Nr. 89 Erscheint täglich, außer Sonn« und Feiertag», mit derSamstagsbeilage: GießenerFamilienb lütter Monatlicheveivarprtife: 3400 OTark und 200Mark Trägerlohn,durch diePost 36OOMark,auch beiNicht« erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: fürdieSchrift. leilung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 61. Anschrift für Drahtnachrichten: Mmeiger Siehe«. paftfchecttonto: Krankfurl cu M. 11686. Dienstag, 17. April 1923 175. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche UnioerfitStr-vuch- und Steinörnderei B. Lange in Sieben. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für di« Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 27 mm Breite örtlich 80 Mk., auswärts 100MK., für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 4OOMK.Bei Platz- Vorschrift 20" g Aufschlag. Hauptschristlciter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Die Rede des Ministers v. Rosenberg. cb die übrigen Mitg ieder Ausnahme der Minister Dr. not» Reichskanzler am Kabinetts mit Berlin, 16. April 1923. Das vorläufige Handelsabkommen zwischen Deutschland unb Spanien wird ohne Aussprache in zweiter und dritter Beratung angenommen. Dann beginnt die zweite Beratung des Haushalts des Auswärtigen Amts. Die Tribünen sind in Erwartung der großen Rede des Ministers des Aeuhern stark besetzt. Mit der Beratung verbunden werden Interpellationen der Deutschnationalen, der Deutsche Vollspartei und der Demokraten betreffend Veröffentlichung des Hermes und Oes er. Minister des Aeuhern Dr. von Rosenberg Materials zur Aufklärung der Schuldfrage am Weltkriege, ferner eine weitere Interpellation Hergt betreffend Auhenkontrolle Lurch die Interalliierte Militärkvntrollkommission. Während des Ästrsschuhberichts, den Abg. Hoehsch (Dntl.) erstattet, füllt sich auch der Saal. Am Regierungstisch sitzen neben dem ------ . - - ■ ■ *" *■-- des bezeichnet es beim Beginn seiner Rede als wendig, ein Verhältnis rückhaltlosen Vertrauens zwischen Parlament und Ministerium zu schaffen. Die Regierung kann eine erfolgreiche Außenpolitik nur führen, wenn sie hinter sich das Volk und seine Vertretung weih. 3m Apparat des auswärtigen Dienstes kommt es mehr auf Qualität als auf Quantität an. Die Folgen des Weltkrieges empfinden wir täglich schwerer als Staat und als Volk. Meine Vorgänger haben eine unendlich schwierige Arbeit verrichten müssen. Wer in dieser Arbeit steht, der verliert schnell die 3llufion, dah wir viele Freunde in der Welt besähen. Den wenigen Freunden aber, die wir in der Welt besitzen, in einer Zeit, da Mut dazu gehört, gebührt ein Wort des Dankes. Dank gebührt auch den Deutschen im Ausland, deren Treue wir täglich erfahren. An Ruhr und Rhein kämpft eine starke, mit den modernsten Waffen ausgerüstete Armee gegen ein waffenloses, nur mit der Macht einer 3bee ausgerüstetes Volk. Wir gedenken dankbar des tapferen Widerstandes dieser schwer leidenden Bevölkerung, besonders der wackeren Eisenbahner. Gelänge es Frankreich, was nicht der Fall sein wird, diese waffenlose Bevölkerung auf die Knie zu zwingen, so wäre der Militarismus für alle Zukunft Trumpf in der Welt, und nur die Zahl der Bajonette würde entscheidend sein für Rechtsfragen Geht das Ringen für uns günstig aus, dann wäre bewiesen, dah auch die Gewalt der kriegerischen Machtmittel ihre Grenze hat und dah der auf Vernunft gestützte fest entschlossene Wille der Bevölkerung stärker ist als Tanks und Maschinengewehre. (Lebhafter Beifall links.) 11 nfer eigenes Ziel in diesem Kampfe ist ein reines Verteidigun gsziel ohne jeden aggressiven Charafter. Demgemäh sind auch unsere Abwehrmahnahmen rein defens iver Ratur. Kraft und Erfolg unserer Abwehr hängt davon ab, dah es so bleibt. Darum unsere dauernde Mahnung zur Besonnenheit. -Hafer Ziel ist: Durch Festigkeit zur Freiheit! Von Frankreich wird dauernd Deutschland böser Wille vorgeworfen. Tatsächlich hat die deutsche Regierung dauernd den Willen bewiesen, die Reparationsleistungen nach Mahgabe der deutschen Qeiftungäfäbigteit zu erfüllen. Hnfer Angebot, der Pariser Konferenz unser letztes weitgehendes Angebot zu überreichen und mündlich erläutern lassen, wurde keiner Antwort gewürdigt. So sieht der böse Wille Deutschlands und der gute Wille Frankreichs aus. Ohne Zutun der Reichsregierung sind inzwischen die Zahlen des von Paris abgewiesenen deutschen Angebots bestimmt geworden Wir haben ein festes Angebot gemacht von 20 Milliarden Mark vom Ablauf des vierten wahres ab mit 5 Prozent verzinslich und nach Möglichkeit durch eine internationale Anleihe aufzubringen und diese nach 4 und 8 Jahren um 5 Milliarden auf zusammen 30Milliardenzu erhöhen, wenn das internationale Anleihekvnsortium die Leistungsfähigkeit Deutschlands als gegeben erachtet. Alle wirtschaft l ichen Kräfte der Industrie und der Dankwelt würden die Garantie dieser Leistung übernehmen. wenn die Besetzung von Duisburg, Düsseldorf and Ruhrort aufgehoben und die Besetzung des übrigen westlichen Gebietes abgebaut wird. Dieses Angebot hätten wir damals erfüllen können. Inzwischen sind durch den Ruhreinbruch die wichtigsten Kraftzentren unserer Wirtschaft lahmgelegt und unsere Finanz- und Wirtschaftsverhältnisse in Verwirrung gebracht worden. Demnach wird die Lösung, die einmal kommen muh, ihren Ausgang nehmen müssen von diesem deutschen Projekt, das seinerzeit in Paris so stiefmütterlich behandelt wurde. Deutschland bleibt bereit und gewillt, zur Erfüllung seiner Reparationspflicht zu arbeiten, zu opfern und zu zahlen, was immer in seiner Kraft steht. Wie soll aber eine Regierung, die ihre Versprechungen unbedingt halten will, jetzt bestimmte Zahlen nennen, ehe die deutsche Arbeitsmöglichkeit wieder hergestellt, die Ruhrbesehung aufgehoben und Deutschland wirtschaftliche Gleichberechtigung garantiert ist. Den amerikanischen Plan, der im Dezember entworfen wurde, und auf den sich auch die Resolution des jüngsten internationalen Kongresses der Handelskammern in Rom stützt, diesen Plan könntenwirannehmen Wir würden auch die Kräfte der deutschen Wirtschaft heranziehen zur Garantie einer Reparationsleistung, die von einem internationalen Finanzkonsortium als erfüllbar für Deutschland ermittelt wird. Bisher hat Frankreich Immer nur eine Verminderung der Leistungsfähigkeit Deutschlands zu Frankreichs Schaden herbeigeführt. Wir hatten seinerzeit 200 Milliarden Goldmark angeboten. Frankreich lehnte bai ab, weil es 375 Milliarden forderte. Deutschlands Leistungsfähigkeit wurde dann immer weiter geschwächt. Mit der Ruhraktion hat Frankreich fast genau das ausgeführt, was nach Wilsons Memoiren bei den Vorbereitungen des Versailler Vertrages als französisches „Programm der Panik" zur Lähmung der deutschen Wirtschaft abgelehnt wurde. Es ist eine Hmkehrung aller Logik, wenn gerade in diesem Augenblick des gewaltsamen Einbruchs die französische Regierung ihr Vorgehen damrt rechtfertigen will, dah sie Sicherungen gegen das waffenlose Deutschland verlangt. Hier ruft nicht der Ile Verfallene nach Schuh gegen den Einbrecher, sondern der Einbrecher nach Schuh gegen den Heberfallenen. Es zeigt sich, dah der Einbrecher dafür in der Welt Vechändnis findet, während die Forderung des Hebersallenen nach Räumung des geraubten Gebietes als Zeichen moralischer Verstocktheit gewertet wird. Unbeirrt von diesen Dingen kann ich hier in voller Heber» einftimmung mit dem Reichskanzler erklären, dah eine Lösung, die das Ruhrgell^t und andere rechtswidrig besetzte Gebiete vom Staat lösen, die sich mit der Entrechtung der Rheinlcmde abf'mden und die Rückkehr unserer ausgrwie- senen und verhafteten Volksgenossen in Heimat und Freiheit unter Schadloshaltung nicht erfüllen würde, für die Reichsregierung unannehmbar ist. Ebenso unannehmbar ist für uns das in Dünkirchen erneut verkündete System der etappenweisen Räumung des Ruhrgebietes. Damit würden w-lr unsere Volksgenossen der dauernden Lohnsklaverei ausliefern. Das wollen wir nicht. Wir wollen diesen braven Dol.Sgenrsen Treue um Treue halten Ser französische Mtnisterpräsident hat in seiner jüngsten Rede In Dünkirchen wieder starr und unfriedfertig an seinen falschei Argumenten festgehalten. Er hat sich sogar Entstellungen erlaubt gegenüber 6er Schutzpolizei, die doch eine von den Alliierten gebilligte Einrichtung ist, die mit militärischen Organisationen nicht das mindeste zu tun hat. Diese Rede Poincar6s war eine reine Predigt der Gewalt. Er hat damit dem Verständigungsgedanken einen schlechten Dienst erwiesen. Die Gewißheit, dah die Geschichte über ihn und fein Evangelium hinweg- schreiten wird, gibt mir den Mut. losgelöst von allen Einzelheiten zu e "Hären: Ein Verhäng» nis ist, dah seit Jahrhunderten Frankreich unb Deutschland nie zu einer rechten Einigung gelangen konnten. Das richtig verstandene Interesse auch des Siegers aber w?ist beide Völker auf den Weg der Verständigung. Wenn Frankreich sich zu diesem Weg entschlieht. dann könnte sich vielleicht der Traum vieler guten Europäer erfüllen, die von der wirtschaftlichen Verständigung beider Völker einen Aufschwung für die ganze Walt erhoffen. Dis dahin müssen wir weiter die Zähne zusammenbeihen und den Wider st and fortsehen. Die Reichsregierung wird sich nicht dazu hergeben, gegenwärtigen Schwierigreiten die Zukunft zu opfern. Die Erkenntnis, dah es sich an Rhein und Ruhr um unsere Zukunft handelt und das Glück unserer Ämter und Kindeskinder, ist es, die uns, der heute lebenden Generation, die Pflicht auf» erlegt und die Kraft gibt, die Probe zu bestehen. (Lebhafter Beisall, Händeklatschen rechts.) Der Reichsminisrer des Innern Dr. O e s e r hat inzwischen am Tisch der Landesvertreter Platz genommen. In der Aussprache spricht als erster Redner Abg. Müller» Franken (Soz.): Er weist die letzte Rede Poincares als eins Wiederholung der aus dem Weltkrieg bekannten „Durchhaltereden" zurück. Auf diese Haltung der französischen Regierung werde die Bevölkerung an Rhein und Ruhr in ihrem lebhaftm Widerstand fortfahren Leider werde der wirkungsvolle Abwehrkamps durch di? w.ihnwitz'.ge önl\xterfpv> e.xi der- Hitler- gardisten in Bayern geschwächt. Wenn die bayrische Regierung diesen Hnfug nicht beseitigen könne, möge sie abdanken. Die Ruhrbeoölkerung werde sich dem französischen Militarismus nicht beugen, aber sie verlange eine deutsche Politik, welche ihre Leiden abkürze. Deshalb sollte die deutsche Regierung das langwiertge System der Hughcsschen Vorschläge nicht anwenden, sondern im Sinne unseres 30-Milliarden-Angebvts dirett an die Alliierten appellieren. Dah Verhandlungen erst nach der endgültigen Räumung des Ruhrgebiets beginnen dürften, sei von der Regierung nie als Grundsatz aufgestellt worden. Dieser Irrtum sei nur durch Fehler der offiziösen Derichi- erstattung erzeugt worden. Mit dem Verlangen nach einer Rheinländerrepublik übersehe Frankreich, dah ein solches Staatsgebilde fein zuverlässigerer Hort der Demokratie sein tourte als das nachrevolutionäre Preußen. Seine Partei werde sich dem von der Regierung angedeuteten Frie- I denspakt gern anschliehen. Die Sozialdemokratie werde jeden Sicherungspakt unterstützen, der die | jetzige Grenze Deutschlands garantiere und jeden Krieg nach allen Seiten hin ausschl'etze. Die ftanzö- sischerseits geforderte Sicherungspolitik, welche der rheinischen Bevölkerung das Schicksal des Saargebiets bereiten und das Selbstbestimmungsrecht des deutschen Volkes verletzen wolle, könne unter keinen Hmständen gebilligt werden. Abg. Dr. Marx (Z.) bedauert, dah im Ausland immer noch viel zu wenig anerkannt werde, welch flagranter Bruch das Versailler Vertrages in dem französischen Ruhreinbruch liege. Hnerhört sei die Behauptung Pomcarös, dah Deutschland noch nichts geleistet habe. Dabei übe^tiegea unsere Leistungen bereits 50 Goldmilliarden. Frankreich sabotiere geradezu die Wiederherstellung der zerstörten Gebiete, deren Wunden längst geschlossen seien, hätte man unser Angebot angenommen. Das alles läht nut den Schluh zu, dah Frankreich keine Reparationen will. Es will Annexionen. Eine Belle ung kann erst kommen, wenn die ganze Frage rein wirtschaftlich geregelt wird. Staaten wie England und Amerika, die grohes Interesse an der Erfüllung des Friedensvertrages haben, sollten sich gegen den französischen Wahn- si.m wenden. Die politischen Ziele Frankreichs weisen wir mit aller Schärfe zurück. Wir danken dem V^inister für seine Erklärung: Hände weg vom Rheinland und der Ruhr! Es muh aber alles vermieden werden, was dem Feinde Vorwände für die Verlängerung des Einbruchs geben könnte. Aber ich kann dem Abg. Müller nicht in allen seinen Ausführungen folgen. Jedenfalls ist es zur Zeit unmöglich, eine bestimmte Entschädigungssumme anzugeben. Der Beweis ist erbracht^ dah g g m Id en au h Waf,en stump sind u d da ) das Recht in der Wett herrschen muh. Abg. Dr. Hoetzsch (Dntu): Gegen den französischen Rechtsbruch haben bisher nur die schwedischen Bischöfe unb der Vatikan protestiert. Die übrigen Mächte fdjen ruhig zu, wL Belgien und Frankreich einsettig mit uns umgehen und mit dem Vertrag, den doch eine Reihe anderer Mächte mit abgeschlossen hat. Ratürlich darf unsere Regierung nicht stlllsitzen. Herr Müller verlangt ein bestimmtes zahlenmäßiges Angebot, übersieht aber, wie sich die Lage in dem Ruhreinbruch verschoben hat. Deshalb muh Räumung der besetzten Gebiete die erste Bedingung für ein Angebot fein. Wir wünschen, dah sich die Regierung von ihrem Weg nicht abdrängen lätzt. Wir sind nicht dafür, dah dem Rheinland durch irgendeine internationale Kontrolle die Selbstbestimmung genommen wird, und lehnen auch den Versuch Frankreichs ab, durch einseitige Revision des Versailler Vertrages das Ruhrgebiet ganz von Deutschland zu trennen. Desgleichen erwarten wir von der Regierung Erklärungen über das Memelgebiet. Wir wünschen gute Beziehungen zu Litauen, aber nicht aaf Kosten des Memellandes. Wir protestieren gegen die deutschfeindliche Rede des polnischen Minister- Präsidenten. Wir verlangen in einer Interpellation, dah, die Regierung die Wiederaufnahme der Interall ürten Mi i ärkontrollkommission unter Beteiligung französischer und belgischer Offiziere in diesem Augenblick unter allen Hmständen verhindert. Wir fordern weiter, dah die Regierung das vorhandene Material veröffentlicht, durch das die Legende von der Kriegsschuld Deutschlands zerstört wird. Wir wünschen die Fortsetzung des bisherigen passiven Widerstandes an bei Ruhr und wenden unS gegen jede Störung m bei Abwehr. Heber die Störung durch Minister Severing werden wir demnächst sprechen. Wir müssen ferner entschieden die Art zurückweifen, in der der fächfischl? Ministerpräsident Dr. Zeigner der Reichspolitik in den Rücken fällt. Wir erwarten ferner von der Regierung eine Politik, die unsere Volksgenossen an Rhein und Ruhr bald und endgültig von der französischen Bedrückung befreit. (Beifall rechts.) Morgen nachmittag 2 Hhr Weiterberatung. Schluh gegen 7 Hhr. —— Die Verschärfung der Kampflage. Essen. 16. April. (Wolfs) Aus gutunter» richteten Kreisen keZ Ruhrgebiets wirb mttgeteilt: Rach hier vorliegenden Rachrich'en über die Pariser Konferenz ist mit einer weiteren Verschärfung der Lage im Ruihrgebiet zu rechnen. Der steigende Druck der Besatzungsmächte machte sich bereits in der vergangenen Woche in verschiedenen Mahnckhmen unb Verordnungen der D.sahungsmächte bemerkbar. Seit heute Morgen wird in verschärfter Weise die Verordnung des Generals Drgoutte über die Kontrolle der Kohlenfahrzeuge durchgeführt. Auch die übrigen Verordnungen, die geeignet sind, die allgemeine Derkehrslage im Ruhrgebiet zu erschweren. werden durchgesührt. Dazu kornntt, dah die Besetzung der Zechen weitere Ausdehnung erfahren bat. Auch für diese Woche muh noch mit neuen Zechenbefehungen gerechnet werden. Welche Mahnahmen noch von französisch- belgischer Seite in den nächsten Tagen zur Durchführung gelangen, bleibt abzuwarten. Hngeachtet der neuen Erschwerungen, die ohnr Zweifel eine sinnlose Behinderung des Wirtschafts'e'xms bar- stellen, unb ungeachtet auch aller Mahnahmen gegen Einzelpersonen, besteht sowohl in Arbeitnehmer- als auch in Arbeitgeberkrersen bes Ruhrgebiets der feste Wille, unverändert den Ab - weh r ka m f in ruhiger, besonnener und entschlossener Weise fortzusehen. Es besteht ine feste Gewißheit, dah auch die neuen Maßnahmen nicht dazu führen werden, die Besetzung des Ruhrgebietes für die Besatzungsmächte produktiv zu gestalten. Eine Reihe wirksamer Abweh r m i 11 e l ist angewandt worden und weitere Abwehrmittel im System einer praktischen Abwehr stehen zur Verfügung. Herne, 17. April. (WB.) Hier traf gestern der französische Oberkommandierende General D c» g o u 11 e in Begleitung einer Reihe höherer Offiziere und Zivilpersonen ein, um die Zechen des besetzten Bezirks und den Rhein-Herne-Kanal zu besichtigen. Herne, 16. April. (WTD.) Die Franzosen haben in Herne Kasinos für Offiziere, Unter- Offiziere unb Mannschaften eingerichtet und dazu die Einrichtungen aus den Lebensmittelgeschäften requiriert. Essen, 17. April. (WD.) Gestern sind neu beseht worben die Zechen .Vereinigte Wellheim", „Roland" und „Roland 3 unb 4 . Bochum, 16. April. (WTB.) In der Rächt zum 16. April ist bas Stadtzentrum ab« gesperrt unb zahlreiche Verhaf tun gen vorgenommen worden. Berlin. 16. April. Die Geschäftsleitung des großen Dortmunder Warenhauses Althofs erhielt den Befehl, den Betrieb zu fchltesten, weil die Firma sich weigerte, an Franzosen zu verkaufen. Als heute morgen wie gewöhnlich das Warenhaus um 9 Hhr geöffnet werden sollte, erschweren bei der Geschäftsleitung zwei französische Offiziere und verlangten die sofortige Schliestung. Als die Schliessung verweigert wurde, erklärten die Offiziere, bast bas Haus um 11 Hhr militärisch beseht würde, was dann auch geschah. Dortmund, 17. April. WB.) Das Warenhaus Althoff muh auf Anordnung der Franzosen vom 16. bis 23. April geschlossen bleiben. Recklinghausen, 17. April. (WB) Gestern beschlagnahmten die Franzosen bas Ledigenheim der Schach anlagc „General Blumenthal" mit sämtlichen Einrichtungsg -genstän- den, Tische usw. — An der Gisenbahnstrecke der Schachtanlagen „General Blumenthal 3 und 4", wo die Franzosen mit Kippwagen Koks auf das Hauptgleis des Bahnhofs Recklinghausen befördern. ist die Ehefrau Spangenberg aus Erkerschwiek von einem dieser Kippwagen ü ber- fahren worden. Sie zog sich dabei fo schwere Verletzungen zu. dast sie ins Krankenhaus gebracht werden muhte. An ihrem Aufkommen wird gezweifelt. Ludwigshafen, 16. April. (Wolff.) Die nächtliche Drückensperre ist für den Personenverkehr feit gestern abend ohne wettere Bekanntmachung aufgehoben worden. Dagegen bleibt nach wie vor die Rheinbrücfe für Fuhrwerksverkehr von abends 8 Hhr bis 6 Hhr morgens gesperrt. Ludwigshafen 16. April. (Wol'f > Am 14. und 15. d. M wurden an Eisen bahn beamten -arbeitem noch weiter ausgewiesen: aus Ludwigshafen 24. aus Speyer 2 unb von verschiedenen anderen Stationen 7. In Speyer wurde Eisenbahninspektor Hmbehr von den Franzosen verhaftet und in das Gefängnis in Landau abgeführt. Die Gründe der Verhaftung sind bis jetzt unbekannt. Die Lahnstrecke von Diez an in französischer Hand. Frankfurt a. M., 16. April. WTB. Die Franzosen haben heule die L a h n st r e ck e vonDiezanabwärtsineigenenDe- trieb genommen, sämtliche Anlagen der Bahnhöfe besetzt und das Personal vom Dienst vertrieben. Der deutsche Verkehr ruht somit auf der Strecke Limburg lahnabwärts und Diez— Langenschwalbach. In Flörsheim a. M. haben heute früh weitere 35 Eifenbahnbedienstete Ausweisungsbefehle erhalten, desgleichen in Hattersheim 15, in Mainz 29 und auf verschiedenen Stationen der Strecke Höchst—Idstein 12 Bedienstete. Die Familien haben bis zum Freitag zu folgen. Im Eisenbahnbetriebs- werk Mainz-Kastel haben die Franzosen aus den Kleiderspinden der Bediensteten Kleider und Stiefel herausgeholt, auf einen Haufen geworfen und verbrannt. Ebenso haben sie es mit Aktenstücken gemacht. Auf dem Mainzer Hauptbahnhof wurden Akten als Altpapier abgefahren. Der Paketverkehr auf den Rheindampfern ist auf Veranlassung der Franzosen eingestellt worden. Briefverkehr geht noch. In Offenburg wurde von den Franzosen bekannt gemacht, daß alle Verfügungen, die im allbesetzten Gebiet erlassen wurden, auch für das Einbruchsgebiet von Offenburg und Appenweier Geltung haben. Nachdem es der Stationsvorsteher von Kehl abgelehnt hatte, unter den Franzosen Dienst zu tun, soll für nächsten Mittwoch das übrige Personal zu einer Aussprache beim Kommandanten eingeladen werden, um es zur Wiederaufnahme des Dienstes zu bewegen. Soldaten Näuber. Hör st-Em sch er. 16. April. (WB) Grohe Erregung rufen hier zahlreiche Heberfälle hervor, die von den Soldaten der Be - sahungstruppen verübt werden. Ruhig ihres Weges gehende Einwohner werden von der in vielen Fällen betrunkenen Soldateska bet diesen Heberfälten mit der Waffe bedroht. 2lm 10. Aprtl haben sich vier voneinander unabhängige Fälle ereignet Amtmann Dr. Schumacher hat dte Fälle dem Ortskommandanten, wie kurz vorher fünf andere, mit dem Ersuchen mügefeUt, Bu 'M4uINgNai shz IScraartfcwrtHafl M n*» unb ben 'BezaJxee ba» 3ertrabt# Gal r-<'?-*-* «eben. Gr Hal ben >rf4*tb erhalle«, bof) sm.1 du 64u(bia<« zu trmilietr lu^en werb« Heal« früh ftrtb auch bU .'jäbm Hprbahlu^gsausschub gewährt, ohne Gründe an geben t3o« bett Franzose« besetzte VahnhSfe. Essen 16 AvrU. IDTB) Die Bahnhöfr Oberhausen, Horst-Emschsr. Aau , en und Mengede ftnb gestern erneut von den Statu, len besetzt worden Ao« den Kontroll stell.-n in Mitten und Hastllnghaus«, wirb eine zu nehmende Verschärfung der Güterfontrvlle wohl infolge der beäbf ch'lgten Anhaltung ber Kohlen- tinnspsrie. gemeldet Wieder rin Visendahnnnglütk. Sranffurt a. M. 16. Apri! fWTB) Heute vormittag 8 llbr überfuhr ber Iran- LösIsch« Zrühprrsvnenzlg Mi erhaben Höchst beim Posten 24 ein Sin» spännersuhrwerk aus Hochh Im De Fudr- mamt Ist leben-gdährl ich verletzt, da» Pferd ae- tdtet und ber Mag- »enrammert worben Der Äubrnwtnn Held wurde von ber L'ofomo L^ etwa 1 ! h elfI .! -d binn pp-i t». 1 Zivilpersonen q.-borg.-n Der Zug fetzte nach D»- seiligunil ber Dagrnirummt die Zahn fort. Die Bien kümmerten ttch k-inrswegs um den en. verlangten un CNfl -nteU von ben herum» ■n Deutschen bu Bes.ltlguna b-r Trümmer von dem Bahndamm, was aber abgelehnt wurde. tiefrfflnqitdhmf vutt Holz. Karlsruhe 18 Avr.l. kWTBI 3n ben befertea Hätzr.i Mannkeim unb Karlsruhe anirb.*n sämtliche Holavor rä le lon cn Frauofen bddtüiiindLnu. die in dl ei vor den Lagorplätzrn lkgenko. Schilfen mit dem Abtiansport bei Hsl- iei dr ginnen (Eine Zrfinnbtrtfel. Unter ben vielen Taufenden Eisenbahnern haben sich bisher nur tper. t ge als Be.räior ge- tzelgt und ben Dienst bei ben Franzos -n auf« flenrmnin Die A.nun bleler 2« ult muffen In alle. Dell g-brandmarkt werden Soweit uns biibei befninrt ortrnrbrn. stehen aus dieser Vchanb- kifel folgende Ded enstetr Lokomotivführer Deutsch In Ehrung, Zugführer Theis In Ehr.tng. E sendahnassistent D e r kV i e in EhvkMg, Aef -Vokvmoitvsüdi et Kähnen in Eh rang. Bahnmt ste dvre Magner in Ehrung. Hilfsseuermann Adetsdach i t Ehrung. Eifendahn-Sekretär »unter l Kirn Die Genannten sind seidstverständtlch sofort 016 dem Ae chseisendthndienft ausgeschicben, und erhalten von deutscher Seite keinerlei Bezüge meb. (Eine Airbr des hfltzischrn Slitntstrrpräsidfntfn. Paris. 16 April. (WTBi TB’e Hrval aus 3cullel berichtet, bat der belgische Mi ilsterprä'i- bent Thsunis heute mittag vor ausländischen Journalisten ein.- Aede gehalten in d.-r er sich mU ber Auhrpolitik beschält,gte 3m groben unb ganzen deckten sich seine AuMheutige, mH den aeprtfle« Erklärungen Pvincar e in Dünkirchen Deutschland sei In feinem Dtrtschaftslelv auf das tiefst« getroffen aber man müsse .euch daraus leben, hab die Auht e etzuna den belgischen Hand 1 unb seine Znduftrte nich: kxelnträch!,ge D-urtch» lanb mülle anerkennen, hab es das ungeheure Ct-tcl des llnanzlell.n und Währungsbankcrs'ts verirren Hobe und Angebote machen müffe t^e- l4Kbe das dürfe man verih.-rt lein, bah die Besatzungsmächte wüstten was sie zu antwof en hätten Ader T uH4) anb<< Sodchlägt mühten auch Ui dem Enttchiu'» gemacht werden tu re Datieren, bet dis fehl Deutschland stets gefehlt habe Admiral Lims q,q,n bi, fürrlrtimbmiq Trakseblands. Heu Dorf. 16 Avr.! (TDolff ' F*nEprnch Ta* eine, Meldung der .Teuhorf Dridu aus Teubort erklärte ber fr» # ■ Admiral Sims tinem Beilchterstaiter bL-fc» Blattes TBein bk Dmo# um.xr.b : gelegen bätb-n. b h. w7-w bic Bereinigten Staaten an Deutschlands Steile g- e-rfen toührn unb ^.m s < gcg.audt hält«, hab bet Jkrüifl des Krcges dk B ^crschuna ihres ttinbei bu ch Deutschland d .-tz -u e so hätten dis Bereinigte" Staaten ebenfalls Schiffs Ohne Tarnung versenkt wir den Berich' ter ^ -rts aber f4>-r1 ä•;gc:. s.a j*xbe.t dl.r, >ü. ?' 7N er» klä r t-tbe.t 3a» l e niemals gegla^h. »x-.^ DeuZchlund Irgc >.1: J e Ibrfidl-jng ba: ;a ge*.a;»i bat, tat b - Tatpedi nrng der .tieltu U" s-ne. s.lch Be lüft an Mmfch.nl ben .mud4i g«d> t weude Hus dem Netche. Dk Haftbefehle gegen da herrsche Angeklagte. München, le 2UmL >DTB.) 3a ber A-gelegerche.: des 3rka"tes von - - befehien bei 2 rnrsge cheshc -e 4 m. .1 batzeribchr AugeSa t e fa.-ben, bar .Bayer S aa^se :ung' arftCge. beute neue Besprechnngea her Zürrer ber va terlänbischeu Ber bände und Hitlers mit dem *2HbdÄer^cäfkicnter. von Kall- ling ffcatt Aus Hessen. •ebentfeng des Landtage». na Data f# abu 16. April bu »tnberu» hing be# ^-k^cher. Landtages trt soeben burch dle Einladung mit einer 85 Brrrrungsgegenstände enthaltende71 Tagesvcdnuug auf Dknsag. bei 24 Ap-ll vormittags 10 Uhr erfolgt Drr wich, tiglte Punkt betrifft btze AegZerunasvcelage über ben Slaatsvoran schlag. Die Tagung des Lanb-ags bürste mehrere Wochen in Anspruch nehmen Tie Ansein an Verletzung zwischen ben» früheren »rotzher-oq unb d-r he fischen Aegiermig. Die Sresefibevvllmächt gten des früheren »rotz.erH'^i rerbfferittlten au dir un'erm Vdmt kam A >s a lung del Press-amte.' der S aa s- regie ung ein« Enlgegnuna in ber es bdht die Acgierung verschweige gefltllmia*. bah He bk Vorlage bk Iw am 14 Deponier 1 -22 bem Zinanzauslchutz des Landtage« aut ^eeähru g von etntg-n ZufchüHrn unterbreitet hat. nachträglich wieder »urüchgeaoqen bat unb Satz 1 ,r der klirre Antrag verschiedener Landu.g a.g-- ordne:5n tigt, den ber »roh- berzog Ihm als »egmh-tffunj überlassen soll, bann sei bi« Jurch: vor einer übert irdenen Cttucrbctaftung unbegründet Gegenü er November 1918 sei beute kaum noch der fünfte Teil von Beamten und Bediensteten des »rohder.zogs vorhanden unb seit dem 1. AprU 1919 sei Ihre Zahl noch weiter zurüikgegangen Die FranksurlerFrühjahrsmesse fpd. Frankfurt a DL. 16. AprU. Das »c- fchäs» auf ber Melle darf h-ute nach zwei Tagen mit bem PräbUat .Uneinheitlich" bezeichne! werden. »s lft nicht grob, soweit man bisher einen lieber bl ick gewonnen bat, ausgenommen für Schuhe unb Geber. Tertllwaren unb lanbwirtfchasl- ltche Maschinen Der stille Kamps um ble Preise, Der aus der Leipziger Messe begonnen palte, ist noch nicht beendet Zwar wird weniger dabei gemäkelt, all furz die Preise für anormen n zu erklären Dabei kann man die Beobachtung machen, bah bk- »rohbaribkr aus verschiedenen Gründen eher Zugeständnisse mach« 1, als die Be leller Aasschiaggedend ist in erster Linie der Preisstand der Aohstosfe, der z B tri Stahl und Olfen tne Weltmarktpreise übcrrafll Dagegen sind B Baum- wollstosse im Preise niedriger geworden Für Schuhe bat ble vor kurzem erfolgte kräftige Preisermäßigung ietz! anregend gewirkt, während für die feineren Offmbudx Lederwar.m wenig 3nter- cfk befiv.it 3n Solinger Stahlwarrn. Haus- Hal isartt.ein und Bureau bedarf ist der Umsatz kaum dec Aede werd Heute morgen hat die Zabl ber Intereflenten allerbings erheblich zugenommen Doch sch.lnl der Orientierungssinn ai6her zu seln, als btt Kuusluit Es vollzieht Nch hier unb da dn gewisser Ausgleich ber aber den allgemeinen Eindruck wenig zu beetn- nächtigen txrmufl Mik bwfen Feststellangen fd einem endgültigen Urteil nicht DorgegrJIen, wenn- 9l«ich auch be Austakt ben ftü^mben Tagen bas Bep aae gl l Die gan^e wirtschaftliche Lage befindet sich eben in dnem Lchw«x,u lanbv. der laiigfitsttge Geschäft« sehr gefahrvoll erfcheinen läh!. Der Angelpunkt dieses ganzen Problems unb auch ber StanHurier Melle i t unsere Wäd- ning. D oben dem Stand der Mark in der Meb. trr4>e Mw gröberen Be'ähren so vermag K an!* furt «ch l bitch nnmerhin einen guten Durch- sch ittserfvig zu erzielen 2Iu» S'.aöt und Land. »leben, ben 17 April 1923. Tai Truiitfif Volksopirr. . »e« tm trl^xr» des Camiatal» OM. Louis Aw Dettln e em 116er »ktz-n. 20000. »e- «am rett au» bem Dvkg e.tenta tirgr bui-.des In 6tüu‘e/iberg 1! 3n brr »dchäftsstrllr des ,»l ebener Anzeigers' Wirten für untere bedrängten Bolksgeno'kn Im Auhrgebiet und am Adeln ewlier abgeheferl: tot« «iHm 72 Be>«rt».-.ia I wt n Itcd.- krj nach Borrrag bei La.-chae-ich s- rat» Tiümve -G eben 20000. B »Sen ! XX? Ime7.fa O*e ^1*1 >enin6 b l Bastwin Dt^PcL •de West , läge-Aeu'tadt 9000 Lehrer Zu na Keerrnans' oop 6ü7^« Üantfai 1 P'u-H v erflui ndes 500?, le Nt. j'-rt von ,cd .Ltederkr^ . vi l00. 21 X 10 CW Mar» Den Gebern herzlichster Dom»! Agilere ber »efchäf tlstellr des ** * Maschinengewebr-Kowp "frL.f*—t■*:' r*-i- «W B ker 74 63 Ml a5g a-fett >1.3 war en Iw n e 3 ** r v-n 4 * TOOOC TC *. t«l T, .ch. -»XlAir Cbrrbrffrni Anteil an ber Stnbr* and Sttzetafpende des bnftfdirn TLaldcS. Das. nartonale Cpfcnrerf der helfttcken Daldbe'itzcr und Daldardetirr skr bk be- brdngtn B^ ksgenoNe« an Bucht enb Äxte, tos, a>k wir a* Sowstag schon beTüfc.ctm, bis xum 31. März 34 98639106 Mark et- brachte, ift auch ans der Prvvm- Ober» b«flifk:e unb Dkv Langenichs dach «Uhart- Bornoti;e». Tageskalender tii; Dienstag. dUBbcbmm. ZU; Dn Akt Schwimum' — IBursche •«—cfrai 'ch, Pond. 9‘« llbe. tn Be- -e heraus Ha-cHve'r^mtW-.g - Km !l»er S 7 Ubr. tn Aestauranr Kodes HLLprvedawM- :-M '»errrug Schutz- und PvilsdhanE. Soeri-Beve n. 8 » Ubr. Hc > \kn» Bedämm- Ung — L bdutHbe«#. Dabnbmfixabe ,•«. et unb bmlr.' Palast-L *:1»ede .Der M». -uMsd ebbabT und . tz-anl Xortvu' Dentfchnativruler Handlungs- gebilfen-Terbanb. Moe am Murwsch 18. April, abends 3> > Upe tprsche Im Kau*» Bcreinschaus Herr Alois Pesel über .Meine Sr eönrste in 5 j-b vx *Tvv*wexjagrakt^!: tr Clbtrka- chi b*rk» Bodrm »ihm auch bk vmt4 .Hanget*: •.gen der Luglmöer ZnidN i Siehe Anzeige ) rkanbkrcis Mieten. • Allen botf a. 6. vva_ 17. AptL Morgen. Mimvoch. 18. April, f .«bet hkr eir MarktfürKlauenvieh fta rr. Wcttcrvorauesagc Aaubes. tltzbas Wetter ohne wdentli^e 31» derlchläg« Wetterlage ist ewigen zkmlich eneer» änbert. Ärri8 eufcl>. Merlan. 1b April Heute ertltr bet bdltkbe Zugendoarre Zentgraf aus Erbach L O In unterer »rawtube Morgens hm» Abend- müM fir die Ledigen statt, ki de» er dk Predigt bkll^ Aachmlltaas dekpouch Herr Zen «grat ml: ber Zagend das Thema .Wozu benütz« 6 «eine freie drilf Bel ber »en^-irOetvrtirmluRj «m abenb galt es der .Zugenknvt und .^genbbil»«* »«mal war die Kirche übertülh Der Bduch bbrtte niemand gereut haben, denn der Aebner wutz-- sed«»mal durch leine ivdilichm. »Hert »ti narüdubcni Humor geetintir. Ausitzdrungm kme Zuhörer bis zuletzt zu Miete In mebretwn wundervolku 3d Inf dl zdgx er sich als Künstler auf Mm Gebiet 3m Ihrigen wurde der Atzend durch Ansprachen des Orts Pfarrers Siebeck. 6b6(« bei l> • t.flge unseres sungev Musikverdns und dichre. tX'^rocher» von schutentia«fe ien ^ngen und Mädchen. auigdfllll und verfchönr Ärci* Lchoktem. C Saubach. 14 Avril 3n btefem Zähe würben au Beginn b.4 neuen 7 Schaliahes m bw unterste Klaffe der btrftgen S.adt« h L- nur "EU n K Inder ausgenommen (5 Knaben unb 4 Mädchen > Es ist dies «tne ganz ung-wötzn- ttch nledng« Ziffer da sonst in der Arget X 40 ABT-Schvtz-n dnirafen Wir tzab- , bkdn Mw falls eine betrübende Folger «ch tiuig des Well- kr egs zu erblicken tm »edurtslabr jener Kinder ftarrDen zwei Drittel junger Fam^lc^rvä'^-. tm Felde D *3c m oberen TftteriaL 14 April Der ft arte Frost su Xdang Mrfcr Woche du' dk 6orgef : 1 • d.-s Dörfel vor de» fiJefcho! Eine grode Zahl Euiwvhner und 'ämt- Bereine (> ti.-n s.ch .ur Feier dngdunben. vlurrrr Köhler von Aldtza hkll die Weide »de. Die Schulet der Gelang 'etein und der »rmilchte »boc trugen gedgne:- Lieder eindrucksvoll vor Ansprachen bleiten noch Bürgermeister D 6 11 unk Clebrtr Wolf von hier Kranzniederlegungen der *kr«bw und verschiedener Privatpersonen bt.beirr ben Adfchluh der .5»’ter. <>rHc*«WrtWaii. fpd Frankfurt a M 15 April. 3* 8er Mache von, 3 dis 7 April Ist dn< erhebliche Ber s chl e chleru ng auf be» Arbeit»- matfl dngetmm. die diesmal fast ghi*mjh(g alte Berufsgruppen trifft 1567 diene 6teti 2m |Q0 effe* S eilen kommen ft* Männer HOB Arde tfgr'.che. für weidlich» Per'-»En 134 Am 7 April lagen noch 5733 unerlrdigHe Arbd sgdnche vor 1341 Pe «vnen bnenben Ich tu Unterstützung gegen 2946 in bet Botwvche Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittags Berlin 21 200. 3raeff«rt a. TL 21 200. EINEM TAGE ZUR FRANKFURTER MESSE UND ZURUCK u. BU n. A.i kil tm D P P P T« •« ib Gießen an 7« »f* 8tun84. i “»« Zutritt « >. April Heute [6 aus unserer Lelttrieges em» Dörfer vordem hner und fämi» er eingHunden. die Miherede. !> der Gemischte idrucksvolt vor. ister Söll unk Erlegungen der rsonen bildeten te veilte bet Trbach tterreich i\ 101) Kronen Amerikanische Noten @nnlifdic Noten Iinlieniidie Noten Belgische Noten llnnnrifdic No en Tschechoslowakische Noten . . Norwegische Noten Nntnänische 'JZotcn.....». . Svanische ')ioten Banknoten. 16. Avril. Geld SPOfl- 1400— 3915 - — 8230,— 2915 21245— 97950— 1055— 1191— 428— 619— 97,50 Vermischtes. Der Flugzeugabsturz in Berlin. Das Moselhaus. Rvrnan von Luise Schulze-Brück. AntV.'Drllslel Holland. . London ... . Vari- .... Schwei,. . . . Svanien . . Italien 19s)abon»Ovort0 Dänemark. . . dtorwegen. . Schweden . Heliingforr. . Neunork..... Deutsch-Oesters Budavest. . . Prag Agram . - Bries 3879— 1412— 3983 5630 - 8350 - 29 65 21495 - 98950— 10h7— 1203— 448— 039 — 100 50 Berlin. 167 Aprrll Der schwerverletzte Flugzeugführer 11 o a et konnte heute über die Ursache der Flugkatastrophe auf dem Tempelhofer Felde vern ommen werden. Er gab an, daß der Motor, als das Flugzeug sich etwa 73 Meter oberhalb des in der Nähe des Landungsplatzes gelegenen Wäldchens befand, unregelmäßig lief und das Flugzeug keine Auftrrebkraft mehr besah. Er versuchte eine Notlandung auf Baumkronen. Dabei wurde das Flugzeug jedoch über die Lichtung abgetrieben und schlug ckuf dem Boden auf. Lanvel. Buderus-Werke. • Wetzlar, 16. April. 3n der heutigen AufsichtSratS-Sitzung der BuderuSschen Eisen-» tverke wurde der Rechnungsabschluß für 1 922 vorgelegt. Der demnächst stattfindenden Hauptversammlung soll die Verteilung einer Dividende von 100 Prozent vorgeschlagen werden. Deutsche Kartoffeln gegen ausländisches Getreide? Berlin, 16. April. Wie die „Boss. Ztg." erfährt, sind Bestrebungen im Gange, den Austausch von deutschen Kartoffeln, die im älebermah vorhanden sind, gegen ausländisches Getreide zu organisieren. Als Lieferanten des Getreides sollen in erster Linie die Tschechoslowakei und Polen in Betracht kommen, dlach Ansicht der Landwirtschaft soll das Auslauschgeschäft von Kartoffeln gegen Getreide mit den genannten Staaten möglich und erfolgver- sprechend sein. Kein Mord, sonderu Selbstmord. Berlin, 16 April. Wie die „03. Z." meldet, hat ein junger Mann, der heute nacht an der Ecke der Martin-Lutherstrahe und der dienen Wintetteldtstraßr sterbend auf gefunden wurde und dessen Ausruf „2ch bin er schossen!" zu der Annahme veranlaßt, dah ein Mord vorliege, Selbstmord verübt. Es handelt sich um den 16jährigen Schüler Samuel Levin aus Rußland, der mit seiner Mutter in einer Pension in der Martrn-Lutherstrahe wohnte und sich aus dent Fenster eines Hauses in der Reuen Winter- feldtstrahe auf die Straße hinabgestürzt hat. Schwedische Liebestäligkeit für Deutschland. Stockholm, 16. April. (WTD.) Die schweb is ch e Samaritersamntlung für Deut sch land erbrachte bis jetzt 470 030 Kronen unter einer Beteiligung von 1370 Gemeinden. Frau Ohler sah ihn aufmerksam an, während er allerhand von Land und Leuten erzählte. Doktor Ensingen ging nebenan, ungeduldig mit seinem Stöckch en in der Luft fuchtelnd, iln- willkürlich verglich sie die beiden miteinander, und lächelnd dachte sie, dah dieser Mann ein neuer Typus für sie sei. • Sie war ein echtes Drohst adtkind. Immer nur in dem kleinen Kreis grohstädtischer Menschen hotte sie sich bewegt, Und wenn sie auf Reisen war, dann hatten nur die Gesichter gewechselt, sonst war es immer dasselbe gewesen. Wie anders das Leben dieses Mannes wohl hinging, als das Assessor Ensingens oder ihres Bruders oder auch das ihrige. Gleich an der kleinen Geschichte der Truhe zeigte sich das so deutlich. Auch sie schwärmte für alte Möbel. Aber wenn sie sich ein solch altes Stück wünschte, dann klapperte sie die Läden ab, stöberte in den Magazinen herum, feilschte mit den Antiquaren, und was sie dann erstand, das war vielleicht schon durch Dutzende von Händen gegangen, immer weiter verschachert, bis es zuletzt in ihren Besitz kam. Sie say auf Assessor Ensingen, der einen mokanten Zug um den Rasenflügel hatte. Sie kannte diesen Zug, der gleichsam wie Abwehr war gegen alles, was ihm uninteressant erschien. Sie wußte, dah er ernstlich um sie werben würde, sobald sie es ihm gestattete, und sie hatte wohl manchmal mit dem Gedanken gespielt, wie es Berlin, 16. April. (Börsenst immun gs bild.) Die vielfach gehegten Erwartungen auf einen recht festen Börsenverlauf haben insofern enttäuscht, als zwar das Pri- vatpublikum Kaufaufträge ziemlichen Umfanges erteilt, die Börsenspekulation aber nach "Den teilweise erheblichen Kurssteigerungen der Dorwoche realisationslusttg gestimmt ist und die verlangte Ware hergab. ES überwogen zwar für die Industrie-, Bank- und Schisf- fahrtSaktien Kurssteigerungen von durchschnittlich 2000 bis 3000 Prozent und vereinzelt mehr, für Aordd. Wolle von 8000 Proz., Gebr. Bvehler 10 000 Prozent und Stvehr über 40 000 Prozent, doch war die Stimmung im allgemeinen etwas zurückhaltender, da man anscheinend erst noch bestimmte Rachrichten über große ZusammenschliehungSbcstrebun- gen in der oberschlesischen Hüttenindustrie, die in der Dorwoche die Unternehmungslust so stark angeregt hatten, abwarten wollte. Das Geschäft war daher nur am Anfang lebhafter und lieh später bei Schwankungen in der Kursbewegung wieder nach. Festverzinsliche Werte einschließlich der Dalutapapiere waren nicht wesentlich verändert. In den Sinheits- kurSpapieren bewirkte die stärkere Beteiligung des Publikums überwiegend Kursbesserungen. Die Devisen waren zumeist unverändert. Die vorübergehend stärkere Nachfrage nach amerikanischer Valuta wurde von der Reichsbank glatt gedeckt. Frankfurt a. M., 16. April. (Börse n st i m m u n g s b i l d.) Am Devisenmarkt blieb die Lage unverändert. Der Dollar wurde mit 21 200 genannt. Die Effektenbörse eröffnete fest. Im Vordergrund standen Bankaktien, die lebhafteres Geschäft aufwiesen. Neben Deutsche Bank, Berliner Handelsgesellschaft, Darmstädter Dank waren auch Dis- konto-Gesellschaft, sowie Mittelbanken höher. Lebhafte Ansätze waren in A. E. G., Bergmannwerke, Felten u. Guilleaume festzustellen. Bemerkenswert war die Nachfrage nach oberschlesischen Werten, wo Earv und Oberbedarf weiter bevorzugt sind. Sonst waren Luxemburger und Gelsenkirchen bei fester Tendenz lebhaft begehrt. Spekulative Käufe führten zu ansehnlichen Kurssteigerungen für Hehligenstaedt-Gießen. Interesse zeigte sich für einzelne chemische Aktien. ES traten Badische Anilin und Griesheim mit je 2000 Proz., Scheideanstalt bei erhöhtem Kursniveau in den Derkehr. Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Turnen. Sport und Spiel. Radsport. Der Gau 9a Sieg-Lahn des Bundes Deutscher Radfahrer veranstaltete am Sonntag seine 50- Kilometer-PreiSfahrt auf der Strecke Cölbe—Biedenkopf undzurück Dem Starter Gaufahrwatt Marx- Gießen, stellten sich von 98 Gemeldeten 78 zum Statt. Das Ergebnis war folgendes: Junioren: 1. Aug. Deibel (1885 Gießen) 1 Stunde 32 Min; 2 I. Selbach, Siegen 1 Gänge; 3. K Pfeiffer, Stegen, 1 St. 33,30 Min.; 4. C. Reu- ning (1885 Gießen) 1 Länge; 5. Noll, Kirchhain, 1 Länge; 6. C. Ehrhardt, Kirchhain, 1 Länge; 7. H. Mai, Kirchhain, 1 Länge; 8. K. Losekann, Kirchhain, 1 Länge; 9 Fr. Enzing- müller (Germania ©lenen) 1 St. 36 Min.; 10. H. Faber (Germania Dießen) 1 Länge; 11. C. Riehl, Neustadt, 1 Länge; 12. K. Rotz i g e r (Germania Gießen) 1 Länge; 13. H Pausch, Kirchhain, 1 Länge; 14. I. Reitber- ger, Gießen, 1 St. 38 Min.; 15. D. Kurz, Kirchhain, 1 Länge; 16. O. Rödiger (Ger- mania Gießen) 1 St. 40 Min.; 17. H Scholl, Kirchhain, 1 Länge; 18. W. Wagner, Krofdorf, 1 St. 41 Min.; 19. W. Dietz, Kirchhain, 1 St. 41 Win ; 20. W. Röhrlg CDanderer Gießen) 1 St. 41 Min. Senioren I.: 1. K. Sehrt (Germania Gießen) 1 St. 38,30 Min.; 2. K. Möller, Wetzlar, 1 St. 44 Min.; 3. G. Göller, Marburg, 1 St. 51 Mm.; 4. H. Will, Wieseck, 1 St. 55 Min. Senioren II.: 1. Gg. Sauer, G ießen, 1 St. 46 Min.; 2. C. Muhl (Germania Gießen), 1 St. 50 Min.; 3. Ad. Aumüller, Marburg, 1 St. 53 Min.; 4. I. Heines (Germania Gießen), 2 St. 13 Min. * * Drittes Na tivnaleS Messe- schwimmen der „Eintracht"-Frank- furtam Sonntag, 15. April: Wie im Dorjahre, so hielt auch jetzt wieder die Schwimmabteilung der Turn- und Spottgemeinde „Eintracht"-Frankfurt das bekannte Messeschwimmen in Frankfurt ab. Am Start sah man fast nur beste deutsche Schwimmer aus Köln, Worms. Düsseldorf, Gelsenkirchen. Leipzig. Darmstadt, Göppingen usw. Auch die Schwimmabteilung des G ießen er Sport-Club von 1900 hatte eine, leider durch das Fehlen des Seiteschwimmers sehr geschwächte Mannschaft nach Frankfurt gesandt. Dies machte sich schon im ersten Wettkampf — 4x50- Meter-Lagenstaffel — bemerkbar, denn hier muhte sich Gießen 1900 mit dem 4. Platz begnügen. Ebenso endete die beliebige Staffel 3x50 Meter. Das Junior-Rückenschwimmen 100 Meter, welches von 13 Schwimmern belegt war, gewann Berges- Darmstadt cor Monschard-Köln und Eck-Gießen. Die Sieger der übrigen Wettkämpfe verteilten sich auf Köln, Göppingen und Düsseldorf. werden würde, wenn sie ihn heiratete. Ein drolliger Vergleich schwebte ihr vor. Sir sah ihn im Kreise ihrer Bekannten, den allgemein beliebten, geistreichen Gesellschafter, den Kurmacher nach allen Regeln der Kunst, dem man allerhand große und kleine Abenteuer nachfagte. über die er übrigens selbst stets mit musterhafter Diskretion hin- wegglitt Don wieviel Händen er wohl schon gegängelt worden mir - gerade wie irgendeine Seltenheit beim Antiquar. Dom Rebstock her tarn ihnen Hans Dietrich schlendernd entgegen, mit schlaffer Neugier nach den Begleitern seiner Schwester blickend Dann begrüßte er Ensingen sehr lebhaft Gott sei Dank, daß ein glücklicher Zufall ihn herbeigeweht hatte! Aber aus einem verstohlenen Augenzwinkern glaubte Frau Eva zu erkennen, daß dein Zufall vielleicht ein wenig nachgeholfen worden sei. Das ärgerte sie Sie gestand ihrem Bruder nicht dis Recht zu, irgendwie ihren Lebensgang zu beeinflussen. sie wurde einsilbig und zurückhclltend. 3m Rebstock war es sehr lebendig. Der sonntägliche Frühschoppen hielt die Männer des Dorfes versammelt — sie saßen ehrbar und würdig tn ihren schwarzen Kirchröcken und ins kullerten den Weltlauf. Die beiden Herren traten mit ein. Bürgermeister Arnolds ging zu einem der Tische und setzte sich einen Augenblick zu den Leuten Sie grüßten höflich, jedoch nicht untertänig oder sehr beflissen Aber sie rückten zusammen und hätten aufmerksam auf das. was er sagte. Ensingen machte wieder sein mokantes Gesicht: .Auch ein Beruf und ein Leben! Als Dauern- bürgermeister in dem kleinen Rest sich um jeden Kaffer kümmern müssen! Dabei hat der Mann Amtl. Nouerq. Amtl. Noiiern. Meld Brief Gel) Brief 1197— 1203— 1202- 1208— 8256,80 <829820 8264.3) 8505,70 98129,05 98620,95 982 '3,85 98696,15 1403— 1410— 1406,45 14I3.55 3837,40 3856,60 3837,00 3SÜ7.1O 3237,90 8253,10 8226.90 3243.10 1049,85 1055,15 1051.35 1056,65 395'>',10 3969'90 3973'05 3992.95 8770,55 3789,45 3781,50 3800.50 5598,45 5626,55 5610,95 5639,05 ___________________.-------------------- ">8355 58* >45 21102'10 21207,90 21134,55 21240,45 29,63 29,77 29.64 2<‘,78 47X80 476.20 468— 47..- 629,80 63320 63J.40 «33 60 209.45 21055 214 45 21555 Buderus 36500—40900, —805t n), -400. >( >. Malhverf Weiteregeln 52200, i>il!g. ';~!ertr«aitntd-(Bei.28'M0,—2W,—2 '0->0,—30000,— Ser Schienstnab in der £ufi 26500, ^'iichiter Farbwerke §.wl*verkol)lung . . . istütgerstverke . . . . Scheidennitalt . . . . 300— 180, 13V- 103— 100— Bergmonn Schtickert Sletnetts L Halske. . Maittkrnstwcrke. . Adlerwerke Kleyer. Daimler Motoren. . Heyligenstaedt Meguin...... Metallge-'. Frankfurt Schuhfabrik Herz. . . Sichel........... 8975 89.75 1160—1100, - 650 - 620— 4350 —4 >50, — ,4i »000,-4, OOO,—37909—38S'iebeck '.Uiontnn Tellus Bergbau G.ldschmidt Griesheimer Electron Ssooo, Berliner HandelSges. . Commers u. Privatbk Dartmt.n.Nntionalbank Deutsche Bank Deutsche BeretuSbank. D'scoiito Öommanbtt . Metnllüauk........ Mittctdeiu. Grcbitbunt Teitcrr Credlianstalt. Bochumer Guß.... Börsenkurse. Frankfurt a. M. Berlin Schtuh» Sdjtuh- Schtuh- Sd)tu6« I009ti0,-!U3750,- ,?,Y)0a—;U0—2-'" • *0—^); h)— 24500— -— Run 16. 4. 89.50 1150- ooa- 4850.- 300 — 190— 145— 13.4. 89,50 1170— 620— 4385— 289— 191— 148.- 4 Zolltürken 38000—37100—36750,-35750,- 5% Goldmertkaner 29850J—293000 -290) 0—294000. Aur» Kurs Datum: 13 4. 16.4. 5950', ■ 51500, 67500, dntttbura A„ier. Pake, 47"t)0,—48800, - 47750,- 45500, Norddeutscher Uloob . 29000— :i0 OO,- 28900,-294''0/ . \ ii'cttttucrf£>cibelber# 20500,-21500,- —— —, Vbiltyu Hvlztnann . 10000,- lu50a- 10800,-1225'), Analo-Cout.-t>iuano Badisäte Anilin . . 52500k—52' MB V—5 fOiXV—,51000,— 44«;00,—45' 0'',—44U00—-- )ük—6000i',—GikX) i,—G30ü.'),— 6100— GDOO— 10900—11500,—11006.-12000— 11250—117/10—11900,-13090,— 42000—44-700— 31000.-340IX)—31500,- 32000— 410'10—42500,---- . 9u00 —91KX).-- —— — . 10250—17400.- -— . und Warzen schnell, sicher, schmerz-und gefahrlos In vielen Millionen Fällen glänzend bewährt. InApoth.u.Dr« g.erhältt. Gegen Brennen, Fußschweiß u. Wundlaufcn Kukirol- Fußbad. Drogerie G. Wallenfels, Markt 21. 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Diese Kraft- und Naturmenschen imponieren manchen Frauen unter älmfläntzen sehr." „Manchen?" Sie sagte das Wort mit schar- tem Nachdrucke, so daß er ziemlich betreten verstummte Unb als Bürgermeister Arnolds nun herüber- kam, wendete sie sich ganz zu ihm, während Ensingen geärgert seinen spitzgeschnittenen Batt miß» fanbeltc! Er war es eigentlich nicht gewohnt, sich solche Mühe am eine Frau zu machen Seine Eriahrungen hatten ihn gelehrt, daß man mit genügendem Selbstbewußlsein, einer gewissen Siegermiene und einem leichten Anstriche von Blasiertheit am weitesten kam, auch bei recht klugen Frauen. Aber hier schienen diese Mittel zu versagen. Er zupfte weiter umnitig an seinem Batte, während er Eva betrachtete, die lebhaft und angeregt mit Bürgermeister Arnolds sprach. Ihr blasses Gesicht, das sehr anziehend war, ohne schön zu sein, hatte ein wenig Farbe bekommen, und das stand ihr gut. älnd sie hatte eine famose Figur, die schlanke Zartheit ihres rassigen Körpers war doch nicht ohne reizvolle Fülle. Hnb dann reizte es ihn auch, diese Frau za ergründen, aus der er nie recht klug toirbe, dir in der Ehe mit einem viel älteren Manne eine musterhafte Gattin gewesen war, und von der auch jetzt bi« schlimmsten Zungen ihres Kreises nichts, aber auch gar nichts Besonderes zu berichten wußten. So war sie die denkbar passendste Frau für ihn, tadellos, nicht unbequem, temperamentvoll, pekuniär brillant gestellt, ohne störende Familien- beziehungen Es paßte alles so gut Er war etwa vier bis fünf Jahre älter als sie . . . hm. Hans Dietrich Ohler hatte neulich einmal gesagt, sie fei einunddreißig ... der in seiner spöttischen Art hatte sie gewiß nicht jünger gemacht ... er wurde nächstens sechsunddreißig ... alles paßte, ünb er fühlte es, er war wirklich verliebt in die reizende Frau Er spürte nicht einmal die Neigung, dies Gefühl zu sezieren, es war da und er genoß es. Daß sie ihn jetzt kühl behandelte, störte ihn nicht weiter, im Gegenteil, das erhöhte noch ihren Reiz. Es war doch eine famose Idee gewesen, ihr nachzureisen; aus einer noch unklaren Aufwall ing beraub war sie eigentlich gefaßt worden. Er hatte ihr zwar immer eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet, weil er grundsätzlich allen schonen und gar nicht zt törichten Frauen den Hof machte — er betrachtete das als eine angenehme Anregung — nun aber war sein Gefühl blitzschnell gewachsen! Wie sie versonnen und träumerisch den Kirchweg hinunter- kam, da hatte es ihn gepackt! Es war ein ganz eigenartiger Kontrast gewesen, die Frau, die er mir immer im raffinierten Wellstabtmilieu gesehen hatte, hier plötzlich auf einer Dorfstraße zu begegnen — vom Kirchgänge kommend (Fortsetzung folgt) „fcento" ßtnttT3 Wasch« und Bleich' Soda, zum Einweichen der Wäsche und für den Hauspuh. > 5??*^ - > - Ml* . , <• mittag 3 Uhr statt MM4 Heute morgen entschlief sanft nach langem, schwerem Krankenlager unser lieber, guter Vater, Schwiegervater und Großvater Moses Weil im 86. Lebensjahr. Im Namen der trauernd. Hinterbliebenen: Louis Wei!. Gießen, 17. April 1923. Die Beerdigung findet Donnerstag nach- Unterfertigter erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihre B. B, A. H., A. H, E. M , E M. von dem am 14. April erfolgten Ableben ihres lieben a. B. Hanns Staudt geziemend in Kenntnis zu setzen. A.L.V. Agronomia Gießen im N.D.C. I. A.: Gern mer (XXL Von fachkundiger Hand In höeheterVollendungverwandelt die Dauerwelle fbr glatte«, etrAhuigee Haar In duftig« Locken. 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Die ®eg«bung derietden wird durch die di»her tuqelanen« Verwendung von kleinen Handwagen bei der Lefeholznutzunq de- qünfugt, in denen da» gefrevelte Hotz Der- borge i wird. Die Cefeboljfammler werden hierdurch vor Su»Qbunq der auf der Sttdi- fette der Cefeboljharten betriebenen per- boteneu Nutzungen dringend gewarnt. Ebenfo dringend wird vor Widerfetzlichkett gegen die Forst, und Feldschutzdeamten gewarnt, welche die schärfsten Strafen zur Folge hat. Wenn die Aoljfreoct nicht unterbleiben, ist in erster Linie verbot der Benutzung jeglicher ha dwa en bei dem Leseholz, lammeln, in zweiter Linie gänzliche» Verbot der Leseholznutzuug in Suesicht genommen. Die Lesehol' ammler, die sich an die gegebenen vorichriften halten, werden ersucht, alle von ihnen bemerkten holzsrevel jur Aenntnl» der Schutzbeamten zu bringen, damit sie durch da» allgemein« Verbot de» Leseholzsammeln» nicht unschuldig leiden müssen. Dietzen, den 13. Spril 1923. 273SB Der Oberbürgermeister 3. V : Dr. Sofenberg. BfioeöBng oon Baaaiöeiled. Für Erbauung eine» Ar«t»amt» in Büdingen sollen auf Grund der Der- dingungsvorichriften im dfientlichen Weit, bewerb folgende Srbtilen vergeben werden Erdarbeit WO chm; Sbbrud)»arbeiten 130 cbm; Fundament, und MeQermauer- werk an» Bruchsteinen 780 cbm; Vachstein, mau-rrerk 570 hm; 1 .btein stark« Vach, steinwund« 1075 am; tzellerfutzboden (Vach, stnnffachschicht und Beton) 500 qm; Verra, hohlstetndechen 600 qm; Sock«l- u Lisenen- Verblendung au» Werkstein 2X_> qm; Haustein« versetzen 106 - hm; Steinplatten, belaa 130 qm; Einlckubdecken 1600 qm. SdmlUd)« Materialien werden bauseits geliefert. Feichnunqen.Vedinauugen unbSnqebot». rorbrudie ks nen auf unserem Smt vorn 14. b» Mt» ab ein gesehen werden Die Sngebrfe sind verschlossen, portofrei und mit der Sufschrift . Reubau «reinamt Vüd' gen' veriehen bin pm Eröffnung». n am 27 Spril 1923, oon-attag» II Uhr, bei uru einzureichen .inld)lag»fnft 14 läge 27120 Büdingen, den 12. Spril 1923. cheWchna HschhMgMWK. fr rag, Nutzholzversteigening Freitag, den 26. Spril isd. 3^ e^. mittag» G , Uhr. eub tm Gemeinde »alb Obbornhofen Snfang Waldeinganq •«« Obbornhofen folgende» Holz versteigen F Stieme: 1 Stück 1 ÄL - O.W Fst» Suhail 18 . 4 . -17F8 e 30 . 5e. . -16.60 . 83 . 6b.. u» 17,78 223 Derbstangen ■ 8,25 Eichen Stimme: ISlUlllalJtJ,, 3.1.1! 2 . k . * ojn . 2 . 4 0,78 .^deehaufebedingungen »erben vor bet Versteigerung “^ani Igig^n den 1K Spnl 1923 Bürgermeikerei Ohdoenhosen 27120 Stadttheater Boi 1101 ne toe» ■ nt 7. tfmbeW.llH. [Stellengesuche] Euch L nubaelet nten Gärtner ober < .tir flneeb. an den Verkaufe ) 2,6. F'ch'enstoch« 1 , Eidienstäche 1. 2. 3. nbb» v ,11 1 Knut» Mittwoch eu ilKabure •'■ranfhirt a 9. rett He Jen bei Ter SJartanK Sichen.l’tarftHi»- SchBImrai all Etnfom neu ca. Maschinen Bei'Siebeneck P*D »schlosser Schneider lirgröfl.Werk o.Welzlarge$ocht tttuenroeq 6. 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April 1928, vormittag» 9 , Uhr beginnend, au» den Sbtrdunqtn 33b u. 35 27 Hm Kiefernrundschett 54,3 . fliefemknüppel 62,3 . Kiefernstockc 540 We^en Kiefernreisig. Zusammenkunft an den Lchtetzständen, Grün- beraer Strotze. 1. Schneise. b) am Freitag, dem 20. April 1928, vor. mittag» 9 , Uhr beginnend, au» den Abteilungen 26, 27d. 28a, 32b und *2< bringenben ^rvsthantzlung sucht erfahrener jung.Kauf7sttmns Fach, mannt stillen ober tätigen kapital- kräftigen Teilhaber Schriftliche Angebote unter 02554 an den Siebener Anzeiger erbeten. Mietqesuche SriietfL ruhtger. Härter Beamter hieb: I—ledblierie Zimmer en od ebne Sen Ren 2ckt Sna ».ÖLS tau