üsierL zur trau < IrtneötJ ’genflonb mo» uchersteunde y Der Soma» Weise er imntt. Sv eil: Das M. tanb. Umschlag» * Walter Tie» lrnge Stelle tu uiuitern to > riehen der gerateN* t sein MM bten Sinne M , so auch i Leid und Äumrvomch« xM, empstnL rülüge Sudgaoe i Magie, dti lusgabe mit bed einen Erfolg ge» k Aomane bet r Wate Seien. Diese schöne den Erfolg des vreitern und yi i anderen Dor» s die bisheria« ys •s?j rtz-z ” *sss KZ >im2! rmi aber <5 aus 15 '^willig ."2=1™ •» ;ren9®9 Don 2 iu. beiltn. le und erhall uT » <*; * M ein 8t»W •“».*35 -„Sv »f*** d°«M daß iF n« «ner. »o. intiner ^a^ivenn eine-" ^uppi» J langs"^^ siKFer aB ' Eoura«'^ 0 «*Ä nibd PtSR»^___ eine A & Nr. 182 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GießenerFamilienblätter Monatr-Vezugrpreis: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. 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(MTB.) 3m Unterhaus cmärtc Macdonald über die von der alliierten Konferenz erzielten Vereinbarungen, durch die erreichten Beschlüsse wurden verschiedene Bürgschaften geschaffen, um alle Parteien gegen solche Entscheidungen zu sichern, die als parteiisch oder ungerecht angesehen werden könnten. Alle alliierten Regierungen hofften, daß, die Wirkung der Vereinbarungen dahin gehen würde, einen neuen Gei st des Zusammen- wirkens auf beiden Seiten zu schassen, so daß auch die Paukte, die einstweilen vielleicht offen gelassen würden, da sie bei der gegenwärti- jen Verfassung der öffentlichen Meinung nicht geregelt werden könnten, nach einem Um» chwung der öffentlichen Meinang Gegenstand von Verhandlungen werden könnten. 3m weiteren Verlaufe seiner Rede erklärte Macdonald, man sei der Ansicht, dah die Verhandlungen unter den Alliierten einen Punkt er- :eid>t hätten, an dem die weiteren Erörterungen nit den Vertretern der deutschen Regierung vrtgesetzt werden mühten. Morgen vormittag hoffe man eine Sitzung der Konferenz unter Anwesenheit dieser Vertreter anberaumen zu können. Augenblicklich sei geplant, drei Vereinbarungen burchzuführen: 1. Eine Vereinbarung zwischen der deutschen Regierung und der Reparationskommission hinsichtlich der Fragen, die innerhalb der Zuständigkeit der Reparationskommission hegen. 2. Eine Vereinbarung zwischen der deutschen Regierung und den alliierten Regierungen hinsichtlich der Fragen, die durch direkte Vereinbarungen zwischen diesen Regierungen geregelt werden mühten. 3. Eine Vereinbarung zwischen den alliierten Regierungen, die die Fragen regeln sollten, die die Alliierten angingen. Lloyd George fragte, ob die Äußerungen Macdonalds bedeuten, daß er der Ansicht fei, dah Frankreich nach dem Versailler Vertrag das Recht hatte, eine Separataktickn zu unternehmen, oder ob er der von der letzten Regierung vertretenen Ansicht sei, dah Frankreich nicht das Recht habe, eine separate Aktion zu unternehmen. Macdonald erwiderte: Meine Haltung änderte sich bezüglich der Auslegung, welche die französische Regierung dieser Klausel des Versailler Vertrages gegeben hat, sowie bezüglich der von meinem Vorgänger vertretenen Ansicht nrcht. Als ich mich in der Opposition befand, vertrat ich die Ansicht, dah die britische Regierung vollkommen im Rechte war in der Annahme, dah eine individuelle Aktion durch diese besonder^ Klausel nicht sanktioniert war. Seitdem ich den Vorzug habe, im Amte zu fein, bin ich die gesamte Frage durchgegangen. Ichbin'mehrals leinderAnsichtbestärkt.dahdiebri- tische Regierung im Recht war. 3n Erwiderung einer Anfrage Da ld wins erklärte Macdonald, er freue sich, dem Hause mitteilen zu können, dah am Samstag ein Heber- c in fo atmen zwischen den Alliierten über gewisse aus dem Sachverständigenbericht entstehende Fragen erzielt wurde. Die Dokumente, welche die Vereinbaiilng enthielten und die später in der Presse veröffentlicht würden, würden jetzt vom Iuristenkomitee genau unter» f u ch t. Die Grundlage der Sachverständig en- berichte sei die Aufbringung einer Anleihe für Deutschlan d, am es wirtschaftlich auf die Beine zu stellen und ihm szu ermöglichen, seinen Verpflichtungen nachzukommen und wieder in das wirtschaftliche System Europas eiuzutveteu. Auf den britischen und amerikanischen Märkten sei das Vertrauen in die Reparationskommission als richterliche Körperschaft zur Erklärung des Verzuges bollständig verwirkt worden, und, wie er höre, würde, solange sie den wirtschaftlichen Kredit Deutschlands durch die Erklärung des Verzuges zerstören könne, der tatsächlich vielleicht überhaupt nicht bestehe, die Sicherheit für die Anleihe von so geringem Werte sein, dah die Anleihe nicht gezeichnet würde. Es sei lischt Ausgabe der Konferenz, die Vorkehrungen ftir diese Anleihe zu treffen, die auf dem gewöhnen Wege erfolgen würden. Aber es sei ihre Pflicht, die H i n der n i s s e zu beseitigen, velche die Anleihe auf dem Weltmarkt vielleicht unmöglich gemacht hätten. Macdonald ergriff die Gelegenheit, um fein 'Schauern auszudrücken, tau so oft erklärt wurde, dah die Schwierigkeiten, iicnen die Konferenz in diesem Teile ihrer Arbeit begegnet sei, von den Bankiers und Fi- n an z le uten geschaffen würden. Sie ratten sich darauf beschränkt, die Konferenz über bie A n sicht des geldanlegenden Publikums zu unterrichten und sie so zu leiten, dah sie nicht zu einer Vereinbarung gelangten, die die erforderliche Anleihe erschwert hätten. Die schließlich getroffene Vereinbarung gehe dahm, dah ein Bürger derVereinig- ten Staaten der Reparatiouskom- Vission beigegeben werden soll, ge- wahlt durch einstimmige Entscheidung dieser Kom- mi fwn oder durch den Präsidenten des internationalen Gerichtshofes als volles Mitglied der Korn» Mission, wenn die Frage eines Verzuges zur Erwägung steht. Die alliierten Regierungen verpflichten sich, kei- . Sanktionen anzuwenden, bis ein Verzug erklärt worden fei, nachdem alle Bürgschaften angewandt worden feien. Es feien Vorkehrungen getroffen worden, um ein Komitee von 6 Mitgliedern, die zu gleichen Teilen die deutsche Regierung und die alliierten Regierungen vertreten, zu schaffen, mit der Befugnis, nötigenfalls einen Ventralen hinzuzuwählen' um die Sachlieferungen zu vereinbaren nach einer iiifte von Produkten, welche von Deutschland in -Ueberemftimmung mit den Bestimmungen des Sachverstandigenberichts festgesetzt würde. Diese bezweckt, eine glatte Lieferung zu sichern und Meinungsverschiedenheiten zu verhüten. Was die Schritte betrifft, die getan werden muhten, um die fiskalische und wirtschaftliche Einheit Deutschlands wiederherzustellen, so sei einer eingehenden Serie von Bestimmungen zugestimmt worden, welche die Schritte barlegen, die die deutsche Regierung würde tun müssen mit Zustimmung der Reparationskommission, und auch die, welche die Alliierten oder einige von ihnen ebenfalls würden tun müssen, insbesondere die Beseitigung aller Vetos, die der von Deutschland angenommenen fiskalischen und wirsichaft- ltchen Gesetzgebung auferlegt wurden, die Wiederherstellung der Vollmachten der deutschen Verwaltung mit Bezug auf die Zölle, den Handel und die Eisenbahnen, die als Teil der seit dem 11. 1. 1923 angewandten Sanktionen aufgehoben worden waren, und bezüglich der wirtschaftlichen Kontrolle des Privat- besihes. Cs sollen neue Zeitpunkte dafür festgesetzt werden, dah eine volle Durchführung nicht später beginnt als am 15. September. Dieses Dokument umfaßt jegliche Einzelheiten bezüglich der Uebergaugspenode, auch eine Amnestie unb eine ©rftärung, der- zusolge gegen Handlungen, die von Einzelpersonen: infolge der Ereignisse seit dem 11. Januar 1923 begangen wurden, keine Belästigungen st a 11 f i n b e n werde n. Dies beziehe sich auf die Geiseln. Es sei weiterhin eine Maschinerie vorgesehen, durch die die Auslegung des Sachverständigenberichts und der Vereinbarungen nicht den individuellenRegier ungen ober einfachen Mehrheiten ter interessierten Vertreter überlassen bleibt. Die Konferenz habe daher ein nach der Ratur der 'Sache ziemlich sorgfältig ausgearbeitetes und verwickeltes । System von Bürgschaften übernehmen müssen. Seine Hauptpunkte seien: 1. Bei der Erklärung eines Verzugs muh die Reparationskommission einstimmig sein ober in Ermangelung der Einstimmigkeit kann eine Berufung vor eine Körperschaft von drei Mitgliedern gebracht werden, die einstimmig durch die Kommission ober in Ermangelung der Ein- timmigkeit vom Präsidenten des internationalen Gerichtshofes im Haag ernannt wird. 2. Die Regierungen sind übeveingekommen, dah sie bei Anwendung von Sanktionen als Treuhänder für alle aus dem Sachverständigenbericht geschaffenen 3ntere fen handeln müs- en, um insbesondere der Sicherheit der Anleihe keinen Schaden zuzufügen. 3. Angefochtene Auslegungen des Sach- verständigenberichts unb des Uebeieiukomme".s ollen an ein Komitee von Juristen verwiesen werden. 4. Wenn bas Trsnsferkomitee in der Frage einer Unaufrichtigkeit Deutschlands geteilt ist, soll der Punkt durch die schiedsgerichtliche Entscheidung eines Komitees von wirtschaftlichen Sachverständigen entschieden werden. 5. Meinungsverschiedenheitenzwi- chen dem Transferkomitee und der deutschen Regierung sollen auf Antrag einer der beiden Parteien an einen Schiedsrichter verwiesen werben. der durch Vereinbarung oder durch den Prä- identen des internationalen Gerichtshofes ernannt wird. Da jede Regierung einige Zweifel bezüglich der einen oder anderen Einzelheit des Sachverständigenplanes hatte, kann jede Regierung jede Schwierigkeit, die sie vorfindet, an die Reparationskommission verweisen, die sie sofort an ein Komitee verweisen muh, das aus dem Generalagenten für die Reparationszahlungen und den Treuhändern für die Eisenbahn und 3ndustriebonds und anderen kontrollierten Einkünften besteht. Ein Schiedsgericht ist ebenfalls vorgesehen, wenn die deutsche Regierung ober die Reparationskommission über den unterbreiteten Bericht nicht einig wird. Das Parlameutsmi glied MacReill fragte hier, ob_ dies bedeute, dah die alliierten Reg e- rungen übereingekommen -eien, dah im Falle einer Vcrzugserklärung die Schritte, die getan werden sollen, gemein Jam beraten werden. Sei die Frage offen gelassen worden? Sei irgendeine Vorkehrung getroffen worden für irgendwelche möglichen Meinungsverschiedenheiten zwischen den alliierten Regierungen darüber, welche Sanktionen in diesem Falle unternommen werden sollten? Macdonald erklärte, zunächst bleibe, was bie Aktionen betreffe, bie die Regierungen mit DeZug auf bie Sanktionen unternehmen können, die Angelegenheit genau da, wo sie im gegenwärtigen Augenblick sich befinde. Lloyb George fragte: Unb wo befinbet sie sich? । Macbonalb antwortete: 3m gegenwärtigen Augenblick ist es so, bah, wenn bie Regierungen zusammentreten und verschiedener Ansicht sinb, es für sie nach bem Fehlschlagen einer Übereinkunft möglich ist, ihre eigene Politik burchzuführen. So sei es vom Deifailler Vertrag beschlossen worben. Es sei ganz klar, bah das । ein unbefriedigender Stand der Dinge sei. (Beifall bei der Opposition.) Aber man habe sich mit den Fragen zu befassen, wie sie auftreten. Wenn jedoch bie Mitglieder bes Hauses es sich überlegten, wie bie Maschinerie arbeiten werde, unb wenn man erreichen könnte, dah ein Zustand b£t Einmütigkeit notwendig werde bevor ein Vorzug erklärt werde, so werde sich die Gesamtlage erleichtern. Bisher sei dies unmöglich gewesen. Man habe dies jetzt erreicht. Was weiterhin noch zu erledigen sei, könne nach seiner ।festen uleverzeugung geregelt werden, wenn man zu einem Zustand zusammenwirkenden Vertrauens gelangen könnte. Die Regierung werde nach der Londoner Konferenz fortfahren, daran zu arbeiten, so gut sie tonne. 3m gegenwärtigen Augenblick han- bele es sich um Resolutionen, die von den Komitees entworfen worden seien — davon einige in den frühen Stunden morgens und u n - t.er grobem Druck — unb er habe es ab» ?'nt' feine -Unterschrift darunter zu sehen (Gelachter unb Beifall), aber mit bem Haupt- mbalt stimme er überein — in manchen Punkten nach einem sehr grohen Druck. Aber ein Handel sei ein Handel, und jedermann könne nicht immer seinen eigenen Willen haben. Macdonald erklärte weiter, was er gern tun wurde, sei, ein System der Schiedsgerichtsbarkeit anzuwenden, das, wie er hoffe, in seinen Wirkungen erfolgreich sein werde. Er würde dieselhen Bedingungen aus der Auslegung des Versailler Vertrages anwenden, so dah alle ftrittigen Punkte verwiesen werden könnten z. B. (Macdonald betonte hierbei die vorläufige Ratur dieses Vertrages) an den Internationalen Gerichtshof im Haag. Aber er befürchte, dah -d? ni augenblicklichen Stande der öffentlichen Meinung nicht in England, sondern auch anderswo eine derartige Vereinbarung uu - möglich fei. Er hoffe, bafror- mittag i st die deutsche Delegation im Sonderzug nach London abgcreist. Ais Vertreter des Reichspräsidenten Über- bvuchte Staatssekretär M e i h n e r die Grühe unb Wunsche des Reichspräsibenten. Zur Verabschie- bung waren ferner bie Reichsminister Jarres, Brauns unb Höfle erschienen. Die Abrei'e vollzog sich fast unbemerkt vom Publikum. Rur wenige Vertreter ber deutschen unb ausländischen Presse waren zugegen. Heute bereits Plenarsitzung. lieber bie Ergebnisse ber gestrigen Sitzung ber Hauptdelegierten, bie von 10V2 ilfjr vormittags bis mittags gebauert hat. wird aus London berichtet, das in ber zweiten Phase ber ßonboner Konferenz unter Teilnahme ber deutschen Delegierten befolgt werden soll. Diese bie beute vormitag 8 ilfjr eintreffen würben, würden f 0 f 0 rtzur Teilnahme an der Plenarsitzung berufen werben, bie heute mittag im Foreign Officie ftattfinben werbe unb in der ihnen ba* Protokoll, enthalten!) bie Beschlüsse ber Alliier ten über bie Ausführung des Sachverständigen- planes, unterbreitet würden. Das Dokument sei noch in Bearbeitung im 3uristenausschuh. Cs werde von den Beschlüssen ber Konferenz dielen igen aufnehmen, bie eine Abmachung Deutschlands entweder unmittelbar mit den Alliierten ober mit der Reparationskommission möglich machten. Es sei vereinbart worden, daß dieser Sitzung ausschließlich die lieber» gäbe des erwähnten Dokuments stattfinden soll. Cs würden nur einige höfliche Worte ausgetauscht werden. Anschliehend werbe man die Tagesordnung der nächsten Sitzung aufstellen, in der die deutschen Delegierten ihre Einwendungen Verbringen sollen. Die drei Kommissionen, auf die sich bisher die Arbeiten verteilten, würden zur Prüfung dieser Einwendungen nicht von neuem berufen werben. Damit bie Derhanblungen vereinfacht unb beschleunigt würben, würben der englische, ber französisch« unb ber belgische Ministerpräsibent je einen von ihren Kollegen aus den Kommissionen ober einen Sachverständigen zu Rate ziehen. Deutscherseits würben vier Bevollmächtigte unb vier Sach- verstänbige zugelassen werden. Reben den Verhandlungen in ber Konferenz würben bie beut» scheu Delegierten mit ber Repko über die in deren Zuständigkeitsbereich fallenden Fragen betreffend bie Durchführung des Sachverstänbigen- planes verhandeln. Französische Machenschaften. r.r33a^id' 4' 2lug. (WB) Die französische Delegation, anscheinend mit ihrem Erfolge vom borgen Samstag noch uich recht zufrieden, wünscht sich in een Augen der fran-ö» fischen Opposition sichtlich in größeres An'eh n du setzen indem sie zu den tatsächlich besteh nirn Hindernissen neue hinzuerfrndet, zu d:m .inz gen Zweck, von vornherein deren erfolgreiche äleberwindung prophezeien zu können. So wird von Berich'erst ackern, die notorsch der ^anzösischen Delegation nah?stehen, feit ein- gen Tagen von der angeblichen Absicht der Deutschen, die K r i e g s s ch u l b f r a g e auf b:r Kon- unzuschne den, ein durch nichts ßeg nd ckes Aufheben gemach!. Der Londoner Sonderberich - erftatter der Havasageatur m ldet in tie'em Sinne, xn der heutigen Dormittagsfitzung ber Dck?ga- twnsführer Hube H e r r i o t erilä :t, er WA d es nicht zu lassen, baß bie brutschen Del cgi ten in Loudon bie Kriegsschuld fr g> zur Sprache brächten. Eine b?rar.igc Haltung Deutschlau. s würde einen Zwischenfall vo ' 1 ?incr Seile zur Folge hBen. Macbonalb habe erwidert, daß selbstverständlich kein ®runb vorliege, cs an- kablich der AUsfichrung des Sachverständigen- Planes du einer derartigen Debatte kommen zu lassen. Die Anieihesrage. Paris, 5. Aug. Wie dem „Petit Parisien" aus London gemeldet wird, hat Morgan sofort .bei seiner Ankunft in London gestern vormittag nicht allein mit seinen Teilhabern und amerikanischen Sachverständigen, sondern auch mit den alliierten Delegierten Fühlung genommen. Der Korrespondent des Blattes glaubt zu wissen, daß die Finanzleute der City zwar noch zögerten, sich mit den von der Konferenz vorgesehenen Garantien zufriedenzugeben, dah aber Morgan diese Garantien für ausreichend erachte, um zusammen mit den übrigen amerikanischen Kreditinstituten einen Anleiheabschnitt zu zeichnen, der bis zu 60 Prozent gehen könnte. Aach einer Havasmeldung aus Washington sind die diplomattschen Vertreter Englands und Frankreichs aufgefordert worden, den Vorschlag zu machen, dah Herr Morrow, der Teilhaber des Hauses Morgan, als Agent für dis Zahlungen undals Vertreter im Konvertierungsausschuh gewählt werde. Es sei allerdings noch unbekannt, ob Morrow an- nehmen werde. London, 4. Aug. Die „Times" meldet aus Aeuyork, in amerikanischen Vankkreisen verlautet, dah die in dem Dawes-Plan vorgesehene Anleihe von 40 Millionen Pfund Sterling i n - nerhalb eines Monats zur Ausgabe bereit sein und dah die Hälfte davon in den Vereinigten Staaten aufgebracht werde. Die Anleihe werde, sowett sie in Amerika gezeichnet werde, von einem Danken-Syndikat, das so gut wie sämtliche grvhen Aeuhorker und Chicagoer Banken und Institute in allen Teilen des Landes einschliehe, übernommen werden. Die Bankiers versicherten, dah es noch zu früh sei, um die Bedingungen der Anleihe zu erörtern, dah jedoch die Zinsen hoch genug sein mühten, um die Anleihe für die amerikanischen Kapitalanleger annehmbar zu machen. Die Besprechungen mit Staatssekretär Hughes. (Eigener Informationsdienst.) Berl in, 5. Aug. Heber die Besprechungen, die der amerikanische Staatssekretär Hughes während seines Aufenthaltes in Berlin m.t den führenden Mitgliedern der Reichsreg erung, insbesondere mit dem Reichs-iuhenmini^er und dem Reichskanzler hatte, wird S t i l t s ch w ei gen g> wahct. Deutscherseits äuhert man sich allerdings sehr befriedigt über den Verbau der Unterhaltungen mit dem amerikanischen Staatsmann. Man weist darauf hin, dah aus den Aeuherungen des Staatssekretärs Hughes das gröhte Interesse Amerikas an den künftigen wirtschaftlichen Beziehungen mit Deutschland zu erkennen war und dah die amerikanische Aeg erung das weitgehendste Verständnis für die gegenwärtige politische Lage Deutschlands besitzt. Staatssekretär Hughes scheint gegenüber den Fragen dec Londoner Konferenz dem deutschen €>_an> 1 punkt, den ihm Minister Dr Stresemann aus- ernandersetzte, nicht unsympathisch gegenüber zu stehen. Dor seiner Abreise empfing Staatssekretär Hughes in der amerikanischen Botschaft einem kleinen Kreis deuts cher Jour nalisten um in kurzen Worten seine Auffassung zu äußern. Msr Staatssekretär erklärte: „Es war mir besonders angenehm, zu einer l Zeit in Berlin zu weilen, wo eine so ausgezeichnete Aussicht auf die Herbst ellung einer Grundlage für die wirtschaftliche Wiedergenesung Deutschlands besteht. Wir in Amerika fr nd aufs höchste a n den Maßnahmen interessiert, die diesem Zwecke dienen, und glauben fest daran, dah der Daw esplan den Anfang einer neuen Aera des Friede n s u n d derBlütein Europakenn- zeichnet. Es ist unsere innigste Hoffnung, dah dieser Plan schleunigst in Wirksamkeit gesetzt wird." i Dawesplan und Arbeitszeit. Ein Vorstoß der Gewerkschaften. Dis Spitzengewerkschaften hatten gestern beim Reichsarbeitsminister Dr. Brauns eine Besprechung über die Ratifizierung des Washingtoner Arbeitszeitabkommens. Die Geweiischaftsvertreter betonten, dah mit der Annahme des Dawesgutachtens auch dessen sozialpolitische Auswirkungen, insbesondere die Begrenzung der Arbeitszeit, ge- sehgeberisch klargestellt Werder mühten. Die Gewerkschaften forderten deshalb die beschleunigte parlamentarische Verabschiedung der Ratifizierung des Washingtoner Abkommens, da sie andererseits auf Grund der bereits eingeleiteten Vorarbeiten einen Volksentscheid herbeiführen würden. DerReichsakbeitsminister erklärte, dah die Reichsregierung beretts bei dem nächsten Zusammentreten des Reichstags die zur Ratifizierung des Washingtoner Abkommens gestellten Interpellationen beantworten werde. Der von den Gewerkschaften gebildete Ar- bcitsausschuh, der sich mit den Vorbereitungen zu einem Volksentscheid zu befassen hatte, wird zunächst die Erllärungen des Reichsarbeitsmunsters im Reichstag abwarten, bevor er weitere Beschlüsse fassen toirb. Bayern und die Verfassungsfeier. Ein Protest des republikanischen „Reichsbanners". Der Bundesvorstand des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold richtete an die Reichsregierung zu Händen des Reichsministers des Innern, Jarres, ein Schreiben, worin der Bund gegen das Verbot öffentlicher Feiern am Verfassun gs tage in Bayern protestiert, da die bayrische Regierung mit dem Verbot der verfassungstreuen Bevölkerung die Möglichkeit nehme, für die Erhaltung der gegenwärtigen Staatsform öffentlich zu werben. Das Reichsbanner Echwarz-Rot-Gvld bittet daher die Reichsregierung, allen Cinfluh des Reiches aufzubieten, um die bayrische Regierung zu veranlassen, die Feiern am 10. und 11. August als solche zu erklären, die im allgemeinen Interesse des Staates und Volkes liegen und die nach den Bestimmungen der bayrischem Regierung unter freiem Himmel stattfinden können. Die Leiden des besetzten Gebiets. Tollwutanfall eines französischen Offiziers. Griesheim a. M.. 4. August. lWTD.) Schwere Ausschreitungen gegen die Passagiere eines Personenzuges verübte gestern nachmittag auf der hiesigen Station ein junger französischer Offizier. Er rih zahlreichen Passagieren, die ihn angeblich auf sein Verlangen nicht gegrüßt hätten, die Mützen und Hüte vom Kopf und warf sie aus den Fenstern des Zuges. Mehreren anderen Personen, von denen er vermutete, daß sie das Frankfurter Bundes-Radsahrsest besucht hatten, zerriß er d i e P ä s s e. Neue Ausweisungen. Wiesbaden, 4. Aug. Die Interalliierte Rheinlandkommission hat die Ausweisung von 5 hier wohnenden Personen verfügt, unter denen sich auch zwei Eisenbahnbeamte befinden: auch der im Jahre 1922 wegen angeblicher Spionage zu Anrecht zu 5 Jahren Gefängnis verurteilte und unlängst „begnadigte" Re- gierung£rat Dr. Prange wurde ausgewiesen. Der Generalstreik in Ost-Oberschlesien. Kattowih, 4. August. (WTB.) Zur Streiklage in O st-Oberschlesien ist zu berichten, dah die Kommunisten nach den Feststellungen der Woiwodschastsp'olizei eine lebhafte Agitation entfalten und auf den verschiedenen Werken Sturmtrupps zu bilden versuchen. Auf den Rybniker Gruben seien die Beamten, die Rvtstandsarbeiten verrichteten, beschossen worden. Einzelne Flugblattverteiler wurden verhaftet. Die „Abrüstung" bei den Andern Japan bestellt 140 000 M.-G.'s London, 4. Aug. „Westminster Galette" zufolge hat die japanische Regierung bei der Firma Vickers 140 000 Maschinengewehre bestellt. Jur Erneuerung der Mieum-Derträge. Anser wirtschaftlicher Mitarbeiter im Ruhrgebiet schreibt: Das Micum-2lbkommen 'ist, unter Aufrechterhaltung seiner grundsätzlichen Bestimmungen, weiter verlängert worden. Diese Tatsache ist wieder ein Beweis dafür, dah Frankreich und Belgien die billigen deutschen Re- Parationskohlenlieferungen solange, wie es die jetzigen Zustände irgendwie gestatten, unter allen Amständen weiter beziehen möchten, um mit ihrer Hilfe ihrer Schwerindustrie die preisunterbietende Konkurrenz auf dem Weltmarkt zu erleichtern. Dabei spielt für diese Länder keine Rolle der Amstand, dah bei ihnen die Kohlenläger schon überfüllt sind. Das gleich- zeittg die deutsche Wirtschaft durch die enormen Anforderungen weiter geschwächt wird, ist für Frankreich und Belgien nicht unerwünscht. Gemäß dieser Sachlage geht unser Interesse dahin, die Rotwendigkeit des baldmöglichen Verschwindens der Micum immer wieder zu betonen, zumal auch in dem Sachverständigengutachten ihr Abbau vorgesehen ist. Die bisherige deutsche Takttk des Entgegenkommens hat leider Erfolge nicht erzielt. So hat man z. B. Ende Juni von deutscher Seite die Micumverträge weiter verlängert, um die Lage des Kabinetts Herriot zu erleichtern, in der Hoffnung, daß bei den späteren Verhandlungen Entgegenkommen gezeigt würde, vor allem in der Richtung einer Erwägung darüber, wie die Finanzierung erleichtert werden könnte. Diese Hoffnungen sind falsch gewesen. Die Micum denkt nicht an irgendwelche grundsätzlichen Erleichterungen. Desto größer ist — wie bereits gesagt — unser Interesse an ihrer baldmöglichsten Ausschaltung. Dabei sei ausdrücklich bemerkt, daß wir an einem längeren Aebergangsstadium kein Interesse haben, da alle Aebergangsmaßnahmen die Gefahr in sich tragen, daß der bisherige Zustand mit einigen formellen Abweichungen bestehen bleibt. Anftr Interesse geht vielmehr dahin, daß von einem bestimmten Zeitpunkt ab die bisherigen Verhältnisse auf einmal beseitigt werden. In der jetzigen Gestalt ist die Fortführung des MicumshstemS jedenfalls unmöglich. Micurn ist für das besetzte Gebiet gleichbedeutend mit Zwang. Die Art der Verteilung der einzelnen Kohlenlieferungen durch die Micum auf die Zechen hat zur Folge, dah der ftüher durch das Syndikat mögliche Ausgleich in der Belastung nicht mehr möglich ist. Jetzt ist eS so, daß die meisten Zechen ihre besseren Kohlensorten ohne Bezahlung an die Micum abliefern müssen, während sie ihre weniger guten Sorten auf dem freien Markt nicht unterbringen können. Durch dieses System entsteht der deutschen Wirtschaft ein großer Schaden, ohne daß der anderen Seite entsprechend genützt wird. Don 450 000 Bergarbeitern im Ruhrrevier müssen jetzt schon jeden Tag 50—75 000 feiern, eine Zahl, die in den nächsten Tagen auf 100 000 sich erhöhen wird; auf der Tonne verkaufsfähiger Kohle ruht nach eigener französischer Berechnung eine Micumlast von 8,8 Mk„ so daß insgesamt eine Verschuldung des Ruhrbergbaues von über 600 Millionen Mark, d. h. V4 des Vermögens, entstanden ist; Allein die Verzinsung dieses Betrages ist gleichbedeutend mit dem Wert von ungefähr 450 000 Waggons Kohle. Vei Inkrafttreten des Sachverständigengutachtens ist mit wesentlichen Aenderungen des MicumshstemS zu rechnen. Das Gutachten sieht vor, daß in Zukunft ein ReparattonS- zahlungsagent die Verwendung und Verwertung unserer Zahlungen bestimmt. Er setzt fest, welche Sachleistungen mit den zur Verfügung stehenden Beträgen finanziert werden sollen; daher kann er, falls die Reparattonskommis- sion höhere Kohlenlieferungen verlangt, deren Ausführung verweigern, wenn die zur Verfügung stehenden Beträge nicht ausreichen. Die seitherige einseitige Festsetzung der Koh- lenmepgen durch die Micum bzw. die Reparationskommission wäre also nicht mehr möglich. Abgesehen von dieser grundsätzlichen Aende- rung des MicumshstemS müssen wir auch noch dahin kommen, dah in Zukunft nur die Menge und die Sorten angefordert werden, während die Verteilung uns überlassen bliebe. Damit würden die bisherigen sehr kostspieligen Eingriffe in die Zechenbetriebe aufhören; da das Sachverständigengutachten genug Garantien für die Durchführung der deutschen Sachleistungen vorsieht, könnte sich die Gegenseite mit mit einer Kontrolle >der Qualitäten auf den Zechen begnügen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 5. Aug. 1924. Kaltes Trinken. Wenn die Sonne es recht gut meint und sich die Menschen auf den Serienreifen und Wanderungen ungewohnten Anstrengungen aussehen, spielt der Durst eine große Rolle, und mit ihm kommt meistens auch die Frage nach seiner Befriedigung, nach dem Trinken, zur nicht immer einheitlichen Erörterung Der Durst auf Märschen und nach körperlichen Anstrengungen kann verschiedene Arsache haben. Erstens verbraucht der Körper Wajser bei angestrengter Muskelar^ü, da er es in Form von Schweiß zum Zweck der Abkühlung und Verhinderung einer inneren Aeber- hitzung ausscheidet. Diesen Durst kann man, als Gew^bsdurst bezeichnen, d. h das Musk l ewebe, das Blut ufa>. haben das Bedürfnis nach Wasser. Des weiteren kommt ein Durst gefühl zustande, wenn die Schleimhäute des Mundes und Rachens trocken werden, was immer dann eintritt, wenn der Mensch bei körperlichen Anstrengungen, Marschieren, Klettern, Radfahren usw. nicht ausschließlich durch die Rase atmet. Schließlich kann auch der Staub ein Durstgefühl bewirken, auch hier ist es wohl eine gewisse Trockenheit in Mund und Rachen, die das Verlangen nach Wasser bewirkt. Der Gewebsdurst mutz natürlich durch Zufuhr genügender Mengen Wasser befriedigt werden, während die Trockenheit der Schleimhäute zwar auch eine Befeuchtung nötig macht, aber durchaus nicht vorausseh t, daß man das hierzu verwandte Wasser auch tatsächlich schluckt. Ia, es genügt oft, ein Speichel anregendes Mittel anzuwenden, um diese Form des Durstes erfolgreich zu bekämpfen. Hierher gehören in erster Linie mechanische Reizmittel. Ein bekanntes und bewährtes Dolksmittel besteht darin, dah man einen Pflaumenkern in den Mund nimmt, die mechanische Reizung der Wangenschleimhaut bewirkt eine reichlichere Speichelabsonderung und verhindert so das Trockenwerden der Mundschleimhaut. Statt des Pflaumenkerns bedient man sich zioeckmähiger eines Stückes Kaugummi, das vorteilhaft noch mit Pfefferminz imprägniert sein kann. Was die Wasserzufuhr zur Stillung des wirklichen Durstes anlangt, so muh als erste und wichtigste Regel gelten, nur kleine Mengen auf einmal zu nehmen und keinesfalls zu kalt zu trinken. Es besteht eine große Scheu, wenn man heiß ist, überhaupt zu trinken. Diese Scheu ist unbegründet. Es ist ganz unschädlich zu trinken, auch wenn man erhitzt ist, nur müssen es ganz kleine Schlucke sein, die man zu sich nimmt. Die eingeführten falten Wassermengen müssen so llein fein, daß sie auf ihrem Weg zum Magen genügend erwärmt werden können. Wasser zum Trinken soll nicht unter fünf Grad Celsius Temperatur haben. Eine geringere Temperatur erfrischt nicht mehr und ist. für den Magen fraglos schädlich. Im Zeitalter der Preisausschreiben. Alk oder Betrug? In einem Darmstädter Blatt stand unlängst folgende Anzeige: „K o n d e r QL-®. Groh-Am- stadt liefert zu Reklamezwecken gegen Einsendung einer Rentenmark bis zu einer nahen Frist portofrei eine Handmaschine zum Rähen, einen Hosen Halter und eine alteLitvgraphie." Man erhielt hieraus eine Rähnadel, einen Hvsenknop f und eine gebrauchte Briefmarke zugesandt. Als Unternehmer dieses eigenartigen Geschäftes wurde ein Darmstädter Kunstmaler ermittelt, der in der Rähe von Groh-Amstadt seine Sommerfrische verbringt. Er gibt an, Laß es sich um einen Scherz gehandelt habe, er hätte die Absicht, den Geschädigten das Geld zurück^uerstatten. Gegen den Kunstmaler ist nun -aber ein Verfahren wegen Betrugs ein» geleitet worden. — Der Mann ist gut! * ** Ernennungen. Durch Entschließung des Hessischen Landesamts für das Bildungswesen vom 29. Juli wurden Professor Dr. Ebel, Direktor der Aniversitäts-Dibliothek, und Professor Dr. Frölich an der Landesuniversität Gießen zu Mitgliedern der Historischen Kommission ernannt — Am 31. Juli wurde ernannt der Vorstand der Landwirtschaftlichen Schule zu Lich Landwirtschaftsrat Dr. Heinrich May mtt'Wirkung vom 1. Juli 1924 an zum Vortragenden Rat bei dem Ministerium für Arbeit und Wirtschaft mit der Amtsbezeichnung „ Oberlandwirtschaftsrat". ** Die drohende Kartoffelkäfer- Plage. Das Kreisamt bringt im neuesten Amts- verkündigungsblatt folgendes zur Kenntnis der Bürgermeistereien: „Rach Mitteilung des deutschen Botschafters in Frankreich muß ungefähr ein Viertel des gesamten Flächeninhaltes Frankreichs als vom Kartoffelkäfer verseucht ober scuchenverdächttg gelten. Es maß daher die Gefahr des lieber greifend des Schädlings auf Deutschland als überaas nahegerückt angesehen werden. Mit allen Mitteln ist auf rec^etttge Feststellung des Schädlings aaf deutschem Gebiet hinzuwirken damit ferne Aasrottung möglich ist, bevor er überhand zu nehmen vermag. Wir empfehlen Ihnen, die Landwirte auf die große Gefahr aufmerksam za machen und dieselben auf- zufordern, jede Beschädigang ihrer Kartoffelfelder sofort dem zuständigen Landwirischastsamt zi melden." — Anmerkung der Redaktion: Wir weisen unsere kartoffelanba lenden Leser auf den Artikel „Mittel und Maßnahmen zur Bekämpfung des Koloradokäfers" hin, den wir m unserer landwirtschaftlichen Rubrik rn Rr. 168 vom Samstag, 19. Juli, veröffentlicht haben. In diesem Artikel gibt ein zuständiger Fachmann wertvolle Winke zur Bekämpfung des Schädlings. **DeratungsstellefürGeschlechts- kranke. Die Land es Versicherungsanstalt Hessen hat beschlossen, die Beratungsstelle für Geschlechtskranke in Gießen wieder zu eröffnen. Die Beratungsstelle befindet sich in der Aniversitäts-P oll- klmik zu Gießen, Klinikstrabe 40. Sprechstunden für Männer und Frauen arbeitstäglich von 9 bis 12 Ahr vormittags. ** Cinigewichtige Entscheidungen zur Frage der Hypothekenaufwertung. Rach einer Meld ang der „Detttschen Allgemeinen Zeitung" hat das Bayerische oberste Can» desgcricht in München in der Frage der Hypv- thet'enaufWertung beschlossen, daßPaPierrnarkhypo- theken, für die Löschungsbewilligung von den Gläubigern nur unter Vorbehalt erteilt ist, im Falle schon erfolgter Löschung auf den einseitigen Antrag des Gläubigers im Wege des Berichtigungsverfahrens als Papiermarkhypotheken in ursprünglichen Nennbetrag wieder in das Grundbuch eingetragen werden müßen, so daß sie in gleicher Höhe wie die anderen Hypotheken aufgewertet werden können. ** Falsche Einmarkstücke sind ir letzter Zeit aufgetaucht. Sie bestehen aus Die und Zinn, fühlen sich fettig an und haben einen matteren Glanz. Die Prägung ist unscharf, gegen den Rand zu fehlt das Eichenlaub. Das falsche Geld trägt das Münzzeichen A. ** Leichenländung. Heute vormittag 7V- Ahr wurde am Lahn-Wehr bei Burks Mühll eine unbekannte männliche Leiche gelandet. Der Anbekannte, etwa im Alter von 30—35 Jahren, ist 1,70 Meter groß, von mittlerer Statur, hat kurzgeschnittenes blondes Haupt- und Barthaar und ein volles Gesicht. Er trägt einen dunkel- grauen, fleintarrierten Anzug, weiß leinenes Hemd, Sportkragen mit dunklem Selbstbinder, graue E-ocken und schwarze Schnürstiefel. In feinem Rock befand sich eine schwarze Brieftasche mit 1,20 M. Inhalt, ferner zwei weiße Taschentücher, auf dem einen steht die Rümmer 295, auf dem anderen das Monogramm Dr. F. H. Die Leiche hat nur einige Tage im Wasser gelegen. Sachdienliche Mitteilungen zur Feststellung der Persönlichkeit des Toten und der Amstände seines Endes werden an die Kriminalpolizei erbeten. 'LZornvNzcn. — Tageskalender für Dienstag. Rundftmkhaus, Lobecstraße: Ad 8 Ahr Vortrag. Konzerte, Berichte. — Abschiedskonzert der R eichs -> w e hrkape11e. Man schreibt uns: Am den viel- seittgen Wünschen der Konzertbesucher gerecht zu werden, hat sich Herr S t e ck en (Liebigshöhe) ent« schlossen, ein Abschiedskonzert der Reichswehrkapelle vor dem Ausrücken auf den Truppen- Aebungsplch) Münsingen zu veranstalten. Da es nicht möglich war, alle Besucher des 8. Abonne- mentskonzertes in den ©aal der Liebigshöhe aufzunehmen, wird auf Wunsch das Schlachtenpot. pourri unverkürzt wiederholt. Außerdem werden einige alte historische Märsche auf den Heroldtrompeten gespielt werden. Die übrige Programm» ausstellung ist äußerst geschickt gewählt. Dis An- fang Oktober ist keine Aussicht mehr, ein Konzert unserer Militärkapelle zu hören. Wettervoraussage Wolkig bei mäßiger Wärme, Winde auf nord» liche Richtung drehend, strichweise noch Regenfälle Kreis Friedberg. • Friedberg, 2. Aug. Der 30 Jahre alte Kaufmann Julius Hammel von hier, der am Donnerstag nachmittag zum Einkasiieren von Geschäftsgeldern nach Steinfurth fahren wollte, wird seitdem vermißt. Er ist gegen 6 Ahr abends an der Bahn gesehen worden, in Steinfurth aber nicht eingetroffen, es konnte aach nicht sestgestellt werden, ob er abgefahren ist. Hammel ist etwa 1,68 Meter groß, hat schwarze Haare, schwarze Augen und ist glatt rasiert. Bekleidet war er mit dunkelgrauem Anzug, weißem Leinenhemd mit Fältchen, weißem Sportkragen und dunkler Krawatte. Er hatte graue Socken und schwarze Schnürschuhe an und trug dunkelgrauen Filz hup Zweckdienliche Mitteilungen erbittet die hiesige Kriminalpolizei. Kreis Schotten. , s^s Laubach, 3. Aug. Die außerordentliche Hauptversammlung des hiesigen Schühenverei ns, die gestern abend tm Schützenhof stattfand, war durch die große Zahl der Besucher ausgezeichnet. Prof. Dr. R o e s ch e n, der in diesem Jahre eine Schrift über den „Laubacher Ausschuß" (Gießen, bei der Drühl'schen Aniversitäts-Duch- und Steindrackerei R Lange) veröffentlicht hat, gab auf Grund eingehender Forschungen im ©räft. Solms-Lau bachischen Archiv und im Laubacher Stadtarchiv einen Acberblick über die Geschichte der Laubacher „Büchsenschühen-Gesellschaft". Er wies nach, daß eine solche Bereinigung in Laubach seit 1540 ununterbrochen bestanden und daß vor 50 Jahren (was als Gründungsjahr bisher galt) nur eine „neue Konstitution" stattgesunden habe. Die Schühcnbrüder M ö 11 und Enders bestätigten dies nach mündlicher Aeberlieferung durch ihn Väter und Großväter, die stets betont hätten, dah in Laubach stets eine „Schieß-Gesellschaft" gewesen sei. Prof. Dr. Roeschen gab darauf die Anregung, als Gründungsjahr das Jahr 1540 anzusehen. Der Schützemneister (Maler Rühl) stellte einen solchen Antrag und eröffnete die Aussprache. Nach längeren Erörterungen wurde der Antrag einstimmig angenommen und das Jahr 1940 als 400. Iubiläumsjahr bestimmt. Auch wurde beschlossen, jetzt schon einen Ausschuß mit den Vorbereitungen za einem großen historischen Festzug zu betrauen, wozu ein reiches Material an alten Waffen und Ausrüstungen vorhanden ist. Starkenburg und Nheinhessen. * D armsta d t, 3. Aug. Die Gedenk« feier für die Opfer des Weltkrieges fand hier auf -Ce.uniajung der Stad wer-. tS» i'* saufil* SiV §er Kr beschäme urfl dein ■ -ceisver denerbew iM toi«* mit«1«®, beanstandet- einbringAu nw 326000 hierdurch " Mistertum fassung eA gegeben- WM." schließ.von ßr beM d am 31- M Mise ausr Sodann aiSschusies e nennten bei Dendw ' Dar Schuhe c wurde ein Zeit war bei worden; ds unb Schinken Diebstahl fan ©arieiW e Gips ausgegi die an beftimn MdesDie^ Wochen später Stiefelsohlen spuren iibereir fengericht zu urteilt. 5 Mit dm 0 Königs nacht fuh ein t©mobil be gel Der F der Oertlidjie er hatte in b Weg verfehlt wagen befind! mochten, fonr unb ein MÄ teerten Große 1I< Warjcha hvlenistvvn mungheimge Evla sind übe zufolge sind t zerstört tovrü Strecken übers richtete Schab Turnen Karl -Reuter t 500 Turn denen deutsch °us dem Plan Anten Male Glegespabne Frankfurt a. l H Fulda, G Me ~ träte ^url Aeuft ^Sonderwe ter 2. Siege, rang Willy c 7 Ausrufe 12. Sieg. S.“Ä S™Nid>t Jft b-tr-is Ä «us ^öurkvtt «Jh di MÄ da $ °n SÄ- W< SpÄ ür Dienstag. ) 8 Uhr Vortrag : der Reichs- ans: Um den diel- »esucher gerecht zu (Äebigshöhe) ent- der Äeichsvehr- f Sen Sruppen- xm^oÜöv. Da t r drs 8. Mime- 1 Liebigshöhe auf* us Schlachlenpot- Außerdem werden auf den Herold- ihrige Programm- ;ewäM Dis Anmehr, ein Konzert L age Winde auf nord* se noch AegeMe. :rg. §er 30 Me alte von hier, der am Minen von De* -thfohMvoM. ift gegen 6 Uh worden, m » i konnte ach W ihren ist. Hamm°l I schwarze Haare, rasiert. 2kW g, weißem Örijen* fragen middun!» ikelgnmen $M chittet die W Awen^Ä dm, öp,i 5. Ste M sie bl Hßhvthekn auf. stüöe find tr ;Wn aus Ae haben einen m9 ist unscharf, Eichenlaub. Das izeichen A. H^ie dvrmittag beiDurksAZ »e gelandet. D» 1 ^3S Jahren E Statur, hm \s und DarthW V einen duM. rißleirenes Hemd, lbstbinder. grtme eH In feinem ' Dneftafche mit ihe Taschentücher, er 295, auf öem 5. H Die Leiche r gelegen. Sach- tellu"g der Per« Umstände seines wlizei erbeten. Kem <^?ZLhl 1 sie aroh» yW‘( Weschen, Lt.S te der Ukß sr fit Ö« xitzk,« und Ä rö^men^ geno^ Ä6fS •{&««* tinfl waltung im GtLor. ©aalbau statt. Sie war von allen Schichten der Bevölkerung sehr stark besucht. Die Männergesangvereine der Stadt hatten sich zusammengeschlvssen und boten Chorvorträge. Die Gedenkrede hielt Pfarrer Laut eschläger. Die Feier ist würdig und eindrucksvoll verlaufen. > Sitzung des Kreistages. Her Kreistag des Kreises (Sieben beschäftigte sich ter Klampfenbeg lei- tung jetzt grober Wert gelegt wird. Einige dieser Dorträge wirkten in ihrer Schlichtheit und Ton- chönheit fast künstlerisch. Auch de Tänze fielen überwiegend zufriedenstellend aus, nicht weniger die turnerischen ülebungen. Dab sich einiges der Kritik gegenüber weniger h'.eb- und stichfest erwies, ist bei der großen Zahl der Dorführungen nicht verwunderlich. Einen unvergleichlich sch' nm Anblick boten schließllch noch die allgemeinen Freiübungen, die Zungen und 'Madel vereinigten und denen ein großer Aufmarsch der Wimpel den eindrucksvollen Auftakt gab. Auch dieser Tell der Veranstaltung bewies, daß dem praktischen Turnen durch die Zugendturnbewegung nicht das Geringste genommen werden soll Am Llbend marschierten die Teilnehmer nach Marburg zurück. Das Schloß erstrahlte in festlicher Beleuchtung und auf allen Höhen um Marburg herum flammten Feuer auf. Eindrucksvoll wie der Tag begonnen hatte, llang er ernst und rein in den zum dunklen Abendhimmel filll auflodernden Feuerzauber aus. Am Montag begann der größte Teil der Teilnehmer, unter denen auch die Turnvereine unserer Stadt vertreten waren Wanderungen durch das hessische Land Berlin, 4. Aug. (Drahtbericht des »Gieß. Anz.".) Die Berliner Börse stand bei Beginn der neuen Woche im Zeichen einer regelrechten Hausse aus dem Anleihemarkt. Besonders stürmisch war die Aufwärtsbewegung auf dem Anleihemarkt bei Kriegsanleihen, die mit 425 einsetzten und spä.er mit 410 gehandelt wurden. Daneben standen Zrixingsanleihen sowie eine größere Anzah' L n?- wirtschaftlicher Pfandbriefe und S.adtanleihen Im Vordergründe des Znteresses. Die Tatsache daß eine Reihe deutscher Stadtgemeinden dazu üb.r- gegangen ist, Aufwertungen ihrer Anleihen im ungefähren Umfange von 5 Prozent des R n i- wertes vorzunehmen, gibt natürlich der Spekulation einen besonderen Anreiz. Es ist zu bcmerlcn, dab der Anleihemarkt sich allgemein durch eine gewisse Materialknappheit auszeichnete, da die Besitzer dieser Papiere wenig Derkaufsneigung zeigten. Don dem Anleihemarkt ging natürl ch ohnehin schon eine starke Anregung für den übrigen Effektenmarkt aus. Es kam dazu, daß dir Einladung Deutschlands zur Londoner Ken cnz und die bereits erfolgte Lkbreise der deutsche i Delegierten nach London weile Kreise in der Auffassung bestärkt, dab ein Fehlschlag der Ko. f .r.n, nunmehr so gut wie ausgeschlossen sei Lluch die Börse handelte dementsprechend, wenn sie schon jetzt ein posiüves Ergebnis der Konferenz vorweg annimmt. Die Spekulation nahm, soweck es die 5% Deutsche ReichSanlribe . <% Deutsche Nelchsanlctye . 3V,'/y Deutsche Retchsanleihe 3®A Deutsche Reichsunleibe . Deutsche Sparprämienanlethe 4% Preußische KonsolS . . . 4% Hessen .......... »3'A% Hesse».......... 3% Hessen..... ..... Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dio. Doll.-Schatz-Anwetsng/) 4% Zolltürken ......I 5% Goldmexikaner I Berliner Handelsacsellschaft. Commerz- und Privat-Bank Tarmst. und Nationalbank .. Deutsche Bank........ Deutsche BereinSbank .... Disconto Commandit .... Metallbank........... Mitteldeutsche Credttbank. . Lcsterreichische Creditanstalt. Westbank............ Bochumer Guß ...... Buderus Caro Deutsch-Luxemburg...... Gelsenkirchener Bergwerke. . l iarpener Bergbau...... ttaltwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln..... Laurahütte....... Oberbedarf...... Phönix Bergbau....... kiyetnstahl........... Riebeck Montan........ Tellus Bergbau ........ iamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd..... Cheramksche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg .. . Pbilipv Holzmanu...... Anglo-Cont -Guano Badische Anilin Cbemische Mayer Sladüt . . Goldschmidt.......... Gries trimer Electron .... höchster Farbwerke...... iolzverkohlung ....... lütgerswerke......... Scheideanstalt ........ Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann........... Mainkrastwecke ........ Schlickert........ Siemens A Halske ..... Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren» ..... Heyligenstaedt......... Megutn........... Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesell'chafk Frankfurt. Pet. Union A.-G........ Schuhfabrik Herz ..... Sichel Zellstoff Waldhof....... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . Frankfurt a. M, 4. Aug. (Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Es wurden notiert: Wetterauer Weizen 20,50 bis 21, Roggen, inländ 17,50 bis 18, Braugerste 18,50 bis 19, Hafer, tnL 18 bis 18,50, Mais, gelb 17,30 bis 17,50, Wei.^in- mehl, inländ., Spezial 0 31,75 bis 33, Roggenmehl 26 bis 26,50, Weizen- und Roggenkleie 10,50 bis 11, Erbsen 20 bis 26, Heu 0,50, Weizen- und Roggenstroh 4 bis 4,50, Treber, getrocknet 12,50 bis 12,75. Tendenz: Fest. Frankfurter Schlachtvrehmarkt. Franksurt a. M., 4. Aug. (Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Llustrieb: 1712 Rinder, darunter 476 Ochsen, 73 Dullen, 1163 Färsen and Kühe, 318 Kälber, 99 Schafe, 3382 Schweine. Es wurden notiert für je 50 Kilo Lebendgewicht: ! Ochsen, vollsleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 45 bis 50, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 38 bis 44, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 30 bis 37; Dullen, vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 34 bis 38, vollfleischige jüngere 28 bis 33: Färsen und Kühe, vvll- fleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 44 bis 48, vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Zähren 36 bis 42, wenig gut entwickelte Färsen 36 bis 42, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 30 bis 35, mäßig genährte Kühe und Fä-ffen 20 bis 30, gering genährte Kühe und Färseri 10 bis 15; Kälber, feinste Mastkälber 45 bis 50, mittlere Mast- und gute Saugkälber 38 bis 44. geringere Mast- und gute Saugkälber 30 bis 36; Schafe, Mastlämmer und Masthämmel 30 bis 35, geringere Masthämmel und Schafe 28 bis 30; Schweine, vollfleischige von 80 bis 100 Kilo 68 bis 70. unter 80 Kiw 58 bis '66, von 100 bis 120 Kilo 68 bis 70, von 120 bis 150 Kil) 68 bis 70 Fettschweine über 150 Kilo 68 bis 70, unreine Sauen und geschnittene Eber 58 bis 65. Markt- Verlauf: Zn allen Diehgattungen ruhiger Handel, bei Rindern und Schwänen größerer äleberstand. Berliner Produktenbörse. Berlin, 4. Aug. Die amerikanische Getreidesteigerung reflektierte auf den deutschen Markt. Die Preise zogen abermals an. Wintergerste wird aus Hamburg gefragt. Hafer war knapp. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen märt. 187 bis 192, Roggen, märk. 140 bis 147, Braugerste, märt. 168 bis 176, Futtergerste, neue 162 bis 170, Hafer, mätck. 159 bis 161, RapS 285 bis 290, Leinsaat 390 bis 395; für je 50 Kilo: Weizenmehl 25,25 bis 28,25, Rvggenmrhl 21 bis 23,25, Wäzenkleie 10,50, Reggenkleie 10 20 bis 10,40, Diktvriaerbsen 22 bis 24, kleine Erbten 15,50 bis 17, Futtererb'en 14 bis 15, Peluschken 14, Ackerbohnen 13 bis 15, Wicken 14 bis 16, Lupinen, blau 9,50 bis 10, gelb 17 bis 18, Rapskuchen 11,50, Leinkuchen 20 bis 21, Trocken- schnihel 9,50. Verantwortlich für Politik und Feuilleton: 3. D.: Heinz Gorrenz. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M, 4. Aug. (EigenerTraht- hericht des Gießener Anzeigers.) Tendenz: Sehr ftst. — Die Börse war auch bei Wochenbegrni, ^herrscht von der Londoner Konferenz, deren Verlauf allgemein befriedigte, zumal die Einladung Deutschlands im günstigsten Sinne gedeutet wurde. Angesichts dieses Vorganges eröffnete die Börse in außerordentlich fester Haltung. Die llntemebmungdlaft, die in einem feit langem nicht mehr gesehenen Ausmaße zur Verwirklichung kam, umfaßte den ganzen Marft. Die Kauflust fand eine erfeblidje Fwderrng durch Auslands order. Das Marktgffchäft bot ein außerordentlich lebhaft bewegtes Bild. Die Geldmarktfähe sind eher etwas leichter. Tagesgeld ist unverändert bei 6/16 pro Mille angeboten. Ter Zinssatz für Monatsgeld ist mit l3/s Prozent etwas niedriger als in der Vorwoche. Zm internationalen Devisenverkehr herrschtHaussestimmang für die europäischen Valuten. Zm Hinblick aif die Einigung der Alliierten auf derLondonerKonferenz sowie der Teilnahme Deutschlands an bei Unter« Handlungen. Alle europäischen Devisen sind gegenüber Reu York bedeutend fester. Besonders scharf ist die Steigerung des englischen Pfunds, das im ülsancenderkehr mit 4,413/i bis 4,441/i (Samstag 4,41i/i) eröffnete. Auch der Pariser Frank strebt nach oben. Die Pfurdparftät ging auf 83,70 bis 83,80, die Dvllarparität auf 18,85 zurück. Die | Mark behauptet ihren Kurs von 4,166 für den Dollar. Am Effektenmarkt vollzog sich das Geschäft in sehr lebhafter Form bei recht bedeutenden älmsätzen. Die Aufwärtsbewegung war hausfe- arüg, besonders für die Werte des Anilinmarkts, für den man neuerdings wieder bedeutende Kaufaufträge beobachten konnte. Die Kursgewinne gingen vereinzelt über eine Billion Proz. h n us. Die Danken lagen ruhiger, doch waren auch hier flute Gewinne zu verzeichnen. Zm Vordergründe des Znteresses stand erneut der Markt der hff- Amerikanische Roten .... mischen Anleihen, wo ganz beträchlliche Kurs- ®5,86 56,14 voll voll Oest. abgeft 5,90 6,92 5,92 5,91 voll voll Prag . . . . Budapest. . Buen.-Aires Bulgarien Japan . . . Wo de Fan Belzrad . Lissabon . . 12,38 5,35 V-6 3,03 1,715 l,385 4,99 11,27 12,44 6,38 1,37 3,05 1,725 6,395 6,01 11,33 12,45 6.41 1,375 3,03 1,715 0,385 6,92 '1.27 12,51 6,48 1^86 3,05 1,72i 0,595 5,04 11,33 voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll Geld I Briet Revari. °/0 4,21 voll 19,70 19,PO boll 67,58 67,92 voll 13,53 18.65 voll 22,19 22, 1 voll 160,35 161,15 voll 18,29 18, 9 voll 57,36 57,34 voll 5,95 5,97 voll 1,775 1.79 voll 111,12 111,6 voll 78,25 78,66 voll 65,61 55,83 voll 12,43 12,49 voll 5,24 5,28 voll An Billionen Prozent Frankfurt a M. Berlin Schluß, fiurs Schlich. fillrS Schlich. Nu e Schluh. flnri Datmn: 31. 7. 1. 8. 31. 7. 1. 8. 0,125 0,358 0,480 1.3 0,800 1,110 1,03 0,775 1,050 1,65 1,300 1/00 0,306 0,300 0,425 1 0,780 1,300 1 0,8 0 1,3 1 0,600 1,4 1 0,700 4,2 4,20 4,2 81,7 81,70 81,7 10,37 10 10,26 — 39,70 43 26,75 25,13 27,13 5,9 B 5,9 8,50 7,9 8,5 9,70 9,2 10,13 0,4 — 11,50 10 40 12 16 — 2,20 2,20 2,30 0,443 0,375 0,425 0,3 0,325 0,4 — 46 48 11,50 10,13 11,5 13,75 12 13,25 60,75 48,75 49,75 52,25 48,71 61 62 59 61,50 11,25 9,90 10,75 16 15,40 16,80 — 6,13 7,13 10,40 9,40 10 29,75 28,75 29.90 24,75 23 24,75 37 35,5 37,65 2,2 — — 27,62 24,3 27,13 6,20 5,20 6,30 —— 11,25 — _ 3,9- 3,4 3,5 _ 8,40 0,8 17,75 16,13 17,75 1,4 13,9 12,10 13^5 16,25 14,13 16 14,65 13,65 14,90 7,40 — —- 14,75 14 15,50 16 — 9,60 8,70 9,50 15 13,50 15,25 9,25 — 36 34,50 36,50 43 43 43,50 1,80 1,60 1,78 3,20 2,70 3,1 3 12,8 10,70 13 0,625 — — 1 0,9c 0,9 14 - 1,70 1,50 1,75 2,9 2,60 3,5 5,2 4,50 — 11 9,40 10,30 3,95 — M— 3,6 2,75 — 34. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) t d MW teti!®tt«40terstraM # l 022264 stunden 6100V tatet 2d Löberstr. 12 Wtz- ■ IO e pferdemist ureau. Der Alte aus Topper Rvnkan von Hanns von -Zvbeltih. an nur besseren Herrn zu vermieten. Gr. Steinweg 23 II. y. A. l. Gießen. Mittwoch, 6. Aua von 7 Uhr abds. an Zusammenkunft mit den anderen oberbeff. V. A. s,. anfdemHoberods- kopf. 022286 Glucke m. 9 Klicken au verkaufen. 022279 Neue Liaierne II, Nr. 46a. SWe für Sofort sehr kinderliebendes freundliches | Mietgesuche | Junges Ehepaar mit Kind sucht ab 1. September ober früher 1 oder 2 möblierte Sofort für ca. 3 Wochen von Dok oranien unge- Uörtes gut möbl. Zimmer gesucht. Schr Ang. u. 022281 an den Gieß. Anz. Einen Moment hat sie die Augen fest zuge-- oruckt. Noch einmal alles überlegt. Dann richtet sie sich auf, legt die linke Hand auf den Arm des Topperschen, die rechte auf den des Vaters beugt sich vor. „3ch mutz euch sagen, Euch, Ohm' und Euch, Herr Vater . . . ehrlich und offen ich trag's nicht, ich kann's nicht . . .“ Ter Leichholzer schmaucht ruhig' weiter. Der Ohm zieht die Pfeife aus den Zähnen, fragt, als ob er nicht recht verstanden. „Was denn, Lotteken ?" ü>eh mir's tut . . . ich kann nicht Christels Frau werden. . Ter Pfeifenkopf klirrte zu Boden. „Was?" Wieder sah sie auf den Vater, wollte bei ihm Sukkurs holen. — _”®cr ©eipel, LottchenI" sagte der, langsam an jedem Worte kauend. „3a, Bruderherz, wenn man’S recht bedenkt, unrecht kann niemand der Lotte geben. Dor Gott und vor Menschen nicht “ .,. -Dor Gott und Menschen nicht — so hoff' ich! ‘ beteuert Lottchen. „Du willst . . . also du willst den Christel nicht . . weil er siech und schwach ist. Hat sein Blut für den König gelassen . . .“ Er zwingt 'ich noch, der Alte, aber die Adem schwellen ihm dick und'blau auf den Schläfen. Antwortet der Leichholzer für die Tochter. Muht das recht verstehen, Bruderherz, und in Ruhe aufnehmen. Schau' doch das Lottchen an Tränen hat das Kind. 3a . . . aber wenn sie doch nicht gegen Herz und Gewissen kann —" jedes Quantum bei Tiefenbach Neustadt 15. GI07c Telephon 956. Auf vielseitigen. Wunsch: Großes Schlachtenpotpourri Liebigshöhe Mittwoch, den 6. August, abends 8 Uhr: Großes A bschiedskonzert der Reichswehrkapelle 6. August 1924 von der Reise zurück Or. Pfeti Heute abend 8 Uhr: Vortrag Herr Adam Stahl Lessing und seine Werke. 8.30 Uhr: Joh.-Seb.-Bach-Konzei1 9 30 Uhr: Presse-Berichte Sport-Berichte 10 Uhr: Opern und Operetten, morgen abend 8 Uhr: Vortrag. 8.30 Uhr: Musik. Allerlei. 9.30 Uhr: Presse-Berichte 10 Uhr: Mandolinen-Konzert 6116a Wölegstach ttM-Ei* 3n gesunder Lage Butzbachs gelegene große 3-Zimmer-Wohnung mit bewohnbarer Mansarde und sonstigem Zubehör wird gegen gleichwertige Wohnung in Gießen zu tauschen gesucht. Schriftliche Angebote unter 022271 an den Gießener Anzeiger erbeten. Stellenangebote! Bedeutende faÄÄM sucht für (Stehen mit Umgebung tüchtigem bet der einschlägigen De/atl- und Groß- bäudlerkundschaft bestens eingefuhrlen Vertreter SU sehr günstigen Bedingungen. Es wollen sich nur Herren melden, welche nachweisbar gute Erfolge auszuweisen haben. Offerten erbeten unter F. T. 3. 149 (6090ss) an den Gießener Anzeiger. in bester Lage mit größerem Laden und 5-Zimmer-Wohnung Zu verk. u. beziehbar gegen Tausch einer 5-Zimmer-Wohnung in freier Lage, oder Haus. Schrift!. Angebote unter 022283 an den Gieß.Anzeiger. 'm Braunfels an der Lahn am 9., 10. und 11. August 1924 Festplatz: Nähe kleiner Tiergarten Samstag: Abends Dorfeier im Festzelt. eioep SOttwtag: ’öorTnittags Riegenturnen; U/, Uhr Weihestunde im Schloßhof- 2 Uhr Festzug mit 6 Festwagernund historischer Abteilung; von 21/, Uhr ab Stabübungen^ Mannschafts- Kampfe, Rtegenturnen. Plontag: Vormittags 7 Uhr Einzelwetturnen; 10 Uhr Früh- Konzert; 2 Uhr Festzug; von 31/, Uhr ab Spiele und Turnen des Turnvereins Braunfels. Wohnungs-Vergebung Sn unserem Einfamilienhaus, Anneröder- weg 16, wird am 1. September d. I. die Wohnung, bestehend aus 3 Zimmern und Küche, sowie Gartenanteil frei. Mitglieder unserer Genoffenschaft, die auf die Woh° nung reflektieren, werden hiermit aufge-- fordert, Gesuche bis spätestens 11. Aug. ö. 3- an den unterzeichneten Vorstand (Ludwigstrahe 12) einzureichen. Gesuche, öie nach dieser Zeit einlaufen, können nicht mehr berücksichtigt werden. Persönliche Vorsprache zwecklos. 61080 Gießen, den 5. August 1924. _________Der Vorstand. Solides Mädchen mit guten Cmpseh- lungen, welches kochen kann, für bald gewachi, 022291 ftrnu H. Guth, Markt straffe 5. 4) rSonntog u.iliontog nnMIani u.WWMiWg t$on S(^rta,9,artle]lb bis Montag abend öffentliche Radiostation' Schloßbesuch, Besuch des neu eröffneten Museums. Fahrrad-Aufbewahrung. Sonderzüge. Muffst: HüttenKap. Buderus-Röchling. Eintritt 50 Pf. je Pers. Sonntag mittag l1/, Uhr entschlief sanft unsere hebe, gute Mutter, Schwiegermutter Großmutter, Urgroßmutter und Schwester Frau Kath. Rain geb. Forbach im Alter von nahezu 90 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Georg Rechts Familie Louis Wissemann. Lollar, 3. August 1924. Die Beerdigung findet Mittwoch, 6. August nachmittags 2 Uhr, statt eiisD' zu vermieten, evtl. 2 Betten. 022273 Liebigstr. 57 II. Mittwoch, 6. Aug., abends 81/., Uhr, int Kauim.Vereinshaus Mitgliederversammlung Bericht des Kreis- vorsreberö über den BerbandSlag in Königsberg. Musikalische Dar- bietungen. Der Vertrag mit dem Zahnärzteverband ist am 31. Juli erloschen. Behandelnde Zahnärzte und Dentisten sind, in der Geschäftsstelle zu erfragen. ßu,v Der Vorstand.! t«"t möbliertes großes 022285 Slenotouifiin auch 022278 ZMUW sucht Stellung für sofort. Offerten unt. L. M. 25 post- laaernd Wetzlar. Aeltere Frau sucht Arbeit im Waschen und sonstiger Art. Wer? sagt die Ge- schäftsst. d. G. A. °-’-287 . Den Laufpay geoeni '2vv |te frvtz ouT Den Christian sein müht'! Herr Gott im Himmel, dreht sich denn die Welt um?“ „Manchmal scheint's sv, Bruderherz. Aber diesmal ist's doch nur Lar Dinge Lauf. Hab' deinen Christel von Herzen gern, hält' mir keinen lieber als Eidam gewünscht — Parole d'honneur. Sod) nun . . . mach' nicht solche Augen, Zabel- tih . . . nun solch siecher Mann und das junge, blühende Leben hier! Also paht's nun mal nicht zueinander.“ Hat sich der Toppersche gebückt, den schonen Pfeifenkopf aufzulangen. Scherben, drei große Scherben. War die Fortuna drauf kunstreich gemalt gew'sen, Göttin Fortuna in Wolken. Mitt n- durch ging der Sprung. Hielt das eine Stück in der Hand, besah es lange, wortlos. Schleuderte es darauf wieder auf den Boden, weithin, in die Ecke an der Kossätenscheune, schlug mit der Faust auf den Tisch. „Pfui Geier! Hinaus! Hinaus mit euch!“ „Bruderherz! Alter Freund!“ , »2ch bin zum Geier dein Bruderherz! Hinaus sag' ich! Hinaus!“ Schrie es und stand auf, zitternd vor Wut, mit dicken Zornfalten im Gesicht und funkelnden Augen. „Hinaus!“ „Aber so hör' doch, Freuiidchen . . .“ „Hinaus!“ Tas Lottchen war schon bis zur Tür retiriert. Tie Alten standen sich gegenüber. „Don Sinnen bist du —" „Hab' mit euch nichts mehr zu schaffen. Schert euch!" „Das heischt Satisfaktion!“ Der Toppersche lacht. Gleich Gewitterwelken klingt es. vetetnanver und warfen kunstvoll die Klöppel» ^oj^er. Sreilicf): die Kunst war eigentlich nur bei Frau Beate. Das Kind hatte Eifer, aber nicht rechte Ruhe und Aeberlogung. Manchmal gad s Retzrimanden und wohl auch mal einen Achten Schlag auf die allzu huschlichen Finger Doch dann schossen der Ruth gleich die Starten in die Augen, und das konnte die junge Gnädiae nicht ansehen. Stteichelte die heißen Wangen und sagte begütigend: „War ja nicht böse gemeint. Mußt nur besser achtgeben. Gestern, wo das Anglück nrit dem Gestrengen geschehen, hatte sie das Kind nach Haus geschickt Es gab gar zu viel zu tun zwischen den beiden Kranken. Heut freilich auch noch, wennschon es dem Herrn Vater besser war, so daß er der Schwieger erzählen konnte, wie alles zugegangen Ta hatte sie nur stumm genickt, wieder und wieder, und zum Schluß bloß gesagt, mit ganz eiae- nert Augen: „Herr Vater, wer weiß, wozu es Sur ist. Dem Christian müssen wir's jetzo verschweigen. Ganz langsam nur darf er's zu wissen kriegen — das —“ ' -Und nun kam die Ruth durch den tiefen in ihrem dünnen Mäntelchen. Da brache die junge Frau es nicht übers Herz, sie wieder unverrichteter Sache heimzuschicken; hatte auch Verlangen nach einem anderen Gesicht, verstohlenes Verlangen Wenn's auch nur ein Kind war, vor dem man das Herz nicht ausschütten konnte — tzs war doch ein lebendiges Wesen, und man sah in die Augen und dachte allerlei. So sagte sie. »Bleib And jetzt saften sie am Fenster in &er Oberstube, die sich Frau Beate eingerichtet hatte, bei der Arbeit. (Fortsetzung folgt.) la 6086c IM*"* feurig gefärbt mit oder ohne Koch- gelegenheit. Offerten erbeten an <22269 Johannes Stranfl, Noonsiraffe 18 11, „ Junges kinderloses Ehevllnr sucht möbliertes Zimmer mit Kochgelegenheit. Oberbelten, Wüsche, Gasherd u. dgl. kann gestellt werden. Einzelne Dame od. Herr kann mitvervflegt werd-^- Schr.2lna.it. 02226a a. d. G Anz. [ Verkäufe | Gebrauchtes Herrenrad billig zu verkaufen. 022278 Lieh, Holländischer Hof. Ein fast neues Damenrad und gebrauchtes Herrenrad zu verk. Wo sagt die Geschaftsst. d. G. A. 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Schulhof, Tel. 119, Marktstr. 4, a Wetterauer In 1 fe! v «Mr „Ganz wie der Mosjbh wünschen ^ucht der Leichholzer "einen E^uf. Hat das Pfeifenrohr sollen lassen, zwirbelt seinen Bart. „So möchtt ich nicht gehen. Zabeltitz! Du wirst Vernunft annehmen. Aeber- leg s doch: ist doch nicht zum erstenmal, daß ein Verlöbnis aufgelöst wird in Ehren. “ „Hinaus, sag' ich!“ nrschüttelt der Lasvw den Kopf, zieht die 2lchseln hoch. „So k)mm, Lottchen. Gegen Narretei ist nichts zu wollen. Wird dich bitter reuen Zabeltitz.“ Lind sie gehen. Der Leichholzer schl u- dett die Tür ins Schloß, daß die Fenster klirren Der Alte aber steht, steht und starrt ihnen nach. 3st wie ein Block Holz, regungslos, eine lange Weile. Hört draußen Peitschenknallen und Cchlittengeläut. Steht und starrt — Dis endlich eine große Schwäche über ihn kommt. Daß die Deine ihm unterm Leibe wanken daft er mit den Händen in die Luft greift Müh- Jam tastet er bis zum Lehnstuhl, fällt schwer darauf, wie eine gebrochene Eiche. .Mein armer Ue&er Jung'! Das trägt er nimmer. . . mein Christel . . .' ilnö gleitet vom Stuhl nieder auf den Boden, neben die Scherben. So fand ihn ein paar Minuten später Beate. * * * ■Sur jungen Gnädigen kam jetzt, schon seit einer Woche oder darüber die Ruth Frau Bea'e hatte sie sich geholt, eines Tages, kurz nachdem der fünfer ausgezogen ist ins Feld: sie sollte bei ihr das Klöppeln lernen. Wußte selber nicht recht warum sie's getan, wußte nur, das mit ber feinen Spitzenarbeit war Vorwand. So sahen ne denn nachmittags, solange noch Helles Licht Gesucht wird üiödl. Zimmer welches sich auch als Bureau eignet. Scbr. Angebote unt. 6102D an den Gieß. Anz. gesucht ein eerer z* Unterstellen von Möbeln, etwa 20—25 qm ' loß- Schr. Ang. u. 022267 a. d. G. Anz. 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Gefunden wurde am Samstag vorunseremEingang ein größerer Geldbetrag. Abznholen Bottlna-Sohnhges., Seltersweg 91. Mit 2000 Gold- mark suche tätige Beteiligung Schr. Ang. u. 022272 an den Gieß. Anz. I in allen Fächern «außer fremd. Sprachen) insbes. Deutsch