ttr. 153 Erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeiiage EiehenerFamilicnblättcr Monatr-brzugrpreks: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägcrlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernspre ch-Anschlillse • Fiir die Schristleilung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift sür Drahtnachrichten: AnzcigerSlehem Potzscheckkonto: Zrantfnrt a. M. 11688. Elftes Blatt Jahrgang GieheierAnzeig General-Anzeiger für Gberheffen Mittwoch, 2. Zu» 192$ Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbindlichkett. Preis fiir 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite Lrtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Re- Klame-Anzeigen v.70mn> Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20°/, Auf chlag. - Verantwortlich ür Politik u. Feuilleton: )r. Friedr. Wilh. Lange; ür den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für ben AnzeigenteU: Hans Beck, VruS vnd Verlag: vruhl'fche Unrversiröt§-Yuch- und Steindruckerei R. Lange n Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstraße 7. m ®ic6etL Die drei Dawes-Gesetze. Es mehren sich die Pressestimmen, besonders dir. fixrnzösischen, die von einer Verschiebung der Londoner Konferenz vom 16. Juli aus einen späteren Termin sprechen. Der erste Eindruck srlcher Meldungen ist der, bafy der französische Ministerpräsident Herriot bei der Durchführung seines „Programms der Verständigung" auf neue Schwierigkeiten, offenbar Poincarhscher Herkunft, gestoßen ist, und daß Deutschland mit seinem Anspruch auf endliche Klärung des Reparations- Prcblems wieder einmal möglichst lange yinge- Halten werden soll. Verdächtig sind auch die Gründ:, die für eine Vertagung der nächsten alliierten Zusammenkunft genannt wurden: Die deutschen Gesetze zur Durchführung des Dawesgutachtens seien noch nicht fertig. 'Die deutsche Regierung aber müsse die betreffenden Entwürfe erst im Reichstage zur endgültigen Annahme gebracht haben, damit der Er- füllungswille klar und unumstößlich hervortrete. Das sieht also beinahe so aus, als wolle man mit der Anberaumung der neuen Konferenz einen Druck auf die Berliner Regierung ausüben, damit sie, nachdem sie die militärische Generalinspek- tic’n so brav geschluckt hat, sich nun auch mit der Unterwerfung unter das Diktat der Sachverständigen beeilt. Aber der Schlag, wenn es ^in solcher fein sollte, fiel ins Wasser. Sn den Berliner Wilhelmstrahe fühlt man sich durch hie Androhung eines späteren Termins der Lon- fcencr Konferenz sichtbar nicht betroffen. Die fnaf-gebenben Stellen erklären, die Verschiebung der Londoner Konferenz sei ihnen nicht unangenehm, denn so sei ihnen Zeit gegeben, die verlangten Gesetze ohne ülebereilung zustande zu bringen. Dis zum 16. Juli kämen sie auf keinen Fall zur Erledigung. Der deutschen Regierung liege aber sehr viel daran, die Gesetze juristisch und politisch bis zum letzten Paragraphen ausgefochten und festgelegt zu haben. Es sind drei Gesetzentwürfe. Sie werden im gegenwärtigen Augenblick vom Reichskabinett und vyn den sogenannten gemischten Kommissionen beraten: Erstens das Gesetz über die Goldnoten- n a n k. zweitens das über die Eisenbahnen, drittens das über die Industrieobligationen. Wie "ian weiß, woran man sich aber leider viel zu schnell gewöhnt hat, sollen die Reichsbank, die Rcntcnbank und die Schachtsche Golddiskontbank zugunsten eines neuen internationalen Aolenbankinstituts geopfert werden. Der deutsche Präsident und die deutsche Direktion der neuen Emissionsbank unterstehen der Kontrolle des aus sieben deutschen und sieben ausländischen Mitgliedern bestehenden Generalrates und eines Kommissars, der bei seiner Wahl mindestens sechs ausländische Stimmen des Gencralrates auf sich vereinigen muh. Der Kommissar hat das Recht, die Tätigkeit der Direktion in allen Einzelheiten zu verfolgen. Er wird uneingeschränkte Vollmachten haben in allen Fragen der Rotendeckung und der Rotenaus- gabe. Er bekommt nicht nur Einblick in alle Einzel- nelten des Geschäftsbetriebes der künftigen deutschen Zentralbank und damit in die Verhältnisse aller mit dieser Dank arbeitenden deutschen .Unternehmungen, sondern er ist auch der ^err über die Rotenausgabc und damit die oberste Instanz für die deutsche Geld- und Kredit- politil . . . Das alles muh jetzt von deutschen Ministerialreferenten zu Papier gebracht und im Reichstag ausgekämpft werden. Der Kampf wird heftig und bitter fein. Denn es geht um Wahrung und Kredit. Roch heikler liegen die Dinge beim Eisenbahn g e s e tz. Das Eisenbahnwesen ist in den Artikeln 89 bis 96 der Weimarer Verfassung geregelt. Man lese diese Bestimmungen einmal aufmerksam durch und vergleiche sie mit dein Aus- beutungsplane des Dawesgutachtens. Man wird sofort die ungeheuren gesetzgeberischen Klippen entdecken, durch die das Schiff des neuen Reichsbahn-Ges ehentwurfes hindurch muh. Was das Gesetz über die Industrie- Obligationen anbetrifft, fo ist hier zum Unterschied gegen die beiden anderen Kommissionen ein Neutraler, der schwedische Bankier Wallenberg als Schiedsmann über aufgetretene Kreditstreitigkeiten zugezogen Worden Dabei handelt es sich aber nicht etwa um Bedenken die von deutscher Seite geltend gemacht werden, sondern um Einstimmigkeiten, die »wischen den Vertretern der hohen alliierten Re- gicrungeii entstanden find! Hnö das ist ein fast wm'ltucnder Witz in diesem Trauerspiel des beut- chon Ausverkaufs zum Zwecke der Repara- ionsbesriedigung. Vorbereitungen ans London. Paris, 2. Juli. (WTB) Gestern nachmittag hat im Quai d'Orsai unter dem Vorsitz des Mini st e r p r ä s i den t en Herr io t eine -Sera»» tung Cer maßgebenden Sachverständigen in bei Riparationsfrage stattgefunden. um die Londoner Konferenz vom 16. Juli voizubererten Der Matin" glaubt mitteilen zu können, daß - bruchs der Verhandlungen das besetzte Gebiet neuen Sanktionen, Willkürakten und Betriebsstillegungen ausgesetzt werde. Die Reichsregierung erklärte sich daher dem Kohlenbergbau gegenüber bereit, für Juli die Halste der Micumlasten zu übernehmen unter der Voraussetzung, daß die von der Micum in Aussicht gestellten unzureichenden Erleichterungen noch erweitert werden und daß die Verlängerung der Micumverträge auf Juli beschränkt wird. Die Reichs'.egicriiug hat sich c,us den oben bargelegten Gründen zu einer finanziellen Beihilfe für einen Monat entschlossen, obwohl die Finanzlage des Reichs eine solche Beihilfe auch nur für einen Monat an sich nicht zu- läht. Sie hat nicht unterlassen, von der Tatsache dieser finanziellen Beihilfe die französische und belgische Regierung noch während dec Verhandlungen mit der Micum zu unterrichten unb sie um eine entsprechende entgegenkommende Weisung an die Micum zu bitten. Gleichwohl ist die Micum von ihrem Standpunkt der Verlängerung auf unbegrenzte Zeit nicht abgegangen. Das einzige, was sie zugestanden hat, ist, daß die Verträge jeweils zum Monatsschluß gekündigt werden können. Es ist nicht richtig, daß es sich in Düsseldorf nur um technische Fragen, wie es in der französisch-belgischen Antwortnote heißt, handelt. Der Konflikt in der Micumfrage im gegenwärtigen Augenblick wäre nicht auf die technische Srrage der Kohlenlieferungen beschränkt geblieben, sondern hätte zi$ie weitesten Ans Wirkungen auf Lee allgemeine Politik gehabt. Da obendrein angesichts der bevorstehenden Londoner Konferenz und im Hinblick auf die allseitigen Bemühungen^ für eine möglichst rasche Wirtsammachung des Sachverständigengutachtens die Reichsregierung damit rechnen muß, daß der ä.lebergangszustand mit Ablauf Juli ein Ende findet, hat sie der Sechserkommissivn beute anheimgegeben, das Abkommen schon jetzt zu kündigen. gierungen treten zu lassen. Die Reichsregierung hatte für diesen Fall in Aussicht gestellt, daß sie selbst die Kohlenlieferungen wieder über1 nehmen undan der Finanzierung mi/h« wirken mürbe. Dieser Antrag wu de jedoch durch die Rote ter französischen und bel- rT»rr--”— _________________ DieNotderheimkehrendenAusgermefinen Höchstens 10 v. H. finden Wohnungen. Dis französische Besatzung sabotiert die Maßnahmen Herriots. Im Reichstagsausschuß für die besetzten Gebiete wurde gestern die Ausgewiesenenfrage behandelt. Bon feiten der Reichs regierung wurde betont, daß von den Ausgewiesenen h ö ch st e n s 10 Prozent in ihre Wohnungen zurückkehren könnten, da der größte Teil der Wohnungen von der französischen Militärbehördebeschlagnahmt fei und zur Hinterbringung von Soldaten und Offizieren verwendet werde. . In der Diskussion kam zum Ausdruck, daß die vom Kabinett Herri o t erfolgte Zurücknahme der Ausweisungen systematisch durch entgegenwirkende Maßnahmen der f r a n z ö s i s ch e n M i l i t ä r b e h ö r d e n, i n s° besondere durch neuerliche Beschlagnahme der letzten nochzur Verfügung stehenden Wohnungen im besetzten Gebiet, praktisch völlig sabotiert wird so daß auch nicht einmal darauf gerechnet werden könne, daß 10 Prozent der Ausgew'wsenen ihre Wohnungen wieder zur Verfügung erhalten. A n g e n o m m e n wu de ein Antrag re3 Abgeordneten Esser- Köln (Z.), worin der Ausschuß das Auswärtige Amt ersucht unter Hinweis aut die soeben g e m e l de t e D e sch l a g* nähme non 400 Wohnungen m Wies- daden Lei der französischen Regierung unverzüglich dahin zu toirlcn, daß weitere Wohnungs'. Anforderungen im besetzten Gebiet unterbleiben, weil andernfalls die Rück'h' der Au> getoiefenen durch n ue unüberwindliche Schw erig- feiten gefährdet wird. Ferner wu b. ein Antrag des Abg. Dr. Mumm (Dntl.) ang.nrmm n, der verlangt, bl? Reichsreaiwung möge alsbald aufs nachdrücklichste Vorstellu gei dahii erh ben. 'aß durch die MinderungderDefatzungr- truppen und Beamten die Möglich :it zur Rücklehr der bisher Ausgewiesenen gegeben tocixe. Beschlüsse zugunsten der Ausgcwiesencn. Berlin, 1. Juli. Der Reichstagsausschuß für die besetzten Gebiete hat u. a. folgende Beschlüsse gefaßt: Mit ihren Familien ausgewiesene Beamte, Angestellte und Arbeiter des Reiches, der Länder und Gemeinden, die im unbesetzten Gebiet entsprechende Wohnung und Beschäftigung haben, sind, soweit nicht ein dringendes Dienst Interesse dem entgegensteht, erst zur Rückkehr ver- p sl i ch t e t, wenn ihnen ausreichende Wohnung und entsprechende Be- s chä s t i g u n g z u g e w i e s e n werden kann. Die Reichsregierung hat nach Möglichkeit dafür 0u sorgen, daß den Ausgewiesenen, Verdrängten und cntlajJenen Gefangenen Wohnungen zur Verfügung gestellt werden. Die im besetzten Gebiet begonnenen 1500—2000 reichseigenen Wohnungsbau ten sind beschleunigt zu vollenden. Die Mittel sind bereitzustellen und ebenso erforderlichenfalls den Gemeinden zur Förderung des Wohnungsbaues Kredite zur Verfügung zu stellen. Der Wohnungsaustausch zwischen dem besetzten unb unbesetzten Gebiet ist tunlichst zu fördern. Zum Schluß nahm der Ausschuß eine Entschließung an, nach dem die Reichsvegie» rung in geeigneter Weise darauf hrnwirken soll, daß die Reichs-, Staats- und Gemeindebehörden sich für jeden Ausgewiesenen ohnr Rücksicht auf seine politische Stellung für die Erteilung d»r Rücklehrerlaubnis mit allen Mitteln einsehen und den zur RücKehr zugelassenm AaS- gewiesenen jede amtliche und außeramtliche Unter ft Übung und Er leichte» rung zur Rückkehr gewähren. Notmaßnahmen in Koblenz. fpd. Koblenz, 2. Juli. Die plötzliche Rückkehr vieler ausgewiesener Koblenzer' Familien — am Sonntag allein 160 hat die Stadtverwaltung wegen der Beschaffung der erforderlrchen Wohnungen in die größte Bedrängnis gebracht Den Familien wurden für einige Znt als Rotguartier die von der Stadt errichteten Bloch' Häuser zur Verfügung gestellt. Da diese ab»r bei weitem nicht zur Llufnahme der vielen Heimkehrer ausreichen, mußte man Schulräame und Hotelzimmer freimachen. Dabei vergrößert sich die Rot fortgesetzt, weil stündlich weitere Familien 'heimkehren. Die deutsche Kontrollnote Die Aufnahme in England. London, 2. Juli. (WB.) Wie das Reu terbureau erfährt, hat das F or e i g n Office die deutsche Antwortnote noch nicht erhalten. Schon aus diesem Grunde sei es schwierig, eine bestimmte Ansicht darüber zu äußern. In gut unterrichteten Kreisen werde jedoch der T o n der deutschen Antwortnote, wie sie in der Presse veröffentlicht werde, für befriedigend angesehen Indessen erscheine es nicht möglich, dem deutschen Vorschläge, die Kontrollarbeiten endgültig bis zum 30. Septembeo zu beenden, zu zu st im men. Möglicherweise werde ein Einwand gegen die Bindung an einen bestimmten Zeitpunkt erhoben werden. Im allgemeinen werd? die Rote aber alsfairundallgemein befriedigend angesehen und ferner als ein Zeichen, daß Deutschland mit den Alliierten zusammenzuwirken wünsche. Gegen die französischen Machenschaften. Berlin, 1. Juli. (WB.) Die von Pertinar im „Echo de Paris" ausgestellte Behauptung, daß die deutsche Rote über die Frage der Militär- kontrolle zunächst Bedingungen enthalten habe, die auf Grund der Intervention des französischen Geschäftsträgers unb des englischen Botschafters später fallengelassen worden seien, wird als plumpe Fälschung bezeichnet. Eine Abänderung der Rote habe nicht ftattgefunben und nach Lage der Dinge auch gar nicht stattfinden können. Das französische Dementi. Paris, 2. Juli. (WTB) Ein offizielles Dementi räumt die Verdächtigungen auf, mit denen eine gewisse Presse, um die Absichten de, deutschen Regierung zu verfälschen, gearbeitet hat. Havas veröffentlicht folgende Erklärung: Entgegen gewissen Behauptungen wird festgestellt, daß der Minister'ialrat für auswärtige »Angelegenheiten nur eine einzige den tscho Rote hinsichtlich der Militärkontrolle erhalten hat Er hat nur den Inhalt der Rote kennengelernt, wie sie ihm am 30. Juni von dem deutschen Botschafter zugestellt worden ist. Forderungen des Veamten- bundes. Berlin, 2. Juli. Der Allgemeine deutsche Deamtenbund veröffentlicht eine große Kundgebung gegen die geringe Ausbesserung der Beamtengehälter in den unteren Besoldungsgruppen, in der die Aushebung des Ermächtig ungsgesetzes, ein neues Besoldungsgesetz und die Reuorganisation der Beamtenschaft auf gewerkschaftlicher Grundlage gefordert wird. • Japan gegen Amerika. Tokio, 1. Juli. (WTB.) Am heutigen Sage, an dem das neue amerikanische Einwanderungs- geseh in Kraft tritt, fanden in ganz Japan zahlreiche P r o t e ft D c r f am ml ung en und Kundgebungen statt. KnappschastsWahlen im Ruhr^ gebiet. Bei den Knapp sch a ftSwählen int Ruhrgebiet sind für den Alten Bergarbeiter verband 56 008, für den Christlichen Gewerk verein 34 650, für die ilnion der Hand- und L^opfarbeiter 29 241, für die Hirsch-Dunckc. schen Gewerkschaften 1883, und für die Polen I 2575 Stimmen abgegeben worden. Das oben mitgeteilte Ergebnis bedeutet I eine starke Mehrheit zugunsten der n' ch t auf rrnur.iintfti^em und syndikalistischem Boden stehenden Bergarbeiter; die letzteren sind in der „Union“ vereinigt. Kurze politische Nachrichten. Kämpfe in Span fch-Marokko. Madrid, 1. Quli. (WTB.) Wie aus Marokko offiziell gemeldet wird, ist es einer spani- schen Kolonne nach hartem Kampfe gelungen, Las Fort Tcizza zu entsetzen und ihm Munition und Lebensmittel zuzuführen. Die 'Verluste der Spanier in den letzten Tagen seien noch nicht genau bekannt. Eie werden auf 30 Tote geschätzt. darunter vier Offiziere. Verhaftung eiurS kommunistischen Attentäters. Die Abteilung la der Berliner Polizei vec° i haftete den Kraftwagenführer Walter Benz- ' mann aus Wilmersdorf, der bei dem kom- inunistischen Anschlag auf die Denkmalseineinweihung des Regiments Garde du Corps eine hervorragende Rolle gespielt haben soll. Ein politischer Mord in Kairo. Kairo. 1. Juli. lWTB.) Gin israelitischer Führer, Dr. D e h a a n, Vertreter eines Londoner Blattes, ist gestern abend im jüdischen Viertel von Kairo erschossen worden. Die Angreifer ergriffen die Flucht und konnten noch nicht gefaßt werden. Ein Stahlhelmführer unter Spionageverdacht verhaftet. In BreSlau wurde der Führer des Stahlhelmbundes, der frühere Leutnant Rathsmann, unter dringendem Spionageverdacht verhaftet. Parade und Staatssinonzen. Paris, 2. Juli. (WTB.) Der Kriegsminister ist von zwei Abgeordneten schriftlich gebeten worden, die Parade zum Ra - tionalfest am 14. Juli aus Sparsam- keitsrücks ichten ausfallen zu lassen. Anion Ohorn t- Chemnitz, 1. Juli. Der Schriftsteller und Direktor Hofrat Prof. Dr. An ton Ohorn ist 'freute im Alter von 78 Jahren gestorben. Ohorn von Geburt Deutsch-Böhme, war der Verfasser zahlrercher Dühnenwerke, von denen das Schauspiel „Die Brüder von St. Bernhard" am bekanntesten ist. Ohorn hatte bereits die Priesterweihe empfangen, als er zum Protestantismus übertrat, um später eine Professur für Deutsch und Literaturgeschichte an der Gewerbeakademie Chemnitz zu übernehmen. Reben feiner Tätigkeit als Dühnenschriftsteller hat er sich einen Ramen durch seine tatkräftige Unter- Nützung der Deutschen in Böhmen in tjpi-ent Kampfe gegen die Tschechen gemacht. Die Regierung dec Tschechoslowakei hat ihn denn auch auf Grund seiner bekannten Schrift „Deutsch- Oesterreich auf ewig Deutsch!" in Abwesenheit wegen Hochverrats verurteilt. Hessischer Landtag. Darmstadt, I. Juli. Vizepräsident S o h e r r eröffnet um 10i/2 Uhr die Sitzung. Am Regierungstisch: Staatspräsident Ulrich, sowie die Minister v. Brentano, Henrich und Raab. Abg. Blank (Ztr.) verliest eine kleine Anfrage wegen der Ueberschwemmungs- schäden in Rheinhessen. jflRinifter Raab erwidert darauf, daß De- sichngungsreisen stattgefunden hätten, um die Schäden festzustellen; Vertreter der Regierung hätten nicht daran teilnehmen können, weil sie keine Einreiseerlaubnis haben. Vertreter von Behörden im besetzten Gebiet haben sich dahin ausgesprochen, daß im Kreis Bingen ein Som- merbamm errichtet werden mühte. Die Mittel hierzu sollen vom Landtag angefordert werden. Bei der bedrängten Finanzlage des Staates kann nur den Geschädigten staatliche Hilfe gewährt Werdern deren Existenz bedroht ist. Auch staatliche Ländereien sind in gröberem Umfang von den Wasserschäden betroffen worden. Klopstoär Zur zweihundertsten Wiederkehr seines Geburtstages. Von Dr. H. A Korff, o. Professor an der Universität Giehen. Auch wenn man in diesem Jahre die 200. Wiederkehr von Klopstocks Geburtstag festlich begeht, so darf man mit dem Eingeständnis nicht zurückhalten, datz der Gefeierte den Lebenden nicht mehr lebendig ist. Schon Koberstein muhte sich rühmen, einer der wenigen zu sein, die die 24 Gesänge des Messias von Anfang bis zu Ende wirklich gelesen haben. Heute wird sich anher dem betagten Biographen des Dichters niemand mehr dessen rühmen können. Die im Auftrage der Landgräfin von Hessen gesammelten und 1771 zuerst in Darmstadt erschienenen Oden haben zwar in gewissen Formen expressionistischer Lyrik ihre späten Rachkommen gefunden, aber auch dadurch keine Auferstehung erlebt. Klopstocks Dramen gar, die er mit einem mihverstandenen alten Worte „Bardiete" nannte, -hatten schon bei feinen Zeitgenossen keine Geltung. Unmittelbar ihm auf dem Fuße folgte ein Gröherer. der Klopstocks ganzes Sein und Leisten in sich aufnahm und, indem er es in seiner Form der Rachwelt überlieferte, die Klop- stocksche Form zu einer überholten historischen Stufe machte. Doch wäre es undankbar, woll en wir darum des Mannes wirklich vergessen, der die Stufe schuf, auf der sich der Genius Goethes erheben konnte. Klopstock war der erste deutsche Dichter seit Jahrhunderten. Und seine Bedeutung liegt darum nicht nur im besonderen in der von ihm vollbrachten dichterischen Leistung, sondern ebensosehr im allgemeinen darin, datz seine dichterische Persönlichkeit den Deutschen die Würde der Dichtung und des Dichters wieder zum Bewußtsein brachte. Wenn sich die Poeten zu Beginn des 18. Jahrhunderts für ihre poetischen Liebhabereien mit der Versicherung entschuldigen zu müssen glaubten, Last nur ihre mühigen Reben- stunden dem Spiel mit den Musen gewidmet seien, so war das Auftreten Klopstocks sogleich von einem neuen erhabenen Bewußtsein des Dichler- beruses getragen, und seine Leistung erzwang sich sogleich die Anerkennung seiner Würde. Mft Hierauf wird dis Spezialdebatte zum Staatshaushalt für 1 924 bei K^. 19 (Staatspräsident) fortgesetzt. Abg. Dingeldetz (®. Vp.) bemerkt u. a.: Das parlamentarische System gebe feine andere Möglichkeit, das Mihtrauen gegen einen politischen Beamten zum Ausdruck zu bringen, als durch die Avlehn-ng dieies Postens, so sei das - Verhaften der Deutschen Vvllspartei dem Ministerialrat Dornemann gegenüber. Abg. Werner (Dntl) schi.dert u. a. die Vorgänge in Wimpfen, wo Min sftrmlrat Dorre- mann ein Hoch mir die Republik aus brachte, a s ci (der Redner) für eine deutsche Volksgemria« schäft sprach. Von den Abg D i n g e l d e y und Gen. wird dem Hause ein Antrag zu Kap. 19 unlerbrei.et, 4350 Mk au streichen. Staa'spcäsident Ulrich meint, was gegen den Ministerialrat Dornemann gesagt w rben fei, gelte ihm. dem Staatspräsidenten. Staatsrat D r- nemann h§be seine Pslicht getan una er habe die Qualifitation für sein Amt. Gerade der Wimpfener Fall bew ise, datz Staatsrat Dornemann geeignet fei, die Iitteressen der Republik zu vertreten. Ministerialrat Bo.nema.in haae e'.nen freig.wordenen Ministerialratsposten erhalten, man habe also gespart. Im Kampf gegen die Schuld'üge werde man nicht nachlassen Rach weiteten Aus'üh u gen l hnt der Staatsprä id n: es wiederum ab, den vom Abg. Kindt verlangten Prozeß zu führen. Aba Engelmann (Soz.) tritt für das Sachve r st ö nd i ge n g u tach t en ein. Abg. Frau Rv: h «Komm) wendet sich gegen den Staa sp.ättdenten, der lange n Ra- turwissenschast hinein projiziert werden, um von dcrt aus einen neuartigen Schauer der Unendlichkeit zurückzuerhalten. Reu ist das Reuerlebnis der christlichen Mythologie, Aber datz es eben die christliche Mythologie war, die Klopstocks Dichtertum noch einmal zum Ereignis machte, das machte den Messias geistesgeschichtlich auch zu einem nur vorübergehenden Ereignis. Denn in bet Geisbesgeschicht: der neueren Menschheit gehörte schon zu seiner Zeit die christliche Mythologie dem Vergangenen an, das keine Zukunft mehr hatte außer durch Verwandlung seiner Formen. Trotzdem cmch Voltaires schale Aufgeklärtheit zum Untergänge verurteilt war, hafte er so unrecht nicht, wenn er von diesem neuerschienenen Messias sagte, man brauch e ihn nicht, da man schon den alten nicht mehr lese. Aber Klopstock selbst hafte ja mit seinem Messias und noch mehr mit seinen religiösen Oben einer Zeit vorgearbeitet, da man seiner nicht mehr brauchen würde. Sein dem Pietismus entsp.ungener religiöser Subjektivismus hafte zwar noch die chnst- liche Mythologie durch seine Glut lebendig g»» macht Aber die von ihm entfesselte subjektive Religiosität vermochte ihren Gegenstand zu w«h» seln, und, wie die Geschichte zeigte, ihre lebendige Begeisterung anderen Glaubensinhalten entgegenbringen. die dem Geiste der durch die Aufklärung hindurchgegangenen Menschheft kongenialer waren. Es war Goethe, der den religiösen Subjektivismus Klopstocks erbte. Aber es war auch Goethe, der der Religiosität Klopstocks die entwicklungsgeschichtlich notwendige Metamorphose bereitete. Rur mit der Form seiner Sprache hat Klopstock wahrhaft Unsterblichkeit erlangt. Denn unabhängig von allen vergänglichen Inhalten prägt sich in ihr die reine Form seines Geistes aus, mit der er nun freilich zur Goeth-ezeit der deutschen Dichtung gehört. Drei persönliche Schöpfer Larsicllungen besonders in jugendlichen Seel« unermeßlichen Schaden anrichten. Es ist deshalb sittliche Pflicht eines jeden EisenbähnbedtenstetLN, im Rahmen seines Könnens dazu beizutragen, datz diesem Gesindel das unsaubere Handwerk gelegt wird. Die Eisenbahndienststellen mögen tn den Zügen und Bahnhöfen Rachprüfungen vornehmen und gegebenenfalls für schleunige Deseitigung derartiger Schmutzmäler Sorge tragen. Alle Eisenbcchnbedienstete, insbesondere die Zugbegleft- personale, werden angewiesen, sich um dir Ermittelungen der Täter zu bemühen. Diese sind der Bestrafung zuzuführen and zur Tragung der Kosten für die Beseitigung der Schmierereien heranzuziehen. Bedienstete, die die Täter ermittelt haben, sind der Reichsbahndirektion zur Gewährung einer angemessenen Belohnung namhaft zu machen." Man kann diesen ausgezeichneten Erlaß nur begrüßen. Zu wünschen wäre nur noch, datz auch das Publikum selbst bei der Ermittelung und Lknschädlichmcrchung der Schmutzfinken die Eisenbahnbeamten tatkräftig unterstützt. " Gießener R a d f a h r f e st. Man teilt uns mit: Am kommenden Samsiag, Cvnntag und Montag wird Gießen im Zeichen des Gausommerfestes des Lahngaues B. d. R., veranstaltet vom „Radclub Germania", stehen. Cs soll ein Sport- und Volksfest werden, bei dem alle Akten des schönen Radsportes den Festteilnehmern vor Augen geführt werden sollen. Dis jetzt sind gemeldet: Wanderfahrt 13 Vereine, Korsofah.en am Sonntag nachmittag im Festzug 21 Vereine, Rad-Ballsp.ele 18 Vereine, ber-Schulveigen 6 Vereine. 8er-Schulreigen 3 Vereine, Ler-Jugendreigen 3 Vereine, 6er-Jugendreigen 7 Vereins, 8er° Schmuckreigen 3 Vereine, 6er-Kunstveigen 2 Vereine. Am Sonntag nachmittag wird sich ein Fest- zug durch die Stvahen der Stadt bewegen, der reich an Ausschmückungen und Eehrnswüidigkeiten ist. Richt weniger wie 21 Radfahcvereine von auswärts haben ihre Teilnahme zugcsagt, die Gietzener Vereine werden den Zug durch mehrere Fest wagen und andere äkeberraschungen auS- schmücken. Der Festzug geht durch die Kaiserallee, 5ftrdwigstraße, Alicestratze, Südanlag?» Ostanlage, Walltorstratze, Settersweg, Westanlage, Dahnhofstratze und Reustadt zum Festp.atz Os- waldsgarten. Den Glanzpunkt am Sonntag nachmittag bilden die verschiedenen Reigen, darunter einige Schmuckreigen, Radballspiele wtd'die Kunst- teigen. Am Montag vormittag kommt der große Jubiläumsstratzenpreis über eine Strecke von 120 Kilometer zum Austrag, zu welchem zahlreiche Meldungen eingelaufen find. Bei diesem Reime-i kommen die Fahrer zweimal durch Gietzen, so dah der Stand des Reimens von hier aus leicht beurteilt und verfolgt werden kann. Ankunft der Fahrer am Feldschlöhchen in der Rodheimer 6trabe etwa um 8,30 älhr. Man beachte die heutige Anzeige. Boruoti.zen. — Tageskalender für Mittwoch. D. H. V.: 8V3 älhr Kausm. Vereinshaus Monatsversammlung. — Gietzener Schwimmverein: 81/» ilbr in der Stadt Lich Monatsversammlung. — Rundfunkhaus Löberstrahe: 8V2 -Uhr Konzert. Landkreis Gieren. D L i ch, 1. Juli. Rachdem der Licher Pfingst- markt infolge Auftretens ocr Maul- und Klauenseuche im Kreise Gietzen ausfallen mutzte, fand als Ersatz hierfür gestern Schweine- und Krämermarkt statt. Zum Auftrieb gelangten 306 Ferkel. Für 6—8 Wochen alte Ferrel wurden 10—15 Mk. und für ältere bis zu 28 Mk. pro Kopf bezahlt. Der Markt war gut besucht und die Geschäftstätigkeit sehr rege. Der Liche. ©onv mermarft, der am 14. Juli hätte stattfinden sollen und mit dem Rindviehmarkt. Dullen- und Schafbockauktion verbunden ist, ist auf den 28. Juli verschoben worden. Am Tage zuvor findet Jugendfest hier statt. Es i|t geplant, für die Zukunft das Jugendfest und diesen Sommec- markt unmittelbar nebeneinander feitgukgm, und zwa rsv, datz an einem Sonntag Mitte Juli das Jugendfest und Montags der Sommermarkt statt- finden soll. — Der wttt über die Grenzen Lichs hinaus bekannte Schutzmann Heinrich Jakcb Meyer trat gestern in den Ruhestand. Der verdiente Beamte, der über 38 Jahre lang Im Dienste der Stadt Lich stand, erfreut sich bei der Deoöfterung allgemeiner Beliebtheit. Unter fünf Bürgermeistern der Stadt hat er sein Amt zur Zufriedenheit der Borges^'.en bekleidet. Sein Amt übernahm Fritz Spahr von hier. gibt es der neuhochdeutschen Dichtersprache: der dritte zwischen Luther und Goethe ist Klopstock. Luther hatte der deutschen Sprache das Mark gegeben. Klopstock gab ihr den Schwung, und Grethe sollte ihr volles Leben und Schönheit geben. Kommt man von seinen nächsten Vorgängern zu Klopstock selbst, so ist es, als ob man vor einer vollkommen neuen Welt des Ausdrucks stände. Unter dem Gluthauche der Seele schttnt hier mit einem Male das Eis gebrochen, das der Winter des 17. Jahrhunderts um die deutsche Sprache gefroren hatte, und auf beit Wellen eines befreiten Rhythmus daher tanzend zersprengt sie mit kühnem Ungestüm die Dämme der nüchternen Logik, um in bildergekrönten Sturmwellen des Ausdrucks atmend emporzuschäumen. Wie Klopstock diese Sprache selber schildert: । „Tausendfältig und wahr und heitz. ein Taumel, ein Sturm Waren die Töne für das vielverlangenda Herz." Zum ersten Male wieder seit Ja'hrhunderteni fühlt man fich hier von deutscher Sprache fort» gerissen und von der Magie des Ausdrucks bezwungen. Seit Klopstock erst gibt es eine wirkliche deutsche Dichtersprache. Und die Hälfte des Weges, den Goethe beendet, hat Klopstock zurückgelegt. * Klopstocks Sendung für das Deutschtum und die dettsche Kultur behandelt in einer außerordentlich lesenswerten Schrift der durch seine bedeutsame Lutherbio- graphle bekannte Darmstädter Professor Arnold G. Berger. (Verlag Emst Hofmann u. Eo. rn Darmstadt.) In scharf um- nffenev und dabei ungewöhnlich eindrucksvoller und fesselnder Form malt der geistvolle Verfasser ein Bild des Wesens. Wollens und Schaffens des Dichters, dessen Gesamtersch-einung und dessen Bedeutung im Rahmen seiner Zeit und des Deutschtums schlechthm an einer Fülle zum Teil neuer Gesichtspunkte dargestellt wird. Keine ncch so ausgedehnte Biographie kann in höherem Matze den Dichter der Gegenwart so nahe bringen als es durch diese kleine, aber inhaltsreiche wchrift geschieht. -z. VON der in der Modrhunftf WlrEmWMeiö 38Öc X Handelsschule Z! Stellenangebote la Schokoladen WerWWe BHahontr. 26. Wlnftr. 20. Mtoritr. 24.3rantfurtet5tL89 billig au vcrk. Zu errtnß.i. d.GeschäslS- Mädchen fMtbt fiic taaSüb« ö-ut Neuenwegs I. Nordanlage 29. und viel SaureBonbonsr be-- wogte sich der reichgeschmückte Fsttzug von dem Gc zu v er! al 1 MiMWM Sehr aut erhaltener S»“ S.“'“"- Kinderwagen Kreis FrieVberg. sf. Friedberg, 1. Juli. In saale des hiesigen Lehrerseminars Hessische Vereinigung für rurd schützen deshalb rmsee Eingemachte« voc denr Decderben dmÄ;SchunmÄ. und Gntznury nuoDrnch VerwerÄunyD. bewahetcn Kartoffeln billig abzugeben kujD Alicestr. 17. sucht fiic tagSllber Stellung. Zu erfragen in der Ge- schästsstelle d. Gieß. Anzeigers. 537oD nm liebsten vom Laude, für tagsüber gesucht. 021429 Lchillerstrake 36, Sperrhol in Gaboon, Erle ». Kiefer S-2ü mm, schweb, u-baver. Hobelbretter Brettern Diele« in allen Stärken, sowie Eichen-, Buchen-uvdKie- scrnschntttware liefern franko jeder Station ““D AWLSlkLA Dietzen • Tel. 149. lediglich ihre neuen Schützengesetze von dem Landgrafen bestätigen. Aus Anlaß des Zubelfestss überreichte Kroisdircckivr Dr. Stammler dem Verein als Jubiläums-Ehrengab! einen vom Staatspräsidenten gestifteten prächtigen Pokal. D.e hiesigen Frauen und Jungfrauen stifteten dem Hudelverein eine prachtvolle Fahnenschleife. Zu dem Wettschiehen sind die Schüben von weit und breit sehr zahlreich erschienen. — Auf dem Pferde- und P r ä m i e n m a r k t am 7. Juli beginnt die Prämiierung in allen Tiergaltungen bereits vvrm. 8 Llhr. Richt weniger wie 25 Anmeldungen sind für die Klasse der Belgier und Oldenburger Stuten mit Saugfohlen oder mehreren Aachkommen erfolgt. Auch die Klassen der gedeckten Stuten, der 3- und 2jährigen Fohlen beider Schläge sind gut beschickt. An weiblichem Rindvieh werden 3 Kühe und 10 Kalbinnen zum Wettbewerb vorgeführt. Einer besonderen Anziehungskraft wird sich die Prämiierung der zur Auktion gemeldeten 46 Dullen erfreuen; sie entstammen den besten Zuchten der Kreise Alsfeld und Lauterbach. Weiter kommen 25 Fohlen zur Versteigerung, die zur Hälfte Aachkommen von Stammbuchftuten sind. Bei dem hohen Stand der Ziegenzucht im Kreise Alsfeld ist selbstverständlich auch der Kreisziegenzuchtverein auf dem Markt vertreten. Zur Prämiierung sind gemeldet: sieben Böcke, 21 Ziegen und 8 Lämmer. Ein von dem Kreisziegenzuchtoerein veranstalteter Lammarkt bietet Gelegenheit, Jungtiere aus hochstehenden Zuchten zu erwerben. Aachmi tags veranftastet der Pferbezuchtverein für den Kreis Alsfeld eine Reit- und Fahrkonkurreaz. 2n dem Trabrennen wird eine Strecke von 1200 Meter, int Galopprennen von 1500 Meter zurückgelegt. Ja der Fahrkonlürrenz werden Ein- und Zweispänner vorgeführt. Für das Trabrennen liegen 5, das Galopprennen 12 und die Fahrkonkurrenz ebenfalls 12 Meldungen vor. Kreis Büdingen. la Salatöl Liter 1.6IU FataSalalöktlX reinschmeckende Qualität | 7. Ltr.1.2IL 78ßtr.Kh Marke 30 ? marKÖ >/ °Pfd..Pak.l6^ Magnet ’ lose 20 H VMMSleA MrlMWaMeGsgmMsskWeli Im großen Miau! der llnloerlilit Wen veranstaltet von den Handelskammern Friedberg, Gießen und Wetzlar sowie von dem Arbeitgeberverband für Lahngau und Oberhessen in Gießen und dem Berg- und Hüttenmännischen Verein tn Wetzlar 1. Montag, den 14. Juli 1924: Volkswirtschaft und Ertragswirtschaft; Dr. h. c. Meesmann 2. Dienstag, den 15. Juli 1924: Volkswirtschaft und Kapitalbildung: Professor Dr. Mombert 3. Mittwoch, den 16. Juli 1924: Volkswirtschaft und Kartellwesen; Professor Dr. Günther 4. Donnerstag, den 17. Juli 1924: Volkswirtschaft und Ausland; Professor Dr. Lenz Die Vorträge finden um 5‘/4 bis 7 Uhr mit einer kurzen Pause statt. An jedenDortrag schließt sich eineAussprache. Es werden Teilnehmerkarten zu,4 Mk. für sämtliche Dorträae ausgegeben; Angestellte und Studenten zahlen die Hälfte. Die Karten sind zu erhalten auf den Bureaus der veranstaltenden Körperschaften und beim Haus, meister der Universttat. 538VD SpeisKig -»»IL lataessigßU(k Essigessenz2 sl ß5^ la Seit! CO im nn lose Psd. Glas d»^ des Ortes n.td) Festplahe. Hier herrschte bald reges Treiben. Aach dem Lehrer Müller seinen Langdern in sehr packenden Weiten den Zweck und dir Bedeutung drs Festes vorgctragen 'hatte, begannen die Spiele, die alle vorirefflich gelangen und allgemeinen Beifall auslösten. SlMlMß ArMNlMS werd, sachgemäß u. preiswert ge» stimmt u. revar. k.kbtttmL Giehen.vioM.ll Ankaal gbr.Klav. u. Harmoniums. )( Ortenberg, 1. Juli. Ein schönes Beispiel brüderlicher Hilfsbereitschaft in der Aot gab eine große Anzahl iX>n Gemeinden, Verwaltungen un) Einzelperson nen im Kreise Büdingen. Aus eine Bitte von KreiSdirektor Gähner und Oöstbauinspektor Metternich wurden dem Obst- und Gartenbauverein mehrere tausend der schönsten Pflanzen für die hier und in der Umgegend durch das Mn toc t ter schwer geschädigten Gartenbesitzer zur Verfügung gestellt bzw. noch in Aussicht gestellt, die teiltoJie schon zur Verteilung kamen und mi: größter Dankbarkeit angenommen wurden. Besonders groß ist, Wie sich immer mehr herausstellt, der Schaden an der Obsternte. Die Früchte vieler Bäume sind völlig zerschlagen, tadellose Früchte trifft man in der ganzen Gemarkung kaum noch an. Starkenburg und Rheirchenen. fpd. Offenbach, 1. Juli. Die in München verhafteten drei Personen, die als Mörder des Kaufmanns Ernst Henke in Betracht kommen sollten, konnten ihr Alibi einwandfrei für die Zeit der Ermordung nachweisen. Sie befanden sich am 13. Juni, dem Mordtage, im Mainzer Landgerichtsgefängnis. Obwohl die Polizeiverwaltungen von Offenbach und Frankfurt mit grobem Eifer an der Aufdeckung des Raubmordes arbeiten, tonnten bisher sichere Spuren von den Mördern nicht entdeckt werden. •_______________________■- „Hermes“ Gießen Babnbosstr. 60 15. Juli Beginn neuer HandclSkurie. Prospekte frei. Anmeldungen täglich. 021440 •'t£. 14/30 ven; schnittig, off. 4sitz. Wag. tadell. erb. fahrb.m.Ziilnssg. auS Privatband pretSw.rv vertt. Flclitz, ^rankfurt/M., Leerbnchstraßetz. Ialimhurgerienuettfchritt mit vollendeter Grazie trug, oder die Steifheit einer Kreiselpuppe oder die sprühend« Lebendigkeit des Aadetzttz-MarscheS versinnbildlichte — die Hannelore besiegte die Ziegler auf der ganzen Linie, und diese Feststellung scheint uns das Bedeutsamste das schönen Geschehen» zu sein Auch die Zuschauer empfanden dies sichtlich und dankten durchs das stürmische Verlangen vcn Wiederholungen ihrer Hannelore, deren Kostüme noch immer den vornehmen Geschmack der Mutter verraten. Ein zweites Ereignis waren die piantstischsn Meisterleistungen Hoses Streiffelers. Seine virtuose Technik und seine überaus plastische Aon- bildkunst rissen die Zuhörer zu sehr berechtigten lebhaften Beifallskundgebungen hin. 2llies in allem ein Ereignis, für das Gießen der Thraker- leitung Dank schuldet. Bild ihrer ers ~ . - der deutschen Kunst zu ihrem Llngunsten verändern — würden, wenn nicht immer totebeH der eigentliche Kern ihres Könnens und Seins zum Ausdruck tarne. Gewiß ist die Technik und Gestaltungskraft der Ziegler stark genug, um a ich einen Ezardas oder eines jener Seelengemalde darstellen zu können, das irgend eine stilvoll ausgemachte Empfindung verkörperlichen soll, aber die Linie ihres künstlerischen Schaffens wird durch diese Darbietungen rerschoben — sie lassen, weil sie nicht ^hannelorisch" sind. kalt. Um so großer und berechtigter war die Freude der trotz der scmmerlichen Abhaltungsgründe erfreulich, zahlreichen Theatergemeinde bei all den bekannten köstlichen Schöpfungen der Hannelore bei denen ihr sprudelndes Temperament und ihr Prachtvoller Humor sich mit der vollkommenen Schönheit ihres Gliederspiels zu meisterhaften p astischen Tau?bildern vereinigt. Ob sie eine Groteske un türkischen Stil kreierte, ob sie den Aeifrock im Am Sonntag morgen verliehen 2 Lastkraftwagen, die von einer hiesigen Firma E Dienste der guten Sache zur Verfügung gestalt warM mrt 60 Schwimmerinnen und die Müllersche Badeanstalt, um in SiebenEopf Werbeschwimmen zu veranstal«r Ge- aen 12 Ähr traf die Mannichafk in Biedenkopf ein und wurde von den Einwohnern Biedeickopfs, u er. von Landrat Breuer herzlich enipftmgen. Äocbmittaas um 2V2 ^lhr begann das Fest vor ^enuuunyaivm n i einer wider Erwart^i großen aber über ein fo man zählte ca. 10M Kopfe, em.^s, daß die alitcit, wchonheusfre ioe, große Masse dem Schwimansport autz^s ^4 rvoller Lebensb Ladung icresse entgegenbringt. e le der noch an vie^m ~ ’ anderen Orten, so war auch in Biedenkopf se,r- zustellen, daß die Bevölkerung uberdie Vielseitigkeit des Schwimmens, sowohl als Wettkanchf, wie auch zur Stählung des Körpers wenig unterrichtet war Der Gießener S chwiinmver ein brachte neben Einzelrennen in Öen ^verschiedenen Lagen (Brust-, Seite- Rucken-und FreisM) Nkuc Model vreiSwert au verkaufen, ein L/,schlas- rincS Bett mit Matratzen, 1 Wasckkom- mobe, 1 Nachttisch, 1 Blumentisch. Löweuaaffe 20, im Laden. annelore völlig fremo fino unu ujö 1 Gaebser. Müller Äiifb' er^Bon '-u»ch°n ^tnungam^mnul | 8-l Arndt Wöhrmann, Müller, Lemm und Hohn Mtt ganz besonderer Freude spende das.Publikum der Jugend Beifall, u. a. den Jüngsten Mar Schüler, Gg. Herbert L. Lesch L. Muller, Stahl. Zimmer, Gröninger und Schneider, und der erst 12jährigcn Gerda Schmid Für denhumoristischen Teil sorgten die Herren Muller und Althoff 374D an den Gieß. Anz. erbeten. Zu verkaufen 2 Riemenscheiven, Bohrung: 6.30x60 und 6.16x75, 1 Alasckenzna mit Seil, 1 Heblade, 1 Winde, 1 Schrotmühle. ftih Wirte: 1 Lrael Polivbo». Ij.tielßler Wwe. bet Ludw. Braun II. Staufenberg. 5353 D Likörfabrik Erstes Llnlernehmen Westdeutschlands sucht rührigen, mit der Branche vertrauten und bestens «eW. Mreier für ©leben u. Umgebung der für feine Fähigkeit und Erfolge den Aachweis erbringt. Schriftl.Angebote unter K. K.N.326 an Rudolf Mosse, Köln. [C87,ss „Demd" 3 P. S., Modell 1924, ganz erstklassige Ma- schlne, wegen Auch afig. ein. Wagenö lir 1OOO Mark au verk. Zu erfrag, bei W. Letsck 6379D Krosdorfer Str. 16. Schwarz polierten Lrumeau Lnnhbanmpoliert. Zetten mit Sprunafedcr- u. Kavokmatratzen auftragShalber zu verkaufen. 528aD Stückrath Asterweg 47. 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Georg Faber, der vor kurzem als Direktor des hiesigen Lehrerseminars hie: berufen wurde, lcitete a6 Dister Vorsitzender die Versammlung. Aus dem von ihm erstatteten Jahresbericht war zu ersehen, daß die Existenz des Vereins durch die Beihilfe derAotgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, der Provinz Oberhessen, von Freunden und Mitgliedern im In- und Auslände gesichert ist. Zum Vorsitzenden wurde Direktor Dr. Faber, zum 2dechner Studienassessor Dr. Krämer gewählt, ein Rechner soll noch durch den Vorstand bestimmt werden. Der Sih der Vereinigung muh deshalb von Gießen nach Friedberg verlegt werden. An die Hauptversamml'mg schloß sich ein unterhaltender Teil an, der eröffnet und geschlossen wurde durch den Vortrag von Volksliedern, die durch den Seminaristeuchor unter Leitung von Musikdirektor Müller trefflich zur Geltung kamen. Den Hauptpunkt der Tagesordnung bildete ein Vortrag deS Pfarrers Rühl aus Reichelsheim i. d. Wetterau über das Th ma „Bauerndorf und Landstädtchen“. D r Redner entwarf, gestützt auf seine Er-ahrungen, die er als Pfarrer in einem Vogelsberger Dorschen und einem Wetterauer Land'tädtchen machte, ein interessantes Bild über d'.e Verschiedenheit der Anschauungen und Lcbensäußerung m b eie: Be^ wohner und ließ uns einen tiefen Einblick in das Seelenleben des Volkes tun. Der mit reichem Beifall ausgenommene Vortrag wurde noch durch Ausführungen von Prof. Keller und H e p - bi n a und de5 Studienrats Kuhn erweitert. Die Herausgabe der von der Vereinigung geplanten und begonnenen Flurnamens a m m - l u n g ist dank vielfacher Anterftühung m nunmehr gesichert. Die Mügliederzahl beträgt zur Zeit 676. Kreis -llsfeld. ßeugras von ca. 1000grnWiese t.d.Wiihelmstr. «uto zu verkaufen neuen Böue 23. Welch edeld. iäerr ob. Dame leiht amt. Arbeiter, der durch Llrankhett in Not geraten, 100-150Mk. gegen nionntl. th'iicf- zahl., evtl. m.Zuiien:', Schr.Angeb.u.021444 \ au den Gieß. Anz.; IWarWö ,R li 3 Pfund 40^1 10 I totalä mit Gobelinbczug, preiswert zn vcrk. Edcrstr. 181- Olnt erhalt. 011,23 Kinderwagen Es ist noch nicht gar zu lange her - .toaä «TurnMtt SDOtt UNd Spiel, bedeuten zwei, drei Jahre im Leben des wahr- I Xutilv » y , hast schassenden Künstlers — da lautete dis Werbeschwimmfest des Gießener Kchwnmns Llebcrschrift, die wir über begeisterte Hymnen Vereins in Biedenkopf, setzten: „Die Hannelore tanzt.' Diese Hanne- -- -- lote war ein Stück deutscher Kunst schlechthin, sie verkörperte in der chaotischen Masse mehr oder weniger erotische Wirkungen anstrebender, glir- derverrenkender „Musiktänzerinnew' Frohlinn und Freude Lachen und Leben — sie war in dun ttn aller Erdenschwere losgelösten prachtvoll ein rhythmischen Spiel ihrer Glieder das Eymoil reiner Schönheit, sie war bie deu tsche Malierin Sie verfügte nie über die vehemente. Taft unkörperliche Technik einer Mary Wigman auch nicht über den intuitiven Gestaltungswül n einer Aiddy Impekoven, üvzr über ern so ff(rened Mast von Musikalität, Schönheitsfre idc, Ausd.uckstraft und Humor.."- bafi ihre Tanzbilder nicht nur in das spiel der Glieder übertragene Musik, sondern vielmehr Ausgangspunkt der Tonschöpiun- gen schienen Die Hannelore war die Meisterin des Dreivierteltaktes. Wenn -ein Wiener Walzer von Johann Strauß von ihr geschaffen wurde, SÄJSStiÄ 8F8ÄSSSI «SSSäSBsr ss$ Kpnt i7?ns-ch Tliobe ihren Tr.but g.zollt ihre Bor- I genommen. 3n ber Pause sorgte u. . tr^gssolge verzeichnet seit etwa awn Jähren auch Militärkapelle für die notige ^erhag-^ jene mimodramatischen Eharatterstudiem, die dem sonderen ^B^fß^lt ^.^.teten mi-n- öVhpr’ Wesen der Hannelore völlig fremd sind und das I r Matjßsheringßnst.e15^ laHelsardtaQS Frisch#Eier 08 10 Stück 138, 118, 30 Ein zweischläfriges I m m.Matrntze erwäg.t d.GeschasiS- ?OCtt unb stell, stelle deS Giew Anz. auf dem Neuen sagen wir herz- Im Namen der Hinterbliebenen: 021445 Max Baer Nachf Südanlage 15 (Hinterhaus) 5373D teilt Löberstr. 12 Gießen, den 2. Juli 1924. 021452 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme Gnoßen-Buseck, den 2. Juli 1924. 021417 -fr l iliö 5369c Photo Empfehlungen Wetzlar - Metzen llllllllllllllllllllllllllllllllllll 1 bis 2 besser 5 immer ii»t nnmpnmor Ä bet vornehmer $Vi milie ab 15. 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Wir vergeben die Standplätze für Karussell, Schießbude usw. gegen Höchstgebote. Interessenten wollen ihre Angebote an Herrn Car! Vieweg, B«d- Aauheim bis spätestens 10. Juli einreichen. 5381D Sportverein e. V., Bad-Nauheim. Kain laden Südanlage 15 Kein Laden Hinterhaus Drucksachen alterArt liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die Briihl’schc Univ.-Druckerei. R. Lange. * [antalmoeretahulE Beginn des Wintersemesters 14.10.24. Auskunft kostenlos. Hochbau. <872A Tiefbau. Geboten: Dreizimmerwohn. nt. Mansarde in sonniger Lage in Wetzlar, Mühlgraben. Gesucht: Vier- biö Füiiizimmerwohnung in Gießen, Nähe des Bahnhofs. Schrillliche Angebote unter 021446 an die Geschäftsstelle des Gieß. Anz. erbeten. Mihjs- enliliip hält auf Lager und fertig! an 021433 L. Vetter Kaiserallec 15 Gllnfkigske Vreise unö 3oölung5öeöingung.1 Mslten Ende dieser Woche treffen die ersten Sendungen Heidelbeeren ein u. nehmen Bestellungen von Wiederverkäulernu. Groswerbrauchern au. 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Der Russe Saltykow fürchtete auch den Besreaten, also Laß er seiner Zarin berichtet: „Der König von Preußen pflegt seine Niederlagen so teuer Ku verkaufen, daß ich, wenn ich noch einen solche Stea erfechten sollte, die Nachricht davon Euer Majestät allein mit dem Stabe in der Hand werd Überbringen müssen." * * * Wüst hat es ausgesehen im Her-rengartrn vor fism Schlosse zu Topper. Natavene: Schloß! Das Kße Schloß hatten die Schweden im Lreißigiah- rtgen Kriege nieder gebrannt bis auf die Grundmauer und was die Bauern und Kossäten letzo Schloß nannten im gebührenden Respekt, das war eto breites, einstöckiges Haus mtt ein paar Mau ferbemimmer unter dem Strohdach. Nur da«i in Stein gemeißelte Wappen nut dem Doppeladler lipib dem Dalken im Schild und dem Zobel auf 5359D v -h<. »LV •' Ak von Mein Korpulenz ilt unschön und: Ihnen in Ihrer Apotheke 30 Aii kaufen, die unschädliche St Wirkung enthalten. 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Der durchberatene Voranschlag der Gemeinde Grotzen-Linden für Rj. 1924 liegt vom 2. bis 8. I. Mts. auf unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschloffcn, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Großen-Linden, 30. Juni 1924. Bürgermeisterei Großen-Linden. ImretiießenlM (Alter Verein- Morgen Donnerstag abend 8 Uhr bet Mitglied Jaber „Deutscher Hvs", bleuen - weg: Außerordentliche Mitgliederversammlung. Erscheinen aller ist nötig! 02n3 24,5 3.5 7,25 8,5 0,4 8.70 12,40 °N 0,300 O,3bO 0,540 0 510 1,150 0,200 6,51 E 0,8 0 0.609 0,600 4,2 77,5 6,37 Carl A. Hartmann Seltersweg 81 Vio Zagdverpachtung. Nächstvn Montag, den 7. Juli 1924 wird die Waldjagd der Gemeinde Langsdorf in 2 Abteilungen, zusammen zirka 1300 Morgen groß, öffentlich meistbietend verpachtet. Die Pachtzeit dauert bis 15. Februar 1926 einschließlich. Die Bedingungen werden vor der Verpachtung bekanntgegeben. Zusammenkunft nachm. 3-Uhr im Rathaussaal. 53770 Langsdorf, den 1. Juli 1921. Bürgermeisterei Langsdorf. Bender. Donnerstag, den 3. Juli, abends 8 Uhr 4. Abonnements Konzert Vegoui DieStaa gierung N Londoner., iot müssen ^en bis l Sm d°h Ei fer M Psychose seun Sudt wt E Frieden EdwjW tzMt chlN \ grlrägtifij floriere sM Ä> Desih, ' inn die Sirr Migenven alnder W nie ein stolze bffremdlicher C'sen> die Hernoi wn der Poin Gewllav MschenOÜus sie ohne Zust bevuhle 5obi nisierpräsideni pvrflehendm • Wir hab Mricht übci neisungsbefch Mahnahme S einer selbst ver einen unechö B‘ m friedlich int, das) d Teste bleibt, s der guigemack dem Hab uni trabe. Das tut Segoutte um die vertriebenen WchnimM. inaSyme be: hl schast m §ü Mtb die Hä! mehr als 170 deren Orten li Beamte, die z hie Genehmige Tätigkeit und beitsmöglichkeil Stimmung in rück. Arue ar Aechtspslege zi ftno an der L verössentlichen -Fälle". . Ebenso ch m derselben . Amst.-Rokl Brss.-Antw Christiania. .stoprnHagen Stockbolm . HelsingforS- Atollen. . . London. . . Neuyork . . Paris.... Schweiz . . Spanien. Wien in D.» Cefl. abgest Prag ... Budapest. . Buen.-Aires Bulgarien stavan . . . ■Hto bc ^an Belirad . . Lissabon . . Märkte. Berliner Produktenbörse. Berlin, 1. Juli. Weizen, märt., 139 bis 144, Doggen, märt., 124 bis 134, pomm. 122 bis 130, Gerste, märt., 138 bis 147, Gerste, neue 127 bis 135, Hafer, märt., 125 bis 134, Mehl, 70 Proz. Weizen 21 bis 23,75, Roggenmehl 18,50 bis 21,25, Weizenlleie 8,10 bis 8,20, Roggenkleie 8,10 bis 8,20, Roll UOU;DoC voülvoll fßSt Her Reingewinn von 220 662 Dill. Mk. wurde porgetragen. Der Stand der Gesellschaft wird nicht für ungünstig gehalten, jedoch stockt im Augenblick, wie überall, der Absatz. * Gefchäftsaufsichten in Königs- Borg i Pr. Laut Bekanirtmachung des 2lmtS> gerichts Königsberg t Pr. ist wreder über das Vermögen von 14 Firmen die Geschästsaufsicht zur .Abwendung des Konkurses angeordnet worden. ^r-- -7- Börsenkurse. «kl WM vierrädriger Handwagen, Kasten- u. Leiterwagen billig abzugebcn. o2,c7 Baumann Walltorstraße 33. Trockenes Wkll-WM liefert jede Menge frei Haus 3* Carl Haas jr. Frankfurter Sttaße 59 - Telephon 1682 Büchertisch. ■ — Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst, E. V., versendet soeben ihre 32. Iahresrnappe, an Reichhaltigkeit und Güte des Gebotenen ihren Vorgängerinnen in nichts nachstehend. Architektonisch sind vor allem eine Reihe ausgezeichneter Kriegergedachtnisstätten bemerkenswert, in der Anlage vorzüglich der Landschaft angepaßt. Auch gute Bildhauerarbeiten sind wiedergegeben und vortrefflich erläutert. Wir nennen hier nur den ringenden Christus von Plattner. Von Werken der Malerei sind vor allem beachtenswert das ausgezeichnete Porträt des Kardinals Faulhaber von ®amberget und das reizend anmutige Madonnenbildnis des Schweizer Malers Fritz Kunz. X Den politischen Charakter der französischen Kultur Propaganda am Rhein haben Dr. jur. L. H. Kaden und Dr. jur. et Phil. M. Springer auf Grund authrmtischer Dokumente einer eingehenden Untersuchung unterzogen (bei Franz' Bahlen, Der- Ün W 9). Das dünne Heft ist der Ausfluß meiner ungeheuren Sammel- und Sichtungsarbeit, dir in ihrem Ergebnis ein außerordentlich bedeutsames unwiderlegliches Zeugnis für die französische Annexionspolitik am Rhein darstellt. Ein dichtes Retz von Propagandastellen arbeitet unter Leitung einer Pariser Zentrale auf Rechnung der von Deutschland zu zahlenden Desatzungsk)sten in Wort und Schrift mit Presse. Buch, Schulg. Kiriche, durchs Reisen, Vorträge usw.. um die Rheinlande mit französischer Kultur zu durchdringen, das deutsche Dollstum zu enttoutyudn und den Apfel reif zum Fall zu machen. DaS außerordentlich illustrative Buch zeigt die schweren Gefahren, die dem deutschen Rhein drohen, auch heute noch, wo ein Kabinett Herriot dir deutsche Macht am Rhein einzuschläfern bemüht ist. Verantwortlich für Politik und Feuilleton: I. V.: Heinz Gorrenz. Saison-Ausverkauf hat begonnen. Sämtliche Preise sind ganz bedeutend herabgesetzt und staunend billig! Gaiisommerfest des Lahngau B.D.R. veranstaltet vom MIMMMMW gegründet 1899 um 5.. 6. und 7. Juli ouf öem ösnMWlken Samstag abend: Festkommers. Sonntag vormittags: 6 Uhr Weckruf durch die Stadt. 21b 8 Uhr Dorwettbewerbe auf dem Festplatz. Nachmittags: 1^/, Uhr Festzug mit Preiskorso durch die Stadt. Ab 4 Uhr Nadreigen, Radballspiele, Kunstteigen usw. auf dem Festplatz. Abends: Preisverteilung, anschließend Tanz. Montag vormittags: Start zum Iubiläumspreis auf dem Fest- platz 6.30 Uhr; Ankunft der Rennfahrer am Feldschlößchen um 8.30 Uhr. Anschließend Frühschoppenkonzert auf dem Festplatz. Nachmittags: Ab 4 Uhr Reigen, Radballspiele usw. Abends: Ab 8 Uhr Einer- und Zweier-Kunstfahren der Herren Gebr. Göbel, Tanz usw. Eintrittspreise: Samstag Mk. 1.-; Sonntag Tageskarten Mk. 1.50, einmaliger (Eintritt Mk. 1.-; Montag Tageskarten 50 Pf. Dauerkarten Mk. 2. —. Beikarten (nur für Damen) 50 Pf. Kinder bis 14 Jahre in Begleitung Erwachsener frei. Festbuch 50 Pf. Festabzeichen 50 Pf. Dorverkaufsstellen: I.Friesleben, Bahnhofstr. 50: H. Petersen, Marktplatz: K. Emerich, Walltorstraße: G. Sonntag, Sonnensttaße: W.Moeser,Seltersweg; E. Richter, Frankfutter Str.; E. Likmeier, Ludwigsttaße. Für den Presse-Ausschuh: Irdenes Gebrauchsgeschirr aller Art liefert sofort 02U31 Töpferei Seitz HonHerg (Oberh.) Eieöeroertöufer an allen Plötzen gesnA ftranrfnrfct M. Schluß flnrs Vrrr#« 1. Juli Ämcritanische Noten Belgische Noten Dänische Noten (Englische Noten ..... Französische Noten...... Holländische Noten Maltenische Noten * Norwegische Noten ®futf* t,45 6,11 1,856 3,07 1,775 0,40 4,815 4.885 4,83 4,85 11,47 11,53 11.17 11,53 Geld 1 Brlek chepare. 4,1) 4,21 voll 19,03 19,15 voll 65,S 66,17 voll 18,06 18,16 voll 21,9) 22,03 voll 157,01 157,79 voll 17,95 18,05 voll 65,71 66,64 voll 6,12 5,94 voll 1,73 1.75 voll 110,82 111,38 voll 74,41 74,79 voll 55,86 56,14 voll 12,29 12,35 voll 4,94 4,96 voll