ahlen und Reparationsfrage gü,n- Jt unsere Zukunftsaussichten. Solche Kraftanspannung ist um so notwendiger, als uns fortgesetzt Gefahren der Verschte- densten Art bedrohen. Gewiß haben wir nutzer dem Hereinkommen der Goldkredite auch sonstige Defferungszeichen zu vermerken, die dartun, datz bisher der richtige Weg gegangen ift 2luf der anderen Seite enthält der gegenwärtige Wtri- fchaftszustand noch viel Ungesundes, zumal m per Preisbildung, besonders des Reichswiri- schaftsministers und erheblicher Teilerfolge auf diesem Gebiet; unsere Handelsbilanz hat sich sogar verschlechtert, und allgemeine Sorgen um unsere Volkswirtschaft hören nicht auf. Wenn so die Gelamtwegrichtung auch nach oben geht, so dürfen Reichswehr und Wahlen. Berlin, 3. April. (Wolff.) Der Reichswehr- minister hat das Spielen der Militärkapellen bis 4. Mai einschließlich bei allen öffentlichen und geschlossenen Veranstaltungen von Parteien, Bünden und anderer Organisationen verboten, um gerade jetzt in der Wahlzeit auch den Schein irgendwelcher politischer Betagi- gung der Reichswehr zu vermeiden. Ausgenommen von dem Verbot sind Konzerte sowie die Mitwirkung von Musikkapellen bei Wohltätig- keitsveranslaltungen, soweit es sich bei diesen um rein musikalische Aufführungen handelt. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer oft zum Nachmittag vorher ohnejedeDerbmdlichkert preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen ü.70mm Breite 35 Goldpfennig, Pkrtzvorfchrift 2O°/o Auf. schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton Dr. Friedr. Wilh. Lange, für den übrigen Teil Crnft Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Gießen. hrlungsurlaub nachgesucht, so wird für die Tauer der Ärbeitsversäumnis Lohnnichtgewahrt. Reichsbankpräfident Dr. Schacht fordert Vertrauen zur Reichs- regierung. — Das Ergebnis der Pariser Besprechungen. wir doch nie vergessen, datz in unserer polrtlschen und wirtschaftlichen Bedrängnis morgen erschüttert sein kann, was heute festzastehen scheint. Deshalb darf sich niemand in Träumereien wiegen, als ob das Ziel gesicherter Verhältnisse bereits erreicht sei. Wir leben noch immer — und niemand weiß, wie lange noch — in einer eifern en Zeit in der vor den Schicksalsfragen des Volkes der einzelne zurücktreten muh. hinter dieser Losung, die da hecht: ^Deutschland! ,Jat tne Reichsregierung während des letzten Winters gearbeitet." Die Feier des 1. Mai. Berlin, 3 April. (WTD.) Entsprechend der Regelung des Dienstes am 1. Mal im Vorjahre hat das Reichstabinett beschlossen auch in diesem Hahre den Dienst am 1. Mar dahin zu regeln daß in den Ländern, in denen der 1 Mar als gesetzlicher Feiertag landesrechtlich anerkannt ist, auch in den Reichs- behörden und Betrieben auf die Landesgelrh- gebung Rücksicht zu nehmen ist. 3n den Ländern, wo der 1. Mai nicht als gesetzlicher Feiertag gilt, haben Boamte, Angestellte und Arbeiter-, welche zwecks Teilnahme an einer Feier am 1. Mai dem Dienst oder der Arbeit fern bleiben wollen, rechtzeitig bei ihrem Dienstvorgesetzten um Befreiung vom D i e n st nachzusuchen. .Solchen Anträgen ist grundsätzlich überall soweit zu entsprechen, als dadurch die notwendige Fortführung des Dienstbetriebs nicht in Frage gestellt wird. Bei der Entscheidung über- derartige Gesuche soll nicht engherzig verfahren werden. Die hiernach beantragte und bewilligte Freizeit ist bei den Beamten und Aiigestellten auf den Erholungsurlaub a n z u r e ch- ncn. Das gleiche kann auf Wunsch bei den Arbeitern geschehen. Wird von den Arbeitern nicht ausdrücklich um Anrechir-ing aus den Cr- Lrfchet»» täglich, e Anschlüsse: für btt SchristlriftmG 112; für Verlag und Geschäftsstelle M. Anschrift für Drahtnachrichten AnzeigerGietze». Postscheckkonto: stnmftnrt a. M. 11688. Die Lohnverhandlungen bei der Reichsbahn. Berlin, 3. April. (WTB.) Die Verhandlungen zwischen dem Rei chs Vertehrsmi n ifte cui m und den Spitzengewerkschaften über den Lohntarif und die Lohnhöhe sind unter dein Vorsitz des Reichsverkehrsministers Oe se r fortgesetzt werden Es wurde eine Zulage tm Durchschnitt ten 15 Prozent vereinbart. Außerdem erklärten fick die Parteien mit Aenderungen an oerichie- benen sozialen BestininmngM des T«rifve rhütung, etnKp*. der Bcffthtigungen und alter Propaganda-Anwendungen, die Statistik, ohne welche Unfall- Verhütung ein Tasten im Dunkeln wäre und im übrigen auch die gewerblichen Verhältnisse un- Braunschweig, 3. April. (Wvlff.) Der Reichsbankpräsident Dr. Schacht empfing den Chefredakteur der „Braunschweigischen Staats- zeitung" zu einer Unterredung über die Besprechungen, die er in Paris mit dem Sachverständigen- Itmitee in der vergangenen Woche gepflogen hatte. Er betonte zunächst, es könne nicht oft und lebhaft genug bedauert werden, daß die schwebenden Wirtschaftsberatungen von den deutschen politischen Parteien, soweit sie Gegner der Erfüllungspolitik seien, in demagvgischer Weise in den Wahlkampf hineingezogen würden. Selbst vor persönlichen Verunglimpfungen scheuten die genannten Kreise nicht zurück, obwohl sie genau wissen sollten, daß sie mit dieser Art Politik im Znlande wie im Aus lande nur Schaden anrichten. Das deutsche Volk sollte endlich einmal von seinen Gegnern lernen unb aufhören, die eigene Regierung herabFusetzen. Ein Volk, das etwas auf sich hält, müsse vor allen Dingen Vertrauen zu seiner Regierung zeigen, gleichviel von welcher Partei ober Parteikonsiellation sie gestellt werde, keine Partei, die wirklich national denke, dürfe es fertig bringen, der Regierung in aller Oeffevtlichkeit Daterlandslssigteit vorzuwer- fen. Jede Regierung müsse als selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen, daß sie in allem, was sie tut und läßt, nur die Interessen ihrer Nation wahrnimmt. Man lerne von Eng land, das geschlossen in der Außenpolitik hinter ferner ersten Arbeiter- regierung steht. Zu den Pariser Besprechungen selbst äußerte sich Dr. Schachck wie folgt: „Meine Besprechungen mit den Sachverständigen in Paris bezogen sich auf die Frage der deutschen Währungspolitik und den Ausbau der Reichsbank zur Goldnotenbank. Ich kann mir zum Ausdruck bringen, datz die Experten an die 3rrage mit großer Sachlichkeit und Gründlichkeit heran- gegangen sind und daß mir die Tendenz vorzu» herrichrn scheatt, das ganze Reparations- Problem auf eine wirtschaftlichtragbare Basis zu bringen, um die Frage damtt von der politischen Vergiftung, unter der sie bis jetzt geftanben hat, zu befreien. Ich habe kerner- lei Kenntnis darüber, welche ziffernmäßigen Vorschläge letzten Endes in dem Expertenbericht enthalten sein werden, aber ich glaube, auch die Stimmung weiter französischer Kreise wiederzugeben, wenn ich sag», daß die Herbeiführung emer vernünftigen Lösung der Reparatisnsfrage aufrichtig gewünscht wird. Wie immer der Expertenbericht auch aussehsn wird, es ist klar, daß die deutsche Regierung ihm gegenüber ihre volle Freiheit der Entschließung ijaben wird. Es scheint mir, datz keine Annahme einer Lösung möglich ist, die nicht die volle wirtschaftliche Gleichberechtigung Deutschlands im internationalen Verkehr bringt, ferner die volle Wiederherstellung der wirtschaftlichen Souveränität innerhalb des gesamten deutschen Reichsgebietes und die endgültige und restlose Befreiung der zu Un ht besetzt gehaltenen deutschen Landesteile, d. h. des gesamten Ruhrgebietes. Zur Frage der Golddiskontbank erklärte der Reichsbankpräsident, daß die Vorarbeiten fo- weit gediehen seien, daß die Goldbank nächste Woche in Funktion treten könne. Für die Auf- cder ihr nach dem Gesetz auferlegt toerben tann, würden in unverminderter Höhe bestehen bleiben, auch wenn ihnen nicht ein Pfennig an Entschädigungskosten gegenüberständen. Die Höhe der einzelnen Entschädigungen hat auf die Höhe der Verwaltungskosten keinen Ein« fluß sondern nur die Anzahl derselben. Ri» drige Entschädigungsbeträge verursach«, g« dieselben Kosten wie die hohen, von der Ent, schädigungsfeststellung an bis zur Beicyeidertet« lunq und Anweisung sowie auch bei etwaigen Streftverfahren. Es hat deshalb keinen Sinn, die Geldsumme der Entschädigungen in Der- gleich zu stellen zur Geldsumme der Derwaltungs- krsten. Eine auf Verminderung der Unfälle (Unfallverhütung) oder der Schwere ihrer Folgen (Heilverfahren) gerichtete Tätigkeit der Ge- nosfensch aftsverwaltung bewirkt eine Vermehrung der Berwaltu ngs - k ost en einerseits und, sobald sie Erfolge zeitigt, eine Verminderung der Entschädigungssu mme anderseits Es ist aber geradezu widersinnig beide gegensätzlich einander gegenüberzustellen, und noch mehr aber, ein Verhältnis zwischen ihnen zu sucheUj^ ^1€n ehrenamtlichen Selbstverwaltung haben mit der Entschädigungssunnne gar nichts zu tun; sie bleiben dieselben bei hohrr Entschädigungssumme wie bei niedriger. Sie lassen sich nur vermindern unter Derzichtleistung auf die Nützlichkeit einer wohlverstandenen und wohlgeüw ten Selbstverwaltung, die bei richtiger Deriolgung der Gemeininteressen des betreffenden Gewerbes befruchtend auf die in der Geno^nschaft verenftg- ten Gewerbe wirken muß. Auch die Kosten der Zusammenarbeit mit den Verstcherienv^tretern bleiben von der Höhe der Gntschadigungsteistun» gen unbeeinflußt. . Die außerordentlichen Verschiedenheiten m dec Gestaltung der für sich zu Berufsgenossenschaftw zusammengeschlossenen Gewerbe lassen auch zwischen diesen Versicherungstragecn keinerlei Der- gleichsmöglichkeiten bezüglich ih^r Verwaltungskosten zu Rur die absolute Große einer Genossenschaft sowie ihre Zusammensetzung aus einer genügenden Anzahl großen neben- den steinen Betrieben befähigt diese mit einem verschwindenden Prozentsatz ihrer Verwaltungskosten gegenüber den Entschädigungsauswendungen aiSzu- lrmmen. , Es würde aber eine sehr bedenkliche §anbhing fein, zur Erzielung großer Versicherungsträger die berufsgenossenschaftliche, also gewerblich homo- genL Struktur der Unfallversicherungstrager und damit große Werke derselben zu beseitigen, um Einrichtungen zu schaffen, von denen niemand vor» aussehen kann, ob sie sich überhaupt von allem anderen abgesehen — auch nur in inateneller Beziehung besser bewähren werden. Aber auch materielle Erleichterung der Betriebsunternehmer könnte den Verlust einer gesunden Selbstverwaltung und die gewerbliche gemeinnützige Wirkung der Deruisaenostenschasten nicht ausgleichen. 9* Ifeste Mark—solide Wirtschaft. Don ReichSftnanzminister Dr. HanS Luther. Unter diesem Titel veröffentlicht Dr. Luther tm Verlag für Politik und Wirtschaft (Otto ötoüberg & Eo.) einen „Rückblick auf die Arbeit der Reichsregkerung während der Wintermonate 1923/24“ und entspricht damit einem Wunsche des Reichs- kanzlers Dr. Marx und anderer Mitglieder des Reichskabinetts. Die Broschüre ist am 27. März abgeschlossen, schildert also die Finanzpolitik des Reiches von Anfang Oktober bis zum gegenwärtigen Augenblick. Der Luther gibt einen kurzen historischen Ueberblick über die Währungskrise, die Stillegung der Notenpresse und die Ermäch- tigungsgesehe. Diel wichtiger sind ihm aber feie Olufgaben der Gegenwart und der Zukunft, vor allem die Erhaltung der Stabilisierung. Er bemerkt hierzu: ist ja ein grundlegender Irrtum, z» yfauben, daß mit der Schaffung der Renten- nxu# und der Stillegung der Notenpresse die Sache geschafft gewesen sei. Gewiß war das ein Vorgang, der kaum seinesgleichen in der Welt- gefÄchte hat. Man ist dem rasenden Automobil der Geldentwertung in die Speichen gefallen und hat es nach wenigen Rucken, die es noch machte, zum Stillstand gebracht. Aber all das wäre v^- geberto gewesen, wenn nicht alsbald ein Gleichgewicht zwischen den Ausgaben und den Einnahmen im Haushalt des Reichs, der Lander und Gemeinden hergestellt worden wäre. Mit der Währungsreform, wie wir sie angefaßt haben, ist das Haus vom Dachhergtebaut worden. Hedem, der nadjbenft, muß sofort klar sein, daß die folgende Reihenfolge logisch richtig ist: Zu untetft eine in Ordnung befindliche DoÜswirtschast, die an das Ausland nicht mehr abführt als sie selbst vom Ausland bekommt, und soviel Erträge abwirst, daß aus diesen Erträgen neben der Lebeasführung des Volkes die erforderlichen Steuern gezahlt werden können; über diesem Erdgeschoß als Obergeschoß Haushalte von Reich, Ländern und Gemeinden, in denen die Ausgaben nicht größer sind als die Einnahmen; und darüber als Dach ein Zahlungsmittel, mit dem der Verkehr in der Volkswirtschaft und in der Wirt- schaftsfirhrung von Reich, Ländern und Gemeinden sich vol^ieht. Eine auf solchem Gebäude ruhende Währung ist ohne weiteres gesund. Dieser natürliche Weg aber war uns verschlossen, weil infolge des 'Vertrages von Versailles unb des Ruhreinbruchs and wegen der außerordentlichen Verarmung unseres ganzen Volkes unsere Volkswirtschaft sich im Herbste in keiner Weife im Gleichgewicht befand und auch heute noch nicht im Gleichgewicht befindet. Wir mußten deshalb den umgekehrien Weg gehen, da ja die Herstellung eines Gleichgewichts unterer Volkswirtschaft überhaupt nicht allein in unserer Hand liegt. So schwer die währungspolitischen Maßnahmen zur Stabilisierung der Währung waren, die finanzpolitischen Maßnahmen zur Erhaltung dieser Stabilisierung waren ungleich schwerer. Nun £inn man ein Dach natürlich nicht ganz frei in die Luft bauen. Es war infolgedessen zunächst ein Hilfsgerust erforderlich, das dem Dach sofort untergeschoben wurde. Dieses Hilfsgerüst waren die Renten- m a r k k r e d i t e, die dem Reich durch die Renten- markverordnung gegeben wurden. Was aber wird nun die weitere Zukunft bringen? Das Leitmotiv der Regierungsarbeit dieses Winters war der feste Wille, aus eigener Kraft zur Rettung unseres Volkes soviel zu schaffen wie nur irgend möglich Unter dem Druck fees Vertrages von Versailles und mit der blutenden Wunde des Westens an unserem Volks- unb Wirtschaftskörper können wir, wie jedermann weiß, eine endgültige Lösung aus eigener Kraft nicht herbeifuhren. Aber auch diejenigen ausländischen Kräfte, die eine endgültige und für uns tragbare Lösung wollen, erwarten von" uns, daß wir selbst äußerste Kraftanstrengungen machen. Dabei überschätzen viele von ihnen das Maß dessen, was wir auf die Dauer zu leisten vermögen. Hier liegt noch eine sehr große Gefahr. Die maßgebenden Weltmächte nebst ihren Sachverständigen von solchen irrigen Schlußfolgerungen abzubringen, ist ein Hauptgegenstand unserer diplomatischen Arbeit. Wie das Ergebnis dieser diplomatischen Bemühungen aber auch srin möge, fo müssen wir uns dauernd bewußt bleiben,, daß totr auch, und gerade um unserer selbst willen, alles aufbieten müssen, um Volk und Vaterland in einheitlichem Leben zu erhalten und dadurch nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die sittliche Grundlage zum Wiederaufbau zu schaffen. 3m Dienste dieses höchsten Irdischen Zieles müssen alle selbstischen Beweggründe des einzelnen zurückweichen. Je stärker im Staat und auch im Empfinden jedes einzelnen die Kraft wird, die das Vaterland über alles stellt, befto besser werden auf die Dauer in jeder Hinsicht ftigften. _________ Unterbindung von Auslandsreisen. Berlin, 3. April. (WB.) Auf Vorschlag des Reichs kab.netts hatterReichspräsrdert sich entschlossen, Maßnahmen zu ergreifen, um den Reiseverkehr Deutscher ins Ausland, soweit er nicht um der Gesamtheit des Volkes, willen notwendig ist, nach Möglichkeit einzu- dämmen. Es ist deshalb die Vorschrift des Markausfuhrderbvts, wonach nicht mehr als 10 engllsche Pfund =- 200 Goldmark in deutschem Geld ausgeführt werden dürfen, mit Wirkung vom 1. 4. ab auf den Reiseverkehr a n a e w e n d e t. Die Gesamtbegrenzung des mit- zunehmenden Geldes auf 500 Mark bleibt bestehen, doch so, daß der Reisende sich die anderen 300 Mark, die nur in ausländischem (Selbe mitgenommen werden dürfen, nach den in Deutschland gültigen Vorschriften in Deutschland verschaffen muß. Außerdem ist für die AussteNimg der so- genannten steuerlichen UrrbedsnMchke^tserklas rrmg eine Gebühr von 500 Mark für reden ausreisenden deutsche« Reichsangehörigen vorgesehen. Befreiungen für den notwendigen Wirtschaftsverkehr, für die Kindertransporte ins Ausland und einige andere Ausrnchmefälle sind zugetaffen. Der Text der Brrordnung, die bereits vollzogen ist wird sofort befcurntgegeben. Bereits ausgestellte Anbedeiiklichteitserillärangen verlieren mit dem 10. 4. ihre Gültigkeit. Es ist Vorsorge getroffen, daß sofort an der Grenze wieder eine verschärfte Kvmtrolle über das Vorhandensein der hiernach Dorgcfcb riebenen steuerlichen ^nbebeEchkeitSbeschsrnjgungm sowie die Geldbeträge, die mitgenommen werden dürfen, <-ingeführi wird. Sowett erforderlich, wirb daher auch die Zollwntrolle in den Zügen vorübergehend aufgehoben und wieder in die Adferftg- ungsräume der Grenzbahnhöfe rertegt werden müssen. Die Reichsvegievung muhte sich zu den Maßnahmen epl-schliehen, die sie, je eher desto lieber, wieder aufheben möchte. Die Auslandsreisen hatten aber ein derartiges Liebermaß an» genommen (es befinden sich 70 000 Deutsche im Ausland), daß mit der Verbringung großer un- produktiver Mengen deutschen Geldes ins Ausland die für die Arrfrechterhaltung der Wahrung verbundene Gefahr einen Aufschub nicht mehr duldete. Das Reisen ins Ausland gibt auch der Welt, obwohl es tatsächlich zum erheblichen Teil darauf beruht, daß der Aufenthalt im Ausland billiger ist als im Inland, em völlig falsches Bild von der deutschen Leistungsfähigkeit und hat dadunh zu viel Aergernis im Inlande und Auslande Veranlassung gegeben. Da Maßnahmen wie die übengenaimten für sich allein eine hinveichmde Einschränkung nicht gewährleisten können, richtet die Rrichsrcgterung gleichzeitig an alle Deutschen die dringende Ditte, Auslandsreisen, sowett sie nicht für den Einzelnen Lebensnotwendigteit sind, auch aus freiem Entschluß zu unterlassen. Die unterstützenden gesetzlichen Maßnahmen waren nicht zu umgehen, da, worüber ja alte Deutschen einig sind, nichts unterlassen werden darf, was erforderlich ist, um unsere Währung zu stutzen. Erstes Blatt 174- Jahrgang Kett< SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Drwf mrt verla-: vrSHNche UrrtverstMs-Bvch- und LtLmäruckerei A. Lauge in Gietzen. Zchriftleitung und Gefchaftrftelle: Schulftratze 7. gefahrvollen Srperm««ten Xfr die -eutige Zett yo ungeeignet als möglich. TS füllte eigentÜch ftnim noch nötig fein, bannet Wsutoetfen, baß. das abgtiaifene Jahr 1923 mit feiner ungeheuren Wühvungskatastrophe nmnentüch in dessen letzter Hälfte, durchaus ungeeignet ist, Schlüsse auf eine Äichtbewähtang unsrer Sozialversicherung zu ziehen Auch selbst die Form der Dritvagserhebung durch eutmafige jährliche Umlage wird schwerlich durch eine andere ersetzt werden rönnen, wenn fte es auch war, die die Derussgenoffenschaften gehindert hat. Den furchtbaren Geldsturm ungebeugt zu Überstehen. Wenn innerhalb weniger (Hl-onate Millionen und Milliarden Mark zu winzigen Bruchtellen und Pfennigen werden, dann gibt es feint vorsichtig angesammelten Grundstöcke, die grob genug wären, solche elementaren orkanartigen Stötze zu ertragen, darin muh der Ruf an alle ergehen, die zur Genossenschaft gehören, beizuspringen und das schwankende Gebäude zu stützen, mag es auch ihnen doppelt wehe tun, da ihr eigenes Gebäude wankt. Oesterreichs Deutschlandhilfe. Wien, 3. April. (BWB.) DaS Kuratorium der Hauptstelle für die Geutschlandhilfe hielt unter dem Vorsitz deS Bunde SP ras identen Hai- nisch eme Sitzung ab. Aach dem versiegenKrn Bericht, d« die opferbereite Teilnahme vor allem desMittelstandeS tn Oesterreich hervorhebt, wurden etwa 6600 Kinder monatelang untergebracht, 500 Millionen in Bar und für den gleichen Betrag Lebensmittel nach Deutschland geschickt, eine UnterEunftfteTfe für Obdachlose und Freitische für hier weilende Studenten aus Deutschland geschaffen. Das Kuratorium beschloß, demnächst ein Radivkonzert in der Hofburg mit rednerischen und musikalischen Beiträgen aus Berlin für die Deutschlandhilfe zu oe» anftalten. Aachdem Vizekaazter Frank dem Bundespräsidenten dein Dank für die Förderung des Hilfswerks ausgesprochen hatte, schloß Bundes- Präsident Harnisch Die Sitzung mit der Aufforderung, in der Hilfstätigkrit nicht zu erlahmen, da in Deutschland immer noch weite Kreise, oor- wiegend des Mittel stan.de s, unter den Folgen der Warkkatastraphe zu leiden haben. Der erste Landesverratsprozeh vor dem Kammergericht. Berlin, 4. April. (Prid.Tel.) Der erste Strafsenat des Berliner Kammergerichts, der durch die (Neuordnung des Gerichtsverfahrens mit der Aburteilung von Landesverratsproze(fen beauftragt ist, hielt gestern seine erste Sitzung ai und verurteilte einen Kaufmann P riebe und dessen Ehefrau, die vor Jahresfrist nach Beginn der Ruhrbesehung sich an Angehörige Der Reichswehr herangemacht hatten, um im Auftrage einer ausländischen Macht Rachrichten über die Instruktionen der Truppen zu erhalten, zu 6 Jahren Zuchthaus bzw. 2 Jahren Gefängnis. Miaister-esuch auf der Frautfurter Messe. Frankfurt a. M., 4. April. (Priv. -Tel. 'i Zur Frankfurter Frühiahrsmesse vom 6. bis T2. April hoben u. a. ihren Besuch zugesagt der Reichskanzler, der Reichs Wirtschafts- Minister, die Ministerpräsidenten von Bayern und Hessen, der Erste Bürgermeister der Freien Hansestadt Hamburg, der Präsident des Industrie- imt> Handelstags und eine Reihe werterer Mitglirirer der Reichs- tote der bundrs- fmatlichen! Regierungen. Nuhland und China. Peking, 2. April, (^rvas). Der chinesische Auhennrrnister erflürte auf das Memorandum der sowjetrassischen Gesandtschaft, daß die chinesische Regierung geneigt fei, den Entwurf des chinesisch-rassischen Abkommens zu unterzeichne«, falls folgende Aenderungen vorgerrommen werden: 1. Das Abkommen müsse den beiderseitigen Berzicht auf die mit Dritten geschlossenen Verträge und Abkommen ausdrücken, die die Interessen der Gegenwart berühren. 2. Hinsichtlich »der Räumung der Mongolei durch die svwjetrussischen Truppen müsse Rußland bestimmtere Verpflichtungen cingehen; sie dürfen nicht von Bedingungen abhängig gemacht werden, wenn auch Die Einzelheiten der Räumung später ausgemacht werden könnten. Wer wird Intendant des hessischen Landestheaters? Die Frage, wer Intendant des Hess. Landes- tHeaters in Darmstadt wird, geht ihrer Entscheidung entgegen; sie wird in diesen Tagen fallen. Die Wahl der Persöitlichkeit des neuen Theaterleiters wird nicht allein entscheidend fern für die Zukunft dieser altberühmten Stätte, die auf eine reiche Vergangenheit int Dienste der dramatischen Kunst und der Musik zurückblickt, sondern wahrscheinlich auch einen neuen historischen Abschnitt emleiten, der die Enttoicklling dieses Kunstinstituts werterführt. Im allgemeinen bringt man die neueste Geschichte des Landestheaters in 3u= sammenhcmg mit dem politischen Geschehen, mit der Revolution, die dem Hofth^rter ein Ende bereitete und die Leitung der Bühne mehr als dies früher der Fall war von politischen Faktoren abhängig machte and auch sonst die Entwicklung in andere Bahnen drängte. Ganz zutreffend ist diese Scheidung nicht, eine Heber- gangSzeit hatte sich schon Jahre vorher angekündigt, und zwar als Intendant Dr. Eger nach seiner Berufung im Jahre 1912 in einem Vortrag. mtt dem er sich als 'Theaterleiter einführen wellte, erklärt hat: „Tradition ist Schlamperei." Damit war bewusst der Bruch mit der Vergangenheit rerbeigessthri, eine neue Zeit kündigte sich an- die jetzt verfolgte Kunstpvlitii! wandelte nur !>.cch äußerlich in den Bahnen des alten Groh- Ixt -ü’!':".:;: Hoftheater». Innerlich herrschte ein neuer : der Sptelplaa wurde n-.ich ganz ,i’? rc ?- durchaus nach den alten Fach- i.t" - i dir Regte rclyr in den Border- <■ ■ und das MrLüattungSwefen ras S< < r i c iun.älrrischsm Leistungen über Gebühr f,< •! .'er'. r,-.‘ wäre fauch, biete Steuerungen rund- I weg adzulehmen, sie haben manchen guten und | Die Kammer hinter Poincare. Fortsetzung der Ruhrdebatte. - Scharfe Kritik der Opposition. Paris. 3. April. CDTD.) Die sranzüsifchs Kammer setzte die Interpellattonsdebatte über die allgemeine Politik der Regierung fort Abg. Goul« Dubois, der ehemaligL Vorsitzende der Reparationskommistivn interpelltert über die Außenpolitik der Rsaierung. Die Zu- sammensetzung des neuen Kabinett» habe ihm ehr gewisses Mißtrauen emgeslößt, aber die Gr° TIätung des Ministerpräsidenten, daß die Politik der vcllkommenen Ausführung des F.iedenöver- trages von Versailles fortgesetzt werden solle, habe befriedigt. Poincars lxrbe auch von der Konservierung der besetzten Gebiete bis zur velllommenLn Zahlung gesprochen, auch von dem Einverständnis mit Frankreichs Alliierten, um Frankreich die beiden weseittlichsten Bedingungen für die Erhaltung seiner Sristenz zu verschaffe^ nämlich Reparatienen und Sicherheit. Es sei also sicher, daß Frankreich das Ruhtpsand nur für writctgehende Pfänder aufgeben, daß es aber im Ruhr^biet bleiben und daß es bei der ersten SchwierigK.it, der man begegne, die Ausbeutung der Pfänder wieder übernehmen werde. Dec tcyalistische Abge)r!mete Leon Daudet ruft dazwischen: «Der Sperling in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dache." Poincar 4 erklärt: Ich wiederhole, daß wir nicht vor vollkommener Zahlung das Ruhrgebiet verlassen werden. Wenn die Repw vorschlägt, toeiter- gdjenbe Pfänder als die. die wir audbeuten, an deren Stelle zu setzen, werden wir die Frage prüfen, aber wir werden das Ruhrgebiet nicht verlassen und bei dem geringste« Versage» dte Ausdeutung wieder übernehme». Der Abgeordnete Dubois unterstreicht bte Wichtiglett der Sicherheitsfrage, weil an Dem Tage, an dem sich Deutschland als der Stärkere fühlen werde, es alle seine Verpflichtungen lösen wurde. Frankreich muß seinen Alliierten wohl zu verstehen geben, daß es sich um eine gegenseitige Sicherung handele, wie Frankreich auch England sagen muß, daß, wenn es ihm zahlen solle, was es ihm schulde, es vorhervon Deutschlandbezahlt werden müsse. Die Regierung hat unser Vertrauen, wenn sie bei dieser Politik bleibt, wenn sie abcu davon abgeht, sind wir entschlossen, fte zu stürzen. Der radikalsozialiflische Abg. Herriot bespricht die Politik Pomcarss gegenüber Deutschland. Er verstehe die Schwäche nicht, die man 1922 gezeigt habe und Die dahin geführt hätte, nicht die Sachlieferungen zu erhalten, auf die man ein Anrecht gehabt habe. Für wieviel hundert Millionen Goldmatt SaH'teferangen hätte man damals erlangen können! Ich war der erste, der den Skandal der umfangreichen Bauten in Deutschland feflgeftellt hat, und gerade weil Deutschland schlechteu Wlllens ist. hatte mait Methoden anicenben müssen, die Deutschland gezwungen hätten, Sachlieferuu- gen durchzuführen. Die breite Misse verstehe eben nicht, irarum man nur Kohten und Koks erhalten habe. Jetzt beziehe man Kohlen und Koks, aber keine anderen Materialien. Wir find sogar soweit ßelommen, daß wir mr- seren Wiederaufbau haben eiustrNen müssen. Wenn das die Minister für schon finden, bann überlaste ich das Ihrer Beurteilung. Warum hat denn England Sachlieferunaen erhalten?“ Poincar4 erwidert: „Großbritannien und Deutschka?^ haben Spezialabmachungen getroffen." Herriot ruft: „Run also! Aber ich muh noch weiter gehen. Warum hat denn Serbien Materialien erhalten?" Abg. Daudet ruft: „Das ist ein Geheimnis." Der Abg Tardieu fügt hinzu: „Das ist wirklich ein Geheimnis." Die Erträgnisse im Februar feien durch die Entwertung des Franken aufgebaufcht worden, Lind außerdem rechne man letzt in Franken, früher habe man in Goldmark gerechnet. Auf diese Weise könne man natürlich eindrucksvolle Zistern schaffen. Herrwt zieht aus den Erklärungen Poincarss den Schluß, daß er bereit fei. das Ruhrgebiet wieder dem deutschen Wirtschaftsleben einverleiben zu lassen. Pvincarö: „sinter der Kontrolle Frankreichs und der Alliierten.“ Als der Abgeordnete auf den Sachverständigen- bericht anfpielt. unterbricht ihn Poincars heftig mit der Bemerkung, er trage die Verantwortung. Er könne nicht zulassen, daß irgend jemand behaupte, daß die Sachverständigen zu Dem cder jenem Schluß in dem ober jenem Sinne gekommen wären; die SchlnhfolZeraugrn der Sachverständigen — er gebe sein Ehrenwort darauf — seien ihm mr bekannt. Herriot findet es jämmerlich, wenn Frankreich allein im Ruhrgebiet stände, während das Programm der Sachverständigen durchgeführi werde. gehe nicht an, daß Frankreich allein dessen Kontrolle übernehme. Frankreich werde erst seine Sicherheit erlangen, wenn es sich mit seinen Verbündeten über die nötige Kontrolle gegenüber Aeutschland verständige. Es fei bedauerlich, daß die demokratischen Elemente in Deutschland nicht wirksamer unterstützt worden feien. Was Frankreich für die Zukunft zu befürchten habe, das fei nicht der Säbel des banalen und lächerlichen Großsprechers Ludendorff, sondern die Bewegung im deutschen Volke selber. Die Kammer nimmt dann tn später Nachtstunde folgende Tagesordnung mit 408 gegen 151 Stimmen an: „Die Kammer billigt die Erklärung der Regierung und hat das Vertrauen zu ihr, daß sie in einem Geiste republikanischer Einigung und nationaler Zusarnnienarbeit die vom Lande gewollte Politik Der Reparationen, Sicherheit und Sparsamkeit befolgen wird, lehnt jeden weiteren Zusatz ab und geht zur Tagesordnung über." Die Opposition setzt sich wie folgt zusammen: 12 Kommunisten, 49 Sozialisten, 41 Radikale, 1 sozialistische Republikaner, 1 Mitglieder der demokratisch-republikanischen Linken, 2 der republikanischen Aktiv« und 7 Deputierten, die feiner Partei angeboren. An der Abstimmung haben viele Abgeordnete nicht teilgenommen, darunter Briand, Forgevt, Andre Gefebre, Marc Sang- nier, Sarraut und Tardieu. .. . - — Le Troqueur im Ruhrgebiet. Düsseldorf, 3. April. (Havas.) Heute früh ist Ker Arbeitsminister Le Trocquer Heer em» getroffen. Er hatte eine lange Unterredung mit Degoutte und dem Präsidenten der Micum Frantz en. Der Minister begab sich sodann di das Ruhrgebiet, um an Ort und Stelle mit den Besatzungsbehörden die zu ergreifenden technischen Maßnahmen für die Sicherung der Reparatwns- liefenmgen zu prüfen für den Fall, daß die Bedingungen für die Ausführung dieser Giefenrn« gen nicht in freundschaftlicher Weise mit den Industriellen geregelt werden. TF/f V HI !■! I ■■■■Pm« 3. Die Frage Der russischen Kirchen- güter müsse in Der Schwebe bleiben, bis normale Beziehungen hergestellt feien, weil China nrch nicht sämtliche Informationen in Bezug auf diese Güter besitze. Kleine politische Nachrichten. Es bestätigt sich, bah die Kreisregierung in Oberbayern gegen Pöhner und Frick die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beantragt hat. Die bereinigten Vaterländischen Verbände haben sich an die preußische Staats- regierung mit Der Bitte gewandt, die für Berlin in Aussicht genommene Aufführung des Toller- schen Schauspiels „Hinkemann" M verbieten. * Im preußischen Kultusminift erium tft ein Gesetzentwurf über die Bestrafung von Schul- Versäumnissen feriiggeftellt worden. Rach dem Entwurf werden die Schulaufsichtsbehörden ermächtigt, toegcit Schulversäumnisse schulpflichtiger Kinder gegen diejenigen, denen die Sorge für die Kinder zusteht, im Wege der Verordnung Strafvorfchriften zu erlaffen und Geldstrafen von 0,50 bis zu 50 Goldmark anzudrohen. ♦ Die Streikbewegung der Bergarbeiter Polnisch-Ober fchlesiens kann als zusammengebrochen bezeichnet werden. Gin neuer Streik ist im Dvmbrvwer Bergrevier auS- gebrvchen, doch handelr es sich nicht um einen Sympathiestreik, sondern um eine völlig selbständige Streikbewegung, weil die dorttgen Arbrit- gpber eigenmächtig einen 12prvz. Gohnabbau vvr- genontmen haben sollen. * In London befinden sich gegenwärtig zwei türkische Missionen. Die eine soll den britischen Gnf töten ft studieren, bie andere soll sich mit der Schiffbauindustrie befassen und Handelsschiffe anftrufen. gefunden Gedanken gebracht und dem Bestände des alten Hofthealers, das von den DirekLoren Wünzer und Werner lfoweit noch die Erinnerung der Mitlebenden reicht), eine künstlerische Hohe mit Würde behauptet hatte, neues, fristchrs Blut in einer Reihe von Darstellern zugeführt. Die Erinnerung ter Darmstädter Beoölke ung, sow?'t sie dem Theater Interesse entg-^enbripyi, ist nur mit dem alten Hofthectter verknüpft; die 10 Jahre späterer Entwicklung haben nicht diese Wertschätzung, insbefvnderr ist es weder gelungen, Spielpläne aufzustellen, die weite Kreise befriedigen konnten, noch wurde es erreicht, daß die Klcvsfiker in ter durchgearb-riteten und durchgeistigten Form targebaten warten, wie dies früher ter Fall war. Tradition ist durchaus nicht immer Schlamperei, es gibt eben eine gute und eine schlechte Tradition. Die Leiter, die in den letzten Iahcen die Geschicke Der Landes bühne bestimmten, haben es nicht ixrrstanden, das durch die lange Tradition Erworbene seslzuhalten und von hier aus neuen Boden zu getoiimen; sie wollten durch Reues Oder scheinbar Rcc-s einen Bluff auf das Publikum ausüben. In ter Kunst ist aber, wie in der dlatur, i)a8 solide Wachstum das gesündeste, festeste und beste. Bedenklich wurde die Lage des Theaters durch die finanzielle Mißwirtschaft. War es früher möglich, unter 'Beobachtung größter Sparsamkeit und gewiisenhaftefler Amtsführung den Etat der Bühne ine Gleichgewicht zu halten, so kam seitdem t-aß Theater nicht mehr ou5 ter Finanzmisere hinaus und eme gewisse Boheme- Wirtschaft machte sich breit, irndetümmeri darum, wo.s einmal aus t er Zukunft ö->5 Td.aters würde. Es besteht ein 'nZ-ntlider Untsrich'nd y-rifd?:n ien Theat.erst.tt.crrk aller- und reuen Stils. Waren jene aus dem Wirken des InsittuteS selbst; I-er^ ücrgcg.-ngcn, wie Diw-or irrt. Werner, mit de!' n Lraditrva und Mgeiurrt va traut ;i i' Tätigkeit für die Gandesbühne den Abschluß und die Krönung ihres Lebens wertes erblickten, so waren die Irvendanten der neuen Zeit ohne Traditionsgesühl, ohne geistige Fühlungnahme mit ter Bevölkerung, sondern einzig Darauf bedacht, sich einen Ramen zu machen und die Ganbe5- bühne gewissermaßen nur als Sprungbrett zu benutzen, um anderwärts einen größeren und höher bezahlten Wirkungskreis zu suchen. Wurzellos und in eigentlichem Sinne kulturlos ist ihr Wirken gewesen. Ist ta zu verwundern, wenn die Mehrheit, und man darf auch wohl sagen der bessere Teil der Theaterbesucher, einen Inten ballen will, der die zemifserren Fäden wieder anknüpft, der mehr das Bodenständige in der Kunst vertritt? Unter den Bewerbern stand noch bis vor kurzem ter (2lame Hartung stark int Vorder- grx-aüJ. Mw., nxiR, daß er feine Stellung am Landes Heater aufgegeben hatte, weil sein Wirken hier keinen Boden, sondern nur Widerstände sand, tafe er sortstreb-te nach Berlin oder nach Fraul- furt, daß aber diese Pläne mißlangen. Die Be- völkenmg Darmstadts hak Hartung als Regisseur nie ihre Anerkennung versagt, selbst die Kreise nicht, die seinen Kunst Prinzip ien sonst fernftanben, aber als Theaterleiter wird ei vvoh! von mehr als 90 Prozent des Tdntterpublikums rundweg abgelehnt und nur von einigen Heroen der Regie- rang unterstützt, die ihn seiner Zeit hierher ge- b-racht Ixttan und sich jch.t nicht die 'Bloße geben Ux-llen. (i? ,1 Haltung war der aussichtsreichste Kandidat Löhr, der früher viele Jahre - Darmstäd'a- Buhne als ein sehr geschätztes Miigktek- ang; boilc und der auch nach der kurzen und untührullchen Aera. von Dr. Krätzer ein (ang zufantmca mit dem Intendarrzrat Dr. W-a uer'daL GanLestcheater leitete. In Löhr wirrten werte Kreis' des Darmstädter Publikums c u ; tecigiTct'Mt Integranten erdlicken, er ist Dte türkrs che Rationalversamm- lung hat auf Vorschlag des Ministerpräsidendsn beschlossen, die dem ehemaligen K h a l i f e n gewährten S u b s i d i e n diesem zu entziehen, nachdem er in der Schweiz die bekannte Kundgebung veröffentlicht hat, in der er gegen die Ausweisung protestiert und sich sein Recht auf das Khalisat vorhehalten hat. Aus Stadt und Land. Gießen, den 4. April 1924. Gießener Mochenmarktpreise am 1. April 1924 (Händlerpreise). Es kosteten: Butter Pfd. 190 Pf., Matte 30, Käse 65-70, Eier Stück 10—11, Wirsing Pfund 40, Weißkraut 30—35, Rotkraut 40, Gelbe Ruben 15—25, Rote Rüben 30, Blumenkohl Stück 150 bis 300, Salat 40, Endivien 200, Anter-Kohlrabi Pfand 8, Roserckohl 120, Feldsalat 300—400, Zwiebeln 20—30, Lauch Stück 10—15, Meerrettich Pfund 45—150, Sellerie Stück 70—100, Schwarzwurzeln 120, Kartoffeln Ztr. 475—550, Aepfet Pfd. 25—30, Dörrobst 30. ** Keine (Beteiligung der Schüler an der Wahlagitation. Das Gandesamt für das Dilduogswesen verbietet in einem an die Schulleitungen gerichteten Erlaß jede Eeteilrgung von Schrrlem an der Wahlarbeit der Parteien, Z. B. Zettelverteilen, Plakattragen, Schleppen usw. ** Die Vorauszahlungen auf Gin- kommen - und Körperschafts st euer, sowie die Voranmeldungen für diese Vorauszahlungen betrifft eine wichtige Bekanntmachung der Finanzämter in unserem heutigen Anzeigenteil, die wir der Aufmerksamkeit der Interessenten empfehlen. ** Wichtig für den Tabakhandel. Der Reichssinanzminister hat bestimmt, daß alle am 15. April 1924 im Geltungsbereich des Tabak- steuergesehes im freien Verkehr befindlichen Tabakerzeugnisse (Zigarren, Zigaretten, feingeschntt- tener Rauchtabak, Pfeifen-, Kau- und Schnupftabak), die unter Verwendung von Steuerzeichen mithin gäbe desKleinverkcmfspveifes inPapierrnari (Papiermarksteuerzeichen) versteuert worden sind, mit Steuerzeichen über in Goldmark berechnete Kteinverkaufspreise (Gvldwertsteuerzcichen) berieten werden müssen, wenn sie zur gewerbsmäßigen Veräußerung bestimmt sind. Wer am 15. April 1924 Tabakerzeugnisse dieser Art hat muh sie bis zum 30. April der Zollstelle des Gagervrtes anmelden. Die Goldwertsteuerzeichen werden dem Anmeldepflichtigen ohne ©teueren!* richtung geliefert. Rähere Einzelheiten der Reu- orönung sind von den zuständigen Zollstellen zu erfahren. *• An das Versorgungsamt rich* ien. Man teilt uns mit: Das Reichspensionsamt für Die ehemalige Wehrmacht ist am 31. Marz crgfgelöst worden. Da das Reichspensionsamt nur noch die ^forderlichen Auslösungsarbeiten erledigen kann, müssen von den P«sti-onären und Hinterbliebenen Gesuche und Anfragen nicht mehr an das Reichspensvonsamt, sondern an das zuständige Versorgungsamt gerichtet werden. Es liegt dies im eigensten Interesse der Pensionäre. *• Au s dem Gießener Standesamts re g i st er. Es starben in der zweiten Hälfte des März: 17. März Helmut Fritz Do- narins, 7 Monate alt, Landgrafenstrahe 8; Dr. Artur Brandeis, Reallchuldirektor t 2t, 58 IahcV alt, Wilhelmflraßc 13. 18. März: August Geiß Bankbeamter, 22 Jahve alt, Reuenweg 23; Ido Adolph, geb. Strack, 33 Jahre alt, Mvltkestr. 24. 21. März: Annemarie Wolff, 9 Monate all, Kniserollee 6; Christine Merten, geb. Höhne, 78 Jahre alt, Ebel st raße 9. 23. März: Elisabeth Glitsch, 1 Jahr alt, Grndenpliatz 12. 25. Mä»: Heinrich Gerhardt, ohne Beruf, 68 Jahve au, Dammstrahe 27. 27. März: Mathilde Belloff, geb. Schmall, Witwe, 78 Ikthre all, Frairkfurter Straße 21. 28. März: Elisabeth Geitz, ohne Beruf, 23 Jahre alt, Mittelweg 16. 30. März: Wilhelm Ferdinand Rea, 2 Jahre alt, Reuenweg 42. 31. März: Georg Zinser, Konfervator i. R.. 82 Jahre alt, Gudwigstrcche 28; Otto Theih, Vieh- Hä7ü>ler, 60 Jahre alt, Reustadt 78. " Der Oberhessische Kun st verein veranstaltet von Sonntag, 6. April, an zum Gedächtnis an den verstorbenen Kunstmaler W. Barthel - Gießen im, Turmhaus am Brandplatz eine Ausstellung von Werken dieses Künstlers, welche von Freunden zusammengestellt ist und auch eine größere Zahl seiner im Privatbesrtz befindlichen Gemälde enthält. Die Ausstellung wird am oben genannten Tage vormittags 11 SUh mit einer Gedächtnisrede des Herrn Professors Dr. Röschen- Gaubach eröffnet werden und in Den nächsten Wochen wieder Sonntags, Montags, Mittwochs und Freitags von 11 bis 1, Mittwochs auch von 3 bis 5 Ähr, geöffnet sein. der Mann einer ruhigen, stetigen Entwicklung wie ihn die Gandesbühne braucht, bühnen kundig, vertraut mit dem Geschmack des Publikums der, Landeshauptstadt, unb, was besonders noch an ihm geschäht wird, eine charaktervolle Person«! Itdsfeit, von der man erwarten tonnte, daß sie das ihm an vertraute kostbare Kunstgut in rechter Weise verwalten würde. Aber nach den letzten, Gerüchten dürfte feststehen, daß die Kandidatur Löhr fallen gelassen worden ist. In dem Per- srnenkreis, die aus dem Landestheater selbst irodyi hierfür in Frage kämen, träte Intendanzrat Dr > Wau er zu nennen. Der etwa 10 Jahre Demi Thecltev m leitender Stellung angehört, der seine, künstlerische Befähigung durch manche fesselnde; Aufführung Dargetan und sich als Leiter in der! kritischen Situatton nach Kraetzers unfreiwilligem^ Abzug bewährt hat. Gr ist bei der Bevölkerung seht beliebt und als Persönlichkeit hochgeschätzt, acet an gewissen Stellen gerade deshalb mißliebig; man hat Datum, unbeschadet seiner reichen Erfahrung, die Abb-cmvevovdnung dazu benutzt, ihn aus feiner Stellung hetauszuDrängen. Der hier in Darmstadt lebende frühere Mainzer und Frankfurter 3ntenMnt Behrend hat weniger Aussichten als Der acgrnwärtige Mainzer Intendant Isla ab. Stark befürwortet wird vor allem die Bewerbung des Intendanten der ver-» einigten Stcdttheater von Elberfeld und Barmen (früher Fvributg) Dr. Paul Legband, der als sehr tüchtig gilt; die Erkundigungen sollen jedoch ergeben h^ben, daß seine organisatorischen Fähigkeiten für das hessisck-e Landestheater nicht aus- reichen. Rach den letzten Mitteilungen stehen jetzt nur noch zwei Bewerber in engerer Wahl; der Regisseur der Berliner Staatsvper Hördt und der Leitet De-: Rostocker städtischen Bühne R e u b e ck. Die Entscheidung wird in Den näch- flert Tagen fallen. E. B. Land. Vereine E - Spezialhaus für Arbeiter- und Berufsschuhwerk Ordentliches liiHee Für langjährig bewährten la Artikel ® krgtdt Fabrik j. s* aa sm ^$k jäx, General vertrewng Uhnlttö ,s eigene Rechnung an tüchtige Herren, M V osortrger BerbieuS. Keine Liren»- v vergibt ans rotier Hari- ien ist aber möglichst bald oder 15. April ges. SS78d Zwll Dr. KMMklk Frankfutter Stt.36 Samstag. 5. Avril MooatsversaoinilDDg im Vereins lokal. Sonntag, 6. Avril Familienabend im Felsenkeller. Der Vorstand. illersvefeloigoig 1870—1920. Samstag aöeno 9 M Hauptversammlung im Aquarium. 0188,7 Der Vorstand. Samstag, 6. 4., 8 Ü.t üUtgUederversamm« lang bet Kamerad Stvpbaa,Nordanlage EckeSchtUerstr 18T3D mit nur guter Schulbildung, möglichst Matur. 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Sonn ag. 6.Avril, S1/, Ubr vorm.: VereiaswetlSGhreiban Stadtknabenschule. Abends 8 Uhr: Preisverteilung u. Einweihung d. neue« Fröhlichkeit Samstag. 5. Avril Vtktilisabc«j! ^vDerVorstand MMötMS,etzMltze8 Mädchen für alle Arbeiten gesucht. 018869 Prof. Dr. Brand» LudwiaSvlais 11 Steife). Wolinungstatiscb. Biete: SWre Z-Zlauver- Dstznvns mit zeltche uns sonstigem Zubehör. Suche' Mm 3-4-3ÜOB.- ®06tnwg_ im I. oder II. Stock. Schrift l. Angebote unter 018875 an den Gieß Ans. erbeten. terö. Michel väckigkeit die Tüchtiger Reisender für Hanshattartikel ver fof. ob. später gesucht. Evtl, stille Be- teiliguna nicht ausgeschlossen. Gesl. Ana. a.Db. Baubel, beeid-Bücherrevisor, Schillerstr. 11 (nt«w WWMiW sucht bestens eingef. sachkundigen 2584ss Wer. Off. u. F. E. O. 3181 an Rudolf Moste, 8Frantfuri a. M. ocxdocqcdsoqccb ^iHtwicLing bühawki-nStg, iffiS ®= bereits derart schwer, dah er allein als Täter in Frage kommt. Michel befand sich mit Landmann gemeinsam in Preungesheim in Haft und nahm nach feiner Entlassung mit Laadmann einen ®e« Visenhandel auf, und zwar sollte letzterer dem Michel eine gröhere Summe Dollar besorgen. Das tat er auch durch Beschaffung von 360 Dollar, die aber nutzer Kurs gesetzt waren. Mit diesen Dollars ist Landmann, wie jetzt sestgeftellt werden tomite, zu dem im städtischen Krankenhause liegenden Michel gegangen, um sie ihm dort zu übergeben. Seit diesem Augenblick fehlte jede Spur von Landmann. 3m Besitz Michels fand man noch mehrere Dollarnoten vor. Michel ist ein alter, ge° werbsmähiger Schwindler, der noch acht Jahre Zuchthaus und Gefängnis zu verdutzen hat. — 3m Februar wurde die Kriminalpolizei 2316 mal, also narb täglich 80 mal, in Anspruch genommen. Es handelte sich dabei u. a um 1 Mord, 2 Rande, 18 Hehlereifälle, 152 einfache Diebstähle, 180 Einbrüche, 303 kleinere Eigentumsvergehen, 133 Betrügereien, 66 Unterschlagungen, 106 Münzverbrechen, 86 Sittlichleitsvergehen, 312 Sittlichkeitsübertretungen, 201 Wucherfälle und 242 Schleichhandelsfälle. Festgenommen wurden 587 Personen. fpd. Da dHomburgv. d H, 3 April. Unsere Stadt wird seit einiger Zeit von einer ab» gefeinten Einbrecherbande heim gesucht, bte außerordentlich großen Schaden anrrchtet. So fielen der Band: dieser Tage sehr wertvolle Wäschebestände in die Hände. 3n der Rächt zum Donnerstag drang sie, nachdem sie die Tele - phvnleitung durchschnitten und den Haushund vergiftet hatte, in eine Billa ein und raubte aus ihr die Silbersachen von sehr bedeutendem Wert. Das Diebsgut ist vermutlich nach Frankfurt gewandert. , °uf Ein. »iefWUct’ ll" !nL?otauW J? Nwi, n ^Matten jLb°khanbel bah alle T des Tabak- „glichen Tn- "m, seingeschnit- t- unb Tchaichs- SÄ* ert worben sind, toarl berechnete uerzeichen) ver- e jur getoeröi« Md. Der am dieser Art hol tt ÄÜstelle des dwertsteuerzeichen vhre Steueren!, -lheitm bet Leu- M Zossstellül zu ngsamt rich. ieichspmsionSanit ilt am 31. Mrz svmswasamt mn mgsarbcitea ev HÄn unb Tttrmsn, Sport rind Spiel. * Süddeutsche Meisterschaften tm 6er Kunstreigen und 3er Radball. Der Rvrdbezirk im Gau Hessen des B. D. R. hat die Austragung der süddeutschen Meisterschaften tm 6er Kunstreigen und 3er Radball übernommen. Die Mettbewerbe finden am kommenden Sonntag in Marburg, verbunden mit einem Saal- sportfest, statt. Die besten süddeutschen Mann- schäften kommen nach Markmrg, um in diesen beiden Konkurrettzen um den Titel .Süddeatschrr Meister" in Wettbewerb zu treten. Der Gau Hessenist durch den GietzenerRadsahr- Berein 1 8 8 5 mit seinen Gaumeisterschafts- Mannschaften hft 6er Kunstreigen und 3er Radball vertreten. Die 6er Kunstreigenmannschaft der 1885er zählte im vergangenen Hahre zu dm besten deutschen Mannschaften und wird in Marburg $1 zeigen haben, dah sie and) in diesem Hahrs hinter den Besten nicht zurücksteht. der M L-Ks jabd fctiran^ tendier > vor Franz Neumeier- Gießen Sonnenstraße 20 * Fernruf 1212 •eseeweeeee Junges »iotei gurAnlernungtn unterem Buchbinderei- betrieb gesucht. Borstellung von 5 bis 6 Nhr 2591D Zchulftrabe 1. Junges zräulein aus guter, hiesiger Familie für leichte Schreibarbeit gesucht. Maschinenschreiben Bedinanng, Kurftchrist sehr erwünscht. Tägliche LlrbettS;ett nach Bereinbarung. Wenn kausvianntfch schon tätig gewesen, mtgeben. Schr. Angebote unter 018889 an den Giehener Anzeiger. LauokreiS ytetze«. X Mieseck. 2. Aprll. Unser Frauen- verein, der unter der Rot der Zett hn letzten Winter seine regelmässigen wöchentlichen Bev- sanrmbungsaberrde abwechselnd in den Wohnungm ferner Mitglieder abhielt, wöbet gute ErzählungS- literatur, Belehrendes und Erbauliches geboten, auch der Anfang mit monatlichen Bibel st un- den gemacht wurde, hielt gestern im gvotzen Saal von Schneider seinen wohlgekungenen Schluhabend. 3nseiner Ansprache beleuchtete der Ortsgeistliche das letzte Derernsjahr und die Aufgaben, die die allgemeine Rot unseres Dolles und die besondere unserer Gemeinde stellt. Die zunehmende Fugendnot erfordere die Kleinkinder schule, am besten mit dem Jugendheim unter dem Dach eines Ge m e i n d e Hauses: die Zusammenfassung aller, die es gut mit der Jugend meinen, im Ausschuh für Bvlksdi ldung und Jugendpflege: erwartet toerfce die entschlossene Reuinangrischahme einer würdigen Kriegerehrung. Ern neu* gewahrter Vorstand soll auch in der mit Der- sammlungen stilleren Zeit Anregungen geben. Den Hauptverdienst um das Gelingen des Abends hat der Wartburgverein, dessen Spielabteilung deklamterte und zwei flott gespielte heitere Theaterstückchen zum Besten gab: seine Lautenabteilung zeigte gute Fortschritte. Bon den schön aeschmückten Tischen wanderten Grütze zu den fernen und Kranken. * Grün berg, 3. April. 3n der gestrigen Sitzung des Gemeinderats erläuterte Architekt 'Jäger-Queckborn rrvchmals feinen Plan des Wohn Häuserbau es an der neuen Der- binduingsstrahe zwischen Dezrrkssparkasse und Gie- tzener Straße. Er beabsichtigt, eine ganze Reihe moderner Wohnhäuser nach neu- zettlichen Vmstlerischen und städtebaullchen Grundsätzen zu errichten und ist bereit, da sich die Stadt hierzu gegenwärttg autzerstcmde erklärte, u. 11. die Kosten für Kanalisattvn und Wasserleitung selbst zu übernehmen. Hierzu wurde eine Eingabe des BürgerVereins zur Kenntnis gebracht, dessen Hmiptoersammlung die Förderung des Hägerschen Planes dringend beftirwortete. 3n der Aussprache wurde auf die in anderen Orten angeblich vollzogene Qlbgabc von Bauplätzen in Erbpacht hingewiesen, wobei nach 99 Hcchrem die Häuser zum halben Baukosten- Preis an die Stadt zurücksallcn könnten. Arber die Erbpachtverträge sollen Erkundigungen ein- gezogen werden, damit bei den Berhandlungen mit dem Gesuchfteller, mit denen der Bauausschntz beauftragt wurde, gegebenenfalls Vorschläge m dieser Richtung gemacht werden fomten. Angesichts der Knappheit an städttschem Baugelände ist der Gemeinderat der Ansicht, datz die entstehenden Häuser möglichst der Stadt gesichert oder mindestens zur Bekämpfung der Oribnberger Wohnungsnot verwandt werden sollten, datz hingegen ein Verkauf an Auswärtige zur Zett weniger erwünscht fei. Kreis Schotte». • Schotten, 3. April. Die hiesige gemeinnützige Baugenossenschaft ist gestern in einer Mil gl iccker-Versammlung infolge der widrigen Zettverhältnisse aufgelöst worden. Man beschloh aber einstimmig, die Reugründung einer Brngenollenschaft ins Auge zu fassen. sobald die Möglichkeit besteht, die Frage der •• Die Deutsche BvlkSpartei Y«tt ttm Mittwoch abend tm Gewerbehaus eine gutbesuchte Mttgliederversanrmlung ab. Professor D Schian berichtete über die Verhandlungen des iZentualvDrs(andes in Hannover, während Stadtv. Kirchner über die des eigenttichen Parteitags referierte. An die Ausführungen der beiden Referenten fchlvtz sich eine interessante Aussprache. " Ranuk, der Eskimo. Dieser Film, der seit gestern in den Pabast- Lichtsptelen gezeigt wird, ist eine ganz einzigartige und wunderbare Latsachenschllderung, die sich erfreulicherweise gänzlich fernhält von jeglicher Mache einer be» triebfamen Filmregte. Man wird da in prächtig gelungenen Bildern mit dem ergreifend harten Daseinskampf der Eskimos, ihren primittven und dcch so ungemein fessÄnden Lebensformen, der erhabenen Schönheit der Pvlarnatur und dem ewigen Ringen der bemitleidenswerten Menschen UNd Tiere mtt dieser Ratur bekannt gemacht. Grötzte Bewundernirg verdienen die Mäirner, die TTttiurtefong das harte Los der Eingeborenen auf sich genommen haben, um dort ihre Beobachtungen und Aufnahmen im Shrtereffe der Dollerkunde und Dollsbelehrung zu machen. Sie haben der Welt einen Kulturfilm tm besten Sinne des Wortes mttgebrachlt, dem mit Recht in der alten und der neuen Wett die grotzte Beachvang geschenkt toorben ist. Auch hier war gestern das 3nteresfe an dieser Filmvorführung sehr groh, wie der starte Besuch der Palast-Lichtspiele bewies. Der Film fällte aber nicht nur die Auf- merffanrfeit der Erwachsenen finden, man sollte ihn auch der Schuljugend zeigen, da er dieser als gute Ergänzung des Unterrichts viel zu geben hat. IBonuxtiittt. — Ta geskalen der für Freitag. Vtadtthsater: 7 Uhr .HunggessltenLänrmsru^. — Palast-Lichtspiele: „Ranur. der Eskimo". — Lichtspielhaus, Bahnhof strotze: ,.Zrvei Menschen". — Astoruv-Achtspiele: „Die gehettnntsvÄten Bier". — D. f. B. Morgen abend autzerordentliche ®eneratoerfanun(ang. Räheres in der heutigen Anzeige. — Artillerieverein. Morgen abend Mrnatsverfammlung. (Siehe Anzeige.) — Alters ve re inigung 1870—1920. Mergen abend Hauptversammlung. (Stehe An- Werlßck n LagerkM zu mieten gesucht. Schriftl. Angebote unter 018901 an den Gieh. An», erbeten. Junger Kaufmann sucht ver sofort möbliertes Zimmer Schrtstl. Angebote unter 018879 an den Giest. Anz. erbeten. — Stenographen »Gesellschaft Gabelsberger und Damenabteilung. Srnntag vsrnrttteg in der stadtknabenschule Ber- etnswettfchreiben. Räheres im heutigen Anzeigenteil. — Marcvwini und Lamari, zwei sehr gut empfohlene Zattberkünstler, kündigen in unserem heutigen Anzeigenteil für kommenden Sonntag ein Gastspiel in Gietzen an. Rachmittags soll eine Vorstellung für Kinder, abends eine für Erwachsene stattfinden. Die Künstler haben uns dokumentarische nachgewiesen, dah sie bereits in bieten Großstädten gewirkt und dort die beste, von namhaften Stellen auch schriftlich bestätigte Anerkennung gefunden haben, ferner hasten sie uns persönlich/ einige recht unterhaltsame Proben ihrer fabelhaften Geschickllchteit gegeben. Wan darf frier- nach auf eine wirklich amüsante Unterhaltung rechnen. Qläfrere8 ist aus der heutigen Anzeige er- sichMch. _____________________________ Suche per sofort smberkß, Wig. iäcliei bei hohem Lohn. 6i«mi WasÄfrau u. Büglerin wird gehalten. $tsBW»maai Wetzlarer Weg 15III "Verschiede ne» —Äer leiht einen» Landwirt gegen gute Sicherheit >md hohe Zinsen Sbler Mnndgaraeh entstellen bas schönste Antlitz. Selbe Übel werben sofort in volllommev 1 unschädlich« Weist beseitigt durch Zahnpaste Chlorodent ^teiienangebote Gut empfohlenes Mädchen für HatkSarbeit bis nachmittags gesucht. 018801 Stäbler, Sdmlftrafaje 1II. xapttanyef^af pi na nur etmaermaven zufriedenstellend zu lösen. Auch alle MLgttchcketten der Selbsthil f e wurden eingehend erörtert. Hm den Wenigerbemittelten Gelegmcheit zu geben, der Frage eines Eigenheims näherzutreten, wurde die Gründung einer Sparkasse angeregt. Ein Ausschuh wird sich mit den nottoenoigen Vorarbeiten befassen und hoftentlich bald mit praktt- schen Vorschlägen kommen, da heute mir auf genossenschaftlicher Grundlage die Möglichkeit des Bauens für den Einzelnen gegeben ist. Man rechnet mit einer größeren Beteiligung an der zu gründenden Organisation, so datz man für die Wohnungsfrage in Schotten eine baldige Lösung erhofft. § U l ri dfr fl e i n, 3. April. Die letzte Rächt hat dem frvhenDogelsberg neuen Schneefall beschert. An dielen Stellen, vor allem aus Aeckern und Wiesen, liegt der Schnee 30 Ztm. hoch zusammengeweht. Immerhin ist der Schneefall noch ein relatives Glück, well sonst die Kalle von 2 bis 3 Grad bei dem starken Sturm an den Saaten Schaden angerichtet Hütte. Starken-urg uiti> Rheinhessen. rm. Darmstadt, 2. April. Umfang- reiche Warendiebstähle in hiesigen und auswärtigen Geschäften wurden feit langer Zelt durch das eigene P-erftnal der Firmen ausge- führt. Jetzt ist es der Krimitralpolizei gelungen, den weitverzweigten Massendiebstählen, die auch «zu einem regelrechten Tauschhandel geführt haben, auf die Sprrr zu kommen. Ganze Wagenladungen vrn Textilwaren, Schuhen, Kristall- und P)r° ^ellanwaren aller Art, bis zu den feinsten geschliffenen Gläser« und wertvollsten Schalen, Herrenartikel, Dürsten und Lederwaren, Kurz- und Modewaren von ungeheurem Gesamtwerte waren von den Dieben, unter denen das weibliche (Sterneilt vorherrschte, in fortgesetzter Dreistigkeit beseitigt und meist an versteckten Plätzen auf- gestapelt oder gegen anderes Dirbsgut aus Frankfurt usw. vertauscht worden. Zahlreiche der Langfinger und Hehler wurden verhaftet. * Worms, 3. April. Bei Ausschachtungen in Worms wurde ein fränkisches Gräberfeld aufgedeckt. Bis jetzt wurden 6 Steinsärge gefunden. — Die P r e i sp r üf un g s - und Wucherabwehr st eile der Stadt wird erheblich abgebaut, well sie vom Publikum nur noch in geringem Matze in Anspruch genommen wird. Die Konkurrenz hat der Preistreiberei ein Ende bereitet. Hessen-Nassau. fpd. 5 r a n l f u r t a. M, 3. April. Wie wir bereits mirteitten, wurde der angebliche Guts- und Ziegelei bescher Michel aus Hahn bei Pfungstadt unter dem dringenden Berärcht, den seit Ro- veinber 1923 vermih.en Kaufmann HeinrichL a n fr- man n ermordet und im Main versenkt zu haben, verhaftet. Durch den bekannten ^Zufall" wurde auch diesmal der Mord entdeckt. Der Täter hatte die Leiche mit Stricken verschnürt und in den Main versenkt. Hier wurde sie nach vier Monaten in völlig verwestem Zustande vor zehn Tagen am Riederrader Wehr gelandet. Die Leiche war absolut unkennllich, so dah niemand mehr ihre Persönlichtett festzustellen in der Lage gewesen wäre, wenn sich nicht in der einen Tasche die vergilbten und verwaschenen, aber immerhin noch lesbaren Ausweispapiere des Landmann vorgefun- WM für Streu- n. Heiz- zwecke liefert "’te Carl Hom Jun.« Gießen, Frankfurter Straße 59 Telephon 1682. SrWajche Donnerst, nachm. v. SelterSw. b. Schau- zenstrahe mit etwas Geld und nur für Verlierer wichtigen Schriftstücken verlöre«. 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Falls Änderungen gewünscht werden, bitten wir solche innerhalb 8 Tagen bei uns einzureichen, da nachträgliche Wünche nichtberücksicht.werden können. Herso, Mitteldeutsche Annoncenexpedition Plockstraße 5. 2583h Tel. 1335. ^J^Astoria-Lichtspiele Die ■ MMM Hier 13.Teil:Berwaodenide Schatten in der Hauptrolle: W Eddie Polo und 01M0‘ W DerDintenräuter gwgfc Ein Abenteuer in 5 Akten, Liter» Emaille- u. Porzellankitt Pak.f ca.2«)Reparat. 50 Goldpfg. wc Ger ra ante- Drogerie ViBtoria-Drogerie. Brau! im Kränze Schleier Wische Seide Modehaus Salomon G19Ben.Sehnlstr.16 NWMWrisl- Ne yröeitro werd, übernommen u. tauber nudgcfübrt. Schr. aim. u. 018880 an den Giesi An». Vmtzüsle SßMMMe Biflei, M.Wkll Sonntag, den 6. April 1924, nachmittags 3 Uhr, auf der Liedigshöhe GM VSl-I; ' Minister a. D. Dr. Reinhold Strecker, Jena spricht über: „der Kampf um den neuen Reichstag" Mahler und Wählerinnen erscheint zahlreich. 250013 gur Deckung der Unkosten 30 Pfg Der Vorstand. MMfliWÄMMlWel! Die Landwirtschaftskammer bestand bisher überwiegend aus Großbauern. Das muh anders werden! Wir wollen für die großen Beiträge auch etwas haben! Das kann aber nur durch eine ganz andere Zusammensetzung der Kammer erreicht werden. Wen wollen wir wählen? Den Hessischen Bauernbund können wir nicht wählen, weil die Spitzenkandidaten seiner Liste, die allein gewählt werden können, Großbauern sind und darum die Böte der kleinen und mittleren Bauern nicht kennen. DieLifte „Arbeitsgemeinschaft" besteht wohl aus tüchtigen Männern, die aber auf ein Siedlungsprogramm eingeschworen sind, das direkt an den Kommunismus grenzt. Wir können also dieser Liste unmöglich unsere Stimme geben. Die Liste „Hessischer Bauernverein" wendet sich an die Katholiken und kommt deshalb für Evangelische nicht in Betracht. Es bleibt daher nur die Liste des Deutschen Bauernbundes mit dem Kennwort „Kleine und mittlere Dauern". Hier haben wir Männer, die voll und ganz die Interessen des Bauernstandes vertreten wollen und kommen. Sie werden mit aller Kraft dafür eintreten, dah die Interessen der kleinen und mittleren Dauern gleichberechtigt neben denen der großen Berücksichtigung finden. Sie werden eine gesunde Siedlungspolitik fordern, die in erster Linie auf die Vergröberung der kleinen und mittleren bäuerlichen Betriebe hinzielt. Wählt deshalb am Wahltag unsere Liste! Stimm, zettel wurden an die Bürgermeistereien versandt. Diel hängt von dieser Wahl ab! Unser Wahlzettel lautet: 2547D Wahl der Mitglieder der Landwirtschaftskammer. Wahlvorschlag des Deutschen Bauernbundes. Kennwort: Kleine und mittlere Bauern — Oberhessen. 1. Heinrich Ludwig Gottwals, Landwirt in Ulfa. 2. Gustav Adolf Seum, Landwirt in Schwickartshausen. 3. Otto Schneider, Landwirt in Hungen. 4. Heinrich Hofmann, Landwirt in Reichlos. 5. Otto Hornung, Landwirt und Werkmeister in Glashütten. 6. Georg Bernhard, Landwirt in Ortenberg. 7. Friedrich Werner 2., Landwirt in Ober-Lais. 8. Heinrich Jäger, Landwirt in Heisters. 9. Friedrich Bechtold, Bürgermeister u. Landwirt in Sckartsborn. 10. Adolf Simon, Ziegler in Ober-Lais. Sonntag von 11—6 U.ir geöffnet. an 4» an an o ‘5 a> e 15) C 3 X n N Halt! Diel Geld sparen Sie wenn Sie Ihren Bedarf in eleganten Herren und Burschen An»iigeu, ttonfirmauden-Auzügeu hier decken Schlüpfer,Ultter.Gummimäntel enorm billig. Feldgraue Joppen von . . ... Mk. irr — Lange seldgr. Tuchhosen sonne Sporthosen Mk. 9. Lang« Manchesterhose« sowie für Sport Mk. 13. Mestreiste Hosen in allen Farben von. Mk. 6 — Fünglingsboscn.............. . • . Mk. 4. Blaue Arbeitsanzüge .............Mk. 7. Kinder-Anzüge für 5—10 jährige von Mk. 8.— । Sommer Foppen in allen Preislagen, foro. verschied. * Damenkleider. — Beeilen Sie sich, derBersuch lohnt. !; I Herrengarderobenhaae L. Rosenzweig, Gießen ?. Kelterswes 58, 1 Treppe. 2566D . J Kein Laden. Eingang Ecke BoikSbad. Kein Laden. |j| BMP Oeffenttich« Mieterversammluno SamStag.de« 5. April, abends 8V«Ubr. im Katb. BereinSbavS WslW darf M Mietkkschnstesktz noch mA onsgehobeo totröen? Referent: Herr Fuchs, Mainz, vom Landesverband. Str WtnekSMWkMinunS seine Kriküssöhrnng. Refereni^HerrRechtkanwaltHomberger, Giehen. Eintritt 30 Psg. Freie Aussprache 2585V Ter Vorstand. Gberhesfischer ttunftverein Sonntag, 6. April 1924, vm. 11 Uhr: Eröffnung der W. Barthel - Gedächtnis. Ausstellung mit Gedächtnisrede des Herrn Professor w,v Dr. Röschen - Laubach zu welcher hiermit etngeladen wird. Männer-Gesangverein S® Gießen. Werte Mitglieder! Sonntag, den 6. Avril 1924: 11. Stiftungsfest auf der Karlsruhe. Anfang 4 Uhr» otwo Der Dorftand. V. f. B. Samstag, den 5. April 1924: Außerordentliche Generalversammlung im Schipkapah. IS®* Wichtige TageS-Ordnung. Vollzähliges Erscheinen unbedingt er« forderlich.oiser» Der Vorstand. Saatkartoffeln Speisekartoffeln auS Sandboden verkauft billigst ”*D Tel. 16108. Hans Eitner A.-G., Leipzig. DV* Wir verweisen auf den beiliegenden Prospekt der Firma Fohö. Tclkamv'S (Gartenbau - Etablissement „Floralia" Hillrgom Haarlem sHolland). 2589s# Nr. 81 Zweites Matt Wirtschaft. Die Goiddiskontbarrk. Her Reichsbankpräsident Dr. Schacht empfing einen. Mitarbeiter des „Deutschen Handrls- Lienft^ uno gab Auskunft über einige Fragen, bie den Arbeitsbeginn der Golddts- kontbank betreffen. Hteimach wird das Institut feine Tätigkeit bereits im Laufe der nächsten Woche aufnehmen. Es ist nicht beabsichtigt, für die Gvlddistentbank einen besonders groben Apparat aufoustefjen. Sie wird auch räumlich im Gebäude der Reichsbant m Berlin untergebracht sein und organisatorisch als eine Goldabteilung der Reichsbank funktionieren. Für das Bele i hu ngsge s chäf t stehen die in Aussicht genommenen Beträge, vor allem das Eigeii- tapital der Dank, sofort zur Derfügung. Bei der Auswahl der Kreditnehmer wird vor allem darauf zu achten sein, daß das Institut in erster Linie gegründet wurde, um die Produktion der deutschen Wirtschaft za fördern. Konsumtivkredite kommen kaum in Betracht. Die bisher in der Oeffentlichkeit angestellten Mutmastungen über den Voraissicht- lieben Zinssatz sind grösttenteils unzutrefseich., Dcraussichtlich werden die Kredite bei der 'Bank selbst mit 10 Prozent zu verzinsen sein, so dast der letzte Kreditnehmer nicht mehr als 12 Prozent zu zahlen hätte. In erster Linie werden jedenfalls diejenigen Industrien Berücksichtigung finden, die ausländische Roh- Materialien usw. für den Export weiter- verorbeiten, da in diesem Falle das Herein- holen neuer Devisen und damit auch die Rückzahlung der Kredite am meisten gesichert erscheint. Es ist jn hoffen, dast der sofortige Arbeitsbeginn der Bank günstig auf den inländischen Devisen verkehr zurückwirken und einen grosten Teil der Wirtschaft die beruhigende Gewißheit geben wird, dah er die benötigten Einfuhrdevisen jederzeit bekommen kann. Hierdurch dürfte die jetzt infolge der scharfen Repartierungen eingetretene ängstliche Rervosität bald beseitigt werden. Steuer Rückgang des Kraue. Dach einer Meldung des „Berl. Lokalanz." ist gestern an der Pariser Börse ein neuer Frankenrückgang eingetreten. Der Kurs für ein Pfund Sterling, der am Dormittag auf 71,90 stand, ist bis 3 älhr nachmittags auf 74,70 gestiegen. Zurückgeführt wird diese neue Frankenbaisse auf den Wochenbericht der Dank von Frankreich, der eine Dermehrung des Danknotenumlaufs in der vergangenen Woche um rund 264 Millionen Franks auf weist. Auch an der Deutz orker Börse ist gestern der FraaLen zurückgsgangen. Er notierte 5,8 Gents. 4 HerabsetzungvonDörsenumsatz- st euer und Effektenprovision. Wie bereits berichtet, hatte der Reichsminister der Finanzen die Herabfetzung der Börsenumsatzsteuer für Dividendenwerte und Daludaanleihen für Kundengeschäfte auf 1.5 vH und für Händler- gefdjäftc auf 4 v. Tausend davon abhängig gemacht dast die Effektenprovifron der Danken auf die Hälfte des bisher geltenden Satzes herabgesetzt wird. Ter Zentcalverband des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes hat dem Rsichssinanzmim- flerium nunmehr mitgeteilt, dast die m Betracht kommenden Berliner und auswärtigen Bankenvereinigungen sich, wenn auch unter Derwahrang gegen die Unzulänglichkeit der Steuerherabsetzung und gegen die Unangemeffenbeit des hieraus sich ergebenden Verhältnisses zwischen Steuer und Provision, mit der gebadeten Herabsetzung der Provisioii einverstanden erklärt haben. Die Pvoviswnsherabsetzung soll gleichzeitig mit der Herabsetzung der Börsenumsatzsteuer, also voraussichtlich mit dem Beginn der nächsten Woche, in Kraft treten, sofern die entsprechende Derord- nung des Reichsministers der Finanzen bis dahin ergangen ist. * Zahlungsschwierigkeiten einer Berliner Privatbankfirma. Die Berliner Privatbankfirma Hans F. Liebhardt befindet sich in Zahlungsschwierigkeiten, doch hofft man, ein Abkommen mit den Gläubigern zu treffen. * Info lvenz eines Düsseldorfer Wankgeschäfts. DasBanltzefchäftMetzerLCo. /Düsseldorf, befindet sich m Zahlungsschwterig- Ifeiten. Der gesamten Zahlungslast von rund »00 000 Goldmark stehen 225 000 Goldmark Der- tbnögenswerte gegenüber. ( • Deutschlands Kohlen Produktion um Februar. Dom statistischen Reichsamt toerben jetzt die Förderergebnisse des gesamten deutschen Bergbaus für Februar bekannt gegeben. Danach betrug die Steinkohlenförderung ohne / Eaargebiet 9,73 Mill. Tonnen, gegen 8,16 Mill. Tonnen im Dorjahre und 11,35 Mill. Tonnen 1913, ebenfalls auf Grundlage des jetzigen Gebietsumfanges ohne Saargebiet gerechnet. Draun- kchlen wurden 8,33 Mill. Tonnen gegen 11,53 bzw. 6,84 Mill. Tonnen gefördert. Äe Koks- erzeugung stellte sich auf 1,74 Mill. Tonnen gegen 2,02 bzw. 2,31 Mill. Tonnen. ; Don der Stahlindustrie. Aus Düsseldcrf wird berichtet: Die früher in dem Deutschen Stahlbund vereinigten Werke kamen am 1. April zu einer zwanglosen Aussprache zusammen, in welcher die gegenwärtige Marktlage erörtert wurde. Die Besprechung ergab, dast die Werte im allgemeinen zur Zeit gut beschäftigt sind, coenn auch in einzelnen Zweigen der Auftragseingang noch zu wünschen übrig lästt. Einheitliche Richtpreise, wie sie früher üblich waren, sind nicht festgesetzt worden, ebensowenig wurden sonstige Beschlüsse von allgemeiner Bedeutung gefaßt. Die Derhältnisse bei den Siegerländerwenen sind nach wie vor schwierig. Die Wiederinbetriebsetzung der flittgsiegten Abteilungen erfolgt nur ganz allmählich, trotz der inzwischen eingetretenen Preisbesserung. * Deues Abkommen der Badischen Anilinwerke mit der Rheinlandkommission. Die Badische Anilin- und Soda- fabrik, deren Betriebe zur Zeit stilliegen, hat mit der Rheinlandkommission wegen Lieferung von Düngemitteln nach Belgien und Frankreich ein neues Abkommen auf drei Monate getroffen. * Die Preisbildung in der Land- wirtschaft. Die Mestzahlen der „Landwirt- schaftlichen Wochenschau" zeigen bei den landwirtschaftlichen Betriebsmitteln in der zweiten März- Hälfte kaum nennenswerte Aenderungen gegenüber der ersten Märzhälste. Der Durchschnitt Oer land- Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) ~~r~————III—MMIMH—WlllllimiBIBI WIIIII1M— Mill IIIII III wirtschaftlichen Betrieb sm ittelp reife liegt immer nrch um 50 Prozent über dem FriÄ>ensnroäau. Dagegen sind die Preise der landwirtschaftlichen Erzeugnisse zum Teil erneut $arücf gegangen und liegen gerade bei den wichtigsten Erzeugnissen bis zu 26 Prozent unter dem Friedenspreis. Trotz eines gewissen Rückgangs der Lebensmittel- Neinhandelspreise bleibt deren Diveau doch noch bis zu 53 Prozent über dem Friedensdurchschnltt. Insgesamt liegen also auch jetzt die wesentlichsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse stark unter den Preisen von 1913, während sowohl die landwirtschaftlichen Betriebsmittel als auch die Kleinhandelspreise das Diveau von 1913 zum Teil bedeutend überschreiten. * Zusammenschlust des bayerischen Mehlgr Osthandels. Unter der Firma: „Derein Bayerischer Meblgrosthändler Dürnberg" haben sich die großen* Firmen des Mehlgr Osthandels Mittelfrantens zusammengeschlossen zur Wahrnehmung und Förderung gemeinsamer 3ntereffen des Grosthandels in Mehl und Mehlprodukten. Insbesondere ist beabsichtigt, die Solidität und Seriosität des Mehl- Handels wiederherzustellen. • Amerikanisch e Anleihe für die Schweiz. Die Schweiz hat mit dem Deuyorker Dankhause I. P. Morgan eine Anleihe von 30 Millionen Dollar auf 20 Jahre zum Zinsf ist von 5,5 Prozent und einem Emissionskurs von 97,5 Prozent abgeschlossen, die hauptsächlich für Tilgung der schwebenden Schuld, speziell für Rückzahlung von Reskriptionen und für Getreideltefe- rungen von Amerika bestimmt ist.- Die neu? Dollaranleihe hat einen günstigen Einflust auf bm Schweizer Dollarkurs ausgeübt, der seit gestern von 5,74 aus 5,68 zurückgegangen ist. Die Eidgenossenschaft hat bereits feit 1919 drei Dollaranleihen zum Gesamtbeträge von 75 Millionen Dollar abgeschlossen. Auch die Städte Zürich und Bern haben im Jahre 1920 zwei achtproz-entigei Anleihen von 16 Millionen Dollar in Deuhork ausgenommen. * Eine Fordsche Automobilfabrik in Schweden. Fords Automobilabsatz in Finnland soll durch eine soeben in Stockholm in Dau genommene Automobil-Montierungsfabrik gefördert werden. Dieses neue Unternehmen soll, nachdem sich die Kopenhagener Fabrik als zu Nein erwiesen hat, Schweden, Finnland und die übrigen Ostseestaaten mit Automobilen und Ersatzteilen versorgen. Frankfurter Börse, Frankfurt a. M., 3. April. Tendenz: Unregelmäßig. — Auf den meisten Marktgebieten war das Geschäft auch heute nicht sonderlich groh. Deben den Geldverhältnissen macht die Kurs- enttoidhmg des französischen Franken sich an den Effektenmärften unangenehm bemerkbar. Das Bestreben der Spekulation, Deckungen vorzunehmen, trat heute vereinzelt auf. Es waren, wenn auch nur mäßige, Erholungen in verschiedenen Aktien zu beobachten. Am Montanaktienmarkt blieb das Geschäft anfänglich rfthig. Etwas Interesse stellte sich für Westeregeln ein, während Aschersleben na ergaben. Oberschleftsche Werte unterlagen leichten Schwankungen. B 'Initii-b? 'ioti.-r 11 • Geld ihr ter Gel» Örief 2. 3. ?imst.-Rott. Brss.-Antw. Cbristiania. Kopenbagen Stockholm. HelsingforS. Italien . London . Renyork . . Paris ... Schweiz - Spanien . • Wien in D> Oest.abgrit. &« Buen^Aire-Z Bulgarien Japan Vito de J.iu Belgrad rtijadon 1j5,61 21,15 17,35 19,82 111,22 10,57 18,85 18,055 4’9 24,94 <3,57 58,üö 6,08 12,71 6,38 1,385 C-,29 1,795 1,485 5,58 12,96 ( 156,39 21,25 !7,64 70,14 111,78 10,63 18,95 18,145 4,21 25,06 73,93 b6,94 6,12 12,79 6,42 139= 3,31 1,805 0,49- 6,62 13.04 Bantu Ohne Ge 155,61 21,55 '7,36 (9,43 110,72 10,57 18 85 18,055 4,19 25,14 73,57 54,86 r,08 12,71 6,38 1,375 3,29 1,795 1,185 5,63 '3,21 »ten. währ.) 156,39 2',65 .7,64 69,77 111,2i 10,53 18,93 18,145 4,21 25,25 73,93 55,14 6,12 12,79 6,42 \385 3.31 1,80 1.49, 5,67 13^9 1 1 1 1 1 2 1 1 1 1 1 1 2 1 voll' 1 30 5 5 5 1 1 1 1 1 2 1 1 1 1 1 1 2 1 voll 1 voll 1 5 voll 10 trrrn«-. 3. April Geld Brief Revart. % Schwerer Hott» ........ GranzSstiche Not« ........ Dänische Noten ......... Schwedische Noten ........ Holländische Roten........ Deutsch-Oesterreich, 1 100 Ätenen Amerikanische Not«....... Liglische Noten.......... italienische Note«......... vekaische Noten.......... 73,57 2-,94 69,43 110,72 155,61 6,08 4,19 18,05 20,85 21,55 4,79 12,71 67,36 2,31 54,86 73,93 26,06 69,77 111,28 15 ,39 6,12 4,21 18,1 20,95 21,65 4,81 12,79 67,64 2,33 55,14 2 1 2 2 1 2 1 1 25 10 voll 2 20 voll 2 richechoslowakische Not«. . . . . Rumänisch« Noten- Cewatit* Rot«. . Berlin Frankfurt a M. 3n Billionen Prozent Datum: •) Dom Rückzahlungswert. Märkte. Berliner Produktenbörse. Berlin, 3. April. Die Geschäftsstille im Getreideveitehr hat heute einen Grad erreicht, der die Ruhe der letzten Tage noch übertraf. Das Inlandsangebvt war geringer als bisher. Die Preisforderungen hielten sich auf der bis- beuigen Höhe. Bei der geringen, durch die Geldknappheit veranlaßten Unte nehmungslust kam es daher nur zu ganz belanglosen Umsätzen. Diese Feststellungen gelten für alle Artikel, so daß sich ein Eingehen auf belanglose Einzelheiten erübrigt. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märf. 171 bis 176, Roggen, märf. 124 bis 140 (ruhig), pomm. 130 bis 134 (ruhig), Braugerste 170 bis 190 (ruhig), Futtergerste 155 bis 165 (ruhig), Hafer, märf. 124 bis 131 (ruhig), po-mm. 120 bis 128 (ruhig), Raps 310 bis 315 (still), Leinsaat 410 bis 415 lstill): für je 100 Kilo: Weizenmehl 25 bis 27 (still), Roggenmehl 21 bis 23,25 (matter), Weizenkleie 10,50 bis 10,60 (stetig), Roggenkleie 8,60 bis 8,80 (etwas fester), Diktoriaerbsen 27 bis 28, kleine Erbsen 16 bis 17, Futtererbsen 13,50 bis 14, Peluschken 12 bis 13, Ackerbohnen 16 bis 17, Wicken 14 bis 14,50, Lupinen, blau 13 bis 14, Sera della, alt 16 bis 17, neu 13,50 bis 15, Rapskuchen 11,50 bis 11,60, Leinkuchen 22,50 bis 23. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 3. April. Es wurden gezahlt je 100 Kg.: Weizen (Wetterau) 17.75 bis 18.25, Roggen 15.75 bis 16.25, Sommergerste für Drauzwecke 20 bis 21, Hafer (inland.) 15 bis 15.50, WeizenmeU (südd. Spezial 0) 27 bis 27.75, Roggenmehl 23 bis 23.75, Weizen- und Roggenkleie 9.75 bis 10.50, Mais (gelb) 19.25 bis 20. Ten- denz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. fpd. Frankfurt«. M., 3. April. Austrieb: 821 Kälber, 184 Schafe, 352 Schweine. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Kälber, feinster Qual. 65 bis 70, mtttL Qual. 58 bis 64, gering. Qual. 50 bis 57; Schweine unter 80 Kilo 60 bis 66, von 80 bis 100 Kilo 68 bis 70, über 100 Kilo 68 bis 70 Mark. Der Markt hatte lebhaftes Geschäft und wurde aus- verfauft Diehmarkt in GrLnberg. • Grünberg, 3. April. Der Auftrieb zum gestrigen Diehmarkt betrug 321 Schweine, meist 7- und 8wöchige, die, soweit ein Absatz ftatt» fand, mit 35 bis 40 Mk. gehandelt wurden. Junge Tiere hatte man wegen des kalten Wetters nickt 67o Deutsch, RetchSanleid, ••/<, Deutsche Reichsanleihe !*/••/o Deutsche Reich^aiileib» A. Deutsche Reich-Anleihe Deutsche Sparprämienauleih« die Geldgeber besonders Reigung zur Hergabe von letzterem bekundet hätten. Bei der Kursbildung überwogen in der Hauptsache zwar noch Abschwächungen, doch hielten diese sich in engen Grenzen und überschritten nur ganz vereinzelt ein oder gelegentlich zwei Billionen Proz. Ihnen standen eine ganze Anzahl von Kurserholungen gegenüber, zu denen anscheinend Deckungen der Börsenspekulation beigetragen haben. Am Devifenmartt sind in den Zuteilungen und Kurs fest se gingen sowie in den Anforderungen Der^n^erutigeu von Bedeutung nicht eingetreten. Börsenkurse. (Ohne Gewähr.) Schluß Kur» | Schlich. Kur, Schlich» rtu.s Lchlutz- fiurs 2.4. | I. ». 2.4. 8. 4 0,099 0,099r. 0,103 0,098 0,5.5 0,525 0,-25 0,525 0,120 0,2.70 0,294 0,292 0,0 5 0,97 0,990 0,990 0,151 0,150 — - 0,330 U,3oO 0,310 0,330 0,250 — _ — 4,2 4,2 4 2 4,2 83,5 83 83,5 83,25 7,65 7,55 7,25 — — 55,5 - — 36 35 37 35,25 4,87 4,75 5 4,87 10,25 10 10,3 10 9,75 9,75 9,8 8,75 1,05 1,05 — 12 11,75 12 11,5 17 '7,4 — - 2,55 2,50 2,6 — 0,47^ 0,4875 0,475 0,450 0,7 - 1 — - 3,25 51 16,13 15,13 15,75 15 27,2 28,5 27.9 27,5 41 42,25 41,5 42,25 49 49 49,1 i 49 64 63 62,5 62,1 15 13,25 13,5 3.2 20 75 21 20.5 20,75 13,26 12 13 12 21 20,5 21 2 ,75 29,25 29 28,75 292 30,5 31 31.1 47 — 44 45,25 2,8 2,5 — — 27,6 26 26,2 26,25 5,87 5,75 5,75 3,6 3,2 — 11,13 10 — — 3 3,1 3 3,1 30,5 -. 28,5 28 16.38 16.13 16,3 18 2,2 - — — 13 13 13^ 12,5 13 12,9 12,76 12,8 13 13 13 12,7 11,1 10,75 — E> 14,1 14,2 14J5 14^8 18,3 18,6 —- — 0,76 9,6 8,7 — 16 15,75 15,75 15,75 M 34 94,5 38,6 — 38^5 86,75 2J5 2,5 24 2,5 4,6 4,4 4,65 4,6 4,1 3.1 —» — 28,5 27 28 27,6 1.5 1.3 1,5 1.7 1,75 1,8 17 17,5 — —- 2,1 2 2,1 2,4 — 3,5 4,6 4,3 9.1 9 — — 11 11, 11,25 10,75 4,3 3,8 4,65 4 4 —» Freitag, 4. April 1924 angefahren. Der Handel ging sehr schleppend, es verblieb großer stleberstand, woran außer der Geldknappheit ebenfalls die Witterung schuld fein mochte. Kirchlich-; Nachrichten. 3fr. Religionsgemeinde. Gottesd.i. b. Synagoge (Süd-Anl.). Samstag, den 5. April. Dorabd. 6.45, morg. 9.00, abds. 7.10 u. 7.50. — NB. Der Gottesdienst findet jetzt wieder regelmäßig in der Hauptsynagoge statt. Bncherlisch. X Kaum eine Gestalt des deutschen Mittelalters hat int Laufe der Jahrhunderte weniger von ihrer Problematik verloren, kaum eine ist in der gelehrten Forschung von der Parteien Leidenschaft unterschiedlicher beurteilt worden, kaum eine steht der interessierten Laienwelt immer noch so rätselhaft gegenüber als die Gestalt des Hohenstaufenkaisers Friedrich II. Da ist es dankenswert, daß Wolfram von den Steinen den Versuch macht, durch eine Auswahl aus den „Staatsbriefen Kaiser Friedrichs des Zweiten" (bei Ferdinand Hirt in Breslau) uns die sizilianische Sphinx näherzubringen. Kluge einleitende Worte führen unmittelbar zu den Kaiserlichen Dokumenten selbst hin, aus denen das Wesen des letzten großen mittelalterlichen Menschen sich flar herausschält als das Leben hohenstausischer und normannischer Geistigkeit, des fetzten Trägers „heiliger Einheit Den Reich und Ich, von Wort und Schwert, von Glaube und Werk, von Gott und Mensch". Die Briese geben einmal in ihrer geschickten Auswahl ein geschlossenes Bild der großen Ziele kaiserlichen Machtstrebens, aber auch einen tiefen Einblick in die Arbeit des großen Diplomatw durch den Briefwechsel mit den Päpsten Innozenz III. und Gregor IX., den Königen von Frankreich und England, die vorbereitenden Dokumente zu seinem Kreuzzug. Den Menschen Fried' rich, den Vater und Freund, zugleich den glänzenden Stilisten lernen wir kennen in den Briefen an feine Sohne Konrad und Heinrich, seine Schwiegersöhne, an den ihm besondÄs nahest chew den Emir Iahr-Ed-Dir. Eine Reihe Gesetzentwürfe und Erlass: geben Kunde von der unmittelbaren HerrschTrkätigkeit des Kaiser-. Eine wertvolle Ergänzung Zu dieser Arbeit von den Steinens ist die glänzende Monographie bii einer der besten Kenner des deutschen Mittel- alters. Karl Hampe, vor nun schon fünfanb- zwanzig Jahren dem Kaiser gewidmet hat (Sonderdruck der Histor. Ztschr. bei R. Olden- bourg, München). Aus dem Milieu seiner Jugend sucht Hampe die Entwicklung seines Charakters, die Ausbildung des absoluten Monarchen, der in seiner religiofen Toleranz, ein Erbe seiner sizi- lischen Ahnen, dem Vorschieben des persönlichen Moments, das freilich das einzige Bindeglied zwischen seinen auseinanderstrebenden Reichen war, durchaus ein moderner Mensch war, za erklären. — Mereschkvwski: Leo nardv da Vinci (übersetzt von Alex. Sllasberg mtt 19 ganzseitigen Billckeigaben bet R. Piper & Co., München). Aus der großen Romantrilogie Me- reschkowskis .Der Antichrist" ist fein hier erst kürzlich besprochener Julian Apostata" in Deutschland am bekanntesten. Mit Unrecht. Der „Leonardo" teilt mit dem so bevorzugten Partner die glänzende Schilderung des Milieus auf Grund sorgfältiger Studien, die starke Gegenständlichkeit der Darstellung, die sorgfattig durchgearbeitete. sauber ausgeteilte Ausführung der Charaktere. Man mag manches dagegen einzuwenden haben, die Geschichte eines großen Menschen aus einem Roman kennen zu lernen, es mag vom Dichter manches schief, unhistorischi gesehen, manches umgebogen sein, plastisch, lebendig, fesselnd, begeisternd ersieht öle Geschichte mir in den Werken unserer ganz Großen, die mit dem Forschec- tum des Gelehrten das Künstlertum des Dichters verbinden. Don diesem Ideal ist Mereschkotvskt zvxir weit entfernt, aber wie e r die Welt Leonardos, den Menschen Leonardo und das Werk des universalen Schöpfers sah, das vermtttell ec in packender, schwungvoller Darstellung, die seinen Rcman. unterstützt von den ausgezeichneten Reproduktionen der Werke des Meisters, weit über eine bloße Anter Haltungslektüre hinausheben. (In einem Teil der Auflage wrederholt.) Die Kohlenlieserungen auf Repc rationskonto. Köln, 3. April. (Priv.-Tel.) Die Erneue- rung der am 15. 2lpcil ab lauf enden Micum- Oerträge wird von den Zechen wie von den Becg- arbeiteroerbänten abgelehnt. Die Schwierigkeiten für das Industriegebiet werden bettn Atcht- zustandekommen einer Einigung aif irgendeiner Grundlage sehr groß werden und die Folgen sind unabsehbar. Die Lieferungen a if Reparation Skonto, mit denen die Zechen wegen ungenügender Wagengestellung im Rückstand geblieben waren, erfolgen neuerdings lebhaft, ba- mit beim Ablauf der Micumverträge am 15. April die gemäß diesen Verträgen zu liefernden Mengen möglichst restlos abgesührt sind, Eine größere Anzahl von Zechen wird aber in den nächsten Tagen Feierschichten einlegen müssen, da die Wagengestellung in den fetzten verflossenen Tagen sehr zu wünschen übrig lieh. Infolge Einsetzens der vermehrten Reparationslieferungen fehlt es in Ruhrort an K a h n- raum, so daß die Kohlenzüge nicht rechtzeittg entladen werden können. Dadurch wird naturgemäß Derstrpfung der Bahnhöfe und damit noch stärkerer Wagenmangel hervorgerufen. Obwohl die Dernoaltung der Regiebahn unter Fühl rng- nähme mit den Intereisenverbänden lebhafte Anstrengungen macht, um die Schwierigkeiten z» überwinden, glaubt man doch in Kreisen der Zechenbesiher nicht daran, daß sie so schnell beheben werden können, wie es notaoendig und im Interesse der Allgemeinheit zu wünschen wäre. Mdits »IrlttMßUAej als eine unreine Haut! Pickel, Mitesser, Pusteln und alle sonstige Hautunreinheiten beseitigt die Aok - Seesand - Mandelkleie, die einen wunderbaren Teint mit einem mattschimraernden, pfirsichartigen Hauch hervorzaubert. Ächten Sie auf den Namen „ A o k Ueberall zu haben. (Dachdruck verboten.) 64. Fortsetzung. weite Luken in der QBfe em Schwarm den Kreuzer dem Wo wollen Sie Neuyork - London - Berlin Zürich von Nan dem Eskimofilm Naturgewalten 1696 inkl. «teuer. 2. Platz (untiiimeriert) M ungen treten nach April 1924) Goldmark betragen in einem Ka- Isenbrandt." Ostkamm weiter. be der Doranmel- blauf einer sieben mehr als 500 haben, 2. Steuerpflichtig«, tägigen Schonfrist (17. und Einkommen im Sinne von Ar. 3 von zusammen mehr als 2000 Gold- mark bezogen haben. III. Vovanmrldungen für die Dor- aus-ahlangen haben ohne besondere Aufforderung abzugeben: 1. Die unter I Ar. 1 und 2 und unter II Ar. 1 und 3 bezeichneten Personen und Körperschaften, wenn die Brutto- (Roh-)Cinkünftc (Betriebseinnahmen) im Dorauszahlungsabschnitt (Monat bzw. Kalendewvierteljahr) insgesamt 2. Steuerpflichtige mit einem steuerpflichtigen und einem steuerfreien Umsatz von mehr als 1,5 Millionen Mark im Kalenderjahr 1922. Sverrsitz (numeiiert) Mk. 2.—, 1. Platz (muncrierti Mk 1.50, Drucksachen aller Art lief-M In jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die Brühl'eche Uiiv.-Drackerei, R. Unge Über monatliche und vierteljährliche Vorauszahlungen auf Ginkourmen- und Korperschaftssteuer, sowie über Bvranrneldungen für diese Vorauszahlungen. I. Monatliche Vorauszahlungen auf Einkommen' und Körperschaftssteuer haben zu leisten: 1. Steuerpflichtige mit einem steuerpflichtigen Llmsatz von mehr als 1,5 Millionen Mark im Kalenderjahr 1922, das sind also die Steuerpflichtigen, die zu monallichen Vorauszah- langen auf die Llmsatzsteuer verpflich- Rückcn ging nach Aordosten, Osten. Herr von Löwen lieh Aordostkurs folgen. „Halt, Herr von Löwen! Sie sehen die lähmende Pracht der Polarwelt, des ewigen Eises, das Rasen der Schneelawinen und des Polarsturmes, Walroßmord, Seehundfang, Weißfuchsjagd, Kajakpaddeln, Bau von Schneehütten für die Nacht, Wanderung in der Eiseinsamkeit Durch diesen Film geht ein wildverbissenes Pathos. Er hat etwas Erschütterndes und Homerisches, das Heldenlied vom äußersten Vorstoß des Menschen gegen Tiere, Kälte und Hier hatte die 9. S. C. vor zwanzig Jahren Iihre Aicheiten begonnen. . . Richtiger gesagt, die alten ähnlichen Arbeiten der russischen Regierung in großzügiger und technisch viel voll- 'kommenerer Weise fvrtgeführi. Dicht besiedelt war das Land hier. Lebenswichtig für das Gedeihen der Siedlung war das gute Funktionieren des Kanalsystems und der Stauanlage. Aber schon mehrmals waren die Anlagen das Ziel feindlicher Angriffe gewesen. Georg Isenbrandt war seit Beginn des Aufstandes Tag und Aacht unterwegs. Der Kreuzer des Herrn von Löwen war seit Tagen sein ständiges Quartier. Als das Schiff jetzt an der grohen Schleus« von Kula Kul rüederging, kam sofort der Adjutant des Generals Bülow, der Hauptmann Averil Lowdale, an Bord, um Rapport abzu- statten. Mit gespanntem Interesse lauscht« Isenbrandt dem Bericht des Offiziers. Erst in der vergangenen Aacht hatte eS hier einen scharfen Kampf gegeben. Ein überraschend starkes Geschwader hatte nach Anbruch der Dunkelheit einen Angriff auf die Anlagen unternommen. Hauptmann Lowdale hatte ihn mit gutem Erfolg abgewehrt. Die Anlagen waren nur leicht beschädigt worden. Der Hauptmann war mit fernem Bericht an Isenbrandt zu Ende. „Öie haben recht, Herr Hauptmann! Es hat keinen Zweck, hier ständig grohe Kräfte zu bin- lendrrotrteljahr bezogen haben: a) Brultoarb itslohn von mehr als 2200 Goldmart, d)Brultoarb.itslohn und Druttoein- tünfte aus vermietetem und verpachtetem Grundbesitz, aus freien II. Vierteljährliche Vorauszahlungen auf Einkommen- und Körperschaftssteuer haben zu leisten: 1. Alle Gewerbetreibende (natürlichePer- fönen und Körperschaften), soweit sie nicht zu monatlichen Vorauszahlungen verpflichtet sind, (i Ar. 1 und 2.) 2. Steuerpflichtige, die lediglich Arbeitseinkommen von mehr als 2000 Goldmark im abgelaufenen Kalender- Vierteljahr bezogen haben, 3. Steuerpflichtige, die im abgelaufenen Kalendervierteljahr lediglich Einkommen aus vermietetem und verpachtetem Grundbesitz, aus freien Berufen, aus anderer selbständiger Arbeit und aus sonstigen Einnahmen bezogen haben, und zwar ohne Rücksicht auf die Höhe dieses Einkommens. 4. Steuerpflichtige, die im abgelaufenen Kalendn^ierteljahr Arbeit, einlommen aufgescheuchter Krähen schoh ein halbes Dutzend schneller kleiner Schiffe daraus hervor, bie sich sofort weitausetnander zogen und den Kompagnie» kreuzer einkreisten. Eh« weitere Schiff« folgen -torytten, erreichte der Lufttorpedo sein Ziel. Gin Blitz! Roch bevor dec Donner der Explosion den Kreuzer erreichte, sah mon v^n dort aus die furchtbar« Wirkung. Weit aufgerissen klafft« jetzt die Deck« dieses heimlichen Hafens. Vernichtet muht« alleS sein, was darunter verborgen war. ^Fortsetzung folgt.) Berufen, selbständiger Arbeit und sonstigen Einnahmen, wenn der Brulloarbctttlohn unter Hinzurechnung der Bruttoeinkünfte der vorbezeichneten Bezüge den Betrag von 2000 Goldmark überstiegen hat. Die Voranmeldungen sind gleichzeitig mit der Vorauszahlung auf vor^eschrie- bcnen Vordrucken bei dem zuständigen Finanzamt abzugeben. Die Vordrucke für die Do ranmeldungen sind bei dem Finanzamt bzw. der Bürgermeisterei er» hältlich IV. Wegen der HS he der zu leistenden Vorauszahlungen wird auf Pressenotizen in den Tageszeitungen verwiesen. Jede nähere Auskunft erteilt auch das Finanzamt. Die Vorauszahlungen auf Einkommen- und Körperschaftssteuer sind fällig binnen 10 Taaen nach Ablauf des Vor- chtsnachteile ein. Dieben, Butzbach, Grünberg, Hungen den 3. April 1924. Die Finanzämter. 25Z9D auSzahlungsabschnitts (Monat bzw. Kalendervierteljahr), sie werden nicht erhoben, wenn sie den Betrag von 5 Goldmark nicht übersteigen. Spätestens am 10. April 1924 sind also Vorauszahlungen und Voranmeldungen für den Monat März bzw. für das erste Kalendervierteljahr 1924 zu bewirken. Im Fall« nicht rechtzeitiger Leistung der Voraus- Paris - Brüssel sprachen monatelang den . . . zu lauern, vlS ein Angriff erfolgt. GS ist besser, das Hebel bei der Wurzel zu fassen. Ihre Meinung, dast die Angriffe über die gelbe Grenze Herkommen, teile ich nicht. Sie mögen die Unternehmungen wm dort aus unterstützen... meinetwegen sogar veranlassen. Aber ich halte di« Regierung von Peking für zu vorsichtig, sich eine derartige Blöhe zu geben. Berichten Sie in diesem Sinne auch an den General. Gr möchte die hiesigen Grenzgebiete durch eine schnelle Kreu- zerflotte gründlich absuchen lassen. Es müht« doch mit dem Teufel zugehen, wenn die Burschen nicht zu finden wären. Die Grenzführung ist hier frellich außer- ordentlich schwierig. Mir ist sie von den Arbeiten im Gsbirge her genau bekannt. Begleiten Sie mich, bitte, um das Terrain zu studieren. Sie dürften dann dee richtige Mann sein, um die Operationen selbständig zu teilen. Dielle.cht haben wir Iägerglück und spüren eins der Fuchslöcher auf.“ Eine Viertelstunde später strich der Kreuzer in niedrigem Fluge langsam über die Kämme der Greitzgebtrge. In der Zentral« stand Hauptmann Lowdale neben Isenbrandt und verfolgte an der Hand der Karte und der Erklärungen I eabrandts das unter dem Kreuzer langsam hinaleitende Gelände. J21nmöglUg, Herr Isenbrandt. Hier, bitte, die Karte!" „Dann ist die Karte hier ungenau! Aehmen Sie auf meine Verantwortung den OstturS." In scharfem Winkel bog der Kreuzer auf den besohl an en Kurs ab. Gebirgswüst« dehnte sich unter ihnen Kein Daum und Strauch ge- schcveige denn ein Zeichen menschlichen Lebens. Oede und eintönig zog die von den Gebiras- kämmen umsäumte Sandwüste unter ihnen hin. Jetzt strichen sie an dem Eingänge eines nach Süden laufenden Seitentales vorbei. Während der Hauptmann und Baron von Löwen vorwärts blickllm, suchte Isenbrandt die Talmulde mit seinem Perspektiv ab. Die Kämme ringsherum waren mit leichtem Firneis bedeckt. Aur an einer Stelle brach der kahl« Fels ohne jede Spur von Eis und Schnee durch Wie war das möglich? Aach der Gebirgsbildung muhte auch yier Schnee liegen. Isen- brandts QIum ruhte unverwandt auf der Stelle. Aur AWhschenhände konnten hier gewirkt haben. Aber wozu? Zu welchem Zweck? Isenbrandt nahm das Glas von den Augen und überlegte. Augerrscheinlich war hier in letzter Zeit mit Dynotherm geschmolzen worden. Von feiten der Kompagnie konnte es nicht geschahen sein. Von feindlichcr 6dte? Es war viel zu wenig, um irgendwelch n Schaden anzurichten. S.tn Auge über.log die traurige Wüste. Ein Gedaiirte zuckte durch sein Hirn. Airgcnds war hier eine Spur von Wasser. Lebewesen, die hier längere Zeit hausen wollten, muhten sich das unentbehrliche Rah mttbringen . . . oder erschmelzen. „Ruder Steuerbord!" kam es scharf von seinen Lippen, äleberrascht sahen ihn seine Begleiter an. Aoch während der Kreuzer das Kommando ausführte, folgte Jein zweiter Befehl: „Höhensteuer!'^ In steiler Fahrt strebte das Schiff gröbere Höhen an, während sein Kurs es über jene $al- mulde hinführte. .Bombe bereit." Frohlockend schrie Löwen doS Kommand) io den Apparat. „Wir haben sie, Herr Isenbrandt! Der Teufe) hätte sie hier suchen Jollen!*' Der geübte Blick des alten SchisfSführers hatte jetzt auch erfannt, dah diese Talmulb» einen mit raffinierter Kunst kaschierten Flughafen verbarg. In geschickter Weise war ein Teil der Mulde mit einem leichten Gerüst überbaut und di« Bedachung, um die Täuschung vollständig zu machen, mit einer dünnen Sanddecke belegt. „Bomb«, ab!" Aoch ehe der Lufttorpedo seinem Rohre entglitt, öffneten sich wie von Geisterhänden bewegt, Mil. MMkeN WMist s. 3oaüeier mit ihren rätselhaften Experimenten Vollendetes Können! (klegant.Auftreten! Wirklicher Humor! Wunderbare, fnit ans Unglaubliche grenzende AnfMrunacn. töcbcimui^Dolle Demonstrationen in fabelhafter, unbegreiflicher BoUendnng. I Marcowini und Lamari! gastierten in allen enrovnikchen Großstädten mit beifpiefiofeu Er olgen. Der Andrnnn wird enorm, deshalb wird gebeten, sich die Gintritrinnen im Borverkauf zu lösen Jetzt teilte sich der Gebirgskamm. Der ein« der andere nach hin?" .Der Grenze folgen, Herr „Di« Gretrze läuft auf dem Todes-Anzeige. Gestern entschlief sanft nach kursem Leiden unsere herzensgute Mutter, Großmutter, Schwester und Schwägerin km NargaA AM geb. III im Alter von 61 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen: Heinrich Schmidt Famhle Hellberger geb. Schmidt Familie Glel» geb. Schmidt August Schmidt« Gießen (Großer Stein weg 10), den 3. April 1924. Die Beerdigung findet Samstag 2*/, Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt [018872 I Palast-Lichtspiele I | 3. bis 1. April ! •eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee 6 Uhr nachmittags, 8.10 Uhr abends, Sonntags ab 3 Uhr Vorverkauf: Challier, Neuenweg » Wir verkauf, wieder neue Pianos mit langjähriger Garantie zu den giniligüen MlWs- BediMMi!. L LichtensteiD $ Co. gegr. 1864. zr»ksurti.Mm Seil 10*. ***ss FOrWirle u. 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Anfang 4, 6 and 8.10 Uhr. Die Hauptrolle wird von der Gräfin Agnes Esterhazy gesprett. Wegen des zu erwartenden großen Andranges zu den Abendvorstellungen wird das Publikum höfl. gebeten, die Nachmittagsvorstellungen besuchen zu wollen. Zu den Nachmittagsvorsteitangen haben i StranoeMen m einer entzückenden Schönbeit | Ü in erstklassigen Emaillewaren. H | Verkäufe | Gebr. Möbel fast neu, weazugS- halber zu verkaufen. Rodbeimer Str. S. Seitenbau. 018883 Ein Gehrock- Anzng sowie ein Gehrock u. Weste sehr gut erhalten preiswert zu verkf °,«^Mtiblttr.Sv.r. Deutsche Central-Bodenkredit-Vereinigung Preußische Central-Bodenkredit-Aktiengesellschaft in Berlin Deutsche Grundcredit-Bank zu Gotha in Berlin Rheinisch -Westfälische Boden-Credit-Bank in Köln Braunschweig - Hannoversche Hypothekenbank in Hannover neue nwrtiwftihiMge 10% '2e ■ lautend aus «oldmark nach dem Seingoldwert. 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