Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mitderSamsiagsbeilage-. löichenerFamilieublätler MonotttchcSezuasvrelse: 6000 Mark einschließlich Trügerlohn,durch diePost ZOOOMark, auch beiNlcht- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fcrnsprech- Anschlüsse: fürdieSchrifte ; leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrist für Drahtnach- ' richten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: grcmtfurt a. M. 11686. 2 Montag, 25. Zuni 1923 173. Jahrgang Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis fvr l mm höhe für Anzeigen v. 27 mm Brette örtl. 320 Mk., auswärts 400MK.,-fürNeklame. Anzeigen von 70 mm Breitel 500 M.Bei Platz- Vorschrift 20°/, Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Polittk: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in (Bieben. General-Anzeiger für Gberheffen Vrvck und Verlag: vrühl'sche Univerfitäls-Vuch. und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Schulfttatze 7. mit Rückslchtslvsigkett gegen nicht mir für ans, sondern für unsere Kinder and KindeskinLer. Deutschland ist nicht verloren and wird nicht verloren sein, wenn es sich nicht selbst aufgibt I Die Rede des Reichskanzlers wurde wiederholt von Lebhaftem Beifall unterbrochen. Rach Schluß der Rede brachte Oberbürgermeister Dr. Lohmeher ein Hoch auf das deutsche Vaterland und Reichskanzler Cuno aus. Pslich en mrd ich ' die Krei sein. Ost Preußen ist dir Kornkammer des Reiches. Deshalb must gerade hier alles gschehen. um dem Volt für die nächsten Jahre und die Zukunft Las Brot ZU sichere. Das Schicksal der Ernährung und damit auch das Schicksal der Landwirtschaft selbst ist in die Hand der Landwirte gelegt. Ich darf erwarten, daß alles getan wird, um diese große Aufgabe gegenüber dem Volk zu erfüllen, s o gut es mir irgend möglich ist. Lassen Sie uns das Letzte an Opfern herausholen ziehen. manche Meß eahm Aus Dem Reichs. ReichLralsbefchlüfse. Berlin, 23. Juni. (Wolff.) DerReichs- rat beriet heute einen Gesetzentwurf über ote Aenderung des Landes steuerges ehes. Die Reichsratsausschüsse sind zu dem Ergeb.ns gekommen, von der Erhebung eines Gins-pruchs abzusehen. Die Vollversammlung schloß sich rem Vorschlag der Ausschüsse an. — AngMonnnen wurde eine neue Verordnung über die H o ch st - sähe in der Erwerbslosenfürsorge. Die Erhöhung soll ab 25. Juni eintreten und zwar werden die Höchstsätze um 8 0 Proze n t erhöht Der Re'chsrat erklärte sich mit der Novelle zum Hausarbeitsgesetz in der Fassung des Reichstages einverstmreen. Sme Walther-RachenallsStistmrg. B e r l i n, 23. Juni. (Wolff.) Hm 12 Hhr mittags fuhren der, Reichspräsident, der Reichskanzler und der Reichsminister des Innern Oeser und der Reichsminister des paganda zu verbreiten und Zeitungen zu gründen. Das Oberkommissariat habe jedoch ein Zusammenarbeiten mit Dorten offiziell nicht zugeben dürfen Die Parole sei gewesen, Zwischen- älle zu vermeiden, infolge deren das Oberkom- missariat unfehlbar wehrlos gemacht worden wäre. „Man habe ja nichts mit Politik zu tun , fügt der Verfasser des Berichts ironisch hinzu, und fährt fort, infolgedessen sei Dorten allmählich aus das Riveau eines untergeordneten Agenten in französischem Solde herabgesunken. Seine Feinde seien nur zu froh gewesen, dies zu finden, und im ^antipreuhischen, aber durch und durch deutschen" Rheinland hätten Dortens Feinde es verstanden, diese Tatsache als eine tödllcl>2 Waffe zur Beeinflussung der rheinischen Politik zu benutzen. Dorten habe versucht, Beziehungen zwi- chen Frankreich und den Industriellen des Rhein- lankes hcrzusteNen. In Wiesbaden habe er das Gemischte Bureau und später den Rheinischen Verein gegründet. Der Bericht erklärt, obgleich diese Versuche vom Oberkvmmissariat unter, tüpt worden seien, seien sie fruchtlos geblieben. Es heißt weiter, Dorten habe versucht, die rheinische separatistische Bewegung mit den übrigen separatistischen Mittelpunkten des nichtbesehten Deutschlands zu verbinden. Er sei in Verhandlungen mit Dr. Heim in Bayern getreten. Dorten sei jedoch gezwungen gewesen, diese Pläne aufzugeben. Er sei dem Programm treu geblieben, das er allmählich für die Schaffung eines autonomen Bundesstaates innerhalb des Reiches ausgearbeitet hatte. Aber, so fährt der französische Oberkommissar fort, Dorten verfolgte, wie er mir wiederholt sagte, den Zweck, das Hnbehagen der Mehrheit feiner Anhänger zu beruhigen, die — zwar antipreußisch, aber deutsch — eine ve rhüllte Annexion befürchteten. Rach Dortens Ansicht könnte ein solches Erzeugnis nicht Bestand haben und würde bald erseht werden durch einen unabhängigen Staat mit Anlehnung an Frankreich Der Berichterstatter fährt fort, Dorten habe vor kurzem eine große Anstrengung im Ruhrgebiet gemacht und ein Sekretariat in Düsseldorf gegründet. Der Bericht befaßt sich hierauf mit Dortens Arbeitsmethode. Da Dorten gefunden habe, daß große Ausschüsse Indiskretionen begünstigen, berufe er nur die Häupter der Bezirke, seinen vertraulichen Generalstab, ein durch die Beschlüsse den unteren Stellen übermittelt würden. Dortens Arbeit beschränke sich auf die ländliche Bevölkerung und den Mittelstand. Propaganda unter den Arbeitern, so sagte Dorten, könnte zu sozialistischen Gegenoffensiven führen. Der französische Oberkommissar erklärte, im Verlaufe von Hnterredungen, die er mit gewissen Vertrauensleuten Dortens, wie Grand'Ry und Dahlen aus Aachen, Müller aus Köln und Simon aus Wiesbaden gehabt habe, habe er sehen können, daß Dorten als der einzige Führer betrachtet werde, der in der Lage sei, die rheinisch: Bewegung zu einem erfolgreichen Ziel zu bringen. Der Bericht fährt fort: Ende Februar 1923 habe das Oberkommissariat Dr. Dorten vorgeworfen, daß er nichts tue. um die separatistische Bewegung zu entwickeln, daß er wissentlich ihre Bedeutung übertreibe und die französischen Anstrengungen im Ruhrgebiet mit einem völligen Mangel an Aktivität im Rheinland erwidere. Der Verfasser des Berichts, der Dorten gegen diese Vorwürfe in Schuh nimmt, erklärt, viele Agenten Dortens hätten tckirklich Energie gezeigt und unter Führung Dortens einige zweifellos interessante Ergebnisse^ erzielt. Der Berichterstatter fährt fort: Die Persönlichkeit jedoch, die sicher den größten Einfluß auf Dr. Dorten ausübte und mit ihm immer in sehr engen Beziehungen blieb, war General Mangin. Dorten habe General Mangin als den Mann angesehen, der als einziger fähig sei, Frankreichs Geschick am Rhein zu erfüllen. Der Bericht schließt, die Gründung des Rheinlandstaates werde natürlich nicht ohne Widerstand stattfinden. Die Arbeiter und die ehemaligen! Kriegsteilnehmer, alle diese Elemente, übten eine Rückwirkung aus. Andererseits verfüge Dorten über eine Organisation, die nützlich sein werde. Schlimmstenfalls könnte Dorten den Franzosen wertvolle Informationen liefern sowohl bezüglich der Leute als auch bezüglich der Art, sie zu behandeln. Es wäre ein Fehler, sich seiner Hilfe tu berauben, besonders da Sorten sich selbst den Rückzug abgeschnitten habe; denn in Paris habe er seine Politik als in völliger Hebereinstimmung mit Frankreich befindlich bezeichnet. schädige und die italienische in Mitleiden- l schäft ziehe. Ein neuer Mord. Berlin, 23. Juni. (WTB.) Aus dem Ruhrgebiet wird gemeldet: $>cute morgen gegen 4 Hhr ist in der Rahe des Güterbahn- Hofes Frintrop der Arbeiter Hugo Schulz von einem französischen Posten erschossen worden. Näheres ist noch nicht bekannt. Verbot der „Kölnischen Zeitung" im französisch besetzten (gebiet. Paris, 23. Juni. (WTB.) Rach einer Havosmeldung aus Düsseldorf ist der Verkauf der „Kölnischen Zeitung" in den besetzten Gebieten cnbgültig verboten worden. Die Ausweisungen. F r a n k f u r t a. M., 23. Juni. (WTB.) Am 22. Juni wurden aus den Dienstwohnungen m Nassau verdrängt Bahnhofsvorsteher Koß- mann mit Frau und Tochter, außerdem Eisen- bahnassiste. t Schäffer und Frau. Aus Ludwigshafen, Kaiserslautern und Hochspeyer wurden gestern abermals acht led.ge und 34 verheiratete Eisenbahnbedienstete mit ihren Frauen und 69 Kindern ausgewiesen. Aus Trier und Cochem wurden am 22. Juni 28 Eisenbahner mit 6 9 Familienangehörigen ausgewtesen. Die neue Devisenverordnung. Berlin, 23. Juni. (WTB.) Der Re i ch s- kanzler erließ ein telegraphisches Rundschreiben an die Regierungen der Lander,' worin auf die Bedeutung der neuen Verordnung über den Handel mit Devisen zum Einheitskurse hingewiesen wird. In dem Schreiben wird betont, daß, wenn auch möglicherweise dem Handel und dem Bankverkehr durch die neuen Bestimmungen gewisse Schwierigkeiten erwachsen würden, dieser Gesichtspunkt hinter der Erfordernis zurücktreten mußte, dem kurstreibenden Devisenhandel außerhalb der Börsenstunden entgegenzutreten. Ferner werden die Regierungen der Länder ersucht, die Reichsregierung bei der Durchführung der beschlossenen neuen Maßnahmen durch rücksichtsloses Eingreifen gegen den illegitimen HanDel und die „schwarzen Börsen" zu unterstützen, wie auch die Reichsregierung mit allen zu Gebote stehenden Mitteln solche Erscheinungen rücksichtslos unterdrücken würde. Wie wir zu der Verordnung noch erfahren, sollen Ausführungs- und Hebergangs» beftimmungen erst dann erlassen werden, wenn sich ihre Notwendigkeit zweifelsfrei ergibt. Ein Unfall des belgischen Königs. Drü s sel, 22. Juni. (WTB.) Bei einem Ausritt des Königs in der Hmgebung des Schlosses Laeken st ü r z t e d a s P f e r d des Königs. Der König zog sich einen Knochen- b r u ch am Handgelenk zu. Eine englische Enthüllung der französischen RHUnpolitik. Dortens Vcrräterpolitik. London. 24. Juni. (WB.) Der „Observer" veröffentlicht ßcut? s ensationelle Ent h ü l- I u n g en über die f ranzösischen Pläne für die Lostrennung des Rhein lan- des vom Reich in Gestalt eines ausführ- lichrn. vom 16. April 1923 datierten G eheim- Berichts des fraw'.ösischm Oberkommissars im Rheinland an seine Regierung in Paris. Der als ^persönlich und streng vertraulich" b^cichnete Bericht befaßt sich, wie der französische Oberkommissar darin selbst zugibt. mit den „Anstr-engun- aen die von dem französischen Oberkommissariat und "dem Führer der rheinischen Separatisten während zahlreicher Monate und nach dem Maße ihrer Mittel unternommen wurden, um ihr gemeinsames Ziel, die Befreiung des Rheinlands, zu erreichen". Der „Observer" schreibt zu dem Bericht: Obgleich die Teilhaberschaft Frankreichs an den beharrlichen Versuchen, die unternommen wurden und weiter unternommen werden, um das Rheinland vom Deutschen Reiche loszutrennen, niemals ernstlich angc?weiselt worden seien, so sei doch das heute Veröffentlichte Dokument wichtig als eine au the n tische und eingehende Darstellung der französischen Aktion zu dies-em Zwecke und als die denkbar klarste Bloßlegung des Zieles und der Methode. Der französisch: Geheimbericht enthülle die Verschärfung der französischen Politik der Zerstückelung Deutschlands nach der Invasion des Ruhrgebiets. D-cr Geheimbericht des französischen Oberkom- missarö im Rheinland beginnt mit der Feststellung, daß die früheren Berichte die verschiedenen Krisen behandelten, die die französischen Beziehungen mit Dorten seit dem Monat Mai des Jahres 1921 durchgemacht haken, in dem der Verfasser des Berichts mit der Aufgabe betraut wurde, mit ihm in Fühlung zu treten. S s heißt weiter, mit Hnterftüßung des französischen Ober kommissars sei Dorten in der Lage gewesen, seine Anhänger zusammenzubekommen, ihre Begeisterung hochzuhalten, seine Prv- Eine Kundgebung der Gewerkschaften des Einbruchgebiets Bielefeld, 24. Juni. (Wolff.) Vertreter aller Verbände des Deutschen Gewerkschaftsbundes aus dem Einbruchsgebiet haben gestern erneut Stellung genommen zu der durch den Einbruch ins Ruhrgebiet und die damit in engstem Zusammenhang stehenden französischen Dernich- tungs- und Eroberungspläne geschaffene Lage. Sie erklären in vollster Einmütigkeit: 1. Eine Aufgabe des passiven W i d e r st a n d e s, der wirksamsten moralischen Waffe unserer schwer bedrängten Volksgenossen, kann erst dann in Frage kommen, wenn der DruckBer brutalen fremden Militärgewalt von uns genommen und annehmbare, unsere Gleichberechtigung anerkennende Verhandlungs- und Derstän- digungsgrundlage gesichert tft. 2. Äe von der fremden Willkür durch Verurteilungen, Ausweisungen und sonstigen Schikanen betroffenen Angehörigen weihen wir unser herzlichstes Mitgefühl und unsere wärmste Sympathie. Wir werden alles tun, um ihr Los nach Kräften zu erleichtern . Vor allem werde: wir den passiven Wider st and nichteher auf geben, als bis das von den Franzosen und Belgiern verübte brutale Hnrecht wieder rückgängig gemacht wird. 3. Durch die Lahmlegung fast des ganzen Eisenbahnwesens im inneren Industriegebiet gekältet sich die Ernähr ungs läge für dieses Gebiet täglich gefaßrbroßenber. Hnter Aufbietung aller Kräfte ist der Zusammenbruch der Ernäh- rungswirtschaft bisher verhütet worden, dank der Bemühungen der für die Ernährung verantwortlichen Stellen, vor allen der Konsumgenossenschaften. So ist die Ernährung für eine gewisse Zeit noch gesichert; aber die R o t ist im schnellen Wachen, und wir fragen: W o bleibt die Stimme des We-ltgewifsens ange'ichts der Tatsache, daß die französischen Gewaltpolitiker Millionen von fi-iedlichen Menschen dem Hunger entgegen treiben zur Erreichung ihrer verderblichen Pläne? 4. Eine Rheinlandfrage im Sinne einer Aenderung des gegenwärtigen Verhältnisses des Rhein landes zum Reich und zu Preußen existiert für u i?s nicht. Mit unseren linksrheinischen Brüdern werden wir leben Versuch einer Hmgestaltung der staatsrechtlichen Formen, wie auch der Hnterstelliing der Eisenbahner unter fremde Hoheit schärfsten und dauernden Widerstand entgegensetzen. Beschlagnahme aller Kohlenlager. Paris, 24. Juni. (WTB.) Wie Havas aus Düsseldorf berichtet, hat der Ober- kom mankierende der Be ahurgttruppe i, um die von Deutschland nicht sichergestellten Kohlenlieferungen zu gewährleisten, eine neue Ordonnanz erlassen Alle Kohlenlager im besetzten Gebiet, deren Ausschließung die fran- hös sch-b.lösche Kmtrcl k mmi s on für notie big erachtet, werden beschlagnahmt Den Direktoren der Fabriken und Bergwerke wird nicht mehr gestattet, den Vorräten irgendetwas zu entnehmen. Ausnahmen können nur für den Fall besonderer Genehmigung gestattet werden. Im Falle einer Zuwiderhandlung gegen diese Verordnung oder im Falle den Feststellungs- ober Heberweisungsorgani'ationen Hindernisse in den Weg gelegt werden, werden Strafen erlassen von mindestens 100 Millionen Mark sowie G e f ä n g n i s st r a f e n bis zu fünf Jahren oder ein; dieser beiden Strafen. Jeder Widerstand gegen die Ordonnanz wird auch für die Angestellten des betreffenden Hnternehmens, die es an der Heberwachnng haben fehlen lassen, Strafen nach sich ziehen bis zu einer Höhe von 190 Millionen Marl und 5 Jahren Gefängnis ober einer dieser beiden Strafen. Die Ordonnanz tritt sofort in Kraft. Der Präsident der britischen Handels- kannnern in Paris. London, 23. Juni. (WTB.) Wie der Pariser Berichterstatter der „$tmes" schreibt, befindet sich der Präsident der britischen Handelskammern, Arthur Balfour, augenblicklich in Paris, um die eventuelle Bildung eines Ausschusses von französischen Geschäftsleuten, die das Problem der Reparationen von einem prattischen Standpunkt aus bettachter, vorzubereiten. Der amerikanische Vertreter Willis B o o t h werbe im Zusammenhang mit dieser Frage demnächst in Paris erwartet. Arthur Balfour hat, d-em Berichterstatter zufolge, den Eindruck, daß, soweit die wirtschaftlichen Kreise und, wie hinrugefügt werden könne, auch politische Kreise in Frankreich in Betracht kämen, jeder angemessene Ausweg aus der augenblicklichen Lage willkommen sein würde. Rückgang der französischen und italienischen Valuta. Rom, 23. Juni. (WTB.) Bei der Be- ‘ sprechung des Rückganges des Lira- k u r s e s weist die Presse auf die R u h r e x - i pedttion hin, die die französische Valuta Eine Rede des Reichskanzlers in Königsberg. Königsberg, 24. Juni. In der Aula der Hindenenrg-Oberroallchu'e hatten sich heute mittag die Vertreter sämtlicher staatlichen, provinzialen und städtischen Behörden sowie Vertreter der großeii Wirtschaftsverbände und politischen Parteien eingefunden, um eine Ansprache besReichs- kanzlers Dr. Cuno entgegenzu nehmen. Rach einigen k irzen Begrüßungsworten des Ober- bürgermeifterä Dr. Lohmeher ergriff Reichs- kanzler Dr. Cuno das Wort. Er führte etwa folgendes aus. Richt um eine politische Rede zu halten, bin ich hierher gekommen, sondern um persönliche Fühlung zu nehmen mit meinem lieben Königsberg, an das mich vier Jahre froher Kindheit erinnern. Ich sehe in Ostpreußen wertvollste n wirtschaftlichen Wiederaufbau. Ich bin mir nicht darüber im Zweifel, baß der Angelpunkt und der Mittelpunkt des östlichen Wiltschasislebens. schon weil die russische und b-e randstaatliche Wirtschaft nicht ohne deutsche Mtt- arbeit und deutsche Technik erstehen kann, durch Ostpreußen gehen muß. Bei allen unseren (Sorgen für Rhein und Ruhr wird Ostpreußen nicht vergessen werden Ein Gedanke erfüllt uns vor allem. Was wird die Zukunft dem Reich im ganzen bringen? Wird es in der Lage sein, seine Versprechungen einzulösen, die es heute gibt? Diese Frage lenkt den Blick nach den am meisten gefährdeten Gebiet en des deutschen Vaterlandes. Aus eigener Heberzeugung und Erfahrung kann ich sagen, daß der Geist der Abwehr und der Wille zum Widerstand noch ebenso fest sind wie damals, als die fremden .-nippen ihren Einzug hielten. Das gibt unS i e Hoffnung, daß. sich, wie der Wille bes Voltes an Rhein und Ruhr unüber- wiadlich ist, in politischer und wrrtschaftlichev Beziehung die ganze Volksgemeinschaft ebenso urüberw.ndlich erweisen wird. Daher muß inrfere Politik eine aufrichtige und grnabe. gber mich eine Politik fein, die bestrebt ist. die Leiden dieser echten deutschen Menschen nicht über Gebühr zu verlängern. Richts ist unversucht geblieben vor und seit dem Einbruch in das Ruhrgebiet, was ba?)i dienen könnte, eine vernünftige und tragbare Lösung bei Reparationsfrage zu finden, eine Lösung, die endgültig ist und nie wieder wie jetzt Deutschland einem Einbruch an Rhein und Ruhr aussctzt, die mit der Abtragung der Lasten funs auch die volle Freiheit unseres Vo lkes gewährleistet. Was von dem Memorandum entartet werden konnte, ist im wesentlichen erreicht worden; denn von vornherein war es" klar, daß man nicht durch einen wie immer gearteten Schritt von heute auf morgen zu Verhandlungen am selben Tisch mit Frankreich kommen tonnte Was erreicht tcerben konnte, war, die Welt zu überzeugen, daß es ber aufrichtige Wille Deutschlands ist, nachbarlich mit anderen Völkern zu leben, Reparationen nicht zu versprechen, sondern zu zahlen und hierzu alle Kräfte unseres Volles bis zum 2teuß-ersten anzuspannen. unter der Voraussetzung freilich, die es immer voranstellen muß, daß wir sagen können: Am Ende bieser Leistungen steht die Freiheit! Es ist, wenn ich die ausländische Presse recht verstehe, ein ftarler Fortschritt gemacht worden, teonn- pleich Frankreich noch nicht verhandlungswillig ist und immer noch die Einstellung des passiven Widerstandes verlangt, eines Widerstandes, der nicht auf Befehl, sondern aus dem Willen ber Bevölkerung erwachsen ist. und ber nicht na ch- la ff en wird, solange noch ein deutsches Herz - in jenen G bi Ic;t für Deutschland schlagen wird. Diesen Widerstand könnte reine Regierung, selbst wenn sie es wollte, durch einen Befehl beenden, wenn sie nicht der gemarterten Bevölkerung den gesicherten Weg ;u einer Lösung der Gerechtigkeit u"d Rilligleit aufzeigen kann. Richt der Gedanke an Gewinn und . ■ u ./ten, die sich dieser Pflicht ent- W- hat uns entgegergehalten, daß ‘ ,ie einer gesunden wirtschaft- lichLn Cteiteai tng widersprech.n. Aber leben wir bevr : . .i.i r . . malen Wirtschaft? Zu einer wirklitt - n Gesa dang unserer Währung können wir reif/ w mmen, solange wir die Desetzuna von Rbein u d Ruhr und di : Frage der Reparationen nicht gi-regrlt Halen. Aber auch die Maßnahmen der Behörden v erden nicht helfen, wenn nicht daS s-r e Bel. l, ltt. wenn jeder einzelne sich nicht sagt, iaß es Verrat wäre, spekulativen Eigen n u tz auf Kosten der Gesamtheit zu trete bm und dem Lu ras und Wohlleben sich hin^zu- geben, das dem Rechtsempfinden die Schamröte ins Gesicht trete . Wenn es gelingen soll, die Lage zu beherrschen, müssen wir in ber Frage ber Währuna, der Anpassung der Löhne und Gehälter an die Teuerung sowie in ber Frage der Volksernährung gesichert seine S i ch r u n g darf vorangestellt werden, sondere- der Gednn.e, wie wir Volk und Vaterland am besten dienen. Auch wir. die •: te in der Heimat leben, müssen un5 in die .. te teilen. Die Reichsr-egterung Zeubem o Losenherg. Mgfefctrt wem De* 2D« ntflcTialMreflOTei TÄei%ner unb Brecht. vor der □Mila Walther Aar Henaus bt öer 3Öntfl»« alle« ® vor. do fit wn btt Muller Aalhenaus mit lotter unb Schwicgerfoh«, Bankdrr^tor An« breae mit Krau. ertr*angen ourtet Krau Aa tbeicu übergab da« ^-iu< al* einen teil bet Walther-Aatherau-Stiftung mit warmen Morren tt'r - den Steel btt Ctfiueg t#n Verlreiern des *Kn 1#e TL':nn her Geist bet Mensche|«b« den der erworbene «nrf-r sich über bat V21 - bnb unb Me pany Weit hrrbrnlt. fo werde dies bw •düdunfl des Daseins fein. Der A« i chs präs i h«n t dankte tn einer herzlichen Anspruch? unb schloß mit den Worten, baf) der Veift des Hauks rtnAlgorttaen Pers» l chkci! Aattzenau« unb feinem hohen Wirten für das Reich Zeugnis aebtn und haft hie Menfchenlth« von tfyr: au^ftrahle.i mögt Bert in. 24 3uni ^^I^.) 3e Gegenwart des Aeichsprsf identen k’i heute ün Auswärtigen A m t eine fchllchte Gebücht» nisf e ter für Walter JUtbcanu statt, zu tx*r sich der Acichsautzenmi nister unb bk Beamten» schalt sowie Verwandte des Ermordeten ein« gefunden hatte Die Löh»« der Buchdrucker Bsrlin, 23. 3unL (®CT.) Die der Deursche Buchdruckerverel« m Ittel! t, setzte die Tariffommifflon für die Zeit vom 23. 3unl bis zum 6. Zult den Spitzen« lohn auf wöchentlich 336 000 Mark fest. Der Aufschlag auf die gegenwärtigen Dntckpreis« beträgt 75 Prozent. Aus Hessen. Fursti» Mari« von Erbach«Schönberg f. Vensheim a. B.. 22 punl Aach kurzem. Krankenlager verstarb auf Sch oh Schönberg die Fürstin Marie von Srbach-Schbnberg Mil ihr scheidet eine Frau aus dem Leben, die iahrzehnke- lang im gesellschaftlichen, geistigen und künstlerischen Leben Darm stabt» unb des £tfknlanbe# eine führende Aolle spielte Selbst KunsUerin mit einer über das Duochschnlltsmaf) hinausaehc-nd-7,i Begabung pfleg»« II« vor allem bk Mufik. Xi# Ihren zahlretchTn fchrlftstellerl schon Arboile.1 sprach eine fein empfindende Frauenseele. Hessischer Landtag. tob Darmstadt. 22 Juni 1923 Der Landtag machte heute am letzten Laa« vor den Sommerserien rasche Arbeit, -ine kleine Anfrage des Abg. D i« h l - Hvchweifel (Bbd) über mit Stroh beladenen Wagen, hie seit langem ohne Witterungsschub auf dem Bahnhof Butzbach ständen, wurde von der Regieruug dahin l*antt>ortct. bah Erhebung über den ihr nicht bekannten Fall an* gestellt werden sollen. Vorlagen über die gewerblichen äl n» terrtchtsansialten für 1922 sowie über bic Verbesserung der Wasser- und Boden Verhältnisse im Ried an Kreise Droh-Derau. die zunächst einen Staatskredit von 20 Milliarden ersvrderl. erhielten ohne Aussprache die Genehm,guna des Hause« 3ur Fortführung des hessischen K un st den k- mälerwertes (Trudl. qui-g der Kreisbeschrct- bung Bingen) wurden 10 MiUtonen Mark bewilligt. für den -rwerb des Grundstücks Doetheftrahe 46 au Diehen sür ein funft- «wertfchastliches Institut 64 00? Hf ; der gnadenweisen Dewahrimg eines Anhegehaltes an den ehemaligen Honoiarpioscssor D. Günther Diehen wurde zugestimml Für die Inneneinuch ung des umgebauten De- mvnstraiionshörsaales in der Veterinär» fiinik der Lanbesuniversität wurden die an geforderten Mittel derettgestclU. ebenso ohne Debatte bk erbetenen staatlichen Zuschüsse an Privatschulen, um diesen ihre Detterertstenz zu ermöglichen. Der Zuschuf) beträgt ab l^Qanuar 1923 für jeden Schüler auf rund 10 000 Mr, Waben -tat Inflaefamt auf 22 Millionen belast et. Die für die Herstellung der Wohnung des hessischen Desandten in Vertin sowie für bie äuhere Her- rtd?'unfl des Defandischsktsg ä des ersorderllchen Mittet (infgt'amt 125Bkfll innen Mark) wurden genehmigt. Auch die Fron: des Gebäudes nach der sc! r -bischen Gesandstchatt hin.deren Herrichtung urlb ünalich noch zurtickaestellt werden sollte, soll noch den A''sschuhb fchlüllen ferliggesteUt werden O'ier Aegkrung-Vorlage bic zur Erhöhung des Be .kb«f;o4rt bei Dauptstaatskalle «inenKre- dit t*cn wet eien 14 Milliarben Mark anforbert. wurde tn beiden Lesting.- zugcstimmt. ebenso ein- stimmig der Tp'Iuflc ütx-r N Diensträume des Staatsminfderlums wo ad der Er- werl des Hanfes Heidelberger Strahr 22 zum Vulf« von 32? M'Mvnen Mark g-atg heitz -n wird Die v. .-ilcrvii ang'forderten Mkttel (70 Millionen Mark' *ür di Är’ten ber Umwandt ing der bisherigen Weheräume N* Stoatspiäftbenlcn m Dienhräum« n arben gegen einig« S immen der Aechten imb des Zentrums geic&mlql Der V rtchterfiatt . Abg Knoll (3tr.) de- kl»ia ' «•’. d'b drdur^ i :rber ein« Bramfenwoh- NUN ' tvrlnen geb«, für bk man an anderer Stelle bebe Betrüge usg'ven müffe T - Antau' ines L a ft a u t 0 s durch bk stau lch.n Vaub.hdrden in Mainz zur Drled,- gur-n ;«e Dienstverf-tzrs für bir A4’ der lk-r- M titetertinbunu wurde nachträglich gen.*bmUt Für die A «gulrerung derSel« tn Xt*tn- hellen wurde ein St.« nsAn'ckrih in Höhe von 45 Millionen Mark derritgrstvlll Die Vorlagen be.'r Verbandsanaeddrigkeit «r Landwill chasts« kämm unb betnffcnb Erfadtnsprüch- klituna*- schsicher D.metnd.m auf frrunb he« Tkotsfands- m'n mryfkort tü- Zur Aidm- und Qnier«- rentrnemp'änger er hielten N ,4uftimm»ng bt* Hautes 5tnu Ha ttemer (Zrr> legte bei Mefer Erferenhef et« Wort für die Avt der Kleinrentner etn Auch Ada Knoll f3tr) führte an Hand ein.« Darmstädter IM’pt 1« Klage über ffvtntvtr *M-ntbluna der Klet-r^itner. bk man zu7 Jer- pfflnXrnn ihrer Möb> »wtnge. während brr Xxi Delp (So- t feflftentc. haft tn allen Fällen die der Swdt Dannftadt ar Dntichndang vertagen so'ial und gerecht entfchkden worden kt — Minister Aaab bemerke, daft bk1« Frag« nicht vor d-as Forum btf Haute« gehdee. Iun\m vor bt« 5tablDet»cb*etrnixTtametung Dw ®ni* tm Strz«ellall lregr zunächst wr den bett Len Stnüem ob T> Abn>rbm an das Mm'- Herhim seien nur MUäNig w -r di, allgeWiw Mchllwllen txm den dniichm» SttOa «cht vrn adyet würden Mach weiteren perihiMchen Ve- rarrfunaen der 3bga 5rau Hattemer ' jtr.). Knoll '3tr > und De 1 p iSoH.» lchloh die Aussprache 3m Antrag des Abg Selber «Dem. 1. bet bie Aegkrung enrviirifll. bw aas dem de- levten Heifen Aus gewiesenen in gletchrr Weis« ent bie brt'My - Sieottbeantte für den fommeaben Winter mit V rennholA «u bett», tuen, lanb einlhmenge Amnihme Dm Antrag au» Voantragunn von Dis«nbahn-Fret- fabrtfartenfür bi, t>-n Oanbtag^abfle- ordnete» wurd durch die adi< -nenbe Xu^port der lUjictung für er lebt gt e^Iirt. statt bt*’-n foll«n sog Fcaktl n-fahetaus!Rxg Sl 0 rrk (604.1 bat die Aegiermig durch geeignete Mafmadmrn dafür -u forgen, hab diele Veamtenkategorie -u den befttmmten Terminen in den Vesltz Ihrer V«-üge komme M)g Herbert (Ztr.) schloh sich den Wünschen des Vorredners an. Oin kommunistischer Antrag .mf Dr- bhbung der Werbung-kokten für Kriegsb.'schädigte wuide durch die bereits aetroffm-n Maf nihmen ter Finanzämter für erledigt eiktäN. der Antrag derselben 'Partei lus Erhöhung der ®c« hälterder unteren und mittleren ‘Beamten angenommen Ein Antrag Hattemer auf Anrechnung ber Dienstzeit für Pensionäre währen) de- Krieges wurde für erledigt erklärt Anträge, welche die VerveNerung der Dotlage ber Anwaltschaft durch Erweiterung de- Arbeitsfeldes ber Aechtoanwätte bei ben Lvnderg«richten, ter Amts- gcrichtsanwälle bei ben Lanbgertcht.-n und durch eine Aevision der höllische» Debührenord.iung anstreben, wurden nach kurzan befürwortenden Ausführungen des Abg 7! u h lZtr.) zum Teil onq.-n mm-r. n Je h :r4) ^ort der Aegterunn für erled.gt erklärt Der Iustizminlftor begrunbelc nochmals ben Standpunkt der Regierung in ber Frage der Zulassung der Amts- ?richtsanwallc bei ben Landgerichten Die neu« «golung ber Cbebübcvn werbe tm Weg« ber Aotverordnung erfolgen Vach der Pause erfolgte nach weiteren Ausführungen des Aba. Dr. Dingeldey die bereits Lrwähnte Abstimmung, welche die beantragte Zulassung der Anwälte zu den Sonder, gerichten und die Simnltanzulallung. erstere gegen die Stimmen der Linken genehmigte. (Schkuh folgt.) Die Vezugspreiserhöhunyen ber Zeitungen. Der Ve rein Deutscher Zeitungsverleger t Herausgeber der deutschen Tageszeitungen) bat auf feiner aus alle.« deutschen Ländern zahlreich besuchten Hauptverlimmlung zu Trrtlau einstimmig befett offen, die Zeitungs- lrser schon beute non der unumgänglichen Äot- wentigkeit aiif-erorbcnUktrr Vezugspreiserböbun- gen am 1. Juli In Kennntnis zu seyen Die lebten D re i s e rh Lh u n ge n für b a* Zeitungspapier sind so weit über Mf pbantastifchm V'füvchtungen bin ausgegangen, bah in ben C\unibe«ug«M>*ilcn bie ungeheure Mehrbelastung der Zeitungen nur zu einem gerin- gen Viuchteil wett gemacht werden konnte. 3mter- bald weniger Dochm ist bereits im Anfang dickes Monats ber Preis d«s Zeitungspapiers von rund 15 Mlttionen auf rund 2 5 M, l 1 i o« nen Mark für den Wagen gestiegen. Ta die Preisbildung be« Papiers Infolge ber Mttverw.ndung v onau«I äabtschem Hol» von bem Dollarkurs stark beeinsuh' wird so muh tm 3ukirnrnrnbang mir den zwikchmzdti- gen Steigerungen der Kohlenpreise unb ber Markentwertung mit weiteren ent’t etn'ei P a p I« r p rel s ve r t e u e r u n« ö e n gerechnet werden Dazu kommen d,c allgemeinen stürmischen Preissteigerungen aller an- bern Kosten der Tageszeitungen, rjr allem des Aachrichtenwescns 3m Ausland.' haben sich die Zeitungsleser an bas Vielfach- der jetzt in r«utkch:anb geltenbcn Tcougsprette längst ge- toddnen müllen Die beuttch .1 Zeirun.,« und ihre Leistungen sür bk VollsgZamtchtt können nur < ttollen werden bei Vrzu^preisen, die dniger* mären den alle bekannten Teuer ungszlsfern weit überschreitend«, Mehrkolkn der Zeitungen gerecht werden Aus Stabt und Canb. Diedan. den 25 3unt 1023 ktadtvrrordnrten Lttzunq. ölne Sitzung der Ltadwcrordnc en-Ver- lantmlung findet am nächfdrn Donnerstag nachmittag 5 U br tm SadlveroNmekn-2it- zungä'aal im Stadtdaus, Veraftrahtz, fia t 3er Erledigung In der dffenttichen Sktzang fteben il a. folgend« wichtige Vorlagen Anpa'fung der Mf lbuna der städtischen *5eamten und TlngeficUtta an die neuen De- dal « änc der Aeichsdeamign Erch.chung der Derne indedundesteu er. Dchdtzung der Standgelder auf den Viech- Und Kräu-erwärch 10 - bet WocheUtztorrrgedäh^U. DaS Deutsche BolkSovfer. 3n der Sdchäfrsstell« des .Diehener Qln- Zeigers" gingen für untere dedrüngten Volls- genoJlen «■ T.-^geb-et und am Ahern weiter cm; Äü'U VIb I ber Häh«Wt ^adchotichul«. 1 Aat« 15 WC Dr Mdkr »300. A A ?00C; Vaawken her Cbedidkrci Aadmau >3 000. D Ebert 5300 Feuu SV.» Aale 5500 Dwektion der Tarrr jiftiki und Aa.'lvnachauk 110 30? Se- amlen ber Darm^ädrer u Tldtwnaltanf 1900302L Den Gedern derAllchsteu Dank' Weiler« Spenden werben in ber Geschäftsstelle des .(Siebener Anzeigers" angeneeemen. -Von derLandesunlversltät Ent- 'allen Wirde am 19 3uni der oedentitch« Pro- '«"vr in der rb'l-'-r>^Fakukfät der vanb-’s- univerkität (^'c-cn Dr Paul Kable auf fein ?rachi«chcu aut dem Staatschenst mit lairfung er 1923 bekanntlich einen Auf an die Universität Bonn angenommen Er lehn« an unterer Uniocrfiiät - Orditu. Philcirg! D. Aed - Die Prtvatchrzentln für »t -tdcl.g < >r Margarete Vieber wurde i am aud^tplanmätzigen auderordellllichen Pro- ellor ernannt ee 450 000 öiplermarf für ein Zwanzigmarkfrüch Der Anlauf von <-old für das Seid) durch die Aetchsdank und Post erfolgt vom 25. d. Mts. ab bis auf weiteres zum Preise von 450 000 Wk. für ein Zwanzigmartttüch, 225000 Mk für etn Zehn- merfÄM. Für au«lä; kauf hon Ae chssilbcmtünzen durch die Ae.chs- dank unb P jl bi« : es zum 9000fad.cn Betrage des Aennwcrte« ** Fahrplanänderung auf der Strecke Dedern-Lauterbach Born 1. Zull ab tritt der Fahrplan für dre Per- loncnzüge 4145 'S« Dedern LauterbachlH?fsZ Lord und 4146 Lauterbach Helfen) Lord—Stockheim (Oberheiien) -wischen Gebern und Grebenhain-Crainfeld wie folgt geändert Pz 4145 iS) Dedern ab 6.53 nachsiu. Ober «Seemen ab 2.13, Harnnannshain ab 2.27. Bennutshain ab 736, Grebenhain— Crainfelb ab 7.45 nachm. Pz. 4146 Greben- Hain- Erainfeld ab 6.41 nachm., Grainfelb ab 6.44. Ber7nu;ühelm ab 6.49, i>irtmannMbain ab 6.57, Ober-Seemen ab 7.12, Dedern ab 7J6 nachm. •* Altersinvalidität. Von mahjeben- der Stelle wird uns gefchrkbrn: Auf Druird bc« DekveS vom 10 November 1922 gilt als invalid im Sinne de« § 1255 ALO auch ber»enige. der das 65. Leberts fahr vollendet bat. Er hat lonach. wenn er bw t>orgr<4>rlcben? Wartezeit erfüllt und bic Anwartfcha't aufrecht erhalten hat, Anspruch auf Znvalkdenrente, ohne bah es des Lach weises tatsächlicher Invalidität durch Vorlage eines ä r a 11 leben Zeugnisses bedürfe Trotz kam liegen den auf Drund obiger V 'richrifl bei der LMrdesve» fierui>fltmr.hail eingereichten Anträgen vielfach ärztliche Atteste bet 2leben ber hierdurch bedingten Verzögerung bt* Verfahrens entstehen für deren Smdolung erhebliche Kosten, die gespart werden sollten Di« Vetelligten. tnsbefvndere bie Bürgermeistereien, feien deshalb nochmals darauf brngcirtekn. baf) bei Znvalldenrentenantrügen. bk auf bie Zurücklegung des 65. Lebenswahres gestützt werden, eine ärztliche Begutachtung zu unterbleiben bat *' Zum Besten ber Auhrhilfe brachte dic D a l d b ü h n c am Samstag abenb im KacholIschen BcreinShauS noch einmal bie Operette ,.Winzer!iesel- heraus. Die flotte Darstellung unter der Spielleitung Fritz Dunkel s, trefflich gestutzt von Dem Orchester unter Sepp Pau 1 uS, bereitete dem sehr gut besetzten Hause einige recht unterhaltsame Stunden. Der ausgezeichnete Besuch dürfte dem edlen Unternehmen eine neue stattliche Beihilfe zu dem vaterländischen Hilfswerk ertnöglicht haben. Vornotize«. — Tagcskalenbcr für M ratag Turn»creta von 1846: 8 Ubr am Bahnhof Empfang ber Sieger vom Dauturniest in Lauterbach. — Lichtspielhaus. Vahnhofstrahe: „Taufenbunb- etn« Vacht - Patast-Lichtfpidc .Vlarvdeure ber Drob stabt" unb .Die Nau« Katze" — Astoria- Ltchtspiek: .Der schlunimernt^ Vulkan" unb .Eddie Polos Abenteuer im tpilben Westen" ’.?*i iertfornnoiage Wechselnd bewölkt, twreuvelt Argen. De- Witter ncigunu. Temperaturen wenig verändert, wechselWinde. Da« westliche Hoch bnrchte uns gestern warmes Wetter, das je^xb nur vorübergehend ist unb als etne Durst de« Schicksals te^ct&net werden kann. 3m aUgemcintn ist bk Wenerlaae unverändert und auch weiter mit bedecktem Welter zu rechnen. Landkreis Rieften. • Lana-Göns. 24 3unL Psarrx-lllstmtt Lvhstnk. der etwa • 4 Jahre segensreich in unserer Gemeinde wirkte tnurb: nach OL-cnn»cf- stad: twr'eht Sein luhcrortK-nilib stark belachter Al schledsgctt.«dienst legte Zeugnis **inon ab. wie ungern man ihn aus unterer Dcmcindc tchrtdea sicht unb welch« grob- Anhänglichkeit er llch al« Oeelfcrger :n allen Kreisen unterer Bürgerfchait crtrrrlcn batte Un'ercr Zugen), der es in kniacr Zeit io riellach an den richtigen Führern fehlt, war Herr Lohfink als Pfarrer mit greh.-r Liebe unb Frcundlichkkit zugetan unb ein edjer Erzieher fie ding deshalb mit ganzem Herzen an «tue Er wird ihr und fast der ganz«« Einwohnerfchas: unvcrgkhUch fein. T Lang-Döns. 25 Zuei. An Stelle bei nach Ober-Mockstadt vcrk?t« Psarralltstenr-e Lvdfrnk trat gestern VfanaHdient Luft hier tn kin« Tättgk»it ein. der letlbcr als Pfarrverw üler in Droden-Vuseck gewirkt hat Er konnte tn seiner Predig: hinwei'en auf bk ocattbclke Ehren tränzed«r5üEefalicnen d« feil vsriaer Wrche als Zeichen heiligen Gedächt -i««.-» in ber Kirch« ausgedängt finb — Ein fähige# Bild BH Guten Hirten unter Vlni' unb Aabmen ward 0 ? a Werl ' n hat sich bestens bewährt Tu- Werke als io.g»e stehen mir Lull zu Bucht Sämtliche Vedüdren wurden «rhdht Txx* Kub kmeter Waller le«;et vvm 1. 3u|l ad anstatt 120 Mark 60C ricrf, fpd 3 1 a a 11 u r I a TU 24 3unl Jn dec Lag« bt* Zibell smarkles ist tn dar Bor- woche eine g «1 tng« D«Ileru ng erngetrdcn. bk sich gkichmä'-ig auf alle Berufsakuppen verteilt Besonders verwetmt hat sich das Stellenangebot tn bet Oan2m>irtl4>ih Chn Du-.>v»chrttl tarnen auf 100 offen« Stetten A3m Arberisaduche die gleich« Zahl betrug V« der Vonvoch« 316 3ns- rkirnt waren 8937 Ardeilsgefuche gemeldet. — lndrecher flttlciten in einer der letzkn Aächtc an dem Blitzableiter eines Pelg« waren Haufe« der Kailerstrah« tn den ersten Stock bi nauf und druckten hier dte Scheiben der fn die Lagerräume führenden Fensti-r ein Dann ft ah« l en fk für etwa 50 Mil Honen Mark P eltz«, hie fie auf einem Wagen ♦orthibrten. 3n der nächsten Vach« versucht«, die gleichen Einbrecher, an dem ^itza'Utter dnes Go ld« Warenhauses am t^oetheplatz btnautyiflet- lein, um auch hier einen Raub aufu^ubren. Dieser Einbruch mihiang fedvch itiner ber 0m* brecher, ein Student, wurde ergriffen unb kft- gencrnmen Turngau Hessen (D. I.) —v— Lauterbach 24 3am. 3n ben Tagen der Somrnersrmirenhöh' trafen such die Turner des Hessengaues »u ihrem höchsten Wettkampf, der zuatclch auch ein Hohcpunk: in der Vdchicht« ix-4 Daues bilbrte. denn «um 50 Male war des mal bn Kampfruf ins Daugebtet ergangen Eine grobe Schar lunger unb alter Turner batten den Weg zu rhrern Zubiläumsraa nach Lauterbach gefuiben, dn- mal, um Hualeich dem Andenken imkrc# Adolf Spiebzu buIMgcn. ber. hier geboren, der Vater des Schulturnens wurde, unb zum andern, im den Arbeiten und Sorgen ber Lauterbacher Tum* brüber, bie in so schwerer >-fdt das Fest gtriftet hatten, auch zum Erfolg au verdelfan Samstag abend wurde au* dem Marktplatz des allen «chonen Detnrgsstädtck^ms das Fest eröffnet. Buigetmatster Walz begnihte Me Däste. Dauverrreter Arthur Pfeiffer unter iS-imng des Gauober» turnwans Wild Will tDietzcn» brr 3toi>(|« komps ni entwickeln, zu dem rund 400 Turner unter Gelang ant raten. One grobe ja schaler» menge konnte stch an den guten, z T u spüren, zu dem bt drei Wochen «in guter Teil ber Hrfknturner hn eigenen Sander»«g fahren trerbei W».r finb yWk datz Me Hrfttm im Verband des Ttiixirbd«»- hv ks auch tm arbtz-en Aahmen ihrer Orgad« fatron wohl bestehen werden. Vachstedend geben Dir tm Auszug die ersten fünf Sieger jeder Stufe, von der Obrrftufe. auhertem die-enigen aus vn«ercr .''achdarfchatt Oberstufe <33 Bewerber. 20 Li.-aer tm Zwö'fkamrs. 28 Sieger tm A.-unkampf» Zwölf kampf: Ehreulleger O to Tenor. T c Sp - B Mo-.'' -"i 231 Punkie. 1 Sieger K. A«u ter. Tn 1846 G ie st««. 213 P 2 A Aohrdach. T « SP V Marburg 204 P; 3 Thöt Tv Al«»e^d und W B« rn ba rbt Mtv Di«tzc «, 197 f 4 h Keller. Tv Bur.^o ms. IM ® ; J K Agtzü Tv Aidda unb TL Wein Tv Dvrna«e»hdM, I» P K Hofmann Tn Krofdvr'. !Z5 P 9 H Xabeneu Lk Treis ab L, 137 P l! H Trechsler. Lv 1846 Dietz««, Hl P . U K «‘st* M-L "leibe, Säg: 'b°.üL' VA ?-’9ä6*w imQnn»l letzten ,r eines gjeb. Gersten Stock ,b7 der in die n- Dam stah. onen QKarl 3cn lEhnen. ® dm gleichen eines Gold, ? hmauszuklet. b. auszufahren. Emer der Ein- nffen und fest. M.) "4,24. M nnenhvhr trafen engaues zu ugleich auch ein Taues bildete: ll der Kampfruf rohe Schar jun- Weg zu ihrem ch gefunden, ein- unseres Adolf rvren, der Vater um entern, im lterbacher Turnus Fest gerüstet elfen. dem Marktplatz hens das Fest begrüßte die A\tt fMtzlars ml cm die gast- i an den allbe- lfenbein, dem und eine Freude feierlichen Weife 8 in Musik und Stunde mit dem > füllte sich die über den letzten egrühte hier die nf der Bühne ec- flfe auszutragen: d wurde Otto ster am Barren iruf mit klingen- segneten Straßen : hinter den mal» scherte bei fräs' urnwetter. Punkt q des Gauoba- hen) der Zwölf- unb 400 Turner rrobe Zulchau«' i S. ausgeze'Y- > Land erfreuen, der Spitze senm an die en W nMrlch ru den Zusammenfassung uncerinnsi du^ ^S* * Menge der SS tüe den S X Mlflter im y9F AS s fssf r, 2Uhfv Stpoli" ^uier, xhöi. $D' berg hatte slch Ende April l. Hs. an einem Kinde unter 14 Jahren unsittlich vergangen. Strafe: 10 Monate Gefängnis. 2. Das Schöffengericht Ortenberg hatte den Schlosserlehrling Otto Z. von Hirzenhain wegen Beleidigung zu der überaus geringen Geldstrafe von 5000 Mk. verurteilt, weil er auf der Stratze Merkenfrih—Hirhenhain einer verheirateten, unbescholtenen Frau gegenüber unsittliche Redensarten geführt hatte. Auf Berufung der Staatsanwaltschaft wurde statt dessen auf 1 Woche Haft erkannt. —---- Gerichtssaar. fpd. Frankfurt«. M., 24. Juni. Inbttter- fter Rot verkaufte vor einigen Wochen ein aus M e h vertriebener Konditor einen Klavierauszug aus „Martha" an den Buchhändler Rau- mann in der Goethest ratze für 600 M k. Wenige Tage darauf erhielt der junge Mann Arbeit als Kohlenschipper im Osthafen. Sobald er den ersten Verdienst in Händen hatte, versuchte er die Roten zurückzuerwerben. Es wurden ihm für dasselbe Buch 1 3 000 M k. von Raumann abgefordert. Der Mann erstattete Anzeige wegen Wuchers und hatte den Erfolg, datz das Schöffengericht den Buchhändler zu4WochenGefäng- nis und 800 000 Mk. Geldstrafe verurteilte. Raumann legte gegen dieses Urteil Berufung ein. Die Wucherabterlung stellte den Wucher fest und sagte auherdem, datz auch geistige Arbeiter |M— I II— ■■■■IW ■■lüg!____________Jgg™ Das Moselhaus. I Roman von Luise Schulze - Diück. 61. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Als er, fertig angekleidet, sich im Spiegel betrachtete, war er nicht ganz unzufrieden mit der Wirkung. Der Gehrock stand ihm gut und die moderne Welle, zu deren Anschaffung ihn sein Trierer Schattcer erst nach langem Zureden hatte bewegen lassen, satz recht elegant. Das Dulden Schlipses machte ihm einiges Kopfzerbrechen. Das besorgte sonst Tante Röschen, d:e dafür em besonderes Geschick hatte und stets die neueste K.-otenschlingung irgendeinem der heimischen Gigerl absah. Rach manchen miylungeirrn Versuchen kam fr schließlich damit juftanbe. ®r schüttelte den Kops über sich selber. Er, der ehrsame Landbürgermeister Äruolds, machte nun sogar der Mode Zugeständnisse I Aber schlietzlich, . hinterwäldlerisch aussehen wollte er doch nich.. Er setzte den funkelneuen Zylinder auf, den er in Berlin zu der Audienz erstanden hatte und sand sich nun ganz prüfen tabel und gerüstet, um ' Fr.au Mercedes Wellsheim würdig unter die Augen treten zu können. Als er die Bellevuestratze htnunwwging- war der Mittagskorso auf voller Höhe. Die breiten Bürgersteige ttxiven gefüllt von einer eleganten Menge von Spaziergängern. Mancher wohlwollende Blick aus schönen unp müwer schonen Ar'-gen traf den stattlichen Mann, der sich behag. lich mit dem Strome treiben liest. Es war doch ein miziehendes Großstadtbild, das sich da vor ihm austat. Der breite Fußgängerweg teä Tiergartens der unmittelbar neben der Stratze herlauft, war ebenso belebt, auf dem Fahrdamm glitten die Vrunmiräder eleganter Equipagen lautlos vorbei. vor der Ausdeutung geschützt werden müßten, und dah die vorliegenden Roten, bic ein Sachverständiger als Luxuserwerb bezeichnet hatte, einen Gegenstand des täglichen Bedarfs darstellten. Der Angeklagte wurde wegen Preiswuchers zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Zahlt er einen Monat nach Rechtskraft des Urteils 2 Millionen Mark Buhe, so wird die Strafvollstreckung auf drei Jahre bedingt ausgesetzt. Außerdem wird das Urteil in den hiesigen Tageszeitungen veröffentlicht. Berlin, 24. Juni. Ein Bestechungs- Pi oz eh beschäftigte die zweite Strafkammer des Landgerichts 1 Berlin gegen den stell-eer- tretenben Geschäftsführer der Brandenburgischen Landwirtschaftskammer Dr. Georgs und den Gutsbesitzer Hennecke. Die Bestechung erblickt die Anklage darin, datz Georgs von dem Mitangeklagten Hennecke, dem durch Bertrag mit der Landwirtschaftskammer die Beschaffung von Pferden für die Entente übergeben war, sich eine Beteiligung am Reingewinn hatte versprechen lassen. Das Gericht verurteilte G e orgs wegen Bestechung zu dr ei Mona ten Gefängnes und erkannte auf Einziehung des Testechungsbetrages von 1 200000 Mark. Gegen Hennecke tonnte ein Hl teil noch nicht gefällt werden, da et am dritten Derhandlungstage schwer ertrinfte Vermischtes. Gin Postassistent als Geldbriefmarder. München, 23. Juni. (Wolff.) Der Münchener Polizei gelang die Festnahme eines Münchener P o st a s s i st e n t e n, der, ähnlich wie Ober- post infpektor P a f f i n gc r, seit Avril 1919 Wertpapiere und Ausländsbriefe mit Geldsendungen unterschlug. Der Wert der Unterschlagungen geht in viele Millionen. Der Täter ist geständig. Geraubte Lohngelder. — Doppelmord. Berlin, 24. Juni. (WTB.) 3n der vergangenen -Rächt drangen fünf maskierte Räuber in die Räume des Gaswerks in Charlottenburg ein, setzten dem dort anwesenden Gasmeister eine Pistole auf die Brust ulid raubten Lohngelder in Hohe von 22 Millionen Mark. Die Täter sind entkommen. Rach einer Meldung des .Lokalanzeigers" aus Bremervörde tourben em Kriminal- wach t m e i st er und ein Landjäger von einem Geheimschlächter, den sie beim Abschlachten von Bieh überraschten, erschossen. Der Täter ist flüchtig. Der Ausbruch des Aetna. Eatania, 24. Juni. (Wolff.) Die Ausbrüche des Aetna ließen bedeutend nach. Die Lavaausbrüche sind erheblich zurückgegangen. Aschenregen und Rauchentwicklung ist schwächer geworden. Für die Ortschaft Linguaglossa besteht keine Gefahr mehr. Cm neuer Automobil-Weltrekord. Kopenhagen, 24. Juni. (WTB.) Bei einem Automobilrennen auf Fance hat der Engländer Z a m b e i I auf einem 350pserdigen Automobil einen neuen Weltrekord ausgestellt, indem er 1 Kilometerin 1 6,4 1 Sekunden durchfuhr. Das entspricht einer ©tun- dengeschtvindigkeit von 219,379 Kilometer. — Ein wichtiger neuer Gräberfund in Rom. Eine bedeutsame archäologische Entdeckung ist kürzlich in Rom in der Rähe des 9. Kilometersteines an der Dia Trionfale gemacht worden. Wie der Leiter der Grabung, Dr. Goffredo Bendinelli, in einem Bericht der amtlichsr archäologischen Zeitschrift »Rotizie degli Soavi" ausführä, handelt es sich um ein Grad aus dem 3. Jahrhundert des römischen Kaiserreiches. Die Inschriften an den Sarkophagen lassen ec« kennen, datz die Bestatteten zu der Gens Octavia gehörten und datz das Grabmal erbaut wurde für die kleine Octavia Paulina, die sechsjährige Tochter des Octavius Felix. Der interessanteste Fund in dem Grabe ist eine etwa 2 Meter breite Wandmalerei, die vorzüglich erhalten ist und in leuchtenden Farben strahlt. Es ist hier das Elysium dar- gestellt, der Ort, an dem die abgeschiedenen Seelen leben: aber es ist ein Elysium für die Kleinen, in das wir hier blicken, ein antikes Kinderparadies. Die Gestalt der kleinen Octavia, die von einem geflügelten Eros in den Armen gehalten wird, gelangt auf einem von Tauben gezogenen Wägelchnr in das einen schönen Gaitten mit blühenden Blumen darstellende Paradies. Boran schreitet der Seelenführer, Hermes Psycho- pompvs, der den .Weg für die neuankommende Seele bereitet und die dichte Dliimenhecke durchbricht, von der umschlossen die Seelen anderer Kinder Rosen sammeln. 3n der Mitte des Paradiesgartens befindet sich eine Säule, auf der die Fackel der Hekate brennt, die in diesem Königreich der Toten Licht verbreitet. HandeZ. Frankfurt a. M. 23. Zuni. Börsen- st i m m u n g s b i l d. Da der Devisenhaiide! nur irvch zum amtlichen Kurs gestattet ist, so war der Markt der Auslandrenten bei Beginn vollständig ausgeschaltet. Für Türken- und Bagdad- Anleihen wurden zunächst Briefkurse genannt. 3m Csfektenverkehr vrn Bureau zu Bureau war die Rachfrage für die meisten 3ndustriewerte lebhaft. insbesondere erstreckte sich die Rachfrage wieder auf chemische Aktien. Hier toaren besonders begehrt Scheideanstalt, 350 000 bis 400 000, Badische Anilin 295 000, 300 000, 310 000, Höchster nannte man mit 225 000 bis 240 000, Griesheim,>r mit 200 000 bis 230 000; Goldschmidt zu wesentlich höheren Kursen begehrt. Schutzgebietsanloihe 28 000 bis 30 000. Zu ansehnlichen Kurssteigerungen kam es in Harpener, für weich? ein Kurs von 3 500 000 genannt wurde. Sehr fest waren Holzmann, Daimler, Maschinen Karlsruhe.Reckar- sulmer, Kleyer, Schiffahrtsaktien höher. Lebhaft war das Geschäft wieder in Banken, wie Deutsche Bank und Disconto-Gelellschaft, die die Führung hatten: Rheinische Creditbank und Barmer Bankverein sehr gesucht. Bon unnotierten Werten: Hansa Lloyd auf Fusionsgerüchte mit Kleyer, Rheinmetall erheblich höher, 53 000 bis 56 000 gehandelt, Ufa 105 000, Emelka 39 000 bis 41 000, Becker Stahl 220 000, Decker Kohle 190 000 bis 200 000, Tiag 40 000. Die Grundstimmung war allgemein sehr fest. Berlin, 23. Juni. Börsen st immun göbild. Die neue Devisenverordnung hatte eine Befestigung der Mark im Ausland? zur Folge und in Rückwirkung hiervon war die Reichsbank in der Lage, bei der amtlichen Kursfeststellung den nicht sonderlich großen Bedarf zu wesentlich niedrigeren Kursen zu befriedigen. Für Dvllarschatzanweisungen wurde gleichfalls ein entsprechend billigerer Kurs genannt, nämlich 117 500, aber im übrigen war die Stimmung für Effekten nur wenig schwächer. Allgemein herrschte die Auffassung, datz die bisher im Devisenhandel tätige Spekulation sich dem Effektenhandel zuwen- den werde und dieser Amstand die Kursbewegung günstig beeinflussen würde. Die Kurse, die genannt wurden, wichen nur geringfügig gegen die gesttigen Notierungen ab. Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Dalum t>. Juni 23. Junl SlnitL Noller-r Amtl. Noitcrg. Meld 9iviei Gel" Anlw.-Brüssel. . 7132.10 7107,90 62S4.25 6315,75 Holland 53615,60 53884.40 47481. - 47719.- Vonbüu 63441«, - 637590,- 563587.50 566112,50 Ports 8538,60 8581.40 7680 75 7719.25 Schweiz 24638.25 24761,75 23241,40 21695,60 Sonnten 20199.35 20300,65 21804,40 18945.60 Italien 6144,60 6175,40 5486,-5 5513.75 Viifobon-Dporto. — Dänemark .... 24138.75 24561,25 21845,25 21954,75 Norwegen .... 22543,50 26656,- 20249.25 20900,75 Schweden 35009.75 36190,25 31620,75 31779,25 Hetstn-iiorS.... 3753,10 3771,90 Neunork 138053^75 188946,25 120936.25122003.75 Deutfch-Oesterr.. 197.50 19S50 173.05 173,95 Budapest 1471 14,79 Prag 4149.60 4170,40 Aaram 1733,15 174L85 Danknotea. r?rctiFhitt n. 23. Juni. Schweizer Noten Jronzöstsche Noten....... • • Dänische Noten Schwedische Roten Holländische Noten Dentsäl-Oesterreich ä 100 Krone» Amerikanische Roten........ Knflliftfce Noten........... Jinlienische Roten Belgische Roten Unnnrifdie Noten . Tschechoslowakisch; Noten • •.. Norwegische Noten ........ Rumänische Noten Spanische Roten »eie? 21850, 7390. 21360. 31550. 5430. 6310. 47870.- 16850 122000 — 568000- 3620.- 20^)0.- 698,- Märkte. Derl'mer Produktenmarkt. 21650— 7510.- 21140— 31250,- 47350. - 16/,50 121000— 562000,- 5370— 6240— 3580— 20100— 597.- Berlin, 23. Huni. Am Produkten- markt blieb der Rückgang der Devisen ohne be- stmöers hervvrtretenden Einfluß. Die Tendenz bewahrte ihre Festigkeit und die Preise stellten sich meist hoher als gestern. Erklärt wurde diese Erscheinung mit dem Umstande, datz der Markwert des «Mrcides vorläufig unter der Weltmarktparität steht. Wetten wurde von den Mühlen zu den gestiegenen Forderungen gekauft. Roggen erzielte im Mittagsverkehr nicht die gleich hohen Preise tote am Dormittag. Die Gersten- preise zogen bei starker Rachfrage an. auch Hafer und Mehl hatten sehr feste Haltung. Mais war bei ruhigem Geschäft teurer. Weizen, märkischen 250 000 bis 252 000 Mk. (fest), Roggen, märkischen 170 000 Mk., pvmmerschen 169 0ÜÖ blfl 170 000 Wt. (fest), Sommergerste, märkische 185 000 bis 190 000 Mark (fest), Hafer, märkischen 168 000 bis 171 000 Mark (fest), Weizenmehl (100 Kilo) 650 000 bi» 700 000 Mk. (fest), Roggenmehl (100 Kilo) 450 000 bis 520 000 Mk. (fest), Weizenkleie 98 000 bi» 100 000 Mk. (fest), Roggenkleie 100 000 bis 102 000 Mark (fest), Diftoriaerbsen 260 000 bis 270 000 Mark, kleine Erbsen 210000 bis 225 000 Mk., Futtererbsen 160 000 bis 170 000 Mk., Peluschken 150 000 bis 170 000 Mk., Ackerbohnen 145 000 bis 150 000 Mk., Wicken 165 000 bis 170 000 DU.. Lupinen, blau 165 000 bis 170 000 Mk., gelb 230 OCO bis 240 000 Mk., Rcwskuchen 140 000 bi» 145 000 Mk., Trockenschnihel 55 000 bis 58 000 Mark. Rauhfutter: Weizen- und Roggenstr-H, drahtgeb. 30 000 bis 32 000 Mk., Haserst-roy, draht- gepretzt 27 000 bis 31 000 Mk., Str-oh, strohseilgebündelt 28000 bis 30 000 Mk., Wiesenheu, gut. gesund und brocken, Dormahd 28 000 bis 30 000 Mark, Rachmahd 25 000 bis 27 000 Mk (3n einem Seil der Auslage wiederholt.) Eine Devisenverordnung des Reichspräsidenten. Berlin, 22. OimL (WTB.) Der Reich»- Präsident hat aus Grund des § 48 der Reichs- versassung folgende Verordnung erlassen: 8 1. Gegen Reichsmark oder Wertpapiere jeder Art, die auf Reichsmark lauten, dürfen im Inland und Ausland nur solche Zahlungsmittel und Forderungen in ausländischer Währung erworben oder veräutzert werden, für die eine amtliche Dotierung in Berlin ftattfinbet. Der Erwerb oder die Deräutzerung ist nur zu dem amtlichen Kurse des Tages des Gefchästsabfchlusses. und ztvcm- zu dem Geld- oder Briefkurs oder einem dazwischen liegenden Kurse zulässig. Eine amtliche Rvtierung wird lediglich bann als vorliegend angesehen,' wenn in der betr. Währung am Tage des Geschäfts eine amtliche Rvtierung bes Kurses der Auszahlung ftattfinbet An Sagen, an welchen eine amtliche Rvtierung ber Auszählung nicht ftattfinbet, dürfen in der tetr. Währung Geschäfte nicht abgeschlossen werden. Der Kurs für Auszahlung ist auch für Geschäfte in Banknoten matzgebend, wenn für Banknoten fein besonderer amtlicher Kurs notiert wird. Wird ein solcher besonderer Kurs notiert, so gilt er lediglich für Geschäfte in Danknotrn. Im Klein- verkehr sind Umsätze bis zu fünf Pfund Sterling oder dem entsprechenden /betrage in einet anderen Währung auch zum lehtbekannten amtlichen Kurse zulässig. Diese Vorschriften finden auf Geschäfte, die mit der Reichsbank abgeschlossen werden, keine Anwendung. § 2, Geschäfte, die gegen die Vorschriften des § 1 verstoben, sind nich- t i g. Die Richtigkeit kann nicht zum Rachteil von Personen geltend gemacht werden, die den die Richtigkeit begründenden Sachverhalt beim Ab- schlutz des Geschäfts nicht kannten. § 3. Mit Gesängnis bis zu 3 Zahven und'mit Geldstrafen bis zum Zehnfachen des Wertes der ausländischen Zahlungsmittel oder Forderungen ober mit einer diesen Strafen wird bestraft, wer vorsätzlich oder fahrlässig zu einer solchen Zuwiderhandlung aufforbert, anreizt ober sich erbietet. Reben der Strafe können die Zahlungsmittel ober Forderungen, auf die sich die strafbare Handlung bezieht, zugunsten bes Reiches eingezogen werden, auch wenn sie Dem Täter ober einem Teilnehmer nicht gehören. Erweist sich die Einziehung als nicht durchführbar, so kann bas Gericht nachträglich durch Beschlutz die Einziehung des Wertes anordnen. Der Feststellung des Wertes der Zahlungsmtttel und Forderungen ist, soweit eine amtliche Kursnotierung an der Berliner Börse erfolgt der mittlere Kurswert dieser Börse im Zeitpunkt der verbotenen Handlung zugrunde zu legen. Ferner kann angeordnet leerten, datz die Verurteilung auf Kosten des Schuldigen öffentlich bekannt zu machen ist. Die Art der Bekanntmachung wird im älrteit bestimmt. Die Bekanntmachung kann auch durch Anschlag gemäß Artikel III 8 2 des Rotgesetzes vom 24. Februar 1923 erfolgen. § 4. Der Reichswirtschastsminister ist ermächtigt, älebergangs- und Aussühurngsbestimmungen zu dieser Verordnung zu erlassen und Ausnahmen zu bewilligen. . § 5. Diese Verordnung tritt mit der Verkündung in Krast. Eine antisemitische Avsschreittmg m München. Rach einer Meldung des „B.T.- aus München ist der Vorstand der Münchener Handelskammer, Kommerzienrat Siegmund Fränkel, beim AuSsteigen aus der Straßenbahn von Antisemiten überfallen worden, die ihn mit einem Totschläger auf den Kopf schlugen, bis er bluttibersttömt und bewußtlos zusammenbrach. Einige Täter sind bereits festgestellt. während tutende Autos den Weg zwischen ihnen sich hindurch bahnten. Arnolds hatte im stillen gehofft, Frau Wells- heim nicht angutreffen. Aber sie war zu Hause und empfing ihn sehr warm und aufrichtig erfreut. Er mutzte fofort einen Abend bestimmen, den er bei ihnen zub ringen wollte. Datz er den gestrigen Abmd mit Frau Eva Ohler zusammen- gewesen, konnte er nicht verschweigen und mutzte eine kleine Anspielung darauf mit guter Miene parieren. Glücklicherweise war Frau Wellsheim für die nächsten zwei Abende bereits gebunden. Sie bedauerte das sehr. Während ihres Aufenthaltes im Mvfelhaus hatte sie ein starkes Interesse für den Besitzer gefaßt. Sie hatte sich zur Abwechslung einmal in das Reckenhafte verliebt und mit allen Mitteln versucht, diesen „starren Helden" zu weichem Wachs in ihrer Hand zu machen Als es ihr nicht glückte, hatte sie es freilich ziemlich leichten Herzens wieder aufgegeben nnb gefunden, bat er doch „eigentlich nicht ihr Genre" fei. Run aber, als er nxeber vor ihr satz, fand sie, daß er hervorragend gut aussehe, und datz es sich vielleicht lohnen könne, ihn einer größeren Gesellschaft als eine Art Triu mph-beu le an ihrem Siegeswagen vvrzuführen. Frau Wellsheim batte in folchen Dingen eine ganz außerordentliche Routine. AmoDs sah sich mit lebhaftem Interesse die kleine Frau an, die in dieses Milieu vollständig hinempatzte. In dem Morgenlleide aus blutroter javanischer Seide, das ihr kleines schlankes Figürchen bauschig umgab, schien sie ihm wie eine kostbare Puppe in einem von allerhand Raritäten angefüllten Puppenhaus. Gerade über ihrem Kopfe hing an der mit einem mattlila Stoff bespannten Warü> eine Radierung, der Frau Mercedes recht gut hätte als Modell gedient haben können. Eine der modernen Frauengestalten, wie er sie in den Schaufenstern der Kunsthandlungen fast bis zum äleberdruß «sehen hatte. Die Aehnlichkeit war ausfallend. Als Arnolds eine Bemerkung darüber machte, lächelte Frau Mercedes sehr geschmeichelt. Ihr Mann hatte das auch gesunden uiti> ihr deshalb das Bild geschenkt. Run hing es an dieser Stelle, und jeder Besucher hatte reichlich genug Gelegenheit, daraus aufmerksam zu werden. Sie hatte ihrem Manne sofort telephoniert, und er wollte so schnell wie möglich nach Hause kcmmen. Arnolds mußte wohl ober übel zum Frühstück bleiben. Während nun Wellsheim Ar- nvlds mit dem neuesten Dutzend Dörsenwihen überschüttete, machte dieser im stillen feine Anmerkungen über das, was Frau Mercedes Wells- $eim wohl „für einander paffend“ finde. Immer wieder verblüffte ihn die ganz auffallende Häßlichkeit des Mannes dieser schönen Frau. Es war ordentlich grotesk, wie er fernen schweren Oberkörper auf kurzen Beinchen trug, die spärlichen Haarreste kunstvoll über den kahlen Schädel verteilt hatte. Der pechschwarz gefärbte aufgewichste Schnurrbart konnte den wulstigen Mund nicht verdecken. Die kleinen Augen sahen listig zwinkernd aus förmlichen Fettwülsten hervor. Wellsheim konnte auch vor zehn Jahren als Dräuttgam keine Schönheit gewesen sein. Aber wenn Frau Mercedes ihn damals als „passenden" Gatten an- gefeben hatte, so konnte bei ihr auch wohl kaum der große älnterschied der Jahre ins Gewicht sallen. Jedenfalls traten es andere Vorzüge, die ihn zu einer wünschenswerten Akquisition gemacht hatten. Indessen, das beeiitträchtigte augenschein- lich fein Selbstgefühl nicht im geringsten. Er klopfte ferner Frau bewundernd auf die Backen und tat so, als ob ihre Schönheit feine Erfindung fei Und als er am Frühstückstisch eine ganz unglaubliche Portton Kaviar mit viel Schmatzen verschlang, und danach- eine ganze Menge anderer Leckerbissen zu sich nahm, da machte er durchaus den Eindruck eines glücklichen, jedenfalls mit sich und der Welt sehr zufriede-ren Menschen. Zwischen Kaviar und Gänselebergalanttne bot er mit kauenden Backen Arnolds an, ihn in die Mysterien Berlins einzuführen, einen Heinen Bummel „unter uns Junggesellen", wie er sagte, zu unternehmen, und wurde zuletzt so deutlich, daß. Arnolds verlegen nach Frau Mercedes hinsah. Aber die schöne Frau zuckte sehr gleichmütig die Achseln: ein Iunggesellenbummel ihres Mannes war ihr augenscheinlich ziemlich gleichgültig. Arnolds lehnte batetcrü> ab, was Wellsheim wieder zu einigen saftigen Witzen begeisterte, so daß er schließlich froh war. als sich die schwere Eichentür der Börsianer-Wohnung hinter ihm schloß und den letzten Witz Wellsheims, der ihn bis zur Tür begleitet hatte, halb abschnitt. Er atmete tief auf, als er wieder in der frischen Luft trat. Das starke Parfüm, das Frau Mercedes anhaftete, und das auch die Zimmer förmlich zu durchttänken schien, hatte ihm ein dumpfes Gefühl im Kopfe verursacht. Er fühlte das Bedürfnis nach frischer Lust, nach Bewegung. So schlenderte er durch die Straßen, sich hier and da durchfragend. Während er das Stratzenbild betrachtete, die hohen Häuser, alle so ziemlich in einem Stile gebaut, mit den überladenen protzigen Verzierungen, nur hier und da ein Haus, da» durch irgend etwas eigenartige^ von dieser Einförmigkeit abstach, kam ihm das Ehepaar Wellsheim nicht aus dem Sinn. Es war ihm kein angenehmer Gedanke, den Abend dort verbringen zu müssen. (Fortsetzung folgt) Nachruf geb. Engelke im 63. Lebensjahre. halten. Gießen, den 23. Juni 1923. Die Beerdigung findet Dienstag, den 26. Juni, nachmittags 31/, Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt 42®D Von Beileidsbesuchen bitten vir Abstand nehmen zu vollen. 4297D Teilen. Statt besonderer Anzeige Die tieftrauernden Hinterbliebenen Gießen, den 23. Jani 1923. 4307D Wieseck, Gießen, Bloomington, St Louis, Chicago, den 23. Juni 1923. (Ein oia« Ich habe noch monatlich zirka 100 Tonnen fflMlrn ch yave noch monatlich zirka 100 Tonnen C*f**fÄ*tM prima Weslerwalder bklteillllll Xi*« • r < 111,0 ll'Uer ofluulic Br. SUIewei 14 L Stückbraunkohlen riniHiHiiHiaiiiHUiniiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiniiii’iinnriiiii'iiiiiHiiiiiiiiiihiniiHiiiiiiiiiiii q«»tAt ftnb nettt'-Ifr IpdtrtteR, Tknstoq. den 2d. 3urt 1523, nachmittag» 6 , Uhr, b«i der Sirret, ■eifterd fmjercid)«n, vo'dbft auch btt Tftinqueqrn etnjuhhen find frist 3 lege. fanq.CR<5n», den 22. Juwi 1923. Bürgermeisterei Lanq Gön, Bekanntmachung. Je LmtsverkOndigungsd^ou s 44 co* IS. Juni 1923 ist eiatSeka~a berrtScBb Erhöhung der Grdü^-a't TebtninHiument beliebig Violine ober Viola Klavier (beliebig) Posaune ob. Trompete Posaune F ober Baß. Am 23. Juni verschied plötzlich und unerwartet die Frau unseres Chefs Frau Dora Elges. Mitten aus einem arbeitsreichen Leben gerissen betrauern vir eine Frau, die uns jederzeit volles Verständnis und Hilfsbereitschaft entgegengebracht hat Wir werden ihr Andenken stets in Ehren flolonialroirtn u.rklisttOnßtsW sucht zum baldigen (Eintritt jung, tücht Verkäufer. Schriftliche Angebote unter 04383 an den (Siebener Anzeiger erbeten. Mehrere fülldichte Reservoirs evtl, auch Dampfkessel zu kaufen gesucht. Schriftliche flnneboie unter 43'1 an den QUehener fliuctier. Frau Meyer Löwenstein Wwe Johannette geb. Edelmuth im 75. Lebensjahre. Schlafzimmer mit 3iUr Evteaei' Ichrank. Siche hni- Herl, tu verfaulen. Wirket, iHlchfiift 6ltnnc 146. 431MD hllusvikner i. cindesieredDeiail- gelchali vet Mort a e f u (51. Rur nniu solide, ebr- uni besten •■Nrkrcutfn koin men ui Arnar. 2rkannten Kapelle dee Lichte, . i ah- ■.«. Bahnhofstraße. !■ dvu Hauptrollen s Lin gebrauchter firtilil zu kaufen oder zu leiben gesucht. Vurlreler lür erütlnn Ama- Mibcbditrtl lür den boiHncn tkuvt Cafe Am end Mittwoch, den 27. Juni Sonder-Konzert mit verstärktem Orchester 12 Herren Anfang 6 Uhr Anfang 8 IHir NB. Die Sonder Konzerte mit verstärktem Orchester finden jeden Mittwoch statt. Marodeure der Großstadt (Vorsicht Hochstapler) Sensations-Schauspiel in 5 Akten von Peter Pani Ferner Die blaue Katze Spannendes Detektiv-Abenteuer in 5 Akten. _ _ Haupt-Personen: Detektiv Phantome,.......Rolf Lorr e • Gehilfe Jlmnl . t.rorge Cottner Dobbv der Spörhund- Tn ohlsen beiden bcticken spielt Gut und Geld die HAiivtrolle Angratrckt davon. Irrrceführt und irre- iie.eitet, entgeht keiner dci strafenden Gerevh' igkeiL - Im letzteren Ulm (Die blaue Katar, lüftet der berühmte Detektiv Phantome» mit geschickter Hand 8tn gebrauchter Getreidemäher Mafiei Harrlein gebrauchter Grasmäher CSborne. ein- und Aivrilpü'iiile, lief- schnitt, lehr nut erhalten, um. Geranne tu vrrfniil. -fäh. in der Geichaltost, de» Wiek. Smetfler. »»» oder gesiebte Vraunlohlcn Stück, von 85 150 mm, ebzugeden ""D 21. Kais, Kohknhanölung, ttvtifcl ist schon .ilanzend cmneiiibri, ucitnuft sich leicht und fnnii Nachweis» bar niuer Verdienst Anflfildbert werden Laviial nicht et« lordcrtich Anne- boie an _ 4JK)A Arno Günzel, Maschinenfabrik, Altenburg «I burinnenk Wir betrauern In ihm einen lieben treuen Mit- Q benter und Kollegen, dem vir ein dauerndes Andenken bewahren werden. Der Gesamtvorstand der Allgem. Ortskrankenkasse Gießen. Hnng! Mer! lüKiigl Für die llapelle eines großen industriellen Werkes in der Nähe werden für sofort folgende Musiker bei dauernder Nebenbeschäftigung in dem betreffenden Betriebe gesucht: Die Geschieht» einer rltsolhaften Schuld iu 6 Akten. In der Hauptrolle: Han* ■leronderW. Ferner: Eddie Polos Abenteuer im wilden Westen 4. Abenteuer: Sein Gelübde, f Akte. Undi Sie hat wieder Luft Nachruf. Am 21. d. Mts. ist plötzlich und unerwartet der langjlbrige Vorsitzende unserer Kasse Herr Adam Volz au» dein Leben geschieden. Der Verstorbene hat durch seine langjlhrige, uneigennützige, umsichtige und unparteiische Ausführung der ihm vom Oesamivorstand übertragenen Funktionen ab 1. Vorsitzender nicht nur unsere Hochachtung, sondern auch solche aller mit ihm in Berührung kommenden Personen in höchstem Maße erworben. 10078 Die Angestellten des Hotels Hindenburg Gießen, Scltersweg 68. Zwei Konserie des Hess. Landestheater-Orchesters Leitung: GeneraIMueikdiroktorM.Balling Im ktadUhealer. Ibnirt: IW, 27. Juni M. akends ? Ulf Mendelssohn. Arnold. Symnhonle C-Dur Rich. Strauß. Don Ja»n - Smetana. Ouv.. Verkaufte Braut 2. Krafft: Mag, l Jili 1323, aisols Dir Gluck. OuvcrtUre Iphigenie — Brahms, Variationen über ein Haydn-Thoma Bruckner, Symphonie Nr. 8 A Dur. Eintrittskarten: HMD Mark. 7 00 Mark. SO» Mark bei LrnatChalllrr und abend« an der Kasse. Studenten karten 3000 Mark beim Hausverwalter der Universität. UN Sonntag morgen entschlief sanft nach längerem Leiden meine treue Gattin, unsere gute Mutter, Schwiegermutter. Großmutter und Urgrußmutter Frau Elisabethe Lepper geb. Hofmann im 78. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenem Heinrich Lepper. Wieseck, den 24. Juni 1623. 431AD Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag 2 Uhr vom Trauerbause. Tumstraße 14, aus statt. Der Aochtragsooranf^lag der O«* meind« Lang Löus für M| 1 ■?? hrqt oon Dienstag, ben 25. Juni 1»23. v.. - rend der Dienststunden auf der Türa -• mrftrrri zur Einsicht der Btteiliate» offen. Einwendungen find während dieser Frist schriftlich oder zu Protokoll vor;ubringeu. Es wird ein« Umlage erhoben, zu der di« Ausmärker beizutragen Haden Lona-GSns, den 22. 3»nl 1923. Bürgermeisterei PangGSns 42980_______Velten.____ Befanntmachnng. Der Voranschlag für 1923 *y.| »egt vom 28. L Vits, bi» 2. 3ull b v)4 aus unserem Vureau zur Sinsicht der Interessenten und etwaigen Erhebung "on Eintvenbungen - rbrbung einer Umlage beschlossen, zu der auch i c Lusmärfer beizutrigen haben 4>»D Stodhausen. 23. Juni 1923. Vurgermeisterei Stodhausen. Jocht m. IV.V.1846. Heute abend 8 Uhr auf dl, H erma hingewi«len er: Stehen, den 20i Jun, 1923. |43(B8 Der Oberbürgermeister. 3. v Kreuz»««. 6eiefU6olt5mfln6lf6es «Älub) e.V. Mit Bückficht ans die .Odrrh« ch. Dkriheodx* wird das Droaramm u- rt«r veremsoeranstoltunaen w,e folg« g«3^:«rt: Blittmoch. 4. Juli, abends 7 . Uhr. Konzert im V«l«L>'chaflsdur^. Mittwoch. 18. Juli, abends 7 . Uhr, Abendunter hastung. 43l2v Der Vesellschastsvarstaub. We^en BElriete- lerämleriiop haben lolorub« Maschinen in verkaufen nD 1 DoeififeetrNWtl ünt 3»fHNriflWf. 1 SlstAlkSf A»tzS§ sltfa 150 Kg l.tiurc 1 foorac:« " nauf. 2 Diwinnju. 1 Viechs Dem. 1 H'rinifaidiwfll- ■30 schtie.reassüsal <10 kg ildUmai Allschlllllk MoschchkH. Iiwif orrlJilfö. Still Ofieifl ;f lls». irthor Mi i Co. Wflbrlmhfflhe 4ö» I Kaufgesuche | yfllomohllf (flflltaflroagfti i ia (ÖKD IHoionito seglicher Art •u kauten ntfudjt, NI ch irrenn reva« rniiitbebudiiii. Äug. Frech Ninon'.oblle ■ - - Damen-Wal Kinn. stßMidsch, Dseidstraiie UlSu flinOerloles aöfDaar. aiilaiiad 40e> aobre, lucht Ltclluna füt Innncic .teil 4iir Jüüiunn einer fiel» neren Vnnhiulri» sct»alt,alS.>iibriiiann oder fonhiflcn 'Z'cr- iranenovoicn in einem tiieschait. wo auch dir Arttu Oflub* arbeit initverrichien kann, itieircffriiöcr ist Vonbiulrt von