» (ß <°17D <98 »nzs ^Eeinladet. »trau» titln., en Durch eiu Zulker'S Pnient. h dnS Übel völlig z-'Srrg.' Dazu seilend unb fett« IWtn, Drogenm Itlid) IroitH.8 JJJ’E >i mbeii Kiahiu ^cheiVerelnihiM- Dlploavartellflih isr g ZLT größere Posten Pier, Ha I hohem Preis. Vernichtung der 4044h « Anstnltöbcliilti". it ein sehr imker ich nach vielen ver- t geheilt. ”‘A iütr, .Irieiensir B. r Ai hrt-rf. sSs rtsWÜ m. (38 Erscheint täglich, außer Sonn« und Ieierlags, m il derSamstagsbeiloge: E iehenerFaMlienb lü tler Monotlicheveruarpreise: 6000 Mark einschließlich Trägerlohn,durch diePost 6000Mark,auchdeiNicht« erscheinen einzelner Num. mern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: für dieSchrist, Itilung 112; für Verlag unb Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Lietzen, postschealonto: Zrantsurt an die deutsch-französische Grenze gebracht wird. Stambttlinski gefangen genommen. Sofia, 14. Juni. (WTD.) Laut einer Rachricht der bulgarischen Telegraphenagentur ist S t a m b u l i n s k i heute gefangen genommen worden. Der Staatsstreich in China. Peking, 14. Juni. (WTD.) Der Präsident der chinesischen Republik, Li TZuaa Hung, ist wieder freigelasfen worden, nachdem er die Amtssiegel ausgeliefrrt hat. In Pelinz herrscht, trotzdem ‘ein Präsident vorhanden ist, Ruhe. Einige vormalige Minister führen die Staatsgeschäfte weiter. Die Vorgänge in Magdeburg. Berlin, 14. Juni. (WTB.) Ueber die Aufdeckung e'n:S Reichswehrblocks in Magdeburg sind in einem Teil der Presse Veröfscnt- lichungen erfolgt, die aufterordentliche Ueber- treibungen darstell n Die bisherigen Untersuchungen hatten folgendes Ergebnis: Roftbach ist lstrz vor seiner Ver.-astunz in Magdeburg ge- tr^'cn und hat dort versucht, mit Reichswehr- angehörigen in Verbindung zu treten. Er ist dabei insbesondere mit dnn Kraftfahrer Riehl, einem jungen, unreifen Menschen, in Beziehungen getreten und hat mit ihm zusammen die Statuten, des sogenannten Reichswehrblocks Roftbach aufgestellt. Riehl hat dann ver'ucht, für diescnRcichs- wehrblock weiter zu werben. Die Ergebnisse seiner Bemühungen sche uen äufterft g:ring zu sein Das ergibt sich schon daraus, daft die oberste Leitung dieses Reichswehrblocks in den Händen des jungen, un-.rra&rmen Riehl blieb. Auch Haven sich bisher keinerlei Anhaltspunkte dafür ergeben, das; die Organisation über Magdeburg hinaus irgendwelche An'-änger gesunden hätte. Die am 8. Juni in einer geheimen politischen Versammlung verhaft:tcn fünf Kraftfahrer tru:den aus der Haft entlassen. In Haft befindet ffch nur noch der Od:rfähnrich Seiler vom Pionier- lataillon Rr. 4. Die stlnlersuchung gegen alle Teilnehmer schwebt vor dem Staatsgerichtshof. Auftordern ist gegen sie von militärischer Seite Anzeige wegen älngehorsams erstattet worden. 9ius dem Neicke. Aus dem Eteuerausschuß des Reichstags. Berlin, 14. Juni. (WTB.) Der ©teuer» ausschuft des Reichstags verabschiedete heute das L a n des ste u e r g e s e tz.Reichssinanz- Minister Hermes erklärte, höhere Bezuschrf- sungen an die Länder und Gemeinden seien nur bei Erreichung höherer Einnahmen zu vertreten. Er legte Wert auf eine Erhöhung der Warenumsatzsteuer von 2 auf 21/2 Prozent. Die Parteien beließen es indessen bei 2 Prozent. Aus den weiteren Beschlüssen ist folgendes hervorzuheben: Die Beteiligung der Gemeinden an ver Warenumsatz st euer wurde von 5 auf 15 Prozent erhöht Die Länder erhalten 10 Prozent. Rach dem Zeiarumsantrage dürfen neue Steuern auf landwirtschaftliche Betriebsmittel nicht gelegt werden. Die neuen Zuschüsse für die Beamt en g e h ä l t e r in den Ländern und Gemeinden treten mit Rückwirkung vorn 1. Oktober 1922 in Kraft. Bei der Fahrzertgsteuer sind Fahrräder von der Steuer freizulassen. — Ferner be* fchäftigte sich der Ausschuft mit einer P-iition des Vereins deutscher Zeitungsverleger wegen Er- mäftigung der Inseratensteuer und tc* schlaft. Abänderungen des Umsatzsttuergefehes, wonach die Steuer für die Tlel evnahme von Anzeigen sich bei Zeitungen und ZLitsch.r,t_n von den ersten 10 Millionen Mark des innerhalb eines Kalender- Vierteljahres verchnnahmten Entgelts auf 1Pro- 5ent und höherem Entgett in entsprochiender Stas- feiung ermaftigen soll. Die Errnäftigung tritt mi< Rückwirkung vom 1. Januar 1923 in Kraft. Die Drotvsrsor^ung. Berlin, 14. Juni. (WTB.) Der BvlkZ- wirtsch-uftliche Ausschuft des Reichstags setzte heute die Beratung des Gesetzentwurfs über die Sicherung der Brotversorgung fort. Der vom Zentrum eingebrachte und von den Sozialdemokraten unterstützte Antrag auf Erhebung einer einmaligen Abgabe des sechsfachen Betrags der Zwangsanleihe zum 1. August 1923 ist angenommen worden. Dieser Betrag soll vorwiegend zur Brotverbilligung für Minderbemittelte bereitgestellt werden. Landwirtschaft und Garantiefrage. Berlin, 14. Juni. (WTB.) Laut einer Blättermeldung überreichten die deutschen Bauernvereine dem Reichskanzler eine Denkschrift über die G a r a n t i e f r a g e, in der ausgedrückt wird, daft die Landwirtschaft bereit ist, von den der Entente angebvtenen 500 Millionen Goldmark als Jahresleistung der deutschen Wirtschaft entweder mittelbar im Rahmen einer allgemeinen Steuer oder neben allen leistungsfähigen Wirtschaftszweigen unmittelbar ihren Anteil zu tragen. Ferner ist die Landwirtschaft bereit, ihren Anteil an der Garantie sicherzustellen durch Tlebernahme von erststelligen, ablösbaren Hypotheken. Ein neuer Antrag zur Lohnsteuer. Die sozialdemokr-atische Reichstagsfraktion hat dem „Vorwärts" zufolge beantragt, daß die Ermäftigungssätze für die Lohnsteuer ab 1. Juli um das Fünffache erhöht werden. Danach würden für den Steuerpflichtigen und seine Ehefr-au je 6000 Mark im Monat, für jedes Kind je 40 000 Mk., und Abgeltung für die Werbungskosten 50 000 Mark von der Steuer abzuziehen sein. DaS Mißtrauensvotum gegen Severing abgelehnt. Berlin, 14. Juni. (WTB.) Der preufti- fche Landtag hat das Mißtrauensvotum der Deutschnationalen gegen den Minister Severing in namentlicher Abstimmung mit 226 gegen 64 Stimmen bei 9 Cnchaltungen abgelehnt. Die Wahlen in Oldenburg. Lieber den Wahlauss-all inOldenburg sind, so lesen wir in der Aatl. Korresp., in der Presse falsche Zahlen verbreitet, aus denen selbstverständlich auch ganz falsche Schlüsse gezogen werden. So hat z. D. der Demokratische Zeitungsdienst berichtet, daß die Deutsche Volkspartei fast 25 Prozent ihrer Stimmen verloren habe. In Wirklichkeit verzeichnet die D. V. P. einen Gewinn von über 3300 Stimmen. Im einzelnen orientiert über die bei den jetzigen und bei den vorigen Wahlen auf die einzelnen Parteien entfallenen Stimmen nachfolgende Liste, wobei jedesm.al die Zahl der Mandate in Klammern beigefügt ist. Für die Mandatszahlen der D. V. P. muft dabei vorausgeschickt werden, daß nach den Landtagswahlen 1920 die im Fürstentum Lübeck auf Grund einer gemeinsamen Liste der Deutsch- nationalen und der Deutschen Volkspartei gewählten beiden Abgeordneten sich ebenso wir der Vertteter des Landbundes der Fraktion der Deutschen Volke'parlei angeschlossen hatten. 1923 1820 Gewinn bzw. Vers. Deutschnationale 13584 (3) 8602 1 + 6982 Landbund . . — Deutsche Volksp. 43810 (12) 6497 40431 j (15) — 6497 + 3379 Gr.d.Rechtenzus. 57394 (15) 55530 (15) + 1864 Demokraten . . 36065 (9) 30108 (7) 4- 5957 Zentrum . . . 40310 (10) 39513 (10) + 797 Sozialdem. . . 45285 (12) Unabhängige . 2195 (0) 40332 20234 (11)1 (5) i — 13086 Kommunisten . 11815 (2) 2625 l0) 4 9190 Sozialisten zus. 59295 (14) 63191 (16) — 3886 Die vorstehende Zusammenstellung zeigt, daft die Gruppe der Rechten ihre Mandatszahlen vollkommen behaupiet und ihre Stimmenzahl um ann-ähernd 2000 Stimmen vermehrt hat. Was die sozialistische Gruppe anlangt, so erleidet dort die V. S. P. D. gegenüber den letzten Wahlen einen Stimmenverlust von über 13 000 Stimmen und einen MandatSverlust von 4 Mandaten. 9000 Stimmen und 2 Mandate davon sind den Kommunisten zugutegekommen, die restlichen 4000 Stimmen und die restlichen 2 Mandate den Demokraten. unb Tlaturbdlorrdn könnten auf A«bi Volksgc(unt-Hett wohl aufammennrbelt ung b:r $*r. llen Dreuws hol uns mU Droftüren uberfchwemim. tn benrn er al- ärztlicher OalDarfanfattDerflän» tiger bezeichnet wird Der Aedner wirft Dr. Di.«uw- überspann'«» Slbslbewudtsob' und Oe- MUlgfelt gegen Ehrlich vor Dreuw» app'tli're an die primiiivslen 3nf: Safi tn allen Kulturländern fei bic Laienbeband- nirq bei Grschlechtskrankbetien verboten T16 mü!k auch In Deutlchlanb dngchalten werden Adg Bel l (3) tritt der Bebauptunq cnl- ' egen, tat der Onfflmif nur bk Anwendung des tafpatfanä bigünfllgcn wolle und Eingriffe in dis pcil6nltt*c Freiheit darflclle UnDcranlTOrtlub kl die Qlgilaiwn. durch die da- Dertrauen zur &nthg Brovauf (Jem.) wendet sich namens eines Tetlcs seiner FtakUon gegen d.e mit der Deutscher Reichstag. Sitzung vom 14. 3unt 1923 Die «teile Bern-ung des Oesehes Aar Be- lärrafung der Gefchlechlskeankheiten w.rd forlgefeot 2Tbg Hofsmann - Thür ng» (6eg i tft im Gegerfay zu ’r!aae dürfe de notae-idige gesetzlich,: Neuregelung des Prostitutionsweken- nicht txr- qu.dt werden Der Volksdriregung für Aatur- h« künde werde mit Meter Borlagr ein Lchlig ler'eht. der nicht zu ertragen wlce TUtetbun öslne der Entwurf getzäfsgrn Denuniiakl'^^n Zür und Lor Von berooriage.ibtn JBtbtqUiern werde selbst zugegeben bat 'ehr viele 2 rztr nicht Im- f-anbe fe en ein« richUge SpphUlsdog,..)': *e stellen Auch b.t Wastermannscht Aeallion fd nutzt absolut zuverlässig. Med.zinalrnt Dr. yabof obn wendet sich gegen d r Ausführungen des Vorrednrrs. 31 lei richt zu leugn.-n, bab auch die Vaturhdlmittel gicben Ocgvn fliften könnten — sie dürften ater mJ i wahilo- an gewendet v reden Vrt a^t ?dc-i- ten Deschlecht-krankheiten Höllen sich d.e Ha ut- be mittel nicht bewährt Das habe die wiilrn- sd-rstliche Medizin nach dngehe.'der Prü.ung k T,eftdli Ouedfllber und Oaloar'an sind aas- p r irrte Hilfsmittel in ber Behandlung der Or- sck'ech'Skrankhetlen Pinl Ehrlich Wir ein ber- or»ragender Vledislner und Adder Hal durchaus recht mit bet V.-h-iuptung es gebe kaum eine Äionfbeit. gegen bte der Mediziner so gut g rüstet fd wie gegen frische Syphilis 90 Ptozrn'. und r-ebr der fr sch mit Salvar'an B:hnn^«'ten mären völlig geheilt worben Verschiedentlich aulgetre- -.n»r ungünstige Heilerfolge mit Salvirlan erklärten sich daraus, bab rninderwTrttge Chi- »arsanpiüpamte gcl esert wurden X) eie Fudri- fahcnekbler feien aber lebt übrrwund.m Dielc Ver'uche feien nicht mevr an Tieren, fonb.ri te klinischen Personen unter Vnwe.idung einer fletrui» Dosis Stka-'an ausgelührl worden, was dne teile» c Heilwirkung parantlere. 3n der ganzen Leit w.tdr 6alt»ran angewandt, und i.ur deutschen Sdtunaen sei es Vorbehalten ge- blieben, einen gehüfslgen Kamps grgn diese- bmifdx Geiftesprodukl zu führen Der Kampf fei al'-r nur ein Deckmantel für den Kampf um dl.- Äuiiedrdfcdt IDo es aber gelt?, dne Gefahr ton der Allgemeinheit abzuwendrn. müffe eine Besch änkung b*r terfönllchen Ar.ihelt tn Kauf \ gern mmtn wrrden (B.-isall.) Abg Dr Vlose» (6.) betont, bab die sozialdemokratische Fraktion kdnestrags i.i thr?r C-.iamtheit hinter den Ausführungen des Aba Hoffmann flehe Bedauerltch fei. bab in einer so tviu ’igen ^raqe in den Fraktionen bie Fach- mflpncr bdkltc ges choven wurden, wdl man sie als 3nttrdknlen brhandle Der Aaturbeilkunda r-te Valvalsa»'behanhlung als Ibeal gzgenüberjui- stellen fei nicht ber Zweck dieser Vorlage Für Vyphili- erscheine aber angebracht, dib Vie V?- banM.mg erfahrenen Letzten überlassen bleibe Sv? Aerzte mübten mehr mit dem Volke In Berührung bldben. damit das Vertrauen tn di? Aerzleschast und In die Bdiss.-nschäft wachse Letzte Vorlage verbundene Arckhedana det Änrteved, bei’ mmbc^en mülk bie Bedandlang durch Sr- kaläw,te erfolgen . k Nachdem noch der 2>g. F r i t f ch >9. Vp.) die Vorlage begt*fc: Has. schlich« Mr Auslorach. 2r.g -noume« wrd e n ZrntrnmAarf rag wonach tte Regte »ng beftlxm.n 'oL e* tr- öftUchrn Eingriffe von ber Zu Umana ng der Pa:i«ten ab- Ang g gemacht e-.-rben '.-.len 3n 0er Ein el- beratung w.rü der - 1 tn ber Au» chuyfa'tuag a.ifl noaun.-n. Vd ß 4 w.rd mit Od4jigntdtrofe ?«v - M. wer einen Beuch ag mlfübrt. obwohl er wrib aber wissen müh e bab er gekchlech-- krank ist und hiervon dem andern Teile kine TZiitcilueg macht Ferner wird dn tozlallsti'ch r Antrag anzensmmm. wanach bie S. ifbedef^eni nur auf An rag des g.-schödigtea $*i <1 d Uretm fekk 5-tn weiterer fozialbemokrarischer Antrag, ter ter,immi. bab ärjt iche De Handlung nur bd anftedenben ■ t echt.k ankbe trtU nicht aber auch Le. anderen Ueibtn ber Eeich.ech.uorgaae vor- gefetteten wnden soll, wird ang-nommen. Die Z 12 w.-rben in ber Ausfchuhfaffung angenommen Die TBeUerbetalung wirb gegen ta.L 8 Ubt abends auf morgen mittag 2 Uhr vertagt. Der Münchener Hochverrats- prozeh. München. 14. Zuni (Tolff) Bd den weiteren V.r ehmunz.n im ProzH 5 j 4> < machte ter Zeug^ Aez crangsb^^m istet a D Schäfer Angabri über d.e stanzösiiche Hilfr. und erNötte. Machbaus hab.' Ihm mlt^.dlt, bab, die F»anxosen n ch: nur brreit fden. F.ankfart a. M für b c Aktio.i frcljulaffcn. fo.ttem bi*; fie f >gar eine gca iffe L.-zahl von JUmpfmtf.cji. darunter 60 Lanks und 150 Flugzeuge, für b.e ANiv.l zur Br: ügung stellen würden. Er bab.- bai Zeugen Mavr t * dner Bdprcchung i.i der Dohnana Machh^u»' fe.ine.i ge:cmt und sofort den Eindruck gcaenren, dad drffen Beteiligung an ber Aktien nicht ernst sein könne. D.»r Ze-a^e kam ba.tn ausführlich auf die Aufstellung ber fchritzen Listen mi fpreche.i. Aach dtr Aahrde'eaung Hao: fich das Ttängen von Fuchs und Mach^au- zur 2tht)n auderr rdenlllch verschilft. 3n dir em Zusammenhang fei auch mit Aachbruck die Aufstellung der Machbau-schm Listen verlangt word.m Er. Schi- fer. babc im Ddchö tszimmer deS damaligen Kreises München ter Organisation ganz Sf,entlich Hug und Hoffmann den Austrag erteilt, si? bitten schwarze Listen b^irksw.i e anfegen, damit man fie nachher gut gebrauch» kö mr Dir von Hug und Hofima.in erhalten.m Zelte! chb- er Mach- bau« aejr.gt, ber sich davon befriedigt erklärte, ttoiauf er d e Zettel wieder tt>.agcu>Drfen habe D.* Liften feien in einer Farm abg.-faflt arwesen, t e nicht er.;ft zu nehmen gewesen sei. Die Er» ftfliimg des Zeugen, dah bei der Unlerrcbimg bei Fuchs davor gdorrchn warten sei. Deneral von Lvfl >a> fe. über dir Angelegenheit u.rtrrricht.t und ttxrtc mit dcr Ideichsweic bi» zur Aduicklung ®cj?ebr b.i Fuh stehen, bestätigte Zeuge Kautter. ter früher fugte, da st bei der Besprechung bd Mayr und 5v.ebma.in Muchhaus und Fuchs als Berväter be-eichaet worden seien, unb zwar in- fr em. als man von Ihnen Denunziatianen gegen- über ter Pcliz i rermutetx Angeklagter Fuchs stellte fest, bifr er nur deshalb zur Polizei ge- cange.i fei, um den Den zu Lossow zu finden. Pöhner und Frick seien über lern; B.,lrbung?n zu Aicherl sei: 1921 genau im Bilde gewrsen. Auf die Frage de» Brrsihenden. ob dis auch kür bk geldlichei Beziehungen von Fuchs zu Aichrt gelte, gab Fuchs ein: verrriurnde Antwort. Aus Stabt und Land. Diesten, dem 15. Juni 1923. Die Teuernnqszakilrn der fünf größten Städte Hessens auf Grund der Preise vom 6. Juni 1923 (23. Mals auSschliestllch der Bekleidunz betrugen für Mainz 540 23? (376 607); Darmstadt 526 609 (350 869), cinschl. Bekleidung 700 609 (463 369); Offenbach 506 221 (361 913), DormS 508 148 (379 C95), einschttehlich Beklei- düng 685148 (496 678); Siesten 506 919 (358512), einschl. Bekleidung 640 336(460 845). Die DurchschninsteuerunoSzahl für die fünf größten Städte beträgt für Ernährung 443 957 ( 308 613)» Heizung und Beleuchtung 68 153 (53 604), Wohnung 5517 (3182). für Bekleidung 161 472 (110805), zusammen 679 099 (476 204). Die Teuerung auSschliestlich Bekleidung ist fei» dem 9. Mai um 66,7 Prozent, einschließlich Bekleidung um 7 0,2 Prozent, feil dem 23. Wal ausschließlich Bekleidung um 41,7 Prozent, einschliesslich Bekleidung um 42,6 Prozent gestiegen. Der Ekevrrabsaq vom L7rdelt-loh». Bom Finanzamt wird uns gtjebrie- den: 2ki der Bearbeitung der vorjährigen Lteuerd-cher, foeit bei z-chlreiröe». in lenrrr Zeit vvrgenonmiene» Betriebskoatrviien mahl efkstgeftelk werden. daH die Bodchri^. -n üver den lOprozentigen Lohnabzug t. elf ad; auderacht gei assen warten. H . rau ge- hön in^defor.dere h;alid::rich der Marbrndo- gen: vollständiges AuSfüllrn des Kopfes» Einträgen des CcfamtoerDtenft^s und der entsprechenden Steuer, rechtzeitiges ÄIcben und Entwerten der Steuernntcn, Aufrechnrn und Bortragen der Seiten mit viertrliähdichem Adichlust. W-ettcr ist zu beichten, dist auch für nichtsteuerpfUchtigt Personen, wie Lehrlinge, Dienstmrdck'en usw. Steuerbücher zu führ-.n sind. Der Lohn ufw. Ift etn^u.ra;en. Ausdrücklich sei daraus hingewlcsen, Last auch die £c- bälter und sonstlaen Bezüge, wie Tantiemea, Erallklkationen usw. der leitenden und höheren AngefteU.en bei Erwerbsgesellschaften, dem Steuerab.zug unterliegen, mithin diese Personen ebenfalls nur Führung vo.l Steuerbüchern verpflichtet flnb. Allgemein wird bemerkt, katz die 6teuerermlWgungen nur arm äst der amtlich elnaetia^enen Persv.ienzastl vorgenmnmrn und nicht auf lediglich mündliche Angaben der Arbeittiehmer hin bewirkt werden dürfen. Lastgebend sind entsprechend dem auf dem Steuerbuch angegebenen F imllienftanb die je- weilS vetöffen.lchlen amtlichen Ermayigungs- säste. Zur Behebung der oben angeführten Miststände, die am IahreSschlust zahlreiche Aückfragen und eine ungeheuere Arbeitsbelastung Hervorrufen, sieht sich das Finanzamt veranlaßt, künftig tn derartigen Fällen mit her Geldentwertung entsprechende Ordnungsstrafen etnzuschreiten. Cs liegt deSh'Nlb tm Zn.eressr sowohl der Arbeitgeber, wir auch der Arbeitnehmer, den ergangenen Bestimmungen besser Vie bisher Aechnung zu traaen. Zur Erteilung von Auskunft und zur Klärung von Zweifelsfragen ist d-us Finanzamt (Abteilung Lohnsteuer Zimmer 93a) an den festgesetzten AmtStagen jeder,zeit gerne bereit. • Die Bekämpfung der 2ch»akeuplaqe must., wie taS KreiSamt kürzlich im AmiSver- lünbigunflil latt btlaimtgab, in diesem Sommrr tc» Leuchmgdahr wegen mit allen zu Gebote stehenden Mitteln gewisseahast durchgefühn werden. Zur Erldchterung der vvrianehmmden Arbeiten sind im folg:n>en die nöligen Mastnahmen erläuternd kurz zusammengdastt. Es Ist zu beachten: 1. Fliehende Gewässer sowie Tümpel und Teiche mit Fischen und anderen Wassertieren erzeugen keine Schnakenv^age 2. All« übrigen Gewäifer sind entweder au beseitigen ober mit Fischen zu besehm oder ab- sc lut dicht za bedecken, ober mit einer Oel- schicht zu überziehaa. Als gefährliche Brutstellen kommen Mr In Betracht: i) Waldtümpel. Zuschütten oder vertiefen und mit Fischen au besehen oder mit FNch- wusscrn verblnd.n. anoernfalM überspritzen mit CäidIoL sobald sich Brut zeigt. Behandiang fort- sehen bis Oktober b) Wiesenwässerung. S^rge für richtigen Abflust. Stehen an tiefen Stellen und In den Abfluhgräben 14 Tage nach Schluß der Wässerung noch Psührn. bann must die sicher oorbanbmt Brut mit Larviol vernichtet werden. 1. Mai bis 15. September. c) Offene Jauch« graben und Mi st - lachen Don Mai bis Oktober alle 14 Taae ml: Schnakenfaprvl übergiesten (pro 1 qm 20 bU 30 Gramm. 10 qm etwa */4 Liter) d) Mangelhaft gedeckte Zauchegruben. All« Oeffnungen und Aitzea dauernd mit dicker Mistfchlcht belegen; andernfalls behandeln wie unter c. c) Abwafsergräben und Graben. Wie unser c. f) Zwecklos umherstehende G e - f S st«. Beseitigung. g) Gtestwasfer- und Zauchebehäl- ter in Gärten und Fe dgrundkkücken Absoiut dichte und befefttgte Bedeckung (Sackleinen! Wenn trotzdem sich Brut bilden lallt«, mit Larviol tdl .inen, das nach einigen Stunden durch Heber- laus abgrschw.'mmt w rd h) Springbrunnen- und Teich- an lagen. Mit Goidfl'chen und Sllchllngen be'epen. v eewr- u ■ d Lehm grubeM, die mtt aller band Abfall tokkn $u gefüllt werden. Wie unter c * • SrnciRt W»rd< am 9 Juni her Fddher August Stumps aus Kidod gern Fdrster der 8c.UiMi.td Schwarz Obertdrsterd Als dd < .{cu< u-Jia, 14. bzw 15 Juni ab berf. 6rt »wischt« Frink.erl und 'Sedie da neues ZugSpaar. Ao S.xutfmrt 11 M nm ab Oiehe» 1 25 ead-n . Berlin an 10 25 Gegenzug Berlin ab 8.05 oorot, von Diesten ab 5.Ä nachn Frinkturt an 6 51 nach« 3m Bor» iahre oerfehrten dir beide« Aüqe (fMeninwte *■ ' • . dun i bl: botc I ;xvp.- binaj.itaife .b u.tb im B.t.echaus: vcdchwui.'; b S c döii: tli Diockm h ber stillrn Luft, erst d'.e dne - U '' l.i igfam schvuige rd. baea all: za- lamuwnf.i ,g< rb in cta.m lange t D^stat:, das rüdhler la Mutter 3y u imann cd- :r.U durch bc-r Schr^: stte. ihr schu>2rZes Kleid doch aulrwhott-rb, bab der kiKuo.: Ava b3;u.iler ^cd? itlich l^uch-ert. S.« körte tt: O.mdabe tn d r Kirch *i tg^i, te solch: It io r.n mit so grrt t> »r-r Deut'. chkeir bib.-e. dast Ut ertch w wmM- fuhr, tren i ihr ^t'chherr logend.-in« an ft- r-chtete ober plötzlich mitten U «irr <*c>3bL-nj abdr:ch BXii er sah. bat, feine Ttlchdarne ibm auarnschetnach gar nicht zudörte 3b" nlb« i Bekannten liehen u an mehr oder w nigrr gen- r« chen Bemerkungen üb:r ibn Schodgf nmkdt und 3ctnicutbdl richt ch er. Sir ha t: Gtsinzcn cnKb Kion e. mal al- Ti chxrrn gchrb: b.*i dann Souper in einrr b: cht ^.taeknb imb rß mach e fich so. hast CnLnaen Ihn auch inig: Malo .»ichr zu Hru'c te So wurlen ki..r B. uche feUeacr, und F.ax Ego» war da- nicht uHa.tgenehm. Die Tage und Woch:n tantrx uab gingen. W<'buchte' ftanb vor der Tür Am H lli,en Ad.nd : «m oo.i der CH Md xi|t khr künstle» ich aulgelabt. Au. bc.i Arad hatte Arnolds txA t.gt H.nb mit gvA'i 3ag:.i »ar das Wort .Zur Lra» -emng" gtfbd.bjr. während grau Goa daran' hl ckatz. gi^arn d efe Ert i ran,?n arte eine W lle über st: hin. S'.e iblte «s 11 bi.'em Aagr b.kf^ ba* he mit unlösl ch«« Bi chen an tt <*1 Hxu t qe'::i:: war. ra t Tontet, dte Ne v.-titch a»ch »itch hätte iMm U jQc.t, we R | e ci *elb * grt x tl hält: Und alt 1 # um 3!x *b u -t.T t?n bremnid x bnm Hans 5 b t vcn Hans Dietrich utb sich, in ihrem Wehn «immer au geiomm^». Sie sonn t nüber noch >6 cd .»bl Ar o.d» sch a.m sthermd sv reuen würde. »1» he es gdat hatte S'.e t::- ;l 3m vorigen wäre.» am erste» W ihnachtstagr C fa-K» and A^mu *ea b.i I5em . x D.i "d ticl Z- '^r weg E »n 'gra batte auch schon baut gektgi. t d fie Ibn gar nicht dazaludm l.ny^Ki, «c war übe: b‘x Fete ag« »r.c.rl 6ti.0l‘n Aeidh: b« VmuNer aurherte feil der M ’dtv.k bei über te; Dl :gm S 'd<». u :b b.ittt auch f4 irr dn«n Jx-a da» E.u itgenb- tr.t In bü Hst d: geratta war, frinm D..übten darüber den Mlltabcn Au »druck gegAm. Wenigstens erkannte Eva In den .vorn Fett der Sattheit Xtlclntben* unschwer dir Menlch-n wieder, d.e Ibn cm.' jenem Ausflug nach SchLod Ettz b fchwer mitocrflcnben hatten Sv fotzen fie am H.tiigadmd zusanrmen, still ober dach fröhlich Ha.»s Dietdch wohl gebt um Zukunftspsä « spinnend, und Goa mit tager 5Sanb on das rüb.c b. was für Ne vielldcht SutaaH werten sollte. S'it Lichter des Tvam dl ftrabücn auch Ihne» tea Frieden auf Erden ins Herz, und von der Hoffnung datz für Aon» D rtrich alles gut werte ging auch für 2 a da Ltchtstrahß aus. ter sce, wenn auch nicht glücklich so doch MM 1-7 ch c in Mr »gen des zweiten Fri-rtaaes siel in b'.dcl fri^Iich. Acihnachtstdv.l a*: «re Brmbe «in Brief a i F.au Gva mit et rem Denuibl* ckr: .''.rag Das war nicht das erstenral Idl ihrer AUaetsch fu unb diefrs •rdgwU hätte IW i der X- nicht tun data M nne au-g^a.tg«., wäre, bte < ihres 7R.jn.tB. b:n fie sdt Zähere kannte ueb teilen rdzrnte Kinder ft: »..n* b.4anders ins Herz q.schloffen hatte. S.e nxifrt. der 78aan budte nicht mit ber Elle grm.Ne i tt ,-rbcn. mit ber fit feit kurze« nv *. Ai Idcht hatte er kaum viel vvn de» flliy sch «st.n. dir man In Soas Bekannte»» kreis rtgcnlltch cis ur.-rlätz'tch für et vn eiwa ixafbaxta ?n kJi Oktltta Frau Gsa» geholte» hätte S'.e hätte vor einem Ocher Idbc: auch l um den Tebaaftn faV^i (bn i: 1. g-rabe blcfen 7 R-.Tr.-., kehe.» prächtig. Otgenchasten slr Im üSei- gm hoch genug eztertet«, b .ra^n »u Ibeanu l Fortt «Tung folgt.) -e 195 000, Gmelka 18 500. bis 98897.- 4E2»0 43107-öü ,435*5,- 455135,- 499747,50 502252Ä) ent miiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiii Zu verkaufen Altertum Mel landbundes. 4065 D yt ninnnmimHiffliiiiiiiiniiii sangverein. uiSflug. (Siehe ein Sieben. , nach Wiin* 1 1 Weib 542S90 9 16159.50 25835.25 26:13.25 97506 60 137.54 12.22 2882.75 109725 6:320.75 17543.75 14606,40 452;,30 6783.- 19052.25 16059,75 495745 19052,25 1743150 279'.»,- 2882.75 lr Freitag: siideiicus Du. vom 2&cüT uni Zerstreuung, Erholung, Gesundung bringen Kuraufenthalt oder Ausflug tm einzigen unbesetzten Taunusbade bei Sport und Spiel, Kunst und Tanz, Theater und Konzert, Ruhe und schöner Natur, im weltberühmten Heilort (Nervöse, Magen-, Darm-. Herz-, Stoffwech- •elk ranke) u.Oesellscnaftsplatze, Oewin- nungsort d.echten Bad Homburger Salze Bäd Homburg vor der Höhe 17042,50 16240,50 25964,75 2706.75 QknAnotes. VranNurt n. M. 14. Juni. Schweixer Noten s>rnniwfische Noten. ..... Dänische Noten Schwedische Noten .holländische Roten Deutsch'Oesterreich \ 100 Kronen Slnierikontsche Violen Englische 9ioten........... Italienische Noten Belgische Noten llnanrische Roten Tichechosloiuakische Noten . , . . Rorweaische Noten Ritwanische 9ioleu Spanische Noten Am Mittwoch,-den 11. Juli, vormittags vüO Uhr, findet im Istnsterloh bei Wetzlar (Straße Rechtenbach - Wetzlar) ein Fohlenmarkt statt. Austrieb für jedermann offen. Meldungen mit Geburtstag, Angabe ter Eltern und des Geschlechts der Tiere bis spätestens 3. Juli an unterzeichnete Eeschäftsstelle unter gleichzeitiger Einsendung ies Auftriebgeldes 3000 Mk. für Mitglieder des Reichsland- bundes EOOO Mk. für Nichtmitglieder des Reichs- Außerdem 2 handgeschmiedete Palmen- ständer, ca. 110 cm hoch und etwa 32 cm im Durchmesser. 1 Damen-GesellfchaftS- kleid (Seide mit Perlstickerei), Gr. 50—52, sowie 1 Morgenrock und verschiedene Blusen, alles neu. Näheres zu erfragen in der Geschäfts» stelle des Gießener Anzeigers. 04130 (Mitgliedskarte als Ausweis mit einsenden). MeMüB.UeisesMMe.2. Körnmarkt 2 HopscheLk.: Frankfurt31250, Fernspr.Rr.7S. ' Bei den leichtathletischen Göteborg-Ausscheidungen in Hannover am letzten Sonntag war P a u l u s v o m S. C. v. 1900 am Start. Paulus lief in der 1 lO-Meter-Hürdcn- i! Entscheidung den zweiten Platz trotz eines schweren Sturzes an der 9. Hürde heraus, nachdem der lflanr-e Verlauf des Rennens ein durchaus ungewöhnlicher war. P. kam am Start am besten weg und führte über die beiden ersten Hürden, die beiden aufkommcnden Troßba (Frankfurt) und idor allem Kasten (Berlin) überholten ihn dann, und P. hing sich an. Der Kampf Kasten gegen Troßbach über das zweite Drittel der Strecke Wlk Gießen Branöplatj LMte» Schloff) 19000.— 6665.- 18700.— 27670- 41300.— 150 75 107000.- 4S5OOO,- 4875 — 5720— 10.63.- 3100— 1700a— 547- 14. Juni Amtl. Noiierg. Gell Rrie» 5935,10 5364,90 nTln ^or. t fennt, LkK W yWS gesperrt, ,$^"9 ton ^blkmeler sch, ;• Dontag • otaucn der 2beclande.;- A.Wfijcw ■nt®Wte [ur. 1 dann ne. ^r'chzsi^. 1 «Mnen An. ^rvhgrundbM .^c Währung jne tornünftige Klrinbetrich W hato. 3n ^üer den an- '.in wie inniger ÄauSwichlh^fi '«it bec Hebang 1 2luäland un« anschliehendöi auptsächlich mit webens und der fien sei Zum M schwer dul- im Niein- und lnahrnr und des Lev Schlackers, den Heldentod (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Isolierung des ganzen besetzten Gebiet». Koblenz, 13. Juni. (WTB.) Dach einer Mitteilung des Dezirksdelegierten wurde für einen Monat die Einreise vom unbesetzten in das besetzte Gebiet gesperrt; nur in dringenden Ausnahmefätten. z. B. bei einem Todesfall, soll die Einreiseerlaubnis erteilt werden. 3m allgemeinen macht sich eine zunehmende Verschärfung in der Handhabung der von den Besatzungsorganen erlassenen Verordnungen bemerkbar. Au» der Hast entlassen. Köln, 14. Juni. (WTB.) Wie die .Köln. Ztg." aus Gelsenkirchen meldet, ist der von den Franzosen verhaftete Dergwerksdirektor Wimmel m a n n von der Zeche Consolidation in der vergangenen Nacht aus der Haft entlassen wor- den, da die Franzosen sich davon überzeugt haben, daß er tatsächlich seit dem 1. Januar 1923 aus der Firma ausgeschiedrn ist. Beu wurden gestern die Kaufleute Heinrich Röhm und Witkop, Vater u;'ib Sohn, aus ihren Wohnungen heraus ohne Angabe von Gründen verhaftet. Gin Staatsstreich in China. London, 14. Juni. (WTB.) Reuter meldet aus Peking: Der Präsident Li-Iuang- Hung ist nach Tientsin abgereist, da ihm gedroht wurde, daß, wenn er sein Amt nicht niederlege, Militär Peking besetzen werde. Sin politischer Staatsstreich scheint bevorzustehen, der den Zweck hat, Tioa-Kun, der der China- Partei angehört, zum Präsidenten zu machen. Paris, 14. Juni. (WTB.) Havas berichtet aus Peking, man berichte aus Tientsin, daß, als der Zug des Präsidenten Li- Iuang-Hung in den Bahnhof einlief, der Zi- vilgouverneur der Stadt, Wang-Chen-Ping, durch seine Truppen den Zug umzingeln lieh und den Präsidenten ersuchte, das Reichssiegel herauszugeben. Wie man meldet, habe der Präsid geantwortet, er wisse nicht, wo es sich befinde. Da Wang-Chen-Ping von dieser Antwort nicht befriedigt war, machte er den Präsidenten in seinem Salonwagen zum Gefangenen. Ferner wird gemeldet, daß in Peking trotz der Abwesenheit des Präsidenten und des Mini- Ten Höchstpreis für Frauenhaare ÄS ® m „ r«0.»4,Schltei;f.l06 I Stirn WM, Stifter, NnWt 33 ll ' Sr^ErLS ini aahrr '*<. E n.tzsr;> iifl BLchertisch. — Geschichte und Kritik des Sozialismus. Don Professor R. Liefmann. Zweite verbesserte Auflage. (Verlag von Quelle & Meyer hi Leipzig.) — In drei groben Abschnitten untersucht der Verfasser das Wesen des Sozialismus, seine geschichtliche Entwicklung um auf den so gewennenen Ergebnissen in eine Kritik einzutreten. Dabei setzt der Verfasser sich besonders mit den Theorien des .Kapitals", der Wert- und Mehrwertlehre sowie dem kapitalistischen Produttionspro^h nach der Marxistischen Theorie auseinander. Dor Schlußabschnitt behandelt die VerwirklichLingsmöglichkeiien des Sozialismus und die Frage der Sozialisierung. — Rovellenbücherei fürs deutsche Ha u s. Der Landvvgt von Greifensee. Don Gottfried Keller. — Mozart auf der Reise nach Prag. Von Cd. Mörike. — Der Schimmelreiter. Von Th. Storm. (Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig.) — Die „Rovellenbücherei fürs brutsche Haus", die bereits eine erlesen: Auswahl moderner Erzähler enthält, geht nunmehr dazu über, auch Perlen der älteren Erzählungskunst darzubie'.en Dir literarhistorischen. von Dr. Steinert verfaßten Schluh- bemerkungen sind für den Leser von Wert. Kirche und Schule. Aus dem Dekanat Grünberg. Dem Jahresbericht des Delanatsausschusscs Grünberg über das Jahr 192 1 entnehmen wir folgende Zahlen: Die Seelenzahl der Evange- lischen des Dekanats ist mit 27 683 ziemlich die gleichir geblieben. Ihr steht die Zahl der von der Landeskirche getrennten Evangelischen mit 144 gegenüber: sie nahm um 4 zu: ebenso hoch war die Zahl der Ausgetretenen. Der Kirchenbesuch zeigte bei einer Durchschnittszahl der erwachsenen Kirchenbefucher von 5743 einen Prozentsatz von 31,1 und weist fcanüt im Vergleich zum Vorjahr ein Mehr von 2,2 Proz. auf. Da in dem Dekanat überall allsonntäglich gezählt und das Ergebnis gesammelt wird, kann auch dieses festgestellt werden. Es ist ein weniger günstiges, denn der vorjährige Prozentsatz von 23,4 stieg nur tun 0,9. Die Teilnahme ist sehr verschieden; während sie bis auf 62,2 bzw. 57,3 steigt, fällt sie in den Städtchen und gröberen Gemeinden bis auf 19,1 bzw 11,5. Aehnlich verhält es sich mit dem Abendmahl s b e su ch: ec weist für das ganze Dekanat die Zahl von 27937 Gästen auf. Dies macht 151,5 Prozent des Erwachsenen aus und zeigt ein Mehr von 4,3 gegen das Vorjahr. Auch hier fällt der grohe Unterschied auf. Don 66,5 ffreigt die Zahl bis 219,3 Proz. Dass 3 Pfarreien über das eigent-- lichr Maximum von 200 Proz. hinausgeben, erklärt sich daraus, dast die auswärts dienende Hugend gern in der Heimat mit den Altersgenossen kommunizieren. 459 Kranke nahmen daS Abendmahl im Hause. 2ln freiwilligen Liebesgaben gingen 194 566 Mark ein, nicht ganz doppelt soviel wre im Jahre vorher. Davon entfiel die Hälfte auf kirchliche Zwecke. 3m Durchschnitt opferte der Erwachsene 10,54 Mk. Das höchste waren 39 Mt • es ging herab bis auf 2l/2 Mk. Sanvel. Berlin, 14. Juni. Börsen st im-- mungSbild. Bis zur Festsetzung der amtlichen Votierungen setzte sich die sprunghafte Steigerung der Devisenpreise fort, so daß schließlich für London bzw. Veuyork der Höchststand mit 517 000 und 111000 erreicht wurde. Bei der amtlichen Kursfestsetzung kam etwas Material heraus, so daß die Kurse bereits etwas niedriger mit 505 000 bzw. 108 000 festgesetzt wurden. Trotzdem konnte der Nachfrage nach Auszahlung London nur zu zwei Drittel und der für Holland nur zur Hälfte entsprochen werden. Die Umsätze waren bei dem außerordentlich hohen Stande nicht allzu bedeutend. Später senkten sich die Kurse weiter, so daß Notierungen von 492 000 bzw. 105 000 au hören waren. 3m freien Effektenverkehr war die Stimmung gänzlich von der Bewegung der Devisenpreise abhängig. Anfangs bestand bei erheblich über den gestrigen hohen Schluß- Preisen liegenden Notierungen stürmische Nachfrage für Effekten aller Art vor, die dann beim Nachlassen der Devisenpreise seitens der Händler abflaute, so daß auch die hohen vorher genannten Kurse nicht mehr behauptet werden konnten. Bei den Danken sollen bis jetzt vom Publikum Kaufaufträge in sehr großem Umfange vvrliegen, denen gegenüber hoch limitierte Verkaufsaufträge kaum ins Gewicht fallen. Frankfurt a. M., 14. Huni. Börsen- stimmungsbild. Auch am heutigen Börsenruhetag lagen die Devisen in den ersten Morgenstunden fest. Dollarnoten erreich'.rn einen Stand von 102 000 bis 105 000 und wurden später mit 110 000 gehandelt, um sich weiterhin unter Schwankungen zwischen 113000 bis 110 000 zu bewegen. 3m Sf selten verkehr von Bureau zu Bureau entwickelte sich wieder eine ziemlich rege Nachfrage nach Dalutapapieren. Anatolier begehrt. Zvlltürlen mit 200 000 bis 210000, Bag- dad II mit 2-50 000 genannt. Budapester Leerer 80 000 bis 85 000. Gs herrschte auch auf den übrigen Gebieten starke Kauflust nach fast allen Zndustriepapieren. Als besonders beachtet sind hervvrzu heben Daimler. Heddernh-eimer Kupfer, Westerregelm Gelsenkirchen. Peiers Union. Unter den Bankaktien blieben Diskonto-Deseilschaft im Vordergrund. Ein wesentlich höherer Kurs wurde für Deutsche Dereinsbnnk angebo'rn. Oesterrerchi- sche Kreditanstalt 17 000 Geld. Chemische Rhe- nania hörte man mit 140 000. Sonst waren Anilinwerte zu ihrem gestrigen hohen Stand weiter gesucht und vielfach im Kurs fester. Angesichts der fortdauernden Devisenhausse und der großen Menge an der gestrigen Börse unerledigt gebliebener Orders werden die Aussichten des morgigen Efseitenveriehrs als günstig bezeichnet. Von den amtlich nicht notierten Werten hört» man folgende Kurse: Krügershall 185 000, Kabelwerk Rhcydt 190 000. Tiag 16 000, Benz 140 000, Ufa 57 000, Api 205 000, Drown Doveri 40 000, Hansa Lloyd 46 000, Decker Stahl 195 000, Decker Kohle 190 000 ^Lffen-Naffau. fpd Frankfurt a. M., 14. Huni. Sn der heutigen Stadtverordnetenversammlung legte Oberbürgermeister Voigt den Haushalts- jplan für das Rechnungsjahr 192 3 vor ßrnd bemerkte dazu, dab tragen der ungeklärten I pßage man nicht sagen könne, inwieweit oer AIn= «erschied zwischen Einnahmen und Ausgaben sich Ibedten, oder ob sich ein tatsächlicher Fehlbetrag letgebe. Eine vorläufige Zusammenstellung der Soiideretats der einzelnen Derwaltungszweige ergibt bei einer Ausgabe von 89376 Mil' (tonen M k. eine Einnahme von 82 7 1 3 Millionen M k. Cs erfordern Zuschüsse fol- . ' sende Verwaltungszweige: Schulen 6830 Millionen Mk., Gesundheitswesen 5913 Millionen Mk., Wohlfahrts» und Zugendamt 5710 Millionen Mk., Wissenschaft, Kunst und Volksbildung 1389 Mil- , linnen Mk., das Hochbauamt 1286 Millionen Mk.. das Tiefbauamt 1134 Millionen Mk. Diesem Zu- schustbedarf von rund 27,7 Milliarden Mk. stehen voranschlagsmästig an Einnahmen aus Steuern und Abgaben 18,8 Milliarden Mk. und ein Netto- überschust der städtischen Betriebe von 2,2 Milliarden Mk. gegenüber. Die städtischen Bühnen heischen einen Zuschust von 800 Millionen, die älniversität einen solchen von 220 Millionen Mk. Die Erwerbslosenfürsorge beansprucht einen Zu- schiast von 350 Millionen Mk. fpd. F r a n k f u r t a. M., 14. Juni. 3m Palmengarten wurde einem Herrn, während er l an der Garderobe seinen Mantel in Empfang t nahm, die Brieftasche aus der hinteren Hosen- 11 rasche mit etwa fünf Millionen Mark •i gestohlen. Auch im Zirkus Straßburger stahl man einem Gast die Brieftasche mit zwei Millionen Mk. aus dem Mantel. — Innerhalb der letzten vier Tage verhaftete die Schutzpolizei nicht weniger als 1 2 M e- t a l 1 d i e b e, die an ihren Arbeitsstätten größere Metallvorräte entwendet hatten. — Einem Kriminalbeamten wurde von Dieben die Wohnung ausgeräumt; sie raubten Wäsche und Kleider von erheblichem Wert. — Aus einem Zigarrengeschäft in der Bergerstraße stahl der Schuhmacher Philipp K a u f m a n n für eine Million Mark Zigarren. Der Dieb hatte aber Pech, denn als er den Laden verlieh, erwartete ihn bereits die Polizei. fpd. Königstein, 14. Juni. Aus der ■' hiesigen Synagoge stahlen Einbrecher | alle erreichbaren Silbergegenstände. Zürnen, Sport und Spiel. ■ * SlegreicheGießener Turner. Bei dem In Aßlar stattgehabten Dezirkstumfest er» 3!c‘te der Män n e r - T u r n de re i n Gießen einen vollen Erfolg. Die Iugendober stufe- Staffel (Garleiischläger, Krelliag, Panneck, Seipp), und die S ch ü l e r st a f f e l (Decker, Kling, Hölscher, Kohlhafe) wurden 1. Sieger. Die S rüder kämpfe in SchleuLerball und Speerwurf brachten Turner W. Wenzel den 3. und 4. Sieg; 2ud. Malkomesius halte sich im Hxhsprung den | 3. Sieg. Die EinzelkSmpfe sahen folgende Turner siegreich: Aktive Turner: 6. Hans Stecker, 11. Lud. Malkomesius, 15. Willi Wenzel, 19. Hans Preis. Zöglings» Ober stufe: 4. Ar- thur Äreillna, 7. Fritz Stein, 10. Fritz Pannecke, 11. Willi Gerstenschlager. Zöglings-Anter st ufe: 4. Hans Felsing, 5. Hans Peters, 18. 4 Meyer, und H. Haberkorn, 22. Walter Mooh, 28. Willi Müller. Schüler: 6. Emst Kvhlhase, 11. Curt Hötcher, 19. Reinh. Dickelhaapt, 20. Karl Kling, 23. Emst (Saemmerer, 24. H. Muth und Rich. Schäfer, 26. Karl Schäfer, 26. Karl , Geller, 27. Reinh. Decker und Adolf Treser, 36. Stiebr. Honig und Willi Karl, 38. Fritz Weber, 39. Karl Schich, 41. Albrrt Donau. Die Leistungen des Turners Gerstenschläger verdienen rückhaltlose Anerkennung. Er erreichte tm Stagel- |k flößen 27 Punkte, im Hochsprang als Sinziger I 25 Punkte, im Laasen 20 Punkte, nur beim Weit- I fprung brachte ihn ein zweimaliger Fehlsprang um den ihm sicheren 1. Sieg. * Die leichtathletischen Dezirks° I Meisterschaften des Dez i r ks Gießen- । Wetzlar des Westdeutschen Spielverbandes am 1 vergangenen Sonntag auf dem Platz des S. C. v. 1900 brachten von außerhalb nur eine schwäche Beteiligung, wahrend von Gießen außer der Spielvg. 04 nur der S. C. v. 1900 vertreten war, {der auch mit insgesamt 34 ersten, zweiten und dritten Siegern weitaus am besten abschnitt. Don den auswärtigen Teilnehmern fiel die Tg. Leun durch ihr gutes Staffelmateriäl auf. Die Wettkämpfe wurden am Vormittag glatt abgewickelt, um den Nachmittag für das Nationale <5d>toimn> fest zu reservieren, das dann auch einen großen Erfolg hatte. Dermisch-es. Sme seltene Münzensammlung gestohlen. Derlin, 14. Juni. (WTD.) Aas dem Hei- mat-Museam in Merseburg stahlen Einbrecher Sammlungen alter römischerMün» Sen, die einen in die Hunderte von Millionen gehenden Wert darstellen. Vier Arbeiter beim Kaaalbau getötet. Dottrop, 14. 3unL (Wolfs.) 3.1 einem Kanalbau in der Dogenstraße gaben plötzlich die Erdwände nach. Fünf Arbeiter wurden von den Erbmassen verschüttet,' vier davon konnten nur noch als Leichen geborgen werden. Schweres Drandnnglück. Glogau, 14. 3unL (Wolff.- Heute nacht entstand in der hiesigen Rats- und Stadtapotheke infolge Selbstentzündung von Phosphor eia D r a n d. Bei den Löfchardttten, an denen sich au$ der Besitzer Klaproth beteiligte, entstand plötzlich eine Explosion, durch die Klaproth und zwei Feuerwehrleute schwere Brandwunden erlitten. Klaproth wurde durch den Luftdruck in einen Stttenleller geschleudert, wo er an giftigen Gasen erstickte, da keine Hilfe gebracht werden konnte. Hinrichtung eine- NanbMvrderS. Saarbrücken, 15. Zuni. (WTD.) Der vierfache Raubmörder Weigel, der den Händler Neumann, dessen Frau und zwei Kinder ermordete, wurde heute morgen im H>fe des hiesigen Gefängnisses hingerichtet. * * Der Bürger als Polizist. Dio englische Regierung beabsichtigt nicht mehr u:rd nicht weniger, als sich aus seinen Bürgern ein Reserve- korps für den Polizeidi-enst zu schaffen. Es sollen Bürger im Polizeidienst ausgebildet werden, damit in Fällen des Bedarfs eine Schar geschulter Männer da ist, die der ständigen Polizeimacht jlnterflühur.g gewährt. Ein kriminalistischer Fachmann äußert sich zu diesem Plan und wirft die Frage auf, inwieweit sich der gewöhnliche Bürger zum Schutzmann eignet. Mögen sich auch viele, d:e einige Bände Delektivgeschichten mit Aufmerksamkeit durchgelesen haben, für geborene Sherlock Holmes halten, so ist doch die Erlernung des Polizeidienstes sehr viel schwieriger, als man gemeinhin glaubt. Wie jeder Beruf erfordert auch der des Schutzmannes den ganzen Menschen, und wer, sozusagen als Reservist, nur in seltenen Fällen den Kamps mit den Verbrechen aufnimmt, toirö, trenn er nicht ein Genie ist, keine gro6cn Erfolge einheimsen. Es ist daher zu empfehlen, daß diese »Spezial-Schutzleute", wenn sie ein- gezogen weroen, md>t etwa bei schwierigen Aufgaben Verwendung finden, sondern den regelmäßigen Tagesdienst oer Schutzleute versehen, also den Revierdienst in den einzelnen Polizeibezirken übernehmen. Diese Polizeilräste müssen dann unter den Befehl von Derufspvlizeiofsizieren gestellt werden, derm nur d.ese werden die nötige Sicherheit und den Takt haben, der gerade in schwierigen Situationen für die Leitung der Polizei unerläßlich ist. --- Kirchliche Nachrichten. Gaspreis vom 15. Juni 1923 ab 1050 MK. je cbm. Gießen, den 14. Juni 1923. [4G60B Städtisches Gas- und Wasserwerk Giehen. Ärbeitsvergebung. Die Weihbinderarbeiten zur äußeren Instandsetzung des Schulhauses, sowie des Back- und Spritzenhauses in der Gemeinde Röthges sollen sofort vergeben werden. Angebote sind verschlossen und mit der Aufschrift „Schulhausreparatur" bis zum 20. d. Mts., 10 Ahr vormittags, auf der Bürgermeisterei abzugeben, wo- selbst auch die Bedingungen offen liegen. Zuschlagsfrist 8 Tage. 4067V Röthges, den 14. Juni 1923. Hessische DürgermeistereiRöthgeS. Metzger. «etef 19200,- 6725.- 18900.— 27910 - 41700— 16125 lOSO'O— 490000— ■ 10.87— 3220— 1720)— 553.- - Märkte. Berliner Produktenmarkt. Derliir, 14. Juni. Bei den sprunghaft weiter steigenden Devisenpreisen wurden die spärlich vorhandenen Inlandsofserten größ'.enteils zurückgezogen, und die vorhand-ene Nachfrage konnte nur zum kleinen Teil befriedigt werden. Die Preise stiegen erneut in beträchtlichem Ausmaße, waren jedoch unregelmäßig. Für Weizei bestand etwa» Begehr seitens der Mühlen und für Roggen Kauflust für WagAonware und Cif-Roggen per Juli. Die anderen Artikel einschließlich der Hülsenfrüchte und Futterstoffe haben bei überwiegend stark erhöhten Preisen recht rmhigeS Geschäft. Weizen, märktschen 174 000 bis 179 000 Ml. (steigend). Roggen, märkischen 143 000 bis 145 000 Mk., pom- merschen 143 000 bis 144 000 Mk. (sehr fest), Som- meigerfte, märkische 120 000 bis 130 000 Mk. (fest). Hafer, märkischen 117 000 bis 119 000 Mk. (fest), prmmerschen 116 000 bis 118 000 Mk. (fest), schlesischen 112000 bis 115 000 Mk. (fest), Mais, La Plata, nxiggenfrei Hamburg 135 000 bis 137 000 Mark (fest). Weizenmehl (100 Kilo) 460 000 bis 500 000 Mk. (steigend), Roggenmehl (100 Kil>) 350000 bi« 400 000 Mk. (steigend), Weizenlleie 74 000 bis 76 000 Mk. (steigend), . Roggenkleie 74 030 bis 76 000 Mk. (steigend), Raps 290 000 bis 320 000 Mk. (steigend), Leinsaat 290 000 bi» 300 000 Mk. (steigend), Vittoriaerbsen 190 000 bis 200 000 Mk., kleine Erbsen 150 000 bis 160 000 Mark, Peluschken 130 0'00 bis 135 000 Mk., Ackerbohnen 110 00-0 biS 120 000 Mk., Wicken 135 000 bis 145 000 Mk., Lupinen, blau 145 000 bis 155 000 Mark, gelb 175 000 bis 200 000 Mk., Seradella, alt 255 000 bis 265 000 Mk., Rapskuchen 120 000 bis 125 000 Mk., Leinkuchen 180 000 bis 190 000 Mark, Trvckenschnihel 37 000 bi« 39 000 Mk.. Raubfutter: Weizen- und Roggenftrzh, drahtgeb. 27 000 biS 29 000 Mk., Haferstroh, drahtgepreßt 24 000 bis 26 000 Mk., Stroh, strohseilgebündelt 25 000 bis 27 000 Mk., Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Bvrmahd 25 000 bis 27 000 Mk. Nachmahd 22 000 bis 24 000 Mk. (Soweit kein andere« Gewicht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.) M 3 3unr Sm* icht in der Fvrsi- [lattoteten meh« ch ab, vrbei sie tors Schuch eine mit sich gehe» lunt Untere be> : seit einiger 3eü steigenden Löhne ür rentabel. Don ttn und weiteren •bauert, denn der ein bewrjugter t hätte gern: den -eiier in betrieb ■ein Intee ener Fun^tsel weit -uruäliegen' e Zundstiiäe, dar- [e von PalmM. in die geologischen idte, ___ s Dollars a. HL 1030M. 97994,40 1066S6C0 107217.40 138.14 151.62 1524s 12,28 12 966 13.u:12 2R97,25 3216 95 32:33,05 110L75 1:34660 135340 -ich ■ 65« 1 -den ins V ' nns ^M'-s^ Ssr. Religionsgesellschaft. Sabbatfeier 16. Juni. Freitag abend 7.50, Samstag vorm. 8, nachm. 4 30, Sabbatausgang 9.40, Wochengottesd.: morg. 6.30, abds. 7.30. — 3fr. Religionsgemeinde. Gottesd. i. b. Synag. (Sudan!.) Samstag, 16. Juni. Vorabd. | 7.45, morg. 8.30Predigt, abds. 9.00 u 940 Statt flartt* Verlobte London Dlegen bei IS. 3**i 1923 «660 St**, 14. 3*xi 1923 D Beerdigung In Weckerwhrlm, Sonntag nachmittag •/3 Uhr. i Steinbach Sm*® Ä Sonntag, den 17. Juni, nachm. 2 Uhr !Z großes Stiftungsfest | di beä (QefnnqVereiiid w03criimiiinti § Die Beerdigung der Fni Schillert rauen. Ctrbfrnnrn CNr.BI Tanz CM 140 ♦074 D 1 SJ aJ#« Ur.; s. SAelHll, Utotmoti 6 Landw. Anwesen neiiiiit. an m Gitl.RijLfereii I® • ! Bonö. WonDfdoHI na» ber Trello Orll Oel I 40721) H. e*a*. I Wnrbnrflrr Air. 2* I 2as 6eta d «wi M ^c-lSarfc.; dich ii Lichtspielhaus h W t Vereine tot i ••■■la*: 3rBb e flb i'ovldt «■ ft "sx ::wu\\ u xxrr ^v^rr^rr^ « Jenny Shure Harry Bulka i i i i iinb :l*l Vcrifon «nonnbri L-! U« bu C tertter rt* Irfaaitnyi r-tSa toflffi friVr"- ßchcht Verstärktes Orchester! Alle VerrOnUignegen aufgehoben. Leitung: Dirigent Harnisch, Steinberg, pj Alle Sangesfrrunde sind herzlichst eingeladen d N<|tisxid Bauer’scher Ges.-Ver. e.V. Sonntag, 17 a**L fli<»Rue lodter oe- midji wi Botz. I* in bk ; li-tchk 2eni brr-.-ibn ts (ältere MIO von 12-15 Morgen evtl, auch mehr in Oberheyen gegen sofort. Var- Zahlung zu kaufen gesucht Schriftl. Angebote unter 04134 an den (Siegener Anzeiger erbeten. rtiiiliti-Holii DO# ö.ttrtlgsMlf anla'i' et«. t> Ute« fkr ..Ditee- II*W”, Wele-er.-* * Im Namee alter Hinterbliebenen: Johanna Krohn geb. Zimmer. Gießen, den 14. Juni 1923. Auf Wunsch des Verstorbenen fand die Beerdigung in aller Stille «all. I4tai LaiflaafMlbalt bei bette« gterpfte- nmirt mH rei«t>lt«b .lieaeniuitchn. Aftern hi rcfllbreicbcT ve'JellaA keetei frei i ti.iii t .«roid ab. otnii L Alter o. 2T» - .T> Aobren nenen die Vrrpflitbt. ben nut büraerl. 0* ilbatr ein alteinfteb Herrn wobrenb des !4iAa Ihlniiia do i örflrn fPirt(<9*hMrä*L au fü iren. Tie 14 tnne 1 «blieben fit nn die I4iä* Tdngkeii nn fin.Kb-P vertrauen* mUrb Trugen. die teihnabiu) Latein liermdh *. «arten bdiibnbeiL n 1. A. 717 n b flnn [fr Je.lai k ; m ba. |e IMu hüM Mi WWchch» findet Samstag,den 16. Juni, nachmittags 21/, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Wild. fllee flnibl. liiert Irelliai IWorfiitidue. Herren- Fahrrad IN faulen nelurbt. rcbi. flimebote mit Preis murr 04138 nn den «ich. Uni Für die uns anlühllch unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlich Hans Rincker und Frau Lrna geb Appel 2Äi tek 2 irr -77^cqr Ke* bei et [de frwUSlci! 10 (»iaiDäeeer flubniabrr Tor>cliua**cr MlaeWiro. ötfiflBtteiiti i*r Ha*d u*b Äreftbetrieb Stflstiin, DtrHaneiin, Im Namen der trauernden Hinterbliebenem Lina Heßler. ttäsegroh- handlung sucht für dauernd zwecks Äommif- stonsfahrten zur Stadt- u. Sand- kundschaft leicht. Zuhrwerl (20—30 Zentners. C den Leltspruch: Max auch drt Schlchanl« Ijut Auf nnierr R bullern drücken, GrmebiBchafugeiai und lirndenlnn Nrnrtt auch den achwarlKt.-n Rttckea. Be. Turnen. Sport un i Spiel y*mari»en allo Wunden. In drutechar Sonne, deutecher Luft Dl mtiiM-n wir erfunden Wochentags 2 Vorstellungen! Beginn 4'. 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Teil end RchlnO A■ fang 4 4 Mr Bismarckirr ihe — «eoierllratze 2dNh trüber arr 2Sea - lirbfenrrrmcfl Pelzkragen verloren. Rbtiwrbm gram Ainderlobn fot unwnlirr ob. Ion t. »Henuuirtjilmmii od and. üte «trauens kann aeieiit werben <«br. flnneh unter Wlba b. " tctiflH. Aeieer erbeten. Streorrfffl, Olfimilltn. Dlftjttfln. BaidieiiSiira. jfltlrlliiei. BHiit. figgtu. Salfieetortn, lotarti. ei ii'fTH ihm ■. NMim Herrn« PlitetMtssiscie LandbaumaschinengeseHschafl Nidda (Oberhesseo) _ Televbo* ftibba Xr. 55 Telearamm Mdrefte. r**dmaschi*e Bureauraume lür helleres verkehrsburrau fofert gelttcht. Cfkrifti tun. OK nn f»i-rlo, VtiuioiKnvlfrorbiiloiLlh Wat erhaltenes Seltkmö sowie •*,M Dflintiitoi preiswert 411 verf Ltevbanftr. 39 II 1 Rinbr rbrtt mit „Deiildaitils Krall im Sport' Erster deutscher Sportflhn .Siegfried* in 6 Akten. 6 leinet Bouy- Knlschwagen nnb (^insp. • Pony. Pferdegeschirr Aulommni oder em» sei 1 Ali fnuicn ae> sucht, «imebote mit l Hessischer Landtag. 60. Sitzung. St. Darmstadt. 13 3unt. Pröfident Adelung eröffnet die Setzung 9i/i Mr. Es folgt die Weiterberatung des IustizharrLhaltS. ach; 2 Uhk H Nit ^rmania" 5 I- Steinberg, ra G eingelaben. n T°nz« SS w*o61Wj Wv SÄ. [iiWWtraiB eonntflfl, 17.311'1]-' BUbrVorm.viiiiti • BunöJiiiWito nnrt) Der ‘”'j Amönebarc. H1 | 323 verein. eciinM W. 3ö* toten g£s; L° yieibndtml" I Wienern. , E, ^nrlrbtcii gtnnbeii- . JIk fik«»»bx lausr’scliej Ges.-Vß1"- 8* -sLi! send: utuch *l" Ite Säcke h. «d-'SSrir.**! ST4$| bCl'CH . ...ui (Jl-'" ^n»°HIwg Abg. Sturmfels (S.) protestiert zunächst gegen das Urteil im Fechenbach-Prozeft und verlangt, die hessische Regierung solle den bayeri- schen Volksgeiichten die Rechtshilfe verweigern. An Richterpcrsonal auf dem flachen Lande kann nach unserer Ansicht gespart werden. Richter an kleinen Amtsgerichten haben in dec Woche ost eine Arbeitsleistung, die nur ”^na sprach nimmt. Der Redner macht oarfchiledene Dorschläge zu Zusammenlegungen bzw. Aende- rangen auf diesem Gebiete. Er bespricht dann die Vorbildung des jungen Richternachwuchses and kritisiert die Tatsache, daft verhaltnismähig junge Amtsanwälte in Stellen kommen, aus denen sie nur auf dem Disziplinarwege entfernt werden können. Das sogenannte „ Ferkels techer" wesen mässe unbedingt bekämpft werden. Die auster- berufliche Tätigkeit untergeordneter Organe würde nicht genügend bewacht. 3m Falle des Höchster Landfriedensbruchsprozesses hat der Staatsanwalt die Geschworenen offenbar n<5ch politischen Gesichtspunkten abgelehnt. Es wurden alle politisch linksstehenden Geschworenen abgelehnt. Das ist ein Mistbrauch der V-efugnis des Staatsanwalts. 3n den Kreisen des Republikanischen Richterbundes hat man das Gefühl, dah die Zugehörigkeit zu diesem Bunde der Beförderung nach- teilig sei. Wir sind auch sonst der Ansicht, dah der moderne Geist in dem Ministerium der Justiz noch nicht Platz gegriffen habe. Das zeige sich besonders auch bei Begnadigungen. Aach der Pause spricht Abg. Kaul (S.) über den Antrag der Sozialdemokraten, einen Gesetzentwurf einzubringen, der bezwecken soll dah die AbfmdirngSgelder des Großherzogs nicht zu hochverräterischen Zwecken verwendet werden. Vom Prozest Machhaus und Fuchs usw. führen Fäden nach Darmstadt. Der Redner wolle nicht behaupten, dah der Grostherzvg Ernst Ludwig selbst Restitutions- absichten hege, aber er behaupte, dah in der nächsten Umgebung des Grvstherzogs derartige Absichten und Pläne in Richtung einer Rheinbund Politik bestehen. Er bchaupte und wolle beweisen, für die Absindungsaktion waren in der nächsten Umgebung des Grostherzozs ganz andere 2lbsichten vorliegcmd, als die Aot der Beamten zu lindern. Er meine in erster Linie die Person des Grafen Hardenberg, der ein Tagebuch geführt hat, in dem interessante Aotizen enthalten sind. Der Redner verlieft dann Stellen aus diesem Tagebuch, die ihm Beweis seren, dast die Ab- findungssummen, die für den Grostherzog vom Staat eingeklagt werden sollen, zu Restitutionen dienen sollen. Von einem großen Ziel ist in den Aotizen die Rede, zu dessen Erreichung der Schreiber sich nicht durch kleinliche Dinge, wie Derleumdungs- oder Beleidigungsklagen, zermürben lassen wolle, und das zum Wiederaufbau der Hausmacht des Grvstherzogs führen _ soll. Ferner wird in diesen Tagebuchiotizen bestätigt, dast die Bemühungen bei einem Redakteur Kn. (Knoblauch?) vom „Volksfreund", einen anderen Ton in die Angriffsartikel zu bringen und persönliche Verunglimpfungen des Grostherzogs zu vermeiden, von Erfolg gewesen seien. Aach anderen Tagebuchstellen halte er es für notwendig, dast das Staatsministerium darüber Auskunft gebe, welcher Art die Verhandlungen mit den Franzosen 1920 gewesen sind. Von dem Iustiz- minister verlange er Auskunft darüber, ob der in dem Tagebuch erwähnte Herr v. Eiff der gleichnamige Beamte des Justizministeriums sei, und welche Rolle er bei den Abfindungsbesprechungen in dem Palais gespielt habe. Auch die Erklärung des Landgerichtsdirektors Rüster erscheine durch eine Tagebuchnotiz in ganz besonderer Beleuchtung Wenn auch nirgends von gewaltsamem älmsturz die Rede sei, so sei doch jedes Bestreben einer Verfassungsänderung ein Hochverrat. (Lachen rechts. Hört, hört! links.) Der Redner fragt: Was sind denn Restitutionen? Wozu braucht der Grostherzog das Geld und die Macht? Aur wenn das Geld vorhanden, das hier der Staat bergeben soll, kann die Macht des Grostherzogs gefestigt werden und zum Ziele führen. Der Redner gebe ohne weiteres zu, dast der Umsturz von 1918 ebenfalls im Sinne der früheren Regierung Hochverrat gewesen sei. (Hört, hört! Unruhe!) Qfber, wenn dieser Umsturz nicht zum Ziel geführt hätte, wären wir sicher auch wegen Hochverrat unter Anklage gestellt worden. (Sehr wahr! Hört, hört!) Abg. Dr. Werner (SntL): Wir lehnen diesen Antrag ab, nicht wegen seiner rechtlichen Unhaltbarkeit, sondern auch wegen der mast- losen Beschimpfung, die er enthält. Wenn hier von einem Milliardensegen gesprochen wird, so ist darauf binzuweisen. wie gering die Summen in Wirklichkeit sind. Es ist eine einfache Pflicht der Gerechtigkeit für den Staat, einen gestürmten Monarchen so zu stellen, dast er vor Aot geschützt wird. Wenn Herr Kaul auf einem Weg. den ich nicht kenne, und den ich nicht billigen kann, in den Besitz des Tagebuchs gelangt ist, so halte ich die Lllisnutznng dieses Weges doch für sehr bedenklich. Auch wir besitzen solche Aufzeichnungen politischer Führer der Linken. Wir machen davon nur im äustersten Aotfall Gebrauch. Ein Tagebuch Aft eben ein Tagebuch, in das man manches schreibt, das nicht für die Oeffentlichkeit bestimmt ist. Graf Hardenberg ist Privatmann und hat selbst zu verteidigen, was et in fein Tagebuch aufzeichnete. Interessant ist, dah die Sozialdemokratie sich jetzt offen dazu bekennt, dah sie die Revolution, den Umsturz, gemacht hat. Bisher hieh es immer, sie sei von der Revolution überrascht worden und sei nur die Auhniestclrin. (Zwischenrufe.) Zum Iustizetat selbst wünschen wir vor allem die restlose Durchführung eines deutschen Rechtes und deutsche christliche Richter. Dir wünschen die Beibehaltung des Verufs- richtertums auch auf dem flachen Lande, wo der Richter nicht nur ein Rechtsprecher, sondern auch Berater sein soll. Der Schiedsspruch des Ober- kandesgerichts Darmstadt in der Frage der Goldhhpotheken scheint uns nicht glück- lich zu scin. Wir wünschen eine Beschleunigung der Rechtsverfahren. Der stärkere Schuh der persönlichen Ehre muh durchgeführt werden, wenn .^v it' Gießener Anzeiger (Genera!-Anzeiger für Oderhessen) bttwi im in m ii TiTniiiTwr’ri 1«rtairai»«■wuiit’itri WMaMSMnwrfrMgiana Mlag, (5. Juni (925 die Duelle eingeschränkt werden sollen. Recht- suchende müssen auch gegen Rechtsanwälte ganz bestimmter Art geschützt werden. Anwesende sind natürlich in vollem Umfange ausgeschlossen. Die Rechtsprechung muh dem Empfinden des Volkes entsprechen. Der Richter muh Recht sprechen ohne Ansehen der Person und ohne Rücksicht auf politische Zugehörigkeit. Die Erklärung des Landgerichtsdirektors Dr. Rüster ist ein Akt der Aotwehr. Bedenklich ist, dah der Staat sich auherstande erklärte, die Richter in der gewünschten Weise zu schützen. Wenn die unglaublichsten Anwürfe gegen Urteile und Richter geschleudert toerben können, ohne dah der Staat schützend eingreift, dann hat dieser Staat versagt. Wenn einmal die Urteile so ausfallen, wie die Linke es wünscht, dann sind wir vom Bolschewismus nicht mehr weit entfernt. Wir verlangen gleiches Recht für alle. Manche Urteile gelegentlich der Haus- und Landfriedensbrüche in der Zeit des RathenaumordeS schlagen dem Rechtsempfinden des Volkes inS Gesicht. Der Staatsgerichtshof ist ein Sondergeickchl gegen parteipolitische Führer der Rechten, dessen Beseitigung wir fordern. Den Blättern und Führern der Linken wird alles nachgelassen. Mr die besteht der § 8 des Gesetzes^ zum Schuhe der Republik nicht. Ober ist es wahr, dah dieses Gesetz nur gegen rechts angetoenbei wird? Der Redner führt im weiteren eine Reihe Spezialfälle an, wie die Fälle Dellers, Schmehl usw. Ehrverletzungen sollten in ganz anderer Weise bestraft werden, dann wird auch der Ton in der Presse anders werden. (Vielfach Zwischenrufs und Unruhe.) Abg. Wünzer (Dtsch. Vpt.): Die Iustiz- bebatte der letzten Tage zeigt ein verschiedenes Angesicht. Der heutige Tag brachte einen Ansturm gegen das Derussrlchtertum, dem man Weltfremdheit und dergleichen vvrwirft. Gerade die Klagen der Linken und Rechten über zu schwere und zu leichte Strafen beweisen, dah, wollten wir dem nachgeben, wir erst zu einer Klassenjustiz kommen toürb-n. In der „Frkf. Z t g." erschien ein Bericht über den Prozeh Pusch, der eine krasse Entstellung der Tatsachen brachte. (Hört, hört!) Es wäre der „Frkf. Ztg." ein leichtes gewesen, sich über die wahren Tatsachen zu unterrichten. Das ist zum mindesten leichtfertig. Was sich der „Volksfreund" in dieser Beziehung leistet, gebt oft über alles Mah hinaus. Er greift einzeln: Richter und das ganze Landgericht in unerhörter Weise an und erhebt ungestraft den Vorwurf der Rechtsbeugung. (Sehr wahr!) Das Justizministerium hat die Strafverfolgung abgelehnt und die Richter auf den Weg der Selbsthilfe verwiesen. Das ist durch die Err.ärung des Landgerichtsdirektors Rüster in durchaus würdiger und rechter Form und Weise geschehen. Der Redner geht dann ebenfalls auf Spezialgebiete ein. Ec.bespricht die juristischen Staatsprüfungen. Ein Völkerrecht gebe es ja heute nicht mehr, nur ein Völkerunrecht. Wo ist die oberste Instanz des Völkerrechts, der Völkerbund? Unsere Beschwerden über völkerrechtswidrige Vergewaltigungen verhallen ungehörig Wie und warum soll man heute die langest Juristen im Völkerrecht prüfen? (Sehr richtig!) Zuzugeben ist die Aotwendigkeit der Engünzung der Bibliotheken. In der Str^vollstreckung ist Hessen vielfach vorbildlich. Die Gebühren und Tagegelder bebürfen noch vielfach der Aach- prüfung. An Stelle des Hilfssenats am Ober» landesgericht Darmstadt empfiehlt der Redner einen ordentlichen Senat. Die neuerrichtete dritte Strafkammer sollte nicht wieder abgeschafft werden, sie ist durchaus notwendig. Don einer Ueber- fättigung des Landes mit Richten: kann keine Rede fein. Im Krieg wurde allerdings schneller gearbeitet, aber nicht im Interesse der Sache. Es konnte da keine Qualitätsarbeit geleistet werden. Er warnt ernst davor, gegen kleine Amtsgerichte mit zwei Richtern zu wüten. Sie seien notwendig, wenn nicht das erreicht werden soll, was gerade vermieden werden muh, die Weltfremdhell der Richter. Dah die Ao elle zur De- soldungsvrdnnng ni cht vorgelegt wurde, ist höchst beklagenswert. Im Gegensatz zu früher muh heute der Richter um Gleichstellung mit anderen Beamten kämpfen. In den Landfriedensbruchsvrozessen Höchst usw. war scharfer "Eingriff der Staatsanwaltschaft unbedingt geboten. Es wird niemand länger in Haft behalten, als unbedingt notwendig. Die Ablehnung der Geschworenen ist durchaus nicht einseitig erfolgt. Der Herr Staatsanwalt Mickel chat durchaus geschickt und berechtigt die Geschworenen abgelehnt, nachdem die Derteidr- gung alle politisch rechtsstehenden abgelehnt hatte. (Sehr richtig! rechts.) Der Fall Schlage ter bedeutet für mich einen so unglaublich traurigen Vorfall, dah es nur tief bedauert ererben kann, diesen Fall in der Weise, wie heute Herr Sturmfels es getan, in die Debatte zu ziehen. (Sehr richstg! rechts.) Wer Leute wie Schla- geter nch Ruhestörern auf eine Stufe stellt, zeigt, dah zwischen seiner und unserer Weltansch-iuung eine unüberbrückbare Kluft gähnt. (Sehr richtig!) Der Antrag Kaul bedeutet auch nach der heutigen Begründung eine rechtliche älnaeheuerlichkeit. (Sehr richtig, kechts.) Wenn Herr Kaul auf sicher unredlichem Wege (nicht er, sondern der. der sie ihm gab) die Aotizen des Tagebuchs erhallen hat. so werde es richtiger gewesen, dieses der Justizbehörde zu übergeben, die zu prüfen hätte, ob hier hochverräterische Pläne vvrliegen. Wir lehnen den Anttag ab. (Bravo!) Aächste Sitzung Donnerstag 9 ülhr. — Schluh 1 Uhr. Aus Hessen. Die ErwerbLlosLNunierstutzun^. rm. Darmstadt, 14. Juni. Der Finanz- a u s s ch u h setzte heule feine Beratungen über den Antrag der Abg. Kaul und Gen. betr. dis Erwerbslosenunter st ühung fort and nahm nach kurzer Aussprache den ersten Teil des Antrages an, wonach die Regierung erlucht werden soll, bei dem Reiche vorstellig zu werden, dem Volksstaate Hessen zur Förderung der vro- d u k t i v e n Ecwerbslose.-un.ersiühlin z sofort dreihig Milliarden Mark ^ur Verfügung zu stellen. Weyen des zweiten Teils des Antrages, der die Festsetzung einer einmaligen Wirt s ch a f t s b e i h i l f e an die Erwerbslosen betrifft, soll eine Deputation aus drei Mitgliedern sobald wie möglich mit dem Reichswirtschaftsminister in Berlin unterhandeln. Ein Besuch bei ausgewiesenen Eisenbahnerfamilien. Glänzende deutsche .FilfstatigkeiL. — Das Wüten der französischen Bestien. Giehen, den 14. Juni 1923. Wahrend die verbrecherische Soldateska Frankreichs tn immer größerem Ausmaft neues Elend über friedliche, vom edelsten Aalionaigesühl beseelte deutsche Bürger bringt, regen sich im freien deutschen Vaterlande tagtäglich zehn- tausende von Händen, um die Aot zu lindern und bie_ seelischen Wunden za schließen, die unsere Brüder und Schwestern im feindlichen Bereich für das Vaterland erlitten haben. Vielgeftalttg ist die Hilfstätigkeit, die — entgegen allen Ausstreuungen des französischen Prvpagandadicmstes — überall im unbesetzten deutschen Dnterlande ausgeübt wird. Geldsammlungen sind überall im Gange und bringen fortgesetzt sehr erhebliche Summen zusammen, die -.um Besten der bedrängten Volksgenossen Verwendung finden; Aahrangs- mitlelsommlunge'n sind dazu bestimmt, das Gespenst des Hungers in den schwerbetroffenen Teilen unseres Vaterlandes zu bannen, und banf der großzügigen Denk- und Händlangsw eise der deutschen Landwirtschaft sieht dieses Gebiet der Fürsorge Leistungen allerbester Art: das Hilfs- werk für die Ruhrkinder, überall mit größter Herzlichkeit getan, wird für alle Zeiten ein leuchtendes Ruhmesblatt in der deutschen Geschichte dieser Artzeit fein; mit viel Sorgfall und Liebe nehmen sich dir in Frage kommenden Behörden ihrer ausgewiesenen Beamten and Arbeiter an und sorgen aufs bestmöglichste für de e \ leibliche und seelische Erholung von dem ungeheuerlichen, unmenschlichen Druck, den die feindlichen Machthaber in ihrer bekannten Verbrechermanier auf diese braven deutschen Männer und Frauen ausüben. Allen Helfern voran steht bei dieser Fürsorge die Reichsbahnverwaltung, und von ihr sind es namenllich die beiden bis jetzt am schwersten. In der Abwehrfront stehenden R ichsbahn- direktionen Trier und Frankfurt a. M., denen man ihrer ausgezeichneten Flüchlsingsfür- forge wegen ganz heroorragende Verdienste in dem Kampfe für unser gutes deutsches Recht zu- sprechen rauft. Jede Eisenbahnerfamilie, die von den Franzosen in brutalster Weise ohne Hab and Gut aus der Heimat vertrieben tixtrb? und körperlich und seelisch geschwächt und bedrückt an einer der Aufnahmestatio.'.ea ankam, hat sich dort nicht nur körperlich gekräftigt, sondern an all der Liebe und Fürsorge sich auch innerlich wieder aufgerichtet; man sah hier schon, daft die Deutschen diesseits der Besatzungsgrenze ihre leidenden Volksgenossen dyrt brüb>n nicht im Stiche lassen, daft vielmehr alles Mögliche aufgeboten wird, um ihnen die herzliche Bekundung des Gefühls der Aotgemelnschaft empfindbar zu machen. Im Laufe der Zell ist die Fürforgeorgani- f al ton der Reichsbahnver Wallung im Zuständig- kettsber eiche der Direktionen Trier, z. Z. in Gieften, und Frankfurt a. M. immer weiter ausgebattt worden. Diese Einrichtungen tommen allen vertriebenen Eisenbahnern in sorgfältigster und liebevollster Weife zugute. Eine besonders bedeutsame und sehr gute Tat in dieser Organisation ist neuerdings mll der Schaffung des Etsenbahner-DurchMngLlagers in Weil- münster vollbracht worden, das am Mittwoch durch zahlreiche CBertretet der Presse, zu denen auch etn Mitglied der Redaktion des „®ieten?r Anzeigers" gehörte, sehr eingehend besichtigt wurde. Vorweg sei schon fest gestellt: was man dort geschaffen hat, ist im besten Sinne des Wortes mustergültig und läßt auch nicht im entferntesten einen Anklang an die Zetten der Kriegs- Durchgangslager zu, sondern ist beherrsch! von peinlichster Sauberkeit, vollkommener Wahrung mensch nwürd"ger Unterbringung und Schaffung weitgehender Behaglichkeit; natürlich „toi; daheim bei Muttern" kann es da nicht sein und ist es auch nicht, well eben „bei Muttern" die persönliche Eigenart in drr ganzen Lebensweise sich frei entfallen kann, aber dennoch wird jeder Landsmann den das Schicksal vorübergehend mit seiner Familie dahin geführt hat. zweifellos mit dem Gefühl der restlosen Zufriedenheit aus diesem „Lager" scheiden. Einige allgemeine Angaben über die Anter- kunftLstätte Weilmünster dürsten, bevor wir über die -Unterbringung der vertriebenen Eisenbahnerfamilien selbst berichten, am Platze sein. Es handelt sich hier um d-os nassauische D o l k s-S a n a t o r tu m Weilmünster, eine gemeinnützige Kuranstalt für Erholungsbedürftige, Genesende und Leichtkranke. Schwerkranke, ebenso Personen mit ansteckenden Krankheiten finden in dem Sanatorium t ir Aufnahme. Als ärztlicher Direllor steht Dr. Unger, früher leitender 2llzt des Städtischen Kraicken- kauses Acrd in Frankfurt a. M., der Anstalt vor, die wirtschaf-liche Leitung hat Direktor Sievert, der früher Direllor des Kurhauses Dnd Aassau in Aassau (Lahn) war. Eigentümer des Sana- toriums ist der nassauische Dezirksverband', eine öffentliche Körperschaft, an deren Spitze der Landeshauptmann Wöll steht Das Bo kl-Sana-" iciium liegt landschaftlich auft'.rordentlich reizvoll, 203 Meter über den Meere, am Aordwr stab Hang des Taunus an den von dem Tale des Weilbach es sanft ansieigenden DerghängLn. Die Hä.-.ser, allein 10 schöne Pavillons für die Gäste, sind überaus geräumig, das Anwesen ist graft (es stellt ein kleines Gut von etwa 250 Morgen Gröhe bar) ünb sehr reich gegliedert in Park, Garten. Wald und Wiesen, es liegt etwa 1 Kilometer außerhalb des OrteS Weilmünster in freier Landschaft, ist reicher Sonnenstrahlung freigegeben und gegen Aordrn und Aordosten durch Berg und Wald geschützt. Die Lust ist rein und würzig, das Klima kräftig und anregend. Etwa drei Minuten vom Sanatorium entfernt ist eine eigene Bahnstation. Der Zerstreuung dient ein stattliches Gesellschaftshaus. das einen hübschen Feftsaal mit Tlüthnerflügel und Bühne, Kegelbahn. Terrasse, sowie Schreib- und Lesezimmer enthält. Eine eigene Landwirtschaft, die in der Aachbarschaft des Sanatoriums liegt, aber so. daft sic die Sanatoriumszwecke nicht beeinträchtigt, deckt einen erheblichen Teil des AabrungSbrdarfs des Sanatoriums. -Ueberall find die neuzeitlichen Errungenschaften guter Wohnungskultur (Helle und luftige Räume, elektrisches Licht, SpüMofetts usw.) tn bester Weise angewandt. Die Anterbringrmg der Eisenbahnerfamilien hat auf die Teilnehmer der Besichtigung den besten Eindruck gemacht. Die Fürsorge wird nach folgenden Richllinien gclcüct: Die über Limburg kommenden ausgewiesenen Eisenbahner werden zunächst in Weilburg von Beaufttagten der Eisenbahnverwaltung und von ehrenanttlich tätigen Damen und Herren empfangen, mit Erfrischungen gelabt, mit ausreichenden Geldmitteln versehen, da ihnen ja der Feind meist keine Zett läßt, das Erforderliche mitzunehmen, und dann mit der Bahn bid zur Station des Sanatoriums, des Durchgangslagers, gefahren. Der Aufenthalt an dieser Stätte ist natürlich für die Familien völlig ? o st e n f r e i, die ausgehändigten Geldmittel sollen die Farnllicn nur in den Stand setzen, sich wieder mit dem Ästigsten an Kleidern und Wäsche zu versehen. Während die Familien zunächst in Weilmünster bleiben, begeben sich die Männer nach einigen Tagen Ruhepause zur Flüchllingsberatungs- und älnterbringungsstelle in Fulda, wo sie weitere Mtttcilungen über den Verbleib mit ihren Familien und über evtl, dienstliche Verwendung erhallen. Don dort kehren die Männer nach Weilmünster zurück und fahren dann nach einigen Tagen der Ruhe mit ihren Angehörigen nach dem angegebenen Aufenthaltsort. Bei allen Reisen erführen die Flüchtlinge aus sämtlichen Stationen die weitestgehendeälnter- stützung. Die Wohngelegenhett in den für die Eisenbahnerfamilien b:reitgestellten Häusern des Sanatoriums ist durchaus zufriedenstellend, die Verpflegung ausgezeichnet, und zwar in der Güte sowohl, wie in der Menge; auch für die kleinen und die kleinsten Kinder ist vortrefflich gesorgt. Diese liebevolle Fürsorge ist in allen Fällen bringend notwendig gewesen, denn der Feind hat mit seiner unerhörten Grausamkeit den armen Familien das Leben in der Heimat am Rhein, an der Mosel, an der Rahe usw. zu einer wahren ^ölfenqual gemacht. Einige 'Betspiele, von den Betroffenen den Pressevertretern glaubhaft geschildert bzw. von den Besuchern selbst bemerft, mögen hier dartun. wie entmenscht die französischen Deftien im besetzten Gebiet gegen die ehr- und Vaterlands» liebendm, ihrem Eide treuen Eisenbahner toben. Ein Eisenbahnbeamter wurde mit seiner Frau aus dem Hause vertrieben, obwohl die Frau unmittelbar vor ihrer Entbindung stand. Die Frau konnte gerade noch bis nach Wollmünfter gelangen, wo sie kurz nach ihrem Eintreffen einem Knäblein das Leben schentte. Der am Besichtigung s tage vier Tage alle Flüchtling, der noch nicht geboren schon die Sicherheit der „berühmten" Räuber- und Afrikaner- Armee der Verbrecherfirma PoincarS-Millerand bedroht hatte, wird hoffenllich die trüben und aufterordentlich leidvollen Erlebnisse feinerOltutter in ihrer schwersten Stunde später einmal erfahren, daS Gehörte dann sehr beherzigen und fein Denken und Handeln gegenüber der Ration, die feine Mutter so grausam behandelte, entsprechend einrichten. Ein anderer Fall; Ein braver Eisenbahner, Oberhaupt einer Familie mit 4 ober 5 Kindern, aus einem Orte bei Dacharach, den wir hier aus begreiflichen Gründen nicht nennen wollen, Vertrieben, erhielt den Ausweisungsbefehl am Dienstag früh um 511 ft r, als er, seine Frau und die Kinder noch im tiefsten Schlafe lagen. Unverzüglich muftten sich die Eltern fertig machen, die Kleinen muftten aus ihren Betten gerissen und in Hast angelegen werden und fort muftte die Familie ohne Mvrgenimbift und unter Zurücklassung s ämtlicher Habe. Die einzige Antwort, die der Mann auf feine Frage nach dem Grunde der Maftnnhme erhielt, bestand aus den drei Worten: „Sie sind ausgewiesen." Die wenig holde Gesinnung, die der Mann, allem Anscheine nach eine treuherzige und gutmütige Aatur, für Frankreich in der Brust trägt und der er in kernigen Worten Ausdruck gab, kann man nach dieser brutalen Behandlung nicht nur. begreifen, sondern muft sie auch voll und gwiz bllligen. Ein neues Bild: Vor dem Hauptbahnhof in Trier wurde ein junger Eisenbahner von den Kreaturen Dvincaräs aufgcgriffen und unverzüglich zum Avschub gebracht. Seine Ditte, doch wenigstens feine 70 Jahre alte Mutter herbeirufen zu lassen, damit er sich von ihr verabschieden könne, wurde von drei französischen Gendarmen rundweg abgeschlagen. Der junge Mensch wurde sodann von Qltarof» lauern mit dem Bajonett in das Abtell getrieben. Am gleichen Morgen wurden mit demselben Zuge wieder etwa 20 Eisenbahnerfamilien aus Trier vertrieben. Bon einem anderen aus Trier Vertriebenen wurde uns erzählt, daft er mit seinen Angehörigen innerhalb 10 Minuten aus der Wohnung muftte, von seinen Möbeln durfte er kein Stück mitnehmen, ebenso wenig von seinem übrigen Eigentum. Die Ditte, ihm nur eine halbe Stunde Zeit zur Ordnung des Aotwendigsten zu geben, wurde von französischen Gendarm glatt abgeschlagen. Ein junger Eisenbahner, der uns gleichfalls seine Erfahrungen mit den Vertretern der fran- zösischen „Kulturträger" schilderte, unterstrich mit Recht die bodenlose Gemeinheit des Feindes, die ihn zu hindern suchte, von der am Bahnhof weilenden alten Mutter Abschied zu nehmen. Das Mütterchen stand am Zaun des Bahnsteigs, der junge Mann war in den Zug getrieben worden und durfte noch nicht mal zum Fenster heraussehen, sich auch keine Zigarette anstecken. Drauft.en hielten „ Frankreichs edle Söhne aus Afrika und Madagaskar", dsar in den Augen der übrigen Kulturwelt nur Wilde sind, mit aufgepflanztem Bajonett und schuftbereitem Gewehr die Wache. In einem günstigen Augenblick gelang es dem jungen Manne, an den Zaun zu springen und seiner Mutter doch noch die Hand zu brikEen. Aber da lam der Afrikaner, der ebenfo wie Poincars ein „würdiger" Repräsentant der „grande Ration" ist, eiligst heran- gefegt und scAeunigst muftte sich der junge Deut- Idy toteber tu tetn ‘Derlirt te* ‘ÄrreÄmert : • turüd^u^ta- 4 Jahr« alte Daker eine* •feifexferrf eoLlic jetnem <*r fer Strub* toeg fc.rtgcfüfrn« Lohne noch 3» Jkn an den Airmftrig brbe» «n. Gr hatte dabei nur den einen Hehler te feiner Berechnung. bab er mit der Menschlichkeit der Ätmuüfen aerechnet hatte ^ytrrtn würfe er non den franHÖsilch« Dar bare» «ttLustcht, denn kaum bernrrften sie die Absicht de« Waanes. alte tote die Teufel auf ihn losfuhr« snö lbn eit neh: malig« Kolbeastöfen in die Ceite Dom Zutm- oof toefljafltn ®8 gehr eben nicht« über das .edle" und .ritterlich Frankreich da- nun aller ding- allenthalben rn Denrichlond und auch weit darüber hinaus al« da- moralisch mtnder- loerkigfk Land ertan.-.t hat Di» welcher wvhlbe rechneten Schtkanr und Araufarntett die fron 15 Ifche.r Sabist« da- Leb« f«r deutschen ffitenbabr im fef«M« Gebiet beeinflussen. geht auch daraus hervor, bab eeeex- bing« die bti den Gedrückten mistli big« Ser- (-iwi vielfach ohne tociterrt verhüttet, einige Sagt le« Ocf d ngnl i gewvri« und dann mit den Fran-oseuzügea tn Simmtetta nspor:e» nach dem unbes-yr« Gebier abgefchoben wer- den. oh« bab die AnaehÖria« zuvor auch nur epi Dort erfahren Inlolqo dieser brutalen Methode Hut sich allenthalbe 1 Ui den bedrohten De- amienkreisen eine flarft Uaaewistheit nicht mir Üb« das Leben am nächst« Zage, sondern foaar über die DateinSform in den nächsten Stunden h«brdttt Um ax-ntg'tenS Ihr Hab und Gut nach Möglichkeit zu bewahren, haben viele FamMen chre Habe zusammengepad: und sihen nun 2lande um Stunde inmitten der verhackten Sachen, harrend des Unheil«. baJ eine« Zage« plötzlich von den Schind« knechten yDinar«« kommen wird Am 21 «ich vor dem Schlafengehen backen diele Familien da« Aotwendigsle 6>tetwr au« für dir A.,chtrude. um e« am andern Morgen in lehr frühe. Stund« wird« zufannnenzu ras len, da nun ba« Unheilgefvenlt erneut d-odt So gebt das Tag um Tag. biS dann endlich die Austreibung ornrun gen ferb 3ta wraf S*rtiefe flA bi bk »y: :t#et. bk gräfliche 'Butler. oochend aus ihren toi* mach! Sdxncrt j» Cre.rm "htfirigen mm^chlichlter Art scheinen die schri rai?< bevorstehende verlobt», anmöglich zu mach« Doch rrn Geitändni« — «b aUtB wird gut Ach, nur da« da- alte Deanstit her Di^er- erknrwsa. nrd dem schcn G riech« und Aömer erfolgr-ich abertrrtm nrub dazu hetchakten. auch den ~.ü. :rrixi>-r See« zu erringen and mub so bca versöhnend« Afechlust fe'be führen. den eine Or^rette baden foi! Dazn fomrm noch eine reche festige TUtenfexnfeung die Liebe«reu de« «ättichen Kammermädchen« GuphTostne Bin- tenfch^e? und des Dvrfba.b.ers. Alrnrwri swi'ser« und 5efro.iTcngear< Deoomal Litbe-pintel Allo wie Immer Ao« da« Ganze iS doch rocht büfech ausgemacht, fee gefällig, TEu'i! md den bciannwi Hstofee.i her schonen Adern, unb Dcinltefer doicht.ürzt. hab man sch nicht langweilt, im Gegenteil, man kommt Li ganz richtige Operetten- ftiTTTTxvng. Unb mehr soll «ine Operette nicht erreichen. De Daldbübn« hat tn den letzten manche achtbare Leistung vollbracht 3am er'ten- mal versuchte sie es jetzt mit einer Operette, und <0 schien cj gerecht-«tiat. bab der Aozensent. den guten 3tocrf des Abe bs be^nkud. üb« rimnche Schwäch« den Mantel cheiftticher Rächst «liebe brr ««. Saf) « das nicht nötig hat. ist fe« böchl Anerkennung hir d « BUlürfeno«; et bat vielmehr die Pflicht zu betonen, bab trotz manchrr mibtrtkdca. vor allem feionrn»echni<- haber-Aufsührung« erhob Man muh es dem r der Daldfeh«. Bros Gr Bernb «ck. lassen, er hat einen feinen Spürst«. mit dem er In der ®ieb er Bürgerschaft neue Schau loi ei er- Talen tc entdeckte Gm lolcho- Talent stellte llch mm wieder am Mittwoch abend vor Dem Darsteller bei Aepvmuk L « ber: Aolisn tre u» ankbar Hx aoec fei u* • .ilie ein Tadel für sie Auch sie trugen ihr redlich Zeil zum 3c* ßraen de« Abende b i Lir nenrr.-n mir noch die sTr.-chonden Vw.ftvn.jCii von Gisela Horst de ihr xfntiini itenrolte aut durchfübrte. und d« stoffelig« Winzerma». 0« Au dolf Da h- mer gab. und bitte 1 di übrigen, sich mit einem Gokm-Mod begnüasn au trollen. nAbelondere auch den Linzrtcho.. Der rocht lebendig und natürlich spelte. was Monbcrü hervora-hoöen zu werben verdient, weil in diesem Purtft Lirbhaberbühn« oft versagen. Damit sei auch gleichzeitig die An» erttmmrng ür fee WeUrttaag auZaekpevch«. fta dm Fritz Deutel veowllwörtlich 1exbnae Do 5 Orchester, da« gut bei« Dar jib hader Vt tung von Sepp Paalu « «terstand. pahre l ch de» Gaaeen voe üo'.ich an. und hatte •o ZeJ 4m Grfolg her 2L»tü-xi zom Ausdruck tu de» überau- stark« De all. der die Mi rmrk«- d« öfter« au» o»'e-er Bühne za 5>efe:tpümg« zwang u.ib chneu den Dank uab bk Fee de Oer JuHtaatr an ihrem Sokt öcwugte. dafereiax Dtuwmnfpmtd« oaree das daher» Aeich« der Inertenwwi De. dem euige, . fern« Br» ich ^- aenrn greis« Cbcr ebrvri. Würdige oder reifende Bertreter au« der aitpreustischeu Deamtenfchicht, die fen aufstrebend« Derimcr Kaatmannskrci'ei jüdischer Herkunft gegewüberiteb« — man denkt auch an Xalbanlmi .Hinter Manern —. füllten THaltbicu Pfeil. Xbe*fa Klinkhammer und LNy Amt hofier auf fee Sühne. Dank der trefflich« Aufführung de« Schau» fpiekbause« forule Georg Hermann «ch dem 3. Ak u b M'.ctzt für den 5e‘all «J Pub ik. ms danken, eia lauter Srfoig war e« nicht und konnte es nicht fein. Dr. Georg Schott Eingesandt. und mehr Hilfskräfte eingestellt werden. 3m 3nrereste der Devblkervug. beim be* den heutig« Kosten für Reparatur« und Otew anschaffengen >st r* »tr den Fuhrmann nicht aterch- gültig. ob er feine 3afertkn. Hu fei'« und Schuhe dauernd ruiniert, ob Hule und Gelenke seiner Zugtiere öfter erkrank« Für den Radfahrer ist e« nicht gleichgültig. 06 leine Xeilee in etn paar Doch« in .retten herun erhängen oder durch Strinlchläge tn fftnefe" Zeit durchlöchert sind ilntrnicfemmg« fee gurxmane sind Auto in fahr« (sMrftr Ueberlanferntmlr* brauch« te einem 3ebre 3lUlumen mehr an Gummi bei schlecht« Strafen. Unb all das Geld für Foherab- und Aurogummt fliest: In« Ausland Tas Schvtterihstem aber, da« diele Derheerung« anrufe rt. ist nach mrin« ff-lab rangen der ich genötigt bin. täglich 40—50 Kilometer auf der Strafe qurückquleqen das schiech! ekle * ■ afenverbriie- rung*» und beste Sttafenverichlechierungsversafe Der s nicht glaubt, den führe ich gern