Nr. 70 Erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertags, mit derSamstaysbeilage: GiehenerFamUienb tatter Monatliche Veivorpreife: 205V Mark und 150Mark Träger lohn,durch dieDost SOOOMark.auchbeiNicht- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt - Fernsprech- Anschlüsse: für dieSchrist» leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger riehen. Poftfcheätonlo: granffurt a. DI. 11686. 173. Jahrgang Zreitag, GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen vni« mid Verlag: vrlihl'lche Univer-tStr-vuch- und Steinöruderei n. Lange in Sieben. Schrisileitung und Sefchästrftellt: Schulstrabe 7. 23. Mr; 1923 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit, preir für 1 mm höhe für Anzeigen v. 27 mm Breite örtlich 80 Mk., auswärts 100MK..für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 400 MK.Dei Platz. Vorschrift 20 "/.Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans BeL, sämtlich in Giehen. Der Reichskanzler in München. München, 22. März. (Wolfs.) Der Reichskanzler ist heute vormittag m München eingr- troffen 3n seiner Begleitung befinden sich u. a. die Reichsminister Gehler und S t i n g l, Staatssekretär Dr. Hamm, der bayrische Gesandte in Berlin v. P r e g e r und der toürttembergische Gesandte v. Hrldenbrand. Zum Empfang waren u. a. erschienen: Präsident v. Knilling, der Minister des Innern Sch weh er, der Präsident des Landtags Königsbauer, der Regierungspräsident von Oberbayern Dr. K a h r, der Polizeipräsident und die beiden Bürgermeister der Stadt München. Auf dem Bahnhof und auf dem Wege zum Hotel Continental, wo der Kanzler abgestiegen ist, wurde er von einer zahlreichen Menschenmenge lebhaft begrübt. M ü n ch e n, 22. März. (Wolff.) Ihn i/3ll Tlhr fuhr der Reichskanzler in Begleitung des Ministerpräsidenten K n i l l i n g nach dem Staatsministerium des Aeuhern. Dort begrüßte der Chef der bayerischen Staatsregierung den Reichskanzler offiziell mit herzlichen Worten. Der Reichskanzler dankte in einer längeren Rede, in der er zum Ausdruck brachte, fein Besuch in München sei ihm nicht eine leere Formsache, sondern ein Herzensbedürfnis. Der Reichskanzler sprach die feste Lieberzeugung aus, dah die Reichsregierung nnd die bayerische Regierung in der gegenwärtigen schweren Rot die gleichen Ziele verfolgen, und sich gegenseitig vertrauensvoll die Hände reichen werden. Mit besonderem Rachdruck betonte er, dah an der ruhigen besonnenen Politik des passiven Widerstandes unter allen Llmständen feft- gedalten werde. An dem offiziellen Emtzfang nahmen die Reichsminister Gehler und Stingl, Staatssekretär Hamm und sämtliche bayrischen Staatsminister teil. Anschliehend hieran fand eine Fahrt zum Landtagsgebäude statt, wo am Portal tfWL.Landtagspräsiüent Königbauer mit herzlichem Händedruck den obersten Reichsbeamten willkommen hieb. Die offizielle Degrühung durch den Präsidenten erfolgte im Roten Zimmer des Landtagsgebäudes. München, 22. März. (WTD.) Bei dem Empfang im Landtag hielt Reichskanzler Cuno nach einer Degrühungsrede des Oandtagspräsi- denten eine Ansprache, in der es u. a. heisst: Wenn jeinals in einer Zeit bei einem Volk das Volk selbst der Träger der Geschichte des Landes war, so ist das heute der Fall. Wie oer Widerstand an der Ruhr, in der Pfalz, im besetzten Teile des Rheinlandes herausgewachsen ist aus der innersten Sache des Volkes und der innersten Liebe des Volkes zum Lande, zu einer friedfertigen Entwicklung und zur Wi^ererlan- gung der Freiheit zu kommen, so ist der Träger dieses Kampfes das ganze deutsche Volk im besetzten und unbesetzten Gebiet. Deshalb hat es besondere Bedeutung, dah Sie, meine Herren, als die berufenen Vertreter des bayerischen Volkes, zugleich als Vertreter aller Parteirichtungen, mir Ihre Llnterstühung zuficherten. Eines ist klar, dah keine Regierung diesen Abwehrkampf gewinnen könnte, wenn sie nicht die Volksvertretung einbaut in einen Organismus und sich damit mittelbar auf das ganze Volk stützen kann. Rur solange das ganze Volk zusammenhält, auch im nichtbesehten Teile die Parteiunterschi e d e z u r ü ck st e l l t und sich einmütig auf die Abwehr des widerrechtlichen Einbruchs einstellt, nur solange können wir zusammen, Sie als ■ Vertreter des Volkes, wir als die verantwortlichen Führer der Regierung, den Abwehrkamps mit guter Aussicht weiterführen. Was in unseren Kräften steht, wird geschehen, die Leiden des Volkes im besetzten Gebiet zu mildern und auch im nichtbesehten Gebiet die wirtschaftlichen Verhältnisse zu erleichtern und günstiger zu gestalten. Riemals aber können wir das um den Preis tun, wenn wir nicht den Brüdern untreu, werden wollen, niemals um den Preis der Llnter- werfung unter den Willen des Feindes. Von der Einstellung unseres Volkes aus die grohen Auhenziele unserer Politik davon hängt das Schicksal Deutschlandsab. Mit meinem herzlichen Dank bitte ich zugleich die Zusage entgegenzunehmen, dah wir unbedingt diesen Weg weiter verfolgen und nach keiner Seite uns wenden und abdrängen lassen. Zugleich nehmen Sie die Zusicherung mit, dah dieses Kabinett, wie ich in meinen ersten Reden im Reichstag ausführte, es sich angelegen sein lassen wird, die Eigenart der Länder und Stämme im großen Deutschen Reich zu berücksichtigen, denn die Kraft der Länder und die Zusammenfassung aller dieser Kräfte der Länder und Stämme machen die Kraft des Reiches aus. Rach der Begrühungsfeier im Landtage stattete der Reichskanzler dem päpstlichen Run- tius Monsignore Pacelli einen Desuch ab. Um 12 Uhr mittags gab die Stadt München dem Kanzler einen Empfang im Rathaus, wobei Bürgermeister Schmid den Kanzler begrüßte. Der Reichskanzler borrftc mit einer Rede, in der er die Bedeutung Münchens als Kunststadt hervor- hvb und die Worte des Bürgermeisters unterstrich, dah das Dreigestirn Reich, Land und Gemeinden es sei, welches das Volk zusammenfasse. Der Anschlag aus Smeets. Ko-In, 22. März. (Wolff.) In der Mord- fache Smeets kann heute noch mitgeteilt werden, dah der der Tat dringend Verdächtige von Beruf Mechaniker ist. Er soll aus der Gegend von Kassel stammen. Alle Maßnahmen zu seiner Ergreifung sind getroffen worden. Der Mann hielt sich beschäftigungslos in Köln aus. Die Luftflottensrage im englischen Oberhaus London, 22. März. (Wolfs.) Gestern fand, wie Im Unterhaufe, so auch im Ober harse, eine Aussprache über das Verhältnis der Luft- streitkräfte Frankreichs und Großbritanniens statt. 3m Oberhause erklärte, nach einer ausführlichen Meldung Lord Birkenhead, diese Frage sei von größter öffentlicher Bedeutung. Die von Frankreich als dauernd in Aussicht genommene Friedensstärke betrage mehr als das Doppelte der britischen Friedensstärke. Vier Jahre seien seit dem Waffenstillstand vergangen. Richt eine Äle sei in der Richtung auf eine Wiederherstellung der Rahe auf dem europäischen Kontinent zurückgelegt worden. Während dieser Zeit habe sich eine Reihe von ernstesten internationalen Problemen zur Regelung zwischen beiden Alliierten Großbritannien und Frankreich ergeben. Das ernsteste dieser Probleme betreffe die Reparationen. Fast fünf Monate seien vergangen, seitdem die gegenwärtige Regierung der Koalitionsregierung gefolgt sei. Aber die Beziehungen Englands zu Frankreich seien_ nicht besser geworden. Seit 1913 sei die französische Presse England gegenüber niemals weniger freundlich gesinnt gewesen als heute. Die französische Regierung sei der Ansicht, daß sie von England nicht die Ltnterstühung erhalten hab:, die sie bei der Durchführung ihrer Politik im Ruhrgebiet habe erhalten sollen. Frankreich sei allein ins Ruhrgebiet gegangen. Das britische Heer sehe sich in Köln in einer äußerst schwierigen Lage. Der gesamte Handel britischer Kaufleute mit Deutschland sei unterbrochen and jeder Art von Belästigungen ausgesetzt. Es gibt keinen vernünftigen Engländer oder Franzosen, der sich nicht über eine riesige und dauernde Katastrophe für den Kontinent im klaren sei, wenn es sich als unmöglich Herausstellen sollte, die Harmonie, die bestanden habe, wiederherzustellen. Es bestehe jedoch die Pflicht gegenüber dem eigenen Volke. Wie der Staatssekretär für Lustfahrt mitteiste, habe Großbritannien 371 Flugzeuge, Frankreich 1260. 3m Jahre 1925 würden, wenn die augenblicklichen Programme beibehalten würden, Großbritannien 575 und Frankreich 2180 Flugzerge haben. Lord Birkenhead gab dann einen Ueberblick über die Verteilung der britischen und französischen Lustkräste in der Heimat und anderen Weltteilen und führ fort, in England seien im Jahre 1922 200 Flugzeuge für zivile und militärische Zwecke gebaut worden; Frankreich habe insgesamt 3300 gebaut, nämlich 3000 für militärisch! und 300 für zivile Zwecke. Dies sei sehr beunruhigend. Er habe niemals geglaubt, daß eine Ration, die England riesige Summen schulde, Mittel für so gewaltige Rüstungen in einer Zeit finden würde, in der nicht die geringste Aussicht bestehe, daß auch nur ein Pfennig des geschuldeten Geldes jetzt oder in naher Zukunft oder überhaupt zurückgezahlt werden könne. Es sei gesagt worden, daß große deutsche Luftvvrbereitungenim gegenwärtigen Augenblick im Gange seien. Er erfahre von Offizieren, die in letzter Zeit die deutschen Verhältnisse eingehend kennengelernt hätten, daß diese Mitteilungen außerordentlich übertrieben seien, daß auf jeden Falt keine deutsche Luftbedrv'hung für die nächsten zwei Jahre bestehe und daß auch keine Luftbedrohung von feiten Deutschlands im Verein mit Rußland zu befürchten sei. Aber dies würde die Lage noch beunruhigender machrn. Großbritannien könne mit einer älnterlegenheit in der Luft während der nächsten drei, vier oder fünf Jahre nicht mehr zufrieden sein, als es mit einer Unter- legenheit zur See vor dem Jahre 1914 hätte zufrieden sein können. Gin geringerer als der Einmächtestandard biete keine Sicherheit. Er würde jedes Opfer bringen, um die für die Zivilisation und den Wiederaufbau der Welt notwendige Freundschaft mit Frankreich aufrechtzuerhalten ; er glaube aber nicht, daß es für ' irgendeine Regierung in England möglich sein würde, einen Standard in der Luft anzunehmen, der niedriger sei als die Gleichheit mit irgendeiner auswärtigen Macht. London, 22. März. (WTD.) Der Unterstaatssekretär für das Sutherland erklärte im Oberhaufe, Birkenhead habe die Zahl der britischen Flugzeuge richtig mitgeteilt, aber seine Zahlen Über die französischen Flugzeuge seien nicht ganz zutreffend. Die letzten Informationen zufolge hätten die Franzosen 1260 Flugzeuge, von diesen seien 11 Abteilungen in Frankreich, gegenwärtig 10. 3m Jahre 1925 würde die Zahl 29 seien für Uebersee bestimmt. Die Zahl der britischen Abteilungen in der Heimat betrage der britischen Flugzeuge 575 betragen gegen 2180 französische, unter der Voraussetzung, daß keine Aenderungen des Programms eintreten, das noch von der französischen Kammer und vom Senat angenommen werden müsse. Der Unterstaatssekretär fuhr fort: Wenn das gegenwärtige Kabinett und der Ausschuß für die Reichsverteidigung der Ansicht sein sollten, dah die augenblicklichen Umstände eine größere Luft- streitmacht erforderlich machten, dann müsse sie geschaffen werden. Erfordere es die britische Politik, weiter im Irak, in Palästina und im Rordvsten zu bleiben, so sei es zweifellos billiger, diese Länder von der Luft aus zu konftwllieren als durch das Heer. Wenn England seine ßuft- streitkräfte auf einem Sinmächte-Standard erhöhen würde, so würde es unverzüglich eine Gesamtausgabe rxm 23 Millionen Pfund jährlich decken müssen. Falls das volle französische Programm zur Ausführung gebracht werde, werde diese Summe auf jährlich insgesamt 35 Millionen Pfund erhöht werden. Lord H a l d a n e erklärte, die Lage der Verteidigung Englands sei mißlich. Es wäre ein sehr großes Unglück, wenn die Beziehungen Englands zu Frankreich schlechter würden. Frankreich brauche die Freundschaft Englands und England brauche diejenige Frankreichs, wenn der Frieden er'fKdten bleiben solle. Die britische Flotte sei immer noch die mächtigste Flotte der Welt. Die Frage der Verteidigung gegen Luftangriffe auf London müsse eingehender Aufmerksamkeit gewidmet werden. Er glaube nicht, daß Frankreich zum Kriege mit England treibe. Lord Haldane erklärte zum Schluß, er glaube auch nicht, daß Frankreich von einem Kriege mit England träume, zugleich aber erkenne er die Möglichkeit von Eventualitäten an, auf die England vorbereitet sein müsse. Lord Grey führte aus: So lange man in Zweifel über die Sicherheit der Heimat sei, werde es immer nötiger, die Verpflichtungen Englands außerhalb der Heimat zu vermindern. Er hoffe, es werde in Frankreich allgemein anerkannt, daß, was auch augenblicklich wieder der Fall sei, die Sicherheit Frankreichs auf die Dauer von der Freundschaft Großbritanniens avhänge. Gr wünsch?, es werde in England mehr bekannt, daß die Sicherheit Englands von der Freundschaft Frankreichs in einem nie gedachten Maße ab- 'hänge. Seit dem Waffenstillstand seien die Dinge immer unsicherer geworden. Was die Luftstreit- kräfte beträfe, so befände man sich am Rande eines neuen Rüstungswettstreits, wenn nicht das Gefühl allgemeiner Sicherheit in Grropa erzeugt werden könne, das durch eine allgemeine Herabsetzung der Luftstreitkräste ebenso wie anderer Streitkräfte herbeigesührt würde. Die Herabsetzung könne zuwege gebracht werden, indem der Völkerbund umfassender, wiikfamer und stärker gemacht werde und durch ihn ein vitaleres Gefühl der Sicherheit erzeugt werde. Die Rüstungen würden Kriege nicht vechmdern; sie würden im Gegenteil zu künftigen Kriegen führen. Dieses Jahr, das soviel Drsorgnis verursache, sei für den Kontinent ein sehr kritisches. In den allernächsten Monaten werde es sich zeigen, ob man der Sicherheit Europas entgegengehe oder sich von ihr entferne. Lord Salisbury erklärte, D.rkenhead habe Frankreich gegenüber eine Sprache geführt, die er mißbillige. Aber- in der Hauptfrage bestehe zwischen ihm und Birkenhead wenig Meinungsverschiedenheit. Die Regierung fei vollkommen in der Lage, alle diese Fragen zu ordnen, wenn das Land es wünschte. Er ersuche das Oberhaus and das Land, der Regierung zu vertra ien. Es werde keine Zeit üertoren werden. Die Regierung hoffe, innerhalb eines verhältnismäßig kurzen Zeitraums das Ergebnis ihrer Beratungen mitteilen zu können, das, wie er sicher glaube, die ilnter- stühung aller Parteien des Parlaments finden werde. Lord Curzon führte aus, er sei sicher, daß Birkenhead bei seinem Vergleich der britischen mit den französischen Luftstreitkrästen keinerlei feindselige Gefühle gegen Frankreich gehegt habe. Riemand empfinde mehr Sympathie für Frankreich und feine gegenwärtige Lage als er selbst. Lord Gong betonte, es sei klar, daß bei der augenblicklichen finanziellen Lage Englands die notwendigen - Millionen zur Finanzierung eines Einmächte-Standards nicht gefunden werden könnten. England sei entschlossen, seine Freundschaft mit Frankreich aufrechtzuerhalten. Es gebe ehre große Zahl von Leuten in England, die bei dem ftanzösischen Vormarsch ins Ruhrgebiet auf Frankreichs Seite ständen. Ein Interpellation in der holländischen Kammer. Aus dem Haag, 23. März. (WTD.) In der Zweiten Kammer stand die sozialistische Ruhrinterpellation auf der Tagesordnung. Sprecher der sozialdemokratischen Arbeiterpartei war Dräutigam. Er sagte, er wolle nicht die rechtliche Grundlage der Ruhrbesetzung erörtern. Ihre Folgen seien aber sehr ernst für Holland, dessen Bevölkerung zum großen Teil von der Freiheit des Handels und der Industrie abhängig sei. Zehntausende von Holländern seien für ihre Existenz auf die Arbeiter im Ruhrgebiet oder für das Ruhrgebiet angewiesen. D?r Handel leide unter der älnsicherheit der Lage. Der Interpellant fragte unter anderem, ob der Minister bereit fei, sich mit den Regierungen anderer Staaten in Verbindung zu setzen, deren Interessen mit denen Hollands ü&ereinftimmten, um bei der ftanzösischen und der belgischen Regierung gemeinsam aufzutreten, damit die Bestimmungen der Rheinschifsahrtakten loval durchgeführt würden. Der Minister des Aeuhern van Karnebeek sagte in Doant- wortung der Interpellation, man dürfe nicht übersehen, daß der Rückschlag, der sich in Holland bemerkbar machte, nicht nur auf das im Ruhrgebiet eingeführte Regime, sondern auf die Tatsache der Besetzung selbst zurückzuführen sei. Die niederländische Regierung habe sich an die in Frage kommenden Regierungen gewandt und eine günstige Antwort erhalten. Zunächst hätten die besehenden Mächte eine Liste von Gütern aufgelegt, die frei eingeführt werden könnten. Damit sei eine Regelung über die am 1. Januar unterwegs befindlichen Güter zustande gekommen. Der deutsche Tarif für freie Güter sei jetzt wiederhergestellt. Ferner sei eine Regelung zustande gekommen, damit die Kontrakte, die am 1. Februar liefen, ausgeführt werden könnten. Binnen kurzem sollte der alte deutsche Tarif wahrscheinlich wieder- hergestellt werden. Die lOproz. Olbgabc toüvöe also damit entfallen. Für neue Kontrakte seien die Aussichten nicht günstig. Weiter erklärte der Minister, Holland sei stets für die Aufrechterhaltung der Rheinfahrtakte eingetreten, habe sich aber nicht zum Dolmetscher der Klagen anderer gemacht. Der niederländischen Regierung sei nichts bekannt davon, dah andere Länder wünschten, Holland möge für ihre Interessen ein treten. Seines Erachtens handele Holland richtig, wenn es vorläufig für seine eigenen Interessen sorgte. Er sei vorläufig nicht in der Lage, den Gedanken eines gemeinsamen Auftretens zu erwägen. Die Einigung des Liberalismus gescheitert. London. 23. März. (WTD.) Die Der» Handlungen zwischen den Rationalliberalen und den unabhängigen Libera- l e n wegen der Wiedervereinigung der beiden Gruppen sind gescheitert. Dei der gestern abend abgehaltenen Sitzung der unabhängigen Liberalen unter dem Vorsitz Asquiths wurde eine Resolution angenommen, in der es heißt .Vorbedingung für ine formelle Wiedervereinigung mit den Liberalen und die Einrichtung ber entsprechenden Apparate sei die Zusammenarbeit im Parlament und in den Wahlkreisen. Asquith wiederholte seinen Wunsch nach Vereinigung der beiden Teile der liberalen Partei dmrch Zusammenarbeit während der Sitzungen und in den Wandelgängen. Er erklärte sich aber nachdrücklich gegen den Vorschlag, einen beratenden Ausschuß einzusehen, in dem außer ihm selbst Lloyd George, Simon und Mond sitzen sollten. Die Auffassung Lloyd Georges war gewesen, dah ein wirksames Zusammenarbeiten ohne vorherige ‘Beratung nicht möglich sei. Eine französische Räuberbande in Dortmund. (Berlin, 22. März Olach einer Meldung des „(Berliner Tageblatts" aus Dortmund drangen in der Rächt vom 19. zum 20. März mehrere französischeSoldaten unter Führung eines Chargierten in sieben Häuser in der Leierst raße ein. Den Bewohnern wurden Pi st olenvordieBru st gehalten und Geld und Wertsachen abgenommen, im ganzen IVs Millionen Mark Bargeld sowie zahlreiche Kostbarkeiten. Die Frauen, die in ihren Wohnungen angetrvffen wurden, wurden in der gemeinsten Weise belästigt. Die Betroffenen wurden heute vom Dortmunder Be° sahungsamt vebnommen. In derselben Rächt wurden zahlreiche Passanten von den gleichen Soldaten unter Bedrohung mit der Waffe ihres Bargeldes und ihrer Wertsachen beraubt. Die Ausweisungen. Frankfurt a. M. 22. März. (Wolff.) Die Ausweisungen aus dem südlichen besetzten rheinischen Gebiet dauern in verstärktem Umfange an. Heute morgen traf hier ein Schub von 20 Personen (darunter eine Dame), meist Beamte, aus der Gegend von Kreuznach- Meisenheim (Rahe) ein. In Darmstadt langen täglich Transporte mit Ausgewiesenen, meist aus Mainz und dem übrigen Rheinhessen, an. Frankfurt a. M., 22. März. (WTD) Der Streckengänger der Cronberger Strecke, Hupp, iß heute nacht beim Streckenbegehen von den Franzosen verhaftet und von 2,30 bis 5 Uhr früh in einem Schilderhaus festgehalten worden. — Die Familie des ausgewiesenen De- triebsrats Ibkendanz in Worms muh ebenfalls binnen vier Tagen Worms verlassen. Der Oberingenieur Finke vom Detriebsamt 1 in Worms und der Maschinist D i s ch o f s von der Detriebswerkmeister« in Worms sind von den Franzosen aufgefordert worden, in ihre Dienste zu treten. Da ste dies ablehnten, mußten sie ihre Dienstwohnungen räumen. Die Fremdherrschaft in Bad Ems. fpd. Bad Ems, 22. März. Hier haben die Franzosen die Bereitstellung von 41 Wohnungen mit 3 bis 7 Zimmern und Küche für französische Angestellte des Ein- und Ausfuhramtes gefordert. Hotelwohnungen wurden abgelehnt, vielmehr ausdrücklich Privatwohnungen gewünscht. Ein unverschämtes Ansinnen an die Stadt Düsseldorf. Düsseldorf, 22. März. (WTB.) Die hiesige Stadtverwaltung wies die Wegnahme von Geräten für Küchen- und Speiseeinrichtungen im Werte von 300 M i ll ion e n M ar k mit dem Hinweis zurück, daß sie nicht in der Lage sei, bei Requisitionen, die nicht mit der Ruhraktion in Zusammenhang stehen, mitzuwirken. Der Ortskommandant teilte der Stadtverwaltung mit, daß er das ablehnende Schreiben an den General nicht weitergeben würde und bemerkte dazu, es sei überflüssig, bei jeder Gelegenheit zu wiederholen, dah die deutsche Regierung der Stadtverwaltung verboten habe, den Anordnungen der DelakungSbebörde nachzukommen« bc* bt Per ilBiQpeutr brr LI «er* OH* IBüfeag vom 22. 3Xir> ab aef drei Mo- qetoleftn, feine Familie mutz innerhalb von vier Xa;en Düren verlassen. Der Eirund der Ausweisung ist unbdanni. i b € b 1 e n Tee r5 dct Vertonen- 6a mite den IRittübvurg bei Teilen Ini Jluüanb ohne ®cv Die die .Deutsche All- 6ti SKtlogr. 3OO1IIL eoonn lieber Verzögerung in der Berob^chiedung unb schen Tauber arm ee so rücksichtslos an Pranger zu stellen, wie sie es verdienen. 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 rtem 7000. » veammcll. Verlohn ngs X 3 Xik 1 ulletn t|l 000 au« der Monat Februar A horgefeben waren, Rachbem bas Gesetz tu na. für die uiprünahd unb bann der Monat M. nicht Innegcbalicn werden. ' 16#T Tfr-ri ke) 600 AN Uus dem IReidie. Abschaffung der •etreldenmlage? luimlnifleTtum habe dagegen ein Ötrafordabten gegen das Ordinariat angckündigt. Die Reicks- regierung müsse gegen diese Bermwalttg^ng der dekenntnistreuen Be^Iter^ng Steilung ne nnen Aba Tartb (Dttchntt, cxtUrt. bab es sich l**‘ letzten haben den Kirch»o, bei Asm vb den öaal hi Don 3uans römischem «alalle Schauplatz „ . Das die Kürzung des Stückes durch Striche aUec vor dem Dch*,7-^>7t. enrr--- *** * Denkt an die französischen Plünderungen im Ruhrgebiet. Gebt zum Deutschen Dolksopfer! "DleneoenZweihunberimark- ft 6 4e sind f«Ht In den Berkehr gebracht worden. Die lerchie Muminiummünge ähnelt in Gewicht und Größe den Fünszlgpfr nn igflücken. werden vom 25 Tldn ab aus 10 Mk fse de» Zentner erhöbt Da Minbebgebühr be:t2gi von diesem Lage ab 80 All mit ÜDtcfuna wm 17. 12414 600000 Mark erhöht worden. Heutiger Stand des Dollars 10 Ubr vormittags: Berlin 20 900. 5ranfhirta.il. 20 925. Borwiegend woMg. keine weienillchen Tiefte* fchläae. m'ld. Mbliche IDinbe Aanddtldungen des Tiefdruckgebiete« über Frankreich werden Slnflutz auf unsere HUteruna gewinnen Landkreis «letzen. Das die Zwangsanleibe anlang?. so ist dem sv4testens zwei Drittel über 8 .. „ 5 w „ 6 „ » 7 ■ „ 8 „ „ 9 „ 10 „ M H H " 12 1 13 2 „ 14 .. „ 15 „ .. 16 w „ 17 „ .. 18 „ .. 19 „ en 1;.- v.-- ■ iah dem Siemrdetrag. der sich aas der ur 3aauar abgegebenen UaU>- < euererf.dkung ergibt des im 15 April 1923 ui cetr <4 :en »ob dab Ne Bsro rszahi ingen aut b.< IhakioHoMT rtr das ritt T.crteijax 1923 bA pun 30. April 192 za leihen lind der Zeitpunkt, bis ju dem spätestens zwei Drittel der Zwangsanleih« Im voraus tu zd-mn jnb einnitaftlet find, bis zum 3 0. April htaaj*> P'ch^ben worden. Der Zeichnnngspreis beträgt s »um 30. April 163 Prozent erst vom Mal ab erbftbt s-ch der Zeichnuagspreis um 10 Prozent monatlich «34 a*.rb ferner darauf bi^gewid«. Velden: w.-rtungsgetetzeS konnte bte Frist für die Abgabe der Her- mögens- unb Slnkommeasteuererklö- slcherung. mit 93 gegen 86 6üntmen zu Fall, Io bab die verslcherungspsllcht unbegrenzt bieibt Sin Antrag Dr Haeckels, die vasten zwilchen den Ländern und den Semei oben für Zeitungspa feie bis 5 Kllogr. Daketbestellgelb unb Pafetausgabegebühr werben vom 1. April an nicht mehr erhoben 9lrut ®teurrfriftrn. Mn •detzemsvrt hverling (T Bo i unb Sen. betreffenb 2U»k4*>ru-.g des ArtiLeis 149 2ß>f II brr Rdchs^rta fung 'derresfemb S .lm*- erCürxeg der «Lern uoer die Ze;lnabaM der Kl» der am Aelig t 0as u nter r icht and an ktrchlrch« d-i.m 1 b> rb dem Recktsanssch^tz überwiesen. bemehckam beraten werden btt In erhell r- Itonen des 3ntfrurai wegen • esährdang d < r • evlfsensf reihen in Sachsen un der- sen gen der Drott-mit onate» wege, Gesöhrdang Der religiöses Freiheit tn Sachsen, Lhüriagen und Bra u ns chwelg. Abg. Mar» Ztr ) erklärt, die befannie "Verordnung des ^ch iche- KnUusminifteriaMs tom vorigen August versehe die tu der Ae-chsven-'- lend g«r hrt Glaubens- unb OtaMfte-.-.»* frtifteii, die Freiheit h,r ÄZlgten unb da» Reckt der Berenntmsschule Da» bischöfliche Ordinariat Berlin, 22. QMn (Dolfs.» Bei der Be- mtuna über die Arbeitslosenversicherung im AeichswirtschaNsrat brachten die Arbeltnehmer einen Antrag der Arl^itgeber. die Vers chrrungsgrenze an verdienst zu knüpfen, wie tn der Krankower» ÜU5 S'abt und Cant). • leben, den 23 März 1923 Tad Trntfcfir VolkSopfer. 3n der •elchäftsstelle be* .® 1 e b e n e r 3n- 3 e l a e r 6* atnoen für uniert bedräng!en Volks- genoßen im Audraeb et und am Ahern weiter ein; rnktnei den Gedanken selbst als .höchst genial'. OSon der SLlul'teene behauptet er. .Sternen ane d ete linb Rezent« ':en nirgends v^rgekommen . ben Don 3uan selbst nennt er einen 9ha rott«, w e er .vielleicht teil S afe'peart unb Servames nicht ge!chr-eben worden sei". Zedenfalls Ist der .Don 3»an und Fa 18" non allen Werfen •rabdes dasjenige. das trotz mamter öd Ha miet len am meisten Rücki-t an Me Intorbcrungen der Bühne n mmi. deshalb ist von D. zogens. des t:i‘«rer C t. xxt wer fwfibea tert nietOart^a, unb bietet 'Du-', fitek-l Die nIchrnU>t 2300; •eneml von Klingekdösser <2 Gale 3500. Dr 6. 6l 2. Aate. 5000. D-oppeikopp.stud Llten- Bvte a 3500; Fron M.Sch 1000. L. B 1000 TBL Den Ctebern herzlichsten Dank' Deller» Spenden werden in ber Geschäftsstelle des „•lebener Anzeigers" angenommen. unb Draunschweig um ein be»u Der sozialistischen Parteien unb Legierungen handle Die Aeichsregierung habe alen Beschwerden, ge Damit haben bie Franzosen ihren Bann strahl zum erstenmal auch gegen unter Blau sichtenden. Jm Gegeniatz za der bisher üblichen Gepflogenheit des Feindes, bas elfte Derdot eines mitzlieblgen Blattes nur auf eine kur-e Aelhe von Lagen »u erlassen, hat man uns sofort mit einem langen Ausschluss aus dem besetzten •ebiet bedacht. Dir empfinden dieses Derbst als eine Obre. 2s wird uns ein Ansporn sein, auch weiterhin die •c£DOÜpÜnt der politischen Machthaber Frankreichs und die Schandtaten ber franst» bürgerlichen A, beitsgemeinschasl bar .brr verbandelt, ob es möglich fei. di« •eireibeumlagt für bas fommrnt« Smlejabr nicht mehr zu erbeben. 94 würbe Ir. den Besprechungen ber Plan erwogen, die Berfulging ber mlnberbemi:teilen Bevölkerung mit Brot ladurch sicher au stellen, bah zu den Beslhstel» rn und vtelleichi auch ben 8 In- kommensteuern Zuschläge erhoben ,Zerben teilen. Die Besprechungen haben einen günstigen Tkrlauf genommen D.e Deut sch nationalen haben stch für ben Dorschlag erklärt. Die Arbeitslosenversicherung. nunmehr verabschiedet wurde, ist. wie von zuständiger Seite beftätlat wird, als Frist für Die Abgabe der Steuererklärung ber Monat April befllmml. Die Finanzämter werden ben Steuerpflichtigen bie Vordrucke für bie Vermögens- unb •mkommensteuererflätung tn ben ersten lagen des Monats April zotenden Zur Zeit Hal es keinen Zweck, sich wegen Aushändigung ber Vordrucke an die Finanz mter zu wenden, da diese d,e Vordrucke erst Anfang April zur Verfügung haben Deutscher Reichstag. 324 Sitzung. 2 Ubr nachmittags Berlin. 22 Mir, 1923 Prälldent Vor be gebenh eingangs des Ablebens des Abg 9 un 0 - Königsberg sD BpZ, ber während der zwei 3abrt. tne er bmmen wird die 31b- sch i f s a hr t sa k 1 e. In zweiter und dritter DHunfl kii Dordereitungsgesetz zum Deichs- Berlin. 23 März. Die * gemeine Zeitung ' hört, oat ber TU Minister Dr ßutber gestern mit Tas (Vifrnbabnnaqlücf bet Friemersheim. Köln. 21. WLr-. .Wolff.) Bei dem he- reitl aetnelbeien Slsendahnunfall auf dem Bahnhof Friemersheim bei Duisburg flnb 26 Soldaten unb IS Pferde getötet worben 4-ma 14 Güterwagen wurden bollfunbla zerrrümmert. — Der Bahn- hosSvorst her Dehrn in Düren wurde aus- Der „Giehener Anzeiger" im besetzten Gebiet verboten. Die bei Postamt ui gestern abend mitte ille, hat dm interalliierte 7h«lnia»bksw«ls- sioa den „®itle«tc 3 n 1 < i a c t* mit Lindau» Arbeit ha. eni'chi ebene Derbienste. namenttich in den recht glücklichen Strichen, doch hoi f:e »er u'ammenlro-n ; verlch ebener Schr r- Plötz« end »ir Swlchebung von altertet Fllckmerk gegr 'ten. Bedei'en. d e zmm LeU gezwungen wirten und bester vermieden werde». -..Bei der Bearbeitung, die für die hiestge Bühne ge«chaf'en wurde, th der Dramarurg von dem Swnbpun: aasgegangen, datz vor allem der Dichter «b Worte bmme» mutz 9s such ba.er «ImM>e6#tl unb 2*ert3r-2e:jrtjtn so grl »te oanz vermieden worden. Deggelasten werbe mir die ferw •noc-.^l «»«. bie für die Handl mg bedeuwngslos ist. A^tz-rbe» hat sch aus Ijrnf l$« •xünben em« Umiiekiung als nötig erwtete» na* der das Blld ans dem K rchhoi bei Aom als swetttehies. vor der gesMliigm Schlutzl^n», erscheint ^'•®er ber 9-ebener Bearbeitnna rnben h* enter Benüwrog bet dovvelt angevrb- nex» Ownel Berber- end ch merbexx bie sich hTtiUbrlben An'üdrnngen des ro ist und Teil bestens be»! xt tzar. i» rascher Folg« ab- te.de». _>rt au'tauerra .n, wird »ir l-t ben betbe« •aalen «dell: werben: kete nach 6ee 1 e»b bee e Bclbe e*6«orb brrn BtoetMa« jnb dem 1Uatb' -w ldteten bte .rü^le» dem Bilder, dte Die Quiktungs«arten der J^Hben- »nd der A^'geit<-'iten:-e-«ich<--ng werben nach einer Beschwerde des Verbandes der deutschen Vandes- ro Sicherung tan allen neu erb ngs hä, ia von be* Stellenvermtttlern zurückdehalten Die Sell enver- mittler brauchen ste aber nicht Die Karten soll«, den Versicherungsanstalten wie den V sicherten , ging i b se n )n di- Aus ü un 1 -bestimm»nge* zum StelienvermIttlergHeh II dessal^ regt du ausbrückllches Verbot be* ckindehaltens für bie Vermittler mit Slrosandrohung ausgenommen worben. ".Die Srubeseuernng Im Hl ef «beiher b" lautete bas Thema eines vocks- und hauswiNschafUichen Bortrig». der Mittwoch nachmittag im Saale des chotel 5 ‘;a*, oor dnem zahlreich erschienenen PubZkum stattfand Die Bor» tragende. Frau f). Aelcheneck Vertreterin der Deutschen 'Datent*$.-u6«x>ien|abrif D A e chei 1 9o verstand es die Zuhörer durch Ihre aefkr- vrdentlich klaren theoretischen Qrldule unge.-i vp* mdgllchtetten der Dells.e >gru^-h In diesem 3ahtw wird »Uber rin ..Saun" über untere Buhne gehen 9s tst bte S dur dieses Ttimrai. bie uns 9hr D Srodde m te ner krMtgmttali'ch-, Xrogftbte .Don 3 ean unb Faust" gegeben tzai Da für den Dniilchca die •oe'hesche Gestalt btt absolute Dch:us des F, .st geworden ist. scheint cs nicht übenlülla. daraus htnsuDrifa». datz •robbe für feint» Frust auf de alte Bolks- fafle .«rückgegristen unb aviiget be* «wia hn- benben und um Orfrontm* M« Ich«, als vtdmedt de» Mil 33ubeetT4lt aus«,stattete» X m inalcn Sttajen ab. Thüringen erkennt zwar bas "^etermatwnsfesl n cht als .t iertafl an. es wurde aber keine Schule adge ilicn 9in Reichsablösungsgrscst wirb die Leistungen bes Rc ches gegenüber ben Religionsgttellschaften regeln, wahrend die Zuschüsse der Länder vom Staalsgenchtshof gercgett we dm mutz en Sächsischer Minister Fleltzner: Die Zahlung der Segälter an •x.flli4ht und Beamte ist nur ein •twobnheitsrecht der Kirche 3n Sachsen smd die hoben «vange! Ischen Feienaae zugleich Staalsfeienage. Rur ben Butz ag erkennen wir nicht an. ba er v>m Parlament auf legalem Wege abgeschafft wurde. Bon einem Märty erkum her cDangeiikb -n Kirche In Sachsen kann keine Rebe lein, ebnsowenig von einer Religionsfeindllch- kett her sächsischen Regierung. An der Stimmung In Sackten tragen vielmehr bte Agitation unb ber -atz gewiss« kirchlicher Kreise gegen bie viel- aeschmähte soz allxmokransche Regierung die Schuld Die sächsischen Schalen sind teil 1919 durch Landesgesetz i2emettischattsschulen geworden. Die kirchlichen Kreise wollen ben 9inslutz ber Kirche auf bt« Schule aufrechterhalten Die sächsische Regierung wird alles daronsetzen. zu erreichen, bah bie Kirche In ber Schule nichts mehr au sagen bat (Beifall links. Pfuirufe rechts anb un Amt rum.) un ber Besprechung brr Interpellation erklärt Abg Schreck (Soz.). man könne In Mcfer F«ge nur banach gehen, was nützlich fei, unb bas kömte nur büret) Be.Handlungen gdche'xn. 3nzwifch:n müfse man Xoteran* üben. Diese sch ine aller bl ngs gewlste, kirchlichen Kreisen abhanden gekommen zu sein. Abg (Sperling (D. Bpt.) erklärt, bezüglich der sächsischen Schule sei bie Rechts läge klar sie sei cUw tontellbnelle Schale Aber selbst angenommen, die Rech slace wäre zwelfelbasl, ba m wäre es doch besser gewesen mit bem 3r- lab zu warten, bis bas Reichsschulgesetz heraus Ist Abg. Külz (Don ) tritt für bie Sinhallung ber Verfassung etn, aber nicht für ih en Buchstaben. fonbem für ihren politlfchcn Geist. 3n- grsichrs bes prolxtdci*djc-t Fr eitags bes 1. M ll In Sachsen mühte schon bie Parität gebieten, bah auch bte christlichen J ieriage gehalten werden Sächsischer Minister Flettzner stellt fest, datz das Uehe. gangsschulgesetz noch befiehl 3n- folgebellen bestehe auch keine rech liche Unsicherheit darüber, bab bie sächtttchen Schulen keine Konfessionsschulen flnb. Richt mir bte Kirch« befinde sich bi Rot, sondern auch der Staat. Rach weiterer Aussprache, an der sich bie 2dgg. selben reich (Äcmm), Hoffmann (3tr ) und Philipp ' Dischntl.) beteiligen, wird bte 3nlerpelfalion erledig 1 Das Haus stimmte noch ber Rodelle zur FernsprechaebüHrenorbnuna zu, vo- nam» gegeben werd Hermann S l e i n g 0 « 11« r. Hughes über die Beziehuuge» zu Lowjet Ruhland. London. 22. März. (Dolsf.) Reuter meldet auf Washington Bei» (Implang einer Abordnung d-sFraueaauSschusseSfÜr bi e Anerkennung SowjetrutzlandS nUäne SiaatSsektetär Hughes, bie beim Stususdepartement emgelaufenf n Berichte hätten ih.u weder Vertrauen zur Lowjenegte- 1. noch die •runblage für Er- Snerungen mit Moskau liefern können Das SlosUSdeparlernen 1 wolle lich nicht in die inneren Angelegenheiten Rußlands elntnischen, werd« aber nicht In Srörterungen übet die 2üier!ennund der Sowfetregierung tintreten, solange die Sowjeirraierung sich nicht auf eine aelunbe Grundlage für die Wiederaufnahme des internationalen Verkehrs gestellt habe. Bezüglich eines amerikanischen Tat- (ebne an Rußland von 187 Millionen Dollars erklärte Hughes: Die Bereinigten Staaten sind leine rücksichtslosen OMAubi^cr. Sie suchen keinen Druck aus Schuldner auSzu- üben, dl« über Ihre Lelskunosfählgkelt hinaus nicht zahlen können Ader AachsIcht unb geeignete Vereinbarungen seien etwas anderes als die Ableugnung einer Schuld. 500 1000 1000 600 1200 1800 700 1400 2100 800 1600 2400 900 1800 2700 1000 2000 3000 1150 2300 3450 1300 2600 3900 1450 2900 4350 1600 3200 4800 1750 3500 5250 1900 3800 5700 2050 4100 6150 2200 4400 6600 2350 4700 7050 2500 ■ 5000 - 7500 230 • 500 500 Packung und, Prägung m ngimLieschel. eines voll-- und bet Mttrorch na-» vor änen M- ftotlfanb. Die Aov i e i. Lerlreletio da obri! TS. 2/che! 4 ir durch ihre au her» i Erläuteiunze.1 Don ? bet <. c t 5oi otom unb da resie d« Srw>rt *>c S M ^^5 auch Faust den 6)^ Plah der Krabbe no‘^u?5nmal «°« ijrr f^Vn geschehet iner “T in alr V* tpcrben rwÄfiÄ zV».^ ...........* da Feuerung im die emsache, saubere er Trubeherde'wurde ui Reichenau erklärte deherd kocht, bäckt, sterilistm söhne Zu» üöklchen Sterilisier' TSaflerbab, Bünnt unb liefert au jeder i Daster. All bai itbtcuid) an Trude» >er Menge zu deal, sowie ohne trid te auch durch die Tat ausgestellten Grude- ch g'lungenr Gerichte ieisall sanden. bernen Hochzeit rz, die Eheleute Lud- tou Mrgarrthe, ged wohnhaft. »eu. r für FreUSS DollarprinzeM - is Wunder des «Me- und.S^beaDaha. de, ab heute: .Lola Reporter“. issage tag: lvesenllichen Deder- esdruckgebietes üba nf unsere Witterung Dietzen. nton Sem des Dollars *» 20 «5- öfc» - -°SFL »»32 tfenöe. $k. s®6 * z »j»£ 'Ehr btoäp '"valtden- und der >en nach einer Je. ' deutschen Landes- S CM den T^.Dte btülenver. 'L. Karten sollen ”e den A-rstcherten >runz;bestiMnnngen 't des^lo jegt ein inbehallens für bk jung ausgenommen Unter dem Hreiheittbaum. Roman von Clara Diebi^. 71. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Langsamer. langsamer! Adami zügelte sein Pferd. Spähend sah er rundum: alles ganz menschenleer. Wiesenschaumkraut, blastlila Und zart, überschäumte die Fläche des Tales, die der Gondel im Hintergrund abschlob- And siehe da, die ersten goldgelben Himmelschlüssel, d.e Roten des Frühlings! Der Reiter atmete tief die hier so viel weichere Luft ein. selbst beim ruhigeren Traben tinrrbc ihm jetzt schon Heists Wenn es ihm nicht gelang, zu dieser Zeit noch den Dückler zu fasten, dann war's wieder vorbei: wurden die Walder erst dicht und undurchdringlich, dann war der nicht mehr zu finden. Wenn man nur wühle, wo das Haus lag, darin die Dläsius steckte! Er stand in den Steigbügeln und reckte sich lang. Da hinten tauchte Springiersbach auf, das Dorf, und nicht weit davon die Abtei. Dies Dorf war zu grob, da wchnte sie nicht. Schon neigte der Rachmitlag sich gegen den Abend, zu den Wäldchen des Äonbel stiegen vom Tal bereits weihlichs Rebel auf. Wenn doch jemand sich nahen würde, den er noch ausfragen könnte, ehe der Fuchs vollends braute, und der Mond, der heut voll werden muhte, jeden sich Rahenden schon von weitem verriet! 3n verschieden einsam liegenden Hütten hatte Adami schon vergebens geklopft und durchs Fenslerchen hineingeschccht: in den meisten war niemand zu Haus, oder nir ein paar einsame Kinder glotzten ihn an. „Wohnt hier eine Frau MtenSkauf Ofenloch?" Ahnungslose Kinder, die konnte er ja getrost fragen. Aber ste blieben die Antwort schuldig, bohrten den Finger in dir Aase und sagten verängstigt kein Wort. Hin, her — her. hin war der Reiter schon oftmals geritten. Die angespannte Aufmerksamkeit lieh Adami selber nicht nuide werden, aber sein Pferd wurde es. Sr schaute sich um nach den Landjägern, sie waren noch nicht zu sehen. Aber etwas anderes kam des Weges, aus der Richtung Springiersbach her, ein Mann mit dem Packen. And eine schlanke Weibsperson ging ihm zur Seite, deren Kopftuch grellrol leuchtete selbst im Dämmerschein. Ein wandernder Krämer. Wenn das Jakob Ofenloch wäre und bei ihm die Dläsius! Adami spornte sein Pferd, es fetzte auf die beiden zu. dah sie laut aufschrien: „Sott der Gerechte I“ Der Mann, dem der Rücken gebeugt war unter dem Packen, rih die Schwanke zur Seite: „Dlümchen, gib Obacht!" Dann dienerte er. War das nicht ein alter Dekannter? Herz Rosenblatt aus Reil an der Mosel? Der Friedensrichter erkannte ihn gleich. Das waren dieselben schlau-gutnrütig glänzenden Augen, die ihn oben zu Lutzerath traurig angesehen hatten: sie waren mit der Zeit noch trauriger blickend geworden. und der ganze Mann, unter der Last des ewigen Packens, beugte sich noch tiefer nach vorn. Herz Rosenblatt war hoch^freut: „Der Herr Friedensrichter!" And sehr neugierig auch: „Wo will der Herr noch hinreiten so spät? ' Es war ihm sofort klar: Der suchte hier etwas. Bereitwillig bot er sich an: „Kann ich dem Herrn fein zu Diensten vielleicht?" Adami überlegte: Sollte er den Rosenblatt rffen fragen? Das war zuviÄ Dertrauen. „Ich reite spazieren." sagte er fübL „Der Herr Friedensrichter reitet spazieren, ei weih, e blhche e weiter Spazierritt von Luherach her!" Rosenblatt wendete sich zu feiner Tochter: „Siehste. Blümchen, das is der Herr Friedensrichter, der gute Herr, der deinem Täte geschenkt hat en Taler! 2D»r der Taler hat nit gemacht die Liebe. Herr Friedensrichter, dah Sie geredl hoben wie en Mensch zu 'nem Menschen, das wird der Iüd Ihnen niemals vergesten." .Wie geht es Ihnen denn?" fragte Adami. „'s will nit eso recht mehr," seufzte Herz Rosenblatt. „Seit die Räuber mir's Haus geplündert haben zu Reil, bin ich kapores. Allein kann ich nit mehr auf den Handel gehen. Meine Tochter Blümchen," stellte er feine Begleiterin vor. Ein daar wunderschöne nachtdunkle Aagen sahen Adami an. Er war überrascht: solch eine Tochter hatte der alte Jude? Sie stand barsuh mit schlanken Deinen im Kot der Strahe. Ein schmales, mattgelbliches, edles Gesicht: aller Zauber frs Morgenlandes lag noch auf dieser Jugend am Mvselufer. Eie war die Schöne des. Hohenliedes. bis sie verblühte hier in der Armut, und ihre Schlankheit zerstob im Fett des Weibes mit den vielen Kindern. Adami lächelte unwillkürlich: Wie neugierig ihn das Mädchen ansah! Ganz wie der Vater. And dabei doch der Blick so traurig: auch wie beim Alten. „An den Wassern von Babylon sahen wir und weineterr, wenn wir an Zion gedachten" — das fiel ihm ein. Er schenkte dem Blümchen einen Taler. And nun fragte er doch: „Sagt einmal, Rosenblatt, hat Er nichts vom BücÜer gehört? Der soll dwch wo hier herum sein?" Der Jude verneinte erschrocken und hob ab wehrend beide Hände. „Gott soll hüten, ich weih von dem Menschen nix! Aber neulich hab' ich einen gesprochen, den Ofenloch, 'n Krämer wie ich, der sagte: „Ru is Ruh im Land, der Bückler is nach Hessen verzogen." Glaubte der Jude das wirklich oder tat er nur fr? Adami sah ein listiges Zwinkern in den dunllen Augen. Herz Rosenblatt muhte vorsichtig sein, er war durch Schaden gewitzigt, unb wollte ihm doch wohl gern auf di« Fährte verhelfen! Erwartungsvoll sah er den Händler an. Der nickte unmerllich nach einem Häuschen hin, das weit, weit hinter Springiersbach, kaum noch zu erkennen, wie ein graues Klümpchen am Abhang des Äonbel klebte. Sr hob nicht den Finger, er drehte den Äopt nur unmerklich: .Da wohnt der Ofenloch Er hat meinem Blümcher geschenkt das schöne rote Tuch, was sie trag' um den Kopf. Er hat ihr auch versprochen waL Güldenes, wenn ste wird schenken ihm einen Kuh.' Er hob wieder die Hände: „Gott der Gerechtc wo kann der Ofenloch arm wie ich was Güldenes schenken dem Blümchen für einen Kuh! Der Mann muh doch sein ganz meschugge." Das war alles nicht ohne Bedeutung gesagt Adami verstand den Juden vollkommen: Kein anderer wie der Dückler tat so etwas. Schwach gegen alles. waS einen Weiberrvck anhatte. Ei nickte dem Rosenblatt zu: „Kommt gut heim!' And dann gab er seinem Pferd die Sporen Bald war er wett fort von Herz Rosenblatt und seinem Blümchen, die mühselig, durch die Pfützen der von wärmerer Sonne hier gänzlich erweichten Etrahe. Reil zustapften. (Fortsetzung folgt.) legt. Diehmarkt tu G runder g. Schluß der Zeichnung Berlin, m u n g s b i l d. feit längerer Zei MI. 230 000—260000, mittlerer uuai. JKar 180 000—220 000, geringerer Qualität Mari —.—; Schafe Mk. 90 000—200 000, Schweine unter 80 Kilogr. Mk. 220 000—260 000, von 80-100 Kilogr. Mk. 270 000—290 000, über 100 Kilogr. Mk. 280 000—300 000. Der Markt wurde bei sehr lebhaftem Geschäft geräumt. Der MontagSmarkt vom 2. April wurde auf Dienstag, den 3. April, vormittags 8 Ahr, ver- • Grünberg, 22. März. Der Auftrfed zum heutigen Diehmarkt betrug 2 Stück Rind' Vieh und 307 Schweme Die Preisfvrderung^ der Verkäufer verursach'.en anfangs starke Zu rückhaltung der Käuferschatt, zum Schluh nxiri jedoch der Handel bei anziehenden Preisen lec Hafter, der Schweinemarkt wurde geräumt. Fm 6—8 Wochen alte Tiere bezahlte man durchschnittlich 75—100 000 Mk., für 8-12 Wvch^. alte 100 000 bis 130 000 Wk. vsllar- Zchatzanrveisungen des Deutschen Reiches (garantiert von der Rddfsbont Vermischtes. ♦ Der Freund der Pygmäen. Ein soeben in London verstorbener Fvr chungsreisender Turnen, Sport und Spiel. * E in Spiel um die Westdeu tsche Meister, chaft wird am kommenden Sonntag hier ausgetragen. Das Treffen der Vorrunde Kurhessen-Kassel gegen F. E. Jahn- Stegen, das vom Verband nach Honnef an- gesetzt war, ist in letzter Sturrde nach G testen auf den Platz deS D. f. D., T r i e b, verlegt worden. Die beiden Gegner smd nicht unbekannt tm Lahnkreis: Kurhessen hat schon in Gretzen und Marburg, Hahn-Siegen öfters in Wetzlar, Greben und Marburg gasttert. Man darf auf ein sportlich f^r interessantes Spiel rechnen. Paufe und fegte: .Wrr wollen erst warren. tn8 der andere Dudelsack nebenan aufgehvrt hat. Dann will ich fortfahren." Allgemeines Gelächter folgte dieser Bemerkung, und alle stimmten für ihn 50M0lieoö,lieo24.1llitil923 20431 d Handel. 22. März. Dörsenst im- In der am Devisenmarkt schon ,it vorherrschenden Geschäftsstille (In einem Lett der Auflage wiederholt.) Die französischen Radikalen zum Ruhruntrr» nehmen. Paris. 22. März. (WTD.) Die Radikal e P a r t e i beschäftigte sich gestern abend mit der Frage, ob die Kredite, die von der Regierung für das Ruhrunternehmen verlangt werden. von der Partei bewilligt werden feilen Gegen Prof. Aulard. der Enthaltung verlangte ist der Standpunkt des Abgeordneten Auriol der. die Partei müsse ihre Dorbehalte hinsichtlich bei Anternehmens erklären, von der Regierung Aufklärung über ihre wahre Absicht verlangen. Die Regierung müsse vor die Frage gestellt werden, ob sie eine verschleierte Annexion oder eine Aus beutung der Zechen durchführe. Sei die Auflla rung unbefriedigend, dann hätte die Partei die Pflicht, sich offen von dieser Politik loszusagen die sie verurteill. Seien die Auskünfte jedoch befriedigend, dann werde die Partei die Kredite unter ausdrücklichen Vorbehalten bewilligen. Französische Repressalien. Paris, 22. März. (WTD.) Das ^.Echo de Paris" berichtet aus Mainz, als Repressalien für die Verhaftung des Korrespondenten des „Jnttansigeant" George Labourel, der ohne Pastvifum in Marienburg in Westpreahen angetroffen wurde, wurde gestern der Redakteur der „Koblenzer Zeitung", D r. □Hermann, verhaftet. Aehnliche Maßnahmen würden jedesmal ergriffen, wenn ein französischer Journalist der Verfolgung deutscher Behörden ausgesetzt sei. Banknoten, ftrankstirt a.M- 22. März. Schwerer Noten I ran feilsche Noten . Dänische Noten Schwedische No'en Holländische Noten Delitscir-Oe'terreich ä 100 Kronen Amerikanische Noten Englische Noien.....*...... ss alienische Noien . . Belgische Noten Unnnriitic No en Tschechoslowakische Noten .. . Norivenikche Noten Rumänische Noten Spanische Noten Märkte. Berliner Prodnktenmarkt< Berlin, 22.März. Auch am P r odukten- markt herrschte wieder ausgesprochene Geschäftsstille. Für Weizen war zum Teil etwas billiger anzukommen. Roggen wurde ungefähr wie gestern bezahlt. Im Gerstengeschäft hat sich wenig verändert. Für Hafer zeigte sich seitens der Proviantämter einige Rachfrage: in den übrigen Artikeln fanden nur ganz geringe Amsätze statt. Frankfurter Diehmarkt. fpd. Frankfurt a. M., 22. Marz. Auftrieb: 36 Rinder, 726 Kälber, 303 Schafe, 344 Schweine. Es wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Kälber feinster Qualität An Rachtrag»Voranschlag für 1922 torgefegt Dfe Rechnung schließt nm einem Fehlbetrag von vier Millionen Mark ab. toer Gemernderat beschlost. diesen Fehl betrag, so- t»eit er nicht durch die am 19. F^ruar beschlossene Llmlage auf das Grund- und Gewerbekapltal gedeckt wird, auf den Ausgleichs stock anzumelden loder auf das Rechnungsjahr 1923 za übernehmen. Die Deckung des Geiamtfehlbetrags durch Erhöhung der Umlage wurde abgelehnt. Kreis Kriedberg. • Friedberg, 21. März. Bei der Verpachtung der hiesigen F e l d j a g d wurde für Vie vier Bezirke von insgesamt 1249 Hektar DrShe der Preis von 2235 Kilogramm WeizenproIahr geboten. Für die Pachtpreisberechnung wird der Weizenpreis ander Frankfurter Fruchtbörse, wie er dort am ersten Börsentag des Monats Februar eines jeden Wahres maßgebend ist, zugrurtde gelegt Für das Jahr 1923 ist dies der Börsentag vom 5. Februar 1923, an dem der Doppelzentner Weizen im Durchschnitt 134 500 Mk. kostete. Starkenburg und Rheinhessen. * Offenbach 22. März Der städtische Haushaltsplan für daS Rechnungsjahr 1 92 3 wurde vom Oberbürgermeister der heutigen Stadtverordneten-Versammlung vorgelegt Er ist nach dem Stichtag vom 1. Januar 1923 aufgestellt und schließt in feinen Brutto- Einnahmen und Ausgaben mit je ^Milliarden ab. Die Eirmaymen und Ausgaben wurden so veranschlagt als ob die Tarife, Gebühren, Besoldungen. Löhne. Material« und sonstigen Preise am 1. Januar 1923 stabil wären. Anter dieser Dvvausseyung hätte sich ein Ausgleich der Ausgaben und Einnahmen ermöglichen lassen. Die Geldentwerttrng hat aber die Ausgabe- und Ein- rurhmezahlen fast hinfällig gemacht. Ein Haushaltsplan, per Ende Februar 1923 aufgestellt, würde die Druttozahlen um mehr als das Doppelte erhöhen. Hessen-Nassau. fpd. Bad Homburg v. d. H., 22. März. Die Phantasiogeschichte, von der wir am Dienstag berichteten, ist tatsächlich der Phantasie des jungen Mannes entsprungen, den man am Sonntag vormittag an einen Baum gebunden und .beraubt" vorfoTrd. Kein Franzose hat den Mann bis hierher geführt und ihn dann ausgeplündert. Der Polrzer hat der Wann, es ist dec Metzger Hans Mösel aus Reu markt (Oberpfalz), gestanden, dah er die ganze Geschichte erfunden hat. fpd. Fulda, 22. März. Mit Wirkung vom 1. März ab wurde hier der Gaspreis von 900 auf 700 Mark für ein Kubikmeter herab- ?eseht. Auch der Kokspreis wurde ton 5 000 auf 12 000 Mk. pro Zentner ermäßigt. unb GrvhwCdjäger, der Oberst I. I. Harrismr ift dadurch berühmt geworden, dah er der e .-str war. der Pygmäen, Angehörige der rät elhaften Zwe g- völler vom Kong), nach Europa brachte. Diese primitive Raste, die in dem übevaus schwer zugängliche Ituri- oder Stanleywa.d le t, bie et für Ethnologen wie Kuttur^istorcker das g öh.e Interesse. Harrison hatt- bie merkwürdigem Angeborenen zwar nicht entdeckt, aber er war der erste Weihe, der mit den kleinen, überaus scheuen Menschen in ein herzliches Verhältnis tan und einige von ihnen dazu überrtbete, ihn nach England zu begleiten. Die vier Märmer und zwei Frauen, die 1903 mit ihm »usa.nmen London besuchten, erregten damals das gröhte Auf c en. Sie waren zwischm 18 und 34 Jahren alr und zwischen 3 Fuh 8 Zoll und 4 Fu) 6 Zoll groh. Mit ihrer überreichen Behaarung an Bru't und Deinen, ihren dicken Lippen und Rasen machten sie einen merkwürdig urtümlichen Eindruck, ichic- nen einer sonst längt aus gestorbenen Ra f? anw- gehören. Sie kamen mit t;rem Freunde vollständig freiwillig rach England und leoten bann zwei Jahre mit ihm auf seinem Landsitz in Vorkshi c, worauf sie nach dem Kongo zarückkehrten. Harii- son, der die Seelenveriassung dieser Zwerge ce au studiert hatte und mit ihnen in den freundlichsten Formen umging, hatte eine solch: Liebe zu den Pygmäen gefaht, dah er am Kongo in der Rä e des Ituri-Wa.des ein paar 6icb.ungen errichten wollte, um die Zwntge hier allmählich zu n A erbau zu erziehen unb hevanzubildm Sein Plan scheiterte aber an dm groben Schwierigkeiten, die sich ihm entgegen stellten. • „M eine besten Geschichten." Eine Anzahl hi füget Erinnerungen an bedeutende Persönlichkeiten bat der englische Schriftsteller Arthur Porrit in einem Duch „Meine besten Geschichten" 8i*mmengetabt So erzählt er von dem berühmten Prediger Dr. Io wett, dah er zunächst bei seinen K indergottesdienst en in Reucastle grobe Schwierigkeiten hatte. So hatten sich einmal bei einer solchen Veranstaltung vier „böse Buben" hinten auf dem Chor verborge'.t, und als Iowett seine Ansprache hielt, begannen sie, auf schrillen Pfeifen eine höchst mihtönende Begleitung aus- zusühren. Der Prediger lieb sich aber dadurch nicht irre machen: er hielt inne und sagte in verdächtigem Ton: „Sagt mal, ihr Jungens, könnt ihr wirllich nicht besser pfeifen ? Wewt ihr es nicht könnt, bann kommt doch mit mir zu meiner Frau, die wird euch Anterricht im Pfeifen geben." And tatsächlich stellten sich die beschämten Knaben bei Mrs. Iowett ein und erhielten von ihr Unter- , richt, so bab sie nach einigen Wochen bei einer neuen Kinderrersammlung ein hübsches Q tartett auf ihren Pfeifen spielen konnten. Die Herzen der Kinder aber hatte I)wett damit für alle Zeiten getoDirnen. Von dem berühmten Raturforscher Selon Thompson hörte Porrit die folgende Erzählung: „Der Gelehrte hatte aus einem der Schutzgebiete einen alten Indianer nach Reuyork gebracht, um diesem Hinterwäldler die Herrlichketten der Grohstadt zu zeigen. Er führte die betagte Rothaut des Rachts den Broadway entlang über die Brooklhn-Drmcke, zeigte ihm die Scheinwerfer, die die Finsternis taghell erleuchteten, unb fuhr mit ihm auf der Hoch- mb Untergrundbahn. Dann fragte er den alten Mann, wie ihm Reuyork gefallen habe, unb erhielt folgende Llntwort: „Mr. Deton Thompson! In dem Land, aus dem ich komme, haben wir keine groben Drücken, um die Flüsse zu umspannen, keine weihen Licht- flLÖme, die die Dunkelheit des Rachthimmels zerstören, keine Züge auf der Erde und inter der Erde, aber wir haben — Herzens frieden!" Ein Abgeordneter hielt in einem Restaurant eine Wahlversammlung ab, während in dem daneben gelegenen Zimmer eine Gesellschaft Schotten ein Fest feierte. Er hatte gerade feine Wahlrede begonnen, als nebenan bie Klänge eines Dudelsacks, des schottischen Rationalinstrumentes, ertönten. Der geist esgegenwärtige Politiker machte eine hat sich nichts geändert. Die Rotterungen wiesen entsprechend den lleinen Arns ätz en nur geringfügige Adireichunacn gegen gestern auf. Das gleiche Dild der OeMofigtcit bot der freie Effektenverkehr. Hier ioarei von den in geringer Anzahl versammelten Händlern Kurse kaum -1 hören Fra n kf u r t a. M , 22. März. Börsen- stimmungsbild. Sehr ruhig war wieder die Amsatztätigke-t am Devisen- unb Rotenmarkt. Der Dollar wurde mit 20 850 bis 20 900 gehandelt. Im Effeftenvcrkehr von Bureau za Bureau finb d:e Amiätze außerordentlich geringfügig. Die Tendenz sah etwas fteundlicher aus. wermgleich sich d.e berufemäbige Spekulation im Hinblick auf die Rähe deS Altimos Zurückhaltung a iferlegL Einige Rachftage herrschte nach Industrieaktten, doch hielten sich die Amsätze in engsten Grenzen. Don Dlontanpapierrnt sind Deutsch-Luxemburg gesuchter. Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Datum 2L MSr, Amtl. No ierg. 22. März 8tmtL Notterg. Gelb Brief Gelb Brie' Antw.-Brüssel . 1192.- 119R.- 1246.85 1253.15 Holland...... 822190 8268.10 822190 82131.10 Vonbon ... . 97779.95 98270,05 9//-»5,— 98.45,— VnriS...... 1380,- 1396. - 1415.45 14-22.56 Lcbwci,..... 3S.15.40 3354.60 ■3842.85 38»y.15 5 ran len ... 3214-45 32 .0,55 32 8,>6 323:3.05 Iinlien...... 1012,45 10 i<, 55 1029,90 1035,10 ^isinbon-Orotto 399*145 3990'- Dänemark. . . 3972,55 4010.- Norwegen. . 3778.05 3795.95 37652»5 3784,45 Scluvcden . . 55:36J0 5763.90 5541,10 55'58,90 S'elnnnfor3. . 561.60 584 4T» 51C3.6O 566.40 Sieunort..... 20835,30 20'539,70 2082'^0 20927.20 Deuisch-Oesterr. 28,73 28,87 28,80 28.94 Budaoeit. . . . 434.- 436.- 453.90 476,10 Vraa...... 618,- 621,- 618,— G2L- Agram .... —t— — —,— SRrief Geld 3870,- 3800- 1416.— 1401.— 39-?,- 3915- 5600- 55(0) - 8285- 8165.- 28 80 28.30 21^75- 20825.- 98500.- 97500— 1016.- 1004— 1226- 1214— — , — ,, ■ - 626- 806— 3760 - 3690— 97,50 9450 —,— —, — Meisterschaft 11. ,et<*8*«*fc2 MUZeWe! pro 2190 Westdeutscher Sp’elverhand e. V. GaufuBballausschuB M Ml 8 IllUMW OatMlrOf Oh 5(raBen0aha (Hote Clnir) Verkaufe einen schönen, sprungfähigen Simmentaler 01003 oiue A.Jäger, Leihgestern Jirraftrakc II ». < Palast-Lichtspiele Vornehmstes und größtes Theater am Platxc u-uiHiD an 7,3 :Lola Montez MI'O TO« Den Ved> I. Raat* naai l on. IQrDerrea-n.DamenöpneWönfl OoaiKdbroar?. Heidiboltlfle Itasroodl Biuifliie DreHe Elchenschrii 3id)tfnld>ett Vud)fnhnQppR Eichenknüppel 3«eht#nliniippt 14) «in im MmI Mbl Stütze gesucht t ftortl Soeben er wUntcv« flnmtlien- nnl<6luh. Ärtlemb l*o'iaunn. Gehalt 13- U> • 00 Mark. Cltertrn an Ären Upatbefet tV. tfsäten, Sodrn a. 1. *2t43D M.raetirrt reine. Hotiliftt m tafeln il. Iifrleiriir. *u bi nT-iqe» prellen tatylA (leine tlnfäigerin) gesucht ecbriftL ftnaebetr unter "l'-'.l an den Wie h. Uns, erbeten Bckantititiachniig. la* per Walfang der (Boi «tnb« Leitz gefterw leB durch schriftliche* Angebot nach- »eqndinetes oerbaast »erbe* SLF-Kassee ^1OOOOL 5&3r«Äahao 800« Sietzen (^*a) —D ■ tleielj« 0 Mädchen »um 1. April ge- • urht. tNeifeent* schadigung. »Hehait ISOivWf. Cflen. nn ,>r#i »»aitwtrr Wflmer '.inr wierinaniei. Montan, bei 3«. 9)ärb abends 6 Ube Bezirk 3. e4ie,ch"rntze. .Hur Stadt Wehlar iVtenelpiobL Bezirk I, -lenen e|ax <,UbtorfT Baron RoihecMld.......Erich Itameaa Bankier Cerf...... . Frttr B-. kmtnn Ludwig I Kitnlg von Bayern . . . Arnold KorfT Königin Therew».........Julia S r Urea Lchwnn, MW Mau.outa 1^ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Angebote find nach Losen getrennt Festmeter bi. zum 26. d. M., nachmittag. 2 Uhr, bei der unterzeichneten Stell« ein- zure'chen, woselbst auch bk Deffnung der Angebot« erfolgt Vir B«rkaus»b«dingungen können bei un. eingesehen werden und er. SHMMIM Filialen in allen Stadtteilen. >•* r dringen in der Aäh« d«. Steindruch«. * tH- Absuhrschein« stad vom 4 be;w S 7. April 1923 ab, spatesten, jedoch bi. zum \ J I. dezw 12 Sprit 1923 gegen Barzahlung bei der Stadtkost«, Banenstratze 2, ihngon, ä von der Stzdanloge. in llinpsang je nehmen «'«tzen, den 22 9Un 1923. (2I60B Der Oberbllroermeister 3 T Dr Aosenb«rg MU Vauholjversteigerung A n. Grudenholzsudmisfion. Moniaa. bvn 26 Msr, 1923, nach- mittnos 3 Utzr bvglnntnb, Derben Im Sorndrinussaale aus dem Aiddaer ’ -E meta bewald ■ k ' 92 Jticfim-Mm*« - 30^2 5H* I Fj Jnboli. 60 Lichten-Stärn-n« — 1542 3!taL JaboII. 1o»i« Lichten. Berd- k? tzangea. Reisstans«« u. 'Bohnenstangen Ta Kinder babro ra *le«