Dienstag, 19. Zuni 1925 1Z5. )ayrgang Erstes Blatt GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: Vrübl'sche Univerfitalr-Vuch- und Lteindrnüerei K Lanze in Gießen. Schnftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze I- Erscheint täglich, cmtzer Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GiestenerFamilienblätter Monatliche öezugrprci le: 6000 Mark einschließlich Trägerlohn,durch dieDost 6000Mark,auch beiNicht« erscheinen einzelner Num- mern infolge höherer Gewalt. - Fernlprech. Anschlüsse: sürdieSchrist- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen, postfchedtonto: Zransturt o. M. 11686. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigenv 27 mm Breite örtl. 160 Mk., auswärts 200MK.; für Rekl ame- Anzeiqsn von 70 mm Breite 800 MK.Bei Platz- Vorschrift 20"/„ Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumichein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Hungerblockade im Ruhrgebiet. Die Stellung PoincarSs. Paris, 18. Juni. (WTB.) Der „Eclair" weist in einem Artikel darauf hin, daß die Tatsache, daß der ehemalige Ministerpräsident B r i a n d sich bei der Abstimmung über das Vertrauensvotum für Poin- care am Samstag der Abstimmung enthalten hat, eine Bedeutung habe, der Poin- care nicht entgehe. Ein Führer der Republikaner, von dem man geglaubt habe, daß er sich der Entspannung widmen wolle, schließe sich in der Kammer der Bewegung an, um nach Essen, 18. Juni. (WTB.) Die durch älnter- bindung der letzten Verkehrslinie im Ruhrgebiet von den Franzosen erstrebte Hungerblockade macht sich bereits bemerkbar. Bisher bestand noch die Möglichkeit, wenigstens Milch bis in die Rahe der Stadt Essen heranzubringen. Infolge der TInterbrochung der Bahnstrecke Sovvr vertagt. Cngland und Nnßland. London, 18. Juni. In Beantwortung einer Anfrage teilte Mac R e i l l mit, daß ein älebereinkvmmen mit der Sowjetregierung in gewissen besonderen Punkten erzielt worden sei. Es würde jedoch verfrüht sein, die Verhandlungen auszudehnen, bevor die Regierung in der Lage sei, zu öeurtellen, wie das augenblickliche Uebeceinkommen durchgeführt würde. Mac Reill gab zu, daß die augenblickliche L a g e der englisch-russischen Beziehungen unbefriedigend sei. Baldwin erklärte, die Regierung sei nicht der Ansicht, dah eine Konferenz mit der Sowjetregierung gegenwärtig mit Nutzen geführt werden könne. Rußland nnd Japan. London, 18. Juni. (Wolff.) „Daily Expreß" berichtet aus Tokio, daß d:r dortige Drr- tretec Sowjetrußfands Joffe Anwesun'sn aus Rußland erhalten hab:, die ihm Die Befugnis erteilen, als Bevollmächtigter auf der r u f f i s ch - japanischen P cä l im i n a v f v n f er o n z aufzutreten. Im japanifchrn Außenministertam werde erklärt, daß die Besprechungen innerhalb einer Woche beginnen könnten. Danzig und Polen- Warschau, 18. Juni. (Wolsf.) Die Blätter melden, eS sei beabsichtigt, a l l e D a n z i g e r Bürger aus Polen auszuweisen, falls Danzig r icht die Ausweisungen von Poien zurücknehme und Genugtuung gebe. Deutschland und die Luftschiffahrt. London, 18. Juni. (WTD.f Del einem im Zusammenhang mit dein bevorstehenden Lust- ko n g r e ß gegebenen Pressesrüyiäück erklärte der Unter ft aatöfefretär für das ßuftiaprt» wesen, er sowohl wie General Sykes wünschten sehr, dah es möglich fein möchte, Deutschland wegen seiner großen technischen Erfahrung, insbesondere im Bau von Zepvelin- Flugzeugen, zur Teilnahme an dem Kongreß e i n z u l a de n, was für den Kongreß von großem Interesse sein würde. Ec habe auch gehofft, daß Deutschland sich dec Internationalen Konferenz für Lustschiffahrt anschliehen mürbe. Da es aber mit Rücksicht auf solche Schwierigkeiten, wie sie die Besetzung des Ruhrgebietes geschaffen habe, für Deutschland nicht möglich gtireien sei, Mitglied bet Konferenz zu werden, so. hoffe er, daß Deutschland bald ünstande sei, sich der Konferenz anzuschliehen. 9lus dem Reiche. Dir Lohn- und Geh^lisfragsu. Berlin, 19*. Juni. Die Verhand-» l u n g e n der Reichsregierung mit den Spit- zenvrganisationen der Staatsarbeiter über die infolge der fortschreitenden Teuerung notwendig gewordenen Lohnerhöhungen sind, "wie die Blätter melden, gestern nachmittag ausgenommen worden. Ein Ergebnis der Verhanolungen lag in später Nachtstunde noch nicht vor. äleber die Frage der Erreichung Werts beständiger Löhne hatten die gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen gestern wiederum eine Besprechung, die jedoch ergebnislos verlief. Aus den Erörterungen ist zu entnehmen, dah man das Schlagwort „G olld - löhne^ durchaus ablehnt, weil bei dem gegenwärtigen Stand der Papiermark die Erzielung von Goldlöhnen einfach unmöglich sei. Die Gewerkschaften wollen im übrigen den Gedanken einer aus den wichttgsten Wirtschafts- faktvren zusammengesetzten paritätischen Indexkommissivn verwirklichen, die allwöchentlich den Index ermitteln würde, nach dem die Löhne zu regeln seien. Auf diese Weise würden Die Löhne allwöchentlich dem ermittelten Index angepaht werden müssen. Die erhöhten Postgebühren. Berlin, 18. Juni. (WTB.) Der PostauS- schuh des Reichstags hat eine Entschließung sämtlicher Parteien angenommen, wonach die Regierung bei der Erhöhung der Telegraphengebühren in der nächsten Vorlage auf die Not der Presse und die Notwendigkeit der Erhaltung des Rachrichtenbienstes für die Osffent- lichkeit gebührende Rücksicht nehmen solle. Ferner wurden die neuen Inlands- und Auslandspostge- bühren angenommen. Der Gebührensatz für den einfachen Fernbrief wird danach von 100 auf 300 Mk. erhöht. Gleiche Erhöhungen erfolgten für die übrigen Dttesgebühren. Der bisherige niedrigere Gebührensatz für Ansichtskarten (Vorderseite fünf Worte) wurde beseitigt. Für Pakete ist die Erhöhung mäßiger gehalten. Der Meistbetrag für Postanweisungen wird in Anpassung an die Geldentwertung auf 5C0 000 Mk. erhöht. Die Gebühr für den einfachen Ausländsbrief wird von 300 auf 800 Mk. erhöht, d e enige fürbie Ausla dspvstlacteaus 480, die Auslandsoruckfach: auf 160 Ml. Als Grundgebühr für jedes Fnmtclegramm wurden 400 Mk., Wortgebühr 200 OHL, für Orts- und Presfetele- gramme 200 Mk. Grundgebühr und 100 Mk. Wortgebühr festgesetzt. Der Teuer-ungszufchlag für Fernsprechgebühren wird von 2900 Mk. aus 14 900 Mk. erhöht. Demokratie und Nothilfe. Der am 16. und 17. Juni in Homburg v. d. H. veranstaltete Parteitag der Deutschen Demokratischen Partei für Hessen-Nassau und Waldeck gab seiner Sympathie für die Technische Rothilfe in folgender einstimmig an» genommenen Entschließung Ausdruck: „Die Deutsche Demokratische Partei Hefsen-Ra^aus und Waldecks erachtet die Technische Rothilfe, die seinerzeit von einem vorwiegend sozialistischen Reichskakinetl zur Sicheruni dec lebenswichtigen CEetriebe im Interesse des Volksganzen gefchaffen wurde, in heutiger Zeit für unentbehrlich, was auch in der Bewilligung der Etatsmittel für die Technisch: Rotl il'e du ch die D mokrallsche Retchs- tagsfraftion seinrrzeit klar zum Ausdruck kam. Das hindert sie nicht, den Zeitpunkt zu be° grüßen, der das Vorhandensein einer solchen wiillschastlichen Hilfscrgani'ation überflüssig macht; denn das bedeutet, daß der Geist der deutschen Vo.ksgemeinschast. das Kernstück demokratischer Weltanschauung, das deutsche Voll in seinen werktätigen Teilen voll und ganz erfüllt Da die dem RcichSminifterium des Innern unterstehende Technische Rotbilfe vollkommen auf die freiwillige Hilfeleistung aller Staatsbürger ohne Ansthen der Partei oder Konfeffion angewiefcn ist, erachtet es die DemokratifcheParte! auch als Pflicht jedes ve, ar.wortungsbewußtskx Demokraten, hier nach bestem Vermögei» freudig mitzutu.i." Gemarkung Großen e n überbnizht. Stil erkämp! Tcfutfccr lebt Dorbctftebznt'cn. Lcktöffcngcricht. •tn IBlrt von hier, bet tat Bertoeileit xne •äftcn in tetnrr Wirtschaft über btt tl»ctfhintc tultetc, crbtdt eint < von 600 Biort in Oltjem f o unfluuftigen Qabr im Unteren* bet •etnnfrfrtit brr Ämter nnbeblngt ateulefrarw * Tide Äunbgebung soll btm (JanM5tIbarj4- ami Au'jmzncn mit einem trzUichTN -nf tnk, 2 und 3. Bit* 11500, W beim Samilunatenb te» .Oteter- kränz' ®uten 61 200, 200 000 All Reinertrag au» ter ersten diesjährigen Aufführung ter Operette .Winzellteiel . ütenriekn barch Dr Bernbeek (TBaTZMibne, 1 Rate!. Crbtar<± .ift THefed (neue Aale, 63 000. Dorikirchrntag Robheim a. d Horloff 70 0CO. Mai klaffe Trticrtteim 90 582 Bit Den Gebern terzltchfien Tanfl Weitere Spenden werden In ter Geschäftsstelle de» .Siebener Anzeigers' angenommen. .fllnt fehr zahlreich k»7*uchte •Uenroer- fammiung ter HEde^rn BUM :«k hat ein- frimeng ' an daS van*<>iml für baS Tiltwrgeorekn 2a» crmgr.tte Dr uch a u richten. ton einer 3extuL>4ng ter bteüiibdgen Sommenexten abgnfeten Zumäch» erscheint die Preuten gegen all die grohm ich i^*n Td-ich.- jener ,jcn stimm Steuerzettel ob. ter Hausbesitzer Der (teuere nicht ten heutigen Wert teZ Hause« verlange aber bk tiefem entsprechende Miete' T-ev Aekmer führte gegen dir in Dieben er»' Menen Hunter stütze u.a an. datz in Bab-Qlau- d.im 90W PrvH.nt, in Frankfurt 11 500 Prozent d cechnrt tot)rten. Darmstakt berechne 36 000 vrrzent. darin seien ab.r alle übrigen Kosten, tote Waffergcld. Schernst.infegergcdühren. Haft- I pflichiDersicherung. Aruntst.u.r. Biarbverfiche. rung«tehtäge, enthalt, n. o tast »leben tattäch- !l k4e teuerste Stadt sei. Die WvhnungSbau- (iibe sei nötig, denn vhae fle kämen tolr zur I krten Bewirtlck >ltung unb zu MstPn D?n schwin- tepter Höte. A^ner emr'^di a schlostene« Bor- fl‘ten ter Mktcr. damit bie Zuschasie beiataejcut würden. doch ter Abschritt al« Danae« Sgez7ichn:ten Eindruck, tnie bk . . Cmcut tritt bkr namentlich In einbouckSvv^ster Weik zutage, welchen aub:r- ordentlich gre^zn Mussenapparat (3. B. bei ter Köper ter Sch acht von Leuthen) an Menschen. Tieren und Material man auf geboten hat. um diese« F lmunpernrhmen aus bie hohe S'uft von künstkr.scher Bcd-rutung zu heben, die Ibm niemand befi reiten kann. Dk Borfübrung de« Schlubteck« dauert nur noch bi« Freitag Wir empsedien ten Besuch aus» beste. Nene Lchnellzüqe Aber (Eiosten. Die bisher nur zwischen Aenchen urb Frankfurt a. M Hbf verkehr en den D 307 308 werter über Frankfurt a. M Hbf hinaus bi« und ab Köln Hbf dar-geführt D 30Z verkehrt bi« Frankfurt a TR. Hv'. wie kither Frank art a. M Htf. an 1BZ nacht«, ab 3.03 Dorrn.. ® leben an 4 17 Dornt, ab 4.32 Dornt in Richtung Köln. D 306 in Richtung Jmrnksurt a. M. Dieben an 3.13 Denn., ab 3.23 Dornt, Frankfurt a M. Hkf. an 4 25 Dornt, ab 4.42 vornt in Richtung Darmstadt. scheublichslen Oveis« von ihnen vergewalstgr worben sei. Der Schwerverletzte kam in be- wubklosem Zustande In da« Krankenhaus. — Die Polizei überraschte in zwei Wirtschafte« Spielklub«. deren Mitglieder lediglich Zugendliche -wischen 14 und 17 Zähren waren. Bei der einen Spielergesell- schäft wurden Einsatz« bi« zu 30 000, bei der 60000 Mark beschlag- Affäre, bei der vier Aus Stabt unb Lanb. Gissten, ten 19. Zuni 1923. ttfiestrner (klterufordernngen an das Landesamt für das VtidnngSwefen. Eine aust^ordentllch stark te'uchte Eltern- Dtrla m mi u n g der Höheren Mäd chen- schule füllte gestern atend ten lumlaal ter Schule bi» auf ten letzten Platz. Den Anlah zu blekm starken Besuch bot die in den 3itcm- kreisen feit einiger Zeit sehr lebhaft erörterte Fraae ter Berkü rzung der Sommer- fetten, die, um da« vorweg festzustellen nach unfeten 3n)ormatkni3! von der Jit.mf-teilt alkv Schulen einhellig abgelehnt wird Aus diesem Entschluh tra auch die gestrige sehr reg? Aussprache uufgebaut Die Stellungnahme ter Ettern trat batet aber nicht etwa nur von bem Gedanken beherrscht, dah etwaig.- Serienreifen durch die Schulserienverkürzung tertrttiä.b- tigt würden, sontern sie war zu einem segr wesentlichen, ja toir möchten sagen Überragenten Seil von ter Erwlgung bestimmt, bah auch sehr gewichtige ärztliche Bedenken gegen die Beschränkung ter Lommerserien sprechen Mehrere al» Schülerlnnenväter anweknte Aerzte Wielen fachmännisch daraus hin, bab bem Körper te» Kinde« nach allen bisher gemachten Erlahrungen gerate die Ferien In ten Sommermonaten am zuträglichsten lind, weil sie In eine Zelt fallen. Wo ba» 'Aufnahme- und ßelftung«Tx*imögen ter Kinder Infolge te« starken Längenwachstum« auf einem sehr tief ge egmen BewertungSpu \ti liejt. wählend ter höchste Punkt dieser Entwicklung Im Winter, und zwar Im März, ist, wo eine Serien- füreuna nicht clntrltt. Weiter wurde betont, hab auch die SruährungSlage ter melften Stadtkinder, bie zur Zeit wieder so ungenügend ist, bah Diel- such Me Rhachitl« unb die Tuberkulose erneut eine febi stark ansteigende Kurve ausw.llen. e« sehr dringend notwendig macht, ihnen eine längere. flau eine kürzere Somme^erholung-paufe von ten anftr.-nq.i • te» älnt-rrtcht« zu gewähren. Rach dieser R'chtuuß hin feien b;c Verhältnisse auf dem flachen Lande durchou« nicht zu ücr- aleichen mit ten Tkrtxilmiflcn tn ter Stadt, denn bort brausten seien bk gesamten 2eten»teblngu.i- gen ter Kinder durchweg doch wesentlich besser ! al« in ben Stäbten Beachtenswert ist ferner ter | Hinweis auf bie bisheirge ungünstige Witterung diese« Sommer», die e» nicht gestattete, ten Km- I tern die B< ti < q u na « mtel 114 feit en im Freien zu lasten, bie bem trachlenden Körper unbedingt notwendig sind und die man sich Don einer vollen hoffentlich In bessere Witte. ungSverhältniffe fallenden Srmmerkrienzeit vn spricht. Sehr stark anaefrch'en wurde ter Standpunkt te- Lande«- bUb’.mg«amtc». bet die Bcdängcrung ter Winterserten durch Abstr.che an den Sommer- feilen au »gleichen will Bon verschtetenen ©eiten tourte temaegenüter betont, dies: Regelung sei um deSwlklen nicht angängig, weil t r. ledern vchullahre 85 Tage Ferien getrübt' werten muhten, die Betlängerung ter Winter- «erien in ba« a 11 c Schuljahr falle, man aber seit vstern doch Im neuen Schuiiahre stehe diese bei- ?t,Jtnnlcn ®^unabrt könnten unter feinen I Umftänten miteinander rerquicki werten Uebn- aeol tourte auch daraus Mngetteekn. dah man ia bei ten Osterferien die Anstatt gegendenWii- I len ber Lehrer und auch gegen ben TDil- en der Eltern einfach durch einen Befehl ftübee gefchlosten und im E.itergedni» dadurch doch keine Kotzlen erspart bäte u-eil die Schule nach ten Feilen unter Aufwand erheblicher Xrlknmcngen tokter angebem werten muhte Jn ter Berfammlung mach:e sich zum Teil eine sehr erbitterte Stimmung gegen ba« Vorhuten de« LanteSdiltengSamtS bemerfbar. e» tourte so- gar unter Zustimmung rahirktcher Besucher empfohlen. an da» Oante»tUbung*jmt da» \? tuchen um Gewährung ter vollen vierwöchigen Jeden au richten und im Richlgewährungsfalle nach ten drei Wochen Serien einen eiawöchigen Schul streik durchzuführen. Bon derart radikalem Borgeben uxxrte ater voa andere, rkite, namentlich auch von ter Schulleitung und anteren I Schulmännern, au« pädagoglichen unb allgemeinen Oiünten dringend abgeraten und empfohlen e« bei einer gemäst gten Borstellung mit ärztttchem Gutachten bet dem Cantetemt für Da« Bildung»- Deien zu belasten. Dieser Rat fetzte Nch vorerst auch durch unb e« tourte schttehttchelnstimm ig I die folgende Gntschttehung angenommen. ' Die vvrgcschlagene. an die Stadtverwaltung zu rtchtenkx- BuffDr: *rung zur Herabsetzung ter HunkSrtfätz: wurde bk rauf v - ter Bcrtammlung otne W.terfpruch angenommen. Dh n Wvhnunsen. Erfassung ter Drund,, chwerie in sulch ' Hinsicht. Ernknong der ArtettSlos« in ter BwftoHteiÜcllung und schttetzlich Unter- fturung ter Bor^nres?rml^wegung durch BeÜrUi Cu deren Organ dal ton. . Bor sitzende erklärte nxch, bte Mir- Orschast kl enttäuscht üter die Entichcidung teS Ämternt«. Er trete dafür ein. bah nicht mehr ter KteGämter. k-nteni die KieiSau««chüste bie Entscheidung in diesen Angelegenheiten treffen mutzten. 3« fetnm Schluhwort unterstrich RechcA- ratuttr. wenig verändert, e-^chs.lnte Winte. Da» Hoch über ter BiSenya hat ktne Lage toentg verändert, f» dah ba« wechselnd wolttge B.'eüer anhä ll. Sanlfrct» Air^r«. C Langsdorf. 18. 3unl Da« Denk» I mal tu Ehren ber Im Weltkrieg gc- bllebenen Ärleger untere» Tcrfe« totrboar» | auSttchtttch ,u T. . e g C. i. u’t cntbüilt trertea. E« I besteh: au» einem stattlichen LS Den mit reich« I kriegerischen Verzierungen al« Bi.ttelpunk: ein* I Ebrenfrledhof» jeter ter gefallenen Heiden et» I tä:t einen telr.iteren Denkstern. Die Ausführung I be» Denkmal« ist B Id Hauer LeonhardmG run- I berg übertragen Worten. e ® tüaberg, 18. 3mL Bon bem ® t* melnberat wurde -ar Einrichtung einer I Mädchen fortbildungSfchule unb zur I Aadge tal nng ksr Sandwirt f chaf tltche n | Schule die BerelrfteUung entsprechender Mn- | ttnldbi«räume durch den Ausbau de« Bolksfchnlgebäudes gefordert. Die Kosten veranschlagte man auf 1 0 4 OH IH10 • n e n Mark. Der Serneinberat bat ben Bor- fttlag ab gelehnt, da die Stadt nicht in btt 2age ist. eine solche Summe aufzubrtngen and m verzinsen. 3n bet Aussprache tourte ange» regt, durchstweckmähige Bericllunq de« Bolk«. w Fvr.bildtmgs- und lanbwrttfchaftlichen Unterrichts eine volle Ausnutzung der vorhandenen Bäume an-uflreben, toodnrch il U. bk Aaamfrage ohne gröhere Kosten gelöst werten könne. □ Stockhausen bei Grünberg. 18 Zuni. rtcxb im Laufe te« Sommer«. vornuSfichtilch am 8 Zull, tc4rb unter Dori fein Ehren henk- I mal für bie Im Weltkrieg gefallenen Helten er* • alten E« besteht au« einer Säule mit Stahl- beim unb cifernem Kreuz in erOateuer Arbeit. £a« Kapitäl zeigt eine reiche Brrikrung. Die Ausführung ta« Bilbteucr Leonhard in Grün- bcig übernommen Wk wir hören, hat dieser Künstler im Lause te« 3abre« 1022 nicht wenig« al« 13 Ehrenden kmäler. alle in ku .stl.-nl.ter Boll- cndung. au»geführt. Nrci* Friedberg. _ * Sytebbera 18. Juni. Zwei Iran«Dortt Ruhrkinder sind In ten letzten lagen frier dngeltoffen unb nach guter B.-;pflegung auf frie terldpcternrn Orte unsere« Kreise» verteilt worden. .L*. Dad-Aau heim. 1& Juni. Die Zuschläge zur Grundmiete werten frkr mU Wirkung Dom 1. 3ull ab tok folgt erhöbt. auf 5600 v H. für Betriebskosten, auf 13 400 v. H. für laufend? und auf 3903 D für grote 3n- siandserurigekLsttn. De Geiamt/asch:äge bezisse» sich mithin aus 27 903 D. H - Dem Beftorat ber Stadt schu le tourten von tem Staatsanwalt Aschan au# Malmö 50 schwedische Ärp- nen zur Anschauung Don Lern Mitteln für b!e In grober Zahl frier tocUeaten Kinder Sitae to I e f en e r unb für erbvlungstedürftlae Kl» ber au» ter Ruhrgegend überwiesen. 'Rendel (Wetterau), IS. Juni. Gestern, Sonntag, abend fand hier eine von wett und breit besuchte Bersammlung statt, ter auch viele vertriebene Rheinhessen beiwohnten. Rachtem Lichtbilder von Rheig und Ruhr gezeigt waren, hklt Pfarrer und Reichstagsabgeordneter Korell einen Bor- frag über ten Kampf um Rhein und Ruhr. Männer- und Kinterchöre gaben tem Abend ten paffenden Rahmen. An den Reichskanzler wurde folgendes leie» gramm gesandt: „Drohe Versammlung vog Hessen und Rheinläntern erhebt scharfen Einspruch gegen französische Rheinpolitik. Bit Rheinhessen wollen Hessen und gute Deutsche bleiben ; niemand baf von brausten hlneinzureten. Der Rhein soll für immer deutsch bleiben.- Dk Versammlung spendete einen grasten Betrag für die Rhein- und Ruhrhilfe. Hesten-«assa«. fpd. Frankfurt a. TL 18. Juni. 31 der vergangenen Rächt wurde Im Bleg- wald, nahe beim Bvrort Rödelheim, ein au« KarthauS auSgewiesener Eisenbahner vollständig entkleidet und schwerverletzt aufgefunten. Sr gab an, dast er v 0 n drei Marokkanern überfallen und In ter anderen solche bis nahmt. — Die grr ZuaführerattBeraubertervon ihnen gesührien O-Züge ermittelt und felkgcfkellk wurden, zieht weitere Kreise. Am Sonntag wurde ein f Ü n f t e r Zugführer. Johann 2 n • •• Sabrrabblebftäfrle. 3n letzter Zeit tnivten frier fv'g.nte Fahrräder entwende: Marke eTl«marcT (Fabr.-Rr 47976), Marke.Tbler'*. Marke .Diamant". 'Marke .Torpedo". Marke .Wartburg", Marke .Opel 10" (gabr.-Tr. 656 476). Bor Anlauf wird dringend ^to-imt Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Ädmlnal- Polizei entgegen. Barnotizen. — Tage«fafenber für Dienstag Licht'p elteu« Ba'nhofst aste .Fritertru« Ber. — Palast-Lichtspiele ,E« waren zwei König«- finter** und .Zamlstr Gäns:klein". — Au« dem Otabttfreaterbureau. Aus da» Gastspiel de« Äaf’rfcr SraatStteatrr« nm kommende 1 Do:M7r»tag mit Karl Siemfreim« ipannenkem Schautp ei .D i e Marquise von ArciS" sei nochmal« ausdrücklich friarLoirkn. Da« nächste Gaüsp'el stntet erfi im Juli statt. ; ta de Tteatervvrstellung in ter letzten Juni- j Woche wegen ter Ä? inerte te» Orchester« te« 1 ßante»tbcatcr« auSsäilr — .Ter Antichrist und fein TBetr. lieber diese» Ttena iIntel morgen atead im 6 ngfaal ter Oberreal schule ein Vortrag statt. 1 Setze Anzeige.) - Ter HauSbesitzerverein lädt im truitfl*« AizelgenkeU seine Blltglkter zu einer M tglieterocrfammlung aus nächsten DcmnerSiag- ' abend in da« KakfroUfchc Berein«frau« ein Man beachte d e Arvelze. - Für die R u frr Hilfe wird von ter W^lddüd e d e Operette .1B i n ge r 1 i cf cP, bk am 13. b». Mt«. vor auSverkaattem Hau» zum Besten ter Rubrfr.ste In S'en: ging, am nächkn Samstag. 23 Juni, A i ang 8 Uhr. - eben- «all« im Katholischen BereinS hau« tok- tcrtolt unb zwar auf D.dfatijci Wunsch Diese alt ge-, aber ae^ödnlch mistbiauch- Betetoen- bung bat. so ichre d: nur un». diesmal ihre Be- rechttgung^ Eine gro^ Xvabl IntorellrtUrn fr arte te r* kfrtcn ItirtearerUuf to'acn ter uter- E“en Rachr rge n ch: rnrbr te’.rl(f»li igt werten tn unb allen ante reu welche die .Winzer- ^vch nichr gekfren baten unb cinr.i an- ««taten Atend rerbrmyn und di: 'ich aaf Mek ’« an ter »weite 1 Xiu ter D..ld! üfrne- Autzrhll e beüUlgcn möchte', ist frter>u am SamS- tag Je tgenbca geboten. Di. ElnrtttSpr.tk «übten eüwJI ecbbbt toorten («033. 3000. 2000 IRL». da» Orchester, amfrk Gtsamtwirkung noch I vtrto.rtten Ge ängniSstrasen van einer Wach, unb fünf Tagen zu Gelöst rasen von 10 000 Mark und von 5000 Mark verurteilt Ein Fermer dt« hier tourte «Kgm DirbstahK von Str?fr in zwei Fallen mit zwei Monaten drei Wochen Gesängnl« teftro#:, rrsifreenb eine Stau von frier to^ca te«Mbcn Ber geben« an Stelle ter an sich verwirkten J*Jängni»ftraft von drei IbjAcn zu ehtor Gelt strafe von 1 5 000 Btorf Dtrurteilt tourte Wrgen Htfrkrrt Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr Demi nag«: Bern* 160 000. Frankfurt a. M. 156000. gefragt Rhenanla nxiren mit 40 000 Prozent Steigerung im Handel. Höher stellten sich noch Scheideanstalt. Holzverkohlung. 21. E. G. fanden größere Beachtung. Sonst sind zu nennen Schuckert bei großer Steigerung, lebhafte Nachfrage bestand für Gebr. Iunghann, Philipp Hvlzmann, Spiegel und Spiegelglas, Julius Sichel, Hapag und Norddeutscher Lloyd fest. Mittel banken fanden größere Nachfrage. Am Rentenmarkt folgten naturgemäß die ausländischen 2lnleihen der Bewegung der Devisen. Dollarschähe sehr gesucht. Berlin, 18. Juni. Börsen st immungs- b i l d. Die Devisen wurden heute durch die angeblich infolge französischer Verkäufe im Ausland rapide iortgesehte Markentwerlung und hiesige Angstverkäufe vor einer weiteren Verschlechterung weiter gewaltig in die Höhe getrieben. Der Dollar stieg zeitweilig über 150 000. Natürlich wirkte sich die Bewegung in ähnlicher Weise am Effektenmarkt aus. Die Kurse stiegen aber meist nicht in entsprechendem Ausmaße, da die ungünstige Beurteilung der wirtschaftlichen und politischen Lage ein Hemmnis bildete und man außerdem die Möglichkeit eines Rückschlages nicht außer acht ließ, da der kolossal hohe Kursstand ein entsprechendes Risiko bedingt. Immerhin hatten die schweren Montanwerke wie Gelsenlirche- ner und Harpener Kurserhöhungrn zu verzeichnen, die die Hälfte des bisherigen Standes überfliegen. Auf den anderen Gebieten waren die Kurssteigerungen gleichfalls teteutend, ^Iter weit weniger groß. Selbstverständlich wurden Dalutapapierr der Devisensteigerung entsprechend hoch bewertet. Bemerkenswert war außerdem die beträchtliche Steigerung der 3pto,genügen Reichsanleihe um 17 000, nämlich von 21 000 auf 38 000. Im weiteren Verlaufe wurde die Haltung im amtlichen Verkehr allgemein etwas schwächer. Deutsche Eentral-Dodenkeeditverelnigung. Die Frist für den Erwerb der neuen zehn- bis zwanzigprrzentigen Kommunal-Schuld- verschreibungen zum Bor^ugslurse von 106 Prozent läuft am 20. Juni ab. Für die Einführung rl Transports Tagen hier Antw.-Brüssel. Holland London Poris . Schweiz Spanien .. .. Italien . Viifabon-Dporto. Dänemark .. . Norwegen . . . . Schweden..... Hettinasors. .. . Neunork...... Deutsch-Oesterr.. Budapest . . . . Vraa........ Agram . Bochumer Guß Buderus 942:3.5.) 26766-5 21754, ft> 6791.95 26917*03 24561,25 394982)0 wohner der bedrohten Ortschaften sind, von Panik befallen, geflüchtet. Chinesisch« Banditen. 18. Juni Nmtt. Notierg. 'Brief 2300,-2400.- 180 K),-40000, 649 - 640.- 340 - 350 - Frankf urt a. M„ 18. Iuni. Dö rsen- stimmungsbild. Der Wochenanfang brachte für die meiften Werte in Derbinoung mit dem Dollarkurs, welcher mit 130 000 bis 143 000 genannt wurde, auf den meisten Märkten Kurssteigerungen mit sich. Eine Bevorzugung war wieder bei niedrigstehenden Papieren zu bemerken. Zu auffälligen Kurserhöhungen kam es in verschiedenen im Freiverkehr gehandelten Aktien. Als fest seien hervorgehoben Ufa 95 000 bis 97 000, Emella 33 000 bis 36000, ferner wurden genannt Decker Kohle 195 000, Decker Stahl 200 000 . Benz 210 000, im Zusammenhang hiermit Schebera 120 000, Grvwag 8000, Hansa Lloyd 50 000, Tiag 20 000, Bauxit 4000. Von den Montanwerten waren Earo und Phönix tesvnters feft Rheinstahl stiegen auf 1 150 000. Daimler standen in starker Nachfrage, auch Kleyer lagen fest. Neckarsulmer plus 17 000. Auf dem Markt der chemischen Werte waren Anilinpapiere lebhafter [Ion Dollar oder 10 000 Gewehre verlangen, andernfalls wurde der Priester erschossen. Holzsubmission Die Gemeinde Geilshausen im Wege schriftlichen Angebots zsichnetes Holz. Fichten • Stammholz: Rekel 27030,— 9175. 26339.- 39200 — 58000- 21250 152500 - 688500— 6805— 7690— 13.75— 4490— iN-ld 267/0— 9075.- 26970— 38800- 57500- 21150 151000— 681500— 6745— 7610— 13.25— 4470.- Hanvel. Dörsenkurfe. Frankfurt a. M. Berlin Schluß. Schtutz. Sdilnfc. Schloß ftur» Kurs Datum: 15.6. 18.6. 7293.20 20651,50 17042.50 5300.70 Schanghai, nahmen Banditen den italienischen Priester Ma l0tt0 und 5 00 Chinesen gefangen. Sie umzingelten die Kirche, mißhandelten die Gefangenen und führten sie fort. Der Diener des Priesters wurde nach Hankau geschickt mit der Mitteilung, daß die Räuber eine QKil- flur* Our« 15.6. 18. 6. 94,50 95.50 3000,-3300- S190,-22i^— 21000,-38000,- 603,- 600 - 300.- 490— 250- -— Dankuoteu. Iranksttrt a. M« 18. Juni. Schwelger.Noten ......... Ironiüstsche bloten......... Dänische Noten Schwedische Noten Holländische Noten Deutsch-Oesterreich101) Kronen Amerikanische Noten Englische Noten Italienische Noten Belgische Noten Unnarische Noten Tschechoslolvakische Noten .... Norioeaische Noten ........ Nmnäntsche Sloten Spanische Stören (Telegraphische Auszahlvng.) Datum 16. Juni ' ~ SliittL Noiiera. Meld Brie? Wotioefflelgemog. Versteigert werden: Dienstag, 26. I. Mt». vormittag- 8 Ähr, an der Kreuzung der Sandkaut- fchneise und Gießen-StÄnberger-Kreis- strahe beginnend, aus den Domanial- walddistrikten Tempel 13e und 47, Schindanger 14b, Schinderskvpf 23b, Zellnrod 8, Klosterwiese 45 b, Dörnergrund 56a, 4b, Buchenberg 59 b der Forstwartei Baumgarten, Rabenpfuhl 68a, 63b der Forst» wartet Leihgestern und Tiefental 11, Hexenbusch 13a, Tannacker 7a der Forst- wartei Großen-Linden. Stämme, Lärche: 3,81 Fstm. 2. Kl., 2.22 Fstm. 3. Kl., Weihtanne: 1 Fstm Sb-Kl., Fichte: 3,08 Fsrm. 2. Kl., 14,57 Fstm. Sa.Kl., 26,66 Fstm. 5b-Äl.; Derbftangen, Fichte: 53,59 Fstm. 1. Kl., 8,32 Fstm. 2. Kl.; Autzscheiter, Rm.: 14,4 Eiche, 10,2 Lärche, 33 Fichte; Dutzknüppel, Rm.: 36,2 Fichte; Dutz- reisig, Fichte: 55 Rm. Vorgezeigt wird nur das Holz aus den Distrikten Schindanger 14b und SchinderSkvpf 23 b. 4e/o Deraleicken S'/t’/o Dergleictzen 3 •/, Dergleichen Dtsch.Svar-4.tra»r.-Slnl. 4’/> Preußische Äonsol» ?.ellstosf Waldhos .... 145000,- Zuckerfaör.ttraiikeuibal 730u0, -85000,- - ÜuckerlabrirWaa^äuiet 79500 —SäO.iO.- - Frankfurter Devisenmarkt. Slelle,^ SÄ”' SÄ Ä a. , 18. Juni. ’3fl de im Bleg- ^delheim, elnauS xjsenbahner )werverleh €t von drei len und i" 'der ien vergevamgt W kam tn be. oei W.lE «lieber lebigH 14 und h n Spielergesell- 30 000, bei der 3Sw r. bei der vier her von MN und festgest D Klasse II „ Hl . IV „ Va Se cn. 8SS Die Ä er. und zui KL "Milli?! den Q30t, ^"icht in gingen und ^.Sdrs-Lvlks- 5u,n9 btt bot, dvdutch Kostens '"berg, 18. ^ni ^yrendenk. En gelben er> mit 6taN. Ebener Arbeit, ■'pttrunfl. Die nbardmGrüa. En..bcl dieser .7 mcht weniger rasilerischerLoll, 3ani. Die Zu. teerten hier mit folgt erhöht; aus I auf 13403 v.H. )• für grvhe 3n- an Slaatsanvali ! 'edisKe Ärt>« rnmitteln für rn Kinder AuL« 1 gsbrdürstige Killten. V Juni. Gestern, t bon wett und tatt, der auch chrssen bei- . von Rhein ielt Pfarrer und eil einen Dor- Rhein und höre gaben dem hmen. An den Igendes Tele- iersaminlungvon :bt schaffen Ein- nnpvlitik. Die Hessen und 1; niemand Hal Der Rhein bleiben." Die großen Dettag 5% (yolbmciiCanetl600i)00.-2200100-1500,00.-227000 Berliner HaudelSaes. . --300000.-41i)OM-ti30000,- Commer»- 11. Briva,bk.61-'»00.-1!7090,- 62500,-68000— a r 1 n i 1.1 j. $1 a 110 n n I b n n 182o» «0. -99500. —83000— 101 KK)9. - Deuilche Bank 115000.-!55000125000,-156000.- Douische BereiuSbauk.20lM.-24000 — —-- DiSrouio Commaudil .130000 165000,-115000.-155000 Vb 118 „ 49,16 „ Die Angebote sind verschlossen nach Sortiment und Klasien mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis zum Donnerstag, 21. Juni, nachmittags 3 Uhr, auf unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst in Anwesenheit der erschienenen Dieter die (Eröffnung erfolgt. Angebote mit zusammengezogenen Klassen oder mit Vermerk versehen, werden nicht berücksichtigt. Die Verkaufsbedingungen werden vor der (Eröffnung bekanntgegeben. Das Holz ist geschält, jedoch mit Rinde gemessen. Nähere Auskunft erteilt Forster Wallenfels. Geilshausen, 18. Juni 1923. Hess. Bürgermeisterei Geilshausen. . 200.- -- . 120— 200— 200 — 300.- 170030.-390001- 235000, 370000. ^ bezüglich ves gestvhlenem vtroys wurden ein * Maurer von hier und dessen Ehefrau an Stelle der cm sich verwirkten Gesängnissttasen von vier Wochen und einer Woche zu Geldstrafen von 25000 und 5000 Mark verurteilt. Ein hiesiger Händler wurde von der Anllage der Hehlerei freigesprochen. Im Januar l. 3. wurde die Geschäf ts- stelle des städtischen Arbeitsamts dahier von jugendlichen Elementen zum Tummelplatz grober Ausschreitungen gemacht. Sie störten die Beamten, lärmten, warfen mit Mörtelstückchen nach ihnen, trampelten und johlten so laut, daß man es auf der Straße hören konnte, setzten sich auf das Schalterbvett, rekelten darauf herum, kamen der Aufforderung, den Warteraum zu verlassen, nicht nach, drohten, es gebe Tote beim Arbeitsamt, falls Anzeige erfolge, beleidigten die Beamten usw. Wegen aller dieser Vergehen sowie wegen Verübung kleinerer Diebstähle erhielten drei junge Durschen Haft straf en von fünf bzw. zwei Wochen und Gesamt- gefängnis strafen vvn sechs Monaten, vier Monaten, vierzehn Tagen und einer Woche. Mehrere Privatllagen zwischen Bewohnen, von Gießen, Lollar unb Treis a. d Lda. wurden durch Vergleich erledigt. Landwirtschaft. Wichtig für die Besitzer von Schweinen. In letzter Zeit ist die Rotlaufseuche der Schweine im Kreise Gießen wieder häufiger aufgetreten, und es sind bereits erheblrche Verluste zu beklagen. Diese Verluste lassen sich bestimmt vermeiden, wenn die Schweine rechtzeitig schuhgeimpft werden. Soweit dies noch nicht geschehen, tun die Bescher von Schweinen gut, ihre Bestände baldigst impfen zu lassen. Diese Impfungen können von jedem Tierarzt vorgenommen werden. Kein verständiger Besitzer sollte die sehr geringen Kosten scheuen, welche bei Impfung einer größeren Anzahl Tiere je Schwein noch nrcht den Papiergeldbetrag für ein halbes Pfund Schweinefleisch erreichen. Es empfiehlt sich, daß mehrere Bescher zum Zwecke der Kostenersparnis sich zusammentun und gemeinsam einen Tierarzt kommen lassen. Kein Schweinezüchter und -besitzer darf vergessen, daß es vaterländische Pflicht ist, eine wettere Verschlechterung der Ernährung unsere schwer leidenden Volkes mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhüten. Zu den wertvollsten dieser Mittel gehört die Schutzimpfung gegen den Schweinerotlauf! Dr. St. Eingesandt. tFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Dor Arbeitgeberverband und der Stadtv. Mann. Der Arbeitgeberverband für Lahngau und Oberhessen bittet uns um die Aufnahme der fvl- den Mitteilung: „Herr Stadtverordneter Mann lehnt es auf Ersuchen ab, uns schriftlich über die Tatsachen Aufschluß zu geben, die ihn zu seinem in der Stadt- verordnetensihung vom 7. Juni gegen den Arbett- geberverband erhobenen Vorwurf geführt haben. Wir fordern genannten Herrn hiermit feinem Wunsche entsprechend zur öffentlichen Stellungnahme auf." Vermischtes. Die Danziger Polizei gegen die schwarze Börse. Berlin, 18. Juni. Im Einverständnis mit dem Dörsenvorstand und der Handelskammer nahm, wie das „D.T." aus Danzig meldet, kürzlich die Danziger Polizei eine erfolgreiche Razzia gegen die sog. schwarze Börse vor. Die falschen Börsianer, die sich vor dem Artushof tabliert hatten, tourten umstellt und mehrere hundert Personen mußten den Weg 3ur Polizei antreten. Unter den Sistierten befanden sich allein 208 Ausländer, Ausgewiesene und Steuerhinterzieher. Ausbruch des Aetna. Berlin, 18. Juni. Die Blätter melden ans Deapel: In der Nacht zum Sonntag brach nach heftigen Erderschütterungen der Aetna aus. Es bildeten sich fünf Krater, aus denen ungeheure Lavamassen sich ergießen. Die Pinienwälder um Lingua Glossa wurden bereits das Opfer des Lavastroms. Dieser bewegt sich in drei Richtungen auf Lingua Glossa, g^gen die Ansiedlungen Dafto Tessiano und zur Lava- Ablngei-ung des Jahres 1911. Auch Mrtffa und Pressa sind vom Lavastrom bedroht. Die Ein- tfnio...........3980m- 481 Hm-405000,-45iW),- DenttL-Lurembura. . 920000-I00u,m-95000(t- 110 000 Gelsenkirchener Bergin lAuNA) 14000-jO 11500») 1600000 Hnrvener Berabnil. 13mM,-16"> Km-13500u01900001V Mnliiuerl Aschcröleben32100!),-375000,-3100C0-355 m- 9cttiiverk Westeregeln 37000Jk-500(*ja-350u 10.-450009,- Vtturobütte 359000— — ,-380900,-412000,- Cberbcbari . .. 33>)900,-400090,-:<3j03n.-3si>00a- ^bönii Bergbau.. .. 75iMm-88O.'m-73uOO0.-S90000,- Nheinstabl 1000000 uoooja-oooooo,- — Niebeck Montan . . . 10709001200900 relluö Bergbau . .. 65000,-85090— Hanibiirg-Amer. Pake 35lOOu,-45000a<450000,-43500^- Norddenticher Llovb- 136000,-150000,-1100in-11000a- ZeinentwerkHetdelberi 90000,—lOODOa- — Bbilivv Holzmann .. 41000.- 51000,- 36000,-58000,- Anglo-Tont.-Gnano... -44000^1,-31_010!X- 4^- Badische Anilin .... . 18000^-2409ia i75fh»!\-205000,- Goldschmidt.......2400HV3100U-24290a- — Grie^beinier Electron It’OTa-lSOOoQ,- —185000,— Höchster Farbwerke . 140000,-17500a-1420.')(^-1750u3 - Hol-verkoliliing 145000,-20' 000,- ——,— yiütneröiverfe......3 -'»000-33000^ 320000,- —»- Tcheidcanitalt 2000'10,-2500001- —.— — Alla- ElektrizitätS-Ges 17500^ 20000^ 175000 20000^- yernmann....... 3201 K)0,-380<)010.—50500,-7500<\— Daimler Motoren.... 70i)00,-80003-,70000. 80>00a- Heyltgenstaedt 130000,- — Aieantu 2000W -250000, 20000020JOOO,- Metnllaes. Frankfurt. 270000,-320000,- — Schubsabrik Herz. .. .26000.- -,-3000),-60000- Sichel 81000.-11000a- 310fKiO,-4OflO9a- -.-38.5000,- Bekanntmachung. Betr.: Maurermeister- und Bauunternehmer- Zwangsinnung für den Landkreis Gießen. Auf die Bekanntmachung an den Anschlagstafeln wird verwiesen. Gießen, den 16. Juni 1923. (41586 Der Oberbürgermeister, ll. D.: Dr. Seid. Vergebung von Erd^ u. Maurerarbeiten. Die Gemeinde Krofdorf -> Gleiberg hat die Grd-- und Maurerarbeiten für ein an der Gießener Straße, hier, zu erbauendes SechSfamilien-GruPpenhauS zu vergeben. Termin für Einreichung der Angebote: Montag, den 25. Juni ds. IS., nachmittags 3 Ahr, an hiesige Dienststelle, woselbst zu der angegebenen Zeit die Oeffnung der Angebote stattsindet. Bedingungen und Vordrucke für An- geböte können gegen Erstattung der Selbst- foffen von hier bezogen werden. Krofdorf, den 16. Juni 1923. [4159D Der Bürgermeister. 6*/e Dtsck. NetchSanleth« 95,— 95,- “ - 3000.- —, Kühe: vollfleischige Färsen 680—770,. M®» fleischige Kühe 660—750, wenig genährte jüngere Färsen 600—670, ältere Kühe 570—650, mäßig genährte Kühe 550—600, mäßig genährte Färsen 450—530, Kälber seinster Qualität 780—810, mäßiger Qualität 750— 760. geringerer Qualität 650—700, Schafe 400—600, Schweine unter 80 Kilo 900—940, vvn 80—100 Kilo 940—960, von 100 bis 120 Kilo 960-980, über 120 Kilo 950-970. Der Markt wurde bei lebhaftem Handel geräumt räumt (In einem Teil der Auslage wiederholt) Die Heraufsetzung des Mindestkapttals vor Gefettfchasten. Berlin, 18. Iuni. (WTD.) Bon zuständiger Seite wird mitgeteilt: Mit Rücksicht auf die fortschreitende Geldentwertung ist die HeraufsetzungdeSMindestkapi tals von Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie Aktiengesellschaf- ten und Kommanditgesellschaften auf Aktien erforderlich geworden. Durch Gesetz vom 24. Dezember 1922 ist daS Mindeststammkapital einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, das früher 20 000 Mark betrug, auf 500 000 Mark heraufgesetzt worden; gleichzeitig ist für die Stammernlage jedes Gesellschafters ein Mindestbetrag von 10 000 Mark und für die Einzahlung auf die Stammeinlage ein solcher von 5000 Mk. bestimmt worden. Durch Gesetz vom 12. Mai 1923 ist für das Grundkapital von Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien ein Mindestbetrag vvn 5 Millionen Mark vorgeschrieben worden. Jedes der beiden Gesetze enthalt eine AebergangSvorschrift, wonach auf die Errichtung der vor dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Einttagung in das Handelsregister angemeldeten Gesellschaft die bisherigen Vorschriften Anwendung finden, sofern vor diesem Zeitpunkt die Voraussetzungen erfüllt sind. Hornhaut, Schwielen «.Warze» beiftdgt schnell ajy ■ ■ ■ flcbfi-, f.timerv und gcfobrlcü Ae»zUich emvfoh'en IUMonrnfach roäbrt. — In A. vrheken »nd Drogerien erhSUItch. — Gegen ^uvschweth Brennen und Wu> diuufen Nuttrol-gutzoad. Drogerie €?. Wnllenfel«. Markt 2L 963A 28. Juli 1. August 8. August 15. August 22. August 29. August Abfahrt von Southampton und Cherbourg 1 Tag später Prospekte und Mseitiger illustrierter „Führer durch die Vereinigten Staaten“ Nr. 152 kostenfrei Vorteilhafte Gelegenheit für Güterbeförderung President Flllmore . . . 21. Juni President Harding . . . 27. Juni President Arthur .... 4. Juli George Washington . . 11. Juli America..........18. Juli President Roosevelt . . 25. Juli Dampfer MWMTHÄBÜ 59956 Br.-Reg.-Tonnen Her niederste, ßröMle ond luiuriöseite Ozeandampfer Die höchsten Leistungen von Wissenschaft, Kapitalkraft und Erfindungsgeist finden in diesem Wunderschiff ihre Verkörperung. Unvergleichliche Bequemlichkeiten in allen Klassen Erste Reise nach ^ewYork am 17. Juli 1923 dann 7. August, 28. August, 18. September, 8. Oktober, 29. Oktober usw., alle drei Wochen Dienstags von Southampton-Cherbourg. • Alles Nähere durch die untenstehenden Adressen Regelmässige Verbindung von Bremen über Southampton, Cherbourg nach New York durch diepracbtvollen amerikanischen Regierungsdampfer der United Stetes Lines NÄCHSTE ABFAHRTENi UNITED STATES LINES BERLIN W 8 Unter den Linden 1 GIESSEN Kircbenpiatz 13 General-Vertretung Norddeutscher Lloyd, Bremen 4162V Trautweln. Weitere Auskunft erteilen: für Fvrst- toartel Baumgarten: Förster Menges, Forsthaus Baumgatten, für Forstwattei Leihgestern: Forstwart Heß, Leihgestern und für Forstwartei Drohen-Linden: Förster Seipp, Grvßen-Linden. Gießen, 18. Iuni 1923. Oberförsterei Schiffenberg. Bekanntmachung. Der Nachtragsvoranschlag der Gemeinde Dorf-Gill für 1922 Rj. liegt vom Diens- tag dem 19. bis Montag, dem 25. Juni, auf unserem Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Zu den Nachttagsumlagen werden auch die Ausmärker herangezogen. Dott-Gill, den 15. Iuni 1923. 4137V Bürgermeisterei Dorf-Gill. Schmidt. Nationalkassen flebu auch mit niedrig- Tasten, kauft H. Schneider. Frankfurt a. Mainzer Landstraße 18. *nu8s Uebern-a.Standort. Dermtttt.w.honor. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Göbeln» rod für Rj. 1923 liegt vom 20. Iuni ab eine Woche auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. 4173V Göbelnrod, 18. Iuni 1923. Hess. Bürgermeisterei Göbelnrod. Weber. erstklassige Fabrikate, neu, zu günstigen Preisen sofort lieferbar W. Kuh michel & Co. G.m.b.H., Herborn I Tel.-Adr.: kuhmichel. Fernr.94. (uwh i u tnun i n n:: “" rr miniiiinniiiniiiiimiiniiHiiniiiiiniiiniiiiiiinniiiiniim MlS-MMN IIHIiliiiillliiii!iiilinniiiiiiiiiliiliiiiilinin>iii!i. Brillanten. Platin. Gold. 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Dahnhofstr. 59 Telephon 68, [Verschiedenes Kammerjäger y.Rüftenfängei Wiethüchter aller erfahrener Mmtmtulhoiebei in Gießen nnd Um- Mbimft und verUtgl xabilalmvctitbiilt' lieber Garanlit Ratten, Manie und iänitilches lln- wider auch bei ae> iiiliien ediciiiieit ReierenjenauSaani Teniichland. Schr Anacb. it 4I57D an ö. dienen. Aiueiaer. m. Hi Zweites Blatt Deutscher Reichstag. Sitzung vom 16. 3 int, nachmittag- 1 Uhr. Dor Eintritt in die Tagesordnung beglückwünscht Präsident L o e b e in einer Ansprache, die ton den Abgeordneten stehend angehört wird, die Abgg. Dietrich (Deutschntl.) und Herold (3.), die vor 25 (Zähren in den Reichstag eingetreten sind und deren Plätze reichen Blumenschmuck tragen. Weiter führte dann der Dorsihende aus: Ich begrüße im Reichstag nach seiner Rückkehr den Abgeordneten Höllein, der nach Verfolgungen und Drangsalierungen jetzt zurückgekehrt ist. Ohne Debatte wird hierauf angenommen ein Antrag aller Parteien auf Einrichtung einer Deichsbeschassungs- und Derteilungsstellr, eine Rovelle zum Llmsaysceuergeseh, welche die De- sreiungsgrenze von der Inseraten st euer der Geldentwertung entsprechend heraussetzt, ein Gesetz. wonach die Anlegung von Mündelgeldern in wertbeständigen Papieren gestattet wird und die Derlängerung der Weinst euer bis zum 1. April 1924. Es wird dann die zweite Beratung des Gesetzentwurfes zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten in der Einzelberatung bei § 13 fortgesetzt. Abg. G r v t h j a h n (0.) wünscht eine andere Fassung des Verbots bä Handels mit Gegenständen, die zur Derhütung von Geschlechtskrankheiten dienen sollen, ferner wünscht er, daß der Vertrieb empfängnisverhütender Mittel nicht verhindert wird. Abg. Moller (Dtschntl.) tritt für den Ausschußantrag ein, wonach bestraft wird, wer die Prostitution gewerbsmäßig in der Rähe v)n Kirchen, Schulen und anderen von Kindern oder Jugendlichen besuchten Orten oder in Orten mit weniger als 10000 Einwohnern betreibt. Abg. Frau Lang-Drumann (Bah.Dp.) empfiehlt einen Antrag, daß Prostitution ganz allgemein bestraft werden soll, um die Familien vor dem Derfall zu schützen. Abg. Frau Dr. Schreiber-Siegen (S.) bedauert, daß die Dorrednerin von den ^Ausschuß- anträgen abweiche und erklärt, daß die Sozialdemokratie von den Kompromißvorschlägen des Ausschusses nicht abweichen könne, obwohl sie ihnen auch nur mit großer Äeberwindung zustimme. Abg. Dr. Marx (Z.) spricht die Hauptschuld an der Prostitution den Männern zu, würdigt den Antrag der Frau Lange, der aber in der Praxis nicht durchführbar sei, um sich sodann für die Ausschuhbeschlüsse einzusegen. Rach kurzer weiterer Debatte wird der Antrag Lang-Brumann abgelehnt und die Ausschußfassung angenommen, ebenso der Rest der Vorlage. Es folgt die zweite Beratung des 'Heimarbeiterlohngesetzes. Minister Brauns begründet die Vorlage, die die Einrichtung von Lohnämtern zur Festsetzung der Heimarbriterlöhne Vorsicht. Rachdem die Redner aller Parteien die Vorlage begrüßt hatten, wird sie in zweiter und dritter Lesung angenommen. — Der Schank st ättengeseh- en twurf geht an den Bevölkerungspvlitischcn Ausschuß. 1’1114 Ähr vertagt sich das Haus auf Montag nachmittag 3 Ähr: Goldhhpothekengeseh, dritte Lesung des Geschlechtskrankheitengesehes. Berlin, 18. Juni. Präsident Lobe eröffnet die Sitzung um ßÄhr nachmittags. Das Gesetz über wertbeständige Hypotheken und die Rovelle zum Hhpothekenhankgesetz werden ohne Debatte dem Rechtsausfchuh überwiesen. Es folgt die zweite Beratung des Zusahab- Lommens zum deutsch-schweizerischen Abkommen über schweizerische Goldhhpvtheken in Deutschland und gewisse Arten von Frankenforderungen an deutsche Schuldner. Der wesentliche Inhalt des 2ll>- kommens ist der, daß die schweizerischen Hypo- theken unter Befreiung der deutschen Schuldner von der persönlichen Haftung als Grundschulden eingetragen werden. Die Derfügung über die Grundschule hat nicht der Eigentümer, sondern ein von der Reichsregierung zu bestimmender Treuhänder. Der Ausschuß beantragt dazu eine Entschließung, die Regierung möge den in Frage kommenden Hhpothetcnschuldnern Steuererleichterungen gewähren, um ihnen die Ansammlung von Mitteln zur dereinstigen Abdeckung der Frankengrundschuld zu ermöglichen. Das Mssechmrs. Roman von Luise Schirlze - Brück. 46. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) „Gewiß bin ich das," gab Eva bestimmt zurück. Ich habe es seiner Mutter versprochen, die mir fast wie eine eigene Mutter war. Die Sor^e für chn ist ja auch die einzige Pflicht, die icy jetzt habe. Änd die Pflicht geht allem anderen vor. das haben Sie mich ja selber gelehrt." Schweigend gingen sie nebeneinander her, bis Hans Dietrich sie einholte, der mit einem Bekannten zurückgeblieben war. In der Brndler- straße deutete Frau Eva auf eiste Helle Fensterreihe. „Hier ttohnen Wellsheims. Sie haben natürlich wieder Gäste." Arnolds beschleunigte feine Schritte. „Bitte, kommen Sie Weiler." Eva lachte. .Frau Wells heim würde sich freuen, wenn wir jetzt heraufkämen." „Sie können das doch nicht im Ernste meinen?" Eva schüttelte den Kopf. Als Arnolds spät am Abend gegangen war, saß Eva noch lange Zeit in sich versunken vor dem Christ bäum. Hans Dietrich hatte den Bürgermeister noch bis zu seinem Hotel begleitet. Auguste ging leise zwischen Eßzimmer und Küche hin und her und klapperte zuweilen mit dem Geschirr. Eva hatte eine Kerze am Baum angezündet und sah nachdenklich in das grüne Gezweig und auf das fladembe Lichtlein. “ Der Abend zog an ihr vorüber. Richts Besonderes war gesprochen und getan worden, sie hatte ja auch nichts Besonderes erwartet. Aber Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für (vberhessen) Dienstag, 19. Juni 1923 IIWW»IW„I»IIII II »III IBMIIMBIIIHH I WH' IIMWIW ............II I imiWI ■ ■■■ II ......II lllllllll----------1 mTWIM— v III ■» Abg. Schulz- Dromberg (dn.) beantragt wegen einzelner Bedenken Zurückverweisung an den Ausschuß. Der Antrag wird abgelehnt. Bei der Abstimmung über einen Abänderungsantrag desselben Abgeordneten stellt sich die Deschlußunfähig- keit des Hauses heraus. Präsident Lobe beraumt die neue Sitzung auf * * 3/45 Ähr an. In der neuen Sitzung wird der Antrag S ch u l z - Dromberg abgelehnt und die Vorlage mit der Entschließung des Ausschusses angenommen. In der gleich darauf vorgenommemm dritten Beratung werden die Beschlüsse der zweiten Lesung bestätigt. Hieraus kommt die Rovelle zum Lande s st eu e r ge se tz zur zweiten Lesung. Der Ausschuß hat den Artirel b der Regierungsvorlage gestrichen, wonach die Ä m s a h st e u e r zugunsten der Gemeinden um ’/a Prozent, also um ZVa Prozent erhöht werden sollte. Der Ausschuß beantragt, den Gemeinden 15 Prozent des Auskommens der Ämsahsteuer zu überweisen. Weiter hat der Ausschuß die oorgeschlagene Schank- verzehrssteuer und die Viehhaltungssteuer gestrichen und bei der Steuer aus Sekt und Trinkbranntwein die Höchststeuergrenze auf 15 Prozent statt auf 30 Prozent der Regierungsvorlage bemessen. Reichsfinanzminister Dr. Hermes weist in seiner Begründung die gegen die Reichssinanz- verwaltung gerichteten Angriffe als unberechtigt zurück. Erst wenn Wirtschaft und Finanzen die letzt fehlende Stetigkeit erreicht haben, sei eine grundlegende Reform der ReichZversassung möglich. Der vorliegende Gesetzenttvurf lasse deshalb die Grundlagen unseres Steuersystems unberührt und beschränke sich auf die Ausgestaltung des Anteils der Länder und Gemeinden. Mehr noch als die lange Dauer der Ausschuhberatungest bedauere die Reichsregierung die torgenommenen Aenderungen. Die Beschränkung der vorgeschlagenen Erhöhung der Ämsahsteuer um ein hallies Prozent und die gleichzeitig vom Ausschuß beschlossene Erhöhung des Gemeindeanteils bedeute für das Reich eine finanzielle Belastung von kaum absehbarer Tragweite. Der Ausschuß hat der Rovelle einen provisorischen Charakter verliehen durch seinen Beschluß, daß das Gesetz am 1. April 1925 außer Kraft treten soll. Auch verschiedene andere vom Ausschuß beschlossene Aenderungen machen es der Regierung schwer, eine völlige Verabschiedung der Vorlage zu erbitten. Die Finanzlage der Länder und Gemeinden ist nach der genaueren Festlegung des Verteilungsschlüssels nicht so trübe, wie sie vielfach angesehen wird. Wir hoffen bald zu einem Finanzausgleichsgeseh zu kommen, das eine endgültige und dauerhafte Regelung unserer ©teuer- Verhältnisse 'bringt. Abg. Koch- Weser (Dem.): Wenn der Minister mcht eine künftige große Reform angekündigt hätte, mühte unser Protest gegen das jetzige System noch schärfer fein. Der Entwurf bringt nur kleine Verbesserungen. Wir brauchen aber einen Abbau des zentralistischen Systems. Auch ein überzeugter ünitarier kann nicht mit den Methoden einverstanden fein, mit der hier den Selbstverwaltungskörpern jede Selbstverantwortung genommen wird. Rach der Vorlage will das Räch Ländern und Gemeinden mehr geben, als es selbst entnimmt. Also muß die Rotenpresse noch mehr als bisher in Anspruch genommen werden. Was aber soll werden, wenn man in einigen Monaten vielleicht von uns die Stillegung der Rotenpresse verlangt? Abg. Oberfehren (Dtschntl.): ßänber und Gemeinden müssen ihre steuerliche Selbständigkeit wieder erhalten. Der vorliegende Entwurf kann uns nicht befriedigen. Gr ist zum Teil Torso geblieben, weil der Hinanzminister sich mcht mit der nötigen Energie fuc das Kernstück, die Ärnsatz- fteuer, eingesetzt hat. Reichssinanzminister Dr. Hermes protestiert gegen diesen Vorwurf. Im Ausschuß habe gerade ein deutschnationales Mitglied sich gegen eine übereilte Verabschiedung der Vorlage erklärt. Der Redner protestiert auch gegen die Angriffe auf die Erzbergersche Finanzreform, mit der Erzberger sich ein .großes Verdienst erworben habe. In ruhigen Zeiten werde eine Rachprüsang dieses Werkes möglich sein. Zu Reformen werde er später bereit sein, niemals aber an den Grundlagen der Erzbergerschen Finanzverwaltung rütteln lassen. Abg. Schulz (D. Dp.): Den Gemeinden ist nur Die Gewerbesteuer geblieben. Wir dürfen auf diesem Wege nicht weiterschreiten. Wir müssen das Äebel an der Wurzel packen und zum alten Steuersystem zurückkehren. Dem Reich muß die Vermögens- und Desihsteuer, den Ländern die Einkommensteuer und den Gemeinden Zuschläge zur Einkommensteuer überlassen werden. Abg. De im (Soz.): Solange der Besitz steuerlich nicht wirklich erfaßt ist, kann keine W—BlirmWMMk AMHIMJWÜBBWWiL -* 33 sie war so froh, so ruhig, und sie freute sich aas die nächsten Tage, an denen sie wieder mit Arnolds zusammen sein konnte. Eigentlich den ganzen Tag. Sie hatten das Programm zusammengestält, es war so selbstverständlich, daß sie ihm Berlin Sigte. Hans Dietrich hatte tagsüber wenig Zeit. m folgenden Abend wollten sie ins Kleine Theater gehen, und an den nächsten in die Oper, tagsüber den üblichen Rundgang durch die Museen und die Stadt machen. Da plötzlich fiel ihr wieder Wölling ein. Sie knipste dös elektrische Lämpchen auf ihrem Schreibtisch an und begann $u schreiben. Der Briefbogen bedeckte sich schnell mit ihrer schönen klaren Handschrist. Änd sest und klar stand ihr Rome darunter. Dann adressierte sie den Brief und schob ihn in den ^Imschlag. Als sie es getan hatte, atmete sie tief auf. Abgemacht! Sie hatte das Bild (des Moselhauses neben ihrem Fensterplatz aufgehängt. Run stand sie davor und sah es einen Augenblick. an. Dann nickte sie ihm zu. wie man einem Menschen zunickt. .Gute Rächt", sagte sie. 11. Als Frau Eva am anderen Morgen erwachte, fand sie, daß das Leben schön sei und wert, gelebt zu werden. Mit klaren Augen sah sie in den Tag hinein und machte eilig Toilette. Um zehn Ähr wollte sie sich mit Arnolds, der am P)tsdamer Platz wohnte, am Brandenburger Tor treffen. In den Straßen war es morgendlich still. Im Tiergarten gingen die Spaziergänger, die da jeden Morgen zur selben Stunde an*atreffen sind: Leidende, die sich Bewegung machen müssen, elegante Frauen, die diese frühe Stunde seufzend a if Steuerreform Wunder schassen. 'Der unmöglichLN Finanzlage der Gemeinden muß ein Ende gemacht werden. Jetzt können sie die Besoldungen für die Beamten nur dadurch aufbringen, Dan sie viele Steuern unterschlagen. Rach 7 Ähr nxrb die Weiter beratung des Landessteuergesetzes unterbrochen und die dritte Lesung des Gesetzes zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten wieder ausgenommen. Abg. Mumm (Dtschntl.) bringt noch einige Abänoerungsvorschläge ein. Abg. Wulle (deutschvölkisch) protestiert gegen die Vorlage und dagegen, daß der dem Reichstag nicht angehörige Prof^fvr Judaslohn hier dem Salvarsan eine Lobrede halten konnte. Reichsminister Oes er: Die Regierung hat den Wunsch, daß die Vorschriften des Gesetzes nicht durchlöchert werden. Sie wird tm Einvernehmen mit den Landesregierungen den Kampf gegen die Prostitution auf der ganzen Linie aufnehmen. Abg. Wulle irrt, wenn er glaubt, die Heranzicchung eines besonderen Kommisiars durchs die Regierung sei ein außergewöhnlicher Vorgang. Auch Robert Koch ist früher von der Regierung zu Reichstagsver- handlungen herangezogen worden. Abg. Heidemann (Komm.) erklärt, seine Partei werde gegen die Vorlage stimmen. Die ersten Paragraphen werden mit großer Mehrheit angenommen. In § 4 wird auf einen Zentrumsantrag die Regierungsvorlage wieder hergestellt, wonach die Strafverfolgung von Geschlechtskranken nur dann vom Strafantrag abhängig gemacht wird, wenn es sich nicht um Ehegatten oder Verlobte handelt. Im übrigen wird die Vorlage in der Fassung der zweiten Lesung angenommen. Dienstag nachmittag 2 Ähr kleine Vorlagen, Weiterberatung des Landessteuergesetzes. ---»nmmaWHW i Steuerfreie Einkommensgrenze für Lohnempfänger und Mchtlohnempfänger. Don Gg. Lind, Rechtsanwalt, Grünberg (Hessen). Die Rotlage der freien Berufe ist durch das Geldentwerttingsgeseh vom 20. März 1923 insofern anerkannt worden, als bei der Einkommensteuer für 1922 den Angehörigen freier Berufe hinsichtlich der Werbungskosten eine gewisse Erleichterung gewährt worden ist. Diese Erleichterung feilte einen Ausgleich darstellen für die Benachteiligung, die die freien Berufe bei Bemessung der steuerfreien Einkommensgren-e gegenüber’ den Lohnempfängern haben. Für das Stcuerjahr 1922 ermäßigte sich die Besteuerung des Arbeitslohns um jährlich je 340 Mc. für den Lohnempfänger und feine Ehefrau und um jährlich 610 Mk. für jedes Kind. Der Lohnempfänger hatte also 1922 ein steuerfreies Einkommen von j - 3400 Mk. für sich und seine Ehefrau und von je 6100 Mk. für jedes Kind. Die Richtlohnempfänger hatten 1922 dasselbe Einkommen steuerfrei, jedoch unter der Voraussetzung, daß das steuerbare Einkommen nicht mehr wie 400 000 Mk. und beim Vorhandensein von Kindern nicht mehr wie 1200 000 Mk. betrug. Bei den Lohnempfängern wurde diese Begrenzung nicht verlangt. An Werbungskosten durfte der Lohnempfänger ohne jeden Rachweis von der zu zahlenden Steuer den Betrag von 765 Mk. in Abzug bringen, was einem weiteren steuerfreien Einkommen von 7650 Mk. gleichkommt Darüber hinaus durste er noch Werbungskosten abziehen, wenn er sie über den Betrag von 7650 Mk. Nachweisen konnte. Die Richtlohnempfänger, zu denen auch die Angehörigen der freien Berufe gehören, durften nur die nachgewiesenen Werbungskosten in Abzug bringen. Rach dem neuen Abs. 4 des § 13 E. St. G. dürfen Angehörige der freien Berufe, deren Einkommen hauptsächlich aus wissenschaftlicher, künstlerischer, schriftstellerischer, unterrichtender oder erziehender Tätigkeit, aus der Berufstätigkeit der Aerzte, Rechtsanwälte, Archttekten, Ingenieure und der Ausübung anderer freier Berufe herrührt eine gewisse Pauschalsumme abziehen. Die Pauschalsumme soll als Abgeltung der nach § 13 Abs. 1 Rr. 3, 5 und 5a zulässigen Abzüge (Krankenversicherung usw. für sich selbst ufw., Lebensversicherungsprämien und steuerfreie Spareinlagen) angesehen werden. Anstatt diese Abzüge einzeln in Höhe der tatsächlich dafür gemachten Aufwendungen abzuziehen, ist es den freien Berufen für das Steuerjahr 1922 gestattet worden, 20 Proz. des Einkommens aus freiem Beruf nach Abzug der Werbungskosten in Abzug zu bringen, und zwar mindestens 30 000 Mk. und höchstens 80 000 Mk. Ein Arzt mit einem Einkommen von 300 000 Mk. darf 20 Proz. (60 000 Mk.) in Abzug bringen. Hat er aber ein Reineinkommen von einer halben Million, so darf er statt 20 Proz. (100 000 Mk.) Anordnung des Arztes benutzen, am sich jugendliche Schlankheit zu erhalten, oder sie wieder zu erlangen. Dazwischen fragwürdige Gestalten, die nicht wissen, wohin sie geben, und kaum gerne sagen würden, woher sie kommen. Eine Kavalkade ton Reitern trabte vorüber, ein paar Damen folgten zu Pferde mit einem Kavalier. Der Morgen war frisch, aber nicht kalt, der Himmel weißlichblau, die Sonne hatte noch den rötlichen Schimmer des Morgens. Eva freute sich des schönen Tages, freute sich auf die nächsten Stunden. Als sie in der Lenn6- straße war, sah sie nach der Ähr. Cs fehlte noch eine Viertelstunde. Run ging sie langsamer, schlenderte um den Platz vor dem Brandenburger Tor herum, wo die langen Marmorbänke Der Denkmäler des Kaisers und der Kaiserin Friedrich wie mit Schnee bestreut vor den kahlen Bäumen standen. Da sah sie von der Königgrätzer Straße her Arnolds kommen. Schon von weitem ragte er über de anderen Fußgänger hinaus. Sie freute sich seiner stattlichen Gestatt und des Mrsleuchtons seiner Augen, als er sie sah. Langsam gingen sie die Linden hinauf und bewunderten eine Weile das Fenster eines großen Blumengeschäfts. Ein herrlicher Korb mit Treibveilchen nurhm die Mitte ein. Jede einzelne Blume schien ein au^ewählteS Prachtexemplar zu fern, besonders groß und besonders dunkelblau. »Wenn Mutter Hausmann das sehen könnte," sagte Arnolds mit einem leisen Lächeln. „Öle würde die Hände über dem Kopf zusammenschla- &daß es jetzt Veilchen gibt, und solche Veil- Aber wenn sie daran riechen könnte, dann würde sie sicher sagen, der Mensch kann viel, aber doch nicht soviel wie der Herrgott. Großer kann nur 80 000 Mk. abziehen. Eine Einschränkung besteht für Angehörige freier Berufe, Die Pensionen, Wartegelder, Ruhegehälter, Witwen-und Waisenpensionen, andere Bezüge oder geldwerte Vorteile für frühere Dienstleistung oder Derufs- tätigkett oder Renten aus der Angestelltenversicherung beziehen. Ein Dritteil dieser Bezüge müssen sich derartige Angehörige freier Berufe auf die 20prozentige abzugsfähige Pauschalsumme anrechnen lassen. Bezieht also der vorerwähnte Arzt als ehemaliger Amtsarzt z. D. 120 000 Mk. Pension, so ist ein Dritteil hiervon (40 000 Mk.) auf die Pauschalsumme in Anrechnung zu bringen. Diese Reuerung ist im Interesse der schwer leidenden freien Berufe, der Kopfarbeiter, sehr zu begrüßen. Im allgemeinen ist auch Deren äußere Lebenshaltung, ohne daß irgendwelcher Aufwand getrieben wird, kostspieliger als Die der Lohnempfänger. Die berufliche Weiterbildung durch Fachliteratur usw. und die sonstigen Aufwendungen, die der im freien Beruf Stehende zur Erhaltung seiner Geisteskraft und Kultur zu machen gezwungen ist, werden immer höher, und auf vieles muß ganz verzichtet werden. Daß er also steuerlich nicht schlechter gestellt ist als der Lohnempfänger, ist eine selbstverständliche Forderung, Die dem Gebot der Selbsterhaltung und dem Grundsatz ton Recht und Billigkeit entspricht. Äm sverstaunlicher ist die Entwicklung der Gesetzgebung im Steuerjahr 1 92 3. Soweit eine Regelung erfolgt ist, behandelt das Einkommensteuergesetz die Lohnempfänger erheblich besser, als z. D. die Angehörigen Der freien Berufe, trotzdem die Besteuerung bei derselben Einkommensquelle ansetzt, nämlich bei dem Einkommen aus Arbeit. Auch der Arzt, Architekt. Ingenieur, Rechtsanwalt, Schrist- steller, Künstler usw., vorwiegend Kopfarbeiter, haben steuerlich betrachtet Einkommen aus Arbeit, genau wie die meist handarbeirenden Lchnempfänger. Eine ungleiche steuerliche Behandlung ist um so weniger gerechtfertigt, als die Lage der freien Berufe heute viel ungünstiger ist, wie die der Lohnempfänger, und die durchschnitllich weit mehr wie acht Stunden arbeiten müssen. Die Abzüge, die der Lohnempfänger für sich, seine Fr?iU und feine Kinder und für nicht nachgewie- sene Werbungskosten im Jahre 1923 machen darf, sind erheblich größer als die des Richttohnemp- sängers. Es kommen das Gesetz vom 23. Dezember 1922, Die Verordnung vom 15. Februar und vom 12. Mai 1923, die am 1. Juni 1923 in Kraft getreten ist, in Betracht. Die Änterschiede der jährlichen Steuerabzüge und Damit der steuerfreien Einkommensgrenze wirD Dutcf) Die nachstehende Aufstellung illustriert: A. Lohnempfänger. Steuerabzüge jährlich entspr.ein- steuerst.. Eink. von für Ian. und Februar März b. Mai ab 1. Juni Für sich selbst 200 800 1200.* 11200 J6 112000 » Ehefrau 200 800 . 1200 „ 11200 „ 12000 » „ jed. Kind 1000.4 4000 » 8000 » 70000 „ 700000 , » Werbungs- kosten 1000.4 4000 » 10000 » 84000 » 840000 » B. Nichtlohnempfänger. Steuerabzüge jährlich entspr.ein. steuer fr. (Ank. von Für sich selbst...... 2400 u« „ Ehefrau bei steuerbarem Einkommen von nicht mehr wie 1 Million .... 2400 „ „ jedes Kind, wenn das steuerbare Einkommen bei 2 Kindern nicht mehr als 2 Millionen beträgt . . 12000 „ „ jedes wettere Kind erhöht sich diese Sinkommengrenze um je V4 Million. Werbungskosten sind abziehbar, soweit nachgewiesen und bei freiem Beruf! Pauschalsumme für § 13 Abs. 1 Rr. 3, 5 und 5a. 24000 24000 . 120000 . Es bleibt nach Dem Derzeitigen Stand der Gesetzgebung Dem Lohnempfänger ein wett höheres Einkommen steuerfrei, als dem Richtlohnempfänger. Der Lohnempfänger ist aber im allgemeinen auch nicht um« satzsteuerpflichtig, während für andere Steuerzahler, auch für die freien Berufe, die Ämfahsteuer- pflicht besteht, obwohl sie wie Die Lohnempfänger in erster Linie ihr Einkommen aus Arbeit beziehen. Hoffentlich wird diese steuerliche Än- a l e t ch h e i t auf dem Wege der Gesetzgebung bald befeitigt er Die Blumen wohl machen und zu einer anderen Zeit blühen lassen, aber Den Dust kann er ihnen nicht geben.“ Eva nickte. »Ich mag sie auch nicht leiden. Mir ist der kleinste Strauß Märzvellchen lieber, als diese großen anspruchsvollen Dinger, die etwas Künstliches haben, etwas Seelenloses... Aber sehen Sie da die Lieblingsblumen unseres mtDernen Dichters." In einer schlanken Vase leuchteten seltsame Blüten, wie große schwarze grell gezeichnete Schmetterlinge oder phantastisch gestaltete Insekten. Irgendeine Orchidee war es, von fremdartigem Aussehen. »Blumen des Bösen nennt sie Aßmussen." Arnolds wiederholte es: »Blumen des Dösen. Das sieht ihm ähnlich." Die Passanten Der Linden wurden mit einem Male aufmerksam. Man trat an den Rand des Bürgersteiges, die Schutzleute hoben Die Köpfe, schauten aufmerksam nach Dem Brandenburger Tor, schafften eilfertig Raum. Ein Auto stob windschnell heran — die Hüte flogen von Iden Köpfen, die Damen verneigten sich. Einen Augenblick lang sah man ein sehr ernstes Männsrgesicht, eine Hand, die grüßend zur Mühe erhoben wurde. Der Kaiser! Dann war er vorüber wie eine Vision. Die Stehengebliebenen gingen wetter, die Droschken, die zur Seite gefahren waren, kreuzten wieder Die Straße. Langsam gingen Die beiDen Dem Schloß zu, auf Dem jetzt eine Standarte in die Höhe stieg. Am Palais des alten Kaisers Wilhettn blieben sie einen Augenblick vor Dem historischen Fenster stehen. (Fortsetzung folgt) (Siebener Kohlenhandel nli" D«rat Gieheir, Uteftartloge 35, F-rnspr. 1171. 91o h nungsdaoMbga As unk Mulla bsuhrg^buhrra durch den Hauidefiier. 2 .'nitItTld)urigd<3 mit seinen Folgen für den Vermieter und die schädliche 'IDlrfung füt Mohnung-suchend«. 3 . Festsetzung der ' jährlichen Mitgliedsbeiträg«. 4. Freie Äusiprache. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung IW allseitigas arfdxtnen erwünscht. Der Dorftanb. NB. Zur Deckung der Unkosten werde« 200 HL erhoben. Mitgliedskarten find Vorrängen. 4161« Schon lange bezahlen wir bedeutend mehr wie die auswärtigen Händler für Lumpen, Stridlumpen, Neu» Inch»Abfälle, Papier, $lafd)en, Eisen unö sämtliche Alt-Metalle Neustadt 19 (Laden) ein Platzgeschäst errichtet. Durch enge Anlehnung an den hessischen Bergbau sind wir in der Lage, Casseler Braunkohlen sowie Briketts liefern zu können. Bei eintretendem Bedarf bitten wir Anfrage bei uns zu halten und sichern wir pünktliche und zuverlässige Erledigung der uns überschriebenen Aufträge zu. (Siebener Kohlenhandel t 11 Nur bis zum Donnerstag abend ist und bleibt (Stehens bester Zahler Schöhe & Lentz aus Cassel. Mr kaufen bei reeller Bedienung und Dollarkurs im Hose der Vastwirtschaft und Metzgerei Müller (Bahnhof« strahe), Lager Eingang Schanzenstraste, Torweg: Jleutud)--, Wollabfälle, Lumpen, Knochen, gei» tungen, Akten, Bücher sowie sämtliche Metalle; Spezialität: Abbruch ganzer Fabrikanlagen, unbrauchbareMaschinen,alteIinngegenstände, gmkbadewannen und alte Oefen. Johlen pro Kilo 50—1000 Mk. mehr wie jedes andere Angebot. Wir zahlen immer, die Konkurrenz nur, wenn sie must. Einkaufszeit 8 bis 6 Uhr. Aklchüt.n U>' "U flrgrtl pt 6 < ;t: ; WAsa ,u.f lltr- 4t-ruh-. k ■; ötr.e c Wr»r3tt seid'i. Die to Ue.- ihr ll6J«bn «j 0-1 L‘ 3‘’m«' flaf _ Wft Snaebui« an USD«» (öebeftber Schütze, flraiffturt a. M. Sefceertt 14«. 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