WWW« Vrvck und Verlag: vrühl'sche UniverfitStr-vuch- und Steinöruderd H. Lange in Gießen. Zchrlftleltung und Geschäftsstelle: Zchnlstrahe 7. !l it 3- 6 8 n l s l ) re •b. !k- StailjSS zS»K Man suchte sie zu Aussagen zu bewegen, ließ sie dann aber wieder frei. Dem Kassierer legte man eine französischgeschrieben eEr- klär un g vor. wonach es sich nicht um Geld der Erwerbslosenfürsorge, sondern der Rhem- und Ruhrhtlfe handele, was er aber nicht gewußt habe. Der Kassierer, der zufällig Französisch verstand, verweigerte seine Unterschrift unter dem Hinweis, daß eS sich tatsächlich um Erwerbslvsenunterstützungen handele. Die Franzosen nahmen auch die Listen der Erwerbslosen und die Kartei mit. Die Ausweisungen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 27 mm Breite örtlich 80 Mk., auswärts 100 Mk.; für Rekl amc Anzeigen von 70 mm Breite 400 MK.Bei Platz- vorschrist 20 °/0 Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumichein; für den Anzeigenteil: Hans Leck, sämtlich tn Gießen. Eine Militärkonferenz in Düsseldorf. Paris, 17. April. (MTB.) Der Dussel, dorfer Sonderberichterstatter der „Liberty" meldet, dah dec belgische Kriegsminrster Deveze, der von dem französischen Kriegsmini st er Maginot in D ü f s e l d o r f empfangen wurde, anschließend mit diesem eine längere Unterredung gehabt habe, der auch der französische Generalstabschef Buat, General Degvutte und der belgische Oberkommandant in ben besetzten Gebieten, General Aucquoh, beiwohnte. Die Konferenz habe hauptsächlich die Stärke und Verteilung der alliierten Truppen zum Gegenstand gehabt. Gleichzeitig habe der französische Kriegsminister de Lastehrie mildem Kabinettschef des Ministerpräsidenten, Gutt, den französischen und belgischen Finanzsachverständigen bei der Interalliierten Rheinlandkommission und den Vertretern der Ingenieurmission De- sprechungen gehabt, die sich auf die Kvhlensteuer, die Ausstellung der Ausfuhrbewilligungen und das allgemeine Derrechnungswesen der Vesat- zungsbehörden bezogen haben. Weibrotif. Köln. 17. April. (Wolff.) Kurze Zeit, nachdem gestern vormittag eine größere Summe Geldes in die Räume der A r b e i t s - losenfürsorge im Kunstgewerbemuseum in D ü s s e l d o r f gebracht worden war. drangen die Franzosen dort ein und nahmen 22Vs Millionen Mark fort. Der Kassierer und der Listenführer wurden mitgenommen. Nr. 90 Erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags, mitderSamstagsbeilage: GießenerFamilienblätter Monatlichevezuokpreise: 3400 Mark und 200Mark Trägerlohn,durch dirPost 8600Mark,auchbeiNicht. erscheinen einzelner Num- mern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: ftirdieSchrift. leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Stehen. Poftfcbedtonto: zranfturt a. M. 11686. H'S? 6 TaaeSoAsM R-Sund^ x Englische Blätter zur Rede Rosenbergs. London, 17. April. (WTD.) Die Blätter', deren Interesse heute hauptsächlich dem gestern vom Schatzkanzler eingebrachten Vudget zugewandt ist nehmen, von der „Morning Post" abgesehen, nicht in Leitartikeln zu der gestrigen Rede des deutschen Außenministers Stellung. Der Berliner Decichterstatter der .Times", der seinem Blatt« einen sehr ausführlichen Bericht über die Reo< Rosenbergs gesandt hat, den t*> „Times' unter der Tleberschrist: „Das deutsche Angebot ver- öffentlicht, schreibt, es sei kaum wahrscheinlich, daß die Forderung nach einem neuen Angebot durch die Rede Rosenbergs befriedigt sein werde. Wenn die Rede des deutschen Außenministers als Gegenstück zu der Rede Poincares bienen sollte, so hätte sie niemals gehalten zu werden brauchen. S'e hätte jederzeit f :it Weihnachten gehalten werden können, denn sie bringe die Lage nicht um einen Zoll weiter, als sie damals gestanden habe. Die Rede enthalte kein Anzeichen einer konstruktiven Politik oder auch nur eines Fortschritts in der Richtung einer solchen Politik. Sie sei eine glatte Verneinung. Das ArbeiterblaU „Daily H e r a l d veröffentlicht eine Zusammenfassung der Rede unter der Tleberschrist: „Deutschland macht kein neues Angebot". Der Berliner Berichterstatter des Blattes schreibt: Bezüglich positiver Vorschläge für die Zukunft sei Rosenbergs Rede dunkel gehalten. Allgemein könne gesagt pemn baß Rosenberg nichts neues anbiete. Es bestehe Grund zu der Annahme, daß die deutsche Regierung der Ansicht ist, daß, wenn sie den Kampf im Ruhrgebiet fvrtseht, eine günsttgere Lage früher oder später entstehen werde. . _ - .. Der diplomatische Berichterstatter des D illh Telegraph" führt aus: Rosenbergs „Anre >ot sei eine Erneuerung des Der g m a n n im , ?. ut£ mitgegebenen von den 30 MUlmrden Goldmark. Es sei jedoch von dem deutschen Außenminister ru frerfteben aereben worden, daß. wenn die Alli- ierten Ln D?r,chMg dc.s etaaWfetretärä SugfcS für di- Seftf^ung d-s chrbr^-S- I betrages durch eine tnternativnale Korpeischast den können. Gegen das Ankraut des Wuchers hilft nur reinliche, unermüdliche Arbeit an der Valutabesserung. Könnte die Regie- cung im ganzen Volke die sichere Hoffnung wecken, daß die Mark nicht wieder zu sinken anfängt, so wäre viel gewvnnen.Die platonische Wucherbekämpfung wäre dann ebenso überflüssig, wie die verschleierten Lohnsteigerungen. Die neue Teuerung bliebe dann schon aus psychologischen Gründen aus. Der Reichskommissar für die besetzten Gebiete ausgewiesen. Köln a. Rh., 16. April (WTD.) Wie wir soeben erfahren, hat die Interalliierte Rheinlandkommission dem Reichskommis- s a r für die besetzten rheinischen Gebiete mitge- teilt, daß sie mit dem heutigen Tage seine Tätigkeit und die seiner Behörde im besetzten ©ebiet als beendet betrachte und seine und seiner Behörde Abreise aus dem besetzten Gebiet erwarte. Damit ist die Tätigkeit des Reichskommissars für die besetzten rheinischen Gebiete als beendigt an- zusehen. Schon seit langem war ja beginnt, daß Die Franzosen und in letzter Zeit auch die Belgier darauf bedacht waren, die ihrten unbequeme Einrichtung des Reichskommissariats in Koblenz zu beseitigen. Schon einmal trat dieser Wunsch für alle Oeffentlichkeit in die Erscheinung, als dem ersten Reichskommissar, Herrn fron Starck, durch die Dotschafterkonserenz das Agrement entzogen wurde. Der Reichsregierung war es gelungen, gegen erhebliche Widerstände die Agrements- erteilung an den neuen Reichskommissar, den Fürsten von Hahfeld-Wildenburg, zu erreichen. Seit Beginn des Ruhreinbruchs trieben bie Verhältnisse zwischen dem Reichskommissariat und der Rheinlandkommission immer mehr zu einem Konflikt hin, wenn auch angenommen wer- den mußte, daß zurzeit die Botschafterwnferenz über eine Agrernentsenttiehung Beschluß fassen würde. Anscheinend haben die Franzosen und Belgier sich über die Botschafterkonferenz Hinwegsehend, bei der Besprechung am Samstag, bei der bekanntlich Über ein verschärftes Vorgehen im Rheinland und im neubesehten Gebiet Beschlüsse gefaßt wurden, sich dabin geeinigt, das ihnen unbequeme Reichskommissariat kurzweg zu beseitigen und so die Dotschafterkonferenz fror eine vollendete Tatsache zu stellen. Aeber die Haltung der Engländer zu diesem Vorgehen der Rheinland- kommission ist nichts bekannt. Eine Beratung des Wiederherftellungsausschusses. Paris, 17. April. (WTD) Die Reparativ n s k o m m i s s i on beschäftigte sich heute mit den Kosten der Desah u ngs heere. Sie traf jedoch angesichts der noch nicht beendeten Veihändlungen zwischen den alliierten europäischen Regierungen und den Vereinigten Staaten keinerlei Entscheidung. Die Kommission beschäftigte sich bieiauf mit der Auslegung des Artikels 260 des Friedensvertrages von Verfall- les betreffend die Aebertragung der deutschen Rechte und der Interessen aller deutschen Unternehmungen oder Konzessionen in Rußland, Oesterreich-Angarn, Bulgarien, der Türkei usw. an die Reparationskommission. Da die Auslegung, die die deutsche Regierung diesen Paragraphen gibt, anders ist als die der Reparationskommrsfion, namentlich was die deutschen Eisenbahnen in der Tü'kei anbetrifft, beschloß die Reparationskommission, diese Frage einem Schiedsgericht zu unterwerfen Die Reparationskommigion setzte ferner eine gewisse Anzahl fron S ach liefe- tungen fest, die Deutschland ausfuhren soll, namentlich von Pflastersteinlieferunaen an Frankreich und die Lieferung von Apparaten an Italien. Die französisch-bclg's hen Pläne. Paris, 16. April. (Wolff.) Aeber die neuern vormittag abgebalte^e Besprechung zwi- herabgedrückt werden könnten. Die neue Teuerungsaktton unterscheidet sich also nur in der äußeren Aufmachung, nicht in ihrem inneren Wesen von den bisherigen Aufbesserungen der Gehälter und Löhne. Man hat das Gefühl, als wolle die Regierung den Preismarkt überlisten, was ein ebenso bedenk- ucheS und undankbares Geschäft ist, wie die Qiatur zu meistern. Die Lohnsteigerung weiter Kreise von Arbeitnehmern hatte noch jedesmal ein ruckweises Hinaufschnellen der Warenpreise zur Folge. Wie soll nun der Gefahr einer neuen Teuerung begegnet werden? D'e Regierung hat, nachdem es ihr mit HUfe der „Stützungsaktton" der Reichsbank gelungen war, den Dvllarkurs von seinem Höchststände um reichlich die Hälfte herabzudrücken, in einer Anzahl öffentlicher Kundgebungen sehr energisch und nachdrücklich die Anpassung der Warenpreise an den gesteigerten valutarischen Wert der Mark, also den „Preisabbau", gefordert. Diese Forderung war vor allem eine politische. Denn der Hauptgrund, der die Regierung zur Stützungsaktion veranlaßte, war die Besorgnis vor einer ungünstigen Beeinflussung der Stimmung der Massen durch die beängstigend fortschreitende Teuerung, mit der die Löhne nicht entfernt Schritt halten konnten, und vor einer Gefährdung der Nachhaltigkeit und des schließlichen Erfolges des Ad- wehrkampfeS im Ruhrgebiet durch solchen Stimmungsumschwung. Erst in zweiter Linie war die Stützungsaktion dazu bestimmt, die Finanzierung lebenswichtiger Vorraisimpvrte von Nahrungsmitteln und Industriestoffen zu erleichtern. Die amtlichen Mahnungen und Drohungen an die Warenbesitzer und Waren- verkäufer riefen beim Publikum hochgespannte Erwartungen eines radikalen Preisabbaus hervor; sie erweckten bei der Masse der Verbraucher die Aeberzeugung, daß die Weigerung des Fabrikanten oder Händlers, seine Preise sehr erheblich zu ermäßigen, Ausfluß einer unstatthaften Gewinnsucht sei. Aus dieser Einstellung erwuchs eine zunehmende Erbitterung, die jeden Widerstand gegen eine Senkung des Preisniveaus, er sei nun wirtschaftlich berechtigt oder nicht, als bösen Willen brandmarkte. Die amtliche Entladung dieses allgemeinen Anwillens zeigte sich in einem verschärften Feldzug gegen den Wucher. Zum ersten Male veröffentlichen die Behörden jetzt ihre Ergebnisse. Da die Mühlen der irdischen Justiz zur Zeit sehr langsam mahlen, sind die Polizeistellen außer mit Strafanzeigen auch eifrig mit Handelsuntersagungen vorgegangen: Im Januar 1923 wurden im ganzen Reiche 6730 Wucherfälle an die Staatsanwaltschaften abgegeben und 130 Han- delSuntersagungen ausgesprochen. Im Februar: 9804 Anzeigen und 219 Handelsuntersagungen. Für März liegen die Ziffern noch nicht vor. St. Bureaukratius braucht Zeit. Bei den Handelsuntersagungen war man bemüht, immer erst Sachverständige zu hören. 2lber wie bei den Anzeigen waren es doch nur Stichproben, und die Schläge, die man führt, treffen meist nur den Einzelhandel, wo der Wucher Neue Teuerung? Den Beamten des Deutschen Reichs werden jetzt zur Aprilmitte von der Regierung mit Genehmigung des Reichstags drei Viertel und zum 15. Mai ein Viertel ihres gesamten gegenwärtigen Monatseinkommens als außerordentliche Zuwendung angewiesen. Die Staatsarbeiter sollen am 18. April und am 11. Mai neben ihrem gewöhnlichen Lohn die tarifmäßigen Bezüge für eine Lohnwoche erhalten. Für die Angestellten, Ruhegehaltsempfänger und Hinterbliebenen ist eine entsprechende Regelung vorgesehen. Diese Zubußen sind eine neue starke Lvhnsteigerung, wenn auch verschleiert; sie bedeuten In der Praxis nichts anderes, als daß die Beamten für April eine Zulage von 75 Prozent und im Mat eine Zuwendung von 25 Prozent der Märzbezüge, insgesamt also für jeden der beiden Monate eine Erhöhung von 50 Prozent mit Vorauszahlung der halben Maizulage im April erhalten. Dabei ist der Abbau der Zulage im Mai zunächst nur vorläufig in Aussicht genommen. Die RegierungS- vertteter erklärten im Reichstage, daß weitere Zufchußzahlungen erfolgen müßten, wenn die Lebenshaltungskosten nicht „wesentlich" _ 19)83 Vereii«lia,e • Porttag EU? j^Sivirun__. 'Siebener UW von 1922. Die Offenburg. 17. April. (WTD.) Dec Sta- ttonsvorstand vorn Offenburger Rangierbahnhof, Kleiber, Eisenbahninspektor Gall, und der Amtsgehilfe Dorho, die ttn Derwaltungsgebiet des Rangierbahnhvss Offenburg wohnen, müssen ihre Dien st Wohnungen innerhalb von 4 8 Stunden r'Üumen, weil in dem Bahnhof Sabotageakte vorgekommen sein sollen. Wenn wirtlich Beschädigungen entstanden sind, dann dürsten sie nur auf die Ankenntnis der Franzosen selbst in der Handhabung der Einrichtungen zuruckzu- ^Sra^furt a. M.. H. April. Di° Franzosen fuhren heute nachmittag einen Sonderzug an der Grenze des besetzten Gebiets bei Griesheim a.M.an, der 1 1 1 Ausaewiesen r der Sttecken der Reichseisenbahndirektionen Mainz und Frankfurt enthielten. Außerdem sind 4 9 Eisenbahnbeamte und -arbeitet der rechten Rheinstrecke ausgewiesen worden. In Bonn sttzi Gefängnis befmbai sich in Haft der Bahnhofsvorsteher Dender von Castellen- Stolzenfels und die Eisenbahnbediensteten Andreas Groh und Iosef Ecker aus Rhens. Der Grunb der Verhaftung ist unbekannt. Ludwigshafen, 17. April. (WTD.) Die Ausweisungen von Eisenbahnpersonal aus der Pfalz gehen weiter. Dis 16. ds. Mts. wurden insgesamt 283 Eisenbahner ausge- wiesen. Auch neue Gewaltakte über Wohnungsverweisungen und dergleichen werden aus den verschiedensten Städten gemeldet. Androhung lebenslänglicher Zwangsarbeit. Bochum, 17. April. (Wolffs Der frnw* mandierende General veröffentlicht durch Maueranschlag eine Verordnung Nr. 25 vom 20. März, in der eS heißt, daß mit l e b e n S - länglicher Zwangsarbeit oder mit Zwangsarbeit nicht unter 10 Jahren oder lebenslänglicher Gefangenschaft bestraft wird, wer in den besetzten Teilen des Ruhrgebiets irgendwie den Post-, Telegraphen - oder Fernsprechdien st durch Zerstörung unterbricht und infolgedessen die Sicherheit und den Anterhalt der Besatzungstruppen oder die öffentliche Ordnung gefährdet. Liegen mildernde Amstände vor, so kann auf Gefängnisstrafe bis zu fünf Jahren und eine Geldstrafe bis zu 10 Millionen Mark oder auf eine von beiden Sttafen erkannt werden. Die Sttafen, die auf Über 5 Z.ahre Zwangsarbeit oder Gefängnis lauten, können in der Strafanstalt desjenigen Staates verbüßt werden, dem das urteilfällende Gericht angehört. gar nicht sitzt. Im übrigen ist es so, wie schon der sttett- bare Martin Luther gegen die Wucherer und Schieber wetterte: „Kleine Diebe liegen in Stöcken gefangen, große Diebe gehn in Gold und Seide prangen." Dem Kampf gegen den Wucher in der Produktion und im Großhandel sind die Behörden nicht gewachsen. And dort zu unterscheiden zwischen wirklichem Wucher und berechtigtem Verharren auf dem bisherigen oder gar auf wieder erhöhtem Preis, dazu gehört eine Sachkunde und ein Deamtenapparat, die eben nicht vorhanden find und auch so schnell nicht geschaffen wer- Saarlandssraqen und die Genfer Völkerbnndstagung. Genf, 17. April. (Wolff.) Zu der Volker - bundsiagung, die eine Reihe wichtiger saarländischer Angelegenheiten zu behandeln hat, ist hier eine Abordnung fron Mitgliedern des Landesrats im Saargebiet eingetroffen, die sich aus folgenden Herren zusarnrnenseht: Dr. Sender, Vorsitzender der sozialdernolra ischen Fraktion, Levacher, Vorsitzender der Zentrumsfraktion, und Röchling und Vopelius fron der Liberalen Partei. Die Abordnung vertritt gleichzeitig die Demokratische Partei, so daß mit Ausnahme der Kommunisten durch die Abordnungen alle politischen Parteien im Saargebiet zur Sprache kommen. Auher- dem befindet sich der Chefredakteur der „Saarbrücker Zeitung", Eckler, als Vorsitzender des Saor- pressevereins in Genf, um gegen die Unterdrückung der saarländischen Presse durch die Notverordnung der Regierungskommission Einspruch zu erheben. Neben der Frage der Notverordnung will die Abordnung vor allem die Frage des Nachfolgers für das bisherige saarländische Mitglied der Regierungskommission, Dr. H e k t o r, zur Sprache bringen sowie gegen die Haltung der Regierungskommission im Dergarbellerstreik und gegen die völlig ungerechtfertigte Verdoppelung Der französischen Armee aus Anlaß des Streiks protestieren. Genf, 17. April. (WTD.) Der Völkerbundsrat eröffnete heute seine 24. Tagung unter dem Vorsitz des englischen Vertreters Ward. Belgien ist durch Hymans, China durch $fang Tsai Fu, Brasilien durch da Gama, Spanien durch Qvinones de Econ, 304x111 durch Adacti und Aruguay durch Guani vertreten Hannvteau? (Frankreich), Salandra (Italien) und Branting (Schweden) werden erst in einigen Tagen erwartet. Bis dahin nehmen an ihrer Stelle Gou, Garbasso und Anden an den Beratungen teil. Adacti widmete zu Degmn der Sitzung dem verstorbenen brasilianischen Mitglied im Ständigen Internationalen Gerichtshof Ba- bosa einen Nachruf. Der Rat erledigte dann tn geheimer Beratung verschiedene Verwaltungs- fragen, darunter die Ernennung einzelner Kommissionsmitglieder. Steuerungen im Grenzverkehr. fbb Frankfurt a. M., 17. April. Der leitende' Ausschuß des Zollwesens in K 0 b l e n z 'hat folgende Anordnung erlassen: 1 Vorübergehende Ausreise in das unbesetzte Deutschland. Der Verkehr mit Auto- mcbiten, Motorrädern und Fahrrädern zwischen dem besetzten und unbesetzten Deutschland ist einer besonderen Erlaubnis unterworfen, die von dem zuständigen Delegierten des leitenden Ausschusses des Zvllwesens erteilt wird. Die Erteilung der Gilaubnis erfolgt nach Prüfung gegen Hinterlegung einer Taxe vvnlOPrvzentdes Wertes oder gegen Eichevheitsleistung in Höhe dieser Taxe nach den maßgebenden Bestimmungen. Den in Frage kommenden Personen wird ein drei Monate gültiger Passierschein ausgestellt 2. Bcrübergehende Einreise in das besetzte Gebiet Personen ai7s dem unbesetzten Deutschs land können mit Automobilen, Motoi-rädem und Fahrrädern in das besetzte Geriet einreifen, ohne daß eine Abgabe zu entrich'en ist. Die Em- reisenden müssen sich jedesmal bei dem Betreten pes besetzten Gebietes durch den bienfttuenoen Zollbeamten einen Erlaubnisschein, der die D schreibung des Fahrzeuges enthalt, ausstellen lassen. Beim Verlassen des besetzten Gebietes wird fron dem diensttuenden Posten der fragliche Erlaubnisschein wieder eince.ogen, und die Reisenden können, ohne eine Abgabe entrichtet zu hnben, in das unbesetzte Deutschland zuruckkehren. Die Verkchrslage im Ruhrgebiet. Berlin, 17. April. Aeber die Verkehrslage im Ruhrgebiet berichten die Blätter, daß von den 206 Bahnhöfen des Ruhrreviers 170 von den Einbruchstruppen besetzt sind. Auf 60 dieser besetzten Bahnhöfe ruht der deutsche Dettieb vollständig. ” Mittw°ch l 18- schen P 0 incar 6 und den französischen Mitgliedern des K 0 m i tee s, das fron der fran- zößsch-belgifchen Konferenz Ende voriger Woche zum Studium des französisch-belgischen Reparationsplanes eingesetzt worden war, Darthou, Mauclon, Peretti und Sey° dour, berichtet Havas halbamtlich, man habe die Grundlagen für die demnächsttgen Studien über den französisch-belgischen Plan besprochen. Es habe den Anschein, daß eine Verständigung zwischen Paris und Brüssel leicht zu erzielen sein werde. Dieser Plan werde den durch das alliierte Zahlungsstatut vom 5. Mai 1921 geschaffenen Rahmen wahrscheinlich nicht überschreiten. Deutschland werde die Dons A und B in Höhe von 50 Milliarden Goldmark zu begleichen haben, von denen 52 Prozent gleich 26 Milliarden an Frankreich. 8 Prozent gleich 4 Milliarden an Belgien, 22 Prozent an Großbritannien, 10 Prozent an Italien fielen. Die Dons C sollen nicht ausgegeben werden, sondern zur Kompensation der alliierten Schulden dienen. Nach den Destimmun- gen des Zahlungsstatuts vom 5. Mai 1921 stehe Deutschland für die Bezahlung eine Höchstfrist fron etwa 35 Iahren zur Verstigung. wobei es jährlich annähernd anderthalb M.lliarcen zu zahlen habe Da sich aber die Räumung des Ruhrgebets im Verhältnis zu bei deutschen Zahlungen vollziehen solle, werde Deutschland ein Interesse daran haben, sich so rasch wie möglich und insbesondere auch durch b'e I i iatioe zu einer inter- natio .alen Anleihe seine Verpflichtungen zu entledigen. Erster Blatt 175. Jahrgang Mittwoch, 18. April 1923 GietzeilerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen 6er eo4#)*T^»nB» *r>bcch nicht em grnügenbet ^2r:«chdrt um Sranf- rdch zu bddnttigen oder die oW*i recht' fertig«. land nutz der Anficht Frankreich» wirst ich dr» nennen habe. Reparationszahlung« ui mache r. Ten f, '< tragen der Stelle hat der Berltzteritat- tf r edrrhren, bast bte französische QUgterung fflrvXtoeu« ans die folortige ßBhiig des Sicher- h.ltspobiems bdn.r ba bte Btletzung des Rohr- ’ irtc.s und des Rheinlandes don eine so» rtige Garantie für Frankreich gegen etnen deutschen Angrsts gewährten Der Berliner Berich e starker der .W « tz - m Infi er Gazette* Ich-eibt. Ao'erberg habe ei fiar aem.»cht bah Drutlchland destre''! sei. einen riestgen Betrag zu MtX.'it 30 Milstarben Grldmarf dn Betrag, bem bie beut sch, Regie- rung bereit gerade' fei. im letzt« Ja narr zuza- stimm n würbe nach An'icht Rofenderit rls Aus- gangihuntl für irg mdwelch- n.ue Arprrrltons- «rdrtfrungen angeenm Verden müllen Ro'cn» bvrg Hobe zur groh-m Befriedigung der Sozialisten sich bemüht die Versöhnung au sordern und die Bitterkeit zu beMtigen Dem Be» r chterftatker zufolge habe die Aede einen günstigen Wnbtud gemacht. Der Berliner Berichterstatter der .Daily Kews- fchrdbt. der Lvn der Aede des beut- Auhenminüteri fei wich iger als ihr Inhalt. cks sei klar «worben. bah die deutsch? Aegterung die verlöhnlichen Strömungen innerhalb und aust r» hilb Deutschlands zur Äenninl) glommen habe. Der Berich •' hattet liest aus der 8. (Urung Ro!«n- ' ras. wonach bas Aeparatlonsangchot von Goldmark vom leh'rn Januar ben 3uiganqepun6 fü< irgendwelche neuen Berhaib- lungen biete, die Bereit schilt der deutschen Jte- gierung heraus, beträchtlich mehr zu zahlen, als diese Summe. Die _Bt ornlngPost- äufiert in einem Odt- ariikel. die Aede Poinlar 's in Dünkirchen und die g« Adttzsiagsred« Hofenbe gi Hoffnung aus dne baldige Reaciung n der Kudr- I age mit sich Das amtliche Deuts h and erwarte, n ie klar fd. immer noch durch den Gebrauch seiner Waffe des passiven Widerstandes zu gewinnen. Fragen und Antworten im Unterhaus. London, H April. (W5B) Unterhaus Lord Laven dish Boniink frrgte beute, ob die Irrung Protest I ren werde geqen d e Aktion der franzd'lschon Ve^r.en im R u h r- gebiet, besonders geg.m die Ausvdsung zahlreicher deutscher Arbiter aus ihren IDobauaien, ba diele wahisch-inlich den Orrdt in die Länge ziehe und die britische Mitwirkung bei der R«-pa- rationsfrage bedi idere Der Unterftaatd- frtiär bei Au iwartigen Mac Aeil 1 erörterte er rönne fdncrld derartige Zusagen machen Lord Bontink fragte heraus, wann s i ch die Regierung frei fühle, britische Ibeale geltend zu machen und britische Interessen auf recht, uerhaiten Dis U ster au mit- glieb Wltevunt Curzon richtete dne ^vilch.-n- fiage an die Aeaierung ob sie diesem Faule er» kiäien werde, bar, sie Mne Aktion unternehmen weide, die als feindlicher Akt gegen Frankreich eiIchetne Das Mitgll.d Davison fragte vier- auf ob es nicht latlacbr lei. bah bte Deutschen Wifduml Hütten, ihre Pflicht aus bem Vertrag von Versailles zu erfüllen Mac Hel II erwiderte. Mr Regierung werde bd jeder Möglich- tzkst die d. irischen Interessen Hochhalten, sie habe jedoch nicht die mindeste Absicht, eine Politik der Aabeistiche gegen Frank- " tch zu verfolgen (Beifall auf der Aeqi, ranqs- fette ) Lorb Be ntink fragte hierauf, wer dafür verantwortlich fei. bah Lsucheu r den ckinbrack et bähen habe, bah »iglanb her Politik Ara ich »dchs günstig gesinnt Id Auf dtde Htfrage er* Mgte fctne Antwon Auf ble nachdrücstichen Hufe seitens der Arbeiter nach einer 1" । w o r t erfldrte Mc_A e I l 1. er habe nich» «in Wort der Anftage Verb Bontinks gehört Der Ci't,4Kr erhob hwr den »tnuxinb. bte gestellte Stage Wnne augendiicllich nicht dranrwec:,' weiden Huf eine Anfrage teilte Gulneh mit brst bie laufenden wöchentlichen »osten der britischen Trappen w Deutschland 34 000 Pfund betrigen auslchlfestlich der Unferbdngu durch Den schtanb t llnfrrbrt "gung und mbertf Ode Hefen Dirnste Die wöchent- vn — traPP« in der Skrtrt Mrügen 83000 Ptund Sterling Aus dem Aelche. etebelwaggfragcx. Dte sozIaldrmvkratische AeIchs* kagssraklivn Hetz durch eine Xommlfilnn eine amschlietzung ausarbeiten, in der die Aetchs reg Irrung aufgefürbert wirb, die in der AelchsdersaNung verheltzene Reform der Bobenderteilung durchtuftzhren. Die Fraktion har ferner einen Delehenrwurf in Borbereitung, nach welchem die kl^nmähige Enteignung des Grvtzgrundbe s i t - KJ Über 750 Hektar zu« Zwecke rationeller Bew.rtschaftuna durchgeführt und ein teil des enteigneten Bodens sofvN für S I e d l u n g s. -wecke zur Terfüqun^ gestellt werden es nicht Aufsade der lozlaldemokratisck i Paneiorganisatton sein kdnne, die Sache des AelchSbundes für Siedlung und Pachtung zu der *0::gen »u machen, kdnne den |o-'alde«o- krallIchen Partetangeh^llgen nicht emrfvh'.en werden, lich durch SinzeichmtAg In die 3tn- :r..ungC firn für das vom Aeichsdund ein- gele .ttte BollSdegetzrrn zu besethgee. Die bayerische 'Xegieneg wub die Vater- ländischen "De r bänbe. München. >7 April. IWolfN Die die Korrespondenz chofsmann erfährt, Hane Mi- nisterpräNden: d. Knill tag tn Anbetracht der großen Tragweite der Forderungen der daye- Ulchett vaierlündischenBerbünde tm Mmlsterra: dieStellunanahmederGe- fomtrealerung herkeicefühet. Darauf5:n wurde gestern einer Abordnung der Ardehs- aemeinschafl dieser BerbOnde Der elmnütlje Standpunkt der 5taatöreg erung eröffnet dahingehend, dast die bayerische Regierung nach Gesetz und Vertrag den Bollzug des Haftbefehls nicht adlehnen könne, da s'e Im Hinblick auf die Abmachungen mit Der Retckisregierung über die Gesetzgebung zum Schutze der Republik und über die von Bayern beantragte Gin'eyung eines eigenen süddeutschen Senats gebunden sei. Das die Aufhebung de« Gesetzes zum Schutze der Republik anlange, so liege dem Reichstag bereits ein dlesd^üglicher Antrag vor, mit dessen Zielcn die bayerische Regierung gern itz ihrer bisherigen Haltung zum Gesetz zum Schutze der Republik übereinstunme. Der Prozeh des Grohherzogs gegen die hessische Regierung. St Darmstadt, l7. Aprst Bor der rrften Zivilkammer des La rd- aeritzt < Darm ab an*> h ut ie Haupt ertaid» lung über M< rtn toe.liQ Ttedüjuiij und b« Klage des Grotzderzogs ge jen ken he« i schm Staat wegen 3rhb,ung seiner 2 >'i:.tung statt Der ^r:-n >er,og war durch bii Rechts- anwülte DIngcldey und 3clljner. bt hes «s he R g eruig durch Rechtsanwil! Garnier vertreten Do, Sintritt in die Berhanbluig gab der Bvrlltzende «-ehdmrai Dr Rüster folgeibe Srflärung ab: Anltztzlitz brr heute zur BerHandlung ste^en- bri Angelegenhdt find In einem hlestzm Balle Artikel erT-.wnen, bie schwere J5el tb iung t der Richter btr erften Zivllkimmer des Landif'ichtS und des O 'er.anbesge itztZ enthalten. Wir er- bltftn in fen n DerSllentlichangen her Borwurf der Rech's^eu ung und t* der ver ubtn Rötizun Bi ber be'o deren pollt.s chs t Lagt unser's Landes sch int unsere vorgesetzte Beho d nicht I m ft a n b e zu |dn. uns den gebührenden und gebotenen Schutz z u gewähren. Andererseits entsprich! es nach unserer Aus- fafhing nicht unserer Stellung und ber richterlichen Würbe, uns mit ben Urbebern j mrr 'Verunglimpfungen persönlich ausefn anderzuseyen Unter tlden Umständen bleibt uns nich s andere» übrig, als von hier aus nachdrücklichst und feier'ich Verwahrung cntu'eien gegen die durch nichts gerechtfertigte Unter’le.üin.f, als ob wir jemu» nicht nach P'licht und Gewissen, nach Rech! und (JJ-h gehandelt hätren oder handeln tpü.ben. und dast wir uns bd unseren -ntschlie- himgcn und crni'chei>tnsemals durch per'ön» liche oter politisch. Rück ich e i bä:ten le ien las en ober leiten lasten wurden Dir geben zugleich unterem tl f' en Bedauern darüber 3uibuf. dast man es unternomm n hat, dal Anfe'ren ber ^u li in so schavrer W if. zu gefährden, gew" e Rr l e ber Bevöl.'e u g geradezu gegen uni auf- zuvleaeln und unser an sich so Verantwortung" volles Amt noch schwi-rigtr 'U gestalten. 1.1 werben t rvtzall dem u ter A n! Wei er St l !'.n das Aullxhen der Weil und zog einen EättM von Schülern aus illrn Lünkarn -- dn glän^mde- Geist lls Horfch r und Wenn auch m»nch- nach ihm in Itmateren bte u*>anenbe Btllterng. bte machrr^ll getalten* Äraftjinb bte herrlich Mfbtben^e wistenlchall- llch- PPoMtafte. mit denen er ?enen anbmmbv 3:*»* «tertmrt brt *5Lau*,Ht <*L*k »Trtwit DH wdflH. mit brr er f.-.ne Arbeit aus be* 0ebtete^ thrarellscher Schrate immer mehr In ben St. Nüt*1*n ge-verbi.che , Veurn» geste.lt L *U«h,X tkrt luraMl afc 3SSf*l-rii>:. den (Nnzeldei'en des Inhalts doch *r*iafcui»t:te besitzt. Denn die kchore Ivrm ttirb immer wieder die Sinne gebadeter Menschen entzücken, wenn ber Inhalt nur noch als Weiber..ter für fpdtcre vertiefte Erkenntn.s aulgeuht werben kann Wir lind stolz auf dielen Vürier des belli* kchen Landes unb ehren die Grltnnung. die das schöne Denkmal in unteren Anlagen schuf Dr H. Äraemec. Tie Znikerversorqunq in Hessen ober zu den Äiiwickt tut und ob es in bL-fer schtre en Rot- »llt wirklich aar nicht möglich gewden wäre, ben Preis «nnm‘e: unyertnbert wie tm Stbruar zu halten, »der nur am dien ge -tngfüg;^i, Satz tu eroöhen. über alle btete Fragen UN man bie Konfurnrntenschakt völlig im Dunklen Wir meinen, bie Verbraucher bitten ein Anrecht, über bte Art unb Weite brr pre^a-staltung eines Mtentik» bewirtlchastdr., «ex wvttig« Lebens- mittet* aufgenürt zu werde i bamU I e auch einmal prüfen könne, ob die Ihnen oute legte Belastung gerech '.-r: gt ist ober nicht Die iehörtz- 114*, Stellen täten mit daran, aal Orünbxx bte le Inder fchwerx, 3rlt vandgrdflich Rar whxgc liegen, bte Sd^nrntskrämerd hznk»ch,lich ber ^ke^sgestalMng. htebd^e-e btetenig- für kmvch dm fretmlilge Hefllärjin^ der Oef f eetl i chkelt zu «rtemn Dte Laebasverfarawngsstelle ** *■ Derdienst erawrben. »c*n > bafürforgt hast der hellUchw Ron'a- bin..^ttich ber btet txras-anbeten PTdsbUdu"M recht bald unb recht ein - gebenb Kiaitzei: gegewn wird * ist nach einer Mi Teilung bte in ber füngsten Sitzung dec Offenbacher 21abiverordneten-Äer- sammiung aif Grund eines amtlichen Schreibens der Zucke wer fern miß stelle Kalle! gemacht wurde, ganz wefewstch schlechter geste lt als in Prrasten ren Konfumeni.n in Prethen werde der ihnen ,usteben^e Mon<:t»zackvr im gleichen Monat ausgetzändigt. währ.nd in H- 'en ber Aebruar- Juller erst im ??lärz rnd ber März-Jucker erst im April ve>teilt wurde Bdrcordnet'-7 Kapp »s c.färte Im Armen der Ottenbacher Skidtverwal- tung. er werde deswegen btt ber Londesvtdvr- gung-stelle in Darmstadt vor tellla werden Die Bestrebung.n. die seweckL fällige ?': cmats- Äudcrmcnge im gl i tzen Monat in ben Belitz ber Konsums ;en z t tringen, sind ja ganz löblich, aber weit wichtiger wärt es nttz unserer Ansicht, bie erhöhte Ausme llamkeit bod) mal der 5rage drs ZackerprglseS zuzuwenden. De. Kle. hindtl^ve kiusspr.is betrug d kenntlich für den R^vember-Iucker 115 Mk. für das Pf ind. für den Draemberzuder 225 Mk.. fit ben 3aniar- zuder 410 Mk. für ben 5^-br jar-3udtr <60 Mk. Dttst Stelgcruni ber Preise hatte ihre Begrün» bung In Der Berte itrung ber Produktion, bte als Iol^t bei Markstur.es allenthalben z llnqe trat SeU QLifanq S'bniar haben wir aber eine gewillt Marks.ablllsierung zu verzeichnen. bie für den 1. März vorgd Gewe x)»ck. 3. Rate. 122 XX); Al ers.erd' 15H 1*2- 72 OCX? Sd ®»obc 50000; P L Pfarrverw: ter. 10 000; Rache rag per -_=!5ilung der 2t» Rödgen 2000. 0*re* tellcgtus-. de. chöyere I?:üda»r4chute, 1 Rate. 165 SX Ma.ck Den Gedern herzlichsten Dank! Weller, Svende« wt.den m b<7 Geschäftsstelle des .Ziehen er Anzeigers argexrmma. " Die unberechtigte Vornahme von Glektri-itütS-Installallone» hat allerlei Defayeen und Unannehmlichkeiten im Gefolge. Die Itenvalkung des städtischen Glektrizit^tSwerkeS toanxt te un ertw heutigen Auzeigenietl vor der Umgehung der bestehenden Vorschriften. * ölt« ernst« Ermahnung ai Daldfrevlsr hat bi« Stadwerwalrma I» uns«rem gestrigen An.zetgentell erlassen. Ltec bie Leseholsnutztmg nicht gefährden will, beachte das, ■? 16 die Ltadwerwalnmg in jener Veröffentlichung sagt. - Das Licht spiel hau». Vahnhof- st ratz«, lötzr in «einem Programm, bis morgen abend einkchitehl'ch. die ausgeta'fenstt Htödirch- keit dnma. tröftiu «ur Gel kommen V-r allem ist es der Tunlaftige *lm .Gr. Sie uni) Ham.er". ber mH seiner, selbst beim Wr unge- vt d ukchen Lllu^f.vnskomik di« unwiderstehlich ie IDLfuna auf b«v Lachmu^ketn brr Bdchauer aus- :d>L ckwen guten Aukiakt zu btetee Ha^v:- irogeammpu f dick« zvxi Oemert lustig« ^..me dne Pok'e und ein Cuh’ptcl. deren Komik «dm- sulls ks ttlch ist. Der Wert daraus legt. I* bietet trüben Zeit mal einige Stunden heiterer An zu g#- ntebm, wird bei bidv.i Stirnen seine Dunkch. vollkommen erfüllt sehen. ^ornottzen. — Tageskalender für Mittwoch StadUbeater. 7 Ufar Don Juan unb Haust. — D. H. D . 8 . Ub . im Äauhn. tertinsdaus Voe- trag. — Lichtete, au». Bahnhof sie : .Gr, Sricbbrrq. ' Bad-Kauhe!m, 17. April. Der chundefetnd. der erst vor kurzem, wie berichtet, hier mehrere Hunde mit Strychnin vergiftet hat, treibt In unserer Stadt noch immer sei» ^>«S Derk. Or bat setzt wieder m e b • reren Hunden den V e r ai f t u n g S t v h bereitet. — Zwei aus Frankfun ft3mmmb« Spitzbuben, anqcblld) ein Friedrich von Artus und ein Adolf Reumann, wurden bier gegen Morgen verbaftet. Sie han«, einem hiesigen Bäckermeister sechs wertvoll« Hübner mit Hahn gestohlen und gleich geschlachtet unb außerdem aus einer anderes Wohnung noch ein grvhe« Stück Dörrfleisch entwendet. H Marburg. 17. April Einer ber öltest« Marburger Plnw^n^r ber Vd>rvr a D Heiur Holliuin. ber über dn Menschenalter tu Allna wirkte, ist gestern «2 3abcr al», gehör de«. — In Wvls shau sen start» ferner im Aster von 58 Jahren ber bekannt» Hühr« ber hellifchen B uerndew^guna unb Gründer des Heffi'tzer Bau ^mvereins. VanbcMrl H.-indch - Das S ommerfemester an der hldigen Untnedltät bat gestern begonnen. * Marburg, if. April. Die Polizei warnt vor einem Schvindlerpa ar. das sich hier der Zechprellerei schuldig gemacht hat Der Mann, der den Kamen Kagel fübn, 'ft 23 Jabre alt, 1,65 Meter grost. schlanl. schmales blaff«S Gesicht, kein Schnurr- bart, dunkelblondes Haar, gescheitelt; er iru< einen bald schweren grauen Mantel, gelb- Heutiger Stand des Dollars 10 Ufrr rrrmittagi: Berlin 22 »00. Zrankfurt a. M. 23 400. lefeen. ^cMrchenvorsieher Md auhechilb des s 80. Geburts« afen der Verehrung. Dekanats Drehen, Mgehörle, gedachte mittelte mit einem r JRnfcngemeinbe, r ©emeinbaxilrc- , er ein herzliches ü. 16. April. Der TS. fedettal“ hielt ttxriammümg, ver- der eitrigsten A.H. ). Mit der Doste'.en c ausgezeichnet wer« >n Mndeisahr Har n zweiten Jahr mit i rechnen. Der feit» »r I. Stumpf« vählt und durch > Mitgliedern ergänzt April. Unsere G» > zum Deutschen von 310 000 Siebener Anzeigers- Die Butzbach- in Butzbach und w tKohlenetll- n in der Friede^ n unterläßt die den bescheidensten enverkehrS gerech «L8 °s Ä'ÄZ schule. z^er- jtoie, ®ml! 6,1 tte*m Surip tut in ^adti- *»iA /■ Bahnhvt. 9 kommen. L.Sr, Sie Z ^un Film unge° . i^^uer aus- Wir Hanpr. 5 Storni! eben. S > dieser €n Dünsche L iür Nittwoch und Faust. - bereinshcms: Dor- sstr-: -Er, Sie und „»Der Äuseums- n unserer Stadt en ist, hat einen d 22. April an- heutigen Anzei- ilge ag: chne nennens« taum geändert, so tiefen Luftdrucks bestehenden Wit« >tthch»>° m‘9E A imm- f«'; i-s'7L7-s°d " L-t stammt !in «nn toutW ÄS ■ l#1 .Later in ®Ä «=; 92 3"6lt(totb fern« -,Cr« sfW ndle^ig 0e’i jetcert nn etn 3HO« Muneipfiklrti »er *'ö BIM «alatsl !• wt Vir. tlooo UnbdllB Vtr r.o»O ßfli.soiöHfiifi 71 thbiflfireb< 7| Vereine •tehener Huberte- sevschaf, 18H». 3. •fottilerrinaM teeflee, bre Intelligenter junger Kaufmann der zu Ostern seine Lehrzeit beendigt hat, von angesehener hiesiger Firma zum l.Iuli oder früher gesucht. Tarif- geholt Schriftliche Bewerbungen unter 2785D an den Giehener Anzeiger erb. tUii. #ihn fwr perne. erl hl tkfrfra naeu. w | V rkäufo | 'ftn mir . du* •x Bai - Hei- Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns betroffenen schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege Covercoat Mantel und Sommerfdilüpfer, rtPalasi-Lichtspiole Q ’ w'm'ti sdpiftoDufc: m Ritn gern Koch«». Backe» nsw H M. 800,— SM»— 1800,— i mitgetacht wrtn | zm» CuVn von Kaff«. 3« idr. Erhältlich in Ä»to»Ul»aTt»-, »rVBen Handlungen »xb Apotheken. Tüchtiger Werkzeugschlosser asrporarbeiterderwcrszeuqmocherei von einem hiesigen Werk gesucht. Schriftliche Angebote unter 2756D an den (Biegener Anzeiger. Danksagung. s Or die vielen fkwe inniger T Hl nähme bei dem pidtilkhfn Hin«cheiden unseres lieben Entschlafenen tagen wir herzlichen Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Frau Katharine Schmitt Wwe. Für Zä lei !• Bieber - Tret- Bohrmafch., neu, sowie Zkchp. Bul- kan.-Kestel und Blasebalg «.Lötrohr preiswert HU berfaufen. 2 'JWinimnr R. diliif Wo soet b.« schähs* lucht ab L Wal aut möbliertes 3 im mer (mit öbnHtleneiifi und elrfit. a\ G.>.« b«lfii4»'unJ Anwerl. ibreelfie, wlbhnkt Oeubaib. I tut V i •Irr11 sehr gut erh 'lten. sowie mehrere *** Herrenstiefel orrDivert ur Roanaf , Barbraur und loaftiae iXairtcu aable auch die bsch tte u Vreue. lUlmflilltn zechst äas<. AlteNe». Guhdruch. SpäueW. fltltii, «asch,»en. Wett leugn, ellea werkeu in Vetnebaeturi^hinieu aler Art, «4 tarn Sftabbru* HfB IWiflienwmifs- (Mllreit) r^tyxh Große Auswahl in Damen laschen, Besuchstaschen, Oeldscheintaschen, Koller und Reisetaschen Offenbacher Le der war en vertrieb ilorrad Cbrl Hilfsmotor» rar, ivcii i r a mt iu uu» u 8iiw bet s ItiebeufteUeuben Vri timuen *. I. Wal v-r stsNtzrMrohe 51 u.L 3MWW Bohnen- Hangen emostrdlt Carl Haas |r. >r.,ufsmrt Ltr.Lt» telceM* l®ü l‘*eD Win neues . Herrenrad ein fast neues Herrenrad ein neuer Kl ldersHranl 1 Aernli>r.<4te<«en 1313 A ibritneurtlibnifl' ichnc. MtiiflfijifL erbe Tlorrc unter drei - nrtv bat obtu- nebrtu 2h3 an den '"ied An* • *"".h-r ... Heine Lekrtach der ergLS^nche und chaudelofchale kleine AuSttabe.Hannover 1920. vertag tf Mener an faulen aefttcht. 2 In.rinn u. S74un.b. Wtf h.Än* Wofleiler 4u fünfen aefu<6t. ? Ang iiL’yt.iiJtiBira.iM. « |Victqesuche| fl’-i piartns b’n. 3^arr oder nrt:t ro jBBH •v l auf »eui v.tnbe In b<*r Ibiiataen? V'i-R flnari'o r an 'Initmaun a. T. S. Tilrlt>L jtcacn LW-CbernU-L«, Betlüflferin t. Manutafnirwaren per bald aefucht w« Gebe. Daer f f -rrrv ladinqr, i.! st inbifle (EM4 Schneideron per loiort aelacht. Jrau Else Potri uorm.KirrftriibauT V.Ihrlmstr 8IIL 8ettuno#tTäqerin maal b U*famb b. /-nUnhotaolrrtele. fo'ou gel ,cht (T.TiHd Miiiliraih Brehh* ^xtaUtur'irahe 21. Zkölllkill fucht für die flbrno» iinnben f*ei*alti aumfl t. I*rlltli*fu etrb item. - cbtt'H fliiarbotf unt. «SM» an den (Bie«k fln* fSÄ Wit elirtBMfi billig »u rett (**" IfubmiaftreMr It^ rflirtf itrul •J? m doch 8*icm br« «u oeikauten i>.Uk Aavlan»fla 'e I o L ?,tfwar| |i irrt. .Schöne «ulftiBr ”.'51;.^ Sran erbnh aegen lieber- nannte oon ^atfor« bett freie kt-o'muiig und So ' lettill) t;ieui»ci ■ Mabdscu • Süche n. Hauch sitoon- Iflinen L Abi v Crlainal per 1#liinb 4 0) 1*1 L fotvte alle 6eOiäfe- DnöBlumen- 5«TO fil?e-ü.ö6ra5- f.üilen. Zlllln- moören ,Bf?röe- lllio. nfleu rn Ur elfen rmpfirb t öönröflfi'ififs Saiüfnlians »It'bfD. LinÜr.iJüB Jelrp an »ul Die kürzlich gelegentlich der Dottrige im flaih Ischen Der eine- hau». Giehrn. gezeigt Zpurfodj- b*। ridituiiflen find ringetroffen. (Barten gelänbe Hnnplet«. Nnüe Aroiifiurirr ’trafje, 4 rfa IS" nm, ui verkauf. Wäb «"i) Peiink teltaek L Mittwoch, 8. April (923 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zweiter Blatt Nr. 90 3?c auf 9. AM 1923 923 er (Rachbruck verboten.) 7. Fortsetzung. z. i io ?r ier PolkmM bekannt ack Schrader tag 12 rde ten ein l s efunben Jungen an genbeit! 1k. 18500 lk. 19500 lk 12000 1k. 7500 -oben, !N ertrieb ein Laden ird err >eg- 00 5 Jahre gewählt. Weitere LandtagSvorlageu. Durch eine Regierungsvorlage wird für Er- Pfirsichgesichtchen, dem braunen Haar, auf dem rötliche Lichter spielten, und den merkwurc-ig fein geschwunge en Dräuen über schönen brarnen Auier. Aber die breiten Augenlider lagen saft bcHäudig über diesen Augen, sie sprach kaum, obgleich sich der junge Mann — ein Weinguts- besitzer aus dec Gegend — auss eiscigsie im sie bemühte. Rem, das war' nicht Hans Dietrichs Genre. Es wurde ein langer Frühschoppen. Der schmunzelnde Rebslockw rl brachte auf Gcheiß des Türgerme sters fein bestes „eigenes Wachstum", einen Enkircher, der duftete wie ein Reseda beet, uigd selbst Frau Evas Gagmen lieblich kitzelte mit seiner zarten und doch feurigen Eigenart. Als schließlich ein erhitztes, dralles Mädchen den Ll'erweg entlang kam, fuhr Bürgermeister Arnolds erschrocken auf: „Kinder, wir haben uns verspätet! Da kommt die Dabett und ruft ans. Dante Röschen wird trostlos sein." Die jungen Mädchen flatterten auf wie ein erschreckter Tauberischwarm. Mercedes Wellsheim bedachte noch schleunigst Hans Dietrich und Ensingen mit einer ganzen Ladung ihrer gefährlichsten Dlicke. Dü'-aermeistei Arnolds verbeugte sich vor Goa: „Gnädige Frau, darf ich hoffen, Sie mit Ihrem Herrn Druder heute nachmittag bei mir zu sehen?" Eva sah ihn etwas überrascht an, aber Hans Dietrich, der dem Enkircher lebhaft zugesprochen hatte, schnitt ihr das Wort ab: „Aber selbstverständlich, Herr Dürgermeister, selbstverständlich, Eva interessiert sich ohnehin schon auf das lebhafteste für Ihr originelles Heim, älnd wer könnte eine so liebenswürdige Einladung ausschlagen!" Der Dürgermeister lachte: „Ihr Herr Druder verfügt über Ihre Einwilligung, gnädige Frau. Frau Eva sah überrascht auf: „O weh, ist | denn halb Derlin heut hier? Das ist ja Mercedes Wellsheim." Sie war gerade nicht übermäßig erfreut. Dafür sprang ihr Druder desto beflissener auf. D.e junge Frau Wellsheim, die exotische, Gattin eines reichen Dörsenmannes, hatte ihn freilich niemals sonderlich interessiert, aber sie war doch ein Glied seiner Welt, und ihre merkwürdigen Augen, die toi? schwarze Diamanten funkelten, strahlten ihn intensiv genug an, tote sie Übrigens Assessor Ensingen auch kokett fl reifte! Die Seide ihres Winterkleides t'.i'terte auf dem Kies des Rebstockgartens, ihre Drillantringe blitzten an den schmalen, bräunlichen Händen, und die großen goldenen Ringe, die sie mit besonderer Betonung ihrer spanischen Herkunft stets in den Ohren trug, bewegten sich leise. Es gab eine wortreiche Begrüßung, eine schnelle Vorstellung. Drei der jungen blonden Mädchen waren Gäste aus Trarbach, die vierte Fräulein Arnolds, die Tochter des Bürgermeisters. Während Mercedes Wellsheim die Sonne ihrer Gurrst anparteiisch über die drei anwesenden Herren ausstrahlen ließ — auch Dürgermeister Arnolds bekam sein reichlich ferneren Teil davon ab — knüpfte Eva eine .Unterhaltung mit den jungen Mädchen an. Es kam nicht viel dabei heraus, zwischen den üblichen Redensarten gingen ihre neugierigen Augen über Frau Evas weißes Sergekleid, das sie alle augenscheinlich gleichmäßig interessierte, über ihren Hut, der freilich ein Meisterwerk der Paulus a rs der Iägerstraße war, und über ihre Frisur, soviel der Hat davon freigab. Frau Eva ließ es belustigt geschehen. Sie sah sich Fräulein Arnolds genauer an. I Em liebreizendes Geschöpf mit dem flaumigen Das MosEMS. {Roman von Luise Schulze-Brück. Sil Mi! W ■egU ,ZK. «MW relti'b°n‘^oBac Er wog bedächtig ab, was er in die Wagschale zu werfen hatte. Er stand dicht vor dem Regierungsrat, und ohne sich z.i üfe.heben, konnte er sich sagen, daß ihm eine glänzende Karriere sicher war, die er nicht nur seine r ausgezeichneten Konnexionen, sondern auch fe.nen persönlichen Eigenschaften zu danken haben würde. Und dann — er streckte sich auf seinem Stuhl ein wenig gerade und betrachtete aufmerksam die gelbglänzende Spitze seiner tadellosen Deichuhung — er konnte sich auch wahrhaftig sehen lassen. @r strich vorsichtig über seine Frisur! Da war noch keine lichte Stelle — ebenfowc.nig wie es eine bedenkliche Stelle in seiner Lebensführung gab, die ihm in seiner Konbuite schaden konnte, Was ferne Erlebnisse mit Frauen betraf, — nun, Fran Eva war ja Weltdame, sie verlangte vmmrutlich kaum einen braven Jüngling strengster Observanz zum Ehegemahl. Er lächelte, ein klein wenig zynisch allerhand Dilder fliegen vor ihm auf. Jedenfalls knüpfte sich an seine Person, seinen Ramen fein unangenehmes Geschehnis irgendwelcher Art. Am Gestade entlang von dem alten Durg- hause her kam eine Lerne Gesellschaft hellgeklei- deter Damen. Vier junge Mädchen, alle groß, alle blond und rosig. Eine fünfte in auffallendem Gegensätze zu den anderen Hein, sehr schlank, sehr brünett mit merkwürdig fremdartigem Typus, in ein sehr elegantes schwarzes Kreppkleid mehr gewickelt als gekleidet. Ein eleganter Jüngling pendelte nebenher. reich und Deutschland sollten beginnen, wirtschaftlich miteinander zu leben, wenn auch das Politische Miteinanderleben durch die französische Politik zerstört wird. Die englische Kritik an der deutschen Finanz- und Währungspolitik berücksichtigt nicht den deutschen Währungsverfall und den Druck, der auf der deutschen Wirtschaft durch Verzögerung der Festsetzung der endgültigen Reparationslieferungen liegt. Deutschland kann sein Dudget erst dann in Ordnung bringen, seine Währung erst endgültig stabilisieren und ein Höchstmaß von Steuersähig- feit erzielen, wenn ihm endlich die endgültigen Grundlagen seines politischen und Wirtschaftslebens gegeben werden. Für eine solche endgültige Leistung will die deutsche Regierung das größte Opfer bringen. Für die Freiheit und Selbständigkeit Deutschlands, die darin liegt, würden Industrie, Finanz und Landwirtschaft die Garantieleistung für die deutsche Verzinsung übernehmen. Ebenso einmütig, wie Volk und Parteien hierin sind, ebenso einmütig sind sie darin, daß sie Widerstand bis zum äußersten leisten würden, wenn man das Rheinland und das Ruhrgebiet in irgendeiner Form von Deutschland abtrennen würde. Verschleierte Annexion ist dafei dasselbe wie offene Annexion. Lloyd George irrt srch, trenn er etwa eine Lösung der heutigen europäischen Frage darin sähe, daß er den Völkerbund mit einer Rheinlandverwaltung beauftrage. Die Erfahrungen, die Deutschland im Saargebiet gemacht hat, sprechen eine deutliche Sprache. Der Seelenzustand des deutschen Dolles ist durch die französische Grausamkeit auf eine harte Probe gestellt worden. Aber es ist nötig, an der Politik nationaler Besonnenheit festzuhalten, um hierdurch und durch Zusammenhalten aller Kräfte die Befreiung des Ruhrgebiets zu erreichen. Redner weist unter lebhafter Zustimmung die Aeuherung. der „Dtsch. Zig." zurück, Deutschland wolle überhaupt nichts mehr an Frankreich zahlen. Kern verantwortlicher deutscher Politiker nehme eine solche Haltung ein, auch kein dsutschnationaler. (Zustimmung rechts.) Will Frankreich Reparationen, dann ist eine CBerftändigung möglich. Will es Rhein und Ruhr behalten, barm kann es darüber feine Verhandlungen geben. (Lebhafter Beifall.) Sind die Massenausweifungen aus dem besetzten Gebiet nicht Vorbereitungen für die Annexion? Man will die Bevölkerung jenes Gebietes führerlos machen, um bann an ihre Stelle Subjekte wie Smeets unb Dorten zu sehen. Die Voraussetzungen für alle Verhandlungen muß die Erfüllung der Sorberung sein, baß alle Verhafteten und Ausgew esenen in Freiheit in ihre Heimat zurück- fehren formen. (Lebhafter Beifall.) (Abg. Gebe» tour: Wir verlangen Fr ihsit auch für gefangene Revolutionäre!) Der Redner wendet sich weiter entschieden gegen das Vorgehen Litauens im Memelland und dankt unter lebhaftem Beifall dem österreichischen Mi nsterpräsibenten Dr Seipel für die warme Anteilnahme, die er in seiner Rede an Deutschlands Schicksal in der Rutzrakiion genommen hat. Der Redner schließt: Es ist ganz töricht, jetzt nach dem starken Mann, nach einem Bismarck zu rufen. Wir brauchen in dieser lieber- gangszeit die Zusammenfassung aller Kräfte zur Verteidigung des Staates, wie er ist, und zu einer Politik der nationalen Besonnenheit. (Lebhafter Beifall unb Händeklatschen.) Abg. Dr. Leicht (Daher. Vp.) begrüßt es mit Genugtuung, baß der Papst einen eigenen Vertreter ins Ruhrgebiet gesandt hat. Wenn Poincarö behauptet, Deutschland habe nichts geleistet, so ist bas ein Hohn auf alle Erfüllungspolitik. Durch den Ruhreiabruch fei allerdings nichts für die Reparationen geleistet worden. Die vom Abg. Müller verlangte gelte" gerte Aktivi.ät der Regierung ist auch u rfer Wunsch, aber wir dü-.fen dabei nicht als Leidtragende fei einem D.ktat vertreten sein. Der Forderung eines neuen Angebots können wir aber nach den bisherigen ® fabrunger n'cht zustimmen So blüht uns nur übrig, den passi en Wi' erstand mit ungeschwächter Kraft fortzusetzen, unbeirrt durch radikale S:ö-' rungen, mögen dese von rechts oder von links oder auch aus München komm ar Das sage ich als Daher. Wir lehnen sie entschieden ab. Unsere Losung muß sein und bleiben: Durch Einigkeit zur Hteiheit, auch für den deutschen Rhein! Abg. Stocker (Komm.): Rur die Arbeiter- llasse kann pfefeTonflih und Reparationsrrage losen. Die Arbeiterschaft an Rhein und. Ruhr kämpft einig gegen den frannöiischei Militarismus. Die Behauptung der Sozialfe nvkra e kommunistische Füh er hätten mit französischen 'fe letalen verhandelt, ist eine schmutzige Derleumbang. Leider wurde der Aöwe l.kampf geschwächt da.ch die Korruption her besitzenden Kreise, bie sich auch bei der Rhein- unb Ra er Hilfe breit macht. Meine Partei verlangt deshalb proletarische Kontrolle s*$s t E^rrai- Deutscher Reichstag. 335. Sitzung, 2 Uhr nachmittags. Berlin, 17. April 1923. Im Reichstag wurde heute die Aussprache über die gestrige Rede des Ministers bes Aeu- fjern fortgesetzt. Abg. Dr. G o t he i n (Dem.): Die Ruhraktron wird charakterisiert durch das schon früher von Poincarö abgelegte Bekenntnis, baß sein Zrel die Rieferhaftrmg ober Vernichtung Deutschlands sei. Die formelle Annexion des Rhein- unb Ruhrgebiets will Poincarö beshalb nicht, weil bann ja auch die Bevölkerung bes anneftierten Gebiets bas französische Wahlrecht hätte unb für Poincarös Politik gefährlich werben könnte. Darum hält man das System der militärischen Besetzung für bequemer. lieber die Forderung, bas Ruhrgebiet nur nach Maßgabe ber geleisteten Zahlungen zu räumen, kann es keine Diskussion geben, ebenso- wenig über den Plan einer internationalen Kontrolle dieses Gebots durch den Völkerbund. Was das bedeutet, Hafen wir im Saargebiet erlebt. Wrr danken der Ruhr bevölkern na für ihren tapferen passiven Wider Hand. Wir fühlen die Verpflichtung, ihre Leiden sobald wie möglich zu beenden. Deutschland hat die Bereitschaft zu Verhandlungen oft genug gezeigt. Die Reparationskommission hat sich aber bisher immer ber Verpflichtung entzogen, die Zahlungsfähigkeit Deutschlands abzuichähen. Der Außenminister hat die konkrete Grundlage dadurch geschaffen, daß er das letzte Bergmann-Angebot als solche ©runblage ausdrücklich aufrechter halten hat. Ehe wir aber am Verhandlungstisch sitzen, würde die Benennung einer bestimmten Summe gar keinen Zweck Hafen. Wir hätten schon viel mehr an Reparationen leisten können, wenn Poinc ire nicht alle unsere Angebote abgelehnt unb durch die Sanktionspolitik unsere Leistungsfähigkeit geschwächt hätte. Wenn wir heute eine bestimmte Summe nennen würden, so wäre gar feine Gewähr dafür geboten, daß wir sie auch leisten können. Eine solche Abschätzung müßten die internationalen Finanz kreise vornehmen, die dte deutsche Schuld in Form einer Anleihe decken sollen. Wir verlangen eine Fortsetzung bes passiven Wiberstanbes. Abg. Dr. Stresemann (D. Vp.): Aktive Politik bedeutet, gegenüber jeder internationalen Situation gelüftet zu fein. Der Minister hat in seiner gestrigen Räte bie aktive Politik ber Regierung fortgesetzt. Entscheidend an ihr_ ist, daß sie eine geeignete Grundlage abgibt für Internationale Abmachungen, falls die Entente unb besonders Frankreich die Verständigung will. Gewiß kann eine endgültige Leistung heute ziffernmäßig nicht abgeschäht werden. Wohl aber kann man zugrunde legen die in dem Pariser Angebot genannte konstante Summe, zu deren Verzinsung sich Deutschland bereit erklärt hat, unb bie in Frage kommenden Rachzahlungen durch en inter- nationales Sachre ftäabigenfonfor ium nachprüfen lassen, was auch Donar Law der Pariser Konferenz empfohlen hat. Als Ausgangspunkt für eine solche Summe hat auch Donar Law die Wiederherstellung des deutschen Kredits unb die Prüfung der deutschen Leistungsfähigkeit durch ein internationales Gremium gefordert, um eine internationale Anleihe zu ermöglichen Eine solche Internationale Anleihe nannte Herr Poincare auf derselben Konferenz unter den Garantien, die er von Deutschland fordern will. Eire internationale Anleihe ist abr, wie die Beschlüsse des internationalen Hanfelskammerkon-'resteZ in Rom sagen, für einen Staat ohne Grenon und ohne Souveränität unmöglich zu erlangen _ unb ebenso unmöglich ohne ei ie endgültige Losung bei Gesamtverpflichtungen. Der „Temps" unterftellt mir den Versuch, die Alliierten durch Anerkennung de französischen Priorität spalten zu wollen. Dillcr Vorwui-f ist ungerechtfertigt. Deutschland Nell), daß ein Kampf ber Alliierten ge e iemanber noch immer auf seinem Rücken ausgesvh ei toovfen ist. Aber warum soll eine Einigung über "?i • De Wendung deutscher Zahlungen für den fron .ö ii fei unb belgischen Wiederaufbau nicht eine Realität werden? Für England ist es eine Frage ‘ e3 finanziellen Kalküls, ob nicht bie Wiede.fei e tag ber brutschen Kaufkraft wertvoller ist ai < ter Empfang von Reparationen. Rur muß au h F ankr ich anerkennen, baß bie Erschütterungen des Weltkrieges an keinem ^ßolk ohne Erschüttemg seiner Finanzen vorüberge'hen Bonner. Die F age der deutschen Reparationen kann nicht all : nein auf finanziellem Gebiet gelost werden. Warum beachtet Frankreich nicht bas Angebot Eu.ros wegen der Kooperation der Industrie. Der Zustand Europas legt bie Frage nahe, ob bie Aufrechterhaltung einer Zollgrenze noch möglich ist. Auch hier liegen Aspekte wirtschaftlichen Räherkommens. F ank- । Mucker. Ü. Aus Hessen. Gesetzentwurf zu einer Aerzteordnung. Dem Landtag ist eine Regierungsvorlage über einen Gesetzentwurf zur Aerzteorbnung zugegangen, die in 86 Artikeln als Ersah für die schon seit 1861 bestehende lückenhafte Medizin al- erdnung gelten soll. Sie behandelt in vier Abschnitten: Allgemeine Te usspflichten, bie Aerzie- kammer, deren Rechte, Pflichten und Zusammensetzung, die ärztlichen Ehrence richte, schtedsarnt- liches Derfafeen, eh engerichtlich.es Verfahren und Uefergangdfeffimmungen. In fer eingehenden Begründung wird auf bie Rotwenbigk.it hin- gewiefen, die öffentlich-rechtlichen Verhältnisse der Aerzte, ber Zahnärzte, Tierärzte, ber Apotheker, ber Hebammen, des Kranke.ipflegepersonals unb ber Personen zu regeln, bie, ohne approbiert zu fein, sich mit bei- Krankenfehanblung befassen. Unter anderem wird erläuteä, baß bie öffentliche Gesundheitspflege lahmgelegt wird, wenn die Aerzte' nicht Mitarbeiten. Hier kommt besonders die Bekämpfung ber übertragfer e i Krankheiten in Fraget eine zuverlässige Medizinalstatistik ist nur fei geordneter Mitarbeit ber Aerzte möglich Bei fer Rechtspflege werfen sie vielfach in Anspruch genommen: die Durchfühnlng der Reichs- versicherungsordnung und Angestell en Versicherung ist ohne die gere elle Mitwirkung ber Aerzte unmöglich. Ein für das Allgemeinwohl so wichtiger Stand kann erwarten, daß er auch in Hessen eine staatlich anerkannte selbständige Vertretung er» hält, wie sie bereits in einer Arrzahl anderer deutschen Länder gewährt ist. Auf je 50 Aerzte soll ein Mitglied der Aerz'ekammer kommen, die Wahl wird nach dem Derhältniswahlrecht vorgenommen. Die Mindestzahl de. Kammermitglieder wird auf 12 festgesetzt. Die Mitglieder werden richtung ei es Tierseucheninstitutes $u Gießen unter Benützung ber alten Veterinärklinik ei ie Mehrforderung von zweihundert Millionen Mark als Rachtrag zum Voranschlag b. Zs. geforfert. Durch we.tere Regierungsoorlageir werden für den Ausbau der Wölfersheimer Anlagen zur Ereugung von Preßsteinen fer Betrag von 170 Millionen Mark, für den Ausbau des Leferforschu cgsinstttuts an fer Technllcfen Hochschule zu Darmstadt bis zu 20 M.l.ionen Mark, für die Beschaffung von Dienst- räumen im Staatsmi llsterium 211 Millionen Mark ge)ordert. — Die Abgg. Dr. Ofann und Köhler stellen Anträge zum Beamte.rfesoldungsg- setz bzw. zum Hauptvoranschlag. QL ibere Reg.erungsvor- lagen betreffen den Bad-Rau feimer Staats- ouelle .b tr eb, bie Erstreckung fes Fi anzgcsetzes fü bas Rechnu n )>a'ir 1922 auf weitete zwei Monate, das Brückengeld- unb -Ueferfafeige» bü.; enges.tz bie Die:strezüge drr S.aatsb amten u a. Ein QL ttrag fer Aogg. Lenhart und Gen. fordert enffprechenfe Amtsbereich ungen für die im Staatsdienst verwe rdeten Kriegsteilnehmer, ein Antrag Herbert will bie gleichmäßige Ruhest cinbsve sehung der S aatsfeamten in den einzelnen Ministerien. Ein Antrag Stein-Brauer toü scht De e tst lllu-g von Mit ei ', um den Landwirten in f ö'e: gelegenen G genfen die Beschaffung g ee g etei Saatgutes zu ecmögl.chen, weit i.y.te.i dieses wegen fer naf en Erntewitterung des vergangenen Jahres nicht zur Veriügung steht. Aus Stadt und Land. Gießen, den 18. April 1923. Anzeigen-Ann'ahme. Die Entgegennahme von Anzeigen findet bis zum Abend vor dem Aufnahmelag statt; Anzeigen für die Samstagsnummer müssen spätestens bis Freitag mittag aufgegeben sein. Geschäftszeit von 8—12V- Ahr und von 2—572 Uhr. * * * Vorläufig kein Ausbau der (Yictzcuer (Gewerbeschule. Dem Landtag ist zur bevorstehenden Tagung der nachstehende Landtags-Ausschußbericht betr. die Gewerbeschule z u G i e h e n zur Beschlußfassung zugegangen: Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund, Ortsausschuß Gießen, der Allgemeine freie Angestelltenbund, OrtSkartell Gießen, fer Aufsichtsrat fer Gewerbeschule in Gießen und ihr Schülerausschuß, der Arbeitgeberverband für die Provinz Oferhessen und der Oberbürgermeister der Stadt Gießen haben sich gemeinschaftlich mit einem Antrag an den Hessischen Landtag gewendet dahingehend: es möge die bei der Gewerbeschule in Gießen errichtete Maschinenbauabteilung zu einer viersemestrigenAn- stalt ausgebaut werden nach dem Lehrpläne fer preuh. mittleren Maschinenbauschulen, damit die Schüler dort zu tüchtigen Technikern herangebildet und die Absolventen mit fern Abgangszeugnis in den Eisenbahndienst ausgenommen werden können. ES wird in der Eingabe darauf hingewiesen, daß eine Maschinenbauschule in Gießen sicherlich einen bedeutenden Aufschwung zu erwarten habe, weil die Eisen- und Maschinenbauindusttie in Oberhessen sich ganz gewaltig entwickelt bzw. von Lothringen und dem Saargebiete sich dorthin verpflanzt habe. Äie Giehener Anstalt werfe zudem weit über Hessen hinaus bis in das Siegerland hinein Schüler anziehen und somit werde dann Gießen das geistige Zentrum fer Eisen- und Maschinenbauindustrie werden, w-elche sich um die Lahn nach dem Sieger- und Dillkreis hinüber konzentriere. Die Schulsäle und Lehrmittel sind vorhanden und werden somit dem Staate erhebliche Mehrkosten nicht erwachsen. Die Stadt Gießen erlläre sich bereit, die sachlichen Kosten allein und die persönlichen Mehrkosten zur Hälfte zu tragen, wenn die staatliche Anerkennung der Maschinenbauschule ausgesprochen werde. Eine dreisemestrige Maschinenbauschule könne nur unvollkommen ausgebildete Techniker heran- bilden. Am das 4. Semester in Darmstadt oder Offenbach zu besuchen, reichen bei den meisten der Schüler die Gelder nicht aus, zumal heute für Pension monatlich ganz erhebliche Bettäge zu zahlen sind, dazu noch die teueren Lehrmittel. Der Provinzialdirektvr der Provinz Oberhessen befürwortet das Gesuch in warmherziger Weise. Die Regierung erklärte, daß zur Zett nicht daran gedacht werden könne, dem Gesuch zu entsprechen. Ein Bedürfnis kann nicht anerkannt werden. Die zwei Maschinenbauschulen in Darmstadt und Offenbach würden in Anbetracht der Gröhe des BolksstaateS Hessen völlig genügen. An einen weiteren Ausbau der Gewerbeschule zu Giehen könne übrigens schon aus finanziellen Gründen, aber auch der Folcen wegen nicht herangetreten werfen. Wollte man dem Anttage entsprechen, so würfe die Wormser Gewerbeschule mit demselben Rechte das gleiche Ansinnen stellen, waS dann ebensowenig abgewiesen werfen könne. Die Gewerbeschule in Gießen wäre in erster Linie dazu berufen, tüchtige Werkmeister heranzubilden. Dieser Aufgabe kann sie bei ihrem derzeitigen Aufbau völlig gerecht werden. Außerdem käme in Gießen nur eine ganz geringe Schülerzahl in Frage. Aus diesen Gründen kann dem gestellten Anttage nicht entsprochen werden. Der Ausschuß ist sich darüber klar, daß eS wohl zweckmäßig wäre, in Gießen eine Ma- ^«Ifportfeft Klafitn. & Kaffe. bei ber Verteilung ber Rührhilfe. Schließlich protestiert ber Redner gegen die Forderung einzelner Unternehmer, den Franzosen Kohlen zu liefern. Ferner bedauert er, daß fer geplante Abtochrslleik am Widerstand der Sozialdemokratie gescheitert sei. Abg. Alpers (Deutsch-Han-.overaner) wendet sich scharf gegen bie rheinischen Separatisten. Der französischen Getvalt müsse die Macht des Rechtsgedankens entgegengesetzt werden. Abg. von Gräfe ('Deutschvölkischf hält bas erneute ,30-Milliarfen°Angebot angesichts bes Vetnichtungswillens FrankrcichZ für zwecklos. Frankreich müsse überzeugt werden, daß sich bas feutsche Volk nicht vernichten lassen wolle. Ferner behauptet er, daß bie Rede Severings fer beuteten Einheitsfront schwer geschadet habe, und kritisiert bas Vorgeben gegenüber seiner Partei in Sachsen unb Thüringen. Das Haus vertagt fobann die Weiterferatung auf morgen nachmittag 2 Uhr. Schluß gegen 7 Uhr. Ich bitte, genehmigen Sie nachträglich dille Verfügung. Bedenken Sie. daß oie pari.. te.lischen Sitten an unserer Mosel noch gang u Vo gäbe sind und diese Formlosigkeit unserer Gaftreundschafl heiligen." Frau Eva lachte: „Ich möchte selbst kein Formmensch sein. Und gewiß kommen wir gern." Sie sah den Gehenden nach, die sich eilig auf den Weg machten Mercedes W.lls.teim hing kokett an Bürgermeister Anwlds Arm, üe wippte neben dem großen Manne wie eine gL. liefe Puppe dahin und hielt vorsichtig ihre rauschenden Rocke hoch. Doktor Ensingen lachte hinter ihnen drein. „Kleine schwarze, schillernde Schlange!" Frau Eva sah ihn geärgert aj: „Das find’ ich wenig hübsch von Ihnen, daß Sic . sie brach kurz ab. Ensingen konnte sich einbilben, sie sei eifersüchtig, weil er sich so leb hart mit Mercedes Wellsfeim beschäftigt hatte. 2ll-er er macht« keine bahinjiclenfe Bemerkung. Er strich nur wieder still befriedigt seinen Spitz bart. „Sieh, sieh, Frau Eva ärgert sich," bedeutete das. Run ärgerte Eva sich wirklich über ihn. Sie kannte dies- feine Geste genau. Und sie zuckte ihrerseits bie Achseln, mit fer Miene, die ihn ärgerte. Mehr als heute morgen noch empfand sie sein Hiersein unangenehm, cklnd als er bei Tisch allerhand an den Speisen, der Bedienung, fer ganzen Aufmachung — wie er sagte — §u nörgeln fand, wäre sie beinahe unartig geworfen. Aber sie besann sich noch rechtzeitig. Er konnte ja schließlich nicht dafür, baß er nicht aus seiner Haut heraus konnte, baß er alle Ansprüche unb Bedürfnisse seines Berliner Milieus überallhin mitschleppte. (Fortsetzung folgt) 'M 2752 ......................- ...................... f$tnenbaufd>ule errieten zu tonnen. 3m f)bt- Dlld auf die ygeiflDärttflt schwierig« ftnan- jklle und politische Lag« mich jedoch zur Zeit davon Ablland genommen Derben. Den Petenten wird anheimae stellt, das De such tm kommenden 3abr bei der Regierung zu erneuern. Der Ausschuß beantragt mrt Mehrheit: die Vorstellung ad-n - lehnen. Dir Derben auf dlefe Angelegenhett noch «urüdlonnnen. D. Schrtsrltg.) Kinder beim «tarteabau. DaS ^Darmstädter Tageblan" gibt einer Anregung Raum, bl« für Dl« aaNenbeiltzen» b«n gamdkn uns«res Leserkreises gleicht Als von hoher Bedeutung tft. Di« Veröffentlichung lautet' 3n kbem Gartengrundstück, und sei eS noch so Nein, tft fortgefret so vielfältig« Ar- b«it zu d«rrtchlen, daß für ard«ttSfreudlge -ände der Familie, also auch der Kinder. genügend Gelegenheit zur Danenardeit geboten tft. Di« Eltern brauchen deshalb keinessrlls. Dl« «S so oft von 3ugend«r-i«hern gewünscht wird, den hindern zu eigenen, völlig seldstan- digen Pslegeversuchen, «in Stückchen d«S heute so wertvollen Bodens zu überlassen. Aber das könnten wohl all« Eltern und Erzieher einrichten. datz em Ltuck eines Vorgerichte:en oder bepflanzten Beetes dem Kinde zur allein lg«n Deiterpf leg«, -um jd* kn. 2uflod«m d«r ®rbe, Beseitigung von Schädlingen, zum Dietzen usw überlassen bliebe. Selbstredend dann natürlich auch zur Ernt« Im -erbst, damit es die Früchte seines sommerlichen Fleitzes auch voll Stolz gesammelt vor sich liegen sieht 3n einer befreundeten Familie, In bet fünf Kinder sich auf diese Weise seit Jahren betätigen dürfen, Kinder, die so wild, flurterhaft. lustig und un» bekümmert wie die sorglosesten ihrer Art sind, machten die Eltern mit dieser Einrichtung nur die allerbesten Erfahrungen. Nicht nur, datz fl« voll Stol- und mit glühendstem Eifer ihre Aufgaben vollziehen und ihren Pfleglingen tm Darren alle Sorgfalt angedeihen lassen, so datz alles üppig wächst und gedeiht, was auf ihrer Beethälsre ihrem Schuhe unterstellt ist, sie sind auch seit jener Zeit, seit sie zu dieser Darten- arbelt Herangehen wurden, von einer größeren, ich möchte fast sagen, heiligen Liebe zur Natur erfüll». Dar manch« An jemgenhert, mandwr dumme Streich unterbleibt seit dieser Zeit. So rücksichtsvoll. Die sie gegenüber anderen Menschen sind, so schonung-voll sind sie auch gegenüber den Tieren geworden, und ihr Pflicht« und BerantwonltchkeitSgefühl, dessen Vernachlässigung sie anfänglich sofort durch minder gute« Gedeihen ihrer Pfleglinge im n. ift ein für il/r Alter schon überraschend großes geworden. Jedenfalls gibt die verantwortlich«, selbständige Tätigkeit der Kinder beim Gartenbau den Eltern einen wichtigen Erziehung«! iktor in dl« -and, d«n 11« im eigensten 3nt«resse zur Erleichterung ihrer heute oft recht schweren Erziehungsarbeit systematisch anwenden sollten. ** Pvstpaketverkehr nach dem neubesetzten Gebiet. Nach folgenden Orten des NuhreindruchSgediets sind gewöhnliche Pakete aus dem unbesetzten Deutschland wieder zugelassen: Aprath, Dornap (Kr. Mettmann). Düsseldorf nebst Vororten, -eiligen» Haus (Nleberrheln), Vanqenberg (QÄelnl.k Ne- viaes, Tönisheide. Delbert sRhein!.Vohwinkel, Wülfrath tKr. Mettmann). Nach -ervest- Dorsten werden Pakete jeder Art angenommen. • • E 1 n gute« Einvernehmen z wi- 1 chen Nermieter und Mieter wird an« tn der nachstehende Zuschrift berichtet Zr wohnt |«6t 40 Zahre in dem -aus« de« K*rn Zu Anfang der 60rr des langen 3ahrHunden« hu: man nämlich da« -lUich« 'gotische, Fenster de« Eher« vedtümmrli. um einen Xaum tür die Orgel |U schäften -erbet warben bte schönen Ota-fa rbetlen an der Decke be« gotischem Krenz- gew-Slbe« und da« Grabdmrrma! de« ha an von Windhausen bH Legre» fetne« Stamme« (f 1612/ sowie seiner Gautn Adelheid geb von Selbach beschädigt und tHIsxik überdeckt A-ch bte g»'-tchrltch vertvalle» v-c-.al- b.’cber. Wapre bilder, reiche diese« Denkmal «Ur- ter., wurden schwer ix g: verschiedene rtrt- stehende -elligenbtlder und Putten wv den eben- »all« verstümmelt T< Crgel toll nun auf die tm Schi'* brr Kirche be^'ndltche Männerbühne verbrach' und der Ehor der Kirche U ber ar- tprü^gl cher- Form tmeberbergefietil werde» -ter» durch »älli auch ber häßliche Ai bau auf der O*t- feite be« Eher« weicher b* Blasebälge ewtbklt ttnebet weg. le d-r't ba« altehrwürdige Gotteshaus im bei uduni glichen Schönheit Lieber erftebt Mit ber Wiederherstellung der Orgel ift die be- tannie $trma ibrfler in Sich betraut worden Die l?»<:eruc(x>ben Der Aoenb tft gröberen off etlichen Miion« ^oonstaltungen in Friedberg und Bad- Naichrini gewidmet. Dieseck. 16 April Der letzte Sonntag, feüfat vielerorts ber Sonntag der Schülpredegu bat seit einigen Jahren hier seinen besonderen 4-uatatier durch die gottesdienstliche Feier de r Aus nahm« ber Äletnften in die Schule Dtete« Jayr erschienen 32 Kinder. 19 Knaben und 13 Mädchen, an ber Hand der Mütter: ihre Hamen wurden vor der Fürbitte am Altar verlesen, den die mit Sträutzche t geschmückten Kleinen nach dem Schlaßlied unter OrgelfPtel umgingeh, habet ein Lesezeichen zur Erinnerung empfang Mädchen des Wartburgverein« trugen durch Deklamation und Jwtegesang zur Verschönerung ber Feier bei. die besonder« da.ru angetan ts' da« B-ind zwischen Kirch:. Schule und Hau« fester zu knüpfen Turnen, Sport und Spiel. • T -B 1 846 Gießen (91) Fausi- ball-216 t -Klasse statt. Dabei ift eS dem Gaum ifter toi-herum gelungen, alle Vereine tm D.' irs. aal er Großen-Linden. ui k^e'iegen Dille« Spiel tvar unentschieden Tte Kämpfe i... n gegenüber den Vorjahren vollkommener, nui i fa febtedrrtf Serien von 25 und mehr Böllen spann^,6 tnar e« auch, den Sie eSwillen de« alten Gaumeister« zu beobachten Die Austragung de« neuen Gaumeistertitel« wird dem- näck 1 ch?S Sa illkvrtfeft 3M kommen Konkurrenzen tn Kunft-, Schmuck- Schul- und 3dgenbreiacn. sowl Radballspiel-' in t-ibe i SUatlen ,um 2fcifltraa. Die l^de'ltcnbften Be eine de« Gaue« 9 a lallen in dielen Ko^ku r-nzen starten. Rühere« stehe im heutigen Anzeigenteil. . Sandel. Berlin 17 Ilpril. Börfenftim- m u n g « b 11 b Die geftem gegen Börsenschluß etngetretene Ermattung fand brüte nicht die vielfach cririrtete Fortsetzung Rach den erlittenen En:äufchungen tat da« Privatpublikum die 'Beteiligung an dem Getchä»» wieder erheblich ein- gelchrönkt und auch mit Verkäufen zunick.te'xiHen ition nahm daher verfchio^niltch Deckungen und Rückläufe vor. so daß sich die Stimmung von Anfang an aU ziemlich wider- ftanbatd ng und im Verlauf« al« verßällniSmäßig fest zeig e Bei den Industrie-. Bank- und Schiss' t-i*:rt#1iT*.en hielten sich Kur«r>eränderungen von 2COO bi« IWO Prozent und vereinzelt darüber nach oben und unten ziemlich die Dage Dann aber waren bte KurSbefterunoen in der Mehrzahl. Da« Geschäft war allgemein ftill und nahm einen etwa« gidßervn Umfang nur in rtnieinm Spe- iialpapieren an. von denen Kattowl^er um 7000 di« 8000 Prozent, Otavl um 10 000 Prozent. Buderus um 12 OOO Prozent und Rordd Wolle um 20 000 Prozenl st egen Bei den »eftverzinS- Ilchen und uta parieren traten toe'entllche Ku. «veränderu gen nicht ein bl« au» Staat«bahn- aktien, die *500) Prozent höher notierten Frankfurt a. M.. 17. April. tBSr- f e n ft l m m u n g « b I ( b.) Am heuriger'. Effektenverkehr Dar eine Hirf nervöse Stimmung zu bemerkeL. btt durch d« maerpvllllsche Lage h ?.7« dezrüLdtt ift Die Spekulation Dar lehr lurudhalrend. da jna« bte Ausgang der Xtid«:aqto0 — —— 4?'«ion:o Uoinmeiiblt . 3>X)\ l'tfiO - fiDOOtt- 18JTXX- Iiifiaübanr........37101- Vli'telbeut grrbfibanf tO-jm \- ,»7tiH-nun<,—67^"<\— Teirl(1>-Vifrrmbtir\—-'T’rfXX—7 l*OX — Wr l k n b r (b# n r r tk r a »•«MXia—r»< 11—7V/H — Z < 1 li - - r-iftM- rtlirdeck .omnn . . . —IftVÄ IITXPII- TeUuS Bergbau . . . 1%ou —190*1— — V üiiibutfl ytmrr Pake» 4*01 470X1—4011- 47IXX- Jioröbcuildjcr Vloab 30 OQ - »»XL—8H0Ü- rmentioerkHeibeibertz D^Q-S>7U- —-- vbiliuv Oohmann . . 1u'j(X1- 103X1-122*1- 11701- klnglo-Eont -Otuan«. . —Oxyrv—i»"v—■jr.rn— ('oUurrfobLmfl 241WV—ZWO).— - ,— —/— irr» werfe.....«inrxi—3^7ül—3W0f\—3HOOO— 'tbrtbennitalt 3K:O1—34901— —.— — Rfig. iflefirlihaie-eelStxyv—°5-.Xl—3rwmrv— flrrnmann.......53"1 «XU—l 031— ‘ burfert........4*03—LI Ol— —.—traii— *>innen« ck Halske. . flix)v—1*m>jv—<«1XXV- Vimnkrasiwerke. . . Onju.— (BOI— ktdieriverfe Stieger.. 1LV*1—;1O(X1— 12001— iisna* Daimler Motoren. .. li.’wXl—114 Q— 13**1—11001- (•eghnenhnebt V'eiiuin.........34UOH-3.OI1—3tiOCeftm iBubtipctt. . - Vrag. «gram.... 1Ä. Avril RmtL No 1era Meld «'viel HDt- 13*.- Kin.70 se71 Oß SV>lflO 87S1J*) 3N)O.¥) »lliur. jriuun Mtt .^,45 IlKk.’Ä 2124(145 2 UM 317H 404- m- fA140 imito 314*5 31556 Banknoten. 17. «vril HniiL No lern. Oie Li Hrte« 129190 i»a.|O K®43) *e Wrm....... CoiIAnh ltbe *fteien........ Deu's^5eOerrei tz z tOO tkroue, ktmerrk'Nische Koten ^nali'che ^töten........ > alienische fto ee ... belutsche ^o en Ungnrif'be Ko en 7 fchechollo r'aftiche Koren . k.orweaiiche Ko en ..... Siumantsche Koten Svontlche Koten ... ÜTt»l Okti WL- e6 141*1 — 1404- 4010- 1M0 — - teei- ••30 34*0 31*475- 31021- MTVA- WA- «7— 1TÄ- 13» - 1214 - *vx- aa- '75'.- 3736 — 10150 «450 Märkte. Berliner Probuktenmarkl. Ber l in 17 Apr.l Am Produ kten» markt hält 'ch ba« Gckchö*! rv.wr in eroen GrerrMM und vom 3nUnb Hribt ba« Angebot noch pc- gtrt'.g SVr P^rlftnnd war buber nerbdlmtOsrj^. - or geri g»ügig verändert Für Weiten zeigte 'ich Aach»rage nur nch besonder« geitn Sorten trnb Ar Rogge- _*cr>* nur Der» catnrlt Käufe oorgenomme»^ b4e haupt<ächttch für Rech-rung der Reichsoerre,bestelle gingen Bon ber. übriger Artikeln t‘t bei der vc rherrkcheWden Ge4chckN«ftUle kaum etwa« 4» meiden (3n einem Zeil der Auflage wiederholt^ Erne Reise Deßa« nach Berit». Berlin. H Aprll im.) Der päpftftch« Delegierie THonllgnore Defta verläßt. Und .'Bert la gebt*, heute Sc« Ruhrgebiet und begibt sich nach Be r l In. 3»e französische» Borge he» gegen Me Krupp. Direktoren. Berlin, 17. Aprll. sDIB.) Aach einer Blättermeldung aus W«rdena.d. Ruhr ift gestern Dr Krupp von Bohlen und -albach als Zeuge tn der Angelegenheit der verhafteten Direktoren der Krupp- werke von dem französischen Untersuchungsrichter vernommen worden. Die Anklage richtet sich nur gegen drei Direktoren der Krupp- werke, nämlich gegen -artwig. O e ft c r l e und Bruhn, während der vierte. Direktor Ritter, aus der -aft entlassen worden ist. Die Lifte der Verteidiger wird durch den Lch^e.zer Anwalt Moreauff. Mitalled der suriftischen Fakultät der Universität Gens, erweitert. Die Verhandlung soll in der nächftenWoche stanfinden. Gin neuer französischer Beide and. Recklinghausen^ 17 Aprll. t WLB) Heber b* Vorgänge tn der Studtdank seien folgende Grn.zelbei:en mitgekilt Am 11. Aprll drangen gegen 10 llhr itm französische Llvilistem (ÄctminaTbeam?en) tn Beateirung einer betnaff- daft ie bk Dknfträuöm berO t a b i • sparkasfr und S tadtdank und legten den Betrieb ftill 3* Arbeitsraum ber SixnfuH, bemächtigten sich t*r .tzranzofe» ber Alben« -ücher der im Berrkd befindlichen Konten und der Sparbücher, wobei noch der Lohn- zahlungslifte f ü r Eisendahndeamte gesucht wurde Bei der IXirchiuch ing der Rätum wurden Vaml auch in >Tunj betindtzcho Uetxrtpexlung«llften über einen Betrag »oe 157 3M 193 5ia;( gefunden Während em Franzose den inzwischen beschtagnahrnmn Geiddetrag m -öde von 12, Millionen Mark fort- fchackke. dlted ber andere mit der Dache zurück Bte zur Rückkehr be« ersten Franzosen durften Me Gelder der Stadt bank nicht berührt werden. EG wurden dann auf der Stad«bank 3 6** Millionen Mark beschlagnahmt Am nächsten läge erschienen die Franzosen zu erneu irr Beschiß» nähme, die iber treacn der geringen an diesem Lage vor gefundenen Menge jn barem Geld unter» bi red Am 13. April mittag« wurden barm noch loSMtllionenMark au« den Barbeständen der Stadt bank requiriert so daß etne Gesa m t- summe von 157 Millionen Mart be- schlagnahmt wurde Rückfritf der österreichischen Reiperung. Dien. 17. April. tDTB.) MU Rücksicht auf bk aus Ersparnisgründen beschlossene Auflösung mehrerer Ministerien gab heute die Bundesregierung khee Demission, welcher demnach nur formale Bedeutung zukommt. Der Bundespräsident betraute den Bundeskanzler, den Vizekanzler sowie die übrtaen Minister, soweit nicht die von letzteren bisher geleiteten Bundesministerien gemäß der erwähnten SrsparniS- maßnahme als selbständige Ministerkn zu bestehen aufgehön haben, mit der vorläufiaen Fonführunq ihrer Aemter. Bereits tn ber morgigen L.yung bes Nattonalrates soll jedoch die Neuwahl beS Ministerium« vor- genommen werben.