Er. 80 Erscheint täglich, antzer Somu und Feiertag», mit d. Samstagsbeilage: GiebenerFamiliend lütter Wona1§'vezvftkreir: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: »nzeigerGiebe«. vostschecklonto: franffurt a. M. 1168*. Erstes Blatt Jahrgang Donnerstag, 3. April 1924 GiehenerAWiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck Md Verlag: vrühl'sche UnlversitSts-vvch- und Steinörudcrei H. Lange in Gietzen. §chrift!eitung und Geschäftsstelle: Schulftraße L Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmitray vorher ohne jedeDerbindlichkeit. Preis für l mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlidjS, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne» Klame-Anzeigen d 70mm Breite 35 Goldpfennig, Plotzvorfchrift 20"/„ Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: I)r.Friedr. Wilh Lange; für den übrigen Teil. Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Han» Deck, sämtlich in Giehen. Der französische Plan. Don Dr. Hermann Pa chn i cke. Nichts Iaht Deutschland unversucht, um sich aus eigner Kruft von dem tiefen Fall zu erheben, den es durch den Weltkrieg erlitt. An allen ©teilen, auf die es ankommt, setzt es den Hebel an, besonders am Export und am Etat. Der Handel und der öffentliche Haushalt sollen wieder ins Gleichgewicht kommen, jener durch erhöhte Ausfuhr, dieser durch Qkrringerung der Ausgaben und Vermehrung der Einnahmen. Ein für den Weltmarkt verfügbarer gröberer Produktionsüterschuh soll durch verlängerte Arbeitszeit und durch erhöhte Arbeitsleistung erzielt werden, damit wir ausländische Zahlungsmittel h-reinbringen, die wiederum der Einfuhr von Rohstoffen dienen. Mit der Ver° kül-zung der Reichsausgaben ging man auf vielen Gebieten, besonders in der Kulturpflege, bis an die äußerste Grenze. Beam'e und Angestellte wurden in g.otzer Zahl entlassen, auf Wartegeld oder in Ruhestand verseht. Die Währung stützte man durch die Rentenmark, Iredite wurden durch die Golddiskontbank beschafft. Das alles haben wir den Sachverständigen dargelegt, die uns die Enten‘e nach Berlin sandte, in Denkschriften und persönlichen De.prechungcn jede Einzelheit erörtert. Wer aber nun hoffte, dah daraufhin von gegnerischer Seite in naher Zerr vernünsäge Entscheidung.n getrtf en werden würden, sieh: sich getäuscht. Poincare, der gestürzte und wiedererstandene Ministerpräsiden , seht seine alte Taktik fort Ec zieht die Verhandlungen hm, um in der Zwischenzeit Deutschland werter unter Druck zu halten und aus uns herauszupressen, so viel er nur irgend kann. Bald läht er verkünden, dab er die Besetzung lockern würde, wenn er andere Pfänder erhielte, bald wirft er die Siche- rungsfrage auf und mach! ihre Lösung von dem Abschluß eines auf lange Dauer berechne en Bündnisses mit England abhängig. Dann wieder wird der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund als möglich bezeichnet, allerdings mit dem Vorbehalt, bah gewisse Paragraphen der Völkerbandssatzung zuvor geändert würden. Auch Konferenzen werden vor geschlagen, und zwar gleich drei hintereinander. Alles ist darauf berechnet, Zeit zu gewinnen, wäh-- renb deren Deutschlands Dolkskraft immer mehr erlahmen mühte. Es ist Plan in diesem Vorgehen, ein teuflischer Plan. Wie tief Deutschland dadurch getroffen wird, zeigen die folgenden Tatfachen: Der Reichsetat für 1924, der jetzt dem Reichsrat vorliegt, toürte_ balancieren. wenn nicht die 640 Goldmilltonen wären. He wir für Me Aussühr-ung kes Frie" ensvcrtraa.es bereit zu stellen haben Davon entfallen allein auf die Besatzung; kosten 330 Gvldmilli nen, in Wirklichkeit noch erheblich gröbere Summen. Das alles ist schon jetzt zu zahlen, ohne dah wir wissen, woher wir die fälligen Gelder nehmen sollen. Darüber hinaus kommen die Aufwendungen für Reparationen in Betracht, über die man jetzt in Parts berät. Die Belgier sind dafür, dah wir nicht weniger als 3V8 Milliarden Mk. jäh sich zahlen sollen, und sie schlagen dafür Monopole, neue Desih- belaftung n. De elligung an etwaigen Lieber fchüf- sen der Reichsbahn usw. vor. Den schlrn> würde völlig zum ©stiegen kommen trenn solche Vorschläge zur Dertoirsiichung gelang en. Sehen wir von, diesen düsteren Zukunfisrnog- llchkeiten ab und blicken nur aus die Gegenwartslasten, so ergibt sich schon jetzt das trostloseste Bild. Der Etat ist unter der Voraussetzung aufgestellt, Lah wir die Souveräni ät an Rhein und Ruhr zu- rückerhalten und damit über die Steuerquellen verfügen können, die dort fliehen. Erfüllt sich diese Voraussetzung nicht, so kommen die veranschlagten 1,3 Milliarden a"s der Einkrmmcnsteuer,nicht auf, nicht die 376 Millionen aus der Vermögenssteuer, nacht die 1,3 Milliarden aus der Tlmsahsteuer und e^rnsowenig die veranschlag'en Erträge aas den uuLigen Steuern. Wir müssen etwa 800 Goldmillionen von den Einnahmen streichen und so die ganze Etatsaufstellung umstchen falls d'e Dinge im besetzten Gebiet so bleiben, wie sie sind. Das weih Frankreich und deshrlb zieht es die Besatzung nicht zurück, gibt es bie Reichsbahn nicht frei, labt es die Steuerverordmngen nicht zu. Poin are erklärt vielm hr artch für das neugebildete Kabinett, dah er nicht eher weichen werde, als bis wir gezahlt hätten. Die Hoffnungen, denen man sich hin» geben wollte, sind also gescheitert. Ein schweres Gewölk zieht am Horizont herauf, das nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa bedroht. Damit wird die Wirlschaftskri'is, die durch die inelften Staaten geht, noch verschärft. Man kann nicht ein einzelnes Rad aus dec Maschine aus- h.echen, ohne die ganze Maschinerie zu schädigen. Der Erdteil kommt nicht zur Ruhe, getoinnt die Harmonie nicht zurück, deren er zu feiner Entwicklung bedarf, ilnb das alles läht England geschehen, von dem man ein tatkräftiges Eingreifen im Sinne eines wrrklicten Friedens un’er der Herrschaft der Arbeiterregierung erwartet hatte Auch die Reutralen rühren keinen Finger, emvfeblen höchstens frei Eintritt Deutschlands in den VöUsir- bund, obwohl sie wissen, dah Frankreich auch hier, zur Zeit wenigstens, das Hindernis bildet. Fürwahr, ein trüber Ausblick. Aber was Hilft es, die Augen davor zu verschließen. Man muh erst Wiedersehen lernen im Dunkel der Zeil. Optimistischen R gingen würde bal> die Enttäuschung folgen. Erst wm die ganze Gröhe der Gefahr allen zum Bew.lh sein kommt, ist die Möglichkeit gegeben, dah sich an den verantwortlichen Stellen der WillezurAbwehr träfllaer als bisher regt. Poincare verteidigt die Ruhrpolitik. Die Interpellationsdebatte in der französischen Kammer. — Die Pfänderpolitik. — Der Garantiepakt Stresemann und Ludendorsf. Paris, 2. April. (WB) Die französische Kammer fetzte die Debatte über die Interpellationen zur allgemeinen Politik der Regierung fort. Ministerpräsident Po » ncar 6 erklärt: Er habe immer geglaubt, dah die Vorfahren der jetzt lebenden Franzosen die Revolution gemacht hätten, um für ihre Söhne ein Regime der Ordnung und der Legalität aufzurichten. Mm dieses Programm durchzuführen, sei die jetzige Regierung gebildet worden. Es sei ein Programm der Demokratie und des Fortschritts, durch das man entschlossen allen reaktionären Versuchen den Weg oerfperren wolle. (Infolge von Zwischenrufen kann Poincars seine Rede nicht fortsehen. Er verwahrt sich dagegen, dah die Kammer die eilige Debatte benutzen wolle, um Wahlreden zu halten, und fährt dann fort): Ich schulde der Kammer einige Aufklärungen über die Bildung des balligen Kabinetts. Die Zei ungen haben u i= richtige Dinge veröffentlicht, und In den Wantel- gängen des Pailamen s wurde Falsches verbreitet. Die Dinge haben sich wie folgt abgespielt: Als ich am letzten Mittwoch in der Kommission für auswärtige A g l g nh i en tenachrich igt tour e. die Regierung sei in der Minderheit, war ich v i e l weniger erstaunt als gewisse Mi gsieter dieser Kommission. Wuh e ich doch, dah die Regierung mit der Kammer über gewisse Fragen des PensionSgesehes in Melnungsverschiedenhsi.en geraten war. Finanzmiuister de Lastehrle war berechtigt, im Namen der Negierung die Vertrauensfrage zu stellen. Diese Anerkemrung schulde ich dem Abgeordneten de Lasteyrie, denn durch die Abstimmung war die gesamte Regierung in Mi leidenschaft gezogen, und deshalb habe ich dem Präsiden en der Republik die Demission des Kabinetts überreicht. Kaum hatte das Kabinett demissioniert, da wollte eine grohe Anzahl von Abgeordneten ihre Abstimmung berichtigen und erklärte, baf} nicht ich von den Staatsgeschäften entfernt werden sollte. Das ist eine Tatsache. Diele Abgeordnete schrieben mir auch Ich solle das Kabinett umbilden, und da: Präsident der Republik hat mich mit dieser Mission betraut. Ich unterstrich, dah ich vor der Kammer eine Niederlage erlitten habe, aber man bestand darauf und gebrauchte sogar das Wort Desertion. Ich habe mich überzeugen lassen. Der Mi-- nisterpräsident sei derselbe gebti & n. E; werde nichts geändert, weder an der In uenpolitik n:ch an der Außenpolitik. Auf eine Bemerkung d s Abg. Buifson eingehend, erklärt Poincare, e3 sei natürlich, dah man der antimilitaristischen Propaganda in der Rbein- a rmee entgegentritt. ('Es handelt sich hier um i ie arg bi e K mp ot ange e n! eit i t tu einer- zeit die Kornrnuni ten Eachi n und Genossin verwickelt tourten. Die drei H.uptteweisstücke wa en erwi-ser.ermrstea Fälsbunien obwohl der Kriegsminister früher ihre Ech Hit bezeugt hatte. Knc^s- minifter Maginot Unterbricht und verliest einen Bericht des im Rheinland tommanölerenOen Generals Hagenau über die Propaganda in der französischen Nheinarmee, die er als antipatriotisch geißelt. Sie werde im Ruhrgebiet stark betrieben, General Hagenau der einen Bericht verfasst habe, habe seine Psi cht erfüllt. Die Sozialisten und Kommunisten, vor allem der Olbg- 'bmte Mhry, ruft dazwischen: Fälschung, Fälschung! Der Kri^gsminister erklärt. dah er die Akten der Angelegenheit dem radikalen Abgeorteeten Buifson zur Verfügung stelle, dessen Ehrenhaft igkieit für einen gerechten Schiedsspruch bürge. Die Linke ru,t aufs neae Fälschung! Ministerpräsident Poincare erklärt: Der Kriogsrniirister hat nicht teftr.tten, dah es sich um eine Fälschung handelt, aber er würde sich einer Pflichtverletzung schuldig gemacht haben, wem er das Schriftstück nicht dem Gericht übermittelt hätte. Don kommunistischer Seite werden wiederum Proteste laut. Der Abg. Bett hon wendet sich drohend gegen den Kriegsminister. Acht Saaldiener toerfbzvrvn ihm den Weg, damit er nicht zur littst erbau k gelangen kann. Eine Anzahl kommunistischer 2ll>g ordneter eilt ihm zu Hilse, so dah ein groher Tumult entsteht. Der Kriogsmrnister spracht im Tumult weiter und er.rtet damit den Beifall der Kammermehrheit. Der Kammerpräsident A r a g o kann die Ruhe nicht Herstellen. Die Sitzung wird unter- brod/en. Nach einer Auseinandersetzung zwischen den Kommunisten Berthen und dem Kriegsmini- stör fann Poincare seine Rede fortsetzen. Gr verläßt das gsiährsiche Gebiet der inneren Politik und kommt zu den dankbaren Schluhefsekt ter äußeren Politik. W'.ete. einmal erstingt das alte Lied. Frankreich ist nur gegen feinen Willen nrs Ruhrgebiet cin.gerüdt, weil Deutschland auf keine andere Art dazu gezwungen werden konnte, seine Schulden zu bezahlen. Frankreich hat sich Pfänder gesichert, die es nur im Verhältnis zu ben erfolgten Zahlungen freigeben werde. Das Ruhrpfand fö:me in ausgedehntere Pfänder aufgehen .ohne dah Frankreich deshalb einen Grund habe, sich vor der endgültigen Rege ung aus dem Ruhrgebiet zurück-.uziehen. Aus Verlangen der Deputierten der Linken präzisiert Poincare seine Haltung dahin, nur gelungen durch Deutschland sei Frank- reich zum Zwange geschritten; e- sei aber bereit, die Möglichkeit der Schaffung produktiver Pfander zu prüfen und eS werde diese Frage loyal prüfen. Aber wenn Deutschland, nachdem es neue Versprechen gegeben habe, sich diesen wieder entziehen sollte, würde es im Interesse aller Alliierten liegen, daß die Franzosen, die an Ort und Stelle bleiben, in die Lage versetzt werden, -en Druck wieder zu verstärken. Es fei wohl möglich, das französisch-belgifche Pfand in allgemeinere Pfänder aufgeben zu lassen, ohne dah man das Ruhrgebiet verlasse. Wir werden das Ruhrgebiet nicht aufgeben, ehe wir vollkommen bezahlt sind. Wir werden also alle unsere Druckmittel in der Hand behalten und unser Verfahren nur gegen ein besseres Verfahren austauschen. Schlieh- lich behauptete Poincarö. dah die Franken- Iris e nicht durch die Besetzung des Ruhrgebietes, sondern durch die ausländische Spekulation hervorgerufen worden sei und durch die Vorschüsse, die man wegen des Versagens Deutschlands für den Wiederausbau habe machen müssen. DieRuhr- besehung habe nichts mit der Frankenbaisse zu tun. Die Lage sei aber jetzt besser geworden, weil Frankreich an der Ruhr stehe. Alle Voraussagungen über das Ergebnis der Ausbeutung der Pfänder seien heute weit übertroffen worden. Die Zolleinnahmen seien fortgesetzt im Steigen begriffen. 3m Jahre 1923 allein sei ein Heber- schust an Einnahmen von 637,2 Millionen Francs erzielt worden. Die Eisenbahnregie beute jetzt 268 000 Kilometer aus. Man könne also, tote er bereits hier schon einmal gesagt habe, auf eine Gesamteinnahme von 4 Milliarden im Jahve bei einer Gesamtausgabe von einer Milliarde rechnen, also einen Heberschuß von 3 Milliarden für Reparationskonto erwarten. Ein deutscher Märtyrer. Berlin, 2. Apsil. (Wolff.) Zu Ehren des in französischer ®efangenfi>a"t txrftortenm deutschen Rcicklsangehörigen Willi Dreyer fand eine Trauerseier auf tem Anhalter Bahnhof ftott, vor dem etwa 160 Abordnungen vaterländischer Vereine und Me 10 Kompagnie des 4 Reichswehr-Infanterieregiments als Ehren- wache Aufstellung genommen hatte. Auf dem Dahmsteig hatten sich cingcfunten als Vertreter der Reichsregierung Vizekanzler Dr. Jarres, Reichswehrminister Dr. Gehler und untere. Unter den Klangen eines Chorals wurde ter Sarg in das Fürstenzimmer des Bahnhofs übergefübrt. Auster den Familie:rangehörigen des Verstorbenen nahmen bk Vertreter der Reichsregierung nben dem Sarge Platz. Vizekanzler Dr. Jarres hielt die Trauerrede und führte u. a. aus: Im Namen der Reichsv-gierung und für das deutsche Volk lege ich dieses Blumen- kreuz als letzten G rarst an der Dabve Willi Dreyers nieder. Ob seine Taten, die ein fremdes Kriegsgericht ihm zur Last legte, geeignet waren, dem Ziele des Abwehrkampfe Z zu dienen, haben wir nicht zu prüfen. Heihblütige Jugend klügelt nicht wie ein vorsichtig abwäg enter Diplomat über das Ob und Wie eines Schrittes. Jedenfalls gelangte der Plan des Verstorbenen nicht einmal in vorbereitenden Handlungen zur Ausführung. Für die Absicht allein wurde er vom französischen Kriegsgericht zum Tode verurteilt. | Seine Strafe wurde nachträglich in lebenslängliche Zwangsarbeit verwandelt. Kurze Zeit daraus wurde er auf der Insel St. Martin de Re zusammen mit gemeinsten Verbrechern eingekerkert. An einem der ersten Frühlingstage dieses Jahres ist er dann ver- storben. Zum Skelett abgemagert, fanden die bestürzten Eltern vor wenigen Wochen ihren einzigen Sohn im Krankenhause der Insel toicter. Der gramgebeugte Da ter konnte ihm nur noch die fieberheißen Augen für immer schlichen. B e -- schämend für ein Kulturvolk bleibt die Behandlung, die ihm zuteil wurde. Aber nieber- drückender für jeden Deutschen muh der Gedanke bleiben, dah er durch Verrat von Volksgenossen der fremden Militärmacht in die Hand geliefert wurde. Wir treten hier heute zusammen, um dem für sein Vaterland Gebliebenen den Dank des deutschen Volkes auszusprechen. Schon auf ben Schlachtfeldern des Weltkrieges ,und im Kampfe für die Freiheit von Oberschlesien Hatto der Jüngling sein Blut pahingegeben. Dieses Einzclschicksak in seiner ganzen Tragik muh die Aufmerksamkeit der Welt auf jene weite r e n 1 500 Opfer des A b w e h r ka m P s e s lenken, die noch heute in französischer Gefangenschaft schmachte, namentlich auf die 42 Gesanw-wrn, die tote er fern von der Heimat und auherhalb der deutsche''. Grenzen eingekerkert sind. Am Sarge dieses Toten fordert das deutsche Volk die Entlassung biefer gequdltcn Opser, ebenso tote es bie Rückkehr der 140000 Ausgetoiesenen Es ist ein großes moralisches Ergebnis, bewiesen zu haben, daß Deutschland leicht liefern konnte, daß es sich aber geweigert hat. Nachdem Deutschland versucht habe, Frankreich auf den Weg der Revision ter Friedensverträge zu führen und die Reparationskommission zugunsten interalliierter Unterhandlungen beitetet zu schieben, hätten sich die Alliierten vollkommen der französischen These angeschlossen. Die Vesichte der Sachverständigen würden bie Ausgabe ter Reparationskommission erleichtern. Frankreich habe an Ort und S eile mit tert Alliierten in loyaler Weise für die Ausbeulung der Pfander gearbe tet. Ramsay Mac- dv na Id h'be mit Recht erklärt, dah nach Regelung der Repavationsfrage es leichter sei, das Sicherheitsprvblem zu lösen. 121 oer bie Alliierten mühten auch gemeinsam über die Ausführung der Pläne wachen, de man fefig.kgt hrbe. Wem man Deutschland sich selbst überläse, dann könne es sie nicht ann^hnen und wenn es sie amiehme, könne es wieder sein Wort nicht halten. Far die Zulunst sei rlso wichtig, dah man sich nicht mit neuen Pa- p.ercken und neuen Derfpvechung n begnüge. Eine wirkungsvolle Kontrolle und a u h e r- ordentliche Garantien, wie sie die Repa- ra'ionskommifsion verlangt habe, müs en ausrecht erhalten werden. Es sei nötig, dah, wenn Deutsch- lomd sich seinen Verpflichtungen cnlzieh:, alle Alliierten sich über die Durchfiih u ig dec not- wensigen Sanktionen verständigen müffen Sonst wäre alles illusorisch wie vor ter Besetzung des Ruhrgebiets. Man wirrte Frank- reich zwingen, ine erforderlichen ^wnnqsmah-' nahmen zu treffen. Französischer.eits habe man nie nach ter zeitlich unbegrenzten Besetzung te» Ruhrgebietes getrachtet. Der Ministerpräsident ging dann zur Frage des GarantiepakteS über. Er lehnt jede Verantwortung für da- Wieder erwachen des Nationalismus in Deutschland ab. Man habe auch angekündigt, ©trete3 mann sei ein Mann guten Willens, und gestern habe er das Lob Ludendvrf f s, des nationa- lissischen und aufrührerischen unter dem Bsisall der Menge freigesprochenen Gmerals gesungen. Pcincaro bespricht dann die sich häufenden natxo- nalislischen Kundg bungen in Deutschland, namentlich die Kundgebungen, die jetzt erfolgt sind, um Von vornherein gegen die Entscheidung ter Sachverständigen zu protestieren. Die deutschen Mr- nister, die mit einem aute.ordentlichen Zynismus die ülnschuld des kaiserlichen Generals verkündeten. hätten nicht beachtet, dah sie damit alle Länder beschimpften, die an der Seite Frankreichs das von der deutschen Hegemonie bedrohte Recht verteidigt haben. Die deutschen Minister seien fotoeit gega.i- acn, oii’en auszuspreche-n, dah sie die kaiserlichen Farben den Farben ter Republik vorzögen und hätten damit volle Klarheit über ihre Auffassung geschaffen. Die Alliierten F ankrcichs hätten seine Ansichten nicht immer geteilt, weil sie nicht die unmittelbaren Nachbarn Deutschlands seien. Ater sämtliche Alliierten Frankreichs verständen die Sprache ter Tatsachen. Es liege völlig auf ter Hand, dah Frankreich eine entschieden friedliche N a tion sei und dah es kein anderes Ziel anstrebe, als die Erfüllung der S-ietenSterträge. Es liege völlig aus ter Hand, dah Deutschland sich mit allen Mitteln bemühe, sich seinen Verpflichtungen zu entziehen. Wmn die Beschlüsse der Repco auf Grund des Berichtes ter Sachverständigen durchgesührt werden füllen, so müsse der einzige Wille sämtlicher Alliier tenstän- big in die Erscheinung treten. — Hiernach wird die Debatte auf Donnerstag vertagt. verlangt, die ter Machtspruch zweier Desatzungs- Mächte noch immer gewaltsam von Heimat und Herd fembält. Der Name von Willi Dreyer wird im deutschen Volke nicht vergessen werten. Wie Frankreich das Recht schändet. Berlin, 2. Aprll. (Wolff.) Der Deutsche Richterbund erinnert in einer Protestkundgebung daran, dah die Franzosen sofort n>ch ter am 10. November 1923 auf deutschem Boten erfolgte.! Verhaftung dB vom Reichsgericht wegen Spionage zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilten französischen Hauptmanns Armont dessen Freilassung verlangten und ten Dsi eldorfer Senatspräsitenten Lenzberg in einer engen Gitterzsile festgesetzt haben. Weee.r Krankheit und Totesgcfahr liehen sie ihn darn frei, setzten dafür aber den Landgerichtsdivektor M i n b e (Bochum), ten Ersten Staatsanwalt Schul t e- Pelkum (Essen) und den Oberbürgermeister von W e d e l st e d t (Gelsenkirchen) als Geiseln fest. Nachdem der Hinweis des teltschen Auswärtigen Amtes durch ein Rundschreiben an die deutschelV diplomatischen Vertretungen im Ausland ohne Wirkung gcbli.b.n ist, erheben die deutschen Richter flammenbcn Protest gegen den unerhörten Akt französischer Willkür, ter Recht und Gerechlig?eit aufs neue m i t Fühen tritt. Ar die Richter aller 0361- ker richten sie die Ditte, sich ter Empörung gegen diese Kulturschande und Beschimpfung deS DechtsgedankenS anzuschliehen. Eltern und Schülerauslese Die ‘JtottixitiHgtett einer neuen und sorgfältigen Auslese der zur höheren Schule gehenden Kmder ist schon äußerlich dadurch gegeben, daß es nach dem Fortfall der öffentlichen Vorschulen keine Bevorzugung der diese Schulen besuchenden Kinder bei der Aufnahme in ihre Anstalt mehr gibt, daß vielmehr alle sich meldenden Kinder vor gleiche Bedingungen gestellt find. Lider auch innerlich ist eine neue Auslesefvrm notwendig, well die Grundschule em anderes Ziel als die früheren Vorschulen hat: Die allmähliche Entfaltung der kindlichen Kräfte aus dem Spel- und Bewegungs trieb zum sittlichen Arbeitswillen, der sich innerhalb der Schulgemeinschaft betätigt. Ihr einheitliches Arbettsgebiei ist hie aufnehmente und gestaltende Erfassung der räumlichen und geistigen Kinderhermat unter besonderer Deräck- sichtigung der Pflege des kindertümlichen Ausdruck und der planmäßigen Sch rlung von Auge und Hand durch eigene werktätige Arbeit, sowie durch Beobachtung von Statur, Arbeit und Arbeitsstätten. An der Gestaltung dieser Auslese hat auch die Elternschaft ein starkes Interesse. Es ist ganz selbstverständlich das; von ihr eine erste Auslese insofern vorgenommen wird, als die Eltern das Recht haben, ihre Kinder für eine weiterführende Schule anzumelten. Dieses Recht wird ihr selbstverständlich auch heute genau so zu gestanden, wie sie es immer bisher hatte. Die Eltern müssen die Last der Jugenderziehung zum weitruZ größten Teile tragen, ihre Erziehungsbereitschaft muh immer als wichtiger Faktor in die Rechnung gesetzt werden. Die Entscheidung üiber die Aufnahme in eine weiterführende Anstalt darf dbrr nicht ohne Mit - (arbeit und Mitentscheidung der Lehrer erfolgen, die das Kind vier Jahre hindurch in der Drund-- schule unterrichtet haben. Es ist vielmehr dem Urteil des Lehrers, der die Kinder aus einer langen Bevbachtungs5.it kennt, die größte Bedeutung zuHumeffen. Wenn Kinder durch ihre Leistungen tn der Grundschule den Beweis er- b.acht haben, daß sie für eine weiterführende Bll ■ düng besonders geeignet sind, dann ist es überflüssig, sie noch vor eine fremde Prüfungsk Immission zu stellen, die chr Urteil nach einem kurzen Examen abgeben soll. Eine Prüfung ist nur für solche Kinder notwendig, die nach dem Urteil der Srarndschule nur zwei.elhrft oder nicht geeignet und trotzdem für eine höhere Schul» cw.gemeldet sind. Aber auch diese Prüfung darf nicht allein durch Lehrer der weiterführenden Anstalt erfolgen, die weder das Kind noch die Arbeit der Grundschule überhaupt aus eigener Anschauung kennen. Wo immer es möglich ist, mutz der frühere Lehrer des Kindes an der Prüfung teil- nehmen: mindestens aber mutz ein Grundsch ll- leh.cr mit seiner Kenntnis des Ziels und Arbeits- weise der Grundschule mithelfen. Auch die Form darf nicht mehr jene einseitige Kenntnisprüfung sein, in der nur die or.ho- graphifche Sicherhmt und die Kenntnis der fd>nf - lichen Aechenansätze festgestellt Wirch. Sie mutz eine Fäh.gkeitsprüchng fern, Lurch die die geist ge Anlage des Kindes, Grad und Art dieser Anlage, erkundet wird. Das braucht kein Hochnot- peinliches Examen zu fein, das soll vielmehr in ,rein menschlicher Form durch Schreiben freier Aufsätze, einiger freier Zeichnungen. Lösung einiger Denkaufgaben aus ganz verschiedenen Gebieten geschehen. In einigen Orten ist mit Erfolg Der Weg beschritten worden, die zur höheren Schule gemeldeten Kinder etwa 8—14 Tage in be,ruderen BeobachtungErffen Msammenzusa.sen, in denen sie m der angegebenen Form gemeinsam mit einem Grundschullehrer und einem Lehrer Der weiterführenden Schule arbeiten. Bei dem Schlutzergebnis sollen dann die Zeugnisse des K.n es, das schriftlich erstattete Urteil der Gruud- sHule und die Ergebnisse der Fähigkeitsprüfung gLeichmätzig benutzt werden. Die Frage der Schülerauslese ist eine ®e- rnxernschaftsarb rit der Eltern, der Grundschule und der höheren Schule: sie wird um fo besser gelöst werden, je planmäßiger und sachllcher diese Zu- Zammenarbeit erfolgt. Die Zentrnmskandidatur in Hessen. Dar mftadt, 2. April. (Priv.-Tek.) Der hessische Lanbrsausschuh der Zen rumsparlei hat beschlossen, für den nicht mehr kandidierenden Minister v. Brentano, aö Spitzenkandidat für Hessen den Rechtsanwalt Dr. Bockius in Mainz zu benennen. An zweiter Stelle der Liste steht der Landtagsabgeordnete Regierungsrat Knoll- Darmstadt, ihm folgen Landwirt Mobs in RÖr_- Mörlen (Obrrh.) und Landlagsabgeordnete Frau Hattemer in Darmstadt. Der für die erste Stelle borffTfebene Spitzenkandidat R.-A. Land- tagsabgeordneler Ruh- Worms hat aus beruflichen Gründen abgelehnt. Das Zentrum in Bayern. Berlin. 2. April. (WTB.) Rachdem der auf ein Einvernehmen mit der Bayerischen Dolkspartei für dir Reichstags wählen hin- zielende Vorschlag abgelebt worden ist, hat die Aeichsparteileitung der deutschen Zentrumspartei Bejujtofyen, « inten vier bayerischen TKcic&stng»- Wahlkreisen eigene Zentrums tanbidaturen auf- zust eilen. Mitttärkontrolle und allgemeine Abrüstung. Paris, 3. April. (MTV.) Dach dem „Petit Parifie»" wird die neue deutsche Rote in der Frage der Militärkorrtrolle heute in einer vertraulichen Sitzung im Sekretariat der Dotschaftertoaferenz, und wahrscheinlich am Samstag in der Botschafterkorrfe- renz zur Sprache kommen. die Frage diesmal in rein politischer Gestalt vorliegt", fügt das Blatt hinzu, „so wird zweifellos daS Interalliierte Militär kontrollkomi- te e in Versailles bi Anspruch genommen werden. In einem sichtlich beeinflußten Leitartikel bemerkt der „Petit Parisien" dazu, eS würbe überraschen, wenn Berlin in dem Auszug, den es von der Rote bekanntgegeben habe, gerade die s ch w a ch e n Punkts feiner DeweisfLhrung beleuchtet hätte. Die ganze Welt habe gestern vormittagerfahren, daßEtrefemann Vorschläge, die Untersuchung des Standes der Rüstungen in Deutschland, die die Alliierten verlangten, dem Völkerbund zu überlassen. Dagegen habe sie richt erfahren, datz diese Untersuchung gewissermaßen abhängig gemacht wurde von der Durchführung eines allgemeinen Abrustungs- planeS, wohingegen Ser Friedensvertrag, auf den sich die deutsche Regierung fo ausgiebig berufe, Deutschland die Beachtung der in Versailles festgesetzten Bestimmungen zur Pflicht mache, so datz sie zur Voraussetzung emrr aUgemeiseu Einschränkung der Röstungen werde. DaS Blatt erklärt sich für überzeugt, daß die Alliierten, iasbesonbere die französische Regierrmg, von einem zu lebhafte« Wunsch beseelt seien, den Dölkerbmrd wachsen und gedeitzeä zu taffen, als daß sie sich nicht bereits mit der Möglichkeit feiner Inanspruchnahme in der Milrtärkoutrsllfrage beschäftigt hätten. Aber die Fragen dürften nicht durcheinandergeworfea werden. Die technischen und die juristischen Fragen seien eins, die politischen Fragen etwas ganz anderes. Die Unsicherheit der Regie. Darmstadt, 2. April. (WB.) Durch wiederholte Eisenbahnunglücke im ^Betriebder französisch-belgischen Eisenbahn regle ist m die Be- iröffentna dos besetzten Rh^inkandes etrre begreifliche ftarite ©rregung bntcingclragen worden. Weite Kreise der Bevölkerung benutzen die Regiebahn mit einem Gefühs g-ofter Un sicherhei t. Starke Zugverspätungen geben schon zu allgemeinen Ver- muhmgen und wilden Gerüchten Anlaß. Das Gefühl der Unsicherheit wird noch dadurch erhöht, daß das reisende Publikum tagtäglich die kümmerlichen Berstand-igungsversu che zwischen den deutschen und französlsc^n Eisenbahnbecunten beobachtet und daraus feine wohlberechtigten Schlüsse ziehen kann. Es scheint im Interesse der Bevölkerung der besetzten Rhrintande geboten, endlich dafür zu sorgen, daß die unglaubliche Detriebs- unsicherheit bei den Zügen der Regie behoben wird. Dies ist aber nur möglich, wenn der deutschen Eisenbahnverwaltung und somit den deutschen Beamten wieder die Leitung über die Rheinbahnen voll und ganz übertragen wird. Uefcer die Unglücksfälle selbst Birnen die Zeitungen des besetzten Gebiets, offenbar unter dem Druck der D'satzungsbehörde, auch nur ganz an» vollkommene Rachrich en bringet. Am 7. März 1924 abends Zy2 Hlyr ereigne e sich z. D. ein Eisenbahnunglück in Kleinwinter n- heim in Rheinhessen. Darüber berichtete die Preffe, .daß nur 4 Tote aus Öen Trümmern gezogen worden seien". In Wirklichkeit ist diese Zahl erheblich hoher. Genau ist die Zahl nicht zu erfahren, jedoch ist festgestellt, daß in Atzey 2 Tote, in Dautenheim 2 Tote, in Wolfsheim 2 Tote, in Siefersheim 1 Toter dem Unglück zum Opfer gtfaUcn sind. Wieviel Schwer- und Leichtverletzte es gegeben hat, welcher Sach- und Materialschaden entstanden ist, war überhaupt nicht in Erfahrung zu bringen. Französische Kriegspsychose. Paris, 2. April. (Wr^ff.) Rach dem „Ioir- naP ist der ehemalige Gouvern-tur von. Metz der deutsche 3nfant;ri;?g ne.al v Oven, vom K.legs- gericht des 20. Militärbezirks in Abwesenheit zumT odeverurteilt worden. Dia Anklage machte ihn für die angebüdyi Drwidftiftung in dem Dorfe Iamy, für Plünderungen der Häuser und für die Erschießung von 30 Zivikp^svnen verantwortlich. Historische Aprilscherze. Als einer der ersten geschichtlichen Aprilscherze, die uns überliefert sind, wird die feltfame Wette genannt, die Philipp Ö e r n 11 g e von Burgund 1465 mit feinem Hofnarren Kölling abschloß. Am 31. März, als man von den Scherzen des folgenden Tages sprach, sagte der Herzog zu dem Rarren, wenn es ihm gelänge, ihm am 1. April einen Streich zu spielen, so wolle er ihm ferne Darrenkappe bis zum Rande mit Dukaten füllen; brächte er es nicht zustande, dann sollte er seinen Kopf verwirkt haben. Der Rarr ging darauf ein. Der König verabredete sich daraufhin mit feinen Tischgenossen, Kötting des abends fo fleißig zu- jutrinien, das dieser betrunken werde. Das gelang auch. Der Rarr fiel schließlich sinnlos vom Stuhl und wurde nach Hause gebracht. Am nächsten Morgen lieh der Herzog den Rarren aus dem Bette holen und in em Zimmer bringen, wo ein Blutgerüst aufgeschLagen war und der Henker mit blitzendem Schwert des armen Sünders harrte. Der König empfing dm Rarren mit Öen Worten: hast das Leben verwirkt, denn du hast Öen 1. April verschlafen." Mit angstverzerrter Miene legte der Darr fein Haupt willig auf Öen Block, aber dec Henker holte aus seinem Mantel eine Blutwurst» Hervor und schlug damit Kolling auf Öen Rackm. Der Herzog und feine Begleiter brachen In ein lautes Lachen aus, das aber verstummte, als der Darr leblos zu Boden sank. Augenscheinlich hatte der Schreck ihn getötet D-m §«rzog traten die Tränen in die Augen über die so unbeabsichtigte Wirkung; unter Ligen Selbstanklagen warf er stch' über die Leiche seines geliebten Rarren. Da aber sprang dieser plötzlich mit lauten Lachen auf und hielt dem Herzog seine Kappe hin mit dem einzigm Wort: .Zahle!" Sein Rausch, fein Schlaf, fein Todesschreck, alles war von ihm gespielt worden, um den Herzog anzuführeir. Und Philipp der Gütige füllte ihm feine Kappe mit Dukaten. Die französisch? Sitte, am 1. Aprll einen .Aprllfrfch" ju schicken, benutzte der Prinz von Sonde zu einer Rasführung des Kardinals Mazarrn. Dieser war betanntkich sehr habgierig und ließ sich gern Geschenke machen. Als ihm aber der Prinz am . ^pril einen Fisch von zweifelhafter Frische schockte, lehnte er diese Gabe entrüstet ab. Als der Druf von Montfort dem Prinzen den. Zisch zu- rückbrachs, sagte dieser: ^Ich bebaute dir Handlungsweise feiner Eminenz," und aus den (Singe- toeiöen des Fisches holte er einen kostbaren Drll- lantrntg hervor. Als Mazarin davon hörte, war er untröstlich über die ihm entgangene Kostbarkeit. Friedrich der Troße hat einmal den Aprilscherz für feine Polllck ausgenutzt. Es kam ihm darauf an, als im Jahre 1767 Kriegsgefahr bestand, die Aufmerksamkeit der neugierigen Berliner von seinen Rüstungen abzulenken, und er brachte daher in die .Beckmischen Rachrlchken" die Schilderung vou einem 1x0 chnie dagewesenen Ungewitter, bet dem HagelLrner in der Große mm Kürbissen gefallen feien. Diese w2Tp diente" wohl eine der älteste«, die die SeituBOMi cehrnAt Dte angeklagten Zeugen. München, 2. April (Wolfs.) Die Meldung eines Berliner Blattes, datz Kahr und Seiher nicht mehr auf ihre Posten zurücQeho n werden, entspricht nicht Öen Tatsachen. Urbar das Ermittlungsverfahren gegen Kahr, Lossow und Seißer werden Einzelheiten bekannt, die darauf binöeuten, daß das Berfahren in kurzer Zeit zur Einstellung gelangen werd?. In den Kreisen, die Lossow nLlhestehen, erhält sich hartnäckig das Gerücht, ba’j Lossow nicht nach Bayern zurücktchre, sondern sich dertürki - schen Armee verpflichtet habe, der er ja bekanntlich im We.tlcieg lange Jahre hindurch an hervorragender Stelle ang-rhört hat. — Die verurteilten Angeklag.en Hitler, Weber und Kriebel sind nach Landsberg zur Strafverbüßung gebracht worden. Die „Nationallibcrole Bereinigung". Berlin, 3. April. (Priv.-Tel.) Die auf dem Parteitag bet Deutschen B.l.spartet in Hannover in Aussicht genommene Rücksprache mit den Mitgliedern der Ra.ionalliberalen Dereinigrng, die zunächst innerhalb ber Bereinigung eine Klärung über die Stellungnahme zu der von dem Zentralvorstand der Partei angrbahnlen Einigung herbeiführen sollte, hat gestern stattgefunden. Heute sollen die Besprechungen zwischen den Dertretern ber Bereinigung und dem Parteivorftcmd der Deutschen Dolkspartei geführt werden. Das amerikanische Hilfswerk für Deutschland. Washington. 2. April. (Wolfs.) Die Resrlutioo über die Zuwendung von zehn Millionen Dollar für das deutsche Hilsswerk begegnet im Senatskomitee für auswär.ige Angelegenheiten lebhafter Opposition. U. a. wurde geltend gemacht, daß Sparsamkeit geboten fei. Auch wurde darauf hmgew esen, daß eine Anzal^ wohlhabender Deutscher Geld verschwenderisch ausgaben. Kleine politische Nachrichten. Der Reichswahlleiter Geheimer RegierungS- vctt Prof. Dr. Wagemann, der mit ber Führung der Geschäfte des Statistischen Reichsamts seit dem 1. Dezember 1923 betraut war, ist zum Präsidenten des StatistischenReichsamt s ernannt worden. * Der Berliner Rundfunksender wird in allernächster Zeit in den Dienst dec Wahlpropaganda gestellt werden. Die Sekretäre der verschiedenen Parteien sollen bereits zusammengetreten fein, um eine Verständigung über den Durchfpruch von Wahlpcvgrammen herbeizuführen. Die Einrichtung soll auf die Grundlage unbedingter Parität gestellt werden, jo daß alle Parteien gleichmäßig zu Worte kommen. « Die nationalen tHUnber&eiten in Deutschland haben einen gemeinsamen Wahlaufruf veröffentlicht, da sie bei der Reichstags- wahl gemeinsam vorgehen wollen. An dem Block sind beteiligt die Polen und Danen, sowie die Wenden, dagegen scheinen die Litauer sich ausfchließen zu wollen. An der Spitze der Reichswahlliste dieses Minder Heilenblocks flehen zwei Polen, an dritter Stelle folgt bann ein Däne, der aber noch nicht nominiert ist. Die Wenden erhalten die fünfte und zehnte Stelle auf der Reichsliste. In den Färbereien der sächsisch-thüringischen Färbereikonventtvn wurde im Einvernehmen mit den Arbeitern di e 53 stündige Arbeitswoche eingeführt. In den Betrieben des Verband es der fächfisch-thüringifchen Webereien stößt die Maßnahme vorläufig noch auf Schwiedg- Feiten, doch ist von dem Reichsarbeitsministerium schon ein entsprechender Schiedsspruch gefällt worden. • Anläßlich des 25jährigen Priesterjubiläums des päpstlichen Runtius Pacelli überbrachte ber Gesandte v. Haniel die Glückwünsche der Reichsregierung. Der Reichskanzler, der Minister des Aeuhern unb ber preußische Ministerpräsident gratulierten telegraphisch. * Havas meldet aus Konstantinopel, daß ber ehemalige deutsche Außenminister v. Rosenberg das Agrement als deutscher Bot- schafterfürdieTürkei erhalten habe. * Die zwischen dem Reichsverkehrsministerium und den gewerkschaftlichen Spitzenorganisatirnm gepflogenen Verh<ürdlu.rg«r über dieRegelung der Löhne der Eifen bahnarbeiter konnten noch nicht crbgefchloffen werden. In einer Besprechung der Gewerkschaftsvertreter wurde darauf beschlvffen, die Reichs regierung als Vermittler anaurufen. Diese Verhandlungen finden voraussichtlich heute statt. I» m———Pf beschäftigte das Publikum sehr. Gin Professor fuchte die (5ad>e in einer langen Abhandlung zu erklären, und die Reu girr de war von den Wolken am politischen Himmel abgelenkt. Ein großer Freund des Aprilscherzes war Peter ber Große, unb er war in feinem Mit. el nicht wählerisch, um seine Umgebung und sein Volk curzu- führen. An einem 1. April ließ er in der Rahe von Petersburg hrimllch einen gewaltigen Holz- stvß arrffchichten unb in ber Rächt anzürrden. Von bem wellhin sichtbaren Feuerschein erschreckt, eilten die Bauern nach ber Residenz, well sie glaubten, Petersburg bremre. Aber als sie in dis Stadt hinein wollten, wurden sie von Truppen aufge- halten, es entstand ein wildes Durcheinander, bis schließlich ein Offizier mit den Worten die Aufklärung gab: ,Der 1. April!" Der 1. Ätarilk" • Sprachunterricht mit Radio. Die gute Erlernung unb besonders die richtige Aussprache einet fremeen Sprach» läßt sich ohne Lehrer schwer durchfüh.en. Die persönliche Tüch- ttgkeit des Unterridjtenben wird besonders tm Massen- und Klafsenu nterricht stets von entscheidender Bedeutung fein. Wer auch dec beste Kenner der lebenden Sprachen wird nicht alles Persönliche in den Einzelheiten der Aussprache ausscheiden können und feinen Schülern manche Eigenheiten mit auf den Weg geben, die ihnen bei der Verstänbigunq hinderlich fein können. Deshalb hat man in längster Zeit vielfach bc^ Mi» Unterricht die objektive Schallplatte Aus Stadt und Laub. Gießen, ds^ 3. Aprll 1924. Die Kinderhilfe in Gießen. Vom stadt. Wohlfahcksamt (Abt. Jugendamt) wird uns mitgeteilt: Am 28. März fand eine Sitzung des Ortsausschusses für di» amerikanische Kinder- Hilfe statt. Es wurde ein äleberolict über den Sachstand gegeben. Hiernach sind im vergangenen Wirtschaftsjahr (vom 23. 4. 1923 bis 30. 3. 1924) an 192 Speisetagen 247 434 Mah^zeite 1 ausgegoben worden. Die Teibiehmerzaht betrug zuletzt 1268. Hiervon entfallen auf die Speisestellen A (Bezirksschule) 200 Schulkrrü-er B (S tadtknabenschule) 260 C (Stadtmädchenfchule) 252 D (Höh. u. Ei.w. Mädchenschule) 60 E (Gymnasium) 16 b (Realgymnasium) 35 G (Oberrealschule) 100 H (Zum Löwen) 60 105 H 1 (Kleinkinderfchulie) 110 H 2 (Vvl s indergarten) 70 Die Form der Speisen richtete, sich nach ber Art der Lebensmittei, bie von dem Deutschen entoalausfchuß in Berlin zugeteilt wurden. Am meisten wurden Trinkmilch, Kakao und Milchmehlsuppe hergeflellt. 3m vergangenen Sommer wurden Rudeln unb Haferflocken geliefert, während Anfang dieses Monats auch Reis ausgegeben wurde. Rach dem z. 3t gültigen Spei'e- pbon werden verabfolgt: Montag: Drühreis, Dienstag: Kakao, Mittwoch: Mllchreisbrei. Donnerstag: K-ckao, Freitag: Milchmehl- suppe und Samstag: Kakao. Durch Erhöhung der Mehlration war man in ber Lage, an jämti lichen Speisetagen zu jeder Mahlzeit ein Brötchen zu liefern. Die Gäwße berfeiben ist bi^elBe wie früher geblieben. Das sog. Elterngeld, das für jede Mahlzeit gezahlt werden muß, beträgt 2 Pf. Hierzu tritt noch ein geringer Prozentsatz als Entgell für die Reinigung und Aufbewahrung der Speisegeräte in der Schule für diejenigen, die davon Gebrauch machen. Hiervon werden die Kosten für die Zubereitung der Speisen unb das Backen der Brötchen, sowie Die Spebittons- und Verpackungskosten bestritten. Das Ellerngeld reicht jed-ocy hierzu nicht aus, so daß die Stabt aus ihren Mitteln zuschiehen muß. Die Höhe des Elterngeldes ist durch den Höchstsatz begrenzt Len Der Deutsche Zentralausschuß für die Aus- tandshilfe feslgefetzt hat Die Lebensrnittel selbst werden von den ausländischen Spendern unentgeltlich gegeben. Bisher waren der Stadt Gießen 1200 Poo tionen zugeteilt. Wenn 1268 gespeist würben, so beruht dies darauf, daß für bie Kleinkinder nicht Die vollen Portionen ausgegeben werben. Füe die Zukunft ist es gelungen, dieEchöhungder Portionenzahl für Gießen auf 1500 zu erreichen. Es beabsichtigen nun die englischen Quäker, die bereits seit längerer Zeit in enger Fühlungnahme mit den amerikanischen Quälern tn DeutschtanG arbeiten, ein Hilfswerk für bie vvrschulpflichtigen Kinder durchzuführen. Zu diesem Zwecke sind in Berlin durch das Städtische Tesundheitsamt Feststellungen über die Anzahl der Klelnkmöer gemacht worben, deren Gewicht unb Große unnormal war, und zwar nach dem Pirguetschen System. Die Grgebnijse waren folgende: Es hatten LlMergewicht 40 Proz. der Kinder zwischen 1 u. 2 Jahren, 74 Proz. der Kinder zwischen 2 u. 4 Jahren, 75 Proz der Kinder zwischen 4 u. 5 Iahoerr, 86‘/2 Pcvz. der Kinder zwischen 5 u, 6 Jahren Zum Vergleich ist in Gießen eine ähnliche älntersuchung durch den Schularzt in den hiesiaen Kleinkinder-Anstalten durchgeführi worden. Der Sckulorzt hat gesunden, daß Blutarmut, Rachitis und Skrofulose in erfchveckondem Maße festzu- fteilen ist. Ausgesprochene cknterernäh.ung ergab sich, in folgenden Prvzenksätzen: 1. Im Kindergarten des Fröbeffeminars 20 Proz. 2. In ber Ellsabeth-Kleinklnderfchule 50 Proz. 3. Im stöbt. Volkskindergarten 75 Proz. 4. In ber Klein- krndevbow rhranstalt Diezstraße 90 Prozent. Berücksichtigt man, daß im städtischen Volks linder- garten unb in der Diezstraße viele Kinder aus- geschieden sind, weil bie Eltern bas Schulgeld nicht aufbringen konnten, diese aber mit ziem- lidjer Sicherheit zu den Llnterernährten gerechnet werrden können, fo ergibt sich ein noch ungünstigeres Bild. Erfreulicherweise ist die obenerwähnte Absicht der Quäker bereits Wirklichkeit geworden. Es sollen für die unterernährten Kleintinber bi großem Umfange Lebertran und Trockenmilch bervitgcftellt werden. Für Gießen sind ein Faß Lebertran mit 100 Kg. Inhalt und 475 Kg Trockenmilch angekünbigl. Rach Beschluß des Ortsausschusses sollen diese Stärkungsmittel auf Grund ärztlicher DurchunlerfuHung in den genannten Kleinkinderanlalten, sowie in der Kin- Lerlrippe des allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege und im Säuglingsheim zur verwendet; aber diese bleibt noch ein totes Präparat. Run bringt uns aber der Rundfunk ein neues überaus wichtiges Hllfsmittel für den älnterricht in fremden Sprachen, worauf Gtubien» rat Friese in Der Leipziger „Illustrierten Zeitung" aiffmercksarn macht. Setzt man eine einwandfreie Lösung der technischen Fragen voraus, so bleibt nur noch die Organisation übrig. Diese wird im Bereich ober am Ort des Senders von einer Gruppe von Schulvertretern zusammen mit Vertretern der Senbeftelle durchgeführt werden müssen. Dadurch wird erreicht, daß eine Spruch- llasse regelmäßig zu besttmmten Zelten sich ein- fchalten und nach feststehendem Plane Proben der betreffenden Sprache von einem Spcach- eingcbcrcncn hören kann. Einer Sprache werden feste Wochentage Vorbehalten. Der Lehrer wiiß auf dis Minute und auf das Wort genau, was zu erwarten ist, fo daß er feine Klasse' vor- bereiten und die Vorträge voll ausw:rten kann. Die Texte müssen allgemein zugänglich sein. Um diesen Sprachunterricht mit Radio auszuprobieren, hat bie Deutsche Buchhändler-Lehranstalt Die ersten Versuche gemacht. Sie ist wohl bisher die einzige deutsche Schule, Die sich einer eigenen Empfangsanlage erfreut, und sie will die Vorarbeiten und Vorbereitungen leisten um der Allgemeinheit brauchbare Pläne darzmbicken. Jedenfalls wirb aus diese Weise ein ölnterrichtsmrttes gewonnen, das nicht nur mit der fremden Sprache an sich, sondern auch mit der Kultur in unmittelbare Berührung bringt. Mütter a. Kleinkinder Land. Büchertisch — Don die vom ITnr.nl, flOin9 tinin Gegen Grippe ».schwere Katarrhe hilft fluKoblB; "blii bestimmt lkarlssprudel SisNrchen 14. I MAGGI1 WOrze 2546c Man verlange ausdrücklich MAGGI5 Würze. Achtung auf unversehrten PlombenverschluB. — Ml MA AMMM Mlige Alkkl! für Iigarrengrschäst per sofort gesucht. UUUjlJ4Hll Nur branchekundige Herren kommen hatte einen 5 Millionen Wert von 32 Millionen Dollar, mehr als im Dorlahre Lebenshaltungskosten (Ernährung. Woh- mmg, Heizung, Beleuchtung und Bekleidung) be» läuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den 31. März, wie in der Dor- wcche, auf das 1,07 Billionenfache der Dcrkriegszeit. Auch für den Durchschnitt Marz berechnet sich die Reichs indrxziffer auf das 1,07 Billionenfache gegenüber dem 1,04 Billia«ren- fachen im Durchschnitt des Monats Februar. Es ergibt sich eine Steigerung von 29 Proz. Die Ernährungskosten allein betrugen durchschnittlich im März das 1,20 Billionenfache der Dor- jtriegszeit. A-rflit Oh. Mädchen Siir GarreuM Veit aefiutt. Siückratb, 2Ö56D Aüerwea 47. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die Brflhl'eche Uolv.-Druekcrci, R. Lange« Kirchliche Nachrichten. Israel. ReltgionSgesellschaft. Sabbatfeier den 5. April. Freitag abd. 6.35. Samstag vorrn. 6.30. nachm. 3.30, Sabbatausg. 7.50. — Wochengottesd. Morgens 6.45. abds. 6.30. kleine Maggi-Fläschchen seihst nach und hat außer Geldersparnis noch die Garantie der Echtheit. TücdtiaeS 0 *" Mädchen für vormittags für Hausarbeit ftefurfit. («oetheiir. 42 IL Beschauer wie ein unheimliches Bild a rs Tantes „Inferno" anmutet. Anläßlich der Ausgrabungen in Aegypten enthalt das Heft eine Auhenansicht des Grabes Tutanchamons im Tale der Königs- gräber bei Theben forme eine höchst interessante Zeichnung aus dem Inneren des Grades. Don Bildern aus fernen Ländern, die die Zritunz regelmäßig bringt, erscheint in diesem Heft eine Reihe von Ausnahmen aus Angora, dem Sitz der republikanischen türkischen Regierung, sowie einige interessante Bilder aus China und Indien, die die Verkehrsmittel des fernen Ostens vor Augen führen. Schliesslich sei noch erwähnt, dah mit dieser Rümmer die Deröffentlichung eines neuen Romans, „Die Montforts" von H v. Beaulieu, ein Familienroman aus der Zett vor dem Kriege, beginnt. — KunstgabenfürSchuleundHa-ts Herausgegeben von W. Günther-Hamburg. Bisher erschienen 60 Rummern. Präs pro Rümmer 20 G.-Ps. (Verlag von Georg Wigand, Leipzig.) — Die Kunst dem Dollei Ost genug ist diese Forderung erhoben, aber vechältrnsmähig wenig ist bisher geschehen, sie zu erfüllen. Uir so dankbarer ist der hier gemachte Versuch za be- grühen. In überaus glücklicher Austvahl wird hier alt wie jung das Beste vor Augen geführt, was die deutsche Kunst von Dürer and Halbem angefangen, bis zu Hans Thoma geleistet hat. Jedes Ser vorliegenden Hefte zeigt auf 16 bis 24 Seiten Weröe von solchen Meistern, dir der Deutsche besonders hochhallen must. In unzähligen Exemplaren haben diese Hefte — die billigsten aller existierenden Kunstbilderbücher — Eingang in deutschen Schulen and Familien gefunden. Eine mit ihnen und durch sie erzogene Zugend wrrd Herz und Sinn unwillkürlich dem Wahren. Guten und Schönen offnen, und dadurch einen innerlichen Schatz und Halt erwerben toraren, dem in unaufdringlicherer Fra ihr kaum etwas' anderes zu vermitteln im Stande sein durste. in Frage. Schriftliche Angebote unter 018861 an den Siebener Anzeiger. *• Kein Wahlkampf in der Karwoche. Durch Anordnung d s Reichspräsidenten ist der Termin für die Reichstags wählen auf Sonntag, den 4. Mai, festqe etzt worden. Damit 4äIIt das Osterfest in die Zeit der Wahlvorbrcei- 'tungen. Damit die Woche vor dem Osterfest nicht durch laute Veranstaltungen gestört wird, richtet das Evangelische Landeskirchen- 41 m t auf diesem Wege an alle Vertretungen der Reichstagsparteien in Hessen Öi? Ditte, ihrer» -seits in der Zeit vom 12. bis 21. Avril (Kalm- ivmitag bis Ostermontag) um des FriQrns der Karwoche willen das Werben für die Wahlen ruhen zu lassen. •• Verfallende Geldscheine. Ts sei Idaran erinnert, dast die 5-Billionenfcheine nur inrch bis zum 5. April, die 10= und 100-B.llivnen- scheine bis zum 20. April eingelöst werden. •’ Ein Radio - älnterhaltungS- abend in Gießen. Rach der Inbetriebnahme des Frankfurter Senders hielt es die Giestener Ortsgruppe des Südwestdeutschen Radioklubs für Migezcigt, eine breitere Oeffentlichkeit mit dem Rundfunk bekannt zu machen. Zu diesem Zwecke bot sie gestern abend im grosten Hörsaal Les Physikalischen Instituts Gelegenheit, an einem zum Vertrieb meiner technischen llndustrie- bedarfsartikel per sofort und später gesucht. Bin zu sprechen jeden Abend zwischen 5 und 71/, Uhr. 2559 D Kreis Schotten. La u ba ch, 1. April. Am Mittwoch wurde srstgeh'lfen Becker die er st eSchnepfe gu tn A. G. und verschiedener sonstiger öperwer und Gönner ist es gelungen, bei der hessischen Regierung durchzusetzen, dah die hiesige Realschule zur Oberrealschule ausgebaut wird. Hessen-Nassau. * Marburg. 2. April. Die Reichswehr- Kleiderwoch e hat heute hier begonnen. Trom- petenfignale kündigten das Rahen der Sammler an. fpd. Frankfurt a. M., 2. April. Der vor einiger Zeit von den Franzosen festgenommene Pclizeirat Dr. Patzelt vom Polizeipräsidium Frankfurt a. M wurde von den franko» fischen Militärpolizeigericht zu Mainz wegen einfachen Patzvergehens zu zwei Monaten Gefängnis verurte.lü worauf die Untersuchungshaft in Anrechnung kommen soll. Das Militärpolizeigericht zu Wiesbaden verurteilte eine groste Anzahl Frankfurter Einwohner wegen älebertretung der Pa st Verordnung en mit Geldstrafen bis zu 100 Goldmark. — Die Kriminalpoli'ei nahm vor einigen Tagen Len 37jäh.igen Hermann Jung, als Einbrecher längst bekannt, fest. Im Lau e der Vernehnung stellte es sich heraus, dast mit der Festnahme des Jung und seines wenig-e S un= den später verhaftetea Freundes Konrad M ü tz e l zwei der schlimmsten Einbrecher der letzten Zeit in Hast gekommen waren, denn den beiden It unten bis jetzt 11 schwere Wohrrungse.irbrüche nachgewiesen werden. in dem g ä,lich-folms-laeibachi.chn Wal>drftriit „Hirfchrvt" (der Stätte der früheren Dorfschaft Gersrod, genannt irr einer chrmraischen ilrtun&e von 1340) erl g . Der glückliche Schütze erhält eine Prämie rm Betrag von 5 Mk. In früherer Zeit wurde dieser durch einen sogen. Schnepfenheller belohnt, und zwar durch eneen fiLDemen. Auf der Vorderseite der Mü.r^e stand die Chiffre SL (bezüglich auf den Grafen Christian August, 1733—84), auf der Rucks i e sah man eine Schnepfe, stehend auf einem Rasenstück. Auch gab es kupferne Sch eev senheller? bief-e wurden bei Oagten un er die Treiber geworfen, die sich dann zum Ergötzen d r Jäger darum baEgren, wie dies i t ähnlicher W ife früher bei Hech tet en geschah, wo der Bräutigam auch Geld unter die Zuschauer warf. Auch die Grafen zu Isenburg prägten Schnepfenheller. Kreis Friedberg. • Butzback, 2. April. Dank längerer Bemühungen einiger hiesiger Herren, insbesondere des Gem.rinde.as Zoutz und Beigeordneten Heil mit finanzieller .Unterstützung der Me- veckt wmven, oaS vrwergevtet von Cobalt und die Rickelbergwerke von Urighton. Dazu kam noch die Erschliestung der großen Kohlengebiete von Alberta. Augenblicklich übt das neue Goldfeld von Rordquebec die grösste Anziehungskraft aus. Das Gebiet, in dem man noch neue gewaltige Goldschätze zu entdecken hofft, erstreckt sich etwa 150 km östlich und die gleiche Strecke s-dlich von der Transcontinental - Eisenbahn bis an die Grenze von Ontario. Die geographischen Bedingungen in diesem neuen Goldland sind dieselben wie in Ontario, und viele Kanadier erwerben hier Ausbeutungsrechte. Man hofft, in Kanada selbst die Kapitalien aufzubringen, die die Ausbeutung des ganzen Gebietes ermöglichen. Don den 710 Millionen Dollar, die in den kanadischen Bergwerken angelegt sind, schätzt man den kanadischen Anteil auf 415 Millionen Dollar, während sich der Anteil des amerikanischen Kapitals auf 31 Proz. und der des britischm auf 13 Proz. beläuft. Rach den letzten kanadischen Statistiken hatte dir Golderzeugung im Jahre 1922 einen Wert von über 26 Millionen Dollar, eine Summe, die bisher nur im Zähre 1900 übertroffen wurde, als die Bukon- Felder erschlossen wurden. Die Erzerzeu- gung in den Porcupeine- und Kirlland-Gebieten, die al£ die »größte Schatzkammer" der Welt bezeichnet toerbert, belief sich 1920 auf fast 21 Millionen Dollar und wird für 1923 auf 25 Millionen Ontario Erze im Werte von 843 Millionen. D'e Antario Erze im Werte von 848 Millionen. Die Ausbeute in den ersten 9 Monaten von 1923 den sehr günstigen Gesamteindruck nicht verwischen, denn bet jeder neuen technischen Errungenschaft muh man eben damit rechnen, dah von vornherein hier und da mal etwas nicht klappt. Mit Hllsa von Siemensschen Lautsprechern, die in Anbetracht der grohen Versammlung notwendig waren — wenn nur wenige Personen beim Radio vereinigt sind, bedient man sich der günstigeren Kopfhörer —, konnte man Gesangs- und Instrumentaldarbietungen Frankfurter Künstler, Rezitationen usw. hören. Ratürlich war die Wahrnehmung der Vorträge nicht so klar und eindrucksvoll, wie im Konzert- oder Vortragsfaal, aber 'immerhin gÄvann man die ckleberzeugung, dast die technischen Möglichkeiten zur üebernritt:- lurrg derartiger Dqrbietungen schon sehr weit vorgeschritten sind und die restlose Beseitigung aller Unebenheiten nur noch eine Frage von kurzer Zeit ist. Das bezieht sich auf die ilceerrnüttrlung durch Lautsprecher, bei den. Kopshäoert sollen, wie der BoZitzeride sagte, bir> ilebermitteüingä» Verhältnisse schon weit vollkommener fein. Jedenfalls geaxmit man gestern abend wohl allgemein den Eindruck, dah dem Radio eine gvohr Zukunft gehört und datz es uns als Voll, wie auch dem Einzrinen ungeahnte Entwicklungsmöglich' Seiten eröffnet. Diese Erkenntnis hier in breiteren Schöffengericht. • Gichen. 2. April. Mit Wirkung vom 1. 4.24 ab sind auf Grund der Verordnung über Eerichtsverfassu.eg und Stiafrechsp.lege vom 4.1.24 die Strafkammern als erkennende Gerichte erster Instanz überhaupt nicht mehr tätig: die früher ga. ihrer Zustänl^gkeit gehörenden Strafsache r werden jetzt von den Am sge- richten und "er Schöffengerichten rnt.chie- den, ebenso tote ionst die Verbrechen, die früher vor den Schwurgerichten vnch n.eit werden muhten. jetzt vor die Schöffengerichte kommen. So kommt es, dast heute eine Strafsache vor dem Schöffengericht verhandellwurde, die früher zur Zuständigkeit des Schwurgerichts gehört hatte. Dem Bürgermeister Heinrich K. von Sckings-- hnusen wurde zur Last gelegt, in den Jahren 1916 und 1917 mit Gewalt unzüchtige Handlungen an einer Frau H. und deoni Tochter vor- genömmen za haben. K. leugnete entschieden. Rach umfangreicher Beweisaufnahme (es wurden etwa 30 Zeugen vernommen) veru.teilte das Gericht den Angeklagten zu 9 Monaten Gefängnis und Aberkennung der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aomter auf die Dauer von 5 Zähren, weil er Anfangs März 1917 mit der damals noch nicht 14 Hah.e alten Tochter H. unzüchtige Han langen tror genommen habe. Im klebrigen sprach das Gericht K. frei; es war zwar der Auffassung, dast. er auch mit der Frau H. unzüchtige Handlungen vorgenommen habt, hielt aber nicht für nachgewiesen, dah er das Bewutztsein der Gewaltanwendung gehabt habe. Misli«. TW. Wslkin X Ä*”S. WlWerMMsa Bnlttthosstraue 6. Die Reichs-Teuernngsziffer. Die Reichsindexziffer für ßMss iL Herrn für Letfüte9?citetärine feil gesucht. Zu melden 6—7 Ubr Goetbestr. «I II. gesetzteren Alkers, vollkommen vertrauenswürdig, für sofort gesucht. Schriftliche Angebote mit ausführlicher Angabe des Ausbildungsganges unt. 018823 a. d. Giehener Anzeiger erbet «ttettong gelangen. Me ärztliche Anterfuchung haben wiederum die Herren Medizinalrat Dr. flD a l g e r und Medizinalrat Dr. Bötticher fcn dankenswerter Weife übernommen. Auch die Mütterberatungsstelle erhält £ebcrt?an in ausreichendem Waste zur Verfügung gestellt. * Die Matznahmen gegen die Tollwut. Eine Verschärfung. DaS Kreisamt ®leben gibt im neuesten Ämtsverkündigungsblatt bekannt, es habe in Erfahrung gebracht, Last entgegen seiner Anordnung die bezüglich der Festlegung der Hunde getroffenen Mastnahmen rersch-iedentlich mcht oder pur ungenügend befolgt werden. Mit Rücksicht auf die ganz besondere Gefährlichkeit der Seuche und rm Hinblick auf die nicht abzusehenden Folgen, die bei der Richt- p-achtung der diesbezüglich erlaffenLn Dvrschr.sten eintreten können, ordnet es mm nachstehendes an: Hunde, die den ergangenen Vorschriften zuwider frei umherlaufend betroffen wer» den, werden sofort getötet Im übrigen bleiben die Vorschriften der Bekanntmachung Dom 14. März 1924, betreffend Tollwutverdacht in 5koaft. Das Kreisamt weist ferner darauf "a, Last die Tollwut durch Len Bitz toller Hu?tz^ auch aus Pferde, Rinder, Schafe und Schweins übertragen wird. Für die wegen Tollwut getöteten Tiere wird eine Entschädigung nicht gewährt. Auch weist das Amt noch ganz besonders daraus hin, dah der Besitzer des Hundes haftpflichtig ist für die Schäden, die durch Richt- befolgung der Vorschriften entstehen. Hermann Becker Kaiserallee 10. Dietzen, Kaiserallee 10. in großen Originalflaschen Nr. 6 besonders vorteilhaft. Man füllt daraus das ___der ZubiläumSausstellrng des Münchener Kunstvereins, der in diesem Zahrr fein lOOjähriges Bestehen feiert, bringt die soeben erschienene Rümmer der Leipziger „Illustrierten Zeitung" (Teriag Z I- Weber) eine große Anzahl von GemälLeproduItionen. Ls sind alles Bilder aus der Biedermeierzeit, fcu denen Georg Zacob Wolf einen kurzen erklärenden Artikel geschrieben hat. Unter der grosten Anzahl von künstlerischen Reproduktionen, die das He/t austerdem enthält, steht an erster Stelle eine Wiedergabe der Radierung von Alexander Opplec „Li? Sünder vor dem Leusel" ein Blatt, das den teilz u.ehme-.r. ter sehr stattlichen Die Darbietung ei und gan ,en als wenigen Störungen^ gilt geglückt bezeichnen; die „ _ . die man mit in Kauf nehmLN mutzte, könn en Gewandte w- ütoen stuLeu itvts reichlich Peschäfrinmisl. tHeiniart'eti.» ^djlrafaidf tteL ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Jüngeres Mädchen für ttiiivüber qesnchr vaberftr. 2tK. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Radu: - cklnterhaltungsabrnd denn auch von einem Publikum besucht war. kann man im grosten Vermischtes. 25 Personen bei einem Brand getötet. Mexiko, 2. April. (WTV.) Bei einem Brande in einem Lichtspieltheater in der Dorstadt Lacubuy wurden 25 Person en getötet und 56 verwundet. Die Mehrzahl der Verunglückten würd' durch elektrischen Strom getötet, da mehrere elektrische Drähte sich von der Decke loslösten und auf die im Saale versammelten Menschenmaffen fielen. Feuer auf einem Dampfer auf See. London, 2. Aprll (WTB.) Einer Llohd- meldung aus PortSudan zufolge ist auf dem britischen Dampfer. ^Trangestan", der mit 1200 mohammedanischen Pilgern nach Zeddah unterwegs ist. Feuer ausgebrochen. Mehrere Fahrzeuge sind zur Hilfeleistung abgegangen. Streik an der Berliner Staatsr»per. Berlin, 3. April. (Priv.-Tel.) Das Chor- und Dallettpersonal der Derlmer Staatsoper ist gestern in den Streik getreten und hat seine Mitwirkung bei iten Vorstellungen des .Troubadour" und der „Verkauften Braut" verweigert. 5hi der Svaarsoper und der Krollschen Oper muhten die meist chor- losen Opern ^Mona Lisa" und „Tiefland" gegeben werden. Das Chorpersonal verlangt Qlner^ Eemrung der Organisation, Gshaltsn euregelun g und die Schaffung einer Alters- und Hinter- bliebenemfürsarge. Die Leitung der Staatsoper hat zunächst bis zum 8. April einen Spirlplan angeseht, der sich zur Rot ohne Chor durchführen labt Das neue Goldfieber in Kanada. i । Die neuen Goldfelder im nördlichen Ontario und nördlichen Quebec erregen immer steigende Aufmerksamkeit in Kanada und zeigen ein starles Anwachsen der Gewinne. Man glaubt vielfach, dah Kanada in Zukunft weit gröbere Fortschritte in der Ausbeutung seiner Mineralien machen wird, als in der Entwicklung seiner Landwirtschaft oder feines Handels. In den letzten 25 Zahlen sind hier die Goldfelder in Vukon ent- SentS-atxf, Schwielen u- Warze« wäSha..arrsa sxu « Wunblauten stirtiiOi-Sugba». Drocerle H. Noll« Nenstndt 28. Droserie WInterhoff. Kreuzplatz 9 10. (^L ^9en^ w Wellen 252 B 60 ' 16 ’ 35 ' 100 • 110 10 ' Md) Ä ® Ita, dirselbf % W tritt E Enlzeü für m9 der Steife. Me frtoDir die Kosten .urd daS Aacka wns- unb I«. mcht ’ di« Stadt aus A« höye des begreift uh für dir 2us ^millel selbst ßptitetn ttcent’ feten 1200 Poo speist wurden, so Äeiititnter nicht bi werten. 5u: rhöhung dec ■ auf 1500 zu er « erglischeu « Iüt m en.]cr 'amWxn Quälern Mwerk für die rr terchzufühM. r[in durch das flaiflCT liter bl* l Worten, deren i, uiti zwar nach Lrg-bw.ch waren cht 43 Prvz. ter \ 14 Prvz. ter n, 75 Prvz. ter . 86'-: Pcoz. ter t Zen eine ähnlich: 3t inten hiejina hrt Worten. S. r uuirnml. Aachiüs nz Dche festzu- crrnäh.ilng erzab L Im Kinder» 2. 3n ter 3. 3m flöht In ter Klein* 90 Prozent. Büchen DoÄliatev iele Ämter aus* rt das Schulgeld aber mit -E nähten gerechnet ein noch W» r«r=äW=® ächleit jMvrten D Älrinünter tn l ue Kr TiesM sind tz.. IuhaU nn) , 6tarW"™ Amen. « AlUldfUlk S- &tel rar den ,T* Ltadien* »Mix iSS HD ! # 5r eige"^ i sprach« c Kveffen geweckt bzw. txrtteft zu Haven, Tji ein Verdienst der Tiehener Radiogruppe um diese neuzeitliche Errungenschaft. ** älnterhaltungs-Abende für Kleinrentner. Am Dienstag abend sand im Singsaale des Realgymnasiums der 7. und letzte ^Interhaltungsabend für die Mitglieder der Ortsgruppe Grehen des Deutschen Rentnerbundes statt. Diese Veranstaltungen entsprangen einer Anregung des Regisseurs des Stadttheaters Karl V o l ck, der sein künstlerisches Wis'ei und Können in hervorragendem Matze in den Dienst der guten Sache stellte, unterstützt von einer größeren An.zahl mufik- und stimmbegabter Damen und Heroen aus der Gietzener Einwohnerschaft. Wir entsprechen einem Wunsche dec Mehrzahl der in so selbstloser Weise Mitwirckenden, wenn wir sie nicht mit Ramen nennen; sie sind dem auf dem Gebiete der Musik und des Gesanges kunstlieben- den Publikums nicht unbekannt. — In der gestrigen Veranstaltung, die dem Ernst und dem Humor in gleicher Wrise Rechnung trug, brachte Herr Volck las Wildenbruchsche Melodram ^Das Herenlied" zu Gehör, und fand damit den wohl- Verdienton Beifall der den Raum bis zum letzten Platz füllenden Zuhörerschaft, der selbstverständlich auch seinem Partner am Flügel in wohlverdientem Matze zu teil wurde, nicht minder aber der Sängerin des Abends, dir mit nicht weniger als nenn Liedern von R. Wegner und Mathilde Wefenbach den gesanglichen Teil des Abends bestritt. — Alle an dm sieben Abenden MitDirken- den haben in uneigennütziger Weise gerade denjenigen Mitbürgern unserer Stadt, die schwer um ihr Dasein kämpfen müssen, viele genutzreiche Stunden bereitet; Dank und Anerken^mng find ihnen dauernd gesichert. Bornotizcn. — T a g es kalen der für Donners- tag. G. S. C. von 1900: 8V_> Uhr Hotel Kobel Moncttsversammlung. — Lichtspielhaus, Bahn- hofskratze: „ Friderlcus Rex". — Palast--Lichffpiele: „Ranutz der Eskimo". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: In dem neuen Schwank „Öu ng g e f e l (e n bäm mer u ng“, der am Freitag hier zum ersten Male gegeben wird, treten Herr Oskar Feigel und Frau Luise Rammel zum letzten Male in größeren Aufgaben vor das bie,ige Publikum. Herr Feigel hat sich in den Zähren seiner hiesigen Tätigkeit als überaus vielseitiger Künstler errief en; seine Stärke lag auf dem Gebiete des Lustspieles und Schwankes; es sei nur an feine famosen Figuren in ^Dörsenfieber" und .Der keusche Lebemann" erinnert. F au Luise Ram mel, beliebt in ihren Lust spick typen, wird Gelegenheit haben, sich von ihrer ^Besten Seite" zu zeigen und mit einer Bombenrolle auswarte«. W.i er find in Hauptrollen beschäftigt die Damen Koop, A a r n e g g und die Herren Zuhnke, Leutheiser, Golt. Die Spielleitung des Schwank-Lustspiels, das durch das AbOnnement geht, hat Herr Karl D o l ck übernommen. Landkreis Gic^rn. Dg. Grohen.Duseck. 2. April. Derjetzige Besitzer 6er umweit unseres Dorfes gelegenen feg. Leppermühle beabsich igt, nachdem^ der Mühlenbetrieb unter zahlreichen früheren Eigentümern jahrzehntelang geruht hacke, denselben wieder aufzunehmen und die Mühle zu einer Handelsmuhle zu erteei em. — Infolge der noch immer bestehenden Wohnungsnot wird die Bautätigkeit auch i i diesem Jahre rege fein. Bis jetzt ist die Errichtung von siebenWohnhä ufern vorgesehen. Während des Krieges wurde die grctz'ügig angelegte Backst e i n f a b r i k abgerissen, und das Ma e ial verkauft. Run wird von dem hiesigen Baumaterialien» Händler R. eine Feldbrepnerei in Angriff genommen werden. - Reis ki rchen, 2. April. DerzumDur- germeister unserer Gemeinde gewähle Landwirt Philipp Scho mber wurde tn den Dienft eingeführt. s Vei-mistungen s Suf mÖOI. W M!» 56)Kfllüimer äh vermtcien 01 ^abgboiitr. 8 2J£ j Mietgesuche | Besserer solid. Herr suchl aiibl. Zimnisr. (Schrift L Anaebote unter 0188H5 an bett Gietzener Anzeiger. ^teilen angeböt?| killize tWize hrMer für hier nnb auswärts nefilcht. 01(831 I „Vesta“ GllÄllützfttls-Darev. G.m.v.0, LgdwigSplatz 4 p. Junger Kaufmann flemiffcnbaft u. flott arbeitend, als Lagerist gesucht. Solche mit AnS- bHbun« in Kolonial- warenob. Drogen- Brancke bevorzugt. Schrift! Armebote mit Gehallsansor. und Zeugnis - Abschriften unter 23271) an b. Gietz Anz. erb. AkdevMtttM GarlswÄr der auch souftige Arbeitet, verrichtet, fefert für dauernd gesucht. Näheres zu Erfragen iu der Geschäftsstelle d. Gieß. Anzeigers. 2530D Wir empfehlen: mittags 2 Uhr statt 018845 [Verschiedenes 018821 gesucht. H ober von letzteren drei 1 rtn .. 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Miug wur^e ein Kurs von 1,3 D.llionen: genannt. Zement Heidelberg verloren 1,4 *S;tL Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. ($>»‘181’110111)1 Marl ouSneönict!- Buenos Aires. London, NeL York. Japan, 9iio de ?\se 1922 ab eine Gesamtvergütung von 30 0)0 Gol.mark erhalten. Die aus,chi0endcn Herren de) Auf- sichstsruts wurden wiedergewähst: newmerwählt wurden Dr. v. d. Porten- Berlin und Dr. F. Äoebler, der sein Amt als Vorstaurdsmiislied nied.-rIclegt hat. ♦ MetallgeseNschaft, Frankfurt. Die G.-V genehmigte den Jahresbericht und die S-'-lus-rechnung. Wie bei der befreundeten Gold- und Silbersch-idranstalt wird auch hier der Rein- gewnm vm 26.2 V.l.i neu Mark auf neue Rech- rmng ohne Dividendenvert-eilung vorgellagrn. Vorstand und Aussichtsrat 'wurdet entlastet. Die Vergütungen des Aussichtsrales werdet für 1922/23 auf zusammet 30 000 Goldmark festgesetzt. 3n der Versammlung waren 112 Millionen Mark Stamm- und 20 Millio^n Mark Do^ugsaktien vertreten • Me tallbank und Metallurgische Gesellschaft, Frankfurt. Dir G-V. genehmigte die Regularien und trug gleichfalls den Reing.winrn von 42,8 Vi.l.onrn Mark auf neue Rechnung ohne SiVibcnue.uxrtvilun i vor. Die Aufsichtsratstmttieme wurde auf 30 000 Goldman? festg setzt. Vertreten wan n 116 Millionen Mark ©lanmi- und 53 Millionen Mark Do.zug's- Neuorganisation bet Hanbelskammcrn in Prcnste». 3m preußischen LanL-tag ist eine Votver- erbreung des Handelsministeriums an enommen worden, welche die preußische.1 Hmdelslamme n auf eine neue Grundlage stellen will. Der Vame ist in „Industrie- und Handelskammern" um c- wandclt, um den Einflust. der Industrie in d-r Kammer nach aasten h rvorzuhel-en. Ferner sollen einige fleine Kammem ganz beseitigt treivr'n, andere sollen sich unter mit'.-estimmendem Ernf ur, bes Handelsministe.iums ?um Zweck erb n) za- sämmenschliesten, um gemein ame In ere s-.m gemein am zu tertreten. Die Zw.ckv.rbän.e wer en Körperschif.en des oflentlich.-n Vechtes sein. Es wird also in Zukunft c.nstel e der bisher J5 etwa 20—30 groste Iniustrie- und Handelskammern tntb daneden etwa 10—15 Zweckixroände gelen, innerhalb deren die einzelne Kammer zwar i'./rc ör luben Velange svl-stän g wahrnimmt, die g v- teren W irtschaftsfragen aber im Zweckoerbc.nd löfl. Auch den Frauen ist das aktive und pass.ve Wahlrecht zur Industrie- und Handelskammer gewährt und das Klassenwahlrecht durch das allgemeine Wahlrecht erfetzt. PomefeMfsTee u aromatisch and^gleblg, Billig Im Verbrauci Niederlagen in allen Stadtteilen Wirtschaft. Geschäfisa«ssicht über die Oansabauk A. W. Frankfurt a. M. Wie die „5rff. Ztg." ersähet, hat die Dank sich genötigt gesehen, di-' Ges-chästsaus। uchi zu dz= antragen. Durch unberechtigte gc -chfftnch- Maßnahmen des Leiters der Offenbacher Fsttale, Direktor L i n n e b e ck e r, der weit über ferne Befugnisse hinaus an zahlreiche Offenbacher Industrielle viel zu umfangreiche Kredite gewahrst hat, ist bei der Offenbacher F i l t a 1 e und .damit bei dem G e s a m t i n st i t u t eute fv starke Illiguidität eingetreten, dah eine ak.tve Wetterführung der Geschäfte gogc;ia>irtLg nicht mehr in Betracht kommt. Die herausgegebenen Kredite werden von der Dankleitung Atoar als an ich »um größten Teil gut angesehen, iavessem sind sie für den Augenblick nicht realisierbar. Es bestehen bei dem Instltut u. a. Verpflichtungen in Höhe von zirka 403 000 Goldmark am frankfurter Geldmarkt durch Hereinnahme von Scheck- lausch, 14tägigem und monatlichem Geld, die naturgemäß unter den gegenwärtigen Verhältnissen ebenfalls nicht fristgemäst erledtgt werden lörmcn. Das Institut ist als G. m. b H. 1920 erachtet und im Januar 1924 in die Aechtsform einer A °G. gebracht. Sein Ak.ienkapital ist 203 Millionen Mark. Direktor ßinnebeder ist fristlos entlassen worden. Es liegt Anlas) zu der Annahme vor, dast die Kontrolle innerhalb der Dank keineswegs ausreichend organistert war. ?riri 73,9 ' 6,06 70,18 111, 8 15 .39 6,12 4,21 18,1 20.93 21,2' 4,81 12,73 57,61 2,33 17,M vom Auslandsdeutschtum Ein Eachverständigen-Allsschust des Völker- tzundes weilte in Danzig zur Antersnchlng Les zwischen Danzig und Polen schwelenden Htreites über die Errichtung eines polnischen /Akunitionslagers. Gr bezeichnete als geeigne.ui '.Platz dafür die Halbinsel V.estetplatte — gegen die Stimme des französischen Vertreters, der iden Holmplah in unmittelbarer Vahe von v.adt ’linb Hafen forderte. , . Drr Vorstand über die Geschäftslage. Di: Kohl-n- förderung Hieb normal; dug-gen mu ^e die Cr- zeuoung iec Hütten durch Fe.erfchicht.n cia^.e- sch.änkt werl^.i, weil die C-eellichast nicht ub?r- <11 zu weit unter den Selbstkosten liegenden Pee'sen liefern wollte. Die Eisen.-estän oe ft id insolgedestei gewach.en. Die stkauftrag: hat sich in der letzten Zeit etwas gebessert, sie genügt aber lern Arbeitsbedürstns noch nicht. 3:i8bt» sende re vergeben die Eistn.'ahnen ih.en Velars imr spärlich und zögernd Leider beiden die Lcistunge t ter Arbeiten tro3 der auf einem ho^eii Stande Derblicber.cn Löhne immer noch erh b ich hinter ten cat/Lm der Vorkistegszeit zurück, wodurch die Destehur.gskoste i s-.'hr nachteil g beeinflußt werb n. Eil genügender Ausg.eich hierfür konnte sowehl bei Kohle als auch namcntlid) bei Eisen in bcfieix-n Erlösen noch nicht erjv Ü tfrcrnen. Weiterhin Hit die Gesellschaft mit fielt 3 trzid/fenten Forderungen für die staatlichen Ab- gibcn aller *2lrt zu rech ten. Als Folge di ser D laslung un> te; rnb.-ständ gen Währungs.er- h lmisse in Deutschb.nd w.e in Polen erg ib sich elne bedeutende Verschuldung der De.estschaft, die, um auch rar die laufenden Betriebe ost.n und besonders die Löhne bestreidei zu tö in n, zur Ausnahme weitgehen.cr Kredite führte. R u° inDeflierungen haben nicht f.atlgc unoen. Auf Antrag des Vorstandes erklärte sich te.- Auf- sichts at damit einv r landen, meh.-ere bechiie s Verlustbist'.gende D triebsabteilunge 1 des Hüttenwarts Lauruhütte zunächst ei zu^ellen un > de cn Erzeugung, soweit angängig, auf die b Higer arbeitende 1 Anlagen des Hütienwers Königs- Hütte über3utrage.L • Deutsche Konkurse im 1. Vierteljahr 1 92 4. D.e Anzahl ter Ko kureeref^ rangen bew.gt sich seit de.- Stabilisierung der Mark in auffcliig stcig-.mder Lin e. Im März fin> 62 K > kurseröffnungen zu verzeihaen lg gm 42 im Februar. 28 im Za mar, 18 im ®e;emccr und 7 im November). Im ganzen 1. Di- istelji h sj-nid rai> einer Zusammen!el u ig ter Fin n,;<.i - fdirift "Die ‘£ant“ 132 K.mtuuse eröffnet w rd. l (gegen 37 im 4. Quartal und 70 im 1. Quartal 1923 • Die produktive Arbeit im de utsä.oberschlesi sch en Kohlend rg bau wird in nächt er Zeit durch wichtige maschinelle Ausrüstungen wnt-er g-fördert werden. Es wird mit einer er löblichen Erhchung der Forde- ruiug infolge der neuen Mai>nahrnen gerechnet. ♦ Berliner Börse. Berlin, 2. April. Bei den bekannten Verhältnissen bietet die Vör^e -täglich das gleiche Bild der aus der allgemeinen Zuiü.-khal ung uich ülnlUjt sich crgebenten hi-chgoadigen G schächsftftle. Dabei setzm sich die K'ur-abbröckelun.^en, wenn auch m mäßigem Umsang>. täglih fest, so daß die Diri- deiid.n7asi.re langsam auf einen Stand herab- gegangen sind, der nach unten, anscheinend keinen Smelraum mehr bietet und nach oben wegen der allgemein vorhandenen Geld- und Kreditnot nicht ausgenutzt werden kann. Was den Geldmarkt anlangt, ist die Anspannung noch nicht verschwunden. Kurzfristiges Geld blieb zu l‘/4 pro eewtiri Vorn*........ . wraniüfifdif -J/oten ....... Läni'dn Non 11 .......... ednwbifitf Notm ....... Hollondüche Noion ....... tirii'ldi.Ccfttncid), » 100 flroneo HmcrifanHrtx Noiea ....... Englischk Noten • ftt lt?nif(f)f Note« ......... 6rfal{(t)< Noten ...»...... Uiiaarifrfje Noten...... • • • Ttch.-chosioivlitische Tlotd« . . . • NonoeaNrbe Noten Nuuiänische Notes. .••••»•• DvsuUch« Oieuo. ..... • Mille stark gesucht, und Monatsgeld auf wertbeständiger Grundlage ist zu 3 Proz. kaum zu haben. Fehlt schon hierdurch jeglich: üstnterneh- mungslult, so wurde die vorhandene Verkaufsneigung noch erhöht durch die entgegen den Erwartungen der Spekulation sich fortsehe.nde Befestigung des Frankenkurses, so das) zur Deckung der aus den noch immer offenen Terminengage- mentö sich ergebenden Verluste neue Effektenrer- kaufe vorgenommen wurden. Die hieraus entstandene Senkung des K-ursstandes betrug in der Äegel 1 bis 2 und vereinzelt auch 3 bis 4 Villio- gen Prozent. Aus ermäßigtem Stand: bekundeten die Kurse voiübergehe.rd eine gewisse Wider- standskvuft, bröckelten aber bald fron neuem ab, da der Halbjahres bericht der Laurahütle verstimmte, der die bestehenden ungünstigen Verhältnisse in der Industrie eindringlich schildert. Di: gleichen Verhältnisse herrschten am Renten- markt sowie bei den zu Einheitskursen gehandelten Jndustiiepapieren. Am Devisenmarkt waren die Zuteilungen und Votierungen zumeist unter- ändert mit Ausnahme einiger Vebenplähe. Bezüglich der Herabsetzung der Börsenurnsatzsteuer u.a> Effektenprovisionen verlaute.e, dast diese mit De- ginn der nächsten Woche in Kruft treten wird. Die Danken Huben ihr Einverständnis zur Co- mähiguug l.hterer erklärt, sose.m eine Verordnung des Reich f.nanzn st i .e irms &:oüg ich derVörle.i- Umsatzsteuer bis dahin ergangen i,t. Dörfenturfe. (Ohne Gewähr.) Märkte. Berliner Produktenbörse. Der! in, 2. April. Wie an der Effektenbörse, bleibt auch im P.wduktenfrerkehr die Geschäftsstille umxTm’jabert bestehen. In dogger rracheu sich die Destrebungan der Rei-chsgetreide- stelle zur Deiminderung ihrer Vorräte tu frer« mehrt-in Angebot baue ntz fühlbar. Für Weizen bestand nur vereinzelte Vachfrage. Dve Poeisi für Drotgetreide Haven sich kaum geändert. In Gerste ist das Geschäft austerordentlich ruhig. Don Hafer ist nicht viel Material in Dahnware am Markt. Allmählich kommen aber Kahnladun- gen heran. In den übrigen Artikeln waren die stlmsätze bei wenig veränderten Preisen ganz belanglos. Es notierten für je 1033 Kilo: Weizen, märt 172 bis 177, Roggen, mark. 134 bis 140. pamm. 130 bis 134, Draugerste 170 bis 193 (still). Futtergerste 155 bis 165 (still), Hafer, märt 124 bis 131 (matt), Raps 310 bis 315 (ruhig). Leinsaat 410 bis 415 (ruhig): für je 103 Kilo: Weizen- mehl 25,25 bis 27 (still), Roggenmehl 21.50 bis 23 50 (ruhig). Wei^enklcie 10,53 bis 11 (matt), Roggenkleie 8,40 bis 8,63 (matt), Viktoriaerbsen 27 bis 28, klein: Erbsen 16 bis 17, 5uttcreübfcn 13 50 bis 14. Peluschl-en 12 bis 13, Ackerbohmrn 16 bis 17. Wicken 14 bis 14,50, Lupinen, blau 13 bis 14, SeradAla. alt 16 bis 17, neu 13,50 bis 15. Rapskuchen 11.50 bis 11.63, Leinkuchen 22,50 bis 23,50, Trockenschnitzel 9,20 bis 9,33. Frankfurter ©eireibebörfe. Frankfurt a. M.» 2. April. Es notterfeft für jc 100 Kilo: W:tterauer Weizen 17,75 bis 18,25. Roggen 15,75 bis 16 25, Braugerste 19.75 bis 21. Hafer, inländ. 15 bi3 15,50, Weizenmehl, südd Spezial 0 27 bis 27,75, Roggenmehl 23 bis 23,75. Weizen- uab Roggenkleie 9.75 bis 10,50, Mais, gelb 19 25 bis 23, Treber, getrocknet 15 bis 15,50. Tend.nz Ruhig. Landwirifchost. " Die Maul- und Klauenseuch« ist in Garbentftch, Grostrn-Duseck und Leihgestern (ausgenommen Veuhof) erloschen. Diese Gemar- fungea sind freies Gebiet. Der Demarkungsteil Ve-uhof und die Gemarkungen Grvsten-Linden und Steinberg wurden aus dem Deobachtungsgebiet ausgeschieden. (In er.-cm Lett frei -äjilaae wiederstolt.) Großer Fabrikbrontz bei Mainz. Mainz, 2. April. (WTD.) In der P ort- land-Zementfabrik in Weisenau bef Mainz war gesterm abend gegen 7 stlhr im Packraum Feuer ausgebroche.l, vas sich, durch den starken Vordostwind unterstützt, sehr rasch -uus- breiten konnte und bald auf die umliegenden Gebäude Übergriff. Die F.-uerwchren von Mainz und Hmgegenb konnten des Feuers erst gegen 11 stlhr Herr werden. Schaden ist sehr bedeutend. Die LI r s a ch e dos Brande- ist noch u n b e t' a n n t tfje Tniflttr M1rtldnik»ikan« ..... Bfrihtn Handel«eeseNfLall tommrti und Privat it'aut Türnift. und Na ioiiatbaut fffunebr 4'aiif........ Deustckre Venln;eje f), Holzverkohlung minus 0,5 Billionen. An Markt der Revart! °/. 2 2 4 8 2 3 1 2 50 voll 2 2 voll 2 i. Äprik 2 Avril Nevart. % -innltcve oncrn t untii h: 6\-f> toter l t : •“r’jr (Vrfn VT:'' 2. 7Im*T.-'RoM. 1:5,iS 1.6,14 1»5,6I 1o6,39 1 1 VrN-A'inv- 18,45 1r,5b 21 15 21,25 1 1 Striflimtii !6,8’> £7.14 (9,17 £ 7,3 ! 7,64 1 1 fioDrnbaaiii 6 ,83 (9,82 70,1 l 1 1 E loilbofm ui,?: 111,7. 111,22 111,73 1 1 ßflfiuaforl sttalien . n,1-/ 18 15 10,53 18,53 V’,5 7 18.8. 10,63 18,91 2 1 2 t L'oitbon . 18,055 1t,14, 16,059 16,145 1 t ‘jieiitioct . 4,1) 4,21 4, 9 4,21 1 1 Pari» - ?3,4I 23,53 24,94 25,06 1 1 ednueh • eynitieit . .3,-2 7?,78 .2,57 73,93 1 1 14,83 17,1. 16,-6 16.91 1 Wien in L - £cit.dUg< t r,(B k, 1? 6,18 6,12 3 r P rag. . 12,71 12,71 12,71 11,75 1 i Pudavtll. 6,38 1,38> 6,4- 5,33 6,42 voll voll Pueu..?lirri 1,396 Ä' 1.68. ■J, 9 1 1 r-ulaari^u stavau - 3.29 1,793 . ,29 19 . Ä' JOd 33 3 Ui io bi J in <> 8; (.49. 1,48 i 0,49. 5 5 ibrijcao - 6,6- 5,5J b,62 5 5 thiui/en 1 12,95 13,U4 12.99 1 13,04 b ti ömiuk-i bdjt - oct)hib»l Sd)lu(p O'i-t ft"r» | ll" S 1 2 '. ' *• l <.4 9,112 V.UjÖ — 0,’Oj ü.'OO 0,5 5 0.5'0 0/25 »> 3 2 0, 10 0, 0 . 0,291 0,90 1 0,0 1,02$ 0,1 1 0.1 i' — 0..70 0,330 0,350 0,310 0/00 — — — 0,240 o,?ro — 4,2 4,2 4,2 42 63..' 8 ,5 84,5 83,5 8,85 1 7,65 8,25 7,25 57 I — - • — 36 38.2'» 37 5,1 4,87 5,5 5 .0,5 10/5 *1.13 13,3 10.6 9,75 10,63 9,8 1,2 1,05 —- 13,?> 12 13 12 18,2 17 — 2.2 2.55 2.6 2,6 9,6'5 C,4t 0,6'0 0,4h 0,780 0.7 0,9 1 __ 57 63 ’5 17 r.13 17 5 . j,75 3) 77,2 19,1)5 27.9 44,3 u1 46 4',5 51,87 49 54,6 49,1 l 6' (4 66 62,5 in 15 •6 13,5 22,5 20 75 24,75 20.5 14, 3 13,25 14,3 13 23,25 .1 24,25 21 33 29,25 32 2b,75 34,5 10 5 31 31 50 4 । 49 44 2.9 28 — —- 28,25 27 5 28 26,2 6,38 5,87 6,28 6,75 3.8 3.6 — — 12,1 11,13 — — 8,1 3 8,3 3 -. 30.5 30,5 28.5 18 16,38 18 16,3 2,1 22 — -— 15 13 14 V,5 11,75 13 15 12,75 14,75 13 14,5 13 '1.5 11,1 W — 15,75 1 -.1 16,76 14,75 20.5 18,3 - -- 10.35 9,75 10 5 9.7 16,25 16 17 15,15 5,9 5,3 - — — — 37,1 4 37,5 36.5 40 36,75 3 2,7 2,6 2.5 5.1 4 6 5 4,55 4.75 4.1 — — 28 28,5 29 28 1,4 1,5 — — 1.8 1,5 1,7 1,75 18,75 17 — 2.3 2,1 2,4 2,1 4,1 — 4,6 4 6 9 65 9.1 — — 12,25 '1 12,25 11,25 4,1 4,3 5.2 — 4,5 4 — ®in Roman mrs hem 21. Jahrhundert von HanS Dominik. SL. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Ss war kein Zweifel. Da stand er. der Journalist Fox, fctn er tot geglaubt, d?rn er den Tod gewünscht hat!«. Der Freund Ifc.rboalldts. Auf der Rednertribüne stano ec und sprach als erster Diskussionsreiner gegen Iofual- Borden. Collin ^arneron hörte nicht auf die klugen, tlingonjCTi Worte, mit denen Wellington Fox jetzt dem Redner des Tages in die Parade fuhr. Er sah nur die berhadte Gestalt fernes Feind-es. Seine Gedanken überstürzten sich Wie kam Fox hierher?... Wo war Maria?... Wer hatte die Gefangenen befreit und gerettet? Mit hahverzerrten Mie.e r starrte er auf die festen, gesunden Züge seines Gegners. In dieser Sekunde wurde sein Verdacht zur Gewißheit. Gr senkte den Kops, als fcobe ihn ein schwerer Schlag getroffen. Die Plane des Regenten... die schwarze Sache... Mana ... alles, wofür er gekämpft hatte, schien chrn bedroht ... verloren. Dann straffte er sich Eine mahlose Wut tobte in ihn. Mit einem kurzen Augenblinken rief er den Führer des schwarzen Schutztrupps zu sich Ein paar leise geflüsterte Worte. Ihre Wirkung zeigte sich bald. Bei der nächsten scharfen Wendung, die Wellington Fox gebvauchre, brach der Grgensturm u>=. popleta,e und schreiende Protestrufe erschollen von allen Seiten. Eine Masse Schwarzer ballte sich plötzlich um die Rednertribüne zusammen. Es war war: 'jzutn wvure Den Redner mit Oetoou von der Tribüne reiben. Voch sprach Wellington Fox unbeirrt weiter, obschon seine Worte ftcum noch von den Rächslen gehört wurden. Ein Trinkglas, das dicht an feinem Kr'pf vorbei flog, gab das Signal zum allgemeinen Angriff. De^Nednec war in höchster Gefahr. Da brach Plötzlich aus einer anderen ®ie ein Keil . . . ein Meitzer Stotzlrupp durch. Roch ehe die Schwarzen an ihn hrr.rnko.mten, war Wellington Fox von fc'nigcn, kräftigen Gestalten umringt, die alle das Abzeichen des Weihen Ordens trugen. Minutenlang preßten die Paröelen gegen- einand.r. Don beiden Seiten flogen wüste Schimpfreden. Wer wurde mit Tätlichkeiten beginnen? Collin Cameron hatte sich halb bewustt von der Strömung mitreist.n lassen. Rur wenige Schritte trennten ihn von feinem Gegner. Sie Hände d:r beiden Männer wa.ea in der drängende i und w^g ndrn Maife s.stgeprestt. Das Auge W-e'.liugto.i Fox' z?igtr k.äw: U-eb-wraschung. Er hielt den Wutblick.n Coll.n Camerons mit lächelnden Gleichmut stand. 2n bi »fern Moment gelang c3 b.T Dersammlungsleilung. rechts und links die Saaltüren zu öffnen und die fendlichen Parteien langsam auseinandrrzudräng^TN. Kaum fühlte Wttlingt-m Fox di: Hände frei, als er Collin Cameron Höch ft vergnüglich zuwinkte. „Aus W'edersehen cm andermal, M. Cameron. Die Gelegen^it war diesmal nicht günstig, um Ihnen von Karakorum und seinen Gästen zu erzählen. Ihre zw.yellos berechtigte Rerigierde wird bald befriebigt toerben . . Otmm wurde Die Entfernung zwlsche-n oen Gegnern gröber, aber Wellington Fox verfügte über genügende Stimmkraft. «... Allen D teiligtcn geht es austrrordent- lich wohl . . . D.e Rechnung wird b.g ich^n leer- Ivn . . . Wir wissen alle, was wir Ih.ven schuldig sind. . .M Einen Augenblick war Collin Cameron ht starker Versuchung, ehre Kugel ri der lachenden Mund zu fd)iuc i. Er bezwang sich. Seine Lippen blieben ^cschlofsrn. Mit einem Bick voll Hatz und Racysucht wandte er sich ab. Vom Pamir bis zum Altai und westwärts bis zum Uralgcbirge brach es fast gleichzeitig los. Die alten Herren des La ibes, die Kirgisen, rüttel- -er an ihrem Joch. Verdrängt von den alten Stätten ihrer Kultur, verdrä-npi von dem Lands und den Wcidcn ihrer D-rfahren, hatten sie, seit das Siedlungswerk best-and. teils den Siadlerm als ilnfc-Je gedient, teils waren si: in unzugängliche. unwirtlich? ©eg^.t^i entwichen, wo sie ein fre.es. aber erbärmliches S.:;cln führten. Dom Osten war der Ruf zu ihnen gedrungen. He'schend und versprechend. In jahrelanger Arbeit hatte die geheime Iccedenta die Saat reifen lassen. Jetzt stürmten sie los. . . berauscht vom Drange, ihr Geschick zu bessern. . . ihre alte Freiheit wirdei-zngewi nien. . . Die F.emken zu ve jagen. Hoffen) auch auf die starke Hond im Osten. Der erste Angriff ging gegen die technischen Anlagen. Hier wurden Kanäle zerstört und Schleusen geöf.net... dort Staudämme gesprengt . . Dort Drücken mttermtmert und Wege artaang» bar gemacht. GS fing als eine planmäßige Sabotage an. Aber als die ersten Rachrichten kamen, bah auch Dynoth.-rmlager der Kompagnie zum Dren- r>.'N gebracht waren, da w-astte man, dc»tz es mehr als S.ckwtaZe... dast es Aufruhr... Krieg war. S'a: Siedler grif.en zu ih.en DrrteidigungS- mittcln. Die Poliz itrup.en waren Tag und Rächt mobil. Wo sie binfam m, schafften sie Ordnung. Spbald sie den Rücken ke'-Nen, ging es wieder los. Im jahrelangen Verkehr mit den Siedlern: hatten die K:rgifon vi.'l gelernt. Haler den technischen Arbeitern waren anstellige Kirgisen In Mengr.x Die faiimten die Anlagen und ihre De- deutung nur allzu gut. Wu.t n nicht nur, wie man tr.cfe richtig zu bedien-:i habe, sondern auch» wie man sie am besten ruinie.on könne. ülnd es blrrb nicht bei dir en Zerstörungs- ak en ci.T3?ln:-r. Es tarn ?.ur regckrchten Banden- bildung m den Gr.nzzcb e en. Ti? Ausrüstung und Orgailisa'io.n wa. dabei berartig, datz die fremde ülnter-stützang außer allem Zweifel war. Sogar Flugzeuge standen den Banden zur Verfügung. Von d.n Grenzgebttgen her stießen sie zur Rachlzcit weit in das Siedlungsgebiet vor. richteten hier allerlei Schaden an und waren bei '^*:Va.c :flraucn £Dlc^8r i-L fchwun-don. — Kurz nach Sonnenaufgang fam^ber vow Daran von Löwen g.fahrt? Kompagnielreuzer in das ob.-re Amuial. Hier befanden fich gewaltige Stauanlagen, die das überreichlich, von den 2llpe§ lommenbe Wasser auf singen und in einem grob- artigen Kanalsystem über das Siedlungslr»w im alten Turüu.n.ngrb'et vewr.Itca. (Fortsetzung folgt) ffV aiterfmät öm» vehördiiche Anzeigen Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt.^ wurde eingetragen: Am 22. Mär, 1924 bezüglich der Firma Ludwig Feige, (Ziehen: Das Geschäft ist unter ülebernahme der hn Betrieb begründeten Forderungen und Verbind'ichLeiien ab 1. März 1924 aus Ludwig Feige in Gietzen übergegangen. Die Prokura des Ludwig Feige ist erloschen. Der Ludwig Feige Ehefrau, Margarete geb. Christmann in Gietzen ist Prokura erteilt. Am 26. März 1924: a) Die Firma Radio-Gesellschaft Dipl.- Ing. W. Brinkmann & Comp., Gietzen. Gesellschafter sind: Diplom-Ingenieur Wilhelm Bl-inkmann, Ingenieur Willy Pcketsch, Kaufmann Ernst Brinkmann, sämtlich in Gietzen. Die offene Handels- geUllf-chast hat am 1. Iamurr 1924 begonnen. b) Die Firma Hermann Weicker L Co., Gietzen. Gesellschafter sind: Hermann Weicker und Ludwig Decker, beide Kaufleute zu Gietzen. Die offene HandelZgese.lfchaft hat am 1.März 1924 begonnen, c) Bezüglich der Firma Heinrich Hansel, Gietzen: Die seitherige ^itmeninfraberin ist verstorben. Die Firma ist somit auf Grund gesetzlicher Erbfolge auf die Carl Lohfinr Ehefrau, Lina geb. Hansel in Franksurt a. M. als Alleininhaberin über gegangen. Gietzen, den 31. März 1924. 25436 Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma Oberhessische Elektrizitäts-Gesellschaft mit befchränlter Haftung in Gietzen eingetragen: Willi Dierig ist als Geschäftsführer ausgeschieden. Dem Regierungsbaurat a. D. Emil von Reuenstein in Mannheim ist Prokura erteilt derart, datz er in Gemeinschaft mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen die Firma vertreten und zeichnen kann. Gietzen, den 28. März 1924. 2544B Hessisches Amtsgericht. Nutzholz-Submission. Die Gemeinde Lumda verkauft im Wege schriftlichen Angebots folgendes Stammholz. ■ • i a) Fichtenstämme: 4. Klasse 2 Sük - 1,89 Fstm. 5a Klasse 7 S ück = 4,02 Fstm. 5b Klaffe 37 Q:üi = 11,40 Fstm. b) Kiefernstämm?: 3.'Klasse 1 öüf = 063 Fstm. 4. Klasse 4 Stück - 2,59 Fstm. ^.5. Klasse 3 3.ÜI = 4 42 Fstm. FrchlVgrubenholz 31 Stück = 3,39 Fstm. Kieserngrudenhol; 203 Si. — 51 93 Fstm. Derbstangen Fich. 2 ÄI. 8 St.=028 Frn. Angebote sind spätestens biZ Dienstag, den 8. Avril l. I., nachmittags 2 IHfr, bei der Bürgermeisterei pro Fstm. in Goldmark getrennt nach Sortiment und Klassen, mit der Aufschrift Holzsubmission" einzureichen, wo cnschlietzend die Eröffnung stattfindet. Sie Bedingungen werde-a vor der Eröfknung be- iianntgegebeTi. Das Holz ist Uit Rinde gemessen. 2534D Lumda, dm 1. April 1924. Bürgermeisterei ßuuba Schultheih. ' llsnkntsverfahren. üleber das Vermögen der Firma Hessische S t e i n b r u chs-Akt i en° gesellschaft in Gietzen wird heute am 1. April 1924, vormittags 11 ülhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Ludwig Althoff in Gietzen, Walltorstrahe wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 20. April 1924 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten ober die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Destcl.ung eines G.aabigeraus- schustes und eintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordaung bezeichneten Gegenstände und zur Prösung der angemeldeten Forderungen auf Montag, den 23. April 1924, vormittags 10*/2 ülhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 103, Termin an beraumt. 2111 en Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird auf gegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpf'ich ung ousevlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sach: abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konlursverwaller bis zum 20. April 1924 Anzeige zu machen. 2542B Hessisches Amtsgericht in Gietzen. Der Voranschlag für 1924 liegt vom Freitag, den 4. ds. Mts. ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll erhoben werden. Zu der befchloffenen Umlage haben auch die Ausmärker bei- zulragen. 25540 Reiskirchen, den 3. April 1924. . Bürgermeisterei Reiskirchen. ____________Schomber.____________ Hoizsubmission. Vie (Berne nde Climbach verkauft im Wege fd)rifilid)tn Angebots folgendes Stammholz. Krefernstämme 4. Klasse 6 Stück — 4,26 Festmeter, 5. Klasse 238 Stück —. ca. 52 Festmeter. Die Angebote sind pro Festmeter in Goldmork, getrennt nach Klassen, mit der Aufschrift „tzolzsubmifsion" bis Freitag, den 4. April L Je., nachmittags 3 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo die (Eröffnung ftattfindet Die Bedingungen werden vor Oiffnung der Angebote bekannt gegeben. Climbach, den 31. März 1924. Hessische Bürgermeisterei Climbach. ____Stein.__________24701) Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeuide Odenhausen für 1924 liegt vom Domrerstag, den 3. April 1921 ab eine Woche auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei zur Ei isityt offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder münd'ich erhoben werden. Es ist die Erhebung einer Umlage bc- schlosfen, zu der auch die Ausmärker bel- 8Utragen haben. Od.nhausen, den 28. März 1924. Bürgermeisterei Odenhaufen. Rachtigall 2541D Bckamttmachnng dis Wahl eines Pertrauensmann» (Wahlmanns) und die Wadi der Mitglieder zur Landwirtschasts- Kammer betreffend. (8 22 der Wahlordnung). Am 6 April 1924, von 10 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags, findet die Wahl der Mitglieder der Landwutschafts- ka>> mer und die eines Vertrauensmanns (Wahlmanns) für den Vertrauensmänner, kreis Giehen-Wiefeck in der Gemeinde Gietzen tm Stadthaus Bergstratze 20 - Zimmer Vr 12 - statt. Wahlberechtigt ist nur, wer in die fest- gestellte Wählerliste eingetragen ist. Zur persönlichen Teilnahme an der Wahl sind solche Verbandsangehörig« berechtigt, die zur Zeit der Wahl deutsche Reichsangehörige sind u.ib das 20. Lebensjahr vollendet haben. Das Wahlrecht von Verbandsangehörigen, d e unter Vormundschaft oder Pflegschaft stehen oder nicht natüi l che Personen sind, ist von ihren gesetzlichen Vertretern auszuüben. Gesetzliche Vertreter können stch durch Bevollmächtigte vertreten lasten. Ein Bevollmächtigter mutz denselben Erfordern sten entsprechen, wie ein persön. !ich Wahlberechtigter, braucht jedoch nicht Verbandsangehöriger zu sein. Er darf nicht mehr als eine Vollmacht übernehmen. Die Vollmacht bedarf der schriftlichen Form und ist von der tBürgeimeifferei des 'Betriebs- fitzcs des Verbandsangehörigen kosten- und tempelfrei zu beurkunden. Der Wahlvorstand besteht aus dem Herrn Heinrich Gottmann, Gutspäch'er als Vorsitzenden, Herrn Wilhelm Möser, Mühlen- besiher als dessen Stellvertreter, und den Beisitzern Herrn Wilhelm Roll, Landwirt und Herrn Karl Friedrich Schwan, Landwirt in Gietzen. 2551B Gietzen, am 2. April 1924. Der Oberbürgermeister. I. D.: Dr. Seib. Nutz- und vrennholzverfteigerung. Dr en s ta g, den 8. April l. I., vormittags 10'/., ü! h r, toerfrm in der DöllsHrn Gastwirtschaft zu Ulfa aus den Sta^tZwasd^istrikten Alteberg 1, 2 und 6, il fa r Reiverts 2, Lanzeloh 1, 3, 5 und 8 d.>r Försterei Ulfa. Lindes 3 der Mrsterei Stor.rfels versteigert: Ä u h h o l z: S t ä m m e: Eiche 3. Kl. 1 St. = 0,84 Frn., , 4. Kl. 2 St. = 1,13 Fm., 6. Kl. 1 St. = 0,36 Fm. D erbst angcn. Fichte 1. Kl. 6 St. = 0,49 Sm., 2. Kl. 15 St. = 0.72 Fm. Ruh- knüppel 5m.: 15 Lärche, 17 Fichte. Rutzknüppelreisig Rm.: (Schicht- W 10 Fichte. Rutzreif ig Arn.: (S^ichih.) 10 Fichte. JBrennbolj: Scheiter Rm.: 82 Buche 1. Kl.. 18 Buche 2. KL K nüp- pel Arn.: 573 Buche 1. Kl., 2Buche 2. Kl., 357 Eiche, 1 Esche, 99 Erle 19 Aspe, 2 Kiefer, 13 Lärche, 99 Fichte. KnüppelreisigRrn.: 4 Erle. R e i - f t g Rm.: 1142 Buche, 930 Eiche, 94 Erle, 83 Frchte. StöckeRrn.: 70 Duche 7 Fichte. Das Holz beliebe nun sich vorher an- zusehen. Rähere Auskunft durch die Herren Förster Reeg in üllfa, Jacob in Stor.rfcl j und die unterzeichnete Stelle. Eich l Ldorf, den 1. April 1924. Hess. Obersörsterei Eichelsdorf. Bechtel. 2548D holzverfteigerung. Montag, den 7. Aprll ds. J«., vormittags 8 ? Uhr ab beginnend, werden aus den Distrikten Todtenberg, auf dem Busch, Scheid und Himberg, der Försterei Treis versteigert: Stämme, Eiche: 0,35 Fstm. 3. Kl, 3,38 Fstm. 6. Kl, Buche: 2,48 Fstm. 3 Kl; >.29Fstm. 4. Kl.; Kiefern, Schnittholz: 0,43 Fstm. 3. Kl.; Kiefern sonst. Stamm- holz: 1,86 Fstm. 4. Kl.; 1,44 Fstm. 5. Kl.; Nutzrcisig, Fichte: 40 Rm; Brennholz, Scheiter, Rm.: 221 Buche, IZEiche; Knüppel, Rm.: 199Buche, 92Eiche, 40 Kiefern; Knüppelreisig, Rm.. >8 Kiefern; Reisig, Rm.: 435 Buche, 124 Eiche; Stöcke, Rm.: 56,5 Duche, 27 Eiche. Vorgezeiat wird nur das Derbholz in Distrikt auf dem Busch. Vorherige Be- sichtigungdes übrigenHoizes wird empfohlen, da spä'ere Einwendungen wegen Güte usw nicht berücksichtigt werden. Die blau durch- stiichenen Rummern werden nicht ausgeboten. Bezüglich des Nutzholzes werden nur Handwerker und Selbstverbraucher zum Mitbieten zugelassen. Zusammenkunft in Distrikt „auf dem Dusch" bei Rr. 218. Weitere Auskunft erteilen auf Wunsch Herr Förster Bing in Treis und di« unterzeichnete Stelle. Treis a. d. Lda, den 1. April 1924. Hessische Oberfölst rei Treis. ____I. V.: Schneider. 2521V Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Stockhausen für Rj 1924 liegt vom 3.-S. April l. I». zur Einsicht der 3ntW Mickrschlltziststtz neii nij)t achkiMn wrrittn? Referent: Herr Fuchs, Mainz, vow Landesverband. ?cr NkfsUi Hsnshcfitzmmm ml fckt Mricti§;ülirnnn. Neserent^errRechtsanwaltHomberger, Gietzen. Eintritt 30 Psa. Freie Aussprache. 2"WV Der Borstand. ^Konkurrenzlos hohe Preise zahle ich für A Rotwein-, Weißwein- und Kognak- jFlaschen B Kanfe anrh alle andere« Sorten Äloitbcit! 2535D i Nur Siistind, Ntttmcg 25 8 Nein Laden: K — Bestelluttaen nehme entgeaen. — D?l tredntai rn>d eafjer U. "Mto.-irag. < 7 ■ 6fu>dbii 6e fifreWt Tr e*. Vt.li« 3u* Ra'd.hindlnna iN J6#r»a