Nr. tf9 Erscheint iöglich, außer Sonn» und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: (öietzenerFamilienblätter MonalltcheSezuornreise: 60C0 Mark einschliehlich Trögerlohn.durchdiePost KVVOMark.auchbeiNicht. erscheinen einzelner Num. ment infolge höherer Gewalt. - Fern sprech. Anschlüsse: sürdieLchrist. Itilung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Postscheülonto: Jronffurt o. M. 11686. 175. Jahrgang Donnerstag, 28. Zuni 1923 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen vruck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitäts-Vuch- und Steindruckerel H. Lange in Siehrn. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: 5chnlstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigern, 27 mm Breite örtl. 320 Mk., auswärts 400Wh.; für Nekl ame- Anzeigen von 70 mm Breite 1500M.BeiPlah. Vorschrift 20°,'^ Aufschlag. Hauptfchriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumichein; für den Anzeigentetl: Fans Be.lr, sämtlich in Bietzen, Eine außenpolitische Rede des bayrischen Ministerpräsidenten. München, 27. Juni. Der bahrischeMinister- präsident Dr. v. Änilling hielt im Land - tag zu dem Etat des Ministeriums des Aeuhern eine seit längerem angekündigte Rede. Er leitete sie ein mit einer Kritik der außenpolitischen Haltung des deutschen Volkes. Er betonte, es müsse das ganze innerpolitische Verhalten vor allem unter dem Gesichtswinkel der Auswirkung nach außen beurle.lt werben. Aber die Größe Bismarcks habe die deutsche Va° tion nicht an ein selbständiges außenpolitisches Denken gewöhnen lassen. Der Friedensvertrag von Versailles wäre nicht möglich ge'.vesen, wenn das deutsche Volk seinen neuen Aufgaben anders gewachsen gewesen wäre. Roch immer sei es ein unpolitisches Volk trotz der harten Schule, durch die es in den letzten Jahren habe gehen müssen. Immer noch bringe das deutsche Volt nicht die Kraft und den Willen auf, nach auß/m als geschlossen-: Einheit dazustehen. Vicht laut und tief und eindringlich genug könne die Forderung in das ganze Volk hinausgeschrien werden: „Besinne dich auf das, was Valicn heißt, und fange endlich an, ein politisches Volk zu werden!" Der Redner gab sodann einen Rückblick über die Ruhrbesehung und wies nach, daß von einem schuldhaften Verhalten Deutschlands nirgends die Rede sein könne. Ab:r selbst wenn die von Frankreich behaupteten tatsäch ichen B:r° sehlungen zuträfen, bleibe auch dann der Ruhreinbruch ein frevelhafter Bruch des Versailler Vertrages und des Dölkerbu.chZrechts und eine brutale, rechtswidrige Vergewaltigung eines wehrlosen Volkes. Das französisch» Ziel iit überhaupt kein Wirtschaftliches, sondern ein politisches: die Wiederholung der PolitikLudwigs XIV. und Vapoleons I., nämlich die Zertrümmerung des Deutschen Reiches, seine Abdrängung vom Rhein und dadurch die dauernde Macht- Überlegenheit Frankreichs in Europa. Zu diesem Zweck unterstütze Frankreich die Ruhrakiion durch Anzettelung separatistischen Hochverrates in Bayern und unterstütze auch die Kommunisten im Vörden und in der Pfalz und fordere in der Pfalz zur Bildung der Rheinischen Republik auf. Deutschland kämpfe cm der Ruhr und am Rhein nicht bloß um seine eigene Existenz, es kämpfe um ben Frieden Europas. Die Herrschaft dec Franzosen am Rhein bedeute nicht bloß älnterjochung Deutschlands, sondern Hegemonie der französischen Gewalt- und Eroberungspolitik in Europa und Friedlosigkeit der Welt. Vach einer Schilderung der Schandtaten der Franzosen gedachte Knilling dankbar der Kundgebungen des P a p st e s, der schwedischen Bischöfe und ciaes hohen Richters im Schweizer Vationalrat gegen das 11 n- geheuerliche, das am RH-.-in und an der Ruhr geschieht. Ab:r, so fuhr er fort, das Rech:s- gesühl in der Welt, das Weltgewissen, sei ein- geschlasen. Der Grund dieser Leilnahmlosigkeit sei, daß die Welt noch immer vielfach an die größte Lüge der Weltgeschichte, an die angebliche Schuld Deutschlands am Weltkriege glaube. Damit müsse einmal aufgeräumt werden. Das Ausland verstehe es nicht, u arum Deutschland schweige, wenn es nicht schuldig sei. (Zwischenrufe: Reichsregierung!) Solange die Kriegsschuldlüge wie 'bisher die Welt beherrsche, sei eine Wiedergesundung nicht möglich. All: Kreise des deutschen Volkes erwartete',! deshalb zuversichtlich. daß die ReichZregierung in der Sch u 1 d° frage zur Offensive über gehe und von den Wahrheitszeugrissen Geb.auch mach:, die neuerlich den russischen Archiven zu verdanken se en, und durch di: der französischem Eroberungspolitik die heuchlerische Maste des Rechts und der Friedfertigkeit abgerissen werde. Die auf unsittlichem Zwang beruhende Unterschrift müsse heute jeder Gerechtdenkende als null und nichtig erkennen. Wir bitten nicht um Mitleid, sondern fordern Gerechtigkeit. Infolge feiner Entwaffnung sei Deutschland nicht im Stande, dem französischen Vorgehen aktiven Widerstand entgegenzusehen. Der passive Widerstand fei ein elementarer, mit Vaturgewalt aus der Seele des Vrl.eZ gewachsener u i) von all seinen Kräften g:trag:n:r. Dieser Widerstand labe nicht von der Regierung befohlen werden können, er tonne auch nicht von ihr abbefohlen we.d-en. Die französische Politik schaffe auch heute wieder auf deutscher Seite mit naturgrsehlicher Folge.ichtig- teit die Kraft, an dec sie zerschellen müsse. Wenn irgendetwas das deutsch: Volk zu einer starken, geschlossenen Einheit zu'ammenzuschli ß:n vermöge, so sei es der gerechte Haß, den Frankreichs Wahnsinnspelitik z.uzen müsse. Vachdem Dr v. Knilling den kämpfenden Brüdern und Schwestern am Rhein und an der Ruhr gedankt hatte, fährt er fort: Heber das politische Ziel der Franzosen sei ein Verhandeln unmöglich. Denn dieses Ziel greife an den Bestand des Deutschen Reiches und der deutschen Vatirn Darüber könne und dürfe nicht verhandelt werden Deutsches Laa) und deutsche Souveränität dürfen nie und nimmermehr zum Gegw-rstand diploma.isch.r DechandlunZen und Kompensationen gemacht werden. Der Leistung von tragbaren Reparationen we.de sich das deutsche Volk nicht entziehen Und dann noch eins: ohne Rückgängigmachung der ungerechten Maßnahmen gegen treu» deutsche Volksgenossen ohne Aufhebung der Ausweisungen und kriegsgerichtlichen „Urteile" keine wirtschaftliche Verständigung. Solange Frankreich am Rhein stehe, gebe es für Europa keinen Frieden. Wezen der ernsten Bedenken, die die bayerisch: Regie ung gegen d i e Rote der Reichs regierung vom 2. Ma i geäußert habe, sei behauptet worden. daß Un'timm gk.-iten zwischen der daher Landesregierung und der Regie.ung Cu ro bestünden. Vach seiner Ansicht wäre es vorzuziehen g we.en, wenn der Reichs kanzle c in einer 5t c b e im Reichstag, in der manches hätte gesagt werden können, was viel: in der Vot vermißten, versucht hätte, den Faden internationaler Erörterungen weiter zu spinnen, den der britische Außenminister im Oberhaus vorsichtig genug hingew. rf.n habe. Diese Meinungsrerschiedenh.it sei von ihm nicht in die Oessentlichk.it hinausgetragen worden. Boyern messe es als sein gutes Recht ansehen, im Einzllf.lll seine abweichende Meinung gegenüber der Rcicy-sr.gicrung zu vertreten. Die Minister bec deutschen Länder kämen doch nicht bloß zum Z. «sagen rach Berlin. (Sehr richtig! rechts.) Was er bei Antritt seines Amtes gesagt habe, tm hätten, ihre Ansicht mit Gefängnisstrafen büU-n müssen. Werde denn auch jetzt nvch die öffentliche Meinung stumm bleiben, wewde sie noch länger dulden, daß die Menschen getötet, bis die Herren der Diplomatie, der Zndustri: und der Dankwelt ihre Geschäfte arrangiert hätten? Ein bedeutungsvoller Vermittlungs- Vorschlag des Papstes. Rom, 27. 3uni. (WTB.) Der Papst hat an den Kardinalstaatssekretär G a s p 0 r r i ein Schreiben gerichtet, in dem er auf feine wiederholten seit Begi.cn feine? Pontifikats für Die Ruhe Europas und das Heil der Vatio.een unternommenen Versuche hinweist, einen wahren Frieden und ein dauern.'eZ Einvernehmen unter len Staaten herbeizuführen. Die internationalen Bestehungen hätten sich jedoch nicht nur nicht gebessert, sondern vielmehr verschlechtert, derart, daß sie für di: Zukunft zu den c:nft:ften Besorgnissen Anlaß gäb.n. Der Papst hebt hervor. daß ec gegenüber dieser Lag: nichtgleich- gültig bleiben könne. Es müsse von jeder Gelegenheit Gebrauch machen, die sich ihm biete, um bei (ter Herstellung des Friedens mitzuwirken. Deshalb halle er es für s e i n e P f l i ch t. während zwischen den an dem Konflikt am meisten beteiligten Mächten neue Vorschläge und neue btpwmatische Verhandlungen vorbereitet würden, um eine freunt- schaflliche Lösung der Mitteleuropa u.rd infolgedessen unvermeidlich alle Rationen bewegenden Frag?n zu finden, seineunparteiischeund wohlmeinende Stimme zu erheben. 3m D:wuhtscin ter schweren Verantwortlichkeit, die ihm und allen denen zufalb:, die in ihren Händen die Geschicke der Völker halten, richte er an sie die inständige Bitte, die verschiedenen Fragest, so die Frage der Reparationen, im Geiste des Christentumsnochein rn a 1 z u prüfen, tx:r die Forderungen der Gerechtigkeit nicht von denen der B.n em Herzigkeit scheide, auf der d.'-s Leben ter Völker beruhe. Wenn in der Absicht, die sehr schweren Schädm, die der Bevölkerung in den ehedem blühenden Ländern zugefügt word-en seien, wiederherzustellen, der Schuldner einen Beweis des guten Willens zu einer billigen und endgültigen Derständigung zu gelangen, g .be, intern er ein unparteiisches Urteil über die Grenze seiner Zahlungsfähigkeit an rufe und den Schiedsrichtern alle Mittel einer ernsten und genauen Kontrolle zusichece, verlangeesdieGerech- t ig ! ei L u-nb 2Lä ch^t enli.eb.e gleichwie das Interesse der Gläubiger selbst und aller der Zwistigkeiten müden und sich nach Ruhe sehnenden Völker, dahvondemSchuldner nichtverlangt werde, was er nicht leisten könnte, ohne ferne Quellen und seine Produktionsvermögen bis zu seiner völligen Vernichtung und bis zur Vernichtung seiner Gläubiger selbst zu erschöpfen, nicht zu r.-,.n von der Gefahr sozialen A m stürz<■ s, ter U-r größte Ruin ganz Europas und eine ständige Gefahr neuer und noch verderblicherer Verwicklungen wäre. Es sei g e r e ch t, daß die Gläubiger ihren Forderungen entsprechende Bürgschaften verlangten. 3frnea sei es überlassen, zu prüfen, 0 b es tatsächlich notwendig sei, unter allen ilmftänben dieBesetzung von Gebieten aufrechtzusrh alten, die für das befehle Land und die besetzenden Völker mit großen Opfern verbunden sei, oder ob es nicht besser wäre, die Bes etzung durch schrittweiseeinzu führen de andere Bürgschaften z u ersetzen, die nicht weniger wirksam und sicherlich weniger schmerzlich wären. We.en di: beiden Parteien sich auf tiefer Grundlage ci igten, H ütte di:D e sehung von Gebieten alsbald gemindert uno nach und a ch gänzlich aufgehoben werden. Dann könnte endlich der wirkliche Friede zwischen den Völkern hergestellt teerten, ter glc che-ei ig die Vorbedingung für eine wirtschaftlich: W ioder her stolluna sei, di: vor allen Seiten so dringend gewünscht werde. Di: Sjer« stellung des Friede s und die wirtschaftliche W'edcraustichMng seien für alle Rationen, siegreiche und besiegte, gleich groß: Güter, so daß, um sie zu erlangen, keine notwendigen Opfer zu schwer sein fällten. Päpstliche Spende«. Köln, 27. Juni. (WTB.) Der päpstliche Delegat Monsignore Testa überreichte nach der „Kölnischen Zeitung" dem Kaplan Dr. Blank in Hattingen eine Spende von 500 000 Lire für Wohlr ätig- keitsz wecke. Rach dem gegenwärtigen De- visenstande beträgt diese Schenkung über zwei Milliarden Mark. Rach dem gleichen Blatte ließ der Papst dem Rektor der Universität München durch den Nuntius Pacelli 50 000 Lire für die Studenten Hilfe überreichen. Die belgische Kabinettskrists. Paris, 27. Juni. (WTB.) Das „Journal des Debats" erfährt aus Brüssel über den Stand der Kabinettskrise, Theunis habe heute morgen dm Parteiführern mitgeteilt, daß er auf die Veubildung des Kabinetts verzichten werde, wenn sie nicht nachgeöen. Daraufhin hätten die Fraktionsführer beschlossen, sich über folgende Punkte zu einigen: 1. Frage der Genter Tlniversität. Den Studenten steh: es frei, ihr Studium in vollem Umfange, vlamisch oder französisch, zu betreiben, unter der Bedingung jedoch, daß sie eine bestimmte Anzahl von Vorlesungen in der nicht von ihnen! zum Hauptstudium gewählten Sprache hören. 2. Militärsrage. Theuris schlägt ein: 12mona!ige Dienstzeit vor, wozu für die Dauer der Ruhrbesetzung zwei weitere Monate hinzukommen. Vach Schluß dieser Sitzung habe man den Eindruck gehabt, daß Theunis imstande sein werde, heute abend sein Kabinett zu bilden. Es würde sich aus den gleich.n Persönlichkeiten zusammensetzen wie die zurückgetretenen. Theunis wird morgen vor das Parlament treten und es darüber entscheiden lassen, ob die vorstehenden Formeln annehmbar sind oder nicht. Theunis wird dann auf eigene Verantwortung sich darüber entsch:id:n, ob er die Mehrheit zur Fortführung seines Politik für ausreichend erachtet. Frage und Antwort im englischen Unterhaus. London, 27 Cuni (WTB) Im .Unter«* Haus trage kas Pari m ntsmitglied General Spea-rs te.i Premierminister, ob er angesichts der Tatsache, daß j:d: to iter: Verzögerung in l>cl Drantwcrtu ,g der deutschen V> t: in ol,e 1'Ol immer gefährlicher werdenden wirtschaftlichen Lage Deutschlands eine ernste Frage sei, in Erwägung ziehen werde, dm an der Besetzung des Ruhrgebiets beteiligten Mächten vorzuschlagen, daß bis zu der Entscheidung über die an Deutschland zu sendenden Antwort keine weiteren Maßnahmen unternommen werden sollen, die dazu beitragen würden, den finanziellen Zusammenbruch Deutschlands zu beschleunigen. Der Minister te# Innern 03rite g c m a n, der für Baldwin antwortete, sagte, der Premierminlst.r sei nicht der Ansicht, daß un'.er den augenblicklichen Umständen die An- n.chme dieses Vorschlags irgendeinem nützlichen Zweck bienen würde. Das Parlamentsmitglied Weidg'wood fragte, ob die Unterredungen zwischen Lord Crewe und Poincairö die Stelle einer . Antwort einnähmen. Hidgenran bat darauf um vorherige Ankündigung dieser Frage. Frankreich Herr der Luft! Paris, 27. Juni. (WTB.) 3m Zusammenhang mit den gestrigen Erklärungen des englischen Premierministers übe: die englische Luftfahrt schreibt die „Chicago Tribüne", trotz des erhöhten englischen Luftfahrtprogramms werde Frankreich unbe ft reitbarer Herr der Luft bleiben. Seine Ueberlegenheit liege nicht nur in der Tatsache, daß die französische Armee 1260 nach dem Kriege gebaute Flugzeuge im aktiven Dienst habe, während England über ttxmiger als 403 verfüge, sondern auch darin, daß Frankreich fünf» b i s zehnmal größere Aufwendungen für seine Militärluftfahrt machen könne als Großbritannien und die Vereinigten Staaten. Das französische Budget werfe 722 Millionen Franks für die Militär-, Marine- und Zivilluftfahrt aus, wenn auch der Senat 18 Millionen abzu- streichen drohe. Eine kritische Lage in der französischen Kammer. P a r i s, 28. Juni. (WB.) 3m Finanzausschuß der Kammer erschien gestern P 0 i n c a r 6, um zu erklären, warum die Regierung Wert darauf lege, daß diesmal ausnahmsweise der Haushaltsplan für 1923 auch für das Budget des Jahres 1924 als Grundlage dienen solb Poincare erklärte, daß er vor der Kammer die Vertrauensfrage stellen werde. Der Abg Klotz wird in der heute stattsindenden Sitzung des Finanzausschusses eine Tagesordnung cinbnngen: „Der Finanzausschuß beschließt, nicht die 3nitiative zu ergreifen, um in das Finanzgeseh den vorn Finanzminister ge- teünschien Zusatz einzufügen." Der Finanzausschuß wird heute abend Beschluß über diesen Antrag fassen. Die Besetzung von Limburg? Limburg, 27. Juni. (WTB.) Eine französische Kommission befichligte heute eine große Anzahl von Quartieren in Limburg. Das Gymnasium und mehrere Schulen find anscheinend für Massen- quariiere in Aussicht genommen. Weiterhin wurden in der Parkstraße eine Anzahl von Cinzelquartieren besichtigt, die anscheinend für französische Offiziersfamilien bestimmt find. Es ist damit zu rechnen, daß Limburg in den nächsten Tagen offiziell besetzt wird. Die Ausweisultgen. W 0 r m S, 27. Juni. (WTB.) Gymnasial- direktor Lautes ch l ä g e r und Amtsgerichtsrat T r a u t w e i n haben von der Rheinland- kvmmission Ausweisungsbefehl erhalten. Frankfurt a. M., 27. Juni. (WTB.) Der Zugverkehr zwischen Crvnberg und Rödelheim ist von 8 Ahr abends bis 3' ? Ahr morgens eingestellt worden. Die Veranlassung dazu sollen angebliche Sabotageakte sein. Aus Mainz und Umgebung, sowie aus Bingerbrück, Bacherach, St. Goar, Boppard aus Oberlahnstein sind neuerdings wiederum 139 Eisenbahner mit ihren Familien unter Beschlagnahme der Mo-, bel ausgewiesen worden. Xie Bürgermeister von Höchst und Ried verhaftet. Höchst o. TBL. ZI 3nl (TBTB ) Heute no4m tuig tfl der Bürgermeister von Höchst von den Aranzo'en verhaftet und rud) TB rlboten tran»poriert »ort*» 3: otrb vermutlich vor ein ge'ltHl ®crbei -.7 frernbn inj del rettend da» Aed«rieften der Schranken an den Q5a b n ü b« i gängen. Lotse!dr Sch.ck'al ha: den Bürgermeister von 'Aled erdlt Der Terror in Bner. Köln. 26. Juni. kDTB) Die der „Kölnischen Zeitung- aus Buer berichtet wird, wurde anher den bereits genannten Personen auch der Sohn des Steigers Der- n e r vorgestern von den Soldaten der Besät- zungStruppen erschossen. Die Zahl der Erschossenen stelle sich v»«l Hüber als ursprünglich angegeben worden ist u a. sei auch eine Frau durch einen Brustschutz schwer verletzt worden. Mordtat eines belgischen Offizier». Essen, 27. Jun» iDTB.) Aach e ner Meldung der „Aheinisch-westflltschen yig." aus Buer wurde gestern mittag tm al.en Llnushause aus der Trepp« zur Sparkasse der ZechenborePrinzenvonetnem belgischen Osfizier erschossen. Prinzen war Zuerst von dem Osftzler gestotzen worden und soll sich dies in energischer Weise verbeten haben. Prinzen istSchwerkrlegSbe- schad i g t e r und Datei von fünf Kindern. Bor dem AathauS in Hirst-Emscher wurde aestern nachmittag ein Mann, der in das abgeschlossene Gebäude wollte, erschossen. Ein Revolveranschlay aus Paschttsch. Paris, 28. 3unL lMTBj HavaS berichtet au» Belgrad. Ministerpräsident 'pa« schitsch lei gelter' nachnlt.it un 3 Uhr beim Verlassen de» 'Par.am nr^gebüude» der Gegenstand eines Anschläge» aetre'ei 3.i den Augenbftch In dem er In sein Auto gestiegen sei, se'.e.i vier Aevvlverschülse aut ibn ab- gegeben wordn Patch tich habe sich in lein Auto fallen laften und dieser 'Tatsache ver- «ank? er «I, ditz die Kugeln ibn nicht erreich» batten. Der Täter fei verhaftet morden. C fei ein Bank inge ie!lter au» Budapest, n im n» Lilian Aaltsch Iw ein r serbischen Camilla an gehör« und seit 18 3abr?n in Ungarn wahne. T j-abt ertlärt. bi» A tentat sei au» pcr - bnlichen AlvtIven erfolgt gum hessischen Dtenstallersgesetz für Staatsbeamte. Bon Professor Dr Schi an. Die kurzen Bericht über die £?cr- fassunaSmüs ig eine besondere Stellung elnncb- men Der Munfch ter eine An» .llung etiebnenbca SlaalSt-ien' anwarier nach i’rv i ch’ing eine» ftü- beten Termin» für da» Au ■ i.'.n konnte nicht ctfüill wert>n weil er du» beHUAc L»aa«»budqet all u bart b.lafte: hülle ^if) an i>.-r? Gründe etwa allgemein früher etntreientc Dienflunsählg- Ici» — die Sefllchung ein S » ührren Termin» n.'lwendin ma-t-t n ist ernstlich fum ix»n irgendeiner Seile behauptet worden Li i Versuch, wie In Preuf.cn (tu» aber eine frühere Älter»gren,ze festgeietzl Iah. il' etlichen Tva.ntcn und Hochs.hul- p efcssoren rin Scmb.r tellung in bj»ui auf öl' Länge der Dtenfizcit au aet» n. ward nicht un- tetnemmrn, er wäre auWW?»llo» gewl n Hur für Molare, die meist erst nach langet Bewährung I Anstellung finden, wurde ein solcher Berfuch ge- maxfa. er gelang nicht Die Erörterung im Plenum bezog sich ted- treifr au* Me genauere Bestimmung bei Tage» tec Berlitzung m den Ttubefianb. D e Begierang hatte ur». rünalkch vorodchlagen. bee 1 Xr.i un* den 1 Oktober nach dem 68 Geburtstag zu wählen Um «a alle Beamten gant gleich zu be» bar Lein, hatte man bann da» Ende be» dritten Kalender7nrTrat» nach dem 68 Geburtstag an die Olcfle tiefe* Termin» gfteht Wäre ba» angc- nr-imen treiben, fo wäre i B der Lehrer oft mitten hn Schulauartal auozzefchieden. brr Hoch- schulprvfdfvr mitten hn Semd'.er Um bcLm ,justand. ber für bte Universität grrabeyi arnnbg- lich gitrefen wäre, nicht eintreten zu laften. verlachte ich eine Sonde, beftimmung !ir Hochschullehrer einzuführen, fo dah fte erst am Schlich de» auf da» 68 Lebensjahr folgenden Halbjahr» in ben A übest and treten I oll len der An- »tag drang n fung gelang es mir. die u fprüngftche Frftung ber Ttegiccung#« läge für alle Beamter trie^erbcr» »ustellen So ist nun befch'often datz f-1 v»iq alle Teamten (au^et ken TRv l fern am Schlu ) tei Sommer- und Winterhalbjahr» (1. O.t »er unb 1. Avril», In dem sie 68 Zähre alt werben, in den Auhestanb treten Die in diesem Sommer (1923) da« 68. Leden»- jabr ocilenbenben B am ei werden also am 1. Of- igter 1923 in den Auhc^anb oede^t. ebeifo natürlich alle, die bereit» älter ft ad Da d.e E f etzani ber Hcchfchulprcs.ftvren fo rafch n,ch möglich »st - bte Be:ufungSverbanblungen sind ja meist sehr langwierig, unb die Berufenen werden von ihren Regierungen meist nicht so rasch entlasten - . fo beantragte ich bah die erste Emeritierung befti- fchc: Hcch'ck ite cf- i'o-c- nach Xm nc • erst am l Avril 1924 flattflnbeL Dieser Antrag wurde angenommen. Die Ausführunysbestimmungen zur Deoifenoerorbnung. Berlin. 27. Juni (Mofts.) Aichlwirt- schiftSminlster B.cker e IW folg, ade AuSfüh- tung»beft Immungen rav B.avrd. u 14 ütcr den Handel mit a u » I ä n b i f ch c n 3 a b l u n a »• (uvfen p.um EinheitSkurfe vom 2d 3uni 1923. 4 1. 3n Fisten, in b_*n?n für aulMnbiktr ,’V l -siemtitcl amillf ■ Kurf: nicht notiert w-e,d?.t. können Im Bedarf«,alle in der Preise tegflma^lg Prcise veröffentlicht werden, die von dem Aulschutz der Dcrline'Bedingung», g c m e i n s cha ft für ben Weltverkehr eimittclt werden. Diese Preise treten für Geschäfte in solch'n Zahlungsmitteln an öi; Stelle ber amtlichen Kurse im 81 m' de» Ikuajiayfxm I ber D .Ordnung de» A>.lchZpräsidenle.t t'om 22 3uni 1923 (Acichrgcfehblatt l 0 201). Tie lteiö,Amtlich .1 P'.'i q reiler. Sieben. 27 Juni 1923 Die Dbctb.mil' Mufikwoche bat mit einem heb-utfamm Auftakt Icjumcft MU Arnold M . , dclSf 0 dn » t - D u 1 - S i n f 0 n i e. An d in ihr Ist wie üf biupt in dr letzten Schaf,-'1.'- period' be» D.rrmitibter M iste.» die frch meb- unb mehr t *r Instr um/ntalkomvofitlan igewandt Fit. ber AM' der deut'f -.i Mufft »um Abfo- luten »ut Mn'ft an sich | iN, DuefeO fr u>- vrl'e C-fut-". rk de' nur t- unb da o>t> die Pu'» be» Berliner 3. Cc nlteifr ife* atmrt. dem fa auch fei.r 81 'Dkr di. G.u iblagen seiner fünU- wdU' • Int'jirtlwng r.rdankt < ,i>ülh? IH» al» ein ftoi/'S Z : nnlnl» zum i :'ft>, iilchm Äd^il *rlcivr Font nativ gertfret > Slnfo.iiker 2»'. von biJ.*.i n hr formalen Ärtlcikn ganz obfle1 b: 1 H? t*f ''■ciitc. ter gn>fei Ttcxr erbcnUl t r Äonlrahu tfrt? u m terbaster P ilv- vhvnic getrao nen Partitur iHv Defe.i Da» konstruktive Prodlem. a l. 1 vier Sitzen den glekf» .1 Eedanken rugtunMuhgcn. U'irb r eine qc- mN u erstaunlich ZD.n Aeg«rfch:n ScherzoIVV Der Sch^ufgatz ent- hn*U »ach bet tuc-K-n MxnctÄ- und tMttei'uolI flttrtmmrcn ^nto-Jin.iltuna alle Stürm- uaendilchor §1 uta. dte f»ch dt» ^zu ajJ- gesptvchcner Lustigteir ÜHjcU und nur fu > vor dem Schkutz wie durch ctm ernste Xüd- erirtiKtung auf Augenblicke In ihrem tollen Q3^rtv3rt»ör3ngen aufg fcaltcn wird. In k c em All.gro molto ganz beson/er». wie aber auchfcho.i im Scher/a üb.*rf f/ütt.l tc .Hu ns.ftf Me t elsfrhn feine li e natifche Arbeit mi> einer ülle r. z oller tr.u kal |te Ein'e le. ne che ei e C .nh nu auch luhci ta.o ber Grenze > de» He , n- lantc» e>n ■ stark? äuhere Zblrlani sichern mühte. Da» irr.len wir dem JHeifter von Herzen wänfch.n G e ne r a l m u f I k d i re k t o r Balling verhalf dem T3krf durch fine (lebe >oll nrch- g.stallende An der 3> cbergabe auch hier tn Eie'.ea zu einem schZnen Erfolg Unter seiner M'irf und leben5wah charftl r sieiend--, liü'-- lu.ig. /einer dynamisch wuld.ear fein ab- u>Laerch.n Hand Ibit? »ich di- üb; all fesselaX 3ntiumrnttecung bi; eg nnt.g Harmoii' mitunter in Klang ildern wn berückender Pracht auf Ich erinn re bl er nur .-rter war in glä-.^enber BeHaftung und Stimm,nz So recht geelanet. um all die raffinierten Künste ber orchestralen Birtuoft'Sk eine» AIchard S t raust springen zu laften Mob! l-estich- mich auch heule noch der imvetaokeM'irf da» frisch'. frShtich: D.au'jl-iacrtum d-S Ton ''uaJL ^*r aas der Baeisterung der Münch-ner Schale e.'-chnf-n kb l- >u- ru a»'T?ll dem frübc-Mn 5 ir t Cubtrlg 5call! gcv dme» ,st Ad.-r erhebt »ich nicht auch bi* S^agc Ma» tfl un» h u.e Dem Ouan? Die mufikalifche Substanz er'che n doch schon rocht al-gcblak-i. die Td-mat-.k uad die ftr-n^k Gestaltung «uuniunsten brr Urfprünzlichkett all u fta'k intellektuell ge'-unben un^ Itterrri'ch ein- gef^rdnlt Und beßubt un» auch für Augenblicke bic nalr^' ober doch nur naiv gmetnie Shrlich- te-l bie'el heilen 5 em Teran nies fo kehr: dc»ch »e r bald die B finnuni w.ed- r 2>;lch eine Kluft trenn: un» hier non Mozart! Se daentnr. hi -oft- ad und erkrftch-ad w rht tagag.-n KrledrichSmetanaSUust- spielouvertüre. bi- mir t* Cu---:6re «ur Ober .Prodana newefta . fern he'-t Ira ©rück te» nako al-tfcheck»i chm Cr-rn e e ft » (\ert- t sch Ift. $K>* beeil aalj- llhete Äk^''tz»ück Mtt fe nem rSiiftch^ell bahi tftürcn'en T'lsllnth-Tna. we-che» m » meisterhafter Ä0-1 ajwnftlf Dcia.bri- ttl wirb, zeigt nur le Seitearhernr leichte «rlo- 1 Sc lche Bestände secht für untere TMbrung»- wirrichaft nutzbar zu machen. Ist vaierläabifche Pflicht a-g r t.t* der 'ij&tvctx Gefahren, bte A«ich und Wirtschaft bebrohrn, wenn dem x3edall ter be-Ischen Mäh ang r-ch: 5 rhalt gedv er werdru kann Ich rich c an alle Kre e der de^ttchen TBtrt* eruag nicht nur durch peinliche B 'olgung ber von Ihr et- laften.n Bvrfch ifter so dem auch durch freiwillige ve:':Lnb.'i»vol!e Mitarbeit zu uniert-ützen. Die wirtschaitttchen K-.ei'e werben trch bet allen gekchäf ftchen M.st ahmt', w: che l g-nb auf den Stand ber Aeich^-nark O.-rfiub au«ut" können. Accher'chafl darüber ablege » müfte t. ob ihre Gefchäf c btefer Art fachlich unb »eitltch ton I •m gegenwärtigen .tei»punkt ter MäbruigSnot gegenüber der deutschen Gemeinwirftchitt Der an,- wertet werden Iain. Ich mürbe eZ mit Dank an- ctlennen, wenn die mastte e rden Spi-eivf bünte in diesem Sirre auf ihre Mitglieder tr.il Dachdruck (Intelrfen würden. Aus dem ^Reiche. Der wertbeftändi'e Lohn. Berlin. 28. Juni. Dach einer Meldung deS .,B. T." tobr'cn, nachdem gestern die besondere Komm sfion ter Zentra'arteltsgcmrtn- fck.aft über drS Prob cm der tDertbcftin» bigen Löhne beraten Hai. heute der Bor- stand ter Bereinigung Deutscher Arteirgeb?r- verbände und tav Präsidium be» DeichSver- banbe» her Onbuftr e -u ben Borschlägen der Gewerk chas.en S.ellung nehm en. D.e viSh.il- aen Berdandlungen über wertbeständige Lehne 6-iben b rher zu einem positive.» Ergcv.tiS noch nicht geführt. Alle m itzgebende.» 6.eilen sind jeboch ber Ansicht, bah eine gewisse Mert- beftanblfllell de» Arbeitseinkommen» herb i- aesühr» werben müsse. 3n parlamentarischen Kreisen verfaulet, dah ba» DeichSarbeilS- Ministerium statt der Einsühru.ig fester Drunblöhne unb beweglicher Teu-erungSzu- schläge ben Borscstlag einer gleiten ben Lohnskala mit H Ife eine» verbesserten 3n» bej machen werbe Aus Stabt unb Canb. Dietzen, bn 28. Juni 1923. Tnd Deutsche Volköopscr. In brr GrschäftSftr.lr beS .G letzen er Anzeiger»" wurden lur untere bedrängtrn Bo.k»genosscn im Duhrgcdiel unb am Dhein weitcc abgrliefcrt: li JtD, brrCLttr»Vätitrerte 5?00): Klafte VI b Be r. schule 700); Ö,\>r.itolle;ium der Stattl'.ab. schale (4. Hau-) 243OC0. Aadfaheee.- e.n .Sturrnvo,e'. Birklac 50 030; Dirder-Bef , r» gen, gef g l g nllich dr» Jugend oste» 6k 8'5 Mk. Den Gedern herzlichsten Dank! Mcitere Spenden axrrben in der Geschält» stelle de» .Gietzener Anzeiger»" angenommen. Attlciste-Llündigttnq b Provinz Cbrrhrffen. 3m neuesten Am.sverkündigun^Sblatt teilt der Provinziallftrektor ter Provinz Lberhessrn mii, dah die noch in Umlauf befindlichen Teil- schuldverschreibungen der 3' .pro- zentigen 21 n I c I b e der Provinz Oberhefsen von 1 902 zur Rückzahlung auf den 1. Oktober 1923 gekündigt worden sind. Die Berzinsung hört mit diesem Tage auf. Die Dückzahiung erfolgt vom 1. Oktober 1923 ab gegen «Ilnrelchung ber Stücke nebst Sin»- unb Srneuerungsschclnen bei ben auf ben Schulbverschre bungen und den Zinsschel- nen vermerkten EinlösungSs.ellen. Die.Prvvinzlalkasfe wird autzerdem die bei Ihr spätesten» bi» 1. August lfb. 3». vorgelegten Stücke auf Antrag gegen Stücke der sle- benprozentigen Anleihe ber Pro- vinz Oberhessen von 1923 unter sol- aenben Bebingungen eintauschen: A.» Stellr ber gekünbigten Glücke müssen neue Glücke in H^h< be» b ob feiten Domina Da trag es. mindesten» aber von 5000 2HL bezogen werden. D.e Einlösung der gekündigten Stücke er- folßl zu 100 Prozent, der Bezrtg bei neuen eiüde zu 98 ProZenr. D.e gekündigten Glücke weiden bi» zum 30. September 1923 mtt 3= , Prozent, die dagegen bezogenen Glücke vorn 1. 3unl 1923 ab mtt 1 Prvzem verzinst werden. •• Ernennung. Ernannt wurde der Zollprakttkani H.»nrich Auppel au» Bingen »um Oderzochekretär beim Hauplzollamt Dietzen ” Die Schorn fteinfeaergebüh reu Mtt TPnfung vom 19 Zuni ab ftnd bw lewe* rungSzufchläge za den Grundgebühren der Schorn» ftc ' .gcc wre folgt teflqtlcM worden 'ur > e Kehrbeztete brr Stadt Darmstadt. Mainz. Offen- übrigen Kehrbe, rke be» Lande» auf 96 300 Pro, • Der Krel»verband 0 berhe' l < n ber evang. weiblichen Jugend verchan- telte g?r ri im Ttarf. ttai'c H * 1 r . b dtbffmirg durch ben Bo.f.tzendrn Pa cvr Bey - rlch-Mun.'< ber.» mit Sch t'ibetrach' «ng. bte Frage .Ta» un» die ande rn t vtöe iu fagen habenk Den Bvrtrag tianbeii gnb- psar.er Zentgraf Er b rück' ch izte bei 3u- ?Schund für enf’4> ebene» Sbr, en,um ben e ch»verbind der Evang. Jung nännerve.bäache. t< t Bund Dzatfchrr Iua-ndeere n big Aacktz» aruvpen, d e loliilichen Iugendgruvpen and forderte u a stärkere Beftch3fiigung mit der fozlairn 5raqe, mehr Betonung ber Ivereri'ch n Enuchci- gung Orie rege A.,»1vrach? behandelte bte Ara- een ter Ctega i^tlox de» Be.ballen» gegenüber Berirrten Ein Bericht über d e Jahre» agung te» deutschen Berba che» in Halle wurde oer- schcben De nässte Sitzung fort tn zwc» Monaten in Hungen stattfinden. Kleine Mitteilungen. * * Sein SO. Leben»jahr ODdenbet am nächsten Sarn»tag. 30 Juni, der Postfchu"nrr L P 3vha nn Trapp. A'irrwe-^ 40 ^chihaft Der x3ut lar bat sich, wie man un» W>7*ib:. du ch Mn bebere» M^sen viele Freunde enDOrben. die hdb tei alten Herrn an fernem G — Der Marineverein und ber Deutsche Seeveretn laben tbre Mital'rdee zu dem F'lmvortrag morgen abend im Lichtspielhaus, Bahnhosstratze ein fSlehe Xwtx » - Schneider-Zwang»,nnung »Ur ben KreI » Gietzen Monag nachmittag im Kath. Dercinshau» Hauptverfarnmlung (Ltehe 2n.zeige.) — Ein ösfentlicher Tanzabend zum Besten der Gletzener Gtudemenhilso wird von der H.lfsorganlsation bei auslän- bischen Slubenic.« am kommenden Samstag abenb auf der L;ebi '.ohöche veranstaltet, frühere» Im heutigen Anzeigenteil. V)cticrvoran0sage für Frei tag Molkig, ohne tttefemlwt«: Ottebertehläge. ettoa» wärm l. nortw^filiche IPmbe. Mir (- 6. n weiter mtt bedecktem, etwa» wär- metem Metzu rechnen. rate A« ftänge. Geistreich, bei vornehmer Haltung sprühenden L.b nfl roll, er'ch int c» von Mozart» Sliaro-Cuoertüxe richt un^' e tllch InfiHrletl. Ja. Önui^nal .Berkaust. B aut" ba t viel Mozart. Da» dürfte fc. 1 2lich .il feil Michael Balling er-tete für die rhvkb- mifch autzrrsl straft gc'üg.'tt-e Darbietung der Out>cnüre begefte ten 251.111. ai dem er fein prachtvoll fp c e.ibel Orch ster berech iglei Ante.l rcvinon (Hk Im Do 1 Jüan err*,4>te die überlegene Mc st rfchrft be» g-n’yn Slrlgnten gen.aie Höhrpu 2t. Srine br i c Temvo mbrne l uchte d e kontrastiere'be Aade d.-r Mittel- ther-ara zu aukterordenkl cher H’iif 1 g Daß • reite Doi-Iuan-Z>iuprl^ nra tdiz 5\ rtetema* teu mit sprechender Ptaittk. tat 2!Lu cifpid mit urerf 6rie A^fchrullchk.ll geftaltei mit ela ti- fchem Sck n-ang l-.urde de g.3r ? 3::ij?niig her rnttci ander verbundene:! Haupuhem .1 k> . :uS- get nacht. Dr. A. Opernbühne Dad-Aauheim. Gietzen 27 Juni 1923 3m Anfang stand eine g a n » eine a r 0 ft e Tat' Da» kann m-rn von der gestrig-n 3 Mfmiig ber Oprrnbübnc in Bab-Aauhelm obnr Uebn trdbuna la een Aichard Mi eners tilgte' ll>e Mu'ik du-1- ilct • ben p, 5chtigen Theater- raum unb iro4 ein Tand .'ch en unb ff->L»^n Deut'ch-emrftnten» um bk Hcr en der 5S'in>rtc von Kunstbezr isterken bm.m Mc q*^. *ntte Au'- fübteng »u cln-rni Q jlrftam der See'. • In dieser trüben Aot b?» Alltags wurde Mit Dr 2t ölte n b e t g. dem aufrr r'entll ch o-^tz'en Ottern- Mrtgenten. an der Spitze del m.nstrrf'ch schift-n- ken Orch-kter» b -.chen Mc Mitglieder der M T Aü ntzerg". berc-* Au • l.rung am 3 »ffnungl’a*- btt künstlerisch. Frinftnn H^nann S t e I n q 0 e t- terl a»sga lang. -TN-rten bte Don txir. I Koa»psnist«-T ichter ge?chaftrnen Hd'.c^tnger | bftr» die liebreizende. 11 tilge Toch er des Meister^ flöget» Bell Pogner tn glän-endster Me,f« Dte Träger der übrigen Aoften und bte ? 'arogftch prach voll bur t gebildeten und btsziplmlenm Eh^.e stellten tlch den bächstgualfti r^kten Ln- fhingen der leorgenann»en Künfll r irü-blg zur Seite und sich thm fth damit e.nn star'ai An eil an dein gewaltigen künstle-,t.chm Erfost, oer auffütnung. um deren epi Ur*ung sich A-agz Martenberg verdient gemacht bat J>.e >ze- nlft-• Ausstattung war au» Nrn Hundu» be» Gießener ö'abirfKdterl bergen chte, wurden und oab der Büdn? ein eMtzruck»volles stiloch e» Au»- feben. M< Bühne reich e allerhing» nkb? ganz au», um da» Mnftrntreiben Im letzten Bild zur vollen Entfaltung kommen zu laften Da» tünstle« Ich und oeteftlchuftllch her arteigen be 3n grU hatte dne aucherg - rmbafiche ^■üU< bei Blluch» veranlaft U c aoobnen ba» S eatsm rft e Ium und zablkeiche ante e hervor- io.ku*« Perfö lch' l ei Tte « ni. foj4- t>i: Leiter Tidinnerilch:» Erleben der maiestät«schen Kraft unb Fülle Magnerfchen Ge stoß der nur In Deutschland voll erfaßt und m.i hei hem banf- ferlisch immer wi.cher aufrechte., kann edchütterlE auch b er wieder Me Höre und ritz fb zu stür» m schem Beifall für die 3 tterore ei der lldagnsk- fchen CI c barung am D rigentenpult. fm 0r- ckesternaum unb auf der Bä^oe Mn. Dank unb höchste UnerfiT'irani g blbrl aber auch berr Marnie, ber Ich um Mr Schiftung b-r neum Bühne in hi »aedm>er und miheooller Tängkett derb ent a.-modr. und für den Be ttm be» Crber* gängel le,ne# neuen TDrrf I in fo feierliches Me 'e g-'orgt hatte, dem Direktor Herman» Steingveiter e 2kt Bor Meter Auftützrung hielten Me Aegle» tung mb ber Finanzau»fchutz dn: String F sttetzung bet Grund- unb Bn:- .steaerlä-e ach be« Stand der Mährung t--tchttttg!ei 3» r arbc t fchloften. M. 3nil4esehtes Segelboot. Alle vier Personen ertranken. Ein 5amiIienbtam Preußische Konsols 57a— —300.),—260a- 4°/.. Hessen 4 0,- 690,- 3«/a7o Hessen 300.- — Be/o Hessen - . 350.- 500- 900 - 4'/, Kolltklrkeu.....200030.-425.jOX-20500J,-4100‘)0,-' l'/°Goldmertkaner 1600000. 2.50000- Berliner HnudelSges. .800 WlfiOOOO720000.-1000900 Coniuierz n. ‘yriumb!. 120000 137500,-115()00.-1:'0)00,- Darmü. u.Natl0i,albm,k ^0M20ls«).-lM-iX,-210009,- Dculsche Bank 230000.-3l5000 210009,-L00000.- Deutsche Berein-bnuk.45000.-5'000 — —,— — DiSconio (Lonunandit .3r>0G00. 330000,-275000,- — Meralttmuk 33W10.-449000- - —,- Miiteldeiu. Ercditbmlkli.000 - 12090) 74000.-97009.— Cefterr. Crediianstalt. 23500. - 34000.- 24250.-32500 - Bochumer Guß .,. — ,-21007)),-190)000 2100)00 Bildern». 450000,- 700000,-450000,-640000,- (:>!)0.- finlinierf Wrstereaelu 620<>0^-750^KL-577)00,-950000 - Vnurnbütte 492000.— -,-470)09,-99'000,- Cberbehnrf 447.30X-ßOOOOO,-460000.-679000, - Pdönir Bergbau.. . 115^909 17600 >0,-117>/000 1825000 Mheiusiahl........lälOJOO 1900000.-1550 )i)u2000KX) fh’icbccf Montan . . . 27.) MO,- —1600000 2950000 Tellus Bergbau . .. 79000.- 109000 - Hatnbura-Amer. Pake;48.900,1-90 09u,-45000a 960000,- Norddeutscher Vloob. 150009,-26000U-1480M,-230000,- ZementwerkHetdekber- 150000,-17000",- — Pbilivo Holzmann .. - 116000.-160006- 125000 150900 Anglo.Cout--Guano.. ,40>X)9g,- -,-400901),-520900k- Badische Anilin.....29.)00'),.-iieO:90, -,-6u090(L- Goldschiuidt 3050 tf),-4<:OOOa-33ßOD>L 47000.9,- Grtei<(>eiiiier Electron 21000(X-3500i)(L-->,— 102.900 — timferinbrir2Baaijiiufel86000 — 130000 — Frankfurter Devisenmartt« Danknotev. Frankfurt n. 27. Juni. Srief ed>nief;er Noten 28850.- 29150— Ir!)n;östsche?!oken......... 9950.- 1095:).- Tänifdie 2foien........... — VI VH- ll .•••••••- —-/ — Holttiudische Otoien......... 59709 - 6030) - Deulsch'Oeiterreich 1100 Kranen 20.3 50 2,>7 50 Amerikitnische Okvten 152250.— 153750 — Cugliswe Noten........ 706590— 713500,— Italienische Noten — Belgische 'Jloten -— Ungarische 8ko'en — Tschechoslowakische Note» .... 4510— 4350 — Nortvegische Otoicu...... • — Rnmänische Noten .. Spanische Noten Sie hätte Arnolds gleich nebet sich auf einen Sessel gezogen, trenn er n.cht glücklicherweise Frau Eva entdeckt hätte und sich zu dieser hätte slüch- ten können. So mußte Frau Lotti sich damit begnüge.', ihm lange Blicke zuzawerfen, während sie ,Zugleich Hans Dietrich ga.tz mit Beschlag belegte und augenscheinlich nicht gewillt war, ihn loszulassen. Mit Bewunderung sah Arnolds Frau Eva an. Sie war ihm ganz neu im Gesellschaftskleide, das ihren warten Ha>s und ihre schlanken Atme freiließ. Arnolds verstand räch' viel von Tot- letten. Ab:r daß das gelbliche Kleid aus einem fehc Weichen fli.ßerden Stoff wundervoll zu Frau EoaS fiOTF-er Erscheinung paßte, d.ts merkte er doch. Sie sah biah aus. Aber auf feine besorgte Frage bekam ihr Gesicht ein zartes Rosa. Am Eingarg eines anderes Raumes sah er Aßmussen stehew sehr korrekt im Frack und einer Weißen, lief ausgeschnittene« Damaftitxste, der sich, als sich ihre Blicke trafen, sehr kühl und förmlich ber.xlgte. Die Damen faßen im Halbkreis, die Herren standen umher. H:rr Wellsh:im quirlte von einer Gruppe zur anderen, sehr lebhaft und bestä tig erzählend, ilebeiall, wo er stand, gab es Gelächter, bei bet Damen freilich gedämpft und mit vorwurfsvolle t „Aber" und „Oh" untermischt. Eit« ungen-öhnlich dicke ältere Dame, deren goldbraunes Samtkleid nur mühsam ihre Fülle ändigte, fiel Arnolds besonders auf. Sie hatte eine Art Hos um sich versammelt: Damen unbestimmten Alters, mit tief in dre Stirn gezogenen Wellenfcheiteln und mit Gewändern v)w seltsamem Schnttt. „Frau Sosscmroth mit ihrem Hofstaat," erläuterte Eva. ..Sie ist sehr reich und protegiert Künstler und Künstlerinnen. Die junge Frau mit dem schwären Haar uitb dem feuerroten Kleid ist Magdn Rielfon, die wütende Vorlämpferin für bie Freiheit der Frau, deren Buch Sie damals lasen." Interessiert betrachtete Arnolds die blasse Frau, die jn einem talarar tigert Kleide steckte, ba$ mit seltsamen Figuren bem-alt ober bestickt war. Frau Magda Rielson — bic eigentlich Rieß hieß - hatte sich jetzt von bem Hofstaat, t-er die dicke Dame umgab, abgewendet nn.d stand neben Aßmusse.-t, Sie sprachen gedämpft miteinander. Ein paar sehr elegante junge Frauen saßen mit z-emlich gleichgültigen, müden GeliHiern da: die HHänv.ec ftande:t umher, als ob sie nur auf den Augenblick warteten, wo die Ge/chichte wiedor zu Ende sein würde. Unb noch immer neue Gäste kamen. Ei« ganzer Menschenhaufen schien auf- geboten zu fc.iL Schließlich wurde es sehr voll ht dem großen Raum. Weils heim drückte Arnolds eine Karte in die Han-d mit dem Ramwt der von ihm z»i Tisch zu führenden Dame. Richtig, Frau Mercedes hatte es gnädig gemacht I Er führte Frau Eva. Run fühlte er sich geborgen für den Abend. Gr hörte mit Behagen zu, wie Eva plauderte, kleine Bemerkungen üb?r die Anwesenden machte, ihn orientierte. Zu der Verteidigerin der Frauen- freihett war jetzt ein sehr großer, brünetter Herr getreten, mit starkem schwarzer Schwrrbart und ziemlich finsterem Ausdruck. Das war ihr Freund, mit dem sie jetzt zusammen einen zweiten Roman schrieb, von bem fie eben mit laufet Stimme behauptete, daß er ihre Seele auSsauge. Jeben» krelegraphisch« 3n«aaDlnag.) Datum 20. Iunl 27. Juni riintl. No tern SlmtL Notiera. Selb Brief Gelt» Br'ei «ntw.-Brüste!. . Oöus,- 8608.- 8652.- Holland 49l7i:Ji0 4942150 59850,— GOiy,- Vonbon «5785*0, — 531450,- 70825.»,-711750,- Pariö 7754'50 7794,50 9975,— 10025— Schweiz 22443,50 22556.50 28f«27Äi 2W72,M Spanien 16053,- 18747.- 22942.30 23057,50 Ztalien GM- 5574.— 7306,50 7343,50 Vinnbon-Dvorto. Dänciuark .... 2:44:150 22556,-50 27431.- 27569,- Nonvrgen .... 20847.50 20952,50 28927,-50 29072.50 Swiveden 33416,- 335M,- 43890.- 44110,- HelNngkorS. . . . 3176,— 3494,— 4239,— 4261,- Nenvork 125635.- 126315.- 152617,—153383,— Dentsch-Oeiterr.. 180.01 189,96 217.45 218,55 Bndapcst 14.96 15.01 18.95 19,05 Arag........ 3770 50 3789,50 4588.50 4611,50 Agram 138150 1393,50 1645,- 165Ä- Märkte. Berliner Produktenmarkt. Derlin, 27. 3unL Arn Produkten- mar ft setzte sich heute die strigende Preisbewegung in verstärktem Maße sort, wozu natürlich wieder die enorme Höherbewertung der Devisenpreise bzw. vor bereu Festsetzung ber stark im Kurse anziehenden Dollarfchahscheine Veranlassung waren. Das Angebot wir für alle Artikel außarorkentlich gering und bte geforderten bzw. gesprochenen Preise stellten sich Luvchschnittlicht 30 000 Mark höher als gestern. Erheblich war auch die Rachsrage nach Mehl bet ähnlich erhöhten Geboten. Hülsensrüch'.e unb Futterstoffs erfuhren gleichfalls ansehnliche Pr?isst-:igerungen. Weizen märkischen 300 000 bis 305 000 Mk., Hommerschen 292 000 bis 295 000 Mk. (aufgeregt), Roggen, märkifchen 200 000 bis 203 000 Mk. (aufgeregt), Sommergerste 225 000 bis 230 000 Mk. (aufgeregt), Hafer, märkischen 200 000 bis 208 000 Mark (aufgeregt), Weiz-enmehl (100 Kilo) 770 000 bis 830 000 Mk. (aufgeregt), Roggemnehl (100 Kilo) 550 000 bis 610 000 Mk. (stetgenb), Weizen- kiele 125 000 bis 130 000 Mk. (steigen!»), Roggew- klele 130 000 Mk. (steigend), Raps 450 000 Alk. (steigend), Leinsaat 450 000 bis 475 000 Mk. (siei- gend), Diktoriaerbsen 360 000 bis 400000 Mk., Futtererbsen 200 000 Mk., Wicken 190 000 bis 200 000 'M., Lupinen, blau 180 000 bis 190 000 Mark, gelb ^40 000 bis 275 000 Mk., Rapskuchen 185 000 bis „210 000 Mk.. Trockenschnitzel 80 000 Mark. Rauhfutter: Weizen- und Rogaenstroh, dvahtgeb 33 000 bis 35 000 Mk., Ha feistroh, draht- gepreßt 30000 bis 33 000 Mk., Stroh, strohfeilgebündelt 31000 bis 33 000 Mk.. Wiesenheu. gut, gesund unb trocken, Vormahb 31 000 bis 33 500 Mark, Rachmahd 29 000 bis 30 000 Mk. (Soweit fein anderes Gewicht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.) Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 27. Iuni. Es notierten je 100 Kiko: Weizen, Wetterauer 530 000 bis 550 000 Mk., Roggen 400 000 bis 430 000 Mk.. Gerste für Drauzwecke 410 000 bis 430 000 Mk» Hafer, inländischer 375 000 bis 400 000 Mk., Weizenmehl, südb. Spezial 0 850 000 bis 900 000 Mk. bei Waggcmbezug ab Mühlenstation, Rvggsnmehl 600 000 bis 650 CÖO Mk., Weizen- unb Roggenkleie 225 000 bis 250 000 Mk. Tendenz: fest. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Dir Attentate gegen die französisch« Eise»- bahnregie. Paris, 27. ßuni. (WTB.) Havas meldet aus Düsseldorf, die Untersuchung deS Versuches, den Zug Paris —Mainzzum Entgleisen zu bringen, habe ergeben, daß eS sich in keiner Weise um ein verbrecherisches Attentat gegen den SonderzugdeSMar- schalls Petain handeln kann, da der Anschlag auf der Strecke Parts—Mainz—Wiesbaden erfolgte und der Zug des Marschalls Petain die Strecke Koblenz—Mainz benutzt hat. Düsseldorf, 27. Juni. (WTB.) Rach einer HavaSmeldung hat die belgische Behörde eine Anzahl Deutsche verhaftet, die als belgische Soldaten verkleidet zahlreiche Attentate begangen haben sollen. Drei Deutsche in Tanger verhaftet. P a r i S, 27. Juni. (WTB.) Einer HavaS- Meldung aus Madrid zufolge berichtet „2a Vvc“ aus Tanger, daß drei Deutsche, ein Industtieller und zwei Handelsreisende bei der Landung von einem aus Marseille kommenden Dampfer verhaftet worden find. ST Zahnpasta selbst zu bereiten r Wenn Sic die nasse Zahnbürst-- In Dr. Bahr’o,,Zahnpulver Ur. 23" eintauchen, bereiten Sie sich seihet frische aromatische Zahnpasta, welche die Zähne blendend wqiß erhält und im Gebrauch außer- ordentlich sparsam ist. — Kreuz-Drojx. Bahnhofstraße 57. Germania-Droß'. Seibel. Neustadt-Drotr. II. Null, Kreuz-Droir. A. Noll. Bahnhofstr. 51. [2196D falls bekam ihr diese Drschästtgung nicht gut; sie sah entsetzlich eleib aus, um ihren Mund unb die fast durchsichtigen Aasenslügel zuckte es beständig nervös. Eben flatterte Frau Lotti Schmidt auf Eva unb Arnolds au. /Wenigstens sitzen wir uns gegenüber," rief sie begeistert. .Ich habe daS bei der Hausfrau erbeten." Sie schien nicht weiter erstaunt, daß Al7noll>s nicht so begeistert aussah. Sie flatterte n-Leber davon unb war sofort in eifrige Unterhaltung mit Hans Dietrich vertieft, das heißt, sie besorgte bas Reden, unb HanS Dietrich schwieg bazu. Bürgermeister Arnolds hörte mit halbem Ohr aus b:e älnterhaltu.-zen. bl? um ihn schwirrten. Man stritt sich um Theaterstücke, sprach vorn letzten Ballsest, ein vahlköpsiqer Herr gab mit behaglicher Breite die kulinarischen Genüsse trgenbeineS Diners zum besten. Dawr ging man zu Tisch, ber verschwenderisch gedeckt Und geschnückt war. Heber eine Schale mit feurig roten Rosen hinüber sah Arnolds Frau Lotti Schmidt neb? 1 Hans Dietrich, der fein Glück mit stoischer Gelassenheit ertrug Er überließ ihr dauernd den größter Teil der Unterhaltung, unb biß sich nur manchmal auf bte Lippen, wenn sie ungeniert auf früher? Intimitäten anzusp'.elen versuchte. Ein wenig weiter oben am Tisch saß Frau Magba Rielson neben ihrem schwarzhaarigen Frcunb, beide um nicht viel mehr bemüht, als von bet Delikatessen, die gereicht wurden, möglichst viel zu vertilgen. Wellsheim selber befand sich ziemlich unglücklich an der Seile der Dicken Dame im Samtkleid. (Forisetzuni folgt) Selbständig« Werfzeugmacher fir Gieept- aal fräqrBfr.^rmr gtlutbL t *■' fflftatorttt Sinnt Sroflt 4G«. SIHxl-ttraM 45. Oießen, den 27. Juni 1923. Behördliche Anzeigen Verkäufen» G. 8. C. von 1900 bk B«- 4407D flrblL 430OV Markstück. 438JD Tie (HiitSverwaltrmg 9rter-u.6rüne;öe-(9rnOeii Astoria-Lichtspiele DerWirbelwind DieSchrecken des Löwenkäfigs le* eie reisende« Karteben Luefepkl. Der schwarze Bräutigam in erstklassiges Lederwarenge» schäft nach Nauheim gesucht. Branchen« und Sprachenkennt« nisse möglichst erwünscht, jedoch nicht Bedingung. Eilofferte mit Gehaltsansprüchen unter 44I2D a. d Giehener Anzeiger erbeten. litt flostiljt L fofort nchiftit. „ai floubitorel Seiner Schneider - Zwang; - Innung ==öes Kreifes Lichen.^M Wonlaa, den 2. Chtli 1023, mifianP 2 llbr. Im Reiboliidicn öcreludbaud Bckaiiiitiuachiiirg. Der *Boran|d)tüq der Gemeinde Rod« heim für Rs 1923 liegt vom 28. Ifb. 'Ulfe, bi» 4. Juli auf unterem Dureau zur Ein« sicht der Interessenten offen. Rodheim, 2fl Juni 1923. ®ürgermel|terei Rodheim. Die Beerdigung findet in aller Stille statt Blumenspenden sind nicht im Sinne der Verstorbenen. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand nehmen zu wollen. «Mio Im Namen aller Hinterbliebenen: Otto Gelhar. MMIMWelMlONg. 21m 14. 3ull 1923, nachmittag, 3 Uhr. wird der Gemeindesteinbruch auf 15 Jahr« verpachtet. Die Bedingungen werden bei der Nersieigerung bedanntgegeben. Hessisch« Bürgermeisterei Heegheim. Spit)naqf L 4392D | etubcat (Thrrlto I ititui ab L A..gnn । gut möbliert«4, bei.,bares Zimmer al* Tanermieier. di | krTainen;fan6i»aL . 2rffi. a i)i. Hermann Butz ^T^m'«**'** Hflrbidir LaidglrnSt 191 ,,ll»dbo!" PreMeienrlll: Hebiii. I i cm i I Lichtspielhaus । Gießen, Bahnhofstraße 34 Unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharine Gelhar geb.Roth durfte gestern zum ewigen Frieden eingehen. a Lj» Mare In dem Gextllechafttdram.A In 3 Akten Erniedrigte und Beleidigte Glück und Lei I elnci MAdchen» nach dem bo- L? kannten Roman von PoeiojowakL — Fen er-, J DerdickeBillbummelt Amcnk.in echo Komödie In 3 Akten. ßosfierö? Me u.-idiliudie O.2chSnX(5o iRnrbiirncr 2irnhr In Vorbereitung: „Das alte Ließ" Singspiel In 3 Akten nach dem bekannten Beck Richard Wagner. Verdi. \ bi. Bela lankv Gaeta Iden. Ardltl u a ÖSc Hauptversammlung Ivo alle Mitglieder erscheinen müfl n. 44'411-Ter Vorstand Lagersäüer in allen Gröhen au faulen gesucht, auch iilsiaclegieS tsrauerelgruud'itick aii mieten füll, au kansen gesucht. OJefL Angel' erb H. ibaumanu, ftraufiiirt am Main, Wrduncrllrafie 0. 43L/UA Herrenabend Im Hindenburg1; 430lv Ter Vorstand. 12 Vnfonrni lud)« ich aut Enilastuug der (9ri> bered taiMoinii TamStaa. 30. Juni, abends 07, llbr: Wettspiel gegen Hanau 93 Abends 0 llbr »11 ffbrew her (Baste: DieSchuldige Nach dem gleichnamigen Roman von Rieh. VoL Darelellen 43 Lv Stadt In Sicht Drama Iu5Akten von HenrikGalocn. Darsteller: Edith Poeca. Friedrich Taccer Harry Xeator und Otto Trcploiv. Ferner. Sorgenkinder Ein Liliputaner-Luit »plcl In 2 Akten von P. llcrblg. Außerdem ein bestausjewählles Beiprogramm! Beginn der Vorstellungen 4. 6 und H. 15 I hr. Abends verstärktes Orchester! Jaeger, ftrrfc i-'tner Mann sucht für 1. 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