Nr. 284 Erstes (Erfdjetni täglich, auher Sonn; und Friertag». Beilagen: "DiebenerFomllienblätler Heimat im Bild. monats'6e$ogsptels: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Träger lohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech.Anfchlüffe: Schriftlettung 112, Verlag undGeichäftsftelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten »nieiaerrieheo. postschrcktonto: gtanffurt a. M. 11686. Blatt V4- Jahrgang Dienstag, 2. Dezember 1924 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen VruS und Verlag: vrühl'fche Univerfitälr-Vnch- und bteindruckerei R. Lange in Giehen. 5chriftleitung und Geschäftsstelle: 5chu!straße T. Benaboit von h fftr6ielagesnuinm übe: alle Streitfragen eine grundsätzliche Einigung erzielt wurde, so das) man mit dem baldigen Qlbi^tuf) der Verhandlung n sicher rechnen kann Die schwierigste Streitw. ge, die Erhebung einer 26proze>.tigen Abgabe auf die deutlche Einfuhr nach Ei.gia d, ist durch eine vorläufige Einigung gelöst worden. Es bleibrn noch eine Reihe von technischen Einzelheiten zu erledi^n, was noch einige Tage in Anspruch nehmen dürste. fortzusehen. Dr Vogler hat in seiner erwähnten Rede angedeutet. baf) die von ihm gewünschte internationale Verständigung über die Handelsbeziehungen der Völker -durch em weitgehendes wirtschaftliches Zusammengehen benachbarter S t a a . e n erleichtert und beschleunigt werden fön le. Richt ohne Absicht hat Dr. Vogler in diesem Z usammenhang den Ramen seines verstorbenen Freundes Hugo S t l n n e s genannt, der bekaimtlich - allen Anfeindungen zum Trotz — unermüdlich an der Schaffung eines deutsch - französisch- belgischen Wirtschaftsau sglctche g arbeitet hat Ein handelspolitischer Weltkongretz hätte zunächst einmal das zu tun. was Dr. Bögler „handelspolitische Abrüstung nennt ~ie faktische Blockade, unter welcher der deutsche Handel auch heute noch leidet, ist von Dr. Bögler treffend als „einseitige han del s- politische A b r ü st u » g" gekennzeichnet worden. , , . c > Wir müssen uns dessen bewuht cm, dast es — wenn auch nur zu einem bescheidenen Seit - in unserer Macht steht, an der Beendigung ber stillen Blockade mitzuwirken. Dies kann durch eine Modernisierung des deutschen Droduktions- und Verkehrsa p p a - rats erreicht werden: Dorkämpfe', in auf buTcm Gebiete must die deutsche Technik sein. Dr. Vogler ist der Ansicht, dast A m e r i k a und die anderen kapttalstarken Länder der <$rbe erst Ann wieder bereit sein werden, ihr wahrend d^ Krieges aus Mitteleuropa herausgezogenes Geld aufs neue langfrist ig anzu legen, wenn fie bte Lieberzeugung von einer tatsächlichen und prattisch pftrAmen Zusammenarbeit der groben um die In den nächsten Wochen und Monaten wird bid davon die Rede sein müssen, wie wir die stille Blockade, die gegen unseren Austen- Handel verhängt worden ist, brechen können. Als erstes Land hat G r o st b r i t a n n i e n sich mit Deutschland über die künftige Gestaltung der gegenseitigen Handelsbeziehungen verständigt. Rachdem schon seit einigen Tagen optimistische Gerüchte umgingen, wird jetzt der A b- s ch l u st der Verhandlungen zwischen den beiderseitigen Delegierten gemeldet. Ein unbedingt paritätischer Handelsvertrag liegt allerdings noch nicht vor, mit einem solchen ist die Beibehaltung der26proz. Ausfuhrabgabe durch die britische Regierung unvereinbar. Wir haben auch den Engländern volle Meistbegünstigung zugestanden und darüber hinaus eine toeitergebenhe Garantie für den britischen Warenabsatz tn Deutschland gegeben. Die wichtigste G^enleistung Grostbritanniens ist der grundsätzliche Verzicht auf alle Differenzierungen, die im Versailler Vertrag gegen deutsche Menschen und deutsche Waren vorgesehen sind. Die britische Regierung hat sich ver- pflichtet, dem Parlament alsbald Gesetzentwürfe über die volle Gleichstellung der Deutschen mit anderen Ausländern vor^ulegen. Die grvste Parlamentsmehrheit, über btc das Kabinett Baldwin verfügt, läßt keinen Zweifel daran zu. Last diese Gesetze angenommen werden, zumal die britische Arbeiterpartei den Gesehen zweifellos aus grundsätzlichen Erwägungrn zustimmen wird. Mil dieser Aussicht auf die Beseitigung von brüdenben Sonderbest nunungen ge c i Deutsche in einem besonders wichtigen Wirtschafislande ist natürlich nur ein er ft er Anfang gemacht worden. Dr. € trefemann hat zweifellos auch die Beseitigung der stillen Blockade, die gegen den deutschen Ausfuhrhandel fortbesteht, im Auge gehabt, als er nach Abschlust des Londoner Ab- lammens im Reichstag erklärte, die Reparationsvereinbarung vom 30. August sei kein Ende, sondern em Anfang. Denselben Gedanken hat der bekannte Generaldirektor Dr. V ö g l e r von der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks-A-G. auf ebner Sitzung deS Vereins Deutscher Eisenhütten- werke in Düsseldorf weiter gesponnen. Er er- Itäre, wie schon gestern kurz g-meldet. eine lnt?r- nawnale Verständigung über die künftigen Han- delsb?ziehungen der Völker untereinander für eine wichtige und notwendige Ergänzung des Londoner Abkommens. Er' forderte direkt einer handelspolitischen Dawes-Bericht, an dessen Llbfassung selbvsterslänbilch deutsche Sachverständige teilnehmen müstten. Das Schicksal der Kölner Zone. | Die Pariser Zusammenknnft zwischen I Chamberlain und Herriot. Paris, 2. Dez. (Sil.) Rach dem „Temps" werden bei der Zusammenkunft zwischen Chamberlain und Herriot am Donnerstag folgende Der- Handlungsgegenstände zur Sprache gelangen: 1. Genfer Protokoll 2. Konferenz der interalliierten Finanzminister. 3. Räumung der Kölner Zone zum 10.1.25. 4. Orient fragen. Das Blatt weist erneut mit grostem Rachdruck darauf bin, dast dieMöglichkeiteines englisch-französisch-belgischen Defensivabkommens bestehe, das im Rahmen des Genfer Protokolls denkbar sei oder aber einen wirksamen Ersatz dafür bedeuten würde. Der „Daily Telegraph" schreib!: Ausführlich und bestimmt dürfte zwischen Chamberlain und Herriot die Nänmung der Kölner Zone besprochen worden. Eine Entscheidung in dieser Angelegenheit fei aber fron verschiedenen Punkten abhängig. Einmal verweist der Korrespondent des Daily Telegraph" darauf, dast erst d a s E r° qebnis der deutschen Wahlen und der Bericht ber Militärkontrollkornmif- sivn ab gewartet werden sollte. Deutschland habe zwar, wie aus dem Bericht des Generalagenten hervörgeht, seine finanziellen Verpflichtungen pünktlich erfüllt und es bleibe nur noch die Feststellung übrig, ob es auch den militärischen De psiichtungen nachgekommen sei Wenn dies der Fall fei, so müsse die Räumung der Kölner Zone unter einem außerhalb des Vertrags liegenden Gesichtspunkt betraget wer- t-en, nämlich unter demjenigen, der durch die Räumung für die bann in der Luft hängenden französischen Truppen geschaffen würde. Die Lösung dieses Problems bedinge ein mit Deutschland besonders zu schliehendes Kompro - mist, durch das z. D. das Datum der Räumung der Kölner Zone um einige Monate verschoben würdekontinental-europäischen Dölker gewonnen haben. Das beste Mittel, einen solchen Eindruck zu erwecken, ist dir gemeinsame Arbeit der früher verfeindeten Dölker an der Steigerung der wirtschaftlichen Produftivität. Bögler hat ge- wist Recht, wenn er feine Ansicht dahin aus- pricht, dast die einseitige handelpolitische Abrüstung Deutschlands dann aufhören wird, wenn ein gutes Funktionieren der deutschen Wirtschaft auch im Interesse der wichtigsten anderen Wirtschaftsländer liegt. Induslrieverhandlungen zrvischenDrutschland,Frankreich, England und Belgien. Frankfurt, 1. Dez. (Sil.) Wie die „Frank- urter Zeitung" aus Paris meldet, werden die chon vor langer Zeit eingeleiteten deutsch-französischen Verhandlungen über die Möglichkeit internationaler Vereinbarungen über Preisgestaltung und Verkaufsbedingun- ge n gewisser schwerindustri l er Erzeugnisse am nächsten Mittwoch in Köln wieder ausgenommen werden, und zwar diesmal unter Beteiligung der interessierten Onbufl riefreife Englands und Belgiens. Die deutsch-französischen Wirtschaftsverhandlungen. Paris, 2. Dez. (Sil.) Die deutsch-französische Wirtschaftskonferenz ist Montag nachmittag um 3 ilhr unter Heranziehung von Sach- Die stille Blockade. Gegen die einseitige handelspolitische Abrüstung. — Deutschlands Kampf der Gegend von Rarwa gelandet, ileber das zweite liegen keine Rachrichten vor. Drei Polizeireviere wurden von den Aufrührern eingenommen. Die Griängnisse blieben dagegen unberührt. Auch in Offizierswohnungen drangen die Ausrührer ein. Der ilebersall wurde in änderst verwegener Weise ausgeführt. Als Waffen dienten Handgranaten, Gewehre und Bomben. Die Aufrührer waren zum Teil als M i ■ litär Personen verkleidet. Außerhalb von Reval versuchten die Aufrührer, bie Eisenbahn zu sprengen, wobei eine Drücke zwischen Kehra und Aegwiidu beschädigt wurde. Diese soll noch heute wieder instand gesetzt werden. Die Lage ist allgemein ruhig, wenn auch in manchen Kreisen eine erregte Stimmung herrscht. Die Feldgerichte sirrd bereits in Tätigkeit und haben eine Anzahl Schuldige verhört. Auf Antrag des der Arbeiterpartei angehörigen Abg Anderkops sprach sich das Parlament einstimmig für bie Erteilung außerordentlicher 03 o II machten an die Regierung aus und hiest bie Proklamierung des Kriegszustandes sowie die Ernennung von General Leidner zum Oberkommandierenden gut Reval, 1. Dez. (Estnische Telegraphenagen» tur.) Heute vormittag versuchten Kommunisten, sich der Regierungsgewalt zu bemächtigen. Zu diesem Zwecke hatten sie Banden von 5 bis 10 Mann organisiert, die sich, mit Gewehren und Handgranaten bewaffnet, zu gleicher Zeit der Bahnhöfe, der Regierungsgebäude, der Posten der Polizei und der Telephonzentrale bemächtigten. Im Verfolg des Putschversuches wurde eine Reihe von Personen getötet. Die Truppen haben den Aufstand unterdrückt und stellten die Ordnung in zwei Stunden wieder her. Die Zahl der Opfer über, steigt wahrscheinlich 50; unter den Toten befindet sich auch der Der kehr sm! nister Karl. In ganz Estland ist der Kriegszustand prolla- miert. General Daidoner ist zum Oberlomman- dierenden mit austerordentlichen Dollmachten ernannt worden. Die RegierungSgeschäste nehmen ihren normalen Fortgang. Die Stadt ist wieder ruhig. * Heute nachmittag fanb eine austerordentliche Sitzung des Parlaments statt. Staatspräsident Akel machte Mitteilungen von den austerordentlichen Mastnahmen der Regierung, bie zum Teil der Zustimmung des Parlaments bebürfen. Der Staatspräsident führte in feiner Rede aus: Banden der dritten Internationale haben einen bewaffneten Aufstand organisiert. Unter den Opfern befindet sich auch der 03erkehrsminister Kark. (Das Parlament ehrte se n Gedächtnis durch Erheben von den Sitzen.) Kommunistische Banden sind im ganzen Lande in Tätigkeit. Darauf wurde der Kriegszustand im ganzen Staate proklamiert und die ONilitärgewalt ist in die Hände einer einzigen Person gelegt toorben. Wenn die Regierung und das Parlament einmütig zusammenstehen, so schl'h der Präsident, können wir getrost der Zukunft entgegensehen. Der neuernannte Oberkommandierende General Leidener berichtete über b:e Lage und die beiderseitigen Opfer. Er teil e mit, dast u. a. das Gebäude des Kriegsministeriums überfallen wurde, wo drei starke Bomben geschleudert wurden. Ein Soldat wurde dort verwundet. Auch der Stab des 10. Infanterieregiments wurde angegriffen und es wurden drei Offiziere im Schlafe ermordet. Ein größerer Ueberfall mit Handgranaten wurde auf die Kadettenschule unternommen, wo der wachthabende Kadett getötet und ein zweiter schwer verletzt wurde. Dieser ist bereits seinen Wunden erlegen. Im D o n s ch l o h wurde der Befehlshaber dec Wache hinterrücks ermordet. In das Haus des Staatspräsidenten brani eine Bande ein. Auch gegen das Haus des früheren Ministers des Innern, Einbund, wurden Handgranaten geschleudert und Gewehrfeuer eröffnet Einbund entkam wie durch ein Wunder. Auf den Bahnhöfen wurden die wachthabenden Beamten ermordet und auch der Derk:h sminister Kark fiel den Auiständ scheu bei einer Amtshandlung »um Opler. Eine G uvpe unbewaffneter O f ziere wurde auf dem Wege zu einem militärischen Kurse durch eine Bande festgehalten und zum Erschießen auögekleidet. Weiter wurden durch die Aufständischen eingenommen die Hauptpost und das Gebäude der Fliegerdivision, wo zwei Flugzeuge zum Aufstieg gezwungen tourben. Ernes von diesen ist tn Die Aufwertungsfrage Don Schulrat Deuermann, M b. R Als Herr Dr. Düringer mit einigen feinet Freunde aus den verschiedensten Parteien vor mehr als eineinhalb Jahren seinen ersten Gesetzes- Antrag aber die Sperre der Löschung der Hypotheken einbrachte und damit diese tief ci.it "hnci- dende Lebensfrage für den gesamten Mittelstand unseres Dolles Gegenstand deS parlamentarischen Streite- wurde, war sie schon jahrelang die Sorge von hunderten unserer besten Dolkswirtschastler gewesen. Auch im ersten Parlament des neuen Deutschen Reiches — der Rationalversammlung - wies schon Herr Dr. Heim darauf hin, dast bei dem Sinken unseres Geltwertes Mittel und Wege gefunden werden müstten, um der damit verbundenen Dolksverelendung Einhalt zu gebieten. Er glaubte auch, daS Rettungsmittel gegen diese Gefahr darin gefunden zu haben, dast er für Deutschland eine doppelte Währung empfahl. Eine Währung, die nur für das Inland Geltung haben sollte und eine zweite, die den Geldverlehr unseres Staatskörpers mit dem Auslande zu regeln habe. Wenn wir heute rückschauend den Weg des Inflationselends überblicken, fo müssen wir gestehen, dast die Durchsetzung dieses Dr Heim- schon Dorschlag's, der gemacht wurde, als die Mark noch 62 Pfennig galt, ein wirkliches Rettungsmittel für Doll und Land hätte werden können. In den nachfolgenden Jahren ist eS Dutzenden von ähnlichen Dorschlägen ähnlich ergangen, sie blieben unausgeführt In der herrschenden Parlamentsmehrheit war nicht genügend Kenntnis von den wirtschaftlichen Doraussetzungen der Entwicklung und war auch nicht der Wille da, dev Dolksverelendung entscheidend Einhalt zu tun. Man glaubte mit dem Gehenlassen und Au* reifen- lassen der wirtschaftlichen Ungeheuerlichkeiten am besten zu tun. Wie vorherrschend auch noch diese Ansicht vor eineinhalb Jahren im Parlament war, das beweist die Behandlung, welche der anfangs > erwähnte Düringersche Hypotheken- Sperrgesetzentwurf erfuhr. Er hatte in allen Parteien deS Reichstag« Freunde und Gegner, und da keine Partei von vornherein Stellung für oder gegen ihn nehmen wollte, so wurde der Antrag einem besonderen Ausschuß überwiesen und in diesem Ausschuh nach langen Verhandlungen begraben. Es waren damals insbesondere die Juristen aller Fraktionen, welche in Gegnerschaft zu diesem Sperrgesetzentwurs standen. Sie behaupteten, es sei unmöglich, ein kleines Stück aus dem grvsten Komplex des Gelben twertururSelendS her- auszunehinen Die Frage der Auswertung von Hypotheken ziehe diejenige dec Aufwertung der Staatsp.rptere, Sparkas e gutbaben, Obligationen. Pfandbriefe und anderes mehr nach sich. Sie waren damit im Recht: aber sie verrannen, dast das Anfassen dieser Aufwertungsfraqe an dieser Kernstelle eine mit der steigenden Geldentwertung immer Härter in den Dord.rgrund tretende Staatsnotwendigleit würde Wäre durch die Annahme des Hypothek n-Spcirg-setzantrages damals die Mrgttchk.it gesichert worden, dast die Hypothekenlöschung nur mit Einwilligung von Gläubiger und Schuldner vorgenomm-n werden sollte — ein Mehr verlangt.' dieser 2tnlrog gar nicht — so wären schon damals Hunderttau send« des verarmten Rentnerstandes davor bewahrt geblieben, Grldrnarkhhpotheken von 50000 Marl gegen Zusendung einer Briefmarke preisgeben I zu müssen. Reben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung hatte die Frage der Aufwertung aber gllmäh ich eine staatsmoralische Bedeutung erhalten. Wenn man wieder Sparer im Lande sehen wollte, so mustte man das Zutrauen zu den öffentlichen Kassen wieder Herstellen. Das war aber 1 nur möglich, wenn man die Darbringung des DertrauenS, nämlich eine vernünftige Aufwertung vorausgehen l est. Es tauchten daher in bet Gnfyeit dos im vorigen Winter aufg lösten Reichstages schon Gesetzentwürfe übe. de Aufwertung in fast allen Parteien auf. Sie hatten leider meist das Gesicht, weniger die Sach« selbil fördern zu wollen als für die kommenden Wahlen di« Parteien zu emps h'en. Dir Schritte, welche die Regierung selbst in der Zeit der höchsten ReichSnot durch die dritte Steuernotverordnung in der Frage bei Auswertung getan hatte, konnten in iheen Wirkungen nur als verhängnisvoll bezeichne i werden. Das, waS diese Steuernotverordnung an wirklicher „Auswertung" bot, war so gut wie nichts. Weder setzte damit eine vernünftige Der- zinsung ein, noch wurde eine genüg mbe Möglichkeit des Kapitalausgleichs geboten. Sir wirtte vielmehr praktisch und faktisch so erbitternd aus die Masse der Gefchädigien, als ob man Bestohlenen verboten hätte, den D:eb zu fassen. Als Bestohlener betrachtet sich hier der Mittelstand, dessen (S.gentumdreft man den Sachwett- brsitzern in bei Verordnung nahezu ganz über» wieS. Der Reichstagswahlkampf im Frühjahr dieses Jahres wurde dann ein Zeichen dafür, wie fthr die Aufwertungsfrage alle Schichten des Dolles bewegte. Es war nicht nur Wahlangst, wcllchn alle Parteien nun schnell auf den Boden der Forderung einer Vernünftigeck Aufwertung geführt hatte. Selbst bie sonst mittelstandsfeindliche So- . zialdemokratie stellte sich in die Reihen dieser Auf- ' wertungsbejaher. Es war daher ganz natürlich, dast beim Reub ginn der ReichStagsarb.it sofort . auch diese Ausschuharbeiten in einem besonderen . Aufwertungsausschust einseyten. Man glaubte damals unsere Wirtschaft noch so stark, - dast sie einen Rormallatz einer 40prozentigen Auf- t Wertung würde tragen können. Doch diese Aus- . sicht schwand mit der Lähmung unserer Wirt- • schäft immer mehr, so dast heute der Drozentsahi in Der spanische Rückzug im 5 ’S re« ■ C V cd e n ie der r „Petit Journal" soll aus den Schlachtfeldern bei Reims ebenfalls viel Metall entwendet worden sein. fci q vr 0: rlei not- -xnrdig. in na an die dem Aa Schc MI Ar Des gen Erk mib 6t( Do kisc wo De 8'-/ sw 61 21 & te Kleine politische Nachrichten. Der 2lmtl.che Preußische Pressedienst teilt mit: „Der preußische Minister des Innern hat die Zeitschrift „Der I u n g de u t s che", die in Kassel als offizielles Organ des Iungdeutschen Ordens ersche.nt, für die Zeit vorn 2. bis 15. De- zenrber einschl.eÄich verboten. Die Zeitschrift hatte in ihrer Ausgabe vorn 25. Rovember d. Is. einen Wahlaufruf des 3. ngdeatichen Ordens, unter-zeichnet vorn Hochmeister M a r a u n, gebracht, der besonders verletzende Besch mpf ungen und Derächtl-chmachungen der Repubäk enthielt." Der Arbeiter Iaworek, der am 1. Juli das Attentat auf den damaligen Bundeskanzler Dr. Seipel verübt hat, wurde zu 37® Jahren schweren Kerkers verurteilt. Als Dr S.ipel den Gerich ssaal v r= lassen to.IIte, wollte sich Iaworek, der forlge.etzt bitterlich weinte, ihm zu Füßen werfen. Dr. Seipel verlieb darauf sehr rasch den GerichtSsaal. in Marokko. Wechsel im Direktorium. Paris, 2. Dez. (2Ü.) Mehrere Stellungen Derttche von Mexaca, Larache-Zone sind von den spanischen Truppen geräumt worden. Die Verluste betrugen über 40 Tote und Verwundete, größtenteils Eingeborene. Der Rückzug der Truppen aus Schochauen stteh schon am zweiten Tage auf große Schwierigkeiten. Bei den Ceutokämpfen verloren die Spanier über 40 Offiziere. Ein Bataillon der Fremdenlegion wurde vollständig aufgerieben. Das Gros der Rückzugarmee tmirbe Bei Solle in El Arba von Beni Hassan aufgehalten. Die Verbindungen zwischen Tanger und Tetuan sind noch immer sehr er» schwert. Für den Kurierdienst erhalten die Ein- geborenenstämyre tägl ch 10 000 P setas. Die Rachr chten von Lavage tauten wenig besser. General Riquelmo ist Bemüht, die Verbindung mit den abgeschnittenen Truppen aufzunehmen und verhandelt mit den Eing-borenen. General Primo de Rivera wird morgen nach Madrid zurückkehren. Der General wird nach Regelung seiner Finanzang legenheiten als Oberkommissar nach Marokko zurückkehren. Die Leitung des Direktoriums wird von einer anderen Persönlichkeit übernommen. Wettervoraussage. Meist wolkig, Temperaturen wenig verändert, Winde aus südlicher Richtung, vereinzelt auftretende Riederschläge. Aus aller Welt. Furchtbare Bluttat in Haiger. Halger, 1. Dez. Heute abend gegen 6 Uhr wurde auf die Villa deS Direktors A g e r st e i n von den hiesigen Kalksteingruben vanderZui- pen ein Ueb erfüll verübt. Eine Bande von 20 bis 25 Mann drang in die Villa ein. Die krank zu Bett liegende Frau des Direktors, seine S ch w i e g e r m u 1 te r, die zu Besuch weilende Schwägerin, ein Dienstmädchen, zwei Dureauangestellte, ein Gärtner und ein A r b e i t e r wurden von der Bande getötet. Der Direktor wurde bei seiner Heimkehr an der Pforte deS Hauses mit Stichen durch ein Seitengewehr empfangen und so schwer verletzt, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Rach der Tat steckten die Räuber die Villa in Brand, die in ihrem oberen Teil ausbrannte. Die Leichen wurden teilweise verkohlt aufgefunden. Man nimmt an, daß die Banditen es auf! eine große Summe Lvhngelder abgesehen hatte, die in der Villa aufgehoben wurde. — In Sechshelden wurden zwei verdächtige Personen verhaftet, von denen die eine einen verbundenen Kopf, die andere ber<* sengte Haare hat. Die Nachforschungen werden mit der größten Tatkraft fortgesetzt. Raubmord. Auf der Landstraße von Breslau nach Kar- lvwih wurde die Leiche eines BreSlauer Bauarbeiters gefunden. Es liegt Mord vor. Die Kriminalpolizei hat festgestellt, dah der Grmor- Aus Stadt und Land. Gießen, den 2. Dezember 1924. Provinzialausschußsitzung am 29. November. Arn 8. August ds. 3s. erließ das Kreisamt Gießen gxgen sieben Wohnwagen Besitzer au f dem städtischen Gelände hinter dem Diebertalbahnhof aus Grund des Art. 66 der Kreis- und Provinzialordr.ung vom 8. Juli 1911 einen Polizeibe'ehl, dieses stadt - tische Gelände bis spätestens 20. August 1924 zu räumen. DaO Kreisamt Gießen begründete den Erlaß des Polizeibefehls damit, daß die ordnungswidrigen Zustände auf dem 50 Jahre Mittelrheinischer Architekten- u. Ingenieurverein Der Mittelrheinische Architekten- und 3n=* genieumerein beging in diesen Tagen in Da r m- st ad t das Jubiläum seines 5vjährigen Bestehens. Er gehört mit zu den ältesten technischen Vereinen und ist dem Verbände Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine angeschlosfen. Ursprünglich umfaßte er das ganze mittelryei- nische Land, jetzt das Gebiet des Staates Hessen. Zur Feier des 3ubiläums fanden mehrere Veranstaltungen statt. Die erste war am Freitag ein Vortrag von Prof. Dr.-3ng. Klein- logel in btr Technischen Hochschule über „Reiseeindrücke aus Amerika". Der Redner schildert« Amerika als das Land der unbegrenzten Mrackch- teilen; seine Betrachtungen galten dem t glichen Leben, wie den neuesten Crrungenjcyasten der Technik. Am Samstag vormittag fand e.ne a f a- demische Feier statt, bei her Vertreter der St atsr-^g erung. der Bauab eitunq les Fr cmz- ministeriums, des Landesbildu g amtes, der Stadt Da m,ta t, der ^»eichsbahn i. k.ion Qllai z. der . Technischen Hochschule sowie Vertreter bef.eunde- ter Vereine Ansprachen hieben. Die Festrede hielt der langjährige Vor) inende des Vereins, Ministerialrat Wagner. Er gab einen Abriß der Gründungsgeschichte u-.d einen üleberblid über das halbe Iah hundert bet bis;eeigen Deieins- tätigfeit. Eh.enmitglied des Vereins war u. a. der aus Oppenh.im stammende Er'auer d.s Reichstagsgebäudes Geh. Daurat W a l l o t. Roch drei Begründer des Vereins leben; es sind dies Geh. Daurat Ludwig Frey, Ministerialrat Reiw- hcwd Klingelhöffer und Geh Daurat Ernst Zimmermann, die zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. Die gleiche Ehrung ist auch dem Vorsitzenden, Ministerialnat Wagner, zutt il geworden. Rach dem Festakt wurde im Gewerbe- mu'eum eine Ausstellung von Ingenieurbauten er f r.et A en"-s fand ei e gesellige ZustMtmenkunft statt, deren künßlerischer Teil von Mitgliedern des Landestheaiers und des Vereins bestritten wurde. Sonn ag voim ttags hielt Dr. 3ng Lindner- Devlin in der Au'a der Landesbütgewerbeschule einen Vo trag über „Ingenieurbauten, Heimat und Kultur". der Auswertung wohl zwischen 2V und 25 Prozent als möglich noch angesehen wird. Dieser Aufwer- tungsausschuh sollte nun schnell arbeiten, damit unter allen Umständen vor Annahme der Dawes- gutachten diese wichtige Frage unserer Innenpolitik geklärt sei. Leider hat aber in diesen Arbeiten sich so ein Widerstreit der Interessen gezeigt, daß der verstorbene Vorkämpfer der Aufwertung, Dr. Düringer, mir noch wenige Tage vor seinem Tode seine tiefe Mißstimmung darüber aussprach, daß „die Wirtschaftskreise kein Verständnis für unsere gute Sache aufbrächten". Er hatte damit wohl Recht, denn es wirkte auf jeden Zuhörer in dem Aufwertungsausschuh geradezu komisch, wenn dort als Sachverständige- die Vertreter großer Organisationen und Industrien aus Stadt und Land auftraten und im Drustton der Ueberzeugung erklärten: Jede Aufwertung über das in der Rotverordnung Gebotene hinaus wäre unmöglich und vernichte die Wirtschaft. So ist auch der letzte Reichstag auseinander gegangen, ohne ein Ergebnis in der Auf-, Wertungsfrage gebracht zu haben, und es scheint, als ob die Regierung von sich selbst aus Hand anlegen wolle, um die Unzulänglichkeit der Dritten Steuernotverordnung auf diesem Gebiete zu beseitigen. Ich würde das, waS sich jetzt auf diesem Gebiete durch eine Verordnung erzielen läßt, nicht für genügend halten, selbst wenn die Verordnung im ganzen wirtschaftlich den richtigen Maßstab sinden sollte. Hier muß nun durch reine und klare Gesetzesarbeit des neuen Reichstags der Boden geschaffen werden, auf dem in gutem Vertrauen alle von der' Sache Betroffenen sich wieder zusammenfinden können, die Wirtschaft, die die Opfer bringen muh, soweit sie noch Besitzer von Sachwerten ist, und der bisher verarmte M i t t e l st ä n d l e r, der sich wenigstens in den Resten seines früheren Besitzes gesichert sehen will. Im gegenwärtigen Wahlkampfe nehmen ja auch die Parteien wieder in der Aufwertungsfrage Stellung, soweit das noch nötig ist, und es würde jede Regierungsverordnung, wie sie auch aussehen dürfte, nur ein Gegenstand starker Kritik sein, ohne daß damit ein endgültiger Friede gesichert wäre. Eine Kammergerichts- entscheidung zur Auswertungs- srage. Berlin, 2. Dez. (Priv.-Tel. des Wolfs- ßureait) Das Berliner Kammergericht hat einen D-schluh gefaßt, wonach der § 7 der ersten Durchs ihrung 5v.ro rdnung zur dritten Steuemotverordnung, der die Aufwertung der persönlichen Forderungen, von einigen Ausnahmen abgcfezen, auf 15 Pro^ b>- schränkt, für ungültig erklärt wird In der Begründung wird g figt, daß der § 7 der Durchführungsverordnung das Gegenteil von den bestimmt, was § 3 der dritten Steuernotverord- raing festgelegt, nämlich, daß hier die allgemeine r Vorschriften, d. h. die Vorschriften des allgemeinen bürgerlichen Rechtes Platz greifen sollten, aus denen sich die Aufwertung rechtfertigt. Damit ftll!e nach - der Abs cht der dritten Steuemotverordnung, anders als bei den dinglichen F rderungen, deren Aufwertung auf 15 Proz. b schränkt w.rd. der Behandlung der persönlichen Forderungen freie Dahn gelassen werden. 00t 5«! noi sch" ffi<6 trat sie tca liy ge! tn stet Ar ein keil @r spn jnH beti sich an ■ n«i qN bck uitz fräf eint Hof anzi Sie 6nr die seye hall gela aarethenhütte zu Gießen zur Verfügung gestellt. Die Kläger halten diesen Platz für sie für völlig ungeeignet, da er von Gießen weit abgelegen sei, so dah sie beim Transport ihrer Wagen zur Dahn erhebliche Unkosten hätten, und außerdem in nächster Rähe das Benzintank der Fa. S. Cohen fei, was für die Wohmoagenbesiher stets feuer-, gefährlich und gefahrdrohrnd sei. Außerdem befänden sich in der Rahe die städtischen Klärbecken, die für die Wohnwegenbetrnhrcr dann eine stete gesunoheittiche Gefahr bilde en. Der von dem Vertreter der Kläger benannte Zeuge sprach sich über die Verhältnisse an dem Wohnwagenplatz aus und hielt den Zustand für nicht so gesundheitlich gefahrdrohend, wie dies angenommen werde. Es sei immer auf Reinlichkeit gesehen 35- ato Sp tot W W bis M 6e Hä Eine Rundfunkrede, die Großadmiral von Tirpih morgen in Leipzi; halten wollte, ist den Blättern zufolge vom Rt.iHs.ni.ri- ster des Innern verboten worden, da die Benutzung des Rundfunks für Wahlreden untersagt ist. * Das „Bevl. Tagebl." meldet aus Dresden, daß gegen den sozialdemokratischen Polizeiober st en Schützinger, der vor einem Jahr vom Reichsw h.-kommando seines Postens enthoben worden war, aus noch unb « kannten Gründen ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden ist. oetc einer Verwechslung zum Opfer gefallen ist. Die Tat galt eigentlich einem Gemeindevorsteher, der vom Breslauer Steueramt 18 000 Mk. abgeholt hatte und der überfallen und beraubt werden sollte. Don den Tätern fehlt jede Spur. Eisenbahnunglück bei Augsburg. Berlin, 2. Dez. Der Schnellzug D 59 stieß in der Station Haspelmoor mit einem Güterzug zusammen, der er in die Flanke fu h r. Das Unglück geschah durch Versagen der elektrischen Signalbeleuchtung. Mehrere Wagen des Güterzuges gerieten in Brand, wobei der Z u g f ü hr er des Güterzuges verbrannte. Einige Reisende des Schnellzuges wurden verletzt. Der Materialschaden ist sehr groß. Metalldiebe auf den Schlachtfeldern in Frankreich. Eine Botschaft Mussolinis Ein Reinigungsprogramm des faszismus. Rom, 1. Dez. (2lg. Otefoni.) Sämtliche Bezirksleitungen der Faszisten hielten gestern Versammlungen in den Provinzstädten ab. Der Ministerpräsident hatte als Ehef des Faszismus eine Botschas' erg hen lassen, in der es heißt, daß die politische Erfahrung der Faszisten im Laufe von 25 Monaten unbedingt eine Revis i on der moralischen und politi- Zwischenfälle vom 4. Rovember auSzulöfchen, ore pen falschen Eindruck eines Zusammenstoßes zwischen den Faszisten und den früheren Frontkämpfern hervorgerufen hatten. Es muß daran erinnert werden, daß jegliche ungesetzliche Handlung und Gewalttat der Regierung und der Partei schade. Aeußere Kundgebungen der Pattei, wie Umjüge und Festlichkeiten sollen nur bei außrrgewöhnlichen Gelegenheiten stattfinden. Die Partei muß e i n e e r n ft e und strenge Haltung einnehmen. Am Schluß der Botschaft versichert der Ministerpräsident, daß es zur Riederringung der verschiedenen Gegner des Faszismus nicht nötig sei, zu außerordentlichen Maßnahmen zu greifen. Es genüge vielmehr, sich an folgende drei Punkte grundsätzlich zu halten: Arbeit im Stillen, vollkommene Disziplin und Unter» lassung jeder Geste der Gewalt gegenüber Personen und Verbänden. Der Faszismus müsse sich selbst prüfen und aufs neue stärken. Dann werde auch diese Stunde vorübergehen und der Faszismus aus ihr siegreich und stark hervorgehen. Es handelt sich darum, unsere Kräfte richtig zu verwerten und die Sympathien des italienischen Volkes für den Faszismus zu befestigen. Ich bin gewiß, so schließt die Botschaft, daß alle Faszisten mit unwandelbarer Zuversicht und Treue diesen harten Maßregeln folgen werden. — Die Botschaft des Ministerpräsidenten wurde von allen Bezirksleitungen zustimmend aufgenommen. Wohnwagenplatz unhaltbar geworden seien und deshalb ihre Beseitigung im ös.enttichen Interesse geboten erscheine. Richt nur, daß die Ruhe und Sicherheit an jenem Platz durch das Verhalten der Bewohner der Wagen gefährdet und gestört würde, seien es insbesondere Gründe hygienischer Art die eine Räumung dieses Platzes rechtfertig len. Es werde die Umgebung des Platzes durch die Wagenbewohner außerordentlich verunreinigt, und dicht unterhalb befänden sich die Badeanstalten, deren Betrieb gleichfalls auf .das schwerste geschädigt würde. Das Wasser der Lahn werde durch die Fäkalien und sonstigen Unrat verunreinigt, was dazu führen fönne, daß die in der Lahn Badenden der Gefahr von Ansteckungen durch Krankheiten ausgesetzt wären. Rachdem einige Bewohner den Platz verlassen hatten, erhoben die Wohnwagenbesiher Lorenz Kräh- ner, Anton Mäurer und Ernst Walldorf in Gießen beim P r o vi n z i a la u s schu fs Ober he ssen gegen den P liz.ibef hl des Kreisamts Klage. Heber diese Klage wurde am Samstag, 29. Rovember, vor dem P r o v i n - zialau sschuh verhandelt und Bien hatten die Bürgerlichen 15 401, die Sozialdemokraten 3454 und die Kommunisten 27 Mandate erhalten. Obgleich die Zahl der Mandate um 126 vermehrt worden ist, haben die Sozialdemokraten weniger Stimmen erhalten, als das letzte Mal. L -------- : < PI CD Das Luftverkehrsnetz über dem Pazifik. Sidney — London in zehn Tagen. London, 1. Dez. (WB.) Wie »Reuter" aus Sidney meldet, befinbm sich gegenwärtig Pläiie für die Einrichtung einer Reihe D*on £u'. fahttlinien über den Stillen O^ean in Doiberov hing. Die ersten Flüge tberben wahrscheinlich von den Luftstreitkräften des Hee'.es und oer Marine der Vereinigten S taa t e n un nächsten Jahre gleichzeitig mit dem Bei uch r« amerikanischen Kriegsf lotte im Sitten Ozean stattfinden. Man erwar.et, daß mehre e andere Länder zusammen mit den De.er ig en Staaten herbei miitoirien Werl en. Dsztignehmeno auf den Flag des Z. R. 3 von Deutschland nach Amerika erllätte Sir Kei h Smit h, in a.age.i Jahren werde cs m.glich sein, Reisende mit ihremGepäck von Sidney nach 2 o n o o n oder Reuhork in zehn Tagen für 160 Pfund Sterling zu befördern, und zwar mit oer gleichen Pünktlichkeit, mit dec die Cyenbahnen und Dampfer verkehren. Eröffnung des internat'onalen Lustfahrtkongreffes. Kopenhagen, 1. Dez. (2ok.-Anz.) 2luf dem internationalen Luftfnh.tkangreß, d r heute vormittag hier eröffnet wurde, und oer bis zum 3. Dezember dauern wird, stehen die^aktuellen Fragen der internationalen Luftfahrt zur Erörterung. Pläne zur Erweiterung des europäischen Rulennetzes und em b?j- ser-s 34 'mmenaib.it n zwisch n den Lustfahrt- ges.llschaften der versch ebenen Lander. Von deutscher Seite nahmen 5 Delegierte teil, darunter ein Vertreter des deutschen Reichsverkehrsministeriums und die administrativen Direktoren der beiden G^settschasten Junckers und Aero-Lloyd. Die Lage in Kairo. Rücktritt äayptischer Minister. - Die vcrhafteteuParl anientarier vor Gericht Paris, 2. Dez. (SU) Der „Petit Parisien" erfährt aus Kairo, daß der Minister für öffentliche Arbeiten Ka cha ba und der Minister Moharam zurückgetreten sind. Der Rücktritt erfolgte als Protest gegen die Annah m e der britischen Forderungen. Der britische Oberkommissar hat Ziwar Pascha mitgeteilt, daß die briiischen Behörden für den Fall einer Haftentlassung der ägyptischen Deputierten ihrerseits zur Festnahme schreiten würden. Die genannten zwei Minister forderten darauf Ziwar Pascha auf, gegen diesen Einschüchterungsversuch zu protestieren und traten, als Ziwar Pascha diese Forderung ablehnte, von ihren Posten zurück. Der Ministerpräsident hat die in seinem Kabinett entstandene Lücke sofort wieder ausgefüllt und T owf i k Pascha, der zuletzt dem Kabinett Vehia 1923 angehörte, zum Kultusminister und T e l e h Enen Dey zum Minister für öffentliche 21.beiten ernannt Die verhafteten drei Parlamentsmitglieder tourben gestern vor ein ägypti sche s Gericht gestellt. Eine QEborbnung protestierte gegen die Verhaftung unter der Begründung, daß die Vertagung des Parlaments nicht die Immunität seiner Mitglieder auf hebe. Dem stellte die 2lntlage gigenübrr, daß d e fortgesetzte verbrecherische Tätigkeit der Ängeklag en ihre Immunität unmöglich gemacht habe. Das Gericht gelangte zu der Entscheidung, daß die Verhaftungen gesetzlich seien und daß die Haftzeit bis zur Fassung des endgültigen Beschlusses dauern werde. Die Poliz- i Hit besondere Dorsichts- maßnahmen zum Schuhe des P vem erministers getroffen. 20 Pol z ibeamtr haben 21 ^ft ag erhalten, die von dem Premierminister benutzen Straßen zu b Wachen. D.e Wachtposten des britischen Reliden-igebäudes h bei in der letzten Rächt zwe mal Feuerg egeben als sie verdächtige Geräusch? hörten. Es touraen F iß- spuren f.il sie durch ihre Qlrfriter die Ab rtanlagt nicht rechtzeitig entleeren lieh. Der Vertreter iti Po- li^eKmUS Drehen berichtete über die unsauberen, gesundheitSschädlichen Zustände, die dte Poli ei in den letzten Jahren aus dem Wohnwaflenpla.tz ftct« vorgefunden habe Aus Verlangen des Krei-Samts l>it M3 Kvetkfl^sundh i Samt Dietzen ein eir»g.'h:ndom 23. Oktober d. 3. von der Fraktion der Freien Vereinigung und der Fraktion der Deutschen Dolkspartei g e mei n f a m gestellt tooröen war Auf diesen Antrag bezog sich die Antwort des Oberbürgermeisters. •* Die Literarische De sei l s chaf t hatte für Freitag abend zu einer Klops! ock- Feier in dir Ic h rnneSkirche ei ^geladen. Leider hatte lieb wieder w»e bei der ersten Dervinstaltung dieses Jahres nur eine tlcine Gemeinde veifam- melt Dr. Erich Drach aus Berlin wars einleitend die Frage auf, was Klopstock für uns Deine deDeure Wenn er neetnte, Dam Ofe rnesa- l hy'ifche Welle, tnc heute durch d« Lande geht- auch Klopstock aus dem Grabe der Vergeßlichkeit zu neuem Leben wecken werde, so scheint uns daS gerade nach der Srfahrck^g dreies Abends doch ein etnxrf zu weitfl h^nder Optimismus zu fein Aber al» Erveranerri war der 2Lbc.b zweifellos von hohem literarhistorischem Interesfe. Dr. Drach trug zunächst zwei Oden (Weissagung und Frühlingsfeier) vor um) da m anschließend aus- gewahtte StapiicI aus dem Mesiias. Die Dor- tr.ifl.tunft Dr Drachs ist erpre lionrstisch. sie he t dramatische Höd-punkte und Gegensätze scharf, ja oft schneidend d.rvor Dadurch wird die eben doch oft ctwaS ermüdende Breite der Dichtung stellenweise gut verdeckt. Ader andererseit« wird doch durch das rein mit lautmalenden Mitteln erstrebte Heraus treiben des Draiwa tischen eine äußerliche Wirkung erzielt, die auf Kosten des Innerlichen geht Am be;ten war die Re7e Satans in der Versanunlrrng seiner Geister und das Ende deS Verräter«, wo eine mehr äußert liche Wirkung durch die Dichtung selbst verla gt wurde. Der Vortrag wurde von Herrn Lehrer Habicht in stimmungsvoller Wei e durch O.gal- srücke umrahmt. -tz- -ch-DerDunderblindeterKrieger. tintcigtdbpe Gießen, veranstaltete am Sonn ag auf der Liebiflsh he kinc diesjährige Weihnachtsfeier. Die Rerchswehrkap [k unter Leitung des Herrn Vogel sorgte aufs Beste für die musika- li d)e ilntcrb Lung der zahlreichen Gäste, die sich dafür sehr d^nllxrr ze gttn Herr Denner führte in einer Ansprach- ta, schrecklich.- Schicksal unserer tm Kriege erbltndet.n Brüder vor Augen und ernmhnte die Anwesenden, ihnen im Leben sie S hilsoerch zur Sette zu stehen Ein Dvppelchrartett des Gesangvereins . Froh inn -Lang-Gons erfreute durch gesangliche Da. die tu gm und erntete reichen Deisall. Autzerdcm trugen die humoristischen Vorträge des fidelen TrioS: We hn, Londerma nn und Steue rwald wesentlich zur Verschönerung des Abends bei. ES verdienen noch die Rezitatrvnen deS Hrrrn Ri ch- mann lobende @rax-b iung. Anschließend sand Verlosung und Tanz statt. Turnen, Sport und Spiel. Vom Arbetterturn- und Sportbund. DaS Entscheidungsspiel um die Dezirks-Meisterfchast. £ Der trübe Himmel am Sonntagvormittag ließ die Sportfreunde besorgt aufblicken, die Hoffnung sank noch um ein beträchtliches, als leise rieselnder Regen einsehte. DiS zum Mittag klärte sich aber das Wetter soweit auf, daß man bei Spi lb^ginn von einem ausg -zeichneten Fuß- ballwetter sprechen konnte. Die leicht wehende Brise beeinträchtigte das Spiel in keiner Weise. Die Dodenverhälmisse des V. f. D -Platzes waren ausgez ichnete, es waren somit alle Vorbedingungen erfüllt, um das eintreten zu lassen, was die Kenner vvraussahen, nämlich, daß ein interessantes Fußballspiel vvrgeführt würde. Und so war es auch. Auch der größte Beider muß eingestehen, datz das, was da am Sonntag in sportlicher De- ziehung auf dem Trieb geboten wurde, einwandsfrei war. Wenn auch beide Vereine nicht so vermessen sein werden, anzunehmen, ihr spielerisches Können stehe auf ganz besonderer Höhe, so hat aber die Art und Weise, die Ruhe und Anständigkeit, mit der dieses Sntfdjel- dungs spiel durchgeführt wurde, jeden ehrlichen Freund der Spor.bewegung Achtung abge- tungen. Trotzdem für beide Mannschaften viel auf dem Spiele stand, wurde ll/t Stunde lang in einer Art um den Sieg gerungen, die hie ganze Ver- armamrag sur einen givoc» «vvaMch« der Arbeitersportbewegung hn besonderen unD der gesamten Sportbewegung im aCUemetne« werden lieh. SS war ein Prvpagandasptel b8 wahrsten Sinne de« Worte«. Das Spiel stand unter der Leitung de» Schiedsrichter« Brand- Frankfurt a M Gießen und Wiefeck wurden bei Dekreten de« Platze« von der autzerordentlich zahlreichen Zuschauern lebhaft begrüßt. Der Anstoß GießenS drang sofort bi« zur Verteidigung Wieseck« durch, die den Dall ins Feld zurückbeförderte. Deiderleit« war dne leichte Erregung bemerkbar, die sich bei Gießen zuerst legte, das demzufolge zunächst im Vorteil war. Die Verteidigung Wieseck« klärte aber vorzüglich auf. Wieseck tarn mehr auf und wurde dem Gießener Tor wiederholt gefährlich. Da« Spiel wurde ausgeglichener, in unaufhörlicher Folge rollte Angriff auf Angriff auf die beiderseitigen Tore, ohne daß e« einer Partei gelang, zu einem Erfolg zu kommen. Don Dießen sowohl tote von Wiefeck wurden vor den gegnerischen Toren spannende Momente geschaffen, manche sichere Chance ausgelassen oder hoch über das Tor verschossen. WaS den richtigen Weg fand, wurde von den Torhütern, von denen keiner dem anderen etwas herausgab, abgetan- gen. Wieseck setzte sich allmählich durch und hatte mehr vom Spiel. 3n der 31. Minute zwang Gießen den Wicseckern eine Ecke auf, die abgewehrt wurde, in rasendem Tempo ging« nach vorn, und 1 Minute später gabS Ecke für Wieseck, daS nun stärker drückte und sieben Minuten später eine weitere Ecke verschoß. Kurz vor dem Abpfiff der ersten Halbzeit erzielte Dießen eben- falls noch eine Ecke. Mit dem Resultat 0:0 und einem Ecken Verhältnis 2:2 standen sich die Mannschaften nach Platzwechsel gegenüber. Beiderseits tarn der stärkere Wille zum Ausdruck, die Führung zu übernehmen. 10 Minuten nach Anstoß erzwang Wieseck seine dritte Ecke. Blitzschnell wechselten die Situationen, dem kurzen Innenfeldspiel folgten die schnellsten Flankenläufe. Aber die beiderseitigen Verteidigungen schienen nicht zu überwinden zu fein. Gegen Mitte der zweiten Halbzeit wurde Gießen überlegener, erzielte eine Ecke, bis es dem Halblinken Dießens gelang, In der 27. Minute infolge eines Mißverständnisses der Wiesecker Verteidigung das erste und einzige Tor zu schießen. Der Ball wäre auch vom Tormann WiOecks gehalten worden, wenn er nicht noch von einem kurz vorher erfolgten unglücklichen Sturz auf den Hinterkops benommen gewesen wäre. Aber, her Erfolg GießenS war einmal da War das Tempo bis dahin sehr flott, so wurde es noch schneller. Wieseck versuchte unter allen Umständen aufzuholen. Mehrmals schien die Situation günstig dazu, Gießen versuchte aber mit allen verfügbaren Deinen den sehr wertvollen Vorsprung zu halten DaS Spiel iund die Zuschauer) zogen sich nach der Gießener Spielhälste zusammen, aber alle anerkennenswerte Aufopferung und die vorgenommene Umstellung der Wiesecker Mannschaf' (die hätte früher erfolgen müssen), änderten nichts an dem Resultat, Gießen verteidigte mit allen Mitteln. Wiesecks Ausbeute waren noch drei weitere Ecken, dem Gießen ebenfalls noch eine entgegensetzen konnte. Der Schlußpfiff trennte zwei Mannschaften, die sich ebenbürtig waren und die ein Spiel um die Führung im Dezirk in kameradschaftlicher Weise durchführten. Sieger war nicht her Bessere, wohl aber der Glücklichere. Der Schiedsrichter war der beste Mann auf dem Platz und leitete das Spiel in korrekter Weise. Gießen ist somit DezirkSmeister. 3n den Spielen um die Kreismeisterschaft muß e« nun beweisen, daß auch wir Oberheffen — Fußball spielen können. Tapetenhaus Otto lautiert in der Universitätsaula Seltersweg 70 GIESSEN Fernsprecher 1326 9595c zu billigsten Preisen 8994V Damenstrümpfe r Statt Karten! F7® Kreuzplatz, Ecke Seltersweg Gegründet 1859 Fernsprecher 774. a iMeLMkWKl 10 Pfund.....Mk. 2.30 Frau Frosch. 017462 Mk. 22.00 100 Pfund 1. 2. Weüanlage. 017302 Morgen Mittwoch Makel- empfiehlt seine große Auswahl in Teppichen, Verbindungsstücken Läufern : Bettvorlagen : Fellen Diwan-, Tisch-und Reisedecken Möbel- und Dekorationsstoffen Linoleum-Teppichen,-Läufern und -Vorlagen SwSliuMollnM l eftn in jeter gez>fin|ang»n>cifc. 2 Schreibtische, 1 Chaiselongue, 1 Vianino, 1 Düchersctzrank, einen Teppich. 1 Ausziehtisch, 4 Stühle, 1 Chaiselongue mit Decke, 2 Re» volverdrehbcnke,lMobolitapparat, 100 Eimer Schmierfette, 30 Kannen Leinöl. 2 Ballen feldgrauen An- zugftoff, 1 Ballen farbigen An- Vortrags-Vereinigung Gießen (Goethe-Bund, Kaufm. Verein, Ortsgewerbe-Verein) ................................................................................................... Mittwoch, 3. Dezember 1924,abends 8l/< Uhr, UQIICrgt Gemeinnützige ßiß51ßl1 nflUdl 01MöbelversorgungMIBUGII für das Rhein-, Main- und La mgebiet, G. m. b. H. Lindenplatz 1 ReHauranf Zur Stadt kich Licher Strafe 59. 017441 ^nTiniiiiiiiiiiniiimiiiii. ui.Tu.d.ii..iiiiimiiiiiiiiiiii'*'"*. Auch Uhren sind als Weihnachts- Geschenke i überall sehr beliebt Sie finden ; l bei mir große Auswahl in allen : e Preislagen. Eine Partie zurück- i gesetzte I Wand- und Küchenuhren unter Preis oi7*ss = Emil Otto,Bahnhofstr.49 1 Pfund.......Mk. 0.34 sowie kä'mtl. Packartike'. nur erste Qualitäten zu mäßigen Preiicu. emviedleu IMetnus . Frankfurter Straße £. ganüdf Hast 6. Elle in Baumwolle, Macco, Wolle, Cachmlr, Seiden- flor Kunstseide und reiner Seide In schwarz, braun und allen Modefarben Kinderstrümpfe in Wolle und Baumwolle Herrensocken in Baumwolle, Macco, Wolle, und modernen Seidenflor- und Wollsocken Nur erprobte Qualitäten! Julius Schulze Beachten Sie unseren Stand auf der Geschäfts- Ausstellung im Katholischen Vereinshaus I iiiiimiiiiiiiMiiiiimiiiiiiiiHinmiiiHiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiHimimiiiiiiiiiiiiuiimi eeotg II Frische Fische Mittwoch früh 9 Uhr: I ff. Goldbarsch 0. N., Pkd. 40 Pf. $ Pa. «abltou n. Schcllfisch 0. K. H Frische Portion ^Lchellstsche I Psuud 25 Ps. Mc ■ va. Seelachs. W. 40—45 Vs. Frische Zischkoleletts ■ Neue Walnüsse Neue Haselnüsse j UMNMMlS - Z Babndosktr.27 Fcrnivr. 1631 Speise- lei Berrenzlmnier in Eiche gebeizt Lichtbildervortrag des Herrn Geheimrat Winkel aus Marburg ElntrittekÄrten in der Musikalienhandlung Challler I für Mitglieder zu 0.75 Mk. per Platz ge^en Vorzeiten der Vortrairsausweiskarte und nar im > orvorksuk: kür miiizlieder zu 1.50 Mk. Studenten karten zu 0.-5 Mk. «regen Vorzeiten der Studentenkane bei Herrn OberassUt. Ritt®r O.$cliiilM,Harl(lslr44 Mitglied der Edeka WI,Grletz,SWei!Men Nudeln, Makkaroni Hülsenfrüchte -c Nur erste Qualitäten Bestellungen frei Haus. Telephon 119. ■■■■■■■■■■■■■■■■ [ Vereine | I üietaEr 8m-Wo. Training Mittwoch abend 8.15 lihr, Sauer, Oswaldsa arten. Mittwoch. 3. Dez.» abends 8'/, Ubr: Monats- \ Versammlung. Stadttheater Mittwoch, 3. D-z.. g. nnttrooMö.-Brit von7'/2b. narbwithr- @0865 u. fein Ring. Tragödie in 6 Aus», von GebbeU 9594D rlleldeschlutz: 5. Dezember {924 abends 9487V Hin#* !"ch»in-" 2. Preis: L Deshalb wählt: Liste 5. 9452c 1 !!! Die in jedem Vortrag erzeugten wasserklaren, schliffähigen Edelsteine werden an die Zuhörer verteilt!!! W In Trauer: Familie L. Spitz Familie Karl Buff Familie Richard Buff. Gießen, Frostburg, den 30. November 1924. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 3. Dezember um 2'/, Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Preis: 20 Photo-Apparate (Klappkamera) n Prima Taschenuhren o Erstklassige Bücher in vornehm. Einband ;_______ ^IQc'aianrrennefdiftfL 3. . 4. ,, 5. „ 6. , 7. , 8. -27. 28.-100. 101.-200. für Hausarbeit gesucht'. Näheres bei Hausverwalter Todt, Gcscll- schastsvereiu. mmd [Stellengesuche | Sattler und Polsterer sucht Beschäftigung, auch aushilfsweise. Zu erfragen in der Geschäftsstelle deS Gieß. An». s95!>6V ■LZimmer heizbar, elektr. Licht, zu vermieten Licker Str. 153. Zur weihnachtrbäckerei kauft man alle Backzutaten in besten Qualitäten preiswert bei Heinrich vriesch, Seltersweg 70 9435a Gestern verschied nach schwerem Nervenleiden plötzlich und unerwartet unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Auguste Eckel geb. Klaembt. Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Eckel Familie Georg Eckel Eugen Eckel. Gießen (Roonstr. 20), 2. Dezember 1924. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 4. Dezember, nachmittags P/2 Uhr, statt 017450 Herrenzimmer, dunkel Eiche, handgeschnitzt Gr. Vox-Sprechmaschine mit Plattenschrank Wäscheausstattung Resonaphon-Sprechmaschine od. Nähmaschine Teewagen oder Fahrrad (Damen od. Herren) Brockhaus Konversations-Lexikon, komplett unter Beteiligung des „Bundes Deutscher Geflügelzüchter", *- mehrerer Sondervereine und Spezialklubs. Veranstalter: Vogel- u.Geslügelzuchtverein Metzen ».Umgebung • EingetragenerDerein Es Kommen zur Vergebung: 3 Staatspreise (Plaketten), 1 wertvoller Ehrenpreis bet Stadt (Biefeen, 5 Geldpreise der Landwirtschaftskammer, Ehrenpreise der Landwirtschaftlichen Kammerausschüsse der Provinzen, Siegerpreise des Landesverbandes der Provinzialverbände, ebenso der Derbandsverbände, sowie zahlreiche Ehrenpreise von Vereinen und privaten Stiftern. Anmeldungen sowie Auskunft durch den 1. Vorsitzenden und Ausstellungsletter Aug. Zchwan, Gießen, MoMestratze. und eine große Anzahl kleine Preise. Sämtliche Preise kommen unter Aufsicht eines Notars unter alle Löser zur Verteilung. Der Einsender geht keinerlei Verpflichten! ein, jedoch sind uns die Lösungen umgehend mit genauer Adressen- aagabe einzusenden. — Für gewünschte Benachrichtigung über die Richtigkeit der Lösung, Preisverteilung usw. sind die ent tehenden Kosten für Porto, Drucksache >, Schreiblohn usw. der Lösung beizufügen. Schreiben Sie noch heute an: [9584ss Herold-Versand,ErichFörsterling.BraunsohweiglOSG Wegen Erkrankung des Mädchens sucht sofort oder 15. Dez tüchtiges, gut emo» sohleneS [017428 Mädchen für Küche und HauS Frau Gcbeimrat Bierm an n, Löberstr. 25. Ein noch nie gesehenes Schauprogramm mit zirka 30 hochinteressanten Experimenten. In den Nachmittagsvorstellungen von 4-8 Uhr vorletzte Vorführung: Jackie Coogan in: Lang lebe der König Heute morgen entschlief nach längerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, der Landwirt und Musiker Herr Philipp Gorr IV Veteran von 1870/71 im 77. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. 1. d. N.: Luise Gorr geb. Hahn. Heuchelheim, Bensheim, Halberstadt, 1. Dez. 1924. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 3 Dezember, nachmittags 3 Uhr, statt. 3« welcher Partei gehörte der unvergeßliche Abgeordnete Düringer, der die Aufwertungsfrage zuerst aufgeworfen hat? Jur D. D. P. Iu welcher Partei gehören die Abgeordneten Dauch. Wunderlich und Frau Dr. Matz, die für Aufwertungsund Rcntnerfragen stets entschieden und sachkundig eintraten ? Jur D. D. P. Welche Partei hat als einzige durch Beschluß ihrer obersten Instanz (Parteitag) am 30. März 1924 die gerechte Lösung der Aufwertungssrage auf ihre Fahne geschrieben? Pie D. B. P. Welche Partei hat im letzten Reichstage beantragt dem Unrecht der 3. Steuernotverordnung durch Ein setzung des Aufwertungs. Ausschusses ein Ende w machen? Die D. D. P. Welche Partei hat noch zuletzt auf ihrem großen Parteitage (Dortmund, 13. Rovbr.), erneut die Forderungen der Sparer zu den ihrigen gemacht- 1. Verzinsung, 2. Aufwertung, 3. rückwirkende Kraft? Die D. D. P. Keine andere Partei hat sich mit solcher Sachkunde und Wärme der enteigneten Schichten des Mittelstandes (Hypothekengläubiger, Sparer, Rentner) angenommen wie die Deutsche Volkspartei! ol -iB&te ges cht. 017465 Studentenheim Burggraben 9. in Wßffl a 19., 20. ms 21. MM 1924 in der Redegewandte vamen und Herren für Bezirk Gießen gesucht (auch nebenberuflich! zur Einführung einer neuen konkurrenzlosen Erfindung iD. R. P.l, die bis 50°/o Brennmaterial spart. Sehr hohes Einkommen. Schriftliche Angebote unter 017439 an den Gießener Anzeiger. Heute verschied nach langem, schwerem Leiden unsere gute, sorgende Schwägerin und Tante Emilie Schmidt 73 Jahre alt. Großes Weihnachts- Prels-Ausschrelben! von 14—16 Jahren, da« zu Hause schlafen kann, per sofort gesucht. Borzustellen Renen Baue 11, I Atr bentiflen Gesamtauflage liegt I U c!n ?lnablntt bei; Tc utfcken 1 Bolkspartct bcu 9586D für Partiearbeiten sofort gesucht. ,6Md Drühl'sche Aniv.-Drnckerei Lchnlstraüe 7. Gesucht perfekter liilomotiiir Schilling ti»n Franks. Str. 23. geselle sofort gesucht. 0593D Hch. Simon Schreinermeister, Sinn (Dillkreis). Ein nicht zu junger Metzger- geselle gesucht. 9- öb. onai iNeuen Baue 12. I Zeit — nicht—zur—kommt—rechten—Wer I übrig — nehmen — der—was—muß—bleibt | Iprfpr I pepr der uns nach Umstellung < bigerWorte, JCUx>l UnCOCI »die ein bekanntes Sprichwort ergeben, die richtige Lö- jef fipwinnPF und nimmt außerdem sung einsendet,151 an der Auslosung nachstehender Preise teil: 1. Preis: 1 Wohnungseinrichtung besteh, aus 1 Eßzinim.o. Herrenz., 1 Schlafzimmer, 1 Küche 1 Bass Fraaieln.tnbcr I Soielw.-,Leder-, Ga- । lauierie* u. Svort- । arttkel-Branche sehr befand., suchtStelle lass Verkäuferin I für sofort ob. fväter. I Auch in der Puppen- ' reparatur bewand. Grlir. Ang. u. 017^.3> a. d. Gieß. .'ini erb. Ainder-1 gärtnerin xu xwei Kindern für sofort gesucht. Vorzustcllen von'6 bis 8 Uhr abends bei Dr. Fritz Bock, Nordanlage 41. Tüchtige BetMiifetin mit Branchekennt- ntssen für ein besseres Herren-KonfekiionS' geschäft per 'sofort gesucht. Schriftliche Angeb. unter 95<7D an den Gieß. An». Von jetzt bi- Weihnachten suche für nachmittags zuverlässige takäiln die in der GlaS- und Porzellan - Branche bewandert ist. Schrtstl. Angebote mit Gehaltsanspr. unter 017430 an den Gieß. An», erbeten. Für kl. Geschafts- hauShalt 12 Pers.) junges f017434 Mädchen Neuer Smoking feine Maßarbeit, Umstände halber äußerst preiswert zu verkaufen. Sommeriad Ederstratze 20 I. | Kaufgesuche | Sehr gut erhaltener Wmp 3U 'aufeu gesucht. <5dir. Ang. u. 017460 an den Gieß. Anz. Alte Truhe geschnitzt oder eingelegt, aii laufen gesucht. Schrift!. Angebote unter 017429 an den Gieß. Anz. der Lichtspielhaus, Astorla-Lichtsplele Bahnhofstraße Seltersweg In beiden Theatern zu gleicher Zeit heute bis einschließlich Mittwoch das große Doppelprogramm: Oie 11008 von Borbalo Drama in 5 Akten nach dem gleichnamigen Schauspiel von Ludwig Frank. Ein russisches Thema, dargestellt von größtenteils russischen Schauspielern. Ferner der große Erfolg des Jahres: Die insel der verlorenen Schiffe Bekannt nach dem rielgelesenen Boman des Frankfurter Generalanzeigers. 9604^ jVerschiedenesf Welch edeldenkende Familie gibt einen armen, erwachsenes Mädchen gratis oc>. billig eine noch g/n erhaltene vadewamu ab? Zu erfr. i. bui Geschäfts, d. G. 81 Entlaufen ein rauh har. grauet Pinscher । ohne Halsband, aus den Warnen „Lur" hörend. Wiederbrin- ger gute Belohnung. Wilbelmitr. 25. Man bittet von Beileidsbesuchen abzusehen. 017432 HessJilderbühne 3. Dez., abends 8.15 Uhri Einmaliges Gastspiel: Physiker Br. Stadlhagen - Berlin Expsrliiisntal-Vortrag Weltenraumkälte und Sonnentemperatür Demonstrationen mit den höchsten und tiefsten Temperaturen: Flüssige Luft, Feste Luft, Flüssiges Licht, Flüssiges Feuer. Die Herstellung wissenschaftlich echter Edelsteine (Rubine, Saphire usw.) Verkäufe Mm WW mit Kalb zugfest, zu verkaufen [017440 MtWNN M?im. vetteltstoufen. Distelfinken, Hänflinge, Zeisige und Dompfaffen eingetrossen Krofdorf.Str.42p. Promenadewagen wenig gebr., preis» wert zu verk. «um Licker Str. 1V l. ticbranchf.Fell- Rcliaukol pferd [auch zum Sahrenl zu verkaufen. Zu erfrag. in d. Geschäfts» stelle d. G. A. 2 gut möblierte Zimmer zum L 5)an., evtl, auch früher, an Dauermieter abzugeben 017455 Ottaulage 29 I. IW. Simmet zu vermieieu [owm Neustadt 57. Mietgesuche^ Einfach möbl. Simmet s. meinen Techniker gesucht. Gefi. Offerten an H. Mangelsdorff, Wtlhelmstr. 101 omy fflööi. Simmet von Herrn sofort gesucht. Ang. u. 9070 an Herso, Block- straße 5._______959Xh öniiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiD Zimmer gesucht. Junge DametberusS. tätig» sucht per sofort ein gut möbl. Zimmer In einem gut bürgert Hause. Schr. Angeb.u.01745^ a. d. Gieß. Anz. erb. MMMWWW Wohiumgstauschl äuüiMIl Schöne 7-Zimmer' Wohng. in guter Lage gegen 5- bis 6-Zimmer-Wohng. in südöstlicher Lage zu tauschen gesucht. Sckriftt Angebote unter 0174'9 an den Gieß. Anz. erbeten. |Stellenangeüote| Herren »nd Damen zum Verkauf von Weihnachlsartikel an Private gesucht. Leicht verkäufliche UVare. Angeb. unter 9069anHcrfo,Plock- straße 5. 9599h Nr. 284 Zweites Blatt Sietzener Anzriqer (General-Anzeiger für Gberheffen) Dienstag, 2. Dezember (921 Stenotypistinnen durch Verforgungsanwär- 1er erseht werden können. Der Reichsminister Des Innern Hot eine zusagende Antwort erteilt. »Voraussetzung würde sein müssen. daß die Versorgungsanwärter mindestens das gleiche wie die weiblichen Angestellten leisten, das) eine Erhöhung der Kosten durch solchen Austausch nicht ctntritt, und das) endlich die zu ersehenden weiblichen Kräfte weder Ernährer ihrer Familien noch als Alleinstehende unbedingt auf Erwerb angewiesen sind." Der Reichspostminister hat eine Antwort erteilt, die In Kreisen der Zivildienst- berechtigten nicht ganz befriedigt. In dem Schreiben des Ministers wird erklärt, das) im Fernsprechdienst Beamtinnen tätig seieir. Demgegenüber wird von den Zivildienstberechttgten darauf hingewiesen, dah der Ansicht von der besonderen Eignung weiblicher Kräfte für den Fern- sprechdierftl entgegenzuhalten sei, das) während des Kriege- unter weitaus schwierigeren Verhältnissen der Fernsprecher von männlichen Kräften bedient worden sei. 3m Eisenbahnibfertigungs- dienst und in einer Reihe von Zentralen (Reichs- Versorgungsgericht, Reichswehrministerium usw.) seien nur männliche Kräfte tätig Außerdem sind noch von anderen Reichsbehvrden Erklärungen zu dieser Frage abgegeben worden, die teils ablehnend, teils ausweichend sind. Es hat den Anschein, das) die staatspolitische Tragweite dieser Angelegenheit nicht von allen Steilen voll gewürdigt wird. Gerade dir Zivil- versorgung ist der Kernpunkt zur Gewinnung tüchtiger Kräfte für die Reichswehr und für du Schutzpolizei sowie eines gefunden Rachwuchses für hen unteren und mittleren Beamten körper. liche und 11 weibliche) vorhanden, so waren eS wn Stichtag (30. Rovember) nur noch 43 (35 männliche und 8 weibliche) Es ist dies allerdings immer noch eine verhältnismäßig grobe Zahl, die ohne Verdienst sind, es bestehl aber die Hofs- nung, dab die sinkende Tendenz weiter anhält und die Zahl immer neiner wird Run scheint auch die Durchführung deS Wiesen- projektes anläßlich der F.'ldber inigung eine greisbare Gestalt anzunehmen, wob i eine gröber: Anzahl der Erwerbslosen ein. wenn auch nur vorübergehendes Unterkommen finden werden. Die Zahl der Zuschlagsempsänger crni.br g*.c sich im gleichen Zeitraum von 59 aus 46 (12 Ehefrauen und 34 Kinder). 3n der Wohlfahrtspflege trat nur eine Heine Vertäue- bung ein. Die Ziffern betragen hier 53 Sozialrentner und 19 Kleinrentner gegen 52 bzw. 19 im Vormonat. • Lollar, 1. Dez. Die beiden Kurzschriftvereine unseres OrteS, .Stenographenvereini- gung Stolze-Schrey" und „Stenographeavereln Gabelsberger", haben srch vereinigt, um sich auf die Reichskurzschrift umzustellen. Der neue Verein, der in Zukunft den Ramen ,K u r z - schriftverein Lollar" führt, beirachtet es als seine Aufgabe, die Reichskuczschrrst in jeder Weise zu Pflegen und zu fördern. Mit einem A n - fängerkursus soll in aller Kürze begonnen werden. ll. Lollar, 1. Dez Einen sÄltenschönen Kunst- genuh bot gestern abend der Arbeiter- gesangverein ,Vorwärts" mit seinem diesjährigen Konzert. Versprach schon der Ruf, den der Verein geniebt, nur Gutes, so wurden doch alle Erwartungen von dem Gebotenen weit übertroffen; ein schönes Zeugnis für den groben Fleiß und die völlige Hingabe zum Gesang Als Solist en des Abends wirkten Heinrich Müller (Bariton) aus Frankfurt a. M. und der frühere Etabstrvmpeter Topp (Piston) aus Greben mit. Stürmischer Beifall aus dem.übervollen Saale belohnte die Sänger und Solisten sowie das vorzüglich spielende Orchester. Der veranstaltende Verein ist zu seinem Erfolg nur zu beglückwünschen. eu. Alten-Duseck, 29. Rov. Der Sohn des Ortsdieners verunglückte beim Holzladen, so dab f-'ine äleborführung in die Klinik nach Dieben notwendig wurde. Bg. Gr.-Dusect, 1. Dez. Allerorten im Dusecker Tal mehren sich die Klagen darüber, dab bereits um 71/» 11 b r abends der letzte Personenzug von Giehen in der Richtung nach Fulda abgelassen wird. Obwohl so nahe der Provinzhauptstadt, sind die Bewohner unseres Tales von dem geistigen Leben Giebens vollkommen ausgeschlossen. Konnte man sich während der wärmeren 3ahreSzeit den Besuch eines Vortrages, Konzertes oder des Theaters durch einen nächtlichen Heimmarsch erkaufen, ist dies jetzt bei der schlechten Witterung des Herbstes und Winters nicht mehr möglich. Richt einmal der Sonntagabend kommt in Frage, da man bereits um 12 Uhr mittags in Dieben eintreffen mühte, um abends das Theater usw. besuchen zu können, denn mit dem Abendzug käme man zu spät. Erne Gelegen hell zur Rückfahrt besteht auch Sonntags nicht. 3n gewissen Kreisen besteht die Absicht, baä Hessische Landes-Wander- Theater um Besuche zu bitten, eine Mah- nahme, von der man seither mit Rücksicht auf Giehens Rähe abgesehen hat. Wir geniehen wohl die Schattenseiten der Rähe einer gröberen und teueren Stadt, von den Vorteilen fchlieht man uns aber aas. Wie lange soll das noch so sein? — Mit der Errichtung des zweiten Trans- formatorenhauses wird in Kürze begonnen. Damit dürfen wir darauf rechnen, dah in absehbarer Zeit die Bewohner der zahlreichen neuerbauten Häuser nicht mehr auf die Petroleumlampe angewiesen sind, und dah die Lichtstärke, die sehr viel zu wünschen übrig läht, wesentlich erhöht wird. — Durch Umbau einer im Pfarrhofe stehenden alten Heinen Gebäulichkeit wird ein Raum geschaften, in dem die älebungs stunden des Posaunen- und Mädchenchores stattfinden können. Da unsre Kirche nicht heizbar ist, wird hiermit einem dringenden Bedürfnis abgeholfen. Die nötigen Mittel werden durch freiwillige Spenden bzw. Arbeitsleistungen aufgebracht. eu. Beuern, 30. Rov. 3m Dolksbil- dungsverein sprach heute abend im gut- besctzten Saale des Holländischen Hofes Prof. Dr. Helmke-Giehen über vorgeschichtliche Siedelungen in Deutschland und besonders in Oberhessen. Seine Haren Ausführungen weckten lms Interesse bei vielen und wurden mit groben Beifall ausgenommen. Dem 2. Vortrag sieht man mit noch gröberem 3nteresse entgegen, da er sich mit den Ausgrabungen in unserer Gemarkung beschäftigen wird. — Der seitherige Vorstand des Volksbildungsvereins, mit Lehrer Rau als Vorsitzenden, wurde für das neue Dereinsjahr wiedergewählt. f Watzenborn-Steinberg, 30. Rov. Die von der hiesigen Ortsgruppe des Evangel. Bundes veranstalteten Gemeindeabende fanden am Samstag in Watzenborn im .Goldenen Hern ' und Lo.mtag in Stei Werg in der .Krone" statt, sie waren zugleich als Konfirmanden- abc n be gedacht und entsprechend eingerichet. Rach Bcg ü -ung durch den 1. Dor itzr -den All- bü;g:rm eiltet Hirz legt: der Ortsgeill.che, Pfatret Stau dach, das Pr gramn Lc3 Bi n des und den Grundg danken d s Gemeind abends dar. Es folgten kam 6' farbenprächtige Lichtbilder, d^e unsere LutherS Werk und Leben vor Augen füh ten_ Die von hier die Versammlung eröffnet batte, sprach Amtsger chtSrat T hu r n au • Lauterbach über die politischen Verhältnisse Deu.slt'.ands vor, während und nach dem Weltkrtege und die Mitwirkung der einzelnen Parteien bei diesen Ereignissen. Seine Worte fanden bei der Mehrzahl der Anwesenden groben Beifall. Hieraus hielt Ministerialdirektor Mrftabt aus Darmstadt einen zweistündigen Vortrag über die Auswertung, den Ruhrkampf, die 3nflation, die Er füllungspolftik und schließlich über die hessische RegierungSpolitik und die Steuerfragen. Heute, Montag, wird Prof. Dr. Werner auS Butzbach hier in einer Wählerverfammlung der Deutschnationalen Dolksparlci sprechen. Dann ist nur noch daS Zentrum die einzige gröbere Partei, die hier noch keine Wähler- versannnlung abgehoben hat. * Dauernhcim (Wetterau), 29. Rov. Gestern abend sand hier eine Wahlversammlung der Deutschnationalen Volks- partei statt, die autzerordentlich stark besucht war. 3n zweistündiger Rede legte der LandtagS- kandidat der Deutschnationalen Dolksvai-tei, Dr. Lenz, Gießen, die Grundlinien nat onalcv Politik dar. ötarfer "Beifall belohnte den Redner für seine Ausführungen. Eine Diskussion fand, da keine Diskussionsredner eingetroffen waren, nicht statt. KrciS Friedberg. sf. Friedberg, 28. Rov. 3n seinem zweiten dies Winter liehen Vortragsabend war es dem Volksbildungsverein wiederum vergönnt, in Prof, der Geologie Dr. Harassowitz einen bedeutenden Gelehrten der Gießener Hochschule gewonnen zu haben. DaS Thema „W le der Rhein entstand" war gewiß gerade in der Gegenwart so rocht geeignet, das 3nteresse zu wecken, und dah dies auch der Fall war, das bewies die zahlreiche Zuhörerschaft und die Spannung, mit welcher man dem zweistündigen vortrefflichen Dortrage folgte. „Wie entsteht ein Muh?" Hm diese Frage zu beantworten, mutz man daS Flubgebiet als ein GanzeS betrachten: nicht die Quelle allein ist es, die die Hauptsache bildet, da diese ja oft nur sehr unbedeutend ist, fonbern auch die Rebenflüsse, die ost bedeutender sind, wie der Flutz selbst. Der Lauf eines FlusseS ist oft sehr veränderlich, durch Ausräumen und Aufschütten treten allmähliche "Veränderungen ein An der Hand einer Reihe prachtvoller Lichtbilder zeigte der Redner, wie sich der Rhein in nranchcm Gegenden tief in das Gebirge einschneidet, in anderen wieder flach dahin- läust. Aber auch die Veränderung der Landschaft selbst wirft oft verändernd auf den Flußlaus, da es oft vorkommt dab .sich das Gelände selbst senkt, wie hebt. Durch das Heben des Geländes mub sich der Fluh immer tiefer eingraben unb bildet bann im Laufe der Zeiten sogenannte Terrassen, wie man diese z. D. in der Gegend von Dingen und an der Loreley deutlich beobachten kann. Auch das (Einbringen eineS Flusses durch rückwärtiges Einfthnerden in ein anderes Flutz- gebiet bringt oft eine vollständige Veränderung er Wasserläufe mit sich, wie das an zahlreichen Kartenbildern Har bargestellt wurde Auch unser Rhein hat sein Bett im Laufe der Zeiten geändert: so ist nachweisbar, dab er früher in der Gegend von Al^y nach Dingen zu floh, wenn auch nicht festzustellen ist, wie der weitere rückwärtige Verlauf war. Grotzbritarmien hing früher mit dem Kontinent zusammen, bie englisch n Flüsse waren Rebenflüsse des Rheins. Das Delta des Rheins lag weithin drautzen in bet Rordsee. Holland ist heute ein Senkungsgebiet und durch Deiche künstlich gegen das Eindringen der MeereSfluten geschützt, die Mündung des Flusses bildet ein Häg- rein rein Hreis bet schlichen Mbänbe, ßtz. ieil frankfurter Schauspielhaus. AuS einer Hnreife und absoluten Verkehrtheit be: Anschauungswe.se — von Weltanschauung #1 reden, wäre h er deplaziert —, die nur erklärlich ist aus der Hemmungslosigkeit der Gegenwart, (ft das Schauspiel von Arnolt Dronnen hervorgegangen: »Die katalaunische Schlacht". Eine gewisse Strömung hat versucht, Dronnen als eine dichterische Persönlichkeit aus- zugeben. Mit dieser 3llusion hat die Katalaunische Schlacht gründlich aufgeräumt, ohne datz es dessen eigentlich bedurft hätte, beim schon Dron- nenS .Daterinord", bie Tragödie anormaler Pubertätskrisen und noch mehr „Anarchie in Cillian", beides dichterrsche und theatralische Mis-- erfolge nach jeder Richtung hätten die Situation hinreichend geftärt, wenn — wir in Zetten fiarer, gefertigter Ilrteilsrnöglichkeit lebten. Aber wir leben in einer Zeit, der es anscheinend schwer fällt, Kitsch von Kunst zu unterscheiden, die alles als Philisterei niebcrbrüllt. was sich den ethischen Grundgesetzei' unterstellt und d'.e bis zur Perversität gesteigerte Zügellosig eit verurteilt, □üir aus diesen Gntwicklungskrisen, bie niemals sittliches Reuland erreichen, ist es erllärttch datz in schwerer Zrrtnmeb fangenhett ober im Banne einfettiger 2luffaffungen baä Schaffen Arnolt Bronnens so verkannt werden konnte, dab man immer noch dichterisch? Hoffnungen auf ihr softe. Das ist nach dem absoluten F.asko d:r „Kata- launischen Schlacht" in F.ank uel. wo sich bie Uraufführung be.nahe zu einem heaterlrandal ge= ■erWorte, ergeben, ußerdem uslosang mg 1 Küche geschnitzt nschrank hmischine d. Herren) komplett m) . Einband bt eines I, jedoch idrmin- Benach- g, Preis- isten für Lösung Mss # ) den Alltag wie zum Feste 16,45 16 76,50 0,85 1 6 2,625 2.75 9,13 5 95 11 7. 11,75 15,50 16,25 1,85 0,380 Anzeiger".) der neuen des neuen 24,5 5,2 26,CO ro 2 24,75 8 2 16,35 19,j0 10 18 56 16,60 1? 74 78,7‘j 11,5 18,7 /,6 14, 0 5«. 43,50 2,8 26,7. 6,9 12,.5 12 16 16,73 » 10,4 4,9 12 n 25,75 19 IC 2,90 23,75 16 151 6 11.8 12 15,60 1,9 0,37 C.26 70,13 1 .9 13,25 7 ,75 79 5 1 2 76 14 17.40 7,2 5,20 48 62 43 41 4,9 11,70 24,13 18,70 21,40 21,90 16,62 9.40 17,13 55.75 64 75 2,3 3 Monats eröffnete die Börse in fester Haltung, doch ist das Geschäft im Vergleich zur VorwocSr wesentlich geringer geworden. Dies hatte wohl seinen guten Grund in der Zurückhaltung, die sich die Beruf sspEulatwn wenigstens jotjt vor den bevorstehenden Wahlen auserlegt. Auch lommt hinzu, daß heute erstmalig die II m st e l l u n g des Berliner Kurszettels aufReichs- mark erfolgen soll. Das Hauptinteresse wandte sich wieder dem Montanmarkt zu, an dessen Spitze Phönix vorbörslich mit 49V2 brs 50 stand Allerdings brachte dieser Kurs soviel Material ly/t bis 19,9, bis 25,8. Th. werte 24,6 bis Rutgers werte Bergmann 18, 141/4, Reiniger 25 bis 243/4, Holzverkohlung 8,2, 16,35. Elettrowerte: AEG. 10, Licht und Kraft 7,9, Lahmeyer 2,25, Schuckert 55. Sonstige Sn- 2,1 3 70 3,26 9,70 18 54 93 64,38 2,3 8,1 8,65 0,85 1,5 2,38 2,75 9,75 17 60 8,18 49 <4 40,7 > 2,6 26,50 3,6 24 4,99 24.4 19 92 22,13 7 9 16, 6 19 78'/., Mannesmann 55 bis 65, Mansf.lder 4 13, Ob erb.darf 14.5 Caro 12, Phönix 53, RhttüschL Braunkohlen 38, St.nnes-Riebeck 43'/°, Tellus 2,8. Laurahütte 7,6, Kali Aschersleber 14 5, Westeregeln 18,75. Ehern sche We te: Badische An lin 26 i j bis 26 6, Anilm Derlm 24 5, Chemische Griesheim 24,25 bis 25, Scherdeanstalt Elberfelder Firben 24.5 bis 25, Goldschmidt 20. Höchster Farb- Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Berlin, 1. Dez. Bei Beginn Woche, gleichzeitig auch bei Degmn 9,40 2,8 । 1133,39 6 11,80 12 18,90 2 10,25 0,25 71 16.50 12,10 74,93 77.50 10? 14.25 18,13 7,62 14,60 43.5 43,70 43,50 26,4 3,75 Chrramische Werke Htbto . Zementwerk Heidelberg .. Philipp Holzmann...... AngloEom.-Guano Badische Anilin........ Lbennlche Mayer Alavtrr . . Goldschmidt Gries eimer Electron .... Höchster Farbwerke Holjverkoblung . . ..... viütgerSlv.rte ......... Echeideanftalt ........ Alla Elekrr1»ttüt6^Sefrllschast Bergmann .......... A.alnkraftwerkr ..... Schuckert ... ......... Siemens A Halske ...... Adlerwerke Kieper ...... Daimler Motor«. ..... Hepligenftaedt ........ Meguin............. frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . Metallgesrll>ck>ast ftninffari. ^chubiabrtk Herz ..'s'. Sichet. ........ Zellstors Waidhof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuctersabrtt Wag häufel . . . Wirtschaft. Der deutsche Austenhaudel im Oktober 1924. Seit dem 22. Oktober d. 3. sind sämtliche Zellstellen des besetzten Gebetes wieder m deutsche Verwaltung übernommen worden Bei Abschluß des Oktoberergobnisses lagen jedoch von ihnen Meldung>.n nur in geringer Anzahl vor, so daß die Zuverlässigkeit der Handelsstatistik nahezu in derselben Weise wie in den Vormonaten beeinträchtigt ist. Die Zahlen können daher nur nut Vorbehalt m'.tgeteilt werden. Znsbesonde.e wrro darauf hingewiesen, daß sie nicht gestalten, er e einwandfreie Drlcrnz des Auhenhande.s zu ziehen. Das Merkmal des deutschen Außenhandels im Oktober ist eine weitere er hebt t <9€ Einfuhr st eigerung (um 232 2 Millionen Am gegenüber dem Vormonat) und eme we» lebung der Ausfuhr (Steigerung gegenüber dem Vormonat um rund 48 OK ft. Sun. Einfuhr ei reicht im Oktober mit 855,6 Mill. Rm. nahezu wieder den diesjährigen Höchst st wid tm Mai (887,7 Mill. Rm.): sie liegt erheblich über dem Monatsdurchschn tt des ersten Halbiahres 1924 (746,9 Mill. Rm.). Die Ausfuhr s^t nach Hcberwindung d s leichten Schientercu^schlog< s ihre langsame stetige Aufwärtsbewegung fort und erreicht im Oktob r mit 611,8 Mill. Rm. ihren diesjchrigen Höchststand. Die Dckanz der durch die Statistik erfaßten Ein» und Ausfuhr weist im Oktober eme Passivität von rund 244 Mill. Rm. auf. Die Einfuhrsteigerung gegenüber dem Vormonat erstreckt sich hauptsächlich auf Lebersmcktel (um 129,1 Mill. Rnr) und Rohstoffe unö halbfertige Waren (um 93 MM. Rm.). Die Ausfuhrsteig.-rung entfällt hauptsächlich auf Fertigwaren (rund 40 Mill. Am.). SÄ Rheinisches Metall 91/4, 3aliud öid>el 2.1, $^1:. Elektrizität 111/4, Lechwerke Wi > Chemische Mainz 10, Bmgwerke 4, Peters Hmon 1 7 Cement Heidelberg 24,5, Badischer Zucker 3'1/4, Frankenthal Zucker 3,7, Heilbronn Zucker 3,3,' Stuttgart Zucker 3,35. Umstellung des Berliner Kursblattes auf Reichsmark. Q3on heute 1. Dezember, ab wird das Amtliche Kursblatt der Berliner Weripapierbör e auf R e i ch smark umgestellt. Es erfolgen die Rotierungen 1. für Aktien und Anteile, a) die noch nicht auf Goldmark umgestellt sind, in „Reichsmark für 100 Paoierm-ark". b) die bere.ts aus Gold- mar k umgestellt sind, rn „Reichsmark für 100 Goldmark"; 2. für festverzinsliche Werte, a) soweit sie nach der bisherigen Rotterungsart über 15 Milliarden Prozent notierten, in „Reichsmark für 100 Papiermark", b) soweit sie bis 15 Milliarden Prozent nach der bish.rngen Rot.erungsart notiert sind, in .Reichsmark für eine Million Papier- mo:T‘, wobei beab.icht gt ist, diese Papiere, auch wenn ihr Kurs nach dem 1. Dezember 1924 15 Milliarden Prozent bisheriger Äotie.ungsart überste.gt, bis auf weiteres in „Reichsmark für eine Million Papiermark" weiter zu notie.cn, c) 8—15 Pr z. Reichs chatzanwei ungen „K" von 1924 in „Reichsmark für eine Milliarde Papiermark" ; 3. für die festverzinslichen wertbestLndi"en Anleihen, die bisher in „Mark für eine Goldmark" notiert wurden, in „Reichsmark für ICO Godmark"; 4. für die Anleihen, die auf Dollar lauten, in Prozenten: 5. für die nach Sachwert verzinsl'.chen Pfandbriefe und Schuldverschreibungen, die bisher in Billionen notiert wurden, in „Reichsma.1'. Börsenkurse. • Konkurse im Rovember 192 4. Die allmähliche Besserung der Wirtschaftslage swagt s.ch auch in einer langsamen Abnahme der Konkurse aus. Es wurden im Rovember 647 Konkurse eröffnet, gegen 732 im Oktober und 809 im September. 3m Rovember 1923 beschränkte sich die Zahl der neu eröffneten Konkurse auf 7. * Mitteldeu tsche Creditba nk in Frankfurt a. M. und Berlin. Kapital- umstellung im Verhältnis von 50:1. Die Verwaltung schlägt der auf den 30. Dezember d. 3. einzuberufenen a. 0. G.-V. die Umstellung des Etammakt.enkapitals von 1,1 Milliarde auf 28-M.llionen Goldmark und des Vorzugsaktien- kapitals von 20 Mill, auf 20 000 Gm. vor, so daß das gesamte Aktienkapital 22 020 000 Gm betragen w.rd, gegenüber einem Vorkriegs- kapital von 60 Mill. Es ist also auch hier em auheroadentlch r Substaw,schwmtd auf nahezu ein Drittel festzustellen. 3n der Dotierung ihrer gesetzlichen Rücklage acht die Dank weniger weit, als die anderen Großbanken. Mit 2 220 000 Mk. wird die gefchliche Reserve rund 10 Prvz. das Aktienkapitals betragen. 3m einzelnen werden in der Goldrnarkb.lanz solgmde Posten ausgewogen: Dar, fremde Geldsorten, Guthaben bei Roten- und Llbrechnungsbanten usw. 4 080 217, Wechsel 364 377, Guthaben bei Danken und Dankfirmen 8 941 816, Reports und Lombards 233 712, Vorschüsse au* Waren und Warenversch ffungen 30841, eigene Wertpapiere 1 046 300, Konsortialbe eilt- gungen 4 385 825, dauernd.- Beteiligungen 3000CO, laufende Ausstände 10 226 894 (davon ungedeckt 2 160 520), Bantgchaude 8 500 000, sonst ge Grundstücke 2 400 000. Diesen Posten stehen auf der Passivseite gegenüber: Reben den Aktienkapital und der Rücklage an laufenden Schulden 16299067 Mark. Hiervon sind über 14 Mill, innerhalb 7 Tagen fällig. Trotzdem erscheint die Der- mögensaufstcllung recht flüss-g. da den kurzfristig fälligen Schulden nah-zu in gleicher Hohe kurzfristig angelegte Mittel gegenüberstehen. Frankfurter Abendbörse. Frankfurt a. M, 1. Dez. An der Abend- börfe tarn wieder ein äußntst lebhafies Geschäft in Früh. Die Hmsähe nahnrn wieder einer bedeut.nden Umfang an und es (a n zu nauen, te 1° we se ganz beträchtlichen Karssteigerun en. Am lebh/fttsten gefragt waren w eder Chemiewerte, die das Hauptint.-resse in An P uch n?h.nen. Auch Elettrowerte waren weder stärker in den Vordergrund gerückt und schärf:r gesucht. Großb rnkaktien lagen rm allgemeinen ruhig, wi,'sen abe. gleichfalls teilweise leichte Steigerungen auf. Der Montanmartt stand ebenfalls unter dem Zeichen reger Rachfrage. Die Kurse waren zum Teil gut erholt. Deutsche Anse hen dagegen vernachlässigt und zum Rachgeb.n geneigt. Die Stimmung blieb vis zum Schluß zuversichtlich, lebhaft und fest Deutsche Anle hen: Kriegsanleihe 840 bis 830 Milliarden, Z'/iProz. Preußische Konsols 1350 Milliarden. Ausländisch: Anl nhen: Zoll- Tü.cken 91/41 Türken von 1903 6 /», Ung r. Staats* rente von 23 63/4. Dunkaktien: Adna 2 Brau- ba t 2Vi, Kommerzbank 5 95, Darmstädter 12.10 bis 12,35, Deutsche Dank 12, Diskonto 16, Dresdener Dank 7,9, Metallbank 16‘/4, Mitteldeutsche Cred tbani 2, Rh.nnische Creditbank 3 3, Oester- reichische Kreditaktien 10,4. Dergwerksaktten: Buderus 16,6, Deutsch-Lux 74, Gelsenk.rchen Berliner Handelsgesellschaft Commerz, und Privat-Bank Tarmsl. und Nculoualbaul - Deutiche Bank........ Deuische BeremSbank .... DtSconlo Lommandtt . . . Metallbank Mitteldeutsche Lredftbank. Oesterretchische Lredtlluistall Westdonk........ - . Bochumer 1,175 1,145 - 20,62 3,63 19.47 22.76 119,92 18,30 12,2 5,915 2,18 113,08 61,1 67,44 12,60 5,6j6 Bucn. AlreS Buluarteo Japan . . - Wo de Jan Belirad . - Lissabon .■ 62.23 voll voll 78,59 voll voll 113,14 Voll voll UmN-Ron Brll-?lntw Christinnia. Kopenhagen ©torfbolm . HelsingforS Italien. . . London. . . Neuhork . . Tart«.. . . Schweiz . . Svauicn . Wien in D-- Oeft. abgess Frankfurter Schlachtbiehmarkt. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".)! Frankfurt a. M., 1. Dez. Au ttleb: 1205 Rirrder. 326 Och en, 39 Dullen, 841 Färsen und Kühe. 323 5v0i jer, 401 Schafe, 3120 Schweine. Es wurden bezahlt pro Zent.er Lebendgewicht: Rinder: Och en: vollfl-eiichige crusge r-achsene höchsten Schlachtwertes 52—58, junge flersc^ge, nicht cmsg.mästete und ältere ausgemastete 43—51, mäßig genährte jung' und gut gmähr.e älei« 35—42; Bullen: v lls ei'chig: cms emastet>! Färsen höchsten Schlachtwertes 42—48. vvllfleif^.ige jüngere 35—40; Fär en und K' he: vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Sch'achtwcr es 48 bis 56, vollflchchige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Lahrrn 40—48, wenig . gut eniwicke.te gären 37—46, ältere ausg^m stete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kü!'e 31—39, mäh g genährte Küh? und 5är ei 22—c0, gering g mährte Kühe und Fär en 10—20. Kälber: feinste Mastkälber 63—70, mittlere Mast- und beste Saugkälber 54—62. geringere Mastrind gute Saugkälber 45—52, geringe Saugkälber 30—40. S cha s e: Mastlänrmer un> Masthärnmel 35—40 geringere Masth' m'nel und Schafe 28 bis 34. Schweine: vollfl-'ischigr v)n 80 bis 100 Kilo 72-75, unter 80 Kilo 65-72 von 100 bis 120 Kilo 74—78, von 120 bis 150 Kilo 74—77 Fettschweine^ über 150 K 74—77, unreine Saum u u) geschnittene Eber 60 —70. Ma ft- verlauf: Ruhiger Handel, bei Schweinen Heben» stand. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gicßener Anzeiger*.) Frankfurt a. M„ 1. Dez. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 20,75 bis 22,75, Roggen, inländ. 20,75 bis 21,75, Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 26,50. Hafer, inländ. 17,50 bis 21,50, Mais (gelb) 21 bis 21,25, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 35 bis 38.25, Roggenmehl 31,25 bis 34, Weizenkleie 12,75 bis 13, Roggenkleie 11,75 bis 12, Erbsen 30 bis 38. Linsen 45 bis 50, Heu, südd gut, trocken 10, Weizen- und Roggenstroh 6 bis 6,50, Treber, getrocknet 21 bis 21,50 Mk. Tendenz ruhig. Berliner Produftenbörse. Berlin, 1. Dez. Am Prvduktenmarkt bracht« der heuttge erste Tag des handelsrechtlichen Lieferungsgeschäfts einen zieml ch großen Andrang zum Senninmarft, dem indessen die tatsächllchen Hmsähe nicht ganz entsprochen hätten. Wegen der langfristigen Disposttionsmöglichkeit und des Hebergangs zur neuen Ernte handelte man am meisten Maitermine. Mairoggen 218 bis 249, Maiweizen 255. Es not.erten je 1000 Kg.: Weizen (märf.) 218 bis 223, Roggen (märt.) 207 bis 211, Gerste (märf.) 220 bis 246, Gerste (neue) 190 bis 200. Hafer (märf.) 167 bis 175, §afer (pomrn,) 157 bis 166, Mais (1000 Din ) 205 bis 208, Raps 400, Leinsaat 410 bis 420; für je 100 Kg.. Weizenmehl 29 50 bis 32.50, Roggen mehl 28 50 bis 31.50, Weizenkleie 14.00, Roggenkleie 12.20 bis 12.40, Viktvriaerbsen 30.00 bis 32.00, kleine Erbsen 22.00 bis 23.50, Futtererbsen 19.00 bis 20 00, Peluschken 16 bis 17, Ackerbohnen 20.50 bis 21, Wicken 17.00 bis 18.00, Lupinen (blau) 12.00 bis 13.50. Lupinen (gelb) 15 50 bis 17.00, Serradelle (alt) 11.00 bis 12.50, Serradelle (neu) 16.00 bis 17.50, Rapskuchen 16.00 bis 16.80, Trockenschnihel 8.80 bis 9.00, Tvrfmelasse 8.20 bis 8.50, Kartoffelstöcken 18.30 bis 18.80. Frrn-, t. Dezbr. flrnrrftanlfdit tRotew . , , , . Btlgilctie Noten ...... Dänische Noten ....... Englische Noten........ Französische Note» ..... Holländische Noten...... sttolienische Noten ..... Norwegische Noten Deuisch'Oefterr, ä >00 Kronen Rumänische Noten Schwedische Noten ..... Schweizer Noten...... Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . • Ungarische Rocea . . . B. Novbr- l. Dez r. Repart. ’R. 1. Aniiiich, Notierung O'flb | yrter ’iiutu o: stou -r i l i <»do | Eine Entfettungskur sollien alle Koroulenien vornehmen. Wir raten Zbnen. Tn Ihrer Apo heke 30r? Toluba-Kerne »» taufen, die völlig unschädliche, fettzehrende Stoffe enthalten. (Flachdruck verboten.) 7. Fortsetzung. Satan schien bcm kut'chierenden Herrn auch zu lie< der alte Datei Hora ihm die Berwol u <54 öxir Es sprechen: 9575t 9589B erloschen. Der Vorstand Der Saal ist geheizt. In 9609c elnttetcu? GemeinschastS-Liste der Deutschen BolkSpart ei u. der Deutsch- nationalen: wirklich betrieben wird. 9601c Wählen Sie! beim Einkauf von veranstalten? 9608c Mehrere Anhänger von Prof. vr. Werner .hen! KmckMne Getragene ßenen- und Mtram-Siilt -wkibchen «uyrtaufen. - ßamenaeiöer AU 01!« tUtce- W leweek Wolkengaffe 17. ftrase 4JIII s. *** D. D. P. 1921 D. D. P. 1924 78185 66375 Eine Mnjter« Nähmaschine Wachsamer, hüben» r?tnrr, andreknerier M K M 8 M M toi toi toi 601 601 ReichStagSwahl 11547 Stadtverordnetenwahl 9739 In einer Verfügung des Hessischen Staatsminifteriums zu !Rr. St. M. 10883 vom 10. Juli 1924 werden die Hess. Behörder angewiesen, am Derfassungstag (11. 8) mit den Reichsfarben schwarz, rot, gelb (wörtlich!) zu flaggen. Was sagen die Reichsbanner leute hierzu? Wollen sie nicht eine neue Protest-Kundgebung f Maschinen- X r schriftl. Arbeiten VervieUMtigungen jeder Art Frei» Vogt ft Co. Gießen k rtoethestraße "V*y Giehen, den 29. November 1924. Hessisches Amtsgericht. lad, «6 »,l. &,?3 78,59 K »-•79 u liegen. Sr fxi -e die 3ügX lotter tn st und träumte sichtlich vor ich btn. nur 1 Babpbettchen, 1 ftinbertonnen. Die rote Kaschgar Noman von Fedor von Zvbeltih. ReichStagSwahl tm Mai 6181 Landtagswahl im November 13991 der Stadt Schwerin: Demokr. ReichStagSwahl im Mai 1687 Stadtverordnetenwahl im November 2698 Well sie verlangt hat, dah die gesamte Steuergesetzgebung tn jeder Begebung vereinfacht und die besondere schwierige Vaflc deSMittelstande^ durch weiteslgebende Schonung berücksichtigt wird. Weil sie eine einheitliche Regelung de« Öffentlichen Vergebungswesens erstrebt. Well ne übetbauvt eine stetige »telbc- rouhtc MiielstandSvolitik betreibt und eine ausreichende Beilickfichtiguna der Eigenart des Handwerks. Einzelban» Handels ttnd.Kleingewerbes und deren Schuh bei der Gestaltung der wirt fcbaftllcben und steuerlichen Geseyge- bung entsprechend dem auf ihren Antrag in die Reichsverlassung ausge- nommenen Artikel 161 fordert. n »1,19 Mi zu verkaufen Tammstraste 14. die Berwol ung lene! Hi.fr in ter Äst, u.tb Frage: Warum sucht die Deutsche Dolkspartei demokratische Wähler zu sich herüber zu ziehen durch den Hinweis auf den Austritt einiger Abgeordneten? Antwort: Weil sie durch Darlegung ihrer Politik keinen Eindruck machen kann, denn die ist schwankend und unzuverlässig. Beweis: Aufruf StresemannS für Kapputschregierung, wüste monarchistische und erfüllungsgegnerische Agitation 1920, Ber- ackungSpolitik der D. D. P.-Führer (ZarreS und Molden- )auer gegenüber dem besetzten Gebiet. Proklamierung nationaler Realpolitik, aber tatsächlich IllustonSpolttik durch Kuhhandel mit den Deutschnationalen zwecks Einbeziehung in die Regierung. Tatsächliche Feststellung: 1. Am 15. November waren 92 Mitglieder aus der Demokratischen Partei ausgetreten, dagegen 11 720 neu ein etreten. 2. Die Wahlen in Hamburg, Anhalt, Mecklenburg, Oldenburg sind für die Demokraten viel günstiger ausgefallen als für die D. D. P. Zahlen beweisen. Die Demokraten erhielten Stimmen in Anhalt: 1'9.92 «,30 12.2 r.9i- 2.18 113,0! 11,1 17,44 1MO 5,6,4 mkt. ir QInxlget'J lu trieb: 1205 1 Särjen n.ib 120 vchtoem, irbrndgeDich! ruzge oahsa» ge fieichige, lüftete 43-51, nähre öleie lastete Färsen DonfL'.f.ige vMeilchW z-wcrel 48 Kühe höchsten 10-48, vxnig ? ou&g m slüc jüngere Äü!;t Sät ci 22—cO, 10-23. «äl» mittlere Dst« rmgnt Mast' tje Lr'gkälter ) MHämirel ’ti) Schaft 28 ddh 80 bis -12 von 103 M 150 R io ) 74—77. uv 0-70. T'd ft* »inen Heberin Hesten Demokraten: Landtagswahl 1921 39140 ReichtagSwahl 1924 45720 J? & 'M 1.12 ’m Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: Um 21. November 1924 bei der Firma Bah S Co., Giehen: Kaufmann Äuno Wrublewsky ist mit Wirkung vom 1. November 1924 aus der offenen Handelsgesellschaft auSgeschieken und diese er oschen Das Geschäft ist mit dem Rechte der Weiterführung der seitherigen Firma auf den Kaufmann Heinrich Bah in Giehen unter Uebernahme der seither im Geschäfte begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten übergegangen. Am 22. November 1924 bei der Firma Offenbacher Lederwarenvertrieb Adolph Rann. Giehen: Die Firma ist mit dem Geschäfte unter Ausschluh der Uebernahme der seither im Geschäftsbetriebe begrün» beten Forderungen und Verbindlichkeiten auf die Adolph Rann Sbefrau, Alice geb. Hennes zu Dieben übergegangen, mit Wirkung vom 17. November 1924 ab. Die Prokura der Adolph Kann Ehefrau, Alice geb. HenneS ist erloschen. Dem Adolph Kann zu Diehen ist Prokura erteilt. Am 26. November 1924 bet der Firma Hauser - Dlühlampen - Dertrieb Inhaber Albert Wacker, Viehen: Die Firma ist Ä tm i«a 3.611 ten Aigen, aller tüvrkichen Häusern wit üb'rtomg^rtben e-todtoerttn und movsdedeck.en Ziegeldächern. ®ann aber kam ein Nerevau, eine S4ctttliLkeit von [hat äbi- chen unter dem wohl ütigen Schu yt deS SXxnen- stiftS. 5Xr S .ufter 2L.iuti Pi Ue hnmerte 1 gar stolz: ,StislS^Sck'uhmachermeisder" 2Ue Damen oben liehen bei J).n arbeiten, nur die Aebn'sin nicht. Die 2lcbt.fi in hatte zu empfindliche Fühchen. Dl ich hinter der Stadt lagen die Geh fte ter Stiftsherr choft. die geuxiltge G upi5e v n Tau* liXLitcn, in ihrer zueckmäh g.ni 2Liorbnuni ein Ideal für den Landwirt. Borher aber zweig e der Weg nach dem Schlosse sich ab. 2lun konnte der Brau '« wieder in Schr tt fallen, cd ging b-rg ;uf we w auch in weUg-.i» gmen. glatt ebauf- ll -rte.i S cpcntüien. die dem Tie erzu ] der 21'b- tisfin kein HitÄ»ernis boten. Doch de.- Bixeine tixir kei.:e ungrri che (Äideiitatur, uno auh feit Herr bitte eS nicht so eil;g Gr lieh w>e c; die Zügel gleiten, behn'e sich zurück und seck^ den Blick in den falb werdenden Baum chlag zu teile i Seitm Nur Bu ea utd ai ven. en rra tt' v der Befand, schon über iie Kultu gren e hi us len LibeU igci m Ru- lel.i ästen und « b fürnue 1 zuv.ilen ui5 o1 bei Burg^nrten vordraugen. Der -4-«i abwärts bis zur Bürgerlichkeit deS SbDtgebieteS aber war den Gdelingen verboten. 2iun war die Hf he cifcicht. Der r.gim wiedechollen faß cfn|ttnunig: .Ach, der Hellmut 1" Hellmut war u-ten vom Wag^n gedrungen und batte einem Diener die Zügel zugeworsen, zog run s ine-i gr.tu n Fla^Sh^t uü riet h.naut: .Htche die Dhr^, nxi e gnädigsten Tanten! 3ft meine Schwrher zu sp echcn7 Ein zerfalteles Muntiengesicht beugte ftch über dis Ba.u trade, und ein feines Sümmchen antworteten .Sie ist eben vom ßoajlemtt ge- kommm, lieber Hellmut. Gchen S.e nur nach ^cm Pferdestall, da wird sie noch 'ein .. . ." Und dann tauchten rech:S u d links von d-m Mumien- g-iht je zwei allere ilhirakteimasken über dem Qiiu g länger aus. und wi. Ixim ant.fa,i Chorus criMoll der gemeinsame Nachhall: »Da Wird sie noch sein . . Ta war sie auch wirklich noch Hellmut fand die S^wester im Dox ihrrZ Nollch-.mmels. Der Caul hatte lich an evrcm scharfen Stein den Unten Hi.iterfuh v.rl hl. und sie tc baoete dar Aus- tixjdien les Hufes und rrdne.e ein Mih'^ad an. „Drüh Doti. Hellmut." tief |ie dem Bruber entgegen. .kommst tu alS Abg:fandter aus G vh- P-mar v.m g ücklichen Bräutigam v er im Auftrage der Ba.er? Soll die Hochzeit ein Familien- feft werden, an dem sämtliche S iftsbamen te l- nehmen? »» wäre eine plästerliche Avwechsuw- für meine grauen Weib!ein." .Du bist guter Laune, Alefe. mir fe^t sie. 3d) weih nicht, wie ich mich verhrllen soll, und möchte mir deinen Rat erbitten. 3ch (mIk auch eine ßo.ung für dich: du sollst der Tvauung in Schwscheide aiS Zeugin beiwohnen." .Atzend/ rief Iie, und um die Wölbung ihrer Lippen' fdmcflte ia'd> aufNihcnber Hvhi. .Geh: der Wunsch ettix1- von Gert aus? Gs wäre eine llnwnridvmitxnt." »Gori ist äuge bllcklich auch in Gir»h-Pvnat, aber er schiert lich nich: um die 'Arran^meittS. Gr betrcKbtn das Ganze wie eine nvtuendige Kleiniglest, die man am besten rasch b ntcr sich bringt, oder wie eine Ciöru rg. die ubcenxinbcn werden muh. Nein, Lere. die -erden O. fcl von hüben und drüben möchte:, gern, hast wir an dcr Hochzeit tellneh.nrn. Ich muhte schon zu sagen ich bin Beanrier in Groh-Po.rar — aber uxiv soll ich für dich cxllworten 7' Sie nahm die Schleppe ihres ReitrockS ir die Hand und wandte sich an den Stalltnechl .Wir tutHm weiter. Gustav. ist keine Dnt - zündung, die S-ennen find llar. ich te-.rle. Nus Lohmen bat nichts weiter auf sich. 2lber kalt Wasser tut immer gut Unb zu Hellmut sagte sie: .Gehen wir in mein Zimmer. Drü- derle . . .“ Noch einmal klopfte sie dem Not sch.mmel auf den Hals unb strich über Lin 5dl und schritt dann voraus., durch den Stallgang, über den Hof In bas Schlos). Auf der breiten, teppi ^belegsten Steintreppe, die doppelwangig zum ersten Htockwerk führte, hu’d)ten ein pa.rp der S.if.sdamen an den be?en vorüber Alexc nickte ihnen nur zu, doch Tic hei ten Hellmut auf, et tüh e ihnen die Hände und tauschte ein rasches Wort mit ihnen. „3ft es denn möglich, Sy^UT frxKjtc die cnie eine Ttarn- zigiädrige, die Se i-rin der hier hL»llenden All sungfernfchaft, .dieser Gert! . . " — .Was ist nicht möglich, g ä> gste Tante?" erwiderte Hell mut? „alles ist mög ich, felbft das Unmöglichste, zumal bei dem Gert . . ." „O du mein lieber Gott!" seufzte btc greife Dame und glitt weiter treppab. (Sortierung folgt) zuweilen einmal etnen antell.«hm«nden D ick über die Setder werfenb, in b;c der 'Pflug sich grub und der Samen für die Winterung f cL Herr Hellmut von Mey ing war selbst i^nbarirt u b fein schlechter, rbglech er auf fettem eigenen kleinen Driitz koppheister geg-mgm war Din paar verteufelte Wihernten und ei i hariherj ger Gl u- biger hatten ihn rumtert Das kommt vor in der Well, db-r Hel mut war ein !u io'er He r, der alles ilnh.-ll seinem Fatum zu'ch.ste>, fetium persb'dichen Pech. DaZ hatte ihrr schon al» O fi- ater verfolgt und war das ei'tzi e tm £e ex, was ihm treu b.tcb. Es machte ihr zuweilen trübsinnig und erfüllte ihn oft grundlos mit bösen Ahrnrngen. Nun h.st.e drüben in Groh-Ponar fouooa an »DU DOS DOllUolI Mittwoch, den 3. Dezember 1924, 8V< Uhr abends in der Turnhalle (Oswaldsgarten) । 0. QU, ■8ot>hn lllÄOEt! Wenn Ihr das Ende der ewigen Krisen wollt, durch Schaffung einer grohen bürgerlichen Regierung mit weilgeschauten Zielen und nationaler Realpolitik so w ahlt die bewährte NW MM Unterstützt diese Partei in jeder Weise durch Werbung von Mund zu Mund, durch Zahlung von Wahlbeiträgen, durch Zuführung von Mitglie- dern und Mitarbeitern! 9452c Etwa 100 Ztr. gutes RMN'PrGrii!! An verkaufen. [!>M3D Ed. Lnte, Klein- a-elva, Str. Alsfeld, Badnuat Ebifugs- haufen tOberheffew. Irt!llsEsi!islaz?c bölkp. Velie nnD LieillensLeiöen AU vcrfQu en [MS3D Schulstrave 7. Slubbsuu.i'tanim Au verkaufen Hammstrasie 14. TuziMderin einfarbigem Voile . . 12 weiß Vollvoile mit Jabot 24 6.50 Abschnitte für Kleider und Blusen Binse enthaltend 2l/2 Meter gestreiften Bluse Dhaofi enthaltend 21 /, Meter gestreiften BiUlG Waschflanell 3.80 Bluse 959 a Blusen Blusen Blusen Blusen Blusen pBzaßgj enthaltend 2’/2 Meter Blusen- Ä ftE fcosIvB stoff mit kunstseidenen Streifen . . ^eZÖ enthaltend 21/» Meter gestreiften ß Qfi DiUSS Wollflanell . '............D.UU Oamemätel Bemäntel Oamenffläntel Damenmäntel in in in in gestreiftem Zephir weiß Panamastoff Seidenbatist .... weiß Opal 5.80 6.50 6.50 9.50 4.80 4.80 5.50 6.50 2.30 4.50 4.80 6.50 11.— 13.50 16.50 3.80 6.50 ■ enthaltend 2l/2 Meter Blusenstoff, römische Streifen enthaltend 2% Meter gestreiften Panama . . .■ in schweren qrima Flauschstoffen . . . in reinwoll. Flausch Noppe in reinwoll. Velour de laine in reinwoll. Velour de laine mit Pelz- ÄMKkMM XE“ .S 18. BeckfisdmSeW Flauschstoffen 18. BaskllseMptel mit Pelzkragen 24. Backfischmäntgl “emSamt: 30. Backfischmäntel 32. 58. 10. 20. 8.50 24.- I gestrickte Seldenlumper 6.89 Hemdblusen in reinwollenem Flanell12.— Ball-und Gesellschaftskleider in Crepe Marocaine, Eolinne, Crepe de Chine von 28 Mk. AN, sowie in sehr eleganter Ausführung *n we*ß Vollvoile mit doppelten olllSMI Jabots................ m wc,ß Vollvoile, in feinster Aus- BIUSöll führung............... Jwper in Seidenbatist, farbig besetzt . Jumper in reinwollenem Popelin . . . . Jumper s,™ Jumper in kunstseidenem Trikot . . . . ■ manschetten und Kragen . . . Plikphmhtfil beste Qualität mit MMäWmmiilöl Seidenserge ^efütt. Gummimäntel prima Ware . . . . Regenmäntel in Dunkelblau .... Tirchmäatel in Braun Sclden-Trikot WtSüF. ,in Restbestähde sehr billig Kieler in farbig gestreiften guten Stoffen xn einfarbigen Stoffen, marine, Rlyiljöl braun und grün Kleider in einfarbigem Popelin .... Kleider in reinwollenem Cheviot . . . Brasse teurahl In sieg. Mänteln mit und ohne Pelzbesatz zu sehr billigen Preisen. 5.80 Crepe de Chine Qualität Vlta5rt®F in baumwoll. Musselin, türkische Muster Kleider in farbig Seidenbatist Restbestände enorm billig Kleider in bedrucktem Voile VIfiifl enthaltend 3Vs Meter 110 breiten E f)E möiU Voile Noppe 0.Z3 Kl flirt enthaltend 3V2 Meter 100 breit, ß Eft Juili einfarb. Waschkrepp in Ballfarben Q.uy V|fl|rt enthaltend 3lA Meter Waschkrepp l mit Frotteestreifen | e*” Resftatäade Dedr. Vollvoile K Qft G Kft in hellen und dunklen Farben UeUv U. ey V ^biHig1 Rockatahiiltt n Frottee 4."“ MsMnltt gestreift und kariert 7.50 Kostüme Sportform, in prima Donegal Kostüme auf Halbseide“T 36.— Sportkostiime Jacke auf Halbseide 55.— Größere Partie sehr eleganter Kostüme in feinster Verarbeit. 65** bis 75** IfftHllmfl in Velour de laine, Midlülllv mit voll. Pelzkragen 70 OO und Pelzbesatz I Um*bis 00m* FraMlelder bestände 10e” bis 14*™" VIöirtflE ’n reinwoll. Serge, mit Tresse 40 reich garniert |y0™” Elt!. Kleider SÄ 25.-. 35- R&eke warmer Winterstoff, dunkle Karos 4.50 Dflflbfl *ür Frauen in dunkelgrau Ä Oft nUHmu Winterstoff............ ‘t.OÜ Plissierte ROcke schwarz'Ä 7.50 m reinwollenen karierten und 4ß IkUvRu gestreiften Stoffen Iöe"*" BHfliffl in Velour de laine 4ß 40 HulmU mod. Streifen u. Karos |y."bis lö.”“ Restbestände in Strickjacken wegen Aufgabe dieses Q ft Artikels für ö." und U."" enthaltend 4 Meter warmen Misill Hauskleiderstoff VSflgrt enthaltend 4 Meter karierten muBtl Kleiderstoff in 8 verschied. Farben B/|flirt enthaltend 4 Meter marine und RiGItl braun gestreiften Winterstoff . . . ViflSrt enthaltend 4% Meter reinwoll. RiZM Cheviot VlflM enth.3Vo Meter 105 breiten rein- Raötill woll. Stoff in mod. Karos u. Streifen enthaltend 3V2 Meter in tuch- 818ÖBW artigen reinwoll. mod. kar. Stoffen 8.501 Crepe MarocaineWolle mit Seide 8.50 Neu eingetroffen: Brokatstoffe für Kassacks und Besatz W