«b 3 i» >!2 ? ft ' f' 3 8 6 D »V g?3 35» Q H«a Cfl^s S 7^95= * $ = £0 ttyffi — C'« 72- t» 5~' >sL -7 .LS 'Ls tut?' »o > teMT»t*'-S sulh^l MMzA °MIaÄ es' ■ryd «' <0 — Nr. 42 Erscheint täglich, mcher Sonn, und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GießenerFamilienblätter Monatliche Bezugspreise: 1325 Mark und 75 Mark Trügerlohn,durch dieDost 14BVMark,auch beiNrcht. erscheinen einzelner (Rum- ment infolge höherer Gewalt. - Fernsprech. Anschlüsse: für dieSchrift. leitnng 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen. Postscheckkonto: Zranfturt o. M. 11686. 173. Jahrgang Montag, 19. Zebruar 1925 GietzenerAiMiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfitAr-vuch- und Steindruckerei H. Lanze in Stehen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis znm Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 27 mm Breite örtlich 50 Mk., auswärts 70 Mk.; für Rekl ame- Anzeigen von 70 mm Breite 240 Md.Dei Platz. Vorschrift 20 °/e Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Dietzen. Gegen unberechtigte Preissteigerung. Berlin. 17. Febr. (WTD.) Anläßlich der in Len letzten Wochen eingetretenen scharfen Preissteigerung für Schlachtvieh hat der Rcichsrninister für Ernährung und Landwirtschaft die Landesregierungen dringend ersucht, für jeden Schlachtviehmarkt eine besondere Ueberwachungslvmmission aus je einem Viehhändler, einem Fleischer und einem Vertreter der Verbraucherkreise zu bilden, damit unberechtigten Preissteigerungen sogleich an Ort und Stelle entgegengetreten werden kann. Durch ein enges Zusammenarbeiten dieser Kommission mit den zuständigen Polizeibehörden wird in vielen Fällen die Beschlagnahme des Viehes und die Fernhaltung unlauterer Elemente von den Vieh- Märkten möglich sein. Berlin, 17. Febr. (WTD.) Der Präsident des Landespolizeiamts richtete an sämtliche P o l i ze i ve r wa l tu n g e n P re u nen s folgende Aufforderung: Der Präsident des Landespolizeiamts stellt mit Befremden fest, daß, obwohl seinerzeit dem Steigert des Dollarkurfes ein beträchtliches Steigen der Warenpreise zur Folge hatte, jetzt das Fallen des Dollarkurfes um mehr als 50 v. H. in den Warenpreisen fast nirgends zum Ausdruck gefommen ist. Im Gegenteil stellen sich gerade jetzt die Preise einer ganzen Reihe von Inlandsprodukten höher als die Waren, die entweder aus dem Auslarrde eingeführt sind oder als überwiegettden Bestandteil ausländische Rohstoffe enthalten. Die Polizeiverwaltungen werden erneut und unter Bez ig- nahme auf alle bisher ergangenen Verfügungen des Landespolizeiamts dringlich st angewiesen diesen Mißständen nachnugehen und überall da, wo die Annahme von wucherischen Preisfvrderungen gerechtfertigt erscheint, sofort Ermittelungen anzustellen und gegebenenfalls die sofortige Einleitung eines Strafverfahrens bei den zuständigen Stellen zu veranlassen, und wenn Tatsachen vorliegen, die die Unzuverlässigkeit des Händlers erweisen, auf Grund der Verordnung vom 23. Oktober 1915 rücksichtslos mit Entziehung der Handelserlaubnis vvrzugehen. Ein Erlaß des preußischen Handelsministers. Berlin, 17. Febr. (Wolff.) Ein Erlaß des Handelsmini st ers an sämtliche Haichrls- kanrnrern besagt: Es hat sich gezeigt, daß die erfreuliche Besserung, die der Stand der Mark in der letzten Zeit erft^hren hat, in den Warenpreisen vielfach noch keinen oder nur ungenügenden Aus- brud gefunden hat. Jedenfalls muß festgestellt werden, daß die Anpassung an die Marktlage sich beim Sinken dec Mark ungleich schneller und in erheblich stärkerem Matze zu vollziehen pflegt, als es sich bei der umgekehrten Entwicklung jetzt zeigt. Es liegt auf der Hand, daß hierdurch die Deu n - ruhigung über die ungeheure Preissteigerung, die nach dem. vorausgehenden Marksturz eingetreten war, noch weiter gesteigert wird, und daß eine derartige Entwicklung bei der Bevölkerung auf starken Widerstand stoßen muß. So wenig ich die schwierige Lage verkenne, die sich für das gefomte Wirtschaftsleben und in besonderem Maße für den Handel aus dem schnellen Wechsel des Maickstandes ergab, so muh ich doch der bestimmten Erwartung Ausdruck geben, daß die beteiligten Kreise ftch der durch die politischen VerhÄtnisse verschärften besonderen Verantwortung bewußt sind und den Verbrauchern die gebotenen Rücksichten entgegenbringen. Ich behalte mir vor, auf die Angelegenheit alsbald zurückzukonrmen, ersuche aber gefl. mit der durch die Umstände gebotenen Beschleunigung auf die beteiligten Kreise der in dem vorstehenden Sinne bereits jetzt einzuwirken. Tagung des Reichslandbundes. Frankfurts. M., 18. Febr. (WTD.) Die heutige Tagung des Reichslandbundes wurde im Hippodrom mit einer Begrüßungsansprache des geschäftsführenden Vorsitzenden, Reichstagsabg. Dr. R ö s i ck e, eröffnet, der zunächst darauf hinwies, daß heute vor 30 Jahren der Bund der Landwirte, der Vorgänger des Reichslandbundes, gegründet wurde. Damals sei die Landwirtschaft m großer Rot gewesen. Auch die diesjährige Tagung stehe im Zeichen der Rot, und zwar in erster Linie der Rot des Vaterlandes. Die deutsche Landwirtschaft habe sich zum Hilfswerk bereit erklärt. Sie habe versprochen, alles einzusetzen, die Produktion auf das Möglichste zu steigern, ja sogar die Friedens- Produktion zu steigern. Dazu müsse die Landwirtschaft aber frei fein. Dadurch, daß der Landwirt für die Ilmlagelieferungen nicht bezahlt bekomme, was unbedingt erforderlich wäre, und auf die unzulänglichen Vergütungen noch lange warten müsse, werde die Landwirtschaft in ihrer Produktion gelähmt. Die Vorschläge, die sowohl in Preußen wie im Reich Vorlagen, würden auf eine Monopolisierung des Getreides und des Stickstosses hinauSlausen, während eine freie Wirtschaft gefordert werden müsse. Hinsichtlich der Steuerg^etzgebung sei die Landwirtschaft unnatürlich überlastet. Auf das Vorgehen der Franzosen eingehend, wies der Redner darauf hin, Dafi sich offenbar ein neuer Geist in Deutschland entwickeln wolle. Die Landwirtschaft sei sich ihrer Verpflichtung bewußt, den Kämpfern am Rhein und an der Ruhr mit allen Kräften zu helfen, damit sie nicht vor Hunger schließlich willenlos würden. Mit dem Gelöbnis, diese vaterländische Pflicht unter allen Umständen zu erfüllen, schloß der Redner feine mit stürmischem Beifall aufgenommenen Ausführungen. Rittergutsbesitzer v. R a h m c r (Brandenburgischer Lanhbund) gab darauf einen Bericht von einer Orientierungsreise im neubesehien Gebiet und hob die entschlossene Stimmung der Ruhrkämpfer, die bis zum Letzten aushalten würden, hervor. Frau Kühner vom Reichsverband der landwirtschaftlichen Hausftauenvereine sprach über Organisationsfragen und forderte die Zu- farnmenfaffung aller landwirtschaftlichen Hausfrauenverbände, um der Auffassung die Spitze abzubvechen, daß di: landwirtschaftlichen Organisationen eine einseitige Politik trieben. Domprediger Martin wies auf die Rotwendigkeit hin, das Geschick des Vaterlandes über das eigene Geschick zu (teilen, währendReichs- tagsabgeordneter Hepp eine Parallele zog zwischen dem Frieden von Versailles und dem Frankfurter Frieden und dem Wunsche Ausdruck gab, daß das Hilfswert für die Ruhr Stadt und Land einander näherbringen möge. Sodann wurde von der Versammlung eine Entschließung angenommen, in der dm RLB. sich bereit erklärt, 500 000 Kinder aller Berufsstände und Schichten aus dem Einbruchsgebiet aufzunehmen, ferner die Zuführung von Futtermitteln an Landwirte, die unter Requisitionen zu leiden haben, beschließt, und Z>ie allgemeine Opferbereitschast sowie die Stützung der Regierung in dem Kampf um Deutschlands Recht und Ehre zusagt. Aus wirtschaftlichem Gebiet verlangt die Resolution Befreiung von der Umlage für die die Leistungsfähigkeit übersteigenden Mengen,Sicherstellung möglichst hoher Abschlagszahlungen an die Rübenbauer und eine umgehende Erklärung der Regierung über die endgültige Beseitigung jeder Zwan g s be w i r t s cha f t u n g landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Mit einem Schlußwort des Vorsitzenden des Reichslandbundes H i l l g c r, in dem er die Hoffnung auf bessere Zeiten in einem großen deutschen Daterlande ausdrückte, wurde die Tagung beendet. Die Ergebnisse der Londoner Verhandlungen. Paris, 17. Febr. (WTD.) Havas faßt die Ergebnisse der Londoner Verhandlungen des Ministers Le Trvcquer wie folgt zusammen: Die Strecke Grevenbroich —Düren wird völlig den französischen Dehörden für den Transport der Ruhrkohle überlassen werden. Die Grenze der 4hglifd>en Zone wird so hergestellt werden, daß diese Strecke künftighin in die französische Zone zu liegen kommt. Hinsichtlich der Denutzung der über Köln gehenden Hauptstrecken für französische Miliiäftransporte habe das englische Kabinett vorgeschlagen, die Denutzung in beschränktem Umfange zu gestatten, zum Beispiel in bem gleichen W,., wie vor der Besebung des Ruhrgebiets. Die Einzelheiten der Durchführung würdmi an Ort und Stelle von kompetenten eng= fischen und französischen Persönlichkeiten studiert werden. Eine Rede Mussolinis. Rom, 3. Febr. (Wolss.) In der fortgesetzten Senatsberatung bezeichnete Mussolini den Vertrag von Santo Margherita als einen bella- genswerten Vergleich, der aber nicht den Tod der Italianität von Zara und Dalmatien bedeute. Der Gebrauch der italienischen Sprache sei durch das Abkommen gesichert. Bei einer gewissenhaften Anwendung des Vertrages durch Italien und bei einer ebenso lohalen und gewissenhaften Stellungnahme Südslawiens werde Zara und Dalmatien dem italienischen Sprachgebiet erhalten bleiben. Die Frage, ob Fiume die 75. Provinz des Königreichs Italien werde, sei von untergeordneter DÄeutung. Wichttg aber sei, daß ihm feine italienische Seele erhalten bleibe; auch müsse Fiume für sich allein, nicht nur mit Hilfe von Unterstützungen des italienischen Staates leben Eönnen. Für Zara und Dalmatien traf die Regierung bereits wirtschaftliche, politische und kulturelle Maßnahmen. Rach einigen Worten der Anerkennang anSüdslawien, das seit seiner Regierung weniger intransigent gegen Italien sei, wandle sich Mussolini gegen die Auffassung, daß in der Geschichte und im Leben der Völker gewisse Dinge nicht wieder gut zu machen seien. Er erinnerte in diesem Zusammenhang andieRiederlageder Römer bei Cannae und an deren Wiederaufstieg. Entsprechend der Bitte des Ministerpräsidenten billigte der Senat den Vertrag von Santa Margherita, ferner die am 6. Februar 1922 zwischen Italien und den andern Staaten m Washington geschlossenen Verträge Zur Ruhr-Aktion erklärte der Ministerpräsident, er glaube, daß die Krisis ihren Höhepunkt erreicht habe. Cs handle sich heute um die Feststellung, ob es noch eine Entente gebe und noch geben werde. Die Haltung aller Diplomaten sei gegenwärtig vorsichtig; es gebe feinen Grund, weshalb Italien davon abgehen sollte. Brauchten wir keine Kohlen, hätten wir die Frage der Der- teilung der Rohstoffe gelöst und könnten wir zur Stützung unserer Währung über großen Mengen Geldes verfügen, so könnten wir eine bestimmte Politik verfolgen, sogar eine Politik großen Edelmutes gegenüber Deutschland. Aber wir können uns nicht den Luxus der Verschwendung unseres Edelmutes gestatten, wo wir uns selbst kaum am Leben erhalten können und wo wir alle Energie sammeln müssen, um nicht in den Abgrund zu stürzen i Die französische Gewaltherrschaft. Die Schreckensurteile der Kriegsgerichte. Berlin, 17. Febr. (Wolff.) Der Reichs- Präsident gab anläßlich der Verurteilung des Bürgermeisters D. Schaefer -Essen und des Oberbürgermeisters Haven st ein - Oberhausen zu mehrjährigen Gefängnisstrafen in Telegrammen an die Stadtverwaltungen von Essen und Oberhausen seiner Empörung über diesen in Form eines Rechtsspruchs getlcibeten Willkürakt des französisch-belgischen Militarismus gegen die nach Eid und Pflicht handelnden Bürgermeister Ausdruck und sprach den beiden Verurteilten seine besondere Anerkennung für ihr pflichttreues und mannhaftes Verhalten aus. Aachen, 17. Febr. (Wolff.) In der Begründung des H r te i I d in dem Prozeß gegen den Duisburger Oberbürgermeister Jarres vor dem hiesigen belgischen Kriegsgericht wird gesagt: Duisburg gehört zu dem effektiv besetzten Gebiet. Der Milftärbefehlshaber besitzt das Verwaltungsund Gerichtsbarkeitsrecht. Die Bürgermeister haben sich den Anordnungen der Desahungsmächte zu fügen. Bei der Urteilsverkündung wurde Jarres g e= fesselc'vorgeführt. Neue Verurteilungen. Aachen, 17. Febr. (Wolff.) Bürgermeister Dr. D a a t und Dr. Wulff, sowie der Beigeordnete Kaufmann Brohl, sämtlich aus Cleve, standen vor dem belgischen Kriegsgericht wegen ^ienftbertoeigerung. Sie hatten es abgelehnt, in Cleve belgischen Zollbeamten Quartiere zu gewähren, da diese weder zur Besetzung noch zur Rheinlandkommission gehörten. Der Militärrichter führte aus. daß nach dem Londoner Ultimatum von 1921 Zollbeamte als Mitglieder in die Hohe Kommission aufgenommen worden seien. Dem schloß sich das Gericht an unb verurteilte die Herren zu je 14 Tagen Gefängnis, auf die die Untersuchungshaft angerechnet wurde. Kreuznach. 19. Febr. (WTD.) Der Vorstand des Amtsgerichts Geh. Iustizrat Theiß wurde vom Militärgericht zu Mainz zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt, weil er auf Anweisung des Iustizministers die Ausnahme politischer Gefangener im Gefängnis verweigerte. Iustizrat Theiß ist (53 Jahre alt. Er und seine Familie wurden ausgewiesen. Kreuznach, 19. Febr. (WTD.) Der Landrat Vairen aus Daun in der Eifel wurde wegen DÄeidigung der ftar^ösischen Armee zueinenrIahrGefängnisohneStraf- au fschub verurteilt. Verhaftung des Oberbürgermeisters von Bottrop. Bottrop, 17. Febr. (WTD.) Oberbürgermeister Dr. Dauer ist heute vormittag in feinem Dienstzimmer verhaftet worden, wahrscheinlich, weil er keine Kohlen an die Besahungsbehörde geliefert hat. Ferner hatte er einer Vorladung vor das Kriegsgericht in Sterkrade keine Folge geleistet. Die städttschen Beamten und Angestellten haben dem General em en Protest überreicht und sind heute in einen Proteststreik eingetreten. Heute vormittag fand in der Stadt ein großer Demonstra- tionszug statt. Die Besetzung von Gelsenkirchen. Berlin, 17. Febr. Wie die Blätter aus Gelsenkirchen melden, wurde an der Spitze der heute vormittag in die Stadt eingerückten französischen Truppen zwischen zwei Offizieren als Geisel der vor einigen Tagen verhaftete Kommandeur der Gelsenkirchener Schutzpolizei, Kunow, geführt. lieber zwanzig Tanks nahmen auf verschiedenen Plätzen Aufstellung. Sämtliche öffentlichen Gebäude und der Bahnhof find besetzt, cbenfD all.' Danken. Die Geschäftsläden h?.k»SN geschlossen. Der Oberbahnhvfsvorfteher Kaufmann und ein Eisenbahninspektor, der die Hauptkasse dtzs Dahnhofs verwaltet, wurden feftgenommen. Die in der Kasse befindlichen Gelder in Höhe von neun bis zehn Millionen Mark, die für die heutige Lo hnausza h lu ng besttmmt waren, teurben toeggcnonrmen. Rach einer Meldung der „Doss. Ztg." schlug gestern nachmittag ein französischer Offizier einen Schuhpolizeibeamten, der ihn nicht gegrüßt hatte, mit der Rei t pei t sche ins Gesicht. Der Doantte zog darauf seinen Revolver und verwundete den Offizier durch einen Schuh schwer. Gelsenkirchen, 17. Febr. (WTD.) Der Kommandierende General der 47. Division teilt durch Straßen anschlag mit, die Besetzung der Stadt soll erfolgt sein, weil Gelsenkirchen wegen des lleberfaned auf die beiden französischen Gendarmerie-Offiziere mit einer Geldbuße von 100 Millionen Mark belegt wurde. Die Stadt bleibe solange besetzt, bis das Geld bezahlt sei. Dis dahin treten scharfe Bestimmungen in Kraft. Die Kinos und andere öffentliche Lokale wurden geschlossen und alle sonstigen Lustbarkeiten verboten. Der Straßenverkehr ist vor 7 Uhr morgens und nach 7 Uhr abends verboten. Weitere scharfe Maßnahmen behalt sich der Kommandierende General vor. Die Franzosen besetzten die Post, die Eisenbahn und das Finanzamt. ♦ Berlin, 18. Febr. Rach einer Korrespon- I denzmeldung aus Essen fanden gestern zwischen Vertretern der Polizeibehörde und General De- geulte Verhandlungen statt, die zu dem Ergebnis führten, daß die Schutzpolizei den Dienst wieder aufnimmt und die Uniform behält. Eine Entwaffnung ist nicht vorgesehen. Die Kriminalpolizei darf keine Waffen tragen. Der „Lokalanzeiger" berichtet zu dem französischen Vorgehen in Gelsenkirchen, daß die Franzosen um 8 llhr morgens die Räumung des Waisenhauses verlangten. Die Schwestern unb Kinder wurden auf die Straße gejagt. Viele ixrvvn waren nur notdürftig bekleidet und barfuß. Die Kinder,.die in dem fuf) tiefen Schnee stehen mußten, fanden, soweit möglich, bei der Bevölkerung Aufnahme. Aus Sprockhövel wird dem gleichen Blatt gemeldet, baß ein Franzvseauf eine Frau schoß und sie schwer verwundete. Die Frau fand im dortigen Krankenhause Ausnahme. Eine neue Bluttat. Bochum, 17. Febr. (WB.) Heute morgen erschien auf der Zeche „Prinzregent" ein KornmandovonöPersonen, um Holz aufzuladen. Die Belegschaft verweigerte die Abfahrt und schloß das Tor. Die Franzosen gingen fort, kehrten aber bald mit Verstärkung wieder und z«^ störten das Zechentvr durch Maschinengewehrfeuer. Drei Kugeln trafen einen 15jährigen Arbeiter, der bald starb; ein anderer Arbeiter wurde verletzt. Die Belegschaft ist heute mittag nicht eingefahren. Die Wegnahme von Lebensmitteln. Köln, 17. Febr. (Wolff.) Rach einer QM- dung der „Kölnischen Zeitung" aus Düsseldorf gehen die Franzosen auch dort mit der Wegnahme von Lebensrnitteln vor. Bei einem Privatmetzger wurden 30 Stück Vieh weggenommen. Wegen des Vorgehens der Besatzungsbehörde hat der Oberbürgermcificr E in - sprach erhöbe:! mit dem Hinweis auf einen Befehl des Generals Denvignes, wonach die Lebensmittelversorgung der arbeitenden Bevölkerung nicht gefährdet werden soll. Mit diesem Hinweis hat ber Oberbürgermeister auch die Forderung der Desatzungsbehörde abgelehnt, ihr eine große Däckerei zur Verfügung zu stellen. Regierungspräsident Dr. GrÜtzner verhaftet und ausgewiesen. D ü s s e 1 d o r s,. 19. Febr. (WTD.) Regie, rungspräfident C^rützner wurde gestern nachmittag halb vier Uhr in seiner Wohnung in Gegenwart zweier von der Völkerbundstagung in Genf zurückkehrender schwedischer Reichstagsabgeordneten, die ihn über die Lage im Ruhrgebiete befragen wollten, verhaf- t e t und zu General Simon gebracht. General Simon eröffnete ihm, daß er auf Befehl des Generals Degvutte ausgewiesen werde. Der Grund der Ausweisung bestehe darin, daß der belgische Oberkommandierende in Aachen seine Ausweisung beantragt habe wegen eines Protestschreibens, das der Regierungspräsident dem belgischen General in Duisburg überreichte wegen der erneuten Verhaftung des Oberbürgermeisters Jarres anläßlich dessen Rückkehr nach erfolgter Ausweisung. Grützner wurde im Auto von zwei Gendarmen und einem bewaffneten französischen Soldaten nach Wesel gebracht. Ministerreisen ins Ruhrgebiet. D e r I i n, 19. Febr. Rach einer Meldung der „Montagspost" hielt sich am Samstag der preußische Minister des Inneren Severing in Dortmund auf. Er hielt Besprechungen mit Vertretern ber Industrie, der Gewerkschaften und der Behörden ab. Von Dortmund fuhr der Minister nach Solingen, um mit Genehmigung derenglischen Besahungsbehörde am Sonntag abend in einer öffentlichen Versammlung zu sprechen. Wie der „Lokalanzeiger" aus Essen meldet, hielt sich auch der Reichs Verkehrsmini st er Dr. Gröner in Essen auf und hatte Besprechungen mit den Effenbah^rorganisattonen über die Lage des Eisenbahnbetriebs im Ruhrgebiet. Paris, 19. Febr. (WTD.) Wegen des erneuten Besuches deutscher Minister im besetzten Ruhrgebiet ist, wie man .mitteilt, ein Vorschlag des Oberbefehlshabers D e g o u 11 e in Erwägung gezogen worden. Er prüft die Frage, ob es angängig fei. den Städten, die den kurzen Besuch der Reichsminister erhielten, Sanktionen in Strastontributionen aafauerlegen. Auch andere Sanktionen seien nach dieser Richtung in Vorbereitung. Eine deutsche Note an die belgische Regierung. Berlin, 17. Febr. (WB.) Der deutsche Geschäftsträger in Brüssel ist beauftragt worden, ber belgischen Regierung folgende Rote zu überreichen: „Bei der Besetzung des Bahnhofs Oberhausen durch die belgischen Truppen am 23. Januar zwischen 4 u. 5 Uhr nachmittags ist ber Eisenbahnsekretär Guido Pretepase von einem belgischen Offizier körperlich mißhandelt und mit einer Schu hwaffe bedr o ht worden. Grotepase war im Begriffe, den Bahnhof zu ber- lassen, als er von dem Offizier, anscheinend Feldeisenbahner, und einem Soldat mit aufgepflanz» tem Seitengewehr ungehalten wurde. Cs wurde ihm besohlen, auf einer etwa 80 Schritt entfernten Stelle auf zwei Stunden Dienst zu hm. Die 'Befolgung Mete» lehnte r atz trfrr dem Hinweis aus bet aflrtn her ihn ma^-fxnbr An- otimtmgen tehwr Oer grien im Behörde 4c ttrnrbe Larauf genöttgt. H» tarn Skütocrf mu>uge6en Hier txuftz ihn der Offizier mi! derbe» Syänben rtm -inten, dretzre ihn aar-altlem herum und flieh ibn gegen btt Zrtppr, so bah er porichbersturzte. 'DShrond er sich au'zarrch'.en fechte. fchtug der Offizier wiederhclt mit tt\U duften kräftig aus ihn ein AlSdarm nchtete er den Aevvloe- auf ihn und zwang ihn so. auf das Steil rrrf zu geben. Aach vergeblichen Versuchen. 2fa«tün1l* au* ihm herauszuvrellen. nötigte ihn der Offizier wtedenrn, unter "r> bre hi.ng mit dem Aevvloer. ' ch zu legitt- gieren und entlletz ihn schlu-hltch Die deutsche t -'aterung erhebt gegen btete Gewalttat des b.l Lfdbcn CfHie a an einem wehrlosen und pfltch- t.rurn deutschen Beamten Protest und behält s.ch DVT. volle Genugtuung fordern - Iülitch von belgischen Truppen besetzt. Berlin. 17 fitbr ,Dvlss, Die den Blät- lern von zuständiger Leite misgeteilt wird, ift Jülich Den den belgischen Truppen besetzt worben. Die DerKehrslaye. Frankfurt a TR«. 17 5«6r (DTB.> 3m Ta»ir.' h r A idahnhir--ktton FranNuri wuiB Deure der Her'wb gemach. die aus brr 6tr*df Limburg « rlst« l l» detnden »Ter onc zü e in di? Anschiuhanlage der Höchster Farbwerke ) t .tir rti ,tm um der Ard« t rschafe die Mdg- 1U,: t , - geben die Stadt Höch'» besser zu er« ccich-rn Der Versuch mihlang. weil die Fran- «rVn nab dem Bkanntwerben dieser Adsich: den bl kantigen liegenden Fardtr»rl militarsch Kesenten — 2luS diesem Umstand erhellt, wir wenig ernst es dm Fran- schalt unter allen Umständen zu Hilfe zu kommen. 3m DtreltionSbrzirk Trier tmirbe rHf n t- An»adl Ba'rnbolSnoriteher undanderer Toamt • o ,'g fordert. ihren Dienst wiede r auf- z .-nehmen oder innerhalb 48 Stunden ihre Dienst- wohnungen iu rÄumm Sntspaniung ber Qagr immer noch nicht ein- oe c.e'i T»er DerfuH di^ bieder un'tetetzteÄeben- linie ®i .ctbdm—TDolflfebl In Betrieb zu nehme" s cheit He bar in weil bie Franzosen ner- lu gt-n hab nur , m Be'cblen nachgekommen trerbe 3m Beztrl Karlsruhe ha» sich die Lage nih verändert Au» den Bezirken Trier und Lu> 'IgShasen werden weitere Au»weik»rn- -n gemeldet. -lrbciteraitsftntide in Frankreich. 'Varis, 17. Frbr. (Dolfs.} Hava. vcr- brdtet eine Mitteilung des kommunistischen BergnrbelterverbandeS. worin der- telbc |cfr teilt« datz in den Hauptzentren, wie In den Departements Loire und Gard der 61 r e 11 allgemein sei. 3n den Departe- menlS Aord und in der Gegend von Anzin streikten 75 Prozent der Arbeiter. Selbst In dem gemäßigten Departement Pas de Calais betrage die 3ahl der Streikenden 40 Prvz. Per kommunistische Verband erwart^, daß in diesem Departement am Montag der Streik allgemein lein werde, wenn die Unternehmer nicht bis dahin kapituliert hätten. 3n den VergwerkSgebleten Santa!» Creufe und Allier sei der Streik allgemein, im Departement Saone et Loire sei er -u 50 Prozent durch» geführt, im Departement Tarn sei der baldige Ausbruch zu erwarten. 3m Moseldepartement werde ber Streik fortgesetzt. (Eine TBcnbunq der Lage in Offenburg. Offenburg 18 Sehr »Dosts » Die Lage hn brüten badischen Gebiet bat sich feit heute nachnist lac, wesentlich geändert Nachdem schon in d'N lebten Tagen die französischen Truppen ru5 einer ganzen Reihe von Landertfchasten zurüitg. >ogen toorben nxirxm. ift heute auch in Ostend.irg selbst an verschiedenen Stellen eine Zurück nähme der Dachen erfolgt. Seit heute mittag kann man beobachten, bah die noch verbliebenen Dachen an den staatlichen Verkehr»- g- b u Xn ebne Gewehr Posten heben, tr hi end lk bisher mit aufgepflanztem 'Ba jonett ihren Dienst txHaben Man will anscheinend die Tteumtcn unb Arbeiter für die Diederaufnahme de» IktL'br», die t*on den Franz ofen angeftrebt wird, geneigt machen Zur Zeit befinden sich biet auch elsässische Gisendahner welche txn morgen ab einen Berte hr über Appenweier nach 5L-bl einrichten sollen Die berichtet wird, d.m' hen »ich die firaiuofcn auf da» deutsche Personal . inzuwirfen damit e» den Drenst ivieder aufnimmt, bo»felbe beharrt aber nach wie vor aus der restlosen 3urikfatebdng der Befahung von den ö^mMch-n Verk chr Sonst asten 3« Stnrich. tana einer Zvi linie werbeu die rriorderlichen Maßnahmen getroffen. (Sitte Musik feier zum Beste» der Ruhrspeode. Berlin 17 Feo- I DTB ' Di-- ver- einigten ft : b11f tnb-cf'cn. sowie bee BruäentopfeS Mairiz gehört. sowic ber übnbefebii xiber ber 10 franzö- frtd> n Armer haben leinerzrit —- bei einem tut Hall’} statrgr urdenen Gmvfang ber staatlichen, städistchm und ttrchlichen Behörden nach Blat- trrmclbungcn verfichrrt. ba*) bte religtö'en Freiheiten aller Belrnntntsse mit remittier Sorgfalt gewahrt und gewährleistet werd--n wurden. Die wir hören, hat man indes in der letzten Zeit im Menten Gebiet Versammlungen evangelisch kirchlicher Berefne. Proben der ftirchengefang- vereine und Pol runenchSr''. Versammlungen ber DesanatSgeistlichen. Ade dqilteidtenstr u a un- mdglich gTmacht ober auterordentlich erschwert. Da b.ii evange!iich-kirch|tche Leben nicht nur im Vollzug ber : Uiifchen Handlungen unb in ber Teilnadme an bieten feinen Ausbruck findet, da z B. dir Probrn der Airchengesaagvrreine unb PcsrunenchSre unmitte«bar lern gotieidienstlichen Le rn bi:ir*n. unb die Versammlungen ber evan- aelisch-ktrchlichen Bereire aU unmittelbare LrdenS- auhmingcn unb Förderungen bei evangeli chen Gemeinte.'cixni zu betrage.! sind, müssen wir li b<-n getroffenen Mastnahmen eine aufjerorbent- lich empsindl che und schad a? Br Beeinträchtigung de^ kirchlichen Lebens erblicken. Dir d klagen dies tief unb hallen eS für untere Pflicht, ba- gegen bierlich nachdruckl chste Derwadrung einzu legen." Aus 5»aöt und Lund. ® leben, den 19 Februar 1923. Das Deutsche Bolksopser. 3n der Geschäftsstelle deS .Gietzener Anzeigers" gingen für untere brdcängten Volksgenossen an der Auhr und am Ahein weiter ein: G ®t*ert 1000, A. A 1000. RechnungSra» Merte-n 3C0. H. 2 briter 1000, Klosse 3bJ G wU- tertc Müdchenfchute 4252. MrhivrlSS von der PrciSpiüfungSftelte ter Stahl Bi sten 3000, Dr P Acinewald 3000. Älaffe VI* S a! tknab-mschute 3000, D. X. 2000. ZNosste- Illa’ Höderr Mäöchen- schule 10 000, Fa Friedrich Ärogmann 50 000, Cx'tiertoiT'gum. Ma'chln-mdc'usch il'. Bauabici- lung, Cbvttx-rbl. Fortbildungsschule der Gewerbeschule 67 170 OEorl D»n ®e! ?m heizlichfwn Dank! D ttere Spenden werden inderGeschüftSstelledeS.GIe- stener Anzeigers" angenommen e Tic Beamten unh Arbeiter deS Bahn - b o f f Kirsten h b.n al» erste ‘Rate 820000 Mark für daS deutsche VolkSspser zur Ablieferung gebracht • . * Fahrplanverbefferungauf ber 6 l re de Siesten -Limburg Zur Verbesserung ber Anschlüsse in (Mehrn nach und von ■' 5?bruar ab folgende T riebwogensahnen gefahren: T 126 Giesten ab 8.10 i'rnn Vimbura in 10 C3) nenn T 125 Chn- butg ab 9.40 nachm. Gieste' an 11A5 nachm. mit Ansch'ust an den l>Zug 179 nach Berlin C?i|cnbabn unfall auf ber Ötrede Giesten- Gelnhausen. Am Freitag, 16. Fcbr.. vormittags gegen 10 Uhr, rutschte der von Gelnhausen kommende Güterzug 7983 auf dem Bahnhof Büdingen an dem auf .Halt" stehenden Sinfahrsianal vorbei und flieh im Bahnhof mit einer Aangier- abteilung zusammen. Personen wurden nicht berieft Der Materialschaden Ist aber erheblich. Die Strecke Büdingen-Mittelgrundau war gesperrt. Der Verkehr wurde durch Um- petgen auf rech terhaUe». Um 7 Uhr abenth? war die Strecke wieder frei D e Ursache des Unfalles ift noch nicht ermittelt. Die linier» fuchung ift ringeleItet — Teilweise Sperre von Boket- feubu n gen rach dem besetzten 3ebieL Degen Störung brS Gitensatznvertebr» werden Pakete nach dem betetzten linksecheinr'^en Gebiet vorläufigutcht cn; nocticn Ausgenommen von der Sperre |inb ticb> n*ni-tetoufr.t unb Pa!«:e nach 5tbln unb Boro tm. nach 2küS4 ■ Bz. wte für ^te Ötrede Min- 2Lx£» n bul Bui. tBz Ä6(e) cinfcht Aach Orten im befetz n Teile keS 0.^ rpostti rktion^b. »trkS Sormfkibc Ererben eben- »al» nur Leben «mittel Pa tete angenommen Born HoherodSkopf Bestem herrsch« auf dem Hoherodelopt leb.,alte» Treibe- Der m rterhvhe Schnee hatte viele Schnro- fchubläuter angelockt. ber Bor,land be» B Ä 6. dielt eine 2u.ung im Ä1 abbau» ab unb ein Gie- hemr Verein traf auf einer Banberung bort oben ein Schon am Sani»:agt>onnUtaa begann heftiges Schneetreiben, der tiefverfchn.-te Dall> macht einen herrlichen Sinbrud Kein Dunber. da' gestern von allen Seiten, von Schotten. Ul- richstetn 'Bedern u d HartmannShatn bte Gäste rech: zahlr.ich eintrafen. •• Die Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung deS AlkoholiSmuS hate nicht veigebiich zu einer öftentlrchrn Dersammlung eingelaben Der Saal deS Katdolischen BerernS- baufcj war am Freitag abend stark überfüllt. AaM txn SinfübrungSworten des Der'ammlungS- leitet» ergriff zunächst Direktor Dr. Melle au» Frankfurt bai Dort Gr schilderte, wie da» Al- fcbrloerbot in Amen st, enN landen sei. unb Der- breitete f,ch sodann eingrbcnb über beffc.i Dir- kungen. bte er auf Grund eigener Anschauung knren gekrnt habe. Uebcroll auf feinen Aei'en durch Ain rtto habe er gefunden, dast daS Verbot segensreich gcwirtt bade. Die Kriminalität fei autudu.gingen unb die Vvlt-ge^undh ii gestiegen. DaS SrsnrunUchste aber fei die ^a fache, bah ber befürchteten A b. itel 'ia! 1 r hn Brauerei- und Brermereigew.- rbe Beschäftigten durch die ral-che Umftcll.ing ber De rtebe venm hNr ArbcitSmr-lichk nt geschaffen wurde Die 3menfaner fuNtcn sich wohl unter tiefem Ge'?tz unb viele hervorr.^ende Männer Iallen fich für seine Beibehaltung ausgesprochen ,sum Schlust führte er fcoj Darf eine* amerikanlschen llniversltötsProfessorS an, der nach einem Vortrag deS Aefcrenten geäusterl habe, er wlsfe nicht, ov bte deutsch Mmck steigen werde, ober de deutsche Gharakter werde wieder steigen Um diele Prrpbezrtung eine* Amerikaner» mjbr werten zu laisten. mög: auch daS brutsche Bolk dafür S^ig- ttagen, hih ber Alko^ oliSmu» unterdrückt werde. - Sabann sp ach Univ »Prof. Dr Bieber gall auS Marburg über tvch, wo b*c Aot unser-eS Volkes aufS höchste geftiegen ift. tue unS bie neue Liebe ?um Vatcrfznte not, unb diese stelle nicht die 3n- ttreffen de einzelnen unb ber 3ntert,’entengrup- ber über ba» deS BalerlanbeS. Man möge l\*i ber Beurteilung b,- Frage deS Altodoiver- IwkS von der getrn t nlxiftm Gtwägung auSgchen. v'> eS '-em Botte, mt« n int oder fchabet. wenn Dcutld Uwib dem Beispiele Amerikas folgt. Die AuSfü' rungen beider Aedner wurden oft durch heftigen Diderfpruch »n'erbrvch'N. ber «ich nxb steigerte, als nun in der Paule Unterfchrifte.r für eine öinga’e an den Reich-tag betreff» deS A.lchSschrnkslättengesetzeS getamn eU werten tollten Man verlangte, dast erst die Diskussion ab- gcttxiriet werbe, ehe man eine Abstimmung per- onft-iltcn dürfe Von Seiten der A b itSg'mein- fdoft wurde daraus e triben. bah c4 sich nrchr um eine Abstimmung banbefc. M in wolle nur bie lln! rschristen berit-n g n. Ne schon jene über Idee Stellung zum AlfoholiSmuS nölllq Im klaren seien. — Aach her Paute fernen zunächst vier Gegner der An'iolkobolbewegung zum Dort. Vertreter ber Arbeiter N-» Brauereigewerbe» unb der Gistwirt- fchr,'tSrngestellten Wielen auf Ne schwere tpirt- sch liche Gefahr bin. bte bei einem et» 3lfo5?l- Prrt ot so viele Arbeiter brotlo» zu nuuch-n brr * < Auch Nc anberm beiden Aebner äuste len bleie Bedenken, die Betriebe liehen stch nicht lo leicht umstellen Da» «olle denn auch In Ihnen verarbeitet werden m^chdem nun schon überall bie Ank» stvfkfe knapp würden? DaS Verbot würde auch cItk Beemträcht gunq der Freiheit beS drtiei en bedeuten Der »mnätzige Attob-olgenuh sei zu verwerten. ober ein M 5 Ibener Verbrauch bade nur bclffame Folgen Die Vachrichten au» Amerika feten snllch das Gegenteil treffe zu AI» len ter DiSkuMonsr-dner sprach Prof ß Schmidt, der noch einmal Ne Ztete ber Antialksholbewe- gvng erläuterte unb begründete Die Versaenm- lung mutzte dann wegen ber PolizeistutDe abgebrochen werden Bornoti;e». T a ge S ka l e n der für Montag Astoria-Lichttpteie. a? heute .Da» gelbe Dreieck". .Dte Sklavin Le» Banditen" unb .Der Q-crgteaibirf". — Lia-t vu-i au». Bahrrhofstratze, ad heute .Tiefland". - Palast-L^chtiptete .Der Graf von ®f Brief 379Q.- 1183 50 5150*- 7890.- 27.25 20350,- 93460,— 924,- 1010.- 505,— 596,— 3650- Gießener Strafkammer. Giehen, 13. Febr. 1923. Die Inhaberin einer hiesigen Gastwirtschaft wurde wegen Kuppelei zu 9 Monaten Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt. Die Derhandlung fand unter Ausschluß der Oeffent-- lichkeit an. Gegen den mitangeklagten Ehemann konnte nicht verhandelt werden, weil er z. Z. nicht verhandlungsfähig ist. Des Dollars iittags' Ü. 20250. Frankfurt a. M.. 17. Febr. Dö rsen- stimmungsbild. Die rückläufige Bewegung am Devisenmarkt kam heute zum Stillstand. Der 3nbuftriebebarf trat etwas hervor, auch schien die Spekulation wieder Kauflust zu zeigen. Die Umsätze waren aber bescheiden, da die Reichsbank angeblich Ware an den Markt brachte. Der Dollar, der vormittags mit 20 000 eröffnet hatte, ging später auf 19 000 zurück, zog - dann aber wieder auf 20 000 an und schwankte zwischen 19 500 bis 19 775. Im freien Effektenverkehr herrschte ruhiges Geschäft, die Haltung war etwas freundlicher, die Kurse zeigten zum Teil Befestigung, doch war diese entsprechend der starken Kursrückgänge noch sehr bescheiden. Am Rentenmarkt sind Türkenwerte etwas erholt. Im Effekten verkehr von Bureau zu Bureau werden wohl bei besonders stark mitgenommenen Papieren bessere Kurse genannt, zum Abschluh soll es aber bei den wenigsten Papieren gekommen fein. Heber die weitere Entwicklung der Dörfenstimmung läßt sich nichts Bestimmtes sagen. Die Meinungen gehen recht auseinander, da es den Anschein hat, dah man noch mit einigem Material aus schwachen Händen rechnen muh. Frankfurt a. M., 17. Febr. Aende- rung der Devisenordnung. Die Handelskammer Frankfurt a. M.-Hanau macht darauf aufmerksam, dah Inlandsgeschäfte, die vor dem 14. Oktober 1922 unter der Bedingung, dah sie in ausländischen Zahlungsmitteln zu begleichen sind, abgeschlossen wurden, noch in ausländischen Devisen bezahlt werden dürfen, wenn die Zahlung 3659,15 5187,95 476,- 195-18.75 rlntw.-Brtissel . Holland London Paris Schweiz Spanien Italien Ltssabon-Oporto Dänemark. . . Norweaen Schweden . . . HelsingforS. . . Steuyork Deulfch-Oefterr. Budapest.... Prag....... Agram :Wcr nur ein einziges Mal 2 sich mit Rok-Seesand-Mandelklcie gewaschen hat, dnr • möchte die zarte Frottage, das köstliche Gefühl der E>- * frischung nicht mehr missen, rtok-Secsand-MandeU • kiele befreit die Haut von allen Unreinheiten, macht a sie blumenzart und tugendfrisch. UeberaU erhältlich. Die am 9. Januar genehmigte Schluhzahlang an den Eisenbahner-Heimsiättenverein wird um die durch Umwandlung der Kassendarlehen in eine feste Anleihe entstehenden Derwaltungskosten von 17 593,50 Mk. erhöht. Der jährliche Lilgungssatz wird auf 3 Prozent festgesetzt. Erdarbeiten zum Anbau am Geräteschuppen Oswaldsgarten werden der „Bauhütte" Giehen zum pteile von 3379 Mk. zugesprochen. Zur Erbauung eines Autoschuppens auf dem Lagerplatz an der Steinstrahe werden die Erd- und Maurerarbeiten an die (Siebener Maurermeister-Bereinigung zum Preise von 1 778 373 Ml. vergeben. Für die Beschaffung von Litewken für die Derufsfeuerwehr wird ein Kredit von 150 000 Mk. bewilligt. Zu Dertretern der Stadt im Vorstand der Eigenheim-Daugenossenichafl werden Bürgermeister Krenzien und die Stadtv. Becker und Maier bestimmt. Die Rechnungsabschlüsse des Gaswerks, des Wasserwerks, des Elektrizitätswerks und der Stra- henbahn für das Rechnungsjahr 1920 werden genehmigt. Für die Anbringung eines Lichtbildes am Hotel Viktoria, Bahnhofstraße, wird die Zahlung einer Anerkennungsgebühr von 100 Mark jährlich festgefetzt. Befreiung von Bauvorschriften wird gewährt: der Finna Andreas Euler zum Bau einer Lagerhalle auf dem Grundstück an der Steinstrahe, der Eigenheim-Baugenossenschaft für verminderte Wandstärken in Häusern m der Strohe am Kugelberg und in der Iheringstrahe. Gerichtssaal. Halle a. S., 17. Febr. Die Schänder des Dismarckdenkmals auf der Rudelsburg, der Transportarbeiter E ck st e i n und der Schuhmacher (Siebter, wurden von der Straf- kammer in Raumburg zu Zuchthausstrafen bis zu drei Jahren verurteilt. Lüneburg, 17. Febr. Dor dem hiesigen Schwurgericht hatten sich gestern der 19jährige Homs I vs chk o, der 22jährige K i r f ch k e und der gleichaltrige Thurau wegen des Eisenbahnattentats vom 18. Rvvember 1922 in Rähe von Radbruch zu verantworten. Zwei der drei Angeklagten, die durch Lösen und Ausein- amderbiegen von Eisenbahnschienen den V-Zug Geld 3710.- 1171.50 5056— 7790,— 26.75 20160.- 92600,- 916.- 1000,- 495,- 584.- 3550- tafeln gewidmet, in schönster Form wohl tum T.-B. Hörnsheim. Dies alles tonnte den ausführlichen Berichten des Gauvertrelers Arthur Pfeiffer -Wetzlar und des Gauoberturnwartes Wilh. Will- Giehen und seiner Sonderturn- toorte entnommen werden. In erhebenden Worten wurde dabei der Turnbrüder im besetzten Gebiet gedacht. • Bei der Rechnungsablage durch Gaurechner Post- Alsfeld wurde allgemein und dankbar anerkannt, dah die Gauleitung unter persönlichen Opfern für die Turnsache gearbeitet hat, und dah die Finanzgebarung des Gaues einwandfrei dastehl. Einstimmig wurde der Verbands- beitrag auf 120 Mk. für den Kops festgesetzt und der Gauleitung die Ermächtigung erteilt, der Geldentwertung entsprechend Rachzahlungen zu erheben. Einmütig wiedergewählt wurden Arthur Pfeiffer als 1. Gauvertveter, Wilh. Will als Gau obertarnwart, Hermann P o st als Gaurechner und Rektor Bach als Gaupoessewart: neugewählt wurden Turnlehrer Hermann Fischer-Marburg als (Saufrauentumtoart und ©tubienrat Schuchmann- Frieoberg als Gau- Wart für turnerisches Geistesleben. Zum Kreisturnwarl am 15 April werden abgeorbnet Pfeiffer, Will, Bach, Erle, Hohmann und Schuchmann zum DeatschenTarn- tag Pfeiffer und Will, bzw. Bach und Petter. Der T.-B. Lauterbach wird zum 24. Juni das Gauturnfest übernehmen, die Gau- t u r n f a h r t wird hn Herbst voraussichtlich in Marburg stattfinden. Der Vorsitzenden» ta g im Herbst wird Meldungen zum Gauturnfest 1924 mitbringen. Das ® au f r a uen t u r ne n haben die T.-De. Giehen für den 27. Mai übernommen: nächstes Jahr wird es in Alsfeld stattfinden. Am 11. März werden die Frauen- abteilungen eine Zusammenkunft in der Turnhalle in Giehen zur Vorbereitung des Wettkampfes abhalten. Am späten Rachmittag erst war die reichliche Tagesordnung "aufgearbeitet, und zwar in einem Geist, der eine weitere erfolgreiche Entwicklung der Leibesübungen im (Saugebiet verbürgt. Mit einem begeisterten „Gut Heil!" wurde die erhebende Tagung geschlossen. Büchertisch. — Max Barthel, Das vergitterte Land. Rovellen. Hamburg-Berlin, Hnfsmami & Campe. — Dieses erste Prosawerk des bisher nur als Cpüfer bekannten Arbeiterdichters ist aus der sehnsüchtigen Erinnerung jener Jahre geichrieben, da sich der Verfasser aus den curopäilchen Land- fhaben herumtrieb, um an dem blauen Meer Italiens und den blühenden Landschasten Süddeutsch- lands und Hollands fein heißes Blut zu verkühlen. Die Gestalten be£ Buches sind erlebt und gesehen mit den Augen mitfühlender, helfender Liebe. — MaxIungnickel. Das mübeHaus. Ein Roman. Adolf SponHoltz' Verlag G. m. b. H, Hannover. — Iungnickel zeigt in feinem neuesten Werk, dah cv nicht nur die sentimentale Feder zu führen weih, sondern auch in knappen naturalistischen Chvrakterzeichnungen Meister ist. Ganz unverdorbene Menschen treten uns entgegen: Der alte Schäfer Pilgram, der als lächelnder Philosoph dem Tode entgegrngeht: iUrifc Pilgram, die fröhlich die Welt durchstreift und bei der Zirkusa beit den Tod findet And dann die Zirkusmenschen selbst: lauter Typen, die Iungnickel warm und lebendig zeichnet, weil er selber einmal zu Studienzwecken mit einem Wanderzirkus um* hergezvgen ist. — Goe thes Rheinreise mit Lava- ter und Basedow im Sommer 1774. Dokumente, herausgeg. von Adolf Bach. (Verlag Seldwhla, Zürich.) — Dieses reizvolle und frische Buch wird im Rheinland und auch in unserer Lahngegend mit besonderem Interesse begrübt werden. Denn es enthält die ungekünstelten Aufzeichnungen über jene denkwürdige Lahn- und Rheinreise unteres gröhten deutschen Dichters inmitten der beiden „Propheten", die in ihren Tagebüchern uyd Briesen der bedeutsamen Literatur- epoche und der Begegnung mit Gipfeln und Zierden der damaligen Gesellschaft eine dramatisch interessante Spiegelung verleihen. Einige hübsche Bildchen zieren das Buch. — D i e Meggendorfer Blätter Hal« ten sich stets auf der Höhe einer humorv)ll überlegenen Lebensbetrachtung. Richt nur Erheiterung, sondern auch rein ästhetischen Genuß werden jedem Leser die Illustrationen bereiten, die neben Karikaturen und heiteren ^ichnungen auch ernste Bilder erster Künstler in ausgezeichneten Reproduktionen bringen. Irgendeiner politischen Stellungnahme halten sich die Meggendorfer Blätter fern, so daß sie allen Kreisen und allen Lesern als erheiternde Lektüre willkommen fein werden. . neben dem volkstümlichen und Geräteturnen ausgiebig gepflegt. In Lang- Göns, Dornholzhausen. Münchholzhausen und Grüningen wurden Turnhallen errichtet, den gefallenen Turnbrüdern wurden Seilern« Anträge der kommunistischen Stadtv. Haupt, Bierau und Seng auf Sitz und Stimme in städt. Ausschüssen werden für erledigt erklärt, da hierzu nur Fraktionen mit mindestens 5 Mitgliedern beschlußgemäß zugelassen sind. Dem Entwurf einer Gebührenordnung für die Handelserlaubnisstelte vom 25. Januar d. 3. wird zugestimmt. Für Schreibmaterialien und Lehrmittel für die Volks- und Fortbildung^chule werden 150 000 Mark bewilligt. Bauliche Herstellungen im Amtszimmer des Stadtschulrats beanspruchen einen Kredit von 50 000 Mark. Den Beisitzern der Instandsehungsstelle werden mit Wirkung vom 1. Januar ab die gleichen Bezüge wie den Beisitzern des Miete in igungs- am'.s gewährt. Kredit bis zum 31. März 15 000 Mk. Als weiterer Beitragsanteil für den Rhein» Manischen Bezirksarbciigeberverband werden 5760 Qllarf bewilligt. Zur Gewährung von Anterstühungen an mittellose Wanderer wird dem Wohlfahrtsamt ein jährlicher Beitrag von 70 000 Mk. unter der Bedingung gewährt, dcvh für den gleichen Zweck von bri'tcr Seite entsprechende Zuschüsse geleistet werden. Der Jahresbeitrag an den Allgemeinen Verein für Armen- und Krankenpflege zwecks Auf- recli er Haltung der Hauskrankenpflege durch Diakonissen wird für das Rechnungsjahr 1922 von 5000 Mk. auf 50 000 Mk. erhöht. Dem Archiv Deutscher Berufsvormündrr in Frankfurt werden für 1923 statt 200 Mk. 1000 Mk. gewahrt. Die Rechnung der Armenkasse für 1920 schließt mit 892 406.02 Mk. ab. Wird nicht beanstandet. Eine Kreditüberschreitung von 370 343,12 Mk. wird genehmigt, em Ausstand von 180 Mk. niedergeschlagen. Die Rechnung der Plvckschen Stiftung für 1920 weist in Einnahme 12 254,19 Mk., in Ausgabe 11 839,62 Mk. auf. Kreditüberschreitung 4920,77 Mk. Wird genehmigt. Der Voranschlag der Plockschen Stiftung für 1922 wird mit 18185,41 Mk. genehmigt. Ein Fehlbetrag von 10 500 Mk. soll auf die Kasse des Wohlfahrtsamts übernommen werden. Für die Verlängerung des Anschlußgleises an der Margaretenhütte wird ein Kredit von 15 Millionen Mark bewilligt. Die Anschluh» derechtigten müssen den Betrag verzinsen und in 15 Jahren tilgen. Der Befestigung der Straße am Kugelberg wird zugestimmt Kredit 1 Million Mark. Für die Anpflanzung von Obstbäumen an der Kläranlage und an der alten Marburger Straße wird ein Kredit von 100 000 Mk. bewilligt Die Hemichtung zweier Amtsräume für das Standesamt wird genehmigt. Kredit 10000 Mk. Zur Herstellung einer elektrischen Beleuchtungsanlage in der Waschküche der Liebigshöhe werden 25 000 Mk. bereitgestellt. Für die Reparatur des Daches auf dem House Kirchsnplah 5 wird ein Kredit von 65 000 Mk. bewilligt. Geänderten Darlehensbedingungen für Reichs- Darlehen zur Fertigstellung der im Jahre 1922 begonnenen Wobnungsbaute-.i wird zugestimmt. Es handelt sich um die Erhöhung des Zinsfußes auf 1 v. H über den Reichsbankdiskont. Ein Gesuch um Gewährung eines baren Gemeindepflichtdarlehens für 6 Wohnungen des Hess. Staates auf dem städtischen Gelände zwischen der Iheringstrahe und der Straße auf der Weißerde totrö abgelehnt. Genehmigt wird die Gewährung Handel. Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Datum Der D e st a n d a n Vereinen hat sich erhalten, trotzdem der politisch, sportlich und finanziell bewegten Zeit. Das Frauenturnen hat einen beachtenswerten Auf|chwung genommen, die des abgelaufenen Jahres t Öcele voll unb t« 4tt« .*Ä S«! I* $ai, »chrn WJ Ail ihres > nur ef" dieser rX'S* z hier so A'Wtter “*« dl-ib» ff?** folgt.' Vermischtes. Eine siebenköpfige Familie ermordet. Posen, 17. Febr. 3n Piontkowo (Kr. Posen-Ost) wurde die ganze Familie eines erst vor zwei Jahren auS Amerika nach Polen zurückgckehrten Landwirts ermordet aufgefunden. Der Landwirt, seine Gattin, seine neunjährige Tochter, die sechs und ein Jahr alten Söhne, die 18jährige Dienstmagd und der 16jährige Knecht waren durch Schläge mit einem stumpfen Instrument auf den Kopf getötet. Die Mörder sind mit dem Gespann des Ermordeten nach Posen gefahren und haben es vor einer Gastwirtschaft stehen lassen. Als vermutliche Mörder sind zwei Schwäger des Ermordeten verhaftet. Ein Gefecht auf einem oberschlesischen Dahnhof. Deuthen, 17.Febr. (WD.) Am 15.Febr. wurde das Zugpersonal des Personen- zugcs Oppeln—Deuthen, der nach 3 Ahr Oppeln verläßt, während der Fahrt bei Ausübung der Fahrlarterckontrolle von bewaffneten, einmütig vvrgehenden Leuten bedroht. Auf dem Dahnhof S ch a k e n a u kam es zu einem regelrechten Gefecht, wobei 14 Cisenbahnbedienstete verletzt wurden. Doch ist die genaue Anzahl der Verletzten noch unbekannt. Mehrere von ihnen wurden dem Krankenhaus zugesührt. Zum Schutze der Cisenbahnbediensteteii läßt die Reichsbahnverwaltung Oppeln die Züge jetzt von Angehörigen des Dahnschutzes begleiten. Schweres Eisenbahnunglück in Frankreich. Paris, 19.Febr. (WTD.) Der Schnellzug P a r i S — S t r a ß b u r g ist bei der Station Pont-ä-Pinsoa zwischen Ehateau- Thierry und Epernah gestern abend mit einem rangierenden Güterzug zusam- mengestoßen. Der Zusammenstoß war heftig, so daß viele Personen getötet und verwundet worden sind. Dis jetzt wurden 12 Tote und 30 Verwundete gezählt. Rheinhessen. jr. Ser Kupfer» ch wieder zuChten. Zunftgenosjen fol- iider 608« *- icqen Kupfer Allerdings sinkt der s mit dem Steigen wt M« Banknoten. Frankfurt a.M.. 17. Iebruar. Echweiiier Noicn......... französische Steten Dänische Steten ........ Schwedische Steten Holländische Steten Deutsch-Oesterreich ä 100 Kronen Amerikanische Steten Englische Steten Italienische Noten Belgische Steten Ungarische Steten Tschechoslowakische Noten .... Norwegische Noten Rumänische Noten Spanische Steten für 4^; nirelen t Ebel Öidlt6i(hcS?t sich btt $ 'c W n bet Srgeche rnn Q^r der ersten * ihr» O^gUNgz- unltter ^inde des am nächstem on orer seien au •x. ^gabe auf. S pünktlich ab. ^nust werden W tag: ^SüdOM, 1 Äanal liegt heüe oftoirtÄ zieht. 6ein ießrn. Sy Dem Rentner °e das seltene Mik r -u werben. Ein Landwirt von Stadl Essen kam, er m einer lebhaften n Flamen angerufen 'ischer Soldat, Kriegsgesan- ■ Soldat freute sich, ldlichen Arbeitgeber »ältnissen in Frank- J gesprochen, haben, xe Milliarde aus isM mg verwende! * Der „rohe Lederhändle r“. Ein Mann, der mit rohem Steter handelte, war sehr reich geworden, wie das bei hen heutigen Stiesel- preisen ja nur natürlich ist. Seine Gattin machte also ein „großes Haus" und lud allerlei Künstler und E lehrte zu ihrem Essen ein. In einer solchen Gesellschaft sprach dc.r Mann fein Wort. „Warum fpria/,1 cu denn nicht?" flüsterte ihm die Frau ärgerlich zu, woraus er verächtlich erwiderte: „Wozu denn? Hier ist ja doch keiner, der etwas von rohem Leder versteht 1" 3640,85 3659,15 5137,10 5162,90 1967A75 19749^25 Form von Baustoffen aus dem Eigentum Der I zum Entgleisen bringen wollten, erhielten ®“M>t 15 Jahre Zuchthaus, der dritte klagte 12 Jahre Zuchthaus. ÄRter in bet Neustadt zuerst einen roten Pfennig, dann deren zwei, fchliehlich drei qad jetzt sogar einen kleinen N i ck e l f ü n f e r fttr dn Weißbrötchen zu 100 Papiermark berechnet. Trotzdem ist die Nachfrage, besonders der Jugend außerordentlich, und so mancher kleine „Hamsterer", der sich keine Gvldstückchen bei LürSbruch des Krieges auf die „Hohe Kante" legen konnte, kommt jetzt unverhofft zu Dalutagewinnen, wenn auch in bescheidenem Maße. Kreis Wetzlar. * Wetzlar, 17. Febr. Die Kreisbau- ernschaft Wetzlar hat eine Lebens- m i t t e l s e n d u n g in das Ruhrgebiet geschickt, die folgenden Inhalt hatte: 14 809 Eier, 1203 Pfund Dutter, 8I8V4 Pfund Fett, Speck, Fleisch und Wurst, 40 Drote, 3 Eimer ObstmuS, etwa 4 Zentner Hülsenfrüchte, etwa 8 Zentner Mehl. Der Rest des Laderaumes wurde mit 83 Zentner Kartoffeln ausgefüllt. Hesien-Nassau. fpd. Frankfurt a. M., 18. Febr. Aus einer Lagerhalle im Osthafengebiet wurden von drei Arbeitern nach und nach Metalle und Werkzeuge für rund 100 Millionen Mark gestohlen, in einem Fuhrwerk abgehvlt und einem Spediteur in der Vilbeler Gasse zugeführt. Von hier wanderte das DiebSgut dann an den Kaufmann Friedrich Werner. Die Diebe und die Hehler konnten jetzt ermittelt und verhaftet werden, doch zieht die Angelegenheit noch sehr weite Kreise. fpd. Gelnhausen, 18. Febr. Del Kaltenborn wurde der 75 Jahre alte Isenburger Oberförster Ries im Walde von unbekannten Personen durch einen Schuh so schwer verletzt, daß er nach kurzer Zeit v e r - ft arb. Auf die Ermittlung des Täters ist eine Belohnung von 300 000 Mark ausgesetzt. Turnen, Sport unb Spiel. 91. ©auhitn ag des Turngaues Hessen (D. T.). — 0- Gießen, 18. Febr. 1923. Heute vormittag 10 Ahr trat der 91. Gauturntag des Turngaues Hessen (D. T.) int „Felsenkeller" zu Gießen zusammen. Die schwierigen Zeitumstände machten sich in der Beschickung bemerkbar: immerhin waren rund 130 Vertreter anwesend, die Zeugnis dafür ablegten, daß der echte Tumergeist im bewährten ^ffengau noch überall lebendig ist und bleiben will. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Oberbürgermeister Havenstein zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Essen, 16. Febr. (WTD.) In der Rack- mittagsfihung des heutigen Kriegsgerichts wurde trotz der überzeugenden Ausführungen der Verteidiger Rechtsanwall (Stimm und Iustizrat Riemeher. die die Freisprechung des Angeklagten verlangten, Oberbürgermeister Haven st ein zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Bürgermeister Schäfer wirbe wegen Verweigerung von 72 Automobilen und verschiedener Kohlenlieferungen, die auf Grund eines Reguisitionsbefehls von ihm gefordert worden waren, zu 2 Jahren Gefängnis und 10 Millionen Mark Geldstrafe verurteilt. DaS Urteil gegen Oberbürgermeister Jarres. Aachen, 17. Febr. (WTD.) Im Prozeß gegen den Oberbürgermeister von Duisburg, Dr. Jarres, wurde vor dem hiesigen belgischen Kriegsgericht heute vormittag das Arteil verkündet. Dr. Jarres erhielt einen Monat Gefängnis und muh alle Kosten tragen. Dr. Jarres hat erklärt, daß er Berufung cintegen werde. Lohn und Steuerabzug. Berlin, 16. Febr. (WTD.) Mit Rücksicht auf die Steigerung der Löhne und die Erhöhung der Lebenshaltungskosten ift bei der in diesen Tagen vorgenommenen Reutegklung des Lohnabzuges, die an sich erst am 1. März in Kraft tritt, vorgesehen worden, dah int Februar für die letzten sechs vollen Arbeitstage der Steuerabzug unterbleiben soll. Als volle Arbeitstage gelten bi« Tage, an denen der Arbeitnehmer während der nach dem T-rifvertrag oder sonstiger Vereinbarungen bestimmten Zeitdauer arbeitet. Ist hiernach nichts anderes bestimmt, so bleibt der Arbeitslohn, der auf 48 Arbeitsstunden entfällt, vom Steuerabzug frei Daher findet grundsätzlich ein Steuerabzug von dem Arbeitslohn, der für die am 22.. 23., 24., 26., 27. und 28. Februar geleistete Arbeit gezahlt wird» nicht statt. Erfolgt die Lohnzahlung nach Lohnwochen, so ist der <5t(=ier- abzug von dem Arbeitslohn nicht vorzrnehmen, der auf die letzte im Februar 1923 beginnende Lohnwoche entfällt. Bei monatlicher Entlohnung bleibt ein Viertel des nächsten zur Auszahlung gelangenden Mvnatslohns und bei vierteljährlicher Entlohnung 1/12 des nächsten zur Auszahlung gelangenden Vierteljahrslohnes vom Steuerabzug frei. Das Rähere ist demnächst bei den Finanz- ämtern zu erfahren. 16. Februar 17. Zebruar Amtl. Stetfera. Amtl. Notier». Geld Brief Geld Bries 977,55 982,45 1017,45 102255 7581.- 7619,- 7790,50 7829,50 91770,- 92230,- 91770,- 922.«),- 1167.05 1172.95 1172,- 1178,- 3591,- 3609,- 3660,80 3679.20 3054,85 3070,15 3092.25 3107,75 947,60 952,40 937,65 942,35 27.42 27,58 27.68 27,82 748- «1)2,— 785,50 78950 565,50 56650 osa- 591- 189,50 190.50 — ö' Statt Äanm llW Paula Rieß mit großer Geduld nach kunrm, ich' MÜtzW blühenden Alter von 18 Jahren in lern ewiges hierdurch ex. geb Wahl. Gießen (Krofdorfer Str. 2), den 17. Februar 1923. Achberg (HeHeu) 3«bmar ITO 3* - >o lacht ISfli* Frau Prof. Hauch ecbtfftnb. Weg 2 IL faroriMoille Gebrauchter Gasherd Sirnelbtab 21. <>. Verkaufsräume •leite. Miietni«. Palast-Lichtspiele ■ evtl. Laden I • mit Ulebenräumen und oatem Kelle GrAUtr« n. xornehmit«** Theater Heute: mit Nebenrüumen und gutem Keller für ■ n Lichtspielhaus. BahflhüfstraOe 34 Der Graf rrlCTU Heute Premiere •o#xr b von Essex Tiefland Mbigflrthbud \ Ulate rlarhci Banke. Ab baeta bla sissrtl Blttveab; S3T <8 Nach der bekannten Oper von Eugen d’ Albert LDasgelbeDreieck ITati nte^ll a n . Hauptrollen: Daxu: rMlaniWiiiita heubfl* lS<7c '44* a und: Stadttheater imC 12R2c MWWMs ümanuel & 6o., Siegen. Seltetsraeg 31 MM Don 8—6 Uhr ununterbrochen geöffnet Wir sind die Ersten, die heruntergehen mit unseren Preisen! •fl 1 Wft* So lautete die Ankündigung eines unserer letzten Inserate. 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