-A Men 1 u. e VU. o >o; >o, •o o; )0 , 50 n -—- )agd- Jagb- ‘ unb —-—, ität in weine- 4320D ?** 7‘iS.S cl°1"1 Itund LchfSo5 Nr. H8 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derSamsiagsbeilage: GießenerFamilienblälter Monatliche Senlarpreise: 6000 Mark e?r|d)Iicf}lid) Trögerlohn,durch dicDost 6000Mark,ouchdeiNicht- erscheinen einzelnerNum» mtrn insolge höherer Gewalt. - Fernlprech. Anschlüsse: slirdieSchrift- leilung 112; für Verlag und Geschäflsslelle 51. Anschrift für Drohtnach. richten: Anzeiger Siehell. postfchecttonto: Siantfurt a. M. 11686. Mittwoch, 27. Zuni 1925 173. Jahrgang vnick vnd Verlag: Srühl'sche UniversitMrGuch- und Skinbnicferci R. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Seichästsstelle: Schnlftratze 7- Annahme von Anjeigen für die Tagesnnmmer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit, preis für 1 mm höhe für Anzeigen o. 27 mm 'Breite örtl 320 Mk., auswärts 400Mk.; für Ne kl am«’ Anzeigen von 70 mm Breite IbOOM.DeiPlatz- vorschrift20"/„Aufjchlag. Hanptfchriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst'Blumfchein;fürden Anzeigenteil: Hans 'Bedt, sämtlich in Bietzen. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Vberhefsen SU das der die Eine Rede des Reichsernährungsminifters in Königsberg. Königsberg. 26. Juni. (Wolff) 3m groben Borfensaal sprach gestern abend Reich s- ernährungsmlnister Dr. Luther über Rhein und Ruhr. Er schildert zunächst die seelischen und körperlichen Leiden, die die Ruhrl-evölkerung zu ertragen hat. das harte Los der Gefangenen und Ans- gewiesenen, die verhängnisvollen Wirkungen des lassen. Theunis verzichtet auf KabinettsbUdung? Paris. 23. 3uni (WTB.) Das „Journal Debats" erfahr: aus Brüssel zu dem Stand Kabinettskri e: 3n po'.i.ischen Kreisen herrscht ... pessimistische Rote vor. Man steht noch immer da, wo man in den ersten Tagen stand. Daher wird vermutet, Latz Theunis heute abend darauf vernichten werde, den Widerstand der flämischen Katholiken brechen zu wollen, es aufgebe, sich um eine Verständigung über die Genter Universität zu bemühen und den Auf- trau des Königs in dessen Hände zurücklegen! England und die französische Annexionspolitik. London, 23. Juni. (WTB.) Ein Teil der Presse befatzt sich weiterhin mit dem vom „O b- erver" veröffentlichten französischen G e - >e im bericht. Eine Reuter-Meldung bd° agt, ein nachdrückliches französisches Dementi besage, datz das vom „Observer" veröffentlichte Dokument nicht existiere. Dennoch toicb es von d.n englischm Blättern als sicher angesehen, datz- Frankreich versucht, das Rhein'and von Deutschland zu trennen. Die Kommentare der Pariser Presse werden viel beachtet. Die Behauptung des „Matin", datz der Chef des britischm R.rch- richtendienstes in Köln zur Zeit tes Kapp- Putsches mitgewirkt habe, um eine Rheinland- Republik ins Leben zu rufen, wird in London von amtlicher Seite prompt dementiert; Raber erfährt, es handle sich bei dieser Behoupbrng des „Matin" nur um eine Wiederholung einer im letzten Avril in London veröfsentlichtonMit- teilung, dir schon damals kategorisch in Abrede gestellt wurde. Der Kölner Berichterstatter des „Daily C h r o n i c l e" erklärt, seine Informationen hätten ihn davon überzeugt, datz dir Franzosen die aus Schaffung einer rheinischem Republik aerichn tete Politik fallen gelassen hätten und datz ihre Politik stärker zu einer Annexionspolitik geworden sei. Jedermann im Rheinland sei sicher, Latz ein äußerst st a r k e r D r u ck n ö t i g sein würde, um die Franzosen wieder aus dem Rbeinlande zu vertreiben. Der neueste Plan der Franzosen gehe dahin, das Rheinland einschliehlich des Essener Bezirks zu behalten. Dcr französische Verttichtttun.s^edanke. Paris. 26. Juni. (WTB) Der ehemalig,- Finanzminister Francois Marsal sprach gestern im Partciausschuh der _ demokratischen Entente in der Stadt Roucn über die französische Finanzlage. Er behauptete bei dieser Gelegenheit, der päpstliche Legat im Ruhr- gebiet habe dem Vatikan einen Bericht des Bürgermeisters vonEsscn -.ugefren lassen, der auch den französischen Behörden mitgeteilt worden sei und in dem u. gesagt wird: „Das Ruhrgebiet ist das Hertz Dr ttsch'a.rds. und der Körper stirbt dahin, wenn das Herz nicht mehr schlägt." Francois Marsal schlotz den Cßortiiig mit den Worten: „Sagen Sie es all denjenig.n, die unter dem Krieg gelitten haben: Der Krieg wird mit Eisenbahnen und mit Fabriken geführt, die Kriegsmaschinen. Granaten und giftige Gase herstellen. Halten wir die Eisenbahnen fest, die die Truppen befördern, die Fabriken, die di? Armeen speisen, und solang» es vor den Toren dieser Fabriken einen Wachtposten und solange es in ihrem Direktionsburcau einen General gibt, werden unsere Kinder nicht den Tod er (eiben; denn solange ist der Krieg unmöglich." Baldwin über die Verstärkung der englischen Luslstreitmacht. London, 26. Juni. (WB.) 3m Unter- hause machte Baldwin eine wichtige Mitteilung betreffend die Verstärkung der Luft- str eitmacht zur Verteidigung desMutterlandes um 34 Geschwader. Er erklärte, die Regierung sei zu der Schluhfolgerung gelangt, datz. abgesehen von der Befriedigung der De'-ürfnisse der Marine und des Heeres und den Verpflichtungen in 3ndien und anderen überseeischen Ländern, die britische Luftstreitmacht eine Verteidigungsflotte zum Schuhe der Heimat einschliehen müsse, die genügend stark sei, um England a u s re t che n d g e- gen Luftangriffe der stärksten Luftstreitmacht innerhalb von Schlag- weite zu schützen. Eine solche Streitmacht mfiftt» organisiert werden. Zunächst sollte die tägliche Leistungsziffer nicht erhöht worden. Dlt Menge schwankt nach wie vor um 5000 Tonnen herum. Datz man sich in Frankreich schon lange darüber klar ist. datz eines Tages die Koh.en- und Koksversorpung überhaupt aufhört, geht aus einer Verordnung der französischen Regierung hervor, die zwar geheim bleiven ollte, aber von der schwer industriellen Presse doch veröffentlicht wurde, nach der die 3ndustrie ich einen Reserve-Kohlen- und Koksvorrat von 250 000 Tonnen zulegen sollte. Dazu ist aber die ranzösischr Industrie bisher noch nicht gekommen. was besonders aus der ständig abnehmenden Zahl der in Betrieb befindlichen Hochöfen hervorgeht Anfang Januar besah Frankreich 116 in Betrieb befindliche Hochöfen. Davon wurden 4 1 ausgeblasen. w:il die notwendigen Ruhrkoksmengen nicht mehr vorhanden lvaren. so datz im ganzen mir noch 77 in Betrieb waren. Inzwischen ist natürlich noch eine ganze Reihe Weiteier Hochöfen ausgeblasen worden. Wenn die ranzösisch? Propaganda behauptet, die Kohlen- und Kokssendu-cge.i aus dem Ruhrgebiet vollzögen sich rcgelmähig. so b-egeht sie damit eine bewuspr Täuschung Die fortgesetzten Sprengungen und Eiscnbahnunfälle im Ruhrgebiet verhindern eine regelmäßige Abfuhr der beschlagnahmten Mengen Daraus geht natürlich heroor. datz in den Hochöfen die Koksmengen nicht regelmäßig ein treffen . woraus sich wiederum folgert, datz die französische Eisen» und Stahlproduktion dauernden Schwankungen unterworfen ist. die mit dem un- regelmätzigen Eingehen der Kokssendungen zusam- menhängen. Koks dürfte überhaupt in den allernächsten Tagen schon gar nicht mehr in Frankreich ein treffen 3m Ruhrgebiet sind schon seit langem sämtliche Koksöfen ausgeblasen und die vorhandenen Bestände durch Verschlämmung oder chemische Einwirkungen vollkommen unbrauchbar gewacht worden. Zur 3eit befinden sich im Ruhrgebiet kaum noch irgendwelche Mengen Koks. Au Steinkohlen lagern im Ruhrgebiet zwar noch grötzere Quantitäten, doch dürften diese — wenn die Franzosen weiterhin täglich 5000 Tonnen ab- rollen — in ca. 8 Wochen ebenfalls verschwunden fein. Der französische Kokskrieg ist dann dort angelangt, wo er notgedrungenerweise anlangen mufx da die Ruhrarbeiter nun einmal mit Gewalt nicht zu bewegen sind, in die Gaube zu fahren und zu fördern. Man versteht also nun sehr wohl, weswegen die Franzosen jetzt die grotze letzte Kvaftanstrengung machen, um durch Terror, Mord, Raub, Einkerkerung und Aushungerung des Ruhrgebietes die Bergarbeiter zwingen wollen, für sie Koks zu {örtern und Koks zu produzieren. Das Gewaltwerk der Franzosen. äleber die Besetzung des Phönix-Werkes in Hörde wird noch gemeldet, datz die Franzosen de Matziahmr möglichst überraschend auszuführen suchten. Rachdem die Arbeiter zum Verlassen des Werkes gezwungen waren, nahm der gröhle Teil der Truppen in der Stadt Quartier. Am Sonntag besichtigte die Sngenieurfom* mission unter scharfer militärischer Bedeckung di< Werkanlagen und nahm die Lagerbestände auf. Zur Zeit sind auf dem Phonix-Werk etwa 200 Mann Besatzung, während die übrigen Truppen zurückgezogen wurden. Das Reichsbankgebäude in Mül- hei m a. d. Ruhr blieb auch in der Rächt zum Sonntag beseht. Die Franzosen liehen die Matratzen und Betten m das Gebäude bringen, um die Rachforschungen nach verborgenen Geldbar- bestänten fortzusetzen, bzw. die Versuche, die Tresors zu öffnen, zu wiederholen. Gestern nachmittag wurde das Gebäude des „Mülheimer Generalanzeigers" beseht. Die Schrecknisse in Buer. Buer, 26. Quni. (WTB.) Wie dir „Buersche Volkszeitung" meldet, ist der Schriftleiter dieser Zeitung, der Redakteur Hermann Diebold, von belgischen Gendarmen zur Kommandantur geholt und nach seiner Vernehmung für verhaftet erklärt worden, und zwar wegen eines in der Zeitung erschienenen Artikels „Blutvpfer in Buer". Die Besatzungsbehörde verlangte die Aufnahme einer Berichtigung, in der es heißt, datz die Geloteten nicht vor 8 Ahr, sondern um 8 Ufrr 5 Min. von belgischen Posten erschossen wurden, weil sie auf Anruf nicht stehen blieben. Stadtrat Dr. Grewe, der gestern mittag von einer Reise nach feiner Heimat Buer zuruckgekehrt ist, wurde als Geisel nach Sterkrade abgeführt, wo sich auch die übrigen Geiseln der Stadt Buer befinden. Essen, 26. Juni. (Wolfs.) Die St ras- rnatznahrnen, die wegen der Erschiehung eines belgischen Soldaten frei Lipprarnsdorf über die Stadt Buer verhängt worden sind, forderten bereits eine Reihe von Opfern und zwar drei Tote und eine Anzahl Verwundeter. Auf der Ostfa lenst ratze wurde der 23 Jahre alte Johann Tombrink erschossen. Dieser stand um acht ilfjr abends vor fernem elterlichen Haus im Vorgarten, als plötzlich eine belgisch? Patrouille aufcauchte. Der jung? Tornbrink war gerade im (Begriff, auf Aufforderung feines Vaters in das Haus zurückzugchen, ols schon der tödlich? Schuh fiel. Er stürzte sofort vor den Augen seiner Angehörigen nieder und verschied einige Augenblicke nachher. Die Angehörigen wurden, als sie zur Hilfeleistung in den Vorgarten gehen wollten, ebenfalls mit Erschießen bedroht. Der 22jährige Sohn der Witwe Wesemeyer aus der Essener Stratze ging mit seinem Bruder abends auf den Reu markt. Die jungen Leute suchten, als sie be- die Verordnung des Reichspräsidenten vorn Freitag die anstürmende Front der Markgegner zunächst um ein gutes Stück zurückgedrängt. Der Dollar fiel auf 100 000, also um ein Drittel gegenüber dem Höchstkurs, den er in der vorigen Woche erklettert hatte. Aber es war mehr Panik, als wirkliche Einsicht bei der Spekulation. Die Verordnung des Präsidenten hatte sozusagen nur einen Schreckschutz abgegeben. Sie verschärfte, indem sie den Weg für neue Ausführungsbestimmun- gen freigab, die letzte Devisenordnung nur in einem Punkt: Sie gestattet den Devisenhandel nur noch zum amtlichen Tageskurs. Das war das Todesurteil für den Devisen- freiverkehr, drr ein blühendes Geschäft geworden war, weil er zu jeder Tageszeit die Möglichkeit bot, Devisen zu taufen und zu ve kaufen allo zu spekulieren. ES war im buchstäblichen Sinne em Schlag ins Kontor der kleinen, vielzuvielen Wechselstuben, deren Geschäft vielfach gar nicht auf der ^Provision beruhte, sondern auf den Zwischengewinnen, die sie machten, indem sie die Devisen am Rachmittag eines Tages zu billigen Kursen fest ankauften, um sie am nächsten Vormittag wesentlich teurer wieder herzugeben. Aber nicht nur die Kleinen wurden getroffen, auch die Grotzen haben ihren Hieb abbekommen. Die Der Hand ungen des Reichstag s- ausschusses zur Untersuchung der verunglückten Stützungsaktion haben bewiesen, datz die Riesenkonzerne ter Industrie und des Handels recht häufig erst nach Feststellung ter amtlichen Börsenkurse, d. h. nachtem der Reichsbank die Möglichkeit genommen war, kursausgleichend ?n wirren, mit groben Kauforters an den Markt herangetreten sind und dadurch nachbörslich die Devisenkurse in die Höhe getrieben haben. Jetzt ist es »nur noch möglich, die Orters für die Devisenbörse und ihren amtlichen Tageskurs auf- zugeben, genau wie sich der Kassaverkehr am Effektenmarkt abspielt. Es darf nicht verkannt werden, datz durch bas Verbot des Devisenfreihandels ter Import- Grvtzhantel in einige Verwirrung gebracht worden ist. Die neue Verordnung wurde so plötzlich erlassen, datz diese Kreise sich nicht auf dl? neuen Verhältnisse umstellen konnten 3n fast allen Zweigen des Import-Drotzhantels werden die Preise nach dem Stand ter Devisenkurse festgesetzt. Rach Lage ter Sach? ist es gar sticht anders möglich. Aber die neu? Verordnung bedeutet, datz die Preise für die meisten Importwaren immer nur zur Zeit ter amtlichen Devifenfest- sehung festgesetzt werden können. Infolgedessen ruht jetzt das Geschäft des Import-Grotzhantels fast vollständig, und man will erst versuch.-.l, sich — vielleicht auf dem Umwege über den sog. älsancehantel — dem neuen Zivang anzupassen. Die Rot des Vaterlandes und seine niedcrgebro- ch?ne Währung verlangen eben Opfer, grobe Opfer bis an die Grenze der Lebensfähigkeit endlich einmal auch von tenjenigen Wirtschaftszweigen, die bisher zum grötzlen Teile die Rutznietzer ter Inflation waren. Schon in seinem Rund- tdegramm an die Landesregierungen hat der Reichskanzler darauf hingewiesen, datz jetzt die Schwierigkeiten einzelner Wiickschastsgrippen, auch wenn sie noch so grob find, hinter dem Allgemein- intcreffe zurückstehen müssen. In der Königsberger Rete Dr. Cunos wurde dieser Grundsatz abermals mit folgenden Worten formuliert: „Richt der Gedanke an Gewinn und seine Sicherung darf voranstehen, sondern der Gedanke, wie wir Volk und Miteiland am besten dienen." Von der Regierung, di? so väterlich ermahnt, erwarten aber auch Volk und Vaterland etwas, nämlich datz sie von dem bisherigem Kurieren an Symptomen übergeht zu wirklich rettenden Maßnahmen. Vieles darüber ist ja auf politischem Gebiete zu sagen. Aber einiges liegt doch auch auf der rein wirtschaftlichen Vteite. Alle diese Kreise, di? jetzt nicht mehr „spekulieren" dürfen, haben das dringende und berechtigte Interesse, datz nicht nur die Substanz der grohindustriellen Konzerne, sondern auch das kleinere Hab und Gut, das ist doch ebenfalls Volksvermögen, v^r ter Vernichtung durch die Geltentwrrtung geschützt wird. Die Schaffung wertleständiper An'agemög'ickke ten _ u;!) wertbeständ'ger Löhne, das mutz die nächste Sorge ter Regierung sein Berlin, 26. Juni. Die Ausführungsbestimmungen für die neue Devisen- vrbnung sind bereits fertiag.'stellt und werten teute oder morgen das Rei chs-abinett teschäftigen. Der Rei-chsverband ter deutschen Industrie und die Grotzvrgaarisativnen des Handels wurden von ter Regierung ersucht, ihrerseits zur Markstüt- zung tn materieller Weise beizutragen. I Fehlens jeglicher Schutzpolizei und des Stockens I des Eisenbahnverkehrs, das die Lebensmittelver- I fergung von etwa 6 Millioneia Menschen gefährde. Auf die Pottaschen Gesichtspunkte übergehend betonte er, dah immer wieder das Märchen zerstört Devisenkrieg. Die lausende Woche steht im Zeichen des erneuten Kampfes gegen die Valutaspekulanten. Ziel des Kampfes ist die Herabsetzung des Dollarkurses und, wenn irgend möglich, ter Beginn einer Stabilisierung der Mark. Man hat bei der letzten mite glückten Stützungsaktion gelernt. Wird man jetzt die erkannten Fehler vermeideri? Tatsächlich hat teerten müsse, dah die deutsche Regie rungden passiven Wider st and anbefohlen habe; der passive Widerstand stelle für die Bevöllerung der dortigen Gebiete nicht ein Mittel tes Krieges sondern ein Mattel dar, mit dem sie dem Frieden zu dienen hoffe. 2lüer nur dann toime überhaupt in Europa Frieden werden, wenn es gelinge, zu einer für das deutsch? Volk erträglichen Lösung zu kommen. Ganz Deutschland müsse Ruhr und Rhein in ihrem Aba-ehrckampf mit ter Lutersten,Anstrengung unterstützen, nicht all.in durch Beisteuern zur Linderung der Rot, fontern auch du.ch inniges.Mit- enrpfinden. Das teutsch? Volk müsse eine einzige durch die Rot zusammengeschv?itz.e Arbtttsgo- ineinschast teerten, denn es brauche wach, allen Richtungen hin Frieten, einen Arbe'rts - und Wirtschaftsfrieden. Der Wille des deut- schrn Volles zur Einigkeit fei heute stärker als je und könne durch ten Abwehrkampf an Ruhr und Rhein fchlietzlich nur noch gestärkt werden. Das Dewuhsfein von ter untrennbaren Zusammengehörigkeit tes deut scheu Volles auf deutschem Boden fei eine starke Stütz? für die Bevölie- rung an Rhe n und Ruhr, älnser deutsches Volk und unser deutsches Vaterland soll uns niemand rauben! (Lebhafter Beifall.) Mehrere C n t s ch l r e h u n gen des Reichs- verbantes der Rheinlä-rder foiri: der Vereine der Rheinländer und Westfalen in Königsberg, in denen ten bedrängten Landsleuten im Westen erneut unverbrüchliche Treue gelobt wird, wurden an ten Reichspräsidenten und den Reichskanzler gesandt. werte. Ergebnisse des Kokskrieges. Die französische ■ Besatzungsbehörde beginnt auf das Drängen der französischen Schwerindu- striellen, die nun einmal ohne ten Ruhrkoks nicht fertig werden können, die Schraube des Terrwrs im Ruhrgebiet mit aller Macht rnzuziehen, um dne deutsch? Bevölkerung auf die Knie f.u zwingen, damit sie ten passiven Widerstand aufgibt und für die Franzosen Kohlen fördert und Koks erzeugt. Die französisch' Ingenieurkommifsion hat es jedenfalls bisher nicht vermvcht, terartigo Mengen an Kohlen und Koks aas dem Ruhrgebiet herauszabringen. die etwa an diejenigen heranreichn die vorher von den Deutschen frei- willig geliefert Worten find. Von franzofifchp?r amtlicher Seite wird natürlich alles versucht, um die Ergebnisse der Ruhraktion aufzubauschen und die öffentlich? Meinung in Frankreich über die bisherigen Mitz.rsolge hinweg'utäuschen. Diesem Vorgeten hat sich jedoch die Presse der Schwer- industrie in Frankreich nicht ange- s ch l o s se n, vielmehr veröffentlicht sie regelmäßige Berichte über die Koksmengen, die aus dem Ruhrgebiet bei den Hochöfen in Ost-Frankreich eingetroffen find. Herr Poincare wutz!e vor einigen Wochen in ter Kammer mitzuteilen, datz es der französischen Besatzungsbehörde gelungen sei, täglich 10 000 Tonnen Kohlen und Koks abzu- transpvrtieren. Er stellt dabei fest, daß diese Menge ungefähr derjenigen gleichkonnnt, die F a rkreich vor ter Ruhrak.ion von D.utschland erhallen hat. Das „3du r nee Industrielle", ein Blatt der franwfischen Schwernndustrie, beeilte sich jedoch, diesen Ausführungen des französischen Ministerpräsident:n Ziffern entgegen- zuhalten, die ter Wirllichveit entsprachen und Poinrares ganzes Lüg-enn:Q zerrissen. Rach den Aussüh ungen tes genannten Blattes, dem sich auch andere schwerindustrielle Blatter angeschlof- sen haben, erhält Frankreich täglich nicht mehr als 5000 Tonnen Koks. Die Ingenieur? in Oft- F gnkreich müssen jedoch täglich feststellen, das) dieser Koks sich aus gwiz minterwevtigem Material zusammensetzt. Er besteht in ter Hauptfach: aus Sorten, die entweder für die Eisenerzeugung nicht zu verwenden sind, oder aus Sorten, die im Ruhrgebiet bereits für jeglich? Feuerungszwecke unbrauchbar gemacht worden find. Cs verbleiben also täglich nur ganz geringe Mengen für den Hochofenbetrieb. In den letzten Wochen ist trotz ter Bemühungen ter französischen Desahungstehorde die Streitmacht zur Deckung der Heimat aus 52 Ge- I schwadern bestehen, die so schnell wie irgend möglich gebildet werden müßten. Das Ergebnis die- | ses Vorschlags bedeute eine Vermehrung ter bisher beivitligten Luftmacht um 34 Geschwader. Die Einzelhe' e.i ter Organisationwürdengetegclt werden im Hinblick auf eine vtl. spätere Ausdehnung. Aber bevor weiter? Maßnahmen getroffen wirrten, werde die Frage nochmals geprüft werden im Lichte ter gegenwärtigen Luft stärken fremder Mä6>te. Entsprechend ter Verpflichtung Großbritanniens, wie fie aus ter Völkerbun d s - Tagung sich ergebe, werte Großbritannien frieren mit anterc.i Regierungen zusammen wirken, um die Stärke ter Luftrüstungen zu vermindern nach Grundsätzen, die denen tes Washingtoner Vertrags ähnlich seien. Jedes derartige Abkommen würde die Politik ter Verstärkung ter Luftstreitkräfte, die in seiner (Baldwins) Erklärung dargelegt werde, matzgebend beeinflussen. P o n s o n b y fragte, ob dieser neue Ru- stungswettbewerb zu tenselben Ergebnissen führen werde tote ter vorige Rüstungswettbewerb. Baldwin erwiderte: Rein, ich hoffe nicht. Ich hoffe, datz, lange bevor diese Gefahr entsteht ein Llbkommen betreffend die Rüstungseinbchränkun- gen geschlossen sein wird. Hoare erllarte, das neue Programm schlietze eine weitere Ausgabe von 500 000 Pfund Sterling in diesem Jahre ein, die endgültigen Gosamtkosten würden 5l/2 Akilllv- nen Pfund mehr betragen. Die Politik der englischen Arbeiterpartei. London, 27. Juni. (WTB) Auf der Iahreslonfevenz ter englischen A r b c i t e r fr a r - t e i sagte ter Vorsitzende, das Pa'.lame.ttsmitglied Sidney Webbs, in feiner Srössriungsvete, allen gegenwärtigen Schwierigkeiten liege die kriegerische Spannung von einem bis ?.um anteven Ente Eurovas zugru.ite, d'.e das Ergebnis der Verträge sei, di? den 'Weltkrieg beertet hätten. Vielleicht niemals in ter Geschichte habe es ein terartigeS Fiasko als dasjenige d e r Staatsmänner gegeben, denen d'e Welt 1919 di? Aufgabe anvertraut habe, einen wirklichen Frieden zu schlietzi?n. Di? englisch? Arbeiterpartei werte Frankreich deutlich erllä'.^i, datz sie feinen Schritt mit ihm in seiner aggressiven Politik zusammen- gehen nxrte. Das Parlamentsm.tgliedT homas vers^te.lo, dah die englisch: Arb.i^ecpartei nicht die Äbticht habe, die deutschen Arbeiter im Stich orten, bat) He ortxlf» wuzbea. bteKr Der (TTDtx-1 22urfibaßc' ba:adim. Zwei btleben auf &en 3nrut bei bdar?4*n Sofien mit «-obenen Adaba ft-' .'Brelfert“ tn Marl und bie Zeche .2ugufta Viktoria" in Huels find beseht worben 3n F.ntrop sprengten 5 französische Äriml- nalbramfe eine dienstliche Versammlung der Si en- babner. Landrat Dr Älaufener • 2«ningbaufen ffl nach Berbühung feiner zweimonatigen ®«- fähFN'sftrafe ausgewie'en wo ben. 3n Oberhäuten sind bie französischen Truppen buxtt) belgische abgelb ft worden. Mordtaten ber Belgier. Berlin. 26 Juni. (WTB.) 2uS dem Ruhr- flebtet wirb g.melb-t 3n Gladbeck wurde am 24 3unl auf ber Hvlthaufer St raste ein Schuhmacher .niS Horst. ein Invalide, ber tim ÄianfcnfMuf Tn Horst-Tmfcher als Pflegling untergebracht war. von einem belgischen Posten erschossen Ferner tourbe tn ber Rächt ein Ttmn non etwa 49 Jahren, dessen Personalien bis jehl noch nicht ermittelt worden sind, an b:r Zechenbahn in brr 22he der Berliner Straf); ebenfalls von einem belgischen Pollen erschossen, die Belgier brachten bie Leiche morgens InS hiesige Krankenhaus Die Ausweisungen. Mainz. 2S. 3unl. (WTB.) Ans dem Bezirk Mainz sind heute 600 Slsenbah- ne r mit Familien von den Franzosen ausgewiesen worden. Der Hausrat wurde beschlagnahmt. Die OerfebrUjrmmiiifff. Frankfurt a. 2t. 26 Juni. (WTB) 2uf dem Bahnhof C Imburg haben die Frawzoter heute Plakate angeschlagen. In denen fie bio 2eg l c ba bn von Diez nach Bad Tms anp. eilen Die 2 Hein brücke bei Worms ist beule von den Franzosen gesperrt worden. Auf ber Bräckr wurde eine Dreuzzollstatlon ein- fertigtet Der Karlsruher Rhelnhas en st völlig gclperrt worden Die Ursache d.r Sperrung ist unbekannt. l^in (^ifrtibabiinnnhltf. Paris. 26 Juni (WTB) 21A einer tzavasMeldung aus Düsseldorf ist am $4. Juni abends II Uhr ein Pcrsonenzug auf b,*- Strecke Koblenz — Trier im Berrich- des Bad" ’' n ;-r. b. auf einen ® üter sug geh offen Personen seien nicht verlegt tooibcn. doch sei der 'Materialschaden ziemlich umfangreich DortrnS VrrrStrret. Berlin. 27 Juni. Die .Boss 3tge mdbet aus Paris Dr Dorten, drr gegenwärtig In Pari« weilt, hielt gestern abend in einem nationalistischen Ber,in einen Vortrag über das. was er die rheinische UnabbLngigkeitsbewe- &un q nennt Bach dem Ifovtra.] nahm di- Ter- mmlunq auf Antrag des rech sr^pablik rnls^vn 2b..e r^r>eten Fe red. berMita'i^d d?S im Tun- Tein blühenden .Komitees für da- link? Bhein- teter" ist. eine Dnttchttestung an. in der die Re- P.terung nufgeforbert wirb, di? an^biLtr Unab- chüngigketisbewegung im Rheinland zu fördern Dir ^-rankfnrter ihi»fti-riiinfl „Drntsthinndnnddrr ^rtedrn^vrrtraq" Frankfurt a. M. 26 Juni. (WTB) 3m Römer wurde beute de Xi jfk'llang _D - u t s ch - lanbundder Friedensvertrag. Ruhr, 2 bet n undSaar l m 2bit ebr TampF mi- einer Bagrühungsanfprachr tte# 2eg über di iwegiOusch n bist es Millionen r»c t . i n 1' i • ' bare ZukU rst d<^- utung betel Äuiwte* i>ch nicht doll zum Beaastttein komm Pte Aa < ell,»» so.le da'.u v.'ragen die Oe:i'«?t zu kbürfci und <; x’ l xr. re te'iisch Tb» »inähme ai tun Dc :«cki, ingstum'.'fe u seror B^lfsgenost n »u L e c T r auSaew ete CtK’rbu'yriirl "t von 2 e if I v. gbaufe gab bariut t, c 'chjtte a- de B.td "M >em 2t'I'. htljir Ln : H Grd et. ,iVm; ■ trÄbtungen ubui fw Zustl-rd» im befett. CL.b e! schloshm ich an die Feier an C*tnr Rede ft'.rrdings. Baris, 26. 3uaL . WTB ) Pr.^side rt H 2 r d . a fpraj) gestern in Denver Ader die '*>; i idtltonsgesetzgedungdcr Herein;.' Statuen unb den Benrirt Amerikas »uz'. ;r. temutlonalea Gerichtshof t rc ag. Gr erC Ute u. c, et sirstot U-ü BenvickluLg in die Pollrck bei alten Dell, unb ex gebenfe sich tucht battrr e nznirHrn. dach die Beveinigken Staaten beren Streitigkrirrn regel en. Er wünsch« Poli.'ik der Berriniq- fen Staaten snr (efmile ea auf die Mrbern ; und Trt-aktnng des internationalen Friedens unb bie rechtliche 2c-jelnn; von Kontroversen, de wenn sie anders «regelt würden, \a weiterer Berschär1u»L «cfpannt- heir be- Beziehungen nnb fchllechllch zmn Kriege führen würben. Aus dem Aeiche Der wertdefteindö^e Lohn. Berlin. 26. At.-i. > U«S-r M? 2er- banbüxngen im AerchSard i:Smrat'.rrtam vom 23. 3n.ii wegen b.T Wertbestänblgkeit ber Löhne er'che e» in ber Preise Bori^n. txmo4> der 2e ch?ark^ftsmi ister »**n fkb »lühren sei. noch .richt endgültig Stellung genonnne» habe $)x tUb rigen Be.ha bü «gen bt-nten ls- diglbch zur Klärung der verschiebe »e.» Wewung-n. •ntgült ge Beschluss, finb bisher mir hinlichtlich der Berbeslerung des 3nbe| gerächt worden Aus Hessen, eanbtc’oiect.a-t*. nn. Darmstadt. 26 Znni. Dem Landtage ist soeben ein, 2n.zabl Vorlagen und 2nttdge im Druck Zuge gang rn. bie in ihrer Mehrzahl schrn durch den Landtag bi den letzten Beratungen verabschiedet wurden. Darunter befinden sich u a. die Vorlage über bie Xcg lüeni.ig ber Sei», über bk B.r'a.id*an rehörigk il zur Land- wirtschaftSkammer. die Vorlage &ber bie 2icbe xl- trdffetung, fotoi: bie Vorlagen über die AerHcte lang des D:sandtschaftsgebLades in Berlm und lür die Tktgröf.cruifl ber Tienftiflumc des L aatsministeliums. so dach hier ber Ankauf «neS 5>iuses als Wohnung für den vlantspräsiden en für etwa 320 000 Millronen Mark notwendig wird. Die Abgg. Dr Werner u. Csm haben bei der 2zgtening die Verö'sörtlich»ng auch der TeuervngSzahlen der kleineren Städte b.anhagt und gefordert, dast auch die Teuerungszablen von Vad-Aaubelrn für Oberhessen In Aechnung gestellt werben was bisher nicht ber Fall war, ba bie feit kurzem veröffentlichten Zahlen ber Heftrlchen Lendesstallstik nnr noch die Teuerungszahlen ber fünf gröstten hessischen Städte bringen. Aus Stabt und Land. ®letten, den 27. Juni 1923. Zwei Kundgebungen deck Giesteuer Hauckdesitzervereinck. Dom Hau sbes lhcrvereln wird int* geschrieben. Die am Donnerstag abend Im Katholischen Derelnshaus ftattg:tabte Mikgllederversainmlung hatte einen guten Betuch auf^uwrisen. Der 1. Vorsitzende. Malermeister Count- pach. betantdte tn seinem Vortrag zrinächst d'.e Mietzuschlagsfestsehung -ujH;e e dvon den Vc.schrifte;» in § 3 des B.nchSmre Ligesetz^, worin die Festsetzung der Zusch'.äg? in brr tatsächlich crsorberlichen chöhe Dcrge'cbrieieii lei Diese Vorschrift sei auch in bem jü-igfien Trlah des Brichsarbettsmtni l,rs den Nachgeordneten Behörden in C.innerung gebracht. Der Trlah bezeichne richtig, bat) das ^aubtaugenmerf auf b-.e Trhal- tuna der Wrhnstälten zu featn fei. Wie schädlich seither das fünftliche Vieterhallen der Mieten a?- wesen sei. beginne bie Regierung einzusehen. Tie Stabtverwaliung Hobe bie cu C.Iih bet der letzten Festsetzung der Dnnderisätze nicht beachtet und einen Ausgleich nicht geschaffen Sir mach: es flch leicht und lasse das Äreteamt bestimmen Die Festsetzung der Zuschläge durch das Kreisamt bäte der Stadt gegenüber einen Vor'penn t genommen, aber Ihr TrgevnlS bedeute nur eme» kleinen Bruchteil von den Vedürfnissen für d-e DobnftäUei und nach den Bor-schriften de < Deletz.'s. Ttezhrlb fei erneuter Antrag auf TrhShnng der Hundert- 'ätze bei ber ©tabtncinyiUu ig eingereichl Un- verständlich sei es bah der Mietrrvereii di, ^fer- obfetzung der Mleien rerlange. Hiera.i wrrde d-r 28letert*erein doch wohl felbst ni* glauben Aus die Ausführungen der Redner in bet Mleter- ttedammluag ernzugehen lohne sich nicht. Ni die Tarffdlunge.i d es.r £enen irrZühe n> und nicht den Tatsachen entfprechend fe-.-n Bevor M.*fe Redner vor d.r Cef!e*tlxbHt Zahl n gvb.ii. wäre es für sie richtiger, sich porbe vi vergaff''N. E« x Sedbiean ra'l Hornberger Ci H irte. >.c Hau «b.-fiher leiden nili bei Mi t i-mibm m kerne 2e,*araturcn. so dem icpa. ett.-n «Ich Mbit, h beweis, er hiermit eine grobe Suchu ike urnris 2/» Hand oen vtelen B l,r i lei R>n ibn tw»r- erhediiche 3ub ntühirn. fHbft aut* dann nenn fc ne CAbnb- flf rrraratui pjrje- no-unten t: ütbe.t Rächt eben de T.,'fch:?s'unz wurde alsdann einhtmmtg anyr : nr .D e heutige B i lnimlu des Tt^-ier Haushf »errter/i'rs gib' ei mutig h». n B- dauern ta rüber Ausd u v bat du.ch d . K böt> sichen Crgai-e bk gesetzlich n hbnmuR j-n tn ltchrn T«b*r.i Uten zum Sch b.-n de- Tim .t und der Berm e.ter ged n ordei sind ©olle t an den Häusern b erff. >:rsich-n 2c>arjtum vo.g omnnn ire ben. da in s ich t e ,^>fch'ä ie den tcaM.iyn I u.n niste t a "Jpaste.i gern ih bem Triaste H ^d »s must be Ierwaltu.'grarb I: -digemdh bezahlt werden. T.e Be.'ammlung erb.-6# teshald bi: >?r- terumr Nt>. der Herr 06:. büxeemKr. st er endlich b' Wut Imk krwrbüi weh' als bi.-* tv- hnunaMtn des Retchsmteteng^ tzeS zu ent- tprecheu^ Der Redner kam hierauf auf bie Trhebung ( ber WobnuRgsbauabgabe unb der 1 Lüllads uhrgebühren durch den chaus- descher e; chki und <4l2terx N: fcLbertaer ILnav «erjrl ei cn. ?an'. d:r.i:. 2e'ai-'t ai oeü anb De2>. die dir Haa.b.-si -er erlltim hatten. 3a 3afünft würben sich biete Fülle «oO in gtötte em Mast, - e e-hoen durch bi: ktzzwrfch.1 c^am.teK cib b.i* rt hide i Ta.ju Icmmcr a& itellos neue Schrteiiglei en. bie durch die weitert ganz e hedlicht Steiaeiaag ber Wo, .u g < a ^abgavei ufw. htroo.geu en a erben. Die heutige Ite.fammluag »ordert daher u/ngJxm.. Ancrung des Hausbesitzers oen der 'BcriiUl tung. städ« fcke t Steuern von den Mietrm eib-ben ui md" m Der Vorstand wird ermüch igt. hierzu sofort bie nd’lgeu Sch itie zu tun und im Falle ber 6iterbeilt4-:. * btt zur Trr?tchung ber (wer gestellten Forde.u.tg nc.weodi,ei Tiab labmcn zu helfen. Die Bc. ammlung erflärt. die ihr vom Bo.stand mitgeteilten die-bt.ügiichen Anordnungen unter allen Umständen zu bei eigen.“ Zu Punkt 2 der Tagesordnung, Mieter» fchutzgtfetz. sprach Prof Kovb. Tr beleuchtete dieses D-sttz mit feilen Folgen für d-n Vermieter wre auch für den Wobiungluchendm und den Wrhnw'gSlosen. De beiden letzteren Würben Iebenfalls hierbei am härtesten betroffen, ba bie- fen es nur noch möglich sein werde, durch lehr giche Geldvpfer in den Belitz von Wohnungen ,"M frmwvn Derade dretes Gesetz zeitige in feiner p.akitfchen Answirkung derar.ig fchlimme Folgen, bah es die Wohnungsnot, anstatt zu lindem, nur verewigen helfe Die vom Vorstand dorgeschlagenen tHertel- jährlichm Mttgliede.ertrüge Warben ohne weiteres einstimmig genehmigt. Rach weiterer allgemeiner Aussprache würbe bie sehr angelegte Versammlung geschlossen. Erhöhung der Erwerdckloseu-Uuker' stützttng. Aach den Beschlüften des Reichsrats unb ber R> ich i»inb!er Frr.nksur.er und Offenbarer Firmen nm beben.enbe Betrüge gelDüolgt. Ter Schtotttbiei besitzt etn Poftlcheckheft einer Mainzer Firma, aus dem er Schecke aus- stellt unb diele als Ee-enmert für gekaufte Waren übergib: Bon einem Beamten ber AuskunfkSsteUe des Prst'checkami« ist Istin, nach Borzeigen eines Äo . aauMuge* bet Zinna In Mainz unb eines gültigen Personalausseites, vor einiger Zeit auf Berkaugen auf bem Brief- Umschläge br* Konaoanuzuzes der Vermerk an- georrck.t erorben: Guchaöen am...... 334 809 Mk. Darunter befindet sich brr Abdruck eine* Dnmmislernpe^ „Postscheckamt" enb hex T-cmctt^sug des Beamten. Den am bem llmfc is angegebenen, für be* Tag der 2 . i AufammengehtllL Aus ber Icrtiaa»felge fei folgen ke* hcrvorgeh'ben je »wet srövli-e 31 na her, gelt n Frl. Diez-Weber u. a. m AähereS über Kartenverkauf siehe Inserat In der bcutlgm Rr — Die Deutsche Volkspartei hüll am Freitag. 29. d. Mts.. 8 , Uhr. hn Bewerbe- Haus eint Mktglleberntersauimlung ab. In bet u a. Pros. D Schlau über ,bie polllifchn Lage" sprechen wirb — Tin interessanter Fllmvvr« trag kann am Freitag Im Lichtspielhaus Sahn- hcfl!ratz-e gehört werben. Kapitän Herbert aus Hamburg torrb dort über ehre Tteite mit bem □ Polonia" nach Süd-Amerika sprachen unb dabei sicherlich Diel Frl'einbe* unb Reue* zu beruhten haben. (Stehe Qüigtige.) Wekkcrvoraucksage für Donnerstag BaNotegenb wolkig, meist trxxlrn, etwas Würmer, westliche Winde Dorberrichmrd Das über Skandinavien llegcnbe Tief hat 'ich nordwärts Verlagen unb bem üblichen H« Raum gegeben Das Barometer slrigt überall, so bah w r mit tocchfeind icclfigan. messt trvckeatm Wetter rechnen könnsi. Landkreis Wiefern. • Obbornhofen. 26 Foul Für das Deutsche Bolksopser trurben H4^ g<er3,— 5546,— CarlMühLberger Holzgroßh., Wetzlar, Telephon 462. n>2.. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Ein Bombenanschlag im Wiesbadener Hauptbahnhof. Wiesbaden, 26. Juni. (WTD.) Heute morgen 5 Ahr explodierte im Schülterraum des hiesige r Hauptbahnhofs eine Bombe, durch die fast sämtliche Scheiben und ein grober Teil der Einrichtung zorflort wurde. Verwundet wurden dabei zwei Deutsche, ein Mann und eine Frau. Ein belgisches EchreckensreZimLnt in Buer. Berlin, 23. Juni. (WTV.) Wie aaä Lern Ruhrgeb et berichtet wird, haben die Belgier in B u er. dar schon unter der französischen Herrschaft unsog.ich hat dulden müssen, ein 6(6 reffend regiment cingesüyrt. Die für dir Cr- fchiehnng der beiden belgischen Soldat.n verhängten Sanktionen werden aufs rücksichtsloseste dn'.ch- gcführt. Roch vor dem auf 8 -V.br abevds festgesetzten Beginn der Verkrhrssperre rasen Panzerautos durch dieStadt und streifen Patrouillen durch die Straßen Die von diesen verhafteten Passanten muffen auf der Wache die ganze Rächt stehend mit dem GVicht zur Wand gekehrt “ubrirtflen. Sinan der Fe'tgenommenen wurde von belgischen Soldaten ein Auge aus- geschlagen. Bisher wurden von den belgischen Soldaten erschossen: der 19 O^bre alte Elektromonteur Wese meyer und der 23 Jahre alte Sombri n f. Beide waren in der städtischen Gasanstalt beschälfigi. Sie wurden erschossen, als sie bei der Rülkehr von einem Spaziergang sich noch vor 8 Ahr der elterlichen Behausung näherten. Ein weiterer junger Mann wurde kurz nach 8 Ahr abends durch einen Schutz in den linken Obers chenkel verletzt, der von belgischen Soldaten durch ein Schaufenster in eine Wohnung h i neln- gefeuert wurde. Schwere Verletzungen erlitten noch ein Bergmann Schubert in der Mühlenstrahe, dem eine belgische Kugel durch beide Deine ging, und ein Bewohner der Ackerstrahe. Die Derkehrssperce ist nur insofern gemildert toorben, als Aerzte, Geistliche und Hebammen nach 8 Ahr abenbd die ©trabe betreten dürfen. und Kälber aufgetrieben. Da der Vorhandel schon recht rege uxir/ ging am eigentlichen Markttag der Handel flott von statten Bezahlt wurden der Handel flott vonstatten. Bezahlt wurden Kühe, je nach Qualität, 81/2 bis 12 Millionen. Rinder 2 bis 4 Millionen, 'Kälber 800 000 bis 900 000 Mark das Stück. 7<42.35 7077.65 Anttv.-VrÜssel. Holland Vonbon Paris Schweiz ©iianten .. . . Italien Vifinbon-Ovorto. Dnncinart . . . , Norivene!» . . . . Swwedeii Hclüunfors. . . . Nciinork Demsch-Oeiterr.. Budapest Prag Ao »am....... Wehrmacht durch DeskHung Material zu « halten. Dre Oeffentlichkeit bleibt wegen Gefühl inmg der Staatssicherheit ausgeschlossen. Brief 22610- 78'5- 22610- 33(55;), — 49550, — 18.1.50 12061)0.- 583000.- 55110 — 6660- 10.25 3800.- 21000- M-üMmde-iSM» in blengcr Gegend zu vorteilhaften Be- Mnguna.en zu kaufen oder vnrbten gesucht, fiebüi iL2ln(jclx u. 43591) an d. Gietz. Auzeig. Rasch und prachtvoll werden Blusen, Waschkleider. Spitzen, VandeL Sommer - Handschuhe, Zlorstrliwvfe nsw. ohne Ziochcn gefärbt nur mit den »uelibcrübmieii erbten Heitmanu'S Blnfeufarben, Marke Fnchskops im Cteru. Heitmann s Farbe spart den Färber. Mein Geschäft befindet sich jetzt 4 Neuenweg 4 im früheren Geschäftslokal der -= Färberei Braubach & Fischer. - I D Mnnn^abrrai-e. Wlhnaseb.-Ba3dL 0.1. fflulIU Eackaa. Bepara'arwerkstltla Büchertisch. — Europäi sche Gespräche, Hamburger Monatshefte für auswärtige Politik. (Deutsche Derlagsanstalt Stuttgart und Berlin.) — Dir neue Zeitschrift, deren erstes Heft im Huni erschienen ist, will einen Platz offnen für dir Aussprache über das, was Europa nottut. Herausgeber ist der Leiter des Instituts für Auswärtige Politik in Hamburg. Prof. A. Mendelssohn-Bartholdy. — P ierre Mac Orkan: »Die Reiterin E l s a", Verlag O. C. Recht, München. — Das Werk Orkans ist das Produkt einer ungesunden Zeit, die auch in der modernsten Literatur einen starken Riederschlag — leider — gefunden hat. Die Lektüre des Buches bietet wÄrer in dem Verlauf der Handlung, noch in der Eharakterzeich» nung etwas Erfreuliches: einzig erhebend ist nur die Erkenntnis, dab ein schöpferisches Talent sich betätigte, dem man andere Ziele wünschSn möchte. wickelte sich eine ziemlich lebhafte Rachfrage nach Benz, 240 000. Gröbere Amsähe erfolgten in Konlibank, 16 000 Geld. Es wurden noch folgende Kurse genannt: Api 190 000 bis 200 000, Emelfa 440 000. Hansa Lloyd 50 000 bis 52 000 Krügers» hall 230 000. Don Rentenwerten nannte man Türfenwerte höher. Schutzgebietsanleihe anziehend, 130 000 bis 132 000. Berlin, 26. Juni. Dörsenbericht. De» der sehr starken Nachfrage am Devisenmarkt bestand nur sehr geringe Steigung zur Hergabe von Ware, so datz der Reichsdank wieder fast aus- fchlieblrch die Defrievigung des Bedarfes zufiel. Die Kurse erhöhten sich wiederum ziemlich, und es konnten für die führenden Plätze nur 25 bis 50 Prozent der verlangten Mengen zugeteilt werden. In Rückwirkurg hiervon waren im freien Efsektenverlehr durchweg wesentlich höhere Kurs- fchätzungen, namentlich für die führenden schweren Montanwerte, für Kali- und Bankaktien, sowie auch für preutzische Konsols zu hören. Dollarschatz- antoeifungen wurden schlietzlich per Kassa mit 134 000 und per Juli mit 156 000 gehandelt. Stand des Dollars: (amtliche Dotierung vom 26. Juni) Sranksurt a. SB. 125 400 — 126 600. Frankfurter Devisenmarkt. er elegraph ifche Auszahlung.) Guter Kaffee gibt gute Laune, darum TrinkeQuieta! zn 162.10 10932 3441.35 1217.- r Filmvvr« spielhaus Dihn. . HerbertauS Reise mit dem nach SiH-Amo > viel 5ei|etnbd Gerichtssaal. Lelpz ig, 26. Onni. Bor dem ersten Strafsenat des Reichsgerichts begann ein San« desverratsprozetz gegen sieben Personen, die beschuldigt sind, vom Rovember 1921 biS Februar 1923 in Münster, Paderborn und Hagen mit dem Feinde in Verbindung gestanden und sich bemüht zu haben, von Angehörigen der 22370.- 7735.- 22 >90- 33350 — 49050.- 17950 125400 - 577090 - 5530 — 6590 — 9.75 3760— 20800- Vermischtes. Der AnSdrnch des Aetna beendet. Berlin. 25. Juni. Stach einer Meldung des „Lokalcmz." aus Rom kann der Ausbruch des Aetna als beendet angesehen werden. Em Berliner Mörder im Ausland verhaftet. Berlin, 26. Juni. 3m September 1920 wurde die Schauspielerin Erna K lern m in ihrer Berliner Wahrung erdrosselt aufaefunden. Der SZerdachl der Täterschaft fiel auf ihren Geliebten, den Kaufmann Pom ochy, einen raffi- fchen Staatsangehörigen, der feit der Morbnacht verschwunden war. Rachdem sich der Mörder in Paris und London aufgehalten hatte, konnte er jetzt in Antwerpen ermittelt und auf Grund des Auslieserungsersachens nach Berlin überge- führt werden. Schweres Hochbahnungluck in Amerika. London, 26. Juni. (Wolff.) Reuter meldet aus Reuhork: Gestern nachmittag stüi-zten im Brooklyner Geschäftsv'eriel zwei Wagen der Hochbahn vom Dahudamm auf die St ratze. Sechs Personen wurden getötet, vierzig verwundet. Ein Dampfer auf Klippen aufzelaufen. London. 26. Juni. (Wolff.) Reuter meldet aus Hamilton (Bermuda): Der Dampfer „® a- raquet" auS Halifax ist zwölf Meilen nördlich von Bermuda auf Klippen ausgelaufen. Man glaubt, daß jftas Schiff verloren ist. Hilfe ist unterwegs, um die Passagiere zu retten. --- SlnitL Noiiera- titelt» Briet 6014.90 60k) 10 44 >87.50 45112.50 ■'d)t und 2100 SeidenteiL i,n öligen ^"belt im beuiloen : im L nahmen nrub Achtung! ZahlefnrLnmpen «.Strick lumpen nur diese Woche Ansnahmepreise; für Metalle und Eisen Tagespreise. Bestellungen werden abgeholt. M.Torenzki Wavtorstratze 45. JmiWj in größeren Mengen gegen sofortige 740 000 Mk. (sehr fest). Rvagenmehl (100 KL» 510 000 bis 550 000 Ml. (sehr fest), Weizenklcie 102 000 bis 105 000 Mk. (sehr fest), Roggenkleie 102 000 bis 105 000 Mk. (sehr sest), Raps 400 000 Mark (fest), Leinsaat 430 000 bis 450 000 Mf.. Biktoriaerbsen 320 000 bis 360 000 Mk, kleine Erbsen 240 000 bis 270 000 SIU., Futlcrerbsen 180 000 Mk., Peluschken 165 000 bis 175 000 Mk.. Ackerbohnen 150 000 Mk., Wicken 180 000 bis 185 000 Mk., Lupinen, blau 170 000 bis 180 000 Mark, gelb 230 000 bis 250 000 Mf.. Rapskuchen 158 000 Mf.. Trockenschnitzcl 60 000 Mf. Staub- futter: Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb. 33 000 bis 35 000 Mf.. Haferstroh, drahtgepretzt 30 000 bis 33 000 Mr.. Stroh, strohfeilgeb. 31 000 bis 33 000 SIU., Wiesenheu. gut. gesund und trocken. Vormahd 31 000 bis 33 500 Mk.. Rachmahd 29 000 IS Niliben 6 Aniend: a6 Ms, Rohnhvs. '-.DaSAchinett ‘ Diele: ,'S 'laue Äe^e“. uad, der mvr» 31 DereiuShuu- -lne Mitglieder, .«i Neborige iges Programm tb. Delellenver» uiabteilung de- iotoie Quartett« Uu|ilali|cheDai. s. Silis bei tostümtänze dm Räheres über er heutigen Sir. spartei M )r, im Gewerbe' ng ab, in bei .die politische Moll Atzten- nsS Sielern-Siümmüüli liefet! SsIenSergUstze 4, iel*n 13831 iS*** j 809 WT* 84.6 SEIFE NIMM MIT AUF 0>IE S551SE? 26. Jnnt 9(mtL 3/üiiern. ßl-(i) 91ri la"g« die wrMlet«n früh wahr ge« Gemüse war dem inige Cöauemcu» sJ Publikum die L L Um'M OffeiibaH Morgen an stacke ir Landstwd? " ? die ihre W« rollten. »;tUbe, "frs Stfs grn ^ÄLömd- erl^’nn^fe dem «Aub. ndel.«^ । ««14,‘iii i <*» - Die s > .faßt ein Ä . i es auch JJ anfeftitUa 601 ini ab „3 Prozcnlr g von 60 * 1000 > M Stet' I e^Kinb«' cUt; Xi 5 Ä»1 au<- J Sasb«'re^ D«llerKl tr4 Stütze Neustadt19 - Laden Jeden Preis Hiesige Grotzhandlung sucht sahia Ich für | Vereine j im R a ib o 11 lehr« (Voreicht lloclietnpler) Sciu.lt i chanepirl In 5 Akten (»De | Kaufgesuche | Lichtspielhaus Abends verstärktes Kaufe Filmvortrag M. N. (».. Vlorfftrnfce L. iaubvnu iu*i. io—r» Protein Vrootfion. Cflertrn out. 1*50 an Verla. Säckes W. siod), Weleritrnke ’M Montag abend 11 Uhr en Hehl'« aan't nach kurzem, schweren Leiden men lieber, guter, treu besorgter Mann, unser, lieber Bruder und Onkel ßolibet. iiiit i.u? Mädchen felott ob. fpiitrr nd 3rmi OeiOha^mcnn -m» CHoetbritr. 31. Tlüöitiri »ü. fftia für Uürbe nnd Onu» lotari oY Ionier arl 3nio 8nl. IMrilfer, mi» Vtebtahr. JK i ah verkaufen . 1) luDjUflES ’i ^«rt«rarr2tr Tchirin ürben nebiiebcn la brr "Warft Io ubr. ktb- hole i bei Geilst taubere, al e. «nm CbWrCTKldeiL ffliitl au bbb'irm Z n f Bühnenvolksbund Deinen la e. n.Jait Gietzener Kohlenhandel G. m. b. H. Giehen, Westanlage 35, Fernspr. 1171. MarfcKei iSciReuitrinfiia) lanbDtrtschaktl. Hausbeamtin aut ardu. ‘Hut. Mch. n Animlien .nicht ig Tckrrilil. Nnnevo e unter -ih»voliL LdnUnu» in nnsek. eirDnu i 'udbemlibl u'unlchi «ich roiL als Alltallrl ex *n r er ändern (Wrfl flnorbme unter It. M. 401 au 5inbelf T .i menfleib . 2*« bc and »Olle die bochit Vreile. 2. Avfan-lveiq ■leleo, le'.lirsv. Bit Herr Wilhelm Muth, Bürgermeister IM 58 Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterb'iebenen Karoline Muth. Kiichenlierile öoiI tittefc Moniaq abend tula silberne ^rrnhanbnhr verloren vom Bad» ho' bis Lchau*en» üraiie Okurn nute Belohunna at'»u?ed tHrthrr Col »«,. Sa anrenlt*. fc wilh. ttuhmichel & Lo., S. m. b. h. Herborn \ (Dillkreis) Bureau: Wiihelmstrabe 16, Fernsprecher 94 Ankauf nur von Firmen und Händlern. ___________________________________4l6Ah lu Vorkrtilunj-' Das alte Lied graue 08«Gläser und Munition» W. H. MSIIcring, Hannover. Ankauf: Hans Bard.miagen, Gießen, Astcrw3g16H.I. —9L Markowiy = — W" Beslellungen werden abgehol' 2 Hausmädchen oon denen cm» ia ber beferen Jienaer- arbeit, bas ander, im Nähen and Sfigcta rrfabrra ift, )na baldigem Ein MN orliAt 3«itgcaijbcs. beslLadiq steigende» Sehali naasbletber und Schuhe werden gthrl? Offerten art 3uhu und Bruder Willy Schlapp, Zahnarzt im Aller von 25 Jahren. Tn tiefer Trauen I,adwl< Nchlopp Wwe. Ottilie Bchlapp. Krofdorf, den Xk Juni 1-2. Dio Beerdigung findet Donnerwfae nachmlita« WWkll tirfudji Vobu monnt litU 75000 tJRnrt bei (in rr ' lijr in t fon tlnc Peraün uann r. ifniih.^tMÜti Achtung! Hochintsremnl! Sensationell! Wor em Frelta«: । WenidMl | neb i Türb il zwei Sfüblrn »nvert — Kau-leiderq 7. Eine falt nene ^tlrnliiilriV und rin oebrauch eS $til)li6riditei ■ erlraa. n in der we Itbelf.Mt 6.t ^ob* n nafocrbnltnt-M- bnibet ZfrllHnrt ia Platin- (HolzbrandfMte, Zahnaebisse, Äonlalt«, Tiegel) Abteilung Laboratorium Ausführungen von chemisch-technischen Untersuchungen jeder Art, Spezial • Laboratorium zur Untersuchung apn Berg- und Hüttenprodukten, Eisen- und Stahlanalyffn. Ausarbeitung \ on chemisch - technischen Verfahren, Gutachten, Schiedsanalysen. Abteilung Handelsgesellschaft: Uebcrnahme von Vertretungen, An- und Verkauf von Chemikalien, Drogen, Erzen und Hüttenprodukten. türen 2 Spelte» lammertüren sehr preiswert ab.zngeben. Wo? fast die ®e* fchaitsitrUe ded (Vie* stenei Umeiqe (debrau btc Lefirling neuen soforiiae hei- aen).' <#.• rnutimn , aeiucht. Wcrc u'-'uu- n ) 8 3 L üerjom* ®uTs'/> 'M S» voIHsbund. "SK ' «5% I deutsche vslkspart-' MWA ^g£ rBär MS Nelinie SBciltfL oul MKitln Ulli) MWMÜ iCIIhtfdClt. (W34 KSjcmn«: unb Cbit: Wroiibniiblmifl 8-roid),3?eiilinbtWI, Tclevlion 1051 Woiunn abend lul» silberne ÜlrataWr verloren uom Badn- hoi bio Sdinmen« ilrrt&e. Gcacn Qiilf Lelobmma nbAimti Wirer Ho! y,n Slbaiucnilr. I Schirm" sieben unlieben ia dcrMrlilaube.M „-.boleii bei 6uto 8oe^Nc!erilaL I Vereine J UT.H8 ZwetteZ Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Mittwoch, 27. Juni (923 —«an ij^axrg. u.^wdinnsnaMI Die Hundesteuer in (Ziehen. Am morgigen Donnerstag wird sich die ©tobt» torordneten-Versammlung zum drittenmal seit dem (Beginn ihrer Amtstätigkeit mit der H u n d e- steuer zu beschäftigen habm. Die erste Vorlage im Februar, die den Stadtverordneten empfahl, die Steuer für den Besitz eines Hundes auf den für die damaligen Verhältnisse durchaus nicht übermäßig hohen Betrag von jährlich 3000 Mk. festzusehen, konnte nur mit Mühe unter Dach und Fach gebracht werden. Die folgende Vorlage, die ab 1. r das Recht auf das Aus leben, auf die | MatthäuSgemeinto erfüllt, und wie tief die Arbeit der Männer- unb 5 raucnixtreinigung im Eemeindeleben Wurzel gefaßt hat. * D i e neuen Lohnsteuerabzüge. Die fünffachen (Beirege der bisherigen Abzüge von der Lohnsteuer sollen vom 1. Huli ab Geltung haben. Diese Erhöhungen bedeuten für den Gehalts- und Lohnempfänger trotz der vom nächsten Monat ab zu erwartenden beträchtlichen Steigerungen des Arbeitslohnes eine nicht unerhebliche steuerliche Erleichterung. Bezieht ein Äugest elfter, der Frau und zwei Kinder hat, ein Monatseinkommen von 1 Million, so ergibt sich folgende Lohnsteuer Gehall 1 000 000 Mk. Steuer 100 000 Mk. steuerfrei für den Mann 6 000Mk steuerfrei für die Frau 6 000 Mk. steuerfrei für 2 Kinder 80 000 (TOT Werbungsk. 50 000 Mk. -- 142 000 Mk Also steuerfrei. Hausangestellte bleiben in jedem Falle weiterhin steuerfrei, wenn nicht die Bewertung der Naturalleistungen, die heute auf monatlich 60 000 Mark festgesetzt ist, wesentlich erhöht werden sollte. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. *"* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 47 vom 26. Huni enthüll: Gebühren für amtstierärztliche Dienst Verrichtungen. — Anleihe der Provinz Oberhessen von 1902. Schlußprüfung für die vom .Lehrerinnenseminar der Viktoriaschule zu Darmstadt usw. abgegangenen Schulamtsan- teärterinnen. Erhöhung des Einzugs-, Einkaufsund Feuereimergeldes für Ortsbürger, sowie der Allmendauflagen. Erwerbslosenunterstützang. Dienstnachrichten. Viehseuchen. Dampfer 59956 Br.-Reg.-Tonnen Bar Eadermte, firtote osd taiartösMte Ozaandennter Die höchsten Leistungen von Wissenschaft, KapitaJkraft und Erfindungsgeist finden in diesem Wunderschiff ihre Verkörperung. Unvergleichliche Bequemlichkeiten in allen Klassen Erste Reise nach NewYark am 17. Juil 1923 dann 7. August, 28. August, 18. September, 8. Oktober, ■ 29. Oktober usw., alle drei Wochen Dienstags von Southampton-Cherbourg. Alles Nähere durch die untenstehenden Adressen Regelmässige Verbindung von Bremen über Southampton, Cherbourg nach New York durch die prachtvollen amerikanischen *Regierungsdampfer der United States Lines NÄCHSTE ABFAHRTEN) President Harding . . . 27. Juni President Arthur .... 4. Juli George Washington . . 1L Juli America..........18. Juli President Roosevelt . . 23. Juli President Fillmore . . . 26. Juli 1. August 8. August 15. August 22. August 29. August 30. August Abfahrt von Southampton und Chybourg 1 Tag später Prospekte und Mseltiger illustrierter „Führer durch die Vereinigten Staaten“ Nr. 152 kostenfrei Vorteilhafte Gelegenheit für Güterbeförderung UNITED STATES LINES aentorn Maße haben muß? ürtb weiter, sind Sem 30 000 Mark im Hahre = 2500 Mark imWonat heutzutage, wo man sozusagen t ä g- , l i ch schon nur noch mit Zehntausenden Rechnet, ein gar so gewaltiger Betrag, um den man wie einst um ein Zehnmarkstück feilschen müßte? Diese Fragen können doch nur verneint werden. Nun wird oft auch auf den Hund der »ganz Deinen Leute" verwiesen, die d:e Steuer nicht bezahlen könnten und dann ihren vierbeinigen Freund Certaufen müßten. Wir wollen durchaus nicht bestreiten, daß es für diese Leute schmerzlich sein mag, wenn sie sich von dem ftebgewonnenen Tier trennen sollen; aber steht nicht auch da eine andere Frage doch noch mehr im Vordergrund, nämlich die Frage der Lebenshaltung des Menschen? In dieser Zeit, wo man auf so vieles Liebegewordene verzichten muß, um nur die dringendste Lebenshaltung befriedigen zu können, bürfte es Wohl auch dem hundebesitzenden Deinen Mann, als wichtiger erscheinen, die Geldaufwendungen, die ein Hund ihm verursacht, für seine eigene Leben shaltung zu verwe.rden. In wenigen Worten ferner ein anderer Gesichtspunkt! Wir haben auch gar kein Bedenken dagegen, daß man die Hunde der Züchtereien, die für den Verkauf aber nicht für die Aufzucht bestimmt sind, mit einer angemessenen Steuer belegen würde, deren Höhe sich natürlich mit der Länge des Hunde- besitzeS ausgleichen müßte. Diese Steuer wird ja doch, wie bet allen Waren, zweifellos auch hier auf den Kaufpreis gerechnet, den der Käufer zu bezahlen hat. Und schließlich noch eins: es müßten dvch auch mal Mittel und Wege gesucht und gefunden werden, die vielen nicht zur Steuer angemeldeten Hunde nach Wohnort und „Herrchen" festzustelLn, damit ein Zustand beseitigt wird, den alle diejenigen, die es mit der Erfüllung ihrer hundesteuerlichen Verpflichtungen genau nehmen, als ungerecht empfinden. Wenn man die Hundesteuerfrage unter den Gesichtspunkten betrachtet, die hier in Kürze entwickelt sind, so wird man wohl zugeben, daß die Stadtverwaltung als Sachwalterin der ganzen Bürgerschaft keine unbilligen Anforderungen an die Hundebesiher stellt. Illlerdings wird man. wie oben gesagt, nach der Art des Hundebesitzes unterscheiden müssen. Die Stadtverwaltung war bisher der Ansicht, daß das Gesetz eine sowhe älnter- scheidung nicht gestatte. Demgegenüber ist aber daran zu erinnern, daß unsere Nachbarstadt Bad- Nauheim vor nicht allzu langer Zeit eine Unterscheidung ungefähr in der von uns oben skizzierten Art torgenommen hat. Es wäre nun zu prüfen, wessen Standpunkt der richtige ist. Wir mochten wünschen, daß sich die Stadtverordnetenversammlung diesmal ohne Widerstände auf den Standpunll stellt, den einzunehmen die Hnteressen der städtischen Finanzen zur Pflicht machen. Das soll natürlich nicht bedeuten, daß man nun künftig alles unbesehen hinnehmen soll, was die Verwaltung vorschlägt, aber es soll heißen, daß man nicht mehr so überaus bedenklich sein möge wie bisher. Aus Stadr und Land. ® ießen, den 27. Huni 1923. Do« der Butzbach—-Lich—Grünberaer Bahn. Nach einer Vorbesprechung, die die Vertreter der an der Butzbach-Lich—Grüntorger Dähn gelegenen Gemeinden Montag vormittag in Butzbach bereinigte, fand ebenfalls Montag tormUtag in Butzbach, um Vsll älhr auf dem RathauH, eine Sitzung zur Erörterung der Verhältnisse im Butzbach—Lich—Grün- berger Bahnbetrieb statt, an der Vertreter der Hess. Regierung, der Kreisämter Greßen und Friedberg, die Gemeindevertreter und Vertreter der Firma Lenz u. Co. als Dttriebsführerin der Butzbach—Licher Bahn teilnahmen Don Bürgermeister Volke r-Lich wurden zunächst die Wünsche der Gemeinden und ihre Klagen hinsichtlich der Rückzahlung der Obligationen und Fahrplanes torgetragen und dabei das eigenartige Verhalten der tot rietofüßrenben Firma Lenz u. Co., das erst am Samstag wieder im »Gießener Anzeiger" besprochen wurde, in scharfer llLeise gekennzeichnet. Die Ausführungen dieses Redners fanden die Unterstützung des Vertreters des Krelsamts Gießen Regierungsrats Hemmerde, der noch ganz besonders das rücksichtslose Vorgehen der Firma Lenz hinsichtlich der Kündigung der Obligationen rügte. 3n der Aussprache erklärte der leitende Beamte der Firma Lenz u. Co., Regierungsbaumeister N 0 a ck, daß er den Gemeinden bei der Rückzahlung der Obligationen entgegenEonunen Persönlichkeit als das natürllchste und erste erschienen. Scheu sah sie zu Artwlds auf, wie er ba neben ihr schritt, fest und kräftig, in allem em ganz anderer als die Männer ihres Kreises. Einen Augenblick hatte sie das beftimmte Gefühl, baß sie völlig wehrlos gegen ihn fein würde, mit ihm gehen möchte bis ans Ende der Welt, wenn er es so wollte. Hans Dietrich hatte eine Droschke heran- gerufen. Nun raffelten sie eilig durch die kaum stiller gewordenen Straßen. Das Licht der Schau- senster war erloschen. Es war nicht mehr so hell, darum erschien der .Menschenstrom, der dahintrieb, fast noch dichter. 3n dem großen Weinrestaurant, das sie dann betraten, war jeder Tisch besetzt. Warmer Speisengeruch drang ihnen schwer entgegen, lautes Stimmengeräusch schwirrte durchei ranker. Sie durchschritten den ganzen Jungen Raum, ,hne Platz zu finden, als sich plötzlich von einem tor Tische jemanb erhob unb mit einem Ausruf des Erstaunens auf sie zutrat. Es war Ensingen, der dort mit einem Herrn unb einer Dame zusammen- faß. Er begrüßte Arnolds merkwürdig wortreich, aber seine Augen gingen währenddessen flackernd zu Frau Eva hinüber. An seinem Tische waren noch Plätze genug frei, und so ließ es sich nicht gut umgehen, daß man dort auch Platz nahm, obgleich Frau Eva. als sie das junge Ehepaar erkannte, lieber weitergegangen wäre. Denn die junge Frau, in deren Gesicht es plötzlich auf- flammte, als sie Hans Dietrich sah, war ihr höchst unsympathisch wegen der aggressiven Art, mit ber sie bie Bewunderung jedes männlichen Wesens, das in ihren Gesichtskreis kam, zu erzwingen suchte. Sie hatte es eine Zeitlang im vorigen (Sinter ganz besonders auf Hans Dietrich abgesehen. Er war damals durchaus nicht unempfind- wvlle: die Firma schlage eine Regelung in der Art vor, baß für 15 Obligationen den ©emernben eine Aktie zugeterlt werde, ober falls eine Gemeinde darauf verzichte, bte Rückzahlung der Obligationen zum 600fachen Betrage erfolgen solle. Die Ausführungen des ßanbtagdabg?orbneten Fenchel- Ober-Hörgern gingen dahin, daß er bie bei ber Bahn bestehenden Mißstände als derart himmelschreiend bezeichnete, daß sie sofortige Abhilfe erforderlrch machten. Pfarrer Nies- Ettingshausen betonte, daß man endlich mit ber Bahn ins Reine kommen müsse unb die Hauptfach: jetzt bie fei. baß die in ber Versammlung gegebenen Dersp rechn n - gen auch gehalten würden. Während bie (Bahnbetriebsleitung früher Kohlenmangel vor- schützte, habe sie. auch nachdem sie ilebcrftuß an Kohlen hatte, den Betrieb fast bis zur Stillegung eingeschränkt. Als nach vielen Bemühungen die Betriebsführerin von ber Reichskohlenstelle Kohlen in Menge bekam, habe bie Firma Lenz u. Co die Annahme der Kohlen verweigert bzw. einen Teil an private Firmen verkauft, unb als 'fcairn die liefernde Stelle, die die Kohlen nur für den (Bahnbetrieb bereitgestellt hatte, diese barm wieder zurückforderte, habe man bie verkaufte Menge von dem Bahnvorrat .erseht. So fd man also beute wieder so weit wie damals, als die Dttriebsführerin. allerdings ohne viel Erfolg zu haben, Kohlenmangel torschützen konnte. Dieses seltsame Geschäftsgebaren konnte von dem Vertreter der Firma Lenz u_ (So, nicht geleugnet werden Man einigte sich schließlich auf eine Entschließung, die zum Ausdruck bringt: 1. baß bie Rückzahlung der Obligationen dem heutigen Geld wert entsprechend zu geschehen hat: die von ber Firma torgeschlagene (oben erwähnte) Regelung sei unannehmbar. Die Erreichung dieses Zieles soll evtl, auf dem Klage weg erstrebt werben. 2. Man verlangt unbeschadet aller Rechte, die sich aus der Konzessionsurkunde ergeben, daß mindestens b re i Zugpaare täglich in jeder Richtung gefahren werden. Sehr wichsig war es, daß bie Hess. Regierung, die durchs Ministerialrat Krapp und Geh. Rät G e i b e l vertreten war, feststellte, daß das ganze bisherige Verhaltender Firma Lenz u Co. gesetzwidrig undden Verträgen zuwiderlaufend war. Es wurde betont, baß vom 1. Huli ab der obengenannte neue Fahrplan eingeführt werden müsse. Die Regierung behielt sich die Prüfung unb Genehmigung aller Dertragsäntorungen vor, ber sich bie Firma Lenz bisher zu entziehen vermocht hatte. Es darf nun ber Hoffnung Ausdruck gegeben werden, daß jetzt endlich, dank ber Unterstützung durch die Regierung und der Aufllärungsarbeft ber Presse, wieder einigermaßen geordnete Zu- ftänbe in dem Betrieb der Nebenstrecke cütireien, denn die Firma 2en$ wird nun wohl gemerkt haben, daß sie auf Widerstände gefloßen ist, über bie sie sich nicht so ohne weiteres hmwegsetzerr kann. « Noch eine Erhöhung der Post-Gebühren am 1. August. Nach einer Mitteilung von zuständiger Seite steht für den 1. August eine weitere Erhöhung ber Post-, Telegraphen- unb Teleph.ongebühren bevor. Dom Verkehrs» beirat werden u. a. vorgeschlagen: Fernbriefe 1000 Mark, Ortsbriefe 400 Mark, Telegrammgebühren das Vierfache vom Huli, Telephongebühren bas Dreieinhalbfache. * ** Die Männer- und Frauenver- einigung der Ma 11 hä u s gem e i n de feierte am vergangenen Sonntag ihren Fami- li e n t a g im Philosophen Wald. Der geräumige Saal ber Wirtschaft zum Philosophenwald war bis auf Den letzten Platz besetzt. Die Hugendvereini- gungen ber Gemeinde boten eine Fülle voa Darbietungen: Musik- unb Liedervorträge, Rezitation und Reigen. Frl. Pfaff trug vier Lieder mit warm empfundenem Ausdruck vor und erntete reichen Beifall. Hm Mittelpunkt der Veranstaltung stand bie Anspruch- von Prof. D. Dr. 6 d> i a n ■ »Anser Verhältnis zur Hugend." Packend mußte er 3U schildern, wie eine Kivche, die noch- die Hug.nb hat, nicht alt sein kann. Pfarrer Mahr begrüßte die Gemeinde, Sekretär Aiebel sprach das Schlußwort. Draußen im Wald vergnügten sich die Kinder der Gemeinde unter Führung ifner Kinder- kirchenfräulerns mit Spiel unb Sang. Der Höhepunkt der Kinderfreude war bie Drezelverteilung; freundliche Geber ber Gemeinde hatten bie Bre- Sein gestiftet. Der biesjährige Familientag bewies aufs neue, welch ein Geist ber Gemeinschaft bie lich gegen diese Bevorzugung gewese-r, obgleich er schnell wieder in seine Gleichgültigkeit zurück- sank. Wer konnte wissen, ob Frau Lotti Schmidt nicht heute abend wieder Anstrengungen machen würde, das verlorene Terrain zurückzugewinnen. Indessen Frau Lotti schien anderer Laune zu sein. Sie ignorierte Hans Dietrich vollständig und nahm dafür Bürgermeister Arnolds aufs Kam. _ Mit ber Ungeniertheit, die ihr Eigen war, liest sie alle Mienen farbigen, machte von ihren schönen Händen den auggiebigften Gebrauch unb funkelte ihn mit ihren glänzenden blauen Augen, feeren Pupillen ausfallend erweitert waren, so sehr an, baß es schließlich sogar ihrem Manne ausfiel, der sonst in dieser Beziehung außerordentlich tolerant war. Arnolds selber ließ das alles mit Seelenruhe über sich ergehen, was die schone Frau förmlich ungeduldig machte unb sie Z>u noch auffälligeren Anstrengungen herausfor- berte. Frau Eva hatte dies alles nun schon so oft an Frau Lotti Schmidt erlebt, ohne baß es sie weiter berührte. Aber heute fiel die kokette Frau ihr doch direkt auf die Nerven, unb sie fühlte sich sehr unbehaglich. Ensingen schien das ganze Schauspiel mit einer Art boshafter Freude zu totradjtex Einmal beugte er sich sogar zu Frau Eva vor und flüsterte ihr »zu: »Entreißen Sie doch Ihren Odysseus feen Armen Circes!" Daß die kleine Gesellschaft allmählich sehr still geworden war, merkte Frau Lotti nicht. Sie schäfte für Arnolds eine große Birne, wobei die blitzenden Ringe an ihren Händen aufs beste zur Geltung tarnen, beugte sich so weit zu ihm herüber, baß b:e Federn ihres riesengroßen Hutes sein Gesicht berührten, und sah ihm voll in die Augen, während toi jeder Bewegung die Seide ihrer Kleider raschelte unb ein starker Helivtroo- BEF.LIN W 8 GIESSEN Unter den Linden 1 Kirchenplatz 13 General-Vertretung» Norddeutscher L'oyd, Bremen „ duft von ihr ausging. So kam es ihr Wohl ziemlich unerwartet, als ihre dringende AufforbWung, ton hier noch in ein Cafa zu gehen, von Arnolds höflich, aber bestimmt, abgelehnt wurde. Als dann Ohlers mit Arnolds gegangen waren, lachte Ensingen heimtückisch: „Sie mären heute atonb grausam, schöne Frau. Sie haben den biederen Landmann um seine Sinne gebracht unb mit Ihren zarten Händen fremdes Gut zu stehlen versucht." »Hst ihr aber nur sehr unvollkommen gelungen," schob Herr Schmidt phlegmatisch bar zwischen. -Solch ein (Bär!“ lachte Frau Lotti Schmidt »Aber ejn famoser Landmann, ein Mann, ber mir gefallen konnte.“ -Dus ist weiter keine Auszeichnung," mehrte ber Gatte. »Schade, baß der Landmann sie so wenig zu .würdigen wußte. Vielleicht hast du übermorgen toi Wellsheims mehr Glück, wenn wir ihn dort wieder treffen.“ Die drei gingen unterdessen die Leipziger Straße hinunter. Frau Eva verstimmt, Arnolds Verärgert. Morgen den ganzen Tag konnte er Frau Eva nicht sehen, weil er nach Magdeburg Au einem seiner Vertreter fahren mußte, der feen Verkauf seiner Weine besorgte, und mit dem er barm den Atonb verbringen sollte. Das war ihm wie ein verlorener Tag, unb Eva erschien er ebenso. Unb bann am anderen Abend die Gesellschaft toi Wellsheims! Don einem plötzlichen Schrecken erfaßt meinte er: „Wenn mir Frau Wellshe'rm nur nicht diese schreckliche Frau Schmidt als Tischdame zuteilt ober sie in meine Nähe setzt" ,2luf irgendeine Weise wirb Frau Lotti schon dafür sorgen," sagte Eva lustig. (Fortsetzung folgt) Billigste Bezugsquelle für 11 830 TR für BOOf^MLAO • TISCH AUF IA6€ • TEPPICH! um »m t'.rOteeäf« TAPE UN • WAHOSTOf FE • LIHCRUSTA H.S IC? C» mim V UL 2100. tHt Streeprrif» enHa moeatfich be- Gut 437SB nwb tet ^nvrw WM Brtawjltjhn and en bereu IBareu, b) tr- merfc und Sttdliguna en wter» «ei*. tiflten bertreten. Die xRtnetaniebcr- SürgeneeiftereL 4325D t^rer • ffll/ltlrtWfl, feflung wirk» huret minbefleni 3. 3.: Dietz. TVifleorhaNer Gießen Verkauf an jedermann! Geöffnet ununterbrochen von 8 6 Uhr luiwitAniFistitM'unii^siiiHiiibiuiiuEJWHfTniininRnRiiuinniHiHiitfHfwiuiHiiinnRJMiiRHnnjsniiOFrainiifTroHiRiiinRiinriMuuiffniRiBnintnfniiFUHiTniinnnjiFvnRuninnnywvninRflnniiBnHUiDiniiiioniV!! Nach wie vor hohe reise ;ntLMEHHO«SrBt -lllieuUM - "f AME* WA NDBt KLEIDUNG einet Um die Xu»i den versiosieuen )it Lthedung. Ange dort unter r. u. r. AM *tw»»* en bot Gittzener Rnidier erbemu hoben liiert 1 bauten. den 23. 3uni 1M3 Bürgermeisterei Allertshausen. Leicht- Motorrad 1 P S Hilfs «»tot, toHloi -Uuifenb, Bekanntmachung. 3n uni« Handelsregister T6l 8 Dur de heute eingetragen Die Firma Hamburg- Hessische Bank AkNengefellfchast hi Aon» HAH BJUA*-*xl CURAUMII ÜWfTXD AMERICAN UHU WC NORD-. ZENTRAL- UND 8ÜD- AMERIKA AFRIKA. OSTASIENuiw. GIESSE*. S. Loeb, Zigarrenheus Bahnhof »tr. Sa. ________ M7e eher von 2 Pr starrsten. oster een einem Prostnristen aast einem Handlang sbe» oll- mäAtiqifn Vie HekanntmeAangen ster (Be|ellld)ah erfolgen nnr im Deatschen Beichson zeiget. Desgleichen in flbteilwng A: Um 18 Jem 1823 stte Ferme Penk Schild, Dietzen. Inhaber ist stet Aeafmenn Paul Schild in Dietzen. L» e._, ITtutn ftt eine Fahrt^bet • Teil, bei Wcmatabvnnemenl betrögt ftrÄhiber SchsileruSchulst, nnaen bis »am yeCenbettn 14 kebenS'.ahee . . . Siechen den 27. Juni 1923 kaufen Gart Hohlherfer W realer Tritt, n i-x.'. **0 Vehördliche Anzeigen 'Xu»f>^iira! beftimmirn Zerrung« Girchen den 15. 3eH 1*23 802 TR 23 700 TL Strotzen dadn bet Llahr 3te*)en. Siehe. Holzsubmisnon Freitag, »en 99. Juni 1923, nach mittag» S Uhr. fol nachverzeichnete» Holz qu» biestqem Gememdewolst aas bem 6ab- miffton«ei#qe aas diesiger Bürgermeisterei vergeben Beerben. 1. Aiefernft6mee 4. KL 3 Stück mitra. 2Fstm. TlerNaufebebtagungen werben uor bem Lrüffnangolermta ötlanntqeqebew Bersrod, den 22. Juni 1923. Hessische Bstrqermr,sterei Bersrod Becker. 43S2D Bekanntmachung. Oste Sabwcefle der Straßenbahn »ertei aut B rfxcig ab 23 Juni 6. J rie leigt ftAgekgi. erloschen Dietzen, den 22. Juni IM Hessische» Amtsgericht ijtunodi« lüft Uri "SSSSS «itüamivi ihirfln «oretriverl üle Bniflndif i-ni.-Ia*m 1 canar. Diktzm. MenrrT Bekanntmalliuttg. Insstlste ixt Sie« Tema bet Preise ftr Ksttzlen. Llfcne -ie » nd die Strompreise •te folgt erhllht morden fir Beleuchtung M» Z»Y) - ftr Ne ftwft. heim Deutzaast. ßeler. Inhaber ist bet Direhtor Wilhelm Reu hau» in LJoOor b) bezüglich der Jirm« Ott» Schepp. Burst, hardsselden: Die Firma ist erloschen. Die Bekanntmachung oom 12. VI. 23 Dill & Co.. Dietzen, mir» dahin berichtigt, das, d-r 'strsellschasrer nicht Gustav WIE ft. heiRt. sondern iBeHao Junior Am 20 Juni 1923 die forma Johanna Krohn, Dietzen Inhaberin ist die Johanna Krohn ged Jimmet in Gmtzen Arn 21 Jue, 1923 bezüglich bet fonna H C. Bllendstrfer, Dietzen Die Firma ist Kapital betragt I 000 000 DlerA Au De- fhlftsfsthrem sind beste* 1. iecht. die Jirwe allein >n jeich-en Du Jertt»! t.' dfuagen der De eEichaft erfassten •n uerfaa*tn. (mD Paeoae, Cale Ebel Massenschuhverkauf Emanuel & Co., Gießen Seltersweg 31, gegenüber Nowack ,Ä3* Gleicher Verkauf in Frankfurt a. M., Am Schwimmbad 8, und Darmstadt, Ludwigsplatz 2 ’ HARDER SECKIER6C9 <, sb ’O MÄ <.*. I FRANKFURT' M lastuaa «richtet. die die 3tnea: .A»erg- ntederlastung der Hambwrs-Hefsts^a Bank Akrirngefellschaft. vorm. Spat» und Dar» Aktiange1ellscha»t zu Steinbach' führt fegenftanb bei Untrmebmen» M l. bte unveränderte Setlfühtung der seither unter der forma Spar» und Dor» lehenckiaifa Aktien gesellt cha't enn auf die Vor» rugs-Va «er.lakti ^n mindesten» 5 Dividende verteilt sind Aachdem die« geschehen ist, nehmen die V"rzugA-Tamenl- nftlen im fibtlgm auch an jeder Dividende itiLbie auf die 3nbatxTaMen ober irgendeine später etwa zu bildende neue Amen, gattung verteilt wird Jede Vorzugs- Vameilsaktie gewöhn bei allen Ange- legeaheiten eine Dtinrme; eine Vesch'un- fung bidel Stimmrecht» durch Aestsetzung eine» Höchstbettaae» oder von Abitulungen ist nicht zulässig. Jm Hall« bet ßiguibalion oder Aullösuna bet Gesellschaft dar* ®e- sellfchaflinermögen erst verteilt werden, wenn die Dvrzuge- Jlammlahten volle Deckung erhalten haben Vorsiandlmit- gli ?b'g1,ed und einem aehmungen. Das Stimwliapttal betragt 3 fchUonen Wark je Geichlst.fiiHeern sind befielt: I. Lbrisiagtz Klein tn Lallel, 2 Heinrich Mars in Frankfurt e. Ul. Der De>elllchast»nertraa ist om 19. Igcil ISA fest gesielt. Vie Deiellschast wird durch 2 oder mehrere Geschäftsführer vertreten, and zwar entmeber onrch 2 Gesa^ftsfsthret. oder einen Deschäftsstthret and einen pre- zahlen wir, liefern aber trotzdem immer noch billige Schuhe! Da wir in Bälde auf neue Lieferungen angewiesen sind und wir Sie zu billigen Preisen und zu Ihrer vollen Zufriedenheit bedienqn möchten, bitten wir Sie um baldigsten Besuch und reichlichen Einkauf! (sutDway miiftWAr m. < Aeaatwr vo'r. lut fl f*a’ ;lt Diotzan. bau 27. Ja»i 1323. TNrHttiea brr CEleMThitlUmrtAr and Siratzanbahn t er Stadt Dietzen. __Stolt«.___ Bekanntmachung b«tt.: Fesifetzany bei Wettes der Sachbezüge. Der Wert ist neu festgesetzt morden ?las di« Betzanntmachuny an den Rnschlagstafeln wird verwiesen Diesten, den 25 Juni 1923. Versicherung samt der Stadt Dietzen ___Dr. Frey.__ *36]B Bekanntmachnng. Irtreffenb: Äonbel»1iammerbettrag für 1H23. v»e fortschreitende Delbeunoertunq zwingt an» die erst im September sällige Beitraqs- Bäte schon fetzt in Anspruch |u nehmen Vie Lieuerpmchiigen werden daher gebeten, den entfallenden Betrag innerhalb von 8 legen an eine der auf dem Steuerzettel bezeichneten Zahlstellen abzaführea. D!e chzeiliq machen mir die beitraa»- pflichtigen Finnen schon heute daraus auf» merkjair, datz wir genötigt sind, im September mit einet neuen Anforderung an sie heran za treten. «'eben, den 26. Juni 1923. Hessisch« Hattdes^stammer Gietzeu _____Schirmer. 4380c Bektnintrnachung. Der Voranschlag der Gemeinde Ke siel- doch für Aj 1923 liegt vom 27. b. Mts während einer Woche auf hiesiger Bürgermeisterei zur Dinsichi bet 3ntereRenten osten. Binttxnbuagen können während Meier Seit txotaebrocfct werden. Relselbach. den 24 Juni 1923. _______Am'aqericht. 4321R Bekannimachnug. Je nftr tzandelseagcher Ab«. B wurde em getragen Im • Jem ir» i) die Firma Ober, wann & gt einen ersttzlaliigrn fetten Simmentaler Balea auf dem Sabmiiston-wetz dstentlich iu vergeben, ten per» sch losten pro Fen tuet Lebendgewicht auf b'efiqer Bürgermeisterei bis fpätrsten, MtN. woch. bee 4. Jefi 1923, vormittag» 9 Uhr. emreichee, «vielist die Vebiegungea em» iritig beabsichtigt die Dem rinde Aldach et nee jnngen Simm en, girr Seien von Herdbuch. Bereu abstammend, anzubaufen. Jnteresten- ten. die im Besitz von solchen Tieren sind, binnen tlitbe Angebote auf hiesiger Bü einreichei. ch. den 27. Juni 1923 hestische Bürgermeisterei Mbach _______ Arnold___4378V Beknntttnmchnng. Der Vorgnfchlaa der Gemeinde s llrris- hausen für A, 1923 liegt vom 28. Juni o. F ab eine Woche aus hiesiger Bürgermeisterei »ut Dinsicht osten. Ds ist die