Nr. 87 Erscheint täglich, anher Sonn, und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GiehenerFamilienb lotter Monatliche Sezuarpreise: 3400 Mark und 200Mark Trügerlohn,durch dieDost 3600Mark,auch beiNrcht« erscheinen einzelner Num. mem infolge höher« Gewalt. - Fernsprech. Anschlüsse: fürdieSchrift. leitung 112; für D«lag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Bineiger Siehe«. Poftschecllonlo: Zronfturl a. M. 11686. Erster Blatt 175. Jahrgang Samrtag, 14. April 1925 GietzenerAiWger General-Anzeiger für Oberhefsen druck und Verlag: vrüßllsche UnlversttSlr-Vuch- und Ztemdrnckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Sreir für 1 mm höhe für nzeigen o. 27 mm Breite örtlich 80 Mk., auswärts 100MK.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 400 MK.Bei Platz. Vorschrift 20°/, Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; siir den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Giehen. Wochenrückblick. Man spricht bereits von einem „mißglückten Besuch Loucheurs". Prompt wendet die Pariser Politik ihr haßerfülltes Gesicht dem deutschen Volke zu, das so unvorsichtig war, die Londoner Reise des französischen Staatsmannes als ein Zeichen französischer Ernüchterung zu deuten. Was zwischen den Hauptstädten unserer Gegner gegenwärtig wirklich schwebt, ob die französisch-englische Einheitsfront besser als bisher vermauert werden kann, oder ob sie noch wackelt, darüber weiß man nichts Bestimmtes. Der kranke Gentleman über dem Kanal läßt uns auch nur in ein bitter verzogenes, mißbilligendes Gesicht schauen, dessen eine Hälfte dem französischen Werber versöhnlich ermunternd zulächelt. Es sind nur Grimassen, die wir in London erblicken, wenn uns die englischen Zungen nahelegen, die deutsche Regierung möge wieder einmal „Angebote" machen. Run, das Kabinett Euno wird ja wohl einige etwas weiter reichende Informationen besitzen, und der Reichskanzler hat seinem Bedürfnis, die Parteiführer aufzuklären, damit von den Winken aus London und Paris nicht wieder die Stimmung verdorben wird, bereits Folge gegeben. Der Außenminister von Rosenberg soll nächsten Montag eine deutsche Prvgrammrede halten, deren Inhalt die Fraktionen der „Arbeitsgemeinschaft" im Reichstag, also die sogenannten bürgerlichen Parteien, zugestimmt zu haben scheinen. Aus sozialdemokratischen Kreisen, so besonders aus dem „Vorwärts", entnimmt man die Mahnung, das Kabinett möge nicht zögern, „eine „aktive" Politik zu machen, wobei es allerdings unklar und verschwommen gelassen wird, was denn die attive Tätigkeit für einen Inhalt haben soll. Der frühere Minister D e r n- b u r g rät im „Berliner Tageblatt" gleichfalls den maßgebenden deutschen Kreisen, rechtzeitig sich an der Unterhaltung zu beteiligen, aber er fügt wenigstens auch hinzu, daß er meine, keinerlei ultimative Lösung dürfe von Deutschland jemals wieder angenommen werden. Es ist bemerkenswert, daß Dernburg in Sachen des zukünftigen Regimes der Rheinlande und des Ruhrgebietes von der „Kulisse des Völkerbundes", hinter der sich schon so viel Bitternisse für Deutschland ausgelebt haben, heftig abrückt. Er verlangt die verttagsmäßige Prüfung der Leistungsfähigkeit Deutschlands — und in der Tat, das scheint auch uns der unvermeidbare Weg zum Frieden zu sein, der Weg, den wohl auch das Kabinett Cuno ins Auge gefaßt hat. Das wäre die Rückkehr zu dem bekannten Plane des amerikanischen Staatssekretärs Hughes, der die Sachverständigen entscheiden lassen und das Kernproblem der Sphäre politischer Diktatur entrücken will. Behalten wir also ruhiges Blut gegenüber Pvincarös neuen Kraftgebärden! Er läßt ankündigen, daß er am morgigen Sonntag in Dünkirchen an einem einzuweihenden Kriegerdenkmal seine Forderungen noch einmal scharf formulieren werde. Es ist die Cinschüchte- rungsmethode, die insbesondere unsere Regierung veranlassen soll, ihre Vorbedingungen zu Verhandlungen über die ReparattvnS- frage fallen zu lassen. Poincarg will seine Vvrherrschaftspolitik am Rhein und an der Ruhr fortsetzen. Richt mit wirtschaftlichen Möglichkeiten des Wiederaufbaues, mit Zahlungen in den Grenzen des deutschen Könnens, will er sich begnügen, er will vielmehr Deutschland an der K e t t e halten, damit Frankreich Ruhm und Triumph des „Siegers" nach dem Weltkrieg auf „gesicherte" Jahrzehnte festhalte. Wer bringt ihn aus diesem Wahn heraus? — Niemand anders als das deutsche Volk vermag es. Denn der Mann an der Themse ist, figürlich und symbolisch gesprochen, erkrankt; er ist auch, der Hüter des moralischen Scheins, etwas verlegen und würde ein Stück freiwilliges Slla- ventum von Deutschland gar nicht so ungern sehen. Es wäre sehr verkehrt, vorzeittg Versöhnungsschalmeien anzusetzen, solange im Westen die Bestie haust. Mag man amerikanische Bankiers in Berlin empfangen und die wirtschaftlichen Probleme studieren und diskutteren — die Erkenntnis ist sicherlich auf dem Marsche, daß die Entente die finanziellen Forderungen an Deutschland stark zurückschrauben muß. Aber Poincarä treibt die Cin- schüchterungspolittk nicht nur mit Reden und Zeitungsarttkeln, sondern auch mit den Marterwerkzeugen schamlos grausamer und dreister Willlür. Nie ist Militärgewalt so feige und unmenschlich mißbraucht worden, wie die ftan- zösische im Ruhrgebiet nach diesem Versailler „Frieden"! Wohin haben sich die angelsächsischen Moralttompeter und Menschlich- kettsapostel verkrochen, seit sie täglich ihre lügnerischen und heuchlerischen Anschuldigungen gegen den deutschen Militarismus vorbrachten? Was im deutschen Westen jetzt geschieht, ist furchtbarer als Kriegsgreuel, abscheulicher als blutige Schlachtenbilder, denn hier ttiumphieren Armseligkeit, Rachgier, eine in völlige Barbarei ausartende milleidlose Schergengesinnung. Wo könnten die bewaffneten Handlanger heute das schöne Wort nachsprechen, daß man das Soldatenhandwerk edel und nobel tteiben müsse, damit es über niederes Tun hinauskomme? ES ist nicht Schicksalsttagik, wenn Hunderte von Familien mitten im Frieden binnen einiger Stunden von Haus und Hof verttieben werden, sondern es ist abschreckendste Menschentücke, die solches gebietet. Aber es meldet sich ja vereinKelt allmählich auch der Abscheu anderer Völler über diese ^llntaten, an denen England und Amerika vorübergehen, als ob sie nicht davon berührt würden k^Kann verziehen werden, bevor die Schandtaten überhaupt eingestellt sind, kann man in London von uns verlangen, daß ausgerechnet die deutsche Regierung entgegenkommende Schritte tue, während teuflische Fremdherrschaft sich in unserem Lande breit macht? Die deutsche Politik hat in der Gegenwart eine Hauptaufgabe: Die Völker aufzuklären und aufzurütteln, damit die Lügen der Vergangenheit von ihnen abfallen und die Schande der Gegenwart für sie offenbar wird. Dann kann man am Verhandlungstisch die Wittschastsfaktvren abmessen. In diesem Empfinden haben die Arbeitgeber und Arbeitnehmer aller Wittschaftszweige und pvlillschen Richtungen der gesamten drangsalierten Gebiete ihre Entschließung gefaßt, daß der Ausgangspunkt jeder Verhandlung die Sicherung der völligen Räumung des Einbruchsgebietes, die Schadloshaltung der Geschädigten, die Freilassung der Gefangenen und die Rückkehr der Vertriebenen sein müsse. Tiefer als früher vermag man gegenwärtig in die Seelenverfassung des e n g lisch e n Volkes hineinzublicken. Seine.Macht und sein Ansehen haben eine Trübung erfahren. Die tradittonell einheitlich gerichtete Außen- polillk Großbritanniens erscheint verfahren und umstritten. Das politisch moralische Gewand hängt dem Briten zerschlissen um die Glieder und schafft ihm Anbehagen. Es fehlt nicht nur das gerade Ziel, sondern es mangelt seit drei Jahren auch jeglicher Erfolg. Dem leitenden Staatsmann ist die Stimme ausgegangen, wahrscheinlich nicht nur infolge seiner Erkrankung. Als am Mittwoch die Regierung im Anterhause bei Besoldungsfragen ehemaliger Soldaten im Zivildienst über- sttmmt wurde, war zwar eine Anaufmerksamkeit der leitenden Männer mit im Spiele, aber die eigentliche Arsache der Niederlage war wohl der Mißmut weiter Parlamentskreise bis in die Bänke der Konservativen hinein. Man darf nicht vergessen, daß Lloyd George vormals auch Teile der Konservativen für sich gewonnen hatte. Die Art, wie die Regierung sodann zur Rede gestellt wurde, wie ihr die Opposition mit nie gesehenen Lärmszenen auf- wartete, indem revolutionäre Lieder gesungen und Prügeleien nur mit Mühe vermieden wurden, spiegelt einen pvlillschen Niedergang wieder. Die sttitllge Frage wurde einem Antersuchungsausschuß überwiesen, und das Kabinett litt noch nicht Schiffbruch. Aber der Respekt ist dahin, und angesehene Blätter wie „Westminster Gazette" und „Daily Ehronicle" betonen die Notwendigkeit einer teilweisen Neubesetzung der Regierung. Soviel steht für uns fest: welche Wechsel sich auch vollziehen mögen — eine franzosenfreundlichere Politik als diejenige Bonar Laws wird angesichts der englischen Volkssllmmung nicht geführt werden können. Wenn die gestrige Meldung, England wolle die Ausfuhr von Koks für Frankreich einschränken, zutrifft, so ist dies ein Anzeichen mehr dafür, daß die Mauer der Einheitsfront in der Entente nicht unter allen Amständen weiteren Belastungen standhalten wird. Die belgisch-französische Konferenz. Paris, 13. April. (WTB.) Die belgischen Mini st er Theunis und I a s p a r sind kurz nad> 1 Ahr mittags eingctrvffen und haben in der ftanzösischen Botschaft gefrühstückt. Dir Konferenz am Quai dOrsay begann um 3.25 Ahr. Belgischerseits wohnten ihr außer den beiden Ministern der Botschafter in Paris, Naron Gaiffier d'Hestroh, bei französifchrrsetts außer Poincarg der Finanz- und der Kriegsminister sowie die Minister für die befreiten Gebiete und für öffentliche Arbeiten. Ferner nahmen der Letter der französisch-belgischen Ingenieur- kommission im Ruhrgebiet, Guilleaume, und der Direktor der französisch-belgischen Eisenbahnregie im besetzten Gebiet, Dröaud, an der Konferenz teil. Am 7 Ahr abends war die Sitzung beendet. Es wurde folgendes Kommunique der Presse übermittelt; Die belgische und die französische Regierung, in gleicher Weise entschlossen, ihre Aktion im Ruhrgebiet fortzusehen, bis Deutschland sich entschließt, unmittelbare Vorschläge für die Bezahlung der Reparationen zu machen, haben eine ganze Reihe neuer Maßnahmen ins Auge gefaßt, um ihren Druck zu ver- stärken und ihn solange fortzusehen, als es nötig sein wird. Sie haben außerdem eine Anzahl von Beschlüssen getroffen, um die Abfuhr von Kohle und Koks zu beschleunigen, um den Eingang der Kohlen steuer sicherzustellen und um den Betrieb der Eisenbahnregie immer mehr zu verbessern. Sie werden morgen vormittag wieder zusammentreten, um namentlich die Fragen betreffend die Buchführung der interalliierten Dienststellen, die Verwendung des Ertrages der Pfänder, der Geldstrafen und der Kapidalbeschlagnahme sowie der Sachlieferungen usw. zu prüfen. Die Stillegung des Kohlenverkehrs im Ruhrgebiet. Berlin, 14, April. Dlättermeldungen zufolge ist gestern den Behörden in Essen eine Ordonnanz des Generals Degoutte zugegangen, die vom 31. März dadiert ist. Artikel 1 der Verordnung lautet: Da die im besetzten Ruhrgebiet gelegenen Bergwerke die am 15. März fällige Kohlensteuer nicht bezahlt haben, findet künftig in diesem Gebiet folgende Regelung des Transportes von Kohlen und Koks Anwendung: .Artikel 2. Kein Fahrzeug, das Kohle befördert, darf ohne einen Passierschein verkehren, der von der interalliierten Kontrollkommission der Hüttenbergwerke oder ausnahmsweise, wenn es sich um Steputatkohle handelt, von dem Divisionsgeneral des Gebiets in dem sich das betreffende Gebiet befindet, ausgestellt ist. In den weiteren Artikeln wird bestimmt, daß jede ohne Passierschein verkehrende Kohlenladung ohne das Gefährt beschlagnahmt wird, und daß Zuwiderhandlungen mit einer Geldstrafe bis zu 100 Millionen Mark und einer Gefängnisstrafe bis zu 5 Jahren geahndet werden sollen. — Die Blätter bemerken zu der Verordnung, daß sie wenigstens auf dem Papier hie Stillegung des gesamten Kvhlenverkehrs im Ruhrgebiet bedeutet, denn kein Bergwerk wird das französische Recht tm Ruhrgebiet anerkennen und einen Kohlenpassierschein verlangen. Eine französische Lügenmeldung. Berlin, 13. April. (Wolff.) Der durch seine Sensationsmeldungen bekannte Berliner Berichterstatter des Pariser „Journal" behauptet, der Leichsstnanzminister Hermes habe gemeinsam mit dem Staatssekretär Bergmann einen neuenZahlungsplan ausgearbeitet, der bereits in der letzten Woche die Zustimmung des Reichspräsidenten erhalten habe und außerordentlich genaue Vorschläge zur Regelung sowohl für die Barzahlungen als auch für die Sachlieferungen und den Wiederaufbau enthalte. Wir sind zu der ausdrücklichen Feststellung ermächtigt, daß die Meldung Les „Journal" in allen Punkten frei erfunden ist. Die Ausweisungen. Paris, 13. April (WTD.) Nach einer Havasmeldung aus Koblenz hat die interalliierte Rheinlandkommissivn 4 33 neue Beamten- ausweisungen verfügt, die hauptsächlich Zoll- und Eisenbahnbeamte treffen. Köln, 13. April. (Wolff.) Die Eschweiler Besatzungsbehörde geht jetzt hier dazu über, die Eisenbahner auch aus den Privatwohnungen zu vertreiben. Heute müssen mehrere Becunte ihre Wohnungen räumen, darunter einige, die Eigentümer des Hauses sind. Frankfurt a. M., 13. April. (Wolff.) IW Höchst a. M. haben heute früh 95 Eisenbahn bedien stete den Ausweisungsbefehl erhalten. Die Familien müssen innerhalb vier Tagen folgen. In Hochheim (Main) haben sämtliche Eisenbahnbedienstete den Ausweisungsbefehl erhalten, desgleichen 60 Cisenbahnbedien- stete, vornehmlich Lokomotivpersonal, in Wiesbaden. Die Familien müssen bis Dienstag folgen. St" ''berg (Rhld.), 13. April. (Wolff.) Gestern mußten wieder 13 Farnilien ihre Dienstwohnungen auf dem Bahnhof Stolberg-Hammer und Stolberg-Hauptbahnhof räumen. Die Behandlung der Gefangenen. Bochum, 14. April. (WTD.) Auf Veranlassung des Generals Degoutte haben sämtliche Divisionskommandeure dem Delegierten des Roten Kreuzes in Essen Zutritt zu den Gefangenen gewährt und ihm gestattet, die Gefangenen durch das Rote Kreuz verpflegen zu lasten. Viele hundert Gefangene konnten durch das Rote Kreuz besucht werden, außerdem gelang es dem Delegierten an fast allen Orten, wo sich Gefangene befanden, örtliche Gefangenausschüsse unter dem Schuhe beä Roten Kreuzes ins Leben zu rufen, die neben der Verpflegung die Gefangenen mit Wasche usw. versorgen und schon manche Erleichterung für die Gefangenen erwirkt haben. Der päpstliche Abgesandte. Essen, 14. April. (WTD.) Der päpstliche Delegierte, Monsignore Testa, hat sich zum Besuch des Kardinal-Erzbischofs Dr. Schalte nach Köln begeben. Französische Minister im Ruhrgebiet. Paris, 14. April. (WTB.) Der Minister für öffentliche Arbeiten Le Troquer begibt sich zu einer Inspektionsreise in das Ruhrgebiet. Er verläßt Paris am Sonntag abend. Rach einer Havasmeldung wird wahrscheinlich aach der Kriegsminister M a g i n o t sich im Laufe der nächsten Woche nach dem Ruhrgebiet begeben. Berkehrshemmungeu und Uebergreifcn auf unbesetztes Gebiet. Essen, 14. April. (WTD.) Die „Rhein- Wests. Ztg." meldet aus Dortmund: Die Straßenbahnen Awllmarstein—Vorhalle und Vollmarstein —Wetter sind für den Verkehr ständig und die Straße Duer — Erle — Gelsenkirchen von 8 Ahr obenSd ab gesperrt. — Eine Kavallerie- Pa t rvu ille zeigte sich gestern tm unbesetzten Ge biet in der Nähe des Schlostes Kappenberg. Die Passanten wurden angehalten und um Aeberlastung von Geländekarten angegangen. Als eine solche Karte nicht herausgegeben wurde, schritten die Franzosen zur Leib^visitation. Sie fanden bei dem Bürgermeister von Lünen, der sich unter den Passanten befand, die gesuchte Karte. Hieraus kehrten die Franzosen in das besetzte Gebiet zurück. — Der Beigeordnete Fischer aus Vollmarstein ist als Geisel verhaftet worden, bis sich die Täter melden die nach Ansicht der Franzosen die Schienen bei Wengern gesprengt haben. — In der Arbeiterkolonie von So dingen versuchen d:e Franzosen Arbeiter anzuwer- ben. Sie versprechen ihnen 50 000 Mark Tageslohn ohne, oder 40 000 Mark Tageslohn mit Verpflegung. In Sodingen herrscht Verkehrssperre von 8 Ahr abends bis 6 Ahr früh. — Die Paßkontrolle in Herdecke bei Hagen bringt stellenweise insofern Anzuträglichkeiten mit sich, als die Ausweise ohne Grund zerrissen und vernichtet werden. — An der Ruhrbrücke zwischen Ober-Wengern und Vollmarstein entstand ein Schienenbruch. Männliche Zivilpersonen, die die Stelle passierten, wurden zur Hilfeleistung requiriert — Aus die Ergreifung be£ Geschäftsführers der Essener Handelsnrmmer, Dr. R e ch l i n g, haben die Fva-nzosen eine hohe Belohnung ausgesetzt. Eine deutsche Note über die Festhaltung (BUsberts, Stegerrvalds und Hamms. Berlin, 13. April. (Wolff.) Der deut fche Geschäftsträger in Paris wurde ange triefen, Ser französischen Regierung folgende Note $u übergeben: Der frühere ReichSpvstminister G i e s b e r i s, der frühere preußische Ministerpräsident 6teger- wald und der Staatsseftetär in der Reichskanzlei Hamm, sämtlich Mitglieder des Reichstags, die sich zur Teilnahme an der Beisetzung der am Ostersamstag getöteten Arbeiter nach Essen begeben wollten, sind am 9. April, abends gegen 10 Ahr, in Scharnhorst von den Kon- ttollorganen der ftanzösischen Besatzungsarmee aus dem Zug geholt und fest genommen worden. Die Festnahme wurde gegenüber den Herren Gies- berts und Stegerwald mit dem Verdacht, daß sie tm Auftrage der Regierung reisten, gegenüber dem Staatsseftetär Hamm mit der Behauptung begründet, Saß er als Mitglied der Reichsregierung auf der Liste der bei einer Einreise in das Einbruchsgebiet zu verhaftenden Personen stehe. Obwohl die Herren Giesberts und Stegerwald auf Sen rein privaten Charakter ihrer Reise hin- wiefen, unt> obwohl der Staatssekretär Hamm darlegte, daß er nicht Mitglied der Reichsregierung sei und von dieser lediglich den Auftrag zur Teilnahme an den Deisehungsfeierlichkeiten erhalten habe, wurden alle drei in Haft behalten und nachts nach 1 Ahr im Kraftwagen nach Castrop gebracht, wo sie den Rest der Nacht ohne jede Schlafgelegenheit in einem S ch u l s a a I zubringen mußten. Am folgenden Morgen gegen 9 Ahr wurden sie von dem französischen Divisionskommandanten empfangen, der die Herrn Giesberts und Stegerwald an die Grenze des Einbruchsgebiets zurückbringen sieh, den Staatssekretär Hamm dagegen weiter festhielt, um die Enllcheidung des Kommandierenden Generals einzuholen, der seine Rückbeförderung an den Ort seines Eintritts in das Einbruchsgebiet anordnete und ihm zugleich eine neue Einreise unter schwerer Strafe verbot. Der Vorfall ist ein typisches Beispiel für die rücks ichtslose Willkür, mit der die ftan» zosischen Truppen im Ruhrgebiet gegen Deutsche glauben vorgehen zu dürfen. Es lag hier zutage, daß die Herren Giesberts, Stegerwald und Hamm nichts anderes beabsichtigten, als durch die Teil- nähme an den Deisetmnqsfeierlichkeiten in Essen einen Akt der Pietät zu erfüllen. Sie sind gewaltsam hieran gehindert, überdies völlig zwecklos geraume Zeit ihrer Freiheit beraubt worden. Daß die Anordn ingen der französischen Befehlshaber, die den Aufenthalt von Mitgliedern der Reichsregierung und der Länderregierungen im Ruhrgebiet verhindern wollen, keinerlei Rechtsverbindlichkett haben, ist von der deutschen Regierung schon früher feslgestellt worden. Aber nicht einmal vom Standpunkt jener Anordnungen kann die jetzt getroffene Maßnahme gerechtfertigt werden, Sa den ftanzösischen Kontrollorganen sofort bargetegt worden ist, daß die Herren Giesberts und Stegerwald überhaupt nicht mehr im Staatsdienst stehen und daß der Staatssekretär Hamm nicht Mttglied der Reichsregierung ist. Die deutsche Regierung protestiert gegen die Behandlung der drei Herren und behält sich vor, für die ihnen angetane Anbill Genugtuung zu Der langen. b Jtubr bteSridbta’ten. eine ffrohr Anzahl an- Ott,njtfter. aber noch ni* xrtlfl gebridt« noch nortxn fr**” Qb< bem bcigc4*of1«« e*rvtf** b* A^ch-dank oeb< berncr. bah hon b< en bcr Buchdr iron^ftf4«n Aegiern n, m tte ichasi gültiger Taarroten nicht »dliwi unb bei» bald von ber TUixhibanf nicht etnpelbfl toedwt Gs tntrb vor bet Annahme biefer Asten gewarnt Sie fink kenntlich barnn bah fk In ber linsen ■xrldte (6.na eute< gemein* SttnMlM bkk Aokn bi ben Tkxfcbr ficruna erwarte, bah bk tt-a^s'i'chc Xegtirjiifl. ."tsprechmd dem Unrrage ber Ttelchsb^nk. lot ort He ODOoenbigr 3rwrtmung« treff« Derbe, sofort kl octoate beWagnabmk Halerial |üM- erfialkt unb bk Bertlcherung adgeaeden »erbe oah von den Druckplatten ktncrki Abdrucke ge- Duisburg. 13. 7U>nL (TDH) Die Otabt» bnocbnclenDerkimmlunq hat bt Sachen der ber Stadt Duisburg aut erlegten Geldbuße in PS be von 75 Millionen Mark einstimmig befchinssen, die 3ablung bcr brr Stabt aulertegten Mon'ributivn avHulehncn. ba jeher Rachkvcls buttber s-blt. baß bk Stabt mit den angeblichen Sabotageakten In Tkrbtnbunq flebt Die Ruffaf- funq wurde von bern 7K ipcorbneten Pregiver unb itrcl Adg. sandten bcr Adahung«r ruber Schwimmer. Schwank in beet Akten vorn Franz Ar» oib unb srnft Bach Die her» 13 April 1923. Wnc recht aflQmcbew Avenduntcrdallunfl, bet der bk Vcbr-u#Mn Stiegenbett finde», mal orbreRtch In Täligkeit zu treten ein Tktllantkurr- werk von wkigen S di igeni »ngiaud ch't Bcr- iHfluragm mit »ft'.icher StuaNvaskv nl . Knall- elfcfw Wilster Art — bas ift ber Schwank den feine Ubier unter bcr Bcgeichnuna .Srt fU' nr bkkiwT in bk TBett gesetzt haben Der bas Bedürfnis Hal. sich einmal ausgiebig zu be- (ufttam. ber kommt bet Arnold unb Bach Mr Zeit in Stehrn, au' klm Xetmunj *elH ßktrm deckt alle fkkrrkUMnfpt** bi voll- Rmenfter Tdeife — Sk Darite.kr waren eU beSrm Slkr bemüht dem .hlhnm ÖSuHmmer* bk Äcrtmetmeballlc. in bkkm kille b*e Sanft des HudiikUms zu skbern das in idmen auch voll gdwnge* Aadolf Soll tn der Tkeirolk eur kd'ttich St«a Iven als ki-w Tochter Kütde ob her natürlichen Frische tdros Spims recht lobenswert Qutk Schubert- Iüngiinfl dk als Hrou Sogenoorbe eine lehr tmgmrt** Fisur. ÄaeU Keller als Anne- «arte war gut am Pküe Dans From- man» Md seinen Ingenxur Aeuhancr in ge- tpohrtkr Schncidi^tt Aicha rd chellbor» mimtze ben St Äbbhrt voeirestlich atne ur- qrtwng** Figur schal Ossär Felg« . als latwr Ärurcntiufler Paul Schubert als J.jae- deechi und Karl BvIck als Proks'or BernMe teuren famose Seflaüen. German Stichel tSododknor Krächa^u^ Getos Bech fte i u.Babc- swt wr Hum nm > xluik Aa mmel ( D!rtsch,-' ./.n Tbcrck und »k Segel als SkubenBuldchor Smma gaben bk bknftkiren Sct'kr tn roch, «uf.teben1 bei’.cnbcv Deik Oskar Fe igel k' hir \tnc Hotte SvkNeirunfl ncnch betemberx Jtoct» L- ir.ung ausgesprochen. 8Sl Sie Beile Alsie des der Bn Don ber Frankfurter Oper wieder ein l ftrte, rrfUrtt der Aeicktsver'l er auf ein möglichst enges Bs Thrttiiden btees u mers tortlcher ift. n erdr- ftcr. daß aNem Prvblematiichen das txtfbrnem »rtteu tea< br. .am re* «IgenUtch zu- »ar dlunä vchrt» iei »ab Losgeid Die »ubr- unb Abclnsvenbe des bafflschen Ma ldes Staat Waldungen HeM- ichcr Malddes bcrt^rband und öaibarbrtt.*rge- werBchatte bat bis Aut» 31 März bau Betrag von 34 990 361.08 Mark ccbro* Frankfurt a. Ak. U Aprt' 1921 Ser künstterllche ckrtrug rtnrr Uruuflübrun mit ber b»e - Spenbon werden bi der GeschüNssklle .Gtebener Qfatytgerr angenommen Das Deutsche Volksopfer. 3n ber Geschäftsstelle des .(Hebei Anzeigers" wurden für unsere bcbrflni Dolksgenofkn im Htufrrgebkt und am X weiter abgeliefert: Fffus bem Reithe. Sk Larifpolrlik bet Aeichebah». 3ttIle, 13. 2ttrrlL (29ölff.) 3* -aus- .ng«murf.k»fc bet Aci ^stQ'ks. btt d k me* Juwurtk zu. sie gix sich te aceulhUt ae.tkl.«i|*n M! uub ift ni* ob* Na g.'chen 1,161 ,trnn daft £L Over Hcihtg bei bei IrbcU tK »er »mbm.f war ailcrbt^g ni* Oberpräfidenl von heften-L»ma Sichen unb Umgeamb. 2 Satt 6500. G. O. Stehen SO O Gemrindc lllenbotl a d Oki IOOOX). Dom lui n- Club Stetten, grl In Kl -Linden .Zum goldenen Löwen". 4200. Sammlung bei der chvch,cil von Augnft Albert yi Steinb-^rn 2600. L-^-stli:ir der Reichs- verkehrSvenvaltunq habe stets die Dilligung des Kc che« sendahnrates unb seines Ausschusses gefunden, ebenso sei sie stets in Mtber- elnftimmunq mit bem Xabtnetl gewesen^Der AeichsfinaNämintster iasdefondere hab« ihn zu bet Erklärung ermächtigt, bah die Untertol» (eng der Zari'erböhtiTUien als eine schwere Gefährdung feiner Stützungsaktion betrachtet werden mühte, ba die ungeheuren Zuschüsse, bte bie Tre'chsdabn erfordert haben würde, für die Aktion eine Der groben Gefahren gewesen wären. Sine Erhöhung der ^erJonen» lortfc. wie fte zum I. April geplant gewesen sei. fei mit Rücksicht auf die gegenwärtig gen Verhältnisse unterblieben, werde aber bei ruhigeren Verhältnissen nachgeholt werben müssen, ba bte Tarife weit hinter ben Selbstkosten zurückgeblieben seien. Die Dünaemittel- verforgung der Landwirtschaft werd« durch die Hdhe Der Gütertarife nicht gefährdet. Der Ausbau der Dasferstrahen werde leider vielfach durch die Verhältnisse zwischen den Gin- zell ändern verzögert. Gegen die DeutfchdöMfch« Areiheitspartei. Berlin. 13. April. (WTV.) Die Abteilung I a des Polizeipräsidiums teilt amtlich mit: Vie Leitung der Den t schv d 1 k i s chen Srethcttflpartet siebt auf bem Standpunkt. daß bas für Preuften erlassene Verbot nicht für bie Betätigung ber Aeichslettung der DeutschvdMschen Frei hei tSpartei gelten kann, unb hab sich baher die AeichSleitung tn Prcuften wetterhtn betätigen dürfe. Der Polizeipräsident von Berlin hält diese Auffassung' für rcchtsirrig. Gr geht davon aus. bah fed« Velätigung ber Deutschvdlkischen Freiheits- Partei auf preußischem Gebiete unter das Verbot fällt, gleichviel von welchen Parteiorganen diese Tätigkeit ausgeht. Demgemäß hat der Polizeipräsident gegen btetentgen Angestellten der Deutlchvolrischen FrelpeitSpartei, bk während der letzten Tage im .Leichsbureau" der Partei zu Berlin. Dessauer Straße 6, tätig waren, sowie gegen Herausgeber unb Drucker des tn Vertin erschienenen Pressedienstes ber »Aeichsleitirng- der Freiheits- Partei ein Strafverfahren gemäß § 19 Abs. 2 bes Gesetzes zum Schutz Der Republik ein- geleitet Ss wird ferner fortan die Tätigkeit des Aeichsbureaus in ber Dessauer Straße unb das Erscheinen des Pressedienstes mit polizeilichen Mitteln verhindert werden. Berlin. 14. April. Die Reichswgsabgg v. Gräfe. Henning und Dulle haben aestern beim Staatssekretär ber Reichskanzlei Dr Hamm gegen bte polizeilichen Maßnah- nahmen protestiert. Sie wurden ber »Voss. Zig." zufolge an ben preußischen Minister bes 5nnem verwiesen. Erkrankung bes ReichSsinanzministerS. Rach bem »Bert. Tagebl." ist Reichs- stTumAmintster Dr. HerrneS an ber Grippe erkrankt und wird voraussichtlich für mehrere Tage das Veit hüten müssen. Die Franksurter Nachrichten wegen Veschimp- frag SederiugS auf 2 Dachen verboten. Frankfurt a. M.. 13 Aonl ( Dolfs.) Der Sa» Publikum aiuulkrtc sitz unbAnMy 34 hat auf Bovrat gcbi* unb sich mit starkem Bestall für hick Ikruünftiauna txbanh ,zul«ftt — und fomU am heilen I - aber teirt> lu bk'cm Falk bk Thea tert ci tung lachen - über ben Äaltdwdotg nämlich der ihr hei ben fptaenhen ran77artet ut»er fett qcraumer ,kil W «x. dervvrtral. krtt 'ich tn bc' uns »u der Bc- taiettma*mfl bi mtferem bcutlfltr jlnxtge— gd*ricbcn Scr umcbrwTtbrn Gelben twcrtuMa ist das Au« kommau Kavltalertraflfteuer gwarü^cr dem ber «cmhUe-t direkten Ctmem n'.* a-io(at Auch brttibti Nch M Krvimlvec- mbg« tn#Mr*vc 'c' ver.msN* >FMtl tt tn Tk 85 reen 77 MLn etnet 9*- arttkL . bcrt*x*n .^ckrtrt Maß" flcdracht I >abcn. der t e vertaKungscn. b (len Dk Bervurtder rng des feflen unbeirrt« Miderttanbes. ben bie Tinwodner von 31 kn, Bochum. B i«r. Gelsenkirchen, Koblenz. Trier, Mainz, Ottenburg unb all ber vielen anderen Orte dein Heinde entgegen fteden, bart sich nl* In Dorten ertchövten Die T a t muh mU ber dankbaren Bewunderung Pi einer Reibe flehen Die Tat ber fortgesetzten Bcisteuer »um Deutschen Dol kSopser! Denn wir uns hier im Geben großzügig unb stet» regsam zeigen, dellen wir mit bet der Rettung be S Ruhr- u nbR hei n- gebiet#, das bk fctnMkbe Groberungskucht nach all den vielen Tterftümmclungen ber bcutfchen Heimaterde nun a ich noch aus dem deutschen Bvlks- fhrper t«rauIreiben mhchte Sorgen e>lr dafür. bah ber deutschen Äimpffroni der Atem nicht au < a e b l. beschaffen mir ihr Radr »ng. Äleibung mb alles, was iu ihrem Leben notwendig IO, durch bas Deutsche Volks» Opfer Gebt nach besten Kräften unb immer aujs neue, bis zam Siege des guten deutschen Cutenrnru» 9*1«!*.' nen Z* e f f. ri ■* W e -endige 7? nb üe.m —t Wut eHeflr , C' tw'i h9 Amu fmuftir ter Hc Sartttu’ «* .«-'ä" j «rf w- *. « tes Putttkum bmzAch i^C-, Sc. km Schert. des Monats April bezieh! man ben Gießener Anzeiger tn Gießen durch bie Trägerinnen unb Abholestellen, auswärts burch bie Zweigstellen für ben Preis von 1800 Mar Hus Stabt unb Lanb. Sieben, bet 14. April 1923. Tic sichtbar tätige Einheitsfront. Mk tn allen Teilen unteres Bareriarides. bat auch tn Sieben und In gan, Oberheffen bcr Ruf zur Stärkung bcr deutschen Abwchrtrvnt im Xubtaebiti und ar. Rhein eine vkllälnge, cpfrrbereile Tätigkeit ausgelbft Reiche Svenbcn tn Sefb unb Aaturatten bai untere engere Hermat t«m nationalen Httlswerk besder |*n Mir Ber- higung gestellt Allein durch bk Semmel stelle des .0-1 heri< 7 Qlnjidarvr* wurden exnt über 23 Millionen Mark als Spende aller Bevülker«ngs»*ch- t« tn Stobt und Land abfletübri Je ganzen Reiche sind Milliarden aufgebracht, unb ein gc- trxL;igcr Teil dieser Summe ift bereits an bm Rot- lelr<7id« auSgezahll worden. Jedoch bte R o I l ft groß, unter ber Gewalt bes brutalen fron- zksl'ch: .-la*schen Feindes wächst fit noch t ä a- 11ch ja stünbl ich weiter Man benlr z. B an bie MasscnauCWrifvngen braver. pfli*getrcueT •Wen bahn er. man vergegenwärtige sich bte Be- bcdngnU ber Hinterbllebenen ber Gslener unb ber vielen anderen Blutopfer ber vrr >r.7d< 'hca fron» »Loschen Soldateska. Trotz aller Leiben unb Gefahren st h b e teuifchc vorderste Abwrhrtrvnt auch auch heute 3 Monat.- rxi4> dein rechtswidrigen feindlichen öinbrutb in das friedlich schallende Seuksch- Anrt-dge au* SrAattcnfl noch Paragraph 44 des Gokemun 11,stcu. r xAix-t bergrr, 8 Ubr. Bereinsadcnd Un flau hx. Bcrmns- baus. — Ltchifpielhaus. Bahnhofstrebe .Sw Brandung brav ft" und .Der schwarze ,3o*ge". — Palast-Lichksplrlk Der Roman nrw« Dtenst» rnädchens" unb .Knopvchen, der Sieger". — Astorta-Lichtspiele: .Zirtus Gray" und .Der wandelnd« Koller" — Tageskalenber für Sonntag eiabttbealcr, 3l/i Uhr Dte Doll irvrinzcMn. 7 Ubr: Der kührne Scha^mmer — Skrfmditer- Tte.'lanunlunfl. 3. 14 April. Die aul dem Aaset gen. teil des .Gießener Anzeigers der Mitta»öchous- oabc en Ift. veranstaltet bet Gesana- verein .6 ä c 111 a" am mergea« Sonntag tn .Steins C«! al bau" ein g räßeres Konzert Der letstungssähige Verein, zu ben führend« Männer- chvren des Lahntallängerbundes geh brand, trxrb mit einer Rctde ganz neuer, tndr^cksvoller Obste überruschen Als muwirkendc Krä'te floh Direktor Schmidt- Hriedberg. ein geborener Lichcr. und Qebrer Frtcft geeonn« Um auch auswärtig« Mus.ftreunver- b« Besuch des flormevte zu er- möglich«, axirbe bk Beranstaltung aut d« Rach- mittog gelegt • allenborfab Lda. 11 April Untere Gemeinde hue für das Deutsche Bviksopter 100 000 THurt flefpenbet Sm Bz k reg wurde an bte SummeIfklk des .Siebener Anseigers- abgeführt Heutiger Stand d s Dollars 10 Uhr vormittags: BerNn 21100. Frankfurt a. Al. 21 150. - Gegelmässlqe Verbindung eSraÄ Iber See®» rrp# n . -- > i NrrYortderrbdieprechnni'm imc* kenner en RtfienmfirUmpler der United Steten Uoa JN1TED STATES LINES Urei* Friedberg. sf. Friedberg. 13. Llpril. Das hiesige 'ÄTtmator ium ist im abgelaufenen Jahre 61mal In Gebrauch genommen worden. Neun der GingeLscherten waren von Friedberg, die übrigen von auswärts. Starkenburg und Rheinhessen. Offenbach, 13. April. Großes Aufsehen erregt hier die Verhaftung eines jungen Bankbeamten der Frankfurter Filiale des Bankhauses S. Merzbach, Offenbach. GS handelt sich nach der „Offenb. Ztg." um den in einem Vorort wohnenden, seit kurzem verheirateten Bankbeamten Ludtmann.der früher bei einer Großbank tätig war und seit einiger Zeit im Dankhause Merzbach wirkte, wo er großes Vertrauen genoß und einen verantwortungsvollen Posten bekleidete. Er stahl Effekten im Werte von vier biS fünf Millionen Mark. Diese Papiere verkaufte er zum Teil in Bad Homburg und machte sich von dem Gelde Anschaffungen. XL. a. hat er kürzlich seiner jungen Frau auch ein Reitpferd gekauft. rm. Langen. 13. April. Die Ehefrau K n e i p P hat heute ihren Mannmileinem Beil erschlagen. Die Eheleute waren, wie schon oft, in Streit geraten, bei dem der Mann die Frau wieder A" mißhandeln drohte. 3n ihrer Verzweiflung ergriff die Frau ein Dell und schlug, als der Mann auf sie zukam, ihm derart auf den Kopf, daß der Schädel gespalten wurde und K. bald darauf starb. Hessen-Rassau. spd. Frankfurt a.M., 13. April. Sn der vergangenen Rächt wurden aus einer hiesigen Schuhfabrik 600 Paar bester Schuhe g e st o h l e n. (Ein Stimmungsbild aus dem besetztes Gebiet. Gin Gießener Einwohner, der kürzlich mehrere Tage im besetzten Gebiet weilte, übernnttelt uns über seine Erlebnisse, Beobachtungen und über die ihm zugegangenen Mitteilungen den nachstehen- den interessanten Bericht: Wenn man heute an einer der Grenzstellen deS neutralen und besetzten Gebietes vorüber- kommt, so glaubt man sich zurückversetzt in die längst verflossenen Tage des Mittelalters. Die Phantasie muß nur an Stelle der zahlreichen Autos dis alten Pferdeposten sehen, und die Zeit unserer Urgroßväter spiegelt sich in unseren Tagen wieder. Don Frankfurt a. M. fuhr ich mit einem von Waren und Mitfahrern überfüllten Lastwagen über Ried, wo des Lesens unkundige Kolonialsoldaten unsere Pässe prüften, nach M a i n z. Da im altbesetzten Gebiet keine Bahnen unter deutscher Leitung mehr verkehren, reiht sich auf den Landstraßen ein Fahrzeug an das andere. Da sehen wir Pferde- unv Ochsengespanne, Radfahrer, Fußgänger unb alle möglichen Autotypen unbeirrt ihrem Ziele zu steuern. Jedesmal wenn ein Kraftwagen einen Trupp Fußgänger überholt, geht ein Bitten und Rufen um Mitnahme los. Aber nicht nur deutsche, sondern auchfranzösische Fahrzeuge sind gezwungen, für ihren Bedarf zu sorgen, denn die von den Franzosen geführten Züge haben nicht die Leistungen erreicht. die sich unsere Gegner vorgestellt hatten. Auf den Strecken, die den Franzosen nützlich sind, verkehren wieder Züge, aber wenige Deutsche geben durch ihr Mitfahren die Gewähr, daß der Zug nicht durch Absicht verunglückt. An den Schaltern sitzen französische „Damen" und verkaufen deutsche Fahrkarten, die an der Sperre von deutschen Lausbuben gelocht werden. Das übrige Personal setzt sich aus Franzosen und solchen Deut- schm, die wegen Ilntauglichkeit oder Unehrlichkeit aus dem deutschen Dahndienst entlassen wurden und jetzt „Rache nehmen" wollen, zusammen. Da die Franzosen keine Schranken schließen und ihre Züge kein Warnungssignal abgeben, ist das Äeberschveiten der Gleise sehr gefährlich. Die meisten Stellwerke können von ihnen nicht bedient werden, und so stehen sie denn mit Brecheisen an den Weichen und mit roten Fähnchen an den Signalen. Unfer Lastwagen hatte mittlerweile den Den- darmerieposten m Höchst ohne Schwierigkeiten passiert, und weiter g'mg es über die aufgefahrene Mainzer Landstraße an Trümmern deutscher Lokomotiven und Bahnwagen vorbei bis an die Brücke M a i n z - K a st e l. Dort mußten die Passagiere sämtlicher Fahrzeuge absteigen und wiederum an den kontrollierenden Posten Vorbeigehen. Da die Schwarzen weder deutsch noch französisch lesen können, prüfen sie den Dreisprachenstempel nur nach dem Augenmaß. Es könnte also der Stempel anstatt der Aufschrift „armees alliees d’occupation“ ruhig die Worte „DereinigteHunde- züchterveveine" tragen, die Hauptsache, daß der Stempel die ihnen eingeprägte Gröhe besitzt. Sch hatte mehrere Tage in Kreuznach zu tun und wartete deshalb, bis ich ein geeignetes Auto fand, das mich bis dorthin mitnahm. Unterwegs begegneten wir zwei Strahenlokomobilen, die je zwei Möbelwagen zogen. Kreuznach selbst bot gegen frühere Zeiten ein ungewohntes Bild. Durch das Stillstehen vieler Betriebe war ein Leben auf den Straßen, wie ich es sonst nur an Adventssonntagen gesehen habe. Biele treibt auch der Gedanke m die Stadt, etwas Reues aa hören, denn durch das Einfuhrverbot sämtlicher Zeitungen aus den nichtbesehten Gebieten und die strenge Kontrolle der dortigen Blätter wird die Devölke- • ang im Unklaren gehalten über die Geschehnisse r.i der Welt. Trostlos sind die Anblicke der jiL e:all stehenden Möbelwagen, der überall fahrenden französischen Gefängniswagen. Aber c uch bei den „Kulturträgern" sieht es böse aus! Französische Soldaten sieht man verschwindend wenig, da sie mehr zu technischen Diensten heran- gezogen werden. Rur Tivailleurkompagnien, die, um die hohe Regimentszahl aufrechterhalten zu können, bi- auf 80 bis 90 Schwarze pro Kompagnie zusammengeschmolzen sind, durchziehen hin und wieder die Stadt. SpahiS, mit ihren Araber- Hengsten, Türkensäbeln und roten Mänteln, mehr einem Zirkus als einer Glitetruppe gleichend, werden als Deruhigungsmittel der Bevölkerung vorgeführt. Sch ließ mir erzählen. daß die Schwarzen in den Häusern Brot betteln gingen, da ihre Versorgung bedenklich nachge lassen hat. Auch die „grandc Nation" maß sparen. Zähneklappernd stehen die schwarzen Söhne der heißen Länder tm blauen Drillichanzag auf Posten. Rückständiger und halber Sold sim> keine Reaig- fetten mehr! Rur aus Furcht verrichten die Gtn- geborenM ihren Dienst, denn, was häufig dor- fomnrt, Deserteure und Meuterer werden sofort erschossen. Auch habe ich gehört, von einer Wache seien elf Mann erschossen worden, weil sie einen französischen Offizier ermordet hätten. Gegen die Bevölkerung sind besonders die Algerier sehr gleichgültig An dem Tage, an dem Deutschland ferne Gegenmaßnahmen gegen die Ruhrbesetzrng bekanntmachte, zogen in vielen besetzten Städten die Bürger mit dem Gesang „Siegreich wollen wir Frankreich schlagen" durch die Straßen. Sn Kreuznach staute -ch damals die Menge an dem Gebäude der 38. Infanterie-Division. Der Posten erhielt Befehl zum Feuern, aber auf jeden Schreckschuß folgte ein Hurraruf der Menge. Am Tage nach Ostern wurden wieder 20 Eisenbahner ausgewiesen. Herzzerreißende Szenen spielten sich da zwischen Vater, Mutter und Kirck» ab, so ergreifend, daß die nirgends fehlenden Zuschauer ermz, drohende Haltung armahmen und dir Gendarmerie hmäerten, die Verhafteten fortzuführen. Erst als eine Kompagnie mit der blanden Waffe die Straße frei machte, setzte sich der Trupp in Bewegung. Am anderen Tage fuhr ein Omnibus von Kreuznach nach Frankfurt. Trotz des hohen Fahrpreises von 25 000 Mark waren dreimal soviel Personen an der Haltestelle, als mitgenommen werden konnten. Egoisten kämpften mit Mund und Faust um einen Stehplatz. Und, um die Krisis zu vergrößern, will Frankreich der Reichspost die Personenbeförderung verbieten I Aber auch dieser Schritt kann an der Entschlossenheit der Bevölkerung nichts ändern. Halten wirzusammen und lindern wir die Leiden unb Entbehrungen unserer Brüder an Rhein uni) Ruhr durch Spenden an die Ruhrhilfe, so ist der schlimmste Feind, der Hunger, schon geschlagen. Die Zuversicht, daß unsere geknechteten Landsleute aushalten wollen, entnahm ich den mutigen, ja sogar lächelnden Gesichtern der Verhafteten und Ausgewiesenen, aber froh war ich doch, als ich mich wieder aus unbesetztem Boden frei bewegen konnte, und lernte achten, was es heißt, sich fremdem Willen, fremder Willkür unterzuordnen. C. Ssndel. Berlin, 13. April. Börsen st immungs- bild Eine bemerkenswerte Erscheinung bildete auch heute wieder die Rachfrage für oberschlesische Werte, von denen Laurahütte, Oberschleftsche Sisenbahnbedarf und Oberschl.sische Ei e andustrie sowie auch Hohenloheaktren ansehnliche Gewinne erzielten. Man sprach von großzügigen Fusrons»' Plänen im Umfange eines Gesarntlaprrals von 100 Milliarden Mark. Ferner betätigte die Spekulation ein lebhaftes Snteresse für Ludwig Löwe, Scheidemandel, Hirsch Kupfer sowie Maschinenfabrik Kraus. Sm Verlaufe erweiterte sich der Kreis der bevorzugten Papiere, so daß die Börse für Sndustriepapiere allgemein ein recht festes Aussehen gewann. Für Bankaktien war bte Kursbewegung nicht ganz emheitlich. Wei'er gebessert waren Commerzbank, Darmstädter, Diskonto und Dresdener. Die Valutapaprere waren nach oben und unten im allgemeinen wenig verändert. Kanada 10 000 Prozent höher. Deutsche Anleihen behauptet. Sn zweiter Dörsenstunde ließ die Geschäftstätigkeit nach und vereinzelt bröckelten die Kurse unter Gewinnrealifterungen ab. Frankfurt a. M.. 13. April. Börsen stimmungSbild. Die Effektenbörse eröffnete in fester Haltung. Zu lebhafteren Umsätzen kam es anfangs nur auf dem Ban- kenmarkt, wv Berliner Handelsgesellschaft ihre Aufwärtsbewegung fvrtsetzte. Fest lagen ferner Darmstädter Bank und Metallbank. Oesterreichische Kreditanstalt und Wiener Bankverein gaben auf Gewinnrealtsativn nach. Am Montanmarkt gestaltete sich die Tendenz nicht einheitlich; eine Ausnahme bildeten die festen Laurahütte und Deutsch-Luxemburg. Elektrizitätsaktien wiesen größtenteils behauptete Kurse auf. Am Markt der chemischen Werte erzielten nur Griesheimer einen Kursgewinn von 600 Prozent, sonst lagen diese Kurse still. Von Zuckeraktien waren Waghäusel, Heilbronn, matter. Zellstoff Waldhvf und Aschaffenburg preiShalteno. Norddeutscher Lloyd und Hapag lagen leicht abgeschwächt. Devisen unverändert. Dollar 21 200. Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Datum 12. Avril' Am tl. Not lern. 13. Anril Amtl. Notier«. Selb Brief Gelo Brie' ?lritw.'Brlistel 12U.45 1220,55 121195 1218,05 HoNand,. . . . 8246,85 828815 8250.3) 829170 Vonbon ..... 98079,20 98570,80 96079.20 985; 6.80 Paris...... 14)4— 141t- 1413.95 1421,05 Schweiz..... 384-i,3ö 38-59,ßj 3835,40 3854.60 Svanieu... 3224.40 824W 3224,40 3240,60 Italien..... 1046,40 1051,60 1044,35 1652,65 Vifinbon»Dportö 4010— 3977'55 399745 Dänemark. . . 3999— Norwegen. . 3780,50 3790,50 8785,50 3804,50 Schweben . . . 5595,95 5624,05 55^,45 5626,55 HelslngiorS.. 574,55 577.45 576,55 579,45 Nennork...... 21072,20 21177,80 21122,05 21227,95 Deutsch-Oeiterr. 29,50 29,66 29,63 29,77 Bubapett. . . 473,80 47390 471.80 474,20 Prag...... 629,65 632,35 629,65 632,35 Agram..... 214,35 215 55 218,45 21655 Banknote». Frankfurt a.M.. 1L HprlL Brief Geld Schweizer Noten 3871.— 3801— Französische Noten 1413-50 14OL50 Dänische Noten 3995,— 3925,— Schwedische Noten 5600.- 5500— Holländische Noten 8330 - 8210,— Deutsch-Oesterreich L 100 Kronen 29 70 29.20 Amerikanische Noten 21415— 211fk5.— <>nglj,che Noten 9880-),— 97800,— Zialtenische Noten 1066,— 1054— Belgische Noten 1211.- 1199— Uugartsche Noten 440,— 420,— Tschechoslowakische Noten . . 640 — 620— Norwegische Noten 3785.— 3715— Rumänische Noten 100,50 97,50 Spanische dkoten ........ —.— — Börsenkurse. Frankfurt a. M.' Berlin Schlutz. Schlaft- Schlaft- Schlaft. Kura Aura Kurs Kur» Datum 12.4. 13.4. 12.4. 13. 4. v'/.Dtsch. Reichsanlethe 89,75 89,75 89,50 89,50 4% Dergleichen 1160.-1160.- 1070 - 1170,- Dergleichen 660,- 650,- 645,- 620,- 8'/° Dergleichen 4350,-4350,- 4399,- 4385— Dlsch.Spar°-L-ra'n..Anl. 300.- 300,- 287— 289,- 4% Preußische Konsols 190— 180,- 192— 191- 4°/, Hessen......... 13a- 131— 150,- 14&- 3'V/o Hessen 110— 108— -— 3e/o Hessen 112.- 100— UL- 130— 4% Zolltürken 37750.-38000,-37500,-36750,- 5% (9olbmeritaner298500.-298500.-296000.-2940)0.- Berliner HandelSges. . 86000.- 86000.- 85000,- 88000,- Cominerz- u. Prtvalbk. 12510,- 15500,-13500,-15500,- Durmu.u.Nationalbank 16000,- 18000,- 16000,- 18009,- Deulsche Bank......30000,- 30500.- 30-100,- 30500,- Deutfche BcretnSbank. 660u — 5500— ——— DiSconio Commandit . 19000,- 20000 - 19900, -20000,- Metallbank........ 37900,- 37900,- -.— Miileldeul- Ereditbank 9-100— 9500-— 9500— 9400— Oeitcrr. Lrediianftail. 18250,- 17400,- 15200-17500,- Bochumer Guß.... ——,—75000,— BuderuS.........34 >00, -38500, -34250, —36500, - Caro 55500,- 60000,-5700),—61'XW,— Deutsch-Luremburg. . 70600,—74000,—7BOOO—74009— GelsenkirchenerBsrgiv72250,—75000,—73500—74'00— Harvener Bergbau. —,—148000,-14 OOOt-UOOOft- ZraliwerkAscherSleben41300,—4ia)0,—40000, -42500— Kaliwerk Westeregeln 49500,—52200,—51KKX),— —,— Laurahütte 48500,—'59500—51009—58000,- Oberbebars 50000,-51500,-49000—51400— Pliönir Bergbail. . ., 67000,—67ö00,—117750,—67500,— Rheinstahl 59060 -61000,-5x000,- 57000,— Ru-beck Montan . . . 175000,- -,-176001),-1900)0,- Telluö Bergbau . . . 18750,-18900— —— -— Haiubllrg-Anier. Pake 46700,-478M— 45509,- 47750,- Nvrddeuticher Llovd - 29770,-29000,- 29200,- 28900,- ?,eiuent>verkHeidelbert- 19600,- 20500,- —>— —— Philtov Holzmann . 9uS0— 10000,- —— 10800,- blngso-Cont.-Aitano. . luOOOa V'-OOiKt- 'Badische Anilin .... 33500—34500—335-0—34'^,- Goldschmidt 80'00^-35060,— 11900—346- SlemenS & HaiSke. 606a.)^-6öWU—62000,—6000>- Mainkraftwerke. . . 6100— ßlOO,— —,— —— Ndterwerke Clever. . 10500—10900,— 10000,-11000,- Daimier Motoren. .. Il8> 0,-112 ü—11010,-11900,- Heyilgenstaedt 35100,-42090,— —— —,— Memnn......... 32500,-31000,— 80000,-31500,- Metallges. Nrankfurl. . 41000.-41000,— — Lchubsabrik Herz.... 8500, - 9000— ——— Sichel............17000, 16250. — —— — BeQuoff Waldhllf .... 370 D -38200,-36660,-3^>00,- Zuckersabr.^rankenthal 17000,-16700— ——— ZuckerfabrikWaa^äusel 1790^-16900.— ——,— Märkte. Schwememärkte. * Bu hbach, 13. April. Der gestrige Schweinemarkt war mittelmäßig l«fchickt. Es blieb, da die Preise für Ferkel noch nicht ^urikfgegangen find, Ueberflanb. Für 6 Wochen alte Tiere wurden 140 000 bis 170 000 Mark bezahlt. sf. Friedberg, 13. April. Der vorgeslrige Schweinemarkt war stark beschickt. Für 4 bis 5 Wochen alte Ferkel wurden 125 000 bis 150 000 Mk. bezahlt. Trotz der hohen Preise axir der Absatz flott. Derl'mer Produktenmarkt. Berlin, 13. April. Das fortdauernde Angebot ausländischen Weizenmehls zu billigen Preisen drückte am Produkt enmarft auf Weizen. Für Roggen freflanb gute Kauflust, wohl im Zusammenhang mit dem Aufhören der Umlage und der Wahrscheinlichkeit der Schaffung von Refervevorräten. Gerste behauptete ihren Preisstand. Hafer neigte eher zur Schwäche. Mais blieb bei ruhigem Geschäft unverändert. Auch Kleie und andere Futterstoffe wurden wenig um» gesetzt. Weizen, märkischen 50 500 bis 51 500 Mk., pommerfchen 50 000 Mk. (still), Roggen, märkischen 42 500 bis 43 500 Mk. (behauptet), Sommergerste 36 000 bis 37 000 Mk. (still), Hafer, märkischen 36 000 bis 37 000 Mk. (abgeschwächt), Mais, La Plata, loco Berlin 46 022 bis 47 000 Mk. (abge- schwächt), toaggonfrei Hamburg 42 500 bis 41 500 Mark, Weizenmehl (100 Kilo) 136 000 bis 148 000 Mark (behauptet), Roggenmehl (100 Kilo) 125 000 bis 132 000 Mk. (behauptet), Weizenkleie 22 500 bis 23000 Mk (behauptet), Roggenkleie 24 000 b s 24 500 Mk. (Maamet), Raps 85 (05 bis 90 CO2 Mark (behauptet). Qcinfaat 85 000 bis 90 000 Mk. (behauptet), Diktoriaerbsen 70 000 bis 73 000 Mk., kleine Erbsen 48000 bis 53 000 Mk., Peluschken 60000 bis 63 000 Mk , Ackerbohnen 40 000 bis 45 000 Mk., Wicken 60 000 bis 70 020 Mk., Lu- innen, blau 50 000 bis 60 000 Mk., gelb 75 000 bis 85000 Mk., Seradella, alt 95 000 bis 108 000 Mark, Rapskuchen 33 000 bis 34 000 Mk., Leinkuchen 50 000 bis 55 000 Mk., Trockenschnitzel 15 000 bis 16 000 Mk , Kartoffeln, rote 1800 Mk., gelbe 2100 Mk. Rauhfutter: Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb. 14 500 bis 16 500 Mk., Haferst roh, drahtgepreßt 11 000 bis 13 000 Mk, Stroh, strohseilgebündelt 15 000 bis 16 000 Mk., Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Dvrmahd 15 000 bis 17 000 RN., RachmaS) 13 000 bis 15 000 Mk. (Ooioett Mn cmbeveS Gewicht genannt, versteh«» sich die Preise pro 50 Kilo.) (Sn einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Entschlossenheit zum Durchhaltett im Abwehrkampf. Berlin, 13. April. (WTD.) Zu Beginn dieser Woche fand eine Tagung der führenden Arbeitgeber unb Arbei tnehmer aller Wirtschaftszweige und politischen Richtungen des gesamten besetzten und des Ginbruchs-Gebietes statt, die im Anschluß an die Erledigung grundlegender Wirtschaftssragen einstimmig folgende Entschließung faßte: .Die Vertreter von Arbeitgebern und Arbeitnehmern aller Richtungen aus dem altbesetzten und dem Einbruchsgebiet an Rhein, Ruhr, Mosel, Reckar und Main, sowie aus dem Übrigen Deutschland bringen erneut den unerschütterlichen Willen zum Ausdruck, ungeachtet aller Rot und Leiden, aller Bedrückungen und seelischen und Drperlichen Mißhairdlungen den passiven Abwehrkampf fortzuführen mit derselben Gnlschlossenheit, mit der sie jeden aktiven Kampf verurteilen. Mit derselben Entschiedenheit, mit der sie jebe Möglichkeit zu Verhandlungen als Gleichberechtigte erfaßt za sehen wüirschen, lehnen sie die Gntgegennahme eines Diktats ab. Auch sie wollen, daß der Ausgangspunkt jeder Verhandlung die Sicherung der völligen Räumung det Einbruchsgebietes fein muß, die Schad- los h a l t u n g der durch den Einbruch an Leben und Gut Geschädigten, die Freilassung der widerrechtlich Gefangenen und die Rückkehr aller aus ihrem Wirkungskreis Vertriebenen. Das Ziel der Verhandlungen soll die Erhaltung des gesamten deutschen Landes und eine Lösung des Reparallonsproblems sein, die bei der ilebernabme aller Reparationsverpflichtungen, die Deutschland tragen kann, ans gestaltet, als freie Männer zu arbeiten and zu leben." Ginftellung der englischen Koksausfuhr nach Frankreich? Paris, 13. April. (WTB.) Die „Iournäe Sndustrielle" teilt mit, daß der englische Geschäftsträger in Paris vorgestern bei seinem Empfang bei PvincarL diesem auseinanderzeseht habe, die englische Regierung sei in die Rotivendigkeit verseht, die Koksausfuhr nach Frankreich einzuschränken. Drs Blatt gibt diese Mlchricht unter Vorbehalt wieder, die jedoch, wie es hinzufügt, wenn sie sich bestätigen sollte, große Schwierigkeiten für die französische Metallindustrie in sich berge Seit der Einstellung der regelmäßigen Koksliefe- tungen aus dem Ruhrgebiet habe der englische Schmelzkoks einen beträchtlichen Anteil an der Versorgung der französischeir Hochöfen dargestellt Eine Novelle zur Biersteuer. Berlin, 12. April. (WTB.) Der R e i ch s r 21 hat eine Novelle zur Diersteuer angenommen. Anlaß zur Aenderung des bestehenden Biersteuergesetzes hat nach der Begründung der Vorlage die U n z u l ä n g l i ch - reit der bisherigen Steuersätze gegeben, die mit 41—50 Mk. für den Hektoliter der Geldentwertung in keiner Weise angepaßt waren. Der Finanzminister hat deshalb Steuersätze von 4100—5000 Mk. voraefchlagen. Die Ausschüsse des Reichsrats haben diesen Satz angenommen, der auch im Plenum keinen Widerstand fand. Die Vorlage soll am 1. Mai in Kraft treten. 3n Zusammenhang damit wurde auch das Gesetz über den Eintritt der Freistaaten Württemberg, Bayern und Baden in die Biersteuergemeinschaft entsprechend geändert. Der Finanzminister hat sich bereit erklärt, die Höchstgrenzen für die Abfindungssummen für Bayern auf 380 Millionen, für Baden aus 62 Millionen Mark zu erhöhen. DUNLOP CORD Im Gebrauch die billigste Bereifung Die Weltmarke bürgt für Qualität! »•“Zahnpasta sei bst znbereiten!“W Zahnpasten bestehen aus einer Pulvermischuntr, welche mit Glyzerin vermischt ist. Dieses entbehrliche Glyzerin und die Metalltube verteuern die Pasta ungemein. Wenn Sie die nasse Zahnbürste in Dr. Bahr’» Zahnpulver „No, 23“ eint suchen, so bereiten Sie sich selbst frische aromatische Zahnpasta, welche die Zähne blendend weiß erhält und nur */< so teuer ist. Man verlange ausdrücklich: „Nr. 23“. Kreuz-Drog., Bahnhofstr. 57, Germania-Drog. Seibel, Neustadt Drogerie H. 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Srsi Mitt 5l1Okr .3ebrtfnta_ elegant Kinder« •tnl ftlU | J heben bei Ate Akten lüvÜMikim knnfen laufend au njlerhöcMtoa dato niiMier IdflHir für alle Kulturen prob wert an ha flenhifflito Sionftns ffilfteu.SinOfcDlae Zelcooon IML Ttoelaa. I«.Avril nm 6 llbr. [*U 6eroeröernle DetUrxUiMN Ma 7. Wm k-e ' .llbr. NEUZtlTHCMt 1 WANDBEKLEIDUNG Nrttbnich-w. «nl V e (FnWeUSt Itsrenen. - flnl7. Eudes' . Uhr. V1*)ui»enonaeueifn. Der UnteTifitbnete würbe »um Vioul» biifor behellt. Tie tiHdublfft werden rt Industrie Samenhandlung Hl. Hm Bahnhof strafte. Telephon 1403. Rtudrnt, vor dem Dr •liinmrn. inidt 116. ? möblirrtr ZiWkl In guiein Hauke. Schr. Ana u. S708D n. b. <»lf'L Ano eib. 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Wadbcrb Irieiiületer z. rerf K^ute« 5t« «IK eJ» Beamtenanwärtem oder jede Lie^rnahme aus den Ländern und Gemeinden in allen ReichsrSssvrts untersagt werden soll. In besonderen Fällen soll die Genehmigung des Haushaltausschusses eingeholt werden. Abg. Brunner (S.) spricht sich gegen eine Verringerung der Belegschaften bei den Haupt- Werkstätten aus, erkennt aber bei den Betriebs- Werkstätten an, daß ein großer Personalüberschuh besteht. Die Behauptung daß der Achtstundentag die Eisenbahn unrentabel mache, sei unzutreffend, Llebrigens komme eine schematische Durchführung des Achtstundentages bei der Eisenbahn gar nicht vor. Für die Technische Rothilfe dürften keine Mittel mehr bewilligt werden; beim die Gewerkschaften würden die Rotstandsarbeiten selbst verrichten. Eine Heraufsetzung der Frachten hält Redner im Augenblick nicht für zweckmäßig. Abg Dr. Höf le (Z.) spricht unter allgemeinem Beifall den Eisenbahnern am Rhein und an foer Ruhr die höchste Anerkennung für ihre vaterländische Haltung aus und fordert, daß für die aus Trier vertriebenen Eisenbahner in jeder Weise gesorgt werde. Die Tarifpolitik der Eisenbahn erdrossele geradezu manche Industtien und die Landwirtschaft. Die Moorkultur sei unmöglich, wenn der Torf wegen der Höhe der Frachten nicht transportiert werden könne. Abg. Dr. Reichert (Dtschntl.) wendet sich ebenfalls gegen die Tarrfpolttik der Eisenbahn. Der IN 2^ EINEM TAGE ZUR FRANKFURTER MESSE UND ZURÜCK 15. BIS 21. APRIL 1923 D P P P 731 955 ab Gießen an 756 *943 803 1Q49 tz B.-Nauheim A 553 359 8U 1055 | Friedberg 539 §49 344 1205 an Frankfurt ab 420 737 gleißend schillernden Ruancen, wie in der großen Stadt, sondern in wenigen starken, kräftigen Farben. Wenn sie jetzt in Berlin wäre — oh, sie würde wahrscheinlich noch ganz matt vom Abend vorher sein, von irgendeiner Gesellschaft, bei der sie zuerst stundenlang neben einem Menschen gesessen und gegessen hatte, der sich bemühte, sie möglichst geistreich zu unterhalten, ober ihr möglichst viel Komplimente zu sagen. Dann hatte man sich in die über heißen Zimmer verteilt, die angefüllt waren mit den allermodernsten Möbeln und Kunst gegenständen Dieselben Gesprächsstoffe, dieselben Schlagworte, dieselben Geistreichigkeiten. Sie sah sie alle vor sich: die blassen, schlanken Frauen mit den zerrauften Kleofrisuren und den Künstlerkleidern, oder die überstarken, mit der mühsam gebändigten Fülle und den kostbaren Toiletten. Die Männer im Frack mit dem Seidenspiegel auf den Klappen, den Hals in den überhöhen Stehkragen eingepreßt, den die neueste Mullkrawatte abschloß — sie sah die bartlosen Gesichter unserer Modernen von übermorgen, und sie hörte förmlich, wie Christian Reidhardt Aß- mussen mit seiner leisen, etwas heiseren Stimme chr seine neuesten Lieder vom „Leidenswege" vorsprach. Rein, nicht vorsprach, „vorhauchte". Er haßte sprechen, er „hauchte" nur. Lind wie er dastand, an den Türpfosten mit dem violetten Behang gelehnt — Christian Reidhardt Aßmussen lehnte gern an violetten Tür behängen —, da war er ganz „müde Linie", ganz „Leidensmensch". Er litt immer und unter allem, unter der Farbe eines Kleides — Gewandes sagte er — unter dem Fall einer Falte, unter dem Rot eines Humrner- aufbaues, unter einem „zerrissenen Stimmklang". (Fortsetzung folgt.) Das MMHtms. Rvman von Luise Schulze-Brück. 4. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Hans Dietrich prüfte mißtrauisch eine gelbliche dicke Masse in einem bunt bemalten Por- zellannapf. Eva sah ihm lächelnd zu. „Was ist Denn das?" Das aufwartende schmucke Wirtstochterchen, das familiär mit den Gästen verkehrte — es gehörte zu Frau Evas Freuden, daß der Rebstock das Institut des befrackten Kellners nicht kannte- —, war beleidigt: „Das is gewellten Rahm. Herr Doktor," sagte sie. „Gewellten Rahm," spottete Hans Dietrich. ,Es ist natürlich ein Verbrechen, daß ich noch nicht weiß, was das ist." „Mein Großvater hat immer gesagt, wenn mer im Himmel essen dürft, was mer wollt, denn wollt hään alten Dag nixt wie gewellten Rahm essen." Frau Eva lachte belustigt, Hans Dietrich mußte mitlachen. Aber der gewellte Rahm — auf besondere Art gekochte Sahne — schien ihm nach einer Probe zu schmecken, ßangfam zog er die Schale zu sich heran und lud einen Berg davon auf seinen Teller. „Lind Sonndags da wollt hään en immer auf Schmandwaffeln geschmiert essen, hat hään immer gesagt," berichtete die Kleine. „So, auf Schmandwaffeln? Hm, ich weiß zwar nicht, was Schmandwaffeln sind, aber wenn Ihr Großvater in allem Eßbaren einen so guten Geschmack hatte, damt möchte ich allerdings auch einmal Schmandwaffeln probieren, Fräulein Maari." Maari lachte, bafo ihre weißen Zähne in ihrem rosigen Apfelgesicht blinkten. „Oh et geft och gut Sachen an der Mosel," sagte sie spöttisch. „Ret nuten zu Berlin." „Das scheint so, Fräulein Maari. Lind da Sie nun eine so schätzbare Auskunft betreffs gewellten Rahm und Schmandwaffeln erteilt haben, so könnten Sie mir vielleicht auch mitteilen, woher — er hob schnuppernd die Rase in die Luft — woher dieser starke Dlumendust kommt, den ich eben rieche, und der entschieden von einer Blume stammt, die ich bisher nicht zu kennen das Vergnügen habe. Vielleicht ist es auch eine Moselblume, eine Spezialität der Mosel, wie der gewellte Rahm?" Das Mädchen sah ihn erstaunt an. Aber bann kicherte sie vergnügt in sich hinein. „Ich han immer gedacht, die Häären von Derliir, die kennten und wüßten alles auf der Welt, und reu wissen se noch nit emal et wichtigst, was et an der Mosel gewen dhut. Das is auch en Blum, die noren an der Mosel wächst, das is ja die Rebenblüt, die eso riecht. Lins' Haustraub fängt an zu blühen seit heut morgen, un wenn die in der Dlüt is, dann riecht das wie hunderttausend Resedcher. Lin in acht Dag, wenn die Dlüt in den Bergen im Gang is, dann riecht die ganz' Mosel wie ein groß Resedarabatt. Lin bat is et Schönst' was et geben kann, wer bat nit emal mitgemacht hat, der weiß garnit, was schön is." Sie ging eilig mit dem großen Präsentierbrett hinaus, sie schämte sich ein wenig über die lange Rede. Aber daß der junge Herr, der auf alles so von oben heruntersah, nicht einmal wußte, was gewellter Rahm war, und wie die Rebenblüte roch, das mar doch auch zu arg. Frau Eva stand nachdenklich vor dem Rebenspalier, das den ganzen Südgiebel des großen Hauses mit dem Mansardendach und der großen Freitreppe überspann. Der Duft war köstliche sie hatte ihn schon am Morgen gespürt, doch nicht so stark wie jetzt. Sie mußte lange suchen, bis sie mit ihren ungeübten Städteraugen die Blüte fand. Das mußte sie fein, die kleinen gelblichen Haarbüschel auf seltsamen Gebilden, die wohl der Ansatz der künftigen Traube waren. Das Ganze kaum sichtbar und doch so stark dlfftend, so unscheinbar und doch das Wichtigste für dies ganze so reich gesegnete Land. Sie ging langsam auf den sauber gehaltenen Gartenwegen des Hausgartens. Bunte Sommerblumen wucherten üppig um die Stämme der 2a» France- und Marechal-Riel-Rosen, die ganz mit sich eben öffnenden Blüten bebedt waren. Aus den Beeten stieg der kräftige Geruch der Küchenkräuter, ein tausendfaches Summen war in der Lust, träge goldbraune Hummeln brummten, und schlanke Dienen schwirrten übet den Blütenkelchen — alles war Fülle und Lleberfluß. Lind in das Dienen summen mischte sich jetzt ein vollerer Klang — langsam schlug eine Glocke an, barm läutete sie mit vollen, lauten Tönen. Es war wie ein „Komm, komm!", das da durch die blauen Sommerlüste zog, es rief und lockte. Run machte sich auch Die Dierundachtzigjährige im Fährmannshause fertig zum Kirchgang. Ein wunderliches Gefühl zog Frau Eva Ohlers Herz plötzlich zusammen. Hier war auch das Leben, das sie suchte, hier breitete es sich vor chr aus; nicht in tausend trüben, dumpfen, Habertb- bcD Aus s.adt und Land 14 April 1923 • lebt«, den c Schul . bie Stabr verzichtet auf das Mir- benutunat reibt unb *a(>U au den Herstellungs- kosten einen 'Beitrag von 803 030 Ml. — Der fdbuh von schule den Unterricht au Igi 6t ungen. Unsere Preise Äurtaje unb der PETERS UNION gebetrner TBoM mit 22 gegen 4 Stimmen Pro- feffr Keller »um Ite Witter im Kuratorium des Polntechnttums all B m ter d.-r Stuben en chaf t geraubten Gelbe rwtterrt batte, folgte iba bei andere nach r.njjrn IS au.: er Beide fixb ja« 13 April 3n der c e t en f t g u n g rtniri durch die traurigen Die Aed- die Bor- Im unbe- tongregation 8 Uhr eich genommen da der e wutbee ledx SdUe der Ortreibcprctte für das lagrcmi« 1922 Erheb»! Os. Fr i ebb er gen S ta dt r»e rv r Bureaufratie Dte ®iteiib«6*i Mrfe nich: wie ein Fremder einen .Tribut von den beförderten Warrn sordern '« ptetiwb Die übrigen Sachen nxxrtn ohne allgemeine^ Interesse oentiUL bauet mefnbe j A«4 Dem -lmt4Derkü«diq«nq4blatk. * Da 4 Amtsverkündigungsblatt Br 29 vom 13 Apri! cntbHt Kreistag-Wahlen — Iabrrsard.-ttsrerdtenst tanb- unb forfttrHrt- lchastUcher Arbeiter — Ortflobn. — SeftseNuna fifrdie und Schule. Die religiöse •rgieheui hi den Sechulen. Berlin. 13. April (WB) Der Aeichs- taguh hr; ?•> ( .--i bat bet der Besprechung bei BrichsIchula^enei einen geman» samen Antrag der Deutschen BJ fr Partei, des Zentrums unb der Bayrischen Bolkspartei angenom- men. der bestimmt, bad die Gemetnschasts- groben Brarn'm.chl Adg Wieland (Dem !> dankt den ENen- babnrm aus dem StnbeuchsgrMet für fbr tapferes Be, halten Bei txr XarifpoÜtff brr «,tenbahn sollten nicht siskall'che 'enbrm vcl.'strn7t'chafit'ch< Aückslchlen bt erster L'tnte au sschiaggedrnd sein Aach 0 Uhr txxrb die Wei er berat ung auf Sams tag I Uhr vertagt Pbenleltung r-b tatd^Mie denSeVchvaA» Den T3?era I dr. ctra | 5 5!llUenen3tart and eine Betertatchr mit 82 600 TUrf in bi« Das srübere katholisch t i den Besitz ber katholischen Ge- Standgerichte aef den Berit*er •ro8*fat!« Berlin. 13. 2lpril «DTB.» Die z»r BeschleAnigvng der Bervrieilung von Ber- gehengegenbleDucherdeftimmun- habt an der Dupper, die Bde- ung faantofen miterlebt batte, 'bilderte Me und aurregenben Sriebnllse Meter Tage nenn, foa-te Im weiteren Berlaus auch iire-r-d»- triften darauf bin. datz man sittlicherGcundlaae ohne Aücksicht auf die Besonder denen ein-einer Bekenn tnifse für alle Kinder gemeintem erteilen soll Insbesondere soll die Dem. inschastsschule Me aus dem Obrtftertum er* wachkeiien Wer c der deutschen BolkSkultur unterrichtlich und erziehlich gedechlich machen Der Ae- ligionsunterricht loll nach den Betermt- nissen getrennt erteilt werden 'alschuna verurteilt. Die Strafkammer heil' den - in gewißen Tiengen ruirärtUb nicht per meßbar en Zuteo bon 5 Brozent Unkrautsamen für »u hoch unb stellte feft. bah Amend bie ihm oNbeoenbe Pil-chc. die »neuamfle seiner -Rühle auf ihre Beschaffenheit unb Güte -u prüfen. nicht erfüllt hatte Bis in bie spülen Aach«stunden bauerte die Ber Handlung gegen den Elektromonteur Wild Bau mann von Ehringshausen unb die W.ih- Aeuanäbertn OhrlsttneBramkamp. zu letzt In Gieren wegen Urkundentelfchung Das Gericht Mbl bat) Han'nen';, der >l7tnack ' - a im Oktober 1921 einem bteftgen Wirt etn Scheckheft gestohlen hatte und dann durch bie B amkamv einen Scheck über 25 000 Warf hatte sälschen lassen. Die Fälschung des Schecks wurde alsbald auf der Bank, wo ihn ern Tienfhnann zur Einlösung vvrzeigte. entdeckt. Tlaumann erhielt 1 Jahr, Me euertrebt wird ein Zu- bee»t.ltet — Der st Üdt. Vermischte». Bankraub hi Köl«. Köln. 13 Avni. (Wolfs ) Gellern abend fetten in dem Bankgeschäft Steraseld und Tiefenthal zwei Le ite. die ausländisches Geld wechseln wollte' unb sich mit den Inhabern der Baak etwa eine halbe Stunde tnlrrbahen hatten, den beiden Gefchüttsinhadern plötzlich Brownl ng Pistolen a«' Me 'Trift und zwangen fie den Gei.'schrank zu btfnen Während einer der Töter mit der Di'iote die Tlanfinbiber in Schach hielt, burchschnltt her andere die T e • WagenertSchlöfel ml ßrbva ini Ile Turnen, Sport unb Spies. •• Tom Turngau -essen Zum Deutschen Turnfest I, München, das be- iwm 14 1 ’**n wirb, haben ich auch aus dem Gebiete bei Turngau.s Hessen schon Aahirelche Turner als Mi kämpfrr ober Festt'efuchec angentelbd. fo bah ml: einer starken Bertretung des -essengaues in München zu rechnen ift bi der Stadt Gtetzen^ - — Dienst nach richten, — bauten — tMterWemOmmg br.r Ströhen und BüraerKeige imb b Hausmülls tn der Stade Giehen Kirchliche Vachrichten. Gvangellfche Gemeinden. GleHmi.Sonntag IS April iMiier Domini» Stabte Nrche. S Uhr. zugleich Ehrtfkmiehre f. d TrufrnHr- ■irrtens.b. MatthausgenL.Pfr Modr.9' Pfarraff Becker, l 1 Kinberk. f. d Marti,sgem P'arras Becker Iohanneskirche. 3 Uhr, zugleich Gl riltenlehre f b Aeukvnstrmierlen a b Kula*gcm . d'r Bechtvls, beim er. 9 ,_©»arrafl Delp 11. Kinderff k Johannes, gen,. Pfr Ausfeld Kirchberg.lO.i l Heil Xbente mablf b jung Vcute p etaufenberg MainZlar. i . Wiesrck »: Beichte. 9*Steer b. heil. Abend, mahls. !'/„ 8 Katholische Gemeinden. Giessen. Samstag, 14 April. 5 n. 8 Beicht. - Sonntag 15 April. 8 , Beicht. 1 TltHt. Komm b Jungfrauen. 8 Äomnu. 9 Hochamt m. Pr. II Tiefe m Pr. 2 Lhriftenledre u Lildacht. 4 . Jungfrauenteilen (bebtet nicht genug tun fixme. um den armen Tler.schen Im alt- unb neu de fetzten Gebiet ihr Id) jxtei Los yi erleichtern In der Aue'prache berichteten mehrere Tarnen aus der Versammlung von erlerbreiten Hterau» bra4>:c .yruu Geheimrat leget einige Abschnitte aus dem Buch .DaS friedlose Europa" von 71111 L dem ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten, zu Gehör Gs war ertreulich. aas diesen Proben au entnehmen, bah eS Im tetndtichTn Ausland pcreii^eü P ertön- llch.'elter gibt, die die Lage Deutschlands richtig zu beurteilen vertteben Ium Schluff tmirben noch c nix Hausfrauen fragen besprochen und der Beschluss atfabt, am »bchsten V« rsammlängs tage eine gemetmamc Wanderung zu unternehmen. Mi ei* Uriedberg. CtraftcHrriniguiig und Müllabfuhr in WirfffH. Das Potu«(amt Giessen berbffcntüAl tm neuesten Amtsveikutthteungiblatt nach Anhörung ber C tobt Der c .br..:.-.i.'^Tiammlung »h mit ®e- ■«bmlffung des v ams des Innern eii-c Poltertverordnung über die Aeinigung ber Straßen und Bü rgerftelge unb dir Abfuhr des HausmüllS in der Stadt Sieben. DI, Pollzeiverort^rung. deren Inkrafttreten vom 1 Januar 1923 datiert wurde,bestimmt I. St ratzen reinlgung Jeder Eigentümer eines bebauten oder unbebauten Grund ücks das an die Strotze grenzt, (ft verpflichtet, bahk au sorgen, datz die Buni,-rtt,nae unb bie Straften längs des Grundstücks bis zur mitte des ;5abr‘- ’ und ausreichend gcreinigt werden D,« Trtntaung bat unter Benutzung der vor der Stadt Gtetzen für die Stiatzenretr.igung gteteffenen Hinrichtungen nach Mahgude bc, von ber Stadt Gtetzen hierüber erlassenen Betzimmungen tu erfolgen Soweit bei Verpflichtete sich der Einrichtung der Stadt Gietzm für die Stratzenrrtniguna bebten t, hat er der In Absatz 1 bezeichnete Pflicht Sivatzenreinigung ertolgt. hat ber Vervsllchlct, die Aeinigung seihst bcrnebmn, zu lassen. Soweit eine Verpflichtung zur Ttein'gung ber Bürget steig« unb Straften besteht, hat der Ber- pflichtete b.'i Schneefall unb Glatieis dafür zu sorgen, datz der Hu-gr. ffvlg gereinigt und mit Sand, Asche ober dal. brttr ,-jt mtrb Schnee unb Eis sind auf ber Stratze autzerhald des Bürgersteiges unb der Gossen so auszubausen. datz eine Störung des Betriebes der S ratzend^rhn twrmwben wirb das Wegfchaffen des Schnees erfolgt durch die städtische Sttohenreimgung II. Müllabfuhr Jeder Eigentümer eines bebauten Grundstücks bat den entstehenden Müll unter Benutzung der städtische,, Müllabfuhr wegschaffen zu lassen. fiüt die Adfuh, des Mullz sind die tx>n der Stadt Gtetzen für die Müllabfuhr erlassenen Be- stinnnungra nuitzgedenb. Soweit Me Müllabfuhr nicht durch dz« stödtische Müllabfuhr auf Grund der von M-r Stadt Gietzen erlassenen Bestimmungen erfolgt, hat der Verpflichtete die Abfuhr selbst pornehmen zu lassen Zuwider Handlungen gegen vorstebenbe Bestimmungen werden, soweit nicht Bestrasung auf Grund des § 38ö 3U1 9 und 10 etiuulrelm hat mit Geldstoasc bis zu 300 Mk bestraft erledigt, bei denen es sich daurt, -chllch um Brrftbtze «egen die PretsschiUterverordmuia bandelte, bie mit Strafen bis zu 10000 Hx. belegt wurden Zwet autz'.^ndische 6toffMnb- kr wurden mit 100000 bzw. 150000 Mk bestraf! Der Markt auf dem Zeniralptehchos wird morgen In der gleichen Weise lcherwoch: Verben. Ber Swfrperfebr zwischen KopenchaGe» nf HoMburO. Berlin, ir. April a in d u r g vom 17. April ab von der Dcrnsdr Lustsan Selskab, Kopenhagen und der Dem- I■f'rtt Aerv-Llodd A.-G.. ?*erltn, Sommer- ltratzc 4, tn BetNedsgemeinschafi nach nachstehendem 51uaplan ausgenommen wird Ad Kopenhagen 4 Uhr nachm^ un Hamburg 6 Uhr adetids. ab chamdurg S Hbc vorm- an Kopenbagen 11 Uhr Dorrn. Tarife: Pasta- giere 80 dänische Kronen, Freigepäck dis 15 Kilo. Uebergewichr 1,50 Kronen pro Kilo Fracht: 2 Kronen pro Kilo. Großer Wald« uud chesdebranb. Hamburg. 13. April. (Dolfs.) Durch einen groben Wald- und -eidebranb wurde tm Landkreis Harburg erheblicher Schaden angerichtet, ber auf drei Milliarden Mark geschätzt wird und insgesamt 80 Morgen choizdestand und 150 Morgen Heide vernichtet hat. Das Feuer ist anscheinend durch kochende cheidevanderer verursach! worbe«. Schisssungiück m «er»». - 18 Persoae» ertrunken. London. 13. April- iDTB.) Aach einet Aetllermelbung aus Mexiko ist hei einem pldglich einseycnden Unwetter zwischen Belke unb Paaedlec einMotorbootgeken- tert. Der Bischof von Belice unb 17 andere Personen sind ertrunken. 50 Insassen wurden gerettet. ge« einaertchreen Standgerichte haben gestern ihre Arbeit auf, <4entral»arkthall Bertichette über 21 Mark, weiblich 945 von 16—21 Jahren, männlich 1 125 000 Mark, weidlich 766 000 Mk. «Zur Versicherte unter 16 Jobren, mLnnllch 675 030 Mk, weidlich 495 000 Mark. Die Sonntagsruhe i» Barbier- und Frise «rgewerde in der S t a d t G > e tz e n. Auf Grund des H 41 d der Gewerbeordnung bat bas Kreisamt auf Antrag von mehr als zwei Drittel« ber beteiligten Gewerbetreibenden dts auf weiteres völlige Vetrirbsruhe an Sonn- unb Feiertagen. ausgenommen die ersten Bdeibnachts-, Öfter- unb Ps nastfelertage. tm Barbier- unb §rifetrrgett>ertc ber Stadt Gießen a«geordnet. DOHrend btefer Betriebsruhe, die auch von den Angehörigen der Getverbetteibenden zu beachten «st, hat jede gewerbliche Tckttgkelt, auch solche außerhalb der eigentliche« Be- ttiebsstatre, zu unterbleiben. 3«widechand- Iungen gegen vorstehende Anordnung werden aematz $ '.46a Gewerbeordnung bestraft. Die Anoronunq Ist sofort In Kraft getreten. •• Deutsche DoikSpartel Am Montag sand kn, GeDerbehaus Mz Monatsversamm- u g ter Frauen ?e. DAP Halt Frau S abt- verordn«!- a.u»tte Schen k, die geltgentildb eines Au »ent dal les in Bipperfürtb, einer Deinen 3nbrtf- Borans chlag ergibt ein Defizit von 40 MN Ionen. zur Ttedung desselben wird ein S:euer- zuschlag von 6 Prvz auf Hausbelltz 83 Proz auf Landwirtschaft und 20 Prvz auf Ltewerbe vorgc-schlag m di- er Bcrfbbq wi d jedoch eilig teJämvfi unb b.sha.b tti Vertagung.anrra» zur nochmaligen Beratung an tenommen — Das Stubienhonorar an dem Polvtechni- ku m wird aus 40 003 Mk für das Sc urtter. für valutastarie Ausländer auf 250 Goldmark festgrietzt. Er-dhung nach ber Geldentwertung l*feibt norbebaltei. 3u bei Kosten des P r» l v- technikums ieistet ber Staat nunmehr «inen Iufchutz txm 75 Proz. • Butzbach 12. April Die jüngste Ge- meinderatssivung beschäftigte sich vor ihrem ibvretU b^nchteteni wruiligen Schluß u. a. auch mit ber Dasfeiwerksrechnung The Ausgaben für das Merk beliefen sich Im letzten Rechnungsjahre auf 15 783 703 Mark denen nur 1 W 539 Mark an Einnahmen grgenübvrtuinben. fv daß ein Best von 13 773 184 Mark zu decken bleibt. 3ur Minderung dieses Fehlbetrags wurde das Masset gelb mit Dirkuna ad I Ja» nuar bs IS auf 350 THart für ben Kubik- metei erhdht. Man hoff» hierdurch rund 7 Millionen Mark au vereinnahmen Tdi der tcvm noch verblrtbenbe Restbetrag von über 6 Millionen gedeckt werden soll, ist noch nicht entschl.-den. '• Beründerungen Im Kre isla g s An Stekle des auS'.efchiebenen Krcis- tag^mUgllebee Rechtsanwa.t Georg Vlnb zu Gründera. hat dir Kreiswahlkommlsslon den Rektor <7 h r l st i a n A o t h -u Sich als Krcis- tagSm'.tglied bezeichnet " Der durchschnittliche Iah- resardeitsberdicnst land- und sor st wirtschaftlicher Arbeiter Ist Dom oberversicherungsamt Darmstadt auf Grund der Aeichsr erslcherun^Sordnung mit Wirkung vom 1. '21pitl 1923 ab wie folgt fest- Ssetzt worden: «) für die S t a d l G l e ß e n : ür Bersicherte über 21 Jahre, münnlich l 575000 Alk. weiblich 1 170000 Dark. Für Dsrsicherte Don 16-21 fahren, münnilch 1 305 000 Dk. w^diich 900000 Mk. Jur Versicherte unter 16 Irbren. männlich SlO OcO Mk. weiblich 5Ä'.000 Dk b) Sür alle Übri- gen Gemeinben beS Kreise«: Aür E4ieße»er Ltraskammer. Gieße». 10 Apnl Der Müller Karl Amenb von Großer- Cteibert batte nn Tüün 1922 einem btehgra Bäcker tz^vrrsentiges ^rtjcnbroiEwt^ gelte ert. das nach ben .ngm des ^bcmi'Arn .!?--ert»chu-gs- air’.r* «IMM 10 kr?ze-' 5 Brvzent Jn tränt lamm und andere Tknmr Achtung Mk'WIkl!! Nur für Wiederverkäufer Ausnahmeangeboi Eichene Schlafzimmer Lasierte Uüchen Bureaumöbel Beste Qualität! Billiger als jede Uonkurren; Zur Frankfurter Messe: K«GM« Stand Nr. 4125 Ausschneiden! 2658s? Bekanntmachung. Nach Artikel 1 § 6 des Gesetzes über die Berücksichtigung der Geldentwettung in den Steuergesetzen vom 20. März 1923 (Reichsgesetzblatt 1, Seite 198) wird von den Erträgen aus Kapitalvermögen, die nach dem 3. Apttl 1923 fällig werden, die Kapi- talertragsteuer bis auf weiteres nicht er- hoben. (Die Aprilzinsen sind noch kapital- ettragsteuerpflichtig, insbesondere wird also der Aprilkupon noch gekürzt.) Während der Dauer der Nichterhebung der Kapitalertragsteuer erhöht sich nach Artikel 1 ß 2 des Gesetzes bei den Lrwerbs- gesellschaften die nach § 11 Abs. 2 des Körperschaftssteuergesehes auf die verteilten Gewinnanteile zu entrichtende Steuer um 10. o. H. Sie beträgt somit bei den nach dem 3. April 1923 fällig werdenden Dividenden usw. nicht mehr 15, sondern 25 v. H. Die Erhöhung auf 25 v. H. gilt jedoch nicht für Gesellschaften mit beschränkter Haftung der im § 3 Ziffer 5 des Kapitalertragsteuer, gesetzes bezeichneten Att. Rosenbaum, Ftttz, Löwengaffe 20 Rühl, Ludwig, Marktplatz 13 Reusch, Konrad, Wiesecker Weg 3 Schmalz, Friedrich, Bismarckstrahe 40 Schomber, Willi, Walltorstrahe 51 Schmidt, Hugo, Wilhelmstrahe 8 Dollmer, Gustav, Frankfutter Str. 89. Giehen, den 7. Apttl 1923. 25648 Der Oberbürgermeister. J.D.: Dr. Rosenberg. 7. Fichtenstämme2. 3. 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Etwaige Abweichungen im Festgehalt bleiben vorbehalten. Angebote, getrennt nach Losen, Holzart und Klaffen, sind verschloffen mit der Aus. schrift „Holzlubmission" bis Samstag, den 21. April 1923, nachmittags 2 Uhr, bei uns einzureichen, woselbst auch die Oeffnung derAngebote erfolgt. Die Verkaufsbedingungen, denen sich die Käufer mit der Ein- reichung ihrer Gebote unterwerfen, liegen bei uns zur Einsicht offen. Das Holz ist mit Rinde gemeffen. Alten-Buseck, den 13. Apttl 1923. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Spiegel Facett- in 3/4 weih und Kristall, mit u. ohne ’ MWRMlk.Mlel Dienstag. 17. April, 8*/< Uhr W-BflWl! im SewerbehauS, Kirchstrahe. 1. Jahresbericht 2. Bericht der Stadtvervrdnetenfraktion 3. Dorstandswahl 4. Wahl des 1. und 2. Vorsitzenden 5. Mitgliederbeittag 6. Verschiedenes. J968v Der Vorstand. Liebigshöhe Hch. Stecken Telephon 1579 Eigene Konditorei Sonntag 4 — V27 u. 8 -11 Uhr Konzert M W naö laafenö Sanier von All»klSllk« (Rückstände), Alteisen, Guhbruch, Spänen, Keffeln, Maschinen, Werkzeugen, alten Werken und Bettiebsetnrichtunaen aller Art, auch zum Selbstabbruch. M MlllllmimlNW- g?sMllsllli.S.tz.,AMN (Dinttrels) [2694h Suche mich an kleinerer mechan. Werkstatt zu beteiligen oder sie zu übernehmen. Weiterbeschäftigung des Vorbesitzers beabsichtigt Schttftl- Angebote unter 02515 an den Gießener Anzeiger erbeten. N'nr noch heute nndmorgen < „Oie Mieter Schauspiel in 5 Akten mit der berühmten amerikan. Schönheit Enid Bennett. Ferner: „Oer scOme Zeuge“ x Ein spannender Kriminalfall. Anfang 4 Uhr — Sonntags I Uhr lotste Vorstellung 8.16 Uhr. Großes Orchester. Malle mim Sonntag, den 15. April 1923 TANZ Wiener Ballorchester Anfang 8 Uhr, ^p) Enda 12 Uhr. Suche mein in guter Lage befindliches Anwesen (als kleine Fabrikanlage geeignet) nuhbttngend zu verwerten. 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April 1923 durch die Firma Import- und Handelsgesellschaft Benner, Krumm & Sauer, Dleichstratze 4, aus- D. R. P. tu. mit ihren unerreicht dastehenden Vorzügen: 1. Unbelasteter An lauf des Motors, dadurch nußerordent- Hcbe Schonung von Zuleitung und Motor, Ersparnisse an Sicherungen usw. Z. Aiimähliche» und «RnftCK Anlagen der Arbeitsina- Nchlnen, besonders derjenigen mit hoher Tourenzahl u. großen Schwungmassen. 3. Gerina*te Dajrerdriickc. deshalb niedrigster Kraft- verbrauch. größte Haltbarkeit der Lager. 4. Rlernenersnarni*. Erhaltung der Elastizität, da in den Betriebspausen die während der Arbeit entstandene Dehnung wieder ausgeglichen wird. 5. Große Rotrlebseicherhelt und Bequemlichkeit, Kürzen der Riemen nicht mehr nötig. 6. Automat leche Riemenspaimung, Ausgleichung der Arbfitestöße im Riemen. 7. Antriebsmöfirlichkeit nach allen Richtungen. Im Betrieb anzusehen bei Hauptvertreter; linD Friedrich C. Weiß, ©rünberg. 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