Erster Blatt 175. Jahrgang Samstag, 50. Jim! 1923 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Dnirf nitö Verlag: vrkhl'sche Univerfitätr-Vuch' und Steinörudcrd R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulsttaße 7. Annahme von Mnjeißtii für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede 'Lerdindlichke'tt. Preis für 1 mm höhe für Anzeigeno 27 mm 'Breite örll. 320 *Dlk., auswärts 400 Mk.; sür Rekl ame- Anzeiqen von 70 mm Breite 1500 M.Dei Platz- Vorschrift 20"/, Ausschlag. Hauptschriftleiter: Aug. (Loetz. Verantwortlich für Politik: Aug. 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Denn wenn wir auch in der Kundgebung PiuS XL keinen Dannstrahl wider die Verächter der Dölkermoral und Menschenrechte finden, wenn sie nicht zum Urteil schreitet gegen die vielfältigen Verbrechen der Franzosen und Belgier in den besetzten Gebieten, so liegt doch in der „unparteiischen und wohlmeinenden Stimme" des Papstes eine gründliche und offenherzige Mißbilligung der Poin- caröschen Methoden. Das französische Volk ist, wie auch Belgien, in seiner überwiegenden Mehrheit katholisch; im Vatikan muhte also um so mehr die Neigung bestehen, in rein politische Händel und Rechtsauffassungen sich nicht einzumischen. Die Bedeutung des Schrittes liegt darin, daß der Papst erklärt, der Gei st deS Christentums dürfe in dem Reparationsproblem nicht auSgeschaltet werden! Cs fei nicht angängig, die Forderungen der Gerechtigkeit von denen der Barmherzigkeit zu scheiden. Fürwahr, das ist in der Sache ein scharfes Wort gegen den Pariser Shylock, der auf seinen VertragSfchein pocht und einkassieren will nicht mit dem Recht, Mah und der Vernunft eines Gläubigers, sondern mit allen niedrigen Leidenschaften deS Räubers und Vernichters. Das Schreiben Pius XL ist in seinem Verzicht auf ein langatmiges Pathos vollkommen eine politische und diplomatische Tat. Kurz und gut erklärt es, dah von Deutschland nicht verlangt werden dürfe, was es nicht leisten kann, dah die Gerechtigkeit und Nächstenliebe keinen anderen Weg wandeln könne als den eines gewissenhaften und vernünftigen Schiedsgerichts. Aber der Papst geht noch etwas weiter. Er hat den Weg, den das Kabinett Pvincars erngeschlagen hat, durch seinen Delegaten Testa gründlich prüfen?:nd erforschen lassen. Indem er nun kein Wort verliert über die ihm gemeldeten Befunde, regt er nur an, auf die Besetzung von Gebieten überhaupt zu verzichten, sie durch bessere Bürgschaften zu ersetzen. Das wäre erst wirklicher Friede! Was die Gegenwart im Westen schaudernd feststellt, ist Krieg in der abscheulichsten Gestalt, Krieg ohne Ende, ohne Sinn. Man kann sich leicht vorstellen, dah die päpstliche Kundmachung in Frankreich wie eine Bombe einschlagen muhte. In den Pariser Blättern lesen wir darüber nur verlegene oder frivole Ausdeutungen. Man weicht im allgemeinen aus, da man sich aus dem H'.mmel der gefälschten Kreuzzugsstimmung auf das platte und seichte Feld der Anzulänglichkeit gestürzt sieht. Der ehemalige Kardinal Ratti, der am 6. Februar vorigen Jahres zum Papst gewählt wurde, hat den von Frankreich ausgesprengten Ruf seiner Franzosenfreundlichkeit nicht gerade bestätigt. Frankreich hat seine ausländischen Anhänger überhaupt zu arg auf die Probe gestellt. Schon beim Beginn der Konferenz von Genua hatte bekanntlich Pius in einem Schreiben an den dortigen Erzbischof von den Bajonetten gesprochen, die ein schlechter Schutzwall gegen die einstigen Feinde seien, wenn der wahre Friede fehle. Am 28. Juni war der Jahrestag der Anterzeich- nung des Versailler Vertrages. Der Papst hat für die Veröffentlichung seines neuen Vermittlungsappells vermutlich mit vollem Vorbedacht dieses Datum gewählt! Dem Ruf aus Rom kommt nicht bloh die Bedeutung eines moralischen und politischen Zeugnisses zu. Der Vatikan würde ein so direktes Eingreifen in die schwebenden Fragen nicht beschlossen haben, wenn er nicht einer gewissen Wirkung sicher wäre. Er hat nicht nur aus den Notschreien vom Ruhrgebiet die Konsequenzen gezogen. Höchstwahrscheinlich gehen seine Absichten Hand in Hand mit England, das ihm einen wirksamen Widerhall seiner Worte in Aussicht gestellt haken dürfte. Herrn Baldwin war diese moralische Stütze seiner Vorstellungen in Paris sicher hoch willkommen. Er wird jetzt vielleicht mit noch gröherer Entschiedenheit auf die Beschleunigung des Verfahrens hindrängen, und das französische Kabinett, ohnehin gewarnt durch die letzten Wahlniederlagen des Nationalen Blocks, wird einer festen und bestimmten Sprache des ehemaligen Alli-- ierten gewärtig sein müssen, falls eö bei seiner Annachgiebigkeit verharrt. Das Kabinett TheuniS, wenn es wieder das Ruder ergreift, wird den neuen Wind, der jetzt weht, kaum unbeachtet lassen, und so dürfen wir hoffen, daß die Würfel demnächst noch einmal rollen und der Friede von Grund aus neu geschaffen werde. Fast zu gleicher Zett haben zum Versailler Jahrestag auch die dbersten deutschen Staatsmänner ihre Stimmen vernehmen lassen: Der Reichskanzler Dr. Cuno in Elberfeld und der bayerische Ministerpräsident Dr. v. Knilling in München. Lückenlos und offenkundig liegen jetzt die deutschen Verhältnisse und ihre Willenskräfte vor der Welt, und Poincarä wird nicht mehr wiederholen können, der deutsche Widerstand sei an seinem Ende angelangt. Im Gegenteil, die Stunde der Anklage und Abrechnung hat geschlagen! Die deutschen Regierungen und das deutsche Volk geben sich nicht mit halben Lösungen und faulen Kompromissen zufrieden. In diesem Sinne verlangte der Lenker der bayerischen Politik mit Recht, dah die Reichsregierung in der Schuld frage zur Offensive übergehe. Man wird es verstehen und begrüßen, daß die beiden deutschen Staatsmänner jetzt den Zeitpunkt für gekommen erachten, wo zu unserer Bereitwilligkeit, ein Schiedsurteil aunzunehmen, auch das innerste Gefühl Deutschlands zum Ausdruck kommen darf. Die Genannten steuern mit gleicher Kraft einem und demselben Ziele zu. Herr v. Knilling focht nur scheinbar etwas temperamentvoller. Er setzte unter das letzte amtliche Angebot Deutschlands die unerläßlichen Vorbedingungen, die sicherlich auch der Reichskanzler in vollem Umfange vertreten wird, wenn Verhandlungen zustande kommen. Es ist selbstverständlich, dah Frankreich alle seine brutalen Maßnahmen, seine Ausweisungen und seine Arteilsprüche, rückgängig zu machen hat, wenn eine Einigung auf neuer Basis versucht werden soll. Dr. Cuno brauchte sich nicht jetzt schon in Einzelheiten zu verlieren; es genügte uns, dah er uns sagte, nicht einen Tag ruhten seine Bemühungen. Man solle daran denken, dah die Auhenpolitik nicht auf der Straße gemacht werden kann. Seine Ausführungen waren von einer erfreulichen Zu- verftcht durchweht. Im Hinblick auf des Papstes Vermittlungsversuch liegt ihm daran, „offen zu sagen, dah eine schnelle, endgültige Befreiung vom fremden Druck sittliche Pflicht ist". Zur Richtschnur deutschen Denkens im Volke ging durch beide Reden die Mahnung, allen Parteihader und Zwiespalt zu- rücktteten zu lassen gegenüber dem auhenpoli- tischen Ziel der Befreiung. tischen Ziel der Befreiung. Dieser Grundsatz ist bei allen Einsichtsvollen auf der Linken wie auf der Rechten bereits stark verwurzelt. Die „Frankfurter Zeitung" ,warf dem bayerischen Ministerpräsidenten vor, dah er in seiner Rede zahlreiche Streitfragen der inneren Polink Bayerns übergangen habe; wir finden es ganz in der Ordnung, dah Hcrr v. Knilling den Geist der Mäßigung auf beiden Seiten predigte, denn es klingt uns noch die Aeußerung jenes französischen Politikers ins Ohr, der jüngst erklärte, Frankreich h.äbe eZ nicht nötig, Deutschland in zwei Teile zu trennen, dies werde von ihm selbst bei der Behandlung seiner inneren Angelegenheiten gründlicher besorgt . . . Der Reichskanzler in Bremen. Brem en, 29. 3uni. (Wolff) Der Reichs- kanzle r ist heute nachmittag ii Begleitung deZ Staatssekretärs Hamm, von Elbersel) kommend, zu kurzem Besuch hier ei igetrosfe.i. Am 2 Ahr felgte der ReichZka i?,Ier einer Einladung des Senats zu einem Frühstück in engem Kreise. Rach dem F.ühstück begab sich der Reichskanzler mit dem Wiederaufbuumimste.- Albert und dem Staatssekretär Hamm nach der Handelskammer zu ei '.er Arssorache. D>r Vizepräsident Rodewald begrüße den Reichskanzler namens der Bremer Kaufmannschift, indem er ihm dafür dankte, daß er eZ trotz der Sargen und Lasten möglich machte, einige Stunden in Bremen zu weilen. B.e.nrn habe sich dank des Gemeinsiims seiner Bürger durch alle früheren Schwierigkeiten durchgerungen. Der Gedanke der Reichseinheit habe in Bremen tiefe Wurzeln g>- schlagen. Der Wiede: aufstier sei nur aus der Wirischaft heraus denkbar und es müsse fir den S'aat selbst abträglich sein, wem durch staatliche Maßnahmen die Wir schäft auf die D ruer in ihrer Eiitwickelung gehindert werde. Zur Linderung der Devisenno risbesondere sei die E r l e i ch t e r u n g der Ausfuhr das einzige wirksame OKitlel. Die hanseatischen Kaufleute und Industrien seien auf ausländische, amerikanische, englische und hol- ländischie Kreül e angewiesen. Jede Erschütterung des Vertrauens müsse schwere Folgen nach sich ziehen. Die Stärke Bremens beruhe nicht so sehr auf seinem Reichtum, der oft überschätzt werde, als auf dem Vertrauen in feine geschäftliche Tüchtigkeit und Ehrenhaftigkeit seiner Kaufma.mfchnft. Reichskanzler Cuno dankte filr die Begrüßung in der heimatlichen hanseatischen Lust Bremens und hob hervor, daß er dieselbe Luft fester Entschlossenheit eben in den letzten Tagen in Elberfeld, wie auch in anderen Orten der Westmark geatmet habe. Dieselbe Treue zu Heimat und Reich, dieselbe Gesinnung sei ihm besonders | eindrucksvoll auch von den Vertretern der bei der Eisenbahn, im Bergbau und in der Industrie I beschäftigten Arbeiter und Beamten, wie aus den Kreisen der Wirtschaft entgeg-.mgetreten. Er gab der begründeten Aeberzeuoung Ausdruck, daß diese Front fest bleiben und auch noch Schwereres zu ertragen wissen werde, solange es not 1sei; denn jeder Mann und jede Frau in den Grenzgebieten wüßte nach den bitteren Erfahrungen des Jahres 1918, was einem vorzeitigen Niederlegen. der Waffe des passiven Abwehrkampfes an Leiden für das besetzte Gebiet und das ganze Vaterland folgen wür)e. <5n tief er davon überzeugt sei, bafj auf die Dauer Deutschland nur bei sorglichster Beachtung der Lebens- bedürfaisse und der inneren Gesche der Wirtschaft gedeihen könne, ebenso entschieden müsse aber jetzt die politische Erkeanttrs folgen und sei bis zum guten Ausgang des Abwehrkampfes aufrecht» zuerhalten und allem ante, en voran zu stellen. Er verstehe sehr wohl, daß Maßnahmen, wie die Devisenverordnung in den Kreisen der Wirtschaft hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Nützlichkeit angezweifelt werde. Er verstehe das Drängen nach rascherem Abbau der Ausfuhrkontrolle und ähnlicher Maßnahmen. I?ht aber komme es darauf an, die Zuversicht des Volkes auf den Staat aufrachtzuerhaltea und den Willen des Staates zu erreichen, sich unter allen Amstäinden und gegen alle Gefahren, sei es auch gegen die Wirtschaft, zu behaupten unn-d dm brei en Massen das Leben zu ermöglichen. Darum müsse die Wirtschaft für diese Zeit der Not auch Maßnahmen auf sich nehmen u^nd voll begreifen, dir für regelmäßige Zeiten schädlich ersch.i en könnten. Der Kanzler leitete daraus das Recht ab, an die ganze Wirtschaft die Forderung zu steller, die getroffenen Maßnahme c nicht nur zu bra ch en, sondern aus dieser politischen Aeberzeagung heraus auch mit Leben und Wirksamkeit zu erfüllen. Er besprach auch die Er n ä h ru n g s f rag e, für die die Aussichten nicht ungünstig lägen, de L o h n - frage, die so geordnet werden müsse, daß den Lohnempfängern auch in Zei'en sinkender Mark das Auskommen ermöglicht bleibe, die Wäh - r u n g s f r a g e, die der Regierung die Pflicht auserlege, dafür zu sorgen, daß nicht auf den Sturz der Qltarf eine Erschütterung der sozialen Ordnung und eine Erschütterung des Staates folge. Er legte dar. wie die 'Regierung für die Bedürfnisse und Bed ängnisse der Wirtschaft volles Verständnis hab.' und schloß mit der Auf- sorderung, eben deshalb der Regiennnng Vertrauen en^negenzubiingen und ihr die Erfüllung ihrer polnischen Pflichten nach Kräften zu erleichtern. Der Kanzler boende'e seine Ausführungen mit einem Ausblick auf eine bessere Zukunft, In welcher der ha.statische und insonderheit der b emische Anten.o.'hmungSgeist, der jetzt schon so viel zur Anterstühung der deutschen Wirtschaft leiste, sich frei entfalten könne und Deutschland wieder gleichberechtigt w'e jedes andere ebe.r- bärtiqe Glied sich in die große W-eltwirttschaft frei und Wirkungskräftig etnfuge.i werde. Bremen, 29. Zu. i. (WTB.» Der Empfang in der Handelskammer sand um 7,45 Ahr abends fern Ende. Am 8.30 Ahr reifte der Reichskanzler nach Hamburg weiter. Eine neue Hetzrede PoinearSs im Senat. Paris, 29. Zuni. (WTD.) Der Senat hat heute mit der Beratung der Kredite für die Ruhrbesetzung begrünen. Nach dein Derichterstatter' B e r c n g e t, der für die Bewilligung der Kredit.' eintrat, ergriff Ministerpräsident Poincar 6 das Wort und erklärte, l-ei der Ruhröesetzung hasie es sich nur darum gehandelt, Garantien gegen die gewollte Zahlungsunfähigkeit D.utschlands zu ne')men. Wenn man politische oder feindliche Aostch.en gehabt hatte, würde man das Maintal besetzt haben, um Deutschland in zwei Stücke zu zerreißen. Man habe aber nur einen wirtschaftlichen Druck aulüden »vollen; deshalb sei man in die Schlagader Deutschlands ein- ged.mng m. in dm Kassen sch rank des wider- spmstigen Schn daers. Im weheren Verlause seiner Rede erklärte Pon.are, der passive Widerstand Deutschlands sei in Wnck- lichkeit aktiv, verbrecherisch und hinterlistig. (!) Angesichts dessen sei es no.wendig gewestn. strenge Zwangsmaßnahmen zu ergreifen. Das sieareiche Frankreich werde seinen Willen dem Besiegten aufzwingcn. der feine Niederlage nicht anerkennen wolle. Auf den deutschen Widerstand habe Frankreich mit einer Art Blockade geantwortet, die aber in keiner Weise (!) die Ernährung des Ruhrgebietes bedrohe. Das Einverständnis zwischen General D e g v u 11 e und T i - a r d sei vollkommen. Deshalb habe man auch alle Zwangsmaßnahmen gegen die preußischen Beamten ergreifen können und sie seien in der Zahl von 1 6 000 ausgewiesen worden Die deutsche Regierung könne den Widerstand jetzt nur noch durch Geld- ve teilung an die Beamten, Arbeiter und Industriellen fortsetzen; sie erschwere dadurch aber von Tag zu Dag ihre finanzielle Lage. Deutschland warte jetzt auf ein Wunder. das aber nicht kommen wolle. Es hoffe immer noch auf eine Intervention der Verbündeten Frankreichs und erwarte sein Heil von der Entmutigung und Zermürbung Frankreichs. Darin .täusche es sich aber. Frankreich wolle, daß der Versailler Vertrag ausgeführt werde. In Brüssel sei beschlossen worden, die deutschen Vorschläge nicht eher zu prüfen, bevor der Widerstand Deutschlands erngeftdU sei und man werde Deutschland tnur nach Maßgabe seiner Zahlungen räumen. Frankreich habe keine Annerionsgedankeii und weise aufs Entschiedenste jede Anklage des Imperialismus zurück. Wir wollen das R u h r - gebiet nicht konfiszieren, werden es aber behalten, bis Deutschland seine Schulden bezahlt hat. Die letzten deutschen Vorschläge sind nicht ernst und verdienen feine Beachtung. Wa m wir die Ruhr aufgebetr würden würde Deutschland glauben, daß es seine Revanche erlangt und' uns eine Erniedrigung zugefügt hat. liniere Soldaten werden das Werk der Gerechtigkeit und des Friedens vollenden Noch einmal mehr werden sie sich dadurch um das Vaterland verdient machen. Nach Schluß der Debatte wurden die Ruhrkredite von den anwesenden 293 Senatoren einstimmig angenommen. Senator Börenger führte u. a. folgendes aus: Die deutschePropagandaistbis zum Vatikan vorgedrungen, der heute wünscht, dah die Taten, die Deutschland begangen hat, in Vergessenheit geraten. Das läßt uns über die Wirksamkeit unserer diplomatischen Vertretung beim Vatikan zweifeln. Nach dem Krnege wie während des Krieges müssen wir gegen tu deutsche Propaganda ankämpfen. Die Kommission fordert deshalb auf, einmütig die verlangten Kredite zu bewilligen. Senator Ienouvrieri stimmte den Erklärungen Poinearös zu. Senator Francois Albert jedoch ging auf den päpstlichen Brief ein, der ganz den deutschen Vorschlag annehme. Er würde dieses Dokument als einen frommen Einfall, als eine Art Bergpredigt auffasstn. wenn er nicht die stets befolgte Politik des Vatikans l-eftätigen würde. Während des Krieges habe Staatssekretär Gaspari in die Karten Deutschlands gespielt, er habe verloren. Auf Wunsch des Erzbischofs von Köln sei Msgre. Testa nach dem Ruhrgebiet gegangen. Er könne sich denken, welchen Eindruck der päpstliche Brief in Berlin hervorgerufen habe. Aber er möchte auch gerne wissen, welchen Eindruck er bei dem belgischen Nachbarn gemacht habe (Poin- care ruft dazwischen: Gar keinen! und ein Senator fügt hinzu: Wie bei unsl). Senator Albert fragt Poincare: (3r habe die Gefahr der sozialistischen Intermationale gekennzeichnet; welche Haltung werde er gegenüber der katholt s ch en weißen Internationale ein» nehmen? Poinca r6 antwortete: „Ich kenne nur Frankreich und die Republik!" Dann werde ich Ihnen, so erklärte Albert, die Frage stellen, ob sie nach ihrer letzten Rede den Brief des Papstes als einen neuen Erfolg des Botschafters beim Vatikan auffnlLn? Auf diese Frage ist, wie aus dem Havasbericht hervorgeht, eine Antwort nicht erteilt worden. Ein Bcschlnst der französischen Kammer. P a r i S, 30. Juni. (WTB.) In der N a ch 1- sitzung der Kammer, die bis gegen 2 Ahr dauerte, beschloß die Kammer mit 410 gegen 168 Stimmen, das Budget für 1923 auch dem folgenden Budget für 192 4 zu Grunde zu legen. Poin- car6 selbst trat für dieses Provisorium ein. Er erklärte, was das Parlament während des Krieges getan habe, könne es auch jetzt tun. Poincare griff zweimal in die Aussprache ein. Die Opposition führten Andre Lefevre und Herrtot. Sieben Todesurteile in Mainz. Paris, 30. Iuiri. (WTD.) Nach einer Ha- vasmeldung ausMainz hat gestern morgen vor dem französische Kriegsgericht der Prozeß gegen die Mitglieder deS Hannseatischen Frei- k o r p s wegen verschiedener, ihnen zur Last gelegter Sabotageakte stattgefunden. Die An» geflagten hatten zunächst geleugnet und erLärt, der Befehl sei ihnen von Augsburg von einem Dr. Frank, der der Sozialdemokratischen Partei angehöre und der die Gruppe Hans Frecko leitete, zugegangen. Das Kriegsgericht verurteilte sieben Angeklagte zum Tode; sie heißen Sasse, Maurer, Grube, Hahme, Schneider, Freier und Frey. Ein weiterer Angeklagter namens Lauth wurde zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt und ein neunter Angeklagter namens K ö g l e r zu fünf Jahren Gefängnis. Nach dem „Echo de Paris" sind die Angeklagten bei der Verkündung des Arteils zusammen gebrochen. Die französischen (Vewnkkakte. H a g e n, 29. Juni. (WTB.) Die F r a n ’ zosen haben gestern in Starke von etwa 300 Mann Hohensyburgbei Ha;en besetzt und am Denkmal Kaiser Wilhelms I. die Trikvloregehißt. Dortmund, 29. Juni. (WTB.) Einer Blättermeldung zufolge wurde der Stadt Dortmund von dem Kommandierenden General der Rheinarmee als Genugtuung für die erschossenen zwei französischen Adjutanten eine Strafe von zwei Milliarden Mark auferlegt. Auf diesen Bettag soll das bei der Stadtkaffe und der Reichsbank am 1 3nni nnö 12 3unt totggenDnnnene ®tQ> Ust« seiner Einwohner durch Massenausweisungen verloren. Ein Holzrnnb ber Nhelnlaubkommission. Pari«, 29 3uni lWolff ) Nach einer Ha- vasmelbung du« Koblenz hat die Interalliierte AbclnlanbtommllHon tetchtoisen, dem sranzö - fischen Staate 50 OVO Kubikmeters.i- belbolz abzutreten, bk den Dominialso r st e n be« Trierer Bezi rkc« entnommen und au Wieteraus Bauzwecken In den zerstörten Gebieten Verwendung finden tollen Die Äommlltion terust sich zur Ack>tseii»,,ung d.ete« Schnitte» aus bk Fehltet läge der deutschen tilefc- uingen für 1922 und I Ql Das neue Kabinett Theunis. Pa r i S. 29. Hunt (WTB.) Havas teilt vsflzlös mit. bk Bildung be« neuen Kabinett« Theunis werde e« ermöglichen, die diplomatischen Berhandlungen über die ReparationSsrage zwischen den Alliierten aktiv wieder aufzunehmen. Es werde sofort zwischen Paris und Brüssel ein Meinungsaustausch erfolgen zu dem Zwecke. In gegenseitigem Einvernehmen die Antwort auf den Fragebogen der englischen Negierung sestzuseyen. Der französische Botschas.er in London werde wahrscheinlich sehr halb in der Das Moselhaus. Noman vonLulseSchulze-Brück. W Sortfchuna. (Nachdruck verboten.) Vie zermarterte sich den Koos, tra« fle Ar- nvlds tagen könne Ater tn ten tlch jagenden Gedantec sand t e nicht te« rech e Wort Snae Hand strich unabldttlj über ten Bart, tdne fiaitcn Augenbrauen zogen sch dicht Autammcn Da tarn tn Frau Ora eint Art Empörung aus Datz ter eh* bkkr telX-i AlJnner cf tragen durfte, ihr Vorwürfe zu mach-a u ib ter untere seiner Tktfllmmung |o >fle, fielen Laut lucht War sie benn ein Sptaltell tn ihren Zanten, nut dem man terfabren konnte n.»ch Lut! und Laune? Via übte der eine. sie mütle die Seine werten, nx-1 et ef Io uvtlle? Unb traf gl. und fürchiete tec antete? Aernutcte er. bub cf «wichen ihr unb ®:r,tnK» enraf gab. ein festere« Bund »tec ve.l.^cht gegeben bäte? Unb erregte du« ihn so 3n detem Augenblick fühkta Ne. test fk Arnolds ntdx mehr enttebevn könne' OL- girierte da vor. ihn zu per Heron Hknn Ne ihn au« Ihrem Leben ausslre.che' Icllx. traf btkb ihr tu m nrch ? Waien be Monate an ter Motel nicht da« schbntte getreten. tra« sie bisher erkbt r Otn Traum, von Noten umtraiten. ran Sonne durch- leuchtet, und doch mete etne Wirst ichXit voll rub'cen Glücke« und fester ^teverllcht aus eine noch tchMTere Jutanfl fk wu5e eJ jetzt. IU bo*:e b.efc Zuversicht gebubt. 3m Grande Ibrv« H«c-ens nxir s>e Immer geweto-.n, baue gelebt, ganz heimlich zwar, ein winziges Fünkchen, das Lag« fein, diese Anttvon dem Foreign vssk« muzutetlea. Di« fraozöstsch-belgischen Verhaod lutiflen. Pari«.» 3unL (AXFB.) Wie der .Da- tin berichtet, wird die s r a n H ö f I l ch - b « l - gische An twort auf ten englischen Fragebogen tetr. die Auhr- u .«b Ne para- tionspvU t cmrch toe Votlchaster ter beide' Länder teten'aiU am Montag in L«tem forma- liert Wiira 0« ki aber eren Kamps, ten bk Slutentenschast um ihre Oristenz unter steigenden Schwierigkeiten zu kämpfen hab«. 3n bkkm »chwer«, AIngen fei e« Prve Gr. Oger g.^ie«f,a Uhr Wettfplel gegen Hanau 93 — Liebig«höbt 8 Uhr össenllicher Tanzabend, Ar Inert rag za Dunsten ter Gitte- ner Stutentendilk — Llch fplelhau«. 2öahnhvf- flcate .Srniedrigte und Beleidigte" und .Der dicke Bill bummeir. — Palast - Lichtspiele: .Stadt In Sicht" und .SorgenNiiter". — Aftoria- Llch s^kle. .Der Wli beiwind' und .Die Schuldigt". — TagcSkalender für Sonntag. Sladttheatcr. 6V, Ubr dtne.ie« Konzert te« Hess LanteStbeater-OrchesterS. — Diebener Tenni«tu5 1922 ab 9' . Uhr vorm Städtewettspiel aus ten Pläden hinter tem Schützenbau« — Lichtspielhäuser dasselbe Programm wie dm Sarn-lag — Der Dlebener Tenntsklub von 1 922 veranstaltet morgen, Sonntag sein erste« Stüdtewettspiei gegen Den Marburger Tenni«- Nub Da unter ten Marburger Tunikn-TeU- nebmern bekannte Persbnli-chkcitcn, wie die Nau- beimer Siegerin Frl A o I b und Herr Butsch- bach. an tem Wettkpkl tcllncbmtn werten ist mit IPannen den Kämpfen zu rechnen. Beginn ter Spielzeit 9 33 Ubr vormittag« — Auf der Waldbühne, fo fchreibt man uns. wirb am Sonntag. 8 Juli, von Ber» *ebieniler-oB‘a-'a« Innung 3m Anzeige neil unk e« teattgen Blatte« wirb zur v^tenrilche» Ome.alDe.la nmfxmg am nächsten T’orrta v nachmittag« 4 Uhr. Im Ge^ertetea« E chen. fing.laten. Nähere« in ter Anzeige — Der Nkännergefanavereln CI eberf alt I t*rva hal-cl am ’ und 8 3nli auf ter L»ebig-böhe leb* 13 S:lflung«fest |Siehe Anzeige ) Bunbbeutl4erAobenreformet. Die hieiige Orl«aruppe bai ten Führt tei Bunte« Dr AboII Damalchfe, zu einem Bor- frage am nächsten Donnersiag 5 3 di. in ter getron zeigen teil te« B.a::e« am näch ten DenS'ag mtt- IcUctl WekkervorttN-sage Wolkig bi« bedeckt, zeüwcik Niederfchläge, etwas kubier Da« lief über Scheuten ha' an Sntenfität zugenommen unb gewinnt langsam Om'Uh auf untere Weite.tage. Füc morgen lll mit wolligem Weiter unb leichten Niederschlägen zu rechnen. • • Neue Vrel«erbbburgen für le» ben«notB>enblfl< Bebarl«arltkel werten in unkictn Heu.Igen amtlichen Bekannt- machungstell zur östenilich» Rerrtnü ge' ich«. Da« I*»•$$ramm-Alartenbr»< wirb von Jllon- tag ab 3100 Mk kosten, da« Liter Bollmilch 3000 Mark, bai Da« 2100 Mk. te« Walkr 900 Mt ie Kubikmeter, der Fenin« Bcaunlohienbr Uelis 31 140 Mk • • D i e neue Portoerh-bung tritt morgen tn Kraft Oin Fernbrlef bis 20 D omm kostet dann 300 NN etne Postkaite nach au# :«dn« 120 Mk. eine Diucklache di« 25 Gramm vO TTt Wer teule noch Konesp-mten*n bei ter Post tiufllrfcrt. kann sich die niedrigen Sähe noch zu- nutz: machen ''DerDetalllisten-Berein albt Im Anzeigenteil untere« heutigen Blatte« bekannt, dah im gesamten Einzelyandel von jetzt ab eine Mittagspause von l.' , bis 2 Uhr einheitlich durchgefuhrt wird Das kaufend« Publikum wird gebeten, dieser Sa-dlage bei Ointauf«abhd)ten Acchnung zu tragen. • • Grobstädttsche icterb ilt silllgestanden habe 04 betonten stch darunter viele te' und den Anlchlub an bk Züge nicht mebc erreichten Ausllärenb möchten wir bemerken, test wir ten Strom teilweise von tem Kraftwerk Wöllersheim burch bie Provinz Oterhessen beziehen. Am genormten Tage sind nicht weniger als neun Slrvmuntfrbrechungen aulgetie cn wodurch der Slrabcnbahntelited ganz erheblich tn Mtlleiden- schast gezogen wurde ' •• Oder hessischer Kunstverein. Di« für di« Ausstellung angemelteien Werk« stnd zum Teil noch nicht etngerrvffcn. fo dab die Eröffnung nicht morgen, sondern erft einig« Tage später erfolgen kann •• Di« Vormittagsnotierung des Dollarkurscs Die nrw Verordnung der Aeichsreakrung zur Regelung des Devilenvec» kehrs. bie all« nichtamtlichen Aji«rungen ber DevUenkurk verbot und damit auch bie nichtamtliche Dvrmittagsnotierung des DollorkUrks unmöglich machte, hat für bie bantei- und ge- vertet reitende Bevölkrung auf tem Hache» unter ter A1 e sehr er auch ai Ihr hänae wk fest er an fk gebuibei M Dcklen irar sie k*>« I 'ter. In bictcm Aagetbtld ga \\ sicher — te k n Gellcht Immer h iffertr wurd.- und die Bewegung ,etner Hand immer helllg« 0 t mubk lächckn. und lächelnd berührte sie le cht leinen Arm Or fuhr zu lammen und sah ft« an — lab tei rate cfffung«loJ tn te« bleiche iächelnte Gescht .Frau Ora ‘ stieb er hervor Da« Barg tob drohend .Hat dieser bt^er G'singen em 2 recht auf Sie 7 Dk farm er es «vnst wagen f ch fo zu berebenrn?" O.c lab ihn nur an ant.nnrteie n chr« Da tatet er fher Hand mit kstem Graff ,3ch b.tt« Sk. Ova . hat er ein Rocht? Sie find mir die Wahrheit fchulbig." Hilflos sah Frau Odo te Gerade tn di km Auae^bllcf trat Onflngen weder ein Mer edes De lSheim führend, bk auf Arnold« förml ch lassturnte «,3a blder Zurückgeiogeih.'.t kann man Sk a'.le7dt:.g« kaum faitenf Unb Frau Lotti sucht Sie überall." Arnolds sah zögernd auf 3txi Orsingen verbeugte sich cten üterrrleb. i tief vor ihr Or war sehr blatk to ne Auge - flackerten .Di «mal tosk ich mich nich mehr abax'ifc-L gältege oder ung. äd ae Freundin''' Fast otolenb stand er wo. ihr. so teh 3>a bi« 11« Herz erschrak und ein« abaehrend« Bewegung macht« Ater te bot auch schon Arnolds Frau Well«- be-m den Arm. 3H^ gllyritei Ajgen sahen erwartungsvoll und ein wenig teshalt aus das ander« Paar. Ata« tonnt« Ova tun? S» nahm zögernd Onfmgen« Arm. Or tah aus. al« Mtte er Irgend, pc niIch geielen wär« Tisch' vor ihnen gingen Arnold« und be HruSfrau in bei Tanzsaal fle ein ®e Ij fortrert plaute.nO und z» sei len einen TMxf zurück^rfeid. Arnold« fehc gerate aulgc- r ch er. ohne «in Wart zu f poechen Unb nun umfab’c Onf njen fit taft rauh T ährend e. mit Ihr tehl waLzte. flüsten« er mii einte S:lm«. tec gan.z unbeterd$< ktang vor 0.. egn.ua .Da« bürten S^ mir »Ich« an tun. schöne F-.a.. m4> wta einen Schullnaten ab bilden tu kaftan eot teafmr Bä re, . bei an tereii fo ccken zeasn. ted Ich al>^:an ki . • . etntach befette ge'chote» . . .- Vor Ova« Augen vertchwanrm ber ga^MC Saal In roien unb blauen Kreisen Sie rang förmlich, f4) von Ihm loszumache aber rürflilx«l>« tndl er 1 e fest unb tarvut awker .Qkln. nein, verehrte (YTTuntenl Sollen« denn viellcicht IcHt auch alle le'ym, teb S^e mich tn bie'er Augenblick verablcheucn? Da« wurde freilich rae hub'che« Scha-tlpel klnf Aber bester ist s. tu r tanze» unsere Tour zu Onbe temil jeder f«h« teb wir Me allen Fr neunte find" Ova trat ener Oteunachr nahe Der Nbnm. ber ’ c Io •-■.' tclt < ■ S" Io finnto« stammelte, war te« ter kühle, larßastifchuterltgene Fvnne nnensch, ber nch fcheinter mit guter THlrw In ktm ‘ jnuckwrifung gefügt teile? 0* wra. al« habe er ihr« Grtenk« erraten Denn er tach e bödnnid und redet« auf- Kregt tte.ler .Jutrabt, meine D ädigt Sia ben über 3bcvm neuen L^tesgluck völlig verte d bk alle' e ttvnl. bei Anspruch gcan'kr steine liorrachee baten teb man f t nicht behandeln tert, als ob i« roch nach Allohvltenst. ter von ihm ausging. Ater mm fab er weder mit völlig o'.cichgüliigeM < cht neben ihr. nur teb er lehr schnell dn Jia« c sgekühtle Limonade hernnterstürztL Tte Musik käste aufgetert. bie Paaoe zerstreuten llch. iFonfedung solflt.) , j Oanbe ctne unangenehme Wirkung gehabt, Dor dem Bestehen dieser Derordirung hatten die meist $n den Mittagsstunden erscheinenden Tagesleistungen, auch unser „Gießener Anzeiger", die Mög- jlichteit, ihren Dez ehern auf dem Lande wenigstens ten AormittagskurS des Dollars als Richtfch:mr des Tages mituzleiien. Da jetzt nur nach die amtliche, in den Ersten Rachmittagsstunden sestgestellte Kursnotiz zugelassen ist, die Zeitungen aber aus betriebstechnischen Gründen und aus Rücksicht auf den schwächeren Zugverkehr der ^Eisenbahn die Ausgabe für die ländlichen Dr- zieher schon in der Mittagsstunde Herstellen m ü f • f e n, tarm bis auf weiteres von keinem Mlt- lagsblatt die jeweilige Tagesnot erung des Dvl» larkurses noch auf das flache Land hinausgo bracht tverden. So lange die neue Verordnung in Kraft ist, werden sich die ländlichen Zeitungs- leser, da die Redaktionen und Verlage hier machtlos sind, damit abfinden müssen, daß sie einstweilen den Dollarkurs vom Tage vorher aus ihren Dlättern erfefren können. Landkreis Gicsjen. * Rieder-Bessingen, 30. Juni. Am morgigen (Sonntag findet hier ein Ge m ar- lungdrunögang mit anschließender De - in o n ft r a t i o n der dortigen Versuche statt. Rundgangsleiter ist der Landwirtschafts- Assessor Dr. Schneider, LandwirtschaftS- amt Lich. Kreis Büdingen. • Aidda, 29. 3unl. Dei der Grasversteigerung derStadt wurden für 300 Morgen 152 Millionen Mark gelöst. Der Morgen kommt also durchschnittlich auf 500 000 Mark »der der Zentner Heu, wenn man den Durch- schnittser-trag mit 20 Zentner (das ist sehr hoch gerechnet) annimmt, auf 25 000 Mark. Dazu kommt nun noch der Mäher-, Heumacher- und Fährlohn vnd das Risiko. Da kann der Zentner in der Scheuer kaum geringer als mit 50 000 Mark gerechnet werden Dabei erhielten einzelne Stücke weit über diesen Durchschnitt gehende Preise. So wurden für ein Stüct von rund 900 Quadratmeter aus Privatbesitz 420 000 Mark geboten. Kreis Friedberg. • Butzbach 29. Juni Die Zuschläge zur Grundmiete sind hier mit Wirkung vorn 1. Zull ab auf 15 0 0 0 Prozent festgesetzt worden. Davon entfallen 230 Proz. auf die Zins- mehcbelastung, 1270 Proz. auf die Betriebskosten (ausgenommen bleiben Gebäudesteuern, Woy- nungsbauabgabe, DrandversichTrung, Schornstein- feg.ngebühr, Wassergelt, Stratzenreinigung und Müllabfuhr, die anteilig zu verrechnen find) and 13 500 Proz. auf die laufenden Instandsetzungskosten. * Ilbenstadt, 29. Juni. Unsere Gemeinde wird am 15. Juli das 800jährige Jubiläum ihrer Gründung durch ein schlichtes, dem Ernste der Zeit angepahieS Volksfest feiern. Cs ist ein historischer Festzug geplant, worin neben anderen Gruppen „der Einzug der Stifter und die Klostergründung" den Glanzpunkt bilden soll. 3m Jahre 1123 wurde durch die Grafen Gottfried und Otto von Kappenberg der Grundstein zum Kloster Ilbenstadt gelegt, das fast siebenhundert Jahre lang von großer Bedeutung für die hiesige Gegend war. Kreis Wcirlar. • Wetzlar, 29 Juni Bn d:r Aufstellung des neuen ftädtischcn Haushaltsplans hat -ran hier ein summarisches 03erfahren angewandt. Man hat den Haushaltsplan von 1922 zugrunde gelegt und dann eine Verhundertfach>>rg dec Beträge vorgeuomrnen. Die Oefamtaud- gabe wird mit ca. 2 Milliarden Mark vecansch'.agt. Gestern haben die Stadtverordneten diesen Doranschag gut gewißen. Hcssen-Rnssan. fpd. Frankfurt a. M., 29. Juni. Mit dem 1. Juli treten neue, seh r bedeutende Preissteigerungen auf saft allen Gebieten ein. Der Preis für ein Liter Milch beträgt 3600 Mk Die Löhne für die Bäckergesellen (in dieser Woche 500 000 OltT) und die rasche Steigerung der Brennstoffpreise machten eine wesentliche Erhöhung der Back Warenpreise erforderlich. Es kosten ab Samstag ein Weihbrötchen 300, ein markenfreies Schwarzbrot 7200, ein Schlüchterner Drot 6500 Mk., c.n Frankfurter- Weitzbrot 6300 Alk., ein Markenbrot 3200 Mk. Für den D. ppe.'zmtner Roggen mehl wurden heute um fast 25 Prozent höhere Preise gegen Mittwoch gefordert. — Rach einem Entscheid des Demobilmachungskommissars. Regierungspräsidenten Ha en i sch. wurde der vom Schlich- tungsaiisschust für die Metallarbeiter gefällte Schcds'p.u.h, den di: Acie.tgcber abgelehnt hatten, für verbindlich erklärt. Danach erhält der gelernte Metallarbeiter über 25 Jahre einen Stunoentoyn von yduu ant, gegenüber 6700 Mk in den letzten beiden Wochen. Ferner erhält jede Ehefrau eine soziale Zulage von 60 Mk. pro Stunde. — Ein auf der Durchreis« befindlicher A m e r i k a ne r überwies der Rotgemeinschaft und der Kinderfürsorge 200 Dollar. Hochschulnachrichten. Di-e Jahresfeier der Univsrsi.'ät. L. II. Heute beging die Landesuniversität in ihrem schönen Festraum, der Reuen Aula, ihr Iah res fest in der üblichen Form. Die Aula war von den Dozenten und ihren Damen. von geladenen Gästen, von Teilnehmern aus der Bürgerschaft und von Studenten und Studentinnen gefüllt. Rach dem einleitenden Orgelvorspiel trug der Akademische Gesangverein bad „Magnificat amma mca Dominum" für fünfftlmmigcn Ehor aus dem Magnisicat von I. S. Bach vor, worauf der Rektor, Professor Dr. Eger, die Anwesenden willkommen hieb. Hierauf hlllt er die Festrede über nQ3om heutige« und künftigen deutschen bürgerlichen Recht". Anschließend hieran verlas er die Chronik der ilnitxufität für das abgelaufene Jahr und verkündete die Ergebnisse der für 1922/23 gestellten Preisaufgaben. Von den Aufgaben sind die der Theologischen Fakultät für den Letzdheeker-Preis, der Medizini- schm Fakultät für den Akademischen Preis, der- Detciinärmedi',Mischen Fakultät, sowie diejenigen der Philosophischen Fakultät auö den Fächern dec Forstwissenschaft, Chemie und Zoologie nicht bearbeitet worden Der Arbeit für die Theologisch! Fakultät für den Akademischen Preis über des Thema: „Die ethische Unterweisung des Urchristentums" (mit besonderer Berücksichtigung her neueren Forschungen zur Zesuslogienüberlie- ferung und zum Zakobusbries) wurde der halbe Preis zucrkannt. Auch der Bearbeitung der von ber Juristischen Fakultät gestellten Aufgabe „Carl Ludwig von Grolmann in Gießen als Kriminaltst" konnte der halbe Preis zuerkannt werden. Die Arbeit aus der Medizinischen Fakultät: „Die pathogenen Hhphornyzeten in der Gießener Gegend" ist des vollen Preises würdig Von der Philosophischen Fakultät sind zwei Ausgaben bearbeitet worden, sämtlichen Arbeiten konnte der volle Preis zuerkannt werden. Die Arbeiten lauten: 1. aus der englischen Philologie: „Das Reisemotiv im älteren englischen Roman"; 2. aus der romanischen Philologie: „Die Bezeich.mng der juu11rmyrrunicme rm ^uTrnntju\11~nr* fasset der Preisarbeiten werden noch bekannt- gegeben. Für die Osann-Deulwih-Stistung ist folgende Qlrbcit eingegangen und entsprechend dem Gutachten der Fakultät mit dem Preis bedacht worden: stud. jur. Friedrich Re u n in g: „*5>ie Ucbcc- leitung der Rechtsprechung in den durch den Versailler Frieden abgetretenen Gebieten". Die Feier fand mit dem Vortrag deS Akademischen Gesangvereins für fünfstimmigen Chor „bicut locutuS oft et Gloria" aus dem Magni- ficat von 3. S- Dach und einem Orgelnachspiel ihr Ende. Vermischtes. Einbruch in das Sterbezimmer deS alten Kaisers. . Berlin, 29. 3uni. (Wolff.) Vergangne Rächt gegen 11 Uhr hörte eine Streife der Schutzpolizei beim Passieren der ©träte Unter den Linden am Palais Kaiser Wilhelms I. ein Klirren der Fensterscheiben. Die Streife tveckte den Hauspförtner, der feststellte, daß Einbrecher durch ein mit Efeu bewachsenes Fenster in das Sterbezimm^ des Kaisers ein- gedrungen waren. Da^e gestört worden waren, fiel ihnen nur ein mit Perlen besetzter ®riff in die Hände. Obgleich man das Gelände sofort ab- suchte, konnten die Täter nicht ermittelt werden. Geschäftliches. Hohentwiel-Festspiele 1923. Auf der prachtvoll gelegenen Freilichtbühne deS Hohentwiels wurden die diesjährigen Spiele mit einer Ausführung des „Armen Heinrich" von Gerhart Hauptmann eröffnet. Die Spiele dauern bis 26. A^'lst. Wer in diesem Sommer den Hegau 5UuT Wanderziele erkoren hat, mag nicht versäumen, die Hohentwiel-Festspiele zu besuchen. Die feinsten Damen- blusen,Svltzen,Wollsachen,Florstriimpfensw. werden durch Heitmann'S ’Jfeformia auf die billigste und be» aueniiic Weiie bei vollkommenster Schonung nicht nut chemisch gereinigt, sondern sie erhalten auch wieder ein vmchtvolleS frisches Sluöseben und neuen Griff. Ebcmiiclr reinige nur mit Heitmanu'öNeformia. behördliche Anzeigen SkSSk. MeilsMk Lirbigstrasre 16. Teleph. 2054. Kostenlose Vlrbcit6uermitfhmn und Be- rusSberalung für beiderlei (.Geschlecht, n. a. auch für flvicnmuniPu und Kriegs- bescbadigtettktnder. Pf kvnnett eingestellt werden: n. bei hiefinett ’2(rbdtacbcrn: 1 aUetnlibrurfer, 1 Gürtler, 1 Werkzeugmacher, 5 Maurer. Lehrlinge: 1 Einrahtner, 2 Schmiede, 1 Kellner. b. bei anSwärtinen Nrbeitgebern: 1 Wärmer (ritbcirntetl, 2 ^dnemer, 1 t'ol analer. 1 Lchäsieinacher, 1 Pol'wrer. 1 Dreher, 1 Uhrmacher. 1 ProvtnonS- retsender. 2 jüngere Kellner, 1 Schwsser. Lebrlinae: 1 Stein new 1 Svengler und Innallatenr, 1 VanbiuirtfcbaitSclcuc. Eö juchen Arbeit: ©rtirtrifeuer, Buchdrucker. *2 Stilreiner, Knusten e, Schreiber und Neiiende, Packer, tOaiisburschen und 9lnSlanfer, Maschinenschlosser. 'j3ait= schlosser, Schuhmacher, 1 arankenvsteger, 1 Sattler, t landtvirtfchnktl. Bertvalter, Siäcker ti. Mehger, 1 Nransa'-rer, 1 Buchbinder. Mechaniker. 1 Ocher, 1 Wagner, mehrere Anstreicher und Wct'rbtndcr, 2 ^aniechniker. 1 Maschinenbmivrak- tikan'. 1 Zahntechniker, 3 Schneider. 1 .Zuschneider, mehrereElcktromonteure. 2 Gärtner. „ Lebrliuae: 1 .Kaufmann, 2 dlutofchloss r, 2 Sä'losser. 1 Sueugler. 3 Mechaniker. 3 Elektro »ontenre. 2 Schuhtnacher mit 5toft nnd Wohnung. 1 Schreiner desgl., 1 Schneider. 1 Schlosser oder «chmied auf dem Van>c. fflclegcnbeitsarbelten werden ebenfalls entgegengenommen. Weibliche 2l b t e l l " t t Gf können eingestellt werden: n. lei bicfincH 9lrbcUnebcnt: Mädchen für iagv über, Dienstmädchen. Lanstranen nnd 'inadchen snr einzelne Tage, tüchtige Sillei unädchen, mehrere Ztüchenmadchen, 1 einfache Stütze. . b. bei auswärtigen Slvbcitacbern: 2 rthfcnfen, mehrere landnnrifchanliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Hans- niäbdKit, 2llieinmädchen, 1 Stutze, eine Pflegerin in ein ErholnngShei.n, Aiuet Servier sräulcln für votcl, HauS- und Kücheninadchen für Saison. ES suchen Arbeit: 2 Büglerinnen. 2Son- lorniinnni. 1 Flickerin SBerkauiertuneu. einige Vnnifriuien. auch fur^tachmi.iagS- befchäf ianng, Mädchen für taaSstber, F-abrikarbeiterinuen. 2 Waschfraue , 2 Bureaulehrmädchen. Die Berufsberatung nnd 2lrbeit8= Vermittlung siir Musiker findet D'eus- III!IIII!IIIlIUIIIIIIII!I!IIIIIIIi»IIIi!!III!I!!!!!!!iII!I!!!!!II«i W WM größere und kleinere, kaufe zu hohen Preisen. Genaue Beschreibung, Größe und Preis erbeten. Komme unverbindlich, da dort auf der Durch, reise. Schriftliche Angeb. unter H. 279 (4431A) an d. Gießener Anzeiger er £ Ololi.m nv Im TU Leben»Jahre. 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Mädchen AnmUhldmitSltoiwn Für die vielen Beweise herzitcher Teilnahme und die vielen KraeaprnJrn sowie die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Oly anläßlich des Hin- icheidcns meines lieben Mannes spreche ich auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank aus. Karoline Muth. I Rrteeetnett»« I au» ojirm Haufe. mit Nitibc. flinbr. »n vern feiufirn. Ion- e aaeb tn bem lont- iDtriifiL Cdn#b bvrbtiui erfahren. W Biftnusfrlt ußalttb-i la dtriiil haucntokm Hansb mo cotL end) iNdbel niergebracht rorr« Den können 2 i 2*11 io t n n#f nfji tiatl.ipl aiiuti.i Cft, » er IL >. X L L an Ala e»aaicaiteia Ailre fiauerl ti. Cn ;#b- uiTr ailaf' u. In ein. Vuu. fL CbcibtiL wird eine e»«t. Baushälferin a *>■ Ai 3- ae' Lelbiae m. in aU. .Rieehb b i'nck» m. n a nd'ne eine» frautn- loten Cnnobal fd 2Üb: nnn fon« iiiiie Berntitt't nnna. Wafchlrau vorbanb. tiluienbk raflrnhcl. | Mietjesuche | Euch» Maller« flOee. Scke Tlolife- h 1 -C TI mm 4nNI Uelerbrlnncii ' on cn. 50 Ztr N» bien. 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I^eeen Sie «Ich noch heute die l«*hr- reirhe und über »• wlcbttire Brt«»chlre .Die rieht ge > a 'pflejrr* gratle end per ofr« i iu«enden von der Iihnl-Fiir i hl tilu XI be I«t*ri Fa ffibt elnl«e Geechlfte* denen w a b. Ihnen etwa» andere» « ■ .auch •ehr rat'* aufxareden. kleiden Sie der- artingeseh. Bei der troftlafen Lage des Danmarktrs, die für eine absehbare Zukunft die Deckung selbst des dringendsten Bedarfs an Wohnungen ernstlich in Frage stellt, ist dis Schaffung eines neuen, für Mieter tote Vermieter in gleichem Maste leidlich tragbaren Wohnnotrechtes de unausweichliche Forderung der Stunde. Auch wer gru id- sählich jeglicher Zwangswirtschaft abhold ist, wird sich der Einsicht nicht versch'.ietzan können, dast unter den heutigen Verhältnissen die Entwicklung des 's^tzohnungsmarktes dem freien Spiel der Kräfte ^unmöglich überlassen werden darf, und dast versucht werden must, einen sozialen Notstand zu mildern, der bei weiterer Verschärfung eine ständige Gefahrenquelle bild-en und innere Verwicklungen von nicht zu übersehender Trag- Weste verursachen würde. Hinzu kommt, dast das in Geltung best übliche Miel recht, das im wesentlichen aus den Aotverordnun je.t zum Schutze der Mieter vom 23. September 1913 und über Mast- nahmen gegen den Wohnungsmangel vom II. Mai 1920 beruht, der verändertet wirtschaftlichen Gc- samtlage in vielfacher Hinsicht nicht mehr ent- spr.cht, überdies durch die voneinander abwesende Spruchpraris der Mieteinigungsämter Utlüversichtlich geworden ist. Dast es sich heute nur um ein Uebergangsgeseh handelt, geht daraus hervor, dast die Geltungsdauer dieses Gesetzes aus weniger als drei Jahre festgesetzt wurde Das neue Mteterschuhgeseh, das nachstehend in feinen wichtigste t Bestimmungen kurz erläutert werden soll, versucht den Interessei' der Vermieter und Mieter vor allem durch eine eingehende Neuregelung des Verfahrens vor den Mteteintgungsämtern Rechnung zu tragen und eine feste Rechtsgrundlage zu schaffen, deren Fehlen bisher der Lösung mancher Streitfragen aus dem Gebiet des Mieterschutzes hindernd im Wege stand. Die neue Regelung. Ein Mietvertrag, der abläust, verlängert sich aus Grund des neuen Gesetzes ohne weiteres, falls nicht etwa der Mieter selbst mit der Beendigung einverstanden ist und seinerseits den Mietvertrag ausdrücklich gekündigt hat. Eine Kündigung des Vermieters ist überhaupt nicht mehr zulässig. Will der Vermieter ein Mietverhältnis beendigen, so must er eine Aufhebungsklage bei dem Amtsgericht erheben. Dies? Klage war dem bisherigen Recht unbekannt, sie ist nur auS wenigen im Gesetz ausdrücklich gewann» Oberhessische Musikwoche. Gtesten, 30. Juni 1923. Die Hahdnvariattonen von Brahms Und Bruckners VI. Sinfonie, die im 6onntagskvnzert des Landestheaterorchesters zum Vortrag gelangen werden, nehmen in der sinfonischen Literatur eine besondere Stellung ein. Die Variationen zeigen Brahms auf dem Wege zur Si.rfonie. Das Finale, die meisterhafte Verwendung einer alten Form, ist geradezu der Vorläufer des Schlutz- sahes der IV. Sinfonie. 1873 waren ixe Variationen erschienen. 18'6 kam die I. Sinfonie heraus. Dagegen hat gerade das Finale die ^-Dur- Sinfonie Bruckners, trotzdem sie an überwältigenden Klangphantasien usw. ebenso reich ist tote die andern, in der Wertschätzung selbst der begeistertsten Verehrer des Meisters herabgemindert, toeil sie die typische monumentale Gestaltung vermissen lästt. Ob mit Recht oder Un- cecht? Die Variationen über ein -L-Hema von Haydn, op. 56a, sind für die Entwicklung von Brahms schon rein äutzerlich bedeutsam. Sie sind zwar das erste Werk für Ord^ter allein, aber gleichzeitig auch Pterbänbtg (d. h für zwei Klaviere, op. 56b) erschienen. Das Orchester scheint also bei ihrer Konzeption nod) nicht allein ausschlaggebend gewesen zu fein Brahms hat das Thema, welches im Original Cb orale St. Antoni! benannt wird, einen Diveriimento für Blasinstrumente von Haydn enmommen Es wird zunächst in einfacher Harmonisierung und Begleitung aufgestellt, sodann aber sofort tn das Netz kontrapunttischer Variationen hm- eingezogen. Hier erklingen zum erstenmal die Violinen In der ersten Phrase vereinigen sich zwei stark kontrastierende Themen, die sogleich um- ten Gründen zulässig. Das bisher geübte Kün» digungs- und Räumungsverfahren ist auf diese Weise vereinfacht worden. Dann ist die Aufhebung eines Mielverhälts nisfes begründet? Die Aufhebung des Mielverhältnisses wird nur aus folgenden (Stüitben zugelas.e.i: 1. Wenn der Mieter oder ein Angehöriger seines Hausstandes oder Geschäftsbetriebs ten Vermieter oder einen Hausbewohner erheblich belästigt. Ferner, wenn der Mieter oder ein Angehöriger seines Hausstandes oder Geschäfts- betriebes den gemieteten Raum oder das Haus durch unangem.'fsenen Gebrauch erheblich gefährdet oder trenn der Mie er unbefugt einem Dritten den Mietraum überläht. In den bisher angeführten Aufhebungkgründen muh jedoch der Vermieter den Mie er zunächst ab.nahnei und di? 'Aufhebung ist nur zulässig, wenn der Mieter trotz dieser Abmahnung fein Ve Hal en fortsetzt oder es unterläßt, eine ihm mögliche Abhilfe zu schaffen. Die besondere Abmahnung ist nicht e.forderlich. wenn das Verhalten des Mieters oder seines Haushaltsangehörigen derart war, datz dem Q3er* mietet die Fortsetzung des Mietverhältnisses nicht zugemutet werden kann. Der Vermieter muh die Klage binnen sechs Monaten nach Kenntnis des Aufhebungsgrundes erheben. Er darf sie nicht mehr erheben, wenn feit dem Entstehen des Aufhebungsgrundes ein Hahr verstrichen ist. 2. Die Aufhebung ist ferner zugelassen, wenn der Mieter seine Miete nicht zahlt, jedoch nur, wenn der Mieter bei monatlicher Miete mit der Miete für zwei Mona'e. bei Vierteljahrsmiete mit der Miete für ein Vierteljahr im Rückstände ist. Also auch, wenn der Mieter nur einen Teil der Miete, z. V. etwa nur 3,'i der Miete bezahlt hat, kann die Klage erhoben werden, wenn die rückständigen Betrage die angeführten Summen erreichen. Ist die Vierteljahrsm.e e. wie dies dr? Regel ist. bet Beginn des Vierteljahrs zu zahlen und hat der Mieter sie nicht gezahlt, so darf die Aufhebungsklage erst nach Ablauf von vier Monaten erhoben werden. Der Mieter hat das Recht, dem Vermieter auch noch während des Prozesses die rückständige Miete zu zahlen. Geschieht dies, so ist die Aufhebung des Mietvertrages nicht mehr zulässig, doch hat der Mieter die Prozehlosten zu zahlen. Der Räumungsanspruch oes Vermieters aus dem Zahlungsverzug des Mie ers ist also zugunsten des Mieters erheblich beschränkt worden. Nach den üblichen Mietverträgen wurde bisher fast allgemein ein Räumungsansprach des Vermieters begründet, wenn der Mieter am Fälligkeitstage auch nur mit einem geringfügigen Teilbeträge im Rückstand blieb. Die neue Matznahme rechtfertigt sich gegenüber der Notlage und der durch das Reichsmietengeseh geschaffenen vielfachen Unklarheit übet die Höhe des fälligen Mietzinses. 3. Die Aufhebung wird ferner zugelassen, wenn dies besondere Interessen des Vermieters erfordern. Das Gesetz bestimmt, datz der Vermieter auf Aufhebung des Mietvcr- hältnifses klagen kann, wenn für ihn aus besonderen Gräindem ein so dringendes Interesse an der Erlangung des Mietraumes besteht, datz auch bei Berücksichtigung der Verhältnisse des Mieters die Vorenthaltung eine schwere Unbilligkeit für den Vermieter darstellen würde. Es sind also die beiderseitigen Interessen vvii Vermieter und Mieter gegeneinander abzuwägen, und das Gericht hat nach Billigkeit zu entscheiden. Die Absicht deS Vermieters, die Räume selb st in Gebrauch zu nehmen ober s i e Angehörigen zu überlassen, solljedochalletn dieAushebungnicht rechtfertigen. Hierdurch so.l verhindert werden, datz sich jemand lediglich durch den Ankauf eines Hauses den Besitz einer Wohnung verschafft. Hat der Mieter in dem Mietraum bauliche, mit einem erheblichen Kostenaufwand re bundene Arbeiten vornehmen lassen, so soll dies zu seinen Gunsten berücksichtigt werden. Das Gericht kann, wenn die Klage auf den soeben angeführten Grund gestützt ift das Miet- vcrhältnis auch lediglich für einen Teil der gemieteten Räume aufbeben. Als Beispiel führt das Gesetz den Fall an, datz der Vermieter Neben- räume, etwa Dachkammern oder entbehrliche Räume einer Wohnung, zu einer selbständigen neuen Wohnung um basen will. Der Ausbau von Dachgeschossen und die Teilung von Wohnungen soll hierdurch erleichtert werden. Wird das Mietverhältnis wegen eines Überwiegenden Interesses des Vermie.rrs aufgehoben, so kann das Gericht auf Antrag des Mieters den Vermieter verpflichten, dem Mieter die für den Umzug innerhalb des Gemeindeberirks cr- forderlichen Kosten ganz oder teilweise zu ersehen, wenn dies nach Lage der Sache, insbesondere nach ben Ve.mög.ns- und Erwerbsgekehrt und auf die verschi-denartigste Weife behandelt werden. Die Variationen sind im einzelnen jede aus einem charakterist.schm Motiv des Themas gebildet, ohne sich trotz rhythmischer und melodisder Veränderungen in Form und Harmonik allzuweit vom Grundcharakter des Originals zu entfernen. Das Finale ist über einem fünftaktigen Basso ostinato errichtet, der von der ersten Phrase des ursprünglichen Themas abstammt und zuerst von den Kontrabässen im Piano gebracht wird, währetd die andern Stimmen ihn kvntrapunktisch behandeln. Kräftige Streicherakwrde, antwortende D'.äser durchbrechen die Ruhe. Der Buh schreitet weiter. Da erscheint nach wenigen Takten in den erste".' Dwlrarn das verkürzte Batzthnna, die Erregung schwillt zum Fortissimo an. bis das zarte Gegerthema, von Bratschen und Oboen gelungen, eine Entsrannun». bringt. Die Bässe ergeben sich in einer Mvttfor« des Basso ostinato, die tx>a_ den Oberstimmen* übernommen wird, in den Bässen tritt ein traf- tiger Kontrapunkt dagegen auf. Bei der Rückkehr zur Durtonart erscheinen die Erinnerungen an das Originalthema, zunächst in den Holzbläsern, in anderer Form und Stimmung. Nun wächst die Tvri'ärke gewaltig, bis dann, von ja S ch.ehntelläufcn b.-gleitet, fast die ganze Melodie wieder erscheint. Dem Sinfoniker Bruckner leuchteten zwei Idmle: Beethoven und W a g n e r. Bon jenem übernahm er die monumentale, bis an die dufteefte C'-ren-,€ aestewerle Insdumentalfinfonic'. von diesem die Neuerungen der mufi- katischen Sprache und des Orchesterkolorits. Zwar Wagnerepigone, allerdings nur dem äußeren Schein nach, verstietz er doch gerade durch sein eignes sinfonisches Schaffen, welches an dem allerdings matzlos erweiterten Schema der klassischen Sinfonie feftijält, gegen die Theorie des Boyverhältnisfen der Vertragsteile, der Billigkeit entspricht. Dem wohlhabenden Mieter soll also gegenüber einem in weniger günstiger Vermögenslage befindlichen Vermieter ein Ersatzanspruch nicht zustehen. Das Gericht kann in dem Urteile ferner aussprechen, dah eine Beschlagnahme des Mietraumes nach der Räumung durch die Gemeindebehörde (das Wohnungsamt ) unter bestimmten im Urteile zu bezeichnenden Voraussetzungen ausgeschlossen ist. Damit wird txr.n Vermieter die Sicherheit gegeben, datz er dir frei- gemachten Räume auch tatsächlich erhält. Das Untermieiverhaltnts. Erleichtert ist dir Aushebung eines Unter« m'etvechältnis'es, also z. D. eines Mietvertrages über ein möbliertes Zimmer. Hier muh allerdings der Vermieter auch eine Auchebungs- klage bei dem Gericht ein reichen, es gerügt also nicht mehr, wenn er kündigt. Die Kündigung ist ohne Bedeutung. Die Aufhebung hat bereits zu er-- folgen, wein der Vernieter ein begründetes I n t e re s s e an der Erlangung dos Raumes hat. insbesondere, toemt er den Raum für sich selbst braucht. S.nd Zimmer an Persoien mit eigener Wirtschaft oder Haushaltung De ernte'et, z. B. also möblierte Zimmer mit K ü ch e n b e - n ubung an ein Ehepaar, so müssen dir glechen Voraussetzungen für die Aufhebung gegeben sein wie bei einem Hauptmietverhältnis, ein begründetes Interesse des Derrn.e ers allein genügt nicht. Das Gesetz hat hier darauf Rücksicht genommen, datz bei der jetzigen Wohnungsnot zahlre.che Ehepaare, vor alle n Iungverhri atctc, o.t darauf angewiesen sind, jahrelang in fnöblier- ten Zimmern zu leben und eilte eigene Wirtschaft zu führen. Schutz in der Zwangsvollstreckung. Das Gesetz sieht weiter einen besonderen Schuh des Mieters in der Zwangsvollstreckung vor. Ist das M:etverhältnis lediglich deshalb aufgehoben, weil der Vermieter ein besonderes Interesse an der Wiedererlangung des Mietraumes hatte, so darf der Mieter aus den gemieteten Räumen zwangswe s: nur ent ernt werden, wenn für ihn ein unter Berücksichtigung feiner Wohnoder Geschä tsbedürsnisfe a ige neflener Ersatz- raum gesichert ist. Erfolgt die Aufhebung aus einem der anderen obengenannten Gründe, so soll regelmäßig die zwangswei e Räumung ahne weiteres er.olgen dürfen. Das Gericht kann jedoch auch in salchm Fällen an ordnen, datz die Vollstreckung erst nach S.cherung cl.te3 anderweitigen ausreichenden Un er.onmenS er.aigen darf. Ist die Zwangsvvllstreckung von der Bereitstellung eines Crsatzraumes abhängig gemacht, so hat die Gemeindebehörde (das Wohnungsamt) dem verurteilten Mie er einen Ersatzraum beschleunigt zuzuweifen. Hält der Mieter den Ersatzraum nicht für ausreichend, so kann er beim Mieteinigungsanft Einwendungen erheben. Das Mieteinigungsamt entscheidet dann endgültig barüber, ob der Crsatzraum als ausreichend anzusehen ist. Hat das Mieteinigungs- amt den Ersahraum für ausreichend erklärt oder hat der Mieter keine Einwendungen gegen den Ersatzraum erhoben, so kann der Veimieter nunmehr das Urteil durchs ähren und den Mieter zwangsweise aus den gemieteten Räumen entfernen lassen. Das Recht auf einen Ersahraum kann dem Mieter auch nach Ersatz des Urteils von dem Gericht wieder genommen werden, und zwar bann, weim nach Ersatz des Urteils neue Tatsachen ein treten, die eine Aushebung»klage des Vermieters rechtsertigen würden, so also z. D. wenn der Mieter den Vermieter erhebiich belästigt, die gemisteten Räume unangemessen gebraucht oder mit der Miete im Rückstände ist. Das Gericht kann bann, auch wenn es zunächst einen Ersatzraum zugebilligt hatte, die sofortige Räumung zulassen. (Schlutz folgt.) Aus Stabt und Land. ©leben, den 30. Juni 1923. Die Mehl und Brotf..ise im Landkreis (Kirsten. Infolge der weiteren Frachterhöhung, der weiteren Steigerung der Kohsenpreise, sowie der allgemein gestiegenen Unkosten hat der Kreisausschutz für die Landgemeinden des Kreises die Verkaufspreise für Mehl und Brot an die Verbraucher wie folgt festgesetzt: für Mehl: a) Weizenbrotmehl 840 Mk. b) Roggenmehl 800 Mk.. c) G:rstonmehl 820 MI. für das Psiind ausschs. Verpackung: für Brot: a) für den 4-Psund-Laib 2800 M., b) für den 2-Pfund-Laib 1400 Mk. reuthrr Mcisters von Beethovens „Munter" als der „letzten Sinfonie". Inhalt und Form, wie sie Bruckner zue'r:ander in Bestehung setzt, wider- sprechm also dem Dogma der Bayreuther Schule. Däe Sinfonien Bruckners erscheinen im wesentlichen als ethische Fortführung der Kirchenmusik des Meisters, aus deren Komplex die b-Moll-Messe 1922 tarrn Prof. Trautmann hier zu tiefe ravst senkeWiedergabe gebracht wurde, in den Formen der Profanmusik. Aber auck) das innerliche Verhältnis Bruckners zur Natur klingt in ihnen, ein in gewissem Sinne „heidnisches" Gefühl, dem die Kirche.iformen nicht mehr genügen. Die VI. Sinfonie (A - © u r) wurde 18i9—1881 konrponiert. 1899 wurde sie Dian Gustav Mahler zum erstenmal vollstä'.idiz auf geführt. Das Destimmungsthema mit sstnem uhythmIschen Auftakt, mit sstnem Quintsturz, zeigt Msonbers bst der Wiederholung, überschvebt von Mm bebenden Degleitrhythmus hoher Streicher, nne königliche Haltung und eine leuchtende Freude. Aus einem fallenden Skalenmotiv entwickelt sich das zarte Gesangthema, der weite Dogen seiner Kantilene kündet Sehnsucht in der None der Oboe, werbende Liebe in dem schwärmerischen Mordent, entsagt und gestaltet sich dann wieder drängender und leidenschaftlicher, dis der zarte Hörner- und Oboengesang, selbst in der heftigen Dissonanzensteigerung in Dur, nich den Eros, sondern den Enthusiasmus der Psyche Bruckners enthüllt. In der Durchführung bricht mit dem Hauptthema, wenn es auf den prachtvollen Harmonien der wogenden Triolen mit „Verkehrten Linien" ruht, der freudvolle Glander Sinfonie wie die Sonne aus den Wolken hervor. Die feierliche Ruhe der Koda, in welcher bie Horner und Trompeten einander ablösen, hebt die frohe Gewitzheit der Thematik auf die Höhe des glaubensstarken Bekenntnisses empor. Die neuen Eiscnbahnfal)rprcise. Am 1. Huli werden die Eisenbahnsahrpreise in der dritten und vierten Klasse um 200 Prozent, in der ersten und zweiten Klasse um 300 Prozent erhöht: aus dieser Erhöhung ergeben sich folgende Einheitssätze für den Kilometer: in der 1. Kl. 800 Mk., 2. Kl. 400 Mk., 3. Kl. 150 Mk.. 4. Kl. 100 Mk. Die Schnellzugszuschläge für die Benutzung von O-Zügen betragen: in der 1. Zone (bis 75 Km.) 1. Kl. 16 000 Mk., 2. Kl. 8000 Mk., 3. Kl. 3000 Mk., in der 2. Zone (bis 150 Km.) 1. Kl. 32 000 Mk., 2. Kl. 16 000 Mk., 3. Kl. 6000 Mark: in der 3. Zone (über 150 Km ) 1. Kl. 48 000 Mark. 2. Kl. 24 000 Mk., 3 Kl. 90)0 Mk. Platzkarten für O-Züge kosten: für die 1. Kl. 6000 Mk., 2. Kl. 3000 Mk., 3. .Kl 1000 Mk. Eine Bahnsteigkarte kostet 600 Mk., der Einheitssatz für Gepäck beträgt 21 Mk. für 10 Kg. und 1 Km., die Mindestfracht 3000 Mark. An der viertägigen Gültigkeit der gewöhnlichen Fahrkarten wird nichts geändert: Fahrkarten, die am 30. Juni gekauft sind, gelten zur Fahrt nod) bis zum 3. Juli um Mitternacht. Kleine Mitteilungen. • • Sein 25jähriges Dienstjubi « [äum als Beamter am Poswmt 1 in Gietzen feiert morgen, 1. Juli, der Oberpostschaffner Wllh Stein. Glaubrechlstratze 5 wohnhaft. * • Auf gehobene Stratzensperre. Die am 12. März angcorbnetc Sperre des Sand- kauteiwegs zwischen der Fabrikeinfahrt der Firma Gg. PH. Gail und dem Schiffenberger Weg ist jetzt nach Beendigung der Chaussierungsarbel.en aufgehoben worden. • • Die Gemeinnühigkeitserklä- rung von Gesangvereins-Deranstal- langen. Aus Kreisen der hessischen Gesangvereine ist bei dem Ministerium des Innern Descha>erde darüber geführt worden, datz das Verfahren der Gemeinnützigkeits-erktärung von Veranstaltungen gemätz der Vergnügungssteaer vom 9. Juni 1921 zu schleppend und langwierig sei und zumeist erst feinen Abschlutz finde, nachdem die Deranstaltung, für die die Gmnelnnützig- keitserNärunq nachgesucht worden sei, längst statt- gesunden habe. Der mit dem Antrag auf Ge- meinnühigkeitserklärung erstrebte Erfolg fei dadurch in den meisten Fällen hinfällig geworden. Vor kurzem ist nun bei der Zentralstelle für Volksbildung und Jugendpflege in Hessen auf Antrag des Hesslschm Sängerbundes und des Ar- beitersängerbundes ein auf paritätischer Grundlage beruhender und aus Fachleuten bestehender „Fachausschutz für das Gesangver-einswefen" eingesetzt worden. Dieser Fachausschutz hat dis Ausgabe, die Programme bet Konzertveranstaltungen der Gesangvereine schnellstens daraufhin zu prüfen, ob nach der Art des Programms und der gewählten Darbietungen die Veranstaltung als eine ausschlietzlich zum Zwecke der Kanstpflegr oder der Volksbildung unternommene betrachtet werden kann. Zur Deschleunlgung des Deriah- rens ist jetzt folgendes vereinbart worben: Beabsichtigt ein Gesangverein — natürlich auch bie den obengenannten beiden Bünden nicht angeschlossenen —, für eine konzerlliche Verunstaltung den Antrag auf Gemelnnüylgkeitserklärun.z zu stellen, so legt er den Antrag unter Angabe des Ortes (möglichst auch des Lokals) und des Tages der Veranstaltung und unter Mltetnsenbung des a is- führlichen Programms dem „Fachiusschutz für das Gesangvereinswefcms bei ber Zentralstelle für Volksbildung in Hessen" in Darmstadt unmittelbar vor. Der Fachausschutz wird sein Gutachten darüber, ob bie Veranstaltung als eine ausschlietzlich zum Zn-ecke ber Kunstpflege ober Volksbildung unternommene angesehen werden kann, binnen kürzester Frist und den Antrag, mit einem Obergutachten der Zentralstelle für Volksbildung versehen, dem Ministerium zur Eutschl etzung unterbreiten. Dieses wird seine Entschlietzung alsdann dem Kreisamt behufs toeitercc Bedeutung der betreff en dcn Bürgermeisterei und des G.'sangver- einsvorstandes mitteilen. Ist bie Deranstaltung vom Ministerium als gemeinnützig anerfanat, so ist damit nicht ohne weiteres bie Freistellung von der Dergnügungsstearer begründet, sondern es obliegt ber Bürgermeisterei darnach in jedem Fall noch die Pflicht, bie Frage zu prüfen, ob die Deranstaltung nicht etwa in der Absicht einer Gewlirnerzielung erfolgt. Ist dies der Fall, so ist trotz der erfolgten Gemeinnützigkeitsercklärung die Steuerpflicht begründet. Auch wird eine Freistellung von cher Dsrgnügungssteuer trotz einer etwa erfolgten Gemeinnühigkritserklärung in allen Das kurze si-Dur-A d a g i o mit dem Klage- motiv der Oboe wächst langsam in das beseligende t'«®ur der Streicher mit dem durchklingenden Gesang des Cellos, in Dorhalts- fpamrung immer stärker gesteigert. Den Gegensatz bildet die Stimmung stallen Sichbeschridens in den verschlungenen Stimmen des Sedizehntel- unb A ch t e l m o t i v s. Allmählich sich erweiternd löst es sich in ber Marschrhythmik einer Prozession. Die Glückseligkcitsmotive der Koda und dann die thematisch: ^8-Dur°Skala der Violinen, dis aus höchster Höhe durch drei Oktaven hinab- stürzt, offenbaren das wahre Ethos dieses Satzes, eine unendliche Weite des Gefühls. Mit der Rückkehr zu dem Eechoehntelmotiv erfolgt der Ausklang. Das Scherzo bewegt sich in drei übereinander gebauten (Stimmengruppen: In dec Tiefe klopfende Diertelbässe, Holzbläser und flüsternde Zweiunddreitzigstel der Diolii-^n bi der Höhe, in der Mitte das Hauptthema: z'Meite Violinen und Bratschen mit den Sextakkorden des triolischen Hauptthemas tn A-QEoIl. Nur hie und da wirb bie Rhythmik ber phantastischen Szene von idyllischen Anwandlungen durchbrochen, wmn das zweite Horn und später Oboen und Klarinetten sich in Triolen ergehen. Das Trio O/s) fch'.ägt ähnliche Stimmungen an: Der nalurf'.oh: Gesang von drei Hörnern mit ber abschlietzenden Kadenziermig der Streichn:, die stetig nicht ohne thematische Beziehung wiederholt wird, bis der ruhende L-Dur- Schsuh einen Punkt seht. Das Finale, welches - nicht die titanenhafte Grötze und das monumentale Gepräge anderer Sch'.utzsähe des Meisters trägt, steigt nach den ersten Takten schon mit dem ©boral der Blechbläser, der sich mit einem Ur» schritthema durchsetzt, aus Abagiosphären empor. Die lyrisch: Mittelgruppe gemahnt an den Seiten» sah ber zweiten Sinfonie. In dem „Energiethema" <*n Mllen r.l<5g ra ertöte» paben. tn twrww tod(nrnö bcr UeranHaltung Gpci/ca ober toetrdnfr gegen ®n igelt UcrufnvtjX werden Gteßcner Strafkammer. D.eben. 23 Jiral 1923 Der Bergmann Theodor TB juI Cungb batte bi Orregung über bal ^iicihmq4t>er» fahren der Fe.b'uerc nigungßtommi fbn iweogen wordr.' «kii. einen Obertaabnullec sowie btt Miigl.e7:er ber 8 Tdberr.nigungstommistlon burch Shlrnps Worte schwer Me b.gt. auch einen Berrns u.tgsgeblPen, be. Aum Admesten bcr durch SchiedSgerlch.'s- urteil feftge lebten Grcnren f inen Hausgarten leceten hatte durch Bedrohung mit einem Sparen um Verlosten bei Gartens gezwungen. 9t Dar daher o gri Mi«.gegn vertalgir Ne 6ltiu'Mntixi[tld!>oft B.tirfung, ta ihr die Siras« zu gering ersch rn. die S raf'nmmer erhöhte lic auf 2 0 0 30 TUI Der Angeklagte Hai bre nicht unerheblichen Äofien beV.r Instanzen zu tragen. Die Canbrlprobuttenge'e ll-ball in 5 rieb» berg, Inhaber die JLiufleute Hermann Sir.. 3T.bor H Siegfried Är. war Degen Preis- tpu fz*r< angcflagt Sie hätte im Herbste 192! aus Holstein Jtirtoffdn zum Prelle von 56. S5, 70 unb 8) Md pro Zentner bezogen und weit über ben allgemein für zuläilla erachteten 'B.-r- bivnhkih von 15 Proz verkauft. Dai Schäften- aertl>t l! rach frei D e Praris brr Angek ag.rn, b.-n Pr ts b r Äart f e n ni hi au! ber ®runb- läge t-6 .. rkaufApreilei etnei e»nz Inen Waq- flc-ni. lonbcr.i nach b m Durchlchnittsprels sämtlicher aufg< kauften Waggons zu kalkulieren sei Un reellen Kartosselhanbel zulässig und nicht zu beanstanden Aach ben getroffenen Festste, lungen late bk ang. tagte Firma elnrn Du rchfchntt is- ne. d en st von unlei 15 Proz er zlr k daher eines Wuchers sich nicht schuldig gemacht. Die Berufung her Liaatsanwaltlchasl pe. ei dieses sreisp rechende 2rkrnn:.ill hatte 'einen 8 rfolg Auch bic Olraftammer nflürte ei für zulässig, bah ber Durchschnittspreis. tri oben erwähnt zugrunde grle.il toeibe, unb stellte seft bah bi* fragliche Fiima ble zulässige Der tenstgieizc nicht über- fch.it 'en habe. Wegen Uikündens illchun; und Betr gsver- sttchs wurde b:r noch jug.ndltche Fabrikarbcl er Peter M von Avmmelbausen zu 1 W o ch« Gesängnis DerurlellL 8r halte einen Bestellzettel ang-fcrtigl, in w.lchrm fdn in 8ckaris- boen Dobn aber D.cnftberr 2 Paar Schube bei einem Kaulmann st, Ortnberi bestellte unb bald'gr Zahlung bi Aussicht stellte Mit diesem geiLUchir., Schriftstück versuchte er ble Schuhe zu eilchwinbem. blei mihlang aber. Schöffengericht. Dieben, 22 Juni 1923 Drei sänge Burschen au8 Langgöns haben einen Hilssarb.iter v-n d?rt oeme nschastlich derart mifchanbell, bah er einige Löcher Im Kopf davontrug uub stark blukrl«. MU Rücksicht aus Ihre feltb'dge llnbcflrnftbc.t erhallet Ite Selbst r a s e n von |« 30000 Mark. •tn Dachdecker, ei ' Arbeiter uab ein •leftro- mnritenr von hier sind der Mißhandlung unb Be'.eiklgung zaeicr Re chswcbrsoi^atcn angeflagt Del Ten lall. der sich in der Aeujahrsnacht in ebwr tt Ilgen Wirtschaft ablplelM tonnte nicht gerrtigeab ausgekl ärl narben, so bah bk Angeklagte, nkingcl* ausreichenden Bcwises freigesprochen ircibe.i muhen. D.rde Februar kam etl aal brr Deziehungs- anstalt Wastd bl euilo'e ter Jaa.rgSzögilng nach Sambach bet Butzbach unber ihltc dort er habe mit den Franzose, S.relt gehabt und habe deshalb LuS dem bellten Dcittt sli he.i mülsLi. Durch seinen Scholnde! cnelti t er c». bah er deu Irtei u-uibe und vor dem BürceTMelstcr 1030 Alark erbiclL Dann ttxa ib e er sich nich Hau- s e n Als er dort van KrämasrN b? allen wurde, nahm ihn ein Arbeiter be, sch auf. beherbergte Ibn 14 Tage, hals ihm einen Past besorgen, de- flaMte ihm die Pafiblkder m;t 0033 Mark und jab Ibn Kuchen u tb Brot ned't 5033 Alark. Aach ctnt.wi Tagen kehrte er zurück und erzählte, er habe Nieder vor den F.a izvsen Hieben müssen, bk ibn schon zwei Tag« verhustei Hütten. Der 2lrdciker uuvbe kni stutzt., und zog Svku.,begingen ein. Darauf ber Schwindel bcraultom. We^en Tetruj» echi.lt der A.igestag:c fünf Wochen Defängnls 3m Juli 1920 erschien ein Kaufmann au8 Oür.ab ück im hiesige , Dutchta igs'.aaer und er- flaue un-er A,gab eine! falschen alamail. er lehre auS sraw^slscher Sesaage.ischast zurück tn bcr Sef'u ^gruppe. da» schm leise bas Finale bcr VW 6*1 iftmte ro rau Sahn llht. erfllngt die eb in 'L'utdimenWmme bei 6bouil< eine ech Dni.fnrr f Bindungf Das F udenthema des nfb.m Sah es gibt ber Stnsonic einen breiten energisch n Aolchsuh .ju Brgmn des Konzerts wird die O u D e r • türc zu Slucks Oper .Iphigenie in Aulis' gespielt werten TMb eO bk Oper bcu'ch k*br haufia hn Äon tfaal Da sie di rett tn Ne erste Opern- l>ne blniibcJ. itet. nruhte sie als Konzenouver- - N- T.v jalfuna mit dem sällllich Mozart zu- cm mum noch benudt werden Sie bevorzugen ben 2chlub Wagners, welcher zwar schon 1847 bte gai-ze Oxr in seiner B-arbettung in Dresden br dj«b aber erst 18M be. OuDcrturc bte ab'v. v'mte Del takt eines selbständigen Konzert- stückel gerud) eines Hausmädchens der Ol-brer Unir>r.fitäis-Acrventtinik Lies der Schlich ungsausf chuh ab Turnen, Sport und Spiet Turnverein hon 1846 Dießen. Wie vor 25 fahren beim 23. DauturnfcK In Lauterbach 1893. fo hatte der To 1846 Diesten auch die Tb re bdm 5C i?-iu u.nf.-st am SonnM) ciium feinet Turner als 1 Sieger aus dem Kamps um den schlichten Slchenkranz bervorgtben fehen Damn'l Dar cs Turner 6 m 11 Ma r i, ber mit dem 1 Sieg heimkehrte. unb ber am Sonntag bas 50 Oaulut'cIMt In voller Aüstigkcll mIHeiern konnte, unb In diesem Habre Dar ei ber jugenb- li't1aNun/'. von 8mil Ludwig — Schau- fpl tibau«. 6o-inag. 1 Juli Die grohe Linkte ftruh.-. Montaa 2- Die Jungfrau von Orleans D.cnstag. 3 Die grohe Land trahc. Mittwoch. 4. 5-au Anton e Donnerstag. 5 Dte grobe Land- II iahe Fon tag. 6 Hed.a Samstag. 7. Die X.aut von Mess na Sonntag 8. Kyritz-Pnrl^ Alonwg. 9 D^ Junifrau von Orleans Dtens- Dg. 10. D^ grvf>? Lanblkrahe. M.ltDvch II.; Kyrttz-Pyrttz Dvr.n.rslag. 12 Ddy von Bcr- ttchivgen Freitag 13 D c Jungfrau von Orleans. 5am4tag. 14.: Att-Heidelberg Sonn ag. 15.; dluä dem «miäverkündigunstsblatt. • Das AmtsPerkünbigungsblatt Ur 48 vom 29 Juni enthält Orböhun^ bcr Der- tnaltu .g#foftenbciti.lgt bet Tilgu 'asbarlchen — Gebühren bcr Bmifchlher - ÜHIgcmclne Bauordnung - Bcrmlht — Äjcinrcm!nn1ür1»rg<. — McHi- und Brvtprcife — Strahenspcr ung. — Ti.nstnach ichten - F (bbervinijungen. Kirchliche Nachrichten. Ddange^sche Dcmcinden. Dießen. Sonntag 1 Juli (3. n. Trialkatts). Stadt- flrxbe. 8 Uhr, zualcich Ohriftenlehr, für bic Acu- fpnftrmirrten a. d Matthäusgem. »far Mahr 9‘ $far Ttecker 11 Äinberf. f d Martusgem PfaV OohannesNrche. 8 Uhr. zugl ObnRmlebre f b/ÄeutonflrmlcTttn a ö Lukasgem Bfar Bcchwls- beimer 9 zual. Milltärgvitesd Pfor Austeld II Äinberf f b Jobannesgrnr Pfar Ausfclv Abds 8 Bibeldelpr i Johamtessaal Pfar Mahr - Aut ben. Schiftender,, natbm. 2 3abrt<1tfi k> Dnsav- Adrlf-3'7>COO. Ha fu Lloyd 85 503 b.s 90 300. Benz 310 000. Lastauto 75 003, K-Ügershall 400 000 M 360 003. Dro^az. sehr leb^ft. 23 000 bis 29003 bis 27 000 Am Tkentenmarkt hielten die gröberen Käufe tn beim schm Anleihen an. Aebcn 5 und 4Proz, Aclchtaileibe wurden Knn- sols Baden. He'fe^' Bayern stark begehrt Dol- lalsch'.tzanTrelfu jen 150030 bis 152 303. am amtlichen Verkehr bc« erster Aotiz 137 000 Auslandrenten lagen vorwiegend lebbah und höher Am Banfattte^ markt war bte Tendenz weiter lest Barmer Bankverein, von denen S.lmtes einen gtohen Teil erworben haben soll, wurden wesentlich höher gehandelt Deutsche Bank lrbh-rlt. Schisfabrlswert« setzten höher ein. Für Anilinaktien entwickelte sich bei Beginn starke Vachkrage. wobei abgi1 dte Kursbeseskijung im allgemeinen nicht so flroh war. Badisch« 2,Hin. Höchster. Ho l > ve 1 ko hlu entehr feft. Von ben Dlett^izltäts- werten wirf en Lahmeyer. Beramann Kursgewinn» aus 2 8®. 5tlten u. Guilleaume steigend Sehr itefucht lind Voll'rbm, F.a.'kenthaler Schnell- pirffcn. Beck unb Henkel. Hilpert, Baldur. Klein unb SchwanzÜng Oberuifcler. Abelnmelall Berlin. Ai Juni Börscnstimmunas- bild Da die Dcvite preis« sich aus brm erreichten hohen Stande halten unb ehe. Aelgung zur weiteren Steigerung bekunden setzte sich ble Umwertung ber Kurse an dec Börse In verstärktem Tempo sort. Io bah heute von einem neuen Drehtag In bcr jetzigen Peiiod« der Katastrophen bzw. Umwertungrhausse gespiochen werden lonn. Weile Kreise des Publilums beeilen sich In lunel/mcndem Mähe ihre Markbcstänb« gegen 8fsckten umzutauschen. unb bevorzugen babei di« noch verhall- nllmäbig ntebiig Im Äurl« stehenden Papier«. Für schw«re Millioncnpaplcr« bl«Iben nach wie vor bie arohen Konaeme bei Auslandes KLu- ser Bel Dem stürmischen Kausandrana traten daher wieder auberordentllch hohe ÄurtTtelgcrunaen und ganz vereinzelt Realisationen ein. aber in Den schveren Montanwerten vermochten sie die steigende Bewegung nicht auhubaltex An ber Spitz« marschierten wieder dte schweren Dion ton Papiere, Pelroleumwerte unb einiae ber führenden Industrie- und Schifsahrtsaklien mH Steigerungen von 110 bis 500 030 Prozent Für btr Mehrzahl ber Attlcnpaptere erfolgten Wert er Höhungen von burch>ch:.i!llich 25 bis 83 000 Prozent unb auch darüber Bel Auslandsrenien hielten sich diese Steigerungen heute unter 63 030. heimisch« Aenten l lieben feft Auch für Tinbeilsfursinbustrlcpapier« bewirkt« der stürmisch« Kaufandrana bei vielen Kursstreichungrn ebensalls ganz auberorhentliche KurtelhöbungTN. Kemizcich'^ld sür die ganz« Bewegung bleibt der auf allen Marktgebieten ein- schllchttch der F-eivn-3000 — Tilroiro Uonimaiibu $»>x) tiorrn. — ,-42jOJO- UrtHtew.......4i i - mo Cchcrr. Urröl aniinii 3*»U- —. 32VX) SJOx) Vochnmer Duh .. 2100 01 — ,-?|iD XX) 237) OO s^uberus......70XXii ui O)Vl r*>MXl ^i."iu»l- Unre . . . w»oi\ lOOTO HäCnw) rrirftb-Vnrembnrt . rAjon-l-Wn 1. 17300001 H'OOO Öcllrufii ebener Her am *0X10 :n (X) o 2r«*O0 Cnrpenrr Brrnbui 1 OxY>\ \-3¥OroO- »ixno kolniteif Silber »leben ?*> Oi -ononi «fiO b.bciiiuab! ...... luorm *)Oin 2 0) m jtorimo Siirbc f i'iomin . - lixyivi -itiion itoxxo Tetlns Bern bau . .. town-istni- ----- Vflmbura rtincr Dake *o Or>i- 'OOXTVYrmi-i'«VTXX1 ?sorbbeu,icher vlovb 20D»ei 1 ••»■■>xi 4.71:0w .1rnten«iveTfCtelbelb«Ti I7n)','.-2te4) «iX- — i^bilipp Ooliunnn . 11IX/) -|n itooo) yaMlitf ttniUn ... 0)'A)V 00 nn ,'/mnn\. oe ibfrbmibi.......»uih»X- tlerfl i eun....... 7i)Ok t*.O4X1- ,7nak LNiuckeil ........UDO O I uDj 0 1*7X0 1 HKOOi Licmcu» 8 Haisto . n*ii» ivoon 110 00 Mainkraf,werke . . 8000 — 1000'.- fTbterivrrf« Mir per.. Iinooimn- -r yom Tuf'iikr 11«eu ren . . . . 1300O-2-Om -11*001- |IK>O Ktephaenheebt..... —. .**4)0 — INeeuiu......... eXTO) 40x111- -v- _ 21 ob Kin o •XeinOflcl ntenfhiri. Livnd'awik Her, . . . Mim 87010- *<100 i.jO) h «D03 - iooon 'xrOiefl 29cl»bc« . . . nO 1 »00k- U tferfahr h ra kcu tzai I>L>O 1,0a- du Ctrl adrtk . au l< i LXilJü 1 OuüQ ,#WC7V IK-LÜW iH iben-Cparte. r 'l V) 6 IVO finmflit MH.V1 M7ÄD 2 IO A2< nmnThirl n. M. Dibntetier *?sien 4'^0 114» 25^70 77L W4X- j) 4--XX1 UH 11 -70) - ?W0 - W175 flatm-yrtilM s>o 'ne,) . . . e stoubsn .... lUrl»..... feMHlen ... diahrn .... »A- 411440 4Al\ tiaa ThO r<‘\v> .0 « : o i») Danknotoo ti Juel «.wo. »no- 40 w - 003» - /■-*7) IWO - Toron- HmtL le lerg. De» «n<* f*)'-4jr) «ui-, y> 5r«p.rfurfer ItetITtnrnartt. cielegrapb'. sch« Aoszahlsao) Stand des Dollars: (amlltch« Aotterung vom 29. Jniri) SranHurt a. HL 154 113 — 154 887. 9tVfv«ben. . . CtelHuifpri. . ■Nruoerf. . . . Tei'if v C«‘tti ' .1 bauest . .. tiree...... Haram..... rtti’Hif i,1if "*fe en....... , < TAnif-b« ■*#3’cn ........... i ftn-ebUib« 4n auswärtigen deutsche Kriminalbeamte,, zwei im Dien he ber Franzosen stehende In Clmburg w>h» nendc Arbeiter verhastet unb in daS unbesetzt« Dcbiet abtransportiert worden 3nfely- beiten unternahmen die Franzosen in bcr Xachß vom D)merslag aus F-euag einen neuen UeberIall a u s CI mbu r g Sie rück en ie Bataiilonsstärke «In und nahmen zehn Limburger Bürger a l s De «sein test Di« Franzosen erstärten. dte Herren btt b« b lang« In Hott, bis bte zwei verhaftete' 2! b.*|ler von den deutschen Behö ben wieder ,.d,)«'.a ter worden seien Unter lebhaftem Winken unb Junifee bcr Bevölkerung wurden dte Herren en 9 UbC auf Lastautos abfrantpartlcrt Um 9 , U6r verliefen die Zramzote» wieder C;mburg in bet Aich» lunq nach Diez Während ber B-'c- :i 1 Stadl u-aten bte Post bcr Bihnh>f unb daH S ad'baus besetzt Der Q tenbnfr-betrieb ist Idi 10 Uhr wieder I» Dange. 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Hohentwiel Tlkglicii Vorstellung nachmittags 4 Uhr; Sonntags zwei Aufführungen. 10'/, Uhr vormittags und 4 Uhr nachmittags 44450 Zeichen für die Abhaltung: Fahne auf dem Hohentwielturm. Bis auf weiteres täglich: Der arme Heinrich In Vorbereitung: Antigona — Jedermann— M<-dea — Das Köthchen v. Heilbronn — Sommcrnachtstrauin Kammerspiele i. Kreuz: Mittwoch und Samstag, abds. 8 Uhr. außerdem an Stelle der Freilicht- Aufführungen bei schlechtem Wetter. Zunächst bis auf weiteres: Elga In Vorbereitung: Lanzelot und Landen in — Notker — Der Schatten Der Widerspenstigen Zähmung. Für Sch ulen, Vereine u.grÖßercGesell- schal ten nach Vereinbarung Sonder- aufführuugen und ermäßigte Preise. Anfragen an die Geschäftsstelle der Hohentwiel Festspiele Sinken (Hohentwiel). Postfach 31, Telephon 433. AaSoverkobr n. cl. Spielplatz ab BahnhoL Mleu- unö fiicfEEß-stßnunbolj liefert McmiiMMOMOM MntierBfttaBe 4. leite w 11S1 i Moilm-UMlsmew Basaltprodukte jedes Quantum liefert 0U5, Eduard Zabel, Wetzlar Hrrmaunsteiner Strake 25. ErtirigleieiWigte DmMitaMpltl. Lya Blara in dem Gescllschafts- drama in 5 Akten “ ec W Glück und Leid eines Mädchens ’ r/ nach dem bekannten Romau von s Dostojewski. , In Vorh reiinng: „Ens alle Lied“ Singspiel in 5 Akten nach dem bekannten Beckpatent — Mit Gesangspinlagen. Gesänge von nichurdWagner,Verdi. Abt, Bela Laszky, Ga'taldon, Arditi u. a. | Lichtspielhaus^ ■ Gießen, Bahnhofstrnßo IM fl Caf6 „Ernst Ludwig“ Sonntag, den 1. Juli, ab 11 Uhr 4448V Frühkonzert f"" i„ ...... | MM-ltMr ieWWLrssU».S. Frankfurt a. M., Zeil 49 kauft ständig 44440 kleine 2- bis 4-Sitzer- firaflWitiioe wie Gii® SfofonM«. Offerten nebst äußerstem Preis erbeten. Wir übernehmen auch zum frei- händigen Verkauf kommijsionsweise AGWimeGlleiM Kostenlose Einstellung in unsere Ausstellungsräume. 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Juni 1923 r Ihre Vermählung geben bekannt Gießen, Diezstr. 11 Fürth-Nürnberg 0«4R< Gustel Beil August Hauser Richard Sieger und Frau Maria Sieger geb. Wilhelm Karl Herget Henny Herget geb. Herzberger Ihre Verlobung geben bekannt Anna Neurath Hermann Volz Klein-Linden Gießen Frankfurter Str. 19 Frankfurter Str. 127 1. Juli 1923 Männer Gesangverein Liedertafel Samstag, den 7. und Sonntag, den 8. Jul! 1S.MWH.MWKW verbunden mit Ehrensingen der vereine der Lahir- talsängerbundes im Stadttheater. Karten im vorverlauf: Ernst Lhalller, vufchs Musik» Hans und Algarrenjlliale Mseser, Marttstrahe. Theaterkarten nur bei Lhalller. — Starkes Orchester. — Näheres Plakate und Annonce kommenden Donnerstag. 44790 Der zestausfchuh. Sonntag, 8. Juli, abds. 7 Uhr, auf der Waldbühne:' Zum Besten der Kleist-Erinnerungsstätten in Frankfurt a. d. Oder Penthesilea Trauerspiel von Heinrich von Kleist. Eintrittskarten zu 4000 Mk (für Mitglieder der Kleist- Oesellschaft und deren Angehörige im Vorverkauf zu 3000 Mk.) bei Challier u.an der Abendkasse; Sludenten- karten bei Hausverwalter Ritter. Etwaige Verschiebung des Spiels wegen Wittcrungsun- gunst wird spätestens 2 Stunden vor angesetztem Beginn durch Anschlag am alten Stadthaus bekanntgegeben. Verantwortlich für die Veranstaltung: Dr. H. Kling, E. Speckhardt, Dr. W. Wämser. 4478 D Mechaniker-Swmgrinnung Gietzen-Stadt und -Land für Fahrräder, Motorfahrzeuge, Nah-, Schreib- u. Sprechmafchineu OM.GeneralversammlMg nm Montan, dem 2. Juli 1923, nachmittaaö 4 llbr, im GcwerbebanS (Lichen, Stirdlflrnnc, Zimmer la. TnaeSordniing: Festsetzung des Beitrags. Satzungen. Verschiedenes 4451D Der Obermeister. Ostertag Kassenschränkt Maaerschiäake Fabriklagcr: Frankfurt/M. Kronprinzenstr. 16 Tel. Hansa 1498. 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