Nr. {36 Erscheint täglich, anher Sonn» und Feiertags, mit derSamstaysbeilage: EiehenerFamilienblätter Monatliche vezuarvreife: 60C0 Mark einschließlich Trägerlohn,durch diePost KOOOMark.auchbeiNlcht- erscheinen einzelner Num. ment infolge höherer Gewalt. - Fern sprech. Anschlüsse: für dieSchrist. kilung 112; für Verlag unb Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Ameiger Siehen. Poftscheälonto: gronffurt a. M. 11686. Erster Blatt 113. lZayrgang Mittwoch, 15. Zunl 1923 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen tfna und Verlag: vrühl'sche UniverfitSts-vuch- und Steindruüerei rr. Lange in Gießen. Zchristleitnng und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 27 mm Breite örtL 120 Mk., auswärts 150 Mk.: für Rekl ame- Anzeigen von 70 mm Breite 600 Mk.Bei Platz- Vorschrift 20 °/0 Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; fürden Anzeigentetl: Hans Beck, sämtlich in Gießen Das Experiment von Sofia« 3n den Aufregungen des Ruhrkrieges. in den 3tnmgen und Wirrungen des Reparativirspro- blemS ist der bulgarische Umsturz leider zu wenig beachtet worden. Unb doch verlangt das Experiment von Sofia die größte Aufmerksamkeit. Es bedeutet nicht mehr und nicht weniger als den Zusammenbruch einer durch Diktatur unb Terror bisher krampfhat aufrechterchal» lenen Erfüllungspolitik. Ter ton der neuen Regierung Z a n k o f f vertriebene Ministerpräsident Stambuliski hotte es übernommen mit Hilfe einer übermächtig gewordenen Partei, den Kleinbauern, die städtisch: Br^ölke- rung, die Intelligenz, das Militär und die Ar- bei:er niederzuhalten und in einem stillen Dünd- -nis mit dem jugoslawischen Erbfeind den Diktat- fricten von AeuillY auf Kosten der nationalen Lelensbedürfnisse Bulgariens durch-usehen. Aach Abschluß des serbisch-bulgarischen Vertrages von Aisch betrieb Stambuliski unerbittlich die Verfolgung der mazedonischen Organisation. Seine Orangegarden zogen nach Küstendil und Aevro- kvp, um gegen ihre mazedonischen Brüder in einem m^-derischrn Bürgerkrieg zu kämpfen. Die Aischer Vereinbarungen hatten Mazedo- men mit Haut and Haar den Serben ausgeliefert. Stambuliski war gebunden, die bewaffnete Macht Bulgariens für serbische Interessen gegen jene Mazedonier aufzubieten, deren Dache fünf Jahrzehnte lang von jeder bulgarischen Regierung und von dem ganzen bulgarischen Volke als die eigene vertreten worden war, für eine Sache, für die Bulgarien Krieg geführt, unendliche Men- fchenopfer gebracht und ost seine ganze staatliche Existenz eingesetzt hatte. Unter StambullZkiS Gewaltherrschaft war das bulgarische Volk nahe daran, seine geschichtliche Vergangenheit aufzugeben, seine nationalen Ideale an den Aagel zu hängen und einem trockenen Materialismus zu verfallen. Stambuliskis Politik wurde auch in Italien mit Sorge verfolgt. Man fagte sich dort: Gelingt es Serbien, mit bulgarischer Hilfe die mazedcnifche 3rrebcnta niederzukämpfen, so ist den ^roßserbifchen Bestrebungen in Kroatien. Slawonien, Montenegro nichts mehr im 'Dege, und die Sehnsucht Belgrads. Oberalbanien in Besitz zu nehmen, wird wieder lebendig und zur grtben Gefahr. Die Dauern hatten ein Gesetz zustande gebracht, wonach kein Professor und kein Rechtsanwalt Abgeordneter werden konnte. Jedes Mitglied eines freien Berufs galt als unnütz und wurde entsprechend mißhandelt. Stambuliski hatte sich vor mehr als Jahresfrist in der Aähe feines Heimatortes Slawowiha inmitten der Weinberge ein turmactiges Haus bauen lassen, indem er sich von 50 Gendarmen unb einer Kompagnie Militär, die ihm besonders ergeben war, beschützen lieh. Die meisten Minister ratssitzungen sanden in Slawowiha statt. Aach Sofia begab sich der Diktator nur im Panzerautomobil, begleitet von vier bis an dir Zähne bewaffneten Feldjägern. Die Zustände wurden immer unhaltbarer. Gebrochen konnte die Gewaltherrschaft nur Lurch die Milnärparter werden. Diese unternahm es auch. In l'/2 Stunden war das Kabinett 6tarn- buliski. das 20 Jahre regieren wollte, erledigt. Die klügste Tat dieser kühnen »Reaktion" war aber, Latz sie nicht Kommandeure und Generale in die neue Regierung setzte, sondern gemäßigte Professoren unb angefefene Zivilisten. Eine Anzahl Mitglieder des Kabinetts Zankoff (Smlloff, Moloff und Todoroff) sind, was bezeichnend für den Um- fchwung ist, ausgesprochene Anhänger Radvsla- wows und des Exkönigs Ferdinand. Damit ist aber nicht etwa die Gefahr eines bulgarischen Bürgerkriegs oder eines neuen Dalkankrieges her- aufbeschworen. Die neue Regierung will den inneren und äußeren Frieden. Sofia .12. Juni. (Wolff.) Bulgarische Tele» graphen-Agentur. Ein von der neuen Regierung verbreitetes Manifest geißelt die Mißbräuche, die Gewalt unb die Korruptionsherrschaft des alten Kabinetts Stambulijski, das dank einer in der Geschichte Bulgariens nie dagewesenen gewalttätigen Wahlbeeinflussung zweimal zur Regierung gelangt fei unter Bloßstellung der Abgeordneten des Landes vor dem Ausland. Die Regierung erklärt, den allgemeinen Frieden im Auge zu haben, das Ansehen der Großmächte und der Aachbarn respektieren sowie den Vertrag von Aeuillh loyal durchführen zu wollen. Bulgarien sei jedem kriegerischen Abenteuer abgeneigt. Paris. 12. Juni. (WTB.) Aach einer Havas-Meldung aus Belgrad beschäftigte sich die südslawische Regier-ung mit der Tatsache der Einberufung ehemaliger Offiziere, die aktiv in der bulgarischen Armee gedient haben. Diese Offiziere seien entsprechend dem Vertrage von Aeuilly aus dem Heeresdienst entlassen gewesen. Der südslawischen Regierung falle auf, daß entgegen den Bestimmungen des Friedensvertrages, dessen Durchführung das serbische Kabinett mit unbeugsamer Entschlossenheit verlange, die Einberufung neuer Re- ser veklassen in Bulgarien angelündigt werde. Die Sage werde als ernst betrachtet. Eine Besprechung des Reichskanzlers mit der hessischen Regierung. Darmstadt, 12. Juni. (WTB.) Reichskanzler Dr. Cuno traf heute mittag in Begleitung des Reichswirtschaftsministers Dr. Becker in Ou gen beim an der Bergstraße zur Besprechung mit der hessischen Landesregierung und Vertretern des politischen und wirtschaftlichen Lebens des gelamLen hessischen Landes ein. Die Aussprache brachte den einmüttgen Willen der gesamten Bevölkerung zum Ausdruck, den Abwehr kampfbiszum gutenEndedurch- z u f ü b r e n und die Verklammerung von besetztem und unbesetztem Gebiet, von Aord- und Sülcheutschland, wie sie das Land Hessen darstellt, noch Inniger unb fester zu gestalten. Auch hier tr-urue einmütig festgestellt, daß. in der Frage der Zugehörigkeit der besetzten Gebiete zum Deich unb zu den Ländern es keineKompro misse unb keine Konzessionen gebe. Berlin. 12. (Juni. (Wolff.) Den Vernehmen nach beabsichtigt te: Reichskanzler, der heute nach Berlin zurückgereist ist, gemeinschaftlich mit dem Reiche sminister des Innern die F.age des Deamt^nvertretungsgesehes mit den Führern al er politisch:n Parteien zu besprochen. Die Aach ächt, daß die Besprechung lediglich mit der Dürre.lichen Arbeitsgemeinschaft abgehalten werden solle, ist unzutreffend. Eine deutsche Protestnote wegen der Einführung der französischen Währung im Saargebiet. Berlin. 12. Juni. (WTB.) Die deutsch? Regie nmg hat an die Regierungskommission des Saargebiets folgende Protestnote gerichtet: Die Regierungskommission des Saargebiets erließ am 18. Mai eine Verordnung, durch dir die französische Währung als alleiniges ge'etzlich?s Zahlungsmittel im Saargebiet eingeführt wird. Die deutsch? Regierung legte ihren Standpunkt zur F.age de? Währung im Saar- gebiet bereits in ihrem Scheiben vom 18. April 1921 dar anläßlich der Verordnung der Regierungskommission vom 16. März 1921 über die Erhebung aller Gebühren in Eisenbahn-, Post-, Tc.egraphen- und Telephon>rrkehr und die Zahlung aller Gehälter und Löhne der Beamten der Post- unb Telegraphenverw-altung in Foankew Sie kann angesichts der neuen Verordnung der Rcg'eungskonrnrission vom 18. Mai nur auf die Ausführungen ihres damaligen Schreibens ter» wei'en. War schon die Verordnung vom 16. März 1921 mit dem §32 zu Artikel 45 bis 50 des Versailler Vertrags nicht zu vereinbaren, so stellt die neue Verordnung eine " vch schwerere Verletzung dieser Dcw- tragsbeftimmung bar. Die Re-gierungskommisfton nimmt zu Unrecht im Eingang der Verordniurg vom 18. Mai auf §32 Absatz 2 der erwähnten Anlage Te*ug. Der Absatz 2 des § 32 räumt nur dem französischen Staat ein Sonderrecht ein. sich bei Käufen, Zahlungen. Verträgen über die Ausbeutung der Kohlengruben und ihrer Reben» anlagen französischen Geldes zu bedienen. Es ist nicht ersichtlich, wie die Regierungskommisfion. die nach kem System des Versailler Vertrags von der Grulenverwallung des frawösischm Staates scharf gesonkert ist, aus diesem Absatz Rechte für sich herle'tten will. Maßgebend ist vielmehr der Absatz 1 des § 32. der eindeutig zum Ausdruck bringt, daß der F.ank im Saargeäiet neben der geglichen Währung lediglich die Stellung eines geduldeten Umlaufgeldes einnehmen soll. Die deutsche Regierung erhebt gegen die Verordnung Vom 18. Mai mit allem Aachdruck Einspruch und verlangt ihre Aufhebung. — Eine Abschrift dieser Aote ließ die deutsche Regierung dem Völkerbund zugehen. Eine weitere Protestnote. Berlin. 12. Juni (WTB.) Den Regierungen von Paris. London und Brüssel wurde eine weitere P r ot e ft n o t e über dir Ausweisung von 1 663 Beamten mit ihren Familien aus dem besetzten rheinischen Gebiet übergeben. Der französische Terror im Ruhrgebiet. Neue Morde. ^Mecklinghausen, 12. Juni. (WTB.) al«>er Recklinghausen haben die F.an;o>n gestern abend dm Belagerungszustand verfängt, den sie durch düstesten Terror durchzusetzen versuchten. Trotz des Versprechens an den von der Stadt beauftragten Rechtsanwalt, daß wegen ter Kurze der Zett der Bekanntgabe der Sperre an tie Bevölkerung die Bestimmungen für die erste Tracht nicht so scharf gehandhabt würden, setzte um 9 Uhr abends seitens der französischen Soldaten eine wilde und regellose Schießerei gegen erleuchtete Fen st er und BaIkone und auf den Straßen befindliche Personen ein. Bei dieser Schießerei wurde ein 18jähriger junger Mann namens Karl Müller, der von Dortmund kam und von der Verkehrssperre nichts wußte, so schwer verletzt, daß er kurz daraus starb, Urber weitere Opfer der Schießereien, mit benen zu rechnen ist, liegt bisher noch kein: Aachricht vor. Gestern abend ist auch — angeblich wegen einer Beschießung französischer Posten — Über den Amtsbezirk W a n n e eine Verkehrssperre verhängt worden. Etwa 120 Perionen, die in Unkenntnis ter Verkehrssperre nach 9 Uhr abends auf den Straßen angetrvfsen wurden, sind bis heute morgen auf dem Schulhof in Hast behalten worden. Auch über Herne ist der verschärfte Belagerungszustand verhängt worden. Aach 9 Uhr abends angetroffene Personen wurden schwer mißhandelt. Recklinghausen, 12. Juni. (WTB.) Dem Vernehmen nach ist der Belagerungszustand über Recklinghausen verhängt worden, well in der Aacht zum 11.6. zwischen dem Bahnhof und tem Bahnhofshotel ein französischer Posten erschossen sein soll. Personen, die fich während der Sperrzeit auf den Straßen sehen lassen, werden beschossen. Münster. 12. Juni. (WTB.) In Gelsenkirchen-Schalke ist die Zeche Cvn- f o l i d a t i o n von den Franzosen beseht wor- k-en. In Oberhausen wurden in der letzten Aacht Sprengungen vorgenommen. Aäheres ist nicht bekannt. W ü l f f r a t h. 12. Juni. (WTB.) General D e g o u 11 e hat der Stadt Wülffrath, weil am 14.4. auf einen fra.rzösischen Posten Schüsse abgegeben sein sollen, eine Strafe von 20 Millionen Mark auferlegt. Falls die Summe nicht in acht Tagen gezahlt worden ist, sollen Geiseln festgenommen werden. * * * Berlin, 12. Juni. Wie die Blätter aus Dortmund melden, ist dir Mordtat in der Sonntagnacht b'.sher noch nicht aufgeklärt. Wie verlautet, sollen von den 5camofzn zwei Damen verhaftet worden sein, Die in die Angelegen» he'.t verwickelt sein sollen. Di: beiden erschossenen Feldwebel iraren n.cht in Dortmund stationiert, sondern brachten den Sonntagalend in Dortmunder De r g nüg u n g s lo kalen zu. Der Schießerei sei ein Strit zwischen Zivilisten und ben beiden Franzosen voran Zgegangm, an dem auch die beiden verhafteten Damen beteiligt gewesen fein sollen. Dortmund, 12. Juni. (WTB.) Gestern abend ist ein ehemaliger Schahpv.izeibcamtcr keim Tleberschreiten des Bahndamms erschossen färben. Aach den vorliegenden Meldungen ist die Aacht zum 12. Juni verhältnismäßig ruhig verlaufen. Dortmund, 12. Juni (WTB) Aach den bisheii ei F.ststeltungen haben die Besät» zungstruppen die Verhängung des Belagerungszustandes zu schweren Ausschreitungen unb Rachetaten gegen die friedlich: Bevölkerung benutzt, die an dem Tod der beiten franzosis^n Soldaten völlig unbeteiligt ist. Es ist bi s h e r noch n ich t a u f g e f l ä r t, auf welche Weise die beiden französi- ßchsn Unter off igiere erschossen wurden. Es konnte auch nicht bewiesen werden, daß die Täter überhaupt D«ttsche sind. Die Stadtverwaltung tat alses, um den Befehl betreffend die Verhängung der Straßensperre so schnell wie möglich der Bevölkerung bekannt zu geben. Aach Gage der Dinge konnte aber derjenige Teil der Drdölle.ung nicht mehr unterrichtet werden, der den Sonntag zu einem Erholungsausflug in die Umgebung von Dortmund beruht hatte. Die Be- sabungstruppen hatten am Sonntag aber vor allem die Zugänge zur Stabt durch stärkere Postieruncen abgesperrt und jeden, der ohne Ausweis anretroffen wurde, fLstgehalten. Bei der Festnahire und während der Inhaftierung wurde eine große Zahl Männer unb Frauen, wie aus Zeugenaussagen hervorgeht, von französischen Offizieren und Soldaten schwer mißhandelt. Ins- besonie.e spielte bei den Mißhandlungen die Reitpeitsche der Franzosen wieder eine große Rolle. An ten verkehrsreichsten Punkten der Stadt triefen die Soldaten die Einwohner vor sich her. Datei kam es ebenfalls zu Mißhandlungen. Ein Augenzeuge erklärte, daß ein französischer Offizier mit zwei Revolver schüssen einen alten Mann tötete unb auf zwei weitere Personen schoß. In welche: Weise die Franzosen vor- gcgangei sind, ergibt sich aus der Tatsache, daß ein deutscher Arzt, der sich in Ausübung seines Berufes in ein Krankenhaus begeben wollte, niedergeschossen wurde. Das brutale Vorgehen der französischen Besahungstrap- pen dauert an. Gestern wirden der Arzt Guelpe und ein Polizeibeamter von .französischen Truppen erschossen. Die französische Verdrehung. Paris, 12. Juni. (WTB) Aach einer Havas- Meldung aus Düsseldorf soll in der A a ch t z u m 11. Juni ein? französische Patrouille von deutsch en Z i v il iste n, die sich trotz des Derkehrsverbots auf den Straßen von Dortmund aufgehalten hätten, bedroht worden sein. Di? Soldaten haben nach der Darstellung der Agentur nach den üblichen Aufforderungen auf die Deutschen gefeuert, die sich geweigert hätten, aus- einanbev zu gehen. Es seien sechs Personen getötet und drei verletzt worden. Don beiderseitigen Schüssen, über die die Morgenblätter berichteten, ist nicht mehr die Rede. Cine nene Verkehrssperre. Frankfurt a. M.. 12. Juni. (Wolff.) Von morgen mittag 12 Uhr ist nach einer amtlichen Mitteilung jeglicher Verkehr mit Kraftfahrzeugen svvxe mit Krafträdern vorn unbesetzten ins besetzte Gebiet von den Franzosen verboten worden. Von heute abend 9 bis 5 Uhr früh ist bis auf weiteres jeglicher Nachtverkehr verboten worden. Verschärfter Belagerungszustand in Höchst. Höchst a. M, 12. Juni. (Wolff.) Infolge Weigerung der Stadt Höchst, dir offenen Bahnübergänge bewachen zu lassen und für das Herab- lassen der Schranken auf den militärischen Bahnstrecken Sorge zu tragen (Verordnung Ar. 162 der Rheinlandkommission) ist vom hiesigen französischen Kreisdelegierten über bie gesamte Gemeinde Höchst der verschärfte Be° lagerungszu stand verhängt worden, unb zwar ist auf Befehl der Besahungsorgane von morgen, Mittwoch, den 13. Juni, 12 Uhr mittags, bis auf weiteres in der ganzen Gemarkung der Gemeinde Höchst jeglicher Verkehr, auch zu Fuß^ strengstens untersagt zwischen 9 Uhr abends und 5 Uhr früh. Verboten ist der Verkehr mit Lastkraftwagen, Autos, Motorrädern. Rädern mit Hilfsmotoren und gewöhnlichen Fahrrädern bei Tag unb bei Aacht. Dem Bürgermeister ist angedroht worden, daß er vor ein Kriegsgericht gestellt werde. Don der Stadtverwaltung sind zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung besondere Maßnahmen getroffen worden. Die Geschäftsinhaber wurden ausgefvrdert. in diesen Tagen keinerlei Preiserhöhung vorAUnehmen, außerdem ist eine Rationierung der Abgabe von Lebensmitteln erfolgt, von Lebensmitteln darf nur je ein Pfund, Oel nur viertelliterweise abgegeben werden. H och he i m a. M., 12. Juni. (Wolff.) Unter der Begründung von Sabotage an der Eisenbahnstrecke Hochheim—Kastel in der Aahr des Bahnhofs Hochheim ist in der Gemarkung Hochheim der Äachtverkehr von i/29 Uhr abends bis 5 Uhr früh verboten worden. Der Derkrhr mit Motorfahrzeugen u.ib Fahrrädern ist Tag und Aacht verboten. Die englisch-französische Spannung. London, 13. Juni. (WB.) Die in den Erörterungen zwischen Großbritannien und Frankreich über die Reparationsund Ruhrfrage entstandene schwierige Lage bildet nach wie vor das Hauptthrma der Blätter. Wie verlautet, hat das britrsche Kabinett gestern abend keine enbgülttge Entscheidung bezüglich des deutschen Memorandums und der Derstellunge-n der ftanzosische:, Regierung gefaßt. Dlättermeldungen zufolge wird die Hoffnung auf eine Dereinbarung zwischen England und Frankreich, die die Absendung einer gemeinsamen Antwort an Deutschland eiM2gliche.r würde, nicht aufgegeben. „Evening-Standard" zufolge sollen die britischen Bemühungen auf einen Ruhr- Waffenstillstand auf folgender Grundlage hinzrelen: Deutschland müsse den passiven Widerst and einstellen, wenn Frankreich seinerseits bie Art feiner Ruhrbesetzung abänbert Daily Mall" zufolge soll ein hervorragender Diplomat geäußert haben: Ein Purckt ist jetzt erreicht worden, wo die britische Ansicht sich behaupten müsse. Poin- care kenne jetzt die britischen Pläne. Wenn eine gemeinsame Abwehr nicht möglich sein solle, so bleibe nur noch die Separataktion übrig. Der politische Berichterstatter des „Manchester Guardian" gebt sogar so wert, zu erklären, daß die britische Regierung in den Der Handlungen bezüglich des deutschen Memorandums einem Bruch mit Frankreich nahe sei. Die britische Regierung erkennt an, daß die Einstellung des passiven Widerstankes im Ruhrgebiet außerhalb der Macht der deutschen Regierung hege. Eine belgische Erklärung. Brüssel. 12. Juni. (WB.) In der Kammer erllärte her Minister des Aeußern, I a s p a r, bei der Beratung des Haushalts seines Ministeriums: Wir sind in das Ruhrgebiet einmarschiert, um Reparationen zu erhalten, und werdenaus ihme r st hinausgehe n, wennwirsiebe» kommen haben. Die Annahme einer Anmaßung seitens Frankreichs und Belgiens ist nicht statthift. Wir wollen die Ausführung des Der- sailler Dertrigs, der unsere Schuhwehr ist. Wir haben bereits ein Ergebnis erzielt, nämlich, daß Deutschland versucht, einen Meinungsaustausch an« zuspinnen. Wir wollen mit den Alliierten sprechen, mit Deutschland aber nicht vor Einstellung des passiven Widerstandes. Die russische Antwortnote an England. Moskau, 12. Juni. (WTB.) Der Dolls- kommissar für Auswärtiges, Tschitscherin, hat an die englische Regierung eineAote gerichtet, die die Russische Telegraphen-Agentur wie folgt wiedergibt: In Beantwortung des Memorandums der britischen Regierung vom 29. Mai stellt die Sowjeti-egierung als Ergebnis des bisheriges Austausches von Memoranden fest, daß bezüglich der vier Streitfragen, nämlich: 1. des Wainstein- schrn Briefes, 2. der Fischfangfrage, 3. der Ent- sck-ädigung für die Repressalien gegen zwei englische Agenten, 4. des Prinzips der Aichlein- mischung, einer Verständigung zwischen ben beiden Regierungen nichts mehr im Wege steht. Hinsichtlich der Propagandafrage. die im britischen Memorandum als die wichtigste bezeichnet wird, ist die Sowjetregierung bereit, die den von der britischen Regierung vor- geschlagenen^ neuen erweiterten OSortlaut entsprechende Stelle des englisch-russischen Handelsabkommens als Grundlage für die gegen» fettigen Verpflichtungen anzunehmen. Die Sowjetregierung wünscht ben Charakter dieser Gegenseitigkeit genauer zu fassen, und zwar in dem Sinne, daß die yafünftige Unterstützung allen monarchistischen und Weißgardistischen sowie überhaupt allen feindlichen, gegen die Sowjetrepublik und ihrer Verbündeten gerichteten Treibens durch die britische Regierung oder die Regierungen ihrer Dominions, Kolonien, Protektorate usw. ausgeschlossen wird. Die Sowjetregierung bedauert ferner, daß trotz ihrer beispiellosen Aageftänb- nisse bie britische Regierung von ihrem Ultimatum nicht nur keinen Abstand genommen, sondern die früheren Sore eräugen noch ausgedehnt hat und neue aufstellt und damit die russische öffentliche Meinung zu der Schluß- folgermng zwingt, daß die Zugeständnisse der einen Seite nur die Ansprüche der anderen steigern. So liegt in der wiederholten Forderung der Abberufung von verantwortftchä, Bertretern der Setokfregtenrng ein* 3br,tfrtfl- Int. bu bem Prinzip der ®e«ew4ev!a!rl Oku ist die ,^t>rbrrung ber TI *.*nn inn ber Tkr- pilichtung /jut mglif4>*r Bürger oll Bcbtngtmg für die ^fai'rst'crtxilru.'uj bei Handeln bkvmmevs In bem N--’ältntl zu ben trnaeiy’urrsR Vrr- * lüsten welche be Blodobe uib bi* 3nter- nent tonen der ®n en emdd)te Milll)n-n rjfll» scher 'Burger verursachten De Sow>tregierung ist bereit, die britisch», 'Bürger au e n t, 4» d b l • gen. aber mir au, bet Grundlage voller wirklicher Gegenseitigkeit Bezüglich der Abberufung der russischen Bertretrr in leberon unb Kabul glaubt dir Ccipjet legierung. bah eine so aufftrorbcnt* liche. wenn auch bi bem lebten bettischrn JBmo- tonbum gemtlberle THabnafamc nur nach qrmd.i- sanier sachlicher Untersuchung der gegenfethgeg 'Beschul^ngungrn getroffen weiden bum. schließlich erklärt die 5otp-.ctregierung. bah sie. ebenso wie ®rohbrttamtien. den Abb ruch ber Jan« belsbeziehungen für ein grobe* Unglück ballen würbe Aus diesem Grunde b-ite (le früher unb auch jetzt wichtige 3uge;tänbni,e nemad>t Die Ablehnung der britischen Regierung, mit dem Volkskommissar für Auswärtiges zu einer Konferenz zusannnenzutreten. zeigt, bah tte $ln- ternille für eine Beilegung des Konflikts nicht aus russischer Seite liegen. Hu» dem Reiche. Das Reichsbesold« gsgefetz. Berti n. 12 3ur* (TBCTB > >r$on*- 6»( t lau *t 4)« h be* Reichstages d.-rie- beute die neunte Grgänzung bei Be soibang » - gefehe* unb nahm einen Sentrumlantrag an. bäh ber Frauenzuschlag nicht nur 'Witwern. Rabern auch Witwen gewährt werden kdnnr. Gr bewilligte Grundgehälter. die sich von 324 000 tnir> 432 000 Mk. monatlich in der ersten Gruppe bi« su 1 560 030 b»w 2 090 000 Md in ber 13. Gruppe staffeln De Ginzel gelter wurden entsprechend erhöbt Auch die Ortszuschläge erfuhren eine entspUcchatde Regelung. Die firouer»- und Kin herzu schlüge find Im wesentlichen unverändert gedUebm We RenordnUng be* Devisentzerkrhrs. Berlin. 12. Juni. Zwischen dem Reichs- ftnaiMmlntfkrlum. der Reichsbank und den der Vtzempeivere:niqun(i angehSrenden Berliner Banken und 'Bankfirmen Haden Besptechun- qen über eine etwaige Reuvrdnuna des Devisenverkehrs fta.tgefunten, Hierbei soll der Gedanke erwogen worden sein, datz outzer der Reichsdank nur noch die Slempcl- verelnlgungsbanken zum Devisenhandel berechtigt sein sollen, und -war solle dieser Dr- ii>e( nur In den Raumen der Reichsdank stattfinden künnen. Die Besprechungen seien, wie das Blatt betont, durchaus unverbindlicher Aatur gewesen. Eine Beschuletgunq bet Reichswehr. Der .Vorwärts" macht Mitteilung von eener Rodbach-Oraantsattvn innerhalb der Reichswehr, Oie am Freitag bei der Verhaftung von 30 Deutschvölkischen in Magd« bürg ausgedeckt sein soll unb den Barnen .Reichswehr- ‘ dduch" trage. Magdeburg. 12. Juni. (Wolfs. 1 Wie die Blätter melden, nahm bte Polizei in den letzten Tagen zahlreiche Verbastungen vor, und zwar handelt es sich dabei hauptsächlich um Mitglieder de* Roland-Bundes eine* nach brr .Magdeduraischen Zeitung" wenig beroorgetreJenen Zugendbunde« Gine Berkimmlung dieses Bundes wurde von der Polizei ausgehooen unb im Anschluß daran weitere VerHaftunge.' vorgenommen Gs wurden insgesamt 27 junge Leute sestgestelit. jedoch zum Teil wieder entlassen. Zwölf von Ihnen wurden in Haft behalten. Streikbewegungen. Bllittermeldungen aus Breslau zufolge sind tetzt nach Angabe der unioniftischen Streikleitung 1 20 000 21 rdeiler In Oberschlesien ausftän dig. Der schlesische Bergbau iieat jetzt fast votikommen füll, ebenso der größte Teil der schlesischen Metall- rrle Der schlesische Landarbei ter- (t re t k bat sich nach einer Meldung des ..Lo- al-Anzelgers" nunmehr auch aus Oberschlesien und die Provinz Brandenburg erstreckt 3m Kreise Grvitkau (Oderschlesien» wird auf ein, Aelnen Gütern gesneikt. 3m Kreise 3alL*nbcrg (Tranbciiburg) sind auf 27 Gütern die Landarbeiter in den Ausstand getreten. Aus Hessen. Zsrbsnm e, bet Grwerdslos.n. wb. Darmstabt. 11 Juni. Gine Abordnung von Grwerbslosen aus dem dem en und un.«kt".t Reichztaa habe sich leibet auch über die oon der Umlltil.ben Kommission bei Reichswi t'chafts» ml».* a.'.lgvhvliten Grund'ütz« hinw g,.>e t datz in dem Verstand der SelbstrerwaUuna'torpec Ne Orgonllaticn.'n de. 2r eli.b r un> Ar > lt- ne'.mcr ntzte v.rtoctea fein «v.lrn. D.« Beträge kirn reichlich hoch ang-*:*t 3., t.-n Brüün- murigen tttet das Pen Ions recht 'et der fozi,., Gedanke üterf rannt Das Pen klonsrecht b mir für 3rbett?r aalet Tage gelten Die Renv mühten von 50 auf 30 Prvzenk heradgei^i • wervvi. Thron groben Teile ber veurfchnattonalsr Bann werde bie Zustimmung zu der Berlage turd> de Annahme dieser 2»änt>erung*n«räge ticrt werden. Abg. Mal, ahn (Ä.) lagt, die Industrie, bie ben Prvstt habe, mutte auch die vasten ber Irl alen Versicherung ühemehmen. Der RDner ,.ttc friert dagegen, bah die Berjtn -i.ibttät erst mit bem 50 Lebensnahe bet 25|äbnger Ve'chifti- aungSzeit rtn’.reten lode, und Derinnet 5>emb- kgeng auf das 45. Oetatlfabr; eben!» fei ber g ar > über die Inoa idm?enflonen und die Trübung« zu lagen unannehmbar Die Renten müßten nach dem Atter abgeftuft werden, und ?war von 50 bis zu 75 Prozent hinauf Wenn Liefen Vorschlägen nicht zuge timmt werde, könne •eine Partei der Vorlage nicht zu stimmen. Abi Winnefeld iD Bp ) erklärt, daß» ein öbfebneTtb«- Standpunkt n.cht in ber Absicht feiner Parte freund? liege Gr hab? gjflTr.t lediglich cüs Abgeordneter ofre jode 'BjeutflufTueg durch be UnirtT.hoicr gesprochen Adg. 3anitf chek iS j weift darauf hin. bob d e Anträge ber Kommunisten viren'i nicht durch u ühren feien Abg. Maltzahn (K-, protestiert gegen • an bin Brb v -n ' 'en*. 5ö- bana werden b e Kg 1 und 2. bk von bei Trägern ter Versicherung ha adeln, nach ben Au tschaK- besch lütten tu genommen Der § II (Ber, »che- rungsbecechtlgu g and Befrclang von der Ärcm- kencerlch.rungups.ichi, wirb otgenommen unter Ablehnung ter d.ui!chnationa!e.i A «räge Bei ter Annahme ber weiteren Paragraph rn. bk vor allem de Leistungen her Pensions - kaffen betreten, werden die k^mmuni,tischen Anträge ab,gelehnt. Sobaim wird der Suwurf unter Ab'ed- u.ig aller kommunttzifchen and teutschnativnalen Anträge in der Au »schustfas- hing in 2. und 3 Lesung angenommen Rach der Abstimmung erklärt der butschralisTiale Adg. Leopold, die Mehrheit seteer Parteifreunde werte nach ber Ab'eb ung aller Abänderungs- anträge auch gegen be Gefamtoorlagr stimmen. Schließlich erloigt dir Air.-ahme gegn die Stimmen ter Kommunisten und der deuilchnalionalen Mehrheit. Morgen nachmittag 2 Uhr: Zweite Lesung des Gesetzes zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten unb Verbrauchssteuer Vorlagen. Gerichtssaal. Der MSnchrner Hochverratsprozeß. München. 12. Juni IWTB.) 3m Bro- zeh Fuchs sagte der Zeuge itud. jur. r. Zunächst » He Vdv vxgro;b sche Kammer dem A tg: Lüo’e-i üb^- legen als sie uns ein Dauerb ilb liefert, das uns jederzeit gestattet, das Aussehen von Obiehm u nutlerm, die uni zeitlich und örtlich beliebig ttx.t entrückt fein tonnen Sowohl für Ne Aatur- w.ttensch^strn. als auch für bte Gelsteswitt nschaf- ten tn die Gewtmwng derartiger Daurrdtlder von aub.-rDrbcnUW'cm B>crt. desaub rs w:nn es «ich um twrgänglbte Odjekte. wie ausstrrbende Yier- unb Pflanzcngattungen. der Vernichtung preis- gtgtbene Gebilde der Aatur oder der Kunst u a. banML ®|ne Grwelterung des Geiti tsfinnes von url 3. London 12 003; 3^b Baer. Geschtr-virnLngebühven 13 003. D. 3. 5030; Glud- gefellsch.4: L.ch. Valeria,tdi ch?r Abe td am 10 3uni ,140 500; Schule zu HeachUcheim 10 350 Mark. Den Gebern herzlichsten Dank! Weitere Spenden werden in der Ge schäl t *stelle de* .Gi etzener Anzeigers" angenommen. n •• Der Gvang Arbe Itetvereln Kielt Neker Tage eine Hau vtt>:rkamm!ung ab, in ter eine Reur>gelung der Sterb.kakfe des Vereins vrrgenommen (ourbe. Gs wurde deschlosfea, die seitherige Slerdelasse ab 1. Juli auszulösen unb ton d,eiern Zeitpunkt an eine ben derz.neigen Bertältni fen an;e?atz e S e r Leu tr er stütz ungs'attr für fömtli4>e Mitglieder einzufübren, der auch die Ghefrauen der Mitglieder beitreten tonnen. Weiter wurb? bcftlmmt. am 15. Juli im Philo- svphenwald ein größeres Familien dt?*' — Tas6 Am end: Ab 8 Uhr Sonberkonzert. — Lichtspielbaus, Vahnhosstratze: .Friderieus Rer" und -Gr und fein Auto' — Palast-Lichtspiele: .Sansone" und .Die GH re seiner Schwester". — Aus dem Stadttheater dureau. Die Ausführung des Lustspieles von Ma, Brod .Klaiisfas halbes T«rz". die am Donnerstag stattfindct, kann auch tm Winker nicht wiederholt werden, da ein Teil der muwirkenden Kräfte dis dahin aus dem Dtetzener Gnsemdle ausfch.idEt. Die Bcufcett hatte Im F.ühjadr im Fiankfurfer Schaufpielkaus bei zahl reichen Wie- betholunren großen Gvsolg. — Bühnenvol ksbund Man sch elbt uns: Am 28 b M. wird ber Vühnenvolksdund ;um Besten seiner Theatergemeinde einen Fa- milkmabcnb veranstalten, für ben ber 'Vorstand cm reichhaltiges Programm aufgestellt hat. Die Mitglieder und Freunde ber Theatergemeinde, Ne tm vergangen:a Winter öfters Gelegenheit p.babt haben, bis Theater unter günttig-ra Be- brngungen zu besuchen, wrrben g'b.nen. «rach an bei cm Abend zu ctftelncn und Dafür zu werben damit bas Defizit, baß die letzte Ausführung im Theater hinterlas'en hat. gedeckt unb her Befianb der $beatergem< mbe weiterhin geficheN werden farm Mehr als je erheischt es bk Zeitlage, datz bie Jbcaft des Bunbes verwirklicht vx-rben. Sin Deil des Reinertrags soll der Babrbilfc über- tr.c'cn Wei dm Räheres hn heutigen 2n* eigen! nl - .Du Mäbel vom Rhein" ist em .^ilm- rmglrtd tn 5 Akten betitelt, das vorn kommenden artlfag ab bi ixn Palast-Ltch svtekn twge übrt wird Der lustige Filmstvff wirb von einer Reihe hon Rb.inliedel-n. Tänzen «ckerzliedara und Gs- umiabrat, das Gai^a ist aus den heiteren Sinn «mgestellt. der ki guiex Tag« am Rheia ferne Heimat bat Die Boifübrung eines Sport- H t m e * über jonglieren. 2ltNe.il. Boren. Rln- gtn uto. an ben gleiche, Adenden tptrb eme be- fonbert Be,ei4er.ng der Unterhaltung bruatÄ. - Ginr öffentliche M.eteiver- fammlung. bk flch mit ke, S^ieeing des TkruWaa« auf puo Tre* r»O. nntet motcei abend S Uhr bn Katholl' chrn 2kr* cinshaus statt, f Sie de Anieig^j o ^.0. Ruber^Regatta auf ber ® . 12. Juni. Die hiesige Klub» aesEll schäft hat von einem VaterländtscheM Abend 140 500 Mk. an bas Deutsche BolkSopfer adoesührt. Der Betrag wurde der Sammel stelle des ..Gletzener Anzeigers* -ar Weiterle tung übergebe». Lreich -rirdverH. ' Friedberg. 10. Juni. 3n Anvefeoe teil einer groben ^abl dehdrdlicher Berttv ter au* unserem Kreis fand im Hotel -Trapp" eine stark besuchte Berfcrnmlujig der Tech. Nischen Rothilfe. Kretsgruppe 5rwb- derg. statt. Der Leiter der Kretsgruppe. Ge- wetdelehrer Dolkoborskv- Bad-Rauhe m, setzte einleitend auseinander, daß sich aus t«b- ni|d:en und pekuniäre» Gründe« eine Bereinigung der ehemaligen Ortsgruppen zu einer Krelsgruppe erforderlich gemacht habe. Badv- bem er noch eingehend die erfreuliche Auf- rrSennpick unq der Rothilfe im Krei eFrieo- berg geschildert hatte, erörterte Regierung?, boumetfter Hllsdorf -Frankfurt d. M. die 5taqe der weiteren Ro t wend ig ke it der Technischen Rothilfe Das von dem Redner vorgedr achte stankt Ische Material über die Sinsatztättakeit der Organisation (1^22 alletn 907 Gmlätzel erhellte mit zwingender Deutlichkeit, datz der von den Äommuniltfn geforderte Abbau der Rothilfe beute noch unmöglich ist. Das segensreiche Dirken ber Rot- Hilfe wurde an Hand von Lichtbilder» vor Augen geführt. Einen besonderen Gindruck hinter!letzen die Bilder vom Ginsatz der Rot- Hilfe auf dem Kirchhof AIS Ergebnis der Versammlung waren zahlreiche neue BeUrtttber- riärungen zur Organisation zu verzeichnen. Kirche und Schule. ~ Bob beim bei Bungen, 10. 3ftnl «re Mcuiibe der Dorfkirche in ber Rl ddaer Gcke wollen auch m diestem Cfabreetn Dorfkirchenfest obballcF Gs soll am näch»'m Sonntag. 17. ()unl. tm Kirchspiel Robheirn flattfmben. Zur Mitwirkung fmb zwei Bläserchöre unb mfw rer? Gesangvereine gewonnen werben. $*.äekr soll unter bem Th«; .DorsNrche und VoUsnai fteben. Den Fe tgotke»dienst hält morgen* in der geräumigen Robbeimer Kirche Professor O. Dr Schian ab. Die igentliche Fest- rcdammlung findet nabmittaa* im Walde in ber Aähe ton Forstd^us O aubsabl statt. Dabei nxrbei Tocträge halten: Professor D. Dr. Diehl-Fried» berg, ter bn3 Tb«ma d.s Tages u ^ch.chttich et- । firn trtü. unb P arrer Kna b-Pfunastabt. ber oU Au-gv-a esener vot ber Rot N:r Gegenwart itben wird. Bei ungünstiger Witterung hn.Vd bk Feier in ber R:dheimer Kirche statt. Dm UcLidcbuifc b« au erb*benben Sammlung wer- ten bem Deutschen Voll*opfer zugute kommen. hg Ulrichstein. 12 3unl Am Sonntag fonb hier und in Feldkrücken eine ordentlich« Kirchenvisitation durch Dekan Vvlp- Laubach statt Rach der Predigt des Ortsgei>»- lüben dielt brr Blfitaior eine zu Herzen gehende Anspnrche aus Grund von Matth 20, Bet* 4 an bie zahlreich versammelte Gem inde G, schlotz sch «i« Prüsuug der chciitrnledroMchttgen 3^- ;cnb und ein Zugcndg.'lesNenst aa. tu bem der Weg zum wahren ^lück unb zur bkibenbe» 5reube gezeigt wurde. Otngebenbe Beratunaz* mtl beit kirchlichen Körperschaften beschossen dem BUitotioMtag, ber ein rechter Freudentag sür Ne Gemeinden war. SchlichtnngSanSschub der Provinz rbcvbcncn. Sitzung vom 12. Zant 1923. Die Fabrik feuer efter Grzmgnssle Scheid- bauer & Gieffina AG in Mainzlar foll den Stundenlohn ber Betr ebJarbelter über tj Jpbre vom 1 3uni an entfprechend Ihrem Angebot auf 2900 Mark erhöh.n nom 4 Zuni an aber auf 3303 Mark und vom II Zum an mif 4303 Mark. Ne übrigen £>5bte in bemleiben Berhältnis. und ab 1 Znnl Ne Ausaseichzulage ber gelernten Handwerker ber Betriebslchlolterri von b *her 5 Prozent ber BetrldXorb?Ucrlöbne auf 10 Prozent. — Für b.c Arb.iter ber O ■ a r • zitdrüche bei Krei* an berßumba schlag ber SchUchkungs.>uAschuh In N*r Soitze 2870 Mark Stundenlvbn ber Betr ebsarbei er ab 1 3nnL 3270 Mork ab 4. 3unt uad 4270 Mark ab 11 3u«( vor; für be Arbeiter der Quarzitbrüche bei Rockenberg imb Homberg an der Ohm unb dll **- Älefelg ergruben von ben- felben T .zeit an 2303. MJ0 und 3W0 Mark Die Streitteile erhielten Grklärungsfrist m Ndm Schiedssprüchen «ne hem Rml*verkn«htqunq*blat1. • Da * Amt*verkündianng*blatt Ar. 44 vorn 12 3tmi enthält Die Gewährung von V ,h" e^arlehen zur Förderung des Woh. nungslaues — Preife für ,4»dtr. - Manrer» mdCe - und T.riunt£tn«hneT-,ttronj*iitnnig '«r tea Oanbfiet* Gk'en — Das Svnderrerfobren ur Sntschädtgung im Berwaltungskrete - Van- ^"^^DeuerungsznschLttr — Das Verfahren in FrtststraffachTn — ?e dBereinigung Harbach — SchveinaroUauf in Gietzen. £?anbwirtfd>nft. — Der Verband mitteldeutsche, Aotvlehzüchter veranstaltet 'eine tn'U Zucht drehaultion. die 1 .‘olge Ansbr ich* ter Maul- und Klauenseuche in dem Marktorte Scan fen berg verlegt Barben muhte, nunmehr bestimmt am Freitag. 15. 3unt Z« Versteigerung sind 41 Ballet und 4 Rinder gemeldet Sine ? 'ichtigung der Titre ist von 9 Uht ab gestattet, bte Zkifiag-ntny beginnt ui 11«, U6r •e Der Verdacht des Schwelnerot- lauft st Im Landa4rllchctiUichei 3nftl*x, ber Universität In de Mark.-rar. Skratze feftgrstell: trr:brn Ci e.rma* renein Hnb angevrbn.'t — 3n tem Ge5ött Zozeisgaf f e 9 tnrbe ber Dchf.lle arlcrus »estgestellt und Ne Gehöftsperre inaeecörel. Heutiger Stand bes Dollars 10 Uhr vormittags. StaefTiti e. BL »2 M* Kel 7M Ich zahle die höchsten|Preise für os*m (relegraphische Auszaylnng.1 ,37406150 375^7,50 3S9027.,- 3S>ö975,- 8287,6^7» 85103.70 85146/30 Billigste Bezugsquelle für für BODENBELAG «TISCHAUFLAGE - TEPPICHE Bohnen- 5möer, ©errewemsuet, SMmSdn. Der Vorstand. HAtuna!$ticön^m-M • Trais-Horloff b. Hungen. Seelachs Lollar. 04089 GemMkW und vieles andere. [04088 nn fl. Brauet ll, HülfloMtot noö AM. I muniiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiii Karte genügt! Jarte genügt! 117,80 13,91 25(MV25 Don den unterzeichneten Kassen wurde der Zinssatz ab 1. Juli d. I. H. Möllering, Hannover. Ankauf: H. Bardenhagen Gießen, Asterweg 16 H.L folgendermaßen festgesetzt: M lösliches Seid.... Für (hulegen....... Heute u. Donnerstag früh etntreffend Mauser-Pistolen Prismen- ÄOttl Gläser TAPETEN» WANDSTOFFE- UNCRUSTA Verlangen Sie ausdrücklich von Jhrem Tapezierer unsere H.S.&C? Collectionen evtl, wenden Sie sich an uns. Dr. Gentner's Waschextrakt Goldperle mit Schnitzeiseife ist sauerstofffrei, daher unschädlich für die Wäsche. 3759ss chule. !-rr "dec Aiddaer >adre ein Dvrs. «" nächsten 'M Aodheim ö zwei Dläserchörs leivsmen iDoröen. 0- »Dorflirche und ^dienst hält mor- nmrr Kirche Pro» e . eigentliche M, > im Dalde in t^r ftatt. Dabei tcetben Dr. Diehl-Fried, Sei geschichtlich er- i b-PftmAod!, der tot der Ssgenloart Witterung smdrj : Kirche ftatt. Die :n öantmlung hxr» lksspfer zugute lunt 2m Sonntag •ji eine ordentlich« ch Dekan Cßolp- tigt des Ortsgeisl- gu bergen gerade '.ti). 20, DerS 4 an winbe. 98 schloss e^oiMigen 3a» nst an, in dem der nd zur bleibenden ehende Beratungen isten beschiossen den Iceudrntag für dir Antw. »Brüssel. Holland London Bnrtö...... Schweiz Cvanien .... Italien ....✓, Viünbc..-Cjport6 Dänemark . . . 9ionvcncn .. . . Srlliveden Helnnnkors. .. . Neunvrk...... Deiiiick-Oefierr.. Budapest..... Braa........ Agram M-l, 15325- 5360.- 14830- 22340- 32^40- 1'20 75 8487,0- 3877,00.- 3930- 4627- 9.13- 2518 — 13930 - Dezimal, und Kettenwaagen empfiehlt Karl Schmidt. Neuenweg 42. 04087 Banknoten. Frankfurt a. M-. 12 Juni. Schweizer Noten französische Noten Dänische Noten Schwedische Noten Holländisäte Noten Deutsch'Defierreich \ 100 Kronrn Amerikanische Noten........ Englische Noten . . Italienische Noten Belgische Noten Ungarische Noten Tschechoslowakische Noten . . . . Norwegische Noten ........ Rnniänische Noten Spanische Noten 5406.7,0 17.187,90 12656-75 3919.80 14987.40 14135,27, 225W.15 538150 15112.10 12593.45 3900,20 14912,60 14064,77» 22393,85 12U.84 9,75 2540- 902,75 3ür Ekvlasev mit 6 IHßnote K8«ülgvngs- frift, le ho® Sätze dis... 15% Sät Sarletzen gegen SchülWelae und SiWttzeten 2 öls 5% üöer dem le- welligen lieiktzsvanl-Dlhtvntsntz. Die Spar- u. Dorschuhvereine: Londorf, Kesselbach, Allendorfa.d.Lda., Treis a. d. Lda., Mainzlar, Staufenberg, Daubringen und [fangen empfiehlt Carl Haas |r. Frankfurt. Str. 59. Telephon 1682. [S,D3D Handel. Frankfurt a. M., 12. 3unt Börsen- sti m m u n g s b i l d. Die Geschäftstätigkeit am Devisen-- und Rotenmarkt verzeichnete bei bescheidenen Umfatjen eine unsich:re Haltung. Die Preise neigten anfänglich *ur Abschwächung. Dollarnoten wurden im Dormittagsoerkehr mit 81500 bis 82 500 gehandelt und setzten an der Dörle mit 82 030 bis 82 775 ein. Auszahlung London wurde mit 372 030 bis 376 000 genannt. Effektenmarkt lag fest. Die an der gestrigen CBörfc gegen Schluss, einsetzendeAufwärtsbrwegung der Tendenz schien sich im heutigen Verkehr von Bureau zu Burenu fort-usetzen und z i verstärken. Insbesondere bestand wieder lebhafte Nachfrage für Zuckeraktien, von denen Heilbronner mit 53 000 und Badische Weghäusel mit 52 030 genannt wur- t'cn; gesucht waren Frankenthaler und Stuttgarter Zuckerfabrik, ca. 2030 bis 3000 Prozent höher. (Sine starke Bewegung zeigte sich für chemische Aktien. Man nannte Th. Goldschmidt 270 000, Rhenania 92 000 bis 94 000, Höchster Farben 115 000 bis 120 000, Badische Anilin 130 000, Holzverkohlung 118 000 bis 120 003. Feste Stimmung herrschte für Elektrische Lieieru tg, 50 000 Geld. Licht und Kraft 120 030, A. S. G. 120 000. Kaliaktien, besonders Westeregeln, gefragt. Krügershall 130 000. Für Danke , bestand Interesse, unter Bevorzugung von Deutscher Bank und Dis- contv-Gesellsche-fl. Man nannte ferner n)ch Buderus 340 000 bis 360 000, Weiss u. Freitag 45 000 Geld. Duhig lagen Auslandsrenten. Zolltürken 145 000 bis 150 000. Von den amtlich nicht notierten Werten nannte man für Becker-Stahl 135 000, Becker-Kohle 110 000 bis 115 030. Berlin. 12. Juni. Börsen st immungs- bild. Am Devisenmarkt trat, nachdem der Kursstand am Vormittag sich verhältnismässig wenig verändert hatte, bei der Befestigung der amtlichen Kurse anscheinend mit einer ungünstigeren Beurteilung der Lage verhältnismässig starke all- seitige Nachfrage ein, so dass durchweg Steigerungen eintraten, die sich später in allerdings kleinem Umfange fortsetzten. Am Effektenmarkt hielt angesichts der zahlreich versammelten Händler die stürmische Nachfrage nach allen Werl- papieren an. Es wurden nicht nur bedeutend über den gestrigen hohen Schsutznotizen liegende Kurse genannt, sondern zu diesen auch ziemlich lebhaft gehandelt. Commerz- imb Privai-Bank A.-G., Hamburg. Aach einer Ankündigung im heutigen Anzeigenteil werden die Aktionäre der Gesellschaft auf Samstag, 7. Juli, zu einer ordentlichen Generalversammlung emgeladen. Frankfurter Devisenmarkt. booiffi Steligss 1*1! Ein Speisezimmer, Eiche geritzt, bestehend aus 1 Büffet, 1 Kredenz, 1 Ausziehtisch, 4 Stühlen mit Polstersih zum Preise von 1500000 Mark 5197.95 14596.40 12205,45 3759,40 1458M0 13634,- 21804,40 Datum 11. Juni 8lmtL Noriera. *»*<««* SnWW aller All 'SÄ yivgvn | AusffaNlltig stilrein n-pretoroerl öle Brüll w Del. 2132.1 llnlo.vnillerei. K Lange. Sietzeo. SSülstt.7. 12. Juni Amtl. Stottern. Get> «rie? 4663.3,5 4686,70 32017,25 3218275 Versteigerung. Donnerstag, den 14. Juni, von 10 Uhr ab, versteigere ich Brandgasse 3 Werkzeuge wie folgt: 1 Iahnstangengewinde (70 Zentner Tragkraft), 1 Bohrwinde, 1 Brustbohr» maschine, 1 Schmirgelmaschine, 26Spiral» bohrer, 40 Feilen, 1 Schraubstock, zwei Lötkolben, Zahlen» und Duchstaben- stempel, Feuer-, Flach» und Rundzangen, allerlei Schraubenschlüssel, Holz- und Niet» hämmer, Drillbohrer, Doppelhobel, Ien- trumsbohrer, Feilkloben, Metallsägen, 1 Stoßkarren usw. Don 2 Uhr ab: G'elb Brlei 4478 8.5 47/11,15 31770,37. 31929,(0 ’ bet auTgetrteBen. Obwohl der Handel recht schlep- pend war, wurden sehr hohe Preise erzielt. So kosteten erstklassiges Zuchtvieh 9—10 Mlllionei. Mark, weniger gutes 6—8 Millionen, Rinder, je nach Alter, 2—3 Millionen, Kälber 500 000 bis 850 000 Mark das Stück. l-igunMa". SÄ JsSSg _ Sou« ««** 5172,05 14523.60 12144,55 3740,60 14513,55 137M- 21675.60 82443.7)0 117.20 13 84 2493,77» neueMatjes Heringe empfiehlt 4025c 120,90 10,2) 57.2.- 907,25 für alle Verwendungszwecke, neu und gebraucht, liefert und kauft m. CH. Mühlstein, Giessen! Eackgrohhd^ SelterSweg 83, Lel. 2132.1 „ i» nJJ. Sn t 3® i». 0, Jini« 8^ beÄiW' W"” tl »»Ä W-* 1111* 0 Commerz-undPrivat-Bank Aktiengesellschaft Schellfisch Z Kabeljau der Provinz n. uni 1923. tz?ugiiisse Lcheid« 5. in Mainzlar »IriMarbriler über enlsprrchrnd ihrem >öhrn, vom 4. 3*111 s vom 11. 3*111 an LS^ie in temfe&n die Ausglrichzalag« ,r Drlriebsschlolserel Kirirbsorkilcrlöhne [rb.’it?r berQ uac- der Lumda schlug er SM M Mark k»i‘2r ab 1. 3anlJ :0 Hart ab 11,3“ erg an ver uy graben tron ^ unb 3500 Marl.D« Sfrifi y M« Kunst und Wissenschaft. DaS Gipsmnscum der Univcrsitiit. ,®l€ Sammlung der Gipsabgüsse von antiken Bildwerken im Kollegiengebäude ist jetzt wieder AUSaoglich. Sie umfasst ungefähr 400 Stüde aus ollen Perioden der griechisch-römischen Kunst und gibt eine gute Uebersicht über derer Entwicklung. Erwähnt feien: das Slatuenpaar der Tyrannen- Mörder, von der alheirischen Demokratie den QUor- üern letzten Herrschers von Athen errichtet, dre Giebel von Aegina, Olympia, des Parthenon, der sogenannte Lud)visische Thron ein reizvolles und rätselhaftes Bildwerk vorklassischer Zeit, die Gruppe der Aiobiden, eine gute Probe des welt° berühmten per-gamenische:r Ältaves, etwa 60 Por- trätköpse vom 5. vorchristlichen bis 3. nachchristlichen Jahrhundert: ausserdem zahlreich: Einzel- statuen, Reliefs, Kleinbronzen usw. Di: einzelnen Stücke sind mit erklärenden Beischriften versehen. Eine bestimmte Besuchszeit la.tn aus Mangel an Personal begreiflicherweise nicht festgesetzt werden. Die Besucher werden gebeten, sich bei dem Assistenten des Archäologischen Institutes, Kl-lkeghaus, Erdgeschoss, Zimmer 3 oder Zimmer 4 zu melden. Führungen für eine grössere Anzohl von Besuchern werden auch von bem Archäologischen Seminar auf Wunsch gerne veranstaltet. !net kg. -ch> h°b" L" X'iwÄ Ei'® Ä un. Ä”"310'- bet Avp 'Tgcbnig bet iLet. iu verzeichnen. Dreiundfünfzigste ordentliche Generalversammlung der Aktionäre Am Sonnabend, dem 7. Juli 1923, vormittags 11 Uhr, im Sitzungssaale der Bank in Hamburg, Neß Nr. 9. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes sowie Vorlegung der Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung und Vorschlag zur Gewinnverteilung. 2. Bericht des Aufsichtsrates über die Prüfung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie des Vorschlages der Gewinnverteilung. 3. Beschlußfassung über die Genehmigung der Bilanz und die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrats sowie über die Verteilung des Reingewinns. 4. Wahlen zum Aufsichtsrat. Diejenigen Aktionäre, welche sich an der Generalversammlung beteiligen vollen, haben ihre Aktien spätestens am 3. Juli ds. Js. während der üblichen Geschäftsstunden bei unseren Niederlassungen in Hamburg, Berlin und Magdeburg, unseren sämtlichen Filialen und Zweigstellen und außerdem in Berlin für die Mitglieder des Giroeffektendepots auch bei der Bank des Berliner Kassenvereins, in Cöln a. Rh bei unserer Niederlassung und bei Herrn J. H. Stein, in Frankfurt a. M. bei unserer Niederlassung und bei den Herren J. Dreyfus & Co., in Gera (Reuß) bei der Firma Gebrüder Oberländer, zu hinterlegen und bis zum Schluß der Generalversammlung daselbst zu belassen oder die Hinterlegung bei einem deutschen Notar dadurch nachzuweisen, daß sie einer der genannten Anmeldestellen spätestens am 3 Juli ds. Js. einen ordnungsmäßigen Hinterlegungsschein des Notars in Verwahrung geben. Dieser Hinterlegungsschein gilt nur dann als, ordnungsmäßig, wenn darin die hinterlegten Aktien nach Nummern genau bezeichnet sind, und wenn überdies in dem Hinterlegungs- jctiein selbst bescheinigt ist, daß die Aktien bis zum Schluß der Generalversammlung bri dem Notar in Verwahrung bleiben. Gegen Hinterlegung der Aktien oder E rreichung der notariellen Hinterlegungsscheine werden Eintrittskarten ausgehändigt. Die zu hinterlegenden Aktien können ohne Gewinnanteilscheine und Erneuerung^ scheine eingereicht werden. 4012D Hamburg, den 31. Mai 1923. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Der angebliche Standpirnkt des englischen Kabinetts. Paris, 12. Juni. (WTB.) Havas berichtet über das Ergebnis des heute nacht abgehaltencir Kabinettsrats in London, der eine Stunde gebauert hat, der Standpunkt des englischen Kabinetts könne wie folgt gekennzeichnet werden: Die britische Negierung glaube, dass es nicht möglich sei. als Vorbedingung für jede interalliierte Verhandlung die Einsteb-lung des passiven Wider st andes im Ruhrgebiet zu verlangen und dass die grosse Gefahr einer kommunisti-- schen Reaktion entstehen könne. Die englische Regierung erkläre dann, dass es ihr sehr erwünscht sei, jed-en Druck zu vermeiden, aber sie betone, dass nach ihrer Ansicht Verhandlungen unter den Alliierten auf der Grundlage des deutschen Memorandums stattfinden könnten. Sie erkenne jedoch gleichzeitig an, dass die in dem Memorandum enthaltene Ziffer nicht annehmbar sei und unter dem bleibe, was Bvnar Law im Januar vorgeschlagen habe. Das englische Kabinett schlage deshalb vor, den deutschen Plan abzuändern und Deutschland dahin zu bringen, die Ziffer des Planes Bonar ßatoä anzunehmen. Die britische Regierung sei davon überzeugt, dass das Deutsche Reich einem ähnlichen Vorschlag zustimmen werde. We:tn die französische Regierung der Ansicht sei, ihren Slandpuult aufrechterhZtten zu müssen, so schlage die britische Regierung vor, eine Konferenz alliierter Sachverständiger zu'amm-enzuberufen, die die Mission haben solle, eine Enquete über die allgemeine Lage Deutschlands vorzunehmen und die Ziffern zu bestimmen, auf die man die Reparationszahlung Deutschlands auf bauen könne und dann auch das umfassende Problem der europäischen Lage zu studieren. Falls die Sach- verständig-en sich nicht einigen können, würde die britische Regierung es unternehmen, selbst Vorstellungen bei der deutschen Regierung zu erheben, damit diese dem passiven Widerstand im Ruhrgebiet ein Ende mache. Der Londoner Korrespond-ent deZ „M o t i n“ glaubt §u wissen, dass die Absicht der englischen Regierung dahin gehe, die diplomatischen Unterhandlungen fortzusetzen und dass der Versuch gemacht werden solle, die franzöiifchr Regierung zur Zurücknahme ihres Deschlusses ja bestimmen, lelbst unter den All irrten nicht vor der Aufgabe des passiven Widerstarcdes an der Ruhr zu verhandeln. Die diplomatischen Besprechungen sollen durch Vermittlung des französischen und belgischen Botschafters in London wettergesuhrt werden. Der Abg. Hollein weiter festgehalten. Paris, 12. Juni. (WTB.) Der kommunistische Deichstagsabgeordnete H ö l l e i n sollte, wie bereits gemeldet, in Freiheit gesetzt und über die Grenze geschafft werden. Wahrend für die bisherige Verzögerung dieser Massnahme nach bem „Malin" allein gerichtliche Formalitäten verantwortlich sind, glaubt das Blatt, dass infolge der Vorgänge in Dortmund Die Regierung die Absicht habe, Höllein bis auf weiteres festzuhalten. 1 hochfeines Dertiko, 1 Stegtisch, einen Sessel, 2 Küchenschränb«, 1 Kleiderschrank, 2 Sofas, 2 Betten, 1 fast neue Wasch, kommode mit Spiegelaufsatz und 2 Nachttische, chinesische Wanddenorationen, aus Geldstücken hergestellt, 1 Schuhmacherund 1 Schneidernähmaschine, 1 Kronleuchter, elektrische und andere Lampen, 1 Brennabor- und andere Kinderwagen, 2 Teppiche, ’ Waschmangel, 2 Gasherde, 1 grosses Regal, 1 Schreibmaschinentisch und andere Tische, 1 Bowle, 8 Romer, 1 Tafelauffatz, Kleider und Schuhzeug Vermischtes. 'Das Wettrennen mit den Kinderwagen. Eine verwerfliche Tollheit, tote sie wohl nur in dem Lande des Spleens, in England, mög- üch, ist, ist das ..Mutter-Kinderwagen-Wettren» nen", das dieser Tage in London veranstaltet tourbe. Ein findiger Unternehmer hatte Preise von 6 und 4 Pfund Sterling für diejenige Mutter ausgesetzt, die als erste mit ihrem Säugling im Kinderwagen auf einem Marsch von London nach Brighton am Ziel ankommen würde. Es hatten sich fünf Mütter gesunden, die in dem Sonnenbrände des heissen Tages dir kleinen Wesen in ben Kinderwagen die 52 englischen Meilen vor- toärts stiessen. Das Ergebnis des wahnsinnigen Wettbewerbes war traurig. Die E»ewinnerin, eine 40jährige Frau, brach bei der Ankunft völlig erschöpft zusammen: eine andere, 35jährige, wurde so schwer krank, dass sie ins Krankenhaus überführt werden musste. Auch die armen Babys hatten schwer unter der Gewissenlosigkeit ihrer Mütter gelitten. Das eine, das nur 4 Monate alt war, war so erschöpft, dass man an feinem Weiterleben zweifelt. Das Schauspiel der armen, keuchenden F.auen, die ihre Kinderwagen nur mit grosser Mühe vor sich her stlrssrn, erregte die allgemeine Entrüstung der zahlreich versammelten Zuschauerschaft, die die Programme kaufte, mit denen der Unternehmer auf feine Kosten kommen wollte. Zwei der Mütter stillten ihre Kinder unterwegs, und es toar jämmerlich anzuschen, wie sie dieses wichtige Geschäft stehend in aller Hast und ohne Sorgfalt vollzogen. „Die Weiber stiessen ihre Wagen Meile auf Meile mit unordentliche Kleidern und 'hochgeröteten Gesichtern", berichtet dn Augenzeuge. „Autoomnibusse und einzelne Kraftwagen fuhren an ihnen vorbei: die Kinderwagen knarrten und quietschten, die Kinder schrien jämmerlich Die Frauen trugen ihre gewöhnliche Kleidung, nur die Gewinnerin hatte einen blauen Rock und Hacke .in. Rach Abschluss des Rennens erhielten die Frauen jede ein Bad und eine Mahlzeit. Aber dann kümmerte sich der Unternehmer nicht mehr um sie." Märkte. Berliner Produktenmarlt. Berlin, 12. Juni. Infolge der am Devisenmarkt wieder eingetretenen Befestigung er- h'elt sich auch die stramme Haltung am Produktenmarkt. Es kam jedich nicht zu Amfähen von Bedeutung, well sich die hiesigen und c.'Uswärtige.t Händler Wegen der politischen Lage äusserste Zurückhaltung auferlezten. Für Weizen lauteten die Forderungen sehr hoch, sie waren aber nur sehr schwer und ve.e'.nwlt durchzusehen, b.3 die Mühlen entsprechende Mehlpreise nicht erzielen können. Auch für Roggen wurden sehr hohe Preise genannt. Di; Umsätze waren aber sehr gering. In Gerste erhält sich die Rachfrage für feine Qualitäten. In Hafer, Mais, Hülsen- früchten und Futterstoffen nx»r bei entsprech:nd hohen Preisfvrderungen das Geschäft sehr still. Weizen, märkischen 143 003 bis 143 030 Mk. (ruhig), Roggen, märkischen 118 033 bis 119000 Mark (ruhig), pvmmerschen 118030 bis 119 030 Mark (ruhig), schlesischen 116033 bis 117 000 ML. (ruhig), Sommergerste, märusche 100 000 bis 107 000 Mk. (ruhig), Hafer, märkischer 91003 bis 96 000 Mk. (ruhig), pommerschen 92 000 bis 94 000 Mark (ruhig), Biais, La Plata, loco Berlin 110 000 bis 112 000 Mk. (behauptet), waggonfrei Hamburg 112 003 bis 115 030 Mk. (behauptet), WeiZenmehl (103 Kilo) 393 000 bis 433 000 Mk. (ruhig), Roggenmehl (103 Kilo) 293 000 bis 325 000 Mk. (ruhig), Weizenkleie 61 030 Mk. (stetig), Roggenkleie 61033 Mk. (stetig), Raps 265 000 bis 270 000 Mk. (fester), Leinsaat 265 000 bis 270 000 Mk. (fester), Viktoriaerbsen 165 000 bis 170 000 Mk., kleine Erbsen 135 003 bis 145 000 Futtererbsen 105 000 bis 110 030 M7., Peluschken 115000 bis 120 030 Mk., Ackerbobne-n 105 000 Mark, Wicken 130 000 bis 135 003 Mk., Lupinen blau 125 000 bis 135 000 Mk., gelb 160 000 bis 183000 Mk., Rapskuchen 100 000 'bis 103 000 RN.. Leinkuchen 160 000 Mk., Trockenschnitzel 35 000 bis 36 000 Mk., Kartoffeln, weiss» u:tb rote 8000 bis 10000 Mk., gelbe 10 000 bis 12 000 Mk. (Erzeugerpreis). Rcmhstltler: Weitzm- und Roggenstroh, drahtgeb. 26 030 bis 28 000 Mk., Hafer- ftroh, drahtgepresst 23 003 bis 27 030 701., Stroh, strohfeilgebünbelt 24 000 bis 26 000 Mk., Wiesen- h-eu, gut, gesund und trocken, Vormahd 25 000 bis 26 000 Mk., Rachmahd 21 000 bis 23 000 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich die Preise pro 50 Kilo.) Rindermarkt in Gießen. * Giessen, 12. Juni. Zu dem heutigen R i n- beimarft waren 651 Stück Grohmeh und Käl- «riet 15475,- 5415.* 14'170.- 22560.- 33160.- 121.25 8667)0- 3917)00.— 3970.— 4673- 9.37— 2542.— 14070,- Säcke i Heute und morgen erhalte nröfiere Lendungen frische Seesiime in guter EiSvacknng, sern.hochsetne grosse Msiles-Skliiige znbiUigstenPreisen. A»l»iW«Sk!iselS Mnvktvlass 17. Tc-levhon 1662. [‘“»c Baoier z. Einvacken bitte mitzubrtngen. | Metallbetten Stablmatr., Kinder- beiten. dir. nn Priv., flat. BIN frei BUea» aßbellabr. Sohl I.Th. Cinfvänner.KubmcibcrDopvelivänne, Srißmaftlünen. 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Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 3 Uhr statt Von Beileidsbesuchen bittet man Abstand nehmen zu wollen 4014D Kohlensparherde Lona in allerstärkster Ausführung m. schwerer Guhplatte, 1 und 2 Kochstellen £j. 5d)Ön & do., Marburgerstr. 22. Vertreter der Lana-Werke. 40)1 D Junges Ehepaar mit 1'/, jühngem Knaben sucht 2-3 oiöölleiie M ÖBlÖllto MM In gut bürgerlichem Hause. Eventuell •wirb alleinstehende Dame oder Herr mit verpflegt. Schriftliche Angebote unter 04033 an b. Giehener Anzeiger MIUW mit 1 oder 2 Betten gegen fehr gute Bezahlung für sofort gesucht Schrift! Angebote unter 04082 an den Giehener Anzeiger erbeten. jwti bis drei möblier» Zimmer IU Qodigclcflcn- beit luditlliiio.- '.'llinieui (d'hrp mit 2 Ltud.l. Sdiiihl Anaeb. linier "11 'i an den Wirb. «ii». H. Zimmer mögt, im Acutruat brr Ctadt gesucht. Telephon «uschlnp iMVirinnt. febril 11. «iifleb.mil Vrrteoiiflnbc unter 04 0 n d Wieh.ent. Suche Nrosres Zimmer zu» Uiiterstelleu V61 Widbdn. etbrifil. 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Don Johannes Dreddemann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Deztrksverband Essen. Seit mehr als vier Monaten stehl. das Ruhrgebiet unter französisch-belgischer MUitär- gewalt Das Unternehmen der Sinbruchsmächte ist nach der wirtschaftlichen Seite hin bisher ein einziger großer Mißerfolg. Zunächst, soweit es sich um die Erzielung und gar um die Steigerung der vor dem Einbruch geleisteten Reparationslieferungen an Kohlen und Koks handelt. Gewiß ist es der ®tfenfeile allmahftch gelungen, rn beschränktem Maße an die Dorräte heranzukommen, die sich infolge der Unterbindung der normalen Absakmöglichkriten allmählich an- gesammelt haben. Aber man lasse sich nicht täuschen durch französische Tendenzmeldungen, selbst wenn sie von dem unentwegten Herrn Pvincars in höchsteigener Person in die Welt gesetzt werden. Es steht ganz einwandfrei fest, daß die deut- schm Reparationslieferungen an Frankreich einschließlich Luxemburg in der Zeit vom 10. Januar 6(8 30 April 1922 aus dem Ruhrgebiet und dem Aachener-Kölner linksrheinischen Gebiet rns- gesamt 3 582 692 Tonnen betragen haben, wahrend die Einbruchsmächte in der gleichen -Zeit des Jahres 1923 nur 261 504 Tonnen mit ihrer Gewaltpolitik aus dem Ruhrgebiet geschifft haben. Der gesamte Wert der oben angegebenen vorjährigen Lieferungen hat nach dem Kursstand der zweiten Maiwoche 1923 160 Millionen in Goldmark betragen, der Wert der in diesem Zähre mit Gewalt erbeuteten Mengen beträgt nur rund 14 Millionen Goldmark. Das sind die rauften wirtschaftlichen Tatsachen l Unb mit welchem Aufwand ist dieses magere Ergebnis erzielt worden? Diele Tausende französisch-belgische Eisenbahner muhten zunächst aufgeboten werden, um auf den militarisierten Strecken einen notdürftigen Verkehr einzurichen. Ein weiteres Aufgebot von einigen tausend Arbeitskräften wurde mühsam für die Verladearbei- ten zusammengebracht. Ern buntes Gemisch aus aller Herren Länder, zum erheblichen Teil zu- fannnengefegt aus herübergeschafften französischen Gefangenen und aus Arbeitslosen aus den französischen unb luxemburgischen Industriegebieten, die zumeist erst auf starken Druck hin sich ins Ruhrgebiet abschieben ließen. Die geringe Ausbeute wu de mit diesem Apparat teuer bezahlt. Aber alt dieses trifft nicht den Kem der wirtschaftlichen Seite des Ruhrabenteuers. Die ff einen und die großen, auf eine Hnterorbnung der Ruhrkohle» unter das französische Machtgebot und die französisch: Minette gerichteten wirtschaftlichen Ziele lassen sich dauernd nur erreichen, wenn die arbeitende Millionenbevölkerung des Ruhrgebiets sich dem französischen Willen unter- ordnet. Davon kann aber in feiner Weise die Rede fein. Im Gegenteil: Der unbeugsame Wille, in Frieden und Freiheit zu leben und zu schaffen, und sich unter keinen Umständen die Arbeitskraft vom Bajonett abzwingen zu lassen, t ft heu te noch stärker und lebendiger als am ersten Tage der Besetzung un - sererHeimat. Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß wenige hundert verkommene Subjekte mit deutschen Rainen, der Grohstvdthefe und dem Lumpenproletariat entstammend, sich zu Arbeitsdiensten für die Frarrzosen bereit gefunden haben. Diese „Eroberung" ist die einzige, die wir den fremden Eindringlingen von ganzem Herzen und für dauernd gönnen. Die Kernfrage: Die innerliche Umstellung des Wirtschaftsorganismus für die fremden Ziele, ist noch vollständig ungelöst. Weiter denn je sind die.fremden Machthaber von ihrer Lösung freute entfernt. Der Wille zum passiven Wi^rstand wird immer stärker. Die unerhörten Gewalttätigkeiten, zu denen sich die fremden Machthaber frinreißen lassen, sind in erster Linie zu erkläven aus der Enttäuschung über den bisherigen Mißerfolg ihres Anternefr- mens. Deshalb wüten die Kriegsgerichte mitten tm sogenannten Frieden und ohne einwandfreie rechtliche Grundlage. Die älrteile von Werden und Mainz allein haben unschuldige deutsche Volksgenossen mit 230 Jahren Gefängnis und 850 Millionen Mark Geldstrafen helegt. Dazu kommen täglich zahlreiche Einzelurteile bei den verschiedensten Kriegs- und sonstigen Militärgerichten. Eine ausgesuchte Grausamkeit ist die Ausweisung taufenber Beamten mit ihren Familien. Die Gesamtzahl der von der fretmat- lichen Scholle Vertriebenen mit ihren Familienangehörigen geht heute schon in die Zehntausende. In vielen Fällen müssen sie die Habseligkeiten zurücffassen. QKan muß die armen ausgewiesenen Menschen in den überfüllten Zügen gesehen haben. Das MsfMsms. Roman von Luise Schulze-Brü ck. 51. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Unruhig ging sie im Zimmer auf und ab. Das Herz lag ihr schwer in der Brust und soviel sie auch nachsann, da war nichts, an was sie sich onflonrmern konnte, nichts, das ihr etn Herzensbedürfnis gewesen märe, zu tun. In diesem Augenblicke empfand sie dvppell, daß sie doch eigentlich sehr einsam war, und wenn Hans Dietrich einmal feinen eigenen Weg gehr, ganz allein fein würde. Während sie nachsann, ob sie denn nicht jemanden fr-abe, der ihrem Herzen ganz nahe stand, und fand, daß niemand da sei, senkte sich dies Gefühl der Leere so schwer und drückend auf sie, daß ihre Augen feucht wurden. Ein tiefes Heimweh ergriff sie nach allem, was sie verlassen hatte, und mitten in d'eser tiefen -Bewegung ihres Gemütes mußte sie fast lächeln, als sie sogar etwas wie eine Sehnsucht nach dem struppige.' Spitz verspürte, der ihr im Rebstock auf Schritt und Tritt gefolgt war. Sie meinte seine feuchte Schnauze zu fühlen, wie er nach ihrer Hand stieß, wenn sie ihn eine Zeitlang nicht beachtete, und das ungeduldige brummende Knurren zu frören, womit er diese sanfte QUafr» nung stets zu begleiten Pflegte. Wenn sie doch nur bei Muller Hausmann eine halbe Stunde auf der Bank fttzrn könnte, auf die Mosel sehen und den Weg hinauf nach dem Moselhause, ob vielleicht die Staketen ür aufginge und jemanb den Pfad am Gestade hinabiämel We m sie die Augen schloß, dann stand das Rkoselhaus greifbar deutlich vor ihr. Der runde Erkerturm hob sich grau vom Mittwoch, (5. Juni 1925 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Verhärmte Frauen mit Kindern, oft im zartesten Alter, niedergedrückt von dem Schmerz um das Verlorene und ton der Sorge um die ungewisse Zukunft. Die fremden Gewalthaber säen frier eine furchtbare Saat des Hasses unb der Erbitterung! In den Augen des irregeführten sranzösijch.n Volkes mögen die unerhörten Verurteilungen deutscher Männer zwar die gerechte Strafe für oe- wiesene »Böswilligkeit" fein, in 'unseren Augen find und bleiben di*>itüm Fracht ae a r r t. wird er in eine ® e (b ft r af e von 50 000 T? t gcrromnwn. Daraufhin wird er wiederholt gefragt, ob er feiner Zengenpflicht nachkommen will Di auch frei« weitere Aufforderung «riolgfos bleibt, wird der Zeuge auf Grund da» 0 SS Aoi. 2 StPO, zur Haft abgeführt. Sie Hauvtverhoadlung mußte vertagt werden. WitBteer Strafkammer. Gießen. 8- 3uni 1823. Ser T*rrwk-brml Aieder-Aosbach halte bn Aprll 1622 beschlossen. Holz au» dem Gemeinde- Wald an Gcne-i frmrtasieder odzugeben obgleich frn gu't&nb g< Obetfbrilcrei hatte, daß dies uryuWrla sei. da nach einer Berordnung vom 10 Otiober 1918 von der Gemeinde n!,ne 3uftiniTmma der Oberfbrfteret nicht ohne weiterrO über Holz verfügt werden dürfe. Ser Bürger- metOer halte dea u 'Te'etz/ichen Beschluß aus- ,:t und war deshalb vom Schöffengericht Friedberg in eine G « I d st r a f e genommen worden Aus feine Berufung bestätigte die Straf- fcnmner das «rstiastanzliche Urteil. Ser trotz feiner Jugend vielfach vorbestrafte Konrad D von Deckwtbach wurde wegen stahl» zu 3 Monate» Gekänanis verurteilt. Gr war in Homberg, wo er in Haft lab. aus gebrochen und hatte aus einem Gartenbau» 61 kiel unb Gier geftohlen Das Schöffengericht hatte freiaesprochen Auf Berufung der Staatsanwalt- schoN verurteilte die Strafkammer Freigespro chen wurde ein« 3befrtni D au» VtanfTurt a M die In der Hornberger . nS Butter aofgeiauft und deshalb vom 5:1,6 h enger L& Homberg zu einer Geldstrafe der- urteilt tmrbei war Sic Strafkammer Hell nicht für nachgewieien. daß die Baker zu gewerblichen Zwecken ob; für ein« Mehrheit hon Verbrauchern aufgerauft worden Ift Ser Kaufmann 3ofef B aus Sdebberg war nm» bortiom Schöffengericht freige^prochem worden. nachdem er an ict-ijl war. im Frühjahr 1922 btt 3reffe feiner Daren tn übermäßig« Melle In die Höhe gefetzt zu bähen. Auch fcle Strafkammer verneint, Hncn Beweis des Preis- wuchcrs. Si» verort kill« jedoch deshalb, well B aus fabrikmäßigen Packungen Prelle verändert hatte SU öatbtttaf« lautet, lediglich auf 5000 M t. da der Angrklagte. der nur einen ganz kleinen Geschäftsbetrieb hat. offenbar über Tunten, Sport unb Spiet Set Gießener AadfoHr-Beref» 1885 anf dem ®a».eomecrftfi in Herborn SaA am 10, 11. und 12 d M fn Herborn baugetuTrtxne Soiroerrkft des Gau^s lXZ S:«g- Lahn des Bundes Deutscher Habt obrer nahm der tmigermabm günstigem Detter einen glänzenden Berlauf Alle Dettbewerde waren f«chr aut besetzt. Bon dem S.ebener Aofrachevereln 1885 wurden folgende Preise errungen Korso 1 Preis. Danderfahrt 2. Preis 6er Kuillt- reigen: 1. Preis. 8er Schulreigen 2. Preis fier 3ugenbreigen 2 Preis. Radball Klaff« A. Das Snklcvtldunosspiel um den 1 und 2 Platz zwi- 'chen den 1 Mannfchaslen des Aad-^lubs German« Gießen und dem ®1T 1885 mußte weoen legen abgebrochen werden und wird tem- "ächlt in Sieben ausgetragen werden Aadöall Klaf'e B: 1 Preis (Mannschaft Bvn^iff-S DoM^r). Gl.-!chHvN In Gießen noch 112 : ta fr- Höhe zu bringen Aachlehend die Grgebalsfe der dn» zelnen ^ftiläeurte: Ounlor-eageeftaffei 4x50 Telec. ! Gießen 1902 in 2.43 . 2Kic_ 2. Len:rächt Sranffuct bi X47 Min. 3. 3rita Frankfurter Schwimmklltd In 3^)lVy Min II. Sentor-AuckeAfchwimmeU 100 Meter 1. Moachard. KL.ner S G h 1912 in 132 Min. 2. Peters. 3. B K.-tleld in 1JT , Min. 3. ®rugr«T. Moenns kN dach 1.3s'/,. Um. Damen-(Zunivc-Bruststasfel Lx 50 Meter. 1 T B Dchlar In 140 Min. 1 Orfter ,frankfurter S. L. in 140". Mia 1 Gintracht Frankfurt üt 1S27 j Min. Zuniorschwimmen beliebig für Beregne ohne Diat«rbad. 1 00 Meter, l Mch. r. B Detzlai. in 138*,'. Mu> 1 HL- oels. T B. Detzlar In I.4Z Min. 3. Langenbach S.B. Liegen, in 1I7 Min. Kuabenbrustschvimmen 50 Meter. I Petri L. B « Offenbach In 39 M 1 Xiu- mann. T- B Detzlar. tn (2 4 Seb 3 Gagel. DB Detzlar. in 46.4 M 4 Müller. Gießen 19 00. In 42.4 Set fl. Senior-Lagenstaffel 4x100 Meter. Sieger: Eintracht Frankfurt, da der Grsi« 5 anflurler S L. nicht angetreien ist. Da men • 3naendbrustfchwinrmen 5 0 Meter. 1 Frünletn Doller. Moenus. Offenbach 2 'Bombran. S. B 96 Offenbach 1 Ben fei. S B 96 Offenbach ^unioc-Seiteschwimmen 100 m. 1 Schmuck. (Zungdeutschland Darmstadt, tn 1,31t. Min. 2 Gaebler. Gießen 1 900 in !L1>i Mm. 1 Baherweck. S. B Ludwigshafen, in 1,31V» Min. II. Sen ivr-Bru st 1 chwI m m« n 100 m. L Dmder. Gintracht Frankfurt. In 1.40* 0 Min. 1 Bmckedanck. S. B Mühlhausen L Th., in 1.40*/m Min 3 Briesemeißer. S. B Ober bauten, in 1.41*/u Win. Zunivr-Brustfchwlmmen 202 m 1. Tascoe. Gießen 1900. in 334T,, Min. Korb. Hellas Hanau, in 154*/,, Min. 3. Braungart, Grster Frankfurter S. L. in Minuten. Bru st schwimmen für Herren über 35 Oo hre 1 02 m 1. Kttih. Gintracht Fransturt. 1.54 Min. 2 Illiu S B Siegen. 2.0? Min. Iunivr-Aückenschwimmen 100 m. 1. Gck. Gießen 1900, in IJZ4/^ Min. 1 Muuchard. Kölner S K. von 1911 rUt 1,33*/,. Min. 3. Schmuck, ^ungdeuischland Darmstadt, und Peters. S B. Krefeld, in IJ7 Min. II. Senior-Sett« 1 00 m. 1 Kalbfleisch Darmstadt, tn lLS^/„ Min. Ounlvrstaf f «l beliebig 3x30 m. L S.B Moewis. Offenbach in 1,44’ w Min. 1 Dießen 1900 In 1,50V, Min. 3. S. L. Delphin. Sriinffurt, In 1L5 Min Damen • Iuaiorbrustschwimmen 3 0 m. 1. ÄrL Aimpert. G F S. G 44B Sek. 1 Sri- FlcUcher. Dftz, und Arl. SLmpel. G F. S. a .. in 45 Oel 3- Frl. Li termann, Gtntracht Frankfurt. In 45.1 Set. Onnler beilebta !00 m. 1 Srü-M«, Wrenns Ci schach in 121 Mia. 1 Hamchettz S F S. ch. mtb Stirnbein. D. B 00 in 121*,u 28m. 1 Bauer. 3 rn tracht jranflurt. tn 124 Min 3uniorffrrtngen.4Tlli?en, und 3»!. T.B D.nlar mit 23 PantteA. 1 Wekfert. 5 6 06 Detzlar. 23 ; Punften. Dafferdall. Dießen 1900 gegen Ser:un 9Q ?;l. Ser B f. B haue Nch im 9crgmgenen Smm tag für fern« Liga - Glf dte gliche TKaanschakt des 1 A ch Bsrusfla- Fulda de7x'.:chet B f. B spielt« tn feiner beiamu« Aufs.e.lung alt Ansnah«ne des Halbllnken. für den Ainderknechta^s Jrag eingestellt wurde. X txäxlbrU sich auf diesem Platze rech! gut. Sie Gießener waren den Fu.daern grfißlenierls überlegen, wofür das 3<*cn.'xrtdIlnM 8 2 sprrcht. He formten jedoch einen greifbaren Grfolg eicht Tage) (Herreofahrnr mit IndnUrldlem Iot«r«*»aa) Emil Volz auf 12/40 P.S Adler Erster v. Meister ♦t 11/50 99 Steiger Erster Fritz Koch ♦» 10/50 99 Steiger Erster W. Kaufmann »9 11/50 99 Steiger Erster Alfred Noll 99 10/50 99 Steiger Erster G. W. Gischel 99 9/30 99 Presto Fünfter W. Lauprecht 99 16/50 99 Benz Sechster Kolb-München 99 10/50 99 Steiger Siebenter O. Philipp 99 6/20 99 Aga Achter H. Haas 99 10/30 99 Opel Neunter alle auf in Konkurrenz I (2 Tage; (H*rren/Mhrer mit Prlratwagmi W. Wendel auf 8/24 P.S NSU Erster L Schauerte 99 22/70 Maybach Erster H. Stumpf-Lekisch 99 8/25 .. Opel Erster Frau W. Merck 99 6/16 Benz Zweiter Willi Hof 99 28/95 Mercedes Vierter H. E. Meinhold 99 28/95 w Mercedes Achter PETER/ UNION