Willen werde die englische Regierung gezwungen sein, sich eine D o p p e l p o l i t i k zu eigen zu machen, um sein lebenswichtiges Ziel, die Fest- landsmärkte wiederherzu stellen. zu verwirklichen. , Die Politik Poincares, gerade heerausgesagt, st ehe in direktem Gegensatz zu den lebenswichtigsten Interessen Groh- brrtanniens. In diesem Punkte sei die englische öffentliche Meinung nahezu einer Meinung. Don dieser Tatsache lege man sich in Frankreich nicht genügend Rechenschaft ab und die grobe Presse hüte sich wohl, sie aufzudecken. Die öffentliche Meinung Engla.lds würde eines jener wertlosen Kompromisse aus der Zeit Lloyd Georges selbst dem Bruch vorziehen. London. 20. Juni. (Wolff.) Dem Parla- mentsberichterstatter des „Daily Expreß" zufolge hat Premierminister Baldwin gegenüber Vertretern der Arbeiterpartei und des Derg- arbeitervrrbandes. di: ihn gestern unter Führung Ramsay Macdonalds aufgesucht haben, um mit ihm die Frage der K o h l e n i n d u st r i e zu erörtern. folgende Erklärung abgegeben: Von grundlegender Wichtigk.it ist augenblicklich in Europa, daß eine Regelung der Ruhrfrage erfolgt. Soweit ein Mensch irgend etwas tun kann, mach: ich meine äubersten Anstrengungen, um sie zustande zu bringen. Die Lage im Ruhrgebiet berührt die industrielle Lage Englands nachteilig. Laut „Times", die ebensowenig wie die übrigen Blätter obige Meldung der „Daily Expreß" enthält, wurde mit Bezug auf dir Zusammenkunft grösste Verschwiegenheit gewahrt. Die Abordnung wurde ersucht, keinerlei Berichte über die Unterredung zu geben. Die „Times" über den kritischen Augenblick Frankreichs. Paris, 20. Juni. (WTB.) Der Pariser Berichterstatter der „Times" schreibt, man wünsche in Paris den Zeitpunkt der Z u s a m - menkunft zwischen Pvincare und Baldwin schneller herbeizuführen. Man fei der Ansicht, daß alles beseitigt werden mühte, was die Herstellung eines Einvernehmens mit Großbritannien verzögere. Der französische Frank falle. In besten Bankkreisen sei stets angenommen worden, daß die Franzosen wohl in der Lage wären, den Frank bis Zulimitte vor Schwankungen zu bewahren, dah er aber nach dieser Zeit außer Kontrolle geraten würde, wenn keine Regelung in Aussicht stehe. Das Fallen des Frank'in den letzten Tagen scheine darauf hinzuweisen, daß dieser kritische Augenblick vielleicht früher kommen werde, als erwartet wurde. Weiter sei es klar geworden, daß. was sich auch immer in Belgien ereigne, die französische Regierung nicht länger auf die vorbehaltlose Unterstützung Belgiens rechnen könne. Die Ruhrpolitik, wie sie sich seither entwickelte, wurde von den belgischen Ministern im Januar niemals in Aussicht genommen. Es sei nach ihrer Ansicht wesentlich, daß irgendwelche Ergebnisse gezeitigt würden. Die belgische Forderung könne in Frankreich nicht unberücksichtigt gelassen werden. Nichts habe die Franzosen seit dem Waffenstillstand so sehr ibe- rührt, wie die Möglichkeit einer Absonderung Belgiens. Ein weiterer wichtiger Faktor sei das wachsende Gefühl in Frankreich, daß ein neuer Bruch mit Großbritannien nicht wieder gutzumachen sein könnte. Die Opposition der Radikalen Partei. Paris, 21. Juni. (WTB.) Der ausführende Ausschuß der Radikalen Partei tagte gestern abend und nahm eine Resolution an. in der die der Partei angehörenden Minister, Kolonialminister Sarraut, Hygienemi.nster Strauß sowie der älnterstaatssekretär Paul Assant aufgefordert werdcn, ihre Mitarbeit bei einem Kabinett nicht fortzusehen, bc-m bi: traditionellen Gegner der Republik einmütig ihre Stimme gewährt haben. Endlich werden die AuseiwähltLU der Partei zum Respekt dec Disziplin ausgefordert. die bei der letzten Abstimmung nicht gegen die Regierung Poincares gestimmt haben. Die französische Liga tut Mensfl «'nrrck tr. Paris, 21. Juni. (WTD.) Di: Liga für Menschenrechte veranstaltete gestern abcnd eine Kundgebung gegen die Ruhrbesehung, bei dec als Redner auftraten: der radikale Abg. Daissant, der sozialistisch? Abg. Mouwt, der sozialistisch: Abg. Vincent Auriol, der die Besetzung des Ruhrgebiets den Friedhof des Friedens und den Friedhof der Reparationszahlungen nannte, der elsässisch» Abg. Grumbach und der Aktivist st Emile Cahn. Belgisch - französische Verhandlungen. Paris, 21. Juni. (WTB.) Derbelgische Botschafter hatte gestern nachmittag ein: Tl n t e r r e d u n g mit dem Ministerpräsidenten P o i n c a r 6. Hierauf verhandelte Poincare mit dem französischen Delegierten in der Reparations- fommiflion, Barthvu. Eine Reichsverordnung zur Unterbringung Ausgewiesener. Berlik, 20. Juni. (WTB.) Der Reichspräsident hat über die vorläufige Unterbringung Ausgewiesener folgende Verordnung erlassen: Die Franzosen und Belgier fahren täglich fort, aufrechte deutsche Männer mit Frauen und Kindern aus dem besetzten Gebiet zu vertreiben, weil sie sich weigern, di: vertragswidrige Ausbeutung des Rhei-standes und des Ruhrgebietes durch die französisch-belgischen Organe zu unterstützen. Die Zahl der seil dem Ruhreinbruch aus dem besetzten Gebiet Ausgewiesenen beläuft sich schon jetzt auf über 50 000 und täglich kommen Hunderte dazu. Es ist Ehrenpflicht des gesamten deutscyen Volkes, für eine a n g e m e s - seneälnterkunft der Vertriebenen zu sorgen. Schon bisher bemühten sich in alten Seiten Deutschlands Behörden. Vereine und Private in anerkennenswerter Hilfsbereitschaft erfolgreich um die .Unterbringung. Der Reichspräsident hat nunmehr eine auf Artikel 48 der Reichsoerfassung gestützte Verordnung vom 14. Juni erlassen, durch die die vorläufige Unterbringung der Ausgewiesenen auf eine gesetzliche Grundlage gestellt wird. In der Verordnung wird die Pflicht zur Unterbringung d:r Verdrängten den Gemeinden auferlegt. Diese haben alle Vorkehrungen für die Unterbringung zu treffen und können ihrerseits für die Zweck: der Unterbringung Räume jeder Art beanspruchen. Ausgewiesene mit Familie sollen womöglich in Kur- und Badeorten oder auf dem Lande untergebracht werden. Die Verteilung der Ausgewiesenen auf die Gemeinden erfolgt auf Antrag der Fürsorge- ocgane durch die örtlichen Verwaltungsbehörden. Wünsch: der Ausg-'wiesenen werden hierbei nach Möglichkeit berücksichtigt. In Orten, ioo dne Verpflegung zu angemessenen Preisen nicht erhaltbar ist, können die Verwaltungsbehörden den Gemeinden auch die Verpflicht u n g auf» erlegen, die Verpflegung dec Ausgewiesenen sicherzustellen. Di: Gemeinden können nötigenfalls von Dritten entsprechnrde Leistungen anfurbern. Die Verordnung regelt noch die Frage der Vergütung für die gewährten Leistungen und sonstige Einzelheiten und hebt ferner nachdrücklich hervor, daß die 'Bestimmung des Artikels 5 des Rotgesetzes vom 24. Februar, wonach die Ausgewiesenen auf Wohnunaszuteilung vor allen übrigen Personen Anspruch haben, aufrechterhalten wird. Die Verordnung tritt sofort in Kraft. Die Gewaltherrschaft im Westen. Mün ster, 20. Juni. (WTD.) In der Feldmark Sude r wich bei Recklinghausen wurde am 18. Juni die Frau des Schuhmachers Schubert von französischen Soldaten überfallen und verge wa l t i g t. — Zwischen Eickel und Herne sind zwei französische Güte rzügezusammengestoßen. — In Wetter wurden gestern und heute sämtliche Eisenbahner von den Franzosen verhaftet. Elberfeld, 20. Juni. (WTB.) Die infolge der Stillegung fast aller Eisenbahnstrecken ber besetzten Ruhrb.'zirke v)rübergehend aufgehaltenen Lebensmittelsendungen für di? stillgelegten oder auf dem Schienenwege nicht mehr erreichbaren Bahnhöfe dieses Bezirks wurden nach Festsetzung der Erfahbahnhose und Regelung der Ad.uhr wieder in Gang gesetzt. Berlin, 21. Juri. Wie die Blätter aus Gelsenkirchen melden, sollen di: von den Franzosen in ben letzten Wochen durchgeführten Derkehrsabschnürungen im Ruhrgebiet jetzt auch auf die Straßenbahn ausgedehnt werden. Die Straßenbahngesellschasten sollen di: Linien, die erst von 1921 ab in Betrieb genommen worden sind, sämtlich stilleren. Da der Lebensmitteltransport auf den Eisenbahnen vollständig unterbunden ist und die Lebensrnittel zum größten Teil auf den Straßenbahnxn befördert wurden, bedeutet die ton den Franzosen in Aussicht gestellt? Maßnahme eine weitere Erschwerung der Lebensmittelversorgung des Ruhrgebiets. Di: Blätter befürchten bereits das schlimmste und weisen darauf hin, daß mit dieser Methode der Franzosen das Ruhrgebiet systematisch dem Bolschewismus in die Arme getrieben wird. Der Reichspräsident in Weimar. Weimar, 20. Juni. (Wolff.) Zu Ehren des Reichspräsidenten sand gcTtcrn nachmittag 5 Uhr ein Empfang statt, an dem die Mitglieder der Landesregierung und das Land.agspr'istdtum, Führer der Fraktionen des Landtags, die Vorsitzenden der Wirtschafts- und Berufsrerbä.nde. die Spitzen der Behörden, der Vorstand des D.uftchin Schillerbundes, Staatsse.retär Schulz vom Reichs- Ministerium des Innern und andere teilnahmen. Abends besuchte der Reichspräsident die Eröff- nungsvorstclffing der unteiLeitung des Generalintendanten Hardt vom Deutschen Schillerbund für die deutsche Jugend im Rationaltheater veranstalteten Rationalfe st spiele, zu beiten Advrdnugen vieler Schulen aus dem ganzen Reiche, insbesondere auch aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet hter eingetroffen find. Ramens des Deutschen Schillerbunds hteh Professor Dr. Scheidemantel den Retchspräsidenten mit herzlichen Worten willkommen. De.- Reichspräsident erwiderte mit Worten des Dankes und der Begrüßung an die deutsche Jugend. Mit besonderer Herzlichlert begrüßte er bte Vertreter der Jugend aus dem Rheinland und dem R u h r g e b i e t, die hier am frischen Quell deutschen Geistes und deutscher Kultur neue Stärkung finde möge zum tapferen Aushalten in all der brutalen Drangsal unserer Gegner. Er schloß mit den Worten: „Ihr, deutsche Jugend, seid die Hoffnung, seid die Zukunft unseres Vaterlandes, um deretwillen wir in duldendem Ausharren die schwere Last der Gegenwart tragen. Ihr sollt und Ihr werdet wieder lichtere Tage sehen! Seid aber stets eingedenk, daß auch Ihr Pflichten habt gegen Euer Vaterland und Euer Volk. Fühlt Such mit Hingabe und Liebe als Glieder der deutschen Volksgemcinschaft; lebt nicht allein den deutschen Taten der Vergangenheit, sondern wirkt mit an den Aufgaben der Gegenwart. Steh' in geg mastigem Verständnis in Einigkeit zusammen, die allein uns stark machen lärm; habt Fr u? ? am L.r- nen und an der Arbeit, nehmt von dieser Stätte, wo die Großen im Reiche des Geistes Unsterbliches schufen, Begeisterung mit für alle- ©u.e. Edle und Schöne, dann werdet Ihr, unsere Jugend, einst tüchtige, pflichttreue Burger im deutschen Bofts- ftaat werden, und, auf sicherem Boden stehend, in einem Vaterlande leben,da? wieder gleichberechtigt und kraftvoll in der Reihe der Bolter wirkt. In diesem Wunsche wollen wir zusammen rufen: „Deutschland, unser in aller Rot doppelt teures Vaterland, es lebe hoch!" Die das Rationalthsater bis auf den letzten Platz füllende Jugend nahm das Hoch begeistert auf und ließ es in das Deutschlandlied au.stlm» gen. Dann begann die von Ernst Hardt geleitete Festvorstellung von „Hamlet". In der Th,?.:v- pause cm'/fing der- Reichspräsident Abordnungen von Lehrern und Schülern au5 dem Rheinland, dem Ruhr- und Saargebiet, bi: ihm erneut den Willen zum zähen Au^hnlien bis zur Stunde der Freiheit versicherten. Aach der Theatervorstellung wurde dem Reichspräsidenten von der Acbeiterjugend und anderen Iug.-ndvereinrn Weimars und aus den Rach' 7 stn >'.en ein Fackelzug dargebracht. Der Reichspräsident hielt vom Ballon des Rationaltheaters aus au die nach Tausenden zählende Mmge eine Ansprache, die wiederum in ein Hoch auf das deutsche Vaterland austlung. Aus dem Reiche. Verbot des freien Devifenhandels? Berlin, 2!. Juni. Unter dem Bvrsitz des ReichswirtschaftSministerS fand gestern im Reichstag eine Konferenz von W irt- schaftssachverständigen statt, die sich mit den gegen einen wetteren Marksturz zu ergreifenden Maßnahmen beschäftigte. Außer dem Reichswirtschaftsminister nahmen an der Konferenz der Wiederaufbauminister, mehrere Bankvertreter, führende Industrielle, Mitglieder des Reicksbankdirektoriums, Direk- toren verschiedener Handelskammern sowie andere hervorragende Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens teil. Die Konferenz war von der Regierung einberufen worden, um die Gutachten der maßgebenden Vertreter der Wirtschaft zu hören. Wenn die Besprechungen gestern auch noch zu keinem abschließenden Ergebnis geführt haben, so besteht doch kein Zweifel mehr darüber, daß diesmal ganz besonders einschneidende und scharfe Maßnahmen ergriffen werden sollen, um die Auswüchse an der Börse zu verhindern. Dem „B. T." zufolge kann mit einem Verbot des freien Devisenhandels gerechnet werden. Die Beratungen sollen heute fortgesetzt werden. Die Emkommrnsteuerregelung. Berlin, 20. Juni. (WTB.) Im Steuerausschuh des Reichstags ist bei der Frage der Einkommen st euer regelung allgemein in eine Verfünffachung der Abzüge fürWer- bungskosten sowie für Ehegatten und Kinder beschlossen worden. Der Münchener Hochverrats- prozsh. Berlin, 20. Juni. (WTD.) Fuchsprozeh. In der heutigen Sitzung gab der Verteidiger Graf Pestalozza in einer Beleidigung Zredc zunächst ein Bild von den politischen Verhältnissen, aus denen die Tat Fuchs herausgewach^en sei. Der Verteidiger führte weiter aus, dah Fuchs bei seinen guten Leistungen als Literat auch ein Projektemacher gewesen sei, jedoch seine Ideen immer von anderer eite.-' erhalten habe und irr der Ausführung immer geradezu, kindisch gewesen sei. Da er außerdem leicht zu beeinflussen gewesen sei, wurde er ganz von Richert gefangen: genommen. In ihm setzte sich ferner der Gedanke eines bevorstehenden Kampfes mit dem Bolschewismus fest, und er glaubte, dem ganzen deutschen Volke einen Dienst zu erweisen, wenn er Fäden dieser Art nach Frn.strstch spannte. An Daterlandsverrat dacht: er hierbei nicht im geringsten. Schließlich sei er entschiedenen Vertretern vaterländischer Organira tonen, von deren Se.te er keinen Verrat erwartete, in die Hände gefallen. Sein menschliches Vertrauen wurde von icsen getäuscht. D:r Verteidiger nannte dann das Bewiiscrgebnis lückenhaft und wenig stichhaltig. Der Hochverrat fei mit ganz un ruglichen Mitteln geplant worden. Ein? ehrlose Gesinnung zeigte Fuchs nicht. Zum Schluh rief der Verteidiger das Zeugnis der Toten Machhaus und Dr. Kühles als Beweis dafür an, daß hier ein schwerer Hochverrat gegen das menschlich: Vertrauen verübt worden sei: er wandte sich an Richert mit der Bitte, bei Abschluß dieses traurigen Dramas versöhnend wirken zu lasen. Als zweiter Verteidiger ergriff der Verteidiger des Angeklagten Munk das Wort und führte aus, es- sei nicht richtig, und auch nicht erwiesen, dah Munk die Pläne von Fuchs gekannt habe. Von den französischen Beziehungen wuhte QKunf nicht das geringste. Den Ramen Richert hörte er ebenfalls erst nach der Verhaftung. Munk habe an die bolschewistische Gefahr geglaubt und für die Abwehr dieser, Donnerstag, 21. Mi 1923 173. Mrgang GietzenerAmeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: VrLhl'sche UniverfilStr-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schnftleitung und Geschäftsstelle: Schulstraße 7- wischen Regierung und G:werk- das „B. T.' schreibt. zu einer Verständigung geführt, fester G r u n d l o h n gezahlt w.wdcn soll, zu vuerungszufchtag kommen dem ein te'.vegli Le- fönner: insofern als ein nungöaustausch schäften hat, wi soll, der sich nach dem neu aufzustellenden bensmittelindex -.ich'.et. Der wertbeständige Lohn. Mitten im Rasen der Marksturzwelle hat sich die deutsche Reichsregierung mit den Arbeitern und Beamten zusammen getan, um die neuen Löhne und Gehälter festzusehen. Mit den Staatsarbeitern ist man sehr schnell ins Reine gekommen. Sie erhalten ab 15. Juni durchschnittlich ungefähr die doppelten Bezüge. Aber auch mit den Reichsbeamten und Angestellten ist rasche Verständigung möglich geworden, weil man sowohl bei den Gewerkschaften als auch auf feiten der Regierung den furchllaren Ernst dieser Stunde erfor.mt hat. Die Disziplin unter den Arbeitern der- Staatsbetriebe erweist sich diesmal als musterhaft. Die Gewerkschaften scheinen bis jetzt die Massen fest in der Hand zu haben. Die Regierung ist bereit, neben der Lohnerhöhung auch Sntschuldungssummen und Wirtschaftsbeihilfen zu bewilligen. Das erlösende Wort fiel auf der Arbeitnehmerseite, alö män dort einsah, daß das neue Problem des Festmarklohnes nicht übers Kni: gebrochen werden fann. Die Verhandlungen darüber sind hinter die sofortige Rotaktion einer allgemeinen Aufbesserung zurückgestellt worden. Es sollen zunächst einmal Richtlinien ausgestellt werden. Denn es ist offenbar geworden, daß man sich weder auf der Arbeitgeberseite noch in den Gewerkschaften über den Begriff des wertbe - ständigen Lohnes schon ganz klar ist. Sicher ist nur das eine, und davon geht der Streit aas: Angesichts der userlosen Geldentwertung läßt sich das Arbeitseinkommen nicht mehr von Monat zu Monat, geschweige denn iür ein Vierteljahr im voraus bestimmen. Ja, selbst eine wöchentlich: Regelung der Löhne reicht kaum noch aas, dem Lvhnbezieher ein einigermaßen gesichertes Auskommen zu gewährleisten. Dar Arbeiter, der noch am Freitag einen auskömmlich erscheinenden Verdienst erhalten hat. kann schon am Dienstag oder Mittwoch der neuen Woch: vor derart hochge- netterten Preisen stehen, daß er auch die nötigsten Lebensmittel im ßaben stehen lassen muß. So entstand die F.age: Wie bringe ich meinen Lohn in ein elastisches Verhältnis zu den Lebensmittelpreisen? Gewiß hat man auch bisher daran gedacht. Man operierte mit dem Lebens- kosten-Index, den das Statistisch: Amt berechnete. Da diese Inderziffer aber in der bureaukratischen Mühle aus Preisen herausdestilliert wurde, die zwei Wochen ober noch weiter zurücklagen, stimmten die neu berechneten Gehälter niemals zu den augenblicklichen und kommenden Preisen. Die Folge dieses Rachhinkims aller Arbeitseinkommen hinter der Teuerung war, daß die Kaufkraft des größten Teiles des deutscher Publikums immer rascher sank, ©eit dem Zusammenbruch der Stak.ilisierungsversuch: aber ist in weiten Schichten (nicht nur bei den Kleinrentnern, dem verarmten Mittelstand und den unter die Räder gekommenen liberalen Derufsarten) das leiblich: Existenzminimum, d. h. die Kaufkraft für den nötigsten Lebensunterhalt in Gefahr geraten. F.iedenslöhne, also Löhne, die auf den Geldwert der Arbeitsleistung der Vorkriegszeit zurückgreifen, sind vorerst undenkbar. Richt etwa nur ein neuer Stabilisier ungsschritt, sondern die voll: Gesundung der deutschen Wirtschaft ist dazu nötig. Was zunächst erreicht werden kann, ist, an txc(!c d er l-i^l/eri.'e c Postnumerand oberech- mmq der Löhne eine Indexziffer, eine Schlüsselzahl, die den Kampf mit der Teuerung vn?einsacht und das größte Elend verhinderst. Darüber gehen jetzt die Verhandlungen. Berlin, 21. Juni. Dem „Vorwärts" zufolge hatten Vertreter des Allgemeinen Dcut- sck'.n G^werkschnstsbundes gestern eine Besprechung mit der Rcichsregierung über die Einführung des wertbeständigen Lohnes. Am Freitag tvevuen alle Spitzmorganisationen der Ge- we.ls i.aften zur Ausarbeitung eines einheitlichen Vorschlages zufammentretcn. Der bisherige Mei- Nr. 143 Erscheint täglich, außer Sonn- unh Feiertags, mit derSamstagsbeilage: BießenerFamilienblätter rNonallichevezitaspreffe: 5000 Mark einschließlich Trägerlohn,durch diePost 5000Mark,auchbeiNicht- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Dewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: fürdieSchrist- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Liehen. postfcheäkontö: Frankfurt a. M. 11686. nglischi? Regierung könne di-: Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit Dreis für 1 mm höhe für Anzeigeno 27 mm Breite örtl 160 Mk., auswärts 200.MK.; für R e k l a m e > Anzeigen von 70 mm Breite 800 MK.Bei Platz. Vorschrift 20 u/0 Aufschlag, hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Bluimchein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtli ch in Gießen. Borsck . ige Poiu c a res über di: T:srhung des Ruhrgrl icts guihri'' _.i. Eine Billigung der Ruhr- politir oder eine T n.rrä b?i der drutschen Re- gicrung, um bei i„ Die v nsrelluug des passiven Widerstandes ducHzusrhen, sei glatt unmöglich. Viel Wahrs5-:inlich»r sei es, daß die encliixt - Regierung als Pr.is einer Derständi- ffung die Rückkei; r zur „unsichtbaren D e- s e tz u ii g“ fordern werde; 2. Baldwin wmde alles Erd .nrlich: einer Verständigung zulieb: tun und zu großen finanziellen Opfern bereit sein. Aber trenn die Polistl Poincarös oder die seines Rachfolgers dieselbe bleibr. steh: es fest, daß binnen kurzem die Außenpolitik Englands sich völlig neu orientieren werde. Zur ilnferftütjung dieser Auffassung führst der Berichterstatter an: erstens Laß man in englischen Handels- und Industrie- krcisen die W ie d c r her st e l lun g der europäischen Märkte für unerläßlich halt:, zweitens, daß im Tlnterhaus die MehrhZt der Konservativen und die gesamte Opposition einmütig die RuHrpolitik ve:ur eile, drittens, trenn demVer- ständigungsversuch Baldwins der Erfolg versagt werde, werde .) befürwortet bei 3rtLfet 5 eine Ämter« ng teS Um’artteue gef«»e» taten, dist ter etrutrta» iich bei den Umlä?tn te; Genossenschaften um die Äälfte rrmahigt Ger 2f itrag w.rd in namentlicher Abstimmung mit 190 gegen IS) Stimmen at\p:«bnt und die Bort rge in ter Fällung ter teilt« Lesung endgültig angenommen Dagegen stimmen nur bi: Kommunist« In allen teei L.lungen wird ohne De'aattr ein Antiag aller Parteien angmommm. wonach di Diäten de r A e i chS t a g Sa d g r or d n c t e n auf den teerten Teil eine» Miniltergehalt» lest gesetzt werten Der Gesetz rnlwurf üter wertbeständige Hypotheken wird ohne Debatte endgül'i.i angenommen, etenfo ter Gesetz mtwuri über bic Ausgabe werlb« ständiger Schuldoer- lchteibungen. Sotemn wird ter Gesetzentwurf zur Sicherung der Drotversorgung für 1 923 24 beraten. Der 2u»schuh bat de Vorlage in vi?- 'ren gtäntert Rach dem Gnlwurs wird die Irrung ermächtigt. »er S>ck< u m ter Tiolbcitorgvng biS »u einer Million ianrn (nach ter Aeg.erungSvvrlage 3> , millhnen Tonnen) >,v erwarten De Drtwaltunztzabt.iluna ter Ae chSgetreibestellsoll spätestens bU »um gierungSvorlag« gtgd>cs?e Aldgiichk ii d »rr Bo- totänlir>,i ter Geirdteumlage bat der AaSschust gan» lek.tlgl Ttobte ib bk Regi.ru ngSvorlag* d.e difentliche Droir.rs'irgung im Wilischast»- jabre 1923 24 elnstw.ilen fort führen wollt:, soll sie nach tem Ausfchustantreg di» «um 15 Srp- teinter 1923 f orts allen Hht Zustimmung teS R«ch»reis kann sie teilweise oder gans bi» »um 15 Oktober auSgck-tzt Harten. Zur Dedung ter Kosten beantragt ter Ausschuh alS einmalige Abgute rmru m.fr int rag auch den Erwerbslosen daS derb lligte Bert zutz if-m will. Schiele ' Dutt) erklärt sich für feine Kraktiou tre mancher Betenörn mit ter o-»n ten Par c e, unb der X.-jl-ruitg getroiKm-n Lösung etnutt flauten Dk R. raeribigk-it. all? K.äfte gegen d u äuh rrn 5 nd »usamm niu'asfen, veranlass« l e T. atld) a i?.uk*n, ihre A?n> runzS- antnlge zurü^w, ed.-n unb dem Kompromiß zu- gu stimmen Adg Leut hä user ,D Bp.) schlkstt sich für b e Deutsche Bo'.kS^irxi die'er örflärung an. 1hg Dr Heim «Bayr Dp) stimmt dem Jtomr i miftantrug zu 3iach tem Komvromtbanlrag soll die in zwei chLNtei. am I August unb 1 3inuir 1924 zu erbetente Adgate möglich,) ten Schaxindangen teS Roggenpre.seS anih't'afra arten TDenn infolge unvorhergekdenen Anwachsen» ter Zahl der tetü t.g.-n bk Abgab- nicht auSreicht. so ist bx Au,dringang ter ttvlterra Mittel auS einer Belastung bei Besitzes durch Ge.tz zu r Hi R< ch»iinan,Minister cherm«S erklärt, tei Orr.-kbutiq ter t»i^>ch «achten Z.vangSinl-tte werte de größtmöglichste Schonung te trrirt- te'1.-a \,ämtci wurden en sprechende Anweisung erhalten Ada Heidemann (Jt) protestiert gegen bie Berlage unb kündigt ten schärfsten Kampf ter Arteitermassen bagegen an. Adg. Dr H« rtz (Cog.) betont tem kommunistischen Redner gegenüber, der grohe Bortzng bei ®ek*et liege bartx drst setzt a2e Ooftta ber Brvwerb ll-gung vvm Belitz getragen Werten und tast bi« Brvtoerbttliguni aal) ten zugute femm.-n soll. Dähr.nb bie Sozialdemtz- raten r Aur'chutz btt teqxbn'achung ter ZrraegSan.eih« g f-eterr hätte*, litte i bir Kow- munifter. mir te* Berr rtachana erlangt. Die etz'. vor den JtomMxr1 ce f» W>irt te ämpft« Kvmpro-nl' 'LlfNtzg enf räche eigen: ist teier- fprungltten kommunirifchTN Anträge*. 'Hdrt, Kvene* (Ä.) werft die Angriffe te» Dorr ebner» *urüd Inzwischen ist ei* Antrag auf Schatz ber Debatte ««ngrgxaim Alg Lebe oour fUnabh.) ctflärt, e» fd unerhört, drst von d^ .rflichtr«r,e'.-*m Paria- mmtf mehrt« t“ eür Borg' von fo grvst-r B- teutung für d'- BvikSernäorung duccht«7rtttcht unb bah tem Gegnrr da» Dort adge'chaitte* Unter $hrrafa! ter Kommunisten witd die Bcrtaar in der Ausschuhfastuni mit dem Äam- ß.vmistantraz angenommen. e'-cn,e gegen ten 3ln- mit ter Kommunisten auch in dci'.ter Leiung. Die Tag-lorbnuei Ift bamU erleiid Rächst« Siru ig Montag. 2.3*11. Kleinere Hcrtigcn und In er e lr ivNTn lln Antrag, am Dv^n r «tag »Hier zu tagen, wird nach kutzer GZchäIsordnungStedaNe ab- gelehnt ------- Hessischer Landtag. wd. Darmstadt. 19. 3unt r«S Haas setzte heute eunächst die zJinzelberatung de» Staatsvoranschlag» bei den nitüdgeiizlllci, Kapiteln fort. Abg Storck lSoz ) terlVet über die Bnta.ibluna-ra deS Finan'ruSschufleS fu Kap 40 sTirrärztlicher Dienst), wo.aus die Annahme teSfelken einfchsttte lich. ter voiliegenden Anträge erfolgte Zu ^av 44 (TclMgefuntb ttSpfleae) sprach aulsührlir r Aba Reumann sSo» > Sin regelmäßiger Untcnäv in ten Schulen Über BolkSzesundh.it fei sehr cr- strebenSirert Die chygi ne im Schulbetrieb lasse al er im allgemeinen noch « wünsch n übrig. Tic Kiankensüriorge müsse individueller g Tlaltet werden Abg Dr. Ofann sD Bpt) wandte sich gegen ten so»ialdemokratisch7n Xtfrag auf Ämte- rung ter Zusammensetzung te» Ku> ttoriumS ter öleonotenfttflung. Dir Durch'ühiu,g te» An- tiaqeS würde ächwerwiegrnte sozial« Dirkungen baten. Minister v. Dren tano bemerkte dann. bah die Ontfcnunq teS bisherige., Kuratorium» nichl angete Die Angelege theit müsse dutch Ber- einbaiunt gereaeft leerten Ministerialdirektor Hölqinger vertrat ten gleichen Standpunkt. Die Pläne und Borschläg: te» Abg R umann würden von ter Rrqieru.iz in gleicher Meise geförtert unb unterstützt werten Abg Delp iS.) betonte, bah seine Fraktion gegen eine Zurückrerweifung te» sozialdemokratischen Antrag» an ten F nan-au-schutz nicht» ein- zu wen ten bäte. Der Antrag tooll ? nur erreichen, bah da» Land Hessen unb die Stadt Darmstadt. die Millionen,uschüsse xu bet Stiftung leisteten, angemessen im Kuratorium vertreten seien. Der Redner forterte Älarttdlung ter Rechtslage. Ab« Frau TM tn bäum (D Bpt ) hob di« Verdienst« te» bisherigen Kuratorium» ber Anstatt hei vor Ministerialdirektor Hölzinger teilte mit. bah die Regierung erst heute nm tem sozialdemokratischen Antrag unterrichtet Worten fd. Abg Dr TD e r n e r sDn ) forderte fachmännische T-JcMing ter Medi-inalabieilung beim Ministerium Der Antrag der 6oUa!temotniten, ter entgegen bei Regierungserklärung schon feit fünf lochen tediege. tete auch feine Sympathie nicht, aber er Verla ig-.* ebcnfall» Prüfung ter Re chtslage unb beSlalh Zurückve^ i'ung te» Anttuze» an ten Au»f 1 ist. Rachtem noch J-au Abg. Birnbaum ID Bpt) ten Antrag Berner zur Schulhygiene mtt eo- ftüi ■ f itte ii da» Kapi'.I BolkSi.iu r1 pflege genehmigt und ter foziastemokratifch' Antrag an ten Finanzausschuß «urückterwiefen Zum Äav 66 (5irbminq ter Kunst) lag ein Antrag Werner vor. ter sich gegen die von ter Regieiuna rorgesch'agene Bezeichnung ,Georg Bach'ci-PreiS" wendet. Abg Reiber (Dem.) n-ürtlgie temg.-genüter die Berbienste bet D« d- te S ff'eorg 1Äch»er in ausführlicher D.i'e unb le» ichiete ihn al» ten gifteten heffitchen Dichter, ttvl cj er sich auf Gutichte i namhafter Literarhi- sto iker stützte Ablehnung ter vvrgesch'.aze- nen Bezeichnung au» politischm Grünten werte Im ganzen Reich: nicht versta iten werden. Rach tei ijKiufe betontAdg Dr Werner (Dn.) im Gegensatz zu ter Regte ungSaatwvrt und den Zuefübi ungen de» Borredn^S. bah hie literarisch? Bedeutung Büchner» umstritten sei. Denn man einen hessischm Drch'er hätte ehren wollen, wären z B Riebergail unb Karrt l l o n. deren Ramen tn g.rnr Dutschlanb bekannt seien, geeignete Persdnli b'eiten gewesen Für ten Borredner schienen politisch? Srwägun- gen l t ter Biorzugung te» Ramen» Büchner maf'gelenb au sein Der Redner sch'ug die Be- zeich'ung "Aefllfdter Künstier-Prei»- vor Adg Dingelbev (D. Bpt.) sprach sich gleick-'alt» gegen ten Armen Büchner-PreiS au» empfabi eint allgem eine neutrale Bwichiung 2U«a Storck (Svz ) stimmt« im Ramr, feinet Partei ter von ter Regttrung vorgejchl^genen Ben.nnung zu. MiniftrrialdireNor Ur stabt legte im Kamen ter Regt.rung Bei Währung gegen bi? id, Erstellung ein. al» bäte II: sich tei ter TT-ibl te» Ramen» t on politisch-n Motion, leiten lasten .tm Borfahr sei biefe B? ichrunq wieteripruchSlo» angenommen Worten Da» politisch' Moment fei erst durch ten Antrag Derner in die Debatte gebracht worben Büchner» politische Anschwiuirg sei kein GrUnd. ihm die Ghre ui verfagm. bie ter hestisch: Staat ihm durch bi« Benennung te» Preis«» erweisen wolle Abg Ruh (3.) bezeichnet e» al» rvibt^a unverständlich wie man in ter setzigen Zeit au» einer derartigen Angelegenteit eine Haupt- und StaatSattron machm ktznne Der Rome Ict einmal ta unb man solle e» batet sein Bewenden baten lassen Rach weiteren AusfüteungM ber Abgg Reiber (Dem ' unb Dr De r*er l Dn.). to* bei e» am tebbaflen >i».i h?n ulen zwif-chen recht» und Unk» kam. warte da» S atskapite! genehmigt unb bet An trau Demer gegen tec Stimmen ter Rechen ateeietei 3» bicibt also tei ter Bezeichnung .Georg- Büchner-PrrtS^ Kap 83 'Botenve d.-st.-rung anb Dastervev- fcorra*) mit Mnca Anrrag Jost aal llnbeiblmg vvu oeimetbe* l« Bogel»berg in Kulturland und Kap 18 ' Landtag, *ri: ten vorn AuSlcku* ro:geschlagenen Amd-rnngon genehmig: dun-, e*u», r ? teH".rn et»**j letigtr te» f>ni» noch ein: Artp vo* »'n- ten Antiken, i. a ei»m Antrag ber ländlichen ALge. rdn. über bi Durch, üp.ung von Brch- ttgjtiut. i* Rheinh.st<*. Ban 'etten ter Antrag f tter nrte bab.n teraat h'.r.g/iPt:*:». tat bi« Regi an* bi.’Trüi noch f dr a nii grUm hätte Bon fo ralbcmotrattfcher 2-tte dien- bri(:tt». 1953 Xrr.n n Ra frp re'steine Unter B?- rüLfchtigunq der au» te: Bormmuten üter- nomme e.i T:ft inte. *o»r e te» Absätze» u.»b Selb ft Verbrauchs vcrdl'rte.t am Mo atofchluv ab- famäb fl 21 116 Xon.et R bHMcn. 2143 Tonnen Rastprestste n.'. »umarmen 23 256 Xo.xnei B aan- kohien u.b Braunkohienprobukl« im Gesamtwert von 1063 642 300 Mark. Ta» Tenksche VolkSopser. 3n ter Geschäftsstelle te» .•ichener Anzeiger»" giiiaen für unsere bedrängten Bolk»- gencHen im Ruhrgebiet und am Rhein weiter ein: Markkaste Birklar 324 294 -olzhauerlohn Birklar 81 0i3. D P 600. Ober« im R)t- gesetz ton 1923 kann ater bk Äon,’fhon nur ort- zogen werten, w.mn eine wirtschaftliche Unzu- t*ei (äffigfeit te» Dirte» vorliegt Da» UtVU de» Prorin>i.rfau»schust«s wurde vom B?rtoaltung»- gerichShof aufgehoben, bie Ko ten trägt ter Staat. RDD. Putzsrele Fahrt nach Danzig. Die direkte Schnell^ugSverbbtdu.'rg nach Danzig führt durch ten polnischen Äordbor; n -uerNng» bat Pofen d'e Gebühr für da» DurchT-Tiseoi'um (für ReichSteutfche!) auf 16 Franken erhöht, fo dab b.« Fahrt nach Dar»ig unaehru.'rllch verteuert wirb. Gß gibt kdoch wie Di: _R ichszm- tral« für Deutsche BerkehrSa^rbunq" mitKllt. dtt Reihe von D^rl i düngen, die ten pvlnisch.-n Korridor unb damit den Dilum',a>rng vermeiden. ba ist zunächst bie SchisfSverbin ung Swine- münte (-torhot. die im 2 .'chiutz an bl: Gttzüge Berlin- Lwin münte nach Danrtg führt, ohne poln fche» Gebiet zu berühret, auch bi* Fiagpost- t>erb nbimq Berlin Dan'ig führt in teei Stunden nach Danzig: ettra» umfränbiich^ ist f algenter Dcg^ Berlin Marienburg tm ge'chlo's.nen [X- Zrrg ipah'rei). von Marienburg mit ter Kleinbahn über X egruhos nach Dan ig (17 Stwtten) — Zur ö.nrtlk i ach Dan»ig b*tarf el für Reich»- teuckche ke'aa^z teso'bn-.a Ginr.risckichivermert». jedrch wirb brtm ®r.ivütertrttt ei t teutstch-r Re 1epah mit tem UnteterrNichkcklsvermrrt te» zuständgen Finanzamtes g« ordert. ” Sängerzusammenkunft in Gleben. Man tertcht.» unS .D.r Bauerfche Gesangverein oeransta'tete am tzonn:az in unserer Stadt eine Sänger-u'amm.*nkun t mit ten rhm te rcuntetei ffe'a tgoer inm .Unb i-Jtiub"- Detzlar unb .ß.ebcrta vr-JRarburg. Der au»- trärt gc-t ©ärgern mit ihren Angehörigen, die Turs nach Mittag hier eintra'en und bie te'onter» von Devbr In grohcr Zahl erfchi. w r waren, wurde tereil» am Bahnhof Da* ter .Bauern" «in herrischer Smpsa-g b.-rettet. B.-i itevm Eintritt in die Gmv'a g,'balle klang ihn--.r tn Herz- erfreteente- Fr Ite ter L*r ige Deutsch: Singer- grub entgegen. In stattllchem Zuge gLii e» hl-r- au, zur LebizShöte deren Welte Aäum: von Sängern und ^Zuhörern au» ten Kre fen ter bXljen T-.päl.crung bald bi» auf bei letzten Plan ge üllt eurer. Rach dem Bort rag tei ewig schöner Store»: .De h: tei G.*farra>-»' durch ten Baverfchrn GZa gTxre.n unter te*r ß irinq s -ine» te »ähr ten Dnig^ltzen Gör lach te:>ü'. r ter 2. K-rfthente te» BerrbS bi: Gift- mit einer mark gen A frra4k unb trl^ h.-lon er» darauf bin, bah gerate ba» deutsch* Lied ber teu'sch: ‘Äänrerxking tetu*en ist. die G*gm'ätze unterer Zett xu üterbiäcken urd teu fte* D-ekn in die treuesten Schichtr unkte» Borke» zu tragen. 3m Ramen ter «!tet.wi ÖYn jrr ba rst: ter Bsr- fteente te» Denlarer Berei i». nnb ter Unton- Klub erö fnete dkraus lei w GelangSv'rträge mit tem ttbor .Deutfch- f)?Lten" von Gr.mm-Darm- habt, ter tn meiit.-rtafkr Decke urrt.-r ter bk Sänger nrrtveibitten Xireftton tei Shorm-ifter» Xichv oergetragen warte eib ti?'hm Eindruck auf de .iudörer mach?: 3n abwechei B r S !x lösten s ch tuiai die Borträge ter ein ^.*u Ber- eine ab ste gaben beruht » Z uz rl» van tem Hetzen Äb-utn der Sänger Beforter» teryor- tuteten wären de DHöre ter Dtzl^rer .Ahrin- alaute" t-o* Sonnet uitb .Ahetntreue' von ,bn. kn und tee brr .Bauern" .Stormerwachm" ven Reumann unb .Bkib deutsch du herrltch Land am Ahet*- vo*. Arnold .Zeei Getamlchöre der tererttgeen Xkreiiw .An Mt Hetoua' anb .Di« 'S daheim »er* von Dohlgennu unter der Dd- m-tg te» Detzlarer Sbormester» hüteten ten 5chttck ter Bvrträg« Sur zu «4ndl natee tee Stutzte te» Scheute S und mit tem Schufr.Tmrtrag ter Deolarer . Denn auch tee Lett ter alle» rahm. neji te»:*-te* Herz, eis Kleinod halte V*. tem deutßche» Lred so wn-rtertam. mit feinem Ä.ang , eh •rsneneär.* . ging ma i auldnanter, d.ch ntchl. «te man lich «tu , 3}t«terkte*- tn Detzlar »uynrfe* hatte, .ohen für nächste» Zache dtz Zu'a*noe.-,'utzjt vorge'ete» wurde." " Diebstähle Au»einem Lokal tourte ein orangefarbiger Ulster nab von einen Ge blute eht Ftrtnenschiiv au» Emaille entwen- te:. Bor Ankauf wird gewarnt. Sachdrcnckche Mitteilungen nimmt die Krimlnalpvllzei entgegen. Vornoktzc«. — XageSkalender für Donnerstag. Siadttheu er. Z Uhr D « IBarquife von Arrt»^ — CteSigtjöte 8 Uhr. 1 Abennemrnt»konzert. — Hau» U3b Schule. 8 Uhr Im Zodanne»'^al Muk kakUcker 2D>*nb - HauSde'itzerverein. 8 Uhr tm Kat> 7krrli»vau4 M,tglledereer'ammttrtzg.- Ltchckpielbau» Ta v.boVv-abt . Fkideri u» Rer" Palast-r. cht'p « . .Der Goa« von ttbaroial»" unb .Da» Unioertatgenie". — Astoria-Licht- spiele .Der TDirts-lltenb-. — Oberheffilche Mufikwvche 1921 Die Oinlabung zu den teiten Gießener Konzerten Ist im Anzeigenteck untere» heutigen Bl.*.te» enthalten Man beachte die Ber- bffenlllchung — Die Brudeeschaft Gießen de» Ztzngdeutschen Orden» weift i-n An eigee- letl unsere» heutigen Blatte» bk rtngdabene.t vaterl andt'chen Berbänte und Gäste auf die Sonnwendfeier am 23 unb 24 Zn.ii auf Burg Münzen berg bin. Rähere» ist au» ter Ankündigung ersichtlich Wettervoraussage für Freitag: Bedeckt, trocken, mählg warm, nordwestliche Winde Der Kem te» Tick», decken Randdildunaen seither untere Wetterlage beeinflußten, bat sich nach Rvrdoften verlagert und dem nördlich ter Bi «Io da lagernden SSr1) Raum gegeben W»r werten mit bedecktem, jedoch trockenem Wetter rechnen können, ba» zeitweilig aufklärt Landkrei» WicBcn. • Alten-Buseck, 20. 3unl. Am nlch* ften Sonntag. 24. Juni, nachmittag», findet hier eine DemvnstrationSbeslchtl- gung des von ter LandtoirtschastOkammerbei Dich. Kahl auSgesühnen D lesend ün* gungsversuch» statt. Bersuch»- und B<- stchttgungöleiter ist der Ackerdautechniker Büffler - Diesten. • ® r ü n b e r g, 20. Juni. Die 3 n • schlüge zur Gr undm iete nach tem ReichSmiekengesetz sind mit Wirkung vom 1. April ab für unsere Stadt auf?280Q)ro- ac n t festgesetzt Worten. Davon entfallen 50 Prozent auf die Zlnsenstelgerung. 530 Prozent auf die Betriebskosten. 4000 Prvz. auf laufende und 2700 Prozent auf groste Onflanb» setzunaen. • C I 4k 20 Juni Mnen ni’Tkrferten Tran»- portversich«rung»schwlnbe! u temabei der jetzige Kaufmann Ifrüher Bahnirbrtler) August cheup«l teerkfbfL ter jetzt eine Dllla, ein Auto unb eine Zagd bckltzt Gr formte Zement zu Ballen, bie er dann ber Bahn al» Tuchballen zum Xrmr»t>ort übergab Mst chilfe eine» Gi« en bahnten ml en. mit tem er .Kippe" machte, wurden bü .Tuchballen" während der Aadrt au» dem Zuge geworfen, und später stellte cheupel dann an Mt Bahn hohe 3 r • satzan spräche Sech» Batten witt er Jbge- schickt haben zwri davon sind nerMwrunten Dm . tetlufT bezifferte er erst auf 52 Millionen March etwa» später erhöhte er feine Grtatzanfprü he infolge ter Geldentwertung auf I 05 Millionen Mark Der Schvintel kam jedoch heraus, daraufhin wurde D.-upel ver haftet und In daS tlrltge Amt»ae:i h'Sgck^ngni» in Unteriuchungte haft gefetzt Gr ist geständig. • Birklar. 20 Zunt Die hiesige Mark- kaff« bat ba» Deutsche BolkSopfer mit 324 294 Mk unterstütz' Bon den cholzbau« löhnen wurden 81 073 Mk. für ten gleite .Iweck gegeben. Beite Beträge wurden an b-.e Sammelftdl« te» .Glestener Anzeiger»" abgeliefert. Krei» «ltzfelv. * Badenrod. 20. Juni. Sin tragische» Snde sand ter Heinrich Jungk von hier. Beim chalzklcinmachen für sei neu Haushalt hackte er sich ein Stöckchen vom Daumen ab, e» trat Starrkrampf ein und nach kurzer Zelt war der Mann trotz Lerumeln» spritzungen tot. Krei» Lauterbach. e Lauterbach. 20._3unl. Der neu» Kreisdirektor Dr Michel hat die X!enstgeschäfte des KteiSamtes und ter Kreis- rcrtraltunq übernommen. Dem bisherlae, Kreisdirektor vonWerner.der zehn Zaheg lang die Geschicke unsere» Kreise» in vorbildlicher Weise geleitet hat und nun die Verwaltung te» Kretsamte» In (Br bad) im Odenwald übernimmt, wurden del seinem Scketden aus unserem Kreise von allen Bevdl- kerung»schichten herzlich« Adschiedsehrungea bereitet. • Lauterbach. 20 3unl Am Samstag. Coiraiag unb Montag fhttel teer tei» 5 0 Gau- turnsest statt 36 ter prachrvvtt geteiuiee Ture hatte an ter Strebe nach Bl Itzenrvd frimmck* ramstauakend die Tunter > atenb. am Sonntag kämpfe* fk auf tem grvtee Platze um die Tumbilk In fneteitem Kampfe um ten schlich en Sichenkranz. 31 in» wird LauterbochO WmrxbnetKbaft avfbieten. bk Gäste auf» teste z* empfangen unb zu tetoirtc*. lv heutige Anzeige.) «reis Schotten. □ TBeben taufen te« Ulrichstein. 1» Joni. Da» Denkmal fite bi % tm TB e 11 f r l e* gefallenen f» eiben un’cre» MarkttleckenA 113 an Zahl) wird aller Bvreut'ichi nach noch im Laufe bte’e» Sommer» geweiht werten. 91 Heutiger Stand des Dollars 10 Uhe vormittags: Berti* 129 7SO. Fraokfwrt *. 0». 180 000, HÜ" -e- mit tu“ 2N 0Us>in 3JÄna^, irde.» ’ Oahr SSP -SSL »1'49 SSj’Hmluna l! ■ i&W ^ria-Acht. r^>L •S«* des ft!* aus die 2^3uai aus ift aus der lge NN, norddesillchtz n RandbildunM Muhten, hat sich dein nördlich der m gegeben. Da trockenem Detter aufklätt. jcn. 3uni. Am nach» Mittags, findet onsbesichti. ji chastskammerbei Diesendün- 1 rsuchs- unb Cße- 1 MechnikerDüx» I mi. Die Zn. iete nach dem t Wirkung bvm auf 728VPrv' bon entfallen 50 ung, 530 Prozent i Proz. auf lau« f große Instand» fmiertenSrjnS» ndel übernahm ofymbtitet) QIu» c seht eine Mila. )t. Sr formte Ze» im der Dahn als >rt übergab. Mit mit dem er „Kippe" [len" während der oorfen, und fpa» Dahn hohe Er» len will er ckbge» verschwunden. Den 52 Millionen Mark. Ersatzansprüche in« 105 Millionen edich heraus, dar» iftet und in daS in Untersuchung- Sie hiM Mark» Dolksopfer mit icn cholzhauerlohnen Zeichen Zweck gege» in die SammelM -geliefert. W» Juni. Ein tra« heinrichIun^ achen für Wnen MchenvontDa^ pf ein und nach «trotz Serumem» "L MK ?r, Der in ®rfic? feinem urben ^öi» AedSehl^ Juni- ^z^Sau^' JÄS tÄ i Kampfe wn nedl'ÄLauterba^ lies v « hefte 4“ »ttett. 1Q aant i a|ri6$?iti=ij , i m Krftfle^ ntercLj.t nach S&sJ $r«*‘ **>130* yft tolrb gebildet durch etn Postament mtt Stahlhelm In freier Arbeit. Der Entwurf stammt von Reg.- Daumeister Döttger in Schotten: mit der Ausführung ist Bildhauer Leonhard in Grünberg betraut worden. Das Denkmal wird am alten Friedhof Aufstellung finden. Die stattliche fruhgotifche Kirche, umkränzt von den prächtigen alten Lindenbäumen, wird einen höchst wirkungsvollen Hintergrund für das Denkmal bilden. * E i che ls d o r f, 19. Juni. Der Deutsch- Amerikaner IohannBolphat seinem Heimatorte Ober-Schmitten, in dem er jetzt zu Besuch weilt, 25Dvllarfürdie Kirch e gestiftet. Kreis Friedberg. D u tz b a ch, 20. Juni. Die hiesige Schutz- Polizei hat als 'Reinertrag ihres Sport- Sonntags 812395 Mark an das Deutsche Dvlksopfer abgeführt. * Bad-Aauheim, 20. Juni. Die -Stadtverordneten-Dersammlung hat den Beitritt unserer Stadt zum Hessischen Waldbesitzerverband beschlossen. — Ebenso wie in Gießen sind auch unsere städtischen maßgebenden Stellen bemüht, die Gewährung der Sonderzuschläge des ReicheSfürunsereBeamten durchzusetzen. * Bad-Aau heim, 20. Juni Ein hier zur Kur weilender englischer Offizier spendete zur R u h r h i l f e den Betrag von f ü n f Millionen Mark. * Rendel, 20. Juni. Der Rhein- und R u h r h i l f e wurden als Ertrag des Gemeindc- abends 700000 Mark überwiesen. Hessen-Nassau. spd. Frankfurt a. M., 20. (Juni. Auf der oberen Friedberger Landstraße versuchte ein sehr schn e l l fahrendes Automobil einem Radfahrer auszubiegen und fauste dabei wider einen hohen Straßen st ein und dann, als er abrasiert war, gegen einen Baum. Das Auto wurde fast zertrümmert, der Führer kam wie durch ein Wunder mit dem Leben davon Der Radfahrer, auf dessen Rad ein Kind .mit faß und der von dem Wagen scharf gestreift wurde, erlitt ebenfalls keine Verletzungen. i Schlichtungsausschus; der Provinz । Oberhessen. Sitzung vom 19. Juni 1923. Dem Verband der Bergarbeiter, der 'Bau- ? itwerke 01.=©., der Bereinigung Hessischer Dauxitgruben, der Oberhessischen Grubengesell- fchaft und der Gewerkschaft Rabenau schlug der Schlichtungsausschuß vor, den Durchsch.iittsge- dingesah der Bauxitgrubewarbeiter (Ml.idestsah im Durchschnitt der Altersklassen) vom 1. Juni ttn aus 16 000 Mk. und vom 16. Juni an auf 20000 Mk. je Mann und Schicht und den Stun» denlohn der Arbeiter der Aufbereitungsanlage Münster vom 1. Juni an auf 2600 Mk. und vom 16. (Juni an auf 3250 Mk. zu erhöhen. Den Arbeiterinnen der Gießener Da- menfchneidereien sprach er ab 1. (Juni 70 Prozent Erhöhung der Löhne zu, die feit dem 15. Februar galten. Vom 16. Juni an sollen auf die erhöhten Löhne 30 Prozent Zuschlag kommen. Der Stundenlohn der ersten Arbeiterin kommt hiernach auf 765 Mk. ab 1. Juni und 995 Mk. ab 16. Juni. Beide Erhöhungen entsprechen dem Antrag des Dekleidungsarbeiter- verbandes. Der beantragte Tarifvertrag soll mit einigen Olenberungen vom 1. Juli an gelten. Das Sägewerk Becker in Metz l o s - Gehaag soll von der lausenden Lohnperiode an die jeweiligen Tariflöhne der oberhessischen Säger- industrie zahlen. Zu diesen drei Schiedssprüchen erhielten die Streitteile Crklärungsfrist. Als Stündenlohn der selbständigen Weiß- bindergehilfen über 20 (Jahre in Gießen schlug der Schlich'ungsausschuß 4400 Mk. ab 16. (Juni vor und Erhöhung der übrigen Löhne in demselben Verhältnis. Malerverband und Bauhütte erkannten den Schiedsspruch an. Dir 'Bereinigung der Malermeister erhielt Crklärungsfrist. Den Kündigungseinspruch einer Arbeiterin der Hütefabrik Wegener in Blitzen- rod aus ß 84 Z. 3 und 4 des Detriebsrätegesehes wies der Schlichtungsausschuh ab. 3n der Kündigungsfache von sechs Angestellten der „© u t 3 r e f o r m" in Bad-Rauheim .einigten sich die Streitteile ohne öffentliche Verhandlung. fiirebe und Schule. * Kirchliche Ernennungen. Ernannt wurden Pfarramtskandidat Engel zu Obborn- bolen zum Pfarrassistenten in Offenbach (4. Pfarr- assistentcnstelle): Pfarramtskandidat Strack zu Gießen zum Pfarrassistenten in Bischofsheim: Pfarrverwalter T horn zu Offenbach zum Pfan- Das Moselhaus. Roman von Luise Schulze-Brück. 58. Fortsetzung. ' (Rachdruck verboten.) Sehr nachdenklich ging er dir breit: teppich- belegte Treppe hinauf, um sich umzrklnd-e.r. S-ein Gesicht hatte den Ausdruck eines Mensch.n, der konzentriert nnchsinnt. Er blätterte zerstreut in der Mappe mit Schriftstücken, dir zu der Olndienz nötig waren. Er hatte lange g-rarbe-iiet, um diese Aussprache mit dem Minister -a erreichen und es war ein großer Triumph für ihn, daß man ihn v'.-ch Berlin komme r ließ. Aber während er in dem Hotelzimmer sich vorbereitete für den wichtigen Gang, sah er aus wie ein Mensch, der mit gern’ anderen Dragen beschäftigt ist. Während er im offenen Taxameter über den Potsdamer Platz fuhr, sah er so angestrengt die Straße hinunter, in der Eoa verschwunden war. als ob es für ihn nichts Wichtigeres aus drr Welt gäbe. 01 ad) ein paar Minuten kam es ihm eigentlich erst recht zum Bewußtsein, was zunächst auf ihn uxirtete, er mußte seine ga.rzr Willenskraft auibictcn, um fein Denken darauf z.r tonjentrieren. Als er eine Stunde später r>us dem Portal Les Ministeriums wieder auf die Straß: kam. reckte er sich stolz in die Höhe, er hatte seinen Zweck erreicht, er konnte sich dessen mit Fug und Recht freuen. Während er nun dem Kutscher Befehl gab, ihn langsam durch die Stadt zu fahren, sah er mit einem Gemisch von Staunen und Mitleid auf dir wimmelnde Menge. Wir ein Ameisenhaufen war das, wo alles durcheinander hastet, wimnrelnd und kribbelnd. Während sein Oluge ifcarüber hinging und fein scharfer Blick den Verwalter in Schotten (1. Pfarrstelle): Pfarramtskandidat ® t ün e toal o zu Gießen zum Pfarrassistenten in Worms: Pfarramtskandidat Hertel zu Darmstadt zum Pfarrassistenten in Gießen: Pfarrassistent Lohfink zu Lang-Göns zum Pfarrverwalter in Ober-Mockstadt: Pfarrverwalter Luft zu Großen-Duseck zum Pfarrassistenten in Lang-Göns. Esperanto in den preußischen Schulen. Durch Erlaß, des preußischen Ministeriums für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung ist Esperanto als Wahlfach in allenSchu - len Preußens zugelassen worden. 3m Hinblick auf die stark zunehmende Bedeutung der Weltsprachen-Deaegung stellt der Minister eine wohlwollende Förderung des Anterrichts in Aussicht. Vermischtes. Gegen den Spielteufel in den Seebädern. Berlin, 20. (Juni. (Wolfs.) Wie der amtlich: preußische Pressedienst mitteUt, hat der 3n- nenminiftei erfahren, daß in Da deorten, namentlich in den Rord- und Oftse-ebädern. ganze Häuser und Hotels gemietet werden, um in den Räumen Glücksspiele zu p-eranstalteu. Eine daraufhin erlassene Verfügung dos Ministers an die Regierungspräsidenten ordnet u n» nachsichtliches Einschreiten gegen die Veranstaltung von Glücksspielen an. / Zahlungseinstellung einer Neuhorker Dank. London, 20. (Juni. (WTD.) Reuter meldet aus Reuyork: Die Firma Zimmermann & Forsah, die an der Effektenbörse eine führende Stellung einnabm, hat ihre Zahlungen eingestellt. Die Firma hatte in ausländischer Valuta, insbesondere in deutscher Mark gehandelt. Rach Angabe ihres Rechtsvertreters betragen die Aktiva 9 Millionen und die Passiva 7*/$ Millionen. Der Ausbruch des Aetna. — Große Zerstörungen. Catania, 20. Juni. (Wolff.) Die Lava- massen haben den Bahnhof von Cerro vernichtet und den Weg zwischen Lingua Glossa und Randazzo überschritten. Der Lavastrom wälzt sich in einer Breite von sieben Metern fort und hat dann die Städte Castiglione und C a t e n a vernichtet. Berlin, 20. (Juni. (WTD.) Der deutsche Botschafter in Rom wurde vom Auswärtigen Amt beauftragt, anläßlich der Aetna- katastrophe der italienifchm Regierung das Beileid des Reichspräsidenten und der Reichs regierung sowie die warme Anteilnahme des deutschen Volkes auszusprechen. Schweres Fliegerunglück. — Bier Tote. London, 20. (Juni. (Wolff.) Die »Times" meldet aus Kairo: Auf dem Flugfelde in Heliopolis bei Kairo stürzte ein Flugzeug aus 100 Meter Höhe ab. Die vier Insassen fanden den Tod. Handes. Frankfurt a. M, 20. Juni. Börsen- stimmungsbild. Die heutige Börse zeigte durchaus nicht die arvße Aitternehm-ungslust, wie in den Vortagen. Man verwies auf die unsichere Haltung des Devisenmarktes. Man handelte Dol- larrroten vormittags mit 119000 bis 121 000 bis 123000. An der Döifa wurde ein Kurs von 126 000 genannt. Dollarschahanweisungen erzielten etwa 130 000. Auslandanleihen lagen nicht ganz einheitlich. Türkenwerte festen gegen ihre letzte Rotiz niedriger ein. In amtlich nicht notierten Werten herrschte b:i lebhafterer Geschäftstätigkeit feste Tendenz für Tiag, die mit 26 000 aus dem Markt genommen wurden. Ufa nannte man mit 80 000 bis 85 000. Emelka 30 000 bis 31 000, Growag 7800 bis 7750, Decker Stahl und Decker Kohle 160 000, Api 145 000 bis 160 000, Drown Doven 42 000, Karstadt 16 000. Für Montanaktien war der Verlaus unregelmäßig. Phönix minus 50000 Prozent. Fester Gelsenkirchen, plus 50 000 Prozent. Verhältnismäßig ruhig lagen Elektrizitätspapiere. Man handelte A. E. G., Licht und Kraft und Schuckert niedriger. Lahmeher waren fest. Chemische Werte eröffneten vorwiegend schwächer. SHeideanstalt aber plus 10 000 Prozent. Zuckeraktien nachgebend. Kaliaktien lagen nach der lehttägigen festen Haltung abgeschwächt. Angeboten waren Te'lus-Tergbau. Maschinen- und Metallwerte hatten zum Teil Kursrückgänge zu verzeichnen. Als gefragter erschienen u. a. Siemensbetriebe, Ludwig Dans. Starlem Kursdruck unterlagen Schuhfabriken vereinigte Berners, Wissel, Anatolier I und II, Bankaktien fest, besonders Disronto, Dresdner, Reichsbank und Süddeutsche Diskontc^eeilschast. Berlin, 20. (Juni. Börsenft immun gs- b i l d. Die Beratungen der Regierung mit der Bankwelt über die Maßnahmen zur Stützung der Mark und die starke Erholung des Markkurses auf der gestrigen Reuyorker Börse führten tm De- Siempel nagender Lebinssorg?, hohläugigen Elends, wurmstichiger QJe riebt teil auf bei Gesichtern sah, fo deutlich, als sei diesen Menschen ihre Geschichte auf die Stirn gefchri:be i, gingen feine Ged.« ken zu der Frau, di: jetzt schon wieder auf den Abend wartete, wo sie zusammen sein würden, And er fragte sich, ob es ihr wohl sein könne in diesem Hasten un) (Jagen, diesem tollen Durcheinanderwimmeln und Treib.m. Viel und oft hatte er in diesen Wochen darüber gegrübelt, was diese Frau ihm werden würde. Er tegr dem Rufe nach Berlin schon darum so gern: gefolgt, weil er sie nun wieder sah, und doch ergriff ihn ein seltsames Zagen. So fest hatte fein Lebensplan schon gestanden, fo genau hatte er ihn abgezirkelt. Kaum daß eine F'r.'iu darin Raum gefunden hatte, wenigstens keinen Raum, in dem sie unbedingt halte h rrschen können. And nun uxrr alles anders geworden. Er dachte an Elisabeth und an Hans Dietrich. Roch wußte er nicht, zu welchem Ende dies führen würde. Er hatte in der ersten Zeit eine starke persönliche Abneigung gegen den jungen Juristen gehr-bt, die natürliche aber grausame Ab.eigung des kernfesten, gesunden und starken Menschen gegen den schwachen und schwankenden. Aber er war gerecht genug gewe en, um die'e Abneigung nicht gelten zu lassen. Dann war das andere gekommen. > stlnbegreiflich blind war er gewe en. Oder nein, doch nicht garrz blind. Er hatte es kommen sehen und nur die Augen dagegen verschlossen. Wenn er ehrlich sein wollte, wußte er gen.ru warum. Weil es ihm ein Brdürf.iis gewesen war, mit Frau Eva zusammen zu sein, weil sie von Tag zu Tag mehr Gewalt über ihn gewann, einen Teil visengeschäft xu großer Unsicherheit. Die Preise gingen beträchtlich zurück und schwankten tm Verlause auf dem ermäßigten Riveau ziemlich bedeutend. je nach der Beurteilung der Aussichten der Markstühung. Der Effektenverkehr spiegelte die älnsicherheit des Devisenmarktes wieder. Es wurde dort große Zurückhaltung geübt. Die Kurse setzten naturgemäß auf einem beträchtlich ermäßigten Stande ein. Am Montanmarkte beliefen sich die Rückschläge etwa auf 20 000 bis 70 000. Auf den anderen älmsatzgebieten waren die Veränderungen nach unten meistens etwas geringer. Stettiner Vulkan verloren jedoch 100 000. Aschaffenburger Zellstoff 68 000. Auch die Schiffahrtsaktien traten meist empfindlich gedrückt. Südamerikanische Dampfschiffahrtsgesellschaft stellten sich anfangs 110 000 niedriger, erholten sich aber dann etwas. Von Bankaktien verloren Bank für elektrische Werte zunächst 60 000. Die zeitweiligen Erholungen konnten bei erneuter Mschwächung der Devisenkurse nur z. T. behauptet werden. Recht feste Haltung zeigten deutsche Anleihen, die 3proz. Reichsanleth? gewann weitere 7000 Prozent und erreichte damit angeblich auf englische Käufe den Stand von 45 000. Die anderen deutschen Anleihen wurden mit nach oben gezogen. Die Börse schloß allgemein in schwächerer Haltung bei wenig lebhaftem Geschäft. Die 3proz. Reichsanleihe büßte bei der amtlichen Kursfeststellung 15 000 Proz. auf große hiesige Verkäufe ein und gmg auf 30 000 Proz. zurück. Börsenkurse. 97,- .-4000.- 3'WO - 4000. 2100.-2800,- 2-250 - 2500, 40000,-360 0.- 38300.-80000, £00,- 200 - 200 - 25).— 600 - 590,- 490 - 520,- Öranffnrt n. M. Benm Lchlub. Sd)lu6- Schsutz. Schluß, fture. ftur» Rurs fiurs v"/.Dtsck. MeichSanteihe 4°/o Dernleichen 3l/ie/e Dernlcichen 37o Deraleichcn Difcb.©vnr-'yrnm.-8InL 4°/j Preußische Konsole 46/„ Hessen......... 8*/,r/o Hessen 8e/o Hessen . . Datum. 18.6. 20.6. 18.6. 20. & 95,- 95 50 95.00 97. 640,- (MO.— 350 - 550 - 300 - 390 4e/0 ZoN cklrken 3(»"j0 1-275030.- 370000. 265003,- Le/o@olt)iiicritaner2230)00.1fi00u0).-2270i)j).-18fj0,.)0.- Berliner Hnndelsges. .800000-650000.-!'30000.-5t7030,- ffomuiEXAt u. Piiuntbk. 67000, —700)0,-6Wtt).— 74000 - Dnrinst.t!.Nntionnlbnuk!>9'W),—!p»u-i0 -10Xt00.-9700<- — Deutsche Bank 155000 160300.-156001 -150300,- Deutsche Beieiusbnnk.24000 -24001- —— .— Diseouto Conimandit . 16500f»,-180000,-1Ä50001C0003.- Metnllbnuk 250000 -250000,- Mittel beut, ercbitbnnf 52000,-46000.-5000.1- 42000,- Ceitcrr. Creüi.anstalt.29000.- 22250,- 2'3800.- 2im- Bochnmer Guß ...12000011- -,-13500001300)00 Buderus....... 400000.- 345000.-3850tz0,-3.0!>00,- (000,-40'.000,- Deutsch-Lurembura. . 100E1-1093003- 110 000 1030000 sÄelfenkirchenerB?rotv14030>>0 140)000 100-1300 — $*nruencr 'Bcrnbau. 16» i00tl-ll)7>0000,-1990001-ISOOOuO 51 nluuerf Aschcr,üel'eil37.'.000,-330000.-3'5 ',»0.-300000- S alituerf Wettereaeln 500M-41000),-450)03,-400IKX) - Vmirabütte -,-$>5000 —41200l-40oxn- Cbcrbcb icf ...... 400030.- 30)503,-381000,-3100’Xl- Phönir Bergbau.. .. 8800'1/).-830003.-890003,-SOuOOO,- tt. heiunahl........1100300.-lOOOWO - HOOOOu »hebet iv.ontan . . . -,-1200300 1300300 TelluS Bergbau . .. 850)0 — — Oambnrg Anter- Paket4*iOOOO,-403003,-435003,-375000t- Norddeutscher Llovd. 150000,-1 r»00u,-14000a-12300^- Zetneutu'erkHetdelbert 100)00,-1200 N*- —,— — Ptziltuo Hvl»nmnn . - 51000--5tXK)0,— 58000,-59000,- -sioooa- Auglo-Cont -Guano...^000),- 7-'-E^OO, 3">0)0a- Badtsche Anilin.....24003a l8000V20.>00l),-1!m»V Ololbfduntbt 31000x^-2590 itt,- —, 22.03t).- (yrtcvbeinier ©lectron.1^0000,-148000,-1 V>(X)i).—150300 höchster ftnrbtuevfe . 1/yOfX^ 14000a-1750u3-130')0l\- ^olAuertobhtng.....20i'000,-1970oa- NiitgcrSwerke......3300ixy 33«MX)0- Tcheibeauitalt .Sß'Wia 2300iH),- ANg. Elerrri»itätS-«es20000a 15-,00a 20000a- - Berainanu ,3K)ooa-370000,- — Sämckert 81000a-7(in090.-850(j0a 740 'Ost- kiemeuS & HalSke. - .7700:)a-l030000 10)0000 850000 >Matnkrnsttverke . . . .50.00,-4u)0a— —.— Slblertuerke Kieper. . 70030.—50003,—7500a—60000,- Dnintler Motoren. . . . 80003—,6 iuoa— 8000(1- —. •t'eultaeithaebt —88000.- —,— — Dtenuut 250003.- -,-20)000,- 220000 Vletallges. strnnksurr. .3200l-i),-27'E).- — SchuOfabrik Herz.... — -6000).—60CO0 —50000 - Sichel............HOOOa-9SO '0- .'SellHoff Walbhof .... —.- 8J-Ö00,- 130000 80000 Zucker iü!w. Ira ulen 1 hal 85000, -7/W), — ÜuckeriabrtkWaa.ausel 850 >0. 76000— — Frankfurter DevisenmarÜ. Dan knote«. Iranksnrt n. 20. Juni. Reiei Mel'» Schwelger Roten 22^10.— 22590 — Iraniösische Noten 7840. 77CO - Dänische Noten — Sriiivebikche Noten . 33350 — 33050 — Lwlläubiiche Noten 50r>0— 49070 — Deutsch-Oetzerretch r 103 Krone« 17-<50 177,50 Slmertkanische Noten........ 126400— 125100— Ennlische Noten 58800').— 58-665>— 56942.- 50234.— 50526 — London 659347.50 662652.50 581.43,75 58:3956.25 PartS 8778— 8822.— 7950,05 7989.95 Schwei». .... 25685.60 25814,40 22942.50 2:4057,50 Suauieu 21246.75 21353.25 18653.25 18746.75 Italien ..... 6553,55 6580.45 5725,05 5754.35 Liffabon-Oporto. —.— Dänemark .... 25735,50 25864,50 22942.50 23057,50 dkortveaeu .... 24039.75 24160,25 21147,— 21253,— Schweden.....38'^3,25 38796.75 33117.- 33283,- HcluunkorS -,- 3:391,75 3308.25 Neunork. 152370.60152129.4012618:1*751268.6,35 Dentfch'Oetterr.. 21350 214,50 178.30 Budapest..... 15,20 15,80 14.96 Prag........ 4728.- 4752,- 3825,40 Agram 1795.50 1804.50 — . 179.20 15,04 3844/61) Märkte. Berliner Produktenmarlt. Berlin, 20. (Juni Die gestrige Markbeffe- rung in Reuyork hatte am Produktenmarkt im Vormittagsverkehr einen bedeutenden Preissturz verursacht. Als am heutigen Vormittag die Devisenkurse wieder anzogen, b^estigte sich die Haltung von neuem und d'.e anfänglichen Ver- kaussaufträge wurden größtenteils wieder zurückgezogen. In Weizen bleiben di: Mühlen zwar kauflustig, doch operieren sie angesichts der großen Devisen sch ww kungen vorsichtig. Roggen erfuhr einen beträchtlichrn Preisrückgang, war aber später bei erhöhten Preisa.igeboten mehr gesucht. Für Sommergerste zeigte sich viel B^-chr. Hafer hatte zu ermäßigten Preisen ruhiges Geschäft. Mais wurde per (Juli verlangt. Die Mehlpreise litten anfänglich durch Angebot aus zweiter Hand, beteiligten sich dann aber nach deren Zurückziehung. Futtermittel blieben ruhig. Weizen, märkischen 220 000 bis 225 000 Mk. (matter), Roggen, märkischen 163 000 bis 160 000 Mk., schlesischen 154000 Mk. (matter), Sommergerste 160 000 bis 165 000 Mk. (matter), Hafer, märkischen 147 000 bis 151 000 Mk. (matter), Mais, La Plata wag- gonsrei Hamburg 175 000 bis 180 000 Mk. (matter), Weizenmehl (100 Kilo) 583 000 bis 650 000 Mark (matter), Roggemnehl (100 Kilo) 450 000 bis 490 000 Mk. (matter), Weizenkleie 88 000 bis 91 000 Mk., (matter), Roggenkleie 83 000 bis 91 000 Mark (matter), Vittoriaeibsen 235 000 bis 225 000 Mark, kleine Erbsen 190 000 bis 180 000 Mk.. Futtererbsen 140 000 bis 150 000 Mk., Peluschken 130 000 bis 135 000 Mk., Ackerbohnen 130 000 bis 140 000 Mk., Wicken 150 000 bis 160 000 Mk., Lupinen, blau 150 000 bis 155 000 Mk., gelb 195000 bis 215 000 Mk., Seradella, alt 250 000 bis 265 000 Mk., Rapskuchen 145 000 bis 150 000 Mark, Trockenschnitzel 45 000 bis 50 000 ML Rauhsutter: Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb. 30 000 bis 32 000 Mk.. Haserstroh, draht gepreßt 27 000 bis 31000 Mk.. Stroh, strohseilgebündelt 28000 bis 30 000 Mk., Wiesenheu. gut, gesund und trocken, Vormahd 28000 bis 30 000 ML, Rachmahd 25 000 bis 27 000 Mk. (Soweit fein anderes Gewicht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.) Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 20. Juni. ES notierten Weizen 420 000—440 000 Mk., Roggen $50 000 bis 360 000, Sommergerste 350 000—360 000, Hafer, inländ. 290 000 - 320 000, Weizenmehl. südd. Spezial 0 700 000—853 000, bei Waggvnbe;ug ab Mühlenstativn, Roggenmehl 500 030—550 000, Weizen- und Roggenkleir 180 000—190 000 Mk. Tendenz fest. (In einem Teil der Auslage wiederholL) Neue Ausweisungen. Kehl, 20. (Juni. (WTB.) Heute sind neuerdings 40 Eisenbahnbeamte und -arbeiter ausgewiesen worden, die bis heute nachmittag das besetzte Gebiet verlassen haben müssen. Die Familien müssen innerhalb 4 Tagen folgen. Nur drei von ihnen dürfen das Mobiliar mitnehmen. Eine franzoslfche Gedenkfeier. Paris, 20. (Juni (WTD.) Havas meldet aus Dn'lssel: Der „©oir“ teilt mit, daß wegen der Ministerkrifis König Albert in Paris mit» geteilt habe, daß er am kommenden Montag der Gedenkfeier der Schlacht von Verdun, an der auch Präsident Millerand teilnehmen werde, nicht beiwohnen könne. BT Zahnpasta selbst zn bereitenI -W> Wenn Sie die. nasse Zahnbürst. ■ inDr. Bahr*»,,Zahnpulver Är. 23“ eintauchen. bereiten Sie sich selbst frische, aromatische Zahnpasta, welche die Zähne blendend weiß erhält und im Gebrauch außerordentlich sparsam ist. — Kreuz-Drocr. Bahnhofstraße 57. Germanla-Droer. Seibel. Neustadt-Drog. H. Null. Kreuz-Droir. A. Noll. Bahnhofstr. 51. [2496D verpflanzt trerbrn könne. Und we.rn er sich jetzt umscch hier in dem Gewimmel, dann stand es bei ihm mehr wie je fest, hier könnt: Elisabeth nicht Wurzel fassen, keine frei: Luft haben zum Atmen und zum gefunden Ausreifen ihres Lebenskerns. Was würde nun aus ihm und Frau Eoa? Er schöpfte tief Atem. Die Luft schien ihm schwer und drückend, ein Gefühl der An ruhe und Dellemmung kam über ihn. Er fühlte wohl, daß die Entscheidung nicht fallen wär>.-. ehe er über Hans Dietrich und Elisabeth entschieden habe. Frau Evas Liebe zu ihrem Druder würde das nicht zugeben. Diese selbstlose tiefe Liebe der Frau zu ihrem Bruder war ihm heilig, auch in ihren Schwächen. Aber di: Angewißheit, die nun vielleicht noch monatelang dauern u ürde, bedrückte ihn. Er war nach Berlin gereift nur in dem einen Gedanken des Wiedersehens. Run legte sich ihm der Zweifel und die Anrast schwer aufs Herz, um so fd>icerer, je ruhiger und klarer er sonst war. Er dachte an feine erste Liebe. Die war gekommen wie ein Sturmwind. (Jung war er damals, unbedacht, nichts als rasend verliebt, und den Gege.-stand feiner Liche begehrend. So himmelstürmend glücklich war er gewesen. And dann war doch das Anglück gekemmen. So schnell, daß er es fast nicht fassen konnte, waren ihm die Augen aufgegangen. Er hatte sie schließen wollen, damals, — mit Gewalt, aber es ging nicht. Wenn er jetzt an jene Zeit dachte, fo sagte er sich, daß er selber manches verfehlt habe, manches versäumt, vieles gekündigt. Er hatte die Frau fermen und bilden wollen nach seinem stärkeren Willen, und war dvch selbst n:ch nicht geformt und gebogen, wie es fein sollte. (Fortsetzung folgt.) Heirat 9.50 Eilt \ StillerTeilhaber | ■ iKommandilleti mit vorerst 25 Millionen zur ■ Err chtuiiK eine« neuen niiMichUreicneii Unter- W ■ nehmen* der cheokdechn. Hrtnche von Iftnfci. Fnchmnnn g -sucht- FnhrlkirvbAude mit größerem ■ ■ GelAndo bereits vorhnnden. Ern-tßcmelnto schrittl. ■ ■ Angeb. u. 04.93 a. d. GluU. Aue-, Streu oste Diskretion U verfangt und rugcsicticrt. Vcnniitluug verbeten. ■ Gebr.Berdux ^abubefitrohr flcflld)L 04304 Abteilung Mainz. ,ni rieifle 420RD der burgundischen Söldner Joseph Klein । Vierter Teil u. Schluß [Stellengesuche) Hansl Dege la den Heuptro.'cu. OJInrbnrqcr Ltrasrc 34. Der Herbenrewlrt Pie alle Harhnr.i Per Tambour . •4Stinati r. Sommer. Irr ff punkt: Samstag, 23 Hani, abends 7 Uhr am Bahnhof Dietzen bgl Sonntag, 24. Juni, 9.25 „ „ , , Zungdeutscher (Dröen, vruöerschast Sichen. vormittags: Abfahrt von Dietzen. 10.30 Heftzug durch Butzbach, Aranjnieberlegnng auf dem iLhrensriedhof, Feftqottesdienst. 1200 Oeffentlidie Kundgebung auf dem Marktplatz. 1.30 Abmarsch jur Sonnwendfeier auf Burg Münzenberg: Ansprachen, Dedchle, Musikoorträge, gemeinsame Lieder, Beigen, Festspiele, Sonnwendfeuer. HMD Marmelade lole. Mund Ml. 1000.— Fobau iiabeer mit Acviel io-l*’ Mark beim Harurcrwsitor der ünivcndtlL CTXw 23toenooöüBiigin.fiiW gesucht, (Beboten wird 1 Zimm mit fflUe für alleinstehende ruhige und zuverlässige Person, miet« und abgabenfrei, freier Umzug. Schriftliche Angebote unter 4221D an den (Bieg. Anz. Rur nut cinpfob* | lenrn. Io ided Mdchen | oder junge Fron i iiir hauSI'cke Ar-1 beiten ah Alt. ffbc 1 paar nelndii. ibabnboiitralie 10 Baben. 200—300 3cntncr "'D gute SpeiseWeln zu kaufen gesnchi (Eilangebote mit Preis an Heilanstalt W. E., Post Kahcnfrirt (Kreis Metzlar) flmtfrlnu für lonc.L flödiin znveri. solid. Mädchen oder Stütze gesucht, fliuti Anian neun hn Lochen envinisch:. Omi»« niavcheu uorUmibcii. 2. Heidedrock, Tarmhabt. Janen -D ZMlMllN sucht ÄusaugS- stelluog. flageb. rrkiltrt Kellmoi tincftL Harburg etietieflct 8. Sein voLti..... Hauptiuann Romani Drr Wucherer . . . MeMe nn» heuiiger Beitbnng: vlI.SkkIMll.EMtziiII.8. Srlitfie 3lldito!elelt9 Blnön. (Btirtlöfmäüer, fötnsnuibn. (yinlbanner ftnbmäbcr. Tovprliuänaer CriRraflhblnen. fiMItlmfllDlnta IBr e»amd und Straftbetrieb firttofisni. RMimWnkn, mit und ohne ffklwlnung SlroDprffifR. Oölimguien, tWeffta. BalfljroftDiotn. öentrltugea. Wgt. Ceaen. finiboaietti. Soicrti, rt ifffrmiCQimiHiooa o Bünmaen (leferdac flilziscli-fcsisiie Laiihiiiiwtiiiieiigeseltiafl Nidda lOierhesMl raD Televdou Ridda Nr. 55 Triraromir' Adrcllc Vaubmaldtiac Säcke§ Meine Nicht,, 21 3 . eo.» einz. Tochter. Häusl, erz., sehr arbeitsfreubig u.spars, mit an ehnl. Grunboermdgea und guten Bezieh z. Land, wünscht m gebilb charakterv tzerrn in gesich. Lebensstellu'ig, cwi liebsten Beamten, ;wed,s heirat in ‘Brief® ja treten. Verschwiegenheit (rhreniache, anonym zwecklos, vur wirklich emsigem schnsti. Angeb unt. Darlegung der verhültn ssr u. 41791).an den G etz Anz. erb. |Erieichterun^beimKochen wndiaHt weh die Hausfrau durch die Verwendung voo ,Knorr Suppenwürfel“. Sie kann damit eine vollmundige, kräftige Suppe, nur unter Zusatz voo Wasser, schon in 20 Minuten her stellen. „Knorr Suppe“ erspart der Haus/rau abo Zeit, Arbeit und Geld für Zutaten, Brand usw. Wir suchen zum uidaiichi't fofortlncn Antritt Imu. per 1. Juli einen tuns, tüchtigen Kontorist mk guter Handschrift, eine Hyalin (eiul. auch flnhiitnrriio mit nuter Atige» inelnbilbiinn, l> ich er VtuHofi inn tfrleölniinn leichter Biitcaiiarbelien. Wir bieten gute» Äebaii ucilannm elniunnb" freie Alben Andiiidriiche Hciocrbuiigrn mit Lichtbild .'setigiildabschrttten und fiübcfieiu Eintritt unter 4*2101) a. d. W. A. Sonnu>en6fdcr veranstaltet am 23. nnö 2^. Juni aus Barg Münzen berg in der welterau durch die Bruderschaft vutzdach der Zungdeutschen Ordens Jur Kenntnisnahme der eingeladenen vaterländischen verbände und Düste: Samstag, 23. Juni 7.24 abends: Abfahrt von Dietzen. Oeffentliche Versammlung im „Hessischen Hof“ in Butzbach. Sonntag, 24. Zuni Jong? im>\> MW iiir leichte Besttzüi- i'gunaen in eine Drutkrrri gelacht. 3- Dornafe, »tMaerfttekf tl Oherhessiselis Nosikwodie 1123 Zwei Kennerle des Hess. Landestheater-Orchf sters Leitung: General MusikdirektorM Balliog Der SenatsprR«ldent . • . Fugen Klopfer I lAalr^r. s<-lnv Tochter .... Fs as Hey Graf Phlllpii. Ihr Vetter . . Ford. v. Alten Graf v. Chnrnlafs. Ih fehlshsbcr | Mietqesuche | Student itürfri sucht ein aut möbl. Zimmer ver soiort. ’ÜrclO Nebensache. 2d)ilfil. Anacbote inner t4j92 nn d u CMiefu Au> erdeten. Damr, ineiitend möbl. Zimmer an. Afünrm. Miete. X. Hert unt. 2S*»2 nn <*crio, M ?! •(«„ tUrnfflt. L 421 Sh leeres Simmcr gegen mithilfe bei der Hand- und .>!&• nibfu. Schriftliche Vliigvb unter 04300 an den (Mich. Ani. |Wohnünqstauch| Bekanntmachung. Infolge Drhohung der Zechenprerse und fünftigm Unfoften wird gemüh Befchlutz der ltddl'schen Brcnnftoi'oeputatiau der Höchllpreid tut DraunfohlendrifettA auf 17300 Mf. 'ur den .Zentner feftgesetzt. - Keller usw sind um rund 100*. erhöht Alles Aühere ist durch Aushang bekanntgemacht. 42131t Dietzen, den 20. Juni 1023 Der Oberbllrgermeilter BrennNoNamk. Bckanntmachnng. Auf Brschlutz der Stadtverordnetenversammlung oom 3 Mai Ifb-Ts. und mit Genehmigung des Hessischen Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft flbtlq für Ernährung und Landwirtsd^aft ;» vr. M. A W. L. 12671 oom 29 Mai 1923 wird da, Gpruaggelb für die Zuchtbullen auf 30 Pfund und für den Zuchteber aus ?S Pfund Hafer festgesetzt. 3m Halle der Kuh- oder Schwein,Holter den Hafer in Natur nicht liefern kann, hat er den zur Deckzeit gültigen Preis der Frankfurter Börle an den Faselhalter zu zahlen. Dietzen, den 18. Juni 1923. (42I2B Der Oberbürgermeister 3 v Dr vosenbeig [Stellenangebote] WWll- orbeiter ani ÜMt gri. i ^at) Uioi ir. j|> £». Ordentliche ( Waschfrau gestickt Hobler, Vtlicc'traüc 25. August Schäfer Elisabeth Schäfer geb. Hoh VermähUe Fron Haase,, 3«xi 1923 --------;-------------S£ Herzlichsten Dank den Freunden und Gönnern sowie den Der» einen, die unsere Silberhochzeit so reichlich mit Glückwünschen und Geschenken bedachten Paul Liebau und Frau Steinftrafee 88 Gauturnfest” VÄÄ in Lauterbach Gebrauchte Maschinen aller Art (auch unbrauchbare) wie Lokomobile ■'Benzol moto re, St ein bracher, Drehbänke, Stanzen, Blechecheran,Trane- missionen, Pumpen, Werkatatt- u.Betriebeeinrichtungen, landw. Maschinen uaw. kauft au höchsten Preleee W. Kuhmichel & Co., G. m. b. H., Herborn 1. Wilheleistra6e 16. Feninil 94. 416* | Verkaufe ] Eineerstki-bocktrag Slmmentfllet lNWW das Äolb iragend. An uertanfen. olSiM NähereAncfnnsi er tritt 'Vofthilh'ftclle Birklar bei tltb. (Blmfr ni. 9Rü(frn An oerfaiifen I0I2R1 etrikftr.71 p.. ifs Mehrere gute l*11* BlenenoöKer nnö 5$n)Q[nie preidivert au verk. Kahlbom Hobtlbank neu. mit starken Eisensvindeln verkauft 42O4D Wilhelm Schott Wagner AuPPerlenrod. Herren ■ ««Ijrroi) II HO haldrenner gut erkalten, Ali verkaufen idZel Mr, DteiutneO 111. MW mit lifcfe «ns lampe iiir Lücke zu ueifniifcn Vleblgltrafee M I'. Seitr ?man eil (Hob(ltnbf)ifl n Ylfifdicinfaiiniiii sowie la kosamen' leg |rri#Bcri ad- weben Yiebigflr. 33 I I 60181809 gnr. lebt aal rrbalu an irrksafra. ** •!> le’.terewei 16 L 1 Ml du"* Init neu, 40 I -lullt H3 GO ,3tr. Trnafroh. ah wert (H_e 4 leterwee 1K (»Iroked eliernef Kinderbett mit Mairabe a» verfaul Wo? (nat die Geicka'tostelle b tsteh An zeigerS^'E Aquarium curwrJirmtriii An verfaulen >MS<7 Beegtzratza II V. MNM Kisten mit Holzwolle ui Derhufen MW1 ®fMarfr®^39D Heu abWiele ca.tHOOqmi An ueifitiikn U'7 _ Berniirahe 11. RoTespun-Stoll 3'. m. oreistveri au verfallen (MSei Bismartfstr. tO t. 1 r-iliilufir dir »L zu verk BZeierstrahe <3 II | Kaufqesuche | llQtionflltafien aller Art. 'Wiimmrv nnanbe erbet, lieber nähme mn ßmnD- ort fd'ili 4l*A Reatstrieekastea MeirlHibali Rrln.rh ▲ C®. Berti« ftktraatbfcd gutes Cello zu faelee gesucht. Lckr An u ». M2H mi 6