Zreltag, 16. Februar 1923 175. Jahrgang die cinSarung teuer den Franzosen südlichen S'.adtieil besetzen und den nördlich-rn. wahret Ruhe und Besonnenheit, folgt den Weisungen der gewerkschaftlichen Organisationen! Annahme von Anzeigen für di« Tagesnummer bis zum Nachmiltag vorher ohnejede Verbindlichkeit, preis für 1 mm höhe jüt Anzeigen» 27 mm Breite örtlich 50 MK, auswärts 70 MK.,' für NeKi am«. Anzeigen von 70 in in Breite 240 Mk.Bei Platz» vorjchrljt 20'/, Aufschlag. Hauptschristleiter: Ang. tboetz. Beranlwortüch für 'Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumichern; für den Anzeigenteil: Hans Leck, sämtlich in Dietzen. Bestellte Arbeit eines Kriegsgerichts in Amiens. D e r l! n. 15. Febr. (WB.) Rach einer Ha. Vas-Meldung hat das Kriegsgericht in Amiens gestern drei deutsche Militärper- sonen, den Hauptmann Schmitz vom 48. Infanterieregiment, den Sergeanten Lösch von der deutschen Feldgendarmerie und einen Soldaten Werth wegen angeblicher Verbrechen, die sie während des Krieges in Frankreich begangen haben sollen, in contumaciam verurteilt. Die beiden Ersten sind zu 20 Jahren Zwangsarbeit und der Dritte zum Tode verurteilt worden. Die Verkehrslage im Westen. Essen, 16. Febr. (WTD.) In der Der- ke'hrslage hat sich wenig verändert. Die Kontrollstellen sind unv-rränderi. Dvn Dohw i n k e l wird gemeldet, da!: aus dem besetzten Gebiet überhaupt keine Güter he.ausgelassen werden. 3m Bezirk Köln gehen keine Güter durch, ebenso nicht im Bezirk Ludwigshafen. Her wird auch kein Expreßgut durchgelassen. Für d.e Einfuhr in das besetzte Gebiet ergeben sich bisher noch keine Schwier igkei'en. Die Güter werden ausnahmslos hereingelassen. Ungünstig ist die Lage in Elberfeld. 3n Richtung Köln steten durch die Sperre von Hengste: nur noch Rebenlinien zur Verfügung. Die Güterannähme'perre ist für Köln noch nicht ausgcHoben, allerdings gilt dies nicht für Lebensmittel. Man rechnet mit der Aufhebung der Sperre in allerkürzester Zeit. Nr. 40 Erscheint täglich, außer Sonn« und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GiehenerFamilienblätter Monatliche vezuorpreife: 1325 Mark und 75Mark 2rögerlohn,durct dirPost 1400Mark,auchbeiNicht« erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. - Iernsprech« Anschlüsse: fürdieSchrist. leitung 112; für Derlag vnd Geschäfisstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Liehen. poftscheülonlo: Frankfurt a. M. 11686. 3 Milliarden Mark deutsches Volksopfer. Berlin, 15. Febr. (WTD.) Am Donnerstag fand in der Reichskanzlei die er'"te Sitzung des Dertrauensausschusses de 3 deutschen Dolksopfers statt, der außer Vertretern Der Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden zahlreiche Vertreter aus den alt- und neubesetzten Gebieten, der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, der Wirtschaftsverbände, der Landwirtschaft, des Handwerks, der Presse, der Wohl.'ahrtspfleze, der Kirche usw. beiwohnten. Der Reichskanzler schilderte in großen Zügen die Entstehung des deutschen Volksopfers und teilte dabei mit, daß der Geschäftsstelle bisher rund 3 Milliarden Mark, außerdem mehrere hundert Millionen Mark in Devisen zugegangen seien. Richt berücksichtigt feien in diesen Zahlen die bei den Sammelausschüssen usw. im Lande noch liegenden zweifellos sehr erheblichen Beträge. Das Hilfswerk der Landwirtschaft habe dem Ruhrgebiet bis 6. Februar rund 403 Eisenbahnwagen mit Lebensmitteln zugeführt. Zur weiteren Durchführung des Hilfswerkes wird ein Arbeitsausschuß gebildet. Te'chwssen wurde, sofort für das rheinisch-westfälische Gebiet rechts des Rheines 503 Millionen Mark zur Verfügung zu stellen und entsprechende Summen für Die übrigen besetzten Gebiete zur Ausschüttung zu bringen, sobald dort die erforderlichen Unterausschüsse gebildet sind, die eine gerechte Verwendung der Mittel gewährleisten. Ausweisungen. Wiesbaden, 15. Febr. (Wolff.) Die Rheinlandkommission hat mit sofortiger Wirkung folgende Beamte ausgewtesen: den Bürgermeister Trapers' in Wesbaden, den Oberregierungsrat Vo Icker bei der Regierang in Wiesbaden, den Direktor des Versorgungsamtes in Wiesbaden v. Soeben und den Direktor der Oberrealschule in Wiesbaden, Höfer, Führer der Wiesbadener Demokraten. den französischen Truppen cinschifßut. Die Entscheidung soll, w'.e von litauischer Seite weiter b.-liaup'et wird, demnächst e -folgen. Von litauisch 'e Se te wird ferner berichtet, es sei eine Ver- dabin getroffen worden, daß die Li- Von der Haltnnq Amerikas. Reuyork. 15. Fchr. (WT2) Durch Funk» spruch. Rach einer Meldung der .Reuyork Times" aus Washington heißt es in einer von einem republikan feben W tgliede des Kongresses, Voigt, eingebrachäen Entschließung: Der französische Einmarsch in das Ruhrgebiet ist eine K r i e g s ha n d l u n g gegen die Dahin- siechenden und Wehrlosen. Die Entschließung weist darauf hin, daß der französische Einbruch in das Ruhrgebiet den deutsch-amerikanischen Handel in Getreide. Baumwolle usw. ernstlich störe und die Erzeugerkreise der amerikanischen Farmerbevöllerury schädige. Diesen Handel zu schützen, hätten die Vereinigten Staaten das Recht und die Pflicht ohne Rücksicht auf die durch den Einmarsch ins Ruhrgebiet aufgeworfenen moralischen Fragen. zösischen Minister für öffentliche Arbeiten, Le Trocquer, um 11,30 Llhr begonnen und ist kurz vor 2 ilbr zu Ende gegangen. Englischer- seits wohnten den Beratungen bei: Donar Lato, Lord Curzon und Lord Derby. Das englische Kabinett wird sich mit den auf der Tagesordnung stehenden Fragen heute nachmittag wa.)r,ch:inlich in einer besonderen Sitzung befassen. Die gemeinsamen Verhandlungen werden morgen vormittag 11 Uhr fortgesetzt. Das tiirki chc Ultimatum für die Kriegsschiffe in Smyrna. Paris, 14. Febr. (WB.) Havas. Die alliierten Oberkommifiare in Ko.ista iti.wpel haben dem Vertreter der Regierung von Angora, Adnam Bey, die Antwort Großbritanniens. 3'al ens und Frankreichs auf die türkische Rote übergc b.n. worin die Abreise der alliierten Kriegsschiffe, die in Smyrna vor Anker liegen, gefordert wird. Die alliierten Regierungen lehnen es ab, den türkischen Forderungen stattzugeben. Immerhin ist man in französischen Kreisen der Ansicht, daß, wenn die Türken auf ihr Ultimatum, das für die Alliierten eine Herausforderung bedeutet, verzichtet, die Alliierten ihrerseits einen gleich versöhnlichen Geist im Interesse des Friedens zeigen mühten, um den Türken zu beweisen, daß die Alliierten keinen Hintergedanken haben. Sie würden dann von den 23 Schiffen, die augenblicklich in Smyrna liegen, nur zehn dort belassen, das ist genau die gleich: Zahl, die sich vor dem Waffenstillstand dort befand. Auf diese Art Wwden Du Alliierten thr Recht, Kriegsschiffe in türkischen Hoheitsgewässern zu belaßen, vollkommen wahren, während sie gleichzeitig ihre Mäßigung bewiesen, um eine endgil.tige Regelung der Streitfrage herbeizuführen. Aus dem Reiche. Eia Urteil des Staatsgerichtshofs. Leipzig, 15. Febr. (WB) Auf die beim Staatsgerichtshof zum Schutze der Republik eingelegten Beschwerden der verschiedenen Ortsgruppen des „Bundes der Riederdeutschen" gegen die von den Ministerien in Mecklenburg - Strelih, Mecklenburg - Schwerin, Lippe - Detmold und vom Senat der Freien Stadt Hamburg erlassenen Verbote und Auflösungs- Verfügungen hat der Staatsgerichtshof die Verbote der betreffenden Landeszentralbehörden grundsätzlich aufgehoben, weil der Beweis nicht erbracht worden war. daß die vom Bund angestrebten Ziele gegen das Gesetz zum Schuhe der Republik verstoßen. Rur die Beschwerde gegen das vom preußischen Ministerium des Innern ergangene Verbot ist verworfen worden. Die neuen TeuerungSzuschlage. Berlin, 15. Febr. (Wolff.) Im Haushaltung sa u s s chu h des Reichstags wurde der elfte Rachtrag zum Etat 1922 angenommen. Dom 1. Februar ab werden demzufolge zu Gnm^g:k»alt, D'äten. O. t?zufchlag und Kinderzuschlägen 942 Prozent als TeuerungSzu- schlag gewährt. D«r Frauenzuschlag wurde auf monatlich 12 000 Mark erhöht. Reue Lohnsätze im Duchdruckgewerbe. Durch Schiedsspruch des Zentral-Schlich- tungsamts der deutschen Buchdrucker ist der SpitzeVohn im Duchdruckgewerbe mit Wirkung vom 19. Februar ab auf 57 033 Mark für die Woche festgesetzt worden. Auf die jetzt lausende Woche ist eine Teuerungszulage von l/fi des jetzt gültiaen Tariflohnes zu zahlen. Diese Lohnsätze in Dwoindun; mit den gettiegenen Materialkosten erfordern eine Erhöhung der gegenwärtigen Druckpreise um 75 Prozent. Aus dem Dahrischeu Landtag. München, 15. Febr. (Wolff.) In der Vollsitzung des Landtags erregte die Erklär ist Fremden jede Derpflegungsmögli'chi'eit genommen. Etwa zwanzig französisch^ Offiziere drangen in die Küche des Hotels Vereinshaus ein und nahmen dort das für die Familie des Direktors und für die Angestellten hrrgeriH'.ete Essen fort. Die Rervosität der französisch:'.! Desatzungstruppen nimmt immer mehr zu. Es werden weiterhin schv.re Mißhandlungen von Stiaßenpassanten durch französische Truppen gemeldet. Essen, 15. Febr. (WTD.) Das gewaltsame Eindringen der Franzosen in Gastlvkale und Lebensrnittel e'chäfte ist auch heute fortgesetzt worden. In einigei Lokalen wurden die Gäste wiederum h^rausge:rieben. Mit Gewalt nahmen die Eindringlinge Getränke und Lebensmittel. Die gestrige„Wilßelm Teil"- Ausführung im Stadttcheater führte zu spontanen Kundgebungen. Das Publikum sprach beim Rütli- schwur stclhend die Schlußworte nach und fang das Deutschlandlied. Eine von über 1000 gastwirtschaftlichen Angestellten besuch e Versammlung faßte einstimmig den Deschuß, vom 15. bis 16. Februar mittags 12 Albr in einen Proteststreik zu treten. In einer einstimmig angenommenen Entschließung lehnen die East wirtsangestellten es ab, den Befehlen der französischen Soldaten und Offiziere Folge zu leisten. Essen, 15. Febr. (WTB) Seit heute mittag durchfahren zahlreiche Panzerautos die Straßen der Stadt. Das Rathaus wurde in den frühen Ra ^Mittagsstunden umzingelt und beseht. Gegen 4 älhr fuhren Panzerauws zum Theaterplatz. Eine große Anzahl französischer Soldaten drang in das Theater ein, wo ein Doppelposten aufgestellt wurde. Der Zweck der Bewegung ist noch unbekannt. Mitcheinfuhr ans Holland. Berlin, 15. Febr. (Wolff.) Das R-eichsmi- niftetium für Ernährung und L.v.rdwirtschaft leitete zur Hebung ter im widerrechtlich besetzten Gebiet durch den Einfall entftanbenen Milch- n o t die E i n f u hr von täglich 50 C00 Liter Milch aus Holland in die Wege. Da infolge des schlechten deutschen Wechselkurses die Milch an die Bevölkerung zum Gcsdehungspreise nicht a>- gc.setzt werden kann, stellte der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft im Einver.rehmcn mit dem Reichsminister der Finanzen aus den dvn den gesetz.g'.'b.nden Korperschaf .en bewilligten allgemeinen Mitteln die Btiräge zur Deßügung, die zur Verbilligung der Milch auf den Inlandspreis erforderlich sind. Reben der Einfuhr holländischer Frischmilch tourte durch di: Zuweisung von kondensierter Milch und M i l ch p u l- v e r versucht, der dringendsten Milchnot abzuhelfen. Die Milch^uweisung beschränkt sich nicht auf daS Ruhrgebiet, sondern umfcht auch He S ädte des altbesetzten Gcbi.-ts, soweit i're Milchpepo gungs- lage ein Eingreifen des Reiches notwendig macht. Das neue Meinclcr Laudes- direktorinm. Memel, 15. Febr. (WTD.) Heute mittag wurde die Mcmreler Landesverwaltung von der Regierung Simonaitis an das neue von der Sonderkommsfion ter Dotschafterkonsevenz in Aussicht genommene Landesdirektorium (Lcmk^spräsilent Gailius, Direktoren: Dorchert und Dirschkus als Litauer, Falk undPannars als Dmtsch«) übergelen. Der Oberkommissar Petin« wird, wie von litauischer Seid: er Härt wird, sich nach der Entscheidung über das Memelgebiet mit Der Reichskommisfar für die besetzten Gebiete gegen die Zumutungen der Franzosen. Berlin, 15. Febr. (WTD) Der Reichs- kvmrnissar für d i e besetzten rheinischen Gebiete hat der Interalliierten Rhein- landkommission in der Frage der Besetzung der Höf ui von Wesel und Emmerich folgende Rote über geben: Mit Ichrcm Schreiben Rr. 2743 haben Sie mir im RameiZ Ich ec Regierung zwecks Weitergab: an meine Regierung zur Kenntnis gebracht, daß die Häsen von Wesel und Emmerich am 13. 2. durch belgische Truppen beseht werten sollen. Gleichzeitig teilen Sie mir mit, daß unter dem Schutze dieser Truppen Detachements von belgischen Zollbeamten Besitz von d.n Zöllen in Vie.en Häfen ergreifen toetfxm. Sie sprechen In Ihrem Schreiben weiter aus, daß die belgische und französische Regierung darauf rechnen, i-aß die nöligen Schritte seilens der deutschen Regierung ün- tetnommei werten, um jeden Ztoische,.fall zu ver- meiben. Ich sehe mich nicht in der Lage, derartige Mitteilungen an meine Regierung weiterzuleiten, und to.f im übrigen darauf aufmerksam machen, daß mein Auf gab n kreis auf das vertragsmäßig b.fehte Ge;i:t beschränkt ist. Berlin, 15. Febr. (Wolff.) Der Rcichs- kvmmifsar für die besetzten Rh.ünlande, Fürst Hatzfeldt-Wildenbruch, l ge g g n eine Reitze von Maßnahm-m der Rhein.a.tdkommission Verwahrung ein. Er erhob insb-esvndere Vorstellungen gegen das Dor bot des Läutens der Kirch:ngloch:n am Tvauerf> nntag. das von einzelnen 5X1 gierten der Rhrinla.ldlonrmission den tzohcn kirchlichen Behörden in einer Form mit» geteilt worden war. die keineswegs der sonst üblichen Art des Verkehrs mit solchen Stellen entsprach. Ferner wandte er sich gegen die Amtsenthebung des Lan^wates und des Bürgermeisters von Mörs, und gegen die Verhängung des Belagerungszustandes über den B.zirk Mörs. Die Rheinlandkornrnisfion beantwortete darauf die verschiedenen Roten des Reichskommissars in einem kurzen Schreiben dahin, daß sie es ab lehne, b?rartige Proteste gegen ihre Anordnungen zu erörtern irnb daß sie zukünftig solch: Schreiben nicht beantworten werde. Die Reparationskommission über neue „Verfehlungen" Deutschlands. Paris, 16. Febr. (WTB) Die Repara- tionskommifslonhat von der Roe der deutschen Rücklieferungskommissron vom 29. Januar 1923 Kenntnis genommen, die den Verband von Maschinen und Material, das an Belgien und Frankreich zurückzuerstatten ist, äufhält. Sie stellte mit 3 Stimmen bei einer Stimmenthaltung, der des englischen Delegierten, eine Verfehlung Deutschlands fest. Die Konimission stellte mit 3 Stimmen eine Verfehlung hinsichtlich der Stickst ossleferung, die Deutschland 1923 liefern soll, fest und teilte den beteiligten Ländern mit. sie mochten kraft des Vertrages ihre Kohlenanforderungen für 1523—1924 bekanntgeben. Der skandalöse Fall in Gelsenkirchen. EN en, 15. Febr. (WTB) Zu Verteidigern des verhafteten Polizeipräsidenten und der übrigen Polizeibeamten aus Gelfenkirchen sind die Rech'sanwälte Richter aus Recklinghausen und Dr. Fröhlich aus Essen bestellt worden. Cereser ist fcute vormittag von einem französischen Oberster als dem Vertreter des französischen G-mcrals empfangen worden. Dabei ist ihm mitgeteilt worden, daß es sich noch nicht um ein Gerichtsverfahren, sondern nur um eine r;in militärische äln'e Wuchang des Vorfalls in Eelsenkirchm handle, rnsol edessen könne Fröhlich vorläufig noch k-'fne Sprecherlaubnis egalten, öe nach dem Ausgange der äln'ersuchung würde die Freilassung der Iwhnftier'te i erfolgen oder das Gerichtsversa'h.en ero f et werden. Dr. Fröhlich hat darauf hrngewiesen, daß der le.haftete Poliz ipräfident Stieler Mitgl'.ed des Preußisch:» Abgeordnetenhauses ist und als solcher wohl auch nach dem sranzösifchm Rocht Anspruch auf Immunität habe. Der Oberst hat versprochen, dieS seinem Gere.al vorzutragen. EinTeil der verhafteten Polizeibeamten ist heute abend nach dem ersten Verhör wieder frei- gelassen worden. Gelsenkirchen, 15. Febr. (WTD.) Heute mittag fanden sich auf Einladung der örtlichen Prelle Vertreter der ausländischen Zei- tu n g e n aus Essen und Gelsenkirchen ein, am die von den Franzosen während ihres Hierseins zerstörten ü n t e r I u n f t d r a u m e, vor allem das völlig zerstörte Wohlfahrtsamt für Kriegshinterbliebene und Sozial- und Kleinrentner zu besichtigen. Durch Augenschein and an Hand von Protokollen von ‘Beamten, und Zivilpersonen wurden die gemeldeten Verwüstungen und Mißhandlungen erhärtet. Militärische Vorbereitungen in Esien. (Berlin, 15. Febr. (Priv.-Tel.) Der Prv- test st reif be- städtischen Angestellten und Arbeiter von Essen gegen die Verhaftung des stellvertretenden Oberbürgermeister^ Schäfer, dem dir gesamte Geschäftswelt EssrnS sich angeschlossen hat, yat heute vormittag 11 Uhr begonnen. Sämtliche Ladengeschäfte und Bureaus waren gcschlos- fen und die Fenster verhängt. Durch den Streck Die Debatte im englischen Parlament. London, 16. Febr. (WTD.) Der Arbeiterführer Clhne e öffnete die gestrige Debatte über die Antwort auf die Thronrede. Er brachte den kereits gemeldeten 21b» ändernngsantrag ein. in dem er erllärt, die Rede Donar Laws über Frankreich und Deutschland sei freimütiger als alles, was das Mnle:- haus seit langer Zeit zu hören ce wohnt war, gewesen. Frankreichsei offenbarimmer noch von der Furcht beherrscht. Diese Furcht werde solange andauern, als das hauptsächlichste französische Wwkzeug die Gewalt sei. Zur Orientfrage bemerkte Clhne, was auch immer die Dllchlüsse der Angoraregierung sein w:rden, die Arbeiterpartei werde sich jeder Diplomatie widepsehen, die darauf ausginge, bri- tisch.s Tlut ©egen auswärtiger Oelfelder zu vergießen. London, 15. Febr. (WTB ) Im H n_t er - Haus fragte ein Mitglied, ob die französisch: di: b itisch: Reg'erung aufgefordert habe, einen Teil der von England b.'sehten Zone der franzö- zösifchm Zone zuzuteil^n, hauptsächlich was Die wichtigsten Bahnlinien in der englisch besetzten Zone b:treffe. Der älnterstaatss:kretär im Auswärtig m Amt, Mac Reill, sorgte, die französische Regierung h-abe ein solches 21 ifinnen nicht gestellt. Wedgewood fragte Bonar Law, ob die Vertreter der französischen Regierung, die gegenwärtig in London seien, dese Frage nicht aufgeworfen hätten. Donar Law erwiderte: Heute mittag hat eine Sitzung mit den Franzosen siattgesunden und ist auf morgen vertagt worden. Ich kann deshalb im Augenblick unmöglich eine Information geben. Di: Mitglieder der französischen Delegation, die nach ihrer ursprünglichen Llbsicht heute nachmittag nach Paris zurückketzren wollten, bleiben bis morgen noch in London, um die heute vertagten Verhandlungen sortzusehen. Le Trocquer in Paris. London, 15. Febr. (WTB.) Minister Le Trocquer ist nach einer Reutermeldung in Lvn don eingetroffen, um mit der britischen Regierung über die Benutzung der Eisenbahnen in der brrttschen Zone des Rheinlandes durch die Franzosen zu verhandeln. Paris, 15. Febr. (WTD.) Rach einer HavaSmeldung aus London hat die Konferenz deS englischen Kabinetts mit dem fron« Ein neuer Aufruf der Bergarbeiter-Gewerkschaften. Dortmund, 15. Febr. (WTB.) Die Bergarbeiter - Gewerkschaften erlassen folgenden Aufruf an die Bergarbeiter des Ruhrgebiets: An die Ruhrbergleute! Die Ereignisse der letzten Tage, wie Mißhandlungen und Verhaftungen von Funktionären der Arbeitnehmerorganisationen, besonders der Bergarbeiterverbände, zeigen mit Deutlichkeit, daß die Besatzung versucht, die Arbeiterschaft zu provozieren. Die bisherige ruhige aber entschlossene Llbwehrtaktik wird den Eindringlingen unbequem. Sie versuchen, durch eir e i cl gemeiner Auf stand te: Arkeiicr und durch blutige Zusammenstöße mit diesen ihr Ziel zu erreichen, was ihnen bisher nicht möglich gewesen ist. An die Bergarbeiter richten wir deshalb die dringende Mahnung, sich nicht provozieren zu lassen, sondern Ruhe und Besonnenheit wie bisher zu bewahren. Rur dadurch wird es gelingen, den Abwehr- kampf gegen die Fremdherrschaft siegreich zu beenden. Dem französisch- belgischen Imperialismus wäre nichts erwünschter, als ein allgemeiner Aufstand der Duhrbevölkerung. Die Kvinmunisten und die Rnionisten, die fortgesetzt nach dem Generalstreik rufen, unterstützen bewußt oder unbewußt die Pläne Poincares. Kameraden, tretet diesen Seneralstreckpropagandisten entgegen, GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick und Verlag: vrühl'sche Universllätr-Vuch' und §teindruckerel H. Lange in Gießen. Schrlftlettung und Geschäftsstelle: ^chulstraße 7. stefe: im jn9t- nnen laffen, len. «Int TeanlSSM ' fanbZ iS«« c 03er |h3.,, " -i-L' 9 dabe Wn kienX S.igland nio bl-illsch» 5c, >k->. » »i- lmmen könnt ’J" «olner ©tbiti N". und er düst. 2pannung tatlädy- rnag lei aber der »P5en nch jUrüif. tounf^en weder U öaoe !6nni muffe |e noA \ die Frag, ।Jt t e rv t n i« c e, c‘ 9tij).’boa, Denn iwen GMcen. Ruhrgebiet-, 2TÄ) Acber die en Sebieivird *lttog 3U6t ?n metaUut» en h.fchlen Er« d il huue vsrmll' Sollen leint Selen schiel tireulf leint Milch > cingeltiflcn. Auf ■3 |e n:r verlangt, et feraugfabrenben ft6'Heien, öeftem n- unb SchEMt U!s offener Streck sttöfalten und re» l dieser MH nähme ta Hadesignüle« "> lüfteten, tourten trerJen feit» ©erien über die •cn. SJ wird mit Mms 3 Lebens» töt mllitartliertee schwach. Aus her tn" in jeder Aich» unregelmäßig, auf n Pestonenzug und n Dam en ist ver» Anschuldigung der 5 den Gesängnlssn _— 9lf"‘ 340.* tgltfOCf 09,70 er ■ ' 149619«' i 6416.- idi 1 905 W 58479,’j in M 1921 10 M 68 ((000 nr"hD bd Rdwerl Dr Ttftlftr Xif- fetten, toonad) Mw Partei bem Ä al t itml el- fit r ttxfltn Mnef dct1 ft» auch In Srh en noch ■te fo verbreitet ge»d«* ^ien wie »eyt. Tt? sich t che Thnifiet Lipinski w-ist tk 3ngdf1z le) Totretmri als unb.gr-unbjt zurück 9* fiten leb glich tft>i Buh ax auf a.-hoben Wor- b:n Atmet fei nicht wahr, bah Hunderre VON Txxr.ten wegn ihrer polit fchen ®dbr.tun<| ent- fernl worben feien, es leirn nur einzeln« teftr itlg tr fft tte geftem au g fKttc TdntiMung b?s Xg Dr 6b.dbei (3) ,u roh 6icr! nagte ungdrhlichr Eimnllch- Unfl Adz^Ä^Ma^?11 (D Tp) beNrriiet. bah Mr bru!ff-n Menarchllc-i Eepirr bei heutigen Staates IcUm; bal beweste f4m Per Opfermut bcr Mm grbhten Tdl Monarch iWAm TeamXn b.i Rul.gebHi im Äampfe für bei peutlqcn Surat Ti- Dutsch? ToIMpavtci ke ilir sich srkrch vor. zu gegebener Zeil auf t>eralfungtmV l icm TD.'uf eine Te ibet-ung bcr 6!aat6fo-m anyntre- bcn Damit fei fit e e ifo'r>?nig ftaatsfeinblich vir bi< Sv ialvemvk alte. die Ja auch eine aibcre — fo-tallliilck — Cta itiform edlrebe. Richt dl ob U. Aideitcrihift. io idrrn be getarnte Dwölktz» rung b.« Rui gebirls ohne Pir e unters b -d? t'.tblcne für u-.en herotfch.n Kampf bcn Dank bei Taler la nbri Lbg Delius ( Sem) fchltestt sich Metern Dank an unb fo.bcn Ma^mhm.'n. um dem schäm- foLn Wucher das 9)a ibip-rt zu le .et. Düs Tot- fldeft rnttf!« sch'eunigsl i< abfchiebel lECtbea. D.e TIa\na(,'m.'n geam bte Sch e mnerei bürfen nicht Hu uimun n Schübigungen bei foltben Dastvirts- ge wer des führen Aba Leicht (Tayr. Tpt) betont ben «n- tnrlifli'che.^ Obaraftrr ber nattvnalsoztaNsit- fchen Tetrcnung In Münchrn Abg 3l4>born (Äoitm.) le^nt ble natl->n3le •tnbetlifroni an btr Tubrfronl ab. Dir Arbeiter würben tm Einklang mit ihren tommunlfitfAcn ®artctgmofkn in Arankrtich ben fran^lischrn MUitnrismuS abtoebren. sich aber nichl al)We k- Acug ter 'Tattonalih 'i q >nuch.'N lassen Dit deutschen unb franibsischen Unlemebmer mürben sich doch halb toteber ncrftänblgen Trzeichnenb sei. bah bie Babiich: Arilin- ui> Srbafrbrik ber ha-AÖlildxn Tegkrani bie Deheimrezept? zur Atrhtilung vet!.ich.endet 6?rengfto'f; oerfauft bätle 5\iA |rt für Htichnen^ wie brr massenhafte Dninb^lückiverkauf an AuslLnber Mo gen nachmittag 2 Ubr TDelterberatung SchUib nach 6 Ubr. Aus Slabt und Land. Dieben, ben 16 Februar 1923. Das Deutsche Boltöopser. 3n ber Ddch3fÜsie2e bei -Siebener AnAelgers" find für u isere bedrängten Tol!3- Snoikn an bcr Auhr unb am Ttfdn veiler n gegangen: StaaiiO'issenfch'rfilich« Fachschule (2 Tat«) 100C0. Klasse Va 3 ber 5V>h.-re i Mäb-chrnschule 10020. TNhstunbe Sl. &4- Dilh Plank 20 300. Tlngendlte unb A.b.itrr ber Fa KNngspor S m. d. A 46 ICO S. ^otepb 10 003. Ton treubeutl^n Männern 8003. AngefieUt* unb Ard i er bet Fa Tereioicung hrss Dautltgrub-n S. m. b AU (6Z, Stammillch von ch Schä er Tammflr 39 3203. Ä tt K5O 9 T 2030. Klaffe Vlh ötabifnabcn- Pule 4800 Quinta bei R.-alaymna'iumi 7500. Salomon C,o'cn und 'M» ater «den Im befebten chebiet neuer binai ta\u Über, >ke loncnzüge mit elarnrm f «t ö'ifchen Per» formt au fahren. Da für be artige Züge bk 2te- tru-'.-.vL'e.Mt nicht gewährl.-ist.l Jt eamt bk Retchrl^nocrwairung bai Publikum vor ihrer ^.nutung unb macht barau« aufmerksam, bah S^ ab ni r asanfprüche aui e walg-n Unlülbn t«i T ni.D ng tiefer Züge g g n ble deutlch« Ot'c.w bahn verwalt ung nicht erwachen kdnnM-. - Der Slektrizitätspreli Mu Bbtif4#n •l«Ttditt3tÄx:1 w.rb uni el.’geteilt 5 bilolgc bec auheLDibcnUkb-n Änbienprfi- flcigetuaaen am 1 unb 8. b 18. bte für bcn Doiuat Te. -.-uar nicht uverheb.ich ertzLh: 8vr h ul.- ,D« fünf Frankf urtel unb ,«>.e Te eyung von chslen durch die Franzosen". Wettervoraussage für Samstag: Ttü'e'. wolkige i TTette: ohne rre'entl che Aiederschlige. etwai mll:cr. Die AuslLufer der ozeanischen Depression verstärken sich, ohne eine wesentliche Aende» rung der Dit.e ung hervvr-urufen. Lauvtreis Wieffcn. L Allen dorf a. d. Ld unb brr pr u is h1a ten die UmtnanMung ber unbeschränkten Haftung ber Mitglieder In bte beschränkte Haftpflicht. Starkenburg und Rheiuhesfen. rm Darmfiadt, 15. F:br. Zu T ginn der f- utlpcn Stadtverordnctenflnung ax- f m Uc Tcttrcter bcr S i h mit^t.iU, tobte Lohnerbbbungen für M? slübt. 2 teiter für b.n Monat Februar ten Ttixng von 1 277 530 000 ausmachen. Hcgcn.Nallan. •isc Mufsehenerregende Tera'fhmgiaffire im Fraukhurt a. TL fl>b Frankfurt a. M. 15. Febr Die Kriminalrw.f i de«ch;'tigi gch feh einigen läge» mit einer » 1 f i m o r b a f f ü r e. bte In Kf ri Sinz kdeiten an bte Unta'en des DifrmSrters «ad Hopf vor etwa 10 Echoen ertnrwn. X Mntelt sich i» bteiem ne ei Halle um den Lubjtn ®Artn«r unb j«bkn Ävanfenpflegtt Euftav Werner, R-nbde Strohe 26 einen ettea 32136-igen verheira e rn Mann Schon tm t»v igen x'Vxvr« war gcgci bei Werner ein Ter* 'n cn eingetei et T?-Sen. da er im Rcrba* hanb. feint 3bef t a u durch Hist beseitigen je treten Das Tr.fabm mu*-e aber ctngefMTt werten, weil bte Frau und deren Ter* wandte das .Hargnis derwet^erren ,euzw«chsi har aber Werner bte Dtfrmortee.iuchr an ber Frau fortgetert. 3 r f »ritte ihr le raffinierter Weife fflftÄoffe ein. f» bah fte immer mctc dabäcktech L. sich aber 1«teso^l wieder erchvllt wem 'Ifrrrwt verreist war allo TznfVNDungcri mU vornehmen baut? Als '^d Ktt bie F.au t» LrzUxch- 'ZcGanbUna tejab. warte bei thr «ne Te gtfhag mit XrtMlin- Hyote'" 'tflgeHefll Fka'ch i mü d e em Tiit und mit unteren 'm fanden Lch In ter reich'alttgen Hausavv VHe tel Wemwr In grober Anzahl vor. \ft w.-rbei aber auch noch weitere sch .r« Ter dach'igungen aut tei Terwa idtm- kreisen aeg. ’ Lerner taut So unxb es als wahr* fch^rl-ch bo t x:_ bah er eine Lxzaht anderer Ihm zur Pflege anterlraatcr Kranken In ^ra-:f ^rt und in ÄSrnpetn durch 0 i nip r t 6 e n von ® tf t getötet labe. SovHt t «ter kf^e leüi werden könnt?, trifft es totsüchtich zu. tab ve.schteteme der Steigende Not an -er Ruhr und am Rhein. Mml öoa Dcutföie Dolhopfcr! Pflcgcleso' l rrern des Würmer noch ILnge em Siechtum gtflo.ben find Die Toliicl adeltet mit Äachb^-uck an der KlLruna dlefer auffc'e «erregen- btr. Angel rg^.cheii. — Das cm Werner verwendete Hyotein ist ein im TU'e ihaut vorkommendes Alkaloid, dessen Sal.e in bet Medizi' als Lch'asmlitd Detv-'ndung finden, in lort- ti.-t ..iten n.I.K-n Tc'e : a^jetxn aber unsehlbar •u Siechtum unb schließlich -um lobe füU.tn must. ra. Itankenbach 15. Febr 3m hiesigen DcmUndciralb trurle bte flürfTte Dich' '3 25 F st- metcr Inhalt) pro Frsimetec mit 242 033 Mk. h?-ahlt. Zich cnstammhvl, kostete 90 000 bis 131003 Mk pro St imetet und Stangen 1. KL 7103 Mk.. 2 Kl 36h? Mk.. 3. KL 1003 Mk. - T.i bcr Fürstlichrn Hoi, Versteigerung in der .Wintelbach" to.leien 2 Rm Tuherscheii tU 150 000 Mk.. Tuchmknüp.« Ml 123 003 ML unb 103 Stammwelle.1 bU 95 003 Mk ra. Robbelm a. b Tteber. 15 £hbr. Für untere hart b drängten Tolksaenoffen Im Ruhrgebiet wurden In bteligrr Gemeinde 405 7sv Ml. 40 Ztr. Kartoffeln. 8>, Ztr Roggen, 70 Pid Örbfzn und 23 Pid Dohnen gefpenbet Sitzung der Stadtverordneten. Dietzen. 15. Febr. 1923. Das Stadtparlament sah sich heute einer gewaltigen Aufgabe gegenüber. Die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung wies die Rc- torb,iffcr von 64 Dorlagen auf. und -u diesem in Dietzen sehr seltenen Pensum einer Sitzung kam noch eine aanz erkleckliche Fülle von Arbeitsstoff für die nichtöffentliche Deratung. Dank der ausgezeichneten Dorarbeit In den Aueschü s.'N, denen man Anerkennung schuldig ist, und dank der tatLdftigen Geschäftsführung des Dorsigenden der Stadtverordneten-Der- sammlung war es möglich, die meisten Dorlagen ohne Deratuna zu verabschieden und die Erörterung fast völlig auf die Hauptpunkte des Arbeilsprogramms zu beschränken. Die Hunde st euer-Srhöhuna führte zur ersten grötzeren Aus'pracke. D.e hier vor» geschlagenen Steuersätze sind Im Derhältnis zu dem heutigen Geldwert wirklich noch bescheiden. obwohl sie gegenüber den Siyen, mit denen man bei der Beratung am 21. Dezember 1922 sich zu beschäftigen hatte, eine wesentliche Aufträrtsentwicklung aufre fen. Mittlerweile hak sich aber der Wert unsrer J D.lbeä fo erheblich verringert, datz man von einer Ueber- spannung der Steuer auf keinen Fall sprechen kann. 3m Gegenteil hätte man nach unserer Meinung noch etwas höhere Sätze auch ganz aut vertreten können. Der Mittelweg zwischen dem Antrag der Derwaltung und der Forderung des Stadtv. Haupt würde sicherlich nicht zu viel und auch nicht zu wenig gewesen sein. Gin solcher Dermitllunasantrag lag aber nicht vor. und so stellte sich die Mehrheit des Hauses denn auf den Toden der Derwaltungsvor- läge. Was heute nicht wurde, kann la aber später noch werden, und wenn sich die Finanz- not weiter verschärft, womit wir ja leider woyl rechnen müssen, dann wird der Herr Oberbürgermeister sicherlich nicht verfehlen, auch aus der schärferen Testeueruna ter .Scheren- schleifer^. wie man heute in der Aussprache die Hunte bezeichnete, noch mancherlei her- auszuholen. Dem Stratzenbahnbefizit ist man heut« endlich mü erfreulicher Entschiedenheit zu Leibe aerückt. Zunächst soll dl« Linie durch die Tahnhofstratz« stillgelegt werden. Dann diese Matznabme In Kraft tritt, wurde noch nicht mltgetellL man darf aber sicher lein, datz die Derwaltung ungesäumt zur Durchführung des Deschluises schreiten wird. Erfreulich Ist dabei, datz anscheinend all« Skratzendabn-?r. die durch die Tetriedseinschränkung ü'e.'flü s g werden. In anderen städtischen D^nrieben unterkommen können und hier produktiver« Der» wenduna find«n werden. Für di« in Frage kommenden Familienväter ist das jedenfalls eine durchaus zufriedenstellende Lösung. Tei der jetzt beschlossenen Matznahm« kann ♦* oder nicht sein Tewenden Haden. Die Ausführungen des Tetaeordneten Dr. Seid, bl« wir weiter unten addrucken, lassen vielmehr die Forderung nach werteren 2latz7.ahmen zum 2ddau der Def zrtwinschaft bei der Strotzen- bahn als durchaus berechtigt erscheine». Die wettmögllchst« Sicherung der städtischen Fi- nanzwinfchaf: mutz unter allen Umstände» bi« oberste Richtschnur sek», der sich alles, auch eine sonst angenehm empfunden« Einrichtung, tmrerordnen mutz. Ao« kennt eben tetn Dedos. Wenn wir bk Rotzeit überstanden haben, werden wir auch wieder mal vier- oder gar echsspännlg in unserer Finanzkutsch« fahren können. Dieselbe Teichränkung ist uns durch dte Laa« der Dertz3lmis e bedauerlicherweise zunächst auch fstr das Dohnungsbaupro- «ramm 1 923 aufgezwunaen worden. Auch ier must »an zum grktzien Leidwesen manche, nur allzu berechtigte Wünsche ernstweilen zu- rückstellen. Fwffenllich findet sich aber auch nach dieser Richtung hin bald eine Möglich- kett, bte gestattet, noch mehr als bisher zu tun. gebenstl^ ist di: Wohl u vatfraot «in Kapitel, dem nach Mastgabe btr städtischen Finanz- Verhältnisse die allererste FSrderung zuteil werden mutz. Erfreulicherweise sind fich la dieser Ueberzeugung bte Stadtverwaltung und das Stadtparlametu völlig einig, und man darf aewltz sei», datz beide in dieser Te Ziehung ihre Pflicht gegenüber der Bürgerschaft stets voll und ganz «rfilltn werden. Erfparnifl« auf anderen Echreten der städtischen Wirtschaft werden die verantwortlichen Instanzen unserer Stadt sicherlich ohne Säumen in erster Linie der Schaffung wetteren Wohnraums zugute kommen lassen. 3tn übrigen bracht« di« h«utig« Sitzuna dis Erfüllung mancher zeitgemätzer und berechtigter Forderungen. Sitzungsbericht. Rntpefenb- Oberbürgermeister ZK e 11 e r. Tür» rrmdfltr Ä rennten, d.e Te gtorbnrtea DQ »td Dr Frey. Dr Rotenberg. Äomsur- »Unrat KiinasPoe unb 36 Otübtotrodxme Der Cterburgermelfter weist zunächst auf btt veränderte Form ber 5agesordnu »a hta. der xur Eclekchtcrung ber Ardest des Haufes alech Die Anträge der Terroaltung bzw der Au»1chüste b.ig.b uckt frten Di. Terwaltung verspreche sch von di.ser Rjuming eine fchiellere Information btr Stadtverordneten und tedurch eine rafchtr, Erledigung der lagrtorteumg Der neue Modus werde fünftij stets angetrante werten. Hi.rauf b?gtnnt bas Haus mit der Aufarbeitung ber Rekorb-ä'aatsordMFng. aus der wir heute nur bte wich ig'ten Punkte berichten. Erhöhung ber Hu nbtst euer. Der Finanz - Ausfchud teantiagt, au be- schlirtzen- Dir Ermetndehuntesteuer in der S'ate E testen wirb mit W.rkung vorn 1. Januar 1923 wie folgt festgesetzt «) fosern bcr Hundebe'lg bas gange Vrhr hindurch bauert 3003 TQ. b) sofern er nach bem 1 Januar, aber vor bem 1 Avril beginnt 2250 ML c) totem er nah dem 1 ApriL aber vor bem 1. Juli beginnt 1500 ML d) sofern er nah bem 1. Juli, aber vor dem 1. November beginnt 750 ML für jeden Hund Der mehrfach? Hundebesttz wirb mit folgenden Zuschlägen belegt: für ben Atx>.-lien Hund 1500 ML für ben dritten Hand 8000 ML usto . fo bah für jeden jwüeren Hoch bec Zuschlag sich um 1500 ML erhöht. 3n bet Aussprache hltl S atev Haudt für eine Tciboppdung bei ooigTfcht-igrnen Steuer» fätzr ein. von bet jrooch nur tee Heck er von Lutus- Hunden getioffen werten Jollen, er unterbreitet einen totengRenten Rnti ig S atev Schwle - der nimmt gegen diese Forderung Stellung unb tuh viele Hunte, von tenen man meint, fie würden au* Lurus gehalten, doch nur zur Sich.iung le) Eigentum § geleckt n würten S a*tt> Müller finke: in Anteil.»ht unferci ®db- Weite» bte vorgschl^nrn Sähe »u nitteta. er W ist auf bte Teiunigcn eine l4o^4e Minter- h.il unb damit bte Annahme ber Verwaltungs- Vorlage. Einschränkung des Tel riebe ber S t rasten ba hn. Die Telrtebs-Devutat'.on beantragt, M be- fchllesten Der 9 1 n ftett «Ji fl tes Trlrtebl ber Otn> stenbastn auf der ßlnte Tahnhof st raste trüb zugestimmt 3n ber Aussprache wist Stadtv Sch wie» der auf bte hoben Zufhüffe bt Stab NN« ,u ben Stra^mdahnkosten hin enb betont, bah man tm Hinblick au« biete starke Trlnstung der Still- legung ber «üim 2 zu st -n-nen e»-rte. aller» bt-gi erwarte man. bah bir «rnwrrtenten L ut, für andere produktive Zwecke verwendet würten. Sabtv Haler bedauert, bist ber Stratzen- babnbetrieb auf Kosten bet Urteiler clngetch önkt werben fvlle Er befürch'eß, bist da» Umsteigen auf bem Mark plitz zu grostm A ilewlla ten füfren werbe Rebne' tritt weiter für bte T tdehaltung bei Tetrieb* ber ßlnle darh die Tahnhofstraste ein unb forbert bie Stillegung der SelterSweg- Ibri»; e irm bab ngetenben An rrg trat er vor. Tetbe Cintee wlrden fa ungefähr g.eich stark benütt, aber bie ßlnle durh bre Se irrsweq bade e ge 6t rabenteile lu paffirt m bte Tahnhofstrasteilste dagegen nlch'. O berbürgermtih er Keller warnt davor heute Dieder In ein Ehaoß zu geraten. bte Ftnanztaae aw nge fetz' zu klaren Ent» fchlü'fen. ötabto. Müller front o5 eß tochnllch möglich tei. bte Waaen abweh'einb durch ben Selterßweg unb durch bte Tahnhofstraste taute» zu tasten Di« Frage wird vernein,, v^idro Flfcher erklärt, feine Friktion tr-rbe brr Anträge bcr Tetriebsdeputativn zu tlmrnen Er «ei darauf geiaht gewe'et bih nun einen nutz weiter gehenden Antrag erwarten auhte. Seine Tevte ßeuttger Stand des Dollars 10 älhr oermtitagt Terile 19000, Frankfurt a. TL 19500. "Se Sitzung die 1 unl> berechtig. >?n kh» Honißn dier.,>en. NA911 y '«chren 55,? stzr »sL ksA £SP -svs S^i'ö ’pönjen un^er 'n erster Li ^aum zugute t Heller, Ur» ^geordneten "berg. Ammer- Ttadtoerordnve. 11 runach't auf die Mng bin, bet Hauses gleich >■ der Lussch, wg verspreche sich 'Ee 3n|ormalion urch eine raschere Der neue WodaS Verden. mt der Lisarbes. g. aus her mit le berichten, befleucr, antragt, zu fieber Stabt ©leben tat 1923 öle folgt E i ganze MM iot, aber 225021t ril, aber 1502 M itl aber jiratt UOM tM mit folgenden 1500M 3000 aut t Auch 1502 M. Mv. Aaupt für fdjlogenen Steuer- Halier vonLurus- in; er unterbreitet ß.abtn, Schwie- »rung Stellung und tonen man meint, Itcn, doch nur zur lt-n mürton Stattv. 4t uirlciti ®ab- ühe zu niedrig, ec tor S'.rahen durch ntMMreiM unter Ausschaltung eifer Keller e- snchmnunzuWg H Aück icht auf die ‘eilen könne, ob ein toitsgrönden ge* starke Mererung: Dorschlag der ^r- lann MA !> "‘"’X Ä S*“‘ .«< „!» IIP *** achLmgen Miten ergeben, baß diele IDagen überhaupt Teer laufen. M^m werde sich wohl oder übel an noch weitere unpopuläre Anträge in dieser Suche gewöhnen müssen. Die Verwaltung möge im Interesse der Finanzen nicht zu spät eine noch wettergehe.ide Vorlage bringen, als die heutige. e.abtD. Dierau fragt, was aus den Arbeitern werde. Beigeordneter Dr. Leib antwortet auf die verschiedenen Anfragen u. a.. In dec Detriebs- deputalion hat ein Antrag, gleich den ganzent Detrieb still-utegen, keine entgegenkommende Auf- nahme gefunden. Daraufhin ist ron dem Antrag Abstand genommen worden. Das Defizit der Sttaßenbahir betrug vom 1. April bis 31. Dezember v. I. 13 Millionen Ma.k. Der Zuschuß im Monat Januar beziffert sich allein auf 1 Millionen. Seit dieser Zeit sind die 2ö.) ie etwa verdoppelt wer en, die Strompreise werden auch ungefähr eine Tc-tbopixlung erf.ch en. Mir werden damit £u rechnen haben, daß das Defizit jeden Monat noch größer wird. Mir werden für die Zeit vom 1. Aprll 1922 bi« zum 1. April 1923 mindestens mit 20 Millionen Ma k Zuschuß rechnen müssen Die Ge'am zahl d.r b förde.ten Personen be^ffert sich auf etwa 1 Million. W.nn wir >n Zukunft pro Jahr nur mit einem mäßigen DucchschnittLf-ah.preis von 35 Mari, rechnen, s» würden wir eine Ja h r eSe i n na hm e von 35 Millionen Mark erzielen. Innerhalb eine« Ia'wes sind für den Strompreis 52 Millionen e forderlich, für die Arb.iterlöhne 112 Millionen Mark, mithin würde sich die Gesamtausgabe auf 164 Millionen Mark belaufen. GS crgbt sich also ein Iahrosdefiztt von 129 Millionen Mark. Diese gance Rechnung gilt aber nur unter t-er Vorauefetzung, daß die künftigen Kosten sich f^g- n den heutigen, hier zu Grunde gclc.ten Prcisst nd nicht erMeti. was jedoch nicht anzunehmen ist. In ter obigen rerfmunq sind die De waltungskoston. Ma'e- tio'b f r:< ffungen, Ab'chxibuncar und Rücklagen noch nicht mal berücksichtigt. Wenn tt-r Bwlwil- tunn auf Grund der h utig:n D.triebskosten ci.v.n Fatz p ris nehmen wc ltt.. d.r ein D fizit voraussichtlich ausschließt. so müh e die Fahrt 175 Mk. kosten. Eine gewisse Steigerung des Fahr- Vreises kann ja wohl noch ertragen to.rd-en, aber nicht auf 175 Mk. Wenn jetzt eine Linie still- aelegt wird und noch einige andere kleinere Er- svarnisse dazu kommen, so läßt sich eine jährliche Tefamterfvarnis von 50 Millionen Mark errechnen. Man muß habet auch eine gewisse Torrn Liter urig ber De -überzahl in Re h rang stellen, immerhin würde sich wohl das Defizit auf 79 Millionen herabmindern lassen. Es darf auch nicht übersehen werden, tast wir unter Alm- ständen vor einer sehr schweren Lage in bei) Kohlenversorgung stehen. Da kann es nicht verantwortet werten, Wern Kohlen, und das ist doch ber Strom unnütz verschne idet werten. Die Kohlen brauchen wir zur Aufrechterhaltung unserer lebenswichtigen ^Betriebe. Die Lage ist heute so, daß etwas Entscheid-endes bei der Straßenbach t gesch hen muß Wenn man die Frage prüft, welch: Linie stillzu!eg:n ist, so muß man beachten, daß der Hauptverkehr sich im SelterSweg ab- spielt. Mit Rücksicht darauf muß auch der Straßenbohnverkehr im SelterSweg aufrecht erhalten und demgemäß der in der Bahnhofstraße eingestellt werden. Hi'sichtlich ber Arbeitskräfte ist zu sagen: Die Derwaltung hat alle Stellen, die bisher frei geworden sind, offen gehalten. Es ist also möglich eine Reihe der Arbeiter sofort untei^'bringen. Die unter den Straßenbahnern bstindlichen Handwerker kö mie-n in die städtischen Baubetriebe übergeführt werden. Dir Regelung Lister Frage soll übrigens durch die Betriebs- devutation erfolgen, und sie wird so geschehen, dach alle Teile zufrieden fein können. Rachdem Stadtv. Maier noch einmal für feinen Antrag gesprochen, kommt das Haus zur Abstimmung. Der Antia; Mr!e: auf Sstllegung der Seltersweglinie und Debehaltwrz des De- tii-.bs durch dir Bahnhofstraße wird gegen die Feak i->7-en der Li xten ab^elrhnt. Die Mehrheit entsch idet sich für den Vorschlag dec Verwaltung auf Sstllegung der Bahnhofstraße-Linie. Der Betrieb durch den SelterSweg geht also weiter. Sozialrentnerfürsorge. Dem Antrag des FinanzauZsHufes entsprechend wird der Kredit zur Durchiüzrung der Sv'ialre^^nerfürsorge von 200 000 Mk. auf 703 om n^r erW't Wohnungsbauprogramm 1923. -je. a.acag der Daudeputation und des Finanzausschusses lautet: Für den Wohnungsbau in Jahre 1923 wird ein Gesamtkredit von 225 Millionen Mark bewilligt, und zwar: a) zur Errichtung zwe.e: Baracken für Äotwohnungen. b) zur Fertigstellung ber 20 Häuser der Baugenossenschift 18)4 c) der Baugruppe an der Ecke der Stephan- und Gnauth- straße, d) des Reubaues auf dem Grundstück Iohännesstr-ahr 3, e) einer Wohnung auf dem städtischen Ginmdltück Kirchstrahe 24, in Verbindung mit dem neuzu erbau enden Mebllag-er, f) einer weiteren Wohnung auf de n städtischen Lagerplatz Steinstrahr. g) der 6 Häuser der Cigenheimbau- genvssenschast. Der obige Kredit ist zu decken mit 30 Millionen Mark aus dem Wert des bereits vorhandenen Materials, mit weiteren 30 Millionen Mark aus dem Ertrag der Wohnungsbaü- abgabe und mit dem Rest von 165 Millionen Mark aus Mitteln der Dermögensrechnung. Stattb. Fischer belauert in der Aussprache, daß der Schulgarten auf dem städtischen Grundstück Kirchstrahe 24 bei dem Bau verloren gehe. Wemr ein guter Er'atz dafür geschaffen werde, so könne man ja damit einverstanden sein. Redner fragt, wie weit die Verhandlungen mit dem Alice-Der- ein wegen der Ueberlafiung dieses Gartens gediehen seien. Beigeordneter Dr. Seid antwortet, Le.- Garden der Aliceschule sei als Gr,atz in Aussicht genommen. Die Äüntlgung des Gartens sei erfolgt. Die Verwaltung werde darauf bestehen, daß der Garten der Alice-Schule zurückgegeben werde. Die Alice-Schule solle dafür ein anoe.eS Stück Gelände im Austausch erhalten. Stadtv. Simon bemängelte u. a, daß der Eisenbahner» Heimstättenverein in dem Bauprograrnm wieder nicht berücksichtigt sei. Er beantragt, diesen Verein mit dem Dau von 6 Wohnungen in Las Programm noch mit aufzunehmen, zumal sich die Gisen- vahiwerwaltung ja auch bereit erklärt habe. Zwei Drittel der ungedeckten Kosten z.l übernehmen. Oberbürgermeister Keller warnt vor einer Ausdehnung des Programms. We'.tn man den vor- cielegtcn Plan aues.h«, könne man Heils.vH s'.in, damit tt-erte man sehr Diel zu tun haben. Stadtv. Winn äußert die Ansicht, daß man wohl noch nicht mal dieses Programm werde ausführen können: er warnt ebenfalls vor einer Programm- Erweiterung. Stadtv. Mann erklärt, er werde befriedigt sein, wenn es gelinge, das vorliegende Programm zu bcrtoirJ chen. Das Vorgeschlagene werde die städtische Kraft voll und t*3rt3 in Anspruch nehme t. Gr vermisse die flvati- zielle Förderung des Wohnu,egSdaurS durch die Industrie. Man werde nich'. umhin können, In Zulunnft die Woh ungSwlrtschaft za einem großen Teil aus der Wohnungswirtschaft selbst zu decken. Die Eisenbahner seien bisher nicht be- nachxlligt wo d n Stadtv. Simon unterstreicht nochmals die Dereitwlllig3eit d:r Eisenhahnver- waltung zur Zahlung des Zweidrittelz tschtsseS, und bittet, Linern Antrag zuzustlmmen. Bürgermeister K r e n z i e n stellt Je t. daß die Eisenbahn- Verwaltung auf frühere Schreiben gar nicht geant- wv.tet hat und er von der vom Stadtv. Simon erwähnten BeDeitwilligkeitserklärung der Dahn bis zur Stunde keine Kenntnis habe. Die Abstimmung ergibt die Annahme des obenstehendea Ausschußantrages. Der Antrag deS Stadtv. Simon wird dem Dau-AuSschaß über- wiesen. Verbesserung der Straßenbeleuchtung. Die Dau-Deputation und der FinanzaaSschah beantragen: Die elektrische Straßenbeleuchtung wlrd um weitere 50 Lampen vermehrt. Die entstehenden Kosten sind aus dem Derkaafserlös der Gas- kanLelaber zu bestreiten. Der hiernach aus dem Erlös noch verbleibende il berschuß iit dem Erneuerungsstock des Gaswerks zu nsühren. In der Aussprache werdra zajlreidje Wünsche aus verschiedenen Seadt^egenden nach vess-erer Deleuchlung peäuf/ert. Die Vorlage soll den bered? i (teil Wünschen soweit w.e möglich Erfüllung ve.schafsen. Zahlung von Prämien für die Freimachung von Wohnungen. Von der WbhnungSdeputation und dem Finan-ausschiuß wird beantragt: Für die Frelmachang größerer Wohnunren durch Um*ug in ll.inere Wohnungen ist ein Beitrag zu oen älmzugskosten nach dem Grmesse'i der WohMlnasdeputation zu gewähren. H'e für wird ein Kredit von 1,5 Millionen Mark bereit- gestellt. Dem Anträge wird ohne Aussprache zuge- stimmt. (Der Schluß des Berichts folgt morgen.) Turnen, Sport und Spiel. — Gießener S. E. v. 1900 im Fuß- ball-Endkarnpf um d i e Gaumeisterschaft. Der Gießener Elab tritt am kommenden Sonntag zur Entscheidung um d:e höchste Würde ,!>es G.mes g-ogun K u r he s s e n Kassel in Marburg ocu Die Mannschaft ftcjt vor ei.we großen Aufc'.abe, i>k Lre le,ton Lasten ^en e fordert. Die Elf tritt in ih.er bekannte.! Aafsts.llu.ig an mit ®r,a'3 für den im letzten Spiel verletzten rechen Läufer. Gerichtssaal. tob. Mainz, 14. Febr. Eine Entscheidung von prinzipieller Bedeutung fällte gestern das französische Militärpolizeigericht. Gin hiesiger Kaufmann war von der französischrn Milttär- staatsantoaltschaft In Maieiz angeklagt, er habe einem srarz's.schen Gendarmen den Verkauf von zwei Büchsen Spargelkan'erven mit der Begründung verweigert, ec habe wegen Heber« iüllung des Gesch'iftes mit Kunden keine Zeit, die aus dem Schtufenster verlangten Waren zu holen: der Gendarm möge am nächsten Tage wiederkommen. Der 'Verteidiger, Rechtsanwalt Reumann, Mair.z. bestritt, daß die Verkaufsver- to.igcrung an sich durch die tec Anklage zugrunde liegende Verordnung der Interalliierten Rheinlandkommission strafbar sei. D.e Derord mng stelle nur di: Weigerung unter Strafe, an Mitglieder der Desat.unng-armce usw. Waren zu den darch Prel.fch.lder erck-enndar gemachten Verlaufspreisen zu verkaufen. Eine Verkaufsverweigerung an sich sei nicht strafbar, de.rn eine diesbezüglich- Rhe.nlandsrerrrdnrl g liege nicht vor. Der Militärstaatsanwalt erkannte an, daß Eier eine Gesetzeslücke vorliege und enthielt sich des Strafantrages. Der Verteidiger wies auf ein von ihm erzieltes Urtel des französischen Mliltärpol z ib ru.ungsgerlcheZ Wieibaden hin. das in einem ähili^n Stelle auf Frelprechnng erkannt f>ate. Das Mainzer Gericht erfaitnie ebenfalls auf Freisprechung. Dermischres. • Öln Edelstein, der seine Farbe to e ch s e l E Ein neuer Edelstein, der Heliodor genannt wird, ist in Ostafrika gesu.iben worden und hat ja bei seinem ersten Dekan,rttoerben in Deutschland seiner eit grob? Aufregung hervor- getufen. Die Gll h.ten beschäftigen sich nun mit der seltsamen Eigenschaft dieses Steine-, feine Farbe zu wechseln. Im Tageslicht erscheint er In einem glänzen - n Gelb, Im künstlichen Licht strahll er g.ün iche R fee aus, betxn niei Sma agtea ähneln. In der Dämmerung o.ee Im Dunk.ln hat et weiße Leuchten les Diamanten. Es Ist erstaunlich, daß ein S ein so wech eln^e Farben auf- w-ist, obwohl doch tatsächlich alle <$ elfte.ne verschiedene Formen desselben Grundstoffe- sind. Diandanten, Rubinen, Topase, Sma^ageen ufto., sie bestehen ja in ihrer einfachsten Zusamm-.n- fchung auS nichts anderem al- schwarzen gla.rz- losen Kohlenstaub. Selbst die kostbar,.en Eoel- ftetne der iCdt sind doch nur ein Haufen Kohlenstaub, von ungeheuren Keäften zustemmengrpreßt und in riesigen Hitzen geglüht vor I.chrmillioiten. * Das stärkste Alter. In welchem Atter ist die Muskelkraft eines ManneS am größten? Man sollte eigentlich re.mukn, daß die MuSkeln, die sich I^i beständig m G.br.mch besser entfalten, 0:1 zunehmenl«m Alter immer kräftiger werden. Dies ist c5et nicht der Fall. Die in -einer englischen Zeitschrift mitgeteilt wird, tollt man durch Versuche nachgetoies-en haben, daß der Gebrauch, den ein Mann von seinen MuSkeln nracht, die Zunahme und Abnahme Ihrer Kraft nicht w'.-sent- lich beeinflußt. GS zeigte sich durch Prüfunge t, lnß, wenn die durchschnittlich: MuSkelk.aft eines Kr.nben zum Heben eineS G.toichteS von 230 englischen Pfund auSreicht, die'e Kraft fl-ch bis zum 20. Jahre zu einer Hcbeleistung von 320 Pfund steigert. Alm das 20. Jahr herum wird c ne Höchstleistung von etwa 363 Pfund erreicht. Dann aber beginnt die Muskellraft langsam abzunehmen, und im 5. Jahrzehnt tcS Menschenleben- erfolgt diese Abnahme immer schneller. Büchertisch. — Marie Diers, Die dreizehn Heiligen von Liebstadt. Dom-Ver'ag, Berlin. — Dreizehn Dottesmänner schllle t Malle Dicrs, wie sie Im weiten Land um die Liebstädter Kirche auf den Dö.f.rn verstreut sichm. Jeder der S-:elen- h'.rtcn trägt sein Kreuz. Oe er ist mit Liebe geschildert und mit viel Humor. Aoer der seelische Gehalt teS Wem Kampf, den der Jüngste der Psa.'rherren mit sich selbst und in seiner Ehe auSzufechd-en hat, und in der gewaltig auswachsenl'en Gestalt des Gastwirts und Gottsuchers von Liebstadt. — Zur Besehuna des Ruhrgeb'ets durch die Fron'.rs n bring' d.e L e l p z i g c r 111 u st r le r- t e Zettung (I. I. Weber) In der soeben erschienenen Rümmer 4093 neben hochaktuellen Bildern einen Aufsatz „Das Ruhrland und fein Werden" von Dr. Fr. A. Pinker.rell, n-rbst einer Karte, die die Ausdehnung der Besetzung rechts des Rheins veranschaulicht. Fritz Thyssen, die S «le beä Widerstandes gegen die foan öslsche Besetzung. sowie die verschiedenen aufrechten deut- schm Männer, die tm Kampf für deutsches Recht und deutsche Ehre von den Franzosem verhaftet wurden, finken wir abgebildet. Dem Münchener Künstler Adolf Hengeler ist aus Anlaß seines 60. Geburtstages ein mit Rachbildungen feiner reizvollsten Werke ausgestatteter Beitrag gewidmet. Zur Erinnerung an die 450. Wiederkehr des Geburtst -ges von RikolauS Kope.nikus, dem Degrünler der neueren Astronomie, bringt das H-ft einen reich illustrierten Aufsatz. Reben dem Gesagten finden wir noch eine ganze Reihe prächtiger Lanhschaftsb'.Ner aus dem Oberwesergebiet, die gon’fettlge Wiedergabe einer Radierung „Hüttenwerk am Rhein" sowie Aufnahmen der neuesten Damenmoden. Sandel. D e r l i n, 15. Sehr. Börsenbericht. Do- Angebot am Devisenmärkte gewann heute größere Ausdehnung und die Zahl der Abgeber hat sich vermehrt. Die Folge war ein weiterer erheblicher Rückgang der Preise bei lebhaften Almsähen. Bei Beginn des Verkehrs am Vormittag wurde noch ein Dollarkurs von 23 000 genannt; in starken Sprüngen senkte sich aber bis um 11 Alhr der Wert bis auf 19 000 und es folgte nur eine geri igfügige Erholung auf 19 750. Dieser Stand trurce mit geringer Reigung zu einer weiteren Abschwächung ungefähr aufiechterhalten. Die übrigen Devfen- preife stellten sich entsprechend niedriger. Effekten waren angeboten, Almsätze kamen aler bei mangelnder- Aufnahmefähigkeit des Marlies kaum zustande. Frankfurt a.M., 15. gebt. Dörsen- stimmungsbild. Der Deoifenmarkt wies nur geringen Gschäftsverkehr auf, und die Almfatz- tätigieit bl en in Anbetracht der geringen Ain ter- nehmungslust sehr besch.iden. Der Dolla. setzte im Frühverkehr mit ca. 21 700 ein und bewegte sich später auf 21 300—20 000. An dec Börse nannte man einen Kurs von 19 750. Die Reichsbank setzt ihre Bemühungen zur Stärkung der Reichsmark an den in- und ausländischen Börsen fort. Der Effektenmarkt hat gestern wieder schwer gelUten, und es hat den Anschein, daß noch mehr Material an den Markt kommt. Die Spekulation wurde zu Abgaben genötigt, da der Geldmarkt sich versteifte. Immerhin rechnet man für morgen mit einer teilweisen Erholung. Aus Publilumskreisen liegen nur geringe Verkaufsaufträge vor. Im Ssfektenverkehr von Bureau zu Burcau war das Geschäft wenig lebhaft. Alneinheitlich war die Teitoem In Indüstrieaktten. 'JRontanaTncn neigte» verschiedentlich nach unten. Für Schiffahrt-- und Maschinenwsrte hörte man Kurse, d.e ten gefteinen Schluhno.lrrunaen entsprachen. Dalurapa».lrre lagen niedriger. Der Dollar wurde um 1 Alpe 19 500 bis 19 200 genannt. Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Ans-ahlu«g.s Damm 14. *>ebnmt 15 Aebrunt ?imtL 'Jlo ietfl. ?lmiL 9totiera. Welt. Uriel ®cld Brief ?lNtw..Brüssel . 1-23L90 1248.10 1017 4'. 1022.M Holland...... 9*2n.H5 1127315 77:30(10 77(«*U» Vonbon 110173.1011102490 9127 .25 9172S.73 Pari» 1421.25 142S.55 1167.01 1172.05 SdjmCl*...... 446 LH0 44MG2O 3610A5 8659.13 Svnnlen 3640.35 8659.15 8042,35 8057.65 Italien 1114.70 1120.30 939.65 944,35 Viflnbon-Cporto — —--— Dänemark . . .. 4413.95 443605 3665 R0 3684.20 thoriuenen . .. . 4:414 20 4!tt5 0 8541,10 3758,90 Schweden ... 6172.05 6202,95 5137.10 5162.90 Mhmiorl. . . . 4A75 491.25 Neimork 23141,25 23518.75 lOBxlTS 19749.25 Teilt fct-Cefterr. 33.04 33.20 27.68 27,83 Budapest_____ 1047,50 1052.50 673.- 677- Pran 701,— 705,— 578,50 5SL50 Agram...... — Banknoten. 9L 7750,- 26 50 20100.- 93150.- 89 t- 106t.- 505- 5UL- Brt.s 3750.- 1141k- 8>00,— (Melb 8700.- 1134.- 3550,- 7650.- 26- l990f'.- 92.k-.0- 884,- 989,- 495.- 579,— 89,- strnnkfurt fl.Wl- 15. öeüruar. ecbineiAcr Noten.......... ArtinMsche Noten Dlintsctte bloten........... Lchmeditche ')lo cn......... ^ollnnötldie Noten Deniscli-Oesterreich h 100 Kronen Amerlkinikche Noien Englische Noten Italienische Noien Belgische Noten UnnniHdte No en Tschechoslowakische Noten .. .. Norwegische Noten Sinmanlsche Noten Lpnnische Noten Märkte. Frankfurter Schweine- und Kleinviehmarkt. Frankfurt a. M.» 15. Frbr. (Amlllch.) Marlltverlauf: Langsamer Handel. Bei Schweinen großer Alebersta.rd. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 646 Kalber, 131 Schafe und 480 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: Kälber, beste Qualitäten, von 260 00) bis 280 000 Mk., mittlere 220 000 bis 255 000 Mk., geringere 160 000 bl« 210 000 Mk., Schafe von 140 000 bis 260 000 Mk. Schweine unter 80 Kilo Lebendgewicht 280 020 bis 320 000 Mk., von 80—100 Kilo 320 000 bis 350 000 Mark, 100 bis 120 Kilo 340 000 bis 330 000 Mk., 120 bis 150 Kilo 340 000 bis 360 000 Mk. Außer- dem wurden 73 Rinder ohne amtliche Preis» Notierung gehandelt. Die Preise Lege.i um soviel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerhrb» lichen Gewichtsverluste, Spesen undHändlergewinn in sich schließen. -2..... ", . .i. .. ,i ..„JM (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Zahlung der ersten Rate der belgischen Schatzwechsel. Berlin, 14. Fcbr. Die ersten von der RelchA- bank garantierten sogenannten belgischen Reichsschahwechsel sind am 15. Februar fällig. Die Mechsel waren von Schweizer Danken diskontiert und sind bei der Bank von England zahlbar. Die Reichsbank hat die Valuta in Höhe von rund 46 Millionen Goldmark In Lvn- ton für die Einlösung bereitgestellt: ihre Metallveserven und besonders ihr Gold hat sie hierzu in keiner Weise angegriffen. Französisches Eingeständnis des Mißerfolg- tm Ruhrgebiet. Paris, 15. Febr. (WTD.) Das ,Echo Ratio n a (“ schreibt, man rerslcheite gestern abend, koß die Situation Im Ruhrgebiet sich nicht geändert habe. Man müsse das In dem Sinne verstehen, daß ber deutsche Widerstand nicht geschwächt worden sei. Als Beweis hierfür führt das Blatt an, daß die Deigverwaltungen sich weigern, Kohlen zu liefern. Dir wenigen Züge, die die französischen Offiziere und Ingenieure in b?n letzten Tagen nach Frankreich und Belgien ablassen konnten, seien noch die Züge, die man zu Beginn der Operation von ih.er Route abge- lenkt habe. Gin Protest tm amerikanischen Repräsentantenhaus. Washington, 15. Febr. (WTD.) Der Republikaner Voigt brachte im Repräsentantenhaus eine Entschließung ein, in der gegen die Besetzung des Ruhrgebiets protestiert und gefordert wird, daß Präsident H a r • ding eine WeltwirtschaftSkonferenz etnberufe. Ferner wird in d:r Entschließung verlangt, Frankreich möge Maßnahmen treffen, um seine Kriegsschulden zu bezahlen. Ein Vorschlag DorahS zur Dermeidung von Kriegen. . Washington, 15. Febr. (WTD.) Senator Dorah brachte im Senat eine Entschließung ein, die dafür eintritt, daß Kriege als Mittel zur Regelung internationaler Strelttgkeiten für ungesetzlich erklärt weiden sollen. Dorah schlägt die Schaffung eineS internationalen Gerichtshofes der Rationen vor, dessen Teilnehmer sich vertslichten toürben, ihre eigenen Kri:gsl,>eher Und K.iegLg w nnler -u bestrafen. Paris, 15. gebe. (WTD.) Wie ber »Reu- York Heralb" aus Washington belichtet, sagte Senator Dorah, er sei Anhänger der S t r e i - I chungderSchulden, wenn Ae für die Ruhe • In Europa wiederher gestellt werden könne. Msloria-lictepiele F *«»■■'•<. de* t*. febreer, II Ihr neergree. n i • Ir allen Arten Gardinen -- (Harbin«* In al Vr |,M Scheide*-Lard,n,i, * abgfpofft u. a. btudi — zu magrq D reifte iei Miliib:«oiLL6iiln,kjihlnh (Ttarffbrud pvcaoUe.) 41. Forlsetzung Saltei wrffrti e^lmc Oie II* Verlobte Viehen, 15. Februar (Zmpfatig: Samstag, 17. Febnear 1923 ‘"•D Gießen, 15. Februir 1923. Dr. Karl Wimmenauer. wird erwartet. OtOfB Sektion (Biegen 1212D gelnibt. Sririirr clik itrnfjnrt i. $ Wieseck, den 15. Februar 1023. All DCrfaufen’Fkaufnesuche Oaarschnrlbemnsch. 1233B vachdectcr! 12270 Für Landwirte. I io; i f ulen TM ngtL 12280 Hypnose In < nostenschaft zu melden. 01043 5» aa s Södel. iVortrex mH Fllmvorfibnif'rt mittleres 6ut Stadttheater Bit Besetz 19 m irr» durch die Fraezesen von 5 setzlichen Sperrjahres bei der Se> Elfe Mühlstein Walter fiarlsbrunn I. @rb- und maurrr-irbeUen lotet« Her« ntflung der Massiv decken 2. Zimmer, und äuffee« Ochreinerarbeiten DI« UnltTlaflfn liegen bet uns zur Einsicht offen. Angebote sind rechtzeitig abzugeben Luschlagssrisi 3 Wochen Ableben, den 15. Jtbniar 1923. Otablbauamt Dieken. Braubach. Schüler* u_ Volks- borfUSuna . X bei flemre ffrcilcw: Lbtetution erbeten enb erhalten batte Äann sich «in Den sch verdovvelu. Wir faulen Pianos auch Tronrninr» bebürhla. hlr ein piano auS ’Prinaibnnb. aui erhallen. Mflniri. delle, (Bolö* Sllher .piiiha •fffwReiN fetih zu toben Arbeitöveraebung. Die nacbliebenben Arbeiten zur Er- rtchtung eines Wohnhauses Ode Abnautb» und Otephanffraff« tollen Freitag, den 23. Februar 1923, Bekanntmachung. Li« choigversieigerung vom 13 1. 1 vorn». 10 Uhr, öffentlich vergeben teetben. Tmnciirnb auch odneBereilunn <■ faulen aeinchi. 2<9ulilt> » iü il. Bedari-'. (Wisch«, leXlil- Wer Heien iflo nm Lchieei bekleid 1 die h ei «time c aüeim heb Haute«7 Anrtiu.» Ilan ", «siv-urrruU. ? 1 rtlil Mn p qm Herne anaeichiaoeni u. IZ3IDO wieh.«n». und Ottabentjuber tnat Ler Menschdtt Ich ei ach«5 abbanben gekommen, was sir liebenswen machte' Ter dntarne Mann tn leine« einsamen Hau» hätte sich am liebten erbittert noch tieltt in feine aintamfed verschwollen. Er schämte sich (Zonlebung lolflt) Blilrln Ifl ■ nl 4 »nbelf , UH SruchAe It N Werf*«* an «ich sind lonr#Wenfn siet Liehen. 14. Februar 1923. Obeckörsieeei Schiffen berg. Traut »ein. Wachiamer 6*4 frrbunb oder To- berm inn zu fan len erln*t. klare t ote mit Vrels VVaQtorhr. 25 v. geb.dt zu bab.1t euc ihn noch Cent aoberer zuvor «landen : Ä.auxrbanb. Mt einen I(trieben der Buckler rar sichre der Mörder gew.sen man mellte chu io.sim laHen. Li« anderen 'chckrdau: net». tt war's nich ytt*d.-n. 3oUsnnO Bügler war lauft und im Grun> gut. Man mätUe ein düdlches Mädchm auiH Ucn In den Mold Äeibd. die M Brüd 3ierflrr firriwioB r Afear MCX CberbelRl*e Äabrrab n. Huto- inbnftne. ÄrtiulÜT 6 Holte er Rite ToHbronerr Brand, entlaufen. Bor An- Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben unvergeßlichen Kindes sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. - Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Frank und Frau. MSoaM.Ümir.MMMZ nachmittags 3 Uhr, findet bei Gast» wirt Sauer, Dswaldsgarten. eine JnMenten-miiWfl- WMong der Arbeitsgemeinschaft für Wanbergewerbetreidende und deren verusrgenoffen für heilen, hessen-Tlassau, Baden und die Pfalz statt. Fu dieser Versammlung sind die Behörden eingeladen Das Erscheinen aller Interessenten Danksagung. Allen, die beim Heimgang unsere lieben Viten »einer nochmals In liebevoller Verehrung gedacht und uns Ihre Anteilnahme in so reichem Maße gezeigt haben, sage ich dafür zugleich im Namen meiner Geschwister herzlichsten Dank. Favorit- Moden-Album In grotartlffrr Vieb ••i»lu*elt «erben «*ri< hinnen *. ,M*C Kodebtn h'önn «lot—, Bobelatrete. Ec'ik China-Seide rortV fkT> m. argen C-ö*'lflfbOI 411 oer- taufen 2*ttltli*e H narbet« nm. 010b7 an h. vsietzener Mu«. Lichtspielhaus BahnhofttraB« 34 itlv Rollttiiglme o'iven. in le der IMeu« unb 2pih ivriieubö*'irn «reifen an feulrn erlabt. "*A SsitidHlsim Mannheim ffmil-MelftraheA tfl geneh nigt lletxrtrxllung und Aus- aab« der Absuhrlchein« durch die betr. Zablsiellen vom 21. L M. ab u»e een fWtobnune n bau neben fOtOffB SWohtirng 11 •■irr Vaqr bd nl- fcrr*filcr 8er- 500000 Rk. gegen ante ki*e» beu n oen Vanbroir- für 4 btt ■ ft o t en aelnchL Lchr. flnt n. Ot»q an b. «iehrnre ftna iwmiee TemrnnH Edelffr —Veid-ie 'eener öbintlre 6*dee «ne«* o*e«enre> Engrosgeschäft lucht Lagerräume n der Größe bis zu 2000Quabralmd. mit Toreinfahrt, Hof und mehreren Vureauräumen auf Kürzere oder längere Feit zu mieten. Evtl Kauf nicht ausgeschlossen. Objekte mit Gleisanschluh bevorzugt. Schriftliche Angebote unter 1I89D an den Siebener Anzeiger erbeten. Ole fünf Frankfurter Die <>esdlehte einer Mllhard treKmtlle. — • Akt*. Nach dem bekannten b« hauepM von Kart Roller. Hanptd nett eil-t. Unter dem Zreiheitsbaum Aoman von Clara Blebt^. Iwarlieiler jüngerer sofort aeluch«. foidßl Adolf Klein Wesionlnae 44. Putzfrau ^-Lagerhallen etbrnudiL aber in tadellosem Auhanb. iranSportabeL cn. Sv-A Weier tan* !•*—90 Weier breit Vtefaanoebei. an LUchterldiiCi, Frsiktnrl «. ■. Seil IfU. I,wl> Zagdverpachtung. Die Jagd der Gemarkung ®rünlnfl«n. besteb«nd aus 519 ha 3eid- u 0 ha TBalb- jagd teird Montag, den 19. 'Jebmar 1923. nachmittags 3 Uhr. im Rathaus aus teetter» 6 Jahr« öffentlich verpachtet Erüningen. den 15 Februar 1923 Hessisch« Bürgerrn«isirret • und es trarbc ihr bann etn leides sein, betau«- aafolen. wer ei-mtltch der later war Jl boue sich welch: an kuu 3tnc — ältlich war sie. '< sprach seiber von Den vieraia Oen e i ihr« 3doj- sränltchkeit - war am debarrsich/ien. Dreimal tet lie sich an. An Dtt schrieb Adami Antwvr tlröellifdinlif lonrllttnimnoe anö -Stiefel gibt noch billig ab Sr.cftiiBtim fach r ? Tu dl er Hirt. Sütter da Büctter hort’. 34 ttxir ldi.-r unmd-sich dme Abtelinschrisi lintilten eines Heraus an der Irb der Reiler-Hals- JUpefle rührte natsirsich nicht von des ?üL- nil.ol Der lag wohl irgend^ im Mald ver- fdxitct, ober sie halten letnm Le b in bt« Mof.l geworfen und bU Strömung hatte lha forige- tubrt. Mil H.-ftigkett oeriangt? bas sean^si ch- 7r.banal «ntd.dung und Beirafuig be: Schil- bi.Kn Dem armen Artl. in belle i Ba mkreis der Mord gdd hen war. wurde eine Kontribution an erlegt, bi? <1 nich! zahlen fernte Baer trotz aller ansch inenden che.tig> t brtr eb man bi« Lache doch lau. die tranzösisch« M l.törbehörde Lalle etn Jntrelk daran, baldigeI vttllshweige.i ub.'r die Angelegenheit zu breiten. Man kam sich ja unfaabir blamlret vor aal dem Bücken bei Toten bjiu sich «in 3?i4)tn ge u tde-.i, «in» yrbcannl - Ort. bii untrüglich.» Ort nnZngs- z. ichm der ®a:eerenflra,hnge Und Xirben von Peltschrnhieb.m So einer hatte sich tnl Irangö» liid>» Äeer eingefchiidtei m i falschen Papi ren - hxlff Sott, durch weich' B.rbr chen er sich die ungeeignet hatte «inen g«willen TU.ij bc- neibd. sollte sogar demnöchtt Wetter aufriufen! An oberster Stelle war man böchft ungehalten: wurde di« Kontrolle so lif i» beintben iu einer aate-lcmce 1 Cberfl Duv-it bdam einen an- a -genibmen Berw.il. felbl baff es Mner Tuchrrg- UU fo bald gelungen war. den oennifften b’Xt .f auMmben, wendete bk Ungnade ni* von ihm. Mu geh. im er Schiden r nde bei Hartle es Trier baff der Kranz oll vor der taufen Visiote gellohin war Baff der zu^gm dir Aezimentslalle mi-genommen hatte, erhöhte dicke Srnid« no-ch Um bi.kn chalu.U.-n war es wahr.ich nucht schad«, baff et ermordet worden war in der entlegenen Mlldnis des Beiler Hals Ader wer war der Tdter? .Ermordet von ■nbe'-amia Hand/ ft and im Polize.ber.chc Dar di« Hand wirttich fo unbiUnnt? 3eber glaubte sie zu leinen Buckler. Buckler! Aber es waren virle Symoathien bei Ihm. Und hatte er nicht einen ISlilich-n Humor entwickelt brt fernem Besuch.» in Kochern? Kein anderer als er war es gewcken. der ir der fran- zösifd ?n Uniform, aus dem schönen P erd des pAudrch. eingeritten war in das Stödtcher ®tne ungeheure Kech -it. aber genial, genullt Die Lacher hatte er auch auf feiner Sette TEl* cs freilich möglich gewefen war. baff er zur fritifchrn Jett, weitab vorn S^iuplatz des Berbreck-ns. oben aus dem Hunsrück bei Simmern flefeben wvrdrn seii sollt«, das blieb un- gessärt. Bauern behaupteten, i-m ba. wo man ihn alloem.-ln (annte. brg.gnet zu fein Or ging büraer.ich im brelfantig au'qefch ageiien Hut. btt Derberen Haart grradt ge tu ft bis aus dir Augen, bi« hinteren in ernrn kurzen ,Zovf geb^unben. im Kaub'.auen kurzen Kamifol und m langen eng- r.Lffv-nben Ho en von blauem Tuch die zwischen den Beinen mit schwarzem Leder beseht axiren. 77MN batest sich f oeN, etnen Brief «■ scheel den — einen ganzen. Krontaler koffrtt der — man begnügte sich bam'.r ein-, zweimal im 3affr feixe fernen Lieben willen zu lassen, baff man noch lebte Aber jtv regneten dem tedtbefanareu Beamten die Brick« in# ^au« Durch txd« Dcch.n Uaiunta bu Lette! bmauf nach Lud« | Vermietungen! Mvdf. ckimmrr mit Drui. nn TniitTin.. ttaiilm. oX tirami.,* tfirb flitr. *7 | Mietgesuche | Ktllrrtr etubrnt (Ausländer) f»d)t 2 oo 1 rief. mööl. Simmet per lolort oder nb 1 Thi'v mögtichsi Hemr.ilbelvin.v Schrttii rinnfbett unirr 01013 nn den chtth. Wnv erbeten. tNiiblncr. ’oli'er Student sucht in6a- lichit sofort t ui niblirrtr Zimmer. Srdnrscho'i unb zentrale Vnne revorz Drei* '«ei»« 111(1(0«. Kchrisli flnneboie B. Ölttfl an d. G. An«. Cf!•« vfbeonnr Inrbt ■Obflrrtn 3immn m. MiKtenUrniivuna tfmrnt Betten und Walche Code .-iod lun* Bchr UhikU u OlOTumM*. Unv ^imflel, nnhrtnb. (tbepnnr sucht eins »ch möbliertes ßiittiiier» Jen-hobt iBcAabliinfl. ich«, fliirtcb. unter 0V>79 n. b. 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