113. Jahrgang Mittwoch, 14. Zebruar 1923 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Dnirf nnODtrlag: vrvhl'sche UniversttS>r-v«ch- unt> Steinörutferei R. fange in Sietzen. Sdjriftleitung und Seschäsirftelle: Schnlftrntze 1 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bif* zum tiachmiilag vorher ohnejede'tlerdindlichkeit. Preis für 1 mm Hohe für Anzeigen v 27 mm Breite örtlich 40 Mk, auswärts 50 Mk.; für Beklame» Anzeigen von 70 mro Breite 180Mk.De, Platz» vorjchriji 20"/« Aufschlag. Hauptfchriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumichein.fürden Anzeigentell: Hans Leck, sämtlich in Gießen. Nr. 38 Erscheint täglich, außer Sonn» und feiertags, mit berSamstagsbeilage: GießenerFamilienblätter Monatliche vezuarpreife: 1825 Mark und 75 Mark Trügerlohn,durch diePoft 1400Biark,auchbei!1licht- erfcheinen einzelner Num- mern infolge höherer Gewalt. - Jernfprech. 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Sie handele aber tn solcher Weise, daß sie die Schwierigkeiten der Alliierten nicht vermehre. Die Rede weist auf die Weigerung der T ü r k e n hin, den Lausanner Vertrag zu unterzeichnen, und spricht die Hoffnung aus, dah die Türken unterzeichnen werden wenn der vollständige Bericht über die Verhandlungen der Konferenz in Angora eingetroffen sein wird. Die Regelung der englischen Schuld bei Amerika wird mit Befriedigung verzeichnet, da sie den Entschluh des britischen Volkes beweise, seinen Verpflichtungen gerecht zu werden. Einschränkungen in den öffentlichen Ausgaben feien dringend erforderlich. Die Thronrede gibt der tiefen Sorge wegen des ernsten Standes des Arbeitslosenproblems Ausdruck. London, 13. Sehr. (WTD.) Heute nachmittag 3 Tlhr begann im dichtbefttztc-n Unter» Hous die bedeutsame Debatte über die Thronrede. Das unionistisch? Mi'glled Roberts brachte eine Dankadresse ein und erklärte in seiner Rede, es habe niemals in der Geschichte Englands eine Zeit gegeben, in der die auswärtigen Angelegenheiten eine größere Rolle gespielt hätten als jetzt. Uebcr die Ruhraktion Frankreichs sagte Roberts, die Herzen der Engländer seien bei den All ierten. Sie wünschten Frankreich Erfolg bei der Aktion, die nach ihrer Ansicht allerdings keinen 6.folg haben könne; sie Hofften, kah sie mit dieser An icht Unrecht hätten. — Der nächste Redner der Unionisten, Solling- wood Hughes, erklärte, der freundschaftliche Geist, der seit so Wielen (Zähren zwischen England und Frankreich bestanden habe, müsse gefördert und dauernd gestaltet werden. Alle hofften, dah die Regel nz der Shwierig'ci.en in Europa durch ein Zusammenarbeiten der Engländer und F.an- zvsen zustande gebracht würde. indessen ein Übereinkommen unmöglich. England habe sich nicht dagegen gewrndet, dah ein Druck auf Deutschland ausgeübt werden solle, sondern dagegen, dah ein derartiger Druck ausgeübt werde, um unerfüllbare Bedingungen zu stellen. Einer der Gründe der französischen Ablehnung des Vorschlages war, dah die Franzosen die Ansicht Vertraten, Deutschland werde imstande sein, in n rEr.er. 20 Jahren die gesamte Summe von 25 Millionen Pfund Sterling abzubezahlen, und dann in einer ebenso starken Stellung wäre wie früher. Er g'xiube, dah das französische Gefühl der Unsicherheit der Ablehnung des britischen Reparationsvorschlages zugrunde lag. Die Franzosen würden g?rn? Reparationen haben, aber s i e möchten nicht, dah Deutschland stark genug sei, um Reparationen z u bezahlen. Da; französisch» Volk wolle sich nicht mit der Lage abfinden, beaor der Verl uch mit der Besetzung des Ruhrgebietes gemacht wurde. Hetzt haben sie es versucht. Ich hoffe, sagte Donar Law, wir würden in die Lage körn- men, den Wiederaufbau Europas Seite an Seite mit Frankreich fortzuführen. Wir waren dec Ansicht, dah der französische Schritt gefährlich und verhängnisvoll für das Wirtschaftsle en Europas sein werde. Die Ereignisse haben das b e ft ä t i g t. Was ich befürchten muhte, ist geschehen, und es ist noch kein Ende abzusehen. Die Ruhr ist die Hauptschlagader des europäischen industriellen Lebens, und Frankreich fügte sichselbst gröberen Schaden zu als den anderen. Rach einer ergänzenden Meldung sagte der Premierminister Drnar Law in feiner Unterhausrede Noch unter Bezugnahme auf die letzten Konferenzen in London und Paris, er hätte gehofft, dah Frankreich die allgemeine Meinung teilen würde, wonach die finanziellen Verhältnisse Deutschlands ein Moratorium nötig machten. Während der Verhandlungen hätte er aber gefunden, dah Frankreich während des Moratoriums so grvhe Beträge erhalten xu können meinte, wie die britischen Sachverständigen nach Ablauf des Moratoriums erhofften; mit anderen Worten, Frankreich habe wohl ein Moratorium dem Ramen n ach, aber nicht der Sache nach gewähren wollen. Der britische Vorschlag war nicht zur Rettung Deutschlands bestimmt, sondern hare darauf abgezielt, die Frage auf eine Grundlage zu stellen, auf der Deutschland hätte Zahlungen leisten können. England habe kein Moratorium ohne Sicherheiten vorgeschlagen, noch habe es ein solches vierjähriges Moratorium in Vorschlag gebracht, dah Deutschland nach dessen Acliuf stark Hierauf e griff der Führer der Arbeiterpartei, Ramsay Macdonald. das Wort. Er b -sohte sich zunächst mit inneren Fragen und sagte, die Arbeiter bofft-m. dah p attische Versuche 'zur Lösuna der Qftb. itrlvserf oge unternommen- würden Bezüglich der Ruhrbesehung stellte er zahlreiche Fragen. Seine Rede gipf lte in dem Der- . langen einer Vermittlung, wofür er den Völkerbund empf.chl. Asquith, der die Thronrede scharf ironisierte, drückte denselben Gedanken einer Vermittlung des Völkerbundes noch lebhafter aus. Er will durch den Völkerbund auch die Sicherheit Frankreichs und die Abrüstung erreichen. Donar Laws Rede. Danach stellte Bonar Law die Pariser Konferenz und die Motive Frankreichs dar. London, 14. Febr. (WTB) 3m Unter- Haus sagte der Premierminister Bonar Law zu der Besetzung des Ruhrgebiets, er sei davon überzeugt gewesen, dah Frankreich mit bi fern Sch-itt etwas tun werde, was verhängnisvoll nicht nur für Deutschland, sondern n e, E g a cd labe rorgefchlagrn, toß, wenn zu iigvn. •eine: Helt, selbst in u_n e.|ten 6 Monaten, Deutschland die E.-füllung feiner Der» pflichüng.n abgeleh-tt hätte, d.e englische Pol'uik sich Frankreich bei der C.g.eifung von 6 inhto.Kn cmg-eschlosse c halte, die notig gewesen waren, um die Durchführung jener Politik sicher zu stellen. Frankreich habe es abg lehnt, diesen Vorschlag auch nur als Grundlage dec Erörterungen anzunehmen, Donar Law ging da.m auf die Sßartfur Konf.nen^ ein und betont?, drh der britische Vorschlag nicht unabänderlich gewesen sei und dah, obgleich !ec Vorschlag der einen deutschen Vorsitzenden der Kommission vorsah, vielleicht ein psychologischer 3rrtum war, es die Ansicht Groh- britanniens pewes-.-n fei, dah. wenn Deutschlands Verpflichtungen festgesetzt würden, es nicht nur den Alliierten, sondern auch b?r übrigen Welt vernünftig erscheinen mühte, die Deutschland G eld leiben sollte. Es fei die Ansicht G ohbritanniens gewesen, dah ein deutsches Mitglied zu diesem Zweck an den Dwatung.n der Konferenz teilnahmen mühte. Auherdem hätte der Deutsche nicht über die _ Frage von Zwangsmaßnahmen mit- stimmen können son^nm nur über di-» F-^'vre der besten finanziellen Methode. Das einzige britische Ziel sei gewesen, den Dochstvetr .q an Reparationen zu e l rng-m. und er fei enttäuscht, dah der britische Vorschlag so wenig Erwägung gefunden habe. Der Minister erinnerte dann an die Bedingungen des fra"zöllsch»n Vorschlages, der Zahlungen an Frankceich bereits während des ersten Hahres des vorgeschlagenen Moratoriums versehe Sein Besuch in Paris habe ihn überzeugt, dah keine von der gegenwärtigen Kammer unterstützte französische Regierung möglich wäre, die diesen Vorschlag nicht ausführen würde. Die britischen Vorschläge s?i?n gerecht und grohmütig gewesen. (Beifall.) Auf den Desch'uh Frankreichs, das Ruhrgebiet zu besetzen, hätte Grohbriwwrien mit einem Bruch der Entente antworten können, aber er glaub?, dah dies unklug gewesen wäre. (Beifall.) Als aufrichtiger Freund Frankre'chs fühle er sich verpflichtet, zu sagen, er könne nicht sehen, dah Frankrvich das bekomme, was es wünsche, nab wenn das Ergeb:is der Ruhrbefetzung und der Besetzung des linken Rheinufers darin bestehe, das deutsche Nationalgefühl zu stärken, werde später eine Gefahr daraus erwachsen. Es sei zwecklos, den Völkerbund anzurufen, wenn man sich?r sei. dah Frankreich nichts mit ihm zu tun haben wolle. Er sei sicher, dah dies die Haltung Frankreichs fein würde. Möglicherweise w rde Frankreich in einigen Monaten es als nötig betrachten. Dann würde der Augenblick da fein, einen Versuch zu machen. Reichspräsident Ebert in Darmstadt. Darmstadt. 13. Febr. (WTD.) Der Reichspräsident traf in "Begleitung des Reichsmini st ers des 3 nne r n und des Reichsschatzministers hcu.e nachmittag kurz nach 4 dllhc in Darmstadt ein. 3m Staatsministerium. wo der Hess sch,? Staatspräsident 11 l - r i ch die ReichZregierang b.grüßte, fand eine De- sprech'M«? ftatt *--t h-*- Bert aller Stände und Berufe geladen waren, besonders aus dem besetzten titeuut. aer ^gruizung »hielt Reichspräsident Ebert eine Ansprache, in der er Bezug nahm auf seinen Besuch in Karlsruhe und heute nachmittag in Mannheim, namens der Reich sregierung dem schwer bedrängten Hessenland die ^rzlichsten Grüße überbrachte und die Versicherung abgab, dah di? Reichsreg ecung für die Leiden des Volkes im besetzten Gebiet vollstes Verständnis habe und gewillt sei, mit allen Mitteln diese Leiden zu erleichtern. Es sei unbedingt nötig, dah in diesem gigantischen Kampf, den das deutsche Volk um seine Existenz führe, alle Teile des Dolles zusammenstehen. Dann könne der Sieg nicht ausbleiben. Es gehe um die Existenz des Reiches, um die Einheit des Reiches und um den Bestand der Republik. Wir hätten gegenüber unserem Land und gegenüber unseren Kindern daher die Pflicht, einheitlich und geschlossen zu- sammenzustehen und alle Unterschiede der Weltanschauung zurück'.astellen. Unsere Parole müsse sein: (Sin Wille, ein Weg und ein Ziel. Rach der Rede folgte eine Aussprache, in der alle Wünsch?, Klagen und Beschwerden der besetzten Gebiete besprach m wurden und über Mittel und Wege beraten wurde, die Lage erträglich zu gestalten. Rach der Diskussion hielt Reichsmini st er Oeser eine Ansprache, in der er die vielfach aufgeworfene Frage nach- dem Ziel des Kampfes folgend ermaßen beantwortete: Das Ziel ist. Deutschland freizumachen von jeder Fremdh rcschaft, die deutschen Hoheitsrechte wieder herzustellen und uns wieder za Herren in unserem eigenen Gebiet und in unserer eigenen Wirtschaft zu machen. Wir können nur mit dem Mittel des wirtschaftlichen Kampfes kämpfen; aber dieses neue Kampfmittel der Wirtschaft wird vielleicht den Krieg überwinden. Dann wird Deutschland der Welt mehr geschenkt haben, als es jemals in der Weltgeschichte der Fall war. Zum Schluß legte Staatspräsident Ulrich noch für Hessen das Gelöbnis der Treue ab. * Auch in Mannheim hat der Reichspräsident im Bei ein ter Minister Oo'er u. Dc. Albert sowie des Staatspräsidenten Remmele aufmunternde Worte an die Bevölkerung gerichtet. Die deutsche Protestnote gegen die Ausfuhrsperre. Berlin, 13. Febr. (Wolfs.) Der deutsche Geschäftsträger in Paris wurde beauftragt, der französischen Regierung eine Rote wegen der neuen Ausfuhrsperre zu überreichen, in der es heißt: Die Begründung der neuen Maßregel kennzeichnet sich selbst als ein Borwand und bedarf keiner Widerlegung. Sie ist ein offenes Eingeständnis der Tatsache, dah die Besatzungsmächte mit den bisherigen Gewaltakten und mit dem durch die Ruhrbesetzung begangenen Unrecht sichnichtzumCrfvlg verhelfen konnten, und daß sie sich deshalb zu einem immer schwereren An- rechtgetriebensehen. Nachdem zunächst die Versuche der Requisition von Kohle und die alsdann angeordnete Sperre der Kvhlen- ausfuhr nach den unbesetzten Gebieten nicht zum Ziele führten, scheuen die Besatzungsmächte jetzt nicht mal mehr vor Maßnahmen zurück, die mit der angeblich angestrebten Sicherung der ReparationSl.eserungen in keinerlei Zusammenhang gebracht werden können, sondern lediglich die Folge haben kann, das deutsche Wirtschaftsleben weiter zu zerstören. Die deutsche Regierung weiß, daß es den Besatzungsmächten auch mit diesem Gewaltakt nicht gelingen wird, sich die Bevölkerung des besetzten "Gebiets gefügig zu machen, sie p r o t e st i e r t gegen das neue Anrecht und macht die französische und belgische Regierung verantwortlich, daß die Fähigkeit Deutschlands zu Reparationsleistungen zum Nachteil aller alliierten Mächte in immer höherem Maße vernichtet wird. Der Geschäftsträger in Brüssel ist angewiesen, eine gleichlautende Note zu übergeben. Neue Gewalttaten. Essen, 13. Febr. (WB.) 3nHennefbei Troisdorf sind 30 Wagen mit Halbzeug beschlagnahmt worden. Die Franzosen untersuchten auch die Wagen mit Stückgut. Der Personenzugverkehr wird durch Kontrolle stark behindert. — 3n Brakel ist eine Protest» Versammlung gegen die Verhaftung von Schupobeamten von den Franzosen mit aufgepflanztem Bajonett auseinander getrieben worden. 3n Blankenstein ist Deputatkohle fortgenommen worden« Am Durgplatz in Essen ist ein 1 5 j ä h r. Obersekundaner von der französischen Wache weggeführt worden, wobei ihm der Unteroffizier einen Revolver an die Schläfe hielt. Am Eingang der Post hat der Sekundaner mit der Reitpeitsche einen Schlag über die Hand erhalten und ist später in einem Zimmer durch Fußtritte und Schläge mit der Reitpeitsche über den Kopf mißhandelt worden. Ein Offizier der Schupo hat schließlich die Freilassung des Zungen wieder erreicht. F r a n k f u r t a. M., 13. Febr. (Wolff.) Der Eisenbahninspektor Schroth aus Eronberg (Taunus) und der Stationsmeister Braun vom Bahnhof Eschborn sind heute verhaftet und wahrscheinlich nach Königstein i.T. überführt worden, angeblich, weil auf dem Bahnhof das Plakat für Ruhrhilfe angeschlagen war. Außerdem ist der OberregierungSrat Dr. Stegner von der Reichsbahndirektion Trier aus Trier ausgewiesen worden, seine Frau hat in vier Tagen zu folgen. Der Zwischenfall in Gelsenkirchen. Gelsenkirchen, 13. Febr. (WTD) 3n einer außerordentlicher Stadtvervrdnetensitzung teilte der dienstälteste "Beigeordnete Dauiat Ahrendt mit, daß der französische Major heute vormittag von der Stadt eine Zahlung von 100 Millionen Mark bis morgen mittag forderte als Sühne für den Zwischenfall mit den beiden Gendarrr.ecieoffizieren. Dieses tourte von der Stadt a b g e l e h n t. Die Stadtverordnetenversammlung kefch'.oß, morgen eine Abordnung zu dem General Degoutte nach Düsseldorf zu entsenden und (regen der Freilassung der Verhafteten zu verhandeln. Gelsenkirchen, 13. Febr. (WB) Heute nachmittag sind der Oberbürgermeister Wedel ft edt und der Bürgermeister Antoni sowie Polizeipräsident Stieler unter großem Aufgebot von Truppen und Tanks verhaftet worden. Außerdem ist die "Verhaftung des Majors P u n o w von der Sch u h p o l i z ei und des Vorstehers der Reichsbanfiliale, 3 u r i, erfolgt. Die Truppen haben das Rathaus und die Post beseht. Gegen 4 Ahr nachmittags ist die gesamte französische Besatzung aus Gelsenkirchen wieder abgerückt, und die besetzten Gebäude sind wieder geräumt worden. Mit Ausnahme der schon früher hier gelegenen Besatzung ist der alte Zustand wieder hergestellt. liebet das Schicksal der verhaftet abgefüfirten Polizeibeamten ist immer noch nicht das mindeste bekannt. Die „Rhein.'Weftf. Ztq." auf 14 Tage verboten. Essen, 13. Febr. (Wolfs.) Heute mittag erschienen drei Offiziere und 30 Mann vor dem Gebäude der „Rheinisch-Westfälischen Z e i t u n g“. Zwei Offiziere begaben sich zum Verlagsdirektor und teilten ihm mit, daß die „Rheinisch-Westfälische Zeitung" auf 14 Tage verboten fei, und daß außerdem eine W a che in dem Hause untergebracht werde. Vor dem Gebäude ist daraus ein Doppelposten aufgezogen. Eine Note des Reichskommissars für die besetzten Gebiete an die Rhelnlandkommission. Berlin, 13. Febr. (WTB.) Der Reichskommissar für die besetzten Gebiete übergab der interalliierten Rheinlandkommission folgende Rote: Die interalliierte Rheinlandkomnttssion hat mir meine Schreiben vom 3D. uad 31. 1. 23, mit welchen ich ihre Protestkundgebungen des Vereins zur Wahrung der Rheinschisfahrtsinterefsen e. V. m Duisburg, der Vereinigung von Danken und Tankiers im Rhe n"and und R^einlan^-Westfalen e V. in Köln und der Arbeitsgemeinschaft der ich in sch-west.äl schm Ort grub e der Vereinigung von Oberbeamt?n im "Baugewerbe e. V. ii Köln zur Kenntnisnahme übersandte, mit gefälligem Schreiben vom 2. d. M. Rr. 8707 zurückgegeben. Sie hat dazu auSgeführt, baß es mein? Aufgabe sei, ihre D?ziehungen zu den deutsch?n Derwal- tungsbehörden zu erleichtern und nicht Protestkundgebungen von Verbänden und Einzel- Personen zu ^provozieren" und ihr zu übermitteln, die eine ^Rebellion" gegen das Ansehen der Rheinlandlomrnission darstellten. 3ch beehre mich dazu im Auftrage meiner Regierung folgendes zu bemerken: Die obengenannt ?n drei Eingaben weisen allerdings mit aller Deutlichkeit auf die Schädigungen hin, die dem rheinischen Wirt- fctafteLben durch die neuerlich gt.offenen Maßnahmen zugefügt werden und lassen auch erkennen, daß die Unterzeichner durch nichts von der Befolgung der von ihrer verfassungsmäßigen Regie- rung ge'ebenen Weisungen sich w?rden abbringen lassen. Diese Eingaben können aber weder nach ihrer Form noch nach ihrem Inhalt als ein QI 11 der JR e b e H i o n“ bezeichnet werd?n_ Wenn aber die interalliierte Rheinlandkommission behauptet, diese Eingaben s?ien von mir ^provoziert" worden, so miß ich diese Behauptung entschieden zurückweisen und fe'tftellen, daß diese Behauptung in keiner Weise begründet ist. Tatsächlich liegen durchaus selbständige Kundgebungen der betreffenden Verbände vor. Die rheinischen Wirtschaftskreise sind vollkommen in der Lag?, selbst zu erkennen und auszuspcechen, was die neuerdings von dec interalliierten Rheinlandkommission durchgeführte Politik für sie bedeutet. Wenn die Interalliierte ♦Mts Mhm --n?e?eroarrderedrv«rS«. 'Su^itabtf' X BT auf Je* Borberfeü* f <.*)(■* bie roet In denkbar bescheidenen Sternen ballen ’o bah Icfbft ein volldetchüftiatcr TRu'lflebver nicht an. ncbernD bo-l dcunge GtllienzminimuW, «ro dei en kann Leider ih ein grober Teil des Publikums über Ne schlimmen folgen eines Ich'ech» ter. Rrfongs • Unterricht« nicht genügend unterrichte! und werd — Mafia «u IMl — erst durch Schaber t. ig Dir nbttgr Sorgfalt bei 2a#- vadi des 3u<;trbrcr« 5 - brtngenb «rtvrdedich Bezüglich der Honorare wird von leiten der Schüler bzw deren.Ülkern vrl e V r AnDrU erwac e: ür di • Tote« b g e t. Ire* der Shi»t der Z^ii du ch Xtrtfüb-rjng des Mulkunterricht« e ne bebrütend« M-t.luxurbeil yi er ballen. vornotizcn. — Tageslalender für Mittwoch Stadttheaier. 7 Uhr: .John Gabriel 'Bortman". — L.chtspl k raus. Bahnhofstraße: _T.e deutsche Hol Im Thibraebief, .Äean" und .Schande". — Palast-Ltchilpiele: .ßucte^la Borgia". — 2 u « dem 6tobttbeaterbureau. Vochmois M darauf hingewleim. bah die 2uf- fütrung .Titbdm Sell" am morgtgen Sonnrr*- log. abends Z Uhr. zu Gunsten der 2ubtbtlb flaUflnbet Wctttrvornussnqe VZinterNche TDltterung. leichter SchneeiaQ. Jrolt — 2n ber Südseite des Hochdruckgehiees über Osteuropa bringt eine ÄaUantHe westwärts vor. Landkreis Rieften. £ TB lef ed, 13. 5etnr In der Gemeinde» rat«fl6ungam Montag flanb als erster Punkt da« von der Prrvinztal.« malt £v.< b ’ ei geplante grobe Unternehmen, dte 9 e m e I n v t r t« schalt Oberhellen. nir Beratung Ser ®e- crat stellte |ich auf den Slanv Gedanke von lebt grober Bet* jebe Gemeinde ist. und ban das vorliegende Tlatcrlal eine eingebende Beratung ertordetltch macht Die Vorlage ging zunächst an dte Ftnanzkvrnmitttvn — Für die Unterballung der Straßenbeleuchtung tr.ll bat CL ftr utät«a>erf G wie es in einem Schreiben milteut. nur noch .n der Höbe de« Irlebensbetragsa flommen. Der Bür gerne i iier wurde beauftragt, hingegen Protest einzuleaen. — Für das Rechnung«fahrl922 ist ein gebtbelrag von etwa 6 Millionen xu beden, der durch die den Gemeinden gebliebenen BealfieuMi zu decken ist. Die F.nanztommilsto« soll lest stellen, ttne doch der Steurrauslchtag lest- zuletzen ist und dann dem Plenum erneut Voriage machen. — Der Gemeinnützigen Bau- genossenschalt wurde ein Baukostenzuschuft von 1 160030 AL »ugcbilligt — Für das 3aot 1923 loO das Belbltfebar(eb»n a u r F ö r» beruna be« Tb o b n u n g « b a u e « für jxt von der Gemeinde zu errichtende Doppel äu'er und vr raussichtlich zwei Pravalbauten taansptach^ werben. |. Trohe, 12. Fcbr. Dellern abend fant hier Im Burgketter ein Famillenabenb statt, bei dem der hieliae Drlanqvereln unb die Oberttalle der Schule mfttDlnten Werk- führer ÖMlmülltr von Rödgen unb Musiker Voll von hier Hanen den mu|!kaltschen Tell übernommen. Da« Quartett be« Mannergesangverein« Vbbgen sang zwei sehr hübsche Rechtsb üch« der Hel Ministerium des 3n der Cbd< Ä>. Jortktung. (Vachdruck pkboten.) fand stch Hans Bast t>oe Der Xrtnfbo'cr rüafperx sich Sana lab er Gs bi« uns nlenwnb die gaiyc TL»illU.ie w«t. mich *h m verraten t (gortfegut^ folgt) Die Tcurrungszus^ Schornsteinfeger sinl 2nxelger«e lind für un ere («brAngtei Volks gcnoi'en an der Bubt unb am Rhein weiter ein ee Milifärperlonalle. Wachtmeister a. S. Otto Vühl, früher Stad L/15 wurde Den Gebern ber.xllchst-n Dcm'l TMtert Spenden werten in der Geschäfts stelle bei .Gießener Anzeigers" aag nommen N« «ebne, zu vernicht Ob. es war wett gekommen ndt den flaute». lle wußte, et* mehr so« eil unb bble war' Die Bauern kiteee Pen: Buckler Voeichub die Damen eruAbC te sich Htaou 2nctbota von ihm. Wenn er ibn mir vichswette Mne. test, Seroßenrä. der. diele, Votksverderber' chäst« stell' bes .Gießener 15 für un ere lebiärxgte.i Vvlks- etne ewige_____________ Vvrtdmrl.r für Rech' unb 3t»t(ilal!on gelten Heutiger Staub des Dollars 10 Ußr vormittag«: V«lin 25 750, Sranfhirt a. HL 25 750. Aus S.abt unb Canb. Gießen, den 14. Frbruar 1923 Das Deutsche VolkSopser. Srüb am Krinkhof ein Ta« €an«hnltnnn«arlb ft k*'vv. die Co fron ' na Dinner muh Iunten. Darf nber da« Ätnbdieu Im »arten Atter fdioti darnnier le den? - 9lein! dhm muh dir eine tfle e und E,nNlr ng werden deren es ah einer aehmbrn. frdlilnrn tfni- t) beoatl. firme Uhr er ’oU e daher von .finitfr“ abaeben und dies nlibt:odfcrie «u- uerloih re. erfehtrtrtiefilnbrtnd’ rmiitel fcur* riroa« onlrteinrnb dMtnete» erleben, da» in ber IVirfuna aber nie nn jfiiiiete* beraiunrente । m-nnifl Jin mit »fiulefe' aennbrte« fimb nmertdielbei ht o , anderen bnrtb lein öorbilblittee u-ebeell sei? .Die linde« nich statt." St starrte ihn an. -Die Demoiselle bat sich anders besonnen. Ne geht ins Älolrr" Gr faate es ganz oeia'srn. er brache es la t ui rirenn Lächeln, al« er das dimm- Mrburie Gefich« feiner Allen »ah Kloster, ins Kloster! Das derobitte endlich ihr frommes Gemüt. Und dann dertchete sie der S^-t-d von Krinkhof war beute nachmittag baactrslnt. er hatte dringend dm He ro Ankens- lichter sprechen wollen. Morgen früh würde er wiederkommen. ‘batte der ite etwas zu ch-nchen über die Bande des Büdler Do der .Friedens- richter auch unterwegs angebaltm hatte oo nwald war aar .1 A. f* LA'Im ___•____ Deutscher Reichstag. 209. Sitzung. 2 Uhr nachmittags Berlin. 13 Jebr. 1923. Die zweite Beratung des Just izela ts wird foilgefcbL Dte Sozlältemolra en haben ein» Gnlschllcßang etngebt a ht au! B.*gnabigu.tg der m Bayern im Sabre 1919 wegen politischer Straftaten Verurteilten und der Teilnehmer an dem Gisenk'ahnerstretk im Oahre 1922. Die Unabhängigen ßebebour und Tb e g • mann fordern In einer G tt'chlicstung bte sofortige Bmneftlerung der Teilnehmer an revolutionären Kämpfen oter an ber 2baebr real- itonütcr Mlrcbungen 2bg Dr Kahl iD Vp s fordert die Gin- stellung eine! literarischen Fonds in len 5)uNize at, um zu verhindern, daß Organe von fo hoher Bedeutung wie die .Duilche ^aristenzeitung" woien Geldmangel« eingehen mus'en Redner verlangt Maßnahmen geoen die 2ot der 2ntrdhe. vor allem die x3ulalTunn der Vechtsanwälte « inr^eodrd.'N. die an mih gelangt sind. Äenitni« zu geben. Damit habe th auch dem Wunsche entsprochen, br* * die mteraUlierte Vheinlandkommis' on klbft noch alt ihrem gefälligen Schreiben vom 8 12. b 3. Ar. 6104 mir gegenüber ausdrücklich ausgesprochen hat. Wenn die interalliierte Ahetn- fanblommlpton nunmehr glaubt, ihre Hal u^g ä de.n zu sollen, un) ei abltjil von mir wettere Mitteilung n über die B I-werden der B Möllerung entgegenzunehmen |o g aule Ich meinerseits doch mit Vückltch' aul die mir aioertrautrn Ontereilen auch fernerhin nicht darauf verzichten |u tonnen, die mir au« den Äretfen der rheinischen Bevölkerung lugebenben Gin gaben an die inte.alllier:e Tibetnumbtommi*,Ion tpe terzulrtten 3db werde mir daher auch weiterhin erlauben, ei'*gaben nach der 2rt der obengenannten der i t al I ert n 2 e nlanblommlllio t ocr u e en, unb muh es alsdann dieser uoerlallen, mu Den sB.14llPcrden zu versak/vcn. wie fte es für gut de- Habet gez. Fürst v Hatzsekdt-WUbenburg. wolle B.edner krittflert die Bechifprechung in politischen Prozellen und namentlich da« unverständige Urteil 'w H?rtenprogeß. bei dem zweifellos antilemiti che Ivstickre w'igefprcchen hätten. Bf -r Dr Heinze legt dar. kaß der Gnkwart ref n-uen St:'j «tzInches dem Kabinett ovrliege. Der 3it»urf der Straf- ge i chts ref orm lei im Keichs rat beraten worden, alle dirte Sntwärte hätten aber to?gm der un- aünstigen Fell noch nich! verablchedet werden tonnen Mi' der S.rasrechtsrefvrm wü den auch die iarerllchen Vo k gre-chte verfchw nd.m Uebri- gen« Id da« Kabinett zu der Ueberpugung gelangt daß dte'e Volk-aerichte der V-ichsversasfung nicht wchrrt.-rech -n 2 ib eine großzügige Zivll- prvzeßrefvrm lei in 2rbe t Grenader der 3®* rabmr ber S -ied-oerichtsverfa^ ren werde zu p.üfen Un. ob dielei Versahrrn nich' in 2nglieke- rung an bie ord.mkllch-n Grrich e aer;g-U w.rden to -ne. Die Intla tang d>r B.ichfaerich e solle dadurch erreicht werden, daß In Lroillichen be Ttedllon fumm- beträchtlich erhöbt unb 11 St also chen eine Trennung »wi'chen ber erstinstanzlichen und letziinstanllichei ckn I che düng oorqe- nommen wird Hin'tchtlich der Asllage der 2n- wälte könne keine wirklich.' Hille gebrach' werden, solange die 2nwalt|chatt selbst unter sich nicht einig fei Bi der jhelchetbuna Zreform sollten wir gerade |W die'er Zett, welche die nationale Des bloss en heil fordert von einer Gel bgebung ab’rben die nicht besonder« drinalich lei. aber weite Volkskre-Ie »erlebtn mülle. Aar Gr-altung ber rechiswil'enlchattltch-n Prelle werde bic Tic- gteruna alles Grlorderlichr tun. 2bi. Bauer le (Bair Bpt) detzrichnel die GrUastung des Reichsgericht« al« drin^ich und lorbert eine Grwettrrunz ber Zuständigkeit ber 2m:«geiltit tm 3nleiefte der Anwälte 2bg ßebebour (US.) b.grüntot die von ihm eingebrachte Gntlchl ehu-g 2b j von Graefe id.-uischvölk.) weist die flrttii.ten 2u«‘ubrungn be» tiüring lch?n Mi- nister« Fröhlich über be Vorgänge in Gera al« uriutie fent) zurück und behält lich vor. beim Gtat des (Innern daraus zurücklutommen. Zhürtng Ich r Staatsm.Nlsier Frbhllch bebauet t die Kampfesweisc des Darredners. der hi r die thür.ng lch- Regierung angegriffen habe, ohne I Ine Bebauotunget beweifen zu können V-i taob i achm t ag 2 Uhr Dellerberatung Schluß 1 4Z Uhr. ber EhartUrrr al« Lsattna« mti der Btrerfttl- mzng ium Tragen der Unlsonn des 15. 3nf.» 2egl« verliehen. — Sie Slablperorbnelee-Bec- lammt ung werd sich in ihrer morgigen c' ent- lichen Sitzung, die um 4 » Uhr begtrit, w.ll 04 Borlaa« ter S'^dwerwattung zu beschäftigen ha« ten. Stader Raummangel verwebn es uns. Ne (Tonern mit Dieding vom 5 Aebruar ab wie folgt neu festgesetzt worden- für die Kehrbvzirte der Städte Darmstadi. Mainz. Offenbach unb Gießen auf 15000 Prozent, für dir übriaen Kchibezirtc des Uandes aus 19500 Prozent. De Gebühren rt.isch'ießlick» Teuecuna«»uschlag betragen demnach ab 1. Januar 192d tn den städtischen Äcbrbal.fcn bas 15Hache, in ben übrigen Kehrde^irten bes Landes das 190 achr der Grund- gebührensLye der Bekanntmachung vom 8 Mai 1922. Gin Schmucksachendieb stahl ist hier vor einigen Tagen In einem Hause tn der Gattenstraße enrdeai worden. Man vermutet, daß die gestohlenen (Btgcnftanb?, teren BJert auf rund -wei Millionen Mark beziffert wird, schon vor längerer Zelt fortaelchasst wurden. Die Vachsvrlchungen nach Dem Täler find eifrig Im Gange. • • Bau unfafL Bei einem Beubau in der Hey.i^enstaedtschm Fabrik brach ein 3rwn- gcTÜn zulammen, wobei sünf Arbeiter verunglückten. Tie Schuld an dem Unfall soll an dem mangelhaft konstrui rten Gerüst liegen, an fchart- kantige Hölzer gebundene Stricke waren gerissen und dadurch die Unterstützung mangelhaft geworden. ” Zallche Reichsbanknoten zu 5000 M c> r k Von ben seit Oktober v Z. tem Verkehr zi-a f h tcn R ich.'bm'notcn zu SOCOBU. mit dem Datum des 10 September 1922 Ist In D rlln eine .^ässhung auf;« t-.u4)L die als solche an tat nächst, «rod aufgrt ibrt-n haur ttächlich !cn TK-rfmrMcn unschwer zu ertennen Ist. Papier: D b t 5 Qt önt-s 2dlerPostV 1 : f r o d I e r. tl< W A^tontx^'erzeichens find anstelle tel fetlentai echten M 4 crzeichens i p ä ishe D ei- c*> ü« der Dutch7,cht bemerfbj: Vorder- und Rückseite Rohe unvollkommene Zeichnung ber Muster, fahler Druck Hinter den auf- gegangen : A. 9 2. 20 000. 1 Rate der Arbeiter ber Ja Großhanbetogesclllchaf: Strauß tz iSx 10 000. Schneiderkurtus Äliceschule 50 >0. ® ß. 1000. techn und touhn 2ngestellten ber Aa. Hch B.lnhnaim 28 450. L 5. 2000, Gemeinde Trois a Lda. 105 540. Angestell:« ber Fa Fvih Galh Zigarren- sa'arik. 2000, SH. L R 200. Mädchenllalle IV Besirtsschule 1000, Realgymnasium Quarta 2 7000. Gmrninde Glinb»h 39 100 2 ll en und 2r! . i e ber Fa S Smme tu« 18 418. Jtiafle Via Sladtknabenlchulc 2000. VLHIchule von $rL M Schad 050. Ja. Carl Schunck. 2 Rate. 10 000, 5. ©rrmlung ber Gemein'e Groß n 2 nXm 240 000, Spület tvr Str» 4kn d nlchule 200). K G. K V 1000. 2u« ber Spa büch e von Hans und Gre e Rotttall 300. 71 2 1000. Dilh 2rn,ld und .S nnl Ot-cfmutb. in der Mi tfch^l .Holländllcher Hrs". Beuern. g<1.mtmdt 3550. Ungenannt 400. Vor'-w Da'den- und Lackindustrie. Plackstraß«. 20 000 Mark Die Sammlung bat bis heute rund 10,25 Milliotze, Mark erbracht. 2baml leu'zte er tonnte ihr nicht zürnen. Hätte er s nur gekonnt. Ihm wäre leich er gt- troibeu Gr empfand unfllg ich's Mn.e d mit ihr. obgleich er leider Katholik war. fühlte er s doch wie Grauen dies junge ied ns volle Ge>chöps ins ÄlDfter?l Man würde ihr d.e langen Ichvar- wn Haare adlchteiden die wie Se.de über Ihren Rücken fielen, ihren fch5nen Buken, ihre weist „ 2rnw In bas Gewanb necken, bellen Arltrn alles verhüllten G« wurde ihm falt, wenn er lichs Sinnt, bie so nach der Vu t des Lebens ver'.anaten. die Ginöbe des K.r'ters rr’.r.ijfi ' an»«- unb Khbertrziehung würben nicht geübt im ■ allein aus Gebet unb Bubübunyn d.standen die Ordensregeln Rrmes Mädchen' Gr hatte nicht den Beriuch gemacht. Safanne .rv«l2'e llürlorge auf 13 c d. ? n beschränkt '^-srd,-n ist ‘vr di. nächst^ md aulge.übr ei Broufe vvriäufla wirde: aufgehoben worden. Buchdrucker u io 2ng.tbdflc venoandter Teufe. Tabakarbeiter. Zigarr.nmachr-. 2-g härlac tel Spinnstoffaewcr- 6 Der Post- RsbÜhrenausfchußdesReichstag« hat t tm Rrgierunasentwurt voroe'chk igcre Anpas- hing der Postgebühren an die Gllentweriung unverändert angenommen Da auch brr Reichsrat unb brr Vertehrsbeiral beim Reichspostmtnistcrium rxgtnimml haken, tperten bt« reu« Xadft, die m aUacmcintn eine Verdoppelung ber Gebührensätze bringen, am 1. März in Krall treten Aus dem Volkswlrtichafslichen Ausschuß. Berlin 13 Fedr (TDTB i Der Volks- wirt! cha ftIi che Ausschuß des R -i-h tta i« txil aunächst bl« TUglmina«t't>rfak ?e- Ausfüy- run sbrst mmungen zum Pressrnotgelctzui- bet! angenommen und Hf) bi - i ' <- der 2rb«itslosenfürsvrge,u « a ibt Zu der tm Unterausschast gefaßten Gitschl«' ung. durch nvfch« die TUifming um Vorfch'äg« zu einem Schl llelPrriah.cn zur automatisch n 3r- bb ung ber Or j>trbllo(f nuntrrftüt- zunassätze ersuchl wirb, tv.irb« von Reg e- rungsl Ite erffärt, baß dn Io'ter Vv. schlag zur 341 nicht gemacht werden könne Di« Dahl des sächlichen Miniskerpras.reat.'n. D re« den. 13 Fcbr (DTV) Aus der heutigen Laar«ordnuni des sächlischrn Canb- tagt« stand abermals al« «intlxr Punkt bU Ma.l des Mlnisterpräfidenten. ^untich'i Eben bie Redner brr Deut'chrn 2alkrpar:ei unb c Demokialischen Partei kurte Grllärungen ab, die thr« Bereits hast zor Bildung einer großen Koalition teonien. Gs wurden 94 Stimmzettel abgegeben Ikinon mtHelen auf Buck (Saz ) 40. Kaiser (Deutsche Vottsp ) 19. Hosmann (D-utlch- fmtlonal) 18. Böttcher (Kommunist) 9. S.-hlert (Demokrat > 8 Stimmen. ®er Präs »dm l teilte mit. Mb bif Ministerpräl dentcnwahl wieder er.iebnis- los t»erlaufen Id unb untergrab die Sitzung aus eine Stund«, um mu dem 24u|unrat Rücksprache |u nehmen sitzver. Der Dorttag des 7tbexxbe lonttte: »Plaudere! über die deutsche Sprache-. Dah unserer Brüder im Ruhrgebiet gedacht wurde, ist selbslperständlich. S. Großen-Duseck, 12. Febr. 21m Sonntag nachmittag feierte der Zweigverein deS D. H. C. fein erstes Winter vergnügen. Obwohl erst vor 8 Tagen eine namhafte Summe für die A u h r h i l f e gespendet worden war, wurde aufS neue der Reinertrag einer Verlosung für unsere bedrängten Landsleute im Westen Deutschlands gestiftet. r Klein-Linden. 13. Febr. Pfarrer Lickermonn sammelte in unserer Gemeinde 152 685 Mark für das Deutsche DolkS- D p f e r. * Grvßen-Llnden, 13. Febr. Die hier für das Deutsche DolkSopfer für Ruhr und Rhein veranstaltete Sammlung ergab die Summe von 240 000 Mk. • Cid), 12. Febr. Die Gesellschaft Gemütlichkeit veranstaltete dieser Tage einen Theaterabend, dessen Darbietungen reichen Beifall fanden. Die GesangSab- teilung der Gesellschaft unter der Leitung ihres Dirigenten Hermann äl h r h a n verschönte die Veranstaltung durch einige ausgezeichnete Liedervorträae. * Climbach, 13. Febr. Zu Gunsten des Deutschen DolkSopferS wurden in unserer kleinen Gemeinde 39 200 Mk. und rund 4 Ztr. Korn aufgebracht. h. Lollar, 12. Febr. Dah auch in dem von Frankreich annektierten Elsaß noch gute deutsche Herzen schlagen, beweist wieder einmal eine Elsässerin, die eine größere Summe für in Rot befindliche Deutsche gesandt hat. Davon find heute 5000 Mk. dem Deutschen DolkS- wpfer für Ruhr und Rhein zugute gekommen. Der Betrag wurde in die Sammlung des „Gießener Anzeigers- eingezahlt. Der Rame der edlen Spenderin kann natürlich aus naheliegenden Gründen nicht öffentlich genannt werden. tt. Treis a. b. Lda., 10. Febr. Gestern abend sprach hier im Auftrag der Liga für deutsche Kultur Dr. Schiffmacher aus Mainz über „Die Rächt am Rhein". Redner gab eine tieferoreifende Schilderung der Leidenszeit, welche die Rheinländer jetzt unter der französischen Besetzung durchzumachen haben und forderte zur kräftigen Unterstützung der „Ruhrhilfe" auf. Eine sofort ein- geleitete Sammlung unter den etwa 50 Anwesenden ergab den Bettag von 9100 Mk. * TreiSa. d. Lda., 13. Febr. Unsere Gemeinde hat für die bedrängten Volksgenossen an der Ruhr und am Rhein 105 540 Mart gespendet. Kreis Alsfeld. * Flensungen, 14. Febr. Landwirt G. Bott I. feiert morgen in körperlicher Rüstigkeit seinen 8 0. Geburtstag. Kreis Büdingen. nb. Rlbda, 12. Febr. In der Rächt auf Montag wurde hier in der Villa der Frau Oberst Weimer ein schwerer Einbruch verübt. Der Dieb drang durch ein eingedrüdteS Fenster in das Haus und durchwühlte alle Behälter. Gestohlen sind Gold- und Silbersachen, Anzüge, Weißzeug u. a. Da sämtliche Bewohner der Villa verreist waren, konnte der Einbrecher in dem etwas abgelegenen Hause ungestört „arbeiten" und sich zum Schlüsse noch an einer Flasche Wein stärken. nd. Bad Salzhausen, 11. Febr. Der Staat erwarb von dem hiesigen Kurhauspächter Günther das in der Kastanienallee gelegene Pensionshaus „Stillfried" für 10 Millionen Mark. In dem Hause sollen die Geschäftsräume und Wohnungen für die Beamten des Landessied>.lungsamtes eingerichtet werden. Bisher war dieies Amt in den Seitenflügeln des Kurhauses untergebracht. )( Effolderbach 13 Febr. In den letzten Tagen wurden hier die beiden Hofreiten, einer kinderlos verstorbenen Witwe nebst den dazu gehörigen Hausgeräten und Arckern usw., etwa 5 Morgen, versteigert. Es wurden insgesamt 36 bis 37 Millionen Mark gelöst. (Entferntere Verwandte sind die glücklichen Erben. Dem Staate dürfte eine recht ansehnliche Steuereinnahme sicher sein. )( Ortenberg, 13. Febr. Bei der Versteigerung der hiesigen Jagd wurden 673 100 Mk. jährliche Pacht gelöst. Der Kist ein Auheimer Fabrikant, der auch retnbejagd in Selters gepachtet hat. Da gegenüber der vor acht Tagen stattgehabten Versteigerung 173 000 Mk. mehr gelöst wurden, wurde die Versteigerung genehmigt. )( Hirzenhain, 13. Febr. Im hiesigen Eisenwerk ist man umfangreichen Dieb- S ä h l e n von Alteisen, Werkz uzen usw. auf te Spur gekommen. In mehreren Orten fanden Haussuchungen statt, die auch ein belastendes Ergebnis hatten. Mehrere Entlassungen fanden statt. Kreis Friedberg. S f. Friedberg, 9. Febr. In der gestrigen Stcrdtverordnetensitzung wurde zurE.» bauung einer 4. Deamtcnwohnungein städ- ttscyer Zutc^y geneymtgt Der Frouenichule wird vorlagSweife ein Kredit von 350 COO Mark bewilligt und zwar für das 1. B.e.telsahr zinslos, vom 2. Vierteljahre an muh er verzinst werden. Mxh einem Plane des Prvvin>ialtt'xll.orS Matthias wird beschlossen, der Gemeinwirt- sch aft Ober Hessen beizutreten. Zur Rotstandsmahn.'.hne für Kleinrentner wird E 6. u. 7. Rate bewilligt. Sämtliche Erwerbs- l v s e sollen in die Krankenversicherung ausgenommen tocr . cn. Der Wasser preis, ter sich seither mit 8Mk. pro Kbm. bedeutend unter £>cm Selbsttostenpreis bewegte, soll für den Za- nuar auf 25 Mk.. vom Feb.uar an auf 45 Mk. erhöht werden. Von den städttlchen Arbeitern liegt ein Gesuch vor, daß die S.adt aus dem Hessen- nass. Wirtschaftsverband au.'t e en und £>em Main'er Verband Eeituctcn solle; das Gesuch toirb toegen schlechter Besetzung tes Hauses auf die nächste S.hung veischoten Der Dürgerm-ister teilt vvch mit, daß ine Stadt demnächst gezwungen wäre, sich mit englischer Kohle cinzutecken. wodurch eine beteutende Erhöhung des DaspreiseS unausbleiblich wäre. — Die Sammlung für die R u h r h i l f e übertroffen auch hier alle Erwartungen und jjcigen, daß alle S.änte sich mit Hingabe daran beteiligen. Eine ungenannte hiesige Der halbmonatzbezug des Gießener Anzeigers für die Zeit vom 15. Februar bis 28. Februar kostet ZOO Mark. Bestellungen nehmen entgegen in Gießen die Trägerinnen und Abholestellen sowie die Geschäftsstelle und auswärts die Zweigstellen-Inhaber. Firma hat allein den Betrag von einet Million gezeichnet. Ein von fern Friedberger Döppe l q u a r te 11 l Leitung Hermann Haust ein) unter Mitwirkung von Frau P >fcfsor Schaum veranstaltetes Konzert erga^ e'.ne Einnahme von 100 ODO Mark, die bank des G tg gentammens te8 Daalinh-abers und sonstiger Freunde ungekürzt dem guten Zweck zuslleten konnte. — In einer der letzten Rächte wurde in der 0 t. Georgska- Pelle, die in früheren Fahren ter hiesigen katholischen Gemeinde als Gotteshaus diente, ein Einbruchsdiebstahl verübt, Bei tem den Tätern eine Anzahl zu kirchlichen Zwecken ver- toenbete Gegenständ? von bedeutenden Werte in die Hänte fielen. Dor Vorsuch, die Dronzeglocke in dorn kleinen Türmchen edons.>lls zu entwenden, mißlang. Einer ter Diebe tourte in der Person eines goto "f; en Linster aus Metz fe ft genommen, den andern ist man auf der Spur. 'Friedberg, 10. Febr. Don den oderbes st scheu Ortsgruppen ter hessischen Dauernbundes tourten für die Ruhr- hilfe weiter gespentet: Durg-Gräfen- r o d e: 140 Ztr. Kartoffeln, 23 Ztr. Frucht. Wa l- lernhausen: 46200 Mk., 48 Ztr. Atartoffcln, 40 Ztr. Frucht. H e l de n be r g e n: 360 Ztr. Kartoffeln, 1,5 Ztr. Frucht, 3 3V. Zwiebeln. Münze n be r g: 34 300 Mk., 26 25 Ztr. Kartoffeln, 23 4 Ztr. Frucht. Willofs: 52900 Mk., 20 5 Ztr. Frucht. Hemmen: 72 000 Alt., 29 Ztr. Kartoffeln. 14 Ztt Frucht. Romrod: 22 5 Ztt. Frucht. — Don 80 Ortsgruppen in Oberhessen tourten bis jetzt inSgesa-nt gemeldet: 3 228 372 Mark, 54(9 5 Ztt. Ka tef feln, 1503,9 Ztt. Brot- gefreite, 27,7 Ztr. Mehl, 3 Ztt. Zwieteln, 1,5 Ztr. Erbten, 33 Pfd. But'er. 26 Pfd. Speck und Fett, 13 Pfd. Wurst, 1 Schinken. • Friedberg, 13. Febr. Von oberhes- si schen Ortsgruppen des Hessischen Bauernbundes wurden für da- Deutsche D o l k s o p s e r to t‘.er gesammelt: Holzheim: 50 020 Mk., 402 Ztr Kartoffeln, 72,5 Ztr. Frucht. Ulrichstein: 60776 Mk., 4 Ztr. Kartoffeln, 4 Ztr. Mehl, 11 Psd. S'oeck. 13 Pfd. Wurst, 3 Psd. Buter. Ünter-Öeibertenrob: 42 Zentner Kartoffeln, 11 - Ztr. Frucht. Münster (Kreis Friedberg): 4200 Mk., 26 Ztr. Kartoffeln, 4 75 Ztr. Frucht. Rixfeld: 37 503 Mk.. 10 Ztr. Fucht. Rei bertenrod: 64 030 Mk. Trais- Münzenberg: Samm'ung anläßlih ter Hochzeit des Hugo Tag 4124 Mk. Gettenau: 157 400 Ml., 100 Ztr. Kartoffeln, 6,5 Ztt. Frucht. Allen dors (Lumda): 51 Ztt Frucht (Büffelte 6.15 Ztr. Frucht. K l e i n - Ka rb en: 90 020 Mk., 152 Ztr. Kartoffeln. Wahlen: 37 Zentner Kartoffeln, 34 Ztr. Frucht. Elbenrod: 5 Ztr. Frucht. Hungen: 18 Ztr. Frucht, 1 Ztr. Mehl, 1 Ztr Erbsen. Angenrod: 36 000 Mk., 13,85 Ztr. Frucht. * Butzbach 10 Febr. Die Butzbach- Licher Eisenbahnverwaltung schreibt uns: w3n Ar 33 des „®l 2fier.ee Anzeigers" werden unter Ettingsharsen die Zugeinschrän- f ungen besprochen, die die Butzbach-Licher Eisenbahn wegen Kohlenmangel treffen mußte. Zur Aufklärung möge Folgendes dienen: Ein großer Teil der irn Monat Ianuar vorn Reichskohlenkommis ar ter Dahn zugesagten und vom Ruhrrevier nach hier abzezangerer Loko- mo'llvkohlen ist nicht eingetroffen. Wohin die Kohlen gekommen sind, war bis jetzt nicht festzu- stellen. Di: amtlifen Kohlenstelle'n in Frankfccrt a. M und Mannh in erklärten sich außer Stande, ter Bahn Grfatzkohlen zu verschaffen, und verwiesen auf den Ankauf englischrr Kohlen Diese sind abrr nur zu Wuchwpreisen au haben. Der Wonatsb.darf ter Dahn tourte bri n D:zug eng- llfchrr Kohlen eme Ausgabe txm nmD 7V OKtt- Itonen Mark für diese Kohlen allein erfordert haben, während nur mit 25 Millionen Mark Einnahme gerechnet werden kann Wir ungllrnd die Derhältnifse find, geht daraus hervor, daß unter den 70 Millionen Mark etwa 28 Millionen für Kohlensteuer sind, mehr an öteier allein, als die gesamte Monats-Einnahme ter Dahn betragen würde. Für Gehälter und Löhne würde nicht ein Pfennig verbleiten, und In vier Wochen würde ein Verlust von mindestens 50 Millionen Marl eittstehen, gegen den der bisher erzielte äleterschuß völlig verschwindet. Drs Bestreben aller Kreise muh dahin gehen, daß die den Privatbahnen aufgelegten Steuern und Lasten, unter denen sie zusammenbrechen müssen, beseitigt werten." Hessen-Nassau. fpd. H 0 l z h a u s e n v. d. H^ 13. Febr. Die von einem hiesigen Gesangverein in langen Jahren bei Wettstreiten errungenen und sorgfältig beschirmten Ehrenpreise wurden in einer der letzten Rächte aus dem Schrank des Vereinszimmers gestohlen. Einer der Diebe wurde in Frankfurt aufgegriffen und fest genommen. Aus dem Amtsvcrkündigungsblatt. ** Das AmtsverkündigungSblatt Dr. 13 vom 13. Äeoraar entyä't: Wahl zum Pro- vinzialauSschuß ter Provinz Oberhessen. — Drä- mien a i dn: Zv.igm a t ter He f n-Ais auis'hm Taugewerks-DeruiLge.wssenschaft — Kirche l- und S.iitungsvoranschlägc für 1923 und 192J/25. — Rechnung ter KretZkasse für 1919. — Daum- wärterkursus an der Landw. Schale in Lich — Maul- und Klauens rache. — Ausführung teS Art. 20 des Volksschulgrs.'heZ. — Rothilfe Hessen. — Feuerlöschwesen. — Höchstdauer ter ErwerbS- losenunterstühung. — Höchstpreise für Mehl und Brot. — Erhöhung ter Kohlenpreise. — Dienstnachrichten. — Feldbereinigung Klein-Linden. Vermischtes. • Amerikaner in Deutschland. Die ungeheure Markentwertung in ten letzten Wochen hat eine für dir in Deutschland befindlichen Amerikaner unerwartete Foge gezeitigt. Ein Teil von ihnen dachte im Hinblick auf die Mengen österreichischen und deutschen Papiergeldes, die sie für einen Dollar kaufen konnten, nicht daran, daß tiie Preise dementsprechend steigen und daß M' Schiffs kor ten für dir Heimreise in Dollars zu bezahl n se n toür.cn Auch in E g an3, F a if- rc.v.; und Spanien erg h. es vielen ub.suche^a aus Amerika nicht besser. Mehr als 2000 amerikanische Bürger, die sich in Europa zu Besuch befinden, sind außerstande, ihre Rückreise zu bezahlen. Die anu.ritanisch.n Behörden Leffen Do.bercitungen, zunächst 2000 Amerikanern freie Heimreise zu ermöglichen. Amerikanische Hilfs- gesellschaften toolk-n das notwendige Geld aus- bringen, um diese mittallosen Leute in Europa zu ernähren, bi- sie die Heimfahrt antreten können. * Geschichten vom schlechten Gedächtnis. Der zerstreu'e Pr-rch.-ssor ist ztoc-r lange eine ständige Figur unterer Witzblätter gewesen. Es gibt aber auch noch ante re ß/.-uta mit sch'ech- tam Gedächtnis, die komische Sachen erleben. Einen Dlubensttcmß von Anekdoten solcher »Heroen ter Zerstreutheit" bindet Dougla) Amalie in feinem Buch ^Gesellschaftliche und literarische Abenteuer". Besonders groß im Vergessen von 'Hamen und Gasichterm war t«r englische Staatsmann Lord Salisbury. So fragt er einmal, toer ter „nette junge Mann" sei, ter ihm zweimal Depeschen nach Hause g"bracht habe, und erfuhr, daß es sein Sekretär war, der seit zwei Jahren mit ihm zusammen arbeitete. Gin andermal war ein tenadtfxirtcr ®uteB--fiter au Tisch geladen, und LaH) Salisbury war ängstlich, ob ihr Mann, ten sie vorcher nicht unterrichten konnte, ten Herrn auch toictererLnnen würde. Sttisburh war aber sehr freundlich gegen den Gast und unterhielt sich angelegentlich mit ihm. Richher sagte er zu seiner Frau: „Ich freute mich, daß Lord Roberts heute zum Lunch kam aber ich muß sagen, er hat geistig sehr nachgl lassen. ®- wusste auch nicht da? Geringste von unfern militärischen Kräften in Aegypten, uns seine Ansicht n über Indien waren ganz nebelhaft. Er wirb eben 'immer älter und tapriger." Sin ebenso schlechtes Gedächtnis hatte ter langjährige englische Gesandte in Athen Sir Edwin Ggeilon. Eru-es TageL erzählte er seiner grau, er hätte unterwegs einen jungen Mann getroffen, ter ihm bekannt vorkam und ten er zum Essen eingeladen habe. Dieser tote gefragt, ob er auch seine Frau mitbringen dürfe, und er habe es ihm g -stattet, ihm aber ausdrücklich erklärst, er möge nicht im Frack kommen und pünktlich um Vt9 Alte da sein, da er sonst nicht länger mit dem Essen warten würde. Am andern Tage erschien ter also Eingeladene und stellte sich alS ter Kronprinz von Griechenland mit seiner Frau heraus. Der Mavquis von Etan- rtcarte hatte eine außerordentliche Aehnlichkeit mit dem ziemlich übel tekumunteten Geldverleiher Sanguinetti. Er bf chwerte sich darüber bei einem Freund: »Ich werde immer als ter G.'ldverleiher Sanguinetti angeretet und habe mich auch schon bamtt af-g'fun'ei, aber was mich är-ert, ist, daß Sanguinetti beständig erklärt, er sei nicht ter Marquis von dlanricarte.“ Handel. Berlin. 13 Febr. Börseabericht. D.r Hantel in Devisen begann heute vormittag sehr schleppend, da allgemeine Zurück'altung herrschte Die Kursbewegung lleh die älnsicherhelt der be» teCtgtcn Kreist erkennen.' Anfangs tnutDcn bK gestrigen leicht befestigten Abendkurse genannt, später zeigte sich eine Heine Abschwächung, da, wie in ten letzten Tagen, von ter gleichen Stelle mietet Abgaben gemacht wurden. Der Dollar, ter am vormittag mit etwa 29 000 eingesetzt hatte, wurde amtlich später mit 27 700 notiert. Späteren zogen die Kurse mietet etwas an. Auch für Effekten herrschte keine Rate Tendenz. Frankfurt a. QU.. 13. Febr. Börsen- ft i Ht m u n g i b i I b. Am Devisenmarkt machte Me rückläufige Bewegung keine weiteren Fortschritte. Der Dollar, eröffnete vormittags mit 29 250 und tourte später md 29 000 gehantelt. Zu großem Geschäft kam es weder in Devisen noch in Oloten. Eine leichte Befestigung m Auslandstenten stellte sich vorübergehend ein, die ater wieder vertaten ging. 3m Efsektenverkcht von Bureau zu Bureau blieben die Llmsätze auf wenige Papict« beschtäirkt. Die meisten Kurse lagen unter dem gestrigen Echlußniveau. Selbst die Kassa-Industrieaktten lassen vielfach schwächere Quotierungen erkennen. Unter ten Freirerkehrswerten herrschte große G.schäftsstille. Der Dollar wurde an ter Börse mit 28 000 genannt. Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Dalum . 130>7L->0 131:120. X) 131420,10 132070,40 1730,1« 173'LTi 173065 1730A5 5200.20 5325.80 51130.00 5:«140 4438.85 4401.15 44'fx85 4401.15 1370 55 1383,45 1300,55 1373,45 5380 50 541X50 131 128 Geld 5300.- 1710,— Antw-'Drüfsel Oollnnb London . . .. Pari» Schwel,..... Cvnnien . .. Iialien .. ... Vifinbon-Dporto Täncimnt . ... dlotiveuen . .. Schlvedeit . . . 4'ctflnniot8. . . Vieimork Teuisch'Oesterr. Budnpeit Prag Agram 5313,25 5288,20 7518.75 741,85 28320,03 40,47 1153,- 842— Brief 5409.- 1730.- 526315 7543*0 741.85 28571 25 4O,i.O 115 t- 851,- 13. nebrunt tlmiL Skotiera (Selb Bries 1400.25 1503,75 11221X5 11278.15 12. Februar 8lmtL No lern. (A’clb Bries 14'»0,25 1503.75 11271,75 1132325 5280 75 5201,80 748125 738,15 28170.35 40.27 1147,- 838,- 11450— 30 50 28825- 133'100,- 14:10.- 1480- 985.-- 848.- Danknotea. Irnnksntt Id. Februar. Schweizer Noien......... französische Noien Dänische Noten Schwedische No'en Holländische Noten Denlsch-Oencrreich A 100 Kronen Amerikanische Noten Englische Noien ...... Iialieiiische No:en Belgische Noten Ungarische No en Tschechosloivakische Noten . . . . Norwegische Noien Niiniänische Noten Svanische Noien 5230.85 750 >20 738,15 28428.75 40.40 1147,- 847,- 11250,- 30.- 28825,— 132400.- 1410.- 14 0,- 965.- 828,- (In einem Teil der Auflage toiederholt.) Dom französisch-belgischen Raubzug. Essen, 13. Febr. (WTD.) Auf ter Zeche .Ptrsper l" erschien gestern eine belgische Kvn pagnie mit Maschinengewehren und verlangte Kohlen. Die Tagesarbeitet. die sich weigerten, bei ter Verladung mitzuarbetten, tourten körperlich mißhandelt und mit Kosten. Datanett unS Dchv'dschüssen vertrieben. Die Soldaten luten dann selbst in mitgebvachten und vom Zechenplah genommenen Wagen die Kohlen auf. Die Betriebsräteprvtestier- t e n wegen des Iletersalls und der Mißhandlung beim Kommandanten. Unter den gleichen Umständen tourten auf ter Zeche .Prosper II“ in Bottrop 8 Fuhrwerke mit Kohlen fortaenommen. Unter ten entführten Fuhrwerken befinden sich 2 Zechenfuhtwerke mit Bespannung. Die Menge ter dort entwendeten Kohlen beträgt 12,3 Tonnen. Auf ter Zeche „Prosper III“ erschien ebenfalls eine starke telg sche Truppenabteilung. Das Zechentor wurde geschlossen. Innerhalb weniger Minuten sammelte sich jenseits desselben die gesamte Tageeb.l g'ch ft ter Zeche, Me ten Betrieb sofort ftillgclcgt hatte. Die Del e g scha f t begann vaterländische Lieder zu fingen, worauf die Belgier unter de n Hurrarufen der versammelten Belegschaft abziehen mußten, ohne ihren Zweck erreicht zu haben. Entwaffnung der Schutzpolizei in Recklinghausen. Recklinghausen. 13. Februar (WTD.) Gestern nachmittag g?ge.i 5 Uhr fuhren vor dem Gebäude der Schutzpolizei 3 französische Automobile mit etwa 50 Soldaten vor und forderten die Herausgabe sämtlicher Waffen. Rach Verhandlungen mit dem Führer ter Schutzpolizei begnügten sich die Franzosm mit ter Herausgabe der Karabiner und ter Munition. Die Pistolen tourten ter Polizei belassen. Besetzung von Wesel und Emmerich durch die Belgier. Paris, 13. Febr. (WTD.) Heute vormittag werden die belgischen Truppen Wefel und Emmerich besetzen, um den Schiffsverkehr nach Holland zu überwachrn. Besetzung von Darmstadt? Paris, 12. Febr. (WTD.) Der Sonderberichterstatter des .Echo de Paris" meldet, dah zur Durchführung der Maßnahmen, die vorgesehen seien, es vielleicht notwendig fei, Darmstadt au besehen. Das Dlatt gibt diese Otach- richt jedoch als einfache Hypothese. Briefkasten der Redaktion. Mitarbeiter in Nidda. Der fragliche OSertcht ist nicht in unsere Hände gelangt. Worum benutzt Sie Hausfrau Zeurlo! feu nb Vereinigte Seifenfabriken Stuttgart Weil ste äaSorch die Eebenedauef ihrer Wäsche verlängert, denn Zeurio tzaushaltseife enthält ro°/o Zett, greift also üie Wäsche nicht an und iR im Gebrauch viel sparsamer als Kernseife. Tlibtleef Ititaiu 1..*i niUf es m- -t*f if'L bl 1-2 Witt IN Wichen ett Ilm nett. C <* ?K» a liru, W ft -tf- »lerfitt 5. < *re kniaer. tmna obeab Tw *c*ier8hmlraOrrhMler Holzsniimissio». Die Gemeinde Aüddingshaufen beabsichtigt folgendes Holz auf dem Ovege schriitltchen Angebots zu verlaufen: Zuschlag von 100 Prozent der fachen ®cbuhrenlahf berechnet. lenen, einschliehlich der Gebühren des Weichenwärters oder der Leichenfrau. "Der- bringen der Leiche in die Leichenhalle u. zum Grabe. Herrichtung des Grabes 2. desgi eines Kindes von 3 bis 10 Fahren 3. desgl eines Kindes unter 3 Fahren 4. Begräbnis eines Erwach- fenen ohne Zuziehung eines Leichen Wärter« aber einer Leichenfrau 5. desgl. eines Kindes von 3 bis 10 Fahren 6. desgl. eines Kindes unter 3 Fahren 7. Beerdigung auf Kosten der Armenkaffe WM L lantübrr art .„e Warftplaü tl. Todes-Anzeige. Hen*e frflh entschlief sanft nach eintägiger Krankheit meine innigvgeliebie Frau, ihm Kindes gute Mutier, unsere liebe Tochter, Schwester. Enkelin, Schwiegertochter und Schwlgerin Frau Friedr. Schreiner jr., Hedwig geh. Sloll im Aller von 21 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Schreiner jr. und Kind. Frritaa frische SeesW *n mählam Iheilea. 6. H. fllrMtii auf demselben Friedhof Die nachstehenden Gebührensätze find Maßgebend «uv Ikerbigungen in A ei den- gräbern Jur Beerdigungen in StnfaffungSgrübern wird das Zweifache. für Beerdigungen in tSrbbtgvffbdffcn das Dreifache und für Betleeungen in Grüften das Otter, fache dieser Gebührensätze berechne« Bekanntmachung. Aachstehend werden die von der Stadtverordneten . Verfarnmlung betroffenen und vom Hessischen Ministerium de« Innern genehmigten erhdhten Gebühren- fätze befannlgegeben: ©cbübren-Orbnung zur Friedhoss-unb Begräbnis' Orbnung für bie Stabt ©leben. Auf Beschluh der Stadtverordneten- Versammlung vom 23 Dezember 1920 und I Dezember 1922 sowie der Friel» Hofs-Deputation vom 30. Fanuar 1923 mit Genehmigung des Hess Ministeriums des Innern vom 3. März 1921 zu Ar. M d F II 1407 und vom 25. Fan 1923 zu Olr. OH. b. 3. II 588 ist die Gebühren- Orbnung zur Friedhofs- und ‘Begräbnitt- Orbnung vom 12. Funi 1903 wie folgt geändert worden: I. Gräber. |lT«fe von | w Mtz. Mroft »ertze» Sirtzen, ben 7 Februar 1923 Der ObetHrgermtifffr I v E»r No'eabertz Bckniintmnchiing. In den D«tsoertzLnb,gaagablLttern Zu 1. Gräber ab 1. Detzem der 1922. 3u II. Beerdigungen ab 1. Febr. 1923. Ziehen den 8 Februar 1923 (11828 Der Oberbürgermeister. 3.B.: treugititt Bcknnntmnchnng. thiw Voliieireqelement vom 24. Jebniar 1882, wonach die ©arten, and Fel)h sitzer die ihren Grandbesitz aa öffentlichen Fahr- unb Futzweqen einqefriediqten checken in jedem .'rrübiabt bH ju« 1. Mär, auf 1.23 Meier nMe atz 0,60 öfter Beerte Kru*tL.'d)MtbeR haben, wird mit dem 1r. gen wiederholt zur öffentlichen Äenetwit »kdracht, bch 3fC-t>trbar.>'e*afn auf lÄrae» 3n netchem nm bUmrrL Q^ufr können 2 lerrroo uööi Zimmer ml! flfltüe •fa «eiincnidfte iKteie nnd eo:L fininnt. Sonder oernü nnn nbef nel'en werden? 2äft Neuen Böue Nr 11 O. Nachtiaalk. Steinstraste Nr. 65. 1L 71 oll, Bahnhofffrahe Nr. 51. E. Noll, Noonstratze Nr. 2. Schade k Füllgrade, Zweiggeschäft Frankfurter Sttohe Nr. 89. Preis für I Pfund 230 Mk Nicht recht, zeitig abgeholter Jucker verfällt. lltSß Girhen, den 13. Februar 1923 Der Oberbürgermeister. (Ceben»nuttelamt). 2lrbcttducrflcbttnn. Für die Neubauten in der (Bnauthltrafje sollen nachstehende Arbeiten vergeben werden: 1. Erd- und Maurerarbeiten der Ein- sriediaung. 2. Sd)reineraTbeiten, üttfern der Ein. gangttore u.Türen der Einfriedigung. 3. Lchlosserarbeiten, Anschlägen der Tore usw. 4. Aeustere Verputz- und Anstreicher- arbeiten der Gebäude und der Einfriedigung. Angebote auf Vordruck sind verschlossen zum Mittwoch, den 21. d. Mts., vor £ Lichtspielhaus 4 Bahnhofstraße 34. ,.rc | 1/ Iknr noch brate n. morgen B — Aueprürhrn genügende I >onpel M Programm. — Akteell! M kDle deutsche Not i Im Ruhrgebiet V Haiti «er Fraiaeiee lu lei Kv Farnen Bct stcifteritug. Tonuerstaa. bei IX Februar, een 2 Uhr nb. peritnarrf ich Im t?«M Veib, WaUtor'trnüe: I bochseiue« ^ii'rn etnra Tamenkbrrlbitlcb. IMonlulltbtniil Ist chi- "sch mtt Marmor m 2nl k. - Q lei her- Itbianfr. I Suchenlchrant mH N>,'faw 2 Lola». 1 Teuvich. I ' flnier. 5 polierte T«I ve, t lonnrn eichenen fotvie 1 Schneitzer» lildx. I aro en 2lilic'.fotu. mehr Beiten, mehrere Nraaie. I Eiadhanbe. I Attneftn, 1 Aivetfiu t'oitdnber I vuitfrhifc | Lieh- leiier. I Vferdeaelchlrr. I .Rnbet. tHütbec. l'Oi icQan. I neuen Hetrrnan* -g Wr M l’iantel Tarnen- und Studer -ateitzer. ®d)ubAeti(i. !*• ti 5motiiq-ttljM • ur Ichlanke mtt el- aio e »V«ur. * oetk Steinst,atze 57 IL cinUaar non* ntnr. Damenftiefel Nähere» Frank Inner Strotze 59 I tStellenangeDote Housierer tüdiuae. eüil Leute, loiort nefnchi. Näh. Mausdura 17, OlOlh Laden. Luche für meine Konditorei u-Tnne»- caf* Ulna., solide« Fräulein I. sofort ob. I. Mär*. Ludwig Doll Äonbhorrt u. ttal*, Wielien. w Mai ki'tröste 3* !tzßeitzige.', edel." ?itnWii!iltikii für kleinen Han»dalt aei. Frau >r. Nildinger