Dienstag, (. April 192< Erstes Blatt Jahrgang Pomcars vor dem Parlament Die hessische Gewerbesieuergesetzgebung Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichkeit. preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig: für Ne- Klame-Anzeigen o.TOmni Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrist 20u/n Auf. schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlurnschein;für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. (Bereits am 18. Februar übernahm die recht- mäßi-zs Negierung mit Regierungsdirektor Stehler an der Spitze ihre alte Sätifcteit wieder in vollem Umfange. HebrigenS hatten auch während der Separatisten- zeit die meisten Resorts ihre Amtsgeschüste allerdings mit Einschränkung, weitergeführt. Als der Untersuchungsausschuß, ter Rheinland» kvmmiision zur Feststellung, inwieweit die Bestimmungen des Speyerer „Fn.densvertoags turckweiüh.t worden seien, am 11. März ern zweites Mal in die Pfalz kam. überreichte ihm der Vorsitzende d-s Kreis-auZschusses elne Erklärung in der der Kreisausschaß unter Derusung daraus,' daß Ruhe und Ordnung, insownt de en Wie erste Stellung in dec Macht des Kreisaus- schusses lag, nicht mehr gestört seien, sein Mandat in die Hände des Sonderausschus es bezw. der verbündeten Regierungen zurücklege. 21 if dieses Schreiben hat nun General de Metz un- terni 18 2Närz geantwortet, die Hohe Kommission habe in ihrer Sitzung vom 15. Marz entschie -en daß die 21 u gäbe des pfälzischen Kr is° ausschusses' als erfüllt eichtet wird — Am 19 März erließ der französische K.eisdelegierte eine Entwasfnungverfügung, die allen Straffreiheit zu icherte, welche dis zum .5. April die unrechtmäßig in ihrem Desltz befindlichen Waffen ablieferten. Da mm aber die Franzofen sich. Die Erteilung Der Erlaubnis zum Waffent-agrn Vorbehalten haben, wird immerhin abzuwarten sein, ob nicht dennoch im Land verbliebenen Separatisten, wie Z. D. den mit den Franzosen ’m Verbindung stehenden Anhängern der Rheinischen Arbeiterpartei, Waffen belassen worden sind. Sn Picmasenz ist dies tatsächlich der Safi. Sm Ganzen gesehen, war den fortgesetzten Verhandlungen der deutschen mit den Vesatzungsbehorden um Wiederherstellung des flatus qua der Er olg einer völligen Befreiung nicht- des chi.de w Tloch immer schmachtet der weitaus größte Teil ter Verhafteten in Gefangenschaft, täglich werden neue Verhaftungen vorgenommen, wie in Pirmasens, wo am 26. März der Bürgermeister Ernst Dernscheider verhaftet wurde. Dies geschieht, obwohl von deutscher Seite immer wieder betont wird, daß die Einleitung von Gerichts- versahren und die Festnahme ein Bruch des Speyrer Abkommens ist. * Am Samstag wurden etwa zehn bei der Abwehr der Separatisten beteiligte Pirmasenser Bürger Fortsetzung der alten Politik. - bund zu unterstützen und zu entwickeln trachte, dessen Pläne es selbst zuerst entworfen und dessen Gedeihen es seit 4 Jahren mt Aufmerksamkeit beobachtet. Zögern wir also nicht, der Welt das Antlitz Frankreichs ohne Maske unb ohne Schminke zu zeigen. Wenn Frankreich einem versaoendrn S^uldner gegenüber Pfander in Beschlag nimmt, wenn eß angesichts eines Volkes, das sich über seine Verpflichtungen hmwegsetzt und feine Heere vermehrt, feine Defensivwaffen beibehält, so kann man aus dieser unerläßlichen Dorsichts- maßnahme keine nachteiligen Konsequenzen auf die Haltung Frankreichs ziehen. Frank eich hat dm lebhaftm Wunsch. sich so rasch wie möglich mit seinen Alliierten und Assoziierten über die beiden Fragen, von denen teure Zukunft abhängt, Reparationen und Sicherheit ins Denehme'n zu seßm Es ist, wie es erklärt hat, außerstande, seine Truppen aus Sem Ruhrgebiet anders als nach Maßgabe und im Verhältnis der Zahlungen zurückzuzieh'.n. Es kann positive Pfander nicht gegen unsichere Versprechungen austauschm, aber es hegt die feste Hoffnung, daß nach dem Bericht, den die von der Reparationskommission ermannten Sachverständicen abfassen, ein? allgemeine Regeln ng und eine rasche Liquidation möglich werde. Sobald diese Arbeit abgrfchlo^s?n ist und vorliegt, wird Frank- reich bereit fein, sie zu prüfen und gemeinsam mit seinm Freunden in ihr die Elemente einer allgemstn.n Lösung zu suchen. Sollte dann, der Fall eintreten, daß irgend ein vom Militarismus irregeleitete, vom Dämon derRevanche und des Hasses beseelte Macht das Statut Europas zu zerstören, die feststehende Ordnung in Verwirrung zu verwandeln und die ehemals ihrer Herrschaft unterworfenen und ihr dann entzogenen Provinzen ganz oder teilweise wieder an sich zu reißen versucht, so würde sie die Entröstmig aller übrigen Völker wachrufen und biejenigan, die ihr den Weg ver- sp-r.ten, würden die Zustimmung Dor ganzen Welt haben. Was Frankreich anbelangt, so »erlangt es nur Achtung vor den Verträgen. Möge der Frieden, der uns versprochen, der Frieden, der unterzüchnet worden ist, uns morgen txrgönnt werden! Mit dem größten Eifer und der größten Freude werden gerade wir auf die neue Sonne zuschreiten, deren Aufgang die Welt erwartet. Die Regierungserklärung. — Paris, 31. März. (Wolff.) Sn der Erklärung des neuen Kabinetts, die Montag vormittag in der Kammer von dem Ministerpräsidenten P o i n c a r e und im Senat durch den Zuftiz- Minister Lefevre du Prey verlesen wurde, heißt es u. a. Das Kabinett, das sich Shnen vorstellt, ist zustandegekommen aus dem Geiste republikani- fd)er Einigkeit und nationaler Eintracht. Das Kabinett hat sich loyal um den Ministerpräsidenten zusammengeschlossen, um die Stcuergesetze durchzusühren, die angenommen worden sind, um Die von dem Lande verlangten Ersparnisse in die Wirklichkeit umzusehen und darüber hinaus das Werk ber Wiedererhebung, der Reparationen und des Friedens sortzusetzen, auf Dessen Vollendung die beiden Parlamente so viele Mühe verwandt । haben. Wir haben beschlossen, _ unentwegt die Iaugenblickliche Politik fortzusetzen.'die die voraus- gegaugme Regierung betrieben hat. Dste Legislaturperiode neigt ihrem Ende zu und bald wird die Ration das Wort 1 haben. Sie haben indessen noch die Dudget- zwölstel für die Wiederaufbauausgaben j anzunehmen und auf den Tagesordnungen der beiden gesetzgebenden Versammlungen stehen außerdem eine Anzahl Fragen, die Sie zweifellos zu diskutieren wünschen, bevor Sie sich trennen, so namentlich die Reformen des Gesetzes über die Umsatz st euer und des Pensionsgesetzes. Die Regierung wird verlangen, daß keine Äusgaben gemacht werden, die nicht du ch normale Einnahmen gedeckt sind. Das Parlament hat in den letzten Wochen eine ungeheure sinan- zielle Sanierung durchgeführt jinb eure zartz, größten Teil künstliche Krise, die durch fremdeManöverin einer durchsichtigen Abficht beschworen worden ist, wird sich in einer Senkung der Lebensmittelpreise zeigen. Es kann jedoch nur von Dauer fein, wenn die beiden Kammern 'm diesem und in den kommenden Jahren den unerschütterlichen Entschluß beibehalten, das Budget auszuglei- «£en, die Lasten des Fiskus zu vermindern und durch eine fortgesetzte Sparsamkeit die notwendige Amort sierung vorzubrreiten. Bis wir regelmäßige Zahlungen von Deutschland erhalten, sind wir gezwungen, so rasch wie möglich den Wiederaufbau unserer verwüsteten Gebiete s e l b st durchzuführen. Wir Dürfen, was immer es auch kosten möge, in unseren Finanzen nicht auch nur den Schein einer Snflation dulden. Die Zeit ist nicht mehr dazu angetan, daß ein Volk sich ruhig abschließen und fein Budget aufstellen könnte, wie es wollte, ohne sich um die Kommentare seiner Rachbarn zu kümmern. Heute gibt es keine Ration mehr, die nicht dem neugierigen Blick der anderen Rationen ausgesetzt wäre. Wenn wir Schuldner haben, so haben wir auch Gläubiger, und bis Verhandlungen erfolgen, legt dies uns allen eine aufmerksame Reserve auf. Meine Herren! Wäre es, um die Reformen zu einem guten Ende zu führen, wünschenswert und billig, so fragen wir, daß die Republik sich durch Parteien fort- treiben lasse, die sich schmeicheln, die Revolution vorzutreiben, oder muß man auf der Änderen Seite sich von denen rückwärts führen lassen, die mit den Traditionen der Republik brechen und die p a r (a m e n t a r i f chen Einrichtungen beseitigen wollen? Wir glaub m Das nicht, wir glauben auch, daß in dem Augenblick, wo sich die Lobsprüche der D i k t a t u r mehren, das Land sich von dem Wege der Freiheit entfernt. Diktatur des Proletariats und Diktatur eines einzigen Mannes, wir nehmen weder das eine noch das andere an. Die Ration ist souverän, sie muß sagen, was sie will. Wir aber haben die Ausgabe, sie aufzuklären und zu führen. Keiner von uns hat das Recht, sich an ihre Stelle zu setzen. Wir haben keine andere Am- bition, als die, jenem Frankreich, das wir alle . Die Wiederaufbauskandale. werde. Der jetzige Aufbauminister Louis Ma- r t n habe die Regierung bei ihrer Konstituierung sofort auf die Sntereffen der kleinen Leute hm- gewiesen. Wer den Franzosen Kredit geben wolle, müsse das Vertrauen w ie de r he rste l - l e n Die drei Budgetzwölftel für die Monate April, Mai und Juni werden schließlich mit erhobenen Händen angenommen. Auch der Senat hat noch im Laufe der Rächt die drei Dudgetzwölftel bewilligt mit 265 gegen 5 Stimmen. Die Lage in der Pfalz. Mannheim, 31. März. (WTB.) Rach der bewegten Zeit des sonderbündlerischen Terrors ist gegenwärtig durch die Einwirkung und Belehrung der deutschen Staats- und Gemeindebehörden unter der hartgeprüften Bevölkerung wieder eine gewisse Beruhigung eingetreten. Das Speyerer Abkommen, abge.chlossen am 16. Februar, hatte bestimmt, daß der Kreisausschuß ohne Aenderung der staatsrechtlichen Verhältnisse am 17. Februar alle Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ordnung des Betriebes des öffentlichen Dienstes zu ergreifen habe. Vom gleichen Zeitpunkt ab sollte die sogenannte „autonome Regierung der Pfalz" jegliche Betätigung der Regierung, der Verwaltung und her Polizei ein stellen. Außerdem sollten — dies war die dritte und letzte Bestimmung des Speyerer Paktes — Repressalien für das beiderseits Geschehene unterbleiben. Der 17. Februar ist also das historische Damm, an dem die Separatist«i- herrschaft in der Pfalz, ihr Ende erreicht hat. An diesem Sage wurden die separotistifchen Wachen überall eingezogen. Der Kreisausschuh erreichte unter Leitung des Geheimen Sanitats- rats Dr. Bayersdoerfer in Verhandlungen mit dem Sonderausschuß und hem General, de Metz, daß die von den Separatisten ausgewiese- nen Beamten wieder zurückkehren konnten. Don Dr. Walter Zeidler Syndikus der Handelskammer Gießen. Die heute in weiten Teilen des Reiches zu1 beobachtende Ueberspannung der Gewerbesteuer, sei es durch die Länder oder sei es durch die Gemeinden, hat eine grobe Beunruhigung in das Wirtschaftsleben hineingetragen. Wohl hat die Gewerbesteuer auch schon vor dem Kriege Anlaß zu Beschwerden gegeben. Indessen handelte es sich damals neben der grundsätzlichen Frage der Sonderbelastung des Gewerbes hauptsächlich um Bestrebungen zum Ausgleich von Härten, die sich im Laufe der Zeit bet der praktischen . Anwendung der steuerlichen Dorschns ten herausgestellt hatten. Heute hingegen liegt die Ursache der großen Erregung der Geschäftswelt tn der Tatsache begründet, daß die Gewerbesteuer fast überall eine Höhe erreicht hat, welche ernfte Befürchtungen in Bezug auf die Lebensfähigkeit der deutschen Wirtschaft als berechtigt erscheinen läßt Dies gilt im besonderen auch für Hessen, wo die bis zum Hahre 1827 zurückgehende Gesetzgebung über die Gewerbesteuer durch das Ge- meindeumlagengeseh vom 8. Huli 1911 auf völlig neuer Grundlage auf gebaut wurde. Aeses Gesetz sieht als Besteuerungsmaßstab den Bestand des im Betrieb arbeitenden 2lntage° und Betriebskapitals mit Ausnahme der der Grundsteuer unterliegenden Bestandteile vor. Da das Anlage- und Betriebskapital für sich allein kein zutreffender Desteuerungsmaßstab ist, insbesondere bei solchen Gewerben, zu deren Betrieb trotz iyre° hrhen Ertrages kein großes Anlage- und Betriebskapital erforderlich ist, so bestimmt das G^ setz weiter daß bet einem Ertrage von mehr als 6 Prozent' des Wertes des dem Gewerbe dienen, den gesamten Betriebsvermögens Ertragszuschläge zum reinen gewerblichen Anlage- und Betriebskapital zu bilden sind. Dieses Ge fetz sand nicht dre Zustimmung der hessischen Handelskammern; sie hatten bezüglich des Maßstabes krer Besteuerung der Gewerbe vorgeschlagen, daß das Anlage- und Betriebskapital mit drei Vierteln und der Ertrag mit einem Viertel herangezogen werde. Gleichwohl wurde das Gesetz in der von der Regierung vorgeschlagenen Fassung angenommen; bei der praktischen Durchführung zeigte sich aber bald die ihm anhaftenden schweren Mangel Die 6 prczentige Rormalrente führte zu einer Reihe von steuerlichen Härten und Ungerechtigkeiten, w'il sie den Grundsatz von Leistung und Gegenleistung sowie den Grundsatz von der Steuer- bclaftung des fundierten Ertrages in vielen Fallen völlig unberücksichtigt ließ. Die Regierung konnte darum auch den von den hessischen Handelskammern vorgetragenen Klagen der betressenden Kreise die De echtigung auf die Dauer nicht ab» sprechen und entschloß sich im vergangenen Zähre zur Vorlage eines Gesetzentwurfes über die Reuordnung der Gewerbesteuer welcher den Forderungen einer grundlegenden Aenderung des Gewerbesteuergesehes Rechnung trägt. Der Gesetzentwurf gehl den einzig richtigen Weg, indem er die falsche Grundlage des alten Gesetzes, nämlich die Kombination von Anlage- und Detriebs- kapital und Ertragsberechnung beseitigt und neben die Besteuerung des Anlage- und Detrreos- kapitals eine Besteuerung des Ertrages seht. Dec Gesetzentwurf bringt noch eine weitere grunioiatz» liche Aenderung Durch das Gememdeumlagen- geseh vom Jahr 1911 war nämlich die Besteuerung des Gewerbes eoensv wie die Grimdstmer, ausschließlich den Gern inden überwiesen, die Besteuerung durch den Staat war b^eitigt. Rachdem infolge UcbergamgS der Steuerhoheit auf das R ich die Haupteinnahmequelle, Einkommen- und Vermögenssteuer, den Ländern entzogen wurde, sah sich auch Hessen genötigt, vom Zahve 1920 ab Zuschläge zur G-emeindegewerbeiteuer in gleicher Weise tote zur Grundsteuer zu erheben. Aber auch diese Art der Regelung kann sur die Dauer nicht befriedigen. Denn bei der ungünstigen Finanzlage Tann, tote es in der Begründung zum Ge ehentwurf heißt, der Staat auf die Gewerbesteuer nicht verzichten weshalb es sich empsiehlt, zu dem früheren System zurückzu ehren and die Gewerbesteuer an erster Stelle als Staatssteuer in Anspruch zu nehmen. Zu dieser staatlichen Gewerbest.uee sollen alsdann die ©emeinben Zuschläge erheben dürfen, trw,u die Ermächtigung en weder durch Abände ung des Gmeindeurnlage- geehes oder durch Erlaß eines besonderen Gesetzes qeqebe i werden soll. Die hessischen Handels- tamnreru haben sich mit der staatlichen Besteuerung des Gewerbes, obwohl sie, vom Stand» punlt des steuerpflichtigen C-everbetr> ibenden aus gesehen, ztrei.ellos ein Rückschritt bedeutet, un Hi blick auf die gesamte Lage voreest absinden müsen Die Zustimmuni ist ihnen auch in etwas dadurch erleichtert worden, daß die Gewerbc- steucr sei es dre staatliche oder di-e gemeindliche, von dem st cuerp süchtigen Einkommen abzugspflich- lia sem soll. Run sollen aber bei Bemeß ung der Ausschlagsätze ti-e ©emetnfcen nach § 33 des ®e- feirentwurfes nicht an die staatlichen Steueriatze gebunden sein. Das ist der wunde t e Punkt der ganzen Ge'etz.s oorlage. Die Hawe s ammern haben daher auch geso.-deri. bu'i, ge ; n die übermäßige Belastung des Gewerbes du ch die Gemeinden e;ne gei tzliche Sicherh.it durch die F it- sehung einer Höchstgrenze un Gefezw selwt geschahen werde. Rach Ablehnung die er Forderung du ch die Repe ung haben daraufhin die Handelskammern ve langt, bei dem Sina fe von Aussühaungibef,ima.uagen za dem Gesetz, das ja noch der Verabschiedung durch den Landtag harr! gehört zu wer eit, damit die Sntere fen von Handel und Industrie dabei gewahrt werden. Wie Schwerverbrecher gefeffelt, nach Mainz ab transportiert, UM vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden. In schärfstem Gegensatz zu diesem Vorgehen steht die Behandlung der Separatisten, von denen norfji nicht ein einziger vor ein Kriegsgericht gestellt worden ist, und die noch immer mit französischen Waffenscheinen in Pirmasens herum- laufen. Der junge Separa ist T hu e t, der während der Sonderbündlerhrrrschafl feinen eigenen Vater, einen geachteten Beamten, »er- haftenli ß hat ein Werbebureau für die „Rhei° > nische Arbri.erpartei" eröffnet. Ein Pirmasenser (Bürger namens Dörr war durch die Vorspiegelung der Straffreiheit zur Rück ehr nach Pi ma- sens verlockt worden. Am Bahnhof empfingen ihn sechs französische ©enbarmen uitb führen ihn ins Gefängnis ab Rach der Verle ung de-c Rezieruiigserklärung ersucht Finanzminister F anrois Mars al um sosortige Disiu sivn des Ge e ea wur es über die drc-i Dudgetzwölftel. Die Kammer beschließt in dl-'em Sinne. Der Be i hterstat r Aymond g hi davor au3, daß Deutschland bis jet-,t nicht ganz 9 Militär en Gold nart bezahlt habe, von denen nur 6159 Mck ionen Doldma k unter die Al iiz -en ve t ilt worden seren. Frankreich habe in Bar nur 143 325 030 Golvmark erhalten. Für die Repara.i-nea seien Deu schlaad i.n ganzen 189 Millionen Golomart gutge^chrieben tocr ren Der sozialistische 2lbgeordnete Inghels protestiert gegen die Behauptung des Abgeordneten Crespel, diejenigen, die die Skandale in den befreiten Gebieten in die Orffentlichkeit getragen hätten, hätten den Interessen der Geschädigten zuwider gehandelt. Inghrls begrüßt es vielmehr, daß die Alarmrufe der Enthüllungen endlich die öffentliche^ Meinung zum Erwachen gebracht haben. Er befürchtet, daß der neue HandelSmiaister Loucheur, der nach seiner Ansicht für die ganze Situation von heute verantwortlich fei, den Wiederaufbauminister Marin lahmlege. ich fürchte, daß die Ratten die Katze ausfressen werden. Inghels verliest alsdann mehrere Zirkulare des Ministeriums der befreiten Gebiete und bleibt dabei, daß es 2lutznießer der Kriegsentschädigungen gegeben habe, die die Minister beeinflußt hätten, ja sogar das Parlament, damit die Kriegsschädcnzahlungen keiner Revision unterworfen würden. P o i n c a r e bestätigt, daß man den von der Kammer angonomm nen Gefeßsntwurf über die Revis on d r Kri gZschädewzahlun ei nicht auf- geben werde. Im Gezentert, b.-oor das Parlament ferne Arbeiten beende, werde man die Abstimmung dieses Gesetzes verlangen. Der Abgeordnete Escvlfier bcmä'.ig.It alsdann seinerseits die Methoden, die bei der 2lbschätzuna der Kriegsschäden zur 2lnr> n'unq gelan ten. Raibel e,.-klärt, daß bis jetzt 70 Mckliarden Kriegsschäden ausbezahlt wurden, davon 54 Milliarden für Schäl-en von Privatpersonen und 16 Milliarden für Staatsschädsn. Der 2Ibgeorbn rie -Es ofer erklärt: Don diesen 54 Milliarden, die bezahlt wurden, hab.n die „Großen" den Löwenanteil erhalten, denn sie sind meist bis zu 80 Prozent ausbezahlt worden. Die Kleinen aber haben nichts b kommen. Jetzt brauchen wir noch 25 bis 30 Milliarden für die befreiten Gebiete, und diese muffen jetzt die Kleinen erhalten. „Wann lverden Sie zahlen?" Finanzmiaister Marsal erklärt, der Gesetze itwurf vb-r die Dudgotzwölf el müsse von Kammer und Sraat vor Mitternacht angenommen werden. Man ve lange von der Kammer eine Vertrauenskundgebung. Um den kl inen Geschädigten die Mittel zum Wiederaufbau zu geben, müsse das Publikum Vertrauen haben, damit die Kasse wieder gefüllt Hieben, zu dienen. Das imraer man auch sagen möge, das siegreiche Frankreich h l bei den FriedensvertrL- gen keine egoistischen Teigungen erfüllt. Es VA niemals die lächerlichen imperialistischen Absichten gehabt, die man ihm so gern nachsagt. Alle Franzosen haben nur ein Ziel, ihr Land in Ordnung zu sehon und in friedlicher Tä.igkeit seine wiitschaftlichen intellektuellcn und moralitchen Kapitalien verg ößert zu sehen, und jeden Tag mehr in einem ruhigen und pazifistischen Europa jenes relative Grück zu finden, bas die Kultur und die Zivilisackon ^d-ie eine Pforte unseres Willens ist, nach und nach den Individue'.i und den Volkern vermittelt. Die Auffassung, Frankreich von Europa und Europa vom Mensch ngefchlecht zu trennen, würde die verwegenste und wahnsinnigste Abstraktion des bloßen Verstandes bedeuten. Hüfen wir uns aber, durch die übertrieben Erweiteruna dieser Auffassung die Atmosphäre zu verdünnen, in der wir atmert. Seien wir zunächst gute Franzosen, um, gute Europäer zu sein. An dem Tage, wo die Frieoensverri'äge in vollem Umfange ausgeführi sind, wo wir unsere Reparationen und unsere Sicherheit erlangt haben, wo die Gerechtigkeit Genug uung erhalten Hit, wird Frankreich, das dann nichts weiter als die Erhaltung seinercklnabhängig- le! ',u wünsch.n hat, mit dem Beispiel der G?oß- derziglei! und Per Güte vorangehen. Wie wäre es möglich, daß Frankreich nich. den Völker- llr. 78 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilag«: GiehenerFamilienb tatter wonats.lrezvospieis: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsfe: für die Lchriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerSiehea. vgstfchecklonta: Kranksutt a. M- 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesien vrvS mrd Verla-: vrkhl'sche Universitätr-Vuch- vnd LLrinbruäerei R. £anie in Tietzrn. Zchristleitung und Geschaftrstelle: Schnlstrahe 7. 0* »Dteseck Der sächsische Humorist Hans Reimann, der vor einiger Seit ein „Der Deenig" genanntes Buch Anekdoten über den früheren Koma von Sachsen hevausgab, wurde in dem Augenblick, als er in einem Breslauer Saal einen Vortrag beginnen wollte, auf Veranlassung des früheren sächsischen Königs durch Kriminalbeamte verhaftet. Es handelt sich dabei um die Ausführung einer vom König erwirkten einstweiliaen Verfügung, wodurch Reimann bei Androhung der Haftstrafe verboten wird, sich mit der Person des sächsischen Königs zu befassen. Giestener Wochenmarktpreise am 29. März 1924 (Händlerpreise). Es kosteten: Butter Pfd. 190 Pf.. Malte 30, Käse 70, Eier Stüa 10-11, Wirsing Pfd. 45, Weißkraut 30, Rotkraut 40, Gelbe Rüben 20, Rote Rüben 30, Spinat 100—150, B amen ko hl Stück 50—300, Salat 43—50, Endivien 203, iln c - Kohlrabi Pfd. 8, Grünkohl 50, Rosenkohl 120 bis 130, Feldsalat 300, Zwiebeln 20—30, Lauch Stück 15—25, Meerrettich Pfd. 60—150, Sellerie Stück 60—100, Schwarzwurzeln Pfd. 200, Kartoffeln Ztr. 480—550, Aepsel 20—25, Dörrobst 30 Pfennig. •* Für die Halbversicherten der Angestelltenversicherung ist neuerdings durch folgenden Dim toriumsbeschluß K arheit geschaffen worden: A.lle einmal auf Grund des § 390 des Angestelltenverficherungsge'e es aus- gesprcche .en DZreiungen von der d enen 'Bei- t agsleistung bfeibcn bestehen, so lange der der D'fie ung zugrunde liegende liebensversikerungs- vertrag nicht durch Ablauf, Verfall oder aus anderen Gründen aufgehv ea ist. auch wenn die Prämien bis Mr Auszahlung der Verscherungs» V- Teils >sohr dauert La » btn Bin Rach einer Dlättermeldung aus Athen hat Ministerpräsident Papanastasiu der Kammer mttgdeilt, daß die Volksabstimmung am 13. April stattfinden werde. Gleichzeitig melden di? Blätter aus Bukarest, daß König G e o r g bei der Rachricht von itfrer Ausrufung der Republik erklärt habe, er sei fest entschlossen, nicht abzu- danken. • Präsident Eoolidge hat die Ernennung einer Kommission bekanntgegeben, die nach Mitteln forschen soll, um die P et rv le u mvo rr ä te der Ration zu sichern. Man hält dasür, daß Amerika lediglich für die Zdt von 20 Jahren Petroleumreserven besitzt. Rach dieser Zeit würde das Land auf ausländische Hilfsquellen angewiesen sdn. was in Kriegszeiten eine ernste Gefahr für die nationale Sicherheit bedeuten würde. , Aus Stadt und Land. Gießen, den 1. April 1924. Steuerfälligkeiten im Monat April. Lohnsteuer am 5. April für die vom 21. bis Ende März einbehaltenen Lohnsteuer- belr<3mfatzsteuer am 10. April (Schonfrtft BIS 17. April) von den Bruttoeinnahmen im Monat März bezw. im abgelau.enen Kalender- Vierteljahr. Ein kommensteuer voraus za hl ungen am 10. April (Schonfrist bis 17. April). Reben den zu monatlichen Zahlungen Derpflichteten haben die Angehörigen der freien Berufe und Gewerbetreibende, die in 1922 nicht mehr als 1 5 Millionen Llmsah erzielten, von den Einnahmen im letzten Kalenderoierteljahr Vorauszahlungen zu leisten. Vorauszahlung auf die Körperschaft s st euer am 10. April. Schonfrist biS 17' April. Vermögenssteuer. Spätestens mit Einreichung der Dermögenssteuererklärung (letzter Tag 15 April) ist der B.strag zu zahlen, der sich nach der Erklärung berechnet. Insoweit Zahlungen freiwillig oder auf Anforderung hierauf geldstet sind, können diese in Anrechnung gebracht werden. , .. „ , Lohnsteuer am 15. April für die Zeit vom 1. bis 10. April. Keine Schonfrist. Lohnsteuer am 25. April für die Zdt vom 11. bis 20. April. Keine Schonfrist. sinder. Die Frankfurter werden sich aber nicht auf Liefen Raum beschränken, es ist nur noch eine Frage der Zdt, und die Gießener Radio- freunde bekommen durch unmittelbare Ueber- tragung die Darbietungen des Frankfurter Opernhauses und die Konzerte des Saalbaues zu hören. *♦ Reisedienst des Mehamtes Frankfurt a. HL und der Ha mburg» Amerika-Linie. Unter dieser Bezeichnung werden die beiden Institute in den nächsten Wochen in Franyurt eine Stelle eröffnen, die alles in ihren Arbeitsbereich zu ziehen beabsichtigt, was die Förderung und Erleichterung des Verkehrs der Reisenden umschließt. Durch das Entgegen^ kommen per Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. und die Hilfe, die sie diesem Plan hat zutell werden lassen, ist es ermöglicht worden, In dem nunmehr seiner Vollendung entgegengehenden er» weiterten Frankfurter Hauptbahnhof eine Einrichtung zu schaffen, die in hohem Maste berufen sdn wird, dem reisenden Publikum zu dienen. Das Bureau wird im nördlichen Teil des Querbahnsteigs neben dem Wartesaal 2. Klasse gelegen sdn. Es besteht die Hoffnung, dast der Reisedienst schon gelegentlich der kommenden Frankfurtev Messe, die vom 6. bis 12. April stattsindet, jedenfalls aber in unmittelbarem Anschluß an diese eröffnet werden kann. " Eine interessante Ausstellung von Zeichenarbeiten ihrer Schüler und Schülerinnen machte die Oberrealschule am Sonntag und gestern der OeffenllichVeit zuoänglich Alle Klassen waren an der Ausstellung beteiligt. Gar manche Arbdten sah man da. — nicht nur bei den Oberllassen —, die der ganz besonderen Aufmerksamkeit der Besucher wert waren, aber auch di c ibrigen Zeichnunaen verrieten viel Fleist und hingehenden Eifer und sanden darum learme Anerk.nnung. Die Ausstellung in ihrer Gesamt- heit gereichte den Lehrern und Schülern nur In wiederholten DeP-echungen ist den Handelskammern von Vert e ern des MMiste- nums der Finanzen und des Innern eine Berücksichtigung dieser Forderungen auch zugesazt werden. Was mt besonderen die Ermächtigung des Finanzministeriums anbetrifft, den S euersah für einzelne Gewerbegruppen zu ermäßigen, so wird das Ministerium es sich angelegen sdn lassen, hiervon schon in den Aussührungsbestim- mungen Gebrauch zu machen und zwar insofern, dast es die Gewerbesteuervorauszahlung aus die (Stuft m men- und KörperschastSsteuervooaus Zahlung, tote sie an das Rdch zu Kisten sind, ab- stellt. Dadurch kommen den einzelnen Dewerbe- gruppen vor allen Dingen dem Handel, die dort gewährten Ermästigungen auch für die Gewerbesteuer zu gute. Den HcvndelSkcmrmem ist eS leider nicht gelungen, bezüglich der Gewerbesteuer für das zweite Halbjahr 1923 und zwar sowohl für die staatliche tote auch für die gemeindliche eine andere 'Grundlage als die des alten Gememdeumlage- » gesetzes durchziehen. Alle von ihnen gemachten Vorschläge mustten an der Tatsache scheitern, F-- Last die nötigen Unterlagen bd den Finanzämtern enttoc&r garnicht oder nur tedtodfe vor» r hLinden find und deren Prüfung bezw. Hecbri- schasfung umiangreiche langwiie tge utd kostspielige Vorarbeiten bedingen. Wohl aber ist die bestimmte Zusage gemacht worden dast Stundungsgesuche von Steuerpflichtigen unter Mitwirkung der Handelskammern auf8 gewissenhafteste geprüft und da, wo wirkliche Harten sich ergeben, weitgehendste Berücksichtigung finden stllen. Entsprechende An'weiwnqen sind an die Cemdaden und F.nanzämter e.gangen. Was kann und must nun geschehen, um in Zukunst einer zu starken Anspannung der Ce- werbest euer vo zu Zeugen? Da must als erste un) letzte Grundfo.de ung ausgeste lt werden das Staat und Gemeinde ihre Ausgaben auf das unumgänglich notwendige Mast beschränkdi. Ei c schleunige Abkehr von dem frühe en Grundsätze, wonach es zum Wesen des öffentlichen Haushalts gehörte, dast die Höhe der Einnahmen nach Len als notwendig erkannten Ausgaben zu bemessen ist, ist dringend geboten. Staat und Gemeinde müssen sich heute dm Grundsatz des privaten Haushalts wieder zu d’.e.t mähen, wo die Ausgaben sich nach den Einnahmen richten. Und für den öffentlichen wie für den privaten Haushalt gilt heute mehr denn je die F irde ung, dast sie sich Einschränkungen au'e'lejei u rd nicht mehr Güter verbrauchen, als wru ngäng ih nö tg find. Ergll>t sich jedoch für den Haushalt einer Gemeinde, dast zur Deckung eures aus das aller- notwendigste Mast zurückgeführten Aufwands de Anteile aus den Reichs!eu.rrn zumm.nen mit dm sonstigen Gemeind ednnahmen nicht ausreichm, so hat eben in erster Linie das Rdch selbst die Pflicht, den Gemeinden aus seinen S.euererträgen soviel 'abzugeben, als zur vollen Deckung des Gemeindebedarfs erforderlich ist. Rur dann, wenn diese Grundsätze streng befolgt werden, wird es gelingen, unsere Dolkswirtschast lebensfähig und steuerkräftig zu erhalten. Die Löhne im Ruhrbergbau. Essen, 31. März. (WTB) Den Antrag dec vier Dcngarbeiterv.rbände aus Erhöhung der Löhne ab 1. April hat der Zechen- verband am 29. März folg-mdernvasten beantwortet: Wir bestätigen hiermit den Empfang Schreibens des Verbands der Brrgarbeitec Deutschlands vom 24. März, in welchem namens der vier Bergarbeiterverbände eine Lohnerhöhung von 30 Prozent zum 1. April aefordert wurde Rach Paragraph 13 des zur Zeit noch geltenden Tarifvertrages ist dne Kündigung der Lohnor'onung nur mit dnnu>notiger Frist zum Mcnatsschlust zulässig. Das oben erwähnte Schreiben des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands bedeutet aber eine Kündig i ng der Lo hnordnung, die demnach unstatthaft ist Wir sprechen unsererseits hiermit die Kündigung der Lohnordnung zum 1. Mai aas. Im übrigen bemerken mir. dast eine Lohnerhö- td Dandes hatte gestern if biig berufen, i tinan gemütl’d dichte und muf hebende Uniert Dends bildete Weit ousgez 6teln üter t futter und des tagte hier die des Seien- einer von Pfai tenen Andach: M>h sich an ei Lvctenterg übe Der hefige Ri vthnem Willi: hat jetzt, nach! geruht Hetze, Umfang ausgc hiesigen Devbi die Dchnimgi atü seinen en( Wich ist 6 6aafe: Inifer Lehrer . Dirksamke fern Anlch Vers M Sonntag in Glückwünsche bt Vertreter des Jischer- Mc ochinidt übei meinöe gab ül Rach dem Bericht des Arbeitsamts der Rheinprovinz hat dort die Besserung der Wirtschaftslage ein rasches Tempo angenommen. Die Zahl der unterstützten Erwerbslosen ist in der festen Woche stärker zu- tüdgegangen als in der vorher gegangen en Woche. In den Bezirken Köln und Düsseldorf ist die Arbeitslosigkeit um je 12 Prozent gesunken gegen 4 bezw 95 Prozent in der Vorwoche. uzr Ehre. ** Der Kaufmännische Verein von 1873 zu Giesten feierte am Samstag sein 5vjähriges Stiftungsfest, welches eine derartige Anztekmngskraft ausgeübt hatte, dast alle von denk Gefellschaftsverdn zur Verfügung gestelltenRäun« seines Hauses bis auf den letzten Platz besetzt waren. Der Vorsitzende des Vereins, Kaufmann Heinrich Erle, gab in seiner Ansprache einen kur-en äleberblick über den Werdegang des Vereins, der am 24. September 1873 im Promenade- haus, Rodheimer (Strafte, von 17 Angestellten gegründet worden war. Der Verein habe stets sein Hauptaugenmerk auf die Ausbildung der jungen Kaufmannschaft gelegt und zu diesem Zweck die kaufmännische Fachschule gegründet, die nach Erbauung des dgaren Dereinshauses dahin verlegt wurde Da diese Fachschule an die Stadt übergegangen ist, so wird mit Beginn des neuen Schuljahres im sausmäimischm Dereinshaus die höhere Handelsschule eröffnet werden, -ihn Schule und Verein hatten sich im Laufe der Zeit eine grvhe Anzahl Herren Verdienste erworben, so dast bereits bei dem 40jährigen Stiftungsfest viel: Herren besonders gechrt werden konnten. Don diesen treuen Mitgliedern gehören heute noch zu >m Verein die Herren Josef Ehimiann, Th. Geilfust, W. Hanstein, Gmll Horst, W. Mades, W. Mceser, G. Mootz, R. Aowack, W. Reih, Th. Daubel. An 76 Mitglieder, die dem Verein bereits über 25 Jahre treue Berater und dfrige Förderer gewesen sind, wurde je ein Gedenkblatt überreicht. Wie die Verlesung dieser (Hamen ergab, befinden sich darunter fast alle älteren Besitzer und ßdter hiesiger und benachbarter kaufmännischer Unternehmungen. Eine große Anzahl von Glückwünschen und Telegrammen waren beir< Verein von vielen Seiten gugegangen. Der Goethe* bund, wdcher mit dem kaufmännischen Verein ixt der Dockragsvereim -ung zusammen esch'os en ist, liest dn kunstvolles Gedenkblall üb.reichen. Der Ortsgewerbeverein und die Handelskammer waren bet der Feier vertreten. Ein gediegenes Konzert mit anschliehendem Ball hielt alle Teilnehme in guter Stimmung zusammen, bis die vornerückd ■ Stunde zum Aufbruch mahnte. hung bd der jetzigen Lage veS RuhrbergvoueS unter feinen llmständen in F age kommen kann. Wir halten danach Verhandlungen! über diesen Gegenstand für aussichtslos und daher zwecklos. Das Moratorium. Berlin, 1. April. (Priv.-Tel.) Dem Pariser Berichterstatter des „Berliner Tageblatts« erklärte ein Mitglied der Sachverständigenkommissionen, er könne die Bedenken und die Erregung der deutschen Presse übet die vom „Mctm" gebrachten angeblichm Ergebnisse der Sachtzerstcrndigenberatungen verstehen, er halte sie aber sachlich fusr ungerechtfertigt. Es sei vielleicht richtig, daß Deutschland nach Ablauf des Moratoriums Summen als jährliche Leistungen zahlen soll, die jetzt den Deutschen un ertrag- l i ch erscheinen, aber über dieDoransse t - z u n g e n für die Zahlungen sei die Oeffent- lichke't noch nicht genügend informiert worddu Das Moratorium werde sehr wahrscheinlich etwas anders aussehen als bisher gesagt worden ist. Die genaueren Bestimmungen wurden gerade jetzt besprochen. Zwei Jahre lang werde Deutschland außer Sachlreserungen nichts Wesentliches anfzubringen haben, zwei weitere Jahre würden die Bedingungen so erträglich sein, daß ernste Widerstände nicht erwartbar seien, dann würden die Zahlungen kommen, die einen so entrüsteten Widerspruch gefunden haben. Aber die Sachverständigen seien der äleberzeugung, daß die wirtschaftlichen Kräfte Deutschlands in der Ruhepause einen ungeahnten Aufschwung nehmen werden. Ferner hatten sie daran gedacht, für jeden Fall ein Sicherheitsventil zu schaffen.Sollte sich tu der Zeit des MoratorürmS Herausstellen, daß Deutschland tatsächlich die spateren Leistungen nicht aufbkingen kann, dann dürfte dafür gesorgt sein, daß eine Zeit lang (ein oder zwei Jahre) die für Reparationen bestimmte Summe ganz oder zum Teil zur Verfügung des Reiches bleibe. summe gestundet werden. Die Befreiung bldbi aber auch Laim beste hm, wenn entweder a) die alte Papiermarkver sicherang unter ülebernahme her Prämienreserve oder zu besonderen Vorzugs- tarifen in eine neue Goldmartversicherung umge- toanbelt wird, oder b) anstatt und unter Auf- bdfting der alten Pupiermarkversicherung bd dem glcid>2rt Dersicherungsunteinehnton eine neue Gcl.markverficherung abg.schlos en wird. Eine zeitliche Verlängerung fc-tr Befreiung tritt aber : dadurch nicht ein, d. h. die Befreiung fällt spätestens mit dem Zeitpunkt weg, zu dem die die Befreiung begründende Versicherung vertragsmäßig abgelaufen wäre. ** Hessischer Handwerks- und Gewerbeverband. Unter diesem Ramsn wurde jetzt nach Auflösung der Zentralstelle für die Gewerbe eine Vereinigung gebildet, die außer § den hessischen Gewerbevereinen auch die hessische Hnndtoedskammrr. die tn Hess«! beste ,en en Fachverbände, Innungen und Handwerkerveieinigun- gen umfastt. Zum Vorsitzenden wurde Installateurmeister R o h l - Darmstadt gewähll. < Fahrplanänderung. Der Personenzug 1645 Gichen—Betzdorf fährt von heute ab später: Gießen ab 8.33 älhr nachm. (bisher 8.17 -Uhr). Er hat somit Anschluß von dem beschleunigten Perscnenzug von Marburg, Gießen an 8.27 ülhr nachm. *" Radio. Wer am Sonntag um 3/4i Llhr seinen Radioapparat auf die Welle 460 des Frankfurter Rundfunkes ein stellte, der hörte laut und deullich die Eröffnungsrede. Damit hat der Frankfurter Rundfunk seine Tätigkdt auf^emmt- men. Schon in den letzten Wochen war sdn Prcbesenden allabendlich zu vernehmen. Aus Lern Gebäude des neuen Frankfurter Postscheckamtes in der Senkenberg strafte stehen zwd 28 Meter hohe Masten, von dnem zum andern schwingt sich eine 45 Meter lange Antenne. Die Firma Telefunken hat die Sendeeinrichtung in demselben Gebäude aufgdxmt Dort hat die Post- behörde einen 9 Meter langen und 6 Meter breiten Saal für die Darbietungen aufgebaut, die für eine Entfernung bis zu 150 Kilometer gedacht sind, aber weit über diese hi naus reichen: nicht mir in Schweden, sondern sogar schon jenseits der Alpen in Italien ist der Frankfurter Sender gehört worden. Der Borführungs iaum muß gegen alle Störungen von außen geschützt werden. Darum ist er 20 Zentimeter tief mit Holzwolle aus- gepolstert, darüber liegt ein dicker Stoff, der in schweren Falten herunterhängt und baldachin- artig die Decke verhüllt. Der Fußboden ist mit dicken Teppichen auf einer Filzunterlage bedeckt. 1 Der Bode.rblleg ist in bezifferte Quadrate dn» geteilt, damit jeder Musiker oder Sänger sofort : seinen längst vorher airsgeprobten Platz und damit die richtige Stellung zum Auftrahäneapparat Avn Tann der Gesetzentwurf aber, auch trwrrtn tt im Hessischen Landtage ve.abschtedet lvocden wär«, für das Jahc 1924 noch nicht angewandt werden well eine StnEmnmenfteuerberanlagung für 1923 von Reichs wegen nicht stattsindet. Das neue hessische Bewerbesteuergesetz würde also Praktisch erst im Jahre 1925 von Bedeutung fein. Andererseits kann es nicht vecantwortd werden, wenn auf Grund des seitherigen Gemeindeumlnge- gesetzes die Gewerbesteuer für 1924 erhoben wird. Es muß also die bestehende Lücke durch eine Zwischenlösung ausgesüllt werden. Die hessischen Handelskammern hatten deSha b im Interesse der Aufrechterhaltung der hessischen Wirtschaft dec Regierung den Vorschlag gemacht daß bie Sin- bommensteuervorausz.ihlungen aus Grund dec zweiten Steuernotverordnung als Unterlage für Die Gewerbesteuer insofern dienen sollen, als von der vorauszuzahlenden Einkommensteuer em gewisser Prozentsatz als Gewerbesteuer vorläufig erhoben wird. Diesem Vorschläge der Handelskammern ist m einer Regie ungsvorl rge über die vrrläu ige Gewerbesteuer für das Rechnungsjahr 1924 auch entsprochen worden. Als Steuersatz sind nach dem Entwurf des Finanzgesetzes für 1924 80 Prozent dec Em- krmmensteuei'vorauszahlang. d. i. 1,6 Prozent des Steuergrundbetrags, vorgesehen. Das Mlnisle- mnn der Finanzen ist ermächtigt, den Steuer» grunbbetrag nach anderen Merkmalen festzusehen und den Zellpunkt zur Erhebung der Steuer zu b Stimmen. Die Vorschriften des Getehes sollen urf, welcher den Staat s g erichtshos aus dem Gesetz ditm Schutze der Republik a u , h e o t, geht vom Reichs u|"tiomii.i,.e.iu.n und Re^chsmm.» fterium des Innern aus. Die Gründe sind in erster Linie finanzielle. * Wie die »Kölnische BvlkSzdtung" meldet, werden die Verhandlungen mit der Micum, die diese Woche ftattflriben svlllen, um mehrere Tage verschooen. Heute findd in Düfteloorf eine Besprechung dec Vertreter der Dergarbeiterverbände mit der Micum über die Micumverträge statt. Rach der „Reuen Leipziger Zeitung" meldete der Verteidiger Z e i g n e r s g ae.i das am öm.n- abend gegen Zeigner gefällte Urteil Revision an, soweit es nicht auf Freispruch lautet. An der Spitze der ReichswnhMste der Deutsch-Vö lt i f chen Freihei tspartet stehrn General Luden dorff, der dir Kandidatur angenommen Hit, von Gräfe-Golddae, Landgerichtsrat Dr. Pöhner und Graf Re- ven t l o w. * Der ständige Ausschuß des preußischen Land- tags bat die Beratung über die Hauszinssteuer fortgesetzt und die Beschlüsse beS ilnter- ausschusses angenommen. Es bleibt bei einer ©teuer von 16 Prozent der Fcid>ensmiete unter Ablehnung des Zuschlagsrechts der Gemeinden. Angenommen wurde ferner ein sozialdemokratischer Antrag, wonach während der Dauer des Satzes von [6 Prozent die gesetzliche Miete nicht über die Sähe vom 1. April hinausgehen darf. ' abteilungbi Rinnen vieter gen toaren jejr I tbmenabtetluiifl \ Mtelpunkt te bidung.'fiW lehrev FlfH< seiner Schülerin fei des Mer fall ernteten in s führten Steigen nach Inflrumm ten von feinster ri Lich, i Klei 5 PS. tadellos Ii für 1800 Mark «yL I__Äto1 Sääthäs öaatu Laa Sc Die Vetriebsrätcwahlen im Ruhrrevier Essen, 1. April. (Priv.-Tel.) Die ersten Tdlergebnisse der Detrievsrätewahlen im Ruhrgebiet, die für die Kommunisten besonders günstig lauteten, haben ein falsches Bild gegeben. Rach den jetzt vorliegenden Ergebnissen, die ungefähr ein Drittel der gesamten Schachtanlagen umfassen, steht der Alte Bergarbeiterverband doch wieder an der Spitze, und zwar mit 348 Betriebsratsmitgliedern, während die älnionisten und Syndikalisten 217, der Christliche Verband 139, der Hirsch-Dunckersche Gewerkoerein und andere Orgamsationen 62 Sitze im Betriebsrat erhielten. Das Schicksal Bessarabiens. Wien, 31. März. (Priv.-Tel.) In Wien begann die russisch-rumänische Konferenz, die vor allem das Schicksal des von Rumänien besetzten, von der Sowjetirnion für sich beanspruchten Bessarabiens zu erörtern hat. Der russische Delegierte Krestinsky erfiärtz: Die Regierung ber Sowjetunion gab niemals ihr Einverständnis zur Angliederung Des arabiens an Rumänien und betrachtd die Okkupation Bessarabiens als eine gewaltsame Aneignung dieses Gebides. Bessarabien gehörte nie zu Rumänien. Sdn Gebiet wurde Ende des 18. und Anfang des 19. Iah Hunderts der Türkei entrissen und 1812 an Rußland angeschlossen, während Rumänien einige Jahrzehnte später entstand. Die Regierung der Sowjetunion läßt sich aber durch das Prinzip des Selbst bestimmungsrechts der Döl er, nicht durch irgendwelche historischen Rechte leiten. Sie ist der Mei rang, daß die Bevölkerung Bessarabiens selbst bestimmen soll, ob sie im Bestände der Sowjetunion verbleiben oder aus dem- sclbrn ausscheiden und sich an Rumänien an- schließen will. Die (Sotojdre^Lnnnq hat ernste Gründe anzunehmen, daß die Mehrhdt der bessarabischen Bevölkerung ihre tatsächliche Zugehörigkeit zu Rumänien als eine Last empfinden würde. TJ-rte die rumänische Regierung davon überzeugt, daß die erdrückende Meh^he't der brftnrad's^en Devölkirung aufrichtig die Zugehörig!! t zu Rumänien wünscht, dann hatte sie keinen Grund, der Volksabstimmung auszuweichen. Das bebrütet nach unterer Meinung das Buge» stä 'dnis der in'M 'N schen Regi r-ng daß sie Bessarabien gnvil s m cn'g^gen der ih? be annten Stimmung der Dwölkerung in ih er Macht behält. A-gesichts dessen ist die rufsi'chr Delegatron ge;wung:n nxf> einmal zu erklär n daß die Regierung der Sowie Union entschieden gegen diese » Annexion protestiert. Der Vorsitzende der rumänischen Delegation erllärte, daß die Wiederaufnahme normaler und freundschaftlicher De^iehunren notwendigerweise in erster Linie die Anerkennung der Grenze in sich schließe Die jetzige : Anwesenheit der russischen Delegation tn Wien bew.ise, daß die russische Regierung gemäß den Lausanner Besprechungen bereit sei, die Dnjester-Grenze an uertennen und daß die bessarablsche Frage nicht Ge'enstand eines Streites sei. Unter diesem Gesichtspunkt habe sich die rumänische Regierung zur Entsendung ihrer Delegierten nach Wien bereit erklärt. Auch für den Fall, daß die Sowjdregierung ihren früheren Standupnkt (nicht aufrecht erhalten zu können glaube, sei es offenkundig, daß es nicht die Schuld Rumäniens wäre, wenn die gegenwärtigen Verhandlungen nicht zum Ziele führen sollten. Die serbische Parlamentskrise. Belgrad, 31 März. (Priv -Tel.) Die Skuptschina hat in ihrer seit Sonnabend ununterbrochen währenden Sitzung h ute nacht ten Staatshaushalt mit Stimmenmehrheit genehmigt. Gestern abend wurde der rcr der Opposition Dawidowitsch zum König berufen. Rach der Audienz berief Dawidowitsch die Führer dec Opposition zu sich und es tourte bcftl s en, daß ale i ppositione :eii Abg or n ten den Saal verlassen sollten, was auch geschah. Hierauf erschien Mini.terpräsident Pa- schitsch in der Skuptschina und gab eine E kli- rung ab. in der er das Vorgehen der Opposition takelte und betonte, daß die Regierung an das l Toi! appellieren werde. * Wiefeck, 31. März. Am Samstag bera.t- | Vermietungens Eins, möbliertes ©iitmöbl.ßimraer JimfiW zu vermieten 0187 >3 ftelllililwJB 2lltccstrabe 22» ___ . . ... per sofort gesucht. 8§t 2 Gl Kari Bleibtreu'r E Ein Weltroman in 3 Bänden. Zahlbar auch in 4 Monatsraten o ARmomums & Flügel 8 a v> 5>S 2-te 1 Hanau. Eine schier unübersehbare Fülle alter Stiche, Gemälde unb Photograph.ei führt dem Besucher die hohen lanDscha,tlichen Schönheiten und die charakteristischsten Bauwerke des Maintales vor die Augen. Reiche erlesene Proben höfischer, geistlicher und profaner bilünerisch r und plastischer Kunst legen den hohen Stand der ränkifchen Kunst seit alters her dar. Aber auch Funde aus römischer Zeit und Erzeugnisse bäuerlicher Kunst sind in ausgezeichneter Weise ausgestellt. — Wie wir hören, plant inan für die Herbstmesse eine Ausstellung von Kunstschähen aus den bedeutendsten Städten der deutschen Schweiz. Band I 1519 Seilens. Bi marcks Werden. Band » (554 Seiien». ftn der deutschen Werkuatt. Band 111 (511 Setten». Des Reiches Schutted. 3 Grokoktavbäude, in Halbleinen aeb., Kesamt- Vreis ltt.-M. 20.— oder iu 1 Monatsraten dann Gesamtpreis G.M. 22,—bci voriv-undverpacknngs- sreier Zusendung. 2468D Vermischtes. Anter dem Verdacht des vierfachen Mordes. Berlin, 30. März. Die unter dem Verdacht des vierfachen Mordes verhaftete Frau Bischur (nicht Böttcher, wie am Freitag irr- tumlich gemeldet wurde) befindet sich jetzt im älntersuchungsgefängnis in Rloabit und wirb täglich eingehend vernommen. Es melden sich täglich Zeugen, die über das Vorleben von Frau Dischur Angaben machen. Frau Dischnr hat nicht nur eine bewegte Bergangen hüt, sondern auch eine bewegte Gegenwart. Sv soll sie als Witwe bis vor der Schließung ihrer jetzige.! Ehe Verkehr mit verschiedenen Mannern gehabt haben, die ihr auch ihre Wohnung bezahlten. Es melden sich auch täglich beim Antersull/ungsrichter Zeugen, die Angaben über verdächtige 2iedenSarten mach.ii wollen. Der Antersuchungsrechter ist jetzt dabei, die Frage der Verlogenheit der Angeklagten nach zuprüfen. Rach Len bisherigen Ermittlungen neigt der Untersuchungsrichter zu der Annah ne, das) Sanitätsvat Weimiller, der den Lod der vier Verstorbenen bescheinigt hatte, in gutem Glauben gehandelt habe, und Last er ebenso, wie andere Personen, von der Beschuldig ea hintergangen worden ist. In den nächsten Tagen soll die nicht verbrannte Leiche des Schwagers der Angeschuldigten ausgegvaben werden, und die Gerichtsärzte werden festzustellen haben, ob in der Leiche Anzeichen einer 'Vergiftung durch Morphium oder Gas vorhanden sind. Des Todes Erreger entdeckt. Dem berühmten Bakteriologen Prof. Schau- wurm von der Oxforder Universität ist es gelungen, den Bazillus exitus, dec als Erreger des Todes anzusehen ist, zu entdecken. Bei de. Sektion frischer Leichen Verstorbener ergab der mitro!topische Befund von Hirnsubstan en kleinste Lebewesen, die das Aussehen des liegenden Fragezeichens hatten. Selbst die Punkte der Fragezeichen fehlten nicht. Letztere zeigten sich als stete Begleiter des Bazillus exitus und bilden gewissermaßen den ruhenden Pol bei der schlängelnden Flucht der Sterbebazilleu. Schauwürm gab diesen Trabanten den Ramen: coccus mrrbus. Schauwurms Assistent, Dr. Haha aus Taifun, hatte Kulturen des Dazlllus exitus gezüchtet und Meerschweinchen eingespritzt, die sofort alle Schrecken des Todes durchkosten muhten. Aus dem Blute dieser vergifteten Meerschweinchen stellte Dr. Haha ein Serum, das sog. St.erbv- san her, das geeignet erscheint, den Tod zu verscheuchen. Auf wie lange, muh abg?wariet Werken. He langer, je lieber. Wer sich die Ansterblichkeit verschaffen will, sei auf die Lektüre des betreffenden Aufsatzes in Der Wochenschrift „Erdhell" hingewiesen. ö -5 2 .1 '■‘XX. Akademisch- Buchhandlung R. Max Lippotd, Leipzig. S-fpitalftr. 10. Grones Zimmer »um UntersteUenvon Möbeln oder dernl. abzugeben 01^784 ^ricdricbstr. 14 I Ladenlokal hn Zentrum der Sind! 2483s s gesucht. Offerten unter F. G. B!. 1841 an Rudolf Moste, Frankfurt a.M. Offerten an 2481c Cafe Ernst titöroig Earl IBöintt. AUGUST FÖRSTER Aip&pn Bahnhofstrasse 65 B ■ f U. Lieh, (.Oberhessen) Gegründet 1 Q 7 Q: der Dankbarkeit ein Ehrengesschenk. bestehend ht einem Smyrnateppich und einer Tischdecke und wünschte Herrn Herber noch lange Hahre des Wirkens in Saasen. Kreisschulrat Fischer- Giehen feierte den Jubilar als Erzieher der Hugend und, was mehr bcDeute, als Dolkserzieher, denn auch den Erwachsenen habe feine Arbeit gegolten. Der 2dedner überbrachte die Glückwünsche des Kreisschulamtes und auch des Kreis-- amtes, das Herrn Herber Dank schulde für dreimalige vertretungsweise Führung der Bürger» meisteveigeschäfte. Lehrer Herber dankte den beiden Rednern für ihre Glückwünsche. 3n kurzem Rückblick zeigte er seine Wirksamkeit in Saasen, vor 25 Hahren zog er ein in das alte Schulhaus auf dem Beitsberg, in dem auch der Kalender- inann gewirkt hatte, dann wurde das neue jetzige 1. Schulhaus gebcmt, 10 Zähre später das zweite Schulhaus, beide mit L^rerwohnung. Es ging also vorwärts in Saasen, wie auch der Kreis- fchulvat anerkannte. Immer gern im Dienste Der Hugend und der ganzen Gemeinde wünschte sich Der Jubilar noch einige Jahre in lieber Wirksamkeit. Zn Vertretung des durch Krankheit verhinderten Ortspfarrers überbrachte Pfarrer D ö l l vom Wirberg die Glückwünsche Der Kirchengemeinde, in deren Dienst Der Jubilar treu bis zum Tage steht. Der Ortspfarrer selbst hatte seinen Glückwunsch schriftlich abgestattet. Bei dem nun folgenden gemütlichen Beisammensein sprach nochmals der Kreisschuloat, gedachte der Rot des Daterlandes und mach.ite zum Festhalten an Der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Darauf feierte er die Frau des Jubilars. Lehrer Rausch- Reiskirchen überbrachte die Glückwünsche Der Kollegen. Am Samstag abend hatte der Gesangverein ^Eintracht" eine Feier, um in Leh er Herber seinen langjährigen Di.igenten zu eh en. Als Ehrengeschenk stiftete er einen Sessel, ebenso der Frauen-- und Hungsiauenverein, über rossen Feier schon kürzlich berichtet wurde. Al.e diese Feiern zeigten, wie sehr Lehrer Herber mit der Gemeinde verwachsen ist und wie sie ihn hoch schätzt. " Weickartshain, 31. März. Bei Drr gestrigen Beigevrdnetenwahlaurde Setter Eckstein mit 121 Stimmen zum Beigeordneten gewählt. Der Gegarten.stDat Konrad Trüller III. erhielt 43 Stimmen. Die Wahl war erfordevlich geworden, nachdem am 9. Dez. v Hs. der seitherige Beigeordnete Hock zum Bürgermeister gewählt worden war. Bürgermeister Kn ö st hatte aus Gesundheitsrücksichten sein Amt niedergelegt, nachdem er 22 Jahre lang an der Spitze der Gemeinde gestanden. Erne utcheilbare Augenkran' heit verhin erten ihn zei - wellig, schriftliche Arbeiten zu erlogrn, und auf Anraten les Arztes mußte er sich schonen. Der Dank für feine gewissenhafte und treue, langjährige Arbeit wurde ihm von Regierungsrat Hemme r d e im Auftrage des Kreiramts Gießen persönlich ausgesprochen. — Dieser Tage feierte der hiesige Männergesangverein ihren Fa- milienabend, zu dem die Mitglre.er nvch zahlreiche Gäste mit eingeführt hatten, so dast sich Der Saal des Gastwirts Hock als zu klein erwies. Es wurde ein Theaterstück von Eugen Köser »Ersatz oder Schiebung" aufgeführt, ein Zeitbild aus dem Jahre 1920, in dem der ®eflr.n- satz zwischen Bor- und Rachkriegszeit und zwischen Stadt und Land zum Ausdruck gebracht wird. Die Spieler ernteten reichen 'Beifall. Rachdem dann noch eine Verlosung stattgefunden hatte, hielt Der Ehrenvorsitzende Des Krregervererns, Herr Schmidt, eine Rede, in welcher er die Politik - der Franzosen vom 17. Jahrhundert an Dis heute schilderte. Der Vortrag fand reichen Beifall. Die Zuhörer stimmten zum Schlüße das Deutschlandlied an. Der Gesangverein und eine Musikkapelle sorgten für die weitere ihr e. Haltung durch gut eingeübte Musikstücke und Ehöre. Die Veranstaltung war vvrtrefslich gelungen. Starkenburg und Rheinhessen. tm. Darmstadt, 31. März. Die Stadtverordneten genehmigten in Der letzten Sitzung eine städtische Grund- und Gewerbe- und eine M ie tzins steuer (G un.v rm g n;- fteuer). Die Grundsteuer soll 20 Pf. auf 100 Mk. Steuerwert betragen und bis zu 40 Pf. gestaffelt werden. Aus der Gewerbesteuer erhofft man einen Ertrag von etwa 700 000 Mk. Die Grundsteuer darf auf die Mieter nicht abgewälzt werden. 3*n«. ÄS**®*» äs-: Ä? tz i SL?** ihxi U incn iunt ankern ■^tnruhbmn in , MM» einfach, mit zwei Steten. mögt Alt- stadt, sucht junger, ruhiger Geschäftsmann für sich und seinen Bruder zum 15. Avril. Aussiihrl. schritti. iAngeb mit Preis unter 018762 an den Giest. Aw zeiger erbeten. Min-Auto 5 PS. tadellos laufend guter Bergsteiger für 1800 Mark sofort zu verkaufen. Willy Letsch, Aulomoblle. Ärofborfer Sira he. Junger Kaufmann in d Woche mehrere Tage auf Reifen, sucht für sofort gut möbL Zimmer Räbe des Bahnhofs bevorzugt. Schrillt. An geb unter 2'67 V an den Giest Anz.. 3Sornothett. — Tageskalen der für Dienstag. Vtadtkhvaier. 7 älhr „Elga". — Vereniigung ehemaliger Leibgardisten: 8 lllhr Stadt Mainz Houpt- dersammlung und 3. Stiftungsfest. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Fridericus Rex". — Pa° last'-Lichtspiele: „3nri“. — Aus dem Stadttheaterbureau totrb uns geschrieben: Es sei auch an dieser Stelle «Mf die morgige Dolksvorstellung von Maria Magdalene" hingewiesen, in der Frau Freya Slurmfels sich vom hiesigen Theaterpublikum Möbliertes Zimmer (mit ober ohne Kosts sucht für sofort ober ab 15. April riibtflcr Herr (Geschäftsführer». Schris-.l. Angebote nut. 2407V an bcti Gies;. Anzeiger erb. UM gesucht in gute, ein Mäbchen vo Monat, Kasten und Steuer frei. (Eintritt balbmögl. Angebote an Heinrich Schultheis, Rosenfchulen in Steinfurth bei Bad Nauheim. 2480D Mi A U Mn\C "Eue Nuhq *^ne W und balba^ln* NMen ist mit ^unterläge bcDedt. fierte QuaDcate ein- ■ ober Sänger fofort epwbien Platz und un 2ufr.aiat Tden sch aber nicht vt es ist mir noch Ne Gichener Ladio. mmittelban HcKt» i Frankfurter Ope.n- Haaldaues zu hören, lies Dehamtes । der Hamburg- r biefc Bezeichnung In den näEenDvchm röffnen, die alles in hen beabsichcht tvas lerung des DeckhrS stuch bai Entgegen* ion Franksuck a.X Plan hat zuiell wer- Dvrden, in dem nun- migeaengehenden er» Vtbahnhos eine Sin- hohem Nahe berufen Publikum zu dienen, ächrn Tell des Quer- leiiil 2. Klasie gelegen ig. dah der Aeisedtensi mmenben Iranlfurtev Ipril stattfindet ►m Anschluh an diese tereallcholl am Sonn- SMÄ ,-S^ÄS L mert waren, abK ft» 85- « träalich ist. 5 Saasen, 31. März. Am 1. April blickt Unser Lehrer Herber auf eine 25jährige Wirksamkeit in Saasen zurück. Aus diesem Anlast versammelte sich Der Ortsschulvorstand ernt Sonntag im Schulsaal des Jubilars, um die Glückwünsche der Gemeinde zu überbringen. Als Dertreter des Kreisschulamtes war Schulrat Fischer- Gießen anwesend. Bürgermeister Schmidt übermittelte die Glückwünsche der Gemeinde und übergab Dem Jubilar als Zeichen rbmenabteilungen besonders erwähnt werden. 2m Mittelpunkt Der Veranstaltung standen die Darbietungen des für diesen Abend gewonnenen Turnlehrers Fischer, aus Marburg, der mit zehn seiner Schülerinnen hohes Können auf dem Gebiet des Frauenturnens zeigte. Anhaltenden Beifall ernteten die von seinen Schülerinnen aufge- fWcken Reigen und Volkstänze, sowie das Tanzen nach Instrumentalmusik. Alle Darbietungen zeugten von feinster Durcharbeitung. rl Lich, 31. März. Die hiesige Ortsgruppe bcs Bundes für .Haus und Schule" hatte geffem ihre Mitglieder zu einer Versammlung berufen, die sich bei Kaffee und Kuchen zu einem gemütlidjen Famll.e.rabend gestaltete Gedichte und musikalische Vorträge sorgten für er- hebende Unterhaltung, jedoch den Höhepunkt des AbendS bildete ein durch Gründlichkeit und Dach- lichkell ausgezeichneter Vortrag von Lehrer Stein über die Erziehungsgrundsätze des Erfurter und des Görlitzer Programms. — Heute tagte hier Die Konferenz der Geistlichen des Dekanats Hungen. Sie wurde mit einer von Pfarrer Waldeck-W'hnbach gehaltenen Andacht eröffnet. Eine lebhafte Aussprache scölvst sich an einen Vortrag von Pfarrer Wa hl- Toctenberg über die Frage des Glaubens. — Der hiesige Ringofen, der einer Reihe Ein- torbnern willkommene Arbeitsgelegenheit bietet, hat jetzt, nachdem er Den ganzen Winter über geruht hatte, seinen Betrieb wieDer in vollem Umfang ausgenommen. Die Daulust unter Der hiesigen Bevölkerung ist zur Zeit sehr groß, da bie Woh^ungsenge in unserem alten Städtchen .mit seinen engen, alten Häusern oft recht uner- Saathaser Beseler II Saatwicken Saaterbsen Saatmais Thomasmehl Amoniak Kali zn den billiatten Tagespreisen vorrätig WUH.RÜHI Grotzen-Buseür Telefon Nr. l. 2474V Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit de: Schriftleitung.) Ein Leser, ilnfere Erkundigungen haben ergeben. daß das Mieieinigungsamt als maßgebende Instanz in dieser Angllegenhll^ einen Gewerbezuschlag für Läden überhaupt nicht anerkennt, da eS auf Dem Standpunkt steht. Daß die höhere Einnahme aus einem Laden in der erhöhten Miete genügend zum Ausdruck kommt. Mit dieser Feststellung wird Ihre ganze Fragestellung hinreichend beantwortet Heffett-Naffarr. spd. Frankfurt a. it, 31. März. Die Feuerwehr wurde am Sonntag vormittag nach einem Hause der Augsburger Straße alarmiert. Der Grund? Die Hausfrau war in die Kirche gegangen und hatte ihren Ehemann beauftragt, den auf dem Gasherd brodelnden Braten zu betreuen. Der Mann aber war, kaum dah die Frau den Rücken gekehrt hatte, auf ein „Biertelstündchen" in die Stammkneipe gegangen. Inzwischen brach das Verhängnis herein. Der Braten brannte an und entwickelte einen Derartigen Rauch, Daß er in dicken Schwaden aus den Küchenfenstern drang. Vorübergehende alarmierten schleunigst die Feuerwehr, die auch rasch angeraffelt kam und Den „BranD" löschte. Der Braten war allerDings futsch. Die Hausfrau soll bei Der Heimkehr ihres Mannes nicht gerade friedlich gewesen sein. Giekener Strafkammer Gießen, 28. März. Aus Wut darüber, Daß er das Hoftor verschlossen fand, als er fein bei einem Landwirt bedienstetes Mädchen besuchen wollte, steckte ein dreiundzwanzigjähriger Fabrikarbeiter aus Wolfersheim noch am gleichen Abend einen auf freiem Feld lagernden Strohschober in Brand. Als er ertappt tourite gab er zu feiner Entschuldigung an, er habe geglaubt, das Stroh gehöre einem reichen Bauern. Rach Dem Gutachten des Gerichtsarztes ist er in hohem Grade beschränkt, aber verantwortlich. Er erhielt wegen Brandstiftung sechs Monate Gefängnis. r . r Wegen Blutschande hatten sich ein funfundzwanzigjähriger Schmied von hier und dessen Stieftochter, ein zwanzigjähriges Dienstmädchen, zu verantworten. Die Verhandlung fand hinter verschlossenen Türen statt. Wie aus Der öffentlich verkündeten .Urteilsbegründung hervorging, ließ das Gericht weitgehende Milde walten, da Die Angeklagten, Die sich ursprünglich heiraten wollten, durch Intrigen voneinander abgebracht worden waren. Der Verkehr fand statt, während die viel ältere Frau des Angeklagten in Haft faß Strafen: drei und ein Monat Ge° -SW bi Stabt S «ucn 'Säj KSrfS pur* JjX rJrjs« *s j verabschiedet. — Deutsche Vvlkspartei. Mvrg«i tf>3iD im Gewerbehaus DiskufsMiSabend. (ökbe Znje^geJ Morgen, Mittwoch MonatSver- kmmlung. (Siehe Anzeige.) _ G. D. E. von 1900. Donnerstag abend 2Änatsvers§■=> ° | ■6 • K § fängnis. . „ Ein hiesiger Buchhändler, der wegen Be° trugsversuchs zu Drei Monaten Gefängnis verurteilt worden war, wurde im Wiederaufnahmeverfahren vor Verbüßung Der Strafe freigesprochen. Er hatte einen angeblich zwanzig- tausend Riarl enthaltenden Wertbrief bet Der Post aufgegeben, Der bei Der Ankunft in Berlin statt Geld Stücke zweier illustrierter Zeitschriften enthielt. Auf Grund eines umfangreichen Zeugen- und Sachverständigenbeweises war das Gericht zu Der äleberzeugung gekommen, daß der Angeklagte Den Dries bereits mit diesem Inhalt aufgegeben hatte. Dabei war man dem Sachverständigengutachten entsprechend von der äleberzeugung ausgegangen, Daß eine Beraubung ohne Hinterlassung von Spuren nicht möglich gewesen sei. Rachdem ein weiterer Sachverständiger Dargelegt hatte, daß dies unter günstigen Umständen doch nicht außerhalb des Bereiches jeder Möglichkett liege, wurde das frühere Urteil trotz schwerster Derdachtsgründe, die bestehen blieben, aufgehoben. Kunst und Wissenschaft. Frankfutter Kunstmesse. Frankfurt a. M, 30. März. (Priv.Tel.) 3n Dem prächtigen Rahmen des 5Taisersaales und seiner Rebenräume im Römer wurde die Kunstmesse eröffnet Sie steht unter Dem Zeichen: Der. Main und seine Kunststätten. Die uralten Kultur- und Kunststch.en des Frankenlandes und des Untermaingaued haben zu Die, er S-teu ihre köstlichsten Schätze leihweise beigesteuert. Richt nur Die staatlichen bayrischen Sammlungen und Die reichen Museen Der Mcrinstädte fanDten ihre wertvollsten Besitztümer nach Frankfurt, sondern auch die zahlreichen fürstlichen und privaten Sammler stellten gern Die erbetenen Kleinodun 8ur Verfügung. So bietet diese Schau einen glänzenden in dieser Vollendung und Reichhaltigkeit kaum gesehenen Lleberblick über die kulturelle flarl -Bleibtreu erfafit In (einem grofiange egten Biemarck.Nomane, ben er <^nen ®eI,”"“n«nk^eriti bringet tieferen d,c Setlßagcn cm. Fe n lichkeit, wie sie In der getgeschich'« auftrat und "«tet dementsprechend ein v^e reicher^, hiftoMch«» Mat ria^^onng^^ unb ba Di-marck anl>of cte jeder einseitigen «DarteilteDong, streng gerecht Licht und Schatten °"^lend auch fiir ' ausgezeichnet belebt- 3n Band I, Bi^arcks n - _r6 »» hat der Dichter die ganze qrohe Jett mit ihren > nzühl'gen banbelnlfcn Terjonen unb med) elnöen - 3 en auog i flieht diesen Band r.-it deiien Be.usung . X MK ♦* Werden, behandelt ’Skibtreu die Jugend Bismarck. (Er beginnt mit ft^umfafrt Esmarchs Lehriahre 1851 186# und das daran schlietzende C B Ä* F» ■* r® «0 ft® KK jum 'Bunbesgc|anbten in Frankfurt a M. Bond II1 3n dek deulfehen We s . Sedinied der die Schicksaissahre 1864'1871 und Bismarcks 1 Io U, 1 ** V lil It Kampsiahr mit dem Ucberganq ,ur großen (Einbeitsära. 3 < ®“nb 111 ‘.^nrtiae^en^aHtät Meter grok<üglgen Staatabunft, die wunderbare Mischung H W v w weltgeschichtlichen Triumod behandelt, veranschaulicht der Dichter de ganze, rigcnarUge GeniaUta^«ine kosmische Reise Wo sein grohes Augc L von rücksichtsloser Tatkraft und melier Mäkig.'ng. Etwas Sha-,°9 mit^oblektiver (Selafi nbelt sich auf, verarbeitete sie n.u - hinschaute, sah er immer die Wahrheit, da» D>ng an sich, alle Geaensiande de» h m-nüiakeiten der romanhaften Entwickelung in Etnkla g schöpser.scher Leidenschaft. Das historiiche Gesch Heu ist durchgängig,auf» «"ickl,ch e mit den otwe handelnden Tharaktere aus der politischen gebracht und Inmitten öet Ueberre chtums der Ere-gnisse vor und htnt«^de» PNA« « ^n Herrschenden und beherrschten. A Werde,eit der Deutschen hervor, - ein imponierender Krei» von M«neftalten, von ponttven un° nea „mittendrin". Der Dismackscke D e iktn-'chten in ba» betriebe«, M, -Bleibtreu meisterlich ,u oermit ^nV W und Tat drängend, gibt dem Werke Gen,us ist m.t dichier.scher ftraft ersaht. Da» Temperament de» Dichter», immer brausend, rasch ergre.i 24680 Dvi hn-a n * Wiefeck, 31. März. Am Samsrag Dera.x- mnößlBJ fastete Der Turnverein ein wohlgelange- mm auiZ m nesSchauturnen, wobei auchDie Gesangs- 50 ÄUtÜLS abteilung Durch Darbietung einiger Lieder chr Können wieder zeigte Die turnerischen^ Leistun- fogar toTiJS -en waren sehr zufriedenstellenD: es ourf.e hierbei Sc geDeihliche Entwicklung de^berDen^Turne- LNgSMM muh flefien tuötei Do- 1 ßo^iDDlk aui- , Stoff, dei in Neu Z Neu! Schulstraße 10. Telephon 435. 2490a CAFE AMEND Ein neues System na tu r- gemä ßer Fußbekleidung mit allen hygirn. Vorzügen : Ventilation, leiser federnderüang, Natürliche Form, elastischer Schutz gegen Plattiuß. Ein Stiefel, der nicht drückt, Ein Stiefel, der beglückt! Dr. Diehls pneumat. Plattfuß-Einlegesohle D.R.P. Nr. 229989 III. Broschüre gratis und franko. Alleinverkauf für Gießen und Umgebung: L. Bernhardt Schuhmachermeister Shg auf Steg 70-km- Wett gehen München Erster Sieger SPORER Wettmarsch München-Brüssel HANS RITTER 6. Internationaler Armeegepäckmarsch Berlin Erster ALBERT SCHULZE Außerdem siegte am 22. Mai beim 50-km - Wettmarsch Hamburg BÖCKER in Dr. Diehl-Stiefel Mittwoch, den 2. April: 249’c 38. Sonder-Konzert der verstärkten Hauskapelle unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Kurt Scharf NB. Aenderung im Programm vorbehalten WM SMllkk sucht sofort möblierte 2 gimmerwohnung. Schrift!. Angebote unter 018789 an den Gieszener Anzeiger erbet,, oder Telefon 1006. ömimck [83 sinn- WM MqMM in Hannover. Wir beabsichtigen, am hiesigen Platze eine Subbirektion bezw. Generalagentur zu errichten. Hervorragend günstige Tarife und Bedingungen, Keine Untersuchung. 2492V Hohe Verdienstmöglichkeiten. Herren aus bet Lebensbranche mit guten Beziehungen und nachweislichen organisatorischen unb akquisatorischen Erfolgen wollen sich melden. Strengste Verschwiegenheit zu- aesichert. Die Direktion zu Hannover, Sophienstratze 1 A. Eingang Prinzenstratze. Best m Konkurrenz!, geführte Spezialitäten sucht geeigneten [2479 id Vertreter der bei Grossistei u. Industriekundschaft gut eingeführt ist. Bei entsprechendem Umsatz w. Kommissionslager zur Verfügung gestellt. Es kommen nur Herren in Frage, die eine längere Tätigkeit nachweisen können. Angebote u. S. M. 876 an Invalidendank, A.-Exp, Stuttgart. Erfahrener Werkzeugmacher auf Schnitte und Stanzwerk- zeage zum sofortigen Eintritt gesucht. [24S5A MEGUIN A.-6. Butzbach Gesucht 5' jStellenangebotij ■ 5 hgerisl für Zigarrenhaus gesucht Srfmftl Angeb. unter 2465D an den Gieg. Anz. Schiihmacher- gejelle gesackt. 018770 Eteber, Liidivigiiraüe 14. Putz- und Spülfrau für Vnborniorium gesucht. 2466 B itijj. Klinik. Putzfrau oder Mädchen für einige Stunden vorinitiaas ges. ol„$e Bohnsiofftr. 51 ui, l. Aufwartefrau für vormittags nc= fncht. 018768 Blcichstralle 20 II. । Gesucht per sofort ! AMMAN f. alle oortommenbe Hausarbeit. 2484D fran Barna«, Laubach (Cbcrü.) für baldigst oder für In. Avril otbentl., i nicht zu junges, im । Haushalteriahreues Mädchen $ran9r.HeIneroalö Frankiurter Str. 10 Suche zum 1. Mai älteres omr» Allein- mädchen mit guten Empfeh- : lungen. Wasch- u. Putzfrau Vorhand, Frau Präsident I obse Friedrichstr. 17 IL A»li8äs,'2K.v ;1 ;;V-: . -W1 Servus Terpentin'Schuhputz. macht wasserdicht Chem. Werke Lubszunski & Co. A.-6. Berlin-Lichtonberg iiiütilmÄB Ä B61. Mil JiitHrnjelti- 6ot$5 teltle SoBillerie ___________All 5 Va MdL 018787 Benutzen Sie die günstige Gelegenheit! la Zport-Loden marengo Tuch und andere Farben, 140 Zun. breit, je Meter MK. 8.50. Anfertigung aller Strickwaren nach Matz Umtausch v. Schafwolle gegen alle Fabrikate. 018718 Hermann Hildebrandt Maschiuenttrickerei, Roonftr. V Htb Ankauf von stets zu bett höchsten Preisen. Kenawrnrea uon OsarWangen Gg. Wahl, Friseur Aeuitadt 33. oimn Zwei Freunde, schlau und auch behendh, Die holten LÜH NS als wertbeständig. Dertr.: Adolf Schmidt, Gießen. Tel. 1086. Sichere Existenz! Vergebe den Allein-Vertrieb eines febr gangbaren Gebrauchs-Artikels. Für Vager find 300—500 Mk. erforderlich. Fachfennt- nisse nicht nötig. Off. u. R-.T. 35 19 an Ala Haasenstein &. Vogler, Frankfurt a. M. JnnacS Mädchen ausgut. Fainilte, das sich durch praktische Mitarbeit in Gemeinschaft mit der Hausfrau t HanS- tucieu gründlich ansbllden will, findet bet beff. Frankfurter Fa- niilte Aufnahme bei unbcbtnit sa° miliarerBebanb- htnn. Gell. Angebote ii. J. V. 1144 an Invaliden dank. Frankfurt a. Ai. 2478id Junges Fräulein für Kontor gesucht. Kenntnifle in Stenographie und Schreibmaschine Bedingung. 240“D Ernst Balser Dureaubedarf. Saubere 24720 gesucht. ,^ii erfragen in der Geschäftsstelle des Gien. Anzeigers. Sauberes Mädchen für Hans ii. Vabcii sofort gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle deS Gien. Anz. 01878:1 [Stellengesuche] Ml. Fräulein erfahren in allen Hausarbeiten, sucht Stellung als Stütze i. frauenlosem Haushalt, evtl, bei älterem Gbevaar. Scl riftl. Angebote unt. 018773 an den Gtefr. Auz. Orden l. ehrliches für ganz oder für tagsüber gesucht. Vorziii'tellen bei cm» Vatz & ßo., Ktrchenplatz 10.1 re sucht zum .. Stellung in PrioathauSh ilt. A - geböte au richten an Gertrud Schröder, Sena «Tbür.l Neuaaffe 5. 1,187,8 Ille Santa liir Garten ei Feld kaufen Sie preiswert und in zuverlässiger Qualität in der ...... ■ " . ’ SW ' 24940 Käufe und Verkäufe von Villen, Land- n. Geschäflsltäns. sowie Liegenschaften jeder Art vermitteln bei kulanter Bedienung G ieshammerLherrmatm Immobilien - Hypotheken a,8eA Frankfurt o. Main, Holzgraben 5. Gebildetes junges Rädchen 24Fahrc,Arzttockter, miisikalisch, kinderlieb, tm HaaSH i lt, Naben und Fl'cken nickt unerfahren, sucht WirkungS- kreiS in Gutöbause oder Cberföriteret, ivo sie der Haussrau eine Stütze sein kann und iiii der Mi der anniinmt. Familien- anschlui; Bedingung. Tckristl. Angeb. uni. 2450» a. d.Giell. Anz. Für ein besonders itttelligentes junges Mädchen, welches zu Ostern die Schule mit Ges »nnote 1 öcrlnht, wird eine Lehrstelle in einem kaufmän- nischen Bnrean, ob. auch in einem offenen Geschäft juickt Ve* benSmttteN gesuchi. Int letzteren Falle würde besonders Wert daraus gelegt we den, das; den, ilinbrhen dort Gelegenheit zur Mt>be- tätignng im Bnrean gegeben wird. Sckr. Angebote unt. 2500D an den Gien. Anz. CbrlicheS bravcS Ä)i äbd) en sucht Stellung in kl. Haushalte. 15. Avril, evtl, früher. 01 >>776 Verkäufe | Kans mit ÄtNkrn.Ltall inmitten der Stadt unter günstigen Be- bin imnen zu verk. Scktittlicke Anieb. unter 241)11) an den Giefrener Anzeiger. M. Villa cnth. 6 Zimmer, Pcid, Küche, drei Wohnräumc im Tachqcschoß, Zcu- trnlhciz., clcftr. Vicht und (Zarten, fofotl üejieiöar ; u vettansen. Schr. Ang. u. 018781 an den Gieh. Anz. Damen- und Herrenrad neu, zu verk. 0187w Westanlage 7 I. Wut erhaltene WW mit Snrnngrahmen itub dreiteiliger Ma kratze au verkanten, evtl. Ratenzahlung. ■ «761 Vaiin^bnrt) 121. 19,75 19 4 19 31,5 30,75 48 55 31.87 31 Demsch-Lnremborg...... Eelsenmchener Bergwerk» . 49 56,5 47,75 57,5 47,5 57 Harvruer Bergbau ...... Kaliwerke AscherSlebeit. . . . 70 70 70 69,3* 17,9 17, > "7,75 16,5 Pnlilnrrf SirStrrrgf In ..... 24,25 16 8, i 23,5 24 ynnrchütff ........ 1 16 15,7 26,5 35,75 35,5 26,75 35,75 38,5 25,5 26^5 34,75 30,75 Rihrtnlr Beraban ....... 85,25 mheinuabl........... ßii. beck Biontas........ 37 54 55 51,75 50 DelluS Bergbau........ 3,4 8,26 w —— Hamburg.Amerika Padcr. . 31,5 32 31,1 31,5 Norddeutschrr Llovb .... 7,13 7 7,13 7,1 Cbcramlschc Werte A!.ts .. 2,1 3.6 * Zemenewerk Hetdeldertz , . 13,25 14 — — “hilipn tSiiljinonn .... 3,7 35 4 4 3,6 Sinalo-Cont.-Muano . . . . 33,6 Badische A> ilin........ 18,7 19,5 19 10,75 Chemische Maqrx Alaptn. . . 3,6 2 — — (^nlhirhiiiThf.......... 16,38 15.8 16,25 16,7 15,9 15,9 16 Griesheimer Electron .... 16,1 Höchster Farbwerke...... Holwexohlung........ ......... 15,75 16,25 16,8 16,’3 1,9 16,75 23 12,23 1 ,5 17,3 17 21,5 «Na Elektrlrttütr-chesellschaft Brrgmaim ......... Riomtraitwerke ........ 10,75 17 10,7 17 11,13 17 11 17,4 Ä 6,6 . — — schultert . ........ 38 5 39,1 43 39 Siemen« & Haket»..... 45 43 43 «dlerwerke Kleve» . ... 3,23 3,25 3 3 5,25 4,?5 28,7. 5,5 4.5 28.75 5 5,25 D.egutn ........... 79,75 28 frankfurter ?lrniatnrcn . .. 1.6 1,6 1.9 — — .lionffrt’nifnbtff Braun . . 2 2 1,9 Metallgescllschaft Frankfurt. 20,5 21,75 — — Bet. Union Ä--G. .... • ■ 2,3 2.4-1 2,5 2,5 (S, nhfnhrtf ....... 4,E 4,5 4 4 ' Sichel. . . . '......... 9 9 9 87 — — Waldbof....... 12 7 '2,.-k 13 1$ Znckcr'abrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . 4,75 4,6 4,9 — 4,9 5 — •) Vom RückzahlungSwcrt. Devisrnmartt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mart auSaedriickt. BuenoS'AtreS, London, Reu- Hark. van. Rio de Janeiro für eine Einheit. Wien and Budapest für 100000 Einheiten, alle- übrige für 100 Einheiten.) Telegraphtl che Auszahlung. »Ohne 15. oähr.) 20. Mar, 31 Mari Nevarr °a 131 -lunliche Notier»!« Ulllll ü - (>*<•(-i cOtUC I I s^rln iHrk” klmll -Mott. 1a5,'6 1.6,14 1o5,d6 136,14 1 1 Brll-'?l"iw. 18,3 > 1t,45 18 15 18,25 1 1 CI risttanta 57,38 .7.64 = 6,81 '7,14 1 1 Kavenbaaen 66.83 6i,17 (7,33 67,67 1 1 Stockholm 111,22 111,7 111,22 111,7 1 1 Helsingsor-t 10,57 10,53 15,57 10,63 2 2 Fialien - 18 25 18,3. 18.23 18,3- 1 1 London - 18,055 18,14 . 18,055 18,145 1 1 NenNork 4,19 4 ?1 4, J 4,21 1 1 Pari» - - 23,21 23,33 2i,14 23,26 1 1 öchweiz 72,71 73,09 .3 0 73,38 1 1 Svanien 54,45 M,7» 16,85 d7,14 1 1 Wien in D • £ cilaibae i r,03 r,r 6,08 6,12 3 9 Prag - 12,71 12,79 12.71 12,79 1 1 Budavest 6,38 6,4 6.38 6,42 voll voll Puen^Aire» 1,405 i 115 ’,40 1.41 r 1 1 Pulaarie.« Jauan .JÄ Ä 9,31 1,735 50 50 d vdo de Fiui C, 9 1.50 > --'Si 0,49 5 5 Belgrad 5,53 5,6- 5,53 5,32 25 25 Vinatien 12,96 13.U4 '2,96 13,04 b 6 Banknoten. (Ohne Gewähr.) fTrrnn, 31. Mär, Roten. . che Rote« Roten . . . eftfrrcicb. i 100 fronen merikanilche 'Jloten...... «e Roten........ « sche Rote«....... • • velgiscke Roten . ......... Ungori(d)r Roten L«ch.cho>lo>vakische Rote«..... Norwegisch' Noten Runiäntsch« Notes........ Dvanitch« Notes ..... • iänt chw Geld 73 02 2 ,44 67,33 111,22 155,36 6,08 4,19 18.05 20.05 18,1 ■ 4, 9 1 ,71 66,86 2,28 66,86 Briet li -0. 15,-6 67,67 111,78 15 ,14 6,12 4,21 18,1 20,15 18, »5 4,71 17,79 67,14 7,SO 67,14 3 40 4 5 2 3 1 2 15 5 voll 2 5 voll 5 Märkte. Berliner Produktenbörse. Berlin, 31. März. Arn Produktenmarkt war die GeschästZstille unverändert. Das Angebot vorn Inlcinde histt sich in sehr engea Grenzen. An Rachfrage für verschiedene Artikel fehlte es nickst. Etwas fester lag Wiede mm Ha^er, welcher besonders knapp bei unverändert hohen Forderungen war. Zn Weizen war das Geschäft recht still. Die übrigen Ariikel tendierten in der Preisbildung zumeist weiter nach oben. Es notierten für je 1COO Kilo: Weizen, märt 173 bis 178 (fest), Roggen, märt 139 bis 143 (behauptet), pomm. 132 bis 136 (behauptet), Braugerste 170 bis 190 (fest), Hafer, märt. 125 bis 133 (behauptet), Raps 310 (fest), Leinsaat 410 bis 415 (still): für je 100 Kilo: Weizenmehl 25,25 bis 27,25 (fest), Roggenmehl 21,50 bis 23,50 (behauptet), Weizen- fleie 11 bis 11,20 (fest), Roggenkleie 8,80 brs 9 (fest), Bittvriaerbsen 27 bis 28, kleine Erbsen 16 bis 17, Futtererbsen 13,50 bis 14, Peluschken 12 bis 13, Ackerbohnen 16 bis 17, Wicken 14 bis 14,50, Lupinen, blau 12,50 bis 13, Seradella, alt 15,50 bis 16,50, neu 13,50 bis 15, Rapskuchen 11,50 bis 11,80, Leinkuchen 22,50 bis 23,50, Trockenschnitzel 9,50 Mari. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M. 31. März. Zn geschäftlicher Beziehung hat sich nur wenig verändert. Die Einsätze sind in allen Artikeln Nein. Trotz der teilweise gut behaupteten Preise für Weizen und Roggen waren die cklmsäye wieder bescheiden. Für Gerste finden sich Abnehmer, besonders ist Drau- und Futtergerste begehrt. Laser liegt zur Zeit etwas ruhiger. Mehl beWuptell Bei deinem Markt sind Hülsenfrüchte in schönen Qualitäten zu haben. Gesucht bleiben nach wie vor Futter- mittell Es notierten für je 100 Kg.: Weizen Wetterau 17,75 bis 18,25, Roggen 15 bis 16,25, Sommergerste für Drauzwecke 19,25 bis 20,25, Hafer, inländisch 15,25 bis 15,75, Weizenmehl, sudd. Spezial 0 27 bis 27,75, Roggenmehl 23 bis 23,75, Weizen- und Roggenkleie 9 75 bis 10,50, Mais, gelb 19,25 bis 20, Speiseerbsen 24 bis 35, Heu, sudd., gut 9 bis 9,50, Weizen- und Roggenstroh 6 bis 6,50, Treber, getrocknet 15,25 bis 15,75 Mk. Tendenz ruhig, nur Futtermittel gesucht. Frankfurter Schlachtviehmarkt. fpd. Frankfurta. M, 31. März. Aus dem heutigen Hauptmarkt trat eine leichte Senkung der Preise ein, vor allem für Schweinefleisch. Es waren aufgetrieben: 356 Ochsen. 73 Bullen, 857 Färsen und Kühe, 381 Kälber, 38 Schafe und 1985 Schweine. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Ochsen, vollsl., 48 bis 54. junge fleischige und ältere ausgemästete 40 bis 47. Bullen vollsl., 37 bis 42. vollst, jüngere 30 bis 36, Färsen und Kühe, vollsl. ausgemästete Färse.l. 45 bis 50, vollst, ausgemästete Kühe 40 bis 45, wenig gut entwickelte Färsen 35 bis 40, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jünger? Kühe 32 bis 38, mäßig genährte Kühe und 5 i *fen 24 bis 30, gering genährte Kühe und Färsen 10 bis 20, Kälber, feinster Qualität, 56 bis 64, mittlerer Qualität, 48 bis 55, geringerer Qualität 34 bis 43, Schafe, Weidemastschwe, 25 bis 50, mäßig genährte Hammel und Schafe 25 bis 27. Schweine, unter 80 Kilo 50 bis 60, von 80 bis 100 Kilo 63 bis 66. über 100 Kilo 63 bis 66. Der Marit verlies ruhig, bei Schweinen verblieb etwas ileberftanb. Frankfurter Pferdemarkt. fpd. Frankfurt a. M., 31. März Der heute auf dem Gelände des Landwirtschaftlichen Vereins abgehaltene Pserdemarkt war mit etwa 600 Tieren beschickt. Der Besuch von Interessenten und Käufern, namentlich aus Bayern, Rord- deuischland und Württemberg war recht gut. Die meisten Pferde fanden bei flottem Geschäft Absatz. sie gingen in der Hauptsache nach Rord deutschland, Württemberg und Bayern. Es kosteten z. B. Belgier schwersten Schlages 2000 bis 3000 Mark, mittlere junge 1000 bis 2000 Mart. Büchertisch. — Das hölzerne Schifflein. Roman. Don Auguste Supper. In Halbleinen geb. Gz. 5.5 (S.uttgart, Deutsche Verlags-Anstalt). — Aus dem festgegründeten Boden einer tiefreligiösen Wllmnlchauung. wie Auguste Suppers ganzes Schaffen, ist auch dies, ihr neues Buch erwachsen. in mancher Beziehung ein Gegenstück zu dem früheren Roman »Der Arrensohn". Die Arupv figur der Erzählung, der Findling Eva, die wir vom scheuen, leidenschaftlich Phantasie- und liebevollen Kind in Jahren schweren körperlichen Leidens zum innerlich gefestigten, stolz-demütigen Frauenwescn heranwachsen sehen, ist eine Gestatt von eigenartig herbem Reiz. Lebendig und glaubhaft sind die Menschm mit und an denen sich des Kindes Schicksal en wickelt, ist auch die mit sicheren Strichen g schilder e älmw. lt geschildert. Al es aber umwittert ein Hauch ech.er deuticher Mystll Das Dach berei et auch dem anspruchsvollen Leser selten gmuß eiche Feierstunden. — Die erste Zugendbildung. Mit der wichtigen Frage der Einrichtung der ersten Zugendbildung beschäftigt sich Dr. Walsemann in dem neunten Heft der ..Deutschen Erziehung" mtt methrd scher Fer che.utung, das dm T.tll trägt: Das ABE und das LMÄ der Bildung. Zugleich die Lösung der Grundschulfrage. Erziehungsverlag, Plön. Grundzahl 0,30 Mk. Unter dem ABC der Bildung versteht der Verfasser bie Reihe der bildeirden Einwirkungen, welche im ersten Btt- dunasalter bis zum sechsten Lebensjahre hin notwendig sind. LMR der Bildung bedeutet eine zweite, wesentlich andere Reihe, die der alte Lateiner Elemente genannt hat, und die nun im zweiten Bildungsalter getrieben werden müssen. Die geschichtliche Entwicklung der vorangehenden Totalitätsbildung einerseits und der nachsv^en- den Elementarbildung andererseits wird eingehend dargestellt und schließlich verlanat, daß die Bll- dungscinrichtungen dem verschiedenen Charakter dieser Dild-ungssachen angepaht werden. (3n einem Lett der Auflage wiederholte Frankreichs Rach«. KaiferSlautern, 31. März. (WTB) Das französische Militärpolizeigericht hat außer den Schriftleitern der „Pfä^ischen Presse" und des „Pfälzischen Dollsboten" auch den Schriftleiter der „Zweibrücker Zeitung". Do der e. verurteilt. weil er durch einen Artikel über die Pirmasenser Vorgänge die össentttche Ordnung und Sicherheit gefährdet haben sollte. Das Urteil lautete auf 100 Goldmari, ober 40 Tage Gefängnis. Ferner standen eine Anzahl Bürger von Rockenhausen unter Anklage, weil sie an einer Kundgebung gegen die Separa- tiften teilg-'nommen hatten. Die Strafe lautete gegen einen Angeklagten auf 8 Tage, gegen einen weiteren der die Glocken geläutet hatte, auf 3 Monate Gefängnis, während die übrigen Angeklagten zu Geldstrafen von 20 bis 50 Gold- mark verurteilt wurden. Die Sachverstandigengutachteu und England. London, 31. März. (WTB.) „Daily Ex- preß" zufolge soll die Veröffentlichung des Berichts des Sachverständigenausf chus.es anmittelbar bevorstehen. Das Blatt schreibt, man stehe vor einer großen diplomatischen Schlacht und dec Drrhung einer riesigen Ungerechtigkeit gegenüber dembritischenSteuerzahler. Es sei flat, daß Frankreich von neuem versuchen werde eine Dorzugsbehandlung auf Kosten Groß^ britannienS zu erhalten. Als Preis seiner Annahme des Sachverständigenberichts werde Fimnk- reich sordern, daß seine Schulden an England unter Bedingungen, die auf eine Streichung hin- auslausen, auf Deutschland übertragen werden WeiBeZähne M der herrlich erfrischend schmeckenden Zahnpaste C h l o ro don t. Gegen üblen Mundgeruch wird auch mit Ettolg C'liIorodon<-ls«F**5W.SÄ K Ä SW M» eeäafw« ■ *• faA ».e roten Mana m jedem Geschäft von Ruf zu haben. demjenigen, der eine größere Wohnung gegen eine 2 Zimmerwohnung tauscht, i Umzugskosten werden besonders ver- j gütet. Schriftliche Angebote unter j 018748 an den Giehener Anzeiger. Wohnhaus 3 Zimmer, 2 Mansarden, Küche, (weitere Zimmer können eingerichtet werden) mit Laden, Schlachtanlage, Lagerraum, Stall, sehr geeignet zum Betrieb einer Metzgerei, Bäckerei oder sonstigen Geschäfts, in 1912 i neuerbaut, unter günstigen Zahlungsbedingungen zu verkaufen. RähereAuskunft erteilt Bürgermeisterei Babenhausen bei Mücke, Hessen. 2493D O 8N kaufenSie Neuenweg 18 früher Seltersweg 24 cs