Nr. 79 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. öamslagsbeilage: DießeneiFamilienb lütter IttonatS'dezucrprrir: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten rlnieigerSiehen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. Erster Blatt 174. Jahrgang Mittwoch, 2. April 1924 General-Anzeiger für Overhessen vniek mid Verlag: VrLhl'fche Universtlätr-Vuch- und 5teindruckerel R. Same in Gießen. 5chnftleitung und Geschäftsstelle: §chnlstraße 7. r-nnahme von Anzeigen für die Tagcsnummer bis zum Dlodiniittag vorher ohne jedeDerbi'cdlichKeit. Preis für 1 mm Böhr für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Eoldpsennig; für Ne- Klame-Anzeigen v 70mm Breite 35 Goldpfcnnig, Platzvorschrift 20"Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. F euilleton: vr.Friedr.Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: HansVeck, sämtlich in Gießen. Die Urteilsbegründung im Hitlerprozetz. München, 1. April. (Wolff.) Das fjeute Mittag gefällte Urteil bn Hille.Prozeß fomiten wir noch einem Teil aafever Leser zugänglich machen. Hiller, Pöhner, K r i e b e l und Dr. Weber erhielten 5 Hahr«, Frick, Röhm, Drucki^r, Wagner und Pernet 1 Hahr 3 Monate Festung unter teilweiser Anrechnung der Untersuchungshaft und Einräumung einer Dewäh'- rungsfrist. General Ludendorff wurde frei- gesprochen. In der Urteilsbegründung wird zunächst nus die Bildung des im September 19-3 ins Leben gerufenen deutschen Kampfbundes hingewiefen. Programm ist die Ver- nichtung der Weimarer Berswsung and des durch sie verkörperten Weimarer Systems, di: Austreibung des pazifistischen Geistes und die Beseitigung aller Folgen der Resolution von 1918. Leiter des Kamp sbu ndes waren die Angeklagten Hitler und K r i e b e l. Die Mitangeklagten Aidendorss, Pöhner und F.ick standen dem Bunde nah«. Als das Generalslaatskvmmi.sariat im September 1923 He.-rn von Kahr übertragen wurde, verhielt sich der Kampsbund zunächst abwartend. Auch in der Folgezeit wurde kraft einer Reiß« von Besprechungen kein restloses Einvernehmen erzielt. Es ist hervorzuhebe i, daß Kahr, Lostow und Seiher entschieden bestcei'en, zu irgend einer Zeit Aeußerungen getan zu haben, die die Angeklagten zu der Qlküning hätten veranlassen. können, daß sie ihrerseits an die Möglichkeit und Rützlichkeit einer in Bachern auszastellenden Diktatur glaubten. Vielmehr w l.en die do.i Herren stets mit Entschiedenheit betont haben, daß das von ihnen als notivendig gehaltene» nationale Direktorium in Berlin selbst gegründet werden müßte und zwar unter Heran- zi.hung tragsähiger Äamen aus dem Rorden des Reiches. Als Mittel zur Durchsetzung des .®i» rektoriums habe den drei Herren nicht eine militärische Aktion vorgefchwebt. Das von ihnen ins Ange gefaßte 'Ziel fe’f also- nicht die Beseitigung der verfassungsmäßigen leitenden Organe, sondern im Gegenteil die Schaffung des Direktoriums durch diese Organe auf dem in Artikel 48 der Rekchs- verfassung vorgesehenen Wege gewesen. Aus der Ueberzeugung heraus, daß Kahr, Lossow und Seißer trotz dem vorhandenen Willen das tatkräftige Wollen niemals aufbringen .vürden, hat Hiller am 6. Rovember mit einigen Personen den Entschluß gefacht, den drei Herren Gelegenheit zur Mitwirkung zu geben und die n a t i c- nale Revolution in Gang zu bringen. Die Vorgänge am Abend im Bürgerbräukeller seien vollkommen inchlig in der Anklageschrift geschildert. Lieber die Borgänge im Rebenzimmer stehen die Angaben der drei Herren i m s ch a r - s e n Gegensatz zu den Angaben von Hitler, Ludendorff, Pöhner und Dr. Weber. Die Frage, ob die drei Herren mit dem Herzen bei der Sache waren oder nur eine Komödie spielten, ist ohne , Belang. Sn tatsächlicher Hinsicht hält das Gericht von den Vorgängen für erwiesen, daß Hitler, Kr-icbel und Weber die älrheber des Planes sind. Deshalb seien diese als Mittäter anzu- sehen. Die Ziele der Bewegung waren die Beseitigung der Reichsregierung einschließlich des Parlaments und die Gründung einer nationalen Regierung, und als Instrument sollte die Ra- titmaLarmee dienen. Zur Vorbereitung des gesteckten Zieles haben am 8. Rovember K riebe!, Hitler, Pöhner und Dr. Weber ,die. übrigen Mitangeklagten herangezogen und ihnen ihre Aufgabe zugewiesen. Die Beschlagnahme von 1460 Biläonen Papiermark ist zwar anscheinend allein von Hitler verfügt worden, allein sie steht in der Linie des von allen vier gewollten Planes und ist demgemäß allen vier anzurechnen. Die Zerstörung der .,M ü n ch n e r Post" und die Geiselverhaftungschreibt dagegen das Gericht den Angcklagten nicht zu. Boa den übrigen fünf Angeklagten hält das Gericht nicht für erwiesen, daß sie in die gefaßten Beschlüsse ein- geweiht waren, wohl aber kannten mindestens Brückner, Röhm und Frick die Einstellung und die Ziele des Kamvfbundes im allgemeinen, und sie waren auch über die Ereignisse im Bürger- bräukeller genau unterrichtet. Zur rechtlichen Würdigung ist hervorMhebrn, daß das L^trrnrhmen nicht eine sogenannte Llsurpation, sondern eine Barfassungs'^de- rung darstellt, denn die neuen Me sonen foltern eine diktatorische Gewalt bc sitzen. Der Pu sch sollte die m gcheuerste moralische Wirkung Hervorrufen. Insofern un erschiede-.i sich dir Ai.gelag en gnindleg n) von dem tixto angeblich Kahr, Lrsww url> (5 ß .r wollen, n.mlich die Ein- sehung einer Reichsdiitatur auf der verfassungsmäßigen Grundlage der Reichsverfasung. Wenn die Ang,lag.en behiuptcn, an eine Arnderung der Weim rer Verfassung habe nie.nan) gelacht, so verwechseln sie den ‘Begriff der DerfasstingZ- beseitigung Objektiv tst ter Tatbestand des Artikels 81 Ziffer 2 des Reichsstrasg sehbuches schon erfüllt durch jeden gewaltsamen Angriff auf den ^Träger der S antsge rxilt. Run erhebt sich die Frage, ob das Unternehmen gruf eine g e w a l ls ame Verfafsungsände- ru; g h.nzicl.e. Zweise los war Grw.l anwendnng beabsich igt. Daß tatsächlich bereits Gewalt a .ge- v>endet worden ist, g.hört nicht zu dem gesetzlichen Tatbestand des Hcchoerrats. jedenfalls war durch die im Bw g roräu er.lärte Ad- und Rcueinsetzung bei- R.g eru g ter Anfang zur Ausfüh uag des älntetn hmenr gemacht. DaS Gericht gesteht den Qlnflellaftten zu, daß ste mit Ausnahrne von Per- Der Aufmarsch der Deutschnationalen. Staatsmrnistrr Hsrgt aus Dem deutschnationalen Parteitag in Hamburg. Hamburg, 1. April. (Priv.-Tel.) Im großen Saale bei Sageoie i trat der Au;erord:nt- liche Reichsparteitag ter Deutschnationalem Dolks- partei zusammen. In dem mit schwarz-weiß-roten Fahren reich geschmückten Raum Hatter sich nahezu 30C0 Männer un) Frauen, Delegiere u i) Gäste rtersammrlt. Anter Ccr2c:rb: uarea war die Düste Bismarcks au gefiel t. E^z.le rz Wal raf f eröffnete den Parteitag mit einem treud wischen Gruß und erklärte: Der heraus dämmernde 4. Mai muß'enden mit einem Siege uferet gu en Sache, mit der Ernte unserer mühseligen Arbeit seit vier Jahren. Zu einem L eu gelöbnis für Bismarcks Werk sei fein Ort geeign eter als Hamburg, denn unweit unter den Wip.ela von F ied .ichs- ruh ruhe Bismarck aus von dem Lteanenwerk seines Lebens, und sein Enkel sei hier anwesend. (Stürmischer Beifall.) Am Staneb l) Bismarcks rausche die Elbe vorbei zum Meer, dessen deutsche Schisse'bis auf einen kleinen verschämten Winkel noch die sch'warz-weiß-raten Farben fuhren. Sin schwarz-weiß-rotes D u schl no utetee die Achtung der W lt wiederge'vinn n. Es folgten dann D grüßungsaesprachen nach denen, mit stürmischem minutenlangem Beifall begrüßt, der ParteivvrsihenLe Stflfltdmiiiiftcr Hergt das Wort nahm. Die abzelnuseaen fünf Iahte find nur ein einziger Ka upf gewesen, bei dem auch unsere Gegner zugesteh en müssen, daß wir stets aufrecht und mit offenem Visir gestritten haben. Wären wir, in den Herbstmvna ea Les Zah.es 1921 eine Bürgerliche Koalition eing> gc-ngm, so hätten wir Derma lich U'.fevr Ratio- ualträste vergeblich eingesetzt un.' vor e tig verbraucht. Die Monate seit dem Herbst 1923 haben g alles fremden Einflusses uns reitet könne. Rioma-te ist Rc. wa.Lig eit einet, sozialen Einigung bitterer empsun.ei worden als heute. So sind denn heute auf G.und der inneren deutschen Entwicklung für eine Rechtsbe-- toegung a l le Voraussetzungen gegeben. Cs scheint ein allg m ines Großrmme- ma.chen in Deutschland', bevv.austehei m) saubere Wäsch? ist cs erblich, die wir im Frühlingswinde Wehm sehen. Sprechen nicht di> l.tzten Wahlen in Sachsrn, Thür in 'cn, Mecktealwrg und Potsdam eine beredte Sprache? Ml. sch i rt, daß nemchs vor irgendwelcher gröste.en Iahtet, die Bevölkerung so fertig mit ch.'en Mlrteil "gewesen ist, wie jetzt, und Darum sage ich, dis Zs t ist da. Der Redner wandte sich gegen die Ansicht, daß die Deu'schratirnale Poltsstartei zur Zei nur ein Sammelbecken für die S.röme der Hngafriebenen sei. Stets find wir uns der h)hen Verantwortung der Opposi io i b.w h. gewesen, die einmal selbst zur Regierung gelangen will und deshalb frei sein m iß von unmöglichen Bedingung rn. Rie unteischrieben wir irgen > etwas, was gegen die Ehre oder die Lebensnotwendig eiten des deutschen Volkes ging. Was wir vor allen ande n Parteien voraus haben, ist die Stetigkei' unserer Politik. (Sehr wahr!) Linser Danner hat nie geschwankt. Mit Stolz stehen wir vor dem Volle als einzige Partei, die sich frei von unsicheren und faal n Kompromissen g Hal en hat (lebh. Zustimmung), die s i der Rem lu ton als einzige Partei nie Regier ungöfehter begangen hat, weil sie eben nie z u t Regierung zugelassen wurde, ünfere Opposition ist nicht verantwortungslos gewchen. Ich e innere an das. was Dr. H e l f f e r i ch für die Herbeiführung eine - gesunden Währung g an hat (Beisall). Wir Halter uns an die Groh at HelfsrrichZ, die zum Segen für Las deutsche Volk gewo dvi ist. tUnvergegli,ch ist die Fülle austi 'anderselgwader Verletzungen u iferer Eh e und Würde. S a't höchster Ak.ioit.it hal^n wir eine unixran w r'liche Passipität in den entscheidenden Lebensfragen Deutschlands erlebt. Für dis Bedölksrung des befefhn Sebiekss muß natürlich alles von deuLschrr Ssit; getan worden, aber das Opfer, das ganz Deut'chr- knb durch fortdauernde ruinöse Zahltmgon an den Feind durch wirtschistlichyn Sslstst- mcr& begeht und damit fein Kind im Westen selbst mit in den Tod hineinrsißt, kann niemand erwarten. »iMiumiiinu ii — in in ur~rr,_ ~ i'>n > TSö'xwrCT.’nx*™. net, Wagner^nd Ludend aff bis kurz vor Lorn 8. Rovemlier der Meinung waren, auch Kahr, Lossow und Seiher beabsich iglen einen Marstch auf Berlin. Rach Ueber-zeugung des Gerichts unterliegt es auch feinem Zw.itel. daß die Angeklagten nach den Vorgängen im Reite.izimmer davon überzeug twaren, daß die drei schon auf Gedeih und Verderb mit ihnen gingen Eine Absicht der A> g tilgten, g g:n Len ernstlichen Willen der Drei zu handeln, hat sicher nie bestanden. Objektiv ist alles das bedeutungslos, auch die Frage, in welcher Stunde chncn die Erkenntnis gekommen ist, daß die Trei gegen sie seien. Daß mindestens Hitler nicht das Bewußtsein von der Legalität seines H^audel-rs hatte, geht aüs seiner Schilderimi hervor. Ob die übrigen Angeklagten die Sachlage ebmso klar erlernten, mag dahingestellt bleiben. Rach den obigen 2Usmo- rangen sind also Hitler, Weber-, Krwbel und Pöhrer als Mittäter-, Brückner, Frick, Rohm and Pernrt als Gehilfen za bestrafe. Auch der An- g».-klagte Wagner ist eines Verbrechens der Beihilfe zam Hochv-rrat schuldig^ Lude nborf f nimmt in sein r Derterd S^ng en soll, davon abi;angen, wieweit die unbedingte Homogenität der 2Iuf= sasjungen noch vorliegt. Roch^ i,l die Zelt nicht tcii, um wieder Dteie-iigcn Grundlagen zurück- ziigewinnen, die einst das Reich unt c F ihrang Preußens zu eine n so stolzen Machtgebilde gemacht hatten, nämlich ein preußisches Königs- tum ein erbliches Kaite !um, an) em Bundes-at mit' der alten ' Machtsülle. Aber der Stein ist ins Rollen gekommen und die Stärkung der Selbständigkeit der Einzelstaaltei. die Ungestal- tu"g des Reichsrats un) Die Einschränkung der Al gewalt des Parlaments Wersten nicht mehr aus der öffentlichen Dis.ü s.on verschwln.e i (D.isall). Wirtschaftspolitisch erstreben alte bet. i i sten Parteien das Gleichgewicht im östentlichen Haushalt, Einfachheit un) höchste Sparainleit in der Verwaltung, Hebung Der deacschrn Produrtian anD Schutz Der deutschen Wäh.ang. Wir bedareen aberj)ic falschen Methoden der letzten Reglerung, besonders das Unheil, das du ch dre^Ro t Verordnungen aus dem Gebiete der Steuern. Der Beamtenpolitik, der Pensionskü^ung. Le. Kriegs- beschädigtenzulagen, der Auswtertungs- und Mietsragen ange.ichlet worden ist. Den Artikel 163 der Reichsversassung, wonach der selbständige Mittelstand in Landwirtschaft, Gewerbe und Handel z,u fördern und zu schützen ist, sollte die neue Regierung in ihren verschiedenen Ressorts ins Arbeitszimmer hängen und.ihm die verdiente Beachtung zuteil werden lassen. (Sehr gut.) Weil Die Dstutfchnationale Dolkspartei weiß, was das Vaterland an der Landwirtschaft besitzt, darum hat sie bei allen zurückliegetrden Koa- listonsverhandlungen stets als äußeres weithin sichtbares Zeichen ihrer Gemeinschaft mit Der Landwirtschaft Den Reichsermährungsmiiiister für sich in Anspruch genommen, und daran wird sie auch in Zukunft als an einem Rccher De Bronze festhalten. Heer und Beamtentum sind stellte noch ebenso wie früher die utientbehrlichen Machtfattoren für eine erfvlgreiche Regierungs- Politik. Die Reichswehr hat dank einer umsichtigen Führung in Dem verwahrlosten und un- geordneten Staatswesen der letzten Jahre ein ©icenleben führen können, das eine Kerntruppe aus ihr werden ließ und sie auch innerpolitisch zu so bedeutsamen Leistungen fähig machte, wie sie im letzten unruhigen Jahre von ihr vollbracht worLe.i sind. Viel schwieriger haben sich dagegen die Verhältnisse bei Dem Deauitenapparat gestaltet. Hier setzten wir Mißtrauen gegen Die oberen, Eifersucht gegen bevorzugte Konkurrenten, Die ton der Plattform der politischen Arena ihren Absprung ins Beamtenleben nahmen, um dort vor Stute zu Stufe emporeuschnelter. (Sehr richtig!) Hier den Augiasstall zu reinigen und das alte Elitckorps des deutschen Beamtentums wie- Le hn?,ustellen, ist das Gebot Der Stunde. Wir alle. Du Gesamtheit alter Deutschen, wollen, hinter unterer neuen Führung stehen, wenn es gilt, Die soziale Frage zu losen. Es muß mehr gearbeitet werDen, auch auf Kosten Des Achtstundentages, wem wir gesunden wollen. Die Tragik ist. Daß wir gleichseitig an Der vollen Ausnutzung unserer Produktion vom Auslande behindert werden und daß deshcklb die Arbeitsnot im Lande umgeht, und Die Verdienstmüglichkeiten des Einzel non gesunken sind, Es besieht Die furchtbare Gefahr, daß aus Dieser tragischen Kollision der Interessen ein gegenseitig zerfleischender Kampf auf Tod und Leben wird. Das Schwert, mit dem wir den Drachen des Klassenkampfes und des bim taten Egoismus toten wollen, heißt Seelengemeinschaft zwischen Arbci g ber und Arbeitnehmer. Der Redner schloß mit den Worten des Rütlischwurs aus Wilhelm Teil. Die Teiliiehmer des Par eitages erhoben sich von ihren Sitzen und sprachen bleie Worte mit. Dann felgte minutenlanger stürmischer Beifall und der Gesang des Deutschlandliedes. In Der Aussprache kamen Frau Lehmann, die Abg Graf Westarp, Dr. Helf.e'-ich und Hartwig zu Wort. Mit ei tern Vortrag des Abgeordneten Schlange- Schöning-en über „Völkisch und Vaterländisch" schloß der Parteitag Die MrlitärkonLroUe. Berlin, 1. April. (WB.) Der deutsche Botschafter in Paris hat Len Präsidenten der Dotschasterkonfeien; eine Rote übermittelt, in Der cs u. a. heißt: In Der Rote, Die Eure Exzellenz unterm 5. 3. an mich gerichtet haben, wird ausgeführt, Laß die alteierten und assoziierten Regierungen in Den fünf Gruppen der Kollektionote vom 29. 9. 1922 nicht alte, sondern nur Die wichtigsten Ab. üstungsmasn • hmen laten aufzählsn w'llen, raß Daher Die Auslassung, als sei Die Deutsche Abrüstung bis auf jene fünf Grup en im September 19.2 von Der Bois raster- ko nferenz selbst ckls d u r ch g e f ü h r t aneteaimt worden, nicht richtig sei, und Daß im übrigen Die Frage, inwieweit im Rahmen dieser fünf Gruppen Kontr llhanDluegen an Ort । n) ©teile nötig sind, aussck 1 eßlich der EntscheiDung der interalliierten Militäriontrollkomm.sllon untc - lieqe Die Rote betont. Daß Die alliierten und as vz'iierten Regierungen bereit seien Deut!chland Die auf ihm ruhenden Lasten Dec Kontrolle zu erleichtern, raß sje sich intern nachdem Die Kontrolle während Des größten Teils ces Jähes 1923 gern ick habe, von Dem lerzeiigen RüslunossianDe 'Deutschlands kein Bild mach' n könnten, bevor sie diesen noch einmal nach allen Richtungen hiit en nachprüfe i lassen. _____________ nehmen, Daß der Ueberfall im Biirgerbräukeller einen betoufiten Wortbruch seitens ci res der An- cellagten bedeutete. Beklagenswert sind Die sicht- baren Folgen Der Tat, der Tod und Die Der-- üninDuni einer Reihe vaterlcrndsbe ei terteManne- Das Gerächt will sich nicht darüber auflern, obwohl das älnteil verhütet worden wäre, wenn Kahr Dem Wunsche Hitlers um Gewährung einer UnteiTcDung entsprochen ,rei Herren entgegengesetzt worden wäre. Den aufgeführcksn strafmildernden Grünten stehen aber auch gewichtige strwerschweteuoe Gründe gegenüber. Die. weitere Durchführung des älnte.mehmcns hätte die Gefahr eines Burge'e- krieges heraufbeschworen und vermutlich auch außenpolitisch DerwicklunTen herbvigefuhrt. Hie c flennt hiernary zwar die Hottotnbtgtett einet gemeinsamen Anstrengung an, um aus der Sackgasse herauszukommen, ihr Der- gleichsvorschlag knüpft aber an die Bedingung, -atz die Kontrollkommission ihre Inspektionen vorher nochmals in vollem Umfange wieder aufnehme. Die deutsche Regierung hat mich beauftragt, der Dotschofterkonferenz vor allem zum Ausdruck zu bringen, Latz Ne den Willen zur Verständigung, der aus der Qlote spricht, erkennt und würdigt, und das) sie den Gedanken einer gemeinsamen Anstrengung, um .aus der Sackgasse herauszu- kommen, durchaus akzeptiert. Heber die Art und Weise der Verwirklichung dieses Gedankens beehre ich mich, namens meiner Regierung folgende Ausführungen zu machen: Sine etwaige unvollständige Durchführung unwesentlicher Teile des Abrüstungsaktes kann nicht dazu führen, dah die Kontrolle beliebig verlängert wird. Die Votschafterkonferenz selbst geht in ihrem Schreiben an das Sekretariat des Völkerbundes davon aus, dah die Beendigung der Funktionen der Kontrollkommission eine restlose Durchführung aller Einzelheiten der Deutschland int Teil 5 des Vertrages von Versailles auferlegten Mahnahmen gar nicht vorausseht. Es dürfte sich durch diesen Gedankengang doch die Aechtsauffassung bestätigen, von der die deutsche Regierung in ihrer Bote vom 9. Januar 1924 an die interalliierte Militärkontrollkommission ausgegangen ist, dah nämlich, abgesehen von den fünf Punkten, welche die Botschafterkonferenz als noch offen betrachtet, die Funktionen der Kontrollkommission eigentlich längst dem Regime des Artikels 213 hatten weichen sollen. Inwieweit innerhalb des Rahmens der fünf Punkte noch Kontrollhandlungen erforderlich sind, ist eine Frage, die nach Anstcht der deutschen Regierung nicht einer einseitigen Entscheidung durch ein Organ der alliierten und assoziierten Mächte, sondern einer Verständigung von Fall zu Fall überlassen werden sollte. Gegenüber einer Ration von Tradition und lebendigem Gefühl für nationale Würde kann auf die Dauer unmöglich alles aus die Formel Befehl und Unterwerfung gestellt werden. Wollten die alliierten und assoziierten Regierungen es zu- lassen, dah eines ihrer Organe diese elementare Wahrheit mihachtet, so würden sie dadurch nur die Strömungen nähren, die der endlichen Befriedigung Europas weit abträglicher sind, als es irgendein (SntgegenEommen in der Frage der deutschen Qlbrüftun i fein kann Die deutsche Regierung gestattet sich den Dorschlag. die Durchführung der beschränkten Aufgabe der Militärkontrolle von vornherein in die Hände et es anderen Organs zu legen, eines Organs, das der Beschränkung seiner Au gäbe auch durch die Beschränkung seines Personal st andes Rechnung trägt und durch eine Zusammensetzung, die sich dem technischen Charakter der in den sünf Punkten formulierten Materien a.rpaht, eine Gewähr dafür bietet, dah sich die Militärkontrolle in dieser ihrer letzten Phase in einer Atmosphäre ruhiger Verhandlungen abspielt. Dieses neue Kontrollorgan wäre auch zeitlich an die Bereinigung der fünf Punkte zu binden, wenn man nicht vorzieht, feine Existenz terminmätzig zu befristen. Sie Frage, welche die alliierten und assoziierten Regierungen offenbar noch aufwerfen, ist die. nb der deutsche Rüstungsstand heute noch derselbe ist. wie er im Frühjahr 1923 auf Grund der insoweit durchgeführten Abrüstung sich darstellte. Wenn die alliierten und assoziierten Mächte De» deükan tragen, diese Frage ohne weiteres zu bejahen, ifst es verständlich, trenn sie den Wunsch -oben, sie einer Rachprüfung zuzufühven. Aber Dan würde in die Rechte des Volker- vundes eingreife m trenn man eine derartige Rachprüsung in die Hände des zur Kontrolle des Abrüstungsaktes berufenen Organs der alliierten tmd assoziierten Mächte legen würde, anstatt es dem Völkerbund zu überlassen. Die deutsche Regierung macht den alliierten und assoziierten Mächten daher den Gegenvorschlag, dah sie sich zwecks Herbeiführu ngöerjent- gen Untersuchungshandlungen, die sie im Interesse' ihrer Beruhigung über den deutschen Rüstungs stand für nötig halten, an den Rat -es Völkerbundes wenden, wobei sie zur Erwägung stellt, ob es sich nicht zur Vermeidung eines etwaigen gleichzeitigen Funktionierens zweier verschieden ressortierender Kontrollorgane empfehlen möchte, auch das oben erörterte reduzierte Organ zur Bereinigung der fünf Punkte oem Rate des Völkerbundes zu unterstellen. Siche des Völkerbundes wird es dann sein ,zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Anordnung einer Spezialuntersuchung gemäß Art. 213 gegeben sind. Er wird auch in der Lage fein, durch die gleichGiehener Stafctt^eater. Hauptmann: ©Iga. Gril'parzers feingeschliffene Erzählung „Das Kloster bei Sen Lomir", eine der kostbarst :n Perlen deutscher Rorellerckunst hat Gerhart Hauptmann zu einem dramatischen Rottum:s umgestaltet. In sechs gespenstischen Szenen huscht die Tragödie einer polnisch tu Adels familie vorübw, von einem Ritter im düsteren Traum geschaut. Aber was bei Grillparzer mit scharf durchdachter Konsequenz geschildert wird, bleibt bei Hauptmann flüchtig hchg?worsene Skizze. Wer Grillparzers Erzählung i icht kennt, wird vergebens nach stichhaltiger Motivierung suchen, die Charaktere sind nur schwach umriffene Schattengestalten, die Handlung bei aller dramatischen Wucht, bei aller po.ckon.Len, aufs äusterste konzentrierten Ge- schlofsenheit doch allzu spärlich angebeuiet, um die Tragödie als solche in ihrem ga rzen Ausmah empfinden oder gar erleben zu lassen, Und doch wird man sich nicht eines starken Ausdrucks erwehren können, trenn Hauptmanns Szenen in einer Aufführung über die Bühne gehen, wie sie gestern ALvlf Teleky uns bot. Der pausen- lvsrSz-enenwechel btt off.ner Bühne machte aller« Vings unserer in Matzen und Mitteln nrtürlich.r- wtt-e beschränkten Bühn? einige Schw.erigleäen, die man bei den Wiederholungen Lurch schnellere und vor allem geräuschlosere Aufbauarbeiten auf ein erträgliches Mast wird zurücksühren müssen. Mit Lern Vorhang scheint man auf Kriegs,uh zu stehen. Sein ratterndes Fallen wirkte schon früher häufig recht störend, hier mutzte man versuchen, mit dunsten, völlig geräuschlosen Schlttem au-zutommen. Diese Kleinigkeiten tön-- nen für die Wirksamkeit eines Stückes wie „Elga" entscheidend sein. Die Hauptgestalten des Traums lagen bei Karl Juhnke und Rose Rubner zeitige Einleitung eines tatsächlichen und all« gemeinen Abrüstungsaktes die breite Öffentlichkeit davon zu überzeugen, d.rh die etwa für notwendig gehaltenen Unlers uchungs Handlungen nicht der dauernden Aufrechterhaltung des jetzigen Mitzverhültnisses zwischen dem deutschen Rüstungsstande und demjenigen seiner Rachbarn, sondern der ehrlichen und endgültigen Befriedung Europas dienen. Genehmigen Sie . . . gez. v. Hoesch. » Die Berliner Preffe sieht in der deutschen Rote über die Militärkontrolle ein Ein 1 enken gegenüber den Forderungen der Botschafterkonferenz. Die Rote findet daher in der Rechtspresse scharfe Kritik mit Ausnahme des „Berliner Lokalanzeigers", der es begrüßt, dah sich die Rote mit Rachdruck auf das lebendige Gefühl der nationalen Würde im deutschen Dolke beruft, welche eine zudiktierte Dauerkontrolle nicht ertragen kann. Das „B. T." hebt hervor, dah sich die deutsche Regierung in der Rote ehrlich bemüht, auch von deutscher Seite die notwendigen Schritte zu einem Ausgleich in der Frag: der Militärkontrolle zu tun, der auf die interalliierten Beziehungen, aber auch auf die innerpoli.ische Lage nur günstig etntoirfen könne. Der deutsche Vorschlag, bet den Völkerbunds'- rat entsprechend dem Art. 213 des Versailler Vertrag:s als Aufsichtsorgan über die Militär» Eontrolle vorsieht, nehme der Kontrolle das Peinliche, das Befehlende und Verletzende. Dieser Vorschlag bedeute ein Vertrauensvotum, das Deutschland sicherlich nicht leicht gMnorben fei mit Rücksicht auf die Entschttdung des Rates tn der oberschlefischen Frage, das aber von dem deutschen guten Willen wahrlich Zeugnis ablege. Arbeitnehmer und Micumverträge. Berlin, 1. April. (Privattelegr.) Wie mehrere Blätter aus Essen melden, lehnte in den gestrigen Besprechungen zwischen der Micum und Vertretern der Dergarbeiterverbände die Micum das Verlangen der Verbände auf Hinzuziehung zu den Verhandlungen über eine Verlängerung der am 15. April ablaufenden Micumverträge ab. Rachdem die Organisationsvertreter eingehend auf die ungünstige ßagfe der Bergarbeiter hingewiesen hatten, betonten die Micumvertreter, dah sie niemals erklärt hätten, dah nicht auch die Arbeitnehmer an den Reparationslasten zu tragen hätten. Weiter führten sie aus, der Zweck der neuen Micumverträge sei erstens, die Reparationslieferungen bis zur Regelung der Reparationsfrage zu sichern, zweitens, die wirtschaftliche Aktivität im Interesse der Arbeiterschaft herzustellen. Falls die Reparationslieferungen nach dem 15. April aufhören sollten, würden seitens der De- satzungsbehörden Mahnahmen ergriffen, die gegebenenfalls eine Wieder st illegung der Betriebe zur Folge hätten. Die Ärbeit- nehmervertreter würden zu gegebener Zeit zur Entgegennahme von Informationen über die Micum-Verhandlungen eingeladen. Kleine politische Nachrichten. Die französische Kammer trat heute in die große politische Debatte ein. Unter stürmischen Protesten und Pullegeklapper der rechten und linken Opposition Arago begrüßte ein Abg. der Aragogruppe das neue Kabinett, ein Abg. der republikanisch-sozialistischen Aktion kritisierte lebhaft die Finanzpolitik des verslofsenen Kabinetts und befürchtet eine finanzielle, moralische und militärische Isolierung Frankreichs. * Dem Vernehmen nach wird die In fante r i e s ch a l e, deren Schüler bekanntlich in den Hitlerprozeh verwickelt waren und in deren Räumen sich der Hitlerprozeh abspielte, dauernd, von München wcgverlegt werden. Die Schule soll im Herbst nach Dresden kommen. • Die Dergarbeiterverbände kündigten das Berliner allgemeine Abkommen über die Mehrarbeit im Ruhrbergbau, das Abkommen über die Arbeitszeit über Tage, sowie die auf Grund des Schiedsspruches sich ergebende Vereinbarung über die durchgehende Arbeitszeit mit Wirkung vom 30. April. Der badische Eisenbahner streik ist im Abflauen begriffen und im allgemeinen auf Mannheim, Heidelberg und Umgebung beschränkt. Im Dangierbahnhof Karlsruhe haben sämtliche streikenden Arbeiter den Dienst wieder aufgenommen. Auch in den übrigen Streikgebieten sind zahlreiche Arbeiter wieder zum Dienst erschienen. Rach der ganzen Stimmung in der Arbeiterschaft ist die Zahl der Arbeitswilligen sehr groh. in guten Händen. Herr Juhnke gab den furchtbar Betrogenen hin reihend in seiner Liebe, erschütternd in Schmerz, Rache und entsetzlicher Enttäuschung. Frau Rubners Elga war das triebhafte Weib, „eigcntoiltig, leichten Sinns, immer bereit, alles aufs Spiel zu setzen". Die Gefahr macht ihr das Leben erst lesenswert. Das Spiel mit dem Glück kostet -sie aus bis zur Reige, bis das Glück in ihren Händen zerschellt. Frau Rubner liegt diese Hauptmannschs Elga, sie gab ihr Blut und Leben, anmutiges Spiet, zündendes Temperament, das Flackernde, glühe.-d Sinnliche dieses Weibes. Die anderen Rollen treten stark in den Hintergrund. Frau Marcks spielte die Marina fich.-r und abgeklärt, ebenso Paul Schubert den alten Hausverwalter. Den Detter Oginski konnte P. P. Schmitz nicht aus seinem etwas mystischen Ta'ein erlösen. Mitglieder des Bauerschen Gesangvereins machten sich um die musikalische Umrahmung der Svenen verdient. Frau Rubner, die mit ihrer Elga zum letzten Mal in einer tragenden Rolle auftritt, wurde von dem gut besetzten Hause lebhaft gefeiert. * —e. Gietzener Konzertverein DaS Berliner Dokalterzett. Lange erwartet, hat endlich das Berliner Dokalterzett frohe Einkehr gehalten. Die wohl bedeutendste unserer solisttschen Deceinigua- gen für mehrstimmigen a cape!l.i=®efang erschien diesmal in einer neuen Zusammenstellung, die mir mit besonderer Freude begrüßen. Der helle, schlanke Sopran der jugendlichen, anmutigen Erscheinung Margarete Strunks b ingt mit seinem lebhaften Dempcram'nt und mit offenkundig starkem seelischen Erleben eine wi kungs- volle Beschwingung und eine mitunter heftig aufAus swm und Land. Dietzen, den 2. Aprll 1924. Ernennungen in der hessischen Justiz- Ernannt wurden am 12. März 1924 der Ober- landesgerichtscat Eduard Holzapfel in Darmstadt zum Senatspräsidenten bei de n Oberlandesgericht in Darmstadt und dec Landgerichls- direktor Ludwig Reuen Hagen in Dietzen zum Präsidenten des Landgerichts dec Provinz Oberteilen in Dietzen. — Landgerichtspräsident Reuen Hagen hat seine ganze bisherige Dienstzeit in Dietzen verbracht. Er war früher hier Amtsrichter, dann Landgevichtsrat, hieraus Land- gerichtsdireklor und Dor.itzenLer der Kammer für Handelssachen. ., . . o Ferner wurden ernannt der Oberlandes- gerichtsrat Ferdinand Schudt zum Landgerichtsdirektor in ®ie&en und der Landgerichtsrat E r n st Kramer ebenfalls zum Landgerichtsdirektor in G letzen. — Landgerrchts- direktor Schudt war früher Amtsrichter in Homberg Darmstadt und Dietzen, Staatsanwalt in Darmstadt und Landgecichtsrat in Dietzen, vor etwa 1V2 Jahren wurde er zum Oberlandesgerichtsrat ernannt. Landgerichtsdiveltoc Kramer war früher Amtsrichter in Herbstein, bann in Gietzen und zuletzt Landgerichtsrat tn Gtetzen. * Der Verkehr mit dem besetzten Gebiet unterliegt gegenwärtig den nachstehenden Vorschriften: Alle Bewohner des besetzten Gebietes können auf Grund ihres Personalausweises zwischen dem besetz eo und unbesetzten Gebiet unbehindert verkehren. Für die Bewohner des unbesetzten Gebietes ist zur Einreise in das alt- und neubesehte Gebiet nach wie vor ein besonderer Geleitschein erforderlich. Reben dem Geleilschein muh jede im besetzten Gebiet reisende Person ihren von der Heimatbehörde ausgestellte i Personalausweis mit Lichtbild bei sich führen. Die erteilten Grenzvisa und Gelei.sch eine haben nur Gültigkeit für den .Hebergang (Kon voll statt on) für den sie ausgestellt sind. Für den Ausflugsrerkehr sind teilweise besondere örtliche Erleichterungen getroffen, die bei den in Frage kommenden Gemeindevorstehern er» fragt werden. Btt Reisen vom unbesetzten nach dem unbesetzten Deutschland, die über Regiestrecken ausgeführt werden, genügt der gewöhnliche Personalausweis. Die Fahrkarte mutz in diesem Falle von einer unbesetzten nach einer unbesetzten Station lauten. Die Einholung der Erlaubnisscheine geschieht im al besetzten Gebiet bei den zuständigen Krers- delegierten bzw. bei den Ober delegier len der In» teraLiierlen Rh.inlandlommi. sion des zu bereisenden Kreises oder Bezirks; z. B. für die Pfalz an den Ober delegier len der Interalliierten Rhein- landkommission in Speyer, für Hessen in Mainz, für Hessen-Rassau in Wiesbaden. Für die englische Zone ist der Antrag bei dem Pahamt in Köln (Domhvf 28)' zu stellen. Für das Ruhrgebiet haben die Handelskammern in Düsseldorf. Essen, Bochum, Dortmund, Duisburg und Krefeld die Anträge auf Einreiseerlaubnis für ihren Bezirk übernommen. Als Unterlagen sind erforderlich, außer dem schriftlichen Anträge, ein mit einem Lichtbild versehener Personalausweis der Heima. Behörde, zwei Pahbilder, e ine Aufenthaltsbescheinioung, ein Freiumschlag und die Gebühren. Zur Zeit werden für Geleilscheine 28 französische Franken oder sechs Goldmark gefordert. Die Gebühr kann dem Anträge beigefügt werden. Es kann aber auch der Antrag gestellt werden, sie bei der Uebersendung des Geleitscheines nachzunehmen. •* \ Dörnotireu. — Ta geskalender füx Mittwoch. Stadttheater: 1 Ähr „Maria Magdalene". — Südwestdeutscher Radioklub: 8 Ähr im Physik. Institut (grober Horsaal) Mitgliederversammlung und Vorführung des Frankfurter Senders. — D. H.D.: Kausm. Derttnshaus Monatsversammlung. — Palast-Lichtspiele: „Inri". — Lichtspielhaus, Bahnhofstratze: „Fridericus Reck'. — Die Deutsche Dolkspartei hält heute (Mittwoch) abend, 8V1 ülbr, im Gewerbebaus einen Mitglisder-(Distussions-)Mend ab, bei dem über den Parteitag in Hannover berichtet wird. — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Rochmals sei darauf hingewiesen, Latz den Dienstag-Abonnentcn ihre Plätze für Las 1. Opemgastspiel „Zar und Zim- mermnnn“ am Dienstag, 8. April, nur dis ein» schlletzlich Freitag, 4. Ls. Mts., reserviert werden. Der freie. Verkauf beginnt am Samstag, 5. und es werden für diesen noch Vorbestellungen ent» I gegengeiwmmen. (Siehe Anzeige.) /ata nut Der ES kimo". Man schreibt uns: In 13 Monaten voll schlimmster Entbehrungen, grimmigster Kälte und nagendem Hunger hat ein kühner Amerikaner, namens Robefl 3. Flaherty, diesen Tatsachensilm — Len Film Vcm Polarmenschen — geschahen. Dank dec seltenen Begabung Les sicheren Blicks und der zähen Ausdauer des Operateurs wurde er ein Kultursilm. wie die Welt noch keinen anderen sah, das unvergängliche Dokument einer unb.kannten Kultur. starker als alles, was wir bisher an Schillerungen aus dieser fremden Welt besahen. Fla» herty setzte sich im Fort Harison an der Hudson- Bai fest und arbeitete von dort aus in einem Umfre’fe von 703 bis 830 Kilometern nach allen Himmelsrichtungen hin zusammen mit Ra nur, dem rntellcgenten Eskimo, dessen Jagdgebiet so groh wie Deutschland ist. In der schneidenden Kälte des Polareises, oft genug bei 50 Grad unter Rull wurden die Ausnahmen gemacht. Dre aber- gläuöische Scheu der Eingeborenen, die Unbilden der Witterung, alles mutzte mit zäher Energie überwunden werden, um diesen Film zu schassen. >der nun schon in vielen Städten In aller Well mit größtem Erfolg gezeigt wurde. * * Die Freigabe des von Amerika beschlagnahmten deutschen Guthabens scheint nunmehr endlich in Fluh za kommen. Der Amerika-Abteilung des Hansa-DundS für Gewerbe, Handel und Industrie find in den letzten Lagen mehrere Beträge zur Aushändigung an die Beteiligten vom amerikanischen Treuhänder in Washington zugegangen; sie hat auch die Mitteilung erhallen, dah nunmehr aas baldige weitere F,ergaben zu rechnen ist. Befremdend wirkt es aber, datz von den gesamten beschlagnahmten ca. 22 000 Positionen erst ca. 40CO Positionen reklamiert find. Möglicherweise haben die Interessenten geglaubt, datz ihnen das frei» gegebene Geld in Deutschland beschlagnahmt würde: das ist nicht der Fall, im übrigen steht es auch jedem frei, sein sreigegebenes Guthaben bei einer amerikanischen Bank zu deponieren Zur kostenlosen Auskanst ist die Amerika-Abteilung des Hansa-Dundes stets gern bereit. Den Anfragen ist ein Fceiumschlag für die Rückantwort beizufügen. RDV. Iugendfahrten auch zu O st er n u n d P s r n g st en. Für Iugendwanderungen, die in geschlossenen Gruppen von besonders aner- f arm‘en Vereinen durchgeführt werden, gewährt die Reichsbahnverwaltung eine Fahrpreisermäht» gung. In den Tarifbestimmungen ist jedoch vorgesehen, dah die einzelnen Reichsbahndioektivnen diese Ermähigung zuzeiten besonders starken Der» kehrs versagen gönnen, trenn der normale Reiseverkehr durch den Andrang von Iugendwanderern bohindert zu werden droht. Es war deshalb angeregt worden, die Fahrpreisermähigung grundsätzlich an den Samstagen vor Ostern und Pfingsten zu versagen. Gegen diese Anregung wendet sich jetzt der Reichsverkehrsminister mit folgender Erklärung: „Da sich für den grössten Teil der im Werktätigen Leben stehenden Jugendlichen die einzige Gelegenheit zu Wanderfahrten an Den Feiertagen bietet, mutz um so mehr darauf gehalten werden, dah diese Gelegenheit jetzt nicht auch noch allgemein abgeschnitten wird, nachdem die Iugendfahrten durch die Tariferhöhung erst kürzlich verteuert und die zahlreichen Anträge auf Herabsetzung der Fahrpreise für Jugendliche abgelehnt worden sind. Die Reichsbahndirektionen sollen deshalb nur im Rotfalle, trenn die betrieblichen Verhältnisse es unbedingt fordern, von den nach dem Tarif zulässigen Einschränkungen Gebrauch machen." RDV. Postanweisungen nach Schwe« den und England. Von jetzt ab werden zu Len früheren Bedingungen Postanweisungen (Meistbetrag 800 Kronen) nach Schweden, sowie Gebührenzettel zu Wertkästchen und Paketen nach Schweden wieder zugelassen. Auch sind^die Rach» nahmen auf Postpaketen und Postfrachtstücken nach Schweden wieder in Mark anzugeben. Der Meist- £ et rag ist 800 Billionen Papiermark. — Ebenso sind jetzt gewöhnliche und telegraphische Postanweisungen nach Grvtzbritannien und Freistaat Irland, sowie gewöhnliche Postanweisungen nach den Britischen Kolonien und den Britischen Post- anstalten in fremden Ländern unter den früheren - Bedingungen wieder zugelassen. Die Gebühren für gewöhnliche Postanweisungen nach den bezeichneten Ländern betragen für Einzahlungen bis 30 Billionen Mark 30 Rentenpfennige, für Einzahlungen über 30—60 Billionen Mark 60 Rentenpfennige, für jede tbeiteren 60 Billionen Mark 60 Rentenpfennige. ** Fahrplanänderung auf der Strecke Ridda-Schotten. Im Zugverkehr auf der Strecke Ridd.r—Schotten sind ab gestern folgende Aenderungen eingetreten: Der Personenzug, der seither ab Ridda 4,30 älhr nachmittags fuhr, fährt erst um 6 älhr, in Ridda ab und ist 6.40 älhr in Schotten. Der Gsgenzug fährt bann wallende Gefühlssteigerungttn den bisweilen schon allzu klassisch abgeHärten Charvkter des Ensembles. Merdings junger Most will Weile haben. So wird auch diese neue Gruppierung ihre bedeutsame älmftelhing mit einem leicht ton« ftatierbaren Mangel Der so oft gerühmten In- tcnation3reinb;it vorerst wenigstens zu erkaufen haben, der sich in den eingangs gefangenen Volksliedern und merklicher Wttse auch in einigen Der Schlutzlieder zeigte. Diese kaum meßbaren leichten Schwankungen konnten jedoch die aufjer» ordentlichen Eindrücke nur irenig beeinträchtigen, welche von der ungemein hochstehenden künstlerischen Kultur dieser ei-talgartigen Madrigalvereinigung ausgehen. Die absolute technische und musikalisch» Sicherheit, D e bewundernswerte Virtuosität Der Sprechtechnik, Die sich etwa in'dem Kanon Lachners „Wenn ich weih, was du weiht" besonders überzeugend lundgab, stehen auf einer Hohe der Entwicklung, die im allgemeinen nicht erreicht wird. Ganz prachtvoll ergänzen sich der Charakter und das Kolorit des Ton und Stimmung äuherst fest haltenden Mez'.vsrp.a'NsK ä t he A u l i ch s und des Alts Elisabeth Dohms, Der mit seiner Kontrafärbung auch überraschender humeristischer Charakterisierung säh'g ist. Professor Gustav Trautmanns Klavierbegleitung wirkte in diesen fie ren musikalischen Kabinettstück.n gerade wegen ih.er gedreen räumlichen Ausdehnung wie feinst gejcy-'.i'ffenes Edel- geftein, das magisches Licht aus strahlt. Sie war ein crlefonec Genutz für sich. Die mit stürmischem Beifall aufgenommene Vortragsfolge, die dankenswerter Weise durch gern gewährte Zugaben erweitert wurde, war diesmal historisch nicht so sehr befrachtet tote im Februar 1923, als die Madrigale Haslers und iRegenarts mir Iwillltt.nmOnen AnsatzzuBstrachtun- gen über die Polyphonie des 15. und 16. Jahrhunderts und über das Madrigal im besonderen gaben. Aber auch das jetzige Konzert warf ein Helles Licht auf die Blütezeit der Polyphonie, die ja gerade in der Bearbeitung von Volksweisen ihr besonderes Betätigungsfeld gefunden hatte. Aus diesem Kranz leuchtender Blumen berauschte wohl am stärksten, aber auch am schmerzlichsten der melanchDlische Duft des „schweren Traumes". In Dan Mittelgruppen bei Programms, die mit Komponistennamen belegte Lieder brachten und offenbar als Durchschnitt durch diese Literatur bis zur Moderne (R. I. E i ch b e r g) gedacht waren, standen die beiden meisterlichen Madrigale des alten Thomaskantors Ioh HermannSchein, vvn dessen Wec-ken Arthur Prüfer eine Gesamtausgabe bei Dreitkopf und Härtel redigiert hat, mit ihrer musikalischen Ur- sprünglichkeit sehr fühlbar über den Kanons Carl Maria von Webers und Franz Lachners, in denen trotz der souveränen Beherrschung der Kontrapunktik die Starrheit der konstruktiven Linie nicht von der Kraft lebendiger Erfindung durchbrochen wird. Von den beiden Drahmsnachfolgern, denen in gewissem Sinn auch R. I. Eich berg anzugliedern wäre, dürfte wohl Wilhelm. B e r - g e r mit den beiden Liedern „S ch n e e w i 11 ch en in der Wiege" und „Es ging ein Duft durch d i e Frühlingsnacht" stärkere Wir- gungen hinterlassen haben als H. v H e r z o g e n- b e r g mit feinem Trutzlied. Beide sind Meister der Form und Kontrapunktit, bei denen das zeichnerische Element den Sinn für Farbe beträchtlich überwiegt. Berger aber tritt in seiner Musik trotz seiner niederdeutschen Schwerblütig- keit weit kraftvoller und persönlicher hervor als Der scheu in sich verschlossene Herzogenberg. Dr. H.R 1 .M Jj# Un5 ber.nh säte ä «?N*- aet» *>*1 L^ä-L §L°K “ ®S M ' Acht SSa u?t2r lh Ä °n ImttiVfi SW“*«- ** l>nb in U ^chea L^, . ’ J,K ^at au6 lnNr aii bau *** *h Solanum be- erll ca. 40C0 [{teWt hoben .Men das [rri, . ^stlagnahmt ? ubngrn sieht -benes Tathaben Monieren Amerila-Abtei. ern bereit. §«, i>te Aüctanlivsri wchzuOstern Änderungen, die besonders aner= Verden, gewährt 8ahrdretsernmhl» 1 Ist jedoch vorge- bsbahndtrektivnen ihrs starken Der- $ normale Leise- Iugendvanderern Var deshalb an» Mhignng gründ« )ftem und Pstng' Anregung toentel ter mit folgender fiten Teil der im leMchm die ein- ten raten Feier» daraus gehalten nicht auch noch chdem die fugend- j erst kürzlich vertrüge auf Herab- mdltche abgelehnt tirtfnoncn füllen nn die betrieb» fordern, dvn den schräntungen De» rn nach bchvs eyt ab werden zu Postanweisungen h Schweden, sowie ! und Paketen nach lud) sind die M* ^stsrachtstülken nach ugeben. Der Metlt- ierinark. — Sbenft graphische W* en und Freist^ stanweifungcn nach en Drillichen W unter den früheren nt Die Scbührvl aen nach den be* r CinMngen biS Pfennige, für Sm* Mari 60 Renten- ) Dilltonen Mn in3m Zugverkehr I Ubr nachmrttagS Jidda ab unb ifi gewM sahridann rigal nn bes°"Ser« ■to" ^*2 % «Mr in Schotten antommt. Der Gegenzug fährt in Schotten ab 4.30 älhr und kommt um 5.09 lUjr nach Ridda. ** Oesfentliche Bücherhalle. Im März wurden 1738 Bände ausgeliehen. Davon kommen aus: Erzählende Cttcmtuc 877. Zeitschriften 168, Zugendschriften 139, Literaturgeschichte 5, Gedichte und Dramen 17, Lander- und Völkerkunde 133, Kulturgeschichte 37. Geschichte und Biographien 154, Kunstgeschichte 24, Raturwissen- schaft und Technologie 86, Heer- und Seewesen 8, Haus- und Lairdwirtschast 16, Gesundheitslehre 14, Religion und Philosophie. 36, Staatswissenschast 10, Sprachwissenschaft 5, Fremdsprachliches 9 CBänbe. Rach auswärts kamen 30 Bände. X Der Kretsverband Oberhessen des Verbandes der evangelischen weiblichen Ou gen b tagte am Dienstag tm Martussaal. Rach Eröffnung mit Lied und er» baulicher Ansprache des Vorsitzenden, Pfarrer D« Y r i ch - Münzen berg, hielt Lanresiugend- pfarrer Zentgraf einen Vortrag über „Bibelarbeit im Verein". Der auch Erfahrungen aus dem Felde und der letzten Reise ins besetzte Gebiet verwertende Vortrag brachte viel Grundsätzliches und Methodisches und regte zu lebhafter Aussprache an. Der Verband, der auf 107 Vereine cn grwack-sen ist, wird seine Rachrrch'en wieder im Druck Herausgeber: und sein Zahresfest nicht in Büdingen, sondern tn Darmstadt oder Gießen halten. " tthrmachertag in Gießen. Vom 10. bjs 12. Rkai findet in Gießen der Anler- ve'rbandstng des dem Zentralverband Deutscher tthrmacher angehörenden Gaues Hessen statt. Mit dem Verbands tag wird eine Ausstellung von Uhren und Merlzeugen verbunden sein. Landkreis Gictzcn. • Londorf, 1. April. Nachdem er voriges Hahr im Kreise feiner Familie silberne Hochzeit und gleichzeitig sein 2 5 j ä h r i g e s Deamten- j u b i l ä u m gefeiert hatte, waren es gestern 25 Hahne, daß der Lokomorioführer Karl Rüspe le r von Marn;; nach Londorf versetzt wurde. Dom gleichen Zeitpunkte ab ist er ununterbrochen Abonnent des „Gießener Anzeigers". Kreis Alsfeld. * A l s f e l d, 31. März. Als erster Redner der -Gießener Hochschulgesellschaft sprach tarn Freitag abend in der hiesigen Dürer-Gesellschaft Geheimerat Prof. Dr. B e h a g h e l von der Lrndes-Ilniversität über Wortschöpfung und über die deutschen Scheltwörter. Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen und zeigte, daß gleich der erste Abend der Gießener Hoch- ,schulgesellschaft ein Treffer war. Dank der anerten» .nenswenen Bereitwilligkeit der Herren von der ZLandes-ttniversilät sind wir jetzt auf Monate hrn- aus mit Vorträgen versorgt. Kreis Friedberg. * Friedberg. 1. April, lieber die jüngste G e heim sitz u ng der Stadtverordneten weiß der „Oberhesf. Anz." u. a. folgende bemerkenswerte Einzelheiten zu berichten: Rachdem sich der städtt» sche Bauausschaß in mehreren Sitzungen mit dem vom Hochbauamt Friedberg ausgearbeiteten and vom Ministerium begutachteten Ortsbaaplan beschäftigt halte, konnte diefe für die Entwicklung der OtaDi äußerst wichtige '-rage nunmehr endgültig gelöst werden. Es wurde ein sogen. Dis - positionsplan ausgestellt, welcher in wesentlichen Grundz igen diezukünftigenBaa- quartiere ( Einzelbau.en, Siedlangsbautrn, Arbeiterbauten, Znaustriegelände) im Geländeabschnitt Wilhelmstraßc. Bahnlinie Friedberg— Frankfurt, Bahnlinie Friedberg—Homburg, Landstraße nach Ober-Wöllstadt sestgelezt. Dieser Plan bedeutet, worauf besonders hingewiesen wird, nur eine Festlegung in großen Zügey und ist später, falls dies die 'Verhältnisse c^orDera sollten, noch abänderungssähig. Er legt die Grundidee für die Einteilung des ganzen Geländes im Süden der Stadt fest. Anschließend hieran wurde der Spezialplan für die demnächst zu eröffnenden Bauquartiere im Süden der Stadt beraten und gleichfalls einstimmig genehmigt. Das Hochbauamt arbeitet z. Zt. auch einen Ortsbauplan für das Gelände innerhalb der Kaiserstraße, Gutenbergstrahe, Gemarkungsgrenze Ockstadt, Main^ertoranlage sowie einen solchen für den Stadtteil Fauerbach aus. Die Arbeiten sind derart fortgeschritten, daß die Stadtverordnetenversammlung in aller Kürze in die Beratung und Beschlußsassang bezüglich bie;ev Pläne eintreten kann. Weiterhin wurden die neuaufgeftlitten Bedingungen für den Verkauf städtrschen Baugeländes festgesetzt. Don verschiedenen Seiten wurde hierbei darauf hingewiesen, daß die Stadt in ihrer nächsten Rähe leider so gut wie kein Baugelände besitze, daß das baureife Gelände vielmehr fast ausnahmslos Prioateigentümern gehöre: es müßte daher die Mehrzahl der an die Stadt wegen Abgabe städtischen 'Baugeländes herantretenden Daulusti- gen abgewiesen werden: man müsse anstreben, daß die in den von der Stadt unter erheblichen Mitteln in den letzten Jahren fertiggestellten Straßen liegenden baureifen Grundstücke auch bebaut würden, da angesichts der ungeheuren Fi- nanznDt der Stadt neue Straßen im allgemeinen erst dann in Frage kommen, wenn die bereits vorhandenen Straßen ausgebaut seien. * Vilbel, 1. April. Hier wurde dieser Tage ein neuer „Industriezweig" entdeckt. Verschiedene Einwohner hatten sich, um' billiges Gas zu brennen, eine Extralntung selbst angelegt, welche natürlich nicht mit dem Gasmesser in Berührung kam. Durch die Auf- merfiamfeit der Beamten, welche den monatlichen Verbrauch feststellen, kam die Sache an das Tageslicht und wird wohl seht ein gerichtliches Rachspiel haben. Kreis Wetzlar. * Krofdorf, 1. April. Heute ist der langjährige Gemeinderentmeister Hermann E h r t g in den wohlverdienten Ruhe st and getreten. Seit dem Jahre 1890, also seit 34 Jahren, stand er an der Spitze der die beiden Bürgermeistereien Ahbach und Launsbach umfassenden Gemeindekasse und hat derselben mit größter Pflichttreue vergeß anden. Starkenburg und Rheinhessen. * Darmstadt, 1. April. 3n Wixhausen traten die bürgerlichen Gemeinderäte in den Streik und verliehen den Saal. Die Sozialdemokraten hatten den Antrag gestellt, der Bauhütte beizutreten. Die Bürgerlichen verlangten Vertagung, um die Frage zu prüfen. Die Bürgerlichen wandten sich im Interesse des Handwerks gegen den Antrag, die Landwirte machten geltend, daß sie von der Gemeinde noch nicht das Geld für die im Herbst gelieferten Kartoffeln erhalten hätten. Der bürgerliche Der- tagungsantrag wurde a b g e l e h n t und die Sitzung mußte dann geschlossen werden. — 3n Eberstadt ist eine Speisung von 220 Kindern durch die Quäker eingerichtet worden. — Bei der Iagdverpachtung in Unter» Finkenbach wurde der Pächter (als Gegenleistung u. a.) verpflichtet, das elektris che Ortsnetz Herstellen zu lassen. Hessen-Nassau. fpd. Frankfurta. M., 1. April. Vor etwa einer Woche wurde an der Riederräder Schleuse die Leiche eines Mannes aus dem Main g.ständet, deren Füße durch Stricke za- sammengebunden waren. Die Ermittlungen ergaben. daß es sich um den seit etwa drei Monaten vermißten Kaufmann Heinrich Lan.dmann aus dem Stadtteile Rödelheim handelte, der bis Dezember 1923 wegen eines Vergehens eine Gefängnisstrafe verbüßt hatte. Unter dem dringenden Verdacht, an dem Landmann einen Raubmord verübt zu haben, wurde nunmehr in Darmstadt der aus Hahn bei Pfungstadt gebürtige Händler Michel verhaftet. Michel soll mit dem Land- mann in der letz en Zeit Geschäfte allerlei Art abgeschlossen haben und mit ihm viel zusammen gewesen sein. — Dor einigen Rächten wurde aus einem Warenhaus an der Zeil eine große Menge Uhren, Ringe, Schuhe und andere Sachen g e st o h l e n. Ein von dem Täter am Tatort zurückgelassenes Lichtbild eines Mädchens führte auf die Spur des Maschinenbauers Rudolf B r o d - r i ck, der auch die Tat unumwunden eingestand und mitteilte, daß er das Diebsgut tm Riederräder Walde durch seinen „ Freund" Walter Spaer habe vergraben lassen. Als die Polizei den Wald absuchte, war der Koffer mit seinem wertvollen Inhalt bereits wieder in andere Hände übergegangen. — Der Bankbeamte Bernhard Weber stahl seiner Dank zwei Rechenmaschinen und versilberte sie. Der Jüngling wurde festgenommen. Gies;cner Strafkammer- Gießen, 1. April. Heute trat zum ersten Mal die durch die Verordnung über Gerichtsverfassung und Strafrechtspflege vom 4. Januar 1924 geschaffene Reuorganisation der Gerichte in Erscheinung. Die seitherige Strafkammer ist in Zukunft als erste Instanz in Strafsachen ausgeschaltet und wird nur noch als Berufungsinstanz tätig. Demgemäß tagte die sog. kleine Strafkammer unter dem Vorsitz eines Derufsrich'.ers und zweier schössen. Folgende Fälle kamen zur Verhandlung: Der Karl Pf. in L e i h g e st e r n hatte am 13. Sept. 1923 auf' der Bahnstrecke Lang-Göns- TuhLach sich geweigert, einem Schaffner seine Fahrkarte herauszugsben und sie, als sie ihm «[•genommen werden sollte, festgehalten. In Butzbach sprang er auf der entgegengesetzten Seite aus dem Zug und entfernte sich schleunigst. Das Schöffengericht verurteilte ihn w:gcn Wirerstands und Bah.tpolizeiübertretung zu 1 Monat Gefängnis und 5 0 Mark Geldstrafe. In der heutigen Berufungsverhandlung kam das Gericht in Uebereinftimmang mit der Staatsanwaltschaft zu der Uebcrgcugung, daß nicht Widerstand, sondern nur eine wettere Eisenbahnpolizeiübertretung vorliege und hob insoweit das Urteil erster Instanz auf; es erkannte auf eine weitere Geldstrafe von 50 Mark. Wegen BeleMgung eine- Gendarmertewacht- Meisters war der Karl D. zu Bisses vom Schöffengericht Ridda zu 8 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Er hatte feinem Schwager gegenüber geäußert, er habe mit dem Gendarmen eine dicke Zigarre angesteckt und werde deshalb nicht angezeigt. Die Strajkammer gelangte zu einer Freisprechung, da es die Angaben des mit dem Angeklagten schwer verfeindeten Zeugen nicht für ausreichend zu einer Verurteilung hielt. Der Sträfling Theodor D. in Butzbach fotlte im Oktober v. Is. dem Stvafanstaltsdireltor vorgeführt werden. Er weigerte sich, aus seiner ■3eUe zu gehen und leistete, als er gewaltsam scrtgebracht werden mußte, heftigen Widerstand, drohte auch mit kommunistischen Redensarten: „Wartet nur, bis wir Kommunisten hie - herkommen, wir werden in diesen Zellen ein Blutbad anrichten." Wegen Widerstands und Bedrohung wurde er vom Schöffengericht zu 2 Monaten 1 Woche Gefängnis vernr teilt. Seine Berufung hiergegen war erfolglos. Landwirtfchast. Vom Kreis-Veterinäramt Gießen wird uns geschrieben: Schon wieder haben wir einen neuen Herd von Maul» und Klauenseuche, der durch Vieh, das sich im Viehhandel befindet, eing. schleppt worden ist. Waren es bisher meist kletn-landwirt- schastliche Betriebe, die in Mitleidenschast gezogen wurden, so ist es diesmal eine größere Gutspachtung. Der Schaden ist dadurch um so bedeutender, allgemein Wirtschastlich besonders deshalb, weil dadurch die Milchversorgung un- günftig beeinflußt wird. Auch in das nahe Salzböden ist die Seuche durch Handelsvieh eingeschleppt worden. Man sieht aus diesen Seuchensällen wieder, wie auch aus zahlreichen anderen, die in den letzten Monaten in Oberhessen zur Beobachtung tarnen, welch verhängnisvolle Rolle der Diehhandel für die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche spielt und wie wohlangebracht die Warnung des Ministerrums war, die Vornahme von Veränderungen in den Viehbeständen in dieser Zeit möglichst zu vermeiden und insbesondere Personen, die als Zwischenträger für die Infektion in Frage kommen (Händler, Metzger u. bgl.), tunlichst vom Betreten der Ställe fernzuhatten. K. Vermischtes. Ein Attentat gegen Professor Sombarl. Berlin, 1. April. Das „Berliner Tageblatt" meldet: Auf dem Fehrbelliner Platz wurde heute vormittag Professor Sombart, der bekannte Rationalökonom der Berliner llniversität, der im Begriff war, zur Berliner llniversttät zu fahren, von einem Studenten auf die Schienen gestoßen. Der Zugführer brachte noch rechtzeitig den Zug zum Halten. Sombart, der einen Rervenchok erlitt, wurde in seine Wohnung transportiert. Der Student gab an, die Tat aus Rache gegen Soinbatt begangen zu haben.-- Kirchliche Nachrichten. Gießen. Evang. Gemeinde. Mittwoch, 2. April. Iohanneskirche. 611hr: Passionsgottesdienst, Pfr. Ausfeld. — Samstag, d. 5. April. Stadtkirche. 2: Beichte s. d. Konfirmanden aus der Martusgem. und deren Angehörigen. Pfr. Decker. fanMeftr* Gießen, Neustadt 78, 018809 HAITI Original„Mc.Cormick“ u lieferbar. 779c Gießen, Ludwigstraße 28, 018810 Kein Laden 2532D Lieh, den 1. April 1924. Gießen, 1. April 1924 018T94 Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. April nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Emil SeeMcAO Hcflbro.ina'1 Kein Laden 2503c Der Arbeiter zieht aus rhm 6ie Kraft zu emsiger Arbeit, und seine Familie erhält durch ihn Las feinfte Äaffee-Getränk. Die Beisetzung findet Donnerstag, 3. April, nachm. 2 Uhr, auf dem alten Friedhof statt. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 4. April, nachmittags 3Va Uhr statt. Heute entschlief sanft nach längerem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Otto Theiß im Alter von 60 Jahren. Die trauernd Hinterbliebenen. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen auf diesem Wege herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Belloff. Zu Ostern! Trauringe fugenlos, moderne Fasson Paar von 15 Mk. an Sämtliche Bijouterien preiswert G. Gümblein Bruchstraße 19 II. MM iede Menge ab Lager Original „Lanz-Wery“ Mähmaschinen kmMMWVMMk neuester Konstruktion sind wieder in altbeknnnter.vorzüglicherAuslührung zu bilLPreisen sofort ab Lager lieferbar 2l8h Gg. Schieferstein, Maschinenfabrik Lieh, Fernsprecher 17. Lager aller Landmaschinen."^; Heute entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein herzensguter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Heinrich Vogt IV. im 62. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Marie Vogt geb. Heller Dina Hensel geb. Vogt Wilhelm Henzei, Oberförster. Nach kurzem Kranksein entschlief sanft am 31. März mein lieber Mann, unser guter Bruder, Schwager, Onkel, Großvater und Schwiegervater Georg Zinßer Konservator i. R. im 83. Lebensjahre. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Emma Zinßer geb. Kühne. Blutsrisckc WWo.iL MM 0.6. GMMo.k. Wk-MU Äote» emufieblt 1,18820 KmgMücnsM QfflfnübrrCnflrlapoihflic Earl Haas jr. Gießen, Tel. 1682 Franksur'.er Str. 59. Dratschellfische ver Pfund 18 Pf. Kabeljau o. Kopf per Piund 35 P'. SeelachSohneKopf per Pfund 28 Pf. Schellfische o. K. per Pfund 40 Pf. DücklingePfd.30Ps. Salm »"c 1 Psd.-Dose 150 Pf. Bratheringe 4-Liter-Dvfc 250 Pf. Oelsardinen ver Dose 40 Pf. Gemüfenudeln ver Pfund 20 Pf. Rüböl, Kaltlchlag per Vi:er 100 Ps. Salatöl la per Liier 110 Ps. Kaffee, gebr. pe, Pfund 240 Ps. Handkäse v.ttisteMSt >170Pf Heinrich KalMleiscli Ltel)tnilr.71,Tel. 1685 eeeeeeeeeee® s M 1 ■ L MM H ■ Schade & Füllgrabe Centrale: Frankfurt a. M. zirka 100 Filialen. Bahnhofstraße 28 Ludwsgstraße 20 Walltorstraße 24 Frankfurter Str. 89 GeMerM .... I-Kilo-Dose 89 3, >/. Psund 24 H >/. Psund 24 Hollnen. Sultaninen VllnzktzüoSnen öelöelöeeren. Beinetlanöen. Alle anderen (9cmiifc= itnb Obstkonservcn bcsoudcrd preiswert Schokolade- Oster-Hasen und -Eier in verschiedenen Preislagen MU Kiek I0T.N- 142. 122. 182^ MWNU-SvMM^ außßicbiß und von nrot er Wasck'kra't 77 200-Gramm-Stück Lu^i 2531c ________________________ la BIMMM........140^ Seine SSnnelzsUWU . Tafel 40^ SloNeilk. Gsjet, Beider Sdnnelj- sUkolliU. ...... . Tafel 50^ Seine MWiiöe . . . Tafel 45^ SIMM, Gsjet. Berget MSi- föjotoiaöe..... . . tulel 55a S & 3 MNO »Ä 95.62 n. 50^ 5 & 5 lee 60 n, 48^ Sffimleifelfe gelb.....Pfund 48^ 91 Ile anderen Putt- nnd Wasch-Llrlikel zu billialteu Prciieu. la Vkizemnehl..... . . Pfund 1S4 B'NeMeS! HL 0 allerfeinsteS, Psd. 18^ allerseinsteS amerikanisches AnszogMeOl .... . . Psund 20q WlrarieB...... . . Pfund 22^ SoserUSen...... . . Pfund 2(U in Oriaiiialpackung 1U-5? Wfeauöeln.... . . Pfund 24^ Seine ®ti?6iMöeln . . . . Pfund 42^ EierOanönaöeln . . . Psund 46^ Kocosselk, garanl. rein In I-Pfd -Tnseln 63 5) nudneivogcn Psd. 54 5, Slllerfctnite Molkerei-Sützrahm- lafelönster..... . . Pfund 2.10* Goineteef....... . . Psund 68^ l-Pfund-Dofe englisch 58^ Ser. Blut- n. EeDerroaift Pfund 90^ SonslnoiSet Bin!- nnö EeDenunrH .... Pfund 1.40.« SOiilseske Blolronrn . Pfund 1.70/, MU MllMlk . . . Psund 16m empfehlen wirs 200-Gramm-Dovpclstück 18 H ! WO-Grauun-Würsel 32^ Z&sm Hausputz Hernfeife : Kmseise w°itz Geschäfts-Empfehlung! 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April, vormittags IO Llhr, wird im Markwald (Hesfen) der Gemeinde Lützellinden nachstehendes Nutzholz versteigert: M82 Fichten-Derbstang. 1. 4 Eichenstämme 2 1 Eichenstamm 20 Kiefernstämme S S 6 Fichtenstämme 11 33 83 = l,44Fstm. = 0,66 „ = 0,28 „ = 17,09 „ ---- 5,03 „ = 2,04 n --- 6,92 „ = 8,76 „ = 17,65 „ = 23,42 . = 16,43 w 4. Kl. 5. „ 6. „ 3. . 4. „ 5. „ 3. „ 4. „ 5a „ 5b_ .72 „ 2. n = 6,13 „ 65 Rm. Fichten-Auhknüppel 3 Mir. lang 15 „ „ Auhreisig 33 . M Auhscheit 21 „ Kiefern-Autzscheit. Zusammenkunft auf der Kreisstraße Klein-Linden—Großen-Linden bei der Waldschenke. Lützellinden, den 31. März 1924. Der Gemeinde-Dorsteher: Dorsch. 2511V MHuta iDä von Mark 40.- an Teilzahlung bis zu 1 Jahr. Preisliste gratis u. franko. Bitite-Miistrle Lauterbach 146 i. H. LSA-Rotornd 2 P. S.»(ßetriebe, letztes Modell, mit elektr. Fenagbeleuchtung und Horn, verkauft preiswert oissis Koslowski Löberftrahe 5. 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Rach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten sprachen Pfarrer Fritsch- Ruppertsburg und Pfarrverwalter Kornmann- üllrichstein über die homiletische Behandlung der für dieses Jahr vorgeschriebenen Dußtagstexte. Pfarrer Rebel- Laubach referierte nach der Mittagspause über ben ersten Teil des Borchert- schen Buches »Der Goldgrund des Lebens Jesu". Sämtliche Referate lösten eine sehr lebhafte Aussprache aus. MM (ic"01"“'Uni ©«»t* | r.l,Siorl"öeJ0n° . . [''VereinöJ Kreisen des Publikums ftamm'e. ein uxitered Rachgeben der Kurse. Die mangelnde Aufnahmelust der Börse wurde außer mit den bekannten unerfreuliche Verhältnissen auch mit einer am Geldmarkt sich stärker zeigenden Verknappung in Verbindung g brach. Für kurzfristiges Geld, das recht g^ucht ist, muhien über 1 pro Mille pro Tag. für Darl.hm auf wer beständiger Grundlage, zu deren Hergabe die Geldgeber wenig geneigt sind. 3 Prozent pro Monat und teilweise wesentlich darüber bewillig: werden. Die Kurseinbußen für Dividendmpapiete aller Gattungen stellten sich in der R^gck auf eine Billion, für einzelne führende W.-r e auch auf zw.'i bis vereinzelt vier Billionen Prozent. Bei gänzlich unbedeutenden Umsätzen traten auch weiterhin Veränderungen von Dedeutung nicht ein. Die Kurse behielten überwiegend eine Richtung nach unten. Die abwartende Haltung wurde auch mit der ülnficherheit über die wei ere Entwicklung der Verhältnisse tn Baye^m in Zusammenchtng mit der Heu igen Ur- teilssällung im Hi lerprozeß erflärt. In sestver- zinslich n Palst vcn herrsch e dte gleiche Geschäfts- stille. Am Devisenmarkt waren bei etwas gertn- g.-ver Rachfrage Ve.änderungen in den Ro.ie.un- gen und Zuteilungen sogut wie nicht etngetreten. Frankfurter Börse. Franksu r t a. M., 1. April. Tendenz: Schwacher. — Die h-mtige Börse eröffnete still und war bereits vorbörslich lustlos. Die Ge- schäststätigkeit hatte auf den meisten Gebieten ein ruhiges Au Zsehen, was vielfach mit der unsicheren Derisenlage in Zu'ammenhang sebracht wurde. Auch die C'eldmarktre.hältnile schienen mehr oder weniger die Ursache zu sein, oaß sich der Esfektenvrtkehr wieder recht une nhsttlich go- staltete. Man verwies auch aus die wenig ge- flärte politische Lage. Die ersten Rotierungen zeigten gegenüber gestern größtenteils Abschwächungen in Indu'trieakticn. Als bemerkenswerter Vorgang am Renteninrrkt ist di? Kursbewegung der 5 Proz. ReichSanle.he sestzuhalt n; vorbörslich bis 115, bei erster Rotiz 112 Milliarden gehandelt. Gefragter waren auch Schutzgebietsanleihe. Ausiandsrenten, wie Zolltürken. Bagdad II gaben leicht nach. Don einer Geschäftstätigkeit ist in bezu; auf Montanwerke nicht zu sprechen. Phönix Btrgbau lagen niedrig r. auch Luxemburger schwach. Sonst lagen oberschle ische Werte vorwiegend schwächer. El>emische Aktion tagen unter Druck, ca. I Billion niedriger. Scheideanstalt waren auf ermäßigten Rio-rau erhältlich. A. E. G. traten bei schwächeren Kurüm 'Jicvart. 0/, 4 18 4 i 2 3 1 2 2C 5 voll 2 5 voll 5 Märkte. Berliner Produktenbörse. Berlin, 1. April. Am Produktomnarkt hielt die bisherige Geschäftsstille an. Die mangelnd? Unternehmungslust und das etwas rermebrte Angebot wird mit dem überall sich bemerkoar machend.-n Geldmangel in Verbindung gebracht and ferner auch damit erklärt, daß trotz merklicher Erholung der amerikanische-n Weiz-entermin- preise die Cif - Forderung^-n nur wenig erhöht tvjrOen fimd, Die Preise waren im großen und (ranzen unverändert, Es not teilen für je 1000 Kilo: Weizen, mark. 173 bis 178 (stetig). Roggen, märt 136 bis 143 (ftetig), pomm. 132 bis 136 (ftctigl, w.stipr. 131 (stetig). Braugerste 170 bis bis 190 (stetig). Futtergerste 155 bi3 165 (stetig), Hafer, märt 125 bis 133 (stetig). Rivs 315 bis 820 (feiter). Leinsaat 410 bis 415 (stetig)' für je Briet n,78 ?3.86 £9,17 111/8 15 ,14 6,12 4,?1 10,1 20 ö'. 18, .!> 4,71 17,73 £7,1! >,S0 17,14 Wahlsorgen. Der Zeitungslefer stößt jetzt in seinem , Leibblatt fast täglich auf Mitteilungen und , Erörterungen des Wahlaufmarsches. Die Par- ; leien haben in einigen Städten bereits ihre - sog. Spitzenkandidaturen aufgestellt. Aber die Wahllisten sind noch lange nicht fertig. 3m politischen Leben Deutschlands bestehen zur Zeit sage und schreibe 24 Parteien. Also muffen mindestens zwei Dutzend Wahllisten auf- 1 gestellt werden. Sollten einzelne Gruppen sich den Luxus gestatten, mit einer besonderen Liste auf dem Kampfplatz zu erscheinen, so erhöht lich noch die bewußte Zahl. Der Proporz sorgt dafür, daß auch die Kleinsten nicht zu kurz kommen. Was kostet aber die Spaltung und der vielfältig konkurierende Kampf? Der Wahlausschuß unter dem Wahlfeldmarschall .Pros. Wagemann und die Parteileitungen wissen es; Wie der blutige Krieg, so kostet auch DaS innerpolitische Ringen Geld, Geld und abermals Geld. Das scheint den Wählern, die seit vier Jahren keine Wahl erlebt haben, noch nicht voll zum Bewußtsein zu kommen. Wäre eS der Fall, so hätten sie ihre Par- telkassen gewiß schon mit Rentenmark bis an Den Rand gefüllt, statt fich zu verwundern, wie von den FraktionSbureaus öffentlich und verttaulich die Bettelbriefe hageln, um wenigstens das Nötigste zusammenzubekommen. Und was heißt das „Nötigste"? Um einen Ueberschlag zu machen, muß man den normalen Geldbedarf eines ernsthaft bettiebenen CinzelkampfeS auskalkulieren. Nehmen wir an, daß die Vorbereitung der W-ahlliste, die Reifen zur Auswahl der Kandidaten, die Vorstellung mehrerer Bewerber, die Konferenz der Derttauensmänner des Wahlkreises, die notwendigen Briefe, gedruckten Einladungen und Zeitungsanzeigen die Wahlkasse noch nicht belastet haben. Die Kriegsmunition soll erst vom Mobilmachungstage, d. i. vom Augenblick der Bekanntgabe der Wahlliste an, zur OSertoenbung kommen. Was wird da aber alles fällig! Große Säle in den größten Städten des Wahlkreises müssen gemietet, Presse-Inserate und Plakate mit Versamm- lungSeinladungen veröffentlicht, besondere Anschreiben an Mitglieder und bekannte Parteigänger gedruckt, kuvertiert, adressiert, frankiert werden. Zettelverteiler müssen noch am Abend Erinnerungszettel ausstteuen. So kostet schon die erste Vorstellung eines Spitzenkandidaten manche „Stange Gold", wie man heute wieder sagen darf. Dann beginnt die Landagitation. Tagtäglich müssen Kraftwagen und Pferdefuhrwerke gemietet, zuverlässige Begleiter zum Mitfahren gewonnen, öffentliche Versammlungseinladungen erlassen, wiederum private Briefe an bekannte Parteifreunde geschrieben, Saalmieten, Heizungs- und Beleuchtungskosten gezahlt werden. Das lauft alles unerwartet schnell und hoch ins Geld. Und die Arbeit wächst ständig. Der Gegner wird immer rühriger. Die eigene Agitation muß verdoppelt werden. Niemand kann mehr nebenamtlich oder ehrenamtlich die rasend zunehmende Tätigkeit bewältigen. Also muß ein Wahlbureau mit mindestens einem angestellten Beamten, mit eigenem Fernsprecher und mit zahlreichen Schreibkräften beschafft werden. DaS gibt große laufende Ausgaben. Weitere Notwendigkeiten: Die bekanntesten Parlamentarier, zugkräftige auswärtige Redner müssen herbeigeholt werden, um den Kreiskandidaten und seine redenden Freunde zu unterstützen und den Wählern er» wünschte Abwechslung zu bieten. Jede derartige Hilfsaktion erfordert Ersatz der Reisekosten und Bezahlung des besonderen Re- klameauswandeS. Dann aber kommen erst die Hauptaufgaben: Die Kampfannoncen in den Zeitungen, die Beilagen und Flugblätter. Man kann gerade auf diesen papiernen Kampf nicht verzichten, so schwer eS auch in der jetzigen wirtschaftlichen Lage fallen mag. Denn^ der Kampf muß ja an die allermeisten Wähler und Wählerinnen erst wirklich herangebracht werden. In der Zeitung wollen sich alle unterrichten, und der Rundfunk dient in Deutschland — glücklicherweise — noch nicht der parteipolitischen Propaganda. Wohl dem Wahlkassierer, der nicht sorgenvoll ängstlich nachzurechnen braucht, ob seine Kasse bis zum Entscheidungstage zureicht. Denn im Wahltermin steigt erfahrungsgemäß nicht nur die Begeisterung, sondern auch der Geldbedarf noch einmal bis zum Siedepunkt. Wenn auch der Wust der Stimmzettel für die Parteien diesmal Wegfällen soll, weil der amtliche Wahlzettel im Wahllokal aufliegt, so macht doch die De- zahlung der Schlepper, Kontrollistenführer, Schleppwagen, Telephon- und Telegrammspesen viele Sorgen. Es hat nicht alles Namen, was an solchem Tag bezahlt werden muß. Oft wurden noch am Wahltage Schulden aufgenommen, die später peinlich drückten. Mü ft*-1«* Datum: y/n Trntlfbr 9trt»anlell)t <•/, Dtu'kchs 9<< 11.3. | 1 31. 3. | 1.4 u.luti 0,112 - — 0 5 0 0,550 0,-35 0,5'0 0,3. 0 H,3 2 0,310 0, 0> 1 1 1,01 1,025 0.170 0,1 M — 0,33, 0,370 0,315 0,330 — — — o,cco — — — 0,240 — 4,2 4,2 4,2 4,2 83.20 83.. 5 .6 84,5 9,B 8,65 9,?5 8,25 58,25 57 I 56 — - 44,5 38,2? 5,5 5,1 6,71 5,5 11,25 10.1 11,5 11,13 11, 3 10 6 11, 8 10,65 1 3 1,2 — 13 9 13.2 > 14,3 13 21 18,2 — 2,5 2,2 2,5 2.6 0,575 9.525 0,550 0,6 0 0,8 0,780 1,2 0,9 58 57 19,75 17 19 17 S 30,75 3) 81 29.65 18 44, 47,5 46 65 51,87 57 54,5 70 6 60,31 66 17,75 1K 16.5 6 2',26 2?; 24 24,75 15,25 14,13 1',7 14,3 76,75 23,25 26.?5 24,25 35,75 33 34,75 32 88.5 34,5 3b,7$ S« 65 50 v0 49 3,25 2.9 — — 32 28,2i 31,5 28 7 G,:8 6,38 3.6 38 — 14 12,4 — — 4 3,4 3.6 3,5 — — 30,5 18.5 18 19,75 18 2 2, — — 18.25 1 10 14 16,7 14.75 16,1 15 16,?5 14,75 16,'3 14,5 12,25 '1.5 — -* 1 ,5 15,75 17 16.76 21,5 20.5 -- — 10,71 10,35 11 10.5 17 16,25 17,4 17 6,5 6,9 * ■ — 385 — 39 97.1 43 37,5 43 40 3,28 3 3 2,6 8,5 5.13 5,25 S 4.5 4,25 — — 28.75 28 28 LS 1,8 1,4 1.9 1.8 1,9 1.7 21,75 18,75 — 2.45 2.3 2.5 2,4 4J 4,3 4,5 4,e 9 87 9 65 — w» '2,75 12,25 13 12,2! 4,6 4,1 5,2 5 4,5 3i. Mari 1 Avril Rcparl. yiniilirtje ■J.onrni:ti lilllll V5 JZOlL-r l 1 ; 3'. L_L (Vrfb 9-rü-' Br-i.-t NmO.-Rott. 136,14 155,56 1t6,14 1 i Brst.-Antw 18 15 18,25 18.4, ir.zs 1 i Cbristiinta 56,8'. 17,14 56,81 17,14 1 i Zkovenbagen (7.33 67,67 6 .83 69,17 1 i eiorfholiu 111,22 111,7j 111,'M 111.7 i 1 i vrlfinafori la, >7 10,63 U.57 10,63 2 2 Italien - 18.25 1h,3 i 18 45 18.55 1 1 Vonboil . 18,055 16,115 18,055 16,145 1 1 'i.fiihorf . 4-9 4,21 4,U 4,21 1 1 25.14 23,26 23,41 23,15 1 1 ^chweii . 12 0. .3,58 <8.12 73,73 1 1 Lvanieu . 16,85 17,14 14,83 67,1 . 1 1 Liicn in D-- r eu.avge t 6,18 6,12 r,03 8,1? 9 3 12,71 17,79 12,71 12,73 1 1 Budapest. 6,33 6,42 6,38 6,4- voll voll Bueu.-Aire.'' 1,40, 1 41.- ',385 1,395 1 1 Dulaarteu 5,29 3,31 3,23 3, !1 >o voll Japan - - 1,775 1,735 1,735 1,10 3 3 Rio be J.m 1,485 0,494 l, 8- 1.49, 5 5 Bel^r.is - 3,53 fr,62 5,33 6,62 25 5 ptiiar-on 12.93 13,01 '2,95 13,«4 6 6 (Nachdruck verboten.) 62. Fortsetzung. nfP«, !eideirschaften Katastrophe? Was war das für ein {JCandelsscftule Handelsschule NANUK dem Eskimofilm Telephon 1667 Neuenweg 18 gegenüber Cha liier. Vorverkauf: Chamer. Neuenweg 2508c Partei ergriff. 2m großen Einzelmöbel aller Art Langfristige gahlungsgelegenheit wieder frisch eingetroffen. 2515c Emil Fischbach Washington aus die Sah man doch, wie die öffentliche Meiimng in allen Staaten der Union in lebhaftester Weise fer durchs -nchrung de veilügbarer durch verla Arbalslenl! dlsche,^ iGoelheilr.32. I 1. Mai Begi n n der neuen Halbjahres- I Hcheren- | Handels- klassen. i Prospekt fr.' gefüllt An einer bevorzugten Stelle innerhalb des Kvnritees saß Collin Cameron. Die glänzende Rede Iosuah Dordeirs, die häufig von lebhaften Tei.allsbezeugunge-n unterbrochen wurde, ging wirkungslos an seinem Ohr vorüber, das durch Sin Roman aus dem 21. Jahrhundert von Han« Dominik. Qteflmurng und Vergangenheit «ufgeffeUt hatten, wurde seine Person von der weihen Presse niederen Ranges in unerhörter Weise durch den Schmutz gezogen. Die bejeren weihen Heilungen begannen bereits mit der Iefsersonbill zu arbeiten. Sie wiesen darauf bin, datz das Zentral» Parlament niemals die Bestätigung eines schwarzen Gouverneurs aussprechen wurde, und suchten auf diese Weise Entmutigung in die Reihen der Gegner zu tragen. 3n den Dersammlungslokalen waren die Gemüter schon sehr heftig auseinandergeprallt, und es war dabei nicht nur mit geistigen Wasscn gekämpst worden. Aus der Strotze hatten sich i:ic Bersammluagsdebatten häufig in einer Weise weiterentwickelt, das» die Polizei eingreifen mutzte. Dabei waren Verwundete und Tote aus dem Platze geblieben. Vergeblich versuchte man von Sie sehen die lähmende Pracht der Polarwelt, des ewigen Eises, das Rasen der Schneelawinen und des Polarsturmes, Walroßmord, Seehundfang, Weißfuchsjagd, Kajakpaddeln, Bau von Schneehütten für die Nacht, Wanderung in der Eiseinsamkeit. Durch diesen Film geht ein wildverbissenes Pathos. Er hat etwas Erschütterndes und Homerisches, das Heldenlied vom äußersten Vorstoß des Menschen gegen Tiere, Kälte und Naturgewalten. "Ader was war denn Brennvave« da? DaH wenige Holz konnte eine derartige Hitze nie entwickeln. Irgendwie mutzte es von nutzen gekommen sein. Gin Erdbeben mit feurigem Ausbrach? ... Nein! ... Das hätte die Ruinen Umstürzen .. . andere Spuren hinterlassen müssen. Wie konnte es sonst geschehen sein? 8bt Naturereignis? Kaum denkbar! Menschenwerk? ... Seit dem Anblick fener Ruinen lebte ein Verdacht in ihm. Er könnt« ihn nicht begründen und wurde ihn doch nicht wieder los. Der war noch stärker geworden, als Collin Cameron in Frisko von Hohnson erfuhr. datz dort sein alter Lluterschlups, die Opium- Höhle. aus eine ganz rätselhafte Weife ein Raub der Flainmen geworden sei. Kaum ein Mensch auf der gelben Seite war so hinter die Geheimnisse Isenbrondts gekommen wie er. Fasste er alles zusammen, so drängte sich ihm immer wieder der Sch'.utz auf: Ein Werk Jsenbrandts mutzte die Katastrophe gewesen sein. Er kämpfte dagegen. Er sträubte sich gegen die immer zwingender werdende Erkenntnis. ®id, datz der Wahltag nahe war und damit die Entscheidung. Viel länger hätten seine Qlerocn diese Spannung nicht ertragen. Eine Stimme, sv schreibend und scharf, wie er sie nur einmal gehört, ritz ihn aus seinem Sinnen. Er stützte die Hände aus Den-Tisch, an dem er satz, und starrte auf die Triburwn. Dann sank er zu nick und legte die Hand auf die Augen. Qtod) einmal Uetz er sie fallen und schaute auf. (Fortsetzung folgt.) sürzung oer Gebieien, » dieäub.-rste den in grvv in AuhM durch die - Wenn schon, denn schon Hausputz mit LU H N S Xwä pflegen. Die teueren Sdrnh* waren kann man nicht besser schützen- -aale der Cityhall von New Orleans sprach Hosuah Dord-en. Die Dersamm- [urg ivar in erster Linie einberusen, um die roch schwankenden Hal fcastwä hier zu bearbeiten. Der riesige Raum war bis auf den letzten Platz Palast-Lichtspiele 3° bis 7. April eUhrnachm., 8.10 Uhr abends, Sonntags ab 3 Uhr die vielen Reden dieses Wahlkampfe- schon abgestumpft war. Seine GKrixvnten weilten in Karakorum. Bevor er, den. Befehl des Regenten folgend, nach den Staaten flog, war er nach dec Ruinenstadt gegangen, um da reinen Tisch zu machest. Jenes letzte Zusammentreffen mit Maria Wuthufen in ürga hatte ihn derart aus dem Gleichgewicht gebracht, datz er so oder so eine Entscheidung erzwingen wollte. Er sah nur noch zwei Wege. Mit Maria zu loben oder ohne sie zugrunde zu gehen. Er war innerlich bereit, seine ganze Vergangenheit abzuwerfen, an der Seite Marias ein neues Leben zu beginnen. Glückte ihm das... lieh sich Maria dazu 'beveitfinben, dann wollte er auch dem Journalisten das Lel-en schenken. 3n dieser Stimmung war er nach Karakorum gefommen... umb fand einen Kirchhof in der Wüste. Mit gesträubtem Haar sah er das schaurige Bild einer unerklärlichen Katastrophe. Hartgebrannt die Reste der alten Lehm- mauern. Jedes Holz... jeder Daum verascht... jedes Geben erloschen. Hier und da stieh sein Futz auf den Wegen gegen weibgeglühte Knochen. Auch innerhalb der QRauertrümmer nur verbrannte Knochenreste. Don seinen Gefangenen keine Spur! Waren sie mitverbrannt? Oder waren sie entkommen, bevor die Katastrophe eintrat. furchtbares Ereignis grwee.i? ... Es lebte niemand, der ihm hätte Auskunft geben können. Eine F.uersbrunst von ungeheurer Gewalt mutzte gewütet haben. Änxu^ Moderne Karosserien in W^-—Holz-u.Blechaussührling Modernifierenalterwagen Limousinenaufsatze NW-MMWM "-MMklMkll» Lager und Anfertigung von Selbstfahrern Halbverdecken-Breaks Zagd- * rf Guts- und Pirschwagen Geschaftswagen • Revaraturen »SS Neuyork,London,Berlin,Paris,Brössel,Zürich sprachen monatelang von Rebern und Kälte können ihrem Schuhzeug nicht schaden, wenn Sie * es täglich mit der reinen Terpentinölware Hausrat Gemeinnützige Möbeloersorgung für das men Rhein-, Main- u. 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Doch mancher Weitze, der das unve.fchämle Betragen sah, gedachte wohl des Sprichwortes, datz Gott die Weitzen und die Schwarzen, aber der Teufel das Mischblut geschaffen habe. Sn New Orleans, der Hauptstadt des Slaales, tobte der Kamps am heftigsten. Täglich bewegten sich grobe Züge der Parteien durch die Hanpt- stratze. An der Spitze gewöhnlich als Prunlstück und Neuerwerbung ein Trupp Mischlinge. Es gab amüsante Fälle, datz mancher am Vormittag bei der einen und am Nachmittag bei der anderen Partei prätendierte. Reden und Versammlungen wuch'en allmählich ins älngemesfene. Serien von Rednern auf den öffentlichen Plätzen lösten sich ab. Die Zeitungen füllten ihre Spalten nur noch mit Wahlnachrichten. Trotzdem die Schwarzen in Hosuah Borden einen Mann von untadeliger MÄASMlk, WültteiWo verlangen Sie vor Jlnlchnssnng einer Rundfunk-Anlage auch unsere Preise und überrennen Sie sich von der Preis,stiirdinkeit im Bcr- bnltnio zur Qualität. Hess. Feinmeehanik?^. 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