icn i :n n >en lallen er In Werk2eu "•T*"'hebr1£j Montag, 22. Januar 1923 Ornrf und Verlag- vrlihl'sche UnIversttSlr-vuch- und Steinöruderei R. Lange in Sietzen. Schrisileiiimg und «eschäftrftelle: Schulftratze 7. ännaijmt von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmillag vorher ohnejede Uerbinblidjheii. Preis für 1 mm höhe für Anzeigeno 27 mm Brette örtlich 30 Mk, auswärts 40 Md.,- für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite ISOMK.BeiPlah. vorfchrlft20"/o Aufschlag. Hauplfchriftleiter: Aug. Idoetz. Verantwortlich für Politik: Aug. (Boeg; für den übrigen Teil: Ernst Blumlchein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Bietzen. Nr. 18 Erscheint täglich, au6« Sonn, und Feiertags, mit derSamstaysbeilage: GietzenerFamilienblütter Monatliche Bezugspreise: 760 Mark und 40 Mark Trägerlohn,durch diePoft 800 Mark,auch bei Richt, erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: für dieSchrift. leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Stehen. Postscheätonto: Sranffurt a. Di. 11686. 173. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ?rsitäts-Cafe Sg von 4-u Uhr nzert -Ä5B ringender Mink W osenthal unbnitan9 b,s LixAS —------pölv * Stadt Lick E der roten Linie) Januar 1923, Anfang 4 Uhr •nzert —— _ 4100 Die Beschlagnahme der goll- einnahmen, der Kohlensteuer und der staatlichen Gruben und Forsten. Koblenz, 20. Jan. (WTD.) Die Inter- alliierte Rheinlandkommission hat, Die die .Franks. Ztg." meldet, soeben zwei neue Verordnungen Ar. 135 und Ar. 136 er.assen. Du^ch t>ic Verordnung Ar. 135 werden fünf neue Ko- -inilees bei der Aheinlandskommifsion eingesetzt lür die Zölle, für die Ein - und Ausfuhr, "lür die Forsten sowie ein Spezialkomitee für Bergwerke und ein Spezialkomitee für die all» «gemeine Rechnungsführung. Die Verordnung Ar. 136 bestimmt näheres über das Regime der Zölle umd der Ein- und Ausfuhr im besetzten Gebiet. >ss werden durch diese Verordnungen unter strenge Strafe gestellt alle Maßnahmen, welche darauf «abzielen, die Entrichtung und Abgabe für Waren, Die für das besetzte Gebiet bestimmt sind oder emsgeführt werden sollen, im unbesetzten Deutsch- Hand durchzuführen. Zu diesem Dehufe wird im Osten der besetzten Geriete, der besetzten rheinischen Gebiete und des zur Zeit militärisch besetzten Ruhrgebietes eine Kontrollinie errichtet. Ems, 20. Ian. (WTD.) Die Emser Einlind Ausfuhr stelle hat von der Rhein- l«ndkommission die Anweisung erhalten, ihre B'° ftlignisse auch auf das rechtswidrig besetzte 2i u h r g e b i e t auszudehnen. Eine Bekanntmachung des Neichsftrranznnnlfters. vUidistein 6UI Aug.Gissd ein Gegenwart. • Volk- •*&5 ’fes Verkeb ’ ,nes dies Don^fiund ng äe 'GieC«" suÄ>pf- lU5c™ he£le|len' 5ondT - W?Uhrnach" es bl5 wenden. ptsfü|,r“?Q schul'111 ngvo" ’ vorz^' ill=" a2V, Uh'- 211 k-u? . 34- leü hiti ui »eriu: s/ris ar der Sklavin Haija italischer MonnmenUl n in 5 Akten mit ollen Aufnahmen an* n. Syrien usw. - Große Und Masseusienen. - er 300 Mitwirkende. = Außerdem: iteurerfllm in 5 Akten. Ab ölte s Kind des arnevals Unter Verletzung des Rhein landab kv mmens tuiÖ die Rheinlandkommission Anwci- " singen gehorchend, die, wie sie betont, gewisse I Oberkommissare von ihren Regierangen empfan- g en haben, die Deutschland zustehenden Zölle, M t ii deutsche Kohlen st euer lnd die deutschen Llussuhrabgaben in die Kassen des Ais- land«s leien. Diese Anordnungen sind rechtsunwirksam. Die deutschen Be- a mten werden ZahlungendieDeutsch- - land entzogen und fremden Mächten ZA geführt werden sollen, nicht entgegen n e h m e n. In die Kassen des besetzten Gebiets ist daher nur zu zahlen, so lange die deutschen Beamten sich bereit erklären, Zahlungen 2* für deutsche Rechnung entgegenzunehmen. Wird > die Annahme verweigert, so befreit nur noch Mdie Zahlung an deutsche Kassen im unbesetzten Oebiet von der Steuerschuld. Es wird von der Bevölkerung erwartet, bah sie nicht durch Zahlungen von Zöllen, von Kohlensteuer oder von 25usfuhrabgaben an fremde Beamte und an die si cmder Gewalt unterworfenen Kassen den Willen inid die Macht derer stärkt, die Deutschland ver- Ä nich-ten wollen. Reichsminister der Finanzen: Hermes. K ö l n, 22. San. (WTB.) Dec Landrat von MKöln (Mosel) Dr. v. Stein ist mit seiner ' 1 Z-emilie aus dem besetzten Gebiet ausgewie- g|len worden. Stein ist Rheinlätdrr. Mainz. 21. Cian. (WTB.) Der hier an- 3 Mente Spcz'a be i^t rsiatter der argentinischen ig.Ntung „2a Razo n", begab sich heute nach- mnttag zum Gcneialstab der französifchen Rhein- arrmee mit dem Ersuchen, sich davon überzeugen $u dürfen, dah die verhafteten deutschen Viohinduslriellen und Beamten menschenwürdig behandelt werden. llUs ihm dies abgeschlagen wurde, bat der Be- nch erst aller M? französische Millt.irbehörde, ihm di. se Unterredung wenigstens in Begleitung eines rainzösi'chen Osstziers zu gestatten. Dem Te icht- nfstatter wurde jedoch eröffnet, dah aus ausbrück- Cdhen Befehl Degouttes es nicht gestatte. werden könne, dah ein Aeutraler. auch nicht im Vslscin eines französischen Offiziers, zu det ver- ia-lteten Grobindustriellen vorgelassen werden dü-'se. Die Verhaftungen und Ausweisungen. Essen, 21. Jan. (WTB.) Die Verhand- '.inrgen vor dem Kriegsgericht in Mainz iegjen die verhafteten Persönlichkeiten aus dem -imhrgebiet werden voraussich l-ch am Dienstag icrginnen. Paris, 20. Zan. (TDW.) Die Havas- ig-mtur meldet aus Düsseldorf: Der P o st d i r e k- :v-r in Essen, der sich den De ehl^n der Mitt- nib-chörde entzog, ist heute vormi.tag verhafte t worden. Wiesbaden, 20. Jan. (WTB.) Der stell- kitretenbe Regierungspräsident, Oberregie- tain gsrat von Redern, ist heute nach» tiütag auf Befehl der Interalliierten Rhein- bndkommission aus dem besetzten Gebiet a u s - gewiesen worden. Die Ausweisung, die stch truy auf die Familie des Regierungspräsiden- tm erstreckt, ist, wie die „ Franff. Ztg." berichtet, (r| olgt, weil er bestimmten Wünschen der Jnter- cll iierten Rheinlandkommission nicht Folge ge° Hfiet hat. Kassel. 20. Jan. (Amtlich) In Langen- irrer sind gestern etwa 20 Personen aus kn Ruhrgebiet, die mit für das rheinische be- sch le G.biet gültigen Personalausweisen versehen da:en, von ter Rückreise in ihre Heimat aus- je l ch l o s s e n worden, weil der Personalaus- deis nicht den 'Vermerk trug: „Gültig für die linedfe in das besetzte Ruhrgebiet". Die zurück» 'Lhiltenen Personen hatten rechtsgültige Per- Milausweise, die vom Polizeipräsidium Es en - aisgefüllt worden sind, die aber von den Fran- H>sen nicht anerkannt werden. Essen, 20. Can. (Wolff.) Die französischen lefavungsbehörden hatten an die hiesige Eisen- bch^direktion das Ersuchen gestellt, den Befehl des Reichsverkehrsministeriums, dah keinerlei Kohlentransporte nach Frankreich und Belgien abgefertigt und auch auf Befehl der Besatzungsbehörden nicht umgeleitet werden dürften, zu widerrufen und den Anweisungen ter De atzungs- b Hörde gemäß zu handeln. Qltä dieses Ansinnen abgelehnt wurde, sind Ei enbahnpräsident Iatzn und Baurat Pusch in Hast genommen worden. Essen, 21. Can. (WTD ) Präsident Cahn von der Eisenbahn-Generaldirellion Elsen hat für die Weiterführung seines Amtes folgende Bedingungen ge, eilt die von der gesamten Arbeiter- und Beamtenschaft gebilligt sind: 1. Befreiung von dem kriegsgerichtlichen Verfahren, 2. Vermeidung jeder Anordnung durch die Tlnterkommissionen die ihn mit te i Befehlen des Reichsverkehrsminister iums m Kollision b i igt und 3. Verzicht auf alle Aachiw.isungen über den Betrieb seitens der Besatzung. Die Verhandlungen über diese Bedingungen mit dem französischen Oberst Haward sind augenblicklich noch im Gange. Berlin, 20. Han. (WTB.) Dec Präsident des Landeefinanzamtes Kön, Haehling von Lanzenauer, der im Alter von 62 Cabren steht, ist auf Befehl der Interalliierten Rhein- landkommission mit sofortiger Wirkung aus- gewiesen. Seine Familie erhielt gleichfalls den Befehl, das besetzte Gebiet innerhalb vier Tagen zu verlassen. — Der Leiter ter Zweigstelle Speyer des Landesfinanzamts Wür;burg, Re- gierungsdireltor Morgens, ist von ten Franzosen verhaft e t worden, da er den Anordnung n des Reichs inan',ministeriums p licht^e näh Fo.ge geleite; hatte Die V^rhaftu ig des63Iahre alten Herrn stellt einen Akt bcso d ter Roh it dar. — Dec Direktor der Reich.ban.filialr in Ludwigshafen ist verhaftet worden, weil e: den Aus- trag der Franzosen, das Konto „Zölle" zu streichen, ablehnte. D o r t m u n d, 20. Jan. (WTD.) Heute nachmittag 2 TIhr sind in Dortmund der Zollrat D e r n.a r t und der Zollamtmann P l a t i von den Franzosen unter den unwürdigsten Tlm ständen verhaftet und mit aufgepflanztem Bajonett in das Dortmunder Stadthaus in Einzelhaft gebracht worden. Den beiden wurde bei der Verhaftung alles abgenommen, Wäsche, Geld und Rauchzeug. Beide Herren sind über 61 Jahre all und man fürchtet für ihre Gesundheit. Der Grund der Verhaftung ist ihre Weigerung, den Defehlen der Franzosen nachzukommen. Die Franzosen b e s ch l a g n a h m i e n dann die gesamten Einnahmen des Hauplzoll- amtes. Reichs^inanzministec Hermes sprach den widerrechtlich DerhaUeten telegraphisch seinen Dank und seine Anerkennung für ihr standhaftes Verhalten aus. Dortmund, 21. Can. (WTB.) Zollrat Bernerd und Zollamtmann Plate vom Hauptzollamt Dortmund sind heute wieder auf freien Fuh gesetzt tooruen. Essen, 21. Can. (WB.) Bürgermeister Schäfer richtete an General D e g o u t t e folgendes Protestschreiben: Gegen die widerrechtliche Verhaftung Essener Düraec, der Herren Cahn, Pusch, Zchm?, Jünger, Wüsten- Höfer, Spindler und Tengelmann, welch letzte, er Mitglied der Stadtverordnetenversammlung ist, (ege ich n amens der Stadtverwaltung und der Bürgerschaft der Stadt Essra schärfsten Widerspruch ein und verlange im Namen des auch Sie und Ihre Reg'erung Etn- denden Völkerrechts die sofortige Freilas- s u n g der Verhafteten. Ich fühle mich verpflichtet, darauf hinzuweisen, dah die Erregung in der Bürgerschaft über den widerrechtlichen Eingriff in die persönliche Frei.-eit und die daraus erivächsende Rechtsunsicherheit ungeheuer ist. Die Jntervriit'on der Dbvss^ttschen *21 rbeitciVertreter in Düsseldorf. Düsseldorf, 21. Can. (Wolfs) Unter Füh ung des Regierungsprt.siden'en Grühner begaben sich am 20. Canuar, abends ge ren 61/2 Tlhr die Arb iter Angestellten und Betriebsräte deZ Th"ssens^:en We le3 aus 5rambvm und Mülheim, sowie je ein Vertreter der freien und christlichen Gewerkschaften zu der französischen Be° satzungsbehörde, um auf Befchluh von 65000 Arbeitern und Angestellten wegen der sofortigen Freilassung Fritz Thyssens und wegen d'r sofortigen Wiedereröffnung der Reichsbankslellen vorstellig zu werden. Da weder General Degoutte noch Gene al Simon zu erreichen waren, gingen die Vertreter zum General Danvignes, der infolge Ikteranflrengung unpäßlich war. Sie wurden sodann von Oberst Regnier empfangen. Die Betriebsräte und ihre Begleiter forderten unter Tleberreichung eienr schri.tlichen Erllärwig mit energ schen Worten die unverzüalicheFrei- l a s s u n g Fritz Thyssens als ihres Volksge- nos en und als des Hauptes der wirtschaftlichen Unternehmungen, von deren einwandfreier Leitung ihrer und ihrer Familien Wohl abhänge. Sie betonten, dah dieser nur seine Pflicht getan habe, wenn er als Deutscher lediglich deutschen Gesetzen Folge leistete. Der Oberst konnte mangels Vollmachten nur die Erklärungen entgegennehmen, womit sich die Betriebsräte und Ge- wecffchaftsvertreter ni‘ begnüg en. Es entspann sich eine längere an dramatischen 3toifd>enfäHen reiche Aussprache. Die Detrietsräte forderten unb-dingt, in kürzester Zeit Degoutte als die verantwortliche Peffon zu sprechen und legten der französischen Regierung die Verantwortung für alle Folgen auf, wenn Degoutte nicht bis Montag sechs ülhr morgens, für welchen Sermrn ein einstimm ger Beschluß der gesamten Belegschaften der Berg- und Hüttenwerke vorliegen würde, die Freilassung Thyssens anorbnete. Besondere Entrüstung erregte die Bemerkung des Obersten, daß die Bestrafung, der, wie auf Befragen erklärt wurde, vor ein Kriegsgericht in Mainz gestellten Zechenvertreter milde ausfallen würde, a>enn die Arbeiter bei der Arbcit blicben. Sodann verlangten die Arbeiter mit aller En shi-^enh i; di: sofortige Wie e 'aufnahme der Ta.igir.it te. Rei chs b a n k st e l len, und zwar ohne, dah diese Wi-ctereröffnung von der Verpflichtung der Direktoren uird Angestellten zur Mitwirkung bei der Erhebung der Kohlensteuer und sonstigen ungesetzlichen neuen französischen Anordnungen abhängig gemacht werde. Lurch hier erregte die Bemerkung des Obncsten. was tenn die A b iter für die Reich 3bank einzutreten hätten? lebhafteste E n t r ü st u n g. Als sie ihre Meinung über die wirtschaftliche Bedeutung der Reichsbank für ihre TInternehmunaen ausdrück'en, lud der Oberst schliehlich die Betriebsräte für Sonntag vormittag 10 llftr zu General Simon ein, um ben Betriebsräten, irenn irgendmögllch, die end- gültige Stellungnahme des Eeierals Dego rette übermitteln zu lassen. Die Betriebsräte rmfassen Angehviige sämtlicher Parteien und Gewerk- schaftsrichtungen. Proteststreiks. Essen, 20. Can. (WB.) Die Beamten der Reichsbankstellen traten in den Ausstand; sie wollen die Arbeit erst bann wieder anfnehmen, wenn die Besetzung des Gebäudes arfgehoben wird. Die Grohbanffiliaken erhalten einen beschränkten Verkehr solange arsrecht, als Zahlungsmit el vvrhani en fe.cn. Wegen der Verhaftung verschiedener Vertreter im Ruhrbergbau sind auf den Zechen zahlreiche Protestkundgebungen erfolgt. Dis 6 älhr abends sind 1 Zechen in den Proteststreik einge» Le en. Essen, 20. C die in Interessengemeinsebaft verbundenen Firmen: Allgemeine Häuferbau-Altien-Ge'ellschaft Berlin, Terraingesellschaft am neuen Botanischen ©arten 21-©. ‘Berlin, Ostsee-Holzindustrie 21.«©. Stettin, Aktien-Gesellschaft für Tiefbauunternehmungen Berlin, Zehlendorf-West, Terraingefell- schast 21.«@. Berlin, Ostmärkische Hoch- und Ties- baugesellschaft m. b. H. Berlin, Sommerfeldwerke Schneidemühl Max Sommerfeld, Ostmärkische Hoch- und Tiefbaugesellschaft m. b. H. Delgard a. Perfante. Berlin. 21. Can. (WTB.) Die Reichs- regierung will dafür Sorge tragen, dah für alle Beamte unb Angestellte der Reichsbehörden, die durch das rechtswidrige Vorgehen der Franzosen und Belgier in ein Verfahren verwickelt werden, geeignete rechtskundige Dcrtctcr bestellt werden. Ein Mahnruf an die deutschen Landwirte. Berlin, 19. Can. (WTB.) Der Reichs- l a n i> b u n b veröffentlicht einen Aufruf, in dem es heiht: Angesichts der verschärften Lage ist es aber über die gewöhnliche Pflicht hinaus unsere Aufgabe, an Nahrungsmitteln, insbesondere an Brotgetreide, abzugeöen, was nur irgend im eigenen Betrieb entbehrt unb erspart werben kann. Die deutsche Landwirtschaft steht einer neuen Lage unseres Vaterlandes gegenüber. Wi.derum sind wir wie im Kriegszustände. In d.esem müssen wir als deuffche Landwirte, ebenso wie im Kriege, alles aufbicten, um unserem Volke die Kraft zu e halten, die es braucht, um die schweren, nieder- drückenden Zeiten zu überstehen. Helfen wir unseren Volksgenosfen im neu befetten Gebiet. So viele auch von uns selbst sich in schwerer wirtschaftlicher Notlage befinden, wir müssen doch alles aufbieten, denen 0A-: helfen, die für uns alle leiden. Laht uns freimütige, unentgeltliche Gaben an Lebensmitteln für unsere bedrängten Vo Lgenossen sammeln. C^der Landbund beginne sofort die Sammeltätigkeit. Die Ltudentenschaft zur Abwehr geeint. Berlin, 19. Jan. (Wolff.) Alle Teile der deutschen Studentenschaft beherrscht in diesen schwersten Tagen der gemeinsame Wille, dem Baterlande alles zu geben, was von den Studenten zu geben ist. Die Zurückstellung der hochschulpolitischen Auseinandersetzungen und die Betonung des gemeinsamen vaterländischen Zieles erscheinen als das Gebot der Stunde. Dem Reichskanzler, der in seinem Bemühm um die moralische Wehr- hastmachung des Volkes auch d e studentischen Vertreter zu einer Besprechung eingeladen hatte, am 18. Januar folgendes Versprechen feierlich abgegeben: Das namenlose Elend unseres Volkes hat alle deutschen Studenten im unbedingten Willen zu nationaler Selbstbehauptung völlig einig gefunden, llnbeschadet der mannhaften, ehrlichen Aus- ttagung der Gegensätze auf hochschulpolitl- schem Gebiete kennen sie für sich nur eine nationale Ehre, ein gemeinsames vaterländisches Ziel. Sie beauftragen die Herren Hilgenstock und Holzwarth mit der gemeinsamen Derttetung ihres eigenen nationalen Willens und versprechen, alles zu vermeiden, was diese Einigkeit ftorrn tonnt«. Ter deutsch« Student kennt nur einen Feind: den Feind tn Waffen cm Rhein und an der Ruhr! Trauerhunbgebung in Wien. Wien, 21.3m. (WTB) Die heule abge- fjaltene Xrauerfunbgebung de- Ob u n • d«»berR«ich»beutschen gegen das fra n- zösische Vorgehen im Ruhrgebiet .miete mit einer Ansprache te» PrüsiteMen Wartung «tngeleitet, der daraus wranrt, baft burch den Rech'Sb uch der Franzosen nur neuer, erbitterter -ad im deutschen Dolle gesät .Derbe. Dec Redner sprach die Uebtryugung aus. baf) bk Westfalen nicht nachqeben und bin dir Franzosen trotz aller ®rs>a(tuten keinen Orfolq erzielen werben Rach der mit stürmischen Heil- rufen ausgenommenen Rebe gelangte eine ®n l • fchliedu ng zur Annahme, tn brr die in Dien lebenden Reichsdeutschen rfxr<*n innigen Anteil an den Sorgen und Bebränanllsen brr Heimat ausdrücken und dankbar tegiüten. bad die Reicht- rtgkrung einmal der Dell zeiat. bad ein ODoTI, auch wenn es den Ärkg verloren hat nicht mahl o» geknechtet und ausgeplÜn• de r t werden kann. Die Reichsdeutschen Wiens ri chten an die Drüber Im Da «Zante die Ditte, allen Pa.teihater zu telerkigen und ge- mdnkim am Diederausbau des Da erlandes zu arbeiten. Rach der Kundgebung begaben sich dre Teil nehme r zur deutschen Oesandtschast, wo die rs geichiebt, wenn ein taple-es Doll ntm PO Millionen sich vor bem t ölligen Jtjln fiebt Kein an nationale Unabhängig 'ei gewöhntes Dolk bat ein fremdes Joch auf btt Dauer er- tragen Ftüher oder später wird De»»tsch.an> un- vernvidlich.ru verzüeif«»ten Gn,lchlüls.-n gebrc '.;L Ötn kommuntfllfches Deutschland würde Gur"^ anfletfer Der frühere Premierminister schlreßr: | .Als die französischen Truppen nach 311 ax mar- [ fchierten, leiteten fie die folgenreichste und ver- mullich die verhüngniSvollst« Bewegung ein, die man in Europa feit Jahr- I Hunderten gesehen." Ein Protest Tschitscherins an die Lausanner Konferenz. Lausanne, 20 Ian /WTB) Tschlt scher in richtete an ba«* Präsidium der Kons«- renz folgende Tiste: Trotz wiederholter Bemuhungei der russisch» ukrainisch-gevrgischen Dciegailon, beim Sekretär etne Mitteilung über tei in der Rote Dom 10. Januar angeffinblgten AbkommenSmkamrf über die Meerengenfrage zu erhalten, nuf) ich mit Beteuern feststei'et, daß bisher kein ®r- gebnis erzielt wurde Ts in jedoch kein Geheimnis md!»r. daß der Ontourf fenlqarfkellt wurde unb sich bereit- in ben Hänben terschiebener De- (egatlcitm befindet. Ich muß tetter aut das lebhafteste über bie'eZ Dorgchen dec einladenden Mäch'r protestieren. die nicht nur Rußland und seine Verbünde «n rx>n den Besprechungen über dies« Frag« au-odchlollen haben, sondern Ihnen nunmehr auch Die amtlichen Dokumente oorzu enthalten suchen. Dleich-eitig halte Ich es sür notwendig, kategorisch Die Zustel- lu ng des betreffenden Entwurses a u verlangen, indem ich mich auf die Fvr- Ortungen unserer Roe vom 13. Januar ftütie, tr-orin mts Öfc Rotwenbigkeit hingewiesrn wurde, die M«rcnsensrage tn ®egentrenbig ist, zwischen bem Empfang deS InttrurfS unb Der Sihung des Meetengenaus- schusses, worin er beraten werben soll. Aus Stabt unb Land. Gießen, ben 22. Januar 1923. Anzeigen-Annahme. Die Entgegennahme don Anzeigen findet bis zum Abend bot dem Ausnahmciag statt; Anzeigen für bi« Samstagsnummer müssen spätestens bis Freitag mittag aufgrgeben sei«. Geschäftszeit don S—12'/? Uhr und von 2—5'/, Uhr. Zum Besten deS (Evangelischen Schwesternhauses. In den nächsten Wochen wird eine Sammlung Aum Des!en te* Evangel. Schwesternhauses In Der ganzen Stabt in Umlauf gefetzt. Sie wirb von Damen der b.er Klrchengemeinüen mit geiiempel- ten Listen zum Einträgen der Deträae jeder Haushaltung vorgelegt werden. Der Allgemeine Dcrcin für Armen- und Krankenpflege unterhält daS Svangel. Schwesternhaus mit Krankenstation, Altersheim, Hospiz, und Krippe unb ergänzt ble Stäbtische Armenpflege. Sein« Einrichtungen kommen allen ohne Unterschieb der Konfessionen uigutt. Die überaus segensreiche Türigkett tes Schwesternbaufes ist genügend bekannt, sie umfaßt Stadt und ßanb in weitem Umkreise. Die Zahl der Schwestern ist beschränkt, In unermüd'.icher aufopfernder Pflichterfüllung widmen fle sich der Pflo^ der Stranten. sie fitzen in oft kalten dunkeln Stuben als Racht- wachc bet den Schwerkranken. Die wachsende Säuerung macht eine reich.iche Unterstützung der Anstalt ersorderlich. wenn nicht der Derein gezwungen sein soll, seine segensreich« Tätigkeit erheblich einzuschranken. Sine um’a fenbe Hilf« ist nottoentlg. Das Land hat reichliche Zuwendungen an Raturalien gemacht, nun ist es Ehrensache der Stadt, ble Anstalt mit Geldmitteln zu unterstützen. Daher ergeht an alle Mitbürger die herzlich« Dltt«: Oc fnel der Sammlung Herz und Hand, gebt reichlich und mit Freuoigkelt. Jede Gabe soll willkommen sein. • • D l e Wahl des Kreisausschusses des Kreises Gießen ist aus Donnerstag, S. Februar, sestgesetzt worden. Der Kreistag hat 6 "Mitglieder und 6 Ersatzmänner auS der Zahl der zum Kreistag wählbaren Angehörigen des Kreises nach den Grundsätzen der DerhältntSwahl tu Wahlen. Dl« Wahl fIntel von 10^ .bis 11 Uhr vormittags in tem Sitzungssaal des Reaierungs- gebäute«, Landgras-Philipp-Platz Rr. 3. statt. • * 7 0000 Papi«rmark sür «In Iwanzigmarkstück. Der Anknus von Gold für bas R»ich durch die ReicbSbank und Post er- h)lgt In ter Wvch.' vom 22. bis 28 d. Atts. zum ']3rvUe von 70C00 Mark für ein ZwanzrgmarkstüS. 33 000 Mart für ein Zehnnarksdüct. Für ausländische Goldmünzen werten «ntsprcch«nte Preis« gezahlt. • • Der An kauf von Reichssilder- münzen durch die Re chsbank und Potz c folgt oom 22. d Mts. bis aus weiteres zum löOOfachen Dctrag« des Rermwenes. " Zur Rachahmung empfohlen. Dl« "Beamten und "Bcamtlnret ter Firma Dän- nlnget Ulten beschlossen. 2Profit ihres 3a- nuargehaltes den hn Ruhrgeb:«', vvm Feinte bedrängten Dollsgenvslen zur Verfügung zu stellen. Brat>ol • • Der Verein Bavaria In Gießen bat von einer Versammlung im Gaßhos .Hindenburg- an Fritz Thyssen in TI;(beim (Ruhr) folgendes Telegramm geschickt .Ihnen unb allen TetvoMencn tn teut!4xt Treue Teilnahme unb Dank für bewiesen« Festigkeit. Verein Bavaria. Gießen.- Di« entschieden« retchstreu« Haltung ter schwcrtedräng'en B üder im 2ruhrg.b,ct wurde mit lebhafter Genugtuung vermerkt ** Zur Bekämpsung verbrecherischer An- kchläg« gegen Bahnanlagen. Reisente und Beamte bat ter Reichsveröehrsminlster ble R.-ichs- lxihn di rett Ionen ermüchttgt. Belohnungen bis zu 1^ 0O0 2HL für bk Ermittelung und An'eig« ter Täter felbs?ändtg auiiufeDen. In ter Regel tollen nicht unter 20 00? Mk. tewillgt werten. Zukunft können bie Belohnungen ter weiteren Entwicklung des Wertes ter deutschen Währung angejxxftt werten Außerortentllchv Belohnungen tonnen hi» zu bitten Sätzen auch bann gemährt uxrben. wenn bie Anzeige schon vor Aussetzung eil« Belobmina erfr.a: Dasselte gilt, wenn durch autergewöhkil'che Um^fchs enk'chlo''enes und lweSmä'nge» Hanteln txrLit^rnf $e Anschläge ibgetnentei ober wesentlich herab^r-ninderi 1 werten. — S'nbrucchSdleb stahl. 'Sei entern Geschä fto kellere:nbruch warten 48 Flaseßen Kognak tn weißen Xognakflaschen, •/< Liker, mit Etikett ^Deutscher Wembrand- und gelber und Letßer Kapsel, «mwendet. Dor Ankauf wird dringend cetrarnt. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminaladiellung entgegen. Razzia. 3n der vorigen Woche wurden bei einer Razzia durch die Kriminalpolizei In verschiedenen Dinslokalen acht der Ge- werböunzuchk verdächtige Frau.nSver onen zur Äriminalabxilung sistiert. Außerdem warten Wine und Gäste wegen Duldens und Spielens von Glückssp.elen zur Anzeige gebracht. - Sine neu « M a r ke n s o r.t e. Eine neu« Markeniort«, Angestclltenversicke'unqsmarlen, werden jetzt sämtlich« Postämter und Postagenturen vorrätig ballen. Sie wird tn 13 verschiedenen Betrügen für die einzelnen Gehalt»klctsten geführt, also zu 60 Mk.. 100. 170, 280. 420. 600. 820, 1150. 1690. 2310, 3100. 3970 und 4840 Mk. Die Marken sind sämtlich blau in Tiefdruck ge druckt. In ter Mille ist auf einem viereekigen Feld eine Karita» dargestellt, um da» allerlei Derzieru gen laufen .Angestellten-Beri«chrrung" ist in weißer Schritt angebracht, lieber die ganze Marke läuft bi» zur Perforierung ein Schutzton in giüngvaucr Farbe. Er besteht aus einem Wellenlinjen-Guillochemuster. Klasfente elchnang und Wert find rot ausgedruckt Di« Marken find ziemlich groß, 23,5 mm breit. 28 mm hoch. Das Papier Hal das Wassereichen, das di« Buchstaben AD In linker Darstellung wiederholt. Die Postämter müssen die Marien besonders beziehen, nachweisen und verrechnen. Bornotizen. — Tageskalender für Montag. Qieue Bala, 8 Uhr: Lustiger 2f« b ter Vort ags- ve.etnigung. — Hotel Kvoel, 8 Uhr Ter ammlung der Altersgenossen 1873-1923. - Astoria-Lichk spiele, ab beute: .Ein unaeflärter Fall" und Der schwarze Harlekin". — Lichtsvielhau», Bahn- bpf(träte: »Der Rhein, Deutschlands Strom In Vergangenheit und Gegenwart". — Palast-Lichtspiele, ab teilte: .Das Kind des Karnevalsund .Der verfluchte Hunger nach Gold". 2. Teil. — Die Vortragsvereinigung bittet uns, an dieser Stelle nochmals aus den teute Abend stattsintenden VvNrags-Abend des heiteren Vor- tragskünsllers Emil Kühn« aus Berlin ausmerksam zu machen (s. An).) — 2us dem Stadttheaterbureau. In ter morgigen 2ussührung von Leo Tolstois .Macht der Finsternis", die im jetzigen Stadt- thealer zum ersten Male zur 2ussührung kommt, ist fast da» gefamte Schauspielperfonal beschäftigt. Die Regie liegt tn Händen von Adolf Telekh. — 2m nächsten Samstag, nachmittags 4 Uhr. ist auf Dielfeitigen Wunsch eine Volksund Schülervorstellung von Schillers .W 11 he 1 m Teil" bei kleinen Preisen angeseyt. LVcttervorauSsage Wolkiges, ater lroden«3 Welter bei westlichen Winden, nachts leichter Frost. Gestern zog im Aorten em Xlef noritber das verbreitete Schneefälle hervorrief. Der Druck bat mietet allgemein zugenommen, doch bauert das Sinstrvmen ozeanischer Lust noch an. Landkreis Gießen. .• Grohen-Duseck. 18. Ian. Der Landwirt Karl Heinrich Wagner und Ehefrau Eine, geb. Dori, feierten am 16. d. Mts. das Fest ter Silbernen Hochzeit. Der Gesangverein Heiterkeit" erfreute das Jubelpaar durch ein Ständchen. •®rünbecg. 20. Ian. Die diesjährige erste RutzholAverstetgerung hat ter Stadt einen Erlös von etwa 45 Millionen Mart erbracht. Die Zuschläge durch den Gemeinoe- rat erfolgen auf Grund folgender Angebot« für bei Festrn ter: Bu^enfcb nt Holz 1. und 2. Kia fe 160 200 Mk.. 3 Klasse 140 000 Mk - Kirfernschniii- Holz 132 200 Mk.: K.e ernbauholz 93 000 Mk.: Eichenschnittholz 2 unö 3. Klasse 175 000 Mk.: Eichenstammhvlz 3. und 4 Klasse 145 000 Mk. Unter ten aröteten Ausgaben, die im lausenden Jahre aus diesen Beträgen gedeckt werden sollen, tefInten sich die Kosten einer schon fett Jahren geplanten, dringend notwendigen AuSdesserung des Kirchturms. - Die städtische Hundesteuer wurde für 1923 auf 1200 TIL festgesetzt — Infolge Reibungen fischen tem Bürgermeisteramt und dem M i e t« 1 n l • ga n g » a m t hat der Dorsihend« bes Rkletelnigungsamtes sein 3m t n l« berge l e g l. Der Gemeinte rat nahm die Rücktrttts- begrünbung In einem ausführl chen Schrei>en de- ballelo» zur Kenntnis — Der Fischerei- p a ch t p r e I s wurde zur Anpassung an die ©eltenttrertung für 1922 verzehnfacht, für 1923 soll er mindestens verzwanzigsachl werten. — Einstimmig genehmigt wurde «in Antrag, allen Grünberaer Bürgern das Holz zum Sarg« kostenlos zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zwecke soll ein entsprechendes Holzlager eingerichtet werten. — Zu Wiederau f- bauarbetten in Rvrd-Jrankrelch muß nach tem DerteUungsplan aus unteren Ge - meindewald Rutzholz abgegeben werden Die Vtersörsterei 2leOer-Obmen schlug 300 Fest- meier Fich «nslammbolz vor, ter Gememde a: beschloß sedocd. mir 200 Frflmeter zur Verfügung au stellen, da 100 Festrnete in »rünterg selost benötigt werden Selbstverständlich wirb bas Holz erst geliefert wenn die Reichsregterung bie Re- paratiimslteserungen an Jrantrnch mietet aufnimmt. «reis «Isfeld. • Eifa, 20. Ian. V«l einer Wildschwein 1 a g d Im Bezirk Kölnberg erlegten die Förster Büttner and Schanz von Ralnrvd je ein Wildschwein. Ard* Lauterbach. • Herbstein, 20. Ian. Bel der Der- pachmng der Gemelndefagd wurde ein Pachtpre'S von über 2 QHlfllonen Mark erzielt. Päd:er sind die Freiherren Riedesel zu Glsenbach. Mrri* Schotten. • Laubach, 20. Ian. Zwei Sau- bacherlnnen in Amerika haben ihrer alten Heimat in edler Welfe gedacht. Lena F l | m geb. Bayer sandte für das Stift 13500 Mark unb ebensoviel für arme Kinder, Frau Ellsadech Schad übermittelte für das Stift 20 000 Mark. • Ulrichstein. 20. Jan. Gestern abend fand im Saale der Gastw'rrfchaft Groh eint von Frauen and Männern überaus stark be- lUMte Protefrvenammluna gegen Mt franzöf.sche Raubpolittk statt. Den Dorsitz fühNe Stadtrat Appel, als Redner war RetchStaaSabgrordnerer K o r e 11 erschienen, dessen Ausführungen starken Beifall fanden. Nachdem auf Dorschlag von Dr. B r u ch h a u- s e r das deutsche L.ed gesuugen war, fand folgende Gmschl eßung cinfetmmig Annahme: -Die Dersammlung erhebt emschietenen und entrüsteten D I d c r sp ruch gegen die fran- zösksche Raubpolitik am Rhein und an der Ruhr. S'.e dankt allen Deutschen, die so treu aushalten und gelobt Standhaftigkeit und deutsche SI n iig f e IL“ wg Gedern. 22 Jan. Hartem brr Fürst zu S lelterg-W ernigervte-Getern bk Umjxinb- lung tes birfigen. 'eil 1968 beftebenten Fürst- iiu in Die Lies, die alte Wirtschafterin, stürzte herein. Die toar sonst sehr respektvoll, heute aber schrie sie, ohne erst gefragt zu werden: »Herr Friedensric^er, Herr Friedensrichter, die Post 3890.25 3D9 75 3541.35 3558,65 86'0.75 3700 25 3*4135 3454 65 5386.50 5413.50 4937.60 496240 28.07 7017a 530,35 vorder aus. Messing. An Cinbrechei- ncin im Besitze der M Lchraubenzieher, mehren >e und 6 Nachschlüssel. K g trugen sie Schlagckgl 18618- 26.07 726,80 531 35 130,35 der dah ar- 27,93 698.25 533,65 Bries 1182,95 7794.45 9127280 1308,25 3671.65 3067,65 932,35 1097,-5 715 .55 86353.40 1.2-295 3418,45 286780 882,80 2 >,93 723,20 528.65 120.05 )i« Obe. stufe verwiesen. Volkl-pimliche Ue ung> n Irmb: Hochsprung ohne Brett, 115 Ztm. für die Miragen. »Mein teurer Verlobter, du unendlich Ver- Ritter“ — jetzt schrieb sie kurzweg: „Lieber Fried- liHI" Das war doch seltsam. War sie so rasch tuotern und weniger empfindsam geworden? Dhc die Anrede macht's ja nicht. Er überwand in flüchtiges Unbehagen, las ihre eriten Briefe mb auch ihre letzten und warf sie dann plötzlich ile mitsammen ins Fach zurück. Ha, sie war shr verwandelt! So äricht verliebt war er, ein t-ifer Mann, nicht mehr, dah er das nicht ge- lectt hätte. gung sich nicht klar war, zeigte die Haltung von vornherein grobe Unsicherheit und im Verlaufe trat bei ruhigem Verkehr eine entschiedene Befestigung ein. Vach der Feststellung des amtlichen Kurses ging der Dollar auf 19 375 zurück. Berlin, 20. Han. Dir Besserung der Mark in Amerika veranlagte am Produktenmarkt zu- 19. Januar Aintl. No lerg. an deinem Geburtstag, gerissen wurde. Geld 1177.05 7755.55 91227,20 1301,75 36-5335 306235 927,65 Unter- und 15—11 Sek. für die Oberstufe. Für die immer dagegen werden als volkstümliche Uebun- je» beim Gauwettkampf bestimmt: der 100-Me'er> .cwif, der Weitsprung und das Kugelstohen '10 Kg.). Dazu kommt für die Dezirksweltkämpfe Sie hatte ihm zwar auf seinen letzten trief noch nicht geantwortet — ach, leider! Sie und die Gauturnsahrt im Herbst der tzreihoch- sprung. Am Sonntag, 18. Februar, wird der ®auturntag in G letzen zusammen treten. Zeche entladen. Die Bergleute erklären, sie unter den Dajonetteln der Belgier nicht beiten würden. Eine neue Bluttat der Franzosen. ihr im, 20. San. Lei vurbe mit Wirkung ben 100 Warf für das $W öa ab laßet baß E/- ktrlzltät für Lichts ) Maik. 20. Jan. Hier wurde ti: ndbeiitzervereink!' : über 70 Mitglieder bei' fitzenden wurde Deim 1102,75 789345 86396.60 1229 05 3433,55 2882,20 887,20 Getreideladung von Danzig nach Antwerpen unterwegs war, ist in dec Nähe des Feuerschiffs „@lbel“ gesunken. Von der aus 17 Mann bestehenden Besatzung wurden von einem Lotsenschoner 11 gerettet, die übrigen ertranken. C h r i st i a n i a, 21. Han. (Wolff.) Hn der Nacht zum 20. Januar ist derFrachtdamp- f e r „5 arm an ö“ im Christianiafjord gekentert und gesunken. Von der Besatzung von neun Mann sind sieben ertrunken. Geld 8520.- 12.0- 3520,- 7422'50 25-25 19350.- 8750»,- 895,- 1095,- 677,- 531,- 3420 - 9250,- Gietzener Strafkammer. Dieben. 19. Hanuar. Bries 3580.- 12 50, — 8580.- 7502'50 25 75 19450,- 88'i.0,- 905,— 1195,- 683.- 539- 34'0,- 9300,- Antw.'Brlisse! . Holland Vonbon Paris Schweiz Spanien Zialien...... rissabon-Oporto Däneiuark . . . . dkoriveaen . .. . Schweden .... 4'eifinflfor6. . . . Neuuork Deuisch-Oesterr. Budapest Prag Agram mu und Oberhesfen wegen Neuregelung der ?»hne der Sägewerksarbeiter schlug der Schlich- ß' h masausschus' Erhöhung des Stundenlohnes des Wlaschinenarbeiters der Gruppe A über 25 Hahre ti der Ortsklasse 3 (Alsfeld), der seit dem 116. Dez. 1922 Ml. 270.- betrug, auf Mk. 350. - । b 2. Hamiar 1923 vor, ferner auf Mk. 380 — ab ll Fi. bzw. 15. Hanuar, je nach Beginn der Löhn- r*rdye, und a'uf Mk 455.— für die Zeit vvm ■ 20. (22.) Hanuar 1923 bis zum 2. (3.) Februar und Erhöhung der übrigen Löhne in demselben »Verhältnis. Die Streitteile erhielten Frist zur icklärung über Anna'hme cder Ablehnung des ■ Schiedsspruches bis zum 25. Hanuar 1923, mit= »gs 12 Uhr. Fünf Arbeiter der Bauritgrube der Ober» A iiessischen Grubengesellschaft im Bessinger Wald erwies der Schlichtungsausschub mit ihrem An- !l»iuch auf Lohnzahlung für eine Kündigungszeit (Ulf den Rechtsweg. Heute früh war auf dem Zechenplah ein Wagenpark belgischer Truppen aufgefahren. 3 Kompag« nien belgischer Infanterie sind in der Nähe Schweißfaß im Winter ist noch unangenehmer als im Sommer, denn die feuchte Ausdünstung schlägt sich immer an dem kalten, undurchlässigen Leder des Scbuhwerks nieder, durchfeuchtet die Strümpfe und verursacht außer Frostbeulen auch Erkältungen. Das Kukirol-Fußbad verhütet dieses. Es hält die Füße warm und trocken und kräftigt Muskeln und Seh i-n. Eine Packung Kukirol-Fußbad, ausreichend für zwei Bäder, kostet nur 20 > Papiermark. Machen Sb- bitte einen Versuch. Verkaufs- 0. iöestohlenen wieder zurück gegeben. Das Gericht erkannte mit Rücksicht auf die Vorstrafen, die Llnverbesserlichkeit be8 Angeklagten und die Dreistigkeit seines Vorgehens auf 4 Hahre 6 Monate Zuchthaus, abzüglich 2 Monate Unter» s üchungshaft, sowie auf 5 Hahre Ehrverlust. Schlichtungsausschuf; der Provinz Oberhcssen. Verhandlung vom 18. Hanuar. stimmungsbild. Der Effekten verkehr von Bureau zu Bureau gestaltete sich ruhig. Es waren meist Spezialpapiere, welche gefragter erschienen. Hn verschiedenen Aktien mangelte es an Material. Bankaktien wurden zu festen Kursen genannt. Auslandsrenten traten ruhiger in den Verkehr, was mit der unsicheren Bewegung der Devisen zusammenhängt. Der Dollar setzte vormittags mit 19 000 ein, wurde später 18 400—18 600, an der Börse 18 700 genannt. Chemische Aktien wurden kaum beachtet. Die Spekulation bewahrte allge- gemein Zurückhaltung. * Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) :t am — Fruktidor, Tür auf- loar er aus dem Zuchthaus entlassen worden, wo fRÜrticrtifrt). — Lev WeiSmantel, Das unheilige Haus, Roman. Verlag Hosef Kösel und Friedrich Pustet, Verlagsabteilung Kempten. — Von Schuld und Sühne handelt dieses neue Buch des fränkischen Dichters. Neben der epischen ruhigen Schilderung sicheren bäuerlichen Lebens und oer kunstvollen Verwendung und Deutung trauter Vvlksbräuche steht die dämonische Kraft in der Zeichnung wirren Spukes und gespenstisch-bleicher Träume. Kurz: ein neues Meisterwerk ist uns geschenkt worden, dessen dichterischer Gehalt rein erklingt, well alle wühlenden und tobenden Kräfte In ihm mit stärkster Kunst gebändigt sind. — Siegfried Ochs, Geschehenes — Der Wagnermeister S. aus Griedel hatte sein VlteS Hoftor durch ein höheres Tor erseht, ohne skreisamlliche Genehmigung zuvor eingeholt z> haben. Das Schöffengericht Butzbach hatte ih: steigesprvchen. Die Strafkammer verwarf die Berufung der Staatsanwaltschaft, da das Hoftor lein genehmigungspflichtiges Bauwerk sei. Der erst 21 Hahre alte Wilhelm Sch. aus Rieder-Florstadt stand zum achtenmal vor den Schranken des Gerichts. Am 1. September v. H. (Hn einem Teil der Auflage wiederholt.) Verhaftung der Zechendertteter. Essen, 20. Han. (WTB.) Die für beut* vormittag von General Fournier vorgelade- nen Herren Fritz Thyssen, Generaldirektor Te n g e l m a n n, Be g ssessor Oe f e.Bergasfessor Kesten, Gene.aldirettor Wüst en Höfer, Direktor S t i n g ( e r sind verhaftet und unter militärischer Bedeckung im Automobil nach Düsseldorf gebracht worden, lieber den Grund der Verhaftung ist noch nichts bekannt. Gleichzeitig hat die Wiederbesetzung der staatlichen Zechen durch französische Truppen begonnen. Die Zechen „Decgmannsglück' tfl bereits beseht. Kokereien und Kohlenexpedition sind beschlagnahmt. Gegen die übrigen Gruben befinden sich die Truppen im Anmarsch Der gestern verhaftete Oberbergrat Ahrens und er verhaftete Kohlenexpedient D 0 rtt sind nach Essen geschasst worden. Hn Mi'.lhelm ist eine Kommission der Besatzungsbehörde in d a s Kohlenkontoreingedrungen und hat die Herausgabe der Bücher verlangt. Die Beamten lehnten sie ab und traten sofort in den Streik. Zur Zeit befindet sich die Kommission noch in dem Kohlenkvntor und verhandelt mit den Direktoren. Weiterer Ausstand im Ruhrgebiet. Oberhausen, 20. Han. (WTB.) Auf Der Zeche „Sterkrade". die zur Guten Hoffnungshütte gehört, sind nad) der „Kölnischen Zeitung" von der Mittagsschicht 8 0 0 Mann und von der Abendschicht 250 Mann nicht eingefahren nächst die Käufer zur Zurückhaltung. Da aber die Haltung des Devisenmarktes sich als ziemlich fest erwies, konnten sich die Preise meist behaupten. Weizen schwächte sich bei vermehrtem Angebot von Weizenmehl etwas ab. Auch Roggen war zu leicht abgeschwächten Preisen zu kaufen. Gerste wurde in schlesischer Brauware gehandelt. Hafer blieb zu etwas niedrigeren Preisen still. Mais war für spätere Lieferung mehr begehrt. Für Futterstoffe, Oelsaaten und Hülsenfrüchte zeigte sich keine rilnternehmungslust. Frankfurt a. M., 20. Hanuar. Dörfer Banknoten. Frankfurt a.M., 19. Januar. Schweizer Noten s^rnntätliche No:en Dänische Noten Schwedische No en Holländische Noten Denisch'Oestrrreich ä 100 Kronen Aiuerik milche Noten Englische No en Hmlienifche No en Polnische Noten Unnnrif 4>e No en Tschechoslowakische Noten . . . . yioriöcniidjc Noten ........ Rumänische Noten Spanische Noten Leipzig/Zürich. — So nennt der bekannte Musikpädagoge und Dirigent seine Lebenserinnerungen. Es ist nicht Geschichte, aber es ist der Geist einer Zeit, der hier in Personen und im Träger des Ganzen lebendig wird. ®8 ist ein heiterer Rückblick, versonnt durch die Lebensgüte dessen, der von einer höheren Warte sieht. E. Kitzling-Dalentin, „Die große Einsamkeit". Roman. Vermag Dr. Ehrler & Co. A.°G., Berlin SW 68. — Der neue Roman von E. Kihling-Valentin behandelt ein Thema, das jetzt die breiten Massen des Volkes immer stärker beschäftigt und interessiert, lieber die Religionen der ganzen Welt läht die Verfasserin mit künstlerischem Schwung das scharfe Blitzlicht ihrer Beobachtung gleiten. Besonders das geheimnisvolle, mystische Reich des Buddhismus und Shintoismus tritt in der hochspannenden Handlung hervor, die sich zum Teil hinter Klostermauern im besetzten Gebiet und in Hapan abspielt. — A. E. Weirauch, Ruth Meyer. Roman. Verlag: Dr. Eysler & Co. 21.-®., Berlin SW 68. — Der Hnhalt dieses Romans packt den Leser sofort, well er ihr mit Persönlichkeiten bekanntmacht und an Ereignissen teilnehmen läht, wie sie gerade für die Gegenwart charakteristisch sind. Die begabte Verfasserin versteht es meisterhaft, Probleme in ihre Erzählung zu verflechten, die gerade jetzt Tausende beschäftigen und erregen. Deshalb wird ihr neues Buch vielen Lesern angenehme Unterhaltung bieten. —0— Turngau Hessen (D.T.). Der uirnausschutz des Gaues bestimmte in seiner Der- Harfen ?9 b,Dn SrS1 fonbtn , uberla hj fr Äkr 20 tir» v^nfau imlung ftatt i? SW ter 804», r • 9emeln6en rliegt u’ em dck- Friedberg. i. Ettingshausen. 21. Han Hier und iit §atun u .zu.i -uliinonac Luuk von der H Basler Mission, der ll Hahre in China tätig war - und stht als Reiseprediger seiner Missionsgesell- Haft rn Hersfeld stationiert ist, Missions- ß «i t e s d i e n st e. An Kollelte gingen 5000 Mk. dm, Missionsschriften wurden für 4000 Mk. ver- ।mb goldene Manschettenknöpfe. Mit seiner Deute I Lief er über das Feld zum Waldrand, wo er sich qanz erschöpft hinlegen muhte. Man verfolgte ajm und nahm ihn fest. Das Diebsgut wurde dem dah die Woche vom 7. bis 15. Hanuar wieder eine ganz au her ordentliche weitere stürmische Auf- wärtsbrwegung für die Hnanspruchnahme der Reichsbank gebracht hat. Sowait entscheidende Zllfe.n vorlägen sei der Scha.a iweisungsbestand um 81,2 Milliarden Mark, die Wechlelanlage um 34 9 Milliarden, der Notenumlauf um 101,2, die Summe der fremden Gelder um 66 Milliarden Mark gestiegen. Seit dem ?. November, dem Ausweistage vor der letzten Diskonterhöhung, Vermischtes. Eine Brieftasche mit 75 Millionen Mark gestohlen. Berlin, 21. Han. Die „Montagspvst" meldet, dah einem süddeutschen Kaufmann im v°Zuge auf der Reise von Berlin nach Hamburg seine Brieftasche mit einem Inhalte von 7 5 Mi Ulanen Mart gestohlen wurde. Als Täter sollen ein Hapaner und ein Europäer in Frage kommen, die sich im Zuge vor dem Abteil erster Klasse aufhielten, beim Aussteigen ein künstliches Gedränge verursachten, dann aber weiterfuhren. is da — über ausgeraubt. Der Matteh, der Postilljon, sieht aus wie der Tod, die Zähn' klappern ihm. Er hat sich noch gerett’, auf die P«2rd gehauen. Et waren ihrer zehn oder zwölf, er tonnt sie gar nicht all zählen I" „ES werden ihrer wohl mir zwei gewesen sein, der Kerl ist ein Feigling!" Zornig war Aximi aufgesprungen. Diese F.echhell, ihm fast unter den Augen! Es zuckte chm in dm Fingern: da im Schrank an der Wand hing seine Büchse „Schwarz waren se im Gesicht, bat Kinn hatten se sich verbanden: der Matthes sagt, mer könnt feinen nit erkennen. Sn Geschrei Han se gemacht, bat bie Peerd scheu wurden." „Ruft mir den Postillon, ich will ihn gleich sprechen/' Es war so, wie bie Alte eyählte: nur zehn oder zwölf waren es nicht. Zufällig waren keine Passagiere im Wagen gewesen, auch der Hilfsschaffner, ber sonst immer neben bem Kutscher sah, war diesmal nicht mit, der Postillon, so ganz allein, hatte sich nicht wehren können. Aus bem Gebüsch waren zwei gesprungen, mit furchtbarem: „Halt, halt!" den Pferden in die Zügel gefallen. Es nutzte nichts, dah der Erschrockene auf die Pferde lospeitschte. Einer schwang ein Brecheisen, stemmte hinten den Wagenkasten auf und warf alles heraus auf bie ©trabe — ein anderer kletterte oben aufs Derbeck: Körbe, Kisten, Packen, alles herunter — und ein dritter stand mitten auf dem Weg, die Pistole im Anschlag und bedrohte den Postillon. Ein Glück, dah die Pferde, vom Geschrei «rtseht, scheuten und durchgingen. — Dies war das einzige Räuberstück nicht. Unb er schrieb: „Werte Demoiselle, mein viel- liebes Bräutchen I“ War das nicht etwas zu entgegenkommend? Er wollte sich nichts vergeben. Unb er beherrschte sich und sch neb gesetzt und vernünftig, obgleich ihm eine zärtliche llngebulb im Blut pochte und sein Herz nach Liebe schrie. Schrieb ganz uxe es bie Sitte von einem wohlerzogenen Bewerber verlangt, der an fein ehr- und tugendsames Fräulein Braut schreibt. Aber wer Augen hatte zu lesen und ein Herz, zu verstehen, dec merkte doch, was zwischm den Zeilen stand: wann ist die Hochzeit? Soll ich denn einig hier allein fein, geliebtes Mädchen, verladt es dich nicht ebenso nach mir, wie mich nach dir? Der Federkiel flog übers Papier, man hörte nichts in der stillen Stube, zu der kein Geräusch des Ortes drang, als das Kritzeln und ab und zu einen tiefen Atemzug. Die ganze Seele des einsamen Mannes flog der Fernen zu. älnb doch wieder grub sich eine Falle zwischen feine Brauen: würde es ihr auch behagen hier oben? Sie war jung und lebenslustig; er hatte ihr nichts zu bieten als eine geachtete Stellung und seine treue Liebe. „Last mich nun nicht länger warten, mein liebes Suschen, schreibe mir, wie dein verehrter Herr Vater und Deine hochwerte Mutter denken — Markm G^'ki Erinnerungen an Tolstoi (Verlag „Der neue Merkur", München). — Hermann Löns' Leben und Wirken, von Wilh. Deimann. (Verlag von Gebr. Lansing, Dortmund.) — Romantisches Kalendarium 192 3. Mit vielen Dildbeigaben. O. C. Recht, Verlag. München. Das Düchelchen in zierlichem Kleinformat enthält eine Anzahl Gedichte und Interessante Geschichten von llterarhlswrischer Bedeutung. — Blüten vvm LlebeSbaum, von Eva H e r l l k. (H. Michael Müller, Verlag, München.) Der Band Gedichte, von Heister Erotik durchströmt, enthält viele wohlklingende Reime und Verse, ohne jedoch es zu neuen, selbständigen Formen zu bringen. hätten bie Reichsbank und die Dartehnskass« zusannnen bis 14. Hanuar für nicht weniger alS 1 3 2 3 Millia r de n Kredite neu gewähren müssen. Die lehttägige katastrophale 'Verschlechterung der deutschen Valuta habe die Bevölkerung rn der Befürchtung weiterer Preissteigerungen wieder zu weitgehender Eindeckung des künftigen Bedarfes, zur Aufspeicherung von Rohstoffen, Nahrungsmitteln und Fertigwaren, aber auch von Devisen und Wertpapieren veranlastt. Hiermit hingen gewaltige Ansord»» rungen an Krediten und Anzahlungsmitteln der Reichsbank zusammen. Unter diesen Umflänben sei gegenüber den Verhältnissen des offenen Marktes eine mästige Diskonterhöhung von 2 Prozent an sich nicht ausreichend, um die notwendigen Einschränkungen in der Hnanspruchnahme der Dank herbeizuführen. Das Reichs- bankdirektorium sei sich aber andererseits bewußt, das) in der gegenwärtigen Not des deutschen Volles alles vermieden werden müsse, waS geeignet sei, eine gesunde Produktion und die Ernährung der Bevölkerung zu erschweren. DaS Reichsbankdirektorium verspreche sich von der Diskonterhöhung eine verstärkte Förderung 6e8 zur Entlastung der- Dank unbedingt nötigen Absätze- von Schatzanwrisunaen im Verkehr. Der Zentral- ausschust stimmte der vorgeschlagenen Diskonterhöhung einstimmig zu. Adami hatte sich noch nicht über die Frechheit des Postüberfalls beruhigt, als noch eine alarmierende Nachricht nach Lutzerath kam: von der Motel herauf. Auch da war der Bücller am Werke gewesen, fast zur gleichen Zeit. Der Brief an die Demoiselle Braut blieb einstweilen unvollendet liegen, der eifrige Beamte verschickte ein eiliges Amsch^eiben an die Kollegen sämtlicher Kantone: nach Oberstein, Herrstein, Wildenburg. Tronecken, Kirchberg, Gmün- den, Rhaunen. Simmern, Stromberg, Trarbach. Daun, Wittlich, Kirn, Kochern. Zell. Kastellaun, Bi.kenfeld und so weiter. An den Rhein, an die Nahe, links und rechts der Mosel, nach Trier und Koblenz, bis nach Mainz hin flog der Alarmruf. Schnell, schnell! Es muhte den Verbrechern durch die Schnelligkeit der verschärften Kontrolle unmöglich gemacht werden, auch mir über eine einzige der vielen Grenzen xu entkommen. Wer weih-, ob Hessen und Preusten überhaupt auslieferten. Eine besondere Polizeigarde sollte in jedem Kanton errichtet werden, die Tag und Nacht stveiste und alles aufgriff und unverzüglich vor den Friedensrichter führte, was ohne Past und ohne Nachweis eines festen Wohnsitzes herum« strolchte. Nicht alle Wohnungslosen ober aus dem Heeresdienst Entlassenen, nicht alle Bänkel« spleler und Tabulettkrämer, die mit Seife, Band und Tabak herumzogen, waren Verbrecher, aber unter ihnen befanden sich jedenfalls viele, die den Räubern untereinander Botschaft vermittelten und sich auch zum A.isbaldvwern hergaben. (Fortsetzung folgt.) Berlin, 20. Han. Die erhebliche Besserun, des Neuyorker Markkurses hatte zur Folge, das die Devisen im Vormittagsvertehr zunäl namhafte Abschwächung auswiesen. Da m über die inneren Gründe der Neuyorker Dewe- ,e21. 3®1,' m »-»»-d° jtiirf ■Ä-ÄW Ob W roerW' Mjnann Wilhelm &ot; Metam MzuFMl- Arbeiter Ernst Heckei zu Elberfeld, angeblid zu Frankfurt a. M. % ende Gegenstände in bii 1. Ein WeihwasserM sel, 3. eine Deihrauchfchaii tne Eegenstänbe, teils aut Langendreer, 20. Han. (WTB.) Gestern abend 9Vr Hlyr wurde auf dem Rach- daufewege der Bergmann Kowalski vor Dem Amtsgerichtsgebäude in Langendreer von dem ftanzöslschen Wachtposten erschos- s e n. Eine Untersuchung ist eingeleitet worden. Demission Dradburhs? Paris, 20. Han. (WTB.) Das „Echo de Daris" glaubt berichten zu können, die Demission des englischen Delegierten Dradburh in der Reparationskommission sei seit gestern Tatsache geworden. Die Lösung dec Regierungskrise in Hessen. Mainz, 20. Hanuar. (WTB.) Wie dem „Mainzer Anzeiger" aus Darmstadt gemeldet wird, wird in dem Schreiben Henrichs an den Staatspräsidenten, worin er die Rücknahme seiner Demission erklärt, darauf hingewiesen, dah die demokratische Fraktion seine (Henrichs) Stellungnahme auf Zurückziehung seines Rücktrittsgesuches gebilligt habe. VÄjbÄ Hinter dem Zreiheitsbanm. itlaW SpielerW Roman von Clara Biebig. und in Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) V -jqens clrnofi flvnn die Feldberes> rinnen der Unterstufe des Vorjahres werden auf bat- 8a**4 fj b« Obei ftute verwiesen. Volkspimliche Ue ung> n des Dersaftens vv ’nwb: Hvchsprung ohne Brett, 115 Ztm. für die ,wedenlsPwH» Unter- 125 Ztm. für die Oberstufe, und ber Seines su 0 !>Meter-Lauf. 16* 121/-, Sekunden für Me ^ute fch es der hitz ig Pol ri ^eiÄirdteniäuß ^'bnachttäglich fest, W mDorn.Assen. der Streitigkeit des Deutschen Holz- IM in 1 «nbeiterverbandes, ic5 Zentralve banbed der Zim- » , EU-AssenhtzU nirrer und des Arbeitgeberverbandes für OahN- neb überhaupt selten. Wurde es nicht immer Hener? 3m Anfang ihrer Verwbungszeit war is anders gewesen. Da hatte er so zärtliche 5i iefe von ihr bekommen, dah es ihn jetzt noch Dcrlief. wenn er daran dachte. Er mutzte diese tsten Briefe doch einmal wieder lesen, er fühlte «irce schmerzliche Lust nach Liebe und Zärtlichkeit. Mit Hast, und doch war eine gearisse Scheu in iM, schlost er jetzt ein geheimes Fach in feinem kHreibiisch auf und holte ein Bündelchen Briefe kcDor. Mit einem zartrosa Band waren sie nmbunben. Dieses Band hatte er ihr geraubt !ii erster Verliebtheit, sie hatte es um die Locken Lina Oombel und Kinder. Reiskirchen, den 22. Januar 1923. Allen, die an unsrem schweren Verluste teilgenommen haben, sagen wir auf diesem Wege aufrichtigen Dank. Gustav Petri und Frau Carl Petri. Allen lieben Verwandten, Freunden und Bekannten sagen wir für die erwiesene, uns so wohltuende Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Vaters herzlichen Dank. Ganz besonders möchten wir noch den Gemeinden Reiskirchen und Burkhardsfelden für alle die bebe und treue Anhänglichkeit, die sie uns in den vergangenen schweren Wochen gezeigt haben, danken; wir werden das nie ver- Danksagung. Für die zahlreichen Bewehe herzlichster Teilnahme bei dem Ableben meine» lieben Bruders Leo Weisz kann Ich Infolge meiner Abreise nur auf dleeem Werre meinen und meiner Angehurlircn Dank ane- •prochen. Carl Feh6r-Weisz, Temesvär. Gießen, Gelnhausen, 22. Januar 1923. __5»D Mietgesuche tfrom-nsfanbiöat rubiger IXIeter. hieb: folori ob. *. L Fedr | ooer 1 Mari mööl. Zimmel inöiiL Im Kliniken viertel gelegen Ctbr. ttnarb. unter 0**4 a b tüiCB. 8ns. etuörnt 'Grieche'. Daue» Mieter. lucht 1 oder 2 elegant möblierte Zimmer orr lolort ob. loater. mli ober ohne l8. juitrl. btö.ffrou oder Mädchen für uorinumn» nelucht. Lchr tiiiaeb u OtöS an d. i»teu- An 4. erb. Wegen Perbet- ratuna m ieuhicn Dioad) ns suche per I. März em iuch- ilgeS. eifabreneS SW ä b d) e ii bei hohem Voüu. Frau Maria Aoseubaum vieuuadi 7U. MWkil iür Luche 11110 Haus Aii baldigem Ein» tritt gesucht. U4M WUh. Plank Dtublltr. Hl. Mt 'n- «^nid-idau-- ball suche ich em saubere-, fleißiges Uücheu- madchen bei bobem, zeuge- mäheni Vobn. stoch- kenn niste utchi er» fviderltch. An geb., möflU ml: Bi d unb Seugn-^blch .. erb. 3rau Hlirm. Schlfer Hol Alieuvurg bet Bad Crb i0est -Nastau. l4eb, 'el | 461 3raa Berta arömer Schubban» Lutz. 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