*nr. HO Erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags, m it derSamstagsbeilage: EiebenerFamilienblätter Monatlichevezuosprelse: 6000 Mark einschließlich Trägerlohn,durch dioPost ZOOOMark.auchbeiNicht. erscheinen einzelner Num- mern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: fürdieSchrift- leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Sietzea. Postscheälonto: Frankfurt a. M. 11686. Montag, 18. Zuni 1925 173. Jahrgang Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Sreis für 1 mm höhe für nzeigenv.27 mm Breite ortl. 160 Mk., auswärts 200MK.,-für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 800 MK.Bei Platz. Vorschrift 20 “,/ 0 Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil; Ernst Blumschein.fürden Anzeigenteil: Hans Leck, sämtlich in ©icßcn. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: Vrübl'sche Universitätr buch und Lteindruckerei R. Lange in Sietzen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulsttahe 7- Das Kammer« otum für Poineare. Paris, 16. Ium. (TBCB.) 3n der oestrtgen Machtsihung der Kammer entwickelte sich, nachdem auch noch der kommunistische Abgeordnete Eachin ferne Interpellation über die innere Politik der Regierung begründet hatte, eine Debatte, in der zuerst der Abgeordnete Klotz das Mort ergriff, der Poincare vortvarf, er habe keine klare Sprache über die republikanischen Gesetze geführt. Poincare erwiderte, er habe sich Wohl dahrn ausgesprochen, daß die Laiengesehe strickte zur Anwendung gelangen würden, und seine Feststellungen seien dahm gegangen, dah er in ferne Mehrheit nur die aufnehmen werde, diesichvhne Hintergedanken dazu bekennen. 3m weiteren Verlauf erklärte Poin- carch in den Wandelgängen sei eine falsche Auslegung seiner Morte während der ^lnterbrechung derSitzung versucht worden. Er habe klar gesagt, er begrenze seine Mehrheit nach rechtswienachlinks. Sie müsse entschlossen fein, den Grundsätzen dec Republik zum Respekte zu verhelfen und keines dieser Gesetze dürfe in seiner Ausführung behindert werden. Auch nach links habe er eine Grenze gezogen. 3n einer republikanischen Mehrheit hätten weder dre Anhänger internationaler Theorien, noch diejenigen Platz, die mit.ihnen paktierten. Darauf erklärte H e r r i ot, man habe die Radikalen und die Radikalsozialisten hcrausgclordert. Sie stimmten nicht mit dem nationalen Block, ebeiisowenig wie sie eine Allianz mit den Kommunisten abschliehen würden. Darauf wird die Debatte mit 253 gegen 243 Stimmen geschlossen. Poincare nimmt die Tagesordnung des Abgeordneten Drousse an, die folgenden Wortlaut hat: Die Kammer mißbilligt die Kampagne der Gewalt und der Pacteitrennung, die die angesichts der Rotwendigkeiten dec äußeren Politik mehr denn je nötige Einheit des Landes zu zerstören droht. Die Kammer billigt ferner die Erklärung der Regierung. Man hat zu ihr das Bertrauen, dah sie im 3 n n e r n eine demokratische Politik der demokratischen Aktion, des sozialen Fortschritts und der Einheit aller Republikaner verfolgen wird, die die Laiengesehe respektieren und das KompWorniß mit den antikonstitutionellen Parteien sowie den revolutionären Parteien ablehnen werde. Lieber diese Tagesordnung wird ab gestimmt. Der erste Teil von der Rotwendigkeit der äußeren Politik wird mit erhobenen Händen angenommen, das Bertrauen in die Re- Sierung und die Billigung der Regierungs- ärung mit 3 56 gegen 162 Stimmen, der Passus über den Respekt der Laiengesehe mit 545 gegen 11 Stimmen und schließlich der Rest der Tagesordnung mit 500 gegen 18 Stimmen. Die Gesamttagesordnung wird m i t 3 7 5 g e- gen 200 Stimmen genehmigt. Die Sitzung war nach 3 Llhr morgens beendet. Gute Worte Baldwins. London; 17. Juni. (WTB.) Baldwin erklärte gestern in einer Rede in Oxford, die Zivilisation sehe man heute in die Brüche gehen. Die gesamte Welt erhoffe das Heil vom britischen Reiche und von den Bereinigten Staaten von Amerika. Wenn die Welt wieder aufgebaut werden solle, müsse dies Großbritannien tun. Die Männer, die Hand an dieses Werk legen, so schloß Baldwin, brauchen den Mut eines Pitt und den Glauben eines Lincoln. Wir wollen hoffen, daß jeder sich zum Hauptziel seht, an der Vollendung dieses Werkes mit-uhelfen. 3m „Obseiver" schreibt Garvin, er zweifle nicht daran, daß Baldwin, wenn nötig, gegenüber der LI n na ch gie b ig fei t Frankreichs eine feste Haltung zeigen werde. Energische Haltung Englands in der Balkanfrage. Paris, 17. Juni. (WTB.) Die „Chicago Tribüne" berichtet aus Wien, in der Macht vom Donnerstag zum Freitag habe die englische Regierung eingegriffen, um einen neuen Balkankrieg zu verhindern. Der englische Gesandte in Belgrad habe das Ministerium unterrichtet, wenn Serbien Bulgarien das von der Kleinen Entente und Griechenland ausgearbeitete Memorandum überreichen und wenn es am Freitag die Mobilisierung anordnön werde, dann werde England Italien seine vollkommene finanzielle und moralische Llnterstützung gewahren,umHerrderLagezublei- b e n. Die diplomatischen Vertreter Englands in Prag, Bukarest und Athen hätten dort gleichartige Vorstellungen erhoben. Bulgarien und England. London, 16. Zuni. (WTB.) Reuter erfährt, daß fid) eine diplomatische Mis- sionausBulgariennachLondonbe- geben wird, um der britischen Regierung die Politik der neuen bulgarischen Regierung auseinanderzusetzen. Tie Politik Amerikas. London, 16. 3uni. (WTB.) Einem Bericht der „Times- aus Meuyork zufolge tritt Oberst House in der Zeitschrift „Fo- reign aff-nre“ für die Entmilitari- sierungderRheinzoneundGewäh- rung einer Sicherheit durch Großbritannien und Italien an Frankreich von der Art ein, wie sie in Paris bon Wilson und Lloyd George angebvten wurde. Deutschland müsse in den Völkerbund ausgenommen werden, und der Völkerbund müsse zusehen, daß Deutschland seine Der- stlichtungen erfülle. Washington, 16. Zuni. (WTB) Staats- ekcetär Mellon tritt am 23. Zuni seine E u - ropareise an. Ec wirb in Europa zahlreiche ilnterrcbungen mit Staatsmännern und Finanz- kuten haben und versuchen, eine Regelung der in Amerika kontrahierten Schulden zu erzielen, die bisher noch nicht konsolidiert sind. Die Aushungerung des Ruhrgebiets. Berlin, 16. Zuni. Aas dem Ruhr gebiet liegen zahlreiche Meldungen über die Folgen dec Lahmlegung des gesamten Eisenbahnverkehrs vor, dir sich des anders aus dem Gebiet der Lebensmittelversorgung emp- indlich bemerkbar macht. Aus verschiedenen Orten, wie besonders Bochum, Gelsenkirchen, Dortmund werden Klagen Über Mangel an Fleisch, Milch, Kartoffeln laut. Auch in Herne ist die Versorgung des Lebeiismittelmarktes kritisch. Aus Hörde werden außerdem Beschwerden der Landwirte darüber gemeldet, daß sie in folge der außerordentlich streng gehandhabten Paßkontrolle ihre Feldarbeiten nicht ordnungsmäßig fvrtsehen können. Der Verkehr derStraßen- bahnen, die jetzt den gesamten Personenverkehr zu bewältigen haben, ist ebenfalls außerordentlich erschwert durch die Paß- und Gepäckkontrolle, die jetzt nicht mehr in ben Wagen vorgenommen wird. Die Verzögerung, die durch das von den Fran-vsen erzwungene Aussteigen der Fahrgäste entsteht, bringt es mit sich, daß man beispielsweise für die Strecke Dortmund—Unna statt eineinhalb jetzt drei Stunden braucht. Angesichts der außerordentlichen Erschwerung der Lebensmittelversorgung erinnern die Blätter daran, daß die jetzt von den Besahungstehörten -getroffenen Maßnahmen jn jeder Beziehung den Zusagen und Versicherungen widersprechen, die seinerzeit General Degoutte dem Düsseldorfer Regierungspräsidenten gegeben hat, wonach an eine Llnterbindung der Lebensmittelzusuhr oder gar eine Aushungerung der Bevölkerung nicht gedacht sei. Der "Sinn der jetzt gewaltsam Borgern; mmenen Verkehr se.nstellung im Ruhrgebiet kann kein anderer sein, als die Bevölkerung.auszuhungern und sie dadurch zur Kapitulation ji zwingen. Münster, 18. Zuni. (WTB.) Auf dem Bahnhof Lünen beschlagnahmten de Franzosen am 16. Zuni die für dir Stadt bestimmten Le- bensmittelderRuhr - undAuslands- Hilfe 3n Dort.mund und Langendreer sind französische Eisenbahner mit ihren Familien eingetroffen und haben teils in Schulen, teils in Hotels Quartier bezogen. Aus te.t Strecken Langendreer—Witten-West, Hagen—Vorba'le und Hagen—Herdecke h a b e n b i e Franzosen die Schienen a u fg e rissen. Die Bahnhöfe südlich der Ruhr und im Bezirk Hagen sind am 16. Zuni von den Franzosen geräumt worden. 3m unbesetzten Gebiet werden die Züge nur noch bis zu ten Stationen Oberraten, Wickede, Asseln und Schwerte gefahren. Ein Eisenbahnunglück ans der Strecke Bingen — Mainz. Mainz, 16. Juni. (WTB.) Wie das „Echo du Rhin" berichtet, explodierte vorgestern abend zwischen Budenheim und Ahlerbvrn (Strecke Bingen—Mainz) eine unter die Schiene gelegte Bombe in dem Augenblick, als der V-Zug Paris—Mainz die Stelle passierte. Von der Explosion wurde der letzte Wagen des v-Zuges bettoffen. Die Fenster des Wagens wurden zertrümmert, die Türen beschädigt und durch die Splitter zehn Reisende verletzt; einige mußten ins Krankenhaus verbracht werden. Vier Personen wurden unter dem Verdacht der Täterschaft verhaftet- Die Besahungsorgane haben infolgedessen jeden Verkehr auf dem Abschnitt an der Bahnlinie Budenheim—Heidesheim verboten. Die dort aufgestellten Wachen haben Befehl erhallen, bei Richtbefolgung einmaligen Anrufs von der Waffe Gebrauch zu machen. Der Mord in Recklinghausen. Berlin, 16. Zuni. Der Oberbürgermeister von Recklinghausen richtete an General ß a i g n e I b t im Rainen der gesamten Bürgerschaft ein Protest schreiben wegen der R i ede r s ch ie ß u ng des vorgestern bei» gesetzten Kaufmanns Möller, worin festgestellt wird, daß die Verhängung des Belagerungszustandes und die Knebelung der Bürgerschaft durch verschärfte Zwangsmaßnahmen völkerrechtswidrig ist. Recklinghausen, 17. Zuni. (WTB.) Die Beerdigung des von den Franzosen erschossenen Kaufmanns Möller mußte in aller Stille erfolgen. Die Franzosen gestatteten nicht, daß eine Musikkapelle den Zug begleitete oder Reden am Grabe gehalten wurden. Französische Justiz. Essen, 16. Zuni. (Wolff.) 3m Anschluß an die gestrigen Verhandlungen vor dem hiesigen französischen Kriegsgericht gegen eine Reihe von Zechendirektoren wurden heule ebenfalls wegen Richtbefvlgung der Verordnung 33 (Kehlenlieferungsbefehl) verurteilt: Generaldirektor Hein von der Gewerkschaft „Langenbrahm" in Essen-Rüttenscheid z u 5 Zähren Gefang- n i s und 3,6 Millionen Franks (rund 24 Milliarden Mark) Geldstrafe: Bergwerksdirektor Heinrichs von der Gewerkschaft „Zollverein" in Ka- ternterg zu fünf Zähren Gefängnis und 62 Millionen Franks (rund 430 Milliarden Mark) Geldstrafe: Generaldirektor Dr. Winkhaus vom Köln-Reuessener Dergwerksverein in Alten- essen zu 5 Zähren Gefängnis und 62 Millionen Franks (rund 200 Milliarden Mark) Geldstrafe. Bergwerksdirektor Riegisch von der Gewerkschaft „Vereinigte Helene'^ und „Amalie" in Berge- borbeck zu fünf Zähren Gefängnis und 42 Millionen Franks (rund 287 Milliarden) Geldstrafe; Bergwerlsdirektor Kämpers von den Mannes- mannröhrenwerken, Abteilung Bergwerke. Essen, zu fünf Zähren Gefängnis, 30 Millionen Franks (rund 200 Millionen Mark) Geldstrafe. Sämtliche Strafen wurden in Abwesenheit der Angeklagten verhängt. Gegen die gestern erfolgte Verurteilung des Direktors Keller mann von der ©ulenßcf ।nur.g?ßü11e erla stn die Verirster des gesamtes Betriebsrates der Bergbauabteilung der Gutenhofsnungshütte einen Protest, in dem mann,der nichts anderes begangen habe,als daß er Hoffnungshütte ohne Llliterschied der Parteinch- tung ihrem Direktor Kellermann für sein einwandfreies, echt deutsches Verhalten gegenüber dem französischen Befehl auf Lieferung von Reparationskohle ihre ehrlichste Anerkennung ausdrückt und in dem mit lauter Stimme gegen die Verurteilung und Einkerkerung des Direktors Keller- Befehle feiner Regierung befolgte, und nicht zum fehle seiner Regierung befolgte, und nicht zum Verräter an seinem Vaterland werden wollte, vor aller Welt feierlichst Einspruch erhoben wird. Wir erklären (so heißt es weiter in dem Protest,, daß keine Ausweisungen, Gefängnis-, Zuchthaus- oder Todesstrafen imstande waren und sein werden, uns zu Reparationsleistungen zu zwingen. Würde sich ein Direktor dazu hergeben, einen französischen Befehl an ferne Untergebenen weiterzugeben, so konnte er der Ablehnung seitens aller Beamten und Arbeiter sicher sein. Zum sichtbaren Zeichen des unverbrüchlichen Willens der Arbeiter- und Beamtenschaft, durchzuhalten in dem begonnenen Abwehrkampfe und zum Protest gegen die Verurteilung des v-n uns hochgeschätzten Direktors Kellermann beschließt der gesamte Vettiebsrat, am Samstag, den 16. Zuni, auf allen Zechen der Gutenhoffnungshütte die Arbeit ruhen zu lassen. Münster, 18. Zuni. (WTB.) Von dem Kriegsgericht in Hattingen wurden am 13. Zuni verurteilt: Amtsgerichtsrat Dr. Rei- n i ck h a u s wegen Befehlsverweigerung zu einem Zahr Gefängnis, 1 Million Mark Geldstrafe und Ausweisung, Zuststoter.ekretärW u r m aus Hattingen wegen des gleiche Delikts zu der gleichen Strafe, der Polizeibetrieb rassistent Ackermann aus Königssteele ebenfalls wegen Befehlsverweigerung zu zehn Sagen Gefängnis. Zum Todesurteil gegen Görges. Berlin, 16. Zuni. Das „Echo du Rhin" veröffentlicht einen Dwicht über die Verhandlung des Mainzer Kriegsgerichts gegen den Landwirtschaftslehrer an der Badischen Anilin- und Sodafabrik Görkes, aus dem hervorgeht, daß GörgeS nicht, tote ursprünglich von französischer Seite behauptet wurde, auf frischer Tat ertappt wurde. Die Anklage stützt sich vielmehr auf einen Zndizienbeweis. Rach dem sran- zösischen Blatt soll Görges frei von jedem Zwang während der Verhandlung nochmals das Geständnis des Attentatversuchs auf die militarisierte Bahnstrecke Ludwigshafen—Schifferstadt abgelegt haben. Demgegenüber stellen die Blätter fest, daß das Geständnis infolge des durch unerhörte Mißhandlungen erfolgten Rervenzusam- menbruches des Angeklagten gemacht wurde, und weiter, daß zwei deutsche Zeugen, die das Alibi für Görges einwandfrei Nachweisen konnten, von d em französischen Kriegsgericht nicht vernommen wurden. Lleberdies wurde der Bruder des Angeklag:e,n von dem Derhandlungstev.ma so- spät benachrichtigt, daß er nicht mehr rechtzeitig eintreffen und als Entlastungszeuge auftreten konnte. Vus dem Reiche Teuerung und Löhne. Berlin, 16. Zuni. (WTB.) ImHauS- haltSausfchuß des Reichstags wurde regierungsseitig mitgeteilt, daß auf Vorschlag der Spitzenorganisationen der Beamten und Staatsarbeiter am Montag Verhandlungen über neue TeuerungSzuschläge für die StaatS- arbeiter und am Dienstag solche für die Beamten stattfinden. Voraussichtlich werden hierbei auch die Frage der sog. wertbestän- digen'Löhne, die Frage der einmaligen Wirtschaftsbeihilfe und schließlich die Frage einer zeitlichen Rückwirkung der zu zahlenden TeuerungSzuschläge erörtert. Kundgebungen iu Berlin und Brandenburg. Berlin, 17. Zuni. Am Samstagnachmittag kam eS in einigen Berliner Stadtgeg enden zu TeuerunaSkundgebungen. Verschiedene Redner forderten die Demonstranten auf, eine Herabsetzung der Lebensmittelpreise in den um- fiegenten Lebensmittelgeschäften zu erzwingen. Rechtzeitig ßerbeigerufme Schutzpolizei konnte die Demonstranten ohne Zwischenfälle in bte Seitenstraßen atorängen. Lieber Brandenburg wurde der sogenannte kleineDelagerungs- zu st and verhängt, d. h. die Schutzpolizei bo intet sich in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Streikenden, deren Bewegung zunächst wirtschaftlicher Art war, stellen jetzt auch politische Forderungen, so u. a. die Bildung Proletarischer Hundertschaften. Das Deamtenverlretungsgefetz. Berlin, 16. Zuni. (WTB.) Der Reichs» anzler und der Reichsminister des Znnern O e s e r besprachen gestern mit den Führern der Reichstagsfraktionen das B e a m t e n- vertretungsgesetz. Der Reichskanzler vwohl wie der Innenminister betonten das große Znteresse des Reichs an dem baldiger Zustandekommen des Gesetzes, wiesen aber ebensosehr auf die Bedenken hin, die gegen die vom 23. ReichstagsauLschuß in der zweiten Lesung gefaßten Beschlüsse obwalten. Zn dieser H.nsicht stimme die Reichsregierung mir sämtlichen Länderregierungen überein. Rach der Hervorhebung der wichtigsten Punkte des Gesetzes ergab sich ein Einverständnis, daß die Reichsregierung den Fraktionsfübrern eine Aufzeichnung über diejenigen Punkte zugehen lassen wird, die nach der Auffassung der Reichsregierung und der Länderregierungen nicht annehmbar find. Aus Hessen. Darmstadt, 16. Zuni. Gegen den sozialdemokratischen „B o l k s f r e u n d" ist bei der Staatsanwaltschaft Anzeige wegen verleumderischer Beleidigung des Qlb g c d r b» netenDingeldet) erstattet worden. 3n einen gerichtlichen Verfahren wird der „Volkssreund" feine Verdächtigungen, die er im Zusammenhang mit den Lagebüchblättern des Grafen Hardenberg gegen den genannten volksparteilichen Führer schleuderte, zu verantworten haben. Der Münchener Hochverrats» prozstz. München, 16. Zuni. (Wolff.) 3m weiteren Verlauf des Prozesses wurde der Heidelberger Privatdozent Dr. Rüge unvereidigt als Zeuge vernommen, weil bei ihm der Tatbestand der Begünstigung vorzuliegen scheint. Der Zeuge schilderte u a. seine Tätigkeit im Bund „Oberland" und im „Blüchrrbund", als dessen geiftiger Führer er angesehen worden ist. Er habe in einem Brief an Schäfer als Voraussetzung für feine Mitarbeit im Bunde die Bedingung gestellt, daß keine politischen Fäden gesponnen würden. Der Zeuge habe rn Machhaus einen Mann gesehen, der ein Feuergeist in höchster Steigerung gewesen sei, während er Schäfer als unzulänglich betrachtet habe. Er halte es für erwiesen, daß Machhaus eine Gewalkaktion vorhatte mit Front nach' Frankreich und Rorddeutfchlwrd, und zwar babe er sich hierbei hauptsächlich auf die Truppen Schäfers und Ka^tters stützen wollen. Da er, Zeuge, den Eindruck gehabt habe, daß das Spiel dieser beiden zu einer Katastrophe führen könnte, sei er wiederholt bei verschiedenen Stellen der Reichswehr gewesen und habe gewarnt, lieber das Kräfteverhältnis zwischen Fuchs-Machhaus und Kautter bstragt, erklärt der Zeuge *aß Machhaus die bei weitem radikalere und entschlossenere Per- sönlichkeit gewesen und daß Fuchs unter dem Einfluß von Machhaus gestanden habe. Deutscher Neichstag. Sitzung vom 15. Zuni. Auf der Togesordnung steht die zweite Beratung der Rovellen zum Reichsversorgungs- g e f e h. Dazu liegt ein Antrag Barthel (K.) vor, der die Verso rgungsgebührnisse der Opfer des Krieges um Siebenfache der Märzbezüge erhöhen will. Die Kommission hat über die Regierungsvorlaae hinaus die Be° züge der Versorgungsberechtigten wesentlich erhöht. Reichsarbeitsminifter Dr. Brauns erklärt sich mit den Kommissionsbeschlässen einverstanden. Mit den Rovellen sollen .frühere Härten cms- g'.-glichen und die (Renten der Geldentwertung bester angepaßt werd.-n. Die wesentlichste Reue- rung ist die Anpassung ter Teuerungszulage an die Teuerungszulage der noch im Dienst befindlichen Beamten. Rentemkürzungen sollen künftig nur em treten, tocam daZ Einkommen des Sozialrentners aus öffentlichem Mitteln eine bestimmte Grenze überschreibst. Das Privateinkommen kann nicht zu Rcntenkürzungen führen. Wir wollen die neuen höheren Rentenbezüge den Kriegsopfern so schnest wie möglich zuführen. Abg. Karsten (S.) verlangt einige Aende- ruFgcn ter Ausschuß Vorschläge zugunsten ter Kriegsbeschädigten. Die Bestimmung, wonach Kriegsbeschädigte zu Abfindungen gezwungen coer- ten sollen, fei für die Sozialdemokraten unannehmbar. Abg. Hoffmann-Ludwigshafen (Z.) hält die Abfindung in allen Fällen für geboten, wo die Rente so gering ist, daß die Derwaltungskosten in keinem Verhältnis zu ihr stehen. 3m übrigen beständen bei seiner Partei noch s) viele Wünsche und Bedenken, daß sie sich noch keineswegs einig sei, ob sie das Gesteh in zweiter Lesung annehmen oder nicht doch lieber nochmals an ben Ausschuß zurückverweisen soll. Abg. Budjuhn (Dntl.) bezeichnet die Ro- velle afe einen Rotbeyelf, ter den berechtigten Forderungen ter Kriegsopfer nur ungenügend a unb Delk (Oeg.) tzmrt* Der Air Dm S-# ,Si»3n*iE6(4>a. Ss < isschiuU des Rechts- mit den frit-r« 38rit?n ’ntrag tlteenen «her ben it> bi: Semotralen 34m der Hüter Jbr« Bruders, (öortkbung folgt) ' 'N atu, asGeccet änbe tum nur gsv dase die Zum Xeil 'i)M genrmmeiu Dann wird die ‘SerbanMueg auf nächsten Dienstag vertagt Ecebe» ist die neue DaOAserdnuRg her die im mb viel »u langIamt Gntschädigu.ig legsbefchädtateu und fordert, brn JtnegA- gtrn ihre Bezüae in Gold zu *abfen. »reit Wetzlar. • Avbheim 'Bieber-, 18 3*nL Utrfef OrtMntrrobner Hirlch Ttofenbaum feiert morgen feinen 80. Oeburtttag Der alte »cn erfreut sich noch der grtbten geistigen unb körperlichen Rüstigkeit. Hesfen.Maffa«. fpd. Frankfurt a. M. 17 3ttnt. Der *Äa* rette r di« ar. die *u 15. ;>mt die Sitzung M an über btc Darmstadt, Trsfldevt Adelung eröffnet Uhr lö Minuten Der H«tptdoraLfchlng Xedwcuni trage Der Ausschatz dave hielt Tkr- defierunaen Borger miaeex. aber das nnim kl «uch nicht erreich» Trotzdem fei die Xin Mm Ur Verlage g b i n QLbg. Ot reifet »D. V.) tebauert, bah die Sckutzpclizei. btt T erläge über bas Gemeinde- umlag».ngekb Gesetz Mer die ,3?otn-nge?au» atgabc Aer bering des Gesetzes iber bi# Brr» st al'ungs. ck 'C firae. Aenberung des .Heid- unb «Ft Utz A?nberjrtfl des Gesetzes Äbev die Freiwillige Gkrichtsdarkeit u. a Ss ist nicht an« tzuuetmen datz bk gangen Tkrttima4g#gjiidd«5e im Laufe der nächsten Moche verabfchie-e» Verden »nnen. (Srh,tntersf ützunq. Aach den Beschlüssen des Reichsrats unb der Rctchsregterunggel.eilürbte • rtoerbglolen- unter st ützung vorn 4 3 u n i ab folgende Höchste in den Orten der Orten. ** 3 500 00 Papiermark für ein Ztvanzlgmarkstück Der Ankauf von Gold für das Reich durch di« ReichJbanf und die Polt erfolgt vom 18 3unt ab bi» auf weiteres zum ?Steife von 350000 Mk für ein 20-7Harfftü(f und 75 000 Mk für ein lO-OHarfftüd und der Anlauf von Reichssilbermünzen »um 7000fachen Betrag des Renn wertes •• Fahrplanänderung auf der Strecke Giehen — Fulda Zur Verdes, fenrag der Anfchtüffe in Gietzen wird von beule. Montag ben 18. Juni, ab der Fahrplan für den Personenzug 551 Gilden - Fulda »te folgt geändert Giehen ab 5.24 Dorrn.. Rödgen ab 5 34. Gr- Buseck ab 5». Reisktrchen ab 5.46, Saufen ab 5 52. Göbelnrod ab 5.58, ®iünberg ab 6.04. Mücke ab 6 13. Rieder-Ohmen ab 6 19, Burg- unb Ad - Gemünden ab 6 27, Ghrlngshausen ab 6.» unb veiler wie seither. Fulda an 8.22 norm •• Der Milchpreis in Giehen MU Wirkung von heute ab ift der Giehener Klein- txilaukprcM iür das fetter Vollmilch auf 2000 Mark festgesetzt worden Rüderes in der Mannt- machung in unserem heutigen Anzeigenteil ** Sin kurzes Hagelwetter ging gellem nachmittag gegen 4 Rhr über Gietzen unb ben anliegenden Fluren nieber. Soweit fctgvng bei Kriegsbefck en unmöglich mache. Die ktzt von de» Co# (tft'.n b kümpft« Mtkte tHUiN^n s irn bn A^sschuh von ben trauet oafciQigl worben Adg Siegler (Dem. - er flirt naotte feiner Partei, er begrübe die 'chnrlte MiM*! ‘ ?ng Der RLvelle. um ton Änctti pfern so schnell wi. nLgchch au bdkn Ztr Munich: seiner Partei flirgta ater weiter. (Zetzt muff? ad.r das Mort gdx*: Doppelt gibt, w r schn.li gibt! Cjbg. Meissler (D B - bebmi’rt ebenfalls, bah bk finan»:.Ike Berhältnislr bt* R?tch?s es nkt-1 gelt tteten. t«n Di'f bA Vaterlandes in d sser:. Form zum QLAbrud am bringen. Der Ab- Anträge feiner Partei, die über bk Ans ich-tz- Md. lüfte weknUich hinauHeben Menn vvn einer q der ReatenempsöNWM bis zu 20 Pro- »e..t überhaupt bk Rebe sein Arm. Io müfk die Abfindungslumme auf 2 Millionen erhöht werden Aba Henning (D Bv ) fritiften bie un- iür Ma rkenbrot von 1900 auf 2350 Mark hinauf Der Preis für Boll milch betrügt ab Montag für ein Liter 2320 Mk . bisher 1360 Nm# Frtcdbcrg. Butzbach 14. 3unl Dct diesige Volks- bNdungsoerein Roikshvchschulei fetzt U leinen Arbeitsgemeinschaften auch wahrend de» Sommermonate feine Utiafdl fort. Zur Grgün» yma und Bertiefung ber in bm Ronvagsrmh«M bes Sintert behandel "* " Venn ich mir die Motel vortauichen wo!l:e tagte ®txj halb lächelnd, halb tvebmutlg. .Aber es ging nicht, bk Illusion verlaute " S«e waren bann «mm<{ ber rot iß mm Licht der Stadt Dir leben k> freilich auch bte fchwarzen Biume oor dem roten Himmel, aber dort ih es die Jia für. bte 'c4che Lichter fchafst. und hier der JHenfch Das th eben der U-".erich,ed Man darf auch nicht Trauben von den Dirnen und Feigen von den D,fteln sammeln wollen Ste Wilsen |a, bah die S4?rift fchvn davrr warnt Aber ich fraw mich boh Ste dir Mofei permiht haben * .3o.M sagte .ich bin ein Kind der Stabt, unb drch rar mir fo beimatlos Aumute. als ich e-eber bterber auridTom So. als türmte ich mich nicht mehr ctn»ea>*bw*/ Arnolds Cb lie an .Unb was hüll Ste bkrT* fragt: er rasch unb betont. Ste I chrak xu la mmm .TRn i Gott . Ge» tTTb-lt i. jng. uib bann vor allen Dingen H-.rs Dietrich, der mich doch braucht 34> habe jo auch gane gerne hter gelebt, well Ich * eben nicht c -tert kannte " .Aber felMäntig. ten Strffgcb'Atr werden in kurzen AbNLnben rtd#!:r.äf4 4 Jfrur'.onnt unternommen '"alten bie Fühlungen des Roriahres i» erster Lsoie boianilchcn B-vv-ichtungen. so soll 1» Metern ?abte bte G r dgeschichle der Heimat mehr in den Vordergrund der Betrachtung treten. Die erste geologische Gsskursion, bie Lehrer O h wa l d - Bid-Rauh^im führte ging am Sonntag in bie nördlich? Hkitcniu Auf ber Megstrrcke dpversdo'.m Rotenberg. Münzenbern bvt sich reichlich« (Irteger.bett. bte Geitetnsbik düngen unserer Heirn.il zu ftubteren unb von dem Gntsfehen und Derben ber Landschaft ein anschauliches Mld zu zeichnen. wir feststellen konnten, hat ber Hagelschlaa. ber mir starkem Regen vermischt war. keinen Scha- ben an ben Felbgew Achsen anacrichket. '*ScheinehöhererWerte. Um jeder Zahlungsstockung vorzubeugen, bereitet die Reichsbank fortlaufend bk Ausgabe von Roten vor. deren Rennwert den immer gesteigerten GeldentwerkunaSverhältnissen Rechnung trägt. 3n Aussicht steht jetzt ein S ch e i n im Ktecten lei. brr Reich^kaniler hab.- in diesen Tagen persönlich feine Unterftützung zugefagl. T-r stimmt dem Anträge Knokl zu. es gebe aber nicht an. bte Summen für die Dirtfchaftsbeidilfe Mirch bie Grund- und Gewerbesteuer einseitig ^ch «e.tcr.n Aus ühru.rzo.1 ber Abzg *r4.<,n‘'n 13,11 - nnb -tn !■.' -* e wurde schon baifci e^Utc Mr Sich- ter cmzu.chea lasten, ab.-c be- Lärgrrmrtster bat !A "och zu ttorten. Uab bald im Schrrz ent- ilc.mmte er ein paar Kerze t am Lh ittdaum nebn Um sie f.V m. 041 feiner Dull nach Machs unb Icmren kräng nun durch bas 3:mutte Die fiten- Ütr waren mit kichiem Ai-erich'.aa b-deckt und Anhrmrekt g.«M ab ^ch .-hm So luhen bte bHU.i. wie oo.t allem A:uberlichrn cbgctrtML Auf der 6traf.: war es sehr ft ll nur *uu: drang ber gebümpfte Ton rin-t etrah«- b.ib’.ntrael mu ihnen heraus Dann Kam Augutze unb zündet' bte Lichter o.i. das rief Frau tzva tt-^ter in bte M.r^chk.-ii zurück u tb Hans Diet- rl* vor bann auch wieder da. Run rtouberten sie zu dreien unb Arnolds " "chi Tage be b a a> rb.« Zu T* 7?kte er natürlich *e>.m. aber er »«Ute «rft n^ himit warten. Für d.n Abend da"« «r noch nichts t»r. unb ba es unmöglich war, noch Billetts für (rgeafrHa Xtr-Zer au b:('nunm fo mochte es iich om fetbst. Ä er beTib^a Mteb.’ Mark. Siri Vucr Magermilch kostet 1360. ein Otter Trockenmilch **200 Mk. Ja die ^rbObung ber Brvlpreise schon Samstag normtnaa frühzeitig ixkannit^w'?rden war. dieltrn Me Bücker mit bem Verkauf zurück, so bah in ber ganzen Stadt nicht ein einziaer Laib mehr auf$utretben war. — Zur Srfchlie'u-ng neuer i?innabTTHqu''!lcn haNs ber Magistrat bte Grlaubnis zur Orbammg oon Schaupavillons an ber altehrwür- blgen Ka k h a r i n e n k i r che gegeben 3n diesen Pavillons wollten zwei bekannte Fransturter Geschäfte Modewaren unb Zigarren ausstellen. Dagegen erhob Me Kathaeinengemeinbe energisch änlpeuch aurbe aber vom Magistrat ab« wies en. Die Kirchrngemeinde nahm davaul Me Hilfe ber bürgerlichm Presse In Anspruch unb erovichtn es am Samstag datz bet Magtftvai imter dem einmütigen Druck der gesamten ck'-a.^ertabrli enb- flüllia von ber geplanten Vers cha nb e lu ng des Gotteshauses Abstand nahm. Von V»> amten bet Metallstelle wurde auf Grund einer telegraphischen Rachricht des Tetegrovbenbiu* amtes m Äa f f tl «In an eine bte’lge Althindels» Unna adressierter Giienbahnwagen angebaüew unb durchsuch^ Dabei wurde bah «r u.a. für 50 Millionen Mark Leitung«- bravt bara. ber der DelegraphenveiwaltunG In Kastel gestohlen war *3uherbem enthielt ber Magen grobe Mengen Kupferbuchs«^ bie ber Kasseler Gstenbahnverwaltung entwendet waren Als Absender wurde ein Qllrbdnbtai Levy aus Kalfcl ermittelt. ---------------------- ' LI»»— Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittags: Berlin 143 000. Stan Hurt a. HL 143 000. folaenbe nxhmaliar Brraluag im Flnanzausfchatz feil der streite Dell zurückge'trllt werden Vor allem foll Produktiv« Arb.il geleistet werden, man kö.in« aber mit Hil,e unb 3jittmnung des Vcches vorg.h.n. dein für di: nächst. Z.it der Ruhraktion sei d.'fondere Hllse .i6:lr Abg. Knoll sZir) hat ebe.i'alls graste B?- Iot(tniffe für bte Zukunft, man müife alles versuchen. um bei Grwrrbslv r.i zu he'i?n. B.dou'r- lich fei. hast die Srwrrbslofen «l,is:itig DTtgcben nnd glauben, hast fit nur von d:r linken S?ite te» Havi«s Hst'e zu erwarten HSit-a Man müste alles *" * ..... “ Ani.ag des bemueiftnizn Ada J b ■ er 'KicZadnftifüing bei au# dem <&aitWrnft iafknen Hilf sg^ kanmeMMur ä. tmt Mehring rfach.n. grgrt lanfmaMg? B-zahlang u Ichastrn Viel« VemTfad a halt.n aas -le-i Drunten noch zurück. S.'hr aa,Mn>iig liegen die Verhültaif« Im b-schtm h.-sfifch n Geb' et. wo man etwa 40000 (IrreiblbL’ bade D?r Aebnet kann f:ch vorerst für Mr rinmailg? TBtil- fcha.tsbrihilft nicht erirSrmr.x, da bie erwart G.nrabme aus der ®ijnbftaier nur 4 , Million einbriigt. telbr:nb «S an^erors it« nicht angeh:, k'.e Türke cir.f.lttg nur einem Stand aufzubürdm Man müsse tie> ig?n Keckste heran \ .ben, welche bei den jetzigen Vcrbckltais ?,! ^01111 jr^ng:rinne « achen. Bei d.r vorgesch'age en Mlrtscka'tsb.'i' t-l f fei die Dröst? ber F.rmist: auh r Acht g:- laflen. Or bei. gl einen Antrag eia. der Li glcich'r TKeifv auch bi? •Infommri ber Klein- and Sozialrentner den GrwerbFtstenunterstüt- Zungen gleichaestelli wistei will, svwi? f:m_*r. hast t’.e dtäbte sein Rech» mehr Haden sollen, bei Gewährung von cklnlerstützanaen an Sozialrentner usw beten MöhZ au twrpf) tbea. Abw Kindt OttL) stellt fest, bah er mit feinen Freunden Lbmi früher für die Beschaffung non Rotftnndsarbeiten für die JrwerbSloicn ein- wird teelttib.-ial^n Ohne Ausspra-ch Kapitel lOl bis 107 unb damit bat ganz, 3n- ftizminislcrlum erledigt. Bei Kip 108. fif f. navLmlnisterium fiagl ber Adg. Dr O f a n n lD. Vpt.) über ben Stand der R ruorga- nlfatlon ber BiubeHörden unb bie neu- Bauordnung an. Der Staatspr^fldent kann ihm aber keine autt< Kbenb« Auslu-stt er:eisten, ba bef-mbece Stiicilaf tfcuju ttf-.'rtoinM'n Unb. Rach weiteren aufflÄicnben Mit! t.'ungen bes Mint-i?nalra,.'s * Ktapp ftnbet das Kapitel Annahme B:i Kap 113. Brücken uird iteterfabrten w-irb bl iBr- büdung des Naatlichrn Zuschusses füt die Rbein- Rhein-Dürkheim geiofbert. Wgg lief f unb Münzer bringen Velt.hrswünfch für tai Obentralb vor Abg Fenchel (Bbd.) führt Besch r erbe ub-cr bie Buybach - ölchci. G 1 fen - baun vor Abg Dr Dehflng er lBbd > be- sch vert sich über Vernach sckfsigungen im Ri b. Dos f mann-Seligenstadt iZ.i tritt für benere Zugvertinbungen zwischen F mlfurt Off cm ba <6. sowie für den Ausbau des Bahuh-.fes Hain tat, ete Abg Dr Lerne c »Dntl st lührt Klage über das heutige Sonntags.ahrkar t.nfnu an. wie über Me Verhaltnlfs. bei Nr Butzbach- ® ,?a Bl rn bäum (D Vpt.1 rcgl die Hufknung von Sonntag «fahrkar- I e n nach den obe rh «ssische „ S t 3 d t - ^bdst hat Der- keh, swünlch: über Mr Sstack« Schotten älkl- richstelN Dann llnbet Kapitel Annahrne ?J* 110 regt Ad,, Münzer (D. Vplst bte ber Ttenflffunbm an. vorauf l sn per Regierung erwidert wirb, bah dieses Ministerium nicht einfeilla oorg.'h.'n kbna.' Die r:l- letcn Kapitel dis 123 wtrd.'n bann ohne Debat,' angeiitmmcn. Zwecken Verwendung finden, mit bte Stimm» des Bauernbundes, ber D VP. des Z-uN^ms und ber Demokraten abgeleb nt. das glnche Sch»ckkß ttläbrt der Goenuala.it rag M-iei-.« 2dgrrrdnrt nuf feinen Brie' schuldig fei, behübet*, da MHe Antwrnrt ein .Rein' fein muhte Mutzte — bot empfand ste fetzt oanz deutlich, ste w».td?rte sich mtr, hast fte überhaupt darüber im unklaren gewesen war. Das war ja ga t» undenkbar ganz unmöglich Aährend sie Lurch ben Xtergarten na* Haute gingen, erzählte *>a dem Bürg.r- metfler. wir schwer lie such wied r an Berlin gewöhnt habe, unb mft welch«, Befühlen d.-r Gnge fte an einem der ersten Abende ihrer Rückkehr hter gegangen fei. Lachend dehnte er feine broite Brust Das doube ich Zhnr.i aem Als ich anlam hatte ich _^hi. als ob mich ein gewaltiger .jannger au'nckhme ein Kö ia. in den ich ctngekbloffen In. amtlich mit tausend anderen meiner Art aber test immerhin gehemmt In der freien Bnveanng. 34» mutzte an die hüMch? fikibri oon der Aabt- maus und ber Landmau- denken Ich fürchte Ich b.n eine unoerdZ'erllchr vandmaus Und Beriio h-.t mir bU jetzt ne^ch nicht einmal imp-mert Pt 1N freistch leine F t rta rsphpliog- twmi«. das Mltagsgesicht wird wohl «in anderes feht" .Ader ob Ihnen das bester gefallen ©irt?“ Öle kamen am neuen Sn» oorüb-r. ber ruhig batafl iit« quakte halb orr- Wafan durch bu- Still, dte BLnrne ber «einen A Mk. für mLnnliche Personen a) über 21 Iodre. sofern fte nicht Im Haushalt eines anderen leben 5000 b) über 21 Jahre, sofern sie tn dem Haushalt eines anderen leben 4400 c) unter 21 Jahren . 3060 für weibliche Per«men: ■) über 21 Jahre, sofern sie nicht Im Haushall eines anderen leben 4400 b) über 21 Iahre. sofern sie in dem Haushalt eines anderen leben 3A5O c) unter 21 Iahre . . 2750 als Familien zu schlüge für: a) den 8begatten . 1850 b) die Kinder ober sonstige unterstutzungs- berechtlgte Angehörige .....1450 Tann w rd flbrr Kap 102 und die dazu von den Sozialdemokraten gehellten Antrüge ab- gefummt Zunöcht nlrb ber A 'trag, von der Regierung zu fordern, datz Ile «Ine Desetzesvor- *tX*: r*erhlnd.rt wird, datz die durch EericktsurteU dem Grohherzog zu- s^prochenen^tzeider M hochverrdterttchen das Moselhaus. Rom.'» ton Lttlfe Schulze. Brück. 58. JorilduiBj. (stlnchhruck verboten.) Ä U»d do staub «r vor Ihr in feiner ganzen v»5tz. nicht nmtze fo braun n?h Im S immer, and. "vas Ichmatee g.werb a Und tei«e Aigen lucht.., bt, ihr.-n so tief und fo Ui« unb bdten ft: fet. so bah fu sich kaum MteiKn bnnt«. mb .igen llch erst m< D,-1- rtort eonetnunfer tr stark, bah ’m ei tat Mir seien sowieso auf bem TBegr zur Goldmarl unb bte Arbeiterlöhne mühten fchiiehlich auch aus btefem Mege wvitU werden, damit bie Arbeiter u ätzten, was sie Hütten. Unter Ablehnung ber k mmunistischen Abänberungsantrage wirb btc Berlage in ber Ausschuhlal’ung angenommen mü gelingen Lend« rangen Die Abfindung »summe v ird durch 2btnahme eines Antrags der bürgerlichen Parteien von 18 000 all 420000 Mk er- ' >ht In ber anfchliebenden dritten Vefung werden bte Beschlüsse ber 2 Beratung bestcktigt. Bor br-* Schluftatstlmmung lehnt Berthete nunmehr die Berlage ab. ba sie ben Aentenraub verewig? In 2 und 3. Lesung u ird ber Gntwurs zur Lender tag des Debrrnachtversorgungsgeseyes aigraommen. Gr bestimmt, tah als .iulage zu ben U?t?iflingg- aehül । nlflen jährlich her boplxlt« Monatsbetrag bei lrtzt.i,ständigen rufege^lltsfäkigen Gl.,kommens tm-jh-t tirtrt In derselben Atels« wird bic einmalige Uekergangsbelbllfe geregelt Um i \9 Uhr vertagt stch das Haus aus Samstag 1 lltr. Antrag auf Abänderung des Umsatzsteuer gelcv-s. Frrtfetzung der 2. Beratung des G^- fchlechiskrankengeseves. Hessischer Landtag. Steuersekretören bte Steuerassistenten Gustav Fischer zu Friedberg, Georg Fr t e • brich zu Buybach unter Berfeoung »um F. A. Lauterbach. Gmll K o h l o i h zu Friedberg. Hern- eich Krämer zu Gretzen. Karl Reutzel zu Friedberg unter Berfestung zum §. A. Gietzen, Adam R he l n zu QÜifelb. Otto Wolszu Frted- berg. Heinrich Bö 11 le r zu Alsfeld: zum Steuer- alflstenten beim Ftnanzami Geldern der frühere Gehils« beim Finanzamt Butzbach Kari Mar- gol f rvertevottetner Million ^grk Xtt ictner Ausgabe Ift allerdings torllufifl noch n:Äl gi. rt«ttef)«Jibrn falten Lustströme aus dem Rorden und dte warmen au* S kosten brachten gcflern nachmtNag ausgteblge ?rtede:'chläge in Gestalt von ckxta,'. Heute ift bte Onge im sckent- H4en unriunxr iedech nicht garch fo au*- gcxrdgt Dte LlndeftLnMgk.lt des Wetters bauert fort Kreitz Bmdingrn. XLitzberg. 15. 3otI. Durch dte Aid- berlaUperrc Ift unser Städtchen zu einem vielbesuchten Ausfluaspuaki geworden. Ieten Sonntag sind die in unmittelbarer Bähe sich befindlichen Anlagen das Ziel von Vereinen unb Dairderern. Dann wird der Antrag des Abg Kani (C.) unb Gen beraten. Mr verlangt datz durch ein. Bestellung beim Reich ber bekllkch7,r 2lagimtng Drritzit MMiard« Mark sofort fir die Ptodulrid* ibnc.'tb*lotenjeder iur Tfc tiiung gestrlll W rd. 2s feil w iter bin Grwerbslo'en aus ßrrrb^m t ? n dtt? einmalige Wlrtschastsbelhilse ina 250 000 Mark für Hauohal'ungsvedtcknd«. vi.t 150 000 Mark ftr Cefc.gt ftb.-r 20 Zahr- 100 030 Mk. für Let ge von 18 bll 20 Iahro u \b mm 50 OC? Mk für solche unter 18 Iahre t g: r ihr' and d e Mlli-l Lurch einen Sonder; u schlag zur Grund- unb Gewerbesteuer a ul g 7v7 acht tt r5en_ 3m Auftrag bc4 Finanzausschusses bra tragt Olbg. Delp (Cm ) in «lagehruLer B'g rmduaz t’.e alsdaldige Annahme ces crfkci f ll< L » A"traaeZ. während üb:r bc.i zwe::i X;il (Bin- Ichalisbechikfe, hntle noch die aiB vi:c Abge rd- neten b.’fletenbe Deputation nach B.-rlln rHftn füll, um wegen drr Art u.'h HSHe Cer B ru»7N- ' ung, wie über Me Bewilligung der Simm? ' bst mit der mak.17b.nde : S.e.l.- zu t>?ri ubeln. Ms zur Rückkunft der Dr^ulati^t u rd dann er Die Eröffnung des (Eigener Bericht des < Gießen. 16. Juni 1923. Mit einer würdigen, in allen Teilen vortrefs- lich verlaufenen Feier wurde deute das 2! i d - derkraftwer? bei Lißberg v-on der Bauleitung an die Dauherrin, die Provinz Ober- Hessen, übergeben und von dieser sogleich in Betrieb gesetzt. Das heimatgeschichtlich denkwürdige Ereignis hatte das Interesse der höchsten staatlichen und der höchsten Derkehrsbehörden, sowie das der oberhessischen Kreis Verwaltungen, der Pro- vinzialabgeordneten und zahlreicher anderer hervorragender Persönlichleiten gefunden. Man bemerkte unter den Festteilnehmern u. a. den Staatspräsidenten Mlrich, den Minister des Innern von Brentano, den Staatsrat Landessorst- meister Weber als Vertreter des am Erscheinen verhinderten'Finanzminiftecs, zugleich aber auch als einer der geistigen Mrheber dieses Werkes, den Staatsrat Dr.Wagner ass Vertreter des Ministern urns f. Arbeit u. Wirtschaft, den Eisenbahndirek- tionspräsidenten Stapf- Frankfurt a. M., die Kreisdireltoren Geheimrat Boeckmann - Sch,allen und Werner-Büdingen, den Regierungsrat Hemmerde vom Kreisamt Gießen, den Generaldirektor der Duderuswerke, Bergrat Grübler und bekannte Abgeordnete und Bürgermeister unserer Provinz. Die Festversammlung vereinigte sich zunächst Im Kasino der Duderuswerke in Hirzenhain zu einem kurzen feierlichen Festakt. Provinzial- oirektor Matthias begrüßte hier die Feswer- fammlung, insbesondere die Vertreter der Staats- regierung, deren Erscheinung bekunde, daß sie mit hohem Interesse die Belange der Provinz Ober- Hessen verfolgten, und das auch zugleich eine Gewähr dafür sei. daß die Staatsregierung bei allen kommenden Unternehmungen der Provinz das gleiche Wohlwollen und die gleiche Dereit- ivilligkeit zur Förderung der oberhessischen Belange zeigen werde. Besonderen Gruß entbot der Redner sodann dem Eisenbahndirektionspräft- denten S tapf-Frankfurt a. M., um dessen weiteres Entgegenlommen für unsere Provinz er bat, dem Generaldirektor Bergrat Grübler, den früheren und jetzigen Mitgliedern des Pro- vinzialausausschusses, deren Vertrauen und Entschlossenheit es zu danken sei, daß dieses Werk in so verhältnismäßig kurzer Zeit vollbracht werden konnte, den Herren des Kulturbauamts in Friedberg, die sich bei den technischen Arbeiten sehr verdient gemacht hätten, den Kreisdirektoren. den Vertretern der am Bau beteiligten Firmen, den Vertretern der Arbeiterschaft des Baues und schließlich noch der Presse, die das Zustandekommen Les Werkes immer erleichtert habe und die sicherlich auch in Zukunft bereit sein werde, die Vorhaben der Provinzialverwaltung, seien es De- Iriebsunternehmungen, Gememwirtschaft usw., zu unterstützen, dessen sei er gewiß. Mit besonderer Herzlichkeit und absichtlich zuletzt, um dessen Verdienste besonders unterstreichen zu können, begrüße er aber den Landesfvrstmeister Weber, dem das heutige Ereignis sicherlich ein Tag der besonderen Genugtuung sein werde, demr seine kühnen, das Wert anregenden Gedanken von 1903/04 hätten nun Erfüllung gefunden. Landesforstmeister Weber fei bei diesem Werk immer ein treuer Freund und zuverlässiger Berater der Provinzialverwaltung gewesen und ihm gebühre neben den früheren Prv- vinzialdirektoren Geh. Räte Dr. Breidert und Dr. älsinger ein ganz besonderes Verdienst um dieses älnternehmen. Redner dankte schließlich noch dem Provinzialtag für seine Bereitwilligkeit bei der Bewilligung der erforderlichen Mittel und sagte dann u. a. weiter, man begehe heute nicht nur die Fertigstellung dieses Werkes, sondern auch den Abschluß des Baues der Meberlandanlag: Oberhessens. An diese seien bis jetzt 364 Gemeinden fertig angeschlossen, eine weitere Anzahl von Ge- meindeanschlüssLn werde demnächst vollendet werden. Darüber hinaus steh: die Provinz mit dem elektrischen Selbstversorgungsweri im Schliherland in enger wirtschaftlicher Verbindung .Das große Werk sei nur im Rahmen dec Selbstverwaltung der Provinz möglich gewesen. Ec freue sich, daß unsere Gesehgebung dieser Selbstverwaltung weitgehrade Freiheiten gegeben habe und auch weiter gewähre. Die Provinz Oberhessen sehe sich heute noch nicht am Abschluß ihrer wirtschaftlichen Betätigung, sondern werde mit beiden Beinen weiter in die tätige Wirtschaft Hinringehen. Staatspräsident Mlrich sprach die Glück- -.wünsche der Staatsrogierung aus. In dieser Zeit, in der unser Volk das Trübste erleide, Irttei einer Ration nur geschehen rönne, bedeutet ein solches Werk, wie das heute vollendete, eine Oase, aber gleichzeitig auch eine Sicherheit dafür, daß wir als Volk nicht untergeben können, sondern in unserer Entwicklung immer vorwärts schreiten würden und schließlich auch mal wieder auö unserem Elend herauslämen. Er freue sich, daß die Provinz dieses Werk habe errichten können, das eine besondere Epoche auf dem Gebiete der Selbstverwaltung kennzeichne. Das älniernehmen beweise die strebende Kraft des Geistes, der unermüdlich Reurs schaffe, und die unerschütterliche Arbeitslust der Arbeiter, deren Stellung im Staate heute ja eine andere sei, als früher. In der Hoffnung, daß dieses Werk mit dazu beitragen werde, eines der größten Probleme der Menschheit zu lösen, nämlich bte Ersetzung der schwarzen Kohle, die ja auch einmal erschöpft werde, durch andere Kräfte, durch das Wasser, die sog. weiße Kohle, und daß es der Provinz Oberhessen zum S. gen gereichen und allmählich mit zu besseren Zeiten führen möge, übermittle er die besten Wünsche des Landes. Hierauf gab der Bauleiter, Regierungsbaurat Lorenz vom Kulturbauamt in Friedberg, die zum Verständnis der folgenden Besichtigung notwendigen technischen Erläuterungen. Seine Ausführungen deckten sich mit den beiden Artikeln, die wir in den Familienblättern des „Gießener OlnA.“ v. 16. und 23. Dez. 1922 veröffentlicht haben. Reu und besonders interessant waren dir folgenden Angaben -des Redners: Am 11. Rov. 1920 wurde der Auftrag zur Projektierung des Werkes gegeben, im Februar 1921 wurde seine Verwirklichung vom Provinzialtag beschlossen. Der erste Spatenstich wurde am 16. März 1921 getan, die größeren Arbeiten am 15. Juni 1921 ausgeschrieben und zu ihrer Erledigung am 23. Juli 1921 der Zuschlag erteilt. Das ganze Wer? hat also eine Bauzeit von nicht ganz zwei Jahren erfordert. Der Vorstand deS bauleiteno-rn Amtes könne die Uebergabe mit besonderem Stolz vornehmen, denn das Werk sei glücklich gelungen und werde der sack, verständigen Kritik stand- halten. Ernste Mnfälte seien beim Bau erfreulicherweise nicht vorgekommen und Menschenleben öicht verloren gegangen; ein vorgekommener Mn- Nidderkraftwerkes, ießener Anzeigers.) fall sei aus Grund ärztlicher und gerichtlicher Feststellungen aus andere Mrsachen als den Bau zurückzuführen. Direktor von Stadler erläuterte sodann die Maschineneinrichtung des Werkes an Hand der Zeichnungen und betonte, daß die Maschinen in allen Teilen dir Prüfung gut bestanden haben. Runrnehr begaben sich dir Festteilnehmer auf den Besichtigungsgang. Zunächst wurden die Stauanlagen im Riddertal bei Hirzenhain und im Hillcrstxichtat in Augenschein genommen, dann folgte die Besichtigung des «uf der Höhe bei Lißberg liegenden Wasserschlosses, zum Schluß versammelte man sich vor dem Kraftwerk im Tale bei Lißberg, wo die Betriebs- Übergabe erfolgte. Regierungsbaurat Lorenz händigte mit einer kurzen Ansprache den Schlussel zum Werk an den Provinzialdireltor Matthias aus, der ihn mit herzlichem 'Danke an alle, die das Zustandekommen des Werkes gefördert und die es gebaut haben, entgegrnnahm und ihn mit dem Ausdruck froher Hoffnungen auf glückliches Gedeihen drs Werkes an dessen Direktor von Stadler weiterreichte. Dieser schloß das Gebäude auf mit den Worten: „Zum Heile d^ Werkes", worauf Staatspräsident Mlrich mit den Worten: „Hoffen wir, daß das, was wir wünschen, gelingt" als erster über dir Schwelle schritt. Rach einer kurzen Erklärung der Maschinen und nach einem Rundgang der FLstteilnehinrr durch das Gebäude erfolgte Punkt 2 Mhr mittags die Ingangsetzung der Maschinen- a n t a g e und daniit die Einstellung des Mntrr- nchmens in den praktischen Dienst der Elektri- zitätsversorgung unserer Provinz. Der heimat- geschichtlich denkwürdige Augenblick wurde von den Versammelten in eindrucksvoller Spannung erlebt Die Inbetriebnahme der Anlage erlief ohne jede Störung. Ein gemeinsames Mittagessen vereinigte hierauf die Festteilnehmer im Kasino der Buderus- werke in Hirzenhain Bei der Tafel gedachte Provinzialdiiektor Matthias nochmals der hervorragenden Verdienste des Vorkämpfers des nun verwirklichten Gedankens, des Landesfoi'st- meisters Weber, und ehrte ihn im Aamen der Provinzialverwaltung durch die Meberreichung eines Albums, in dem die verschiedenen Phasen des Bauwerkes im Bilde enthalten sind: bas Alk um solle ein sichtbarer Ausdruck des tief- gesühltesten Dankes der Provinz für die Tätigkeit des Gefeierten sein. Weiter feierte der Redner die Verdienste des Provinzialausschusses unb vor allem die ausgezeichnete und treue Mitarbeit, die Provinzialiat Wolf bei der Erledigung der finanziellen Ausgaben des Baues stets in groß er Sorgfalt und Gediegenheit ihm gewährt habe. Es sei ihm (dem Redner) eine liebe und herzlich empfundene Pflicht, seinem Mitarbeiter Provin- zialrat Wolf heute auch öffentlich besonderen Dank auszusprechen. Mit dem nun eröffneten Werke solle der Provinz Obcrbessen ein wirtschaftliches Rückgrat gegeben werden Aus diesem in treuem Zusammenarbeiten erstandenen Werke solle die Provinz aber auch das Bewußtsein entnehmen, daß wir als Volk und in der Provinz nur weiteriommen, wenn wir alle zusammenarbeiten. Ein Vorwärtskommen sei nur dann möglich, wenn einer dem anderen helfe, der Reiche dem Schwachen und alle zusammen wirken an der Wohlfahrt des Volkes. Diesem Gedanken entstammte auch die Gründung der Gemeinwirtschaft Oberhessen, und er hoffe, daß die Bevölkerung in allen Teilen der Provinz auch • für diesen; Gedanken noch restlos gewonnen werde. .Durch Arbeit müssen wir vorwärts. Wir wissen zwar, daß jedes große Werk, von der öffentlichen Hand errichtet, von unseren Gegnern; mit Reid betrachtet wird. Deshalb sind die großen öffentlichen Bauten in unserem Daterlande jetzt von der Entente offiziell beanstandet worden mit der Erklärung, durch diese Bauten werde das Geld für dir Zahlung der Reparationen ’m Deutschland aufgebraucht und der Entölte nichts geleistet. Wer die Arbeit von so materiellen Gesichtspunkten aus betrachtet, versteht nicht, was das deutsche Volk bei dieser Arbeit empfindet. Mns mach! die Arbeit Freude um der Arbeit willen. Die Ausübung der Arbeit, die tüchtige unermüdliche Arbeit ist der beste Patriotismus". Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf das deutsche Vaterland schloß der Redner seine beherzigenswerten Worte. Minister des Innern v. Brentano rühmte die Tatkraft, die Entschlossenheit und den Wagemut der Provinz Oberhessen, wofür das heute eröffnete Werk Zeugnis ablege: er feierte in herzlichen Worten den berechtigten Stolz, den kie Schaffer dieses Baues, an deren Spitze der Prr vinzialdirektor Matthias stehe, heute leuchtenden Auges angesichts des großen Gelingens empfänden, unü schloß mit einem Hoch auf die Provinz Oberhessen. Provinzialiat Wolf skizzierte in großen Strichen die Geschichte des Bauunternehmens, hob die Verdienste der Vorkämpfer des nun zur Tat gewordenen Gedankens gebührend^ hervor und sagte dann u. a„ mit diesem Dau stehe die Provinz am Ende der gewaltigen Leistung der Schaf- sung der äleberlandanlage. Mit rund 1000 Kilo- metee Fernleitung f.ien 360 Gemeinden und Ge- maitungen zu einer mächtigen wirtschaftlich«« Gemeinschaftsarbeit zusammenges-chtosfon. Die rest- lichm 70 Gemeinden würden teilweise indirekt von der 'Meberlandanlage beliefert, teilweise sei die Pi o. inz an deö eigenen Anlagen der Gemeinden beteiligt, wie im Schliherland. Rur wenige Gemeinden versorgten sich selbst und unabhängig nut Strom. Eine einzige Gemeinde in der Provin- habe den „Ruhm", sich an dem großen Gern, inschaftswerk bis jetzt nicht gebilligt zu haben. Mit einem Kostenaufwand von rund 1500 Millionen Coldmark = rund 450 Milliar-den heutiger Papiermartwer!:, sei diese Arbeit der Selbfckner- waltung unserer Provinz geleistet worden. Seine Worte klangen aus in herzlichem Dank an alle Behörden und Personen, deren Förderung und Hilfe dieses Werk ermöglicht habe. Regierrrngsbaurat Lorenz dankte als Bauleiter den bauausführ-enden Firmen und den Arbeitern, den bei den Dauangelegenheiten in Betracht kommenden Kreisämtern, Obersörstereien und Bürgermeistereien, dem Direktor v. Stadler rind alle,; seinen Mitarbeitern. E lenbahndireklionspräfib ent Stapf' F.anb- surt überbrachte in humorgewürzter Rede die Glückwünsche der Eifenbahndirektion Frankfurt und gab die Versicherung, daß die F.a.rkfurter Eisenbahnverwaltung immer gern bereit sein werde, die Interessen und die Entwicklung der Provinz Oberhessen, die ja ein großer Bestandteil (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Die neuen Verordnungen der Rheinland- kommission. Paris, 16. Juni. (Wolff.) Die rheinische Oberkommission hat, wie die Havas-Agen- tur berichtet, gestern wieder eine ganze Serie von neuen Verordnungen erlassen. In keinem der Berichte wird aber angegeben, ob die Entscheidungen mit Stimmenmehrheit oder mit Stimmengleichheit getroffen wurden. Der verstärkte Straßenbahnverkehr soll von nun ab nicht mehr geduldet werden, Es wurde beschlossen, daß die Straßenbahngesellschaften ihren Betrieb auf die normale Ausdehnung, die im Jahre 1922 fest- gestellt wurde, zurückzusührrn haben. Des ferneren soll von nun ab den Kommunen und dem Deutschen Reiche Wiedergutmachung eines jeden-Schadens auserlegt werden, der durch Sabotage oder einem anderen Grunde, die der Widerstand des Deutschen Reiches gegen die Der- crdnungen dec Oberkommission geschaffen habe, entstanden sind. Außerdem soll angeordnet werden, daß von nun ab der in Ordonnanz 167 vorgesehene Verkehr zwischen den Beamten im besetzten Gebiet und ihren vorgesetzten Behörden im unbesetzten Gebiet auf ein möglichst geringes Maß beschränkt werde. Reifeerlaubnis soll nur ganz ausnahmsweise und zwar nur in Fällen, in denen es sich um unerläßliche Besprechungen im Interesse der Bevölkerung handelt, gestattet werden. Die De- zirksdelegierten allein sollen diese Ausweise ausstellen, die nur für eine Reise Gültigkeit haben: sollen. Schließlich hat die Oberkommission beschlossen, daß, wenn in Zukunft an Anlagen, die militärisches Interesse haben, wie z. D. an Eisenbahnlinien, Telephon- und Telezraphenleitungrn- Zerstörungen festgesiellt werden, ein oder mehrere deutsche Beamte Der Justiz oder der Polizei fest» zunehmen sind. Französische Auterdrurkungsmaßuahmen in Pirmasens. Pirmasens, 16. 3uni. Das Postamt in Pirmafens ist gestern vorübergehend vondenFranzosenöefstzt worden, die Brief- und Paketpost wurde beschlagnahmt. Vermutlich handelt es sich um eine Kontrvllmahnahme wegen der Sabotageakte. Man hofft, daß die Beschlagnahme bald wieder aufgehoben wird. Wie die „Pirmasenser Zeitung" mitteilt, ist der Vizebürgermeister V o l l m a r i n g e r, der nach Ausweisung des Oberbürgermeisters und des zweiten und dritten Bürgermeisters die Geschäfte übernommen hatte, ferner fünf weitere Stadträte aus dem Grunde ausgewiesen worden, weil die Stadtverwaltung für ein Eisenbahnunglück bei Aulenstein verantwortlich gemacht wird. Dort wurde ein Fuhrwerk von einem Zug überfahren, die Pferde und der Fuhrmann wurden schwer verletzt, daß er iowischen seinen Verletzungen erlag. Die Stadt Pirmasens wird beschuldigt, die Gefährdung eines Eisenbahntransportes dadurch verschuldet zu haben, daß sie die Ausführung der Ordonanz 162 unterließ, die den Gemeinden die Meberwachung der Eisenbahnübergänge zur Pflicht macht. des Frankfurter Direktionsbezirks sei, zu fördern. Der Redner teerte sein Glas auf das Wohl der Provinz Oberhessen und ihres Provinzialdirekt ars. Staatsrat Landessorstmeistrr Weber überbrachte die herzlichsten Glückwünsche des Finanz- ministers, der durch unaufschiebbare Dienstge- chäste am Erscheinen verhindert sei, feierte die rohen Verdienste des Provinzialdirekt)rs Matthias um das Gelingen dieses gewaltigen Werkes, und erzählte dann kurz die ersten und grundlegenden Gedanken zu diesem Dau, die Ende der 90er Jahre erstanden. Mit der Mahnung an alle Oberhessen, zusammenzustehen und einig zu arbeiten zum Wohle ihrer Provinz, schloß der Redner feine interessanten Ausführungen. Der Generaldirektor dec Duderuswerke, Decgrat G r 5 b l e r, dankle tm Ramra der Industrie üc die Schaffung dieses Werkes, das den industriellen und gewerblichen Betrieben Ober- Hessens eine gute Stütze fein werde, und brachte ein Hoch auf die Staatsregierang, den Staatspräsidenten, den Minister des Innern und den Pcovinzialdirekt)r aus. Kreisdirektor Geheimrat Doeckmann-Schitten, Direktor Daurat Schöberl von dec Rhein. Elektrizitäts-Gesellschaft. Bürgermeister R e ch t. h i c n - Vilbel und Abg. Brauer hielten weitere herzliche Glückwanschund Dankesansprachen. Letzterer feierte insbesondere den Provinzialdirektor Matthias, den die Provinz Oberhefsen hoffentlich noch recht lange an ihrer Spitze haben werd« zum Wohle der Provinz. Mit einer Ansprache des Staatspräsidenten Ulrich, die der gedeihlichen Zukunft des Landes. der srgenbringe-idrn Zukunft der Arbeit und des gesicherten Fortschritts gewidmet war, fand die an erfreulichen Eindrücken reiche Einweihangs- feier ihren Abschluß. Vermischtes. Hochzeit iu -er Familie drs Reichspräsidenten. Berlin, 16. Juni. Wie ein Abendblatt berichtet, fand in engstem Familienkreise heute die Hochzeit dec einzigen Tochter des Reichspräsidenten, Fräulein Amalie Ebert, mit Assessor Dr. Jaenicke, der dem Auswärtigen Amt attackiert ist, statt. Rach der standesamtlichen Eheschließung wurde in der Woh - n u n g des junges Paares im Westend die kir ch- liche Trauung vollzogen. Dampf er-Zufam mrnfroß. Berlin, 18. Juni. Rach einer Meldung des „Montagsporl' aus Hamburg ist der Ber- gnüg u ngsdarnpfer „Kaiser" der Ham- ourg-Amerika-Linie, ter im SoebLLerdienft tätig ist und am Samstag abe.rd doa Hamburg nach Helgoland abaing, bei der Störmündung mit einem von England kommenden Kohlendamp- f er zusammen gestoßen. Der Dampfer „Kaiser" erlitt schwere Beschädigungm, so daß er sofort nach Hamburg z-arücktehrsa mußte. 'Bei dem Zusammenstoß wurde ein Passagier getötet, während vier Passagiere schwer und eine größere Anzahl leicht verletzt wurden. Der englischeDamp- fec mußte gleichfalls in Hamburg in Reparatur gehen. Der bS-Mülioneu-Die-stahl bet der Reichs- bruderet aufgeklärt. Berlin, 16. Juni. (Wolsf.) Der Berliner Kriminalpolizei gelang es nunmehr, den 50 = Millionen - Diebstahl auszuklären, der Anfangs Mai in der Reichsdruckerei aus- geführt worden war. Als Täter wurden zwei junge Burschen, die als Zähler und Transportarbeiter beschäftigt waren, verhaftet. Reunzehn Millionen bares Geld wurden wieder- gesunden. Em Banklehrling als MMionendirb. Stuttgart, 16. Juni. Der 18jährige Dank- lehrling Bältz hatte 250 Mi llivnenMark veruntreut und beabsichtigte, mit einer 24- jährigen Kontoristin nach Südamerika auszu- wanärn. Gr wurde kurz vor dec Abreise mit seiner Begleiterin von der Polizei verhaftet. Ein Teil Lcs Geldes wurde bei ihm voczefanden, dec Rest war zur AeiseauSrüstung vecwa idL. Heufchredrnplage iu Hagarn. Berlin, 16. Juni. Seit einiger Zeit tritt in verschiedenen Gegenden Ungarns die marokkanische Heuschr eck e aus. Ei re Reihe oon Ortschaften an der Theiß soll von Heuschrecken überflutet sein. LaS aKoholfeindlichr Amerika. Berlin, 12. Juni. Rach einer Blättrrmel- dung aus Reu hork war 6er ameri kanische Dampfer »George Washington" auf der Rückreise von Europa an der amerikanischen Küste auf Grund der Vorschriften des Aatialkohol- geseyLs gezwungen, 89 Kisten mit Likören und seinen Weinen, welche die Fahrgäste auf der Fahrt nicht aufgebraucht h-attrn, ins M e e r zu werfen. rangen bet den genannten Kursen mtt denen d« Devisenpreise nicht Im gleichen Tempo, da bei der unsicheren politischen Lage vielfach eine gewisse Vorsicht zu beobachten war. Deutsche Eeu tral-Bodeukreditvereinigung. Die Frist für den Erwerb der neuen zehn» bis zwL-nzigpiwzcntigen Kommunal-Schuld- verschreibungcn zum Vorzugskurse von 106 Prozent läuft am 20. Juni ab. Für die Einführung an der Berliner Börse wird mit der Prospektbefreiung durch den preußischen Minister' für Handel und Gewerbe ebenso wie bei der letzten Emission zu rechnen sein. Frankfurter Devisemuartt. ^Telegraphische Auszahlung.) Datum 15. Juni 16. Juni Umtl Slotter«. Amt!. Noiterg. ,4947<>O,- 497240 -52!M>72.50 52t)27,50 4927,65 4952.35 -E75 2907.N - 10448 s. 1010501;,90116335.95115914.05 164.85 165.15 DeutscwOeiterr.. 141375 12.788 3513,75 1385,70 Budapest Prag. . . Agram. . (5842.05 19348.25 .12,768 3496 25 1279.30 12.718 3147,10 1157,10 7255 80 20548.50 6*',7.95 19251.75 Antw. «Brüssel. Holland London Ports Schweiz S oantea .. . . Italien Vissavon-Ovorto Dänemark .. . Norwegen .. . , Scvweden. . .. HelsumiorS. .. , Neuvork . 149,122 12,782 3162,90 116-2,90 19902,40 19097,60 20648,25 17356.50 1744W 19201.88 27830.25127960,75 30523,50 Geld Brtel 5860 30 5889.70 420'4,5u 42305.50 Geld Rrie» 6109.75 614f'^0 45186,75 4:7413.25 7293,20 2065 L50 17042.50 5300.7-0 20751,75 19298,12 3067(^50 15835.30 15914,70 15957,50 4927,65 4952.35 5274,30 Märkte. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 16. Juni. P ro d u ktenber icht. Rachdem gestern abend am Produktenmarkt die Warenbesitzer in den meisten Getreidearten sich eher abgabrlustig zeigten, wurden heute vormittag und mittag die Offerten zurückgezogen und die Forderungen wesentlich erhöht. Dies hing wiederum mit der weiteren Steigerung der Devisenpreise zusammen. Für Weizen waren die Mühlen mit neuen Anschaffungen zurückhaltend, und auch für Roggen entwickelte sich die Kauflust nur langsam und vorsichtig. In Geists batte gestern abend infolge stackeren Angebots ein großes Geschäft ftattgefunben, dem heute wieder Ruhe folgte. Die Preise für Hafer, Mehl. Mais und Futterstoffe gingen bei großer allseitiger Zurückhaltung erneut wesentlich in die Höste. — Weizen, märk. 185—187 000 (fest), Roggen, märt 141—149 000, schlesischen 146—148 C03 (fest), Sommergerste, märt 136—142 000 (fest). Hafer, märt 123—128 000 (fest), Mais, La Plata, fr. Hamburg 145—148 000 (fest). Weizenmehl (100 Kg.) 475—530 000 (fest), Rvggenmehl (103 Kg.) 375000 bis 410 000 (fest). Weizenkleie 78—79 000 (fest), Reggenkteie 78-79000 (fest), Raps 320—350 030 (fest). Leinsaat 320-350 000 (fest), Viktoria- ecbsen 200—215 000, kleine Erbten 175—185 000, Fu'terecbs-en 120-125 000, Peusch en 140-150000, Ackerbohnen 125—135 000, Wicken 140-155 000, Lupinen, blau 150-165 000, gelb 190—215 000, Rapstuchen 130—133 000, Trockenschnitzel 39 500 bis 40 500. Rauhfutter: Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb. 28—30 000, Haterstroh, draht- gepreßt 25—29 000, Stroh, strohseilgebundrlt 26—28 000, Wiesen Heu, gut, gesund und trocken. Vormahd 26—28 000, Rachmahd 23—25 000 Mk. Wo nicht anders angegeben, alles pro 50 Kg. Lander. Frankfurt a. M , 16. Zum. Börsen- stimmungsbild. Der Dollar wurde im heutigen Devisenverkehr mit 112 030, 125 000, 113 500, 114 500 genannt und kam dann mit 115 225 zur Rotierung. Devise London notierte 505 535. Im heutigen Freiverkehr herrschte starke Mn- sicherheit vor. Die meisten genannten Kurse lagen erheblich über den gestrigen Rotierungen. Von Auslandrenten nannte man Zolltürken mit 310 000 bis 320 000. Auch Anatolier k. und II. waren gefragt. Daimler waren auf baS Gerücht von einem neuen Patent hin ^fucht. Von Frei- verkebrvwcrten nannte man Api 175000. Benz 135 COO. Growag 7500 bis 8000, Ufa 77 000 bis 80 000, Smelta bei großer Rachfrage 21 000 bis 27 COO Geld. Hammerstein u, Hof ins 25 000, Warenhaus Wronker 17 000. Berlin, 16. Juni. Börsen st immungs- b j l d. Der gestrige Rückschlag am Devisen- und Effektenmarkt ist bereits wieder überwunden. Schon am Vormittag setzte Reuhork mit 112 000 unf, London mit 519 000 ein, um dann m raschen Sprüngen weiter anzuziehen und nach der amtlichen Rotiz mit 119 000 und 535 000 einen neuen Hochstand zu erreichen. Die Mmsähe am Devisenmärkte waren ziemlich lebhaft und wiederum fehlt es fast vollkommen an Abgebern. Im freien Ef° sektenverkehr lagen die Kurse für alle führeiiden Industrie- und ValutapLpiere wieder beträchtlich über den gestrigen SchLußkursen. Die Händler beeilten sich, die gestern eingegangenen Blanko- I engagemeutS zu decken und sich wieder nach oben I zu engagieren. Immerhin hielten sich di« Steige- Lieh, den 17. Juni 1923. Oießen (Mirktphtz 11), den 16. Juni 1923. ner lolert neluli ______ ____ _____ ixr fofert «rhi&L Äufgepaßt! «°r.en . . .... n__. .. .. ~ . . . , . ... and. Ohrn. flnirte. Noch sind die Prmte, die Innen am Samstag Angeboten worden, nicht mafigebend. leb sahlc Ihnen stete mehr wie die anawArtigen Händler für I Verschiedene? I Lumpen, Elsen, Knochen, Wollabfälle und sämtliche Metalle Fragen Sie an und Sie werden Ihren Vorteil haben! 01116 Vom 18. Juni bis 15. Juli verreist Ich kaufe und überzahle Medizinalrat Wagner «*D Mauser-Pistolen Nürnberg 2. 120.- f^OTl. Astoria-Lichtspiele Stadttheater Es waren zwei Königskinder «in< v?Ae* Druck Sachen aller Art liefert in jeder gcwt)n»ch Dieser Zuschlag ist von dem Milchverfäuferanbasftädtische LebenSmittelomt ab-ulühren) Der Rleinverkaufsprris er. FabnKbesiher Dr. Heinrich Nicolaus und Frau Anni geb. Jung l Pchtenderbst 1. . ■ 0,11 Da» Holz ist mit *Riib# gemessen, der floufprrte ist pro f^estmeter onzugeden. die Gebote sind nach stlosten getrennt in ballen, da deine Zusommenrechnnnq stattfindet. Die Gebot« find bis zum 20 Juni 1923, mittags 2 Uhr, auf unterzeichneter Bürger, meisterei ein,ureichen. Die stausdedlnqungen werden vor der Erdstnunq bekanntgegeben. Annerod, den 15. Juni 1923 Hessische Bürgermeisterei Annerod ! (Ein Pferd ■ für schwere n. leichte ■ nubrru »u verkauf Statt jeder besonderen Anzeige. Gestern abend entschlief sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte Frau, die treusorgende Mutter zweier entzückender Kinder, unsere liebe Tochter, Schwiegertochter, Schwester und Schwägerin Frau HannaStern geb.Kaminka im kaum vollendeten 27. Lebensjahre. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Julius Stern. H. Möllering, Hannover. Ankauf: H.Bardenhagen < Gießen Z Nach kurzem, schwerem Leiden verstarb gestern nachmittag um 4 Uhr im 29. Lebensjahre meine liebe gute Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwester und Schwägerin Frau Lina Niebergall geb. Moos. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Paul Niebergall und Kinder Sebastian Niebergall Ernst Moos. Lchrliss-sütllk osten ver 1 Oktober f. rinnt Utoom Innq. Mann um iinpr Echuldilduna. > DrnaMliafl)Din6iQne (hnil Hom genninn nachmiiiaa ftlb. Tarnen • llbc hl Armband »misch Sariornve i> Land nrnkUbil Btatz Re'r. Fuller, flbut.1 nr,;. bade Betodnung b. Valitetawt. 0«! Dy Mädel vom Rhein FUmelngiplel in 5 Akten mit GeuagMInlace«. Heute morgen entschlief Infolge eine« Schlaff »nfallee unerwartet untre Hebe Mutter, Schwlcffi-r- inutlur, Großmutter, Schwester. SchwAgeriu and Tante Elisahelhe Weimer K Schwarz Im 71 Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Weimer, Gomclnderochner Familie Karl Weimer, Bahnarbeiter. Daubringen, den 17. Juni 1933. Beerdigung: Dlenetar, den Ift Juni. nachm. 4 Uhr. rechnet stch mithin auf. Mk.20ÜH. - für das Liter und tritt gemSst Deschluh der städtischen Lebensmitteldepotation vom 16 Juni 1923 mit Wirkung vorn 18. Juni 1923 in Kraft. 4152P. «leben, den 16 Juni 1923. Der Oberbürgermeister I D : vr Selb Der Derr, welcher flfHern no(bmiiL den ©Diumleafllfl bri eaflrolrl Braaa Dlflffl tReael'esti a»s per» leben an stch nobui Ist erkannt imb roirb sebeien. denselben innerhalb drei Tonen da'elbst »nni(f4iiae* den a n bf in laue Tin* »ei >e nxaen Dieb- stabt» erfala 0*219 Nöymajchinr tu neifavJen. Au edr. in d. iketchdsts- stelle b. «leb. Ana Ferner: 4i45e Die schwarze Schachdame Spannender Detektiv Film la 6 Akten. mit Steuf. sofort ah vermieten ablinu im «nzichuitt Goldbarsch ohne Novl emvstehit 4131c HtimStlfiirli n I. Oaifiaiotlrtf .Irmif . 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Juni I täglich 4, 5.25, 7.05, 8.45 Uhr fl iFridericus Rex! I Vierter Teil u. Schluß fl f/ NB. Wir bitten dringend eu berttckelehtlevn. das W der Film bi« cintehl. Frelte<, der. 22. Juni Haft" >3 und dal In den Vontellwnren nm 4. 5lS a. 7 (j*hr W Immer 6«nu