Jröulein Hedwig erstorbenen rheini- mn Alfred Gold, ahlin geb. Lecker, zuzeigen. n Bouteiller erieutnant a. D. mheim (Medi) !3. NrMrta, »Ifarben, Pin*el, Par* itt-Wacheio beaterQua- lität empfiehlt tniD ,er hallten? MattaUSenbä &&&$ scheuten di» - toten. A toi« «4 $ rühy^ beim •äfit: der uge ü» r Ä in Slm,me\ bar :ato' im Das, '‘Sitfcfeto“ Central-Drogerie nil Karn, Schulstraße, «so .U? KS M1' W- §> K l'ud),1; 020t» M )r$2, Mr jFr^ mi"LMbers verl^d^b. Geoc«Keben Für die Wage Feines Hl..BH.- rite» weiter emit.mf0.a- em.....MA- einfie täfel- i pw.-iBflrfei 2800.- ..W.M- .......TO. MH- tlgener Seilerei: nnö Weißweine n stets titelswert n iddeS (grabe »rs* [leinhen" £SÄ'«* 08JÄ s^Hold^ B ramen'K >S°-' in ledernes - ch, *.n .k (^nnrtinfl' c,-rt Ur. 75 Erscheint täglich, trotz« Sonn* und Feiertag«, mit derSamstaysbeilage: GietzenerFamilienb lätter Monatliche vezuaapreife: 2850 Mark und IbOMark 2rogerlohn,durch diePost' SOOOMark.auch beiNicht* erscheinen einzelner Num* mern infolge höher« Gewalt - Fernsprech. Anschlüsse: fürdieSchrift- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Siehe«. poftfcheälonlo: graitflurt a. M. 11688. 175. Jahrgang Dienstag, 27. März 1925 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oherhesfen Druck und Verlag: Srschl'sche Univerfitäls-Vuch- uni> Zteindruckere« R. Lauge in Gießen. Zchriftleirung un6 Geschäftsstelle: Schnlstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 27 mm Breite örtlich 80 Mk., auswärts 100 Mb.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 400 MK.Bei Platz' Vorschrift 20u/o Aufschlag Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst BlumscheiN; für der Anzeigenteil: Hans Beck sämtlich in Bietzen Die englisch-französischen Beziehungen. London, 26. Marz. (Wolfs.) Gin Teil der englischen Presse schenkt dem am Samstag im Pariser „Figaro" veröffentlichten Artikel große Beachtung. 3n dem Artikel wurde die Unzufriedenheit Frankreichs mit der Ent» wicklnng seit dem Waffenstillstand, namentlich auch mit der Haltung Bvnar Laws, aaägebrücEt und am Schluß betont. Frankreich müsse seine Zukunft durch neue Bündnisse sicherstellen und zwar mit Mächten, die durch die Gegenseitigkeit ihrer Interessen mit Frankreich verbunden wären. Zum Teil wird in der Londoner Presse der Artikel als ein Angriff auf die Entente betrachtet. „Daily Aews" wirft die Frage auf. ob P o i n -- täte der Verfasser sei. Der Pariser Berichterstatter der „Times" schreibt, es sei bemerkenswert. daß nach der Entmutigung, die in der letzten Zeit das gange Gerede über neue europäische Gruppierungen erfahren habe, und nach den Versicherungen, daß die Entente die Grundlage jeder europäischen Politik bleiben müsse, einem unbekannten Publizisten in einem derartigen Blatte eine so hervorragende Stelle eingeräumt werde, um die alnmöglichkeit eines französisch-britischen Einvernehmens darzulegen und offen die Aotwendigkeit neuer Völkerverbindungen zu prüfen. Die „W e st m i n st e r Gazette" schreibt in einem Leitartikel, es sei unmöglich, zuzugrben, daß die Interessen England und Frankreichs miteinander unvereinbar und einander entgegengesetzt seien. England sei ebenso wie Frankreich vital an der Sicherheit Frankreichs und an dec Bezahlung der Reparationen bis zur vollen Leist ungsfähigkeit Deutschlands interessiert. Aoch weniger als ein bankerottes Deutschland wolle England ein bankerottes Frankreich sehen. Die Interessen Englands und Frankreichs seien dieselben, es sei denn, daß Frankreich andere Interessen habe, die gegenwärtig zu erklären ihm seine Politik verbiete. Schließlich legt das liberale Blatt den Franzosen nahe, ihre Interessen unter einem größeren Gesichtspunkt zu betrachten, denn wenn sie endlich die Entente preisgäben, wären sie es und nicht die Engländer, die den Preis bezahlen müßten. Dem Parlamentchberichterstck^ter des „Daily Telegraph" zufolge werden in der Unter» haus - Debatte gm Mittwoch auswärtige Angelegenheiten erörtert unter besonderer Bezugnahme auf die Lage im Ruhrgebiet und die englisch-französischen Beziehungen. Es werde erwartet, daß Lloyd George an der Aussprache teil nehmen werde. Da die Erörterungen wahrscheinlich einen besonderen Umfang an- nehmen würden, werde Sonar Cato für die Regierung antworten. Dem Berichterstatter zufolge würde dec Bericht der ins Ruhrgebiet entsandten Abordnung der englischen Arbeiterpartei nicht rechtzeitig genau vorliegen, um vyn dem Wortführer der Partei in der Debatte verwendet werden zu können. Die sozialistischen Konferenzen. Berlin, 26. März. (WTB.) Die Verhandlungen zwischen den Vertretern der sozialistischen Parlamentsfraktionen Englctnds, Frankreichs, Belgiens und Italiens und dem deutschen sozialdemokratischen Parteivorstand sind am Montag abend abgeschlossen worden. Mit dem Ergebnis wird sich am 29. März die erneut in Paris zusammentretende Konferenz der sozialistischen Parlamentarier befassen, zu deren Auffassung dann der deutsche Parteivorstand wiederum Stellung nehmen wird. Die Aussprache in Berlin ergab vollkommene Aebereinstimmung der sozialistischen Parteien in dem Entschluß, ihre Kräfte darauf zu konzentrieren, dem Ruhr- abenteuer ein möglichst schnelles Ende zu bereiten und die endgültige Lösung der Reparativnsfrage herbeizuführen, die zur Wiedergutmachung der Kriegszerstörungen führen, der Wahrung des europäischen Friedens dienen und der deutschen Leistungsfähigkeit Rechnung tragen soll. Maffenausweisungeo. = Mainz, 26. März. In Auswirkung des Befehls, nur der französischen Eifenbahnregie zu gehorchen, wurde heute im Bezirk Mainz mit Mafsenausweisungen von Eisenbahnbeamten begonnen. In den Stationen Wiesbaden, Mainz, Dingen, Bingerbrück, Gaualgesheim und Kreuznach mußten bisher mehr als 50 Eisenbahner die Dienstwohnungen sofort räumen und wurden erbarmungslos auf die Straße gesetzt. Mainz, 26. März. (Wolfs.) Die Franzosen haben heute früh weitere sieben Zollbeamte sowie den Privatmann Thiele in Mainz-Cas.'el verhaftet und ausgewiesen. Der 'kürzlich verhaftete Direktor des „Mainzer Anzeigers". Will, ist gestern mit Familie ausgewiesen toorten. fpd. Wiesbaden, 26. März. Heute vormittag zwischen 5 und 8 Uhr wurden unter einem großen Aufgebot von der französischen Desahungs- behörde nicht weniger als 2 0 Ai11g lieber der hiesigen Regierung aus ihren Wohnungen geholt und zwangsweise bis an die Grenze des besetzten^Jebiets vor Frankfurt geschafft und hier ausgewiesen. In einigen Fällen gingen die Franzosen mit besonderer Härte vor. Es han- dell sich prn folgende Herren: Regierungsrat Dr. I Zaun. Regierungs- und Gewerberat Dr. Hesse. Oberbaurat Stiehl, Daurat Dr. Reumann, Re- | gierungsrat Trapp, Gewerbemedizinalrat Dr. Bethke, die Regierungs-Obevsekretäre Leber, Flick. Lange, Geibel, Ries, Sander, Dehre, Kusche, Cron- Hardt, Müller. Kanzlei-Inspektor Uhlsmann, Kanzleisekretär de Marne, Hauptkassenkassierer Dattenfeld, Bureaudiätar Opfermann. Ferner wurde der 18jährige Oberprimaner Weyrauch, der einen Protest wegen der Ausweisung seines Schuldirektors mitunterschnsben hatte und deshalb seit drei Wochen in Unter» suchungshaft sah, ausgewiesen. Der Bürgermeister von Kettwig zu <» Monaten Gcfängnkü und 5 Millionen Mark Geldstrafe verurteilt. Doch um. 27. März. (WTD.) Bon dem Militärpolizeigericht in Werden ist Bürgermeister H o p m a n n aus Kettwig zu 6 Monaten Gefängitis und 5 .Millionen Mark Geldstrafe verurteilt worden, weil er dafür verantwortlich gemacht wurde, daß die Eisenbahnarbeiter, die aus ihren Wohnungen fortgezvgen waren, das Eisenbahnmaterial mitgenommen hätten und er dem Requisitionsbefehl, 55 Decken zu stellen, nur zögernd Folge geleistet habe unD daß er bei dem Besuche der Be- sahungsbehörden auf dem Bürgermeisteramt nicht anwesend gewesen fei. Unerhörte Behandlung der gefangen gehaltenen Beamten. Berlin, 26. März. Die Behandlung der in den französ iUen Unters uchungs- gefängnissen befindlichen deutschen Beamten ist nach den hier eingegangenen Aieldungsi eine geradezu schmachvolle und skandalöse und schändet den Ramen Frankreichs als den einer Kulturnation auf ewig. Richt nur, daß die Behandlung eine unerhört strenge und oft grausame und schimpfliche ist. sondern auch die Verpflegung ist die denkbar schlechteste- Geradezu unerhört ist es aber, daß Gefangene für die Verrichtung ihrer Notdurft und das Essen ein and dasselbe Gefäß benutzen müssen!! Die Zellen sind oft derart Nein, daß man sich kaum darin bewegen kann. In solchen Räumen müssen alte, in Ehren grau gewordene hochverdiente Beamte, d'.e «udem noch krank sind, ihre Untersuchungshaft zabringen. Was sagt das neutrale Ausland zr diesem schmachvollen Verhalts Frankreichs? Wo sind jetzt die Kommissionen der Reutralen, die während des Weltkrieges durch die deutschen Lazarette und Gefangenenlager reiften and ängstlich darauf bedacht waren, daß jedem gefangenen Turko und Spahi sein Menschenrecht ward? Ein Anschlag auf einen französischen Offizier im Saargebiet. Saarbrücken, 26. März. (Wvlff.)Der „Reue Saarkurier" meldet, daß am letzten Samstag, abends 1 Ahr, der Platzkvm- mandant von Neunkirchen, Kapitän Deschamp, von Personen angegriffen worden sei, die chn au Boden warfen und auf ihn losschlugen. Es ist dies das erstemal, daß Im Saargebiet ein Anschlag auf einen ft an» zösischen Offizier ausgeführt wurde. Der Präsident der Regierungskommission hat über die Gemeinden des Kreises Ottweiler, dem Neunkirchen angehört, folgende Polizei- maßnahmen angeordnet: Schließung der Wirtschaften und aller öffentlichen Etablissements abends Vl'9 Ahr, Verbot aller Versammlungen und Verbot von Ansammlungen von mehr als zwei Personen in den Straßen. Cmtc neue Zugentgleisung. Oberhausen, 26. März. (WTD.) Ein von französischem Personal geleiteter Personenzug ist am 24. März auf der Strecke Ober- Hausen-West—Duisburg kurz vor der Einfahrt mit sämtlichen Achsen entgleist. Zwei Wagen fuhren ineinander, während die Maschine um» stürzte. Wer bei diesem Eisenbahnunglück zu- schaten gekommen ist, konnte nicht ftstgestellt werden, weil die Anfallstelle von der Desatzungsbehörde abgesperrt worden war. Es konnte jedoch beobachtet werden, daß verschiedene Personen, die den Zug benutzt haben, davongetragen wurden. Die Zeugetr von Buer. Berlin, 27. März. Einer Meldung des „Lokal-Anzeigers" aus D u e r zufolge wurde gestern enoltch der deutsche Hauptzeuge in der Angelegenheit der Ermordung der beiden französischen Offiziere, der Dergmann W t n - fing, freigeiaffen, nachdem elf Tage lang von französischer Seite ein Druck auf ihn aus- geübt worden ist, eine Erklärung zu unterschreiben, in der er seine Aussagen widerrufen sollte. D u e r, 26. März. (WTD.) Das französische Kommando hat der Stadtverwaltung mitaeteilt, daß die geplante Kirchenfeier für Die in Ducr am 11. März getöteten Deutschen angesichts der gegenwärtigen Verhältnisse nicht gestattet werden könne. Am Samstag mittag ist ein französisches Tankgeschwader, das über acht Tage in den gärtnerischen Anlagen vor dem Rathause gestanden hatte, in der Richtung auf Recklinghausen abgerückt. Die Anlagen haben erheblich gelitten. Entgegen anderslautenden Meldungen wird der Dergmann Winking von den Franzosen noch immer in Haft gehalten. Sie unterwerfen ihn täglich einem scharfen Verhör über die näheren Umstände der Mordtat, für die Winking einer der Hauptzeugen ist. Beschlagnahme der AZeiuban-Domänen. Wiesbaden, 26. März. (Wolff.)Nachdem die Weinbaudvmänen an der Mosel bereits von 10 Tagen beschlagnahmt worden sind, wird jetzt laut „Rheinischer Volkszeitung" in einem Erlaß der Rheinlandkommission auch die Beschlagnahme der Wein- bcuidomänen im R h e i u g a u angeordnet. Die Beschlagnahme bezieht sich auf die Weinberge, die Gebäude und die in den Kellern lagernden Weine. Die Stimmung der Arbeiter. Amsterdam, 27. März. (WTD) Der Sonderberichterstatter des sozialistischen „H e t Volk" chatte in bei Zentrale des ^Bergarbeiter» v-eibandes Xn Dochum eine Un'erreoung mit mehreren bedeutenden Persönlichkeiten. Hierbei wurde u. a. gesagt: Der französische Optimismus ist unbegründet für Diejenigen, Die Die Tatsachen kennen. Wir begreifen, daß die Regierung Pom- care nach zwei Monaten fruchtloser Besetzung das Bedürfnis 'hat, dem französischen Volke nut optimistischen Mitteilungen neuen Mut zu machen. Aber wer wie wir täglich mit diesen Tatsachen zu tun hat, 'weiß Den Wert dieser Mitteilungen einzuschätzen. Wir können uns nicht oorstrllen, daß französische Sachoer ständige den Optimismus ihrer Regierung teilen. Es ist keine Rede davon, daß Die deu tschen Arbeiter in einigermaßen nennenswerter Zähl auch nur einenAugenblick dieReigung hätten, für Die Desetzen den Handlanger'- Dienste zu leisten. Wenn bei Den Arbeitern eine Veränderung bemerkbar ist. Dann ist sie in entgegengesetzter Richtung erfolgt. Die französisch-belgischen Maßnahmen Der letzten Zeit, die Roheit des Auftretens, das Riederschießen von Kameraden und Die Quälereien gegen die Bevölkerung haben Den Geist des Widerstandes eher gestärkt als geschwächt. Vor einer imperialistischen Macht Die uns mit Dem Bajonett zur Arbeit zwingen will, werden wir uns nicht beugen. Aus dem Offenburger Bezirk. K a r l s r u h e, 26. März. (Wolff.) Eisenbahnoberinspektor H e r 11 e i n in Offenburg wurde von dem französischen Militärgericht in Kehl zu 15 Tag en Gefängnis und 50 000 Mk. Geldstrafe verurteilt, weil man bei einer Haussuchung, Die bei ihm nach Dienstakten, Plänen und Lohnlisten vorgenvmmen wurde, einen alten Revolver, von dessen Existenz ihm nichts 6damit war, gefunden hatte. Der Eifenbahnoberinspektor Meier würbe zu 30 000 Mk. Geldstrafe verurteilt, well man bei einer Haussuchung einige Patronen, jedoch ohne Schußwaffen vorgefunden hatte. Die Franzosen haben noch Arbeitslose aus Straßburg nach Offenburg gebrckcbt zur Verladung Der Dort noch lagern Den Reichsoienst» kohle. Die Kohlenzüge werden dann durch Elsaß nach Der Pfalz geführt und Dann erst nach Frankreich gebracht. Damit wollen Die Franzosen Dem Anschein nach einen regen Kohlentransport aus Deutschland nach Frankreich vor täuschen. Ferner haben Die Franzosen aus der Offenburger Reparaturwerkstatt mehrere Werkmaschinen, Drehbänke unD verschiedene Kräne Wetzgeführt, außerdem eine Anzahl in Reparatur befindliche Lokomotiven, Darunter eine Schnellzugslokomotive. Frankreich und die Schweiz. Genf, 25. März. (WTD.) Die Rote der französischen Regierung, die vom schweizerischen Dundesvat Die Durchführung des vor einem Monat in Der schweizerischen Volksabstimmung mit ungeheurer Mehrheit verworfenen Zonen-Abkommens fordert und diese Vollsabstimmung für ungültig erklärt, hat, wie Die führenden west schweizerischen (Blätter heute feststellen, große Erregung hervor- gerufen. Das „Journal de Gensve" wie Die „Gazette de Lausanne" betonen, daß die französische Forderung ungerechtfertigt und unannehmbar fei und daß Die Bevölkerung sich entschlossen hinter die ablehnende Antwort stellen werde, Die Der DunDesrat nach Paris gesanDt hat. Die Blätter weisen überein ftimmenD Darauf hin, Daß die französische Rote von Poincarä selbst unterzeichnet worden sei. — Deutsch-schweizerische Kommentare liegen noch nicht vor. Stinnes in Rom. ,R o m, 26. März. (WTD.) Hugo Stinnes ist zu eintägigem Aufenthalt in privaten geschäftlichen Angelegenheiten hier eingetroffen. Moskauer Todesurteile. Warschau, 26. März. (WTD.) Rach einer Meldung der Poln. Telegr.-Agentur aus Moskau wurde heute früh das Urteil im Prozeß gegen die katholischen Geistlichen verkündet. Der Erzbischof Zepliak und der Prälat D u t k o w i h wurden zum Tode verurteilt, Die anderen Geistlichen müssen Gefängnisstrafen von drei bis zehn Jahren verbüßen. Die Vollstreckung beider Todesurtelle erfolgt am Donnerstag. — Wie die Warschauer Blätter melden, machte der polnische Ministerpräsident Sikonski gegenüber dem Sowjetvertreter in Warschau, Obolonski, kein Hehl aus Der Er regung, Die dieses drakonische Urteil in Der polnischen Oefsentlichkeit Hervorrufen wird Aus dem iReiche. Leichte Erkrankung des Reichskanzlers. Berlin, 26. März. (WTD.) Bei dem Reichskanzler hat sich aus Der verschleppten Erkältung eine leichte Rippens elsi entzündung entwickelt. Der Reichskanzler wird genötigt fein, mehrere Tage Das Bett zu 'hüten, führt aber Die Geschäfte fort. Der Zusammentritt des Auswärtigen Ausschusses. Berlin, 27. März. Trotz der Erkrankung des Reichskanzlers ist die für heute anberaumte Sitzung des Auswärtigen Ausschusses nicht abgesagt worden. Laut dem „Vorwärts" wird an Stelle des Reichskanzlers der Reichsminister des Aeußern eine Erklärung über die Politik Der Reichsregierung abgeben. Die Hochverratssache Roßbach. Berlin, 26. März. (WTD.) In der Hoch- Verratssache Roßbach und Genossen sind in "Berlin am Montag Dreiweitere Personen polizeilich fest genommen worden: Major a. D. v. Stephani. Oberleutnant a. D. t. Buelow und der früher: Privatsekrc- tär Roßbachs namens Pelz. Alle Drei werden am Dienstag dem Richter zugeführt. Die in Der Provinz von Der Berliner Polizei Fe tgenvm- menen wurden inzwischen sämtlich den zustänDizc"? Gerichten porgcfüört. Gegen zehn Der Borgs- führten wurden richterlich ^Haftbefehle erlassen, nämlich gegen den Major a. D. von Der Oelsnih, Hauptmann a. D. Brinkmann, Schrift leiter Quindel in Hannover, Schriftleiter v. Salomon in Stolp, Architekt Spindler, Landwirt Hern- leben, Maschinenmeister Zimmaas, Kaufmann Eichmann in Naumburg, Kaufmann Eckardt m Kassel und Landwirt Härtel in Bad Kösen. 3cna, 26. März. (WTD.) Wie das „Volk" meldet, 'bat die Polizei hier den Geschäftsführer Der Deutsc^ölkischen Freiheitspar-tei, Wünsche, und Den Vorsitzenden der Ortsgruppe, Korvettenkapitän a.D. Gö t tung, f estgen ommen. Pfarrer Traub wetzen Beleidigung des Reichspräsidenten angeklagl. L e i p z i g, 26. März. (WTB.) Der süd- deutsche Senat des Staatsgerichtshofes wird am 11. April gegen den Pfarrer Traub wegen Beleidigung des Reichspräsidenten verhandeln. Ein rechtsradikaler Aufmarsch in München Berlin, 26. März. Der „Vorwärts" meldet aus München, daß dort am Sonntag früh aus Berlin, Nürnberg, Augsburg, Regensburg usw. Trupps von Haken- kreuzlern eintrafen. An mindestens vier Stellen seien Felddienstübungen abgehalten worden. Ein Parademarsch vor Hitler und v. Kahr schloß Die ilebungen. Wie der „Vorwärts" schreibt, war zweifellos am Sonntag mehr geplant als ein Generalappell. Der Putsch sei im letzten Augenblick durch das Zupacken in Norddeutschland verhindert worden. Nach einer Meldung der „Vossischen Ztg." haben sich an dem Llufmarsch der Hitlerleute auch die Vereinigten vaterländischen Verbände beteiligt. Erst als gegen Llbend die Nationalsozialisten demonstrativ durch den Bannkreis des Landtages ziehen wollten, trennten sich die Angehörigen der Vaterländischen Verbände von ihnen. Aus Heffen. Landtagsvorlage». rm. Darmstadt, 26. März. Dem Landtag ist eine Regierungsvorlage zugegangen, durch welche das Gebührenwesen derVer- waltungsrechtspflege durch eine besondere Verordnung festgelegt werden soll. Durch eine weitere Vorlage werden für die innere Einrichtung des neuen Kreisarntsgebäudes in Offenbach 51000000 Mark ungefüttert, davon etwa 31 Millionen für die Möbel, 15 Millionen für Haustelephon, 5 Millionen für Instandsetzung des alten Mobiliars, 4V1 Millionen für Scheibenvorhänge usw. In einer Regierungsvorlage wird ferner ein Entwurf tetr, die Aushebung der Standes- rechte (nach dem Antrag des Abg. Schreiber und Gen.), wie er schon dem vorigen Landtag Vorgelegen hat, veröffentlicht. Rach Artikel 1 werden die Vorrechte des bisherigen Adelsstandes, einschließlich des ritterschaftlichen, gerichtsherr- lichen und sonstigen Adels, soweit sie das ö ff ent- siche Recht betreffen' aufgehoben und diese Familien unterstehen dem allgemeinen öffentlichen und bürgerlichen Recht. Rach Artikel 2 werten weiter auf gelten: das Recht einer eignen Gesetzgebung. das Recht, durch besondere Behörden oder Beamte öffentlich'rechtliche D fugniffe auszuuben oder Staatsbeamte mit der Wahrnehmung haus- iechtsicher Aufgaben zu betrauen, das Recht auf Beilegung ter Prädikate: Königliche Hoheit, Grotzherzogliche Hoheit, Durchlaucht, Erlaucht und DeigL, sowie das Recht auf besondere Trauer (Landestrauer, Kirchengebet, Trauergeläute, Ehrenwachen usw), das Recht auf schuldige Ehrerbietung Innerhalb Der Standesherrschrst, das Recht, ihre Besitzungen mit herrschaftlichem Titel zu bezeichnen, das Recht, Titel und Auszeich» Anlaß bet trrfung in b*tentrt4r- Rechtes bl« genc-' vorausbezahlt; ein Antra (129 868), Sieben etnH fvrmllchen Di I* l rtInarvetfobren* beantragt bat 3m Antettffe bei Dien oei« lerrflt bei Dien he* mürbe reten ®rnbarm nt-m tnar unb fie Ibm tasthell BüLer Ali Hin. anbem 6eht (SDrtNWa folgt) arbeiten beflnbet leite 6toffauf(i Salem tragt. freu der emetfi her grtfoert Teil bei P-fb*aw*v< »teber. her Dieb mürbe verhaftet ttwm ibn tck De Wetkervorau^ ** für Mittwoch. 2Hti't b < r a 247 192 112t 033. Qam- (121 237). Bad-Nauheim 260 364 (130 987). Ttrmbelm 229 127 (124 306), Bensheim 238 164 (131 251), 'Bingen 242 105 (116843), auet) 212 309 (113019). Nüsfelsbeim 235 725 (126 071). ^renbetm 222 733(120961). Dieburg 219 010 (107 078). <3r»(k®eniu 223 0S2 (116940), aiifelb 208 930 (93 286), Buhbach 236 781 (125 923). Lauterbach 215462 (112 719). Oppenheim 245 317 (116 450). Bübingen Ue ab. re», unoerkbeni tpteber birchs Stnflerxtvn in bie Stube zurück mb heulte über feinem Ätnbe: . Hirnes Hm. bu metn !led. Heb nein Hünneschen!" lb«n banfbar «ete «u%Xe? .Äimerab. de. tamfte mich noch 7 AU mell von Älm tnar etr Aber ber Inbred toart iHv, nur einen ner» üchttichen Blick z« ur.b guck'.« dann aut bie ai ‘ ftverfungaetünblgt Der ^h i htungsanifchuh gab ihr bk IDkbetvin'tellung auf Den Jtimb gv.naietafpni^ einet fcruhndnnU fchen 3ngefkll:en Der Hütetzandlung J u 31 Schu cha r b in Sieben miet er wegen Ber- fttumnti brr Ein'pruchsfrist ab 3« allen Sch «5-sprüchen erhielten bie Streit- teile OrfldrungilrifL (Ein politischer Veleidigungsprozeh. Dieben. 24 Mk, 1923 JUtbttanttMlt Fischer al» Vertreter bet PriDakstüaers führte In feinem Plüteher u a aut Da bie Herren bet fAinN**imt» heute nicht reben [affen, reden fk laut St t’t klar. Huß etwa» In Dcfabr Ifl. Abe- nicht ber he"l'ch« Staat iß es. bem durch eine Pillig« Xi Klärung Hab eile bereitet mürben, sondern bteh’ntflrn (mb es bie mit dem Staate noch nicht zu Ibenttlhtertn find, bk ibn aber bebevikben. und bte einen Beamten .Im 3nterefk bet TH en hei" verfehl haben ob- mvhl er wiederholt aber vergeblich bie OMnlethrng elnschl BeNelbung 309 629 (164 701): 231 832 (110 745). elnschl 'Mlctbung 310 849 (145 395); Durchschnitt ber füns grüßten Ctdbte 232 505 (121 638). elnschl. Besteidtma 311 455 ......' ----* (125 486). pertheim Vornoti^cn. - Zaget talenber für Dlenttag. etaMtbeater. 7 Uhr .Den 3uax und Siet". — Lichtspielhaus .Sine ruchSiagb im Eng üben". .Er bet» Maharadscha". .Der Nbönlegelflun" und .Unsere Brüder an ber Nuhr" — Palast- Sichtspiele .ßota Honte»" und .Ehapiin all Ne- pvrier^ G Eden 1003, Edith Bogt. Nachtrag zur Sammlung ber Klasse VII i ber Höheren schule 200, Cbenbarmerte (Jtrel »grupp- ®iri)en) 9500. 15. 5ns -Ngt. 1 Komp 128 200. Paul Buch- kvald Im . Jrinfau»“ 2250. M Sch 1000, E A - 4 Aale 10000. Ungenannt 50 000. Brozel-He'nrich bn .Qfauauum" 1855, die Beamten der chemisch ObetfAtfierei Hohenau m Londorf 20 000, Gef ch-i einem Aas'eelrün ch.n deS.B H E. Cumbatal" bet AeutvirlO in Treis (ßbo ) 12 000. Sammlung bei Einweihung einer Dedenktasel bei Zumtx-reinl tn Bersrod 20 700. Schule Autlers Hausen 8652. Kari Lapp 2 Aale 5000 All Den Gebern herzlichsten Dani! Aki Irre Spenden werden In der Geschäfts stelle des .Siebener Anzeigers" angenommen. Tie Tenerunq-zahlen in Hessen. Die Teueiungszahlen sind berechnet auf Grund der Preis- von 21. frbruar 1923, für den Vormonat (In 5tlamm:r bei gefügt) vom 24 3a- naar: Mainz 226 698 (126 596). Darmstadt 230461 (122338) elnschl Beeidung 3!1 297 156 530); OffenIxKö 211 102 (122644). TDornrt 2'2 621 Aue Stadt und Land. Sieben, bei 27. Mürz 1923 Tas Deutsche Bolksopfer. 3n ber Geschäftsstelle des .Glebener Angers" gingen für unsere bebrängten Bolks- "en Im Auhrgebiet und am Ahein weiter ein: auch nicht gröberer Xi’merT iu*tt Ähtber 'chr en .Bivat den Hannes!" ®r*l als die Qar* läget ihnen da» Derbeten. fchrnegen lk Auch Jr^achsem- trabten atemlo» am Stratzenraln nebenher und booten. einen Blick auf den Beni hm tm werfen zu können Der Hannes lab »ehl ganz aufrecht und frei- Mdg. es machte ihm groben Späh, bk Leute - Schutz den Anlagen! 3n Inter Zell Heben bk öffentlichen gärtnerischen Anlagen wieder durch Abreihen von dmeigen und Bet der Nalcnflächm tark defchüdigl Sache sede» Bürger s ifl es. den Anlagen der Stadt feinen besonderen Schun angebeihen zu iaffen Die Polizei und Sicherkeitiorgane find nach einer Bw romttnwDung des Pvlize'am'e» angewiefen worden. bei verkommenden Be'chädigungen gegen die Täter uimach!ichtlich vvrzugeben; auf das Ikibpt. tjunbf in den Anlagen frei umher laufen rj lassen, wirb dabei besonders aufmerksam gemacht Ubrfe ftrgen und man d-e btn CanbjdgtT Weg ihn aufs TWauI. fchnrl! wollte er bk Hand beben, um den wieder zu schlagen, da merkte er erst so recht, da*, et gNefekt war Und nun ward er nieder» ge'chiaae- A)a» würbe werden mit ihm. mit ber 0»lk und mit de» Hünneschm?? Er hatte da» Be^üNo. » zu neben. .Kamerad." fing er mit einem der OanMAyr an. Himmel noch ehmaL war das nicht ber Andrees, ben er elrtauli noch gam zu X-- »ang. tw bet Bande gHMbt batte, als ber )a auch flhrt Birnbaum Derfett Denn Dr Lenz gesagt hätte, was er aber nicht getan hat er Ie4 flrafDtrlebt. fo könnte man ba< so oerflehen. bah er Der ckorS. ben Kommandanten (114 450). Schotten 215000 (113841) Durch- fdufttu der 24 Gemeinden ausfchl Bekleidung 231 049 (118 715) und «'.nicht Beeidung 309 <,99 #154 607). Die Teuerung au.'schl der Bekleidung ist rwm 3anuar auf Februar um 94.0 Prozent unb elnfchk Bellclbung um 100.5 Prozent gestiegen 2 rhiilqrlh(9rbö6nnq. Da» Schulgeldan allen hessischen höheren Ochranfldlicn und Bürgerschulen wrrbe durch das Lande^b'ldungsamt mit Genehmigung de» Ge- famt’nlnlflrrium» aus 2 0000 Mark für all« Klassen 16 hrlich teflgefetzt Auslünder zahlen den drei fachen Betrag aerütefabrik Maglrus. Straub- Frankfun a. TH Nach Erledigung von Gefchätts- und Delegierten tags berich en würben Ankrdge der einzelnen Dehren entgegengenommen D e .Freiwillig« Feuerwehr Hung«n meld«!« sich X-m Krets- Dcibanb an und wurde einstimmig azfgenrmmen. Dem Verbands rechne. Kamerad Heinrich- Lollar wurde nach Anhörung des Kassenberichts mb nach ben Erklärungen ttr Aechnungtzprüser Cnt- lafiung erteilt. Als Derbanbsbe.traa für 1923 tollen von jedem Htiidlieb der Frelw Feuer- wehren de» Kreises 50 Pf. «rhob-n trvrben Für bie Abhaltung des Herbst Verbunds tage» 1923. mit dem eine Uefnmg verbunden bi. meldeten sich Drünberg unb Sich. Da Slünberg In biefem 3abct sein 50sührigeS Stiftungsfest feiert unb Lich b|h gleich« Äeler erst im Zähre 1925 begeht, würbe ber Herbst Verbands tag der Drünberger Wehr zugeteilt. Der Verfitzende teilte hierauf mit, auf bk Gv^ab« an das Ministerium b#tr bte Tkrtetbunfl bei Feuerwehrabzeichen» für 25- unb 40idbrtg« treue Dienstzeit lei geantwortet worden, di« Verba ndiunqen wegen ber Herftellana ber neuen Abz« ch?-- taten noch Im Gange unb würben Dcrou»f^)!U über ba» aanze Aeich erstreckend Verband cüflei Nch ftu feiner groben Zugcnb.agung. di« nütfxm Ne vor zwei Zahvea in Macimrg stall- etunben hat, m biefem Zähre In ber Pfingst- Ein Karren war herbeigesHtttt worbtzn noch ht talb-.g« Nacht Itaraul lagen hinten im Stroh, mtt Hanbfchellen unb einem HuhNotz wie man tbn bem Vieh, bas es In ber TlzAr bat. Don ber Ttib« zu reimen, ans Hinterbem bindet, unb z i- bem noch mit eitern« Kette anemonber geschloffen, bte beiden Gegangenen. Bom rnch» unb links ppm Kutlchec |c dn Oanbtäg«. hinter bem Karren ^der etn Da ar. eüi Trupp beearfneter Jaurni "och beibertelts nebenher, man hatte alles auf- gebeten, heften man habh.r't werden formte. Es am« «N Koblenz Eüw Welle Fahrt. .__-$• bringen hün. le bringen MeT Das galt «m Bückler Zn bi« nüchNliegenden Ort zur Hinfahrt am 31. T.i in ab 12 Uhr müwgs wwte am 1 unb 2. Aprü. v) zur Rückfahrt am 1 und 1 2fonL •* Ober b«ffif j--»»*"ft und zwar. w:t fit btdaupter im ^znverstündnts mtt dem Arbtitern Der Dee'.fche M^.larbellrn» verband erhob 0 -.'pruch baergat Er bestritt auch bte Aotwenfogker ber Ar < :»'treArng über- baupt. Der Sr- (chtung»au»fchuh n« sk foft Überlaut .Mich gebt brr AüLrr ntt an- Gr fit ntchti ang«ben -?! Und nur tren-.g vorher batte ste so anders gesprochen .Sterner u^ ewig gehör Ich zu dir wte reimte ch ba» tutarrunrnf Er grübette birtber. bd» Gestcht cuf Ste Brust emdg:. bei jedem Stotz des Da gen» noch mehr tn fch ar'ammenlchüttalnd r;c ihm kaum die 5-n:.-r gereiht; a!» er ste um- tanger: wollte, wich Ite zurück .Doiwt uch Alen'ch' » l lachte, ab« es war ihm elend zumute .Dte Deck«, be dk IDribcr Der Krink- beter Dcucg grrrngtchar, g den Vtund .Dk find tote die Hummeln, dastc Honig, 'blecken |e dich, bäht lrinDte f« batte man ihm ad ah«. Ek. Bauer schlug i r r- X (Um«« r - A.__ -we . .• aut B«ua Don (belbft raten unb en dich bi» auf Grund-, Haus- oder e:ir.be*t•*. in den Hüu'em ber shemalforn Lanhesherrn und der Sta tes- Herrn «wo noch Ziehenb« befoadere Ehechei- bungs-, EntmünLtgunM- und Bormunfochafts- rechte usw Durch eine andere 'Berfagt wirb der Afofahe- preis für Brennholz geregelt Otne wettere Vortag» bringt ben Gmwuri dne» Grietzes über bie Au>gehall« und Htnterbttehmen' r^rge für Notar», eine ander« Vortag« den Entwurf «tnr» Gesetzes über bie heisifch«^ Landesfarben und F tag gen. Sodann liegt vor bte Verordnung bes Ddamtmtniherfunte zur Bekämpfung bes über- flüssigen Aufwandes Ins bei onder» gegen Schlemmerei unb Alloholmlhhrouch Ein von dem Ad-g. Knoll erstatteter Bericht des Finanzausfchu'ses nimmt Stellung zu dem Antrag des 2hg. Herbert üb« bi« Absinduna des GrotzH«rzogs. die ber Finanzausschuy besannt'Id mit 6 g*gm 4 Stimmen angenommen hat. Die kommun Avgg Eherner-Aotd verfangen tn einem Antraa bte Erhöhung ber TBtr- bungskoften für Kc eg-brichüdizle unb fragen an über bi« Nichteinführuna bes neu gewühlt en Ge- meinberull in Groh-Karben M ta nibien gewagt - etn Bllck nach dem Aknst" Aknn er Uii ervekbrn formte, hinaus- forwig! N«b gab er bie H?,fnung nicht aus. Ttebr als zehnmal ia| leinet Lau!bahn rar 1. Sie kamen gerade nimmt Landkreis ikirtzen. Storfwtnö etne Ttn^etge gegen die Herren Schnell und Lenz beim Landesamt für das Dlldungswesen erftottet Auch die Gewerkschaften und die Presse Singen mit Anzeigen vor. Hier zeigt sich, wie gefährlich das Lun der „Oberhess. Dollsztg." ist und wohin es zielt. Dr. Lenz hat nicht den geringsten Anlab gegeben, das) eine Strasoev- sehung gegen ihn möglich gewesen wäre. Dah nichts Ernstliches gegen Dr. Lenz dorgebracht werden kann, sehen wir heute, und genau so ist es mit Dr. Schnell und Dr. Adolf. Lächerlich sind die Angriffe gegen Dr. Lenz, die völlig zusammengebrochen sind. Man hat Dr. Lenz vor- geworfen, er habe beim persönlichen Zusammensein im Uebrer^immer politische Reden geführt. 3n einer Zeit, wo junge Menschen von 20 Jahren daS Wahlrecht haben und politisieren, wird man es auch einem ausgewachsenen Manne nicht verbieten können, daß er über Politik spricht, wenn eS, tote hier, in angemessener Weise geschieht. Dr. Lenz wollte man das verbieten. Das ist die Freiheit, die die Herren meinen; sie haben alle Freiheiten, aber die anderen 'möchte man -oehrlos machen. Man tat sehr gut daran, gegen Dr. Lenz keine Difzipllnaruntersuchung zu führen u nb das Licht der Öffentlichkeit zu scheuen. Die Artikel der „Oberhessischen Volkszeitung" zeigen eine Unzucht der Sprache, die ihresgleichen nicht Hal. Man kann mir nicht zumuten, auf das Niveau der „Oberhessischen Volkszeitung" herabzusteigen. Die „Oberh. Vvlksztg? verfolgt Dr. Lenz fett Jahren nur deshalb, weil er eine politische Richtung hat, von der die „Oberh. Vvlksztg." sagt: „Sie paht mir nicht." Ich hätte mal die „Oberh. Vvlksztg." hören mögen, wenn einem ihrer Parteimänner das passiert wäre, toaS Dr. Lenz nun schon feit Jahren passiert, und wenn dann noch ein Schweigegebot an die (Zeugen ergangen wäre. Wenn zwri dasselbe tun, ist eö nicht dasselbe. An der Oberrealschule wurde anläßlich der Rathenaufeier nicht geflaggt, weil es technisch nicht möglich war, cföer auch an der Universitäts-Bibliothek wurde damals aus dem gleichen Grunde nicht geflaggt. Gegen Dr. Schnell tarn die Beschwerde, gegen Direktor Gbel kam nichts. Allerdings gehört Dr. Schnell der. Volkspartei an, Direktor Ebel aber ist altes Mitglied der Demokratischen Partei. Also: Wenn zwei dasselbe tun, ist es nicht dasselbe. So ist es auch etwas anderes, wenn die „Oberh. Vvlksztg." Berichte gegen Dr. Lenz wieder einmal bringt, als wenn sie von einer andern Seite kommen; bei der „Oberh. Vvlksztg." ist man sich über die Absicht von vornherein im klaren. 3n einem der vielen Artikel des Kampfes gegen Dr. Lenz hieb es, die Führer seien zu erbärmlich und zu feig, am mit ihrem Qtamen hervvrzutreten. Wenn der Verfasser, der diesen Artikel geschrieben hat, hier ist — und ich glaube, er ist hier — so bitte ich ihn, zu zeigen, daß er anders ist, und hier mal vorzutreten. Ich komme zum Schluß: Wenn gegen Vetters eine Geldstrafe erkannt wird, bezahlt er sie nicht. Die früheren Bestrafungen wirken bei ihm nicht, er wiederholt und vergröbert die Angriffe. Dr. Lenz hat sich noch nie um Detters gekümmert. Dieser unb noch mehr der Mann, der seine Angriffe aus dem Dunkel gegen Dr. Lenz richtet, greifen ihn fast täglich an. Jetzt ist m. E. mir eine Strafe am Platze, die dem Tatbestand gerecht wird, das ist eine Gefängnisstrafe. Es ist notwendig, zu zeigen, daß nicht nur die sozialdemokratische Partei tun kann, was sie will, sondern das) auch die anderen, wenn sie dem Freistaat geben, was ihm gebührt, Gesinnungsfreiheit haben. Zeigen Sie, daß es vor Gericht noch Gerechtigkeit gibt. Auf Befragen des Vorsitzenden gab der Angeklagte Detters an, daß er wegen Majestäts- beleidigung durch die Presse mit Gefängnis vorbestraft fei. Rechtsanwalt Aarvn als Vertreter des Beklagten führte u. a. aus: Dr. Lenz hat feinen An last, sich zu beklagen gegen die „Obephessische Vvlksztg.". Wer in Der Politik hervortritt, must eS sich gefallen lassen, dast er von seinen Gegnern angegriffen wird. Rach weiteren allgemein- politisch gehaltenen Betrachtungen fuhr der Redner u. a. wie folgt fort: Die „Oberhess. Vztg." steht nicht auf dem Standpunkt, dast man seine Meinung nicht frei äußern kann. Die Regierung brauchte' sich, glaube ich, nicht zu scheuen, zu sagen. waS an der Oberrealschale corgegangen ist. Das Bild „Ebert in der Badehose" hat dort lange in einer Klasse gehängt. In einem Aufsatz hat ein Schüler der Oberiealschule die Republik beschimpft. Verbindungen sind an der OBerreal- schule geduldet und in ein schwebendes»Disziplinar- verfahren ist eingegriffen worden. Die Vorgänge bildeten den Gegenstand einer Disziplinarunter- suchung, und um Ruhe in der Anstalt zu bekommen wurden Dr. Schnell und Dr. Henz verseht. Ich kam. in den Artikeln keine Beleidigungen finden. Die Artikel sind scharf in den Ausdrücken, aber nicht beleidigend, weder in der Form, noch im Inhalt. Das Wort „diszipliniert" ist der Auffassung entsprungen, di» meyt darüber in Laienkreisen vielfach hat: Der Jurist und der Beamte verstehen darunter was anderes. Ich bin der Auffassung, dast meine Partei freizusprechen ist, von einer Gefängnisstrafe kann keine Rede fein. In seiner Replik erklärte Rechtsanwalt Fischer u. a.: Es ist eine älnwaHrheit, dast Dr. Venz irgendwie einen Juden persönlich se angegriffen oder beleidigt hat. Gs ist eine Dreistigkeit, Dr. Lenz mit irgendwelchen Mordplänen in Verbindung zu bringen. Das Bild „Eberl in der Dadckhose" hat nur Prof. Michel gesehen, sonst keiner, und dieser hat fein Wissen zwei Jahre lang für fich behalten, ohne irgend jemand etwas zu berichten. Wenn man Dr. Schnell für den Geist in der Oberrealschule verantwortlich machte, fo must Ministerialdirektor älrstadt für den Geist in der hessischen Lehrerschaft verantwortlich fein. Kein Disziplinarverfahren hat stattgejunden. Dr. Lenz und andere haben nach einer Disziplinar- untersuchung förmlich geschrien, aber die Herren an der Spitze des Landesamts für das Bildungswesen 'haben sich gehütet, diese Disziplinurunter- suchung einzuleiten. Es hat keine Strafversetzung stattgefunden, sondern eine Versetzung im Interesse des Dienstes, mitgeteilt in einer Verfügung mit dem Vermerk: „Maßnahmen zum Schuhe der Republik; Hier: Die Oberrealschule in Gießen." Dieses Historische Dokument habe ich vorhin zu den Qlften gegeben. Detters Hatte also fein Recht, Dr. Lenz in der Oeffentlichkeit dadurch herabzu- setzen, dast et ich der Zeitung sagte, Dr. Qrnz sei diszipliniert worden. Eie haben die beiden unter Anklage stehenden Artikel gehört; die häst- lichsten Schimpfwort sind darin gebraucht. Da soll man noch von der Wcchruna berechtigter Interessen sprechen? Detters weiß genau, dah Dr. Lenz nicht diszipliniert wurde. Wann hat er diese Behauptung zurückgenommen? Man nennt in den Artikeln Dr. Lenz, häuft eine Fülle von Schkmpfworten auf die Dsutschnationalen und weist, daß der Leserkreis der „OberHess. Vztg." das auf Dr. Lenz bezieht. Ich Halle daher meinen Antrag auf Gefängnisstrafe aufrecht. Wer in dieser Weise mit der Ehre eines Mitmenschen sein Spiel treibt, obanfyL er schon wiederholt wegen Preßbeleidigungen bestraft ist, dem gebührt eine Strafe, die zeigt, daß wenigstens hier noch Recht und Gerechtigkeit herrscht. Der Privatkläger Dr. Lenz erklärte, er werde von der „Oberchess. Dztg." nur wegen seines Kampfes gegen das Judentum ständig angegriffen. Gr stelle fest, dah er mit dem erwähnten Bilde Eberts nichts au tun habe, denn er habe In der fraglichen Klasse nicht unterrichtet. Gr stelle weiter fest, daß der Schüler, der den ebenfalls Hier erwähnten Aufsatz gefd)vie5en habe, nicht von ihm und nicht von Dr. Schnell unterrichtet wurde, sondern von einem Lehrer, der Mitglied des Zentrums sei. In den Landtagsverhandlungen sei fein Rame gar nicht genannt worden. Gr fühle sich nur feiner deutschvölkischen Anschauung wegen von der Oberrealschule verseht. Gr habe (Redner beantwortete hiermit eine Zwi- schenfrage des Vorsitzenden) nicht auf Schüler oder Lehrer eingewirkt, dast sie sich für sein Verbleiben an der Oberrealschule verwenden sollten. Seine Anfrage an das Landesamt für das Dil- dungswesen, inwiefern feine Versetzung eine Maßnahme zum Schuhe der Republik sein solle, sei nicht schriftlich beantwortet worden; man habe es vorgezogen, ihn wissen zu lassen, er könne die Antwort mündlich Haben. Da sei ihm dann gesagt worden, er Hätte politische Gespräche geführt. Er habe am 6. Januar in einem eingeschnebenen Briefe um die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gebeten, dieses wurde aber am 10. Februar abgelehnt. Gr habe zur einwandfreien Klarstellung alles getan, was er tun konnte, aber ihm sei alles abgelehnt worden. Rach kurzen Bemerkungen des Rechtsanwalts Aaron und des Angeklagten Detters, rvelch letzterer sich nochmals zur vollen älebernahme der Derantwortlichkeit bereit erklärte und in bezug auf das Wort „diszipliniert" betonte, darüber habe fein Anwalt sich schon geäußert, wurde die Der Handlung geschlossen. Das Gericht zog sich zur Beratung zurück, liest aber schon nach wenigen Minuten verkünden, daß die Urteilsverkündung erst am Mittwoch erfolge. Vermischtes. Sarah Bernhard f. Paris, 26. März. (WTD.) Sarah Bern ha rd ist heute abend 8 Ahr gestorben. Mord in der Gastwirtschaft. Mannheim, 26. März. (WTD.) In der Wirtschaft „Zum Müllerstübl" bedrohte gestern der Gast Roos mehrere Anwesende. Als der gänzlich unbeteiligte Wirt Peter Edling aus der Küche ans Büfett trat, versetzte ihm Roos mit einem Dolch einen Stich in die Brust, wodurch der Wirt getötet wurde. Der Täler ist festgenvmmen worden, und die Polizei hatte alle Mühe, zu verhindern, daß er vom Publikum gelyncht wurde. Drei Dampfer tu der Eldmündtmg zusammen- gestoßen. Hamburg, 26. März. (WTD.) In der Elbmündung stieß im Rebel der von ‘Bremen kommende Bremer Dampfer „Da er en- sels" mit dem von England auftommenben englischen Dampfer „Helder" zusammen. Der Dampfer „Helder" wurde schwer beschädigt und rannte dann auf den nach Hamburg be= stimmten Dampfer „Johanna Lehmann" auf. Dieser erlitt gleichfalls starke Beschädigungen. i -------------------- Handel. Börsenkurse. Frankfurt a. M. Berlin Schluß- Schlich- Schluß. Schlich- Äurs Kurs Kur» Kur» Datum: 23.3. 26.3. 23.3. 26.3. v"/o Dtsch. RelchSanlelhe 4% Deraleichen 3'/»% Dergleichen 3°/0 Dergleichen Dtsch.St>ar»'Lräui.-Anl. 4°/) Preußische KonsolS 4°/0 Hessen 3*V/o Hessen B'/o Hessen 89,75 89.75 89,50 89.5« 1170.- 1170. - 1175,-1175.- 070.— 670.— 675.— 675,— 4400,- 4400.- 4400,-4400,- 348,- 320.- 288.- 300— 180,- 20 L- 200,- 205 — 121,- 12&- 140,- 130,- 121.*- 110,- -,- 103- 126,- 125.- 123,- 4./, Zolltürken 80200,-32500,-30000,-32500,- 5»?Goldmerikaner 287000.- -.-292500. —29250).— Berliner HandelSges. . 43000.- 50000,- 45000,- 550^- Conimerz- u. Privalbk. 6000 — 0900,— 6">00,— 7300.— Damm.n-Nationalbank 7200,— 820D— 7100.— 8200,— Deutsche Bank 20500.- 22500,- 200u0,- 22203;- Deutsche BereinSbank. 8200.— 3210 — —— .— DiSconio Eommandit . 9400.-9900,-9500,-11600- MetaUbank 37250,- 89000,- Mitteldeut. Treditbank 4700,- 5100.- 4800,- 5250,— Oeiterr. Tredl:anstalt. 8100,— 8700,— 8075.— 8700— Bochumer Guß .... 55850,— -,—50000,-61000,— Buderus......... 27000,—31200,—25”00, —325 K),— Caro........... —,-40000,- 36000,-40000,— Demsch'Lurembnrn. . 59750,—86.500,—60000.-68500,— GelsenkirchenerBergw580)0,—64000,-57000.—62M),— Harvener Bergbau. 137000,-143000,-13 (000,-138000,- Kaliwerk SlscherSleben32000,—35700,-32000.-38000. - Kaliwerk Westeregeln 34750,-3-000,— —,— — Vourabütle...... -, -3 4000. -30900,-34000.— Oberbednrs 38000,-45250,-377.00,-45000,— Pbönix Bergbau. . .. 48500,-55005,—49(MX),-53500.- Nhcinstabl. ...... 4500'),—0077)0 - 46000,-52100.- Sheberf Wontatt . . . 120000,-1350)0,-115 00,-1290)0^ LelluS Bergbau . . . 106u0,—12000,— -,— Hamburg-Anier. Pake 4200»— 44000,-. 40030.- 434u0,- Norddeuischer Llood. 22.100,—26100,- 22400,- 25400,- ZementwerkHeidelbert 14700,-15000.- — Philivv Holzmann . . 8 00 — 850),— — Nnglo-Tont.-Guano. . 7000a—8900u,-7800a-8950a— Badische Anilin .... £1300—27500—2325a-278-16*200,— Bergmann....... 3825a—3)750/—37C— — ÜnckerfabrtrWagväuse! 11800.—IBOOa- —,— —— Frankfurter Devisenmarkt (Telegraphische AuSzahsnug.) Dalum 24. März 26. März Lmtl. Noiierg. 9!mtL Stottern. Geld Brie? Geld Brie' Antw.-Brüssel . 1177,55 1182,45 1157,10 1162.9) Holland 8229 35 8270,65 8227,40 8268,60 Vonbon 97755,- 98245,— 97755,- 98245,- BariS 134b,60 135:1,40 13211,15 1335,85 Schweiz. . . 38.5285 3872.15 3845,35 3854.65 Svanien ... 32ltt.no 8233.05 3211,95 322S05'. Iiatten 1017,45 1022,56 1017,45 102L55 Lissabon'Oporb» —.— —,— —,— —,— Dänemark. . . 4017.95 406*105 4009,95 40',0,05 Slorweaen. . 3770,55 3789,45 8753,10 3791,90 Schweden . . . 5536JO 5563,90 5.HG.10 5568,90 Helsinaior». . . —.— —,— 563 60 566.40 Neuuork 20835,30 20937,70 20847,75 20102,25 Denisch-Oesterr. 29,30 29,17 28,-3 29,07 Budapest. . . . 424,- 426»- 478,80 481,20 Prag...... 619,60 62L50 619,15 620L5 elgram .... —,— —»— - ,— -,— Banknoten. strankfurl a.M.. 26. Mär». Schweizer Noten....... i>ranzöüsche Noten . Dänische Noten Schwedische Noten Holländische Noten Demsch'Oesterreich H 100 Kronen Amerikanische Noten Englische Noten Italienische Noten Belgische Noten Ungarische No'en Tschechoslowakische Noten . . . Norwegische Noten Nnmnnische Noten Spanische Noten Aries 3890,- 1826- 4010 — 552.5 - 82!«- 29- 21075.- 98400 — 1013— 1146- 435 — 628-— 3735,- 95,— Geld 3820— 1314— 3940- 5425— 8175.- 28.59 20825.- 97100— 1006— 1134.- 415,- 60S.— 3665.- 92- De rlt n 26. März. Dör.ensttmmungs-- bild. Die festere Tetden,z der vergangenen Wochr übertrug sich in verstärktem Maße auf den 'balligen Verkehr. Dei dem flüssigen Gcldstande ^igte sich regere Kauflust, zumal der jehlge Kursstand verhältnismäßig niedrig erachtet wuröe. Ein besonders lebhaftes Geschäft entwickelte sich am Montanmarkte, wo Gewinne Vis zu 8000 $ro« jent erzielt wurden. Auch chemische und Elskirr- zilätsaktien waren bogckhrt bet einer Höchstbewer- tung um 1000 bis 5000 Prozent. Von Maschinen» fabriksattten sind Augsburg-Rürnberger Maschinen und R. Wolf, mit einer Steigerung von an- na'hrmd 5000 Prozent hervo-rzuheken. Ferner fliegen Stettiner Vulkan und Tettilwerte ansehnlich Rordd. Wolle um 10 000 Proz. Schiffährts- und Dankaktien schlossen sich der Aufwärtsbe'we- gung an. Berliner HarrdelsgefellschLft, in der Annahme eines besonders guten Abschlusses, erreichten 51 000, Hansa-Aktien gewänne t 5000 Prozent. Dalutapapiere setzten höher ein, ohne aber durchweg die Besserungen behaupten zu können. Sväterhtn wurde das Geschäft ruhiger, wobei teilweise leich'e Abbröckelungen erfolgten, wenn auch die Grundstimmung durchaus fest blieb. Franks urt a. M., 26. Marz. Dörsen- st i m m u n g S b t l d. Während schon in der vergangenen Woche die Tendenz der Effektenmärkte eine mäßige Befestigung erfahren hatte, kam auch heute bei Beginn des Verkehrs eine stärkere Aufwärtsbewegnng zum Durchbrnch. Das lebhaftere Geschäft wurde infolge stärkerer Rächfrage fron der Börsenspekulation bestritten, da sich aus Kreisen des Privatpublikums noch keine größere Gefolgschaft eingefunden hat. Der Grund für die freundlichere Stimmung scheint darin zu liegen, daß am Geldmarkt die Erleichterung anhält. Festere Tendenz hatten Industriepapiere zu verzeichnen. Am Markt der zu Einheitskursen notierten Papiere konnte man größere Kurserhöhungen fest stellen. Ebenso hatten Maschinen- und Metall- werte eine festere Tendenz. Die feste Stimmung hielt während des Verlaufes an. Dollar um 1 Ähr 20 950. ♦ Märkte. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 26. März. Am Pr^dukten- markt zeigte sich eine ziemlich feste Stimmung. Getreide war d)m Inland wenig angeboten im Zusammenhang mit den Feldarbeiten. * Die vermehrte Geldflüssigkeit belebte etwas die Kauflust. Die Händler betätigten sich lebhafter infolge der vermehrten Rach, rage der Bäcker nach Mehl. Auch die Mühlen bekundeten lebhafteres Interesse. Roggen wurde teilweise etwas höher bezahlt. Gerste hatte ruhiges Geschäft. Für Hafer zeigte sich seitens des Konsums und des Handels mehr Begehr. Mais stellte sich bei mäßigen Umsätzen etwas teurer. Futterstoffe waren sehr still. Weizen, märkischen 41000 Mk. (fester), Roggen. 39 000 Mk. (fester), Sommergerste 31 000 bis 32 000 Mk. (fester), Hafer, märllschen 30 000 bis 31 000 Ml. (fester). Mais, La Plata, loco Berlin 40 000 bis 41 000 Mk. (fester), toaggonfrei Hamburg 37 000 bis 38 000 Mk., Weizenmehl (100 Kilo) 110 000 bis 120 000 Mk, (fester), Roggen- mehl (100 Kilo) 98 000 bis 110 000 Mk. (fester), Weizenkleie 18 500 bis 19 000 Ms. (fester),Roggen- kleie 20 000 bis 21 000 Mk. (fester), Raps 80 000 Mark (fester), Leinsaat 80 000 Mk. (fester), Viktoriaerbsen 60000 bis 65 000 Mk., kleine Erbsen 40 000 bis 45 000 Mk., Peluschken 56 000 bis 65 000 Mk., Ackerbphnen 30 000 bis 35-000 Mk., Wicken 55 000 bis 65 000 Mk., Lupinen, blau 45 000 bis 50 000 Mk., gelb 60 000 bis 80 000 Mk.. Seradella, alt 70 000 bis 90 000 Mk., Rapskuchen 25 000 Ml., Trockenschnihel 11 500 bis 12 500 Mk. Rauhfutter: Weizen- and Roggenstrvh, drahtgeb. 13 000 chis 15 000 Mk., Haferstroh, drahtgepreßt 10 000 bis 12 000 Mk., Stroh, strohseilgebündelt 13 500 bis 14 500 Mk., Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Vormahd 15 000 bis 17 000 Mk., Rachmahd 13 000 bis 15 000 Mk. Frankfurter Getreidebörse. “ Frankfurt a. 1, 26. März. Das Getreidegeschaft bewegt sich in engen Grenzen. Die in vergangener Woche vorgenommenen Abgaben scheinen beendet zu sein. Man bemerkte eine Befestigung in verschiedenen Artikeln. Zu großen Umsätzen kam es jedoch nicht, da die Derkäufer vorsichtig mit neuen Abschlüssen sind. Für Weizen war etwas Kauflust seitens der Mühlen zu beobachten, auch Roggen schien gefragter. Hafer, Gerste und MaiS still. Futtermittel wurden zu behaupteten Preisen gehandelt. Hülsenfrüchte geschäftslos. Die günstige Witterung gab Anlaß zu^ regeren Nachfrage nach verschiedenen Sämereiartikeln. SS notierten je 100 Kilogramm: Weizen Mk. 85 000—88 000, Roggen Mk. 83 000—86 000, Sommergerste für Drauzwecke Mk. 71 000 bis 75 000. Hafer, inländischer, Mk. 42 000—60 000. Hafer, ausländischer, Marr —, MaiS La Plata Mk. 93 000—98 000, Mais Mixed Mk. 93 000—98 000, Weizenmehl südd. Sez.0 Mk. 145 000—170000, bei Waggonbezug ab Mühlenstation, Roggenmehl Mk. 10 500 bis 11 000, Weizen- und Roggenkleie Mk. 40 000 bis 43 000. Erbsen, je nach Qualität, für Speisezwecke Mk. 120 000—150 000. Frankfurter Diehmartt. fpd. Frankfurt a. M., 26. März. Auftrieb: 126 Ochsen, 60 Bullen, 946 Färsen unb Kühe. .387 Kälber, 117 Schafe, 1878 Schwein* Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht : Ochsen, vvllfleischsge, 240 000—270 000. mäßig und gering genährte Tiere 150 000—230 000 Mark; Bullen 150 000-210000 Mk.; Färsen unb Küche, vollfleischige 230 000-270 000, mäßig genährte 200 000—240 000, geringere Tiere 80 000 bis 230 000 Mk.; Kälber, feinster Qualität, 250 000 280 000, mittlerer 200 000—240 000, geringerer 150 000—190 000 Ml.; Schafe 80 000—200 000Mk.; Schweine unter 80 Kilo 220 000—260 000, von 60 bis 100 Kilo 250 000—280 000, über 100 Kilo 270 000—290 000 Mk. Groß- und Kleinviehmarkt wurden bei ruhigem Handel geräumt, am Schweine» markt verblieb bei lebhaftem Handel geringer? ikberftanb. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Die französischen Annexwnstoünsche. Paris, 26. März. (WTD.) Zur Fruge bet Entmilitarisierung des linken Rhein» uferS schreibt das „Echo de Puris", es sei wohl möglich, daß wenn eine rheinische Autonomie gewährt werde, mit der Zeit ein Partikularis- mus entstehe. Wäre dem so, dann würden sich Köln und Koblenz viel eher von Berlin lossagen, als München ober Stuttgart. Aber eine derartige Lösung bleibe zweifelhaft, und sie sei den zentratt- fievenben Kräften, die Deutschland seit Hunderten von Zähren regeln, entgegen und mache hinsichtlich der Sicherheit FrankreichZ die alten Unterschiede zwischen dem preußischen unb dem nicht- preußischen Deutschland ziemlich bige 2fbcr nicht auf Grund dessen, daß sich vielleicht die günstigst^ Hypothese vollziehen könnte, müsse Frankreich Schuh finden. Das Blatt spricht dünn von der gradweisen Internationalisierung der rheinischen Eisenbahnen, die zuerst unter einem französisch- belgischen Regime Nehm müßten, um später einem Internationalen Komitee übertrugen zu werden, in dem aber der französisch? Einfluß vorheirschend sein müßte. Aber auch das sei nicht genügend, nm den nationalen Block zu befriedigen, und zwur aus strategischen Gründen. Fürdeii Fall, daß Deutschland angreife, müsse man Frankreich und Belgien In die Lage versehen, den Rhein zu halten. Es sei also nötig, daß in rascher Mobilisierung die französische Front durch ftra- tegisehe Linienauf dem li^nken Rhein- u f c r sichergestellt a«rde. und zwar in der gegenteiligen Richtung wie in der Vergangenheit, also durch strategische Linien gegen Osten, mit eucheren Worten, das linke Rheinufer müsse nicht nur entmilitarisiert werden, e8 müsse auch für die militärische Ausnützung durch Frankreich unb Belgien nutzbar gemacht werden, sobald Truppen in die rechtsrheinische 50-Kilometer-Zone ehtge» rückt seien. Ein solcher Plan werbe Cinwendunaen hervorrusew aber dieser Plan ergebe sich aus Der Logil der Klauseln, deren Anwendung Frankreich unbedingt zu fordern habe. Weitere Derhaftungen durch die Franzosen. Groß-Gerau, 26. März. Oberfusttzinspek« tor Lang hier wurde am Donnerstag durch die Franzosen verhaftet und nach Mainz über- geführt. Vorher hatten bei ihm sowohl, wie bei dem Amtsgerichts!) irettor (Jon ar und dem AmtsgerichtSrat Gläser eingehende Haussuchungen stattgefunden. Em amtlicher Bericht Über den Brandschaden im Wiesbadener Staatstheater. Wiesbaden, 26. März. (WTD.) DaS Staatstheater teilt mit: Die Meldungen über die Drandkatastrophe im Staatstheater sind stark übertrieben worden. Das Feuer bat lediglich das Bühnenhaus, ein angrenzendes Dekorativns- und Möbelmagazin und einen Teil der Rüstkammer zerstört. Der Zuschuuerra im, das Foyer, die ©aroeroben unb die Kassenräume sowie fast sämtliche Magazine sind unversehrt geblieben. Da also nahezu der gesamte Dekorations- unb Kostümfundus, die Bibliothek unb die Musikinstrumente erhalten geblieben sind, farcn der künstlerische Betrieb nach Wiederaufbuu der Bühne sofort wieder ausgenommen werden. Man rechnet damit, daß dies in sechs bi- acht Monaten geschehen wird. Warzen beseitigt schnell, sicher, schmerz- und gefahrlos In vielen Millionen Fällen glänzend IxuKirOI bewährt. InApoth. u.Drog.erhiJtl. Gegen Brennen, Fußschweiß u. Wundlaufen Kuklrol* Fußbad. Drogerie G. Wallenfels, Markt 21. 1963A Regelmässige Verbindung von Bremen über Southampton, Cherbourg nach New York durch die prachtvollen amerikanischen Regierungsdampfer der United States Lines NÄCHSTE ABFAHRTEN) George Washington 28. März 2. Mai President Roosevelt 4. April 9. Mai President Arthur.........11. April 16. Mai President Fillmore 18. April 21. Mai President Harding 25. April 26. Mai Von Southampton und Cherbourg i Tag später Vtrlangtn 5ft Prospti't und Scgellisten Nr. 152 UNITED STATES LINES I BERL IN W8 GIESSEN | W Unter den Linden 1 Th. Loos, Kirchenplatz ■ General-Vertretunjp Norddeutscher Lloyd, Bremen Mi* S Unerreicht billig Hohr n. 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Ei» Mrliiig ober angehender Kontorist für Senior u. Vager gesuchL TchrtfiL yingebote mit ökbolionnfpr. unter 22S0D an den amtlirnanf(tL nach auSwaris Tchriftl Anaebo«e untre 08077 an den Gtetz. Anz. erdeten. Die Gemeinde vdentzausen ät. Wetzlar bat folgend, AutzhSizrr )u verkaufen: Boe I Distrikt 4a xb 166 A,«sernstämm«4. KE mit inegesamt 27 36 Fstm Coe 2 Distrikt 9a «■ 15 fttd)t,nftdnm« 4. AI. mit insgesamt 2,97 Fstm Coe 3 Distrikt 9a 1H Fichtenstangen 1. AL mit insgesamt 4,34 Fsim Coe 4 Distrikt 9a 90 Ficht, nstangen 2. ÄI. mit insgesamt 6,40 Fstm Coe 5 Distrikt 9a 340 Ftchtenstangea 3. AI. mit ineaesami 10.20 Fstm Bieter muß sich den hier geltenden Holz- oertzaufabedtnqunqen unterwerfen und bleibt 8 lag« an sein Gebot gebunden Anaedote, getrennt nach Losen und Alafifn, erbitte an mich di« zum 5. April er., nachmittag« 3 Uhr, zu welcher Jett bi« (Fröffnung der ein. gegangenen öflertrn erfolgt Jahlung hat mit ’/ sogleich nach Ju- schlag, W'lt nach 4 Wochen, spatesten« aber vor Abfuhr zu erfolgen 2241s) Krofdorf, den 23 Mürz 1923. Der Bürgermeister Holzverfteigerung tm der Cbrrförftrrci Krofdorf, e) Dienatag. den 3. April 1923, bei Freund In Arofborl; b) Montag, beit 9. April 1823, bei Allnkd le Oden Haufen, sewelle um 10 Uhr vor«. Ju a aus den Distrikten 2b, 7. 8a, 14, 18, 18b, 23a sowie Best« von den Distrikten 12.16, 17, 38, 44. und , Eiche Am 40 Scheit, SO Anüppel, 60 Stochholz, 2000 Aeiser - Buche Am.: 640 Scheit, 260 Anüppel, 4000 Aeiser; Aabelhol, Am.. 7 Scheit, SO MntzppeL 1000 Aeiser. Ju b au« d«n Distrikten 61, 62, 72, 76, 81 e. i- Eich« Am : 83 flnfipp«L 870 Aeiser- Buche Am : 21 Knüppel, 1700 Aeiler, Aodelhol, Am. 8 Anüppel, 100 Aeiser Teilweise Beschränkung deaBieterkreisea verdehalten Am 9. Avril wird nach der Versteigerung in Ovenhausen da« tzoizaeid aus dem Termin vom 16. Mürz erhoben. 2244D L ImI laUfier. echulü'atze f. TeC Mit —V dffnungstermin am Donnerstag, dem 29. TNar, 1923, vormittoa« 11 Uhr, ein- zuretchen. Zufchlagsfrtft 3 Tage. Diesten, den 26. Mürz 1923. Dte Verwaltungen der Untv.-Kltntke». Bckauutuiachung. Der Voranschlag für As. 1923 liegt vom 28. d. Ulte, ab ein« Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters offen. Einwen- düngen Können während dieser Jett daselbst erhoben werden E« ist die Erhebung einer Umlage beschlogen. zu der auch bi« Aus- mürber beizutragen haben. Saasen, den 26. Mürz 1923. s2239V Bürgermeisterei Saasen. Schmitt. ZSi gartrettafl d«ltreues (tzteaendeus In freier Vage, vier Wobn. ä 4 Hirn, u Bad. ah verkaufen ■'.'ab durch üatzau« K e,ar * lebe. Viib- iplflfrrah« SO. *— Gut erh. gebrauchte HaushaltungS- Nähmafchine vreiswer' zu ot Ltcvbanstr. 39 II. StiW » Mittwoch nutz Tauuerstaa MSedaibsa. Horbfrr Sabilaa Jriitfjf BratififfifllUe Zrlitzk MlslelkM Frisch« Bücklinge oer Biund Mk. tOOO.- dteStftenrSBftznet»oML4 ton.— MSikMW! Blltmartl *..UHnil5* (ea»n«i*it« Sbantat) Mnigarlnf Bhjnö 2#0 Bülmia unö 6Rtl ti lafrli 11« SöjrafirifUBOlj... Bloii MM notioi. siitiem ... nm sw seuiii^......nm st« miet entern.. ii sti« mm 5(hflfi[ile^v. 900 gflfleeÄ*Ä‘10990 HOflüfll y; 7000 h» 20000 aieei-Nitt.-iMNb.-nsa)