WU 173. Jahrgang Dienstag. 25. Januar 1923 4 Dmd und Verlag: Vrühl'sche Univerfitäts-Vuch- und Steinbruderei N. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7. Sohlen ange lachnabme. 584id gen e r r h e i n i s ch - w e st f ä l i* Ar- w es s ßetoirtfdjaftung der Kohle eine b en m t e n ä h n -> ljiche Stellung. Auf jeden Fall schulden sie den Streikankündigung auf den LLinnes-gechen. Essen, 23. Jan. (WTB.) Von den l e r folgendes Telegramm: Die in der A r b e i t S-- gemeinfchasto ILsichslohlenkommissars oder dec Regierung nach Icanzösischem Landesrecht straflos bleiben müffen. Jeder Staatsangehörige eines Landes schuldet bet Gesehen seines Landes und den formell ord-- Mirgsmähig erlassenen Befehlen ferner zuständigen Behörde Gehorsam. Die materielle Berechtigung be: Gesetze und Befehle oder gar ihre Zweck- Mßigkeit kann er nicht nachprüfen. Erst recht laim und darf er nicht bei einer Kollision zwischen Lesehlen feiner eigenen Regierung und den Beschien einer fremden Regierung Partei ergreifen ?;>tr gar noch zugunsten der fremden Regierung sandeln. Die Zech en Vertreter sind zwar licht Beamte, aber sie haben durch die staatliche ^sündigen Behörden Gehorsam. OLan kann taLer, jedenfalls int Wege der Analogie, auf die sch en Stahlindustrie. Abt nlung Ange teil e, zusammeng'sch o s nen Arbeitgeber^ und Ange- stellteno g-.cn isat.o.'.en er/je e i schärfsten Ei sprach gegen den durch die Besetzung des Richr- gebietes erfolgten R e ch t s b r u ch. Die Verhaftung von Staat.beamten und Wirsichafts- snihrern ist ein brutaler Gewaltakt. Ruc in pflichtgrmähem Befolgen der von den mili arischen Machthabern bei ihrem Einmarsch ausdrücklich anerkannten deutschen Gesetze haben sie gehandelt. Gegen ihre Verhaftung erhebt die Arbeitsgemeinschaft auch deshalb schärfsten Cin- spruch, weil durch die Verhaftung von führenden Persönlichkeiten die richtige Fortführung des Wirtschaftslebens im Ruhrgebiet a ufs schwerste gefährdet wird. Trotz derA drohung von Gewaltmahnahmm erkennt dieArbeit gemein- schaft nur das deutsche Recht und die Anordnungen der deutschen Behörden an. Annahme von Anzeige« für die lagesnummer'big Zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 27 mm Breite örtlich 30 Mk, auswärt» 40 Mk.,- für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 150 Mk.Bei Platz. Vorschrift 20 u;0 Ausschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil; Ernst Blumichein; für den Anzeigenteil: Pans Beck, sämtlich in (Biegen. W* MM Die deutsche Einigkeit im Ruhrgebiet. Berlin, 22. Jan. Wie die Blätter aus Essen melden, bewährt sich das System der passiven Resistenz mehr und mehr. Die Abwehr der franzöflschen Gewaltakte ist ganz planmäßig organisiert. Beamte, Angestellte und Arbeiter gehen Hand in Hand vor. Die Organisationen und Behörden stehen geschloffen hinter jedem einzelnen. Gegenüber der französischen Vergewaltigung hör e n alle Parteiunterfchiede auf. Die Arbeiter erklärten in Gesprächen: Das, was niemand ferttgbrachte. haben die Franzosen erreicht: die Zerfleischung der Arbeiterschaft im Ruhrgebiet hat aufgchört. Die Unsicherheit unter den Franzosen wächst infolgedessen immer mehr. Die Ingenieur- ko m m i s s i o n ist so gut wie ganz lahm- gelegt. Rur Militärs treten noch aktiv auf, aber auch sie müssen Schritt für Schritt vor dem geschlossenen Widerstand des deutschen Ruhrgebiets zurückweichen. Essen, 22. Jan. General Degoutte hat das DochumerHauptzollamt zum Landesfinanzamt und die Finanzkässe in Bochum zur Oberfinanzkasse für das besetzte Westfalen erhoben. Der Borsteher des Zollamts weigerte sich, die Erhebung anzuerkennen, und dürfte in Kürze verhaftet und ausgewiesen werden. Paris, 22. Jan. (Wolff.) Sim Mitternacht drahtete der Sonderberichterstatter des „Oeuvre" aus Essen: Die Konferenz der Bergarbeiter hat für morgen den „Streik mit verschränkten Armen", also den passiven Widerstand, beschlossen. Diese Entscheidung ist einstimmig getroffen worden. 1 en nicht eingefahren. Aach °rk vn Paar Mk ffid- - » » , 8Ja- • l I n 450.- • II, 550.- ' . . , 450.- • - - i. Karte für gvtr Haltbarkeit! Zerstieb, Lasiel Fernsprecher 1785. invnlreier d. ®oQetfi3abti- mnooer. Har» und EichWd. ASTHMA -W i'irrk Lungiil6||l,e bnM hJih. Spezial-Heilvrfahi« -staulage W._____ Erfolgreiche Festigkeit der Dortmunder Ciseubahner. Essen, 22. Ian. In Dortmund wurde zwischen dem Betriebsrat des Bahnhofs Süd und den Franzosen ein Abkommen getroffen, wonach die Franzosen die Stellwerke freigeben und sich damit einverstanden erklären, daß Truppentransporte nicht ausgeladen und Kohle nzüge nicht umgeleitet werden. Auch dürfen höhere Beamte nicht mehr verhaftet werden. Rach Annahme dises Abkomm ns wurde dec Betrieb auf Bahnhof Dortmund (Süd) wieder ausgenommen. Sämtliche Dortmunder Danken haben heute vormittag ihren Betrieb geschlossen, da die Franzosen die Reichsbank immer noch besetzt h lten. jyrrilaffuuq gegen Kauft onsleiftuug. Essen, 22. Jan. Wie aus Recklinghausen gemeldet wird, ist es dem ©cfamt» bettiebsrat der staatlichen Bergwerke gelungen, den verhafteten Oberbergral Ahrens und den Kohlenexpeüienten B r o t t gegen eine Kaution von 100 000 resp. 50 000 Mark wieder frei zu bekommen. Die Bemühungen um Haftenllaffung des Präsidenten R a i f f e i s en werden fortgesetzt. Die Kohlenzusuhr ins unbesetzte Gebiet. Essen, 22. Ian. (WTD.) Die Lage Hal sich im allgemeinen nicht verändert. 3c nach der per sön lichen Laune des ort- Wen! Vst zahlen für: in-Flaschen Wt. 90.- i- und tzoknat-Fiaichki 4)!k. « 0.- rl-Bralltwein-Alalchtt srüh. Bezügen, Mk.«0,- ungspapier 120.— ver Kilogramm. br.Berdux BabnbolftraRC 2J- 4b,c sVuMerloigl Abholung. Die Schwierigkeiten verdoppeln sich. Der Kampf ist allgemein geworden. Ietzt heißt es: Durchhalten I Freigabe der Reichsbank in Effsen. Essen, 22. Ian. (WTB.) Rachdem die F.anz- sen die Besetzung der Reichsbank aufgehoben und die Versicherung abgegeben hatten, daß sie in den Betrieb der Reichsbank Streik auf Tbyssen-Iechen. Essen, 22. Ian. (WB.) A.ff der Frie* drich Thyssen streikt die gesamte D e- leZschaft, und auf der Thyssenzeche „Roens- berghof" ein Teil der Belegschaft. Auf den Zechen „Vjktoria", „Katharine" und „Herkules" deren Leiter gleich alls ter af .et wurde x, sind i le QH o r - nicht eingreifen würden, ist heute mittag die Rüchsbank für den öffentlichen Verkehr wieder geöffnet worden. Gleichzeitig habet sich, auch die anderen Bankinstitute diesem Vorgehen schlossen Treu zur Reichsregieruna. Düsseldorf, 23. Ian. (WTB.) Der Arbeitgeberverband Rord-West, der Afabund, der Gesamtverband deutscher Ange st eilten und der Gewerkschaftsbund richteten an den Reichskanz- lsrns- .film ilU”e lff.) Als Tag bet kriegsgerichtlichen Verhandlung gegen die von den Franzosen fest genommenen Industriellen les Ruhrgebiets ist nunmehr der kommende Mittwoch (übermorgen) bestimmt worden Die Verhandlung beginnt um 9 älhr vormittags. Gegen die Herren Dr. S ch l u t i u s und Raiffeisen ist der Verhandlungstermin noch nicht angesetzt, da die Akten noch nicht eingetroffen seien. mb ohlung! «»■-.Sä ■SSSIÄ »uMübilldjen Prosoekt llbrr »hl iietzen. die Beamten des Hauptbureaus des Essener Steinkohlenberawerks haben die Ar - beit noch nicht wieder aufgenoxnmen. D ü s s e l d o r f, 22. Ian. (WB.) Vertreter der Arbeiter der Thyssenwerke in Hamborn wurden gcflern nachmittag unter Führung des Oberregierungsrats Hoche, des Vertreters des Regierungspräsidenten, bei den französi'chen Generalen Simon und Denvignes erneut wegen der Verhaftung Fritz Thyssens vorstellig. Die Generale erklärten, zu einer bindenden Aeußerung über die Freigabe Thyssens weder imstande noch berechtigt zu sein da es sich um eine rein militärische Angelegenheit handele, für die General Degoutte zuständig sei. Thyssen fonune vor das Kriegsgericht in Mainz. Für das etwaige Urteil gegen ihn würde es günstig sein, wenn die Lage in Hamborn ruhig bleibe. Sie würden sich bemühen, am Montag eine Zusammenkunft der Arbeitervertreter mit Degoutte herbeizuführen bank-Rebenstelle erhoben hatte, von der französischen Behörde angehalten und mit dem Geld zur Kontrollstelle gebracht. Schon in vorgier Woche war der gleiche Vorgang zu verzeichnen. Das Geld wurde aber wieder frei- gcgcben. Heber die Freigabe des beschlagnahmten Geldes wird gerade zwischen Beamten der Anilinfarik und dben Fraizosea verhandelt. Der hiesigen Reichsbankneb.nstelle ist der D.'fehl erteilt worden, keine Gelder mehr an die Reichs- bankn banstelle der Pfalz abjug :ben. — Das Gebäude der Bank Gebr. Röchling, das in der Rühe der Rheinbrücke gelegen ist, wurde für ein Zollamt der französischen Rheinzoll- Verwaltung beschlagnahmt. Der Betrieb mußte nach Mannheim verlegt werden. Es er - hellt aus diesem Vorgehen die Absicht der Franzosen, eine Zollgrenze am Rhein zu errichten. Mannheim, 22. Ian. (WTB.) Zu der Beschlagnahme von Lohngelder der Badischen Anilin- und Svdafab.il w rd m.tgeteUt, daß es sich um 100 Millionen Mark handelt. Die Verhandlungen der Direktion mit den Franzosen haben zu keinem Ergebnis geführt. Von der französischen Kommandantur in Ludwigshafen wurde der Direktion erklärt, daß drei neue Vorschriften der Interalliierten Rhein- landkommission erlassen worden seien und daß erst geprüft werden müsse, ob die Beschlagnahme mit diesen Verordnungen in üebereinftimmung stehe oder nicht. Köln, 22. Ian. (Wolff.) Präsident Hähling von Lanzenauer vom Landesfinanzamt Köln hat, wie bereits gemeldet, den Ausweisungsbefehl erhallen. Wie uns mitgeteill wird, leistet er, entsprechend den Anordnungen der deutschen Regierung, diesem Ausweisungsbefehl keine Folge; infolgedessen ist mit seiner Verhaftung zu rechnen. Heute vormittag hatten sich Angehöftge des Deutschen Beamtenbundes und der Gewerkschaft der Beamten und Angestellten und eine große Menschenmenge vor dem LandeSfinaruamt versammelt, um dem Präsidenten Ovationen darzubringen. Zwischenfälle sind nicht vorgekvmmen. Köln, 23. Ian. (WTB.) Der Präsident des Landesfinanzamtes Hähling von Lanzenauer ist gestern verhaftet worden. Aachen, 22. Ian. (WTD.) Heute mittag sind der Leiter des Finanzamtes Aachen 2 (Aachen-Land und Monschau), Oberregierungsrat Sembach und sein Stelloerttcter, Regi-rungs- rat Dr. Berten, von einer aus drei Offizieren und fünf bis sechs Gendarmen bestehenden Abordnung der Desatzungsbehörde verhaftet worden, well sie diesen gegenüber erklärt hatten, sie würden der belgischen Regierung keinen Vorschub und nur den Anordnungen der deutschen Behörden Folge leisten. Daraufhin haben sämtliche Beamten und Angestellten des Finanzamtes ihre Tätigkeit eingestellt. R e u st a d t a. d. H., 22. Ian. Der Di r ek- t o r der hiesigen Reichsbank stelle ist Der* haftet worden. Die Reichsbank ist sowohl hier wie auch in Kaiserslautern geschlossen. Düsseldorf. 23. Ian. (WTB ) Die zweimal täglich erscheinenden „Düsseldorfer A a ch r i ch, t e n" sind auf Befehl des Komman- bauten des Brückenkopfes für die Zeit vom 23. bis 30. Ianuar verboten worben. Keine deutsche Mitwirkung bei der Ausbeutung der rheinischen Wälder« D e r I i n , 22. Ian. (WTB.) Der preußische Minister für L an dw i rtschaft und die deutschen Forsten hat auf die Nachricht von der Beschlagnahme der Staatswaldungen im b e - setzten Gebiet des Rheinlandes durch die französischen und belgischen Machthaber folgende Weisung an die zuständigen örtlichen Stellen gerichtet: Ich verbiete, irgendeiner Anordnung der Interalliierten Aheinlandkommission oder an» derer nicht zuständiger Stellen in Bezug auf die Staatsforsten nachzukommen. Es verbleibt für sämtliche Beamte bei dem Verbot der Mitwirkung bei jeder als Reparationsleistung ausgeführten Holzlieferung. Alle Anordnungen ergehen nach wie vor von mir selbst. In demselben Sinne wurden die Regierungspräsidenten auch hinsichtlich der unter staatlicher Aufsicht ftefjenben und gleichfalls beschlagnahmten Gemeindeforsten im Einvernehmen mit dem Minister des Innern angewiesen. Wiesbaden, 22. Ian. (WTB.) In dei heutigen Versammlung der Stadtverordneten legte der Bürgermeister feierlich Protest gegen die Verordnung der Rheinlandkommis s i o n ein, durch die die Verwaltung der städtischen Wälder und ihre Ausbeutung dem Einfluß der städtischen Körperschaft entzogen und der Autorität der Interalliierten Rheinland- kommission unterstellt werden soll. Der Magistrat sehe sich außerstande, die ihm angesonnene Mitwirkung zu leisten; er werde auf Befehle, die an ihn auf Grund dieser Verordnung ergehen, dementsprechend antworten. Die Stadtverordnetenversammlung billigte mit Ausnahme von drei Mitgliedern der extremen Linken unter Beifallsrufen das Verhalten des Magistrats. Hfl. Beacht« • „„ (na Aohleastch eit emen sag- . „ c, LSSz löchner, GiO lflplansg^1211' die Rechte der Devöllerung herangezogen werden können, zieht sich wie ein roter Faden der Wille >es Gesetzgebers, Ehre, Freiheit und Gewissen der Zivilbevölkerung zu schützen und vor allem jede Interessenkollision Mischen der Pflicht dem eignen Vaterland gegenüber und dem Zwangsrecht der besetzenden Macht auszuscheiden. Das Zwangsrecht der besehenden Macht hört auf, too die Pflicht dem ■ eigenen Vaterland gegenüber beiß in nt. Riem als kann der Besetzende eine posi- <• lite Tätigkeit, ein direk.es Mckwtrken der Zivil- bcDottcrung an Maßnahmen verlangen, die sich 's gegen den Staat, dem die Zivilperson angehört, lichten. Die Z vilbevölkerung hat geto sse Rechte, dir die brsetzende Macht unter allen ttmständen echten muß. Da^u gehört das Leben, dazu gehört das Eigentum, dazu gehört aber auch die Ehre. Ieder Staatsangehörige hat aber nicht nur d i e Pflicht, sondern auchein ^echt auf Vaterlandsliebe. Diese ist ntit dem Rechtsgut der Ehre aufs innigste verbunden. Mit Recht ist jeder in der öffentlichen Meinung verachtet, der nicht alles tut, was die Micht dem Vaterland gegenüber gebietet. Iebes Recht des Besetzendm aber hört auf too das Gewissen und das Ehrgefühl ein bestimmtes Verheilten gebieterisch verlangen. Dies ist nicht nur (In moralisches Gut, sondern auch Rechtsgut, welches auch durch internationale Gesetze anerkannt ist. Weder der Versailler Vertrag noch das Rheinlandabkommen haben an diesem Rechtszustand irgend etwas verändert. Vor allen Dingen aber bestimmen diese Abkommen, daß auch im besetzten dtfyeinlanb die deutschen Gesetze und Behörden grundsätzlich bestehen bleiben. Don besonderem Interesse ist es, daß das Neue Gewaltakte , im Rheinland Wiesbaden, 22. Ian. (Wolff.) Ober* regienmgSrat Spieß der nach der Ausweis mg des stellvertretenden Regierungspräsidenten von Reedern dessen Geschäfte wahrnahm, ist von den Franzosen ausgewiesen Worten, weil er sich geweigert hat, die auf Anweisung der preußischen Staatsregierung ergangene Verfüg mg an die Forstbeamten, nur der preußischen Regierung Folge zu leisten, zu widerrufen. Die Gefchäfte des Regierungspräsidenten werden jetzt von dem Oberregierungsrat v. Wedel wahrge- nommen. * Mainz. 22. Ian. Außer dem am Samstag verhafteten Vorstand des hiesigen Hauptsleuer- amtes, Oberregierungsrat Dr. Alfred Offen- böcher, sind jetzt auch die beiden Oberzollin- spektoren W i h n e r und Horn von den Franzosen fest genommen worden. Ludwigshafen, 22. Ian. (Wolff.) Heute vormittag wurde ein Mitarbeiter der Dadi - schen Anilin - und Sodafabrik, der Gelder zur Lohnzahlung in der hiesigen Reicks- Keine Rechtsgrundlage für die französischen Gerichte. Man wird ja nun wohl endlich auch erfahren, rach welchem Gesetz das französische Kriegsgericht in Mainz über die verhafteten deutschen Beamten und Zechenleiter Recht sprechen will. Bisher weiß es kein Mensch, weil eben nach der Auffassung deutscher und selbst französischer Iuristen von internationalem Ruf überhaupt leine Rechts handhabe zu einer kriegsgerichtlichen Aburteilung besteht. Rechtsanwalt Dr. Grimm -Essen, der auch Pri- batdvzent für internationales Privat* und Prozeßrecht an der Universität Münster ist, h-at über oie durch -die Besetzung des Richrgebiets geschaffene Rechtslage ein eingehendes Rechts gutachten ausgearbeitet, das am Samstag in aller Eile noch ins Französische übersetzt wurde, um dem französischen Kriegsgericht vorgelegt zu werden. Aus diesem juristisch scharf umrijenen Schriftstück feien nach der „Köln. Ztg." hier einige Gedanken herausgehvben: Einmal gelten die deutschen Gesetze weiter. Das hat General Degoutte in feiner bei dem Einmarsch erlaßenen Verordnung ausdrücklich betont. Dann ist oberster Grundsatz des Völkerrechts, daß niemals die Bewohner eines Landes gezwungen werden können, an Handlungen teil* junebmen oder mitjutoirfen, die sich gegen die Interessen ober gar gegen die Gesetze und Befehle ihres eignen Vaterlandes sowie gegen Ehre und Gewissen richten. Diesen obersten Grundsatz haben die Haager Konventionen aufrechterhalten; z. B. bestimmt Artikel 44 der auch von Frankreich und Belgien unterzeichneten Konventionen vom 29. Juli 1899, daß es verboten ist, die Bevölkerung -ines besetzten Gebiets zur Teilnahme an den Kriegsunternehmungen gegen ihr eigenes Land yii zwingen, und Artikel 52 bestimmt, daß Diensteistungen nur für die Bedürfnisse des Desatzungs- Heeres gefordert werden dürfen, und daß sie für die Bevölkerung nicht die Verpflichtung enthalten, an Kriegsunternehmungen gegen ihr Vaterland teilzunehmen. Durch alle diese Bestimmungen, die auch hier nur analog und als Mindestgaratie für französische Landesrecht in weitestem Sinne das Recht des einzelnen auf V a - lerlandsliebe anerkannt hat. So sagt z. B. der bekannte Profeffor Wahl von der Mni- uerfität Paris in seinem Werk „Le breit civil et commercial de la guerre“ (Paris 1918) Band ll, Piiragvaph 1033. man tonne nicht zulasten, daß iujenbeine Handlung gegenüber einem Feinde ein Verschulden s.i. Eingegeben von der Vaterlands- licke, könne di: Handlung, auch wem sie über das zulässige Maß hinausgehe, nicht getadelt werden. Bor allen Dingen werde bei einem Eingreifen non hoher Hand, b. h. bei einem Befehl der zu- flcnbigen Reichsbehörden, nach französischem Lecht fein Verschulden angenommen, so daß also bte Zechenvertreter und alle Staats- b-tarn l en bei Befolgung des Befehls des Will ^-"9 bts« ‘ 1 bet Beit D nuar ig23 ** % Nr. 19 Erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags, mit betSamstagsbeilage: GießenerFamiliendlätter Monatliche Bezugspreise: 760 Mark und 40 Mark Trügerlohn,durch diePost 800 Mark,auch bei Nicht- erscheinen einzelner Num- mern infolge höherer Gewalt. - Fernfprech. Anschlüsse: für dieSchrift- leitung 112; für Verlag und Gefchäfisstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Postscheritonto: zranksurt a. M. 11686. gortnijJi -ZM seM M- 1 BK NZL d-S 1 der '! beiter- und Angestelltenräten der Stinnes- Zechen erhalten wir folgende Mitteilung: Die Arbeiter und Angestellten der Stinnes-Ze- chen haben Kermtnis erhalten, daß ihre Abordnung tirrn dem kommandierenden General in Düsseldorf trotz wiederholter Bitten des Regierungspräsidenten nicht vorgelassen wurde, um gegen die Verhaftung ihres General- di eckors Herrn Spindler Protest einzulegen. Die Abordnung wird in M a i n z an mafigebenber französischer Stelle nochmals die Freilassung der Verhafteten.fordern. Die Beamten, Angestellten und Arbeiter der Stinnes-Zechen werden am Dienstag morgen in den Streik treten. Achen Bdehl« Habers der VesatzungStrupven wirb scharf oder weniger scharf vvrgegangen Die Ä o b- lenzügt nach bem unbesetzten Deutschland sind ohne Schwterigketten durchgekommen. Berlin, 22. jia. Aach einer örflärung des Reich-kohltakommiffar« waren laut .B. Z." bte Zufuhren do» Äo^le In« 'rnbeseyte De btel am Sa ms tag und Sonntag stärker al« je im Dezember und Januar dt«her. Die Sinflellunfl der Reparation in- gen an Frankreich und Belgien hatte also bi dieser Beziehung sehr günstige Wirkungen. Paris beschließt neue Maßnahmen. Parts. 22. Ian. (Dolfs.) PoincarL verhandelte gestern abend mit dem Finanz- m l n I fi «t. dem Krieg«minist«r. dem Wi- nlster für die öffentlichen Arbeiten und dem Minister für die b.-f reiten Gebote. Der Beratung wohnte auch Marschall Foch sowie Deneralkon- ttolkur Gillel bei. Aach dem .Scho de Pari«" wurden die TU* nahmen ins Aage gesaht. durch die die franzö - fischen Behörden in den Rhtinlan- den und im Auhrgebiet sofort einem für heute in Aussicht genommenen allgemeinen Stretkder BerLhrsmittel entgegentreten können. Sin Lepvrter des .Scho dr Paris" will nach Schlub der Beratung von den Ministern erfahren Haden, dah sie nicht an «in« vollständige Einstellung der Arbeit im Auhrgebiet und in den Ah.'inlanden glauben. Pari«. 23 3an. WTB) Der .Petit Pa- rillen" glaub' zu wissen, dast im Lause der geltet- gen Mli t !e b.ratungen wichtige Beschlü le gefaht worden seien, und dah in lehr kurzer Frist imAuhrgebiet neueMahnahmen Aou- einem seiner fühlt ergriffen würden. Pari«. 22. Ian. (WTB.) Die Sre delle" schreibt: Frankreich ist jetzt an entscheidenden Dendepunkt in Politik angekonnnen. Am Qual d Orsay mau das st.hr wohl betau«. Die 0 a c q u c« Bainvtlle bcm'rfi. hat man sich in Part« und Brüssel in der Annahme getäuscht, durch die Auhrbefetzung Deutschland Aum Aach- gebni zu bringen, öd passiv der deutsch« Wider st and In den ersten Tagen war. so aktiv ist er jetzt grwvrden. 3n Aom and London erkanntc man di« Aotwendigkeit. z u handeln Roch eine Initiative, d.e hon Pari« auiMjeb . könne Rettung ve sprechen Bart Hou wi d b r Aeparatlonskommission den fcanzöstscheu Plan über ein bedingte« Mora l v r t u m verlegen, ötn derart ge. Plan kann eine au-arzdchretr Grundlage für ein interalliierte« Fsnverständnls bilden. Eine Äunbgebung der deutschen Gewerkschaften. Berlin. 22. 3an. (WTB.) Die unter» Zeichneten Gewerkschaften richteten an Die deutschen Brüder im Ruhrgebiet folgenden Aufruf: Die unterzeichneten Borstande der Gewerkschaften Deutschlands crLittn ihr volles GtnverstündniS mit den Abwehr- mastnahmender bedrängten Arbeiter, Angestellten und Beamten in den besetzten Gebieten. Wir billigen ausdrücklich auch die von den Dergarbeiterverbänden aufgestellten (Sortierungen, insbesondere nach sofortiger Freigabe der Bergwerke und Zu» rückziehung der ftanzSfifchen und belgischen Soldaten von den LlrbeitSstLtten, ferner auf Fre igabe der völkerrechtswidrig verhafteten Werkleiter und Beamten. Wir fordern die gesamte Arbeitnehmerschaft auf, an diesen Forderungen f e ft» zuhalten und nicht nachzulaffen In ihrem Widerstand gegen jeden störenden Eingriff der feindlichen Militärmächte in das deutsche Wirtschaftsleben. Im Hamen aller Angestellten und Beamten im ganzen Reich und — so glauben wir -- mit cuftimmung des ganzen deutschen BolkeS. sickern wir den deutschen Brüdern im Ruhrgeoiet in ihrem ge» fcchrvollen Kampfe nachhaltige Unter» stützung zu. Allgem. Deutscher Gewerkschaftsbund. 2111g. Freier Angestelltenbund. Deutscher Gewerk» schaftSbund. GewerkschastSbund deutscher Arbeiter, Angestellten- und Beamtenverbünde. Deutscher Beamtenbund. (Ein Aufruf art die Eisenbahner im Frankfurter Bezirk. Frankfurt a. M, 22. Ian. (DTB) £evtr abend haben di« Personalvertretungen der AeichSbahndirektion Frankfurt-M. de. B^'rksd amten- und der D-zlrksbeiriebsrat und Ne Perionaloraanisationen In Frankfurt von tiet 2tcia«ii> rl&fl Deutscher jifcnbabn-'S«- amten und Anwärter, Bezirksvorstand Frankfurt, Deutscher Sifenkxihnervetband. bic Gewerkschisl Deutscher 3V«nbabnei und Otaat*beb4cnfle er. ferner der Onigemrinc Sifenbahnerverband folgenden Aufruf an alle Beamten und Arbeiter der Reichsbahndirektion Frankfurt -Al. erlösten .Der brutal« Gewaltakt unserer Feinde gibt den erwähnten Körp«.schalten Ikranla fang xut Bekamugabe nachstehender Weisungen: Di« Beamten und A.deiter erheben schärfsten Protest gegen die Beieyuna weiterer Teil« de« Deutschen R.-.chsgedicte« und werden bei der 2hi«tkbnunii der Tvknunfl sich strikte nur an die allgemeinen Weisungen der Reichsregie- r u n fl sowie an di« Dienstanordnungen der vor- grsetztrn Sifendabnbehörde hatten. Anordnungen, di« von anderer Seite kommen, wird fein« Folge geleistet. Di« genannten Körper- tchaften e warten ton allen Bediensteten streng- le Disziplin und ö o 11ba 111 ä t" tanb zum Abschlust «ine« Kompromisse« zu betragen. Staatifefretdr HugheS hat e« tott. footri Ähnlet über seine auswärtige Poluck au hören Die Senatoren Mose«. Bandegee und Mc. 4 ö r n i welch: die Politik Hughes lis er st r u ter ütztha cn. b« au;te«, b 6, ttcin ba^ Staat-depariement fi.fr dem wetteren Vor» rüden franAäsi'cher oder brigischer Truppen wider- setzt hätte, d.e Auhrbefetzung hätte Dermitbrn wer- den können. 34 scheint auch, datz sich im Aongreh eine grvhe Wendung vollzogen hat. Wayrend noch vor wenigm Monaten im Laufe der Wahlkampagne unversöhnliche Politiker beider Parteien stch dem Dtdanlrn widerictz.en, da st Amerika sich in die europäischen oder andere auswärtig: Angelegenheiten mische, haben die gleichen Abgeordneten jetzt das LtaatLdepartement befrig ange- griffen, weil es Frankreich nicht di: amertlantschen Anregungen bezüglich der Regelung d:S Rcr-ara- ttonsproblems mit genügend rm dlplomaiüchrn Takt jn einer Form unterbreitet hätte, dah die französische Regierung sie hätte annehmen können. (£m itnlieiiiicbrr Borstchlaa. Paris, 22 Ian (WTB., Sm Privattete- gramm brs .Scsair au 5 R o m me del Mussolini soll den italienischen Bo'/chaftrr in Washington beau tragt Haden, der Regierung einen BermittlungSplan zwecks Einberufung einer W e l t k o n f e r e n z za unterbreiten, welche die Reparationsfrage endgü.tig lösen soll. (Eine neue „Verfehlung" Deutschlands. Parts, 21. (Jan (WTB.) Havas veröffentlicht folgende Mitteilung: Die 3eitungen haben gestern angekündigt, dah die Richter und Staat-- Vertreter bet dem Gemischten Schiedsgericht auf Befehl der deutfchen Regie- r t n g sich geweigert haben, fernerhin an den Arbeiter, deS SchlcdLg^nch's leilzunehmrn. Die französisch« Reg.erung hat in einer 21 o t e an den deutschen Deschä.t^t ager eine so rmelle 3er- fehlung am Friedensvertrag sestgetellt und erklärt, dah Deutschland für jeden Schaden verantwortlich gemacht werde der be/i Franzosen durch die im Verfahren deS Schiedsgerichts herdeigesührten Ter ö,e ungen entstehen könnte. Die französische Reg.erang hat sofort alle notwendigen Mabnahmen ergriffen, um die Tätigkeit des Gemischten Schiedsgerichts sicherzu st eilen. Der Versaillec Friedensvertrag hat nach dieser Richtung alle notwendigen Voikedru?gen ge rossen. Amn. b. Schhftllg: Man warte erst einmal ab, was die RetchSregterung zu dieser Feststellung einer „neuen Verfehlung" zu sagen bat C?iur Gchtoindelmeldnnft a«6 Mainz. Berlin, 22. 3an. (WTB.) Wie au» London aemeldet wird, lädt die , Daily Mall" sich auS Mainz melden, von sehr zuverlässiger Seite verlaute, datz Deutschland am Vorabend der Wiedereinrichtung deS durch den Versailler Vertrag verbotenen zwangsweisen militärischen Dienstes stehe. Zwischen Berlin, München und Stuttgart bälkei in den letzten Tagen Verhandlungen in dieser Richtung Rott- gefunden. — Amtlich wird hierzu ’eitgcftcllt, oah diese Meldung von Anfang biS zu Ende erfunden ist. Eine ungenügende Antwort Poincnräs. Paris. 22. Ian. (Wolff.) 2Iuf den Protest, der bei der französischen Regierung wegen der Tötung deS Sohnes des LolvmottvführerS B i r D e tn Bochum erbeben wurde, antwortete Potncacä dem deutschen DeschäflSträger in Paris: „Ich beehre mich, den Empfang Ihres Schreibens vom 20. 3anuar zu bestätigen, da- sich auf den Zwischenfall In Bochum vom 15. Oa- nuar bezog. Ich benutze diese Gelegenheit. um Ihnen in Erinnerung zu bringen, dah entsprechend den allgemein anerkannten Regeln jede Handlung, die die Sicherheit der auf dem r«ch:en Rheinufer die interalliierte Ingenleurkmvnlslion Lxflieitcnbcn Truppen gefährde e.r vler jeder D e r f u ch ct«r folchen Gefährdung nachftchtS- lvS unterdrückt wird." DaS ist alle«, was die französische Regierung auf den deutschen Protest wegen der Bochumer Bluttat zu erwidern weist. Ss wird nicht einmal versucht, daS Vergehen der französischen Soldaten, die blindlings mit Maschinengewehren in cme Menschenansammlung hinein geschossen haben, fachlich zu rechtfertigen. Da« ist aU^btngt verftänd- ll 3n dem 2£btwbr- kämpfe gegen die Gewalttaten der Fran.zos«n und zur Unterflünung der durch den 0 inbruch wirtschaftlich geschädigten Mitglieder hat der über 350 000 Mitglieder zählend« Gew« rkschaf t S- bund der Angestelkten einmütig brichlof- s«. feinen Mitgliedern «in F r e 1 h «i t « o p f e r Im Windest betrag« von 400 und 200 Tla rf auf- Auer legen Daneben werden freiwilk, ge Spenden angenommen, die bereits m Höbe von einer Million «ingeganzen sind Amerika wird sich nicht ei^mischen. Pari« 22 Ian (WTB.) Der „Rew B-»rk Herald" rnelbet aus Washington: Di« Vereinigten Staaten werben 'ich In ter Ruhr- frag« jeglicher Einmischung «itbat- tt n, sobang« «S.nicht einer europäischen Wacht -ellngen würde, Frankreich und Deutsch- Anzeigen-Annahme. Dl« G»tgege«iahme do« Aazeige» finbet bi« gam Abend vor bm A«f«ahme1ag patt; An. S«ig«n fit tite 6ara«taa#uummer miHtn spo» tcftMi M« Freitag mittag aafg«geben feie. Geschäfte zeit »o» Uhr eeb »o* 2—5\ , Uhe. Aus Stadt und Land. (Sieben, den 23. Oanuar 1923. Helft den Brüdern und Lchweftern im Ruhrgebiet! Die franzb'i'chen Dewallakte im Ruhrgebtel haben mtkie tortigen VollSgenoffen »um 2lb- wehckamp' tm 3eicrtffe de« Baterlan- dc « p< ran iaht. Für Gri^mtdeatfchlaed nehme.'. unsere Trüber und Scha^i'tere an der Ruhr schwere materielle Cofer und bittere Taae der Rot auf sich. Da darf feine deutsche Hand sein, die sich nicht in helfender Bruder- und Schwesternliebe den dämpfenden tm Ruhrgebiet cnigttjenttndt. Gestern ixiben wir gemetbet dah di« Beamten und Beamtinnen der Firma Bä nn Inger zwei Prozent ihr^ ,3i.idargefreute zur VinUnuifl der Deutsche.» Lebensuiüer- haUSnvl an ter Ruhr gespendet haben, ebenfalls gcftem haben wir unseren Odern jmr Kenntnis gebrach'., dah jablrckfc: Firmen Rorbbeutschland« und deren Ai/aestcllte mit HittSfoenden den Bedrängten km Ruhrgebiet brirtefren. 5)eule wtrd unS be lchtet. bah die hiesige Wäschefabrik Fritz Rowad d.schlollen hat. ein Prozent ihres Umsatzes vom 15. Ianuar ab bi« auf weiteres für dir Leidenden in den Ruhrstädten zur Verfügung zu stellen. . . M.tdurger! Tretet alle ein in dtef« HilfSfront für diejenigen, die an der Ruhr den Abwr-Hrkumpl gegen Frankreich für unser Vaterland für icd-en einzelnen von unS führenI I«d«r f pen de. soweit seine Kräfte «S yilafiail Der _® i c h e n e r Anzeiger" stellt sich in den Dienst bLte: nationalen Sammlung. Geldspenden werden in der Geschäfts» stellcdeS .Giehener AnzeigerS".S^l- strah' 7. sowie auf feinen Bankkon.en: HandelS- unb D wc b baut Tarmstäbter und Rationalbank. Mittelbeutfchc Lrebttfrank. Commerz- und Privatbank, 2iostmchal. MarcuS u. 6a. Dtrectwn der DlScvnto-Griellschaft, BezirkSsparkasse sämtlich In Diesten, unter der genauen Betetdnrung „Ruhr- Hilfe" angenommen. Die Beträge werden öffentlich tm Blatte guitliert. ihre Wetterleitung in die bedrängten Gebiete erfolgt durch die dafür vorgesehenen amUichen Stellen. Schützen wir die Trüber an der Ruhr vor der IeiI>[Ujen Tot. so besährgen wir sie zum Durchhalten und damit helfen wir täte selbst t A u f zur Opfertat! Verlag und Schrif tleitung deS Diestenec Anzeigers. — Die Abgabe für den Iagdwaffen- f>ah beträgt nach einer Verordnung des Mini- teriumS des Innern vom 1. Januar ab: 1. für Reichsdeutsche, die im VvlkSstaat Hessen ihren Wohnsitz oder bauernben Aufenthalt haben, 2000 Mark, 2. für Reichsdeutsche, die in einem anderen deutschen Land ihren Wohnsitz oder dauernden 2lufcrufralt haben: a) auf ein I^hr 2000 Wart, b) auf sieben unmittelbar aufeinanderfolaenl» Tage 500 Mark. 3. für Ausländer und solche Reichsdeutsche, die Im Deutschen Reich keinen Wörlitz oder bauemben 2i.f.mthalt haben: a) auf ein Jahr 200 Mark berechnet In Goldmark. b) aus 7 unmittelbar aufeinanderfolgende Tage 50 ML berechnet in Goldmark. Di« vor dem 1. Qanuar ausgestellten Iagdwaffenpäsfe bleiben blS zum Zeitpunkt ihres Ablaufs In Gültigkeit. •• Oberhesfifcher Kun st verein. Die 2lu«stellung ist dies« Woche täglich von 11 bis 1 Ufrr geöffnet, morgen, Mittwoch, aud> am Rachmittag von 3 bi« 5 Uhr. Di« Ausstellungsräume werden nur Mittwochs und Sonntag« oeheizt. •• Die Fracht für frische- Obst, ausgenommen Lüdsrüchte und Weintrauben, ist um 50 Prozent c r m ä 6 t g t worden. Die Mastnahme gilt sowohl für Stückgut al- auch für Wagenladungen bet Aufgabe als Gll- oder Frachtgut bi« 31. März. "WeihnachtSgabe für Veteranen. Durch das Hess.sch« Ministerium des Innern ist angeordnet worben, ba& den ehemaligen Kriegsteilnehmern aus den Kriegen 1864, 1866 und 1870/71, die am 24. Dezember 1922 noch am Leden waren, und bi« seither die Le.Hilfe bezogen haben bzw. noch beziehen, eine WeihnachiSgabe von je 500 Mari aitfl- aezahlt werden soll. Die Auszahlung erfolgt bet der nächsten DeihUfezahlung am l.Febr. in Giehen durch die Kreiskafse, in den Landgemeinden durch die Gemeindekassen. •• Die Margarine-und Pflanzen- f < 11 fr r c i f« wurden gestern mit fofortiger Wirkung weiter erhöht, und zwar um 796 Mk reTfr. 820 Mk für das Pfund <$« kosten danach jetzt die Spihenrnark« Ä60 Mk., die billigste Sorte 2580 Mk. Basis Äübelfradung ab FabriNagec. Diesen Preisen entsprechend würde sich also ein Pfund Margarirte, kurant« Äonfumtoart, im Klrinhandel auf annähernd 3000 Mk stellen. •• Dom Konzertverein wird unS geschrieben: „Wie schon durch den 2lnzeig«ntell deS „Giest. Anz." b.kanntgegeb«n. muht« da- für vergangenen Sonntag vorgesehene Konzert aus zwinaenden Gründen auf Donnerstag, 25 Januar, abends 8 Uhr, verlegt werden Gs bringt den ersten Gesangabend tn blrier SpielzTit und habet dte Bekamt kfchast mit dem Bart tont'len Dr Wolf- ?ang Rosenthal und seiner Frau Ilse H e l- ing-Rvs«nthal (Sopran). Zum Borirage kommen m der Hauptsache Lieder und Duett« von 6ornelhte. Brahms und neueren Tonmei tem, wie Richard Straub. Hugo -Wols und Georg Göhler. Als Fortsetzung dieser zweiten Reihe der Ä»irrte folgt eh moderner Komponistenadeid Ds ist der Ko.azerUeitung gelungen, dafür Dr H a n S P f i tz- ner zu attotnnen, der grieaenllich der ^stauf- fü6rung fetner Oper „Palästrina" in Frankfurt seinen Besuch tn Giesten In Aussicht gestellt fraL 6s stehen ’ir diesen Abend eine Reibe feiner Lieder, von Stau Kammersängerin Heyn «- Frank« aus Stuttgart gesungen unb non ihm aus dem Klavier begleitet, auf dem Programm. Am 18 Februar soll. sallS die Ber^andl'mgen mit dem Rauheimer Orchester zum Ziel« führen, rin Orchesterabend in der Aula mit einer ©infoni« von Haydn und Mozart statkftnden. Writerhtn kommt am 25 Februar daS bekannte Berliner Vokal- Terz«« («s« ÄnülteL Kät« Aulich Gl sabeth Bö dm m t einem hvchint«refsant«n Programm, und schlichlich wird am 19. Därz das Stuttgarter Sterbtingquartrti zusammen mit dem auSflezeich- neicn Äarinellifttn Drt«sch« l die Dlnter- satson drichltehen. Giwa zu Beginn des reuen Semesters soll tn Grsüllung eine« alten Wunsches btt Aufführung deS „311 a 6" m der SiabtTirch«. dekcumllich daS beben:mbüc der WendelSsobn- sch« Oratorien, ftattfinden. Der Konzertverein bietet somit, trotz der ungeheuren Schwierigkritm^ mit denen die Gewinnung auswärtiger Äünütet (man beachte die enorme Steigerung der Si’tn- tafrnfrreifc, aber auch der Honorare?) zur Zell verbunden ist, eine arobe Reih« hochinteressanter musilallscher Deranstaltungen, für Die ihm alte Wusckreunde Dank wisten toerben." •• Altlagenkonzert findet morgen, Mittwoch, mittag- 12 Uhr bei günstiger Dtue- rung durch die Kapelle des 1. (Hess.» Grenadier-Bataillons, 15. Infanterie - Regiments statt. Muffkfolqe: 1. .Gin feste Büro »st unser Gott", Rcveille von L. Gold«. 2. Ouvertüre aus dem Zyklus .1813—1815* von St TL von Weber. 3. Ehvr der Friedensboten aus der Oper .Cola-Rienzi* (Der letzt« der Xrlbunen) von R. Wagner. 4. Fadcltanz Ar. 1 (B-Shirj j von D. Mederbeer. 5. Armeemarfch Ib 116 über alrnied«rlündifche Kriegs!ied«r von Th. DraweN. ** Landesverflcherungsanstalt Heften, i Der jetzt zur Veröffentlichung gelangende Bencht für 1921 beziffert dte Gefamt^dl der eingrgang«- | nen Quittungskarien auf 302 071 (L 3 2Z601Z). 1 An Beiträgen wurden 39 44 (8 5S). Mill Mark, an 3inftn I 72 (1.83) Wlll Mark und an örfre- bungen 1 90 (5 67) Will Mark vereinnahmt Für ’ Rentenleistunaen wurden 21 16 (10 34) Will Mark, für Hellveriahren 5 25 (322) Will Mark aus gewendet. Das Reinvermög.m wird auf 48.99 (36.08) Mill. Mark Buchwert beziffert. fvornotizc». — Tageskalender für Dienstag. Sbadttheater, 7 llhr: „Macht der Finsternis* — Zoologisches Institut (Bahnhofswaye). 6' . llhr: Vortrag der Oberdessifchen G«s«llfchast für Ratur» und Heükund«. — Lichts viel hau«, Luhndofstrati«: .Der Rhein, Deutschland« Strom In Tterganga»» I beit und Gegenwart". — Palast-Lichtsviel« .DaS Kind des KwmevalS* und „Der verfluchte Hunger nach Gold". Wettervoraussage Zunächst ziemlich heiter und trocken, tiane wieder neu« RieOerfckläg«, wärmer, südliche Wind«. — Bon Island her zi«ht eine neue Depression ostwärts. Landkreis Giesten. i.Gttingshaufen,22. Zan. In tiiese« Tagen läuft dir Pachtz«it für unser« grofre Feld- und Waldjagd ab. Da dies« sehe guten Wildbestand hat, ist man auf das Gr» aebnlS txr R«uv«rpachtung g«lfrannt. Bisher betrug der Preis etwa 220Ö0 Mark. Alrcie Büdingen. nb Büdingen. 20. Ian Heute tagte hier die Landesabteilung der Reichsz«»- trale für Hetmatdienst und die Vor» sfandSkonferenz dieser Vereinigung zum erfttn Male auf hessischem Gebtet. Sie erfreute sich einer reoen Beteiligung, befo-ibert stark waren di, beiden CDoitrage un Zeichensaal der Dolksfchul« besucht. Dr. F Raab aus Frankfun a. TL fp-ach über .Deutschlands tmrischa'tltch« Oiotlage*. An der Hand eines wissenfchattlich genau ermittelten Zahlenmaterials erläuterte er zuerst dte Anzeichen unserer Rot, dann dte Ursachen. Dabei stellte er dte Finanz-. Zahlung-- und Wirte schastSbikartz des Deut'chen Reicfe- von 1913, 1914—1920 und 192! auf. Zur Gesundung urv fever fronten Wirtsctettt-lag, fonnc mir Mt allmählich« Wiederherstellung de« G:chgervichm von Erträgen und Verbrauch des Reiche« führ«. Rachmiitag« hielt Studienreferendar Renker «inen Vortrag über di« Reich«verfallung. Abends schloh sich Im Gastdau« .Zum Stern" «ine zwanglos« Aussprache über die Vorträg« und dte Auf» gaben des Hennatdtenskes an. Kreis Friedberg. ch Trais-Münzenberg. 21. 3an. Heute hielt der früher« Durenkommandant Koo« 3 n ft t in unterer Kirche vor einer zahlreichen Zuhörerschaft einen sehr interessanten Vortrag über da« Leben unter Buren und Hassern mit besonderer Berücksichtigung der Hetdenmifsioa. Zum Schtub richtete er noch dt« Blicke aus bl« gegenwärtige Lage unseres Volke« und zeigte, wie auch unser Volk gleich dem Burenvolk hoff« tarnt, sich durch Betonung deutschen Geiste«, durch Liebe und Ginlgkeit, wieder seine Freiheit uw 4 Selbständigkeit zu erwerben Sine zum Schluß Dorgenommene Sammlung ergab den Betrag von 1207.70 Wb Hefscn-Nasfan. rm. Biebrich, 22. 3an. Tötillch hennte glückt ist der 57 Jahre alte Arbeiter Ka1p« Dienst aus Flörsheim. Gr wurde auf der Strecke nach Wiesbaden von einem Perfo- nenauto erfaßt und derart mit bem Kops an den Damm gebrückt, daß der L o ti eintrat. D. ging hinter einem Wagen her, so daß « daS entgegenkommend« Auto nicht feh«» konnte. Als er bann ben Futzsteig betrete» wollte, kam er unter bas Auw. Schöffengericht. »leben, 16. Ian. Sin I ____ Arbeiter aus Hannover hat tn et ne Fabrik tn Wetzlar etwa 50 Kg. Mestinn'vä« gestohlen und ctma 12 Kg davon zu 240) Mk a» einen hiesigen All Händl er t^rfuuH Wegen Dt* stahl« erhält ersterer 2 Monat« Gesängni« während letzterer wegen Hehlerri mit Rücksicht ans idrtt seitherig« ttnbe'trasthett an St«ll« der an sich verwirkten Gefüngnisstvas« von einem Tbtei zu einer Geldstrafe hon 8000 Mk oerurtelD wi* Wegen Diebstahls eines Kanalrvbr« Im ®te wichte von 10 Kg wird ein junger Ardell« d« hier der erst anfangs Dezember 1922 aus ter S^ra»anstall entlassen worden ist, mit 2 Monate» Gefängnis bt'rra»L Gin Mechaniker von Frankfurt a. W und fein« Ehefrau spiegelten einer Frau von 6ter WK. sie wollten ihr ein von ihnen gemietetes ZimmM gegen eint Änttckridiqung von 100 Wk avtrtt«, dte Vermieter feien damit etnoerftonb-n Die Fr« glaubte ihnen und zahlte dte 1OD Mk . Höri« abte r.c.6:raq!tb. da st dte Vermieter gar nichts da«» wustten und dah der Mechaniker und feint Fr« am gleichen Tagt unter Hntttrlaffung einer TBX* ichvld heimlich verschwunden Iden. Wtg« Tr trug« wurde der Sbemann zu einer Geldstrafe *• 10000 Mk und feine »hesrau zu einer 'richs» hon 500 TU. txrurieUL Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittag«: Berlin 21 600. Frankfurt a.TL 21 500. Verhaftung eines Raubmörders. der S urs 14200,—1 50V- ISOOOl Explosionsimglück. 14000, . 0 0,-14000,-1300. Beim Rodeln verunglückt. Damm: 8(4396.60 104238751017 L25 354145 33\8,65 423933 ge- ge- 2O.Januar Ainll. No ierg. Dermischtss. Diebstahl im Zuge. 46/o Hessen 3'/,<7° Hessen----- 3% Hessen 4o/o Zolliürken . . . ^Goldinexitaner 345 5 410 >,70 49o240 5)60,- 18818- 22144*50 34413'» 4137,60 1413,9') 4139,60 3441,35 1052,35 122905 3433,55 2882,20 887,20 girier 1102,75 7393 45 («eld 1097/5 735 .55 8>r'5i.4O 1.22,95 341 ,.45 286780 882L0 Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphilche Auszahlung.) —. - 2 0 >',—1940 >. -25509. 275 0,-30 ,01-26009,-30000 2*'001—53 m Ni,-28500, -51 00, 3'»0,— 210,- 200-- 190,- cllc elf tot. Der Unternehmer Kappelmeier. es unterlassen hatte, die notwendigen bhutzmaßnahmen zu tteffen, wurde wegen ^lässiger Tötung und Vergehens gegen oas öp lengstoffgesetz verhaftet. Holzverkohlung '»iüiaersiverke . cheideanuall . £ bevbei) irs . . . Phönix Pergban. Nheinnahl Riebeck Jiontnn TeUuS Bergbau tob. Rastatt, 22. Jan. Ein frecher Dieb- 1 n h l wurde in einem Schnellzug von Vase! bis ! ^olsruhe verübt. Der Dieb hatte einem Reisenden Basel aus einem Abteil erster Klasse zwei Koffer und einen Mantel entwendet und die ^genstände vor der Station Rastatt durch das Brand im Laboratorium. Danzig, 22. Jan. (Wolff.) Im Hoch- 'sv«nnungslabo rator i um des Elektro- tchiüschen Instituts der Technischen Hochschule n Danzig geriet am Samstag auf noch unauf- fturs Datum: 19.1. ui „3um Stern“ eine jaxin? : die Dorträge und die 24 enstes an. Handel. Börsenkurse. Frankfurt a. M. Berlin Schluk» Schluß- Scklutz- Schluh» 90,50 800. 50),- 2325.- 300*- amburn-Älunr- Pake 29000,-2.^000 - 28500,- — - Norddeulscher Vloob . 15000, 16000 - 17 5'1- 170j0, ?lntw.-Brüssel . Holland Vonbon Paris Scluveih Svauten Fialien VifmbomDporto Dänemark.... i>,—270 0,-150 0.-22090,— L-iro........... 1.8400.-2450 >,-l -5 0,-130 >0,- Deu:sch-2urembura. . 30 >00. -5 Oi NI - 2727*), -55000,— GelseucirchenerB«»rgw34009,—6-20 >,—20 >0,-61500,- Hnrvener Bergbau. . 70)00,-13 AJOti 70000,-1310)!),- 5lal,iverk?lscherslel>en2400',—34 >00,-27)70, -41 00,- 5!altwerk Westeregeln 242U0,— 9000,—26000,— —,— Vaurabüite ~ * 5"/o Dtsch. RelchSanlethe 4"/0 Dergleichen S*/te/o Dergleichen 3"/o Dergleichen Disch.Svar-Präiil.-?rnl. 4 -_> Preussische StonfolS . 18- 00,-22 0.),— -,- - . . 16500.— b3)>-.-15GOO,-2875a- . 2800 —34400.- 240 >0,— 400 >,-2400), - 50000, 46KM,-l'00 0,-470)0,-6.0)0, 9)00,-1-10).'/,— —, stier dem §reiheiL§bal;m. Roman von Clara Diebig. 'I. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Der FriÄ>ensrichLer von Lutzerath brannte -ttr ilngebutb, er konnte nachts nicht schlafen; ,e hatte auch zu einer dringenden Konferenz iwssesordert — ganz gleich „wo", er würde sich vvLrall einfinden — aber die zustimmende 2Int- |»ci der Kollegen blieb noch immer aus. Endlich Mir von Oberstem zögernder Bescheid: in der Db, der Zustand dec allgemeinen Llnsicherheit tue schr bedauerlich, ihm mühte unbedingt ein Ude gemacht werden, aber es waren zu wenig Mittel vorhanden. Der Kanton war nicht in tt Gage, noch mehr Abgaben zu leisten, die die Ufoielige Erhaltung einer ständigen Polizei- m.Le erfordern würde. Nun, dann muhte 06er- |iin sich eben unbehütet ausplündern lassen! 3x3) bewahrte Adami seinen Gleichmut. Als iisn in einer anderen Antwort seine stürmische ÄMnd, die alles im Hui erreichen wollte, was 'M nicht so leicht erreichen liest, gewissermahen ;gm Bortour.f gemacht wurde, lachte er sogar. 'Der als ihm in einem dritten Schreiben der 'ffikir?bschaflliche Rat zuteil wurde, sich nicht um • Sten aufzuregen, die, solange die Welt steht, »lllh jedesmal nach Kriegsläuften sich eingestellt Igelten, und sich auch nach Iahrhunderten noch -reellen würden, fluchte er. Also ohmnächtig 1 iitt< man Banditen gegenüber fein? Es ant- it.Vd.en noch ein paar Kollegen, die dringende "-väfte vorschützten, die übrigen antworteten 4 nich4- yauL indolent, zu bequem oder zu abge- Wegen Diebstahls von 18 Kg. Alteisen aus «m Lager einer hiesigen Firma mittels Ein- PeigenS wird ein Mater und Anstreicher aus Wrtzmar zur Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis verurteilt. Eine Arbeiterfrau von hier ist angeklagt, emer Mitbewohnerin mittels Einbruchs 1 Ztr Stoffeln und 3—4 Ztr. Briketts gestohlen zu haben. In der heutigen Äauptverhanolung konnte nur festgestellt werden, daß die Angellagte ein» Tial eine Schüssel voll Kartoffeln weggenommen hat. Im übrigen war sowohl wegen des Kar- Sffel- wie wegen des Drikettdiebstahls ein aus- «rchender Beweis nicht zu erbringen. Mll Rücksicht auf die geringe Menge einerseits und den groben Dertrauensmihbrauch andererseits erhielt wegen Mundraubs eine Geldstrafe von 1000 Dark unter Freisprechung von der Wettergehen- am Anklage. Des Diebstahls eines Sackes voll Drttetts mittels Einbruchs wird ein Arbeiter von hier beschuldigt. Da die Sache nicht genügend aufgeklärt werden konnte, wurde sie zwecks Einnahme richterlichen Augenscheins an Ort und Stelle vertagt. Sieben Privatklagen wurden durch Vergleich erledigt. Äurs Kur» 22 1. 19. t 89.50 81,— 76 >.- 721- 510,— 440.- 2500,-i:mo,— Es war zu Reil an der Mosel geschehen in der Nacht des siebenten Prairial. Die Früh- sommernacht ging auf leisen Sohlen, der Himmel' war dunkel; verstohlen blinzelte nur da und dort ein Stern; es war, als wollte es regnen. Eine ungeheure Weichheit lag in der Luft, eine sanfte Mattigkeit. Die schmalen Grasraine, die den Flust säumten, sich zwischen ibn und die Heinen Häuser des Dorfes zwängten, dufteten stark, jedes Hälmchen atmete Wohlgeruch Finster ragten die Wvselberge, man sah nicht ihren Fast und auch nicht ihren Scheitel; alles schwatz, schwatz. Einzig das Häuschen auf dem Reiter Hals, das winzige Kapellchen, das nichts hat als vier fensterlose nackte Mauern, ein Heiligenbild hinter verrostetem ©Liter und davor ein Detbänkchen, zeigte durch feine geöffnete Tür ein wenig Geflinzel. Da biannte die ewige Lampe und warf ihren rötlichen Schein auf die Paststrabe, die alle passieren müssen, die moselauf, moselab wollen. Schmal ist hier die Straste, ein Felskamm, den auf der einen Seite der hohe Kondelwald mit seinen Baumriesen beträut, dessen andere Sette abfällt zum Flust, so steil, dast die Häuser von Reil fast senkrecht unterm Berggrat liegen. Der Wanderer geht hier nicht gern, er betet selbst am Tag nur ein hastiges Ave und sieht sich scheu um. Links ein Absturz, rechts ein Absturz, ein Ausweichen gibt es nicht am Retter Hals, und man hört es unten zu Reil nicht, wenn einer hier oben Hilfe ruft. . 215 >0,-23500.-18500, - 24000,- 20)X) ). .-23500.). -172500, — .310 0 -4' 0)0.- — 4000- 85)0. — 7050 11000.- 13800 -210 KK- 13100, 21030, 7470 -13590 - -,- 7300 -13500 - — Görlitz, 22. Jan. Gestern nachmittag st>r auf der Rodelbahn in Landeskrvne ein tit drei Personen besetzter Rodelschlitten so heftig gegen einen Daum, dast dem Führer, einem Wirtschaftsbeamten, der Kopf zertrümmert wurde. Er war auf der Stelle K während zwei junge Mädchen in schwer- KUetztem Zustande dem Krankenhaus zuge° schtt werden mußten. «lemaligen Festung I n g o l st a d t ein schwe- leS Explosionsunglück. Elf Perso- n, neun Frauen und zwei Männer, wurden tötet. Die Explosion entstand bei der Zerle- oivg von Leuchtpatronen, die zur Deranstal- von Feuerwerk dienen sollten und be- lei'ts in den Zersetzungsprozeß übergegangen s Frtcdberg. ^Iien. Die Feuerwehr drang mit Rauchschutz- lnzenberg, 2l.>M- M >>paraten in den Raum ein, fand aber bereits irenfommanbant Koos opL' *' — or einer zahlreichen ZuhüM teressanten Xorttag u > er Buren und Aassm iäsichtigung der HeidenmiM'. e er M die Me aus if ,f.:A z-m Duren voll hosiu ätatiNW« i oieta lei"« My amlung ergab den ixite ?inn. Eleklri-itätS-Gei 11.50a— ’375n,—U00(\—13100,- .......132. 0k-17(KN>-12000,-ir CO,- © rtj liefert. . .. . ... 17000,- 15 hOOQ,- 800 ,- Siemens & Halske. . . -,— 170)0—24000,—j!) cfr ibieriverfe Mteuer. . Animier Piotvren. . . ■.'cnhiienitactit..... Jieanin . . ..... Metallges. Irankfurr. Schubsabrik Herz. . . Lichel........... .ietl'loff Walbhok .... x’',ndcrinbr.,"srn keiichnl Zuckerfabrik Wan niifcl Berliner HandelSges 220X), 35030 - 22000. - 35000.- Coininerz- u. Privaibk 4350. - 7000. - 4<00.— — Darin ,. u.Nationalbank 5325,— 100 0.- 5500.— 10'4)0- Demsche ^tont 14000.-1 >0)0,- 14'0),- 18510.- Deiilsche DereinSbank 315>.— 5 0)— —.— — Discouio Coiniliaildit 7091 WO,- 7000.- 10300,- MelaUbank........ 2 000. 40,00.- —,— Mi'teldeni. (Jrebitbnnf 30)0 - 71«),- 3400,- 7000 - Leiterr. Credi-anstalt . 2980,—5703 — 3040.— 5l'.)0,— Turnen, Sport und Spiel. - Daumeisterschäften im ©aal- . Daues IXa Sieg — Lahn. Der Ztabf -Berein Wetzlar veranstaltete am Sonntag. *m 21. d. Mts., einen R ad s p o r t - W e r b e- II » 6- Der Berem hatte gleichzeitig mit dieser Q3er- Dtnaltung Die Austragung der Taumeisterschaften >«s Gaues IXa Sieg—Lahn im Saalfahren über- n-ommen und zwar im 6er Kunstreigen, 2er und xr Radballspiel. — 3m 6er Kun streigen '»äsen auch in diesem Iahre toieber die zwei Rillen Radf.-Berein Wetzlar und Radf.-Verein IE85 Diesten zusammen. Die 1885er fuhren einen 1-rn eingeübten schwierigen Reizen sicher und er- .engen mit 7,77 Punkten die Gaumeislerschaft. — 2er Radballspiel: Zu diesem Wettbewerb r aten 11 der besten Mannschaften des Gaues an. TCacb überlegenem Spiel, mit 16 gegen 8 Tore, ii«gte im Endspiel und errang damit die Gau- nreisterschaft die Mannschaft des Giehener Radf - JSaern 1885, Börner-Deibel. Die Mannschaft Röte ger-Pfund des Rad-Clubs Germania belegte den 1. Platz. 3er Radballspiel: Nach ziemlich LuSgeglichenem Spiel siegte und wurde „©au- meiOer im 3er Radballspiel" der Radf.-Derem Oerbom. Zweiter wurde der Radf.-Berein Krof- torf. geklärte Wetfe em Vesay mit Isolierbl in Trante Der sofort herbeigerufenen Feuerwehr gelang es, den Brand auf den Raum selbst au beschränken; auch die unmittelbar anstoßenden Chemischen Werkstätten wurden von dem Feuer völlig freigehalten. Der Schaden ist im Verhältnis zum Wert des Instituts ring. Der gesamte Institutsbetrieb wird in wohnter Weise weitergeführt. 6600.— 9'00. - 695 9000,— 500).- 8200. - 500Ü— 8000.- 9000 - 11500— — 130 0-1500),-U75Ü- 20 00.- her so da e ^W26d». tt > ®ieü tetf bi eit jui Hannos ^mglpS 'ÄsätÄ rZLb e&ü IIÄ N bie i?,aN ;'n «xö0l«oit WZK 5'6,»yS! bon» ''«-Süz ösZL'itz N 302 071 fi ml^9an9e* * 39.44 (8 «in (t3 276017) >ll. ®q.. “ und an (jrc \(3'22)wÄ1!^ nötigen. Äachi ssKr .äsSj: fluchte Hungv ;°raus,a„e unl ‘ro*n, Karat M ei™ S !°>s Sitfitn. ?,‘l'’.22;3an.3nblefa Mw fit unfere gtojt Ibiajbab.Sa biefeftbt pat, ist man aus das Ei. Pachtung gespannt. DiShei etwa 22 000 22art 1 Büdingen. n, 20. 3an. Heute tagte his tlung der AeichSzeix latdienst und die Ton Okiemigung zum erfle Jebitt. Sie erfreute sich eine besonders stack waren Mi Zeichensaal der 2oWchu!< aab aus Franksuck a L ands vickschaslliche Totlage", s wissenschastlich genau c eckals erläuterte er zuerst ü lot, dann die Ürsachrn. i - - 11500. 11090,- -.- 9451- 12000.- 40000,-C;35''0,—40000,—66C00.- 1500 ,— ’OiW *,—15.500,-1 5‘ 0.- 17500,—21000. - 133ta—2250f> slumpst! Der Richter von Lutzerath befchloh, auf eigene Faust zu handeln. In seinem Kanton wenigstens sollten Bürger und Dauer ruhig schlafen; und auch der Jude. ■enster aus dem Zuge geworfen. Dann zog der leb die Notleine und sprang, als der Zug lang» tamer fuhr, auf der Murgbrucke aus dem Zug > mxB entkam. 14 1,05 4160.40 3458.65 1077,6 i 42^0 «5 4130. 0 5990.— 22255*50 naiv-, Zahlungs» und Dio ^Suntnrng1 r". , München, 22. Jan. (Wolff.) Am Wdlagc tonne mit > ^Linstag ereignete sich in der Kasmatte der ckielimg des Gieichgevi^ ,k rt fr“'r‘ rrbraud) des Reiches sühm rtadienrefeoendar Reni«! >ie Mchsversassung. ÄbeÄ 2 >,93 26,07 30,04 3020 723.26 72 >80 828,- 832.- 528.65 531 35 614,45 617,-5 12)65 130.35 149,60 156.40 29.75 22425.- 104125,- 1045,- 1262,50 783,- 618,- 11150,— 29.25 22325.- 103625,- 1015,— 1252,50 777,- 610,- 11050',- D an knoten. RranFfurt a.M^ 22. Januar. «cbweiter Noren.......... Französische Noien Dänische Noten Schwedische No:cn Holländische Noten Denisch-Oeuerreich ä 100 Jtronen Ainerikanische Noten Englische Noien Iialienische Noien Belaifche Noten Uiinniifdie No en Tschechoslowakische Noten . . . . Norweaiiche Noien ....... N»mantsche Noten Spanische Noten In der nächtlichen Einsamkeit glucksten leise die Moseltoellen an den Steinen. Sie flössen so fünft, so zärtlich, als kühten sie behutsam das schlafende ülferland. In einem unendlichen Frieden Berg und Fluh, Dorf und Wald. Doch jetzt cm Käuzchenruf. Klagend kam er aus den Büschen dicht bei den Häusern. Nun antwortete ein zweites Käuzchen. An die Tür des Herz Rosenblatt wurde geklopft. Es war zwölf älhr, Rosenblatt und sein Weib lagen schon drei Stunden zu Bett. Denn trotz der langen Helle des sommerlichen Abends waren der fleine Laden und die fensterlose Stube dahinter so früh dunkel, dah man ins Bett kroch, um das Oel zu sparen. Das Nagen einer Maus am Fust der Bettstatt störte sie nicht. Der Mann schnarchte rasselnd, und auch die Frau atmete schwer. Der Schlaf war hier nur wie Betäubung, beim die Luft war verbraucht und drückend im Raum, in den kein Windchen des Himmels wehte Von der Tür, die nach dem Laden zu offen stand, fiel ein matter Schimmer auf Rosenblatts Gesicht; es lag da wie ein fahler Fleck, flach und regungslos in der Dunkelheit. Die Frau hielt im Schlaf die Hand ihres Mannes gefaxt; nun waren sie schon zwanzig Iahr Eheleute, aber sie hatte ihn noch immer sehr lieb. Deckchen, des Itzig Nudel Tochter aus ©rmmem, hatte Hetz Rosenblatt mehr zugebracht, als der Schadchen ihm versprochen: ein gehorsames Herz und eine demütige Liebe. Sie hungerte mit ihm, sie fror mit ihm, sie sparte mit ihm, und sie hatte ihm sechs Kinder gehören. Blümchen, die Aelleste. war ein Stolz und eine Loffnung und ein „Köppchen", wies fein rtoettes gab. Berlin, 22. Ian. Dörsenstimmungs» Pi l d. Im Zusammenhang mit der gespannten Lage des Ruhrreviers hält auf dem Devise r- und Effektenmarkt die Katastropsenbausse an. In Devisen waren die ülmsähe nicht besonders umfang- reich. Auszahlung Neuyork erreichte zeitwerse mir 23 000 wieder einen Hochstand. Am Effektenmarkt blieb nach wie vor das Publikum Träger der Auswärtsbewegung. Die Spekulation versuchte anfangs durch Realisierungen in ernzelnen Papieren 3U Hemmer, drang damit aber nicht durch. Die Kurse stiegen vielmehr ganz ansehnlich weiter. Das Interesse warrdte sich heute vornehmlich westdeutschen Montan- und bescnders Kohlens:apie.en sowie Balutawerten und einzelnen Rentenwerten zu. Die Kur serhöhungen betrugen durchsch ri.ttich 1000 bis 3000 Proz. und für eine ganze Anzahl von Papieren auch 4000 bis 6300 Proz. Für Rhern- stahl, Aschersleben Kali und Orenftein u. Koppel, um nur einige Werte zu nennen, betrugen dre Kurssteigerungen 10 000 bis 12 000 Prvz. Har- pener stiegen um 35 000 Proz. Bon Valuta-- papieren erreichten C>:aöi und Mexikaner 30 000 bis 40 003 Proz. Au.ländische ^Renten fliegen um 3000 bis 6000 Proz. Von heimischen Renten streiften Schutzgebietanleihe bei groben Schwankungen den Stand von über 14 000, und Kriegsanleihe zeitweise den von 91. In Kolonialpapieren waren bei fiartet Steigerungen d e Lim'ätze ziemlich umfangreich. Bankaktien schlossen sich der Sieigerung nur zögernd an. Für die zu Einheitskurchn gehandelten Industriewerte ist gleichfalls mit erneuten Steigerungen zu rechnen. Frankfurt a. M., 22. Ian. Börsen- stimmungsbild. Dec Dollar stellte sich heute vormittag auf 19 830—20 800—22 430. I r Dwisen war eine feste Tendenz wahrzunebmen. Ausländische Anleihen zogen zum Teil erheblich an. Die Grundstimmung war heute nicht ganz einheitlich. Immerhin hielt bei einer Reihe von Spezialwerten die Kurssteigerung an. Das Hauptinteresse konzentrierte sich auf Kassa-In° dustrieaktien. Der Montanaktienmartt lag mit wenigen Ausnahmen sehr fest. Cs erfolgten große Käufe des Auslandes. Anilinwerte tagen ruhiger. In ElektrizitätZwerten erfolgten nach der letzt- tägigen Aufwärtsbetoegung Re-.ilisationen. Ma- schi renwerte waren gefragt. Um 1 älhr wurde der Dollar 23 633 ge .annt. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 22. Ian. Das Warenangebot, das am Samstag reichlich geworden war, ist wegen der nell!.rlichen Devisenhau'ise wieder zurückgezogen worden. Die Forderungen überstiegen die letzten amtlichen Kurse ganz beträchüich Da sich di.- Käufer bemgegenübr’ aber sehr zu.ückhaltend verhielten, entwickelte sich am Produktenmarkt das Geschäft äusterst schwerfällig. Es ergaben sich daher für Weizen, Roggen, Hafer und Gerste stacke Preisau schlüge, was im übrigen auch für die anderen Artikel zutrifft. Kauflust zeigte sich namentlich für Mehl und Hillsenfrüch'e für Westdeutschland 6;to. las Ruhrgebiet. Wei en, märkischen 39 700 bis 40 000 Mk. (fest), Roggen, mär» ftU;ea 35 000 bis 36 500 Mk. (sehr fest), Sommergerste 29 000 bis 31 000 Ml', (sehr fest), Hafer, märkischen 27 000 bis 28 000 Mk. ( ehr fest) Mais, La Plata, maggonfrei Hamburg 33 000 Mk. (sehr- fest), Weizenmehl (100 Kilo) 99 000 bis 100 000 Mark (s hr fest). Roggemnehl (100 Kilo) 83 000 bis 93 000 Mk. (sehr fest), Weizenkleie 19 500 bis 20 000 Mk. (sehr fest), Roggenk.ee 19 500 bis 20 000 Mk. (sehr fest), Ravs 50 030 bis 52 000 Ma k (s hr fest), Biktorckaerbsen 57 030 bis 60 000 Ma.ck, kleine Erbsen 48000 bis 51 000 Mk., Lupinen. blau 23 000 bis 25 000 Mk., Seradella, a.t 70 000 bis 75 000 Mk., Rapskuchen 21 500 bis 22 000 Mk., Trvckenschnihel 10 000 bis 11500 M. Rauhfutter: Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb. 10 500 bis 11 000 Mk., Haserftrvh. drahlgepreht 10 500 bis 11000 Mk., Stroh, strvhsellgebündell 10 500 bis 11 000 Mk.» Wiesen Herr, gut, gesund und trocken, Bormahd 10 300 bis 10 600 Mk., Nachmahd 10200 bis 10 500 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich alle Preise pro 50 KUo.) Frankfurter Getreidebörse. * Frankfurt a. M., 22. Ian. Käufer und Verkäufer bewahrten gröbere Zurückhaltung. Im Bormittagsverkehr war das .Geschäft noch sehr ruhig und die Ülmsähe blieben bescheiden. Preise, Brief Geld 4155,- 4075.- 1405.- 1395.- 4240.- 4180,— 5980,- 5900.— 8740,- 8660,- totoett zu hören waren, blieben gegen ihre letzte ■Itotia behauptet. Für Mehl bestand gröbere Kauflust, auch Futterstoffe waren gesuchter. Die noch unsichere Haltung des Devisenmarktes sowie auch die politische Lage schienen den Markt zunächst zu beeinflussen. Es mutierten: Weizen 75 000 bis 80 000 Mk., Roggen 65 030—70 000 Mk., Sommer- «erste für Drauzwecke 60 000—65 000 Ml., Hafer inländischer 40 003—50 000 Ml., Mais, La Plato 80 000—82 000 Mk., Weizenmehl, südd. Spez. 0 108 000—130 000 Mk.. bei -Waggonbezügen ab Mühlenstation, Roggenmehl 95 000—105 000 Mk_ Werken- und Roggenkleie 35 000—38 000 OHL Speiseerbsen je nach Qualität 90 000—110 000 Alt Tendenz sehr fest. Frankfurter Schlachtviehmarkt. F r a n k f u r t a. M., 22. Jan. (Amtllch.) Marktverlauf: Groß-- und Kleinvieh bei flottem Handel ausverkauft. Der Schweinemartt bei langsamem Handel nicht ganz geräumt. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 946 Rinder, darunter 144 Ochsen, 43 Bullen und 759 Färsen und Kühe. Ferner 216 Kälber, 126 Schafe und 1000 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: Ochsen von 70 000 bis 105 000 Mk.; Dullen von 80 000 bis 100 000 Mk.; Färsen und Kühe von 94 000 bis 105 000 Mk. für beste Färsen, von 50 000 bis 94 000 Mk. für geringe; Kälber, beste Qualitäten, von 100 000 bis 110 000 OHL, mittlere Von 85 000 bis 95 000 Mk., geringe von 78 000 bis 80 000 Mk.; Schafe von 80 000 bis 90 000 Mk.; Schweine unter 80 Kilo Lebendgewicht von 160 000 bis 170 000 Mk., von 80 bis 100 Kilo von 175 000 bis 190 000 Mk., von 100 bis 120 Kilo von 190 000 bis 200 000 Mark, von 120 bis 150 Kilo 190 000 bis 200 000 Mark; Fettschweine über 150 Kilo von 200 000 bis 210 000 Mk.; Sauen und Eber von 160000 bis 190 000 Mk. Die Preise liegen um soviel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schließen. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Ein französischer Vorschlag zur Interveuttoli des Völkerbundes. Paris, 22. Jan. (WTB.) Die Der- einigungderfranzösischenGesell- schaft für den Völkerbund hat an den Ministerpräsidenten P o i n c a r 6 das Ersuchen gerichtet, das Reparationsproblem und dieFrageder interalliierten Schulden seDst dem Völkerbund zu übermitteln. Diese Aufforderung ist auch dem Generalsekretariat des Völkerbundes in Genf zugegangen. Kundgebung der Eisenbahner in Mainz. Mainz, 22. Ian. (WTB.) Die Eisenbahner or gan i f a t i o n en von Mainz haben in einer gemeinsamen Sitzung folgenden Antrag angenommen: Die am 21. l. M. tagend« Sitzung der Eisenbahnerorganisationen des ‘Se- zirks Mainz beschäftigte sich mit der augenblicklichen Lage, welche durch die Gewaltmaßnahmen der französischen und belgischen Machthaber, insbesondere durch die Besetzung des Ruhrgebiets, geschaffen wurde, und beschloß folgendes: Die Eisenbahner des Reichsbahnbezirkes Mainz sind einig darin, daß die gegenwärtige gefahrdrohende Situation ein geschlossenes Zusammengehen erforderlich macht. Sie sind bereit, alle Maßnahmen zu unterstützen und selbst zu ergreifen, welch: zur Abwehr des gewalttätigen f arzösisch-belgischen Einmarsches in; Ruhrgebiet zweckdienlich sind. Es muß alles unterbleiben, was geeignet ist, diese Maßnahmen zu stören. Die Verbindung in den einzelnen Orten des Bezirkes untereinander ist sofort aufzunehmen. Gegen neue Kriegstreibereicn, die den RechtZbruch der Franzosen und Belgier zur Bölkerverhehung auS- nutzen wollen, ist der Trennungsstrich zu ziehen und der Kampf muß auch dagegen in schärfster Weise fort geführt werden. oer Redaktion. Berichterstatter tog. Wir bitten um Einsendung Ihrer Rechnung. Das jeweils in Geltung gewesene Zeilenhonorar werden wir einsehen. wieder, wenn sie durch den Gebrauch von Aok-Seesand-Manbelkleie rein von Mitessern, Pickeln, Pusteln geworden ist. Aok-Seesand-Mnnvelkleie, das Laut- pflegemtllel der extertkullur • Kolberg, schafft dlumenzarten. rosigen Teint. Zn einschlägigen Geschäften erhältlich. Die Eltern hatten am Abend im Bett noch lange mitsammen geschwatzt. Die Muttei^ hatte das Seinen für Blümchen jetzt alle beisammen, und dem Bater fehlte auch nicht mehr viel an der Mitgift in bar; nun konnte man bald einen Schadchen beauftragen, daß er dem Blümchen etwas Feines aussuchte — vielleicht gar verschaffte er ihr einen in Trier. Glückliche Zukunstspläne für die Alten: dann hatten sie nicht umsonst gedarbt und sich's sauer werden lassen. Sechsbähner bä Sechsbätzner und Heller auf Heller gelegt — trenn Blümchen vielleicht gar käme in ein großes Kaufmannsgetoölbe zu Trier! Jetzt schliefen sie so fest, so regungslos tote die Steine, sie hörten nicht, wie das Blümchen, das mit den Geschwistern oben auf dem Speicher nächtigte, herunterschrie. Nun wieder: ,Bater- leben, es kloppt I " 11 nb nun wieder „ 23a ter leben *“ Das klang ängstlich. Rosenblatt fuhr aus dem Bett. Da sah et auch schon durch die Ritzen des vorgelegten Holz- ladens außen eine große Helle — Fackellicht — und ein starker Stoß erschütterte feine Haustür. „Ouvrez tout de suite I“ Die Frau Hämmerte sich aufgeschreckt an ihren Mann, von oben herab tönte das Geschrei der Kinder. »Mach nit auf, Herzchen, mach nit auf!" Noch hielt die Tür, sie war schwer aus Eichew» holz und hotte eiserne Riegel. „Formez-vous! Rangez-vous! En avant, mardie!“ Franzosen! Marodeure! Oder vielleicht gar dieselben Husaren, die letzthin ganz Aldegund crusgeraubt hatten! Deckchen warf sich zu Boden, sie umschlang die Knie ihres Mannes und schrie laut zum Gott ihrer Bäter. (Fortsetzung folgt! Tilde Horchheimer Dr. Otto Friedberger Verlobte öiesbabtn (Biefjew Januar 1923 varv Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Martha Schnorr Georg Stieber Leun Giehen, (Bartenftr. 10 23. Januar 1923 sir» Statt Parten Holzsubmission rDen: ■ ■ &, Zimmer 6t 4,93 Fstm. (Schnttthol mit ob. obne Pension Sflbfngen Gonsenheim Fstm. (Schnittholz) Januar 1923 geb. Krack. geb Lipp. 612D gesucht. 593c 3. 14.25 stellt ein (HHß meisteret etnzureichen. 614D Pachtung bekanntgegeben. 597 D Derbstangen = 0.57 Fstm. Or. Frey. 601B 7 Uhr. suche für io ort frei, für .Zluuner- braves bei aiitem Vobn. i einzeln nb Hnndler- Aetl. 595D Wetterfeld, den 20. Januar 1923. Hess. Bürgermeisterei Wetterfeld 5 15 8 8 5 2 9 21 5 16 59 mit Rinde gemessen 25 37 26 18 jüngerer SMMW 4. RI. 5. . 6. . 5a 5b 1. 1. Jti. 2. . 3. . 4. . Verkaufe | Prima “D et. 8.47 . 45.14 . 35.94 . 7,41 . 15.91 (Schwellenholz) (Bauholz) - 2.28 = 6.32 = 5.10 u-abnfin'Tif Diüblftrahe 10. Fichtenstammholz: 1 Stück 3. ÄL = 1.56 Fstm. Gichenschnittholz Stamme 2. ZU. — 6,91 Fstm. Holzverkauf. Die Gemeinde Wetterfeld beabsichtigt nachverzeichnete- Holz im Wege des christlichen Angebots zu vergeben. von Dienstag, 30. l. 1 ab. Giehen. den 22. Januar 1923. Oberförsterei Schistenberg. Trautwein. Zligdverpachtung. Dienstag, den 6. Februar 1923, nach, mittags um 2 Uhr, wirb die der Gemeinde Ob-r.Bessingen zustehende Jagb öffentlich versteigert. 'Oerfteigerungsbebingungen wer- ben vorher bekanntgegeben. Bahnstation liegt mitten im Jagdgebiet. Ober. Bessingen, den 20. Januar 1923 Hessische Bürgermeisterei Ober-Dessingen. . 2.17 . (Schwellenholz» . 3.22 , (Wagnerholz) b. Riefern stämme: Dillingen, am 20. Januar 1923. Heisische Bürgermeisterei Dillingen. Rühl. Zagdverpachtung. Mittwoch, den 7. Februar lfd. Js., vormittags 10' , Uhr, soll auf dem Rat- haule dahier die der Gemeinde Dillingen luftehenbe Jagd, zirka 600 ha Feld und 300 ha Wald, auf weitere 6 Jahre verpachtet werben. Bemerkt wirb, bah auch Hochwilb vor- kommt, ferner die Bahnstation Dillingen in ber Mitte bes Jagdbezirks gelegen unb von Frankfurt aus in 2 Stunben zu erreichen ist. Die Bebingungen werden bei der Der- Giehen, den 23. Januar 1923. MO Für die uns anläßlich unserer Silbernen und Grünen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten sogen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Innozenz Krack Christian Möller und Frau Lina und Frau Mariechen Nuhhslzvcrlauf. Unterzeichneter verkauft von dem Wintereinschlag 1922/23 nachbezeichnetes Holz gegen Barzahlung auf dem Wege des schriftlichen Angebots. 10 5. . - 3.48 . DaS Holz ist mit Rinde gemessen. Der Rauft»rei6 soll zur Hälfte nach ®e- nehmigung bezahlt werden, die andere Hälfte wtrd gegen Sicherstellung bis Martini L J. gestundet. Angebote sind biS zum 6. Februar l. J„ nachmittags 4 Ubr, bei der unterzeichneten Burger- Palast-Lichtspiele Grtlii and nnrtmi.'nTtiealer» Patze Durchnu» türtnine, cbrl u. faub. Frau >ür einlne T imben de» TageS a. I. tHbr. literiatieixJ« Aueletteuisllle: Das Kind des Karnevals Ein Spiel von Freud* und Leid. Außerdem: Der verfluchte Hunger nach Gold IL Teil. Gichenbauholz Stämme 3. Rl. 16.58 Fstm. Toni Rayß Dr. phil. Friedrich Kämmerer StBbiena|fe|for Verlobte n'sSuMa,'1 Hannoveraner Die Debole müsien getrennt nach Klassen in voller Mart abgegeben werden, und verfchlosien mit der Aufschrift .Holz- submission' biS zum 28. Januar 1923. nachmittag- 2 Uhr. bei dem Unterzeichneten eingehen. Die Eröffnung der Gebote er'rlgt am 28. Januar 1923. nachmittags 3 Uhr. in meiner Wohnung in Gegenwart etwa erschienener Bieter. Zuschlag bleibt jedoch frei Vorbehalten und bezieht sich auf» ganze Holz. Tlä ere Auskunft erteilt Förster Ralberlab in RUddingShausen 615D Londorf, den 22. Januar 1923. (Warburg. Str.» ________________Rudolf Rüspeler. Lichtsp elhaus. B hnhofstraße 34 Ble elnechiteOllcli Doniertteg: Der Rhein Deutsohhnde Strem in Vergangenheit und Gegeawart 7 Akte. 7 Akte. Rheinliader Kurt Richter vom hleeiiren Sudilhrater. 616c Die mueik Illuetr -tlon. rröStrn'elle a.d Werken Rieft Wagners (Der Ring. Lobrnrrin. HkniL Holtandi-i) u Beethovens tCorolmi. M-* a«*rti Hejrt In den Händen unserer bewahrten Kapelle, hehuier ver 6 I kr Haalplete Hk. 100.—, Gebrauchte, gut erhaltene ülanon- Schreibmaschine oerfoiori ncnen bette VieAablunfl Tchiiitl. tMnaeb. unter 0466 an ben Gtei«. Anz. Zunaer Mann sucht für 3 Wochen möbl. 3immtr ei'tl mit volle- Pension. Lchriitl. Anged. u. 0473 an b. & Änz. KaufmannSsohn Akademiker, sucht 1 oöer 2 flenonte ZlMkl nut Schreibtisch ufro. Preis '.'/ebenfache. tftlanaebote an Hotel LladtMaiuz dimmet 14. :u484 ftmifuiann sucht rnöDI. Simmet näch'i Leitervwea. Lchriitl. Angeb. mit Preio unter 0477 nn ben (8i'-n AiiA. erb ^OstnunzSiüU >od^ Wo’niinuslausch Marburg-Gießen. 5 » Zimmer- Wohn. i. Mar- bnrgtNäbr Bahnhof) fiepen 4- bis -'i-Zimm.-Woh- nutzg in (tzte-ftrn zu tüiifdicn gcfudiL PcbriftL Anaeb. mit Bebtn innnen unter Olti an b. Oheb.flnA- 619 i Restiad-inastberzäh- behördliche Anzeigen' Btfr.: Neuwahl bes Senats ber Stäbt Fürforgestelle Giehen. Bekanntmachung Dach ber Aeichsoerordnung vom 8. Februar 1919 über bie soziale Kriegsbeschädigten- unb Kriegs Hinterbliebenenfürsorge (D ®. Bl S. 187) unb ber von bem Hesiitchen Landes-Arbeits- unb Wirtschastsarnt hierzu |Miet|es.jche | 2oliber veir lucht aut möbliertes AuS den Waldungen der Gemeinde Staufenberg soll nachverzeichnetes Holz auf dem SubmissionSwege verkauft werden: a. Eichenstamme: ötanOutt - 'sIII! ______________ rauten “1) an ben «. A. 2 llrbriterinnn . ?£tir. Anaeb. u. 5» an den '4ien- An<. | ffiir gebrauebte naumann* Schneider. Nähmaschine xu Verfaulen. “D ABmjnn t Schneider Äetlernüct 45. Kto« Uaiufüfit gut nearbeittt. in oerfnufm. w an d. Wie euer Mn» | Kaufgeiuche | Zu fauicn aetucht: 15—20 junge INaiiu sucht! mal. u. lpauiiche» llutrrrl 11. Vorkenn niste vor» banden Echr. «na u rcgtÖiÖOEt sowie eintzahn Anaedoie mit Brei» und Alter (MfC> 0. Denny, Dorlar lOrrt» Wetzlark Bdnaaten. Hehn (Bold* Silber .Blaflafl- •egeoftonöf kauft aii hoben Brei len m 6orl Bröl Je ree (in firpoiploB 8. (Ärar. 1K70 NWlkk 3finsiei. 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