Rat P.of Dr. H i l d e b r a n 5. Pros. Dr. Freudenberg Pros D> Müller, Oberarzt Dr. Weckesser, Oberart Dr. Scha rnte, Dr. R e h b s r q, Prof Dr O dito € n • kenbecher, Geh Med.-Rat Pros. Dr. Boi' hoff und Dr. W Müller beschäftigten lid> ber Reihe nach mit folgeabcn Themm Die ‘2'e- beutimg ber Friedensarbeit Roten.K.eu,es, Säuglingspflege unb Säuglingssts blickk.it. Tuberkulosefürsorge, Gesch eck> 'lrainbe len unb ihre Bekämpfung, Alkoholmißbi ach unb f ine Verhütung Tuderkulosefilm Kör -'i konstitu'ion unb Tr bc.lülose, Tuberkulose als 3ns tt o - r.i uk heit unb ihre Verhütung und Krüppelsü. sorge An die Vor-träge schlossen sich Drstchligungeii b.r verschiedenen Universitätsllinilen unb Herl arftalten. Hinzugefügt sei, daß bei einem am Freitagabend zu Ehren der fremden Gaste veranstalteten g.fertigen Z'.'^ammensein in den Stobt- fälen Landrat Schwebet und Bürgermeister Mueller D.grußungs.'nsprachen h.rtten, re en sich gestern im Landgraf.nhaus der von einer Reise nach Kassel zurückgelehrte Rektor der Universität, Konsistorialrat Pro f O. B o r n h ä n s e r. anschloß — Infolge der ununtcrdrochene.r; Regengüsse der letzten Tage ist das L a h n t a l oberhalb und unterhalb der Stabt weder weithin überflutet. Auch das Ohmtal bei Kirchhain steht wieder unter Wasser. bl. Dillenburg, 3. Rov. So schmll baS Wasser ber Dill am Samstag stieg, so schnell ist es auch wieder gefallen. Heute Hal es beinahe seinen normalen Stand erreicht. Der Schaden ist besonders in den umliegenden Gärten und Feldern groß. 3m nahen Riederscheld wurde das untere Dorf überschwemmt. Man sah sich gezwungen, gsfährdete Wohnungen zu räumen. WnnefeldtsTee «ä aromatisch und ausgiebig, billig Im Verbrauch Niederlagen In allen Stadtteilen Plötzlich und unerwartet verschied am Montag- ■ abend 7*/j Uhr infolge Schlaganfall meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter H Frau Katharine Braun D geb. Hainbach BB im Alter von 68 Jahren. In tiefer Trauer: Georg Braun, Schuhmachermeister nebst allen Angehörigen. Daubringen, den 5. November 1924. 0X6,4 1*3 g® Die Beerdigung findet Donnerstag nachm. 3 Uhr statt L .! Dcntscher 23unb fit lßtistüL-mngcWc ßrjiftiiing in^MSu.sAuk-Srtigrup^ßitgtn Donnerstag, ben 6. November, 8 Uhr abends, im Iohannessaal Botdoo oon Planet 5Dorlemni?r-£lfi Thema: 8674 D Bilder aus der religiöse!! KiadererziehöDg, aus aller Zeit und aus aller Well. Vollzähliges Erscheinen der Mitglieder dringend erwünscht. — Gäste willkommen. Durch bas Ableben ber Adolf Becker Witwe zu Alten-Duseck, werben alle diejenigen, welche eine Forderung haben aufgefordert, dieselbe längstens bis zum 8. dS. MtS. bei dem Rachiahverwalter, Polizeidiener Karl Decker zu Alten- Bufeck schriftlich einzureichen. Alten-Buseck, den 4. Rovember 1924. Karl Decker, Polizeidiener. 8686O la goldgelbe Harzkäse, Kiste6tzSt. LlSM., LKiiten 12i>St.4.7äi>L 3 Kist. 180 St. 6.7.» TL '.«PfdI.lwdargorsrt0.95M .H'Ufö. Sehweiae- köpf in. Backe 4.9»M-, 5-ke-Dofe neue Stir- iett'. erlnqo, soecksett 2.95M . "ßoilö. Bralüer. 3.40 M. ab hier. v-.Napp, Altona H. 422. Hansa ! Handelsschule j J. Kunzeimann DiplomKaufmann I Dipl.-Handelslehr. i Gießen, Bleichstr. 5 AUeinif’eHandclsschale am Platze, deren Inhaber S chuUeiter, Lehrer und Fachmann ist. I N och täglich 1 Aufnahme jür die neuen Kurse b6Ma Prospekt freu OffizitllcVcrkaufs- stelle der Trutschen Grammophon A.G. Berlin, ««d Stets großes Lager in billigen foroie in besseren Apparaten mit s>ederzug und eleklr. Llnirieb. Reichhaltige Platteuanswabl. Nene >e Stufnobmen in Tan en, Märschen, Qvern. Operetten u d Weih- nachtöstückcn. V. Kamintal Marktplatz. 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November, abends 8 Uhr MNiliHeiäiiii^i mit Soli-Einlagen unter persönlicher Leitung des Herrn Obermusikmeisters Löber. 8647c Zum Ausschank gelangt das berühmte Löwenbräu-Bockbier, hell und dunkel. ___ I IiWWMMMMÄ Donnerstag, den 6. November: WmllAk Mi mit Schlachtfest IledMmieMWSnMlWe 863oj> Scf>mer5Ef>aftes Breonen "o/od Siecf&esi auf deir Fusssohle ist auf das Einsinken des vorderen (Zehen) Quergewölbes zurückzuführen. Hunderlfausen de leiden darunter 1 Ursache: Anhaltendes Stehen, Gehen oder Tragen, ein zu schwerer Oberkörper, hohe Absätze, Stehen in vornübergebeugter Haltung, unpassendes Schuh- werk.Muskelschwäche u.a.m. Die Schmerzen strahlen oft bis zu den Knien, sogar bis zu den Hüften aus. Abhilfe: Durch die elastische Supl- nator-Metatarsal - Unterlage wird eine sofortige Entlastung des vorderen (Zehen-) Quergewölbes bewirkt. Die so unangenehm.Sohlenschmerzen hören auf. 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Boberl Hahn&5o.. ö.m.U.E., Elanfabara. über „MerTlsan" bei- Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen) Mittwoch, 5. November (92- Nr. 2b( Zweites Blatt West-östliches aus Frankreichs Außenpolitik Don unserem XX-Korrespvndent«i (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Paris, den 1. November. 3n Nambouillet vxrr republikanische Hosjagd, zu der Frankreichs Präsident Dou- mergue das Kabinett und das Pariser diplomatische Korps eingeladen hatte. Der Minister- präfident Herriot zeichnete sich dadurch aus das) er anstatt mit einem Schießgewehr der Sonn- tagsjägerpslicht zu genügen, nur mit einem friedlichen Spazlerstock betvaffnet dem Sportvergnügcn der anderen hohen Herren zuschaute. Ein paar mehr oder minder witzige Bemerkungen über Herrwts grundsätzlich friedliche Gesinnung über Abrüstung und Genfer Protokoll tonnten nicht auSblerben. — 2tber es sieht nicht danach aus, als ob bei den bevorstehenden politischen Kämpfen, die mit dem Wiederbeginn der parlamentarischen Debatten anheben tverden, der französische Mi- nrsterpräsldent ein ebenso friedliches Aeußeres zur Schau tragen dürfte wie bet der Jagd in Rambouillet: ferne Gegnerschaft wird ihm vermutlich so zusetzen, dah er mit schärferen Waffen l*4> -ur Wehr wrrd sehen müssen, wenn ihm die Wahrung seiner politischen Autorität am Her- -en lregt. Zunächst steht programmgemäß die Finanzpolitik des Kabinetts zur Debatte: ein Kapitel, das bei der vorgefundenen und inzwischen kaum verbesserten Lage des staatlichen Geldbeutels, allein schon ausverchen würde, um dem Kabinett gehörig emzuheizen. Aber dazu kommen jetzt Fragen der Außenpolitik, die gerade infolge der jüngsten Entwicklung für die von Herriot eingeschlagene Linie kritischer aussehen als noch vor kurzem. Es handelt sich um das Verhältnis -u England nach den Wahlen und um die Anerkennung de r bolschewistischen Negierung. Der Ausgang der Wahlen in England übt auf beide Angelegenheiten einen bedeutsamen Einfluß aas. Die Beziehungen zu England: Es war ein von Herriot und der Kammermehrheit vertretener Glaubenssatz gewesen, daß nur eine der innerpolitischen Struttur des englischen Kabinetts entsprechende französische ^Regierung in der Lage sei. den zwischen England und Frankreich klaffenden Gegensatz auszugleichen, d. h. das immer mehr drohende Gespenst der diplomatischen Isolierung zu beschwören. Herriot wiederholte immer wieder das Schlagwort von der „ständigen vertrauensvollen Zusammenarbeit", die ihm sein Freund Macdonald zugesagt habe. Der Wert dieser englischen Zusicherung war schon von jeher einer sehr abfälligen Beurteilung durch die französische Opposition auSgeseht gewesen: die Erledigung der Macdonaldschen Aera in England macht in den Augen der französischen Rechtsparteien und hauptsächlich zugunsten ihrer inner- politischen Propaganda die außenpolitische Eignung des jetzigen Kabinetts vollends fraglich. Der Sieg der Konservativen in England ist ein schwerer Prestigeverlust für Herriot und seine politischen Freunde, ob er nun sein Ministerdasein mehr auf die eigene, die bürgerliche sog. radikalsozialistische Partei oder auf die Sozi>alisten unter der Führung von Leon Blum und Pierre R e n a u d e l gründen will. In überschwänglichen Worten hitte die jetzige Kammermehrheit das Genfer Schiedsgerichts- und Sicherh itsprotokoll als die Mag Charta des neuea Europas gepriesen. De bekannte Widerwill? ter englische.! Konservativen gegen di?ses Protokoll droh: durch die englische Richlralisizierung dem Werk ter französischen Linken auch den bloßen Schn.r einer Großtat zu nehmen. Rian vermutet, daß die neue Richtung in England, anders als die Reg eruig Macdr- nald, keinerlei Neigung verpüren wird, i.i brenzlichen Fragen, bei denen sich englisch? und französische Interessen zu kreuzen drohen, irgendwelche veroindliche Gesten zu machen, nur um ein r linksgerichteten Regierung in Frankreich Ansehen und Dasein zu rehen. Es ist sogar anzunehcnen, daß Gberhessischer Nunstoerein. Cdfar Achenbach-Runkel Roland Anheiftcr-Jugenheim. Der naive Betrachter, der an die Kunst herangcht, wird und kann sie allein subjeklio, vom Gesichtspunkt des persönlichen Gefallens aus werten. Diese subjektive Wer.ung aber wider- spricht dem Wesen der Kritik. Denn die Kritik muß immer versuchen, ein möglichst allgemeingültiges (soweit das überhaupt möglich ift) Urteil zu geben, sie muß über die Sphäre des Persönlichen. Subjektiven hinaus in die des Objettiven, Allgemeinen zu kommen suchen. Aufgabe der Ärvtif also ist es. die zu lritisierenden Gegenstände mit einem bestimmten Maßstab zu messen, der möglichste Allgemeingültigkeit hat. und andererseits ihnen angemessen ist. d. h. mit dem sie meßbar sind. Uns scheint d.eer Maßstab (wie wir schon früher ausgesührt haben) für das Gebiet der „Bildenden Kunst", wo es sich im wesentlichen um Produktion, d. h. um unmittelbare Umsetzung e n s Gedanklichen ins Gegenständlich- Konkrete, handelt, in der Stärke der Abstraktion, der persönlichen Gestaltungskraft des Künstlers, gegeben zu fe n. Bei der reproduz'e.enden Kunst, wie bei der Musik oder dem Theater, muß dieser Maßstab natürlich entsprechend verändert werden, weil hier ja das Medium des darstellenden: Künstleis dazwischentritt. Beide Maler, die augenblicklich im Kanst- Dcrein ausstellen, sind ©fleftifer, bei denen sich in den verschiedenen Werken verschiedene Stilelemente finden. Die vollendete Synthese eines persönlichen Stiles fehlt aber vollkommen. Ansätze dazu sind zwar da, aber bis zur Geschlossenheit gelangen sie nich'.. Zur Moderne, in gutem oder schiech em Sinne, kann man beke nicht rechnen. In ihrem Eklektizismus repräsentieren sie ungefähr den Stand der vor der Jahrhundertwende führenden deutschen Malerei. Oskar Achenbach gelingen am meisten die Motive, die ihm erlauben, seine aguarellistische Manier ins Oelbild zu übersetzen. Diese Bilder gestatten auch am ehesten einen Eütblick in seine Ärnstlerisch: Persönlichkeit. Das beste von den Werken, die Achenbach ausgestellt hat, ist sein „Herbst an der Lahn", bei dem gut der Lichtreiz der Spiegelung der Felsen und des bunten Laubes her englischen Absicht, Frankreichs Politik zu ifolteren, ein Auftreten, wie es der säbel raffeln de P o i n a r 4 . iLs eine Politik, die mit der Maske angeblich pazifistischer Parteigrundsäye sich ihre absolute Friedfertigkeit vor der Welt icfticrcn läßt. Gleichzeitig leiten die Ergebnisse der englischen Wahlen hinüber zu einer besonderen D.urteilung der neuen, den Bolschewisten gcg-r.über ein- geschlagenen Politik Frankreichs. Dem varläu'.g nichts weniger als durch revolutionäre Ideen bewegten Bürgertum Frankreich- ist an sich schon das bolschewistische System g r ü n d l i ch z u- wider. Der Hinweis auf das Bei halten des hoch kapitalistischen England gegenüber dem Rußland von heute koimte jedoch den besorgten Gemütern der französischen Dourgeoiiie als D?- ruh gungSmitlel verabreicht werden. Der Kamps gegen Macdonalds Politik war nun in E igland mit der h.ftigsten Krit l an den russisch englisch m Verhandlungen erfolgreich geführt worden. Mit dem besänftigenden Hinweis auf England ist es also auch in dieser Frage einstweilen aus! Die Art, wie von der französische i Regierung die neue Rußland-Politik gleich nach ter Anerkennung der Sowjet-Regierung bengalüd) illuminiert worden war, fließt an sich schon die schwersten Gefahren in sich: die Gefah en, die aus der Eröffnung himmelhoher, beinahe chon begrabener, aber jetzt wieder herv.ngeholter, und darum nichtsdestoweniger unerfüllbarer Hof nungea erwachsen. Dabei tut es nichts zur Sache, ob man in den französischen Reg eruagstte.fea st-lbst ehrlich an die Erfüllung dieser Erwartungen glaubt oder nicht. Die Opposition wird nich.s in Vergessenheit geraten lassen, und die Reg.c- rung hier ebenso wie in den Finanzfragen beim Worte zu nehmen versuchen. Was aber hat die französische Regierung nicht nur in den Kommentaren, sondern sogar in dem Text der Anerkennungsnote selbst alles inAus - sicht gestellt? Nichts weniger als eine zum mindesten teilweise Bezahlung der französischen Vorkriegsguthaben durch Rußland. Ts chitsche - rin ist mit berechtigter Absicht sogar bis zu einem gewissen Grade auf dieses Spiel eingegangen: er hat in ganz unverbi.tdlichw Form mit der Möglichkeit gesp.elt, als ob die kleinen Leute in Frankreich, die vor dem Kriege ihre Ersparnisse in russischen Papiers a gelegt hatten, doch noch schließlich darauf rechtten könn en, etwas von ihrem Gelve wiederzu eßen. Es ble.bt die Frage, wieweit in dieser Hinsicht einmal de ehrliche Absicht und zum anderen, das t a t- sächliche Vermögen der Mo. kaue" Reg e- rung reicht. Cs gibt wohl auch unter den Politikern der französischen Linken genügend <51ep- tiker, die an beidem zweifeln. De Russen toi,kn ganz genau, daß, wenn sie beriu.ßett srllten, die Franzosen zu bezahlen, alle übrigen Mächte, die private oder staatliche Q3orfrieg5- gutßaben in Rußland zu verteidigen haben, die vorläufig preisgegebenen Ansprüche sofort wieder anmelden wurden. Sogar im Vertrag, den Ruf land mit Deutschland in Ravallo geschlossen hat, stehl eine ausdrückliche Bestimmung, die für einen solchen Fall Deutschland die gleiche Behandlung zusichert. In Ruß- land selbst könnte unter ilmftänöen eine Bewegung, allem Terror zum Trotz, entstehen, die für die russischen Inhaber russischer Staatspapiere ein entsprechendes Rech', beanspruchte. Don französischer Seite wurde nun in Erwägung gezogen, daß durch die Grträgni se französischer Konzessionen in Rußland die französischen I - Haber schadlos gehalten werden könnten. Dazu müßte jedoch erst französisches. Geld, und zwar in beträchtlicher Menge, in die e noch z em = lich nebelhaften Konzefioner gefielt loevden! Die Stimmung dafür ist in Frankreich bei den kchi- talfiäftigen Kreisen, die ur'em zum gr ßci Teil für die gesamte Herriotsche Polit.k herzlich wenig übrig haben, kaum begeistert, höchstens zu Zwecken der Kapitalflucht! Das russische Feuer in Frankreich droht b.ld auf die Asche herabzubrennen, um so rascher und bedenklicher, je höher es zuerst angefacht worden war. int Wasser herauskommt. Gut gesehen ist auch sein „Zw schen Runkel und Villmar". D:ide Dilber ze gen Anklänge an Eugen Bracht. Die Runkel- Bilder Achenbachs sind teilt» ^ie boehlehaf: gesehen und gegeben. Den Stimmungsch , ratter geben gut die verschiedenen Frühlingsbtlter von Runkel wieder Zu begrüßen wäre es, wenn die Perspettive manchmal weniger korrekt wäre, de Bilder hätten dadurch an Lebendigkeit gewonnen. Einen guten Landschaftsausschnitt gib; „Runkel und Schadeck im Vorfrühling". Farbig reizvoll ist das Bild „Altes Rathausportal zu Rothenburg". Das „Taubertal" zeigt Schönlcber-Anklänge. Das Porträt liegt Achenbach weniger. Ganz gut kommt das Genremäß ge in den verschiedenen Bildern alter Dauerssrauen heraus. Die Damenbildnis e sind meist manieriert. Lebend g ist das „Knabenbildnis in Qardichaft". Die Oelbilder, die Roland Anh.ißer ausstellt, sind fein Zeugnis starker Selbstkritik. Er hat sich das „Matterhorn" zum Motiv gewählt, wie viele vor ihm und neben ihm. Es ist nicht schwer, aus Nanuk einen Amerikaner zu machen, wenn man ihn entsprechend anzieht, es fragt sich nur, ob ihm die Pumphosen stehen ober, um mich weniger bildlich auszudrück.n, nach dem Matterhorn in einer Manier ein Oelbild zu machen. Ein solcher Berg wirkt an und für sich schon allein durch seinen llmriß und den Nimbus, der ihn umgibt. Beim „Abend in den Dolomiten" sind sowohl der Abend wie auch die Dolomiten sehr trocken gegeben. Wenn sie wirklich so wenig reizvoll wären, wäre cs mehr als euphemistisch, von der Schönheit des deutschen Südtirols zu sprechen. Nicht besonders stark ist auch der „Langkofel in Südtirol". Es fehlt diesen Bildern (mit Ausnahme des Matterhorns, wo die Wahl schon a priori gegeben ist) die Wahl des richtigen Ausschnittes, es fehtt die Farbigkeit, es fehlt d e Plaftizttät, kurz die Vollendung der Komposition. Am wengsten ausftellungsfähig ist die Brügger Larrdschaft. Besser als diese nicht sehr erfreuliche-» Oel- bilder sind die Graphcken Anheißers. Neben der skizzenhaften F Verzeichnung, wie sie z. D. auf dem Blatte „St. Marco in Venedig" erscheint, liegt ihm am meisten die Kohlezeichnung. Hier scheint seine Stärke zu liegen. So wirkt der „Abend in Brügge" von all seinen ausgestellten Sachen am künstterischsten. Leider wird bei vielen seiner Das englische Wahlergebnis. Don unserem v. Kr.-Korrespondenten. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) London, 30. Oft 1924. Da wegen eines Sturmes die Flugverbindung zwischen London und Amsterdam zeitweilig unterbrochen axir. kommen wir erst heute in den Besitz dieses schon am 30. Oktober geschri-benen Londoner Briefes. Wir glaubn. ihn trotzdem noch veröffentlichen zu müssen, weil er unter dem frischen Eindruck des Wahlergebnisses geschrieben worden ist. D. Red. Die Konservativen triumphieren, die Liberalen sind betäubt, die Arbeiter verblüfft. Das hat niemand erwartet, eine geschlossene konservative Front von rund vierhundert Abgeordneten, das Unterhaus zählt 615 S tze, also eine Zweidrittelmehrheit. Die kühnsten Voraussagen sind weit übertroffen worden. Zunächst einiget Tatsächlich:: Allenthalben sind die konservativen Stimmen, auch in den Arbeitervierteln, stark gewach en. Die Zunahme beziffert sich vielfach nicht nach Tausenden, sondern Zehntausenden. Die Wahlbeteiligung war sehr stark. Die kommunistisch? Sensation Hal die groß: Partei der Nicht- wählcr aus ißiern Schlaf? aufgerüttelt, eine vorbildliche Propagandaarbeit in Presse und im einzeln n von Mund zu Mund tat ein übriges. Es ist alles nach Wunsch verlaus.n Nur bedauert man die Vernichtung des Liberalismus. Man hätte eine noch stärkere Beeinträchtigung der Sozialisten sehr viel lieber gesehen. England ist wieder ionservaliv geworden. Es hat die sozialisttsche Erkrankung in knapp 9 Monaten überwunden. Fünf Jahre einheitlicher stetiger Fahrung politischer Ruhe liegen vor der Bevölkerung, und es ist leine älebertreibung, wenn man sagt, England atmet auf, nun hat man endlich klare Verhältnisse und eine starke Regierung, man kann wieder Politik treiben. Man weiß, woran man ist. Der Sozia- ttstenspuk »st vorüber. Wie des gekommen ist? Wir haben stets vor einer äleberschahung der F ihrerqualitäten Macdonalds gewarnt. Er hat sich und seiner Regierung eigenhändig das Grab gegraben. Sei.re Wahlreden haben den letzten Rest seines Prestiges zerstört. Der Engländer ist national und nicht international, das Hemd ist ihm, näher als der Rock. Der Wahlkampf ist ohne Zwischenfälle oer- laufcn. Nirgendwo ist es. wie ängstlich: Gemüter fürchteten, zu Zwischenfällen g. kommen. Trotz strömenden Rügens standen unzähl ge Neugie ige auf den ößenllchen Plätzen und ioarteten geduldig auf die zunächst nur spärlich eintrefse »den ersten Ergebnisse. Heute herrschte Hochkonjunktur im Zei- turgsgewerbe. Wahre Berge von Zeitungen find verkauft worden. Es gab nur ein Gesprächsthema. Dies Wahlergebnis ist ein B.lenntnis Englands zum nationalen Gedanken, eine Ablehnung des Jntemationalismils. Das eigentümliche englische Wahlverfahren hat es mit sich gebracht, daß dieserStimmungswech el auf einen pari am :ntarisch tragfäh gen Ausdruck gebracht worden ist. Di? Zweidrittelmehrheit der Konservativen ist mit 6 334 795 Stimmen gegen 2,466 Millionen liberaler, 4 659 248 sozialistischer Stimmen gewonnen worden. Freunde des Proportionalsystems werden daraus folgern, daß das Wahlverfahren in England ungerecht wäre. Das kann aber nur de Oberflächlichkeit behaupten. In dem Wahlergebnis liegt eine Verurteilung des Dreiparteienparlaments. England ist in seiner pol tischen Einrichtungen aus zwei und nicht drei Parteien eingerichtet So ist denn die liberale Ni/»führenden ganz im Liede aufgeht. Die Persönlichkeit wird zum Ausdrucksmittel und Ausdruckswillen des Liedes, dessen Wiedergabe der Endzweck, äleber- toiegt beim Konzertgeber aber der Virtuose, so hat der Musiker meist das Nachsehen, das Lied wird nur Mittel zum Zweck. (Ein Vorwurf, der meist den italienischen Sängern gemacht wird, leider mit älnrecht: denn bei ihm ist die Stimme tief im Zwerchfell verankert: jeder psychische Affekt wird durch das Zwerchfell stimmlich: Arußerung und so ist der primäre (man möchte fast sagen instinktmäßige) Kontakt zwischen Stimme und gelungener Musik gegeben — das Lied, die Arie wird zur psychischen Aeußeruna.) Eine andere Gruppe von Sängern möchte wohl dem Lied: gerecht werden, aber das eigenwillige, oft durchgehende Temperament ist zu stark — di: Stimmung des Liedes wird durchbrochen. — Frau Maria Pos-Carlofvrti besitzt für die umfassende Ausgabe, Me fie sich mit ihrem Programm stellte (Belcanto, Brahms, slawische Weisen) ausreichende stimmliche Mittel, wenn sie sie richtig auszunühen verstände. Die Belcanto-Arien, solange es sich um italienischen bzw. lateinischen Text handelte, gelangen ihr wohl am besten, wenngleich damit nicht getagt ist, daß sie den traditionellen italienischen Stimmklang erreichte, den man auch wieder gelegentlich der italienischen Opemstagione in Berlin bewundern formte. Es fehlte ihm das glockenartig Schwingende. Die Höhe war oft kehlig. Mit Trillern und lang gehaltenen hohen Tönen ist es nicht getan. Solange der Zuhörer nicht das Gefühl der unbedingten Tonfverhert dabei hat, haben diese Töne etwas Beängstigendes für ihn, statt befreiend und erhebend zu wirken. Ohne das Senza di ognt muscoli ist eben ein wirklicher Belcanto schlechthin unmöglich selbst wenn man auch die Befähigung zur Koloratur besitzt wie I Verluste erscheinen als Gewinne auf der konservativen Habenseite Da aber beide Parteien mit der Front gegen den Sozialismus gefochten haben, ist das politische Gefamtergebnis richtig. Die antiloziclistischen Stimmen verhalten sich zu den sozialistischen fast wie zw.i zu eiiS Wenn habet die Konservative Partei dietes Mal einen unverdienten G.winn ein geheimst bat, so spiegelt das gegenwärtige Kraft.vcihältniS der Part.ieli die wir-kliche politifche Meinung les Landes durchaus zutreffend w.dcr Darauf aber kommt es an. Die von der Konservativen Partei zu verwaltende 5t on- tursmasfe Macdonalds ist, wie auch Macdonald fchon bemerkt bat, kein beneidenswertes Erbteil. Arbeitslosigkeit und H a n - delSdepreflion find de, politischen D:» Handlung nicht ohne writeieS zugä.iglich. Die Wiederaufrichtung des englischen An eh.aö in der Welt, die Auseinandeisetzung mit den destruktiven Kräften innerhalb des Weltreiches wird Jahre, wenn nicht viele Jahre erfordern. Der K o m m u n i s m u s ist nur im Wahll unpse. er ist noch nicht tatfächlth überwunden, nicht innerlich besiegt. Das europäische Problem, das sriedlose Eurvpa, wird gleichsalls ohne englische Mitwirkung nicht wieder zum Wohlstand, zur Beruhigung, zum toirfließen Frieden gelangen. Die neue Regierung wird nicht wissen, wo sie zuerst Hand anlegcn soll. Indessen steht zu hofien, daß mit der Sicherung einer ausreichenden parlamentarischen Basis der gesunde Menschenverstand und nicht der politische Idealismus der künftigen englischen Pottttl Richtung und Ziel geben wird. Das i*bcr wäre vom deutschen Stundpuiikis aus ein Gewinn, sofern wir unsererfeits eine wirklich tragfähige Regierung schaffen könnten, eine Regierung der nationalen Selbstbesinnung. wiS cS die neue englische Regierung ist. Nur gleichwertige Gegner können zu einer dauerhaften Verständigung gelangen. Ausbau der Höheren Mädchenschule in Gießen. Eine sehr gut besuchte, auf Anregung auS Eltern kreisen einfcerufcne Versammlung von Eltern der Schülerinnen der Höheren Mädchenschule beschäftigte sich am Montagabend mit bet Frage des Ausbaues dieser Schule durch die Errichtung einer Studienanstalt. Diese Angelegenheit hat bereits seit langen Jahren die Beteiligten beschöf igt und ist zulehi im vor,gen Jahre Gegcnstand der Beratungen geinefeu Man war sich vollkommen einig in der Ansicht, daß die Schaffung einer solchen Anstalt eine unbedingt« Notwendigkeit sei. Den Bemühungen zur Verwirf» lichung des Planes blieb bisher aber der Erfolg versagt, denn die Inflation und die dadurch hervorgerufene Schwierigkeit und älnüberfichtlichteit aller De> hältnisse standen als unüberwindliche Hindernisse im Wege. Die gebesserte Wirtschaftslage einerseits, die auch die Stadt und den Staat triebet kräftiger gemacht hat, und die zwingende Notwendigkeit einer gedeihlichen Lösung dieser Frage arrderfeits geben Veranlassung, jeßt erneut an diese Aufgabe heranzutreten. Nachdem Landgerichtsrat Trümpert einleitend diesen Gedankengang zum Ausdruck gebracht hatte, sprach sich Oberstudiendivettor Dr. Kalbfleisch über den gegenwärtigen Stand der Angelegenheit und ihre Derwirllichungsmög» lichkeit aus. Daran schloy sich eine längere Aussprache, an der sich zahlreiche Eltern beteiligten. Zusammenfassend ist daraus folgendes zu berichten. Es wird allgemein anerkannt, daß eine inner« Berechtigung vorliegt, diese Frage jeh: wieder anzuschneiden. Die Errichtung der Studienanstalt ist eine Notwendigkeit. Die übergroße Mehrzahl aller Mädchen muß sich heute auf einen Beruf vorbereiten, diese Berufe verlangen aber eine abgeschlossene Schulbildung, ja sie sehen diese voraus. Bisher traf das nur auf die Mädchen zu, die studieren wollten, jetzt hat sich die Lag« aber geändert und wird sich noch mehr ändern, denn eine ganze Reihe von Berufen erfordert das Zeugnis der Reise, das aber nur an einer Vollanstalt erworben werden kann. Während die Höhere Mädchenschule bisher eine Frau Pos-Carlofvrti. Die oft gezerrt schief« Mundstellung der Konzertgeberin bestätigte nur, daß der Ton den höchsten Grad an Freiheit noch nicht erreicht hatte. Eine Mezzavoce fehlte ihl vollkommen und brachte sie um manche intime Wirkung. Ein ungewöhnlich starkes Temperament ließ sie oft über den gegebenen musikalischen Rahmen hinausgehen. — Brahms stellt in seinen Liedern h:he Anforderungen in bezug auf Ausschöpfung und Ausgestaltung der Stimmung: z. D. dürfte die Stelle „über m?in Bett erhebt sich . .** (Der Tod, das ist die kühl: Nacht) nicht gar so real gefaßt werden, daS Visionäre ging verloren: oder oas Intime am Schluß des S ä ,dchens? ilnb nun gar das zarte Volkslied, da fehlte das liebevolle Eingehen und Sichversenken: das durchgehende flotte Tempo in „Mein Mädel hat einen Rosenmund" bedeutete doch nicht etwa Innigkeit. — Die slawischm Wachen von Sr:tfchaninow („Dor mir die Steppe") und Dvorak („Zigeuner- melodien") wirkten schon durch sich: etwas weniger Temperament und etwas mehr Versunkenheit hätte die Wirkung erheblich gesteigert. Am Flügel brachte Herr Dr. Engländer vom Dresdener Landestheater die Arienbegleitungen recht stilvoll. Dagegen gelang ihm weniger die schwierige Aufgabe, durch Ausschöpfen der Stimmung der Vor-, Zwischen- und Nachspiele den Liedern den Rahmen zu geben und in der Begleitung, wenn es nötig war. Eigenes zu sagen. Gibt es denn gar keine Tempoänderung? Die Begleitung zu „Soll der Mond nicht Heller scheinen" war das Monotonste, was ich je im Konzertsaal gehört habe: von der wenig charatteristischen Begleitung zum „Ständchen" zu schweigen, ebenso von dem Wechselspiel zwischen Begleitung und Singstimme in „Der Tod. das ist die kühle Nacht." — Das Publikum erlangte zum Schluß die Üblichen Zugaben: Hugo Wolfs: „Er ist's". War es nun, weil es eine Zugabe war. daß Frau Pos-Carloforti die Arveggien bei .. Frühling, ja du bist 's" nicht plastisch fang? War es durchgegangenes Temperamrnt? Der Jubel im Klavierpart am Schluß ist nicht bloße technische Passage, sondern Ausdrucksmufik und will auch sd gewertet werden. Die zweite Zugabe (Hugo Wolf: „Ich hab in Penna einen Liebsten wohnen"» schien der Sängerin am meisten zu liegen. -in- unübertroffene: Qualifäis Pig i' ........ — — 12.5 1,874 1 ’/A, Hessen........ 1 i 1 375 4 2 IFi 1,31 4 2 T/c CHTen.......... Deuksche Serib. loHar-ilnL dto Doll Schad-Lnlrei'ng.'i — — 8»,2i 89 <•/, yoaitlrten........ 9.75 — 9.25 9,70 6e/e Ärldmenkanrr..... — 31,6 39.5 3V Berliner HandelSgesellschail —• 24 r> 6 24.5 V omnirrt- und Pnvai ank 4,5 4.60 4 6’5 4,7 i Tarmsl. und Naiionalbonk . B 8,20 8,25 8,43 Teuilche Bank........ 10,15 10,24 14,30 Deutsch? Vereinsbank .... Di-conto üonnnanbU . . . 11,75 11,75 S^rtrJibnn?........... 13,25 — _ Miiteideutich: Lreditdonk . - 1 6? 1.55 1.P2J 1,6) Lkiirirelchijche tircbilanftaU 0,310 0,3.7t 0,3’5 0,325 ...... —— 0,3 48.50 g 5 0 3 Bochumer Dos)....... _ _ 48 50 Buderus............ — _ 9 30 9 4 Coro ........... - 9.3’ Deutsch Viirrmbnrg...... — 53, 0 53.75 13 6 > oftlsenstrchener Bergwerke. — —- 5 2i Purpcuer WrQbau...... _ 82 8? ’5 ftaliioerie rilchcrslebeii. . . . — 12,63 13,.0 12 60 flnltiwrr Westeregeln..... 15,75 15. 15,5 >5,10 5.40 taurabulte........... 5,40 5 4 C brrbeharf........... _ 88 38.20 32,60 8 25 36.75 32 60 33,125 Phönir Bergbau ...... 38,5 IHbelmtabl........... IHitbeU Ülontan....... Tellus Bergbau....... 8,25 235 Hamburg-Amerika Paket. . . vlorddeuilcher Lloyd..... 28 4 25 3,00 CKeramische Werke «lbtn . Zementwerk Heidelberg . . — 19.5 — — Pl'ilipp Holjmunn...... 5.1 5 L Anglo Cont -Guano . ... — 9.10 9,5 Badische Sniltn........ 19,6 18,50 18.2 > 18.25 übemische Ntayer Llaptn . . ** — —- * Noidlchmldi..... . 13,23 13,4 13.60 13,50 Grieß eimer (Electron .... — 1b, 0 16 25 >6.63 schlier Farbwerte...... 13,5 16,6 16,50 16.50 yolzverkoblung........ — —• —— inülflerßiv.rie......... — 15,50 14,5 echeldeanskalt......... 13,25 — — — WOG. ElekirijiiükS.Sesellschaft 8 7,9 7,9 7.8 Beromann........... Mainkraftwerfr....... 11,25 11,10 11,50 — 8 — — Schuckert............ — 37 36 25 bicmen» & HalSke...... — — 42.21 43 Plblcrtoerie Klever ...... ■ 1 75 1,8 2.8 Daimler Mokorco. ...... 2,80 — 2,8) penliflenfloebl....... . — — MB Meguin............. - _ 7,875 7,75 llranksurker Armatirrrn . . . Konservenfabrik Braun . . — — — 0,6 0,85 Metallaeiell chaft Frankfurt . Vri Union A. (H........ - _ 1 375 1,4 öchuhladrik He»j...... Sichet.............. — - 2,9 2,625 2.90 2.5 3 Zellstolf SBaiübof...... — 7.8 7,60 Huder'abnf ^rankeMhal . . Zuttcriabrik Wagbanscl . . . — —■ — — — — e) Bom Rüd^adlungswert. Frankfurter Abendbörse. F r a n f f u r t a. M, 4. Rov. (TU.) Das Geschäft im Anleihemarkt, das schon nachmittags einen breiten Raum einnahm, lenkte im Abeiw- verkehr wiederum das ganze Interesse auf sich. Bei gesteigerter Nachfrage konnten die Kurse dieser Werte in gutem Tempo weitere Befestigungen erzielen, öprvzentige Kriegsanleihe zogen bis auf 580 plus 16 Milliari»en an. 3prozentige Retchsanleihe 1420 plus 10, 3 ^Prozent ige Preußische Konsols 1325 plus 55, 3prvzentige Preußische Konsols 1240 plus 110 Milliarden, 4prozentige Bayern 1500 plus 75, 3,5prozentige Bayern 1487 plus 27 Milliarden Prozent. Auch Zwangsanleihe lagen fest. 11,88 plus 0,27. 1924er Schatze 360 plus 15 Milliarden Prozent. Der Markt der Auslandsrenten lag ruhig. Ungarische Gvldrente 9,38 plus 0,17. 5prozentige Goldmexikaner notierten 31,5. Das Geschäft für Industrieaktien war weiterhin zurückhaltend, dach im allgemeinen etwas lebhafter. Die Kurse waren nur wenig verändert, die Tendenz ist als ziemlich fest zu bezeichnen. Am Montanmarkt notierten Mansselder 3,5 bis 3,45, Tollus 2,35. Don Kaliwerten schwächten sich Aschersleben um 0,38 auf 12,63 ab. Westeregeln blieben unverändert mit 15,5. Bon chemischen Werten gaben Badische Anilin mit 18,5 0,1 nach. Chemische Griesheim 16,5, Elberfelder Farben 16,5 plus 0,1, Th. Goldschmidt 13,38 Plus 0,1, Höchster Farben 16,63 bis 7 plus 0,1. Don Elcktrowerten notierten AEG. 7,9 bcz. G., Bergmann 11,25 plus 0,25, Licht und Kraft 6,7 plus 0,2, Mainkraft 8. Am Dankcnmarkt konnten Berliner Handelsgesellschaft 0,88 Prozent gewinnen (24), Kommerzbank 4,6 minus 0,1, Darmstädter Dank 8,2 bis 8,25 plus 0,25, Dresdner Dank 6,9, Metallbau k 13 25, Mitteldeutsche Kreditbank 1,55, Oefterreichische Großes Weihnachts- Preis-Ausschreiben! IZeit - nicht - zur - kommt - rechten - Wer I übrig — nehmen - der — was — muß — bleibt | lodnrl pepr der uns nach Umstellung obiger Worte, JcUcl ucdCI , die ein bekanntes Sprichwoit ergeben, die richtige Lö- jQt Rpu/innPF und nimmt außerdem sung ein sendet, 131 uüwiihic/i an d. Auslosung nachstehender Preise teil: 1. Preis: 1 Wohnungseinrichtung best.aus:lEßzimm.o.Herrenzimm.,lScblafzimm..1Küche 2. Preis: Herrenzimmer, dunkel Eiche, handgeschnitzt 3. Gr. Vox-Örammophon mit Plattenschrank 4. „ Wäscheausstattung 5. „ Resonaphon - Grammophon oder Nähmaschine 6. „ Teewagen oder Fahrrad (Damen oder Herren) 7. , Brockhans Konversations-Lexikon, komplett 8. -27. Preis: 20 Photo-Apparate (Klappkamera) 28.-100. „ Prima Taschenuhren 101.-200. Erstklassige Bücher in vornehm. Einband und eine große Anzahl kleine Preise. Sämtliche Preise kommen unter Aufsicht eines Notars unter alle Löser zur Verteilung. Der Einsender geht keiner! 1 Verpflichtung ein, jedoch sind uns die Lösungen umgehend mit genauer Adreassn- angabe einzusenden. — Für gewünschte Benachrichtigung über dio Richtigkeit der Lösung. Preisverteilung nsw. sind die entstehenden Kosten für Porto, Drucksachen usw. der Lösung beizufügen. 8666ss Schreiben Sie noch heute an: Herold-Versand,Erich Försterling,Braunschweig239 Bekanntmachung. Grnudstiicksverpachtung. Donnerstag, den 6. November d. I., vormittags 8' , Uhr beginnend, läßt die Stabt Gießen am alten Ätofborferwcg und ßeimenhäuterroeg ca. 40 ©runbftüdte von je 625 qm für kleinere Landwirte und ca. 40 Grundstücke von je 500 qm, für Schrebergärten geeignet, öffentlich meist, bietenb an Ort und Stelle auf 6 Jahre verpachten. 8561B Die Zusammenkunft findet um 8l/< Uhr bei der früheren Gail'schen Zpollspinnerei (Schützenstr.) statt. Gießen, den 31. Oktober 1924. Der Oberbürgermeister. 3. D.: Dr. S c i b. Bekanntmach, Die Umlage zur Aufbringung der k Kosten der Handwerkskammer für das Sj Rechnungsjahr 1924 ist nunmehr end- g giltig festgesetzt worden. Mit Genehmigung 8 des Hessischen Ministeriums für Arbeit ■ und Wirtschaft werden für das 3. Viertel- E fahr (1. Oktober bis 31. Dezember 1924» h außer den bereits zur Erhebung kommenden A Beträgen ein Stammbeikrag von 1,50 M. L! und für das 4. Vierteljahr (1. Januar bis El j 31. März 1925) der seitherige Betrag für H! ein Ziel, sowie 50 Pf. Stammbeitrag er» ■! hoben. Es wird dies bekanntgemacht mit dem B Anfügen, daß entsprechende Anforde- Ö rungszettel den älmlagepflichrigen in den g nächsten Segen zugestellt werden. Gießen, den 31. Oktober 1924. 8681B Der Oberbürgermeister: Keller. Kreditaktien 0,337. Sonst gingen noch um: Neckarsulmer 5,63, Waggon Fuchs 0,92, Mönus 2.2. Zucker Heilbronn 2,255, Holzmann 5 bis 5,1, Hoch- und Tiefbau 2,25, Gä>r Junghans 9. Hülms Sicher 2.9, Eement Heidelberg 19,5 plus 0.3 Die Abendbörse schloß bei lebhaftem Geschäft und neuer AuswärtSbewegung für heimische Renten. Berliner Börse. Dittortaerbfen 32—35, Kleine ChWcn 22—23. Futtererbsen 18—21, Peluschken 15,50—16,50 Adcrbcchnen 20—22. Wicken 17—20. Lupinen (blau) 14—14,50. Lupinen (gelb) 15—18, Serradelle (alt) 14—15, Serradelle (neu) 20—23, Rapskuchen 15.50—16. Leinkuchen 24—25, 5roden- schnitzel 9,10, Torsmelalle 8,50-8,70. Kartoffel- finden 18.25-18.70 (Eigener Drahtbericht deS .Gießener Anzeiger".) Berlin. 4. Rov. Auch an ter heutigen Börse vermochten die Aktienmärkte keine Belebung ducchzu'chen Es ist ein Chaiakleri li- kum für die Ge'amliag.' der Börse, tsifj d.e Gründung der Rohstahlvereinigung, die unter anderen Umständen sicherlich eine größere Bewegung h.rvorgerusen hätte, zumal gleichzei ig Meldungen üd.-r die Bes'erung der Arbeitsmarkt- läge erscheinen. auf die ÄUrägeftaltung völlig ohne Einfluß blieb Am Markt der Rentenwerte bat sich dagegen Geschäft erneut belebt, namentlich auch in Kriegsanleihen. Am Aktienmarkt herrschte leblxiftcre Geschäftstätigkeit in Kaliwerten Die Bewegung am K o - lonialmarkt hat stark nad)gcla1lcn; zwar waren die Kurse vorbörslich noch z.emlich fest, ließen dann aber wesentlich nach Südsee 41 38’ Lebhaft gefragt waren Diamant. Di- bereits gestern cingec.'.te Bewegung in Ungarn-Werten Hai sich auch neu le fortgrsetzt. Man rechnet damit, daß die deutschen Inhaber in di? Wiederaufnahme deS ZinsendiensteS einge'chal et werden. Tägliches Geld 1 bis 1*8 pro Mille. Der Devisenmarkt lag «unverändert. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Billionen Mart auSuedrückt vueoo«.«lr-6. Bonbon. Reih hort, (lavan. Nlo be llaiieirv für eine CrtnbdL Wien u:ib vudapeii für 100000 ki» betten. alle» übrige ‘ür 100 tinbtittnJ Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) Sanfnotea (Ohne Gewähr.) 3. Novbr. 4 Nov'r. Nevart. vmtliche Notiernna 0 elv ' Bries ?l>niilch: JtortT 11 • Held ririef 3. 4 flmfl’ Roa 106,03 116,9z 163,98 106,82 voll voll Brll.Äniw ?0, 0 20,30 20,1 S 20>5 vollvoll Cbristiania. ÄoDenbofl.'n 60,25 60.5» 60,15 60,4 > voll.voll 72, 9 . 73.155 72,74 > 73,10 voll.voll ßlodbolm . Helsingfor». Italien. . . London. . . 111,47 1 2,03 11, 7 112,13 voll voll 10,b25 18, 2 10,585 13,42 10/.25 18.25 10,-65 1.3 voll voll vollcholl 19,05 19,1 5 19,01 19,12 voll voll Neunork . . 4.1) 4,21 4,11 4,21 volljvoll Paris.. . . 22,05 £2,18 $1,9". 12,07 voll.voll Schwel, . . 80,76 82,16 8,6 62, 6 voi> voll Spanien . . Wien in D-' ko,48 b€,71 66,36 t6,64 voll'voll Ceft. adgesi Prag . . . . vudapest. Tuen. PUrefl 5,91 5,94 8,91 8,84 vollcholl 12,50 12, 6 12,495 12,551 voll voll 5,52 1,5.3 6,54 1,84 1,53 6,54 V4 voll voll voll voll Bulgarien 3,04 2,06 1,61 2,05 8,67 voll voll llapan - . . Nio de Jan 1,60 1,60 1,61 ovli^oll C.465 t.475 0,40 0,47 voll voll Belgrad . . 6,06 5 6,095 6.075 6,106 üoll'voll Lissabon . - 16,CO 16,64 16.50 16,64 voll voll Perth», 4. Novbr. nmcrftan(f4)e Noten .. ,,, Belgische Noten Dänische Noten ....... Englische Ototen ..... Französische Noten ...... Holländische Noten ..... Italienische Noten Norwegische Noten Deiltsch-s?esterr. ä ioo Kron« Rumänische Noierr...... Schwedische Noten Schweijer Noten Spanische Noten . Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten Brie' Repa«. 4,11 20,10 72,62 19,00 11,95 165,(8 18,24 60.05 6,91. 2,39 111,4? 80,64 66,21 12,46 8,48 4,21 20,20 72,98 19.10 12,07 1- 6,72 18,34 60,36 8,935 2.41 111,91 61,04 86,49 12,52 5,80 voll toll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 4. Rov. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 21,50 bis 22,25, Roggen, inländ. 20,75 biS 21,75, öommergerfte für Brauzwecke 23,50 bis 25 50, Hafer, inländ. 18 bis 21, Mais (gelb) 19.75 bis 20,25, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 32,50 bis 36, Roggenmehl 28 b.s 32, Weizenkleie 11,50, Roggenkleis 11 Mk. Tendenz schwächer. Berliner Produktenbörse. (Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeiger".) Berlin, 4. Rov. Am Produktenmarkt war die Haltung kräftig erholt, teilweise auf spekulative Deckungen. Roggen des Morgens 199, jetzt 202. Gerste matt. Cs notierte die Tonne Weizen (märt.) 190—194, Roggen (mark.) 190—197, Gerste (märt) 220—250, Gerste (neue) 195—207, Hafer (märt.) 166—173, Hafer (pomm.) 157—166, Raps 390—400, Leinsaat 390—400; der Doppelzentner Weizenmehl 27—29,50, Roggenmehl 26,50—29,50, Weizenkleie 11,80—12, Roggen kleie 11,80—12, Buntes Allerlei. Keine Wohnungsnot in Schweden. Während aus der ganzen Welt, mehr ober minder fühlbar, die Wohnungsnot herrscht und die sozialen Derhältniffe unerträglich macht, ift Schweden in der glücklichen Lage, dieses liebel von feinen Grenzen gebannt zu haben Seit 1918 hat man ganze Städte zu 200 bis 5'00 Häusern erbaut. An schnurgeraden Straßen erheben sich die schmuden Bauten inmitten gepflegter Gärten und schattiger Anlagen. Der Vlagistrat die er S.äd'c bietet den Bewohnern die Möglichleit, selbst Hauseigentümer zu werden. Durch ein geschickt ausgedachtes System von Teilzahlungen kann jeder Einwohner nach und nach Besitzer eines Eigenheims werden. Kristiania heißt ab Neujahr Oslo. Die Hauptstadt Norwegens, Kristiania beging kürzlich die sehr schlicht gehaltene Feier ihres dreihundertjährigen Bestehens, lind damit ist auch der bisherige Name der Stadt gefallen, indem der schon einige Zeit vor dem Jubiläum in Vorschlag gebrachte Name Oslo immer weitere Anhänger erhielt. Nachdem sich bereits der zur Begutachtung der Namensänderung erwählte Ausschuß mit sechs gegen zwei Stimmen für diese ausgesprochen hatte, wurde in der kürzlich stattgefundenen endgültigen Abstimmung des Stadtrats mit 81 gegen 23 Stimmen die Einführung des Namens Oslo ab 1. Januar 1925 beschlossen. Hierbei sei noch erwähnt, daß Oslo der frühere Name von Kristiania war und (aus nicht hierher gehörigen Gründen) jetzt wieder zu Ehren kommen soll. Es dürfte angebracht sein, sich schon jetzt an den Namen zu gewöhnen und die Aen- derung im Adreßbuch und in den Geschäftsbüchern gleich vorzumerken. Büchcrtisch * Tie ReueMusik-Zeitung (Stuttgart, Verlag Carl Gvüninger Rachf. E. Klett) bringt zu Beginn ihres 46 Jahrgangs zwei austcrg wölm- lich wertvolle Hefte heraus 3m ersten gibt H. W. von Waltershausen za dem vielerörterten Thema „Konzertprogramme" Gedanken und Anregungen, die diese grundlegende Flage jedes KonzertweienS am Kernpunkt packen und fic erschöpfend lösen. Tas 2. Heft leitet ein ästhetisch gerichteter Arttkel Frank Wohlfahrts „lieber die Leibhaftigkeit der Musik" ein. Beide Hefte enthalten zudem zahlreiche Berichte, Besprechungen, Nachrichten über Kunst und Künstler u. a. 1295 * Eine Sammlung von Theaterkritiken vtu8 mehr als 200 der größten deutschen Tageszeitungen erscheint seit 1. Oktober unter dem Namen „D ie deutsche Kritik". Herausgeber ist der bekannte Theaterlritiker Franz Ducke in Chemnitz. „Die deutsche Kritik" erscheint in zwei Ausgaben. Das erste Heft der neuen alS Sammelwerk gedachten Zeitschrift ist soeben erschienen und den Schauspielkritiken gewidmet. Es ist außerordentlich interessant, die in Übersichtlicher Weise zusammen gestellten Kritiken aus mehr als 200 der größten deutschen Tageszeitungen zu studieren. Man erhält wertvolle DeigLeichsmöglichkeiten sowohl hinsichtlich der Ausgestaltung des Spielplanes der einzelnen Theater wie hinsichtlich der Beurteilung der einzelnen Bühnenwerke und der Leistungen der einzelnen Künstler. 1280 — lieber Richard Dehmel bringt „D i e schöne Literatur", die von Will Vesper im Verlage von Eduard Avenarius in Leipzig herausgegeben wird, im Anschluß an einen grundlegenden Artikel Hans Frands eine eingehende Bibliographie der Werke des Dichters sowie der über ihn erschienenen Aufsätze. 1294 Ihre Haarpflege ist vollkommen MH ■i—■■um —i ■ m—n— bei öfbtcucf) von tzavol, bem köstlichen ÄrauitrhaonDalTer bet Exterikulkur. Seit Jahrzehnten bewahr, fn ber Schaffung eines schönen vollen Aaanrudjfee. in ter ^erijütunq von Haarou»soll und 311 frühem (Ergrauen. 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