Nr. U8 Erscheint täglich, außer Lonn- und Feiertag,, mit derSamrtagsbeilage: GiehenerFamilienblätter Monatliche veiuarpreise: 3400Mark und 200Mark Trägerlohn,durch dieDost 3600Mark,auchbeiNlcht- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.— Fernsprech. Anschlüsse: für dieSchrift- leilung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 61. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Kietzen, postscheäfonto: Frankfurt a. M. 11686. Mittwoch. 23. Mai 1923 General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Universitäts-Such- und Steindruckerei H. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7- Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Sreir für 1 mm höhe für nzeigen o. 27 mm Breite örtl. 100 Mk.. auswärts 125MK.. fürReklamer Anzeigen von 70 mm Breite 500 MK.Bei Platz« Vorschrift 20 °/0 Aufs chlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil. Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Leck, sämtlich in Gießen. 113. Jahrgang GietzenerAnMger Daldwin, der neue englische Ministerpräsident. London, 22. QEal (WTB.) Havas meldet: Schatzkanzler Stanley Baldwin hat den Posten des Premierministers angenommen. London, 22. Mai. (WTB.) Der König ist heute mittag in London eingetroffen, ebenso Curzon. Donar Lato hatte mitgeteilt, daß er beabsichtige, Parlamentsmitglied für Mittel- Glasgow zu bleiben, obwohl er es nicht für wahrscheinlich halte, daft er den Sitzungen beiwohnen könne. Sir Stanley Daldwin konnte sich bisher nur alS tüchtiger Fachminister zeigen Als politischer Führer einer Regierungspartei hatte er zuviel Vordermänner, um aufzufallen. Gr ist bedeutend jünger und entwialungsfähiger als Curzon und besitzt das moderne Verständnis für die Röte der Arbeiterschaft und des Mittelstandes, also für Kreise, die auch in England die konservative Partei umwerben muh, um nicht zu verkalken. Daldwin hat vor Curzon den Vorteil, dah er Llnterhausmitglied ist, also mit den führenden Gruppen der derzeitigen Opposition, mit der Arbeiterpartei in ständiger Fühlung bleiden kann. Curzon thront in den Wolken des Oberhauses. Die Arbeiter haben dort keinen Vertreter. Richt ungeschickt hat Sir Daldwin soeben in seinem Wahlkreise eine programmatische Rede über die Dedeutung eines „völligen Friedens in Europa" gehalten. Das Geheimnis sei dieWieder- herstellung des Handels. Der allgemeine Welthandel könne aber erst dann wieder ausgenommen werden, wenn das Repavationsproblem zwischen den Deutschen und den Alliierten erfolgt sei. Ein /luges Wort! Aber Daldwin sprach auch von den entsetzlichen Schwierigkeiten innerhalb der Entente. Traut sich Daldwin die Herkulesaufgabe zu, die Hydra der französischen Ansprüche und Machenschaften zu bekämpfen? Dann wäre er auch vom deutschen Standpunkt aus willkommen. * Reuter meldet, dah Sir Robert Hvrne, der in Lloyd Georges Kabinett Schahkanzler war, unter Daldwin dasselbe Amt wieder übernehmen toetbe. „Evening Standard" zufolge verlautet, dah keine groben Veränderungen in der Zusammen» sehung des Kabinetts eintreten weichen. Curzon sei, wie es heiht, bereit, das Amt des Auhen» m i n i st e r s weiterzuführen. In gut unterrichteten u monistischen Kreisen werde mitgeteilt, dah Daldwin eine riesige Anhängerschaft in der City habe. Weiter verlautet, dah sich Sir Robert Herne auf Ersuchen Daldwins bereit erklärt habe, Schahkanzler zu werden. Wahrscheinlich werde die Zusammenkunft der unionistischen Partei am Dienstag oder Mittwoch nächster Woche statt- finden. Wie die Blätter melden, wird Daldwin zugleich Premierminister und Führer des Hinterhauses sein. Eine Rede Baldwins. London, 21. Mai. (Wolfs.) Schahkanzler Stanley Daldwin wies in einer in seinem Wahlkreise gehaltenen Rede auf die Bedeutung eines völligen Friedens in Europa im Zusammenhang mit der Wiederherstellung des Handel« hin. Er sagte, man sei innerhalb metz- barer Entfernung von einem Frieden im nahen Osten angelangt. Der Fortschritt könne natürlich nur langsam sein, aber man hoffe jetzt den Frieden zu erhalten, auf den man so lange gewartet habe. Dies könne direkt in nicht ferner Zeit zu einer Wiederaufnahme des Handels mit der Levante und in Asien führen, der für England von grobem Ruhen sein müsse. Innerhalb der letzten Monate habe Oesterreich, unterstützt von den Fi- nanzräten des Völkerbundes, einen ehrlichen und ernsten Versuch unternommen, feine Finanzen in Ordnung zu bringen imb seine Währung zu stabilisieren. Del dieser Anstrengung habe England Oesterreich Llnterstühung gewährt. In einem ver- hältniSmähig kurzen Zeitraum forme man hoffen, dah Oesterreich in einen Zustand finanzieller Stabilisierung gelangen werde, der bcn Handel in Mitteleuropa in beträchtlichem Mähe fördern würde. Ungern mache jetzt seine ersten Anstrengungen in derselben Richtung. Der Völkerbund werde zweifellos Ungarn Helsen, fein Programm auf dieselbe Weise zu lösen. Wahrscheinlich würde eine Unterstützung von England geleistet werden, auf diese Weise könne man hoffen, dah in naher Zukunft ein grober Dlock im Mittelpunkte Europas den internationalen Handel mit Westeuropa wieder auf nehmen werde. Daldwin fuhr fort, es könne keine allgemeine Aufnahme des Handels geben, bev.or eine völlige Lösung des Reparationsproblems zwischen den Deutschen und den Alliierten erfolgt sei. Es bestehe natürlich eine Lage von entsetzlicher Schwierigkeit durch die wirklichen Meinungsverschiedenheiten zwischen Frankreich und Belgien auf der einen und Groft.- britnirnien auf der anderen Seite. Man müsse jetzt auf weitere Mitteilungen von Deutschland warten, die wie gehofft werde, etwas enthalten würden, was eine Vereinbarung zwischen den Alliiertes zustande bringen und schließlich zu einer Regelung führen werde. Die augenblickliche Lage könne nicht unbeschränkt fortdauern, ohne in schädlicher CEreife auf die davon berührten Rationen zurückzuwirken Die französische Schießerei in Mannheim. Rian n beim, 22. Mai. (Wolff.) Die Polizei- direktion veröffentlicht das Ergebnis der amtlichen Untersuchung über dieE chieherei der französischen Wache an der Reckarbrucke am 18. Mai und in der Rächt vom 18. zum 19. Mar. Aus dem Bericht über die Erschießung des Polizeiwachlmcisters Traub am 18. Mai geht hervor, dah der tödliche Schuh von einem französischen Soldaten, der Traub nachgelaufen war, aus einer Entfernung von nur 10 bis 12 Metern auf diesen abgegeben wurde. Der zweite Bericht beweist, dah die Franzosen in der darauffolgenden Rächt zu wiederholten Malen das bereits eingestellte Feuer auf die friedliche Bevölkerung aufs neue eröffneten. Die amtliche Darstellung lautet: Kurz vor 12 Uhr nachts eröffnete die französische Wache auf der nördlichen Seite der Friedrichsbrücke auf die Umgebung der Wache, auf das linke Reckarufer und besonders auf die Friedrichsbrücke ein regelrechtesIn- fanteriefeuer. Auf der Brücke herrschte um diese Zeit noch reger Verkehr. Die gerade auf der Drücke befindlichen Passanten flüchteten, nachdem sie zunächst hinter den eisernen Pfeilern Schuh gesucht hatten, auf die linke Reckarseite zurück. AlS einige Minuten Ruhe eingetreten war, versuchten Fuhgänger erneut über die Drücke zu kommen. Als sie in der Mitte der Drücke annlangten, wurden sie wiedermitlebhaftemGe wehrfeuer empfangen. Wieder flüchtete die Rle-.ige zurück und suchte Deckung auf dem linken Ufer. Gegen 12 Uhr 10 Minuten tarn dann ein Straften- bahnwagen der Linie 16, der nach dem Depot in der Reckarstadt fahren sollte, an der Haltestelle Friedrichsbrücke an. Die Passanten drängten sich nun in grofter Zahl in den Wagen, in der Meinung, auf diese Weise sicher über die Drücke gelangen zu können. Das Schieben hatte inzwischen vollkommen aufgehört. Auf Drängen der Insassen fuhr der Führer mit dem vollbesetzten Wagen ab. Etwa am anderen Ende der Drücke angekommen, setzte das wilde Schieften wieder ein. Ein französischer Soldat lief, nach einwandfreier Zeugenaussage, dem Wagen nach und feuerte von hinten i n den Wagen Hinern. Dre Insassen warfen sich auf den Boden. Zwer Fahrgäste wurden schwer verletzt, ein Fuhgänger, der zu Beginn der Schi)nsbericht über die Ruhrkredite be- IcknWgen. Der Bericht beziffert die Ausgaben für die Zivilmission auf 8 650 000 Frank, die Vorschüsse an die Eisenbahnregie auf 82 Millionen, d.e militärischen Besatzungskosten auf 61 Millionen Frank. Die Gesamtausgaben stellen sich also auf 145650000 Frank. Ihnen stehen Einnahmen in Hohe von 102 Millionen gegenüber. Paris 22 Mai. (WTB) Die Kammer Begann heute nachmittag bei vollbesetztem Hause und unter grchem Andrang auf den Tribünen die Beratung dec von der Regierung angeforderten Kredite für die Operationen an der Ruhr. Für die Debatte, die die feit Wochen erwartete Aussprache über die Ruhr- und Reparationspolitik der französischen Regierung bringen wird, sind bereits mehr als 20 Redner eingeschrieben. Man rechnet damit, dah sie die Sitzungen bis Ende der Woche ausfüllen wird. Rach Ciledigung einiger dringlicher Vorlagen ergreift als Erster der Abg. Louis Dubois der ehemalige Präsident der Reparationskom- missicn, das Wort. Er führte aus, Deutschland sei den ihm im Vertrag von Versailles auferlegten Verpflichtungen niemals nachgekommen. Die gering iügigen Zahlungen und Restitutionen, die es geleistet habe, seien erfolgt unter dem Drucke der Gewalt und erst nach Ueberwindung grober Schwierigkeiten. Bereits am 30. Juni 1920 habe sich die Reparationskommission gezwungen gesehen, die erste vorsätzliche Richterfüllung Deutschlands bei den Kvhlenlieferungen fcftzuftellen. Dreioder viermal habe die Kommission in der Folgezeit Verfehlungen Deutschlands zur Kenntnis der alliierten Regierungen gelangen lassen. We.m diese auch nicht sofort von den ihnen zustehendsn Zwangsmitteln Gebrauch gemacht hatten, so hätten sie sich damit keineswegs der Rechte begeben, die ihnen der Friedensvertrag an die Hand gegeben habe, um Deutschland zur Erfüllung feiner Verpflichtungen au zwingen. Der Redner geht sodann sehr ausführlich auf die Geschichte der Reparationskonfer.'nzen in den Jahren 1921 und 1922 ein. Bereits auf der Konferenz in London, die zur Festsetzung -es deutschen Zahlungsplanes geführt habe, habe Deutschland so offenkundige Beweise seines bösen Willens gegeben, haft die Gesamtheit der alliierten Delegationen darüber aufs äufterfte entrüstet gewesen sei. An Stelle der 132 Milliarden, die damals als Gesamtbetrag der deutschen Schuld festgesetzt worden seien, habe es die deutsche Regierung gewagt, einen Betrag von 30 Milliarden, also noch nicht einmal ein Viertel der alliierten; Forderungen, anzubieten. Unter diesen älmständen findet es der Redner unbegreiflich, dah in gewissen politischen Kreisen des Auslandes die Ablehnung der letzten deutschen Vorschläge durch Frankreich Befremden erregte. Die Sitzung ist um 4 älhr auf eine Viertelstunde unterbrochen worden. Rach der Pause fährt Louis Dubois fort. Ec hebt die Bedeutung der von der Reparationskommission geleisteten Arbeiten hervor. Die Reparationskommission, deren sich gewisse Alliierte so gerne entledigen möchten, habe die deutsche Schuld erst nach Anhörung der Deutschen und von 32 Sachverständigen in 23 Sitzungen von durchschnittlich vier Stunden Dauer auf 132 Milliarden festgesetzt. Dubois glaubt sodann der Kammer den Beweis liefern zu muffen, daft die Reparations- kommisfion nichts versäumt habe, Deutschland zur Erfüllung feiner Verpflichtungen heranzuziehen. Er spielt auf gewisseSchwierigkeiten an, die die Reparationskommission dabei von feiten gewisser alliierten Regierungen gesunden habe und erwähnt, daft kurz vor der Konferenz von Cannes der englische Delegierte in der Reparationskommission ihn darauf au.merksam gemacht habe, dah von London her neue Schwierigkeiten zu erwarten seien. In Cannes sei infolge der Demission des KabinettsDnand alles in der Schwebe geblieben. Lloyd George habe damals die Gewährung eines Moratoriums an Deutschland angeregt, aber die Reparationskvm- mission, die bereits im Dezember 1921 ein darauf gerichtetes deutsches Ersuchen mit einem Ultimatum beantwortet habe, habe sich von ihrer ursprünglichen Haltung nicht abbringen lassen. Der Redner gibt sodann eine ziffernmäftige Aufstellung der Leistungen, die Deutschland bis zum 31. Dezember 1922 getätigt hat. Die von ihm angeführten Zahlen stehen jedoch im Widerspruch zu Den heute von der Reparationskornmission veröffentlichten Ziffern. Dubois behauptet, Frankreich habe nach Abzug der Okkupationskosten nur 143,6 Millionen Gold- mark erhalten. Da es seinerseits Deutschland auf Grund des Abkommens von Spa 180 Millionen vorgefchcsfen habe, habe es 35 Millionen Mark mehr bezahlt als es von Deutschland erhallen Hube. Ein Zwischenruf des Abg. Daudet, das fei die Schuld des Kabinetts Driand, das dafür vor dem Staatsgerichtshof zur Verantwortung gezogen werden müsse, gibt Anlaft zu lärmenden Unterbrechungen Dubois'. Dubois, der nach dem Havasbericht seit einiger Zeit Anzeichen von Ermüdung zeigt, fährt fort, man könne demnach sagen, Daft Frankreich von Deutschland so gut wie gar nichts erhalten habe. (Heiterkeit und ironische Zwischenrufe auf der Linken, die den Redner in Erregung bringen.) Frankreich, fährt Dubois fort, habe nicht nur Deutschland, sondern, auch einigen seiner Alliierten gegenüber genügend Beweise seiner Geduld gegeben. Es sei vollkommen ht feinem Recht gewesen, als es sich zu den Sanktionen entschlossen habe, zu denen die verbrecherische und wortbrüchige Haltung Deutschlands Veranlassung geicren habe, auch wenn es ohne Zustimmung sämtlicher Alliierten zur Beschlagnahme von Pfändern geschritten sei. Die französische Regierung habe damit nicht nur ihre Pflicht gegenüber dem eigenen Land, sondern auch gegenüber der ganzen Welt erfüllt. Das verbrecherische Deutschland müsse zum mindesten einen kleinen Teil der Verpflichtung:,i erfüllen, die ihm der Vertrag von Versailles auf erlegt habe. Die Annahme der von der Regierung geforderten Kredite müsse Deutschland zeigen, daft Frankreich nun am Ende seiner Geduld und entschlossen sei, das Pfand, in dessen Besitz es sich gesetzt habe, zu behalten, bis es bezahlt sei. Abg. Magaine beginnt mit längeren Ausführungen über btt Frage, welche materiellen Resultate die Besetzung der Ruhr haben könne. Er weist nach, daft der Betrieb des Eisenbahnnetzes im Ruhrgebiet durch die französisch-belgische Regie praktisch unmöglich sei. Deutschland habe im Ruhrgebiet allein 65 000 Eisenbahnbedienstete gehabt. Wenn man bedenke, daft die französische Rordbahn nur 55 000 Beamte beschäftige, so könne man sich keinen Illusionen über die Ergebnisse des Bahnbetriebs an der Ruhr hingeben. Im Gegensatz zu den offiziellen Kundgebungen schätzt der Redner die H ö ch st m e n g e der Kohlen, die die Okkupationsbehörden aus dem Ruhrgebiet abfahren. könnten, auf 20 000 Tonnen täglich. Mar- gaine gibt der Hoffnung Ausdruck, daft die französische Regierung die Kammer über ihre wahren Absichten unterrichten wird und sich nicht wieder hinter irgendwelchen »diplomatischen Rotwendigleiten" verschanzen werde. fßoincare: Sie werden von mir hoffentlich nicht erwarten, daft ich diese Absichten auf diesem Wege zur Kenntnis Deutschlands bringe? QU ar gaine forlfahrend: Was das Lund wissen wolle, sei, daft dem Krieg endlich ein Ende gemacht werde, derart, daft Frankreich sich wieder der friedlichen Arbeit widmen könne, sobald es bezahlt sei und seine Sicherheit gefunden habe. Eine Anspielung des Redners auf einen von dem Präsidenten der Finanzkommission, Dariac, erstatteten Geheimbericht beantwortet Poin- care dahin, Dariac sei niemals von der Regierung mit irgendeiner Mission betraut worden. Er wolle dies vor allem zur Kenntnis Deutschlands bringen. Dariac erklärt, sein Bericht habe keinerlei Geheimnisse enthalten und sei sowohl an die Mitglieder der Finanzkommission wie an diejenigen Der Armeekommission und der Kommission für auswärtige Angelegenheiten verteilt worden. QKatgaine schlieftt seine Ausführungen mit der Forderung, daft die Regierung sich eingehend darüber äuftere, was sie zu tun gedenke. Die Fortsetzung der Debatte wird daraufhin auf Donnerstag vertagt. Arbeiter der Rütgerswerke, der sich den Franzosen zur Qkrfügung gestellt hatte, keinen elektrischen Strom zu liefern, zu ach t Monaten Gefängnis und zu einer Million Mark Geldstrafe, ferner wurden verurteilt der Bergmann Helduser aus Herne wegen Paftvergehenß zu fünf Tagen Gefängnis, die SHW'ftr D l e ck m a n n aus Haghorst und Lockner aus Ickern wegen Delei- digung und Bedrohung französischer Soldaten zu sechs Monaten Gefängnis und 500 000 Mark Geldstrafe. Die Franzosen in der Badischen Anilin- und Sodafabrik. Ludwigshafen, 22. Mai.(Wolfs.)In derBadischenAnilin-undSodasa- b r i k sind die von den Franzosen eingestellten Arbeiter ununterbrochen von morgens 4 Uhr bis abends 7 Ahr in verschiedenen Schichten damit beschäftigt, die beschlagnahmten Farbstoffe abzuführen. Hauptsächlich wird das Alizarin - Lager stark abgebaut. Obwohl den Franzosen nach dem Versailler Vertrag nur das Recht zusteht, 25 Prozent in Anspruch zu nehmen, holen sie bedeutend größere Mengen. — Die drei am Vesetzungstage als Geiseln festgenvmmenen Direktoren werden immer no chim Hauptgebäude der Firma fest- gehalten. Unerhörte Zumutungen an die Trierer Stadtverwaltung. T r i e r, 22. QHai. (WTB ) Rachdern der erste Versuch der Srneetsleute, sich des Elektrizitätswerkes zu bemächtigen, mit einem fläglicften Mißerfolg geendet yat, griff während dec Pfingstfeiertage die Besahungsbe- Hörde ein. Es wurde an die Stadt das Ansinnen gefteHt, das Direktorium des Elektrizitätswerkes vom Dienst zu entheben und einstweilen zwei Beamte des Werkes. Schneider und Weiß, die sich den Putschisten angeschlossen hatten, mit der Leitung des Werkes zu betrauen. Das Ansinnen wurde dem Vertreter der Stadt durch den Obersten Coch et, den hiesigen Oberbelegi eri-.-n der Interalliierten Rheinlanokommission als Befehl «erfüllt Saeoafbä» eutbe bene früh be «teer ^etriebexrfeemleae b«rlrbeltet- f*aft bt’ebfoljta. das 'Bet! ftill»u- legen See etn3***abnei oerlebT-et Donet!« rog* m*t- (Ni Wrfideidiex*r* arbeitet nur en ?>t*t Xeti brr flteteMcdft. bet 'ich ■tt ben lottvarttch erfl*r*. Vos erftb* < der GMgrGte brr Bw tetuTM>w 'tete^ungsbeb*tbe traf b*u* » «* 'Serba "Menect nett be Stabt tu, ter iw* trg* nie beit«. Inx*) die Hrar^v'en bU ?,ubche»og Waden. dos 'Bert bi die J^dnbt brr Stabt zucktttza- tgeben -mb bw Gtntetzung ixm Schneider und 3etfc als 3 eutlneen rWgbnq'.g 41 matan Darauf- f/tn tft beste Wag an C ■• -H’ilftoerf bte 3rtett Im gflymeel er weber a ifgr'c r-mm Worten Son f _an*b1tfen sind heute etwa aoölleabab"» beamte ausge wiesen worden Die Streikbewegung in Dortmund. Dortmund. 22. TUnl (TBTB.) Jyeute mschmlttag gtaen 7 Uhr versammelten sich die streikenden Arbeiter Dorrmunds auf dem Hanfa-Platz zu einer Massenkundgebung. Gs wurden 2lasprachen gehilten, in denen zum Dürr-Hallen dlS zur Erfüllung der lehten Forderung ausgefvrden wurde. Hie ‘Xehitet betonten, datz die LttclkdeDegung nicht auf den Dortmunder Bezirk deschräakt bleiben dürfe und daß vielleicht morgen schon gröherc Werke des übrigen ^nduftriebezirkes flnliegen würden Der AuSschust der 7hetTleb#r4k' von Ahelnland unb Westfalen sei zufammengetre- ten. um die AuSdreimnader Ltreikdcwciung aus ganz 7cheInland und Westfalen zu deschlte- hen. Zu ZwiichenfLllen ist es nicht gekommen. Aach Schluß der Dersammlang sand ein De - monstrationszug statt Dortmund, 22. Mai. (DLB.) 7Mb- rend in Dvrnnund-Sand noch alles ruhig ist, wird In Dorttnund-Sradt aus fast sämtlichen Werken und Zechen, mit Ausnahme von Scharnhorst, wo teilweise gearbeitet wird, ge- hrctri «luf her 3rcbc Union drangen h früh ungefähr 300 Mann In die noch Im Betrieb befindlichen Abteilungen und leaien he still Herde c i irleb die Eindringlinge zurück Dabei wurden zwrtP 0 li- giften und ein Arbeiter verletzt. Auch nachmittags fanden Versammlungen der Streikenden statt. Gefordert werden von ihnen 50 Prozent Lohnerhöhung für die erste Hälfte des Monats Mal und für die zweite MatdL f.e eine Lohnerhöhung entsprechend der fortschreitenden Teuerung, sowie ferner eine ctnrnallge Beihilfe von 150 000 Mark. Ter Verkehr zwischen der englischen und der franH-stschen Zotte Ä d l n, 22 Mal lWB ) Wie bte Miner P-fites durch Aushang Memtifibt hat der en gl tf Ar Tte.tfiteuer:vrtrr nitgetettt. bah fteneal De aeutte in dem ihm unteiflefifen Gebiet Anwei- nrng erteilt bat. bah in ben ndchstrn Iw her nrtt ortmung*-ndhtg ausaeti, l-e-n Terfonal- ausw-is rwtlebrrwrt lirtnotewm des von den Engländern besetzten Gebietes bet brr •Hl. imt> Aosret'- iber Vebwlmkel unb ^eng Ite» tewe e♦wwneUiten gerne*: werben ^ranzdsische Spione. Osfsm. 22 Mai (TBwIft.) Bei einer 7^er- sminnkunq der komm unist Ischen In• g <• d om Pfingstsonntag wurde man auf «oei Per'oneu aufmerksam, dir sch auffällig t«nahmen SS entstand ter Tierdacht, btth sie sich als Spitzel In bte BersaMmluni elnael*l hatten Man suchte bte beiden aus dem Saal heraus «udrüngen Pi dal cd zog einer von Ihnen einen Revolver und feuerte mehrere Echßsie eb. durch die ein fün fer Minn aus der Berfammlung getötet wurde Der Töter tuchtr mir seinem Begiettrr za entfrwmrn Siner von beiden wurde noch irn Laaldau < r - &rikseu und verprbgel.. ter aadem aus kr Strahe e ngeh? t und nleberaeldbla- gen. «u kn Takchen der de den fand man französische Auswelspapiere Beide wurden jynn Kohlen'chabikat gebracht Der Hamvurger Soiialiftenkongr* chumbu rg. 22 2Iul sWTBs Der Wer- not tonale 6o|tali6enfongreh enN oee chenbrrsvn < Lnchur- erbflart >rn Irl.e dem Är*-^rch m t. buh bte enGstche ♦rtwrir■ :i •t'wrn Mt Aacheich ^tzaltea habe, bxi bte raa ii*r Reg enm j ein d^te-stue unhebeng*. ErtaUnng aller AmderusDen i* ter russischen Ardeuer dte'em Prcte^k an. nehme bre w*W<*r Tegtenrng durchsn- mch^ gege:: die englischen 2^1 in Lchutz l«dsch rirtx durch ben Aod-uch der >p.»martichen Beziehunge- ehr? neu- Au-^rKo*K’ dher da» rukstlche BMk briaufbc *r ->ren urb t n* neer > tm ruv--rette»» and em Ab»in t-ettei r j Mr’ Bert n Arvh'i' n -gegt 1964) 4. Arte 30 003. ans der &am x-,-.ni *> e des 11 -rteegheu mm leg , tetnui»i |m am uuM»»uf > II «XX) All Der- Gedern he lich en Dant' Wettere 3peeben werden tn >t Geschstlisst »li» bes .Gi »bener An »eigers^ angenommen. Lchioar.^ericht brr rwrtten Prnobr ID TT lir dir am 4 Junt unter brm Bvesttz des Ottabgcri^ rsrats Hirsch beginnende aoertt Srt- »ungaper'.oLe wuc.cn folgende Gersonen als Geschworene aasgeiost 1 Bcckec. Augr.st. Landwirt tn Cta-jer.'ob 2 Hl in and. Heinrich. Irbdter tn Wir eck 3 WeibgerbrT. 5 au Friede, tn •k’teen 4 Berwrs. Frisbrrch. Redakteur in Gtetzen 5 SLsttt'.er. Henrich i . Bahnarheiter In Gr oh«»-Linden 6 Baer. Jakob. Drtvattcr In G testen. 7 . Leineweber. Mtnna, Ghtfrau von 2higuf! Vcm.tocber In ®r.’mbcrg 8 Dfannstlel, Otto. La-ibwtri tn Berrnuths- bain 9 Sglltt. Karl. Werksübrer tn Steinfurth bei Herbstein 10 Leu n. 5 rau Aochistariwalt. in Gtesten 11 Bieber, l> ptu l. Margarethe, in Gieher 12 Böngec. Amin. Schrift'etzec in Gietzen 13 Gei Hard. Dr. Franz. In Siesten 14 Wihnee. veonh. H tttena»beiter in Keffet- bach 15 . Seibert. Heinrich. Bergarbeiter In Ale» ber-Obmen 16 Becker. Kaspar, städtischer Stratzemnerster tn Greben 17 . Müller. Heinrich I.. Schreiner tn Decken dach 18 . Fey- Wildeln» I. Ztmmermeister in Gontershausen 19 Tasche Marie. Fräuletn In Viesten. 20 Aockll, Johann Friedrich. Bahnarvetter in Angersdach 21 Hlller. Wilhelm, Landwirt in Gchgell. 22 Müller. Heinrich IV, Landwirt tn Muschenhetm. 23 Bcck. Gnstao. Kaustnann tn Gtesten. 24 Müller. Gustav L. Landwirt In Btngen- betra 25 Gebhardt. Wilhelm. Arbeiter in Schotten 26 Becker. Heinrich V . Schmied st» Weickartshain 27 Anhl, Friedrich Kilian. Fabrikant In Herbstein 28. Wagner. Friedrich. Prokurist In Llch 29 Bahn. Heinrich II.. Bütgerrneister In Ate- seld. 30. Bte reu. Äatutln«. Labor en tin In Gtctzen Für bte Berhandiungsdauer sind sechs dis lieben Tage vorgesehen • •• Sine empflubliche Beelu- trädiltflung beS Gottesbien st es wurde am ersten Pfiugskfelertag von den tu der Stadtkl rche berfammelten Gläubigen sehr tml ebfam empfanden. 3m Haapt.'otres- dienst erfolgte die Orbtnitton unb •tvfübruni bes neu ernannten Pfarraffkstentra Hertel aus Darmstadt, der in Gegenwart der Heiden Pfarrer der Matthäus- und Markus gemeinde In sein Amt geleitet wurde Däbr.md der feierlichen Handluna zogen fugen bliche Anhänger der kommuatstilchen Parte», die am ersten Feiertag hier eine Xu'amme.ifunfi hielten. laut singend über den Kirchenplatz, unb als Gipfel der rücksichtslos takelt brachten sie direkt vor dem GvttKShaus Lutte, dreimalige Hochrufe auf ihr» politische Ueber*eugwad aus. soweit man bei so |u..eubltcheu Leuren überbauet schon von Ufberwuqanj sprechen kann 3n einer Zuschrift aus unserem ßeferfrdle ttHrb diese Schilderung des Bvrfalls bestätigt, dem Unwillen der Kirchk.thelucher Ausdruck gegeben und am Sch'ulle des Briefes gesagt „Dieses Borstderziehen an der Kirch : mit w- 1ana während der Gottesdienst zett ist eine grobe Astckflchkslofiglett unb wurde von ben NlrrftenbefndieTn als eine erhebliche Störung der Anbackt empfunden. Jn einem solchen Falle sollte bte Polizei genau 1p energisch einschretten, wie fie dies bei nächtlicher Anhe- stdrung auch zu tun pflegt." Der Br efschreider fragt anaetichts bte'er gröblichen Mistachtuag der religiösen Feierstunde Meier Mitbürger: „Wo bleibt da die Pv11zeI . rnd er hat mit dieser Frage sicherlich bnrchaus rocht Offenbar hat es am Sonntag vormittag en der erforderlichen polizeilichen Uebe r» wachung des Kirchenp.anes gefehlt, bte wh an jedem Sonniag vor eilen Kirchen während brr gottesdienstlichen Stunden dringend wünschen möchten, damit Borfälle, wie bet hier gerügte, tn 3»fünft von vornherein unmstoltch gemacht werben. Als feste angebracht möchten wir hei die'ec Gelegenheit auch eine schärfere Handhaben 1 bet polizeilichen Aufsicht tn den Aachrstenden bewtd>- nen. denn in Meier bttterem,:en Seit nterf-n die oft fssttetid undeanttandet >nrch bte Streben »‘ffenber. vom A'.kvGok aereregken Grete edenlo als öf f enil iches Aergernfs. wie die ltetrwn?c*ei. bte man htee wub ta auch agsckder durch bte 6tragen torkeln steht unb ble gletchEulls einen Anblick treten, den die Po! tei s u f der Stelle bem Aa c der Ak rbärgee ent».eben sollte. " Cint Gehal tsdelchweebe aus Pfareeekreilen. Boa einem Pfarrer tm Vogelsberg ging uns vor einiger Jett eir. Lchre bg» zu. Hz dem a. a Beschwerste geführt werke über d e Mangelhafte Art der GcheltS- ^usgahluag an dte Plärrer. M l ALckftchi auf die Tcitembiungee im Landtag«, von denen rtr die Besteheng bet chehalisdelchwerben btt Gttftlichee erw riete heben wu bisher Den der BeröftenGjchWMg der Beicheoerde adge- leben. Je dreier Grwarkuaq sehen rote ens fetzt qekäulcht. bewn heute geht ex# erneut Klage darüber zu. dast die Plärrer bis setzt noch nicht tm Besitz der r5proymfiavn und der ^Prozent,gen Leuerungsmilage für Hal feien. Denn man diese Klage hön und dadei an bte rapide sorischteuende Teuerung Lenkt, to wird man sein 9 t fl a ■ n e n nicht verbergen tdnnen. dast bte Gehair saust» ah ang an die Geistlichen ia so mangeihafter Delle erledig' wirb Dir fllguben, daß feder recht und billig Denkende mit uns fordern wird, daß bte Maßgebende Stelle b -s uub dem ge ■eiwlamen Ortung be* teuthecktedes .Ohw feste Burg" Aeg «-raugsbunwetster Schnei dar vom st eieuM! Ei * #1 u wrgab binenf nach einer baewn Ansprache das >rwf*6i brr Grate Auch rw •eteng ter Schuttrader folgte bte eigentü* Weiderebe, gehalten vor Büeaermeister Bölter Sen Höhepunst ber Heter stellte bte Beilefuug ter Romen unterer «2 Gefallenen bar wobei bte Hestglockr te* nahm» Ta ms teure- Auster dem btetten Stlststechan« Leu» und ftr Schwer < Ansprachen »wfcheu denen Hn uns ber .Mc-lw uub dem .Aoth'chen Ttenrrrber* go- biiTeter Matten Poe uub bte •e«a^*ateeilu*g brr .ftemuthdTfri!" teng Aktt kurven Motten be* Grtenk.-n* legten 'Mtestlich noch bte Ben etter ber r-.UAdnen Berel ne st ä nHe nieder. eaertt bw ÄneeerbürirrMtebenen unb bte KrtegstefchöMg- ten. bereu Spreche etabdefreter Schmidt wer Mit dem Ld wen guten stow ernten und den gtn.< Internen Eeteu* te* Dwttschtuudllete* »chloh bte Heter — Das Itewtmal Hn Weck be* Künstler* Hn der In Cttraba* steht vor ber Atonew sttstErche and tzHgt bte firabtentefrAagie Gestalt be* Grae ngete TXit^r . wte er ben Drachen tMet An beiten Seiten ’tnb t- ten mächtigen Kirchen- ptecker« bw Latein eil ben Bornen ber Ge- tellenen angeb'ach» Jur Heter ewrbe Hn mi vestret Grd raternmenock»eilte* Gebeukbuch ftt bte G^ Urnen terew*gr geben, betten Aeiuerrrae am Besten tedst sttg^ bisirrtfl»teuer in • e'td'teirr bebinml t1» Sicher b* Amerika buten barch reiche Spenden bau» ge- HsuttyET Stand dEE Dollars 10 Ute vormittags: Berlin 57 000. Frankfurt a. M. 5tz S00. tfotfcn, baß btefe ®0rtft etfdbetncn unb $u 6 int» #tm Preis verkauft werden konnte , tl Rreder-Deffingen, 22. QHai. Sin ^llter Brauch, der ursprünglich wahrtchernlich Mrs einem Vermächtnis beruht, über dessen Herkunft jObet Genaueres nicht mehr bekannt ift, wurde hier «am Pfingstmontag wieder ausgeübt, indem die Gemeinde mittags 12 11 br jedem Kind einen Schoppen .Dier gab und den Veukonfirmierten zwei Schop. Hen. Auf dieses »Pingstbier" hat hier jedes |Äinb Arrspruch, auch trenn es erst an demselben Sag geboren ist. 3n früherer Zeit bekamen die Minder zu Pfingsten von lhien Paten eine große, «runde Brezel, Las »Plugrad'. Dieses Rad an den Arm hängend liehen die Kinder vor dem WirtS- baud, welches das Bier zu liefern hatte, fröhlich Den Ruf erschallen: „Plugrad rin, Pingstbier raus I" * Münster bei Sich, 21. Mai. Der heutige Zweite Pfingstfeiertag brachte unserer Gemeinde oie Einweihung des Denkmal« für unsere im Weltkriege Gefallenen. Es war eine ernste Stunde, die die Gemeinde auf ben am Waldesrand so feierlich gelegenen Friedhof rief, an den sich durch Ausbuchtung der Einfassungsmauer der Ehrenfriedh of für die Gefallenen anschlieht. 21 Kriegsgefallene hat unsere kleine, etwa 300 Seelen große Gemeinde Hu beklagen, und der Ehrenfriedhof enthält soviel einzelne Gedenksteine, die sich im Halbkreis um einen Obelisken gruppieren, der von einem in Dtein ausgehouenen Eisernen Kreuz gekrönt ist. Sn der Mitte finden wir daS Motiv des Eisernen Kreuzes noch einmal als gärtnerische Anlage. Die Eigenart des Platzes am stillen Waldrand und die durch Architekt Jäger in Queckborn unter Beratung des Denkmalspfleger» geschaffene Ausführung haben ein Werk entstehen lassen, des einzigartig schön in seiner ganzen Stimmung und Wirkung genannt werden kann. Münster hat gezeigt, dah es versteht, feine Gefallenen zu ehren. Die Feier verlief durchaus würdig und erhebend. Gedichtvorträge und Lieder deS Gesangvereins leiteten die Feier ein, nachdem der von einem Posaunenchor geleitete lange Zug. dem zahlreiche Döste auS der Umgegend folgten, den FinedHof erreicht hatte Das Mitglied te« DenkmalSaus» schusses Müller nahm die Denkmalsenthüllang vor. An Stelle deS OrtSpfarrers Ahlheim, der selber im Kriege den einzigen hoffnungsvollen Sohn verloren hatte, hielt dessen Schwager. Universitäts-Bibliothekar Dr. Koch au« Gießen, früher Pfarrer in Langd, die Gedächtnisrede. 3m Anschluß an das Wort Psalm 18, Vers 36 gab er einen Rückblick auf da- große Kriegserleben, auf das der furchtbare Zusammenbruch folgte, der den Tod der vielen Kriegsopfer äußerlich zu einem vergeblichen machte. Der Redner suchte den Sinn dieses Schicksals darin, daß ®ott vielleicht durch unsere Demütigung nnS groß, innerlich groß machen wollte, und daß wir unsere Dankbarkeit gegen die Kriegsopfer, die der Vortrupp gewesen seien auf diesem Vormarsch zur wahren Gröhe, dadurch zeigen sollte- dost wir in Treue und Eintracht unsere Schuldigkeit tun sollten an unserem Volk und Daterlande Unter Glockengeläute wurden die Rainen der Gefallenen verlesen, an deren Stein jedesmal beim Namensaufruf ein Kran; nieder gelegt wurde. Ls sprachen dann noch die Vertreter der einzelnen Vereine und der Hersteller des Denkmals, Architekt Häger, der es der Gemeinde übergab, in deren Pflege und Schuh eS Bürgermeister ©ontrummit dankenden Worten nahm. Ganz besonders beherzigenswert waren aber — und deshalb seien sie auS dem reichen Kranz der Reden ausdrücklich hervorgeh oben — die Wlrte. die Lehrer Ott sprach, der selbst als Kompagnieführer vor dem Feinde gestanden hat. Angesichts der Ruhrereignisse zeigte er. wie unser Herr und in ihm besonders die Gefallenen einen lebendigen Wall gebildet hatten, so daß die Feinde ihren vernichtende Haß nicht schon im Kriege in unsere Heimat tragen konnten. Er warf mit Recht die Frage auf, wie sie wo bl bann gehaust hätten. Dankbar hörte man auch, daß der Redner feine heilige Erziehungsaufgabe darin sehen wolle, bie Jugend im Geiste solchen Heldentums zu erziehen. Solche Töne gehören zu einer rechten Gedächtnisfeier. und sie trogen dazu bei. daß unser Volk sich wieder em- porrafft aus der Schmach seiner Wehrlosigkeit, die es nicht zur Größe, sondern zu immer tieferer Schande führt. Möchten die erhebenden Worte dieses Redner- in den Herzen aller Hörer zünden und wirken. Pfarrer Weber auS Groß-Felda, ein geborener Münsterer, rief den Gefallenen Grüße der Erdenheimat in die ewige Heimat nach. KrciS Kriedberq. * Bad-Rauheim, 22. Mai. Dem hiesigen Glisabethhaus wurde von den in Dad- Dauheim anwesenden Finnländern die stattliche Summe von 2 100 000 Mark als Pfingstgabe zur Unterstützung überreicht. sf. Friedberg, 22. Mai. Gestern wurde in dem v. Helmvltschen Gutshof imStadt- tetle Fauerbach etn Einbruchsdieb stahl versucht. Die Einbrecher waren bereits tx die Fleischkammer eingedrungen, wo ihnen ohne Zweifel eine reiche Beule zugefallen wäre, wenn nicht ein nach Hause gehender Rachbar durch eine am Hause stehende Leit« aufmerksam ge- worden wäre Zwei zufällig anwesende Dchuvo- beamto nahmen die beiden Einbrecher, die schwer bewaffnet waren, in Haft; der eine war früher auf dem GukShvfe als Knecht bedienstet und des- halb ortskundig. Starkcnbure und Rhtinhcffcrr. rm. Darre ft ab t. 22. Mat. Der Mörder des Darmstädter Polizeiwachlmeistcrs Günth«, der 31 Jahre alte Karl Dilh. Kinkel aus Frankfurt. wird voraussichtlich von Stuttgart, wo er ter Polizei ins Garn lief, in daS hiesige ilntDerlag, Leipzig.) — Der Derjasser war Leiter ter in tem Berliner Schloß unter geb rächten Königlichen Hausbibliothek und hat das, was er in feinem Büchlein für die Mit- und Rach weit zur Mahnung und Warnung fest- gehalten hat, selbst erlebt unb selbst geschaut oder durch glaubwürdige Augenzeugen mit geteilt erhalten. Die Vorgänge im Berliner Schloß während seiner Besetzung durch disziplinlos gewordene Truppen und in ter Zeit der Matrosen Herrschaft erfahren h er zum ersten Male eine einwandfreie, sachliche Darstellung Gewisse Zeftu ngS.rach richten über die im Schloß aitfgefunteren Vorräte werden richtiggestellt. Es ist ein tapferes Büchlein und es testtzt geschichtlichrn Wert. Kein Daterlanbsfreund sollte es ungelesen lassen. Handel. Frankfurt a. M.. 22. Mai. Börsen- stimmungSbild. Am heutigen Dorfenruhetag, ter nur für den amtlichen Devisen- und Rotenmarkt geöffnet war, war die Tendenz sehr fest. Auszahlung London und Reuyork war im Vvr- mittagsverkehr stark t-egestrt. Der Dollar zeigte in den ersten Morgenstunden einen Stand von 52p00 btt 53 500, später etwa 54 000. Dollarschrhaur ri° fuugen bewegten sich zwischen 53 000 bis 55 000. 3m Effektenverkehr von Bureau zu Bureau mabte sich eine feste Stimmung auf den meisten Märkten geltend. Dri anhaltender Rachfrage waren Zoll- türken mit 130 000, Bagdad II mit 250 000 genannt. Sehr fest waren Budapester und Anatolier l und II. Zur Montanpapiere wurden höhere Kurse genannt. Größere Beachtung fanden Rordteutscher Lloyd 53 000 bis 55 000, Hapag 125 ODO. Begehrt waren AektrizitütLwerte. A E G. unb Felten und Guilleaume wurden In den Vordergrund gerückt. Reben Maschinenfabriken Karlsruhe waren auch Datenia, Daimler. Kleyer und Bahn Bedarf Darmstadt begehrter. Von unnotierten Werten nannte man folgende Kurse: Benz Motoren 54 503, Decker Stahl 41 000, Hansa Lloyd 16 500. Sehr gesucht waren Schwäbische Möbel &00, Dvoway 1950. Man hörte ferner noch A. G. G. bei großen 11m- sähen 74 000, Licht unb Kraft 51 030. Heilbronner Zuckerwerte lebhaft begehrt. Berlin, 22. Mcki. Börsenstimmung Sb ild. Unter tem Einfluß der ungünstigen Beurteilung der politischen S?ige machte die Entwertung oer Mark heute sehr erhebliche Fortschritte. Don allen Seiten wurden ausländische Zahlungsmittel begehrt, während ziemlich allein die Reichsbank Abgaben machte. Nachdem schon am Vormittag der Dollar von 51 000 auf 54 000 gestiegen war, zog er während deS amtlichen Verkehrs weiter bis auf 57 000 an. Unter den Effektenhändlern herrschte ziemliche Aufregung. Allgemein sieht man für die morgige Börse bedeutende Steigerungen voraus. Hauptsächlich zeigte man Interesse für Bankaktien. Schiffahrtsaktien, 2l. E. E>. und auch Rombacher wurden viel genannt. Berlin, 22. Mai. (WTB) 3n ter nächsten Woche finden Dollbörsen am Montag, Mittwoch unb Freitag statt. Frankfurter Devisenmarkt. Banknoten. P.TaerfOTt a-M. 23. Mai. Rrie» ®e(b Erb weiter Noten . 10250,—- 10150-— strnn'ätzsftie Noten...... 3770 8730.— Dänil-Ite Noten....... l'ffiu- 10150 — Stbmebische Noten 14875.— 14725 — ^oünnbifcbe Noten 22300 — 28100.— Deiiisw-^ekterretch d.100 Krone« 78 40 77 60 Slmeritaniftte Noten. 57100 — 566 »0 — Englische Noten 262201- 259809.- Zmlienische Noten 2735— 2705 — Wtflflifrbe Note« 3215.— 3185 - Unnnriidjc No len 8.75.— 8.25,— Tüte wo slowakische Note« . 1703- 1675,- Norivealsche Noten 0050— 8800.— Nnmüntsche stören 303 — 297,— Spanische Noten 8300 — 8200 — Das Moselhaus. Roman von Luise Schulze-Brück. 34. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Arnolds sah sich um und machte ein erstauntes Gesicht. .Uschi," riet er, _eS ist bie höchste Zeit!" Sie drückte noch einmal Evas Hand so fest, baß es schmerzte, sagte ater nichts mehr. Hastig verabschiedete sie sich von Hans Dietrich, umarmte Elisabeth. Bürgermeister Armolds beugte sich zu ter kleinen Frau herab. Sie schlang die Arme um fernen Hals und küßte ihn zwei-, dreimal heftig leidenschaftlich Dann sprang sie auf die Plattform des durchgehenden Wagens, stürzte an tem erstaunten Kosten holz vorder in das andere Abteil, und schlug schmetternd dir Tür hinter sich zu. Die Draußenstehenden sahen, wie sie sich in bie Polster warf und ten Kopf hivrindrückte. Langsam fuhr ter kleine Zug zum Bahnhof hinaus, enter wichtigem Pfeifen ter Lokomotive, bie gewaltige schwarz Dampfwolken auspustete. Gr kroch wie eine schwarze Schlange auf tem Geleise irnb warte kleiner. Uschi ThvuveninS Kspf erschien nicht mehr am Fenster. Arnolds Stirn hatte sich gerötet. Er sah einen Augenblick starr tem Zuge nach unb bann auf Gva Sie war ganz blaß geworden, so heftig war sie betroffen. .Mein Gott," sagte Arnolltt. was ist 3hncn denn?" 6k waren allein auf tem Dcchnsleig. Elisabeth Arnolds unb HanS Dietrich schlenderten schon die Straße hinunter. Die beite* waren so mit sich beschäftigt, daß sie von ter Behren Szene kaum etwas gzmerft hatten. stch besorgt in ihr b&ffe» Gesicht ,WaS ist 3hnen terat nur, hat Uschi Dieter irgend- I welches Unheil angerichtet? Sie hatte 3hnen ja noch Wichtiges zuzu tuscheln. We-nn fk in solcher Saunt ist, kann man ihr alles zutrauen." Eva fühlte, wie ihr das Blut ins Gesicht schoß, sie war in einer settsarnen Drrwirrunz. Wie kam die Frau daxi, ihr das zu sagen unb was wollte sie damit? 3n ihrem Kopfe brauste eS, sie konnte sich kaum fassen. Sie schüttelte mir hastig ten Kopf. Sie hatte in.biefem Augenblick feinen anderen Wunsch, ali allein zu sein. Sie war so verstört, so überrascht, wie ein Blinder, der sehend geworden ist und dein man zum erstenmal die Binde vrn den Augen nimmt Hastig ging sie tem AuSgangt des Bahnhofs zu, langsamer kam Arnolds hinterdrein. ®r sah, daß sie allein sein wollte. Der Zufall kam Frau Eva zu Hilfe. Dor dem Bahnhöfe traf Arnolde Bekannte, Trarbacher, bk auch Eva oberflächlich kannte, unb was ihr fonft eine Störung gewesen wäre, wurde ihr zur Erlösung. Die beiten Herren schlossen sich ihnen an. Während Arnolds sich, eifriger als es sonst feine Art war. mit ihnen unterhielt konnte Eva ihr Gleichgewicht wieterfrnten. Als sie nachher im Garten ter Drückenschenke sah, wo sich die kleine Gesellschaft rasch vermehrte, weil dis beiten Trarbacher auch noch ihre Frauen holen ließen, konnte sie sich soweit beherrschen, um an ter heiteren Unterhaltung teilzunehmen Aber jedesmal, wenn ein besorgter Blick Arnolds sie traf, fühlte sie, wir ihr das Blut in die Schlöte stieg. Sie riß fich zuletzt getix-Iilam auS ihren Grübeleien, aus tem unrubtröi Rachsirrnen über Uschis flehen tllchr Bitten auf. Rur an die Heimfahrt dachte sie noch mit Zagen. Arnolds jetzt allein gegenütersitze» — bann Elisabeth und Hans Dietrich zählten kaum mit so versunken wie sie in sich selber waren — das würde eine Qual für sie werten. Sie atmete batet erleichtert auf. als sich auch noch Gesellschaft für die Heimfahrt fand: Ern Ehepaar aus ebnem mofeüutfwärtS gelegenen Dorfe, heitere Menschen, ein behaglicher Weinguts besitzet mit seinem rundlichen kleinen Frauchen, die mit Frcuten das Anerbieten Arnolds' an nahmen, ten rumpelnden Postomnibus gegen das bequeme Break za vertauschen. Frau Eva wußte Arnolds Dank für diese Einladung. Sie dachte nicht weiter darüber nach, ob er vielleicht ahnte, was vor gefallen war. Allmählich beruhigte sie sich unb wurde heiterer. Der grüngoldene Moselwein, ter in den Gläsern perlte, trug das feine dazu tet Unter ten Rußbäumen des GärtchenS war es kühl und behaglich. Während um sie die Unterhaltung schwirrte, sah Frau Goa ruhiger auf ten fließenden Sirom. Uschi Thouvenins eifersüchtige Seele hatte ihr Dinge vorgegaukelt, die feine Wirklichkeit waren. Die Erregung ter letzten Stunden hatten wohl mrtgewirkt. Wie hätte sie sonst dazu kommen können, zu fürchte«, daß Eva — ein, Eva wollte den Gedanken nicht auSbrücken. Schau glitt ihr Blick zu Arnolds hinüber, and als sie feine Augen mit unruhiger Besorgnis auf sich geheftet sah, erschrak sie wieder. Wenn sie nur erst za Hause träte, allein, im Frieden mtt ihrer stillen Stube. Sie wußte kaum, wie lange sie so saß. Es wurde dämmerig. DaS Grün ter Mosel wandelte sich in ein zartes Rosa, die Fenster tes Städtchens am anderen User begannen zu glühen und die schloßähnliche Villa, die stolz aut einem Dergvorsvrung über Trarbach thront, war ix Abendfvunensicht getaucht. Ein tesonteveS Gefübl (relegeaphische Auszahlung.) Datum Märkte SS 1H888.15 21945/ 827928.75 22*171,25 259350, 32^6.75 886.530 743650 2383,- -HO,20 1Lto 1702,25 Geld 319-2,- 22. Mai Amtl. Notier» 330:1,25 8909,70 7493.70 240L- 8u7st2 13012,50 1:103.40 49523,50 703) 9.5S.5/1 1468,65 BrieE 3203,- 220K1— 260650,- 3759,40 1022X50 X1N3.90 2726ä‘ 79^0 10,95 1700,75 3740 60 10174,50 S54L10 2713,20 9177|— 922%- 149112,50 15037L0 56109'35 56890.65 9052.30 KCIH5 12967.50 135hX50 49276 G0 69.M 9.47,50 1461,35 18. «Ni SrntL Notierg. Geld Nriei 2768.05 2781,95 Antw.»Drüfse1 HoNnnd.... Ponbon..... PnrtS...... Schwei». .... Spanien.... Italien .... ri'iabon-Ovorw Dänemark. . Norm en en . . Schweden . . L elsinaiorS. . -iennork Deutsch'Oestero. Bndnveit. . . . Prag Agram 9097,70 10374,- 10426 Berliner Produktenmarkt. Berlin. 22. Mai. Produkten- markt. Der Produktenmarkt stand vollständig unter dem Einfluß der Devisensteigerung. Die Preise betveaten sich in raschen Sprüngen nach oben. Aus der Provinz und aus zweiter Hand war wenig Material zu kaufen. Infolgedessen hielten sich die Umsätze in engen ®r?n- -en. Für Futterstoffe zeigte fich mehr Bcaehr. Oelkuchen wurden besonders für spätere Lieferung verlangt. (3n einem Teil ter Auflage wiederholt.) Die RheinbrSckensperre bei Mannheim. Mannheim, 22. Mai. (WTB.) Die Tte» vrdnung tetr, die Rhein b rückensperre wird vorerst, bis bie Pässe ausgestellt sind, n>ch nicht gehand abt Währe id ter Feiertag? wurde auf ter Rheinbrücke zwischen Ma moeim und Ludwigs basen keine Kontrolle ausgeübt. Die Trauerfeier für den als Opfer feiner Pflicht gefallenen Poii-,eiwachtmeister Traub findet beute nachtniltag im Schloßdof statt unter Tellnabme der B i ötben und der Einwohnerschaft. Continental»Regenmäntel für Damen, Herren. Kinder. In einschlägigen TaS Riub iu deu <> utwicklungsjcibreu mutz besondere Bflene haben, u.ib nur feine Ernährung ist große Sorgfalt zu verwenden DaS Wachstum erfordert Sriiste. Wenn diese nicht immer wieder rechtzeitig und in oenünenbem Maße erneuert wer» ben, wirb basKinb matt,schwächlich,iinluhiq, verliert fein frisches Aussehen unb sein heiteres Wesen, der Avoerit nimmt ab unb allerlei Ltörimgen fieüen sich ein. Beugen Sie solchen übten Erscheinungen bei ihrem Linde vor intb kräftigen Sie eS durch ein so bewährte» StärkunnSiuittel wie „.Qiifefe"! Geben Sie ihm morgen» »um as ganze Tal in ein flammende; gelte5 Schl -»W ucht. Die schroffsn Barge, die hier <• techt Msw- nenstoßea. stachen st't schwarz ab gegen Am, *»dben Himmel. Ein tüMcrer Hauch brachte Waltesluft h-äüter. Ein großer Lastkahn trieb langsam mtt aufgespanntem Segel mvstlab- wärtS. Der Garten ter Brückenschenke füllte sich mtl Gästen, eS wurde laut ringsum an ten Tischen. Mit geschärften Sinnen merkte Gva auf das Leben um sich. Immer wieder mußte sie sich wundem, wie heiter diese Menschen waren, wie sie unberührt schienen von ter Leben-Hetz^ gesund, kräftig, bodenständig, fest im ererbten Besitz wurzelnd, ster sich kraftvoll regend im erfolgreichen Erwerb. Ein solider Wohlstand sprach aus ter ganzen Physiog- nomie ter kleinen State, schaute aus ten blinkenden Fenstern ter gut gebauten Häuser, die sich in ten engen ßtraten zufammenbränaten, wie aus ten geräumigen stattlichen Bauten, die ten großen Weinftrmen gehörten. Rege Tätigkeit schien allem- halten zu herrschen, aber nicht die fieberhafte, zehrende Sile ter Großstadt. Und tote diese Menschen lachen formten, so laut, so aus ganzem Herze»! (Fortsetzung folgt) nt tri* fl* lr*f ** Der Sifi Nm ibtr & 1 1 ®44ÜI I. lich. T 3eni<6 besäet r * > i'.xv: ** r«LL» Itardi 8$« 1 kitte । brd. i teti « t ■ J.M Fett S«rtobit WM»« im flurt Schwad« von W Jahren. Dorothea Schwabe geb. NaL ne 15 vertnLHLta Rehkirchen, 22. Mil 1923. (3440B ptrwattuag. gtllati»*. »itfcce. be« 20 M 19» ßs^gMeiicksßzMM GIESSEN. Den 23. Mal 1923. | Empfehlungen | Kur noch l Taget ab txdlrii Goldbarsch Ein Herren Baler, tmee. Liclilsplelhaus.Bahnhofstr.34 bei lebt am. Belob* obangebee. 6BMI nrbnrgfr gtr. 21 In dem gewaltigen Rim werk nViffe/ Amerikanischer Original-Wildwestfilm. Ma;. oAm^ T . Uhr. mit .hl ball ec riet en Ter ebt USt rtuiber Carola Tastern Karl HUlgarfner Die Beerdigung findet Freitag, den 25. Mii, mittags 1 */» Uhr, statt Wir bitten aber von Beileidsbesuchen und Blumenspenden abzusehen Bcfanntntachnng. 2lm 24. mal. t>orm IO Uhr. werben auf bleflotm Gstterlchuppen ti fliiirn Irrrr Stiifliiitfii, ZfS elif metflblclenb gegen Barzahlung oerfleigert. Cbuterabfertfaung ®leben. 35140 Die glückliche (Bebart eines qelunben Mädchens zeigen hocherfreut an e sparen muhens, nen ^eC^xhgcusredinung zu hoch idt Gröhe Versteigerung fahrrad llir. [MotM Iifliria i Hüllt IMIii.-liuhi »rtUmert «m oert BraabaeWt M4*-D SiciiBFE Kaoitolaftr-hiileBZ durch llrbernnbmr hoher Werolnee abiverf Aabrifattoit nn lldtitare inieUia- berro. ol«i ioeid)aetcn In tiefer Trauer: Elise Grün geb. Amend Hermann Grün. SoltdeS HmmWts b eurer ^erpflrnima und taebnlt oer fo<. ober I. ,)nni nach Bob Ranheim ae- lncbt- Borzuit. bei titdrtno. Ttubeut. Tlarftftrabe (0BW) Unter »brenour- Hftcnber ffainerab hkiirich?«Ikk wirb Tonnerfrtag mittag 3 Uhr beri« blut. Wir bitten brtnnenb um zahl reiche» tir scheinen. Der Borhenb. Der Voranschlag der Gemeinde Seih, gestern für *X| 1923. vom Gemeinderat genehmigt, liegt vom 24. d. QHl». ab eine Woche bei unlerzeichneier Stelle rsten und können Einwendungen während vieler deu erhoben werden 35I9D Leihgestern, den 22. Mai 1923 Bürgermeisterei änodxt das Leder zur Erhaltung, drue kaufe nur Schahputz ___ Nigrin. Vergebung von wasterleitungrannaturen. Die flkmetab# ßaegsbotf will bu |in Wan Heute entschlief nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unser lieber, unvergeßlicher Sohn und Enkel Heinrich Fuchs im Alter von 22 Jahren. In tiefem Schmer«: Heinrich Fuchs u. Familie. Lollar, den 22. Mai 1923 Dfc Beerdigung findet Donnerstag, den 24. Mal, nachmittags 37« Uhr, statt 00513 3230 Briet nicht erbauen. Blue am botblao Bebrntrnbes Zrfjiuirgchuerf sucht crüriaffieee Vertreter für Uneben nnb llmnebunn. welcher bei bet Metall verarbeitenden Jubultrte nut elngeftlbit ift ©’C.i Herrenrad mit acuci Ikieiluna zu verf.iu'en Cndn Weacnwea 4«, Uedröüchter flirbtiiberiaigei aji verfaule». UM® Wollte Ur, 18 III. Demonstration neuester Gas- und Kohlen- I Sparmethoden! Kostproben und Eintritt frei! rdethtflei, nicht zu junge*, nur gut empfohlene» LdDOHD Hiöödieo genen aeltgem. Lohn Ainn 1. •'bunt gesucht Srcu V. 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G*etarn entoehlief «anft nach llnirerrm Krankenlager Im 6t Lebenejahr unser langjähriger, treuer Mitarbeiter Herr Heinrich Boiler. Paat 87 Jahre lang hat der Heimgegangene in vorbildllcherWelee ab erster Raleevertrrter ans- rr» ifanaes mit seiner ganzen, unermüdlichen Schaffrnakraft und Deiner anüerrfewöhullrhcn Werbe- fahlukelt an «Jem Fzrporhlflhen unserer Flr na nn maBgrUender Stelle i rfolgrelrh mltgrwirkt Wir werden dem kernig n.treadrut- sehen Manno atete ein dankbaren, ehrendes Andenken bewahren. Georg Philipp Gail Aktiengesellschaft Rauch-, Kautabak- und Zigarrenfabriken Scheitholz. Ober bell und Nisten. Töpfe. Giehkanne, 1 Grammophon 1 Geigen- foffen. Lampen 1 Aaumzeug 3 TH* decken. 2 Galherde. 2 Kieler Ansüge. Schuh zeug. Kleider u|D O3A\2 H. Bcuuer II. NB Don 10 Uhr ad BeNchtiOuug und richteten, vrt i tcbe augcirrut mirb. »u ver geben. Auch für Hnarmenre il Techniker vast .Hur llebernabwe ,r uach S*eihf nt Ct in richt cts. 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Die Gemeinde Seilshaaftn beabstchtigt einen jenatn zur Jucht nicht tauglichen Aulen auf bew Wege des schriftliche» An- gebot» zu verkaufen Angebote find dis |em 25 de. Äs.. nachmiNags 2 Uhr, mit der Aufschrift.Buüenveeknuft bei unter- ietd)r.eter Vürgermecherei abzugeben, »o- selbst dann die Eröffnung erfolgt. D,e De. binqunqer werben vorher he bann »gegeben. Geilshausen, 21. Ma, 1923. Hessische Bürgermeisterei Geilshausen Wag ner._______3&23D hleOm Itonlii^arten 3-Masten- Zirkus emvstehlt Ceorg WM gegen L bang.-Noolh ♦Une Elnmtckel- Moier rnlibrtagm. Kefen, herbe Sarherde neu und gebraucht, emvfehleu Bamliörg.Fiithh^. II. Rot Rachtla.. 2d)ulhr.lO.ZeLltiii LvuneröiaO früh einiTrfleub ‘■'c Schellfisch Jirt zu kochen kennen^ lernen Lool/en— Mädel «Hile MirtaMpesierl 7 Akis Boe w Bodizeilsra« Der Fall OTieil Spar.aender Detektiv-Fite mH Astoria-Lichtspiele Bellerwweg Kile