rn. hi Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GiehenerFamilienblütter Monallichevezuarpreife: 6000 Mark einschließlich Trägerlohn,durch die'post oOOOMark.auchbeiNicht» erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Lewalt.- Fernfprech. Anschlüsse: sürdieSchrift- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrist sür Drahtnack. richten: Anzeiger Ließ Poftscheälonlo: Zratlksurt a. Ul. 11686. 173. Jahrgang Dienstag, 26. Jrnit 1925 E;ehenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheflen vnlck und Verlag: vrühl'sche UnwerfiLStr-vuch- und Zteindruckerei H. Lange in Giehen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Dreis für 1 mm höhe für Anzeiyenv. 27 mm Breite örtl. 320 Mk., auswärts 400 Mk.; fürRekl ame- Anzeigen von 70 mm Breite 1500M.BeiPlah- Vorschrift 20°/,Aufichlag. Hauptschriftleiter: Äug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen Eine Rede Severings auf dem Rheinischen Provinziallandtag. Elberfeld, 25. Juni. (WTB) D-rr rheinische Provinziallandtag ist heute mittag um 2,45 Tlhr im Rathaus zu Därmen zu- sammengetrelen. Die Tagung ist in erster Linie dazu bestimmt, den Etat und dessen Voranschlag unter Dach und Fach zu bringen. Die Tagung eröffnete der preußische Minister des Innern Severing, der folgendes ausführte: Das preußische Ministerium hat sich auch diesmal für verpflichtet gehalten, zu der Eröffnung des Provinziallandtages einen Vertreter zu entsenden, um damit den engen Zusammenhang ztv-ischen dem Staat und der Rheinprovinz zum lebendigen Ausdruck zu bringen. Ich bin aber auch hierher gesandt worden, um den Rheinländern Hu danken für den Widerstand, den sie nunmehr vier Jahre den französischen Belästigungen gegenüber geleistet habSn. Es drängt sich jetzt auf aller Lippen die Frage: Wie lange wird der Leidenszustand rwch dauern? Wohin führt der Weg? Es ist niemand hier, der uns diese Frage beantworten könnte. Wir gehen den Weg weiter, weil wir wissen, daß es keinen anderen Weg gibt. Würden wir den Widerstand aufgeben, den wir bis jetzt dem Einbrecher geleistet haben, dann hätten wir nicht nur den Krieg, sondern auch den ehrlichen deutschen Rach krieg verloren. Es ist selbstverständlich, daß die Regierung alles tun muß und jede Gelegenheit ergreifen muß, um xnit dem Gegner zu einer ehrlichen Verständigung zu gelangen. Dabei ist es ebenso selbstverständlch, daß die Volksgenossen im unbesetzten Gebiet alles tun müssen, um die Leiden der rheinisch-westfälisch-n Brüder abzukürzen. Das ist der Zweck des ganzen Widerstandes, daß die junge Republik zu einem gleich- geachteten 'Glied in der großen Völkerfamilie Europas und der West wird. Ich sagte: Cs gibt keinen anderen Weg! Würden wir einen anderen Weg gehen, einen beguemeren, so hätten wir allerdings die Gewißheit, wohin das führt. Mer diese Gewißheit wäre nicht tröstli/ch. Er würde todsicher ins Verderben führen und dahin, daß mit den Provinzen Schacher g etrieben würde. Dazu werden und können wir uns niemals verstehen. Die französische Regierung lwird binnen kurzem Gelegenheit erhalten, zu den Plänen der französischen Annexionspoliffker Stellung zu nehmen. Sie wird erklären muffen, ob sie die Pläne dieser Politiker billigt oder nicht. Unsere Stellungnahme ist klar. Wir wissen, daß jede wie immer geartete Annexion der Rheinland« nicht zu Reparationen und nicht zur Wiederherstellung führt, sondern daß durch diese Annexion ein neuer Weg zu neuem Blutvergießen und neuen Zerstörungen beschritten wird. Wir erklären derartige Plä.'.e ein für allemal als undisratabel. Ich kann nur wiederholen, daß das Rheinland ^ins nicht feil ist. und daß es nichts in der Welt gibt, was das rheinische Volk und das rheinische Land zu einem S ch a ch e r g e s ch ä f t bei den Verhandlungen machen könnte. Das gilt für Annexionen in jeder Form. Jede Lockerung der Rheinlande im preußischen Staatsverbande wäre gleichbedeutend mit der Lösung der Bande, die die Rheinländer an das Reich fesseln. Deswegen kann augenblicklich von einer Entpreußung der Rh ein lande nicht die Rede sein. Gerade gegen diese Formel haben wir uns heute mit der größten Entschiedenheit zu wenden, weil ich mir sehr wohl denken t'an.s daß aus Gründen der inneren und mehr noch der äußeren Politik die Feanzosen zu einer offenen Annexion einstweilen nicht schreiten werden. Sie sprech:n von S i ch e rungen. Auch wir wünschen Sicherungen für den Frieden Europas. Aber klingt es nicht wie ein grausamer Hohn, wenn man Sicherungen von uns, einem geschlagenen und entwaffneten Volke, verlangt? Wenn von Sicherungen gesprochen wird, dann hätten wir das Recht, Sichenrngen gegen französische lieber- griffe zu verlangen Man sprach von dec Entsendung e'.:er internationalen Miliz und einer internationalen Po.'iZeitruppe. Soll diese uns einen größeren Schatz verleihen, Und soll diese die industriellen Anlagen gegen Zugriffe verbrecherischer Elemente schützen? Wir haben -es ja erlebt, daß diesen Schutz uns die To- fahungsmächte i ch leisten wollen Die rheinische, preußische, und deutsche Eigenart am Rhein zu e - halten, ist unser T.streben, wovon wir niemals lassen werden! (Lebhaftes Bravo.) 3n diesem Sinne erkläre ich den 63. Provinziallandtag der Rheinprovinz für eröffnet. Severing berief sodann den Mgevrdneten Krawinkel zum Mterspräfidenten, der seinerseits ebenfalls unter lebhaftem Bcksall der Versa mm u g das Treu be kennt nis der Rycin- ländei ausdrückte. 5)iernuf wurde zur Bureau ° Wahl geschritten. Zum ersten Vorsitzenden wurde Oberbürgermeister Dr. Jarres- Duisburg gewählt, der in einer längeren Aussprache als Beispiel für die brutale -Unterbrüchmg der besetzten Gebiete, die in der Weltgeschichte ihresgleichen nicht habe, folgende Zahlen an gab: 7 0 0 Jahre Gefängnis wurden verhängt. In der Westmarl, int Rheinland und in Westfalen sind über 1,5 Billionen Mark Geldstrafe ausgesprochen worden gegen Deutsche, die nichis getan haben als ihre Pflicht. Zwei Todes-' urteile wurden g 'fällt neben mehreren Verurteilungen zu lebenslänglicher bzw. langj'ihriger Zwangsarbeit. Die Zahl der Ausgewiese- n en mit ihren Familienmitgliedern beläuft sich auf 1 6 0 0 0 0. Diese Schreckenszahlen müssen immer wieder und wieder in die Welt hinausgerufen werden, damit man sieht, wie wir hier im Rhernlande und Westfalen leiden, wir, die wir trotzdem ungebeugten Ruckens sind. Der Geheimbericht Tirards. Paris, 25. Juni. (WTB.) DaS Ministerium für auswärtige Angelegenheiten d e- mentiert, daß ein Bericht des rheinischen Oberkommissars, dessen Text der Londoner „Observer" veröffentlichte, bestehe. Der gute Glaube des englischen Blattes, das ihn veröffentlicht habe, sei unzweifelhaft irregeführt worden. Der „Matin" gibt aber zu, daß es sich um Roten französischer Agenten handele, die die Grundlagen des Berich.>.s bildeten, aber niemals bis zum Quai d'Orsay gelangt seien. Sie müßten in Koblenz oder anderwärts entwendet worden sein und hätten gewiß deutsche Hände passiert, wo sie zum „Observer" durch den Kanal irgendeiner britischen Behörde gelangt seien. Auch das „Echo de Paris" sagt, dieser Bericht berechtige nicht zu den Konklusionen, welche die daraus ziehen wollten, die ihn veröffentlicht hätten. ErbeweisedieKlug- heit und Amsicht des französischen Delegierten in der Rheinlandkommis s i o n, andererseits verpflichte er keineswegs den Ehef, der hierdurch von seinen Dienststellen Mitteilung erhallen habe. Mas werde Lord Curzon sagen, wenn er die Verantwortung für all das, was seine zahlreichen Agenten im On- und Ausland schreiben, übernehmen wolle und wenn die Acußerungen ihm zugeschrieben würden. Der „M a t i n“ schreibt an der Spitze seines Blattes, d:r Londoner Obscrver, der Enthüllungen über die französischen Absichten im Rheinlande bringe, habe eine wesentliche Sache vergessen. Die rheinischen Deputierten seien jüngst nach Berlin gerufen worden, da die Regierung des Reichskansters Cuno den Eifer der Bevöllerung für die Fortsetzung des passiven Widerstandes habe aufsrischm wollen. Eie seien gezwungen worden, dem Reiche einen neuen Treueid zu leisten, aber zu gleicher Zeit hab? man durchblicken lassen, daß, um Frankreich scheinbar Befriedigung zu geben, es vielleicht in kurzem opportun erscheinen könne, die Rheinprovinz und das Ruhrgebiet zu einer Art Pufferstaat, zu machen. Sie würden nicht als Verräter angesehen, wenn sie sich einem derartigen Unternehmen anschlössen, unter der ausdrücklichen Bedingung, daß es im Einverständnis mit England und unter Führung im voraus bestimmter Personen erfolge. Vinc Anfrage im englischen Unterhaus über die französische Nheinpolitik. London, 25. Juni. sWTD.) Ramsah Macdonald fragte im Unter Hause, ob die Aufmerksamkeit des Premierministers auf den Bericht über geheime Beziehung.n zwischen dem französischen O b e r k o m in i s s a r im Rhein lande und deutschen Staat.an e 5 i;en gelenkt worden sei, wobei es sich um den Versuch La b V, c'nrn separaten Äh einland st aat zu schassen, und ob der Premierminister beabsichtige, irgendtvolche Vorstellungen bei Fran kre ich und anderen Alliierten in dieser Frage zu erheben. Baldwin erwiderte, die Antwort auf den ersten Teil der Anfrage lnu'e bejahend, aber die Regierung habe keine Kenntnis bezüglich der Echtheit oder Unechtheit des in Frage kommenden Berichts. Die Antwort auf den zweiten Teil laute verneinend. Das Abwarten Baldwins, L o n ö o n, 25. Juni. (MTB.) Der Brüsseler Berichterstatter ter „Times" schreibt, er erfahre, daß der britische Premierminister Baldwin Theunis mitgeteilt habe, daß die i n- teralliierten V er Handlungen erst in ein ernstes Stadium treten könnten, wenn der belgische Premierminister von den Schwierigkeiten der inneren Lage befreit sei. B ald- w i n beabsichtige, wie in Brüssel versichert werde, nichts in Eile zu tun. Zwei Franzosen von einem französischen Poften erschossen! Berlin, 25. Juni. Wie die Zeitungen aus Herne melden, wurden in der Rackst zum Samstag am Bahnübergang bei der Station Börnig ein f r a n z ö f i s ch e r K a p i.t ä n und ein Feldwebel vom französischen P v st e n e r s ch v s s e n, als sie auf den Anruf des Postens nicht antworteten. Schon durch den ersten Schuß wurde der französische Offizier getötet. Der Feldwebel wurde so schwer verletzt, daß er am folgenden Tage starb. Eine belgische Gräueltat. Berlin. 25. Juni. (Wolff.) Das deutsch; Rote Kreuz erhielt von feinem Delegierten nachstehenden telegraphischen Belicht: ,.3'n meiner Gegenwart lieferten fcte Belgier in das Gefängnis in Sterb ade den f u r ch t- b ar mißhandelten und gefesselten K a p i t ä n z u r S e e H a n s R o s e a u s E s s en mit schweren Kopfwunden ein. Ich haste einen Arzt und Anwälte bestellt. An dem Äufkirnmen des Kapitäns wird gezwettelt. Die neuen belgischen Maßnahmen gefährden aufs äußerste das Leben der in der belgischen Zone wohnenden Deutschen." Das vorstehende Telegramm wurde sofort an das internationale Rote Kreuz-Komitee weiter- gegeben, mit dem Zusatz: „Das deutsche Rote Kreuz erhebt schärfsten Protest gegen diese unmenschlichen Brutalitäten und erbittet sofortiges Eingreifen." Die Ausweisungen. pd. Bingen, 25. Juni. Die französische Desatzungsbehörde hat am Samstag nachmittag den Beigeordneten Pennrich von hier ausgewiesen. Pennrich befand sich seitdem 9. Mai in Kreuznach in Haft und war vor einigen Tagen vom französischen Kriegsgericht wegen „Gehorsamsverweigerung" zu 40 Tagen Gefängnis und 5 Millionen Mark Geldstrafe verurteilt worden, weil er sich geweigert hatte, für Regieeisenbahner 31 Wohnungen zur Verfügung zu stellen und den Franzosen eine Liste der deutschen Eisenbahner in Binnen auszuhändigen. Die Hrftstrafe wurde durch die Untersuchungshaft ais verbüßt erachtet. Die Möbel des 'Ausgewiesenen sind beschlagnahmt und seine Wohnung ist bereits von einem Regiebeamten bezogen. Worms, 25. Juni. Das Hausgerät der ausgewiesenen Eisenbahner wird bei der Fortschasfung von den Franzosen auf der Rhein brücke angehalten und durchwühlt. Die Möbelwagen müssen stundenlang auf der Brücke halten. Sämtliche Behälter werden rücksichtslos erbrochen, die Möbel auf die Straße geworfen und durcheinander gewürfelt, wo sie stundenlang dem Wind und Regenwerter ausgesetzt sind. On vielen Fällen behalten die Soldaten die wertvollsten Stücke für sich zurück. Der den Eisenbahnern zugefügte Schaden ist außerordentlich groß. Pirmasens, 25. Juni. (WTB.) 3m Laufe des gestrigen Sonntags erhielten 25 Personen aller Stände und Berufe Ausweisungsbefehle, die sich auch wff ihre Familien erstrecken. Der Grund der Ausweisungen ist unbekannt. Die Ausgewiesenen sind heute früh auf drei Automobilen unter spontanen Kundgebungen der Bevölkerung abtransportiert worden. Sflübiinq eines französischen Flugzeugs in Marbach. S tuttg art, 25. Juni. (WTB.) Von zuständiger Seite wird mitgeteilt: Am letzten Donnerstag mußte in der Rähe von Marbach ein Flugzeug der Compagnie Franco-Roum aine infolge Motordefekts eine Notlandung vornehmen. Das Flugzeug, das dem Postverkehr zwischen Frankreich und Rumänien dient, ist Privateigentum der obengenannten Gesellschaft, die k e i n e E r l a u b n i s hat, ihre Fahrzeuge über Deutschland fliegen zu lassen. Der Flugzeugführer wurde zunächst in Schutzhaft genommen, am Freitag aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Flugzeug ist vorläufig zurückgehalten und nach Stuttgart gebracht worden, wo es bis zur Entscheidung des ReichSver- kehrSministeriums bleiben soll. Die Politik (Griechenlands. Paris, 25. Juni. (Wolff.) Der griechische Minister be.3 Qkitßern Alexandris erklärte dem römischen Berichterstatter des „Petit Pari- fic.V‘ nach seiner Unterredung mit Mussolini: 3ch babe versucht, die Grundlage für eine Annäherung an Englund im allgemeinen Interesse des Friedens zu schufen. Wenn man dem Mittelmeer feinen wahren Wert im Hinblick auf dis Weltwirtschaft ioieber geben will, ist ei v? herzliche Zusammenarbeit zwischen de 7 verschiedenen üferftaalen, in erster Lirie zwischen Griechenland und Italien ersorde' ckch. Ich habe Italien, das Kapital und die nötigen Techniker besitzt, angeboten, mit den anbei??n Großmächten an der Audbeutung der natürlichen Reichtümer Griechenlands zu arbeiten. Die Konstruktion und die Tergroßcrung von Häsen, besonders die des HafeaS von Saloniki, bieten berechtigte Absatzgebiete für Italien, daß sich im Gebiete des Mittelire.ves z,u betätigen wünscht. Mckne Vorschläge haben di? beste Ausnahme gefunden. Griechenland will wie dir kleine Entent? den Respekt vor den Verträgen. Italien hat keinen anderen Wunsch. Griechenland kann also ein nützlicher Mittler zwischen Folien und der kleinen Entente sein. Der w rtl eftöndige Lohn. Berlin, 25. Cun . (WTB.) Dir Besprechungen zwischen d?n Arieckgebern un) den Arbeit» t e';mem über de Frage des wertbe ständigen Lohnes führten insofern zu einem Er- v:f ni5. als die Schaffung eines neuen ver - besserten Lebens hattungsindexe ldi allen beteiligten Kreisen a » notwendig erkannt wurde. -Sieber- d e Frage, ob künftig ein? automatische Anpassung der Löhne und Ge jättcr an den n-uci Index erfolgen soll, ist bisher noch keine Entscheidung getroffen worden. Di? Unter- neim?. sprachen die Befürchtung aus. daß die Einführung d.r reinen Ind xlöhne prcisst.igerad wirken werde. Sollte ein? Einkgung innerhalb der , Zentrwlarbeitsgemcknschaft über die Frage unmöglich fein, so wird, wie das Blatt mitteilt, der Re> tswt-; N/»r fnü'feihzff (Ein sozialdemokratisches Druckereigebäude in Münster in die Lust gesprengt. Berlin, 25. Juni. (Wolfs.) 3n der Rächt zum 24. Juni wurde das Druckereigebäude der sozialistischen Zeitung „Volkswille" in Münster mit Dynamit in die Luft gesprengt. Der anschließend an die Explosion entstandene Brand zerstörte die Druckerei- und Seh- maschinenanlagen fast völlig und vernichtete große Papiervorräte. Wie der amtllche preußische Pressedienst hierzu erfährt, muß die Menge des verwandten Sprengstoffes nach ihrer Wirkung zu urteilen, sehr groß gewesen sein. Soweit bisher festgestellt wurde, jtnb durch das Attentat Menschen nicht umgekommen. Als Täter kommen mehrere Personen in Frage. Die polizeilichen Ermittelungen haben bisher kein greifbares Ergebnis. Zwei Täter wurden auf der Flucht gesehen. Höchstwahrscheinlich handelt es sich umctnpoli - tjsches Attentat. Bereits in den letzten Wochen war mehrfach versucht worden, den Betrieb des „Volkswillen" durch Zerstörung der Matern, Umwerfen der Setzkästen und Einschlagen der Fensterscheiben lahm zu legen. Die Explosion war so heftig, daß in der ganzen ilmgegenb sämtliche Fensterscheiben zersprangen. Die Stichflamme schlug bis zum Boden des dreistöckigen Gebäudes. Die Hinterwand wurde herausgeschleudert, so daß die Mauern zusammenstürzten. Der Sachschaden wird auf rund 3 Milliarden Mark geschäht. 'Aus MoAkau. Moskau, 25. Juni. (WTB.) Der deutsche Botschafter Graf v. Brvckdvrff- Rantzau besuchte mit sämtlichen Mitgliedern der Botschaft die Gräber ehemaliget deutscher Kriegsgefangener in M o s k a u, die größtenteils unbekannt verstorben sind. Rach einer ergreifenden Ansprache legte der Botschafter am Grabe der unbekannten deutschen Soldaten einen Kranz nieder. Auch die übrigen Gräber schmückte er mit Eichengrün. Aus dem Reiche« Ein politischer Mord. Berlin, 25. Juni. (WTB.) DaS Polizeipräsidium teilt mit: Der Berliner politischen Polizei ist eS zusammen mit der mecklenburgischen Landeskriminalpolizei gelungen, einen politischen Mord der Roßbach- l e u t e aufzudecken. Angehörige deS mecklenburgischen Roßbachtrupps haben vor einigen Wochen einen gewissen E a d v w, der bis vor kurzem ebenfalls der Roßbachorganisativn angehörte, betrunken gemacht, erschlagen und die Leiche in der Rähe von Parchim im Walde vergraben, weil sie ihn im Verdacht deS Doppelspiels mit der Kommunistischen Partei hatten. Die Polizei hat vier am Mord beteiligte Personen festgenvmmen. Gegen drei bisher noch nicht Ergriffene ist Haftbefehl erlassen worden. Alle sieben sind Mitglieder der in Mecklenburg noch nicht aufgelösten deutsch- völkischen Freiheitspartei und Angehörige der Organisation „Verein für landwirtschaftliche Berufsbildung". Hessischer Landtag. (Schluß.) Eine Regielrmgs wrlaze zum Ausbau der Baustvffbeschaffungs- stelle Frankfurt a. M. 303 Millionen Mark zu bewilligen, gab Veranlassung zu einer kurzen Aussprache über den Baustoffwucher, an der sich die Qlbgg. Hofmann- Seligenstadt (Ztr.) und Mann (Soz.) beteiligten Die Vorlage wurde angenommen. Der Gesetzentwurf zur Aufhebung der S t a n- desvorre chte wurde auch in zweiter Gcjang angenommen. Bei der zwetten Lesung des Gesetzentwurfes über die Altersgrenze der Staatsbeamten begründete Abg. D. Schian (D. Vp.) einen Antrag auf Wiederherstellung der ursprünglichen Fassung des § 1 und auf Gleichstellung der Rota re mit den Ministern hinsichtlich ihrer Ausnahmestellung. Finanzminister Henrich erklärte sich mit dem ersten Antrag einverstanden, den zweiten Antrag müsse er ablehnen. Das Gesetz wurde dann in der Fassung der ersten Lesung gegen einen Teil der Rechten, der erste Antrag S ch i a n gegen die Stimmen der Linken an. genommen, bet zweite Antrag wurde gegen die Stimmen der Rechten abgelehnt. Die Gesamtabstimmung ergab Annahme des ganzen Gesetzes gegen einige Stimmen der Rechten. Rach dem angenommenen Antrag Schi an erfolgt die Pensionierung der Acht- undsechzigjährigen erst s«hs Monate nach Vollendung des 68. Lebensjahres. Eine Wiederholung der Abstimmung über den komm. Antrag zu dem Antrag bez. der Fraktionsfahrtausweise, die toegen einer älnklarhelt erforderlich war, ergab nunmehr Annahme des Antrags, wonach statt der Fraktionsausweise Parteigruppenausweise beantragt werden sollen. Zu den vorliegenden Anträgen betr. r fl ü h v n a öctWfit Wa Delp rOee.) über bta 'Ixrtyxrb- lungen mit bem Adch»arbeit»minlster. ®r teilt« mtt, bah brr THmtfter rf abgeletnt Hobe. ten ffligetatberten eimnoUgai Betrag von 30 IRtlltar- den zu efen der prt>buflit*n $rtoeTb»to'm- fütlorge *u bewilligen Dagegen wolle er für die Mitt« aulfommcn, bie zur Durchführung von Lottlandsar betten edorberllch feien, falls oie t Arbeiten nicht auf anderem Dege erledigt werden Dabei sollen bte Löhne aemätz den Tarifen auf- gebaut werden Ec fei bereit, ftch vom X 'd>*- iabinett et mächtigen zu lassen. bei jeder kLnf'igen behalt Ser Höhung automatisch die Ortty*r54tD*r.f färe mit zu erhöhen, wobei Hessen einheitlich all be'etztes Debtet betrachtet wurde 8r werde auch für b't Zuweisung von 5 Milliarden Mark an ba» Hefsifck« THinlfltihim für Arbeit unb Dirt- schäft zur Behebung besondere^ Aoislänbe rin- treten Denn der Landtag «ine einmalige Dlrt- schaftsberhllse au» Landesmitteln für die ®r- werbslofen b Id,lieh«, bann fei da» ein Präzedenzfall. den die Ttaid, »reaterung nicht dulden Bnnt In diesem Fall« würden die Aeichszufchülfe zu 3rwerb»lsf nfüriorg« zurlufverlrngt bzw gefpcrr werden Denn in einzelnen Zöllen nach P ü'una der Tatsache eine B.lhlste In natura au» Landes- Mitteln bewillig' werbe. habe er daaea-m nicht» Ewenden Auch der X ich -wirt' cha s t s:n i n i ! > versprochen. Im Arichskabinett für di' heffi- Dünsche in der Erwerb»lofenfragc ein Mreten Abg Knoll (3tr.) ergänzte die Ausführungen de» Vorredner» und bat entsprechend dem Antrag feiner Fraktion, zur Behebung der Aot läge der Klein- und Sozialrentner Kriegsbefchädigten und Krieg» hinterblieoenen. sowie de> mlnberbcmltiel ten Kteile au» Landesmitteln diele.» Personen bi Erislenzmöglichkeit zu sichern und wel er hin du.ch die Acgierung Schritte beim Aeich unternehmen zu lallen Abg Ebner (Komm ) bezeichnete den Er folg der Berliner Aelle alt negativ. Deim bcr Land ag beute nicht die ge echtea Likprüchr bei Erwerb-lolen du ich praktisch7 Hilfe be'rirdiar dann tonnten dl.'le int der Bchi"dlung öffen'lici^., Protest cinlegen Di> Erweil slisen würden sich G.'hdr u >d Erfüllung ihrer Forderungen zu verschaffen wisfen. "TR in i ft er Aaab betonte, bab man mit groben Dorten der Ttof nicht zu fteuer.» vermöge Die Erwerbslosensätz« für bai de'etzt« Gebiet f-L-.t ab letzten Montag bereits nesentlich e, höht Ti- A.gc-lung für da« unbesetzte Gebiet liege d<-m Aeich-rat bereits vor. so dafz er seinerseits bereits die entsprechende Beifügung hab- ergeb- 1 lallen Zu dem Antrag, aus Lanbesmi tel 1 eine Milliarde Mark für besonder» krasse Fülle den Demet.tdrn zur Verfügung zu stellen bemerkte er. da» mit dieser Summe nicht viel getan werden lö.mte Finanzm inister Henrich wie» darauf htn. bab das Land nicht der .sch.iarze Peter" fei und für die Erwerbslosenf lrfo nich: re a-it- > h gemacht treibet tonne Die angriprbfi c Milliarde sei eine bedenklich? Gabe für die D— merN-n Das Geld tpürbe vollkornme» ztr-cklos ausaegeben, und die Bot könne doch nicht gcItnS ri werben Die Deckunasfrage fei bei allem das schwierigste Kapitel Die Finanzlage bedürfe keiner weiteren Erläuterung. Abg Lutz (Soz) beleuchtet die Aotlage der Arbeitslosen an Hand zahienmäbtger Michwetfe. Die beantragte Milliarde mülle ohne Beräckstch- tlgung der Deckungsfrage bewilligt werden fiiau Abg Avth (Komm ) stellt fest, bab eine Milliarde für 50 000 Erwerbslose zu wenig sei und empfahl Annahme de» kommunistischen Antrages auf Bewilligung von 30 Milliarden Aachdem der Abg. Knoll sich unter lebhaftem Lärmen der ßr.tfen mit der Sozialdemokratie über feine De a ttwortung geg nüber der Arbeiterschaft wurde m t Stimmenmehrh il von der Ta ^oi> minq al^ge letzt, eben Io im EinrerstLndniZ ml! dm Antrag'ieller der Antrag Ebner (Amnesti ). Anträge vsisch'ederer Abgeordneten, u^elch die Unterstützung der Landwirte b irerf-n. tourten durch b’.e Aegterungsa.riwolt für e.ledigt erklärt, uol*i Frau Abg Aoth (Jtomm.) ba- gegen protestierte, bab ben Land.vi:len das ge- yUn ttxrbe, was man den Erwerbslosen versage Ad,p Bornemann fragte, nriewrtt schon I Kreditansprüche b i der Ae^ieruag g -ftc.lt | Oberhesflsche Mustkwoche. Die zwei Konzerte. welch- im Aahmen die«er für ganz Ober Heist a bestimmte i grotzzüalgen Veranstaltung auf Dieben entfallen müssen nicht nur wegen der künstlerischen Qualitäten b s Hel- fischen Landestheaterorchesters und feine.« (N-rvor ragen den Führers, des General mufik- direkters Bkichael Balling als aubrr-rdent- liche Creignifle in unserem Mullsted n erwartet und gewürdigt Werde r, sondern e.lch in -n auch aernde'u besonders «algnet. ein Licht auf die Siebener Orchesters rage zu werfen, bk- Wohl in der glücklichen Kombination de» Strei - cherchors unsere» diesigen Musikfreunde mit dem vortrefflichen ftaatl Kurorchester 1 n Bad-Aauheim einen von Fall zu Fall beftTeMgei^.-n Ausgleich gefunden dal. dadurch aber noch n cht einer biuzm- Den endgültigen Lölung enthob-m lein dürste Der Hunger na4) s>nsc>nilch.'r Musik - wenn ich einmal so tagen dars — sollte untere wahrlich nrch' kleine musikalische Demeinde in Hellen Schi- ren zu d.efen Sonderkonrerten treiben chic Aho- dus. b* lalta* 3*6< »Ut e». durch den Harfen Besuch einer selten gebotenen Delegendeit den noch stärkeren Dillen zu erkennen zu geben, eine weitere Ausgestaltung unseres Mullllebens mit allen Kräften zu fördern Enr S:ad«. in weicher Ac:er ein häufiger, stürmisch gefeierter Da", gewesen ist. in welcher fein Schallen eine arbrldiich Pfleg« gefunben hat. bad und kann auf tKe r nicht ad'cits vom modernen Musikleben stehen Hi mehr < d :ei und prüfen und rr allem deir .ju. ua unerwünschter E'.smrn^e tuMütmi Der Aut schuh b eit eine b_s o der« D. rordcwi»z nicht sür nala-echg De Antrag wurde bis auf den letzten Absatz für erledg. erklärt. Die A-gieru g soll «duch werdesch bei der JLriJi.-üei: । 1 tafür e n-ufetze bab de» russischen Slud-nten die deutsch.n Hochlchilen so lan^e gesperrt dl-ibe«. als Au< l nd n chl die ungehinderte v-mreik deutscher 5latenten gestatte! Abg Ebner lKomm. 1 teilte auf Drunb einer Mitteilung aus amtlichen russischen Äreitan mit. Lab das Studium deutscher Studenten in Auhland nicht verboten fei Ein weiterer Antrag Derner. der die Bor uqiMIung des ^ranzöfischen an den h k cren Lehranll alten zugunsten be. *2 n q (l1 d) e n unb Deu t f chen befeltigi bab ycelig Eine 3rtn '^«edpa.nt» ist tm sSnmnahum ab -r au ö nich? erzielt worben, 1 rr.n infolge o-:. .'erroftenb schnellen Schul- kchkull.^ ..-ren die Konferenzen zur Aegelung der ^crfcD'j. g^n zur Au- »r: , .ng der J<*ugr.tMe. frtrit: *u. ^.^buiung Iwittigcr Verwaltungsge- »t noch n»ch: bA*.»t r, so di' das mit 3cniial- 1 TNUtzte um den arbe landen ‘Ikr'pnrn ben QLifent- bait magstch zu machar U'briq .1» muhten die Sd »r r i; . nigen Tagen ft r erneut In ben 57iaikii einkatm. bami: bi? Z-ugnill.- ausg - gehen und die Vorst' agen vor genommen toer- ter konnte^ Weiter fcl oe llet werden, in bet Oberrealfd u(e und im A algymnafium habe man ben Arbler- tfian'lf-vk. 1 gleichfalls nicht erreicht .* naafium aber fd eine Brok- marfenausgafhcftclie. die .Verfalls A^p'ach auf Erwqmmqg aus ber Zen' all>?izunz gellend gemacht ha ix Bon ber Belrachtnrg btatar Seite der Angelegenddt zur Orbrte-ung der Lt^llunq- nähme des Laobesblldung«»mtZ überg-beno, wurde auch hier von ben Eitern einhellig bie Ausfällung »x: treten, bah bk Anordnung der obersten \3J;ulbeb&rbv rechtlich ganz unhaltbar iet; Aästetes btr rüber fei la lion in der M> dchen- druck wurden auch die gesundheitliche» Bedenken gegen btt 3rrleubcrtiir>v.ng im Sommer heivor- aer.obcn uno dabei erflld. d' • Kinder hätten in ren Iflr’Hfr.u So - •-ax1‘?*n infolge des schlechten Dotters nr'lft in bc.» ylhnmcn» bltlbm müllen, anstatt in d^. frütrn Litt treikm gu tönn n. und seien ksostv dellen tu dr- weg fo erholungsbedürftig, datz man. wenn das Lautrsbilbungsamt nickt entqci nf nme. ac- der durch ärztlich: Untersuchung scl.'s rllen zu lassen: sall3 habet bie ärztlichen Attest? in g-b- derer Zahl au-gestellt würden, könne ber Fall cinttcten, bab die Leh»n>?rfönen dann vor ganz leeren, oder nur bdkbckhten Klassen stünden "Titan stellte fich schllestlich einmütig aus den Boden der M dchrn'dnil !t rn-Enllchliellung, ke'ch'.ob aber taneben, noch die folgende Eingabe an das Landesbildungsamt zu richten. .Eme am 25. Zuni im Festtaal deS Dtzmna- sium- zu Diesten zusamme-xretretene. zahlreich besuchte Elternvertaminluna bat mtt BeforgniS davvn Kenn'nis grmmmen. tast di: Eingabe ber gesamten Lehrerschaft Diestens vom 8. Mai 1923 bUiang nicht beantwortet ist. unb hast deshalb die Befürchtung besteht, bab die Verkürzung der 6on»medeiten auf bt LlDxben zur Tatsache werden soll D e Elternn-rsammlang wellt das Landesamt für bas Bildungswefen nochmals auf bie Schwere ber Berank wo r- tung hin. die durch eine solch? Berkürzunz ber Ferien das Land^amt aus sich laden würde. Die Versammlung fchliest? fich vo'lli ihaltll ch drr Tiefv- lution und dem ärztlich' 1 Bulach rn d?' Versammlung in der Höst'r^» DNdch'lllchul: an» 18 3unt 1923 art 3m beb tberen würd? sie es als rechtswidrig betrach en. we n ein' Fe- r’er.perfängcrung des vorigen Schuliahres an ben Ferl.rn d^S lausenden Zastr.'s in "Abzug gebrach! tverben sollte Bei den» so ungünstigen Gesundhelts- unb Ernährungszustand bm: stiefiaen Schüler steht zu b^ürd en. dast zahlre chn b>qrändele Zeugn f: um Befreiung vom Schulunterricht ein"auf:n trürbit '0 d»b eine geregelte Fvnführung des Unterrichts nicht möglich wäre E nem baldigen Sntsch.-ib Im Same bie'er Eingabe sieht dl: Clicraredannnluag entgegen, da sie im Falle ber Ablehnung im Interesse ber Gesundheit ber Kinder tneitere Schritte höheren Orts tun will." •• Protmarhenaueqnbe findet am kommenden Donnerstag und Freitag statt Nähere» tm heutigen Anzeigenteil * Tausendmarkfiücke und 3ünfbunbert- lausen dm arkschelne In ungefähr 14 Tagen soll dem Aeichsral der Entwurf eines Gesetzes über bie Prägung von Taufenbmarfftütfen vor- geleit werden. Das Stück dürfte tm 6tU 5e» : 1 . 1 " - c' ; • < 7 werden und u»ge Lhr fünf Millimeter mehr an Umfang haben, als her fegenannte Sedafluagi. tatet B s An'aig Jul, follei 3ur,'t>un5erttaa|a* marll chrme ausgegeben ©erben. " Don der Feuer we h r. Ddiern vor- mitte; 9.39 Mtr IU' aus Osavlds-anen vom Feuermelder 'S ^r Molt.'eliratze und Kaiserolle, e ne Meld rng ein. Die 2d-»che rückte f sfsn aa« und fand tm Hau'e M-llkestratze 20 rt «en Brand In der Waschtüche vor. In der aufge^chtchtete» Ae.llg i- Brand .geraten war. des bie Küche ftart ve. .ualmte D e Dache ging mit einem Aohr vor und fchlckte einer. 3!ta«ni mit Xauchhetm n den Acutn Der b.e hort bell d'.ichen Der!re barg unb das Feuer in kurzer Zeil löschte. 10.16 Ubr rückte be Lache wieder ein ee Brief triegrarnrne Die aus bem Adchspo^minlltenam rn'.kgetdlt wird, foll am I 3*(l bie Si mdyjng ber Vrneftdegmrnme. btc fut • nach Ausbr des Krieges dde igt worden ist. wieder dngduhrt werden B > ll.iegmrnMe tr-erd-n in bs-rldbei D-etse wie früher w-ih^nd ber verk« brsfchwach rn Zckt boahklich Sdhrbert unb an Behimmunfl r? ajf dem gej- nlichen Ae ftellgang durch bh Bmdkräger aasgetragen wer* de« Eine epn\:‘<‘.c ;j findet nicht statt Ein« erheblich Arnderung tritt «rdsch in ben Eedührm ein Während In Der Bo.tr». ;szeit Brneftllc- g ammc für ben fünften Teil ber Konten eines gldchkLUtenben Telegramms bdärbert wurden, wird tlc Gebühr fetzt auf Mr Hälfte ber Drund- unb Dotttar« des Telegramms tastgefetzt. ee Dine Warnung für die Arbeiterschaft. Dor einigen Tagen veröffentlichte der Pariser „Marin" eine Meldung au.« dem sranzösischen Wtederausbauge- biet, nach tDcltber bie borttge Bcvtlkerung über einzelne hort beschäfiigte deursche Arbeiter besonders aufgebracht getvefcn fei und ihre Ausweisung do trieben haben sv'.l. Erkundigungen an in26 ebenen französisden und deutschen Stellen staben nicht nur genau das Gegenteil von dieser ..Matm'-Melduna ergeben, sondern auch weiterhin bewiesen, dah diese deutschen Arbeiter das Opfer eine» höchst veradlcheuun.'swürdigen Aui euiungs- manöverS einer Pariser Wrederaufdauftrma geworden sind. Es handelt fich um lli deutsche Arbeiter, die sämtlich aus dem hessischen Kreise Grotz-Oerau stammen unb durch Vermittlung eine* Tr erer Agenten Im Wiederaufbau cbie: Arbeit übernn neund zwar zu denkbar ungünstigsten Bedingungen. Sie drei Franken cr .en ten ortSüdli 1 Lohn von 45 Franken. H erzu kommen noch einige tm- lend Mark Unterstützung für ihre Familien, die ihnen aber bl der natürlich noch -acht bezahlt wurde. Zc.e. faNS fe.en deutsche Arbeiter vor der Annastme solcher Engagement» dringend gewarnt, über die sie sich nicht vorher an zuständiger Stelle eingehend erkundigt haben. • • Beg lnn der Sommerferien in Preuhen am 1. Zull. Mit Düdsicht auf die am 1. Zull ein tretende Erhöhung der Eifen- bahntarlfe ermächtigte das preußische Min!- sterium für Wissenfchast, Kunst und Volksbildung die Oberprüf identen der Provinzen Berlin-Brandenburg, Sachsen, chleswig, Hrssen-Dassau und Schlei en anzuorbnen. bah am 30. Juni der Unterricht geschlossen wird. Vornotizcn. — Tlbonnemfnttkonjfrt auf b < t Lieblgshüh». Die zweite Teranfta : ng be« flonjert3?)klu«' ist für nächsten Donorr*fog cbenb vorgesehen. Nähere« im heutige» Anzeigenteil. ■ lageekalenber für Dim«tag: Cidltfpielhau» B ihnt)offtrahe: .Taufenhun^tinc Nachf. - Palast-Lichtfpiele: .Ularobeure ber (Brorj|tabr unb ,Dle blaue Nahe*. — Der Buhnenvolksbund bittet uns nochmals auf den am Donnerstag, bem 2° >s Im Kathol. Vereinshaus ftattflnbenben "Samtherabenb der Theatergemelnbe hi" zuweifen Runftler un6 gefchulte Kräfte haben fich zur Vertagung gestellt. fc> bafi man einen genutzreichen Abend erwarte» bad. Auch Mchtmitglleber haben Zutritt. Wettervoraussage Wechfelnb bewölkt, gering« Kieberschlöge, $ett- wellig aufhlärenb, etwa« wärmer. Feuchte Cuftmallen au« Norbwell br.iditen 'Item tagsüber genüge, heute nacht erhe iche 7h#bertajldge 16.'.) Miv meter). Die Wetterlage ist untxrdnbrrt unb zeigt vorläufig auch keine Neigung, fich zu versnber» Landkreis 64irf;cn. U Annerod. 25. Juni Ende März tnarei es 30 Jahre, bah die hier geborene Schwede» PhIllppine Bück bl« Krankenpflege In Unterstützung der Aeglemrng. btt vor allem die vor- tanbenm Fiktorvn energikh f6i"bem unb fo ui- ferem l^.ml chen gerate als Dirigenten zu grohm Xi'gaben berufenen Profess orT rau tmann ca* notwenblge Dirkungs>.ld schaffen mühte. Die Vortragsfokge bes ersten Konzertes am 27 Juni ist ganz auf bie moderne Linie eingestellt unb nebtent beshalb schon besondere Brack tung Dir werden D tagen hei: haben, uns mit bem finfonischen Schaffen des Darm ilXer Vkelsters 2 rnvlb Mendelssohn auseinanderzufetzen. befkn Älarterlonatc op 63 vor Tagen an dieser Stelle eint ein gebende Würdigung (hSunbei hat Mendelsfohn. t^er weniger mit tetnen Opern als mit feinen geistlichen v b?ra>erten Dlück hatte unb sich um bie prvtef.antifche Kfrch 1- muhf (u a. durch bta Heraus^tbe von Derlen Heinrich Schützsi entschiedene Verdienste erworben bat. Hl vor Jahren hier durch einen eigenen Liederabend zu Dort gekommen. In dem feine eigenwillige, aus eine autzerorbenk'iche Kunst ber Kontrapunktik ges.ützle Pedönllchkett sich klar zu erkennen »ab Man muh deshalb te Aufführung kmer cl. Du r - S y m p h 0 n l e mit g loannter Erwartung entgrgenfeben Sie ist im Herbst 1922 «ta rieben worden unb würbe im Bta' die'es Jahres zum ersten mal p, Darmstadl zu BehSr getut-t! Sie bringt keine Prvgrammu'lk. tan» bem will aus 'Ich ’elbft heraus herftiinben wer- ben Ihr nuiftßalifcher Wert liegt In bem ton- nniftif begründeten unb t<* ®an- *en. daher bta Einzei.de»!,' - neniger an 'ich als nach ber Stell«, an ber f» stehen unb als bienende Glieder beim Aufbau be» Ganzen beurteilt fein wollen Es wurde d»bel der ikrhit) gemacht, auch bie vier Einzellätze formal tnfokern zufum- n»en»ufaffcn, als «in unb das st Ide Hauptmotiv durch alle vier Sätze hindurck^ führt w ^d Dieses Motiv tritt Mtr erstenmal in ter Mrlodta auf. mit ber bie Celli nach d.-m eialelte.iben Akkord des ganzen Orchesters cittahcn Dis von Aeben- motiven bervvrtritt. ist bur-t dir Mittel des Äon- traft#, des Konlrakuakls bn Slrmmeakombtna- thm unb ähnliche mit dem Hauptmottv verbunden ober zu ihm in Beziehung qe'Mjt Die«es fetzt, als ein rechter Proteus ersch.mt in stets tvech- felnter Gestalt, variiert, vergrößert, perflelnert. kehlt, bleck» aber immer deutlich D-r Drand- ckaraktcr des Dertes ist heil unb heiter da» pathetisch« »md da» et^fcha Monr nt Nina7». umal tm zweiten unb not mehr im britten Satz. Wehl an. doch vern^g•» f« nid,/, brr» f021 bigm Drunkton zu verbrä uim. in bem das Derk schließt, wie es in ihm d gann An zweier S el!e kommt ter .Don Zuan von Richard 6 traut) zum Vortrag iaett*t'L-rmafk’.t nach Grabbes Don Juan unb Faust unb nach Ms»arts Don Jaan als Schiubstein ber Ibn Auar-Tar- bictvrgcn ber bi,-Smaligen S. r ckzeitt Die e» Frühwerk von Aicharb 6 trauh 16: grobe.* Or- d - t.r. eine feiner Irischeste» Sch^vtangen. bin. re.^.nb kUrch ben Schaung unb bi# Fülle be» Temperaments, er*chent burch hie der Partitur vor gedruckten Berte Atc Lenaus fcho 1 genügend erQhxter: Es find wriemllich iTe*. Brrszrilen. welche bta Thematik sozusagen bedingen .Hinaus unb scrt nach trnmrr neuen Siegen — Sv lang ber Jugend .SeummV# fliegen * Auch formell ist bie'e finfomflK Dichtung äuherft har In freier Tfokhnmi an ka» 6mmten- takfchema - baut Ein stürmif che» H»up tberna in E; durch be Doppeldommante I*. litte.t-itam zu den ersten ruhigen Mittelthema I» H Drnn ba» H uct herna mit kurzen 3n'wick.urv7N zwei es M't'elthema In O. Au» sv'gt bas zweite von ben Hö n rn gebracht Dm 3-^n-5a p :d#m» In C, tzüiz nach bet alt -1 Mmirr mü kad/nzstr-endeM Sch atz gebildet. A^ch b« fur ei Epl'obe ?<» Maskenfpiel» kehren bi* erste und da» ztv t « Haupuh«ma. beide In k wieder, die durch er»« mrbulatlonsrrlche B»r' Inbanz h ld-r zu einer g vfzen Str fl r m g tüd i werb n Itnre ml're t« Paubr Ezngrtette durch bi# lange Hamfimo gehaltene llnt..d m nm e A-Tlrl'. er v'kf da» Au »klingen In her Haupttonart 3nba't?kt b^ra- tenkhmn.n bi Fr-auenges» alte», bta in Ttm .Ntan» eicb?4Ubm d»trrt-n tpäbmb bas zwlld.e-d^rch In Haldtömen obst tg-r> Motiv die Un^rtriebt» cung zum Ausdrack br »gen soll Da» »weitg Hau ntt hem» bürt* ganz au‘ d e Dor« .Zu neuen Cl-gm* a’g.-fr nmt kein Dann mitten In ber stürm schen Lu ; da» resignierenb« .C? (angr. Die F Mmru'te erlahm- » all ber Ouvertüre «er Over Die nee» kaufte Braut" mh Fr 1 ebrIch Smetana, bte auch l« D ot chl nd Aeper'oireoper a-^orde» ist. ber bebratendste^ moderne Lustlpiri- r«atKTtfltm w r' dos verhei^ung-r^ll- Knnzerl f«mra Abschiutz finden Dr H X fcrer ®emetnbe übernahm und seitdem mit seltener Treue und wahrhaft christlicher Liebe ununter» Höchen auSgeübt hat. Die Feier dieses Ereignisses fand gestern in unserer Kirche statt: zaKreiche Gemeindeglieder und Verwandte und Bekannte der Jubilarin nahmen daran teil. Der hiesige Mädchenchor eröffnete die Feierlichkeit mit dem Dor trag von: „©rotier Gott, wir Loben dich". Sodann sprach der Leiter des Chors. Lehrer Roth, der Schwester die Glückwünsche des Chors aus. Dekan Gußmann von Kirchberg überbrachte die Glückwünsche das Dekanats urtb überreichte eine Ehren spende. Den Dank der Gemeinde sprach Bürgermeister Horn aus und übergab ebenfalls em Ehrengeschenk. Die Dor- sihende das Frauen Vereins übergab mit herzlichen Wünschen das Ergebnis einer Sammlung tn Geld und Naturalien. Der Anerkennung der Kirchen gemein de gab der zuständige Geistliche Ausdruck, ebenfalls unter Aushändigung einer Ehrengabe. Umrahmt und durchbrochen waren Die Dankesb^eugungen von weiteren Darbietungen des Mädchenchors unb von Glück wünschen and Dlumenspenden noch schulpflich'.izer Mädchen. Möge es der Gefeierten vergönnt sein, ihrer >.-anatgemeindr noch viele Jahre in gewahrter Frische und Sachkunde zu dienen! Kreis Schotten. Schotten, 23. Juni Der Wildstand .jat, wie überhaupt im Vogelsberg, ganz erschre- ienb abgenomu. >. Wenn es so üx'iler geht, wird dcrs Wild, ein nicht unwichtiger Teil ber Volks- nnährung. fast ausgerottet werden. Wenn auch die Schuld am niedrigen Wildstand zum Teil auf eine Seuche zurückzuführen ist, so trägt doch das Aeberhandnehmen der Wilddiebereien die Hauptschuld an diesem Llebel- 'tand. Das Aussinden von zahlreichem angeschosse- item Wild, das an Brandwunden einging, insbesondere von Hasen (die jetzt Schonzeit haben), sowie öfter fallende Schüsse an Orten, wo die )agdberechtigten nachweislich nicht geschossen haben, zeigt deutlich das gemeingefährliche Treiben der Wildschützen. a L a u b a ch, 24. Huni. Geradezu ringe» che Preise wurden auf der Der steige- •u n g der städtischen Wiesen erzielt. Eine Wiese, die etwa 15 Zentner einbrtngt, kam auf über eine Million Mark. Hessen-Nassau. fpd. Frankfurt a. M., 25. Juni. Das Borgehen des neugeschaffenen Marktge- Gerichtes gegen die Gemüsebauer, und deren Bestrafung wegen Wuchers ohne Hinzuziehung der beeideten Sachverständigen, hat unter den Gärtnern und Gemüsebauern eine mhervrdentliche Erregung hervorgerufen, vor allem auch deshalb, weil man einen Gärtner, uer den beschlagnahmten Salat zerstampfte, verhaftete und ins Gefängnis brachte. Die Gemüsebauer beschlossen nunmehr, den Frankfurter Markt solange nicht nehr zu beschicken, als nicht das Gericht ihren verhafteten Kollegen freigibt und zu den Marktgerichtsverhandlungen Sachverständige hinzuzieht. Dem Borgehen der Frankfurter Gärtner haben sich auch die Gemüsebauern aus Neu-Isenburg, Langen, Griesheim usw. cmgeschlossen. Landwirtschaft. Tagung des Reichsverbandes Deutscher ZieZenzuchtvereiulgungen vom 22.-24. Juni m Gießen. Aus allen Teilen Deutschlands trafen am Freitag die Vertreter der Deutschen Ziegenzuchtvereine in unserer Universitätsstadt ein. Der Vorsitzende des Landwirlschastskammerausschusses für Oberhessen, Oekor.om.erat Breidenbach- Dorheim, konnte bei der (SrÖffnung der Tagung u. a. als Gäste begrüßten: den Ministerialrat Dr. Müller als Vertreter des Ministeriums, den "Seigeorbneten Dr. R osenber g als Vertreter der Stadt Gießen und drei Herren aus Holland. Ministerialrat Dr. Müller erklärte, das Ministerium werde die Bestrebungen der Ziegenzucht stets gerne fördern: die hessische Zucht Fonne sich sehen lassen, sie habe auf den Ausstellungen ber D. L. G. stets gut abgeschnitten. Namens der Stadt begrüßte Beigeordneter Dr. Rosenberg die Versammlung. Oefonomierat Korell - An- S)d sprach namens des Oberhessifchen Der° es. Tierzuchtinsp- ktor Topp- Münster, der Geschäftsführer des Reichsverbandes, dankte für die begrüßenden Worte und hob hervor, daß von Lübeck bis zum Bodensee und von Schlesien bis Westfalen alle Verbände vertreten seien, Danzig habe feinen Beitritt zum Reichsverba.rd beantragt, auch Oesterreich und die Schweiz suchten Anschluß. Canbtag^abg. Fenchel» Obcrßöigern lud als Vorsitzender des Kreisvereins ®laßen zum Besuche der Ausstellung in Lich ein. Einer der Gäste aus Holland richtete einige begrüßende Worte an die Versammlung und schloß mit den Worten: ,Don Deutschland können wir lernen." Am Samstag fand in L i ch die Ziegen- schau des Kreisziegenzuchtvereins Ließen verbunden mit Lämmermarkt statt. Der Besuch war überaus rege. Als Preisrichter waren tätig Tierzuchtinspektor Topp- Münster, Dr Walz» Darmstadt, Zuchtdirektor Müller- Dayreuth und S ch wa r z e - Waldeck. Ihnen wurden in fünf Klassen 14 Böcke, 131 Ziegen und außerdem in zwei Klassen verschiedene Sammlungen vorgeführt. 'Das Ergebnis der Bewertung war folgendes: Klassel Böcke (2 Jahre und älter). Ehrenpreis: Gemeinde Großen-Buseck, 1. Preis: Gemeinde Bellersheim. — Klasse 2 Böcke fl Jahr alt. Ehrenpreis: Gemeinde Hattenrod: 1. Preis: Gemeinde Watzenborn-Steinberg. — Klasse 3 Ziegen (3 Jahre und älter). Ehrenpreise: H. Scheid 3-Harbach, Wilh. Münster- Hattenrod, Ph. Scheld-Großen-Buseck: Bronzene Denkmünze des Reichsverbandes: Chr. Scheld 6.- Grohen-Bufeck, Ivh. G. Steul - Dettenhausen: 1. Preise: F. Bopp-Bellersheim, Hch. Münster- Hattenrod, Heinrich Maul-Hattenrod, Eduard Dietrich - Hatteni-od, Heinrich Rau 4. - Hattenrod. — Klasse 4 Z legen (zweijährig). Ehrenpreise: K. Schäfer, Lindenstruth. Wagner HL, Großen-Buseck und Wagner XXIII., ©roßen- Buseck (Denkmünze des Reichsverbandes). — Klasse 5 Ziegen (einjährig), Ehrenpreis (Zentrifuge): Hch. Rühl, ältphe, Hch. Slumps III., Hattenrod, W. Feh, Bettenhausen: 1. Preise: H. Wagner, Lich, Hch. Rau IV., Hattenrod. Die beste Sarmnlung eines Einzelzüchters (teilte Hch. Rau IV., Hattenrod, während die beste Sammlung der Ortsvereine vom Ziegenzuchtverein Hattenrod gezeigt toyrbe. Einen großen Raum nahm die 2eritetgern n g der Dvcklämmer und QHutter- lämmer der KreiszieZenzuchtvereine Gießen, Friedberg und Düd.nzen ein. 2luch einige Ziegen waren zum Verkauf gestellt. Die Preise waren ungemein hoch, die höchste Summe für ein Dock- lamm betrug 1 600 000 Mk., der höchste Preis für einen zweijährigen Dock, der mit dem ersten Preis ausgezeichnet war, 2 110 000 Mk. Ziegen erzielten Preise von 1 030 003 bis 1 ZOO 000 Mk. 3n der Rachversammlung in Lich begrüßte Bürgermeister Völker die deutschen Ziegen- züchter: die Preisrichter erstatteten Bericht, und Geheimrat Prof. Dr. D e 11 to e i le r faßt fein Gesamturteil dahin zusammen, daß Hessen noch nie die Ausgegiichmheit feiner Zucht so bargetan habe, wie heute. Die holländischen Gäste erklärten, daß die Schau ihre Erwartungen übertroffen habe. Sie hatten auf dem Lämmermarkt zahlreiche Oirngtiere gekauft und hohe Preise bezahlt. Der 3. Tag fand in Gießen statt, und zwar im Hörsaal des Landwirtschaftlichen Instituts. Geheimrat Dr. De tt Weiler hob in fernem Willkemmensgruß besonders hervor, daß Rheinhessen die Wiege der deutschen Ziegenzucht sei. Leider sei infolge der Besetzung kein Rheinhesse erschienen. Er begrüßte dann besonders die aus dem Ruhrgebiet erschienenen Vertreter. Zuchtinsvektor Topp erstattete den Jahresbericht. Der Reichsverband hat eine Zunahme von 258 Vereinen mit 48 003 Mitgliedern zu verzeichnen, so daß die Gesamtzahl heute 4458 Vereine mit 454 000 Mitgliedern beträgt. Geh. Rat Dettwei le r überreichte Topp die goldene Plakette des Reichsverbandes, die grldene D.nkmünze des Rcitzsoerban^es er niesten: Kunz-Lauterbach, Spieß-Friedberg, Haupt-Rie- der-Wcisel, Kovell-Angenivd, Rau-Diäenbach, Dr. Ziegenbein-Alzeh und Timmermanns-Hollaird, Hallersen in Odense-Dänemark, für feine Betätigung um die Ruhrspende der deutschen Ziegcn- zuchter. Die Wahlen ergaben die Wiederwahl von Geheimrat Dettweiler, Zuchtinspektor Topp, Prof. Kronacher, Dr. Ziegen dein und Oekonomierat Link-Weimar: neugewählt wurden: Oekonomierat Dcttweller -Widders- Heim, Zuchtdirektor Müller- Bayreuth, Zuchtinspektor Dietrich-Dresden, Dr. Machens- Draunschweig. Prof. Dr. K r ä m e r - Gießen sprach sodann über „Steuere Vererbungsfragen und Ziegenzucht". Rach der Mittagspause berichtete ©e.ieralfefi'eiär Oekonomierat Wagner- ©icfyen über „Die Entwicklung der Ziegenzucht Hessens". Rach einem geschichtlichen Rückblick zeigte er die Wege, die Die hessische Ziegenzucht auf die heutige Höhe gebracht hätten. Anschließend zeigte er einige statistische Tabellen, einige Preisträger der von Hessen beschickten Schauen. Zum Schlüsse sprach- Tier- zuch'.inspektvr Brumme r-Wiesbaden über „Ver- sicheruugsfragcn" und hob besonders die tn Hessen-Rassau eingerichtete Ziegenversicherung hervor. Die Ruhrspende des Reichsverbandes hatte ein Ergebnis von 3 234 707 Mark. Der Vertreter von Holland spendete zehn Gulden. Ein Vertreter aus dem Ruhrgebiet dankte für die Spende, sie sei gerade im rechten Augenblick gekommen: anschließend schilderte er die Serben der Bevölkerung und bat, die Volksgenossen nicht im Stiche zu lassen. n Aus dem hohen Vogelsberg, 23. Juni. Die Frucht, insbesondere K > r n und ©erste, stehen gut, weniger gut der Weizen. Jedoch ist Gefahr v>rhanden, daß die Gerste im Halm wegen des andauernden Regenwetters z u m a ft i g und die Aehre hierdurch geschädigt wird. ©erid)tsfaaL München, 25. Hunt. (WTD.) Der 50jäh- rtge Oberpvstirrspektor Pfaffinger, ber beschuldigt war, aus Auslandssendungen Geldsorten, Warenproben usw. im damaligen Werte von 70 Millionen Mark entwendet zu haben, ist vorn hiesigen Schwurgericht heute zu sechs Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt worden. Berlin, 25. Juni. Das Schwurgericht hat den Kaufmann Karl Häußer wegen Raubmordes an der Verkäuferin Anna Dittmer in der Motzstraße in Berlin zum Tode verurteilt. Vermischtes. Metternmschlag im Schwarzwald. Berlin, 25. Juni. Wie die „Voss. Ztg.- berichtet. ist im Schwarzwald heiteres Svrnmerwetter einqetre.'en. Die Mittagswärme beträgt 20 Grad Celsius. Aufklärung eines Mordes. München, 25. Juni. (WTB.) Der Tatbestand bei der Ermordung des Studenten Dauer, der am 27. März unterhalb von Freising mit einer Schußwunde im Kopf als Leiche aus der Os ar gezogen wurde, klärt sich auf. Die Nachforschungen der Münchener Polizeidirektion Haden am 22. Juni zur Festnahme des Studenten der Forstwirtschaft Zwengauer aus Gerolds- Wind in Bayern geführt. Dieser hat gestanden, den ihm wohlbekannten Bauer in der Rächt auf den 19. Februar in der Wiüen- mayerstraße in München erschossen und die Leiche in die Isar geworfen zu haben. Die Beweggründe der Lat bedürfen noch der Aufklärung. Eine Thphusepidemie. Berlin, 25. Zuni. Rach einer Meldung des „Lokal-Anzeigers" aus Ahrenfeld bei Hannover ist dort eilte Thphusepidemie ausgeb rochen. Dis jetzt sind etwa 60 Erkrankungen zu verzeichnen. Briefkasten der Redaktion. S). G. in L Ihre Einsendung ist durch den gestern abgedruckten Bericht schon erledigt worden. Handel Frankfurt a. M. 25. Huni. Dörsen- stimmungsbild. Die Gffektenspekulation mußte auf Grund des veränderte:! Deoisenver- kehrs eine Reu)rientierung vornehmen. Das Hauptgeschäft war heute virbörslich in der Hauptsache in Dankwerten und Industrieaktien. Sehr still lagen anfänglich Auslandrenten, für die eine schwächere Tendenz vorherrschte. Don amtlich nicht notierten Werten fanden Kabelwerke Rheycn größere Beachtung, deren Kurs zwischen 235 000 vis 245 000 genannt wurde. Kaufneigung bestand für Decker stahl 215 000, Decker Kohle 190 000. Man nannte ferner Dmz 210000, ilfa 95 000, Tiag 41 003, ©rowag 6000, Drown Doveri 50 000, Emelka 48 000 bis 38 000. Am Mvntauaktienmarkt setzten Duderus, Rheinstahl ihre Aufwärtsbewegung fort. Höher waren ferner Phönix Dergbau Plus 103 000, Mannesma.m plus 20 000 Prozent. Oberbedarf, Caro und Kaliattien anziehend. Interesse bestand besonders für Daimler, Kicher, Gebrüder Hunghans und Philipp Holzmann. Größere Kauflust herrschte für Slektriziläts Bergmann, Ladmeher und A. E. ©., Licht und Kraft etwa 20 000 Prozent niedriger. Fest lagen ferner chemische Aktien. Badische Anilin plus 60 000, Höchster, Griesheimer und Holzverkohlung gesucht. Auch Scheideanstalt wissen Steigerungen auf. Heute waren ferner Zuckeraktien gefragt. Zellstoff Waldhvf fester, ebenso 3mag, plus 5000 Prozent. Sehr gesucht sind 4Wo Reichsanleihr, 4% Preußische Konsols. Dollarschahanweifungen 114 000. Römische Kreditbank, Barmer Daick- verein, Deutsche Vereinsbank bitten r.gesGeschäft. Deutsche Dank bei erster Roriz schwacher. Sehr gesucht Metallbau! und Badische Dank. Berlin, 25. Zuni. Börsen st immungs- bild. Die Erichwerungcn. welche durch die neue ©cbifcntKtocfcnung entstanden find und an die sich der Handel erst allmählich anpassen muß, bildeten an der Börse d:n Gegenstand lebl-asterErörterung. Bei der amtlichen Festsetzung der Devisenpreise vielten die Danken mit Abgaben zurück, so daß die Befriedigung des ziemlich iebhasten Bedarfs allein ter Reichs baut zufiel. Die Kurfs stellten sich durchweg erheblich über die Reuyorkn Parität. Was den Effektenverkehr anbetrifft, so haben die rückgängigen Devisenpreise eine beträch.iche Hn- sicherheit verursacht, so daß die berufsmäßige Spekulation eher realisierte, der überwiegende Teil des Publikums aber mit Käufen sort'uhr Die Kursbildung war daher bei an sich fester Grund- ftimmung unregelmäßig. Immerhin überwogen die .KrirsstLigerangen durchschnittlich um 30 003 bis 60 000, vereinzelt auch noch darüber, so betrugen sie für Phönix. Hösch und Köln-Reuesfen 103 bis 303 000. für Ricbeck-Montan sogar 700 C00. Riedriger stellten sich Essener Steinkohlen und Rheinstahl um 100 bis 150 000, sowie auch Da- lutajapiere, letztere in Anpassung an den seit der letzten Börse wesentlich ermäßigten Devisen- stand. Don heimischen Anleihen waren namentlich preußische Konsols, aber auch Reichsanleihen stark gefragt und bei der vorhandenen Akaterial- knappheit wesentlich hoher. Obwohl das Geschäft ziemlich lebhaft war, reichte es doch nicht an den Umfang der Vorwochen heran. Später erfolgten Schwankungen, so daß die heutigen Höchstkurse, namentlich für schwere Montanpapiere, nicht durchweg behauptet werden tonnten. Stand des Dollars: (amtliche Notierung vom 25. Juni) Berlin 113 964.—. 114 536.—. Börsenkurse. Frankfurt a. M. Berlin Schluß. Schlich. Schlich. Schlich» fcurs Kur, Kurs Kur» Datum: 22.6. 25.6. 22.6. 25. 6. Vst. Dtfcb. MelchSanleth« 4°/. Dergleichen 3'/,% Deroteichen 3"/o Dergleichen Dtsch.Spar-Prain.-Nni. 4st, Preußische Konsul» 4°.'u Hessen......... 8'/,st. Hessen 3*/9 Hessen ...... 99,- 99,- 9750 99 - —.-9000,- 8003- 7000,- 2750.-4300,- 30)0. - 5500.- 26000,-310 K),- 26003,-2W,— 675 - 675,- 500 - 555,- 57a- —60» - 3000,- 400,— — 303.- 400.- 350,- 600,— 420 - 500- 4eU Zolllürkeu . . .295-j0).-290030.- ‘290000,-295003,- 5r/l,©olt)nicriranerlS00i)00-lG0OO00,-17t0Ui'0.- tllerllner Handelsges. .7000j0.-8000i)0,-s3<)000.-72,)000,- KonunevA: u. 105000.-120)00 110000,-115009.- Dnrnisi. u.Nn'ionnlba.ck 1^0,-V'030!)‘20500.,-18i M0.- Delitsche 245000 230000.-245000.-21000?,- Dcutsche Bcreil,Sbnnk. 2st')00 -45000.- ——,— DiScouio Coniiuaudlt.300090.-3'>001)0. 310000275000.- ^icinUbaiit 280000,-3390J0-- Mi'teldeui. Credilbnnk66->0),-6'090 -70000 - 74000,- Cpftcrr. Credimnstalt 23750 - 23500. - 243oO - 24250 - Dochumer Guß ... ——,-1300»001 >0)000 Buderus 360000,-4.")00')0,-320.^-450600,- (fnro 459000,-530000,-405000.-550000,. Deulsch.f'nrembura. -127)00^-« <-1000000 14c- 000 GelfenkirchenerBsrnw stiOOOX) 17000:0 — 170MQO Harvcuer .BcrnOau. 200j00it-2700>)00,- 2100003,-2NOOOuO Sl all nie rf fließe rö l eben 3'10000,-390909, -3*1000), -430000. - .tzaliwerkWestereoelu 44o *‘K)--62<)tV).),-5KX).K),-57.'>!>00,- Vniirnbülle...... 420'0\-4,)2000.—441iM)■ >, 470)00,- Cberbcbarf 3*M)OW,-445GOO,-330000, 4600*K).- Bbönir Bergbau.. .. 100K)10.-115W):) 10".00-.)o J17-/)OO »iveinstlchl 1300.000. 150001)9 1509 >O0 1550)0u Ohcbcit 2JIontun . . 1200 »*)270 >009.-1400000 1690000 Tellus Bergbau . . , 70000 — 79000- — vambiira-Llmer. Pake! 40W>,-4S000O,-51 ßf-O'),-450000,- Nordderuscher Llvvd. 11500u,-150000,- 15ui)0a-148090,- ZemcutnierkHetdelberF I31u00,-I50000,- — Pbiltvt) Holzmann . . 67(M,-llu000.- 75000,- 125000 kliilllo-Cout.-Gusmo. .. 401) >00#-li)iX) 10,-365000, 4C0)0X- Badische Anilin CSi.'lbfrtjinibt.......2.5>0^0,-30.»0A), 29000^ 33000«).- (tzriechelnier Electrun 15^000,-21* 000,-1652u0f,u0 höchster Iarluverke . 16000^-2)^000,-16100.) -2000^- ■VolAVCrfobhiuo.....198 HX),-21 >000,- —— — ÜhilflCtSiuerfe 3300;Xl JIOWI -:WOOu9,-425GOO,- Lcheidennimlt 250000» 310000,- —, — Tlllg. ElekirizstätS-Ges. 18000^ 20 W-190000 20000^- Beraiuaiin....... 40<)a - Siemens & Halske. . 100 4)90 -- 1090000 1010000 Dlatukrastwerke . . . .50500,—61000,— Sldleriverke «teuer. . 7900),— -.-12500«),-125000 Daiiulcr 'Iilotoren. . . . 7000),— <9000,— ß5250k-80000. Vculhicnitaebt 890'KV 75000,- —,— — ü)ie an in.......... 2230)0 223000 -210000,- - liictadncf. AraiiHurt. .33000a-350000.- Schiibsabrik Herz ... 57500 61000 —60000 -55000- Stchel io:wx),-i20000.- — Zcilnost Öalöbof . . . . 11000),-i:$500a- ISIOTO130000 Zu cke rknbr.tz r ankemba18060), -8700 >, — — ßu(tetfabdr2Baobnufcl8‘)0Li0.-86000— — Frankfurter Devisenmarkt. Banknoten. Frankfurt a. M., 25. Juni. Ariek Schweizer Noten • 20500,— Oran^öüsche Noren. 7095.- Däuische dtoten 20700 — Cchivedische Noten 30150 — Holländische 9ioten 45225 — Deuisch'Oe'terreichIW Krone» — - Slwenkauische Noren........114,oO — Q'nnlifchc 'Jiotcn........... —.— Zialientsche Noten 5155.— Belgische '.'toten 60*50.— Ibmarifche Noien.......... 9.— Tschechoslowakisch: Noten .... 3460 — Storiveaifche Noren 19000,— Rumäuische Noten — Spanische Noren . (3»ri 20300— 7025- 20500 — 29R50.- 4477.5,- 113750- 5105- 6000- 8.50 3420.- 18800.- xreiagrapvisch« 2Iu4aablnog.) Datum 23. Junt Ä. Iunt Amtl. Noiterg. Amtl. Notlera. Geld Brief Gelt, Brief Antw.-Brüssel. . 6284,25 6315,75 6014.90 6145,10 Holland...... 47481.- 47719,- 44887,50 451ÜL5O London 56358750 566412,50 524868,75 525131LL Varid 7680 75 7719,25 7.42.35 7077« Schmelz 2324L40 21095,60 20349.- 20451,- Svanten 21804.40 18945 60 16857-75 16942.25 Italien Ch86,z5 5513-75 5117,20 51-.L80 Lilsabon-Ovorto. —.— —,— Dänemark .... 21845,25 21954.75 20548.50 20651/» Norweaeu .... 20249,25 20300,75 18852,75 18947,25 Schweden 31620,75 31779,25 299D.- 30075,- HelsinaforS.... —,— —,— ——,— Neuvork......120W6.25122fXß.75 113964,40 114535,60 Dentsch-Oesterr.. 173.05 173,95 162,10 1(5,90 Budapest..... -,- —lO.OtL 11,038 Vraa........ —3441,35 3458,65 «aram -,- - ,- 1217.- 122.3,— Märkte. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 25. Huni. Bei der Abhängigkeit der Preisbewegung am Produktenmarkt von der Gestaltung der Devisenpreise war daS Geschäft heute bei den Erschwerungen durch die neue Devisen Verordnung still. Die Warenbesther halten mit Angeboten zurück und die Forderungen stellten sich im Durchschritt nicht wesentlich niedriger als am Samstag. Es zeigt sich das Bestreben, die Preise der Weltmarktparität allmählich anzupassen. La-Plata-Weizen war aus der zweiten Hand zu Preisen angeboten, die zwar noch keinen Ruhen ließen, immerhin aber nicht mehr allzufern von der deutschen Marktlage sind. Für Roggen war die Tendenz durchweg fest. Dis Gerstenpreise stellten sich bei dringender Rachfrage höher. Ebenso war dies für Hafer, Mais, Mehl und Hülsen- früchte der Fall. Weizen, märkischen 250 000 bi8 252 000 Ml. (ruhig), Roggen, märllschen 168 000 bis 169 000 Mk., schlesischen 165 000 Mk. (ruhig), Sommergerste 185 000 bis 190 000 Mk. (stetig, Hafer, märkischen 169 000 bis 172 000 Mk. (stetig), schlesischen 168 000 bis 170 000 Mk. (stetig), MaiS, La Plata, loco Berlin 180000 Mk. (ruhig), Weizenmehl (100 Kilo) 660 000 bis 700 000 Mk. (stetig), Roggenmehl (100 Kilo) 480 000 bis 520 000 Mark (ruhig), Weizenkleie 98 000 bis 100 000 Mark (stetig), Roggenkleis 100 000 bis 102 000 Mark (stetig), Raps 390 000 bis 400 000 Mk. (fest), Leinsaat 420 000 bis 430 000 Mk. (fest), Diftoriaerblen 280 000 bis 320 000 Mk., kleine Erbsen 220 000 bis 250 000 Mk., Futtererbsen 175 000 Mk., Peluschken 155 000 bis 170 000 Mk., Ackerbohnea 145 000 bis 150 000 Mk., Wicken 170 000 bis 180 000 Mk.. Lupinen, blau 160 000 bis 170000 Mk., gelb 225 000 bis 235 000 Mk., Seradella, alt 250 OCX) bis 260 000 Mk., Rapsluchen 150 000 bis 153 003 Mk., Trockenfchnitzel 55 000 biS 58 000 Mk. Rauhsutter: Weizen- unfc Roggenstroh, drahtgeb. 32 003 bis 31 000 Mk., Haserstroh, drahlgspreßt 29 000 bis 33 000 Mk., Stroh, strohseilgeb. 29 000 bis 31 000 Mk., Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Dormahd 30 000 bis 32 000 Mk., Rachmahd 25 000 bis 28 000 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.) Frankfurter Celreideborse. Frankfurt a. M., 25. Juni. Wenn auch zu Beginn ein lebhafteres Geschäft nicht aufkom- men konnte, so lag dieses anfänglich an Kauflust. Die feste Stimmung erhielt sich für Wsizen und Roggen. Gefragter erschien Gerste und Hafer. Weizenmehl begehrt, auch ist Roggenmehl ettvas gesuchter. Futtermittel, besonders Futtergerste, fest. Es notierten: Weizen 440 000 bis 450 000 Mk.. Roggen 340 000 bis 360 000 Mk., Sommergerste für Drauzwecke 350 000 bis 380 000 Mk., Hafer, inländischer 290 000 bis 320 000 Mk., Weizenmehl, südd. Spezial 0 750 000 bis 775 000 Mk. bei Waggon bezug ab Mühlenstation. Roggen mehl 520 000 bis 550 000 Mk., Weizen- und Roggenkleie 180 000 bis 185 000 Mk., Speiseerbsen 400 000 bis 450 000 Mk., Biertreber, getrocknet 190 000 bis 195 000 Mk. Tendenz: stetig. Mühlenforderung für Weizenmehl südd. Spezial 0 900 000 Mk. Frankfurter Schlachiviehmarkt. fpd. Frankfurt a. M., 25. Huni. Trotz der scharf weiter steigenden Preise war das Geschäft auf dem Markt heute sehr lebhaft. Deo Markt wurde flott ausverkauft. Der Austrieb bestand aus 118 Ochsen, 57 Dullen, 983 Färsen und Kühen, 348 Kälbern, 57 Schafen und 1196 Schweinen. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Ochsen, vollfleischige 950—1000 (alles in Tausendern), junge 900—950, Dullen, vollfleischige 850—910, junge 780-840, Färsen und Kühe, vollfleischige Färsen 900—1000, voll- fleifchige Kübe 900—970, wenig gut entwickelte Färsen 800 —900, ältere und junge Kühe 780—880, mäßig genährte Kühe und Färfen 670—770, gering genährte Kühe und Färsen 450—600, Kälber feinster Qualität 920 -1000, mittlerer Qualität 820—900, geringerer Qualität 750—800. Schafe 620—650, Schweine unter 83 Kilo 1000—1300, von 80—100 Kilo 1300-1400, von 100-120 Kilo 1300—1400, von 120-150 Kilo 1300—1400, über 150 Kilo 1300—1500. (In einem Teil der Auslage wiederholt.) Sie englisch-franzvs.schen Verhandlungen. Paris, 25. Juni. (WTD.) Ministerpräsident P o i n c a r e hatte gestern vormittag eine längere älnterreöung mit dem englischen Botschafter Lord Erewe, die sich nach dem ^.Echo de Paris" auf die Reparationsfrage bezogen habe. Es schiene jedoch nicht, daß eine endgültige Konklusion schon jetzt gezogen werden könne. Interessante Ersatzwahlen in Frankreich. Paris, 25. Juni. (WTD.) Im Departement Seine ei Oise (Versailles) fanden gestern Ersatzwahlen für zwei verstorbene Abgeordnete statt, die mit der Liste des nationalen Blocks unter Führung Andre Tardieus gewählt worden waren. Der erste Wahlgang hat kein Ergebnis gehabt. Es muß ei > Stichwahl stattftnden. Die größte Stimmsn^hl vereinigte sich auf die radikalen Abgeordneten Franllin Bouillon und Goust mit rund 56 000 Stimmen. Hierauf kommen die beiden Kandidaten der republikanischen Hnian mit rund 50000 Stimmen. Die Liste der Komma» niflen, an der Spitze der Verurteilte der Schwarzen Meer-Ft otte Marty, erhielt rund 42 000 Stimmen, die Sozialisten rund 9000 Stimmen. -jg) Schwiele« nab Warze« v V» desetliar schnell, ’M? ■ Cr Nch-r^chmerz. 8%U Kl8*01 uno geiavrloS Aerz'.uch empfohlen. Millionenfach dewLhrl. — JnAvochoke« und Droaerien erhälllich. — «egen Futzschweih, Dremr«, ub» Wundlaufen Ätttireug«8beb. Drogerie G. Wallenfels, Markt 2L 963A Das Moselhaus. Roman von Luise Schulze-Brück. 92. Fortsetzung. lAachdruI Derbe lex.) Doch er tröstete sich damit, bah Frau Eva auch da km DÜrbc. ör schrik» ff Oct aal 3e3t würden ihm bk 6tunb?.i bd ihr tooblurt 3r batle e.rwn 'Brief Eli^obeihs la bn Tasche her am Morgen angetommr.i trat, ®.üfte foill: rt befi ikn an bk E^chwist.r. Fwilch-7n den 3rilen tat er mehr U^trab? u.ib S?hnsucht. anb vt Bitte Jjar.4 7i.tri4) gü.sttg zu H.i! Arme» L'.ngl Cie war t un bto inunoen. 3r hart: f d> qe lern abend trel mit Hans rrch UiV.-rrballra Und wenn auch immer noch dn fetter Za,2nz zwischrn Ihnen befianb, ein »CTiig freut battm sie sich Voh be de groben (ItUabetb iDÜrX* sich freuen, etwas >u er a!>ren. Darum ging er an den Schalter einer Pc-stamte«. das aerobe vor ihm auf» tauchte, unt> schrieb dn paar Morte auf ei-e ftarte. Frau 6ba senizte, als sie von der Berate rebung m:t TBdk»hdm6 hörte. 2ll« b zugleich bk Mitteilung, tob Akllshiims ' bnebi t schon an dem Abend cm paar Döste erwarteten, da war sie go.T?, mißmutig. Das würde wkder dn wahres B6Oedeft teerten. V- ■ ige Döste bd>euleien bri Dellsheims stets mindester - /.wanzia Die klein: Fran fühlt: sich nicht wohl, trenn ,1: nich einen ffj.ivc.1 Schvarm von Me fchen um such hatte. .Ich glaub: kaum jexavt 3b.ien b de Art Do.i D shmpalhTfch fein wird. Ader man tarn doch nicht ab lehnen " .Man sollte eigentlich können." meinte Arnolds .0a, man sollte fo viele» B.inen," seufzte 6>a. .und nun ist doch zu fest gebunbnt durch 'Xülf chtea aller Art. AbCT das ist richt aerobe « ne b^c ’bvte Berliner Lig.ntumlichkdk. Ich habe sogar S e an ber THokf manchmal frühen hören üler solche urumgörgl chm Bert fi Wehingen. ®Iüd» Ikberaxik kann man sich gerade hur so mancher Verrichtung entwichen." Irr^.bJ lestellte Elisabeths Erühe. öin leichtes Aot überida Frau Eoas 'Dange r. S.e dachte wohl auch inepr in indem Äug:, .blick, als sie sagen toollte. Bür geernteter Arnolds hatte ’d« Brhagen w ederg^ und^t. In ter Ruhr bL1:J 31 mm er* trätei alle unang^i.bmen S ndrück: zurück, er enu anb rur b.e Frrude, ml' Frau Eva -ukimmen hu.fam vermied sk alle Klivrer. a: d:n:n der 3t c e ti.ter ötunte hätte fd> llcrt Bannt Als Han» T etrich zu Tisch tarn, sand er Arnolds kbr he.t:r Es wurde ei i: ga tj gemütlich: Mall dl Später entschlössei sk sich für da» Ceff.ngtbeater. tt« Tier) aus lern Settel stand Der At-tmo war sehr schön, klar u.ib nicht kalt. So fuhren s.e Im off: :.t Ta tarne CT qu:r durch Teilen. Ha.s Ticr.ich hatte noch za arb:lten. Cr sollte erst später nachkomm:i Sie kamen noch gerade vrcht zum Beginn ter Borst dlung. ®J wurde gut gefpk.t und mit Brilall nicht K kargt Als der 'Borhang fiel gab e3 miauten» nge» 3Natsche' Am c.friafte.1 klatsch en bi: Frauen. Gii.e sehr elegante Blondin: nJbn Arnolds ftxrnje sich gar nicht genug tun. ins der Herr an ihrer Sdte. augenscheinnch ihr Mann, fchltetzl^chu -geduldig wurde. .Auch eine van denen, die ari! Bcgdftrrung die Balle der Bora In bk Tat umte-en mürben.’3 sagte Amalds. als l:e ins Freie rra.i.x um nach tem Au enthalt in dem beifjea ThsatCTfaak nach em bißchen »u Fatz zu geben. Frau Eva hatte dasklde gedacht, aber ft* sagte nichts .Ich las neulich." fuhr Amalds fort, .eine garu hüb'-che De'ch chte über Primaaerausfätze. Ich glaube, f* betrat die Betnhdluugen der Hahmzollem. Denn das sa we.ter geht, wäre es ja c.n emprcbterj«rette* Thema für unsere Töchterschulen .Hat Aara recht, wenn fie ihrem Maw e i avonläuft. ober n.cht^ Heber dkks 2 bona cxrtvn ja auch wohl Hunderte ber 3u- fktauecar'c t d s bcu ke.i Ad mos mit mehr ober teurer L i : fcha,t.ich!dt di»puti:r:n. Ich habe eil genug te.i Kamps der Meinungen darüber geschichtet." .C-'chlchtct?" fragte 3oa neugierig und etwas spotte.rd. -Ja. geschltchiet. Danz einfach mit dem Hin» weis auf tie Kinder Das wird aus bri Äl.tbem. len armen Mü MCTN. wrnn ihre Mutter sk t>rr- läht. um s ch kl bst zu lebst? Da in wurden die c..rag ertes . i Jiota-Sntbufiai.Innen stille. 5rd» Ich ic3 t denkt nun schon anders ÜbCT biete Frage, als selbst zu her Zeit, ba Boca zum ersten Male über b.e Bretter gi ig. Es laiereflkrte mich leb» halt, neulich zu Iden, bad bi: Frau «unächst P.lich.en urb Rechte gegen sich klbCT hab«, datz t elleicht bi späterer Zeit der Staat sich irgendwie der Ämber annehmcn müfie. Das hat eine Frau gefchr eden. die als d.t? der Borkämpsertiinen gilt. Ellen Kech So weit komuiett wir mit btefer Moral ober Unmoral des FrufTefk» Egoismus, aus dem sich das ganze Gebäude biekr neuen Theorien au seichter Das Tlück des Auslebens für mich bk Srnatsfärtorge für meine Kinderk" .Aber es kann doch Fälle geben, rn denen die Frau chre Freiheit ertämp'en muh." sagte Eva ernst Er machte eine zornige Bewegung .Dewitz^ es kann solche geben Ich bade selbst c nm solchen erlebt Ich kannte dne Frau, bk benhig Ckbve lang bei ihrem Manne aushidt Sie lebte ein tägliches, stündliches Martyrium Aber erst als kas legte ihrer Kinder selbständig geworben war ba trennte f-e sich von ihm. Aber biete unverstandenen Ao ras btt jetzt alltäglich dem Bla«» entlaufen, beren es auch am liebstrn wäre, wenn der Staat b.e Fürsorge für Ihre Aitibet übernähme. il LeitwaiinlBhrer 'nrlernier Lchlosterl ivirktich crfiibrenc. ii.öil ledige Veiue, n ttermenbunn mif berliniihetie, luollen sich nnirr ^orln'ie u. .■'•cunnicnbldjrifcit Ichrifi ich beiueibcn. 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