nr. 74 Erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags, mit derSamstogsbeiloge: GietzenerFamilienblätter Monatliche vezuarpreife: 2850Mark und 15OMark Trägerlohn,durch diePost SOOOMark.auchbeiNicht- erscheinen einzelner Nurn- rnern infolge höherer Gewalt - Fernsprech. Anschlüsse: fürdieSchrift- leilung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Hießen. postschecilonto: 8ranlfurt a. M. 11686. Erster Blatt 173. Jahrgang Mittwoch, 28. Mr; 1923 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck mtb Derlag; vrühl'sche Univerfitäls-vuch- und Sleindruckerei R. Lange in Giehen. Schnftleitung und Geschaftrstelle: Zchvlftrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigenv.27 mm‘Breite örtlich 80 Mk., auswärts 100 Mk.' für Rekl ame« Anzeigen von 70 mm Breite 400 MK.Bei Platz. Vorschrift 20 °/e Aufschlag. Hauptschriftleiter: Ang. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen leU: Ernst Blumichein;für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Bietzen. Um die freie Getreidewirtschaft. Der Reichstag hat trotz guten Vorhabens In seiner letzten Sitzung vor den Osterferien noch keine Entscheidung über die Getreideumlage herbeiführen können. Immerhin erscheint die freie Getreidewirtschaft für das kommende Erntejahr gesichert. Die Arbeitsgemeinschaft der bürgerlichen Mittelparteien hat einen Antrag mit dieser Forderung eingebracht, ebenso die Deutschnationale Volkspartei eine fast gleichlautende Entschliehung. Die Mehrheit des Reichstags ist also für die Aufhebung der GetteidezwangSwirtschaft. Der Standpunkt der Regierung entspricht nach den Erklärungen des Reick S?rnährungsministerS Dr. Luther dieser Auffassung. Damtt wird dann die landwirtschaftliche Produktion von allen Fesseln befreit und ein weiterer Schritt zur Regelung des Wirtschaftslebens getan. Der Ernährungsminister erklärte. daß die Getteideumlage nicht mehr'zeitgemäß sei, und betonte zu Beginn seiner Ausführungen, daß er die Dinge durchaus vom Standpunkte des Städters ansehe.' In der Lat erfordert das wohlverstandene Interesse der Verbraucher mindestens ebenso wie das der Landwirtschaft die Entfesselung aller prvduk- ttven Kräfte, die durch die freie Wirtschaft ermöglicht wird. Unter der Zwangswirtschaft ist sowohl die Getreideanbaufläche wie der Hektarertrag dauernd zurückgegangen. Allein vom Jahre 1921 bis 1922 betrug der Rückgang der Anbaufläche für Körnerfrüchte fast 220 000 Hektar. Das bedeutet mindestens einen Ernte- auSfall /von 5 Millionen Zentner. Das war bei einem Gesamtbedarf von etwa 130 Millionen Zentner Brotgetreide ein gewaltiger Ernterückgang. Die Folge war ein verstärkter Zwang zur Getteidee in fuhr,, die uns im vergangenen Jahr das Brot mehr verteuert hat, als jede inländische Preissteigerung. Der Grund für die produktionshemmende Wirkung der Amlagewirtschaft lag in der starken Beunruhigung der Landwirtschaft, die keine sicheren wirtschaftlichen Dispositionen zulieh. Das Getreide wurde vielfach erst viele Wochen nach der Ablieferung bezahlt. Das war bei der ständigen Geldentwertung ein glatter Verlust für die Landwirtschaft, die schon an sich durch die Kreditnot daran gehindert wurde, die Aufwendungen zu machen, die eine intensive Wirtschaft erfordert. Es war ein volkswirtschaftlicher Wahnsinn, daß z. B. die Preise für das erste Drittel der Getteideumlage vielfach nur ein Drittel der Kleiepreise ausmachten. Die Erfahrungen mit anderen Produktivnsgebieten der Landwirtschaft empfehlen auch die Aufhebung der GetteidezwangSwirtschaft. Die Anbaufläche von Zucker und Kartoffeln ist nach der Beseitigung der Zwangswirtschaft stark vermehrt. Das beweist die produktionSsteige r n d e Wirkung der freien Wirtschaft. Auch ist trotz der düsteren Prophezeiungen der Sozialdemokratie festzustellen, dah insbesondere der Preis für Kartoffeln nach Aufhebung der Zwangswirtschaft nicht ins Uferlose gewachsen, ist, vielmehr weit hinter der Teuerung auf allen anderen Gebieten zurückgeblieben ist. Hätten sich das Zenttum und die demokratische Partei schon im Vorjahre auf ihren jetzigen Standpunkt gestellt und im Verein mit den anderen bürgerlichen Parteien die Aufhebung der Getreideumlage durchgesetzt, so wäre voraussichtlich die Ernte für 1922 trotz der ungünstigen Witterung nicht so schlecht ausgefallen. Dann wäre es möglich gewesen, die Einfuhr des teuren, ausländischen Gettei- des im Interesse der Verbraucherschaft zu beschränken. Wenn die Getreidewirtschaft nach dem Zusammentritt des Reichstages am 11. April nunmehr wirklich ganz freigegeben wird, dürfen wir erwarten, dah die volkswirtschaftlichen Vorbedingungen für eine Ernte- steigerung sich schon im kommenden Erntejahr auswirken werden. Die dadurch ermöglichte Verminderung der Einfuhr amerikanischen Ge- tteides wird uns von allen Valutaschwankungen, die wir nach wie vor fürchten müssen, unabhängig machen und voraussichtlich der Brotteuerung entgegenwirken. Trotzdem fordert die eingangs erwähnte Entschliehung der bürgerlichen Parteien ebenso wie im Vorjahr eine DrotverbilligungSaktton für wirklich minderbemittelte Kreise der Verbraucherschaft. Allerdings sollen in diesem Jahre die Kosten dafür nicht nur von der Landwirtschaft, sondern von allen leistungsfähigen Kreisen aufgebracht werden. Eine solche Verbilligung des Brotes, in erster Linie für unsere notleidenden Klein- und Sozialrentner, ist ganz unabhängig von der Frage der Getteidebewirtschaftung eine soziale und nationale Pflicht. (Eine Rede des Ministers v. Rosenberg im Auswärtigen Ausschutz. Berlin, 27. März. (WTB.) Der Auswärtige Ausschuß des Reichstags ist heute mittag 12 Ufjr zu einer Sitzung zusammengetreten, an der dorn Reichskabinett neben dem Außenminister v. Rosenberg die Minister Oeser, Luther, Albert, Heinze und Becker, vom Wiederaufbauministerium Dr. Müller, zahlreiche Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses und des Reichsrats, der preußische Ministerpräsident Braun, der bayrische Gesandte v. Preger, der sächsische Gesandte Gradnauer und andere teilnahmen. Der Vorsitzende Abg. Stresemann (Dt. Bp.) sprach zunächst sein Bedauern über die Erkrankung des Reichskanzlers aus, die ihn leider an der Teilnahme der Sitzung hindere. An Stelle des Reichskanzler äußerte sich der Reichsminister des Aeuhern in ausführlicher, vertraulicher Rede über die politische Lage. Danach sprach Abg. Müller-Franken (Soz.), der insbesondere erklärte, weshalb der Zusammentritt dÄ Ausschusses von den Sozialdemokraten be- cO.tr agt wurde, und um Erklärungen über einige Stellen aus der Münchener Rede des Reichskanzlers bat. Be r li n, 27. März. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Ausschusses fürauswärtige Angelegenheiten wies der Reichsminister des Aeußern v. Rosenberg an Hand amtlicher Dokumente nach, daß die deutschen Vertreter in Paris ermächtigt und gerüstet Warrn, hen deutschen Reparation svt^n der dort vom 2 M3 5. Ian ar tagenden Konferenz der ^uniiierprä,identen schristäa) vorzu.e,e i und mündlich zu erläutern und ihn für den Fall, daß ein mündliches Gehör nicht gewährt werde, der Konferenz auch auf schriftlichem Wege zu übermitteln. Auf die Frage, wie sich die Reichsregierung zu dem Vorschläge des Staatssekretärs H u g hes stelle, den dieser in seiner Rede in der Historischen Gesellschaft in Rewhafen am 20. Dezember entwickelte, antwortete der Reichsminister, die deutsche Regierung hafte den von Hughes gewiesenen Weg für gangbar und glaube, dah das Heil nicht nur der nächstbeteiligten Mächte, sondern eines großen Teiles der Welt davon abhänge, daß dieser oder ein ähnlicher Weg beschritten werde. Rach Ansicht der Regierung sollte die von Hughes vorgeschlagene internationale Kommission von Geschäftsleuten oder ein ähnliches sachverständiges oder unparteiisches Gremium, an dem Deutschland und Frankreich mit voller Gleichberechtigung teil» nehmen, möglichst bald zusammentreten uid folgende Fragen beantworten: 1. Was hat Deutschland bisher geleistet? 2. Was kann und soll Deutschland gerechterweise noch leisten? 3. Auf welche Weise können diese Leistungen bewerkstelligt werden? Werde dieser oder ein ähnlicher Weg beschrft- ten, so wäre die Reichsregierung bereit, an den internationalen Kapitalmarkt wegen Bewilligung einer möglichst großen Anleihe heranzu- treten, die von Deutschland mit jeder von dem Anleihekonsortium als nötig bezeichneten Sicherheit auszustatten und an-Frankreich oder die Alliierten als sofortiger barer Vorschuß zu behändigen sein würde. Die Regierung fei überzeugt und würde erforderlichenfalls durch geeignete Maßnahmen auch in gesetzlicher Form dafür sorgen, dah die deutschen Industrie- und Wirt- jchaftskreise ihre Kraft tn den Dienst der so auf das Erfüllbare zurückgeführten deutschen Reprra- tionspftlcht stellen. Die deutsche Regierung habe im Laufe der diplomatischen Konversationen die wichtigsten der an Euivpas Schicksal interessierten, aber nicht unmittelbar am Ruhrkonflikt beteiligten Mächte, ohne Anträge zu stellen oder Wünsche zu auhern, von dieser Anschauung in Kenntnis gesetzt, fya.be sie aber gleichzeitig auf die Schwierigkeit des Problems hingewiesen, wie Deutschland Sicherheit dafür verschafft werden könnte, dah die über den Vertrag von Versailles hinaus besetzten Gebiete geräumt und vertragsmäßige Zustände irnRheinlande wiederhergestellt werden. Das Problem sei, abgesehen von den täglich sich verschärfenden Leiden der Bevölkerung und Der dadurch bedingten Gefahr eines Ausbruches der Volksleidenschaften deshalb so wichtig, weil die Reichsregierung sich nicht denken könne, dah irgendein sachverständiges Gremiuckl tn Iber Lage sein werde, ein sicheres Urteil über die tatsächliche Leistungsfähigleit Deutschlands abzugeben, bevor dem gewaltsamen Eingriff in das deutsche Wirtschaftsleben und der dadurch verursachten Wertvernichtung Einhalt geboten sei. Auch sehe die Reichsregierung keine Möglichkeit, daß dos deutsche Volk seine einzige Waste, den passiven 'Hiderstand, aus der Hand legen forme, ohne dah auch der Gegner sich auf die Linie des Status quo ante zurückziehe. Zu der von Frankreich in der letzten Zeit in den Vordergrund geschobenen Frage der politischen Sicherheiten verivies der Reichsminister auf den deutschen Vorschlag des Rheinlandpaktes und auf das Gebiet friedensichernder Vereinbarungen, die auf dem Boden der Gegenseitigleit aufgebaut sein müßten. Hinsichlich des Handelsverkehrs aus den besetzten Gebieten nach dem Ausland, namentlich nach England, bemühe sich die Regierung, wie der Reichsminister weiter ausführte, eine Regelung zu finden, die ohne Durchbrechung der deutschen Widerstandskraft den Bedürfnissen des ausländischen, namentlich des englischen, Warenverkehrs prattisch Rechnung trage. Die Quintessenz dieser auf englische Anregung zurückzuführenden Regelung laise darauf hinaus, daß die vor einem bestimmten Termin abgeschlossenen Handelsverträge neutralisiert werden, d. h. daß in Ansehung dieser Kontrakte sowohl die französisch-belgischen Besatzungsbehörden, als auch die deutschen Behörden sich jeder Kontrolle enthalten sollten. Man wisse, daß verschiedene fremde Regierungen Vorstellungen in Paris erhoben haben, um das gleiche Zugeständnis von französisch-belgischer Seite zu erhalten, das Deutschland bereits gemacht habe. Welchen Erfolg diese Vorstellungen gehabt haben, sei hier nicht bekannt. In der Diskussion sprachen nach dem Abg. Müller-Franken (Soz.) noch die Abgg. Spahn (Zentt.), Helff er ich (Dn.), Stre-semann (Dt. Vpt.), G o t'he in (Dem.), Kvenen (Komm.) und Breit scheid (Soz.). Der Ausschuß war einmütig in der Ablehnung der von der französischen Regierung geforderten Kapitulation und in der lieber» frmgung von der Rotwendigkeit der Fortführung des passiven Wider - st a n d e s ¥iit dem Ziel, hierdurch und durch internationale Abmachungen die Befreiung des Ruhrgebietes von der heutigen unrechtmäßigen Invasion herbeizuführen. In seinem Schlußwort beantwortete der Reichsminister Dr. v. Rosenberg noch verschiedene Anfragen. Poincars über seine Ruhrpolitik. Paris, 27. März. (WTB.) Poinc are gab 'heute im Finanzausschuß der Kammer in Beantwortung des ihm vorgeleften Flagebogens einen allgemeinen ileberblicf über die Besetzung des Telgwerksgebiets an der Ruhr in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht. Der Ministerpräsident gab nach dem Protokoll über die Sitzung zu. daß angesichts der zahlreichen Schwierigkeiten, fceruen man habe begegnen müssen, die bis jetzt erzielten wirtschaftlichen Ergebnisse der produktiven Pfänder sehr wenig bedeutend seien. Angesichts dieser Sachlage müsse man eine verlängerte ünd stabilisierte Besetzung ins 'Auge fassen. Dadurch könne das Ausbeutungsprogramm verwirklicht werden. Die'e3 Programm habe auch die Wiä>ereinfübrung der Ein- unb Ausfuhrbewilligungen als Folge der wirtschaftlichen Blockade notwendig gemacht. Die Großindustriellen feien die Seele des deutschen Widerstandes. Poincare stellte die Behauptung auf, daß sie wiederhoft den Versuch gemacht hätten, mit der französischen Regierung direkte Verhandlungen emzulei'en. Die französische Regierung werde jedoch nur amtlichen, von der deutschen Regierung ausgehenden Vorschlägen Folge leisten. Wenn halbamtliche Vorschläge ihm von Ventralen oder do* alliierten Mächten unterbreitet würden, würde er sie nicht annehmen. Er habe übrigens die Gewißheit, daß ihm derartige Vorschläge nicht gemacht werden würlen. Poincare fügte hinzu, die belgische und französische Regierung seien darüber völlig einig, d ie Pfänder drs zur restlosen Bezahlung in der Hand zu behalten: die Räumung der Gebiete würde den Zahlungen entsprechend erfolgen. Die Räumung namentlich von Essen könne erst in letzter Linie ins Auge gefaßt werden, wenn die Gesamtregelung der Reparationen erfolgt sei. Die deutschen Eisenbahnen tn den Händen der .Franzosen stellte das beste Pfand dar. Per Gehlerhut in Bochum. Berlin, 27. März. Blättermeldungen aas Bochum zuso.ge richtete der französische Zivil- kommandant der Stadt an die Bochumer G e- s ch ä f t s w e 11, die seit vier Wochen als Protest gegen die Requisitionen der Franzosen ihre Läden geschlossen hält, die Aufforderung, bis zum 1. April wieder alle Läden zu offnen, widrigenfalls die leitenden Personen der Geschäfte oder deren Inhaber mit Gefängnis nicht unter einem Iahre bestraft würden. Ferner haben die Fran-^ zosen damit gedroht, den Warenverkauf selbst vorzunehmen. CBlättcrmelbungen aus Bochum zufolge wird die Absperrung der inneren Stadt neuerdings wieder sehr rücksichtslos gehandhabt. Alm die Bevölkerung z u demütigen, wird von den männlichen Pa, sanken verlangt, dah sie beim Vorzeigen des A u s wei se s ihre Kopfbedeckung abnehmen. Geschieht dies nicht, so werden die Hüte und Mühen einfach von den Franzosen heruntergeschlagen. Berlin, 28. März. Einer Meldung des „Vorwärts" zufolge verhaftetendie Franzosen gestern in Bochum etwa 10 Zivilisten, weil sie beim Vorzeigen der Pässe an der das Stadtzentrum abschließenden Sperre nicht ihren Hut abgenommen hatten. Gewalttätigkeiten in Dchrtmund. Dortmund, 27. März. (WTB.) Heute morgen sind etwa zwei Kompagnien ftanzösischer Infanterie in das Innere der Stadt ein» gerückt, begleitet von mehreren Lastkraftwagen und Personenautos. Sie besetzten zunächst die Druckerei von Gruewell. Der Besitzer Gruewell, der am 24. März auf der Reise in Scharnhorst verhaftet worden war, war von Bottrop nach Dortmund gebracht worden. *3n seiner Gegenwart besichtigten die Franzosen die Druckerei und erkundigten sich nach der Herstellung und den Verbleib des dort angefertigten Geldes. Rach einem kurzen Verhör wurde Gruewell wieder freigelaffen. Darauf zogen einige Trupps Franzosen zu dem der deutschnationalen Bewegung nahesteherrden Zahnarzt Dirska, dem Diplomingenieur Willi Reith und dem Rechtsanwaft Kirschberg, bei denen sie eine Haussuchung abhielten, and die sie dann verhafteten und toegführten. Hm l/2ll Uhr wurde das Bauamt beseht, wo einige Räume nach Schriftstücken durchsucht wurden. Andere Korn- mandds der Franzosen durchsuchten die Bahngut- zvlleinnahmestelle im Südbahnhof, das Zollamt im Hafen und die Westfälische Transport-Aktiengesellschaft. Im ßaufe des Vormittags wurden Sie Finanzämter Dortmund-Stadt und Dortmund-Land beseht, wo einige Steuerlisten mitgenommen wurden. Berlin, 28. März. Dläktermeldungen zufolge fanden gestern abend kommunistische Demonstrationen in Dortmund statt. Eine meist aus jungen Leuten bestehende Menschenmenge sammelte sich vor dem Hauptbahnhof an und versuchte, Firmenschilder zu entfernen. Sechs Polizisten wurden tätlich angegriffen. Die Polizei zerstreute die Menge schließlich mit blanker Waffe. Einige Verhaftungen wurden vorgenommen. Einer Meldung des „Lokalanzeigers" zufolge soll es auch in Gelsenkirchen und Essen zu kommunistischen Ausschreitungen gekommen sein. Be r l i n, 27. März. Aach einer Meldung des „Derl. Tagebl." aus Dortmund drangen 6ea'e vormittag dreimal hintereinander d e Franzosen in das Postamt ein und durchsuchten das Gebäude unter Zertrümmerung aller Türen, die verschlossen waren. Sie raubten für ungefähr zwei Millionen Mark Briefmarken und ungefähr 400 000 Mark bares Geld. Die französische Gewalttättgkeit gegen die Eisenbahner. Frankfurt a. M., 27. März. (WB.) Der französische Kreisdelegierte Schnedecker in H o ch st hat der Rassauischen Landesbank in Hochheim verboten, an Eisenbahner Gelder auszuzahlen und angedrvht, daß die Eisenbahner, die 1. Lohn- und Gehaltslisten aufstellen, 2. Gelder zur Auszahlung m das besetzte Gebiet bringen, 3. solche Gelder auszahlen, vor ein Kriegsgericht gestellt werden. — Der stellvertretende Vorstand der Detriebsinspektton II in Ludwigshafen, Betri e b s i n s p e k t o r Gottfried, wurde vom Kriegsgericht Landau wegen Verstoßes gegen die Verordnung 147 (sog. Sabotage-Verordnung) z u 20 Iahren Zwangsarbeit verurteilt. — Auf der Strecke Wiesbaden—Crbenheim entgleiste heute eine Lokomotive mit vier Persvnen- zugswagen und stürzte den Damm hinab. Answeisunqen. Mainz, 27. März. (WTB.) Von den Be» Isahungsorganen wurden weiter ausgewiesen: Rechtsanwaft Schwör er, der Dienslleitrr des Westdeutschen Zeitungsdienstes Redakteur Hein-z und ein weiterer Angestellter dieses Bureaus, Redakteur Marx, Oberstadtsekretär Bruder, Stadtsekretär Dietrich, Polizeisekretär Hebel, Direktor Schmidtgen vom Raturhistorischen Museum, Lehrer Ca r r a, Major a. D. Thiele und der Kaufmann Lorenz E i s m e y e r. Die Handelskammer in Essen von den Franzosen besetzt. Bochum, 27. März. (Wolff.) Die Handelskammer in Essen ist heilte vormittag von den Franzosen beseht worden. Die französischen Kohlcn- nnd Kokstransporte. Paris, 28. März. (WTB) In der Sitzung des Kammerausschusses für Finanzen erklärte der Minister für öffentliche Arbeiten Le Trocquer hinsichtlich der Kohlen- und Kokstransporte, dah die täglichen Transporte feit kurzem 3500 Tonnen erreicht hätten. Von den 114 vor der Besetzung in vollem Betrieb befindlichen Hochöfen ständen noch 74 unter Feuer. Diese Ziffer erhöhe sich in kurzer Zeit durch die Entwicklung der Kohlen- und Kokstranspvrte wesentlich. Dis Vorräte auf den Halden schätzt der Minister auf 560 000 Tonnen Koks und 2 Millionen Tonnen Kohlen. Bettelnde Soldaten. ---Koblenz, 27. März. Anter den Be» satzungsttuppen herrscht offenbar Lebens- mtttelmangel. Wiederholt haben in den letzten Tagen farbige Soldaten deutsche Zivili st en um Brot angebettelt und zu diesem Zweck sogar ihre Posten verlassen. Was einem sozialdemokratischen Neichstagsabgeordneten passierte. Köln a. Rh., 27. März. (WTB) Auf 5er Rückfahrt von Berlin nach Köln wurde, wie die Kölner Blätter mit teilen, der sozialdemokratische Re:chstagsabgeordnete Sollmann heute bei der Paßkontrolle in Vohwinkel von Franzosen aus dem Zuge geholt. Seine Brieftasche und Akten wurden einer genauen Prüfung rntsrzogen. I Später wurde Sollmann wieder freigegeben. L' gen. TW bttn l«tz- ' ch um den Motten Periode 1925 30 e - ei»i* irren Gnnrurf handelt ef Srtft bii D . Wl }«>d« sab zugleich au vollauf v«rd< «uen 36ofc5 EU. zugrtagi ward«, andllch den h«»ltaea cert*. von le.:« der Legierung ob«* jede Antwort gebt lebe«, »in T«rr.e» dingliches Prüfung«stelle CbtiMOn teilt uni mit. bad der Graeugewret» für alle Sorten CbtWortcfl*(n ab Dollbahnstarion pro Zentner 2900 "Bit betrügt ** Der nüchsie 21 ehmarkt l« •leb«« findet am 10 und 11 Avril statt M Rechtzeitige S lruerze hin ng schützt vor S t «u « rza s ch l ü aan. Für alle SteuecdetrÜge. dir nutzt techt^ri.ia dezabit worden sind, ifl pom Avril ad ein Zu'chtag zu begabten M dreier i»d -C ML '! Do. Sn Ninn( 's «>nt die Durfte litt Odtung durch warfen. getr-urMgL H> < wir <:»obren, wurde 2Lg Rechts tyiTal: Dingeldey mit der Älage*rbt* peng beauftragt. Lus dem Finanzauslchuh. m. Darmftabt.27 2Hän Der Finanz- a □ « I e dem Drvdderzog zur BazaMmafi le 15 Pr?zent, bei eenem [Anger al« drei Monate bauernden ‘Äüdftanb 30 Prozent für jeden Monat, fotonat der 2kückstand dauert (Zeder jable daher bl« Donnersia^. den 29 Mürz, feine Steuern denn nachher tft e« gu spät, weil der 30. Mürz Karfreitag und am Sam«tag, dem 31 Mürz. Baosteitttag ist spd. Sine Warnung für Arbeit«, los« Wie mtigctrtU wird, treffen t« ZHahv und in anderen Ortet de« besetzten Gebiete« Arbeitslote In a rösterar Zahl au« dem unde'rtzten •ediere ein bt der Hoffnung, dort Arbeitsgelege», bell au haben Die Leute wenden sich meisten« an di« Gewerkschaften. btt aber nicht« andere« tun tonnen, al« darauf htnzawetlen. hab die Hoffnung. Un besetzten Gebiet 3 r beit «gelegen beit *u finden, trügerisch Ist. da hier die Lrbeil«lo»ig» fett noch grftSer ist al« Im unbesetzten Gebiet Die Arbeiter de« betraten Gebiete« baden unter der Arbeitslol Igkeit nochwrtt mehr gu leiben, all in anderen Gegenkon Dtulichtanb« ba bort die Teuerung und die besonderen Leiden sich schärfer auswirken. al« iw anderen Teilen de« Tater» lande« Wer oJlo tn« besetzte Gebiet geht, erschwer'. di« borlige Lage, ohne sich selbst zu nütze» •• Schülermonatskarten auch fit Lehrlinge. Der Deutsche 3nbu'*re- und Han» delstag teilt mit, daß nunmehr tn« Schuler- T.onat«!arten allen OthrflMtn zugöngllch g-macht werden Reden einer Be'chrmigung des Lehr- herrn darüber, welche-, Beruf der Cetrflng erlernt, und baff ein schriftlicher Ledrvertnag arfch.'o^rn Ist. m»ß noch eine Bescheinigung ber Handels- Handwerks- ober Uandwtrrf chatt slammar aber dein ben einzelne» Ländern ihre Obliegen beiten versehenden Beruf«Vertretung darüber vorgrler' Ihr ber Lch-vertrag Vorgelegen bat Bon fol OeOrtingm, beten ut rherre» derartig n Ber »ertrtlungtn nicht cyti*rn, flnb di« Brfcht gu-.gm ber untren Berwaltnngsbebürden (Oc rct«ämter. Kreisd rettwnen ackml ein«» holen Voraoliit». «cl ?■ A Aus Stadt und Land. • testen, ben 28. Mürz 1323 Das Deutsche Volksopfer. 3n der Geschäftsstelle des .•ithencr Anzeigers" gtrmen für unter« bedrängten VoW- genc-ITcn Im Ruyrgebtet und am Adeln weiter ein: ÄcUtgtum des 2teilfll)nuufhun» G4rf«i durch Studienrat Seiler 30 450. 'Beamte ber Grube •lcvnvre. Bieber bei Diesten. 2. Aate, 110000; 21 2t Z^ugengcbüh:, 1000; toi eben GifcnMibn- bcamten lnfo:gc drei erfreulichen G.tignUle« 000; 2Jalent Frey, 2 2Uile. 10000; Dr Sch5n. 3 Gabe. 3000; Suhn ^em«!ndezalchlag 150 TItirf zusammen 375 ML Künftig betragen he i-lammen 150 2S1.; btt La Forderung betrüg: muht.-, auf h 130 TS B?-l->oerfichcrunggweri 14025 22t. ba« Ist das 39-a^t bM bztzherfgt 2Wktoe« tm Abgabedefche^d. Beispiel ill Btt ehrf cheih Der tm AbaadebrfcheD anadorbert« 3lt.* betrag braucht allo nur mit 59 bzw 39 dzv 37 vervielfach« zu Wersten unb man weiß sofort ben naLsttns für ba« 4. 3*d 1922 na^* zahlenden Krrag. Lkarkc ErhShong der tUobnunfl«bauebqabr. Rach einem dieser Tage vom Reichstag und 2Ui4)ebunj’ bt« Ge'etze« burch ben Reich j'ag berari verzögert — ta« Grfeh kft bn Reichsge'e)b|att ncch nicht verstfentlicht —. ba* e# ':im.>allch Ift, ba« ent- sprechende heMlcha Gt»eij und btt Aurfüstrunz«- am^rthing an btt ötruerfehrten rrchezellig, b h noch vor *ibc März, »er:igzustellen, zumal hch bie Gefcf^n'eruna ni-st- mir au' btefen einen Punk: ber 2bga>rLnkp Haut» tzelltztt unb HWKr '«en jeboh auf btt bevor» heftenb« beträchtliche Rachtorberung an 2voh- nungibawabgabc für b4e Modale ^miir bi« 28Än L 3« einstweilen Mrfn»*rllam (ana*. Ins» brfuabere für den Fall, daß zum 1. Aprtl oder halb banaeft ein Ur*..Ug Mab'kVat ist D-r Vorlage, die den weiteren 2lu«bru de« IBerft« für die Lzcht- nnb Araltertzeu. -ng. lobte die Herllellurg von Pii-ststernen Derftcbt und tm Boran Ich tag den vorläufigen Betrag von 170 Millionen Mark hierfür in 2U«fkbt nimmt - Bet Kapitel 5«. Ctbrerffminar, wird bie von der OUgrenrng in Aussicht genommene A«u Ordnung der Lehreraasb: ldunq be'rr?ch:n. U a soll der zweijährige Besuch einer Hochschule Dcrgdtte-i f«:n. — Bei Kapitel 57. Bvll«schuten. wird «tn« Dorflellung beit Gewährung eines Li'chu's«« an de evangelisch« Schul« In H«rhft « I n durch den mit 6_jegea_5 S:imm«n angenommenen An rag 6 ~ erledigt, der dte Dewähru, Sadr« gewährten Zu'chu'les vorficdt. 5tmer wurde ein Antrag des Lbg Dr Osann genehmigt. der Me Wiedereinführung der Ober- fekunda an ber HLHarrn Schule m Butzbach Die sranzvslsche Flotckenrastung. P a r t«. 27. März. (DLB.) Der Min ftcr^ rat Hal heute ben Marinemintster ermächtigt, einen Gesetzentwurf über die Organisation ber Küstenverteldigung, owie einen zweiten über die Kiellegung von Die beut;«« Aullüdruna dürfte u A bk von Direktor Steingoeuer erhollte W rfung »ei Izen, boh Mefrt Tboe 3ua» und Faust." Gtnc Xragüble non Shr Dietrich Grabbe. Gießen. 27 28ärz 1923 Die Austühtuna Mete« mit Recht al« .eigen- artig iruerellant dett ch:e:en De cke« war al« ein grölte« künstlerische« Dagnt« unser»« Stabt- the>n.rs anzutehen Das liehen schon Direktor Stelngvetters «Jrckläiunaen In unterem Btaiie vom vorigen Freitag beulllch genug erkennen Das Wagnis ist einmal in bet ätqr.i- art der 3b* Metes Wette« unb in ber Art ihrer Dutchfüh.ung zu erblicken, mit bet man nur Kwer Innert|A tertlfl werden kann, zum ander., ll»d e« Me fliehen Anforderungen an Mi Büh-ttw. teCbnlf. dte bei dem ^etau«arbeiten einer fünft- lett'4 vvllLaNigen 2lu"ühruna viele vchwieriz- leite., zelligen. - Das lernt» Se« geiflüen Mit- geben« etm« teil« be« Publlkums hielt offen- ftetÜG nicht fianz gleichen Schritt mtt ber ralch lori'ch.miteiiden Ld^cklung ber Handtuna. aber trotzdem kann man lagen, daß ba« kühne Unternehmen der Tthxiic/e.tunj |m grosten unb olS gelungen angesehen wttden kann. Dos ?X:.i:'iiter0.cn'l an dem Srfolg mdch.-en wir frallich ber lebt guten Dorfteiluna unb ber vor» «üaI4ten Anwendung da« icchn schen Apparate« «u schreiben 2vus «pur G6arah.-«. Seite anschci.iend lieber artet#’, wenn diese Publikation unkerbllcb.m Wäre. Der schwettzn Ische Bundes rat ist sich selbst flat darüber, brfi Me Betös.anUiching ta. Rote rfn Ginlenfen der französischen Regierung «har er- fchwtrl, als erleichtert. Sr hiell sich aber mit Recht für verpflichtet, bl« schwerwiegende neue Tatsache, bit burch dl« französische Zumutung bc» atUnbti Ist. össentlich bekanntzugeben, andemlall« päu« er auf ein sehr aewichiige« Moment verzichten müssen, nämlich auf MeBildung einer schwel- »erifdben UlnbelUfi ont, einer Front, wie fie nun vvrlicgt Die Zeitungen tomnwntteren Immer noch bte fronLÜfisch« Rote und lehnen mit aller Gal schieden hell deren Standpunkt einmütig ad Die sranzöfischc Role spricht tn ber Tat bem Bunde«rat ta« Recht ab, sich auf bem Volksentscheid zu berufen. Be rn. W Mörz (2VTB.) Mlnlftervr^lhdenl P o I n c a r ck übersandt« am Dienstag bem schweizerischen Ge'-rndirn In Parts folgende« VchrtiMm - Herr Minifter, ich beeile mich. 3bnen schrtll- llch Mt Antwort zu beftöttgen. Me ich Ihnen auf Ihr Schreiben vom 26. März mündlich erteilt habe. Da Me schweizerische Regierung nicht tn dar Lage tst, bas Zonenatzfommen vom 7. Mürz S oatlsizleren, worum ich Sie «rfuchl hab«, gebe fernerbin meiner 25ereilwilllafeit OLiebnnf, « Vorschläge. Mt sie unterbreiten wird, in freundschaftlichem Geiste zu prüfen, ttne 15) e« In ber französischen Kammer erH^rt habe Wohlverstanden, werde Ich bet ben Vet- panMunam. die elngtleilet werden, den Rechten, dte dar Arstkrl 536 De« Derfalflcr 2krtragt« der hansischen Regierung «inräumt. und den 25er- pflUbtungm, Me Ihr das sranzöNsche Gesetz vom 16 Februar aufetlegt. 2fechnung tragen mühen. MM tW Lx-fs 41 3tel 1922DJ?Ort "achzu- 1S o r f. @ ü f i Jiun A.AL'L Lehrer an « ’rt'ä'üu'^ >2L2^ .^"geamt. Jhrt* Ministeriums vom *W Bezirk des ^rla-KgehS. r festen, Limbura ochvpädiiche Derivr, 2^>ril 1923 von besten ?njem HMptverjor. 6 der Provin- ■6 Kreisamtes, mies werden außer en beiden Ostettagen g geschlossen bleiben, lg vor- und nachrnii. GeschäsiSsiunden ge» ^iSerhühung der Zahrpreste der Straßen, zen ab eine mehr als ng. Die billige Fahrt, leie, kommt fünflii auf tätSpreise sind nach l heutigen Anzeigenteils bäum erhöht morden, aing IWO Mrk für die traft M Mrk für die en. preife Die JJrerf« teilt ung mit, daß der len SpeiselarMln ob m 2800 TBL beträgt bmartt tu Dießen iril statt. ; Steuerzahlung u|nfo$ U ä (2®b »W*.. äb**r' i ff kaussage xU®etDitlcrn' 8 . Mann^ g5f*’ Landkreis Bietzen. • Collar, 27. März. Der 'Briefträger L 2t. Start Rohrbach konnte sein 45jähriges Sänger-Jubiläum begehen. Die „<5ä n- ?iert>ereinigung Lollar" ehrte den Zubi- ar durch eine schlichte Feier, bei der der erste Vorsitzende dem Jubilar herzliche Qßort? dec Anerkennung widmete, ihn als einen vorbildlichen. eifrigen und treuen Sänger feierte und seine Ernennung zum Ehrenmitglied be» kamtt gab. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt. 27.März. Gin März- getollter zeigte sich heute nachmittag in südlicher und südöstlicher Richtung über Bergstraße und Obentoalb. Ein schwacher Ausläufer brachte auch der Sbadt schwache Riederschläge. Hessen-Nassau. fpd. D a d H v m b u r g v. d. 5)., 27. März. Der städtische Haushaltsplan für 1 923 schließt mit einem Fehlbeträge von 170 Millionen Mark ab, die durch neue ^Steuern gedeckt werden sollen. Der Ge- samchaushaltsplan gleicht sich in Ausgaben und „Einnahmen" mit 1 852 317 050 Mk. aus. Das ist fast genau das Tausendfache der Summe, mit welcher das Ordinarium des kg- kn Friedenshaushaltsplans 1914 abschloh, nämlich mit 1 825 460 Mk. Dom Reich erwartet man Zuschüsse in Höhe von 250 Millionen Mark. fpd. F r a n k f u r t a. M.» 27. März. Mn- vermutet erschien am Montag auf dem Vieh- markt die Wucherpolizei und nahm eine Nachprüfung bei den Händlern auf Handelserlaubnis vor. Sieben Händler, die nicht di^ HandelserlaubnU besahen, kamen zur Anzeige. Die In ihrem Besitz befindlichen sechzig Schweine bzw. der Erlös aus dem Verkauf derselben wurde beschlagnahmt. Eshan- beit sich um ein Wertobjekt von vielen Millionen Mark, das dem Staat verfiel. fpd. Frankfurt a. M.» 27. März^ Der Schlichtungsausschuh hatte einen Schiedsspruch gefällt, wonach den Metallarbeitern eine Ausgleichszulage von 100 Mk.für die Stunde zugesprochen war. Die Arbeitgeber hatten diesen Schiedsspruch abgelehnt. Der daraufhin angerufene Demobilmachungskommissar hat es nunmehr abgelehnt, diesen Schiedsspruch für verbindlich zu erklären. Gießener Strafkammer. (Sieben. 23. März 1923. (Segen ein freisprechendes Urteil des Schöffen- Gerichts Dad-Rauheim, das aewerbspolizciliche Vorschriften betraf, hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Die beiden Dad-Rauheirner Geschäftsleute wurden auch von der Strafkammer aus rechtlichen Gründen freigesprochen. Der Tischler Martin Weber auS Friedberg war geständig, im August 1922 in Bad- Ran heim auf der Straße ein Fahrrad gestohlen zu haben. Er war schon vorbestraft. Mit Rücksicht auf die Demelngesährlichkeit der Handlungsweise wurde er zu einem Zahr Gefängnis verurteilt. Der Mitangeklagte vorbestrafte Gmil Weber. Schlosser auS Friedberg, Bruder deS Vorgenannten, hatte versucht. daS gestohlene Rad zu verkaufen. Wegen Hehlerei und wegen einer weiter angeklagten Körperverletzung erhielt er zehn Monate Gefängnis. Sein noch jugendlicher Sohn ZvsefWeber erhielt einen Monat vier Tage Gefängnis, weil er einem Knecht ein Paar Schnürschuhe gestohlen und das Fahrrad eines Kollegen unterschlagen hatte Gr wurde alsbald in eine Erziehungsanstalt abtransportiert. Sämtlichen AngeNagten wurde die Ülntersuchungshaft angerechnet. Gin weiterer Fall wurde vertagt, da noch Ermittlungen vorzunehmen sind. Kunst und Wissenschaft. Die größte wissenschaftlich« Gesellschaft. fpd. Frankfurt a. M. 27. März. Die Senckenberg ische Raturf vrschende Gesellschaft ist jetzt mit 12 000 Mitgliedern die stärkste wissenschaftliche Gesellschaft der Erde. Sie ist auch die einzige, die ein grohes naturwissenschaftliches Museum, das den Mitgliedern gehört, aus eigener Kraft für die Allgemeinheit geschaffen hat und unterhält. Vermischtes. Schweres Drcmdnnglück. Berlin, 26. März. Gut und Gemeinde Repkow hn Regierungsbezirk Köslin tourten von einer schweren Feuersbrunst heimgesucht. Auf dem Gut entstand ein Feuer, das, schnell um sich greifend, das Stallgebäude, sowie die Häuser dreier Gutstageiöhner und dreier Besitzer der Gemeinde vollständig einäscherte. 2luch das neue Schulgebäude wurde In Mitleidenschaft gezogen. Ein 70 Zähre alter Tagelöhner und feine Ehefrau sanden in den Flammen den Tod. 3n einem Gutsstall kamen 73 Schweine um. Der Schaden geht in die Hunderte von Millionen. Der mutmaßliche Brandstifter wurde verhaftet. Deutsche SchiffSablieferung an England. Hamburg, 27. März. lWTD) Der auf der Weser für den Norddeutsche i Lloyd gebaute 18000-Tvnnen - Passagier- und Frachtdampfer „München", der nach den Friedensbestimmungen an die Entente abgeliefert werden mußte, Ist der ena lischen Regierung über wiesen worden. Der Dampfer führt jetzt den Ramen .Ohio" und befindet sich im Besitze der Royal Maillinie. Der Dampfer wird in die Route Hamburg-Reuhvrk eingestellt. Ein geheimnisvoller Leichenfund. Hamburg. 27. März. In einem Wasserlauf bei Wilhelmsburg, unweit vc n Hamburg. wurde gestern die Leiche eines gutgekleideten, etwa 25jährigen ManreZ aufgefunden. Der Kopf wieS allein 17 Messerstiche auf. Um den Hals befand sich ein Strich, an dem ein großer Stein befestigt axtr. Da der Tote noch einen Teil seiner Wertsachen bei sich trug, ist man über den Beweggrund der Tat völlig im Unklaren. • * Ein neues Edelmetall. Vielleicht wird bald ein „Sturm" nach dem Papualand in Dritisch-Reuguinea losbrechen, weil man hier ein Metall gefunden hat, das achtmal so wertvoll ist als Gold. Dies Metall heißt Osmi- ribtum, und vor kurzem wurde em kleines 2V2 Gramm schweres Stück dieses Edelmetalls für 1200 £ verkauft. Es findet gegenwärtig in winzigen Mengen Verwendung bei der Verfertigung der Spitzen von Füllfedern und bei andern sehr feinen Maschinenteilchen. Das Vorhandensein deS OSmiridlums im Papualand wurde durch einen merkwürdigen Zufall entdeckt. Goldwäscher brachten bei ihrer Arbeit in einem Flußbett einen bläulich grauen Stoff heraus, den sie für wertlos hielten. Sie hatten keine Ahnung, daß sie da ein sehr kostbares Metall fortwarfen. Als sie in ihr Lager zurückkehrten, zeigten sie ettoas von der Substanz einem Bergwerks-Ingenieur. der sagte: „Das ist Osmirtdium, wo habt Ihr daS gefunden?" Run begaben sie sich sofort nach dem Fluß zurück, aber tropische Regen hatten unterdessen das Bett ungefüllt und die umherliegenden Stoffe fortgespült. Gs gelang ihnen daher nur noch ganz wenig von dem fort- geworfenen Metall zu finden, aber seitdem wird im Papualand eifrig und mit Erfolg nach Osmi- ribtum gewaschen. * Der Mann mit dem längsten Arm. Der Borfitzenbe deS Deutschen Klubs in Moskau, CamesaSca, hatte einmal in Vorkriegszeiten bei einem Toast, den er ausbrachte, durch eine ungeschickte Redewendung den Zorn eines deutschen Prinzen erregt. Der witzige Cellist Grünfeld verwandelte aber diese verstimmende Angelegenheit in ein heiteres Lachen, indem er den Anwesenden das Rätsel aufgab, wer Wohl den längsten Arm habe. Gr gab selbst die Lösung: „CamesaSca, denn er erhebt in Moskau das Glas und stößt in Berlin an.“ Büchertisch. — Henry M Stanley, Mein erster Weg zum Kongo. (Volks- und Jugend« ausgabe als Band 18 der Sammlung „Reisen und Abenteuer".) Drvckhaus, Leipzig. — Henry M. Stanley, der als Journalist afrikanischen Bcden zum erstenmal betrat und sich durch seine aufsehenerregenden Forschungsreisen zu einem der größten Entdecker aufschwang, durchquerte zweimal Afrika auf ganz neuen Wegen, das erstemal von Ost nach West. Diese gefahrvolle abenteuerliche Reise ist In dem vorliegenden Buche spannend geschildert. — Die französische Gewaltherrschaft in den Rheinlanden uno im Ruhrgebiet veranschaulicht bie soeben erschienene Rümmer 4096 der Leipziger ^Illustrierten Bettung" (I. 3. ubeber) an einer Reihe dokumentarischer Aufnahmen. Ein entzückendes farbiges „Kinderbildnis" nach einem Pastell von Prof. Schulte im Hose fvlrie eine Anzahl erstklassiger, zum Teil ganzseitiger Reproduktivnen schmücken das Heft. Max Rentwich liefert in dem reichbebilderten Aufsatz »Die Urahnen des Fracks" einen interessanten Beitrag zur Kostümkunde. Einer zukunftsreichen neuen graphischen Individualität, dem Radierer W. Wolfgang Treuer, widmet Dr. Egbert Delphy eine mit der Wiedergabe mehrerer Schöpfungen des Künstlers geschmückte Würdigung. Weiter verdienen noch besondere Erwähnung die illustrierte Abhandlung „CBon den Araukanern", den ■Urcintoöbncrn Chiles sowie der zeitgemäße Aufsatz „Das Problem der Arbeitslosigkeit". Reben dem Gesagten finden die Tagesereignisse gebührende Berücksichtigung! auch den Reuhetten der Mode ist Rechnung getragen. Handel, Berlin, 27. Mä» Am Devisenmarkt hielt die Geschäftsstille an. Fast sämtliche Kurse unterlagen bei geringfügigen Ilmsähen nur ganz unwesentlichen Schwankungen. Lediglich Devise stellte sich im Anschluß an die Tmslands- Notierungen etwas höher. Für Effekten wurden etwa die gestrigen Schlußckurse genannt. Frankfurt a. M, 27. März. Börsen- stimmungsk> ild. Die Rachsrage nach ausländischen Zahlungsmitteln blieb klein. Gs sind weder auf dem Devisen- noch auf dem Rotenmarkt Aenderungen von Bedeutung zu vermerken. Der Dollar wurde mit 20 850—20 900 gehandelt. Im Gffektenverkehr von Bureau zu Bureau herrschte eine vorwiegend feste Stimmung vor. Gs begegneten Montan- und Industriepapiere verschie- oentlich stärkerer Rachsrage. Soweit Kurse genannt wurden, lagen sie meist über den letzten Rotierungen. Glektrizitätspapiere sind beachtet. Das Geschäft war ruhig, doch sollen bereits für die Mittwvchbörse von feiten des Publikums Kauforders eingelaufen sein. Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Datum 26. Mär» 27. März SlmtL No ierg. Nmtl. Noiiern. Welö Bries Geld Brick Antw.-Brllffel . 1157.10 1162.90 1177,25 11S2.75 ^okland...... 8227,40 8268,60 822*440 8269,60 Vonbon..... 97755,- 9824"),- 97755,- 98245. - BariS...... 1329,15 1335,85' 1366,55 1373.45 Sclnvei». . . . 3845,35 3854.65 3846.35 3865.85 (Spanien ... 3211,95 322<,05 3201,95 3218.05 Iwlien...... 1017,45 1022,55 1022,45 1027,55 Vifmbon-Oportö — — Dänemark. . . 4009,95 40’0,05 3970 05 39SO.95 Nvrwenen . . . 3753.10 3791,90 3765,35 3784,45 Schweden . .. 5549.10 5568,90 55<5,10 5563,90 Oelsinafors. . . 563 60 566.40 563,60 566.40 Neunork...... 20847,73 20952.25 20847,75 20352,25 Deuisch-Oesterk 28, 3 29.07 29,18 29,32 Budapest. . . . 478.80 181.20 448.85 451.15 Brau....... 619,15 620.85 618.70 621,30 Agram..... - ,- 210.50 21150 Dort knote». Irankkurt a.M.. 27. Mar». Bries Geld Schweizer Noten........ 390-0,— 3816.— Rrnmötifrie Noten....... 1381— 1369— Dänische Noten.......... 8985— 8915— Schwedische Noten........ 5600 - 5500 — Holländische Noten......... 8295 — 8175— Deutsch'Desterreich ä 100 Kronen 29 12 28.62 Amerikanische Noten. ....... 21050— 20800— Englische Sloten........... 98450— 97450— Italienische Noten........ 1031— 1019— Belgische Noten .......... 1166— 1154— Ungarische No'en......... 425— 400— Tschechoslowakische Noten .. 620— 612— Norwealsche Noten ...... 3760— 3690— Rumänische Noten....... 95,50 92 — Spanische Noten.......... —-- Märkte. Berliner Produktenmarktc Berlin. 27. Mcirz. Der Produkten- markt zeigte wegen Herannahens der Festtage keinerlei älnterneymungslust. Za den gestern etwas erhöhten Preisen bestand vermehrtes Angebot, ohne daß jedoch größere Umsätze herbei- geführt wurden. Für Weizen wollte man die etwas gesteigerten Forderungen nicht bewilligen. Roggen erfuhr nur vereinzelt unwesentliche Besserungen. Gerste wurde bei vermehrtem Angebot kaum umgesetzt. Hafer war mehr gefragt, zum Teil zum Tausch gegen Mais. Käufer war hauptsächlich die Provinz, während die Berliner Preisgebote meist zu niedrig gehalten wurden. Mais zog eine Kleinigkeit im Preise an. Das Geschäft in Mehl war ruhig, für Futterstoffe gab sich kein Interesse kund. Weizen, märkischen 41000 bis 42 000 Mk., schlesischen 41000 Mk. (gefragt). Roggen, märkischen 39 000 Mk. (ruhig), Sommergerste. märkische 31000 ViS 32 000 TU (unverändert). Hafer, märkischen 30000 bi« 31000 ML. pommerschen 28 500 bis 30 000 Mk. (ruhig). Mais. La Plata, loco Berlin 41 500 bis 43 000 Mk., toaggonfrei Hamburg 38 000 bi« 39 000 Mk. (etwas fester), Weizenmehl (100 Kilo) 114 000 bis 122 000 ML (rußig), Roggenmehl (100 Kilo) 102 000 bis 112 000 Mk. (rußig), Weizenkleie 19 000 Mk. (still), Roggenkleie 21 000 Mk (still). Raps 80 000 ML (still), Leinsaat 80 000 Mk (still), Biktoriaerbsen 60 000 bis 65 000 Mk.. kleine Erbsen 40 000 bis 45 000 ML, Peluschken 55 000 bis 65 000 ML, Ackerbohnen 30 000 bis 33 000 Mark. Wicken 55 000 bis 65 000 ML. Lupinen, blau 45 000 bis 50 000 ML, gelb 60 000 bis 80 000 ML, Sera della, alt 70 000 bi« 90 000 ML, Rapskuchen 25 000 ML, Lrockenschnitzel 11 500 bis 12 000 ML, Kartoffeln, weiße und rote 1800 ML, gelbe fleischige 2100 ML (Erzeugerpreis), Weizen- und Roggenstrvh, drahtgeb. 13 000 bis 15 000 Tlarf, Haferstroh, drahtgepreftt 10 000 bis 12 000 Marl, Stroh, strvhseilgeoündelt 13 500 bis 14 500 Mark, Wiefenheu, gut, gefxnb and trocken, Vormahd 15000 biS 17 000 ML. Rachmahd 13 000 bis 15 000 ML (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.) (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Der päpstliche Delegierte für daS Ruhrgebiet in Köln. Köln, 27. März. (WTD.) Der päpstliche Delegierte D e st a besuchte nach feinem Eintreffen in Köln den Kardinalerzbischff und Überreichte ihm sein Beglaubigungsschreiben. Er besuchte dann laut „Kölnischer Volkszeitung" den Oberbefehlshaber der britischen Truppen am Rhein, den Kölner Oberbürgermeister, den Regierungspräsidenten und den englischen und französischen Zivildelegierten in Köln. Vesta begibt sich in Den nächsten Tagen in das Ruhrgebiet. Gin neuer Erlaß DegoutteS. Paris, 27. März. (WTB.) Die Havas» agentur meldet aus Düsseldorf, daß General Degoutte einen Aufruf an die Bevölkerung erlassen habe, in dem eS heißt: Gegen die Desahungstruppen seien allerlei Anschläge verübt worden. Diese Anschläge, die eine unmittelbare Wirkung der nationalistischen Propaganda darstellten, würden offen unterstützt von der deuffchen Regierung, die die Verantwortung dafür trage. Wenn sich die Anschläge häuften, werde sich der Oberbefehlshaber veranlaßt sehen, sehr strenge älnterdrückungsmaßnah- men zu treffen. Wenn die Bevölkerung nicht den Anschein erwecken wolle, als sei sie mit den Urhebern der Anschläge, die äu ernsten Folgen Anlaß geben könnten, solidarisch, so liege es in ihrem Interesse, sich mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen, ihrer Ausbreitung zu widersetzen. Ein Autounglück. Köln, 27. März. (WTD.) Zwischen Opladen und W i e s d o r f fuhr ein Lastauto, das mit Wollstoffen und Tuchen beladen war, infolge Versagens der Steuerung die steile Böschung hinab und fing Feuer. Der größte Teil der Ladung verbrannte. Der Schaden soll sich nach der „Kölnischen Zeitung" auf Milliarden beziffern. Der Autoführer und sein Begleiter wurden verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Wie und wo kann ich lvaren? • DaS ist heute der taaliche Gedanke der Hausfrau. ES läht sich tatsächlich ,'auch immer noch an irnenbeiner Stelle etwas billiger einrickiew aber nicht gespart werden sollte an der notwendigen Nahrung, besonders nicht an der Nahrung des Kindes. Ein Kind, daS aus Sparsamkeitsgründen nicht von frübnuf richtig und zweckmäßig genährt wurde, kann den Schaden, den es dadurch erjitt, später nur schwer wieder ein- boten. 21m besten gibt die Mutter, die nicht stillt, threm Kinde ein altbewährtes Nährmittel wie „Kukeke", das feit vielen Jahren schon dad Der- trauen deS Publikums besitzt und in feiner guten Wirkung stets zuverlässtg ist. Nlit „Kuseke" ernährte Kinder gedeihen prächtig und sind der Stolz ihrer Elterw denen sie durch ihre größere Widerstandskraft gegen Krankheiten manche Sorge und unnötige Ausgabe ersparen. ufete" ist im Berhältnis zu anderen Lebensmitteln auch beute noch preiswert. tLIKORE -T) WEINB Seit 1818 A-G/Berlin CZS Seit 1818 Bekanntmachung, viehmarkt in Gießen. Der nächste Viehmarkt findet am 10. und 11. April 1923 statt, und zwar Dienstag, den 10. April Rindviehmarkt Mittwoch, den 11. April Schweinemarkt. Viehhändler und Landwirte werden aufgefordert, den hiefigen Viehmarkt zu beschicken und können nach den früheren Erfahrungen eines guten Absatzes stcher fein. 22638 Gießen, den 26. März 1923. Der Oberbürgermeister. I. V.: Klingspor. Bekanntmachung. Die Fahrpreise der Sttaßenbahn sind ab 29. März d. IS. Wie folgt festgesetzt: Für eine Fahrt biS zu 9 Teilstrecken .......150 ML Für eine Fahrt von mehr als 9 Teilstrecken..... 200 Mk. Fahrscheinheftchen, enthaltend 12 Fahrscheine gültig für je 9 Teilstrecken . . . . 1500 ML Fahrscheinheftchen, enthaltend^ 12 Fahrscheine gültig für mehr als 9 Teilstrecken . . 2200 Mk. Das Monatsabonnement bezögt . ....... 7500 ML Kinder, Schüler und Schülerinnen bis zum vollendeten 14. Lebensjahre beträgt ........ 3750 ML Gießen, den 27. März 1923. Direktion der Elektrizitätswerke und Sttaßenbahn der Stadt Gießen. Stolt«. 22826 Bekanntmachung. Infolge der wirtschaftlichen Verhält» nist« sind bie Strompreise rote folgt erhöht worden: für Beleuchtung MK. 1000— f. b. Äroftb. „ Kraft „ 750.- „ „ Die Strompreise werden monatlich berechnet und veröffentlicht und kommen für den verflossenen Monat ab 1. April 1923 zur Erhebung. Die Iählennieten sind ebenfalls ab 1. März d. Is. erhöht worden und befragen für kleinere Zähler Mk. 25.- und „ größere „ Mk. 45.- monatl. Gießen, den 27. März 1923. (22833 Direktion der Elektrizitätswerke und Sttaßenbahn der Stadt Gießen. 5 tolle. Holzsubmiffion Die Gemeinde Daubrlngen verkauft im Wege schriftlicher Gebote nachstehendes Stammholz: 3 St. Kiefern-Stämme 4. KL, 2,76 Fstm. 3 „ Fichten- „ 3. „ 3,72 „ 30 „ „ „ 4. „ 32,19 „ 76 „ „ „ 5a „ 44,68 „ 142 „ ,. „ 5b „ 52,53 ., Schriftliche Gebote find längstens bis Dienstag, den 3. April, nachmittag» 4 Uhr, woselbst die Eröffnung der Gebote unter vorheriger Bekanntgabe der Bedin. gungen stattfindet, bei der Bürgermeisterei Daubringcn einzureichen. Daubringen, den 25. März 1923. Hessische Bürgermeisterei. 2259D Preis. Dau-, Werk- und Nutzholzsubmission. Aus den Walbungnn der Gemeinden Fauerbach, Ober-Lais, Oberförsterei Nidda soll das nachstehende verzeichnete Nutzholz auf dem Submissionswege verkauft werden. 3 Stück Lichenstämme 3. KL 3,02 Fstm. 70 „ „ 4. „ 49,60 „ 91 , , 5. „ 42,28 121 „ „ S. „ 39,75 „ 131 „ Eichengrubenholz 34,99 „ 1 „ Buchenstamm 2. „ 1,76 „ 5 „ 3. „ 6,66 „ 36 „ „ 4. „ 23,84 „ Buchenschwellenholz z. Teil 2,7 und 2,6 Mir. lang 92,38 „ 3 St Fichtenst. 2. Kl. 6,25 Fstm.) aum Teil 43 „ „ 3. „ 75,62 „ \ W«' 69 „ „ 4. „ 79,13 „ | Hölz Sämtliches Holz ist ohne Rinde gemeßen. Etwaige spätere Einwendungen wegen der Dermessung und wegen der Güte des Holzes werben nicht berücksichtigt. Vorherige Besichtigung empfohlen. Das Gebot, mit dessen Abgabe zugleich bie Submissionsbebingungen anerkannt werden, hat auf den Festmeter zu erfolgen und ist für jede Klaffe besonders abzugeben. Die Zahlung des Kaufpreises hat innen halb 8 Tagen nach Zuschlagserteilung zu erfolgen. Angebote sind verschlossen und mit der Aufschttft„Submissionsholzoerkauf" versehen bis spätestens Donnerstag,den 5.Aprill923, Nachmittags 2 Uhr, an bie Bürgermeisterei Fauerbach bei Nidda einzureichen, woselbst zu der angegebenen Zeit die Eröffnung der Gebote in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter stattfindet. Iuschlagsfrist im ganzen wie im einzelnen 8 Tage. Wegen vorheriger Besichtigung wende man sich an Herrn Förster-Aspirant Funk in Nidda. 22740 Fauerbach, den 24. März 1923. Bürgermeisterei Fauerbach - Dber«£ats. ______Dietrich. Schauermann.______ Nutzholzverkanf. Dienstag, den 3. April d. I., mittags von 1 Uhr ab, kommt aus dem Gemeinde, walde Fellingshausen in der Wirtschaft des Philipp Weder V. folgendes Holz zur Versteigerung. 40 Stück Eichenstämme mit 14,61 Fstm. 19 „ Kiefernscynittstämme „ 13,06 „ 116 „ Nadelholzstämme (aus Totalität) „ 39,60 „ 157 „ Nadelholzstangen !., 2. u. 3. KL 27 Rm. Eichennutzscheit, 2 Meter lang. 19 „ Nadelholznutzscheit, 2 Meter lang. Die Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. Nähere Auskunft erteilt Förster Wagner Robheim a. d. Bieber. 2272V Fellingshausen, den 27. März 1923. Der Bürgermeister: ___________Muth.___________ Bekanntmachung. Der Rachtragsvoranschlag der Gemeinde Muschenheim für Rj. 1922 liegt von Freitag, den 30. l. Mts ab eine Woche lang auf unserem Bureau zur Einsicht der In- tereffenten offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker betautragen haben. Muschenheim, den 26. März 1923. Bürgermeisterei Muschenheim. Becker. 2202V Bekanntmachung. Detr.: Die Schuldverschreibungen der israelitisch. ReligionSgenreinde Gießen von 1892 und 1897. Die bisher nicht ausgelosten Schuldverschreibungen werden zum 1. Juli 1923 gekündigt. An diesem Tage hört die Verzinsung auf. Gießen, den 27. März 1923. Der Vorstand der israelit. Religionsgemeinde Gießen. _________Moritz Strauß. [2264D SubmifftottSDerlouf von Wtkil'RkWiM (BohmsiWki) Aus einer staatlichen Waldparzelle in Gemarkung Alten-Buseck werden unter den für Submlsflonsholzoerkauf in hessischen Staatswaldungen gellenden Bedingungen auf dem Submissionsweg in einem Los verkauft: 630 Fichten-Reisstangen, 4 an Durchnu, 4 bis 5 m Länge 740 Fichten-Bohnenstangen. Schriftliche Angebote mit Aufschrift „Bohnenstangen" find bis zum 3. 2Ipril bei unterzeichneter Stelle einzureichen,- Er. Öffnung der Gebote Mittwoch, den 4. Llpril, vormittags 9 Uhr. Die Stangen liegen in der Nähe bet flreisffraße Daubringen - Alten-Buseck mit guter Abfuhr über Alten-Buseck (9 Km. von Gießen). Auskunft burch Forstwarl Müller, Allen« Duseck, und unterzeichnete Stelle. Gießen, den 27. März 1923. 2271V Hessische Oberförsterei Gießen. Rotterdam Gieren MLr; 1923 Oießen, 26. Mirz 1923. liebsten Dank Fräulein Schlapp Gießen, den 28 Mirz 1923. Gießen (Kirchstr. 12), 27. Mirz 1923. Suchen-vrennholz I 1 unb IJtf) m Vdrinf bat abtuafbrn areianci. au verm. , In kbei lÄtnnr uilhd« Prim, ... »ammftr. । _ . . Zu erfragen bet ElOfSCh lilÖÖl. ÜlllMj In jeotr IWtnnr Wilhelm Prlnw, tjeinrid) Dippel *ÄÄh Drucksachen allerArt sucht tüd)tiqtn [2284D fiiffcWaje ersetzt. ülfll'Püöer «». 720 8 oeluftt 2L*tiüD anlaae. öftm-Donörnmi Trfenho* 513t. ***U Anmr 3aHi*eebdube ,e,v H. Boller Lichtspielhaus bl üosgre Brüder an der Rohr ErtttsmiMr sietn S ervu< erhj/r da» ledar S5TD 31)re Demählang beehren ftd) an tu zeigen (Berarb Dronhers, ^manzbeamler und 3rau Kat ha geb. (Beljebad) Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Mathilde Schlapp geb. Hoffmann. 6« de lautend in allen Schade & Füllgrabe Samstag, den 24. Mirz, verschied sanft nach langem Leiden unsere liebe Schwägerin und Tante d«*n tthrixen .lecken Amateure rortellhaft In .| Central Drogerie. Scholstraße Pholnarbelten werd prompt erlcdlr*. ^rrb. Iofk Kolonial.Material-, Aarb< nJWIa.'iDinrn. Ltadetten. iraacr, Baumaterialien. Lobten. Nidda. (CbcrbJ. weit llftrtbar ad Ttation C*ei»rr. Ürfraarn »u richten (fort Theis Bauoe'cha't SÜNkWS Pimsdielen- wände bifligrrelüörcttrr DÖnbr. eieTI Aufdermauer & Laberenz yebeitrahe 5. Dlrrtfloa Sn BIsconto-SeNW MMt ftlrtn. Bnktsfoflrtflff? Glrta. Gemmen- nio Wosl-Snk jiiiiit Sifin. Bannn00l?tüiBHflhoai!5ait 8i®ffln»i(iMtii$iii ui unm jBrtiiltlniiiiiiai Älrtn. Btanme BrrtiisUanl suinteifin. nittelöntldie CEnk Mit titln 0n6el5-i.6ean6eüiig[t.6.ii.l.6 «IkW. «tru bitteu»™ «ftorie. Ndend» II.<_ wv Trr «erfcaeK Telephon fllre irw finden 11 la ^odioiri« ellirftihiit hat aün’tfa abuimK. ferner *»D ItiMti siinfdiiii Automobile kann und t crfaufi »an oortetlha't von Vttv. - ßdQÖf'SHW Hermes «letzen t^abnbohtrahf OH Tel irarr Prolo il ftiifnabmrldjetn Irri. flmnr Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Verlust unserer lieben Entschlafenen sagen wir herzlichsten Dank. Familie J. Klingel Koffer. Oki««« WlknMl Hr.O, Pfd. 840- fltelnftra weitzes losjouintair?d 9oo- Derlobungs-Anzeigen bk ftr bit CfttrnewMir bei «tetzener Sqrtftn Mhmmt tznd, bitlre tetr recht frtbjfihg. |p4trftre« btt Donnerstag, den 29. März, nachmittags in »nserer Gefchaftoftele anftzede, je molnu tz Verlag des (Siebener Anzeigers. Säiliini irr Silhtltr etlM- ibliutintL 1 Sämtliche. bM jetzt noch nicht autge- loften ötabfoMtfla- tionen werden hiermit zum 1 Oktober 1V2Zgekündigt Don da ab find die Obligationen bei Der» Meldung bei Der» lall« ein-nlblen prüdere Aückza* lang kann erfolgen Danksagung. Für die Beweise aufrichtiger Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir herzlichsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Marie Eisenhauer geb. Löffler. Am 23. März, mittags 2V, Uhr, entschlief sanft mein lieber Mann, unser guter Vater Christa taoWW.frtier im kaum vollendeten 81. Lebensjahre. Frau Agnes Noll geb. Kohl Farn. August Noll, Schlossermeister Fam. Ferdinand Noll, Architekt Oießen (Westanlage 9), den 26. Mirz 1923. Die Einäscherung fand jm Sinne des Entschlafenen in aller Stille statt Für erwiesene Teilnahme hierdurch herz- üfümiMfi-SMMiuvs njaiort Gebe. Rosenstock , Frankfurt a.M. .« Äflirrööer für Damen und Her »en. labrikaen. mit Arellouf u Wummi. von ano Mllle an MmäStt MarS 7. 3 P. &. mit Be wagen falt nra. eiekir. Vid» u. allen Schikanen. SMillioa X S. L"., fabrikneu. 4*, P. X. 2 .Hniinber. eruklaftza auS-idtot- tec tu Millionen. Trt'*L 4 P. &. «rod Sohntu Bauiahr 31 L5 Millionen. Virbk. labrthwa S P. S. 4 «illlonea !1 Dfar BanOfflg? b. 1 Qfür. iabrroo au verkaufen. |OS 0*2 Jak. K r I e b. Ilrhhaaeee 1 l )dk Dickwurz Au oert 1'XI) Mark oro Zentner «Ian. —1 Lvetziteiultr. M, junger ton mu anieni druflni« jabr nach der Vrbr>* angeiielll. foflit auf fflühini- üorrao linelRlieUe. kliuerlkanische Buch fdbiuiiQ. Sreno- nrQPbif. Maschinenschreiben 227V v Vüt.iher Mesa Lobten- Rhein. Milblen- Vereinigung. niiinniiiiiiHiumiirjiinnn piano flrfudii, auch rrva« tatnrbebürft. Zn (Annen mit frei« n. Marke an J. Knüttel nronklnrtamMain k?öniqSwanersfr.8. Kaufe aetrog. Ofnern a. Damenkleid.Lch« de, Waiche n. radle d.bdchlt.Beeile.-^' L Ro$enzweig •lelee. Selterew.Ml Wir suchen für unser Vaboratorium geeignete Dame jum Änlemen oder schon et Da 4 borge- bildet als täfl5D Laborantin. De «verdungen sind zu richten an 'öänntnqcr, G.m.d.ZZ., Miehen. Die Beerdigung fand auf Wunsch der Verstorbenen in der Stille statt. ootvi Geel em abend &*. Ubr reraehied eanh nach echwerem leiden unerwartet meine Fran Luise Hofmann geb. Becker verw. Sand. Im Namen der Hinterbliebenen: August Hofmann, Schreinermeister Wetxetei ns träte M. » Die Beerdirtedenamnre abAuaeden 12257D Ürsnfhirt. 8fr. tt. ♦♦<♦♦♦♦♦♦♦♦< Wut erbaiiener fllööfrnaDUDaaen. Neiiekofkee u. eine Vetroleunilamve aii verkaufen |fei00 Landaasfe 11 IL r. Säcke oOtr Art sowie *D Banierqrroeöe - Sülle - kauft AN bobeu S reifee M. kd. Mühlstein 2adarol>bandlung Giehen Nationalkaffrn kauft a. TagebbSchft rrftt leeea Hltt- WHb.Cbarleitbib r« -ieuelkontftr 27 Wut erhaltener lleMrohraiik 1 BoOunltlni o 5aloa-6nnniur i Lola. Setzei» au kauf naei S chr Uno. u. O8LK5 an L «. ft. 56001]... to.3700- Horosferr ..Wlt zom- momorlne2700- «emOlenoOela Sfd. 1000- ZMklslhkO eil. 720- -einite SWklzsdiololoSk^ 1200- Ä Süjoroiflöe s.7 825- S & F.Kassee nebrannt. retiifchmeck.. in rnn — l> tt>unb Pon AU.UUU n I PorAiiglich aevtzeate lBeiö-a.aotroein.e aus eigener Seilerei etrabrnbabtt Hiellge Drogerie 2-3 uni nmbhfrtr ,urb| ,ür in 4. rt MHI UiDUlimr Mann, brr am 1. 4. parterre ob. I. Stork ansaelernt bat. i*reene Stelle als Sehilfe 7! Hl ITlflh «i Vrrianb eb yrr- zininier ara- Artiarmdhr Per- V“' amuna au tnieten. , J"*- ?chriftl Knarborr Pad. G.Ana 8üi" uttnmnmmniniinnfflnffl fei a 11 Ön^nrZhAlnlil Btnet AuvertiM- Metallbettcn Stadl,natr. flinber- betten, dir. an Stria, flat. 31N frrt Hin nMMr.Mi LIK iniini!nnnnnnnnnniii:!ii G.S.C.V.1300 Die unterzeichneten Geldinstitute geben hiermit bekannt, dah ihre Kassen und sämtlichen Geschäftsräume Smslllg, neu 31. MlZ 1923 für jeglichen Verkehr geschlossen sind. Karfreitag: lurngang über Voller.‘ffntteri' Haufen. AoritbauS «relberf nach brm «irlbcra Admarfch V llbr oorm vom fVaütor. tftfr Marburger 2 trabe C h» ■ ■■■■■■ tznnerobOanieb ta ic'ta! misV s .|e für Platz Mietaesuche u. Umgegend 1— ,1 | Zuschriften mit Referenzen erbeten Heiterer, ruhiger .in, ,,, ./u,1,-,, 6«rr sucht nrr Io ...... fort in gutem Haufe, i—■ ÄÄ'l.w.äÄ B [Stellengesuche BflflnifK Serif. (Sold. SIlta-.Bianw- SkHktztzltztze S.SMleio l5delmeoll Handlung Brachste. 1» IL e an mich • .CX’ Irrt. *e ■ viebraachte- flnibtii • rtüntii aedraachtes ?«mfn - rtürrd au kauieu gesucht. Lchr. nng. il 0 ON an den iltetz. 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Dieser Gedanke folterte ihn. Er rührte Hans Bast mit dem Ellbogen an, soviel konnte er sich nur noch regen. „Wenn ich nur teufet, ob ich bei 't deutsche Erricht komm oder bei die Franzosen? Bei die Deutschen Han ich noch lang kein Angst" — er Vars die Lippen auf — „aber bei die Franzosen. Wat geschieht da mit uns?" Hans Basis Gesicht veränderte sich um keinen Zug, es war ruhig wie immer, nur etwas finsterer vielleicht. 2hm war das Aussehen, das sie erregten, die größte Pein. Er wies mit den Augen nach deut Ast eines kahlen Apfelbaumes hin, aus dem ein Rabe sah und in Pa äsen krächzte: .Kräh, trat)." »Kops ab," sagte der Krinkhaser und versank wieder in Schweigen. 20. Zum älmsrnken müde war der Friedensrichter nach Lutzerath zurückgekommen. Aach der Hand Var langsam geschlichen, und das Pferd hatte den Kops hängen lassen. Adami hatte das Gefühl, als habe er einen gewaltigen Berg erklommen, den Gipfel erreicht und dürfe nun ruhen; Sich nicht allzulange. Roch war da der Ab- . Lind der bot noch Mähen genug. Roch »en Glieder der Bande zurück, wenn deren Häupter auch gefangen waren. Aber ohne den Krrnkhofer. der die Pläne ausheckte, und ohne den Dückler. der sie spielet ausführte, waren sie Licht zu fürchten mehr: bald würden sie auch im Aus Siebt und Land. Giefeen, den 28. März 1923. Die Mehl- und Brolpreise im Landkreis Gießen. Das Kreisamt gibt im neuesten AmtSver- kündigungsblatt bekannt: Die Reichsaetreidestelle setzte mit verbindlicher Kraft für den Kommunalverband die Mabl- ldhne fest. Bei der letzten Festsetzung der Mehl- preise war der Mahllohn noch nicht bekannt. Die nachträgliche Bekanntgabe des Mahllohnes ergab, dafe der in der Kalkulation diesmal schätzungsweise eingestellte Betrag bedeutend überschritten war. Diese Differenz muh zur Bermeidung eines gröberen Derlustes im Mehl- und Drotpreis zum Ausdruck kommen. Mit Wirkung vom 1. April d. I. werden daher die Preise für die Landgemeinden des Kreises wie folgt festgesetzt. I. Für Mehl: a) Wetzenbrotmehl 205 Ml. für das Pfund, b) Roggenmehl 195 Mk.. c)Gerstenmehl 200 Mk. 2. Für Brot: a) für den 4-Pfund-Latb 780 Mk.. b) für den 2-Pfund-Laib 390 Mk. Wer soll Techniker werden k Der Bund der technischen Angestellten und Beamten schreibt uns: „Die deutsche Rot hat uns gelchrt. der Berufsberatung gröbere Aufmerksamkeit zu schenken als vor dem Kriege. Einen Berus ergreifen heifet, dazu „berufen“ fein, helfet, Erkenntnis seiner Fähigkeiten, gepaart mit dem unwiderstehlichen Drange, in ihm zu wirken. Einen Beruf ergreifen verlangt aber auch Erkenntnis seines Inhalts, seines Werdeganges, seiner Anforderungen körperlicher und geistiger Art, nicht mruber seiner Aussichten und nicht zuletzt des Derhältnisses zwischen Aufwand und Ergebnis. Wenn wir von den schwankenden Gestalten ab- sehen, die jeden Beruf nur als melkende Kuh. nicht aber als Lebensinhalt betrachten, so werden wir nach Prof. Dr.-Jng. Weyrauch von einem zukünftigen Techniker ver'angen müs en: gu e Gesundheit, starke Widerstandskraft Nervensystems, gutes Auge und Ohr, Geschicklichkeit der Bewegungen, konstruktive und begriffliche Phan- dasie. leichte Anpassungsfähigkeit. rasche Einstellung auf neue Anforderungen, kritisches Vermögen, Mut zur Derantworckichkeit. Zu erläfiig- tett. Pünktlichkeit, Ordnungsliebe, llmsicht, rasche Entschließung. älnerwünschte Eigenschaften sind: mangelnde Geistsgegenwart, Han; zur Befangenheit. leichte Beeinflussbarkeit, mangelnd: Dewei- lkchkeit, leichte Erregbarknt. Wer die deutlich erkannte Reigung zum technischen Beruf besitzt, wird sich aber auch um die be te Au; Bildungsmöglichkeit zu kümmern haben. V>vau;sehu g für jedes technische Fach ist eine ausrrichmd: mehrjährige praktische Lehrzeit womöglich in einer Lehrwerkstätte, wo der Lehrling Gelegenheit hat, nacheinander alle einschlägigen Arbeiten kennen- zulernen. Dann ist die Wahl der Schule dot nicht minder grober Wichtigkeit. Leider gibt es noch nicht genug staatliche Schulen. Das privale technische Schulwesen steht augenblicklich noch in voller Blüte, und wenn es auch unter ihnen einige gute Anstalten gibt, mit erfahrenen tüchtigen Lehrkräften und entsprechenden Einrichtungen, finden sich doch noch einige, denen die Techniker- f a b r i k a t i o n über die Techniker erziehung gebt Man meide alle Anstalten mit hochtrabenden, die Oeffentlichkeit irreführenden Ramm, mit akademischer Lehrweise und äufeerem Schein. isieren AbendS: Hladeo- ' borg. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen) Mittwoch, 28. März I92ö die an dec Lahn. dvrf aus der Leiden, e gelesen wurden. Der sich an den müder, e Info still, als Baller nit viel im Sinn.' (Forts, folgt) Mark gespendet. Der Betrag wurde an Sammelstelle des „Giess. Anz." geleitet. Garn fern, armselige Drosseln, die Deinen aufhängten. Langsam war er geritten, ein famer Sieger. — 11 nb einsam lag die Uehmühle, Dirigent des Kirchmchors, Leh e Stein, zeigte außerdem seine Kunst auf ter Orgel und trug zusammen mit Lehrer Fries zaei Stücke für Orgel und Violine vor. Vie zahlreich e.schienenen Zuhörer brachlen ihren Dank in ei. e. reichen Sammlung für den Kirchengesangverein dar. Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhesscn. Sitzung vom 2 6. März. Sn der Streitigkeit des Deutschen Metallarbeiterverbandes und des Arbeitgeberverba ides für Lahngau und Oberhessen über die Aufstellung gemeinsamer Destimmunge i über die Ak or'a beu in den Giefeener Betrieben S ch a f f st a e d t. H e y- ligenstaedt, Bänninger und S ch u n k L E b e regelte der Schlichtungsausschuh die Streitpunkte durch einen Schiedsspruch. Die Streillelle erhielten Crkllärungsfrist. Sitzung vom 2 7. März. 17 Da ugeschäften in den Kreisen A l s- feld, Lauterbach und Schotten gab der Schlichtungsausschuh die Zahlung der Löhne des 7. Rachtrags (vom 21. März 1923) zum Lohn- und Arbeitstarif für das Baugewerbe in der Provinz Hessen-Rassau, den Freistaat Hessen ulw. vom 22. September 1922 auf, jedoch ohne die Aus- Kirchliche Nachrichten. Evangel sche Gemeinden. Gründon lerstag. 29. März. Glessen. Stadt» kirche. 97,: Vorstellung u Prüfung d.Konstrmanden a. d. Matthäusgem , Psr. Mahr, 6: Beichte u. Feier des hell. Abendmahls f. Matthäus- u. Markusgenu, Pfr. Mahr FohanneSkirche. Abends V ,: Beichte u. Feier d. heil. Abendmahls f. Lukas- u. Ivhannes- gem., Pfr. Bechtolsheimer. Kirchberg. 10: Passiv ns- lindergottesdienst Wieseck. 9: Beichte. Karfreitag. 30. März. Giehen. Stadtkirche. 9 ?: Pfr. Becker, Beichte u. Feier des heil. Abendmahls f. Matthäus-u. Markusgem., 11V,: Äinbert f. Matthäus- und Markusgem. gc meinsam, Pfarrass. Becke--, 6: Pfarrass. Becker. FohanneSkirche. 97,: Psr.Ausfeld. Beichte u.Feier des heil.Abendmahls s Lukas-u. Iohannesgem., II1 Kinderkirche f. die Sohannesgem., Pfr. Ausfeld, 6: Liturgischer Gottesdienst, Pfr. Bechtolsheimer. Kirchberg. 10 Ubr. Lollar. 10 «heil. Abendmahl). Wieseck. 97,, im An- fchluh Feier deS helligen Abendmahls. Katholische Gemeinden. Giehen. Mittwoch, 28. März: 5 und 8 Beicht. Gründonnerstag: 6'/, Beicht, 67,, 7, 7'/„ 8 Korn., 9 Hochamt, 10 bis 6 Anbetungsstunden, 6 Andacht. Karfreitag: 77? Betstund., 9 Verstörte Messe. Predigt, 10 bis 6 Betstunden, 6 And. Karsamstag: 7 Weihen, 87, Hochamt. Lich. 29. März 8 Uhr. 30. März 10 und 7,3 Uhr. 31. März 7 Ufer. gleichszulagen Er überliefe es aber den Parteien über eine Ausnahmeregelung für Schlitz zu verhandeln, da- der 'Bezirkslarrs in eine höhere Ortsklasse als die Rachbarorle gesetzt hat. Die Frerherrlich Riedese Ische Ziegelei in AngerSbach soll ihren Betriebsarbet* tem über 21 (Zähren vom 1. März an 1200 Mk., und vom 15. März an 1320 Mk. Stundenlohn zahlen und die übrigen Löhne wie bei den Gtcsse- ner Ziegeleien staffeln. Die Werkzeug- und Maschinenfabrik Heh - ligenstaedt & C i e. in Giefeen soll ihren Bureauputzfrauen vom 26 März 1923 an 450 Mk, Stunden lohn zahlen. Die Kolonialwarengrofehandlung Benner. Krumm & Sauer in Giefeen hat wegen Arbeltsmangels 3 Lagerarbeitern darunter den Delriebsobmann, ohne vorherige Ärbeilsstreckung gekündigt. Der Schtichtungsausschufe verwies sie bezüglich des Betriebsobmanns auf die §§ 97 und A3 pes Betriebsrätegefetzes und erflärte im übrigen die Kündigungen für ungerechtfertigt. Auch der Qrarzitbruch Unternehmer K i m m in Rainrod, Kreis Alsfeld, hat wegen Arbeitsmangels 4 Arbeiter ohne vorherige Arbeits- ftredung entlassen. Der Schlichtungsausschufe gab auch ihm die Wiedereinstellung auf. Zu allen Schiedssprüchen erhielten die Streitteile Erllärungsfrist bis zum 31. März 1923, övr- mittagd 11 älfer. • Ans dem -lmtsvcrkündignnqsblatt. ** Das AmtSverkündigungsblatt Rr. 25 vom 27. März enthält: Dienststunden der Provinzialdirektion Oberhessen, des Kreisamts Giefeen und des Polizeiamts Giefeen. — Einsendung von Todeszrugnifsen und Zählkarten. — Ir.landslegitimierung ausländischer Arbeiter. — Durchführutg der Kleinrentnerfürforge — Statistik der Streiks und Aussperrungen. — Hundesteuer. — Jagdschutz. — Wehl- u cd Brvtpreise. — Erwerbslo^enfür orge. — Feldbereinigung Allen- ** Kleinrentnerfürsorge. DaZKceis- amt teilt in einer Bekanntmachung über die Durchführung der Kleinrenmersürsorge mit, dafe bei Besprechungen, die vor einiger Zeit im Rcichs- ministerium für Ernähr-ung und Landwirtsch-aft und im Reichswirtschaftsminister um stattgesu den haben, vielfach besonderer Wert darauf gelegt worden ist, dafe für die minderbemittelte Bevölkerung, zu der aufeer den Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen, den So-,ialrentn-nn und anderen, vor allem auch die Kleinrentner gehören, Mafenahmen zur Deschassuig von Lebensmilleln, Kleidung und Brenn stossen attrofsen w-rden Auch können die überwiesenen Mlltel zur Unterstützung solch r K e.nrenlner verwandt werden, die durch eine erhebliche Mietsteigerung besonders hart betroffei sind. Das Kc-eisamt empfiehll den Bürgermeistereien, hie.- nach geeignete Schritte zu unternehmen. D.mi Ärei&amt sind neuerdings wieder Mck.el für die Durchführung der Kleinrentnerfür orge zu Verfügung gestellt worden, die im Rahmei der früheren Richtlinien für die Verwendung des Reichszuschusses zu verwerten sind. ** lieber die Jnlandslegitimie- rungausländischer Arbeiter für das Hahr 192 3 hat das hessische M.nisterium des Innern neue Bestimmungen erlassen, deren wichtigster Inhalt im neuesten Amtsoerkündigungs- blatt veröffentlicht ist. •• Deutscher Arbeiter-Bund. Man berichtet uns: In der am Sonntag in Wetzlar stattgehabten Dertreiee-Dersammlung des Deut- schm Arbeiterbundes courie berichtet, daß die Mitgliederzahl sich günstig weite e itwickelte, so dafe in der Berichtszeit auch einige neue Ortsgruppen gegründet toer'ei konnten. Schärfsten Protest erhvb die Versam.nlung feien den Ausschluss der nationalen Arbeiter aus , er Ruhrhilfe- Ausschüssen. Weiter wurde le ichlet, dafe die Organisation bei den bisher hn Ds>irk ce'.ätigten Detriebsratswahie.i rn Aumenau und B e -er gute Erfolge erzielt hat. Um den hier und da aus- gcftieuten Gerüchen über Wesen und Ziele des Deutschen QIi b.i.er junie? entge enzut eten. stellte die Deilammlung fest, dafe der Ee-llsche Arbeiterbund eine Organisation ist, die sich in den Richtlinien des § 152 der Gewerbeordnung bewegt und die Wahrnehmung der Inle e fen ihrer Mitglieder hn Rahmen der Verfassung ausübt. Der Bund ist parteipolitisch und konfessionell neutral. Mit irgendwelchen „Putschisten" hat ter Bund Kirche und Schule. * Kirchliche Di en st nachrichten. Die evangelischen Pfarrer Korell und Berck, die von den Franzosen auS ihren Pfarrstellen 'Rieder-Ingelheim und Mainz-Mombach Misgewiesen worden sind, wurden unter Wahrung ihrer Rechte als definitive Pfarrer zu Pfarrverwaltern in Rendel und Rofedorf ernannt ri. Lich 26. März. Die Frier des Palmsonntags wurde in würdiger Weise a^ e- schlossen durch eine« liturgisch-musikalische Pass ionsf eier in der MaiieNikistskirche. Sie war veranstaltet von dem Kirchen e angverein und brachte durchweg Stücke alter Meister, zwischen denen aufeer eit ern Psalmgebet zum Anfang u id den Schlufegebelen pasfeide Stücke foitlaufend bis zur letzten Minute geschafft; der ganze Hof stand voll Wagen, Anverwandte wäre t gekommen, und die Bräute von Hubert und Rcklas. Wie betäubt war sie; sie tat alles ganz recht, aber es war eine andere Maria, die den Kuchen backte und für die Gäste einen Tisch deckte. Es war auch noch immer die andere Maria, die dann im Grabgeleit ging, die Augen niedergeschlagen, das Bet- buch um das der Rosenkranz geschlungen war, in den unmerklich zitternLen Fingern. Mit blaffen Lippen murmelte sie: „Herr, gib ihnen die ewige Ruh' und das ewige Licht leuchte ihnen." Sie kniete, sie sah in die Gruft — „Amen, Amen" sangen die Schulkinder — sie streute Erde hinab mit kalter Hand, sie wischte dann die Erde vom Kleid ab, kehrte sich den Leidtragenden zu und reichte ihnen die Hand. All dies tat die andere Maria. Aber nun, als die Gäste fort waren, auch die Bräute, denen Hubert und Rivas das Geleit gaben, nun durste sie wieder die alte Maria fein. Und sie weinte aus Herzensgrund. Martin kam zu ihr in die Küche, wo sie die Tassen und Teller abtousch Ihre Tränen rannen ins Spülfafe. Es war ja das letztemal, dafe sie hier schaffte, morgen ging sie nach Lutzerath. Vergebens hatte sie sich heute nach ihrem Vater umgeschaut, sie glaubte, er würde beim Begräbnis sich zeigen, schon damit ihn die Leute sahen; aber er war nicht da. Gott sei Dank, Goll sei Dank nicht! Sie hätte sein Antlitz nicht sehen mögen. Ilm Jesu Barmherzigkeit willen, vielleicht tat sie ihm unrecht, bann mochte es ihr angerechnet werden herein ft Jetzt konnte sie nicht anders. „Maria, meine liebe Maria," sagte der Martin, als er in der Tür stand. Er toar noch traurig und doch froh, endlich mit ihr allein zu fein. Auf seinem Gesicht lag ein Schimmer von Glück Er breitete nach ihr die Arme. S:e blickte auf ihre Hände nieder, unter denen das Geschirr zu klappern anfing. Sie konnte ihn ja nicht ansehen. „Du hast für unsere Mutter alles sehr schön gemacht Akkurat so, als hätte sie bat alles selber gemacht Ich dank dir auch, Maria. Ich werd et dir -roch besser danken, wenn wir erst verheirat sind." Sie zuckte zusammen: O weh, er fing davon an! ..Hör', Martin." sprach sie benommen, „wunder dich nit, aber ich bleib ete:il nit hier — ich tarr nit hier bleiben. Et schickt sich etoeil nit.“ Das fiel ihr ein wie ein rettender ©ebanfe. Heute, heute konnte sie es ihm noch nicht sagen. Rur noch ein paar Tage Aufschub! Heute fiel es ihr gar zu schwer. Wenn sie oben zu Lutzerath war, dann, ja dann gleich! „Der Hubert is mit seiner Braut an die Mosel, der Riva is auch weg — trat sollten die Leut wohl sagen, wenn wir zwei in der Mühl so ganz allein blieben!" Scheu wagte sie einen Blick. Er nickte: das sah er wohl ein, aber er hätte gedacht, sie hielte so ängstlich nicht auf die Sitte ,.O Maria," (liefe er heraus, „bei uns zwei is bat doch ebbes ganz anderes. Wat brauchen mir zwei viel zu fragen nach dem, wat die Leut sagen. Wir zwei kennen uns doch Ich weife, trat ich von dir zu halten k)ab'. Die Mutter selig hat mir alles erzählt -- sie hat dich lieb gehabt, ihr Segen liegt auf dir — ich hall dich ebenso hoch und heilig, als wenn du eine wärst, zu der man nur beten mrfe. Ich rühr dich nii an, kannst dich drauf verlassen. Bleib, Maria, wat willste nach Krinkhof? Ich hab' mit deinem sei niemand in ihr. Die Alten waren begraben. Zu Bertrich auf „Blasias Päsch", wie der windumwehte Friedhof im Volksmand helfet, halle man Mann und Frau in ein Grab gelegt, die schmalen Särge dicht nebeneinander. Es toar ein stattliches Trauergeleit, ganz Bertrich ging hinter den Särgen her. Es toäre keiner zu Haus geblieben. selbst der rote Bruttig, der Metzger, war früher von seinem Schweinehandel zurück- gekehrt, ging nun als letzter im Zug, hielt sich Die Mütze vors Sommersprossengesicht und betete andächtig laut Die Rede des Geistlichen war ergreifend; er hatte dem Paar nur Lob zu zollen. Friedlich hatte das gelebt trotz Krieg, Hunger unb der Pestilenz der Räuber im Lande; es toar allen ein Beispiel gewesen. Und friedlich toar es denn auch gestorben; trotzdem eine Qltörber* Hand sich gegen den Müller erhoben, hatte er die Schrecken des Todes nicht zu verspüren gebraucht Am Bett seines Weib^ toard er plötzlich abgerufen; Hand in Hand, wie sie auf der Reife des Lebens gegangen, traten sie nun die Reise ins Himmelreich an. Die Schulkinder fangen lateinische Worte, die 'sie nicht verstanden, aber sie sangen sie hell, selig in den Tag hinein, der auf den Zehen stand und über die Berghohen, die in der Runde das Tal umschlossen, helläugig and freundlich fein- unterguckte. Diele schluchzten, auch die Söhne meinten. Rur die Pflegerin der alten Uefemüllerin, die Tochter von Hans Dast, weinte nicht. Sie hatte Technische Fachschulen müllen in heutiger Zell mehr als je ernste Arbeitsstätten fein. Wan meide auch den Fernunterricht, weil die techriiche Wissenschaft einen lebendigen und nicht einen papiernen Unterricht fordert Schliesslich überlege jeder, namentlich derjenige, der bereits in einem praktischen Derufe steht, ob die heutigen Verhält- nisie ein technisches Studium lohnen. D.e Dc- Mifelung der Techniker ist durchaus unzureichrnd; der Unterschied zwischen seinem Gehalt und d:m Lohne emes Arbeiters ist so unbedeutend, dafe die geldliche Desserstellung kein Grund für die Ergreifung des Technikerberu es sein tun i. Aufsichten auf Desseiung der 'Verhältnisse sind kaum vorhanden. Roch sind die Schulen überfüllt, noch ist der Dedarf an Technikern selbst in der heutigen günstigen Scheinkonjunktur reichlich gedeckt. Deshalb geht an alle Ellern und Erzieher, an alle Derufsämter die ernste Mahnung, die Verhältnisse sorgsam zu prüfen, ehe sie einem jungen Menschen den Rat erteilen, den technischen (Beruf zu ergreifen." keine Gemeinschaft. Dre Versammlung beschoss ferner: .Die Ortsgruppen Haben sich mehr axe bischer um die Jugendpflege -u bemühen unb m den Iugendgruppen vor allem staatsbürgerliche Grzichung zu pflegen." ** Das Fest der goldenen Hochzeit begehen am 30. März (Karfreitag) in körperlicher und geistiger Frische der ehemalige langjährige DahnfeofspförMer M. W a 11 b d 11 unb seine Ehefrau Marie geb. Häuser, wohnhaft Frankfurter Stvafee 83. Landkreis Gietzen. * Staufenberg, 27. März. Zugunsten unserer kämpfenden Brüder im Ruhrgebiet wurden in hiesiger Gemeinde 9,35 Zentner Roggen, 33,5 Zentner Kartoffeln und 59 200 Mark bar gesammelt. Das Bargeld wurde an die Geschäftsstelle des „Gietz. Anz." abgeführt. Hcsfcn-Nassau. * Bieber, 27. März. Die Beamten der Grube Eleonore haben für das Deutsche B v l k S o p f e r als zweite Rate 110 000 | 4 w X.1 v r.« ►£' * kochen foghch ml —Quists guten und billigen Kd. sc Wie die Saat - so die Ernte! Billigste Bezugsquelle für für BODENBELAG-nSO Masscnschuhverkauf Emanuel 4 ca. Seltersweg 31 TAMTIN • WAXDSTOm • UNOWSTA Wrian^-n Sie *cn Jw T»pem*v wen H.K4C? 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