175. Jahrgang Dienstag, 50. Januar 1925 SietzenerAiizeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühl'fche UniversttStr Buch- und Steinöruderei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. Zuspitzung der Lage im Ruhrgebiet 'Wjttunbfran Januar 1923 liegelpsad 18a« Frie- heute Verschied^ - worden. Forstmeister Haeffke, der worden war, ist zu vier Wochen Gebet sofortigem Strafantritt verurteilt verbracht verhaftet fängnis worden. iot)taollen und Deckm ibringen. Der Eingriff in den Postbelrieb 6 an9ehoimnen Frankfurt a. M., 29. Ian. (Wolff.) IimAi e S b a d e n und M a inz - Kastel ist foMmder Befehl der Franzosen angeschlagen wvjhen: in Stellen erteilt werden. — Gemäß der arrbnung 1 Art. 6 der K. C. 3. T. R. wer- i Vergehen aller Art gegen den Befehl Ikxsgerichtllch verfolgt. Der Oberkommandierende General der auszuführen, die ihm in seinem Auftrag der E. 3. C. F. C. und ihren untergevrd- I^M^rerieMe' Essen, 30. Ian. (WTB.) Zum Auf- sichitvbeamten für den gesamten P o ft b e - tr itfr des Ruhrgebietes wurde der franzö- sisvHr Beamte Brally ernannt. Als Sank- tiiDi für die deutsche Ablehnung, den Fran- alle aus dem Weltkrieg hervorgegangenen densverträge an. Lausanne, 29. Ian. (WTB.) Der Berlin, 30. Juni. Wie die Blätter aus 18 Ien melden, spitzt sich die Lage im Ruhr- iteiif immer weiter zu. Die französische Be- I^uagSbehörde hat bekanntgegeben, daß alle *11 ichen Beamten, die ihrem Befehl nicht vHchilommen, sondern sich widersetzen, sofort v*h-rftet, jedoch nicht bestraft, sondern ohne ausgewiesen werden sollen. 3n- WhS der zahlreichen Ausweisungen, die be- ontij erfolgt sind, und des rücksichtslosen Ein- M> fenS der Besatzung in den Eisenbahn- tlliö« P o st b e t r i e b, herrscht unter der Be- BNiferung eine erbitterte Stimmung. KSi't«rn wurde das Telegraphenamt von ftan- jmischen Soldaten mit aufgepflanztem Seiten- a«dehr besetzt. Das weibliche Beamtenperso- ntML Lvurde von den Offizieren mit d e r R e i t- Esche aus dem Saal getrieben- Der Düsseldorfer Generalkvmmissar der flMHösisch-belgischen Besatzung hat nach einer ÄtLung des ^Dorwätts" dem Regiecungs- Mi öenten auf die Frage, ob an eine Hun - ^(iHodatie ernstlich gedacht sei, eine s.'chf iliche Mitteilung zugehen lassen, in der eafcdit wird, es sei nicht daran gedacht, die fÄi die. deutsche Bevölkerung reservierten Le- Hnnaqme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit Dreis für 1 mm höhe für Anzeigenv 27 mm Breite örtlich 30 Mk, auswärts 40 Mk.; für Reklame- Anzeigen von 70 mn Breite 150 MK.Bei Platz. Vorschrift 20 Aufschlag, ^auptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil Ernst Blumichein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gietzen. ar unler Strafhammer P> o>iz auf meine Persil rifft. Alle Bekannten ui! Völkerbund und Reparationsproblem. Paris, 30. Ian. (WTB) Havas berichtet, man versichert m Kreisen des Völkerbundes, im Verlaufe der heutigen Eröffnung der Session des Döllerbundsrates werde das Reparationsproblem außerhalb der offiziellen Sitzungen zum Gegenstand eines Meinungsaustausches zwischen den teilnehmenden Staaten gemacht. Es sei möglich, daß infolge dieser offiziösen Verhandlungen dem Völkerbund eine Resolution unterbreitet werde des Inhalts, der Völkerbund wäre gegebenenfalls geneigt, sich auf Verlangen der interessierten Mächte mit dem Reparationsproblem zu befassen, wie er dies bereits zum Ausdruck gebracht habe. Paris, 29. Ian. (WB.) Heute vormittag, zu Beginn der ersten Sitzung des Volker- bundsrates, begrüßte der Vorsitzende Dt- Viani den neuen italienischen Vertreter, Sala n d r a, und die Vertreter der neu in den Völker- bundsrat gewählten Stacuen, Uruguay und Schweden, Balenco und Dranting. 3m Anschlüsse daran wurde über finanzielle Angelegenheiten des Völkerbundes verhandelt. Ein Erlebnis des englischen Königspaares. _ London, 29. Ian. Als das englische Königspaar heute nachmittag nach London zurückkehrte, stellte sich ihm ein früherer Soldat in den Weg und schwang den Krückstock. Bei feiner Verhaftung erklärte er, ec habe den König wegen der Arbeitslosenfcage sprechen wollen. 'Wöre hiermit, bah die n 1 Anzeiger" in für. 22 von werden. Die Aerzte haben darauf erllärt, daß infolge dieses Vorgehe is schwere Epidemien auf» treten können, und daß sie die Verantwortung für alle Folgen den Franzosen überlassen müßten. Die Verwendung der Tpahis in Trier. London, 29. Ian. (Wolff.) „Daily Chro- nicle" nennt im Leitartllel den Dajonettan» grifffarbigerfranzösischerTruppen in Trier, einer der historischsten Städte im zi- vllisierten Herzen Westeuropas, gegen die dortigen Einwohner eine Infamie. Schuld daran säen diejenigen, die die Spahrs dorthin brachten. Das „Daily Chronicle" fragt, ob England der Gedanke ongwrcHm sei, mit eire. Macht zusammenzuhalten, die Afrikaner verwende, um Weiße zu bajonettieren. Ein holländischer Flugdienst nach Köln. Amsterdam, 29. Ian. (WB.) Das „Atge- meen Handelsblad" meldet: Da der Eisenbahnverkehr von Holland nach dem Rheinland völlig in Unordnung geraten ist, hat die Königliche Luftfahrtgesellschaft einen Flugdienst nach Köln organisiert, der ausgenommen werden sott, sobald die Besahungs- behörden ihre Zustimmung erteilt haben. Es sollen Passagiere, Post und Güter befördert werden. M seit einigen Tagen das Eisenbahnnetz Unfynlegten. Dieser Versuch, die Eisenbahner ie Bevölkerung des Ruhrgebiets aus- den an der Konferenz beteiligten Abordnungen überreichte aber noch nicht veröffentlichte Fr jeden svertrag sen twurf der Alliierten enthüll eine Anzahl von Klauseln, die sich zum Teil in Uebereinftimmung mit demDe rtragvonSevresaufDeutsch- land beziehen. Der Vertreter desWolfffchen Telegraphenbureaus ist in der Sage, daraus folgende Angaben zu machen: In Artikel 23 Tett II verpflichtet sich die Türkei, die von den Alliierten mit den ehemaligen Zentralmächten abgeschlossenen Verträge und Zusatzabkommen anzuerkennen und allen Bestimmungen, die über das ehemalige Deutsche Reich, Oesterreich-Ungarn und Bulgarien getroffen wurden und noch getroffen werden, ihre Zustimmung äj erteilen sowie die neugeschasfenen Staaten in ihren Grenzen anzuerkennen. Im Artikel 24 muß die Türkei nochmals ausdrücklich die Grenzen Deutschlands. Oeste.r ichs, Bulgariens, Ungarns, Griechenlands, Polens, Rumäniens, Iugvstawers und der Tschechoslowakei anerkennen. In Ariikel 56 desselben Teils II verpflichtet sich die Türkei zur Anerkennung der Bestimmungen des Artikels 258 des Versailler Vertrags und dec entsprechenden Verträge mit Oesterreich und Ungarn, wonach diese Staaten auf jede Vertretung und Beteiligung an Organisationen und Konzessionen in der Türkei und jeder finanziellen Verwaltung und Kontrolle in der Türkei verzichtet hatten. In Art. 67 Tett II (Abschnitt über die Reparationen) erkennt die Türkei den Übergang aller deutschen, österreichischen, bulgarischen und ungarischen Schulden-Forderungen an die alliierten Mächte laut Art. 266 des Versailler Vertrags und der betr. Artikel der anderen Verträge an. Ein Eegenprojekt der Türken. Lausanne, 29. Ian. (WD.)Die türkrsche Abordnung wird am Mittwoch ein Gegen- Projekt überreichen, das sich vor allem gegen die Artikel des alliierten Vertragsentwurfs wendet. die ohne vorherige Beratung in den Ausschüssen und Unterausschütten abgefaßt wurden. in E> ndluttf id. f'n. reine* k ein -n v°n d MJ h nicht len- J frei IMO*1' 'Sn neuer Befehl Degouttes Eine neue deutsche Protestnote an Frankreich. Berlin, 29. Jan. (WTB.) Der deutsche Geschäftsträger in Paris wurde beauftragt, der französischen Regierung folgende Rote zu überreichen: Polizeiwachtmeister Symalla in Altenessen wurde am 28. Januar, als er auf seinem Posten stand, von einem französischen Offizier verhaftet. Rach einer mündlichen Auskunft des französischen Befehlshabers wurde der Beamte zu 15 Tagen Gefängnis verurteilt, weil er sich weigerte, einen französischen Offizier zu grüßen. Jede weitere Auskunft wurde dem Dvll- zeipcäsidenten in Essen verweigert. Auch wurde es ihm trotz seiner Vorstellungen nicht gestattet, einen Vertreter zu Symalla zu schicken, um sich nach seinem Ergehen zu erkundigen. Das Vorgehen der französischen Militärbehörde gegen den deutschen Beamten, dem sie keine Weisung zu ertetten befugt war, ist ein Akt der Willkür. Die deutsche Regierung erhebt dagegen Protest. Sie wiederholt das schon von dem Polizeipräsidenten in Essen gestellte Verlangen, daß Symalla unverzüglich freigelassen wird und behält sich vor, volle Genugtuung zu fordern. Der Erzbischof von Köln für „stellen, starben, stolzen Widerstand". Köln, 29. Ian. (Wolff.) Der Erzbischof von Köln veröffentlicht anläßlich des widerrechtlichen Angrhfs unversöhnlicher Feinde auf die rheinisch-westfälische Industrie und die friedliche Bevölkerung eine Kundgebung, worin es heißt: Opferfroh und opfermutig steht nun in gemeinsamer Rot und Gefahr das deutsche Volk wieder einmütig zusammen. Ja, unser ganzes Volk, in allen seinen Stämmen und Ständen, alle für einen, einer für alle! Diese herrliche Gesinnung ist zurückgekehrt und fängt an, unserem Volke bei Glauben an s i ch selber wiederzubringen. Wir wollen st i 11 e n, starken, stolzen Widerstand leisten gegen die Ungerechtigkeit unserer Bedrücker. Haß und Rache sollen uns nicht beseelen und uns nicht den Weg zum Glück des ersehnten endlichen Friedens abschneiden. Deutsch -amerikanische Liebesgaben. Hamburg, 29. Ian. (WB.) Von dem Central Relief Comittee in Reuhork ist heute wiederum ein Auftrag an das deutsche Rote Kreuz ergangen, 500 Kolli Mehl, Zucker, Reis, Schmalz und Milch an die Notleidenden im Ruhrgebiet zu versenden. Durch das genannte Komitee wurden bis jetzt von unseren amerikanttchen Stammesbrüdern Liebesgaben im Gescun wert von 11 500 Dollar ober etwa 380 Millionen Mark überwiesen. Mlj| MftOlO z-Melen, wird mißlingen, da die Bewohner llrlllf we Nuhrbezirks sehr wohl wissen, aus welchem A'WJhww» ESmde die Eisenbahnerschaft passive Resistenz üfB. 3m Gegensatz zu der schriftlichen Zusiche- mnrg, daß die Lebensmittelzufuhren nicht ab- gg<|tnitten werden sollen, steht die Tatsache, öcifi die Franzosen die Ruhrtalbahn und die Süic:n ist. Schmidt hatte erst vor kurzem zwei Operationen überstanden, unter deren Maocrehen er noch leidet. Sein Stellvertreter, MexisLungsrat G r u e n w a l d, hat sich zum Di- vMnSlommandeur in Weitmar begeben, um selbst gegta Die Verhaftung zu protestieren. Die De- amriti aborbnung ist nicht vorgelassen, dagegen iflfi kiuenwald gleichfalls verhaftet worden. Ferner iftfi trute die Filiale der Reichsbank beseht und dsnXLichsbankdicektor D l u m h o f verhaftet wor- be® Die Reichsbankbeamden haben daraufhin blte 2tibctt niedergelegt: die Privatbanken in Do- chtuc haben zum Protest ebenfalls geschlossen, ist der Leiter des Hauptzollamts Bochum, Sfiojfl, verhaftet worden. Die Gefangenen sind amn Weitmarer Pastorat unlergebcacht wor- be®. — Der Fernfprechbetrieb, der seit Mittwoch vrmht-r Woche geruht hatte, ist heute mittag tohticc aufgenommen worden. Die französischen TiÄrstm, Die das Telegraphen-Postamt beseht bwdkn, sind abgerückt und haben deir Telegraphen» nist'ptttr Dirke mit sich fortgeführt. 31.1.23. Von dem oberkommandierenden G»Mnal der alliierten BesatzungSttuppen wird —- - , j befohlen: Sämtliches Personal der am Sa"?',I» !- ErlseEahn hat an Ort und Stelle seinen wird ea st aufrecht zu erhalten und alle Be- ffibn °b,llfliii fWl ^uSzuführen^ die ihm in seinem Aufttag Der Frirdensvertragsentwur^ der Alliierten in Lausanne. Lausanne, 29. Jan. (WTD.) Die Führer der alliierten Abordnungen ülerreichten heute den anderen Abordnungen bei Friedensvertragsentwurf. Gleichzeitig tourte er bereits offiziös der türkische Abordnung zugestellt. Die offizielle Tleke.reichung soll, toie bereits gemeldet, in einer seierlich-.m iSchlußsihung am Mittwoch stattfinden. Der russischen Abordnung wurde nur der Abkommensentwurf für die Meerengen- fragen zugestellt. Ein Auszug aus dem Friedens- Vertrag soll infolge eines UebeveinfommenS zwischen Den drei alliierten Delegationen erst nach der offiziellen Sitzung am Mittwoch der Presse mitgeteilt werden. .Heber den Inhalt des Vertrages kann jedoch bereits folgendes mitgetelü werben: Es handelt sich um 10 ver sch iedene Dokumente und zwar 1. eine Schlußakte, 2. den eigentlichen Frie- denso ertrag und außerdem eine Anzahl besonderer Abkommen, nämlich 3. Abkommen übe? die Meerengenfrage, 4. Abkommen über das Fremdenregime in Der Türkei, 5. Abkommen über die ührazifche Grenze, 6. Abkommen über die Beteiligung Albaniens an der Abtragung der ottoma- nischen öffentlichen Schuld, 1. Abkommen über das Handelsregime in der Türkei, 8. Abkommen über die Amnestie, 9. Abkommen über den Devölke- rungsaustausch zwischen Griechen und der Türken, 10. ein griechisch-türkisches Abkommen über den Austausch der Kriegs- und Zivttgefangenen und 11. ein Abkommen über die Rationalitäten. ®er^ eigentliche Friedensvertrag enthält 100 Ar- lieber die territorialen Fragen deS Friedens- Vertrages erfährt man, daß die Grenze zwischen der Türkei und Bulgarien die im Vertrag von Seubllh festgesetzte Grenze bleibt mit einer entmilitarisierten Zone zu beiden Seiten, die Grenze zwischen Griechenland und der Türkei die Im Waffenstillstand von Mudania festgesetzte Linie längs der Maritza mit einer entmilitarisierten Zone zu beiden Seiten. Die Grenze zwischen Syrien und der Türkei bleibt unverändert, lieber die Grenze zwischen Irak und der Türkei soll der Völkerbund entscheiden. Die Inseln Lemnos, Samotrage, Mythilene, Chios, Samos, Rikaria kommen auf Grund des Londoner Vertrags vom 13. Februar an Griechenland. Der Dodokanes wird unter italienische Souveränität gestellt. Die griechischen Insecn an der kleinafiatischen Küste werden entmilitarisiert. Imbrvs und Tenodos werden den Türken zuerkannt, jedoch mit Verwaltungsautonomie. Die Türkei verzichtet auf ihre Rechte in Aegypten und im Sudan und erkennt die ägyptische Unabhängigkeit sowie I ifl (f fflt. «n.. ainiL’r ten BesatzungSttuppen: Degoutte. äIsen, 29. Ian. (Wolff.) Wie wir aus zultoclcssiger' Quelle erfahren, sind die Strecken Kioil enz —D onn, Dü ren — Aachen und G»«ld ern—Fürdingen infolge des Eingrei- femtfber französischen Behörden vondendeut- schi.cn Beamten stillgelegt worden. öflR iiiWs M IS« $Ä*ä Die französische Regierung richtet gegenwär- tig eine Eisenbachnlinie von Duisburg über Oberhau sen—Reck lin^hausen nach Düren und eine zweite von Essen nach Hattingen über Dortmund ein. Dortmund, 29. Ian. (WTD.) Der heute morgen verhaftete Präsident der Oberpostdirektion, Oberposttat Ernst, unb der Pvstrat Hif- fel sind aus dem besetz'en Gebiet ausgewie- s e n und von den Franzosen in Olfen (Münster- land) abgesetzt worden. — Die Verhaftung des Oberpostdirektors Kieselbach bestätigt sich nicht. Dortmund, 29. Ian. (WTD.) Gegenüber den sich mehrenden Verhaftungen < leitender Reichs» und Staatsbeamten 'bat heule eine Konferenz von Vertretern der Arbeiter» und Angestelltengewerkschaften aller Richtungen folgende Entschließung gefaßt: Die von den Desahungstruppen vorgenommenen Verhaftungen leitender Reichs- und (Staatsbeamten können die Gewerkschaften in ihrem bisherigen Verhalten nicht irre machen. Diese Maßnahmen sind vielmehr geeignet, den Widerstand bis zum äußersten z u steigern. Die Gewerkschaften werden jeden allS wie bil'her ihr Möglich'tes tun, daß die Franzosen an der Ruhr ihr Ziel nicht erreichen. Knebelung der Presse. Essen, 29. Ian. (Wolff) Für den 29. Januar vormittags hatte der Chef des Stabes der 128. Division die Vertreter Der Essener Zeitungen zu einer Besprechung eingel tben. Den Erschienenen ist eröffnet worden, daß bisher volle Pressefreiheit bestanden habe, die jedoch zur Verbreitung falscher Meldungen und zu Angriffen auf Frankreich und die französische Armee mißbraucht wurde. Dies müsse von nun an anders werden. Der Stabschef hat im Auftrage des Generals den Erschienenen einen entsprechenden Befehl übermittelt und auf die Tatsache aufmerksam gemacht, daß der Belagerungszustand bestehe. Die Pressevertreter haben mit folgender Erklärung erwidert: Wir verwahren uns gegen jede Einschränkung der Pressefreiheit, soweit sie nicht durch die deutschen Gesetze begründet ist. Als berufene Vertreter der deutschen öffentlichen Meinung behalten wir uns diejenige Stellungnahme vor, die im Interesse des deutschen Volkes liegt — Der Stabschef hat die Erklärung zur Kenntnis genommen und erwidert, daß ein neuer Zustand geschaffen sei, demzufolge der französische Belagerungszustand allein und nicht mehr die deutschen Gesetze Geltung hätten. Er hat Maßnahmen gegen die Presse Durchblicken lasten. Der Vertreter des kommunistischen „Ruhr-Echo" hat eine gesonderte Erklärung abgegeben, daß für die Kommunisten weder die französischen noch die deutschen Gesetze Geltung hätten, sondern allein die Befehle der 3.Intemationale und daß die'e dementsprechend sowohl gegen das französische Kapital als auch gegen das deutsche ankämpfen würden. Krankenhäuser beschlagnahmt. Berlin, 29. Jan. Der „Lokalanzeiger" meldet auS Essen, daß die Franzosen den dritten Tett der dortigen Krankenhäuser beschlagnahmt haben. Allein von 1000 Betten der städtischen Krankenhäuser haken die Franzosen 270 Betten beansprucht. Auch Der Dhphte- riepavitton, die Hauptklinik der Pavillons für Scharlach, Masern und ThphuS mußten von Den Kranken auf Verlangen der Franzosen geräumt nfbf f b Wrltw «vj Tr. 25 fcidjemt lüglich, außer ! an. und Feiertags, il berSamstagsbeilage: ; ii henerFamiliendlätter rötliche vezugrpreise: ü Mark und 40 Mark ii^erlohn.durchdiePost >3 Mark,auch bei Nicht- |::einen einzelner Num- ri infolge höherer uealt- FernIprech. 14,lüfte: fürdieSchrift- nung 112; für Der lag i S (öelchäftsstelle 51. I>l>chrift für Drahtnach- tiiiin:21meiaer6te6en. postscheatonto: , aetfurt a. M. 11686. BURW-AWlUKAUWIi [DlÜERläjiUHMIIKj Nack ). ZENTRAL- UND SDD- merika (IKA, OSTASIEN usw. JSSÄ***1 BUHC und dl-en Vertreter ■ giessen« _Oeb, Zigarrenhaus Bahnhofstr. 52a. zosen Fernsprechverbindungen her- zustellen, lieh er den gesamten Dettieb eine Stunde unterbrechen mit der Besttmmung, daß bei jeder nachfolgenden Dienstverweigerung die Sttafe erhöht würde. Essen, 29. Ian. Für heute mittag 2111)1 hatte der französische Kommandeur für TLele-- graphenwesen die Gewerkschaftsvertteter der Beamtenschaft des Post- und 'Tele- graphenamts zu sich geladen, um sie zur Unterzeichnung einer Erklärung zu bewegen, daß sie sich deit französischen Anordnungen fügen würden. Dieses Ansinnen ist von den Be- amtenverttetern ab g e le hn t worden. Direktor Jünger, der dagegen Einspruch erhob, h-at die Erklärung erhalten, daß er sich zur Verfügung der französischen Behörde zu halten h-abe. Sechs Vertreter der Beamtenschaft sind sofortverhaftet und in einem bereitstehenden Auto mit unbekanntem Ziele fortgebracht worden. Die Vertreterin der Beamtinnen ist von den Franzosen sofort freigelassen worden. Infolge des Vorgehens der Franzosen hat das Personal des Post- und Telegraphenamts beschlossen, die Arbeit um 3 Uhr niederzulegen. Die Beamtenausweisungen. Essen, 30.3an. (WTB.) Die fcairzösischen Militärbehörden haben bestimmt, daß auch im Ruhrgebiet alle Beamten auszuweisen sind, die es ablshnen, den ausgesprlxchenen De- Mrlen zu gehorchen. Düsseldorf, 29. Ian. (WTD.) Der Oberbürgermeister IarreS aus Duisburg ist ausgewiesen worden und ohne Angabe von Gründen sofort im Auto ins unbesetzte Gebiet fctermittel zu beschlagnahmen oder die Le- e id), tyerw bckx-,-,üttelzufuhr abzuschneiden. Wenn in der ms nehmen p wollen uni L e? nsmittelversorgung Schwierigkeiten ein» fernerhin bas bisher bt htetxTi würden, so sei das, wie in dem Schreiben bdchruptet wird, die Schuld der Eisenbahner, Hus Hessen. Die Bshaudlung der QBtttHe von €taat<# beamten. Die Deutsche Bolkspartei har folgende Anfrage In der Bolls tannner einge- burcht. $U Dttven der Staatsbeamten erhalten die ihnen zu flehenden Bezüge in vielen Fällen sehr viel später als die Beamten fett*. Das bedeutet für sie, die doch in besonderer No klag.- sind, in heutiger Zeit eine ganz auher- ordentliche Hätte. Dir fragen an. was die TU- oktung zu tun gedenkt, um den Witwen der cüukb amten ihre Bezüge in Zukunft schneller zu kommen zu lassen. Aus S'-atit und Land. O t etzen. den SV Januar 1923 Die Ruhrhtlfe-Lammlung. 3n der Geschäfts stelle teu .G i e h « n e r An- Jflfltrr gingen für unter« bedrängten Volksgenossen im Nutz,gebier weiter ein: Mädch.n.lulse III B-ztoKschu e 8L0, Ä. 5töh er. Ltch 100 000. Angestellten der Firma Ä Äo>)jt . Lich 28 500, Lohuer L-Hocker Aainrod, 1000 ti.v techaltungSabend beS landw Kränzchens 20 000, Dr Stuhl 2000. Lari Nowack 20 0». Fr Glöckl-. Korbgeschäft, 1000. S. S 100. Paul Bald. Marktstr. 1000, Firma Lari Schwand 5000, Rn. fen. 3300, H Schmidt 1000, Stammtisch Wenzel, Neustadt, 7010. Landgerichtsdirektor Neue chrgrn 5000. Hochzeitsgesellschaft Dietekecmühle (durch Herrn Pfarrer Sattler, 4000, Lichard Hsycaard, Dismarckstr. 10 003. Frl. Bchaghel 3000. (Suslll Fah 1000. Heinrich Luna aus seiner Sporbüchfr 100. Bnl'chmschaf' Lacilla 5000 Auslug 3U- berg 1550. Tkrfäufeiimicn der Firma Brüder S^Midt 1500, Direktor 0. 5000. fifiVrertotle der Bezirksschule <"Bdtan(a e> «000. die Beamten des Landqc'ichtSgesängnis'eS 10 500. Huas und Helmut 6lern 1000. ßrijtcr Kllng-S eint, rg 1000. Stammtisch Nobel (Deutscher Hof.» 4000, Oberfeldschütz i N Weber 1000. Gesaugverem AciterfeÜ 2600, Oberst a D S 1000, Houstttl. Oberrichmeister. 1000 Anc «sollte und Arbeiter der Müble Hch Möser 5100. Nei'eversonal der Fiima W 4 ® Schuchard 12 000. fcna Göbel olS ersten Wochnrr-erd'e tH 16. die Derbiadung im Ä. T Sta-ifta 111 250. Pfarramt SttingShausen 78 260 (45 260 und 33 000, Sammluag in den Gemeinden EttinaShousen und ^-Anwärter and Angestellten für d e Nubrhilfe d^tch ken He. rn Oberbürgermeister zur Beifügung gestellt werden. (Fine Warnung vor Tchwindlrrv. Wie unS heute mitgeteilt wird, versuchten gestern ^wei junge Leute in der Sudan läge vorgeblich un Auftrage des .Gies-eier ArrzeigcrS" Lpcnden für die Nuhrbilse zu sanunellr. Wir warnen hiermit vor dielen ^Sammler n" Niemand hat ton un» den Auftrag, in dieser Weise Geld zu sammeln Spenden für die .Nubrhilse' bei .Gtehener Ar-z tge.S' werden, wie ttnr von Anfang an Rar mitgttcilt hrb.m, nur in der Geschäftsstelle oder durch Ginzahlung auf die Bankkonten deS .Giechener Anzeigers" an- aenommen. Bei Hau -sammlern, di? sich auf unS berufen handelt es sich um Sch windlet, deren 8enAltung und Llobetgabe an btc Behörde man versuchen sollte. Vaucruschnft und Rnhrhilfe. Der Dorstaub des Hessischen Bausru, v u a d e S hat seine Ortsgruppen aufgefordert, sofort mit der Sammlung von Lebensmitteln und Geld für die Ruhr Hilfe *u besinnen Anweisungen über den -Versand der Lebens ü:tel will er den Ortsgruppen bald- moglla>ft zugehen lassen. So richtig die Geld sammlung für diesen Aweck m den Städten ist, so durchaus zu- Unter dem ßreiheitrbaum. Montan von Clara D i.e b lg. 27. Fottsenung (Nachdruck oeraoteu-) 0 Die Schmlrde von Ärinftof lag abf riti von Gen übrigen Hütten Gestern war ein Gewitter auf sie ntedergeprafleU. heut ftanb He in bei vollen Sonne des Somncertages Durch einen auS gebohlten Baun,stamm floh eine Quelle. Biaciu Nikolai tnielc daran und wusch ihre/ Soler# Hemden GS war viel wahr Oebrruny in Hgn# Batt# Hütte, seit die Mochte, zu Hans war, wenn auch nicht mehr Krod.ichtrit. Wortkarg gingen lotet und ^-ochllr neben« aanber her Ernü stand auch die hohe Tanne bei der Hülle, ihre Zweige waren Ichwarz und dingen ttef nieder Wenn der Marte Höhenwind ihre Aeste aueeuranderiüftetc. dann fab man eine Ichwet.«-che Hktlbtocitc — lonü nicht# Noch war nicht viel ausgriorstvt. Wald. Wald, lauter Waid mit dem Nauch olnlamer Kohienmeller. nur hie und da ha# fam ene Grün eine# Bachtaic# wie ein IchmaleS Band sich zwischen die Weiten der Wa. berge ichlangrino Wenn man aber aus die Laune himiu»ktetterte. von ihr au# wie Don einem Wale Auslug hielt, dann sah man viel Sah den nad.cn Xüxcn der frvvek llch wie di. Schale c:u Sch idtrote cx^ben tuO sich spiegeln iw Lowoengianz Lad .ruch knv ßörfer mit nadollpltzen Kirchinru.chen. a.rd lab der andtteo Leite zu über cu sich »ictcr wieder er neuer .xbc# Geschiebe von Ber gLuMta im Gruich Vie blaue Schlucht, in der Vf" werden können. NN. übersteigt und vom wor- uer All.glieber Will. H. Wil Shr-enwitgli 1 Hit * tstuw- und wo# UH U 4ie tiab; seine doch wwder rin «k war er öi.4.n Leuten ilaurf fern unter Utl iden Diplom«. Muller Sie ha letdtt'S .Wir brauchen eine Hille, der zuvfel Willst du un# Hellen?" antworten müssen. .Der Vater Äfft Pie' M' hu i ■rjK! Sie formte e# i Me. der Later übsv i eisxv mir. wo, Sind v_<-b«n i Dann fach? (le bei Laaer war? Oder ob er damals 9^41» war iutb nicht# änderns (tzottfehung folgt.) et» Licderkra n z dc' in Lang# Saal feinen die-iähttge abend, der durch bte Gute der vvrgeir Echöre. IKulitftwfe and de# Theaters viel# Landkreis Widir*. ttrretS(Lda), 29 Oan. Der ® i iLtc che aus. Gs alWf; bann kamen er fprad) heimlich bei* grohr Lchrank i nur due Vater# Heutiger Stund des Do! 10 Uhr vonvittag#. Berlia 41 500. ^taaffuri a.V. 42 uk vh Wrldarri Hau- * K»'; jH i« ,-xs uab be® Gendaru«: geia qt Rr 1*5 r -em C a .'L 1 0r Ad abier i. ette arifer - les jährigen famil Matta ielber halle nie etwas davon gewuhi. bi# eine# Abend# ein 1ita»n gekvnunen mar M #auü Gellcht und ÄLdber von Daruen mt‘. fiMlcB. ganz atemlos, den halle der Ichrr in Un Dchrank Gleich darauf kamen Gen« toaxvn 3n lenur Arik wurde öfter «NL.- »o OerÜctft. .Schiied «bei ben £ öau.i nur kurz btr u soll Vit bei fremde söeul »zehn." Arbell« fk doch arbriten dürfte' Not litt fk c eskttl war für sie da. und oenn'i ihr uoi Br.ttagc zur Dcutschcu '?iot flrmriufMiflil Mrurrfrri. Der N richSarbellsm' niftnr bat im Ginvrr- tiänbra# nckl dem Neich# t :a^zmur»s1jer »it^c cJt, dah Beiträge zur Deutichcn Notae- metn sch ast. ds auch bis No thilf e Husten angaschlo fen ifi, bri der Ginko.nmensleuec-Grklä- rung gemah § 15, Absatz 1 Nr 7 des Girkommen- ■* S>ie Ablieferung der Steuerbücher und 3 teuerm arten blätter für 1922 nicht vergessenl Die Finanzämter Gl eher. Butzbach, Dran berg und Hangen baden in unterer Samstag-Ausgabe ein: Bekanntmachung vearf'iflSch'. «o der zur Abllrier-ng der Steuerbücher und Lteuarmattenickättar für 1922 i m Monat 3an uar 1923 aufgafor^erk wirb. Die Itiic'vr-Kji mu6 fpätefieeiaa#! Oanuar erfolgen Wer dreier Derpslichtung nicht nach- Uhut.i, hat Nachteil ine Weiterungen zu erranea. 3b der Bskantuwachuag sind wertvolle Fingav- zeige zur bettm-glichsten Erfüllung der OlbUefe» lungsrflicht enthalten. Die aus den StLuermarfen- Mätiea sich ergebandan Betrüge we den von bem M uns h-chkie Pflicht. Der muflkcklllche 1 der Bottragsfvlge wurde von Frau Dr F ifks und de» Herren W e n d« 1 und Bi i t t e r m a in BK^'.TÖafi Lus'.lcrischer Welle auLge'ühtt mit ktb2!teei Bttfall gedankt eberj. und« Laiben vuriXx. de Frau Dr Blank fang. 1 llch ancttcraicudeu Bei all. Dieser fteigete Zu t ^v.enci Kundgebung, als Frau 2 delssohn-Bartholdh u a die C vnttrug Der Schoo« .Der Ahrin" von lar von Selchow unb .TIrin Glaube" Fm lapllän a. D Bogislao von Se der sich fchr-n durch feine tief emvfundenen ländischen Gedichte bestens eing« ah.k Halle, nunmehr das Wott zu feinem Bottrag Deutoburg bis Skagerrak" Bet fernem . reichen und formvollendeten Gang durch bte sche Geschichte spürte er deutscher An nach gion. Glaube. Treue. Heiden'inn unb j ixfübL Heute beaumen wieder junge fträf oller deutscher Art hervorzuguellen. di« und das Pklichtgetühi. möchten Setbüfucht Materialismus mehr and mehr schwinden nur das Gefühl der Bolksgemrinichaft an werte treten, das in btclen Lagen eine Auferstehung feiert. Langan haltender Bellaf lobnt« den prächngen .^c-nrag. dem der gdfurie Gelang des Deuk'chla -dti-des folgte. €*inimlur.g für die AudrchUle erbrachte 26 790 " Llchtlpielhaus Mit ledhas Anteilnahme folgt »an den ergreifenden Gai darüber Hanken, bt* ihr oll war. als ging.' jeber Stt>b'ion darüber sott Lies, was ke schon erlebt unb erlitten hatte «llch e sich seltsam mit biekn t£B gebauter chas war er und warum fr 4u zur Brstts^e arian der glleu Hchiettn. iex die Baute bei BüGfer aus und ein h.i der ke nur Lch,echfes iah und Berts Humen koiur^r? ek leg e bte Hand an Meislergeiae' den Mttwtrkenden unb d m aenten, Lehrer Ober le. alle Ghrc machte bei allen Anwesende» einen vvnresflichm druck hervorgerufen hat. Durch die von dem fiheuden Wilh. Becker gehallenc B grüh «de. die den Gelang des Deutschlandlieds^ löste und durch andere vaterlä»bische Aas wurde der Abe.id zu einer vaterländi Feier, wie man he hi:r lange nicht g Line zum Betzen der N u h r h i l s e vera £ruum[ung brachte über 13000 Mar sleucig^Lhes am steuerpflichtigen (Sin kommen in Abzug aal) gch: sofern der <8tn,yib.tiag W7 Mk der Grsarntbllrag dieler BriuLge 10 Prozent des Einkommens des ClcuatOrtiöligen nicht üchettttigt. das noch von nichts . _. . ,r od d-r Onuurr am auf dem Sch-welch n neben dem S pi nnrockri». Mutter spann und ipann und ' r ? nicht TRazia errnn-rch llch oll iidpe trätwr. über blaffe Gesicht Ob die aean^i * Ost flieg Maria hinauf in die $aane; das tue lle schon als R.v?2> getan, wie atn dii^oru- en llch vvtz M zu Ai‘i ge^chvungeu 2atzt f. Allendorf a. b. Lumda, 28. { Ter hiessgg Wännergesanavercin ging gestern seinen Iahiceadschlllch. Bel | Gelcgc.ch ll wurde auch der ichwerbedeL DolLsgetiosfen im neubesetzten Gs gedacht und unter den Mitglieder» .<)obcpu!’Zt der Zrier bildete die Gmeanui liUuccen langjährigen 1. Bor fitzenden W Decker IV zum E h r» nv orli he » de n Phil Becker ).. Heinr \ II yill. und ®.'pr^ 6 4) HÜ Die <^rohhattdelspreize (frubr Ianunr. Die Erschütterung her Mark. 6eraorgerufen durch die Bergawalttguag h-'< Ruhr'ebie'^, bat di Pr i tzeigecung auf a len Gx >iete.i d r Waren- wiruchaft verschärft. Die o<.- 2ö Jaguar als Stich ag b«rech rett Grohhandelsinder- ziffer des Statltzischen ReichsamkS tst vom 213!fachen am 15. Januar auf das 3296 fache des Borkricgstzandes ober um 54 Prozent am 25. Januar emporgeschnttlt. 3n der gleichen Zell sind die Lebensrnittel vom 1703fachen aus das 2764iache oder um 4$2 Prozent gestiegen; die Indutzrt^tzosfe vom 29 l.achen auf tas 4252lliche oder um 45 Prozent Kerner haben llch die Inlandswaren vom lß^4lachen auf das 2L72lache oder um 52 Prozent, die ®in4u b r- waren uom S316sacheu auf das bäöAache oder um 62 Prozent Erhöht. L. U. Bov der Landesunioer^täk- Dr. Stcj>ban Rothmann. der sich für das Fach Qcr Haut- und GelchlcchlskrankbeUen yabtliUeri, wird Dienstag, 30. Januar, uachnüttags 5 Ähr, in der Kleinen Aula über das Jr;cma „lieber den heutigen Stand der-servlogische.! Syphillsdiagnose" keine öffentliche Probevorttsuna^rlU'n. Dr. van d e r H ü 11 e n, der llch für das Fach der Chirurgie vabilitiert, wird Donnerstag. 1. Februar, nachmittags 5 ilbr, in der Kleinen Aula über das Thema .Einwirkung elektrischer Stärkströme auf den menschlichen und tierischen Organismus" feine öffentlich,- Probevorlesung Hal on. *•* Kr^e iSauSschhhwaS^ und Kreistagssitzung. Die QB-jb! fcr KreiS- auSschutzmitglieder und dercy Ersitzmänner ist dach 2ibftchr ttlcht in Krage kommt, so tritt eine Ermachi- aung bei Xohku um 70 W., unb bei Brcketts um 85 W. per Zentner ein Aellere BestLahe sind zu den seitherigen Hächstpreisen abzu- geben. ee Zu einer erheben den »unb- g ob u n g acftaüele sich am Sonntagabend die vaterländische Beraustaltung bei Deutschen 3u- auibbunbjC# Bismarck in der Bckgen Aula, die riZ auf hm U-ücn Platz gefüllt war Lü herzlich:" Brgiübu gsmori.'n lei^tte 6zab. jur. St a Ib m a o n den Ab^od ein ®ec JuiKibbunb habe dll Au'g.ch,- die Ougead in n.'tionalem zu erzluhcn Die Schmach im Nubrgellte fiahe das deurich. Boll ciulg und diele cki.rigleit zu üarken | glücklich traixai bU Keulchen, die hort aui ac- fe.U'.ctereo Stuixn wohuttn! Hrer war hgs bart, bte Wtnter waren lang unb brachte der fleinige Acker endlich hje enten Krächze, barm brach der Hirsch aus dem Wald oder die Wild'au kam mit G^zrgnze und Nutz'' ~ mar oft nxnig zu offen In jtri bte Männer zum Haler, und mit ihnen in der Liu de dattu Hand. 3n hem Lcheank SUxiber und aber gegen 7 lo schob die "i‘ «Mette und man _ and in ri.x-m gazu Heinen Käinuw rd.cn, gerade groh genug dad ein Drasch b in liehen louatt Au^en «aSte man von dem Kämmerchen nichts, auch tocuu nun um die Hütte herumglng und fpähtt. treffend ist der Standpunkt der Bauernbunds- leitung. der mit der Ansicht des Leichsland- bundriS übereinstimmt, von derLandbevöl- f e r m n a vor allem Lebensmittel für bu kämpfende« Boiks^no sen in dem gefährdeten Ruhr gebier zu erbitten. Lebensmittel aller Artundlngrotzen Mengen find in allererster Linie an der Luhr aoitneebiq* Die zunehmende Geldentwertung »acht den Kauf der LahrunuSrnttiel ioster ko^iptellger, unb die Gefahr Lugt nahe, daß alle Gelb- sammlungen beim Zusammenschmelzen der Kaufkraft beS beides unter Umständen nicht ausreicheir werdeu zur Bezahlung der hobdch- digen Ghwaren. Der schon ost glänzend bewährte Opferfinn der Lanvbe- v ü l k e r u n g kann hier allein allen Schwierigkeiten wirksam Vorbeugen. Wir zwerfcin nicht daran, bah ber bankenSwene Aufruf bes DorstandeS des Hess. Bauernbundes bet unterem Hess.scheu Landvolk eine rege Gedefcou. digkeu ausiöle:i wird. Dringend notto^ndtg er- scheint es uns aber, dah die behbvdlicheu Organe den D e r f a n d der gesammellen Liebesgaben U> schnell Wie nur irgend «Sglich regeln, damit baS Opferwerk bes Lanb- volkes nicht burd) Stockungen bes DerfanbS deeinträchttgt wird. tuiAC UlinutcG traue >.UJ ll) war oi*vjlb, als ttch.' an drur Schmuckstück. bo> er in den Lchod warf. Sünde al.' fri tui rr ihr kch nttc 7L?.stch uhaut. Sie f Ckr «ata- war auch Io oft fort. *r sagtr nicht. Wohl» er gt»l auch atcht eie (an$< er weg- lliib. Sie u jjh uud auf ihn tiifctd KkSrrifYngen s c auf - ing# zu ui Steuerschuld aagerechae:. teure,t eine solche noch fesizustellen «ft. Anzufordern wäre alsdann nur trr noch übrig bleibend.' Betrag. Lwfert ei» Ar- beiter (Lohn- otcr Gtt de». Mu» .4>6lrerrlngen Tränen der Heimat" In eindrucksvoll« bcui vvrüber-iehen lässt. Senn bwr fpiegeli im Schicksal einer einzriven, s^ßver betrnf Fancklte das Leiden de# ganzen Boikes axif ber Krieaeiahrc wieder Auch vieler 2 XeU Filmwerkes .Skiave» des 20 >)abrchunde^F hxüt »inen bopolltt» Zweck er gibt den Das acb.i_b.nen einen kleinen err Würzburger) d» ebnis der Proben Ml ein: gerundete Affsichmng erw hegt in Händen von i alte sicht Herr Kapelle. . teDgegen die Staatsanwaltschaft Berufung . n» yv“ k»i y^\ — k Auf Grund der erneuten Verhandlung ' ljch Sale Angellagte der vorsätzlichen Milch- um ei' für überführt erachtet, und zwar insbe- i; * ty. doch,'ivydM sehen und von der Aktionär-Versammlung i»> beschlossen worden war. Zwischen Lich — I n berg fällt vom 1. Februar ab nur der , mllOC TBi* v. xV- AU Ul -O£ U.m.U 7 (i? abends 1° ^^bersL testier Milch hatten bei der chemischen Ä/bie schweren MEunt^chung eine Verwässerung von 27 bzw Z3 LJ?. ergeben. Wegen Milchfälschuna anae- -Aindeo des jWj m«nden gerecht. Zu wünschen bleibt jetzt nur na®c daß die Züge den Fahrplan pünkt» 1le ein halt en. Duhbach, 29. Ian. Untere Stadt hat für Erstellung des Rotgeldes 35002 Mk. Mliqoben gehabt An dre Stadt zurückgegeben mniiien 2708 Mk. in Rotgeld. Der Rein» g0<‘- i n n, den die Stadt durch das Rotgeld er» hü»!' oat, beziffert sich auf 92 6 95 Mk. Titer Milch enthalten habe und umgefallen x-drunaen sein könne. Das Schöffengericht, r§e Behauptung des Angeklagten nicht für igl ansah, verurteilte ihn wegen fahrlässi- 'Ihfälschung zu einer Geldstrafe von 10 000 uj Grund öer Feststellung, daß gr — Dich der PrvbeenPrahme ntchl mehr Milch liefernng gebracht hatte als zu einer Zeit, mach den Feststellungen der Abnehmerin eie Milch geliefert worden war. Der gte tourbe mjti Rücksicht darauf, daß es sich Milch um ein für die Allgemeinheit notf Hessen e in wand- Haffenheit auch im Hinblick auf die bst» Knappheit und Teuerung unbedingt per» Kreis Wetzlar. m. Wetzlar, 28. Ian. Winterschuldirektor K och, der ein Jahrzehnt der hiesigen Anstalt land, wird demnächst entern Rufe der Land- raftskammer Westfalens nach Soest folgen, dr. Hochelheim, 28. Jan. Hier tourbe Hof reite für 4 200 000 Mk. offene versteigert. Dor einigen Jahren fnach dem ge) waren auf dasselbe Grundstück 9000 geboten worden, doch hatte sich der fei wieder zurückgezogen, da ihm der is für das HauS nebst einer baufälligen aer zu hoch war. So ändern sich die Zei- — Bei der gestrigen Holzversteige- ß wurden außerordentlich hohe Preise er- So wurden für 2 Rm. Eichenstöcke über Mk. und für 40 Eichenwellen über Mk. gezahlt. Hcffcn-Naffau. i. Fellingshausen, 28. Jan. Bürger» Muth beabsichtigt am 1 April von sei» Aosten zucückzu treten. Dieser Entschluß des eit Ortsoberhauptes wird allgemein be° m. Frankenbach 29. Jan. Die hiesige i r i n d e j a g d wurde bei starkem Andrang kochlliebhabern zum Preise von 939 002 Mk. pachtet. Steigerer ist ein Herr aus Giehtti. ttcrvoraussage ir Witlvvch: ewölkt, trocken, Wer, DrrL den bereich der falten FriÄ, r im Aordvslen gekommen id ■ inslch zu emarten, der sei« ‘ *r sein wird, da bei 3$bri eint. Mreid &iefrn. i),2S. Zan. Ser T est-gi i :na dahirr stierteg-llern- r men diessthrigen yamiL . ch die Güte der »orgeitij $ e und des Theaterlviili c i MNoickenden und dm! ;b er le, alle Ehre mach- enden einen vortreffliche jgn hü. Durch die von der. Decker gehaltene 2-grL^ dang des Deutschlandlied t< andere vaterländische L zu einer Vaterlands n sie hier lanae nicht M ® i der Luhrhilse vcran.^, hle Mer 13 000_®arl n Feier bildete die Srneim, Hägen 1. W* i ShrenvoistLen^ ^Decker W.j stich; «, '°VE»iu?n ßiÖIn u ^au L ' Hnmittagszug ab Lich 9,25 Llhr, an Grünberg M)06 ilf>r, aus. Zwischen Grünberg—Lich 111 nur der Zug ab Grünberg 12,20 Uhr, an S 1.40 Uhr, in Fortfall. Alle übrigen 3üge, kalandere auch die Rachmittagszüge, bleil^n itti« im ‘Bet' ' r, ebenso sind die Fahrzeiten irii nänbert geb:,eben. Der Sonn-und Fest- üstzs» Z ugversehr zwischen Lich—Grünberg ad künftig ganz ausfallen. Zwischen 8uzbach-Weft — Lich fällt nur der Wend- imc, Butzbach-West ab 8,06 Uhr, Lich an 9,02 Uhr. n> zwischen Lich-Butzbach-West wird ui'i^n Abendzug 6,11 Uhr ab Lich, 7,09 Uhr an 3t 'ich-West, verzichtet Die übrigen Züge mer» beibehalten Zwischen Butzbach-Ost—Dad» rklsetm und zurück ist je der Abendzug ge- *‘*i,ien worden Den Sonntagszugverkehr zwi- (BerichtsiaaL Berlin, 29 Jan. (Wolsf) ©ine ßä rm- in der Berliner Stadtverord- jcd,ern unterer n e-ckkii si h u n g beschäftigte heute vownittag das ^')ärn Divlomw- ^D«,-rlLner S ch ö f f.e n ae r i cht. AnEat dorf L.d.LttlN0ch^ Vorsitzende des Deutschen Metallarbet- ällllergtesaogper^tcE^ndes, der sozialdemokratische Stadtver- r r.rh, wegen wörtlicher und tällicher der lchrperbeoi'-De^d^ung des deutschnationalen Stadtverord- E. setz teil tAiWcttl» Lüdtke. In der Stadtverordnetensihung i® n e? n Gitaliche" < Ro^mber soll bei Bewrechung der unter den -ulö^^ZioLs-Busch-Krawalle nach der Anklage Urich daN cl«dwerordneten Lüdtke in den Rucken qe» dSS DoÜSswg^ raben, daß dieser zu Boden gefallen fei. 1 dtflU* soll Urich die Worte gebraucht haben: ^i^ich in Stücke." Der ,.n rranffuri**llWlrilDalt. der dem Angellagstn eine gewiss 'M. Jrui ^^ErllMvg zugestand, beantragte sechs Wochen cmgnis. Das Gericht sah mit Rücksicht " '"tilfo ber W*TJ«“|lwe große Erregung in der Stadtverordneten» etIte , Sen?“ Sie Msstrpn von einer Gefängnisstrast ab und ver» dr leidrl'sWt«' den Angeklagten zu 50000 Mark :n: > T- yMj® ,e. ütt Iie“‘ iSYSi Ctc et drut^^rch LZM WM ™ 6icfe SN ««| MM ®ss s仫 ft®* M , Men ^et. ‘ . ^rvvrragenüen / fitien worden Den Sonntagszugverkehr zwi- ,8 eines Äunfttoe,^ f Butzbach-Ost und Oüerfieen hat die Der» i h». CTSÜ>t sich aq MMJung ganz eingezogen, den zwischen Butzbach— «r deiüen genannten ‘ und Butzbach—Bad-Rauheim stark einge- dem man regste Büü Mit dieser Zugein.eilung kann man sich eteln standen erfläven, denn sie wird wenigstens M® t> ringend st en Verkehr sinter essen der Ge° tongt werden muh, zu einer Geldstrafe von 25 000 Mark verurteilt und Veröffenllichung des Urteils an der Ortstafel ungeordnet. Der erst 15 jährige Sy I. von Frankfurt hatte m Gemeinschaft mit seinem noch abzuurteilenden Arbeitsgenossen seinem Dienstherrn in Berstadt zwei Sack Weizen entwendet und diesen an dort weilende Karussellbesitzer verkauft. Mit Rücksicht auf seine Jugendlichkeit, sowie darauf, daß er offenbar von dem etwas älleren Arbeitsgenossen znr Tat derlettet worden war, erhielt er eine Geldstrast von 5000 Mark, die als durch die erlittene mehrwöchige Uutersuchungshast getilgt eoachtet wurde. Schwere Zeiten sind über unser Volk und Vaterland wieder hereingebroHeu. Rur festes Zusammen- stehen aller Volksgenossen kann in diesen stürmischen Tagen Hall und Aussicht auf die Uebertoindung aller Schtoierigkellen gewähren. Die aus der Ein gkeit aller Schichten und Stämme entströmenden Energien müssen zur Erreichung des Enderfolges restlos in den Kampf eingesetzt werden. Eine der grijjten Energien zur Wahrnehmung der deutschen Belange ist die deutsche Presse. Sie und ihre Angehörigen leiden bekanntlich schwer unter der Rot der Zeit, und dennoch muß die Presse jetzt einer der wichttgsten Schrittmacher für die Befreiung des Vaterlandes sein. Mit Opferwilligkeit setzt sie chre unbestochene Kraft, ihre vielfälttgen Mittel der Aufllärung und geisttgen Verteidigung der Reichsinteressen ein, und darum darf der deutsche Leser sie nicht im Stiche lassen. Besonders wichtig ist gerade in den stürmisch bcto.'gten Zellen die Heimatpresse, die Zeitung der Provinz. Diese Zeitung spannt die großen politischen Geschehnisse in den Kreis ihrer Beobachtung und Berichterstattung, sie wendet dabei aber auch der Pflege der heimatlichen Interessen ihre unaufhörliche Sorgfalt und Förderung zu. Der Le f er erfährt aus seiner Provinz'Zeitung alle wichttgen Vorgänge in der weiten Welt unter Ausschaltung von nebensächlichen Dingen, die in manchen großen Zeitungen einen breiten Raum einnehmen, er findet weiter die Erfordernisse der Heimat in gÄ>ührender Weise beachtet und gepflegt, und endlich hat er in dem Anzeigenteil seines Heimatprovinzblattes eine Fundgrube von Möglichkeiten, die fn geschäfllicher und privater Beziehung wichtig sind. Ein Blatt dieser Art, das für jedes Haus in Oberhessen eine LebenSnotwenoigkeit darstellt, ist der Gießener Anzeiger. Er unterrichtet seine Leser in schneller und forgfaltiger Weise, er pflegt die geistigen und wirtschafllichen Interes'en der Heimat, bietet in seinem UnterhallungSteil die Arbeiten anerkannt hervorragender Schriftsteller und ist schließlich in allen Dingen seinen Beziehern ein gewissenhafter Berater. Man bestelle den Gießener Anzeiger rechtzestig bei den Austrägern bzw. bei den Agentuxen, in Orten, wo keine eigene Filiale des Bsattes besteht, bei der Post, damit in der Zustellung keine Llnterbrechung eintritt. Um einem vielfach zutage getretenen Be- dürfn.iS unter der Gsttzener Leserschaft Rechnung zu tragen, haben wir vom 1. Februar ab die Möglichkeit des Wochen- Abonnements geschaffen. Dieses kann aber pur bei den Ahholestellen genommen werden. * DaS Abonnement kostet ab 1. Februar: Durch die Trägerinnen frei ins Haus gebracht 1403 Mk., bei den Abhole stellen abgeboll: monatlich 13t0Mk^ halbmonatlich 670 Mk., für die Woche 335 Mk., .Einzelnummer 60 Mk. Verwischtes. Zstr Schafrreibefitzer als Schafdieb. fpd. Aus dem Spessart, 29. Ian. 3n der Umgebung von Alzenau beunruhigten in den letzten Wochen zahlreiche Schaf- d i.e b st ä h l e die Bevölkerung. Jetzt gelang es der Gendarmerie, den Schäfereibesitzer Adam K r e b S aus G e i s e l h a ch als Dieb zu ermitten und festzunehmen. Bis jetzt konnten dem Manne 31 Diebstähle nachge^ wiesen werden. Krebs hat die Schafe an den Wirt und Schafhändler Kaufmann in Meecholz bei Gelnhausen verkauft, der sie nach Frankfurt weiter veräußerte. Krebs ist als ver^ mögender Mann bekannt und hatte gar keinen .Krund zu derartigen Räubereien. Hande!. Berlin, 29. Ian. Börsen st immungs» b j l b. Mit Rücksicht auf die politischen Verhältnisse Herrschte heute vormittag für Devistn starke Rachfrage, die nur zu einem kleinen Teil wegen allseitiger Zurückhaltung und nur zu gewaltig gestiegenen Preiseri befriedigt werden konnte. 5m Mittagsverkehr setzte sich die Aufwärtsbewegung nach vorübergehender leichter Abschwächung, wobei der Dollar von 34 000 gaf 32 002 zurückgmg, kort. Am Cf,rjt,enmartt setzte sich u -ter stürmischem allseitigen Kauf andrang und hei vielfach fast vollständigem Mangel gn Angebot die Katastrophen» Hausse in gewaltigen Kurssprüngen fort. Schwere Wontanwerte erzielten Erhöhungen bis 22 200 Prozent, Harpener sogar am 50 000 Prozent. Steigerungen um 10 000 bis 20 000 Prozent bilderen für andere Gruppen von Induflriepapieren feine Seltenheit. Einzelne Papiere verdoppelten sogar ihren Wert, so Gebr. Körting, die von 14 020 auf 30 002 fliegen, und Daimler, die von 11 202 auf 23 020 in die Höhe gingen. Berlin-Karlsruher er« zielten eine Besserung um 40 002 Prozent, Adlerwerke fliegen von 14 000 auf 25 000. Auch auf dem Schiffahrtsaktienmarkt sind gewaltige Kurserhöhungen zu verzeichnen. Rordd. Lloyd fliegen von 20 500 auf 34 000, Hollandlinie von ca. 30 020 auf 55 002. Auch Bankaktien wurden bei reger Rachfrage beträchtlich höher bezahlt. Raturgemäß paßten die Valulapapierc ihre Kurse der Devisenhaasse an. Es ergaben sich für diese Werte dementspre- chende Steigerungen. Auch deutsche Anleihen lagen im allgemeinen fest. Rur für Preußische Kon- sols zeigten sich mäßige Rückgänge. Die ^lmsähe waren wegen fehlenden Angebots ziemlich eng begrenzt. Die zu Einheitskursen gehandelten Papiere waren gleichfalls stürmisch begehrt unb haben dementsprechende Steigerungen zu verzeichnen. Frankfurt a. M^ 29. Ian. Börsen- sti m rn u n g s b i l d. Dollar im Frühverkehr 34000, im Verlaufe der ersten Morgenstunde 35 000, an der Börse 32 000. Devisen und Effekten zeigten wieder eine feste Stimmung und lebhaftes Geschäft. Die Aufwärtsbewegung wird durch die fortschreitende Markentwertung gestärkt. Die Kurssteigerungen schwankten zwischen 5000 und 10 000 Prozent. Montanpapiere wiesen wesenttiche Kurssteigerungen auf. ElekttizitätS- und Maschinenaktien waren bevorzugter. Kaliwerte lagen fest. Sehr begehrt waren chemische Aktien. Bei den Maschinen- und Metallwerten war die Tendenz fest. Bankaktien wurden weiter gefragt. Schifffahrtsaktien lagen erheblich höher, Valutapapiere waren sehr gesucht. Am 1 Ahr wurde der Dollar 33 500 genannt. Börsenkurse. ftrnnnurt cu ®L Berlin Schlug» SchUch- Schluß- Schlutz. Kurs Kurs Kurs l^ur» Datum: 2ß. L 29.1. 26.1. 29. L 570 Dtfcb. Retchsanleche 4'7° Ternleicben 3'/A Dergleichen •37° Dergleichen Difch.Svnr-'^räin.-SlnI. 4'6 Prennische KonsolS 4°/„ Hessen 3'///,, Hessen 37, Hessen........ 8L- 115,- 80,50 112,- 72),- 950, - 710,- 910.- 440 - 600.- 410,- 6l0,— 1900,-2700. - 1.800,-2600,- 220,- 400.- 200,- 184, - 440 - 190,— 400.- 150,- — 130,— -,- - - 120,- 140.- 340 - 13).- 330,- 4°/o SoQiüvfen ^3500 -39250,-240)0,-41000, - 5°/° Goidnieritaner —-.-172500,— — NerUuer Handelsges. 22000.-5'0)0.-22000, 50000- Commerz- u. Privalbk 4MI0,— l(KXX). - 4.(50.- 12 0 Dann i. u-Nanonalbank 5500.— 13 00,- 5325,— K.O 0 - Deuische >^ank 14< 0J,- 31000,-14000,-26000,- Denische Beveinsbank. —,— —.— 315),— —,— Diseonio Couimandit . 7000.— 16010, 700>, 17000,- •»ie.-nlibnnr........ -,- 64500,-^ 000.- -- Miueldenl. Credllbnnk 3400,— 8000 - 3100,— 8500,— Oeüerr. Eredi^anstalt 3040,— 1066Q,-2980,— — Bochumer.Guß .... 25500,— —,—29260,—84(f00,— Buderus.........15000,-47000,-160 h),—49000,— Coro...........195 ^,—425*10,—18400.—4590 Deuilch-Luremburo. . 27250,-90 i00,—30 )00.—99000,— Gelsenkirchener B«,rau)'2 K)M),—70 W, 34000,-9050;),— Horoener tiernbnu. . 700:X),—190000,-70000,—165u00,- 5!oliwelk A.scheröleben27970, —470 A), — 2400 >,— —,— Kaliiverk Weiteregeln 26000,-65030,—242U0, —65000,— Vnurnb litte.......1940),—48900,— —-I9Q00,— Cbeiticöirf 26000,-56000 -27500,-610)0,— Plrönir Bergbau. . .. 28500,-8503 >,—29000,—77 00,— Nhemstohl........24iX)3, - 80590, - 240)0,-7,030,— Niebeck ’.uionfnn . . . 47030,—70 .00,-46'100, — —,— TeUuS Berabnu . . . —,—25000.— 9300,— aiiibnra Äiuer. Pake 2^000 — 49000,- — — 47500,- Olorddeutscher Vloob 16000,- 3 003,-17000,-319u0,- .;eii>entlueikHeidelberk 11000,-220)0,- — Philtvo Hol»nrnyn - 12000,- 2'0-30. —.-33000,- Slnalo-Tont-Muano. . 40030,—11'060,-40000,— Padische ^«iliu .... 15.»0,—-l85— Märkte. Frankfurter Getreidebörse. v Frankfurt a. M., 29. Jan. Die «gen» wärtige Bewegung der ausländischen Zahttmgs^ Mittel brachte totober sehr feste Preise. Mm braucht nur einen Blick auf ben Vrvbuktenr- marft zu werfen, um zu verstehen, baß die Ver» torgung Deutschlands mit Brotgetreide eine sehr dringliche Beschaffung notwendig macht. Weizen und Roggen wurden im Preise erhöht und entsprechend dieser Forderungen zogen Weizen- und Roggcnmehl erneut an. Mais ist ebenfalls fefrr gesucht. Hafer auf die Rachfrage der Rährmittel- fabrilen stärker begehrt. Futtermittel fest. Das Geschäft vollzog sich für einzelne Artikel lebhaft, immerhin bemerkte man infolge der hohen Preise Zurückhaltung der Käufer. Es notierten: Weizen 100 000 bis 105 000 Mk., Roggen 90 000 bis 92 000 Mark. Sommergerste für Drauzwecke 75 000 bis 78 000 Mk., Hafer inländischer 60 000 bis 63 000 Matt, Weizenmehl, südd. Spezial 0 155 000 bis 160 000 Mk bei Waggonbezug ab Mühlenstation, Roggenmehl 130 000 bis 133 000 Mk., Wellen- unb RoggenNeie 47 000 bis 50 000 M. Tendenz: steigend rm Einklang mit der Marfentwertung Frankfurter Echlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 29. Ian. (Amtlich.) Marttverlauf: In allen Diehgattungen schleppender Handel: bti Schweinen erhrblichrr Aeberstand Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 1328 Rinder, darunter 164 Ochsen, 68 Bullen un£> 1096 Färsen und Kühe. Ferner 192 Kälber. I4<4 Schafe und 937 Schweine. An Preisen wurden an- gelegt pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen 90000 bis 145 000 Ml.: Bullen 90 000 bis 135 000 Mi Färsen und Kühe 120 000 bis 145 000 Mk. füi beste Färsen, 60 000 bis 127 500 Mk. für gering Färsen: Kälber beste Qualitäten 100 000 Ls 120 000 Mk., mittlere Qualitäten 90 000 bis 100 000 Mk.. geringe Qualitäten 80 000 bis 90000 Matt: Schafe 85020 bis 105 000 Mk.: Schwein, unter 80 Kilo 150 000 bis 190 000 Mk., von 80 bis 100 Kilo 192 000 bis 200 000 Mk, von 100 bis 120 Kilo 200 000 bis 220 000 Mk., von 120 bis 150 Kilo 200 000 bis 220 000 Mk., Fettschweine über 150 Kilo 210 000 bis 230 000 Mk.: Sauen und Eber 180 000 bis 220 000 Mk. Die Preise liegen um soviel über den Stallpreisen, als fic die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schließen. ♦ Berlin 29. Jan. P r o d akten b erichf 3n gleichem Maße wie die Devisenkurse gewaltig in die Höhe gingen, wurden auch die ©etretoebreifc gesteigert. Das Angebot war außerordentlich klein während die Mühlen ihren Roggen an die Reichs getreidestelle verkaufen und ihn gleich für diese vermahlen. Reues Angebot war trotz hoher Preis- geböte äußerst knapp. Gerste wurde bei schaff gc^ fliegenen Preisen nur wenig umgeseht. Von Hafer wurde bayerische Ware mehr umge'eht. Kleie und noch md>r Mais zogen Im Preise weiter an. Die an deren Artikel des Produktenmatttes stellten sich gleichfalls wesenllich höher, hatten aber nur gc ringes Geschäft. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Senator Dorah vettangt die Intervention AmerikLS. Paris, 29. Ian. (WLD.) Die »Chicago Tribüne" meld.et auS W a hington: 3n einer Don ihm unterzeichneten Erklärung in den Blättern betonte Senator Bor ah, die vitalsten Inter.effenAmerikaS würden durch die Entwicklung der Lage in Europa berührt. Die Geschäftsleute, die Fabrikanten und die Arbeiter würden alle in gleicher Weife dadurch bettoffen. Das Schicksal Mitteleuropas fei jetzt in der Schwebe, und es fei Amerikas Pflicht, in der Ruhrfrage einzu- greifen. Deutschlands Zusammenbruch würde einen großen Verlust für alle Dolkskreise in Amerika bedeuten. Senator Borah beabsichtigt, die vorstehende Erklärung als Grundlage für eine Anzahl Reden im Senat zu benutzen, in der die amerikanische Intervention verlangt wird. Die Flamisierung der Aniveffität Gent. Brüssel, 29. Ian. (WLB) Gestern hat hier eine Kundgebung ge^en die Flamisierung der Aniversität Gent ftattgefunDen. Ee ereigneten sich einige Zwischenfälle, wobei 50 Der Haftungen vorgenornrnen wurden. Es gab 4 Der letzte. Dem König, dem Minist^-prasidenten und der Kammer wurden Bittschriften üteTveichl. Ein bezeichnendes Verbot deS polnischen Kriegsmtnisters. Berlin, 28. Ian. Aach einer Warschauer Meldung der „Vossischen Zeitung" erließ der polnische Kriegsminister gestern eine Verordnung, wonach aus allen Qfsiziersbiblio» theken die s ch ö n g e i st i g e d e u t s ch e L i t e r a - tur zu verschwinden habe. Regelmässige Verbindung von Bremen über Southampton, Cherbourg nach New York durch 'die prachtvollen amerikanischen Regierungsdampfer der United States Lines NÄCHSTEABFAHRTENt America 7. Februar 11. April President Har ding 14. Februar 21. März George Washington 21 Februar 28 März President Roosevelt 28. Februar 4. April Von Southampton und Cherbourg 1 Tag später Verlangen Sie Prospekt una Segellisten Nr. Io2 UNITED STATES LINES | BERLIN W8 GIESSEN I n Unter den Linden 1 Th. Loos, Kirchenplatz B General-Vertretunß: Norddeutscher Lloyd, Bremen Cestindiieit ist das höchste Gut. Wenn Sie kalte Füße ha-ben, dann müssen Sie diese lecken Abend in Kuktrol-Fußbad badeu. Es hält die Füße warm und trocken, verhütet Erkältungen und vorzeitiges Ermüden. 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Strtrkn ), 3,4 Brn Birken- und Fichtenlcheiter, 22 Rm. Eichen-, Birken-, und Ntrschbaurnknüppel, 4,6 Km Nadefftöcke, 11 Km. Fichtennutz, reifer (Bohnenstangen) 2. Dienstag, den 6. Februar, aut Revier Altenhain, 10', Uhr vormittags, im Solmser Hof zu Laudach, Distrikte Nasser, wald, Daumkircherroald, Buche Am: 562 Scheiter, 312 Knüppel, 71 Stöcke, 143 Beiler- knüppel (ttt Strtrkn.), 90 Arn Eichen-, 14 Nm Eschen., 4 Nm Kirschbaum-, 5 Am Fichten- und Lärchen knüppel, Kohlreiser und Leseholz beider Fdrsierbezirke stächen- »eise Händler werden nur zeitweise zu fl*laffen. Bot unterstrichene Wammern »eiben nicht axtgeboten. 783D Gut eingeführt. Kolonialwaren-, Fein- kost-, Wein- und Spiriluosengeschaft sucht per 1. April evtl, früher einen jungen, strebsamen Verkäufer Bewerber müssen beste Empfehlungen nachweisen können. Schristl. Angeb unter 0629 an d. Gietzener Anzeiger. Dir suchen »um Eintritt an Oetern einige Lehrlinge für nufere Abteilung Svliwelöer^L SamernucherLLo,S.m.b.H. BitabaehHewea. 75CD Perfette Sitooioplflin von hiesigem industriellen Werk zum möglichst sofortigen Eintritt gesucht. Gest, schriftliche Angebote unter 695 D an den Gietzener Anzeiger erbeten. 1 Wie NmWle j« HWÖfl. Die Aufnahme neu etntrelender Schüler findet Montag, den 9. April 1923, von 9—12 Ahr, auf dem Amtszimmer de« Unterzeichneten statt. Borzuleaen find dabei: D.burl«. schein Impfschein und letzte« Schulzeugnt«. In die Serio werden Knaben und Mädchen nach 3sährigem Besuch einer Bolk«schule ausgenommen. Dir emp- fthlen den Eltern dringend, die Kinder Im Interesse ihre« Fortkommen« in den höheren Klaffen möglichst frühzeitig unserer Anstalt zuzuführen Die Höhere Bürgerschule befolgt den amtlichen Lehrplan für die "Realschulen und Oder- realschulen. Der Unterricht beginnt erst um 840 älhr lSchlutz 1 klhri. um auch den au«, wärtigen Schülern den Besuch der Anstalt zu ermöglichen. Anmeldungen werden bi« zum 10. Mürz an da« "Rektorat erbeten. Wettere Auskunft wird gern erteilt Aibda. den 30. Januar 1923. mD Aettorat der Höheren Bürgerschule. Lauckharb. Studienrat. Holzsnbtnission. Aus dem Londvrfer Gemeindewald, Distrikt Sickene». soll nachoerteichnetes Holz im Weqe des schriftlichen Ingebot» ver. kauft werden: Los 1. 2 Fichten-Slämme 4. Klaff» — 2,28 Fstrn. i-Lahht am rrMI nem lli eke* zwecks IpdlfTtT Heirat befan.ii |ti trt* t- hing Br nchstr. 1» TL verkaufe an mich find luriiaiteuer- frei Vüiücrsllirallf ober Büchergestell au faulen gelacht Lchr Angeb. tu U6l9 an b. Gie euer flnt flomoi. Säietileeri noch gut erb. von Brioatband l kauten gelacht Schr Anaeb mtt Brei« unter(*t?7 an den 'flien Ana- 2000 1200 800 200 Hupfer luening 3lnl 5lanlolD.BIei n Aufruf! Bezahle folgende Preise für Altmetalle: Für %int1 ®le ^EUer, Schütteln, Deckel, tJIUII Kannen, Wärmflaschen und 701111 Kilo Mk.