J der ALK 60 000 ÄW (ftetig) u-ft'fl), 2e4z&)bttd)e11 42 (ff 000 towoy «5« 'N »WoWÄ ^ijenmebi h^9od0 lft«ig), V00 Kilo) •0 M (»enmefe f 5* r k^bQUpS' r?09* Ss£jÄ ?SÄS ;ttS» -00 büÄ1’«? S Ä21» U rL*» »wo ®: H/Z 50 auff t'Mot’e. 3; ?ebr. Amtliche /lm o. X: M [5 Ngcn 108000 £Jur ?^UAve »egS? Dir bet Sv«, ^DurnaT* In Sü|» i ton der 6nt|en» itoilion nach dem richt erfahren, ob eS um eine 6. Division ebiet abgehe. lecke Düren-Aeuß nzosen. )TD.) Dir ton b@ n DesahungSInchper in der Kölner mrzösischen Personal Qllorgenblätter md* hner dieser Strecke misitärischen 'S* > Qkbeil ttagt^eltt nicht &u verzeichne» htSlvstgkeit. (DT2) 3n 'Bram* Nische DolkSzeilunL ppe in die Küche der kdieAbaabevon darauf hingecoiesev MnischeS Eigmtm t>n Kindern huiaern Franzosea doch diese Minz. D) Del der gestrig» ganderPoittaN' ?enProtest streit PosldireÜvrs. Um enwfnaN der 2o »er Dienst nicht wre> nt mit franzosifchrir mb für die Wieder. oeldeienDorbedlng' )la^>esien liegt >oei ÄbrimTE ite völlig M sich noch nichts te den Dienst tvteder 2dändermiS^A innen gednE t 273fl«rnl Donar i 1W *S »ÄS*» <.1Ü’jeOT,“E mit de" Je- -t-L'K Dieser ^Krundlage^ ÄfoU M ‘effi**-* Nr. 46 Erscheint täglich, ll- amt Düsseldorf 2, Zollinspektor Wetzel vorn Hauptzollamt Duisburg, der Kassenvorsteher vorn Haupt-ollamt Ludwigshafen. Zollamtmmrn Aich- ter. Damit ist die Zahl der Angehörigen der Rech'finr z'-erwa tu g die d eDewaltma mahmen der Franzosen und Belgier erdulden müssen, auf 197 gestiegen, die der hiervon ohne Verurteilung Ausgewiesenen auf 134. Die Gesamtzahl der Aus- qewiesenen erhöht sich wesentlich dadurch, dah in den meisten Fällen die Familien mit ausgewiesen worden sind. Ein Aufruf an die deutschen Beamten. Berlin. 22. Febr. (Wolff.) Der Reichs- mtnister veröffentlicht folgend: Kundgebung an die Angehörigen der Reichszollve r to a l - tung in den besetzten und Einbruchsgebieten; Die Interalliierte Rheinlandkornrnissio n hat I soeben beschlossen, sämtliche deutschen Zollbeantten in den besetzten und Einbruchsgebieten ihres | Amtes zu entsetzen und die Dienststellen der Rcichszvllverwaltung aufzuheben. Die Franzosen und Belgier wollen gegen Beamte, die ihre Ehrenpflicht gegenüber der deutschen Regierung erfüllen. mit den schärfsten Strafmitteln vorgehen. Sie versuchen, die Zollverwaltung im Westen des Reiches zu zerschlagen, und hoffen auf diese 'Weise einen entscheidenden Schlag gegen die Wirtschaftseinheit des Deutschen Reiches führen zu können. Diese neue Gewalttat ist nichts anderes als das Eingeständnis, dah alle bisherigen Versuche, die Angehörigen der Zollverwaltung zum Bruch ihrer Eidespflicht zu verführen, fehlgeschlagen sind. Ich bin überzeugt, dah die Zollbeamten und Angestellten aller Dienstgrade gegenüber diesem neuen Gewaltakt mit der g leichen Festigkeit und Ausdauer im Widerstand beharren werden, die sie ebenso wie die übrigen Teile der Devöllerung bisher bewiesen haben. Den Zollbeamten, die im unbeugsamen Ausharren auf ihren Posten den Bestand des Reiches und die deutsche Wirtschaft verteidigen, ist ter bleibende Dank des deutschen Volkes gewiß, und fte können sicher sein, dah die Rcichsfinanzverwaltung für sie und ihre Angehörigen ein stehen und ihnen alle Schädigungen voll ersehen wird. Französische Räubereien in Bochum. Berlin, 23. Febr. Bei einem Vorstoß auf Bochum drangen starke ftanzösische Truppenaufgebote, wie der „Derl- Lokalanz." berichtet, in ein Warenhaus und die umliegenden Geschäfte und requirierten, was ihnen in die Hände fiel. Die Reguisttionsscheine sind von dem General der 40. Division unterschrieben und besagen, daß die beschlagnahmten Waren zur Einrichtung eines Offizierkasinos dienen sollen. 3m Anschluß daran drangen die Franzosen in das Anttsgerichtsgebäude, beschlagnahmten die Akten der Staatsanwaltschaft und verhafteten den Staatsanwall Eiteldinger. Dem „D.T." zufolge wurde in den ersten Abendstunden über Brchum der verschärfte Belagerungszustand verhängt. Riemand darf von 8 Llhr cckends bis 6 LIHr morgens die Strahe betreten. Die Truppen sind im Laufe des Rachmittags wieder abgerückt tnti> haben nur einige Wachen zurückgelassen.. Essen, 22 .Febr. (WTD.) Bei der gestrigen älmschnürung Bochums fielen den Franzosen 28 Lokomotiven, 20 Pahwagen, 167 beladene Kohlenwagen, 75 leere offene Wagen, 11 Personenwagen und 2 Schlafwagen in die Hände, die nach Dalhausen abtransportiert wurden. Infolge des kalten Wetters sind die Besatzungstruppen sehr darauf bedacht, Kohle für ihre Quartiere zu ermatten. Da sie von den Zechen nichts bekommen, beschlagnahmen sie die durch die Stadt fahrenden Kohlenwagen. Die Verkehrslage. Essen, 23. Febr. (WTD.) Die Bahnhöfe Ober- und Riederlahn st ein sind gestern abend wieder beseht worden. Der Verkehr ist also wieder stillgelegt. Sonst ist die Derkehrslage unverändert. spd. F ran kf u r t a. M., 22. Febr. Die französische Desahungsbehörde hat für die E i n f a h r t in das besetzte und die A u s f a h r t aus dem besetzten Gebiet für alle Arten von Fahrzeugen in folgender Weise A7wrd7mngen getroffen: Einfahrt von Frankfurt aus nur über Griesheim, Ried, Höchst a. M., Ausfahrt in der Richtung nach Frankfurt nur über Höchst, Sossenheim und Rödelheim. Paris, 22. Febr. (WTD.) Der Sonderberichterstatter von Havas in Düsseldorf meldet, Arbeitslose in großer Zahl ständen immer noch den ganzen Tag vor dem Hauptbahnhof, in dem sich die Annahmestelle für die französische Eisenbahnleitung befinde. Gestern seien 144 Rangierer und Eisenbahnfacharbeiter eingestellt worden. Eisenbahnunsälle durch die Schuld der Franzosen. Essen, 23. Febr. (WTD.) Am 18. Februar stießen am Dahnhos Dahlhausen zwei Personenzüge, die von den Franzosen gefahren wurden, auf einer militarisierten Strecke zusammen. Die Züge bestanden aus einer Lokomotive und 7 Personenwagen. Von dem auf dem falschen Gleise aus Richtung Hattingen ankommenden Zuge wurden die beiden ersten Wagen zertrümmert. Dis jetzt wurden 5 Tote und 8 bis 10 Schwerverletzte gemeldet. Am 21. Februar waren die Trümmer noch nicht beseitigt. Gestern morgen 4 älhr erfolgte an derselbe Stelle erneut ein Unfall. Wegen der strengen Absperrung dieses Bahnhofes sind über das neue Unglück bis jetzt keine autentischen Rachrichten zu erlangen, doch sollen zwei Personen getötet worden seien. Die Verwendung von Schwarzen in Essen. Essen, 23. Febr. (WTD) Die Einquartierung des zum größten Teil aus Regern bestehenden 7. Kolonialregiments in Werden, Kupferdreh und Delbert hat in allen Kreisen der Bevölkerung tiefste Erbitterung unb Erregung hervorgerusen. Als besonders empöreiw wird es empfunden, daß die Schwarzen nicht in abgeschlossenen Kasernen. Hallen usw. unterge- bracktt worden sind, sondern in Privatquartieren. Wirtschaften usw. Die Devölle- runng ist auch darüber erregt, daß die Reger auf Aus Gelsenkirchen Feute wiesen, Degoutte gegen die deutschen Minister. Der Straßenraub. Essen, 22. Febr. (WB.) Bon französischer Seite wurde nunmehr gegenüber ausländischen Korrespondenten zugegeben, dah die Truppen, die in G e l s e n k i r ch e n als Strafbesatzung eingezogen waren, den Befehl erhielten, Passanten auf der Strahe anzuhalten, ihre Aktentaschen aus Geldbeträge zu durchsuchen und öffentliche Gelder, die auf diesem Wege angetrvffen würden, zu beschlagnahmen. Die französischen Truppen hätten diesen Befehl mihverstanden und in einem Stadtteil von Gelsenkirchen einzelnen Personen auch Privat gelber abgenommen, ohne eine Empfangsbescheinigung zu geben. Diese Gelder sollten den Besitzern wieder zur Verfügung gestellt werden. Eine Denkschrift der Reichsregierung. Berlin, 22. Febr. (WTB.) Die Reichsregierung hat den Regierungen aller Signatarstaaten des Ver-llages von Versailles, außer Frankeich und Belgien, eine Denkschrift Über die Rechtswidrigkeit der französisch-belgischen Sanktionsmah- nahmen mitgeteilt. In der Denkschrift werden die durch das französisch-belgische Dorgef«n aufgeworfenen grundsätzlichen Rechtsftagen einer genauen Prüfung unterworfen. Die in den verschie- Essen, 22. Febr. (WTD.) General Degoutte erließ einen Defehl, wonach deutschen Ministern der Aufenthalt im besetzten Gebiet verboten ist. Die Polizeiorgane und die öffentlichen Organe sind angewiesen, Minister, die das Einbruchsgebiet betreten, festzunehmen und den Militärgerichten der Desatzungstruppen zuzuführen. Falls dies nicht geschieht, werden die angedrohten Sankttonen, Desti-afung der Städte und Ortschaften, durch- Gelsenkirchen, 22. Febr. (WTD.) _ vrrnttttag wurden nach kurzer Verhandlung der Oberbürgermeister von Gelsenkirchen, v. Wedel sie dt, Postdirektor Doller- mann und der Fabrikbesitzer Stern aus der Hast entlasten. Der verhaftete Dürgermeister Antoni wird vor ein französisches Gericht gestellt, well er es abgelehnt hat, die Anweisung aus die 100 Millionen Mark Geldbuße auszustellen. Polizeipräsident Glieder und die noch verhafteten Polizeibmmten &IeiE>en als Geiseln für die verwundeten Gendarmerieoffiziere in Recklinghausen in Haft. Fabrikbesitzer ‘Söder, Vorsitzender der Arbeitgebervereinigung in ©elfen- kirchen ist ebenfalls noch in Haft. geführt. . französische Justiz. Rach einer Meldung der „Deutschen Allg. 3tg.“ verurteilte das Militärgericht in Recklinghausen den Dürgermeister Dr. Sud- kamp und den Inspekwr Donnert, beide aus Herne, zu je sechs Monaten Gefängnis und 200 000 Mark Geldstrafe. den Straßen Dienst tun. So stehen x. D. zwei Reger als Posten vor dem Rathause in Delbert. Die Vertreterin der Hearst-Presse, die an der Rachricht, daß Schwarze für die Desehung^ verwandt worden seien, zweifelte, hat sich persönlich von der Wahrheit überzeugt und ist empört über diese unwürdigen und entwürdigenden Maßnahmen der Franzosen. Die Besetzung eines Asyls für Obdachlose. Essen, 22. Febr. (WTD.) Das Asyl für Obdachlose, das neben der vorgestern besetzten Kaserne der Schahpoli^i liegt, ist vorgestern von den Franzosen gleichfalls beseht worden. Die 173 Insassen des Asyls wurden festgesetzt. Die Beamten des Wohlfahrtsamts haben keinen Zutritt zu ihnen. Welche Zwecke die Franzosen mit der Besetzung des Asyls verfolgen, ist noch nicht ersichtlich. Eine schier unsahliche Rohheit. Essen, 22. Febr. (WD.) Wie jetzt durch genaue Feststellung bekannt wird, ist der kriegSbeschädigteSchreinerGg. W. von einem französischen Po st en am 16. Februar zwischen 10.30 und 11 Ahr abends auf dem Fahrweg in Gildenhvrst angehalten und mit dem Kolbenvvr dieDrustge- schlagen worden, so dah der Mann rücklings auf die Sttaße fiel. Da er ein künstliches Dein hat, machte es ihm Schwierigkeit, allein aufzustehen. Als der Mann sich aufzurichten versuchte, wurde er von dem Posten von neuem mit dem Kolben geschlagen, worauf er abermals hinstürzte. Der Posten schlug dem am Boden Liegenden mehrfach so heftig gegen das künstliche Bein, dah der Riegel der Stahlfchiene zur Feststellung des Deines mehrfach brach. Der Kriegsbeschädigte wurde in ein dunkles Zimmer geschleppt, nach einiger Zeit aber wieder auf die Sttahe gebracht, wo er hilflos liegen blieb. denen derltschen Protestnoten bereits festgestellle Rechts- und Bertvagswibrigkeit des Vorgehens wird an Hand der Bestimmungen des Vertrages von Versailles, des Rheinlandablommens und der allgemeinen Regeln des Döllen-echts im einzelnen nachgewiesen. ®ic Denkschrift wird auch den Regierungen der Richtfignatarstaaten des Vertrages von Versailles zur Kenntnis gebracht. Ein Appell Donar Laws an Amerika. London, 22. Febr. (WTD.) Donar Lato sprach heute auf einem Frühstück der „Union ber Englischsprechenden", an dem auch der englische Dotschafter und der brllische Schahkanzler teil- nahmen, über die Freundschaft der englisch- sprechenden Rassen und ihre Dedeutung für die Angelegen Hellen der Welt. Die Wirkung der Zurückziehung der Vereinigten Staaten nach dem Kriege fei gar nicht abzumessen. Wenn den Um- ftänben entsprechend Amerika bei der endgültigen Herstellung des Friedens die gleiche Rolle gespielt fjätte, tote im Kriege, so würde die Welt sich heute in einer besseren Lage befinden. Seiner Ansicht nach ferme das amerikanische Voll bereits öteje Wahrheit. Er hoffe und glaube, daß sie auch die amerikanische Regierung bereits erkenne und dah, wenn sich die Gelegenheit biete, die amerikanische Regierung nicht mehr abseits von den Schwierigkeiten der Welt stehen werde. Deutscher Reichstag. 305. Sitzung, 2 Uhr nachmittags^ Derlin, 22. Febr. 1923. Präsident Lobe eröffnet die Sitzung mit einem Rachruf für den am Sonntag an einem Herzschlag verstorbenen deutschnationalen Qlbge- orbneten Hammer. Das Haus erhebt ssich zu Ehren des Verstorbenen von den Sihen. Vor Eintritt in die Tagesordnung verweist in einer Demerkung zur Geschäftsordnung Abg. Darh (Komm.) auf den heute in der „Roten Fahne" erschienenen Artckel, wonach dieser Tage im Reichswehr Ministerium eine Sitzung stattgefunden habe, an der außer dem Reichskanzler Cuno auch die sozialistischen Minister Braun und Severing, sowie die preußischen Ober Präsidenten teilgenommen hätten. Es habe sich darum gehandell, getoiffen Organisationen Waffen zur Verfügung zu stellen, wie bei den Kämpfen in Oberfdrfefien: Wenn in diesen Mitteilungen auch narr etwas Richtiges enthalten sei, habe die Regierung die Pflicht, hierzu Stellung zu nehmen. Einzelnen Mitgliedern von Organi- sattonen, die er nicht weiter namhaft macher. wolle, fei schon Anweisung gegeben, sich an bestimmten Tagen da und dort einzufinden. Das alles rieche bedercklich nach den Ereignissen von 1914. Die Ausführungen des Redners werden von der Rechten und vom Zentrum mit großem Lärm aufgenommen. Als er von angeblichen Mobilisierungen spricht, ruft der Abg. Schwarzer (D. Vp.): „Hoffentlich!" Als er die Regierung zur Aeußerung auffordert, ruft Abg. CBeuermann (D. Vp.): „Hinaus mit dem Hochverräter!" Abg. Müller- Franken (6.): Wenn die Mitteilungen der „Roten Fahne" richtig wären, müßte auch er deren Grundlagen als etwas Ungeheuerliches bezeichnen. Danach werde zum Bürgerkrieg gerüstet auch unter Beteiligung seiner Partei, von Severing. Hörsing u. a. Allerdings müßten die Dinge sobald wie möglich besprochen werden. Das könne am besten beim Etat des Reichswehr- ministeriums geschehen. Ein Widerspruch gegen diesen Vorschlag erhebt sich nicht, und das Haus seht die zweite 'Beratung des Haushalts beim Titel „Technische Rothilfe" fort, für die 95 Millionen in den Etat eingestellt sind. Abg. Träuning (©.) bekämpft die „Technische Rochilfe" überhaupt und fragt, woher die Mittel zur älnterhaltung derselben stammten, da die im Etat vorgesehenen 95 Millionen kaum für die Deamtengehälter ausreichen. Abg. Hölle in (K.) fordert die Beseitigung der „Technischen Rothilfe", die eine staatlich organisierte Streikbrechergarde sei. Abg. Külz (Dem.) weist die Angriffe der Vorredner zurück, sagt aber, dah es auch die Demokraten begrüßen würden, wenn die „Technische Rothilfe" durch die wachsende Einsicht in allen Devölkerungsschichten überflüssig würde. Reichsminister Oefer erklärt, die Regierung betrachte die „Technische Rothilfe" auch nicht als dauernde Einrichtung, aber sie lege größten Wert auf die Weiterbewilligung der Mittel. Der Wert und die älneigennühigkell der „Technischen Rothilfe" seien auch von dem sozialdemokratischen sächsischen Ministerpräsidenten Duck anerkanitt worden. Im übrigen bestreitet der Minister, daß die „Technische Rothllfe" von dritter Seite auper- etatsmäßige Mittel erhalle. - Der Titel „Technische Rothllfe" wird sodann gegen die soziallstt- schen Parteien bewilligt, ebenso der Rest des Haushalts. . Es folgt der Etat des Rerchswehrminr- ster ium s. Reichswehrminister Dr. G eß (er erklärt: In der „Roten Fahne" steht em Artckel unter der Lieberschrift „Sreckt rüstet zum Durger- krieg". Ich kann erklären, daß der Artckel nach Form und Inhalt nicht wa h r und vom Anfang bis zum Ende erfunden fft. «Hört, hort! rechts uni> in der Mitte.) Abg Schöpflin (S.) fordert zunächst, daß die Deschimpfungen und Mißhandlungen der Deichswehrsoldaten aufhören: auch dürfe nicht geduldet werden, daß höhere Offiziere äußern, sie feier, zur Verteidigung des Vaterlandes da, nicht ■er ‘BitWMmii Der BevritzNl. W ,t—— fftiri frltte, ertl l^rvw tauflt»*r ffltam tn brr .loten Me* dte 3 nbrit^tcn: ter X.'betlrri^^2f• geg« 6rii vvn an« Neben Offtiterm getetf« rie«tebunarn *u tl^-go kn Organ tta atmen •eftarom haben Rlchts fri verhängntsvolter für rin BvU. aU trenn bk 0W- jtere ifrv Finger bi bk Wmf ftetürn. Sein« 'Paniri habe ktnz Uuft, sich mtt verbundenen Augen tn Abenteuer Heben tu loften Kein vernünftiger TTLmid) könne den toifcedinnigen Plan prvrag «ren. hab tetr gegen Ärnnlrod) Dom palliven zum ak- tlDen ZMoerftanb übergehen sollen Dieser ver- rudlen Agitation müsse bk leakrung rntgegm- treten Die deutsche Atfrtterichaft bilde eint ftfte Abnoehrsrortt gegen die franibftkbe •tttolWolUtf, aber fk denk nicht baten, für den naitonalIfrtldKn TDabnttnn zu lä rupfen. der DenUchiands OMtonb griahrvu rB<*tvtxwnb sei. bah tn der deutschen Prrik Don der lebe Lloyd Georges zum grühten Teile der OaD weggetasten tourt*, bah tat Salle eines deutschen Angriffes •ngtanb treu zur Seite Avankrrich» ltehen werde Arichtaninister Dr Gebier: Massgebend ist für «ich allein die Politik des Reichskanzlers und der TZlniflrr Welche Politik der Reichskanzler für gut halte und wie lange er daran fest hatte. fri kitte Sache Wenn er den Sri Uran ft für die len- berung der Politik für gekommen erachte, könne er dies nur auf verfaüungsmäbigem Wege nach Befragung der Bolksverfrriung tun Wir lefctn in einer ungeheuren Gefahr, und feder vernünftige Mensch muh bet füblcm Nachdenken zu der Auffassung des Abg SchSpsltn kommen Da« ganze Volk muh kalt und vernünftig den Gewalttaten entgegenfeben. denn wie fo(t daS entwaffnete Deutschland Derrn Frankreich oder ein anderes Land angreifen? DaS wäre nerrudt und mir de den blübenbflen Teil Deutschlands zum Kriegs« schauplatz machen. o gibt aber in Deufschlano viele Tkrrüdle (Auf einen Zuruf des Abg Ludewig (Soz ) antwortet der IRfnlfler: .Kommen Sie doch heraus!" Als der Abg Ludewig einige Stufen »um lehntTtraii empvrüeigt, entwickelt itch Sher CÄrm tm Haute, der sich erst nach Mimiken .) Diele Tkrrürften werben durch die unge- te Behandlung unseres BolkeS u einer Gcsahr für das Vaterland Gs Ifl allerbi.ige ungnecht. von einem wehrlosen Volke, das überall von Militarismus umgeben Kl. Abrüstung zu verlangen Solange diele Bestimmung im Berfa Iller Vertrag bestehe, könne man mif keine völlige (Befundung im Boise rechnen Gs fri feine ÄIcinigMi, tn btefer Zeit bet der Reich'u.fr Gehorsam und Pflichterfüllung, ohne Waffengewalt nach auhen anzuwenden. zu fordern, tn einer Zeit, in der im Ruhrgebiet seitens der BelahnngSmSchte so viele Ausschreitungen erfolgten. Was die tlleglalen Organisationen tteticftf, To halte die Reichs reg ierung hierüber mit ben Landes' eglerungen In der letzten Zeit Berbandiui'gen qri'l. re Pir TV! :nd) in her Beamten gewühri wird welche am 1. April lülQ im Ttenfie de« Grv*>- her»ogs waren und auch noch im Oktober,1^22 bei ihm tatig waren unter dem Borbri-ast. der G-okber^o.; bk Rück^frungspfUcht Übernimmt im Falle Nt>rgdver- pach-ung 20 000 Ortslamm u g aas Alle tsha iten. abgeliefert durch dte Bürgermeister« 5450. ua- risufch - Fakultät lSammlung Im Seminar) 8003. 3m Eitenbafr'.botel Hopfeld getammdl: Stammtisch Bund k-er Treue 8030. R R 6000 Mari. Ten Gobern herzlichsten Dank! Weitere Spenden werden in der DeschSstSstelle des .wiehener Anzeigers" angenommen. Die vvn der hlriigei Dabakindustrie percmsta t äe Sarnmlu g zur £t ibentng der Rot tm Ruhl gebiet bat als et fi c Rate l(Zanuarspende) 3 838 479 Mark erbracht Davon entfallen auf die 'm 'Bereln der Tabalindustriellen von Gietzen und Umqegmb zusammengefchlo fenen Arbeitgeber 3 372 820 Mark, der Restbetrag auf die Angestellten unb Arbeiter von acht Firmen der Tabakbranche. Die Amiestellten unb Arbeiter zahlreicher weiterer Firmen der Branche haben ihre Spenden tm Gesamtbetrag« von über 350 000 Mari an die Sammel stelle des .Giritener Anzeigers" abgriühri Diese Spenden wurden In unterem Blatte unter Bekanntgabe der Spender bsfentllch Quittiert Sin Teil der Tafrifarbeitet- schift bat weitere Spenden durch die Gewerk- fchasten gegeben Der Beteln der TabaNndustriel- ten wird sein« Sammlung sott testen. Die Beamten des BersorgungSamts Gietzen ü benotet en dem Deutschen Bolksopfer alt 2 Rate 53 060 Mark Das Personal der BeterinÜrkliniken bat blS jetzt durch Abzüge vom Gehalt ustv. Den Betrag von 102 681 Mark der Rrchrhilfe zugesühri. Verlängerte StenererklärnngSsrift. — Die HwangSanleihe. Ärmlich Bor kurzem ttnrrt« in der Presse be- banntgegeben, bah den Steuerpflichtigen mit Ruch sich! auf den dem Reichstag vorliegenden Gesetzen lwurl über dte Bcrucffl^iigung der Geldentwertung in den Steuergrietzen dte Bordrucke zur Abgabe der BermbgenS- und Tin- fommenfleuererflÄrung erst nach näheret Bekanntmachung RugdanX oder ausgehändigt würden Der Gntwurf des S^-lden»wettun^getetzes konnte nicht so schnell verab'ch estet werden, wie ursprünglich vvrgrichen war ?TTfn!gcbcf1en wird die Fr i tz süt fre Xgnbc der S euererklSrangen •6 MSrz festgrietzt Gitte nähere Bekanmma- chung hierüber wird noch eriakten. Di« Steuer» p'llch'igen werden aber gut daran tun. sich schon jetzt alle für btt Orftormtg erforderlichen Unter* lattm. fr-üvtelsweite Bontauszüge, zu verichosten. frvMi lie kn der ftiflt sind, ihre Steuererklärungen rechtzeitig und schnell afrzu geben Was die Fwangsanleihe anlangt, fo wird nach den TVMilv.'ten Reichstagsaus'chi«es der Zeitpunkt. bis zu tarn dte Pflichtigen spätestens ^wri- drittel der von ihnen zu zrichnenfr-n Zwanas- teilte im ootaui zu zeichnen unb rintzazoblen twbm. biS zum 31 Mürz hinausaeschoben tnerben. Der SteuerauStchah des Reichstages bat beichlollen in erster Qelurm ben Feichnus^te Preis für fre Zrichnuirgen Im März wte für N« vteMmungen hn Februar auf 100 Pvooent test- »u testen. Meschwvrenen.Buslosstnq. Für die am Montag. 5. März 1923, unter dem Bvrsitz des Landgerichtsrats Funk beginnende Echwurgerichtssitzung der ersten tik- ripbe 1923 wurden folgende Personen als De- schworen« ausgeloftt l. Hch. Stampf Landwirt, Hatten- ntb; 2. Frau AmtsgerlchtSrat Thurn, Can- terfrid). 3. PH Kdhler. Derkfühter. Fried- derg: 4 Hermann Baumann. Cademesster, Friedberg: 5. Gustav Wandt. Buchhändler. Lauterbach- 6 Julius Kann. Fadrikam. Friedberg- 7. loh Gg Dietz. Candwin, Rteder-Grlenboch. 8 Karl B r i n k H Berg- arbeite!. Ddltersheim 9. Alfred OBI del. Schlosser-meister Ober - Mockstadt- 10. Frau Klara Quentel, Homberg a d O.; 11. S. Kleeöe rg. Kaufmann, Lauterbach: 12. X Zofmann. Schrifr'rtzer. Klein-Linden: 1$ h Schsrer. We'nhä -bler. Friedberg- 14. Jrtebi. Ruz. Eutsrächter Okarben 15. Zug. Jbell n, Beramann. Bernsteld 16. Dr. WV »ar^tachu 151 f I • t. »testen •» 17. .Irchck. Rein ötn Rhein unö öle Ruhr rz'ttn! Jtiöintt öaa Dtulfdit üolfoopftr! •• Die St tompreise für bte'cn Tlrnat werben im frutiacn Xi^ciqenteil beka-rnlgeaeben. Danach ftro für Beleuchtung 850 Mk. für dte Kilowattstunde und für Kraft 630 Mk. für dte Kilowatistunde zu entrichten. ,e Tie Fahrpreise für die Elektrische Strasten bahn werben mit Wirkung vom 24. Sdfruoc neugeregelt. Räheres enthält der heutige Anzeigenteil. •• Bon der Ortsgruppe Gietzen des Bundes der Auslanddeutschen wird uns mitgeteilt, datz die Frist zur Einreichung der SndentschSdigunas« an träge am 31. Mürz b. 3. ablduft. Eine Verlängerung dieser Frist ist nicht mehr in Aussicht genommen. DaS Gesamtentschädi- aungSverfahren ist dem Bunde der Ausland- Deutschen übertragen, und es ist jedem Aus- landdeutschen anzuraten, sich mit der zuständigen Ortsgruppe (für Oberhessen die Ortsgruppe Gietzen) In Verbindung zu setzen. •• 3 n der Aothilfe-Versammlung am Mittwoch abend sprach Reg -Baumeister Htls- dorf aus Frankfurt a. M üi*r .Die Kohle und ihre Bedeutung für das Wirtschaftsleben" Er gliederte seine Ausführungen in die Telle: Fundorte der Kohle, Ihre Bedeutung für das Wirtschaftsleben und Ifr Zusammenhang mit der T«fr nilchen Rvthilfe. Der Bortvag wurde durch Licht- btlfrrr In glücklichster Weise veranschaulich«. 3w dem zweiten Bon rag .Warum noch Technische Hotbtlfer wandte 'ich Bolkswtrt Schreiber- Stolze aus Ka sei der Technischen TToL l te selbst ml Gr beanttoortete die Fragen Wte entstand dte Technische Rvt^i f ? Warum wurde st« aefchas'enk Was hat sie bisher etfetfld ? Sie entstand während b«r chaotischen Verhältnisse nach der Revolution aut Anregung Roste- als lebenswichtige Betriebe durch Unbrivstnene aufs höchste grid' rbri wurden Gemcindewrien. Industrie und Landwirtschaft wurden um Milliarden aeschäfrta. 31 dieser Rot wurde dte freiwillige !e-chn 'che Aothilfe gegründet mit der Bestimmung, nur da etaitteta zu werden, wo dte Labensinteresten des Boltes ta Getahr stab Hier soll fte nur RosttandSarbetten verrichten, wenn dte Arbeiterichaft selbst diese verweigert Durch das •tnqrrften der Rot Hille sind dm Arbeitern oft dte Arbeitsstätten erhalten, bzw. errettet worden Dte Technitchr Rothllfe blr bt auch heute noch zum Wtederaufdam des Wirt- schat:s!«vens norivenbia Der Sin tat» der Technischen Rothist« ist in den letzten fahren au her- ordentlich gewachten. 1919 ararbe fte 562mflL l»20 465mal unb 1922 835ma! e grietzt Der Referent schlotz mit der Ttobwuita. fr^vnderS an die Oegtnb^ sich der Technischen Rotbllte anzufchNetzm dies M eine staatsbürgerliche Pflicht "20Iadrrauf derselben Dienststelle. Die HaLsangesiellte Marie Rink kam heute auf eh* 2Vjühriae Dienstzeit bei der Firma Friy 5stmg sHenses) ztrrückblicken. Der feite« freuen Angestellten wurde vvn der Firma unb deren Angedstrlgen dte vohider- diente Etzrung bereitet. BarAottzcU. - Ta g eß ka len der für Freitag. Stabttheater. 7 Uhr .Macht der Finsternis" — Lichtspielhaus Bahnhckst raste, ab frwte: Der brennende Acker inb Er macht «tarn Ausflug' — Palast-Ltch!fp ri< 3m Winter auf dem C*rrh« glDrfwr* und .Feit ist Geld' - Born Äenier teerele wird uns geschrieben Das nächste Konzert, am Cimmag. 98 Febemrr bietet rinm küitzserstchen Eenust gon, Ter aeir »rtttta fetzwmte Künstlrrverrinigung am. dte «U« dem Ramm .Ber 1 i 1«r Bvka 1- brin-de-er An Es ist der Kmmensritang gdan- her Starten Elfe Knüttel 'SowMri. Küthe AuNch .Mezzriogean. und Elif atzet h Böhm b#Tbergm «utnen- bcn. Die Leiter freier Eftrrichtungen feten zur Vorsicht ermahnt Urne Lauterbach • Lau ter dach 22 Febr Die Freiderrilch Rtebriekschrn Beamten und Angritriltan und fre Helzhaver tn den Freihmriich ?< ^*<««114*11 Forst- t«vieren stellen N« awf weiteres 2 Prozent Ihres ArbritsveriSenste« der Auhrhilsr zur Her* fügtma •ümle Ipenber bte Freiherren Atedriri z« Sitendach Ns an! weiteres 8 Prozent von allen «r Auszadio-rg komme-den Beirlgm an Gehalk «nd Arbritslohn ihrer sämtlichen Betriebszweige Ftzr den Monat Februar wirb stch htenmch ber von den Freitarreu Rtedriel m Eftenbach ad« führ ende Betrag auf etwa sechs Millionen Merk stellen Kreiß Schotte«. a. Schotten. |9 Febr Am Freitag veranstaltet« bte Stadtverwaltung Schotte, in bn Nritoen Twrr*friÄr eint Prötestkunfr»ntner Karioffeln, 15 Ztr Frucht. 1 Ztr. Mehl •mb tn bar 55 566 Ml.; tn Haingründa u 14 Ztr. Fru«^, 19 Ztr. Kartoffeln und 48 755 Mk.: in Bonbaufen 37 Ztr Kartoffeln, 24 Ztr. Frucht, Hülsenfrüchte und 66 880 Ml. • Lingen-Bergheim, 22. Febr. Die «hiesige Feld- und Waldjagd wurde an reine Frankfurter Gesellschaft für 2 473 000 Mk. »seither 1700 Mk.) verpachtet. Kreis Friedberg. • Friedberg, 22 Febr Die Polizei fand Jet einer Brotrebiflo n bei verschiedenen hie- men Bädern Brote mit nicht unbedeutendem liindergewicht vor. Die Brote wurden beschlagnahmt und an Minderbemittelte Sostenlos abgegeben. Gegen die Bäder iTurbe Anzeige erstattet. Heffeu-Naffau. ' Rod heim a. d. B., 21. Febr. Am Sonn- Vag hieU hier die Liga zum Schuhe der Deutschen Kultur einen ihrer regelmäßig )teberfcbrenben BortragSabende ab. Dr. Ächi f f m acher aus Gießen sprach über .Rächt am Ahern". Der große Griolg des Abends äußerten sich einmal Darin, baß eme große Zahl neuer Mitglieder für die hiesige Ortsgruppe geronnen wurde, dann aber auch in finanzieller Hinsicht; denn eine Sammlung für die Äuhrhllfe ergab die Summe von etwa 22 OOO Mark. fpd. Fra nkfurt a. BL, 22. Febr. Ein- qeßenbe Durchsuchungen der "Wernerschen Woh- nung haben weiteres belastendes Beweis m a t e r i a I gegen den Krankenvfleger Gustav Werner erbracht. Blan fand eine beträchtliche Menge Flaschen mit dem gefährlichen Olftfloft Trivalin-Hyoscin noch völlig unbenutzt rx>r. Werner verweigert jede Auskunft darüber, ivoher er den Giftstoff bezogen hat. Die Aus- irabung der unter Werners Pflege gestorbenen 'Personen dürfte tn der nächsten Woche erfolgen, inftlge 7>es eingestellten Eisenbahnverkehrs mit Sem besetzten Gebiet zieht sich die Zeugenverneh- »mng in Königstein und Wiesbaden sehr in die Üange. Werner selbst bestreitet nach wie vor die chm zur Last gelegten Taten und weiß sich außerordentlich geschickt zu verteidigen, wobei er über iebe feiner bisherigen Aussagen gewissenhaft Buch riibrt fpd. Frankfurt a. BL, 22. Febr. Der Bla« jiftrat hat von der ihm erteilten Ermächtigung ^rch die Stadtverordnetenversammlung, neue Straßenbahntarife zu schaffen, rasch Ge- biaud) gemacht Derrn für nächsten Sonntag kündigt er bereits neue recht erhebliche Steigerungen der Fahrisähe an. Gs beträgt der Preis für rine Strecke bis zu 2 Km. 250, bis 3 Km. 300 Mk.. titb über 3 Km 400 Mk. Dazu kommen nach ) Uhr abends noch Aachtzuschläge, so daß dann bie billigste Fahrt auf 350 Mk. zu stehen kommt. fpd. Höchst a. BL, 22. Febr. Sin schweres Keschict verfolgt den früheren Landrat des leises Höchst. Dr. Klaus er. 1919 wurde er xm hier ausgewiesen und von der Begierung mit teer Verwaltung des Kreises Dortmund betaut. Jetzt muß er auch diese Wirkungsstätte auf Befehl der Befahungsbehörde bet I aff en. Kirche und Schule. ri. Sich, 22. Febr. Gestern fand hier eine Pfarr kvn ferenz des Dekanats Hunden statt. Sie beschäftigte sich vorwiegend mit .«ittlichen Angelegenheiten, unter denen besonders Xe Vorbereitung des Dekanatstages zu erwähnen tnb. Der Dekanatstag soll am 11. April in Ach statt finden. Gin vorgelegter Wahlvvrschlag iür die Aeuwahl des Dekanatsausschusses sand iiüfettige Zustnnrnung. Auch einigte man sich ohne reitete Aussprache dahin, den Vorschlag zu irocßen, den seitherigen Dekan Pfarrer Engel n Södel wiederzuwählen und als geistlichen Stell- 'xrtreter tm Dekanatsausschuß Pfarrer Köhler re BUIingen zu bestimmen. Vermischtes. Dombenattental gegen eine Hochzeitsgesellschaft. Berlin, 22. Febr. Wie aus Braunau am Inn berichtet wird, hat ein 1 8 j ä h r i g e r junger Mann auf der H o ch z e i t e i n e s j ü -> bischen Lederhändlers eine Bombe geworfen. Die Braut ist den erlittenen Verletzungen erlegen; außerdem wurden vier Persons verwundet. Der Täter sagte aus. daß er die ganze Hochzeitsgesellschaft in die Luft sprengen wollte. Große Falschmünzerei ht Amerika. London, 23. Febr. (Wolff.) Reuter meldet aus Reu York: Bisher sind 6 4 Personen verhaftet worden im Zusammenhang mit der Entdeckung einer Bande von Falschmünzern, die das Land mit unechten Roten, Marken und Münzen tm Betrage von mehr als einer Million Dollar überschwemmen. Die Bande hat außerdem mit dem falschen Gelbe große Vorräte von alkoholischen Getränken von Schmuggelschifen ange- kauf. Man rechnet damit, daß insgesamt 1000 Personen verhaftet werden. * Die Linie in der neuen grüß« jahrSmode. Die Veränderungen in der Silhouette der Damen, die die Mode in letzter Zeit durchgeführt Hot. erscheinen verhältnismäßig geringfügig; aber auf diesen feinen Abwandlungen beruht die Reuartigkeit'der Erscheinung; in ihnen liegt das eigentliche Bbefen der Blobe beschlossen, und wir merken doch, daß »etwas anders" ist, auch wenn wir unS vielleicht die Einzelheiten nicht bewußt werden. Auch die neue Frühjahrsmode bringt wieder einige Ruancen des Stilwandels, die auf eine Umformung der ganzen Linie hin- deuten. Die drapierten Toiletten sind über den Hüften stark akzentuiert und fließen dann bis zu den Fußknöcheln hernieder. Das Bezeichnende ist die Verlängerung des Rockes, der selbst bei dem Straßenkostüm Im Frühjahr wieder weiter her- unterreichen wird als in diesem Winter. Sv lehr sich auch die Damen sträuben mögen, ihren Klei- bem unten einen Zentimeter anzusetzen, so führt sie doch die Mode am Gängelband und wird sie bald zum langröckigen Promenaden kleid gebracht haben. Die $aillentinie steigt dagegen langsam empor, und vorläufig wird diese Buoncierung nur noch etwas verborgen, indem die Hüften durch einen losen Gürtel umschlossen werden, während em schmaleres Band höher oben angebracht ist und so eine Art doppelter Taillenlinie hervorbringt. Ueberaus reich ist die Auswahl in Aer- meln; sie sind batb sehr weit, bald sehr eng. Da gibt es den ganz knappen handschuhartig sich an» schmiegenden Bermel und den losen Aermel, der vom Ellenbogen zum Handgelenk in einer Spitzen- flut niederri^selt. 3m allgemeinen macht sich die Tendenz bemerkbar, den oberen Teil des Aermels ganz knapp zu hatten, während der untere Aermel zum mindesten eine sich breit nach unten offnen be Manschette erhält. Manche dieser Blan- scheiten bedecken fast die ganze Hand. Sehr fleib- fam sind die vollen Aermel im Stil der italienischen Benafffance, und biefc breitauslausenden Aermel werden meistens zu ganz glatten Taillen getragen. Hohe Kragen sieht man an einigen der neuen Modelle, aber hn allgemeinen bleibt die Dame auch im Frühjahr der halsfreien Mode treu. • Die größte Bern Beinarbeit. Bernstein, der schon vor Jahrtausenden den römischen Damen als schönster Schmuck erschien, ist heute wieder besonders beliebt, aber nur in Form von Ketten und kleineren Schnitzereien. Dem Barock war es Vorbehalten, ganze Zinrmer in Bernstein auszuführen. In seinem vortrefflichen, foebeft bei Richard Karl Schirndt in Berlin in zweiter Auflage erschienenen Werk über die künstlerische Behandlung des Bernsteins bespricht Dr. Otto Pelka die umfangreichste Bernfteinarbelt, die überhaupt je ausgeführt worden ist, nämlich die Vertäfelung deS sog. Bernsteinsaales im Großen Schloß zu Za-rskoje Selo, der früheren Sennnevresidenz der rusiischen Zaren. In diesem tm Rokvkostil ausgestatteten gewaltigen Raum erstreckt sich der Bem stein schmuck auf die freien Flächen an den drei Türwänden, deren ®runi> ganz mit Bemsteinmvsaik überzogen ist. Die.Mittelfelder der "Wände werden durch riesige reichgeschnitzte Bernfteinrahmen gebildet. Dies einzigartige Werk ist em bedeutendes Den kma l deutschen Kunstgewerbefleißes. Gs wurde begonnen, Äs Friedrich IV. von Dänemark Ätinia Friedrich I. von Preußen den dänffchen [ Bernfteinmbetter Gottfried Wolffram zur Herstellung eines Bernsteinznmncrs hn Schlöffe zu | Charlottenburg empfahl. Wolffram hat in sechsjähriger Arbeit eine ganze Reihe von Teilen her» gcfteilt, biS ihm auf Betreiben deS Baumeisters Gosander von Göte die Arbeit entzogen und den beiden Danziger Meistem Gottfried Turow und Ernst Schacht übertragen wurde. Blan gab aber den Plan, dieS Bernfteinflimmer in das neue Schloß zu Charlottenburg einzubauen, wieder auf, und dje fertigen Teile mögen wohl tm Berliner Schlosse Verwendung gefunden haben, wo fk Peter der Große bei seinem Besuch in Bersin 1713 sah. In seiner unverfrorenen Bklfe sprach er den Wunsch auS, diese einzigartige Kostbarkeit zu besitzen, und wohl oder übet mußte sie Friedrich Wilhelm dem mächtigen Beherrscher aller Reußen über lassen. Peter ließ das "Bernsteinkabinett in seinem Winterhause und später tm neuen Pasais aus stellen. Friedrich der Große verehrte dann 1745 der Kaiserin Elisabeth eine andere kostbare Bernsteinarbeit, nämlich einen der großen Wankfpiegelrahmen, der sich jetzt zu beiden Seiten der Haupttür befindet. Die Kaiserin Elisabeth ließ dann 1755 das Zimmer nach Zarskoje Selo überführen, und dort wurde es nach einem den größeren Raumausmaßen Rechnung tragenden Entwurf von dem Bildhauer Aleslandrv Marielli eingebaut, der noch manche Ergänzungen hinzufügte und 1760 die Arbeit tm wesentlichen zu Ende führte. Doch haben noch 1763 Königsberger Bem- steinschnitzer an der Ausgestaltung des Bemftcln- ztrnmers gearbeitet, das trotz der Llneinheitlich- fett der Stilarten besonders tm Sonnenlicht einen überwältigenden Glanz ausstrahlt. ßcmbeL Frankfurt a. Bl, 22. Febr. Börsen- st i m in u n g s b i l d. Das Geschäft ruhte heute an der Effektenbörse. Im privaten Handel ist die Haltung etwas schwächer geworden. Die Auslandsdevisen setzten im vorbörslichen Verkehr zu behaupteten Kursen ein. Dec Dollar eröffnete mit 23 500 bis 23 000, Im Verlaufe 22 500. Blan bemerkt, daß die Reichsbank ihre Interventrons« tättgfcit aufrecht erhalten wird unb infolgedessen ein gewisser Druck auf den Markt bestehen bleibt. Soweit man Kurse von Bureau zu Bureau hörte, lauteten diese vielfach schwächer. Man bemerkte vielfach Realisationen der Spekulation, was mit der Geldknappheit begründet wird. Chemische und Elektrizitätsaktien lagen uneinheitlich. Kassa-In» dustrieaktien schienen sich gut zu halten. In Ba- Irttapapieren überwogen Kursabschwächungen. Das Geschäft war sehr still. Berliner Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Datum Antw.-Brüssei . Holland London Varis Schweiz Svanien Italien Visfabon'Ovorta Dänemark.... Norweaen . .. Schweden .. . Helfinakors... Nennork Deutsch-Oesterr. Budapest.... Prag...... Agram 21. Februar 22. Februar Sttntl. No'iera. Amtl. Notierg. («elb Briei Geld Bries 1236.90 1243,10 12tL9"> 121«,05 91'205 9197,95 8977.50 902250 108727,5010fr>72/>01007:1250107267,50 1428,90 1436.10 1394- 1401.- 4389,- 4411,- 4276M 4298.20 3653,35 3671.85 3578.55 ©96.45 113465 1140^5 1104,75 1110.25 Banknote«. —— —— —- — 4463-8'1 4486.20 440L45 4423.55 4264.30 4285,70 4214,45 4235,55 6147.10 6177,90 6009,95 6010,05 623.45 626,55 610,95 614,05 23067.20 2318L80 22743,- 228;)7,— 32,67 3L83 32,29 32,45 823,- 827,- 748,- 752,- 683.-0 6S5^O 673,— 677,- 122,20 12180 — —,— Iranksurt a.M., 82. Februar. .Bries Geld Cchweizer Noten......... 4322,50 4252.50 s^ranzöstsche Noten 1874,— Dänische Noten 4360.— 4290,— Schwedische Noten 5990 - 5910 — Holländische Noten 9060.— 8940,— Deut sär-Oesterreich ä. 100 Kronen 3175 31.25 Amerikanische Noten 23500 — 23250.— Englische Noten 108500,- 107500,- Italienische tstoten 1126,— 1114,— Belgische Sloten 121b.- 1204,- Ungarische No en —— .— Tschechoslowakische Noten .... 675,— 655,— Oiottöefllfdje OZoten ........ 4125 — 4027» — Rumänische Noten 111,50 108,50 Svanische Noten.......... — Märkte. den Agenten war das inlLnbffche Ihgebot txn. Getreide etwas reichlicher Für Weizen verhalten sich die Mühlen mit Käufen recht juriWti- haltend, weil die große Zufuhr amerikanischen ^Nehles, die in Hamburg in nächster Zeit eintreffen wird, sich west-ntsich billiger stellt, als Inlandsware. Die Offerten für Auslandsgetreide rentieren zur Zeit in den meisten Artikeltr, jedoch verhindert der Kapitalmangel und die Devifen- befchaffung Abschlüsic von Bedeutung. Für die übrigen Getreidearten sowie für Hillsensrüchte und Futterstoffe zeigte sich nur geringe Kauflust bet meist wenig veränderten Preisen. Frankfurter Schweine, und Kleinviehmarkt. Frankfurt a. BL, 22. Febr. ("Amtlich) Marktverlauf: Langsamer Handel. Bei Schweinen größerer Lieber stand. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 426 Kälber, 234 Schafe und 659 Schweine. An Preisen wurden angelegt pr. Ztr. Lebendgewicht: Kälber, beste Qualitäten 220 000—250 000 Mk., mittlere 180000 bis 210 000, geringe 150 000—170 000, Schafe 150 000—250 000, Schweine unter 80 Kilo Lebendgewicht 230 000—250 000, 80—100 Kilo 250 000 bis 280 000, 100-120 Kilo 280 000—300 000, 120 bis 150 Kilo 280 000—300 000, Fettschweine über 150 Kilo 280 000—300 000 Bll. Außerdem wurden 221 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gc- handelt. Die Preise liegen um soviel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schließen. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) 8ine Konferenz der französischen und belgischen Defatzungsbehörben. Paris, 22. Febr. (WTB.) Havas meldet auS Düsseldorf, daß gestern eine Konferenz zwischen dem General Degoutte, dem französischen Oberkommissar Tirard, seinem General- delegierten R o u ch e l i e r, dem belgischen Oberbefehlshaber General B u c q u o i und dem belgischen Oberkommissar in den Rheinlanden abgehalten worden ist. Der Zweck der Konferenz sei gewesen, ein enges Zusammenarbeiten im Ruhrgebiet einerseits unter der Leitung von General Degoutte und dem ursprünglich besetzten Rheinland unter dem alliierten Oberkvmmissar andererseits zu erreichen. Auf der Tagesordnung hätten ferner gestanden die Regelung der Zollabgaben, die Organisation der Dienststellen, die an die Stelle der deutschen Verwolttlng treten sollen, die Verteilung der Kohlen und die übrigen zu erhebenden Abgaben. Schließlich hätte man beschlossen, daß das System der Zollausnuhung durch die französischen Aemter am 23. Februar tn Kraft treten soll. Der Warenverkehr zwischen dem besetzten und unbesetzten Deutschland. PariS, 22. Febr. (WTB.) Havas meldet aus Koblenz: Der Zolldirektionsausschuß der interalliierten Obertommiffron hat für den Verkehr zwischen dem besetzten Gebiet und dem nicht besetzten Deutschland eine Anzahl von genannten legalen Straßen bestimmt. Jede "Waren- beförderung auf anderen als diesen legalen Wegen sei in aller Form verboten, wäre als Betrug anzusehen und zöge die vorgesehenen Strafen nach sich, toemt Kontrebande ein- ober auSgesührt werde. Jeder Verkehr zwischen 7 Uhr abends und 7 Llhr morgens sei auf den legalen Straßen verboten. Die Lage hn Gebiet der Stadt Blaiuz. PariS, 22. gebt. (WTB.) Rach einer Ha- vaSmeldung aus Mainz hat der Oberdelegierte der Interalliierten Rheinlandkommiffion für den Abschnitt gestern bis auf weiteres den Racht- verkehr auf dem Gebiete der Gemeinde Blain» zwischst 9 Uhr cckendS und 6 Uhr morgens verboten mit der Begründung, daß an den Telegraphen- und Telephonleitungen Sabotageakte begangen worden seien. Die innere Goldanleihe. Berlin, 22. Febr. Dem Berliner „Lvk.-Anz " zufolge hat sich die Gesamtheit der deutschen Banken bereit erllärt, 100 Millionen Gold - mark, also 50 Prozent der deutschen Goldanleihe, zu übernehmen. Es wird angenommen, daß die Industrie den gleichen Betrag zeichnen wird Berliner Produktenmarkt. Berlin, 22. Febr. Bei großer Vorsicht der Käufer und Verkäufer war die Haltung am P r o - duktenmarkt heute ausgesprochen lusllvs. Bet Briefkasten der Redaktion. Iftteressent der Mainkrafttoerke-Aktien. Ihr Wunsch ist erfüllt. SEIFEFFPULVER behördliche Anzeigen Bekanntmachung. Durch Beschluß der Etadwervrdneten- Lersammlung vorn 15. Februar 1923 ist rine Gebührenordnung für die Erteilung der Erlaubnis zrun Handel mit Lebens- mb Futtermitteln, der besonderen Erlaubnis zum Handel mit Kartoffeln, sowie der Srlaubnis zum Kleinhandel rnitFrisch- Leisch festgesetzt worden. Die Gebührenordnung tritt mit sofortiger Wirkung in «raff. Interessenten können die Gebührenordnung bei der städtischen Handels- rrlaubnisstelle, Asterweg 9, während der Seschäflsstunden von 8—1 Uhr und 3—6'/, Uhr einsehen. [1423B Gießen, den 20. Februar 1923. 9er Oberbürgermeister. 3.V.: vr. Seib. Bekanntmachung. Die Fahrpreise der Straßenbahn sind ab 24. Februar d. Is. wie folgt festgesetzt: für eine Fahrt bis zu 9 Teilstrecken Mk. 70.— für eine Fahrt von mehr als 9 Teilstrecken..... 100.— Fahrscheinheftchen, enthaltend 12 Fahrscheine, gültig für je 9 Teilstrecken .... 750.— Fahrscheinheftchen, enthaltend 12 Fahrscheine, gültig für mehr als 9 Teilstrecken . , 1100.- das Monatsabonnement beträgt ■ - 3750.— das Monatsabonnement für Kinder, Schüler u. Schülerinnen bis zum vollendeten 14. Lebensjahre beträgt . „ 1875.— Gießen, den 23. Februar 1923. Direktion der Elektrizitätswerke und Sttaßenbahn der Stadt Gießen. Etolte. ist ein billiges und gutes Reinigungsmittel für Wäsche, -aus und Küchen Blitzmädel Seifeupuloer tarnt pyro Waschen und Reinigen nach jeder Metßode,.auch m Waschmaschinen, gebraucht werde». «tffernt ben Schmutz aus aller Art Wäsche spielend leicht, ohne üble Gerüche dabei zu evtwtckelu. Hersteü-ri» . Suulicht Gesellschast A.G-, Mmmheim'irheina». Bekanntmachung. Infolge der außerordentlichen Steigerung der Preise für Kohlen, Löhne usw. sind die Sttornpreise wie folgt erhöht worden: für Beleuchtung Mk. 850 für die Kwst. „ Krall Mk. 630 „ Die Strompreise werden monallrch berechnet und veröffenllicht und kommen für den verstossenen "Monat ab l.März 1923 zur Erhebung. 14328 Gießen, den 23. Februar 1923. Direktion der Elektrizitätswerke und Sttaßenbahn der Stadt Gießen. Stolle. TAUSCHE «.Zimmerwohnung L guter Lage geg. 4-Zimmerwohnung mH eleftr. Licht. Schr. Angebote unter 01232a. d.G.A. Bekanntmachung. Der vom Gemeinberat durchberatene Rach- ttagsvoranschlag der Gemeinde Heuchelheim für das Rj. 1922 liegt vom 26. d. M. an eine Woche auf dem Bureau der Bürgermeisterei zur Einstcht offen. Es ist die Erhebung einer Umlage vorgesehen, zu der auch die Ausmärker beizuttagen haben. 1420O Heuchelheim, den 22. Februar 1923. Bürgermeisterei. Kreiling. Zagdverpachtung. Die Jagd in der Gemarkung Heuchel, heim wird Dienstag, den 27. Februar 1923, mittags 2 Uhr, im alten Rathaus dahier nochmals verpachtet. 14210 Heuchelheim, den 20. Februar 1923. Bürgermeisterei. Kreiling. 3°Tonnen- Laftkrastwagen zu verkaufen. 1407D August Zrech, mech. Werkstatt, Wetzlar an der Lahm Großhandlung der Gisenbranche sucht zu kaufen oder zu mieten Lagerplatz mit Gleisanschlutz möglichst mit Räumlichkeiten, Evtl, kommt auch teilweise Uebernahme solcher in Frage. Schriffl. Angebote unter 1388c an den Gießener Anzeiger. Unter dem Hreihettrdaum. Ttrmraa t*n Clara Bieöig *T. Horcketznng t'ladlbvud txbotre.) Da rannte Jlue»3alob was er reimen tonnte, hen Weg jvrürf Ce i-H laut Io«, der Schnee bämpfl# Mn# Tritt«. Der Mond Ichten bell — M fab er Me beiden butter dem 3tx*röoulrx. Mit einem Schrei stürzte er sich auf die Utberralcbtm Cd# der Schwarte Peter der sonst fo fUirfe. *ur Abwehr sich a-rtramt. batte er einen Schlag auf den Kopf mit dem Änotrnflod, bah er völlig betäubt tnar Heber bat Meld, da« ner Schreck sich nicht rührte, fiel der vor Ctfer- 'echt Sinnlose bet 3t txufte die Frau am -al« — da trug sie die goldene Kette, die war Lang und feft >o dick wie ein Kmhertingrr. In feiner Lut zog der Ohemann die Kette fest 5■ lammen um den molligen -al« Dir schdne Anne her- nrcht# nicht mehr zu schgeien Mtt der Kette erwArgte er Ik. C« war dem Motzte« Mohnfam nicht wohl MHRut In der Aach spät war er nach -au« i/efommm die Sau batte fiel Sperenzien gemacht unterwegs Schnee batte wieder begonnen zt Io nna ifbah'am und dicht, bah li« alle« zudeckten mtt einem Leichentuch Den 'n Tag dielt es an mit tchneien. man «ab ntch bk -and vor den Augen mb keinen Leg 0« Var da« beste man blieb zu -ar« und 'lerfchiirf lag und Tlacht Aber Mobnsam fand leinen Schtai 94 wäre doch besser geaMen. er bätle dem 3ltl*-3atob nicht verraten, wa« er gefeben. al« er ferne Sau bei dem in sich her- ►jirfcnee Paare ’xrtfcetHieb "Seft 9etL wa« der hi «einer Ctseechrcht noch ooTOtbrte! Dem Moyle« war beklommen Die Aach aut den «olgenden Tag war gekommen Om Brtdel 'chliei 'cho* 94 war Mitternacht Da ichlmmert# plötzlich anftra da« Lich einer Fackel bei Mohniam durch« Fenfter Und schon kracht# etwa« da« war die Haa«tLrl Der Oube war sich sofort bemüht da« galt ihmk Mit einem Satz war er au« dem Bett- Sein Meid schrie auf. .Dvtt der Der echte'" Sie rannt# btt Leiter zürn Speicher hinauf, fit schrie um Hilft Sern bärte man den Aachtwächer tu len Mobniam atmete auf; der würde nue Alarm bla Mi man würde zu -Ilse kommen. 3edvch da« Tuten entfernte sich, und andere fjilk kam auch nicht Do bl aber fla oben zwei 'Bennummte in der Stube. Der Aiegel. den Mohnfam rasch vorgeschoben, batte H# nicht gehindert, ein starker Stob hatte die Tür gesprengt Unb sie packten den llnglüd- lichen. der «ich nicht zu wehren wagte. Ob. Mn# Zunge ferne unglückselige Zunge! Heben Hl Silber, Schweigen aber Dotd. da« schob dem Mohntam noch ktztrch den Kopf Leiter konnte er nicht« mehr denken, die krasse Todesangst nahm ihm alle« fort ®r batte trotz aller Vermummung den Schwarzen Peter und den 3ltU-3ah>b erkannt. Mit wilden Beschimpfungen schleppten fit den unglücklichen Schwätzer zum Kamin, in dem da« Feuer noch brannte. Sin -olz'chcit rih jeder von ihnen betau«, da« brennenbe 2nde hielten sie ihm unter die Achielhöblen Da« gefragte «Fleisch stank, e« fing an zu schmoren. Mohnfam war ziemlich beleibt. Fett sing an zu traafen Der luanhtm ftöftmr und rätatc. Tebe«- gnakn umiragen ihn. Die Aachiüchtigra 'luchten Bei federn Stöhnen fam noch et* SufUntt dazu Da ner*tu*n*te der Unglückliche 34 war nicht« geKohira worden im -an« de« Mchntam. leer wie sie gekommen, waren die Xhibrr geganaen. aber der Zode lag tot 3tne un'rb^rt# Frevel tat! 2tnn schm# gang Bridei Also die Häuber brachen nicht Wo* etr. um zu rauben, nein auch um nur morden' Die ganze Drgend «riet in Aufruhr. Zeder fühlte sich nun selber bedroht Der Frieden«richeer oben zu Luperach war verzweifelt. Bridel gehörte nicht zu feinem Kan- ton, aber da« war ja ganz gleichgültig, setzt hieh e« einer für alle. Um die Mörder btna«eft zu machen, muhte man sich anderer Schurken bedienen Adami batte den Schmied -an« Baft lange Zeit nicht gesehen, mm lieft er tha -u sich entbieten Aber der kam nicht. 15 -an« Baft hatte die Tochter unten i* der Mühle gelassen, sie taugte ihm jetzt daheim nicht. Sie brauchte mcht alle« zu totHen. wa« hier verging! ZltiA-Zakob und der Schwor»# Peter hausten bei ihm; es war ihnen nicht kicher mehr unten an der Mosel Sie brachten ihre Tage In der entlegenen Einsamkeit damit zu. sich am Tisch gegtnüberzufiyen. die Cllbvgen aufgestützt, den Kcpf »wi'chen den Händen, und sich anzuiluchen. Die Krinkhvfer wurden ganz scheu, beim Schmied war mitunter arg dumpfe« 2innen. Da« waren Teufel, die saften beim Han« Baft Im Aauchfang verschlossen und brüllten, veil er sie bertrafn#* te die We<: 94 toOle mrr teawr nabetonnwn. tagte Han« Baft. wen fr ein Tertd erwachte, dem derhre er da« Besicht in« Genick 3in*-3afx>b hatte wilde Srunden, dann brüllte er. baft die Lände beöbmee. unb schrie verzweifelt nach feiner Arao — unb der (Vea. der Zrr*g. wo war der nun gebt lebe* fl Gr weinte und schluchzte Mb#t dem Harthertzigfte* konnte dabei da« Mitleid komme*. Der Schwartz# Peter schluchzte mit chm. fte >-weinten brüderlich dir schön# Anne, um sich dann gleich daraus mörderisch aiyufafkn -an« Baft trennte sie, er gab Obacht, haft He sich Mn Leide« taten, dem da« waren die rechnen zwei, zu allem fähig, ett denen konnte man wa« au«tübeert Auch bei -an« Baft war ter die A»t etngr- feftrt. Die zwei fraftrn ihm die Haare vom Kops, ihm leider murrte o*t der Magen dann schnürt, er ftch den Leibgurt fester, aber er fühlte nicht die gleiche Kraft mehr, dem Hunger zn trotzen wie ehedem In seiner erftra Ännfbcfer Zeit. Brr» makbeioto. baft die Taler nicht Wiebe*I Sie rannen bei dieser Teuerung durch die Singer wie rbemal« die Pfennige. Und wenn er dann fo recht hungrig war dann iaftte ihn eine wild# Lut den Grddall zertrümmern muftie man. au1 dem alle« fo ungerecht verteilt war. bw eine ♦ruhen sich voll und die anderen hatte* nicht« zu beiftrn 9x ging jetzt Öfter unten bei der UeftmüftU vorüber jedoch fo. baft ihn niemand «ah 9. schlich behutsam. Aber eine« Tage« wurde er doch gesehen. Maria kam au« dem -auf# gelaufen, so schnell, baft er sich nicht mehr um d-e 9dt drücken konnte < Fortsetzung folgt) Henkel s puh- und Scheuerpulver, für Haushalt, Gewerbe und Industrie _ unentbehrlich. eTlelelft Oerferten HINKIL M Ca, OUStllDOtl. 1400D Heuchelheim (Bachstraße 25), den 22 Februar 1923. Die Beerdigung findet Sonntag, den 25. Februar, nachmittags 2 Uhr statt. tEe lat bestimmt In Gotte« Kat. da'J man vom liebsten vaeman hat, muß *** »chcldeu. Donnerstag früh 2 Uhr verschied sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein unvergeßlicher lieber Sohn, unser Bruder, Neffe, Schwager und Onkel Georg Philipp im Alter von 22 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Germer, Pumpenmacher nebst Angehörigen. Zur Aretmachung meiner Wohnung . suche ich für meine Mieder 3 Kimmen Wohnung v . Mit Küdfc 1. Wegen zeitgemäft« AbftnbungSfumm«. Offerten unter MW an Herfv. TL- A.-E.. PIockstraft«.i«»> Mette oder mniöUl. 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