»anditge, ) Sieben len "eSiehen '' Dietzen ietzen. 66. hrerimen unb >rn vollen, ist ir alle Schüler wrbnung tech- llleiter ermäch- laies gilt ana° die geordnete und Klauen- Oppelshausen ebiet tommen ht. g stehenden g bei der zu- iiere An- nach Einver- Stabt Tiehen ;emäh § 35 benden zu in §35 0.0. ib'trieb U‘igcl: ibel Lo'e- und >r Aechtsange- be( handel mit ir Immobilien- Drogenhandel, 35 0.0. ge- nen an sich ob- rU nicht nach- m. ir in künftigen inten Tewerbe en müssen, der genannten ihrem eigenen nzeige bei statten, an- Strahn un?t läfnberRali ; am 1.3""“^ »treten- ! Ä? aube i<|iy gen ■$ 1923 ,^»Äken- >nlf Lbrnuner rfolgen. , Wochenrückblick. Die Rede Lvrd Curzons Im englischen Oöerhause, die wir vor 8 Tagen veröffentlichten, war in ihrem großen Wprf gewiß darauf angelegt, eine Wirkung zu zeitigen, allein wir wissen heute noch nicht, ob sie für Deutschland erfreulich sein wird. Cs waren zweifellos manche Punkte darin, die uns wohl gefallen konnten. Wenn Curzon zum Beispiel sagte, die sogenannten „Sicherungen" zwischen Deutschland und Frankreich müßten auf voller Gegenseitigkeit beruhen, so ist das ein Lay, den wir nicht wieder vergessen lassen dürfen. Die englische Regierungspolitik ist darauf festzunageln. In der Tat, das schmähliche deutsche Geschick, daß das Reich in seiner Wehrlosigkeit sich monatelang die unglaublichen französischen Gewaltstreiche gefallen lassen muß, erfordert bei kommenden Verhandlungen die unbedingte Gewähr für das künftige Uitterblei- ben solcher fremden Willkür in unserem Lande. Die sonstigen Locktöne CurzvnS haben sich nicht als süßer Wohllaut bewahrt. Cs war erklärlich, daß weite Teile der deutschen Oesfint- lichkeit meinten, das Kabinett Cuno dürfe schwerlich an solchen Londoner Anregungen tatlos vorübergehen, und die Regierung hatte auch alsbald durch das Wolff-Bureau verkünden lassen, sie sehe in der englischen Ministerrede einen Anlaß, die Frage eines neuen deutschen Angebotes ernsthaft zu prüfen. Seitdem sind mehrere Tage ins Land gegangen, die wieder einen Reif auf die Fcühlingswelt haben fallen lassen. Zunächst hat die Londoner 'Presse auf jene amtliche deutsche Ankündigung und die optimistischen Kommentare der deutschen Presse sauer reagiert. Curzon habe, so hieß es, nicht gesagt, daß er überhaupt vermitteln oder einen deutschen Vorschlag zur Erörterung befürworten wolle. Was aber hat das diplomatische Seifenblasenspiel des englischen Lords denn aber bezweckt? — Ans scheint es heute, die deutsche Politik täte wohl daran, von einem neuen Wiederherstellungsangebot vorläufig Abstand zu nehmen. Denn die französische öffentliche Meinung, auch PvlncaräS neueste Verlaut- barringen, sind voll neuer, scharfer Anwürfe gegen Deutschland, die Pariser offiziöse Presse erklärt heute sogar, Deutschland müsse vor irgendwelchen Verhandlungen den passiven Widerstand völlig abblasen, und die zweideutige englische Lektion scheint mit allem zufrieden zu sein, wenn sie nur im Rahmen ihres allgemeinen Standpunktes eine Abkürzung des Konfliktes erreicht. Gibt Deutschland seine Rechte oder Lebensnotwendigkeiten preis — die Engländer werden es gewiß daran nicht hindern. Curzon glaubte auf beiden Seiten, also auf französischer wie auf deutscher, Anzeichen dafür erblickt zu haben, daß die Möglichkeit neuer Verhandlungen heranrücke. Zu-« gleich stellte er fest, daß der tatkräftige und beharrliche Widerstand des deutschen Volkes in der Welt allgemein überrascht habe. Statt nun von vagen Anheimstellungen sich zu Angeboten drängen zu lassen, sollte unsere politische Führung unserer Meinung nach lieber darauf Bedacht nehmen, daß der Respekt vor dem deutschen Widerstandswillen noch ein wenig wächst. Cs sollte einmal deutlich kundgetan werden, daß die deutsche Vertrauensseligkeit, die zuerst von Wilson so schmählich mißbraucht, da nn aber auch von unseren anderen Gegnern so häufig enttäuscht worden ist, nicht mehr vorhanden ist. Der erbitterte passive Abwehrkampf an der Ruhr, die täglich sich mehrenden und sich verschärfenden Roheiten der Franzosen, rechtfertigen in unserer auswärtigen Politik nicht jenes vorzeitige phili- fttöse Anzünden der Friedenspfeife, die niemand von uns entgegennehmen will. Wir müßten bekunden, daß Lord Curzon deutlich und Herr Pvincarä h ö f l i ch zu sprechen habe, wenn von deutscher Seite eine Anregung zum Frieden erwarvet werde. Indessen, das Kabinett Cuno scheint sich entschlossen zu haben, trotz allem in einer neuen Rote seine Friedensbereitschaft zu erklären. Innerpolitische Schiebungen und Machtansprüche spielen ausschlaggebend dabei mit hinein. Der Sozialdemokratte gilt die hohe Schule der politischen Erfahrung immer noch nicht soviel als die lehrhafte Richtung ter3 Parteiprogramms. So wird denn in Berlin täglich hinter den Kulissen verhandelt, rmd das Kabinett macht Konzessionen. Es ist so gut wie sicher, daß in einigen Tagen ein neues offizielles Angebot an die Entente herausgegeben wird. In Paris wie in London rechnet man bereits besttmmt damit. Ans ahnt nichts Gutes. Wenn das Kabinett Cuno an denjenigen Bedingungen festhält, die auch die Sozial- demokratte unbedingt gewahrt wissen will, nämlich an der vollen, unverkürzten Souveränität über die Rheinlande und das Ruhrgebiet, wird PoincarS aller Wahrscheinlichkeit mit neuen Schmähungen über Deutschland herfallen. Dann wird bei der Fortsetzung des Kr. 99 Erscheint täglich, außer Sonn« unb Feiertags, mit betSamstagsbeilage: GießenerFamilienblätter rNonatlichevezvospreife: 3400 Mark unb 200Mark Trägerlohn,burch diePost 3600Mark,auchbeiNicht« erscheinen einzelner Hummern infolge höherer Gewalt. - Fernsprech. Anschlüsse: für die Schrift, leilung 112; für Verlag unb Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Ziehen. poftfchecltonto: granlsutt a. M. 11686. Erster Blatt 173. Jahrgang Samstag, 28. April 1923 SiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnlck und Verlag: vrühl'sche llniverfitätt-yuch- und Steinörnderei K. Lanze in Gießen. Zchrlftleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7. Annahme oon Unzeigen für bie Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejebe Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe |üc Anzeigen, 27 mm Breite örtlich 80 Mk., auswärts lORMK.; für Re kl a me- Anzeigen von 70 mm Breite 400 MK.Bei Platz« vorjchrtzt 20u, 0 Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein; färben Anzeigentell: Hans Bc.Ii, sämtlich in (Biegen. Abwehrkampfes die Sozialdemokratte kaum zum Rückzug blasen können, im Gegenteil, es wäre zu hoffen, daß sie dann die ganze Schärfe ihrer Waffe gegen den französischen Militarismus wendet. Der Essener Betriebsrätekongreß, dessen stark kommunistisch beeinflußte Entschließung wir gestern mitgeteilt haben, läßt es nicht möglich erscheinen, daß Frankreich an der Ruhr uns wirklich „auf die Knie zu zwingen" vermöchte. Der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Sollmann von Köln weist im „Vorwärts" alle Reigungen zu einer internationalen Gendarmerie auf dem linken Rheinufer und einer Kontrolle der Eisenbahnen als große Gefahren entschieden zurück. Die Rheinländer verlangen, so schreibt er, Sicherungen für ihre Zukunft: „Die Rheinländer müssen srrudig begrüßen, wenn .zwischen Frankreich und Deutschland ein gegenseitiger Sicherungsvertrag nach dein Vorbild von Schweden unJ Norwegen im Iahre 1905 gefchloss.n traute: Entmilitarisierte breite Grenzzone aus ten Ge i t: beider Länder, Vcroot von Eav.i onen. Fe ungj- we ken, Waffen.azern und Ola fe .fa. dun, Uebungs- und Flugplätzen, Manövem, S.ütz- punlteu, jeg.ichen Vorbereitungen zu einer Mobilmachung, Benutzung der Eisenbahnen zu militärischen Transporten usw." Roch wird heute aller Voraussicht nach die französische Regierung nicht bereit sein wollen, auf solchen Grundlagen Friede zu machen. Darum ist das Drängen nach einem deutschen Friedensangebot nicht gerade das Klügste, was man tun kann. Herr Poincare schöpft daraus nur eine Stärkung seiner Politik und seines Anhanges. Er verschleiert damit den täglich deutlicher werdenden Bankerott des Ruhrabenteuers, der sich auch durch die miserable Stimmung der französischen Eisenbahner im besetzten Gebiete äußert. Diese desertteren vielfach, begehren erhebliche Lohnzulagen und fordern den Rachzug ihrer Familien auf deutschen Boden. Die französische Verkehrslotterwirtschaft tritt immer ärger in die Erscheinung. Von Koks- und Kohlenabtransport kann kaum die Rede sein, und die Beschaffenheit des in Lothringen angelangten Kokses ist derart, daß der Argwohn entstand, die Deutschen hätten den Koks durch eine chemische Flüssigkeit für die Hochöfen unbrauchbar gemacht. Die Wahrheit wird sein, daß man den Franzosen nicht etwa das beste Material zum Ausladen gezeigt haben wird. Die unter der Fuchtel des französischen Militarismus beschäftigten Haldenarbeiter berechtigen die französische Industtie auch nicht gerade zu frohen Hoffnungen. So verbohren sich Herr Degoutte und die Rheinlandkommission in die Verschärfung ihrer Gewaltmethoden, zuletzt auch in jene sinnlose Beschränkung des Wagen- und Autoverkehrs, die doch nichts anderes anzeigt als den völligen Niedergang des „friedlichen" Durchdringungsvermögens der Franzosen. Die Mahnung zur Geduld sollte demnach im deutschen Volke verstanden und beherzigt werden! Die zur Beratung stehende deutsche Rote wird um so wirkungsvoller sein, je weniger sie die Geste der Verschüchterung' oder gar Verzweiflung an den Tag legt und je ernster sie den warnenden Finger gegen den westlichen Bedrücker erhebt! Ein neues deutsches IHeparationsangeboL Derlin, 27. April. Wie die Blatter mitteilen, sind die Vorverhandlungen über ein deutsches Reparationsan gebot an die alliierten Mächte soweit gediehen, daß sich das Reichskabinett voraussichtlich morgen mit der Rote befassen kann. Darauf sollen dann die Parteien unterrichtet und gehört werden. Vor Dienstag nächster Woche sei die Tlebermittlung des deutschen Angebots an die Alliierten nicht zu erwarten. (§i»e Acutzeruuq Mussolinis. Rom, 27. April. (WTB.) Agenzia Ste- fani. In der heutigen Sitzung des Ministerrates berichtete Ministerpräsident Mussolini über die Lage im Ruhrgebiet und sprach über die Möglichkeit einer deutschen Rote, die eine umfangreiche diplomatische Aktion Hervorrufen könnte. Frankreich will keine Verhandlungen. Paris, 27. April. (WTB.) Der „TempS" bestätigt in feinem Leitartikel die heutige Erklärung des „M a t i n“, daß die französische Regierung entschlossen sei, bevor sie sich auf Verhandlungen einlasse, die Zurückziehung der Maßnahmen, Verordnungen usw. im Sinne des passiven Wider- standes zu verlauten. Das Blatt schreibt: Wir sind zu der Erklärung ermächtigt, daß die französische Regierung nicht auf ihre Llufsaf- fung verzichten wird. Sie wird kein deutsches Angebot in Bettacht ziehen, solange der „passive Widerstand" andauert. Die Vertreter Frankreichs in den auswärtigen Hauptstädten werden davon unterrichtet werden. Der „Sozialdemokratische Parlamentsdienst" erklärt: Der Verzicht auf den pass iven Wider st and kann nicht eher eintreten, bevor die Verhandlungen zu einem Ergebnis geführt haben oder bevor nicht wenigstens die deutschen sinter Händler von ihrem ausfichts- reichen Verlauf überzeugt sind. Die deutsche Arbeiterschaft würde ihre Derhandlungsbasis schwächen, wenn sie ihre einzige Waffe, den passiven Widerstand, aufgibt. Sie wäre dann auf Gnade oder Ungnade ten französischen Bajonetten ausgeliefert. Ihr bisheriger Kampf gegen den Militarismus wäre umsonst geführt, und sie mühte, um nicht zu verelenden, schließlich dennoch unter Bajonetten arbeiten. Eine Note Poincar6s über die deutsche Schutzpolizei. D e r I i n, 27. April. (Wclff.) Die von P o i n- care in seiner Rede am vergangenen Sonntag angekündigte Rote über die deutsche Schutzpolizei ift vor einigen Tagen dem deutschen Geschäftsträger in Paris übergeben worden. Sie ist vorgestern durch Karrer in Berlin erngcgan- gen und lautet in deutscher Uebersehung: „In Beantwortung des Schreibens Qir. A 5056, das der deutsche Botschafter unter dem 10. Dezember 1922 an mich gerichtet hat, bitte ich Sie, im Namen der alliierten Regierungen, welche die Note vom 29. Dezember 1922 unterzeichnet haben, Ihrer Regierung die folgende Mitteilung machen zu lassen: Die deutsche Regierung erörtert in ter Anlage 1 ihres Schreitens vom 10. Dezember von neuem jede dec fünf noch unerfüllten: Forderungen, auf welche die alliierten Re° gicrungen die deutsche Regierung mit ihrer Kollektivnote vom 29. Dezember aufmerksam gemacht und zu deren schleuniger Regelung sie sie damals angesichts ter besonderen Wichtigkeit, welche sie ihnen beilegten, aufgefortert haben. Wie sie die deutsche Regierung m ihrem Schreiben vom 17. November 1922 haben wissen lassen, beabsichtigen die alliierten Regierungen (indessen) nicht, sich mit ter deutschen Regierung hinsichtlich dieser fünf Sttpu» lationen in irgendeine Verhandlung e i n z u l a s s e n, da diese ihrem vollen Umfange nach zur Kompetenz ter Interalliierten M i 111 • tärkontrolllommission gehören. Infolgedessen fordern die alliierten Regierungen die deutsche Regierung von neuem auf, alte Maßnahmen zu treffen, um eine schnelle und vollständige Ausführung dieser Forderungen sicherzu stellen und der Interalliierten Militarkontrolltommifsion jedes Entgegenkommen zu gewähren, dessen sie zur Durchführung der Kon!rolle bedarf. Erst wenn die Interalliierte Kontrvlltommission berich et haben wird, daß die Ausführung jener Forderungen bis zu einem gewissen Grade vorgeschritten ist. der die endgültige Regelung sicherstellt, werden die alliierten Regierungen, wie bereits in ter Kollektivnote vom 29. Dezember 1922 ausgesührt, bereit fein, die Frage zu prüfen, unter welchen Bedingungen es möglich sein könnte, die ter deutschen Regierung durch den -Unterhalt der Kontrollkommission auferlegten Lasten zu erleich- t e r n, intern sie diese, wie in tem Schreiten ter Dotschafterkoiiferenz vom 14. April 1922 näher darlegt, durch ein m i l i tä r i s ch e s G a ra n t i e- komiteez versehen. Die alliierten Regierungen können diese beiten Gesichtspunkte heute nur aufrechterhalten und infolgedessen über die Gesamtheit ter fünf Punkte ter Note vom 29. Dezember nicht von neuem in eine Diskussion eintreten. Immerhin soll auf einen dieser fünf Punkte hier besonders eingegangen teerten. Die alliierten Regierungen hatten di: deutsche Regierung in der Note vom 29. Dezember 1922 eingeladen, sobald wie möglich auf die Note ter Kontrollkommission vom 1. Iuli 1922 zu antworten, in der um Vorlegung eines endgültigen Entwurfes für de Reorganisation der Schuhpol i- z e i ersucht wurde. Dieses Ersuchen beantwortete die deutsche Regierung in ihrem Schreiten vom 11. September lediglich mit ter Ditte um Ausdehnung der Zustimmung zur Verstaatlichung der deutschen Polizei, ohne irgend einen Entwurf zur Reorganisation ter Polizei vorzulegen. In ihrem Schreiben vom 20. Dezember 1922 bezieht sich die deutsche Regierung länglich auf ihr Schreiten vom 11. September. Unter diesen Umständen sehen die alliierten Regierungen ihre Auffassung über die Frage ter Organisation ter deutschen Polizei in der anliegenden Note mit aller Klarheit auseinander. Was die Ein-.e^ragen anlangt, die in der 21 Vage I tes Sire bens rvm 10 Cezemb r untersucht werten, s» sind dis alliierten Regierungen der Ansicht, daß sie von ihrer Seite ten Gegenstand von Entscheidungen gebildet haben, auf die zurückzukommen kei l Anlaß vorliegt. Der Rote ist folgende Anlage angefügt: Die Vorschläge ter deutschen Regierung für die Reorganisation der deutschen Polizei. die ter Interalliierten Militärkontrvll- kommission am 11. September 1922 vorgelegt worden sind und auf die die deutsche Regierung sich in ihrem Schreiten vom 10. Dezember 1922 bezogen hat. sind von ten alliierten Regierungen geprüft worden. Diese stellen fest, daß diesen Vorschlägen zufolge die Poli,ei eine zentralisierte Organisation von wesentlich militärischem Charakter bleiten würde entgegen ten Bestimmungen des Frietensvertrages und ter Rote von Doulogne. In der Tat haben die alliierten Regierungen in ter Note von Dou» logne Deutschland die Erlaubnis zur Heraus- sehuna des Effektivtestantes feiner Orbnungä- Polizei von 92 000 auf 150 000 Mann nur mit dem ausdrücklichen Hinzufügen erteilt, daß es untei keinerlei Dorwand geduldet werten könnte, daß diese Vermehrung erfolgen könne unter Aufrechterhaltung ter Sicherheitspolizei einer Polizei von wesentlich militärischeni Charal.'er und wesentlich militärischer Organiialion. zu deren Auflösung Deutschland seit Dezember 1919 aus- geforderr worden sei. Die Ord rungspolizei fülle nach derselben Rote ihren Charakter als ten einer regionalen und munizipalen Organisation bewahren. Sie füllte in keiner Hinsicht und auf keine Weise eine zentrale Organisation erhalten, und sie sollte lediglich mit einer Bewaffnung ausgestattet werten, die ihrer Rolle entsprach. Die deutsche Regierung hat wohl eine Verordnung veröffentlicht, welche die Auflösung ter Sicherheitspolizei aussprach. Ater trotz ter Londoner Rote vom 5. Mai 1921, in ter die Bedingungen, denen die zugestandene Vermehrung ter deutschen Polizei unterworfen war, in Erinnerung gebracht wurden, rnd trotz ter Erläuterungen, die die Interalliierte Militärtontroll- kommission dazu gab, hat die deutsche Regierung eine Staatspolizei geschaffen, nämlich die Schutzpolizei, in welcher die Sicherh-.its- polizei mit ihrer militärischen Organisation, ihrer militärischen Einteilung usw. aufrechterhalten worden ist. Die Vorschläge, die ten Gegenstand des Schreibens vom 11. September 1922 bilden, können hiernach nicht angenommen werden. Die von ter deutschen Regierung erbetenen Zugeständnisse in ter Anwendung der von den alliierten Regierungen aufgestellten Grundsätze (Verteilung, Ausstattung wichtiger Städte mit Staatspolizei) werten nicht in Erwägung gezogen werten U>nnen, solange nicht eine vollständige -ilmgefialtung des Charakters der Polizei diese letztere in ten Rahmen ter Rote von Doulogne und des Frietensverttag'es eingefügt hat. Die alliierten Regierungen fordern die deutsche Regierung auf, diese -Umgestaltung sicherzustellen und den Grundsatz einer Reorganisation ter Polizei auf folgenden Grundlagen anzunehmen : 1. Die Organisation ter Polizei in Gruppierungen militärischer Natur hört auf. 2. Die militärische Einteilung ter Polizei verschwindet. 3. Der Unterricht ter Polizei beamten hört auf, ein militärischer Gesamtunterricht zu sein. 4. Ein Statut, das aus dem Personal ter Polizei ein wirkliches Beamtenpersonal macht, tritt an die Stelle des jetzigen Statuts, auf Grund dessen zwischen tem Stand eines Polizei beamten in ter Schutzpolizei und demjenigen eines Angehörigen der Reichswehr kein realer Unterschied besteht. Die deutsche Regierung muß die administrativen und gesetzgeberischen Maßnahmen treffen, die zur Verwirklichung ter vorstehenden Grundsätze erforderlich find, und zwar sind diese Maßnahmen zu treffen, nachdem sie von ter Kontrollkommission gutgeheißen worden sind. Neue Verkehrsschranken zwischen besetztem und unbesetztem (Gebiet. Pa r i s, 27. April. (WB.) Nach einer Havas- melbung aus Koblenz hat die R h e i n l a n d kommission unter dem Vorsitz des französischen Oberkommissars Tirar d gestern teschlos en. ten Verkehr zwischen den besetztenGebie-- ten und dem nichtbeseyten Deutschland für alle Personen zu verbieten, die nicht mit einem von den alliierten Behörden ausgestellten Passierschein versehen sind. Diese hochwichtige Maßnahme, so fügt Havas hinzu, werte ten Treibereien ter Geheimverbänte entgegen* arbeiten dadurch, daß sie die Einreise ter Agitatoren, Hetzer und Organisatoren von Sabotage- Akten verhindere. Wiesbaden, 27. April. Als Ersah für den unterbundenen Kraftwagenver- kehr zwilchen dem be'etzten und unbssetztm Gebiet richteten die Franzosen heute einen umfangreichen Personenzugverkehr zwi chm der Grenzstation Griesheim a. HL über Höchst nach Wiesbaden ein, ter vorläufig sechs Zug - paare nach jeder Richtung täglich umsaßt. Die Franzosen wollen auf diese Weise die deutsche Bevölkerung zur Benutzung ihrer Zugein'-ichlun- gen zwingen. Leider machten heute zahlreiche Personen von ter Einrichtung Gebrauch. — Die Fahrpreise ter französischen Regie sind erheblich höher als die deutschen Tarife. Die Mafsenausweisnngen. Köln a. Ah., 27. April. lWTD.) Von gestern nacht 12 Uhr bis heute früh 8 Uhr find mit wenigen Ausnahmen alle Beamte ter Stationen RHembach, Otendors und Kot enforst sowie der ©trecfenbaumeiiter der Dauabt i ung Rheinbach, Regierungsbaumeister von Bauer, nebst d ei weiteren Beamten die'er Abteilung verhaftet und mit einem Kraftwagen in das unbesetzte Gebiet abgeschoben worden. Es handelt sich insgesamt um 4 2 Bedienstete. Aus ter Strecke München-Gladbach — Giersen beim DahnhV Hsl^nenbrunn ist en lH 2Sun$ener be MiWler täglich von 11 bi« | Übe 2 KO km fl< nicht Lu 1A3 1K0 1850 800 Z50 700 «0 800 «0 Prvudtei Ftiieor« (Siebener t>.: in laut 1880 1200 1550 1100 1/50 1000 fern Hr nicht chaushaU ziitas und d« Wnhibnoaren vom 0089- I 8723lach« »der um 30,2 v ch. um 12J5 o fachen auf anj^oge n. reicht erwaS moc ".ieU und stllflcher Segle-lenhai yarrrttln mit Maler klanglicher Kultur jnter- •• CB o m Finanzamt wird uns geschieben: Rach ber Adrundungsve orbrrurg vom 31 März 1923 sind die tm ID ege bei Steuerabzugs vorn Arbeitslohn ein udehal:enden Erträge künftig auf dl« n 3 ch st e n vollen zehn Mark nach unten abzurunden. Dies gilt ohne Rücklicht auf bk Lohnzahlunai- ke.Ude (Xagdobn. Wochen lohn uf w.) bei :e:er nach dem 20 QCprtt 1923 erfola-n.en Gobn'ahlung. Der Werbekosienpaufchfatz rrirb für K r l e g s b e f ch 3 d i g t e m t Z0 Pro» Grwerbsbefchr.nkung auf Ant ag unter Vorlage des Steuerbuchs und TUilmb« ch.idS bet dem au- stündigen Jinanzamt nach dem Prozentsatz der önrerban- de s^ erbes der erde betrieb in effeeee Ber kauf--stell« und die Beirchgfttguttzg von Dechllfen, ^echriing« und Arbeit«» von 11 Uhr vormltrags bis 6 Uhr nachmmags zu- gelafkn. ** Oberbef flftber Kunst verein. Boa f e r aus Schwanheim a TR. Die Kamillen ber Ausgewiefe-nen müssen binnen vier Zagen folgen (fine Zerrriff Bonne Laws. London. 27. April. lDTB.) Bvngr Cato wirb mit Denehmi«ng des Kdnigs auf 3r«luchen Aat eine kur ze Seereise unternehmen. Er beabsichtigt, »och vor Zusammen- tritt des Parlam«ts nach d« PNngftfeN« zurück-ukehren Die Aerzte hoff«, daß er bann wieder den vollen Gebrauch feiner Stimme erlangt haben totrd. Wirtschaftshilfe für die bentschen Studenten. Bern. 27 April lWoltf » On flhrlfftning ihrer Stützung ber MlrtfchaftShilfefürdie deutschen Studenten bat de schweizerisch-deutsche Hiltskommtlfirn auf Antrag ihres Ehemrvvr«inenden, des deutsch«, Eefandten Dr. Adc,!' Müller in Bern, für dieses OonrmerkirMter nach Bayern. TBürt emberg. Baden und Hessen migrfamt vierzig Millionen Mark Überwiesen Hus Staöt und Qanb. 9 leben, den 28. Aprll 1923 (*rhöhnuq brr ErwrrbSlof'fnu«tfrstÜHn»st. Die chbchstf3tze ber Erwerbslos eNunzerKützang betoagen Poe IS April 1923 ab: in ber Otten der Orrsttasten ■ ™»<« Aula ber wetversttLt. 3?ll qLT"?,^?!ro"fturt «• Ak.1. All, Frau Pabst-cheß iDüsfetbe-rl'. Cello am Klarier leba Berger IDortmunds ..___ Eietzen.ro Avrll 1923. E. .dtne Überreiche tzu'.ie ftarier musttalifcher du^v die trotz ttpc er Strich« noch recht lange BonragNslgc. die an die Aut- nabmefütlgfdt des Du.ch chn ushs:er» b^eute-^tx Ansprüche stellte, oeimlueit chgz äußere Bild noch mehr das Innere Eellcht war - wenn ich einmal fo fugen bart - tn einen wollen Aadmen «efdamu Für mich wurde entscheidend daß 5^1 am Anfang und Brahms ml: etnlgm ferner tiefsten ^eüngc am Ende stand Tbtt n-cht ertübten kann, daß durch eine 'vlche Welte der Spannung und eine — mag ste mcrnetw^'«i au* äußerlich oNr eufdlllg vetanlaht Mn — h^^rch bedingte Steigerung des inneren Ortedens bte grfrbttn dufammenMnge auf gedeckt und Me e'e- mentarfMi De etz« des mu Ikali'chen Schäftens Nrbgrtegt werden, ber wird auch nicht verstehen tonnen, warum wir gerade heute In eine: ^3nd«i- renalHance mitten drin ste-en. aber auch -,<$> ertt tn das eigentlichste Hk‘en nicht nur des Ora- totlm-. sondern vor allem auch des Overnkvmpo- ntflen chündei einzudringen beginnen Drr .< - >« denen uns die Mufikw^'rn'chaf: dis jetz: » . - .ch tm Stich gelasten bat: bal blühende tirtx- bi- Kunst ifUb lb IbM etwas stürtere ton.lche 3n?la(nmg gewün'ch». bU offenstchelich durch eine leichte 3nMlpo’t:ton ter *arb gebrnnu war. Die trnpena-nrnipo lc Schot- llrrungsfLbiate.1 und bw Lug aowlgende Ahtzth- ml tenrag fchufrn irdoch eenen vv.lwenlgen Aus- a-rtch Frsulein Frieda Berger aus Prof Tzichmüllers Meistertch«:« war F.au fabH-Aeh eine «ts-.bärtige Bart nenn am Kavier: ifre MngeschllfMte Ptanistik ihr voller und doch vrtcher An'chl^g bracht kn bte leuchtenden Farben und die manchmal wie «tskrtstalle glitzern den Pastagen des ».'..-a'chen Klavlertatzes «prachtvoller Wirkung In bem Adagio des Sello- kor^eries (op. 104» von X »Porlf. einer der schönsten Äantllem.’ der •elUUutatur, I est Frau Padst-chetz noch einmal den •cvlmpodai I» ihres 3nftrumm-eo aulbiftbea Jn der Arie aus der ^o^,n-x»-Pa'fion .Os ist vollbracht', -u deren Bortrag fich die drei Damen var.stnig- tzen. »bi«".- N« auf Ibctm schönen Instrument Me odligate Bivla da Aamba-Partle. innerhalb des ganzen Ausbaues des Srogra.ntms Mu< ich ans jUllSfA« •tjnben birte eigenartig g!gltadene ^is.. 0t Archer etn Allegro mit brr- vollen Stre ch rch^rr ta das uw: von der Orgel und besMtete »ar? rtnge- '^ben ist, wetch-s brr.» x] Mxr Bück'umh « greifender wirÄ am ÜrbUe gemibt Aber zchoe ber erste ÄM»»a^ tau ^vergebliche fallencke Tmrtvlge der Worte de« sterbenden Bei- lanrs .Es ist vollbrnch:'. U ^.'che: 'ch b-e m* Arte enrw-ckr', »erteW mich in eine »olche Haus ha t eines andere'. lerer 2100 b) Lxr 21 Öabrt. fp- trm fU be Haushalt eines anderen lebet . . 1750 c) unttr 21 Sshrrn 13D0 3 als Famillenzuschtäge für. a» den -begatten . 860 b) die Ämter und fpn- f.lj? untertiützunas- demcht. Xigtbbdg 700 Aasstellnng jeiat über ISO Werin Os Htb n a. bit Äunftlct ÄaubreM, Erter Eeitzler. 3re). Eta'-V'a s. ^cilmgcut) Quaett. Äl»er und Schmierer ml: Ard.i er remeten. Auch bet bett ts hier d.ckannHe Künstler Ernst Betzleo»Fran-- tun bu: ernt Änfieftion chanhertch«eun«i end Eraphtea autTuweiien. Orni Siernrn-Werne. - W noerod vnd W. Ttartbel-Olrtki Hab mu «tat- gen LavdlchatU^ea ItoiLxn iCelgeed^ee) vertreten. - Tret Jahrzehnte im Dienste tun« empor Ate habe ich das hohe Pathr-s ber ÄIaprtrxfl4^n Ode . Dem Unendtchen' Io bin^tür- ■enb deklamieren hdrrn, nk ’c die Oewitzhcii bet •tlMung in Wanderers Aachrkied mp’unben wie au« den goldenen TSnen dieser begnadete« Stimme Die von deitzer Leidenschaft getragene, stürmisch nore'd rttbrd n genbe Wiedergabe des fcantmeb mit Mnrr himmlischen Sätze der 3e- sangsme!vd-e di« vorn che-kbmMlichen ziemlich stark abweichende schneller,- Tempmchen« mbchte ich nicht nur als T?r5.» Ubr Kü ist lebest. - Lichtspielbaus. Bahnbo, st rotze- e3m Elukraufch brr 6l*J**. — Palast-Lichtspiele ,1X1 Aachf end Das grütz!s Zugstück der TDelt" - Ast ru»-Lichtspiele: «Zirkus Grey'. 6. Teil, und .Aach bem Ertetz ber ÖieuC. - Eas» Akrvrta Künstler-Konzert. — Tageskalender für Sonntag. Wartburgoe:ein Dtmpellveihe in Wiefeck. Zusammenkunft 8‘ Ubr vorm. nachm A^s'lag nach Annerod. — Aatucheilverein 7 Uhr Familien- abend in Aödoen. — Derverkschaftshaus. 8 Uhr .Was bunker Euch um Ehrtsto?- — Liedtashoh« Konzert. — Eafk Atz ort a Ködert. — Lichtlpiell Häuser dasselbe Programm toir Samstag — Bolkshochfchule. Montag. X. April, öemefterbegtrm. «Siebe Xwtge.) — Letterer Abend «um Besten der Auhrhtlse. Wte aus dem AnzeiaentcU rrtrcht- ltch. findet am 1. Mal. abends b Uhr Im Kathol. Berrlnshaus ein Cuftnwez sch reitet, wv Internationale „Langfinger" und „Krdmer- seelen" sich an dem fortfdireiientcn Elend und der Aot des deutschen Volkes mOften. wo durch internationale Phrasen verwirrt und verirrt, deutsche Volksgeno srn sich gegen dl« eigenen Stammesbrüder wenden und Aur Stützung der Internationalen den Kampf aller ge„cn alle In Deutschland herbei-uführen trachten. Ui einem solchen Zustand ist nicht Zeit zum Feiern und internatlonalsn Bekenntnissen, zumal dies.' Be e n.Nisse nach den Erfahrung« ta^u benutzt werden, um die Ansprüche der auf die Zerstörung deutscher Völls- und Wirtschaf.skraft hlnwtrkenden Zn- lernaHonalt au erhöhen. Diesem System keinen Mann und keinen Droschen. ^Für die nationalen Arbeimehmer ist der 1. Mai angesichts der herrsch«den ZustLnde im deutschen Volk und Vaterland ein Tag der Einkehr und des besonderen Gedenkens chrer In Schmach und Bande. Aoi und Elend liegenden Volksgenossen an Rhein und Auhr Es ist ein Tag der Feststellung, daß diese Zustünde nur durch Verirrung eines großen Volkstetles zur „internationale" herausde- schwor« sind, und daß nur nachdrücklichste staatsbürgerliche Erziehung insbesondere ter beutfehen Aroettneymerscv'ift das deutsche Volk vor dem Untergang bewahren kann. Die Gauleitung ..vessen-Lahn-Tthein des Aarionalverdandes deutscher Berusürerb^nde" fordert die Arbeimehmer auf, am 1. Mai in nrdnunasmüßiger Welse ihrer Arbeit nachzu- geh«, sich gegen Uebergrlffe Irgendwelcher intemationalen Heißsporne nachdrücklich zur Wehr zu setzen und den Veranstaltungen der „Deltverbrüderer" fern zu bleiben. Von den Arbeitgebern wird verlangt, daß sie der Internationalen Verdummungs-Arbeit nicht dadurch noch Vorschub leisten, daß gen eines mehr ober weniger zahlreich« oder radikalen Teiles der Belegschaft auf Stil- legung des Betriebes Folge leisten, sondern daß di« Besilmmungrn der Arbeitsordnung im Interesse der zur Arbeit erscheinenden Arbeiter Anwendung finden. Von Angestellten der Firma Buderus- Abchling Ist eine Gruppe des ..Aeichsbundes deutscher Angestell-en-Berufsverbante". Sitz Berlin. Dessauer Sttaße 19. gegründet worden unö macht gute Fortschritte. Zn Wetzlar und Gießen Haden sich Ortsgruppen des Aationalverdandes deutscher Berufsverbünde CIL D. B.) gebildet. Das De«ts«t,e Volksopfer. On ber Ee'chÜftsstelle des .Gießener Anzeigers- wurden für uniert btbtdnattn Bvlksgens'fen im Ruhrgebiet und am Ahei» weiter abg.-liefert: Brezel-Heinrich, grt.. Burtchenschaft Seuto.ua im Aquarium 3030. und tm X^uanum von den Gästen 3403: Aettor Knautz. 3. Aate. 1000. Ungenannt Wleleck 2000 Ungenannt ArtSkirchen 5000, A.. 4. Aale, 50»; von der Deulfchrn Volks- Partei in Gießen aus den Emtnttsgeldem zur Becker-Ber'ammluna 107 ?50; 21-ig. KlldInger, 2 Aale, 10000, Aadf.rhrervertin 189?. Lollar, 57 840; Lehrer des B.-irtsverei.nsSrünt'vrg IS 000; Liefe» Lotte Dinbenun-m an Frnderlohn 5000. Klaffe Za I ber chSheren Müdchen'chule 23 430, von ten Polizei beamten des Pol^etamts Gtetzen. 3. Aale. 90 003 Mk. Den Gebern herzlichsten Dank! Weitere Spenden werben In ber Geschäftsstelle bei .Siebener Anzeiger s" angenommen. Die (ÜroßfiondelsindexHiffer ($nbe April. WTB Der W'.eberautstirg ber Devifenkurte bat bie feit Anfang bei Monats brodachte e l.ich - lulBPärtibc'irequng der Groß aite!»pie f: plötzlich verschärft. Vach ben Berechnungen des Statt tltchee, Aeichsamli »st die ® tobbanbeU libeeilffer vorn 4923fachen bei Ft lebens stanbei am 14. April auf bai 573Sfach« ober um 18 5 b. & am 25 2 pril gestiegen. Bon den ^auptgruppen haben In der gleichen Zeit bie Lebensmittel Pom 3S94tachen bet Dorkr'egiprrile auf bas 448Hache ober um 21,3 v ch. Gnbuftrieftoffe vorn 7221 fachen auf das S0L9 ache ober um 12 v. ch. ferner 3.xlanbi- toaren vvm 45SSfachen auf bas 5141fache ober * 'M i> IA Mal 4. tl. MN *1 M M.| n IA J«*l I» 2253 2100 1-53 M. K50 .^0 163? . 13.0 1250 1150 . einer Persil ■ MM Wetterlage ist Dollars HL 29 500. ze wenig totaler, *53 *• 7K'tz chr -L?ü *'®£ (Vr 7, e9^‘ 6amatag. * Sinne“. L u,"i> .Das Ätfptele; btm *-Äonjer( ^vnniaa. 1 Jttled, 3u. ’.'.Jluiä nach K SdmUien. ~ Llebigshoh^ J-■~■ ßiwiei. Samstag, lUag, 30. April, 1 besten der Kenlrll erlicht, lhr, im Kathol. 111 bei dem je killparzer Frühere Der- iftboien") non > 5tL Tläre ar AaWrung ) JnteMnie, k an den teils m, teils darch .ativnslomik rei« liitung hat D r. Die Preise sind ts niemand der aber andrerseits iten Zweck einen 6 Jom' II )u"i 4. Juli 21. uni 27. Juni »Juli TENi Mii V|i Mil Mal Mai binduns herbourgnach merikanischen States Lines tr.ruh«' >2 hosünjrti ;rbef5rderung SSEN nplutx 13 Juni 1 TK »Piter i Abends G" t*S*Ä W« in 2rahms, L-i°E ties jjieberg^ LÄ SöjÄ SLL d#* ■ icfen! Aantzel Datum 1164080 116M),20 412.3 4103 27. Avril AmtL Noiierg. Geld 5335— 1994— 11660 - 40 95 302V)- 138200— 1462- 1722— 475 — 885- 5100- 14L50 Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Antw.»Brüsiel - 4'oflnnb..... Vonbon ... . Paris Schwei h. .. Spanien . .. IiaUen...... VifirtbomOpott» Tancinark. .. Storiveaen . .. Schweden . .. HelsiiigiorS. . Sieiinort...... Denlsch'Oeiterr. Budaveit. . . Prag Agram .. - Schöffengericht. Dieben. 24. April 1923. Schlichtung^"^""«« der Provinz Oberbeilen. 61 hun g vom 26. Avril. Dem Antrag des Deutschen Werk- meisterverbandes geaen den Arbeitgeberverband für Labngau unbO^« Hessen, die Februar^attssäh-r ber AZerkmei^er in hen vier südlichen Är-rifen drr Pr>vin^ für d7N März zu erhöhen gab dec Schlichtungs-Ausschuß nicht statt- m t r Der Gesellschaft für Delon- und Eisen- betonbau in Gießen gab er auf, d'e technischen Angestellten nach dem Fach-Dezirkstarif zu entlohnen. Die Anee'tell'engewerktcha ten und dieArbeit- gebervercinig'in''en des Giebener Ernrel- Handels schlossen nach öffentlicher Verhandlung einen Manteltarifvertrag ab. Obne öffentliche Verhandlung einigten fuß der Deutsche Werkmelüerverband, der Deutsch- nationale Handlungsgebilfenverband und der Arbeitgeberverband für die Kreise Alsfeld und 52630 883 0 303,25 523.70 878,80 301.75 11540— 40 45 3000)— 136800,- 1448— 1708— 450,- 865,— 5025— 138,50 547L80 550 L20 5546,10 5573,90 —3047.25 5112.75 775L55 7704,45 7880.25 7919,75 Ariei 5405— 2008. fübrt erachtet und zu zwei Monaten »mel Machen Gefängnis verur^itt D^r D i " b fAffiff ohig straff'ei an«, weil lein Vater den g^nnn ihn in,"den zur0^a^»og"N bat^e. End-» V-v-m^r 1922 traf d"r Mnl'w^chef V im Voh"bni 'm-h("T mit Mn Mt^än^ler 3. und M'rn rmg"hticher Braut R z"s^. rwc» Ta""M'N-7 vyn t6r"r e^nfb vnb bAT-rt^TfA H" an Stell" bA7- sich hArtrMrfbm DefJnani^^efA brn A. MvcheN zu Geldstrafen von je 100000 Bll. 26. April AmtL NoJerg. Gelb Brief 168330 1691.70 11321.60 11378.40 .... . 134562.75 135237.25 1372sO,95 137969,05 1957.60 1967,40 2009— 2010— 5999,20 5325J0 4451,35 4473.65 <>13.70 4536.30 1436-40 1443,60 1446,35 1453,65 Berlin, 27. April. Dörsenstim m u a g s- b i l d Die Börse hält die für den illtlnw befürchteten Geldschwierigteiten für überwunoen. 3n- fvlgedessen regt sich vermehrte Unterneömungä- lust die genährt wurde durch Gerüchte über schwebende finanzielle Transak.i.men bei den groben Landkreis Liegen. t Ettingshausen, 28. Avril. 3 tznken an die im Ärlege gefallenen Dlreder der Gemeinde soll in der Kirche erne T af e t aus -gehängt werden. Die Ausführung »st dem be^mn ten Kunstmaler Hermann D e l t«i m Aieder-Aam stadl übertragen der die Lieferung bis zum Som- meridU6tat9in^baufen. 27. April. Da.die I q R 'Becltn die Obligatio» I n e 7 de r bach-L "che r - G i s e n b a b n zurückzu^ihle? beabsichtigt hat die hiesige Gemeinde beantragt, ihr für dm (P^r’’ qatLonen Aktien der Buhbach-Licher- E t s e n b a h n g e s e l l s ch a s t zuzuweisen. Es liegt im Interesse dec übrigen Gemernden, dre im -T^r.he her genannten Obligationen sind, wenn He dem Beispiel unserer Gemeinde folgen. Sie erhalten dadurch wenigstens einigermaßen entsprechende Werte und sichern sich gröberen Einfluß aus die Betriebsleitung. Dass das leytere nicht das n-,u>tchti>)ste ist. weil; jeder, der die hiesigen Eisent-ut-nverhältnisse kennt. SUcie Aricvvcrg. s.f. Friedberg. 27. April. 3n der gestrigen Stadtverordnetensihung wurde de- schlossen, das Eintrittsgeld für d, e ü ädtischen Sammlungen von 3 Alk. auf I 50 Mk. für Stnzelpe. onen, von 1 Mk. aus 20Alk. für Vereine zu erhöhen: Schulen unter Führung . er Lehrer behalten freien Eintritt, ebenso bleiben die seitherigen eintritt-freien Tage. — Zur Deckung des Aachtragsvoranschlages wurden nach dem Vorschläge des Finanzats- schusses mit 19 gegen 5 Stimmen 6 Prozent Zu- sck-lag für Haus- und Grundbesitz, 20 Prozent für Gewerbe und 8D Prozent für Landwirtschaft angenommen. — Die vorn Stadtv. Schröder ausgearbeitete Geschäftsordnung wurde mit 19 gegen 5 Stimmen anaenommen; dagegen stimmten die Deutschnationalen und die Kommunisten. erstere wegen Beschränkung der Redesrei» heit auf zehn Minuten. — Die W 0 h n u n g s - vauabgabe wird von feiten der Stadt auf 75 Prozent, also in gleicher Höhe wie die staatliche, festgesetzt, so das) sie nunmehr 150 Prozent beträgt. — Ueber die Errichtung von Haus- fönten berichtet Beigeordneter Leuchtgens. Gs sollen derartige Konten für Häuser mit drei und mehr Wohnlingen eingerichtet werden. Starkcnvnra und Rheinhc^en. • OHalns, 27. April. Wegen Steuer-und anderen Hinterziehungen wurden ein hiesiger Grohtaufmann und mehrere Beamte von der deutschen Polizei in H a f t genommen. Es soll sich um bedeutende M i l l 10 n e n be t r ä g e handeln, die dem Fislus hinterzogen wurden. «trete Wetzlar. » OB et) lat, 27. April. Der Landrat hat für Len Kreis Wetzlar eine Anordnung belr. die Genehmigungspflicht des Butter» und Käseaufkaufs erlassen. Zweck der An» ordnung ist, der Berter'.erung und Verschleppung im Kreise erzeugten Butter und Käse durch un- zuverlässige Personen entgegenzuwirken und die Frischmilchversorgung des KreisrS zu erleichtern. Die Bürgermeister des Kreises sind aus schnell- möglichste Durchführung und strengeUeberwachung Lieser Vorschriften (auch auf den Laiditratzen, an den Bahnhöfen usw.) hingewiesen. Der E r l a u 6 - n i s bebarf derjenige, der persönlich 0-utter und Käse zum Wiederverkauf oder zur ge- werbsmähigen Verarbeitung auf.auft. Anträge sind an den Bürgermeister des Wohnsitzes des Aufkäufers zu stellen. Voraussetzung für die Erteilung der Erlaubnis sind vor allem Zuverlässigkeit und Sachkunde, sowie Gewähr für ordnungsmähiae Deh^ndlung, Verpackung, Aufbewahrung unö D^örderung der Ware. Auch die DLdürfnisfrage im Aufkaufsbezirk ist namentlich im Hinblick auf die Milchverforgung der Bedarfs- gemcinden zu prüfen. Zuwiderhandlungen gegen die Anordnung sind mit schwerer Strafe bedroht. Hcfdcn-Naslau. Danknotea. Frankfurt a.M» 27. Avril. Schweizer Noten Französische Noren Dänische Noten.......... Schwedische Noten Holländische Noten Dentsch-Oe-terreich h 100 Kronen Amerikanische Noten Englische Noten......... Italienische Noten Belgische Noten Ungarische Noten Tschechoslowakische Noten . - Siorivegische Noten Numänische Noten * Begleitung. Der Schuhmann hat einen Stradenmusikanten aufgespürt, der ohne Berechtigung bie Vorübergehenden durch sein Harmv- nikaspiel zum Spenden milder Gaben auffordert. Mit strenger Miene packt er ihn an und sagt: «Begleiten Sie mich!" „Aber gern," erwidert der andere unerschüttert. „OßaS wollen Sie fingen? fpd. Frankfurt a. M.. 27. April. Der Gefamtbetrag der bisher zur -2kr-eiZe ge- komnrenen Diebstähle auf bem Mestge» I lände, den angrenzenden Lirastm und auf dem Hauptbahnhof wLhrend der M.stiage beträgt rund 1 8 0 M i l l i 0 n e n M a r k. Da aber noch fort- gesetzt neue Anzeigen üb.r Diebstähle einlaufen, wird der Betrag zweifellos 200 Millionen uber- steigen. _ Kirche iiTtb Schule. • Der Landeskirchentag, der Anfw-lg Mai zusammentreten soltte, wird jetzt vorausstcht- lich zum 4. Juni emberufen werden. Aebukhen suchte Angeblich sagte Ihm dort ein In- laufe trotz gelegentlicher Gewinnstnahmemundzeit o?f Nm «ctf »u. W’t fei ii In weife abnebm.mter Sebf>afitgtelt. D-uifche Fonds u werden. Ob dies" An»aben rld)- stimmungsbild. Der Devisenmarkt lag im tig erfunden llnd ttrvr ni^t fest,'lswll>>n. Frühverkehc fest. Dollarnoten wurden 29 750 viS D^r Kellner wurde jedoch der .^ebt-ret für über- 30 000 gehandelt. Die Fondsbörse eröffnete feit ver ' etwas lebhafterem Geschäft. Reges Inteiesfe zeigte sich für heimische Banlen: Darmstadter und Dis- conto-Gefellfchast waren b.>gebrter. Berti ier Handelsgesellschaft erste Aotiz plus 5000 Proz. Am Mon'anmarkt fanden Caro größere Beachtung. Sehr fest lagen Grl'enkirchener, Deutsch-Luxemburg und Harpener. Don chemischen Papieren waren Farbenaktien uneinhtttlich. 3m f reien Der ehr war die Tendenz fester. Benz bei großen Umfaßen 35 250 bis 36 000, Metz Söhne 18 250, Rastatter Waggonfabrik 12 000, Ufa 19 000, 3nak 10 2o0, Hansa Lloyd 9225 ausschl. Dezugsrecht Becker- Stahl 20 500. Dollarnoten gegen 1234 Uhr 30 250. --------------------------i in aller bewährter Güte! 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NetchSanleihe 4e/o Deraleichen 3*/ie/o Deraleichen yio Deratticheu Ttft6.avnr-ikhm.'Änl 1 , Preußische Konsol» 4°/. Hessen......... S’/Z/o Hessen 3'/- Hessen Frankfurt a. M- Berlin Schluß. SdM- Schlutz* Schlich* Äure Aure Äur» Rur» ramm. 26.4. 80.75 89.50 1140.-1140.- 585,— u'K),- 4300 -4330- •U'flüoff Waldhol Ziickcrs».br.s>rai'keil ihn! 17500,-17700,— ßurferfabrtiißan äuiel 17700.-17500.— Bochumer Guh.... —11500(»,-127n00,* 8'liderus 50000,—51500,—47."00. —..3 'M,- (Saro 765l>a- 8325 >,-^090,-^209",- Deuisch-l'urembnrg. . 104000,-117000,-1037™,-1100u0,- (yclfeuhi ebener-Heron) 10-0) ',-121 >0 >,-107000. 1’221- A - Hnrvener 'Bergbau. 17bjO 1,-181 'M)0,-h /001,-1 '<*00a- Slohiöeit 21 icber »s lcben4H00a - 490 '0,-47000, --49000. — .iinlimerkWestereaeln 60000,-60500.— — Vaurabütte 5'1000 ->WH. -57750.-59,HH- Eberbcbarf ... Pbönir '?3ergbau. 81'bciniiabl..... Niebeck Montan TeiluS Bergbau ■vaiubuiflüluier. 4•/. 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Kreditbank 85^0-9000.- toW.-0500.- Ceitcrr. fftebliatxitalt . 25000,- 24>00- 23/uO • 24400- ZellientiverkHeidelbert 23250- 23800,- —— — Philivv Hoiznmnn . . 10250 - 12000-1O2'A-U27h),- Lluglo-Tont -Auano. . 1 nn/7*— 'Badische Vlniliu .... 3*3000,—-3900a—36/^0,—i, - (Sh Idfchmidk....... 37 0 ,—4200 .38000,—4»'.»oa— (Wricvbejuier Electron 3100l>,-^-)OÖQ,—30>00,—34000,— Hvchller .^arbiverke • 29100—'3i!>oa—2 J100C#— Hvlzverkohliing.....2 1°?'“ !)ttitgerS>verke.....fUJK*,—44 .<0—41..0CV—4-0-X),— - cheidemiilalt.....3,000—365' 0— ——■•— -,-11H0i)),-185500,- 199UOO 24950- 47 ' - 362-5) -37'00 - 9750a -88400. ?t(la. ElettriritlitS-Gel 3150 ^-3!V0 >-3100^,^.33^.. 51750/—54000—52300—54./O- 6700 7—74 00,—li8.50U,—745* ii>,- 90 OO—ttW,— -r-930üO- (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Eine Reise deö amerikanischen Schatzkan-lerS nach Europa. PariS. 27. April. (WTD.) Wie der »Reu- York Herald" aus Washington berichtet, wird ich Schatzkanzler Mellon demnächst nach Europa begeben, um mit den bedeutendsten Per- onen der Finanzwelt zu verhandeln. Zur Stimmung in Frankreich. Paris, 27. April. (WTD.) 3m Generalrat des Rhone-Departements wurde die Frage der Ruhrbesehuna erörtert, da ein sozialistischer Generalrat ei L Tagesordnung eingebracht hatte, in der er die von der französischen Regierung im Ruhrgebiet zur Anwendung gebrachte Methode kritisierte. Der Präfekt erhob Widerspruch gegen die Debatte, doch erklärte der Abg. Herriot, er und seine Partei seien der Ansicht, daß ein Mißerfolg Im Ruhrgebiet eine Desorganisation für Frankreich bedeuten würde. Er fügte nach HavaS hinzu, daß man auf andere Art und Weise zu dem erforderlichen Resultat hätte kommen können. Er für sein Teil fei für Berhandlungen, und was er dazu tun könne, im diese Methode herbeizufühven. werde er tun. Eine Lohnkrisis im englischen Bergbau. L 0 nd 0 n, 27. April. (WTB.) In der Kohlen- undBergwerksindustrie ist eine ernsteLage entstanden. Die Berg- leute verlangen höhere Löhne. In einer gestern abgehaltenen Besprechung lehnten die Unternehmer es ab, den Mindestlohn bis qu dem Betrag heraufzufetzen, der den Kosten des Lebensbedarfs entspricht. Sie ersuchten aber die Bergleute, die Zahl der Arbeitsstunden heraufzufetzen. Dies verweigerten die Bergleute. Ein allgemeiner Bergarbeiterkongreß wird abgehalten werden, um die Lohnkrisis zu be- fprechen. Sommersprossen - weg!^© VeibensneSabriiunen teile unentgeltlich mit, auf meld) einfache Weife ich meine Sommersprossen gänzlich befeitlnie. Frau Elisabeth Ehrlich, Frank- fort a. 8J. 420, Schiiefnach 47.3003A Erhältlich in Apotheken. Ra^ch u.vorzüglich wirk. 23c iHo#Marhet*rOr)o'i ■ ■ ■ Frankfurl/.V FrovamllejÄ Zöhnschmarz, Kheums ramu^ 5ucl ,aC£cn ItiLCitnwn *uch Bandwurm, un- Qrbis-Wurmkugelrt für Kinder 6. bedingt sicher durch (hergestellt a. Santopcronin) Erwachsene. Verrat.i.d.Apoth. 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Fortsetzung. ®**Zahnpastaselbst zubereiten!*va Zahnpasten bestehen aus einer Pulvermischung, welche mit Glyzerin vermischt ist. Dieses ent behrliche Glyzerin und die Metalltube verteuern die Pasta ung mein. Wenn Sie die nasse Zahnbürste in Dr. Bahr’* Zahnpulver „No. 23“ eiuiauchen, so bereiten Sie sich selbst frische aromatische Zahnpasta, welche die Zähne blendend weiß erhält und nur •/< so teuer ist. Man verlange ausdrücklich: „Nr. 23". Kreuz-Drog., Bahnhofstr. 57, Germania-Drog. Seibel, Neustadt- Drogerie H. Noll. 2495D Kirchlich? Nachrichten. Evangel'sche Gemeinden. Gießen. Sonntag, 29. April (Kantate). Stadl- ttrche. 8 Uhr, zugleich Christenlehre f. d. Matthäus- gem., Pfr. Mahr, 91/.: Pfr. Becker, 11: Kinderk. f. d. Markusgem., Pfr. Becker. IohanneSkirche. 8 Uhr, zugleich Christenlehre f. d. Lukasgem., Pfr. Bechtols- Heimer, 97,: (zugl. Mil.- GotteSd.) Pfr. Ausfeld, 11: Kinderk. s. d. Hohannesgem., Psr Ausfeld. Kirchberg. 10,11: Heil. Abendmahl. Mainzlar. 17,. Wieseck. 9'/, Wimpelweihe, 17, Kinderkirche. Katholisch« Gemeinden. Gießen. Samstag, 28. April, 5 u. 8 Beicht. — Sonntag, 29. April, 67, Beicht, 7 Meße, 8 Komm., 9 Hochamt m. Pr., 11 Messe m. Pr., 2 Christenlehre u. Andacht. — Dienstag u. Freitag, abends 8 ist Maiand. — Freitag 7 istSegensm.- Hungen.8 Uhr. Lich. 10 und 7,3 Uhr. Aus dem rlmtsverkündigungsblatt. * Das Amtsverkündigungsblatt Ar. 32 vom 27. April enthält: Preisbeschilderung von Gegenständen des not wendigcnLebcnsbedarfs. — Die Ausführung des Reichsgesetzes die Fleischbeschau betreffend: hier: Die Festsetzung der Schlacht- und Desch-iuZeiten. — Revision der Bierdruckapparate. — Erhöhung der ErwerbSlosen- unterstühung. — Ertvcrbslosenfürs vrge. — Wahl Versicherungsvertreter als Beisitzer des Ber- sichernngSamt beim Kreisamt Gi ßen. — Kirchen- und Stiftungsvoranschläge für 1923 und 1923 25. — D(enstnachrichten. — Polizeiliche Bekanntmachungen. Das Moselhaus. Roman von Luise Schulze-Brück. Versuch, die Gesetze zum Schuhe der Republik zu beseitigen. Zur hessischen Anleihe ersuchen wir, den Zeichnungsschluhtermin noch hinauszuschieben. Vielleicht werden dann die Kreise derjenigen, die keine Vermögen haben, die z. Z. durch Holzkäufe usw. in Bedrängnis gekommen find, noch zeichnen. Vor einer Anleihewirtschaft möchten wir im Prinzip warnen, trotz der Steuerscheu gewisser Kreise. Die Kritik be£ Finanzministers an dem sog. Dotationssystem ist nicht unberechtigt. An der Reichseinkvmmensteuer wollen wir nicht rütteln lassen, es fragt sich aber, ob man nicht den Ländern und Gemeinden das Recht, Zuschläge zu erheben, einräumen soll. Wir bedauern, daß die Grund- und Gewerbesteuer nicht schärfer angespannt wurde. Das Gebot der Sparsamkeit unterstützen wir. Daß der ehemalige Großherzog in dieser Zeit der höchsten Rot gegen den Staat zu klagen sich hat beraten lassen, ist weiten Kreisen des Volkes unverständlich. Jedenfalls hat der monarchische Gedanke dadurch einen unheilbaren Schlag erlitten. (Aa! Aa! rechts.) Das Problem des 2wbaus ernsthaft zu erörtern, sind wir bereit, aber nicht auf Kosten der Republik. Der Redner äußert dann verschiedene Wünsche bezügl. Revision von Gesetzen, Reform des Der- waltungskörpers, Vorlage von neuen Gesehen u. a. m. Auf dem Gebiete des Schulwesens fordert er die Aufbauschule und bekämpft die staatliche Unterstützung der Privatschulen. Zur Frage der Markstühung ist die Tatsache außerordentlich zu bedauern, daß der Demobilmacheungskommissar glaubte. Entscheidungen dahin zu treffen, daß die Gehälter der Angestellten für März nicht erhöht werden dürften. Das hat zu berechtigten schweren Erbitterungen in den Kreisen der Angestellten geführt, zumal die Lebenshaltung dauernd verteuert wurde. Präsident Adelung teilt mit, daß der Abg. Ebner sich beschwerdeführend an ihn gewandt habe darüber, daß der Abg. Anthes ihm im Laufe einer Auseinandersetzung den Ausdruck „Lausbub" zugerufen habe. Er, der Präsident', habe diesen Ausdruck nicht gehört, sonst würde er ihn gerügt haben. Auch in den privaten Unter- Haltungen, soweit solche notwendig sind, sollten die Herren Abgeordneten die parlamentarische Verkehrsform wahren. Dem Abg. Ebner, der sich jetzt unter den Schah des Präsidenten stellt, muß er aber den Rat geben, auch seinerseits nicht ständig die parlamentarische Ordnung zu stören. (Sehr richtigI) Aach der Pause erfolgt zunächst die Abstimmung über den Einspruch des Abg. Ebner gegen den ihm gestern erteilten Ordnungsruf in der Angelegenheit des Dr. Schneider von der Landes- Heil- und Pflegeanstalt. Präsident Adelung teilt hierzu mit. daß der Vorstand und Aeltesten- sich dazu entschieden Hobe, daß der Artikel 54 der Geschäftsordnung auch außerchalb des Hauses stehende Personen vor Beleidigungen schützt und daß der Ordnungsruf zu Recht besteht. — Die einzige noch anwesende Sozialdemokratin, Frau Steinhäuser, verläßt hier ebenfalls den Saal. (Große Heiterkeit.) — Die Abstimmung ergibt Zustimmung des Aeltestenrates gegen die zwei KPD.-Stimmen. (Bravo I) Präsident Adelung teilt dann mit, daß ein weiteres Mitglied des Hauses heute früh aus dem Bett heraus von den Franzosen ausgewiesen worden ist, nämlich der Abg. Schreiber- Aieder-Ingelheim. Er spricht namens des Hauses auch diesem Ausgewiesenen die Teilnahme aus. (Beifall.) In Fortsetzung der Generaldebatte zum Etat spricht Jahre zur Steuer eingeschähten Steuerpflichtigen. Dies« Differenz wird auch duoch das neueste Reichsgesetz über die Geldentwertung nicht aus- geglick^n. Das finanzielle Verhältnis zwischen Reich. Ländern und Gemeinden ist unerträglich geworden. Die Einordnung rst kaum noch zu überbieten. Viele Gemeinden stehen im Zusammenbruch. Die Vorlage, die Abhckfe schaffen soll, liegt schon seit Jahr und Tag beim Reichstag, der nicht über die Steuererhöhung einig werden kann. Wenn der Reichstag stch nicht helfen kann, dann soll man wenigstens den Ländern und Gemeinden das Recht geben, sich selbst zu helfen. Die allzu- st raffe Zentralisation des Finanzwesens im Reiche hat sich als recht bedenk- l i ch erwiesen. Verhängnisvoll ist es, daß neben den Steueranteilen das Reich noch bestimmte Aufwendungen der Länder und Gemeinden bezahlt (so trägt dcä Reich allein heute mindestens 70 Prozent aller Beamtengeholter des Landes und der Gemeinden). Wo bleiben da Selbstverantwortung und Anreiz zum Sparen, wenn alle, die vom Reich fordern, in erster Linie darauf bedacht sind, nicht zu kurz zu kommen. Der Redner bespricht noch kurz einige wichtige Aufgaben des Landes, deren Lösung bevorsteht. Die Aeuordnung des ftnanztellen Verhältnisses zwischen Land und Gemeinden hängt von dem erwähnten und erwarteten Reichsgeseh ab. Hiervon ist wiederum abhängig die geforderte Aen- derung des Gesetzes über die Kosten der höheren Schulen. Der Entwurf des neuen G e- werbesteuergesehes ist fer'.iggesteilt und dürfte nach Anhörung der Interessenten in aller Kürze dem Landtage zugehen. Die Aeuordnung der Grundsteuer bedarf noch längerer Vorberet- tunfl. Zum Ausgleich des Aach teils, der dem Lande und den Gemeinden dadurch erwächst, daß die Steuern viel zu spät zur Kasse gehen, soll ein Gesetz geschaffen werden, das diesen Körperschaften die unverzügliche Erhebung von vorläufigen Steuern ermöglicht. Die Vorlage ist inzwischen dem ßanbtage zugegangen. Auch die Kreise und Provinzen sollen finanziell selbständig gestellt werden. Damit ist die Reform der Derwaltungsgesetze stückweise in Angriff genommen. Im Zusammenhänge damit steht dieAeuordnungdesStrahen- bauwesens und die Reform der Dau- verwaltung. Die Aufgaben auf dem Gebiete der Wohiiungsbeschaffung und die Vorlage wegen der Riedentwässerung sind bereits im Zusammenhang mit den finanziellen Schwierigkeiten erwähnt. Gleiches gilt für das Fvrstverwaltungsgeseh. Die Ergänzung der Besoldungsordnung wird dem Landtage tn Bälde zugehen. -lieber tixitere Einzelheiten wird die Aussprache Gelegenheit geben, Erwünschtes nachzuholen. Run hat die Kritik der Volksvertreter das Wort. Die Regierung verlangt für sich keine Schonung. Aur sollte nicht vergessen werden, daß der Volksstaat kein Werk und keine Laune der jeweiligen Regierung ist. Die Verantwortung für den Staat und seine Erhaltung trägt das Volk selbst. Es wird vieles besser werden, wenn die Erkenntnis Gemeingut geworden ist, daß der Staat kein fremdes Lebewesen, sondern die organisierte Volksgemeinschaft darstellt. Abg. Kaul (Svz.): Aoch nie ist ein Etat in so ernster Lags beraten worden, wie der heutige. Das muß das Verantwortungsgefühl für uns alle steigern. Auch für uns Sozialdemokraten. Wir waren bereit, einer Erweiterung der Regierungskoalition in Hessen zuzustimmen, aber auch das hätte von unseren Grundsätzen und Aeberzeugungen nichts geändert. Heute erkennen wir die derzeitige Koalition als politische Notwendigkeit an und werden daran festhaltrn, auch wenn sie uns vielfach Enttäuschungen berzitet hat. Notwendig ist, daß auch die hessische Regierung in sich fester und geschlossener dasteht, als es bisher der Fall gewesen ist. Das, was uns im Westen angetan wird von fremdem Imperialismus und Materialismus, richtig zu kennzeichnen, dazu ist kein Wort scharf genug. Doch dürfen wir nicht die Besonnenheit verlieren, es handelt sich nicht um das Schicksal einzelner, sondern des ganzen Volkes. Kein Gliedstaat des Reiches ist durch die Besetzung so in seiner Existenz bedroht, wie Hessen. Darum ist es unser Recht und unsere Pflicht, hier Stellung zu nehmen. Zur Frage eines VeiHandlungsangebots stehen wir auf dem Boden der soz. Reichstagsfraktion, nicht aus Gründen der Schwäche, sondern aus Besonnenheit. Es ist zwecklos, das bedrohte Land vollständig vernichten zu lassen. Wir fordern darum von der Reichsregierung, ein Angebot herauszugeben. Wird es abgelehnt, dann bleibt allerdings nichts übrig, als den Kampf fortzusehen. Auch im Innern ist der Kampf noch nicht erloschen, ülm die Republik zu schützen, ist es notwendig, daß der De- amtenkörper in Staat und Gemeinde fest auf dem Boden der Republik steht. Wir find gegen jeden Abg. Brauer (Bbd.): Er stellt zunächst (auf der Tribüne schwer verständlich) fest, daß die Landwirtschaft tn dem Abwehrkampf an der Ruhr nicht nur mit Worten, sondern mit kraftvollen Taten beteiligt ist. Den Kämpfern und Duldern drüben gilt auch unser Dank. Was die Lage in Hessen betrifft, so hätten auch wir nichts dagegen gehabt, wenn die Koalition durch Hinzutreten der Deut- sck-en Volksfxrrtei erweitert worden wäre. Meine Fraktion wird nach wie vor ernst mitaibeiten an der Gestaltung der Fortschritte unseres Landes. Wir wären für die Einziehung des besonderen Staatsministeriums zu haben, da die Arbeitslast für den Staatspräsidenten zu groß wird. Wenn gespart werden soll, so sind wir auch dafür. Wir hätten z. B. gegen die Beseitigung der Stellung des Abg. Bornemann nichts einzuwenden, der an Autorität bisher nichts gewonnen hat. (Zwischenrufe.) Auf die Klage des Grohherzogs hier näher einzugehen, lehnen wir ab, weil wir nicht in ein schwebendes Gerichtsverfahren eingreifen wollen. Die Frage des Tarifholzes für Beamte bedarf dringend der Regelung. Am besten schafft man dieses Tarif hol; ganz ab. Für eine Vergrößerung der Oberförstereien sind wir nicht zu haben, darunter würde unsere Forstverwaltung und -bewirtschastung leiden. Zur Frage der Grundsteuer verlangen wir Gleichstellung mit Dat Lischen, daat gleicht von außewendig seiner Mutter, awer innewendig do is et wie sein Dadder, dat hat eso die Art. dat däät auch alles durchmachen, wann et fein müßt. Ich hoffen, unfen Herrgott fchickt ihm en guben Mann, und wat sein Dadder dazu Helsen kann, dat wird hään wohl dhun. Hään weiß, wat daat auf sich hat, haän kennt die Sach'." , Sie schwieg eine Weile, sie muß-te sich nach der langen Erzählung verschnaufen. Darrn sagte die 2Hte halb Viachdenllich mit einem schlauen Blick: „Hään soll nochemol betraten, daat hään vom Lewen eppes hat, hään hat sich eso lang mantenört, nu könnt hään noch eppes für sich feltoer Haan. Et Leewen is jo freilich et meist darvor, datt nrer denen Annern daat leicht macht, awer alles muß doch en Art Haan, hään is och noch viel zu jung und viel zu reisig für eso einspännig zu atesteeren (existieren)." Dom Dorfe her schlug die Turmuhr eins. Die Speisestunde im Rebstock. Frau Eva sprang auf. Sie hatte so versunken gesessen, die Erzählung des Schicksals, das sich da so unvermutet vor ihr entrollte, hatte sie gepackt und erschüttert. Ach. Überall war es dasselbe, üliuulänglichleit alles Irdischen, der Kampf des Geschöpfes gegen das Schicksal, das so Übermächtig war. Nein, nicht übermächtig, 'Bürgermeister Arnolds hatte es bezwungen, er hatte sein zerstörtes Haus wieder aufgerichtet, daß es stolz und fest stand, und fein Hessischer Landtag. 43. Sitzung. St. Da rmstadt, 26. April. Am Regierungsttsch: Staatspräsident M t • rtch, Finanzminister Henrich, Minister des Innern v. Brentano und Regierungskommissare. Präsident Adelung eröffnet die Sitzung um 9*/< Uhr. Dor Eintritt in die Tagesordnung erhält das Wort Frau Roth (KPD.) zu einer Richtigstellung einer Bemerkung des Abg. Anthes. Im Anschluß daran kommt es zu einer inoffiziellen erregten Auseinandersetzung zwischen den Abgg. Anthes und Ebner, in deren Verkauf u. a. das Wort Lausbub auf der Tribüne hörbar wird, ehe die Glocke des Präsidenten Ruhe schaffen kann für den Herrn Fmcmzminffter Henrich, der zum Voranschlag in üblicher Weise allgemeine orientierende Bemerkungen macht, nachdem er nochmals die Gründe dargelegt, die dazu führten, daß er ohne feinen ursprünglichen Willen noch von dieser Stelle aus zum Hause spreche. Die Zurücknahme seines Rücktrittsgesuchs sei letzten Endes eine Frage dxr persönlichen Ehre ?ewesen und dadurch aus der politischen D'S- ussivn ausgeschieden. Er bespricht dann die allgemeine politische Lage auf Grund der durch die Ruhrbesetzung eingetretenen neuen Situation, in der das Bedauerlichste ist, daß das Gewissen der Welt angesichts der Brutalität der Franzosen und der Leiden des Volkes so ganz unberührt bleibt. Die Bevölkerung verdient höchste Bewunderung für die Ausdauer in ihren Leiden, noch mehr aber für die Ruhe und Würde, mit der sie diese trägt. Jedenfalls dürfen wir annebm n. daß die Reichsregierung für eine aktive Politik gerüstet ist, und das kann genügen, wenn Vertrauen in sie vorhanden ist. Es ist kein Grund etnzusehen, warum dieses Vertrauen nicht vorhanden fein sollte. Besser wäre es freilich, wenn bei KreisderVertrauensmänner in der Regierung breiter fei. Der Redner steht auch nicht an, trotz aller bisherigen Erfahrungen zu erklären, daß es auch für Hessen heilsam wäre, wenn alle politischen Kreise die Zeit verstanden und Gemeinsamkeit des verantwortlichen Handelns an Stelle der Vertiefung der Gegensätze gesetzt hätten. Jedenfalls wäre das für die Bevölkerung kein schlechtes Vorbild. Wir im unbesetzten Gebiet können von unseren Brüdern im besetzten Gebiete nur lernen, vor allen Dingen die innere Zerrissenheit zu überwinden und Opferbereitschast hier Im Lande zu betätigen. Der Redner verweist in diesem Zusammenhang auf das beschämende Ergebnis der Devisenanleihe des Reiches und teilt mit. daß auch die neu aufgelegte Hess. Anleihe bis jetzt ein für das Vertrauen der Bevölkerung zum Staate nicht gerade erfreuliches Ergebnis habe. Woher soll da das Vertrauen des Äuslandes kommen? Die Folgen dieses ängstlichen Zurück- Haltens werden nicht gering fein. Man wird nicht mehr den Mut zu größeren Aufwendungen für wirtschaftliche oder soziale Zwecke haben können. 5üc Förderung der Wohnungsbeschafsung waren 21/2 Milliarden vorgesehen. Die Herstellung von weiteren 100 Beamt en Wohnungen würde 4 Milliarden kosten. Das Riedentwäsferungsprojekt verursacht 4—5 Milliarden Kosten. Dazu kommt ein größerer ungedeckter Fehlbetrag nach der Berichtigung aller Ziffern des Voranschlags, wie sie In dem Expose der Regierung zu Kap. 10 des Ausschußberichts enthalten sind Der Gesamt- be da i s ftviat hiernach von 21 auf 88 QUit- I i p r b e ti . Die hiernach fehlenden 67 Milliarden können bis auf 5 Milliarden aus anderen Quellen gedeckt werden. Ungedeckt bleiben fünf Milliarden. Davon soll zunächst nur eine Milliarde auf neue Steuern genommen werden, ttnd der Rest mit 4 Milliarden a if Anleihe. Alle diese Projekte und Finanzmaßnahmen sind nicht möglich, tixmn dem Staate der Kredit versagt wird. Wovon soll die eingeklagte Forderung des früheren Grohherzogs be- stritten werden, wenn dieser in dem Rechtsstreit obsiegt und jährlich über 1 Milliarde ober als Abfindungssumme 25—30 Milliarden zu beanspruchen hatte? Versagt das Land, bann barf man es nicht mehr wagen, Fehlbeträge ungedeckt zu lassen, dann muß eben der Gesamtfehlbetrag aus Steuern gedeckt werden. Daß die Tendenz zur Sparsamkeit noch schärfer hervortreten muß, daß vor allen Dingen neue Ausgaben für den Staat abzulehnen sind, bedarf keiner Begründung. Bedenklich ist auch die vielfach mangelnde Steuerfreudigkeit. Das gesamte Volk seufzt unter der Steuerlast, aber von einer gleichmäßigen und gerechten Verteilung der Steuern kann man nicht immer reden. Man vergleiche nur die Wirkung der Einkommensteuer bei den Lohn- und Ge- hallsempfängem gegenüber den erst im folgenden Elisabeth Arnolds nickte ernsthaft und sah in das graue zusammengeballte Gewölk. Aber dann lachte sie: „Ach, Tantchen, unsere Winzer, die könnens schließ.ich noch verschmerzen. Weißt du, was mir heut der Pitter Lenzen ganz stolz gesagt hat: „Fräulein Arnolds, unfen Herrgott oään leid schonst nit, datt uns ebbes gar zu Arges passiert." Siehst du, so muß man denken ilnb noch ist ja nichts zerstört." Im großen Eßzimmer war der Kaffeettsch gedeckt. Aber es lastete em leiser Druck auf der Gemen Gesellschaft, obwohl die Sahnewaffeln goldbraun und duftend erschienen und die Gäste, nachdem sie die Zusammenstellung des Grbäcks mit dem berühmten gewellten Rahm und dem Fruchtmus gekostet hatten, ihm begeistertes Lob spendeten. Das drohende Unljeil warf seinen Schatten voraus. Freilich, Bürgermeister Arnolds schien äußerlich ruhig. Aber Tante Röschen konnte das Hammern nicht lassen. Gerade in den bevorzugtesten Lagen stand die Blüte unmittelbar bevor, und genau so drohend weiß hatten die Wolken damals am Himmel gehangen. Wie schlimm hatt« im vorigen Hahr auf demselben Tag der Hagel gehaust! , Zuletzt wurde Arnolds argerllch: „Roschen, dein Klagen bessert doch nichts. Wenn s das täte, bann könntest du memetiregen noch arger jammern und lamentieren. Aber so hat s doch kaum Sinw Wir haben das älnferige getan und müssen uns nun einer höheren Macht unterwerfen. „Kann es sehr schlimm werden?" fragte Frau Eva beklommen. , (Fortsetzung folgt) den übrigen Ländern. Wenn von ©tcuerbrücferet gesprochen wurde, so kann dieser Dorwurs die Landwirtschaft nicht treffen. Es ist heute soweit gekommen, daß den Landwirten sogar das Betriebskapital weggesteuert wird. Die Wohnungsbauabgabe muß auf eine gerechtere Grundlage gestellt werden. Die Erweiterung des Wölfersheimer Werkes ist zu begrüßen. Was für die Beamten und Angestellten des Staates aufgewendet wird, ist, so groß die Summe auch scheint, nur das Allemotweudigste. Das ungerechte Ortsklassensh st cm muß beseitigt, mindestens vemrindert werden. Sonst ist die Landflucht nicht zu hindern. Die Gesundung des Volkes kann nur vom Lande kommen. Was die Schulfrage betrifft, so müssen wir bie Erhaltung der höheren Schulen auf dem Lande fördern. Die Aufbauschule scheint uns nicht bas Richtige. Für Streichung ber höheren Schulen werden wir niemals zu haben fein. Die Ausgaben für Technische Hochschule und ilnlocrfität müssen bewilligt werden. Zu bedauern ist der Widerstand der Stadt Gießen gegen die äleber- lassung eines Teils des Schis fenbergs zur Errichtung eines Tierseucheninstitutes. Die neu errichteten Fortbildungsschulen auf dem Lande haben vielfach Mißstände hervorgerufen. Darunter leidet die landwirtschaftliche Erzeugung, die wir doch mit allen Mitteln heben solltm. Diese Fortblldungsschulen sollten nur im Winter stattfinden. Die Landwirtschaft bedarf noch dringend der Förderung, besonders des wirtschaftlichen Studiums, wenn sie ihre große Ausgabe, vom Ausland unabhängig zu werden und das deutsche Volk selbst zu ernähren, erfüllen soll. Dazu gehört aber Befreiung von jedem Zwang. (Sehr gut! Hört, hört!) Nächste Sitzung Freitag 9 älhr. Schluß l’/2 Mr. „Ach Gott, wenn's nur nichts Schlimmes wird. Im vorigen Hahr auf diesen Tag hatten wir einen argen Hagelschlag, ber den Gescheinen bösen Schaben tat. Mein Bruder ist nach der Kellerei, damit alles ordentlich versorgt ist. Voriges Hahr kam das Wasser vom Berg herunter, hatte den Schiefer mitgerissen und rich'ete viel Schaden an, well wir uns nicht vorgesehen hatten." Frau Mercedes Wellsheim kam mit Elisabeth Arnolds vom Hause her. Die Keine brünette Frau mit dem nervösen Großstadt typ bildete einen feit- famen Gegensatz zu der großen blonden Moselanerin. Sie begrüßte Frau Eva mit ber besonderen Zärtlichkeit, die kokette Frauen so oft in Gegenwart von Männern für ihre Freundinnen und Bekannten bekunden. Dann wandte sie sich lachend Hmrs Dietrich zu, während Elisabeth Arnolds mit ihrer gelassenen Höflichkeit, die bei einem so jungen Mädchen fast befremdlich wirkte, Frau Eva willkommen hieß. Sie hatte doch etwas von ihrem Vater, fand Eva, wenn auch nicht im Aeußeren, so doch im Wesen. Als Tante Röschen aufgeregt weitersprach, versuchte sie, sie ju beruhigen. „Aengstige dtch nicht, Tantchen, Papa sorgt für alles. Ha, aber er Barni die Weinberge nicht schützen vor Hagel und Unwetter." „Nein, das kann er freilich nicht. Aber du auch nicht, und wenn du dich aufregst, bekommst du deine Kopfschmerzen." „Aber muß man sich nicht aufregen, Kind, wenn man denkt, welch ein Schaden entstehen kann für die ganze ©emeinbe? Denke doch nur an voriges Hahr!" eigenes Geschick überwunden und gemeistert. Er trat kein stiller und gebrochener Mann darüber geworden, und kein zerfahrener. Fest und kräftig stand er aufrecht, fein eigenes Glücks begehren hatte er losgelöst, hatte es wohl versperrt tief unten irgendwo im geheimsten Grunde der Seele und des Herzens. Er freute sich dessen, was er erreicht hatte, er gab den Toten, was ihnen gebührte, und lebte mit den Lebenden gelassen tt>:i‘er. Ein ganz leises fernes Murren kam stromauf. Frau Hausmann erhob 'den Kopf lauschend. „O jeh," tagte sie, „bo fänkt et an zu murksen, dao Bütt eppes. Ich Haan et schon ben ganzen Morgen gespürt, ich Haan ben Barometer in meine Gliedern. Wenn et en Gewierer (Gewitter) gibt, dann spüren ich et schaust en paar Stunden vorher. Daat grt en amtliches, wenn se dv au5 dein Loch kommen, bann stoßen se gegen die Latz und kommen net roff, dann gilt et schlimm. Marjusepp, und bie Dlüt', bie sänkt gerab an, wann et nuten net alles zerschlahn dhut." Sie faltete die Hände und sah ängstlich zum Himmel auf, dessen Blau in der Hitze flimmerte. „Et ist eso dunstig, et is eso schwül, axinn et nuten kein Stein (Hagel) gitt.“ 4. Das Gewitter stand noch schwer und drohend am Himmesials bie drei ein paar Stunden später nach bem Moselhaus gingen. Zuweilen grollte es bumpf und weit, bie Wolken kamen langsam heraus, um bann wieder nach der Eifel zu ziehen. Frau Hausmann hatte recht gehabt, die „Lah" hielt die Wolken zurück. In ber Gartentür stand Tante Röschen, sie begrüßte herzlich ihre Gäste, aber sie spähte zugleich besorgt zum Himmel. I ft I«tritt frei! Billigste Bezugsquelle für für BOOOiKLAß -mCHAUFLASE • TEPPICHE T‘ - Rundholz Schnittinaterial «87V M Kaufen gttwst. TAPETEN • WAMOSTOfFE - LI NC AU STA Znt M euteent M Srrflri^rr «wq S»r MLIlM-LÄsMiiiilW MfiUfti flrbdkjrbm: etriiensrrtfrnber •.tri Qv«llUt«r TorNanb. >4nj 7. Mai 3 Stt* 1 *M|e 5. 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