I unerläßlichen Voraus' freigabe des Ruhrgel 'nen Breitscheid den '
den umstellt. Es wurde Herr enkleidung im Werte von 18 Millionen Mark geraubt. Am Tage und am Abend wurden auf Seiten der Angreifer, soweit bekannt, 5 ^01™ getötet und eine größere Anzahl verwundet. Bezeichnend ist, Laß die Angreifer ihre ^r^ind^en und Toten in die von den Franzosen besetzte Kaserne brachten, wo die Leute ausgenommen und verbunden wurden.
Die im Rathaus seit den frühen Morgenstunden mit dem Oberbürgernleister eingeschlossenen Beamten und Polizeimannschaften erhielten un Laufe des Tages und während der Rächt -Verstärkung durch Polizeibeamte von Duisburg, Ober» hausen und Sterkrade, sowie durch beherzte Bur- aer Um 4 Uhr morgens gingen die Belagerten, mit' starken Knüppeln bewaffnet, in sechs Gruppen gegen die Aufrührer vor, die sich schnell rurückzvgen und verschwanden. Es ge ang, verschiedene mit Gewehren Bewaffnete, zunächst etwa 20 und un Laufe des Morgens weitere 10 zu verhaften. Einer ihrer Führer, der frühere Lumpen- Händler K ü r t e n, der sich sogleich zur Wehr setzte und dem Beamten an den Hals sprang, wurde schwer verletzt. Er mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Der bereits genannte Rädelsführer K r 0 p p ist mit 12 Jahren Zuchthaus vorbestraft Den Mördern Rosendahls ist man auf der Spur. Die durch die Festnahme größtenteils führerlos gewordenen Aufruhrer zogen sich in den großen Speldvrfer Wald zurück. Auf Seiten der Belagerten wurden zwei Beamte durch Schüsse
Eine bedeutsame Vermittlungsrede des Lords Curzone.
Nr. 93
Erscheint täglich, anher Sonn, und Feiertags, mitderSamstagsbeilage: EiehenerFamilienblätter Monallichevezuarpreise: 8400 Mark und 200Mark Trägerlohn,durch diePost 3600Mark,auch beiVicht- erscheinen einzelner Stummem infolge höherer Gewalt. - Fernsprech- Anschlüsse: sürdieSchrift- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Ainelger Kietzen.
postscheälonto:
Kranffrrn a. M. 11686.
Der Staatssekretär schilderte dann, wie die britische Regierung ihren Einfluß in jedem Stadium benutzt habe, um friedliche Vereinbarungen herbeizuführen sowohl mit Bezug auf dre Ver- bindungswege, als auch auf die öffentliche Ordnung in den Gebieten, wo das französische yeer eingesetzt war. England habe auch bei zahlreichen Gelegenheiten interveniert, um manchmal direkte Zusammenstöße zwischen Deutschen und Franzosen im Ruhrgebiet zu verhindern usw. Die Anwesenheit der britischen Truppen sei Nicht nur geduldet, sondern sei für beide Parteien an^ nehmbar. Möglicherweise gebe es in Deutschland eine extreme Partei, die es gerne gesehen hatte, wenn die britischen Streitkräfte zunickgezogen worden wären. Aber das fei nicht auch die An- icht der französischen und belgischen Redierung. Auch die deutsche Regierung begrüße Die fortdauernde Anwesenheit der britisch^ Truppen im Rheinland. Wenn wir bezüglich Deutschlands als Ganzes die Zissem der britischen EiN- und Ausfuhr seit dem französischen Vor- marsch ins Ruhrgebiet prüfen, M)en wir, daß sie sich beträchtlich erhöht haben gegenüber dem gleichen Zeitraum un Vorjahre. Erst heute habe er erfahren, daß eine der kleineren Ursachen der Schwierigkeiten, denen man sich gegenüber- sehe, wahrscheinlich unverzüglich von der deutschen Regierung beseitigt wurde.
Friedensvertrages und um feine Bedingungen durchzuführen, seien die brmfdjen Tr ipprn irn Rheinlande und keineswegs für selbstsüchtige Zwecke Die Kosten des britischen Besatzungs- Heeres würden nach dem Reparativnsgeseh bestritten, was mehr als genüge, um sie zu decken. Lord Curzon gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Vorschlag, die britischen Truppen zuruckzu- ziehen, nicht weiter aufrechterhalten wurde, denn
brückt.
Wir Deutsche stehen unter den beständigen Anregungen der angelsächsischen Länder, bas Reich möge neue, bestimmte Vorschläge machen. Die heute erscheinende große Rede Lord Curzons im englischen Oberhause ist bisher der stäch'te Schuß der tatlosen, aber einer Vermittlung zugeneigten Briten. Wenn nun im Reichstag der Drang und Ruf nach größerer „Aktivität unserer amtlichen Politik wirklich durchdrang, so ist dies kein Zeichen von Schwäche oder Ermattung. Wir wollen in dieser unheilvollen Verwicklung aller Dölkerbeziehungen eine durchdringende Berechnung der Vernunft walten la.ssen. Wir wollen nicht mit Frankreich zusammen zugrunde gehen, und suchen nach einem Ausweg aus tragischem Ende. Das bedeutet glücklicherweise nicht Unterwerfung oder Hinnahme einer Diktatur des ebenfalls am Abgrunde zappelnden Widerparts. Besonders | die offenkundigen Annexionsgeluste Frankreichs erfuhren durch alle Parteien eine endgültige Abfuhr. Wenn sogar Herr H e l s s e - r i ch betonte, durch das ganze Haus gehe der Ruf nach Aktivität der Regiermtg - so ist damit die Art der deutsch Berett- willigkeit deutlich gekennzeichnet. Größte Be- achtung im In- und Auslande fanden namentlich die Anregungen SIre seman ns des volkSparteillchen Führers und Sfnechers^wichtiger Indusfriekreise. Er stieg auf der Kreppe des Reichsminister v. Isenberg noch eine Stufe hoher und ließ die Möglichkeit. offen, das Dergmannsche Angebot der alsbaldigen Aufbringung von 20 Milliarden Goldmark und späterer Zusatzleistungen nach neuer unparteiischer Abschätzung von Sachverständigen auch heute noch auszuführen. Kein Wunder, daß danach Herr B r e i t s ch e i d als Sprecher der Sozialdemokratie den Tacitus noch zu uber- tacitussen suchte, noch weiteres Entgegenkommen befürwortete und namentlich das Erlangen einer amtlichenRoteder deutschen Regierung mit Entschädigungsvorschlägen an die Entente vertrat. Run wären immerhin m einer solchen Rote noch die strikten 2lbwei- sungen der welschen Sicherungsgelüste und die
Annahme von Unjeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen).27 mrnBreite örtlich 80 Mk., auswärts 100 Mk.,-für Reklame- Anzeigen von 70 mm Dreite 400 MK.Dei Platz- Vorschrift 20°/. Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Emst Vlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Leck, sämtlich in Dietzen.
schwer und drei leichtverletzt. Zu bemerken ist noch, daß die Arbeiterschaft der großen Mülheimer Werke, dir etwa 100 000 Mairn zählt, es abgelehnt hat, in einen Sympathiestreik einzutreten. Der größte Teil der Arbeiter hat stch von der Aufhetzung ferngehalten.
' Münster, 20. April. (WTD.) 7 Uhr abends. In Mülheim an der Ruhr ist es, abgesehen von einigen Zwischenfällen, r u h lg geblieben. Reue Festnahmen von Aufständischen sind erfolgt. Bei den gestrigen Zusammenstößen hatte die Polizei drei Verletzte.
Berlin, 21. April. Wie die Blätter aus Mülheim an der Ruhr melden, sind bisher 50 Aufrührer verhaftet worden. Sie wurden im Laufe des gestrigen Tages im Rathause vernommen. Aus ihren Aussagen geht hervor, daß tatsächlich geplant war, das Rathaus zu besetzen und die 5^rrschast ufcer die Stadt an sich zu reihen. Sobald die Vernehmungen beendet sind, werden die Teilnehmer an dem Aufruhr wegen schweren Land- friedenSbruchS der UntersuchungsM zugeführt werden. — Da durch die Mülheimer Vorgänge die Druckerei, in der die Reichsbank Banknoten drucken läßt. lahmgAgt
war, hat die Verwaltung der Gewerkschaft Friedrich Thyssen kurzfristtgeS eigenes Rot- geld ausgegeben.
Wochenrückblick.
Der R e i ch s t a g hat in der abgelaufenen | Woche das Bild der sttebenden Kräfte in Deutschland aufgervllt. Vor dem Auslande uns dessen zu schämen, haben wir glücklicherweise keinen Anlaß. Es sah auch in dieser Arena der politischen Attraktionen nur ein mit übermäßig drückendem Geschick mühsam, aber tapfer kämpfendes Volk, das nicht verzagen will, obgleich kein Optimist jemals grimmiger an den stumpfen Widerständen der schlechten Welt sich angelaufen hat, als gerade es. Der Reichsminister v. Rosenberg hat die geprüfte, in soviel Schlägen geläuterte Seele Deutschlands mit Geschick und Kraft dargestellt. Es war kein rhetorisches Uebermaß dabei, und er hat darauf verzichtet, nach der Art schlechter ober eitler Mimen „ben Grunolin- gen im Parterre In bie Ohren zu donnern . Jedoch waren seine Anklagen, seine Beschwörungen der Welt, seine leidenschaftslosen Rachweise, seine klare Sprache des deutschen Gewissens, desto vernehmlicher und eindrucksvoller. Seine Rede hallt nach und klingt in die Tiefe. Sie wurde um so mehr beachtet, als der Minister nicht mit Darstellungen und Vorhaltungen sich erschöpfte, sondern mit ruhiger Zielsicherheit den Weg der friedlichen Losung wies. Das war das Wichtigste. Er lüftete das deutsche Programm, das von der Pariser Konferenz so schnöde beiseite geschoben wurde und legte dar, daß es auch heute noch die Grundlage zu Verhandlungen abgeben könne, obgleich das Vermögen Deutschlands weiter zerrüttet worden sei und auch kein Sachkundiger augenblicklich wisse, mit welchen Summen das ruinierte Deutschland den „Siegern
diese Maßnahme würde im gegenwärtigen Olugen* blick keinerlei Unterstützung seitens der britischen Regierung ergeben und würde unter den Alliierten Englands Bestürzung Hervorrufen.
London, 20. April. (WTB.) Oberhaus. Bei Besprechung der Lage im Ruhr gebiet sagte Lord Curzon nach einer längeren Rechtfertigung der Haltung Englands und nach Prüfung der Haltung Deutschlands und Frankreichs: Ich kann nicht umhin zu glauben, daß, wenn Deutschland irgendein Anerbieten seiner Bereitschaft und Absicht, zu zahlen, macht und seinen Wunsch ausdrückt, die Reparationssum- men durch eigens zu diesem Zwecke betraute Autoritäten fest setzen zu lassen, ein Fortschritt erzielt werden könnte, zumal wenn dieses Anerbieten auch eine genaue Bürgschaft über die Fortsetzung der Zahlungen enthalten würde. Frankreich gab mehr als einmal zu verstehen, daß es gewillt sei, einen solchen deutschen Vorschlag entgegenzunehmen ganz gleich, ob er Frankreich allein oder auch feinen Alliierten mitgeteilt wird. Es liegt uu allgemeinen Interesse, daß ein solcher Vorschlag gemacht wird, und je eher er gemacht wird, desto besser wird es für alle Beteiligten sein. Das ist der Kern des Rates, den ich andauernd der deutschen Regierung gegeben habe und ich sehe keinen Grund, an ihrer Weisheit zu zweifeln. Sobald Schritte unternommen werden, wird Englands Hilfe sich für beide Parteien zeigen, und ich hoffe, daß auf dieser Linie noch eine Lösung gefunden teerten kann. Ich sehe die Tür für noch nicht endgültig geschlossen an. Die Anstrengungen un Ruhrgebiet lasten schwer auf den Hilfsquellen der beiden Parteien, und wenn dies aitaauert, muß das die Beziehungen der beiden großen Völler zueinander gefährden. Zwischen beiben Ländern muh irgendeine Art von Konkordat hergestettt werden, wenn es irgend etwas wie Frieden oder Regelung in Zukunft geben soll. Ich glaube, so sagte Curzon zum Schluß, ich habe auf beiden Seiten Symptome wenn auch nicht für ein Zusammenkommen, so doch wenigstens für eine Bereitschaft, die Bedingungen einer zukünftigen Regelung in Erwägung zu ziehen oder gar zu besprechen, wahrgenommen. Wir werden weiterhin unser Bestes tun, um Die Entwicklung dieser Symptome zu ermutigen. Ich bin voller Hoffnung, daß die Zeit kommen wird, wo unser Einfluß und unsere Autorität mit Nutzen in der Richtung eingesetzt werden formen, daß sie die beiden Hauptparieien zu einer Besprechung zusammenbringen wird und zur Entwicklung eines Planes, der nicht auf eine gegenwärtige Lösung abzielt, wohl aber auf Die 1-öe- Handlung des wichtigen Problems, das em Welt, und ein Friedensproblem ist.
Curzon sagte weiter, unsere Politik ist grundsätzlich auf der Entente basier' als einem festen und ständigen Fattor in einet wechselvollen Zeit. In Tlebereinstimmung damtt haben wir die Haltung wachsamer, freundschaftlicher Reutralität beobachtet; wir werden sie auch weiterhin beobachten. Wir haben Deutschland niemals die geringste Ermutigung gegeben, seinen Verbindlichkeiten auszuweichen; wir werden das auch nicht tun. Was die Frage der S icher- heit betrifft, so sind wir willens, zu passender Zeit in der Zukunft Pläne oder Vorschläge zu erörtern. Dies kann aber nicht durchgefuhrt werden auf Kosten einer 3erftutf e - lung Deutschlands, oder gar dadurch, daß man eine neue Wunde im Herzen Europas auf- reißt Wenn Garantien gegeben werden sollen, so sollten es vorschlagsweise Garantien fern, die ihrer Statur nach gegenseitig sind. Was die Reparationen anbetrifft, so haben wir unser< eigenen Ansprüche nicht aufgegeben und wir werden sie auch nicht auf geben. In der Frage Del Schulden des Auslandes an uns Haber tetr schon ein Anerbieten gemacht, das in seiner Großmut fast verschwenderisch war.
------ — Atzungen der Wieder- I —^.^oietes enthalten. Daß Herr Breitscheid den Willen auch der sozial- demokratifchen Arbeiterschaft unterstrich, bet einer ablehnenden Haltung Frankreichs gegenüber einem deutschen Angebot den Widerstand im Ruhrgebiet bis auf das Aeußerst- mögliche zu steigern, fragt ihm die Zu- , stimmung eines so einflußreichen nationalen Organs wie die „Kölnische Zeitung" ein die . dazu schreibt, sie gebe sich der Hoffnung hin, „daß über die Frage des Angebots schon in den nächsten Tagen eine Einigung zwischen Regierung und Sozialdemokratte erzielt wird, damit nicht eine auf dem taktischen und vielleicht auch innerpolittschem Gebiet liegende Meinungsverschiedenheit die Geschlossenheit der großen nationalen EinheitSftont des deutschen Volkes stört".
Lord Curzons Rede, die wir heute im Auszug veröffentlichen, v e r st ä r k t die Möglichkeit einer solchen amtlichen Rote Deutschlands. Denn das englische Kabinett stellt immerhin für diesen Fall eine positive Tätig- keit in Aussicht, und es wird ja auch nicht ewig auf der Löwenhaut des bloßen AbwartenS liegen bleiben können. Die n e u e n S ch w i e - rigkeiten, die für Deutschland durch die plötzliche Verschlechterung seiner V a l u t a und die Meuterei der Arbeitslosen in den Industriestädten auftauchten, sind in gleichem Maße auch ein WarnungSzetchen für die „Sieger". Die Stützung der Mark wird vom Kabinett Cuno mit aller Kraft fortgesetzt werden, und der offenbar von linksradikalen Organisatoren eingefädelten Aufstände in Mülheim ist man gestern schon Herr geworden. Der finanzielle Dammbruch kam wohl überraschend, war aber nicht gar so verwunderlich, da die verschiedensten Kräfte dabei mitgewrrkt hatten. Selbstverständlich waren die durch die Ereignisse im Ruhrgebiet bedingte Verschlechterung unserer Handelsbilanz, die Aufwendung von Riesensummen für die Bedrängten, das Stocken des industriellen Absatzes und die Mitwirkung einer skruppellosen Spekulation I furchtbare Belastungen für die R?ichsfinanz- politik. Diese Belastungen müssen auf das Maß des Anumgänglichen zurückgeführt und besonders muh die wilde Spekulation gezähmt und bezwungen werden. Hoffentlich gelingt der Reichsregierung dies durch die von ihr angesagten Schritte. Wir müssen stets auf die Gegenseite, nach Frankreich, hmuber- schauen, wenn wir die Aussichten auf das Endergebnis richtig abmessen wollen. Dort liegt der offene Mißerfolg des Ruhrabenteuers zu Tage. Nichts hat, so sagen uns zuverlässige Rachrichten, einen größeren Eindruck in Frankreich gemacht, als die Tatsache, daß die fran- zösiscA Stahl- und Walzwerksindusfrie sich I vom Weltmarkt hat vollständig zurückziehen müssen und kaum noch in der Lage ist, den dringendsten ftanzösischen Bedarf zu decken. Den Gewalthabern an der Spitze bangt doch wohl etwas davor, die letzten Schläge zur völligen Stillegung der gesamten Industrie im Ruhrgebiet zu führen und den Generalstreik von etwa einer Million Arbeitern damit in Gang zu bringen! Vielleicht ist der Augenblick wirklich näher gerückt, den die englische Polittk skrupellos, voll kalter Berechnung, seit einiger Zeit mit steigender Beredsamkeit angekündigt hat!
nochLLufwarten könne.
DaS amtliche Deutschland hat also angesichts der offenkundigen Ernüchterung Frankreichs, die in Loucheurs Reise und ihren Folgeerscyeinungen zutage trat, nicht etwa auch nur die leiseste Triumphatvrmiene zur Schau getragen. Das ist em wichtiges Erlebnis der letzten Tage, daß in den beiderseitigen Wünschen oder Trieben der feindlichen Nachbarn eine Neigung zu erlösendem Kompromiß hervor getreten ist. Herr Poincars hat zwar auch in Dünkirchen noch stark an den Sabel geschlagen und eine zuversichtliche Haltung eingenommen — indessen war seine Rede doch nicht der schmetternde Klang erneuten Drauf- gehenS, wie man ihn nach dem „Mißerfolg" Loucheurs vielfach angekündigt und erwartet hatte. Herr Loucheur selbst war gegenwärtig und hörte sein Lob aus dem Munde des Ministerpräsidenten. Das Verlangen nach Verhandlungen, die den unhaltbaren Kampf beendigen könnten, hielt also an. Dasselbe Verlangen bekundeten Regierung und Reichstag Deutschlands — allein die Kluft der beiderseitigen Bedingungen ist noch nicht über-
Die Mülheimer Krawalle.
Mülheim. 20. April. (Wolff.) Nachdem durch die große Säuberungsaktivn dre Stadt in den frühen Morgenstunden von der Herrschaft der Aufrührer befreit teurde, zeigen Die Straßen, abgesehen von Ansammlungen Neugieriger, wieder das gewohnte Bild. Die Laden sind geöffnet und die Straßenbahnen verkehren toieber. Der Terror der Aufrührer axrr kaum erträglich. Bewaffnete hielten die Straßen beseht und untersuchten die Passanten. Einem wurden 200 000 Mk. geraubt, andere wurden getreten und geschlagen. Es wurde häufig geschossen. Als gegen 4 älhr nachmittags sich Oberbürgermeister Lembke am Fenster zeigte, fiel von draußen ein Schuh auf ihn. Die Kugel ging einige Zentimeter über den Kopf des OberbürgermeifterS hinweg und schlug in die gegenüberliegende Wmd ein Bei einem neuen Schießversuch wurde der Täter durch einen Kopfschuß vom Rathaus aus nieder gestreckt. Das Schießen dauerte den ganzen Abends an. Hm 1OV4 Ahr abends tarnen vier Aufrührer in das Lokal des Wirtes Iohann Rosendahl in Mülheim-Broich und tranken D er Als sie offne Bezahlung fortgehen wollten, fragte der Wirt nach der Bezahlung. Mit den Worten, daß sie in 10 Minuten w'cederkämen, um zu bezahlen, gingen die Leute fort. Sie erschienen tatsächlich 10 Minuten später vor dem vom Wirt inzwischen geschlossenen Lokal, schlugen gegen tae I Tur und verlangten Einlaß. Als Rosendahl öffnete, wurde er sofort durch Schüsse getötet: sein Sohn erhielt vier Messerstiche, em als Gast anwesender Gerbereibesitzer einen Bauchschuß und ein Privatbeamter einen Halsschuh.
3n Der Innenstadt wurde inzwischen das 1 Kaufhaus Koopmann von Waffenfragen-
ßonbon, 20. April. (WTD) Oberhaus, aus- führlicher Bericht. Im Oberhause fand heute nachmittag eine Aussprache über die Reparationsfrage statt. Anwesend waren u. a. dir Lords Curzon, Salisbury, Derby, Devonshire, Grey, Haldane und der Erzbischof von Canterbury. Auf der Tribüne wohnten der Debatte der deutsche Botschafter S t h a m e r und der fran- zösische Botschafter St. Au la i re bei., Lord Ducknaster eröffnete die Aussprache. Hierauf ergriff Staatssekretär Lord Curzon das Wort und sagte, die Farben auf Lord Duckmasters Palette seien ein wenig stark auf getragen worden. Er skizzierte sodann die Ereignisse, die zu Der augenblicklichen Lage geführt hätten und nannte die auf der Pariser Ianuarkonferenz von Donar Late unterbreiteten britischen Vorschläge einen sorgfältig und endgültig ausgearbeiteten Plan. Niemand könne leugnen, daß dieser Plan mit Bezug auf die Kriegsschuld Frankreichs und Italiens edelmütig sei, so daß er zweifle, ob er von irgendeiner anderen Macht als Großbritannien gemacht worden wäre. Was Deutschland und die deutschen Reparationen betreffe, so sei das Ziel der britischen Regierung, die h ö ch st e, v 0 n den deutschen Finanzen ertragbare Summe zu bekommen. UnD die englische Regierung habe damals erflärt, daß sie bereit) sei, letzten Endes praktische Sanktionen zu ergreifen, wenn der auswärtige finanzielle Rah dessen .Schaffung sie vorschlug, berichte, daß Deutschland Unaufrichtig sei. Die andern Vorschläge, die von den französischen, belgischen und italienischen Regierung unterbreitet wurden seien von der britischen Regierung aus Den bereits mitgeteilten Gründen nicht günstig angesehen worden. Als der englische Premierminister zum Ausdruck brachte, er sei nicht in Der Lage, Die Vorschläge anzunehmen, habe er diese Mitteilung mit einer Erklärung begleitet, Die Lord Sutpon dein Hause vorlesen wolle. Die Erllärung schließt mit dem Ausdruck Der freundschaftlichen Gefühle Englands an Frankreichs. Lord Curzon sagte, diese Erklärung habe getreu Die allgemeinen Gefühle des englischen Volles dargestellt und sei seither Die Grundlage Der englischer Politik-gewesen.
(Erfte$ Blatt 175. Jahrgang Samstag, 21. April 1923
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Gberhessen
vrvck und Verlag: vrühl'sche Univerfiläls-Vuch- und Zteindruckerei N. Lange in Gießen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratz^T.
e befugt, eine Gehen Betragen W werken Les Aus- Wt bedräng Ä Kinderspei- Si^eutschamen. ^seausM^ Bürgermeister Ai
angesW an der int2nägi^r
war ui
V** *
ein
ern aü J* 8 Frm- L Hinter
W Td lange
dem veu HorE
8»
,r> neben sibni
' sie fnb
A, ** Sie svlgU
flrbdt ' farbigen Soldaten aetx -über al» et, e > ge ai-rlich n S.i.-n Als der Lehrer sich darüber beschwer e. dass er mll Ma- rr fta cm zusammen l aus«, mü's«. bedrohte Ibn de Offizier mit der D^itpeilschr Dis abends erbieit der Lehrer weder Drot noch Dass« Di« Dl ir^rTirwr gaben ihm von ihrer Verpflegung Nachts brach b.e Tlatur der A rikaoer durch Der
. ■
h eiten, zwetmal in der entsetzlichsten Welf« vergewaltigt Als er Lärm sch lag. erich en abermals der Oiliztec und herrsch« ihn mu hen Dort«, an .Da» g,ht Sie garnichrs an. St« Haden sich rubln zu verhalt«.»!" Am rlchstoi nn-rgen muh e de Le rer de von den Marokkanern als Älifetl bcminte und übervoll« bkch.nne Dollmrpsdvk S^lNiUn inü
aulocvHanAicm EeitMJMWU 16er den Ao’ tragen und c*.leeren Später wurde er in abermaliger nfl dttoafi eter Colbaten vor b.n Cit»- Kommandanten geführt der ihn mit den Worten «ml ch .Sie kbnnen für beul« gehen, wenn wir wieder rtnxi» non Ih»«n hören, kommen Sie vor das Kriegsgeliht' Das geschah am 8. April. Da bt« De-dachlungen durch »rattzölllch« Sptyel schliekUich uneriräallch tru:ben, floh der Lehrer in das unbekote CMüti
Ober-Ingelheim. 20 April. Am 10. April, vormittags zwischen 9 und 10 Uhr. überfiel im Walde «in Marokkaner des 17. Deut-
• hau. Bit nut ihrem 1 stührigen Sohn AoL, las. und vergewaltigt« iir in der rohrst»» W.is«. trvbdem die flruu mit ihren, Kinde auf den Knien den Svida.en um Schonung hat Es wurde sofort An-edge erstattet und bd einer Eegenü^erstdlung wurde der Schurke von bei geauälie» Frau a ch wlcbererkannlundsestgenommen Do., der kess.scheu Xegi.-ru.ig wurden die entsprechrn- den Schritte veranlasst
Die Ausweisungen.
— Trier, 20. April. Aus dem Eisen- babndirektivnsbeztrk wurden am Donnerstag mit sofortiger Wirkung 10 Beamte auSge- Viesen Unter den Ausgewi«senen befindet sich auch ein pensionierter erblindeter 7 0jähriger Slsenbabnassistent.
Vrolrft der hessische« Regier««« gegen einen französischen Nebergriff.
spb. Gernsheim a. Akk, 20. 2tpri|. Die Franzosen beschlagnahmten im hiesigen nicht zum besevten Gebiet gehören- b e n ch a s e n bas Schiff .Bereinigung Ar. 35" ber Badischen Gesellschaft für RheinIchisfahn btx Ätitifter des Auswärtigen einen Besuch abgeftartet.
Der Dölherbunbsrat und das Schicksal der deutschen Kolonien.
Genf ro Avrtl. iWTB ) Die hentig. HFenf üch« - ! i--'»ung des Völkerdunbs-
ra ts führt« »u «irwr eingehender, Debatte über das Schtck'al ber früheren Kolon?« Deutsch- S ü d w « ft a f r i k a.
nalttät ber Einwohner m den fog«nannten *HUtv
Es bonbeüt »ich darum dir Frag« der Natio» balioeblrten H und C. da« bah: n den •ruberen deutschen Kolonien bi Deut* ch-Südwe^taf rcka und fi t Jen Ozean zu regeln Aach den Dor chläaen der AkandatsrommMion und den e^gNtchm Wände- rungsanr rügen soll durch gekn J chr Maftna dm erber das Mandat ausführenden Macht die Frage 5löft werden, aber derart, dah auf Grund des rtikls 22 bie Aatisnalität ber Dewvhner von den Manbatsge'-i ten fich fxir von der Aatirnäl,- tat der rtaatsanaeh-rigm der Iklandatsmach» unterscheidet, wobei aber «in tnduvidu - werb der tentertn Aattonalität vorgesehen tft Im Lauf« der Debatte ftellte sich nun schnell heraus, bah es unmöglich ift, die eu.-opäl'chen D<- wohner, Me wch die Aationali.'är bei tal Mankat ausübenden Landes befiuen. mit den Eingeborenen tn der Da ionalrlätenfraz« gletchzufte llen. Sv legt« ber Dettreter ber südafrikanisch..' Union, Sir Dtctor *2Ba 110n. ausführlich bar. dah im früheren Deutsch-Südweftas'i.'a noch Z 000 Deutsch« leben, di« wert->olle Mttglieder des Staatsie'iens und ber kv'o^ia e, Ku tu arbeit ‘e ei und Daher durch fotlrt io« Aalurall'ation, tn« allerdings «Inseln« txrtoeigim dürsten. Staats- anvehö.ig« der Union werben mühten 21 n&erer» kl.4 wurde, so vor allem von dem Prülidenten ber MandatskommNion. Ulargull Xbeobolt, und auch vom iavanl'chen Aatsmitglicb Ada» »sch« nachdrücklich daraus bingettne en. daft solche Lösungen nicht den GrundfäNen des Mandat»- syfkems au»HVerlaufen dürfen und der Anschein einerAnneiion vermieden werden mülle.
Aach einer sehr langwierigen De da .1c, in der Hannotaur- Frankreich vor allem nach einer aefchickten redaktionellen Form für die innere Ucberbrüdung der Gegen Sne lucht« und Bt)- mans-Delgien die Aotwend.gkcit eiter gründ üblichen Lölung betont«, wurd« b« chlollen, das Ae- dakllonskomite« noch In die'er Zagu ,g mit der Ausarbeitung gewisser Aichtltnien auf Grund ber vor.tagenden Anträge für das Aa- tionalltätsftatut ber Eingeborenen zu betrauen und davon unabhängig Me Frage ber Deullchen In Südafrika zu unter1u3.ni
Diele sehr lebhafte und ausführliche Aus- einanderfetzung betvies von neuem die inner« U n • aufricht tgkeit und unvermci^liche Fietbeu- ligkeit des ganzen Mandatsfyftems. das «wischen der Fiktion von Derantvwrtuig des Döllerbundes unb ber In der Praris belledenden Annerionspvlltik hin- unb herlchwankt.
Aus Stabt unb Canb.
® leben, den 21 April 1923.
Die Mnsichloenbanabteilnng der Oieftener (ürtörrbrfrfiule.
3u dem Londtags-Ausschuhberi -t bett, bi« Gewerbeschule zu Giehen, den wir am Mittwoch zur Kenntnis unterer Leier brachten, wird uns folgende! getchrie'.»en
Um Irrtümer zu vermeiden, muh von vornherein darauf hingewielen werden, dah dit Maschinenbauschule Giehen einstwei.en bis zum 1. A»'til 1924 als vierfernellrigc M a • schlnenbau schule taut Dersü .ung k<5 Mini- stc.iums für Arbeit und Dirtlchast burch- g«führt wird. Durch diese «instw ilige Der- fügung ill u E. hie Aotwendlgkeit ber Anstatt, wie sie auch in dem erften Xdl bH Aus- schuft e.ichtes ausei ander le'edi ill, a n e r fa nnt. TL* Angaben Im zweiten Teil des Berichts können irrckühren, vor allem der Berglelf) mit AZsrms Die Gewerbe!chule Morms ka-m k.-ineswttrt mit demselben Aecht das An'innen stellen, auch zur Maschinenbauschul« gutgebaut zu werden, da die Gründ«, welch« für Gichen gelten »Mittelpunkt der Indullne und der abgesonderten Privinz Okerhetsen). dort nicht mahgebend sind Auch die Durchführung ber Maschinenbauschule als Merk- meisterfchule würbe wenig am Platze fern, denn einerseits führt dies« Sin'-ich un» zur Schaffung bald au» be« hefi'chrn j '-..I chw ^«nd an-
er tonet« Anstatt betritt« wird
Alle bkW anb Gründe lasten
I .rvederung nach Ausbau der G . < b e n e r MafchiROuhaufchule zu et-« aier-
rannten vterkemeft r igeu Anstalt xb wie vor als notwendig für die P rsotij Ober Hessen «rtchetne»
Bauholz fer brn ftl cintoobaun<|«baa.
Der €taataffungü* a»b '-eran.nqfftf!it Franff»N a. 22i.. Ober« itainftrafte 51. 61e zu tq 10 Mai 1 923 erstreckt ist. Das HoU kann nur a» KrrrSver- bände. CtmthibrtxrDdnb«, Gernemben unb ge- »emnützta« Bauveretni^unaen -uv feveUige» Marktpreis zur Zett der Uekervetsu»g ab» legeten werde» Der gelavte oder ein Teil des K'.ofpreifes kann bis zum 30. September 1923 gestundet werben. Wird der Bauftoffbeschaf. fungflteile innerhalb dieser Zeil nachgevtesen, das zugewlctene Bau-vtz auch tatsächlich •ür den Kleinwodnungsbau vervenbet worden ift. tr-er^n 50 Prozent des urfprünglichen Kaufpreises nachgelassen.
Wichtig für vertriebene CbmAIrfirr.
Halbamtlich wird «ttatteilt Der gröftte Teil der Uw«ra«sch3digten OdertchUfier. b<« fetzt im Aetche wrhnen. bat seinen Berdrängungs- schaben noch nicht angemelbst unb wirb daher von einem unersetzlichen Berlull bedroht D.« Berrinigten Ikrbdnbt beimatt reu tr Ober- schief ler als staatlich anerkannt« Inttvestrnver- tretuwg der oberschiellschen F üchlling« und Ber- drängten fordern alle geichodigten Obers chl es »er aut. unverzüglich die entstandenen Schäden an» zumelben Vie Frist für oderschlesisch« Berdrän» gungsschäde.n läuft bestimmt und endgültig am 3 0 September 1 923 ab Aach dem 30 September 'Inb Anmeldungen gesetzlich umuMHlg Tie CMdtAMflten. Berdrängten und Flüchtl ngr müllen ihren Schaden sofort enrwedtt bei der AufiSnbigen Borprüfungsftelle der Bereinigten Verbände hei matt neuer Oberfchlefier oder, wenn ihnen di«f« unbekannt ift. bet der Ieatralleitung der Vec.'intgttn Verbände Heimat treuer Ober» schlesler. Breslau. Aeu« Taschen st r 10. oder bei ter nächsten Ortsgruppe der Bereinigten Ber- bände betmattreuer Oberschlefier oder im Aot» fall« ftHtar bei der nächsten Aegierungs» ober '^olize'beHörde anmelden Ieder aus OberKbkfttn Verdräng:« sonn zum Schaben«^atz airmelden Aeife- und Urnzugskoften. Mchrausoaben. bu durch den Auienthatt und di« Verpsleguna ent- flanten llnd. Aot- und V«rschleuberunaSschäb:.i. Gewaltschäden, sowie Grwerbsverlull unb TkrUft der Grundlage des örtoerM. Bet ber Berechnung des Spadens wirb der Geldentwertung in weitestem Mähe Aechnung getragen. TU Anmeldung braucht vorläuftg nicht unbedingt auf den amlltch vor geschriebenen Formularen zu er- folgen, es genügt vielmehr bie Mitteilung, bah der Geschädigt« feinen Schaden gnmtlb«L
Das Deutsche ^iolkSopfee.
In der Geschäftsstelle des e® leben er Anzeigers' wurden für unsere bedrönaten Volksgenoffen im Auhrgebiet und am Atzein weiter abgellesrtt:
Mehrer« Schüler 630; Grtös aus Brettern 2003; Lehrerschatt cheuchelhe ms (1 Aa»«» 18300, 2na«st«ll»e und Arbetter der Fa Ludwig Georgi. Grehen (3 2Ute) 57 300; Staatsanwalt Locher 7000; Direktion unb Angestellte der Darmstädter und Ttatltmalbanf (3 Aate) 170 000 Mark
Den Gebern herzlichsten Dank! Weitere Spenden werden In der Geschäftsstelle des .Giehener Anzeigers^ angenommen.
•• Sine Höch st Preisfestsetzung für Braunkohlenbriketts hat bte stSdll'che Brennstoffdeputation beschlossen Der Preis ist auf 7000 Mark für den Zentner festgesetzt worden T» Zuschläge für CHeruna bis in den Keller bleiben daneben bestehen. Der Beschluh bat sofortige Wirksamkeit Aäheres teilt b« Bekanntmachung in un'erem 2nv igenteU mit
” Clne wichtige Steuer-Bekanntmachung ist Im AnzeiaenreU unseres heurigen Blattes enthalten. Sie betrifft die Einkommensteuer. Vermögenssteuer, Zwangs» anlelhe unb Körperschaftssteuer.
•• Die Ausgabe der neuen Kob» lenkarten Habet In den nächsten Tagen statt. Näheres Ift aus der Bekanntmachung tn unserem heutigen Anzeigenteil ersichtlich.
•• Schülermonats karten für alle Lehrlinge Vorn 1. Mal ab werden Schüler- rnovaiskarten nicht nur an Handwertslehrllng«. sondern auch an alle anderen Cehrtlnge ausgegeben Nähere Auskunst «rtclien bie Fahrkartenausgaben
"Sinen lehrreichen Vortrag über bie neue Steuergesetzgebung hielt am vvkinerstag ber bceiMate Bücherwr^lsor Will» Giehen Im Gebäude des Arbeitgeberverbandes vor einer kor zahlreich betuchen Versammlung oon 'Mitgliedern dieses Verbandes. Mitgliedern der Handelskammer und AnTehörizen ber verschiedensten Gewerbe zweige unterer Stadt Vor Beginn des Vortrags betonte der Leiter ber Versammlung, Direktor Thorne, man habe es für ratsam gesotten, über die so außerordentlich wichtigen Cteucr-traam den Aat eines «rtabrenen Fachmannes zu hören unb der Vortraa olknbddr denn auch dah «r guten 'ach.nttnnllche:, Aat In reicher Y-.W bracht«. Die durch das Gektz über bü Beiückllchttgung ber Getde77twerfung geschalte 1« neue Lag« N ' ichllich der BewertunOSanoibiätz, unb Orf.arungvn augJan.«l,< unb Körper- schaftsfteuer wurde oon bt»i Aebner in etwa
- d a len Ai chsnngeri
'«hr inftruktio Larg« egt T e AuS'ü run ,t • re en r Xbif nb. dah man wet t.t Fugen nach Au'- Mr n.. to\u 3-L u»5 Grte .e» e t geU-^ei war. rU: für no«s«nbig erachtet«. T.« von zahlreichen Zuhörern an Hand des Voerrags dkig ange- fmlglen Notizen braxefnu dah Hefe Aukklärukg dem vcokti'chen Bedürfnis gerecht getEwbr1 wa unb dah st« bet der ^-vorstehenden Steuerertä- ncie. tU fpätestras dis um Xk April abjuaeSen IM. SM« Bergend-»g tmben bürgte. Der 7.cr*f Bettall bekundete dem labere, dah feine Zuhörer den Lbeen geletftwen 2u'll.ärvgsd:enft hoch ein- *;>;>• » n n g DerSunbce Tw VerartiattuMg nahm bei aeb-
gepr chne-cm fadhueemoler: and g.^anallchen Tor» bttrL-n^te bl reicher Zahl, bet welch Teeren ftch mehrer« Damen l «b ter Sänger des Bauer- tche» Man<»tmr* fahr verbi «et machten, bei A-.fpeachee, Sprech, c-7 2 zm und lemer bei trest- l:che» KuLkNahc «ift^.ng-r bei Aadlluds .Oer- Mtar edv» sch Leen Bertaut A-l^^lch ber Amwefeehe-tt eee Kollegen au* dem Mnm Godet (cm es <■ fixbtud»-K'Ae» Ä.nbgebun^te bet vatertändrfcheu Ircw jnb derzlichee Swepathü für btc leiK-rbte Bolksgeertiea am Ahetn unb an ter Nutze Der bege*•(•-* Gefang des Dculfch- Uznb<tsbaus 8*, Uhr Generalversammlung — VfB 8', Uhr Germania. Spietervertammlung — Kakh. Beretnshaus: 8 Uhr Bettachinis 8trertnw.:tal-7k: trüge — Lichtspielhaus. Vahnh? "raste .Btgamte*. — Aftorur-L.chtsptete .Zirkus Grap 5 Gvifnda unb Das Haus in der DctchkigasV — Palast- Lichtlpiele .Beatrix unb .»l Ham Nattttls"
— Tageskalender für Sonntag. Stabtthcaicr. 31 ? Uhr Der kühne Schwimmer. 7 Uhr Maseotlchen Wartburg-Verein- 3u- gend-Sonntaa 9 Uhr gemrinfchastliche' Kirchgang StodiNrche. f Uhr Familirnadend in ber Zum« Halle — Die Wander«. Giehener Nodsahrer-Ges 1866: tn der Turnhalle 6 Uhr Vatzsp r lest. Vor- Wettbewerb 5 Uhr. — Katd Ve.«inshaus. 8 Uhr Bellachinis Gipreimental-Vonräge - Llchtfptel- bäuser. Dasselbe Programm wie Sams ag.
— <5 u i dem Stadttheaterbursa». Nochmals sei au» bte einmalige Austührung 000 Karl Schönheres «rg-ersendem Schaus^kl .Giaube und Deimaf hingewtekn Dos Werf ist ortn als Tra.»öd« eines unmrbrückten Vc-lksftu^mes auf- Aufulkn. -mb wirkt k» schon durch sein Thema Mitgemdb Das Wert ift btre In nübcee fahren schon zweimal unter grALrr Anmilnatzme bei Publikums durch das Awoinemant gegangen, unb werd sicher bei der Vorstellung am Dienstag, bte beöannll ch rür WohllahN.««unden von Ihrer ersvlgrrichen M twitkung bei ben Bachfchen Kantaten In befter Giwnerung Ste wirb nun auch ihren Auf als Ltebmsängertn bewähren Frau KäthePabft- Heft aus Tüffelboit. Schüler,n Klengels, ist «üw
’# in vi len Konzerten grm gr-
Unter Begle tung von Fräulein Frieda Berger aus Dvrtmunb. einer Schute,in Teichmüllers in Leipzig, wird sie Sonaten vva Boccheriui und Grteg sTwte das Adagi- aus dem li-Moll- Kon.z«rt von Dvorak fptefen •tnrn beiv deren Netz erhält der Sptelplan dadurch dost stch bte Tarnen zufammengeran haben um etne von den wenigen Arien aus Bach schon Äaneeien zum Vortrag zu bringen, bte für Gello geschrieben sind Ws steht foeut «In Hterdtanter Äun’tjmub in Aussicht, auf den hiermit verwiesen Dem Aborwenten btetbm ihre Karten zu Vorzugspreisen nur dis cum 20 April reserviert
- Tas Nuhrgebiet Ti« Volkshoch, schule leitet ihr neuntes Semester, dos am 30 April beginnt, mit einer Vortragsreihe ein. bte dem "Xebrgeltet getoibmrt ist Der erste B-rrtrag am Dtenstag. 24. April, wirb von den Botzen- schätzen des Auhrgebi«ts als Grundlage untern Ainschatt ausgehen und an Hand von ü'.chr- l Ubcrn «inen Gaitz^ick In bte Arbeit tn Kohlen- schacht unb üllenbüll« geben Der zweite Vortrag ar- Freitag. 27 April, soll bi« volks- wirtschaftlich« Beb« utung M nee bete» le* Gekirts tpürbigm Da s Nnhrgebi et in Knnft web DIchtn o a" ift Geaenftank eines bdUm Abends, besten V^n noch bekannt- gemacht wird Alles Zäher« besagt eine Anzeige in ber beenge* Aurnmee
— Ti« Deutsche Bolkstzaetei teilt im Anlchlust an ihr« gestrig« Anzeige mit. hast 9ta< 'arten für bic morgig
Uhrtftrr Dr Becker sprechen wird. Heu», an Pukgeichäft Lembke. Leiters weg 35. zu Haber
B-ttterpsranssafte
für Sonntag:
Trübes, kühles Wetter ebne weteeMch« Ntederichtäge Aorvost winde
Thi Tief Hegt über Frankvdch Bei Harten Drvckgdälle werde* die Winde auttrilche*
Atarke»burft Nchrimtzefte».
an Darmstadt 20 April. In der geftrv gen Sitzung her Stadtverordneten wurden anher der, übliche* B-williannge* für Herstelleng von Bauten und bauliche - Ncparaturv» peschlvstem. zu der Aeichswobneugshanabgahe
Heutiger Stand des Dollar»
10 Uhr r srmttrags: Berlin 25 750. Frankfurt g. M. 28 500.
km bAM kr knÖ^®e, *6Ä> "NÄ«i-
dez A,->n
-b a7ei^''ch-
iX«16
ta K'»--
«ttal 6^ dk
ilitU 11| ium
!M
,‘B?
1 enbguiti ’ nnier Eie^, S "och kveüerc Lr""LL
Z'°L
^rung der ein. dem
»urchgeftchu wich.
ür Samstag, ^lbr hn Sorten» öietenet Mer. 8J/? Ahr Generol»
Al^r Sennomo, 7 Deretnshaus: ü-Dvtträge. - „'Bigamie“. - ah". 5. Episode, W. - Naft- mam Miltf“. I&r Sonntag. Ä^ne Schwimmer. lburg.Ierein: Qu» östlicher Kirchgang »end in der Turnier AaLsahrer-Ses Aadsponsesi, Dor- ereinshauz. 8 Ahr. rage. - Lichlspick >ie SamSiag. heaterbureau. je Ausführung von Schauspiel .Glaubt ! Werk ist rein al! IMstammes auf- durch fein Thema n früheren Jahren Anteilnahme drS ent gegangen, und am Dienstag, bk Mnmgen der Deden Personals ftalt» s erzielen, ein wird uns ge- April, veranstaltet, eigenleil ersichtlich, konzert, für welches iinb Fräulein Ruth urt a. W- stehl den ihrer erfolgreichen Kantaten in bester uch ihren Aus alS u Käthe Pabst' n Klengels, Ist em° m gehörte &W,ln- n Flieda Der» ilcrin TetchmullerS dh Doccherim und us dem ll'Moll» Einen besonderen furch, dast sich^- um eine von den tantaten frum o geschrieben M er Kunstgenuß in Liesen *» Jen zu
**5Ä8
cil. m neubr SV®
„rtel teilt im lk^mi dabEin' .zeige M. her S^Lte on ftT»***
Slage
■**
®d
sM- jng^ü^ 5*"5
k
am
12L- 110.
Deutsche Bank
30500.- 2^500,- 30000,- 30000
Äietallbank
40000.-38Ö00,
js
Ptftn. CVleriTtiltät6»@ef 27S0O,
5000,-27250^-26000,.
Zncker', br.hra cken bal 18000,-17750,- ßurfevi a bei E Waa,äu fei 1850-1-18700, —
■
Dalum
137156,25 137543,75 118 03,75 118706,25
1032.65
5536'10 5563/'0 4788, -
»-
ftrnntfurt a.M.,
UNITED STATES LINES
V
Behördliche Anzeigen
10 bis 12 Ulir statt.
28386
c)
i Ä
I
be- mtt
öültverfobhinfl Wühieroiverfe . ?cheideannalt .
26. Mai
6. Juni
13. Juni
4. Juli
21. Juni
18. Juli
(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)
Di« französischen Reparationspläne.
820.- 180— 125,-
110.- 130-
25. April
2. Mal
9. ' al
16. Mal
21. Mai
16. Juni
President Harding .
George Washington
President Roosevelt
President Arthur. .
President Fillmore.
America.......
BERLIN W8
Unter den Linden 1
Banknote».
20. Avril.
4812,- 4611,50 684-’,05
GIESSEN
Th. Loos, Kirchenplatz
Antw.-Brüssel
Rolland....
London Baris......
Schweiz. .. .
Spanien ....
Italien ....
Vilinbon»Oport9 Dänemark. . . Norwegen . .. Schtveden ... OeisinaiorS. ..
Oieunorf
Denlsch-Oesterr. Budaveit. . ..
Prag
Agram
b. bei auswärtigen Arbeitgebern:
1 landwirt. Knecht, 3 Dreher, 1 älterer Bauschlosser.
Lebrlinae: 1 Steinmetz, 1 Svengler und Innallaieur. 1 Schreiner, 2 Vanbrolrt= schaitöeleoen.
CS suchen Arbeit: Schriftsetzer, Buck- bnicler. 2 Schreiner, Kaufleute, Schreiber und Netsende, Backer, HauSburschen und?lilslänker, Maschinenschlosser, Bau- schlosser, Schuhmacher, 1 Kranken Pfleger, 1 Taitler, 2 landivirtichastl. Verwalter, ' Bäcker u. Metzger, 1 Kraftfahrer, 1 Buchbinder, Mech.-.ntker, 1 Hei^e', 1 Wagner, mehrere Anstreicher u. Weissbinder, ein Kondi'or,2'4>nutechntker.lMaschtncnbau- Praktikant, 1 Zahntechniker, 3 Schneider, mehrere Elektromonteure, 2 Gärtner.
Lehrlinge: 1 Kaufmann, 2 Autoschlosser, 2 Schlosser, 1 Spengler, 3 Mechaniker, 3 Elektromonteure. 2 Schuhmacher mit Kost und Wohnung, 1 Schreiner deSgl-, 1 Schneider. 1 Schlosser oder Schmied aus dem Lande.
Gelegenheitsarbeiten werden ebenfalls entgegengenommen.
Deutsche BereinSbank. 55150 — 5950 — —,— —- DiSeonto Commandtt . 18000.- 18500 - 20000,-1950^
Klichenmädchen für die Saison, eine Umbro. Haushälterin.
ES suchen Slrbeit: 1 Büglerin, Kontoristinnen,! Flickerin, 3 Verkäuferinnen, 1 Haushälterin, einige Laufsrauen, auch f.Nnchmittagsbeschäftigung. Mädchen für ragSttber, Fabrikarbeiterinnen. 1 Waschfrau. 1 Schnciderinlebrmädcben, 3 Bu- reaulehrmädchen, 1 Kindersräuleln nach auswärts.
Tie Berufsberatung und Arbeits- Vermittlung für Musiker findet Dienstag, Douucrstag uud Samstag von
25563,75
35,96
488.70
754,50
315,- 180,- 139,-
115.- 135-
Dänische Noten
Schwedische Noten
Holländische Noten
TeittfdpCefterrcicOälOO Kronen
Amerikanische Noten
Englische Noten
Italienische Noten
Belgische Noten
Ungarische No en Tschechoslowakische Noten . . .
Norwegische Noten
Numnnische Noten Spanische Noten . .......
Metallgef. Frankfurt. .
Schuhfabrik Herz. . . .
Sichel............
Bello off Waldhof . . . .
Weibliche Abteilung:
Ek können eingestellt werden:
eu bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Haushälterin, Mädchen für tagsüber, Dienstmädchen, Lauffranen und -niädchen für einzelne Tage, tüchtige Alleinmädchen, mehr. Küchenmädchen, 1 einfache Stütze, mehrere Waschfrauen.
b. bei auswärtigen Arbeitgebern: mehrere landro. Dienstmädchen, Dienstmädchen, Hausmädchen, Alleinmädchen, 1 Stütze, mehrere Hotel-Zimmer» und
Bergmann .
Schlickert
Siemens & Halske Mamkrasiiverke . .
?(bieriuerfe SMeuer Daimler Motoren. Heultaenftaedt . . . Meguin
Schlichtungsausschus; der Provinz Oberheiscn.
Sitzung vom 20. April.
Die Ga i l s ch e n Tvnwerke in Giessen sollen vom 23. April 1923 an den gelernten Dr- Iriebsschlossern und -Schmieden, solange sie in ihrem Beruf tätig sind, als Ausgleich gegenüber den Betriebsarbeitern eine Zulage von 5 Prozent der jeweiligen Stundenlöhne ‘Der Detriebsarbeiter zahlen. Die Streitteile erhielten Crklärungsfrist.
Der Deutsche Berkehrsbund und die Gießener Firmen Gebrüder Löb, F. Theise- b a ch und Grotzhandelsgesellschaft Straub & Eie vereinbarten ab 16. April 1923 75 000 Mk. Wochenlvhn für die Kraftfahrer über 21 Jahre.
KirchUch-; Nachrichten.
Evangelisch« Gemeinden.
Dietzen. Sonntag, 22. April (Jubilate). Stadt- ttrche. 8 Uhr, zugleich Christenlehre f. d. Reukonfir- mierten a.d.Markusgem., Pfr. Becker, 9‘V Psarrafs. Decker, 11 :Kinderk. f. d.Matthäusgem.,Pfarrafsistent Decker. Iohanneskirche. 8 Uhr, zugleich Christen- lehre f. d. Aeulonfirinierten a. d. Iohannesgem., Pfr. Ausfeld, 9'/.: Pfr. Dechtolsheimer, HiKinderk. f. d.Lukasgem., Pfr Bschtolsheimer, 8: Dibelbefpr. im Johannessaal, Pfarrass. Becker Kirchberg. 10, 11: Heil. Abendmahl für die jungen Leute von Lollar. Daubringen. 1. Lollar. 1' /, Uhr. Wies eck. 9 Deichte, 9%, anschliehend heil. Abendmahl.
Katholisch« Gemeinden.
Dietzen. Samstag, 21. April, 5 u. 8 Deicht. — Sonntag, 22. April, 67, Beicht, 7 Messe. 8 Komm., 9 Hochamt m. Pr., 11 Messe m. Pr., 2 Christenlehre u. Andacht. — Sich. '/Bu. '/,3Uhr. Hungen.'/,lOUhr.
schüsse durch den Kopf getötet. Die polizeilichen Ermittlungen hatten bisher keinen Erfolg.
Schwerrö Dammglück.
Berlin, 20. April. Wie das „D. T." aus Ueberlingen am Bodenfee meldet, stürzte im Speicherkraftwerk beim AuZg 'aben eines sieben Meter tiefen Grabens eine Seitenwand ein und verschüttete sieben Arbeiter. Bier konnten schwer verletzt geborgen werden, während die andern drei tot waren.
Dernrischtes.
Goppelmord in einem Dlbkahn.
Magdeburg, 20. April. (WTD.)
8a75 89.76
1140 1141 -
690.- 590-
4350.-4300.-
Aus dem rlmtsverkündiftungsblatt.
** Das AmtsverkündigungSblatt Qlr. 31 vom 20. April enthält: Tagegelder und Aeisekosten der Ortsvorstandspersonen in den Landgemeinden. — Pflegezeldsätze für Waisen- Nnder. — Kleinrentnerfürsorge. — Ausführung der Landesfeuerlöschordnung. — Bildung einer öffentlichen Wassergenossentchast zur Entwässerung ppn Grundstücken in der Gemarkung Lindenstruth. — Aenderunz der Ortösayung über die Benutzung der Gemeindeviehwage zu Stangenrod.
Sandel.
WD. Hehltgenstacdt & Co., Gietzen. Sn der auf den 8. Mai anberaumten ordentlichen Generalversammlung der Heyligenstaedt
21500,-2'00').-
42000,-4054 >0,-42000,-42000,-
37000,-30501),—
Von Southampton und Cherbourg I Tag später Prospekte and 64seltlger illustrierter „Führer durch die Vereinigten Staaten“ Nr. 152 kostenfrei
Vorteilhafte Gelegenheit für Güterbeförderung
458«,50 6807,95
25436,25
35.78
486,30
750,50
53.0,85
7919,75
817 05
80200/30
4:,85
664 50
8S9.5O
3U0.75
Börsenkurse.
Frankfurt a. M. Berlin
Lchtutz. Schtuh. Schtuh. Schluk,-
fürs flurs
Datum. 19.4. 20. 4.
st off Waldhvf waren begehrt. Bankaktien haupteL Hm 12Vc älhr wurde der Dollar 25 200 genannt.
Frankfurter Devisenmarkt.
(Telegraphische Auszahlung.)
4Zoll türken 46000,-42750,-4500a-41500,- 57. Golbmeritaner 420000. -370000. -401500. -350000. - Berliner HanbelSaef. . 74000.- 75000 - 68000.- 70000.- Commerz- n. Privatbk. 15500- 14600,- 15500.-15250,- Darmit. u-Nationalbank 18750,- 18250.- 19500,- 1900
General-Vertretung: Norddeutscher Lloyd, Bremen
für M Bmtl(ha|l5|üf)[ 1923/24 (vom !. Mai 1923 bis 1. Mai 1924). a) Kohlenkarten für Haushaltungen unb Einzelpersonen an die Empfangsberechtigten her Anfangsbuchstaben
A-L am 24. April 1923
M-Z am 25. April 1923
von 8-12Uhr vormittags unb 2-6Uhl nachmittags in den bekannten Brot Markenbezirken.
Die Mitglieder von Bezugsvereinigungen erhalten besondere Kohlenkarten und haben bei Abholung der Kohlenkarten anzugeben, welcher Dezugsvereiniguna sie angehören.
b) Kohlenkarten für Kleingewerbe an di< Empfangsberechtigten der Anfangsbuch, staben
A-L am 26. April 1923
SWk. WM Men
Liebigstrake 16. Teleph. 2654.
Kostenlose ArbeitSvermtlllung und Be« rufsberatunl; für beiderlei Geschlecht, u. a. auch für Krieaerwaiseu und KriegS- beschädigtenkinder.
CS können elnaestellt roetben:
n. bei biefioeu Arbeitgebern:
1 iünnerer Kellner.
Lehrlinge: 2 Friseure, 1 Bäcker, 1 Ein- rabmer, 2 Schmiede, 2 Gärtner, ein Glaser, 2Buchbinder,2Kellner, 1 Sattler.
schluffes abzugeben. Hierdurch wird die Verpflichtung, ’/, des geschuldeten Iwangs- anleihebetrages bis zum 30. April 1923 im voraus zu zeichnen, nicht berührt.
Die Vordrucke für die Einkommen-, steuer, Vermögenssteuer und Zwangs- anleihe sind nunmehr eingegangen und werden den in Frage kommenden Steuer- pflichtigen von den Finanzämtern übersandt werden. Wer zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet ist, aber bis zum 24. d. Mts. einen Vordruck nicht erhalten hat, ist angehalten, denselben vom Finanzamt abzuholen.
Bei den Landgemeinden sind die Dor- drucke auf den Bürgermetstereien erhältlich.
Sobald die Vordrucke zur Körperschaftssteuer erschienen sind, erfolgt besondere Bekanntmachung.
Dietzen, Butzbach, Grünberg, Hungen, den 20. April 1923. 28486
Die Finanzämter.
15 000 Mk , Stroh, strohseilsebündelt 17 000 bt* 18000 Mk., Wiosenheu, gut. gesund und trocken, Bormahd 16 000 bis 18 000 Mk , Bachmahd 14 000 bis 16 000 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.)
Schweizer Noten
Fran^östsche Noten
weg 9, Zimmer 3.
Die Ausgabe erfolgt nur an erwachsene Personen gegen Vorzeigung der Lebens- mittelausweiskarle.
Dietzen, den 21. April 1923. (28598
Der Oberbürgermeister (Brennstoffamt).
k'/.Dtfch. MeichSanlethe 47O Deraletchen 3*/i7o Dergleichen 3°/. Dergleichen Dtfch.Svar-Vrarn.-Anl.
4°G Prentzische Stonjoll
<•/, Hessen 3'V/o Hessen 3e/0 Hessen.........
tionSplanes beschäftigte. An ihr nahmen teil: Ministerpräsident Poincar 6, die Minister A e i b e r t und Le Trocauer, die französischen Dertreter in der Reparattonskommission Bar- t h o u und M a u c l e r e . Ministerialdirektor S e h d ) u x, die Sachverständigen T a n n e r h und Guilleaume, sowie der politische Direktor am Quai d'Orsay Peretti della Rocca. 3m Laufe dieser Sitzung soll, nach dem ^Betit Pari- fien", die allgemeine Finanzlage behandelt worden sein. Die französischen Dertreter in der Reparationskommission werden die Ausarbeitung in Gemeinschaft mit ihren belgischen Kollegen vornehmen. Das „Echo de Paris" sagt, wenn ein Einverstärrdnts zwischen Frankreich und Belgien erzielt sein werde, werde der Entwurf dem britischen Kabinett unterbreitet werden. Die Blätter erklären, weder Frankreich noch Belgien dächten daran, die Interessen und Rechte Englands zu missachten. Das »Echo de Paris" glaubt noch au wissen, datz in der gestrigen Beratung der Grundsatz der Priorität zu Gunsten der Reparationen bestimmt worden sei.
Reue französische Dorstötze bei Offenburg.
Freiburg, 20. April. (WTB.) Fran- zösische Truppen haben heute morgen gegen 8 Ahr von Offenburg aus den Ort Ortenberg an der Schwarzwaldbahn besetzt. Sine Meldung von der Besetzung Gengenbachs bestätigte sich nichL Die unterbrochenen Verbindungen mit Gengenbach sind teilweise wiederhergestellt. Französische Truppen hcrben auf dem Wege zwischen Ortenberg und Gengenbach einen Eisenbahnzug angehalten. Bei Ohlsbach sind französische Patrouillen festgestellt worden. Gengenbach selbst war um 10 Ahr vormittags noch frei. In Ortenberg sind der Bahnhof und das Rathaus besetzt.
MuuitionLsperre Frankreichs gegen England.
London, 20. April. (WT2.) Reuter. Im Unterhause wurde mitgeteilt, datz das französische Ausfuhrverbot für nach Englandbe- stimmte Munitidn zu einem energischen P r o t e st seitens Englands aeführt habe. Mc. Äeill gab bekannt, datz die britische Regierung sich wochenlang bemüht habe, eine Grleichtrrung des Verbots zu erlangen. Sie habe darauf hin- gewiesen, datz die Erleichterung für Italien und Belgien, die Grohbritannien nicht zuaute komme, eine Berlehung der englisch-französtschen Konvention von 1882 bedeute. Mc. Reill fügte hinzu, er müsse zu feinem Bedauern mitteilen, datz die französische Regierung in ihrer Antwort gesucht habe, ihr Borgehen zu rechtfertigen und sich über die Berletzung der Konvention nicht geäußert habe. Der britische Botschafter in Paris sei beauftragt, nachdrückliche Borstellungen an die französische Regierung wegen der MunitionS- srage zu richten, da die britische Regierung bU Angelegenheit als bedeutungsvoll an'ehe.
20 Avril Anttl. No iera Gell Brie- 1436.40 144’,60 9975.— 10025,-
1942,35 1690.75 1699,25
Reselmässioe Verbindung von Bremen über Southampton,Cherbourg nach NewYork durch dieprachtvollen amerikanischen. Regierungsdampfer der United States Lines NÄCHSTE ABFAHRTEN.
M-Z am 27. April 1923
von 71/, bis 12 Uhr vormittags und 2V, bis 5l/2 Uhr nachmittags im städt. Brennstoffamt, Asterweg 9, Zimmer 6. Bezugsscheine für größere Verbraucher Montag, den 30. April 1923 unb Dienstag, den 1. Mai 1923, von 77, bis 12 Uhr vormittags unb 27, bis 5*4 Ubr nach' mittags tm ftäbt Brennftoffamt, Aster-
19. Avril Amtl. No lerg. (Veld Darier 1745,60 1754.40 1177>,50 11829.50
Kirche und Schule.
* Erledigte Schulstellen. Erledigt find zwei Schulstellen an der Volksschule in Leihgestern, Kreis Giessen, von denen eine mit einem evangelischen Lehrer und eine mit einer evangelischen Lehrerin zu besetzen ist. Familienwohnungen sind schwer zu beschaffen.
Paris, 20. Avril. (B>TD.) Gestern fand
Quai d'Orsay eine neue Konferenz statt, die sich mit der Lmsarbeitung eines Repa ra-
etrten Zuschlag von 10 v. H. deS Brand- versicherungswertesderHäuser zu erheben. Die Bestimmung soll am 1. April bereits in Kraft treten und tn die Hauptsache dazu dienen, wirtschaftlich schwachen Hausbesitzern entsprechende Deihtlfen zur Herstellung von gröberen Instand- sehungsaroeiten zu bewilligen. Die Stadtverwaltung konnte hierbei die Mitteilung machen, datz bisher zwecks Instandssetzung von Wohnräumen der Betrag von 70 Millionen bewilligt wurde, der zur Herstellung der Umbauten usw. von Wohn- räumen dienen soll. Hierbei tarn auch der Wunsch zur Geltung, diese "Sauarbeiten noch mehr wie btS- her von Arbeitslosen vornehmen zu lassen, da wtr hier etwa 1000 Erwerbslose haben.
Bekanntmachung.
Bett.: Einkommensteuer, Vermögenssteuer, Zwangsanleihe unb Körperschaftssteuer. 3m Anschluß an die an bieser Stelle erlassene öffentliche Aufforberung wirb hiermit bekanntgegeben, bah bie Fristen für die Abgabe einer Steuererklärung für bie Veranlagung zur Einkommen- unb Kapitalertragsteuer für bas Kalenberjahr 1922, sowie für bie erste Veranlagung zur Der- mögenssteuer unb für bie Veranlagung zur Zwangsanleihe mit (Enbe bieses Monats ablaufen. Die Steuererklärungen finb ba« her spätestens bis zum 30. April 1923 abzugeben. Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, ergibt sich aus ber obenerwähnten Bekanntmachung. Für bie Vermögenssteuer unb Zwangsanleihe besteht jebod) eine Abweichung insofern, als zur Abgabe ber Steuererklärung nur verpflichtet ist, wer am Stichtag (31. Dezember 1922) ein Vermögen von mehr als 400000 Mark besessen hat.
Bei ber Körperschaftssteuer haben De- triebe, bei denen regelmäßige jährliche Ab- fchlüsse stattfinben, unb bie ben Abschluß Des letzten Wirtschaftsjahres für bie Ver- mögensfeststellung zu Grunbe legen, sofern ber Abschluß bis dahin noch nicht festgestellt ist, bie Steuererklärung spätestens binnen zwei Monaten nach Feststellung des Ab-
Bekanntmachung.
Durch bie Absperrung des Ruhrgebiets unb des Rheinlanbes ist bie Zufuhr von Kohlen unb Briketts aus diesen Gebieten nach Gießen vollständig unterbunden unb die Bevölkerung hauptsächlich auf den Bezug von mitteldeutschen Braunkohlenbriketts angewiesen.
Gemäß Beschluß ber stäbtischen Brennstoff- beputation vom 19. April 1923 wird auf Grunb ber Vorschriften des § 17 ber Ausführungsbestimmungen zum Gesetz über Regelung der Kohlenwirtschaft vom 23. März 1919 mit sofortiger Wirkung ber Höchstpreis für ben Zentner Braunkohlenbriketts auf Mk. 7000. - frei Lager des Kohlenhändlers ober in vollen Fuhren bis vor bas Haus des Käufers festgesetzt.
Die Zuschläge für Lieferung bis in ben Keller usw. bleiben in ber seitherigen Höhe bestehen.
Gießen, ben 21. April 1923. [2858B
Der Oberbürgermeister (Brennstoffamt).
L C o. A.-G. in Dietzen wird, wie verlautet, von feiten des AuftichlSrats und der Direktion eine Erhöhung des Aktienkapitals um 8 Millionen Marl durch Ausgabe neuer Aktien vorgeschlagen werden. Hiervon sollen 4 Mill. Mk. den Stammaktionären zum Kurse von 700 Prvz. zuzüglich 300 Proz. Pauschale für Kapitalverkehrssteuer angebvten und restliche 4 Mill. Mk. im Interesse der Gesellschaft verwendet werden. Ferner wird die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 8 Mill. Mk. durch Ausgabe von Ge- nutzscheinen vorgeschlagen, die den seitherigen Aktionären im Verhältnis von 1 zu 1 zum Kurse von 125 Proz. anzubieten sind. Die Dividende dürfte in Höhe von 100 bis 150 Prvz. zur Ausschüttung gelangen.
B e r l i n, 20. Llprck. Börsen st tmmungs- bild. Die von der Regierung geplanten und noch in Borbereitung besindlichen Mahnahmen zur Durchführung der Stützungsaktion des Marlkurses haben in werten Kreisen des Handels eine grohe Llnsicherheit hervorgerufen und jed enfalls bewirft, datz ziemlich viel, anscheinend über den Bedarf hinaus angeschasftes Derisenmaterral wieder an den Markt gelangt. Der hierdurch hervorgerufene Preisdruck für den Dollar, mit dem auch ein wesentlich ruhigeres Geschäft als an den beiden Vortagen verbunden war. machte sich auch in der Stimmung am Effektenmarkt b^mGkoar. Hier herrschte bis auf wenige Ausnahmen eine ziemliche mit Realisalionslust verbundene Zurückhaltung bei Kurse'.nbutzen von 1000—4000 Proz für die meisten Papiere. Dis zu 10 000 Prozent rückgängig waren Anglo Guano, Riebrck Montan und Hom- burg-Südamerikaner. Bon Balulopapieren muhten Olavis, Canadas und Mexikaner erhebliche Teile der gestrigen Gewinne wieder hergeben. Ein gröberes spekulatives Interesse bestand von Anfang an für Werte des Rhein-Elbe-älnion-Kon- zerns sowie für einige westdeutsche Hüttenaktlen, die 8000 bis 15 000 Prozent gewannen, wobei besonders Gelsenftrchener, Deutsch-Luxemburger, Phönix und Manr^smann die Führung hatten. Im allgemeinen hielt sich das Geschäft in engen Grenzen, und die Kurse unterlagen weiterhin mäßigen Schwankungen. Wesentlich höher wurden Scheidemant^l bezahlt. Heimische Renten waren wenig verändert. In den zu Einheitskursen gehandelten Industriepapieren war die Kursbildung bei kleineren Umsätzen ungleichmähig.
Frankfurt a. M., 20. April. Börsen- stimmungsbild. Die Esfektenspelulation muhte auf Grund der unsicheren Lage am Devisenmarkt Ermätzigungen vornehmen. Das Geschäft war anfangs auf den meisten Gebieten ruhig. Im Freiverkehr traten verschiedentlich Abschwächungen ein. Benz 21 000, Elberfelder Kupfer 18 500, llfu 16 500, Hansa Lloyd 10 500, Metz Söhne 17 000. Der Dollar kam mit 28 000 bis 26 500 und stellte sich dann auf 25 750. Am Montanmarkt setzten Deutsch-Luxemburg, Gelsenkirchen und Phönix höher ein. Bon den chemischen Werten schwächten sich Anilinwerte ab, niedriger ging auch Scheideanstalt vor, Holzverkohlung schwächer. A.E.G. ermäßigte sich um 1800 Proz. In Metall- und Maschinenaktien traten grössere Kursbewegungen nicht in Erscheinung. Autowerte lagen abgeschwächt. Zell-
Märkte.
Berliner Praduktenmarkt.
Berlin, 20. April. Der am Devisenmarkt eingetretene Rückschlag wirkte sich In kräftigen Pre^nachlässen im Produttengeschäft aus. Bom Inland war das Angebot wiederum nicht graft, aber schon der Zwang, dem Dollar im Hinblick auf die Weltmarltsparität mit den Getreidepreisen zu folgen, veranlasste hier eine erhebliche Zurückhaltung der Käufer. Gegenüber den gestrigen amtlichen Rotizsi gingen die Preise für Roggen und Weiten ungefähr 5000 Mark zurück und dr- sonders bei Roggen fehlte es an Kauflust. Für Mais war der Preisrückgang ebenfalls sehr beträchtlich.. Auch Gerste und Hafer verzeichneten Rückgänge. Riedriger wurden auch Mehl, sowie Hülsenfrüchte und Futtermittel bewertet. Wei,;en, märk.schen 58 000 bis 59 000 Mk., pommerschen 58 000 bis 59 000 Mk., mecklenburgischen 56 000 bis 57 000 Mk. (schwach), Roggen, märttschen 47 000 bis 46 500 Mk. (abgeschwächt), Sommergerste, märkische 43 000 bis 45 000 Mk. (schwach), Hafer, märksschen 46 000 bis 45 000 Mk (matt), pommerschen 44 000 bis 43 000 Mk., schlesischen 43 000 bis 42 000 Mk., Mais, La Plata, loco Berlin 53 000 bis 55 000 Mk. (schwach), waggonfrei Hamburg 48 500 bis 49 500 Mk., Weizenmehl (100 Kilo) 150 000 bis 170 000 Mk (abgeschwächt), Roggenmehl (100 Kilo) 140 000 bis 150 000 Mk. (abgeschwächt). Weizenkleie 27 000. bis 28 000 Mk. (matter), Roggenkle e 27 000 bis 28 000 Mk. (matter), Raps 95 000 bis 100 000 Mk. (matt), Leinsaat 95 000 bis 100 000 Mk (matt), Biftoriaerbsen 75 000 bis 82 000 Ml., kleine Erbsen 60 000 bis 63 000 Mk., Futtererbsen 50 000 bis 55 000 Mk., Peluschken 60 000 bis 65 000 Mk., Ackerbohnen 48000 bis 52 000 Mk, Wicken 60 000 bis 65 000 Mark, Lupinen, blau 60 000 bis 70 000 Mk., gelb 85 000 bis 95 000 Mk, Seradella, alt 120 000 bis 130000 Mk., Rapskuchen 39 000 bis 40 000 Mk., Leinkuchen 60000 bis 65 000 Mk., Trockenschnitzel 16 000 bis 17 000 Mk, Kartoffeln, weisse 1900 Mk., gelbe 2200 Mk. (Erzeugerpreis). Rauhfutter: Weiten- und Roggenstroy, drahtgeb. 16 000 bis 18000 Mk., Haferstroh, drahtgepresst 13 000 bis
7500.— 7500,—
12600.- 12000,-14000.-12500,- 12250,- 11'0,-13000-12490,- 4'1000,- 4 .’0J0,-
37000. - 30500k-3600a-370fa
. 470X1-47000.— -,—
. 1' OK) -11090 - -,- -,-
. 170'10.-16 250.-
. 3S60) -38m -38000. -3'300, -
50 'O0/—71000—51000,—5JW‘a— 4700 >— '.(00,—46800,-5400,V— 6500 ,—7000 ;—tilUOO,—720uQ,—
Aurs Rurs
19.4. 20. 4.
89.60 89.50
1150- 1150-
600,- 590,-
4325.- 4325,-
310- 294,-
205 - 200,-
125,- 12L-
53 '6,60 5363,40 4'100,95 4624.05
4551,10 4 >73,90 3S'K).'.5 3909,75
1406,30 1473,70 1250.'5 1263,15
532415
7880,25
812,95
3004 ',70
41.65
660,50
885.50
299.25
miltelbeuL Crebitdank 97(N).- 9300-- 9800.- 9100.- Oelterr. Credl.anstalt. 19030,-18800.- 19000 -19500,- Bochumer Guß.... 720 >0,-92000,-91000,-95’00,- BuberuS......... 45000, -48rN)ü, —4480a —421 KKL -
Caro........... 57000,- 67500,-58000,-59000,-
Teiiifdj'Viirembiira. . 8>900,—9100:X—8550M),—56hO0,— —,— —
Vaurabütle...... 55900,—5600), -56000,-5450.),-
Cbcvbcbnd 49^-52000,-50100,-4875°,— Vbönir Bergbau.. .. 73500,—780)0,-71000,-75000,— Nheiuitahl 6700a,-6600a-65000.- 08000,— »hebetf Montan . . . -,—175000.-174u0üi-
LelluS Bergbau ... 20500 —20950,— —-,— Hamburg Ainer. Pake> 55000, ■ 5300a—53750,-54000,- Norbbeulscher Vloob . 31000,- 329^0,-33100,- 32900,- ZeiiientiverkHetbelberl 22800,- 22750,- —,— —,—
Bhiltvv Hvlzmann . 12400,- 10 00,- 12000.-11000,- Analo-Eont -Auano. . — 115000,-125000,- 122uOQ,-
Badilcke Anilin .... 36000—33 oa—;i6800^34500,- (9 ttbscbmibl.......36D'^35l'0 ,-3OOüO.-3200'\—
CHrlevlichner Electron 2^0-,—2S4OO,—2u 00.-2^) '0.- Höcliiier Änrüiuevfe . 29 00,-2 '00,—30000,—28250»—
... Rach einer Meldung der ..Magdeburger Zeitung" aus Aken wurden in bet Kajüte eines Elbkahnes, der in Elswerder feftgelegt hatte, zwei Schiffer, einer aus Aken, der andere aus Königstein, ermordet aufgefunden. Rach Lage der Sache mutz ein erbitterter Kampf zwischen den Mördern und den Ermordeten stattgefunden haben. Die beiden Opfer wurden durch Pistolen-
Brief
Geld
46 T,.-
4565—
1677-
1663—
4710.-
4 40 -
6775 -
6675-
10010.—
9940.-
35 45
34 65
2600;) —
25750-
120100-
118900.-
1263.—
1254 -
1437.-
1423-
—. —
«■* . —
753-
733-
—. —
111.50
108.50
— —
SvieoelFacett- I Fenster- Roh.,Draht.s i» 34 oläser glas unö °7ta‘ i • nitfl? ■ ! ■ ahnt ■* ’ ’ "* mnntnlna
Glasyrohhandlung
ta 3 4
m fatale.8 4 eist|
tu alte Sartre
Sucrttt
* Wir empfehlen unsere neueingerichtete Spiegelbelegerei
-nö können bllü gemorKn« SplW<7 »rledrtchtzr. IS ».
mit 18,06 Fstm
. H.38 , . 62.06 . . 15,33 .
•elroerwe
hohrl schuhe
5ool- anö Sirilelortoffeli biLii-i bei '351 weise & Petri Qtalnfa 7.1 el 130
MonMt 6 (tun er Buchliandlnnn Plenen riaue 3 •*-,
2itUe ober afttw kldinn itucbt eit bo lebt». Kapital L anbei »Gebiete rin-
Weiter leichter
BdllDenroogni mit fatrntatblr eu perfankn. <*. flbeL ikb'ittneRe 19 — ielf;,ton mA
«llebr- gn
Brut» (?ier
a fllolbeoonbotie'
SreiroiOige Nachiah'
Versteigerung
Lollar, den 30. April 1023.
Der Vorsitzende btt IlusfiChtsrata. tzosmonn
Mehrere trächtige melfeiiöe Siegen
ionaiabr tPareau urarid In in und anal, ttelrirben, gute Sprach und >t<3M
Str nitrnhe GO. Telephon 753
5irl8ilmi| Ürib
(yinrahmnng?
A ridj aft, 2irtkr,2. hunger, ehrlicher vagsbiiOk
______ Glaskontor w .m.d.H.
»hnfaafa 9 Wietzen Aernrnt 16*3 mcnigias I SpiegefWlegertl nnkeiasiei eifer et
•KoQ iben. menen
Mädchen
für tagiuber aefad
falltrfafi 711. lüchttges
Mädchen In besser en Haus' halt nach OambAV» gesucht. l ; ■
.iweltmadchen vor* danken. tRetfecrrnii tun». Noa '17 o
ßlnttelral
aut einen gut gehen- den Tauern bei oder Heine# A?tgut Setze Angebote mit Angabe der BertzdU-
■
ches lurüdgefanbl wird. unter 02656 an den Dietz. An*
IDohmgs- Wl Wert neu berate
••3tm. «Vebn.
Abbe Altai.'en unb tlaknba1. an ";•*.*
Cln intelligenter, gebildeter Herr mit outen Schulen, 77 Jahr aü, mit etwas Beern 'ucht b'< 7Wfannrfd>e»t einer Tarne nicht utzer 30 Jahre — Aktive mit fanb nicht ansge»
Arzt solvl 2 leere oder nööl. Hflnme eotl. (ßemnöFiflame Segen jeiigemdhe erqüfunq jumllO- halfen oon Suredi- ftDRöen. 5<6r. «Hfl.
Heu Ui nacht bnUchlkrf sanft nach lanJt*cnbeU
epar*n.5flrkl)D5(afifl,oBflr e. W. m. b. H.
i|ui;tririitnll. tltnftilitr{iinlii| Montag, den 30. April 1923, abends 9 Uhr, Im Gasthaus,Jum Löwen».
.ftohfubmilfion" versehen bis spsteftens Drn.ierstag, den 2b. April 1923, vormittags li Uhr bei uns ein^ureichen, wosell'st auch die Öffnung der Debole erfolgt. Die Aerfaufsbedingungen. denen stch die Aäu’er mit der Smrrichung ihrer Debole unterwerfen, liegen bei uns »ur 9m« - i-ijcn je de» Roulpreilc« sofort noch Zuschlag, 1 Juni und 1. Juli 1923 Da« Holz ist mit Ttlnhe gemessen Wegen Vorzeigung des Holzes volle man fich an den Joruwariaspiranien Dommersheim in BlDlngcn wenden.
Elchen Schnittholzstämme 7 Stück 3. ÄL mit 0.59 3flm Eichen 3. ÄL mit 10,53. 4 Äl mit 02.86. 5 ÄL mit 75,35. 6. ÄL mit .*>8,11 3ftm. Birken 4 ÄL mit 0.79. 5 9| mit 1.39. 0. ÄL 1,10 Jstm. Lärchen 4. Äl mit3.65.5 Äl. mit5.27 3stm Niesern 2. Äl mit 3.64. 3. ÄL mit 21.40. 4. Äl. mit 32,17, 5. ÄL mit 29,80 3ftm 314)tee 2 Äl mit 7.12, 3. ÄL mit 37.23. 4. Äl. mit 56.06. 51-Ä1. mit 83.66. 5MtL mit 164 5fhn. 3ichten«Lerbftangen 2. Äl mUi4 39 Sfhn 3ichten-Aei»stangen 230 Stuck mit 245 3stm Bohnenstangen 2590 Stuck. Wehmulhskiesern 5 Äl mit
Die Jusammenliunst ist auf der Strotze nach Lollar von Distrikt tzeide.
Wieleck. den 19. April 1923.
Hessisch« Bürgern elftere! Wieseck Sq amtier. 2844D
lchar»er Vink. g i ertz'tten. lemie rm ^crn^IrtO
ZuMÜliaiill 20 Jahre alt, sucht In einem kolonial« Warengeschäft Ziel- lunn al»
Dedflafer oö. im Ml
EchriftL Angebote unter 2'121» an den («leb. Ans, erbeten.
Hrmi-isiiml
m. .'«rett a ok rwf
Viebipftr. 73 p.
>N«uL ftonsi Mm.
MäIb
Anna Ranst Heinrich Decherl
> >r 'v.ten in allen fWiirfrn Pt' Jn« e. Anstande» tuium und x'iemviediene Herren m Uebrrna ne unserer
|Stellengesuche|
Tüchtiger, älterer
„ 10 „
„ 30 „ „70 „
Gebr. her- zu verkaufen Klein Linden, brrinhtohe Ä
Hä ■ÄSr kaust eenen dar ad eian'en 7E..1 Jrantz Stranten
«ur 14 Taget 9)nr 14 Tanel
„Thesa" Handarbeit ausWien (2onnrnfptuetv
Dienstag, den 24. April 1923. abends 7 Ubr:
Wohltltigkeltsvontellang ii|ii*a der Alterrrersorganp- and Unter- stfltxangikns*> Tbcobor‘LUcffrr, iSrednrritr 12 i l.
ülirl. Ailis»
1.2®ibit oormittna»
®r. Lteinwea ?3 11
Sehr wachsamer Deutscher 5ÄW
piel-wert ui verkaufen.
Tro lagt d.tüefchoftS- itetle d. « An*
WetnJIbrifcti Ztnblmait. fanber- betten, dir an Sri». Mat IIN frei Ilses- ■•Kllatr.laU t.Th.
Bolishoüiidioip 6l?6?n «eichaitoitclle:
Ydberttrebc tt II
Beginn des neuen Semesters: Montag, 30. UpriL
Allri Ädbere im Arbeitsplan des 9. ®rmeherA der In 6m durch
und aus der Otefchoftiitelle konentoS ah haben In. ’JtWr
in Stücken und gemahlen für Dau-, Tüncher-u. Düngezwecke Carl Haas jr. ...c Frankfurter Str. 69 - Tel. 1682
llDiofdliflhDrolflior in dH gut möbliertes Zimmer mit tfbotlelonnne und elrltr. od tMa?« beleutbtunn. Lchrlst- liche Angebote unter 0CSHT>4 n. d. tHleft Aha.
LllNiker, tlkedi- Alder, loltoer, junger Herr, sucht 102612 M. 3iimr bei netter «iamille 21eoor*uflt «iiniks- Dirrtrl. rinnet» an A. R. bet Hauck. Reoftadt I III.
Gebrauchtes Dooimcö nll. otue Berel long. lernet Garten schlauch gtOruoSl. 10 du 12 Seiet, eoll mit Oafpel. ZU kaufen gesucht. Mkl Str. 15 p 5t«Meter mutSteil« mrn wm tftlbbubngleis M> 2»ur. iele od auf ?chrne en 1 BsiAss hipper ui kau en aef Angebote en "**I>
IteWriemen aller Art grobes Vater lehr preiswert ** ft. Fentzen. Mieten Neustadt n 1<1. 844
ter ktetktener - ^tri7 (sndetea^' .11 rmmTN. 25. Utzrit Nutzer MdaWnemen- :ts* letten Male
Ü8MGH31H1.
An« 7. Atnd- » , Ubr »reifee. 17.April:
AHwn V«^wsndt»o und Bekannten dl* sehen ertliche Mlll*llanx. das Uonneretax abend 10 Uhr Rans unerwartet unser hel»<*li*btaa. en vergeb-
ehe» bObnch- n und Brttdercheh
Fahrrad
*u verkaufen OJ6M4 Lteinitrabe H6 Hinterhaus.
Mn-jiikS Pilißkr-SikS ■•'D unb Maiirkrftll!» empfiehlt billigst Wilh. Rinn 8., Heuchel heim.
4^e Verbftra'tmg meine» feitb rtgeit welches 12 3ahre bet mir b Diensten stand, fuebe ich tüchtige»
Mädchen
•ür Stii»< il OauK eunsmodchen vor- baut*n KA» »
edlgstraioe
5oiiöfi. mungn MIA
sossri llkiichi. *.d 5rau
Milli Ändert Hal
eibteieir 11.
3 S'ortragwbende im Großen HöeiaaJ der UnivtnitiL
1. Aus Kohlenschacht u. Eisenhütte (tnd Lichtbildern) Dr W.FMrie- Gießen. Ä
Dienstag, 24 AMI, abends 8 Uhr
2. Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Ruhrgebiets.
Dr. M. Quarck-Frankfurt a. M.
Freitag, 27. April, abends 8 Uhr.
3. Das Ruhrgebiet in Kunst und Dichtung (mit Lichtbildern, Rezitationen u. gesanglichen Darbietungen). Nlherei wird noch bekannt gemacht.
Karten für die beiden ersten Abende (I Abend 500 MU, 2 Abende 800 Mk.) m Vorverkauf in der Sch neide rachen Buchhandlung (Neuen Blae) und an der Abendkasse ***v
| Kaufgeiuche | Villa oder Liagenhau;
mtt 6 — 7* .Himmer« ros jnuna im Süd» Dienet . am kaalem aeincht. Vrrt» Mi » Millionen 2eu«-n frUdhof statt. 'M9*1
(♦In Tranovort
Läufer
Erwin
Im Aller von - Jahren nach kuraem. echwerrm Iriden sanft In dein Herrn <-nUehlafon Ist
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig OBwsId und Fewllle wehet allen Angehörigen.
Wlesedu den 30 April IM. 2MBD
DI* Beerdigung findet Sonntag, 22. April, nachm.
2 Uhr. vom bterbehauae AllcestraSe 33 aus statt.
Zertel ab beute au verkauf. B66I. Irene
j Hochschule Giessen
IBM, Den L Hbi nachntad^verstetaerr ich in der tMIrl i*elt tüiibr. zOtVatchliiaersgeaen iboriablune:
1 Sola mit Äffier,
1 Äommode ein riet
derichrank. I voll r. Bett mii Mair.
ige A
Decke und Alflen. l’W irmegel igrstzrrr ’Bnrile tWlt« und jlfchwäsche He» den. Crnndiuch-er. «achtlackrn llntev imfen.24'rttb*rfen.
klfchdeckrir Tchtir Aen Zirttstrit «ardinen. I Mau- teL 1 1#leh A na SiliriüiiUiiit!
Besseres ausge- mlelnie«' Ifbeomr lülfif 2 fflttl. 00. IkNk ßiiiinier« ®uir vesatzluiiG
Tchrlfil riugebv'e unter (>*«H? on den •leb. Amt erbeten. BI. Zimmer in möql. rnbiflfr
Don allein sichendem Mieter gesucht.
Vofsnisqe sticht astsqeschlossest.
Echriiil flngeb. aller 02693 an bei Gieii. stis.
tztnderL. iedr nitz «Jbeoaar •FourruLi sucht b. »cttflfmflhrr Mie-e
2 bis 3 möblierte
x Jiiiiiner
m. Suche od Süchen- benutznag In nur niiiem Oanfe. tWlt, rifchwäl de. Suchen* gerate verbanden
Sckristi. izii.stM. geböte unter »C3D
Saalbdii Lase Leib
Sonntag. 23. Avril, von 6 Ubr ab
OeM. taraöp in Munften der Sabrbllle. ***
LVioiitrt(t iriit flnsrodl trist mitttrntr Zerkel ».Läufer Owbheintrr 2tras;e (I ad n Visiers Wille. »74D
naad- ee* feWe^t
r*rgwerken und anderen industriellen sowie gewerblichen Betrieben, eine Arbeit, die im Sinne sozialer Verständigung der verschiedenen Berufskreise auch ihre Sonnenseiten hat, kann es vielen nicht mehr ermöglichen, den Kampf ums Dasein erfolgreich zu bestehen und in dem erwählten Studium entbehrungsvvll auszuharren.
Wir wissen wohl, was eine Ditte an die Landwirte in diesen Tagen bedeutet! Die Zwangswirtschaft, die Getreideumlage und andere Maßnahmen haben manchen vergrämt und ver- bi.tert, die edle Ruhrhilfe und andere Sanmt- lungen zu wohltätigen Zwecken haben schon viele Opfer erfordert, und die Frühjahrsarbeiten nehmen jetzt Sinnen und Denken in Anspruch. And dennoch: Landwirte aller hessischen Länder! Wenn wir Lehrer der Landwirtschaft in besseren Zeiten jahraus jahrein euch für Gotteslohn Vorträge hielten, wenn wir auch Soimlags gearbeitet für alle, die da lernen wollten, und wenn wir stets willig alle Opfer an Zeit und Kraft und Rerven gebracht haben, um unser Scherf bi i zum fcerufticfren Fortschritt beizutragen, bann gestattet mir, auch einmal für unsere Studierenden aller Fakultäten an euch eine Ditte zu richten! Sendet an das Studentenheim in Gießen einige Mittel zum Leben, auf daß der Bekümmerte, der Anterernährte, seine Kräfte neu z u stä h len vermag! Zeigt, daß ihr gütig seid, wie ihr es immer gewesen, wenn ihr wißt, daß der Empfänger der Gate wert ist, die auch ihr wert haltet, weil chr selbst sie geschaffen! And zeigt auch mir selbst, der ich hier im Dienste des Studentenheimes werbe, daß ihr den Derufsgenossen nicht im Stich lasset, wenn er in hoffnungsvollem Vertrauen für eine edle Sache sich an euch wendet!
schließlich auf die Zunahme der Konzenttation in der 3nbuftde, die dazu geführt habe, aus diesen Kartellen eine politische Macht zu bilden. Der Spekulation müsse man scharf zu Leibe gehen, wenn man aus der Warkzerrüttung heiauskommen wolle. Sem alter Wunsch auf Schaffung einer wertbeständigen Anleihe, bei in früheren Jahren feine Gegenliebe gefunden habe, finde heute sogar die Zustimmung der Demokraten. Die Desch änkung der Kredite durch die Reichsbank sei richtig gewesen. Daß die deutsche Industrie durch die hohe Ausfuhrabgabe auf dem Weltmärkte nicht mehr konkurrieren könne, sei eine falsche Annahme, denn sie falle im Verhältnis zu den allgemeinen Preisen kaum ins Gewicht. Die Baumaterialienpreise seien in weit höherem Maße gesti.gen als die entsprechenden Löhne. Mit Maßnahmen zur Preisherabsetzung müsse man auf allen Gebieten beginnen, denn die Erbitterung der Arbeiterschaft steige immer mehr.
Hierauf vertagt sich das Haus nach 6 Ahr auf Samstag vorm t ag 10 Ahr Ge ehentwurs über Sprengung von Versammlungen.
Sie schwärmen wieder maßlos, Frau Eva," lachte er spöttisch. „Eine gan^ hübsche Th^ter- dekoration gibt das hier ab, diese Effekthascherei bie sich Frau Lina da leistet. Sie ist eben auch L Frau, sie liebt a ich die Effekte." .
Ditte werden Sie nicht geistreich, sagte Frau Eva' scharf. „Oder, toeirn Sie es müssen, suchen Sie sich andere Zuhörer!'
Sie ging nach dem anderen Ende der Terrasse. Cmfinaen ziemlich verblüfft stehen lassend. Sie hörte taß kichernde Lachen Mercedes Wellsheims. Ttat ihr etenfo weh. Mein Gott, fühlten denn all diese Menschen nicht, was ft«: so!deutlich^emp sand oder war nur sie so empfindsam, so sen
Sie sah sich nach Hans Dietrich um. 3m dunkelsten Terrassenwinkel glimmte das Punkt- Hans Meirich ?" sagte sie halblaut, fragend. Ein ziemlich unwilliges Murren war die Antwort 6;e setzte sich neben ihn und wartete, daß e^etwas tagen toürbe. Ater er schwieg beharrsich. Wenn die Zigarre aufgluhte, sah sie sein Gesicht, die etwas zusammengezogenen trauen, die er hatte, wenn ihn irgend etwas belchasN^ Sie wußte, er lieh dann niQt gern mit sich reben.
Sie hatte auch gar nicht das DÄmrsitts za sprechen. Sie sah in die laue Rächt frtnaus^sie lauschte auf das Schweigen ringsum, sie atmete bert starken Rosenduft. Die anderen waren ans Staad gegangen — schon wett httutb, manchmal
im Laufe der drei Jahrhunderte eine stattliche Zahl von Stämmen hervor, die sich ausgezeichnet haben durch gesundes und freudiges Wachstum — wertvolle Zeugnisse für die kulturelle Pflege,
sich verpflichtet, ein „Entzückend", „Reizend" oder „Allerliebst" oder ein blasiertes „Recht nett“ zu sagen. Rein, nein, meine Falle arbeitet sehr prompt."
Ensingen kam dazu. „Welche Falle?"
Frau Eva lachte etwas schadenfroh: „Eine Art „Erkenne deine Gästesalle", die bei Vollmondbeleuchtungen funktioniert. And Herr Arnolds hat recht mit seinen Deobachtungen. 3ch kann das bestätigen. An Ihnen habe ich heute abend schon die Probe auf dieses Exempel gemacht, und die stimmt." _ . ,
Ensingen strich ärgerlich über seinen Spihbart. wollte scharf erwidern. Aber im Eßzimmer holte in diesem Augenblick die alte Standuhr zum Schlage aus. Elf laute Schläge.
Frau Eva sprang auf. „Am Himmels willen, elf Ahr, Hans Dietrich, es ist die höchste Zeit."
Hans Dietrich protestierte. Aber Frau Eva bestand auf ihrem Schein. Die ärztliche Verord- nung muhte beachtet werden. And so nahmen sie Abschied. „ .
Dürgermeister Arnolds hielt Evas Hand. „Sie haben ja mein Haus noch gar nicht gesehen. Aber das freut mich eigentlich, denn nun müssen Sie bald wiederkommen."
„Ja," sagte Tante Röschen eifrig. „Aber am Rachmittag zum Kaffee, wenn es zu heiß zum Wandern ist. Ich zeige Frau Ohler dann das Haus vom Keller vis zum Dvden."
Elisabeth Arnolds war hiizugekvmmen. Sie stimmte lebhaft bei: augenscheinlich hatte Eva ihr Herz erobert. Der Einladung Hans Dietrichs hörte sie indes schweigend zu. Frau Eva lächelte heimlich. Das passierte ihrem verhätschelten Dru- ber soften genug. Er markierte indes völligen
»»"Zahnpasta selbst zabereiten!"*!
Zahnpasten bestehen aus einer Pulvermischung, welche mit Glyzerin vermischt ist. Dieses entbehrliche Glyzerin und die M<;talltubc verteuern die Pasta ung-*m<-in. Wenn Sie die nasse Zahnbürste in Dr. Bahr'* Zalinpnlver „Ko. W eintauchen, so bereiten Sie sich selbst frische aromatische Zahnpasta, welche die Zähne blendend weiß erhält und nur */< so teuer ist. Man verlange ausdrücklich: „Nr. 23 . Kreuz-Drog., Bahnhofstr. 57, Germania-Drog. Seibel, heusta lichen Zusammenseins beurteilen kann. And da sind wir. Ich möchte mich sofort verabschieden. Gute Rächt."
„Was hat sie nur?“ sagte Hans Dietrich ziemlich betreten. ...
„Ja, was hat sie!" echote Ensingen. And als er in seinem stillen Zimmer den Mangel an gewohntem Komfort festgestellt fratteftanber g. Keinath (Dem.): Das Wirtschafts- mater“ für ihre Söhne und ein treu dienendes
leben steht noch immer unter bem Druck von Glied der Gemeinschaft.
Versailles. Die Kapitalwerte an Aktien sind von Olli bie Einrichtungen und Hilfsmittel der 31 Millionen Goldmart auf 4,6 Millionen Golb- Hochschule, bie für Lehre und Forschung unerläß- marf nach bem Kriege gesunken. Die Ausfuhr [tdfro Grundlagen bedeuten, sie sind mit dem Grd- ist zudem auf 40 Proz. der Vorkriegszeit ge- rci$ vergleichbar, das uns das Vaterland überfallen. Wie sollen wir da die Werte, bie uns ließ, damit wir es gewissenhaft beb uen und durch fehlen, wieder einbringen ? Das sind bie Folgen ißige Kulturarbeit in die Lage versehen, reiche der Wegnahme unserer Außenwerte. Diese Kata- Flüchte zu tragen. Die Lehrer der Aniversität strvphe und die pvlttischen Ereignisse haben die sind die berufenen Verwalter des ihnen anver- Geldentwertung und damit den Ruin ber Reichs- trauten Boltens, wie es in allererster Linie der finanzen herteigeführi. Der deutsche Unternehmer gvDf»e Liebig in Gießen gewesen, un> die Pfleg- ist schon lange nicht mehr Subjekt, sondern nur linge, denen wir den günstigsten Stnrdort be- noch Objekt unserer wirtschaftlichen Entwicklung, reiten, und in deren Entwicklung wir gerne nach- Der Unternehmer hat genau dieselben Verluste fr.qtig eingreifen, das sind die Junger der Wissen- wie der Konsument. Der Redner fordert eine fk ksrzsrch gelegent- .'ich der vorrrsg« tu Rdihol'che» Verein». ba**.Siffcri.ge)