Dienstag, s. Zuli 192$ Erstes Blatt Zahrgang !9ierroLderran-wlchchast. Richt weniger alS 37 Interpellationen und Anträge über die Rot der Landwirtschaft ttnn£>en gefunden. Die neuen Micum-Aerträge. Wie aus Düsseldorf gedrahtet wird, sind die Verhandlungen zwischen der Sechserkommission und der Micnm in Düsseldorf gestern abend nach 11', Uhr zu folgendem Abschluß gekommen: Das Micumabkommen gut vom 1. x)ult an bis zur Inkraftsetzung des Sachverständigengutachtens. Es rann jedoch^ beiderseits für jeden Monatsanfang mit eln>r Fcist von zehn Tagen gelündigt werden. Die B-- stiminungen bleiben dieselben mit folgenden Aenderu ngen: Die lausende Kohlensteuer wird auf die ■ Hälfte ermäßigt. Die Ein- und Ausfuhrabgaben werden aus die Hälfte herabgesetzt. • Die Verkehrsabgaben für Rebenprodukte werden auf zehn Prozent ermäßigt. „ Diese Ermäßigungen erhalten r u ck wirke n ö e Kraft vom 15. Juni ab. Für die Zeit der Arbeitsruhe im Ruhrbergbau werden die Lieferungen von Repara- tionskohle herabgesetzt. Bor Unterzeichnung des Abkommens machte die S e ch s e r k v m m i s s i o n darauf aufmerksam, Laß die Verlängerung des Abkommens für August von der Möglichkeit der Finanzierung abhänge. Sollten die'mit der R eich s- regicrung einzuleitenden Verhandlungen keine F i'n a n z i e r u n g s m ö g l i ch k e i t ergeben so behält sich die Sechserkommission vor, den Vertrag bis zum 31. Juli zu kündigen. Die neue italienische Negierung. Rom. 30 Juni. (Wolff.) Der König hat das Rücktrittsgesuch der Minister Gentilo, Corbino und Carnassa angenommen und auf Vorschlag Mussolinis ernannt: Unterricht Senator C a s s a 11, Wirtschaft Senator Rava. öffentliche Arbeiten Abg.Sar- rochi Für das Kolonialministeriuni, das bisher Mussolini mit innehatte, wurde der Abgeordnete Lanza di Scalen in Aussicht genommen. Die Minister werden morgen vom König ver- ClÖi9®er Umbildung des Ministeriums wird von den Blättern wenig Bedeutung für die Beruhigung des Landes zugeschrieben. „Popolo weist darauf hin, daß die politische 3u= sammenseyung des Ministeriums die gleiche bleibe und daß daher die Opposition dem umgebildeten Ministerium leinen besonderen Kredit gewähren könne, um so weniger, als die neuen Mitglieder nichtgeradehervor- ragende Kräfte seien. Bon den vier neuen Ministern gehörte Rava früher der katholischen Volkspartei an. C a s s a t i stand fimhcr an der Spitze der reform katholischen Bewegung. Der sizilianische Fürst Lanza di Sca- l e o war früher Unterstaatsselretär des 'Auswärtigen. S a r r o ch i ist ein bekannter Turiner rechtsliberaler Rechts anwalt. seine wirtschaftlichen _ , _ vor allem auf sein berechtigtes Selbstgefühl, hat vermissen lassen. In einem Lande, das mit demselben Stvlze an seiner Geschichte "hängt wie jede andere Ration, tonnte dies nicht ohne Rückwirkung bleiben. Manche Aeußecangen vcn Staatsmännern der alliierten Mächte lassen m. 152 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GießcnerFamilienblätter Monttts-Vezngspreis: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für .rrägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprcch-Anschlüste- für die Schrisileitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerGiehen. Postscheckkonto: Krantftrrt a. M- 11686. zu setzen und eine Politik, die zugleich mit Lei Lösung der Reparatioasfrage auch die Bcenr-igung aller Kampsmethvden umfaßt, die bisher zur Erzwingung dieser Lösung ungewandc wurden. Im Vertrauen darauf, daß diese Auffassung von den alliierten Regierungen geteilt wird und unter Feststellung der ausdrücklichen Erklärung der alliierten Regierungen, daß essich bei der geforderten Generalinspeltivn um den Abschluß Zer interalliierten Militärkontrolle und um den Liebergang zu dem in Artikel 213 des Versailler Vertrags vorgesehenen Verfahrens handeln soll, ist die deutsche Regierung bereit, die General- mspektion zuzulassen. Sie seht voraus, daß über die Modalitäten der Durchsührung eine Verständigung gefunden wirb- die es ermöglicht, die Kontrolle in eurer Werse bitrcbauf übten die bereits von dem Geiste erfüllt wird ^der die Beziehungen der Völker in -Zukunft Regeln soll, dem Geiste der Achtung und des vertrauensvollen Züfammenwrrkens. ohne den eme wirkliche Befriedigung dieser Beziehungen undenkbar ist. Die Antwort auf die Kontrollnote. Zurückweisung der Rüstungsmärchen. — Annahme einer letzten dreimonat lichen Kontrolle. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbindlichkeit, Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite crtltch8, auswärts 10 Goldpfennig; für Re- Klame-Anzeigen v.70mm Breite 35 (ßolbpfetmig, Platzvorschrift 20% Aufschlag. - Derantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. WUH. Lauge; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für dev Anzeigentell: Haus Beck, sümtllch in Viehen. was Deutschland in den Jahren nach dem Kriege hat erleben müssen. Es liegt der deutschen Regierung fern, Wunden der Vcrgangenhüt auszu- reihen; aber sie muh daraus Hinweisen, 'daß diese ganze Bewegung niemals eine solche Ausdehnung und niemals einen solchen Charakter erhalten hätte, wenn man Deutschland gegenüber von vornherein einePolitikder Verständigung betrieben und ihm die g l e ich - berechtigte Mitarbeit zugestanden hätte. Das deutsche Doll hat die Empfindung, daß man ihm gegenüber jede Rücksicht auf " ' ' ' Fähigkeiten, von Kanih gab in der aenararten Sitzung «ne lange Erklärung ab, worin die Regierung ven ganzen Jammer zugibt, unter anderem auch «ar „unerträglichen Druck der Micu»tiberixafflr pfc die Kreditnot und das Dar niederliegen der Werd' zeug- und Produktionsmittel-Industrie vevantM- wörtlich macht, im übrigen aber ver^weifell wenig Rat zur Abhilfe weiß. Die Reichsbarck gäbe an Kreditgewährung für die Landwirftc^lststhen des Guten zuviel getan. Weitere WxysellosdUe seien nicht mögliche Der Dauer müsse W bett Rcalkredit suchen. Die Erntearbeiten hofte mwr mit Hilfe der Rentenbank zu finanzieren, o»Ja nach Annahme des Dawesgutachtens Mt TM»' rungsinstitut mehr ist, also für den lan&totrt* sch östlichen Kredit nutzbar gemacht werden rönne. Welche unsicheren Aussichten? Was öte Steuern anlangt, so will der Reichssteuer-- ftslus den Landwirten ausgerechnet die— wb schaftssteuer bis zum Herbst stunden. DK- wn* kommensteuervorauszuhtungen und ate Vermögenssteuer werden den Dauern nur dann gs- stundet wenn er das Fchlen flüssiger PKra» nachweist. Hinsichtlich des WchrbeckrageS w^' eine gewisse Gleichmäßigkeit im ganzen Rewh '_ sehr schwr,.- * • > € ?• - - Kontrolle annehmen wolle. Um so erfreulicher ist die Haltung des vielgelefenen „Temps , der diese Machenschaften verurteilt und erklärt, wenn man die Besserung bestreite, die jetzt eintrete, bringe -man es nur dahin, daß der Schwung, der die Völker aller Länder zur Zusammenarbeit im Interesse des Friedens führe, gebrochen werde. Man erreiche damit, daß Frankreich in einer Art Don Mißtrauen, das für die übrigen Rationen unverständlich sei, sich isoliere. Dieses System führe nur zu den größten Unvor- fichtigkeiten, zu der Politik der großen Panik. Frankreich lehne das ab. Die Art der Durchführung des Kontrolle wird zeigen müssen, ob dieses Verständnis für die Rotwendigkeiten der Zeit, das in den Etlichen und offiziösen Kreisen Frankreichs zu dämmern scheint, auch bei den militarische.'H Stellen zu finden fein wird, die mit der Losung der Aufgabe der „Generalinspektion betraut find. Man wird diesen Herrschaften in der deutschen Presse in aller Höflichkeit, aber auch mit aller Deutlichkeit flar machen müssen, daß es ein ungeheuerliches Opfer ist, das mit der deutschen Reichswehr, der Hüterin der ^raditiv,i der stolzesten Militärmacht aller Zeiten und Roller, das deutsche Volk durch Annahme der neuen Kontrolle bringt. Und daß , es ihre Aufgabe ist, mit einem Höchstmaß von Feingefühl und Rücksicht dieser Tatsache Rechnung zu tragen. Denn selbst unter allen diesen Voraussetzungen bleibt die Kontrolle noch immer eine Tatsache, mit der wir Deutschen uns schwer abzufinden vermögen, 2lus dem Inhalt der Note. Berlin, 30. Juni. Die vom deutschen Botschafter in Paris heute dem Präsidenten der Bot- schastskonferenz übergebene Rote besagt im wesentlichen folgendes: i Die deutsche Regierung hat volles Verständnis für den Wunsch, die internationale Lage nicht gerade in dem Augenblia zu belasten, wo die Aussicht aus eine schnelle Durch- sübrung des Sachverständigenplans die Hoffnung aufkvmmen läßt, daß eme end- aülttge Regelung der Reparationsfrage und dc^ mit zugleich die Grundlage eines allgemeinen und wirklichen Friedens zwischen den beteiligten Vol- fern aefunden werden kann. Sie will daher ihre ßtellunBrnc iiu bei Frage d-r Militärkontrolle tn dem gleichen GeistederOffenher t dar- Sjen, vön dem das Schreiben an den Herrn Reichskanzler vom 24. Juni getragen war. Herbste Teil der Rote wiederleg die irrige : Auffassung daß Europa neue bewaffnete Kon- fickte zu befürchten Habe von der zunehmenden Aktivität deutscher Organifationen. Sie mcuht das R«ht Deutschlands auf körperliche Ei- tüchtigung der Jugend durchs Turn und ©Dortoereinc geltend und betont, baß die ^nt waffnung gewisser politischer Rerban^. die mit diesen nichts gemein hatten, rücksichtslos ^irchgefuhrt wwden sei. Die Rote fahrt dann fort. Dabei Witt die deutsche Regierung aber nicht ^hehlen, daß fot deutschen Volke eine tiefgehe,we Erbitterung Über die gegenwärtige Lage Deutschlands herrscht Xe Erbitterung die sich in Protesten und De- Bunftrationen Lust macht. Diese Entwicklung d-i deutschen öffentlichen Meinung kann nieman den überraschen, der sich vor Augen hält, General-Anzeiger für Gberhessen Druck und Verlag: Vrühl'sche Umverfitätr-Vuch- und ZLemdruckerei K Lange in Gießen. Lchrrstleitung und GeschästrsteAe: 5chulstrahe 7. Die deutsche Regierung darf ferner der Erwartung Ausdruck geben, daß die interalliierte Militärkontrollkommissivn die Generalinspektion mit allen Mitteln beschleunigen wird. Die deutsche Regierung bittet, als Schlußtermin für die Generalinspektion den 30. September zu bestimmen. Die Aufnahme in Paris. Paris 1 Juli. (WTD.) Die deutsche Ant- Uortuote in der Entwaffnungsfrage wird von der Morgenpresse eifrig besprochen. Da die Annahme ohne Vorbehalte erfolgt, ergehen sich die meisten Blätter in zum Teil recht seltsamen Ausführungen Über den Inhalt und die Beweisführung der deutschen Rote. Einige Blätter lassen die Absicht, Mißtrauen zu säen, nur zu deutlich erkennen. _ . , Der „Matin" schreibt: Das Reich verlangt die Versicherung, daß diese Inspektion am 3(X September zu Ende geht. Wie es scheint, tinrä man sie ihm nicht geben können. Wenn diese Inventur als Schlußinventur gilt, wenn die Alliierten die Militärkontrolle dann dem Völkerbund anvertrauen wollen, dann muß die ^Intersuchung vollkommen sein, und kein Punkt darf im dunklen gelassen werden. ' r Der „Petit Parisien" schreibt: Die Behauptungen der deutschen Regierung stimmen nur wenig mit Rollets Berichten und Lenen des Generals Degoutte überein. Wenn sie alle richtig wären, warum sind dann die Mitglieder der Kontrollkommission über mehr als ein Jahr behindert worden, ihre Aufgabe Lurchzuführen? Das „Echo de Paris" sagt: Der Text der deutschen Rote fei unverständlich und mit Fußangeln versehen. Der „Gaulvis" sagt: Wenn man noch daran hätte zweifeln können, .welch erbevlicken Einfluß^ , Lie ui tXr ’i rttnzv, ilck/Lkft PdiiiiteingeicrienL * Wen? öung auf die Stimmung in Deutschland gehabt hat, so habe man nur die deutsche Antwort zu lesen um vollkommen im klaren zu fein. Seitdem die Anwesenheit der Gendarmen nicht mehr zu befürchten sei, die sich nicht mit Worten abspei- fen lassen und die den Deutschen jeden Augenblick ins Gedächtnis zurückriefen, daß sie besiegt seien, habe Deutschland feine ganze Anmaßung wieder- Ötocn. Aus den deutschen Dokumenten der Vorkriegszeit könne man klar erkennen, daß Deutschland keinerlei kriegerische Absichten hatte und alles tat, um einen Krieg zu verhindern. Der Redner besprach eingehend die militärischen Verabredungen zwischen Frankreich, England und Rußland, die Vorgeschichte des Attentates von Serajewo und die Ereignisse unmittelbar vor Ausbruch des Weltkrieges. Er deckte die Fäden der Verhandlungen auf und zeigte, wie bei der Entente der Wille zum Krieg seit vielen (Zähren bestand. Zum Schlüsse seiner Ausführungen forderte der Redner, daß die Reichsregierung von dem umfangreichen deutschen Aktenmaterial endlich Len geeigneten Gebrauch macht. Aus dem Hessischen Landtag. Ein Antrag zugunsten der hessischen Aus- getviesenrn. Die -Zentrumsfraktion des hessischen Landtages hat fulgen&en A trag in- gebracht: -3’n b:rt Zei u gen er Dienen Rach t ten, daß die franzüsi chen Q e atzu rgsieh^rde -Ausweisungen in beträchtlicher Zahlurü -g nom men haben, dagegen aber nur sehr wenige Ausweisungen von hessischen Untertanen. Wir beantragen, daß die he st che R>g cung lei der zuständigen fvanzösi'chen Stell.' dahi r vo - stellig wi d, daß auch Hessen, wo bttann lich ;a V reiche Auswei'ungen erfolgt sind, bi Lee Rücknahme der Ausw.imngen entsprechend berückiu)- tigt wird. Kommunistisches „Kriegsmateria!". Einer Drahtnachricht aus Stuttgart zufolge wurden von bc dortigen Polttei verschiedene k o m m u n r st i s ch e S p re n g st o f f ° und Handgranatenlager entdeckt. Außerdem wurden noch zwei vollständige Feldfernsprecher gesunden. Ti.'her wurden etwa- zelM der Kommunistischen Partei angehörende Personen, darunter zwei Frauen, verhaftet. Ein Ssparatiftenprozetz in Hanau. Hanau, 30. Juni. Am 3. Juli beginnt vor dein Staatsgerichtshof in Hanau Vie Hauptverhandlung gegen Weingutsbesitzer Bark hold aus Eltville, der beschuldigt wird dw separatistischen Bestrebungen un» tarstutzt zu haben. '* Weingutsbesitzer Barkhold stammt aus Darmstadt und hat vor einigen (Zähren das ^kannte Mülhaussche Weingut in EltvUle r'cmflich erworben. Während der Separatistenputsch-Zeit im Oktober Lis Januar, die unter öuhpung des Rüdesheimer Kroisdelegierten A r - wand eine Art Sonder-Republik im Rheingau zu etablieren versuchte, war Barkhold Orts- kommissar von Eltville und einigen benach-- barwn Ortschaften. Der Prozeß dürfte besonders mteßessantes Material zum Beweise der Zusammenarbeit dec Putschisten mit beamteten Franzosen zutage fördern. Darmstadt gegen die Schuldlüge Darmstadt, 30. Juni. Der Arbeitsausschuß deutscher Verbände, sowie der Hochschulring und andere Vereinigungen veranstal- . teten gestern im städt. Saalbau eine Protestversammlung gegen die Schuldlüge. Die Ver- !• Sammlung war außerordentlich stark besucht. Prof. Dreher-Friedberg forderte in einer Ansprache nachdrücklich zum Kampfe gegen die .Schuldlüge auf. Er wies darauf hin, wie man selbst im Ausland einzusehen beginne, daß MuhlandundFrankreichdieeigent- lichenArheber des Weltkrieges waren,- Zeugnis hierfür seien insbesondere englische Historiker, sowie der verstorbene Abgeordnete Morel und der Amerikaner Robert eines Dramas entwickelt sich da eines auS dem andern, und fast bei jedem Wetterumschlag in anderer Reihenfolge. Aus einer auffallend starken Erwärmung, wenn auch vorerst noch ohne jede Wolkenbildung, auf das Herannahen einer Welle niederen Lustdrucks zu schließen. Zusammenhängende Zirrus-Schlüer, aus Le.' westlichen oder sndwest- ttchen Himmelsrichtung aufsteigend, bekräftigen Mese Ankündigung. 2m Frühling pflegt sich in der norddeutschen Tiefebene diese charakteristische Erscheinung ganz besonders deutlich auszuprägen. Rachts. wo die Zirrus-Schleier nicht zu sehen sind, zeigen sie ihre Gegenwart an durch die bekannte, im VolkSmund als „Hof" bezeichnete Halo-Erscheinung um den Mond, die oft auch um leuchtendere Sterne, tote die Venus, beobachtet wird. Ist d'cser Rimbus weit gespannt, so kommt sehr wahrscheinlich Sturm. Es handelt sich beim „Hof" um eine Form der Interferenz, die entsteht, wenn das Mond- oder Sternlicht gebeugt wird durch den Wassergehalt dec Luft oder durch die unzähligen winzigen Eiskrüstalle, aus denen der lmchte Zivrus»Schlei?r in den obersten, bi3 etwa 7000 Meter hohen Wollenregionen besteht. Auch stärkeres Funkeln der Sterne weist auf vermehrte Luftfeucht gkeit und Bewegung in den oberen Luftmassen hin. Wohl am meisten bekannt ist die Bedeutung der Farben am Abendhimmel für den Witterungscharakter. Während starkes Abendrot mit Sicherheit auf einen schönen folgenden Tag hoffen läßt, ist aus weißem oder gelbem Farbenton auf Regen, aus dem Sonnenuntergang in auffallend leuchtendem, weißem Lichte auf Sturm zu schließen Umgekehrt hgt grauer Morgenhimmel Morgenrot Regen noch für denselben Lag voraus. Sinkt die Sonne in eine Wolkenwand, so droht ein nächtliches Front- demische Gesangverein zwei Chöre a cappella von Hugo Wolf, a) Erhebung, b) Aufblick, vor, vorauf der Rektor, Professor Dr. L a q u e u r, einen Festvortrag über den Hellenismus hielt. Sodann erstattete der Rektor den Jahresbericht. EL ist daraus zu entnehmen, daß der Gesamtbesuch in diesem Sommer 1772 Studierende und Hörer beträgt. Rach der Verkündung der Preise für die letztjährigen Preis- ausschreibungen, über die wir morgen berichten werden, sang der Akademische Gesangverein den „Hymnus an das Leben" von Friedrich Nietzsche. Mit.einem Orgelnachspie! erreichte die Feier ihr Ende. * Militärpersonalien. Haupt- wnnn Baron v. d. Recke, seit September 1921 Kompagniechef der 3. Kompagnie 15.Infanterie-Regiments, ist mit dem 1. Juli in die Adjutantur des Reichswehrministers versetzt worden. Zum Kompagnie-Chef der 3. Kompagnie wurde Hauptmann Faulenbach, bisher beim Stabe des 15. Infanterie-Regiments, ernannt. Hauptmann Karst, bisher beim Stabe des L (Hess.) Batls. 15. Infanterie-Regiments, ist mit Wirkung vom 1. Juli in das 18. Infanterie-Regiment versetzt worden. ** Die Sammler für die Jugendherberge, die in diesen Tagen bet unseren Mitbürgern erscheinen werden, sind mit polizeilichen Berechtigungs-Ausweisen versehen. Man beachte die Ankündigung im heutigen Anzeigenteil. Einigungsverhandlungen Zwischen Zentrum und Bayer. Woikspartei.) | 3p V a mbecg fanden Besprechungen zwi- schen den Fahrern des Zentrums und der Dnhe- flaschen Volks.'.octei statt, über tfe von der . Gec- mnia" dem offiziellen Organ des Zentrums" folgendes berichtet wird: wenig erfreulichen umstände des bedauerlichen Kampfes zwi- sch'N dem Zentrum und der Baperisaen Vc lkspartei ^haben dm F ihrem bei'ec Parteien Veranlagung gegeben, tn vertraulichen Deutungen die durch die letzte Wahl ge- schaffene Lage zu erörtern. Auf An.ega.m des Vorsitzenden der Zentrumspartei Les Rcichskanzters Marx, fand am 21.'Iuni m L imverg im Haufe des F ihrecs der Dah^ruchen Vollspariei. des Hecrn Dom- kapiiulars Laicht, eine eingehende Aussprache statt, die einen recht befriedigen, en Verlauf nahm und erfreuliche Aus» sichte nauf ein engeres Zusammenarbeiten der beiden Fraktionen im Parlament eröffnet. Auf beiden Seiten kam der dringende Wunsch zum Ausdruck über die Schwierigkeiten dir sich m den letzten -3rcn ergeben haben, hinwegzukommen. Der Reichspart ei vor stand der Deutschen Z e n t r u m s p a r t e i hat in seiner letzten Sitzung die Ergebnisse der Dam- berger Besprechung einmütig gebilligt Die Aussprache wird in dm nächsten Tagen fortgesetzt werden, wahrscheinlich schon am 12. ;jim wiederum in Bamberg. _ ., 3lP Besprechungen nahmen nach dem Mmchm Blatt Reichskanzler Dr. Marr Reichs- Postmeister Höf le und Abg. Slegerwald Nur das Zentrum sowie Ministerpräsident Dr Held Dr. W ohl mu 1 h und Dr. Schlit- r en bau er für die Bayerische Volkspartei teil. m Die Stenographie bei der Reichsbahn. Man teilt uns mit: Die Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahn hat eine ausgiu/ehnte Anwmdung der Stenographt - anqc- un» »uv Erzielung der unb dl.ngt ecforder- lichen Eiuh?ltllchteit d s Kurzschrift hstem Eabels- be ger als Sinh itsstenographie für d n gesamten Bereich dec Dcutchm ha bestimmt. Bei einer Besprechung, die auf Er uchen des Vor- sl^enden des Steiwgca_phenvrrb-andeZ Slo'ze- Schrey in diesen Tugen bei der Hauptverwal u a ö€l- Deutschen Reichsorhn staltfand, bat i je e cr> klärt, daß aus wirtschaftlichen Gründen eine Aufhebung der getroffenen Anordnung nicht e fotzen könne. Im übrigen wurde noch van der Hauptverwaltung betont, daß die Anmdnurm nid), vom -aeichsverkehrsministerium als Behörde, so ide n von dem nach privatwirtschaftlich.m Grund ätzen arbeitenden Anternchmen „Deutsch? Reichsb chn" getroffen sei, das sich aber aus Erörteruage i ».ec Bewertung dec einzelnen Systeme nich. ctnlaLen könne. ** Iugendtag inGießen, Zu einer einmütigen Kundgebung hatten sich die Gießener Iugendbünde am Sonntag zusammengefunden. Der Tag galt der Jugendherberge auf dem Hoherodskvpf. Lieber alles Tren- ncnde, über alles Gegensätzliche der Weatz und Ziele hinweg riß sie das' überströmende Gefühl einer starken Zusammengehörigkeit in ihrer Liebe zur Heimat und dem Wollen zu neuer Lebensgestaltung. Dr. Spira verstand es, dieser Grundstimmung bei der Morgenfeier in schlichten, tiefempfundenen Worten Ausdruck zu geben. Für die veranstaltenden Zugendlichen war diese Feierstunde der Brennpunkt des Tages, der ihnen die innere Kraft für die ungetrübte Freude des ganzen Festes gab. Als sie singend in die Stadt zurückzogen, waren Ihnen die Worte des Liedes von Hermann Claudius Erlebnis und Bekenntnis zugleich: „Wann wir schreiten Seit' an Seit', und die alten Lieder singen, und die Wälder wieder klingen, fühlen wir, es muß gelingen: Mit uns zieht die neue Zeit." Am Nachmittag sammelte ein Festzug auf Oswaldsgarten die Jugend und brachte sie zum Trieb. Dort herrschte bald frohes Treiben. Der Kasper versetzte mit seinen derben Spähen das kleine Volk in immer neues Entzücken, traten doch sogar der Schlammbeißer und der böse Ritter von Gleiberg auf. Am Waldesrand erfreute Hans Sachsens gestohlener Schinken eine große Zuschauerzahl, und ein Märchenspiel fesselte lange Zeit die Aufmerknatürlich mit demselben Recht als Ankündiger schönen Wetters angesehen werden. D sonders e gmtümliche Wollenbildungen als Anzeichen bevorstehender Gewitter oder Regenwetters sind namentlich in Rorddeutsch- land viel beobachtete, ziemlich große Stratus-- wolken mit nebligem, verschwommenem Aussehen, wellenförmig in die Länge gezogen oder wie riesige Gier geformt, mit sanften, wolligen Rändern, dann eine Art Kumuluswolken, die aber nicht hochgetürmt erscheinen, sondern mehr flächig angeordnet, anscheinend aus vielen kleinen Kumuli zusammengesetzt, jedoch zusammenhängend und von den Schäfchen-Kolonien verschieden. Sie haben das Ansehen zerfallender, sich zersetzender, aber nicht in Regen- und auch nicht in Zircus übergehender Kumuluswolken. In größere Höhen steigen sie nicht, sondern Pflegen sich, oft weit ausgebreitet, fast stillstehend, ungefähr auf der Höhe leichterer Gewitterwolken zu halten. Regen folgt ihnen abends oder sicher am folgenden Tag. Kleine, in Richtung südnördlich oder westöstlich gestellte, langgestreckte Wolkenbänke, die sich gern in Schäfchen auflösen, kündigen fast stets Gewitter an, wenn nicht gleich das Gewitter schon aus ihnen hervorwächst. Dieselbe Vorposten- Rolle spielen, meist am Morgen, winzige, wie von unten heraufgeblasene Kumulus-Wölkchen, einzeln oder zu vier bis sechs, zerrissen, wie nach oben zerflatternd, die nur kurz erscheinen und sich wieder auflösen. In der Richtung dieser Wölkchen pflegt dann das kommende Gewitter aufzusteigen. Kein bloßes Studium mehr, sondern zugleich größtes Erlebnis und Genuß für den Beobachter, der nicht bloß mit dem Verstand, sondern mit ganzer Seele in der Ratur lebt, ist dann der Ausbruch des Gewitters, nach der Exposition das Drama. Aus Stabt und Land. Gießen, den 1. Juli 1924. Die Jtttt-Mrete. Vach Qlnb-öru^g von Int^r-ssentenv:riretui'.- gen und Sachverständigen htt daS Hess. Mitt- sterium für Arbeit und Wirtschaft für die Berechnung der Miete für den Monat Juli fo> gendes bestimmt: Die Miete für den Monat Juli beträgt in sämtlichen Gemieden des Lande', einschl eßlich derjenigen des besetzten (ScbieiS 43 v. H. der Friede ns miete. In dieser Summe s no 12 v- H für laufende, 8 v. H. für große Instand- fetzungskosten, sowie 20 v. H. für DeaiBsrosten und Zinsstcigeru! g enthalten. Im üb' igen wird an dem Inhilt der Be- 'anntmachung *owx 28. Mai 1924 i bec die Festsetzung der Imn-Mitte nich s g.ändert. (Anmerkun.gd er Redaktion: Rach dem Schlußsatz dieser amt i.hen Dekanntma hung bleiben allo folgende De.irnmungrn in K äst: Detciebskoi en sind Steuern. Gebüh.e t un^ öf eit* liche Abgaben, also insbesondere Grundsteuern, Kanalbenunungsgebühren, S raßenreinigung.gebühren, Wasstrgeld, Schorrstleinf g-rge^d. Haftpflichtversicherung, Treppen- und Flurboleuch ung usw. und Verwaltungs.'osten. Wa ergeld ist j- doch nur bis zu 2' v. H der Jriedensmieto in dem Satz für die Betriebskosten enthalte In denjenigen ®-6'u&cn o^er Ceb u e toi len ii dnnen der Verbrauch 2'/. v. H i ec Fri d nsmie e :"ber- steigt, kann die MehrauSgatze auf die Rutzungs- becechtigten nach den bil-hwige? Grundsätzen um» gelegt worden. Richt einb griffen sind ferner in dem oben ge ..muten Sa-a für die Bet'i 53! oft in die auf Grund der dritten Steuecnolve.-orstnung erhobenen Sonderstc-u.wn des Landes oder ter Gemeinden vom bebauten Grundbesi). Diese sind von dem Grundstücksbefitzer auf die Rutzungz. berechtigten umzulegen.) * L-U. Jahresfeier der Landes- Llniversi tat. Heute beging die Landes- Universität in der Reuen Aula ihre Jahresfeier. Die Vertreter der Behörden und zahlreiche Teilnehmer aus der Gießener Bürgerschaft hatten sich eingefunden, ebenso die Angehörigen der Universität, die Dozenten mit ihren Damen und die Studenten und Studentinnen. Rach dem Orgelvorspiel trug der Aka- Landkreis GicFe». * Klein-Linden, 3V. Iuni. Der Gesangverein „21 r i o n“ beteiligte sich gestern mit 45 Sängern am Wertungs- singen des Gesangvereins „Eintracht" in Hörnsheim, wobei „Arion" unter 8 Vereinen mit 156 Punkten an die zweite Stelle kam. Der Verein stehr seit 1912 unter der Leitung des 2Nusiklehrers Konrad Ricolai aus Großen- Buseck. -s- Treis a. d. Lda., 29. Juni. Heute nach- mrttag wurde dahier unter großer Beteiligung der Gemeinde und sämtlicher Vereine auf dem üblichen Festplatz am Fuß des Totenberges das viesjährige Jugend fest abgehalten. Die Begrüßungsansprache hielt Lehrer Allendörfec Als Geschenk der Gemeinde erhielt jedes Schulkind eine Brezel. Unter allerhand Spielen uni> sonstigem Kurzweil dec Kinder, Gesangsvortragen der Vereine und Vorführung der Damenriege des Turnvereins nahm das Fest einen schönen Verlauf. df. Langsdorf, 30. Juni. Am gestrigen Sonntag fand auf dem geräumigen Spielplatz der hiesigen Turner das erste Langsdorfer Ingen dfest statt. Reigen der Mädchen, Freiübungen der Knaben, Turnen am Reck und-Kketter- §erust, allerlei Ball- und Bewegungsspiele, Sackhüpfen, Wurstschnappen u. v. a. erfreute jung und alt. Mit großer Spannung sah man dem Wettlauf der emzelnen Gruppen zu. Lautlose Stille herrichts auf dem Festplah, als die A-D-S-Schützen in ihrer drolligen Art ihre Spiele vorführten. Man wird mlt Befriedigung sagen können, daß die Leistungen unserer Schuljugend die Erwartungen übertroffen haben, ein Zeichen, daß ein guter Geist unterunf?rer Jugend herrscht. Allseits hört man ben Wunsch, daß das Iugendfest eine dauernde Einrichtung bleiben möchte. 5kreis Schotten. * Laubach, 30. Juni. Vom hiesigen Schöffengericht wurde die Landwirtsehefrau K. von Freienseen wegen Milchpantscherei mit 200Goldmark Geldstrafe oder 40 Tage Gefängnis bestraft. Die in guten Verhältnissen lebende Frau hatte einer Milchlieferung an die Molkerei Freienseen30ProzentWas- s e r zugesetzt. Kreis Friedberg. * D a d - N a u h e i m, 30. Juni. Auf unserem so wundervoll gelegenen Johannisberg hatten am Samstag abend die Vereinigten vaterländischen Verbände Oberhessens, Bezirk Wetterau, zu einer Sommer-^Sonnenwendfeier eingeladen. Aach einleitendem Musikvertrag samkeit. Volkstänze, Reigenspiele und Lieder wechselten damit ab. Zum Schluß stellte ein wunderbarer Zirkus die seltsamsten Merkwürdigkeiten zur Schau, deren Glanzstück eine Riesenschlange war. Auch für den Durst war gesorgt. in Gestalt — eines großen Wasserwagens. Das von den Zuschauern wie üblich reichlich verstreute Butterbrotpapier gab Anlaß zum Abbrennen eines großen Freudenfeuers. Erst der sinkende Abend brachte des Festes Ende. " Die naturwissenschaftliche Abteilung der Ober hessischen Gesellschaft f ü r R a t u r - u n d H e i l k u n d e konnte chren Mitgliedern am Sonntag einen erlesenen Genuß bieten durch die Einstellung einer äufeeift vollständigen und sorgsam gepflegten Sammlung eucopallchec Schmetterlinge. ^Iniverfitätsmecha- nikec Carl Hab en eh, der auf daS Gntsllh'n feiner Sammlung Jahrzehnte hindurch alle feine Mußestunden verwandt hat, gab außerdem in einem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrage einen Lieberblick über das Entstehen solch einer Sammlung, über die Eigmact unb die Le-- benslttdingungen der von ihm b vokzuKten Ar ei und über die Zucht ter Schmetterlinge. Es bleibt zu bedauern, daß tec schöne Tag LIrsache eines schwachen De'uches wurde, da es erfoceerttch war die Ausstclmng in die Lag sslundm za verlegen,' da die Beobachtung ter Farbenpracht unb Ze ch, nungseinzelheiten der Tiere bei tünstlichem Lich « nicht möglich gewesen wäre. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Stcidttheater :8 Llhc: Tanzgastspiel von Hanne- Lore Ziegler. — Rundfunthaus, Löberstcaße, 8V» lUjr: Rezitationen. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Colibri. «n die Spitze des Schatzamtes als Staatssekre- .3 venef. Während des Krieges war er auch ’öcneraluirettor der amerikanischen Eisenbahnen, I £819 trat er von beiden Aenttem zurück, um i Wieder als Anwalt tätig zu sein. Die neue Regierung Südafrikas । . Pretoria, 30. Juni. lWTD.) Das süb° !. <>fntant| d)o. Kabinett ist wie folgt gebildet woc- V. xf;11: H 2 r h o g, Premierministerr, HavSnaa - jttmanz-n, Beyers. Bergwerke und Industrie' I" Kabinett umfaßt außerdem zwei Haaptführec 'Der ter bartet, nämlich Crewell für Der- teldrgung uni) Arbeit, Beymoll für Post und Telegraphie. Gewittervorzeichen. Don Leo Wirth- Charlottenburg. f. Wetterbeobachtung gehört zum interessantesten Raturstudium, namentlich auch deshalb, weil die Erscheinungen sich nie schematisch wiederholen, sondern in ihrem Ablauf oft ganz überraschende Abwechslung bieten. Ohne größere Vorstudien kann sich jeder mit diesem wichtigsten Sonderzweig der Meteorologie mit Erfolg" befassen, wenn er nur einen klaren Blick und die Gabe besitzt, aus Anzeichen die entsprechenden Folgerungen zu ziehen. Mancher einfache Bauer, kür den die Wettergestaltung mehr oder weniger eine Lebensfrage ist und der mehr in Gemeinschaft mit der Ratur lebt als der Fachgelehrte, weiß mit seinen Wettervoraussagen öfter Treffer SU erzielen, als das Wetterbureau mit all seinen Hilfsmitteln und dem besten wissenschaftlichen Apparat. Ganz erstaunlich dagegen ist die Wetter- Unkenntnis der Großstädter, die bei Ausflügen meist bis zum entscheidenden Moment nie wissen was kommen mag, und dann plötzlich zu ihrer gröhiei! Bestürzung mitten im weiten Grünewald schutzlos den Wasserfluten eines Wolkenbruches preisgegeben sind. Immer noch hat die Wetterkunde nicht alle Gehermnuse d:s Lu tmoeres entschleiett Ein auf» m?Lik-mer, denkender Beobachter vermag fast täglich noch Reues hinzuzulernen, zu früher Be° ober;leiem neue Deutungen zu finden. Lind darum rst -V bankbare Studium ganz besonders auch für bloße Liebhaber ebenso fesselnd und ertragreich, wie für den gelehrten Meteorologen. 1 Wohl am anregendsten wirken für jeden Rw. Hceano jene kleinen und größeren Veränderungen in ber Atmosphäre, die nach einer Schön-'' Wetterperiode den baldigen Eintritt der Gewitter- I tätiget ankündigen. Wie die einleitenden Szenen i geteilter. Mvrgennebel deuten auf schönes Wetter, wenn sie sinken, ostwärts schwinden oder sich in oer Sonne auflösen, dagegen auf Gewitter, wenn fie steigen, um nach Westen oder Rordwesten abzuziehen. Doch kann man sich auf die verschiedenen Rebelerscheinungen weniger verlassen, da lokale Verhältnisse hier mannigfache Aenderun- gen, besonders in Gebirgsgegenden, hervorbringen können. In den Bergen deuten schleichende Mor- g en nobel nach einer Regennacht auf Gewitter für den Rachmittag hin. Da aufgelöster Wasserdampf die Durchsichtigkeit dec Luft erhöht, ist aus besonderer Klarheit der Luft die Ankündigung herannahenden Regens zu lesen oder Wiederholung des Regens zu gewärtigen, wenn der Sonnenschein nach Regenfall eine weiße, statt gelbe Färbung zeigt. Sendet die Sonne hinter einer Wolke hervor sichtbare Strah- lln ins Himmelblau hinaus oter auf die Ecde herab („Die Sonne zieht Wasser"), so ist die Luft stark mit Feuchtigkeit gesättigt, und spätestens nach zwei bis drei Tagen folgt Regen oder Gewitter. Bei Windstille, reinem Himmel und großer Erdfeuchtigkeit entsteht gern aufsteigender Luftstrom, der sich in größeren Höhen verdichtet, zur Kumuluswolke und zum Hihegewitter wird. Solche Gewttker treten meist ohne besonders auffallende Vorzeichen auf. Sie sind örtlicher Ratur und ziehen nie weit. In der Rächt bilden sich Ku- mulusgewitter höchst selten, da nur die Sonne größere Luftströme in die Höhe zieht. Weil der Hag-lschlag hochtürmende Haufenwollen zur Vorausfehung hat, erklärt sich daraus ohne weiteres die große Seltenheit nächtlichen Hagelfalls. Ziirolumulusgb.ll.-e. sogenannte „Schäfchen" find gls Schlechtwetter-Vorboten bekannt. Sie bilden sich in etwa 3500 Meter Höhe, jedoch oft auch bei abziehendem Regen, und können dann 021805 mieten. HANS NOLL, Neustadt-Drogerie ' Telephon 626 5258D Heuchelheim, den 1. Juli 1924. 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Machtvoll durchbrauste Curtis „Empor" den Saal. Ger Gefahr eines zu soliftischa-.i Her- vortrctcns einzelner Stimmen, die sich anfangs in dem an den einzelnen gi ohe Anforderungen stellenden Chorlied „Dis beißen Sarg'" Hcgrrs Hemer tb ar zu machen schien, wurde schtt -OUH sieg^ reich begegnet. Eino hervorragende Leistung stellte . der lebendig erfaßte und technisch sicher behevrsch'e Cbor des gleichen Komponisten „In den Alpen" dar. Reizvoll war der Dortrag deS immer g rn gehörten „Morgen!'e. es" von Rietz, das lemnnt'r- weise immer gute Schulung vc raussetzt und verlangt. Zu einer besonders sch ine > K.angw .kung kam es bei dem auf den Volkston gestimmten „Minnelied" Von Werth oei d.m j.d s solistische Hervortreten einzelner Stimmer peinlich vermieden wurde. Ter unvermittelte, ungezwungene Bei- fall bei den Vorträgen darf als volle Anerkennung gebucht werden, und zwang die singfreuA- Schar nach dem Vortrag einig 2 v reizvoller Volts lieber von Ragler und Zelter zu der Zugabe „Heimat am Rhein" von Ottenhofen. Belebt wurde die Vortragsfolg? durch Mtt- wirkung des Heldenbaritons x r 0 n enbarg — Mitglied des Vereins —. £>:r mit Stimmsicherhrit und dramatischer Veleblh.it die sehr b?kannten Gesänge Wolframs aus Tannhäuser: „Dckl' ich umher" und Lied an den „Abendstern" vertrug. In der „Zueignung von Strauß fand der Säng.r Gelegenheit, seine vorzügliche Gestattungskiast und in „Jung Dietrich" von Hentschel bic ganze Fülle seines mächtigen Organs zu entfalt m. Durch den herzlichen Beifall der froßgestimmtea Zuhörer veranlasst, gab der Sänger — wie wir offen gestehen — leider den „Rolandswegen" zu, der muck', w lisch die sonst feine Linie der Vortragsfo g: durchbrach. — Der verdienstvolle Leiter des Konzertes, Konrad K 0 rth, bewährte sich am Flügel als sicherer Begleiter. DWUatzeErM liefen in lebtrgeroüi*!)!« tiusftattiiMfl preiswert die VvUdl'Iche Universität,. Druckerei, N. Lange. 8ZWI zu kaufen gesucht 09)416 Neustadt 50, Einladung. Zu der am Mittwoch, den 2. Juli, nachmittags im Hotel Felsenkeller, Ecke Bahnhof- unb fiiebiaftraße, stattfiudendcn Vorführung des neuen Sterstttschltcß- verfahrens für alle Einmachgläser werden die Hausfrauen von Gießen u. Umgegend freundlichst etngeladen Sterilit ermöglicht es, in kurzer Zeit 100 und mehr Einkochgläser zu sterilisieren. 021413 Sterilit erspart Geld, Arbeit, gelt und Ärger. Ein Zerspringen der Gläser, Sprödewerden derGumnnrmgc gän lich ausgeschlossen. In seiner Einfachheit und sicheren Wirkung unerreicht. Es liegt im eigenen Interesse einer jeden Hausfrau, sich selbst hiervon zu überzeugen. Montag, den 30. Juni verschied nach langen Leiden unsere liebe Tochter, Schwester und Enkelin Pauline Kröck im Alter von 23 Jahren. t e t, der verdächtig ist, mehrere Personen, die mit ihm verkehrten und in letzter Zeit vermißt wurden, ermordet zu haben. In der Wohnung des Händlers wurden mit ‘‘Mut befleckte Kleidungsstücke gefunden. Im Zusammenhang mit der Angelegeni)eil wurden noch mehrere andere Personen verhaftet. Vor dem Hause, in dem b. Händler wohnt, sammelte sich eine sehr erregte Menschenmenge an, so daß die Polizei die Stratze säubern muhte. Dampfer-Zusammenstoß. Memel, 30. Juni. (Wolff.) Am Sonntag! obenb ist unweit Sandckng ein Zusammen^ st 0st zwischen den beiden Memeler Damp - fern „Beethoven" und „ Franz" erfolgt. Der Dampfer „Beck Hoven' sank in wenigen Minuten. Zwtt. an Bord befindliche Passagiere unb ein Teil der Besatzung wurden auf „ Franz" übernommen. Der Dampfer „Franz" erlitt grö» Here Beschädigungen am Bug und muhte seine Passagiere landen. Der Zusammenstoh wird auf ein Versagen des Führers von „Beethoven" zuruckgeführt. Der Wirbelsturm in Amerika. Clevelan d (Ohio), 30. Juni. (Wolff.) Zu der schweren älnwetterkatastrvphe toirfc' noch berichtete Der Wind, der mit einer Stärke von 85 englischen Meilen in der Stunde blies, war nach den Aussagen von Augenzeugen von einer senkrechten schwarzen wirbelnden Wolke begleitet, die ungefähr die Gestalt eines Fabrid- scho.msteines hatte. Glücklicherweise hörten die ländlichen Kraftstationen in dem Augenblick zu arbeiten auf, als der Sturm einsetzte, so daß bte| von einer Panik ergriffenen EMwohner, die der Wirbelwind hin- und herschleuderte, durch die niederfallenden Drähte nicht getötet wurden. Außer etwa 8 OTvten im Staate Ohio wurden tot Staate P en n s y lvan ien 16 Menschen getötet. Man glaubt, dah auch zahlreiche Leichen unter den Trümmern liegen. Der Erfinder des Flaschenbiers. Das Gedächtnis des klugen Mannes, der! zuerst Ber für den Export in alle Teile der Welt auf Flaschen füllte, wird alljährlich in England bei dem Festessen der Londoner Weinhändlep gefeiert. In „ernstem Schweigen" trinken die Weinhändler „auf das unsterbliche Gedächtnis, unseres dahingeschiedenen Bruders und Wohl^ täters Benjamin Kenton". Kentvn war im Jahre 1776 Vorsitzender der Vereinigung der Weinhändler und starb 1800 als reicher Mann. Er begann seine Laufbahn als Laufjunge in einem Gasthaus, wurde dann Kellner in einem gröberen Hotel, heiratete die Tochter des Besitzers und kam zu grobem Ansehen und Reichtum, als er das Geheimnis entdeckte, Ale so auf Flaschen zu ziehen, dah es den klimatischen Veränderungen wiederstehen und die Reise nach den heißen Ländern unternehmen konnte, ohne dah der Korken aus der Flasche flog. Wie er dies mit den wenigen damals zur Verfügung stehenden Mitteln vollbrachte, ist den Brauern von heute ein Geheimnis. Wahrscheinlich lagerte er das Bier erst viele Monate, bevor er es verschickte. Das Füllen in Flaschen ging sehr langsam vor sich, jnb es wurden überaus dicke, dunkelfarbige Flaschen verwendet, die den Inhalt der Flasche vollständig verbargen. Vermachtes« Schweres Anweiter im Eulen^ebirge. Breslau, 30 Cunl Das Eulen geb irg e wurde von einem schweren dl n toe 11 e r h-un- gesucht. Ein D.tanarliaer Sturm emwurzecka in den Ohstaichflanzu' ge>i die Bäume i u of wett in üU Felder geschleudert wurden Das Serrmd» tmithc auf wetten Strecken buchstäblich m ca Boden gestampft. Bseine- wlr-Vttm. wurven die Gegenden von Reurod, Reichenbach und Langenliebou. Gin mehrfacher Mörder? Hannover, 30. Juni. (WB.) Hier wurde ein homosexuell veranlagter Händler 0 c r tzaf - begrüßte Großmeister Dickler vom Jung- deutschen Orden in Friedberg die zahlreich erschienenen Frstgüste. Die öfters von Beifall unterbrochene Festrede des Vorsitzenden der Vaterländischen Verbände Oberhessens, ©tu» dirnrat Dr. Lenz-Giehen, fand ihren Ausklang in dem gemeinsamen Gesang: „Deutschland, Deutschland über alles". Bei loderndem, weithin sichtbarem Feuer ertönte dann das Lied: „Flamme empor" feierlich in die sonst so stille Rächt. Aach weiteren Musik- vorträgen, gemeinsamen Gesängen und Annahme einer Entschließung, die sich gegen d.as Dawesabkommen richtet, fand die würdige Feier ihr Ende. Kreis Lauterbach. * Lauterbach, 30. Juni. In Lauterbach und Amgegend, sowie im Krei e Alsfeld wurden in letzter Zeit zahlreiche Wäs (Hedi e b st äch l e von u..bekannten Titern ausge^ führt. Die Diebesbande wurde nunmeh.' in Her- gersdorf verhaftet. Einem Tckl der Bestohlene n konnte ihr Eigentum wieder zurückgegeben werden. Starkenburg und Rheinhessen. * Worms, 30. 3uni. Dem Vorschlag des Aellestenausschusses entsprechend wählte die Stadtverordneten-Versammlung den Dei- geordneten Wilhelm Rahn von Worms auf 12 Jahre zum Oberbürgermeister, der Stadt Worms. Gegen Rahn stimmten nur die Kommunisten und ein Vertreter der Deutschnationalen. — Das Stadtparlament hat auf Antrag der Deutschen Volkspartei die Aufheb ung der Deherbergungs- steuer mit Wirkung vom 1. Juli ab beschlossen. Hessen-Nassau. fpd. Höchst a. M., 30. Juni. Der von den Kommunisten zum Magistratsmitglied vorgeschlagene Stadtverordnete Gün - zel lehnte es bei der Verpflichtung a b, den vorgeschriebenen Eid auf die Verfassung zu leisten. Er wurde daraufhin von dem Stadtverordnetenvorsteher Dr. Korndörfer aus dem Sitzungssaalverwiesen. Günzel hat inzwischen sein Amt als Stadtverordneter niedergelegt. Oberhessische Tagung für evang.- kirchUche Jugendarbeit. Giehen. 1. Iultt Gestern abend wurde die 1. Ober hessische Tagung fürev angel, -kirchliche Jugendarbeit in der Stadtkirche durch einen öffentlichen Vortrag von Landcsiugendpfamer Zentgraf Über „Die Rot der Familie in der Gegenwart und die Wege zur Hilfe" eröffnet). Täe Ausführungen g uppierten sich zunächst um die Frage, was eine normale Familie, bte Urquelle und Kraftquelle aller Jugend, überhaupt sei. Die Familie ist nur dann normal, wenn die Ehe stimmend ist. Der so oft gepriesene reine Naturalismus aber ist das Zerstörungsmoment der Ehe. Rur sittliche Persönlichkeiten sind in der Lage, Ehen au führen und gerade in der Ehe heißt es Zucht üben, Herr fein über sich selbst opfern, Dienen, leiden. Richt in dcm Genietzen-Wollea, sondern in dem Leben- Wollen liegt das Wesenhafte der Ehe. -Unb nur auf solch ehelich gesunder Grundlage baut sich die normale Familie auf. Richt nur die Zett der Kindheit, sondern auch die der Jugend hat das Elternhaus besonders nötig, nun aber keine despotischen Eltern, die sklavischen Gehorsam verlangen, sondern die durchfühlen und erkenne., lassen. baß sie allein die allerbesten Fürsorger ihrer Kinder sind. Das klassische Altertum hat zwar durch b'.e Forderung unbedingten Gehorsams wil- lenstüchtige Charaktere zu schaffen vermocht, doch es hat nie der Eigenart des Menschen gerecht zu werden verstanden: das erst hat uns das Christentum gebracht und erst Jesu Geist schafft die normale Jugend und die normale Ehe. Zersetzungsmomente d r Ehe find einmal der Pvaltisch-echllcha Materialismus, der als h chsten Lebenszweck hinstellt, das ß.bea zu gei ie; n und darüber den wahrer Sinn der Ehe ve g ft;; de Secks des Kindes wird gemor et 1 e m nu. Eel> verdient wird, dis Persönlich eii w r dem Mammon geopfert. 2Ler auch der Idca ismus fan r uns nicht retten, wckl ec eines nicht vermag uns von uns selbst loszumach;n. weil er ein gratzer Egoismus ist. 11 nh das gleiche.Urteil trifft auch allen „Rettgionsersatz", Änthropasophie, mystische Geheimwissenschaft, Bonfels ulf. Was die Familie aufbaut, ist der lebendige Geist Jesu, auf dem Boden der lebendigen Kirche allein kann die christliche Familie besteh'n: in ihr müssen die Erwachsenen der Jugend jeden Tag t-oviele <, was sie sein soll. Alle Wege zur Hilfe für d.e christliche Familie und Jugend laufen zusammen bei Christus und seiner Kirche. Mit dem gemeinsamen Gesang einer Stroph > von „Herz und Herz vereint zusammen" schlotz dieser CrösfnungSabend, ter -eine anehnlich.' Zuhörerschaft gefunden hatte. H. Konzert des Berliner „LängerbranZ". Einer Einladung des Gießener Gesangveie'ns „Heiterkeit" folgend, gab am.Samstag h:r über 100 Mann starke Berliner „S ä n g e r t r a n z" unter der Leitung seines Chor meiste rs Koni ad K 0 rth in der Reuen Aula 7. 1 Kleider- fchrank zu uerfnitfcn 021414 Lbwenaaffe i 31. Palmen zu uertaufen 021247 Kaiierallee 351. von Dürinn Wetzlarer Weg 17IL j Mietgesuche^ Gesucht in Gießen 2- ober :» Simmet’ Wobnunn mit S'-tbcbür. Haus Dermaltunn, In- nandhaltium eleftr Slnldficn, GaS- und Wasserleitungen u. dgl. wird mit liber- nommen. Schrisll. Llngeb. unfcr 44O7D an den Giest. Anz. Belohnung demjenigen, der kinderlosem Ehepaar (mit- lerer Beamter) eine passende L-Aimr-Mhit. mit Slücbc und Bor- ratSraiim inGietzen oder Wieseck uer- mittelt. IrledenS- nüete zimesichert. Schrtftl. Angebote unter 021392 an den Gietz 21111. erbeten. | Wohnungstausch I Sehr schöne S-Ziinm-Wohu. . in gniem Hause geg. ■ eine kleinere zu I tauschen gesucht. Schrtftl. Angebote unter 021397 an den Gies;. 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Cine kleine Phiolo trug er dorten, schon eil langem, ein letztes Arkanum, das von allen Leiden erlöste — Der Page kam und ging. C> und ein Be- f fetter, der sich cingesunden, richteten em paar Bund Stroh zum Rach!lager. Der König schüttelte nur mit dem Kopf, Wies nach der Tür. Allein njoftte; yc sein. Heberfann wieder, aus gequältem, verzwel- feltem Herzen Heraus, die eituafton. Der Bruder Prinz Heinrich stand noch mit ungebrochener Armee Daun gegenüber. Aber Dresden und Sachsen mit allen Ressourcen war so gut wie verloren. Und wenn frier, hier morgen die Verfolgung einfetzte, konnte er ihr nichts entgegenstellen. Dann fiel auch Berlin rettungslos in Feindeshand. Raffte sich noch einmal auf, griff noch einmal zum Gänsekiel. Schrieb an den Generalleutnant von Finck: Weilen Mir eine schwere Krankheit zugestoßen, so übergebe Ich das Cornrnando Meiner Armee an den General Finck. Er kriegt ehre Schwehre Commission, die älnglückliche Armee ist nicht mehr im S'rnde, mit die Russen zu schlagen, Hadek wird ’n ad) Berlin eitlen villeicht Laudon auch, Gehet der General Finck diesse beide nach, So kommen die Russen ihm im Rücken, bleibet er an der Oder stehen, So kriegt er den Hadek diesseits . . . Zeit gewonnen ist Sehr vi'hl bey diesen Desparaten umstände, die Zeitungen auS Torgau und Dicsden wird ihm Cbper Meyn Segreter gehen er muß Meinem Bruder den Ich Generalissimus bei der Armee Deelaire von allen berichten, dieses Ünglüd' wiederherzustellen gehet nicht an, indessen was Meyn Bruder befehlen wirbt, das wus geschehen, an Meynen Reveu muß die Armee Schwehren Dieses ist der einhige rath, den ich bey denen unglücklichen ilnibftanben tm Stande zu geben bin, hätte Ich noch resoursse. So wehre ich darbet) geblieben. Friedrich " Sv war auch das geschehen. Den Oberbefehl abgegeben, dem Thron entlaßt ------Traumbildern gleich zogen die Ereignisse der letzten ^ahre. an be£ Königs Seele vorüber, Kampf und Steg und immer neues Ringen. Daß nicht er diesen Krieg gewollt, wenn er ihn auch begonnen halte. Daß er Ihm aufgezwungen war, daß halb Europa sich gegen ihn veroundet halte: Oesterreich, Frankreich, Rußland, das Reich und Schweden - wav's nicht immer ein aussichtsloses Beginnen gewesen gegen die erdrückende llebermacfrt? Unb w.eiter tastete die Rechte nach der erlösenden Phiole — Ein Entschluß — und alle Erdensorgen glitten nieder — Aufstand Friedrich, durchmaß em paar Male mit schwerem Schritt den engen Raum. Daß er den Entschluß, den befreienden nicht fassen konnte? Warum nur nicht? Warum zögerte die Hand, warum versagte der Wille? War'- denn'nicht sein Recht, aus einem Leben zu schei- den, das ihm nichts mehr bot, bas ihnr nur Demütigung bringen konnte?! Das wohl aus dem König von Preußen, dem Sieger von Lowositz und Prag, von Roßbach unb von Leuthen, den kleinen Bterquis de Dranbeboura machte, wie sie ihn im Boudoir der großen Königshure zu Versailles schon genannt hatten! Unruhig flatterte das Licht der Unschiit'kerze, verlosch ganz. Aber durch da« niedrige Fenst-w dämmerte der Taa — Da weiß eS der König, was ihn am Leben sestfrält, fefthalfen muß mit eisernen Zangen und Banden. Die Pflicht ist's gegen den Staat, gegen sein Preußen! Denn dies Preuften ist Sri Er allein! Keiner seiner Generale, auch der Bonder nicht, konnten teilen, was vielleicht vielleicht, doch noch zu retten war. Keiner seiner Minister kannte die verschlungenen Fäden der Politik we er selbst Keiner seiner 'jjertvauten wußte des Landes Ressourcen gleich ihm zu inerten, ilnb wenn irgendeiner dem Gegner Achtung und Respekt abrang, auch im tiefsten Unglück, so wav er es: 'Friedrich! Er durste nicht den Tod leicht nehmen Ec mußte leben — und wenn es nur wav, am den Schmerzensbecher biS zur Hefe zu leeren — — Leben und leiben: um Preußens willen! * * * Als der König am Früfrmorgen aus ttef Bauernhütte trat, traf er auf eine kleine Gruppe Versprengter, die grab über den Dorfanger zogen, bet Oder zu. Ein Hüne in Offiziersmontierung schritt in der Mitte. Blieb stehen, salutierte mit der linken Hand. Friedrich winkte heran: „Ist Er nicht der Stabstapttän von Zabeltitz vom Regiment Zastrow?" „Zu Besebl, Euer Maiestät. Melde unter- tänigft: mit zwanzig Abgekommenen, die ich im WaU> um Dischofssee fand." „Euer Regiment hat gestern brau sein Devoir getan . . . Er ist schwer blessiert, fefr' ich Herr, such' Er den Feldscher auf. Ich will Ihnr meinen Eholenius schicken, wird fich Wohl inzwi.chen heran- gesunden frjbeit' Wollte tociterßf)retten, der König. Auf dem Anger hielt schon ber Page mit den Gäulen Auch ein paar Offizier« standen barten, rangierten ihre Leute. Uno au« der anderen Dorfs»laße bog grab eine Kolonne vom Regiment Dierickc heran, in leidlicher Ordnung Blieb der König noch einmal stechen. „Seid Ihr nicht ein Topperscher?" (Fortsetzung folgt.j Srttie Turner Wieseck - D.f.R. 1900 Offenbach. £. Auf dem schön gelegenen Wiefockep mitten im Wald immer mehr als beliebter Aus- Sportplatz, der [ld> ob seiner günstigen Lage flugSort cinbürgert, sand am Sonntag ein Wettspiel obiger Mannschaften statt Wieseck ist A- Klafse unb als solcher Dezirksmeister tm frte- figcn 3. Bezirk für 23/24. Offenbach beste süddeutsche Sonderklasse und ebenfalls Im dortigen Bezirk Meister. Die Uebertegenfreil der Offenbacher gab dem Spiel bei Spielbeginn das Gepräge, aber nachdem sich Wieseck denr Gegner angepaßi hatte wurde bi« zum Sd-knß ein offene« Sptet vorgeführt, an dem jeder Sportler sein« Freude haben konnte. Der An-gang deS Spiels« (4:2 für Offenbach, Halbzeit 2:1) entspricht dem Spielverlauf; der Schiedsrichter Kneip Mar- borg war ebenfalls Soirderklasfe. Die zahlreichen Zuschauer waren von dem ohne jeden Mißklang getrübten Spiel voll befriedigt. Gerichtssaas. Ein sozialistischer Stadtrat und Staatsrat wegen Meineid« verurteilt. Kassel 30. Juni. DaS Schwurgericht, verurteilte. nad) dreitägiger Vertändlung den ■rat Ehristian W t I t r o ck, Mitglied des Preußischen StaatSrats und Mitglied des Ärnnntunal* landtags für den Regierungsbezirk Kassel, toegyt wissentlichen Meineides tn zwei gälten zu zwei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust, und sprach ihm die Fähig-t^ ab jemals als Zerige oder Sachverständiger irtb* lich vernommen werden zu können. Dieser Prozeß hatte einen Pr'essebelcidigung«- prozest! zum Gßorläufer. In der „Kasseler Post" war im Oktober v. Is. gegen lölttrod ttec Vorwurf der Wohn u ng s s ch i e b lu n g erhoben worden. Aus Antrag von W., der sich beleidigt! füfrlte. wurde öffentliche Anklage er-i hoben, und W. fchloß sich dem Verfahren al«1 Reben klüger an. Die Angeklagten erboten sich zum Wahrheitsbeweis und behaupt leen, Wittrock habe sogar seine eigen« Wohn u ng unter Mtßibraach seiner Amtsstellung erlangt. Es wurden nun- mefrt die Akten des Wohnungsamtes frei geholt, unb in ihnen wurde ein Schriftstück vargefunden, in bem gerade der Wol^nlngstaufch des Rebenklügers als jngemeff en empsöfr- len worden war. Wittrock wurde in ein St re u A- verhör genommen und in dessen Verlauf gefragt. ob er wisse, wie dieses Schriftstück zu- flanbcgetommen fei. Er verneinte eS unter seinem Eid. ttlad) der Verhandlung stellte bis Staatsanwaltschaft Ermittelunnge.n an, die zur Vernehmung einer früher auf dein Wohnungsamt angesteltten Stenotypistin führte. Dles^ erklärte daß Wittrock selbst das Schreiben diktierl habe Hierin unb in einigen anderen Angaben Wittrocks wurde der Melnttfr erblickt. Der „Luftfahrdank" ein großer Schwindel. Berlin, 30. Juni. Vor bem Großen Schöffengericht in Efrarlottcnburg sank» ..freute ein Prozeß }tattk der sich mit einer bett größten Wöhltätigkeitsiintemehmungen des Krieges dein sogenannten „Q u f t f a 6 re rbaTrf, beschäftigte. Angeklagt war der Kaufmann Franz Ausfahrth, bei zuletzt das Generalsekrata- riat des älntcrnc'frmcn« geleitet hatte. Die Be- weisanfna'frme ergab, baßi es sich bei bem Luftsahr dank, ber angeblich den Zweck hatte, durch Sammlungen bei ber Bevölkerung bie Fliegertruppe zu unterstützen, um einen g r ofv- än gelegten Schlvindel handelte. Don den eingegangenen sehr erheblichen Beträgen hat auch nicht ein Pfennig die. Flreger er reicht. Das Gericht bcrurteilte den Angeklagten zu zwei Jahren Gefängnis und fünf! Jahren Ehrverlust. Wirtschaft. Die Kohlenprodnktion in Hessen Die mvncttliche Statistik ber Köhlenproduk- lion bcS Volksstaats Hessen weist für den Monat M a i 1924 folgende Zahlen nach: 2ln Roh- braunkvhlen wurden gefördert 48 025 Tonnen, verkauft mürben davon 11 416 Tonnen: der größte Teil ber Rohkohle wurde weiter verarbeitet oder war zur melieren Verarbeitung bestimmt. Anden verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Gchwe- lereip rod ulten erzeugt: 3282 Tonnen Braunkohlenbriketts, 2133 Tonnen Raßpreßsteine. Unter Berücksichtigung der aus den Vormonaten übernommenen Bestände sowie des Abfat>e- und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschlüft absatzfähig: 21 328 Tonnen Rohkohlen, 1816 Tonnen Briketts 3116 Tonnen Raßpreßsteine, zu- MA s u'ot' "SÄ IBM Turnen, Sport und Spiel. S. C. 1900 — D. f. D. Anr SamStag gbenb fand da« Mit großer Spannung erwartete L o k a 1 1 r c f f c n statt, über dessen Verlaus folgendes zu belichten ist: Rach anfänglichem Hin und Her, Suchen und Tasten nach den Schwäd;en des Gegner« vermag 1900 einige Zelt den Ton airzugeben, drückt gewaltig auf« Tempo und sendet nach einem forschem Durchbruch sein erste« und einziges Tor ein. D. f. B. ist etwas verblüfft und versucht sein Heil in gut vorgetragenen system- vollen Angriffen. Halbzeit 1:0 für 1900. V. f. B. nimmt eine glückliche Umstellung feiner Mannschaft vor und gehl nadji Anpfiff mächtig nach vorne. In glänzender Kombinationssolge rollt Angriff auf Angriff gegen das 1900er Tor, demzufolge V. f. B durch Plazierten Schuß ausgleicht. Die Ueb erlegen frei t der D. f. D.-Mannschaft. die hervorragenden füöbeutfdjen Fußball demonstriert, wird für 1900 immer erdrückender. Die Leute jenseits des Wassers werden gänzlich in ihrer Spielhälfte elngeschnürt und wehren fidj wie die Löwen mit vielen Deinen. Im V. f. B.-Sturm fehlt dec gesunde Schuß sonst wäre das Resultat bereit« ein anderes. Reben den vielen Bällen, die daneben, drüber oben gegen bie Latte gingen, fand noch einer den Weg ins Reh und kurze Zeit darauf war Schkußi. Gaumeisterschaften von Hessen—Hannover auf bem Platze des Gießener Sportel u b s v. 1 9 0 0. Wie erwartet, standen die Vkeisterfchasts- kämpfe ihrer Bedeutung gemäß auf beachtenswerter Höhe, und die trotz des Autorennens zahlreich crfcfrlenenen Zuschauer konnten mit den Leistungen vollauf zufrieden sein. Sie fratten sogar daS seltene Glück, bei Ausstellung eines neuen Landesrekords anwesend zu fein. Der Rekordbrecher für Westdeutschland war bcc bekannte Internationale Stabhochspringer Ada m s (Kurh. Kassel), der in dieser Konkurrenz am Sonntag 3,68 Meter bewältigte. Ebenso überlegen blieb er auch im Weitsprung mit 6,40 Meter Sieger. Recht ansprecheirde Leistungen zeigten auch der 100 Meter-Sieger P a u l rom Polizei-Spv. Kassel, Lor den beiden Favoriten Freund (Äess.- Preuß. Kussel) und Fischer 11900) mit 2 Meier dos Rachsehen gab; Paulus tm DisluS und Kugelstoßen and die Gießener Sportclub-Leute in ber stets im Brennpunkt solcher Meisterschafts- känrpfe stehenden 4 • 100 Bieter-Staffel. In der kompletten Aufstellung mit 2a n gl o fr, Wal lensels, Äreuter, Fischer gewann man gegen hie gefährlichen Hefsen-Preußener sicher mit 4 Meter Vorsprung 100 Meter: 1- Paul , . Meter zurück 400 Meter: 1. Wittekind (Hess.-Preuß. Staffel) 54,1 S., 2. Süß (Leun) 56,3, 3. Voß (F. E. Wetzlar) 56,4. 800 Meter 1 2111 fr off (Kurhess Kassel) 2,14 Mim, 2 Wege, (Eorbach) 2,16, 3. Pfeil., (V. s. D. Marburg) 2,19. 1500 Bieter: 1. Wege (Eorbach) 4,21 Min. 2. Pfister (Heff.-Preuß Kassel) 4.28, 3. Pfeil (V. f. B. Marburg) 50 Meter zurück 5000 Meter: 1. Me 1 zenbach (23. f. D. Marburg) 17 35, 2. Riefchalk (Eorbach) 18,14 3. Ott (Leun)'18,25 Hochsprung 1 Decker (1900) 1,65 Meter, 2. Peet (21 S. E. Göttingen) 1,65 berührt, 3. Wallenfels (1900) 1,60. Weitfprung: 1. Adams (Kurhess Kassel) 6,40 Meter, 2. Voß (F. E. Wetzlar) 5,93, 3. Dr. Hundhausen /Hess.-Preuß. Kassel) 5,84. Stabhochsprung: 1. Adams (Kurh Kassel) 3,68 (neuer westd. Rekord), 2. Peek (21. S. E. Göttingen) 2,80. Kugelstoßen: 1. Paulus (Dor. Fulda) 11,45 Meter 2. Iungfrenn (Hess.-Preuß. Kassel) 11,22. 3. Adünis (Kurhess Kassel) 9,30. Diskus D.: 1. Paulus (Dor. Fulda) 38,06 Meter 2. Iunghenn (Hesf.-Prcuß Kassel) 36,74, 3. Becker (1900) 31,35. Speer: 1. Dr. Hundhausen (Hess.-Preuß. Kassel) 45,80 Meter, 2. Onischke (Pol.-Sp.-D. Kassel) 42,50, 3. Becker (1900) 41,65. 4X100 Bteter.Stafsel: 1. S. E. v. 1900 Gießen 46,1 S., 2. Hess.-Preuß. Kassel 4 Metso zurück, 3. Pol.-Sp.-V. Kassel 48 S. Olymp.-Stafscl: 1. He ss.-Preuß. Kassel 4,02 Min., 2. F. E. Wetzlar 4,40 Min. 3x1000 Meter-Staffel: 1. Akad. Sportverein Marburg 8,52 Min. 110 Meter - Hürden: 1 Paulus (Bor. Fulda) 19 Sek., 2. Seipp (1900) 19,4 S., 3. Peek (21. S. E. Göttingen) 20 D. ______ G •4 K 1 :---------—X Berlin Un Billionen Prozent Dntnm: ?7. g. 2,56 "t 10,90 S 10 25 22,75 81,25 1,40 21,26 4,50 23,75 1,5 7.01 8,63 0,360 8,35 12,20 2.1 0,305 0,-00 0,289 0,4-0 0,4 8 0,9 0 0,199 0,420 0,050 0,6 >0 4,2 76,94 6,4 12,75 1,2 10,13 10,4 9,05 5,75 9 12,6 6,90 10 6,2 29,75 40,76 1,4 2,05 2 6,75 5,500 | 11,75 Frankfurt a. M. Schluh- fiurs des enormen Geschäfts in Anleihen besser beschäftigt sind. Luch vom freien Vevlebc ist nichs wesentliches zu berichten. Während des größten Teiles des Verkehrs toar der Markt vollkomm n aufgelöst. Man hsrte nur Api mv 2%, Erowig 0,170 und Ufa 4V4- 2luf dem Deviiellmarkt hat das Angebot jetzt einen derartigen Umfang erreicht, bah die Reichsbank euo. ins Betiäge Hamstern kann, besonders Dollar und Pfunds waren in grossen Meirgen zum Verlauf gestellt. Börsenkurse. 5°/„ Deutsche Neichsan leihe - <% Deutsch- Reichöanleihe . 3'/,°/-'Deutsche Sietchsanlethe £/- Deutsche Retchtz.nrletlie Deu.schc Lvarpramienanlethe < /° Preußische flonsols . . . 4°O Hessen........... :::::::::: Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dto- DoU-Gchay-Amreiing.') *°/o ^olltürfcn 6% Goldmexikaner .... Berliner HaudelSaesellschaft. Commer,. und Prtvat-Bank Tarmst. und Nmtonalvank . Deutiche Bank......... Deutsche VereinSb.ink .... TtSconlo ILommandit .... Metallbau!........... Mitteldeutsche Creditbcmk. . Lcste.reichische ttreDttanftalt Wcstbank Bochumer Guß ...... Buderus Caro ............. Deutsch-Luxemburg...... Gelsennrchcncc Bergwerke. . Haruener Bergbau...... Kaliwerke ÄschcrSleben.... Kaliwerk Westeregeln..... Laurahütte....... L berbedarf........... Phönix Bergbau....... Rbclmiahl........... Niebra Montan........ TelluS Bergbau ........ Hamburg-Amenla Paket. . . Norddeutscher Lloyo Chcramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holjmann...... Analo-Cont 'Guano Badische Anilin........ Chemische Mayer Alechin . . Goldschmidt Gries etmer Electron .... Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung........ RütgerSlverke......... echeidranstalt ........ All«. ElektriziiätS.Gesellschaft Bergmann........... Mainkraftwerke........ Schuckert ......... Siemens • 1 Sdiluf) 1 flur-. 1 ü. d. 2 .0. 1 30. 6. l'.jto 0,F4i) 0,280 0 30) 0,-03 0,575 0 610 0,275 0,416 1 1 ;o 0,300 1,050 0,20> —— — 0,5.- 0,115 0,475 0/ 0 _ 0 60 0,600 — 4,z 4,2 77,5 76,95 77,5 0,37 6,20 6,37 37,5 — 24,5 2',5 21,25. 3 3,75 3,62 7,?1 7, ■ 5 7,87 8,5 8,5 8,1 0,4 — 0,4 8,70 8,5 8.7 12.4) — 12,4 2,2' 1,9 2,25 0,31 0,92a 0.S10 0,30) 0,300 0,4 8 7,75 8 g,?S 9.4 9,25 44,25 46 44,25 4 47,13 45 52,2-5 5-, 0 52,25 6,‘J 6,80 6.9 10,87 11 10,87 4.65 4,ti0 10 9,75 10 24.7 25,1 24,75 22,5 2, 5 22 37 3.,7 j 37 1,4 — 1,4 21 20,80 21 4,30 4,25 4,3 2,1 2.1 7,80 — 7,2 2,20 2,40 2,2 — 8,75 _ 12,25 12,7 12,5 1 —• 1,2 9,21 9,9 0,25 11 10, 0 11 9,5 9,35 9,5 5,7) - 5 9,25 9,4 9,25 13 — 13 6.7 0,7 6 10,35 10,5 10 6.5 6,5 28 30 28 28 59,75 38 1,4 1,3 1,25 1,9. 2 2.1 8,3 — - 9,6 8,7 8,5 0.4/0 0,59 — 0,625 11,2 — — 0,975 1 'S 2,4 2,4 3 8 8^5 8, SO 3 3,1 3 2,5 - 2,3 Gel», s Brie? KpflnkQOin? Noinl Eeg. Zuckerkrankheit u.Aderverkalk. dUddülUl Will! hilft best. Karlsfpnrtel Virkirchen 14. Behördliche Anzeigen Statt Karten. 53308 Entgelt Reiskirchen b. Gießen Ortrau (Bez. Kassel) 021B86 5332B Bekanntmachung 5341B 5354 D An Oienstao, Nn 1. *8 Ms ßfeasteg, tes 8. Juli WM» ich uf alle Artikel Sei Barzatoag 0.32 0.42 0.52 0.64 0.74 0.84 0.94 PECURME SCMKDER MALER u ZEHNER L1CHERSTR-3Z ®anlnotea (Ohne Gewähr.) f- alle Zeitungen Pfeiffersche Buchhandlung Walltorstr. 2L Fernruf 1342. 42251 Gießen, den 24. Juni 1924. Hessisches Amtsgericht. 800 Mark für ein im Nohbau stehendes Haus und flute Sicherheit nen- Aeitnemär,e Zinsen sofort gesucht. Sckr. Angebote unt. 021396 an den Gieß. Anz. tammen 26 260 Tonnen Braun kohlen und Draan- loHlenproduVe im Gesamtwert von 182 400 Gold- marf. Hessisches Kulturbauamt, (gez.) H. Steinbach, Negierungsbaurat. Wir bitten bei der Haussammlung darauf zu achten, daß alle unsere Helfer vorgedruckte, mit polizeilicher Genehmigung versehene Sammellisten mit sich führen. Verband f. deutsche Jugendherbergen Ortsgruppe Gießen. Verantwortlich für Politik und Feuilleton: 3. V.: Heinz ©ortenz. ohne Mk. Frankfurter Börse. _ r^ra?I,furt a 30. 3uni. Tendenz: Anleihen sehr fest, sonst still. — Das Anleihege- schäft nimmt immer größere Dimensionen an. Vachdem nunmehr vom Reichskabi iett eine aus 28 Mitgliedern bestehende Kommission ernannt wurde, um die Frage einer evtl. Aufwertung der alten deutschen Staatsanleihe zu prüfen, h>t die Nachfrage nach Anleihen einen Dekvldumfang a - genommen. Zu Beginn des offiziellen Markt:« liegt deutsche Anleihe, 0,290 und 0,300, doch sprang Der Kurs fortgesetzt bis vorläufig auf 0,380. 3m gleichen Amfange stiegen alle ande en Anleihe i vnb -Kvnsols. Besanders begehrt waren auch d.u^che Schuhgebietsanleihen, die einen Kurs von 3,600 erreichten. Auch heute waren es ferner namens lich alle 3prozentigen Anleihen, auch wurttem- bergische, hessische, badische und Hamburg sche, de scharf im Kurse anzogen. Zeitweise war das Geschäft in Anleihen wieder so stürmisch und vor allen Dingen so allgemein, daß daneben der Freimarkc und auch der Markt der variablen Vierte vollkommen aufgelöst war. Der Markt für ausländische Renten geriet sogar vollkammen in den Hintergrund, doch blieben die Kurse behauptet. Auf dem Industriekassamarkt war das Geschäft vollkommen still, trotzdem war die Haltung vollkommen behauptet. Die Dankwerte waren vgar zum größten Tell etwas fester, da bei den b?ute stattsindenden Personalentlassungen eine £e- dcutende Verminderung der Ausgaben der Ban- len statt findet und diese andeverfeits jetzt infolge W' Vogt’sche HHiiIe,Giefieii,Goellie!itr.32 15. Juli Beginn neuer Kurse. Anmeldungen werden täglich entgegengenommen. Prospekte frei ▲ tk ü3T.a Jb. Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Hedwig Löwenberg Jakob Levi Boitato - Fuhren werd, übernommen. Näheres in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anzeigers. 5W1D Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen: Die Firma (Carl Ruders- darf Wwe., Gießen. Inhaberin ist die Carl Rudersdorf Witwe, Marie geh. Pulverich in Gießen. leich für das Jahr 1924 liegt vom 3. bis cinschl. 9. ds. Mts. auf dem Geschäftszimmer der. Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten offen. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker jbeizutragen haben. Garbenleich, den 1. Juli 1924. Bürgermeisterei Garbenteich. ßiffeL 5337V Büchertisch. — Ludwig Huna, dem wir schon so manch schönen historischen Roman verdanken, greift in seinem neuesten Werk „Wieland der Schmied" in fernste graue Sagenwelt zurück. Der Edda, jenem Helbensazrg nachgermanischer Man- nesgröße hat Huna den Stoff von Wieland, dem ersten Schwerterschmied und ersten Flieger entnommen. Die Sprache ist voll epischer Kraft und Glut, die Gestaltung der alten Sage voll Spannung und Tragik. — Traugott Vogel: älnsereiner (bei Grethlein & Co., Leipzig). Ein Entwicklungsroman voll starker dichterische: Kraft und tiefen Eindrm- gens in die Elemente des Lebens. — Richard Voß: Aeghfr tische Geschichten (Cngelhvrns Romanbibliothek). Eine Rovellensammlung, die auch auf dem für Richard Voß fremdartig anmutenden Boden Aegyptens die ganze Phantastik und Gestaltungskraft des Dichters offenbart. Bekanntmachung. Betr.: Brotgutscheine. Die bei den Bäckern eingegangenen Brotgutscheine müffen bis spätestens 3. Juli bei uns eingelöst werden. Alle bis zu diesem Tage nicht abgelieferten Drotgutscheine verlieren alsdann ihre Gültigkeit. Gießen, den 1. Juli 1924. Kommunalverband Gießen. I. D.: Dr. Braun. 5339V ttirfchenversteigerung. Donnerstag, den 3. Juli, sollen die Kirschen der Gemeinde Bettenhausen, an der Straße nach Muschenheim versteigert werden. Anfang nachmittags 4 Uhr daselbst. Bettenhausen, den 30. Juni 1924. Bürgermeisterei Bettenhausen. Roth. 5347 D Die Lieferung des zur Düngung der städtischen Wiesen benötigten künstlichen Düngers, und zwar: 600 Ztr. 22% Kalisalz und 600 „ 16% Thomasmehl sind zu vergeben. Die Lieferung hat bis 11. Oktober 1924 zu erfolgen. Mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis zum 20. Juli 1924 bei mir einzu- reichen. Gießen, den 28. Juni 1924. HMMkckWMgHM. Wir teilen hierdurch mit, daß gemäß der Richtlinien des Reichsarbeitsministers ab 30. Juni I. Fs. die Beiträge zur Erwerbslosenversicherung wöchentlich betragen : Lohnstufe I und Lehrlinge 0.22 Mk. Frankfurter Echlachtbiehmarkl. fpd. Frankfurt a. M., 30. Juni. Auftritt 347 Ochsen, 58 Dullen, 1011 Färsen und Kühe, 32 Schafe und 3602 Schweine Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Ochsen, vollfl. ausgewachsene 42 bis 50, junge fleischige 35 bis 41, mäßig genährte junge, gut genährte ältere 28 bis 34; Bullen: vollfl. ausgewachsene 33 bis 38, vollst, jüngere 28 bis 32, mäßig genährte —; Färsen und Kühe: vollfl. ausgemästete Färsen 42 bis 50, vollfl. ausgemästete Kühe 36 bis 43, wenig gut entwickelte Färsen 32 bis 40, ältere ausgemästete Kühe und w-enig gut entwickelte jüngere Kühe 30 bis 35, mäßig genährte Kühe und Färsen 23 bis 30, gering genährte Kühe und Färsen 10 bis 20; Kälber, feinste Mastkälber 54 bis 60, mittlere Tiere 46 bis 53, geringere Tiere 40 bis 45; Schafe —; Schweine unter 80 Kilo 40 bis 48, von 80 bis 100 Kilo 48 bis 50, über 100 Kilo 47 bis 50 Mk. Der Markt wurde bei langsamem Handel nahezu aus- verkauft. Frankfurter Pferdemarkt. spd. Frankfurt a. M., 30. Juni. Der heute auf dem Gelände des Landwirtschaftlichen Vereins abgehaltene Pferdemarlt war nicht so reich beschickt als svnst. Auch der Besuch 1*3 im Hinblick auf die wirtschaftlichen Verhältnisse zu wünschen übrig. Für schwere gute Arb.i spferde wurden 1500 bis 2000 Mk.. für mittlere 1000 bis 1200, für leichtere Pferde 500 bis 1000 Mark angelegt. Zum ersten Mal seit langer Zeit erschienen auch auf dem Markt als Verkäufer Privatleute, die zweifellos aus wirtschaftlicher Bedrängnis ihre Tiere anboten. Die melften Pferde gingen nach Rorddeutschland, ein erheblicher Tell nach Bayern. Die Tendenz war schleppend. Lohnstufe II „ HI „ IV „ V „ VI „ VII „ VIII Der Oberbürgermeister. w I. V.: Dr. Rosenberg. Der Voranschlag der Gemeinde Garben ' Mi tteldeutsche Creditbank A-G. Die 69. ordentliche Generalversammlung war von 38 Alckonären mit einem Aktienkapital von <39 958 ZOO Mk. Stamm- und 20 Mill. Mk. Vor- zugsattien mit 25fachern Stimmrechte besucht. Die Regularien wurden genehmigt. Der Reingewinn mit 2 201312 Dill. Mk. wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Die Vergütung für den ganzen Aufsichtsrat wurde auf 41 046 Dill. Mk. festgesetzt. Gegen die Anträge des Vorstandes hatle ein Vertreter von Aktien im Werte von 87 384 000 Mk., bei Enthaltungen von drei Aktionären mit einer Aktiensumme von 1 885 200 Mk. gestimmt. Dem Anfsichtsrat wurde Herr Albert Charlier zu- Sewahlt. * DeuNche Effekten- und Wechselbank A.-G., Frankfurt a. M. Die G.-V, in der 22 Aktionäre 199 227 Stimmen vertraten, genehmigte den dividendenlosen Abschluß. Der ^leberschuß wird zur Dorrechnung der Gvldbllanz vorgetragen. • Frankfurter Armaturenfabrik A G., Frankfurt a.M. Die o.G -V. war besucht von fünf Aktionären, die 15 558 Stamm- unt> 1000 Vorzugsaktien vertraten. Der Geschäftsbericht, die Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung wurden genehmigt. Der Reingewinn mit 49 215 Dill. Mk. wurden auf neue Rechnung vorgetragen. Die Vergütung des Austichtsrales wurde für '1923 auf 500 Goldmark feftgefeht. ** ” Großkraftwerk Franken A.-G., Dürnberg Der in Papiermark ausgewiesene Reingewinn des Geschäftsjahres 1923 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden, eine Dividende kommt nicht zur Verteilung. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. lyn Billionen Marf auSgebrüdt BuenoS-AtreS, London, Neu. York, Japan, Mio de Jcmetro für ein« Einheit, Dien und vudapest für 100000 Einheiten, alle» übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) Märkte. Berliner Produktenbörse. Berlin, 30. Juni. Man notierte heute: 1000 Kg. ab Station: Weizen märt 138—143, Doggen märt 123 -132, Roggen fromm. 119 bis 127, D. augerste märk. 138—146, Futtergerste neue 127—135 Hafer märk. 124—134, Weizenmehl 100 Kg. 20,75-23,50, Roggenmehl 100 Kg. 18,25 bis 21, Weizenkleie 50 Kg. 8, Roggenkleie 50 Kg. 8. Roggenkleie 50 Kg. 8, Raps 220, Leinsaat 260—280. Viltoriaerbien 19—20, Kleine Erbsen 13—15, Futtererbsen 12—13, Peluschken 10 bis 11, Ackerbohnen 13—14, Wicken 11—12, Lupinen biau 9—10, Seradella alt 13—14, Rapskuchen 8.60—8,70, Leinkuchen 17—18, Trockenschnitzel 6—6,20. Frankfurter Getreidebörse. fpd. Frankfurt a. M, 30. Juni. Die Tendenz ist weiterhin ruhig. Es wurden für je 100 Kilo Weizen 16,25 dis 16.75, Roggen 15,25 bis 15,75, Gerste 16,50 dis 17, Hafer 15,50 bis 16, Weizen- und Roggenmehl 27,50 bis 28,50, Roggenmehl 22,75 bis 23,50, Weizen- und Rog^en- kleie 8,25 bis 8,75, Erbsen 18 bis 24, Heu 7 bis 7,50, Weizen- und Roggenstroh 4,50 bis 5, Treber 10 bis 10,50. üTrrnM 30. Juni Amerikanische Violen . . . Belgische 'Jlotrn Dänische Woren...... , Englische Noten Französische 'Noten ..... Holländische Noten..... Ot h'enifdic Noten Norwegische Noten Zwilch i?esterr.ä i0l) Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten Schweizer Noten . Svanische Noten...... Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noien ,, IX 1.06 „ Don diesen Beiträgen haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer je die Hälfte zu tragen. Gießen, den 30. Juni 1924. 5340B Mittwoch, den 2. Juli 1924, nachm. 2 Uhr versteigere ich Reuenweg 28 (im Löwen), zwangsweise gegen Barzahlung: 1 Büfett (nußbaum), 2 Gasbackherde, 2 Grudeöfen, versch. irische Oefen, 1 Divan, 2 Hobelbänke, 1 Fahrrad. Don 3 Uhr ab an Ort und Stelle, Gutenbergstr. 4, 1 Herrenzimmer, Bücherschrank, Divan, Tisch, 4 Lederstühle, 1 Eckschrank. 1 Eßzimmer, Büfett, Kredenz, Auszieh, tisch,6 Stühle, 1 Sofa, 2 Klubsessel, 1 Teppich. Bureau - Einrichtung, Aktenschrank, Schreibtisch, 1 runder Tisch, 4 Stühle, ein Regal (mit 20 B. Meyers Lexikon), 1 Ruhe- bett mit Decke. Ferner: Kokosläufer und Teppiche, elektr. Lampen, Uebergardinen, Grammo- phon, Nähtisch, Blumennasen, und ständer, 1 Badeeinrichtung, 1 Linoleumteppich, ver- chiedene Felle, Bilder u. versch. andere. Funker, Gerichtsvollzieher. 5345V MÄÄWSfi Auüslotluüg mitein u.vreismeck Vie örti Ist sche Wv.-RUllecel, A. taw. Wen, Sümfftt. 7. Arbeitsvergebnng. Für die Feldbereinigung Allendors a. d. Lahn soll Montag, den 7. Juli 1924, vormittags 9% Uhr auf dem Rathaus zu Allendorf a. d. Layn die Regulierung einer Teilstrecke des Kleebachs, veranschlagt zu 5300 Mark vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hessischer Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Prozenten des Voranschlags ^erschlaffen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postftei bis zum ErS^fnungstermin l^einzureichen sind. Iuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 28. Funi 1924. Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute bei der Firma Sieg-Lahn-B-rgbau- GRsellschast mit beschränkter Haftung in Gießen folgendes eingetragen: Dem Berg- aflt sor a. D. Dr. Erich Böhne in Betzdorf js^Prokura derart erteilt, daß er zusammen mit einem Geschäftsführer ober einem zwecken Prokuristen zur Vertretung der Firma ermächtigt ist. Gießen, den 27. Funi 1924. Hessisches Amtsgericht. 5331B 27. Juni 80 Juni Reparl. klnultche Notierung Amtlich: Notier 1 ci ) Weib Brief 65-fb Brief 27. 180. Amst.-Ron. 157,70 158/0 157,60 155,40 UofllboU Brss. Antw 19,35 19,45 19,33 19,15 voll voll Christteinia. 56,66 56,94 56,26 56,'54 volüvoll voll voll flogenbaoen 6 ,63 69,97 68,43 68,77 tStorT'jofnt . HelsingforS. 111,12 111,68 111,12 111,63 voll!voll 10,46 10,52 10,45 10,51 vollcholl Italien. . . London. . . Neupork . . 18,13 18,155 18,2 18,245 18,10 18,13 18,20 - 16,22 voll voll MnfT'unll 4,1 i 22,21 4,21 4,1 1 4,21 voll voll Paris. . . . Schweiz . . 22,33 34, >4 22,ig 22^31 voll ?4,16 74,16 '74,54 Ußll voll Svanien . . Wien in®.. 06,26 86,84 16,16 £■6,44 voll voll Ceft. abgest 5,32 5,94 6,92 5,94 Voll Pra