M dh"Lsk retts bor > Ä Sfr *k"Ä LZ ^aft. Äft* ®r. Iaelle KL mhek tinb fflrffj «l< 3n Ä iM indem ^ahr- r. hier sind die -fctml. an denen ^.erschien als > schlag er", die Mm,chen2wM, Mchieten Locken, rüder" gibt ein 3ilb aua der out- Äu«iÄ nrrt. L'LL ■ von {nufaZ Äünchen ür ein i2^^r Mnt die Oluntmer triertenZei« lieber das Lei. imilian Kraut), er sLy/kch unbe» W«fc » packens M Aa : Mchen W chutzMe In tat i in humrv)ller der Lvmmerfrilchr sr auch die Zeich. eine Jesuvbestei» Wm3ten' Zünftler, der Do- uf Lildern daigr- i[ Lc-rvdäklionen Michistorilch wie “s i** * ?siinWarr2nre. #555 mancherler auch daran- ,t drn rr vvrha^ it- D1- «r M>4 ?$« xfeS .1 acintgt ’S. 5™» 3n dec ÄS SÄ’1? «abr« i" KSr '* „OlUOtwe - ■grottcn bei W xi lchomr M'8 falten. Zum dl ; tctamtat .ft zv:i chattVm' bmOrieg'ft )Dn Mdenbildem eg-beL Ot (55 WW «Svch, <*4*r Sonn* tmb (feiertags, Witt L Sa*stag%beilage: ViehewerFamWewblittt« mowrts»Beyifl$i>rds: 1 (Botbmarh u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Stammet* Molge höherer (Bernoft. Fernsprech^lnfchlüye * für die Schrift ieitmrg 112; für Verlag und »sstelle 51. ir Drahtaach« richten: Anreiger«re 1923 erhebliche Anleihen mit 10 Prozent unb 17 Prozent Verzinsung unter Berufung auf ihre reichen Hilfsquellen, die unbedingte Sicherheit bildeten: Wälder, sonstiger Grundbesitz, ^Mscutliche Erwerbseinrichtungen usw. aus'enom- ■men worden. Diele Körperschaften, die ich in ihren Prospekten für so unbedingt leistungsfähig erklärten, sind jetzt ihrer Zins- und Schuldverpflichtungen auf unbegrenzte Zeit ledig geworden. Wie die Gemeinden, so haben auch die Landschaften ihre Pfandbriefe in gröherenr Umfange während des Jahres 1923 gekündigt, und zwar ohne jegliche Prämienzahlung; so z. D. die Provinz Westfalen und die Rheinprovinz, auch die Zentrallandschaft hat derartige starke Kündigungen vorgenommen. Auch hier würden die Kosten der Einziehung in allen Fällen unendlich viel höher sein, wie der Wert der verlosten Kapitalien. Die Landschaften und damit auch ihre Schuldner sind also ihrer in Gold empfangenen Schulden ledig geworden für angebotenr Papierzahlungen, die einen Goldwert überhaupt nicht mehr besitzen und wegen der damit verbundenen Kosten überhaupt nicht einlösbar firti>. Kicchengemeinden, denen derartige Werte in den Tellersammlungen zufließen, haben sie pfundweise an den Althändler verkauft. In ähnlichem Wege 'hätten sich die Provinzen und Landschaften die Mtttel für die Auszählung ihrer vor Erlaß der 3. Steuernotverordnung gekündigten Schuldverschreibungen und Pfandbriefe verschaffen können, wenn die Einlösung durch die Gläubiger überhaupt die Kosten lohnte. Was bleibt also nach der 3. Steuern otverord- nung für die Besitzer mündelsicherer Äerte noch für die Aufwertung übrig? Die Schuldverschreibungen des Reichs und der Länder sollen nicht aufgewertrt werden, ebenso nicht die Schuldverbindlichkelten der Provinzen, Kreise, Stadt- und Landgemeinden. Zinsen und Kapitale sollen die Gläubiger jrneq Schuldverbindlichkeiten erst nach Erledigung sämtlicher Reparationen erhallen: für das lebende Geschlecht sind also jene Werte so gut wie verloren. Die Pfandbriefe sind vor Erlaß der 3. Steuernotverordnung in erheblichem Umfange gekündigt. Die Schuldner dieser gekündigten Pfandbriefe, d. h. die Landschaften, sind fast öhne jegliches Entgelt schuldenfrft geworden, aber im Besitz ihres Grundbesitzes geblieben;. Tie Gläubiger der Landschaften dagegen sind ihrer bisherigen Zinsansprüche sowie ihrer Kapitalien so gut wie völlig verlustig gegangen. Rachdem man es unterlassen hat, gegen vorzeitige und außerordentliche Kündigungen gegenüber der bevorstehenden Aufwertung rechtzeitig ein Sperrgeseh zu erlassen, erscheint es als eine gebieterische Rotwendigkeit, zum Besten ausgleichender Gerechtigkeit der 3. Steuernotoerord- imng — mindestens vom 1. Januar 1923 ab — für vorher gekündigte Vermögensansprüche rückwirkende Kraft zu verleihen; sowohl für die Pfandbriefe wie für Hypotheken und die Schuldverschreibungen aller öffentlichen Körperschaften, — insbesondere Landschaften, Landschaftsbanken. Provinzen, Kreise, Stadt- und Landgemeinden — gcmz glÄch, ob die Zahlungen schon angenommen sind pdör nicht. Daß auch alle diese Werte der Französisch-englische Unstimmigkeiten. | Paris lehnt das Maedonald'sche Begleitschreiben zu den Einladungen für London ab. — Der „Malin" spricht von einer „schweren Unkorrektheit". Der gestern von uns veröffentlichte Bericht des Londoner Vertreters des „Echo de Paris" über das den Einladungen für die Londoner Konferenz beigefügte, grundsätzliche Fragen aufwerfende Begleitschreiben Macdonalds hat sich als den Tatsachen entsprechend herausgestellt. Macdonald hat in seinem Einladungsschreiben tatsächlich als Grundlage für die Konferenz vorgesehen, daß in Zukunft jede „Verfehlung" Deutschlands von einem neuen, auch von der) Reparationskommission unabhängigen Organrs- mus geprüft und daß alle Streitfragen im H a a g schiedsgerichtlich geschlichtet werden sollen. Die Pariser Presse ist darüber ein wenig aus dem Hänschen geraten, umsomehr, als man am Quai d'Orsay erklärte, die Einladung nicht erhalten zu haben, und die in ihr angeblich enthältenen Stellen als „tendenziöse Rach richten" bezeichnete. Es hat sich herausgestellt, daß Macdonald die Einladung nur an die Regierungen gesandt hat, die nicht an den Besprechungen von Chequers beteiligt waren, zumal man in London der äleberzeugung war. daß Herriot alle von Macdonald vorgeschlagenen Bedingungen gebilligt hat, was in Paris bezüglich der Einladungsnote bestritten wird. Es ist kaum anzunehmen, daß die Einstimmigkeiten, die auf diese Weise entstanden sind, schwerwiegende Folgen haben werden. Immerhin muß man sich — wie die untenstehenden Meldungen aus der heutigen Pariser Morgenpresse beweisen — darauf einrichten, daß die Poincansten versuchen werden, in jeder Weise Kapital aus diesem Zwischenfall zu schlagen. Die Kritik der Pariser Presse. Paris, 4. Juli. (WTB.) Das „Echo de Paris" hat gestern vormittag den Inhalt des Memorandums mitgeteilt, das vom britischen Kabinett den Einladungen zu der Juli-Konferenz beigegeben worden sein soll. Gestern nachmittag hat das Quai d'Orsay mitteilen lassen daß eine derartige Einladung ihm nicht zuge- gangen sei. Inzwischen ist fest gestellt wor- en, daß es sich dabei um Aufklärungen handelt, die an die Regierungen von Belgien, Iapan, Italien und mehrere andere Staaten gerichtet worden sind, daß aber Frankreich, das von vornherein einverstanden war, die genannten Ausführungen nicht erhalten hat. Der „Matin" bespricht im einzelnen diesen Vorfall und gebraucht den Ausdruck „schwere ^Inkorrektheit". Das Blatt schreibt: Die Beamten des Foreign Office haben etwas unternommen, das nichtinCheguersbe schlossen worden sei. Sie haben ihre eigenen Ansichten in bezug auf die Regelung der Reparationen mitgeteilt und diese Vorschläge liefen darauf hinaus, die Autorität der Reparations-Kommission zu beseitigen. Riemals hätte die französische Regierung in etwas derartiges eingewilligt. In der Atmosphäre loyaler Zusammenarbeit, wie es die von Chequers wc-r, sei man dahin übereingekommen, daß England der Konferenz Gastfreundschaft gewähre und die Einladungen ergehen lassen solle. Aber in dieser Einladung hätte nur der Zweck der Zusammenkunft angegeben werden sollen, nämlich die Ausführung des Sachverständlgen- Gutachtens zu emröglichen._____________________ Der „Matin" behauptet, daß es sich hier um ein Schluhprotokoll über die Konferenz von Chequers handele, das vonHerriot an- gezweifelt werde. Wenn die Reparations- Kommission durch ein neues Komitee erseht werde, das in gewissen Fällen durch Organismen desDölkerbundesersehtwerdensoll, und wenn dieses Komitee die Prärogative der Reparationskommission erhalten soll, dann verstoße man gegen den Friedens ve r- trag und schmälere die Rechte Frankreichs, das ja in diesen Fällen nur auf die gleiche Stufe mit dem Vertreter einer neutralen Macht gesetzt werde, trenn es sich darum handelt, ob Deutschland seine Verpflichtungen nicht erfüllt habe. Der „Matin" stellt auch fest, daß in dem Memorandum ein Gegenstand vergessen worden sei. Cs handle sich um die Feststellung, daß England und Frankreich eine formelle Allianz schließen wollten, falls Deutschland sich Verfehlungen schuldig mache. Cs handle sich dabei um jene feierlichen Verpflichtungen, die Macdonald in Chequers in die feierlichen Worte gekleidet habe: „Die beiden Minister hätten unter sich einen Palt ständiger Zusammenarbeit abgeschlossen." Die englische Ansicht. London, 4. Juli. (WTB.) Zu der Meldung einer französischen Zeitung, wonach die Einladungen zu der am 16. Juli in London stattfindenden Reparationskonferenz „eine verfrühteStel- lungnähme" zu grundsätzlichen Fragen mit oder ohne Zustimmung der französischen Regierung enthalten soll, wird hier erklärt, daß die Einladungen rein formal gehalten seien. Dei Versendung der Einladungen habe Mac- donald lediglich als „beauftragter Schriftführer der Besprechung von Chequers" gehandelt. Die französische Regierung sei über jeden von ihm unternommenen Schritt unterrichtet und ständig auf dem Laufenden gehalten worden. . .. Rach dem Londoner Berichterstatter des „Petit Parisien" erfiart man in offiziellen englischen K r e i s e n zu der Frage, der man in Paris, tote es scheine, eine größere Bedeutung beilege: Da Herriot das Communique von Chequeurs gegengezeichnet habe, das im Ramen Frankreichs und Englands eine Konferenz nach London berufe, habe Frankreich keine Einladung erhalten. Die brftische Regierung sei der Ansicht, daß es genüge, die Mächte einzuladen, die nicht in ChequeurS vertreten waren. Rach den Informationen desselben Berichterstatters handelt es sich bei der gestrigen Veröffentlichung um einen Bericht über die Unterredung von Chequers mit einem Exposö des Standpunktes des englischen Ministerpräsidenten. Daß die englisch» These mit der französischen in einzelnen Fällen nicht ü b e r ein st im me, brauche nich t diskutiert zu werden. Die Konferenz von London habe die Aufgabe, diese politischen Fragen auszugleichen. Eine französische Demarche in Loudon Rach dem „Reuyork Herald" soll Ministerpräsident Herriot den französischen Botschafter in London veranlaßt Haben, in der Downing Street heute erneut Vorstellungen zu erheben. Aufwertung zu unterwerfen sind, kann einem Zweifel nicht unterliegen. Die 3. Steuernotverordnung ist erlajen ohne Erörterung in der gesetzgebenden Körperschaft des Reichs; diese Voraussetzung für einen so tief eingehenden Eingriff in das wirtschaftliche Dasein zahlloser Staatsbürger muh jetzt durch den Reichstag schleunigst nachgeholt werden. In der Wirtschaftsgeschichte moderner Staaten dürfte ein ähnlicher Vorgang kaum zu finden sein. Kündigung des Mcumverlrags ab August. Düsseldorf. 3. Juni. (WTB.) Die Sechse rkomMission hat heute vormittag das kürzlich abgeschlossene Micum-2lbkommen zum 31. Juli gekündigt. Das Kündigungsschreiben lautet: Die Besprechungen mit der R^g ierun g, die gleich nai dem Abschluß der Behandlungen über die Verlängerung des Mioumvertrages gepflogen wurden. Haben ergeben, daß die Regierung nicht in der Lage ist, dem Rührbergbau für den Monat August finanzielle älnterstützung zuzusichern. Es ist auch dem Rührbergbau unmöglich, die Lasten des Vertrages zu übernehmen. Wir sehen uns deshalb gezwungen, das Abkommen zum 31. Juli zu kündigen. G. , . - ---------------- Der Dawes-Reichsvahn-Entrvurs 03er lin, 3 .Juli. (WB) lieber die Verhandlungen desOrganisationskomiteessür die Deutsche Reichsbahn verlautet folgendes Das Organisationskomitee für die Deutsche Reichsbahn hat heute Kie zweite Lesung der Ent- | würfe für das Reichsbahngeseh und die Gesell- schaftssahung beendet. Die ausländischen Mitglieder Sir W. Acworth und Herr G. L e v e r v e reifen heute nach London und P a - r i s zurück. Sie nehmen von dem Fortgang der Arbeiten, die in vollem Einvernehmen im Verlaus von mehr als 20 Sitzungen gefördert Wurden, den besten Eindruck mit Rur der gute Wille und das eifrige Mitwirken aller Mitglieder konnten in der Kürze einen so wichtigen umfangreichen Plan zustande bringen, wie die Organisation der neuen Gesellschaft,die diegrößte der Welt sein wird. Das Komitee tritt am 10. Juli in London nochmals zu einer letzten Lesung der Entwürfe zusammen unb' erledigt noch einige Fragen rechtlicher unb finanzieller Art, für welche heute die notwendigen ilntertagen noch nicht völligen. Es ist anzunehmen, daß die Londoner Besprechung nur wenige Tage dauert, so daß das Komitee gegen den 14. ober 20. Juli der Reparationskommission seinen Bericht und seine Vorschläge unterbreiten kann. Rheinlandnot. München, 3. Juli. (WTB) In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste wurde heute vormittag die Ausstellung „Rheinlandnot" vom Kultusminister Matt als Vertreter des in Berlin weilenden Mimsterpräsidenteni Held mit einer Ansprache eröffnet, in der er darauf hinwies, daß schlimmer als alles,, was mit einigem Recht auf den Vertrag von Versailles gegründet werden könne, die Maßnahmen seien, die hohnlächelnd und gegen jedes Recht über die besetzten Gebiete verhängt worden seien. Der Minister erinnerte namentlich an die Separa- t i st e n he r r s ch a f t unb betonte, zur Abwehr beitragen könne nur der entschlossene Wille, das deutsche Volt z.i einen, allen Partristreit z u-r ü d o j ff e (1 e n unb all.s zu unterlassen, was sich drüben an den deutschen Volksgenossen) im Rheinland und in der Pfalz quswicken müßte. Die Länderregierungen für den Dawesplan. Nur Mecklenburg lehnt ab. Berlin, 4. Juli. (WTB.) Die «eichs- regierung beriet gestern in eingehende» Erörterungen mit den Staats- »nd Ministerpräsidenten der LLndar Ne rolitische Lage unter besonderer Berücksichtigung der Durchführung des Sachverständigengutachtens. Mit Ausnahme des Vertreters von Mecklenburg.Sch ßveri« erkannten alle Chefs der Länderregienmgen trotz schwerwiegender Bedenke« gegen manche in dem Gutachten enthaltene« Forderungen erneut daS Vorgehen der AeichS- regierung, die baldige Durchführung des Sachverständigengutachtens zu erreichen, gl» richtig an. Die Haltung der deutschen Industrie. Der Reichsverband der deutsche« Industrie teilt mit: Aus bem Wortlaut der Resolution, Ne bet Hauptausschuh des Reichsverbandes der deutschen Industrie aus seiner Tagung vom 2- 3ult ge* faßt hat, glaubt ein Teil der öffentlichen Mei-- nung den Schluß ziehen zu können, daß Ne deutsche Industrie eine veränderte Stellung zum Sachverständigenbericht ein genommen habe. Richts sei irriger als diese Auffassung. Der Haupt ausschuß habe Ne Resolution des Vorstandes des ReichsverbandeS vom 24. April vollinhaltlich gebilligt. Hierauf legte das Präsidium und der Vorstand um so mehr Wert, als eine gewisse extreme Opposition, die zum größten Teil allerdings außerhalb des Reichsvet- Landes stehe, die Ansicht verbreitet habe, daß daS Präsidium und der Vorstand durch den Haupt- ausschuß nicht mehr gedeckt seien. Cs zeigte sich bei dieser Sitzung, daß eine überwältigende Mehrheit für bk Re solutivn des Vorstandes des Reichsverbandes vorhanden war, was schon das Zahlenverhaltnis beweist. GS stimmten etwa 110 Mitglieder für die vorliegende Resolution, wobei sich 11 Mitglieder der Stimme enthielten, aber nicht etwa well fie gegen Ne Resolution vom 24. April waren, sondern, weil sie eine erneute Abstimmung überhaupt nichtmehrfü 1 notwendig hielten. Gegen die Resolution hätten ausgespvochenermaßen n u r 12 Teilnehmer gestimmt. Beginn der Militärkontrolle am 20. Juli P ar iS, 4. Juli. (WTD.) Wie das,,Pe« tit Journal- mitteilt, ist im Verlauf der gestri- gen Botschafter-Konferenz beschlossen worden, daß die neuen Kontroll-Operationen in ^Deutschland am 2 0. Iuli beginnen sollen. Die Botschafter-Konferenz werde keine Verpflichtungen übernehmen hin- sichtlichdesZeitpunktes, an dem voraussichtlich die letzten Kontroll-Operationen beendet sein werden. Der Graffprozetz in Stettin Seit zwei Wochen findet vor dem Schwurgericht in Stettin die Verhandlung gegen die drei Schupobeamten K a w s, E n g e l e r und S ch w i r* rat statt, von denen der erstere nach seinen eigenen Angaben am 22. März 1923 den belgischen Leutnant Graff in Hamborn e 1 sch 0 s - s e n hat, während die beiden anderen Angeklagten Zeugen des Vorfalles waren. Das Attentat gegen Graff war ein Racheakt, der Täter glaubte in Graff den belgischen Polizeiagenten Schmitz vor sich zu haben, der tags zuvor einen deutschen Schupobeamten ermordet hatte. Das belgische Kriegsqe'icht hat bekanntlich auf Grund erpreßter Geständnisse eine Reihe gänzlich unbeteiligter Schupobeamten als angebliche Täter zu schweren Strafen verurteilt, die nach Pommern geflüchteten Angeklagten haben sich dem deutschen Richter selbst gestellt, um die Befreiung der unschuldig verurteilten Polizeibeamten au ermöglichen. Gestern hielt der General st aatsan- walt seine Anklagerede. Wir erhalten^ darüber folgenden Bericht: Stettin, 3. Juli. (Wolff.) Schon lange vor Beginn der Sitzung sind die Bänke im Zuhörer- verhandlungsraum überfüllt, auch Regierungspräsident Höhne wohnt der Sitzung bei. Der Generalstaatsanwalt führt, indem er sich an die Geschworenen wendet, etwa folge>rdes aus: In einer kurzen Spanne Zeit sollen Sie einen Spruch fällen, auf den die hinter belgischen Kerker- mauern Sitzenden ihre letzte Hoffnung haben; auf Ihren Spruch wartet man über die Grenzen des Vaterlandes hinaus. Die belgischen Gerichte haben in zwei Rechtszügen feftgestellt, daß Reinhardt und Genossen ber Tat schuldig sind. Runmehr verlangt man von Ihnen, daß Sie Kgws und Genossen als schuldig erkennen. Aus anderem Holze als gewöhnliche Mörder sind die Angeklagten, die im Laufe Neses Strafverfahrens ein großes Maß von Ehr* Separatismus in Jugoslawien. Dl Dieben, Len 4. $ult 1924. Einiges von den Pilzen. Hessischer Landtag. Darmstadt, 3. Juli. PräsiLttrt Adelung eröffnet die Sitzung um 9Vs — Am Regierungstisch die Minister v. Brentano, Henrich und Raab. Die Spezialberatung des Staatshaushaltes Abgeordneten Daskaloff gehabt haben, um ibn mit ben Revolutionären auszusöhnen und dann erne Aktion gegen Jugoslawien einzuleiten. Ferner wird Raoitlch wegen Prop Uganda für das Haus Habsburg angellagt. Die Landschaft bekommt einen anderen Charakter, wird flacher, eintöniger, sarbenarmer. Wiesen herrschen vor, auf denen Rinderherden weiden. Windmühlen, deren Flügel sich träge drehen. Wir sind über Holland. Ein grober See kommt in Sicht, der Zuider Ser, ein schmutzig grünes Gewässer mit unzähligen dunklen Segelbooten belebt. Ein neues Häusergewirr am Horizont und bald umfängt uns der Flugplatz Amsterdam. Holländisches gutturales Stimmengewirr. Kasino, in dem man vorzüglich ?u Mittag speist. Hier herrscht lebhafter Der- kehr wie überhaupt der Amsterdamer Flugplatz durchaus das Gepräge einer modernen ülmschlage- platzes besitzt. England sucht die Deguemlich-' leiten und Vorteile des Fluges besonders aus- zunatzen, denn „time is money". Die Schnellig- teit ist einer' der Hauptvorzüge der Luftreiss. Die ganze etwa 1020°Kilometer°Strecke Berlin— Lcndon wird in kaum 10 Stunden zurückgelegt, während man zu Bahn und Schiff 24 Standen gebraucht. Dabei ist die Luftreise mit etwas über 8 Pfd. Sterling kaum teurer als die Reise 1. Klasse. Kein Wunder, daß sich der Flugverkehr zunehmender Beliebtheit erfreut. Im vergangenen Jahre, dem ersten der Organisation, wurden etwa 860 Flüge ausgeführt, die zurückg'legte Strecke betrug 225 000 Kilometer, die AnAhl der beförderten Personen 1000 und dir beförderte Nutzlast über 80 000 Kg. Der Flug Amsterdam—London ist das Genußreichste der Strecke Berlin—London, nicht nur durch den herrlichen Ausblick auf die See, sondern auch wegen der absoluten Gleichmäßigkeit, | mit welcher das Flugz.ug über dem Wasser fliegt Rur am Sausen des Propellers und dem Weggleiten des untenliegenden Panoramas erkennt man, daß man fliegt. Silbern blinken die Wel- leit auf, so oft ein Sonnenstrahl fte trifft. Lang- rierung, sondern nur eine Buchstabenbezeichnung kennen, den klangvollen Rainen „Ebbh" trug. Seine riesigen Ausmaße geben das Gefühl absoluter Sicherheit und der Reise den Komfort des Pullmancars. In majestätischer Ruhe zieht „Ebby" seine Buhn. Tief unter uns auf den Wäldern und Wiesen gleitet der Schatten des Flugzeuges in Form eines Riesenvogels dahin. Trotz fcer~ Hitze ist es im Flugzeug angenehm kühl, da durch das borbcre Fenster ein ziemlich kräftiger Wind einstromt. Eine Großstadt taucht am Horizont auf Hannover, die erste Etappe unserer Reise.' Bald beginnt „Ebby" sich leicht seitlich zu wiegen und einen weiten Dogen zu beschreiben. Der Dogen wird kürzer und kürzer, zu gleicher Zs.t senkt sich das F ng-eug merk.ich und bald sehen seine Räder wieder auf festen Boden auf. — Der Aufenthalt in Hannover dauert nur eine halbe Stunde. Die Patzrevision ist bald beendet, der Driefsack der Post erscheint in letzter Minute und au'fs neue geht's in die Luft. Hannover liegt bald weit hinter uns. Ein See mal einer,Insel taucht auf. Städte und Dörfer in beschaulicher Rachmittagsruhc lieber uns ein lachender Himmel, in Lessen blauem Aether wir in 2000 Fuß für 1924 wird bei Kap. 53 (LandeSamt für das Dildunas- wesen) fortgesetzt. 2kbg. Storck (Soz.) wendet sich gegen den Abbau des Landesamtes für das Bildungswesen. Jur Lehrerbildung verlangt der Redner ein sechs- semestriges Hochschulstudium. Es gebe noch fein ßefebud) der Republik, die gegenwärtigen Lese- bucher nrühten abgeschafft werden. Die weiteren Ausführungen des Redners gelten dem landw. alnterricht und dem Werkunterricht. Abg. Lenhart (Ztr) verlangt im Ramen seiner Partei das Reichsschulgesetz. Für die unterernährten Kinder mühte die Schule ein Asyl der Ruhe und Erholung fein. Der Redner dankt dem Landesamt dah es seine überstürzten Reform- plane zurückaestellt hat: hoffentlich werde es eine sorgfältige Rachprufung vornehmen. Als 3en- trumsmitglied und als Kathvlik lehne er jede „Verbesserung" und Aenderung des Lehrplanes der Gymnasien ab; er wende sich nicht gegen die Realanstalten, sondern er verteidige nur die Rechte des Gymnasiums. Der Redner meint, man müsse der Landbevölkerung in der Frage Les Iäni> 3um Suchen und Sammeln der Pilze, das jetzt wieder beginnt, feie i einem alten Pilzsucher einige kurze Bemerkungen gestattet. Sie beziehen sich zunächst auf die Frage: Soll der Pilz a o geschnitten oder herausgedreht werten? In einem Zeitungsartikel ward: herzu einmal voiM vuvu<- । gesagt: „Leider wird hierbei aus Unfeanf .iä oft ch!?1 ,2l^gust erheblicher Schaden anger chtet. indem man 6t» ulgarischen Pilze vielfach mit der Wurzel aus der Erde ----- .. 1 ^tairtrdBL Dadurch wird da, N-chw'chser der Pilze unterbunden. Alle Pilzsammler feie i darum un eigenen unb im allgemeinen Inte es,e daraus hingewiesen, dah der Pilz mit dem Messer ab e° schnitten werden muh, um wieder rach wachsen AU können und dadurch eine neu» Ernte zu ermöglichen." — Demgegenüber sei an esührt, was zwei unserer bekanntesten Pilzschrif:en hierüber enthalten: 1. Im Pilzbüchlein über eßbare und giftige Pilze mit Bild -rfragen 63-65 brr Franckk- schen Verlagsbuch hund ung auf Seite 3 Lsei tric: ^Beim Sammeln der Pilze beachte man, dah kie- selben mit möglichster Schonung d.s unterirdisch n Pilzgeflechtes gepflückt werden. Man r.ihe f die beste Furm. Der Redner führt Klage gegen einen Kreis von Lehrern, die in Agitationsreden und in Schriften 2>ie Religion herabsehten; wenn dir Simultanschule solche Zustande dulde, dann müsse sich, die evangelische Kirche überlegen, ob sie noch weiter für sie eintreten könne. 2Ibg. Kindt (Dntl.) richtet u. a. die 2In» frage an die Regierung, ob es ihr begannt sei,-dah bie Städte Offenbach und Darmstadt Gelder zinstragend bei Danken angelegt hätten. Ministerialdireltor Spam er erwricri. es sei der Regierung bekannt geworden, datz es in Offenbach geschehen sei. Wenn dies erfolge, um Vorläufig unte^ubiinjen, so sei nichts dagegen einzuwend^n, aber ei^e Thesaurierung jet abzulch.ie.1. Bei dem Steuerdruck mühte diese üecmiejen und die Steuern auf das geringste Matz herabgesetzt werden. Die Regierung werde ihren Stanopunkt zur Geltung bringen. de fühl und Kameradschaftlichkeit ge- örigt haben, geschnitzt. Die Tai hat mit ehrenrührige» Motiven nichts z» tun. Die Erregung in Hamborn erhielt neue Rahrung durch die Bluttat des verruchten Schmitz. Rur Der Richter wird den richtigen Ausweg finden, der fich auf den Standpunkt des Gesetzes stellt. Die öffentliche Meinung hat sich hier nicht einzumlschen. Llllein die gesetzlichen Bestimmungen sind hier maßgebend. Kommen Sie zu der üleberzengung. datz diese drei vorsätzlich mit Ucberlegung getötet haben, so muß die Strafe ausgesviochsn werden, die darauf steht. Gnade muh denjenigen Behörden überlassen werden, die verfalfungsm^hig zur Ausübung befugt sind. Der Generalstaatsanwalt erklärt weiter, er habe die ^leberzeugung gewonnen, Dah durch die Beweisaufnahme der Be w e i s erbracht sein, dah diese drei Leute gemeinschaftlich mit Vorsatz Graff getötet und die Tötung mit Uefrerlegung ausgeführt haben. 3m weiteren Verlauf seiner Anllagerede unterzieht der Generalstaatsanwall das bei» vifche Beweis material einer schar- len Kritik und verurteilt die ganze Art und Weise, wie die Belgier die Angeklagten und die Zeugen vernahmen. In keinem Falle forme man davon sprechen, dah die vor den belgischen Behörden gemachten Geständnisse unter normalen Verhältnissen zustande kamen. Besonders scharf verurteille er das Vorgehen der Belgier gegen Leutnant Reinhardt, der allgemein als eine aufrechte Persönlichkeit geschildert werde. Durch die Stettiner Verhandlungen sei erwiesen, daß die in Aachen Verurteilten nicht die Tater sind. Der Generalftaatsanwall erklärt, dah die in Stettin angeklagten Leute sich so schnell toia möglich aus Hamborn entfernt hätten, während Reinhardt und Genossen hn Bewußtsein ihrer älnschuld dort geblieben seien. Besonderen Wert legte er auf das Gutachten des belgischen Waffen sachverständigen, das zu Der unumstöhlichen Feststellung kommt, dah die fraglichen Schüsse aus den Waffen von Kaws und Engler abgegeben toorben sind. Mit der juristischen Seite der Tat befaßte sich dann der Oberstaatsanwalt, der zu dem Schluß kam, daß Kaws, Engeler und Cchwirrat die Tat mit ileberlegung ausgeführt haben. Es sollte zwar nicht Gvafs, sondern Schmitz getötet werden. Es scheine so zu sein, daß Kaws und Engeler fast gleichzeittg schossen, während schwirvat auf der Straße aufpahte. Hierauf stellte der Geneoalstaatsanwalt folgenden Strasautrag: Er beantragte, die drei Angeklagten KawS, Engeler und Schwirrst wegen gemeinschaftlichen Mordes zum T o d e zu verurteilen, ihnm jedoch die bürgerlichen Ehrenrechte nicht abzuerkennen. Minister a. D. Hermann aus der Anklagebank. Weimar. 3. Juli. (WB.) Heute begann tarn dem Schöffengericht in Weimar der Pro- zeh gegen den ehemaligen thüringischen Innenminister Hermann und ferner gegen den RegierungSassessvr Rudolf Kunze, die KreiSdirektvren LouiS T? n V r ’ Meiningen, Adolf Hörschelmann. Eisenach, Berthold F a u l i a n - Roda, sowie Edmund Koch-Gotha. Cs sind etwa 30 Zeugen geladen, darunter die früheren thüringischen Minister Frölich und Hartmann. Von der Verteidigung ist auch der preußische Innenminister S e- v e r ftn g geladen worden. Die heutige Verhandlung befaßte sich in der Hauptsache mit der Fest- stellung der Personalien der sechs Angeklagten und der Erörterung der ihnen zur Last gelegten Verbrechen bzw. Vergehen. Es wird behauptet, daß die Angeklagten Hermann und Kunze Ende Ottober und im Rovember und Dezember 1923 in zahlreich en Fallen gemeinsam vorsätzlich rechtliche Urkunden und Tatsachen falsch beurkundet und Urkunden vernichtet haben in der Absicht anderen Personen VermögenSvvrtkile zu verschaffen. Der Angeklagte Renner wird beschuldgt dah er als Beamter in Fällen wie den vorerwähnten falsche Tatsachen beurkundet habe, indem ; er verschiedene Daten änderte. Dasselbe 1 Delikt wird den Kreisdirektvren Hör- : schelmann und Faulian zur Last gelegt Kreisdirektor Koch soll im Jahre 1924 einige i Anstellungsvermerke sowie ver'chiede e ' Daten g eänder t haben. Als Beweismittel ' für diese Anschuldigung dienen u. a. auch die in i De tracht tommenöcn Personalakten." Die Angeklagten Renner und Genossen haben die ihnen zur Last gelegten Straftaten teilweise zugegeben. Stiaatsministera. D Hermann bestreitet, daß er bei der Verfügung der den Gegenstand des Strafverfahrens billenden Anstellungen sich von pa r t e i p o l i t i s ch c n Rücksichten habe leiten lassen. Rach Vernehmung der Angeklagten wurde die Verhandlung aus Freitag vertagt Kleine politische Nachrichten. Gedenkfeiern. Berlin, 3. Juli. (Wolff.) Die Reichsre- aterung hat beschlossen, am 3 0. August eine Gedenkfeier für die vom deutschen Volke im Weltkrieg gebrachten Opfer zu veranstalten, ei.t- zelheiten darüber werden noch bekanntgegeben. Daneben sott in diesem Jahre der Verfassungstag am 11. August in der üblichen Weise gefeiert werden. Strafaussetzung für Abg. Poehner. München, 3. Juli. (WTD.) Der Geschäfts- ordnungsousschuh des Bayerischen Landtages beschloß heute nach einer längeren Aussprache über baß Ersuchen des Justizministeriums, eine Beschlußfassung darüber herbeizuführen, ob die Genehmigung zur Vollstreckung der gegen den Abg. Pvehner vom Völkischen Block vom Münchener Volksgericht wegen Teilnahme am Hitlerputsch ausgesprochenen Strafe erteilt werden soll, mit 13 gegen 9 Stimmen, die Genehmigung zur Vollstreckung der gegen Poehner ausgesprochenen Strafe nicht zu erteilen. Der kommunistische Stadtrat als Kurier. Olürnberg. 2. Juli. Im h.esigen Haupt- bähnhcf wurde der Dwliner Stadtverordnete Kestel festgenommen, der als kommunistischer Kurier tätig war. Bei ihm wurden wichtige Dokumente vorge/urnen und beschlagnahmt. M.-G.-Schmuz?gel nach Rußl n>. 9m Flugzeug 3ur britischen Reichsausstellung. Bon A. v. Knobelsdorff, Berlin. !. Lu streife. Eine Reise nach London früher eine all- ^gliche Begebenheit, über die kein Mensch ein Wert verlor — ist heute ein Ereignis das allgemeines Interesse in Anspruch nehmen darf. Besonders in Verbindung mit einer Besichtigung der englischen Reichsaussteliung in Wembley ist ' in solcher Besuch außerordentlich löhnend, denn Liese Ausstellung gilt als das Ereignis deo Londoner Saison 1924 und erregt das Inter- esse aller Kulturländer in hohem Matze. Wembley bildet -sozusagen Inventur des britischen- Welt- > .iches na am kifvn »Jk l&8tt ■Sage, sr Hahn, geb. 2; 18. Quni. 2 Mr alt. Leib, Dvr., 3uni: HanZ franffurtit toßer, geb. 21. Ount !, 45 Jahre rb Schaum, W: 3alob 3trate 74: alt, Aeucn- jeb Schnndt, Irma SirkS, 3um: M N« alt, •„•Js »s lnt^5äU-4 St» unb * und an. M «t«n. J Tiitftvffr DH, rtne >lM. i° lA . hmgr" ult, rntilck alt Prä4' ufT^itzr anD halt Dörfer ne mittlA Ich: Kirch' Iche, die l" an« fc wird dir 5c Anlud- qualnt-*" Äjigplah A Vong" % °&:c tleüante^ \,n 3U9* ,,1 bringt **c-*At!it* en anacschrrrn gibt häufig dem zu k» chnften der •crbti, Diz senden in nicht M-. tg. 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Likörfabrik sucht einen bei der Wirte- und Händlerkundschaft in Gießen und weiterer Umgebung best. eingeführten Turnen, Sport und Spiel. Turngau Hessen (D. T.) -o- Die II. Gausportkämpfe mit Ars- tragung der Gau Meisterschaften fanden am Sonntag in W e h l a r statt. Die Kampfliste verzeichnete 160 Turnsportler mit 340 Meldungen. 3n buntem Wechsel stritten da um den Sieg Männer, Frauen, Hungkämpfer, Anfänger, und in zwei Gruppen die Altersturner, 32 bis 36 Jahre und über 37 Jahre alt, sei es in Läufen von 50 Mtr. bis hinaus zu 5000 Mtr., oder im Weit-, Hoch- und Dreisprung, oder im Kugelstoben, im Diskus-, Speer- und Schlagballweitwurf, sei es im Ginzclkampf, im Dreikampf oder in Staffeln. Der Gauwart für das Volks turnen, W. L u ck - Altersturnen: 50-Meter-Lauf. 1 Eieaer Frih Seibert. Tv. Wetzlar, 6,4 Sek., 2. Karl Müller, Tv. 1846 Giehen, 7 Sek.. 3. Hch, Lang, Tv. Klein-Linden, 7,3 Sek., 4. Karl Weih, Tv Klein-Linden, 7,4 Set. — Kugel st oben (10 Kg ) 1. Sieger Karl Weih, Tv. Klein-Linden. 8 27 Mir., 2. Hch. Lang, Tv. Klein-Linden, 8.15 Meter, 3 Karl Müller, Tv. 1846 Giehen, 6.55 Meter. —Weitsprung. 1. Sieger Karl Weih. Tv Klein-Linden, 4 64 Mtr., 2. Karl Müller. Tv. 1846 Giehen, 4.53 Mtr., 3. Hch. Lang, Tv. Klein- Linden, 4.22 Mtr. — Dreikampf. 1. Sieger Ka'l Weih, Tv. Klein-Linden, 194 Pkt., 2. Karl Müller, Tv. 1846 Giehen, 165 Pkt., 3. Hch. Lang, Klein-Linden, 155 Pkt. Heftige Erdbeben. Hamburg, 3. Juli. (WTD.) Heute m»r- wurde von den Apparaten der Hauptstatwn Erdbebenforschung ein au her orden tlich heftiges Erdbeben aus 6100 ÄUDmstee Entfernung registriert. Die Aufzeichnung begann 5 Mr 49 Minuten 24 Sek. und läht auf einen Herd in Innerafien schliehen. Ein anders starkes Erdbeben gelangte hier am 30. Hum naq»* mittags aus 8100 Kilometer Entfernung nut ‘Beginn um 4 Uhr 56 Minuten 53 Sekunden »ä Aufzeichnung. Auf die Erdbebm rm Anti«. podengebiet des pazifischen Ozean« ist endlich noch die sehr bemerkenswerte Registrierung zurückzuführen, welche am 26. Zuni morgen« 2 Uhr 5 Minuten 30 Sekunden einsetzte. Verkaufe Voxer-Wndin mit vrinm Slaunn- bamn. Zluöstettunaö- tier. H. Roth, Tüchtiges für sofort gef. Alicchribt 18 p. Drucksachen al lerArt liefert In jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die Brühl’eche Univ.-Druckerei, R. Lange, Hessen-Nassau. spd. Frankfurt a. M, 3. Huli. Die Kriminalpolizei wurde im Monat Huni in 1910 Fällen in Anspruch genommen. Sn je drei, Fällen handelte es sich um Mordversuche und Raub, in neun Fällen um Hehlerei und in 154 Fällen um einfache Diebstähle. Einbruchsdiebstähle wurden in 153 und Leiners Eigcntumsvu- gchcn in 304 Fällen bearbeitet. Betrugsfälle kamen 210 und Llnterschlagungen 71 Mr Anzeige. Mit Münzverbrechen muhte sich die Poliz.'i 3,'mal und mit Sittlichkeitsverbrechen 170mal befassen. Schleichhandelsfälle kamen 130 und Wucherfäl'e 186 zur Anzeige. An Selbstmorden wurden 14 gezählt. Festgenommen wurden 810 Personen, darunter 25 steckbrieflich gesuchte. — Die Polizei gcht jetzt gegen den Wucher mit Kirschen auf dem Markt und in den Geschäften mit grober Strenge vor und konnte bereits eine gcohe Anzahl von Fällen zur Anzeige bringen, wo die Spannung zwischen dem Einkaufs- und dem Tec- kaufspreise denn doch zu stark und zu groh war. Sämtliche ^lebertretungen wurden der Staatsanwaltschaft angezeigt. — Wie wir erfahren, befinden sich von den an der grohen älntrrschla- gungsaffäre bei der Speditionsfirma Lassen beteiligten Personen bisher fünf in iln- tersuch u ngshaf t, und zwar der D i r e k t o r, ein Prokurist, der Lagerchef, ein kaufmännischer Angestellter und eine Sekretärin. Amtsgericht. Giehen, 2. Juli. Ein Bäckermeister von hier hat einem Dienstmädchen, das in seinem Hause in Stellung ist, nachgesagt, es trage die Kleider seiner Dienstherrin in deren Abwe euheit, auch schleppe es heimlich Sachen to:g. Seme Ehefrau hat das Mädchen, dcm von seiner Herrschaft das beste -Zeugnis ausgestellt wird, durch Schimpfworte beleidigt. 3n der heutigen Hauptverhandlung nahmen die Eheleute die Beleidigung mit Bedauern zurück und übernahmen die gesamten Kosten. Zwei Schneidermeister G. und O. von Hier stehen nicht gut miteinander und haben sich insbesondere jn Innungsversammlungen häufig aneinander gerieben. O. soll nun bei einem dritten Schneidermeister E. geäußert haben, G. Ipbe in einem vom Amtsgericht anhängigen Rechtsstreit, in dem er als Zeuge bernommen wurde, einen Meineid geleistet. O. bestreitet dies, behauptet vielmehr, er habe dem E. nur erzählt, der De- tlagte in diesem Rechtsstreit habe erklärt, G. habe einen Meineid geleistet, und er, £)., solle nun auch als Zeuge vernommen werden, was rhm sehr unangenehm sei. Rach der beeidigten Aussage des E. 'fat dagegen O. ausdrücklich erklärt, G habe etnen Meineid geleistet und auf den Emivurf des E.. es sei gefährlich, so etwas zu behaupten, noch hmzugefügt, er könne nicht anders sagen, G. habe einen Meineid geleistet. O., der heute erklärt, ev habe gegen G. niemals einen derartigen Vorwurf erhoben und auch nicht erheben können, wurde wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 50 Goldmark verurteilt. Zwei Kaufleute W. und L. von hier, von denen der Erstere bei dem Letzteren in Miete wohnt, sind seit längerer Zeit wegen Miets- ftreitigfeiten uneinig Letzterer hat Ersteren und ferne Familie im Januar, März und April d. Zs- schwer beleidigt und wird deshalb zu drei Geldstraf-en von zusammen 150 Gold- mart verurteilt. Für 15. Juli et)„ ordentliches Mädchen oefueöt, für Melken von 3 Kühen, Hanö- und etwas Gartenarbeit.Beiauter^etstunn guter Vobn und alles frei. Nur häusliche und willlge Mädchetl mdoen sich melden, ba für solche gute Tnuerstellunm. Angeb. nn Fräulein von fcolhbrutrf,JHittertiut Qedeutbal bei Lüdenscheid - Lang- Göns, 25,1 Sek., 2. Willi Altendorf, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 25,3 Sek., 3. Paul Sonnboil, TV. Wetzlar, 26 Sek. - 4 0 0 - M t r. - L a u f. 1 Sieger Hch. Marquardt, Tv. Wetzlar, 56 Sek., 2. Willi Altendvrf, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 5o,2 Sek., 3. Aug. Becker, Tv. Grohen-Linden, 58 <5eF. — 800-Mtr. -Lauf. 1. Sieger Willi Mtendorf, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 2.12,3 Min.^. Fritz Wenzel, T. u. Sp.-B. Marburg. 2.12,4 Mm., 3 Mich. Diehl, Tv. Sterzhausen, 2.18 Min. -1500 = Mtr -Lauf 1. Sieger Richard v. Schwy.^v. Öieustadt, 4.42 Min., 2. Willi Kaletsch, T. n, Sp.- B. Riederwalgern. 4.44 Min. — 5 0 0 0 - M t r. - Lauf. 1 Sieger Michael Diehl, Tv. Sterzhausen, 17 25 Min. 2. Rudolf Rohrmann. Tv. 'Wetzlar, Brustweite dahinter. 3. Jakob Mathes, Tv. Rdr.- Mörlen. — W e i t s p r u n g. 1. Sieger Karl Reuter, Tv. 1846 Giesten, 5,82 Mtr.. 2. Paul Gartner. Tv Weblar. 5,66 Mtr.. 3. Frih Weitershaus. ^,v. Klein-Linden. 5.58 Meter, 4. Richard Kaiser, Tv. Lang-Göns. 5,57 Meter. — Hochsprung. 1. Sieger Walter Hohage, Tgm. Frredbe^, l.dO Meter, 2. Karl Gerlach. Tv. Wetzlar. 1.50'Mir. Dreisprung. 1. Sieger Hch. Wolf. -rw. 1860 Bad-Rauheim. 10.97 Mtr. - Kugelstotzen. 1 Sieger Aug. Langsdorf, Tv. 1860Dad-Rauheim, 10.25 Mtr., 2. Karl Metzger, T. u. SP^B. Butzbach 10.17 Mtr., 3. Frih Weitershaus, Tv. Klem- Linden, 9.51 Mtr., 4. Karl Krtzler, Tv. Grotzen- Linden, 9.49 Mtr. - Diskuswurf 1 Sieger Willi Gartenschläger, Tv. 1346 Gietzen 27.33 Mtr., 2 Willi Deppler, Tv. Lang-Gons,26.68 Mtr-- Speerwerfen. 1. Sieger Karl Ketzler^ Tv. Grotzen-Linden, 37 Qlltr. -S ch l a g b a l l w e r t-- wurf. 1. Sieger Rudolf Remhardt, Du. Sp.-B. Buhbach, 94.60 Mtr.. 2. Karl Hahn, Tv. Hornsheim 82 40 Mtr., 3. Wilh. Magnus. Tv. Grohen- Linden, 78.80 Mtr.. 4. Karl Kehler, Tv, Grohen- Linden, 72 Mtr. — ^VXl00-Mtv-Staffel. 1. Sieger Tv. Wehlar, 1. Mannschaft, 48.4 Sek., 2. Tv. 1846 Giehen, 49 Sek. Frauen-Meifter schaf ten: Lauf. 1. Siegerin Anna Mörser, Tv. 1860 Bad- Rauheim, 10.4 Sek. — Kugelstohen (5 Kg.). 1. Siegerin Anna Mörser. Tv. 1860 Mrd-Rau° heim, 6.92 Mtr., 2. Lina Haubach, Tv. 1846 Grehew 6.25 Mtr. - Weitsprung. I Siegerm Gretel Waldschmidt, Tv. 1860 Bad-RauHerrn. 4.26 Mtr., 3. Tilly Espach. Mtv. Giehen, 4.68 Mtr. - D re r- k a m p f. 1. Siegerin Mrrma Stoll, Tw 1860 Bad- Rauheim, 174 Pkt., 2. Lina Haubach, Tv. 1846 Giehen, 165 Pkt. Iungkämpfer: 10 0 "Mir-* Lauf. 1 Sieger Hans Reuschling, Tv. Heuchelherm. Hochsprung. 1. Sieger Hans Gersmar, Tv. 1846 Giehen, 1.53 Mir., 2. Ludwig Malkomesius, Mtv Giehen, 1.53 Mtr. (berührt), 3. Hans Peters, Mtv Giehen. 1 48 Mtr., 4 Willi Gartenschlager, Tv. 1846 Giehen, 1.48 Mtr., 5. Karl Dückmg, Tv. 1846 Giehen, 1.43 Mtr , 6. Willi Deppler, Tv. Lang-Göns, 1.43 Mtr. -Kugelstohen. 1. Sieger Karl Ludewig, Tv. Wetzlar. 9 03 Mtr., 2 Willi Gartenschläger, Tv. 1846 (Ziehen, 8.96 Meter 4. Hch. Vetter, Tv. 1846 Giehqn, 8.76 Mtr., 6 Albert Weigel ,Tv. Klein-Linden, 8.38 Mtr., 7. Hch. Llhl, Mtv. Giehen, 8.35 Mtr. Anfänoer. 1 0 0 - M tr. - L a u f. 1. Sieger Stephan Daumblatt, Tv. 1860 Dad-Rauherm, 11,3 Sek 4 Rorbert Grünebaum, Tv. Lang-Göns und Lg "Malkomesius, Mtv. Giehen, 6. Albert Wergel, Tv. Klein-Linden. — Weitsprung. 1. Sieger Stephan Baumblatt, Tv. Bad-Rauheim, 5.50Mtr., 2 Arthur Kreiling, Tv. 1846 Giehen, 5.41 Mtr., 4 Hans Geismar, Tv. 1846 Giehen, 5.22 Mtn, 6. Hch. Vetter, Tv. 1846 Giehen, 5.10 Mtr., 7. Willi Deppler, Tv. Lang-Göns, 5.07 Mtr., 9. Ernst Ra- oel Tv. 1846 Giehen, 5.02 Mtr. — Speerwerfen. 1. Sieger Willi Drücke!, Tv. Lang-Göns, 34.74 Mtr., 3. Willi Gartenschläger, Tv. 1846 rrs • m < E *7 rtrtort = Nagut ©cflügclbeifutter, Vs dem Mornenweicb- futter zngesetzt, ga- rnntiert den höchsten (V-ierertrnfl bet Hüb- nern.diekeinenfreien AuSlaus haben. Erftlings- kückensutter Resorm- hundeluchen der auch von den verwöhntesten Hunden nesressen wird, cmpstehlt •”5c AWiisiWalienselS Televhon 1662 17 Marktplatz 17. 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Juli 1924 5406D WMWU diese Woche bei Metzgermeister Aulmann, Marktstratze „ Kühn, Marktstratze „ Pirr, Neuen Baue „ Eduard Sttdt, Walltorstr. 1/3 „ Ernst Ludw. Sack, Walltorstr. 4 „ Gustav Sack, Seltersweg „ Vogt, Neuenweg. 5418D 4000 M Vundertöpse Herren- und sparen 60% GaS, we‘, ä Dnmentirräilßr la Herrn-Mo* Gmaille. Bedeutend herab- gesetzle Preise, oeuos H. Schön Atarburger Strahe. als 1. Hypothek von gutgehendem Fabrikgeschäft aus Privathand sofort zu leihen gesucht. Schrift!. Angebote unter5419l)an den Gießener Anzeiger. gegen vorherige Be> stellung zu verleihen. II. Aßmann 021407 Neustadt 20. bei mir decken. Durch billigen Einkauf, groben Umsatz und kleinen Wintzen bin ichin der Lage, Sie biüigst zu bedienen. Nachstehend einige Bei- spiele meiner Leistungsfähigkeit: Getrag. Anzüge von Mk.15.—an tteilweii'c nach Matzl Nene elegante Herren-Anzüge von Mk. 23.— an Burschen und JünglinaS- Anziige von 22.— an Keldnr. 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Nordaulage 13 I. Deutscherdrahlhaa- rigerdunkelbrailncr Zagdhund (Rüdel, aus d. Namen „HarraS" hörend, entlaufen. Vor Ankauf wird gewarnt.Abzugeben geg. Belohnung auf dem Polizeibnreau Wetzlar. 5421D GieKener Freiw, Feuerwehr. 5411v Abfahrten zum Hess. LandcSfeuer- webrtag in Vilbel. Samstag vormittag 12.32 Uhr, Sonntag uorm. 8.15 Uhr. Die Kameraden, welche hier bleiben, beteiligen sich an dem Gau-Sommersest d. Radclubs Germania wie folgt: SamSiag zum Kommers Antreten 8* ,Ubv abds. an der Feuerwache, OSwaldsgarten.Am Sonntag zum Festzug: Antreten lUbr am Turmhaus. Uni- form.bl.Rocku.Helnr. Das Kommando. Reiciisliiioil d. Zivil- (lienslhepechliglen SamStag, 5. Fuli, 8.30 Uhr 021508 Monatsversammlung in der „Stadt Lich". । Verein Mlzröhlichieit T Gießen SamStag, 5. Juli, abends SV, Ubr: lNonatskneipe und 021490 A.-H.-Abend. Vollzähliges Erscheinen erwünscht Der Vorstand. Wem TmucrsW. Wir bitten unsere Mitglieder, sich recht zahlreich an dem Festzug am Sonntag zu beteiligen. Zusammenkunft um 1 Ubr in der Turnhalle des T.-B. tSteinstr.). 5409V Wegen Anordnung d. Sitzplätze auf dem Festwagen ist Erscheinen sämtlicher Kameraden in der Monats- verfammlung am SamStag dringend erforderl. Treffpunkt Sonntag 1 Ubr am Festwagen,Llcher Str.50. Schwarzer Anzug, Zylinder. [5401v Der Vorstand. WM" V. w. J. Sitz Gießen. eouniog. den 6. M Besuch der Jagd» auSstellung in Frankfurt. Abfahrt: Gieben8^, Rückfahrt: Frank furt T45. [021479 Sonntagskarte 3. Kl. 4 Mk., 4. Kl. 2,70 Mk. Ausstellung 1 Mk. am SamStag, dem 5. Juli, im Hotel Köbler, Westanlage. Geschäftliche Mitteilungen. Abgabe von Formularen. Marie öocißüeiift Nortrag von Herrn Dr. König. Rezitationen aus Werken der Dichterin. M08p MH- baiis Löberstr. 12 Heute abend 8.30 Uhr Heiteres Durcheinander. Herr Alois Großmann vom Neuen Theater Frankfurt a. M. Xylophon-Solo Herr Franz. Anschi. Nachrichtendienst. Morgen abend 8.30 Uhr Kammermusik. 5343D Stadttheater Mittwoch, 9. Juli, abends 7 Ubr: bei (leinen Preisen: Ciavigo Trauerspiel in fünf Akten von Goethe. Preise der Plätze: Logen u. I. Rg. Vorderplatz 2 Mk. I. Sperrsitz u. I. Ra. Mittclpl. 150 9)11 II Sperrsitz u. I.Rg. Rückpl. 1 Mk. III.Sperrsitzu.II.Rg. Bordervl. 0,75 M IL9?g. Mittelpl.Zg^ 11. Rg.Ruckplaiz 40^ l I.Rg. Seitenpl.30^ Vorverkauf ab Dion- lag, den 7. Juli, von 10- l Uhruorw. M2ev, Meltag, 4- Zult 1924 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) 155 Zweites Blatt ES Wird n (Nachdruck Verboten.) 7. Fortsetzung. 3*n der setzt Charles rsientlichung Französischen" eingegangen. Preisträgerin ist Dr. phil. Elisabeth Kredel aus Dad-Rauheim. „Deutschen Rundschau" L. Har.mann bi2 Der' unbekannter Geheimbe- Der Alte aus Topper Roman fcon Hanns Dort Zobeltih. Hochschulnachrichten. ^Der neue Rektor der Landes-Unidersität. Der Gefamtsenat Hat drn ordentl. Professor Geh. Kirchenrat Dr. Krüger für die Zeit vom 1. Oktober 1924 bis 30. September 1925 zum Re k° 10 r gewählt. Geh. Rat Krüger war bereits Rektor in der Zeit vom 1. Oktober 1902 bis 30. September 1903. Zur Jahresfeier der Universität Gießen. Von den gestellten akademifchen Preisauf- gaben ist nur die der juristischen Fakultät bearbeitet worden. Die Aufgabe der Fakultät lautete: Das Kur-Mainzer Landrecht von 1755 (Ente stchung und Geltung)". Preisträger der Arbeit ist Referendar Hans F a u st aus Mainz. Der Diezpreis wurde Frl. Dr. Phil. Anna Krautwurst aus Gießen verlieben über eine Arbeit: „Die französische Literatur in G. V. Dep- pings Pariser Korrespondenznachrichten des Moigcnblalts für gebildete Stände von 1830 bis 1850“. Für die Osann-Veulwih-Stiftung rst eine Arbeit „Studien zur Geschichte des Wortspiels im Der alte Mann rechnete. Es wurde ihm schwer, er mußte sich den Stuhl heranziehea. Das schöne Geld. Vor acht Tagen erst hatte es JuD Heinemann in Sternberg auf die Ernte ang-zahu. die noch nicht einmal in den Scheunen war. Es sollte soviel davon bezahlt werden — nun war schon die Hälfte hin. Keine andere Ressource in Aussicht. Wenn man die Eichen beim Vorwerk Grünewald schlug? Wer zahlt heut das Holz? Unb wenn's dec Jüd lauste, gab er nur einen Spottpreis. Wo man doch jeden einzelnen Stamm liebte, wie der Vater selig, der immer gesagt hatte: „Die Grunewaldschen Erchen find meine Väter und Kinder m einem". Iis half alles Rechnen? Morgen holte sich eine andere Kosakenschar am Ende den Rest. Hinein in den Deutel, ihr Goldfüchse! Es war nicht mal das Schlimmste — Das Schlimmste war das große Schreiben, das der Gestrenge nun in die Hand nahm. Wie eine kurieuse Kostbarkeit drehte er den Brief in den Fingern, las wohl zum zehnten Male de Aufschrift: „An den wohledlen Erb- und Ge- richtsherrn auf Topper, Herrn Hans Ehrenreich von Zabeltitz", die da tm verschnörkelten Kurial sland betrachtete sich das mächtige, rote Königliche Sigillum auf der Rückseite: runzelte die schlohweißen Brauen, seufzte leite auf Eine hohe Ehre! Gewi^. Der Blulsold, zu dem die Zollern, seik sie ins Land gekommen, die Herren vom Adel gradatim herangezogcn. Friedrich Wilhelm erst, der lohte Kurfürst, unter dessen Fehrbelliner Helden auch ein Zabeltitz obenan stand. Des Hochseligen Königs Maj-stät bann, der ja den JunkerS seine Souverainelo wie einen Rocher de Bronco stabilisieren gewollt. richte aus den russischen Archiven fort. Sie beweisen auch dem Einfältigsten, wie die En!en!emächte den Ki icr< vorbereiteten, als dessen allein- fd'ukige Ursache von ihnen Deutsch- land bezeichnet und gebrandmarkt wurde. Wir sind in der Loge, den nachfolgenden Aufsatz des He aus- gebers der Dokumente zu verösfent- lichen. Er enthält Wetentlichrs und wi'.d zur Stärkung des deutschen Selbstgefühls erheblich beitra'ew Die Schriftl. Die im April- und Junihest der „Deutschen Rundschau ' veröffentlichten Geheimdokumente ha- rxsn im gesamten Ausland einen außer ordentlichen Widerhall gefunden. Zum ersten Male wurden hier die nnwiderleglichen Beweise mittels ausschließlich offizieller Schriftstücke der Reg ecungs- archive gebracht, wie man die in ihrer überwiegenden Mehrheit friedlich gesinnten europäi- schc n Böller in r orbcdachtec systematischer Kleinarbeit d mt Weltkriege entgegenführte. Mit der Triebkraft eines unheimlichen Mechanismus, mit Stev haarscharfen Genauigkeit eines Uhrwerkes, Las unerbittlich zur vorausberechneten Skunde Dia Höllenmaschine auslösen soll, wird jeder ein» fielne Schritt, jede mögliche Wirkung vorausge- sohen und vorbereitet, um zum Ziele des Weltkrieges zu führen. Den Zweck erklären Jsvols- i i - P 0 incarv ohne Scheu: „um die hundertjährigen Aspirationen Rußlands — Konstantina- pel — und die Rückkehr Elsaß- Lothringens endlich zu verwirklichen" (Telegramme Jsrolslis 21. Juli 1913, 30. September 1914). Es handelt sich jetzt darum, das Uhrwerk dufzuziehen, in Gang zu setzen: Den beschlossenen Weltkrieg auch militärisch und technisch vorzu- beieitcn. Georg Louis, der friedlich gesinnte französisch: Gesandte zu Petersburg, muh entfernt und durch Delcass 6 erseht werdm. Der Minister Sazonov begrüßt diesen als „eine.: französischen Außenminister, der nach Rußland delegiert ist", der dvvt „das Werl, an welchem er ununterbrochen in allen seinen verschiedenen Stellungen gearbeitet, jetzt vollenden werde", and welches er „während seiner letzten Amtstäkigteit als Marineminister einen entscheidenden Schritt vorwärts gebracht habe"! (19. März 1913.) Ein Geheimtelegramm Jsvolskis an den Außenminister vom 18. Dezember 1912 stellt fest, wie, nachdem die gesamte französische Presse mit russischen Geldern angelauft und derart die Kriegsstimmung in Frankreich gefördert wurde. Poincare-Millerand befürchteten, daß zuguterletzt der Plan an dem Widerstande des friedfertigen Rikolaus H. scheitern würde „Poincars hat mir den Text des Telegramms vorgelesen, nach welchem man dem General de la Etliche (französischer Eenerul- stabschef) erwiderte, daß Dir Rüstungen Oesterreichs nur als eine Verteidigur.gsmuß- regel betrachtet werden, und das selbst in dem unwahrscheinlichen Falle, daß Oesterreich Serbien ansällt, Rußland vorläufig nicht ein- (VvvScn würde. Diese Antwort hat Poincare illfi? alle Minister mehr als erregt . . . Man kann jeden Tag einen entscheidenden Schritt von feiten des österreichischen Kabinetts erwarten. Dieser Schritt, wie man h'.er hofft, sollte die Intervention Rußlands her- aussordern, was unvermeidlich and automatisch Deutschland zuerst hineinreißen würde und darauf Frankreich. Die französisch: Regierung betrachtet diese Möglichkeit mit Ruhe und Kaltblütigkeit und ist absolut entschlossen, ihre Verpflichtungen als Verbündeter zu erfüllen. Sie hat sofort alle notwendigen Maßregeln getroffen: die Mobilisation an der Ostgrenze ist im Zuge, das gesamte Material ist bereit usw.') 3m Laufe meiner UnterreBung mit Poin- oate und den anderen Ministern versuchte ich, ihnen klarzumachen, daß unsere anscheinende Gleichgültigkeit in Wirklichkeit nur unsere feste Absicht beweist, jedem Vorwurf begegnen zu können, als ob wir selbst in einer Weile handeln, die den Krieg herbeiführt. Die französische Regierung, sagte ich Poincarä, *) Bedenken wir, dies wurde bereits 1912 ge- schric b en! Neue russische Geheimdokumente über die Kriegsschuld. Don Konsul Dr. Charles L. Hartmann. Ehcenpüttner seine Meinung zu sagen. Dachte dann doch: der sanfte Mann da ist Studiosus zu Halle gewesen, bei dem frommen Francke, und sein eigner frommer Sinn wurzelt tief im Herzen. Man muß Respekt haben, wenn unfereinem solch eine Gottesergebung auch gegen den Strich gehl Begnügte sich: „Hat die Frau Maaister gut Überstanden? Die Hunde — die Hunde!" „Submissesten Dank, gnädiger Herr. Meine Eheliebste muß im Bette liegen. Wo- spreche ich vom Bette . .. die Uebermütiaen haben uns die Betten ausgeschlitzt und die Federn in den Wind fliegen lassen." „Und Eure Bücher verbrannt —' „Es ist also, wie der Herr Patron sagen. Gottes Wort selber haben die Heiden nicht Der» schont." „Rotiert das akkurat, Pastor. Alles - Stück für Stück — jeden Schaden. Der König muß alles bezahlen, sobald der Krieg vorbei ist. Majestät haben schon vor einem Jahr resolviert, daß Sie Ihren Untertanen und Vasallen allen Verluit, so sie vom Feinde leideir, im Frieden ersetzen wollen." „Ach, gnädiger Herr. Wann wird es jemals Frieden geben?" Sie horchten beide plötzlich auf. Es war ein rollendes Geräusch in der Luft, tarn von weit her, ebbete ab, wuchs wieder an. Der Gestrenge hob den Kopf, suchte den Horizont ab. Blau und wolkenlos dehnte sich der Himmel. „Man sollte meinen, es gewittere," Jagte er nachdenklich. „3st aber fein Zeichen dafür . . Pastor, waS ich noch fragen wollte war Kirchengeld gut geborgen und der Abendmahls- kelch?" (Fortsetzung folgt } Lieseiungsgeschäft für Getreide wieder in Gang kommt. Der Schluhschein, der früher über eine Menge von 50 Tonnen galt, wird aus 30 Tannen herabgesetzt. Man hofft in den Berliner Börsenkieiscn, Anfang August mit dem Termingeschäft beginnen zu können. Voraussetzung ist aedoch gerade hier die Solidität des Gegenkou tiahentcn. Man nimmt an, daß sich auch die Genossenschaften stärker am handelsrechtlichen Sie ferungsgefchäft beteiligen werden, als vor dem Kriege, da sie vielfach gegenüber ihrer landwirl schafllichen Kundschaft die Verpflichtung haben, ihr jederzeit zu den jeweiligen Marktpreisen das ongcbotcnc Getreide abzunehmen. Die ErnteauSsichten Deutschlands werden zwar nicht gleichmäßig, aber doch im Durchschnitt für Wintergeireide befriedigend und für Sommergetreide für gut gehalten Wiewen sie sich verwirklichen, bleibt natürlich abzuwarten. sollte uns dankbar fein, daß wir die ganze Frage derart klug umgestellt haben. Es ist dies um so notwendiger, da nur unter diesen Bedingungen wir darauf zählen können, daß England in den Krieg eintritt. Dank den geschickten Maßregeln, die ich ergriffen, haben wir nunmehr sehr betcutenic Resultate erzielt. Wie Ihnen bekannt, besasse ich mich nicht direkt mit der Verteilung der Subsidien. Diese Zahlungen an die Presse, welche von den französiichen Ministern (dem Außenminister und dein Finanzmiaister) besorgt werden, sind von allergrößter Wirksamkeit, und unser Ziel, wie ich mich bereits überzeugen konnte, wird dadurch sicher erreicht." Um die Einkreisung Deutschlands zu vollenden, hat der König Georg V. den Außenminister Sazonov nach Schloß Balmoral, zu einer Unterredung geladen, worüber dieser direkt an den Zaren Bericht erstattet: „Am 5. September 1912, mit der Bewilligung Cw. Majestät und auf Einladung des Königs von England, begab ich mich nach Schloß Balmoral, wohin Sir Edward Grey, der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, zu gleicher Zeit befohlen war. Sofort am ersten Tage meiner Ankunft besprach Seine Majestät mit mir in einer Unterredung, die über eine Stunde währte, alle Fragen, welche die politischen Interessen Englands und Rußlands berühren. Diese Fragen bildeten alsdann den Stoff meiner Besprechungen mit Sir Edward Grey. Um diese günstige Gelegenheit auszunützen, stellte ich in einer meiner Unterredungen mit Sir Edward die Dir.t.c Frage: Was dürfen wir von England erwarten im Falle eines Krieges mit Deutschland? Grey erklärte ohne jedes Zögern, daß, sobald der Kriegsfall eintrete, England die größtmöglichen Anstrengungen machen würde, um gegen die Marinekräfte Deutschlands den vernichtenden Schlag zu führen. Die Frage einer solchen Intervention wäre schon von verantwortlichen Persönlichkeiten besprochen worden." 3n dem Uhrwerte, das die Höllenmaschine auslösen sollte, fehlte bisher ein Zahnrädchen — die Haltung Belgiens im geplanten Weltkriege. Dies wird uns in denr Bündel der Berichte des Grafen Denckendorfs. russischer Botschafter am Hofe von St. Hames, vom 10. Februar 1911, geliefert.^ „. . . Sir Edward Grey besitzt aus ab- scsut vertrauensvoller Quelle die Informa- lion, daß der deutsche Generalstab seit langem darüber vollständig einig fei, sofort bet Ausbruch des Krieges in Belgien einzufallen und den ersten Kriegsschauplatz dorthin za versehen. Sir Edward sieht diesem Eintreten mit Ruhe and Kaltblütigkeit entgegen: „Das etwas schwerfällige, aber zäh: belgische Volk wird feine Unabhängigkeit tapfer zu verteidigen wis- fen, bis ihm die französische Armee zu Hilsr eilt, um den Kriegsschauplatz nach der anderen Seite der belgischen Grenze zu verlegen." Dieser Plan hätte, zufolge Sir Edward, den altes überwiegenden Vorteil, daß durch die Verletzung der belgischen Reukralität das englische Parlament und die gesamte öffentliche Meinung aufgerüttelt und in den Krieg mite gerissen werden, wahrend es andernfalls sehr schwierig wäre, diese den Kriegsplänen günstig zu stimmen . . . Benckendorff." Wie flössen die Krokodiltränen aller dieser Wichte über die verletzte Reukralität Belgiens! Welches Gejammer und Augrnverdretzen über den Fetzen Papier, die Heiligkeit der Verträge, die Vergewaltigung kleiner Staaten! Und dabei war diese Kriegshckndlung nicht nur vorausgesehen. auf alle ihre Wirkungen oor- ausgerechnet, sondern sehnlichst herbeigewünscht, um in England „Parlament und öffentliche Meinung in den Weltkrieg hineinzureißen"! Inzwischen hatte sich zu Paris ein Regierungswechsel vollzogen. P 0 i n c a r e wurde Präsident der Republik. Isvolski berichtet am 29. Januar 1913: „Poincare hält es von der allergrößten Wichtigteit für die sra.ozösische Regierung, int voraus die öffentliche Meinung Frankreichs aus den ei nt r e tenioen Weltkrieg vorzubereiten und auf die Teilnahme Frankreichs an diesem Kriege, sobald er durch die Ballanverhältnisse ausbrechen wird. Er ersuchte mich stets direkt an ihn zu wenden. Em I solcher Verstoß gegen alle bisherigen prast- Schöffengericht. " G i e ß e n, 2. Juli. Sn einer den ganzen. Tag währenden Verhandlung kamen eine Reihe von Schafdiebstählen und Einbrüchen in Schäferhutten und Bauerngehöften zur Aburteilung, die dic Umgegend von Gießen und andere Kreise Ober« Hessens lange Zeit in Aufregung versetzten. Aw geklagt waren der vielfach vorbestrafte, erst 1902 geborene Schäfer Wilhelm Müller aus Allein ladt, der ebenfalls oft bestrafte Bäcker Ludwix Sauerwald, dessen Schwester, die Ehefrau des Fuhrunternehmers Dürr, Die mehrfach wegen Hehlerei bestraft ist, und die Ehefrau Sauer- Wald, sämtlich in Gießen. Müller wurde toeger Diebstahls in 5 Fällen zu 61/2 Zähren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust, die beiden Ehe- rauen zu kleineren Gesängnisstrafen wegen Hehlerei und Begünstigung verurteilt, Sauer- Wald muhte mangels ausreichenden Beweise« frei- gesprochen werden. Wirtschaft. * * Ostasiatische Riefenobjekte an die deutsche Industrie vergeben. Wie wir erfahren wurden der Bamag-Meguin, A-G. in Butzbach in scharfer Konkurrenz gegen englische und amerikanische Firmen zwei Riesenobjekte, nämlich eine Kohlenaufbereitung^ anlage für 1000 Tonnen Stundenleistung, wie fie bis jetzt für solche Leistung nirgends gebaut wurde und eine Schiffsbekohlungsanlage für dr: gewaltige Leistung von 900 Tonnen pro Stunde übertragen. "Herabsetzung de rDrennspiritus' preise Die Reichsmonopolverwaltung füi Branntwein teilt mit: Der Kleinverkausspreis für Drennspiritus in Literflaschen ist mit Wirkung ah 3. (Mi aus Goldmark 0.45 je Literraum ohne Glas, bisheriger Preis 0.60, herabgesetzt worden. Es wird ckuch Brennspiritus ohne gleichzeilige Rückgabe leerer Flaschen aus gegeben. dentiellen Gepflogenheiten kann uns in den Schwierigkeiten der großen Stunde von besonderem Vorteil und Erleichterung sein. Die französische Regierung ist fest entschlossen, ihre vollen Verpflichtungen als unser Bundesgenosse in jedweder Richtung zu erfüllen. Sie ermißt mit vollem Bewußtsein die Tragweite und erkennt mit der ganzen nötigen Kaltblütigkeit, daß das Ergebnis der heutigen Schwierigkeiten die Rotwendigkeit des Eintritts Frankreichs in den We l t- krieg sein könne. Der Augenblick für Frankreich, um den Degen zu ziehen, ist mit aller Präzision durch die Franco-Russische Mi- liiärkonvention bestimmt, und von diesem Gesichtspunkte aus werden die französischen Minister nicht den geringsten Zweifel, nicht die geringste Zögerung aufkommen lassen." Während man derart in Paris und Petersburg keines, auch nicht das allerwinzigsts Mittel vernachlässigt, um das Uhrwerk der Höllenmaschine zu vervollkommnen und in Gang zu etzen — wahrend der „im höchsten Grade irank- 'bafte Ehrgeiz" des Herrn PoincarS die „öffentliche Meinung Frankreichs auf den eintretenden Weltkrieg und zur Teilnahme vorbereitet" — was tut Berlin? Welche Vorbereitungen trifft es für den Weltkrieg? Hören wir einen sicher unverdächtigen Zeugen, den russischen Gesandten zu Berlin, Sverbsev, der am 30. Januar 1913 berichtet: „Je gewissenhafter ich die Lage zu beurteilen suche, je mehr ich zuhöre und in Erfahrung bringe, desto fester muß sich mir die Ueberzeugung aufdrängen daß man hier m Berlin um jedweden Preiseinen Krieg vermeiden will, und daßman diese friedlichen Absichten auch Wien mit geteilt hat. Aus geheimer Quelle habe ich erfahren, daß während des Berliner Aufenthaltes des Thronfolgeis, Erzherzog Franz Ferdinand die Frage eines möglichen Konfliktes mit Rußland und Frankreich in Erwägung gezogen tourbe. Die deutsche Regierung hat ihm beteuert, daß in einem solchen Falle ein günstiger Ausgang sehe zrrei- felhast erscheine ... Die Regierung gibt sich keinen Selbsttäuschungen hin Sie bedenkt, daß selbst im Falle eines vollständigen Sieges Der deutsche Handel auf Jahre hinaus völlig ruiniert werde, wenn England sich am Krieg beteiligt . . ." Man sollte glauben, daß alle nur erdenklichen Dorbereitilngen für Den Weltkrieg jetzt getroffen, daß alle Faktoren berechnet, allen Zufällen vorgebrugt, die Einkreisung Deutschland-Oesterreichs vollendet sei, daß nichts mehr den Ausbruch des Krieges verzögern könnte. Doch noch eins. Man überlegte, wie an Der Ostgrenze das französische Heer schon in Der FriLSenszeit auf Kriegs höhe zu bringen und Dadurch in Dem ersten Vorstoß bei Kriegsbeginu kostbar: Zeit zu gewinnen sei. Porncarö und I's- vokski fassen Den Plan, Die französische Militär» Dienstzeit von zwei auf Drei Jahre zu erhöhen und dadurch Das Heer um 630 000 Mann zu verstärken. , 3m März 1913 wird mit schwacher Ma,ontat das Gesetz angenommen. Der Schlußstein des Gebäudes. Jetzt steht Dem AuSbruch des Krieges nichts mehr im Wege. Es handelt sich nur Darum, einen Vorwand zu finden, um „Parlament und öffentliche Meinung in Den Weltkrieg hineinzureißen", wie dies im vierten und letzten Aufsatz in der „Deutschen Rundschau" ausgesührt wird welcher zugleich ein verblüffendes Dokument über den Mord von Jaurös bringt. Produktenverkchr und Termingeschäft. Die Wiederaufnahme deS handelsrechtlichen Lieferungsgeschäftes an der Berliner Produktenbörse bildete das wichtigste Ereignis Der Woche. Seit dem Kriege war das Termingeschäft ausgefchaltet worden. Es hatte sich aber immer mehr herausgestellk ür die rationelle Handhabung des Muhlenb^ kriebes ein geordnetes Zeitgeschäft unumgänglich ist. Jedes Ueberwiegen des Angebotes und jeDc Rachfrage, die nicht sofort gedeckt wurde, veranlaßte erhebliche Preisveränderungen, Die durchaus nicht mit den wirklichen Verhältnissen überein- stimmten. Besonders fühlbar machte sich dies auch für Die LanDwirtschaU, da fie ihre monatlichen Geldbedürfnisfe nicht, wie früher, durch Liefe- runqsverkäufe ficherstellen konnte, sondern durch sofortige Verkäufe von Lokoware decken muBte Diese zwangsmäßigen Verkäufe drückten die Preise oft ruckweise herab. Gerade für Die neue Ernte ist deshalb das Lieferungsgeschäft unentbehrlich Dasselbe ist beim Kaufmann Der Fall, dem es nur so möglich ist, das Risiko unvorhersehbarer Preislonjunkturen auf die tragfähigere Gesamtheit der Interessenten abzuwälzen. Bisher Hatten sich alte und solide Getreidefirmen fett Einstellung des Zeitgeschäftes vom Getreidehandel zurückgehalten- und dadurch große Kapitelien gerade dem Getreideverkehr entzogen. Durch Die Möglichkeit, eingelagerte Ware auf spätere Lieferung zu einem Preise zu verlaufen, der die Spesen der Lagerung, Die Zinsen des Kapitals deckt, wird ter Handel nach Cinsüh.ung des Lieferungsgeschaftos wieder besähigt, jedes beliebige Quantum aufzunehmen und somit einem größeren Druck bei Er scheinen von unvorhrrgesehenen Verkauf-mengen entgegenzuwirken. , -" ' ' och einige Zeit dauern, ehe das ist für Getreide wieder in Gang Wahrhaftig — der hatte auch den Renitentesten mit seiner bigneur klein gekriegt! Was Eleonore Beate zu dem Schreiben sagen würde? Die Qlrrne traf’« am schwersten. Mit schnellem Entschluß schob er Den großen Bries in die Brusttafche, rückte die Mütze ganz nach vorn auf die Stirn, griff zum spanischen Rohr und stapfte hinaus.. Der Egid faß noch immer in der Sonne. „Ich geh' in den Wald, Vetter.' „Holst wohl Frau Base?" 3a den trüben Augen des Riesen schimmerte es auf. .Und den Ounfer ?“ „Will's Gott — ja — bring' ich fie gesund heim.' Und er stapfte weiter über Den Hof, die Dorfstraße hinunter, zwischen den Kalen entlang. Kein Mensch weit und breit. Kein sröhlichrS Hundegebell. Als ob sich Mensch und T'er verkrochen hätten. Rur der Pfarrherr stand mit bekümmertem Angesicht im Vorgärtlein, rücke, als er Den gestrengen Patron erspäh e, hastig die ungepuderte fuchsige Peimcke zurecht, lüftete die schwarzfammetne Kalotte rom Scheitel. „Morgen auch, Lieber. Hat mir herzlich leid getan, was mir der Marzanke von Eurem Ungemach gemeldet." Ehiwiirden hatte Die Hände gefaltet. „Was unser allmächtiger Herr Gott über uns v:rhäng't, müssen wir mit christlicher Geduld auf uns nehmen,' sprach er mit leiser Stimme. „Der Herr allein weih, was uns das Leid frommt. Ein Pfarrhaus aber muß wohl sein Kreuz »d tragen haben." Breitbeinig stand Der Patron stemmte die Fäuste fest auf das Rohr. Hatte nicht übel Lust, Der Hund zog ja die Beine immer unter den Allerwertesten, wie s Die Türken tun sollen beim Sitzen; war vielleicht selber ein Muselmann, trotzdem er soff wie ein Loch. Es muffte im Zimmer nach Den Pfeifen, die unordentlich umherlagen. Die Dielen, die Beate sonst sv sauber hielt und immer in hübschen Kringeln mit weißem Sand bestreute, waren dreckig, als ob sich Schweine daraus gewälzt hätten. Die Wei- behänd fehlte. Ein Glück aber, daß Die Frauensleute rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Den Gestiengen ekelte es, daß er Die Fenster weit aufstieß. Luft und Sonne brauchte Der Egid nicht allein zu haben. Eine Weile stand er sinnend. sah auf das Dors hinunter, das heut so friedlich Dalag, als ob niemals ein Unheil üb r ihm gewesen wäre Rur Drüben, jens.its des Leichs, schwelte es noch aus Dem niedergebrannten Brücknerschen Stall. Du lieber Goll! Dem armen Kerl muhte man auch aufbauen Helsen, wen'gitens das Hol; dazu geben. Dann trat er an den gewaltigen fichtenen Sekretär, den Beate pläsierlich die Kossäteafcheun^ zu nennen pflegte. Mit einem starten Ruck zoz er die mittelste Schublade aus und dahinter das Geheimfach. Rahm den Leinenbeutel heraus, zählte die Dukaten Darin. Gestern war's um Die Hälfte mehr getvesen. Die andern hatte der Moskowiter bekomme!', Der Hund, für die Dauvcgar^c, bie er gnädigst Dem Guts Hof gewährt. Eine arge • Sauvegardel Börsenkurse. Berlin 5n DiMonen Prozent Datum: | ?• 7. 19,70 4,40 1,55 8,60 2,20 ungünstig aus. Bei der allgemein vorherrschenden Zurückhaltung ist das KurSniveau wiederum mehr oder weniger nach unten gegangen, zumal Kaufaufträge aus dem Publikum ausblieben. Die lebhaften Umsätze der heimischen Renten sind vollständig MM Stillstand gekommen, bprozentige Kriegsanleihe, die gestern noch nachbörslich auf 285 anzogen, muhten heute bei Beginn wertere 55 Milliarden herabgehen. Auch die anderen heimischen Renten verkehrten in schwächerer Haltung. Die Aktienmärkte lagen schwächer. Für die chemischen Aktien kamen gleichzeitig Realisierungen und eine CJL' " ' ~ 'nen kamen al schwächere Altung in Betracht. Elektrowcrte lagen ruhig. Där Bankaktienmarkt eröffnete mit niedrigeren Kursen. 2Naschinen° aktien nach geb end. Die auswärtigen Renten lagen etwas niedriger. 3m freien Verkehr war das Geschäft still. Becker-Stahl 1V4, Becker-Kohle 3V», Denz 2V2, Krügcrshall 3. Petroleum 101/.., Rastatter Waggon 2V3, Ufa 3%, Growag 0,140. 3m weiteren Verlauf änderte sich die Tendenz wenig. 0,270 0,500 0,420 1 0,224 0,400 0,750 0,650 4,2 79,75 5,30 22,5 3,55 7,25 8,12 0,550 8,50 12,26 2 0,330 0,3 7,90 9,25 45, 5 47,25 53 7,25 10,5 4,8 9,75 25 22,5 34,75 Berliner Börse. Derlin, 3. Juli. (Drahtbericht des „Gtth, Anz.") Die Tendenz der heutigen Börse kann als lustlos bei abbröckelnöen Kursen bezeichnet werden. Das Geschäft liegt wieder völlig darnieder. Die heute eingegangene Rachricht, Last Gehemrrat Klöckner- im Auftrage der Sechser- Kommission die Micurnverträge zunr Ultimo Zuli 12,5 1 9,5 11,25 9,62 6,60 10,25 13 6,62 11,76 6.2 30 41 1,45 2,05 2,1 8 0,5 0,56 11,5 1,3 2,1 3,40 8 3 2,45 *) Dom Ruckzablungswert. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 3. Juli. (Drahtbericht des „®iefi. Anz.") Tendenz: Schwächer. — An der Börse sind die Ansätze zu einer Geschäfts- belebung verschwunden, und der Marti bietet wieder ein Bild der Geschäftsunlust. Dir pessimistischen Berichte, die gestern schon die Kursenlwick- lung beeinträchtigten, wirkten sich hrute wieder Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (3n Billionen Mark auSgedrückt. BuenoEreS, London, Neu« York. Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einderren, alle« übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. 5% Deutsche Reichsanleihe . «% Deutsche Rcichsanlcihe . 3’V/n Deutsche Reichsanleihe Deutsche ReichSanleihe . Deutsche Sporprämicnanlcihe Preußische KoasolS .. . 4% Hessen........... 3l/s% Hessen........ 3% Hessen........... Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dto. Doll.-Schatz-Anwerjug/) 4% -solltssrken.........I 6% Äoldmexikan« | Berliner Handelsgesellschaft. Comuierz- und Prioat-Bank. Darmst. und Naiionalbank . Deutsche Bank......... Deussche Bcreinsbank .... DiSconto Commandtt .... Metallbank........... Mitteldeutsche Creditbank. . Ocsterreichische Creditanstalt. Westbanl............ Bochumer Guß . . BudcruS............ Caro............ . »-Luxemburg irchcncr Bergwerke. . Harpener Bergbau...... Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Laurahütte Oberbedarf . . Phönix Bergbau ...... Rheinstabl...... Ricbeck Montan, Tellus Bergbau Hamburg-Slmerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann ..... Ang lo-Cont-Guano Badische Anilin Chemische, Mayer Alapin . . Goldschmidt..... Griesheimer Electron .... Höchster Farbwerke Holzverkohlung........ Rütgerswcrke Lcheideanstalt......... Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann........... Mainkraftwerke Schuckert.......... . Siemens L Halske Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motorm. ..... Heyligenstaedt...... Megutn. ......... Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . Metallgesellichaft Frankfurt. Vet. Union Ä--G Schuhfabrik Her; . . . . Sichel Zellstoff Waldhof......' Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . , Frankfurt a. M. Sd)luü' fhirs •1 Schluß . Schluh fiur» Schluß kur-, 1 3-7- 2. 7. 3. 7. 0,250 0.270 C.28O 0,500 0,520 0,510 0,330 0,365 0,330 0,900 0,9.0 0,925 0,199 0,165 0,375 0,390 0,375 0,600 — — — 0,450 0,600 0,550 0,503 4,2 4,2 4,2 79,75 79,71 79,75 5,12 1 5,25 1 E,9 - 1 - 1 34,6 20 22,40 21,5 3,37 3,65 3,65 6 7 7 7,60 8 8 0,460 — — 8,12 8,40 8,2 11,70 — — 1,87 1,9 1.8 0,330 — 0,950 0,3 0,400 0,450 - - 45,6 45,50 7,80 8.790 7.8 8 375 41 45,6 44,70 45 Ki 45 51 59,6 50,50 6,75 7,25 6,90 10,10 10,5 10,1 4,25 4,5 4.75 -* 9,5 8,9 24,25 24,75 24 21 21,5 20,10 -— 34,76 33 1,30 — 19 18,40 18,5 4,05 4,25 4,10 1,6 3 _ 8,125 — 2,30 2,3 2,65 — 7,6 7,50 12 12,25 11,87 1,1 — 9,25 8.8 9 10,6 11,12 10,7 9,20 9,5 9,25 6,30 — — 9,62 10,37 9,625 12,1 — — 6,37 6,6 6,50 10,75 11,1 10,50 6,3 — —» 29 29 23,-0 — 39,5 33 1,26 1,12 1,10 2 1,9 1,90 2,15 — 8,25 8,5 7,75 0,460 — 0,625 0,6 0,6 11,25 1,3 1,3 1,25 2,1 1,9 2,1 3,20 3,5 ■— 7,75 8,10 7,23 3 3,1 2,5 2,75 2,6 2. Juli 3 Juli Rcpart. % 2. ! 3. Amtliche Notieruni Amtlich- Notier 111 Geld Brier Geld ■'trief Amss.-Rotk. Brss.-Antw etjriftinnia. Kovrrchagen Stockholm . Hclssngfors. Italien. . . London. . . Ncuyork . . Boris. . . . Schweiz . . Spanien . . Wien in D-- Oest. oßaeft Mag . . . . Budapest. . Bucn.-Aires Dulaarien Japan . . . wio de Jan Belzrad . . Lissabon . . 157,70 13,95 56,03 66,83 111,12 10,47 18,03 18,125 4,13 21,69 74,41 65,36 5,91 12,29 5,09 1,345 3,04 1,765 0,445 4,91 11,47 Q 0*1 157,70 19,OS 55,16 66,58 111,12 10,47 18.05 18,133 4,19 21,65 74,41 64,76 Ä3 e 4.935 11,17 )ten. 158,30 19,15 56,44 56,92 111,68 10,54 18,15 18,225 4,21 21,75 74,79 65,04 5,93 12,33 6,11 1,355 3,05 1,775 0,45 4,935 11,53 Voll vol voll vol voll l'Oll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll ÜDU voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll Bertin. 3. Juli Geld I Brief Repart. Amerikanische Noten . Belgische Noten . . . . . . . . 4,11 18,90 66,43 18,10 21,61 167,11 18,05 65,3) 5,97 1,59 110,92 74,41 64,61 12,27 4,92 4,21 19,60 60,77 18, 0 21,75 157,89 18,15 56,24 5,99 1.61 111,68 74,79 54,89 12,33 4,94 voll Dänische Noten . . . . Enalischc Noten.... voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll Französische Holländische Italienische Norwegische Dcutsch-Ocsi Rumänische Schwedische Schweizer N Noten . . Noten . . • • • • Noten ...... Noten...... err.,ä 100 Kronen Noten...... Noten...... oten....... spanische Noten....... »;tt)cc6j?L(0^?,lfd,e Noten . . Ungarische Noten...... gekündigt hat mit der Begründung, dast die deutsche Regierung nicht in der Lags f»i, dis Lieferungen an die Micum im August zu finanzieren und dah auch der Ruhrbergbar anmöglich die Lasten weiter tragen könne, erregte an de>- Börse einiges Aufsehen, obwohl man seit vcrrger Woche mit dieser Kündigung rechnen muhte. Die Tatsache, dah die Kündigung noch weit vor dem letzt zulässigen Termin erfolgt, wird als Bestätigung dafür angesehen, dah das System der Mieumverträge heim besten Willen der deutschen Zechen nicht durchführbar ist. Man betrachtet die Lage im Rühcbergbau als auhec- vrdentlich ernst. Auch sonst lagen auf wirtschaftlichem Gebiet nur Rach richten vor, die die Situation als katastrophal erscheinen lassen. Unter diesen LImständen konnte sich naturgsmäh -an der Börse keine Unternehmungslust entwickeln. Selbst der Kriegsanleihemarlt weist einen starken Rückgang der Umsätze auf. Bei Beginn der Börse wurde Kriegsanleihe mit 255 bis 260 g'handelt. Einiges 3nteresse brachte man den Aktien der deutsch-asfiatischen Dank und den chinesischen Anleihen entgegen. Für diese Papiere war das Zustandekommen der deutsch-chineji.chrn Abmachung günstig Am Geldmarkt ist die Lage unverändert. Auch im Devisenverlehr zeigte sich, abgesehen von der schwächeren Haltung d^s französisch n 5 ran len, keine besonders auffallende Erscheinung. Die Kurse lagen auf allen Märkten schwächer, doch waren dir Senkungen zum größten Teil unerheblich. 3m weiteren Verlauf flaute das Geschäft weiter ab. Märkte. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 3. Hali. (Drahtbericht des „Gieh. Anz.) Man notiert.' heute: Weizen, Wetterauer 16,50—17; Roggen, inländischer 15,25 bis 15,75; Sommergerste 16,50—17; Hafer inländischer ,15,50-16; Weizenmehl 27,75 bis 28,75; Rcggenmehl 22,75—23 50; Weizen- und Roggen- kleie 8,25 bis 8,75; Tendenz: stetig. Berliner Produktenbörse. Berlin, 3. Juli. (Getreide und Oelsaaten in 1000 Kilo, sonst in 100 Kilo.) Amtliche Votierungen der Mittagsbörse ab Station in Goldmark: Weizen, märt., 139 bis 144, Roggen, märt, 128 bis 135, Gerste, märt, 138 bis 147, Gerste, neue 127 bis 135, Hafer, märt, 124 bis 134, Weizenmehl, 70 Proz., 21,25 bis 23,75, Roggenmehl 18,75 bis 21,75, Weizenkleie 8,40, Roggen- kleie 8,50, Raps 220, Biktoriaerbsen 19 bis 20 kleine Speiseerbsen 13 bis 15, Futtererbsen 12 bis 13, Peluschken 11 bis 14, Ackerbohnen 14 bis 15, Wicken 12 bis 13, Lupinen blau 9 bis 10 gelb 13,50 bis 14,50, Rapskuchen 9, Leinkuchen 18 bis 19, Trockenschnihel 7 bis 7,20, Kartoffelslocken 17,50 bis 18. Frankfurter Schlachtbiehinarkt. Frankfurt a. M., 3, Hall. (Drahtbrricht des Gietzener Anz.) Auftrieb: 15 Rinder, darant?- 5 Bullen, 9 Färsen und Kühe, 1 Fresser, 993 Kälber, 247 Schafe, 782 Schweine. Marktverlauf: Schweine bei kleinem, Kleinvieh bei regem Handel ausverkauft. Preise: Rinder, feinste Mast- kälber, 50—58, mittlere Mast- und beste Saugkälber 44—50, geringere Mast- und gute Saug- kälbcr 38—42. Weidemastschafe (Mastlämmer uni Masthämmel) 30—37, geringere Masthämmel utt| Schafe 25—30. Schweine, vollfleifchige: viv 8 bis 100 Kilogr. Lebendgewicht 50—52, unter 8 Kg. 45—50, von 100—120 Kg. und darüber hin aus bei allen Sorten 50—52 Mk. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Der Separatiftenprozeß in Hanau, j Hänau, 3. Zull. Dor dem Staatsgericht-« Hof zum Schutze der Republik in Hanau begaiÄr heute die Verhandlung gegen den separatistische, Ortskommissar Darkhold aus Eltville. Prozeß ist von besonderer Dedeutung, da sich der Voruntersuchung heraüsgestellt hat, dah dar französische Kreisdelegierte Armand in Rüdeg- heim die treibende Kraft der Putschisten wat. Tie Anklage vertritt Oberreichsanwalt Dr. Ebe^- meher. Rach dem Aufruf der Zeugen, v v n denender. gröhteTeilnichterschienen ist, erklärt Senatspräsident Riedner, dah das Richterscheinen der Zeugen darauf zu- rückzuführen sei, dah von dem französischen Kreisdelegierten die meist en Zeugen heute zu einem Verhör nach Rü- desheim geladen worden seien. Ein Antrag des Oberreichsanwalts Dr. Eber» meher auf Ausschließung d e-r Q.e ffent» lichke i t wegen Gefährdung der Staatssicherheit, wird von dem Gericht abgelehnt. Senatspräsident Riedner verliest darauf die Anklageschrift, nach der D a r k h o l d beschuldigt wird, im Jahre 1923 gemeinschaftlich mit anderen Personen an hochverräterischen Unternehmungen, um Teile des deutschen Reiches vom Ganzen loszulösen, durch die Tat wissentlich Bei- Hilfe geleistet zu haben. Angeklagter Darkhold verweigert jede Aussage, solange nicht alle Zeugen anwesend sind. Der Verteidiger Rechtsanwalt älngeheuer- Frankfurt a. M. beantragt Vertagung auf Freitag vormittag 9 Tlhr, da die Gefahr bestehe, dah die jetzt anwesenden, dem Angeklagten zumeist feindlichen Zeugen vernommen werden und der Gerichtshof sagen könne, auf Grund dieses De» Weismaterials habe er sich schon ein Dild machen können. Darauf könne sich der Angeklagte nicht einlassen. Das Fernbleiben der Zeugen führt der Verteidiger auf einen Artikel des „Hanauer Anzeigers" zurück, in dem die französische Besahungs- behörde wahrscheinlich einen Angriff auf den französischen Kreisdelegierten Armand erblickt habe. Der Oberreichsanwalt widerspricht dem 2ln- trag. Schließlich wird dem Antrag des Verteidigers stattgegeben und die Verhandlung auf Freitag vormittag 9 Uhr vertagt, da man annimmt, dah dann ein Teil der Zeugen, die heute abwesend sind, zugegen sein wird. gebraucht, wird sein Gebiß bis ins hohe Alter rein, weiß und gesund erhalten. wer regelmäßig die Zahnpaeta M in denkbar größter Auswahl sehr vorteilhaft flüzelj Pianos in der 6384 Bekanntmachung 'TELLER.' KRAEMER fr FLAM MER. M E / L B R O/W a. 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