Me, an. ’W Bönig b" jjte# ”ns sind btt ffk. J#*l° auch fuhren btizMgt? EEnkasse Sieben, yinkler. 6Bi , unerreicht in Paßform und Eleganz, ‘»c W»! Mim Bl»ßu, SebolitnlL. MMk. Abschnitt Ld. Gutscheins wird da bei mit 60 M in Zahlung genomm.io datz f. jede ©nttfii?' karte MMnachru- zahl. s. Bis LamStag mittag nicht abaeh. Zart. werd. anMu- glied.obn-Tutscheine abaeg. u. v. Montag acheiband. verkauft hhnhhh Stadttheater rieuSiag/^-^«' l/.WM'M'vlsk. Md Eabrie! lote Ans.?, Ende S's. Uhr. gebet., ibtt6mtTttt6' faxte V d. Borst, um- uetz. b. CWIlir ab»u> s holen. Preis v. Karie ttmi, M, Mtaifc auf Teilzahlung unter günstigen Bedingungen zu haben. Näheres J. Hauk, Gießen Xemrtadt 11115* Montag. 26.Febr., abüs. 7 Uhr: Tes $leered unb bet Hiebe öeSen. Die Mitglieder werben fil en WS lseres gers! Nr. 43 Erscheint täglich, anfotr Sonn« und Feiertags, mit derSamstagrbeilage: (8 iehenerFamilienb lütter Monatliche vezngrpreifi: 1325 Marit und 75Mark Trägerlohn, durck dieDost 1400Mark, auch oeiMchl- erscheinen einzelner Num. ment infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: für dieSchrP. leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahttuuh. richten: Lmeiger Sietzen. Postscheckkonto: krankfin a. M. 1168«. 173. Jahrgang Dienstag, 20. Februar (92$ GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick mr-verlag: vrMsl'fche UniversttStr-Vuch- und Steindruckerei K Lange in Stehen. Zchnftleitung und Geschäftsstelle: Schukstrahe 7. ?tnnahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Dreis für 1 mm höhe für Anzeigeno. 27 mm Breite örtlich 50 Mk., auswärts 70 fJJth.; für Rekl ame- Anzeigen von 70 mm Breite 240 MK.Bei Platz. Vorschrift 20 °/. Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teü: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Das „autonome" Memel. Der Defchfih der Botschasterkonferenz über das Schicksal Memels stellt einen blutigen Hohn dar auf die feierliche Versicherung der Alliierten, dah das Selbstbestimmungsrecht gewahrt werden solle, auf das Wort Wilsons, dah Völker nicht wie Figuren auf dem Schachbritt hin- und Hergeschvben werden sollen. Nachdem man das Memelland, das mehr als sieben Jahrhunderte ununterbrochen zu Preußen-Deutschland gehört hat und dessen Bevölkerung zu 99 Prozent deutsch ist, durch den Versailler Gewaltakt von Deutschland lvsgerissen hatte, ist jetzt zu diesem einen Gewaltakt ein zweiter gefügt worden. Der Beschluß der Botschasterkonferenz, über den diese bisher die Oeffenttichkeit nur sehr spärlich unterrichtet hat, kennzeichnet sich offenbar als eine Teilentscheidung, die barauf hinauskommt, daß der Hafen von Memel und ein Zugang zu diesem durch das Memelgebiet Litauen zugesprvchen und ihm zugleich die Souveränität über das Memelgebiet zuerkannt wird, während diesem eine gewisse, anscheinend sehr eng begrenzte Autonomie erngeräumt wird. Es soll also hier ein neuer „Korridor" geschaffen werden, durch den Litauen einen Zugang zur Ostsee erhält, ebenso wie der berüchtigte polnische Korridor Polen einen Zugang zum Meere unter schwerer Benachteiligung des sogenannten Freistaates Danzig verschaffte. Wenn auch Genaueres über die Einzelheiten des Spruches der Dotschastcrkonferenz noch nicht belannt ist, so kann man sich doch aus ihren bisherigen Rechtsfpruchen oder, um das Kind beim richtigen Namen zu nennen, Rechtsbrüchen, ein Bild davon machen, wie die den Memelern zu- erkannte Autonomie beschaffen sein wird. Jedenfalls ist es kennzeichnend, daß die Alliierten sogar den Wilnaern, die zu 90 Prozent Analphabeten sind, das feierlich proklamierte Recht der Volksabstimmung zuerkannten, wahrend man die Memelländer wie Ware verschachert und das noch dazu an ein Volk, das kulturell tief unter ihnen steht. Nachdem die im Memelgebiet über die Zchulsprache veranstaltete Clternabsttmmung ergeben hatte, daß von insgesamt 220 000 Schülern mir 400 einen litauischen Lese- und Schreibunter- ttcht wünschten, während alle übrigen sich für das Deutsche aussprachen, wußten die Alliierten, daß eine Volksabstimmung, da der Anschluß an Deutschland durch das Versailler Dekret verhindert ist, ein selbständiges Memel ergeben würde, und, um das Ki verhindern, hat man es jetzt ohne Abstimmung an Litauen verschachert. Die Franzosen haben in diesem Fall zwar auf ihren wettestgehenden Plan verzichten müssen, der darauf abzielte, Memel ihrem polnischen Schützling auszuliefern, um es so unter rein französischen Einfluß zu bringen. Deshalb hatten sie durchgeseht, daß das „Memel-territvire" zunächst unter Frankreichs Verwaltung und Schutz gestellt wurde, welch letzter sich in der Praxis dahin gestaltete, daß die französische Besatzung sich bei dem jüngsten litauischen Putsch ins Mauseloch der Kaserne verkroch, nachdem der Kommandeur vorher ruhmredig verkündet hatte, daß er Memel bis zum letzten Blutstropfen verteidigen wolle. Da Frankreich bei den anderen Alliierten mit seinem Plan nicht durchgedrungen ist. geht sein Bestreben jetzt dahin, Litauen durch die ihm gemachte Zuwendung und durch die Besorgnis, dah Deutschland das Memelunrecht nicht anerkennen werde, in die Kette der Entente- anhängfelstaaten, die sich um Deutschland gruppieren, einzugliedern. Letzten Endes aber betreibt Frankreich die Vereinigung von Polen und Litauen, die ja bis 1795 schon zusammengehörten, um auf diese Weise die Einkreisung Deutschlands zu verstärken. Wozu freilich zu bemerken ist, daß die Litauer von einer solchen Einverleibung in Polen nichts wissen wollen. Die Bevölkerung von Memel ist gegenüber dem Beschluß der Botschafterkonferenz, der ihr ein schreiendes Anrecht zufügt, wehrlos, und sie wird sich nach Lage der Sache mit Protesten begnügen und versuchen müssen, wenigstens im Rahmen der Autonomie zu retten, was zu retten ist. Was aber Deutschland betrifft, so ist es selbstverständlich, daß es das Memel und damit ihm selbst zugefügte schwere Anrecht nicht als Recht anerkennen kann, auch wenn es durch den Art. 99 des Versailler Traktats verpflichtet wurde, die Bestimmungen anzuerkennen, welche die Ententemächte in bezug auf Memel treffen. Anrecht kann niemals dadurch zu Recht werden, daß man den Benachteiligten durch Zwang am Einspruch zu hindern versucht. Memel, 19. Febr. (WTD.) Die französischen Desahungstruppen haben heute morgen Memel in aller Stille geräumt. Die Kaserne ist von den Lttauern bezogen worden. Die Franzosen haben sich auf ihre im Hafen liegenden Schiffe begeben. PoincarSs Aufklärungen in der französischen Kammer. Paris, 19. Febr. (WTB.) 3n der heutigen Sitzung des Karnmerausschusses für ais- wärtige Angelegenheiten gab P v i n c a r e nach dem offiziellen Kommunique ein entgehendes Expose über die Verhandlungen in der M e m e l» angelegenheit und sprach über die Ent- schell>ung der Botschafterkonserenz über das Statut dieses Gebiets und seine Zusprechung an Litauen mit der Autonomie der Stadt und einer Garantie für den Transit. Er gab auch eingehende Auskunft über die revoluttonäre Bewegung in Memel und über die Art, wie die Orb- nung wieder hergestellt und im Einverständnis mit den Alliierten Frankreichs eine neue Regierung eingesetzt wurde. Poincare verbreitete sich auch über die Zwischenfälle, die sich in der neutralen Zone von Orant) zwischen Polen und Litauen ereignet haben. Er ging alsdann auf die Amstände und die Verfehlungen Deutschlands ein, die in Ausführung des Friedensvertrags von Versailles die Besetzung des Ruhrgebiets veranlaßt hätten. Nach dreieinhalbstündiger Auseinandersetzung unterbrach Poincare sein Expose über das Ruhrgebiet und schlug dem Ausschuß vor, es m der nächsten Woche in einer Sitzung fortsehen zu dürfen. Dieser Vorschlag wurde einmütig angenommen. Der Vorsitzende des Ausschusses, Abg. Leygues, dankte bem Ministerpräsidenten für die umfassenden Erläuterungen, die er an der Hand von Texten und Dokumenten gegeben habe, die es nunmehr dem Ausschuß gestatteten, sich Rechenschaft abzulegen von der auswärtigen Politik der Regierung und von den llugen und festen Methoden. die sie angewandt habe, um die französischen Interessen zu schützen. Paris, 20. Febr. (WTD.) Aeber den Verlauf der gestrigen Sitzung des Kamme raus- s ch u s s e s für auswärtige Angelegenheiten machten die Mitglieder des Ausschusses über die Ausführungen P oincares nach SyroaS noch folgende Mitteilungen. Poincare teilte der Kommission ausführliches statistisches Material mit über die deutsch« Kohlenproduktion. Die Franzosen und Belgier kontrollierten 9, ]9 der deutschen Produktion. Poincare sprach Degoutte hohes Lob aus und erklärte, es sei keine Rede davon gewesen, ihn durch eine andere Persönlichkeit zu ersehen. Es komme nicht in Betwcht, dah die Besetzungs- Mächte selbst das Ruhrgebiet ausbeuteten. Ihre Aufgabe bestehe ausschließlich in der Kontrolle. Diese Aufgabe sei 60 Ingenieuren, in der Hauptsache Franzosen, antertraut worden. Einige freiwillige englische Ingenieure würden erwartet. Als Antwort auf die Sabotageakte habe man 283 höhere Beamte des Ruhrgebiets und 5 5 des Rheinlandes ausaewiesen. Diese wurden durch Beamte ntebeien Ranges erseht, weil sie nicht durch die französischen Beamten ersetzt werden dürften. Vorder Bese hung d es R u hir- Fedietes hatten dort täglich 585 Per- on en - und 620 Güterzüge verkehrt. Heute feien es infolge des durch die Berliner Anweisungen verursachten Wirrwarrs nur im ganzen 70 täglich. Es wurden seit Beginn der Besetzung bereits Fortschritte gemacht. Man dürfe annehmen, daß sie in nächster Zeit sich b^chleunigen würden. Es habe im Ruhrgebiet 40 000 und im Rheinland 120 000 Eisenbahner gegeben. Frankreich habe nur 9640 hingeschickt. Es gebe in dem besetzten Gebiet überhaupt kein französisches Material. Dis jetzt wurden von den Besatzungsmächten 102 6 Wag gvns Kohlen nach Frankreich und Belgien geschafft Im Anschluß Hieran sprach Poincars Über die schwebenden Verhandlungen mit der englischen Regierung über den Transit durch die englische Desahungszone. Poincare wird fern Expose über die Rührbesehung am kommenden Montag vollenden und alsdann über die Friedenskonferenz von Lausanne sowie über die französische Orientpolitik sprechen. Sollte er in dieser Sitzung mit seinen Ausführungen nicht zu Ende kommen, so wird der Ausschuß am darauf folgenden Mittwoch zusammentreten. Verhaftung des Oberbürgermeisters von Düsseldorf. Düsseldorf, 19. Febr. (WTD.) Heute nachmittag gegen 4 Ahr wurde der Oberbürgermeister Köttgen, während er mit den Beigeordneten und mehreren Stadtverordneten eine Besprechung abhielt, von einem französischen Gendarmerieoffizier verhaftet und in einem Kraftwagen fortgeführt. Der Oberbürgermeister piotestterte zunächst selbst gegen diese Maßregel, dann erflärte Stadtverordneter Adams namens der Führer der Stadwerordnetenfiaktivnen, der Oberbürgermeister genieße das Vertrauen der gesamten Bevölkerung: er müsse gegen seine Verhaftung und Fortführung schärfsten Einspruch erheben. Der Offizier ließ, darauf durch einen Dolmetscher erklären, er könne die Proteste nicht entgegennehmen. Darauf erwiderte Adams, der Protest werde beim General vorgebrachl werden. Die Beamten und Angestellten der Stadt stellten zum Protest gegen die Verhaftungauf 24 Stunden die Arbeit ein, die Organisationen des Handels und der Wirte beabsichtigen, ihre Betriebe wahrend der Dauer des Protest- stteiks ebenfalls zu schließe-n. Wie nunsnehr verlautet, soll die Verhaftung und Ausweisung des Oberbürgermeisters Köttgen deshalb erfolgt sein, well er es ablehnte, eine Betann tmachung der französischen Behörden zu veröffentlichen, die dazu bestimmt war, die deutsche Bevölkerung durch Strafandrohung in ihrer gerechten und mit friedlichen Mitteln durchgeführten Abwehr gegen die Gewaltpolitik der Besatzung schwankend zu machen. Die Franzosenherrschaft in Gelsenkirchen. Gelsenkirchen, 19. Febr. (WB.) Die Franzosen hallen die Innenstadt und den Bahnhof auch heute beseht. Reisende, die m Gelsenkirchen ankommen, dürfen aussteigen: von Gelsenkirchen abzufahren ist jedoch unmöglich, da das I Betreten des Bahnhofs von der Stadt aus durch die Franzosen verhindert wird. Die FranzosM I besetzten auch die Post, deren Betrieb sttlliegt, ferner das Amtsgericht, daS Oberlyzeum, das Gymnasium, das Realgymnasium, die Vollsfchule und eine Reihe von Privathäusern. Don 7 Ahr abends bis 7 Ahr morgens ist der Verkehr innerhalb des abgesperrten inneren Teiles der Stadt verboten. Passanten, nach nach 7 Ahr abends durch die Innenstadt gingen, wurden von den Franzosen mit. der Aufforderung ..Hände hoch!" ange- halten und auf das rücksichtsloseste durchsucht. Jeder mit einer Handtasche ober Aktenmappe versehene Fußgänger wurde gestern am Tage ebenfalls angehalten und auf Geld untersucht. Größere Geldbeträge wurden toeggenommen. Gelsenkirchen, 19. Febr. (Wolff.) 3n Anbetracht der von den Franzosen aufgelegten Forderung, 100 Millionen Mark zu Sohlen, war vom Stadtbaurat Arendt, der die Geschäfte der Stadt führt, für gestern nachmittag eine Stadt- ver ordnetensihung ein berufen worden, die zu der Lage in einer einmütig angenommenen Entschließung wie folgt Stellung nahm: »Da wir uns mit Frankreich und Belgien im Friedenszustand befinden, erhebt die Stadtverordnetenversammlung auf das Entschiedenste Einspruch gegen die an die Stadt Gelsenkirchen gerichtete Forderung der fianzösischen Besatzung auf Zahlung einer Geldbuße von 100 Millionen Mark. Sie weist diese Forderung wiederholt, auch angesichts der äugen» blicklichen Besetzung Gelsenkirchens, als ungesetzlich und habet als unzulässig zurück. Gleichzeitig verwahrt sie sich mit allem Nachdruck gegen die Art und Weise des Vorgehens der fianzösischen Truppen in der Stadt und erhebt feierlichst Protest gegen diezahlreichenDerhaftungen Gel- senkirchenerDürger, die beabsichtigte Verhaftung des jetzigen Leiters der Stadtverwaltung und die gewaltsamen Eingriffe in das Eigentum der öffentlichen Körperschaften, namentlich aber in das Privateigentum der Bürgerschaft. Die Fortsetzung der Debatte im englischen Unterhaus. London, 19. Febr. (WTB.) Heute nachmittag um 4 Ahr begann im vollbesetzten Unter- hause die Debatte über den gemeinsamen liberalen Abändeiungsantr a g, in dem gefordert wird, dah bezüglich der Operationen der fianzösischen und belgischen Regierung im R u hr» gebiet bei Völkerbunds rat ersucht werden solle, unverzüglich eine Kommission von Sachverständigen zu ernennen, um Bericht zu erstatten über die Fähigkeit Deutschlands, Reparationen zu zahlen, sowie über die beste Methode, solche Zahlungen zu verwirllichen. Ferner fordert der Ab- änderungsantrag, daß der britische Vertreter im Völlerbundsrat beauftragt werden solle, darauf zu bringen, dah eine Einladung an die amerikanische Regierung ergehe, Sachverständige für diese Kommission zu ernennen. Der frühere Anterrichtsminister Fisher brachte den Antrag ein. Der unabhängige Liberale Pringle trat ebenfalls nachdrücklich für den Abänderungsantrag ein. Hierauf sprach Sir Robert Cecil, der sich gegen den Antrag wandte. Fisher gab in seiner Räde der Aeberzeugung Ausdruck, die weitaus überwiegende Mehrheit des Hauses unb der Nation sei der Ansicht, dah die Regierung den Franzosen bei der Besetzung des Ruhrgebietes nicht assoziiert war. Er hoffe, daß die Franzosen durch die wenigen Organe der öffentlichen Meinung in England, die das Ruhrunternehmen unterstützten, nicht zu dem Glauben verleitet würden, dah die französische Politik die Antersttihung Englands besitze. Die Ansichten des Hauses unb des Landes seien in den letzten Wochen von Asquith und Bonar Law richtig zum Ausdruck gebracht worben. Dor der Debatte wurde der Premierminister um die 2lbgabe einer Erklärung ersucht über die kürzlichen Verhandlungen zwischen England und Frankreich. Donar Law lehnte eine Mitteilung ob. Er sagte nur: Wir haben der französischen Regierung gewisse Dorschläge gemacht, haben aber ihre Antwort noch nicht erhalten und ziehen es vor, solange die Antwort nicht ein getroffen ist, die Angelegenheit nicht zu erörtern. London, 20. Febr. (WTB.) Anterhaus Donar Law erklärte, die Ansicht _ der Regierung gehe dahin, dah die französische Ruhraktion nichts anderes als schlimme Folgen zeitigen könne. Doch glaube die Regierung, wenn sie auch anderer Ansicht sei als Frankreich, nicht, dah er den britischen Interessen oder den Interessen der Welt zum Nutz«! gereichen werde, wenn sie gegen Frankreich eine antagonistische Haltung eimiehme. Er glaube nicht, daß die Haltung Deutschlands anders gewesen wäre, wenn England sich Frankreich angeschlossen hätte. Der deutsche Widerstand beruhe auf der Aeberzeugung, daß die Sanltionen um unerfüllbarer Forderungen willen auferlegt wurden. D i e Verzweiflung veranlasse die Deutschen zu dieser Haltung. Die Frage sei, ob irgend eine Intervention zweckmäßig sei oder nicht. Angesichts der Feindseligkeit, Frankreichs und der wahrscheinlichen Feindseligkeit Belgiens und Italiens gegenüber einem Vorschlag auf Intervention des Völkerbundes würde ein solcher Vorschlag der Ruin des Völkerbundes fein. Kein Vertreter der amerikanischen Regierung habe irgend etwas verlauten lassen, was darauf bin beutete, daß Amerika geneigt sei, bei den europäischen Streitigkeiten zu intervenieren. Bonar Law schloß, er wisse nicht, wann der Augenblick für eine Intervention kommen könne. Bisher sei er jedenfalls nicht gekommen. Er wolle noch einmal wiederholen, dah die Regierung zu der Schluhfilgerung gelangte, dah es im Interesse feer Entente liegen würde, die britischen Truppen solange wie möglich in Deutschland zu belassen. Ihre Zurückziehung würde ein ernster Schritt fein, der die 'Beibehaltung der Entente schwieriger gestalten würbe als bisher. Schatzkanzler Baldwin erwiderte auf eine Anfrage bes Parlamentsmitgliedes Lambert, ob die deutsche Regierung die brttischen Vorschläge für eine Verminderung der Reparativns- zahlungen und der alliierten Schulden angenommen habe, dah diese Vorschläge nicht an die deutsche Regierung gerichtet gewesen seien unb dah sie sich nicht darauf bezogen, was Deutschland zu zahlen bereit sei, sondern auf die Höchstsumme, deren Zahlung durch Deuffchland nach sachverständiger Prüfung für möglich befinden wurde. Der Arbeiterführer Snowden fragte, ob dem Premierminister bekannt sei, dah die Handelskammer von Manchester den Kaufleuten in Manchester mit geteilt habe, dah Güter, die nach Deutschland gesandt werden, von den Franzosen beschlagnahmt würden, und ob eine Information über diese Frage vorliege Wenn ja, welche Aktton die Regierung m der Angelegenheit unternehme. Donar Law verneinte den ersten Teil der Anfrage und sagte, er habe keinerlei Information, dah Waren beschlagnahmt würden. Er würde indessen Nachforschungen unternehmen. Ein Vorschlag Lloyd Georges. London, 19. Februar. (Reuter.) Anter haus. Lloyd George erklärte bei der (Beratung des Abänderungsantrages, die Demokratie Frankreichs und Großbritanniens sollte zusammen- gehen und zusammen handeln, soweit es ihr möglich fei. Mer die Freundschaft Frankreichs bedeute nicht, daß England jede Handfing eines jeden fianzösischen Ministeriums billigen müsse, die dazu angetan fei, den Frieden der Welt aufs Spiel zu setzen. In der jüngsten Aktton Frankreichs habe etwas gelegen, was über die Reparationen hinausginge, und dies fei beunruhigend. In der Reparationsangelegenheit habe nichts Vorgelegen, was eine derartige gewaltsame Lösung gefordert habe. Lloyd George gab sodann einen geschichtlichen Rückblick auf die Reparationsfrage und wies nadjbrücfTidj auf die verschiedenen Vorschläge hin, die von Poincare zurückgewiesen worden seien. Angesichts der Tatsache, dah nur ein Defizit von 10 Prozent in den Kohlenlieferungen bestanden haben, sei es schwer zu glauben, dah nur die Erlangung von Reparationen der Zweck der Ruhrbesehung sei. Er sei überzeugt von der De- rechtigung der Reparationen und er bedauere deshalb diese Aktion, die die Zufinft der Reparationsleistungen gefährde. Lloyd George fragte zum Schluh: Wer kann sagen, was sich ereignen wird, wenn man Deutschland zerbricht? Wer wird habet gewinnen? Ich bin durchaus dafür, dah Frankreich Sicherheiten erhält, aber welche Sicherheiten wird es an dgr Ruhr erlangen? Wenn wir wirtliche Freunde Frankreichs sind, werden wir unser Destes tun, um uns aus der Verstrickung zu befreien, bevor es zu spät ist. Lloyd George forderte die Regierung auf, daß sie fich an die Vereinigten Staaten wende und dah beide Länder an Frankreich heran treten. Die Abstimmung. London, 20. Febr. (WTD) Das Anter- Haus hat den liberalen Abänderungsantrag zur Antwort auf die Thronrede m i t 305 gegen 196 Stimmen abgelehnt. Die bedrohte Schutzpolizei in Essen. Essen, 19. 3rebr. (Wolff.) Gestern nachmittag fand eine Besprechung zwischen dem fian- zöfisc^n General Fournier und dem stellvertretenden Oberbürgermeister von Essen statt, in der die Frage der Schutzpolizei eingehend erörtert wurde. Der General schlug vor, daß die jetzige Schutzpolizei den Dienst weiter verrichten solle und zwar in Zivil, kenntlich gemacht durch besonderes Merkmal, etwa eine Armbinde: in jedem Falle würde für die Beamten eine Grußpflicht gegenüber den französischen Offizieren nicht bestehen, die für uniformierte Beamte jedoch in Kraft bleiben müsse. Sollte man auf diesen Vorschlag nicht eingehen, so schlug der General vor, einen Ersatz-Sicherheitsdienst einzurichten, der sich aus allen Beamten der blauen Polizei und einigen Familienvätern der jetzigen Schutzpolizei^ zusammenfetzen soll und zwar in der Gesamtstärke der Hälfte der jetzigen Polizei. Falls diese beiden Vorschläge abgelehnt werden sollten, lehnte der General jede Verantwortung für den Wegfall des Sicherheitsdienstes und der Schutzpolizei ab. In keinem Falle würden die französischen Truppen einen derartigen Dienst übernehmen. Die Genehmigung zur Bewaffnung von anderen Personen werde auf keinen Fall erteilt werden. Sämtliche Vorschläge wurden von den Deutschen abgelehnl. Hmite Morgen wurde dann dirch 10 Tanks und zwei Kompagnien Infanterie das Quartier des Schutzpolizei umstellt, die Mannschaften entwaffnet und das Gebäude beseht. Essen, 19. Febr. (Wolff.) Heute vormittag durchzvo ein kleiner Trupp Besatz ings trappen im Stadtteil Holsterhausen die Straßen. Da die Geschäfte infolge des Protestes heute schlossen, öffneten die Soldaten gewaltsam die teil iftre Uhtal röer auf. Dem Tcrtrag bei Stabe* üncien Läufer Darin HaM. am Sttmr*c4i 8U< Albe, s Grober HödaaN ansasioonen. Landkreis Hirften. ' B»rthard»felben. 19 Hebe 3h an» fern tatnbe DurM- für bai Den ts ch« Volksopser 57 750 M' uttgedra^ ^Langsdorf. 17. Aebr Da» vo- bei De» netibc bd-Xr'kne Sheen den kmal fir d i c t m Weltkrieg gefallenen Krieger tmferr» Dreßes trtrb unter ben Denkmälern der Provinz nt4>t an legier Stelle fl.cben Ja brr $djp:fa4» Hxrb es auS entern edyx>;l< (ben Ardennen waren Tarife herüber tn bk Gis ei ac-komm.-n Bauer grtti nach seiner versagte Da rih er das Heutiger 5tanb des Dollars 10 Uh« Vormittag- Berlin 22000, Frankfurt a. M. 22 800. lchlägem und ?jnrmtfnuppeln usw. versehen, der S-sbesr :'Uatts i aurde uursangreiches lafhmggmati-JiI beschlagnahmt. brierte. herrlich angetan tn rot-gold. von Hkib- rauchwollen trml4p6ngcri. (Fortsetzung folgt) Bon bem Personal ber beiden hiesigen Postämter wurden 165 250 Mk als erste Late für bte Luhrhlls« gespendet Sie Beamten und Angestellten des 81 n a n n- amt* Gtesten haben als zweite Late 62 300 Mark für daS Deutsche DolkSopser gespendet. bekanntem Ziel abtroniporilert worden. Heute morgen gegen 7 Uhr um teilten französische Kriminalisten bi Zivil bai Ha upt- p oft amt. während mehrere andere fränkische Poltzttien eine Durch'nchung bei Gebäudes vornahmen Die in dem Gebäude anwesenden Personen. darunter etwa 103 Postabholer. durften das Gebäude nicht verlassen 3rfl nach einer Stunde konnten sie das Postamt verlassen Unter dem Sreil?eit$baum Roman von Slara Bteblg. so. unb fl« waren noch «roch genug, ba unb dort einen Vergleich anzu deren Der hundert Laub» laler za Hit« bem wurde nicht» angeft«ft. wer fünf.ij wtl:e. dem brannte nur Mc Scheuer ab Gin grober THann mit langem Bart ging als Unterhändler hin unb her er vertrat gerecht beide Parteien Aus S.adt und Land. ® i t b e n, ben 20. Kebruor 1023. Das Deutsche Volksopfer. On brr Gekchäst» rette bei .Gl ebener ^raukeukurs in Nenyork u. London 19. Februar 1923. Beu York: 100 Stanfm 6,03 Dvllar. Vonbon: 1 Pfuub =• 77,98 Sranfen. werben Wenn auch zuzugeben lst, bast für manchen Kleinrentner und manche Dttwe die schmalen Ginkünste auS der Vermietung unerlästlich zur Fortsetzung der Getstenz sind, so must doch anderer» Mti auch einmal hingewiesen werden auf das Schicksal der Vewvhner deZ uni so nahen besetzten Gebietes, tn deren Dvhnräurnen sich das seindiiche Militär tummelt, und die einfach ihre Zimmer tpcflflcnommcrt bekommen Dir glauben bestimmt annebmen zu können, hast ei oei eitoii mehr Äutcm Dillen doch möglich wäre, manchen Laum ir einen Snidenten frei zu machen, und richten di« mahnende Bitte an alle Äreife der Bevölkerung, sie möge den Studierenden doch hierin Helsen unb leben nur Irgend verfügbaren Laum dem Dob » nungsamleder G i ebener Studenten» bin« < Bureau stunden: 9—12 und 3-7 Uhr) alSdalb anmelben, damit der unerträglichen Doh- nunasnot ber Studentenschaft allmählich gesteueN werden kann Hu« bem Reiche. Die 6onntagimbe. werkln. 19 Sehr (DTB) Der Sozial- p 0 l11ifch « AuSschust <4 Vorläufigen Letchiwirtschasiirati h.t den Gs n- wurs Übet Me Sonn tagsr u b«, ber fui zwölf OPnntoge des Jahres Ausnahmen ab- aeledeit Die vvrgeschbtgenen Abänderungen tle Mc Angestellten um Mn ihnen grundtänlich zuge- fprochenen freien Sonntag bringen könnten Ian- ben aus der Arbeitnebmerseite feine Billigung: man solle cS bei dem geltenden Recht belaßen — Detbct nahm der Ausschust einen Gesetzentwurf über die vorläusige Arbeitslosenversicherung mit 10 Stimmen der Arbettnedmer>erttet«r bei Stimmenthaltung der übrigen Mitglieder an. Verhaftung von Latioualso-ialisten. an Iona. 19 Febr lDTB i 3» der Lacht Mim Sonntag wurde In einem Altonaer Hotel eine Versammlung von 150 jungen Leuten durch Anzeigers^ gingen für unsere bedrängten DcUogenolsen an ber Ruhr unb am Lhetn weiter dn: V H. G .Du'«ter Xaf, Reinertrag aai einer Verlosung auf ben Di-.1 «riest am 11. Zehr wr 6300. Gemeinde Td.fbiru» i 57 750. Technisch Personal d«S Ltudttheaters Glesten i2 2Uu> 18000, Karl Schmidt z TanzschAe, In Lind« :- stnith 2405. K 3 L 303. 3 A LXX). Marin«, rerdn Giesten f2. Lale) 21 OCO. 4. Henning. Sd» tersweg 81 3000. Gcnxende Kesselbach 25 000. Klasse 3 b 1 Höh und Grw Mädchenschule 2003. 3m Aquarium von den S ammgüsten arfammclt 20 000, ß Küchier, Obedefunbaner Oberrealfcbulc 2000, Skatgcwinn des JagbOubi .S^Mvarze Sau" 6000. Sammlung bei einer Sher des A G.. Lollar 16 000. Dachdeckermeister ßapp. Die-str 7 5000 StantsanwaU JuflUrat Deidemann 10 000. 2L L 500. 2L L. 100 Mark Den Gebern ber-llchllen Dank! Bveilere 3m Friedrichs Wald etwa eine Stunde von Greist. lag bk Kö hierhin le des Schwarzen Peter Cie war letzt ber Hauptversammlungsorr lür Me Eine neue deutsche Protestnote. B« rkin, 19 Febr sDolfs.) Die deutschen Vertretungen in Pari-, London und Brüssel mir- ben angewiesen, den borliqen Leafeningen anläst- lieft ber AusMeilung bes ÖbcrprJl Iben len FuchS etnr Rete zu übergeben, tn ber rt heistt Die 3nleratttterte Lheinlandkommisslon Hal sich in doer an ben RelchSkomm'sfar de« besetzten rbet- nifcften Gebietes gerichteten Rote gegen ben Vor- Äirf ber Brutalität veNvabri. Die deutsch« Legierung muh diesen Vorwurf aus rechterhalten. Denn Mr Interalliierte Lheinlandkommisskm behauptet, sie habe nichts anderes getan, als bte .Beamten tn tbr eigenes Qsnb zurückzuschiefen", so kann diese Aeusterung einer ausländischen Behörde nur als Hohn empfunden werden, der um so weniger am Platz« ist. als nicht nur Oberprästdenl Kdchs, sondern s B mich sämtliche ausaewiesenen preufüfeben Legierung-Präsidenten und Oanbntte rheinischen Kamillen entstammen Die Ausbestnunq der Aus» tt* Hungen aus di« yamtltenangebvrigen ist «tn besonders inhumanes Prettwnsmlttel, daS sich selbst richtet DeschästsrSum« in* errtnaftween ihn«, Ce- LenSmittd. Me fW in m st geführt« Säcfe herften. Gfsen 19 5ebr doch waren Me Soldaten tn krieaSmä^ger Llsrüstunz. fo harten Me Läu» ber außer ihren Ptstofen Äettern unb Knüppeln noch den wilden Mut ber auf af?s gdaftten Banditen Man liefen« Nch em Treffen gegen Tntirmati bas einer ZelMhsach; nahekam Unb ber Schfuft war bU ftufarm zogen llch nach ber Mof lfcite zurück, bfe Läuber nach ihren Bergen Doch tn bet folgenden Rächt flammt« zum Jrl^n des Hohns bi« Muhte in ber Schlucht bet Gl", unweit des Städtchens auf unb warb u Mche Aus bet Burg Gltz lieft ber Lchlostherr Me Kanone au'sahrrn unb die Juabrü* aifekbcn «r f«tzt« sich In BerieibigutgsAas'.anb aber bU Boni* kam tricht Dagegen cu< km ofegerhos. bei Treist auf bem rrchten Mvselufer. brach fle ein. ?S.S n«c waren mU Tot- ».'ar^wirckchat'Srat an einer hellttchen vor.bann- fchairstchen Schule, am 10. Februar ber Lager» nuaster Dclpelm Schuck zu Giesten (Aaup:» -rllarnt» zum ^lloherwachtmerster. er» 12 Februar der F-ldberUin;gn.-g»komw' ar L^ieru gs» tat Dr. Karl Jenn in F iebber.: u« Ärrttantt- mann bet 2 ». «gte auf ihr» morschen Knochen M« faften ök vierzehn Jahre n:chc mehr ab. ®4 waren grausam« Strusen unb doch scheeck- fen fk nicht 3m Gegei teil Ri« harte es so oft e-urm gtldutci Don Kirchtürmen. Dörfer Per- rorrluibwrten Tor« von Städten wurden, sobald es dunkel war. sorglich gdchlstte:i 3tn fuc4nbarer Lärm schreckte bk Vewohner non Mofellern tn ber Rach des siebenten Frr» Schi N« ffeien. Unb setzt Kttcq»««chmi! Gin furchtbares G«:S «, etn •rfnatterJOnb»rgld*n Zwei Hnerr muht« n<8 9cgcnutXTikb*-r Kern Mensch traut« sich vor M« Tur; nicht einmal aus bem Fünfer zu »chen ®an-»m naeft ber Urfach za forschen 5k$ * Otnnber wurde ei Dteber still Qlber «tft als das lv-lle Morgengr'.um kum. 3^rrilt k» äuherst anschaulich bekanntes Gebiet der r „PaMogische Er- he" sprach dabei in« ■ humanen PathvlM h n sprach dem Redner lichafi herzlichen Sani of. Shrhard über hen. §er Gemeinde- stimmig beschloß, ft Oberhessen schlossen, zur .Auf- CinverständmSmit hren 1923 unb 1924 1030,-1060,- 1070.- 650.- 67d>- 660,— 42OO.-45OO,- 4535.- Äurs 19. L 91.- 1090,- 660,- 4600,- 300,- 801, - 134,- 180-— Antw.-Brässel . Holland London PariS Schweiz Spanien Italien Lissabon-Oporlo Dänemark ... stzonvegen . .. Schweden . . .. HelsinglorS. . . Neunork...... Deulsch-Oesterr. Budapest Prag....... 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Wie der ^Vorwärts" berichtet, hat der Flugtech nischeDerelnzu Dresden, dem Borbilde der Rhönflüge folgend, bei Geising im Erzgebirge Hebungen mit Segelflugzeugen veranstaltet. Die Versuche tollen im Frühjahr fortgesetzt werden. Eine Spende deS Papstes für lungenkranke deutsche Studenten. Leipzig, 19. Febr. (Wolff.) Der Papst ReHte auf Ansuchen des Deutschen Fürsorge- burrmis in Leipzig (Prof. Wvltereck) durch Der- miltfung des Kardinal-Erzbischofs von München, Faulhaber, in hochherzigster Weise wiederum !0 000 Lire (zurzeit gleich 30—40 Millionen Mark) zur Verfügung, um bedürftigenlun- icntranfen Studierenden der bcut- ' ch cn Hochschulen einen Kuraufenthalt .!, crmoglicben Gesuche sind durch Vermittlung der örtlichen Fürsvrgestellen der einzelnen Hoch- chulen umgehend an das genannte Fürsorgebureau Leipzig, Rotzsttatze 14, einzur-erchen. Angesichts der steigenden Rot und der im Besonderen immer mehr auch unter den Studenten um sich frt 90 Aestmeter Holz extra schlagen zu lassen. Das Holz kommt unter den hie- ligen Einwohnern zum eigenen Verbrauch zur Versteigerung. Heffcn-Naffarr. ftL. Frankfurt a. M., 19. Febr. Die während der Rächt au her Betrieb gesetzte Volksküche in der Predigergasse wurde dafür von einer Sptelevgesellschaft ausgiebig als Spielhölle benutzt, in der um sehr ^he Einsätze gepokert wurde. In der vergangenen Rächt wurde das Rest auSgShvben. Ramhafte Gelder wurden beschlagnahmt. fpd. Bad Soden, 19. Febr. Rachdem die Derhandbrngen zur Umbildung des hiesigen Bades in eine Aktiengesellschaft gescheitert sind, will man jetzt einen neuen Weg beschreiten und das Bad in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umwände!n Der Abschluh des letzten Jahres war ein solcher, datz die Gemeinde die La st en des DadebetriebeS nicht mcfyr tragen kann, zumal auch noch gröstere kosten für dringende Inftandfetzuugsarbeiten erwachsen werden. Landwirtschaft. Die Maul- und Klauenseuche. In A l t e n - D u s e ck ist die Seuche erloschen. Die Gemarkung Alten-Duseck ist aus dem Sperrgebiet ausgeschlieden und zum Deobachtungsgebiet erklärt worden. Die Gemarkungen Wieseck, Trohe, Rödgen, Grosten-Dufeck wurden aus dem Deob- «lchtungsgebict ausgeschieden. In den Gemarkungen Rieder-Wöll- stadL Ober-Erlenbach, Petterweil und Melbach (Kreis Friedberg) ist die Seuche gleichfalls erloschen. Beienheim, Dorheim, Södel, Weckes^im und Wisselsheim scheiden aus dem Beobachttmgsgebiet aus. Die Maul- und Klauenseuche ist ferner in Ehriaxweimar, Holzhausen, Rolls- Hausen und Bortshausen (KreisMarburg) erloschen. Die angeordneten Schuhmastnahmen sind eusgehvben. T'sn unb hort STßaub- M »Ä ab. «rtrat ,-r-* A ®w. "Ktn. c das s\Ax5n litt» ^ebraH. hibt X m er. »Ate °° Äi’fri sSs bc61™ -dsW M. n ^vllSvpfer te ^Mler für die für die iußr. ule Erfolge gehabt Äff’ ® to°rten toam, «. mnlung nach Mx. Sentner Dehl ®i« Ruhrspende be. W und 41 Zentner ftib. Don denBeam. cheren Umgebung als Ianuarrate - Sie nochmalige hen Feld- und Gesamtbestaz von M der ersten 2er- S000 M. also ein UNITED STATES LINES | BERLIN W8 GIESSEN U Unter den Linden ! Th. Loos, Kirchenplatz ■ General-Vertretung: Norddeutscher Lloyd, Bremen Schöffengericht. Gieden, 14. Febr. Zwei Tage vor Weihnachten fuhren drei (Bit- 'chen, die sich in Köln getroffen hatten, ein Melker tu3 Halle, ein Konditor aus Pommern und ein Bergmann aus dem Baar gebiet, von Köln über Siesteu nach Reiskirchen, und brachen in eine in der Rähe des Hofguts Winnerod gelegene, unbewohnte Villa ein. Die Anregung zu diesem Raubzug ging von dem Melker aus, der früher einige Zeit auf dem Hofgut beschäftigt gewesen var. Das Geld zu der Fahrt gab der Konditor. 3n der Villa erbrachen sie eine Reihe von Türen, Möbelstücken und Kisten uitd stahlen, was ihnen gerade des Mitnehmen- wert erschien. Sogar den Blitzableiter versuchten sie mittels eines Drahtseiles herunterzureiben, was ihnen jedoch nur un- vrlllonnnen gelang. Am Tage nach der Tat vollten sie ihre Deute bei einem Althänk^er in Giesten absetzen. Dieser schöpfte jedoch Verdacht •unb benachrichtigte die Polizei, welche die Diebe -alsbald hinter Schlvh unb Riegel brachte und dem Eigentümer des Hvfguts, der von dem Einbruch noch gar nichts wuhie, in Kenntnis setzte. Wegen Diebstahls wurden der Meller und der "Bergmann, die wegen Diebstahls bereits vvrbe- slraft sind, zu 3 Jahren, der noch unbestrafte Konditor dagegen zu 2 Jahren Gefängnis 'verurteill. Ein Schneider aus Rorddeutschland, der kurze Zeit bei einem hiesigen Bierverleger als Knecht Lefchäftigi war, hat einem Angestellten des hiesigen Gewerkschaftshauses einen Hut unterschlagen unb erhält deshalb mit Rücksicht auf seine 30 Vvr- ftrafen wegen Diebstahls, Betrugs, Unterschlagung, .Urkundenfälschung usw. 4 Monate Gef 2 ng » n i s. Don der Anklage des Diebstahls, des Be- trugSversuchs und zweier weiteren Llnterschlagun- jjen nrustte er mangels ausreichenden Beweises frei gesprochen werden. Wegen Diebstahls eines Sackes Briketts zum Rachteil eines hiesigen Kohlenhändlers und wegen Hausfriedensbruchs wurde ein vielfach Dorbefiraf- 1er Gelegenheitsarbeiter von hier zu einer Z u- saygefäilgnisstrafevon 3 Monaten zu einer Gefängnisstrafe von 2 Jahren, die er vor 14 Tagen wegen dreier schweren Diebstähle erhalten hatte, verurteilt. Von der Anllage de« Kameradendiebstahls wurde ein Schütze des hiesigen Regiments mangels ausreichenden Beweises fteigesprochen. Dageaen wurde er des Diebstahls zweier Kerzen übersüyrL Das Verfahren muffte jedoch eingestellt werden, da tor erforderliche Strafantrag nicht gestellt war. ßanbeL Berlin, 19. Febr. Dürfen st immungS- bild Rach den heftigen Kursrückgängen der Vorwoche machte sich heule an der 'Börse eine wesentlich beruhigtere Auftassung über die durch den Devisenrückgaug geschaffene unsichere Lage geltend, zuma-l auch die Devisenpreise selbst keine weiteren Einbuhen erfuhren, sondern bei kleinen Schwankungen auf stark ermäßigtem Stande verharrten. Die Angstverkaufe des Publikunrs haben «ufgehört, so day für Rückkäufe und Deckungen, die seitens der Spekulation vvrgenommen wurden, zum Teil wesentlich höhere Preise angelegt werden mutzten. Aus diesem Grunds kam es für fast alle Industriepapiere. Schiffahrts- und Danlallien zu Kurserhöhungen von durchschnittlich 3000 bis 6000 Prozent und für eine grobe Anzrchl in der Vorwoche stark zurückgegangene Papiere zu Erhöhungen von 10 000 Prozent und darüber. Mit Kursechöhungen von 15 000 Prozent und darüber smd zu erwähnen Deutsche Kali, Rorüdeutsche Wolle, Stettiner Vulkan, Ilse Bergbau und Oia- vis. Ferner vermochten Anglo Guano, Hösch und Hammirg-Südamerikaner 25 000 bis 30 000 Proz. zurückzugewinnen. Rur Hcrrpener und Stollb-erger Zink zogen von dem Tendenzumschwung keinen Rutzen. Don Valutawerten wurden Auslandsrenten, wie Türken unb Oesterreicher, sowie 6a» nadas und Petroleumwerte ganz erheblich hoher bezahlt. Auch Freiverkehrspapiere sowie der überwiegende Teil der zu Einheitskursen gehandelten Industriewerte vermochten wesentliche Beträge von den Einbutzen zurückzuerlairgen. Rach Erledigung der Deckungsaufträge war das Geschäft allgemein ruhiger. Die Kurse konnten sich bei un» be^uteilten Schwankungen gut behaupten. Frankfurt a. M., 19. Febr. Dörsen - stimmungsbild. Die Dörsenstimmung war heute wieder ziemlich freundlich, wenn sich auch im Verlaufe Kursabschwachungen ergaben. Im Einklang mit der Bewegung am Devisenmarkt machte sich in Auslandswerten eine Erholung geltend. Im Dormittagsverkehr stellte sich der Dollar auf 22 500 unb wurde später 20 250 gehandelt. 3m Freiverkehr schritt die Spekulation zu Rückkäufen, wobei sich anfänglich erhebliche Kursbefesttgungen einstellten. Am Montanattienmarkt fanden Aschersleben, Oberbedarf große Beachtung; befestigt gehen Caro, Dubchnls hervor. Von chemischen Aktien begegneten Holzverkohlung lebhaftem Interesse, Scheideanstalt lagen fest. Don Elektrizitätsaktien fanden Lahmeher, Felten & Guilleaume bessere Aufnahme. Schiffahrtsattien hatten sich erholt. Don Danken sind Metallbank, Deutsche unb Dresdener Dank höher. Zuckeraktien zeigten ein festes Aussehen. Zellstoffaktien zogen an. Richt ganz einheitlich lagen Kassa-Industrieaktien. Der GeschäftsverkehMwar nur teilweise etwas lebhafter. Um 1 Uhc stellte sich der Dollar auf 20000. Frankfurter Devisenmarkt. (TelegraphischeAuszahlung.) (In einem Teil der Auflage wiederholL) Der franzöfische Oberkvmmiflar über die AuSfichten der Ruhr-Aktion. Paris, 19. Febr. (WTD.) Der rheinische Oberkommissar T i r a r b hatte mit Philipp« Millet in Koblenz eine Unterredung unb ihm gesagt, man möge sich vergegenwärtigen, datz, um die ersten wirtschaftlichen Sanktionen im Jahre 1921 burchhuführen, vier bis fünf Monate nötig gewesen seien. Bevor der neue Zolllordvn, den man geschaffen habe, angemessen fünft ton ieren werde, damit die neuen Matznahmen durchgeführt werden fönnten, sei Zeit nötig. Er könne bestätigen, datz man mit der Aktion des Generals Degoutte eine Verbindung her gestellt habe mit bei: hauptsächlichsten Absicht, die Zollgrenze her- zustellen, ein Lizenzenregime zu errichten und die Drminialwälder auszuforsten. Dieses System solle durch die Reorganisation der Eisenbahn vervoll- ftänbigt werden. Tira cd rühmte die Haltung des englischen Oberkommissars Lord Kilmarnock, der gezwungen fei, sich zu enthalten, aber immer das Erforderlichste getan habe, um die französische Aktion nicht zu stören. Alle englischen Organe, namentlich General Godley, hätten die gleiche Haltung angenommen unb seien für die Franzosen kostbare Freunde. Das gesamte deutsche Iollpersonal sei entlaffen und werde am 20. Februar, an welchem Tage die Absperrungs- mahnahmen nach dem unbesetzten Gebiet vollendet seien, durch ftanzösisches Personal ersetz. t sein. Seit dem 12. Februar können keine Waren mehr nach dem unbesetzten Dmtsch- kand geführt werden, ohne datz eine Erlaubnis hierfür erteilt unb eine Steuer von lOPrvz. bezahlt werde. Die Dominialforsten würden unter der Leitung des Beamten Risacker, dem ein belgischer Delegierter beistehe, verwaltet. Die ersten Verkäufe aus den Wäldern des belgischen Sektors fänden am 24. Februar statt. Bei den Eisenbahnen stehe man erst zu Beginn der Organisation und man Müsse aufbauen. Auf die Frage, ob der deutsche Widerstand noch lange dauern werde, erNSrte Tlrard, man dürfe sich keinen Illusionen bingeben; der Widerstand könne lange dauern. Er komme nicht von der Bevölkerung des Rheinlandes, sondern von der Regierung unb den Beamten. Don diesen habe man bereits über 400 ausgewiesen. Angesichts der französischen Matznah men feien die Bewohner des RheinlandeS zurückhaltend geblieben. Sie verlangten weder Lizenzen noch AuSfuhrerlaubnifle und bei den Eisenbahnen streiken fast allgemein die Arbeiter. Seit einigen Tagen erhalle man jedoch zahlreiche Auskunftsverlangen über die Lizei^en und Ausfuhrerlaubnisse Gr, Tivard, glaube nicht, datz die Industriellen und Kaufleute im Rheinland länger als einige Monate beiseite stehen könnten und datz sie einen nicht wieder gutzumachenden Schaben erlitten. Tirarb schloh, indem er äußerte, wenn man entschlossen unb geduldig sei, könne man zum Ziele gelangen aber in jedem Falle sei hierzu Zeit nötig. Englisches Entgegenkommen gegenüber den französischen Wünschen? L 0 n d v n, 19. Febr. (WTD.) „Daily Estpreh- melbet aus Düflelborf: Die britischen Truppen werben heute aus einem kleinen Abschnitt bes westlichen Teiles deS Kölner Bezirks zurückgezogen. Paris, 19. Febr. (WTD.) Rach der Meldung einer Rachrichtenagentur räumen die brl- tischen Truppen schon heute die Reben st recke Reuh—Grevenbroich—Düren von Merken bis südlich von Elsdorf, wodurch die Strecke Düren—Reuh völlig frei werde. Deulsch-Lliremburg. . '»7500,—63000,—(U000,— GelsenkirchenerBergm-Ma- 55500,—58:,00. —62600.— Harpener Bergbau. 125000,-111000,-127500,-120000,- Stolhuerf 21 fcbcr6leben340.)0,-;tö000,-31000,-38500,- llaliwerk Westeregeln 35000,-»>500- -,-42000,- Vaurabütte....... -,-3600-j,-32700,-37501,- Cberbebarf 35000 -47000,-34500,-51000,- Sbönir Bergbau. . .. 5",OVj,-58000,-59750.-57500,- bcin stahl 50000.-54000,-50250.- 411000,- tebed Moni an . . . 10000a-l iu000,-l 10000,-115000,- fceUud Bergbau . . . 14500,-15000,— —,— Hamburg-Amer. 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Schweizer Noten französische Noten Dänische Noten schwedische 'Noten Holländische dioten Deutsch-Oesterreich ä 100 Kronen Slmerikanische Noten Englische Noten Italienische Noten Belgische Noten Ungarische Noten Tschechoslowakische Noten .... Norwegische Noten Rumänische Noten Svanische Noten 17. ftebrimr eimtL Noiierg. Geld Bries 1017,45 1022/>T> 7790,50 7829,50 91770,- 92230,- 1172,- 1178,— 3660^0 3679.20 3002.25 8107,75 937,65 1'4235 377&05 37M95 3640,85 36)9,15 5137,10 5162,90 19650'75 1974025 27,68 27,82 785,50 789,50 589,- 591,- Die praktische Hausfrau kennt die Vorzüge deS Sühstosfs. Sie ersetzt ober streckt bannt ben teuren Zucker. Aus eigener Erfahrung weih sie auch, bah Süßstoff bekömmlich ist. Sie verwendet ihn aber sparsam unb nur nach Geschmack. Erhältlich in Kolonialwaren-, Drvgenhandlungen unb Apotheken. 37c MW K/Ttbt Danksagung Donnerstag, den 22. Februar, abends 7lUhr: prfraMw. Schneekönig Vrttltocrtt Hnzugftofie Oroßen-Linden, den 16. Februar 1923. 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Fedruai d 3« ab ein, Woche lang auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur L,"ficht offen, woselbst innerhalb dieser Fr,ft Einwendungen schriftlich oder zu DrotokoH vorgedracht werden können. 3u ber Nachtrags»«läge haben auch bi, Bus mär der beizu tragen Londorf, de» 18. Februar 1923 Bürgermeisterei Londorf. __________«■■een.______1310V In ber Generalversammlung vom 11 Februar 1923 wurde einstimmig beschlossen, die Genossenschaft in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umzuwandeln Die Gläubiger werden aufgeforderi, sich innerhalb bes ge- sehlichen Sperrsahres bei der Ge- chabe ernt erhalt,», wagen für 3 B«er be gegen eine» islcken Itr 3 Hube 4» u.-rt«» Icbem. dh«L roirb kii>" 01141 Wiih. Lemp OMhartn Trr11< e. b Vbe.