Kl 254 Erstes Blatt U4. Jahrgang Samstag, 4. Gttober 1924 Erschein: iuytid), außer Sonn- und Feiertags. Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat im Bild. Moaatr-Sezngspreir: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n s p r e ch.Anschlüsfe: Schriftleitung 112, Der- lag undGeschäftsstellebl. Anschrift für Drahinach- richten: AnzeiaerSletzett. postfchemonlo: Krankfutt a. M. 11686. GichenerAMger General-Anzeiger für Oberhefsen Druck «nd Verlag: vrithl'sche Univerfilälr-Buch- und Zleindruckerei K Lange in Sieben. 5chnftle!tung und Geschästrstelle: Zchlllstraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummcr bis Hum Nachmittag vorher ohne jedeBerbindlichbeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen v 70mm Breite 35 Goldpfcnnig, Platzvorschrift 20°,0 Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Krisenstlmmung. Di« Verhandlungen über die Mmbilbung der Reichs re gierung beherrschen nach wie vor unsere innerpolitische Lage. Der deutsch- nationale Dertretertag hat sich mit erfreulicher Einhelligkeit hinter die Entschlie- hungen des Parteworstcrndes gestellt, und sich gum Eintritt in das Reichskabrnett grundsätzlich bereit erklärt. Der Reichskanzler hat daraus seine angekündigte Aktion zur Erweiterung seines Kabinetts mit einem Empfang der Führer der drei Regierungsparteien begonnen. Alle drei haben den Entschluß des Kanzlers gebilligt, gleichzeittg an Deutschnationale und Sozialdemokraten mtt der Aufforderung heranzutteten, durch ihren Beitritt das Kabinett nach rechts und links zu einer Regierung der Volksgemeinschaft zu erweitern. Am Freitag haben dann die Verhandlungen mit den beiden Flügelparteien stattgefunden, über das Ergebnis liegen zur Stunde noch keine authenttschen Rachrichten vor. Man darf aber wohl mtt einiger Sicherheit annehmen, daß Herr Dr. Marx sein fast utopisch anmutendes Ziel schwerlich beim ersten Anhieb wird erreicht haben, man wird auch bezweb- feln dürfen, daß es von ihm oder einem andern jemals wird erreicht werden. Ein Kabinett der Volksgemeinschaft, wie Herr Dr. Marx es sich denkt, erscheint nach Lage der Dinge auf absehbare Zeit hinaus ein unerreichbares Ideal zu bleiben. Käme es wirklich zustande, trüge es den Keim des Zerfalls von E>e- burtSstunde an unheilbar in sich. Polittsch wie wirtschaftlich so extreme Parteien, wie die Deutschnattonalen und Sozialdemokraten werden sich in einer Regierungskoalition nur m Stunden höchster außenpolitischer Svannung und auch dann nur widerwillig, zusammenfinden, und sie werden wieder auSeinandell streben, sobald die Gefahr, die sie zusammen- fühtte, gebannt ist. Schon das Fehlen einer starken Opposition würde den Zusammenhalt einer solch umfassenden Regierungskoalitivn dauernd gefährden. Jede der Flügelpatteien würde bemüht sein, den Kurs des Reichs- schiffeS nach ihrer Seite zu drehen und einq latente Krise wäre unausbleiblich. Angesichts der sehr bestimmten Erklärungen sowohl der Deutschnattonalen als auch der Sozialdemokraten, nicht mit der anderen Partei eins Koalitton einzugehen, wird man auch kaum annehmen können, daß es dem Kanzler mit seinen Bemühungen um ein Kabinett von Hergt bis Löbe in diesem Augenblick wirllich ernst ist. Wird es ihm doch schon nicht leicht werden, die Widerstände im eigenen Lager und bei der demokratischen Rachbarpartei gegen eine Koalitton mit den Deutschnattonalen zu überwinden. Es dürste auch ,ehr fraglich sein, ob die Deutsche Volkspartei, die sich in ihrer neuerlichen Programmatischen Erklärung gegen eine Rückkehr zur sog. Großen Koalitton ausgesprochen hat, eine Einbeziehung der Sozialdempkraten in die Regierung unter Verzicht auf den Beitritt der Deutschnattonalen mttmachen würde. Es ist kaum denkbar, daß der Reichskanzler für den Fall eines Scheiterns dieser von vornherein so gut wie aussichtslosen Verhandlungen mit rechts und links, den Rückttitt des Gesamtkabinetts ins Auge gefaßt hat. Damit wäre das Ziel erreicht, das die linksradikale Zentrumsgruppe um Dr. W i r t h im trauten Verein mit linkem Demokratenflügel und Sozialdemokraten seit langem in heißem Bemühen erstrebt hat: die Regierungskrise wäre da und für die dritte Kanzlerschaft Herrn Wirths freie Bahn. Man kann kaum glauben, daß sich Herr Dr. Marr zum Schttttmacher für seinen Zentrums- kvllegen Wirth und einen Linksblock hergrot. Viel mehr hat die Auffassung Berliner Blatter für sich, als ob der Kanzler aus taktischen Gründen den Versuch mache, Deutschnatronale und Sozialdemokraten zu einen, um bei seinem Sck)eitern eher die widerstrebenden Demokraten für einen Bürgerblock zu gewinnen, dem füh- -ende Persönlichkeiten der demokratischen ReichstagSsraktton, wie der Parieivorsitzende Koch und Reichswehrminister Dr. Geßler durchaus nicht so abgeneigt sind, w:e die Berliner und Frankfurter Linkspresse den Anschein erwecken will. Die Entscheidung, wohin die Reise gehen soll, liegt einerseits bei diesen besonnenen Elementen der Demokraten, die einer Verbrüderung mit den Sozialisten zuliebe nicht den Zusammenhang mit den anderen bürgerlichen Parteien und bei Reuwahlen den Rest ihrer Wähler zu verlieren wünschen, andererseits und nicht zum letzten beim Zentrum, das sich bislang noch nach keiner Sette sest- qelegt hat. Daß weiten Kreisen des Zentrums die emsige Geschäftigkeit Herrn Dr. Wirths und seine neuerlichen Bemühungen, das Parteisteuer scharf nach links herumzuwerfen, sehr gegen den Strich geht, ist eine Tatsache, die noch unterstttchen wird durch die Racbncht von konservativ-föderalistischen Absplitte- rungsversuchen analog der Bayerischen Völls- Um ein „Konzentrationskabinett". Des Kanzlers Verhandlungen mit Sozialdemokraten und Deutsch- nationalen. — Sozialistische Verschleppungstaktik. Don unseremDerliner Vertreter. Berlin, 4. Oktober. Die Besprechungen zwischen Reichslanzler Dr. Marx und den Führern der Sozialdemokratie hatten insofern ein überraschendes Er- gebnis, als die Sozialdemolsaten sich bereit erklärten, an der Regierung mitzuwirken,wenn die Deutschnationale Partei die Verpflichtung eingeht, die republikanische Verfassung des Reiches zu stützen, und den bisherigen au he n- politischen Kurs unangetastet zu lassen. Außerdem verlangen die Sozialdemokraten die sofortige Ratifizierung des Washingtoner Achtstundentag-Abkommens. Die bisher mit den Deutschnationalen gepflogene Fühlungnahme hat vorläufig noch nicht zu einem positiven Ergebnis führen können, aber es hat augenblicklich den Anschein, als ob noch nicht alle Fäden, die zu einer Verständigung führen könnten, zerrissen find. Die Lage stellt sich augenblicklich wesentlich günstiger dar, als es noch in den letzten 24 Stunden der Fall war. Offenbar sind sich die beteiligten Kreise vollkommen im klaren darüber, welche Folgen einSchei- lern der Bemühungen des Kanzlers nach sich ziehen würde. Tatsächlich gehen die Entscheidungen darum, ob für die nächste Zeit mit einer Konsolidierung der i n n e r d e u t s ch e n Verhält n i s s e gerechnet werden darf, oder ob durch die Aufrollung der Regierungsfrage auf der ganzen Linie ein Kampf um die Regierungsmacht entbrennt, der zur Schaffung eines R e ch t s b l 0 ck e s aus der einen, und eines Linksblockes auf der anderen Sette führen würde. Wie wir hören, beabsichttgen die Sozialdemokraten nicht, direkt an der Reichsregierung teilzunehmen und ttgendwelche Winistersihe zu besehen. Vielmehr wollen die Sozialdemokraten die Reichsregierung bei den parlamentarischen Ttb- stimmungen in der bisherigen Form so lange weiter unterstützen, als die Haltung des Kabinetts nicht in einem offenen Gegensatz zu den getroffenen Vereinbarungen steht. Die Hinzuziehung deutschnationaler Minister in das Reichskabinett würde für die Sozialdemo- kratte kein Grund zur Eröffnung einer Opposition sein, wenn der Kurs der Regierung in dem bisherigen Sinne fortgeführt wird. In den vo lk s- parteilichen Kreisen bestehl zur Zeit noch der Eindruck, daß die Haltung der sozialdemokratischen Führer aus ein taktisches Manöver zurückzuführen ist. Da sich die Verhandlungen immer noch in einem vorbereitenden Stadium befinden, ist es nicht unmöglich, daß von Fall zu Fall eine ganz neue Situation geschaffen werden kann, die alle bisher anscheinend erzielten Erfolge wieder in Frage stellen würde. Immerhin hält man es in den dem Reichskanzler nahestehenden Kreisen für einen außerordentlichen Fortschritt, daß die Erweiterung der Regierungsgrundlage nach rechts und nach links nicht von vornherein auf unüberwindliche Hindernisse stößt. Heber den Verlauf der Besprechungen zwischen den Sozialdemokraten und dem Kanzler meldet tt/as Wvlffbureau, daß von den Sozialdemokraten die Abgeordneten Hermann Müller, Wels und H i l f e r d i n g erschienen waren. Am Rachmittag fanden dann die Besprechungen zwischen den Beauftragten der deutsch nationalen Reichstagsfraktion und dem Reichskanzler statt. Die deutsch- nationalen Vertreter bezeichneten den Plan der Einbeziehung der Sozialdemokratie in die Reichsregierung als völlig neue Tatsache. Die über eine Erweiterung der Regierung in Betracht kommenden Gesichtspunkte wurden eingehend besprochen. Die endgültige Stellungnahme zu den erörterten Fragen wird die Reichstagsfraktion der Deutschnationalen ebenso wie die Fraktionen der anderen Parteien in der nach st en Woche treffen. Die Deutschnattonalen waren bei den Besprechungen vertreten durch die Abgeordneten Dr. Hergt, Graf W e st a r p , Dr. Schiele und Behrens. Bon der Reichsregierung waren außer dem Reichskanzler der Vizekanzler Dr. Jarres, der Außenminister Dr. Stresemann und der Reichsernährungsminister Graf K a n i tz anwesend. Vermittlungsaktton Dr. Stresemanns. (Eigener Informationsdienst.) Berlin, 4. Ott. (Drahtmeldung.) Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, beurteilt Außenminister Dr. Stresemann die innenpolitische Lage gegenwärtig außerordentlich zuversichtlich. Er glaubt sowohl die unbedingte Beibehaltung des gegenwärtigen außenpolitischen Kurses sowie eine Verständigung mit den Deutschnationalen he beisühren zu können Dr. Stresemann hat sich mit dem Reichskanzler in vollstem Umfange verständigt, so daß man von einer grundsätzlichen Ueberein* stimmung zwischen ihm und Dr. Marx sprechen kann. Augenblicklich bietet er seinen ganzen politischen Einftuh auf, um seine Partei zu einer vermittelnden Haltung zwischen Deutschnationalen und Sozialdemokratie zu bewegen. Berliner Pressestrmmen. In der Berliner Presse werden die Berliner Verhandlungen lebhaft glossiert. Das Organ des Reichslandbunds, die „Deutsche Tageszeitung". schreibt, daß die Annahme der von den Sozialdemokraten gestellten Bedingungen für die Deutschnattonalen nichts anderes bedeuten würde, als sich der sozialistischen Herrschaft auf innen- wie außenpolitischem Gebiet bedingungslos auszuliefevn und auf jede eigene Bewegungsfreiheit von vornherein zu verzichten. Erne solche Zumutung sei natürlich für eine Partei von der Bedeutung der Deutschrratioiralen unerträglich. — Die deutschvvllsparteiliche „3eit" sieht in der Haltung der Sozialdemottaten den Versuch, die Regierungserweiterung zu verschleppen und wendet sich energisch gegen eine derartige Taktik. Die Dinge vertrügen keine Verschleppung, sondern drängten zur Entscheidung. Für die Lösung der Schaffung einer Regierungsmehrheit im Reichstag gebe es heute eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten: Einbeziehung der Deutschnattonalen in die bisherige Koalition, ober aber Auflösung des Reichstags. Wenn es nicht gelinge, eine Verbreiterung der Regierung nach rechts herbeizuführen, werde sie im Wahlkampf gesucht werden müssen. Das stark linksorientierte Berliner Zentrumsorgan, die „Germania", wendet sich gegen die in der deutschnattonalen Presse aufgetauchte Meinung, daß der größere Teil der Zentrumspartei für die Bildung eines Bürgerblocks fei, und daß ein unbedeutende.' linker F ügel unter Führung des früheren Reichskanzlers Dr. Wirth der Bildung eines Bürgerblocks widerstrebe. Die Hoffnung der Deutschnattonalen, daß sich die Zentrumspartei letzten Endes dech noch zu Äner Dürgerblock-Regierung bereitfinten würde, fet trügerisch — Das „Berl. Tagebl." er- Ilärt, die Entscheidung liege nunmehr bei den Deutschnationalen. Wie auch die deutsch- nattonale Entscheidung aussallr, so könne doch wohl der volksparteiliche Plan einer Regierungserweiterung schon jetzt als gescheitert angesehen werden. Entweder bleibe vorläufig alles beim Alten, oder das deutsche Volk müsse auf gerufen werden, dem anmöglichen Reichstag vom 4. Mai ein Ende zu machen. — Der „Vorwärts" schreibt: Sollten die Deutschnationalen aus tattischen Gründen zu allem Ja sagm, so werde die sozialdemokratische Reichs- tagsfraltton die letzte Entscheidung zu fällen haben. Partei. So wird es sich letzten Endes im Schoß der Zentrumspattei entscheiden, ob uns eine Regierungskrisis erspart bleibt oder ob wir in einem Augenblick, in dem die auhenpolittsche Lage größte Stetigkeit erfordert, einen Führerund Kurswechsel vornehmen von so einschneidender Att, wie sie die Rückkehr zur Wirth- Koalitton sein würde. Der Reichskanzler zur Völkerbundsfrage. Der Sinn des deutschen Memorandums. London, 3. Ott. (Wolff.) Der Reichskanzler betonte in einer Unterredung mit tem Derpner Sonderberichterstatter des ..Daily Expreß' : Das d:upche Doll habe herbei bisher keinen Grund gehabt, eine Beteiligung an bem Böllerbund zu erstreben, von des en Leerungen es naturgemäß nur für Deu tschland Negatives empfand Daß der Döllerbund in wichtigen Fragen auch positive Arbett leiste, werde wohl von einzelnen erkannt. Doch könnte man von der groben Masse des deutschen Dolles nichr erwarten, daß es angesichts der Entscheidung über Oberschlesien, um nur ein Hauptbeispiel herauszugreifen, be'v: d rs geneigt wäre, durch die Mitgliedschaft im Döll.rbund Ak tonen zu sanktionieren, deren Kosten das deutsche Volk selber zu zahlen hatte. Rachdem nunmehr das Reparat.onsproblem geregelt sei, glaube die deutsche Regierung angesichts der wich- ttgen Fragen, die der Entscheidung des Völler- bundes unterlägen, ihre bisherige Haltuyg auf- geben zu müssen. Die deutsche Regierung habe es jedoch für eine Pflicht der Aufrichtigkeit gehalten, bevor sie ihren Antrag zur Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund stellte, sich Gewißheit über einige Punkte zu verschaffen, deren Bedeutung für die zukünftige Stellung Deutschlands zum Völkerbund auschlagwebend sei. Diese Punkte habe die deutsche Reg emng in einem Memorandum ft annuliert, toe djei den im Rate des Völkerbundes sfteader 10 Mrtivnen zu gestellt wurde. Die deutsche Regierung verlange auf dieses Memorandum weniger eine bestimmte Zu- oder Absage, sondern betrachte es als eine einseitigeErklärung, die sie aus Gründen der Loyalität vor Stellung des Anttages abgebea zu mitten glaub e lieber die einzelnen Punkte des Memorandums sei in der OessentliHkeit Vitt gesprochen worden. Deutschland liege im wesentlichen daran, ferne zukünftige Stellung als Hauptmacht anerkannt zu sehen. Der Reichskanzler gegen die Ausfuhrabgabe Die Gefährdung der deutschen Währung durch die Sonderbcftcuernng der deutschen Ausfuhr. London, 3. Ott. (Reuter.) Der Reichskanzler erklärte einem britischen Pressever- tteter in Berlin: Die deutsche Regierung könne nicht umhin, ihre Besorgnis über die Anwendung einer dem britischen Recovery Act analogen Sonder st euer in anderen alliierten Ländern auszudrücken. Rach Auffassung der deutschen Regierung lasse sich diese einseittge Reparationseintreibung nicht in Einklang mit den Bestimmungen des Da- wesplanes bringen. Der DaweSplan lege ganz besonderes Gewicht auf die Frage der Üebertragung von'Reparationsleistungen auS Deutschland auf die repara- ttonSberechtigten Länder. Sei dieser Heber» tragung sei größte Rücksicht auf die Stabilität der deutschen Währung zu nehmen. AuS den in Deutschland auskommenden Mattbeträgen, die für ReparationS- zwecke zur Verfügung ftonben, durften nach Ansicht der Verfasser des Dawes-Planes fremde Devisen nur in dem Maße erworben werden, als nicht eine Erschütterung der deutschen Währung zu befürchten sei Die Anwendung des Recovery Act dagegen durch eine Anzahl, ja vielleicht Mehrzahl der reparattonsberechtigten Länder würde in den Konsequenzen dazu führen, daß ein Devisenbetrag in Höhe von mehreren 100 Millionen Goldmark der deutschen Wirtschaft von vornhereinentzvgen werde, daß die deutsche Regierung die entsprechenden Summen im Innern zur Entschädigung derdeutschenExporteure aufzubrmgen hätte, und daß dadurch die deutsche Repa- ralionsfähigkeit sowohl in hohem Grade geschwächt würde als auch neue Gefahren für die Stabilität der deutschen Währung heraufbeschworen würden. Protest des Transferagenten in Paris. Berlin, 3. Oft. (TU.) Wie die Tel» gvaphen-Änion erfährt, hat die Erhebung der 26prozentigen Reparationsabgabe durch Frankreich auch in Kreisen, die dem Transferagenten: nahestehen, lebhafte Beunruhigung hervor- gerufen. Man weist darauf hin, daß durch die Erhebung dieser Abgabe die Durchführung des Dawesplanes im höchsten Maße gefährdet erscheine, um so mehr als sich eine ganze Reihe anderer Staaten dem Vorgehen Fl-ankreichs anschließen wolle. Damit dürfte der Transferagent den Standpunkt teilen, den die deutsche Regierung in ihrer Rote an Frankreich zum Ausdruck gebracht hat. Der Sransferagent hat in der Tat auch bereits Schritte unternommen, um die französische Regierung zu einer an derweit igen Regelung zu veranlassen. Die zweite Feststellung der Repko verschoben. Paris, 3. Oft. (WTB.) Die Repko Hai in ihrer heutigen Rachmittagssihung auf Antrag des Generalagenten für die Repa- rationszahlungen, Owen V 0 u n g , beschlossen, das Datum der zweiten Feststellung der Durchführung des Dawes-Planes vom 6. auf den 13. Oktober zu verlegen. Dieser Beschluß der Repko ist auf Grund eines Berichtes des Agenten gefaßt to£>rbene in dem es heißt, es seien alle Anstrengungen gemacht worden, um die Maßnahmen zu treffen, die es der Repko ermöglichen, die vorgeschriebene zweite Feststellung durchzuführen. Obgleich die notwendigen juristischen Arbeiten zur Ausarbeitung eines Berichts an die Repko und an die Linker Händler für die G oldanleihe mehr Zeit in Anspruch genommen hätte, als man zunächst angenommen habe, seien doch allerseits die größten Anstrengungen unternommen worden, um d i e notwendigen Abkommen für die Anleihe zu schassen. Unter diesen Umständen sei der Generalagent der Ansicht, daß es für die vollkommene Durchführung der vorgesehenen Maßnahmen unerläßlich sei, die vvrgeschriebene Fürst um wenigstens sieben Tage zu verlängern. Der Generalagent erklärte seinerseits, daß dir Annahme dieses Vorschlages notwendigerweise die UebergangsPeriode um sieben Tage verlängern werde. Die Räumung der Dortmunder gone. (Eigener Informationsdienst.) Berlin, 4. Oft. (Drahtmeldung.) Die Reichsregierung hat gegenwärtig Schritte eingeleitet, um die alliierten Regierungen zu einer Beschleunigung der in den Londoner Abmachung en vorgesehenen militärischen Räumung der Dortmunder Zone zu veoanlassen. Wie wir hören, hat die Reichsregierung der Erwartung ausgesprochen, daß der auf den 13. Oktober verschobenen zweiten Fest- stellungderReparationskommission nunmehr die endgültige Räumung der Dortmunder Zone folgen wird, und daß die in bcn Londoner Abmachungen vorgesehenen Fristen ohne Verzögerung in Kraft treten. In den maßgebenden Regierungskreisen glaubt man damit rechnen zu können, daß die Räumungs- maßnahmen im Laufe des Oktober durch- geführt werden. Die deutsch-französischen Wirtfchaftsverhandlungen. Paris, 4. Oft. (5H.) Obwohl die deutsch- französischen PZirischaftsverhandlungen geheim geführt werden, glaubt der „Matin" zu wissen, daß der französische Handelsminister im Verlauf der gestrigen Sitzung tue Frage der Verlängerung der zollfreien Einfuhr elsaß-lothringischer Waren nach Deutschland zur Sprache gebracht hat. Staatssekretär Trendelenburg soll, obwohl er nicht definitiv zu der Frage Stellung nahm, erklärt haben, daß die deutsche Regierung sich einer Verlängerung der Zollfreiheit widersetzen werde. Das Hauptargument, auf das sich Lrendelenburg stütze, sei mehr politischer als wirtschaftlicher Art gewesen. Er habe behauptet, daß der Protest gegen die Verlängerung der Vorzugsklausel im Versailler Friedensvertrag zugunsten der elsaß-lothringischen Industrie von den Verbündeten Frankreichs, nämlich England und der Tschechoslowakei, herrühre. Herbette sagt hierzu in der „In- formatron", die Deutschen müßten bei einigem Nachdenken bemerken, daß dieses Argument ihnen einen schlechten D i en st leistet. Wenn fremde Staaten ein französisch-deutsches Handelsabkommen zum Scheitern bringen wollten — was aber noch gar nicht gewiß sei —, dann sollten sie die Initiative dazu s e l b st ergreifen. Warum wolle die deutsche Regierung ihnen vorauseilen und an ihrer Stelle die Verantwortung tragen? Eine andere wichtige Frage betreffe das Regime der Meistbegünstigung. Die Deutschen wollten in ihren Handelsbeziehungen nicht nur zwischen Frankreich und Deutschland, sondern auch mit allen anderen europäischen Staaten das Meistbegünstigungsfhstem wiederherstellen. Wenn es sich bei dieser Frage nur um eins theoretische Kontroverse handeln würde, dann könne man dem deutschen System gewisse Bemerkungen entgegenstellen. Richt ohne Grund würde' man erklären können, daß das System den d ut- schen Gesetzen von 1919 zuw.derlaufe, und schl eh- lich fennc man ja noch gar nicht den Zolltarif, den Deutschland anwndei wolft. Man erkläre er werde gemäßigt schütz; .'llnecisch sein. Aber da die Zollsätze noch nicht sestgelegt seien, wisse niemand, ob sie auch nach Ansicht der 2lusländer gemäßigt genannt werden könnten. Aus diesem Grunde will Herbet.e die Aufme ck- samkeit auf folgendes wenden: Er fragt, was suchen die Deutschen, wenn sie daä Regime dec Meistbegünstigung verallgemeinern wollen? Sie suchen offenbar in jedem Lande den Verbrauch der ausländischen Produktion zu entwickeln. Sie haben die Hoffnung, daß die deutsche Industrie w gen ih er Tatkraft und Kompetenz von dieser allgemeinen Auslegung des Vertrages Ru'ea ziehen wer e. Aber Europa ist verarmt, selbst in England fehlen die Kapitalien. Bevor man also ein so großes Experiment mit dem Absatz unternimmt, wäre es da nicht besser. Abkommen zu erzielen, um die Produktion zu organisieren? Könnte man nicht angesichts des Mangels an Absatzgebieten in der Welt über ein Zollab - * kommen verhandeln ober industrielle Ab- yfommena bschliehen? '• Die Brotgetreideversorgung Berlin, 3. Oft. (TA.) Im Ernährungs- Ministerium werden die alarmierenden Rachrichten der letzten Tage über die Brot- Versorgung des deuffchen Volkes infolge des schlechten E rn t e a u s f a l l e s als stark übertrieben bezeichnet. Es sei allerdings Tatsache, daß in einzelnen Gegenden-, so beispielsweise in Westfalen, in der Rhein- Pro v i n z und in Teilen Hannovers, schwere Ernteschäden angerichtet worden seien. Dafür müsse aber die Ernte in den östlichen Gegenden ate ziemlich günstig angesehen werden. Gegenüber dem Vorjahre sei mit einem Ausfall an Brotgetreide von etwa 20 Proz. zu rechnen. Die Rachrichten, die von einer Wie - dereinführun g der Brotkarte berichtet haben, werden als Heller An sinn bezeichnet. Das Reichsernahrungsm nisleruum habe dem Minderertrag dadurch bereits Rechnung getragen, daß .rechtzeitige Auslondskäufe getätigt wurden, die in der nächsten Woche her-- einkomrnen würden. Das R e i ch s ei se,n b a h n- Ministerium hat bereits Vorsorge getroffen, daß die aus dem Ausland eingehenden Mengen den durch den Ausfall bedrohten Lanves- teuen möglichst direkt Angeführt werden. Baden und dessen. Darmstadt, 4. Oft. (Eigen. Der.) Das badische A r b e i t s m i n i st e r i u m tfl mit dem ! Oktober aufgehoben worden. Seine Geschäfte sind an das Ministerium des Innern übergegangen. Rur die Mini- sterialgeschäfte, die sich auf bei Wasser- und Straßenbau, die Elektrizitätswirtschaft, die Landeskultur, das Vermessungsw.'sei und die geologische Lanoesanstalt bezi hei, gchen an das Finanzministerium üb r. - Dieser Vor- gang ist für Hessen sehr bemerkenswert, denn von der Deutschen Volks- partei war als Ersparungsmaßnahme ebenfalls die Aufhebung des Arbeitsministeriums dringend verlangt, aber vor einigen Wochen im Hess. Landtag von dec Regierungsmehrheit abgelehnt worden WaS in Baden durchführbar war, s.ltte das nicht auch, in Hessen möglich sein? Der ukrainische Bauernaufstand in Oftqalizien. Warschau, 3^ Oft. lWB) Der ukrainische sozialdemokratische Landtagsk'ud st. llt in einem an die Presse ausgegebeuen Eommunique fest daß die in der polnischen Presse aller Richtungen fälschlich als Da n d i t e n e i n f ä l l e dar gestellte Bewegung in den Ostmarken nichts anderes sei, als ein selbständiges und bewaff netes Auftreten der durch die polnische Politik zur Verzweiflung getriebenen u k ra i n i - Nischen Bauernschaft. Diese bewaffnete Dauern beweg ung sei das Ergebnis der kurzsichtigen uno oem ulralnifdjen Volke feindlichen sozialen und nationalen Politik der polnischen Regierung. Pazifistenrummel. In der Tat, es wäre beinahe in Vergessenheit geraten, daß es in Deutschland auch noch sogenannte pazifistische Verbände gibt. Die Auf- regaingen der letzten Wochen, die Londoner Verhandlungen, die Reichstagsabstimmung, die Krisenmachereien der Sozialdemokratie, brachten es mit sich, daß pazifistische Veranstaltungen auch bei den Anhängern dieser politischen Richtung keinen Erfolg haben würden. Da es aber dem „Vorwärts" in diesen Tagen an irgendwelchen Sensatiönchen fehlte, sah sich die Deutsche Liga für Menschenrechte veranlaßt, den französischen Pazifisten Victor Basch nach Berlin zu rufen, damit er einmal, zur Freude der „Vorwärts"-Redaktion, dem deutschen Volke auseinanderseht, daß Deutschland zur Reparation verpflichtet sei, daß Frankreich dem Deutschen Reiche ehrlich die Hand hinstrecke und daß er, Herr- Basch, es nicht verstehen könne, wie ein deutscher Staatsmann den Gedanken haben konnte, die Kriegs- s ch u l d f r a g e wieder aufzurollen. Der „Vorwärts" ist natürlich von den Ausführungen seines französischen Gesinnungsfreundes ebenso begeistert wie Herr v. Ger lach, der es sich nicht nehmen lieh, ebenfalls seinen Senf zuzugeben. Würdig reiht sich an die nach dem „Vorwärts" sehr wirkungsvollen Ausführungen des französischen Pazifisten die Forderung der Deutschen Friedensgesellschaft, die R e i chs we h r a b- zu schaffen. Man sollte gar nicht glauben, wieweit der Pazifismus unserer deutschen Friedensfreunde geht, die mit der Entmannung vom Rovember 1918 noch nicht zufrieden sind und es nur zu gerne sehen möchten, wenn man uns auch unsere letzte Waffe, die Reichswehr, nehmen würde, und wenn wir vorbehaltlos in den Völkerbund einträten, in dem wir nach seinen letzten Beschlüssen in der Kontrolb- frage doch nur eine unwürdige Rolle spielen» würden. Genfer Optimismus. P a r i s , 4. Oft. (T. 11.) Rach einer Meldung des „Petit Parisien" rechnet man in Genf immer mehr mit der Möglichkeit, daß Ende desIah - res eine außerordentliche Versammlung des Völkerbundes zusammentritt, um über die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund zu beschließen. Da die Angelegenheit zwischen den Regierungen direkt zur Sprache gebracht werden wird, wird es sich um eine leere Formalität handeln, die höchstens 2 bis 3 Tage in Anspruch nehmen dürfte. Die Regierungen werden zu diesem Zwecke nach Genf ihre diplomatischen Vertreter entsenden, die mit Stimmrecht versehen sind. Vie fragen der Unterzeichnung der Schieds- und SanttionsprotofoDs. Paris, 3. Oft. (WTD.) Der Sonderbericht mstatter der Havasagentur meldet aus Genf: Es ist bekannt, daß die britische Delegation zwar erklärt hat, daß sie das Sicherheits- Protokoll der ernstesten Prüfung ihrer Regierung empfehlen werde, daß sie aber das Protokoll nicht unterzeichnet hat. Es wird versichert, daß Lord P a r m o o r gestern bei seiner Regierung telegraphisch um die Ermächtigung ersucht hat, das Dokument zu unterzeichnen, ehe er Genf verläßt. Der Genfer Berichterstatter des „Temps" scheint zu zweifeln, daß das der Fall sein werde, beim die britische Regierung wolle es s e l b st unterzeichnen, vorher aber eine Verstänbigung mit den Dominions erzielen. Andererseits war in Genf das Gerücht im Umlauf, daß auch Belgien das Protokoll schon jetzt unterzeichnen werde. Das ist aber nicht der Fall. Hymans hat erklärt, daß Belgien das Protokoll unterzeichnen werde, nachdem er es selbst dem Mini st errat vorgelegt und erläutert habe. Hymans glaubt aber, daß die Unterzeichnung seiner Regierung nicht zweifelhaft sei. „Reuyork Times" meldet aus Tokio, daß die Unterzeichnung des Genfer Protokolls durch Iapan unsicher geworden sei, da der Text nach der Ansicht des Auswärtigen Anrtes Unklarheiten ausweise. Die japanische Regierung wünsche vor allen Dingen nicht, daß die Auswanderungsfrage dem Völkerbund überlassen werde. Mißstimmung unter den Kleinen in Gens. Genf, 3. Oft. (Tel.-An.) Die Wahl der nichtständigen Mitglieder des Rates, welche die Wiederwahl sämtlicher bisherigen Mitglieder mit sich gebracht hat, hat unter einer Reihe von Delegationen eine starke Verstimmung hervor gerufen. Die chinesische Delegation verlieh sofort nach Dekanntwerden des Resultates als Protest die Versammlung. Auch bei der holländischen und portugiesischen Delegation soll die Mißstimmung über die Richtwahl besonders groß sein. Diejenigen Staaten, die bisher im Rate noch nicht vertreten waren, wollen nun Mittel und Wege suchen, um der Gefahr zu begegnen, daß durch die sich wiederholende Wahl aus den nichtständigen Mitgliedern mit der Zeit ständige werden. Doch ist ein Vorstoß in dieser Richtung nicht geplant, solange die Frage des ständigen Ratssihes Deutschlands nicht erfebigt ist. Der Stand der britischen Regierungskrifis. London, 4. Oft. (TA.) Reuerdings spricht man hier von dem 8. Rovember als dem möglichen Termin einer Reu wähl. Der Minister des Innern ist gestern abend aus Gens zurück- gekehrt. Das Kabinett tritt am Montag zusammen. Das sind die augenblicklichen Rachrichten zur Regierungskrise, andererseits kann hervorgehoben werden, daß die liberale Partei unter keinen Amständen für eine Reuwahl zu haben ist, weil sie die gegen die Regierung erhobenen Dorwülse für zu gering füg ;g erachtet. Daß sich die Oppositionspresse alle Mühe gibt, um eine Regierungskrise herauszubeschwvren, liegt auf der Hand. Die (Stimmung des Kabinetts ist gleichfalls geteilt. * Das irische Grenzgeseh wurde gestern abend mit 251 gegen 99 Stimmen in 3. Lesung angenommen. Daraus vertagte sich das An- terhaus bis zum kommenden Mittwoch Günstige Lage in Marokko. Paris, 4. Oft. (T. 11.) Wie das „Iournal" aus Madrid erfährt, wird sich General Primo de Rivera für 48 Stunden nach Madrid begeben, um dem König sowie den Mitgliedern des Direktoriums Bericht über die Lage in Marokko zu erstatten. Rachdem es Primo de Rivera gelungen ist, die Ehre der Armee zu retten, wird er, wie der Gewährsmann des Blattes mitteilt, Abd e I Krim z u Verhandlungen einlad e n , die auf der Basis des spanischen Protektorats vor sich gehen sollen. Die Lage in China. London, 3. Oft. (TA.) Die Rachrichten aus China sind heute widerspruchsvoller denn je. Rach Meldungen der „Daily Mail" aus Malden haben die Truppen Tschungtsvlins bedeutende Vorteile erkämpft. Sie haben die Stadt Tsching- ting erobert. 150 Tote und Verwundete sind die blutigen Verluste der Regierungstruppen, die außerdem 300 Gefangene, 120 Feldgeschütze, 20 Maschinengewehie und entsprechende Muni ion den Truppen Tschangtsvlins überließen. Auf der Front von Schanghai-Kwon bereiten sich beiöe Parteien zu entscheidenden Kämpfen vor. Es verstärkt sich immer mehr der Eindruck, daß die Kämpfe in China, wie es den chinesischen Gepflogenheiten entspricht, allmählich auf den Verhandlungsweg kommen und daß Eroberungen, Vorstöße und Rückzüge mehr das Ergebnis von Besprechungen als von Kampfhandlungen sind. Reuter meldet aus Peking, daß der Dampfer der Messageries Rlaritimes „Chantilly" ach zehn Flugzeuge an Bord hat, die f ü r T s ch a ng = tsolin beftimmt find. Das chinesische Außenamt habe bei der französischen Gesandtschaft wegen des Verkaufs dieser Flugzeuge nach Muk- den Protest erhoben und die japanische Gesandtschaft in einer Rote ersucht, diese Flugzeuge bei ihrer Ankunft in Dairen durch die dortigen japanischen Behörden mit Beschlag belegen zu lassen. Der japanische Außenminister Shidehara hat gestern in einem Interview erklärt, daß Iapan sich jeder Intervention in China absolu t enthalten werde, daß es a er damit rechne, daß die anderen Mächte eine ähnliche Politik befolgen. Das bedeute jedoch, so fügte der Minister hinzu, nicht, daß die vielen Interessen Iapans isn der Mandschurei und in der Mongolei vernachlässigt werden würden. Die japanische Regierung wache ganz besonders über ihre Interessen. Die Wahabiten auf dem Marsch nach Transjordanien. Paris, 4. Oft. (Tel.-An.) „Daily Expreß" meldet aus Ierusalem, daß 26 Schwadronen Wahabiten, die sich aus je 300 Berittenen zusammensetzen, nach Transjordanien auf gebrochen sind. Die Einwohner der Haupfftadt Amman schicken sich an, nach Jerusalem zu fliehen. Rach den letzten Rachrichten aus Dschidda sind dort 1 5 0 0 0 Flüchtlinge aus Mekka angekommen. Rach einer Havasmeldung hat König Hussein von Hedschas abgedankt. Der König ist in Mekka geblieben; die dortige Zivilverwaltung hat aber ihre Tätigkeit eingestellt. Beinahe alle reichen Bürger und auch die Behörden sind nach Reghpten und anderen Ländern abgereist. Aus aller Welt. Die Einheitskurzschrlft. Das Reichskabinett stellte mit Befriedigung das Zustandekommen der Einheitskurzschrift fest und ersuchte die Reichsrefforts, der alsbaldigen Verwendung der Kurzschrift in ihrem Geschäftsbereich näher zu treten. Das Reichsministerium des Innern wurde ersucht, im Benehmen mit dem Spar- kommissar, der die Einführung einer ein beite lieben Kurzschrift vom Standpunkt der Verbilligung und Vereinfachung der Verwaltung befürwortet, hierfür weiteres zu veranlassen und zur Erleichterung der einheitlichen! Durchführung Richtlinien aufzustellen. Eröffnung der Bodenresormer-Tagung. Lüneburg, 3. Oft. (T.A.) Die Tagung des Bundes deutscher Dodenreformer nahm gestern mit einem Degrüßungsabend ihren Anfang. Zahlreiche Teilnehmer sind aus ganz Deutschland (auch aus Bulgarien) eingetroffen. Rach Eröffnung durch den Lüneburger Vorsitzenden, Studienrat Schütte, begrüßte Damaschke die Versammlung und zeichnete in kurzen Strichen die Ziele und Zwecke der Bodenreformer. Er hob dabei hervor, daß Lüneburg als Tagungsort gewählt worden sei wegen feiner hervorragenden bodenreformerischer Arbeiten, Erbbaurecht, Rotgemeinschaft usw. Grohfeuer in einer Harburger Gummifabrik. Harburg, 3. Oft. (WTB.) Gestern abend entstand in einem Regenerierwerk der Harburger Gummifabriken „Phönix" ein Großfeuer, das sich in rasender Geschwindigkeit ausdehnte. Die Feuerwehr bekämpfte mit 28 RohrleitungLi den Brand. Es gelang schließlich, ihn zu lokalisieren. Die Betriebsstörung ist unbedeutend. Wettervoraussage. Schwach bewölkt, südliche bis südöstliche Winde, Wolkennebel, tags milder, trocken. Aus Stabt und Land. Gießen, den 3. Oft. 1924. Erinnerungen eines Kleinaktionärs. Zu der Zeit, als alle Welt Aktien kaufte und es zum guten Ton gehörte, von Aktien zu sprechen, fühlten wir uns gedrängt, das wenige Geld, das wir hatten, in diesen manchmal ganz hübsch bedruckten Bilderbogen anzulegen. „Wir" heißt in diesem Falle: ein paar Freunde, die vom Bankwesen und dem Ton, der damals dort herrschte, genau so wenig wußten wie ich. Aber weil der eine einen Bekannten bei der Bank hatte, hielten wir es für unbedingt notwendig, uns von diesem beraten zu lassen und in die Aktien zu „fleigen“. Es ist ein sehr trauriges Kapitel, denn das war die Aebergangszeit, wo die Rentenmark vor der Tür stand und die Aktien ihren höchsten Wert erreicht hatten. Aber da wir davon natürlich keine Ahnung haben konnten, warfen wir B ilberroettberoerb des Gießener Anzeigers. Aus unserem Heben Ober Hessen und darüber hinaus hat eine starke Beteiligung an unserem Dilderwettbewerb statt gefunden. Die Leistungen standen auf einer so erfreulichen Höhe, daß den Preisrichterm die Zuteilung des ersten Preises wirklich nicht leicht wurde. Aus demselben Grunde sah sich das Preisrichterkollegium veranlaßt, den Verlag zu ersuchen, anstatt eines fünften und sechsten Preises je zwei zu gewähren, den siebten Preis nicht vier, sondern vierzehn Einsendern zu bewilligen und dafür die Zahl der Trostpreise, herabzusehen. Von den Bewerbern, denen ein Preis nicht zuerkannt werden konnte, hat der Verlag noch eine Anzahl von Lichtbildern erwerben können. Es erhielten Preise: 1. Preis: Heinz Wagner, stud. jur., Gießen. 2. Preis: Carl Plank, Gießen. 3. Preis: B. Groh, Pfarrhaus Langd b. Hungen. 4. Preis: Karl Hof, Gießen. 5. Preis: Fr. Delitz, Gießen. Anna Vogt, Gießen. 6. Preis: C. Rausch, Gießen. P. Susat, Gewerberat, Gießen. 7. Preis: Rehnelt, Aniv.-Garteninspektor, Gießen. Marian H. Mühlberger, Gießen. Schmidt, Pfarrer, Battenberg. Richard Breither, Gießen. Dr. Erwin Schliephake, Rostock. Dr. Oswald Weidenbach, Gießen. Frgu Helene Henneberg, Gießen. Wilh. Christ, Homberg (Oberhessen). Karl Haag, Gerichtsreferendar, Gießen. Karl Schäfer, Wieseck. W. Iöckel, Amtsgerichtsrat, Gießen. Aug. Velten, Gießen. Schindler, Rektor, Alsfeld. W. Diehl, Pfarrer, Sellnrod. Trostpreise erhielten: Ludw. Schmitt, Gerichtsreferendar, Gießen. Gustav Markowih, Regierungsbaumeister, Gießen. Otto Rötter, Lehrer, Dodenhausen II. Karl Roch, Frankfurt a. M. Hans Wolfgang Szubinski, Gießen. Dr. A. Chambre, Studienrat, Gießen. / Herrn. Otto Vaubel, cand. Phil., Gießen. Emil Karn, Drogist, Gießen. Hirsch, Landgerichtsrat, Gießen. H. Keißner, Buchhändler, Gießen. Ernst Siebeck, Pfarrer, Merlau. Carl Euler, Wieseck. Karl Währum, Techniker, Gießen. Friedrich Fuhr, Lauterbach (Hessen). Eduard Kah, cand. theol., Friedberg (Hessen). Dr. G. Hanstein, Zahnarzt, Bad-Rauheim. Heinr. Magel, Ilsdorf. Aug. Eichholz, Gießen. Müller-Ahlheim, Reallehrer, Grünberg (Hessen). Alfred Thiel, Ingenieur, Mainzlar. Iockel, Kammerrat, Schloß Braunfels. Die Benachrichtigung an sämtliche Bewerber und Preisträger, sowie die Verteilung der Preise hat bereits stattgefunden. Das Preisrichterkvllegium, in dem an Stelle von Herrn Landgerichtsrat Hirsch Herr Landgerichtsrat Küchler mitwirfte, gab feiner Freude Ausdruck über die durchweg guten Leistungen, über die oft bildhaften Aufnahmen. Der Verlag und die Redaktton danken allen Einsendern herzlich und hoffen, daß dieser Wettbewerb ein Ansporn zu werterer ersprießlicher Tätigkeit sein möge, die Schönheiten der Heimat in vollendeter Wiedergabe mit der Kamera festzuhalten. Auf Wunsch teilen wir aus der Reihe der Preisträger gerne die Mitglieder des Kamera- Klubs Gießen 1920 mit, da sie teils vorzügliche Leistungen aufweisen konnten: es sind die Herren: Heinz Wagner, stud. jur., Carl Plank, Belitz, Heinz Keißner, Emil Karn. Wir hoffen, schon bald nach Sichtung des Materials mit Wiedergaben der Aufnahmen in der Beilage des G. A. „Heimat im Bild" beginnen zu können und damit unseren Lesern manches schöne Bild des Hessenlandes zu übermitteln. Verlag und Redaktion des Gießener Anzeigers. tollkühn alle Bedenken über Bord, vertrauten unsere Billionen jenem Bankbeflissenen an, der eben ausgelernt hatte und trotzdem die Hoffnung hatte, sehr bald Direktor zu werden, und erhielten eines Tages unsere „Stücke". Die erste Enttäuschung war die, daß unsere Papiere gar nicht mit den andern notiert wurden. Es half nichts, daß wir uns die besten und neuesten Kursberichte kauften und stundenlang studierten, sie waren nicht zu sinden. Rur in der Ecke, wo Freiverkehr stand, erschienen sie so gleichsam nebenbei, mit der deutlichen Absicht, nicht viel Aufhebens von sich zu machen, älmsomehr Aufhebens machten wir davon, denn im Anfang war die Sache neu und ungewöhnlich interessant. Wenn man gefragt wurde, konnte man nun mit ruhigem Gewissen sagen: natürlich spekuliere ich und jede wettere Frage mit kühler Zurückhaltung beantworten, denn das sah aus, als ob man seinen guten Tipp nicht vete, raten wolle. Wir haben damals in Dankausdrücken geschwelgt und die Vokabeln dieser damals Publikumabwehr enden Institute mit Fleiß gelernt, und ich bilde mir ein, daß das uns in den 2Iugert meiner Mitmenschen nicht geschadet hat. Sie hielten uns für Leute, die viel Geld verdienten und behandelten uns mtt Hochachtung. Daß unsere „Pferdchen" nicht mal auf der Rennbahn liefen, sondern nur auf dem wilden Anger, das konnten sie ja nicht ahnen. Ich erinnere mich daß mir einmal ein großer Spekulant sein Herz ausschüttete und mich in einem Maße mit seinem Vertrauen beehrte, daß ich fast übermütig wurde. Er hatte gehört, daß ich mit einem anderen Herrn über Aktienbewsgung • und über Ausschüttung gesprochen hatte und glaubte nun in mir den rechten Qllann gefunden zu haben. Meine einzige Rettung: Schweigsamkeit. Ich nickte nur immer sehr ernst und sagte, es käme alles auf Beziehungen an. ilnb das war auch seine Heber» Zeugung. Der Rausch hat nicht lange vorgehalten, die Rentenmark brachte uns glücklicherweise Ernüchterung, im Anfang waren wir enttäuscht, heute sind wir froh. Ich brauche nicht zu sagen, daß unser Aktienbestand heute kaum ein paar Mark beträgt und war doch seinerzeit der Anlaß schlafloser Rächte, weil wir alle vom Zahlenwahn- sinn befallen waren. Wie sind wir still geworden, wir armen kleinen Aktionäre! M. W. Trine spricht - mit Kennerblicken — , Sei fix* bleicht doch zum Entzücken. Trine spricht - mit Kennerblicken — a Seifix* bleicht doch zum Entzücken. Z” eine blendend weiße Wäsche, erzielen Sie bei Verwendung von Dt. Thomnsons Seifenpulver (Marke Schwan), das infolge seiner stets gleichbleibenden, hervorragenden Qualität auch den hartnäckigsten Schmutz mühelos beseitigt Dr 1 hompsons Seifenpulver ist in Verbindung mit dem modernen, garantiert unschädlichen Bleichmittel Seifix das beste selbsttätige Waschmittel. ____ >erg (Wen). arme" (Hessen), Heim. 8. .che Bewerber ng der Preise lung des Ma« ahmen in der i" beginnen zu manches schöne >ln. er Anzeigers. xm an Stelle Herr Landseiner Freude n Leistungen, n. Der Der* n Einsendern ettixtocrb ein Tätigkeit sein not in voll- a festzuhallen, r Reihe der des Kamera« ie teils vor« iten; es sind r., Carl Plank, Sichen. Sichen. tot 'ichen. jehen. 'erhellen). löar. Sichen, > Sichen. !rb igerg. ^.und dar, «pj- ZL fr 4 Zen/ letzen, tfl. -d, vertrauten semn cm, d« an die S* werden, und licke" ie, datz unsere ns die besten und stund«»' j finden. Aur ers^ sittlichen > ch zu ma£ un^o^E w*. 1«®® lagen: pp nW «* K gelernt, uw <Ä ÄS ÄS lc-M-Ki?- SL zu l^Aark 'SS Dietzen. ö 61 Hungen. bient, mit ruhigem Teddy. fein. leien, Monatsversanmckung 8 pihr. Alters vereintwett ’»D Dr. Thompsons Seifenpulver (Marke Schwan) das Paket 30 Pf. — SEIFIX. modernes Bleichmittel, das Paket 15 Pf. 4877D des Stadthea- der neuen Spielzeit Friedrichstraße 6, erteilt. (Siehe heutige Anzeige.) Lpkise zimmer auch einzelne Büssettz liefert sehr preis solches Eiholungsstündchen, und Geist nur zum Besten Gewissen gönnen. •• Der Spielplan ^3fb 10 bis 12 Ps., Honig Pfd. 25 Pf., junge Hahnen Psd. 1 All., Aippenhühner Pfd. 1 AU., Aüsse Pfd. 40 Pf. Bornotizcn. Tageskalender für Samstag. Dallspielklnb 1920: Stiftungsfest in der Turnhalle. Steinstrohe. — Reichs Vereinigung ehern. Kriegsgefangener: Stiftun^fest, 8 Tlhr im Katholischen VereinshquS. — Artillerie-Verein: Monats Versammlung im Vereinslokal. — Amicitta: ter8 für die erste Woche wird im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes veröffentlicht. Die erste Vorstellung findet am Dienstagabend statt. Man beachte ferner die heutige Anzeige betr. das Stadttheater-Abvnne- meistens im Dunkeln gelesen oder gearbeitet Ratürlich rächt sich solche Unvernunft, viele Kurzsichtige verdanken ihr geschwächtes Augenlicht diesen falsch ausgenutztsn Dämmerst raben Wem also sein niemals zu ersehendes Augenlicht lieb ist, der vermeide in Dännnerzeiten jede Beschäftigung, die besonders die Sehkraft in Anspruch nimmt. Auch mit dem Anbrennen der Lampen ist in der Zeit der Dämmerung durchaus nichts gebessert, im Gegenteil, das Zwielicht schadet noch mehr. Das Vernünftigste ist eben, die Zeit der Dämmerung als eine Ruhestunde zu betrachten. Wer den Tag über die Zeit in zweckmäßiger Weise angewendet Hal, der sollte sich, hauptsächlich an Sonn- und Ruhetagen, am Abend ein das seinem Körper Zuchtvereinigunaen, die wertvolle Faseltiere an- zuschaffen beabsichtigen, günstige Aussichten. Weitere Auskunft wird von dem Landon rischa ft“ kammer-Ausschutz für Oberhessen in Giest ment * Der Oberhess. Kun st verein eröffnet nach einer längeren Pause am morgigen Sonntag, 5. Oktober, wieder seine Ausstellungsräume, und zwar haben zunächst wieder die oberhessischen Künstler ihre Werke (Gemälde, Graphik und Plastiken) ausgestellt. Die Ausstellung ist zu den üblichen Zeiten geöffnet. < Reuer Arbeiterzug nach Hungen. Ab 5. Oktober verkehrt ein neuer Arbeiterzug auf der Strecke Giehen—Hungen, Gichen ab 5,30 Uftr nachm., Hungen an 6,19 nodym. ” Bulle nauktion. Man teilt uns mit: Am Mittwoch. 8. Oktober, vormittags 11 älhr, findet gelegentlich des Lauterbaches Mark- t e s die letzte Bullenauktion des Landwirtschafts- kammer-Ausschufses in diesem Jahre statt. Zum Verkauf kommen etwa 30 Dullen. Sämtliche zur Versteigerung kommenden Tiere sind in das Zuchtregister des Landwirtschastskannner-Aus- schusses eingetragen und stammen aus den besten Zuchten der Kreise Lauterbach und Alsfeld. Die Auktion bietet somit für Gemeinden und Dicker Hals und Blähhals wird durch Sagitta Eichheimer Balsam entfernt. Tausende von Anerkennungen bezeugen die überraschend gute Wirkung. Vollkommen unschädlich. Kann unauffällig angewandt werden, da er nicht fettet und nicht färbt. 3n allen Apotheken. Stets vorrätig. Univ.«Apotheke zum goldenen (Engel, Gießen, usw Sagittawerk, G.M.H.H., München 5W. 2. Die Reichs-Teuerungsziffer. Die Reichsrnd^xziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung. Wohnung, Heizung Beleuchtung und Bekleidung) beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den 1. Oktober auf das l,19billionenfach2 der Vorkriegszeit. Die Steigerung von 1,7 v. H. gegenüber der Vorwoche (1,17 Billionen! ist auf die Erhöhung der Wohnungsmieten und teäwe.se auch der Rah n i ngsm ittelp reise zurückzuführen. Für den Durchschnitt des Sep tem bers berechnet sich die Reichsindexzifser auf das 1.16- billivnenfnche. Gegenüber dem 1.14bill'wnenfach n im Durchschnitt des Allonats August ergibt sich eine Steigerung von 1.8 v. H D.e Ernährungs- kosten allein betragen im Durchschnitt des Aior.ats September das l,25billionenfache der Vorkriegs- &eit. Gictzener Wochenmarktpreise am 4. Oktober 1924 (Händlerpreise). Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter Pfd. 2.30 Mk., Matte Pfd. 30 Pf, Käse Pfd 70 Pf. Eier Stück 16 bis 17 Pf., Wirsing Pfd 10 Pf.' Weißkraut Pfd. 6 bis 8 Pf., Rotkraut Pfd 10 bis 12 Pf., gelbe Rüben Pfd. 10 Pf., rote Rüben Pfd. 10 Pf.. Spinat Psd. 30 Pf.. Römisch ko hl Pfd 10 Pf.. Bohnen Pfd. 30 Ps., Blu- menkohl Stück 20 bis 150 Pf., Salat Stück 20 Pf., Salatgurken Stück 6 bis 10 Ps.. Einmachgurken Stück 2 Pf.. Endivien Stück 10 bis 20 Pf.. Ober- Kohlrabi Stück 8 bis 10 Pf., Llnter-Kohlrabi Pfd. 5 Pf., Grünkohl Pfd. 20 Pf., Feldsalat Pfd 50 Pf Tomaten Pfd. 25 bis 30 Pf., Zwiebeln Pfd 12 biß 15 Ps, Lauch Stück 5 bis 10 Pf., Rettich Stuck 10 Pf., Meerrettich Pfd. 50 Pf . Sellerie Stuck 15 bis 30 Pf, Kürbis Pfd. 8 Pf., Kartoffeln Psd 5 Ps Aepsel Pfd. 10 bis 15 Pf., Dirnen Pfd. 8 bis 15 Pf, Preiselbeeren Pfd. 80 Pf., Zwischen AnS einer bekannten Stadt. Ich kenne etne Stadt, die ihren Einwohnern alles bieten tarnt, was zur Annehmlichkeit des Lebens gehört. Diese Stadt zählt zwar nicht zu den großen unseres lieben Vaterlandes, ale sie rft auch weit entfernt von den kleinen, in denen, ja oft eine gewisse Engigkeit der Verhältnisse und Einrichtungen heftest. Die Stadt, von der ich hier erzähle, liegt an einem Flusse, dessen Rame und Lauf den Kindern schon in der Schule gelehrt wird, sie hat eine schöne Umgebung und ist auch boau&en in der weiten Welt nicht unbekannt, da fte eine leuchtende Stätte der Wissenschaft in ihren Mauern beherbergt. Datz diese Stadl mit allen neuzeitlichen öffentlichen Einrichtungen versehen ist, die zu dem Städteleben von heute gehören wie das Kleid zum Menschen, ist natürlich selbstverständlich. 3n dieser Stadt könnte also jedermann zufrieden leben. Ganz richtig, es könnte da jeder befriedigt sein, wenn sie nur nicht so viele — klagende Frauen hätte. Diese muh man also von dem ,ZufriÄ>enleben" schon ausscheiden, und gar häufig auch noch die Männer und Söhne dieser Frauen dazu, in deren Tages- und Wochenverlauf gar manchmal das Stimmungs-Barometer auf .Veränderlich" oder gar auf .Sturm" steht. Die klagenden Frauen und die schimpfenden Männer in dieser Stadt sind aber mir daS Produkt einer Einrichtung efkm dieser Stadt selbst. Schon am frühen Morgen zwingt diese städtische Einrichtung die Frauen $um Klag n und die Männer zum Schimpfen, je mehr es dem aentgegengeht, desto stärker wird die De- der Frauen, und abends, wenn die Männer wieder daheim sind, geht das Zwiegespräch über den Rotstand in der Regel bald wieder los Die Quelle dieses llebelS, durch das den Frauen das Dasein verbittert und den Männern die gemächliche Ausspannung von der Hetze deS Tagwerks beeinträchtigt wird, ist das Gas - werk dieser Stadt. Dieses Gaswerk erhebt natürlich prompt seine Gebühren, wie sich bas gehört, es liefert aber seinen Abnehmern einen so geringen Druck an die Kochstelle bzw. die Beleuchtungskörper, dah sehr viele sagen, daß gehöre sich gar nicht. Die Stauen und Männer dieser Stadt haben ihren Verdruß nicht etwa still für sich behalten, sondern sie haben davon ihrer Presse Kenntnis gegeben, und diese hat in der Form eines höflichen Wunsches .der Katz' die Schelle angehängt", wie man auch in dieser Stadt zu sagen pflegt. Der Erfolg war, dah das liebel zwei Tage lang nicht mehr bemerkt wurde und die gequälten Frauen schon aufatmetet en. Aber dann tarn wieder die alte üble Leier zur Geltung, und der Aerger der Frauen und Männer dieser Stadt zählt wieder mit zur Tagesordnung. Allzu „giftige“ dieser „Geladenen" meinen nun, das Stadtparlament müsse das Gaswerk erst mal gehörig unter Druck setzen und dann werde auch der Gasdruck auf die Dauer befriedigend sein, andere wieder vermuten, das ganze Malhn r sei vielleicht nur auf technische Bet» triebsschwierigkeiten innerhalb des Werkes zu- rückzuführen, sie sagen ferner, der Direktor dieses Betriebes habe sich doch sonst immer als ein hilfsbereiter und umgänglicher Herr erwiesen, der für die Rote seiner Mitbürger Verständnis habe und sicherlich den Frauen und Männern dieser Stadt das Leben nicht unnütz schwer machest wolle Ich will hier weder für die eine, noch für Üie andere Sette Partei ergreifen. Meine Meinungsäutzeruna geht in aller Kürze nur dahin, dah diese Quelle des Verdrusses schleunigst und auf die Dauer verstopft werden sollte, so oder so. Dann wird diese Stadt, die mit mir auch noch viele anders kennen, ferne gaswerkfeindliche Hausfrauenpartei mehr haben und auch für die Männer wird ein Stein des Anstoßes aus dem Wege geräumt Krewinkel Gießen Rikgelpsnd 52. Eine gebrauchte Köchen einrichtung eine gebrauchte XtthmaRchlne zu verkaufen. Nah. in der Geichästöst. deS G. Anz. 023940 •• Ermäßigung der Post an Weisung s-, Postscheck- und Postkredit- briefgebühren Die Post hat mit Wirkung vom 1. Rovember an die Gebühren des Geldverkehrs ermäßigt. Für Postanweisungen ist wieder ein Meistbetrag festgesetzt worden, und zwar 1000 Mk. Die neuen Pvstanweisungsgebührea betragen bis 25 Mk. 20 Pf., bis 100 Mk. 40 Pf , bis 250 Mi. 60 Pf., bis 500 Mk. 80 Pf., bis 750 Mk. 120 Pf., bis 1000 Mk. 160 Pf. Im Post- scheckverkehr betragen die neuen Gebühren für Einzahlungen mit Zählkarte bis 25 Mk. 10 Pf., bis 100 Mk. 20 Pf., bis 250 Mk. 30 Pf., bis 500 Mt. 40 Pf., bis 750 Mk. 60 Pf., bis 1000 Mk. 80 Pf. und bei Beträgen von mehr als 1000 Mk. (unbeschränkt) 1 Mk. Die feste Gebühr für Barauszahlungen im Postscheckverkehr ist von 20 auf 15 Pf. ermäßigt worden. Damit wird die im jeftigen Tarif bestehende Einstimmigkeit beseitigt, dah im Post- scheckverkehr Barauszahlungen über Beträge bis 25 Mk. um einige Pfennige teurer sind als bei Versendung mit Postanweisung. Die Auszahlungs- gebühr für Postkreditbriefe ist auf die Hälfte ermäßigt. Die neue Gebühr beträgt 10 Pf. für je 100 Mk. des Kreditbriefbetrages, mindestens aber 1 Mk. für jeden Kreditbrief. ' Wichtig für Ausgewiesene. Rach Mitteilungen, die der deutschen Abordnung in Koblenz zugehen, scheinen in gewissen Fällen Zweifel zu bestehen, ob jemand noch ausge- vriesen oder ob die Ausweisung zurück genommen ist. Rachdem von der Rheinlandkommissim erklärt wurde, dah nur noch 39 Ausweisungen aus der Zeit des passiven Widerstandes in der französischen Zone des altbesetzten Gebietes, über die zur Zett noch verhandelt wird, nicht zurück- genommen sind, ist es nötig, endgültig Klarheit über die Zweifelsfälle zu schaffen. Daher ersucht die deutsche Abordnung alle diejenigen, die annehmen, dah sie noch ausgewiesen sind, ihren Ramen und nähere Umftänbe, auf die sie ihre Annahme stützen, an die Anschrift der deutschen Abordnung Kvblenz-Castor, Pfafsenstrahe 26, mitzuteilen. ’* Hütet daS Augenlicht! Jetzt, wo die Abende immer kürzer werden, die Dämmerung Immer früher hereinbricht, liegt für viele die Gefahr nahe, sich das Augenlicht leichtsinnig zu verderben. Die Abende sind zum Aufenthalt im Freien bereits zu kühl, und so bleibt man im Zimmer und verkürzt sich die Zeit durch Handarbeit oder Lektüre. Um das Licht anzubrennen, ist es in den Dämmerstunden noch zu hell — auherdem will man in Anbetracht be£ kommenden Winters immer noch sparen —, und so wird denn einem rtamgen OHtttrigeffen auf Dee herrQH gelegenen .Brunftplatz" fuhr der gxf>bte Teil der Teilnehmer auf Letterwagen gut Station Ridda. «reiS Büdingen. )( Selters, 3. Oft Der Dabebelrieb in unserem Bad batte naiurgemäf) auch unter der unfreundlichen Witterung oct letzten Wochen zu leiden Trotzdem wird der w« itere Ausbau unseres BadeS tatkräftig gefördert. Die Pläne zu dem von der GewerkenversannNlung beschlossenen Da dehv tel liegen bereits vor, sie ftnb von Architekt Hambach in Hirzenhain enttrorf’cn. Das Hotel wird in unmittelbarer Rahe deS DadehauseS erbaut, die Fundament- arbeiten sind bereits in Angriff genommen, bei Rohbau soll noch vor Winter unter Dach gebracht werden. Rach Fertigstellung wird die Unterbringung der Gäste im nächsten Jahr bedeutend erleichtert werden. )( Orten berg, 3. Ott Zur Zett beherrschen hier zwei Fragen die Gemüter. Me eine ist die Feldbereinigung, die gegen den Willen eines groben Teils der Bevölkerung dadurch möglich wurde, dah die Vollmacht des grössten Grundbesitzers in der Gemarkung als nicht gesetzlich ausreichend erkannt wurde, und der Beschluß des zweitgrössten Grundbesitzers, der ebensalls gegen eine Bereinigung in der jetzigen Zeit war, protokollarisch bei der Abstimmung nicht vorlag. A.is- schlaggebend für eine ablehnende Haltung ist die derzeitige schlechte finanzielle Lage der Gemeinden Die andere Frage ist die Erweiterung des hiesigen Bahnhofs Für diese Erweitei-ung fordert die Verwaltung einen Teil besten und der Stadt am nächsten gelegenen Gartengeländes zum Kauf an. Eine Proteslversammlung der Beteiligten beschäftigte sich mit dieser Angelegenheit, eine Ortsbesichtigung ist für die nächste Woche zusammen mit Vertretern der Eisenbahnverwaltung vorgesehen. Die geplante Erweiterung beweist am besten die Zunahme des Verkehrs auf hiesiger Strecke bzw. unserem Bahnhof. In der Regel wird aber bei der Aufstellung der Fahrpläne immer daS Gegenteil behauptet: so scheint nach dem neuen Winterfahrplan wieder eine wesentliche Verschlechterung des Zugverkehrs besonders an Sonntagabenden bevorzustehen. Das Land mit seinen Rebenstrecken scheint immer stiefmütterlicher behandelt zu werden. Die Rentabilität bürftc, da sie nun einmal infolge der erschwerten wirtschaftlichen Lage im Vordergrund aller Verwaltungs- m atz regeln stehen must, nicht nach einer einzelnen Strecke berechnet werden, sondern nach den Einnahmen eines ganzen Bezirkes. Bei Entgegenkommen der Gemeinden in Geländefragen mub auch ein Entgegenkommen der Verwaltung bei Fahr- plauwüuschen erwartet werden. Vor allen Dingen dürfen die Verkehrsverhältnisse des Landes nicht einseitig benachteiligt werden. )( Hirzen Hain, 3. Ott. Die Besser ung der wirtschaftlichen Lage macht sich auch in unserm Eisenwerk bemerkbar. Die in mehreren Ve trieben eingeführte Kurzarbeit wurde auf- gehoben, ein grober Teil von Arbeitern wurde wieder eingestellt. Starkenburg und Rheinhessen. • Darmstadt, 3.0ti. (Eigener Bericht.) Wie schon berichtet wurde, ist zwischen dem Oberbürgermeister und der Wvh- nungs - Zuweifungskvmmissivn ein Kon slikt ausgebrochen, weil der Oberbürgermeister den Eltern eines städtischen Beamten eine Wohnung zugewiesen hatte, obwohl sie nicht vor- gemerkt waren und die Kommission sich gegen das Gesuch ausgesprochen hatte. Die Zuweisungskommission, die von der Stadtverordnetenversammlung gewählt ist, hat ihr Amt niedergelegt. Der M i e te rverein nahm zu dieser Angelegenheit gestern in einer Versammlung Stellung und billigte den Standpunkt der Wvhnungs-Zu- weisungskvmmissivn Es wurde die Ausfassung vertreten, das) es eine Bevorzugung von WohnungAuchenden angesichts der Tatsache, dah zahlreiche Familien seit Jahren schon dringlich und zum Teil vordringlich vorgemerkt sind, nicht geben darf. -- Wie das städtisch: Amt für Leibesübungen mitteilt, wurden in seinem Auftrag 250 Schüler im Schwimmen auögebiltet. Heffen-Naffau. fpd. Frankfurt a. M., 3. Sept. Trotz der reichen Apfelernte macht sich auf dem hiesigen Markt ein ausg^ehnter Wucher mit Kelte r o b st bemerkbar. Auf Anzeige einzelner Personen schritt die Polizei bereits verschiedentlich ein. Heute wurde ein Händler, der Wucherpreise gefordert hatte, festgenornmen und sofort dem Wuchergerichl Angeführt, das ihn im beschleunigten Verfahren zu drei Tagen Gefängnis und 30 Mk. Geldstrafe verurteilte. Schließlich wurde der ganze Erlös aus dem Wuchergeschäft in Höhe von 300 Mk. vom Gericht beschlagnahmt. — In der verflossenen Rächt wurde ein Bankbeamter von zwei Unbekannten an der Obermainbrücke überfallen, beraubt und dann in den Main geworfen. Der Beamte konnte sich durch Schwimmen an das Ufer retten, muhte sich aber infolge der erlittenen Aufregungen in das Krankenhaus begeben. Die Täter entkamen unerkannt. SonntaaSdienst d.Aerzt« u.Apotheken am5.1021: Dr. W. Klein. Dr. Kipper. Htrschavotheke. — TageSkalender für Sonntag. Ovcheslerkonzert deS Gernhardtschen Zither- und Mandolinen-Ehors nachm 4 llhr in der Uni- versitätS-Aula. — MSnnergesangvevein Liedertafel: Familienfeier nachm. 5 llhr im Katholischen VereinshauS. — Lichtspielhäuser wie Samstag. — Eine öffentliche Vers ammlu ng der Kaufmannsgehilfen beruft der D. H. D. in unserem heutigen Anzeigenteil auf Montagabend ein. Siehe Anzeige. — Der Ballspielklub 1920 veranstaltet aus Anlab seines Stiftungsfestes he ute nachmittag 6 Uhr einen Werbelauf durch verschiedene ©traben der Stadt. Landkreis Gießen. • Wieseck, 2. Ott Arn Sonntag hielt der Radfahrer-Verein 1900 sein diesjähriges Schlubfa hren ab. Gemeinsam fuhren die Mitglieder gegen 2 übt mit einer neu aufgenommenen Damenabteilung, sowie Iungmann- schäft vom Dereinslokal nach der Weltersburg, von wo auS die sportlichen Veranstaltungen aad- getragen wurden. DaS schöne Wetter hatte nicht nur Radler, sondern auch eine grobe Menge Sportsfreunde nach dem Start gelockt. Zunächst wurde ein Rennen über 16 Kilometer mit folgendem Resultat gefahren: 1. Hch De ch fen., Fahrzeit 28 Min., 2. Gust. Hammel, 29, 3. Rob. Romer, 29,30, 4. Ludw Michel, 29,35, 5. Hch. Dech, Juniorsahrer, 30,5, 6. K. Hammel, 31, 7. O. Bocher, Iuniorfohrer, 31,7, 8. Ludw. Jung, 32. Zwei der besten Fahrer mutzten wegen Radschadens nutzer Wettbewerb treten. Bei dem weiter ausgefahrenen Meisterschaftsfahren über 1 Kilometer siegte mit s icherem Vorsprung Willi Rau. Auch den erwachsenen Schülern toirbe Rechnung getragen, indem man diese eine Strecke von 2 Kilometern fahren lieb. Im allgemeinen konnte man sehr gute Leistungen feststellen. Den Rest des Tages füllte eine gemütliche Feier, verbunden mit Preisverteilung, Preisschiehen, Tanz usw. aus. Bei der Preis Verteilung dankte der 2. Vorsitzende Ludwig Reuter den Fahrern für ifrre vorzüglichen Leistungen und ermahnte sie m begeisterten Worten, sich auch fernerhin dein Verein und damit dem Radsport zu widmen. — Der Verein steht augenblicklich wieder in der Blüte seines Wirkens: /er besuchte in diesem Jahre fast alle gröberen sportlichen Veranstaltungen, sowie Werbetage des Gaues, darunter auch das grobe Bundes fest in Frantfurt a. M, und konnte immer preisgekrönt zurückkehren. Alm den Sport auch im Winter zu pflegen, sind von Seiten des Vereins Saa lrnasch inen angeschafft worden. Man hofft, mit diesen weiteres sportliches Leben innerhalb des Vereins ^u wecken. ' Annerod, 3. Ott. Von einem schweren Verlust wurde der Schafeveibesitzec Wilh. Hahn II. von hier betroffen. Seine Schafherde war auf ein frisch abgeerntetes Weizenfeld getrieben worden, wo die Tiere einen ganzer i Rach- mittag weideten und dabei die umherliegenden Weizenähren zu sich nahmen. Bald daraus waren die Tiere aufgebläht und über dreibig Stück gingen ein, während 15 durch schnelle Sch la cht ung noch nutzbar gemacht werden konnten. Die ein gegangenen Tiere wurden der Abdeckerei übergeben. Die überlebenden Tiere hatten noch einige Tage unter den Folgen dieser Weide zu leiden. Der Schaden ist natürlich bedeutend. Für den Vorfall macht der Eigentümer der Herde den an gestellten Schäfer verantwortlich. * Bellersheim, 3. Ott. Hier ist in zwei weiteren Gehöften die Maul- und Klauen- seuche aintiich festgestellt worden. Der Sperrbezirk besteht aus der Gemarkung Bellersheim, das Deobachtungsgebiet aus der Gemarkung Obbornhofen. Kreis Friedberg. * Bad-Rauheim, 3. Oft. Mehr Licht haben unsere Einwohner in den letzten Wochen mit stetig wachsender Energie gefordert, da unsere Straßenbeleuchtung wirklich allzu hinterwäldlerisch war. Jetzt hat sich die Stadtverwaltung, der „Bad-Rauheirner Zeitung" zufolge, entschlossen, mit sofortiger Wirkung eine große Anzahl neuer Laternen aufzustellen, bzw. solche, die abgebaut waren, wieder in Betrieb zu nehmen und dadurch die Straßenbeleuchtung wesentlich zu verbessern. Run sind unsere Einwohner wieder zufriedengestellt. * Friedberg, 3. Oft. Wie das Kreisamt bekanntgibt, ist, da im Kreise Friedberg Bisse von tollwutverdächtigen Hunden vorgekommen sind, auf Verfügung des Innenministeriums für den gesamten Kreis Friedberg die Hundesperre angeordnet worden. Alle Hunde sind entweder festzulegen oder so einzusperren, dah sie nicht entweichen können, oder mit undurchbeihbaren Maulkörben an der Leine zu führen. Außerdem müssen die Hunde mit einem auf dem Halsband zu befestigenden Schild mit Angabe des Ramens und Wohnorts des Besitzers ver- sehen sein. Kreis Schotten. eb. Eichelsdvrf, 3. Oft Dis vor kurznn wurden die Basalt st einbrüche unserer Gegend nur für örtlichen Bedarf auSgenuht: sie lieferten Mauersteine unbr Stvatzenschotter. Seit Frühjahr dieses Jahres hat nun die Firma Albert aus Ziegenhain schon vorhandene Brüche in Gichelsdorf, Schotten und Wingershausen in Betrieb genommen und gewinnt da vorzügliche Pflastersteine. In einer Zett mangelnder Arbeitsmöglichkeiten finden viele Arbeiter und Fuhrleute lohnenden Verdienst. — Der Abschluß der in Schotten tagenden Fv r st ve r sam m- lung brachte eine Führung durch die Försterei Eichelsdvrf durch Forstmeister Bechtel. Wohlgepflegte Waldbestände und ein in vorzüglichem Zustande gehaltenes Wegenetz erfreuten das Herz eines jeden Forstbeamten. Rach gung 1870—1920: Hauptversammlung 8*/» ilfyr im Aquarium. — Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: „Scheine des Todes". — Hessische Dildrrbühne: „MädchenloS". Astoria-Lichtspiele: „Verrat". Der Hausfrauen Stolz jT Gummi-Mäntel für Damen und Herren in riesiger Auswahl und in allen Formen und Farben zu wirklich billigen Preisen :: :: :: :: :: :: J. Schmücker Nacht. glMIIIMMIIIIIIIIIBlfl«™ | neue Reinst- um wer-aiteil Durch unsere rechtzeitigen u. großzügigen Dispositionen treffen täglich enorme Sendungen aus noch sehr günstigen Abschlüssen ein, deren Preise Im Gegensatz zur augenblicklichen Wollkonjunktur als W außerordentlich vorteilhaft zu bezeichnen sind. Unsere 8 Schaufenster zeigen einen Meinen Teil dieser M6ntei In folgenden Preislagen; Mk. 39.- 49.- 64.— 79.— 98.— 115.— u.s.w. Nur beete QualltMen Io Velour * latao etc.— AHe Größen auch für starke Damen. I Wagener & Schlötel I W Frankfurt a. M. — Goethestraße 8-11. = = MWwWWMWWMMMMUMUVMWN!MVWWWM»W«!»!wWW»U>«WWIiM!>11W>!M i Größte preiswürdigkeit ♦ ZahtungSerlelchteruvg Frau Margarete Goller 023954 gesucht. Gießen, 4. Oktober 1924. 023986 Verkäufe beten. 7689v Der Vorstand. und Kinder 023928 10 Mk. 7701V 7708ss an 7G93c rüde Stellenangebote} KßlheWkWeii gesucht. 7640D |Wohnungstausch| Pflug, neues :Är Provinzial Pftcgeaustalt. i i i i i i Junger, tüchtiger Verkäufer der LebenSmiltel- branche nach Fried- bera gesucht. Schriftl. Angebote mit Lebenslauf und Gebaltsansvr. unter 7658V an den Gieft. Anzeiger erbeten. F. Giesewctter Frankfurt a. M.- Ntederrad. Gute haltbare Aepfel und Birnen | direkt vom Baum. H. Schön Marburg. Strafte. Zwei bis drei IIIIIIIIIUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII WohlHIWStailslh Biete Einsamilien- Villa mit 7—8 Räumen, Balkon und Zubehör. Suche 6—7-Zimm.- Wobn. in gut. Lage. Schriftl. Angebote unter 023955 an den Gieh. Anz. erbeten. IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIP Wohnung in Wetzlar? Gute 3-Zimmer- Wohng. i. Wettlar (Domvlatzl, schöner Ausblick, gegen gute 3-4-Zimmer Wohnung in Gieften (Nähe Liebigstrahel zu tauschen. Schriftl. Angebote unter 023809 an den Gieh Anz. erbeten. Schreibmaschine (gebraucht) möglichst System „Adler", evtl, auch klein zu kaufen gesucht. Schr. Ang. u. 023978 an den Gieh. Anz. Existenz oder hohes Nebeneink. dch.Priv.’Versand- sresch., Hoimarb., V ertretg.etc. Gan z n eue W ege. Gratis- brosch. Nr. 36 von Adr.Sehlleß!aehl54 in Heidelberg, liST8ss bringt sich bei Bedarf in empfehlende Erinnerung und bittet um Besichtigung der 10 Schaufenster und der ausgedehnten Ausstellungsräume Siebener MM. verein 1885 e. v. Donnerstag, den 9. d. Mts., abds. 81/« Ubr pünktlich, im „Hess. Hof": ordentliche Zeines - ©aBDt- Derfflimnlnng. Tagesordnung It Satzungen. Um recht zahlreiche Beteiligung wirdge- 4 bis 5 Waggon za kaufen gesucht. Offerten mit Preis 1 der schnell schmelzende Pflietertem. 2 der starken Druck verursachende Filzring. 3 der Hehpflasterstrelien, der sich zusammenrollt und Druck und Schmerzen verursacht Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange meines lieben Mannes sage ich insbesondere den beteiligten Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften der 4. (M. G.-) Kompagnie, der Regimentsmusik, dem Herrn Pfarrer und den Kriegsbeschädigten herzlichen Dank. WkUNg! vedeneinkommen! 5 Mk. täglich oerd. jedermann unt. Garantie b. kurzer Arbeitszeit auch i. eig. Wohnung. [7724 D Ja. E. Grab Tringenttein zu verkaufen 023974 Neustadt 11L Junger Buchbinder 2oIabre alt. in allen vorkommenden Arbeiten. sow. Anlegen erfahren, sucht Stellung, evtl, als Bo- Ion tär, wo er sich in Saiz tt. Druck aus- bilben kann. Schr. Zlngeb. unter 023937 an den Gien. Anz. Vermietungen | Sehr gutmöbl. groft. Zimmer zu vermieten so«»?? Gr. Slelnmeg 23« Zu sprechen 2 biS 4 und 6 Uhr. Gut erhaltene HühinaWk m. Schwingschiffchen gegen Barzahlung Milte Oktober zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote mit Piets u. 023934 an den Gieh. Anz. KKW M werden gut u. billig im Hause aufgear- beitet. 023984 Müblttrafte 8 II r. Stadttheater Eröffnung Der Spielzeit Dienstag, 7. Okt. 1. Liensiag-Aö.-Nsk. von 7'/,-10'/2 Uhr MvWe tzeersntzrk Mittwoch, 8 Okt. 1. Mlttwolv-M.-Vrst. von 6'/r—9^/, Uhr Die Mermus. Freitag, 10. Okt. L Areilog-Aii.-Vrsk von 7V.-10 Uhr Kreuzfeuer. Sonntag, IS. Okt. von 7'/, b. geg.io uhr Die fünf Srantfurtei 1. Donnerstag- Adonnemenk-Vorsk. Donnerstag, 16. 9iL von 6'/, b. geg. 9Uhr Der Sremöe. Hierauf tosiC Der zerbrochene Krag, ■I.Zi«r cheizbarl in Nur gut. Hause für 15.10. ob. 1. 11. von ält. Studentin gesucht. Schriftl. Angebote mit Preis u. 7660V an den Gieh. Anz. Gebild. vame 36 I. alt, ev., in allen Zweigen des Haushalts erfahr., in der Krankenpflege ausgebildet, geschickt im Schneidern u. Handarbeiten, gewissenhaft, sucht in gutem Hause selbständigen Wirkungskreis bei famil.Stellung.Schr. Angebote u. 023839 an den Gieh. Anz. Suche für meine Tochter, welche die Handelsschule u. die laufmännlsche Fachschule besucht hat. Anfangsstelle auf Bureau. Schriftl. Angebote unter 023936 an den Gieh. Anz. erbeten Gut erhaltener Gasherd Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Vor allem danken wir dem Herrn Pfarrer für die tiefempfundene Grabrede, dem Lokomotivführer-Gesangverein für den erhebenden Grabgesang, der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer und dem Allgemeinen Staatseisenbahnerverein, sowie allen denen, welche unsem lieben Verstorbenen zur letzten Ruhe begleitet haben und ihn durch die wundervollen Kranzspenden ehrten. Gießen, den 3. Oktober 1924. Lina Sommer geb. Ringshausen W. Brii« MSVeNabvA Inhaber: Th. Wemert Gießen, Brandplatz, gegenüber dem alten Schloß iftn tagsüber für kl. Haushalt 1,23830 gesucht. MlkefWe 161. vrdenlMs KHnOHen sofort gesucht. Q. Weil, 023932 Neustadt '0. UriiBe'g® 2750 qm, la Futter, zu verkaufen. 023964 SiiöiDigftrnüe 45. MlillW- iaufdj. Geboten: Geräumige 3 Zimmer- Wobug, 1. Stock. Verlangt: 3—4 - Zimmer- Wohnung, aaifranee 431. Usll. Fräulein erfahren in der Kranken- u. Wochenbeltpflege, sowie im Haush., sucht Stellung. Schriftl. Angebote unter 023950 an den Gieh. An- zeiger erbeten. Biirgerl. Fräoleio 28 Jahre alt, tüchtig u. in allen Zweigen des Haushalts erfahren. sucht Stellung in nur gutem, frauenlosem Hause. Schriftl. Angebote unter 023946 an den Gieh. Anz. erbeten. Gesucht wird für bald für 17jäbriges Mädchen Stelle in deinem SlwsWt wo Wasch- u. Putzfrau vorhanden. Gesl. Offert, unter Nr. 8012 an Herso, Plockstr. 5. 17712h oder KwSciroll Die oben abgebtldete sogenannte Hühneraugen-Binde ist veraltet und somit überiebt Das Kukirol-Hühneraugen-Pilaster existiert zwar noch keine 20 Jahre, sondern erst reichlich 5 Jahre, hat sich aber in diesen reichlich 5 Jahren viele Millionen Freunde erworben, weil es nachweisbar schnell und absolut sicher wirkt und die schmerzhaften Hühneraugen se bst in veralteten Fallen unblutig, also ohne Messer vollkommen gefahrlos beseitigt Die früher viel angewandte Methode, Hühneraugen mit dem Messer zu beseitigen, hat manchen Menschen das Leben gekostet seit es das jetzt in der ganzen Welt bekannte Hühneraugen-Pflaster Kuklrol gibt, Ist das anders geworden. Aber es gibt immer noch einige Verbraucher, die sich die oben abgebildete Hühneraugenbinde aufreden lassen, weil diese nach den Behauptungen einiger Verkäufer .billiger sein soll. Diese Behauptung ist jedoch unwahr, denn 1 Schachtel enthält 6—8 Hühneraugenbinden und kostet 60 Pfennig, während eine Schachtel Kuklrol-Hühneraugen-Pflaster 75 Ptenn g kostet, also scheinbar 15 Pfennig teurer ist aber nur scheinbar, denn 1 Schachtel Kuklrol reicht zur Beseitigung von 10 Hühneraugen aus, während die Hühneraugen-Binden nur zur Bepflasterung von 6—8 Hühneraugen ausreichen. Achten Sie also bei Ihren Einkäufen nicht auf die Schachtel, sondern aul den Inhalt und beim Einkauf von Kuklrol noch auf die Schutzmarke Hahnenkopf mit Fuß-. Die sogenannten Hühneraugen-Binden haben folgende Nachteile: __ Der grüne Pflasterkern, also die Masse, die das Hühnerauge erweichen soll, schmilzt sehr sehnen durch die Wärme des Fußes und bedeckt dann gesunde Hautteile, die sich entzünden und Ihnen rasende Schmerzen verursachen, während das Hühnerauge selbst weiter blüht und gedeiht. Der Filz- Schutzring, der die Masse umgibt, um das Zerlaufen derselben und die damit verbundenen Entzündungsgefahren aufzuhalten, verursacht einen scheußlichen^!) ruck und unerträgliche Schmerzen, die Nervöse zur Verzweiflung bringen können. Und wer Ist In der heutigen Zeit wohl nicht nervös? . - Der Heftpflasterstreifen, der die eigentliche Masse festhalten soll, rollt “kh sehr schnell zusammen und klebt am Strumpfe fest. Auch dieser zusammengeroüte Streifen bereitet Ihnen Schmerzen und Qualen und dafür wollen Sie doch kein Geld ausgeben. Sie wollen von Ihren Hühneraugen und Schmerzen befreit werden. Nehmen Sie deshalb nur Kuklrol und lassen Sie sich nicht durch Verkäufer beirren, die gern Ihre veralteten Hühneraugen- Binden bei Ihnen anzubringen versuchen, well sie an diesen mehr verdienen. . Heute können Sie für Ihr gutes Geld wieder das Beste beanspruchen, während Sie In der Kriegs- zeit mitunter mit weniger guter Ware vorlieb nehmen mußten. Das Kuklrol-Hühneraugen-Pflaster können Sie bei großen und kleinen Hühneraugen, außerdem aber auch bei Schwielen und Hornhaut anwenden Durch die vorzügliche Klebkraft Ist ein Verrutschen des Kuklrol-Hühneraupen-Pflasters bei Beachtung der Gebrauchsanweisung auch bei starkem Schweißfuß gänzlich unmöglich außerdem sind Entzündungen gänzlich ausgeschlossen, well das Kuklrol-Hühneraugen-Pflaster weder atzende noch schädigende Bestandteil«? enthält . Machen Sie einen Versuch mit dem echten Kuklrol-Hühneraugen-Pflaster. Die kleine Ausgabe von 75 Pfennig bringt Ihnen Erlösung von Ihren Schmerzen. Besseres gibt es nicht und Schlechteres wollen Sie doch nicht Das ebenfalls in vielen Millionen Fällen bewährte Kuktrol-Fußbad reinigt und stärkt die Füße gtrt, beseitigt Brennen und Wundlaufen der Füße, außerdem aber den üblen Schweißgeruch. Probepackung nur 30 Pfennig, Doppelpackung 50 Pfennig. Auch dieses vorzügliche Präparat wird neuerdings viel nachgeahmt Es gelingt aber nur bei der Packung. Den Inhalt kann kerne Firma nachahmen Kukirel-Fabrik Groß-Salze bei Magdeburg. Drogerie H. Noll. Neustadt 28. Drogerie Winterhoff, Kreue- nlatz 9/10. Central-Drogerie E. Karn. Schulstraße. Krens- Drogerie, Bahnhofstraße 51. 7719o riüielgesuche"| junges, kinderloses Ehepaar, Akad., sucht £ Ml. Zimmer vom 1. Nov. ab für 4—5 Monate. Offert, unter M. B. 4541 an Rudolf Messe, München. [7639ss Zu verkaufen ein Pferd, mittel- schwer, unter zweien die Wahl, zwei Kastenwagen, eine Jederrolie, 60 Zir. Tragkraft [023982 Kirchenvlatz 3. Ein 18 Monate alter, selten schön, schwarzbunter Niederungö- Buiie im Mutierleib importiert, garantiert sprungfähig, stall- u. weidefromm, zu verkaufen bei 7C56h L. E. Haas, ’Vieseck (£-in sehr schöner sprungfähiger Eher veredeltes Landschwein, steht zum Verkauf bei ?663v H. Schultheiß Lumda (Oberhess.). Gebildeter junger Herr iDauermieterl sucht ruhiges, gut möbliertes Zimm. Schriftl. Angebote mit Preis u. 7684V an den Gien. Anz. Gut möbliertes Zimmer zum 1. H. gesucht von Student. Genaue schriftliche Angebote mit Preis u. 023942 an den Gieh. An- zel'ger erbeten. Möbliertes Zimmer evtl, mit Pension sofort für dauernd zu mieten gesucht. Gesl. Angebote an S. Bock & Co. Zigarrensabriken GieK?n LkssD Kaiserallee 23. zu verkaufen oltM0 Weserstrafte 15. Unständehalber mehrere SUMM zu verkaufen. Stück Plockttrafte 9 H. Vier neue Bienen- VMerMe mit Honigschleuder und Wachs billig zu verkaufen 023928 Frankfurter Strafte 148 v. Deutscher SUMM iremrass > ausgebild. als Schutzbund, hieb- und schubsest, sehr geeignet für einzeln gelegene Gehöfte. Verkaufe nur, weil zu scharf. 023947 Wilhelm Bierau Wieseck Gieftener Str. 106. Mi. MlM Nähe (Lass Amend von jungem Herrn gesucht. Angebote unter Nr. 1845 an Hrrio, M. A.-Erv-, Gienen._______[7655h Großes, gut möbl. §i m m e r : Btsmarckstr., für bald gesucht. Schriftl. Angebote mit Preis u. 023961 an den Gieh. Anz. »mr 3*/2 P. s. DKW 2Va P. 8. la Läufer und Bergsteiger, billigst zu verkaufen. Näheres 013973 Rodbeimer Str. 2. Ein neuer 028976 »A (am liebsten vom Lande) für tagsüber zum 15. 10. gesucht. Vorzustellen »w. 3 und 6 Ubr [7690D Eükihesir. 031. tat Bille bei der Hausarbeit vorm. 2—3 Stunden Villa in guter Lage, weg- zuqshalber zu verk. Offerten unt. 1851 an Herso, Plockstr. 5. Ein neuer MkilMW 1 zedklkillM zu verkaufen 023951 Neuenweg 34. 2 Wagen neu und gebraucht, 1 Voro. u Hinter- schweine zu kaufen gesucht. Zu erfrag, in d. Ge- fchästsst. d. G. A. 023850 NÄmMi llieüreten.2-4- SM-MßM 2 Stück 10-14 S.- P. 8.- Wagen, Laut boulet 1 Stück 1-1', t- Schnell-Lastwagen 1 Stück 1 l- Lieferwagen sowie reparaturbedürftige Fahrzeuge, wenn billig. 7j48D Ang. Frech Wetzlar, Tel. 71. UM» Kelterschrauben Pflug- und Hand- Wagenachsen Handwagen 028851 liefert in erstklassig. Ausführungen aus eigner Herstellung Smil psass Kinzenbach Günstiger Einkauf sürWiederverkäuser Schneiderin nimmt zu Naben noch an. Zu erfrag, in der Geschäftsstelle des Gieh. Anz. I083880 Vereine MMN ©eiaagveteine.B. Sonntag, 5. Okt., vorm. 10 Uhr'- Probe im Singiaal der Oberrealschule. diachm. 4 Uhr: Fe- mlil .aaasilng mit Musik nach d. Karls- Plantuch, evtl, mit Stand, 1 eisernes Schweinestallgitter zu verkaufen [77G3D Groften-Vnseck Schloftstrafte 4. WANDERER unb BMW starke L-ZaC-Malchl- neu, mit Dreigang- Getriebe u. 5kuvvlg. sind lieferbar. 7C,aD F. Schilling Gieften. Lchremer- lehrling nur aus guter Familie, gesucht. LessD Ed. Krewinkel Schreinermeister Gieften Riegelpsad 52. Hies. Lebensmittelgeschäft sucht jüngeren Hausburschen Zu erfragen in der Geschäftsstelle deö Gies;. Anz. [023975 Tüchtige Hiln sofort gesucht. o>Rs, Etagengeschäft Sonneborn Alieestrafte 11. Jüngere UeÄFiö für feines Spezialgeschäft gesucht. Schriftl. Angebote unter 023979 an den Gieh. Anz. erbeten GeM. jung. Sam oö. lungern 9ecrn mit guter Schulbildung wird Gelegenheit geboten, sich als Chemiker (in) auszubilden. („««w Cykm. eaöorafocium, Dr. eifeatüt) L Co Handelsgesellschaft m b. H, Gieften Steinstrafte 56. Suche für meinen kl Haukhaltperl. 1L einfaches, anständ. MW von 15—17 Jahren. Iran Dir. Rebberg Toawerk AbeBdelern bet Gieften. mess WW Btonöl Neuen Baue 22 Gut möbl. Zimmer mit Verpflegung. Tel. 1085. TueD Werkstatt und 5 Lagerraum ; am Schiffenberger Weg zu verm. Näh. -ss»sMarktftr.29v. Alicesirch 3. Vorzustellen zw. 1 u. 4 U r nachmittags. Tüchtiges Mädchen das perfekt kochen, nähen und bügeln kann, b. hohem Lohn gesucht. Hausmädchen vorh. 1023952 Westanlage 38 I. Zum sofortigen Antritt wird ein WUMWll gesucht. Meldungen an Nran Direktor Stoltc, Elektrizi- tätSwerk. [7720D lstei!enqesuche| Wähigter Kaufmann 25 Jahre, längere Jahre im Groft handel tätig, arbetts- freudig und verant- wortungsbewuht, sucht geeignete Stellung hier oder auswärts. Schriftl. Angebote unter 7394D an den Gieft. Anz. erbeten. zsWkrMlilill mit guten Zeugn. der Handelsschule, sucht Steile in kaufmänn. Betriebe als Volontär am liebst. Tertilbr., weil in dieser schon bewandert. Schriftl. Angeb. unter 023944 a. d. Gieft. Anz. erb. Zwei junge üsliwiier Üüiitiß u. eine gut erhaltene Uniilile zu verkaufen. Wo? sagt die Geschäfts- stelle des Gieft. Anz. Dixi 8/24 6 Sitze, Baut. 21/22. Motorn.83067, elektr. Licbt und Anlasser, erstklassig, neu reparierter Zustand, zu verkaufen 7721V AutoBoller Lang-Böns Tel. Gr.Linden 15, ZU verkaufen. Otto Will Kinzenbach 56b Gebrauchter, gut erhaltener P139'1 HeM billig abzugeben. Hammstrafte 19 II Geür. ginöerioag. .. Sitziikseivsz. „ fflünöoline .. SWM Volelol. Heuchelheim Gießener Str. 57. Sioier-ilteieiier und braune HmMMiilie zu verkaufen ozsns Schottstrahe 8. Grofte 7704V Wen als Kartoffelkisten geeignet, zu verkauf. TribusLSlmdhcim ,o en Werten von 1914 nicht fe st halten kann, nicht nur eine andere Bewertung, wie sie durch prozentuale Abschläge beispielsweise die Dermögenssteuerveranlagung bringt, erforderlich ist, daß vielmehr eine Reu- abs chä hung des Grund- und Haus- b e s i h e s auf die Dauer nicht zu umgehen ist. In mehr als einer Hinsicht haben sich die Wertverhältnisse in den letzten Jahren verschoben. Hausgrundstücke sind durch die Zwangs be an rt- schastung und durch die Änmöglichkett, die erforderlichen Reparaturen auszuführen, in verschiedenem Maße beeinkrächttgt, viele ganz erheblich entwertet rvvrden. Gleichmäßige Heranziehung nach den Werten von 1914, in welchen zwei Grundstücke von gleichem Wert gewesen fein können, kann für eines derselben, das stärker unter den Verhältnissen der letzten Jahre gelitten hat, heute eine schwere Benachteiligung bedeuten. Mit den heutigen Werten stimmen die Steuerwerte längst nicht mehr überein. Andere Grundstücke haben durch die veränderte Geschäftslage gelitten. Bauland, das als solches im Jahre 1914 bewertet war, kommt infolge der älnmöglichkeit, in absehbarer Zeit zu bauen, heute nur noch als Gartenland oder als landwirtschaftliches Grundstück in Frage. Dieser Wertänderung allein ist in dem Gesetz über die Abänderung des Gemeinde- umlagengesetzes Rechnung getragen. Landwirtschaftliche Grundstücke, die in den letzten Jahren nicht in der rechten Weise haben bewirtschaftet werden föimen, sei es infolge besonderer, in der Person des Besitzers liegenden Verhältnissen, fei cs infolge der allgemeinen Umstände, sind gegenüber 1914 entwertet, müssen aber die gleichen Steuern aufbringen, wie vollwertige Grundstücke, da, wie gesagt, der für 1914 veranlagte Wert maßgebend ist. Der Rotwendigkeit einer Reu Veranlagung wird vielfach die Behauptung entgegengesetzt, daß bei einer Aenderung, die in einer allgemeinen Herabsetzung der Werte von 1914 bestehe, notwendigerweise der Steuersatz herauf gesetzt werden müsse, da der erforderliche Betrag zur» Deckung des Haushalts auf$ubringen sei und, wenn die Steuerwerte erniedrigt werden, big Deckung eben nur durch Erhöhung des Steuer- koeffizienten erreicht werden könne. Dem ist entgegenzuhalten, einmal, dah, wie oben gesagt, die Aenderung der Wertverhältnisse der letzten 10 Jahre eine individuelle Reuveranlagung gebieterisch erfordert, dah es ferner untunlich erscheint, auf dem Papier Vermögenswerte als vorhanden erscheinen zu lassen, die längst überholt find und heute nicht mehr in Frage kommen. Schließlich aber wird eine Erhöhung des Steuer- lätzes zum Zwecke der Deckung des Haushalts Veranlassung geben, in eine genaue Rachpru- fung darüber einzutreten, ob die Ausgaben, die heute mit Hilfe einer ungerechten Veranlagung gedeckt werden, wirklich angemessen sind, und m» nie weit diese Ausgaben, bevor man den Steuerpflichtigen, der ohnedies schon schwer genug zu tragen hat, mit ihnen belastet, nicht doch einer erheblichen Korrektur unterzogen werden können. Eine solche Rachprüfung alter öffentlichen Haushalte auf die Rotwendigleit der als unerläßlich bezeichneten Ausgaben wird in feinem Fall einen Schaden bringen. Richt nur die Grund- und Ge- bäudebesitzer haben ein erhebliches Interesse daran. dah der Gebäudebesitz nach feinem wahren Wert veranlagt wird, denn eine zu hohe Veranlagung des Gebäudes hat eine zu hohe Sondersteuer (Mietsteuer) zufolge, die der Mieter zu tragen hat. Eine gerechte Veranlagung wird auch die Sondersteuer auf ein rechtes Maß zurück- führen. Es muh erstrebt werden, für den Grund- undGebüudebesiy zu eine: einheitlichen, für alle Steuern in gleicher Weise maßgebenden Bewertung zu gelangen, denn solange für die verschiedenen Steuerveranlagungen verschiedenartige Bewertungen maßgebend sind, wird nicht nur der Gruird- und H^rusbesiy genötigt, sich mit den verschiedenartigen Grundsätzen, die jeweilig in Frage kommen, zu befassen, die Veranlagung selbst erfordert einen überflüffigen Dcamtenappa- rat, der entbehrlich ist, wenn einmal für all« Steuern in gleicher Weife der Wert des Grundbesitzes feftgefldlt wird. Landwirtschaft und Gartenbau. Das diesjährige Saatgut Vom Landwirtschaftsamt L i ch wird uns geschrieben: Die Frage der Saatgutgewinnung und -behändlung ist in diesem Jahre für jeden Landwirt, der sein Saatgut aus dem eigenen Betriebe nehmen muß, von ganz besonderer Wichtigkeit. Es erscheint angebracht, zu dieser Frage einige Worte zu sagen. Zur Saatgutgewinnung darf der Landwirt nur das im Felde am besten gestandene Getreide verwenden, welches nach der Einfahrt in der Scheune möglichst luftig einzufetzen ist. Rach dem Dreschen ist sofort für flache Lagerung der Frucht auf einem trockenen, luftigen Kornspeicher Sorge zu tragen. Häufiges Umwenden der Frucht beschleunigt die völlige Trocknung und verhindert das Schimmeln und Muffigwerden. Rach vollkommener Trocknung wäre die Reinigung und Sortierung des Saatgutes mit den entsprechenden Maschinen vvrzunehmen. Hat man auf diese Weise fein Saatgut vorbereitet, so ist in diesem Jahre bei jedem Saatgut, das zur Aussaat gelangt, ein Keimversuch vorzunehmen, der ja mit kaum in Betracht kommender Mühe in jedem Betriebe leicht anzustellen ist. Auf diese Weise erhält der Landwirt Aufschluß über die Keim* fähigkeit seines zur Verwendung vorgesehenen Saatgutes. Daß auch die Keimfähigkeit des Saat- getreides. das beregnet oder doch etwas feucht eingefahren war, durch die sich auf ihm an- siedelnden Schimmelpilze leidet, ohne daß diese Wertminderung äußerlich an dem Korn in Erscheinung zu treten braucht, wird der angestellte Keimversuch jedem Landwirt klar von Augen führen. Daß nicht allein schlechtes Saatgut eine schlechte Ernte im Gefolge hat, fondern daß auch krankes Saatgut einen sehr starken Ertragsausfall bedingen kann, wird leider von vielen Landwirten noch nicht mit dem nötigen Ernst gewürdigt. Bekanntlich hat der Winter 1923/24 für Deutschland eine Auswinterung gebracht, wie sie feit mehr als 20 Jahren nicht mehr beobachtet worden ist. Untersuchungen, die die Ursachen der Auswinterung des Roggens ergründeten, haben festgestellt, daß von den verschiedensten Aus- wnnterungsmöglichkeiten, wie Winterfrost und -schnee. Bodenverhältnisse, tierische und pilzliche Schädlinge, W i derst andskrast der einzelnen Pflanzensorten usw. es gerade die pilzlichen Schädlinge (Fusarium oder Schneeschimmel) waren, die fast restlos die Auswinterung des Roggens verursacht hatten. Diese Auswinte- rungsschäden des Roggens hätten verhütet und privat- wie volkswirtschaftlich somit riesige Schaden vermieden werden können, wenn das Roggensaatgut gegen Fusariumbefall gebeizt worden wäre. Wäre die Beizung des Roggensaatgutes durchgeführt worden, so wären 80 Proz. der Auswinterungsschäden an Roggen im Winter 1923/24 nicht aufgetreten. Es ergeht deshalb an alle Landwirte die dringende Mahnung, in diesem Jahre keinen Roggen auszusäen, der gegen Fusarium nicht gebeizt worden ist. denn das schlechte Saatgut, das vielen Landwirten in diesem Herbste zur Verfügung steht, ist größtenteils mit Fusarium behaftet. Wird der Roggen in gebeiztem Zustande zur Aussaat verwendet, dann erst ist der Roggenbau gesichert, dann ist es auch möglich, zu wesentlich geringeren Aussaatmengen pro ein Viertel Hektar überzugehen und wesentliche Mengen Saatgut zu sparen. Weiter ist in Betracht zu ziehen, daß ungünstig geernteter Roggen mit geringer Keimkraft nach der Beizung viel besser keimt und gleichmäßiger und viel schneller auf läuft, als nicht gebeizter, und dah die Pflanzen von gebeiztem! Saatgut bis in den Vorsommer hinein einen Dor- sprung im Wachstum bewahren. Als Deizmittel des Roggens gegen Fusariumbefall wären Rog- genfufariot, bann Uspulun, Hohenheimer Beize, und schließlich Germisan und Segetvm zu erwähnen. Äe Beizung selbst kann mit dem meist geeigneten Benetzungs verfahren geschehen und nimmt nicht sehr viel Zett in Anspruch. Gebrauchsanweisung ist jedem ^Vittel beigegeben. Die großen Ernteausfälle, die alljährlich der deutschen Landwirtschaft durch Auftreten des Weizen st inkbrandes entstehen, machen es jedem Landwirt weiter zur Pflicht, gegen diese pilzliche Krankheit des Weizens mit allen zur Verfügung stehenden Mttteln anzukämpfen. Auch gegen diese Krankheit hilft das Beizen des Weizensaatgutes mit den im Handel befindlichen Saalbeizmitteln wie: Agfa-Saatbeize. Uspulun, Kalimat, Tillanttn B. Weizenfusariol, Hohenheimer Beize, Germisan und Sublimoform. Wenn irgend möglich, ist das von den Firmen empfohlene Benetzungsverfahren, bei dem der Weizen nur mit der Beizlösung überbrauft wird, nicht anzuwenden. Rur das Tauchverfah- ren wirkt sicher und tötet alle Drandsporen ab. Am einfachsten wird es folgendermaßen crusgs- führt: In einen mit Sacktuch ausgeschlagenen Korb, der in dem mit der Beizlösung angefüllten Bottich steht, schüttet man das Saatgut in dünnem Strahl unter beständigem Umrühren. Die aufflcigcnbcn und schwimmenden Korner (Drandbutten) schöpft man ab und verbrennt sie. Rach Ablauf der Beiz dauer wird der Korb hochgehoben und der Weizen zum Trocknen auf einen gründlich gesäuberten Boden aud- gebreitet. Auch die benutzten Säcke stecke man ebensolange in die Beizlösung und trockne sie dann. Schließlich ist auch die Drillmaschine vor dem Einfüllen des Saatgutes einer gründlichen Reinigung zu unterwerfen. Wird jeder Saatrr-eizen auf diese Weise behandelt, so dürfte zukünftig eine Schädigung unseres Weizenbestan- des durch Weizenstinkbrand zu den Seltenheiten gehören. Mit der Beizung des Weizens wird aber nicht allein eine Abtötung der Weizensteinbrand- sporen bewirkt, auch in der Keimkraft geschwächter Weizen wird durch die Deizbehandlung (z. D. mit Uspulun oder Germisan) hinsichtlich der Steigerung der Keimenergie um 15—25 Proz. in der Verwendung als Saatgut wesentlich verbessert. Die Landwirte, die diesen Weg der Saat- gutbehandlung befolgen, werden dessen Zweckmäßigkeit'an den Ernteerträgen erkennen. Dr. L. Winke zur Durchführung einer Keimprobe. Man fülle in einen flachen Tciller irgend eine Unterlage, die Wasser aufsaugt (Sägemehl, Ziegelgruß, feiner Sand), feuchte diese gut an und lege darüber ein feuchtes Löschpapier. Auf dieses (ege man 100 Körner seines gut gereinigten Saatgutes, decke ein stark angefeuchtetes Löschpapier über sie und lasse nun bei Zimmertemperatur keimen. Rach 3 Tagen zählt und entfernt man alle Körner mit fingergliederlangen Keimen. Dom 4. Tage ab wird dieses Au s - zählen der gelehnten Körner täglich vorgenommen bis zum 8. Sage. Die Zahl der innerhalb 8 Tagen geleimten Körner gibt die Keimfähigkeit des Saatgutes in Prozenten an. Gut ausgereiftes und gut geerntetes Saatgut soll eine Keimfähigkeit von 96—98 Proz. haben. Bekämpfung der Ackerschnecke. Zahlreich sind in diesem Herbst die Klagen über das massenhafte Auftreten der grauen Ackerschnecke. Durch die anhaltend feuchte Witterung findet sie die denkbar günstigsten Dedingungen für rasche Entwicklung unb schnelle Fortpflanzung vor. Bei trockenem Wetter liegt sie geschützt unter Erdschollen oder Steinen und schädigt nur nachts durch Abfressen von jungem Getreide, Klee, Rüben, Kohl, Salat, usw. Bei regnerischem Wetter aber ist sie fast Tag und Rächt unterwegs, so daß ihr Schaden dann besonders augenfällig wird. Wachstum und Fortpflanzung der Tiere werden so beschleunigt, so daß sich hieraus ihr diesjähriges massenhaftes Auftreten hinreichend erklärt. Jedes Tier legt bis zu 500 Eier in Häufchen von je 10 bis 20 Stück in Erdlöcher. Die Eier leisten größter Trockenheit und Kälte Widerstand. Bei feuchter Witterung schlüpfen die jungen Tiere schon nach 3 bis 4 Wochen aus und legen nach weiteren 5 bis 6 Wochen wieder Eier ab. Aus dieser Schilderung des Entwicklungsganges ist leicht ersichtlich, daß bei Fortdauer der feuchten Witterung die Wintersaaten stark gefährdet sind. Die Bekämpfung der Schädlinge muß also unverzüglich ausgenommen werden. Frühmorgens, zwischen 6 und 8 Uhr, wird man die Schädlinge am besten bei der Arbeit finden. Durch zweimaliges Bestreuen des Ackers mit zusammen 4—5 Zentner gebranntem, gemahlenem Kn 1 k pro Morgen, oder mit ungefähr derselben Dosis Kainit im Abstand von etwa 15 Minuten wird die Schnecke mit Sicherheit vernichtet. Beide Dekämpfungsmittel entziehen den Tieren das Wasser, das für ihr Leben unbedingt nötig ist. Ein zweimaliges Bestreuen ist deshalb notwendig, weil die älteren Tiere nach dem erften Bestreuen sofort eine neue Schleimhülle bilden, was nach dem zweiten Bestreuen nicht mehr möglich ist. Sehr empfehlenswert ist auch die Anwendung des fein gemahlenen, sogenannten „H edrichkainits", der von den Genossenschaften bezogen werden kann. Die Zuführung von Kalk ist nach den Untersuchungen des Landwirtfchaftsamtes ohnehin besonders in den Taunusgemeinden unbedingt notwendig, ist aber auch für die in der Wetterau liegenden Gemarkungen wegen seiner bodenver- bessernden Eigenschaften auf schweren Boden von großen Ruhen. Lcmdwirtschaftsamt Butzbach. Zur Dcrnichtung dieser Schädlinge gibt drs Landwirtschaftsamt Alsfeld den Gartenbesitzern noch folgende Winke: 2uch im Garten können durch Bestäuben mit feinem Kalkstaub recht gut Erfolge bei der SchneckenbekämPfung erzielt werben, jedoch müssen die sehr jungen und schwa- ^cn Pflänzchen verschont bleiben. In unserem Versuchs garten haben wir nur durch Bestäuben mit zerfallenem Kalk unsere Gurken und Bohnen vor der vollständigen Vernichtung durch Die Schnecken schützen können. Bei stärkerem Befall wird zu empfehlen sein, das Ausstreuen mehrere QUalc zu wiederholen. Auch verschiedene Tiere smd sehr eifrige Vertilger der Schnecken, so unter anderem die wegen ihrer Häßlichkeit so häufig verschmähte Kröte, die aus diesem Grunde von den Gartenbesitzern geschont zu werden verdient. Einen ganz vorzüglichen Gehilfen in der Bekämpfung der Schnecken haben wir in der Ente, deren Haltung in diesem Jahre für einen größeren Gartenbesitzer gar nicht zu um- geben war. So war festzustellen, daß in Gärten, die den Enten als Auslauf dienten, ein Schnecken- fraß so gut wie nicht anzutreffen war, während in benachbarten Gärten fast sämtliche Pflanzen dem Fraß der Schnecken anfyeimgcfaHen waren. Der Schaden, den die Enten im Garten veruv-- fachen, wird auf ein Mindestmaß herabgesetzt, wenn wir den Enten bei sehr nasser Witterung und zu Zeiten, in denen die Kultnrpslcinzchen in der ersten Entwicklung begriffen sind, den Zugang zum Garten versperren. Aeltere Kultur Pflanzen werden so gut wie nicht von Öen Ent«, heimgesucht: die Schnecken bieten ihnen einen viel willkommeneren Leckerbissen In der Regel wird schon ein kürzerer Aufenthalt der Enten morgens nach Verlassen und abends vor Aus- suchen des Stalls genügen, um der Plagegeister in Garten und Fell» Herr zu werden. Wie pflanze ich die Obstbäume? Sehr oft findet man noch, namentlich tn Klein- gärten, Obstpflanzungen, die to?öer leben noch sterben können. Wenn auch teilweise Boden und Sorienauswahl daran die Schuld tragen, so ist doch in den allermeisten Fällen falsche Pflanz- weise die Ursache des Richtgedeihens. Soll eine Pflanze freudiges Wachstum zcigen, so maß sie auch richtig in der Erde stehen. „®ib meinem Fuß den rechten Stand, dann füll ich dir den Korb bis zum Rand", sagt eine alte Bauernregel Beim Ausheben des Pflanzloches achte man darauf, daß man die obere Erdschicht als bi: belfere und nährstoffreichste besonders legt, damit man diese später dein Pflänzling zuerst zwischen die Wurzeln schütten kann. Den unteren Boden vermische man je nach der Beschaffenheit mit guter Erde, Kompost, verrottetem Dünger, Torfmull. Je geringer der Boden an sich ist, um so großer ist di: Pslanzgrube auszuwerfen und mit Nährstoff- reicher Erdmischung wieder aufzufüllen. Dir günstigste Pslanzzeil ist im allgemeinen die 3ev nach dem Laubfall, also Ende Oktober unb Rovcmber. Bevor man ben Daum in bie Grube setzt, untersuche man erst bas Wurzelwerk. Jede geknickte ober gebrochene Wurzel ist glatt abzuschnciden. Der Schnitt muß so geführt werden, daß die Schnittfläche wagerecht zum Erdboden zu liegen kommt. Von Vorteil ist es auch, wenn man bas ganze Wurzelwerk vor dem Einsetzen in einen Lehmbrei taucht. Der Daum wachst bann um so leichter an und ist der Gefahr dsS Austtocknens weniger ausgesetzt. Beim Pflanzen sinb zwei Personen notwendig, eine, die den Daum hält und eine, die bas (Srbreidj sinschüttet. Das Wurzelwerk wird vorsichttg auf dem Grunde der Grabe ausgebreitet. Dann wird gute Erde aufgeschüttet unb tunlichst mit den Hänben zwischen bie Wurzeln verteilt. Ab unb zu rüttele man ben Baarn etwas, damit das Erbreich alle etaxa noch vorhandenen Hohlräume aussüftt. Bei trockener Witterung unb trockenem Boden wird auch noch an- geschlämmt. Dor allem richte man auch fein Augenmerk darauf, daß der Baum nicht höher und nicht tiefer kommt, als wie er in der Baumschule gestanden hat. Da das lockere Erdreich sich mit der Zeit etwas senken wird, pflanze man etwas höher. Fragekasten. Frage 50: Ich bitte um Auskunft, wie man Wirsing, Rot- unb Weißkraut am besten im Freien durchwintert, bah man ben Debars an frischem Gemüse jederzeit holen kann? Hier ist es üblich, die Strünke abzuschneiden und das Gemüse mit dem Oberteil des Kopfes nach unten auf den Rasen zu legen. Diese Methode hat den Rachteil, daß bei trockenem Wetter ein Welken, bei Rässe Fäulnis entsteht, auch Schnecken und Regenwürmer das Innere verunreinigen. Antwort: An einer südlich oder südöstlich gelegenen Mauer oder Hauswand zimmern Sie sich aus einigen Pfählen, Brettern und Dachpappe ein meterbreites, tischhohes, nach vorn geneigtes Dach, unter dem Rässe durch Regen und Schnee abgehalten sind Hier wird — so spät wie möglich — das von allen schlechten und überflüssigen Blättern befreite Gemüse mit den Wurzelr in lockere Erde eingeschlagen und bei strengem Frost durch trockenes Stroh geschützt. Frage 51: An selbstgezogenen Korallenbäumchen zeigen sich Blattläuse. Wie kann ich sie abtöten, ohne ben Pflanzen zu schaben? Tabakstaut unb Räuchern waren vergeblich. Antwort: Eine Handvoll Tabakstaub wirt in 1 Liter Wasser gekocht, bie Brühe durch ein Tuch geseiht unb nach dem Erkalten alle be- fallenenBlätter und Zweige mittels eines weichen Schwammes sauber abzuwaschen. Hierauf wirb mit erwärmten, reinem Wasser nachgespült. 2Xrs Auftreten von Blattläusen ist immer ein Zeichen irgend einer Wachstumsstörung, verursacht durch starke Temperaturschwankungen, unvorsichtiges Gießen mit faliem Wasser oder Mangel an Rah- X, viel 15,40 ernt- 14,9 2,10 Frankfurter Tlbendbör e. (Eigener Drahtbericht des „©iefcener potheke 30 g echte Toluba- schädltche Stoffe von fett- 3 85 3,50 14,8 8.40 8,50 47 10,20 18,25 12,75 15,85 15,26 17 von roll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll 8,30 13,40 39,60 46,49 2,30 3 9,5 1,3 1.3 3 3 6 9,6 3,1 3,9 9,65 der Ein! und 16,13 15,50 19, 0 3,60 20,12 -2,7 IS,67 22,0 161,94 18,14. 19,25 5,88 2/55 111,22 80,08 55,4' 12,46 5,36 10,20 18,25 13,3 '5 65 15,30 17,13 8. 0 13,40 40,25 46,50 2,3 3 9,5 0,22 73,13 18 77 22,185 U2.76 18,445 19,55 6,90 2,175 111/8 80,48 65,69 12,5' 5,38 tn Rüskringen nur noch der Abwvackvetrieb. 3n Spandau wird im nächsten Frühjahr der Autobau als neuer Fabrikattonszweig ausgenommen. ________________Börsenkurse.________________ (1, M fit halte Ü Kr fff rin Lanahli' Z-enE ,5y. (aM eE KtL ein riivall hellbl^ haftigie voll- ® Cie ihn Da sich er> HerrZ ken.de Mhrh „6 /ch lvi mir fo( schätze 56u plus 30 MiMarden Don ausländischen Renten wurden Bagdad II mit 9,75, also unverändert, umgesetzt. Am Montanmarkt kamen zur Rvüerung: Gelsenkirchen 57,12 plus 1 /8, Har° pener 85,25 bis 84,5 nriims 0,5, Mansfekder 3,75 minus 0,1, Phönix 41,5 und Tellus 2,6, beide unverändert. Don chemischen Werten gingen Scheideanstalt um 0,3 auf 14,9 höhrr. Elberfelder Farben 153/4 und Höchster Farben 15Vg pnverän- dert Am Elektromcvrkt kamenälmsähe nicht zustande. Don Dankwerten gaben Darmstädter mit 9,25 0,1 nach. Diskonto 12,62 mimrs 0,2, aber Metall- bank 13,5 plus 0,1. Oesterreichische Kreditaktien notierten 0,33. Don Schiffahrtsakli^n waren Äord- Leutscher Llvhd um 1/8 auf 53/« gesteigert. Sonst notierten: Kleher 2,1, Zellstoff Waldhof 19,5, Dyckerhoff & Widmann 3,7, plus 0,25, Holzmann 5,25, Ludwig Ganz 0,27, Dr. Paul Metzer 0,725, Miag 1,55, Schuh Berneis 2,5, Frankenthal Zucker 3,5 plus 0,2, Offsteinzucker 3,25. Für die Werte des freien Verkehrs zeigte sich kein Interesse. Die Börse schloß die Woche in ruhiger, zumeist behaupteter Haltung. Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Aus Richtung Frankfurt a. M/. 3.37 D, 6.25 P. W. (von Friedberg), 8 03 P 8.07 D, 8.33 D, 8.45 D, 10.13 beschl. P, 12.24 P., 2.03 Egz. W. (von Friedberg), 3.03 beschl. P., 3.30 P, 6.09 P,. 6.31 D, 6.48 P„ 7.50 P. W, 9.03 beschl. P , 9.46 P, 11.22 D, 11.55 D. Aus Richtung Kassel: 6.24 P. (von Marburg), 7.17 D, 7.44 P. W. (von Treysa), 8.00 D, 9.50 P.. 12.25 P, 2.21 P., 5.15 P., 8.25 beschl. P., 8.58 P. (von Marburg), 9 48 D. Aus Richtung Köln: 2.44*1), 6.35 P (von Dillenburg), 7.44 P., 9 24 P. W 12 21 P. 12.52 D, 3.20 beschl. P., 5 24 P., 6.38 P. W. (von Wetzlar), 7.33 P. W„ 9.30 D, 9 37 D, 10 24 P. (Sonn- u. Feiertags an 10.34). Aus Richtung Limburg: 5.57 P. (von Weilburg), 7.27 P. W., 8.35 beschl. P., 9.44 P , 2.13 P. (tägl. außer Samstags), 2.28 P. (nur Samstags), 4.26 P., 5.56 P. 8 23 P 9.46 P 11.22 D. ' den Absatz. Bei einem Zuwenig läuft man Gefahr, in manchen Fahren überhaupt feinen Ertrag zu bekommen. Außerdem ist es noch du wenig bekannt, daß alle Obstbäume, und ganz besonders Aepfel, da reichlicher tragen, wo die Möglichkeit zu Wechselbestäubung mit anderen Sorten durch die Dienen gegeben ist. Den zweiten Teil Ihrer Frage beantwortete der rung, Licht und Luft. Werden diefe Schädlichkeiten durch nahrhaften Boden und geeignete Dün- gung, Vermeidung von Zugluft am offenen Fenster und hellen Standort vermieden, so bleiben Korallenbäumchen, Solanum Hendersoni, von jeder Art Ungeziefer verschont. * Amerikas Handel mit Deutschland im August. Der Wert der Ausfuhr aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland bezifferte sich im Monat August auf 19 281000 Dbllar. Dies entspricht einer Abnahme um 3979 000 Dollar gegenüber dem gleichen Zeiträume des Vorjahres. Der Wert der Einfuhr aus Deutschland betrug 11 836 000 Dollar was einer Abnahme von 1890 000 Dollar gleicht kommt. * Stilles Geschäft in der rheinisch, westfälischen Groheisenindustrie. Die leichte Belebung des Marktes nach Annahme des Londoner Abkommens erwies sich am Gvoheisenmarkt Rheinland-Westfalens nur alS ein kurzes Aufflackern. Die Abnehmer halten mit Rücksicht auf erwartete Preisermäßigungen zur Zeit mit der Vergebung von Aufträgen zurück. Die bei vielen Werken erfolgten Detriebseinschränkungen mußten daher teilweise noch verschärft werden. Der Beschäftigungsgrad bei den Deutschen Werken. Infolge Mangels an Aufträgen arbeitet von den Deutschen Werken Belgische Nölen ...... Dänische Noten ..... . Englisch- Noten ftrntiiöfifcbe Note« . . . . . Holländisch- Noten . . . Italienische Noten . ' * Norwegische Noten £eutfA£cfte£r •ä 100 Kronen Numanische Noten .... Schwedische Noten . . Schweizer Noten Spanische Noten Noten . . ungarische Noren . . . . Schaumpon Kopf L j Dü; a! (bewahrte Kopfwaschpulver Der neue Fahrplan. Die Aenderrrngerr in Gießen. Der Win t erfahrplan 192 4/25, Ml morgen — am 5. Oktober — in Kraft tritt, bringt unserem Bahnhof die nachstehende neue Zugfolge. Da die Rachtzüge nicht durch Unterstreichen der Minutenziffern kenntlich gemacht fmt>„ sei besonders darauf aufmerksam gemacht, bat? der Fabrplan 12.00 Uhr nachts beginnt und 11.59 Uhr nachts endigt. Ankommende Züge? 1911 in Stuttgart verstorbene französische Obst- züchter Gaucher wie folgt: »Besser im Oktober, als im Rovember, besser im Rovember, als im Januar, besser im Januar, als im Februar, besser im Februar, als im März, besser im März, als im April." Wäre dieser Sah richtig, so würde die Frage zuguirsten der Herbstpflanzung entschieden sein. Die praktische Erfahrung hat aber gelehrt, daß tn vielen Fällen, besonders in schweren und kalten Bodenarten und namentlich auf ungeschützten Bäumstücken die Frühjahrspflanzung, wenn sie nicht allzu spät vorgenommens wird, den Vorzug verdient. Rur sollte man im Herbst so früh wie möglich die Bau mgr übens auswerfen und die Bäume beschaffen, die man in lockeren Boden, vor Hasenfrah geschützt, schlägt. Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. Die Börse hat den Anleihe st urz leichter überstanden, als man bei der Gröhe der in Betracht kommenden Engagements hätte annehmen können. Sie hat auch überraschend schnell einen Teil der Kursrückgänge wieder ausgeglichen. Allerdings geht die Spekulation jetzt wesentlich vorsichtiger zu Werke als in den vorangegangenen Wochen. Trotz aller klaren und eindeutigen Mitteilungen des Reichssinanzministers und des Unterausschusses hegt man doch noch eine gewisse Hoffnung, daß der Reichstag und die Regierung schließlich wenigstens grundsätzlich eine bescheidene Aussicht auf allgemeine Gnffchadi- gung der Anleihebesiher in einem späteren Zeitpunkte eröffnen werden. Bei der heutigen Finanzlage des Reiches wird man günstigenfalls mit einem ganz allgemein gehaltenen und auf lange Zeit nicht einlösbaren Versprechen rechnen können. Jeder Optimismus in dieser Beziehung erscheint verfrüht. Am Aktienmarkt hoben die reinen Goldpapiere nach wie vor die Führung. Für fte finden sich selbst an den Tagen ruhigsten Ge» Mäftes willige Käufer. So traten in der Berichtswoche die Aktien der großen Montan- kdnzeme und die Anteile der Berliner und Hamburger Hochbahngefellschaft mehr in den Vordec- grund. Auch die Aktien verschiedener Schiff- fahrtsgesellschaften finden stets willige Käufer. Der Umstellungsprozeh macht rasche Fortschritte und bringt den Aktionären im großen und ganzen doch nicht so grvhe Enttäuschungen, wie man ursprünglich befürchtet hatte. Die finanziellen Aussichten haben sich für die Industrie und die Bankwelt durch den Abbau der inländischen Zinssätze und durch den günstigen Stand der Kredit- Verhandlungen mit dem Auslande in den letzten Tagen wesentlich gebessert. Alles hängt jetzt von dell baldigen Unterbringung der Reparationsanleihe ab. Die Verhandlungen Dr. Luthers und Dr. Schachts in London haben den Zweck die Unterbringung der Anleihe zu beschleunigen' Rach den neuesten Meldungen aus Reutzork darf man auch damit rechnen, dah Amerika den Zeichnungstermin nicht verzögern wird. Rach der Unterbringung der Reparationsanleihe werden aber auch die privaten Kreditverhandlungen voraussichtlich bald zu praktischen Ergebnissen führen. Anzeiger".) Frankfurt a. M, 3. Oft. (Ab.mdbörie) Tendenz: Behauptet. Auch an der h utigen Abendbörse prägte sich die seit einigen Tagen vorherrschend Unlust und Zurückhaltung sehr stark aus. Allem Anscheine noch ist die Wiedereinrichtung der Frankfurter Abendbörse noch nicht genügend bekannt, da Kaufaufträge, die das stagnierende Geschäft etwas beleben könnten, nicht vorliegen. Der ganze Verkehr wickelt sich un er der berufsmäßigen Spekulation ab. die sich zu- ruck^ltend verhält. Die Rotierungen sind gegen die Mlttagsbörse nur sehr wenig verändert, so dah die Tenbvnz als behauptet zu bezeichnen ist. Rur in Anleihen kam das Geschäft etwas in Fluh, bei allerdings weiter zurückgehenden Kursen. Es notierten KricgsanleihM 675, also unverändert w e an der Rachbörse^3' ,prozentige Reichsanleihe 1212 nnnuö 13 Millvarden, Zprozentige Sfren» brsch« Kmrsols 1I?5 minus 25 Milliarden, Agio- Frage 52: Ich habe die Absicht, einen Acker als Daumstück anzulegen. Welche Sorten würden Sie mir von marktfähigen Aepfeln emj> fehlen und wann ist die beste Pflanzzeit, Herbst oder das zeitige Frühjahr? Antwort: Es kommt ganz auf die Lage und darauf an, ob das Grundstück eingefriebeti werden soll oder nicht. In letzterem Falle würde Frühobst und Sorten mit Früchten von verlockendem Aussehen nicht in Frage kommen können, weil die Gefahr des Diebstahls immer noch in Erwägung gezogen werden muh. Don späten Apfelsorten, die sich in unserer Gegend bewährten und deren Früchte fest am Baum hängen, seien folgende genannt: Baumanns und Harberts Reinette, Doikenapfel, Groher Bohnenapfel, Reue Goldparmäne. Vor einem Zuviel an Sorten ist ebenso zu warnen, wie vor Anpflanzung von nur einer oder zwei. Zuviel erschwert die Ernte, das Sortieren Frankfurt a. M, 3. Oft. Es wurden no- 3 n Richtung Limburg: 5.14 P. (nur tiert: Weizen 26,25 bis 27, Roggen, mländ. 26 Sonntags und am 19. 11., 25. und 26. 12. 24, 1. 1. bis 27, Sommergerste für Drauzwecke 2ö 50 bis 10- u. 13. 4. u. 21. 5. 25), 5.37 P. W. (hält nicht 29,50, Hafer, inländ. 22,50 bis 24, Mais, gelb in Dutenhofen), 8.11 D, 8.30 beschl. P, 10.21 P, 20 bis 20,50, Weizenmehl, rinländ., Spezial 0, 12.32 P. W., 1.46 P. 3.58 P. (hält nicht in 37,50 bis 38,50, Rvggenmehl 36,25 bis 37, Wei- Dutenhofen), 6.15 P., 9.20 beschl. P., 10.05 P. W. zenkleie 12,85 bis 13, Roggenkleie 12,60 bis 12 80. (bis Weilburg), 10.14 P. (nur Sonntags and am Tendenz: Steigend. ’ 19. 11., 25. u. 26. 12. 24, 1. 1., 10. u. ,13. 4. ra r en , u. 21. 5. 25) bis Weilburg. Berliner Produktenbörse. In Richtung Fulda: 4.21 P. W. vom Berlin, 3. Oft. Der Produktenmarkt war 1. 11. 24 bis 15. 3. 25 (bis Grünberg), 5.14P. W. auf die ständigen Steigerungen der ausländischen (vom 5. 10. bis 31. 10. und vorn 16. 3. bis 31. 5. 25, Preise sehr fest, ohne dah sich die Umsahtätigkeit bis Grünberg), 7.13 Gmz. W. und am 19. 11. 24 hätte beleben können. Die Rotierungen für Wei- (bis Grünberg), 8.16 P, 12.30 P, 3 40 P W. zen Roggen, Hafer, Weizen- und Roggenmehl 6.46 P. W. und am 19. 11. 24 (bis Bg- u. >Rd - mußten abermals höher gesetzt werden. Cs Gemünden), 7.38 P. Anglo-Cont -Guano Badische Anilin Chemische Mayer Alapd, . . Goldschmidt. ...... Gries elmcr Electron . ... Höchster Farbwerke Hotzverkohlung . . . .. . , Rükgerswerke ........ Schcideanstalt Alla. EleltrtzitätS-GesellschafI Bergmann Mcnnkraftwerke ....... Schuckert . . Siemens & HalSke Adlerwerke stleyer ..... Daimler Motoren. ..... Hevliaenstacd» . ..... llcguin . . Frankfurter Armaturen .stouservenfabrik Braun Metallgesell chafl Frankfurt. Pct Union A G. Schulnabrik yrtj ... Sichel. Zellsto i Waidhof .... Zuckeriabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . •) Dom Ruckzadümgswert. Devisenmartt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mark auSgedrückt Bueno».«ireS, London, Neu« York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit. Wien und Ludavest für 100000 Einheiten, olle« übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. B Stat Die Qlbonn Donne 6)nnti Lheati eingdi Stift werde weit t Di folgt Pros? I. l uni L 6t 20, II. 61 plal III. 6; platz II. Rc II. Dc De ginnt mittai ®i DerL Theatl fta Die guten lc Sbituti vffentli An bis gl tobet reichen wurden notiert pro 1000 Kilo: Weizen, märk. I n R i ch t u n g G e ln hau s en: 5.34 P. W 242—250, Roggen, märk. 246—252, Gerste, märt, und am 19. 11. 24, 8.16 P., 1 35 P. 4.34 P W. 229-255, Gerste, neue 206—219," Hafer, märk. und am 19. 11. 24, 5 30 P W. und am 19. 11. 24 189—197, Raps 360, Leinsaat 440—450. Für 100 bis Hungen), 6.42 P, 8.43 P. W. und am 19. Kilo Weizenmehl 35.80—37,75, Rvggenmehl 35 H. 24 (bis Hungen). bis 37,75, Weizenkleie 14,75, Roggenkleie 13,25, I In Richtung Londorf: 6.13 P, 3 00 P, Viktoriaerbsen 33—38, kleine Erbsen 22—26, Fut- 6.50 P. (Werktags bis Geilshausen, Sonntags tereibsen 19—20, Peluschken 17—19, Ackerbohnen nur bis Londorf). 20—22, Wicken 17-18, Lupinen blau 14-15, Es bedeuten: D = Schnellzug mit O-Wagen, Lupinen gelb 15—19, Serradelle, alt 15—17, P. = Personenzug, P. W - Personenzug n tr Rapskuchen 15 30-15,50, Trockenschnitzel 12,80 Werktags, beschl P. = beschleunigter Perftmen- f>tö 13, Torfmelasse 9,20—9,40, Kartvffelf locken 19. I zug, Egz. = Eilgüterzug, Gmz. = Gemischter «... 7 7" , Zug, beide mit Personenbef örderung. Das Eisenbahnunglück ■ nt „ bei I einem Teil der Auflage wiederholt.) u5'« ä Käss “SSä'S rückaewiesen nx>rd<»n fkirm ^io i r n n : ä t; f a » I Ö ( dankte dem Redner für feine Be- Regie führt in ihrer amtHchen ffrfinntnn mühungen um die deutsche Sache im Saargebiet, Ursache des Unglücks auf ein Versa genfer die Ausweisung eingetragen habe, und Kun-ie-Knvrr-Bremse n9Qi.bezeichnete es als eine Unterlassungssunde, dah Es ist"ftstgestellt, dah er es nüht getan hat^Ein WeWMVerVWWSUUMM G.,ch-Nk.ut.x ift und einer an ihn ergangenen Vorladung bis ha lf, bilft u. wird Dir immerhelfeu. letzt noch nicht Folge geleistet hat “ Seacbte aber stets die Drininnlftrma: [7598ss Troll der von der Regie h.-rausgegebenen ^ob Homburger Heilquellen", G. m. b. H. Verlustliste, die die Rarnen von fünf Toten Korpulenz ist unschön inrb ungesund. Wir und sechs Schwerverletzten enthält er- raten Ihnem m Ihrer Apotheke 30 ' ~ ' Osta 1 S ber k-br-nd-r Sn« eniefc ' " -------- Opfer als bedeutend großer bezeichnen. Rian spricht von 25 bis 30 Toten. Es ist auffallend, daß die Regie sich größte Zurückhaltung in der Auskunft auferlegt. Auch die deutschen Behörden schweigen, was vielleicht auf französischen Druck zurückzuführen ist. Man verlange beim Einkauf von Rahma-buttergleich gratis die Kinderzeitung „Der kleine Coco“. Berlin, 3. Oft. Die Börse trug heute bei der Eröffnung ein ruhiges, aber ziemlich festes Gepräge, gegen Mittag trat jedoch auf allen Märkten ganz unvermittelt eine Abschwächung der Tendenz ein, auf die Rachricht hin, daß sich die Aussichten für die Umbildung des Kabinetts ganz erheblich verschlechtert hätten und S16 Lar?6"UI Aus Richtung Fulda: 6.20 P. W. und bar sei. Taffachftch liegen bisher berartige Mel- am 19. 11. (von Grünberg), 7 58 P, 1157 P düngen noch nicht vor. Die heutigen Verband- 4 27 P W 7 34 P Sozialdemokratie w^ren während ' Aus Richtung Gelnhausen: 6 25 P. der Börsenzeit noch m vollem Gange. Dre Ver- W. (von Hungen), 7.26 P, 9 40 P 1 21 P (von breitung der erwähnten Gerüchte wird auf ein Hungen), 3.10 P. W., 7.55 P 9 36 P. W und am Borsenmanover zuruckgefüh.t. Die gestern 19 11 24 €lnenL?€?( Presse aufgebauschten Mel- ' Aus Richtung Londorf: 5 29 P. (von bungen über Den Zusammenbruch eines hie.rgen Londorf), 7 26 P. W, 2.37 P 6 32 B Bankhauses hoben sich als stark übertrieben er- . o.’. wiesen. Größte Beachtung schenkte man in Dör- ’ , Rogehenoe Zuge: sen kteisen den Rachrichien, wonach prominente . InRichtung Frankfurt a. M.: 2.52 D, Vertreter der Berliner Bankwelt mit Mitgliedern $• M. und am 19. 11., 6.42 P., 7.31 D, des Aufwertungsausschusses Führung genommen 0, 8.45 beschl. P., 9.55 P., 12.32 P, 1.00 D, und diesen bestimmte Vorschläge unterbreitet ha- 3 28 P-> 5.32 P., 7.39 P.. 8.31 ben. Der Markt der Industrie Papiere lag 852 ^ügz. (bis Friedberg), 9.42 D, im Zusammenhang mit den erwähnten Vorgängen 9 49 2* 9D- auch etwas schwächer doch zrigten die Kurie eine 5.n Richtung Kassel: 12.09 D, 5.27 bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Olian be- $•. W- und am 19. 11. (bis Marburg), 6.42 P. urteilt vor alftm die F i na nz auss ich ten de r 8^^r6ur9). 8.16 D, 8.24 P. 10.19 beschl. P., Industrie optimisti'cher, da man nunmehr le- J2-32 P- 8.40 P., 6.20 P., 8.00 (bis Marburg), stimmt mit der Auflegung der Reparationsanleihe II-32rvD- t .. , für Mitte Oktober rechnet. Devisen sind über- * u n g Köln: 3.45 D, 5.14 P. W, wiegend eher ang.boten, da Dank und Industrie- «6.58 P. W. (bis Wehlari 8.43 D, 8.55 D. kreise Devisen verkaufen, um flüssige Gelder für 8.15 beschl. P., 3.43 P., 5.25 P. W. Steuern aufzubringen. Betzdorf), 6.43 D, 8.33 P. (bis Eitorf), 10.14 ic t nx i . d. W. (bis Dillenburg), 10.23 P. (nur Sonntags) Frankfurter Getreidebörse. bis Haiger. 9n Simonen Vrojent Frankfurt a. M Berlin Schluß stur» Schluhk Abend- bürse Schluh Kur» Schlußk. Mittag- börsc Datum: 2.10. | 3. 'S. 2.10. 3.10, 6% Denttche 9ttid)8anletoe . 4% Deutsche Reichsanleihe . SV//-Deutsche Reichsanleihe 8% Deutsche Retchöanlcthe . Deutsche Svarprännenanülhe 0,6826 0,875 0,650 0,695 0 99 ",93 1 1,212 0,96 0,94 — 1,46 1,476 o __ — 0,64 0,68 *®/o Preußische «onsolS . . . — — 1 08 1.0 >2 Hesien........... — — 1.4 1,4 ::::::::: 1,325 1,88 1.8 1,3 Deutsche Wertb. Dollar-Anl. — _ 4.2 4.2 dto. Doll-°Schatz-Lnwetsug.*r — — 86 88 <°/o Zolltstrten......... 11,65 — 11,50 11,625 6% Goldmerikaner...... — — — —» Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank. 5,05 25,125 4,875 25 5 Darmst. und Nationaldllllk . — 9,25 9,4 9,40 Deutsche Bank......... 10,75 —— 10,60 10,75 Deutsche DercinSbank .... —— — — —• DiSconto Commandit .... 12,75 12,65 12,80 12,70 Metallbau!........... —— 13,50 —• — Mitteldeutsche Creditbank. . Ocsterreichische CredttanstaU — — 1,70 1,8 0,925 0,33 0,3 — Westbank............ — — 0,4 0,4 Bochumer Guß ....... — — — — BndcruS............ 11,4 — 11,10 11,10 Caro .............. 12,5 — 12,5 12 65 Deutsch-Luxemburg...... Gelsenkirchener Bergwerke. . 4 57,75 57,13 64 57 54 67,50 harpener Bergbau...... Kaliwerke AscherSleben. . . . 87 84.5 88 83,23 15 — 14,5 14 fialüverf Weiteregeln..... 17 17,3 17,20 Laurahutte........... — — 6 10 5.6 Oberdedarf...... . . . . Phönix Bergbau....... Rveimtahl ......... — — 11,73 11,90 42 41,5 41,75 41,75 — —— 35,25 34.75 Riebeck Montan........ — _ 38 38,5 TcUnö Bergbau........ — 26 Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llohb..... 29 75 5,15 5,4 29,625 5,3 $9,5 5,23 Cheramische Werke Albtn . . — — — — Zementwerk Heidelberg .. 15,25 — — — Philipp Holzmann...... 5,10 5,25 5,25 5.25 2. Oktbr. 3. Oft r. Repart. klinilichr Notteruni Wrin Brief Ilnuli !)• C-Irfo ioti.'r 111 "i-.-k -> 3 Amll. Not! Brss. Antw Christiania. Kopenbngen Stockbolm . helstngforS, Italien. . . London. . . Neuyork . . Paris.... Schweiz . . Sva L-n . Wien In D-- Ceft. abgest Prag . Budapest . . Buen.AireS Bulgarien Japan . . . stio de Jan Belgrad . Lissabon . 162,09 ?0,30 t9,01 72,97 111,37 10,19 18,365 18,705 4,11 12,-W 19,93 bi,7 b 5,915 1t,493 5,44 1,493 3,04 1, 75 (,445 6,72 '2.22 t 163,01 20,40 ■9.30 73,38 111,9 10,55 18,465 18,79» 4,” 2?,33 60, 8 <-6,0l 6,935 12,-5. 5,46 1,606 3/6 1,665 1,456 6.74 ■2,28 Banfn Io ,09 20,15 59,33 72,92 111,37 10,19 18.3’5 ie,69 4,11 22,<65 <8 J0 c5,5C 5,915 12,50 5,44 1,50 3.C6 1,675 1.415 ->,79 13,72 oken. 1-3,01 20,25 '9,65 73,23 111,9. 10,55 18,471 18,7 3 4,21 12,1 5 78,6 i5.84 6,935 12/6 5,16 1^ 8,08 1,685 0,4 8,81 13,78 voll voll voll voll voll voll voll voll voll vol. U0‘. bOh voll voll voll voll von voll voll voll voll voll Voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll uoU voll voll voll Sperr'". Oktbr. l^ekd | Briet ■"7 art. fl, Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) oder Katharina Gisela r über: 7710v Franz Rathenow 7726D Für den Winter! B 7725a 7698a usw. Wiesenstr. 4 - Telephon 663 Kein Laden einzeln und kombiniert Bettücher Bettkolter Bettuchbiber Hemdenflanell Blusenflanell Sportflanell Kleider-Velour Sportwesten für Damen und Herren Kinder- Sportwesten Normalhemden Normalhosen Normal jacken Barnen Schlupf bösen Alter Blei «Blelröhren) kaust Brühlsche Druckerei in den besten Qualitäten, zu billigsten Preisen! Textil-Verkauf Gustav Gutenstein PlockstraBe 12 II. Gießen (z. I. Evang. Schwesternhau»), den 2. Oktober 1924 liefert tn jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühlsche Unioerflfttts. Druckerei. 3L Lange. »Jo." „Wie torit von der Strafte weg?" .Etwa hundert Meter." „Hnb von den nächsten Duschen Daumen?" „Etwa- weiter, möchte ich tagen." „•IDur ocriteDcn den Wogen und spazierten über den Aasen. Jack hatte einen großen (Summi- boll, ten er svrtstieft und dem er nachsprang. Manchmal stieb er ihn mir zu. und ich wart ihn zurück. Wir spielten so gut eine Halde Stunde. Frau Stapleton wünschte, dah der Knabe sich Bewegung machte." „(Süno gut. 11 nb Sie spielten gewöhnlich am selben Platze T Frau Stapleton forderte das Mädchen aus. sich zu setzen. Sie war von ihrer Krankheit noch ein wenig angegriffen. .Letzten Donnerstag waren es acht Tage," begann sie. .Ich verlieft das Haus mit Jock um halb elf Uhr und wir fuhren inS Dois." »Einen Augenblick, bitte,“ unterbrach sie Duval! mit einer raschen Handbewegung. .Wie lange waren Sie schon so ins Dois gegangen?" .Länger als sechs Wochen." »Und Sie gingen stets um halb elf Uhr weg?" .Immer." »Wer war außer tem Kind mit Ihnen?" „Fronyois, der Wagenführer." „Stets?" .Io." Duvall wandte sich an Frau Stapleton: .Wie lange ist dieser Fran^oiS schon in Ihren Diensten?" »Im Juni ein Jahr." „Haben Sie ihn ehrlich gefunden — zuverlässig?" »Immer. Sonst hatte ich ihn nicht behalten." Der Detektiv sprach wieder zu Martz Lcma- han: »Fahren Sie bitte fort!" sagte er. »Wir kamen kurz vor elf Uhr ins Dois. Francois hatte Defehl. langsam zu fahren, wenn Jack im Wagen saft - er brauchte etwa fünfzehn Minuten. Dann hielten wir an der Stelle, wo wir gewöhnlich spielten." »War es stets am selben Platz?" »Ja. Es ist hort ein Aasenpl-atz unb eine Daumgruppe an der ötrabe, bei welcher dos Aulo zu warten pflegte." Erzählen Sie weiter! Seltsame Flitterwochen Roman von Arnold Fredericks. Die Freude über die Ankunft ihres Gatten hatte ihrem sorgenvollen Antlitz einen Zug ncu r Hoffnung ausgeprägt, und sie dankte dem Detektiv herzlich für sein Mitkommen. Deutlich fühlte sie, doft nun endlich das Nötige geschehen würde, ihr Kind wiederzufinden. DuvallS erste Fragen befaßten sich mit Mach Lanahan, der Wärterin. Es wurde ihm leichter zu Mut, als er erfuhr, dah sie von ihrer plötzlichen Erkrankung wiederhergestellt sei. .Hätten Sie die Güte, sie hierher bringen zu lassen, Frau Stapleton!" bat er; „ich will sie einiges fragen." Kurz darauf erschien die Wärterin. Sie war ein sehr nettes Mädchen, schlank und wohlgekleidet. Duvall hatte von ihrem offenen Gesicht und ihren hellblauen Augen denselben Eindruck von Ehren- Hastigkeit, den er bei seinem Besuch ihres Vaters crpalten hatte. „Martz," sagte Stapleton, »dies ist Herr Duvall. Er will uns unseren Jack suchen. Erzählen Sie ihm, wie es zuging!" Das Mädchen wandte sich Duvall zu. der sich erhoben hatte. »Ich kann Sie nur bitten, Herr Duvall, meiner Erzählung Glauben zu schenken, denn ich versichere Ihnen, dah ich die reinste Wahrheit sage!" „Erzählen Sie, Fräulein." sagte der Detektiv, »ich will Ihnen gerne alles glauben, was Sie mir sagen.' Die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen hocherfreut an \ Karl Thöt und Frau Mariechen geb. Ranft „taMilll - »Bitte MW sprechen wird, höflichst ein. Freie Aussprache WWMMer MlWsWffMMW Die Gemeinde Staubringen verkauft auf dem Submisstonswege einen jungen, fetten Vogelsberger Dullen. Schriftliche Angebote sind dis zum Dienstag, dem 7. d. M.. nachmittags 5 Ahr. an dte Bürgermeisterei Saubringen zu richten. Zugleich sucht die Gemeinde einen jungen, sprungfähigen Vogelsberger Dullen zu kaufen, und können Angebote sofott bei uns eingereicht werden. Daubrinqen, den 3. Oftober 1924. Hessische Bürgermeisterei. Prei s._________7695 D ÄÜäÄteSEÄi \5gz für Kaufmannsgehilfen Wir laden hiermit die Kaufmannsgehilfen in Gießen zu der am Montag, dem 6. Oktober, abends 8 Uhr, im Kaufmännischen Vereins- Haus, Nordanlage 15, stattfindenden öffentlichen Versammlung, in der Herr Ernst Richter aus Hamburg [Steppdecken besonders preiswert! Weiße Schaf Wollfüllung von M. 40.— an Halbwollfüllung.....von M.2S.—an Infertigen von Daunen - Decken in moderner Ausführung Steppdeckchen für Kinderwagen Satin in allen Farben vorrätig E. Schott, Walltorstraße 24 Mm-Linden Gasthaus zur deutschen Siche Sonntag, den 5. Oktober 1924, Anfang 4 Uhr öffentlicher Tanz Gut besetzte Musik. — Parkettboden. — Prima HauS- nmcher-Wurst sowie Ntvochen, Hasvel, Koteletts und sonstige warme Speisen zu jeder Tageszeit. UNSER. ALTMUNCHNER. ^OMMERBIEFl KOMMT SEIT IO JAHREN ZUM ERSTEN MAL wiede r zum Ausstoss LÖWENBRÄU MÜNCHEN Heute Anstich! Spezial-Ausschank Ins Lotze Emil Freund 7727 ßiirgerüc'ie toe! Zivile Preise! Klein § Stiefel Fulda G. A. Bandsägen Hobel- masebinen »Konnten Sic von Ihrem Platze aus Francois im Wagen sehen?" „Len Wagen konnten wir sehen. Francois sah ich nicht immer, da er manchmal vom Wagen stieg und herumspazierte oder unter den Bäumen sah und eine Zigarette rauchte." „Erinnern Sie sich, was er gerate an jenem Morgen tat?" „Ja. Ich sah ihn im Wagen sitzen." »Was tat er?" »Er las eine Zeitung." »Hatte er dies vorher auch bisweileit getan?" »Das Mädchen zögerte, wie wenn ihm etwas ausgefallen wäre. »Rein, ich könnte mich wenigstens nicht erinnern." „Sehr gut. Erzählen Sie weiter." »Dann — nachdem wir etwa eine halbe Stunde gespielt hatten — war ich müde und setzte mich ins Gras. Master Jack spielte noch mit dem Ball. Ich saft ntüftig ta, sah in den Wald — auf die Strafte und träumte —" Achtung! Mitte nächster Woche trifft ein weiterer Waggon WM« MW 'S ein. Wir bitten evtl. Bestellungen mögt bis Montag abend aufzugeben. 7722D. « Qf w. König & L».. «°n ettkolter GM. 12.50,15.50,18.80,22.-, 25.-, 29.50 33.-, 39.-, 41.-, 46.-, 68.- Kamelhaardecken GM. 39.-, 44.-, 49.-, 62.- usw. Steppdecken GM. 21.-, 26.-, 31.-, 38.-, 49.-, 64.-, 67.- usw. C. Röhr & Co. Dienstag, den 7. 10. 24, versteigere ich imGastbaus„Zum Löwen", 1 Kommode, 1 Bücherschrank und 2 Iah Kondeps. Fett gegen Barzahlung. /bbJD Reinecke, St.-Dollzieher. Äf 2 - Gis und Küblmaschinen ^rcmHa >ür alle Verwendungszwecke llllli speziell für Fleischereien und Konditoreien. Einfachste, be- mährte Konstruktion. Geringster Straft- verbrauch. Unerreicht an Billigkeit und rascher Lieferung. Angebote und Inge» nieurbesuch bereitwilllgst urtb kostenlos. .Wovon untervoach sie plötzlich ttcr Drtzettiv. TaS Mädchen errötete. »Don — von jemand, den ich ferme.“ , Fahren Sie fort!“ „Ich hörte den Knaben hinter' mir spielen. Dann sah ich um nrich — und — er war weg!" Die Stimme des Mädchens bebte so stark, daft die Zuhörer in ihrem Glauben noch bestärkt wurden. Duvall fühlte, wie cS auch zugegangen sein modit?, das Mädchen tagte die Wahrheit. „Was taten Sie da?" »Ich stand aus und sah mich um. Ich buch' , Jack habe sich versteckt, um mir einen Streich ou spielen. Da begriff ich, daft er sich nirgends X>:\ bergen tonnte. Die nächsten Bäume nxircn zu weit weg. Er konnte sie nicht erreicht haben. Ich rief und rief. Ich war sehr erschrocken." Sie hielt einen Augenblick inne, bann futi sie fort: „ Frantzvis hörte mich und kam über den Aasen gelaufen. Ich fragte ihn, ob er Jack g. sehen habe. Er sagte nein, er habe nteminb ge sehen. Obwohl wir überall — im Gehött au» der Strafte — nahezu eine Stande gesucht haben, funten wir nichts. Dann fuhren wir nach Hause und erzählten es Frau Stapleton' Das Mädchen sah ihre Herrschaft ängstlich an „Wo war ter Gummiball?" fragte Duvall unerwartet. »Er — er war verschwunden." „Dann ist es klar, daft d.rs Kind friedlich ohne dah es Widerstand leistete, milgenomm.n wurde. Hätte eS sich geweh t, geschrien so hätte eS den Ball weggeworfen, nicht?" »Vermutlich." (Fortsetzung folgt.) er.™» I£eln Laden Makkaroni und Eiernudeln 1 W.ÄÄ Vertreter: Adolf Schmidt, GleBen, Lieber StraBe 5 «■■eBBBHSfflBBHÄÄ V Bekanntmachung Stadttheater-Abonnement Die nicht zur Abholung gekommenen Abonnements für Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag können noch am S mittag, dem 5. Oktober 1924 an der Theaterkasse in der Zeit von 10-12'/, Uhr eingelöst werden. Aach Ablauf dieser Frist sind alle Ansprüche verfallen, und werden die frei gewordenen Plätze ander- weit vergeben. Die Bezahlung der Abonnements erfolgt in vier Raten und zwar für: Proszeniumsloge, Rangloge, I Rang Vvrderplatz 30, 20, 15 und 15 M........--S0M. I. Sperrsitz und I. Rang Mitte 20, 20, 15 und 10 M.....=-65 II. Sperrsitz und I. Rang Rück- plah 17, 15, 10 und 10 M. .---52 III. Sperrsitz u. II. Rang Vorder- plah 12, 10, 8 und 5 M. . . — 35 II. Rang Mitte 9, 7, 6 und 4 QU. = 26 II. Rang Rückplah 6, 5, 4 u. 4 M. —19 Der Vorverkauf an der Tageskasse beginnt am Montag, dem 6. Oktober vormittags 10 Uhr. Giehen, den 4. Oftober 1924. 7696b Der Oberbürgermeister. 3. V.: Dr. 6 ei 6. Theaterbauverein G- m. b. H., Giehen. Kartoffellieferung. Die Lieferung von 1500 Zentner guten lagerfähigen Speisekartosteln für die Chirurg. Klinik und die Ohrenklinik soll öffentlich vergeben werden. Angebote sind an die Klinikverwaltung bis zum Eröffnungstermin, den 7. Oktober 1924, nachmittags 4 Uhr einzureichen. 7659c IVO PUHöNNY R tu du gu R be je! o£ bc fe ot ui w F Ic kc Tt h s a a Q X L f t S k t L KM WW ^/SHMsK der unerbittliche Zwang der Verhältnisse. Auf Grund des Ermächtigungsgesetzes vom 8. Dezember 1923 erging die „Verordnung über Gerichtsverfassung und Strafrechtspflege" vom 4. Januar 1924. Sie ist die Quelle des zur Zeit geltenden Rechtes. Hiernach ist das Schwurgericht alten Stils beseitigt. Der Aufbau ist der folgende: Soweit nicht der Amtsrichter, dessen persönliche Zuständigkeit bis in das Verbrechensgelnet sich erstreckt, allein entscheidet, werden zur Hauptverhandlung vor dem Amtsgerichte zwei Schöffen zugezogen. Diese beiden mit dem Amtsrichter bilden „das Schöffengericht" i. e. S. Es urteilt über alle nicht ausdrücklich anderen Gerichten vorbehaltene Verbrechen, hat also eine die früheren Schöffengerichte weit überragende Bedeutung. Heber die Beruf ung gegen Urteile des Amtsrichters allein entscheidet eine Strafkammer des Landgerichts, gebildet aus einem Derufsrichter und zwei Schöffen, gesetzlich bezeichnet als „Kleine Strafkammer". Heber die Berufung gegen Urteile des ..Schöffengerichts" entscheidet eine Strafkammer des Landgerichts, bestehend aus drei Berufs- richdern und zwei Schöffen mit der amtlichen Bezeichnung „Grobe Strafkammer". Endlich besteht als erstinstanzlich erkennendes Strafgericht über Verbrechen, welche nicht vor Amts- oder Reichsgericht gehören, nach wie vor ein „Schwu rgerich t", gebildet aus drei Berufs- richtern unb sechs Geschworenen. Aber es hat mit dem Schwurgericht alten Stiles, der lieben Gewohnheit und anderer Gründe halber, lediglich den Aamen gemein, sonst nichts. Denn „Richter und Geschworene entscheiden über die Schuld- und Straffrage gemeinschaftlich" und „während der Hauptverhandlung üben die Geschworenen das Richteramt im gleichen Umfange wie die Schöffen aus". Aach seiner rechtlichen Struktur ist also das neue Schwurgericht nichts anderes als ein grobes Schöffen- bagegen, so bekunde« sie unverkennbar die niedere Schätzung deutschen Lebens. Eine solche Revision wurde auch außerhalb Deutschlands nicht selten verlangt; am bezeichnendsten ist die Tatsache, daß der in Amerika jetzt von weiten Kreisen aufgestellte Präsidenten-Kandidat La F o l e 11 c eine Revision des Versailler Vertrages als einen Hauptpunkt seines Programms fordert. Die Weltgeschichte hat erwiesen, daß das deutsche Volk durchaus friedlich gesinnt ist, alte aggressive Art liegt ihm fern; aber man darf von ihm nicht eine Preisgebung seiner Ehre und seiner nationalen Stellung fordern. Mag eine große Partei, die sozialistische, samt vaterlandslosen Pazifisten, keinen Wert darauf legen, und mag ein sozialistischer Führer, Herr Crispien, ausdrücklich bekannt haben: „Ich kenne kein Vaterland, das Deutsch- lanb heißt", wir anderen können dem nicht zustimmen, und wir werden ein starkes Mißtrauen gegen jene Unnationalen hegen, welche mit besonderem Eifer und unbedingt für den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund wirken, ihnen ist offenbar nicht Deutschland, sondern ihre Partei die Hauptsache, und sie möchten gern die übrige Bevölkerung überrumpeln. Alle solche Erwägungen sollten den philosophisch Denkenden nicht abhatten, nach besten Kräften für die Einigung der Menschheit und für die Verständigung der Völker zu wirken, aber diese Einigung darf nicht unter den Gesichtspunkt der Partei gestellt werden, und sie muß von den Ideen dev Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit getragen werden; sonst bleibt es bei jenem Worte des Aristoteles, daß im Staatsleben leicht aus einem scheinbaren Gut ein reales Hebel hervorgeht. Laien in der Strafrechtspflege. Don Geheimrat Prof. D. Dr. Wilhelm Kahl, Mitglied des Reichstags. Eines der Kernprobleme des Strafversahvens. Es will nicht zur Ruh« kommen, wiewohl man sich in Deutschland seit nahezu achtzig Jahren um seine Lösung bemüht. Erst jüngst stand es wieder auf der Tagesordnung des um die Mitte September in Heidelberg versammelten 33. De u t- schen Juristentages. Cs wurden dazu hervorragend sachverständige Berichte der Professoren G lei spach-Wien, Eberhard Schmidt- Breslau und des Landgerichtspräsidenten Schlimm- Mannheim erstattet. Zu einer be- schlußmäßigen Erledigung ist es wegen Zeitmangels nicht gekommen. Hm so mehr bleibt die Frage eine offene und muß in der Oeffentlichkell weiter erwogen werden. Hier will ich nur kurz darlegen, um welche besonderen Punkte es sich in der Gegenwart handelt. Der Streit geht heute nicht mehr um die Frage, ob Laiendeteiligung am der Strafrechtspflege überhaupt? Zu ihren Gunsten haben sich Dolksbcwußtsein und positives Recht längst und endgülttg entschieden. Denn nicht nur sind alle Volksgenossen um ihrer selbst und der Gesamtheit willen unmittetbar an der Bestrafung des Verbrechertums interessiert, sondern ihre organisierte Mitwirkung bildet auch einen der Haupt- st ühpunkte des öffentlichen Der tränens zu dem Richterspruch. Der Streit geht um Form und rechNicheGestaltung des Vvlksstrafgerichts. Die erste und alleinige Form war das im Jahre 1848 aus Frankleich in das deutsche Recht übernommene Schwu r- ge richt. Seit den sechziger Jahren trat als ernsthafter Konkurrent an seine Sette das Sch o f- fengericht. Der Wesensunterschied ist bekannt. Im Schwurgericht leisten Derufsrichter und Lä.en ihre Aufgabe getrennt; die Geschworenen allein entscheiden über die Schuldfrage, sind dagegen von Mitentscheidung über das Strafmaß mit Ausnahme des Einzelpunktes, ob mildernde Hmstände zuzubilttgen feien, ausgeschlossen. Im Schöffengericht bilden Berufs- und Laienrichter einen ungetrennten Gemchtskörper und üben das Richteramt in gleichem Umfange hinsichtlich der Schuld- und Straffragen aus. Aur zaghaft, gewissermaßen versuchsweise hatten Gerichtsverfassungsge'etze und Straf Prozeßordnung von 1879, als erste gemeinrechtliche Kodifikationen dieses Stoffes im neuen Reiche, neben den Schwurgerichten die Schöffmgerich'e zu gelassen in Verbindung nämlich mit den Amtsgerichten nur als erkennende Strafgerichte erster Instanz für die leichtesten Strafsachen. Sie bewährten sich und auch die Gegner lonnten sich zunächst babei beruhigen. Als aber schon vor und erst recht nach der Jahrhundertwende starke Re- auSs chließliche SchSf fenverf assung. Aus dem Echo der zahlreichen Versammlungen ergab sich freiwillig die Tatsache einer noch heut« bestehenden starken Anhängerschaft der allen Schwurgerichte. Der prinzipielle Streit totri) also noch einmal bei der unai^bleiblichen großem Strafprvzeßreform toieber aufleben. Die den Amtsrichtern allein übertragene Zuständigkeit und bamit persönlich auferlegte Verantwortlichkeit in Strafsachen wurde allgemein als zu weitgehend erachtet und zu noch größerer Vereinfachung und Qkrbilligung auch die Hebertrag ung der Entscheidung über die Berufung gegen die Urteile des Amtsrichters an die Schöffengerichte angeregt. Heberaus beachtenswert war der Vorschlag, den fachlichen Wert der Schöfienverfassung dadurch zu heben, dah das System der nur sporadischen Heranziehung der Schöfien beseitigt und durch ein System der Be- russschulung durch häufigere Dienstleistmg ersetzt werde; insbesondere sei für die Laienrichter der Berufungsinstanz und des neuen sogenannten Schwurgerichts vorherige längere Tätigkeit im Schöffengericht zu verlangen. Richt hoch und zeitgemäß genug war endlich die Forderung zu veranschlagen, daß die Auswahl der Shöfien mit größerer und größter Sorgfalt zu geschehen habe und namenllich von allen politischen Gesichtspunkten frei zu hatten sei. Das also sind die Hauptthemata der Zukunft, wert weiterer öffentlicher Diskussionen. Ich behatte mir vor, in einem späteren Artikel zu der Grundfrage, ob Rückkehr zum alten Schwurgericht oder Beibehaltung der reinen Schöfienverfassung, meine persönliche Ansicht dar- zulegen. Das abgetrennte Saargebiet. 3n diesen Wochen stehen die zeitgemäß wichtigsten Saarfragen auf dem Aufgabenprogramm des Völkerbundsrates in Genf. Es muh darum schon im Reich großes Interesse erwecken, wie sich die gegenwärtige Lage des abgetrennten Saargebietes, d. h. bester des Saar-Kohlen- g e b i e t e s, weil das Saargebiet an sich kein Land ist, untersuchen und verallgemeinern läßt. Einleitend können wir es nicht unterlassen, zu erwähnen, daß dieses durch den Vertrag aus dem Großdeutschen Reich losgetrennte Gebiet nach ganz eigenen Vertragsbestimmungen und deren Auslegungen durch die betreffenden Instanzen des Völkerbundes verwaltet wird. In dieser komplizierten Cigenlage hält es seit Jahren einen tapferen Kampf aus zur rechts- und pflichtmähigen Wahrungseinerdeut- schenExistenz. Die politischeLageist somit der ruhende Ankerpunkt für alle Zeitverhältnisse und Ereignisse, die im (Saargebiet vorgehen können. Da wir bei der Gegenwart anschneiden, lohnt es sich zu erinnern, dah der französische Chauvinismus der ersten „Geburts"jahre des Saargebietes sich längst geschlagen gegeben hat. Hngeachtet ist es Tatsache — die Saargruben sind laut Vertrag französisches Rechtseigen- tuml —, dort unterhält Frankreich als Eigentümerin der Gruben nicht nur einen großen Der- Die Eulen. Skizze von Gabriele Reuter. Merkwürdige Dinge ereigneten sich im Park. Hnheimlich war es, und die Kinder fürchtet m sich, hinauszugehen unter die groben, alten Bäume. Schon in der Dämmerung begann, die Hnruhe bei den Vögeln Ein angstvolles Flattern Hin- und Herschiehen durch das Fl'cder- gebüsch? wo sie ihre Aester bauten. Entsetzte Schreie, ganz rauhe schrille Töne drangen aus den sonst so melvdiensühen Kehlen der kleinen Was war eigentlich geschehen? Schwer zu erklären. Der kleine Georg hatte sich unter der Eiche versteckt, die Kinder spielten am Sonntagabend Räuber und Prinzeß, das war so. schon graulich im Dustem. Da stand der Räuber nun und lauerte. Plötzlich tvehte Io ein sonderbarer Wind ihm ums Gesicht und die Mutze wurde ihm vom Kopf gehoben — einfach an die Erde geworfen. Er bückte sich, hob sie aus und stülpte sie wieder auf den Kopf. Da bekam er von einem unsichtbaren Feinde eine Upr» feige, etwas Weiches und zugleich partes schlug ihm ins Gesicht, daß die Augen ihni gebicnbet wurden und die Mühe flog ihm aufs neue vom Kopf. Etwas wie zwei Heine Lichter gmHte oben im Gezweig der krausen Eiche. Schreiend lief der Junge 'm den Hellen Kreis um die erleuchtete Veranda und berichtete —: hmtcn im Cichengestrüpp da .spuke es! Eine Geisterhand habe ihm zweimal die Mütze vom Kopf gehoben. Mit kleinen, feligen Schauern den blicken hinunter lauschten die Kameraden seinem Berichs und stürmten alle zu den dunklen Stellen, aber jetzt blieben alle Mützen auf den Köpfen. Jemand bemerkte, es waren die Eulen dw oben in dem alten Baum nisteten 216er . äwnun sollten die Eulen dem Jungen die Mutze vorn waltungsmechanismus für deren Ausbeutung, sondern auch, und zwar im Widerspruch aum Vertrag, seine sämtlichen, französisie« renden Einrichtungen. 3m Präsidenten, den der Völkerbund an die Spitze der Saar-Regierung bestellte, hat das westliche Aachbarland für alle politischen Aktionen die kräftigste Hnter- stühung, denn Mr. Rault fit waschechter Fran- zose. Trotz der entgegengesetzten Rechte der Saareinwohnerschaft ist dieses winzige Land von einer Armee französischer Soldaten beseht. Außer Infanterie-, Alpenjäger-, Mitraikleusen-Formatto- neu selbst Artillerie zum Schuhe (?) eines Volkes von knapp 700 000 Menschen. Die Trttolore flattert fast an jedem Gebäude, selbst wenn darin nur ein einziger Gendarm untergebracht ist. Was diese Gendarmerie neben den vorhandenen, heimischen Landjägerabteilungen eigentlich für Funktionen hat, entzieht sich vielleicht selbst der Kenntnis des Chefs dieser Abteilung. Aus allen diesen Auf- zählungen muh es begreiflich werden, daß unsere Stammesleute an der Saar in diesem Mischmasch politischer Zustände für ihre Standhaftigkeit und Treue zu uns eine besondere, dankerfüllte Erwähnung wohl verdienen. Sie sind ganze Deutsche geblieben, die den tausenden Bestrebungen politischer Ratur, welche den Anschluß an Frankreich bezwecken, widerstehen. Der Landesrat, das politische Parlament des Saargebietes, ist es vornehmlich, der alle politischen Parteien umschlie- Deutschlands Eintritt in den Völkerbund. Don Geheimrat Prof. Dr. RubvlfEucken. ES entspricht der philosophischen Denkart, nach Einheit zu streben und alle Mannigfaltigkeit einem Zusammenhang einzufügen; ein derartiges Streben ist besonders wichtig, ja unentbehrlich in der Gegenwart, wo gewaltige Probleme die Menschheit bedrängen und zwingend einer Verständigung bedürfen, denken wir nur an die religiösen oder an die wirtschaftlichen Gegeifiähe. Kaum je bedurfte die Menschheit so sehr eines festen Halles und einer gegenseitigen Verstärkung. Dis dahin aber bildeten die schroffen politischen Hnterschiede ein unüberwindliche Hemmnis; wenn nun in der neuesten Zett eine versöhnlichere, ja freundschaft- lichte Stimmung unter den Völkern Boden gewinnt, so wird der Philosoph das mit lebhafter Freude begrüßen und als einen Segen für das Ganze der Menschheit bettachten. Es ist nicht bloß die Tagespvlittk mit ihren wechselvollen Schwankungen, es fit alle ernste, echfiche Denkweise, welche einem solchen Streben entgegenkommt. Aber die Sache ist nicht so einfach, wie sie manchem Zell genossen erscheint, eine echte Verbrüderung und ein fruchtbares Zusammenwirken der verschiedenen Völler hat feste Dedingungen und bestimmte Voraussetzungen; Aristoteles, der größte Führer der politischen Theorie, hat einmal gesagt, im Staatsleben erwachse leicht aus einem scheinbaren Gut ein reales Hebel; hüten wir uns daher davor, einem solchen Gegensätze zu verfallen. Kant, dessen wir in seinem Säkularjahre mit besonderer Wärme gedenken, fordert für das Gelingen des menschlichen Zusammenseins als die bei» ben HMiptpunkte Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit; dürfen wir heute behaupten, daß das Völkerleben heute schon von jenen ßeitfterncn beherrscht wird? Wurde im besonderen das deutsche Doll von der Mehrzahl der anderen Völker nach den Vorschriften der Wahrhaftigkeit und Gerech- ttgkeit behandelt? Eine solche echfiche Dehand- lung aber fit unentbehrlich für das Ziel eines echten Friedens. Wie Trauriges hat das deufiche Voll seit 1918 erlebt. Es legte nach hartem Kampfe die Waffen nieder und lieh sich die 14 Punkte Wilsons trotz aller Einbußen gefallen, aber nun kam der furchtbare Versailler Frieden, das entwaffnete Deutschland wurde sowohl aufs Hoffte geschädigt als s e e- lisch gedemütigt; es wurde nicht nur der deufiche Staat, es wurde auch das deutsche Volkstum in aller erdenklichen Weise unterdrückt. das deufiche Südtirol wird möglichst italienisiert und aus den Volksschulen die deutsche Sprache vertrieben, in Böhmen werden die Deutschen als Staatsbürger niederer Art, man möchte sagen, als Parias behandelt, uno selbst der Rame „Sudetendeutsche" wird unter strenge Strafe gestellt; bei den Slowenen wird möglichst alle Spur deufichen Wirkens ausgervttet, ebenso steht es in P o l e n, und über die ungerechte Teilung von Oberschlesien brauchen wir kein Wort zu verlieren, diese Tellung aber ist von demselben Völürrbunde vollzogen, dem auch jetzt manche u.mationale Deutsche zujauchzen. Roch immer werden die Deufichen von einem großen Teil der fremden Völker als minderwertig betrachtet und von gemeinsamen Verhandlungen, Kongressen ausgeschl offen. Aber das schlimmste fit das ungleichartige Behandlung des Heereswesens: drei seiner Völker, und unter ihnen das mächtigste, fahren unbedenllich mit ihren Rüstungen fort und steigern fortwährend die technischen Hilfsmittel des Krieges; die Franzosen im besonderen bemühen sich eifrig, die Machtmittel slawischer Völker zu erhöhen; nur Deutschland ist es verboten, seine Kraft zu entwickeln, es wird eben jetzt einer peinlichen Militärkontrolle fremder Mächte unterworfen, die für jede feinere Denkweise eine unerträgliche Entwürdigung bedeutet. Wir brauchen das nicht weiter auszuführen; darüber kann kein Zweifel walten, dah bis dahin das deutsche Voll vielfach ungerecht und unwahr behandelt wurde. Solange dies aber der Fall ist, gebieten Ehre und Selbstachtung dem deutschen Volke, nicht ohne weiteres dem Völkerbünde beizutreten, es muh dafür bestimmte Forderungen stellen, es muh eine Revision des unwahren und ungerechten Versailler Diktats fordern. Es besteht hier ein klares Entweder — Oder. Sind die Mitglieder des Völkerbundes von dem gleichen Werte der deutschen Art überzeugt, so muh es ihnen eine angenehme Pflicht bedeuten, einer Revision des Versailler Friedens zuzustimmen, sträuben sie sich hervorragend bewährt bei: Grippe, Gicht, Inl Emme Ecl Hohe Hdzkpaft alfbewahpfr ßaubep, billig, allbe&ehpfr-* ppei von hauch, depuch und hup, Dvikens Ohne Schlacke, ohne Mädchenlos in der HessischenBilderbühne eRäbs kte 7568c ob: zu koi Hern In Gieß Sonntag letzter Tag! M Sottofi Amerikas größter Regisseur Amerikas beste Schauspielerin in nu bei -t beqi at Ak pianof0l Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde«. Gießen. Sonntag, 5. Oktbr. 16. Sonntag n. Trin. Stavtkirche. 91/,: Pfarraff. Schultheis. 11: Kinderkirche für die Matthäusgem. Pfarraff. Schultheis. 6: Pfarraff.Hertel. Johanneskirche. 97,: Pfr.Bech- tolsheimer. 11: Kinderlirche für die Lukasgem. Pfr.' Bechtolsheimer. 6: Pfr. Ausfeld. 8: Bibelbesprech. im Zohannessaal. Pfarraff. Hertel. - Kirchberg. 10; 11: Christen!, für die weibl. konf. Jugend. V/,: Lollar, r/.,: Staufenberg. — Wieseck. 9: Beichte 97,: Gottesdienst im Anschluß daran heil. Abend« mahl (Pfarrer Römheld, Gießen. Katholische Gemeinde«. Gießen. Samstag, 4. Oktbr. 47, und 7 Beichte. Sonntag, den 5. Oktbr. 17. Sonntag nach Pfingsten. Rosenkranzfest. 67, Deichte, 7 Messe, Kom. des Kaufmann. Vereins u. d. Jüngl., 8 Kom., 9 Hochamt m. Pr., 11 Messe m. Pr.» 57, Christen!, u- Rosenkranz' andacht m. Segen. — Dienstag und Freitag abds 8 Rosenkranzand. m. Segen. - Grünberg, Sonntax 97a Messe in. Predigt. als 1. Hypothek I fristig von Geschäft sofort gesucht auf wertvolles Objekt. Schr. Angeb. unt. 023933 an den Gieh. Anz. erb. Amerikas Amerikas schönste Schneelandschaften höchste Dramatik Durch den riesenhaften Erfolg den wir mit der Einführung unseres neuen Artikels hatten, sehen wir uns genötigt, zur Entlastung unseres Stammhauses (das für Groß-Berlin voll beschäftigt ist), an allen Plätzen erstklassige Verbindungen (Groß-Berlin ausgeschlossen) mit tüchtigen Kräften zu suchen, die im Stande sind, ein neuartiges Geschäft unter unserer Aufsicht selbständig zu führen und auszubauen. Der Artikel wird nach unserer'Verkaufs-Methode von jeder Dame gekauft wer mit uns arbeiten will und kann, verdient totsicher pro Monat M. 1000 — und benötigt für beschränktes Lager je nach Größe des Arbeitsgebietes M. 800. - bis 3000.—. Ausführungen und Vollmuster gegen Einsendung vonM.3.50 (Ladenpreis 7.—), die rückvergütet werden, wenn kein Geschäft zund nur gefordert werden um Horcher abzuhalten. 7654D Everest A.-6., Berlin N 250, Prinzenallee20 Düngekalk in Wagaonladunnen und im einzelnen liefert äußerst preiswert [6510c Carl Haas jr„ Gießen Frankfurter Str. 59. Televbou 1682. Haus- i Standuhren mit prima Werken liefert sehr preiswert Krewinkel Gießen, Riegelpfad 52. preckungen sind an der Tagesordnung. Vie ältesten Geschäftshäuser klagen über hohe Außenstände und Kreditnot. Wir haben in dieser Untersuchung der augenblicklichen Lage des Saargebietes sinngemäß nach den politischen die wirtschaftlichen Zustände gestreift, um auch auf die vorhandenen kulturellen Einrichtungen und Wertt überleiten zu können. Da dürfen wir zuerkennen: das geistige Erbtum sowie die gesunde lebendige Volksseele ist so urdeutsch wie das Blut aller Saarvorfahren bis zurück auf die ältesten Generationen. Das ist der vornehmste Stolz des ganzen deutschen Saarvolkes. Mag auch die Verwaltung und die herrschende Wirtschaftszentralr- sation zum Teil verwelscht sein, trotz der t>cr= lockenden französisievenden Bestrebungen, trotz der französischen Dergschulen, auf welchen alle Kinder kostenlos Tornister und Unterricht erhalten, ist die wichtigste Kulturstätte, die deutsche Schule, als einfluhreichste Erzieherin der Heranwachsenden Geschlechter erhalten geblieben. Die recht stattliche Anzahl derselben läßt nirgendwo eine Lücke offen an Volks-, Mädchen-Handels- Gewerbeschulen, Gymnasien, Lyzeen und Heber» lyzeen. Es ist tief zu bedauern, dah die höhere technische Lehranstalt zu Saarbrücken hier außer der Reihe springt und französisches L ehrpersonal ange stellt hat. Ferner sind es die katholischen Kirchengemeinden, die im Saargebiet vorherrschend sind und die sich der Einrichtung eines Saarbistums vor einigen Jahren energisch widersetzten, um unverbrüchlich mit den beiden deutschen Bistümern Trier und Spei er in engster Fühlung zu bleiben. Turnerische und sportliche Vereinigungen stehen treu zum Deutschtum und eine bedeutende Kulkur- aufgabe erfüllt schließlich das Saarbrücker S tadt t hea ter. Schließlich können wir unsere Untersuchungen über die Lag? des abgetrennten Saargebietes dahin zusammenfassen: Seine Bevölkerung besteht aus 700 000 Menschen, von welchen kaum ein Prozent Franzosen sind. Deutsch sind alle Bewohner des Landes. Deutsch ist der Charakter und die Kultur, ja selbst die u r s p r ü n g l i ch st e Geschichte der Saar ist deutsch. 3n der Epoche endlich, in der das Saargebiet augenblicklich steht, strebt es wiederum mit aller Anspannung und Kraft nach seiner endgültigen Befreiung vom fremden Wirtschaftsdruck und vom eingeimpften, welschen Westgeist. Es wird, seiner großen geschichtlichen Vergangeghüt immer gedenk, beim Völkerrat Schritt für Schritt das zu erringen suchen, was es laut Vertrag von Versailles als sein unantastbares Recht geltend machen kann: sein Deutschtum Danach werden sich seine politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zeitverhältnisse erst wieder vollkommen klären können und das harte Gefühl des Abgetrenntseins vom deutschen Vaterlande wird wie ein vorübergehender, schwerer Alp vergessen werden können. BillemttiH Mittwoch, den 8. Oktober lfd. Isvormittags 11 Uhr in Lauterbach i. H. Jur Versteigerung kommen zirka 30 Bullen des hessischen Fleckvieh, schlages (Simmentaler). toöroirlWÄiuer-teW för Mitzessen. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Ar. 6 6 vom 3. Oktober enthält: Verordnung über Erstattung der von der englischen Regierung erhobenen Reparationsabgstbe. — Festsetzung der Oktobermiete. — Maul- und Klauenseuche in Ein gut erhaltener wagen zu verkaufen «asu Heuchelheim Bachfirane 90. Carl Stückrattj flftenpeg 47 • Feinstrasse 56, 58, 60 Haltestelle Grüne time, ststerweg 'BetlerÄyeun. — Straßensperre. — Feldvereinigungen Londorf und Wieseck. — Dienstnachrichten (. — — - Turnen, Sport und Spiel. * Vom Turnverein von 1846. Bei zahlreicher Beteiligung fand am Donnerstagab md das Vereinswcttschwimmen der Schwimmriege des Vereins im Dolksvad statt. Die Leistungen sowohl im Springen, als auch im Schwimmen standm durchaus auf der Höhe. — Am morgigen Sonn- tagvvrmittag findet das Wetturnen statt, am Rachmittag pünktlich um 3 Uhr beginnt dis Schauturnen in der Turnhalle. Alle Abteilungen Weichen ihr Bestes zeigen. Diese Veranstaltungen sind öffentlich. Die Famikenserer und Siegerverkündung am Sonntagabend ist nur für Mitglieder und deren Angehörigen. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Schlechte Abendzugverbindung. Auf der Strecke G ieße n-Geln hausen fährt abends 8.43 Uhr der letzte Zug in Gießen ab. Das heißt also, jeder, der durch irgendwelche Umstände gezwungen ist, länger in Gießen zu bleiben, mutz sich nach einem Rachtquartier Umsehen und sein sauer verdientes Geld dafür ausgeben, oder wer den Vorzug hat, in einem Rach- barvrt zu wohnen, sieht sich genötigt, nachts nach Hause zu pilgern, was auch kein Vergnügen ist, und wenn beides nicht möglich ist, kann er zu Hause bleiben. Was bedeutet das? Ich lese in einein Artikel des „Gießener Anzeigers" vom 29. Sept., datz ein fleißiger Besuch des Theaters im kommenden Winter dringend erforderlich ist, um diese Bildungsstätte der Bevölkerung zu erhalten. Wie mancher aus der näheren und weiteren Umgegend der Stadt besuchte gern das Theater, aber das Geld für Rachtquartier kann er nicht erschwingen und er wohnt zu weit weg, um noch nach Hause gehen zu können. Also muß er diesem Genuh entsagen. Erstens'trägt das nicht zu seiner eigenen Bildung bei und zweitens fällt manche Einnahme für die Theaterkasse weg. Richt nur mit dem Theater ist das eine bittere Sache, sondern Konzerte, Vorträge, Unterhaltungsabende und auch das Kino können von auswärts nicht besucht werden. Man sitzt vor den Toren der Universitätsstadt und hat keinen Ruhen davon. Auch der Reisende, der nach 8.43 Uhr in Giehen ankommt, kann nicht mehr weiter. Diese und noch so viele Rachteile sind nicht zu unterschätzen. Uebrigens habe ich festgestellt, daß der Zug 8.43 Uhr sehr schlecht besetzt ist, während der Zug, der früher an Stelle dieses um 10.47 Uhr fuhr, weit besser besetzt war. Ich weiß ja nicht, aus welchem Grunde die Eisenbahndirektion den so schön gelegenen Zug 10.47 Uhr verlegt hat. Sie wird ja ihre Gründe dabei gehabt haben: aber nun es sich gezeigt hat, daß ein Zug um 10 Uhr noch zweckmäßiger ist, möchte, ich die Gießener zuständige Stelle an der Eisenbahnverwaltung bitten, bei der Direktion in Frankfurt a. M. in diesem Sinne zu wirken, damit den weitesten Kreisen in der Gießener Umgegend einmal Rech- getragen wird und auch ein Zug um etwa 11 Uhr in Richtung Gießen—Gelnhausen abdampft. R. H. tzend wtrltlcy un D wahrhaft a t s Vertreter des Saarvolkes unermüdlich arbeitet für das Ziel der Unzertrennlichkeit vom Reich. Ausgenommen ist nur eine Partei, die als solche bezeichnenderweise keinen Sitz in der Volksvertretung bekam, die sogen. Saarbündler. Sie spielen eine klägliche Rolle. Ihre Anhänger sammeln sich aus korrupten Elementen und eingewanderten Franzosen unter der Losung: DasSaar- land den Saarländern. Die nächst verdienstvolle Arbeit für die Erhaltung des Deutschtums an der Saar leistet die gesamte Saar- presse, gleich welcher Partei, doch wieder mit Ausnahme zweier Blätter, die das Sprachrohr für alle französischen und saarbündlerischen Machenschaften sind. 2n Saarbrücken der „S a a r- kurier", in Saarlouis das „Saarlouiser Journal" ; beide haben eine so kleine Auflage, daß sie laufende Unter ft Übungen von französischen Hintermännern beziehen müssen, um nicht zu verschwinden. In diesen vorherrschenden politischen Verhältnissen verzettelt sich die Saarwirtschaft durch die eng umgrenzte Ausdehnung des Saargebietes fast zu einem unübersehbaren Chaos, da ihm seine Gruben genommen wurden, die ja seit Versailles Eigentum des französischen Staates sind. Ferner arbeiten aus der Zeit der zersetzenden Doppelwährung einige Hüttenbetriebe, u. a. die Mannesmann-Röhrenwerke (Beus), mit französischem Kapital. Das größte, das Edel- st a h l w c r k, dessen Besitzer Dr. H. Röchl i n g in Völklingen ist, macht darin noch eine rühmliche Ausnahme. Dieses Unternehmen steht aber heute in einer verhängnisvollen K r i s e , es hat seinen Belegschaften zum 15. September kündigen müssen, da es in den letzten Monaten Millionen Verluste gemacht hat. Die Hauptschuld an diesen sehr akuten Zuständen müssen wir der französischen Grubenverwaltung beimessen, die durch einen zu hohen Ruhen für die an der Saar geförderten Kohlen die Wirtschaftlichkeit und Konkurrenzfähigkeit der Edelstahlwerke Röchling untergraben hat. Die kleineren Industrien der Saar sind großenteils jetzt auf den Westen angewiesen. Diese lediglich geschäftliche Orientierung ist aufgezwungen, weil der Saarhandel teils mit dem Reichs- handel nicht mehr m Wettbewerb treten kann, teils weil einschneidende Zollbestimmungen die Ausfuhr unmöglich machen, auch weil der Warenverkehr mit Frankreich und dem benachbarten El- saß-Lothringen sich erheblich einfacher bewerk- stäligen läßt. Erst allmählich scheint sich wieder die Aus- und Einfuhr infolge der Londoner Konferenz zwischen Deutschland und dem abgetrennten Saargebiet zu verbessern, da bisherige, ungerechtfertigte Zollgebühren in Fortfall und allgemeine Zollerleichterungen kommen sollen. Richt unerwähnt dürfen wir die Saararbeiterschaft lassen, die heute noch ebenso wie früher in wirtschaftlicher Hinsicht gleichfalls dem Dualismus ausgesetzt «ist. Die Bergleute sind selbstverständlich vom französischen, die meisten anderen Arbeiter dennoch vom deutschen Kapital bezahlt und abhängig. Der Lohnsatz bewegt sich am Existenz-Minimum. Die Währung ist bekanntlich seit dem diesbezüglichen diktatorischen Erlaß der Saarregierung der französische Franken, dessen tiefer Stand im Weltkurs nicht zuletzt auch seine Einflüsse im Saargebiet ausübt. Die D a r < geldknappheit ist beispiellos. Zwangsvoll Rheuma, Nerven- und Ischias, I Kopfschmerzen Togal stillt die Schmerzen und scheidet die Harnsäure aus. - Klinisch erprobt. - In allen Apotheken erhältlich. Best. 74,3% Acid. acct. salic., 0,46%Chinin, 12,6%Lithium ad 100 Amylum. 7697ss Model allelM in reichste!- flusroaljl Listigste Preise! Günftige Zahlungsweise! _________________7226c Sie Dei gest 7 Wes. W »N. M liefert in besten Qualitäten h. neuster Steinstratze 73, Telephon 1581 ■ ___7523D ob Sie mitgeringerWare zu billigem Preis weiter kommen oder mit bester Ware? In Kaffee,Teeund Kakao kaufen Sie nur Qualitäts-Ware Lin den platz 1 ^good Emmericher Waren-Expedition Derbeste Magenlikör ist der Echte Kola-Nuß-Likör s aus der Likörfabrik Hermann Cramer, Cassel In Gießen zu haben in den Feinkostgeschäften und Restaurationen MWU VW Zell- 0. MMW sowie föinflhfle Seiletroaren zu öa&erft öl!IIgen prellen MM £«5 Wrroeg 53 leienhon 1505 KMaffelsSlke 7449D MWelUe Pianos in nur hochwertiger Qualität bei zeitgemäßer A nzahlung und bequemen Teilzahlungen liefert ab Fabrik Alois Knauer & Co. Pianoforte- Fabrik, Offenbach a. M. Langjährige schriftl. Garantie Fernruf 2305, 2917 7251D Kalk Gran-». VOR 5394c hervorragender Qualität stets sofort lieferbar C. Rübsamen, Fernspr.1659 Fleisch-, Räucher- und Aufbewahrungs-Schränke von 40 Mark an. Teilzahlung bis zu 1 Jahr. Preisliste gratis und franko. Backofen - Industrie Lauterbc^h 161 in Hessen. WWW........iiiiiiiuiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii.........................................................1111...................................................................................... Meine seitherigen Geschäftsräume habe ich durch Angliederung des Ladens Plock- straße14 bedeutend erweitert. Neben meiner Tapeten- und Linoleumhandlung § errichte ich mit dem heutigen Tage eine | Spezial-Abteilung für Teppiche usw. j J und empfehle: F | Npicte, teilooy- ml Mieden, Liüier* lorlap, WietajsMe I in reichhaltiger Auswahl. | FERD. NENN STIEL | Gegründet 1875 Plockstraße 14 und 16 Fernsprecher 1636 = Bitte meine Schaufenster zu beachten! Ein Mahnwott an bas Publikum! Unglaublich mehren sich in letzter Zett die Italic, bei denen unseren Mitgliedern Stoffe zum Verarbeiten gebracht werden, die den Macherlohn nicht wert sind. Es ist Schwindel, wenn ein Stoffhausierer behauptet, dah ein solcher Anzug viel billiger käme, als bei einem vom Schneider bezogenen Stoff. Wahrheit aber ist es, dah der Stoff- Kauf reine Dertrauenssache ist, und datz die fachmännische Beratung durch den Schneidermeister eine unerläßliche Bedingung für das Gelingen eines wirklich paffenden und dauerhaften Matzanzuges ist. Wir richten an das Publikum die dringende Bitte, bei Bedarf sich künftig an seinen Schneider zu wenden, der heute in seinem eigenen Interesse die Preise auf das genaueste kalkuliert. 3n allen Fällen aber weise man einen aufdringlichen Hausierer, der in der Regel ein zweites Geschäft mit der Kundschaft nicht machen wird, die Tür. Schneider - Zwangs-Innung öes Ureises Gietzen. 76tbd ZUBAN „filein ßcldbeutel erlaubt mir ntchf.fetxre Marken ^urauthen und das billige Kerry schmeckt mirnicbf’Um diefer jetzt ost gehörten Slage abpihdfen.babßn roir uns mit unseren Orientfreunden bemüht,eine Jigarette ans re men Onenttadaten berrustellen.üerea Qualität trot^ des billigen Preises seöen^au^ cher befriedigen wrrö. üarfueben Sie unsere neue Ülurktt PFENNIG PFENNIG G. ZU B AM'M UNCHEN Größte süddeutsche Zigarettenfabrik 750 5.00 Kinder- Westen nur gute Fabrikate, schwere Qual, 9.50 7.00 Kinder-Jumpers in vielen Farben » Wollwaren BlllSen-Schoner mit lang. Aermeln in viel. Farben 7.50 5.50 Blusen-Schonerextra schwer, schwarz und bunt, 12.50 9.50 Strick,- Westen einfarb., bunt a.gemust.,guteQual., 15.00 12.50 Woll-Jumpers aparte Muster, gute Qualitäten . 15.00 9.50 Garantie für jedes Stück! Umtausch jederzeit bereitwilligst JJI^ebavsKalomon - 0768a zaWO Gießen Gewerbehaus, Kirchstraße 16. Oberteil- u. Bodenbaukursus Moderne Lehrwerkstätte Anmeldung 7672V bis 15. Oktober 1924. Auskunft durch die Direktion. Flachs. Wir und auch dieses Jahr wieder Käufer für Flachse aller Art und zahlen stets die böriistcn Tagespreise. Im Umtausch machen wir auf unsere erstklassigen Waren u. Webgarne aufmerksam, hessische Zlachsverwertung Pfifferling & Strantz (S. m. b. H. AlSfcld, Ältcnburger Str. Tel. 153. 17662V (Sa Beerenobststräucher Beerenobst- bochstämme Himbeersträucher emvnehlt in nur erprobten Sorten, da jeut beste Pflanzzeit Siilkmel Dönges et»!? Gietzen sviarburger Str. 67. Sperrholz in Gaboon, Erle u. Kiefer 3-25 mm, schweb.ubatzer. Hobelbretter Brettern Dielen in allen Stärken, sowie Eichen-, Buchen und Kier fcrnschnittware liefern franko jeder Station ""V EüWMrLEs. Giehen • Tel. 149. Slfloietei AM0ÄMS werd, sachgemäb u. preiswert gestimmt u. repar. (S.ßÖertmXr ©leben. ClotfftUl Ankaukgbr.Klav. u. Harmoniums. Dm. Küchenherde Gasherde Oefen Haushaltungs- Artikel u“663 H. Schön Marburger Strahe. MM- »MCI Dettdamaste Bettuchstvffe halbleinen Haustuche Hemdentuche Hemdenfianelle Schürzenstoffe Handtücher tönte flunlitöten feüt preiswert Gin Poften billige l Reste oon Sttiönenfolin p. Blufenflanellen LBemotii Bismorrfftroöe 6. DasGeschäflistun- unterbrochen von SUbimorfl b.7Uhr . abdS- geöffnet. / Metallbetten Stahlmatr^ Kinderbetten, dir. an Priv., Kat. 31 N frei. Eisen- möbeilabr. Suhl l.Th. Ullwtcln-Alben und- Schnitte Favorit- Alben und Schnitte großes Lager. Salomon “"’a Schulstr. 4. Von der Reise zurück Prof. Dr. med. Honigmann Telephon 282 02394t Mirmtßesu» Handelsschule Gietzen, Goetheftr. 32 SWSMktdMmmMM Stundenplan: Montag: 1. Handelskundc 2. Kaufm. Rechnen Dienstag: Z.Franz.Handelskorresp. 4. Plakatschrift Mittwoch: 5. Cngl. Aandelskorresp. 6. Spanisch Donnerstag: 7. Buchführung 8. Stenographie Freitag: 9. Italienisch 10. Maschinenschreiben (^Unterrichtsmaschinen der versch. Systeme zur Verfügung). Dauer eines jeden Kursus 20 Unterrichtswochen. Unterrichtszeit: 6.30 bis 8.15 Uhr abends. Schulgeld: Gmk. 8.- für jeden Kursus. Aenderungen im Stundenplan können berücksichtigt werden. Anmeldungen an die Schulleitung der Vogtschen Handelsschule Dr. Reukauf erbeten. 7700a . 7705a Karl Hahn Gießen LöberstraBe 17 Hansa-Handels-Schule von J. Kunzeimann, Diplom-Handelslehrer, Gießen Bleichstraße 5, Telephon 821 Stundenplan für die am 14. Oktober beginnenden Kurse. Stunde Montag Dienstag Mittwoch । Donnerstag Freitag I Rechnen Deutsch Rechnen Deutsch Rechnen II Handelsbetriebslehre Handels- Briefwechsel Wirtschafts- Handels- Erdkupde Formulark. Wechsel- und Scheckkunde III IV Buchführung Kurzschrift Buchführung Kurzschrift Handelsrecht ।-Buchführung^ Kurzschrift Kurzschrift Buchführung Kurzschrift V VI Masch.-Schr. Englisch Schönschreib. Französisch Mas ch. ■‘Sehr. 1 Sc h ön schreib Spanisch Italienisch Maselv-Schr. Russisch Vorstehender Stundenplan ist von der Hess. Regierung genehmigt und wird von ihr überwacht- Anmeldung täglich Bleichstraße 5. Prospekte frei. Znr Beachtung! Die Hansa-Schule ist die alleinige Privat-Handeisschule am Platze, deren Inhaber Lehrer und Fachmann ist und daher die Befähigung und Berechtigung besitzt, die Schulleitung selbst zu übernehmen. 7679a jL © T © D 767Ü Der Vorstand 7657D Gastwirt H. Brück i Gastwirt L. Gans 68690 Es ladet ein: DER VORSTAND. 7561D eingerichtet haben. 023935 | B. C. G. 1920 heute Werhelaul I In 10236621 y Gegr. 1829 Geschäftszeit 8-1, 3-6 bei 023948 e Elektr. licht-und Kraftanlagen 7064D Nach ^OFTO-, u. SÜD- AMERIKA ist stets frisch gebrannt ab unserem Werk zu haben. 6451D 570. 1650. am Bahnho! in Bieber oder per Waggon, Lastenzug und Fuhrwerk frei Baustelle Speisezimmern« Vitrinen-Aufsatz. Auszugtisch und echten Lederstühlen, komplett Alk. Moeser-Zigarren Wir beehren uns hierdurch ergebens! anzuzeigen, daß wir Liebigstraße 83, im Hause des Herrn G.Belitz eine Kleinverkaufstelle GSTASIg^. AUSTRALIEN Einzelmöbel Polstermöbel Beste Verarbeitung und langjährige Garantie! MarMer Zither- u. Maodolieeii-Chor (LT.) Dirigent: Herr Musiklehrer Wigand Gernhardt tauscht man am vorteilhaftesten gegen prima Samm- nnö M-MWnnie, Sport- unö jmfenmotte, io ölten MSen, reiomollene gelfritfte Herren- miö Sgmenmesleo, Uieiöeritoüe uiro. Eintrittskarten: 1.50, 1.00 und 0.60 Mark bei Ernst Challier und an der Kasse. 7542D W1 LH ELM MOESER G.M.B.H. Tabakwarengroßhandlung. Z Vogtsche /Handelsschule Gießen^ Goethestraße 32 14. Oktober Beginn des neuen Winterhalbjahres Durchgreifende Fachausbildung in allen Zweigen der Handelswissenschaften Halbjahres- und Jahresklassen - Höhere Handelsfachklasse - V Erstklass. Lehrkörper - Schulhausneubau / X Anmeldungen, Prosp. u. Ausk. durch / die Schulleitung: Dr. Reukauf, / Dipl.-Kaufmann, Dipl.-Handelslehrer Hob Jeskenu-foftnUe Haulleld. Drog. Karn, Schulstr.AuchVersd. Bcheu- mih Nadelbreiinhslz Anmachholz liefert 5836c Carl Haas jr. Frauksurt.Str.59 Sonntag, 5. Oktober 1924, nachm 4 Uhr in der Neuen Aula der Universität OrchBster-KMzert M 5W, BdhM 11 NB. Ankauf von Schafwolle und Stricklumpen zu höchsten Preisen. Sofort bestellen! Den guten, so sehr belieoten [76Mss Holländer Rauchtabak Zur Probe gebe ab iWb.ä 1.50.^2.25 Vit,, ä2.— #3.— 3 Pkd. auf. .^5.25 IrankoNachnahme. Garantie: Zurücknahme u. Geld zu- rllck,w.nichtsehrgut J. A. Schmitz Tabakfabrikate Bonn n. Rhein, Brüdergasse 39. Gegründet 1896. Georg Appel ■ Seltersweg 56 Telephon 131 Regelmäßige Schiffsverbindungen nach a/Ze/z ZDeZ’/Zez'/’e/z Hervorragende Relsegelygenhelten In allen Klassen. AllerbesteBedlenung u. Verpflegung Kostenlose Auskunft u. Pfatzbelegung dur ; Vertretungen des NORDDEUTSCHEN LLOYD BREMEN Gießen: Theodor Loos, KirchenpL 13 Berichtigung. In bezug auf unser Inserat vom 29.9.24. ist ein Irrtum unseres Sekretärs entstanden. Es soll nicht heißen Bäcker-Zwangs - Innung für den Landkreis Bietzen, sondern MWslI.MWM du Wss- iOtiHtt für Den MB Wen. BfitpIlQ natur lasiert, rund vorgebaut, mit Bü- AttoK RUullu fett, Anrichte, Tisch, 2 Stühlen . Mk. 1 WeiterePreislagen: Mk. 140.-, 168.-, 250.-, 875.-, 400.-, 445.-, 550.- MMeltajft Zentrale deutscher Möbelindustrie u. Handwerkskunst Frankfurt a.M. VilbelerStr.29 In 6 Stockwerken, ca. 3500 qm umfassend, ständige größte Ausstellung von Möbeln zu abgebauten Preisen! Auswahl unter Ißöien von Zimmereinrichtungen. Die leistungsfähige und stabile Bureauschreibmaschine mit angenehmem, leichtem Anschlag und sauberer, deutlicher, scharfer und gleichmäßiger Schrift. Dreijährige Fabrikgarantie. Auf Wunsch Zahlungserleichterung. Besichtigung und Vorführung ohne Kaufzwang in unserem Bureau. Generalvertreter für Hessen und Hessen-Nassau: Kurt Schmiedeknecht Mitteldeutsches Handelsbureau Ludwigsplatz 4 GIESSEN Ludwigsplatz 4 Haltestelle der Straßenbahn, rote Linie. Die Burschenschaften Fidelio"023906„Edelweiß" Damenhüten biete ich große Auswahl aller Neuheiten vornehmen Geschmacks bei billigster Berechnung F. Mandler Gr. Steinweg 15 p. ! Kein Laden! Handarbeiten Mäusburg 1 IMMMMM!an!fäl.,mild,nn891iad. ..a ________________... . ■ Uoh JDökenii.Trtftnllp Schlafzimmer gfe ä* mit Kommodenschrank, reich ver- i*'/L ziert, oval. Kristallspiegel, weißem I * Marmor, komplett mit Stühlen und ilf II. Halter.................Mk. Vl Weitere Preislagen: Mk. 415.—. 495. 680.-, 820.-, 1050.-, 1350.—, 1476. LWMOMM!! Nächsten Sonntag, den 5. Oktober findet in Grotzen-Vuseck große Tanzbellistigung statt, wozu ergebenst einladen Tamvfbaggerei u. Schleppfchiffabrt SeWA»W||.W|. Mainz-Kastel 7M0D Telephon 4116 Kronenstrahe 4 empfehlen sich zur Lieferung von Rheinsand und Nheinkies für Hoch und Tiefbau Lager: Mainz-Kastel, Ufer. — Prompte Bedienung. AniWunschPreisangebote. sowie ScteachstroinaiilaggD jeder Art und Größe werden sachgemäß und preiswert ausgeführt durch 76tMa Rudolf Rödiger Walltorstraße 35 Weitere Preislagen: Mk. 475.—,560.—, 850 -, 950.-, 1175.-, 1390. ~, 1800.—, 2700.- Schlafzimmer poliert, mft 11 2 Meter breit. Kommodenschrank, I I / * aparter Frisiertoilette, kompl. mit Ilf ||- Frisiersessel u.2Stühl.m.Polst. Mk. v Weitere Preislagen: Mk. 1375.—, 1400. —, 1495.-, 1700.—, 2300.-, 2770.— Konkurs- Ausverkauf Mag u. Mop, den 6. u. 7. ö. m., ootmlllags non 9 W aö. meiden Marburger Straße 58 die gesamten Konkursbeftände als: Kleinmaterial zur Neuanfertigung von Motor- und Fahrrädern, Werkzeuge und Maschinen, sowie Vorräte an Eisen, Stahl, Kupfer, Aluminium usw. Ferner: 1 kompl. Schmiede u. Lackiererei, Arbeitstische, Schraubstöcke, 1 Motorrad (neu) u. v. a. Außerdem: 1 Schreibmaschine (Adler, neu), 2 Schreibtische (eiche, Diplomat) mit Sessel usw. einem öffentlichen verkaufe unterstellt. Besichtigung mit Einzelaufstellung und Preis vorher erwünscht. 761 ID L.Althoff, Konkursverwalter Herrenzimmer beitetesModell, aim mit reichen Schnitzereien, 2 Meter II |L breiter Bibliothek, großem Diplmat, U |*| — Tisch, Schreibsessel, 2 Stühle, mit <| Illa echtem Leder............Mk. vivi Weitere Preislagen: Mk. 495.—, 650.—, 825.—, 975.-, 1125.-, 1450.-, 1800.—, 2350.—. Besangvnrein „Frnhsinn“ lang-Göns iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiHiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiniiimiiiiiiiiiiiiin Sonntag, den 5. Oktober, abends 8 Uhr KONZERT im Saale des Gastwirts Braun Wieseck unter gütiger Mitwirkung der Kapelle Mank-Wieseck Oberhessischer Kunstverein Ab Sonntag, 5. Oktober insslellung von Werken oberhesslünsller Die Ausstellung ist geöffnet: Sonntags, Montags, Mittwochs, Freitags von 11-1 Uhr Außerdem Mittwochs von 3-5 Uhr. Hühner raffen von 2.60 an. Preis!, frei. Hefner, Heflttoelbof, Hainstadt, Baden 85. Buchen- Eichen- und Nadelbrennholz liefert äußerst billig I. Wellhöfer. Teleph. 743. 6J4‘D Menz & Schlierbach G. m. b. H., Dillenburg ** AbtelluncKalkwerkBleber»* Fernsprecher: Dillenburg 186. Rodhelm a. d. Bieber 18. Drucksachen aller Art liefert fh jeder gewünschten Ausstattung stilrein und yrdswert die Brühl'ecbe Univ.-Druckerei, R. Lange. Eleilriscte Ml- ioi Kraltaolagen im Anschluß an Elektrizitätswerk Gießen und Ueberlandanlagen Fachmännische Beratung Sachgemäße Ausführung Billigste Preise Besuch und Kostenanschläge auf Wunsch