Nr. 12 Erscheint täglich, anher Sonn, und Feiertags, mit derSamstagsbeilay«: GiehenerFamilienblätter Monatlich« Bejutispreife: 2850 Mark und 150Mark Trägerlohn,durch dieDost ZOOOMark.auch beiNKcht« erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt - Fernsprech. Anschlüsse: fürdieSchrift. lritung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Zrantfurt a. M. 11686. Montag, 26. März 1923 173. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrvck ünö Verlag: vrühl'sche UniverfitSts-Vuch- und Zteindruckerei H. Lange in Gießen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchnlstraste 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Sreis für 1 mm höhe für nzeigen v. 27 mm Brette örtlich 80 Mk., auswärts 100MK.;fürRedlam«. Anzeigen von 70 mm Breite 400 MK.BeiPlatz- vorschrist 20°/. 21uf schlag Hauptschristletter: Üug, Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen Der 75. Gedenktag in Schleswig-Holstein. Kiel. 24. März. (WTB) Stadt und Land der Provinz Schleswig-Holstein begehen heute in würdigen Feiern den 75. Gedenktag der schleswig-holsteinischen Erhebung. Die Stadt Kiel trägt reichen Flaggenfchmuck, in dem die alten blau-weih-rvten Landesfahnen vorzugswei e vertreten sind. Schon morgens begann hier die Feier mit einer Kranzniederlegung von etwa 60 Vereinsabordnungen au den Gräbern der Gefallenen auf dem St. Jürgens-Friedhof. Darauf begaben sich die Vereine im geschlossenen Zuge nach der Rikolaikirche, wo ein Festgottesdienst istattfand. Der preußische Ministerpräsident Braun traf zur Teilnahme an der Gedenkfeier in der Aula der Universität ein, bei der Prof. Dr. Hartung den Festvortrag hielt. Aach Beendigung der Universitätsfeier fuhr der Ministerpräsident zu dem Festakt im Kollegiensaal des Rathauses. Aachdem das niederländische Dankgebet verklungen war, begrüßte der Kieler Oberbürgermeister Dr. L u e k e n die zahlreich erschienenen Gäste und dankte insbesondere dem Ministerpräsidenten Jür seine Teilnahme. Er führte sodann aus, daß die Klänge des soeben vernommenen Liedes uns in dine Zeit und Atmosphäre hineinführten, die der jetzigen nicht unähnlich sei, in die Zeit der Riederländer, die im Kampf gegen die spanische Unterdrückung 80 Jahre lang gekämpft und gelitten hätten. In gleicher Richtung bewege .sich heute in Deutschland die Stimmung der Volksseele: Herr mach' uns frei! Aus der gleichen Stimmung heraus erwuchs derKampf, dessen Erinnerung wir heute festlich begehen. Auch Schleswig-Holstein habe gelitten unter dem Druck und der Tyrannei, die die dänische Herrschaft ihm brachte, seitdem es sein Recht verlangte: das Recht der freien Verfassung, das Recht auf Einheit für Schleswig und Holstein und auf den Anschluß an das größere deutsche Vaterland. Der Redner gedachte sodann des Vorkämpfers der schleswig-hol- steinifchen Idee iltoe Jens Lornsens. dessen tragisches Geschick ihn unserer Provinz besonders nahe bringe, ferner gedachte er der übrigen hervorragenden Männer im Kampf um die Befreiung der Provinz und schloß mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß am Ende der fetzigen Bewegung in Deutschland das Wort wahr werden möchte, das am Anfang der schleswig-holsteinischen Bewegung stand: „Alp ewig ungedeelt, das ganze deutsche Vaterland up ewig ungedeelt I" Hierauf sprach Ministerpräsident Braun. Heute nachmittag findet eine Festvvrstellung im Staatstheater statt. Abends werden in allen größeren Lokalen Gedenkfeiern abgehalten. Englische Verhandlungsvorschläge? London, 24. März. (Wolff.) Der „Daily Chronrcle" schreibt, die Aussichten auf den Beginn von Verhandlungen zwischen Frankreich und Deutschland scheinen gut zu sein, und fragt, ob die britische Regierung irgendeinen Aufbauplan beifteuem könne. Das Lloyd George nahestehende Blatt fährt fort, es erführe, daß Llody George in der nächsten Woche in der Unterhaus-Debatte einige derartige Vorschläge machen wolle. Der Plan müsse Frankreich sein Recht geben, ohne die moralischen und materiellen Demütigungen, die Deutschland infolge des Krieges auferlegt worden feien, zu vermehren. Es dürfe keinerleiDeräußerung deutschen Gebietes in irgendeiner Verhüllung stattfinden. Die alliierten Be- sehungstruppen müßten zurückgezogen werden und andere wirksamere Garantien dafür, daß Deutschland sein Wort halte, müßten an ihre Stelle treten. Der R e pa r a t i on s be t rag müsse sehrbeträchtlichvermindert werden. Es müßten Garantien gegen einen Verzug Deutschlands gegeben werden; als letztes Druckmittel könnte eine Verfallserklärung betreffs des Pfandes vorgesehen werden. Diese bürfe jedoch nicht in der Gestalt eines von einer Macht zu begehenden Gewaltaktes geschehen, sondern es müsse ein gesetzlicher Akt sein, durchgeführt auf Anordnung eines internationalen Gerichtshofes, unter angemessener Berücksichtigung aller Gläubiger und nicht nur eines Gläubigers allein. Der Völkerbund fei der einzige internationale Gerichtshof, der „über einen Verdacht erhaben" sei, und "e r müsse zu dieser Autorttät gemacht werden. Eine internationale Sozialisten- konserenz in Berlin. Berlin, 24. März. (WED.) Die Bespre- chung zwischen Vertretern der Sozialdemo- tratischen Partei Deutschlands und der von der Pariser Sozialistenkonferenz der interalliierten Länder nach Berlin entsandten Abordnung hat im Reichstagsgebäude angefangen. Die Abordnung, bestehend aus den QIBgg. Tom Shaw-England, Vincent Aurivl und Grumbach-Frankreich, Huysmans-Delgien und Matteotti-Jtalien, berichtete über die Pariser Ve^handluirgen, während deutscherseits die Anschauungen der svzialdemokrattschen Partei dar- gelegt wurden. Aach dieser allgemeinen Aussprache trat man in die Spezialdebatte, beginnend mit dem Reparationsproblem, ein, die am Sonntag fortgesetzt werden wird. London, 24. März. (Wolff.) Dem „Daily Hemld' zufolge werden die Arbeiterführer R a m= faß Macdonald, Henderson und Thomas am nächsten Donnerstag in Paris ihve vertagte Ko^erenz mit den sozialistischen Führern und den sozialisttschen Parteien des Kontinents toiebet auf nehmen. Eine Sozialistentagung in Frankfurt. Frankfurt a. M., 24. März. Die Vereinigte Sozialdemokratische Partei veranstaltete heute vormittag imPalmengarten eine von mehreren tausend Personen versuchte Kundgebung, die durch die Teilnahme des Vorsitzenden des französischen Me:allarbeiterverbandes, M e r r h e i m, ein internationales Gepräge erhielt. In seiner Rede über das Thema „Ruhrkampf und Jnternatronale" sprach sich Merrhetm gegen jeden neuen Krieg aus und forderte die Revision des Versailler Vertrages. A b r a m (Innsbruck) erklärte, die deutsch-österreichtschen Arbeiter seien für den Anschluß an Deutschlcurd, jedoch nur an ein demokratisches Deutschland, in dem die Masse der vereinigten Arbeiterklasse maßgebenden Einfluß beim Aufbau des Staates habe. Als dritter und letzter Redner sprach Reichstagsabgeordneter D i ß m a n n. Er sagte, die Einheitsfront im Abwehrkamps an der Ruhr sei nur eine scheinbare. In Wirklichkeit müßten die Arbeiter in Abwehrstellung sein sowohl gegenüber dem französischen Imperialismus wie gegenüber nationalistischen Treibereien im eigenen Lande. Zum Schluß gab der RÄ>ner seinem Bedauern Ausdruck, daß die Arbeitervertreter Burton (England) und Grimm (Schweiz) in letzter Stunde verhindert worden seien, an der Veranstaltung teilzunehmen. Gegen die französisch-belgische Eisenbahnregie. Berlin, 24. März. (WTD.) Die Errichtung der französisch-belgischen Eisen- bahnregie veranlaßte ben Reichsverkehrsminister zu folgender Delanntmachung an das Ctsenbahnpersonal im besetzten und Einbruchsgebiet: An alle Eisenbahnbeamten, Angestellten und Arbeiter dec deutschen Reichsbahn! Die Franzosen und Belgier richteten eine Regie für das Eisenbahnwesen im besetzten Gebiete ein, die an Stelle der deutschen Verwaltung treten soll. Diese Maßnahme ist völkerrechtswidrig und verletzt den Vertrag von Versailles. Alle Weisungen und Anordnungen der Regie sind ungültig. Das deutsche Reichsbahnpecsonal untersteht nach wie vor allein der deutschen Regierung und der Reichsbahnverwaltung und hat nur den deutschen Anordnungen zu gehorchen. Die deutsche Regierurrg befiehlt daher allen Beamten, Angestellten und Arbeitern der deutschen Reichsbahn: 1. keiner Weisung der RegieFolge zu leisten. 2. Jedes .Zusammenarbeiten mit der Regie wird untersagt. 3. Der Aufforderung der Regie, unverzüglich zu ihren früheren Posten zurück- ^ukehren und den Dienst wieder aufzunehmen, ist unter keinen Umständen und an keiner Stelle nachzurommen. Zu den von den Franzosen und Belgiern besetzten Stellen kehrt das deutsche Personal nur dann zurück, wenn die betreffende Dienststelle zuvor von dem französischen oder belgischen technischen Eisenbahn- personal geräumt ist. Auf den von den Franzosen und Belgiern nicht besetzten Stellen arbeitet oas deutsche Personal nach Weisung seiner deutschen Vorgesetzten. 4. Verstöße gegen die bestehenden Weisungen ziehen schwerste Difziplinarbestraiung nach sich, insbesondere Dienstentlassung und strafrechtliche Verfolgung. Die Anordnung der Regie zeigt, daß Frankreich und Belgien ohne die beut]eßen Eisenbahner den Eisenbahnbetrieb nicht in Gang sehen können. Deshalb kommt alles darauf an, daß jeder auch den neuen Verlockungen gegenüber standhält. Für die Störung der deutschen Wirtschaft tragen ausschließlich Frankreich und Belgien die Verantwortung, nicht die deutschen Eisenbahner, die durch fremde Militärmacht von ihren Posten vertrieben wurden und niemals unter fremdem Kommando arbeiten werden. Voller Schadenersatz wird allen durch die Maßnahmen der Franzosen und Belgier betroffenen Eisenbahnern und ihren Familien zu- gesichert. Haltet aus, fest wie immer! Re chsrer'ehrsminister: Gröner. Sämtliche Großorganisationen in Gemeinschaft mit den Personalvertretungen stellten sich vollinhaltlich hinter das Verbot des Reichsverkehrsmini st er s. Weitere Zwangsmaßnahmen. Worms, 25. März. 3n Auswirkung des Aufrufs der franzöfischrn Regie wurde hier bereits mit Zwangsmaßnahmen begonnen. Der Regierungsbaurat Jordan wurde, weil er fich weigerte, in Regiedienste zu treten, verhaftet. Seine Familie muß binnen vier Tagen das besetzte Gebiet verlassen. — Ferner erhielten Samstag vormittag hier 3 8 Eisenbahner, die sich gleichfalls dem Joch nicht beugen wollen, den Befehl, binnen 24 Stunden die Dienstwohnungen zu räumen. Trier, 25. März. In Kart Hs» s wiesen die Franzosen am Samstag 14 Eisenbahner mit sofortiger Wirkung aus, weil sie keine Regiedienste leisten wollen. Verhaftungen in Mainz. Mainz, 24. März. (Wolff.) Hier wurden weiter verhaftet Handelskammershndikas Meeßmann und der Leiter des Westdeutschen Depeschendienstes Heinz Ein neuer Mord. Vorhalle, 25. März. Der 27 Jahre alte Karl Bracht wurde gestern an der Bahnstrecke zwischen Vorhalle und Vollmerstein von einer französischen Patrouille erschossen. Bracht befand sich auf der Reise von Hagen nach Bochum und mußte wegen der Zugunterbrechung in Vorhalle aussteigen. Er suchte mit zwei Mtt» reisenden seine Reise zu Fuß fortzusehen, geriet dann in die Aähe der mllitarisierten Bahnstrecke Vorhalle-Dollmerstein und suchte offenbar diese in Unkenntnis der erlassenen Bestimmungen za überschretten. Dabei wurde er von der französischen Bahnhvfswache erschossen. Die Zeugenvernehmungen haben keinerlei Anhaltspunkte für die von fraiuöftfdjer Seite verbreitete Darstellung ergeben, Daß von deutscher Seite auf die französische Wache Schüsse abgegeben worden seien. Trotz wiederholter Bemühungen von deutscher Seite ist die Leiche bisher nicht freigegeben worden. Eiue Beisetzung in Essen. D v ch u m, 24. März. (DTV.) In Essen wurde heute nachmittag unter großer Beteiligung der von den Franzosen in der Aacht zum Sonntag erschossene Buchdruckereibesitzer Kurt Schulte auf dem Ehrenfriedhof zur letzten Ruhe bestattet. Im Trauergefolge befanden sich mehrere noch übrig gebliebene Beigeordnete der Stadt Essen sowie Vertreter anderer Behörden. Die Beisetzungsfeier verlief schlicht und einfach. Ein geheimnisvoller Transport. — Mainz, 25. März. Von glaubwürdigen Augenzeugen wird gemeldet: Am Montag mittag den 19. März, traf auf dem hiesigen Hauptbahn- 'Hof ein französischer Gilgüteczug ein, der zwei v°Zugwagen mit sich führte, dessen Feaster dicht verhängt waren. Kaum hielt der Zug, so wurde der Bahnhof auf das allerschärfste von der fran» französische Gendarmerie abgesperrt. Aus den O-Zugwagen wurden fobann zahlreiche französische Alpenjäger gebracht, von denen je zwei mit den Händen z u sam- mengefeffelt waren. Diese Militärgefangenen wurden in einen anderen Zug gebracht, der in der Richtung nach Worms (also dem Elsaß) weiterdampfte. Ein neues Eisenbahnunglück. P a r i s, 25. März. (WB.) Hadas meldet aus Düsseldorf, bei Gerolstein habe in der letzten Rächt ein Zusammenstoß zwischen einem aus Köln und einem aus Trier kommenden Zugstattgefunden. Sechs Eisenbahnange st eilte und drei Reisende seien verwundet worden. Der Betrieb werde im Laufe des heutigen Tages wiederhergestÄll werden. Undentsche Firmen. Berlin, 25. März. (Wolff.) Es sind Wetter die Ramen der folgenden Firmen mitzuteilen, welche trotz der deutschen Warnungen mit den in französischem Interesse arbeitenden Ein- und Aussuhrstellen Verbindung suchten: Die westdeutsche Wasserbauge- s eil schäft in Duisburg; A. Held, Antiquitäten, in Wiesbaden, Taunusstr. 29; Hart og u. Sohn In Emmerich: Dr. Arthur Diesel- d o r f f in Wiesbaden, Recostraße 38; Spiegelglasfabrik Germania in Porz bei Ur» bach; die Lebsnsmittelgroßfirma Frohwern u. Rolden in Düsseldorf; Paul Weil u. Täsch» ner in Düren; Prickarts in Mainz; Deut- scheSolvaywerkein Rhe.nsöerg; Kohlen- fäuretoerfe in Hönningen. Auf Antrag der Firma Kupfer- und Messingwerke G.-G. in Elberfeld erfolgte eine amtliche Untersuchung ihrer jüngst hier belegten Aus, uhrangelegenheit. Die Untersuchung ergab, daß die Anprangerung der Firma zu u n ° recht erfolgte. Zwecks Erlangung von Anstellung stellten sich folgende Personen dem Ein» und Ausfuhramt in Ems zur Verfügung: Max Groh, Hoheneiche bei Saalfeld an der Saale, Emil Ludwig, Wiesbaden, Jägerstr. 9. Polnische Ausschreitungen in Königshntte. Königshütte, 26. März. (WTB.) Anläßlich der Feier der Festsetzung der polnischen Ost grenze kam es in Königshütte in Polnisch-Oberschlesien zu Ausschreitungen gegen die Deutschen. Durch die Teilnehmer eines Fackelzuges wurde eine Versammlung, die sich mit rein kulturellen Aufgaben befaßte, gesprengt. In der Rächt zum Sonntag wurden fast sämtliche Straßen- und Firmenschilder mit Teer beschmiert. Das Verlagögebäude des „Oberschlesischen Kuriers" wurde sogar mit Steinen beworfen. Wie verlautete, beabsich- ttgt der Oberbürgermeister der Stadt, der dem Deutschen Volksbund angehört, zum Protest gegen diese Ausschreitungen der heutigen Feier fernzubleiben. Eine interessante Begegnung in Mailand. Paris, 26. März. (WTB.) Havas berichtet aus Rom, Mussolini sei nach Mailand abgereist. Zu gleicher Zett wird aus Brüssel berichtet, daß auch der belgische Außenminister Jasper heute abend nach Mailand abreifen wird. Jasper reist, wie der „Petit Parisien" mitteilt, aus privaten Gründen nach Italien, aber er wird in Mailand eine Besprechung nrit Mussolini haben. Auch der polnische Außenminister S k r z y n s k i werde in MaUand mtt Mussolini verhmrdeln. Deutscher Reichstag. 327. Sitzung. Berlin, 24. März 1923. Am Regierungstisch Reichsschatzminister Dr. Albert und Reichsernährungsrninister Dr. Luther. Präsident Löbe eröffnet die Sitzung um 9.20 Uhr vormittags. Reichsschatzminister Dr. Albert bringt die vom Reichstag gewünschte Denkschrift über die Kosten derRheinlandbesehung ein und stellt darauf fest, daß die Desehungskosten bis Ende 1922 nmo 4,5 Milliaichen Gvldmark betragen haben (Hört, hört!), ohne die Kosten für die Besetzung des ausgedehnten Sankttonsgebiets und für die alliierten Kontrollkommissionen. Der Minister stellt fest, daß diese Summe viel produktiver zugunsten unserer Gläubiger und zum Wiederaufbau Rordfrankreichs hätte verwendet werden können. Zum Vergleich hebt der Minister hervor, daß in den letzten vier Jahren vor dem Kriege die Aufwendungen des Reichs für Heer und 'Flotte 3,75 Milliarden Mark betrugen. Diese Ausgaben würden also jetzt von den Be- fcchungskosten um 3/t Milliarden Gvldmark überstiegen. Aach dem Friedrnsvertrag sollte die Be- sahungsarmee an Zahl die frühere deutsche Friedensstärke in diesem Gebiet nicht überschreiten. An Stelle der ehemaligen deutschen Belegung mit 70 000 Köpfen in 28 Orten feien aber im September 1922 in den Rheinlanden 220 Orte mit 145 000 Mann belegt worden (Lebhaftes Hört, Hört!), während offiziell die Stärke der französischen Brsatzungsarmee auf 90 000, der belgischen auf 10 000 Mann festgesetzt sei. Dieser starken Belegung entsprächen auch die naturalen Dienstleistungen für die Besatzungsarmee. Der Minister erinnert an die landwirtschaftlichen Betriebe, Flugplätze, Exerzierplätze und dergleichen. Außer den vorhandenen 32 deutschen Schießständen und Exerzierplätzen seien 54 neue Anlagen dieser Art erzwungen worden, außer den vorhandenen sieben Flugplätzen wettere 19. Bordelle seien. bis in die kleinsten Städtchen gelegt worden. In 60 Orten des altbefaßten Gebiets seien 250 Fabrikanlagen aller Art beschlagnahmt worden. Der Minister schildert dann die großen volkswirtschaftlichen Schädigungen, die infolge der Besetzung sich ergeben und bespricht weiter die Gincfuar- tierungslasten. Außer den Kasernen seien Ende 1922 15 000 Wohnungen mit 37 000 Zimmern, und außerdem noch weitere 10 000 Zimmer zur Unterbringung von Offizieren und Mannschaften beschlagnahmt worden. Das sei nicht zu verwundern, wenn man bedenke, daß auch die Angehörigen der Truppen auf Kosten Deutschlands untergebracht werden. So habe in der belgischen Zone ein unverheirateter Osfi- zier für fich zur Verfügung fünf herr- schaftlicheZimmernebst Küchefürsich selbst, seine Großmutter, seine Mutter, 2unverheirateteSchwe st er n, eine verheiratete Schwester und 2 Kinder der verheirateten Schwester (Bewegung und Entrüstungsrufe). Der Minister verweist dann auf das Retz der französischen Beamten und Delegierten, mit denen das Rheinland systematisch überzogen würde. Dieses Gesamtpersonal habe bereits im September 1920 1300 Köpfe betragen, für französische Abteilungen dieser Art seien be» retts im Jahre 1922 1,9 Milliarden bezahlt worden. Die Besetzung der Rheinlands sei eine einzige ununterbrochene Kette von Vertragsverletzungen. Ein ehemals blühendes Land sei zu einem Heerlager größten ©tiß gemacht worden. Dieser französische Militarismus werde durchgeführt auf Kosten einer anderen Ration, der man dadurch gleichzeitig die Mittel für finanzielle Leistungen nehme. Präsident Lobe teilt im Anschluß daran mit, daß in der letzten Zeit beim Reichstag etne große Anzahl von Sympal hickandg: bangen zur Abwehr im Ruhrgebiet aus österreichischen und deutschen Städten eingegangen sind. (Beifall.) Der Antrag der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft und der Sozialdemokraten, der den Finanzminister ermächtigt, die Tabakzölle für die Zeit wirtschaftlicher Bedürfnisse herabzufehen, wird gegen die Kommunisten in dritter Lesung angenommen. Darauf wird die Ernährungs aus« spräche beim Haushalt des Reichs Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft fortgesetzt. Abg. Do brich (D. Dpt.) bittet, die Forschungen der Wissenschaft möglichst bald in die Praxis überzuführen. Mtt der Beschaffung einer großen Getreidereserve und der Verbilligung des Brotes für die minderbemittelte Bevölkerung erklärt sich der Redner einverstanden. Der Besitz sei überlastet und zeige nur eine Scheinblüte. Riemand wolle sich aber um eine weitere Belastung des Besitzes Herumdrücken zum Zwecke der Brotoerbilligung. Ae Landwirtschaft ziehe aus der jetzigen Lage keinen Gewinn. Leide schon der Großbetrieb unter der Kreditnvt, so wisse der kleinere und mittlere Betrieb erst recht nicht, wie er sich einrichten solle. Um die Produktion steigern zu können, müßten die Hemmnisse der freien Wirtschaft beseitigt werden. Das ganze Volk müsse produktive Arbeit leisten, auch das Parlament, wo viel zu viel geredet werde. (Beifall.) Abg. Hermann (Dem) bekennt sich zu dem Grundsatz der freien Wirtschaft; nur dadurch könne die Erzeugung gesteigert werden. Die Beträge für die Umlage seien nur noch ein Trinkgeld. Der Rückgang de- landwirtschaftlichen Anbaufläche betrage fast das Dreifache des Rück- enngel 6et 'BetZöetBRg. Btt Thl^i £,S JJcn^ bet logoen 221 Pro^. bei Hakr 2! 4 ytto. '2x-t) G'- xr M Der Aüdgang ber ärnmerträgt, der bei betreibe faft 55 Prvz. bet dm«. Der Redner begrübt bi» •rfldniwg bei S -näbcMngtml ntfters, Daher gnmb|ätlt4 aur bee 'Loden ber freien TMÄaft Heb» Ser TUbner orift gdttrnmäMg ni4i the Oieigeruiig bet ^Icrtfe für Uinba*rtl4>Mthd)e ®tg»ugntfk ytnrer üer aUflenrtnen Teuerung zurückgeblieben frnd Wg. Lana sBovr Dpt.) erift unter be- frünbvrcm Htnwett auf b* barchrt außervrb«Ulch stchtecht get&efen lei. ’o bah all» Wohnungen ifrvllßrt wurden Tie Klagen Über die Zwangswirtlchatt feien ganz allgemein, ber Üanbtoirt muffe twn aßen Fesleln betret! werden Abg7 -eh bemann (Ä ) bdlt die Emäh. eunasfraae für die Schcksalslrag« des deutschen TnU< bezweifle bi» Betel tblfl «gleit be« Haufe« (Tie beiden 1U4Mt arte.» « dal en bis auf wenig« Mitglieder Öen Saal txtl ifkn ) Der Prülidr.i' läh! die T< bluhfähigfrH des Syauh« durch Auszühlung seststcllen. unb zwar tu.l einer Aostiuimung über den Antrag Gottzein . wonach die Gnischlietzung des Auischulle» g«-ordnet en und bte Landwirte Rücklicht nehmen dk fetzt Du Haufe notwendiger feien. 3r Irtkeriprfcht nach längerer Gefchäftsordnungs- dedatte dem Hinaulletzen eines neuen Punktes auf die Tagesordnung Damit Ist ber Antrag Mülle« erkbiflt •inige Petitionen werden ebenfalls erledigt. Adg v Graefe (deutschvöll. H vcheitspart. I '« ber Linken mit dem Auf» .Hochrwrräter" *U*vm«n). gibt eine Grllärung ab. in der er «chä.t'kn Ginfpruch erchedl gegen die 2a|- ISsunaberSreldeitsparteiburchden vreuh Innenminister Se de ring Diel« ÄtllWum einer politische Partei cwrftrhe gegen bk Verballung wesdaid der Aetchstag daiu Sscllung nehmen mü'k. Beschwerde beim Staatsge r ichtsdof sei etngekjl Das her Parte, orrgettoden werde, entdechre teglktxr Grundlage «Degen befchmpk-.de: 3unm wird der Adg Moltzad» «wetmal *ur Orbnurm gerufen unb als er Mw 3*ni|e fortkgi, broCu brr Prällbeni, er werde von der., Hausmche Gebrauch m,»chen Abg v. Ori<*t ruft hw fUm- wrunlfhm $u. .Kommen Vie nur heraus bann a>erbe ich Ihnen leigen, wer t«ia« tftr Aus bkk Dort» bringen bk Äua- muntneu voran Maltzabn. g^Mn >e Ir.Vwr- tribüw voe Abg Graefe wartet rut*g ab. bis Nch der Lärm sicher gelegt t»! ) Ter OUbncr beantragt dann, beute oder noch nee DUktt eter BokMtznng afioBftjften tu der z« dem Verbot des Mllnfwrs Severmg Stellung genommen cvrbei lotk. Pebsihent Löbe schlägt dagegen vor, bk nächste Sitzung am 11. QLpdl abjubalÄ Abg Schultz- Bermberg • Dtlchntl.) trtll mit. bah ktne trl amen la rischer Verlietung als ein» ichwere Gesädrbung der 5 etbdl des politischen parlamentarischen Ledens de-efchnet unb ble Reichsrogkrung fragt, ob Ihr bk tat^äch- ltchcn Unterlagen Der preahllchen Regkruna be- farmt fd«n unb ob sie bereil lei. zu ben durch dieses Vorgehen aufgeworfenen 5ragen Stellung zu mfmwn. In einer weiteren Interpellation wendet stch bk Fraktion gegen die Anweifung de« prcuk,Ischen Ministers des Innern, gegen alle Selbstschutzorganisaliv»- n e n einzulchreiten unb alle Versammlungen, bk sich eines Saalschutzes bedien len. zu verbieten oder aufjulMen. Ties< Anweilun,-, entbehre ber rechtlichen Grundlage soweit es sich um berechtigte Aotwchr gegen Störungen fott* gegen geaxilt- fame Angriffe auf ®tgenhim unb persönliche Frechelt und Sicherheit hantele. Gnt sprechen de Interpellationen |tnb auch von ber deutsch- nationalen Aiattion des Land tage« cinge- bracht worden, au herbem Hal bk Reichstagsfraktion einen Antrag gestellt, be ReichSregie- rung aufzusorbetn. ben lanbesverräte i'chen. zum aewaltlamen Umsturz aufreizenhea 2Icu(krungen ber kommunistls chen Presse, inshe'onbere bei .Roten Fahne", wle den mUttärischen Vorbereitungen und dem ^eirxiofflmen öffentlichen Vo gehen links radikaler Organisationen entgegen- zutreten Berlin. 26 März. Die parlamentarischen Vertreter der Deuischvölkischen Freiheit s p a r t e t haben, wie der ,.^okal-Anzeiger" meldet, gestern abend an den Aeichsmini- ftcr des Innern eine Gingabe gerichtet, in der ste unter Hinweis auf di« vom preußischen Minister de« Innern, Severlng, anaevrbnete A u s l ö s u n g der DeutschvölkIschen Freihelts- partei den Reichsminister des Innern ersuchen, die verfassungsmähtae Zulassung des Verbots einer parlamentarischen Aeichspartet durch den Minister des Cirnelftaatrt sofort prüfen au lassen. — Die das Blatt ferner meldet, haben ble Mitglieder der Reichstagsfraktion der Deutschvoltischcn Freihettspanel durch ihren Anwalt die Entlassung ber in Haft befindlichen Mitglieder der Partei beantragt, da die Bcichuldiaunaen der ZugehSrigkett zu einem Geheimbunb und des Hochverrats nicht 311 träfen und Fluchtverdacht nicht vorliege. Die Litzunq des Auswärtigen Ausschusses. Berlin, 25. März Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Reichstags Dr. 6trt|emann halt« Blättern aitolgc gestern «in« Unterredung mit dem Reichskanzkr Darauf wurde bk Sitzung b« s Auswärtigen Ausschüsse«, bw auf Deranlasl ing bei Sozial- bemotraten gestern nachmittag 6nberuf«n war, auf D lens lag vormittag verschoben Die Auflösung bes Reichsschatzamtes. 'Berlin. 24 März. (DDB ) Da« R » lchs - schanmlnlsterlum wird am 31 Mar; aufgelöst Von seinen Aufgaben übernehmen am 1 April • ) bas Reichsmtnlsterium bes Chnwm N« Ar^elcgenHellen ber Abteilung für bie befehlen b) das Rcichsnchststertum der Sbunten. 1. das ReichsllearnlchaliSli'e'm. 2 das Reich«bauw»l«n. 3- bte Verwertung«- unb FriedenSan gd»g endest en. 4 bk Dahrnehmung der Rechte des Reiches als Aktionär der vereinigt en Industrie- Unternehmungen AG: c das Rrtchswirrlchall«Ministerium ble etef- trowirttchafstlche Gesetzgebung unb sonstige trlrt- schaftllche Ausgaben, hrfoaMt Ile nicht unter b fallen Dk Berkilung und Ueberkttnnaber Geschäft« Irn «tn^etnen regeln bk beteiligten Minister Xe ne Haftbefehl« auf Grund der »rftärnngen v« de rings. Breslau. 24 Mär» . DDB ) 2kol Grund brr Verordnung des Reichspräsidenten 4 Juli hat ber OderpräHbent Akbertchlelkns ,u«ammen düngend mit ben Grllö rangen Seve- ring« irn gest eigen Uandtaa Aalt befehle ertasten gegen ben Inger.-«r Grich Stil, gegen ben Ingenieur Heiw D i st i n g v a u s« m. Fran Irrngarb von Reichenau. t«n Äaufmann Han« 5kmer Otlrlvi, sämtlich In Breslau, den Routrnann Johann X o e H « r bi Treb-r d und den ,rüderen Ceutnanl Horst w Tettenborn tn Berlin Die Polltel nahm ferner eine Reihe non Haussuchungen vor. wobei wichtiges Material »»tage gefördert wurde. GW« XrtMhmbfcbxwfl des Berliner Sänger- dun des. B e r 11 n, 35 Mär, ( DB ) Heute mittag ocr- anftdlierc ber etwa 4000 Mngll-der v^hienbe Berliner Säugerdund vor dem Reichs- tog*geMu^ eine -be,tä'tiger^e I ceuefuab- sebutzg sür Ahein und Ruhr Gleich Hnnberttaule^eu -ähle-d« 3ci?im—.> geringes Maß zurückgegan- m Tk 9rbhbang Des Fadrprelles dürste ett Urtachc rück, 1* lägt daher un rlgencn Inmrelle der Lmwv^mttch^l. me* durch cm» regere Benutzung rbmeal bas Pr*V- tmw minder: unb v- rr. andern bk Ankechse^allatzG des Aibrbctt^h tm •ngabtn", .Gr beim Mahambfcha". .Ger RHön- kg-'Illug" unb .Untere Brüber an brr Ruhe" - Pa.ust-Llchefpkte .Lola MonM," unb .LHnpvB als Reporter" ffvettervora»4sage für Dienstag: Wolkig bis heiter, trocken, wart». Die Wetterlage erweist sich axuertyn att beständig. Landkreis «ieße». —r.- Saasen. 25 Rlärz. Dte fett «h*r Reihe von Jahren, versammelte sich auch In bkfem Dinier ber Alice- Frauen- unb Inng- trauen verein allwöchentlich einmal tm bekannten Lokal. Bet Besprechung w>ch!iger Angelegen de-, »en, Borkien gu*r Sch I len. wechselnd mit Gesang, nahm« M«k Abende einen kbr schönen, an regen den Verlauf, so hab auch bie Beteiligung stets eine aube-erben!!kt> zahlreiche war Ter Mltglledertiand ist ^U| 135 gestiegen Bon ber seither geübten Gepflogenheit, gegen Ende ber 3u|arnmenfünhe etiw fleter mit Äufke unb Kuchen zu vercmflalten. nahm man tn diesem Jahre wegen brr traurig« Lage unterer schwer- gebrüiften Brüher tn Rheinland unb Ruhrgebiet Absiand unb veranstaltete statt dessen eine Sammlung für bk Auhrhllf«. bk ben schönen Betrag von 50 000 Mk. ergab — Ter Gelang- verein Gintrachi-Vaafen stpiete ben Heberschnß von senrnm SamLIlenabenb ml! 20 000 Mark ebenfalls für bk Auhrhllf« Beide Beträge ttnirben ber öammelfletie bes .Gießener Anzeigers" übnrtotekn. Ärei# Schottr«. tDfl Gebern, 24. März. Am Freitag abend hielt hn Gasthaus „Zum Löwen" Herr Liebscher aus Gießen vor ber Schuljugend unb vor Erwachsenen zwei gut be- suchte, durch schön« LichtblHkr unt«rstützt« Borträgr über die industriellen Be - trieb« imRuhrg«dl«t Einleitend sprach ber Redner über die durch di« Bes«tzung d«s Auhra«bletS g«schasfen« politisch« und Win- schrill.che Lag« unb macht« ml! |«ln«n t«ll- w«if« erschüttern den Ausführungen tiefen Eindruck auf die Zuhörer. Starkenburg und «heinheste». 'Darmstadt, 24. März. Aus ben Kreisen von Industrie,Handel und De- werb« von Darmstadt und Umgebung sind bis srtzt 45 532 628 Mark für bi« AuhrhIN« eingegangen Hiervon «ntsallen auf bk Arbeitgeber 36 220 845 Mark, auf bl« Angrstell- t«n 2 760 987 Mark, unb auf die Arbeiter 6 560 796 Mark. Hessen.Nassau. tvd Frankfurta.M.25 ML«z IN her abgetaurenen Dock» ist abermals «tu« Verschlechterung bei Arbeitsmarktes m verzeichnen 5672 Arbettsf^uchen <4223 männlichen unb 1447 weiblichen, 5464 <4070 männl»che unb 1415 weiblich«' in brr Vorwoche gegenüber Am 17. Mär, bnanben llch 2453 «kKvnrn bi tr- werbslrknuntrrstützuiig Am gleichen lag« lag« ncch 4682 Albettsgetuch« vor Arn stärkst« »st D4e B Ichüstigungsio'i^^t tn folgenden ve u'sarnp. prn Bellet dungs- unb Retrrtgung*v«^wvbe, Ban- getrerbe. Handels- unb I«mspo(tgewerbe, M— tallgeierNe. ßaufmönnllcher Berns unb DtN- schalttpertoöal. ferner bei ben gewerblich« 2fr- hdiertrm« — Irn Hauptt^hnbo» a-arbe be Spa da Ifmangeftetlk Hem r i.ch Ess« r tz aus Köln verchastet, der einem »be ^eiber ?*-rr. rtnrn Koffer ge,trr M i l ch e e t le brr Ctabt Marburg 3hce QtattAbcwM* gipfelt« m bem Dunkch tm 3n'trr"r ber Kinder unb Schwache» doch mehr Milch In bk «tobt tu Ichatten. Ferner d-ett ach -non die 1 e b r 6 l (fe unb bi« Unterbringung ber 1»C Xuhrflnbrr tm Streif« Mar- V-..-2 Asxx Daogoms Lebensmittel I nb bereits aus dem Kreise Marburg abgerolll. 8In« breit« Raum nahm« bk ü enbb unb Fristen, wechselnd Wende einen sehr sv das) auch die 'S* Ech Mreiche war. I 135 gestiegen. Dm »genbeit, gegen Sude Zeier mit Kaffee und lahm man in diesem Lage unserer schwer- nlano und Auhrgebirl tott dessen eine Samin- ; die den schönen De- b. - Der Gesang- aasen stiftete bin nilienabend mit 20 000 Ruhrhilse. Beide kelstckle deS .Siebener Wen. Lärz. Am Freitatz ,311m Sötoen“ Herr n vor bet Schul- znen zwei gut be- ijtbilber unterstützte ustriellen Beet. Einleitend sprach ch die Besetzung des politische und wirt- achte mit seinen teil- Mrungentiefen Ein- > Rhcinhe^«. >4 Mrz. Aus den ; Hantelunö@e- unb Umgebung rt ftirdleLuhrhitt' Sailen auf 6le > rt auf di- 2lng*n’ 1 auf die Aib-'w asiau. N, 25.» abrona« *« ® " rbeitsmarnes^ r x 1X-75 männliche LL«7L >2153Smw» SÄSffß: srZL iJSf-s* ü kS & ** ,5***'*“ '»•U&’SS SL^er und v^rjiir 7ffe und g Aar- is?fefS -standen * aus. rnnttags^ zgg00. kfuktl- (Rn volttischer VeleLdigungsprozeh. Sieben. 24. März 1923. Unter dem Vorsitz des Amtsgerichlsrats Steinberger wurde heute vor dem hiesigen Schöffengericht in nahezu dreistündiger Sitzung eine Privatklage des Studienrats Dr. Lenz peflen den Redakteur Detters von der „Ober* yefsischen Volkszeitung" verhandelt. Sn dem Pro- zeh spielten die viel erörterten Vorgänge an der hiesigen Oberrealschule und die Verfügungen des Landesamts für das Bildungswesen zu diesen Vorgängen eine sehr wesentliche Rolle Der Privatkläger wurde von Rechtsanwalt Fischer, der Angeklagte von Rechtsanwalt Aaron vertreten. Die Anklage lautete aus öffentliche Beleidigung durch die Presse, begangen in zwei Artikeln in der „Oberhessischen Volkszeitung" in Rr. 248 vom 25 Oft. und Rr. 251 vom 28. Ort. v. 3d. Diese Artikel enthielten Behauptungen. die geeignet seien, den Privatkläger öffentlich zu beleidigen und durch die Aufstellung von nachweislich unwahren Behauptungen in der Meinung der Bevölkerung verächtlich zu machen. Bei der Feststellung seiner Personalien gab der Angeklagte an, wegen P res) vergehens vorbestraft zu sein. 2Iach Eintritt in die sachliche Verhandlung erklärte der Angeklagte Detters, er habe die Artikel nicht selbst geschrieben, sie feien ihm von auswärts zugegangen. Jedoch übernehme er die Der- antwortung. Die Angaben seien richtig, Beleidigungen feien in den Artikeln nicht enthalten. Ucfcrt- gens habe er auch nicht die Absicht gehabt, den Privatkläger zu beleidigen. Der Zweck der Aufnahme der Artikel fei darin zu erblicken, dah in der Oberrealschule Dinge verhindert werden sollten, die der republikanischen Verfassung entgegenständen. Rechtsanwalt Aaron bemerkte, wenn bestritten werde, dah Dr. Lenz sich als strafversetzt betrachte. könne er (der Anwalt) Schülerinnen als Zeugen nennen, zu denen Dr. Lenz erklärt habe, er fei strafversetzt worden. Der Privatkläger Dr. Lenz bestritt sofort mit Entschiedenheit, diese Aeuherungen getan zu haben. Er habe sich vielmehr mit großer Sorgfalt zurückgehalten. Der Rechtsbeistand des Klägers, Rechtsanwalt Fischer, fügte hinzu, auf eine solche Aeuherung komme es auch nicht an. Rechtsanwalt Aaron habe ja bei derDcrtagung der ersten Hauptverhandlung selbst vor Gericht zugegeben, baß Dr. Lenz nicht diszipliniert wurde. Der Vorsitzende teilte hierauf teils in freier Rede, teils aus den Akten mit, dah von der Ladung der namhaft gemachte^ Zeugen abgesehen worden sei. Es handle sich bei sämtlichen Zeugen um Beamte. Der Zeuge Ministerialdirektor LI r st a d t habe sich von der Schweigepflicht entbinden lassen und zu Aussagen in be- schränkteni Umfange bereit erklärt. Bezüglich der anderen Zeug, habe das Gericht das Landesamt für das Bildungswesen um Aushebung der Schweigepflicht ersucht, dieses habe aber den Beamten die Zeugenaussage nicht gestattet und auch dem Zeugen Llrstadt die Aussage verbo'en, selbst die in eingeschränktem Mähe. Das Schweigegebot solle vielleicht aufgehoben werden, wenn die OffiziaMage in der Sache des Professors Michel- Gietzen gegen die ..Hessische Landeszeitung" in Darmstadt verhandelt werde. „Es würde den Snteressen des Landes nachteilig sein, wenn dieser völligen Aufklär-ung von Amts wegen eine nach Parteigesichtspunkten und in halber Kenntnis der tatsächlichen Vorgänge bewirkte teilweise Klarstellung im W:ge einer Privottlaze voranginge." Rach Abschluß des Darmstädter Ostizialverfahrens könne evtl, auch die Au^sagegenehmigung für den Gießener Prozeß enteilt werden. Angesichts dieser Sachlage sei es dem Gericht ratsam erschienen, die Zeugen nicht zu laden. Vielleicht sei es auch angebracht, auf die Vernehmung des heute anwesenden, vom Privatkläger unmittelbar als Zeuge geladrncn Oberstudiendirektors Dr. Schnell zu verzichten, da sonst evtl, weitere 'Beweisanträge gestellt würden und die Sache dann unter Um- ständen ausgesetzt werden müsse, bis der Darmstädter Prozeß erledigt sei. Rechtsanwalt Aaron bemerkte, für ihn als Jurist stehe fest, daß Dr. Lenz nicht diszipliniert worden sei. Rechtsanwalt Fischer gab der Ansicht Ausdruck, das Landesamt für das Dildungswesen habe nicht gesetzmäßig gehandelt. 'Denn die Herren Llrstabt, Michel usw. in Darmstadt aussagen sollten und dadurck das Wohl des Staates nicht gefährdet werde, dann würden die Snteressen des Staates auch durch die heutigen Aussagen in Gießen nicht in Gefahr gebracht worden sein. Das Schweigegebot der Regierung könne nicht auf den § 53, Absatz 2 der Strafproze-ßordnung gestützt werden. Hinsichtlich der Vernehmung des Zeugen Dr. Schnell sei zu beachten, daß dieser nicht mehr aktiver Beamter sei: auf diese beziehe sich nur das Schweigegebot der Regierung: es hänge auch an und für sich lediglich von dem Zeugen ab, ob er aussagen wolle, oder nicht. Es sei ferner darauf aufmerksam zu machen, in welcher Weise das Landesamt für das Bildungswesen hier Licht und Schatten verteile. Sn der Deleidigungsklagesache des Prof. Michel gegen die „Hessische Landeszeitung" sei das Offizialver- fahren veranlaßt worden. Wemi aber Dr. Lenz Genugtuung für Beleidigungen suche, so müsse er Den Weg der Privatklage beschreiten. Man stütze sich dann auf den § 53 und erscheine hier lieber nicht, Habe Dr. Lenz aber eine Fest- fteflttng, baß fetne Versetzung lediglich im Sitter* effe des Dienstes erfolgt sei. vor der breitesten OeffenUichkeit des Landtages vor längerer Zeit $u gefiebert. Die Versetzung des Dr. Lenz von der Oberrealschule sei nicht als Strafversetzung erfolgt, sondern „im Sntereffe des Dienstes". Heber die Frage der Vernehmung des Zeugen Dr. Schnell Ditte er einen Gerichtsbeschluß herbeizuführen. Der Vorsitzende bemerkte, nach dem Gesetz forme ein ausgeschiedener Beamter über Dinge, die mit seiner Amtstätigkeit zusammenhingen, nur dann aussagen, wenn ferne frühere vorgesetzte Behörde damit einverstanden fei. Rechtsanwalt Aaron erklärte, wenn Dr. Schnell ausfage, werde er beantragen, auch die übrigen Zeugen zu laden. Er werde dann eine Eingabe an das Ministerium richten, um die Ausfagegenehmigung für die Zeugen zu erwirken. Rechtsanwalt Fischer betonte, es wäre durchaus im Sntereffe des hessischen Staates gewesen, wenn die Zeugen ilrftabt, Michel und Weißgerber heute hier ausgesagt hätten. Rachteilig für die Snteressen des Staate- mürben diese Aussagen nicht getreten sein, sondern evtl, nur nachteilig für Snteressen, die mit dem Staate noch nicht identifiziert werden könnten. Rachdem der Privatkläger Dr. Lenz noch einmal bestritten, die von Dr. Aaron aufgestellte Behauptung, er fühle sich strafversetzt, getan zu haben, zog sich bei- Gerichtshof zurück, um über die Frage zu beraten, ob der Zeuge Dr. Schnell zur Aussage zuzulassen sei. Rach kurzer Beratung kehrte das Gericht in den Sitzungssaal zurück und ließ durch den D or- fihenden verkünden, daß die Zeugenaussage Dr. Schnells nicht zugelassen werde. Darauf begannen die Plaidoyers, über Die wir morgen auszugsweise berich e.i werden. Heute sei schon bemerkt, daß die Llrteilsverkündung auf Mittwoch vormittag anberaumt wurde. Anzeigen-Annahme. Die Entgegennahme von Anzeigen findet bis zum Abend vor dem Aufnahmelag statt; Anzeigen für die SamstagSnmnmer muffen spätestens bis Freitag mittag aufgegeben fein. Geschäftszeit von 8—1272 Ahr und von 2—57, Ahr. Turnen, Sport und Spiel. Fußball-Stadtekarnpf. Berlin, 26. März. Bei dem gestrigen Städtekampf im Stadion hat Berlin München mit 1:0 geschlagen. Vermischtes. Unmittelbar vor einer EisenbahnhochbrLcke entgleist. Freiburg, 24. März. (WTD.) Gestern nachmittag e n t g l e i st e unmittelbar vor der Eisenbahnhochbrücke bei Epfenho- fen an der Strecke Immendingen—Waldshut (eine der wenigen Eisenbahnverbindungen, die Oberbaden nach der Llnterbrechung der Haupt- linie noch hat) vier Güterwagen. Die entgleisten Wagen brachen zum Teil auf der Drücke durch. Die Wagenuntergestelle st ü r z - ten von der Drücke ab. Die Drücke ist stark beschädigt; Personen jedoch nicht verletzt. Die Strecke ist für den Durchgangszugverkehr für einige Tage gesperrt. Der Personenverkehr wird auf der entgleisten Linie durch Llmsteigen auftecht erhalten. Die Arsache konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Schweres Automobilungluck. Berlin, 25. März. (WB.) Heute nachmittag fuhr ein Prrvatautomobll in Frte- drichshagen gegen einen Baum. Dte Sn» fassen wurden auf das Pflaster geschleudert. Der 'Besitzer des Wagens, ber Lieberseher Sv 0 las, ein geborener Franzose, wohnhaft in Berlm,wurde schwer verletzt, feine Ehefrau getötet. Der bei Svolas wohnende Bankbeamte Siebter aus Wien wurde schwer verletzt, die vierte Snsassin, die Lieberseherin Pasch, leicht verletzt. Eine Familie ermordet und beraubt. Berlin, 25. März. Sn Regenwalde (Pommern) wurden der Händler K a s p e, feine Ehefrau und em fünfjähriges Kind in ihrer Wohnung ermordet aufgesunden. Eine große Geldsumme ist geraubt worden. Ausfallend ist, baß ein Amei ikaner, der bei der Familie wohnte, gestern früh das Haus verlassen hat und seitdem nicht zurückgekehrt ist. Um 47» Milliarden Mark betrogen. Hamburg, 24. März. (WTD.) Zur Flucht des Kaufmanns PhilippWeißen- thal erfahren wir weiter, daß Weißenthal eine Hamburger Großbank um 200 000 bis 220 000 Dollars gleich 4—47, Milliarden Mark schädigte. Die Dank gewährte ihm gegen Konossemente Vorschüsse auf nach Reu- hork verschiffte Chemikalien. Rach den Büchern verschiffte Weißenthal Waren tm Werte von 80 000 Dollar, während er rund 300 000 Dollar erhielt. Der Aufenchalt Weißenthals ist unbekannt. ♦ • Gin altchinesisches Volksbuch. Die chinesische Literatur besitzt eine Auswahl der zehn beliebtesten UnterhalttmgSbücher, die vor mehr als 200 Jahren zusammengestellt wurde und seitdem allen Lesern als die „Tsai Tze", d. h. die Meisterwerke schlechthin, bekannt sind. Von diesen klassischen Erzählungen der chinesischen VoliSliteratur sind bereits einige übersetzt. Eins der eigenartigsten und packendsten Dücher, das „Neunte Meisterwerk", wird nunmehr zum erstenmal von Prof. El. du BoiS Rehmond, der lange Zeit in China gelebt hat, unter dem Titel „Dfchung Kuei, Bezwinger der Teufel", im Gustav Kie- Penheuer-Verlag zu Potsdam in einer trefflichen Ueberfetzung herauSgegeben. Wir werden in diesem spannenden, von einem grotesken Humor belebten Buch in eine Zeit versetzt, die sehr viel Aehnlichkeit hat mit dem 16. und 17. Jahrhundert, in denen bei uns die „Teufelsliteratur" blühte. Damals schien auch den Menschen bei uns die Welt mit einer Unzahl von Teufeln bevölkert; Prediger und Dichter eiferten gegen den Trink-, Wollust-, Spiel-, Mode-, ja sogar gegen den Hosen- Teufel. Ein solches Gewimmel böser Geister erfüllt nun auch dieses altchinesische Werk, dessen endgültige Fassung wahrscheinlich in die Mitte des 17. Jahrhunderts fällt. Der letzte Dearbeiter war also ein Zeitgenosse unserer Grimmelshausen und Moscherosch. Die eigentliche Entstehung liegt aber sehr viel weiter zurück, denn der Held Dschung genießt seit uralter Zeit hohe Verehrung als ein Fabelwesen, dem die Gewalt zugeschrieben wird, Teufel auszutreiben. Er wird in der chinesischen Mythologie geschildert als ein ältlicher Mann mit zerlumpter Kleidung und einem struppigen Bart, der von einer Fledermaus, dem Symbol des Glückes, begleitet wird. Die Sage, in der er zum erstenmal auftritt, stammt aus der Tangzeit und wird auf einen Traum des Kaisers Ming Huang zurückgeführt, der im Traum einen Teufel sah, wie er eine kostbare Flöte stehlen wollte und von einem schrecklich aussehenden Wesen Vertrieben wurde. Der Kaiser ließ ein Bild dieses Teu- felSbannerS malen, und seitdem wird er im chinesischen Volk als Dezwinger der Geister und Teufel verehrt. Der Verfasser deS Volksbuches scheint nun unter dem dünnen Schleier des Zaubermärchens, das er als Grundlage seiner Handlung übernahm, sich selber und seine Zeitgenossen abgeschildert zu haben. So entstand ein Märchen satirisch-moralischen Inhalts, unter der Maske der alten Sage werden Sitten und Unsitten des 17. Jahrhunderts geschildert. * Woher kommt der Blau st rümpf? Für die heute so zahlreichen „gelehrten Frauenzimmer" ist die Bezeichnung Blaustrumpf ging unb gäbe. Aber woher diese eigentümlich: B Nennung kommt, wissen nur w nige uib mei ( wird die Herkunft des Wortes falsch angegeben, indem man sagt, die hochgebildeten Damen, die zuerst so genannt wurden, hätten selbst blaue Strümpfe getragen. Auf Grund der zeitgenössischen Quellen, in denen zuerst der Gebrauch des Wortes in diesem Sinne auftaucht. gibt eine englische Zeitschrift genaue Auskunft darüber. Die „B.'aust>um f- beiregung“ nahm ihren OIu 3gan g von eine. 21 - zahl gelehrter Damen, die sich zum An sang des 18. Jahrhunderts unter der Führung der Lady Montagu und der Mrs. Trimmer uämmen'a en. Diese Stauen, die es den Männern in den Wissenschaften gleichtun wollten, waren stolz daraus, sich über das damils in den feinen Kreisen so ftre-g gehandhabte Zeremoniell hinweg us h n, u?d sie gestalteten daher ihren Besuchern die größt n Freiheiten. Während man sonst nur Im reichbestickten ©afafrad, in Kniehosen utd Seiden- sttümpfen seins Aufwartung machte, baten sie die bei ihnen ©ingelabenen, in mög ich einfacher und zwangloser Kleidung zu erscheinen. Die Lady Mvntagu, eins Dams der hohen Aristokratte die unter ahen Llmstandrn Aussehen erregen wollte, gab sogar jedes Jahr den Schornsteinfegern ein Fest, um recht abenteuerliche Gestalten u n sich zu sehen. Die männ'ichen Besucher ihres Salons erschienen also in groben Kleidern un i trugen sta t der eleganten Seidenstrümpfe cerbe Strümpfe aus blauer Wolle, wie sie damals bei bei Arbeitern üblich waren. Die blauen Strümpfe wurden auf biefe Weise zum Sinnbild der zwang o'en gelehrten Versammlungen, die die emanzipierten Damen veranstalteten. Zuerst nannte man die Gäste Blaustrümpfe unb bann die Damen selbst. Büchertisch. — Franz Lübtke, Der Heilands» weg des Benebikt Freublos. (E. F. Amelangs Cßerlag, Leipzig.) — Lüdtke, der als Lyriker erfolgreich hervorgetreten ist, hat auch mit der vorliegenden Erzählung, die einen erzieherischen Zweck verfolgt, bewiesen, baß er dichterische Qualitäten besitzt. Sein Buch gefrört mit in die deutsche Aufbauarbeit. Handel. Frankfurt a. M. 24. März. Dörsen- st immungsbild. Der Devisen- unb Roten- markt lag ruhig. Dollarnoten wurden mit 20 900 biS 20 950 gebandelt. Die Aufwärtsbewegung des Franken ist zum Stillstand gekommen und machte einer schwächeren Tendenz Platz. Auf dem Effektenmarkt hielt die freundliche Stimmung an. Ob allerdings das Aufslackern der besseren Stimmung standhält, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Der Verkehr von Bureau ji Bureau war nicht sonderlich lebhaft. Frankfurter Devifemnartt. (Telegraphische Auszahlung.) Datum STntro. »Trüffel , S'odnnb...... i'ondon Pari» Schweiz Sonnten.... Stnlien yifinbon=Oporto Dänemark. .. 9 r;rcrtpnr ’BtOOrr n»4< s*6r von n* Mgü 1 * 41 ,-mw bt« Echt Nm berg verloren. Gegen gute tkl* Mal* «cgnticti «0 bkt ' Die HAMbUAtt'AHCRIKA UNIE UMinDAMtRKAM UHU INC ptifl - ber Ötube am e« s leie Äan« Haft schlug sogleich .Zmeer mb vünbett etn Lichtstümt^cher an. er hielt es dicht vvcs des st indes du« Stämmchen bewegte «ich, noch blies durch die Aase der Atem, den ba« Meine Verlobung mit Fräulein Hedwig (Bolbmann, Tochter de- verstorbenen rheini- schen Äreisbürgermeifters Herrn Alfred (Bolbmann und ferner Frau Gemahlin geb. Lecker, beehre ich mich ergebenft anzuzeigen. und trächtige zimmtntiltr Fahrkuh zu verlauten 09054 fieber Etrehe 19. - 4.48 - 5.63 — 6.00 - 6 87 -22,48 = 39.95 den Schatten ckefengrvst an der 2ßanb Üebte ba« ^tanr*^^«n noch? Da« Heine ihm gegen bte Brust mtb packle ihn vorn heue ^cmbfnigen. er beette sich mch« rübanv Der Richter staub dem anbeam gegenüber Sie leben sich in bü Augen, so tr*e «*rh eben n Krtnkhvf. und deute doch noch anders £r re ften .Wat wollt Hier dem armen fWren f»r>ert HWWlfll I. * von fernem raschen Ca»> noch eben glübbeihc SytemrS ynu pidgltch zuia - memslhmmmb tm# **• ter etnem Gtsdauch Drauhen tarnt böse etn Hund Das Bauern- Matratzen trorl 3teiL. » oi k. Ztrpbenftr. 16 1. Ihr Bltzstu« krellchse .Packt ihn. packt ihn. er t« alleter Ihr? 3br leib ja _ Hann fein sttnb is tränt Ck har mich geholt di« zu billigsten Preisen, ^eftellnnqen erbitte frühzeitig. Gut Lüter-heim (Waldeck» im Mürz 1923. Äugen ftattstndet, bei dem et en etn-ureicheu. Rödgen, den 25. März 1923. Hest. Bürgermeisterei strau « h a a r. bat k'wbt," gebot ihr Hans Bast. Ann reckte fte ihren Arm. unb aOe beet streckten fte tbce stdpse über bic Dtage. ber unsicher Uadembe Schein Mg» ihre sich bückenden, «ich alle ststhle bt lemrm Auge war gckchttnraden flndllch enditch hatte er den. brr schlimmer war al« jener Strauchdieb bor den brr Hund im Schach beeilI ®r atmete rasch TSmn Han« Bast ich nun aus ihn stürmen würde?! Gr konnte bann Mye^cn. auch inrtfro. aber da« hreste etrwn Schuldigen aller irdischen Gerechtigsti: p» gllmv'l.ch entziehen. Ckbcn Augenblick erwartete Adami einen Angckss. aber er irrte sich (Horts svlgt ) 6. stiesern-Slämme 4. 5. Dichten-Stämme 4. Palast-Lichtspiele Vornehmstes und größtes Theater am Platze wellt Den verhallen und mch verhaften? Seht Gvch selber vor" Auch er baue aagendltckllch seine TDafte prr Hand, aber er Hane v--‘tt. btt waren trse Schmredehä mmer web ber «chrvang er legt drohend Dee »reundi, ^ruhige Masst vor weib zeterte ans Man bfrrte Summe, trab tum kauderwel down los keil- Wackeln beaMr^ua- HUH empfiehlt WI) Cnu trat- Drogerie Emil Karn, SchulstriSe, Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hingange unserer lieben Entschlafenen, für die vielen Kranzspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarren sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Neidei V. cks baue Adami »örml ch gelähmt, auch bee strNckhvier hier tu haben Ader Mr Gckahr. la der er Ich befand, gab ihm Hst Haftung «obre, er er formte ferne 'chwmckge Lage zwei «ch gegenüber. bee vor n.chrs zu rückscheuten, die »a ach GIESSE»! S. Loeb, Zigarrenhaus Bahnhofstr. 92a. 4«7c erstatt etc Sriitfiitt Ä anderes mehr. H. kennet II. Vahnhofftr. 59. Zrlrptjon «6. tkrfteidtrung. Donnerstag. den 29. MärZ d. 3_ nachmittag« 2 Uhr. werden au« dem Schulhofe zu Grosten-Buseck I Bienen, hau«. 3 stacke Bienenvtzttrr. 4-flt. S leere TDobnungen. 3-Gt 3 Holzfasten 1 Honigschleuder für Ganz» und Brettwaben. Avndkbrbe. Au Nah fasten. älteres Wachs. 2 Kuchen auSge! .stenes rcknes Wachs r. * norööcntichc 6ro6«$ • last am f>eri> und rupfte zwei weihe Lauben Wenn bte Maria nicht herauffam au ihm. brauchten die ach ncht Langer ,u Leben, bann briet er bie sich ®tee Unlust lag dem Mann toi ßeib anb Seela Alles war sehtgegan- m. der Lad des UestmLllers ohxv »edrn rrt'jraei .»hierel lehr aute voiirrte und lädierte «Svei aller Art. sitz I- und DUrigr Sleiberlchronkr. Kommoden. kVnich- tische. Nachttische. eut »>»- u. Quchengcrair. leenrt 1 l,reich 1 GtadichranL. 1 -teblckter. Vorhänge nnb lluwlllLckich gehorchte brr ALuder Aber slogen Icou Bi: ck, umher — wenn sich Bast nur auf den Keck ftüryn wollte' Zu »ween Exirt*n ftt auch vhwe TBatke Meister aber den. und die Julie Rente ihm ein Bein stellen Aber Hans Bast hatte andere« tm St nm. 3-4) ihm war der Schreck w.e eine Vdbmung nmen. ober schon hatte er die übenpunben. drehte sein Gckicht anf^etnertb etwa« crstamM. aber frcundltck^ruhig Adami zu .Der "Bürger Friedensrichter? etcb einer axT Adami verschlug s fast den Atem Der — ber der auch toter?? Jetzt erst erkannte er den groten Mann mit dem schwarzen Back. Allo n.ch? em Doktor, wie die Alte sagte. 3hm schwindelte. Da« halte er nicht erwärmt — alle beide aut einmal! __»Ir bie Festtage «Veins« BiOirnnroi nr.o .. BfO. $50.- »flnhH weihe« sifiwefeiar.ooDie. 92«.- Bekanntinachung. Zur Irlparuna von Brennmaterial bleiben die Itd6tt1<5en Dienststellen Samstag vor Ostern gckchlossen. 22218 Giehen. den 23 März 1823. Der Oberbürgermeister Üokt n. ikoais Irri [pteb^Os llch biete »n» Lauiitz in Vieheu an ver 1 Mai ober nach Bereint'aruag eine 3 ji csfr-Siiit. neaen eine solche oder gegen eine (MefL flnqeboie unter 2737 an Serio. Dl. H.-ltrpeb., Viod- Geeehlchle einer Abenteuertn In 6 Akten ■ •oh bla l>0Rarn(s<, tt. Win, aVorführung Wir möchten nicht verslumen, unser verehrikhM Publikum auch suf die In diesem FUm vor ko - men den herrlichen Naturaufnahmen, beaonders die VenedlffK aut merksam RU machen. I»er erste Akt spielt la Spanien, der .-wvlt* In hallen, der dritte In Paria, der vierte bU sechste in München nnd Lmeobuna. - Zeit der HandJunx 1"O—1MX. AuSarde-n der beliebte WH- Chaplin als Reporter Mittmoch. den 2t. Mär). Im LHSrner- scheu Seele je Arusdurg. 10 . Uhr beginnend, Bus den Distrikteu starb, stark, osea, Srohe Seife, Dfafiensteta, Lolnhduser. hopf, See berg, See weid und ^eaerstatt. I. Breunheli: Scheller Km.: 190Buche, 20Sich«, stnitapel-stm i 13 Buche, 22 Eiche, 28 Babel- nnb Weichheit, Stödie Bm 113 Buche, 46 iHche. 43 Nebel nfe.; Stamm- ckiser Nrn 120Buche, GWOi.t«. Bstreister Nrn. 300 Buche. 174 Siche, 86 Nebel asm 2. Nustholz: Stämme fr Hm 0,50 «ka$tt e. stl, 0.80 Fichte 5f»-stl: 64 Fstrn sichten- Derbstangen 1.-3. AL, 30 ^stm sichten- Neisltangen, 490 Stüdi Pobncnftangea; Nutzscheller Nrn 2 Buche, » Eiche r. AL, 2.4 Blrkennuhknßppel Tie Berstckgerung beginnt mit dem Nustbalz. die|enige den Brennhoheo geqen 11 Uhr Blau unter- stckdfen« •Hummern werben nicht au,geboten. stäuser belieben bas Holz vorher ein^nseheu {Stellenangebote^ 5'irnjtninöÄfn daldmüglichit aelocht ■„DJ 9t. Echastcr. __jobon ne Siir. 15. Stau Brat Bliewt llranksurter 2>«r. 8» sucht tu beidtgeoi Eini.itt ein ruQlgfs, kvttldrn MöHeiL Boriiellen »wischen 1 und 3 Uhr. UtifCM Tüchtige« Bekanntmachung. Born !. April 1923 ab werden Beerdigungen grundsätzlich nur an Nachmittagen vorgenommen. Für die ensnehmv weise Iulostunq einer Beerdigung am Dor- mittag ist ein GedührenZuschlag, der auf dem jeweiligen Arbeitslohn beruht und zu- lammen mit den übrigen Gebühren ent- svrechend zu verändern ist, zu erheben. Die stöhe desselben beträgt bis auf weiteres im Sommer 2000 fRh. und im Winter tiUOO Ulk. «letzen, den 21 Mär, 1923. (2223B Der vberbärgermeister. 3. B.: strenzien. Bekanntmachung. Die Stadtverordneten - Beckammluna Hai durch Bck'hlutz vom 15. Akärz 1°23 für die Schlotzgaste cknen Baustuchtllaien- ?lan ausgestellt. Der Plan liegt bi« zum . April d. 3. bei dem Stabtbauami. Ast er weg 9, zur -instcht osten. Oln- vendungen gegen den Plan stnd während der Ostenlegung«fckst bei Akckdung de« Au«fchlustes, bei mir vorzubringen. Gietzen. den 21. März 1923. (2222B Der Oberbürgermeister 3 B : Krenzien. Holzverftetgerung im (StzäflichenRevicr Arnsburg lür die Küche bi« Pi. «orll aesucht. Täglich zu lorechen von M-10 und 3—4 il abend» nach 7Ubr. »rau «roi. Bott. rybl Ulintkiir. 41. |Stellengesuche| Jung.FräulFjIn aus guter iTam., das sich gern im «ochen ausdilden milchte, ivcht Stelle in kl. Hausdalt bie nach- mittaq« ohne segliche friltL Angebote unier O-JOfiO an den iwieh. ttn,. frbeirn Verkäufe ) Neinralliae DadelQiiiiöln zu verkaufen. (06067 KrsK. zu verkaufen. Deller, Di es eck, Bhilosopbenstr. 17. Größere Brlefmortm- famtnlona nti» Nachlatz zu oer kaufen. | (BOCi-J fleh, hickil, litte. JumPMy.u der EndJang art! dem soeta bet Kerzen grfiuaptL nur aut Bernat getanen, fo gotz er ,etzt all sera V.dx zu« Hrofter hrvrtn Dte Stube war plötzlich gatzz hell 4 vt che r f amen Bo« brr lieberen»chang tzberw.il ng: naab Äntfler 3etzt aber ouktrr er etsen Saz 2Uf dem Lischt au* dem Lisch, ba lag serae Wacke' Der ^rredensckchter nertrat ihm dem Weg. der Hahn ferner P.'tole krurckw -Aeta Weder» nicht« mehr zu oertterra harten S Hund stürzte sich stiftend m dm geifernder Junge .Mtro. satz'" Dro Btzckler stellte d4e Bestie. noBöotter 2900.00