Donnerstag, I. Mat 1924 U4. Zahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen VriS md Verlag: vrühsische Univerfiläts-Vach- nnö Steinöniderei H. Laage in Sietzen. §chriftleitnng und Geschäftsstelle: Lchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die lageertummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichkeit. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Brette ör1lich8, auswärts 10 Goldpfennig,- für Ne- Klame-Anzeigen d 70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20°,„ Aufschlag. — Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil Hans Veck, sämtlich in Gietzen. m. 02 Erscheint täglich, nutz« Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbrilage: GießenerFamilien b lättet Moualr-bezvasprels: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernfvrech'Anschlüsse: für bte Schriftleituna 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: AnzeigerGietze«. Postscheckkonto: $rtaat soll sich der kalt wägend« Verstand verbinden, jene nüchterne äleberlegung, die unbeeinträchtigt vom aufquel- lenden Gefühl, ja oft ihm entgegen, das Augenmerk nur auf daS richtet, was unter den jeweiligen Verhältnissen für das Interesse des Staates notwendig, zweckmässig, erreichbar ist. Da heute vor entscheidungsvollen Wahlen ein jeder von uns ein bihchen Politiker sein muh, wollen wir unS einmal prüfen, wie weit unsere politische Auffassung jener Forderung entspricht. Wir Frauen müssen wohl bekennen, dah es uns da, wo überhaupt politisches Interesse vorhanden ist. gewih nicht an leidenschaftlicher Er- sassung und Hingabe mangelt, dah es uns aber schwer wird, den kühl prüfenden Verstand zugllich sprechen zu lassen. Unt> was ist in dieser Feit natürlicher als dies? Welches vaterländisch empfindende Frauenherz fühlte nicht Trauer und Empörung über die Schmach, dir uns unfere Feinde immer von neuem antun? Welches G rn.it bäum e sich nicht auf gegen das furchtbare Schicksal, das und der Friedensvertvag von Versailles bereitet? Wie gerne stimmte man gefühlsmäßig den Leu en zu, die da rufen: „3erreif>en wir doch diesen Schandvertrag, einerlei, welche Folgen cd hat. Lieber untergehen, als in dieser Schmach toelter- leben?“ Wie psychologisch verständlich ist diese St m° mang — und deinwch wie verkehrt wäre es, ihr nachzugebcn! Denn jede ruhige Erwägung sagt und, dah eine Befolgung jener Forderung Katastrophen heraufbeschworen würde, wie wir sie bisher noch nicht erlebt. Aber vor diesen unausbleiblichen Folgen verschließen sich viele Frauen, lassen sich ganz von ihrem Gefühl beherrschen, und alle verständige Einsicht wird zum Schweigen gebracht. Allerdings — über die Phantasterei eines siegreichen Krieges unseres entwaffneten Volles gegen die mit ungeheuren Mitteln ausgerüstete Vtacht unserer Feinde herrscht unter den denkenden Frauen aller Streife jetzt nur e i n Urteil Aber man beschwichtigt die aufsteigenden Bedenken damit, dah die Franzosen schon aus Furcht vor uns uns in Ruhe lassen würden, dah es nicht gar viel schlimmer werden könne, als es jetzt schon ist. Das heitzt: die Augen vor der Wirklichkeit verschliehen und Prsiittk machen mit guten Wünschen. Vaumann nannte das polili'che Schwarmgeister ei. Sollten die Leiden ter Auhr- bevölkerung, wo 60 Prozent trotz teilweise aus- genommener Arbeit noch immer unterstützungsbedürftig sind, uns nicht eine ernste Mahnung fein? Wissen wir denn nicht, dah die Franzosen ihr Ziel, bte Zertrümmerung des D.utschrn Deiches, längst erreicht Hütten, wenn die anderen Ententestaaten sie nicht daran gehindert? Doch tragt uns alle das, wenn auch etwas geloderte, doch immer noch sichere Staatsgefüge; dtcse Grundlage unseres Lebens ist uns etwas so Selbstverständliches, dah wir uns von den Zuständen nach ihrem vollständigen Zusammenbruch kaum eine Vorstellung machen können. Aber haben wir richt in den vergangenen Herbstnronaten eine kl ine Ahnung — allerdings nur eine ganz ungefähre — von dem bekommen, was wirtschaftliche und staatliche Auflösung bedeutet? Hüten wir Frauen uns davor, solchen allzu leichthin gesprochenen Wo.ten Glauben zu schen- ten, die nur vpn Weltfremdheit und fehlender Einsicht in die ganze furchtbare Tragik nuferer Lage zeugen. Wir, die wir jetzt in vollem Matze Träger des Staates find, wie die Männer, sollten im Dewutztsein unserer Verantwortung den Dingen auf ihren tiefernsten Grund schauen und uns unseren Haien Blick, unser gesundes Denken nicht einhüllen lassen durch solchen Trugnebel, der in der rauhen Lust der nackten Wirllichkeit zer- ffcrttert. Kein anscheinend noch so heroischer Verzweiflungsschritt, der den Bestand von Staat und Dost aufs Spiel setzt, kann uns retten, er würde das Deutsche Deich vi.lmchc der Vernichtung audliefem. Was aber gilt eS, in unserer schier hoffnungslosen Lage denn zu tun? In trefflicher Weise gibt Antwort aus diese Frage die kü-zlich erschienene kleine Schrift „Nationale A utzen- politik" des Götlinger Historsters Dr. Wllhelm Mommsen, die uns in übersichtlichen, klar gegliederten Ausführungen einen Einblick in die Hauptprobleme der gegenwärtigen Autzenpoliill gibt. Sie gipfeln in der Beweisführung, dah es für uns nur einen einzigen Weg der Rettung gibt, den der vielgenannten Verständigungspolitik. Es ist ein mühsamer, entsagungsvoller, demütiger Weg, den gef^n zu müssen, unser blutendes He z sich sträubt. Aber er ist die einzige Möglichkeit, Katastrophen zu verhüten, die unsere Etaats- einheit zerschlagen, uns Zeitgewinn zu brüt en und uns dadurch die Aussicht auf langsame Minderung und Befreiung von dem auf uns lastenden ®rud zu geben. Diese Politik ist nicht unehrenhaft, sondern wahrhaft national, weil sie ein Einsetzen aller Kräfte zur Erhaltung von Volk und Staat bedeutet. llnb hier wäre in gewissem Sinne eine Bereinigung von Gefühl und Vernunft erreicht. Denn bie Vaterlandsliebe besteht doch nicht nur in den gewitz nur allzu berechtigten Empfindungen dar Empörung gegen die Feinde, stärker ist das positive Dewutztsein der Gemeinschaft, der unauflöslichen Verbundenheit mit unserem Tv'ke, das urjfer alltägliches Tun beseelt, das Opfer und Mühe — in geduldiger, aus harrender Ar bett gebracht — adelt, cd ist die immer von neuem in Vor einer neuen Separatistenaera. Die „Neutralität" der Rheinlandkommisston. — General de Metz und seine separatistischen Schützlinge. Köln. 30. April. (WB.) Die von dem französischen Provinzdelrgierten für die Pfalz wegen eines Anschlages auf den separatistisch g sinnien Dü. gemeiner Helfrich to.i Münschweller und wegen der Verhaftung seines Sohnes im rech.s- rheinischen Deutschland angeblich im Auftrage derRheinland komm iss i on an die pfälzische Kreisregierung in Speyer gerich eten □lote entbehrt jeder Rechtsgrundlage. Wenn der Provin^delegierte feinen Eingriffen In dis deutsche Justiz Hoheit den Schein einer rechtlichen Begründung durch den Hinweis auf verschiedene Ordonnanzen zu geben versucht, so Leht die,e Behauptung fehl: denn jene dkrorbnungen enthaften lediglich die Vorschrift, dah keine Behörde im unbesetzten Deutschland im besetzten Gebiet Verhaftungen vornehmen dürfe. Dei der Entführung deS jungen Helfrich hat aber irgendeine amtliche Mitwirkung nicht stattgefuuden. Das von den rechtsrheinischen deutschen Behörden gegen ihn angestrengte Verfahren ist aber eine rein innerdeutsche Angelegenheit, die Auslieferungsforderung deS Generals de Metz also nicht nur nach deutschem, sondern auch nach interalliiertem DesihungSrecht in jeder Weise unberechtigt. Dasselbe gilt auch für den Anschlag auf Helfrichs Vater, der übrigens wegen betrügerischen Dankervtts zu 3 Jahren Gefängnis und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt und wegen eines anderen Verfahrens aus dem Schuldienst entlassen worden fft. Für die Tat einer einzelnen Privatperson, die die Heimat von einem Landesverräter und gefährlichen Schädling befreien wollte, können die deutschen Verwaltungs- und Gerichtsbehörden auch nicht nach dem sog. Speyerer Abkommen verantwortlich gemacht werden Die Erfüllung der Forderung der Rheinlandkommisston würde demnach die Anerkennung der Sonderbündler als französische Schützlinge bedeuten, wodurch die Rheinlandkommisston die von Poincars öfter behauptete ^Neutralität widerlegen würde. Die französischen Behörden lehnten, wenn Deutsche erschossen oder verwundet wurden, den Schuh der Deutschen ab mit der B^ründung, dah es sich um innerdeutsche Angelegenheiten handele und General de Metz hat auf Bitten um seine Fürsprache zugunsten der wegen Separattstenabwehr eingeDerterten 72 Pfälzer erklärt, er wolle in ein schwe be ndes Gerichtsverfahren nicht eingreifen. „Will er nicht in ein gegen deutsche Staatsbürger schwebendes Gerichtsverfahren bei der deutschen Gerichtsbehörde im unbesetzten Deutschland ein- gieifen?“ England und die ausgewiesenen Rheinländer. London, 30. April (WB.) Im britischen Hinterhaus teilte der Unterflaatgfefretär des Foreign Office auf eine liberale Anfrage mit, die Zahl Der Personen, die aus dem von den Alliierten besetzten Gebiet ausgewiesen worden seien, betrage bis zum 15. April 10149, die Zahl der Personen, die bis zum gleichen Datum die Erlaubnis erhielten zurück^ukehren, belaufe sich auf 4706. Diese Zahlen schlössen die Frauen und Kinder der Deportierten nicht ein. Seit dem 15. April sei einer beträchtlichen Zahl von Leuten gestattet worden zurückzukehren, genaue Zahlen seien aber noch nicht verfügbar, lieber die Ausweisung deutscher Untertanen aus den Gebieten, die infolge der französisch -belgischen Sonder- aktion feit Januar 1923 besetzt wurden, die daher nicht unter der Jurisdiktion der Interalliierten Oberkommission ftimben, sei er nicht in der Lage, Informationen zu geben; er könne nur die von Macdonald bereits gegebene Versicherung erneuern, dah die Regierung ihren Einfluh, wo dies möglich, gelten machen werde, um die Wiederherstellung normaler Verhältnisse im besetzten Gebiet zu erzielen. Kennworty fragte, ob die Frage der Ausweisungen nicht in sehr hohem Matze bei der Wiederherstellung der fiska lisch en Autonomie Deutschlands in Betracht komme. Wenn 100 000 Leute auSgetoiejen seien, wie könnten sie bann die Geschäfte des Landes fortführen? Ponsonby teilte weiter auf eine Anfrage mit, dah nach den Zahlen, die aus den französich-belgischen Quellen eingegangen seien, im besetzten deutschen Gebiet einschllehl. dem Ruhrgebiet 471 Personen gefangen gesetzt tour* den; diese Zahl schliehe 110 Personen nicht ein, die (Strafen verbüßten, die von britischen Militärbehörden verhängt wurden, aber auch nicht diejenigen Personen, die Gefängnisstrafen in der belgischen Zone abbützten; ungefähr 50Personen wurden auherdem nach Gefängnissen in Frankreich und Belgien überführt. Ponsonby sagte, er könnte natürlich nicht für die Richtigkeit dieser Zahlen sich verbürgen. Die britische Regierung habe keine Kenntnis davon, dah irgend eine Maßnahme allgemeiner Amnestie für diese Fälle geplant sei. ans aufstrebende und , we>m sie die Macht haben, den Sieg zu erringen. Der Redner ging dann näher auf den deutschnationalen Rat ein, den Versailler Vertrag zu zerreiben: Ich kann dvch keinem anderen eine Dertragsverletzung vvrwerfen, wenn ich mich selbst davon loszulösen versuche. Deshalb sehe ich in meiner Situation nur eine Möglichkeit, uns davon loszusagen, was in dem Vertrag unerfüllbar ist — das ist unendlich viel — und indem ich dadurch von den t^xchtsverlehungen unserer Gegner loszukommen sua>e. indem ich das einzige Mittel für uns wirken lasse, das in der Welt Eindruck macht, das ist das Interesse der T3olfer daran, datz Deutschland wirtschaftlich nicht zugrunde geht. Ich komme zu dem. was der deutschnationale Abgeordnete Schlange-Schöningen in Hamburg gesagt htt: Waf senknechtschaf t ist zu brechen, Schuldknechtschaft nicht. Ich wäre Herrn । Schlange dankbar, wenn er sagte, wie Waffen- 1 knechtschaft zu brechen wäre. Ich bedauere es autzerordentlich, datz wir während des Krieges nicht in die SchuIdknechtschaft anderer Staaten dadurch geraten sind, datz wir bei ih'en ein Paar Milliarden Kriegsanleihe auf- c kommen haben «Bravo!>. 7arm wären diese <5taa.cn an dem Ausgang des Krieges ganz anders interessiert gewesen, und trenn jetzt eine Anleihe von SCO Millionen geboten wird, so ist es eine ganz falsche Darstellung, mit dem Gedanken dies abzutun: wir geraten in fremde Schuldknechts chaft. Ich begrüße dir Anteilnahme Amerikas uuv Englands, wenn ich den Engländern sage, daß wir jetzt Freiheit verlangen in wirtschaftlicher Beziehung, dann werden sie darüber ganz ans teig denken, wenn ihr Gold in unserem Lande arbeitet. Das Gutachten sagt: Deutschland kann in den ersten j’i drei Jahren des Moratoriums nicht aus dem Budget zahlen, weil jede Zahlung mit einer Gefahr Tür die deutsche Währung verbunden wäre, und weil sie einsehen, dah das deutsche Budget nichts bergeben kann für die feindlichen Lasten. Darntt bricht eine S chu ldlüge zusammen, die ebenso . grob ist, tote die ton der Schuld am Kriege überhaupt. Denn Poincare hat ferne Ruhrbesehung und seine Politik der ganzen Welt gegenüber zu rechtfertigen versucht, indem er sagte, Deutschland , könne zahlen and wolle nicht. Ihm erwidern die Sachverständigen: Dir Deutschen können und dürfen nicht. Wenn Deutschland | unter diesen ihnftänben zahlt, so würdr es seine , Währung vernichten. — Damit ist der stärkste mo- ‘ ralische Vorwurf, der bisher gegen die deutsche ! Politik erhoben worden ist, hinfällig. Die Sach- | verständigen sagen, Deutschland kann nur Reparationen zahlen, wenn es im Besitz der uneinge- * schränkten wirtschaftlichen, finanziellen und öko- ; nomischen Souveränität über das ganze Reichs- ' gebiet gelangt, das heitzt Ausschließung anderer !, Interessen. Deutschland muh über das ganze Ge- ' biet wieder Herr sein. Mau kann nicht von Deutschland Leistungen verlangen, wenn man ihm nicht freie Hand läßt. Es sind wegen der Bezahlung der Desatzungskosten Vorwürfe gegen uns gerichtet worden. , Herren, die das tun dürften niemals tragen, j sich im besetzten Gebiet zu zeigen, denn -die Be- i satzungskosten haben wir nicht gezahlt nach. Paris, j Brüssel oder London, sondern in der Form dessen, ] was wir den Städten und Gemeinde,^ ' totebergegeben haben für diejenigen Lei- ] stungen, Me die Besatzung von ihnen v e r - J langte. Die wichtigste F.age ist gegenwärtig: I wie werden wir die Besatzung los? | Dis Desatzungskosten betragen für Frankreich un» j gefähr 300 Millionen. Mutz es nach Vorschlag f Der SaAxrständjgen diese aus eigener / , Mai. «Alles neu macht der Mai!" Deshalb toirb der Beginn dreies Lust- und Wonnemonats von altersher festlich begangen, und eine grobe Zahl von Frühlingsbräuchen sind auf den 1. Mai vereinigt- (Nachdem in der Walpurgisnacht die Hexen und bösen Geister noch einmal ihr dunkleS Treiben mit aller Kraft entfaltet haben und man sich durch allen möglichen Spektakel, durch lodernde Feuer und kräftige Segenssprüche gegen die Dämonen zu schuhen gesucht hatte, beginnt mit dem Aufgang der Sonne am l. Mai der Hubel über den Anbruch der schönen Jahreszeit. Mit lustiger Musik wird der Maien „eingeblasen", und es gibt sogar Orte, bei denen am Maitag der Küster auf der Orgel ein fröhliches Stückchen spielt, das den Gesang des Kuckucks nachahmt. Hie und da werden auch die Glocken geläutet. Vor allem feiert man den Mai mit den lieblichen Kindern des jungen Frühlings, mit den Blumen Und den frisch ergründeten „Maien", hauptsächlich Zweigen von Dirlen und Tannen, aber auch ganzen Daumen, von denen die Aeste und die Binde beseitigt werden, so daß nur noch die grünen Wipfel leuchten. Der Maibaum, ursprünglich ein Sinnbild der Fruchtbarkeit der neuerwachten Ratur, ist überall der lieblichste Schmuck des Maifestes; aber von seiner früheren manischen Kraft hat er auch noch etwas behalten, uibem man das Bieh und die Brunnen damit schmückt, um die Tiere gesund und das Wasser rein und erguickend zu halten. Die jungen Burschen setzen ihren Schätzen solche Maibäume vor die Tür unb halten wohl bis zum Morgen neben der „Maie" Wache, damit nicht ein anderer den Gruß an die Herzallerliebste vor eine andere Tür pflanze. Gar eindrucksvoll ist die Liebessprache der Maien, ^äht das Mädchen das Bäumchen tagsüber -kusch« vEyatzlen, Dann tottb bas französische Parlament sich sehr eifrig mit der Frage beschäftig««, ob man 300 Millionen für Besatzung aus der Tasche der französischen Steuerzckhleo nehmen soll. Wir waren «ns im Kabinett darüber Nar, daß es töricht wäre, wenn jetzt, wo die Anfrage an «ns kam, ob wir sachlich arbeiten wollten, wir ein Unannehmbar sagten. Mir hatten da die ganze Well gegen uns und Poincare hatte freie Hand bekommen. Werne Meinung ist, daß, wenn wir das Gutachten annehmen, wir dafür zu sorgen haben, das diese politischen Voraussehunger erfüllt werden unb bah darüber hinaus sichergestellt wirb die Rückkehr sämtlicher Gefangenen, die Frankreich aus dem Ruhrkampf, aus dem Polenaufstand unb aus Oberschlesiens Besetzung noch bei sich hat. Daher stehe ich auf dem Ötanb- purckt, auch Leistungen, soweit ich sie für erträglich halte, auf uns zu nehmen wegen der Freiheit im besetzten Gebiet. Die Politik der Reichsregierung ist getragen von der Verantwortung, dah man in dieser Zeit, wenn man eine andere Macht nicht hat, zunächst einmal für eines zu sorgen hat, dah wir wenigstens einige Jahre ruhiger und friedlicher Entwicklung vor uns haben, dah wir wissen, wo unsere Grenzen sind, dah Poincarß nicht Land besetzen kann wie es ihm paßt, dah wir einen Konnex Herstellen mit 12 Millionen Deutschen im befetjten übrigen Deutschland. Die Entscheidung, vor der wir stehen, ist, ob die Politik Einäscherung gebracht. Unter bem Portikus ces Krematoriums 'hatten die Familienangehörigen unb die Vertreter der Regierungen und Behörden Aufstellung genommen. Den T.eppenaafgang flankierten die studentischen Abordnungen der Universität Heidelberg, der Technischen Hochschulen Karlsruhe und Darmstadt und der Handelshochschule Mannheim. Auf der obersten Treppenstufe standen, umgeben von reichen Kranzspenden, die beiden Särge. Rach einem Trauermarsche der Musillapelle 'hielt Konsistorialvat Fischer- Berlin die Gedächtnisrede auf den so tragisch ums Leven gekommenen Staatsmann, dessen Leben der Wissenschaft und Wirtschaft gewidmet war, der sich nicht allein mit bem Rühm des-Gelehrten begnügte, sondern dessen Wissen sich in den Willen umsehte, zu gestatten und zu formen, besonders als er in rastloser Wiederaufbauarbeit für das niedergebrochene Vaterland seine Kräfte einsehte. Hierauf überbrachte Reichsfinanzmini st er D r. Luther die letzten Grütze der Reichsregierung für den früheren Reichsschatzsekretär und Vizekanzler und feierte ihn als einen Mann schöpferischen Denkens, des Willens und der Tat.i 3m Ramen des Reichstagspräsidiums spracht Vizepräsident Diettrich: die Bedeutung Helfferichs für die Pfalz würdigte der Präsident der Pfalz- regierung Matheus: bem letzten Ehrenbürger von Reuflabt ank«r Harbt widmete Bürgermeister Dr. Fort Huber ehrende Worte. Mit den Klängen des Riederländischen Dankgebetes schloß die Feier, während sich die Fahnen und «Schläger der Studentenschaft über den Bahren senkten, worauf diese in die Halle getragen und unter einem Gebet des Geistlichen den Flammen übergeben wurden. i General von Seeckt in Bayern. München, 30. April. (Wolff.) Anläßlich der Anwesenheit des Generalsv. Seecktin München hat in der Landeskommandantur ein großer Empfang stattgefunden, dem u. a. Mitglieder der Regierung, der Runttus Pacelli und die Kommandeure des Standortes München beiwohnten. General von Seeckt, der gestern einer Felddienstübung der Münchener Garnison beigewohnt hatte, begibt sich heute vormittag nach Regensburg zu einer Besichtigung des dortigen Reichswehr regiments. 3n seiner Begleitung befindet sich der bayrische Landeskommandant Generalleutnant Freiherr Kreß von Kressen stein. Polnischer Größenwahn. Warschau, 29. April. (WTB.) Anläßlich der Eröffnung der Posener Messe hielt Staats- präsLent Wvj cj lechvws ki im Rathaus eine Rebe, in der er x a. sagte: Die notwendig^ Bedingung unserer Existenz als Staat ist die Vereinigung der polnischen Länder, denn Polen kann nur alS Großmacht existieren. Wir haben viel von dem erreicht, was uns zustand. Aber man muh sagen, daß wir noch nicht alles erreichten, bah noch nicht alle polnischen Länder, noch nicht alle für die Vollkommenheit unseres Lebens unerläßlichen Zentren mit der Mutter vereinigt sind. Aus stehen, so bedeutet das Gegenliebe; stößt sie ihn aber am, so erhält der Bursch damit einen Korb. „Ehrenmaien" werden auch wohl bem Bürgermeister und Pfarrer gestiftet, während dir anrüchigen Mädchen einen „Schandmai" in Gestalt eines alten Besens oder ein paar zerrissener Lumpen und Schuhe vor bas Fenster gesetzt bekommen. 3n der Verwendung der verschiedenen Maienzweige hat sich eine ganze „Dlumensprache" ausgebildet. Das brave Mädchen bekommt einen Tuchenzweig, die Schlimme einen Hollunderstrauch. Verschiedentlich wird auch der Kirschbaum als „Schandmai" benutzt. Besonders feierlich ist die Auspflanzung des gemeinsamen Dorfmai- baumes, dessen Segen die ganze Gemeinde genießt. Er wird nachts in aller Heimlichkeit von den Burschen des Ortes gehauen unb eingebracht, mit Fahnen, Bändern und Kränzen, wohl auch mit allerlei Bildern und Figuren geziert und in der Mitte des Dorf Platz es oder vor oem Wirtshaus ausgestellt. Fröhliche Tänze und Wett- Ilettern mit allerlei Preisen verschönen die Feste, die um die Dorsmaien abgehalten werden. Rach einiger Zeit wird er versteigert ober verbrannt: manchmal aber bleibt er auch das ganze Hahr über stehen. Bei den Tänzen um den Maibaum wird eine „Maibraut" ober „Maienkönigin" gewählt, ein uralter Rachklanq der alten Maigrafen, die vom Könige ein „Mcrilehen" erhielten. Auch das „Maimännchen" ober ber „Maikönig" fehlt nicht in unseren Volksbräuchen, und es haben sich noch Festspiele erhalten, die an die uralte Darstellung des Kampfes zwischen Sommer unb Winter, den Keim des deutschen Vollsdramas, gemahnen. Bei den Maigängen am frühen Morgen wäscht man sich im Maientau, der eine besonders weiche und reine Haut verleiht. Das Vieh wird am 1. Mai zum erstenmal in festlichem Zuge aus- getrieben, und ber Hirt spart nicht an grünen diesen Worien soll man nicht den Schluß ziehen, daß ichzum Kriege aufrufe. Ich glaube an die große Macht polnischer Arbeit und polnischer Kultur, die uns erlauben wird, mit ber Zeit das zu erreichen, was wir bisher nicht erreichten. Sodann erinnerte Wojciechowski an die Einweihung der Flugzeugfabrik, die baxu mahne, auch an die (Notwendigkeit militärischer Siärke zu denken, und fuhr fort, die große Bebrütung der Finanzfanierung besteht auch darin, daß sie uns erlaubt, ein stärkeres Wort zu führen in allen Streitigkeiten auf internationalem Gebiete. Solange wir als schwacher unb kranker Orgn.smus betrachtet wurden, der v.elleicht ausländischer Kuratel bedürfe, solange konnte die Stimme Polens nicht so scharf und stolz Hingen, wie unsere Staatswürde es verlangt. Erst heute kommt ber Augenblick, wo wir dank ber F nanzsanierung unsere Verteidigungs- mittel und unser Militär auf einen solchen Fuß stellen können, daß es niemand wagen toirb, nach polnischem Lande zu streben ober auch unsere inneren Rechte zu schmälern, dah es niemand wagen toirb, den Richter zu spielen zwischen ber Regierung unb den Bürgern bes polnischen Staates. ----- ----- - «M Belgien und Rußland. Die belgische Regierung hat ihren Botschafter in London beauftragt, mit Rakowski, bem Delegierten ber russischen Sowjetregierung, Fühlung zu nehmen. Während der Anwesenheit der Minister T h e u n i s und Hymans tn Chequers wird auch über das russische Problem gesprochen werden. Die bereits vor kurzem begonnenen Verhandlungen ber belgischen Regierung mit der Sowjetregierung über die Wieoer- anknüpfung der Beziehungen sind ziemlich wert vorangeschritten, so daß mit ber Moglichkkeit gerechnet wird, offizielle Unterhändler zu ernennen und die für die Untereren des Hafens von Antwerpen unb bie belgische 3nbuftrie so wesentlichen Unterhandlungen zu fördern. Das Programm des dänischen Sozialistenkabinetts. Kopenhagen, 30. Aprll. (Wolff.) Ministerpräsident S t a u n i ng gab eine Erklärung über das Programm des Ministeriums ab, Morin es heißt: Das Ministerium ging aus ber J ozial- bemokratischen Partei 'tyertior, deren Programm das Ziel seiner Arbeit sein werde. Die Außenpo litik des Ministeriums wolle biejenigen Ziele verfolgen, die mit Zustimmung aller verantwortlichen Stellen in den letzten Jähren verfolgt worden ist, und bereu Zweck sei, Dänemark ein gutes unb freundschaftliches Verhältnis zu den anderen Rationen zu sichern. Hieraus ergebe sich auch, daß die R e g e - lung der deutsch-dänischen Grenzfrage vollauf respektiert werde und es werde auch von vornherein das Ziel verfolgt, eine freisinnige unb gerechte Ordnung ber Sprachen-- unb Rationalitäten Verhältnisse in den Grenzgegenden zu sichern. Frrner toirb eine Reihe von Maßnahmen zur Stabilisierung dec bä» Nischen Valuta, zur Bekämpfung der ArbÄtslosig- kelt, zur Förderung der dänischen Produktion usw. angefünblgt. i Kleine politische Nachrichten. Zur Reichstagswahl liegen vor: 486 Kreiswahlvorschläge (gegen 296 im Jahre 1920) itnb 23 Reichswahlvorschläge (gegen 15). Zn den Kreiswahlvor schlagen sind 4514 unb in den Reichswahlvorschlägen 428 Kandidaten aufgeführt. Die meisten Kandidaten (26) bringt der Wahlvorschlag Rr. 4 ber Deals ^nationalen Volks Partei im Wahlkreise 22 Düsseldorf-Ost und die wenigsten, nämlich 1, ber Wahlvorschlag ber Zentramspar ei im Wahlkreis 11 Merseburg Unter den 23 UchS- wahlvorschlägen enthält ber Reichswahlvorschlag Rr. 16 des Häußerbunbes nicht weniger als 50 Ramen. < * Die Fachgewerkschaft deutscher Eisenbahnfahrbeamten hat sich mit ber Gewerkschaft deutscher ReichsbahBximten zusam- mengetan. Die Bereinigung führt den Ramen „Gewrrkschaftsbund deutscher Reichsbahnbeamten" unb toirb als Gvohorganlsatwn der Eisenbahn« beamten anerkannt. * Eine Revierkonferen; des Verbandes ber Bergarbeiter Deutschlands für das Ruhrgebiet hat ben Schiedsspruch vom 23. Aprll über bie Lohnfrage angenommen, dagegen den Schiedsspruch vorn 28. April über die Mehrarbeit abgelehnt und beschlossen, nach dem 30. Aprll die alte Siebenstundenschicht, über Tag acht Stunden, zu verfahren. Der Zechenver- Zweigen und bunten Bändern, um seine Kühe stattlich herzurichten, besprengt sie beim ersten Austrieb mit bem heiligen Wasser der Quelle. Auch die Menschen werben mit Wasser begossen ober mit bem glückbringenden Schlage der Mairute bedacht. * Die Preisentwicklung aus dem Kunstmarkt. Bei Rudolf Bangel, Frankfurt a. M. fand am 15. April die Versteigerung der Sammlung des verstorbenen Herrn von Baviez statt, die Gemälde aus drei Jahrhunderten, 17. bis 19., vorwiegend jedoch Arbeiten der deutschen und französischen Schule des 19. Jahrhunderts umfaßte. Die Gemäldesammlung war ergänzt durch einige interessante Tapisserien des 18. Jabrijun- derts aus der Manufaktur Beauvais. Trotz der angespannten Geldlage versammelte die Versteigerung einen großen Interessentenkreis deutscher und ausländischer Sammler: auch viele Vertreter des deutschen Kunsthandels waren anwesend. Die auffallendste Erscheinung war die Tatsache, dah für Gemälde guter Qualität, sowohl deutscher wie französischer Kunst, die Vorkriegspreise weit überboten wurden, während die Rachfrage nach Bildern mittlerer Qualität und von Künstlern untergeordneten Ranges, die während der Inflationszeit ebenfalls sehr hoch bezahlt wurden, erheblich zurückge gangen ist: aber auch diese überfliegen bie Preise der Vorkriegszeit ganz bedeutend. Die Sammlung enthielt einige besonders beachtenswerte Stücke, die heiß umstritten waren. Die Versteigerung dürfte dazu beitragen, für die Beurteilung des Kunftmarkts greifbare Unterlagen zu schaffen. Insgesamt erbrachte die Sammlung ben Betrag von über 300 000 Mk. Aus der großen Zahl der zur Versteigerung gelangten Gemälde seien folgende Einzelpreise erwähnt: bann Dagegen hat ben am 23. Aprll gcflEn» Schiedsspruch, ber eine Lohnerhöhung tm Ruhr- bergbau um 15 Prvz. vorsieht, abgelehnt. * Der Vorstand bes bayerischen Dmigewerb» Verbandes hat einstimmig beschlossen, sänttliche Bauarbeiter in Bayern auszusper- rcn. Es dürsten etwa 40000 bis 50 000 Arbeiter in Frage kommen. Dis jetzt streiken bereits mehr als 60 Prozent der Bauarbeiter. Das russische Volkskommissariat für Verkehrswesen hat dem deutschen Vorschlag, wonach in Moskau zum 11. Mai eine deu tsch-russi- sche Cisenbahnkonferenz cinberafen werben soll, in der die Einzelheiten der Frage einer direkten Verbindung zwischen Deutschland unb der Sowjet-Union besprochen werden sollen, als annehmbar anerkannt. * Rach dem Brüsseler Berichterstatter bes „Oeuvre" ist gestern abend zum Besuche des englischen Botschafters Lord Crewe Marschall Haig in Paris eingetroffen. Der Berichterstatter meint, der Besuch fei vielleicht nicht ohme politische Bedeutung. ♦ In dem Lokal der Faszisten-Partei in Parts, deren Vorstand gestern vormittag kurz nach 10 Uhr eine Sitzung ab hatten wollte, wurde durch einen Unbekannten eine ^Bombe niedergelegt, die explodierte und eine antoefenbe Italienerin leicht verletzte. Aus Stadt und Land. Gießen, ben 1. Mai 1924. Für unsere alten Leute. Von ber WinternothUfe Gießen 1923 wirb unS geschrieben: Am 28. Aprll trat derArbeitsaasschah ber Gießener W i n ter n o t h i lsc zu einer Beratung über die Frage der Fortsetz ang der Volksspeisung z ifammen. Die Tätigkeit der Winternolhllfe war von vornherein nur für bie Zeit bis Ende Aprll 1924 gedacht. Es war daher der Zeitpunkt gekommen, sich nunmehr über eine Schließung der Volksküche und Auflösung der Winternothilfe schlüssig zr werden. Gegenüber den schwierigen Tagen und Wochen des Herbstes 1923, in denen die Winternothilfe ins Leben gerufen wurde, hat sich die allgemeine Lage wesentlich verbessert. Die Zahl der Erwerbslosen, bie damals etwa 1200 betrug, ist auf etwa 120 zurück- gegangen. Die Erwerbslosenunterftühung toirb nach Pressemittellungen in nächster Zeit am 20 % erhöht. Wenn der Ausschuß trotzdem beschlossen hat, die Speisungen nicht einzu st eilen, sondern mit Einschränkungweiterzuführen, so hat ihn dazu die Lage nuferer alten Leute, insbesondere der Rentner, bestimmt. Gerade sie haben die Speisung in ber hier in Gießen gewählten Form sehr schätzen gelernt. Das anfängliche Vorurteil gegen öffentliche Speisungen ist in diesen Kreisen durchaus verschwunden. Es wäre tief bedauerlich, wenn man den alten Leuten die Speisungen jetzt entziehen wollte, da sie sich sehr daran gewohnt haben und da ihre Unterstützung noch, immer ganz außerordentlich dürftig ist. Die Höchstunterstütz ungs- sätze des Reiches für Kleinrentner betrugen zuletzt monatlich: für ein Reniner-Ehepaar 25,20 Mk., für einen alleinstehenden Rentner 21 Mk., für eine alleinstehende Rentnerin 12,60 Mk. Die Bezüge eines Sozialrentners belaufen sich auf monatlich: für einen Invaliden rentenempfänger insgesamt 23,50 Mk., für eine Witwenrenteneinpfängerrn auf insgesamt 15,30 Mk. Diese Höchstsätze sind zwar durchs die neue Fürsorgegesetzgebung aufgehoben, gleichzeitig aber ist die gesamte Last der Rentnerfürsorge den Städten aufgebürdet worden. Es wird bas Bestreben der städtischen Verwaltungen sein, die Lage der Rentner nach Möglichkeit zu verbessern unb ihnen das zum Leben Rotwendige zu schaffen. Aber im Augenblick ist die finanzillle Lage der Gemeinden noch viel zu unübersichtlich, als daß sie es wagen könnten, die Sähe der Rentnerfürsorge zu erhöhen unb damit Leistungen auf sich zu nehmen, die das Reich nicht hat tragen formen, obwohl sie notwendig gewesen wären. Die Speisungen sollen cllso fortgesetzt werden, jedoch beschräntt auf männlichePersvnen über60unbtoelb- lichePersonen überöOIahre. Ausnahmen sind nur für besonders durch Unterernährung gefährdete Kinder und in Fällen allerdringend- fter Rot zulässig. Die Zahl der Speiseplähe wird damit etwa auf die Hälfte verringert werden. Eine Fortführung der Speisungen im bisherigen Umfange würden die vorhandenen und zu erwartenden Mittel nicht mehr gestatten, dagegen steht zu Drei zusammengehörige Beauvais-Tapisserien 35 000 G.-Mk., Arnold Böcklin, erste Fassung der „Villa am Meere" 5000, Heinrich von Zügel „Ochsengespann" 13 500, Carl Spitzweg „Landschaft mit Staffage" 12 000, Franz von Defregger „Guitarrespieler" 7000, Adolf Schreyer „Troika" 5000, derselbe „Pferde im Schneesturm" 2300, Adolf von Menzel „Arbeiter im Walzwerk" 5200, Anton Burger „Heidelandschaft" 4000, der« selbe „Aus einem Taunusstädtchen" 1500, Enger Bracht „Schafe im Hochgebirge" 4300, Franz Wagner „David und Saul" 3200, Adolf Hengeler «Puttenzug" 3200, Josef Wenglein „Landschaft" 2900, Oskar Kokoschka „Herrenporträt" 2900, Ioh. Christian Claußen Dahl „Fjordlandschaft" 2300, Eduard von Steinte „Die heilige Maria Aegyp- tiaca" 1600, Anton Draith „Kühe" 1900, Michael Zeno Diemer „Auf hoher See" 1500, Gabriel von Max .Mädchenkopf" 1700, Carl Iutz „Geflügel- Hof" 1200, Robert Schleich „Viehmarkt" 1100, Eduard Schleich „Schulkinder" 1000, Lovis Corinth „Walhalla" 1800, Claude Monet „Landschaft bei Veteuil" 5000, Gustave Courbet „Schneelandschaft" 5000, derselbe „Bildnis eines Malers" 5800, derselbe „Skizze zu der bekannten Grotte" 1800, Francois Pascal Gsrard „König Isrome in der Schlacht bei Liegnih" 2700, Camille Pissarro „Auf der Weide" 2630, derselbe „Heuernte" 2100, Louis Gabriel Eugöne Isabeh „Sturm" 3200. F. F. Philibett Ziem „Reapolitanische Fischer" 2500, derselbe „In der Wüste" 2100, Paul Ga° Barni „Vorstabtsest" 2400, Jean Antoine Theodore Gudin „An der Küste" 1800, Alexandre Gabriel Decamps „In Reapel" 1000, derselbe „Die Prozession" 1700, Edgar Degas „Tänze- rinnen^ 1400, Adolphe Monticelli „Im Park^ 1500, Eugene Louis Boudin „Marine" 660, derselbe „Hafen" 800, Honor6 Daumier „Eattlm- banque“ 800 G.-Wk. Echt Chevreau-Damenstiefel mit Lackkappe, Rahmenarbeit, gutes Fabrikat Gr. 36/39 ^toirbuni L8^ b w. toi 1924. ^inerten die Fassung ch von Zügel weg .Land' für tu. 8,1 Mn; #1$ ?tr des Cfig. ohne S £ !•< 'Partei jWttjg Volke, yontbc äsende u/Sschuh *c Meiner -'ey-mg der ^Müdu mr für dir toor dicho ■.über eine wsnng der Ergmüb« $ Herbstes Leben ge- age toesenl- «loicn, bu 120 zurück- chuvg wird it am 20 i beschbrsten |u|tellen. I deiter- age mrserrr Ortner, be« ung in der schaben geil öffentliche rchauS ver- wem man tzt enhichen t haben und ®g alber« erWungS- igen zuletzt 25 £0 Dl. It, für eine Die Dezügc \ monatliche r insgeMt sängenn auf e sind zwar aufgehoben, >cr Rentner- orden. Ts ertoalhingen ich Mögen das zmn im Äugen- emden noch vagen trän- erhöhen und ie das Reich >lwendig gr- sollen also chränÜ auf ^ndveib- c. Ausnah- rrernährung erbringend, eplähe wird xrben. Sine «rigen M' ,a erwarten- •gen steht M cher.Troua stum" 2200. Dai-WM f 40)0. der 1500, öugo 4300, Snmr 'S? aria Äegh^ W, Michael Kabriel von -et Land- rbet.SM ?. I^roae tt A .LE «“L Park der- ne ßgitliy litt Mai tihen. vav fte tn Mefem etneef 4®Men Umfange poch einige Monate werden fortgesühr-t werden Ejroren. Auch> dies setzt jedrxh voraus, daß die Gebefreudigkeit der Gießener ®e« ipölkerung nicht gan^ versagt. Wer für bie Winternvthilse noch gibt, der gibt für unsere alten Leute, die der Fürsorge jetzt mehr beim je bedürfen. Es wurde tn der Sitzung noch, von dem Ergebnis der Wvhltättgkeitsveranstaltung auf der viebiashöhe Kenntnis genommen, das rund 1600 Ettetzeuer Wocheumarktpreise v am 1. Mai 1924 (Händlecprerse). ES kosteten: DaS Pfund Butter 200 Käse.65 614 70 Wirsing 60, Weißkraut 40, Gelbe Rüben 25 Rote Rüben 30, Spinat 80 bis 90, Zwiebeln RO* Meerrettich 70 bis 150, Schwarzwurzeln 80, 'Rhabarber 50, 2lepfel 25 bis 35, Dörrobst 30 Pscimig. Das Stück Gier 11, Blumenkohl 200,618 250 Salat 60, Lauch 10 bis 20, >Sellerie 100 Pfg. xie Versagung des Stimmscheins ist ein Einspruch Mässig, über den im allgemeinen die unteren sDerwaltungsbehörden entscheiden. ** Der G oethebun d hatte für Montag abend die Giehener Bürgerschaft zu einer Wohl- -cättgkeitsveranstaltung ins Kath. Dereinshaus ge- kadm. Die Zeil für derartige Veranstaltungen erscheint nicht gerade günstig. Man hat jetzt genug vom Theater — die Spielzeit unseres Stadttheaters ist ja eben erst geschlossen worden —, Wahlversammlungen stehen jetzt im Brennpunkt des Interesses. Wenn trotzdem der geräumige Saal des Dereinshauses gut beseht war, so ist ? >as sicher ein Beweis für das Vertrauen, das tkeh den Mitwirkenden entgegenbrachte, älnd wir dürfen die erfreuliche Feststellung machen, dah dieses Vertrauen keine Enttäuschung erlebte. Der Veranstaltung gab das Gepräge die Aufführung der Komischen Oper von Flotow ,Die Witwe Gvapin". Das Stück, das dem Geschmack des ausgehenden 19. Jahrhunderts angepatzt ist, fand auch am Montag wieder reichen Beifall, und' so bewies die Aufführung, dah nicht nur „moderne Schlager" das Publikum zu unterhalten verstehen. Gs war sicher ein glücklicher Gedanke der Veranstalter, den anspruchslosen Einakter aus der Vergessenheit hervorzuziehrn. Allerdings, wenn das schon altmodische Stück auch heute noch wirken soll, so gehört dazu vor allem ein spieltüchtiges Ensemble. Unb diese Vorbedingung war Montag abend sicher gegeben. Die Mitwirkenden können ff ja keinen Arstpruch darauf machen, als „Amateure" zu gelten, und haben nicht das Recht auf Schonung, das der Rezensent im allgemeinen Dilettanten zugesteht. Sie brauchen dieses Recht aber auch gar nicht in Anspruch zu nehmen, sie bewiesen vielmehr durch ihre Leistungen, dah sie pvn ihrer früher oft gepriesenen Kunst noch nichts verlernt haben. Dor allem Ilse Schmidt- Wisfenborf: Sie gab die Marquise von Peruchöt gesanglich und schauspielerisch gleich gut; die Koloraturen, die sie fang, fielen auf durch Reinheit des Tons und gute Atemtechnik. Ihr toftrtnger Panner war Kurt Richter ~ tor» Gießenern gleichfalls ein guter Bekannter — als Marquis v Dresiieux. Die Rolle stellte zwar keine grotzen Anforderungen an seinen Stimmumfang, aber was er uns bot, zeugte von guter Durcharbeitung und feinem Verständnis. Der Dritte im Bunde war Ludw. Linkmann, ber den Diener Vincent — trotz einiger ilebertrei- burngen — recht sympathisch verkörperte. Besondere Anerkennung verdient das Zusammenspiel des Ensembles, sowie das Zusammenwirken mit dem Orchester, das unter ber Leitung Kail Knübels stand. Die Begleitung der Gesangspartien war den Leistungen auf der Bühne gut angeglichen; die Ouvertüre, die das Orchester eingangs spielte, fand allseitigen Zerfall — Auch Trude Heß hatte ihre Kunst in den Dienst der Wohltätigkeit gestellt: Man muh ihr das Zeugnis ausstellen, dah sie eine geschmackvolle Auswahl getroffen hatte, und die Art ihrer Vorträge verfehlte ihren Eindruck nicht. Dlumenspenden waren der äußere Ausdruck des Dankes, den das Publikum ihr und den übrigen Mitwirkenden spendete * Der Raturheilverein feiert am Samstag, tote in der heutigen Anzeige mitgeteilt wird, im Kath Vereinshaus sein 13. Stiftungsfest. Auch im letzten Jahre, so schreibt man uns, arbeitete der Verein unermüdlich an dem groben Werk ber Volksgesundheit. Er hielt im Jahre 1923 vier große öffentliche und zehn kleine Vorträge außer dem Lehrlürsus und beteiligte sich an vier grotzen Vorträgen anderer Vereine. Fünf Wanderungen und zwei gesellige Veranstaltungen trugen zur Hebung des Vereinslebens bei. Die Mitgliederzahl beträgt 264. Erster Vorsitzender ist Rechtsanwalt Dr. Spohr. Der Derem hat sich dem hiesigen Männerbade'oeoein onge- schlossen und ist daran, mit diesem gemeinsam das schon bestehende Bad des Männerbadevereins entsprechend auszubauen zu einetn brauchbaren Licht-, Luft-, Sonnen- und Wasserbad. " Diebstähle. In der letzten Rächt gegen 4 Ähr wurde in der Drandgasse dahier aus einem Schaufenster durch Beschädigung ber Scheibe ein Ballen Stoff von einem bisher unbekannten Täter gestohlen. Der Dieb, der bei feinem zweiten Erscheinen von Rachbarsleuten beobachtet wurde, ging, als er sich entdeckt sah, ohne weitere Deute gemacht zu haben, flüchtig. Personen, die Wahrnehmungen gemacht haben, welche zur Ermittelung des Täters führen können, insbesondere ber Eisenbahnbeamte, an dem ber Dieb bei der Flucht vorüberlief, werden ersucht, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Ferner wurde in den letzten Tagen in zwei aufeinanderfolgenden Rächten in eine hiesige Gärtnerei eingebrochen. Die noch unbekannten Täter entwendeten hier ©artenmobel, wie einen Tisch und zwei Stühle, sowie eine Anzahl Blumen und Gemüsepflanzen. Sachdienliche Mitteilungen erbittet auch in diesem Falle die Kriminalpolizei. Vornstizcn. — TageSkalender für Donnerstag. Deutsche demokratische Partei: 8^4 Ähr in der Turnhalle (OswaldSgarten) öffentL Wählerversammlung. — Deutsche Dollspartei: 81/4 Ähr im Gewerbehaus Mitgliederversammlung. — Haus und Schule: 8 Ähr im Oohannessaal Familienabend. — Elsaß-Lothringer: 8 Ahr Hotel Köhler Monatsversammlung. — Palast-Lichtspiele: Der sprechende Film. — Lichtspielhaus Bahnhof strahe .Tao". — Prof. Dr. Muckermann, der Verfasser des Buches „Kind und Volk", hält in den Tagen vom 5. bis einschl. 9. Mai, 81/» Ähr abends pünktlich, in der Reuen Aula unserer LandeSuniversität eine Reihe von Vorträgen rassenbiologischen und volkShygienischon Inhalts. (Räheres im heutigen Anzeigenteil.) — Die Hermann LSHns-Gedächt- nisfeier morgen, Freitag, 2. Mai, 8 Ähr pünktlich in ber Reuen Aula der Universität, fei nochmals tn Erinnerung gebracht. Veranstaltet wird sie von Hany Rothe vom Deutschen Theater in Berlin und Eva Loders von ber Lehar- gemeinde, Berlin. Räheres im heutigen Inserat. Landkreis Gießen. 4- Treis a. L., 29. April. Die Dürger- meisterw ahl findet am 18. Mai dahier statt. iS. Steinbach, 30. April. Heute nachmittag gegen 3 Uhr brach tn der Scheuer des Wagners Kloos auf noch unaufgeklärte Weife Feuer aus, das die Scheuer in kurzer Zeit in Asche legte. Durch das rasche Eingreifen der Einwohner, die infolge des regnerischen Wetters zu Hause waren, wurde ein llebergretfen der Flammen auf die sehr gefährdeten Nachbargebäude verhindert. Außerdem war die Scheuer erst vor Jahren neu gebaut und hatte zwei starke Brandmauern, die das Feuer abhielten. Die Wehren von Albach und Annerod waren rasch zur Stelle, brauchten aber weiter nicht in Tätigkeit zu treten. Kloos weilte mit seinem Vater im Walde, um Holz zu holen. 1 - 1 i l *IS) stöhlen Die fetten Sachen waren erst tags zuvor von einem Metzger, ber sie geräuchert hatte, abgeliefert worden Hessische Handwerkskammer. Darmstadt, 30. April. (Eigener Bericht unserer Darmstädter Redaktion.) Die Hess. Handwerkskammer hielt heute unter ihrem stellvertretenden Vorsitzenden, Obermeister Rohl- Darmstadt, ihre 2 9. Vollversammlung im Stadtverorbnetensaal ab. In seiner Begrüßungsansprache an die Vertreter der Behörden und die Mitglieder ber Kammer teilte der Leiter der Versammlung u. a. mit, daß während der Inflationszeit im unbesetzten Hessen von 35 000 Handwerksmeistern 5000 ihre Betriebe schließen muhten. Rach B.sserung der Lage konnten 300 000 Goldmark an 600 notleidende Betriebe zu niedrigem Zinsfuß zur Verfügung gestellt werden. Der Redner wies mit eindrucksvollen Worten auf die großen Verdienste 5 HvLzyekM, BO. Bereinigten Grundstücke der Gemeinde undPsarrei Holzheim wurden vor Ostern verpachtet. Wie groß ber Landhunger ist, zeigte sich in den gebotenen Preisen. Es wurden im Durchschnitt für den kleinen Morgen (2000 Quadratmeter) 110 Mk. erzielt. Das ergibt für den Rormalmorgen (2500 Quadratmeter) 140 Mk. an Pacht. Den Pachtzins zu erschwingen wird wohl manchem Pächter nicht leicht werden. In der Osterwoche kam das Massegelände der Feldbereinigung zur Versteigerung, auch da wurden ungemein hohe Summen geboten. Es wurden verkauft 48 Rormalmorgen — 60 kleine Morgen an Aeckern und Wiesen. Dafür wurden rund 120000 Goldmark gelöst, tn 6 Zielen zahlbar, wovon das erste am 15. Mai fällig ist. während die Restsumme von da ab mit 5 bis 10 v. H. zu verzinsen ist. Der kleine Morgen kommt somit im Durchschnitt aus 2000 Mk. zu stehen, so daß der Quadratmeter 1 Mk. kostet. — Am letzten Sonntag wurden hier die Kinder konfirmiert. Es war für unsere Verhältnisse eine stattliche Schar von Konfirmanden, 28 an der Zahl, und zwar 16 Knaben und 12 Mädchen. Kreis Schotten. § Scholten, 28. Apriel. Am Samstag abend veranstaltete die Madrigalvereini- gung Darmstadt unter ihrem Leiter, Privat- dozent Dr. R 0 ack, ein Ki rchenkvnzer t. das auf autzerordentlicher Höhe stand. Zum Vortrag gelangten Werke älterer und neuerer Zett, darunter einige an Volkslieder anklingende; außerdem wurden einige Präludien bzw. Orgel-Ehoval- vorspiele geboten, und zwar von ber auch als Sängerin beteiligten Dr. Elisabeth R oack. Das Konzert war in feiner Art ein Hochgenuß^ und man muß der „Gesellschaft ber Musikfreunde" sehr dankbar fein, bah sie ihn möglich machte. Daß gerade während des Konzerts eines Gewitters wegen bas elektrische Licht aus setzte und Kerzen btb Kirche erhellten, bedeutete keine Störung, sondern durch bas eigenartig warme Licht eher eine Steigerung der Wirkung. Kreis Wetzlar. • W ehlar, 29. April. Der Kunstantiquar Karl Ernst Henricizu Berlin hat dem Lvtte- hause zwei wertvolle Stammbücher geschen kt, nämlich das in Leder gebundene und mit zwei Aquarellen gezierte ber Johan- nette Horn ig in Gießen, einer Verwandten der Wetzlarer Familie Duff, aus den Jahren 1773—1791 und das aus losen Blättern bestehende der Henriette Rimrvb zu Quenstedt, einer Richte von Charlotte Kestner geb. Duff, aus den Jahren 1797 bis 1807. Das erstere enthält besonders Wetzlarer, Gießener und Darmstädter Ramen, das zweite z. D. die Kamen von sechs Mitgliedern der Familie Kestner zu Hannover. Hessen-Nassau. spd. Frankfurt a. M., 30. April. In der Ä vom Mittwoch wurde der in der Rhein« wohnende Student Alfred Kor rek auf dem Westendplatz von bisher nicht ermittelten Personen überfalle n, wobei ihm der Schädel gespalten wurde. Der Llnglückliche wurde später von einem Droschkenkutscher aufgefunben, der die sofortige Alarmierung der Rettungswache veranlaßte. Der Student starb kurz nach seiner Einlieferung in das städtische Krankenhaus. — Aus Grund des Ausnahmezustandes wurde die für den 1. Mai von den Sozialdemokraten im Tivoligarten unter freiem Himmel in Aussicht genommene Maifeier verboten. — Am Garküchenplatz kam es In der vergangenen Rächt zwischen mehreren Arbeitern zu einer schweren Messerstecherei, bet ber ber Arbeiter Philipp Müller zwei feiner Gegner durch Messerstiche lebensgefährlich verletzte. — Aus einer Privatwohnung wurden in der verflossenen Rächt durch sehr ortskundige Personen zwei Zentner Schinken, mehrere Speckseiten und viele Würste ge- Rn, vk siky «YÄmer abends 8 Uhr pünktlich Universitäts-Aula Löns Gedächtnis-Abend veranstaltet von EvaLobers Harry Rothe Mitglied der Schaugemeinde Deutsches Theater Berlin Eintrittskarten: 2.— und* 1.25 Mk. (für Mitglieder der Literar. Gesellschaft 1.25 und 1.—) bei Emst Challier. i" Studenten karten 0.75 Mark. 019589 — i F I : CAFfiAMEND Freitag, den 2. Mai, abends 8 Uhr Ehren-Benefiz-Abend für Herrn W. Zech (Cellist) zu seinem 1000. Konzert m. verstärkter Hauskapelle Auserwähltes Programm Originalpackung im Verkauf bei frankfurt Bom 5. bis 9. Mai 1924, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula der Universität Metzen Vortragsreihe von Prof. Dr. Hermann Muckermann Blontag, 5. Mal: Die Familie der Gegenwart Dienstag, 6. „ Vererbung und Menschenlos Mittwoch, 7. „ Werdendes Lehen Donnerstag, 8. „ Werdende Reite Freitag, 9. „ Das glückliche Helm „Ist die Familie krank, so ist das ganze Volk krank; entartet die Familie, so geht es mit der Nation abwärts." Die Familie und damit das kommende Geschlecht find auss äußerste gefährdet, gur Gegenwehr, zur Gesundung ruft der bekannte Biologe Pros. Dr. Muckermann unser deutsches Volk auf. - gu diesen zeitgemätzen Vorträgen laden wir die Bewohner - vor allem auch die reifere Fugend - von Stadt und Land herzlichst ein. Dr. Allez, Stadtschulrat Zrau A. Arnold, Dors. d. Elisab.-Dereins Dr. Baur, Oberstudiendirektor Bayer, Dekan Marie Birnbaum, M. d. L. Dr. Büchner, Dors. d. Oberhess. Aerzteverb. Prof. Dr. Bürler, Universitätsprofessor Prof. Dr. Eger, l.Dors.d. Gietz. Stud.-Hilfe Freiherr von Gemmingen, Regierungsrat t). Goerz, Stadtverordneter Prof. Dr E. Gotslhlich, Universitätsprof, henf, Oberstudiendirektor Anita Yermanny, Schwester §rau Klareyomberger, Arb.-Wohlf.-Aussch. Prof, von Jaschte, Direktor d. Frauenklinik Prof. Zesionet, Universitätsprofessor Der Ausschuß: Prof. Jetz, Direktor der Augenklinik Dr. Kalbfleisch, Oberstudiendirektor Keller, Oberbürgermeister Zrau A. Kindt, Dors. d. Ev. Frauenvereme Dr. Koch, Frauenarzt ZrauWilh. Kramer, 1. Dors. d. Alicefrauenv. Dr. Krausmüller, Oberstudienrat Krenjieu, Bürgermeister Dr. Küster, Universitätsprofeffor Matthias, Prov.-Direktor d Prov. Oberh. Dr. Mester, Univ.-Prof, und Oberschulrat Zrau Berta Mues, 1. Dors. d. kath. Frauenb. #rau Minna Naumann Med.-Rat Otzwald, Direktor b. Heil- und Pflegeanstalt ZrauLouisepeters.l.Dors.d.kach.Fürsorgeo. Dr. Behteroalb, Dors, des Ärzte-Dereins für den Kreis Gießen Dr. Roller, Oberstudiendirektor Dr. Zander, Provinzialrabbiner D. Hans Schmidt, Professor der Theologie Schwab, Stadtverordneter Prof. Dr. Sommer, Geh. Medizinalrat, Direktor der psychiatrischen Klinik Urstadt, Ministerialdirektor völzing, stud. jur., Ferienvertreter der Studentenschaft Med.-Rat Wagner, Leiter der Hess. Heilstätte für Nervenkranke Prof. Walter, Universitätsprofeffor, Frauen« Änd Geburtshelfer Dors, des Lehrermnen-DereinS' > Eintrittspreise: Dauerkarten für 5 Vortrüge: Tageskarten 1. Platz Saal, numeriert. . . . Mk. 3. - 1. Platz Saal, numeriert. ... Mk. 1. - 2. ,, „ », .... ,, 2. — 2. „ ,, ,, .... ,, 0.50 3. „ Galerie „ .... „ 1.- 3. „ Galerie „ .... „ 0.30 find im Vorverkauf bei E. Challier, Neuenweg und abends an der Kaffe zu haben. Der Rein ertrag ist für wohltätige Zwecke bestimmt. L Geschw.Altenpohl,Seltersweg63 P. Gerstenhauer, „ 52 Matia Huntemann, „ 53 Tapezier- u. Polsterer- Lehrling gesucht. 010654 H. Kreiling Tapeziermeister, Wevlarer Weg 65 p. Leiirmädchen aus achtbarer Ja- miite per sofort ges. Schuhhaus Maguus Gietzen, ««tD Seltersweg 81. 3405h -Llockitr. ? i nn den Gietz. 'Än- mmMWA I seiger erberen. 100 qm grotze * MW 81. Lüßtthlllls Westenlaae 56 •u vermieten. Schrift!. Angebote unter 0195® an den Gietz. Anz. erbeten. |stelienangebote| SWeslkl «esucht für einige Monate von einer Slintk. Schrift!. An- geböte unter 3436B tgn den Gietz. Anz. formen. Eintritt 15. Mai. Schriftliche Angeb. unter 3425V Helferin nicht unter 20 I., zu Zahnarzt ges. Freie Station im Hanse. Schriftl. Meldungen, evtl, mit Zeug«., unter 019656 cn den Gieß. Anz. erb. Für meinen gröh. Haushalt suche ich ein durchaus zuverlässiges, ehrliches Hcta mir guten UmgaugS- Ein älteres tüchtiges Mädchen für den HauSbalt zum sofortigen Eintritt gesucht. 3336D Konditorei u. Casö Hch. Weimar, Frankfurter Str. 41. Tüchtiges MemMu welches envadkochen kann, tuen. Erkran kung des fetzigen für sofort gesucht. Off. unt. 1342 an Herio, Annoncen-Erved., 3un(icr Wnü« mit pers. französ. u. cngl. Svrachkenntn., sowie höherer Handelsschulbildung u. l'/,jähr. vrakt.kaufm. Täügkett, sucht gc- cignete Stellung zum 15. Diai. Schriftl. Angebote unter 019666 an den Gietz. Anz. erbeten. Selbständige ltöchin sucht Stellung. Schriitl. Angebote unter 019661 an Den (flieh. Anz. erbeten. DrinksMe»ll!IekM liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die DrUyl'sche Universität,. | Verkäufe j MKtelschwere ©•iprenßische Fuchs- ftute 9 Jahre alt, ausdauerndes Lauf- u. Ackecpferd verkauft preiswert Hermann Jhring, Llch. 33L)V 1 vrima Zuchtbulle zu verkaufen. Oie»a» Job. Braun Blasbach Nr. 49 (Kreis Wetzlar). Eine frischmelkende giege zu verkauf. 34381) Niegekrtad 68 l. Gute junge Milchziege zu verkattfen. 0,8ew Seulina, Beuern. Germania- Silberhäsin mit 5 Jungen zu verk. Pr.8.-. Wilbelmttr. 8 v. Alehrere kleine Wohn- u. Geschäftshäuser günstig zu verkaufen, ferner werden Bauplätze unter günstigen Bedingungen abgegeb. ©dir. Ängeb. unter 34270 a. d.Gtetz.Anz. Eine Glucke mit 12 Kücken zu verkaufen [019673 LaunsbackNr.155 Gut erhaltenes schw. Piano zu verkaufen. Scbr. Angebote unt. 3396V an den Gietz. Anz. Mllherilk neu u. gebrauchte billigst. H. Schön Marburger Str. B!aiierA»zsll| für Jungen von 14 bis 16 Jahren zu verkaufen 3419V Mublftratze 24 v. fatiöcta- dmdlsq aus Ratenzahlung preiswert abzugeb. Riegelvfad 30. | Kaufgesuche Gastierd nut erhalten, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebot* unter 019655 an de» Giestz. Anz. erbeten. miililillillllillilillllllllllllll Wüslhmssidell Schr. Ang. u. 3426V an den Gietz. Anz. eh. Anz.________BmhL s>nV Der beu iaen Auflage liegt ein Wohnhaus in Nähe d. Bahnhofs zu kaufe« gesucht. uni) Biigelil von besierem Herrn gesucht. Schriftliche Angeb. unter 019662 an den Gietz. Anz. I Vereine” Nr. 102 Zweites Blatt Wirtschaft. Vom Weltgetreidemarkt. 5X18 Riveccu der Effektenmärkte hat einen Tiefstand erreicht, der selbst die pessimistischsten Befürchtungen nvch übertrifft. Die augenblicklich herrschende Geldnot, die teils Ursache, teils uber auch eine aus dem Effektentiefstandsrekord resultierende Folge ist, macht sich von Tag zu Tag stärker am Prvduktenmarkt fühlbar Rind veranlagt sowohl den Handel als Such die Landwirtschaft, die ebenfalls unter dec stets an- wachsenden Kreditnot zu leiden hat. sich nach Hilfe umzusehen. Letzterer empfahl in dec Plenarversammlung des Deutschen Landwirtschasts- srates Graf Kanih. der Reichsernähcungsminr- ssler. die Errichtung einer Garantiebank, mit dem Zweck, ausländische Gelder an die landwirtschaft- -lichen Kreditinstitute zu vermitteln. Diese Ga- irantiebank dürfte für die Landwirtschaft ein Ausweg sein. Schwieriger gestaltet sich die Lage des Handels. Hier beschäftigt man sich zur Zeit eifrig mit der Wiedereinführung des handelsrechtlichen Lieferungsgeschäftes, das erst wtt Beginn des Krieges eingestellt worden ist -und das beispielsweise die Mühlen in die Lage versetzen tzlücde, Getreide einzukaufen und gleichzeitig den entsprechenden Posten Mehl zu verkaufen. Unb es erscheint in der Tat diese Hin- ^msschiebung der Zahlungsfristen dec einzige Weg. dec im Augenblick zur Vermeidung eines vvll° .fiänbigen Stillstandes des Produktenmarktes und l«ebtL ernstlicher Folgen für die Allgemeinheit er- [-griffen werden farm. Der anhaltende Stillstand ches Pvoduktengeschäftes in der vorigen Woche läßt Eile geboten erscheinen. Der allein herrschende Faktor an den Pro- 'duktenmärkten ist, wie gesagt, die Kreditnot. Demgegenüber werden alle, den Handel sonst ziemlich fttark beeinflussenden Aachrichten kaum beachtet. Sv machte die Tatsache, daß die augenblicklichen Ernte aus sichten sich wohl doch erheblich »günstiger stellen, Last die Ueberwinterung bedeutend besser war, als man nach den ersten "Rachrichten anzunehmen in der Lage war, auf den Gang des Geschäftes so gut wie gar keinen Ein- L-ruck. Auch die Wirkung der allgemeinen Befestigung des Weltmarktes war überaus gering. Diese Befestigung fand einesteils ihren Grund ftn einer Stockung der Kanadi schen Wei- ^enaussuhr durch Streitigkeiten in dem äußerst wichtigen Hafen Vancouver, anbern» ^teild aber erfuhr die europäische Anforderung an >Weizen, namentlich seftens Frankreichs, eine Ste> gerung, die eine Befestigung des Marktes in allerdings mäßigem Umfange zur Folge hatte. Die Grotzhandelsirrdexziffer. Die auf den Stichtag, dem 29. April, berechnete Gr oh Handelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber dem Stande vom 22. April (mit 124,3 Proz.) mit 124,2 Proz. -nahezu unverändert. Von den Haupt- ^gruppen stiegen die Lebensmittel von 109,7 auf £10,6 Prvz. oder um 0,8 Proz., davon die Gruppe Getreide und Kartoffeln von 91,0 auf 93,3 Proz. Ober um 2,5 Proz., während die (5ndustriestoffe von 151,7 aus 149,6 Proz. oder um 1,4 Proz. nachgaben, davon die Gruppe Eisen und Kohle mit 141,7 Prvz. nahezu unverändert. Die 3n» kandswaren ^gen von 112,2 auf 113,3 Proz. ober um 1 Prozent an, die Einfuhrwaren sanken von 185,1 auf 178,6 Proz. oder um 3,5 Proz. • Schwere Krise in der Berg- und Hüttenindustrie P olnisch - Schle. sie ns. Rach einer Meldung des „Oberschlesischen Kurier" aus Druthen hat die latente Krise in der Berg- und Hüttenindustrie von Polnisch- Schlesien in den letzten Tagen eine Verschärfung erfahren. Da der Absatz auf dem inländischen Markt flockt, wurde beschlossen, die Arbeitstage herabzusetzen bzw. die Werke, die mit Verlust arbeiten, zu schließen. Von der drohenden Krise werden u. a. die Königs- und Laurahütte, die Friedenshütts, die Bismarckhütte, die Baildon-- hütte und die Marthahütte betroffen. Die Lage auf dem Kohlenmarkt hat gleichfalls eine Verschärfung erfahren. CS ist mit einer Kohlenpreiserhöhung zu rechnen, um die Rentabilität her Produktion aufrechtzuerhalten. * Frankfurter Dorfe. • Frankfurt a. M., 30. April. Tendenz: Behauptet, aber still. — Von den hinlänglich bekannten Umständen ungünstig beeinflußt, war der heutige Geschäftsverkehr nur gering und lustlos. Die Kurse konnten ihren gestrigen Stand allerdings voll behaupten. Das Angebot hat wohl nachgelassen, aber die Kaufkraft des Publikums ist vollkommen gebrochen, und die Spekulation kann bei dem nach wie vor herrschenden Geldmangel nicht rettend auf den Markt ecngreisen. Beachtenswert ist die feste Haltung der Mark. Besonders in Ein Roman aus dem 21. Jahrhundert von Hans Dominik. 84. Fortsetzung. (Dachdruck verboten.) Doch dieser Verlauf der Dinge ergab sich erst in Wochen und Monaten. Im Anfang war die schwarze Bewegung auch in der amerikanischen Union gefährlich genug, und erst nach schweren und erbitterten Kämpfen konnte die Ordnung wiederhergestellt werden. Besonders gefährlich wurde sie da, wo das plündernde und raubende schwarze Proletariat durch Weihes Gesindel ähnlicher Qualität indirekt unterstützt wurde. 3n Frisko war die Bewegung zunächst verhältnismäßig harmlos verlaufen. Die Organisation des Weißen Ordens hatte hier dank umfangreicher Vorbeugungsmaßnahmen sofort mit aller Schärfe und großem Erfolge eingegrisfen. So wurde es möglich, die regulären Truppen von dort nach und nach fortzunehmen und in bedrohtere Staaten zu verwenden. Aber der Schuh der Stadt lag jetzt fast ausschließlich in den Händen der freiwilligen weihen Organisation. Ss war in den ersten Tagen des August. Sine schwüle, drückende Hitze lag über Frisko. Selbst auf dem hochgelegenen San Matteo vermochte die leichte ©eebrife nur wenig Kühlung zu bringen. Aus der meerwärts gewandten Terrasse von Garvin Palace sahen Francis Garvin und Helen unter einem Leinenzelt. Helens Hände spielten mit dem Papierstreifen des Wellentelegraphen. DaS Öcblaaen einer Standuhr ließ sie aufhorchen. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dderhessen) Donnerstag, s. Mai 1924 3n Billionen Prozent Drot- Dörsenkurse. (Ohne Gewähr.) Banknoten. (Ohne Gewähr.) (3n einem Teil her Auslage wiederholt., Das britisch-französische Militärbündnis. London, 30. April. (WB) Der Telegraph" erfährt, daß General Sic Alexander Evdley, der Oberbefehlshaber der britischen Rheln- armee in Bälde nach Englsand zurückkehcen wird. An seine Stelle tritt Generalleutnant Sir Hohn du Cane. Oberst Repington schreibt im „Daily Telegraph", der neue Oberbefeh's Haber habe vor dem Weltkrieg als einer der befahigsten Staats- vffiziere des brittschen Heeres gegolten. 3m Zahre 1918 war er britischer Vertreter im Hauptquartier Fochs. Mit ihm und dem brittschen Militär- attachS in Paris werde England durchs Offiziere vertreten fein, die am besten mit Foch und Pötarn und ihrer Arbeitsmethode vertraut seien. Die Beziehungen müßten jetzt nicht nur eng, sondern auch herzlich sein. Ein Rekordflug von Europa nach Indien. London, 30. April. (WB.) Reuter meldet aus Karachi: Der französische Flieger D v i s h. der gestern früh von Bender-Abbas abgeflogen war, traf nachmittags ' in Karachi ein. Er hat damit einen Rekords lug vonEuropanach 3ndien gemacht. 3m ganzen war er 38*/, Stunden unterwegs. aromatisch und ausgiebig, billig Im Verbrauch Niederlagen in allen Stadtteilen Empfindliche Füße können Continental - Absätze und -Sohlen nicht entbehren. Der Gang wird sicher und elastisch; weite Strecken können ohne vorzeitigeErmüdung zurückgelegt werden Viel haltbarer und billiger als Leder. Der Name „Continental" bürgt für Qualität (önfinental Absätze u Sohlen Erhältlich bei jedem Schuhmacher. So gut wie Continental-Reifen! zu Herzen sprechenden, aber nie sentimeirtafen Art der Rördischen und führt uns aus den bizarren Gründen des Elbsandsteingebir^es auf die Brühlsche Terrasse, in die Stille des Sporer- aäßchens, auf die Bürgerwiese usw. Dec Roman ist die erste Dichtung ihrer Art, die innig fest mit der Elblandlchaft verbunden ist. — Menschenflug. Ballon, Luftschiff, Flugzeug und Segler in Wort und Bild. Eine Dilderreihe für Alle aus Vergangenheit und Gegenwart (aus der Reihe „Wunder dec Technik"). Von Ingenieur Alexander Büttner. Franckh's Technischer Tettag Dieck & Co., Stuttgart. Preis kart. 3.50 Mk., in Halbleinen 4.80 Mark. Das Buch, zu dem der deutsche Luft- schisskonstrakteur, Geheimrat Prof. Dc. Zngenieur Schütte, der bekannte Flagzeugsachmann Folker, sowie der englische Publizist und Herausgeber des „Aeroplane"--London, C. G. Greh, Geleitworte beigesteuert haben, bietet in Form eines künstlerischen Bilderwerkes mit Zwischentcxten eins umfassende und lückenlose Darstellung des Menschenringens um das Ziel uralter Sehnsucht: den Menschenslug. Don ve.t ersten Zeugen dieses Hahrtausend« alten Traums auf alten Bildwerken und Schmuckstücken, den sagenhaftsn Mythen, von den erfolglosen Versuchen des Mittelatters führt es den Leser in einer Auswahl fetten schöner und vielfach unbekannter Darstellungen zu den Geschehnissen um die Wende des letzten Hahr- Hunderts, als das Streben feine erste, primitiv: Verwirklichung fand, und weiter zu den großartigen Errungenschaften der letzten Hahrzehnte, zu den jüngsten Problemen und künftigen Möglichkeiten. Das mit Kunst drucktafeln glänzend aus« gestattete Buchwert ist schon wegen seines aus allen Kulturländern hndttgehotten Bckdecschatzes ein Kalturwerk eben im höchsten Sinne des Wortes. •) Dom Buckzahlungswert. Berliner Börse. Berlin, 30. April. (Wolff.) Nachdem der Ultimo ahne befürchtete Zwischenfälle von Bedeutung endgültig vorübergegangen ist, heute neue Zahlungsschwierigkeiten nicht gemeldet sind und ton solchen auch gerüchtweise nichts verlautete, zeigte die Börse nach langen Tagen des.Mißvergnügens wieder ein entjchieden freundlicheres Ausschmi. Die bisher so erheblich auf den Kursstand drückenden täglichen Glattstellungen haben aufgebärt. Die meisten Kurse haben nach ziemlich allgemeiner Ansicht einen derartigen Tiefstand erreicht, daß die stark verfixte Börse Deckungen für geraten hielt, zumal sich auch von auswärts einiges Kaufinteresse zeigte. Die Kurssteigerungen betrafen im Ausmaße von 1 bis 3 Billionen Prozent hauptsächlich sogen, schwere Montanpapiere. Einen größeren Umfang nahm das Geschäft nicht an, wenn sich auch dl« Kurssteigerungen im Verlaufe für die eingangs erwähnten Montanwerte späterhin noch fortsetzten. Auch in den zu Sin» heitskucsen gehandelten 3ndustriepapicren war ein wesentliche Rachlassen des Angebots festzustellen. Am Geldmarkt ist die bisherige gespannte Lage der Schweiz lag die Mark so fest, daß man dort zu den stark rationierten Berliner Devisenzuteilungen alle Auslandsdevisen kaufen könnte. Dies wird die Reichsbank wohl in den Stand sehen können, die Zuteilungen auf dem Devisenmarkt zu vergrößern, wenn sie es nicht aus dem Grunde unterlassen will, die Handelsbilanz nicht noch weiter passiv zu gestalten. Auf dem Montanmartt war die Geschäftstätigkeit noch am größten bei teilweise guten Erholungen. Deutsch-Luxemburg 32l/2, Gelsenkirchen 37, Harpener 46Vs, Caro 15, Badische Anilin 13, Griesheim 9,7, AE G. 73/, Licht und Kraft 9'/i. Rocddeutscher Lloyd 4,ß’ 5proz. Deutsche Reichsanleihe 0,077. 3m freien Verkehr war Decker Stahl 45/s, Becker Kohle 5V-. Märkte. Berliner Probattenbörse. Berlin, 30. April. Der Handel in zwar etwas leichter geworden, im allgemeinen aber bleibt Geld, namentlich für längere Termine, unverändert sehr knapp. Am Devisenmarkt ergab sich ein erheblicher Rückgang in den Anforderungen für die Hauptdevisen als bisher. Die Kurse waren nur unbedeutend r«rändert. Für die Reben- pläh«. konnten die Zuteilungen etwas erhöht werden. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (9n Billionen Mark auSgedriickt. BuenoS-AireS. London, Neu- York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle- übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. fierung unseres Widerstandes wäre der Kampf wohl nicht so schnell beendet worden." „Hör auf, Pa, mit deinen Lobpreisungen. 3ch erröte für Wellington. Er würde dich sicher aus- lachen, wenn er dich so Hörle. Doch halt! Ein Auto!... 3ch sehe ein Qluto in den Park ein« fahren. Wellington ist darin. 3ch erkenne ihn. Er winkt mit dem Taschentuch. Der dort neben ihm ist sicher sein Freund Lowdale, den er sich aus Turkestan eingeladen hat. Ec wurde in den Kämpfen mit den Kirgisen schon früh verwundet." „Lowdale?" fragte Mr. Garvin. „Der Rame ... 3st das jener Lowdale, der einst Florence..." „3a, Pa!" „Dann ist es Wohl gut, daß sie eben fort ist. Ein 3ufammentreffen hier wäre sicher für alle peinlich gewesen." „3a, Pa! . . . Doch da sind sie schon." Sie eilte dem Wagen zu. Wit einem großen Sprung stand Wellington Fox auf ebener Erde. Dann fing er sie in seinen Armen auf, und ein halbes Dutzend Küsse befräftigte die Freude des Wiedersehens. . , „3mmer wieder wie ein Brausewind! schalt Helen, während sie sich aus seinen Armen losmachte. „Verzeihen Sie ihm, Mr. Lowdale!" Sie reichte dem Gaste die Hand, während Wellington Fox zu Francis Garvin trat und angelegentlich mit ihm sprach. „Willkommen in Garvins Palace! 3ch will Sie gleich mit meinem Vater bekanntmachen, der . . . was ist denn, Pa?" Die eben noch so heiteren Züge Garvins zeigten plötzlich einen tiefen Ernst. „Schlimme Rachrtchten, Aelenl Unsere Freude wird nur kurz sein." „Vier Uhr, Pa! Wellington muß schon in Frisko fein.“ „Er muß jede Minute kommen!" „Mir scheint, Pa, deine Ungeduld nach Wellington ist größer als meine. Die Tatsache, daß sein Rame jetzt in aller Munde ist, daß die Zeitungen auch außer dec Chikago°Preh fast täglich über ihn schreiben, scheint dir gewattig zu imponieren." „Gewiß, Dearh! Das gestehe ich unumwunden ein. 3ch hätte das, was er hier in den letzten schweren Zeiten geleistet, nicht von ihm erwartet. 3n ihm ist eben noch mehr als das übliche, in jedem 3oumalisten steckende Stück von einem Politiker, Diplomaten und Militär vorhanden. 3ch sehe nicht ein, weshalb er nicht auch später noch eine Rolle in der Politik der Union spielen sollte. Er hat den Kopf zu Größerem!" „Rur nicht! Pa . . . nur nicht! . . . 3ch will keinen Politiker zum Mann. Die haben alle keine Zeit, an ihre Frau und ihre Familie zu denken." „Du bist eigennützig, Helen! Was ich sagte, war mein voller Ernst. Es wäre schade und für unser Land zu bedauern, wenn Wellington Fox seine große Begabung nicht voll auswirken lassen könnte." „Aber Va, ist das so? . . . Du übertreibst wohl ein bißchen?" „Keineswegs, Helen! Ohne seine Fähigkeit, die Fäden, die sich vom Gelben Reich über die ganze Erde spannten, zu entdecken, hinter die Geheimnisse der feindlichen Organisationen, auch dec Schwarzen, zu kommen, wäre die Gefahr überraschend über uns hereingebrochen. Und ohne seine Tatkraft und Geschicklichkeit bei der Oraant- Geld 74,61 27,73 70,82 110,47 157,96 5,9? 4,13 18,40 18,85 23,04 4,98 12,47 67,85 2,24 57,61 „Was ist, Wellington?" Sie eilte zu ihrem Verlobten und drängte sich an ihn. „Unruhen in der Stadt, Helen! Der PöbÄl aller Farben . . . hauptsächlich der Schwarzen, ist mobil. Irgend jemand hat es verstanden, die schwarze Plebs unter Vorspiegelung politischer Ziele noch einmal zum Kampfe gegen die Weihen aufzuhetzen. 3n Wirklichkeit handelt es sich baritm, daß einige Drahtzieher, ehe sie den hcißen Boden dec Union verlassen, sich noch die Laichen fallen wollen. Schwere Stunden . . . vielleicht Tage . . , stehen bevor. Ich riet deinem Vater, sich mit dir sofort für alle Fälle auf eure 3acht zu begeben“ „Und du?" fragte Helen besorgt. „3ch ... ich, Helen . . wenn's wo etwas 3ntereffante8 zu sehen gibt, muh ich doch der Chikago--Preh Meldungen schicken können." „Ach, Wellington! Wenn du nur deshalb hierbliebst, wäre ich ohne Sorge. Aber leider wirst du das nicht tun,“ ihre Stimme zitterte, sie kämpfte mit unterdrückten Tränen. „Ganz sicher wirst du Immer da fein, wo es am schlimmsten zugeht . . ." «... und kräftig mithin! Der Tanz wird gleich beginnen. Ich kam nur hierher, um euch zu warnen und dich zu küssen. Unser Wagen wartet, um uns sofort nach der Stadt zurück- Aubrtngen. 3m Hafenviertel wird es inzwischen schon losgegangen sein. Der Hauptstoß richtet sich gegen Rob Hill, das Millionärsviertel..." „Rob Hill?" Sie drückte erschrocken die Hand aufs Herz. „Oh, die arme Florence! Vor kurzem noch war sie hier. Eine Viertelstunde früher hättet ihr sie hier getroffen." (Forts, folgt.) Bries 74,99 27,9? 71,18 111,61 168,14 5,04 4,21 18,50 18,95 23,16 5,0’ 12,53 68,r 2,26 67,89 getreide wird durch die starfen Angebote aus den Beständen der Reichsgetceidrstelfe welche auf die Frachten keine Rücksicht zu nehmen scheinen, erschwert, da hierdurch andere Offerten nur schwer oder zu unlvhnenden Preisen Geneigtheit finden. Der Preisstand am Produktemnarkt war daher verändert, so daß über Brotgetreide nicht viel bei unverändert lustlosem Geschäft wieder trenig zu sagen ist. Auch in Futterartikeln und Hülsenfrüchten waren die Umsätze unbedeutend. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt 171 bis 176 (matter), Roggen, märt 128 bis 134 (matter), Braugerste 170 bis 190 (ruhig), Futter- gerfie 155 bis 170 (ruhig), Hafer, märk 128 bis 136 (ruhig): für je 100 Kilo: Weizenmehl 24,50 bis 26,25 (schwächer), Roggenmehl 20 bis 22,25 (schwächer), Weizenklefe 10,40 (stetig), Roggenkleie 8,90 (stetig): für je 50 Kilo: RapS 310 (stetig), Leinsaat 410 (still), Diktoriaerbsen 26 bis 27, kleine Erbsen 15 bis 16, Futteverbsen 13 bis 14, Peluschken 12 bis 13, Ackerbohnen 15 bis 17, Wicken 12 bis 14, Lupinen, blau 12 bis 14, Seradella, alt 16 bis 17, neu 12 bis 14, Rapskuchen 11,20, Leinkuchen 21, Trockenschnihel 9,80, Kartoffeln, weiße 3,20, rote 3,20 Mark. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 30. April. Es notierten für je 100 Kilo: Wetterauer Wei^n 18,15 bis 18,50, Roggen, inländ. 16 bis 16,25, Braugerste 20 bis 21, Hafer, inländ. 15 bis 15,40, Weizenmehl, südd. Spezial 0 27,50 bis 28,50, Roggen- mehl 23,50 bis 24, Weizen- und Roggenkleie 9,25 bis 10,50 Mark- TendMz: Ruhig. Bnchertisch. — Seit ich zuerst sie sah. Don 5tarl Ejellerup. Seinen 5 Mk. Quelle & Meyer in Leipzig. — Ein weicher Schimmer, gewoben aus Erlebnis und Poesie, liegt über dem wohl erfolgreichsten Werfe Gjellerups: „Seit ich zuerst sie sah". Erinnerungen voll stillen Glücks spinnen sich durch- Seiten, lassen den Leser mitfühlen und mcklieocn, öffnen verschwiegene Pforten zu schönen 3ugendzeiten, steigen auf und nieder. Die Ge- schichite von Harald Fängers zarter, bittersüßer Liebe zu Minna Zagemann kann Werthers Leiden getrost zur Seite gestellt werden. 3m Kampf um der Liebe Glück bricht der Gellebten Herz. Es liegt ein zarter Hauch von Wehmut über dem Ganzen. Ohne viel äußerliches Geschehen schrecket die Handlung in besinnlicher Weise hin, in der Revari. °/o 2 voll 2 10 1 voll 1 2 Voll 5 voll voll 5 voll 2 Datum: FA Deutsche RclchSanIcch« <*/• Deutsche ReichSanleioe . I1///» Deutsche Reicheaiilethe 8*/o Deutsche Relchsanleihe . Deutsche Svarvrämlenanlethi <•/« Preußische ökonsol» . . . <•/• Hessen . KW:::::::::: Deutsche Werth. Dollar°Anl. dto-Doll.-Schatz-Auwetsung.^ */. Zolltürken. ....... l*/e Eoldmerikana Bet Handelsgesellschaft. erz. und Privat-Bank. 1. und Naiionalbank . he Bank......... he BeretnSbank ... rto Tommandit .... bank . . Mitteldeutsche Credttbank. . Oeste, reichlich« Credttanstalt. Weltbank Bochumer ®nt ... «... Buderus So.ro .... Deutsch-Luxemburg ..... Gelsenkirchener Bergwerk. . Varvencr Bergbau...... Kaliwerke klschcrSkeben. ... Kaliwerk Wesieregelo Laurahütte........... Oberbedarf .... Phitzitr Bergbau ...... mircinstabl........... mtcbcck llitontan........ teUuü Bergbau........ Hamburg-«,rierika Paket. . . ßiorddeutschrr Llovd .... Cheramische Werke Albin .. «ementwerk Hridelbrra . . diltpv Holjmatm...... Anglo-Cont.-(Auano Badische Anilin........ Chemische Mayrx Alavtn. . . Goldschmidt.......... Griesheimer Electron .... Höchster Farbwerke Holzverkohlung........ RütgerSwerke......... Scheideanstalt Mlg. ElektrizitätS-Sesellschast Bergmann , . 0)/ü In traf trat rfe ........ Schocken Siemen» & Oattte ..... «dlerwerke Kley« ..... Daimler Moton». ...... Hryligenstaed»..... Megum....... ..... Frankfurter Armaturen ... Konservenfabrik Braun . . . Metallgesellschaft FrankfoN. Pet. Union ....... Schuhfabrik Her; Sichet ............. Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel .. . Berlin, HO. April Iwekaer Moten ......... njöüsche Mote« ........ it'che Noten .......... medische Noten ....... ländische Nolen ..... itsch^)esterreich, i 100 Kronen ertkantsche Note« fische Noten....... ltenische Noten ....... gische Noten Unaartschr Noten LschechoUowokische Not« Nonvegilche Noten ....... Numäntich« Noten. . Spanisch«! Noten. ...... . 29. Avril 30 April Repart. Amtliche Notierung llmtlichr Notier r 11 (Mb Brie' Keld "riet 29. 30. Amst.-Nott. 157,11 157,89 157,36 158,14 1 1 Brss.-Aiitw. 23,14 23^o 23,04 23,16 1 2 Lbristiania 58,10 68,40 57,85 66,15 3 5 Kopenhagen 70,’2 70,88 70,82 71,18 1 1 Ciockholm. 110,47 111,03 110,47 111,03 1 2 Helsingfors. 10,52 10,58 10,52 10,58 3 4 Italien. . London . . 18,7b 16,85 18,85 18,95 1 2 18,403 16,435 18,105 18,49, 1 1 Neupock . . 4,1 J 4,21 4,19 4,21 1 1 Pari» . .. . 27,23 27,37 27,23 27,37 1 1 Schweiz . 74,61 74,99 74,61 74,95 1 1 Spanten . . Wien in D - 57,95 18,25 57,61 07,v9 3 3 Lett-abgeit. 5,98 6,02 5,93 6,0? voll voll Prag. . ■ . 12,48 12,64 12,43 12,54 15 10 Budapest. . Buen^AireL 5,?8 1,355 5,42 1,365 3,11 5,28 1,355 5,42 1,76) voll 1 voll 10 Bulgarien . 5,03 1,675 3,09 .3,11 voll ooll Japan .. . 1,685 1,675 1,685 15 15 Uiio Dt Jan- 8,475 5,38 0,485 5,42 0,475 0,48j vollcholl Bei irad . LKabon 6,28 5,32 voll voll 13,18 13,24 13,16 13,24 1 Frankfurt a M. Berlin Schluh. Nur» Schlag fiu-s Schluß- Rll 4 Schluß. Rlf-4 29. 4. 30. 1. 29. 4. | 0. 4. 0,0795 0,077 0,0795 0,0785 0.460 0,483 0 65 0,470 0,210 0,2.0 0,248 0,240 O.uOO 0,920 0,930 0,040 - - 0,120 — 0,230 0,250 0,240 0,241 — —- — — — — — — e — — 4.2 4,2 0,425 4.2 80,75 80,5 80,75 M,S 4,25 4.5 4,25 4,13 — 47,6 — — 28 26,50 26 3,63 — 4 3,75 6 6,5 6,2 6,63 7,63 8,5 8 8,87 0,6 — — 7,9 8,63 — 8,1 13,25 13,5 — 1,75 1,75 1,9 1,75 0,370 0,370 0,4 0,4 0,400 0,4 0,5 0,6 - — — 37,5 9 10,25 8,87 10,25 13,60 15 1363 14,5 29,5 33,25 30,75 35,87 38,75 34,6 37,63 41,8 -16,50 44,5 47,5 6,75 8 6,87 8 — 12,87 12,37 12,5 7,75 8,87 7,73 8,^5 11 1387 12,1 13,63 20,25 22,1 19,9 21,67 22,75 24,50 22,75 25 31,50 32 31,8 32,4 2,2 —- — 19,10 20,13 19,1 19,8 4,3 4,9 4,4 4,75 __ ■■ 8,3 — — 1,9 2,25 2 2,25 17 18 16,25 17,25 13 13,5 12,75 13,13 — — 9,50 ’O 9,1 9,7; 9 10,4 9,25 10,33 9,63 10,18 9,5 10,1 7 7,15 8,38 9,13 6,6 9 13 13,4 —• 7,6 7,8 7,5 7,87 10 10,5 9,8 10,38 4,3 4,5 25 — 25,6 25,5 — 31,75 31,5 32,25 1.8 1,9 1,7 n ,75 2,8 2,9 2.7 2,9 2,8 2,8 — 15,5 15 —• — — ■i <■> 0,9 0,9 E — 1?,5 13 — — 1.4 1,4 1.4 1,5 2,8 2,6 5,6 5,75 W — 6,3 6,5 6 6,38 2,8 3 — — 2,75 2.75 — — STFtfurtrrtf am 24. 7. 92 in Friedrichsruh 6