Montag, 50. April 1923 173. Jahrgang Erstes Blatt die Krieg in Lausanne? Aus Lausanne schreibt ein Svnderberichb die notwendig geworden seien. Don der türkischen Delegation wird dazu erklärt, dah von Truppenkonzentrationen an der syrischen Grenze keine Rede sei; es handle sich nur um Truppenverschiebunc.en in verschiedenen Teilen des türkischen Gebietes. Frankreichs Stellung in Syrien. London, 28. April (Wolfs.) Der diplomatisch: Berichterstatter des „Daily Telegraph erfährt, General Weygand, der seine Reise nach Syrien in Lausanne unterbrach, beabsichtige, in einer vertraulichen Unterredung mit I s rn e t Pascha diesem die Tatsache vorzuhalten, daß Frankreich entschlossen sei. seine Stellung in Syrien und seine Rechte in der Türkei durch alle Mittel die notwendig sein könnten, aufrechtzuerhalten. General Weygands Warnung an_ die Türker werde auch durch Taten gestützt werden. Weitere französische militärische Einheiten feien auf dem Wege nach den Meerengen, während zw.-i weitere afrikanische Bataillone sich Syrien näherten, wenn sie nicht bereits dort gelandet seien. Diese Truppen stellten jedoch erst tue Borhut größerer Verstärkungen, die eine ganze Sioiiton umfaßten, arrs den französischen Kolonien dar.— Tem Berichterstatter zufolge sickert jetzt durch, Latz, als der griechisch: Minister des Aeuyer-r Alcxandiis Poincare vor kurzem besuche, er dem französische Ministerpräsidenten gegenüber zum Ausdruck gebracht habe, daß Griechenland bereit! sein würde, zur Verfügung der Alliierten ein Heer von 180 000 Mann zu stellen. Stcinwürfe auf ein französisches Auto in Konstantinopel. Die Maifeier. DerNn, 28. April. Wie die Abendblätter melden, soll am 1. Mai nach dem Beschluß der Gewerkschaften inDerlinBerkehrs- ruhe herrschen. Das Personal der Straßenbahner. der Hochbahn und der Omnibusse wird feiern. Der Magistrat verhandelt noch mit dec Arbeiterschaft für Elektrizität. Gas und Wasser. welche jedoch für Hausgebrauch geliefert werden sollen. Der Eisenbahnverkehr soll nach Möglichkeit aufrecht erhalten werden. München, 28. Mai. (Wolff.) In Verfolg der Entschließung des Ministeriums des Innern, die das geschlossene Auftreten selbständiger kommunistischer Gruppen bei der Maifeier und das Mitführen von Sowjetfahnen untersagt, wurde das Sammeln der Teilnehmer an der Feier am Friedensdenkmal und großer Massenzug durch die innere Stadt am 1. Mai verboten, zumal auch die hiesige Bezirksleitung der kommunistischen Partei Deutschlands beschlossen hat, entgegen dem Verbot des Ministeriums des Innern mit Sowjetfahnen und unter Einsatz der kommunistischen roten Wehr an der <5eier teiläunef>- men. Die Maifeier findet nur auf der Tbere- sienwiese statt. Nr. 100 Erscheint täglich, außer Sonn» und Feiertags, mit berSamstagsbeilage: GießenerFamilienblätter Monatlichevezuosprelfe: 1400Mark und 200Mark Trägerlohn, durch biePost JtzOOMark.ouchbeiNlcht» »rscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech» Anschlüsse: für dieSchrist- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 61. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe«, poftschecitonto: Zranlsutt a. M. 11686. Eine Sitzung der Rcparalions- kommifsion. Paris, 28. April. (WLD.) Die Reparativ n s k v m m i s s i o n hat gestern üormtt'aa in einer Sitzung über den gegenwärtigen wtand der beutfcben Gesetzgebung und über di' Bestimmungen zLi chni ben deut chen Au-'gleichsämtern und den Leutchen Staat Za gehö.iien ter arbeit. Unter Bestätigung ihrer am 1. November der deutschen Regierung gegenüber erhobenen Einwendungen hat die Reparationskomnv.saon diele aufflcfcrbert, die Reglementierung dahin abzu- ändern dah der deutsche Staatsschatz von den ihm aüfei'legten Verpflichtungen entlastet werde. Sch i'hlich p ü;te die KoirMission rerschie ent *8xv gen finanzieller Art in bezug auf Deutsch-Oesterreich. Zwei französische Abgeordnete ans Spanien ansgewiesen. Paris, 29. April. (WTB) Der französisch: Abg B r o u s s e, ehemaliger Uaterftaatdfefretar im Finanzministerium, hatte sich gestern in De- qMtung des Abg M a n a u t nach Ba r c e l o n a Ergeben Sofort nach ihrer Ankunft in der Stadt wurden' die beiden französischen Abgeordneten von der spanischen Regierung aus- gewiesen Sie muhten unter Polizeibewachung nach Frankreich zurückkehren. Abg. Drvusse hat telegraphisch dem französischen Ministerpräsidenten einen Protest übergeben. Bereits im Jahre 1917 ist Drvusse au»‘ Spanien ausgewiesen worden, aber der Ausweisungsbefehl ist, wie die Havasagentur berichtet, im Vorjahre vonder spanischen Regierung zurückgenommen worden. Paris 29 April. (WTB.) In St. Etienne haben die Metallarbeiter des Bezirks heute einen Kongreß abgehalten. 80 Fabriken, die 18 000 Arbeiter befestigen, hatten Delegierte entsandt. Die Met a starb? i! er verlangten die Aufhebung der ©infommenfteuer sowie eine Lohnerhöhung um 20 Prozent im Hinblick auf das fortgesetzte Steigen der Lebensmittelpreise Ein Ausschutz hat den Auftrag erhalten, erforderlichen Verhandlungen einzuleiten. ebenem Mut sofort den Wiederaufbau der deutschen Handelsflotte m Angriff genommen 0ie erfann- ten mit klarem Blick, dah uns, dem Industriestaat, der an zwei Meeren liegt, die Schiffahrt nottut, und dah es eine Lebensfrage für uns ist, uns in- fere wel wirtschaftlichen Verkehre be ie unaen wider zu schaffen und sie uns äi erhallen So wagten diese Männer, vom Reiche unterstützt und gefördert, in der schwersten und gröhten Rot unseres Volkes den Wiederaufbau der deutschen Schifffahrt. Ihnen und all ihren seemännisch, technisch uick> kaufmännisch erfahrenen Mitarbeitern im <5e j- Menft und auf den Werften ist es zu danken, dah trotz der Schwierigkeiten in den wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnissen bei uns und trotz der gestörten und zerrütteten Wirtschaftslage in der Welt jetzt wenigstens wieder ein bescheidener Bruchteil der vormaligen deutschen Handelsflotte in Sofort ist. In diesem Wiederaufbau der deutschen Schiffahrt ist der stattliche Dampfer, der heute seinem Clement übergeben wird, ein wichtiges Glied Der größten deutschen Schiffe eines, mit allen Erfahrungen und Reuerungen unserer fortgeschrittenen Schiffsbautechnik erbaut, wird es allmählich wieder den gesteigerten Anforderungen im Passagier- und Frachtoerkehr der Hamburg— Amerika-Linie mit Rordamerika dienen. Dieses neue Schiff soll den Ramen führen, der uns allen am höchsten steht: es soll „D eu t s chl a n d heißen, und an seinem Bug das Wort über die Weltmeere tragen, das all unsere Liebe, unsere Sorge und unsere Hoffnung in sich schliefst. Möge ihm stets glückliche und gute Fahrt beschieden sein! Lins allen aber, unserem in aller Rot und Bedrückung doppelt teuren Vaterland und unserem in opferfreudiger Entsagung und heldenmütiger Geduld leidenden Volke gelte der gleiche Wunsch unserer Herzen in dieser Stunde. Möge auch ihm bald wieder die Jveie Entfaltung seiner Kräfte in Arbeit und Frieden beschieden sein. Mit diesem heißen Wunsche gebe ich dir, du jüngstes Kind der deutschen Handelsflotte, deinen Namen und geleite dich mit dem Rufe: .Glückliche Fahrt. Deutschlandl" SäSSSäm den Verbündeten nicht, wenigsten den 8 rungm Much«, auf. bk an ben ----- -• TKUds'MW's ® Man äußert deshalb lebhafte Besorg- E- In den der französischen Delegation Minden 5-reisen wird von franz ost- sch en ez - nmaBnabmen ge!prod)en, Bedeutsame Beratungen in Berlin. Berlin, 28. April. (WTB.) Wie verlautet, lud der Reichskanzler die Ministerpräsidenten und Staatspräsidenten der Länder für Montag nachmittag 3 llfor zu einer Besprechung über die politische Lage nach Berlin ein. B e r I i n, 29. April. Blätter Meldungen zufolge sind dieDesprechungendesReichskanz- lers mit den Staats- und Ministerpräsidenten der Länder auf Dienstag verschoben worden. Dementsprechend empfängt ter Kan-ler voraussichtlich auch Ne P a r t e i s ü h r e r erst Dienstags. Die g e p l a n t e R o t e soll gleichzeitig m London. Paris. Rom, und D.üsfel übergeben, sowie auch in Washington zur Kenntnis gebracht werden. Die „Deutsche Allgemeine Heilung" wandte sich ange- ichts der Angriffe gegen ötinneä an den Reichsbankpräsidenten Havenstein, der dem Blatte mitteilte, er habe mit feiner Aeuherung über den Marlsturz nicht bestimmte Einzelfälle im Auge gehabt und keinesfalls gegen Slinnes den Vorwurf ungerechtfertigter Devisenkäufe erheben wollen. Wie Frankreich die deutsche Verhandlungsbereitschaft behandelt Paris, 30 Avril. (WB.) Einem Redakteur des „Daily Mail" (Pariser Ausgabe) soll d.e höchste Autorität in bezug auf die französische Ruhrpolitik erklärt haben: Wir wissen, datzDeutsch- land zum Nachgeben gezwungen sein wird. Obschon ich glaube, daß es schon die letzte Grenze seines Widerstaniides vollkommen erreicht hat, wünsche ich doch nicht, daß es zu rasch kapituliere^ Warum? Weil es wichtig und notwendig ist, daß unser Feind diesmal weiß, dah er vernichtet und gezwungen ist, es einzu- g e ft c foen. Cs kann keine halben Maßnahmen und Kompromisse geben. Paris, 29. Avril. (WTB.) Die „Li- ber ts" schreibt: Wenn es wahr ist, daß Reichskanzler Cuno Verhandlungen einleiten will, ohne daß vorher der Widerstand im Ruhrgebiet beendet wird, muß man ihm sofort sagen: daß et sich täuscht. kann tatsächlich eintreten, daß man im Verlaute eines Konflikts Verhandlungen beginnt, ohne daß die Waffen niedergelegt werden. Aber dünn sind die beiden Gegner in gleicher Weise müde: sie suchen also einen Kompromißfrieden. Der Kanzler beweist, daß es nach seiner Ansicht nn Ruhrkcmflikt weder Sieger noch Besiegte gibt. Das ist ein Gedanke, den wir nicht teilen können und den Frankreich und Belgien nicht annefomen werden. Der „3ntranfigeant“ schreibt: Niemals sind wir weiter davon entfernt gewesen, uns zu verständigen als jetzt. Die Ankündigungen von Verhandlungen sind nicht ernst zu nehmen, beim sie kommen zu früh. Deutschland fühlt sich noch nicht besiegt genug, um die Knie zu beugen. Wenn am Mittwoch Vorschläge ankommen, werden die französische und die belgische Regierung gut beraten fein, wenn fte Deutschland antworten: Beweise erst keinen Friedenswillen: Ordne das Ende der Widerstands- Politik im Ruhrgebiet anl Solange das noch nicht geschehen ist. weigern wir uns, auch nur eine Zeile seiner Mitteilung zu lesen. An der Feier nahmen teil: ReichsverkehrS- minifter Gröner, Ministerialdirektor Mei Hiner, Bürgermeister Dr. Diestel und Dürgermelster Stollen, die Vertreter des Senats und der Bürgerschaft der Freien Stadt Hamburg, der Vorstand und der Aufsichtsrat der Hapag, der Kommandant und die Offiziere des zur Zeit im Hamburger Hafen liegenden Streu serd „Hamburg , ferner die Vertreter des Handels und der Industrie sowie eine Reihe geladener Gäste. Die heute vom Stapel gelassene „Deutschland" wird zusammen mit dem im nächsten Monat fahrbereiten Dampfer „Albert Ballin" und den beiden bereits in Fahrt befindlichen Dampfern „Resolute" und „Reliance" der United American Lines den Wochendienst zwischen Hamburg und Neuhork versehen. Deutscher Luftverkehr. Berlin, 28. April. (WTB.) Zwischen den ßuf toerf e for ? un temefo mu nge n und den Mi-stuft- amt sind in der letzten Zeit Verhandlungen über die Aufnahme eines d e u ts ch e n L u f t v e r - k e h r s geführt worden und haben zu einer völligen Einigung geführt. In der ersten Hälfte des Mai wird der regelmäßige Luftverkehrsbetrieb wi der ausg nommen Wie uns die Iu kerswerke mitterlen, werden vom Junkers Luftverkehr und den mit ihm in einer Detriebsgemeinschaft arbeitenden in- und ausländischen Gesellschaften folgende Linien beflogen, und zwar mit 'beginn ab 7. Mai: 1. Berlin—Danzig— Königsberg, dreimal wöchentlich: 2. Königsberg- Memel—Riga-Reval, werktäglich- Dre e Strecke wird noch im Mai bis Petersburg verlängert werden. Mit Beginn ab 14. Mai. 3. Verlm- Lcipzig—Fürth—Nürnberg—München, werktäglich Die Einschaltung einer weiteren Zwischenlandung in Dessau hängt von der Einvichtui^ eines geeigneten Flugplatzes dortselbst ab. 4 München- Züi ich—Genf, werktäglich ö. Mun- chen—Wi n, werktäglich. Die Verlange ring dieser Strecke bis Budapest ist ebenfalls nur noch eine gvage weniger Wochen. Der Verkehr fmbet jeweils in beiden Richtungen statt. Der „Vorwärts" zu der französische» I Diktatur. Berlin, 28 April. (Privattel.) Zu dem Leitartikel des „Temps", in dem er die gestrige Erklärung des „Matin" bestätigt, daß die französische Regierung entschlossen sei, die Z u ruck - ziechung der im Sinne des passiven Widerstandes ergangenen de u t sch en Maßnahmen zu verlangen, bevor sie sich in Verhandlungen einlassen will, bemerkt der „D o r w ä r t s": Selbst wenn die Reichsregierung die Ruhrbevölkerung auf den Knien bitten würde^ ihren Widerstand einzustellen, so würde das doch kein anderes Ergebnis haben, als den Entschluß der Bevölkerung, ihren Widerstand gegen die deutsche und die französische Regierung fortzu- setzen. Der „Vorwärts" erklärt: Handelt Poincare wirklich. so. wie es der „Temps" ankündigt, bann ist der Beweis dafür geliefert, daß die gegenwärtige französische Politik ehrliche Lösungen des Konflikts geradezu verabscheut und mit zäher Kcns.auenz auf Katastrvp^n hinarbeitet. Deutschland bleibt bann gar nichts anberes übrig, als diese Absichten der Pariser Regierung vor aller Welt klarzusbellen und sich seelisch und materiell, so gut sie es irgendwie vermag, auf längere Dauer des gegenwärtigen ungeklärten und gefahrvollen Zustandes vorzubereiten und den französischen Imperialismus, der auf den jähen inneren Zusammenbruch Deutschlands rechnet, zu enttäuschen. Zunehmende Teucrunq in Paris. Paris, 28 April. (WTB) Nach den Angaben der Statistik der „Oournee de la Seance hat sich der für 13 Lebensrnittel auf der Grundlage 100 für 1914 ausgerechnete Kleinhandelsindex für Paris von 316 tm F:bruar auf 321 im März erhöht. Der für die gleiche Anzahl von Lebensrnitteln beregnete Index der lokalen Pariser statistischen Kommission weist für das erste Vierteljahr 1923 eine Erhöhung um 33 Punkte gegenüber dem Index 299 für das letzte Vierteljahr 1922 auf Für die Gesamthaushaltsausgaben errechnet die Kommission für das erste Vierteljahr 1923 einen Index von 324 gegenüber 300 für das das letzte Vierteljahr 1922. erftatter: , , _ 1 Was hat die neue Orientkonferenz mit dem • Ruhrkonflikt zu tun? Scheinbar nichts, in Wahrheit sehr viel. Seitdem die Frage über ben Besitz von Moss ul aus dem Friedensvertrag aus- geschaltet und einer späteren unmittelbaren Aleber- einkunft zwischen England und der Türkei Vorbehalten ist, treten die englischen Interessen stark hinter die franzöftschen zurück, denn Frankreich ist von jeher weit mehr als andere Staaten finanziell in der Türkei engagiert. Aber die „dicke Freundchast" Franksreichs mit den Türken besteht nicht mehr. Sie ist fchvn am Ende der ersten Lausanner Tagung In die Brüche gegangen. Kemal Pascha brüskiert heute in Konstantinopel ganz ungeniert den französischen Konsul, und hier 'm Lausanne sprechen englische und amerikanische Beobachter offen aus, sie hätten das Gefühl, als wolle es der französische Vertreter auf einen neuen Krach ankommen lassen, um plötzlich mit ben Griechen, also ben „Besiegten" zusammen gegen die Türkei Front zu machen. Durch eure solche antikürkische Schwenkung sucht sich Poin- care einen Ausweg offen zu halten, falls der Ruhrkonslikt einen ungünstigen Abschuß für Frankreich findet. Diese unterirdischen Plane werden natürlich von französischer Seite lebhaft bestritten, aber schon durch seinen Widerstand und seine Quertreibereien gegen die vielgenannte e n g- lische Chesterkonzeffivn verrat .l^i;1 find, an vorher- gehenden Zagt eine* s-iar *-n Offhler da» >chen'.or bet» Berrere-1 bt» Platzes ,u»«fchl>llen >,4 hoben. Vie Betta«ch - der rifchen Proper I und III find darouroru arMfl»'*«« nt den C t etil getreten Der Str« i bauert bU HUalaa abend Bottrop «ft während dieser tage ohne Das und üiletltmlxiL Montabaur 28 April Bo» hiesige« Bahnhof wurden 3nlpeftor chos« und 6efcr4r Xie» durch btt tzranzvien »eil rieben. Drn getarnten Hau»rar b-b elfen die Franzose» unter dem Borwand« yicud he erst dann aus.u.iri rn wenn dE b ultche 7r«uLec>erMbgen»r>erwattt.ng für d e tranzö t'chen 0 btnbaoetr Dvhaungsetarlch- lunge . gri teert habe Bad 8 m». 29 April. Oberbahnhofsoor» lieber Lör » er bat. der ewigen vchwi.- i^'erren mt den Sranjsfen und der gerneirwn Lnoürir des rbheven * l.n babnfrfretAt» und iehigra Ira.u»- f lchen Ba^ho,»o^esiohers Pritsch «nLde. feine chM.stwvdnung freiwillig geräumt Äur*r darauf erlitt der pUichtneae Dann einen schweren Blufft «r». e« dem ec ho^.tangsl)» barn eber- l egt 3n die orrdumle Mahnung aber zieht der HcchVerräter Pritsch. U«s Gorchnm. Münster. 2» April (MB) Daß B«rfähren rgcn die Direktoren der Privat» und r mmerzbankinBochum tft von bm gran- ecfen eingestellt worden Bon den bet der Aus» lülung der Schuhpolizei erbalteten Schupo» beamten sind nunmch, auch dir drei Inten der bisher tn Haff befindlichen B am en entlafiei und ausgewiesen worden - Infolge der 3ne- bldftung durch die Polizei nehmen die UebergrN'e de» verbrecherischen Gesindels in avhervrde,tllchem Ilmsange zu 3n B'chum w ir- be.i JtrlmtnalMamie und ein Feuerste r^a n die S<1 Petsrmeu verhaften wollken von diesen bc- osten und khenea-flbrUA verleht Siner der B«rl Zecher beging darauf Selbstmord durch ör- schieden Der beschränkte Verkehr in der Pfalz. Ludwigshafen. 28 April (DDB » Die Berkehtslage le der Pfalz stellt sich nach tecprbnuna. di. den deut» schen Behörden am 26 Avril zug^aangen ist, gestattet von austerpfülzischen Kraftwaaen auch 'olden aud dem Saargebiet die Ginfahrt, wenn sie bei einem Zollamt an der ®rcn«e von Fall A« Fall eine Zollbricheiniaung lösen 3tn? amtiere Berfthcsd.dinb rung bedeutet Artikel 4 der Beiordnung 164. der Mftimmt. bah Ikrfcbr»- lcheine tr>lch.'n Firmen, welche die Beförderung ihrer Arbeiter selbst sicherten nur dann bewilligt werden, wenn bieifftr der Schienenweg nicht de» nuht werden tam\ Dadutch wird die Ar» deiferbesd,dervng gerade den Pfälzer Werken an den mUttarstierten dm künftighin unmöglich gemacht. Das ardstte v'dlzifche Unternehmen die Lt.dwiqs- dafener Anilinfabrik, bat aus diesem Grunde verfügt. bast die au»tpdtilgen Arbeiter zunächst ihren vertrag! ttl-rn Urlaub antreten, und wenn sie nach besten Avtaus nicht mehr in die Hubri' turüd- kehren kdnnen. fle Zweidrittel ihres Lohnes als Dortegeld erhalte». Sine dritte, ebenfalls vorgestern zugeftellte Berfügung verbietet In ihrem ersten Teil mit Wirkung ad Difternacht de» 28 Avril sümt- liLe von der 0Mtpostbirritton Sveyer eingerichteten Aufv-Poftlinlen für Per'onen». Pa- lei- und Brieibefdrderung Bom gleichen 3-it- fünfte ab sind nach Ziffer 2 und 3 httttr Ber- ffiflimci alle privaten Auioomnibusllnle- verboten die in iüngster Zeit zwilchen den Stüdttn Lud- wigsdd'en - Xeufiabt, Äaller»lajtr.n- 7leustadt. Pirmasens Landau und Pirmasens Ät|l-rÄUa- tem eingerichtet waren Durch die«« Betttmmang wird, wie leicht ersichtlich, der Handel, die Industrie und hie vegungsfreihrit jedes e.n- »elnen in bt* Pfalz, Insbricmber« auch die Vevnsmlttelverfc rgung. aufs schwerste beet»- ttüchttgl Tic Persorqnng der Gerqardeiker mit TcrhUrn. ^D«rli» 23 April (Prav -Tei l Wir der «VvkatoD» Meldet, haM., bk Berhandtungen der Aerchsr»,wr ung mit der Industrie über bk Fragt k^r Der orgw^ti ber Bergarbeiter mit Dee- Ul len -u £<■ •rroia ü rL Die AsMand». mriorgung be» Xulrg.-be;» mH Bellet dum» und Schuhen wurde drlchsosten Induhri- sowi der vroft- und G^eldande. ern^rt« sich gründ- läy;»ch |ur Dllardt' an brr Akriwn twwL Gs Ist wie das Blatt schreibt, ki den am Dmnaa bmi mienbee X15 .»cwt jaabUi*ti »ach dem die Ge <>e. M' am 1. Avvemder 1 «919 ‘ tm Saartzebit w Kral war-», auch weiter bestehe» V.d.«n toJe» 4u Mde» Ae«ePtn tRb"t a»ch das >-.it** Tüv -jr«et Au erde», M im 6aa*Kui aei^r rat' laß der ha * l * panier mir unter ? b . i ge^cr btt baut ch Treffe vnfl in Mr Wag-cha.e .» werten Der ManMetai ha» l;i »wertag»ger Le.aumtg einen von ktnr. e»gien K ^anzkommistl^n au>- a irbetieien .« rnd^r, r ck lwuri über di- ®;o» fü -UNZ des darchvera ei and e?*» dat am 23. April «m neues . « «'as»»gss«h re'chloften. Mk am 1. Mül in Xru«t tritt. Gs enthüll aeaenüMr b<« geloben Recht ein, Reche von 2-riM- röU a»urftebcnt«n Msvnbers herrvrchedr: S < Geldstrafe betrlat kvnmg bei alle» TetMHbti unb Ber gehen Ms graulte Aeitchs» und Landes ech:». ioweit nick': hadere Tctriy oder De rft afen tn untr|*tü.it.cr anHedrvtzj.n^ runbdltti* 10Ö0 Tl .ri, höchstens 10 T..intoeru TLitt tei alle» Heber- •eni jen ■ a.sstens J60 Lari. hdchllenS JOCCC Mark. Bai Berd echen c er Begehen, btt auf Dett »v s»ch t dench«», kann Vie G«ldsttafea»f 10C2Hil!:o»e»2Zarf ctbf frt »erden. ZI Iwt n ist ' ib 9c bfpafe Mrs Sntaeit. das Täter für bie Lat empfangen, und ber •tarier.. Mn er aus Mr Lat ettofer. har. üMrfte.gen ,nU; reicht Mr» ker»- Meibung MH, OrienMr, 101304 . au» •täh Görtztches Re iauU Lch 1, 460104 _ 1960 443 . Pallavmrt-Go« urdtche Zoe st- u Reatriner- »atruM EM Ms Ar i ch« Saasss ajrtbm Btrrmg PoM y415 fc auTprl» Mr Muu «eeftbr« 9tne Ltabttterordneten'Uitznng rinbef am r-Üchsten Donnerstag. 1 38. nach» 5 UM. L-t “ 8jr.ege*al« le CtaMMM BesGÜrast« flan Jit . ;<*ctMmäj Mr bitt* .ti«a 2 ?4-j uo!«»tz 2b ‘Deflhe Ben bkrnbtter rrflmtung IMb fNe*rM Brrlu»en Gehshnng ber 2ktjpi|Ka « t<. jt i .».ja Ms he*» *1 agt für Sie Oteeb- unb 9eertt. BmM» Mr Gamrin- tirriMt oster'elle» üichmst ber ötabi er Boashochtch» e 8iA~ ?<ü nna von Ber- kelttoverichMtt» an die Bau»«-7^w-jffl ans Mn Hk.Irrem Hungen Borg- Rll. trgrv-ünM- Ostheim Vang-Gäns unb DcUs- hausen Mrit Milch steili >»ch natürlich Im Preis wricnkklch höher, als hie|enige aus de» denach» | harten Otlchrsfen Das fine rrimxC. M Ist wer» bei. dast es auf Mri# Meitt wenigstens gestngt. Mn 3k kbedarf her Beväskerang «nnigemWisten gs Mirttdige». w-i^rend tn Mt|#* Stätten, gmitt tn Mt neuesten Zeit btt Milcheerioeaung vollst ndig Hufammmgebr ochrn Ist 2-ch Ist der Gttfttnee Milchvrrls unter den gröberen hes'llchen ,n5 do» nachdarlen Vräbtt» immer »och Mr wettens üÜWrigßtt Tas Trnfftfi« Volksogfer. 3» Mr Grichäftsftelle be* .Glestenee Anzeigers" wurden für unser« Mbrünatm Bvlksgenost«» Im Ruhrgebiet unb am Hoti» weiter adgrlleiert: DcPMlkvopgettllschafi Vlch 1230. Oberbürgermeister hi einer Sühnetach« 5000 Dr>vveikovf. Ulbta. 1657 ; 5 Rehnell. weiter. 5000 Ä II M Bezirisschule 2000; 16 Schüler ber Oberttfunba Ms l.a chgraf-Ludwia-Gimraflums 15 000 AN Den GeMm hrrilichsten Dank' Meittre Spenden werden in Mr G eI chä s l s st »l i e des .Glest«»er Anzeigers" angenommen. vornotizen. — Lages kale» der für Montag Schützenverrin 8 Uhr tm echuht^dans F ühiahes- GeneralveriammI ng Palatt-vch spiel« .Der VttM Pllgeriahrt" und Bvttrort" - Ächtz fpiefban«, Badnhri'trast« Das »HttefVib* unb .Der VM* ift los". — Aftorio-Lich «rnett: .Der Zvauenkvnig' unb .Schtibungss tebeT* — Gin Mohltätigkeitskontzert zu m Besten derBolksopserspend« cwrunüai« ttt btt stapett« Ms 1 «Hell ) Batatllens 15 juf^ Aegks am nächsten Acet tag abend Im Ctabttbea- trr Anderes Ift aus Mm heutigen 2L:Ktgentril ersichtlich — Ueb«r .Di» nationale Bewegung unb bl« Stubentenschaff sprich« am 4 Mai. wie aus Mm Xn.«rigr-tri! erstell'ch Ift. Dr Stabil«« Im groben Saale des stattz Bereinshauses. hierzu schreih« man uns Der Aame Stabiler dürfte hier tn Gfesten mfx «m- Mlannt lein. Mehr als einmal Ist Dr S'adtlee Mi wichtigen politischen Greign'.sfen tn brr letzte» Zeit hervor getreten Gs braucht hier mir en tttne Tätigkeit in der Olga »um Schule brr Matsche» Kultur am uattonalpoktttschen stollea tn Berlin erinnert zu werben Gr wirb Mshatv als Bor- Qmpser einet neu mthettrnben g.-ifttsen Bo» weguna t fdaft. fo»Mrn auch wetten Kreise» brr Gtestener Bürgerschaft Mertvo Dl« Don 3uan-Ql. ffübruna btt für Mn 7 März geplant war uitb O-fran» fungen Im Overnprrional Ms che'ttf chrg Lan.^og» thoatrrs verlch^ben werben muhte loH n msw^r am Mittwoch be m 9 Mai. Üat.ftnMn Xü» der«s wird ncch beton.itoeyettm ttfltcruo ramssage für Dienstag: MoBg. ottm wettn-llche R.eMrichläg». mlB Mestwtnb Die AttMeriage Migt btin Beränbernng. ** Die staatliche Wohnnegshan« a b fl a b« Das ^ek Ulnffte-tue für Irbit unb M rtlchatr qltt befa-nt. hast brr Lnstch.ags- fatz bet staa:' 5*r > ngshauabgMh« w* |e 100 All des de ^sichtige« Mertts brr Gebäude u^e wlgt würbe »für btt ,ttit vom i Zar-uar 1923 b* 31 Mir, 1923 ael 18.73 Mari bVfür btt Zeit vom 1 April I <24 ab anf jährlich 76 00 Mari • • Lebensmltielbtedstabl. Aus einer im 1 Stock ge'ecenen Speittkammsr eines Hautts Mt Rovastrahe warben In brr Rächt zum De»nmg «in Rollschintr». Speck, Durst uab frisches Attisch eniweuMt • • AestgeuomWen wurM «In lunger Hann aus Aelltnasdan'e» wegen Aahrrab- unb sonst'.gen Dttdftäd'en • • Der Giseubabuderkehr Ihr Vimdvra — Siershabn — Sapu mit An'chiustmo^.ch.'c..' nach Kpd.'enz ist durch dtt am flamcag vcsn ® IT. «rmeiteten Gre g» nistt a»f Mm Mahnkrof 3er ibaur n 141 ce- lu‘r: Mte uns mhgertZf wirk, kann mau btt Strecke otzn« Schw .rri gleite» Mf achreA. Heutiger Staad de» Dollar» W Uhr vormMOgs: Bsrli» 29 750. 5tauffitt e.1LI0 500. ”Zlhng & bti °h Ä ft L *Tk ®n«T„ h Änsah «! ÄS J.TR ^ren und alten Liegenden SN. tiefen cht daS Lebens- 5« ^ons unb tzülte Irlich in, L aus den bä Älft bitt' ZNgelingt. ttmgerimhen w tobten, gerade m ^ung tollliänbifl t ber Mehcner esslschen unb be» 1 der iveitmi- ;ÄS Ä Lv.M Sopfer. -Tiehenrr lere bedrängten unb am Thein 230; Oberbürger- 000; Doppelkopf, e 5000; K. II M der Obersekmtda NS 15 000 M Dank! Weitere ftlsstelle deö mgenommen. ür Montag. i(xui5 Frühjahrs- Qi&fpieie: .Der ►frort". - Ächt- vai'enkmd" uti) !id)ifpiele; .Der tbet“. SfvnzertM ende ceranftal- taillons 15. Ins.- nd im öladtthea- igen Anzeigenteil >nale Aeve- nschaft" spritz igenteil ersichtlich Saale des Äatg. man uns: Der Sieben nicht un- ist Dr. Stabilen [fen in der lebten hier nur an feine L der be* J5e„ -TUrfln 7 geistigen De- , Studenten- en der Siebener n haben isührung. Ne bWnfrW L,scheu Landes- statlfinden. -lta ge derschW. mÜb' Wanderung- -Mtes A 3 u g^rf-r . r 2luS ;n6> Ms i*Ap >egen o“* Jl!rVö”ö^ü - E a y^dje •well,ni4Hc' Sie 6, W« ’ JW5 ^3t50°. ß. Vermischtes. Ein Erzschwindler. Berlin, 29. April. Mir 350 Millionen Mark Waren erbeutete, bcn Blättern zu- folge, der 27 Ia.hre alte Karl Schindler in nicht ganz vier Wochen. Schindler spielte den Kommanditisten einer groben Breslauer Firma, die in Berlin angeblich eine Filiale einrichten tvolle, kaufte in der Luisen st ratze ein Geschäfts- lokal für 18 Millionen Mark und zadlte in Wechseln. Dieses Lokal wurde bald Stapelplatz Tür wertvolle Waren aller Art. Bei einer Automobil- Derleihanstalt mietete Schindler ein Privatauto, ftir das er täglich 300 OOO Mark ja<e, fuhr bei groben Geschälten, namentlich der TeNilbranche, vor und machte bedeutende Abschlüsse. Den Drr- täufent zeigte er Telegramme, nach drnen bei einer hiesigen Dank grobe Summen für ihn eingehen sollen. Hm seine laufenden hvyen Unkosten zu decken und auf grobem Fuhe leben 51 können, verschleuderte Schindler die Waren und nahm Bankkredite auf das Lager. Aachdem Schindler so für 350 Millionen Mark Waren an sich gebracht hatte, verschwand er aus seinem Hotel und lieh nur den leeren Koffer zurück. Öeta Aufenthalt konnte noch nicht ermittelt werden. Theaterschlutz. - Künstlerfeft. Dieven, 29. April 1923. Mit einer hochstehenden Aufführung von Grabbes »Don Juan und Faust" fand am Freitag abend die Stadttheater-Spielzeit 1 9 2 2/23 ihren Abschluß Noch einmal ncchmein zahlreiches Publikum bei dieser Gelegenheit Beranlassung. den oft gefeierten Darstellern und dem sehr verdienten Leiter des Stadttheaters, Hvfrat Steinaoetter. eine herzliche Kund- gebung der Dankbarkeit zu bereiten. Am Sam-taa abend fand die Schlußfeier der Spielzeit, das K ü n st l e t f e st, das diesmal nicht im Stadtthea'.er, sondern in sämtlichen Ge- scllschaftsiaumen der Liebigshöhe stattsand. Wie früher, hatte sich auch bei der diesjährigen Feier ein autzerordentlich zahlreiches Publikum ctngcfin- ten. Der Zweck der Beranstaltung ist vor allem darin zu erblicken, unsere Bühnenkünstler, denen wir so manches starke Kunsterlebnis und so viel- fache heitere Theaterabende verdanken, in engste gcs.llschaflliche Verbindung mit dem Publikum za bringen, um dabei die Bande derKunstgemeinschaft auszubauen bzw. za vertiefen zum besseren Ken- nenlcrnen von Mensch zu Mensch. Diese« hohe ideelle Ziel der Künstlerfchaft wurde bei dieser F^ier erneut erreicht, denn oft tmb überall konnte man herzlichen Verkehr zwischen den Gästen und den veranstaltenden Künstlern beobachten. Der Festausschuß, dem Rudolf Goll, Richard Veliborn, Rose Rubner, Wolf Leutheifer und Paul Schubert tmgehörlen. hatte in vielsettig- ster Weise für einen genustrerchen Abend vvrge- sorgt. Den groben Gesellschaftssaal hatte man in teilender Weise schmücken lassen, und dte Redenräume hatten eine nicht minder sorgsame gemütliche Herrichtung erfahren. Unter Kapellmeister Knübels trefflich-rr Leitung eröffnete daS Tyca- tcr-Orchanec bk* interessante gesellschaftliche Veranstaltung mit einer Fftiouvertüre Reicher Beifall dankte dem Führer und den Mitgliedern des Orchesters für den ausgezeichneten musUalischen Genuß. Lind der Reichszuweisung für den Monat Sabril zur Verteilung kommt, kostet je Pfund einschl. Tüte: gemahlener Zucker und Kristall- zucker 1340 Mk.. Griebraffinade und Puderzucker 1370 Mk.. Würfelzucker 1450 Mk. Die Preise stnd, nach der Bekanntmachung der Hess Landes Versorgungsstelle. Höchstpreise Im Sinne des Gesetzes. Fahrplanverbesserung aus den Strecken G i e b e n — Ge l n ha u sc n und Didda —Schotten. DoN heute. 30 April, an verkehren die Personenzüge 18. (Sieben ab 2.48, Gelnhausen an 6.40 nm., und 513 Gelnhausen ab 7.14, (Sieben an 9.36 Um wieder auf der ganzen Strecke. Die Personenbeförderung mit Güter» dufl 8942. Hungen ab 4.10, ©todrjeim an 7.04 rtm. entfallt vorn gleichen Tage an. Personenzug 4187 (TSb.), Ridda ab 8,30, Schotten an 9.12 nm., öerfebrt vom 30. April an wieder. Personenzug \ 4187 (0 ). Ridda ab 7.55, Schotten an 8.37 nm., I wird nur noch Sonn- und Feiertags gefahren. ♦* Falsche 5 0 0 0 - M a r k s ch e in e. Die Reichsbank setzt eine Belohnung von 5000 Mark aus für die Ermittelung der Fälscher, die die falschen 5000-Mal kchcine auZgeden. Die Falsch- Stucke sind, wie schon berichtet, daran u er- icnnen, dab die Rümmer zwischen den Serienbuchstaben Aa, Da. Ea usw bis Za ober Ab, 1b. Eb usw. bis Zb und dem Kennbuchstaben U, am linken Rand der Bildseite (Vorderseite) entweder fehlen oder schlecht gedruckt lind. Da echte Scheine mit den angegebenen Serien- und Kennbuchstaben noch nicht von der Reichsbank zur Ausgabe gelangt sind, so sind sämtliche mit den vorerwähnten Serirnbuchstaben und dem Kennbuchstaben gedruckten Scheine falsch. ** Zur Festsetzung reich-recht- k ich er Feiertage hat die Reichsregierung dem Reichstage jetzt einen Gesetzentwurf zur Deschlutzsassung zugehen lassen. Rach dem Entwurf wird der 11. August als Ver- sassungstag zum nationalen Feiertag und der 6. Sonntag vor Ostern zum Gedenktag für die Opfer des Krieges bestimmt. Als reichsrechtlich geschützte Feiertage verbleiben auber den Sonntagen der Reujahrstag, der Ostermontag, der Himmelfahrttag, der Pfingstmontag, der 1. und 2. Weihnach tS fe i er tag und, soweit sie nach bcn am 1. Januar 1923 bestehenden Landesrechten staatlich anerkannte Feiertage waren, der Karfreitag, der Fronleichnamstag und ber Busstag. Der 1 Mai kamt, wie bisher, nach dem GanbeS- recht dieser Länder, weiter Feiertag bleiben in Dachsen, Baden, Thüringen, Hamburg, Braunschweig, Anhalt, Lübeck und Schaumburg-Lippe. Der Kriegsopfer-Gedenktag soll, wenn besondere örtliche Gründe vorliegen, mit Zustimmung der Reichsvegierung durch die Landesregierung ausnahmsweise verlegt werden dürfen. ** Achtung! Feindliche Han-> b e l S s p l o n a g e ! Es ist in letzter Zeit mehrfach festgestellt worden, daß Franzosen, Belgier und Engländer, die den in Deutschland tätigen Feindbundkommissionen angehören, ans diesen ausscheiden, dann aber unter dem Vorwand, zu Sludienzwecken noch langer in Deutschland bleiben zu wollen, an deutsche Firmen mit Anstellungsgesuchen herantreten. Es liegen begründete, teilweise bereits erwiesene Verdachte vor, daß diese Bewerbungen lediglich ein Aussorschen der Geheimnisse im deutschen Handels-, Wirtschasts- und 3n- dustrieleben bezwecken. Alle Firmen sollten .ayer Bewerbungen von feindlichen Auslän- dern grundsätzlich abschlägig bescheiden. 51 846 Mark zum Besten des Deutschen D>lks- opferS zur Verfügung gestellt wurde. An den reich auSgeftatteten GrfrlfchungSständen drängte sich eine große Schar von Labebedürftigen. In der Likörbube suchten abwechselnd Rose R u b n e r. Ilse W i s s e n b o r f unb (Stäre* Türk bem Großbetrieb gerecht zu werben; in anderen Ständen teilten Auguste MarckS Luise Schubert- Jüngling. Kitty Franke und andere Damen des Dühnenverbands Kuchen, Torten belegte Brötchen aller Art unb sonstige Gaumenkitzel gegen llingenbes. ach nein, nur knitterndes Geld aus; 5rau Teleky. die Gattin unseres verdienten Oberspielleiters, nahm sich ber rauch- lustigen Herrenwelt an. der sie Glimmstengel aller Art in vorzüglicher Qualität zu feste gemäßen Preisen offerierte; die Tombola, von Der man reiche Gewinne mit fvrtnehrnen konnte, wenn man aus bem an Rieten re üben Cöerge von Losen das wonnige Glück einmal erhaschte, und so manche andere Stätte der Beschaulichkeit wurde von den verschiedensten Künstlern liebevoll und (Im Hinblick auf den finanziellen Effekt) mit gewinnendem Derantwortungsbewuht- scin betreut. Währenddem walteten Karl Juhnke und Adolf Teleky ihres entsagungsvollen Amtes als Tanzvrdner; ein Künstler fungierte als Saalbriefträger m so ausgezeichneter und stundenlang unentwegt lauffroher Weise, daß selbst der ätafle Pvstgestrenge seine Freude an ihm gehabt hätte; die Saalpvlizei nahm zwecks Wahrung ber feuchtfrohen Gesetze hier unb da Verhaftungen vor, die dann ein kurze« Jachlpiel am .Gerichtstisch" In der bayerischen Bierstube (Anmerkung des SeherlehrllngS: am Bierausschank!) zeigten; kurzum, es herrschte überall und bis in den neuen Tag hinein soviel gediegener und ungetrübter Frohsinn, daß alle Sorgen und Röte des Alltags hier mal, wenn auch nur für Stunden, nachdrücklich In den Hintergrund gedrängt wurden. Für den ausgezeichneten Verlaus des Feste«, daS den Künste lein sowohl wie dem Publikum ein angenehmes Erleben trat, hat man denen sehr dankbar zu fein, die sich tatfroh in den Dienst deS schönen Unternehmens stellten. Daß der pekuniäre Abschluß bei den Veranstaltern keine Äaterftim- mung erzeugen wird, ist dem aufmerksamen De- c dachtet des Festverlauf- gewiß. Dn. Arbeitsvergebung. Unter Hinweis auf den (Erich das Ber« bmgungsroefen betr. vom 16. Juni 1893 nebst Ergänzungsvorschriften werden für den Neubau einer Beamtenmietwohnung zp Reiskirchen folgende Arbeiten öffentlich ausgeschrieben: Erd- und Maurerarbeiten, Dachdeck.'rorbeiten, Spenglerarbeiten und Schmiedearbeiten. Pläne und Vertragsbedingungen liegen fflrni 1. Mai 1923 ab bei dem Regierungs- tomrat bei der Kreisverwaltung, Zimmer Rr. 18, zur Einsicht offen. Angebotsunter, hegen werden zum Herstellungspreis ab» »geben. Angebote mit entsprechender Aufschrift flid verschloffen und postfrei bis ;um 12. Mai 1'123, vormittags 10 Uhr, bei mir sinzu- techen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt < a rf Zimmer Nr. 18 zum gleichen Termin In Gegenwart erschienener Bewerber. I Zuschlagsfrist.- 14 Tage. Gießen, den 27. April 1923. (30448 VerRegi-rungsbaurat b.d.Kreisverwaltung. ____________Eellarius._________ Eberverkauf. Die Gemeinde Nieder-Besstngen ver- 4"uft durch schriftliches Angebot einen ab» - ständigen erstklassigen (Eber. Angebote ®jHe man pro Pfund Lebendgewicht bis pin 3. Mai, vormittags 10 Uhr, ver» 'hlossen, mit der Aufschrift Eberverkauf, bei >ns einreichen, woselbst alsdann die Er- äffnung erfolgt Genehmigung Vorbehalten. Nfeder-Bessingen, 27. April 1923. Hessische Bürgermeisterei. Steuernagel. 3048D .1 Bekanntmachung. Gruben- und Schwellenholz- fubmiffion der Stadt Gieße». Nachstehend verzeichnetes Gruben- und Schwellenholz aus den Waldungen der Stadt Gießen (Forstwarteien I, II und III) soll auf dem Submissionsweg verkauft worden: A) Grubenholz. Los 1: 104 Kiefernstämme — 22,65 Fstm. Los 2: 108 Eichenstämme = 18,81 „ B) Schwellenholz. Los 3: 27 Kicfernstämme = 7,62 Fstm. Los 4: 16 Eichenstämme — 6,55 „ Los 5: 329 „ =159,25 Los 6: 274 „ =117,25 „ Los 7: 119 „ = 86,24 „ Angebote auf den Festmeter, für jedesLos besonders, sind verschloffen, mit der Aufschrift »Submissionsholzverkauft, bis spätestens Samstag, den 12. Mai 1923, oorm. 11 Uhr an den Oberbürgermeister der Stadt Gießen einzureichen. Eröffnung im Stadthaus Bergstraße in Gegenwart etwa erschienener Bieter. - Zahlung des Kaufpreises innerhalb 8 Tagen nach Iuschlagsettellung Vorherige Besichtigung empfohlen. Nächste Bahnstation etwa 5 bis 7 Kilometer entfernt. Gießen, den 26. 2IpriI 1923. [3031B DerOberbfirgermeifter. 3. D.:Or. Rosenberg, äntertfftnttn ia her «Ench-che fiotl Rieß rooHtri ß-h mrUrn: Strlin,6ffl8H^uitr3Ü«166,3eitN Bekanntmachung. Infolge Erhöhung des Stallpreises für Vollmilch, der Molkereispanne und der gestiegenen Unkosten berechnet sich der MilchdreiS ab l.Mai 1923 für baß im Milchgebiet der Stadt Gießen erzeugte Liter auf........Mk. 825.- Zur Deckung der besonderen älnkosten, die durch den Bezug von Milch aus auswärtigen Molkereien entstehen, wird von jedem an Verbraucher abgegebenen Liter Milch ein Zuschlag erhoben von...... 45.— (Dieser Zuschlag ist von dem Milchverkäufer an daS städtische Lebensmittelamt abzuführen.)__________ Der Kleinverkaufspreis errechnet sich mithin auf . . . Mk. 870.— für das Liter und tritt gemäß Beschluß der städttschen Lebensmitiel^eputation vom 28. April 1923 mit Wirkung vom 1. Mai 1923 in Kraft. Gießen, den 30. April 1923. (30548 Der Oberbürgermeister. I. V.: Or. Seid. Semeiiiflögige MgMWWsl m. ö. S., SMn-Men. Bilanz am 31. Dezember 1922. Aktiva........... Mk. 330454,54 Passiva........... Mk. 330454,54 Mitgliederstand am 1. Januar 1923 43 Zu- und Abgang in 1922 ...... 0 Der Vorstand: 3008 D Georg Pfeifer. Heinrich Wißner. Bekanntniachnng. Dach Art. 3 § 6 des Gesetze- über die Derücksichttgung der Geldentwertung in den Steuergesetzen vom 20. März 1923 in Verbindung mit Art 8 des Gesetzes haben die ^Imsatzsteuerpflichttgen bi- zum 15. April 1923 den Unterschied zwischen dem sich aus der Steuererklärung ergeben- den Bettag und den geleisteten Vorauszahlungen nachzuzahlen. Soweit diese Rachzahlungen noch nicht geleistet sind, werden die Pflichttgen zur alsbaldigen Zahlung bei Meidnng der Zwangsbei- tteibung aufpefordert. 30528 _________Finanzamt Gießen._________ Ihr Bäcker der Innung Gießen-Landwachtauf, unser Innungsvorstand schläft immer noch. Lollar, den 27. Avril 1923. 3062 Mell« Muer, Wetwelffet. AlWMU Ich beabsichtige mein ca. 1 Morgen groirek, am Echzeller Markmaid reizend gelegeneSGrundstück mit ca. 12 Dbitbäumen au verkaufen. Zwecks Besichtigung wende man sich an Herrn Dräzevlor LuctuS. IorsthauS Echzell (Cberbefienl Preisgebote erbeten an den Besitzer Dr. Beyer, Hannover LSrch-»ltr»dk 13. 3037D MMUMMSWWWWWMIWM Wir sind unter Rümmer 0Mie X G3G x dem Telephonnetz angeschloffen worben. E. Nagel 6e Co. Kohlenhandlung, üftanlage 7. WWW 3 Arirb ld>ftr. 17 p. lü'httn.. rbrh(f)r ui । et f •• •eikrelrr S| I. Dienstag, l.TBai, 10 Uhr dvrm., in Friedberg i H., Hasgstr. 31,1 **[) edilflijimnitr neu, iu rrrfmikn. SikrWLSitn mii kau« nel. flnnrb mit *rrt *anaot>e >>. F 6 an Cerlo IM ft. QL. Viorfin.a »ttih Fsr bk oteten Ikwetl# herz. Ud>«r Irtlnat>mr b«i dem uns Io |d)e,r brtroffmm Verlust, logen tnir aus diesem Tkqr unteren tiefgefühlten Dank Frau Katharina Sach TDro. und alle Angehürigen. heuchefhetm. 30 April 1923 *•” iOlll’.MdtahiM nut einiaen Waoen für I—IV. 3obr au mlrtre aet (Heft Cfl u -.Ot« nn er ritt. «. « (>.«lrtmtUni« an'chi k »tbrllil Angebote uni I-2HI5 au b «irkirtnu rrb. Vtcbtnftralie 17 H Katholisches haurmäüchen aehitti vorAuiiellra no-tm Awilchen i il 8 Herr - lucht bi, Bekannt- schatt einer Dome welche Siebtebre* kann, aip O, knien freuten. Brlf||tich al* (Hanen- bauschen oerrvenbb 1 in auier Vanf. mr »en flra ifberflffl Oddih- grboi A.of 2a-r '^.'RUa.b.tsir n.Nna. Sehr gut erhaltene Scbreibmaschini? au oerknukn. f^D I. (chess.i (flrrnab. t 1 jiinnur-- nnö ilndjminQliifo fir erfiflilfiin Has- in smdd Vad • Wanheim Xlmbf 1 K)itke, Änrttrake 23. | Mietgesuche Akit Ehrpaar (an Klinik» iniht möblierte Wohnung. Echriltl Nnaeho e nnter föil an den (M Hin, erbeien 1 tashlirrtr Zimmer bei |ober fkaallnue flefe^L Gchrlitl Wneeboi, unter »BD an ben Ht/irt rnlcb nicht la meiner Hob. Denkt Ich baba auw litten. Gönnt mir nun die ewi«o Huh. Heute morgen entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unser inmgslgelicbier einziger Sohn, Bruder, Schwager und Neffe Ferdinand Großhaus im 25. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Familie Heinrich Großhaos. Gießen (Asterweg 6), 30. April 1923. •*«’ Die Beerdigung findet statt: Donnerstag, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof Zirka 30 000 Backsteine sofort lieferbar, Hai abzugeben Ziegeleibetrieb Wißmar reem Hermann Laux. (M3 00.43« MoW Iffl Mich I'sucht Geboten wird für alleinstehend«, ll,r, und vertrauenswürdig» Person ein Zimmer mH 866e in freier, anqenehmer Lage auf Jahre mietfrei b,l freiem Umzug und evtl vrr. flllunq Schr Anqebol, unter 3027D an die Geschäftsstelle des Gi,l,,n«r 7ln,,iqer» SloOe für Herren-d. Danrenbelt leidung (jualhltiwar* m Bill Wo Preis« Bauer *Tuchhandlung Fernsprecher 1660 Mohkes raße 22 I II alteitolle dar btraloubabe (Koto Llnlol Ab heute bis Mittwoch besonders reichhaltiges Programm: DerFrauenkönig S«cho Akte nach Reich. Elehackero ROiche für in inen kovn «nach -rie'nch der von elbichule, Le hrlie l le auf faiifm. fiurrniL h. tttehdrde ob. Bank. Schr «na. U.30I7I) . flnj rrb. Je fli eriiMftiim orlunbf#. älteres, t licht,aes AllkillmöSchkll ob.einfache EtiiAe. nicht unter 2". Jabr., für 6nushait und eirva' Gartenardei' neiucht. Aamtlirnan- f«Olite, ante tkbanb* Inna und t'ohu ah N'-Uchert. Geil. An- aet'oe an Ärau NnnimannNavve» tVüiuf. WrHnbcre. worto wird Danksagung. nr dk zahlreichen Bcwmc beraJ eher Teil nähme beim Mh»- •chdden umrrer liebe« Mutter, Sch«k‘hlu-iqer j Arhtunq! iiliiire*Djioilrii Dameatodlen von IOOOO Warf ab. Oerrenloblen von l*ooo iNerf ab V. Simonowitsch Kirchenvla« 9 I. «kein Vabeni ■■■■■■■■■■■■■■■■ Für kurzenischlossene zahlungsfähige Käufer such«: Wohnhäuser, Geschästrhäuser, Villen, väckereien, Metzgereien, wittschasten, Maler- o. Lackier. Geschäfte usw. omc Schleenbecker Molitrstratzk 9 r Cfltphon 633. Giekener Strohe« Kaufgesuche sofort au tauten ae 9 e I* We Qr68cn. hirimk* rn Q Klein $ Stiele! F1M1U Uefidt Rnt* n fr ktaur, Itptr ur Ä m. (00 Swenes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Montag, 30. April (923 '9'$tä. (hflei Nächste Sitzung Mittwoch i/210 Llhr. 16. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Man achte auf den Namen MAGGI und die gelbrote Packung. 3005c ist, sind dagegen jetzt wobei nötigenfalls der nicht unter das Aus» nm hat Amt Ord° ziffernmähig anzumelden. Betrag zu schätzen ist; 2. auf anderweitige. Sagen br zn lOff. o,T ' »mb 8950D M. iann. HIHIHI) Das MoseLhaus. Roman von Luise Scbulze-Drück. MOlk 1 M werd, sachgemäß u. DTtlcroert ge< itlmmt ii. revar. wx SIM.VMU Ankauf gbr.KIan. u. Harmoniums. Reichsausgleichsgesehes unter zifsernmäHiger Angabe der Höhe der Verbindlichkeiten gestellt hat. Verbindlichkeiten, bei denen bisher der Antrag nur unter Vorbehalt späterer ziffernmäßiger Angaben gestellt worden Eva hob den Blick nach den Bergen gegenüber. Sie waren verschwunden, ein bleigrauer Vorhang schien vvrgezogen. Bleifarben, grau war auch die grüne Mosel geworden, auf der Millionen Tropfen im Aufklatschen eine leise Bewegung hervorbrachten, so daß die Wasserfläche wie mit rieselnden Perlen bedeckt schien. Neben sich Hörle Eva ein tiefes befreites Aufatmen. S e fah verstohlen nach Bürgermeister Arnolds hinüber, die breite Brust des Mannes hob und dehnte sich. Lieber das ernsthafte Gesicht ging ein Mifblihen. Llnwillkürlich streckte Eva die Hand aus, ergriff die seine einen Augenblick lang in impulsivem Mitempfinden: „Die Gefahr ist vorbei, nicht wahr?" Er sah sie warm an: „Es scheint fo. Lind das ist ein herrlicher langerwünschter Regen . . . Mein Glaube, dah alles kommt, wie es muh, und dah uns alle Dinge zum Besten dienen, ist wieder einmal der rechte gewesen." Ensingens Stimme knarrte etwas spöttisch: „Eine sehr einfache und bequeme Wellcuischxrur.g." „Glauben Sie?" sagte Arrgermeister Arnolds ruhig. „So einfach und bequem ist sie doch weder zu erlangen noch praktisch auszuüben Wenn mir jetzt der Hagel des ganzen Jahres Hoffnung zerschlagen hätte, so gehörte manches Lieberwinden Lazu, an ihr festzuhalten, glauben Sie nicht?" Eva nickte mit lebhafter Zustimmung. Dann sagte sie nachdenklich: „Rur das eine! Wenn alles kommt, wie es kommen muß, dann wäre ja schließlich kein Mühen, kein Streben nötig, dann brauchte man nur die Dinge an sich heran kommen zu lassen." Bürgermeister Arnolds lächelte: „Das tun wir Llm 2 Llhr schließt der Redner. Damit ist die Aussprache beendet. Die Abstimmung über die Vorbemerkungen wi d vertagt. P.ä,i)e.tt Adelung rügt einige Ausdrücke in den Ausführungen des Redners. Dieser erwidert darauf, dah er ja gewöhnt sei, daß Präsident Adelung sein parteiisch führe. Er erhält dafür einen nungsruf. liMi Billigste Preise Handlung Aollkesiraße 22 r baba (Role Linie) Hessischer Landtag. 4 4. Sitzung. St. Darmstadt, 27. April. Präsident Adelung eröffnet die Sitzung Llhr. Dor Eintritt in die Tagesordnung das Wort zu einer Kleinen Anfrage (»rt . ' ***•. Aus Stabt und Land. ©leben, den 30. April 1923. Anmeldung gewisser Valuta schulden zur Wahrung der Rechte auf Entschädigung. Die Handelskammer Gießen bittet uns um die Aufnahme folgender Mitteilung: In den dem Reichstag zur Zeit zur Beschlußfassung vorliegenden Entwürfen zur Abänderung des Reichsausgleichsgesehes und zum Ligaidationsschädengeseh soll u.a. die Frage der Währungsentschädigung für Schuldner, deren Verbindlichkeiten unter Abschnitt III des RAG. fallen, neu geregelt werden. Ferner sollen Ausgleichsgläubiger und Deutsche Reich wegen einer Liquidation oder Einbehaltung von Vermögenswerten aus Grund der bisherigen Gesetzesbestimmungen, oder des zur Zeit in Beratung befindlichen Liquidations- kchädengesetzes Haden, über das gewöhnliche Maß der Abfindung' für Liquidationsgeschädigte und Ausgleichsgläubiger hinaus eine Zusatzeutschädi- gung (Zusayabrechnung) unter bestimmten Voraussetzungen erhalten, um Währungsverluste zu decken, die sie bei der Bezahlung gewisser, auf ausländische Währung lautenden Verbindlichkeiten erleiden. Inzwischen ist mit Wirkung vom 30. März 1923 bereits das sogenannte Vorbereitungsgesetz erlassen worden, welches jed^ Berücksichtigung von Währungsschäden nach Abschnitt III des NAG. sowie jeden Anspruch aus eine Zusahent- schädigung (Zusatzabrechnung) für Währungsschäden an die Voraussetzung der Anmeldung des Anspruches mit der Wirkung knüpft, daß jeder Anspruch erlischt, der nicht innerhalb acht Wochen vom Inkrafttreten des Gesetzes an bei der Hauptstelle des Reichsousgleichsamts, Berlin, Wilhelmstraße 94/96, angemefoet ist. Für die Anmeldung wird die Benutzung eines bei der genannten Stelle ec- hältlichen Vordrucks empfohlen, durch dessen Ausfüllung den Vorschriften des Gesetzes genügt wird. Die Aufforderung zur Anmeldung erstreckt sich 1. auf solche außerhalb des Ausgleichsver- fahrens zu regelnde Dorkriegsvalutascharlden, wegen deren der Schuldner nach Abschnitt III des geltenden Reichsausgleichsgesehes grundsätzlich die Erstattung des Llnterschieds zwiscAn dem von ihm aufzuwendenden Betrag und dem Borkriegs- kurs der Schuld vom Reiche verlangen kann (§ 2 des Gesetzes). Don der Anmeldung ausgenommen sind diejenigen Verbindlichkeiten, wegen deren der Schuldner bereits beim Reichsausgleichsamt einen Antrag auf Ersah des Währungsschadens oder auf Dorschuhgewährung gemäß §§ 46, 50 des &er blauer Himmel und goldener Sonnenschein. In der ganzen Gemarkung aber standen die Wcin- stocke kahl wie Desenveis, in Grund und Boden geschlagen war die ganze Pracht, die ganze Hoff- nung des Jahres. Das ganze Dorf lief hinaus, sah die Vernichtung. Die Frauen weinten, die Manner standen ganz verzweifelt und starrten auf das Schreckliche, glaubten, nun sei das Ende r - , gekommen, nun könnten sie sich auch gleich hmlegen und sterben. Es wagte gar nie» mandauch nur nahe an die Wernstöcke heran- zu gehen, bis ein ganz alter Mann sich einen Ruck gab, berangmg und die Stöcke untersuchte. Lind bann sagte er mit einem tiefen Aufseufzen: Dem Stock selbst ist nichts passiert. Lind will's Gott, holen wir s das nächste Hahr ein. Lind so axrr's. Das nächste Hahr gab's einen Herbst wie wir's in langer Zeit nicht erlebt hatten " Nrnolds zeigte auf die weißliche Wolfenwand. die jetzt dräuend nahe war: „Lind wenn das da auch das Llnhell bringt, ich sage auch Will's Gott, das nächste Hahr." Die ersten Trrpfen fielen schwer und klat- schend, große nasse Kreise auf dem Steinboden der Veranda bildend. Alle standen am Fenster, schweigend und bekommen hinausschauend Nun fielen die Tropfen stärker, nun kam ein eigentümliches Knattern. Tante Röschen seufzte tief auf, und Eva sah, wie ein starker Ruck durch Bürgermeister Arrwlds mächtigen Körper ging „O Gott, o Gott," stöhnte das alte Fräulein Ernzelne Hagellörner prasselten gegen die Scheiben, fielen zu Doden^ sprangen wieder auf, lagen emen Augenblick und schmolzen dann weg Aber nun setzte der Regen stärker ein — es rauschte gewalttg herab. aus den Erfahrungen des Krieges lernen. iBrav-vl) 2lbg. Reiber (Dem.) beleuchtet ebenfalls zunächst die Kampflage an der Ruhr im allgemeinen und die Schlußfolgerungen auch für uns. Diese Lage ist Anlaß, die Reden diesmal aus einem Niveau zu halten, das sie früher oft nicht hatten Sie legt Zurückhaltung auf Bedauerlich ist, daß man mit zunehmender Entfernung von der Westgrenze immer weniger Verständnis für die unbestrittene Tatsache hat, daß es sich hier um den Existenzkampf des ganzen Volkes handelt. Die Erweiterung der Koalition hätten wir auch in diesem Augenblick für sehr wünschenswert gehalten und bedauern, daß sie nicht gelungen ist. Trotz der Notwendigkeit größter Sparsamkeit würden wir es für durchaus falsch, halten, wenn die Bautättgkeit des Staates eingeschränkt würde. Der Staat muß bauen. Ebensowenig öarf das Riedentwässerungsprojekt aufgegeben ö>erben. Die Angriffe gegen die SteuerbclitÖ seit Erz berget können wir nicht gutheihen. Sollte nach dem Kriege das Reich zu Mitteln kommen, blieb wchts übrig, als die Steuerhoheit des Reiches zu 'schaffen. Zur Abfindung des Großherzogs Bin ich der Ansicht, daß, nachdem der Klageweg beschritten wurde, die Angelegenheit hier aus der Erörterung ausscheidet. Nach unserer Ansicht ist der Großherzog hier nicht gut beraten worden. Angebracht wäre eine Vereinfachung des ganzen Steuersystems 2lbg. Ebner (K. P. D.): Llnsere Aufgabe ist nicht, hier parlamentarische Höflichkeitsformen zu lernen, sondern unsere vornehmste Aufgabe ist, die arbeiterfeindliche Politik dieses Parlaments zu entlarven. Gegen die Ruhrbesehung erheben auch wir schärfsten Protest, ebenso wie gegen den Versailler Vertrag. (Die gesamte Rechte einschl. des Zentrums hat den Saal verlassen. Nachdem Ebner etwa 5 Minuten gesprochen, sind nur noch 6 Abgeordnete im Hause anwesend, nach weiteren 5 Minuten harren noch — 2 (zwei) aus, der Abg. Llrstadt und Frau Roth, dazu 2 Stenographen und 6 Journail len Auch die Regierungssitze sind leer. Schließlich geht auch Abg. Llrstadt, so daß allein noch die K.P.D.- Kollegin Roth anwesend ist.) Angesichts dieses starken Interesses des Hauses an der Rede Ebners fühlen auch wir kein Bedürfnis, sie eingehender wiederzugeben. — Der Redner polemisiert namentlich gegen die Sozialdemokratie, die die Fühlung mit dem Proletariat längst verloren habe, gegen den ehemaligen Großherzog, der sich 5 Jahre nach der Revoluiion noch immer nicht nach Arbeit umgesehen habe, gegen den „Fahrradminister" Henrich u. v. a. und ruft schließlich das internationale Proletariat gegen den Kapitalismus auf. Noch nie ist eine Rede des Abg. Ebner so ohne jeden Widerspruch im „Hause" geblieben als diese. Vorübergehend war selbst Frau Roth abwesend. aleichsverfahren fallende, vor dem 1. Juli 1919 begründete und bis dahin noch nicht erfüllte Valutaverbindlichkeiten, soweit sie nicht erst nach dem 1. Oktober 1923 fällig werden. Diese Schulden sind jedoch nur anzumelden, wenn dem Schuldner entweder am Ausgleichsverfahren teilnehmende Dalutafvrderungen oder Ansprüche gegen das Reich auf Entschädigung wegen Liquidation oder Einbehaltung von Vermögensgegenständen in gewissen, in § 3 unter I b aufgeführten Ländern zustehen. Es handelt sich hier um solche Schulden, die für die Berücksichtigung bei der Gewährung einer Zusahentschädigung auf Grund der §§27 ff. des Entwurfs eines Liguidations- schädengesetzes, oder bei der Erteilung einer Zu- sahabrechnung auf der Grund der §§ 50ff. des Entwurfs des Gesetzes zur Abänderung des Reichsausgleichsgesetzes in Betracht kommen. * ** Die schwere Not der Rentenempfänger schildert ein Leser der „Offenbacher Zeitung" in ein paar Zahlenbelegen, die für sich selber sprechen. Es heißt da: Ein Rentenempfänger erhielt früher von der De- rufsgenossenschaft für Land und Forstwirtschaft Kassel für eine 30prozentige (bet 662/s Prozent der Dollrente) Dauerrente 8,35 Goldmark monatlich. Heute bekommt dieser Mann ebenso 8,35 Papiermark. Dor dem Kriege erhielt er hierfür: 3 Pfund Och- senfleisch ä 70 Pf. = 2,10 Mk., 20 Pfund Kartoffeln a 3 Pf. -- 60 Pf., 1 Pfd. Tafelbutter = 1,60 Mk., IV« Pfund Wurst ä 1 Mk. = 1,25 Mk., V3 Pfund Salz ä 10 Pf. --5Pf^ 5 Laib Schwarzbrot, der Laib 55 Pf. = 2,75 Mark, zusammen 8,35 Mk. — Heute kosten diese Lebensmittel: 12 000, 800, 10 800, 6000, 50 und 3650 Mark, zusammen 33 300 Mark. And heute bekommt der Mann für die ganze Zahresrente von 100,20 Mark ein Pfund Salz. 'n” 11 Bal "tuen! lemd^M un8’ lebt DtelSiutn bet lammstr. 25 p. ®anaen, das sollte auch die Sozialdemokratte emsehen, und besonders das, dah in Fragen der Arbeiter sich doch kaum Gegensätze sachlicher Natur ergeben hätten. Auch unsere Fühlung mit der Bauernpartei wäre der Koalition von Vorteil geioefen. Wir hätten keineswegs mit den Parteien redjtä von uns zu brechen brauchen, wenn wir in diese Koalition eingetreten wären. Ich meine, es war nicht notwendig, daß der Abg. Kaul gesterrn die Einheitsfront allein für die Republik in Anspruch nahm. Ist denn die Staatsform die Hauptsache, wo heute das ganze Doll und Reich in Gefahr ist? Ich halte jeben für einen Verbrecher, der heute diese Frage der S t a a t s f o r m als die wichtigste an- steht. Man sollte sich der Gegenwart mit allen Kräften widmen und diese Dinge der Entscheidung einer späteren Zeit überlassen. (Sehr richtig I) Der gegenwärtige Voranschlag gibt kein genaues Bild der tatlächlichen Lage. Interessant ist aber eine Gegenüberstellung mit dem Etat des ZahreS 1921. Das Defizit soll durch Steuern, besonders Erhöhung der Grundsteuer, gedeckt werden. Dazu kommen die Zuschläge der Gemeinden, die vielfach — auch in Darmstadt — äu einem Hauptfaktor der Gemeindebudgets werden. Das belastet den Haus besitz ungeheuer. Doppelt schwer im besetzten Gebiet, wo bald jeder geschäftliche Verkehr, auch der der Landwirtschaft, ganz stillgelegt sein wird. Wir sind deshalb hier zu einem ablehnenden Standpunkt gekommen. Wir sehen keine Gefahr darin, die Defizits durch Anleihe zu decken. Der Weg, durch Steuernachlaß Härten zu beseitigen, ist nicht gangbar. Wenn über mangelnde Opferfreudigleit bei den Anleihen geklagt wird, so ist dabei zu bedenken, daß die Kreise, besonders der Mittelstand, der im Kriege das letzte hergab, heute einfach nicht mehr können. (Sehr richtigl) Wer- im Kriege 1000 Mark Gold gegeben hat und heute 1000 Mark Papier vom Staate dafür zurückerhält, der hat das Der- trauen zum Staate auch verloren. All diese Der- hälttusse müssen berücksichtigt werden. Ich will damit durchaus nicht diejenigen verteidigen, die in der Lage sind, zu zeichnen und es nicht tun. Kem Mensch weiß die wahren Gründe des jüngsten Marksturzes. 2lber die radikale Presse gibt ohne weiteres Slinnes die Schuld. Es war darum interessant, daß Stinnes selbst klar und offen festgestellt hat, daß er oder feine Gesellschaften auch nicht einen Dollar in dieser 3eit gekauft haben. Der Aeichsbainkpräsident hat die Pflicht, die „ersten Kreise des Handels und Gewerbes", die schuld an der Dollarhause sind, mit Na men zu nennen (Sehr richtigl) Wenn Sparsamkeit gefordert wird, ist das durchaus berechägt. Dazu gehört die Forderung, fette iK-ucn Beamten- Teilungen mehr. Erfreulich sind die Zugeständnisse des Reiches in der Steuerpolitik, die auch Herr Kaul und der Herr Finanz Minister anerkannt haben. Bedenklich sind die Fehlbeträge in den Staatsbetrieben, wie Bad-Nauheim, Wolfersh.nm usw. Diese sollten doch zur Prüirag der Frage führen, ob nicht hier an die Stelle des Staatsbetriebes besser ein anderer, EinzÄbetrieb, treten könne. Die Steuererklärungen, die jetzt verlangt werden, sind unmöglich in der verlangten kurzen Frist abzugeben. Was die Frage der Abfindung desGroßherzogs betrifft, so muh diese Frage doch einmal fachlich und gerecht behandelt werben. Es muß als unrichtig bezeichnet werden, wenn der Herr Finanzminister gestern sagte, die jetzt eingeklagte Forderung würde den Ruin der hessischen Finanzen bedeuten. Wir werden Im übrigen beim Ouftuetat auf die Angelegenheit zurück- kommen, besonders auch auf die Erklärung des Herrn Dr. Rüster, die keineswegs einer Verhöhnung der Regierung gleichkommt. Die Erklärung war der einzig gangbare Weg für die angegriffenen Richter. Zur jetzt aktuellen Frage der A k t i - vität der Regierung in der Ruhrbesehung steht die Deutsche Volkspartei durchaus hinter der Regierung des Reiches. Wir haben das Vertrauen zur Reichsregieru ig dah sie, wenn sie den Augenblick für gekommen hält, aktiv handeln wird. Es wäre im Interesse des Volkes und des Kampfes sehr erwü ischt, a>enn die sozialistische Presse in diesem Punkte mehr Zurückhaltung zeigen würde. Dieser Ansicht sind auch d.e Ausgewiesenen selbst, die trotz aller Leiden viel fester sind in der Abwehr. Man sollte doch Er zuckte die Achseln. „Wenn wirklich Hagel lammt, kann m'rt einem Schlage der größte Teil unterer prachtvollen Aussichten auf ein gutes Deinjahr vernichtet werden. Der Hagel schlägt die dien sich entwickelnden Gescheine ab, unb dann ist natürlich alles vorbei. Aber wir haben verhältnismäßig sehr feiten solche Verluste zu "bertagen. Auch voriges Jahr war es nicht so Ichlimm Die Heineren Winzer sind in meiner Gemeinde auch beinahe alle gegen Hagelschlag versichert." „Unb Sie?" Gr sah sie mit ruhigem Lächeln an. „Wie lagt doch der prachtvolle Einsam Anzengrubers: »Mir rann nix geschehen." Was kommen muß, Zommt, unb jede Schickung hat chr Gutes. Es ^eht einem freilich ans Herz, wenn man sieht, wie an wenigen Minuten die Hoffnung eines ganzen Zahres zerstört wird ... Da hab' ich vor etwa zehn Zähren etwas erlebt, das bleibt mir un- «uslöschlich in der Erinnerung. Es war Mitte Hunl, gerade zur Zeit, als die Blüte m vollem ©ange war. Ich war an der Obermosel bei einem -Freunde; war am Morgen mit ihm in der Gemarkung, und das Herz im Leibe hatte uns gelacht, als wir den überreichen Segen beschauten. Am Mittag zog's grau am Himmä auf, ein einziger Blitz züngelte, ein furchtbarer Donnerschlag dachte Lind dann kam's vom Himmel wie lange veiße Stöcke, es prasselte unb knatterte wie Klein- gewehrseuer. Eine Viertelstunde darauf war wie- mehr oder weniger, wie es in unserer Art liegt. Einige kämpfen mit Schicksal und Geschehnissen, weil das bi ihrer Art begründet und darum für sie eine Notwendigkeit ist, wie Atmen, wie Essen und Trinken. Andere unterwerfen sich, weil das eben auch in ihrer Art liegt, und werden unter- gepflügt." »Lind damit wäre dann alles erklärt, alle- Meliert, alles aufs beste geordnet," sagte En- G'.igen. Seine Lippen zogen sich mokant zusammen. „Für mich, nur für mich" entgegnete Bürgermeister Arnolds. „Für mich weiß ich eben nichts Besseres, als zu kämpfen mit dem Leben, solange ich's vermag, und siegend ober unterliegenb das Geschehene von der Vorsehung anzu.iehm>n und als gut zu erkennen . . . Aber ich muß einen Augenblick um Verzeihung bitten. Das Wtsser fließt in den Gartenwegen, es muh ein Abflußrohr geöffnet werden. Ensingen sah spöttisch hinter ihm drein. „Ein ländlicher Philosoph. Mit zwei Worten tut er die ganze Welt ab.“ Frau Eva sah ihn kühl an. „Ich weiß nicht, ob tausend Worte besser wären, als diese zwei: kämpfen unb hinnehmen. Lind kämpfen und hin- nehmen können, das ist sicherlich mehr, als viele von uns vermögen." Sie wollte zu der Gesellschaft zurückfehren. Ensingen hielt sie zurück. In feinen Augen funkelte mühsam verhaltener Aerger: „Sie haben merkwürdig viel Zustimmung für Herrn Arnolds." „Gewiß! Weil er merkwürdig vieles Jagt, dem ich zu stimmen muß." „Lind ich habe das Llnglück, in den letzten Sagen zuwellen Ihr Mißfallen zu erregen.“ ________________(Fortsetzung folgt) maggi8 Suppen helfen Kohlen und fies sparen. DeünJ«nlCh Sorte geben sie in IJ bis 20 Minuten mühelos, ohne weitere Zutat, wohlschmeckende nahrhafte Suppen. Viele Sorten, wie: Eiernudeln, Eiersterneben, Erbs, Erbs mit Speck. Ochsensehwant Reis, Pdz usw. tragen jedem Geschmack Rechnung. iter 2Ibg. Wolf (Dbd.). Er fragt, ob ber Regierung bekannt ist, daß vielfach das abgeliefecte Llmlagegetreide noch nicht bezahtt ist, unb was die Regierung zu tun gedenkt, diesen Mißstand zu beseitigen. Präsident Liebel: Die Regierung hat viel- stich, auch neuerdings wieder, die Kommunalver- bände angewiesen, das abgelieferte Llmlage- getreide sofort zu bezahlen. Dah sie manchmal im Rückstand bleiben, liegt nicht daran, dah der Preis des Getreides sich fortgesetzt ändert. Die Generaldebatte zum Etat wird dann fortgesetzt Abg. Hoffmann-Seligenstadt (Ztr.) bespricht zunächst eingehend die Verhältnisse im besetzten Ruhrgebiet, erwähnt dankend die Tätigkeit des päpstlichen Stuhles unb der Deutsch- amerikaner im Interesse des leidenden deutschen Volles und spricht namens seiner Fraktion den Kämpfern und Duldern drüben Dank ais Die Iugend verdiene bei uns zuviel Geld, das JPUten Och auch die Arbeiterorganisationen bei Tariffestletzungen einmal klarmachen. Für die Be- seittgung der Privatschulen bzw. für Entziehung Linierstühung dieser Anstalten aus politischen Gründen sind wir nicht zu haben. Die Ausbau» schulen ziehen trotz aller Bemühungen nicht. Wir begrüßen alle Ersparnisvorschläge unb »mah» nabmen des Finanzministers. Die Besoldung der Beo- soviel sie auch den Staat kosteü., ,^,^t nicht der tatsächlichen Teuerung. Ersre' '• , sind die Einnahmen aus der Forst» verwattung. Das Tarifholz sollte man den Beamten lassen. Die zunehmenden Holzdiebstähle sollten schärfer verfolgt und bekämpft werden^ Wir wünschen, dah die Schupo mehr als bisher zum Schutz des Waldes herangezogen wird, wie überhaupt die Schupo mehr praktisch beschäftigt werden möge. Sport allein genügt nicht. Die Einbrüche nehmen erschreckend zu, und selten wird ein Einbrecher erwischt. (Sehr richtig!) Dir Woh- nungsbauabgab« wird vielfach als zu hoch empfunden. Die Landwirtschaft empfindet es mit Necht als Härte, dah auch alle Wirtschafts- aebäude unter diese Steuer fallen. Das Reich sollte endlich an eine höhere Miete Herangehen, das allein wird eine gerechte Regelung der schwierigen Frage bringen. Wir brauchen für unser Volk Arbeit unb Brot. Dazu ist notwendig, daß wir alles daransetzen müssen, die Broterzeu- guna, allo die Landwirtschaft, zu stützen und zu stärken. Die Zwangsbewirtschaftung muh beseitigt werden, auch im Brotgetreide. Alles, was zur Hebung der Produktion geschehen kann, muh geschehen. Nach der Pause erhält das Wort Abg. Dr. Werner (Dtnl.) zu einer Kleinen Anfrage, betr. das Gelände hinter der Weihen Dragoner- faferne auf dem Exerzierplatz: Ist es richtig, daß öaS Gelände hinter der Weihen Dragonerkaserne aus dem Exerzierplatz, das seit 1916 Äckergelände toar, nicht mehr benutzt werden unb zu Pferde- Sporlzwecken für die Schutzpolizei verwendet werden soll? Wenn ja, wie red)tfertigt die Regierung diese Verwendung von 8 bis 10 Morgen Kulturlandes, auf dem etwa 20 Familien Garten- und Jeldfrüchte zogen unb ziehen können? Staatsprä ident LI l r i ch gibt eine aktenmäßige Darstellung ber Verhaltnllle, aus der hervorgeht, dah das Gelände nicht mehr verpachtet wurde und seitdem der Schupo zu Ausbildungszwecken xur Verfügung steht. Nächster Redner zur Generaldebatte ist Abg. Dr. Osann: In den letzten Tagen sind hier der Deutschen Votkspartei freundliche Worte gesprochen worden. Es sollte sich bei der gröberen Koalition ja nicht um eine Interessengemeinschaft, sondern um eine Arbeitsgemeinschaft handeln im Interesse des 2-Mai wert Echtster i Mang 8 Ufr verstärktem roch stau. > oeiter rteifendesLeo^’ Milford ’ 0^'“'“ ‘in1 ^">1..«;; ^Mittwoch: ibev- , N 6ie6tött MeiWSlll in Mr not lUrtt UB Xlq Uttum iKpfamc TD eine auf ba* am die alle Gilt« erhallen bleibt Der .O-erchest 3d hing“ als Sa nun elfte He flnb zu diesem Ztoeck bis jetzt schon 46 500 Warf aus Wirgerfretfert Vermischtes. 3m Zuge um 50 WilTionee bestöhle». Berlin. 28 April (TBTB) 3m D-3ugt 50 Millionen best ohlen wurde vvr- 3m 'Belaste bet Monate MLr» ifl* Aprfl hat ftzch dte >agr ** 2kt*fclmata x stMich Beoeif über dem Heöruar Daren Beirre volle Be» trteb» f t Llrgunga t» dem betÄr4ttM» hi** -rund De .Mer der aus öifwallch« -IMumU urt.-rftOftien Xrbettrr •yXätW.dW und »uir ist grfttegBL De Lach »rag» euch Xrfwit»tihee ftr Me LanbDirlschaf t «stchr kl ne beeerfenswerte Zunahme 3m DU» waren 21 offene Smlte» und 3m Bergbau te»l« b*e Beichälliguna»- tage tm TUn jegmabn bem Ttarmt*« befembert Jwnjjömmg 3m April nmhie das B« u nsieothergwert einen Kälteten an brr Betrieb Wbm. da Absatz'ch-r^erfgteUan nach dem besetzten ®ebwt Meter in Grscheiauag traten Die Leute werden jedoch mit inberwo Arbeite» weirerbe- schüNigt Auch in bet Industrie der Sinne und erbe btdt 'ich bk Beschäftigung »tage aal dem Stande von ®nbe .r-bruar 5he Melalli ndust rie bunie im Mär» noch m derselben Mei'« arbeiten wie im »rbruar 13 o*lenen Stellen standen eraschltehlich des Bor- zugegangen. Kreis Friedberg. • Bad-Bau heim. 28 April. Deutschamerikaner, der nicht genannt sein will, übergab dem hiesigen Pollzeiaoll 100 000 Mark tut die Auhrhllse. Sei Bekletbu,gs,ewerbe Hrte tm Mörz unter 'lauem De'chrfisgang M lerden. der ',ch auch tm Aprfl noch rfwas tertpftandt. 3m März Barbe m den Betrieben jee Teil oerfftry gearbertrt. auch bähen einige »etiaHungen bau* gefunden Die Vrfchättiaun^tage hat Nch trn Aprr. »ich« geändert Jm Marz ftonben bret cf lenen Stellen 34 Srellensuchende gegenüber Dir ofkeen Stellen wurden befett 3er 2Mn brachte dem Baugewerbe ei» Kiffe» 2m'leben der Beichältigungsbge. jedoch t es sich noch in buchet denen >:n»n «che Lire suchten noch HZ Leute Arbeit, offene Stellen Daten nur 17 verbände». von bene» 15 bete»i warben 3m April konnte von be» Arbeit- ein lei unter gebracht werben Die ungünstige Betrieb» läse bredereiflemerbc bieit a. M feine diesjährige Zrüdiahrs- verfammlung ab Aach "Begnihunq und Schrift- deirachlung des Verba rdsvorftNen den Pfarrer Straf- Mattern Haufen hielt der Vorsitzende de» iXutf. i bmb ♦ P Thiele. Berlin- •nirfung-Kiufr.«^ । unterer Ver ine. zumal an Dahlem, eine i Nortrag über das -Sbema. .Die den Zugendlichen" flhr führte in eiiidrucksvoller TDeilc aus. bah das Ziel der Verbandsvereine ist, Menschen f> ranznbllden. die mit Dolles Hilfe und erfüllt mit b.lhjnu Deist etwas Eant^t werden, wirst, e christlich.' Periönllchstiten. Das fall durch Vollen»ubultg Seherrfchung des Ee- füdislebens. .chi k-es Denkens. 'Zrziehung zu unbcMtatc wahrhaftlgteit geschehen Teiler murte Über die sog . IDeoflenplfenfadK" gesprochen Mädchen mit höheren geistigen Ansprüchen leit im Xabmen der bestehenden Vereine die Möglichkeit geboten werden durch engen Zusammenschluß O (ei 4)11 r eben ber in Erdanken- austaufch und durch Me Zeitschrift . Der 3u» gendweg' Antwort auf allerlei Fragen zu erhallen linier and.rem wurde noch auf eine tm Derbst in Herbstein stallfindende Frrfzeit btn- Unrf'chattttchm Verhält- Ute au Ar bei tskü rangen Ich re len von t>men ei hebiiche Teile der Beleg- scha*ien betroffen wurden, nährend ein kleiner Teil der Arbiter noch volle Beschäftigung bat 4>.e Ausnavmetät.igteil dieser 3ndustrte für weitere Arbeitski itte erlch int unter Mrfen Umständen au »grf 1.. " Lhemifche Industrie Sine Fabrik Mrfer Bra: Jx arbeitete tm März noch voll 3m Apnl inust.c sie g»kür»;e Arbeikszeit einiubren 3n der Holzindustrie war im März etne Otter« S eil? g.mrid-t. Arbritluchrnde dagegen 30 Die olle« e Stell: wurde belebt Degen- über dem Vormonat a n Me LrM!:«stag>- tm groben und ganzen unverändert. Sine jabrif iah sich intolQf Lrbeitsmangel gezwungen. Schreiner zu entlüften. Aabcungs- t. n b Genuhmittel- brandje. Die XaballnDuftrir muhte im März mit ncrtAruer ArM i:o'«tt produzieren, zum Tell landen auch Vetriebsfkille.ungen statt. Durch die -eradtetzung des Tabaizolics mit Dirkung vom 1 April ab wat es möglich. Me stlllarfe.llen Betr ehe trk£»r in l'ang zu bringen, allerdings befiehl nur Llurzarbeti Die hiebe' «och Utiaen Betriebe halten aleichralie an der Kurzarbeit test. D e aut Aeuter meldet au4 Kapstadt Von den Booten des gescheiterten rortugie't che > Dam.fers .Maf'amedes" alle bt» auf zwei aufge|unt>en worden Bon den 258 Personen, die lich an Bord des Schiffe» befanden lind 2 2 7 gerettet Märchenhafte Tkeinpreife. fpd Au» der VfalA. 29. Aprfl. Die augenblicklich in Deidesheim slans'.nden- den Berstetgerungen 1 9 2 1er Deine bester Lagen von Ivrft und Umgebung bringen für untere, an grvhe Summen bereit» gewöhnte Zeit Preise, die doch schier märchenhaft anmuten. Allerdings hat man es mit Deinen allererster Qualität zu tun. die als erstklassige „epifren- bezeichnet werden müssen. Den hdchstrn Preis err.elre ..Aorster Langen- acter Ä1e»lbige mil 76 Millionen Mark für 1000 Liter Vas Liter kostet also tm Aah allein schon 76 000 Mark. Die Deine sind Eigentum des TB internerem» Avrft. Das Detngut findende X.. .KiDjnbiffft Bcf lebhafter Aus- spräche brachte dir Versammlung mannigfache wertvolle Anregungen Landkreis Nieten. • Collar. 26 Aprfl Der Hablabrcr • verein 1 895 Lollar verunstaltete einen Saassportabend, betten Erfrag »um Besten der X u b r b I M *• bestimmt war -3» wurden lehr mut fpvrlttchc Pistungen gezeigt namentlich Me Jbinftfubrer Ctebr Löhr uno H Selbler verdfenen mit brfvnderer Anerkennung genannt ftu werden Der Ort rag von 57 840 Mark wurde der Volfsvpterfammlung des .Siebener An»" lugefübn «reis «Isfeld. • Alsfeld 2» Aprfl Tte StabOerwal- hmg gab bekannt bah lk- das attabenbNche Urte blasen, eine alte Sitte, ntcht meche benähten kdnne. da Me Äotten auf rund 100 000 Mark ge» stiegen sind Das Maiblaten teilte deshalb in Ateafall kommen Man ist test! bestrebt. Me Äoften durch eine prfoate Sunnnkmng asfptbrfmx». damit Tert sind Sryugnifk ferner Ctebe au t* ten Stätten und stehe» kunstterrfch hoch. jotef Slffar Decheshetm er lüfte für „Det- deshetmer Keche X;cf?.r.g Anslese" 68 MU- lioeten Hart für 1000 Liter Die Deine enn- leitendem Tert von Webe, den barb (Ä. ^arftel. Verlag. Leipzig, i — Zeichnungen wie de» ge wei h- mtnfen werden. Srdhirche PfaLz^ • Die man falsche Diamanten prüft Da die Fälschungen tm ^uwelenhan- bei immer HLuftaer werden, so müssen die Dir- tnun.'enhändler die koftbsre« Steine auf bas lorgsälttgste prüfen. Ss gibt verschiedene Me- chr den. mit deren Hilfe man die Unechcheit eines Steins feftfteuen kann Schöpft mae Verdacht so wird der Edelstein ins Datter gelegt. und man beobachtet dann, ob er seine» Dlanz verliert. Tritt dies ein. bann ist der Stern -weisellos als eine HUlchuna entlarvt. Sine andere Dasserprobe besteht varfn, da- man auf den Stein einen Tropfen Dalle: fallen lab- Der Dassertropsen wird dann leicht mit der Spiste eines Bleistift» berührt, und wenn der Tropfen auseinander flieht. Ist der Stein gesüllcht. Manche Händler geben Piel auf folgende Prüfung Ein ichwarzer 91ed wird auf einem Stüd toeihen ^Papier angebracht und der Diamant davor gehalten. Denn der Stein eine Nachahmung ist. so erscheint der Sied verschwommen. Die Härte des Steins ist ein anderes entscheidende» Merkmal. Sin echter Adelstein kann mit dem hänelien Instrument angefeilt werden, ohne da- etwa» ab- splittert. Der falsche Stein aber wird habet brechen. • Die richtige Antwort. Die grauen red) tlertn stand ans der Aednerbühne und schleuderte eine Frage In die lauschende Menge. n2Öo würden die Männer heute fein, wenn es nicht Srauen gdbef rief sie triumphierend. Tiefes Schweigen antwortete ihr. ..3d) frage nochmals^, sagte sie. ..Do wären die Männer ohne uns Srauen?" Da antwortete eine ruhige Stimme ganz von Hünen: „3m Paradies". Vücherfisch. — Da s deutsche Stubententum von seinen Anfängen bis *ur Degenwarf Bcm De D. Bruchmütter (IV u. 132 S). (Aus Vater und Beisieswelr. Bd 477.) Verlag von B. ® Teubn«. V«tt*tig und Berlin 1922 — Za rechter Zeit erscheint Mrf< Grfchichtc des deutschen Studenten- tunte, wo Me Stellung unseres jungen akademischen Vachwuchlrs zu Volk und Staat viel erörtert mb viel umstritten ist. wo der Student selbst ein neues Verhältnis zum VoUsgan-en und Volksleben za geuHtmen lucht Da vermag Meter .Studenten- spiegel" um so mehr -ur Selbflbelinnung etnerteite, xur gerechten Beurteilung anMrerfeite zt führen, da da« Buch nicht nur ein lebendige» Bild der w chlelnren du beten «Arschrfn» g bei studentischen lebens von den Anfängen der deutschan Unuxrfi» tat bi» zur Gegenwart gibt und fo das nur geschichtlich mögliche Verständnis seiner Sigenart vermittelt. Vielmehr bietet es vor allem auch evte Darstellung der inneren •nnmtflung des deutschen Stubentenhinte von der kirchlichen Debundeaheit des Mittelalters bi» »um 20. Zahehunderf und zeigt, wie es In deren Berfaus immer mehr zum Srtcaclbitt. aller Aöte und Erfolge aus dem politischen. nationalen und sozialen Gebiet, aller Kämpfe und Stege unseres geistigen Lebe»» geworden Ist — AusDvethe»Pfabenl»Delmar. 20 Zeichnungen Don OGm Tvrnq » lst Mit em- Daüar ch-Kl vier fanden weitere Boachteaa. untre ’.-ge-i tm Jüritwrfebe 27 50a »antetx tw*rftigt 10000 Lteländllche I5onhel. ?ra n [f u r t a. M. 28 Aprfl. 3w Monat Hnbet die Mer t pa p ie r bö r f e jewells Montag». Dten»iags. Donnerstag» und Hnrftag» stall Am Donnerstag 10 Mai und am Montag. 21. Mai. bleibt Me Börte der Zetertage halber geschlossen. An den übrigen Tagen, au her den vorgenannten, ist jeder handel bi Dertpapteren bt den Börfenräutnen unterfagt S» werben nur Devisen und Boten notiert. Berlin. 28 Aprfl .Pte Devise» machte sich etwas vermebrte Ha4*tuae geltend. Me bei ruhigem Verkehr ein leichtes Xt»tebmt der Oveile am Vormittag bewirkte Der Dollar überftprftt toteberum 30000, aber Me Aeichsbank betrieb igle tx4l Me Tiachirage *u den amtlichen Kurten Vach der Votierung Nteb Me Haltung test Mtekten waren durchweg begehrt; dte luiwa Kurte lauteten zum Teil wesentlich höher Hra»ks u rt a. M. 23 Avril. Börsen» stimmungsblld Am heutigen De-stenmarkt war dte Tendmm behauptet Der Dollar wurde mit 29 225 genannt, tm Verlaufe mit 29 730 M» 30 250 tebanbeii 3m S»tekten-Hreioertzehr war das Deschäll ruhig 3m Versehe von Vuma» Deste« abend besetzte« Dte Franzosen den Bchnho^ Montabaur Im Destrrwald an der Srreck» Sayn—Limburg und verhaftete» b« V^hnhrs^voisteher Damit Ist dte letzte birefte Bahnstrecke zwischen Koblenz und Llmdurg lahmgelegr. Em« bev»rstehe»be Bebe Brfa»d». Puris.» Aprfl t DTB ) Dte Ern W W*i>u -Brstzit twflewi •int»..... E Om ete . - - (3n einem Teil der Auslage wtederhall.) Urteile des Mainzer MUtiargerfchtt. Mainz. 28 Aprfl (BUB) Dte M der bteflgen cki'eT-cha dnda u."LerrfrObrfSOhteim Schlosser Heinrich Marguardt und 3 »• bann Böckn« r von Matm, batten sich vor dem Militärgericht des Eeneralstab» der frMmö- Messe-Eröfs»»»g <■ »««heim, Mannheim. 27. Aprfl- (Dolfs ) 31 Albelungensaal des Vosenaarteos wurde heute minag !1 Uhr dte dritte E r f l» b u » a e »-. Ae u he 1 te n - » « b 3» du h r le m e ssa te Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste erdfsnetz gehalten. Eerfte wurde »ur Berriu uirg*gt Hller war nur ftr Mn Desten begehrt Mats Mteü ziemlich unverändert. Mehl und Aurmesteste mum rupig. 2 MMS seue XX.S IS» DMs 7*QD 7tzttz78 renu IM —V— —V— MBI * *TM3> wr^x. 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