Nr. H5 Erscheint täglich, außer Sonn* und Feiertags, mit deröamstaqsbeilage: GießencrFamilirnblätter lllonattichevezv-rpreife: 6060 Mark einschließlich Trägerlohn, durch diePost kOOOMark.auchbeiNicht- rrscheinen einzelner Nummern infolge höherer Bemalt - Fern sprech- Llnschlüssc: sürdieSchnft- leitung 112; für Derlag and Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Hietzea» Poftscheälonlo: Zrantsurt a. M. 11688. Erster Blatt Samstag, 23. Juni 1923 113. Jahrgang GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen VrvS ««d Verla-: VrW'sche UulverfitStZ'Vvch- und Steinbracterei TL Lange in Sieben. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7- Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede 'üerdindlichkeit. Dreis für 1 mm höhe für Anzeigeno.27 mm Breite 5rtL 160 Mk., auswärts 200MK.;fürReklame> Anzeigen von 70 mm Breite 800 MK.BeiPlatz> Vorschrift 20°/, Aufschlag. Hauptschristlriter: Aug. Goetz. Deranttoortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Wochenrückblickr. „Sturm im Land«!", so lautete noch vor eitrigen Sagen ein Hauptftichwvrt im „Vorwärts" — wahrend H:rr Baldwin an das verrammelte Tor der westlichen Kultur pochte und die endliche Befreiung näher zu kommen schien. Freilich, einige drohende Anzeichen hatten sich zugleich stark bemerkbar gemacht. Der Dollar war zeitweise auf über 200 000 gestiegen, die Valuta-Welle rührte die HungerS- gesahren auf. Hatten die Steuermänner in der Reichsregierung das Schiff nicht mehr in der ISanb, sollte Herr Poincars mit feinen neuen Drohungen triumphieren und der deutsche Widerstand erledigt sein? Der Geist Scheide- manns, den man hinter dem Sturmvogel des „Vorwärts" wohl vermuten darf, durfte seinen Fittichen noch einmal Ruhe geben; der bessere Geist in Deutschland machte sich Geltung. Auch in der sozialdemokratischen Partei rührten sich die Kräfte gewissenhafter Besinnung zur'posittven Mithilfe bei der Rettung. Die Regierung allein vermag nichts ohne eine verständige Haltung der Parteien, ohne die Faktoren des Wirtschaftslebens und, worauf es jetzt besonders ankommt, die entgegenkommende Leistung der Besitzenden. Schleunige Maßnahmen gegen die Börsenspekulationen und den blinden Pessimismus der Markabwerfer, die den in der allgemeinen Lage nicht begründeten Valutasturz mit» verschuldet hatten, vermochten das ilebel einigermaßen einzuhalten; der Dollar trat wieder einen wesentlichen Rückzug an, und die zuständigen Instanzen in Berlin besprachen durch Einschränkung des Devisenmarktes und eine neue „Stützungsaktion" weitere Besserung. Der um sich greifenden Mutlosigkeit konnte auch auf anderem Gebiete wirksam zu Leide gegangen werden. Auf dem Wege zum „teert» beständigen Lohn" vor allem, der mit Recht immer dringender von den Arbeitnehmern gefordert wurde, sind wir ein gutes Stück weiter gekommen. Die Regierung sowohl als auch die maßgebenden Arbeitgeber-Vertte- tungen haben sich schnell zum Unabänderlichen bekannt. Ohne die Sicherstellung der Ernährung unserer Arbeiter, Angestellten und Beamten würden die verderblichsten Erschütterungen in nächster Aussicht stehen. Denn die Produzenten und Kaufleute haben zumeist längst sich daran gewöhnt, ihren Berechnun- gen stabile Goldwerte zugrunde zu legen. Alles Drängt darauf hin, auch den Lohn- und Gehaltsempfängern eine wertbeständige Bezahlung zugute kommen zu lassen, damit sie auf dem Sumpfgelände unseres papiernen Zeitalters einigermaßen mit fortschreiten können. Die bessere Bewertung der Arbeitsleistung liegt auch im Zuge eines die deutschen Interessen wahrenden Rechnungsausgleichs mit dem Auslande. Sehr gut wurde dies vor einigen Tagen von der „Köln. Ztg." ausgeführt: „Vor dem Kriege war Arbeit Gold, nach dem Kriege aber wurde Arbeit wert.'- boller als G.old, und diese außerordentlich wichtige Aeußerung der wirtschaftlichen Grundlagen kam am offensichtlichsten darin zum Ausdruck, daß die Preise der wichtigsten Waren auf dem sogenannten Geldmarkt wesentlich über Die Goldparität stiegen." Statt die deutsche Arbeit auf dem Weltmarkt unter Goldpreis anzubieten, wäre es wohl richtiger gewesen, nach Kriegsende so bald wie möglich dazu über^ugehen, den inneren Markt in erster Linie wieder kaufkräftig zu machen. Heute Drängt uns alles auf diese Parole hin: Stärkung des inneren Marktes unter Ausscheidung aller überflüssigen Einfuhr. Die Einführung des wertbeständigen Lohnes wird. Darin möchten wir wiederum der „Köln. Ztg." beipflichten, insofern heilsam wirken, „daß auf Der einen Seite die Arbeitgeber gedrängt werden, zu den alten, soliden Methoden abseits der freien Börsennotierungen zurückzukehren, und daß auf Der anderen Seite Die Arbeitnehmer erkennen, daß nur die Intensität ihrer Arbeit die normalen Verhältnisse der Vorkriegszeit gesichert hat". Kein Qlrbeiter Darf natürlich davon träumen, daß ihm nunmehr Der alte Fttedenslvhn wieder beschert würde. Der Gewerkschafts- beschluß. Den wir gestern Dem „Vorwärts" entnahmen, zieht Denn auch ganz vernünftige und klare Richtlinien. Der Grundlvhn geht nicht auf den Friedensstand zurück; er wird vielmehr auch künftig jeweils für die Dauer des tariflichen Lohn- oder Gehaltsabkommens neu vereinbart. Die der Geldentwertung folgenden Zuschläge sollen nach einem allwöchentlich zu ermittelnden Index festgesetzt werden. Es dürfte nicht schwer fallen, einen Modus der Indexermittlung zu finden, der schnell und sicher der Preisbildung folgt und in der Kontrolle durch die Interessenten das allgemeine Vertrauen besitzt. Haben wir erst die Krisis der französischen Machtpolittk erfolgreich überstanden, so werden wir Deutschland langsam auch wieder als Hauptglied in die Weltwirtschaft einreihen. Der passive Widerstand, die Unterstützung unserer bedrängten Volksgenossen an Rhein und Ruhr, erfordern volle Einigkeit, Tatkraft und Zielbewußtheit im Innern. Vor einigen Tagen hat Die Rheinlandkommissivn eine CßerorDnung erlassen,wodurch die Einfuhr von Waren aus Dem unbesetzten Deutschland nach den besetzten Gebieten über Deren Ostgrenze einer Einfuhrerlaubnis und einem im voraus zahlbaren Einfuhrzoll von 25V.H. der von den Verbündeten am 23.März 1922 festgesetzten Zolltarifsätze unterworfen toicD. Rur einige lebenswichtige Produkte und Rohstoffe sollen davon frei bleiben. Die Aufrichtung Der neuen Zvllinie soll, so wurde dazu erklärt, eine Straf Maßnahme für Den passiven Widerstand sein. PoincareS Druckmittel, Die sich auch in neuen Bahnlinienbesetzungen im InDustriezentrum äußerten, werben immer noch nicht seine vermessene Ankündigung wahrmachen, daß die älnterteerfung Deutschlands bevvrstehe. Sein „Sieg" in der Kammer ebnet ihm noch nicht Den Weg zu außenpolitischem Erfolg. Belgien schwankt beDtnflicf). Der Deutsche Reichstag gab aber am Mittwoch ein erfreuliches Bild Der Einmütigkeit, wie wir es lange ersehnt hatten. Lange Zeit hatte die Sorge der Brotver- billigung Land und Volk in Gegnerschaft zerklüftet, und jetzt ist es gelungen, die Fraktionen von den Deutschnattonalen bis zu Den Sozialdemokraten in dieser Frage zu einigen. Mit Dem 15. September d. I. fällt die öffentliche Drcktversorgung fort; grundsätzlich wird Die freie Wirtschaft eingeführt. Zur Brotver- büligung zugunsten Bedürftiger wird die Reichsregierung in Den Stand gesetzt, bis zu einer Million Tonnen Getreide zu erwerben. Die Kosten sollen durch eine sechsfache Macherhebung der Zwangsanleihe gedeckt werden, mit Einschaltung eines Ent- wertungSfaktvrS, Der sich an Den RoggenpreiL anlehnt. Da ein Rvggenpreis von 120 000 Mk. für Die Tonne zugrunde gelegt war und Der Preis jetzt bereits 180 000 Mk. beträgt, so ist bis auf weiteres schon mit Der neunfachen Erhebung Der Zwangsanleihe zu rechnen. Bis 1. August 1923 soll Die erste Hälfte dieser De- sitzabgabe, bis 2. Ian. 1924 Die zweite Hälfte fällig sein. Man muß diese Absttmmung im Reichstag, bei Der nur Die Kommunisten opponierten, als einen tröstlichen und angenehmen Ansatz zur VolkSversöhnung würdigen. Im preußischen Landtag, Der ja für die Schrecken Der Ruhr- und Rheinlande unmittelbar zuständig ist, gingen Die Wogen höher. Dort brandeten vier Tage lang die Gegensätze um Severing aufeinander. So umstritten die „Verdienste" dieses Ministers sind, so lebhaft man Anstoß nehmen muß an Vielem, was seine politische Vergangenheit belastet — ist es gerade jetzt Zeit, alten Zwist aufzurühren, sich vor Den Augen Der Welt gegenseitig zu zerfleischen? Das Ergebnis der langen Debatten war freilich, daß Die große Koalition auch auf Der Basis des gegenwärtigen preußischen Kabinetts sich als durchaus haltbar erwies. Der Ministerpräsident Brau n sprach als Sozialdemokrat Dabei mit einer anerkennenswerten Mäßigung, und Die Partei, auf Die es hier hauptsächlich an kommt, die Deutsche Vvlkspartei, versuchte durch ihren Wortführer ebenfalls das Löschwerk am allen Haßbrand. Die von einem Berliner Blatte gegen Severing geworfenen Verdächtigungen, als habe er Schlageter verraten lassen, erwiesen sich als haltlos. Gewiß sind in Der sozialdemokratischen Partei — v. .. — noch vielfach unverantwortliche Kräfte Dabei, ihre kritischen Klepper anzuspornen gegen alles, was auf Der politischen Flur als ein Aufblühen nationaler Denkrichtung sich anfünDigt, aber es gibt doch in ihrer Führung auch Männer, Die Der Bedeutung Der Zeit gegenüber abgestandene Vorurteile und Grundsätze abzuwerfen bereit sind. Wir verweisen z. B. auf Den Regierungsprä- fiDenten Dr. Grützner, Der mit seinem Brief an Die Vertretung Englands sich des Verurteilten Görges so wirksam annimmt — ungeachtet Der grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten um aktive oder passive Erscheinungen im nationalen Abwehrkampf! Eine Interpellation Dr. Grützners bei dem englischen Bezirksdelegierten in Köln. Barmen, 23. Juni. (WTB.) Der Regierungspräsident von Düsseldorf Dr. Grützner hat an den englischen Bezirksdelegierten in Köln ein Schreiben gerichtet, m dem es heißt: Am gestrigen Tage hat das französische Kriegsgericht in Düsseldorf die Revision des auf die Todesstrafe LautenLen ArreilS erster 5r- I stanz gegen den Landwirtschaftslehrcr Goerges oerteccfeit. Ich überlasse es Ihnen, das Vorgehen der französischen politisierten Militärjustiz auf Recht, Vernunft und Sittlichkeit hin zu prüfen. Mit diesen Zeilen will ich lediglich Ihre und Ihrer Regierung Ausmerhsamkeit auf die unmittelbar drohende Gefahr der ziel- bewußten Vernichtung eines weiteren deutschen Menschenlebens lenken, um Sie und Ihor Regierung zur Prüfung der Frage zu veranlassen, ob Ihnen und Ihrer Regierung nicht das gemeinsame Gut menschlicher Gesinnung und Barmherzigkeit und das Vernunftgebet politischer Zweckmäßigkeit Die der englischen Ration würdige Aufgibe zuweist, tm letzten Augenblick jeden, aber auch jeden Weg zur Erhaltung dieses Menschenlebens unverzüglich zu gehen. Die Vollstreckung des neuen Todesurteils würde die Derständigungsbereit- schäft, die das deutsche Volk an der Ruhr feit Beginn der Ruhraktion bis heute, allerdings jetzt und auch künftig unter Aufrechterhaltung des passiven Widerstandes als der besten und menschlichsten Waffe seines Selbstbestimmungsrechtes, gezeigt hat, einer derart schweren De- l a st u n g unterwerfen, daß das von Ihrer Regierung angestrebte edle und vernunftgemäße Ziel eines endgültigen wahren Weltsriedms nach einer jahrelangen Pein aller Kulturvölker weit hinaus- geschoben würde. Der Stand der englisch- französischen Verhandlungen. London, 22. Iuni. (Wolff.) Der diplomatische Berichterstatter des „Daily Telegraph" schreibt: Trotz gegenteiliger Berichte sind keiner- le i Mitteilungen, weder mündliche noch schriftliche, bezüglich der Reparationsfrage und der Ruhrfrage der britischen Regierung durch Die Botschafter Frankreichs und Belgiens seit der Absendung des britischen Memorandums nach Paris und Brüssel gemacht worden. Es könne angenommen werden, daß bezüglich der militärischen Sette der Ruhrbesetzung uno der Bedingun- g en, d'.e die Ettistellun g des passiven deutschen Widerstandes bedeuten würden, Poincare, Theu- nis und Iaspar einer Meinung seien. Sie seien jedoch wahrscheinlich verschirdener Ansicht bc^üg- lich Der Art der fran?,ösisch'belgischen Zivilverwaltung unD Der wirtschaftlichen Besetzung. Cin neuer englischer Schritt in Paris. Paris, 23. Iuni. (WB.) Der englische Botschafter Lord Crewe hat gestern nof.anittag eine Unterredung mit Poincare gehabt. Rach dem „Echo Se Paris" habe der englisch: Botschafter der französische Regierung cice Mitteilung übermittelt, über deren Einzelheiten noch keinerlei Auskunft gegeben wird. Es scheine aber, daß man in London außerordentlich wünsche, daß Die Verhandlungen in Der Re- parationsscage beschleunigt würden. Das Blatt fügt hinzu, es sei klar, daß vor der Bildung des belgischen Ministeriums keine Antwort auf den letzten britischen Fragebogen von Der französischen Regierung gegeben werben könne. Die Antwort unter den augenblicklichen älmstän- den beschleunigen, ohne Da3 Ende der belgischen Ministerkrise abzuwarten, setze die französisch Regierung der Gefahr aus, nicht mehr im engen Einvernehmen mit der belgischen Regierung zu handeln. Mac Kcnna Schatzkanzler? London, 22. Iuni. (Wolsf.) Der politische Berichterstatter ter „Daily Mail" meint, bas Reparationsproblem erfortere wieder aktive Schritte Der englischen Regierung. Infolgedessen werbe Mac Kennas Rückkehr ins Kabinett zur liebe rrabme tes Schahkanzler- postensals unmittelbar bevorstche.id angesehen. Eine französisch-rumänische Entfremdung. Paris, 22. Iuni. (Wolfs.) Die „Ivurnee industrielle" berichtet über einen Konflikt zwischen Den französis che n Privatgläubigern und ihren rumänischen Schuldnern, Der bereits politischen Charakter angenommen habe. Im vergangenen Oubre fci etnc Abordnung rumänischer Schuldner nach Paris gekommen, angeblich, um sich mit Den französischen Gläubigern zu vergleichen. Sie habe sich jedoch nicht tatsächlich um bie Ausnahme der Beziehungen zu den letzteren bemüht und sei dann nach England gegangen, wo sie mit einem Teil der englischen Gläubiger Abmachungen gewrfsen habe. Rach Rumänien zurückgekehrt, habe sie von der Regierung Die gesetzliche Ausdehnung Der Wirkung des mit den englischen Gläubigern geschlossene?? Abkommens auch auf Die Gläubiger der anderen Länder verlangt. Auf die Proteste einer Reihe von diplomatischen Dertretern sei dieser tatsächlich eingebrachte Gesetzentwurf von der Regierung zurückgezogen worben. Kurz danach sei aber ein neuer Entwurf, der ein Moratorium von mindestens 12 Iahren vorsah, von Kammer und Senat angenommen worben. Bei diesem ganzen Vorgehen habe es sich nur am die Ausführung einer der Bestimmungen des englisch-rumänischen Vertrages gehandelt. Die fran= zösischen Gläubiger haben nun mit Unterstützung des Quai d'Orsay am 8. Iuni ein Defensiv- komitee eingesetzt, das entschlossen ist, soweit es in seiner Macht steht, sämtliche Handelsbeziehungen zu Rumänien ab» zubrechen. Die französische Gewaltherrschaft. An Der Ostgrenze des EinbruchSgebieteL ist Der Eisenbahnverkehr von Hamm bis Dortmund teieder ausgenommen worden. Die Bahnhöfe Vorhalle und Volmarstein sind von den Franzosen wieder geräumt worden. Der Betrieb wurde von deutscher Seite wieder ausgenommen. In Bochum wurde gestern mittag der Stadtbaurat Diefenbach, in Mengede Der Hilfspolizeibeamte Ried sing, eine Reihe von Eisenbahnern und der Obermeister Stillerhof verhaftet. In Langendreer verhafteten Die Franzosen weitere 26 Leute verschiedener Berufe. Ludwigshafen, 22. Juni. (WTB.) Verhaftet wurde am 18. Juni der Lvko-- motivführerWilhelm Ripp von Ludwigshafen und ins Gefängnis nach Bad Dürkheim überführt, angeblich wegen Beleidigung von Angestellten Der französisch-belgischen Eisenbahnregie. Cin neuer Mord^ Recklinghausen, 22. Iuni. In Der vergangenen Rächt kurz vor 12 Ahr ist Der 27 Jahre alte Sohn des Konditors Feldhosf von hier an einer Straßenbahnhaltestelle von einem französischen Posten erschossen toorben. Die Kugel Drang von hinten in den Rücken ein und vorn am Rubel wieder heraus. Heber den Vorfall ist folgendes festgestellt worden: Zwischen zwei Straßenbahnfahrgästen war ein Streit entstanden, in dessen Verlaus der eine in französischer Sprache um Hilfe rief. Auf diesen Rus veranlaßte ein in unmittelbarer Rähe weilender französischer Offizier einen französischen Posten zum Eingreifen. Der P o st e n schoß dann sofort auf Die an Der Straßenbahnhaltestelle sich aufhaltende Menge und traf den Feldhvff, der innerhalb einiger Minuten verschied. Feldhoff war kurz vorher mit einigen anderen jungen Leuten aus einem Cafe gekommen und an dem Streit Der Fahrgäste nicht im geringsten beteiligt. (F-ckf. Ztg.) Neue schändliche Urteile. Landau, 22. 3unf* (WTB.) Vor dem französischen Kriegsgericht sind gestern u.a. folgende Fälle verhandelt worden: Oberbürgermeister Leiltng aus Speyer war einer Hebertretung der Verordnung 162 angeklagt, weil er an die Bahnübergänge keine Schrankenwärter gestellt hatte, wodurch ein tödlicher Anglücksfall entstand; er wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Jakob Faller, Forstassessor in Schweiden, wurde wegen Holzvcrkaufs aus dem Staatswald zu sechs Monaten Gefängnis und drei Millionen Mark Geldstrafe verurteilt. Wegen Aufforderung zum passiven Widerstand erhielt Otto Ambehr, Eisenbahninspektor in Speyer, zwei Jahre Gefängnis und fünf Millionen Mark Geldstrafe. Wegen der Weigerung, von den Franzosen Verhaftete in das Antersuchungsgefäng- niS in Kusel aufzunehmen, erhielten Amtsgerichtsrat Nonnweiler und Gefängnisverwalter Fleischmann je fünf Millionen Mark Geldstrafe. Paul B i r r m a n w, Friseur in Ludwigshafen, wurde wegen Diebstahls von Kohlen im Bahnhof Ludwigshafen zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Die Schießerei von Marl. Buer, 22. Juni. Aeber den gestrigen Zwischenfall bei Marl wird noch folgendes gemeldet: Mehrere Deutsche wollten in Marl einen in französischen Diensten stehenden Verräter namens Blanko unschädlich machen. Sie Durchschwammen Die Lippe, um Blanko za ergreifen. Als Dieser sich bedroht sah, rief er belgische SvlDaten zu Hilfe. Diese eröffneten sofort Das Feuer und Die Deutschen erwider- t e n es. Im Verlaufe Dieser Schießerei wurden zwei belgische Soldaten getötet. Ein dritter belgischer Soldat wurde wie auch einer Der Deutschen, schwer verletzt. Dieser Deutsche ertrank bei dem Versuch, sich durch Schwimmen über Die Lippe in Sicherheit zu bringen. Seine Leich? wurde von Den belgischen Soldaten auf gefischt. Rach den bei ihm Vorgefundenen Papieren wurde er als von Buer stammend fest- gestellt. Aus diesem Anlaß sind über Die StaDt Duer fefgenbe ISanfttDnen verhängt worden: 1. Einstellung des Straßenbahnoeckehrs ab gestern bis auf weiteres, 2. Schließung aller Wirtschaften, Kaffees und Kinos bis auf weiteres, 3. Sperrung des Telephonverkehrs auf acht Tage und 4. Verhängung Der Veickehrssperre t>on 8 Ahr abends bis 5 Uhr morgens. Verhaftet wurden in Buer Bürgermeister Ruhr, Stadtrat Schlossinger, Bureauinspettor Böhmer. Oberstadtsekretär Wickardt, Kaufmann Arnold,' Polizeiassistent Felsen, zwei Frauen und ein Mann unbekannten Ramens wie auch Der Amtmann oon Marl. Das belgische Truppenkommando hat sich da- mtt einoetffanben erklärt, daß Die Ermittelungen nach Ben Tatern txm Bet deutschen Ärimt- nalpoli - et torsemnnmen werden Dem Jtrt- mtrMlf*rtm!eit 1t Bf *e awrbe »ur dngefyMerttn 3u# leite In tos unbelebte Gehtet, wohin bte Cpdt bei Täter führt, ein Pa tz ausgestellt Tte Täter flnb nach ben ton ben '.^la’.-rn aMffefBnbewen Pässen deutsche 3lt>l (ptrf one n Der Stab« Buer flnb für btm Hall, bad die Gesuchten nicht bntb ermittelt werben 'ollten. weitere 3lDl|janfttonen angebrvht. tArst ZtU.) Tie Znfnhr von Lebensmitteln iuS besetzte Webief. Berlin. 22. Juni. Die Reichsbahnver- Wtuna bat. um den fran^flfchen Versuchen einer x?eben«mlttelabfperrung Im Ruhrgebiet zu begegnen, die Zufuhr von Leben-mitteln nach dem ®in- bruchsgebiet neu organisiert. Ein dichte« enftcm von ringfbrmtg liegenden Zn. fuhrbahnhdfen hn unbejeptcn Gebiet an der Grenze de- ®tnbrun?n VSkkerbunb zv unterstützen. obwohl es dc>r- zuziehen wäre, wenn ber Gerichtshof vollkommen vom Völkerbund getrennt würde Da« könne auf zwei Arten geschehen. Zunächst wäre es möglich, den Genchrtbvf za ermächtigen, selber ble Ausfüllung feiner Vakanzen tor^unchmen, denn es Lmne doch ganz einfach die Befuanrt. ble Richterwahlen vvrzuntomen, vom Völkerbunbsrat unb der Vbtkerbnndsver» fammlung auf ble Mitglieder de« Gerichts- vofs flbertragen werden. Da« au-schlichl-cd' Vorrecht de« Völkerbünde«, die Rechtsprechung des Gerichtshofes anzurufen, tonn«? entweder abgefchaflt ober lebenfall« auf gewiffr Dil- glleber ober Dltglledergruppcn de« Gerichtshöfe« übertragen Verden. >stndern Rordame- rika feine Bebingtrngen für den Beitrttt zum Gerichtshpf stelle, begehe c« keinen unfreundlichen Alt. sondern es wahre nur feine nationale Selbständigkeit. Diefe Bebinzungen entsprächen dem aufrichtigen Wunsch, burch frei- müttge, aber enge Beziehungen zu den übrigen Staaten zur Wiederherstellung ber internationalen Stabilität beizutragen. (Ein Vruch Ruhiands mit der Schweiz. Moskau. 21. 3unl (WTB.) RustifG? Tete- grapbenagentar Drc Rat bM Vv.kstomm.s-are hat im v'jufammmfxmg mit d:m nach ber Ermordung Worowski» entstandenen Gegenf.iy te- schlofsen. über bte Schweiz den wirtschaftlichen Boykott zu verhängen Schwei ter Bürgern. die nicht den w.-rktätiaen klaffen angehören, Toll die Stnreife in ble öotryjctrernblttcn Der- treidert werden Das VvlkSkommlstrriai für den Auheuhandel wurde angewiesen,Ha.'belstezlebun- gen mit Schweizer Bürgern nicht anzuknüpfen unb die mit Schweizer ^irm?n getroffenen Abmachungen nicht zu beftätlgen Die In der Schweiz befindlichen Vertreter m fifcher Hand.lSfirmen feilen abberufen und alle geschäftlichen DerLand- lungen Nlffischer ^(emen mit fchweizerifchen ab- ae! rechen werden. Schliehlich Iclkn Mn: Verhandlungen über Ronzestlonen mit Schwerer Firmen ober Personen fchweizerifcher Sta.rtSange- hdrtgkeit stattfinden Die ukrainische und die georgische Regierung werden sich vermutlich dem übet bte Schweiz verhängten Wirtschaftsboykott an- schließen. Eine „Milderung" der faar« ländlichen „Notverordnung"! 6aa r 5r ü cf en, 22. 3unt. (WTB ) Mit dem heutigen Xage (xa bte Regterungsvmmissian die sog. R^tverordnung zur Ausrechterb>l- tung ton Orbming und Sicherheit trxn 7. März 1923au f gehoben und durch eine neue Verordnung ersetzt, tn der einleitend betont wird, Coh hie Presse- und Äc befrei pH t. sowie ba« Vereins- unb Versammlung-recht, wie sie durch die im Öoargebkl zur Zeit In Äraft befindlichen Gesetze und Bervrdtmngen gctoäbilctftct flnb. keiner 2\-Id; t ein hing unterliegen, mit Ausnahme einiger Bestimmungen, bte Im 6 3 angeführt flnb. Dieier ft 3 besagt Der durch Druckichriften od.r im MkntUr vor Franttech unb m 'ehr .Td-a«erlich, hader war Xu-h dir (Im übrigen pnnlch vor- tresfllchei iDarstellung der Henrixtte buch Mar- sa r e t e Hopf war yi flnnlällig d>- rm’e unb bemühte .arbeU“ bet kuhmentalen Llchchaberkt Das lebt «ul besetz» Haus bann.- den Gästen au« Äa”fl. "vn denen RugusteSch»l,bfe'an. bawfbart Ausgabe der kuppteritch-n Mu-ter mit b^entew Kar löste, mit Icbb^tefiem Bestall fir bte ftowni* ®aK 3 b^chch»M«-r7N tnerben Die Bervrtttnna aDet Druchchr Ilten, btt au her halb des ÄaarqeNtrt erscheinen. lärm verboten werden. Bei cteem 3er- geben gegen bte br,ie) wurde aus Olterah^l'et lebhafte Klage taruber geführt, dast gewsfe Binder, deren Cltern es an der nötigen Sauberkeit. P l^ge und Orbming fehlen lassen, trob aller Bemühungen der Schule, m^befonbert auch ben Schilschw* Immer wieder verlauft zur Schule kommen unb b'.e'c ucangaKbmc, für die Gesundheit auch aciäbrlldK Plage auf jut und lad her gebdlterrt Jtinttr ütertraaen Ruch der Schukvrzt wies darauf hin, bah diele Ptaae in letzter Zeit n*l e- bersu genommen baoe. IM bt der Schule zur 'serfügiinq flehenten lllittel oerfagm, wurde clnfilmmtg kvschlassen, an das Stadtschulamt die br'utgcib* Bitte zu richten, bah die Schulleitung tn den Stand gefetzt wird «oder das Schulamt bei dem Lande Samt für das Bildungs- rrtlcn für entsprechende MannahMeN elnlrüt). solche Cltern — nötigenfalls unter Androhung empUndlicher ©trafen — anzuhalten für Beseitigung der Läuse Innerhalb be- slimmier Frist au sorgen unb die Kinder dann wieder ^ur Schule zu schlctzrn, wie es an anderen Städten b.rc.t» mit gutem Grsolg durch- gefübrt worden fein soll." Olfen bar machen sich die betreffenhsi ®tcrn gar nicht klar, wie unrecht sie gegenüber toten eigenen Klatern und auch deren Mitschüler l n n « n handeln. Auch bet Verlauf dieser Versammlung bewies, wie nutzbringend solche aemcinlamen Aussprachen der Sltern und Lehrerschaft smd. » Da« Detttslße Voltsottfer. 3n ber Geschäftslielle des Siebener An- Seiaer -- gingen für unsere bedrängten Volls- genvssen Im Ruhrgebiet unb am Rhein weiter ein Kirchenkollekte In Burkhards 22 329. 5. Rate ton den Angestellten unb Arbeitern der Firma Ludw Gevogl 81900; 2. L. Darm ft tot 2000, Frau ÄJlb 7?»ich Dtw., Detzlarer De-gSL 10000. Cdmmcilmhfe des Pviizelmeldeumtes 13 500, P Lenz 10000. Altersoercinigung 1872/1922 62 580. Zriedrcch Birkenbeul, LL-komotlvfühter l R. 2000, M L 20 000 Schule dbedtabt 100 000; Schule ßinbenftruth 102 800 Mk Den Gebern herzlichsten Dank! Weitere Spenden werden in der Geschäftsstelle des .(Siebener Anzeiger-' angenommen. • Die 4 Mafchlnengewehrkvmpagnle des 3 n t -Rats 1 5 dal als 4. Rate für das Deutsche Volks apf er 57 3CK) Mk an die Preu st. Staatsbank, Seebandtung, /Bertin gesandt • • « - Die Vvrmittagsnvtierung ber Devisenkurse fcirenl hrfnlge elryt neuen Verortnung der R<-iä^r»?gierang künftig tn Deg- k«l Gs findet nur noch eine amtliche Kurs- fest lt e l l u n g täglich mttlrwj« ftatt Infolge bic- ter Reuordnung wird aud) unkte VvrmilUrgs- DvllctNotierung künftig fortHlcn. •• Ernannt umtbe am 18 3uni her Rarrz- leigeHille Otto Komps In Gretzen eum Ranzlilden bei der Staat-anwaltschrft in 4heben n*J Dra- tung vom 1. Zull 1923 an • • Drei Transporte von Rahr- k Indern paff tert en m ben lebten Tagen unteren Bahnhof Dte Rinder. |ebe«m-il etwa 200, wurden auf Verantostung de« fldbtlfchen Dodlfahrtsamte« vom Roten Äreu* von freiwillig Helfenden Damen und von ben städtischen Fürloraeschwestern mit Schokolade und Ra fas erfrischt und traten dann frohgemut die Detterreife an. Sämtliche Rinder wurden zur Crholung im Kreise Büdmgen unter- gebracht. • • vberhef f Ischer Runstverein. Dte geplante Ausstellung von Werken ober- heffifcher Künstler, deren Eröffnung sich etwa« verzögerte, wird vorau-fichtllch. wenn alle zur Ausstellung anatmetoeien Werke rechtzeitig ein treffen, am nächsten Sonntag, dem 1. 3ull, eröffnet werden. • • Sine reiche Apfelernte In Sicht. Aus Fachkreisen wird der Presse geschrieben; .Au« allen obftproduzierenden teilen Deutschland« lauten die Tipfeiernteau«» sschien autzerordentlich günfhg, unb es fielst, besonder« im MguUal. etne ungeheuer reiche Obsternte in Aussicht. Angesichts dieser Tatsache ergebt von dem Verbände deutscher Obst- unb BeerenweinleNereten die Mahnung an alle Grast- unb Rlelnverbraucher ur Zurückhaltung bei dem Gtnkauf von Tafel- unb Mostvkst sowie bk Warnung vor ui frühen Abschlüsten. Die Preise können nicht einseitiq diktteri werben, sondern sie richten sich nach Angebot unb Rachfrage. imb da« Angebot wird btefe« Jahr sehr groß sein.' Kleine Mitteilungen. ’* Der S chwei nero 11 auf ist tn ben Ge- bbflVh J-rrnfturrrr Skratze 144 und Zrant^arker Si.as - **2 erloschen. Tw Sver-nnastnegeln totb n>Wepvben. •* Die Dienstmänner in unserer Stabt find bis aus w-.reves be'e-'t«. Do-i box Gebühren, die sich r-s ber ^eMirrnr rbrirr.a r«n 24 Jxpteteber 1-C3 bx». 2T De^-nder I9K ergeben. das 10- hzw 15‘a4)e zu erheben. Bornotizen. — Tageskalender kür Samstag. Zu« Besten der Ruhrblste m 8 Uhr im .st^tbo- h*4xm VerernSbau« Operette .TtnxerlwM*. — Cängerfrart) 81 r Upr V. nu «- abrmd im Schützen- haus - Lichstokeihous. Baöntzo»str. fvpdenwald einen .^amtllmtag Ansprachen. Te Hama Honen, musikalische unb gesangÜche Tarhtctunggn Verden im bunten Wechsel folgen. Die Gemeindemitglleder srnd het^Nchst dwpt singeladen. Rädere« im Antelgenteil. — Die Sonnenwendteier auf SchlvstMünzenberg. de mnvgen stattstnbet. soll «u einer Trauerdrndsebung tür ben 3b.tebt* fei"tof der Äbein- unb Ruhrk-mölKening fr'rnltrt werden. Alle beurftoen 'Jr.ruen und Männer der Stad« unb de« La toes f .nb zu der 3Mrr Hn- geladen. Aäheros hn heutigen Anvsgentett. Wetirrvovarissstste Bedeckt, kühl. Avederschläg». leichte nsttewft* llche Wtnve Die noNteoestllchen Vvstströmr brachten «am Teil erhebliche RiederfchlLge btchen 1.6 Adn.. Ouctfbom 14.7 Mm. Jf^b immer führt baf über der nörbtichon Ostsee liegnibr 21H im 3n* sammenwrlen mit dem au5«r ehnten atlamtfdxn Hochdruckgebei uns feuchte Uuftmaften M Landkreis stltrsten. X W i e f eck. 20 Zuni Auch untere C*rmelnbe bösst noch in Metern Zahr zu einer tmirblent. kleibenden Kriegerehrung zu gelangen Der für bte Vorbereitung vor einige v-kti bestimmte Ausschutz Hal d.. Utberyugung mit dem Sach- verständigen des streisuwis. Regierunssb.,umeister S ch n e i de r. damals Platz nur unser 3 r l eN Hof in Frage kommen kann, auf brm auch schon das Denkmal des Krieges 187071 steh« Der Gedanke eines rMzeinen Steines ist bei fast 100 Hamen der Gefallenen wohl aulf»f wirb es zur 3 i,fte£lung fom- men * ■? Werner- Hungen ausgekührr Dis Denkmal soll noch im Laute dtetes Jahres eingeweiht werden. tb Vindenst ruth. 22 3unl Aus TTa* antoHtntg ihres Lehrers heranIxäb auch dte bteslgen Schüler Im Laute Meter Woche rWm Sammlutea Itir das Boi ks- Aviv vier für Rhein und Ruhe Der ®rtmg von 102 800 TU wurde an ben .G testen er Anzeiaer" abgdübn • Ra bertshansen, 21 CNni Rach Mebertrnnbung mancher Hindemtste Ist mnr auch hier bte tzerllgstellung emes Obren benf mn l i für unsere Gefall enen gelunzen 0« 'st auf dem .^nebbe* zur Aufstellung gekommen De» Gatwurs lieferte Regterunqsb.-u vi'mt Schneider bei der Kreiidauoerwaltung^ Dte Vme Werner- Hungen hat bas Werk te Mu'chck- kalk au«gdübrt Rächsten Vonnmg soll die 3in- Hessen.Nassau. ft* Frankfurt a M. 22 3«rt. In Aas- Wirkung des mtniftertrllen Getostes über bte Bildung ton Wuchergerichlen erschtenen beute früh unvermutet tn B«ate"ung wbimtrr Rri- minalteamten mehrrrt Deichtsdramte auf bei« Märkten unb nahmen ernt grobe M noa DretsdrÜ'ungcn der zum Tterüir.1 Tjftge» stellten Morst waren tor Wo Vreistoerfchute tungen tortagtn. verfiel dte Tfrne brr Beichte^ nahm*, während dte Iterfäu’rr 'o'vN Im mhä 'P^'Ktrcr-i.-t von dem W^chergericht wegeA Suchers verurteilt wurden 3n uxbw.t« Sollen OMtben Gelbstrafra txm 200000 Mark ausgrtorvchra ötti Oärtntr. ber leine nahmt« :< den Brrovm entrth und ’te mit den Hützen zerstampfte, wurde ve r daf» t e t und steht Mner Bestrafung durch das öW- fenger ich! entgeaen Die Jolge Meter war Hn merkliches Stuten der Gernütevretfe und dte sofortige Xnbrtngui^ von Prr'saus-etzchuWW- gen. Am 14. Juni betrug der Lohn in 148000 (Woche) 5100 4700 Bauhandwerker Metallarbeiter 4550 4300 Wetzlar 4000 4868 Giehen 3415 4576 3200 4550 4300 Gegensatz zu Darmstadt unb vieler anderer deutscher Städte billig sei. Was waren nun die Ursachen, die mich zu dieser Feststellung veranlaßten? (Einmal versuchen die am Orte bestehenden Arbeitgeberverbände das Lohnniveau bedeutend hinter das Darmstädter zurückzudrängen. Wie sieht es beim mit den Lohnen in Darmstadt und Giehen aus. Aur ein einziger Tag sei als Stichtag angeführt. Darmstadt für städt. Handwerker 4225 „ Schreiner 5112 „ Arbeiter d. chem. 3nb. 3940 verwiesen wurde. Die verschiedenen Löhne smd Natürlich den Reichsstellen auS den statistischen Berichten sehr genau bekannt. Wenn bann noch fortgesetzt Versuche gemacht werden, die Gießener Lohne noch weiter heradzudrücken, insbesondere auch vor unparteiischen Aegierungsvertreiern, wie eS In den vergangenen Wochen gelegentlich von Beratungen der Gießener Metallindustrie vor Herrn Geh. Reg- Rat Dr. Dtetrlch> als die Gießener Metall- igdustriellen die Schlechterstellung der Gießener Metallarbeiter gegenüber den Wetzlarer Metallarbeitern erstrebten, geschehen ist, wenn bei den Verhandlungen vor 2 Monaten im Retchsarbetts- ministettum von dem Arbeitgeberverband für das Baugewerbe (Herr Stadtverordneter B e ck e r wird da sicher sehr gut tin Bilde sein) versucht wurde, den Unterschied von 11 Prozent zwischen den Bauarbeitern von Darmstadt noch weiter zu erhöhen, wenn es möglich tft, daß die Bauarbeiter Gießen- in ihrer Entlohnung noch 5 Prozent hinter denen von Butzbach zurücksleben müssen, und dies alles damit begründet wird, daß Gießen m seinen wirtschaftlichen Verhältnissen nicht zum Frcmlsur- ter Ähem°Mainwirtschaftsgebiet, sondern zum Kasseler Wirtschaftsgebiet gehöre, bann soll sich nur derjenige wundern, der die Kenntnis der Reichsstellen in diesen Dingen unterschätzt. Wundert sich jemand über die schlechte De- handlung der Gießener gesamten Beamten, wenn der Holzarbeiter lohn in Wetzlar pro Stunde um 290 Mk. über dem Gießener liegt, daß die Re- gierungsstelt'en darauf achten? Wenn es möglich war, daß ein Syndikus des Gießener Arbeitgeberverbandes für die ^abat- industrie gelegentlich pon Verhcurdlungen bor dem Schlichtungsausschuß in Berlin erklärte, die in der Gießener Industrie beschäftigten Arbeiterin neu könnten Nüch Butter m Hülle und Fülle verzehren, dann mpß hier ja Milch und Honig fließen. GS sei in diesem Zusammenhänge noch einmal daran erinnert, daß in einer Aprilnummer von diesem Jahre rn der in Berlin erscheinenden „D e u t ss ch en A rb ei t g e be rz e i t u n g" ausgerechnet die Billigkeit Gießens itt einem Artikel besonders betont wurde! II -l»,«m 1 mil! INIII l,.l> - I»------.1 MH.I- „ Transportarbeiter 209950 Diese Beispiele mögen genügen. Aber das Wichtigste ist, daß diese Lohnhöhen bei der Festsetzung der Zuschläge für die Beamten eine große Rolle spielen. Ss sei hier nur noch einmal daran erinnert, daß seinerzeit in dem ReichStagsausschuß bei der Eingruppierung der Städte in die einzelnen Klassen gelegentlich der Einstufung Gießens vom Regierungsvertreter auf das Lohnniveail (insbesondere der Buchdrucker) MchöFev^richt. Gießen, 19. Juni 1923. ®cr mehrfach vorbestrafter Fuhrmann auS Wreseck, der zur Zeit in Freiendiez Strafe ver- Düßt, unterhielt, obwohl er verheiratet war und tfeine Frau im Wochenbett lag, mit einem Dienst- imädchen aus Marburg und einem solchen aus Gießen ein Liebesverhältnis und benutzte diese Gelegenheit, um den Dienstherrschaften der Mädchen Mäntel, Schuhe, Schals, Handschuhe u. dgl. zu stehlen. Gr erhielt eine Gesamtgefängnis- [träfe von 2 Jahren. Eine jetzt in Frankfurt ä. M. wohnende Frau wurde von ihrem Ehemann, von dem sie fetzt geschieden ist, des Diebstahls mehrerer Wäschelegen stände, die einem bei ihr wohnenden Mädchen abhanden gekommen waren, bezichtigt. Da lediglich die Aussage ihres unbeeidigt gebliebenen Ehemannes gegen sie vorlag, wurde sie mangels Beweises freigesprochen. Zwei Arbeiter von hier haben im Rovember gemeinschaftlich eine stehende dürre Eiche von 16 Zentimeter Durchmesser und eine stehende grüne Birke von 12 Zentimeter Durchmesser mittels Beils aus dem Schiffenberger Wald entwendet. Der eine von ihnen, der auch einen halben Zentner Kohlen, den er später verkaufte, gestohlen hat und sich im strafrechtlichen Rückfall befindet, erhielt eine Gesamtgefängnis- strafe von 3 Monaten 1 Woche, während der andere an Stelle der an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 3 Tagen eine Geldstrafe von 6000 Mk. erhielt. Wegen Diebstahls einer Brieftasche mit 90 000 Mark Inhalt zum Nachteil eines Kameraden wird ein Soldat vom hiesigen Regiment zu 6 Wochen Mittelarrest verurteilt. Ein mehrfach vorbestrafter Former von hier lst 'm an Blockhaus im Schiffenberger Wald an» gebrochen und hat dort eine Reihe Gegenstände entwendet. Auch war er im Besitz zwaer Gewehre nebst Munition, die er hätte abliefern müssen. Er erhält eine Gesamtgefängnis- strafevvn2 Jahren 1 Woche, die Gewehre nebst Munition werden eingezogen. Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhessen. Zweite Sitzung vom 21. Juni 1923. In der Lohnstreitigkeit in der Metallindustrie im Bereich des Arbeiigeberverbtin- des für Lahngau und Oberhessen erging folgender Schiedsspruchs 1. Die Lohnforderung für die Woche vom 17. bis 23. Juni wird in Höhe von 5700 Mk. Spitzen!ohn anertantnt Die Entscheidung über die Zubilligung eines Akkordausgleiches wird davon abhängig gemacht, daß die zu einer Beurteilung notwendigen älnterlagen beigebracht werden. 2 Die Entscheidung über den Antrag auf Aenderung der Lohnslaffel wird vorläufig ausgesetzt, damit der Arbeitgeberverband die Möglichkeit hat, den heute voogelegten Vorschlag be5 Deutschen MetallarbLiterverbandes zu prüfen. 3. Die tarisliche Festlegung der Lehrlings- entfchädigung wird als unzulässig abgelehnt. 4. Di« Festsetzung der Akkorbpreise erfolgt nach der Leistung eines Arbeitnehmers durchschnittlicher Leistungsfähigkeit unter normalen Arbeitsbedingungen in der Weise, daß er bei durch- schniNiicher Arbeitsleistung mindestens 15 Proz. über den für ihn gültigen Tariflohn verdient. Für Giehen tritt diese Vereinbarung erst nach Ablauf des bisherigen Abkommens in Kraft. 5. Der Spitzens >hn der Wetzlarer optischen und mechanischen Industrie wird auf 6380 Mark ÄeMMyi. D e übrigen LoJne erhöhen sich nach 'demselben Schlüssel. 6. Die Arbeiterinnen erhalten 75 Prozent der Löhne ihrer Arbeitergruppe und Altersklasse. 7. Die Sozialzulagen erhöhen sich um 30 Proz. 8. Im Ergebnis sind 5 Riark und mehr nach oben, weniger als 5 Mark nach unten abzurunden. Die Streitteile erhielten Frist zur Erklärung über Annahme ober Ablehnung des Schiedsspruches bis zuM 23. Juni, nachmittags 1 älhr. SihuNg vom 22. Juni 1 923. In der Streitigkeit des Deutschen Holz- arbeiterverbanbes, bes ZeNträlverbandes der Zimmerer unb des Arbeitgeberverbandes für Lahngau und Oberhessen über die Entlohnung der Sägewerksarbeiter erging folgender Schiedsspruch: Der Stündenlohn der Arbeiter über 25 Jahren der Gruppe A beträgt in der 3. Ortsklasse vom 7. Juni art 2800 Mk., vom 14. Juni an 3800 und vöM 21. bis 27. Juni 4800 Mart. Die übrigen Löhne sind in demselben Verhältnis zu'erhöhen. Sollte eine wefentltchie Der- schärfung der Teuerung eintreten, so kann für die Zeit vom 21. Juni an über eine Revision der Löhne verhandelt werden. Die Vereinigten Fuhrwerksbesiher von Gießen soNetz vom 15. Juni an den Fuhrleuten 260 312 Mk. WochenlöhN zahlen. Die Firma Klön ne soll in ihrem Quarzit b r u ch bei Homberg a. b. Ohm drei Arbeiter weiterbeschäftigen, denen sie geliinbigt hatte, ohne zuerst Ärbsitsstreckung zu versuchen. Zu biesen drei Schiedssprüchen erhrelten die Streitteile Erklärungsfrist. (kittgesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber kepiepldi Verantwortung.) Arbeitgeberverband und Stadtverordneter Mann. ZUm Eingesandt des Arbritgeherverbai^es trt unserer Ar. 141 Seht uns von dem Dladtv.Ma rtrt die nachstehende Zuschrift mit der Ditte um Aufnahme zu: „Nachdem ich es abgelehrtt hatte, mich lm Dunkel eines Schriftwechsels mit dem Arbeitgeberverband über meine Ausführungen im vtadt- verordnetenkollegium zu rechtseriig-^r und den Arbeitgeberverband ersucht», sich öffentlich an Mich zu wenden, damit auch in der Oesfentlichkeit einmal Gelegenheit gegeben ist, die Ursachen, die zu der ganz bedeutenden Schlecht Herstellung der G.e- ßener Reichs-, Staats- und städtischen Beamten gegenüber Darmstadt führten, klaiJulegen, kam endlich die langersehnte Rotiz im „Gießener- Anzeiger" vom letzten Dienstag. In elr.er SiadtverordnetentsersaMmlung wurde einstimmig eine Entschließung anäenOlnMdn, worin gegen chie Schl?chterstellung Culspruch erhoben wurde. Bei dieser Geleg-eNheit habe ich darauf hingewiese.'. daß sich die 'Beamten aller Gehalts- gruppeit nicht zu wundern brauchen, denn die von Seiteri der Arbeitgeber organisationcn befolgte Politik Müsse ja bei den Regierungsstellen in Berlin die Meinung aufkoMMcn lassen, daß Giehen im Wer die TerfrmMungcn vor dem hiesigen SchlichtungSausschuß nur einigermaßen kennt und mit anbören muß, daß von den Syndici des Gießener A G. D. die unverschämt hohen Löhne bet Reichs- bzw. Frankfurter Bezirkstarisverträge als ein Pin-Heil bezeichnet werden, der wird sich nicht wundern, daß bei den Regierungsstellen in Berlin alle Versuche der Gießener Stadtveiwaltung und der hessischen Staatsregierung zur Erfolglosigkeit verurteilt sind. Men, in der Stadtverordneten* Versammlung an die anwesenden Mitglieder der Arbeitgeberverbände, die ja der Entschließung gegen die schlechte Behandlung zugestimmt hatten, gerichtetes Ersuchen, bei ihren Arbeitgeberverbänden für eine andere, den Gießener Teuerungs- Verhältnissen mehr als seither Rechnung tragende Lohnpolitik einzutreten, war sicher berechtigt. Auch an dieser Stelle sei wiederholt: Ihr Gießener Beamten «werdet erst dann auf eine stärkere Berücksichtigung der Gießener Teuerungsverhältnisse rechnen föwien, wenn die seither von den Arbeitgeberverbänden getriebene Lohnpolitik eine Besserung erfährt. Dann werden die Re° gierungsveriretern bei den DeamtenbesoldunaS- fragen nicht mehr auf das tiefe Gießener Lohn- niveäu Hinweisen können I Albin Mann." Kirchliche Nachrichlett. Evangelische Gemeinden. Gießen. Sonntag, 24. Juni (4. n.Trinitatis).Stadt- kirche. 8 älhr, zugleich Christenlehre für die Reu- konfirmierten a. d. Markusgem., Pfar. Becker. 9*/,: Pfar. Mahr, Beichte u. Feier d. heil. Abendmahls f. Matthäus- u. Markusgem. 11'/.: Kinderk. f. d.Mal- thäusgem., Pfar. Mahr. Iohanneskirche. 8 älhr, zugleich Christenlehre f. d.Reukonftrmierten a- d. Jo» hannesgem., Pfarrast. Delp. 9'/,: Pfar. Bechtols- Heimer, Beichte u. Feier d. heil. Abendmahls f. die Lukas- u.Iohannesgem. 11: Kinderk. f. d. Lulasgem., Pfar. Bechtolsheimer. —Kirchberg. 10.11: Christenlehre f. d. Männl. Jugend. — Daubringen. 17?. — Wieseck. 9'/,: Kandidat Schneider. Katholische Gemeinden. Gießen. Samstag, 23. Juni, 5 u. 8 Deichte. — Sonntchg, 24. Juni, 6'/, Beichte, 7 Meste, 8 Komm., 9 Hochamt m.Pr., 11 Meste m.Pr., 2 Christenlehreü. And,, 8 Aloisiusand. — Hungen. */.?10. — Sich. 7,8 u. 7,3 Llhr. — Grünberg. 97,: Meste m. Pr. «cns» Jeder Reisende sollte Heltmann'S stteuovator bet sich ssihren, nm mit diesem ausgezeichneten Mittel Schuhe und alle fonftinen Leder fachen aus die benueihife und billigste Weise stelS in einem eleganten Zustande au erhalten. NcnoviercLcdcr nur mitHeitmann'SRenovator Unter ichtechten ErnährünÜSvcrbältnisstN buben jetzt die Säuglinge viel zu leiden, denn es fehlt ihtten häufig genug an Milch und Zucker. Was sollen nun sorgsame Eltern tun? 2te sollen Restles KchderMehl zur Ernährung der Kinder Verwendern well dieses alle notwendigen Nährstoffe enihält, leicht verdaulich und wohlschmeckend ist und nur mit Wasser gekocht zu werden braucht, um eine vollständige Nahrung für Säuglinge zu ergeben. Illustrierte Nroschiire über die Pflege des Kindes kostenlos durch „2mda"-Gclellschast m.b.H., Abt. N 5, Berlitz W 57. 151Gss sngvaBMUBaaananitwMinnaawwMnMM Wi ^ndabery ftifasfer wen , fl' k!ri|d)f. Licht) I.Stodi in bester Geschäfts- läge Althens, gegen eine ü-6»Ammer- wohnunq in ruhiger freier Lage zu tauschen gesucht. Schriftliche Angebote unter 01366 an den Dtehener Anzeiger erdeten. Matal tMMhrl a. I Tlnblcte: !n Frankfurt a.M berrschastlichr ■ In i it rllüftm xiu'tanb C31 Ab akan, ®a», clehr. 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Zur Pflege und Reinigung der Fü6e !•< Kuklrnl Foflbad da» beet '. enn S|| das KnkIrol'F ti Jbad rege'» mAÄlg an wen len. dann wachten Ihn^n solche Hompatzc iherha ir*. n dann marschieren oh»» da8 Ihnen die Füfle brennen oder wend werden, b'e er*alten diese beiden weltberühmten PrAparate In Jeder rrOflefen Apotheke oder besseren l'rofms Achten Ne ab*r auf die Schptamarkn .Hahn mit Fa9e and weise* Ne andere, angeblich auch Vertrauensposten »steif »um Serbitz 1*12 01 osn hier of felit»em. verheltote- im Herrn au» dem freunde lind Iröl ringefadrn ftz-ese Ter illorftnR6. V^katthäns toenieinbe. Samlllenlog I chchilolopdenmald Vereine Naturbeilrersin ujRJlha hdieh. K Klavier rann jum Setzei DfODlji weites. ?chr Ans tt IN 3D an h (Jhcit Anzeii. Kaufgesuche | Hauser argen hohe Barzahlung lolort au kaufen gesucht. Schr- Ann.tr. t^Oh an d. 01 Ans. öleroortomropo -Rabe Wleüen» au kaufen aefucht. Cft uut.dtüanHerio.M. «. s^ Viotthr—b Sind laufend Samstag, 25. Zunl 1923 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) Nr. H5 Drittes Blatt "Wn uon 22 Aufeinander die Seele frei zu sprechen. So [amen sie über ein paar Ansätze nicht hinaus, uni) die Stimmung heuerte ^ich erst, als Hans Dietrich kam und die Unterhaltung in harmlosere Dahnen lenkte. Aber selbst als er nachher in seinem Hotelbett die Augen schloß«, grinsten ihn noch die frechen Augen des Zigeunerprimas zwischen den er- hr denen Armen Elektras an, und Frau Edas zartes, blasses Gesicht erschien ihm wie eingerahmt von einem Kranze anderer Gestalten, die einen tollen wirbelnden Tanz ausführten. Er schlief sehr unruhig in dieser Rächt. Unb früh am Morgen, als das Klingeln der StrahArbahnen urti> das Rollen der schweven Lastfuhrwerke wieder begann, stand er ziemlich unerquickt auf. 3m Frühstückssaal des Hotels war es noch leer. Ein paar Abreisende frühstückten eilig uiti) verdrossen. Heute mußte er nun doch wohl zu Wells heims gehen. Es würde unhöflich fein, wenn er den Besuch länger aufsc^be. Zu Tisch Par e zu Frau Eva geladen. So hatte er den Morrgen für sich. Er verbrachte ihn damit, daß er durch die Stadt schlenderte, die Linden wieder entlang ging, das Kaiserdenünal vor dem Schlosse ansah unb sich rm stillen ferne Gedanken darüber machte. Sv versäumte er beinahe die Zeit feines Besuchs und muhte sich sehr eilig umkleiden. Währenddem stellte er unmutige Betrachtungen an über die Wichtigkeit dieses lästigen Klerder- wechsels. Er ergab sich indessen in das Schicksal, das ihn für die nächsten Sage Wohl noch öfter dazu verurteilen würde. (Fortsetzung folgt). Klavier AUW, sa-® ’ W1SchextraH Pen6 3etflnm|(66|t m. öi, ^ncboie uni. & (lein, wnchj reinrassiges Hündchen -LLK ^rei WonätH es, gesundes futer tzrrkunst, llS eigen oder in Wege abzugeb. schr. Ann. il Will m den Mh. Anz. Wer nimmt ein 9 Doch nlt. bübichc; JIHdchcn tiS’h bimtelüloiib, nlö einen an? Näheres -erio, Annoncen- Erved., Plockiir. ü sSpredistunöe ‘•(FortsWW'1. »KÄÄ 1111 keine ii"d 1" FäBcn. dn6je|bie! » 4^- Jammen. Der Fu tzversank in weichen Teppichen, ein Gemisch starken Parfüms füllte die Lust, die Garderobenfrauen bemühten sich emsig um jeden Gast, von den (Säten her klangen einzelne Töne diskreter Musik, die sich za einer wirbelnden Melodie aneinander reihten, als Eva und Arnolds einen der Speisesäle betraten, schon von einem beflissenen Hotelbediensteten empfangen und zu dein reservierten Tisch geführt. Das Sammen der leise geführten ftnterhaltungeu, das Schleifen seidener Kleider aus dem Teppich, leises Gläser- klirreir, diskretes Geschirrklappern, das alles einte sich zu einem unbeschreiblichen Zusammenklang, der das Ohr gleichsam hypnotisierte. Arnrlds sah im Dorübergehen das Orchester und den Dirigenten mit einem vlivfarbenen, verlebten Gesicht, das ihm bekannt erschien, ftnd dann fiel es ihm ein, das war ja Rigo, dessen Liebesglück mit der Prinzessin Chrmai eine Zeit- lang alle Sensationslüsternen beschäftigt hatte. Dun stand er hier ausgestellt vor dem weltstädtischen Publikum, das ihn neugierig begaffte. Der Bürgermeister sah sich um. Ein Dutzend langstieliger Lorgnetten war auf den braunen Burschen gerichtet, der blasiert frech lächelte und sich nicht scheute, sehr ungeniert die lorguettieren- den Blicke zu erwidern. Es war gut, daltz ihr Tisch sich ziemlich weit vom Orchester befand; der braune Kerl hätte ihm den ganzen Abend verdorben. Aber auch so tarnen sie zu keiner rechten Stimmung. Frau Eva schellte sich fast, Arnolds nach seinen Eindrücken zu fragen, und er selbst blieb ziemlich einsilbig. Was hätte er auch sogen können? Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn er timt (Stau Eva hätte allein sein können in ihrem stillen.Zimmer, um sich von dem.quälenden wie ein tiefes unterdrücktes Stöhnen, oder ein schmerzhaftes Aufatmen dieser ganzen Masse von Mitergriffenen — da war es ihm, als ob er schaudernd in den Abgrund hinabsehe, aus dem es kein Enttinnen gebe, als ob niemals mehr die Sonne vom blauen Himmel scheinen könne, und gelbe Kornfelder im Lichte wogen und reifen dürsten. Frau Eva neben ihm sah ganz regungslos. ÜInteutlich sah er ihr feinet Gesicht n?ben_ sich in dein matten Schimmer, der es von der Bühne her bestrahlte, bleich und angegriffen. Wie ein eiserner Ring legte es sich ihm um Kopf und Herz. Als dann der Vorhang gefallen war, da schien ihm, als ob das befreiende Aufatmen aas feiner eigenen Brust nur das Echo des Aufatmens aus hundert anderen Herzen sei. Es blieb ft UI im Zuschau erraum, auch nach dem Fallen des Vorhanges. Das Schwatzen und Lachen, das 'sonst jten Aufbruch der Theaterbesucher begleitet, war sehr gedämpft. Frau Epa schauderte zusammen, als sie in der Garderobe die Kühle des Abends spürte. Als sie dann heraustraten, unter die Linden, so unmittelbar und jäh aus der einen Stimmung in die andere verseht, plötzlich unter tausend Menschen ins scharfe grelle Licht der elritrischen Lampen — da ritz dieser jähe Kontrast selbst an Arnolds' starken Verven mit überwältigender Macht. Dann war ns ein paar Minuten später wieder ein anderes Bild. Aller raffinierter Komfort des wellstädtischen Hotels tat sich vor ihnen auf, als sie die Räume betraten, wo Hans Dietrich aus sie wartete. 3n der Garderobe war es sehr voll. Di« Theaterbesucher strömten gerate &*> ragen, warum er einen muterncn RLnrster unter Ausnahmegesetz stellen will. Früher batten doch die Minister auch Pension. Sicher ist, bau ein balliger Minister mehr zu tun hat als ein rüherer Rach einer weiteren kurzen Debatte erfolgt die Abstimmung. — Das Gesetz wird nach benr Ausschuhautrag angenommen. Die Regierungsvorlage, die Abänderung des hessischen Versicherung sgesetzes für gemeindlich e De amte betr., wird ohne Debatte angenommen. Ebenso in zweiter Lesung die Regierungsvorlage, betr. Entschädigung für an Maul- und Klauenseuche gefallene Rinder und Ziegen; diese sieht eine Erhöhung der Srnnme auf 25 Millionen Mark vor, die der Ausschuh zu bewilligen beantragt. — Mg. Blank (Ztr.) beantragt Ausdehnung der Entschädigung auf Schweine. — Das Gesetz wird in beiden Lesungen angenommen. lieber den Gesetzentwurf, betr. die Erhebung vorläufiger Grund- und G e wer be steuer für das Rechnungsjahr 1923, erstattet Abg. Lux (Soz.) Bericht. Durch das Gesetz werden die Gemeinden ermächtigt, die für das Rechnungsjahr 1922 verlangte Grund- und Gewerbesteuer bis zum doppelten Betrag als vorläufige Zahlung auf die für das Rechnungsjahr 1923 zu erhebende Grund- und Gewerbesteuer einzufordern. — Abg. Rechtien (Soz.) beantragt, für „doppelten" zu sehen „fünffachen Betrag". — Abg. Ho ff - mann- Seligenstadt (Ztr.) beantragt eine Aende- rung dahingehend, datz der Satz der Geldentwertung angepaht wird. — Der Antvag Hoffmann wird angenommen. Ebenso das ganze Gesetz in beiden Lesungen. Heber den Gesetzentwurf, die Errichtung einer Hessischen Landesbank betr., erstattet Abg. Hr. Osann (D. Dpi.) Bericht. Er Derbreitet sich sehr eingehend über die Schwierigkeiten, die der Gründung der Landesbank entgegenstehen, zumal sie kaum auf das besetzte Gebiet ausgedehnt werden kann, und die allein an Gehältern über 100 Millionen Mark monatlich zu zahlen hätte. Die Minderheit des Ausschusses beantragt Ablehnung des Gesetzes, die Mehrheit Annahme in etwas geänderter Fassung. t _ Abg. Knoll (Ztr.) befürwortet die Vorlage. Ebenso der Abg. Widmann (Soz.). Finanz Minister Henrich weist die Bedenken des Abg. Osann zurück und tritt warm für die Annahme der Vorlage ein. Abg. Ruh (Ztr.) spricht namens seiner Fraktion ebenfalls für die Vorlage und tritt dafür ein, dah die Beamten der Landes Hypothekenbank nicht in den Staatsdienst zurücktreten, sondern) bei der neuen Landesbank Verwendung finden. — Abg. Dr. Osann (D. Bpt.) unterstützt warm die letzten Ausführungen des Vorredners. Das Gesetz wird in zwei Lesungen angenommen. Ebenso eine Reihe weiterer Regierungsvorlagen. Lieber eine Vorlage, betr. die Ru he- gehalte für Lehrer und Staatsbeamte, berichtet Abg. Reiber. — Abg. Kaul (Soz.) erklärt, dieses Gesetz bedeute eine Verschärfung der ülngerechttgkeiten gegen die unteren Beamten durch die Gruppen- und Ortsklafseneinteilung. Seine Partei werde sich zum Zeichen des Protestes der Stimme enthaften. Abg. Frau Hattemer (Ztr.) bringt eben* falls Klagen über vorliegende Härten vor. Finanzminister Henrich erklärt, die Regierung sei dauernd bestrebt, in Berlin eine Aente- rung des Gesetzes zu erreichen. Qlbg. Dr. Werner (Dull.) weist besonders auf die älnhallbarkeck der unteren Gehaltsstufen hin. - Rach weiteren Ausführungen der Abgg Reiber, Ebner, Knoll wird das Gesetz angenommen. Ebenso das Gesetz über die Ruhegehalte und Hinterbliebenenversvrgung der Rotare nach dem Bericht des Abg. Wünzer (D. Dpt.). Rächst» Sitzung Freitag 9 ülhr. Aus dem Amtsverküudiguugs-ratt. * Das AmtsverkündigungS- blatt Rr. 46 vvm 22. Juni enthält: Erhöhung des llrkundenstempels. — Vergütungen der Bürgermeister der Landgemeinden. — Statistik der Streiks und Aussperrungen. — Unterbringung ausgewiesener Personen. — Gebührenerhvhung für Benutzung des Dohr- zeugs der Geologischen LandeSanstalt. — Er- werbslvsenfürsorge. — Dienstnachrichten. — Feldbereinigung Stangenrod. — Zuschläge zur Gebührenordnung für die Dienstmänner in der Stadt Gießen. — Schweinervtlauf in Gießen. — Gefunden, verloren. Das Mssechaus. Roman von LuiseSchulze-Brück. 60. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Immer wieder ging Arnolds' Blick M diesen Heiden. üni> immer wieder muhte er sich Elisabeth vorstellen, die vielleicht auch« eine solche Fraa werden würde in dieser Umgebung, eine solche Schöne, Blasse, die, mit einem ausgeklügelten Kleide angetan, da sitzen tourte an ter Seite eines tadellosen Mannes, toeim er tenn firau Eva ansah, die still neben ihm sah. aaher- nch freilich von einer ganz unauffälligen Eleganz, bie nicht diesen scharfen Stich ins Hypermoderne hatte aber doch innerlich angekränkelt vom Leben der Grohstadt, dann konnte er nicht errnnal wünschen, test seine Tochter so werten möge wie diese Frau, die doch eigentlich viel lebensfrischer und ,roher fein, mit ganz anderen Augen ins Leben hineinsehen mühte. , Se'me Betrachtungen wurden unterbrochLN durch das scharfe Klingelzeichen, welches das lebhafte Geräusch im Zuschauerraum verstummen steh, und dem, als es zum zwecken Male wiederholt' wurde, atemlose Stille folgte. Dann geriet er in den Dann der Dichtung, die da auf ter Bühne an ihm vorüberging die tbn seltsam packte und ihn bis in fern innerstes Steri ergriff, während ihn doch der Widerwille schüttelte gegen das, was da in wimtervollen Worten vornberftrömte wie ein brausender reihen- ber Flust, ter wild die Ufer überflutet hat und alles tu seinem Saufe verwüstet. Als sich dann die Greuel auf der Bühne häuften, und manchmal bWch ten ganzen ZuschguerrLUA eftl Laut gtng, Hessischer Landtag. Et. Darmstadt, 21. Juni. - Zu Beginn der Sitzung erwiderte Finanz- Artntfter He n rich zunächst auf eine kleine An- trage des Abg. Hoffmann- Darmstadt (Ztr.) über verspätete Gehalts- und Rachzahlungen, test verzögerte Auszahlungen von Geteltern und Zulagen nach Möglichkeit vermieten würden. In Struelfällen empfehle sich umgehende Mitteilung tn das Ministerium. Auf eine Anfrage des Abg. Kindt (Dntl.) über die Instandsetzung des Hermgartens liest die Regierung erklären, test Verhandlungen darüber zwischen Stadt und Staat im Gange seien mb voraussichtlich ter Garten an die Stadt über» eignet werden würde. Die Beratung der Tagesordnung tourte dann fortgesetzt bei dem Gesetzentwurf zur zweiten. Oien» terung des Gesetzes über die Wohnungsbauabgabe, womit ein Antrag des Abg. Widmann (Soz.) verbunden wurde, der in seinem ersten Teil die Gemeinden ermächtigt, zu der Wohnungsbauabgabe Zuschläge für eigene Rechnung in mindestens der gleichen Höhe und höchstens des Dopppelten ter staatlichen Abgabe zu erheben, in feinem zweiten Teil ab 1. Fanuar 1923 die Erhebung einer staatlichen Wohnungsbauabgabe von 100 Prozent des Drandversicherungswertes der Gebäude fordert. Der Antragsteller vertrat die Ansicht, test mit dem Fallen der Zwangsbewirt- .«hastung die Wohnungsfrage nicht zu lösen sei. In Oesterreich verschlingen die Mieten nahezu ein Drittel des Einkommens ter Mieter. Durch eine Erhöhung der Wohnungsbauabgabe habe es Baven fertiggebracht, im vorigen Zähre mehr Häuser zu bauen als im letzten Jahre vor tem Krieg. Eine erhöhte Abgabe sei auch für den Mieter durchaus erträglich, und es wäre verfehlt und kurzsichtig, wenn die Mieter sich weigerten, eine Abgabe zu zahlen, die dazu bestimmt sei, die Häuser vor tem Verfall zu bewahren und neue Wohnungen zu bauen. Abg. Ebner (Kam.): Die ungeheuere Geldentwertung lasse den Gedanken als eine lltopie erscheinen, vermittelst der W)hnungsbauabgabe i.seue Wohnungen zu erstellen. Die Mieter würden dadurch nur in unerträglicher Weise belastet, und dazu trage selbst die Sozialdemokratie bei. Der Redner verlangt Maßnahmen, um zu ver- brndevn. test die vom Staat gewährten Dau» kostenzuschniste unter tem Zeichen der Geldentwertung mühelos zurückgezahlt und die in Frage kommenden Hausbesitzer in die Lage versetzt werten, ihre bisher vermieteten Räume kraft des Gesetzes nunmehr für sich in Anspruch zu nehmen und den Mieter auf die Straste zu sehen. Das Bauen werte in Zukunft nur den Revolutionsund Kriegsgewinnlern möglich sein. Abg. Knoll (Ztr.) stimmte für seine Partei ter Vorlage und sten Ausschustbeschlüssen zu. Zur Wohnungsbauabgabe brachte er zahlreiche Wüsche und Beschwerden vor, und er verlangte 'veitestgehende ilnterftütjung ter Baugenossenschaften. Die Anträge des Abg. Widmann lehne er ab und stimme ter vom AuHchust vorgeschla- gegen Aenterung des zweiten Teiles des Antrages zu, wonach die Regierung ermächtigt werte, vom 1. Oktober 1923 ab die Wohnungsbauabgabe zu verdoppeln. Abg. Widmann (Soz.) richtete an die Forst Verwaltung die Ditte, bei terHvlzzutei- lung rationeller zu verfahren. Abg. Glaser (Dbd.) begründete die ab- lehneitte Haltung seiner Fraktion. Die Wohnungsbauabgabe treffe Schieber und Kleinrentner gleich stark, sei also ungerecht. Abg. Stein (Dbd.) bemerkte, test die W)h- nnngsbauabgabe, intern sie nach tem Drand- laffentoert erhoben werte, eine Bestrafung ter von ter Bahn abgelegenen Hausbesitzer terstelle, da der Drandkassenwert sich nach der Entfernung von ter Dahn staffele. Statt des Drandkassen- wertes sei ter Ruhungswert in Ansatz zu bringen. Rach einer längeren Debatte über das Verhältnis zwischen Steuerwert und Drandkassenwert an ter sich die Abgg. Stein und von Hel- molt vom Bauernbund und Lux (Soz.) beteiligten, und nachdem die Abgg. Mann (Soz.) und Büchner (Dem.) ihre Wünsche zam Ausdruck gebracht hatten, betonte Minister Raab unter dem Deisall ter Linken, dah die bisherige Wohnungsbauabgabe auf tem Lande gegenüber den Leistungen ter Städte gar nicht ins Gewicht falle. Die Abgeordneten des platten Landes hätten temnach keine Veranlassung, das Gesetz abzulehnen. Der Wunsch des Abg- Büchner nach schleuniger Verwendung ter Wohnungsbauabgabe, um sie vor Geldentwertung zu schützen, sei nicht zu erfüllen, weil die Gelder im Volke bei ter erfreulichen Baulust ter Gemeinden bereits eher verbraucht seien, als sie in die Kasse der Regierung einliefen. Es sei im Gegenteil immer nötig gewesen, vom Finanzministerium Vorschüsse auf die Wohnungsbau- abgabc zu erbäten, um überhaupt bauen zu können. Die Vorlage tourte bann gegen die Stimmen des Bauernbundes und ter 2^utschnationalen angenommen. Der Antrag Widmann wurde im ersten Teil gegen die Stimmen ter Sozialdemokraten abgelehnk, rm zweiten Teil mit ter vom Ausschuß, vorgeschlagenen Aeirterung an» genommen. Diäten-Er Höhung. Rach der Pause wird zunächst beschlossen, die Tagegelder und die Reisekosten der Landtagsabgeordneten wie folgt sestzusetzenn: Vom 1. Mai ab 48 000 Mk. für auswärtige, 25 000 Mk. für Darmstädter Abgeordnete, vom 15. Iuni ab für auswärtige 50 000 Mk., für Darmstädter Abgeordnete 35 000 Mk., vom 1. Juli ab sollen diese Sähe automatisch mit denen für Beamte erhöht werten. Das Gesetz wird gegen zwei Stimmen der KPD. angenommen. Das Finanz geseh wird in der zwecken Lesung ohne Debatte angenommen. Es folgt die zweite Lesung des Gesetzes betr. die Schutzpolizei. Oberregierungsrat Dr. Wehner begründet die Regierungsanttäge. Die Regierung beantragt, an Stelle des gestrichenen Artikels 22 einzufügen: Das Weiteriragen der Dienstkleidung nach tem Ausscheiden ist nicht zulässig. — In Verbindung damit wird beantragt, im Artikel 32 die Bestimmung wieder aufzunehmen, daß auf dem Disziplinär weg die Werterfüh-rung ter Amtsbezeichnung mit dem Zusatz „außer Dienst" aberkannt werten kann. — Zu tem gestern gestellten Antrag bezüglich der Heiratserlaubnis für Beamte unter 27 Jahren wird die Regierung rm Sinne des Antrags in Berlin vorstellig werten, denn sie ist zur Zeit an das Reichsgeseh gebauten. Dis zur Entscheidung werte die Regierung die Gesetzesbestimmungen loyal handhaben. Abg. Kaul (Soz.) ist ter Meinung, dast die Regierung leine Titel verleihen, also auch keine aberkennen darf. Abg. Hoffmann »Seligenstadt (Ztr.) und Minister des Innern von Drentano befürworten hingegen die Regierungssassung. Sämtliche Anträge werden angenommen. Kleber die Regierungsvorlage, betr. den Ankauf einer Lichtbildersammlung aus tem Rachlatz ter Photographin Susanne Hohmann- Darmstadt für Zwecke ter Volksbildung und Hei- matpflege, berichtet Abg. Storck. Der Ausschutz beantragt, 2 1 Millionen Mk. für den Ankauf zu bewilligen. — Der Antrag wird angenommen. Das Gesetz zur zwecken Aenterung des Gesetzes über dieWohnungsbauabgabe wird in zweiter Lesung angenommen. Es folgt die erste Beratung ter Regierungsvorlage, betreffend die Altersgrenze der Staats beamten. Abg. Reiber (Dem.) erstattet den Ausschuhbericht, ter in ter allgemein im Hause Herrschaften llnruhe auf ter Tribüne zunächst nicht zu verstehen ist. In Hessen sind noch 29 Beamte über 70 Jahre und von 68 bis 70 Jahren noch 32 Beamte im Dienst, so datz die Beamten durch das Gesetz betroffen würden. Dazu kommen noch über 200 Beamte von 65 bis 68 Lebensjahren. Diese letzte Gruppe würde bei ter Pensionierung 700 Millionen Mk. Mehrbelastung ausmachen. Aus diesen finanziellen Rücksichten hat die Regierung das Pensionierungsalter auf 68 Jahre sestgHeht. Dadurch werten auch Härten gemildert. Der Frnanzausschutz hat sich dieser Vorlage an- geschlossen und beantragt, die Eingabe des Hessischen Beamtenbundes, die das Alter allgemein auf 65 Jahre fest setzen wollte, für erledigt zu erklären. Ein Antrag des Abg. D. Schian will für Lehrer und Dozenten ter Universität und Technischen Hochschule eine ftetergcrngszeit schaffen; für diese soll das Gesetz erst am 1. April 1924 in Kraft treten. Weiter beantragt ter Abg. D. Schian: Um zu verhindern, dah, ein Hochschullehrer etwa mitten in einem Semester in den Ruhestand treten mutz, soll die Bestimmung auf» genommen werden, datz die Pensionierung erst mit Schluß, der Vorlesungen erfolgt. Dem ersten Antrag stimmt die Regierung und ter Ausschutz in etwas geänderter Fassung zu; ter zweite Antrag wird abgelehnt. Die Hochschullehrer fotlen gegebenenfalls schon vor Degirar ihrer Vorlesungen im Peiffionssemester in den Ruhestand versetzt werden. Abg. D. Schian (D. Vp.) verbreitet sich noch einmal über die schweren Bedenken, die tem Gesetz grundsätzlich entgegenstehen. Sein Antrag solle keine Bevorzugung der Hockffchiul-Professoren sein, sondern nur eilte sachliche Unmöglichkeit beseitigen. Es ist bedauerlich, dah die zweite Hälfte meines Antrages nicht angenommen tourte. Es wird allgemein anerkannt, dah im öemefter Vorlesungen ein geschlossenes Ganzes bilden, das nicht zerrissen werden darf. Die Professoren vuxmgs- weise vor dem erreichten Aller zu beurlauben bzw. zu pensionieren, wäre eine Ausnahmebestimmung gegen die Professoren, die nicht verantwortet werden kann. Das bedeutet ein: Härte, die mein Antrag beseitigen soll, den ich anzunehmen bitte. Abg. K i n d t )Dntl.) beantragt Streichung des § 3, nach tem das Pensionierungsgeseh auf die Minister leine Anwendung findet. Der Redner begründet diesen Streichungsantrag, ter sowohl im Interesse ter Minister selbst liege, als auch ter Parteien da die jüngeren Mitglieder den Weg frei bekommen. Man sollte die Minister nicht älter wie 68 Jahre werten lassen. (Heiterkeit. Staatspräft- dent ftlrich: Sie Mörder! Heiterkeit.) Staatspräsident ftlrich: Wenn Herr Kindt die Minister nicht älter wie 68 Jahre wertes lassen will, so ist das in ter Tat einem Mord-« versuch ähnlich. (Zuruf Kindt: Als Minister nur!) Die Begründung, die ter Qlbg. Kindt seinem Antrag gegeben, war sehr schwach. Das OKi« nisterpensionsgeseh ist aus durchaus ethischen Gründen, besonders auch im Interesse der bürgerlichen Herren, geschaffen worden. Wer Minister geworden ist und damit alle Brücken hinter sich abgebrochen hat und durch Beschluh der Kammer von seinem Amt zurücktreten muh, für den muh gesorgt werten. Sicher soll man strebsamen Leuten Platz machen, und ich persönlich hätte durchaus nichts dagegen. Es muh aber verhindert werten, dah jungen Strebern unter ülmständen Minister geopfert inerten. Qlbg. Wünzer (D.Vpt.). Die Vorlage bedeutet tee Lösung einer schwierigen und verantwortungsvollen Oluf gäbe. Auf ter einen Seite die anftürmente Jugend, die mit Recht verlangt, in einem Alter in Stellungen arffzurücken, in dem ihnen noch ein Einleben möglich ist. Oluif der anderen Seite Männer, die nixh in ter Vollkraft ihrer Jahre stehen und ihr Amt nicht verlassen- wollen. .Untere Richterlaufbahn stagniert zur Zeck. Aber daran sind nicht die wenigen Herren; schuld, die das 70. Lebensjahr erreicht oder gar überschritten haben. Auf jeden Fall sollte inan nur ausgesucht tüchtige Persönlichkeiten in hohe Stellen aufiückcn lassen. Es darf nicht verkannt werden, dah sich in diesen alten Beamten eine Fülle von Wissen und Erfahrung verkörpert, die der Staat dringend braucht, dah sie für die Fugend Vorbilder sind, die wir ebenfalls drin- genb brauchen. Man darf nicht 'cerbfente Männer, toennn sie 68 Fahre all gewor-den sind, einfach beiseite schieben. Qlus all diesen Grünten kann ich nicht für das Geseh stimmen. Hinzu kommt noch die starke finanzielle svelastung des Staates durch die Pensionen und Dienstauf- wanteentschÄiigungen. Es ist eigentlich unver ständlich, warum man in dieser Zeit der wirtschaftlichen Rot ein sokhes Gesetz schafft, das so tief in die persönlichen Verhältnisse einzelner eingreift. Ich lehne das Gesetz mit und ohne Minister ab, auch auf die Gefahr hin, dah mich die Heranwachsende Fugend, für die ich sonst stets ein warmes Herz habe, in Zukunft ablehnt. Finanzminister Henrich: Qluch uns ist die Schaffung dieses Gesetzes nicht leicht gefallen. Es hat sich aber im Inte reffe ter Beamtenschaft und des Dienstes als notwendig erwiesen, eine einheitliche Regelung ter Frage für alle Beamten zu schaffen. Mt den Qlenterungsanträ- gen des Ausschusses sind wir einverstanden. Der Antrag Kindt verstötzt gegen die Verfassung. Qlbg. Ruh (Ztr.) tritt ebenfalls für das Geseh ein, das seine Fraktion sehr ernst und eingehend geprüft habe. Er weist darauf hin, dah der Deamtenbund selbst das Gesetz fordert. Rächste Sitzung nachmittags 3 fthr 15 Min. Rachmittagssihung. Die Okachmittagssitzung wird durch Präsident Adelung um 3.20 älhr eröffnet. Die Besprechung des Pensionsgesetzes wird fortgesetzt. Abg. Reiber (Dem.) tritt in längerer Rete für das Gesetz ein und bittet namens seiner Fraktion um Zustimmung. Qlbg. Kindt (Dickl.): Der Herr Staatspräsident hat heute in ter Verteidigung tetf Destiimpung über die Minister u. a. gesagt: Ein Minister müsse u. a. über Wissen und Können! verfügen. Das könnte so ausgelegt werden, als sei das von einem Beamten nicht zu verlangen. Es wäre für unser Staatsleben schlimm, toemt wir ständig überallete Minister haben. Abg. Dr. W e rner (Dntl.) bedauert, dah ter Herr Staatspräsident abwesend ist. Früher habe ter Herr Staatspräsident sehr lempevamentvvll die Vereinfachung ter Staatsverwaltung vertreten, und eine seiner Forderungen war auch, dah QHi= nister nur solange Gehalt beziehen, als sie im Amte sind. Inzwischen hat er seinen Standpunkt geäntert. Minister des Innern v. Brentano: Ich möchte den Herrn Abg. Dr. Werner Vereine Mn. Morgen Eonntak ben 24. Juni witim SmnmtlDunlt vor bemiorem brand' pln|} iim 10.45 Uhr. Mt Mglltdtr und Frtmidt iinb Irbl. emfltlabtn. IMv Ttr Vorstand. Mtthätts- Gemeinde. WliÄÜ jPbilolovbkNwalb Lonnian.24.Ioiu, iuachm. 3Ubr. a MAMMW Presto werke Akt.-Ges Billigste Bezugsquelle für fcr BOOBNBllAO •T1BCMAUHAM -TtPFICHt Fefwtel II WWN^mtrilt 18. 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MelOltiit tonn ent gern 2.01s Iljin ttloigtn unb zwar itbei Mttgtted in der in feinem Wohnbezirk gelegenen Verteilungsstege gegen Quittung vsm Vageechaltee. uw' Der Vorstand. MS Sieben Btanbplah ü*tee*N<) Sofort weit untorTagespreis lieferbar Bletthetrow-, Oronelrem-, tinpMeen • Wecheeittrom» Unteren Pu'lnr-, Klein-. Aurtug- und Hothbpatnunoi» Motoren. Niederspg -Oy.'imos GlblcMlrom Üynamei, Orehetrem CanerAtoren, Dreh und Clelchitrotr-Turbe- Aggregate, kempl. Aggiwgate. Umformer, Tranifbrme- toren. Vrrbrennvngt KrthmaeoNnen. LhNomnbllen Inder OrOöc. Spannung und Tourentühl neu und eebt euohl, ernte Fabrikate Heinrich Erb, OliDen, EdoritroDe 7 Eltktriieckn Eriu|fii*il etd Mutiliin ferdwu Bit Mlerl tzedeihliedatz An|«hot 1 I) —Gut— iflO bis mo Vlorven arob mit Iti itH loh ..... raunfobkn ober geliebte Braunkohlen Stücke von 86 1.30 mm, adzvgeden. **b |i fRANMWULR TAhriN yANif»WuM J ‘ HARDER SECKIERSC® 1 rRÄ«itoMeten. ßflr den wird imbcMnnte Garantie neldHct! 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Sie hat rinen neuen Fahrplan herausgegeben, der für de Strecke Butzbach—Lich—Grünberg elf Zuge b:mgt. Davon versehren aber vier Werktagszüge i J auf weiteres überhaupt nicht, so daß man sich mit Rocht fragt, warum man diese Züge denn überhaupt m den Fahrplan ausgenommen hat. Lnei weitere Züge sind als Sonntags^uge bo- ;:chnet, von denen zwei zwischen Butzbach und lich fahren, wählend die Strecke Lich—Grunberg tot liegt die dann nur am Sonntag nachmittag Don einem Zug in der Richtung ©vunberg— Etzbach befahren wird. Von Butzbach nach Lich veckehren jetzt werktags mir folgende Zuge, morgens 8 04 llhr ab Butzbach, au Lich 9.02 älhr, r.Qdym. 5,10 älhr ab Butzbach bis Ctlrugshausen an 7,10 älhr. Don Butzbach bis Grün- Urq wird zur Zeit kein einziger 3 u g befördert. 3n der umgekehrten Lichtung ist der Bahnbetrieb genau so jammer« Ich; morgens geht ein Zug von Ettlngshausen jlb 520 Uhr) bis Butzbach, an 7.09 llhr dann rin Zug von Grünberg ab mittags 12.20 Uhr, an Butzbach 3,56 Llhr, der aber mir bei eigenem Bedarf der Bahn bis nach Grünberg her.rn- lfeuhrt wird, während er sonst nur bis nach Oueckborn kommt und dort Kehrt macht. Sir der übrigen Zeit ruht der ge- scmle Personen,Zugverkehr auf der Strecke t-rünberg—Lich—Butzbach. Wer in der Miitags- -eit in Ditzbach oder in Lich zu tun hat und in einer Gemeinde an der Butzbach-Licher Bahn wohnt, muß jetzt entweder stundenlange Wege machen oder den Llmweg über Gießen fahren. Aehnlich miserabel ist der Betrieb auf den übrigen Strecken dieser Firma. Dabei hat die De- TTicbSiübvciin genügend Kohlen zum vollen Bahnbetrieb! Jedoch die Firma Lenz & So. icimte sich mit solchen Bagatellsachen, wie Verkehrswünsche der Anliegergemeinden, nicht auf- ixilten sie mußte ihre Sorge größeren Dingen für sich zuwendm, die nach ihrer Ansicht weit wichtiger sind. Llnd so hat sie sich ad 2 denn bemüht, einen neuen Vertrag mit der Bahg- eigentümerin (der Tu tzbach-Licher El enbahnge>e.I- schaft zu der auch die ©emrinöen gehören, die da auch 'mal was zu sagen haben) unter Dach und Faw fru bringen, der ihr die Bahn bis zum 31. März 1951 ausliefern sollte. Dieser Der- tragsentwurf hat uns beim Studium öfter aufs höchste erstaunen gemacht, denn er ist so stark auf das Geschäftsintercsie der Firma Lenz zugeschnit- tm daß daneben die Interessen der Bevölkerung " «aml-ch verschwinden. XI. a. enthält dieser Vertragsentwurf im § 11 Abs. 2 bis folgende fa- mvse Bestimmung: „Die Detriebssiihrerin (die Firma Lenz & So.) „kann nicht gezwungen loerben, die Anzahl und Lage der Züge unwirischaftlich zu gestalten “ Diese Bestimmung bedeutet in der Praxis, daß die Firma Lenz sich das ver trag- kiche Recht (das sie bis jetzt noch nicht hat) sichern will, den gesamten Personenverkehr kraft Vertrags st illzu legen. Zur Zeit und jedenfalls auch nvch verschiede^ künftige Zähre ist nämlich der Personenverkehr allein nicht wirtschaftlich dagegen bringt aber bet Güterverkehr gute Einnahmen, Den wirtschaftlichen Güterverkehr möchte die Firma Lenz sich unaeftort erhalten, den Personenverkehr aber will sie ausfliegen lassen. Mit diesem famosen Der- traasentwurf, der auch in mancher anderen Hinsicht sehr anfechtbar ist, hatte die Firma.Lenz es fo eilig daß sie zu seiner Beratung und Beschlußfassung gar keine ordentliche Aufsichtsratsv^samm- lang veranlaßte, sondern eine s chr is tl iche Ab« Kimmung unter dem Aussichtsrat (besten Mehr- Das zweite Bahnunternehmen, welches ebenso tark und andauernd die öffentliche Kritik herausordert, ist die Diebertalbahn. Auch hier ist es eine Berliner Firma, die Allg. Deutsche Kleinbahn-Gesellschaft, die, obwohl si- nanziell sehr gut gestellt - die Aktien tixrbai an bei Berliner Börse gegenwärtig mit ZOO 000 Mark p»o Aktie gehandelt — ebenso unbeirrt die öf- entlichrn Interessen zu Gunsten ihrer pcipatwirl- chastlichen Gewinntendenz vernachlässigt. Weder die öffentliche Kidtik (vergl. .Gießener Anzeiger" Nr 29 vom 3. Februar, Nr. 35 vom 10. Februar, Nr. 71 vom 24. März), noch die Vorstellungen der Gießener Stadtverwaltung, der beteiligten Land- büigermeiftereien der ober hessischen Prownzial- direltion, der Gießener Handelskammer und des Gießener Detaillistmeereins, sowie privater Do- schverdeführer haben bisher eioeicht, daß die Unternehmerin den ihr in der Konzessionsurkunde aufex legten Verpflichtungen nachkommt. Ebenso wie die Firma Lenz bildet sich offenbar auch die Allgemeine Deutsch? Kleinbahn-Gesellschaft em. Recht und Vertragsmoral mit Füßen treten zu I können Statt der vertragsmäßig festgesetzten vier P e r s o n e n z ü g e täglich in jeder Richtung, fuprt die Betriebsleitung, die ausveichmde Kohlenvorräte besitzt, unentwegt nur je eine Früh- und I eine Abendsahraelegenheit in jeder Richtung über die Strecke, wobei eS sich jetzt aber nicht etwa um Personen züge, sondern nur noch um Personen wagen in den auch dem Rangierdicnit I dienenden Material- und Güterzügen handelt. Daß diese Beförderungsart mit all ihren unangenehmen Drgleiterschxinungen auf die Dauer I ebenso unerträglich ist. wie die überaus große I und im Widerstreit zu einet gedeih! ichm VertehrSpvlitik stehende Sellenheit der Fahr- möglichkeiten. dürfte für jeden Einfichtigen I ohne weiteres klar fein. Lind daß die Bieber- I talbahn schon lange auch keinerlei Sonntagsverkehr mehr leistet, der weiten städtischen Devölke» i-ungskreisen die Möglichkeit böte, sich nach des Wei'ktags Last und Muhen in den herrlichen Waldungen des Biebertals zu erholen und neu zu kräftigen für den Daseinskampf der folgenden Woche, sei hier nur deshalb nochmals betont, um das Bild dieser Dahnjärnmerlichkeit erneut in vollem Umfange öffentlich festzuhalten. Neuerdings haben nun die Gießener Stadtverwaltung und Pas hessischr Ministerium der Finanzen, Abteilung für Verkehrswesen, gewisse Schritte unternommen, um die Detriebsführerin zur zufriedenstellenden Erfüllung ihrer Verlragspflicht anzuhalten. Dieses Vorgehen kann von Erfolg gekrönt fein, wenn es auch von der preußischen Seite und von der berufenen Reichs - ! stelle her mit tatkräftiger Entschiedenheit unter“ stür.t wird. 3m Interesse der Allgemeinheit möchten wir den Wunsch aussprechen, daß zunächst einmal das Landratsamt in Biedenkopf als zuständige preußisch» Kreis- behörde hier ungesäumt näch dem rechten sieht, damit den benachteiligten Kreisbewohnern Hilfe gebracht wird, und ferner möchten wir der Regie r u n g in Wiesbaden raten, jetzt eine verständnisvollere Haltung gegenüber den Teschwrrden der ihr anoertrauten Bevölkerung des Diebertales anzunehmen, als sie vor einiger Zeit gegenüber einer privaten Beschwerde in dieser Angelegenheit zu erk.nnen gab. Außerordentlich förderlich für die Befriedigung ber berechtigten Interessen der schwer benachteiligten Gemeinden würde es aber sein, wenn die preußische Staatsregierung in Berlin und das Reichsverkehrsministerium selbst diesem Derkehrslkandal ihre Aufmerksamkeit schenken würden. Möge sich eine preußisch- hessische Einheitsfront bilden, bie ten Anliegergemeinden der Biebertalbahn nun endlich die Erfüllung der Rechte und Verkehrsnotwendigkeiten sicherstellt, die ein allzu robuster Unteimehmergeist ihnen in vertragswidri- ‘ g e r Weise vorentyaltrn will. 600 Mk. Sfe niedrigere Gebühr für Ansichtskarten, auf deren Vorderseite außer dem Ort, dem Datum und der Llnterschrift Grüße oder ähnliche Höflichfeitssormeln mit höchstens fünf Worten niedergeschrieben sind, fällt weg. Geschäftspapiere und Mischsen- dungen bis 250 Gr. 300 Mk., über 250 bis 500 Gr. 360 Mk., über 500 Gr. bis 1 Kg. 450 Mk. Warenproben bis 100 Gr. 180 Mk., über 100 bis 250 Gr. 300 Mk., über 250 bis 500 Gr. 360 Mk. Nicht freigemachte Drucksachen, Geschäftspapiere und Warenproben werden nicht befördert. Für unzureichrnd freigemachte Sendungen dieser Arten wird das Eineinhalbsache des Fehlbetrags, unter Aufrundu.ig auf eine durch 10 teilbare Marksumme, nachrrhoben. Päckchen bis 1 Kg. 600 Mk. Pakete l.Zone (bis 75 Km.) bis 3 Kg. 800 Mk., in der 2. Zone (über 75 bis 375 Km.) 1600 Mk., 3. Zone (über 375 Km.) 1600 Mk., über 3 bis 5 Kg. 1200 bzw. 2400 bzw. 2400 Mk., über 5 bis 6 Kg. 1400 bzw. 2830 bzw. 4200 Mk., über 6 bis 7 Kg. 1600 bzw. 3200 bzw. 4830 Mk., über 7 bis 8 Kg. 1500 bzw. 3600 bzw. 5400 Mk., über 8 bis 9 Kg. 2000 bzw. 4000 bzw. 6000 Mk., über 9 bis 10 Kg. 2200 bzw. 4400 bzw. 6600 Mk., über 10 bis 11 Kg. 2500 bzw. 5000 bzw. 7500 Mk., über 11 bis 12 Kg. 2800 bzw. 5600 bzw. 8400 Mk., über 12 bis 13 Kg. 3100 bzw. 6200 bzw. 9300 Mk., über 13 bis 14 Kg. 3400 bzw. 6800 bzw. 10 200 Mark, über 14 bis 15 Kg. 3700 bzw. 7400 bzw. 11 100 Mk., über 15 bis 16 Kg. 4000 bzw. 8000 bzw. 12 000 Mk., über 16 bis 17 Kg. 4300 bzw. 8600 bzw. 12 900 Mk., über 17 bis 18 Kg. 4600 hzw. 9200 bzw. 13 800 Mk., über 18 bis 19 Kg. 4900 bzw. 9800 bzw. 14 700 Mk., über 19 bis 20 Kg. 5200 bzw. 10 400 bzw. 15 600 Mk.: Zeitungspakete bis 5 Kg. 600 bzw. 1200 bzw. 1200 Mark. Wertsendungen (Wertbriefe und Wertpakete) die Gebühr für eine gleichartige eingeschriebene Sendung (bei unoerfi eg eilen I Wertpaketen wird die Er.rschreibgebühr aber nicht erhoben) und die Dersicherungsgebühr, die beträgt bei Wertbriefen und versiegelten Wertpaketen für je 10 000 Mk. der Wertangabe oder einen Teil von 10 000 Mk. 100 Mk., bei unversiegelten Wertpaketen (zugelassen bis 500 000 Mk.) 50 Mk. Postanweisungen bis 5000 Mk. 200 Mark, über 5000 bis 10 003 Mk. 400 Mk., über 10 000 bis 50 000 Mk. 800 Mk., über 50 000 bis 100 000 Mk. 1200 Mk., für je weitere 100 000 Mark oder einen Teil dieser Summe bis zur Erreichung des Meistbetrags von 500 003 Mk. mehr 600 Mk. (Der Meistbetrag ist von 100 000 Mark auf 500 C00 Mk. erhöht.) Die Einschreibgebühr ist auf 300 Mk., die Vorzeigegebühr für Nach nahmen und Po st aufträge auf 150 Mk. festgesetzt: die am 15. Januar bei Nachnahmen und Post- I austrägen eilngeführte Einziehungsgebühr von 1 I von jedem angefangenen Tause-nd der eingezogenen Beträge bleibt unverändert. Sie wird I von dem ein gezogenen Betrag abgezogen und muß u 11 daher bei der Nachnahme- oder Austrags- summe von dem Abfender berücksichtigt werden. Für die E i l z u st e l l u n g sind bei Voraus- zahluno zu entrichten für eine Driefsendung nach 'dem Ortszustellb^irk 400 Mk., nach dem Qanb- zustellbrzirk 1200 Mk.: für ein Paket 700 bzw. 1500 Mk. Dar eingezahlte Z a h l k a r t e n bis 5000 Mk. einschl. 50 Mk., über 5000 bis 10 030 Mk. einschl. 100 Mk., über 10 003 bis 50 000 Mk. einschl. 200 Mk., über 50 000 bis 100 030 Mk. einschl. gerundet. Im Telegraphenverkehr sind die wichtigsten Gebühren für Ferntele- gramme: Grundgebühr 403 Mk. und außerdem für jedes Wort 200 Mk., Ortstelegramme: Grundgebühr 200 Mk. und außerdem für jedes Wort 103 Mk., Zustellung bei ungenügender Anschrift 600 Ml., abgekürzte Telegrarnmanschrif- ten jährlich 60 000 Mk.. regelmäßige besonders Zustellung jährlich 60 003 Mk.. Vorausbezahlung der Eilbestellung (XP) 1200 Mk., Stundung der Telegraphengebühren 2 v. H des Rechnungsbetrags, außerdem für jedes Telegramm 100 Mk. Vereinbarungen über abgekürzte Telegramm- anschriften, sowie solche über regelmäßige besondere Zustellung der Telegramme können bis zum 25. Juni 1923 zum 1. Juli 1923 gekündigt werden. Die Inlandsgebühren für Briefsendungen, Wertsendungen und Postanweisungen gelten auch nach dem Saargebiet (jedoch Päckchen nicht zugelassen), ferner nach dem Gebiet der Freien Stadt Danzig, wohin auch Pikete zu den Inlandsgebühren versandt werden können. (Für Pakete nach dem Saargebiet besondere Gebühren.) Die Jnlandsgebühren für Driessendungen gelten ferner nach Luxemburg und Oesterreich (Päckchen nach beiden Ländern nicht zugelassen). Die Auslandsgebühren betragen vom 1. Juli 1923 an: für P o stka r t e n 483 Mk., jedoch nach Ungarn und Tschechoslowakei 360 Mk.; für Briese bis 20 Gr. 800 Mk., jede weiteren 20 Gr. (Meistgewicht 2 Kg.) 400 Mk., jedoch nach Ungarn und Tschechoslowakei bis 20 Gr. 600 Mk., jede weiteren 20 Gr. 400 Mk.; für Drucksachen für je 50 Gr. 160 Mk.: für G e s ch ä s t s pa p iere für je 50 Gr. 160 Mk., mindestens 800 Mk.; für Warenprobe n für je 50 Gr. 160 Mk., mindestens 320 Mk.: Eilzustellgebühr füi Dr e sendung n 1630 QKi.; Einschreibgebühr 300 Mk.; Rückscheingebühr 300 Ml.: V o r- zeigegebühr für Nachnahmen auf Drief- fenbungen (vom Absender zu entrichten) 160 Mk.; Gewichtgebühr für Wertk 5 st chen für je 50 Gr. 320 Mk., mindestens 1600 Mk. (dazu Einschreibgebühr von 300Mk.); Dersicherungsgebühr für Wertbriefe und Wertkästchen für je 300 000 Mark 500 Mk.; Postanweisungsgebühv bis 50 000 Mk. 500 Mk., über 50 000 bis 100000 Mark 1000 Mk , jede we.teren 103 000 Mk. 500 Mk., jedoch nach England, den britischen Kolonien und den britischen Postanstalten im Ausland für jede weiteren 100 000 Mk. 1000 Mk.: Nachnahmegebühren für Pakete 500 Mk. für je 50 00k Mgrk des Nachnahmebetrags. Die Fernsprechzebühren. Die Iahresgrundgebühr beträgt für einen F^-mspoüch-Hauptanschluß innerhalb des 5- Kilometer-Kvmses in Ortsnetzen mit nicht mehr als 50 Hauptanschlüssen 57 000 Mk.. mit mehr als 50 bis einschl. 100 Hauptanschlüssen 63 000 Mk.. mit mehr als 100 bis einschl. 500 Hauptanschlüssen 69 000 Mk.. mit mehr als 500 bis einschl. 1000 Hauptanschlüssen 75 000 Mk.. mit mehr als 1000 bis einschl. 5000 Hauptanschlüssen 84 000 Mk.. für ein Ortsgespräch von einer Teilnehmerstelle aus 150 Mk.. für ein Ortsgespräch von einer öffentlichen Sprechstelle aus 300 Mk. für ein Ferngespräch von nicht mehr als 3 Minuten Dauer bei einer Entfernung bis zu 5 Kilometer einschl. von einer Teilnehmerstelle aus 150 Mk., von einer öffentlichen Sprechstelle aus 300 Mk.. von mehr als 5 bis 15 Kilometer einschl. 450 Mk.. von mehr als 15 bis 25 Kilometer einschl. 750 Mk., von mehr als 25 bis 50 Kilometer einschl. 1 500 Mk.. von mehr als 50 bis 100 Kilometer einschl. 2250 Mark, für jede weiteren angefangenen 100 Km. mehr 900 Mk., Vortagsanmeldung 300 Mk., Aus- kunftsgebühr 300 Mk., Strechungsgebühr für Gespräche auf Entfernungen von mehr als 5 Km. 300 Mk., bis 5 Km. 150 Mk. Die Teilnehmer können ihre Einrichtungen aus Anlaß der Gebührenerhöhung auf den 30. Juni 1923 kündigen. vor dem l.Iuli zum Mai- und Iumtarif gekauft sind, nach dem Z.Zuli nur mehr gegen Lösung ewes entsprechenden Ergänzungsfahrscheins benutzt werden. Die Eisenbahnverwaltung macht damit, wie halbamtlich dazu bemerkt wird, von dem Recht der Gültigkeitsbeschränkung Gebrauch, die sie sich für den Fall einer Tariferhöhung Vorbehalten hat. Sie ist dazu durch die vielen Mißbräuche gezwungen worden, die mit diesen Fahrscheinheften vor der letzten Tariferhöhung getrieben wurden. — Die Dettkartenpreise, einschließlich F-ahrpreiszuschlag, betrugen ab 1. 3uli in der 1 2. und 3. Klasse 200000 bzw. 100000 bzw. 40 000 Mk. Hinzu tritt eine Vormerkgebühr von 10 Prozent. # « Sine neue Zehntaufenbmark- Reichsbanknote. In den nächsten Tagen wird, wie das ReichsbanDirektorium mitteilt, eine dritte Ausgabe der Reichsbanknoten zu 10 000 Mark in den Verkehr gebracht werden. Die Noten sind 100x180 Millimeter groß und auf weißem Papier gedruckt, das bei der Durchsicht ein über die ganye Fläche lau selbes Wasserzeichen (Vier- paßmuster) zeigt. Auf der Vorderseite befindet sich links ein etwa 45 Millimeter breiter, nur mit einem länglichen, >livgelben Linienmuster belegter Schaurand. Das Druckbitd der Vorderseite j wird durch einen bläulichen Zierrand tn drei Fel- I der aufgeteilt. Z5COO, vuplncn, ■■ —....... V; ■ M Mauser-Pistolen Prlsmen-GlÄser Feldgraue 08.Gläser 100000 Marku.mehr QIAckner, WaHenhendt. Hannover, HnmUernu 31 Ankauf. Robert Gflller, Optiker GlcOen, Frankfurter Straße IQ. 350000 Htk.u.mehr lut jeden Fall 16 900 H nrk mehr wie jede Konkvirrena lahle Ich für Dir such«» für unsere Edelmetall • Abteilung Platin- sHolzbranbsttste. Hahngebiffe, Äcniafit, liegt!) 60IM. Silier- Gegenstände. *mT> eweartaMfrie Win Gr. Älohergafle 1---- an bet Stabtkircht m«n»rt e. * SrrPn •eh m- !X1O.-Y7:4)KiJ0 ■23V.S.-*-, 24G3S ?ä iniff7fO 20 IW-TI ivoti.70 0144.1» 7*4 Ott et r3«4 In Kek> 31Bn‘r fax t r f der Dell. Än’tct. in der 'RMx von ®efk itt heule rux^t durch Drodle u e r vernichtet morden Der Schaden wird aal drei Millionen Kronen gtschötzt. Kader gehörte 4', Veiten. 5'freuen SMfrlnirtlKb iitl Hl tveulq gefahren, «e-en Höchstgtdvt an ü n n e t. 21 3url (»JOM 5kr 'XtbnW 5> )ttmunb«ökb und der Bahr.do' Sving wurden bin den gra «MM (Ät ®i*n), bex n Jeel 1928 tembet, Bergcnenfte; r'.cht-rrech? nlfe dtrdr.dtet. D?r Tcla.ib an Mün- Attt aus unedlem OHetall vermehr:^ s:ch um 0.8 THtniarbtn Mack auf 16.8 Milliarden Mack die gesamt. KadUala.nlag. 2403.7 MUliarken Mack R um «ich! ttc:i_> - KmMfik U Mail jt ■ J ft irr hu jkrtrtekt kicxfCiJ hf N ?»r! jrN ertn tt-rn tut V'. di«mit telC! XTt fe Mrafl 6*1^8 vy. w» i n? -5>«w jee jtntit |ee N«N. Vrt Xrt JX^W) ZIerJ *f f ulw. Brüssel. . oUand ...... Vonbon ...... Varls....... Echivet,...... 6 yanlen..... ■ii...... VU1iibon-C Porte. Dänemark . . . . ZLvi weakU . . . . Lcvwedeu..... vcisinaMrS. . . . ^eunork..... teuildj Ctflert. 2hibnbch..... vrnn........ flntQin....... 21 ^uni MmtL Nvuera. Web 23de> 7136 in 71^)0 SÄF.on TM4 1!) 2*y,- M7^ ' Dai um 21. Hirni Vnttl. Noiker-. 2u^aangßrun5t aller Vo6, . . erst »er ta r I f! I db 1 enaesep 1 e Lohn Der Dtundlohn tvtrd IttncHe f■?.r die Dauer des ;artl« ttrnn. 6. Ä1 »4 22. 4 ■'7 - ’7W 5nd ungesund. TBIt raten Hhnen. 30 Gramm eM ^lula-^rn.' zu kaufen, die trlrflamr, odklig S schÜdiiche. kr'slehrende enthaften, davon niK men Sie 3mal iLallch l 2Siuck sicher.-häulW Hniveckltütß-Tlpr'theke jU'N goldenen ?ngel I 2a - . Mr>. fTijrrjj.'nja *1 '-^ser.!,!le Prcuinich« flonlali 5V> — Ku veilen......... -.- 4 .- 48MV eG rer* E> (Selb fJ7’4.Z> wuffn 23T4L75 mm io 3H7TL3U r/wi-7ü>i- otxyxi 270-1- 8HJ0Q NW Kl —.-2230 X) 220)002lOOOll- Aufklärung Dem ßfmi Martin Cater von (Brüntnqen trirb hiermlk hescheinlgt, daß es unwahr iss, er fei mit feiner Jamllie und dem HelnrichFay von tFrüninaen Im Holzheimer lUalb beim tzolzdievskahl angetroffen 'worben Alle dahingehenden Gerüchte entbehren fegftcher Unterlagen und können straf rechtlich verfolgt werden. Holzheim, den 20 Juni 1923. Hessische Sflrgermeiftetd. nnn. siektritllStS.«el id-.)a goxxn- vonno ^vramaim.......B74«H-4i**K>i —, *|noiil Gdiiiden .......7»fcftA No'üoyxiDwa iniinid 4 Volßke. . .10)00) V») •) X) 10 >.m)X) IOjOOUO Vlaiiikrastiverke . . . .{,5001—. OXK) — —.— rdlenverke Clever «Imler Motoren. drvllßrnttgedt . . . Ticaiim....... ®rmtinbr löiiRdt onkaeft »ach verzelchaet« Hotzisrii«ne,t, 3 Stimm» Eicha SchniNhah 1 JC mit 3,24 1 Stamm BaNhott 3. JCaM mit 1.01 attm 7 Stdmm# 0 e>ro BMholz 4 RlaO Dam.» erteftL ^a-.LtVei'. 10-41 I tosiiti- Mppinl in veckru'r» O0M , >len ae r d u m t uMi «t IBif'.en'iifM! nu bei Oetck^drS durch br* '5x1 Deck)na! AUF Ikrldfli 1 geteilt T>x Sv* aad? einer Helbe weltcrer. dicht an den miliia* stecken Strecken «leaetu-r Sahnhös« del Tj* mund. Hörde und Hackney ist In de» >»2ch8M Dogen zu erwarten. Reue schwere Belast» g btt ^eichSbank. Bert In. 22. OurL Die Belastung der A.u: Moutörnlkte h gefc-al* Uftem 2!u 8ma •> weiter zdgenomknen Wie ter 3in!aulr-: 3 v.»m 15. d» Miß ?ltt. Oleg VürlednßiaIle. ich?,nen ging gleich MMUrden Mark auf 12.3 Militari urück — Der Goldbestand hat ich 11 der Br» den anderen freig^nx-rstchattliche« SdihenverhW» den ist. Aur 3rrrtchang b<- Wctbesf.i-'.diak^H tes 'ÜrSe ucUTommcnl eht» dackn m^t***i: Harden 3m clvtL-. stünte dec Bgik a^ bUnTDnüert^ TlrtchZfchiv- ante Junten In .,q. nniet Äus-rderu» a >' bei Reck» um 18712 MiNlarten Duck auf JO 126,8 MINiarden Match fcc»»er Muchtr.i daß D^ch'»!- bnio um 4!4.9 Milliarde t Mack aas 5034,1 Mil- Harten Mark und das Combdrbfnalo .!M 10,8 Milliarten Mack cuf 82.7 MUlldrdet Mrck Bus der aabcrcri 6e;k aln»?n dm kmb?n Geldern der Ba.ck 498.7 Mllnarden M.rl neu tu, fo dal) sich ihr Bestand auf 6141.8 Milliarden Mack s.eilte Der WJun von ^rdlu taimltidn In de.t Brckehr liest Mc «um Imien Monaiö- kchlust ervechf HSch^ljsrr .^elt hi.E stch D« Ttblenumlid 4,-h.c >Il um 1596.5 BNNU^de t Mack aus 10.9 Ttlllcnett Mack an D?r Umlauf an C (ft uebnr» ... t’üBnn Berabda.. . Kln»rAL-uin>i a v»xxx- 1 )-•*» • M>k l|i)nx\> I L»> <0 Wirbrif i.onnn . . —,— tSÄ'lu!.#>>00144XOH) TeUuö Bergbau . .. —.- 7iXi)Q — ——.— Oamburn 71 fort, vgk« 44X1X»ic4> >»u-377»^0 Pordvenischer t'loSv. lfiO'U-147Xyi-i*>»>l WXXXV Zeu entn-erldridelberß 12001,. lNluOst- — .— vbuli'v choltin inn .. 360iO— QTuox- 50001,-750111- Pednifner ®u| ... —, —, 1^X)A)I A»ej Buderus . ... 84 »> n ?/0(>Xl-3J0al ¥nrl , . .... 4t 01- ».VMm» v4-j »»■i-ITTA«!.- tfivr*Vnrenib*ra . vf'»x\.. ;.7 »it-l-XX«'« i 2 4») wrllmrirdKHfr fj»r im 1»OX»X) U>«i‘>1) — mTwO) 4 nrv’V i?O0t -44!<■><.• Serdi.ban!........*£M»\ r-O>«i- - .--- ' "idem, frebll(>«n!I4M0■-«•»•) - 43nw 7r."i- Crltfrr. SrebLanhalt . 2Z31A ZiTTA- 21 «n 24SH - tRärfte. Berliner ProduNenmaM. Berlin, 22 3unl. Produkten bericht. Die gcstv.7^1 nachnltk.ig eingetrelcne Befeitigunu des D,'vlsenmackles bitte bvrmcbrt. Nachfrage für Pckduften jur Hain' D.e Prelle Hellten sich L-drnufMn b.itttt? g bö5?r. ohne dast sedvch die Käufer sond^rilch or.niNch waren. Bei Ivei'rn herckchie gering » Ana.-bot die TRütlen üblen schlank die H5he,-en Pr ilr, um nur den notavntlasten Bedarf zu beldt Melzenmedl tourte doch gebafien, die ^orb:nm*?n wurde« aber mu für Beckaüse tuich bcirt Tcfli unb dem Sri den eil leit. wÄht-end aber bUr 2Tb gaben der «oeltcn Hand c ner löeihtd mi hlnt.'Nlch flrb Aog e x w-ar bei döder.-u Pr.lseN iuNq. Gerste rr>u de für die Kais,, cbstercle» und Brauereien lebhaft kestehck. Hafer stcNtr sich bei oermebnet Tlach- frage nach Mestsalst teurer Mus war stiN. Futtermittel wurden namentlich für I bl tert Lieferungen verlangt - Deinen, mdrf. 238 000 bi- 242 000 lsest), eigen märf 165 -167 000 liest), Sommergerste 175-180 000 ksest), Ha «er. mstck 182 165 »0 fest). Mal«. 2a Ptata fr. Hamburg 180 185 000 tf.fl\ Mel,e-me-l flODÄg ) 620 675 030 «fest). H.gg NW.hl (100 Ag.) 48'000 dis 500000 liest). 9S- ICO000 liest) AoggenN. e 98 -100 000 (lest). Dif ockaerb'en 2D 245 000. kleine Grdlen 203 205 703, Hu-er- erl-sen 16C000, Peluschken 155 ITO XO. Acker- 3H;o yttel.3', 37". • 10 ________ 12967, - 13082.-. ist k, i’Ju l3SV4a.2 > 1***3 1 197.70 ItttSO 14 A4 1471 H,:o 3W 3Ma- 4!pU) ruG- Eternd 3i ■ trs Ski Stau 188-170 000. lÄJ’t'ttn, gckd 22O~D5 300 5*tqM!o. a?t 255 275 300. Bac>»ru ch»n 1*3 XX Drockenfckm^ 52-55 XX Ra-Hs aller ^-£u und 3cngtRchrt>5. deahtged 3? 32 000. Ä5e» stwb. 21 31ÄO. etrvb, stc^h»^, 0dl 28 30 d>2, L ^endeu gut. g^^nb io* traft*, Bermahd 28 KW Bachombd 25 000 dis 27 000. Do nicht anders hemerh. alle« ta 50 Äg 14 Sllmmt 2 chtndauhekz 4. stkaW mit 8,02 3itn 18 Stimm« .' *<-• SchtUenhaß I. ÄL mit 11.1! ,ffb-, M-uthi )1 ’f'f f’tt'bi!j gff ^nrtt ö» -M 26 Stimme - >chD«Ir»hsG Z stlasttz mli ll/M 3P- ' 1 Summ Vu-bn bd) -i!'b"ii 2. Jtt *■1 ij» niem. 4 Stimme Sachen Schnsttstok; J. M. mH 4,88 3hm 1 Ste«* Bv^en Schattt-ah 4. stst mit 0,88 35m. 2 Stimm, U ■ fi-illjel lUtnrfiitt. 17-000 3.M11A- ^iii üinbrlk Her». . - r»7¥io ,*jOono-floax) - »'chei............M) 4>-l0Xl*X- erfadr.^raukenibolU- -.— -,- 'eriabrlftonotüiiieiriiOn-S 0 0 —— kHiner Canbeltar* IT»'-3!'O9ii -X»» ' iirin.r.iL^AüOHilbanf1 e 17-«u i*>J ru:i*t r anL . . ., . U-*«!) 1 >'«>»") ?D>«ütz«»G. Berlin. 22. (Zunl. Di« Baf:6la*» ctrflanMgen über bl« deLdlich.lgten 2Ha^ nahmen «ur Mirkstünung wurde* gestern zu Ende geführt. Der Relchsregserang lieft! nunmehr eine Bcsthe von ^-atachmn vor. Ml denen J.c TteUoitg nehtUen wird. De« »BL." au fr’, re bÜrfk der Deviseuder» leb r auf einen bestimmten Kreis rem Banlr* beschränkt totrben, tocX-fx etnbn bedeutende* Benog In Devi'en leihweise lüc bk Mor^ stüchunq zot Bersüaunq steten sollen. Die bei ..t?bfab21 weiger bbrt, dürft« bi-> XeiAstabk nett h«re tö Im Vause M heutig«* Ta^ dk CnMAcibuna üb«r b'.e au ttessenden Mastugh» men füllen. Die neue Ü’cr?;?- .i a der Reichs, regleruna u?erd« borau’';d:ill4i shsttestens 3a. fang nächster Doch« In 5h ift treten. Die Freqe des DerldestLidige* Cohaeft. Berlin. 22. 3unl Die 8ragt des wert* beständigen Cohnes Ist gc^.-r• innrrchaA b''ten gekllck portri Der .BvckrLcks- ver-stentlichr einen Be'ch ust des 2T<- Bollert-Sohlen die Mligftt und Mllborfte Stiefrlbtsohlung! 6elnt-lHHe „imet“ mH btr Stohldrahtelnlage flamen lebe stonkurr»n)lnLr;„,auf'pre>»u.Haltbarktlt. Gollert-Kledftofs "ich) seuergtsihrlich, htrbt GoSeck»Sohle« kW'» lyiumTiuiMtn aBcr In gtgtn aOc D'tftrungrcknstäste heilbar und jueerölPg t)eTl4nqea Sie a»»sUhrl»che .-e" nach einem der ^r'dentz» trertuna ^'«r-rrchenden 3nbe» zu eckokgM, I Dieser Inder soll allu>5chentllch ermittelt werben 5R wirb ferner skir gcksteck 3nrj>’ffünfteu die Ülnrlchtung tpc 11 befi ä n- bl g o t 6 pa ran lagen rorae'ch'agen Tie Lch i' ch! uus.r u -lchüste soNen entsprechende 3»- Weisungen erhastcn Die Zreigade von Babnchosen dNtch Mt Srnepftn. £>2.10 13207 90 »41^.73 W® 21*13.15 9254150 V».- 341*'.. - 33-MA73 finfllO'<$üiii •WA «atzttche «nilln.....1W v- — 'M 161 Luilbt.......iSrn-u 8."> OH-tt tn-l. 3«»niX *tiee6elii er Oleciteh U^Aflk-lf w-üo . .chl.ee .hubiverfe . IU*m 1 - 0X1 1»>> Onliuretobl-ino.....V 70*1-1 zm ' uiaci- wecke.....1>rOo t noiv OK/XÄ-mmin • difibenulinll-----T» Oranstun a. !Ä. & I«*. e*tr«iyt Wort« ....... 3r*.’n ’"'■V *?6f* ........< T Mv'.Ut ‘Jjin........... e.-tu ed lch» ■*-tel Die bk BkvraenblüNer melden. tirurtHIte das S chwu r- ae richt den Kutscher Dildeim Z riebe und seine ®tllebte. die 3r.bc1!5ft üm - < In perschiebeuen Bankastkn Die Führung halten Diskonto-Bnteile Äaufnelgung mach'e sich lernet für Somme»bank. Barmer Bankverein, ^-eulsch' Wfeftenbanf und Deutsche Bank bemetf- bar Der Verkehr In Montaraktien war rubrer, immerhin stellten tlch r^ckchlcdene Kursdckrsti» gungen ein Vehr fest waren Dellenttrchener. böder t'bbnlt. Taro und Ober bedarf Die fubrrmh.-n Hardenwerte eröffneten fest Brdilche Anilin Pius 20 000 Proz. Griesheimer plus 10 000 Prsz. Von den Glcktrl.-itfttsaktlen zeigten l*lpntxr4 Siemens- betriebe eine fest/ Tendenz A 8. ®., Bcramann unh Lahm eher fest Von Mnlchlu.'nwrrien H. Illen sich ÄfCbet und Karlsruher Maschinen höh-'r JucfrmfHcn erzielten Purser Höhungen Bei an* Alc6enb*m Kucken waren gefragter QulUt Sichel und Ohemilch? Ahenanla. Von Ionüleer. .Ir^-u- sttlewerkrn |inb noch au enn3bncn Hc^dernh «m^r Äupfer. Zellstoff Dalohoi. w-?lch' bei regen Umfähen gehandelt wurden Auch im Freiveckehr tmr die Tendenz fest. Gs wurden genannt Tecfer Kohle 160 000. Becker Stahl 165 000 Ufa 79 000 bis 83 000. Smelka 31000, Hansa Vlonb 40 000 Benz 195 000 bis 198 000. Growag 5000 bis 5200 eifl. B'?uasrechl. Schebera 105 000 bis 110 000 Berlin. 22. 3uni. BörfensttmmungS- b ist d Die Befestigung des D.a?iknmackies vcr- anlaMe für Nickten starke Aückkrufe. brn im Verein mit weiteren Ötrnnbunflca des Auslandes Olt Kucke gleich bei Brgimt beträchll'.ch in bk ^>ödr trieben D utsch-Cure nburger gewannen über 400 000. Gelsonsirchmer 100 000. HÜrpenei 250 000 Phönl, 100 000. Adeinstahl 350 000. Aickeck CKfn- ran J50 000 PriH 2luch Deutsch» Kill und et- liner Vulkan geteiumcn mehr als 100 000 Proz. . Auf den anderen waren die Cklgerun- gtn alelch^nlls betrOchtttch. iJ-Mabeju stürmisch war bk Aulwärlsdeweguitg in Bankaktieit. w-ckl dicke Papiere als aurüdgcblleben aal »en und au herbem die Anwesenheit eines !>',') ^ln>i- ders der Dlskontv-Gefellfchaft tn ßonbrvt -in- stacke Anregung bOl Diskonto wurden mit 300 OCX) genannt doch tebve es an Material, so kxah umsähe nich« eckoigen fomtten. Drrmsdidtcn- ?ank stellten sich um 90 WO Proz. höher. Balulopapiere wurden der Devifenskigerunä enlsprechmd teurer t>vMibfl Auch deutsche Anleihen zogen an, stm ivetcetxn Dersaus« würbe das Gesch's) mblgcr ohne bah jedoch die feste Stimmung nefentlich de- etnträdb*hv wurde Vur l^rckn?ckl konnten die Anfangskucke nicht ausr.'chteichall.'N werden. 3 Stämme Ulmen 6 M mH0,7R Mfm, Versa Afibetin-nnges Hegen jnr ^int'chi atj ! '3jtr Sirgtrmrfflttri oM f- ni» peck^kß»« m t der Tnsth-ckzIickMisstoU'. ßett^W nach stlast,". bt-» yjm 2t. Jiid |M vormittag» 10 Uhr. dck iu emzurAcheM 2? in fliegtnöatt etwa k.lch enener HiaM Me Eröffnong ftaikßndet :29OD| chmerz ' . 5W MWM TanvirW' kaufen 4257U 4261c vehördliche Anzeigen Mauser-Pistolen Prisma-Glässr Lang - Göns. 4229D chofen durch dn kit.Büaler,Berliü, PokSdaui.Slr.38.lö0e an Nathallo Kowanko Goul-Y-Hanar unstreitbür die vollendetste Frau der Welt; Prinz Solelman .Nicolas Rirnsky. Münzenberg abends 10 30. 4267V Astoria-Lichtspiele Mit Wirkung vom l.Fuli d. I. tritt eine weitere Erhöhung der Fahrpreise und Sne weitere Erhöhung der Fahrpreise und ? > ”erIS ■ Frachtsätze im Güter, und Tierverkehr ein. Nähere Auskunft erteilen die Dienststellen. olÄ1 jurt’ Xj . Berlin, den 20. Juni 1923. C Si cl"rfS| 4249D Kleinbahn Gletzen-Dieder. brucksachen aller Art rt®< *,111 19'-^ liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und hell U »reiswert die Brübl'eche Univ.-Druckerei, R. Lange. ®reisw< den xtt#' rterz Erhillto Apoth Wilhelmflr. 45 ö. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiii niiimnnniiniiiiininiiiinh Gcbrauchler breb flammiger Gasherd mit Sparbrenner und Tisch zu der- 1*1^ 4fll ;t)i^lll19inerci Al H.,Möllering, Hannover. MaO.8ardeiihaml»!i K Asterweg 16 H.I. y unschön nm, 30 (Stamm wirksame, völlig mlhaltm, davon nid. Eicher erhall ldenen Engel. (4 mit der dazu eigens zusnmmengostelUen oriental. Musik, ausgerührt von der gesamten bestbekannten Kapelle des Lichtspielhauses, Bahnhofstraße. Ift den Hauptrolle»! yÄlTiHe Risch a Ferner da» glänzende Bolprogramm. Tag lieh 4, G und 6.15 Uhr. ZZ OälOi Montag früh trifft - s ; großer Transport la Wftovsraner zettel nnö Läufer ein zu billigsten Tagespreisen. Dern, Rodheimer Straße 56 am Schlachthof. Telephon 984. Käufen Sie vor dem drohen Zracht- anfschlag! 04347 aus Schloß Münzenberg m 5609161, ö« 24. 3001 1923, OlO Treuekundgebung für den Abwehrkampf der Rhein- und Ruhr-Bevölkerung. Festspiele, Ansprachen, Sonnenwend-Feuer, ßu dieser Feier sind alle deutschen Frauen und Männer der Stadt und des Landes eingeladen. Jungdeutscher Orden. Landesverband Hoffen der Bismarck- bttnde. Landjugendbund. Hochschulring Metzen-Friedberg. Der Sonderzug von Butzbach nach Münzenberg geht in Butzbach um 2.15 nachmittags ab. Rückfahrt von STD,) Dm M r DiHiW Edin en geräumt: ett'ebeS durch ; gestellt. D's ich! an dm mill öahnhvse bei D ist in dm näch Kaufe | Reh- und hirschdeäen zu den höchsten Preisen oder tausche diese gegen Leder od. Handschuhe um. Haridsßhahfabrilt Oeplwk,Welz!ar Versteigerung Am Dienstag, dem 26. Juni 1923, vorm. 10 Ahr wird auf hiesigem Freiladegleis ein Wagen Wieseuheu, 4990 Kg. meistbietend gegen Barzahlung versteigert DüterabfettiguNg Gießen. 42651) Bekanntmachung. In unser Genoffenschaftsregister wurde heute bezüglich des Konsumvereins Daubringen, eingetragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, eingetragen: Die Liquidation ist beendet und die Ber- trelungsbefugnis der Liquidatoren erloschen. Gießen, den 18. Juni 1923. Hessisches Amtsgericht. 4247B Bühnenvolksbund. Donnerstag, den 28. Juni, abends 8 Uhr, im Katholischen Vereinshaus Familienabend unter frdl. Mitwirkung der angeschl. Vereine zum Besten der Theatergemeinde. Karten im Vorverkauf bei Challier zu 1500, 1200 (num.) und 800 Mk. Abendkasse erhöhte Preise. Ein Teil des Reinertrags wird der Ruhrhilfe überwiesen. §,87v umiiiHiiiiiiiiiiiiiimiiiüiiiiiiHHiiiHiiiiiiiiiiimiiimiiiiiiu | Louis Rothenberger | | Gießen Frankfurt a. M., West i = Neuenweg 22 AdalbertstraBc 26 = H lei. 176'2124. Telephon: Taunus 4904. = = Alteisen • Metalle • Lumpen 5 = Papier sowie sämtl. Rohprodukte = V Antiquitäten. 50D i niiniiiii 11111 iiiiiiiuiiiiiHUiiiiiiuuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiumiir; MktzklKßi-rtzmE Da die auf den Wiesen des Prdvinzial- wasserwerks in Gemarkung Inheiden am 20.1. Mts. abgehaltene Versteigerung nicht genehmigt wurde, findet nochmalige Der- Steigerung Mittwoch, den 27. Juni 1923, vormittags 10 Uhr, Blader, SeimseiniHm, AusnEM, Einipäuncr^Kiibmäbcr Tödvclivänncr MMMe», hUWgWMii ffiv Hand- und Kraftbetrieb KeiMse», Srek'irÄKaea, mit' und ohne Reinionna SlküWleW, öSWilUe«, Wrefien, NMMfüttm. WlrWen. Wöge, Eggea, MiMlorea, üiolotea. nö DRferen Engem H166a o.MSivgkN lirsecdtt MiUMÄS Groteske in 2 Akten mit Gerhard Dammann und Hanni Hege in den Hauptrollen. Beginn der Vorstellungen nm 4, 6, und 8.15 Uhr. 4286c ■■ = Großes Orchester! . 111UWU \vmui uuvvüUj 4022D Tclevbou Nidda Nr. 55 Telearamm-Sldrcffe: Landmaschine W Ich kaufe u. überzahle r in jedem Fall jedes Konkurrenzgebot " 11m mindestens 5000 Ht für . 7,63 /ör/73-^ In 5 Minuten sind Sie erlöst von den quälendsten Kopfweh- und Neuralgieschmerzen bei Gebrauch von GERMOSAN-Kapseln (ges. gcsch ) - nach ärztl. Urteil ein glänzendes Mittel der Gegenwart. Der geradezu frappante Erfolg soll auf d$r einz gartigen Verbindung ihrer Bestandteile beruhen (Amidphenaz^ Phenaz. sal., Ginn., Gott ), denn eine einzige Kapsel bringt auch in schwierigsten Fällen unbedingt sicheren Erfolg. Machen Sie einen Versuch! Erhältlich in allen Apotheken. (Fabrik Germosanwerk, München 50.) 4259ss Höhe entrichtet, so ist der Unterfchieds- Letrag nachzuzahlen. Besondere Aach- t.agsbescheide werden nicht zugefertigt; die Beitreibung muh gegebenenfalls anfangs Juli Ifi). Fs. eingeleitet werden. Für das 4. Viertel des Aj. 1922 bereits bewilligte Aachlässe erstrecken sich — ohne dah es eines nochmaligen Antrags bedarf — auch auf diese Aach- tragsabgabe. Gieften, den 13. Juni 1923. 41178 Der Oberbürgermeister. 3. D.: Krenzien. 2?'*S Srs .'.'ZS WZ N" AM CT.»«r $”$ Lohnes. beci. klart worden L?lratun^ «’t bvihenvrrbör, ? DeribesläichW ift fe. eilte Lohn, ■*e Dauer des tarif. ikonirnms neu ver» KerlbdeelntrÄch kr Mr! ist duij au^zuglelchL. naern der Delden> za etjofgt roochentlich es ferner für größer ng wertbestär. dorge!ch!agm. 7? entsprechende & Gran- o. WeiSslöck- Lahnka k von hervorragende» ‘Qualität sofort lieferbar. 04ail bekannt als Hauptdarsteller aus unserem vor kurzem hier aufgeführten Großhirn „Der Graf von Monte Christo“. 4268c -A Tausendundeine Nacht H Schariaz. der Sultan von Persien, war von seiner über alles geliebten Favoritin schmählich betrogen worden. Erlieft Sie erdrosseln. Um sich auch in Zukunft vor der Untreue seiner Geliebten zu schützen, ließ er jede nach der ersten Liebesnacht töten, sobald der Morgen graute. Viele schon hatten das traurige Schicksal erlitten — und der Schrecken herrschte in der Hauptstadt Persiens, als Schehe- rczade, die älteste Tochter des Wesirs, sich entschloß. dem schrecklichen Morden, selbst unter Gefahr ihres eigenen Lebens, ein Ende ziX machen. Sie fleht ihren Vater an, sie dem Sultan als Geliebte zuzulühren. Scheherezade, deren Verstand mit ihrer Schönheit wetteiferte, verfiel auf ein schlaues Mittel. S^e erzählte dem Sultan Märchen, die sie im interessantesten Augenblick beendete, so daß der Tyrann voll Neugier ihre Hinrichtung von einem Tag auf den andern verschob, bis er endlich am Ende der tausendundersten Nacht, berauscht von dem Liebreiz und der Erzilhlungskunst Schehörezades, Ihr das Leben schenkte und ihretwillen auf seinen grausamen Entschluß verzichtete. Bis clnschl. Sonntag: Wrttate Historischer Grollfilm in 6 Akten nach Richard Beer-Hofmanns Trauerspiel Das große Drama der Renaissance. Ferner: Maggi8Suppen ersparen Fleisch und Fett Nur rtiit Wasser nach Anweisung gekocht, erhält man daraus wohlschmeckende, kräftige Suppen. Viele Sorten wie: Eiernudeln, Eiersternchen, Reis, Ochsenschwanz, Erbs, Erbs mit Speck, Pilz usw. bieten reichlich Abwechslung. Man achte auf den Namen WlftfiGI und die gelbrote Packung. Nur noch honte und morgen: DerWirbelwind 4. Teil: Die lebende Brücke. Ö Akte. 4287c Daeo: Oie Dame in Grate 6 Akte. Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute eingetragen: Gordische Handels- und Gffektenbank Aktiengesellschaft, Zweigniederlassung der Nordischen Handels» und EsseftenbankMtiengefellschaft, Blankenese, vormals Spar- und Vorschuft-Altien- gesellschaft zu Groften-Buseck in Grohen- Büleck. Gegenstand des Unternehmens ist 1. die Fortführung der seither unter der Firma Spar- und Vorschusz-Aktiengesell- scha ft zu Groften-Buseck auf dieAnschaffung und Darleihung von Geld gerichteten Geschäfte (Aufnahme von Spareinlagen, sonstigen Geldern, Verabreichung von Dar- lehen, Hypotheken, Hebernahme von Kaufschillingen, An» und Verkauf von Wechseln und Wertpapieren jeder Art, Förderung von Kredit und Erwerb). 2. der Betrieb von Bank-, Börsen- und Kreditgeschäften aller Art. Das Grundkapital beträgt 120 028 800 Alk. Dasselbe ist zerlegt in 24 Stück Vorzugs-Aamensaktien im nom. Betrage von je 1000 Alk., 24 Stück Vor- zugs-Aamensaktien zu je nom. 200 Alk, 430 Stück Inhaber-Stammaktien Litera A Im nom. Betrage von je 1OOO Mk., 1957 Stück Inhaber-Stammaktien Litera B im Nominalbeträge von je 1OOOO Mk., 1000 Stück Inhaber-Stammaktie», Litera C im Nominalbeträge von je 100000 Mk. Die Aamensaktien sind nur mit Zustimmung des Vorstandes der Zweigniederlassung in Grohen-Buseck und der Mehrheit der Im Aktienbuch eingetragenen Aktionäre übertragbar. Dividendenverteilung auf die Inhaber-Stammaktien erfolgt erst, wenn auf die Vorzugs-Aamensaktien 5"' Dividende verteilt find. Die Vorzugsaktien fiehmen im übrigen an jeder Dividende teil, die auf die Inhaberaktien oder sonstige Aktien verteilt wird. Jede Vorzugs- Aamensaklie gewährt ohne Rücksicht auf den Betrag eine Stimme. Im Falle der Liquidation oder Auflösung der Gesellschaft darf Gesellschaftsvermögen erst verteilt werden, wenn die Vorzugs-Aamensaktien volle Deckung erhalten haben. Bankdirektor Ernst Friedrich Dhristian Maier in Blankenese ist zum Vorstand der Hauptniederlassung bestellt. Zum Vorstand der Zweigniederlassung Grohen-Buseck sind bestellt . Karl Heinrich Wagner als Direktor, Heinrich Hahn VI. als Rechner und Philipp Frank II. als Kontrolleur. Der Gesellschaftsvertrag ist am 5. Aovember 1889 festgestellt und am 2. Dezember 1889 und 14. Februar 1923 geändert worden. Die Vesellschast wird, solange nur ein Vorstandsmitglied .vorhanden ist, von diesem allein, sobald mehr als ein Vorstandsmitglied oder auch Prokuristen und Handlungsbevollmächtigte bestellt find, jeweils von zwei Mitgliedern des Vorstandes oder von einem Vorstandsmitglied zusammen mit einem Prokuristen oder einem Handlungsbevollmächtigten oder dem zur Vertretung nach § 13 der Satzung bestellten Mitglied des Aufstchtsrats vertreten. Die Zweigniederlassung wirb durch je zwei ihrer Vorstandsmitglieder vertreten. Die Berufung der Generalversammlung erfolgt durch den Aussichtsrat oder Vorstand nach gesetzlichen Bestimmungen. Oeffentliche Bekanntmachungen erfolgen im Deutschen Aeichsanzeiger und in den vom Aufsichtsrat jeweils bestimmten Zeitungen. Giehen, den 4. Juni 1923. Hessisches Amtsgericht. 4246B Bekanntmachung. Lsfentliche Aufforderung zur Gntrich- tung der erhöhten Wohnungsbauab- gabe für das 4, Viertel des Rj. 1922. Aach Artikel I Ziffer 10 des Aeicks- Gesetzes vom 27. März 1923 zur 2. Abänderung des Gesetzes über die Erhebung tiner Abgabe zur Förderung des Wohnungsbaues ist die staatliche Wohnungs- Lauabgabe mit Wirkung vom 1. Januar 1923 auf das sechzigfache des bisherigen Hohes erhöht worden. Der Gemeinde- kDerbands-) Zuschlag beträgt ebensoviel. Hiernach ist eine allgemeine Aachtrags- Abgabe für das 4, Viertel des Rj. 1922 Monate Januar-März 1923) zu ent- SlM. MeikSMl MW Sirbigstraste 16. Teleph. 2654. Kostenlose Arbeitsveriiiiltlung und Be- russberntunn für beiderlei Geschlecht, u. n. auch für Krieaerivniseu und Kriegs- beschädigtenkiuder. @6 können eingestellt werden: a. bei bicsiacn Arbeitgebern: 1 Metalidrucker, 1 Gürtler. Lehrlinge: 1 Einrahmer, 2 Schmiede, 1 Kellner. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Gärtner (uerbcirnien, 2 Schreiner, 1 Hofmaler, 1 Schäfteuiacher, 1 Polsterer, 1 Dreher, 1 Uhrmacher, 1 Provisions- reifenber, 2 jüngere Kellner. Lehrlinge: 1 Steinmetz, 1 Svengler und Installateur, 1 Landwirt scliaitselene. ES suchen Alrbcit: Sdiristsetzer, Buchdrucker. 2 .Stilreiner, Kaufleute, Schreiber und Neisende, Packer,.HauSburschen imb Shjvlönicr, Maschinenschlosser. Bcnr- chlosssr, Stiinlimadier, l Kraufenosteger, Sattler, 1 ImibiuirprfmüL Vermalter, dsscker u. Metzger, 1 Kraftfahrer, 1 Buchbinder, Mechaniker, 1 Heizer, 1 Wagner, mehrere Anstreicher und Weis;biudcr, 2 'Lsantechniker, 1 Maschinenbauvrak- tikant, 1 Zahntechniktt-, 3 Schneider, 1 Zuschneider, mehrere Ekektromonteure, 2 Gärtner. Lehrlinge: 1 Kaufmann, 2 Autoschlosser, 2 Stiitosser, 1 Svdngle-r, 3 Mechaniker, 3 Crlertromonteure, 2 Schuhmacher mit Kost und Wohnung, 1 Schreiner deSgl., 1 Schneider. 1 Schlosser oder Schmtcd auf dem Lande- Gelegenheitsarbeiten werden ebenfalls entgegengenommen. Weibliche Abteilung: E? können eingestellt werden: o. bei diesigen Arbeitgebern: Mädchen für tag-: über,Dienstmädchen, Lanffrnueu und «mädchen für einzelne Tage, nichtige Allcinmädchen, mehrere Ll'üchenmädchen, 1 einiache Stütze. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 ftrifeufeu, mehrere landmirlschafiliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Hausmädchen, Alieinmädchen, 1 Stütze, eine Pflegerin tu em Erholungsheim. Es sstchcn Arbeit: 2 25üglerin,len. 2Kon- tonitinuctL 1 Flickerin. 2Verkäuferinnen, einhxc Vauifnuten, auch fürNachmitragS- befchäfilgung, Mädchen für tagsüber, fvabrikarbeilerinnen, 2 Waschfrauen, 2 Bureaulehrmädchen. Die Bernssibcratnng und Arbeite«- Vermittlung fiir Musiker findet Dienstag, Donnerötag und Samötag von 10 bis l■> 11 bv statt. 42ä0ß Lichtspielhaus Gi^Ben, BahnhofstraBe 34 Ab heufo bin einschHeöl. Montag der große orientalische Prunkfilm in 6 Akten des Provinzialwasserwerks Inheiden. Holzverfteigcvnng Dienstag, den 3. Juli d. Is. von vormittags 10 Llhr ab wird im Aullmann'schen Saale zu Nidda aus dem Staatswald der Oberförsterei Aidda nachstehendes Nutzholz öffentlich meistbietend versteigert: Stämme Fstm.: Eiche Schnittholz 2 Kl. 2 St. = 3,72, 3. Kl. 31 St. = 29,08, 4. Kl. 92 St. = 63,67, Bauholz 3. Kl. 17 Stück = 14,78. Hess. Oberförsterei Aidda. 4277 D Am Mittwoch, dem 11. Juli, vor-, mittags 10 Uhr, findet im Finsterloh bei Wetzlar (Strafte Rechtenbach - Wetzlar) ein Zohlenmattt statt. Auftrieb für jedermann offen. Meldungen mit Geburtstag, Angabe der Eltern, des Geschlechts und der Farbe des Tieres bis spätestens ß Juli an unterzeichnete Geschäftsstelle unter gleichzeitiger Einsendung des Auftriebsgeldes: 10000 Mark für Mitglieder des Neichs- landbundes, 15000 Mark für Nichtmitglieder des Reichslandbundes. (Mitgliedskarte als Ausweis mit einfenben.) Bauernschaft des Kreises Wetzlar e. V. Kornmarkt 2. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 31250 425i d Fernsprecher Nr. 79 MMerMlM- aoö WMeMtzMlMWWW för den LVZklkls GlkW. Nachdem die Genehmigung der vor- qelegten Statuten erfolgt ist, werden die Maurermeister und Bauunternehmer des Landkreises (Rieften zu einer Versammlung am 25. Juni 1923, vormittags 10 Uhr, in den Sitzungssaal des Regierungs« gebaudes eingeladen zwecks Errichtung der Innung, Wahl des Innungsvorstandes und der Inhaber der übrigen Jnnungsämter. 3. A.: Schäfer, Maurermeister, Ort und Stelle statt. 4219V Gieften, den 23. Juni 1923. Direktion richten. Die2lbgabeschuldner in den Gemeinden Bietzen und Schisfenberg werden hier- on mit der Aufforderung in Kenntnis eseht, als 4. Ziel das 30fache des in en Abgabebescheiden für das Aj. 1922 ngesehten Zielbetrages zu bezahlen. Ist as 4. Ziel bereits in der bisher giltigen tFäbrilnumm. erb) iniiissiött. n,< ^oftiortimentt- Wn-SchM°lr^ $.»*»*■* 15.11 M H »4 H M »4 »4 4 »4 H 8 H 4 4 | MMWWWWWMI rizxxxxxxxxxxxxx Massenschuhverkauf Emanuel L Co., Gießen Verkauf an jedermann! Geöffnet ununterbrochen von 8—B Uhr Verkauf an jedermann! ^''-'i'iiiviiiiiiiMiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiihiiiiiiiiiiiiiiwnin* erstaunlich preiswert einzudecken. die wir rechtzeitig an unsere werte Kundschaft richteten. Sie sparen Zehntausende I Noch ist es nicht zu spät sich bei uns in allen Arten Schuhwaren nur erprobter Fabrikate ■ Noch ist es Zeit ara die konkurrenzlose Kaufgelegenheit in Schuhwaren bei uns auszunutzen. 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