Stettag, 29. Juni 1923 175. )aytgtrng Kr. 150 Erscheint täglich, außer Sonn» und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GiebenerFamilienblätter IPonatlldieBewgspreife: 6000 Mark eiiifchlietzlich Irügerlahn,durch diePoft KOOOMark.ouchbeilNicht- erscheinen einzelner Num» mern infolge höherer Gewalt. - Fernsprech. Anschlüsse: sür dieSchrist» leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 5L Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Eiehea. poslfcheätonto: Sranlfurt . das) i.t den kritischen Wochen die Devise, nachfrace von feiten der Industrie keine übermähig grotze gLv-esen ist, und Hatz gerate die Schwellndustrie von der vorhandenen Nachfrage Len relativ geringeren Anteil batte. 3m Gegenteil hat sich, wie w.r er em ausführlichen Derhrr>.dlungsbericht ter „Seit“ entnehmen. in den letzten Tagen die Desvrechung der „Schuld" in enter Linie nach der Seite der Danken hingezogen. Die Statistik über den Verbleib (er Devisen, die von der D^'.senbe- schassungsstelle b Forint gegeben wurde, würde besagen. Latz, nur 10 v. H. der gekaufter Devisen bei Handel und Industrie, über 79 v. H. bei den Danken und deren Filialen geblieben s'nd. Allerdings machte die Devisenbeschaffungsstelle diese 2ln gaben nur unter größtem Dorbshalp. Der Mord von Parchim. Der ehemalige Leutnant und Freikorps- führer Aotzbach ist zwar zur Zeit ein stiller Mann, der- seit März dieses Jahves im Unter- suchungsgefängnis des Reichsgerich'.s sitzt, aber sein Aame spielt wieder in der politischen Oeffent- lichkeit eine grotzr Rolle. Von seinen Anhängern, den sogenannten Rotzbachleuten, wurde in der Rächt vom 31. Mai zum 1. .Juni in der Rähe von Parchim in Mecklenburg ein Mord begangen. Der Ermordete, ein gewisser Walter Cadow, Der ebenfalls einer Rotzbachorganisation in Mecklenburg, dem „Verein für landwirtschaftliche De- rubSausbildung" angehört hatte, war bei seinen Kameraden in den Verdacht der Spitzelet und der Feme verfallen. Die Hinrichtung wurde von den Mitgliedern eines „Rollkommandos" besorgt. Man machte den abtrünnigen Genossen zuerst betrunken, um ihn dann im Walde halbtot zu prügeln. Lediglich aus Furcht vor Entdeckung wollen die Täter, wie sie behaupten, dem Delin- auenten den Gnadenstotz verseht hab-en, indem sie ihm die Kehle durchschnitten und drei Kugeln aus einem Armeerevolver in den Kopf jagten. Der Mord ist jetzt erst entdeckt worden durch Anzeige zweier junger Leute, die aus Mecklenburg nach Berlin tarnen. Das Berliner Polizeipräsidium setzte sich mit der mecklenburgischen Landespolizei in Derb.ndung. Die Schweriner Mordkommission grub den Toten in einem Wäldchen nahe der Ziegelei Reuhof bei Parchim aus. Sechs an der Tat Beteiligte wurden verhaftet, ein siebenter ist flüchtig. Der Prozeh, der diesen „öaiibarbcitern" gemacht wird, ergäbe vielleicht das traurige, aber nicht ungewöhnliche Bild eines Roheitsdelikts, einer betrunkenen Geschichte mit tödlichem Ausgang, begangen von verwilderten Kliegsentlassemen, wenn nicht eben der politische Hintergrund teäre. Man erinnert sich wohl noch, dah Mitte April «ruS Magdeburg allerhand Material über eine neue Rotzbachorganisation veröffentlicht wurde. Die Veröffentlichung geschah im sozialdemokratischen „Vorwärts", war aber offenbar veranlaßt vom Oberpräsidenten Hörsing, dem verantwortlichen obersten Beamten der preutzischen Provinz Sachsen. Der „Vorwärts" behauptete damals, datz Leute der Reichswehr in das Treiben der Rvtzbachorganisation verwickelt seien. Die Untcr- suchung der Magdeburger Geheimnisse wurde dem Staatsgerichtshof übertragen und gegen die denunzierten Reichswehrangehörigen ein Verfahren wegen politischen Tlngehorfams eingeleitet. Rotzbach selbst gab eine recht harmlos klingende Erklärung ab, und die öffentliche Meinung beruhigte sich. Der jetzt aufgedeckte Mord aber zwingt dazu, sich noch einmal gründlich mit den Absichten des angeblichen „Reichswehrblocks Rotzbach" zu beschäftigen. Die Organisation Rotzbach sollte den Kern einer völkisch-nationalsozia'-irischen Bewegung bilden und das ganze Reichsheer außer Wehrkreis 7, das ist Bayern, umfassen. Der Chef der Organisation wollte der verhaftete Oberleutnant Rotzbach selbst bleiben. Rächster Zweck der Organisation (das ging aus anderen Enthüllungen hervor): Anwerbung von Freiwilligen für eine ..Aktion" im Ruhrgebiet. Aus einem Vorgefundenen Befehl .,3m Auftrage des Chefs (Rotzbach)" vom Mai 1923 ging hervor, datz angesichts des überhandnebmenden Sviheltums eine Feme aus den „zuverlässigsten und im Waffen- gebrauch perfekt ausgebildeten Leuten" gebildet wurde mit dem Auftrag. Verräter und politisch mißliebige Personen -u beseitigen. 3n dem Sckllutz- satz des Befehls hietz es: „Die Femeangehörigen erhalten durch Leute der R. W. (Reichswehr) Ausbildung und Tlntcrricht. Für die gerne wird Geld und alles andere zur Verfügung g-eftetlt." Das erste Opfer der Feme sollte Oberpräsident Hörsing fein. Allerdings sollte er nicht gleich ermordet, sondern gewissermafnn als Probestück verprügelt werden Aber im Lichte des nun aufgedeckten Parchimer Mordes gewinnt doch der game Faszistensvatz ein recht ernstes Aussehen. Rimmt man die Enthüllungen hinzu, die vorige Woche im preutzischen Landtage vom 3n° nenminister Severing voraebracht wurden, so kann man es verstehen, datz au* die rechts stehenden politischen Kreise in Deutschland, vor allem die Deutschnationalen entschlossen sind, einen scharfen Trennungsstrich zwischen sich und dem rechtsradilalen Verschwörertum au ziehen, das mit nationaler Politik nichts mehr zu tun hat Das Rowdytum wächst sich zu eiter Gefahr aus, die rücksichtslos unterdrückt werden sollte. Der Reichskanzler über die Lage. E l b e r f e l d, 28. Juni. (WTD.) Der bedeutsamen politischen Kundgebung des Rheinischen Provinziallandtags folgte heute nachmittag eine eindrucksvolle Kundgebung Von Vertretern der Wirtschaft, die zur Mitgliederv-ersammlu ig des Cr'e.r- und Stahl- warenindustricbundes in ©Ibcrfelö zusammen- gekommen waren. Der Sitzung wohnten als Ehrengäste der Reichskanzler Cuno, Reichs- wirtschrst sminister Decker, Vertreter zahlreicher Handelskammern und industrieller Verbände sowie die Reichstagsobgeord.reten Dr. Cremer, Koch und Erkelenz bei. Rach Degrützungsworten des Vorsitzenden nahm bet Reichskanzler noch einmal das Wort zu einer Ansprache, worin <£ erklärte, er wisse, datz die Wirtschaft bereit sei, im Abwrhrkampf fest zusamniLizustehen hüt der Reichsregierung. 3m einzelnen führte der Reichskanzler folgendes aus: Wenn aus Anlatz von Aeutzerungen, die ich vor wenigen Tagen in Königsberg machte, die Rede davon war, dah in dieser besonderen aber festen Politik irgendeine Schwankung eingetreten sei. so trifft dies In feiner Weiss zu. 3ch glaube, wir brauchen keine Sorge zu haben in der Rheinlandfrage, weil das rheinische Volk, Männer und Frauen, die seit den vier Jahren nach der Tlnterzeichnung des F.-iedens- vertrages die Besetzung als treu Deutsch: ertrugen. ohne datz je an ihrem Deutschtum gerüttelt werden konnte, auch jetzt die schwersten sechs Monate über sich ergehen liehen, ohne datz jemand an ihrem Deutschtum oder ihrem beit- schen Herzen zweifeln konnte. Wik wissen 3hnen Dank, datz es so ist und das gibt uns die Hoffnung, datz die einzige Waffe, die wir in der Hand haben, die Waffe des passiven Widerstandes, uns auch bei einer besonnenen festen Haltung zu einer Lösung der autzenpolitrschm Wirren bringen wird. 3n jener Frage ist die Reichsregierung mit der preutzischen Regierung und den Regierungen der Länder einig. Sondermeinungen, wie sie der Leiter eines Landes in den letzten Tagen geäutzert hat, werden zum Ausgleich gebracht werden. Aber eines ist notwendig, wenn Sie im Kampf gegen bat hereingebrochenen Feind täglich Schweres und Schwerstes erdulden müssen, wenn es 3hnen manchmal zu schwer wird, wenn Sie aus 3fyrcm deutschen Empfinden heraus sich sagen: Es kann nicht mehr in Ruhe ertragen werden! dann bedenken Sie. datz Tlnbesonnenheiten irgendwelcher Art eine Lösung des Konflikts nstcht bringen werden. Wir müssen besonnen im Rahmen des passiven Widerstandes bleiben. Wir müssen die Waffe des Geistes, die einzige Waffe, die wir gegenüber der Waffe der Gewalt haben, anwenden, bis es zu einem guten Ende kommt. Aber noch ein weiteres: So wenig es zu llndesonnenhüten kommen darf, ebensowenig ist ein Ar.lah zu Kleinmut und Schwäche vorhanden. Es würde schwerer sein, das zu ertragen, was eintreten würde, wenn Sie die Waffe des passiven Widerstandes aus der yanb gäben. (Sehr richtig!) Auf dem Weg, Len wir beschritten haben, ist Loch wenigstens ein kleiner Schütt vrrwärts getan. Durch die Schritte, welche die Reichsregierung getan hat, sind der Welt doch die Augen eticaS geöffnet worden. C s sind ieht Bemühungen im Gange, die gro- hen Fragen vor aller Welt zu klären: Der Heilige Vater hat in den letzten Tagen, wie ich aus der Presse ersehe, eine M a h- nung an Sie Welt gernch et, Frieden zu machen und den Wi I n zur Derhand.'u igsbereit- scha.t und zur Erfüllung unse.ee Verpflich.'un-.rn, die wir bereits zum Ausdruck gebracht haben, zur Grundlage für den Ausgleich Les Konflikts zu machen. Wir danken, datz dieser Schritt geschehen i st, und wir hoffen, datz auf der anderen Seite das Wort dec so neutralen und so hohen Stelle ein williges Ohr findet. Die Welt braucht Frieden; darum wird auch in Deutschland .jedermann den Ruf zum Frieden und zur Versöhnung, der jetzt von der hohen neutralen Warte Les Heiligen Stuhles in die Welt gegangen ist, mit dankbarer Zustimmung begrüben. 3ch bin überzeugt, Latz Sie alle diesen Ruf mit tiefer Bewegung gelesen haben. Dor Len Augen des Heiligen Vaters, dessen Raum und Zeit unüVanncnuer Blick die Qualen und Leiden Les auf uns lastenden Zustandes erkannte, liegt und daran, offen zu sagen, datz eine schnelle, endgültige Befreiung vom fremden Druck sittliche Pflicht ist. Wie es der Ruf L es Heiligen Vaters zum Ausdruck bringt, sind die wichtigsten Ziele unserer Politik gerichtet r ur auf Gerechtigkeit und Billigkeit. Eine Lösung les Reparationsproblems und die Befreiung der L-rutschen Erde wird möglich fein, wenn Sie alle so weiter den Kampf führen, der aus 3hren Kreisen von selbst herausgewachsen ist und nur von Obren selbst getragen und weitergeführt werden kann. Dann mutz hinter 3hncn das ganze deutsche Volk stehen, sonst können Si-e den Kampf nicht gewinnen und nicht bis zu Ende führen; und da spreche ich die gleiche Mahnung für Sie im besetzten Gebiet und auch an das deutsche Volk uu unbesetzten Gebiet aus: Das deutsche Volk in der Heimat undim unbesetzten Gebiet muh besonnen und fest bleiben! Tlnbesonnenheit von deutscher Seite, möge sie nun von rechts oder von links kommen, verurteile ich, in gleichem Matze alle Dinge, di: die Staatsautorität gefährden. Alles, was Partei- Hader undZwiespaltindasVolkhin- eintragen kann, mutz zurücktreten hinter die grobe Frage: Wie rette ich mein Vaterland, wie gebe ich mein alles hin für mein Vaterland. (Bravo!) Wenn jemand von 3hnen den Eindruck haben sollte, als ob die Regierung sich in außenpolitischer Hinsicht passiv und untätig verhielte, so denken Sie daran, datz die Autzenpolitik nicht auf derStratze gemacht werden kann. Richt einen Tag ruhen unsere Bemühungen. Das werden dereinst die Akten erweksen, die während dieser Regie- rmrgszeit entstanden sind. Die Aussüh- riutg ter wirtschaftlichen Matznahme n *ann nicht von der Polizei und den Ge ich en allein gesichert werden. 3n dieser Lebensfrage unseres Vaterlandes muh der Sinn für die Allgemeinheit Lern Egoismus voran- gcfteHt werden. Seien Si: versichert — und das find nicht Worte, das sind Empfindungen, die auS me.nem Herzen kommen —. dah von mir aus alles geschehLN w rd, ohne jeden Unterschied der Klassen, ohne jeden Tlnterschied der Parteien, ohne jeden Tlnterschied der Derufsschichten. was vom deutschen Standpunkte aus geschehen kann, was dem deutschen Volle, was der deutschen Einheit, w.rs der deutschen Freiheit unb Tlnabhängigkeit nütz ich sein kann. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen ) * Der Vorsitzende Les Eisen- und Stahlwaron- industriebundes Funke sprach Lern Reichskanzler Len Dank der Versammlung für feine Worte aus. Das Wort, datz die Regierung die Wirck- fcfrift nicht verlassen wolle, sei gern und mit Vertrauen gehört worden. Auch die Wirschaft wolle und werde die Regieruna nicht verlassen. Die Wirtschaft sei bereit, Opfer 7,u bringen. Bald darauf verabschiedete sich der Reichskanzler, dessen Zeit, wie er bemerkte, gemessen fei, mit einem Hoch auf Rheinband-Westfalen von der Versammlung und verlieh Elberfeld. Rach Ansprachen der Reichstagsabgeordneten Erkelenz und Cremrx sowie des Landtagsabgeordneten Stuhrmann , ergriff Oberregierungärat Sr eine von der Generalbetriebsleitung West das Wort. Er ging ausführlich auf die Bemühungen der Eisenbahn ein, den Verkehr nach Möglichkeit aufrechtzuerhalten, und schild:rte dann die Leiden und Lasten der Eisenbahn im besetzten Gebiet. Dis zum 16. 3uni_ seien folgende Strafen über die Eisenbahnen verhängt worden: 223 Zähre 8 Monate und 10 Tage Freiheitsstrafe und 148 558 200 Mk. und 250 Fr. Geldstrafe. 5>ie Zahl der Verurteilten betrug 125, von denen 70 auf das altbesetzte Gebiet entfallen. 3n dem gleichen Zeitraum si«d ausgewiesen worden 6379 Beamte und Arbeiter, davon 4392 aus dem altbeiehten und 2431! aus dem neubesehten Gebiet. Von Familienangehörigen sind aus dem altl-esetzten Gebiet TI 691 und aus dem neu- besetzten 5914 vertrieben worden. Reichswirtschaftsnflinister Dr. Decker legte dann in längeren Ausführungen dar, was die Wiickschaft a.i Lasten u nd Le.dm durch dieDesthung zu tragen habe. Wenn auch nicht alle Wünsche, die aus 3ndustriekreisrn an das Ministerium gerichtet worden seien, erfüllt werden könnten, könne die Wirtschaft doch überzeugt sein, dah die Regierung nach bester Kräften bestrebt sei, diese Griten zu lindern und der bedrohten Wirtschaft zu Helsen. Der Minister wandte sich dann der Au henhandelskon trolle und dem A u s f u h r s h st e m zu. Er führte aus, datz er das System durchaus nicht verteidige, urd dah er an seiner- ^Entstehung ebenfo wie die jetzige Regierung unbeteiligt f<£. A i einen Abbau könne man nur ganz allmählich den- k e n. Hi. sichtlich ter Markst ühungsaktion sagte ter Minister, sie sei notwendig gewesen, um die Mark nicht auf einen Rullgunkt herabsinken zu lasen. Die Regierung sei sich darüber flar gewesen. Latz dadurch schwere Sorgen für die Wirtschaft entstehen wibrden. Richt leichten Her- z-e.rs?/ib: sie die Devisenordnung erlassen. Die Reeierung habe sich aber trotz der schweren Del-enkwi, die ihr aus Wirtschaftskreisen entgegen- gehalten wurden., auf Eirund von mahgebenden Sachrerständigs urtcsten zu ihren Matznahmen entschlief en müssen. Es sei selbstverständlich, Latz diese Mast nahm en. nur von über gehend stein sollten. Därmen, 28. Juni. (WTD.) Rheinischer Provinziallandtag Der der Erklärung, die namens der Fraktionen des Zentrums, der Arbeitsgemeinschaft und der Sozialdemokratie abgegeben wurde, gab ein Mitglied der kommunistischen Fraktion ejne Erklärung cb, in der die Entschlossenheit auch seiner Partei zur Abwehr der Pläne ifred französischen 3mpe- rialismus Ausdruck fanit Rach den wirkungssvollrn Worten Les Reichskanzlers erguiff nochmals der Vorsitzende Dr. Jarres das Wort zu einer Rede, in irr er folgendes ausführte: Wir betonen hier nochmals als Ergeb,ris t>er Verhandlungen, dah wir den Widerstands so wie wir ihn auf- genommen haben, besonnen und fest fortführ en werden. Das Nüssen wir wohl, dah in den zukünftigen, vielleicht entscheidenden Wochen uns noch Schwereres b e v v r st e h t. als wir bisher erlebt haben. 3m voller Bewuhtsein dieser von uns zu erwartenden Opfer erklären wir: Der Widerstand muh aufrecht erhalten werden ftnb wird aufrecht erhalten werden. Rach der Fühlungnahme mit den Parteien darf ich sagen, dah. wenn wir diese Erklärung abgeben, wir sie nicht als eine vaterländische Phrase, fondern in dem vollen Dewutztsein abgeben,. datz wir die Meinung der Rheinländer ausdrücken. Die wenigen Erbärmlichen, die sich Rheinlän!»er nennen und sich nicht gescheut haben, mit dem Feinde in Verbindung zu treten, scheiden aus unserem Kreise aus. Sie haben sich selbst ausgeschieden. Sie sind der Verachtung der blmwelt und der Verachtung derer überlassen, für die sie Dienste tun. Wir sind damit am Schluh der Verhandlungen. Wir gehen auseinander; das darf ich wohl sagen — gestärkt mit dem Willen, unsere Volksgenossen am Rhein zu stärken. Der Bries des Papstes. P a r i«, 28. Zunb (WTD.) Sie r a b 11 a l» sozialistische Kammersrakt Ion hat eine 3nterpellation über den Dries Les Papstes in der Reparationsfrage eingereicht. Sie verlangt Auskunft über die Haltung des französischen Dotschafters beim Vatikan und Ler franzö- fischen Regierung angesichts dieses ernsten diplomatischen Ereignisses. Paris, 28. Hund (WTD.) Zum Driefe des Papstes schreibt der „Temps": Der päpstliche Drief fugeriere z we i Gedanken: einen finanziellen, der darin bestehe, die Rcparationskommission auszuschalten und die deutsche Schuld von Schiedsrichtern seststellen zu lassen, und einen politischen, der darin bestehe, dir Räumung der besetzten ©ebiete vor der vollkommenen ReparaIivnszahlung zu erlangen. Das seien gerate die beiden Gedanken, die die französische Regierung zurückgewie'en habe. Schliehlich will ter „Temps" und Las ist das bezeichnendste an seinen Ausführungen, hervorhe- bzn, Latz der päpstliche Brief Lei 3ntereffen Frankreichs noch viel unvorteilhafter hätte sein können, wenn man keine Botschaft beim heiligen Stuhl unterhielte; aber man werde vielleicht sagen, Latz Ler päpstliche Brief nicht die Rützlichkeit der französischen Botschaft beim Heiligen Stuhl beweise. Das „Journal des D 6 b a t S" schreibt Wie sollte es möglich sein, die Grenze der beui= schen Leistungsfähigkeit durch ein unparteiisches Urteil sestzusehen, nachdem die führenden Männer Deutschlands das Reich vorsätzlich in den Bankrott getrieben hätten? Wenn Pius XL Aussicht haben sollte. Gehör zu finden, hätte sein Appell von einigen starken Sähen begleitet sein müssen über die strikte Reparationspslicht und über die Unzulässigkeit einer Revolutionierung (des Völkerlebens zu dem Zwecke, sich dieser Reparationspslicht zu. entziehen. Bedauerlicherweise fei In dem Schreiben Pius XL an den Kardinal Caspari nichts zu finden, was das Gewissen Deutschlands wachriefe. Die französische Ierstörungs- arbeit. Berlin, 28. Juni. (WTD.) Die Verorb- nung des Generals Deg outte über den Handel mit Devisen ist ein neuer Willkürakt der Drsahungsorgane und Lazu bestimmt, die Mahnahmen der Reichsregierung zur Stützung des Markkurses zum Scheitern zu bringen Die Verordnung ist vornehmlich ein französisches Kampfmittel und mutz a's solches g wertet werden. D e Franzosen erhoffen Lu ch die Störung b t deutschen Markaktion Schwierigkeiten im Einbruchsgebiet unb die Förderung ihrer politischen Ziele. Die 'Begründung De- 'GDuttcd, datz durch die deutschen Verordnungen Liber dm Deviscnhandel die Verprovi.in:ierung ( er Des hungstruppen gefährdet werden könne, ist zu lächerlich, um einer ernsthaften Entgegnung zu bedürfen. Cs muh aber festgestellt werden. dah von denjrnigeni, die sonst >stets der deutschen Regierung den Vorwurf der Mark- entwertung gemacht haben, jetzt ver'ucht wird, die Matznahmen gegen die Markentzwertung zu sabotieren. 3m übr gen ist es selbstverständlich, Latz auch im Hinblick auf diese Verordnung! für die Dewobner LeS Einbruchsgebiets nur die deutschen G.sehe Gültigkeit haben. Französische Justiz. Der!in, 29. Juni. Die „Voss. Ztg" gibt unter der Heberfdjrift „W-erde.rer älrteile" folgende Meldungen: Gestern wurde vor dem Kriegsgericht in Werden d'e Anllage gegen den französischen Soldaten verhandelt, der seinen Kameraden Schmidt seinerzeit im Gebäude des Essener Hauptbahnhofs erschossen hat. Wegen bieder Sät hatten die Franzosen der Stadt Essen eine hohe Geldbutze auferlegt, weil zunächst b.hauptet worden war, der Täter sei ein Deutscher., Der französische Soldat wurde toeg-ei fahrlässiger Tötung z u pinern Hahr Gefängnis ver- urteilt Der Bochumer Oberarzt Pros. S>r. Schlötz- mann, der sich geweigert hatte, aus dem Do- chumer Krankenhaus die von den Franzosen an= geforderten Betten zu liefern, wurde zu fünf Millionen Mark Geldstrafe rerurteilt — Gestern stand ferner vor dem fra.izösisch.n Kriegsgericht der Direktor der Essener <5ier^^^irhem TBafre fort *2Uit Trier. Sons Karthaa « und oerMj« rbcwn TBa’rl- j crU" traf Mn Tage wieder ein gröterrr QU 4- / pf jrkktvnttnntpoTl in Sieten ein Uau*r te» | j dxrtrktencn tefanten iich Mrfe ftcttfiidje bef- fente grau« und ©Gigling« eitler 14 Xagm M Dter-: von Mden Kindern mufyre gleich bd tteer I QLrfvnlt hi dem durch die 3« rangt rt teßwen:7N ‘I'utfyyirfllldgn 'Sctimtrnfler » är^l leche Be- b.tbturtg flnwtWTi werden Äewfo lieft her te» denkttche Zuhand vieler hoffen ten grauen eine» *I?dlcTiranu Cie muf len yirtKflXdben. um In TBcilmUnOrr Ihre Tlichntunft 4a erwarten Doch Xi,ö(i»t-m Dmbarmen die Treppe her- rulgetUt Hnb um -intast zu begehren Dir Kinder, die aus dem Schlafe geritten sind und xu schreien beginnen. Werben hurtig an» dfflHtet, Do ter und Mutter nehmen ihr Bündel, da leit Wochm für di? stündlich zu erpatiente Ausweisung bereitliegt. und tr>irun. bis die Sch gen der fianxöUlfen Machthaber ins Haus tommen. um ml' höhnilchm, Lächln den vorqe- brudtr-* Dusv» ilUngsbdehi Z 'chen anqcfamn*j Plötzlich mal c. di S.adle auf B c ht d.s an der Spitze rdtriten srauzöUfch-n Of.bter« Halt und litta« mt all tem Gr «ule tn tle «’eLrlofe Me ge di» n un> b ach n I- Tide au ,3öIL ®l entfcin* eine fjbi : Panik unirr tei nach Hilfe ul^i a g aa n u o Kindern. Aber bk« rel'te erst r chi bi: t .rischen ©clüfle der b r üchttg ei 6:a-.U. Mit ter Matte •mb dem Vewehrkolte.' schlüge, fb auf die Leute ein und verwunderen so Me':. d Ich r-rgedlich bemühten, »u e^rwdchei Dan dieser rrchn, ab- scheulich.ru Han diu rrgsw eile tilgen b ,onb:i« die Kinder be r Taubsturnweaschuse, die «ur Kirche gelüchtt warten, bctr3f)et. Die armen Kleinen, ti durch ihre übliche, Handbeweguagen ihre An teil,ahme tunbfun ivollten. warben in der ltzcksichislo'esfen M.tfe durch Kolten'iöhe mihhantelt und geschlagen. Meiler terichren die Ausgewteseie». bab französische Kolonlasfvl baten In um gelt unterem 3 j fi u n b # mit ausgepslanz- tent Stiirnecircbr btaier ten grauen und Kin- bern verliefen und bkfe mit der Masse bedrohten. Da« Geben wird so fir die Im besetzten Ckthrt *5'->hrf-ten «Vn Tag unertrögslcher jnb dir r.dü.te Dell sieht Metern grausamen Spiete •atenlo« 51L Cbrrbfirqrrmriffcr SlShlee attsqrwlfscit. nn. Darmstadt. 28 3unt Der O6er- Wrxrrmidler vsa M 0 r m s. Landtag »abgeorb- «eter Köhler ward: nunmehr gckfern. nachdem die Ausw tfungen aw« Worms einige geh auf- •ctöc: hatten, e e rfa ls au «g? miesen Ob r- rurgerm Itter Köhler I* Has letzte Oberhaupt der dett.lch.m CtÄbt. irn besetz n tb.di.t. die ihre He -nai eib Ccholie tzerl 'l?n 8r bat es bi«bT mit auh.rarteTl.ltrn Bdtzick verstanden. Me T » ung.-n zwi'ch-., ter Bratzen, un> ten < ö bm in ert-ög Ich.- Mette zu g-ftalt n; a>ie aber nt t>* in ter < «u cnru.tn war muhta er Etenfatts dem iana Ischen Hch unserer gdnbe »am Opfer fallen Den hartnäckigen und xlten TD Een wr Ate»che D rd-n fit dadurch bet unfern Beamteasch,st immer nur noch mehr starken Das Moselhaus. Lr- ' ! von 0«Ise e . lze.Drück. 65. gor khunq. (Aachtzruck verboten.» Ci leite fkt »wat dadurch ciitblNjt. tab an frinrr a. t tva ck .itzt ?gen Vs. t<: Taid gib Mcklsie m Ihmeib seine tei-e. »> chltt-a Scher e Mw teiLo. Iran Kl Hon „Tb c *:ru ■.• xre, « tz leb- nid gerückt and A-au V.' 1 tw mit Immer grtzt» er Behirr» lntzl.it «ä< tera gef’ 4 Ar Mb«, wie sie ihn rninnic. 5-inkn zu ich D»zu sch ea eS ihr per»»cl. Le fu erzsh 11, w*r t* k 3U.-m.-r schon t* O rr.« gefieln geschm^ch« bauen, and dah auch D et rtzch ei «er tevo 1 l.t dk> man txn ber Talcl uui . ,*b. sprach alles laut und idrme •> bulche.nante-r Dir tot haarige Schö .e taug • Jtrfl eia sehr fei 1 n -nwlci Lied und tanach e m )t ter moternra Ta'enhaurr. die r:’c~b del.at'cht warten. CiXli Schulte hatte Ha » D en ich glücklich In eine Sckr bugliert and l<5 t .1 »icht mehr los. oda-ahi er setzt ein I 'irre« CKIkte machte und gu.y Kuoetyfam gc* terie, Dar heben Arnolds Iah grau Mdlsh- m 3brt er»'.en JUge.i glühten *1 an bt Klage ta ihr » Ohren tl rrtei kik. wein Hz sich tewegre. te# tarnte Schleppe ihnes Kleid s rah^-Ue nm leine güte S e spr ich DieschMltttzr» mit ihm. «brr so UJe und eiiteiatzvch baft tei «nte*xTg-r Tc.ta^xr ans eint gute B-^anlichk it Hütte kU-e*.< 1 Müllen Da« war »qh! auch ihre A>- sicht. Uixb ter jungt Mal«, um dem et teA bab ftc ihn äuge d icklich ,la:\tou". Nte«*ta engrn Dorüb«rgeT)enbe Vesetzutzlg Limburgs. < SinBura. 29 3unl Der h e'ige Bahnhof ist heute rach, J , Uhr van ten gtmp ; tll ‘inten »:><• 2 4 Dr •« r r |Dnn.» ttLäcu M« K"ttte des ?• a> fchrn BoLes o-.Ätzern fetz' grtaiMdt werten fir ten Tag b r en gi^t g.m tefrruo Druttcht ab«. TAI tadln Helf ei c - ftotittk zn treiben D.e A.gtarung mü's gerve Me Rad,- Cake voa rechts ,«d links ,n 3 w vory-tea Ter T-.aerubünXer Stäbe le warnt vor eiet Thiftatf^tirg ter par'e'v^it.'che-. Lerten'chi«. ter w-.e tte die Claiti»,d•"iten enftage mit ltch bringen mitte D i e Sozialdemokraten und Koma »nisten lehnten das Gehakt des Minislerprüfibenten ab. Aus Stadt und Land. • letea. ten 2S 3*xi 1983. Das Deutsche Polksopser. 3e ter Gelchsttsstelle tei .Siebener Anzeigers'' »arten für unsere bedrängten Botl«genott--n Im Ruhrgebiet und an Ahein weiter abgrhefert Kanieradschalillche Bereif ignng ehern H8ee 5000 -chv - .Hvixl-r») 3JOOu. »urch Berkaus von Blumen ' Doppettopptlnb D eteck 3003 Mt Den Setem herzlichsten Dankt Deitere Spenden werten in ter Geschäftsstelle de« .Siebener Anzeigers" angenommen. Das Pers onal der B e f e r I n Ar H I • Ulfen ter Landes-Unkverfitöt D e%m hat b* Monat 3 u n l 306 2Z8 Mk auf da« Äonn .Ruhr- tilfe ter Universität D.ehen' abgefubrt • * Hau«briefkasten Bon ter O6er»oh- birekiion Darmstadt wird grsch-ieten: Die Anlage des Re cktts und ter Rückga ig tei Berk hrs baten es <,forderlich gemach', die Ja hl tei B irftrlg/r au ixxm.ntern Hierdurch haben ten ein^lnen Breiträgern gröbere Be.44e »ugcteiü werten mutten, was zur Folge hat. bah b.e Brstellungen n 4x mehr mit ter wü4ch.-n«Merian Schielltgfeit i uid>jclühri werten fb^nen. Das wirksamste Mittel xur Te!. fällt überall fa ti'eg. xlo em Hausb-.i.-f'asten angebracht Ist. fxibem ei sind auch In b.-n gdtten. wo niemand zu Hause ange.rottet w.rd. keiie wiederholten Sänge zu machen * • ge ft genommen »utbrn gestern mehrere Diebe und Hehler aus Herborn und Haiger. die hier vrrsutzten, eine ganze Tigentabung Sis?n- tabnaut von mehrerea Millionen Mark Wert umzufetzen Detter wurden in derselben Rocht zwei Perlon cm au« Xrantturt a. M sestgenommen, die eine schwere Draalast durch un'ere Stabt trugen. Die Last bestand au« einem Schaf, weiches Ne Diebe Im "ibibcrfer Drunb nu« einem Schaf- pferch gestohlen und bann geschlachtet halten. • • Jin m I ö g l ü d 1 e r vchwe in« han- b e L Tin Mann au# Dieseck, ter einer geregelten Arbeit aus tem D.-ge geht, entwendete gestern seiner Mutter, einer Milchfrau, zwei Schuxi-'e und verkaufte ftc tn hiesiger Stabt. Die Polizei hatte Rach icht bekommen und machte ten Kauf ungültig Die grau kant wieder in ten Besitz ihrer Borstentiere, Bornottzcn. — Dagesfalender für greif ag Deutsch? TtclÜMrtcl S'/, Ubr Mitgii.terver- fammtung Im (teweroehius. Borfrag von Pros. Schi an über .Di? pvlitttch' ßagc" - Lichtspielhaus Qtebnboffhahe, sowie Marinevereiu und Deutscher Seer. .>n 5 'mt*ortmq te« Äapltjn« Hertert über seine Reife nach tem gruertanb mit tem Dampfer .Kap Poionia" Bortr.igszeilm 4. fl und 8 15 Ubr. -- Pakast-Llchcspiele .Stabt in Sichf und .Sorgenlinter" — Richard Magners .Meistersinger von Rürnderg-amb 3 u U Im Siebener Stadttheater Au« tem Stabt- tbesterbureau wird uns n fchrieten 3 i ter gestrigen Kummer des .Vietze ter Anzeigers ist berichtet warten, welch tiefen Eindruck die Ausführung ter .Meistersinger" durch die granf- furler Ober bei ter Sinw-ihung ter B^d-RauHeimer Oocmbübne auf die gesamte 3uböreHcn. tei teoen dir Hüllr. w ich? ckrztehung und Vewöhnurtz am f e gelegt hatte, adfi.-l und ihre tratrr Art durchbrach ,. Dcht nete.i Ihm varsichrrte ebm Irgentetne ich-arrr te MLnn.istimmc te' Ro taa i,-n »um f fbnter.mal. bat, f c .terauf-rr • WU|ei aus gmu ** dm ig. Wm-A 15 b st* sh.- ausiah' Am» erhob f e die Hcknte wie ater.hr -ch Aber '«** schien r*t< tau .1 »U afret — r ttch iMMee Mter ra w brogs* hab f« te.. Mick. - :en bte . T33«':uaa'-2[-Pü‘ rung te!:cgm r.c'e a«bcr- '' -«rt'.- tx Stetgee ag der 2.»gab tei beeter Our ist benwrgmi\-3 c.amai durch die uege* nrrtiLe chrhöhu tß alter lutaüm 11 be» labte ■ Mrche». fcbarti terch dn aun i i ch ge- N-cgei* 1 T ansr . r kvstrn und »cht »uletzt durch l-n nteravs grvfe» A?r^cmallörper an djngctr »rth Tieltfcm. d.» die .MeCttflnxr” erfordern T.t Packte evrten sich d-»haid zsttcheo. »X» inb 12 (XX? Mk bewegen, erreiche» aber immer noch r cki die Höhe der Pre'te in SranPurt ldbtlflung des von ter vandw -Kammer bei Vutspichter Db Reinheimer uulgetübrten Kat> Karto'felrettuch« mü anfSiebentem (bemarfungirunbgang lief Ber- < - und B t t ter .. lechmker Büßier - Vteste» Kreis Schotten. Ä. H« r ch e n ha I n. 2S ^nl Am Mittwoch wurde dahier der 3 6 b a n n | « mn r f t nbmdalten Der f^baxtnemath fand rasche Oileblgung, ta nur re-ta Tiere nngetabren unren ?i**itTt Mark, wählend fAr Oyriijer 500000 Marck geboten wurden Cdufer wurden für 700 000 dis 800 000 Mark verknust. Hessen.Nttsfau. spd 5 ra n II u r t a M , 28. Hunt Dw Kreis bauern- und Vs rtnersch.il t belchloy in einer lebt stark besuchten Versammlung den granf- tarier Otmultmarit wieder z u beschicken und zur Vermetdung weiterer Mid- belhgfciten eine K 0mmi11ivn f ü r die Dreisleslsetzuna zu bilden Bei künftigem Einschreiten der Murktpvlizel soll sofort Me Sa^ verständigen komm liivn beratend biniu gezogen werden Der Oärtner D u c a t aus Sachsenbaufe», der bei den Vemüsebeschtagnahmunaen am letzten Freitag Salat zertrat. Knute balur von der Mucherabteilung des Amtsgerichts zu drei Monaten Vefsnani« verurteil Nach Ver- buhung von »tnct Machen wird die Strafe auf drei e btnau«qe*ng > < stach s t ch ein Ve- 1 a n g e n e t. namens P a u l. ter auf emem Auge bereits erblindet war. mit < das andere Auge aus. — Am M a 1 n k a l überraschte die Polizei eine Spielergeieil- Ichast, deren Mitglieder sich giddtmtells aus Vrwerbslolen zulan menletzte" Sine zweite Spieleraesellschaft hatte lichinterBedürfnis- anstalt der Herberge zur Heimat ausgetan und wurde hier ausgehob.-n Schltestlich hob Me Kriminalpolizei in ter ttvirtschalt von Künstler in der Lertvrstraste eine gröbere Spielrrge'elischa't aus — Das cteinakae Varnfonkazarett, ein mächtiger vierge'cho'stger Bau tvurte an die Mir t schäft »gen rf len tchlllt ter Univer'itst mit allem Mobiliar mietee le übergeben Die Ve- ft rrchtet in ten Räumen em ©tu- bentenbeimetn Soweit Raum zur Verfügung bleibt, werten Me übrigen Zimmer und ©die Ruhrslüchtlingen übersatten Damit ist der groben V)odnung^not unter der S'utente»- schalt mit einem Schlag Abhilfe geb acht — Kommerzienrat 9 Beit von © vede r ftenfte bte Mittel zum Ankauf eines Wateolauru«-©feiet!« von Halberstadt womit eine ter f fxoerften Lücken ter Dtnclauiierlammlung te-J ©enden- bergmuseums auigcfülll wurde. 3n Metern Augenb i k trat Doktor ck tti ,ge» lehr rafch uter de ©chr-eile. mit ecreqter Ml eng. .Auch hier finde . . .- ©rtn Bti k fiel aul Arnolds Or prallte fast zurück. Utter tarn Belicht glitt es tue ehre Maske — fo plötzlich trat es 6. eter ein ruhiges, etwas fphttttch-s V- «eillchafts» Klch!. Io kühl kling fein« Stimme, test Arnolds ne an ernt Tduich-t v; glaute» könne», wen» nicht ter dsrnttche Mt 1 , gawe'et todtw .Ah, parton! Ön bettet Ve'e Nchiit Man sucht St«, gnckd.ge grau Kann Ich d n Vorzug Mten . f .34 danke 3bnei ich tarne »etzt nicht/' gab ®r*a »urück Ihre Summe klang spröde tote ge- sprunge^es Vlas I eftor ttefHgen mach» ehee forrefte Ber- beugung Ke.n Kid, nicht et ne Mic-v oerrlct. ra« tn ihm porglea Sch -n war er htnuus. »ad be b iten taten, wie et einer Dame ta nächsten 3nmner ten Arm reiche De betten Lurückg d ieben-n faste» ta peta Ichem ©4 Ki<; " Mas sollte grau *>u Arnolds ta^en? Doh Önftngcn ihr «irtgtc. t- inv Vorwürfe «emocht. »ornig Ibr porg.'balin habe, test fle Ute um d efes . JHo'e.'biu.-m eUlei b-tt-ii« gr- kt Das Iwim lü nicht, und nHl <■« entlang kib eine Vrllöruni er-txirire, fcrnrte la ga.-u v.-rwirrt. last schuldtewast Oe» D st eine 3 titang war 3 ihnym ihr nicht ga*y a.e ck tal ij gc-rcfen. Ater es «Mvöne Ile doch bast er aus soichrn immer bla te-ch gaaj| bxh gröber werden. 3m 3nteresse der städtischen Finanzen bitte er dringend, die heutige Vorlage au verabschieden. Die hierauf folgende Abstimmung ergab die glatte und einstimmige Annahme der Vorlage. Erhöhung der Standgelder auf den Vieh - und Krämermärkten. Den Zeitverhältnissen wenigstens einigermaßen Rechnung tragend, wird das Standgeld auf den Vieh- und Krämermäckten wie folgt neu festgesetzt: a) auf den Krämermärkten: für einen Stand bis zu 3 Olleter Länge 2000 Mk., über 3 Meter Länge 4000 Ml., für einen überbauten Stand bis zu 3 Meter Länge 3000 Mk., über 3 Meter Länge 5000 Mk., für einen Sack Zwiebeln usw. 1000 Mk., für Karussells, Pa noramen und dergl. für den lauerten Meter 5000 Mk.: b) a u f den V i e h m ä r k t e n: für ein Pferd 10000 Mk, für ein Fohlen 5000 ML, für einen Ochsen 6000 MI., für ehre Kuh oder ein Rind 6000 Mk., für ein Schwein 5000 Mk., für ein Kalb 2000 Mk., für ein Ferkel 1000 Mk. Der Marktausschuß wird ferner ermächtigt, jeweilig di? zum Ausgleich der Einnahmen und Ausgaben für den Viehmarktbett ieb erforderlichen Gebühcerrerhöhungen enlsprechmd der Geldentwertung selbständig vorzunehmen. Erhöhung der Wochenmarktgebühren. Ebenfalls im Hinblick auf die Geldentwertung werden die WocheninarktzebührLN wie folgt neu geregelt: A. Für das Verwiegen von Butter: für jedes halbe Kilo 50 ML. B. Für das Verwiegen von Kartoffeln, Obst U'i» fc-Tt figen Marktg:g n.ständm: a) für Kartoffeln in Mengen bis zu 10 Kilo 50 Mk., für j^de weitere angefangene 5 Kilo 50 Mk., b) für Obst und sonstige Marktgegenständr in Mengen bis zu 25 Kilo 203 M!., für jede weitere an- gefangene 10 Kilo 103 Ml. Das Standgeld beträgt: a) für jeden Tag und jeden in Benutzung genommenen laufenden Meter Platz 500 Mk„ b) für den Verkauf von Markgegenständen vvm Wagen aus: für jeden Handwagen und jeden bespannten Wagen von weniger als 2 Meter Länge 2030 Mk., für jeden bespannten Wagen von mehr als 2 Meter Länge 5000 ML Der Marltausschuh wird auch hier ermaah- tigt, jeweilig die zum Ausgleich der Einnahmen und Ausgabe?, für den Wochenmarktbetrieb erforderlichen Geoührenlestsetzungen entsprechend der Geldentwertung selbständig vorzunehmcn Allerlei Kredikbewilligungen. Zur Fertigstellung des GckbaaeS Gnauthstraße-Stephanstraße Werren die erforderlichen Mittel in Höhe von etwa 200 Millionen Mark bewilligt. Lin sozialdemokratischer Antrag, erforderlichenfalls auch noch über die heutige Bewilligung hinaus Gelder zur Verfügung zu stellen, damit der Bau unter allen Umständen fertiggeftellt werden kann, wird dem Finanzausschuß Übergaben. — 3n einer längeren Erörterung werden Vorwürfe, die von einer Seite austerhalb des Hauses gegen einen Stadtverordneten wegen dessen Betätigung in verschiedenen Dansachen erhoben worden sind, als durchaus unbegründet zurückgewiffen, da die fragliche Tätigkeit dieses Stadtverordneten keinerlei Vachteile für die Stadt hatte, sondern ihr sogar noch Geld ersparte. Für die 3nstandsehung des städtischen Hauses Schützen st raste 24 wird der Kredit um 200 000 Mark erweitert. Für die bauliche Instandsetzung des Harles Wetzsternstraße 43 (Säuglingsheim) wird vorlagsweise ein Kredit von 2 Millionen Mark bewilligt. Die Kosten werden von der Stadt und vom Staate je zur Hälfte getragen. Der für die Bers-Hilu ng der Austenwände der früheren Küchenbaracke deS Landsturmlagers erforöerfide Kredit m Höhe von 3,5 Millionen Mark wird bewilligt) Für die Zuführung von Wasser >nd den Einbau eines Hydranten zu dem a if dem Lagerplatz Steinstraste errichteten Gebäude wird ein Kredit von 1 100 000 Mark gewährt. Zur Beschaffung von Ersatzrädern für den Krankentransportwagen wird ein Kredit von 7 Millionen Mark bewilligt. Für die Unterhaltung der öffentlichen II 6 r e n im Rechnungsjahre 1922 wird der Kredit von 7000 Mark auf 194 367 Mark heraufgesetzt. Zur Beschaffung von Gartenmöbeln für die LiebigShöhe w.rden 3 630 000 Mk. zur Verfügung gestellt. Die freihändige Vergebung der Lieferung von Zement für die S t e i n f a b r i k wird nach- träglich genehmigt. Es handelt sich um rund 11,9 Millionen Mark. Für die ab 10. Juni 1923 cinge treten» Erhöhung der Löhne der städtischen Arbeiter wird ein Kredit von 16 6 M r l l i o n e n 500 000 Mark für die Zeit vvm 10. Juni 1923 bis 31. März 1924, au Herdern noch ein wnterer, durch die Geldentwertung bedingter Kredit von 1 Milliarde 805 Millionen 738 000 Mark für den gleichen Zweck zur Verfügung gestellt. Auf die DeitragSleistung für den D e 11 - sche n Stabte tag wird ein weiterer Vorschuß von 300 000 Mark bewilligt. AlS Deitragsleistung für den Bezirks- ardertgeberverband, dem die Stadt an- gehört, werden 500 000 Mark bereitgestellt. Für die Instandsetzung des Daches der UnterkunftShalle im Hortgarten auf dem RahrungSberg werden 60 000 Mark aus- geworfen. e Für die Beschaffung zweier neuer Batterien für die Schwcrchstromltttung im Stadttheater wird ein Kredit von 120 000 Marck bewrllrgt. Der Voranschlag für 192324. sich die Fertigstellung des Voranschlags für 1923/24 infolge der überaus schwierigen und unübersichtlichen Wirtschaftsverhältnisse stark verzögert, wird die .Stadtverwaltung auf Grand des § 1Z1_ der Städtevrdnung zur Fxrtführmg der Geschäfte aus Grund des Voranschlags für 1922 ermächtigt. Baufächern (Sin Gesuch bett, die Teilung der Hofreite Rvvnstraste6 wird nach wiederholter Prüfung durch die Bnudeputativn erneut abgelehnt. Die DispenS-Erteilnng für den Um- und Erweiterungsbau des R.brngebäudcS Licbigstr. 19 wird genehmigt. Für die Errichtung einer Autohalle auf dem Grundstück Leisingstraste 18 wird gleichfalls Dispens erteilt unter folgender Bedingung: Die Autohalle ist mit einem Walmdach zu versehen, und darf nur zur Unterstellung eines» Kraftwagens benutzt werden. Die Halle ist zu beseitigen, sobald diese einem anderen Zweck dienstbar gemacht wird. Erhöhung der Wiegegebühren. Die Wiegegebühren werden mit sofortiger Wirkung von 10 auf 30 Mk. für den Zentner festgesetzt. Die Mindest Wi egegebühr soll 300 Mk. betragen. Der Baugenossenschaft 1894 wird zur Bezahlung der von der Stadt erhaltenen Baumaterialien, wie Sand, Holz usw. ein Darlehen in Höhe von 5 056 740 Mk. gewährt. Kleinere Vorlagen. Die Gebühren für Dien st männer werden gemäß dem Antrag des Polizeiamts Diesten erhöht. Als Beisitzer des Pachteinigungsamtes werden gewählt: für die Verpächter Amtsgerichtrat Jockel (Stellvertreter Rentner August Schwan) für die Bächwr Lehrer Hch. Becker, Vorsitzender de 3 Obe- und Gartenbau- veecins (Stellvertreter Post-Betr ie Rassist en' A. 3. Mohr. — Ein Antrag der sozialdemokratischen Fraktion, nach dem die Verwaltung den Stadtverordneten eine Vorlage machen soll, die eine Abänderung der zur Zeitdestehend en Pachtpreise für städtische Grund- stücke im Sinn: einer Ermäßigung der Pachten bringt, wird an die land- u tb forstwttd- schaftliche Deputation verwiesen Man geht von her außergewöhnlich hoben Entwicklung der Ra- turalienpreise aus, nach denen die Pachten bemessen sind, die zu zahlen aber den Heinen Leuten sehr schwer fallen werde. Schanke rlaubnisgesuche. Gesuche des Karl Eyer für Gegärten 55 (Philrsophenwald), des Peter Dill für Linden- gaffe 2 (Frankfurter Hof) und des Ludwig Herbert für Mäusburg 1 werden bewilligt. Mitteilungen Bürgermeister Krenzien teill u a. mit, baß der Lesehalle-Verein, der sich in sehr großer Rot befindet, einen Hilferuf an die Stadt gerichtet hat. Die Eingabe totrb zur Sr- lÄ>igung an den F'manzausschuß gegeben. Gictzencr Strafkammer. Dieven, 28. Zrmi 1923. Ein Zkegelmeister in Friedberg war vom Schöffengericht daselbst zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt worden, Werl er seinem Dien st Herrn, einem Bauunternehmer, große Mengen Geteerte gestohlen hatte. Die wegen Hehlerer angeklagten Abnehmer, drei Dewe^betrerbende und ein Bäckergeselle, waren vom Schöffengericht mangels ausreichenden Beweises sreigcsprochen worden. Das Schöffengericht hatte angenommen, sie hätten weder gewußt noch den Umftänten nach annehmen müssen, daß die Frucht gestohlen war. Gegen das Urteil verfolgte die Staatsanwallschaft Berufung. Es wurde festgestellt, daß die Angeklagten das Getreide dem Dieb zu Preisen ahgeiauft hatten, aus denen sich ohne weiteres die Herkunft auS einer strafbaren Handlung ergab. So hatte der angeklagte Bäckergeselle statt Dem Ivahren Wert von etwa 75 000 Mk. 20 000 Mk. bezahlt und noch am gleichen Tag durch Weiterverkauf 12 000 Mk. Ruhen erzielt. Auch aus einer Reihe von verdächtigen Begleitumständen mußten die Angellag^ ten die Ueberzeugung gewinnen, daß es sich um Diebsgut handelte Die Strafkammer hob bad erste I Urteil auf und bestrafte drei der Angellagten wegen Hehlerei mit drei Wochen Gefängnis: der wogen Hehlerei bereits bestrafte trätte erhielt sechs Wochen. 3n einer Zeit wie der heutigen, in der Treu und Glauben stark inZ Wanken geraten feien müsse gegen. Hehler, d e Den Dieben ihre verbrecherische Tätigkeit erleichterten und vielfach erst ermöglichten, mir em. fiudlichen Strafen eingeschritten werden. Die Berufung einer vom Schöffengericht wegen Diebstahls Denirteilten 3ngeflagieit wurde verworfen, weil sie trotz, ordnungsmäßiger Ladung zur HauptverHandlur^ nicht erschienen war. Ein wegen Jagdvergehens Verurteilter nahm vor Eintritt in die Verhandlung die Berufung zurück. 3n einer Derufungssaiche wegen umerlassener Straßenreinigung soll die Entscheidung in einer Woche verkündet werden. IBermifcbtes. Verhaftete Frä:n Kaufrna in Rel- s i n g auf frischer Tat. Man fand bei ihm irn Dell noch ein Relief ted Turnvaters Zahn, den Grabstein bei Panop^tilum--Begründers East an und kostbare Marmc-rhieine, die auS Diebstählen herrühren. Gleich Darauf wurde der 20jährige Kaufmann Krause alrä Kirchhofsplündc- r c r verhaftet. 3n seinem Warenlager wurden neben anderen Beutestücken das gestohlene Geweih der Hirschgrupp« am großen Stern im Tiergarten entdeckt. ®ecen die fremden Diehaufkäufer. Stuttgart, 28. Juni. Auf dem hiesigen Viehmarkt tarn es batte zu einer Schlägerei zwischen Fleischern und fremden Viehaufkäufern. Die Fleischer fühlten sich in ihrer Existenz bedroht, da die fremden Drehaufkäufer, die Vieh ins besetzte Gebiet verschieben, den Landwirten jeden geforderten Preis zahlen. Achtzig Personen an Fleischvergiftung erkrankt. Leipzig, 28. Zürn. 3n Miltitz erkrankten achtzig Personen mehr oder weniger ernst an Fleischvergiftung. Die (Mranftcn I hatten Rindfleisch gegessen, das sie bei dem Ortsflcischer Laderaann gelaust hatten. Die noch unverkaufte Hälfte deS Rindes wurde auf i>en Antrag des Staatsanwalts beschlagnahmt und dem Leipziger Hstgienischau Institut zur Untersuchung übergeben. ♦ ♦ Die Eröffnung deS Hafens von Casablanca. Der Hafen von Casablanca ist nach 16jähriger, vielfach durch Stürme unterbrochener Arbeit. mit.großen Feierlichkeiten cr= öffnet worden u»d wird eine neu? Epoche in der Geschichte Marokkos einleitm. Bevor alle Arbeiten vollendet find, werden zwar noch drei Jahre vergehen, aber schon jetzt sind einige große französische Schifte als die ersten in dem Hasen gelandet. Es ift der einzige wirkliche Hasen, den Marokko besitzt, und Passagiere sowie Waren können erst je£4 direkt an Land gebracht werden. Früher mußten alle Schiffe, die nach Marokko bestimmt teareet, mehrere Kilometer von der Küß' entfernt vor Anker gehen, und dann stand den Reisenden ncni) eine sehr unangenehme Fahrt im offenen Doot bis zur Küste bevor. * Kinder verbrechen in Rußland. Der Resto det Carlino veröffentlicht einige russische Statistiken über die Verbrechen Jugendlicher in Rußland, dre ihm von feinem Berich'erst aller in Welsing,ors zugegangen sind. Danach hat der ^usttzlomm-fssar der Sow'et-Regierung et icn Ge- setzesantrag cl-gebracht, durch den der Zunahme der Kinder verbrechen gesteuert werden soll. 3m Jahre 1922 wurden von den vrffischen Gerichten — wobei tfce Ukraine nicht mitgezählt ist — nicht tr-eniger a(6 3 600 0 Fälle abgeurteilt, in denen 3ugendlich»e wegen schwerer Verbrechen angeklagt waren. 60^ Prozen t dieser Verbrech?n bestanden in Totschlag im Zusammenhang mit Diebstählen, 15 Prozent in Diebstählen und 16 Prozent in Morden Vo:r diesen Verbrechen wurden 7203 von Kindern im Alteroon8 bis 1 2 3a 0 re n verübt: 35 Prozent waren Knaben und Mädchen von 12 big 15 Oafiren und 45 Prozent Jugendliche von. 15 bis 18 Jahren. Kirchliche Nachrichten. Isr.AeligionSgefeLschaft. Sabbotfeier 30 Zuni Freitag abend 7.50, Samstag vorm 8, nachm. 4 30, Sabba^mvsgang 9.40, Wochengottesd.: morg. 6.30, | aböd. 7130. — 3fr. Religionsgemeinde. Eottesd. i. I ö. ©nnag. lSudanl.l SamStag, 30. Juni. Vorabd. | 7.45, ncorg. 8.30, aböd. 9.00 u 9.40. Handel« 5fr a n F f u r t a. M., 28. 3unt. Börsen- stimniungsbild. 3m Effektenverkehr von Bureau zu Bureau wickelte sich das Geschäft weser-llich ruhiger ab. Dir gestrige Haussebewegung schien zum Stillstand gekommen zu sein. Es l agen allerdings verlchieden? Kauforders vor, die jstch in der Mehrzahl auf Ei ihritswerte be- zvger», die gestern starken Rationierungen unter» lageo, oder mangels Material überhaupt nicht zur Rotiz gelangten. Dollar-schatzanweisungen zeigten einen schwankenden Stand und wurden anfänglich 145 000 bis 150 000. späterhin 152 000 bis 153 000 genannt Entsprechend dieser Bewegung waren die Kurse der Valutapapiere kaum behauptet. 3ndustriepapier-e bewahrten ihre feste Tendenz, trotzdem nur wenige Aktien die höhere Bewertung brachten. Es wurden folgende Kurse genannt: Höchster 345 000, Badische Anilin 560 000 bis 570 000. Rütgerswerke 530 000. Demeis Wessel 80 000. Daimler etwa 140 000, Gebr. Hunghans 305 000, Theodor Goldschmidt 460 030, Scheide- anstatt 500 000 bis 520 000. Für Deutsche Dank wurde ein Kurs von 310 000 bis 315 003 geboten, Barmer Bankverein 93 000 bis 95 000, Darmstädter Bank hörte inan 200 000. Hapag hörte man 900 000, Rorddeutscher Lloyd 245 000. 3n den amtlich nicht notierten Werten war die Tendenz nicht einheitlich. Geluch'er tixiven Rastatter Waggon 90 000 bis 95 000, Krügers hall 340 000. Man nannte ferner Tiag 135 000, Meyer Textil 26 000. Ufa 125 000 bis 130 000, Emelka 53 000 bis 56 000, Growag 12 000, Hansa Lloyd 63 000 bi» 65 000 bis 66 000, Becker Stahl 260 000. Berlin, 28. Juni. D ö r s e n st i m m u n g s- bild. 3nsolgc der vom BöLsenvorstaad getroffenen Maßnahmen, durch die der Zutritt zum Devisenzimmer sehr erschwert wird, vollzog sich die Feststellung ter amtlichen Devisenkurse unter weitaus ruhigeren Formen als bisher. Seitens der Banken kam etwas Ware heraus und die Rachfrage war überhaupt nicht mehr so dringlich. Die Rotizen stellten sich im allgemeinen etwas niedriger als gestern. Ein fre'er Effektenverkehr fand i i den Börsenräumen nicht statt, sonst verlautete. baß ter gestrige Kursstand u rgefähr behauptet war. Einer gewissen, bei der Spekulation vorhaitdenen Realisationsneigung scheint durch den erheblichen Teil der gestern unerledigten Kaufaufträge ein Gegengewicht geboten zu werden. Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahluag.) Taium 27. Juni 28. Juni RmtL No ieri. Aintl. Stottern. Geld Briek (Mel) Brtek Antw.-Brüssel. . 8608- 8652,- 7855.- 7&03,- Oollaud......59*30,— GOL'A- 581553,— 58949,- Vonbon 708.5.1,- 711750,— 688275.- 691725 - Parts 1197'),- 10025.- 922(5 50 927350 Sdnucti......28!r27.5« 29)72,50 2>56>3,- 26870,- ©pnnten 22)42.50 23057^0 21'H5.- 2297).— Italien 730'3 7y) 7343/50 (>:ns,- (742.- VifinUon-Cporto. 6)84 50 6215.50 Dänemark .... 27-131. - 27569, - 246b,50 24661,50 9iiUiUi'ncn .... 28927,50 29072,50 26133,50 26566,50 Swrnedeu.....4:38'10,- 44110,- 39'3.n),- 81)79'.'>0 Mfinnftn-6. .. . 4239,— 42(5L- 4114,59 413V>0 Nennork^ . . . .152617,—153383,— 149625 - 150375.- Teuti 3 Oesterr.. 217.45 218,55 2'1,96 213 01 Buda veil 18.95 19,05 18.45 1R65 Prag 458.8,50 4611,50 453.8,50 450150 Wnrnm 1'145- 16)5,- 139650 1103.50 Banknoten. Frankfurt n. M.. 28. Junl. A-td Br-el ffditvelACt Noten 2(4315.- 26885.- 7trnn)öfifd)e Noten 9100. 9200.- Täuifdie Noten.......... 26:370,- 266.30.- Cclnvedische Noten 3iK)00 — .99400,— Ooltänbiläie Noten . 5790) — 58503. — Tcinlri^Ceiietretrb 1103 Stroncn 20650 2>i730 Umerit.uufrfje Noten........ 149250 — 150750.— Gnnlifdie Noten........... 686500 — 69:35.00,— Italienische Noten 6690 — 6760 — Belgische Noten 7700 - 7840.— Ilnaarlfche Noten 9.50 10 — Tschrchoflowakischr Note« .... 41!5 — 4495.— Nonveglsche Nvien ........ — — 9iumäulsche 'Noten......... 797,— 803 — Conuiiche '.'toten........ . —__ Stand des Dollars: (amtliche Dotierung Vvm 28. Juni) Frankfurt a. M. 149625 — 150 375. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Em angeblick'er Redolverangriff auf frt Ter Cbcrmrikrr. 44±?D "D Oieflen, den 28. Juni 1923. | Mietgesuche S» (Hierein Ebcoaar (U28D weife 43 h D Ordentliches Qdlldlf. 4414D fldndit 4413D MM» Darmstadt ncfiiitt. 101473 Vereine SpitznogeL 4392D unseren Preisen. 442T> D Hl VerwtÄrkte* Orchester! 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