Nr. (37 Erscheint täglich, außer Sonn* und Feiertags, mit derSomstogsbeilage: tLießenerFamilienblätter MonatlicheSezuasvreife: 60CO Mark einschließlich Trägerlohn,durch dieDost 6000Mark,auch beiNxcht- erscheinen einzelner Num» mern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech. Anschlüsse: sürdieSchrist- leitung 112; sür Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift sür Drahtnach. richten: Anzeiger Gießen. Poftscheäkonto: Lrankfurl a. M. 1)686. 173. Jahrgang Donnerstag, 14. Juni 1923 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Druck und Verlag: Brühl'sche Univerfitäls-Buch- und Zteindruckerei B. Lange in Sietzen. Schrrftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit, preis für 1 mm höhe für Anzeige« v. 27 mm Breit« örtL 120 Mk., auswärts 150MK.; für Rekl ame- Anzeigen von 70 mm Breite 600 MK.BeiPlatz. Vorschrift 20'7„2lufjchlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für beit übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck», sämtlich in Biegen. Die englisch-französische Auseinandersetzung. Eine Falschmeldung der Havasageutur Paris, 13. Juni. (WTB.) Die gestrige Havasrneldung, derb bis zum Rachmittag eine Bestätigung der von ihr verbreiteten Rach- richt, die englische Regierung ha.de sich geweigert, in einer gemeinsamen Rote die Einstellung des passiven Widerstandes von Deutschland zu verlangen, nicht vorgelegen habe, muhte einigermaßen Erstaunen erregen. Sie ist am späten Abend durch eine weitere Havasrneldung ergänzt worden, das Foreign Office erkläre, dah die am 12. 6. von der franzosiscyrn und englischen Presse veröffentlichten Rachrichten über die Beratung des englischen Kabinetts in der Reparativnsfrage nicht der Wahrheit entsprechen. Das britische Kabinett habe noch keine Entscheidung getroffen. Wie der „Matin" mitteilt, hatte die französische Regierung ihren Botschafter gestern nachmittag beauftragt, in der Downing-Street anzufragen, ob die Pressemeldungen den Tatsachen entsprächen. Der Botschafter habe Poin- care gestern nachmittag um 4 Tlhr mitgeteilt, er habe eine Mitteilung vom Foreign Office erhalten, die in der französischen Presse enthaltenen Rachrichten über eine angebliche Entscheidung des britischen Kabinetts seien reine Erfindungen. Der „Matin" fragt: Wer ist der englische Politiker, der im Laufe der Beratungen des Kabinetts am Montagabend zwischen 8 und 9 Uhr mehreren französischen Zeitungskorrespondenten, darunter dem der Havasagentur, mitgeteilt hat, dah England sich weigere, sich Frankreich a.rzuschliehen, um dem Krieg ein Ende zu bereiten, der von Deutschland wieder angefangen worden sei, es sei denn, Frankreich werde sich den Ansichten Mc. Kennas in der Reparationsfrage anschliehen? Diese mysteriöse Persönlichkeit, die vielleicht auher einem verdächtigen politischen Manörer ein wirkungsvolles Äörsenmanöver durchgeführt habe, müsse demaskiert und genannt werden. Die französische Regierung bemühe sich, sie kennenzuleimen. Der „Mattn" fügt seiner Rachricht noch hinzu, in Belg ien habe die Meldung, das englische Kabinett habe bereits in der angedeuteten Weise Stellung genommen, eine wahreDestürzung hervorgerufen, und die belgische Regierung habe Powcare erklärt, dah die Wsichten der englischen Regierung gute seien, und dah England nichts mehr verlange, als sich Frankreich anzuschliehen, um einen Druck auf Deutschland ausüben zu können. 3n Paris sei die Erleichterung allgemein, denn der Wunsch der französischen Regierung, sich mit England zu verständigen, sei groh. Sie habe davon Beweise gegeben. Paris, 14. Juni. (WTD.) 3m Senats- ausschuh für auswärtige Angelegenheiten gab dessen Präsident gestern Kenntnis von einer llnterrebung, die er mit Poin cars über den Stand der Verhandlungen mit dem britischen Kabinett hatte. Poinxxrä habe ihm die Versichr- tung gegeben, dah die aus London übermittelten Depeschen hinsichtlich der Entscheidung der englischen Regierung in allen Punkten ungenau seien. Es gehe im Gegenteil aus den von dem französischen Botschafter übermittelten Rach- richten hervor, dah die Verhandlungen im Geiste der aufrichtigsten Herzlichkeit geführt würden. Eine Beratung des englischen Kabinetts. London, 13. Juni. (WTB.) Reuter meldet: Unter dem Vorsitz von Baldwin wurde heute eine Kabinettsitzung zur weiteren Besprechung der Reparationsfrage abgehalten. Eine Erklärung über die britisch: Politik wird nicht vor der nächsten Woche erwartet. Es herrscht die Ansicht vor, dah es unmittelbar notwendig fei, eine Sntschttdung zu erreichen, und dah alle Mittel angewandt werden müßten, um eine .UebervinfHmmung zu erzielen, die eine Einigung hinsichtlich der ton den Alliierten verfolg- Am Richtlinien ermögliche. Zwischen den alliierten Haupt st ädten findet ein lebhafter Verkehr statt. Da Frankreich die Frage des deutschen passiven Widerstandes zum wichtigsten Verhandlungspunkt gemacht hat, versucht Grohbritannien genau in Erfahrung zu bringen, was Frankreich unter einem Versuch, dem passiven Widerstand ein Ende zu mazt,-rn, verstehe, und ob eine gemeinsame Politik geführt werden könnte, die für beide Länder befriedigend wäre. Ein kleiner Schritt vorwärts. Paris, 14. Juni. (WTB.) H-rv.as veröffentlicht folgende offiziöse Mitteilung: Rach den Andeutungen, die man gestern abend aus London erhalten hat, soll das Käbinett B a l d- w i n beschlossen haben, das Foreign Office damit xu beauftragen, auf diplomatischem Wege mit der französischen Regierung die schwebenden Verhandlungen über die Regelung deS Reparationsprvblems fvrtzusetzen. Man dürfe also annehmen, dah eine Verständigung über diese Prozedur sich werde erzielen lassen, der die französische Regierung kein Hindernis bereiten wolle unter dem Vorbehalt, dah der Meinungsaustausch auf dem gewöhnlichen diplomatischen Wege erfolge und nicht mündlich im Laufe einer Sachverständigenkonfe- renz. 2luch werde die Bedingung gestellt, dah Deutschland von diesen Verhandlungen fern gehalten werde, solange eS nicht den passiven Widerstand im Ruhrgebiet eingestellt habe. Paris, 14. Juni. (WTB.) Wie die Morgenpresse feststellt, hat das Foreign Office gestern nachmittag den Botschaftern ton Frankreich und Belg ien einen Fragebogen übermittelt, um sich über die Absichten der Regierung rn zu informieren Rach dem „Echo de Paris" schüne sich das englische Memorandum in der Hauptfach: auf folgende zwei Punkte zu richten: 1. Man möge begründen, d. h. den Sinn der Worte einschränken „Verschwinden des passiven Widerstandes". 2. Man möge das Regime bei Besatzung begründen, dessen Einrichtung "im Ruhrgebiet man annehmen wolle, im Falle dah Deutschland nichts mehr unternehmen werde. Hinsichtlich des befinintiten Begriffs „passiver Widerstand" habe die französisch: Regierung neun Punkte formuliert. Es sei wahrscheinlich, dah eine gewisse Herabsetzung dieser neun Punkte bewilligt werde. Der „Temps" zur Frage des Waffenstillstand s. Paris, 13. Zuni. (WTD.) Der offiziöse „T e m p s" schreibt zur Frage des sog. Waffenstillstandes im Ruhrgebiet: Die Franzosen würden es nicht a b l e h n e n, sich mit diesem Gedanken zu beschäftigen. Frankreich fühle sich stark genug, um stets gemäßigt zu sein. 'Mit dem Sage, an dem die deutsche Reichs- und dis preuhischr Regierung alles getan haben würden, um dem Widerstand ein Ziel zu setzen und die Ruhrbevölkerung zur loyalen Zusammenarbeit mit den Alliierten bestimme, mit dem Tage, wo daraus ein normaler Fortgang der deutschen Leistungen, der ZahlungZeintreioang, des Verkehrs usw. resultieren würde, wäre man in die Lage zurückversetzt, die die französische und die belgisch: Regierung am 11. Januar im Auge gehabt hätten. 3m Rahmen der interalliierten Organisationen im Ruhrgebiet würde alsdann die Verwaltung durch die Zivilisten wieder vorherrschend sein, indessen würden fünf Monate agressiven Widerstandes leider nicht spurlos bleiben. Man müsse daher schon jetzt zwei Vorbebalte machen: Einmal könnte die fünf Monate hindurch unter ber deutschen Bevölkerung betriebene Agitation noch weiter gefährliche Folgen für die französischen Soldaten, ja sogar für die französi- schon Zirllbeantten haben, und es fef: deshalb von Wichtigkeit, dah es dem französisch-belgischen Kommando freistehe, alle Sicherheitsmah- nahmen zu treffen, die ihm durch die Ereignisse geboten erschienen. Des weiteren werde die Li- quiducivn be3 deutschen Widerstandes gewisse Vorsichtsmahregeln erfordern. Hm ein Beispiel anzuführen: Man könne nicht gestatten, dah die Vorräte an Metallwaren, die dank der Regierungsvorschüsse angelegt worden seien, Vorschüsse, die die 3ndusttiellen in entwerteten Papiermark zurückzahlten, un vermittelt auf den Markt geworfen würden. Wenn das deutsche Waffenstillstandsprojekt sich den bisher angeführten französischen Eedanken^ängen anraffe, sei ein Meinungsaustausch darüber nicht ausgeschlossen. Die Engländer besähen ein gutes Mittel, die Verständigung au erleichtern. Wenn England sichrngehen wolle, dah der deutsche Widerstand im Ruhrgebiet aufhör: und an Stelle der militärischen E-.setzung ein ziviles Regime in den Vordergrund treten solle, brauchte es nur einige englische Abteilungen den belgichen und französischm Soldaten zur Seite zu stellen. Ein englischer Antrag beim Dölkerbnndsrat. Genf, 13. Juni. (WTD.) Drr Völkerbund s r a t tritt am 29. Juni unter dem Vorsitz des italienischm Vertreters Salandra in Genf zusammen. Auster der Finanzlage der Stadt Danzig und einem Bericht des Völkerbunds- lommissars in Wien über die langfristigen Anleihen sowie zahlreichm anderen Fragen steht auf der Tagesordnung ein englischer Antrag über das (Saargebiet Das Völker- l-undssekretariat teilt darüber folgendes mit: Die englisch: Regierung hat durch Vermittelung des englischm Vertreters auf der Ratstagung, Wood, beantragt, die Aufmerksamst des Rates auf die Verordnungen der Regierungskommission des Oaargebktd vom 7. März 1923 über die Aufrechterhaltung der Ordnung und vom 2. Mai über die Streikposten zu lenken. Die englifcfie Regierung beantragt außerdem eine stlnterfu chung darüber, ob die Vertretung des Saargebietes durch die Regierungskommission drm Dorste und dem Dach- staben des Versailler Vertrages entspricht Das französische MOrdregimenL. Paris, 13. Juni. (WTD.) Rach einer Havasmeldung aus Düsseldorf sind in der Rächt zum 12. Juni zwei Deutsche, die entgegen dem nach der Erschießung eines französischen Postens verhängten Verlehrsverbol ti den Straften von Recklinghausen angetroffen wurden, von französischen Posten durch Gewehrschüsse getötet worden. Ob weiter: Personen getötet worden seien, sei noch nicht bekannt Auf der Streike Bouu— Koblenz Zwei Züge entgleist. Koblenz, 13. Zuni. (WTD.) Wie berietet wird, sind Hütte auf der Strecke Bonn — Kohlen z zwei Lüge der französischen Regie e n t g (e i ft. Das eine Eisenbahnunglück ereignete sich auf der Strecke Rolandseck—Mehlem, wobei der ganze Zug entgleist:. Das and:re stlnglück ereignete sich auf der Strecke Godesberg-Mehlem, wo ein Teil des Zuges entgleiste. Personen sind in beiden Fällen nicht zu Schaden gekommen. 3m Zusammenhang mit diesen Unfällen sind von den Franzosen verschiedene Personen wegen angeblicher Sabotageakte verhaftet worden. Ei« Revisionsurteil. Düsseldorf. 13. Hunt (Wolff.) Das ün Krupp-Prvzeh wegen Störung der öffentlichen Ordnung und Aufreizung der Menge zu Gewalttätigkeiten zu 6 Monaten Gefängnis verurteilte Dctriebsratsrnitglied Müller wurde in dem heutigen Revisronsver fahren vom französischen Kriegsgericht in Düsseldorf wegen Störung der öffentlichen Ordnung zu 7 Mona- ten Gefängnis verurteilt. Die Anllxge auf Aufreizung der Menge zu Gewalttätigkeiten ist fallen gelassen worden. Ein neues Todesurteil. Köln, 13. Juni. (WTB.) Wie Havas mitteilt, ist der 3ngenieur der Badischen Anilin- und Sodafabrik Borges vom franzöjischen Kriegsgericht in Ma i n z wegen angeblicher Sabotage, die der Angeklagte zugegeben haben soll, zum Tode verurteilt worden. Das Verfahren gegen Eachin und Höllen». Paris, 13. Juni. (WTD.) Der Unter- suchungsrichter hat die Anklage gegen den Alg. Marcel Eachin und Genossen sowie gegen den deutschen Reichstagsabgeordneten Höllein wegen eines angeblich.-,r Konrplotts gegen die Sicherheit des Staates fallen lassen. -Es wird deshalb angenommen, das) Höllein morgen in Freiheit gesetzt, das httstt an die Grenze gebracht und aus Frankreich ausgewiesen werde-.: wird. Die englisch-russische Einigung. London, 13. Huiri. (WTD.) Reuter. Die brittsche Regierung stellt in ihrer Antwort auf die letzte russische Rote mit Genugtuung fest, dah die ootojetregierung in Zukunft i:de englandfeindliche Propaganda unterlassen wird. Grohbritannien verpflichtet sich, Plänen, die möglicherweise von russischen Staatsangehörigen austerhatb Ruhlands gegen die Sowjetregierung geschmiedet werden könnten, keine Unterstützung angedeihen zu lassen. Die Rote stellt fest, dah die Sowjetregierung die w i ch t i g st e n Forderungen Englands erfüllt hat, so dah der Rotenwechsel als beendet angesehen werden könne. Kämpfe in Bulgarien? Graz, 13. Juni. (WTD.) Wie der ^Tagespost" aus D e l g r a b gemeldet wird, lieh die serbisch: Regierung angesichts der Lage in Dul- p.aricn die Grenze gegen Bulgarien mit starken Militärabteilungen besehen. — Rach Meldungen von der bulgarischer Grenz» sollen in ganz Dulgarien Kämpfe zwischen Re» gierungstruppen u n b Dauerntrup- Pen stattfinden. Hrftigr Kämpfe batten sich besonders in der Umgebung Von Plewna und in einigen Ortschaften in der Räh: von Philipr^polis entaäcfelt. 3n den Kämpfen mit den Regier ungs- truppen soll auch der frühere Ackerbauminister Obbow gefallen sein. Teuerung und Löhne. Berlin, 14. Juni. Zwischen den Spitzen- Organisationen der Esä-erkschasten und Vertretern ber Reichsregi - r u u g fand, der »Voss. Ztg." zufolge, gestern eine Aussprache über die S ich e r ste 11 u n g der Ernährung ftjtt Deichsernahrungsminister Dr. Luther beknie de Rotwendigkeit einer Anpassung derLöhnean die Preise, ba eine wirksame D^.nflussun.g b:r Preise nicht möglich sei. Trvh- tem sei dne A -<-hl Mast rahmen gegen die Verteuerung der O:bersmlttel getroffen worden. Die Strafen wegen unerlaubte Aus/ahr und Preis- treiberxi seien erhöht worden. Ferner sei eine Verordnung ausgearbe tet worden, wonach auf den Schlachthösen Tlod:rwachungskvmmissrone:r zum Zwecke einer gerechte,x Prersbildung gr- schchse r werden. De ersorderlrchm ©drei.‘emengen bis Ende des Wirtschaftsjahres seien durch die Reichsattv.i^estelb: sichwgestellt. Zum Schlaft der Besprechung erklärte Dr. Luthw. dah er beun Arbeitsministerium wegen einer Anpassung der Löhne und Gehälter an de ft:i pmden Lebens- stnittelpreise vorstellig, werden wolle. Der Hauptvorslwnd des Allgemeinen Freien Angestelltenbundes erklärt in einer Kundgebung zur F.age der Lohnreform, das) nach dem völligen Zusammenbruch der Ward stützungsaktion den Gehalts- und Lohnempfängern nir.p mehr zugemutet werden könne, ihrem Ar- btttSemkommen die Papiermark zugrunde zu legen, während 3nduftrie, Ha.xdel und Finanzkapital längst zur Rechnung in wertbeständiger Wäh.ung übergegangen seien. Der Vorstarxd des Afabundes empfiehlt deshalb seinen ihm ango schiossenen Verbände,7, kü.xfttghin die Sicherung der Wertbeständigkeit der Löhne zu verlangen. Auch der Allgemeine Deutsche Gewerk- schrstsbund hat sich mit der Frage beschäftigt, die mit den übrigen gewerkschuftlrchen Spitzenverbänden zur Herbeiführung gemeinsamer Schütte erörtert werden soll. Der »Voss. Ztg." zufolge hat der Abgeordnete Dr-. Hertz im Reichstag eine kleine Anfrage eingebracht, in ber gefragt wird, ob der Rerchsregierung bekannt sei, daß große und für die deutsche Volkswirtschaft auft-.wordentlich wch^ tige Werke wie Phönix und Scheidemanbei in ausländischen Desitz übergehen sollen, und welch: Maftnahmen die Reichsregierung gegen diese Form der Kapital- und Steuerflucht sowie gegen die Gefahren der lieber» frembung wichtiger Teile der deutschen Volkswirtschaft zu ergreifen gedenke. Die Vcrbrattchsstencrgcsctze. Berlin, 13. Huni. (WTD.) Der finanzpolitische Aussckuh des vorläufigen Reichs- wirtschaftsrates beschäftigte sich gutachtlich mit den Leuchtmittel-, Mineralwasser-, Zündwaren-, Zucker- und Salzsteuergeseyen und stimmte den Vor- lagm mit einigen Abänderungen zu. Er nahm mit 14 gegen 10 Stimmen eine Entschlietzung an, in der er ausspricht, dah die Aufwertumg! der Verbrauchssteuern die Verbraucherkreise doppelt hart trifft, da weitere Preiserhöhungen unvermeidlich seien, während die Einkommen weit hinter der Kaufkraft des Friedenseinkommens zurückgeblieben seien Er könne daher den Vorlagen nuv unter dec Voraussetzung zustimmen, dah die Anpassung der D e s i h st e u e r n an d i e Geldentwertung in einem schnelleren Tempovorsich geht. 'Mus dem Reichs. Das Reichsbesoldungögrsetz. Berlin, 13. Juni. (WTB.) Der Haushaltsausschuft des Reichstags führte die Beratung der neunten Ergänzung des Besoldungsgesetzes fort. Lmgenommen wurde hierzu ein Antrag der 2lbgg. Dr. Höfle (Z.) und Guerard (Z.), wonach das Martegeld achtzig Hundertstel des bei der Berechnung der Pension-zugrunde zu legenden Diensteinkommens, jedoch höchstens 1 800 000 Mark monatlich betragen soll. Hat der Beamte indessen zur Zeit seiner einstweiligen Versetzung in den Ruhestand bereits eine höhere Pension erdient, so erhält er ein Wartegeld in der Höhe der zu diesem Zeitpunkt erdienten Pension. Die Berechnung der Ruhegehälter wurde alsdann nach der Regierungsvorlage angenommen. Hiernach beträgt die Pension bei vollendeter zehw- jähriger oder kürzerer Dienstzeit M/100 und steigt nach vollendetem zehnten Dienftjahr mit jedem weiter zurückgelegten Dienstjahre bis zum vollendeten 25. Dienstjahr um 2/100 und von da ab um V100 des Diensteinkvmmens. Aeber den Betrag von 8O/ioo dieses Einkommens hinaus findet' eine Steigerung nicht statt. Das Ruhegehalt für die richterlichen Beamten wurde in ähnlicher Weise geregelt. Auch der Härteparagraph wurde angenommen, wonach der Reichsminister der Finanzen ermächtigt wird, den Wartegeldempfängern, Pensionären und Witwen zum Ausgleich von Härten Zuschüsse zum Teuerungszuschlage zu gewähren. Ferner wurde dec Reichsminister der Finanzen ermächtigt, vorbehaltlich der endgültigen Regelung durch den Rcichshaus- haltsplan zu bestimmen, welcher Teuerungs- zuschlag einschließlich des örtlichen Sonder- zuschlags beim Intrafttreten dieses Gesetzes neben den in diesem Gesetze vorgesehenen Bezügen zu z-ahlen ist. Schlieftlich wurde eine Entschließung angenommen, in der die Reichsregierung ersucht wird, das Reichsbesoldungs- gesetz dahingehend zu ändern, daß das Höchst- gehall erreicht wird: in Gruppe 1 bis N nach 12 Dienstjahren, in Gruppe 12 nach 10 Dienstjahren und in Gruppe 13 nach 8 Dienstjahren. Neue Kohlenpreiserhöhungen. Berlin, 13. Juni. (WTD.) Die Steigerung aller Preis:, welche eine Erhöhung der Derg- arbeiterlöhne nctirentig machen, hat die Organe ber Kohlenwirtschaft gezwungen, nere K 0 h- lenpreiserhöhu.rgen ?d beschieß n. Diese betragen für Rutzr^ttförderkohie 82 074 Mark, Ob:rschlesie:x durch sch ittlich 74 991 Mark, Rieder- schlesien ^durchsch'.ittlich 87 358 Mark, Sachsen durchschnittlich 106 175 Mark, Riedersachsen-3b- Eenbuereh durchschnittlich 81 288 Mark, Rieder- sachsen-Darstl'.gf.ausen darchschnittlich 89 109 Mk.» .Aachen-Eschae.ler durchsch.ittlich 95 830 Mark, Aach-en-Rordfler.-'. durchsch xittlich 109 061 Mark, rheinische Braunkohle (Rohkohle) durchschnittlich 14 380 Mark, rheinische Briketts durchsch.xittlich 50 531 Mark, mitteldeutsche Braunkohle (Rohkohle durchschnittlich 15 813 Mark, mitteldeutsche Driketts 51 752 Mark. Diese Erhöhungen steigern sich um die üblichen Steuersätze ufn>. und am 900 Mark pro Tonne abgefeimter Steinkohle für den Dau vo.x DerZarbeiterheiinstätten. Di: neuen Preise gelten ab 15. Zun^. Die Preiserhöhungen bnlten s.ch an das Ausmaft der Lohnerhöhungen Für die mittelbÄ.'.tschen Draunkohle.xreviere sind die Erhöhungssähe geringer als die Lohnfteige- rungen. Der Preis für Ruhrsettförderkohle wird sich diesen Deschlüsse^x gemäft von den jetzigen 221 200 Mark pro Tonne auf 335 200 Mark erhöhen. Die Magdeburger Verhaftungen. Derlin, 13. Zuni. (Wolff.) Wie den Blättern zu den Magdeburger Derhaftunge:x mitgeteilt wird, nahm die Krimxnalpolizex am 8. Zunx abends fünf Reichswehrsoldaten von der Kraft- fahrabteilung in einer politischen Versammlung fest. 3m Besitze eines derselben namens Riehl, seien Schriftstücke gefunden worden, die auf einen Reichswehr block R 0 ftbach hindeuteten. Es sei ater nicht klar, ob dieser Block schon bestehe oder erst geschaffen werden solle. Wie der „Vorwärts" neuerdings aus Magdeburg meldet, sind die dort verhafteten Mitglieder des „Rexchswehrblocks Rotzbach" aus derHaft entlassen worden. Hierdurch soll dem Blatte zufolge die Magdeburger Arbeiterschaft m grotze Erregung versetzt worden fern. Deutscher Reichstag. 684. Sitzung, 2 Uhr mdimULag*. 'Berlin. 11 Juni 1921 eräFlbcd ßoebe eröffnet bte Schnng mit bet Bit Heilung. bad non den Beamten bet itrei- ftabt Danzig bem deutschen Genera tfenfutot in Danzig 25 Millionen Mari all »er* läufiger Betrag jiit bu Auhrbllf e über- «viese» worben seien mit der Bersichernng Jafi die Beamten immer bereit fein werden per t'tnbe- rvrifl der Bot ihrer StonNsgrnvsi« b7i,a ranen (Leohaster Beifall., Der PrästNnt spricht den Spendern den Dank bei Vaterlandes aus Auf der Dogesordnunz steht die erste Bera- ratmng der neuen Verbrauchs st euer- besetze. Die DeUnngtdauer des bisherigen Meinfteneraefetzes soll bis zum 1. Brrif 1924. die bk« 3:1. über die vorübergehende "Regelung der Z 0 ilfLtze bis zum 30. 3uni 1924 t'ertüngert werben Die Mineral- wasser steuer soll erhöbt werden aaf zehn Mart pro Ater bei Mineralwastel and auf zwanzig Mark bei CTnunaN. Bd her Leucht- mittel- und Zündwarensteuer »oll von der Vtengensteuer zur Wettsteurr ube gcQanjm werd-n Ctett ber festen Sätze sollen 20 Prvz. des SteueiwerteS erhol« werden Die Sal,steuer toll erhöht werd« aas zehn Mark für das Kilo. Oie 3u der heuer 120 Mk pro Kilo bei Stärkepicker und 300 Btt bei anderem Zocker Die Veaierung wird ermächtigt, mit Zustimmung des Beüchslags die Sützr ber Salo- und Zucker* Leiter Nn Preisschwankung en angnpassen. Bei ber Verlängerung der Gettangsdaaer ber Wein- teeer riiftrnaw die Soxialist« die Xifbebeng oas jetzig« vtanbangssyhems der Stea.t Die Berkige gebt nach kurzer Debatte an den Steuer- au»ld>uf) lit übrigen Steurrvorlagen werden gemeinsam t .-taten Aba Koenen (Ä ) bebauen, bat die Bcakrung mit bet B-Uftung ber Veibiauhnr durch die Irböhung N. tudtretteu öl;uctn es viel eiliaer habe, als mit b.T fteuerltchTN Be- laftuna der SaLoertNsttzer Unter dar .unfähi- gen writaltlillcha, Üuno-Brck».i-Regierung" lei eine surchLbarr Teumnuttrcite über das B?Lf fgekommen und dick» Brrtferang setze an die Spitz? tuet Steuer nsorm eine neue fchoere Bds-tang der verarmten Ikrbrau chrr Der Ttbnrr fordert bU 3ui*rf9rLfuna der S Höhung der 3ci5tau t*1 fteuem bis zur Du.ch r^.u,g neuer Vckitzsti e eiitgehi, ohne dem antein Xcil oon lei t mach«, wird mit G.-finanls bis au drei Oabren Nfhaft. Bei g.-'ch'echlskranken -begatten ober Beliebten tritt Sirafv. doigung nur aus Antrag ein Strafen werden auch angedrvht weiblich« Pellvn«. die als geschlechtskrank Kinder still« ol*r ein infiziertes Kind In Pflege geben, ohne dte hiervoa in Kenntnis gesetzt zu baix n Borbdle ober bot bellartige Betriebe fallen unter die Äup: ibcOlmmunaen. Die Sittenpoli- jeHo.iti’JÜe der Pr^stiluirrtea wird durch Me Ausschuhvorlage beseitigt Aba Droibjabn < S ) begrübt die Bor- Lage ,ali wirksames Mittel jur Bekämpfung der ürnri 'A h* t erbr.'Veten G^chlechtskrankhck en BeitMinnenmtntfter O«fer stellt mit Befriedigung tu rtnfMmmlgt 3 rahme der Vorlage fest. Bem einer Million gesch'echtstranker Deutscher komrn. enra ber vierte Ifctl aus syphilitische ®r- Icanfungw Die Krankdell b-tbe jetzt auf dem Lande flieh? Beibicituvo gesunde, Bei einem aefefaeivdlden Bripebin gegen diese vvlksver- ber! Ilchc Se. ch- mfiffr das Recht der ANgemetn- cheit dem Recht bei Ginzel per tonen nora ,gestellt -frei hei t bd ®e- schlechtSkrankdciten lei nicht wünschenswert Bus bkh it Dck e e wo d!e fnlf-r Ding,rfe bestimmend für Me H.nidarkeit sei. 7 Irftc.i nur staatlich xu- gelastcne Aerzte berni.gezogen werd« Dies bedeute feine fieraMehung Nr Bflturbctllunbigen ikfer die Beseitigung der "Reglementierung der Prostituiert« fei eine Gimgung erzielt worden. Die Beschs reg Irrung werde mit den Qanbet- reaierungen v,ihandeln dimit die Bestimmungen des Gesetzes möglichst bald in Äraft geletzt tt»er- den tonnten Bhg Hrau B e u b a u < (3tr ) fnrbert ten ®r- ter peü'ettltzen Reglementierung durch Für- tfrg.mabnnfn- n und erw,r e- im üb ige, für dis Be'impfung ter Geschlechtskranktz ' en mehr durch eine bester» 3r,iebung ber Jugend al« durch Seiet* Bbg fllratbrnann tDntl.f b«richn-t N* Srrbmenbe Verbreitung brr Geschlecht «krankten .as eine Art BemHI« für di- mateetalisti- * veb.nsoufsolsunfl unterer Zeit ©I- verderbe b das Ge»etz der D.mun^atioi tür und tn Minen würde, sei una.-rechtb.rtlat Adg Tr Cut ber iT 3b.) Die unvor- netme Aa 'ationsw-ile der Aaturd ilkundig« wird uns nicht daran irre mach«, dad in NHer für die Bollsnesunddeit s, wichtigen strcme nar d'e IKünner der Mls'en'chaft die approbt.-rten X-^te. mr JRebonbt mg brrttnceioa-n werd« lüden Die Xcalcmenti.-mng der Prvstitatim mülle ouftbren. ZKr an ihre Stelle müsse eine fiienge Kontrolle ber Piostituierten durch die Gell.-nbbe.tsämter treten Dem Schmatz In TDort und Bild müsle entgtaenartreten werd« Seine Partei warte schon fett ^ibr« auf ein G^-a v»m Schube ber 3ug«b gegea d?n Schund inb Schmutz Da bei rechne man auf bte Mitarbeit der deutschen Krau«. Ad,, $iu'i Vanbmann (Bapr. BpJ begrübt die X-'dtijjng ber Bordelle Ade: das Gesetz bade eine »mpsindliche Lücke ei sag.- nichts darüber was aes^eben solle, wenn Gelchlcch's- kninlc der Pflicht, sich ärztlich d.-bandeln zu lallen, nicht Nachkommen Auch denen, die von ten Ag ufr- ItÜ adaeschnitt« reibui. euren Raturde'll- rdr- e*n aufzusuchen. Auf dem Lands werde es hüla- stg schwierig fein, enrnn abbraMert« Argt recht- Aa»i erschuft ber Beb« entzogen Mas die Salonrfanbedanblung angebe. ■ urfe fit nur mit Einwilligung ber Patmni« angewandt werd« Ada Aeibemene (Äj: Seine Fraktion wolle bri> Gesetz noch durch einige Abändrrangs- ontrdae brauchbar machen Da-mch soll« sich olle Deulfchrn and alle in Deutschland tpobnrn- ten Austonder von 14 bis Sv 3*r« regelmähig w eterk^beend« ärztlichen Untersuchung« unter- 5 «Mn müssen — Giersus wird die Beratung ad- geb roch«. X e neue Besoldung snrdnung für die Beamten a (ri> nach ben Bo r4>(4jen des Ausschusses in 2. anb 1 v.'sung rmgenommen unter Ablehnung eines fotztallftifchen und kommunistisch« AbanderungOonträges, die sich für eine Besserstellung der unter« Besoldungsgruppen e.i setzten. Hessischer Landesjugendtag in Darmstadt. ch Auf Bavanlastang der Zentralstelle zur Jörderang derVolksbilduna anb Jugendpflege In Seifen fand am f. and lv ks MtS. in Darmstadt der erste chesfi- fche Londesjugendtag statt, za drm alle ^eenberflan’.fationen des S-' s«iland-s otzne Uri- terckch.ed der ÄoifeHbn and ber Partei gcladcn nxit«. Von auswärts war« allerdmgs nur tr«ntge Vereine erschienen, aus O be r bef f en tooL« nur evangrlrschr Oagendvercine aus Diesten und MltNAenberg ccrtreen. Die Io pinfl bego.in am Samstag mit Vorträgen über S-c zwei netKÜen Gesetze, die von etnfchn7id«ber Bcleutang im Äampf gegen dir Vot ber bcutigrn 3ua«b fehl traten. .Das Iaaendgr- richtsgesetz" und.DasAelchs-Sugend- wvblfabrtSfleseh" Auch fugend beteiligte f *b tebbofl an ber Debatte und gab durch bte Aussprache zu erkennen, bast eS ibr brillg-rr Wille ist. tid< 'Ao! zu b.-kämpf« Der flo.nntog brachte für b.e eaaiackischen 3ugm^iupp,'n ein« ein- t rucksovlla.i Bolieib^nft mit yicvijt von £?onfcei» Zentgraf. Am VoTm.ttag fand auA:ttem etne Ausstellung: Das Datr für infere Ougciib i Bücher, Bro schüren, erstüSr. Bilder usw.) statt. Am Äactznittaz bkit Asfeffvr □Saurer an Hand von Musterbe spiel« einen Bot trog über .^llmschund und Allmgut". Später -e gk« die perfchledenen Darmstädter Ougend- fceveine auf tec Spielwiese in Volkstanz und dramatischem Spiel, wie echte Ouaendsr^rde sein soll. Direktor Hafsinger sagte in einer Anspoachr, was die .nationale Forderung an die fugend" ist. Mit gemeinsamem Zug nach ber Stadt und einer Kundgebung Im Schlostbos «bete ber 3uaenbtog. Das Wertvolle an dieser Tagung war, bast einmal durch die Tat {meigt wurde, wie sehr wohl trotz aller Verschiedrnb.it ber Aichtung In ber 3uflenbb:ttxaunfl eine Einigung di-tfichtllch ber Ziele mdglich Ist Lind es war gana gewih etwa- Er heb« des, eS zu erleb«, dast diele ®tn- >-t-front bet ollen Ik-ranftdltunj« des 3ufl?nb- tages in die Erfch.'i.iuna trat. Das) ein wirNiches Stieben nach Innerlichkeit und Beinbdl in an- cten ()ug«dveiein« ist, dafür war der erste Landesiugendtag ein "Beweis. Aus Stabt und Land. Diesten, den 14. 3unt 1823. (?ine wichtige (featschädiguugS- Vcrorduuug. ■ Sa die seitherigen gesetzlichen "Bestimmungen ! OkkupallonsleistungSgesetz vom 2. März 1919) und die erlassenen Vv-rixiltung-vorfchristen nicht icnüflten, um die durch franzbsische und 'elgische Mastnahmen au8 Anlast des Einbruch» in das Audrgebi?! verur'acht« Schäden zu «tsLLdig«. bat der VcichSmini'ter de- Innern »Alchtlinien betreffend das Sonderverfabr« »ur Sntfchübigung im VerwaltunaSwege" erlassen, nach denen in diesem Sonderverfahren deutsch« Aeichsangebbrigen Schäden in solg«- t« Fäll« vergütet werden: ■) Schäd«. die durch Sntziehung von Ber- mög««trerten entstanden sind. b) Sachschäden, die durch Berberb« ober Minderung des Wertes von Waren «t- stand« sind. w«n ein Betrieb von ber Besatzung geschlossen ist oder der Absatz infolge von Mahn ahm« der Besatzung nicht möglich war c) Verluste und Schäden an Sich« infolge des Eingriffs der Besatzung In bii "Be- fbiderungSwefen. d) Vrtwendlge Aufwendungen für Lagerung und Bewachung, die innerhalb bei besetzten Dedietes durch Mastnahmen der Besatzung entsteh« e) Xiftrenbung«. die eur Beschafsung von Darlehen zwecks Aufrechterhaltung eines Betriebe! kadurch ersorderllch werden, hast Bermdgenswane In'o'ge Singriffs der B> faruna In das Beförderunglipe'en ph.r in Me IkilüflungigciraLl des Bericht igtm diesem inn.-rhold des besetzt« Debictes zetttveMg «tzcg« werden. Die Aufwmduna« werden nur inlowei! erstattet, als die aufg«omme»,n Darled« bin Weit der ,eltweillg entzogenen Güter nicht übersteig«. $ür «tcanyne* Verdienst oder für allgemein.' De'ckä t-fchädigun, wird e n: Vergütung nicht gewähr! Der Sr atz für Leistunarn aus dem .^eied«s- berttaa an b r alliiert« Mächte wird in biefem Be.hibr« nicht neregall xtur DurchlÜhra-'g des Sonderversahrens ist »U7 das besetzte hesslfche Gebiet Ne Vrovlnziaidirektion Starkenburg in Darmstadt ke urnmt Sie Ist »i^Nch iu''ändig für alle Ne 2ch.ch«s«älle Mt Innerhalb das befertci hesttlch« Sedletas sich ereignet Hoden . Jh .»ufttmmujTj en am 16. Juni, 8. Juli. 7. Juli. 4 August 1923 BNabrt In Sranllurt (Blain) Hbf. am 16. Juni. 6. Juli unb 4 August 9.13 nachm. am 7. Juli 825 vvrm. Ankunst In Münch« am 17. <>mt. 7. Jwli und 5 August 8 30 vvrm., am 7. Juli 5.25 nachm Sinsteigestativn« «ind Frankfurt, Of1«badb und Hanau und Ni Nm 3 cm Nr- •uq am 7. Juli auch Darmstadt. 9t werNnt Kart« ausgegeNn nach Augsburg. Münch«. BeichtesgaNn Hbf. Garm!'ch-jXrrr«t,rchen und Oberstdorf 4 V« Freiburg (Br.) Über Frankfurt (Main) nach Berlin am 13 Juli 1923 A'fahr' In Franllurt (Main Hbs 6M nachm, Ankunft In Berlin Anh. Bahnhof 613 vvrm Ss weiNn Kart« von FranstuN >Marn). Off«tan vorN? vedauft ".xd A.;?s Rbl er» tf- aus Nr au* Nn Tat- 'M« anged ach er Aus vinge» er sichtlich Dte Fa-rpign«. bte Fahrpreise sowie * Ne ftrfhgi-n Vvrfchri für Nr Lvnnpung bU'ct ÖonNnüge '.nd Per. N: ReichsoahnNrektNU in HesUorm *u?aMKxrgeftc.lL tut Nrateiges Heil- ten kann von Nn FaxlarrenaNsgaNu Nr ebi- ste^rfiattenra um P.. < oon 103 30. bezogen n 1 ■■rt« am 7. Jmni Nr Lehrar ZNlnrich Jnderttz.>l * * ~ " Beftor an ber Bokb-'chu __ Seorg Karl Michel 5u xiu*« zum LeN ter an Nr Bvlksfchu.e zu Seetaf. Krals Btdtefl. cnU Gieb-m; Me Oebrarln OiHabdb $c Je r •“ Walern zur Lehrerin an Nr Bo.ksfchule zu Lrilar. Kreis OteNn. Vorsicht beim Gin- und Ass- steigen auf der Sisenbahn. Gs ist trotz vieNcholter Warnungen immer vieNr Nobachket toorNn, daß "RelsenN die Nreits im Anfahren Nariffcnen Züge besteigen. Abgesehen davon, datz diese Handlungen bahr.- polizeilich Nftrafi werden, setzen sich die Bet- ienNn durch ungeschicktes Aufsprüngen Nr Gefahr des sofortigen Uebetkahrens aus. Diese Beobachtung tonrN gaiy NsonNrs NI Schul- rinNm gemacht, die mittags aus Nn Schulen "ach ihrer Heimat fahren und meistens erst kur» vor Nr Abfahrt Nr Züge auf Nn Bahnsteigen eintreffrn. Die Litern sollten ihr« Kinder vor dieser (Nfahr warnen. Ferner Nstehr die Unflttt, dah BeisenN Ni Nr Ankunft Nr Züge die Türe öffnen. Nvor Nr Jpg hält Hierdurch bringen sich dlefe BtiftnNn nicht allein felNt. sondern auch die auf dem Bahnsteig stehenden Personen In Befahr, well offen stehende Türen diese BelfenNn treffen ibn- nen, adgesehen davon, daß sie Ni Zertrümme. rung Nr TürscheiN einen Grsatzde.'rag von etwa 12- dis 15000 Mk. »u zahlen VrNw Also In Zukunft "Vorsicht! "Warnung vor O-Zng-Dieben. Die Beraubungsgesahr In Gifenbahnzügen. namenrllch in V-Züaen, Ift Immer sehr groh. Alle Matznahmen Nr GllenbahnNrwalNing zum Schutze gegen Diebstahl an Reisegepäck und dergleichen werNn nicht Immer auS- retchen. um die Reisenden gän»lickr vor Diebstahl zu schützen. So wurN am 10. Juni Im D-3uq 8.17 Mbr Dorrn, nach Hamburg einem Beisenden ein aut erhaltener Aelsekosfer mit Inhalt, sowie ein Mantel hn Werte von mehreren Millionen Mk. während Ns kurzen Auf- cnthalkS aus hiesigem Bahnhof gestohlen. Der BelsenN. der von "Richtung Frankfurt a. M. nach Bielefekb reisen wollte und in einem Ad- tell allein |ab. Hane kur» vor der Abfahn des». Zuges, um ausxu treten, das Mtel l Nr lassen. Bei seiner "Rückkehr stellte er Nn Verlust fest. Ml« Bachforschungen blleNn bis jetzt erfolg- los, da die O-Zug-Dlebe mit den verwegensten Mitteln arbeiten. Also Ni Reisen Obacht auf bas Handgepäck, da von Nr Stsendahn nicht gehaftet wird. ut- 2,?ll^*TO:,i6<,5c Der Hirusbaltszacker für Blot wird in Nr ,3dl vom 14 Ms Ä^unt au«gca*Nn. Aäberas in Nr Majmti»a Mn Buio“. — Palast-Lichtspiele. .Sanfvne" und D4e Sbre seiner Schwester-. — Astc»n>-Llchtspte4e .Der Wirbelwind- und ."Mac Bluff, ber Spotts- tonlg". Wettervorautzsagc Bewölkt, kühl, Wind in BNn ans Bordwest. A eg« schauer Der Ke« bet Tiefs Nt fich weiter nach Ost« vertagett, väbrrad das Hvch Im West« an AusNtmung getporm« bat Das Hobe Drucks gesäll« beding! unbeständiges, küdles Wetter mV starkem Bvrdwestwlnd und Biederschlägen. Landkreis Wicken. •Butte r* bauten, 14. 3unl Am nächst« Svmriaa feie« die öbdeutt SeligrnannKann biedrlbft Ns Fest Nr goldenen Hochzeit. • InbeIdcn. 13 Juni. Anläßlich dnei älnterNllungsaNnds konnte bet bidlge Unter* Nltungirx-rain ,9 r 1 f 4>a u F tum Best« ber BubrbKfe 67000 Mk lannnein. Der Betrag trurN Nm .Siebener Anzeiger' zur "Detter- idtung »ugefübrt Hcnen.^a^nn. fpb Frankfurt a BL. 11. Juni. M« muh in Nn nächst« lag« mit dnrr mdirren, recht erheblich« Verteuerung aller Vack- r n rechnen, auch Ns Brotes, ba Me BickrtgeMl« Nn Cobntarlf zum 15. d BL gekündigt NNn und neue Forderung« auf C c 5 n - erböbungen an die Mdsttr gestellt NNr. Als Spitzenlbbne werd« 286000 Mark bte Woche geforbrrt. - Bor einigen Tag« wurde auf dem Heidelberger Bahn bsf rin jungrs Frankfurter Mädchen festgenommen. bas km Besttz gröberer TZmgt" nestotz« lener Silbersa chcn war Das Mi>ch^ nab als Hehler bi des Dirdsgutes Nn bd Nr Nölig« Kriminalpolizei beschönigten 3DTI- fteert« Franz Kappe « und beichilMgte Ihn. Nh er In feiner Dq.^ischafi als Bram ter von Nn Dieb« bte er verhör« sollte. Diebsgat gefanft unb bann verheblt NN K ipt* war dadurch k> ber Vage ein wett über k- w Verhältnllte binaus kostsptellgcs LeNn zu führen. Kappe tourN verhaftet. zugleich aber auch zwelanderePo- 11 z e i b e a m I e, Me mit lpm bd Nm Verhaus der Diebswaran Hand in Hand gearbniet bab« fMl« Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittags; Berlin 102 000. 3rar.Hart a. BL 102 000. Äirdbe und Schule. Berlin, 13. 3unl (WTB.) 3m Dil- bungsauSschuß des Reichstags wurde bei der fort gefegte« Beratung des Reichs- schulgesehes ein Antrag der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft angenommen, wonach die be° kenntniseigenen, in der Schuie herkömmlichen Religionsübungen und Gebräuche zu pflegen sind, ohne daß dadurch der Unterrichtsbetrieb im ganzen beeinträchtigt werden darf. Vermischtes. Ein Nomade des 20. Jahrhunderts. • Durch die Frankfurter Gegend kam dieser Tage ein Schäfer, der seine aus 256 Tieren bestehende Schafherde von Ulm, der fernen Stadt im schönen Schwabenlande, bis nach Hamburg führen wollte, um sie dort zu verkaufen. Fast drei Wochen hatte er bis jetzt zu der Fahrt gebraucht, und in abermals sdrei Wochen denkt er am Ziel seiner Wünsche einzu- treffen. Herde und Hunde sind wohlauf; selbst ein Zuwachs läßt keine Verzögerung bei der Reise eintreten. Der Schäfer hat die Tiere bereits einmal geschoren. Alle fünf Tage schlachtet er ein Schaf, um leben zu können. Rur die ungeheuren Frachtkosten auf der Eisenbahn haben den Schäfer zu seiner romantischen Fahrt vom Schwabenland an die Waterkante veranlaßt. Absturz eines Segelflugzeugs. Am Dienstagvormittag stürzte der Flugzeugführer Barth auf dem Tempelhofer Felde mit einem Segelflugzeug ab. Der Pilot erlitt erhebliche Verletzungen. Das zertrümmerte Flugzeug war ein Apparat, der mit Hilfe eines vorgespannten Kraftwagens sich von der ebenen Erde aus in bi» Luft erhebt Bei dem ersten Aufstieg war die Kuppelung zwischen dem Kraftwagen und dem Flugzeug noch nicht gelöst, das Segelflugzeug geriet etwa in Haushohe in eine Boe, die der Führer nicht zu parieren vermochte; als nun der Kraftwagen weiter in Fahrt blieb, wurde ber Apparat von der Verbindungstrosse herunter- gerissen. Der Flieger kam dabei unter das Flugzeug zu liegen und wurde besinnungslos vom Platze getragen. Vrsatzfär^« bei derFeueiSestalLmtg inPreußcrt. Berlin, 13. Juni. (WTB.) Der amtliche preußische Pressedienst meldet: 3n Abänderung der bisherigen Vorschriften wird gestattet, day zwecks Feuerbestattung an Stelle der bisher vorgeschriebenen Holz- oder Zinkfärge auch Ersahsärge aus Pappe und Papier mit der Einschränkung benutzt werden dürfen, bah hierbei nur Stoffe verwendet werden, die sich zur Verbrennung eignen. Die Erleichterung gilt jedoch nicht für Personen, die an gemeing^ährlichen Krankheiten verstürben. Vater und Tochter im Drunneaschacht verunglückt. Berlin, 13. Juni. 3a Pöhl bei Plauen flieg der Landwirt Lautenschlager in einen Brunnenschacht, um seinen in den Schacht gefallenen Hau s h ahn herauSzuholen. Zur Vorsicht seilte er sich an und übergab das Seil seiner 29jährigen Tochter. Beim Absteigen glitt er ab und riß seine Tochter in den Schacht hinab, die in die Tiefe stürzte und ertrank. Lautenschläger selbst wurde hon Nachbarn aus seiner fürchterlichen Lage befreit. Eme Familie verbrannt. Berlin, 13. Juni. 3u Medow bei Anklam ist heute nacht in einem Hause Feuer ausgebrochen, wobei das Gebäude vollständig etn- geäschert wurde. Dec in dem Hause wohnende Malermeister Andersen, seine Frau und ein zehnjähriger Sohn jtnb verbrannt. Gondel. Handels- und Sewerbebaak Gieße». 3n der am Dienstag abend im Gewerbehaus stattgehabtsn außerordentlichen Generalversammlung der Handels und Gewerbebank Gießen wurden die von der Verwaltung vvrgcschlage en Satzungsänderungen einstimmig genehmigt. De Vorühende des Aufsichtsrats, Kommerzienrat N o l l, begründete die beantragte Erhöhung her Geschäftsanteile mit der fortschreitenden Geldentwer- lung, mit der die eigenen M'ttol der Bank nicht mehr Schritt halten (onntei. Direktor Mat lern wies in seinen Erläuterungen auf die Notwendigkeit hin, ein besseres Verhältnis des eigenen Vermögens zu den fremden Betriebsmitteln zu schaffen und ferner fre K.edltbasiS deS Instituts nach austen hin ja verst ir-en. Es wurde beschlossen, die Geschäftsaktriie auf 10 000 Mk. pro Anteil äu erhöhen und zehn Geschäftsanteile zuzulassen, so daß ein Mitglied in Zukunft insgesamt 100 000 Mk. Geschästsguthaben erwerben kann. Einzahlungen, die bis 15. Juli erfolgen, sind bereits für das laufende Geschäftsjahr zur Hälfte dividendenberechtigt. Die Haftsumme wurde in Das Msftlhcms. Roman von Luise S ck-. u l z e - B r ü ck. 52. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Als Hans Dietrich nach Hause kam, gab sie ihm die Briefe. Er las sie und reichte sie ihr still zurück. Er ist doch auch sehr verändert, dachte Eva. und obwohl sie sich vorgenommen hatte, nicht g.t etwas zu rühren, was vielleicht zu zart war, um überhaupt besprochen zu werden, konnte sie doch jetzt nicht schweigen. „Möchtest du mir nicht sa,>»n. Hans Dietrich." sagte sic herzlich, „wie du mit Elisabeth stehst?" Er sah zum Fenster hinaus und vermied ihren Blick. 6tc war nun doch gekränkt. „Wenn du nicht willst..." Er legte den Arm um ihre Schulter und setzte sich neben sie. „Aber Eva," sagte er, „ich dächte, du hättest alles erraten." Die sah ihn an. „llnb wenn auch, darum hättest du mir's doch anvertrauen können, was geschehen ist." Er druckte zärtlich ihren Arm. „Gs ist trxin» derlich, Eva," sagte er, „hundertmal habe ich mir vorgenommen, jent erzählst du Eva alles, aber es schnürte mir jedesmal das Herz zu, gerade als ob ich ein Primaner wäre, der von seiner stillen Liebe reden solle. Es ist auch schwer zu sagen, wie ich mit Elisabeth stehe. Gar nichts ift bestimmt. Sie sagte mir, dast ihr Vater nicht wünsche, Last sie sich binde, und dast alles ruhen solle bis nach meinem Examen. Aber wie sie es sagte! Ich weist doch ganz gewiß, dast sie mir gehört, hast sie mir treu bleiben wird" 1 Höhe veS Geschäftsanteils festgesetzt. Die übrigen Statutenänderungen waren redaktioneller Art. Frankfurt a. M., 13. Juni. Börsen- stimmungsbild. Die heutige Börje brachte weitere große Kurssteigerungen auf Grund einer weiteren Befestigung des Devisenmarktes. Die Kurse lagen zum Teil 10 000 bis 30 000 Prozent höher gegen die vorherige Börse. Der Dollar wurde mit 92 000 bis 94 000 bis 98 000 gefragt. Entsprechend schnellten die Ausländsanleihen in die Höhe. Neben ober schlesischen Montanwerten wurden Buderus, Mansselder, Rheinische Braunkohle stark gesucht. Deutsch-Luxemburg plus 62 000 Prozent. Unter den 3ndustrieaktien waren an erster Stelle chemische Aktion lebtmft begehrt. Besonders gefragt waren Badische Anilin. Griesheim Holzverkohlung. Lebhaftes Interesse machte sich ferner bemerkbar für Elektrische, Auto-, Metall- und Zuckerwerte. Don Spezialwertcn wurden I genannt Sichel, Wayst und Freitag. Unter den Bankaktien, die sehr fest lagen, waren bevorzugt Deutsche Dank, Kommanditanteile, Darmstäoter, Dresdner. Auherordentlich lebhaft gestaltete sich der Verkehr in den amtlich nicht notierten Werten. Es wurden u. a. genannt Becker Stahl 160 000, Ufa 55 000, Emelka 17 000 bis 18 000, Benz 115 000 bis 120 000, Tiag 15 000. — Dollarschahanweisungen 1. Notierung 90 000. Berlin, 13. Juni. Börsen st immungs- bild. Die seit gestern früh wieder in Flust gekommene Steigerung der Devisenpreise, die sich heute m stürmischem Tempo fortsehtc, und der Dollarkurs, der als Zeichen Les erschreckenden Verfalls der deutschen Währung bedenklich in Die Nähe fron 100 000 gerückt ist, verstärkte sich an der Effektenbörse als Ausflust der Marktflucht die Kauflust des Publikums in ganz austerordentlichem Umfange. 3n der jetzigen Periode der Inflations- resp. Katastrophen Hausse erlebte somit die Berliner Börse wieder einen neuen Haussetag erster Orbnuna. Dies gilt in gleiche Weise von dem Ausmatz der Kurssteigerungen wie auch fron dem Geschäftsumfang. Schon die Feststellung der Anfangskurse verzögerte sich erheblich: noch mehr war dies der Fall bei den zu Ernheitskursen gehandelten 3n- dustriepapieren, wo die ungeheuer an geschwollen en Kaufaufträge des Publikums zusammenströmen. Bevorzugt als Substanzwerte waren wieder alle diejenigen, die Rohstoffe besitzen, so vor allem Dergwerksaktien, die durchschnittlich über 100 000, Harpener und Riebeck Montan über 300 000 bis 330 000 stiegen. Für die anderen 3ndustriewerte sowie für Schifsarhrtsaktien hielten sich die Kurserhöhun- gen zumeist unter 100 000, wobei aber bei bisher niedrig im Kurse stehenden Papieren Verdoppelungen des Kursstandes öfter eintrateiT. Erheblich höher waren auch alle Bankaktien bewertet. Deutsche Bankaktien rückten erstmalig mit 120 000 In den Hunderttausenderstand ein. 3m Einklang mit den Devisenpreisen waren alle Valutawerte, besonders Mexikaner und amerikanische Bahnen sowie Otavi, ganz erheblich gesteigert. Ebenso gingen bei Freiverkehrswerten die Kursgewinne bei ungestümem Geschäft gleichfalls frereinzelt bis in die Hunderttausende. 3m Verlauf wurde das Geschäft etwas ruhiger, doch taten vereinzelte Rückschläge in besonders hoch getriebenen Papieren der auherordentlich festen Grundstimmung keinen wesentlichen Abbruch. Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Dmmn 12. Juni 13. Juni Amts. Norlers. Slmtl. Notler«. Hielt» Brie? (Bett Rrte' Antw.-Brüssel. . 4fi6Hto 4(M7f» r.42i 90 ”451,10 Holland 3201.7,25 32182,75 38703,- 308‘>7,— Vonboit 389025,— 39u975,- 452*7»,- 455135,- Vnris 538150 5400.50 K2<25 0320.75 Schiveiz 15112.10 17.187,90 17450 25 17543.75 Spanien 12593,45 13858.55 14^23.60 14698.40 Italien 3W),20 3919.80 4-198,70 4525,30 Vlfinbon-Opovto. — Dänemark .... 11987,10 16957,50 17042,50 ytormeneu .... 14084,75 11135,25 16153.50 16240,59 Eä>wehen 22393L5 22506,15 25835.25 2596-1,75 HeiÜugsorS. . . . 2693,25 2706.75 ’JJciujort'......85103,70 85146.30 9750600 971M.49 Teiuscl, Oesterr.. 120.8-1 1-20,00 13'7.54 13.8-14 Budapest 9.75 lo.L» 12,22 12.28 ’Kran 2540 - 2552,- 2832,75 2897,25 Äaram 902 75 907,25 1097,25 1102,75 Danknoten. vrankinrt a. M., 13. Juni. Rr!ri Sckwetrer Noten ......... 17380.— 17220 — Sro.niüsiscbk Noten 62'0 6220 - TaniMie Stolen 16280- 16120 - Schwedische Noten 25100 — 249uO — K'oürinbtfdie Sloten 88000 — 37600 — Tcuif(U'Ceüctrcirf) x 100 Sfrottert 137 — 13650 i'tincrikl.ntsche Noten 97250 — 90250 — lltwi'sche Noten...........«MW).- 447700.- Jtolienische Stuten . 4420.— 4380 — Belgische Noicn 5350 - 5300.- Unnnrische Skalen 10^7 — 10.13,— Tschechoslowakisch: Noten .... 2863.— 2835,— Siortveniiche 'Noten - Numiinische Noten 535,— 525 — Spanische Sloten —.— — „Und Wie denkst du, dast es später sein wird?" fragte Eva beklommen. „Ich weist es nicht. Noch nicht. Und wie die Dinge liegen, ist es auch besser, Darüber gar nicht zu grübeln. Ich will nur keine Zeit verlieren, und da ich ja vor meiner Krankheit einen Teil der Arbeiten schon erledigt habe, denke ich bis ßv.m Frühjahr fertig zu sein. Dann werden wir jo sehen." Er sprach sehr ruhig und sehr befttmmt. Gva muhte lächeln. Das war beinahe die Art von Arnolds, ferne Meinung und Ansicht übet irgend etwas iundzagebrn. W.e hatte sich doch auch Hans Dietrich verändert in hiesen wenigen Monaten! Dis auf Aeußerlichkeilen sogar. Er ging straffer und elastischer, seine gange Sprach:, ja feine Aus- bruckSweise war eine ander: geworden, und sein ganze« Gesicht schien ihr männlicher u-rd fester. Liebevoll strich sie ihm über das Haar. »Es wird gewist alles gut, Hans Dietrich. Wenn du den festen Willen hast und durchsetzt, was da willst, wird Arnolds ja auch kein Tyrann fein. Und ein gewisses Mast von eigenem Willen har doch Elisabeth auch dem Vater gegenüber.“ Hcms Dietrich nickte ihr einverstanden zu. „Wie lehr sie sich dem Vater fügt, kann ich ihr nicht einmal Übelnehmen. Sie tut es fo selbstverständlich, so alS ob es gar nicht anders fern könnte, dast ich darin nicht einmal eine Zurücksetzung oder einen Mangel an Liebe für mich sehen kann. Und, Eva, füt ein solch pra Zwolles Geschöpf, wie sie ist, kann man sich doch auch ganz einsehen, nicht wahr?" Nun brach doch durch seine äußere Zurückhaltung das Gefühl durch, das ihn ganz erfüllte. Er wurde rot und warm, während er erzählte. Börsenkurse. Kur» 1L6. 13. & 9350 92,- 11'00,-12500,- 11000,-laOOO, 501. 325. Bochumer Gust BuderuS. . . . 2100-2600.” 900,-130-).- 551, 320 210, 150. IW). 92,50 92^0 2100.- —. — »20,-1150.- 150— 160, Frankfurt tu M. Berkin 125. 150, Aura fiur» Datum: 11.6. 13.6. 4'/. Rofiltttfen 13?500,-179ü0),-145009,-17)000,- 5'/,Goldmerieanerl2-)0000. -.-1LS0091-103000).- Derliner Handels«^. .270005.-360u03-28')OOA4500«)0,- Commer»- u. Privnldk.3 000.-521)00.- 4700J.-600 I'nrtu il u-^o 11 on n IbantBoJ'K).-80000,—52ihM).—HOOOO.— Deutsche Bank 80000.-119000. <83000,-120000.- Dcutsche Nereintbank 12000,-18 00 —— DiScon/o (iommonbtt . 77500. 1*0009,-80000.- 115000 Mrrnllbnnk 15»>000.-250000,- - — ,— Miitrldent. Credi,bank 12iE.-4.t090.-26500,-38000.- Ccfierr. Lredtmnstalt. 3lUüO, 15500,-137500 - —- 8'/. Dtsch. Keichrankethe 4'i. Dernleichen S’/t'/e Dergleichen B7p Dergleichen Dlsch.Svnr.Prnm.'Nnl 4"/, Preußische Slonfoll 4e/0 Hessen 3'/r/o Helsen 3*/<. Hessen Schlich. Schtuh, Schiuz. Schluß. " - fiur* 5ia- tjoa 281, - 298. 225.- 225. 720000,- —,—8O '000.-830000/ 81000a -100000, -3iti0u&-35U00a- <5nro 400000,-410000,- Deiusch-Luremburn. . '170)00-fb2u00iv-71000a-8tr00(V GeIsenki-.chenerBerg,v^->0)ü-8700 ^-80O.VO.-86^- Hnrvencr Bergdan. 1100000,-130 iOOO,-1200000 14O»W- .üslimerk ^lscherSle ben24900a -390000, -24OOOO. - 51 allmerk Westeregeln —45'XX-O,- — Vanratiiltte 420000,-44'.000.- 367000,-40500^- Cbcrbcbntf ... S550OT. - 45! 000, -300000. - 3.5 9m - Phönlr Bergbatt.. . 725O00.-S0 KXX).-73-XX)0.-77^m- .Nbeinirnhl 980O01L-10000JO.-OjOOIO,. 97iX)iX),- —,— —,— Nüta^rswerke 290000 -335nop. 31000a- Lchcidennstnlt ItüXKXl,-215000k- — Alla. ®lcCtri4itnl»-®et.ll500a 18000^111000 187'0^- Berginann.......16790^-270««^- -^-30003^- Schulkert......... 486r«0,-61000a-34ß00a-63500a- Slemen- 4 HalSk. . .6 OOOOk- ,-67<)00a- Mainkrastwerke . . . .3G00a—36000.— —,— — Adler,verke Sieger. . 86.'X)9,-45fXKk- —,-6001X1- Dalmler Motoren. . . 3üfm-550^—34000. -,— Heoliarnstaedt 115000,-13i«oa ——»— Meauin.......... - .—2'0000 - —,- —,— D?etaaflrf. SVctmfluu. .18000(1-25500),- — Schuofnörik Her» . . , 23000.- 2)000 -21500.-21000 - Sichel............77001).- 9000(1- .iellnofs Wnldbos . . . . 98000.-150050.-100000 115000 Ü»ckersahr..2ranrembal4>tw>,- 62<«oa- -,— -,- tiutferfobrtlSBaovänfel47000.- 660jü- —,- Markte. Derltner Produkte nm arkk. Berlin, 13. Juni. Bei der he lügen spr tag» haften Steigerung bet Devisenpreise hielten am Produktenmarkt die auswärtiger Waren« besitzet mit neuen Angeboten fast gänzlich zurück oder stellten so austerordentlich höhere Forderungen, dast solche hier vorläufig nicht zu erzielen waren. Das Geschäft nxtr daher wieder sehr still, ober immerhin vollzogen sich die wenigen Umsätze bei beträchtlich erhöhten Preisen. Dies gilt sowohl für Weizen und Roggen, als auch für Mehl. 3n Gerste war daS Material recht knapp, fo dast die vorhandene Nachfrage nicht besrirdigt werden konnte. Mir Hafer zahlen die Verbraucher die gegenwärtig hohen Preise nicht, sv dast auch die Händler beim Einkauf an der Börse vorsichtig zurückhielten. Die Preise für Mais. Hülsenfrüchte und Futterstofse stiegen gleichfalls beträchtlich. Weizen, märkischen 162 000 bis 166 000 Mk. (ftei- gend), Roggen, märkischen 133 000 bis 135 000 Mk.. pommerschen 133 000 bis 135 000 Mk. (fest), schlesischen 130 000 bis 131 000 Mk., Sommergerste, mär' sche 115 003 bis 124000 Mk. (ftcigenb), Hafer, märkischen 104 000 bis 108 000 Mk. (steigend), pvmmerschen 102 000 bis 107 000 Mk. (steigend), Mais, La Plata, trxiggonfrei Hamburg 130 000 bis 131000 Mk. (geschäftslos), Weizenmehl (100 Kilo) 420 000 brs 480 000 Mk. (steigend), Roggenmehl (100 Kilo) 320 000 bis 360 000 Mk. (steigend), Weizenkleic 69 000 bis 70 000 Mk. (steigend), Roggenkleie 69 000 biS 70 000 Mk. (steigend), Raps 270 000 bis 280 000 Mk. (steigend), Leinsaat 270 000 biS 280 000 QEf. (fteigeirb), Viktoriaerbsen 170 000 biS 180 000 Mk., kleine Erbsen 140 000 bi« 150 000 Mk., Futtererbsen 105 000 bis 110000 Mark, Peluschken 125 000 bis 130 000 Mk., Acker- obhnen 110 000 Ml., Wicken 135 000 bis 140 000 Mark, Lupinen, blau 140 000 bis 150 000 Mk.. gelb 170 000 bis 195 000 Mk., Rapskuchen 110 000 bis 115 000 Ml., Leinkuchen 165 000 Mk.» Trockenschnitzel 37 000 bis 39 000 Mk. Rauhsutter: Weizen- und Roggenstr)h, drahtgeb. 26 000 biS 28 000 Mark, Haferstroh, drahtgeprestt 23 030 bis 27 000 von ihr sprach, einzelne Kleinigkeiten berichtete. Und Eva sah, dast es ihm Wohltat, eitdlich den Dann gebrochen zu haben, von ihr sprechen zu können. AIS er sorlnmstte und aufstand, da küstte sie ihn herzlich. ^ES ist mir ein Stein vom Herren, dost du nun endlich mir gegenüber dein Schweigen gebrochen hast," sagte sie. „Ich begreife jetzt kaum, wie du so lange alles verschlreigen konntest und dast ich dich nicht früher fragte. Das war ja um- n-atürlich und lastete auf uns beiden. Ich glaube, jetzt erst werde ich mich wieder heimisch fühlen in meiner Wohnung, in Berlin selber. Bis jetzt ist mir noch nicht wohl hier geworden." Hcms Dietrich sah sie an. »Sehr töricht toau es und mir ist ordentlich leicht und froh jetzt. Aber ich konnte »licht d.ns erste Wort finden." Nachdenklich sah er vor sich hin. „TBer mir das vor einem halben Jahre gesagt hätte, den hätte ich ausgclacht. Und nun ist alles so selbstverständlich, erscheint mir so einfach, als ob es gar nicht anders fein könnte." Als er schon die Tür geöffnet halle, kam er noch einmal zu ihr zurück und küstte sir. Als er gegangen war, war es Frau Eva leichter und froher zumute als feit Tagen. • Es ging nun allmählich auf den Winter. Sn Berlin w machten die lange verschlossenen Fenster ihre Augen auf, man sah wieder das elegante Publikum an den gewohnten Orten. Dcktor Snfingen war schon ein paarmal dagewesen, hatte aber nie jemanden zu Hause getroffen. GS war klar, er wollt« di« letzten Sage Mark, Stroh, strrhseilgebündekt 24 000 bis 25 000 Mark, Wiesenheu, gut, gesund jnb trocken, B)r- mahd 25 000 bi« 26 000 Mk., Nachmahd 21000 bis 23 000 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kil>) Frankfurter Getreidebörse. * Frankfurt a. M, 13. Huni. Es notierten : Weizen 305 000 bis 320 000 Mk., Roggen 260 000 bis 280 000 Mk., Sommergerste für Brau- zwecke 240000 bis 260 000 Mk., Hafer, inländ., 190 000 bis 230 000 Mk., Weizenmehl südd. Spezial 0, 49 000 bis 530 000 Mk. bei Waggonbezug ab Mühlenstativn, Rvggenmehl 350 000 bis 390 000 Mark, Weizen- und Roggenklere 125 000ins 130 000 Mark. Tendenz fest. Schwememarkt in Gießen. • Gießen, 13. Juni. Der heutige Schweinemarkt war mit 83 Läufern und Ferkeln beschickt. Da es sich durchweg um gute und gesunde Tiere handelte, wurden dementsprechend gute Preise erzielt. Ts kosteten Ferkel, 6-8 Wochen alt, 300-350 030 OHL, 8—13 Wochen alte 450—500 000 Mk., Läufer 500—650 000 Ml. Der Handel war flott, so daß am Schlüsse deS Marktes alles verkauft war. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Gnglifche Bemühungen um einen Waffen« stillstrmd. Paris, 13. Huni. (WTB.) Wie das ,Gcho de (PaitS" mittelst, hat das englische Kabinett gestern Vorschläge ausgearbeitet, die zweifellos heute der französischen Regierung zugeben würden. Der Lorrdoner Berichterstatter des BlatteS spricht fron folgenden Kombinationen, die im gegenwärtigen Augenblick in der Umgebung der Downing Street gesucht würden. Die englische Regienrng wird alS ehrlicher Ma kler auftreten unb Vorschlägen, dast Deutschland seinen passiven Widerstand aufgebe, während Frankreich die Form feiner Ruhrdesehung ändere und sie beispielsweise In eine industrielle Besetzung umwandle. Die englische Regierung hat große Sorge die deutsche Empfindlichkeit zu schonen. Sie wolle ton der deutschen Regierung nicht bte Ginstellung deS passiven Widec^landes verlangen. ohne dafür alS Kompensation Deutschland die Derfichn.ung anzubieten, daß die Alliierten Deutschlands Lage prüfen und dast, so wie der „Daily Telegraph" geschrieben habe, Paris und Brüssel bereit seien, gewisse Konzessionen zu machen und die deutschen Vorschläge einer erneuten Erwägung zu unterziehen. Andererseits habe die englische Regierung weniger denn je die Absicht, in mehr ober weniger intensiver Weise die Verantwortung für die französische Auslegung des § 18 des Friedensvertrages, der Sie Grundlage der französisch-belgischen Besetzung deS Ruhrgebiets bildet, anzunehmen. Es scheint sich also um einen Waffen st illstand im Ruhrgebiet zu handeln für den sich die englische Regierung bemüht. Die sehr mächtige Eity lege einen sehr großen Wert auf den Grundsatz eines internationalen Schiedsspruches, den Berlin verlangt. Gin« Spende des Reichskanzlers. Karlsruhe. 13. Juni. Auf seinem Besuch in Karlsruhe hat der Reichskanzler dem badischen Staatspräsidenten 50 000 000 Mark übergeben für Hilfe in besonderer Rot infolge französischer Bedrückung namentlich durch Ausweisungen. D«S Verfahren gegen Professor Lenard. Heidelberg, 13. Huni. Der UnterrichtS- minister bat in dem gegen Professor Senat b ein geleiteten Verfahren auf einen Verweis erkannt. Sn ber Begründung heißt es. Die mangelnde politifche UrteUsfähigkeit mag bei einem Mann, Iber zu den ersten Naturforschern und erfolgreichsten Lehrern des Reiches gehört, wunderlich erscheinen. Seine Einstellung in bezug auf staatsbürgerliche Fragen einerseits und seiner hervorragenden Verdienste um die Wissenschaft andererfeitS gegen Aiilah zu einer milderen Beurteilung. Gs erscheint hiernach gerechtfertigt, gegen Lenard wegen Vergehens gegen seine Dienstpflicht lediglich auf die Ordnungsstrafe des Verweises zu erkennen. Die neuen Postgebühren. Berlin, 12. 3ani. Die neue Post- gebü hren-2 orlage ift jetzt dem Reichstag zugegangen. Sie sieht, den Beschlüssen des Verkehrsbeirats folgend, für die Tarife dec Post im allgemeinen eine Verdreifachung, für die Fernsprechgebühren eine Verfünffachung vor. Qofvrin ResrenServeneehwächp.EraehBptueie- artVl xMtaaäw, ssx. Henrasthenle ein anregendes und kräftigendem Yohimbin-Hormon- Präparat der Akt.-Ges. Hormona, Düsseldorf- Grafenberg. Fachärztlich begutachtet und sehr empfohlen. Prosp. gratis. Erhält), in all Apelhekeil im .Rebstock als vollständig gestrichen angesehen haben, und Eva nahm sie auch gern so. Astmussen hatte auch einen Besuch gemacht, während sie ausgegangen war, und Frau Eva hatte es nicht sehr bedauert. Die ersten Einladungen flogen in* Hcms und häuften sich za einem kleinen HügiE den Frau Eva ziemlich mißtrauisch betrachtete. Sie wäre am liebsten gar nicht ausgegangen, aber das ließ sich nun doch nicht einrichten. Hans Dietrichs Eramensarbeiten gaben freilich einen Vorwand für manche Absage. Aber alles konnte man doch nicht umgehen, und fo schwamm sie denn bald, trenn auch nicht in den rauschenden Strome der Geselligkeit, so doch wenigstens in einem plätschernden DächLein. Jedoch sie war dies Hahr geselligkeitsmüde. Wenn sie sich ankleidete, wünschte sie oft, daß der ganze Abeild schon vorüber sein möge. Und wenn sie unter den schwatzenden Menschen in den lichthellen heißen Räumen saß, fühlte sie sich oft grenzenlos einsam und traurig. Während die Unterhaltung an ihr vorüberschwirrte, lauter ober gedämpfter, je nach der Stimmung und dem Ton deS HauseS, und ihr Tischnachbar die zum lieber- druß gehörten Phrasen wiederholte, sehnte sie sich rft mit einer Glätte, über die sie selbst fast erschrak, nach Einsamkeit und Stille. Wie still mußte es jetzt an der Mosel fein I Sie hatte in der Zeitung gelesen, daß die Mosel mit Eis gehe, und sie stellte sich vor, wie auf dem grünen Wafter die weißen Schollen langsam hinabtri-eben, während die Berge ringsum mit Schnee bedeckt waren, und auch das Wvfelhaus eine weiße Haube aufhatte. (Fortsetzung folgt) firofootf 4OI7D 4063 D Oteßen (Südanhge 5), den 14. Juni 1923. (Mill und Onkel nm höchste« Mere gllbO«. Behördliche Anzeigen tc k Akten Garantie. 4044 h Herso, flniattn-Sinrhifin 40358 eieran (»raef. iBnbnbofHrabe 3X w-w try 3*r. 2d)öuNC> anfgefcotio®. >öcn Andringve in den A’-end- en wir dringend euch dir \ich- /, mltiagsrorstcUuageu itun B-«urh au beuutvrn. Kaufgesuche | Wasserleitung Vachrinnen 2IbflüRc für 20 eieblsag«. tnobnungen. 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PoNo bei Zusendung ob. Zeichnungen können ''aftlbtl eingesehen werden VerbingungSier. mln am 27. Juul 1923, 11 Ude dorrn. VetrlebdaMt 2 id Otesten. Nach kurzem Krankenlager verstarb heute nacht meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwester und Schwägerin Frau Gertrud Töpelmann geb. Binkau. thermeus 1115. schüre .Tie Ursache del Stotternd and Eteseitt- Wir suchen dringend grSher« Posten Altpapier, Semen u. Wn zu auhergewdhnllch hohem Prei». Abholung kostenlos, Vernichtung der KHBPIELE Johannes Prang, Daclideckermeister Im 07. Lebensjahre von seinem schweren Leiden za erlösen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen* Sophie Prang Wwe. Gleflen. 1& Juni 1923. Die Beerdigung fand In der Stille statt Suche fflr alleinstehendes Ehepaar junges Iteelch an» anltändiaer iVa- mllle, am liebsten vom Lande, bet guter Behandlung und hohem Vobn. E» lit CHrkncnüeh geboten, Ort) Im Sachen audAubiideu. ^or- zustellen bei (0411.1 ärcu Dr. iktat,. 'l'abubolstraüe 50 II. Der oderöllryermeisier Mhensmltlelamtl Lin Vathtraasvoranschlug der Gemeinde Eberstadt fdr 1922 liegt von Samstag, den IfL 3unl 1923. ob eine Woche lang auf unserem Geschäftszimmer zur Einsicht assen. Einwendungen müssen innerhalb dieser s^rist varqedrachi werden. Zu der vorgesehenen Umlage werden auch die flut. Der Haushalts,ucker fflr Mal 1923 wird in der Zeit vam 14. biv 26. Juni 1923 durch die Nlelnhandelsqesthäst« und den Aonsumoerein ausgegeben. ?lus di« Marke entfallen 2 Pfund und I Pfund Einmach. Zucker Preis fflr gemahlenen Jucker und Kristallzucker Mk 1700-, fflr Mrieh- rastinade und Puderzucker Mb. 1750. - und für Würfelzucker Mb. 1850 - für das Stund einschliehlich Tüte. Diese Dieise nd chächstpreis« Im Sinne des Gesetzes, ich! rechtzeitig abgeholter Zucker verfällt. 7* lifhl 2ar;ajtc ^"beit fc, B:.' Dell SÄ"- ® WZ^jb. krL meist u Wa^'dan ■iseSesVertieebaes. »W« MSsrtsttTA i. h die fiieieuächterl Unsere Bertel. Innnsitrar. die „Ile- i ▼•rkssfsssiesss» sebatt Weitraser 1 eieeilebler**, bat noch .‘fatfer, at’fx 1*1) 191. abeuaeben. sofort an Man,mann i) r t U 2 > aubach in Friedberg auf- •uneben und die Ve- träne auf Somo wr. Wtilfll Aranffiirt a. M rnmibeAOblea Vribae’iern. II1 U 40111 Hol. Mac Bluff, der Sportskönig Ein lästiger Detektiv-Film in 5 Akten. Dazu ein reizendes Lustspiel *» h ‘mL6? L flr., td btt 6fit Usbiiegen jt nag ’tn mir bald Büifr. ! IttWAi kl öeegcöcl er) kirn, beer u Bekanutmachuug. 3n unser tzandelsregiper flbt. A wurde am 31. Mai 1923 bezüglich der Firma (Siebener (BummifabrU: Poppe k do., Glehen. #ing«tragtn: Nachdem der Teilhaber Karl Wilhelm Friedrich Georg Poppe zu Gieszen volljährig geworden, ist auch di ser zur Dertretung der Gesellschasi ermächtigt und allein zeichnungsberechtigt. Gletzen, den N.Zunt 1923. 40366 hessisches Amtsgericht.___________ Bekanntmachung. Dn unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma Apotheker Weitz k Eo, (Bieben, eingetragen; Das Gesell- sdzaftsvermbgen ist verteilt, die Hertretunas- Befugnis des Ciqutbators Ist erloschen Die Lichtspielhaus 1 Gießen, Bahnhofstraße 34 V Wwr noch hrete eed neergen: gg, Fridericus Rexj III. Teil Dam S und sein Auto A Aroertk. Grotewke mH Harald Llojd. M Aufführungszeiten: 4, 5.30, 7 u. 8.30 Uhr. Ä kp btulf* 9rsibl«f< KS H»« (Fine < Du Mädel vom Rhein FUmslngsplel in B Akten mit ticwaagaelalagoa. Einsam bin Ich nicht alleine Mein MAdel hat einen Roeenmund Sei nicht böse, a kann ja nicht sein Du Mldel vom Rhein Tröhlich Pfalz, Gott erhalte Ein rheinisches .Mldel Morgen muß ich fort von hier Du, du liegst mir im Herzen Textbücher an der Kasse su haben. Femen Deutschlands Kraft Im Sport Erster deutscher Sport film .Siegfried- In 6 Akten. Leitspruch: Mag anch d*s Schicksals Tvist Auf uns-re S- haltern dnicken. GcTnrinechaftsgcIst nnd Hmdersfnn Serif ft auch de*i schwächsten Rücken. Bei Turnen. Sport un 1 Spiel Vemarften alle Wunden. In deutscher Sonne, deutscher Luft Da müssen wir gesunden fBDe Sonntag, den 17. Juni, finbtt der Bejirtstag Der Sreimifligeo MM des kt. Metzlet verbunden mit dem U.M1MK« tet Stflni. Swfi’BUr » ■‘I’S M * M >d , .-«tx v-H- Sxart brl. k 71 3:=i Mark smuflnstapiiüigt- an Mit siirrtifit uoö tote Jliln grfjm sonmifflf Haart), nal. Oll04 ao o. 6trt. «oieta. IIHIIIMIIIIIVIII'IUIIIIIIII Bckanutschasi clned anliandioen x'crrn 'auch Slirorr hui Qinbf wimlch« Mod- chc. MfticZN »iDCtfi Ipdcrrr Heirat. Echr flnfifh. mdaL mit vilü. unt. 041® an den ÜHetu Uns. ^>«r Doranlchlug der Gemeind, Dbbern. Hofen für K|. 1923 liegt «in. Wach, auf Hlrstfler vflrgerm,ilt,r,t zur Einsicht assen Es ist die Erhebung einer llmlag, beschlosf,n, zu der auch dl« flusmdrhtr htr.inqrjog«n werdin. 404 2 D 0bbornhos«n, 12 3ual 1923. Vllrgermelsteret Obdarnhof«n. Philipp« \ Mietgesuche | Junger Kauten (flnelänber) hidit möbliertes Zimmer Echristl. 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