ftr.II Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit derSamstagsbeilage: GiehenerFamilienblätter Monatlichevezuorprelfe: 760 Mark und 40 Mark Trögerlohn,durch diePost 800Mark,auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. - I ernsprech. Anschlüsse: für dieSchrist» leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach, richten: Anzeiger Liehen. xoftfchecllonto: grontfurt a. M. 11686. Erster Blatt 173. Jahrgang Samstag, 15. Januar 1923 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen VrvS vnd Verlag: vrühl'sche UniverfilSts-yuch- und 5teindnrSerei H. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: 5chulstraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 27 mm Breite örtlich 20 Mk, auswärts 25 Mk.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 100 MK.Bei Platz. Vorschrift 20 Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goeiz: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Lin Sonntag der Trauer. Die Bedeutung der französischen Gewalttat ist in alle Gemüter tief eingedrungen, und Venn morgen ein T r a u e r s o n n t a g in deutschen Landen einziehen soll, die Fahnen auf Halbmast wehen, so gibt es kaum ein deutsches Wesen, das nicht im tiefsten Innern darauf vorbereitet wäre. Denn der Einmarsch ins Ruhrgebiet ist ja nicht nur ein Friedensbruch, eine schwere Verletzung der deutschen Ehre — er ist ein unheilvoller Verkünder: In seinem Gefolge gehen die von der Reichsregierung bereits angelündigten Verschlimmerungen unserer ohnehin kärglichen Lebenshaltung einher. Jedermann wird dies gar bald !u fühlen bekommen; in düsteren Tlmrissen er- cheinen neue Lebensregeln, materiell fast so chwer wie die Rowerordnungen des Krieges, aber moral sch weit drückender, denn es ist ein Niedergang, der durch keine rasche Tat überwunden werden kann. Steigende Preise, Erschütterung des Wirtschaftslebens, Rahrungs- sorgen auch in denjenigen arbeitenden Schichten, die solche in quälendem Ausmaße bisher noch nicht empfunden hatten. Mas soll da werden, wo gibt es da eine Rettung? Die Frage schwebt auf Aller Zunge, malt sich in jedem ernsten, stummen Gesicht. Der Sonntag der Trauer wird keine zuversichtliche Antwort darauf geben, aber er wird an schwarzem Himmel die Wahrheit wie Wetterleuchten aufflammen lassen, und er wird die gebundenen Kräfte freimachen, die das politische Zusammenleben der letzten Zähre zurückgedämmt oder gefesselt hatte. Volk und Regierung müssen sich g l e i ch z e i - t i g regen. Der Aufrufe von Regierungen und Führern des Volkes zu Einigkeit und Geschlossenheit sollte es nun bald genug sein. Die laute Sprache der Ereignisse von außen her bedarf unzerstreuter Aufmerksamkeit, und selbst das Dort darf in dieser armen Zeit nicht verschwendet werden. Wir feiern keine Feste und wollen es vermeiden, die Phrasen zu häufen. Klarheit d-arüber zu gewinnen, was _ zu tun und zu denken ist — das führt morgen alle Stände, Parteien und Charaktere zusammen; Gefühls ist alles, und wer wollte jetzt nicht fühlen, daß ein vernichtender Schlag nach dem Herzen Deutschlands geführt wurde, daß der Rest unserer Ehre auf dem Spiele steht und die Völker uns zu verachten und zu vergessen drohen, wenn wir jetzt nicht zu unterscheiden wissen zwischen Wichtigem und Unwichtigem, Hohem und Geringem, wenn wir nicht zu bannen vermögen die Kräftevergeudung, die parteipolitische Rechthaberei und die sonstigen Widerstände einer stumpfen Resignation. Cs können keine Waffen erhoben werden, weil wir ja kaum noch solche besitzen. Wohl aber können die einheitlich erhobenen Volkskräfte, wollende Geister, einem Ziele, der Befreiung, zustrebend, eine Regierung befähigen, ein Programm derTat zu verwirklichen. Ein Programm unbeirrbarer Entschlußfreudigkeit. Die Rebel falscher Hoffnungen und Vorläusckstmgen sind ja hinweggefegt. Die CrfüNungspolitik hat, und das sei ihr jetzt gedankt, wenigstens das eine vollbracht: sie hat die Wahrheit bloßgelegt, die den nationalen Willen wieder zu zügeln vermag. Wir dürfen, das hat sich jetzt gezeigt, nicht nur harren und dulden, sondern wir müssen uns wehren, müssen ringen und kämpfen. Wir mü'sen einer sich mit großen Entschlüssen rüstenden Regierung vertrauen und gehorchen, vhne Mäkelei und unfruchtbare Besserwisserei oder Splitterrichterei. Das Kabinett Cuno hat ein der neuen Rotlage angemessenes Programm in Aussicht gestellt. Es wird die Parteien unterrichten, damit sie vertrauen und allenfalls die Kräfte dieser Regierung vervollständigen können. In den Ernährungs- und Crwerbsfragen wird diktatorische Macht ausgeübt werden müssen, der sich alle im Interesse des Ganzen werden fügen müssen. Prosithunger und Wucher haben zurückzutreten vor den elementaren Lebensnotwendigkeiten des Volkes. Wenn dies die große öffentliche Meinung ist, wenn sie jetzt gebieterisch eine entschlossene und starke Füh- mng verlangt, in deren Hand sie Vertrauen und die Opfer aller Eigenbesttebungen legt, dann ist die Frage zum Teil beantwortet, die jetzt alle Herzen bewegt: was werden soll uub was die Rettung bringen mag . . . Kommt so auf republikanischem Wege die Wendung zum Bessern, so hat derjenige Teil des deutschen Volkes seine Genugtuung, der einem Umsturz des Alten seine Stimme gab. Aber er muß viele Illusionen fahren lassen, mit denen er einst das schwarz- rot-goldene Danner entfaltete, von dem er glaubte, daß die freundlichen Blicke der Völker Darauf fallen würden. Der Kamvf war im Winter des Jahres 1918 noch nicht ausge- kämpst, ttotz der Ergebung Deutschlands in die Gnade der Sieger. Der demokratischen Republik wurde keinerlei Rabatt bewilligt, nicht einmal der notdürfttgste Zahlungsaufschub. Uni) jetzt, nachdem Frankreichs Zerstückelungsplan enthüllt und zum Teil ausgeführt ist. fragen wir die Begründer und grundsätzlichen Anhänger der Republik ebenfalls: was nun werden soll. Sind sie nun gewillt, Wahrheit und Tatsachen zu respektieren, so sind wir vielleicht auf dem Wege einer Läuterung des ganzen Volkes. Denn das müssen wir zugeben: das Alte, wie es war, kann nicht wiederkehren, wir haben eö zu durchdringen mit einem neuen Sinn fortschrittlicher Verbesserung. An der Spitze aller Aufgaben steht jedoch: die Erhaltung des Reiches überhaupt, die Wahrung seiner Freiheit und Unabhängigkeit gegen äußere Feinde. Da genügt kein grundsätzliches oder theoretisches Programm, wie es die Pazifisten in der Tasche haben. Der Außenminister v. Rosenberg kann kein priesterlicher Missionar sein. Die Wirklichkeiten zu ermessen und danach zu handeln, erfordert, wenn Deutschland nicht verachtet und vergessen werden soll, Rüchtern- heit sowohl wie temperamentvollen Willen, denn in der Führung der großen Völker herrscht keine selbstlose Friedensliebe, wohl aber recht häufig Lauheit und Unentschlossenheit oder Zufall. Wir konnten aus der aller- neuesten politischen Geschichte Großbritanniens und der Vereinigten Staaten von Rordamerika in dieser Beziehung lehrreiche Erfahrungen sammeln. Die beschwichtigenden Verwarnungen, die heute aus London kommen, dürfen uns nicht anfechten. Der Reichskanzler hat durch seine bisherigen Maßnahmen gegen Frankreichs Vorgehen die Gebote der Ehre und des Rechtes mit den Zielen kluger Mäßigung zu vereinigen gewußt. Er unterstreicht die Schwere des Friedensbruches, zieht daraus die notwendigsten Folgerungen, behält sich aber alle weiteren Schritte vor. Die Ministerpräsidenten der Länder haben seine Haltung gebilligt, und es ist zu hoffen, daß der Aufbau der deutschen Abwehrpolitik von guten Funbamenren getragen sein wird. So soll der Sonntag der Trauer wahrlich nicht zugleich ein Tag der Hoffnungslosigkeit sein! Richt kann die Antwort auf Frankreichs Herausforderung heute mit Schwertgeklirr und Wogenprall erfolgen, allein die Hunderttausende soll es nach dem alten Liede heute doch durchzucken, und von der Maas bis in das heute ebenfalls von Gewalt bedrohte Memelland soll ein Wille und ein Gedanke herrschen. Eine Antwort der Reichsregiernng an Frankreich. Berlin, 12. Jan. (WTB.) Die Reichsregierung übermittelte dem hiesigen französischen Botschafter heute mittag 1 Uhr folgende Antwort auf die Notifikation der Ruhr- besetz ung: Herr Botschafter! Auf die Mitteilungen, dre Ew. Exzellenz mir am 10. Ianuar mündlich und schriftlich machten, und die gleichzeitig der deutsche Botschafter in Paris von der französischen R-aie- rung e hielt b:ehre ich mich, namens der deutschen Regierung folgendes zu erwidern: Die französische Regierung beschloß, ebenso wie die belgische Regierung, eine Aktion gegen das Ruhrgebiet, die sie als die Entsendung! einer Kontrollkommission von Ingenieuren und Beamten bezeichnet. Diese Kommission soll, von Truppen begleitet, die Tätigkeit des deutschen Kohlensyndikats überwachen, die genaue Durchführung der Programme der Reparationskommis- sion sicherstellen und alle für die Bezahlung der Reparationen notwendigen Maßnahmen treffen. Zu diesem Zwecke soll sie mit diktatorischen Befugnissen ausgestattet werden. Sie soll volle Befehl- und Strafgewalt über das Personal der deutschen Berwaltung und die Vertreter von Industrie und Handel in den besetzten Gebieten erhalten. Auch soll sie befugt sein, von Verwaltungsstellen, Handelskammern, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden und von Kaufleuten jede Auskunft zu verlangen, aNd die Bureaus. Bergwerke, Fabriken, Bahnhöfe und andere Anlagen zu durchsuchen. Rach den der deutschen Regierung von den örtlichen Stellen zugegangenen Meldungen begann inzwischen die Durchführung dieser Aktion. Französische und belgische Truppen zogen in bedeutender Stärke i n voller kriegsmäßiger Ausrüstung in das Ruhrgebiet ein. Die französische Regierung gründet ihre Aktion auf die Feststellungen der Reparationskommission über den Stand der deutschen Holz- und Kohlenlieferungen und beruft sich dabei auf Die §§ 17 und 18 der Anlage 2 5U Teil VIII des Versailler Vertrages. Zugleich erklärt sie, daß sie augenblicklich nicht an eine militärische Operation oder an eine Besetzung mit politischem Charakter denke. Sie glaubt hinzu- fügen zu sollen, daß sie auf den guten Willen der deutschen Regierung zähle, die das größte Interesse habe, die Arbeit der Kommission und die Unterbringung der Truppen zu erleichtern. Die deutsche Regierung muß den Schleier zerreiben, den die französische Regierung mit dieser Dar- I stellung über den wahren Charakter ihres Vorgehens zu werfen versucht. Die brutsche Regierung erklärt, daß die Beschlüsse ter Retarationskomm.s,i)n und die an führ en Vertrag ibestimmu ngrn keinerlei Rechts- grunolage für e.ne Aktion im Ruhrgebiet enthalten, daß diese Aktion vielmehr eine Verletzung desVölkerrechtsunddesVer- trags von Versailles dar teilt. Nach den ausdrücklichen Feststeltungm der Reparationskom- missivn in der Note vom 21. Mär; würde die Ve fehlu rg bei den Holz- und Kohlenlieserungen nichts anderes als die Forderung von Barzahlungen rechtfertigen, so daß die Anordnung anderweitiger Maßnahmen aus Grund der §§ 17 und 18 in diesem Falle ausgrschlo.s.n ist. Selbst bei rechtmäßiger Anwen.unZ der §§ 17 un) 18 würden aber nur wirtschaftliche un> finanzielle Maßnahmen oder nur solche Maßnahmen, die ihnen im Wesen und in der Bedeutung nach gleichzustellen sind, gegen Deutschland getroffen werden dürfen. Das könnten nur Maßnahmen sein, welche die Alliierten in ihrem eigenen Hoheitsgebiet durch- führen, dagegen nicht Maßnahmen, die, wie der gegenwärtige Einbruch von Truppen und D.amten in das Ruirgebiet, eine denkbar schwerste Verletzung der deutschen Hoheitsrechte bedeuten Endlich können etwa nach dem Vertrag zulässige Maßnahmen gegen D.utschland nur von den an den Reparationen beteiligten alliierten Mächten gemeinsam, und nicht von einzelnen Mächten aus eigene Faust gllrosf-en werden. Ve geblich ver u ,»t die französische Regierung, die Schwere dieses Vertragsbruchs dadurch zu verhüllen, daß sie der Ackion eine friedliche Dedoulung gibt. Die Tatsache, daß d.e Armce in kriegsmäßiger Zusammensetzung und Bewaff- rung die Gren e.x des unbesetzten deut.cher Eeliets überschreitet, kennzeichnet das französische Vorgehen als m l.tärrsche Aktion. Hieran wir) nichts ?eändert durch die Erklärung, daß F ankreich eine militärische Operation ooer Besetzung mit militärischen Charakter beabsichtige, eine Erklä- rmng, die übrigens nicht unbedingt, sondern nur für den gegenwärtigen Augenblick ausgesprochen wird. Die deutsche Regierung stellt fest, daß die französische Regierung als einzig sachlichen Anlaß für diesen Vertragsbruch die Tatsache heranzuziehen vermag, daß Deutschland für das Iahr 1922 mit verhältnismäßig geringen Mengen bei der Lieferung von Holz und Kohle im Rückstand geblieben ist. Nach den ungeheuren Leistungen, die Deutschland in Erfüllung des Wafsenstill- standsablommens und des Vertrags von Versailles unter äußerster Anspannung bis zur Erschöpfung seiner Leistungsfähigkeit vier Iah re lang bewirkte, genügen diese geringfügigen Rückstände der französischen Regierung, um mit starkem militärischem Aufgebot in deutsches Gebiet cinzudringen und die Hand auf den wichtigsten Test', der deutschen Wirtschaft zu legen. Die deutsche Regierung erhebt gegen die Gewalt, die hiermit einem wehrlosen Volk angetan wird, vor der ganzen Welt feierlichen Protest. Sie kcrnn sich gegen diese Gewalt nicht wehren, sie ist aber nicht gewillt, sich dem Frie- densbruch zu fügen oder gar, wie ihr angesonnen wird, bei der Durchführung der französischen Maßnahmen mitzuwirken. Sie weist diese Zumutung zurück. Die Verantwortung für alle entstehenden Folgen fällt allein auf die Regierungen, die den Einmarsch vollzogen. Diese Folgen zeigten sich bereits in einer weiteren Entwertung der Mark und in der sprunghaften SteigerungallerPrei sein Deutschland; Die künftigen wirtschaftlichen und politischen Folgen sind unübersehbar. Solange der vertragwidrige Zustand, geschaffen durch den gewaltsamen Eingriff in das Zentrum der deutschen Wirtschaft, andauert und seine tatsächlichen Folgen nicht beseitigt sind, ist Deutschland nicht in der Lage, Leistungen an diejenigen Mächte zu bewirken, die jenen Zustand herbeiführten. Indem ich Sie bitte, Vorstehendes Ihrer Regierung mitzuteilen, benutze ich auch diesen Anlaß, um Ihnen die Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung zu erneuern. Erne Note mit dem gleichen Worllaut, nur mit Dem Unterschied, daß an den erforderlichen Stellen statt französisch belgisch gesetzt wurde, wurde dem belgischen Geschäftsträger in Berlin überreicht. Die Vertreter der Länder stützen die Reichsregierung. Berlin, 12. Ian. (WTB.) In einer Versammlung der Staats - und Ministerpräsidenten der Länder gab Reichskanzler Cuno ein Bild der allgemeinen Lage und ging insbesondere auf die Reparationsfrage ein, die von der Reichsregierung in dieser Angelegenheit unternommenen Schritte sowie auf die durch die rechtswidrige Besetzung des Ruhrgebiets geschaffene Situation ein. Der Reichs- ministerdes Auswärtigen machte hierzu ergänzende Mittellungen. Bei der folgenden Aus- spräche billigten die Vertreter der Länder einmütig das Verhalten der Reichsregierung. Dabei gab der bayerische Ministerpräsident folgende Er- klärung ab: Wir vernahmen auS dem Munde des Reichskanzlers und des Außenministers, daß die Reic^- regierung entschlossen ist, das schreiende Unrecht, das Frankreich in Widerspruch mit dem Völkerrecht und selbst mit dem Inhalte des Friedensdiktats Versailles und trotz der Warnung einzelner ieiner Alliierten über Deutschland nunmehr verhängt, nach Maßgabe der gegebenen Möglichkeiten würdige, um dem eine unbeugsame Abwehr entgegenzusehen. Diese feste SSaltung der Reichsregierung wird, wie wohl in allen deutschen Landen, so auch in Bayern, freudige Zustimmung und Unterstützung finden. Heute geht es um die Würde der Nation, um Deutschlands Zukunft, um die Rettung und Freiheit. In dieser Stunde höchster Gefahr ist es für alle deutschen Stämme ein selb st verständliches Gebot, sich um die Reichsregierung zu scharen und ihr auf ihrem schweren Gange heute zur Seite zu stehen. Das bayerische Volk ist bereit, im Kampfe gegen die Schmach, Die französische Herrschsucht und Raubgier uns antun will, und in der Zurückweisung des unerhörten Zwanges, der unserem wehrlosen Lande auferlegt wird, mit der Reichsregierung bis zum Letzten durchzuhalten. 3 n Bayern hofft man zuversichtlich, daß bie Reichsregierung auch durch den stärksten Druck von außen in ihren Entschlüssen nicht wanken wird, sondern festbleibt. Heute darf es in allen deutschen Landen nur eine Losung geben: Deutschlands Zukunft, fein Gedeihen und die Reichseinheit über alles I Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde die innerpolitische und wirtschaftliche Lage besprochen, wobei der Reichswirts chafis- m i n i st e r die von Der Reichsregierung geplanten Maßnahmen gegen den Luxus unddie Schlemmerei zur Kenntnis gab. Die betreffenden G.-s:h2ntwürse werden, ebenso wie diejenigen, die sich gegen die Auswüchse im Handel mit edlen und unedlen Metallen richten, den gesetzgebenden Körperschaften mit großer Beschleunigung zugehen. Sodann sprachen der Reichswirtschaftsminister und der Reichsverkehrsminister über die Kohlenlage, und der Reichsernährungsminister über Die Ernährungslage, ebenso wurde die Ausländerfrage erörtert. Schließlich dankte der Reichskanzler den Vertretern der Länder für die Geschlossenheit, womit sie sich einstimmig hinter Die Reichste fr rang gestellt hätten und für die Ruhe und Festigkeit, die sie gegenüber dem uns angetanen Unrecht bei Der Ruhrbesetzung zum AusDruck gebracht hatten. Die französische Invasion. Eine Zwanqsverlmndlnnll mit den Vertretern der Industrie. Essen, 12. Ian. (WTB.) Der Regierungspräsident von Düsseldorf G r ü h n e r hatte gestern avend von dem französischen fommanbierenDen: General des Brückenkopfes Düsseldorf ein Schreiben erhalten mit Der Aufforderung, Die in der Liste namhaft gemachten Vertreter der Eisen- und Kohlenindustrie zu einer Besprechung einzuladen, die heute vormittag IO'/» Uhr im Rathaus zu Essen beginnen sollte. Diese Besprechung hat heute vormittag ftaiteefun- Den. An Stelle der namhaft gemachten Derg- werksdirektoren Stinnes, Thyssen und Krupp waren deren Vertreter e.schienen. Der f anzös'.sche General gab zwei Verordnungen bekannt, und zwar erstens die Vollmacht der Kontrollkommission un) zwci ens die Konti oll- maß '.ahmen der Kohlenkommisfion. In dieser Verordnung wurde der Tatsache nicht Rechnung getragen, daß das Kohlensyndikat sich nicht mehr inEfsen befindet. Weiter wurden von sranzö ischer Seite die Ausführungsbestimmung-en des General- bergwerksinspektors Sost mitgeteilt. Der Regierungspräsident von Düsseldorf hatte bereits auf Den Befehl des französischen Generals, alles zu tun, was zur Durchführung Der Maßnahmen notwendig sei, erwidert, daß er ebensowenig wie der Landrat von Essen und der Oberbürgermeister von Essen das Recht habe, Desehle und Anordnungen für das Kohlenshndikat zu erlassen. Der Regierungspräsident erflärte heute wiederum, daß weder er noch eine sonstige amtliche Stelle gesetzlich in der Lage wäre, an Der Durchführung der zweiten Verordnung mitzuarbeiten. Die französische Regierung müsse sich darüber mit Der Deutschen Reichsregiemng in Verbindung fetzen. Der französische General gab Die Erklärung ab, Daß Die Ze ch e n n i ch t mehr Den Weisungen Der Berliner Stellen Folge zu leisten hätten, son- Dern Den Behö rden des besetzten Gebietes. Diese Erklärung wurde mündlich abgegeben. Der Regieiungspräsident ersuchte um ihre schriftliche Fixierung. Dies wurde zugesagt, ®e- neral Dan vignes stellte fest, daß weder das Kohlensyndikat noch die Zechendirektion in dieser Sitzung vertreten seien. Sodann wurde erflärt, daß sich die Ingenieure nunmehr sofort mit Den Werksleitungen in Verbindung setzen sollten und zwar sollte ein Teil der Ingenieure sofort in Die Bureaus gehen, um sich hier Die Unterlagen für Die Kohlen- unD Eisenproduktion des Iahres 1921 im Verhältnis zu Der Des Iahres 1913 zu verschaffen. Zum Schluß gab Der Regierungs- präsiDent ebenso wie gestern Der Oberbürgermeister Dr. Luther einen feierlichenProtest gegen das Vorgehen der Franzosen ab. Von den hiesigen Dergwerksdirektoren und Den Werksleitungen wurde allseits auf Die ernste Lage hingewiesen. Die dadurch entstehen kann, daß Die Werksleitungen gezwungen werden, R epara° tionskohlen zu liefern, nachdem die deutsche Regierung die Erklärung abgegeben hat, daß sic für diese Reparationskvhlen keine Zahlungen leisten könne. r- f urch kämen die Werks lei t ungen n i ch t in den Besitz der M i 11 e l, um die L ö h n c auszahlen zu können. Diese Nicht auszahl ung Der Löhne toürDc zweifellos sehr ernste Folgen in sich bergen. Die französische Rheinflottille, Die bisler untätig im Hamborner Hufen lag, ist im Ruhrort-Hafen eingelrvffen. Berlin, 13. Jan. Rach einer Meldung I des »Vorwärts" aus Essen liegen bis ie&' t>om Ä.ei«- art Je I der „D a flC' Der bcetl Ao(^ab(:abe zunächst nur au' Die Haltung Amerikas. R « uhork, 12. Jan. (Wolff. — Durch Turnen, hrtt 5 5 l •ctaMlptd JJ Cai’er bi De-' rtf4»sg ui’ ta ixt fitn §«or » Sri« L-erlegvi- In tot aber a Otebrn. 12 Ian. 1923. Abend braute oor gjt bden t Vordringen der Truppen über die gestern meldete Vrrnzltni« fand nicht statt. Ein Aufruf der vier Bergarbeiterverbände. rung des fld] leben Antrags angenommen. Der Rcicherat stimmte weiter hm dem Oe- feMnnrurf über die Eintragung von Schiffs- Pfandrechten in auSlänvttcher 'TBlhrunq zu. Die Entschädigung der Schöpfen, Geschworenen und Benrauensper|onen wurde den Zeitver- Eine Kundgebung des österreichischen Präsidenten Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittags BerlU, 10 400. StanfTuei a. UL 10400, Mol Giestener Stadttheater. Scampolo. Komödie In 3 Akten Don Dario Htccobftel Der halbmonatrbezug des Siebener Anzeigers für die Zeit vom 15. Januar bis 31. Januar kostet 400 Marl. Bestellungen nehmen entgegen In ©leben die Trägerinnen sowie die DeschäfiSstelle und auswärts die Zweig sie llen-InHaber Funkspruch.) Gn Washingtoner Telegramm deS „©lobe" bringt Auszug« aus dem Leit- f h i n g t o n Post", die all- brvimehl 170 All. für daS Pfand. b)Aoggenmehl 160 All für daS Pfund, 2 f ü r Brot: a) für den 4-Dsund-Laib Brot 520 All. b) für den, 2-Pfund-Laib Brot 260 All hältniffen entsprechend zum drittenmal erhöht und u. a. wurde die EinMtgrenn des ent- I 9^n,'<’r'fn Arbeitsverbien es von 130 auf 425 ba, »au# fot- 1 5narf bU Otimb« »tnuifgtfeSL Eine militärische (ttrftc Italiens. 2t o m, 13. Jan. (WTB) Wie Gtep(ant meldet, bat der Kri«g«minister die Aekru - len deS zweiten Semesters der IahreSklaste 1902 unter die Fahnen gerufen. Rarsten 0k 6tL* eifrig K 2«»ö^er «fl IL irMtlX. Nr®a r>3 cU 2d)t । «ataatyt M h-kh t 1103 ßl|«rtl >«t| Wtn 0t: ■i 12 ibalö-ui Aus dem Reiche. BefckMI« M Refehsrafes. 'Berlin, 12. Jan. (Wolff.) In der heutigen Sitzung erklärte sich fr?r Reichsrat mit der Errichtung einer Ilbrechnunzssielle für den Scheckverkehr bei der ReichSbankstclle München-Gladbach e nuerftanben und ebenso mJ der Satzungsänderung der Rh.tnlsch- Westfälischen Bodenkredichank in Köln, nach der her b Shertge gemischt Bett.cb in dcn Betrieb einer reinen chypothe'eubank umg•:iahe rt wird. Angenommen u>urb? sodann die Verordnung. nach der die Zuschläge zu den Eichgebühren auf bis Sech-hundertfache des Friedensvenrages feft-tk'frt werden. D.e Re- gierunasvorlage zur Abänderung des Sesey-eS über die Erhebung der Adgabe zur Förderung des Wohnungsbaues, d e die bisherige Wohnungsbau'bqabe verfünfzehnfacht. wurde nach den Ausschuhbesch.'üs en angenommen- die erbebte 2Ibgabe soll ab 1. Januar 1923 be- zahlt werden. nnft .Er als "Xabrndfef". — Pala st» Llchtkpfem: .Wenn die MaSkr fallt" und .Dir Männerfall«“. — Tageskalender für Sonntag. Subttbealer. 7 Uhr .WUdelm Teil" — Pdtz ü>- Ir^.fcheS Institut. 5 Ubr: Oeffentlicher Voaoag über Phyfrologi« mit Berluhen. — Sioen Lichtbildervvrtrag .Unter indischer Sonne" veranstaltet am Sonntag. 14 Ianuar. abends 8 Ubr. in her Stadt» kirche die Männer» und Fraurnvereini- fl a n fl der MatlhäuSgemeinde. Der Dor» t.agende. Miss ton«pr.-fr ger Spa ich. wir lange in Indten tätig und ttt alS guter Aedner von seinem vorjährigen Bvttrog bekannt. (Läheres l. Anzeige.» ^'rttervoraussage Meist heiter, trogen. Würde nach Süden bre» derrd. leichter Aach frost Ueber ISlarch liegt eine gewaltige Devre<- sivn. die jedoch wabr.*tn:i4) morgen noch leine Derschlechterung deS Wetter« herdelführen wirb. flkri jhi»0*1 fl in) . t,n«rren, w, * SS Kl»«.“ ,f. °° «' •tgfc ■»*4 r 7x*> Nnn *w pbtib Elfen 12 Ian. iWTB.) DevierBerg» arbeiterverbäobe wenden >ich mit folg-n» te.-n Aufruf an die Bergarbeiter deS Ruhr- revierS. Kameraden! Wir schrieben uns dem ein» mutign Wide. stand de« deutschen Volke» gegen dir T-ekhuna bei Aabrgrbi-e) ax Die Be'ehung leL 2Ubtgcbick« und wr 6Ül:rt unsrer frle> Uchrn Arbeit ist ein schorrec Aehtibruch S.r ist auch i ich' geeignet bet Internationalet Wirtschaft und internationalen Veckiänbiaung zu bienen Wic lönnen an dem bcficbe.iben Zustand mit Gewalt nichts ändern. Die Aegierun en 3 anktxichS und Belgien-, die mit m.litärischer ©ttpali die Besetzung durchführen, veckdrachen, bah keine Störung und keine Beränderung im normalen Leben der BevSlkerunz erfolgen solle. Die Leitung der Besamung kündigte auch an. bah die deutschen, insbesondere die lova'cn Gesetze, in WiikiamkeU bleiben sollen und bah der Achtstundentag grundsätzlich bestehen bleiben soll. Trotzdem ist eS mögstch, und sogar wahrfcheinlich. bah die Eingriffe der la ab- und betriebsfremden Auren im Leden des AuhrgebietS Schwierig» ketten bertrorrufen, von deren Umfang- und Folgen wic uns noch heute feine Vorstellung machen können Auch ist vorauSzusehen, hab durch den Oiiuug der BefatzungStruppen bie Teuerung und damit bie Hol der Bevölkerung gewaltig iu nehm en wirb In bkfei 3*i en schwerer Aot ist Auhe und Be- fonncnbelt od.rsle Ptticht Dir alten Äcm- ttübten der Organisationen dad.-n bie Wichtige Aufgabr. fn diesem Si mt stet» und überall tätig »u Mn. Iebe Unbesonnrnheü gegen die Ange- bb igen der fremden Besatzung ist streng zu verhüten. weil sie daS Elend nm vergröbern kann. Die 2ib.itsbedinguig:n im Auhrbergbiu tre den. wie bisher, auch w-iter nach Vereinbarungen dw 2Ii bcitncbmerorganilatlonm mit den Un'erneh- ewroiganifailonen geregelt. Diese Vercinbarun- oen müssen in dieser 3eU der Aot medr beim Je Gesetz für Jeden organisierten Arbeiter sein Für deren Durchführung mub er die gan.ie Kraft ■M M Aameiaben! Schwere Tage und Wochen können für unser Eebiet und für daS gan*e deutsche Voll lommen. Ihr habt feine treueren Sachwalter für Sure Interessen alS die Organt ationen, die Jabciebntelang im Dienste der Arbeitnehmer- schalt gcaibeitet haben Sie werden Euch auch in her kommenden Zeit der grftbten Aot nicht verla sen Te hindert Unb fon"enbeiten Jeder Art. ob sie auS unbeberrschtem nationalem Etzra-fühl ober auS sich international gebärdender Phun- iastik errboren ist. mehr wie je Labt unS In tidei Tagen zusammensteben ulS ein einig Boll von schaffenden Brüdern. Verbot brr Trnnrrfnnbflrbutigru im brfmtrn Wfbirtrl spk» Wain^ 12- I»n- Dir BesatzungSbe- hörte hat die Abhaltung der für Samttaa ange- oibnclen Trauellandiebunz in den Schulen d einer Meldung des ^Berl.ner TaaeblottS- aus Jamburg dem ncuen Sih des Kohlenshndikats. sind aber gerade dieAkten der Abteilung für die Bearbeitung der Aeparationslieferun- gen in Essen zurückgeblieben. v. I- hier über bie Bretter gegangenen recht fpmrxtt'-ttche^ BühnenwerkS DaS Stück selbst ist seinerzeit eingehend von ui» gewürdigt worden, so bah wir mnS heute lediglich mit einer BcwerumD her barlelrrif^m ßeituigm begnügen können. Sir die e^ieflHtuig -«ichnrte aHeber Adolf Teleth Unter seiner stets bewähr:e, Füh u < Landkreis Micf;rn. rl Lich 12 Ian D.e hi.-f ge .Avthilfe^ hat bis jetzt schon ein grobe» HilfSwerk getan. Aachdem vor Weihnachten in e.ner für bei ganzen Aml-ge.ichtsbejir.' Lich t-esttmm ei artbeien Ber» famm u tg durch Tteglerungirat Hey___________ anv ®ienen bie Anregungen zur Organtfatton ber ^»vrhtkfe gegeben worden waren, ginj ber diesige Aufschub unter dem Vorsitz be» Aicgermcifter« Völker al Abalb an bie Arbeit Bet einer hauS- fammiu ig. zu der sich bidtge Samen zur Ser- fügu g gestellt bauen, und durch besondere ®aben tarnen Barmittel im Ee'amtbetrug von 125 318 Uiad zusammen Auherden touiben Kanofl ein, S.ubt, Ale hl. Obst. Gemüse unb andere LedenS» aemein als Sprachrohr der Acgierung angesehen wird. In diesem Leitartllel legt die ..Wash.ngton Poft" tar, dah eine Revision des Versailler Vertrages notwo.roig sei. wenn in Europa Frieden werden solle. Der An kel charakcerisiert den sranzös.schen G.nmarsch in dar Ruhrgebiet als ein.-n grooen Fehler, dessen Folgen s.ch wahrscheinlich für Frankre.ch alS sa'iädlicher be.tn für D.st.tsch- land erweisen würden, und fordert die Einberufung einer zweiten Friedenskonferenz. die den Friedensrcnrag revtdicren solle und an der d e Vereinigten Staaten unter der Bedingung teilnehmen würden, tah eine klare Verständigung mit den Mäch.en über die Art und das Ziel der Revision ftatt- find«. Reuhork, 13. 3-uu (DTB.) Durch Funkspruch. Die ..Associated Preh- meldet aus Wah ngwn: Im SiaatSdepa-tcment wurde erklärt. Die Regierung werde auf den deutschen Protest gegen den Einmarsch der Franzosen ins Ruhrgebiet keine Antwort erteilen. Fec..:r werde erklärt, die Regierung könne gegenwärtig keinen Weg geh.m. auf dem ihr Wunsch, in der Reparat.onSkrisiS helfend einzuqreisen. g-.-l- tend gemacht werden könnte. S e unt-ern-chme daher in dieser Angelegenheit keine Schritte. SvPrvzentb« rheinisch-westfälischen Steinkohlevgruben in dd itlotofokin tti- tb Dort Sol'-. 12 tfcii.uK1” 80 h rd) eine | Wtt bewarb, fiw Inbir! Der Retchsrat beschäftigte sich hirrauf mit der Abänderung des Deseyes üd:r Maftnah- me.i gegen dir wirtschaftliche Rotlage ber Press«. Di« Vorlage will di« sogenannt« Holzabgabe der Daldbefiyer von 1 ? Prv^nt auf 1' . Prozent erhöhen. RamenS der sächsischen Regierung beantragte Mini- sterialbirektor Eraf v. Holtzendorff. dir Aolzabgab« zunächst nur auf 1 Prozent zu erhöhen D.e Vorlage wurde mit der Abände- Alrdjli tban< ewrkirche-^7 fittlkfiTLNrtffi Aus Stadt und Land. ® teben. den 13. Oanuar 1923 Ter nationale Trauer,ouatag toirb morgen auch In unserer Stadt bie Bevölkerung in QHnigfett und ndtwaaler Feittgtett »a einer geschloßenen Prvteftgeste gegen den franzöfifchen AechtSbruch Der- einigen. 3um Zeichen ber nationalen Trauer wirb mittag« um 12 Uhr in den beiden eoangel.lchen Kirchen dne Vi-rttlstunde lang gdä-Uct UKtten. Sämtliche Belustiaungei sind entsprech«ld der Anrrdnuna M Ministerium» verboten. Die fbielläufet werden geschlossen fein. Vereins,-ü- lichkeiren Bälle ulw. nicht statt finden. Ebenso wirb der bettete Barttag. ben bie V-rtragS-Ver- etnigunfl auf morgen a.ioefetzt hatte. auSfallerr. Diefe Veranstaltung feil später ftattfinben und kann bie benttS gelö ten Marlen ^Jtung hoben. DaS Stadttheater Hot feinen Cpidplon geändert: am Aochmtttag findet leine Vonieüang statt, am Abend will eS als Pratestlandg-bung Schillers .Wilhelm I«l P yit OLiffubrung bringen. In ber Mitteilung der Theaterleitang toirb betont, die Auftübrung fei nur durch bie Ovferwllliflkeit be# Personals in dieser kurzen Frist »u ermögltchen Di« Vorstellung, za ber man In Anbetracht ihres E ho taktet S als vaterländische Äunbgeiung ein volles HauS erwartet, soll durch einen dem Ernst deS Tages entsprechen- den Vorspruch von Direktor Steinaoetter eingeleitet werden. Die Tbraterleitang glaubt an- nehmen zu dürfen, bah bicseS Schaufoiel Schillers nie einen stärkeren Widei hall im Dlehenec Publikum finden bürste, alS bei der morgigen Vorstellung. Eine gemeinsame Trauerkundgebung der Schuljugend unb ihrer Lehret ist vom LandcSaml für baS VildungSwesen auf Mon » tag vormittag anberaumt worden. Sie ist in die vierte Stunde au legen, dann ist der Unterricht au fdbtlehen. Wenn irgend möglich, ist die ganze OJ^ile zu einet F.leritanbe z-i t>?reinigen. Vom 15 Infanterie-Regiment wird unS ferner noch milgeteilt: Eine äuhere mlll- tärifch.- Frier des 18 Iaruar» alS be» ®tün- burgjtagc» t«3 Deutschen A.ihe» wirb in biefem Iahce im Starbort Ei:hrn mit Rück icht auf ben Einst ber politischen Lage nicht flattiinben. Die Brot- und Mchlpreise für Stabt unb LanbkrctS lttiestcn sind wiederum bet räch'lich erhöht worden. Für die Stadt (Sieben fe iet mit Wirkung vom 15. Ianuar ab ein I9X--h«babn, Richt- tanbn> rfer — i'orerft t>edud)5Tpetle zum Lvfe- mol f-hrer dienst zuzula srn. ging eine eingeben bt Plüfuna ber Frage ber Si.ch?.^e>«. auch al« Richthanfr tt*:rfer khrt Befähigung nach e v.efen fxxbcs müssen Auch in anberm Ländern, so in Belgien, Holland, In den Vereinten ©tau en wirb vorn Lokomotivführer eine handwerk-mästige Dorbil- bung nich' gcfo.deN. caxrTTr Heizer» bienst verrichtet hatten: auf be'r Afeife soll K* kh tm böhrrrn Alter b'.t MöglichTrit de« Auf- rücken« tn eine bef'e^ Bnam'.enstellunfl mit geringeren Ansorberungen an be körperlich?» 5kräft» fltbc'tn werden. B.i dieser au« loyalen Dründe» burchnu« geroch'fertigien Ma^nachre solle» vo» tDT&Tttn chtrten für bie Hanbüe ftr nah Möglich'/it v-errnfesten ae'btn. t« wird kchnen vor «ntsprechrntec Vorsprung von 4 bi« 6 Iah «n allem dn IS).er hanfroerkSmäfti, et Ausbildung bei bet Btnefung le) Dirn stak ttr« gca>lbct Eb.ntfo ist Vorsorge g-trvfen, bah eine Unter» trtdbung h ber bere'tt« ketonnenen 2u«dlldung ber Hand werter zum Lokvmottvsührer nicht tm- tritt Der Einbruch ins MemeNand. Äotono, 12. Jan. (WTB.) LUauisch« Telearaphen-Agentur. Drr französische und Der englische Vertreter legten bei bet ber lita uischen Regierung Protest ein gegen das angebliche Etnrücken litauischer Parteigänger in das Memelgebiet und ersuchten die ltkauische Regierung, ihren Einslust geltend za machen, um Ausschreitungen gegen Personen und Eigentum zu vrr- btnbcnu — Die litauische Regierung erklärte in ihrer Antwort, dast sie die Bestrebungen der litauischen Patttown versteh«, da die anormale Lage deS MemelgebtetS unenräglich würd«. T^ssenungeach.el kön.'.e s e In das Ihrer Souveränität nicht unterstehend« Cfr.’biet nicht dngretfen. Lbwohl bie Regi«rung keinen ®runb zur Aenderuna der Stellungnahme sähe, werde sie gegen das illegale Vorgehen Im Memelgebiet einschrelten. sende Ansprache, dl« von den AdgevrvnLten stehend angehön wurde: „Qind r chten, die unS aus dem Deutschen Reiche zugekommen sind, erfüllen jedes deutsche Herz nut aufrichtiger Trauer und tiefer brüderlicher Teilnahme. Die neue Demütigung, die dem deutschen Volke nach so vielen Iahren schwerster nationaler und virtschasllicher Bedrängnis widerfährt, er- gre.sl auch und mit wehmutsvoller Sorge. Möge d.ese Harts Prüfung an der Stärke und an der Selbstbeherrschung des deutsch-.n Volkes vorübergehen uni) bfe Erkenntnis sich cnt>- lüh Bahn brechen, cast nur gegenseinges Vrr- stchen und gegenseitiges Vertrauen imstande sind, die unter den R tchwirkungsn des Weltkrieges schwer leidenden Völler und Länder zur Gesundung zurückzuführen. Möge dem be- orlngten Europa endl.ch wirklicher Friede be- schieden fein.“ — Di« Ansprache wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. ** Oberhefflscher Kunstveretn. Am nächsten Sonn ag. den 23. dS. MtS. b;gUmt ber Äunfli’ctcin feine tieSjäh igea 2Iu üflc'lun cn m.t le. ÄurJilecVireiat ntn । d.« Gä^^eatlchen Illu- stratorcn-Bunte« Münchener Künstler, bie 117 Äunfttoeife aufweist. Dies« Äünftfe.irxtiitgunq war b.xcitS Im Februar t>ergaxgei n Iahres mit ei er Ar-Ssiellunz vertrrten bi? allseitige» Intcr» Auls-reibet inner noch vielfach ine «amtliche Eenebmigung unb tum XeU in einer Weife statt, bah ber Au«bruch einet Brande» für bie Besitzer bie schlimmsten ■•jolgcn haben kann, fra sie für Jeden Schaben auf» frmmen muffen. SS liegt im eigensten Intcre'fe aller berirrtnm. bfe B.-n-jn ober Benzol lagern müssen, sich ba.u bi« krei«amtliche ®enebmtgang zu erwirken. ** D t e CB er et ieter vvn Wohnungen werden in e ner B kannnnabun; un’erer teu t *cn JuJaabe baran ermatri. bah bi» un 19. L Mt« bie Höhe brr 5 r i e b« n « m l e t« ‘brer Wohnungen ungegebm werden muh. Vornotizem. — Tage«kal«nber für Sam«taa. IS'odt h «'tt, 4 Ubr: .Wallenstein« Laaer" mtb .Die Pucolominni' - Höttaat 44 ber Uni- >«rfUAt 5 Ubr; Mitg'i?deTJe^ammlang ber SV;. Be.einiaung für Voll«kunde. - Astoria» ßiäfll-itir .Da» •ebeinaU ber Enillot.ne' I et gtr” 2fet nxfrr Blut“ | unb Der keusche Iofevh“. — " Ba-n-offtrahe .«tiebaiHt einer mu S UT9 81,- 83,50 2841),- 2875,- 2660, 25900— Mais, La Plata, loco Berlin 19 300 15 200 Mk., (ycifeiitivcbcner B^rnitJ )6)0>),- 25500,- 25/50,-2,0 0,— imvpcncr jkvnbiiit. . 57 »00— 56U00,—5!M 00k— Sinlnueit'71 fcbcri'lelieii 144 K),-17030, -14000.--1)50), Mnliivcrt ^elleregeln 1(1 13000. -24.00,-17 00. ?lsln- C1eklrizirnts°Ges. 713 1140 -2iOuO,-24Oik. licoo. 10800. Darum: 10319.0*» 10400,95 1047015 Katholische Gemeinden. Düngegips Die (Erfolge beweisen, dah Sie für Ihr Original-Gießener Oefenun-her-e.Gacherde Hin|XuT^8nXe ivert»cnfüricbc5'73rennin(iterlnllnbrcl y 1v i v l v IIIV U IIV v (SrLiren n. starben angeiertia«. Wvnich« ... .. nh TrennunaswSnbe. crbnltlid), uexl man direkt Anaebot von b üigfle unb bepe -trennt ngswunue. crUnhlidi, uerl man birett'7buieboi von I 11. Januar Amil. 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Rapskuchen 13 030 bis 13 500 Mk., Lrockrnsch.ützel 6700 bis 7003 Mk., Kartoffeln, wrihr und rote 700 bis 720 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich alle Preise pro 50 Kilo.) 12. Januar 81 nut. Notiera Bochumer Guh .. Buderus Earo Den sdi-Lurembura Br.-k 656.6» 4191 05 48621.25 schmied. Samstag, 27.: Dir Zauberflote. Sonntag 28., nachm 21/2 Uhr: Zar und Zimmermann; abmds 6V2 Uhr: Carmen. — Schauspielhaus. Sonntag, 14. Han., nachm. 31/2 Minna von Barnhelm; abrnds 71/2 Uhr: Heber unsere Kra't. 1. Teil. Montag, 15.: Der Ge° sch'agene Dienstag. 16 : Gtzges und f in Ring. Mittwoch. 17.: Dir F.eier. Donnerstag. 13.: Mohrenwäsche. Freitag. 19 : Dir Freier. Samstag, 20.: Der ewige Traum. Sonntag. 21., nachm. 3’/o Uhr: Das Postamt; hierauf: Dir Geschwister; abends 71/2 Uhr: Der ewige Traum. Montag, 22/ All-Heidelberg. Dienstag. 23.: Gtzges und fein Ring Mittwoch. 24/ Minna von Barmhelm. Donnerstag. 25/ Der ewige Traum. Freitag, 26 : Des Esels Schatten. Samstag. 27/ Mohrenwäsche. Sonntag. 23, nachm. 3Vz ^hr: Minna von Barnhelm; abends 71/2 Ähr: Die Freier. entweder direkt ob. bei kommissionsweisem Bei kauf den höchsten Preis erzielen. [374ss Motosrad-venriebZranlsurla.M., Kalferftr.68, (Eingang Mose'ftr. Laden. ölntw.-Brüssel . Holland Vonbou Paris Schweiz Svauien SValicu Vinabon*Cvorto TäncimuC . . .. sJ(oriveacn . . . Schweden ... HelninstorS. ... 9ieunovf Deuifch-Oesterr. Budaveit Prag Yioraut...... BvieskKften der Redaktion, (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 6. S. Diese Arbeit hat der Vermieter zu bezahlen, soweit ihm der Mi.ter die Mittel zu b efec Arbeit i 1 der Miete als Beitrag zu den laufenden Instandsetzung sarbeiten zahlt. Vries 1970— 713— 2075— 27so- 4120— 14,90 104)5 — 48V>0— 51).- 652— 297/25 1925— 5625.- 45 0 - luOOO,- Frankfurler Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) von Geschäftsmann ncacit allererste Sicherheit gemocht. Schr. Sinneb. u. 0259 an den Gteb. An». Aufdermauer & Laberenz Lahnstr. 5 (bei der Lahnbrücke). . -,—1350', ICO 0,-138 0, 29500,- 1OHV 1150 . 76)0, 7C0O,- 64 5n,— 75'0,— 8')50— 0500— Dermisclites. Berlin, 12. Jan. (Wolff.) Heute früh ttnebe der 38jährige, in Berlin als Aufiäufer ts.le.id.' amerikanische StaatS-.-ngehöcige Lobert Äowak in einer Pension in der Mhe des Wittenbergplayes tot im Bette longefunden. Die Kriminalpolizei stellte fest, tal) d-er Tod nachts durch Vergiftung mit 5) lvr 0 f 0 rm cingetreten war. Zweifellos le«! ein Mord vor. Sofia, 12. Jan. (WTB.) Die Aus- Mnzung von80MillionenLeiinAlu- r«ni umstücken von ein und zwei Lei, um lie sich eine große Anzahl ausländischer Mser bewarb, wurde dem Vertreter der ilima Arthur Krupp -^gesprochen. 57» Disch. NeichSanteche 47» Dergleichen !!'/?/» Dergleichen 37» Dergleichen Disch Svar-8räm.-Anl. 41) Preukische Lkousol» 4°/., Hessen......... 3'/,7» Hessen 37. Hessen * • Handel- Berlin, 12. 3an. Börsen st immungs- bild. Unter dem Druck der politischen Ereignisse hält an der Börse die Marksluchtstimm 211g unverändert an. Die Kauflust erstreckt sich in za- nehmendem Mähe auf festverzinsliche Anlagewerte aller Gattungen. Der nach der üblichen Pressung am Zaheesschluh wieder recht flüssig gewordene Geldstand und die groben Summen, die zur Anlage in Sachwerten, als die noch immer Wertpapiere stark bevorzugt werden, drängen, begünstigen diese Bewegung. Am Aktienmarkt erfuhr im Grohverkehr die Kauflust durch die Realisa- tivnsneigung eines Teils der Börsenspekulation zwar eine gewisse Dämpfung, doch stiegen die Kurse mit Ausnahme der von diesen Glattstellungen betroffenen Papiere überwiegend weiter. Die Erhöhungen Miefen sich durchschnittlich abermals auf mehrere hundert bis tausend Prozent, für einzelne Werte bis 2330 und für Spe^ialpapiere, wie Oberschles. Eisenbahnbedarf, Riebeck Montan, Stollberger Zink, Deutsche Kali und Deutsch-Atlant. Telegr. auf 3000 bis 5000 Prozent und darüber. Für Bankaktien waren die Kursbesserungen teilweise bescheidener. Daluta- Papiere mit Einschluh der Auslandrenten stellten sich ebenso wie Freiverkehrspopiere, von denen in Kaliwerten zeitweise großes Geschäft war, wesentlich höher. Besonders groß ist die Kaufbewegung wieder in den zu Einheitskursen gehandelten Jnduftriepapieren geworden, so dah teilweise wieder die frühere Ordersperre verhängt werden muhte. Am Devisenmarkt hingegen hielten sich die Hmfäje in engen Grenzen. Die Votierungen unterlagen bei einem durchschnittlichen Dollar stände von 15 500 nur geringfügigen Schwankungen. Börsenkurse. Rrnnffnrt a. M. Berlin Geld 1940,- 720.- 2015,- 2740.- 4115,- 14.50 10355,— 4-3A- 50;,- 948,- 29LD 18)5,- 5375,- •Banhwttn. nrnnHurt n.Tl« 12. Januar. Schweizer Noien........... ftvnniönidje Nmen....... . . . Dänische 'Koten............ Schwedische ")io en Holländische 9ioteit Deuisch-Deiterreich ä 100 Kronen Anierlkmilche Noten Englische dkoien Tsialienische No.en Belgische dkoten llnnniifdie Ro en Tschechoslowakische Noten Norwegische Noten Rumänische Noten Spanische Noten . .. !).$ti)ön&ao.|”?tÄe:r^ Für unsere Postbezieher ist die Frist zur Rachzahlung der erhöhten BezugSgebühr für Januar abgelaufen. Wer den Mehrbetrag von 150 Mark noch nicht an uns elngefanöt hat, benutze fofort bie heute nochmals betgef ügte Zahlkarte, um feiner Rachzahlungspflicht zu genügen. Die Post stellt die Weiterlieferung der Zeitung ein, wenn der Mehi preis bis 18 Januar nicht entrichtet worden ist. Verlag des Gießener Anzeigers. 11t. t050 650.— 380,— 47o Zoll türken 9600,-10350,-100 >0,-10175,- 57, Goldwerikaner 120000-1200C0,-1210 0 -rJJ. CO, )kordbenticher Vlonb • 73 0,- 750).— 740),— 800),— Märkte. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 12. Ian. Bei unverändert durchschnittlich fester Grundstimmung behaupteten sich die Preise ungefähr auf dem gestrigen Staude. Für Weizen und Roggen bestand seitens der Berliner Mühlen vermehrte Kauflust, und auch die Rachsrage zur Deckung von Weiterverkäufen an die Reichsgetreidestelle hielt an. 3n Gerste und Hafer war das Geschäft infolge drs fort- dauernden Ausstandes der Arbeiter bri den Fu- ragehändlern unverändert ruhig. In gröheren Wengen gehen inländische Gerste und Hafer von de.' Ostseecüste nach Hamburg. Bon den übrigen Artikeln ist Renmenswertes nicht zu berichten. W/zen, märkischen 19 403 bis 19 700 Mk., pom- merschen 18 703 bis 19 330 Mk. (behauptet), mecklenburgischen 19100 bis 19 400 Mk., Roggen, märkischen 18 400 bis 18 630 Mk., pommerschen 18 300 bis 18 600 Mk. (behauptet), schlesischen 18 300 bis 18630 Mk., Sommergerste, märkische 15 400 bis 16 400 Mk. (fester), schlesische 15 300 bis 15 800 Mk., Haser, märkischen 15 000 bis 15 500 Mk. (matter), pommerschen 14 600 bis -,-21003,-17100,- 1.5 )30.-180) ),-14:J 0 -1725). 11;500 -26303,-13 KX>,-2 ;0 0, $ung nur Im Eckenverhältnis, nicht aber in der ?r> 1500! zum Ausdruck bringen konnte. Die aid» ^mernberen Giehener konnten bageg-m zum mächtig aufkommen, unb als ein Wetzlarer le iteibiger ein sicheres Tor nur durch ,Hände" rrrbinderte, verwandelte der Giehener Halblinke fiirtn mit Recht gegebenen Elfmeter zum fieg- r ngenben Tor, das auch zugleich die ersten zwei tiintte einbrachte. Die wenigen Minuten danach zum Schluh verliefen resultallos. — S. C. 1900 Ligareserve gewann in Orten- lerg gegen Germania I im PrvpaganbaspicL vi» 6:2 (Halbzeit 1:2), 1930 I. Jugend—S. S. E. fillenbutg I. Jugend in Dillenburg 4:1. Gietzen. Sonntag, 14. Jan. (2. na b Epiphanias) ituldtkirche. 9 /.,: MissionspredigerSpaich aus Frank- i nitt ll:ÄinberLf b.Matthäusgem.(Misstonsprebiger I tzvrich), 5: Psr. Becker.— Iohanneskirche.97.: Pfr. ' chtolsheimer, 11: Kinberk. s.d. Lukasgem Pfr Bech- inbtpcrfero ^l^heimer, 5: Pfr. Auskeld.— Wieseck. 9"/,. 11: Kin» Lct, obbS. 7.— Kirchberg. 10.— Mainzlar. 1*,. ÄS- LZr Quitt ^nfl6 ir»de KZ Äe rmeiK «v”1® zur D-t. ^onbete ©aben von 125310 ''den Äartoä S an^re CeW &i konnte Smilla, Z'b,i unter foru- Jbedjnadiufteuie Hüsiwerk hat ^artofitin verteilt N sollen demnächst ** Hl für ZvA f horten. Durch em ovoerkschast.Fried- ^einheden. f .der heutigen Me 40 000, ’-augerfle 31000 biS 0 6)003 bis 74 000. 3. Dck enlleie 19000 > bU 20030, OBrijen- m 60 003, Tiftona- ’ 85 050, ^aleifkdro 66000. Z tzinterhauroder sonst geeignete Räume Uchemisch.Laboratorium VM «rch der heutigen Aufführung wieder ebt •oder Erfolg beschieoen. Die Rollenverteilung achte gegenüber ber vorjährigen Darstellung ncht starke Veränderungen, bie im Prrsonal- vc-chsel begründet ftnb. Die beiben Hauptrollen titrben von Gisa Iven (Srampolo) an) Georg heding (TUo Santi) dargestellt. Eine üeber- rsHung, und zwar eine sehr angenehme, erlebte ran durch Gisa Iven. Die Dame hatte bisher m r in kleineren Rebenrollen künstlerische Driä i- pi igsmöglichkeit gefunden. Ihr heutiges erstes •Jurtreten in einer Hauvtpartie gestaltete sch bank bue3 naturwüchsigen Spiels im ersten Akt und beer Innigkeit und Frische, mit ber sie in ben eiben folgenden Akten ihre gut durchdachte Auf- a be erfüllte, zu einem starken Erfolg. Es dürfte kfcr ratsam sein, die junge Kü-»'tlerin fünf iq ftier mit ma' gebenden Rollen zu be rauen, dami <13 vielve.sprechende Talent fiy ganz au reilen mn. Georg Heding stelle einen trefflichen ’iiio bar, in dem namentlich bi; innerli^e Wand- i g die d.r A-lor dieser Rol e zugeschrieben tat, ■' [i künstlerisch fein aogestimmter Form ,u .1 Auä- mf kam. Mil Kitty Frankes kün tierischer Ostung als Franca kann man sehr zusrieden sein, oamfo verdienen Oskar Feigel (Earlo Beim) und Karla Keller (Emi ia) uneinge- f änkte Anerkennung. Paul Mehnerts ^llrvio war eine köstliche Leistung. Heinz De ch- in als Burilti wurde den Erfordernissen ge- oajft Das Publikum gab seiner berechtigten Zu- fürdenheit mit ber guten Ausführung durch starken feifaü Ausdruck. Reiche Ehrungen durch Bei a l 11.) Gaben der Anerkennung wurden Gisa Iven litb Georg Heding zuteil. Dn. Spiclplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 14. (Jan : Tristan und Isolde. Montag, 15/ Der fliegen)e Holländer. Dienstag, 16/ Mignon. Mittwoch, 17/ Tannhäuser. Donnerstag, 18/ Die Frau ohne Schatten. Freitag, 19/ Der Zigeunerbaron. Samstag, 20, rachm. 3 4Ihr: Tuttifäntchm; abds. 61/2 Übe: Boris Godunow. Sonntag, 21., nachm. 3 Uhr: Martha; abcnds 7 ülhr: Cavalleria rusti- cana; hieraus: Der Bajazzo. Montag, 22.: Der F.eischütz. Dienstag 23/ Tan.rhäusrr. Mittwoch, 24/ Die verkaufte Braut. Donnerstag, 25/ Hoffmanns Erzählungen. Freitag. 28/ Der Waffen- 84.U- 1000),-8100,- —27>n),-2^X>- 4800,- r.60) - 4803. - - - 2O:fC0-15 0), 2150,- 250).- : 1013,- Brrnmann . Sdnufert TiemenS & Halske. Adleriverke slteuer Daimter Motoren. Heylmenftaedt . . . JJiefluin ICO'JO, 10030,— — Metallaef. Irankfurt. . —23530,- 22390. 2d)nbfabviE Herz.... —36M,— 3.»00 'S erbet —6275 — a07>, Zell'ioff Walühoi . . . .1140),- 10’tO - 10763,- 3iirfcrfnbv.#\va :fen?öal —,— 6 53 — 7500, Zuckerfabrik Wan änfel-- 6703— /475, des A- N&ng mit ne- ÄÄ solle" w° anbtK.^ cn pot es gcmalri- Dienskal^ " tent Ergebnis b'.efet chchrndtwrier in tat ornmen neben En» hiena dtrh lang- e mit allen Demus das genauetever- r tx>n Handvrriem nsam unb in gW nahMcken (ttben. ihn'e rr-bes ist M so Mssesmingen an ndtrrrksmäßi^ Dor» icr * f) mir um die lichtigt t Mrndienst Au"' ^rf^möbige 35 ^sichhieirmslrse. rcr F. C. 1:0 (Halbzeit 0:0). Das erste ibandsspiel zweier Gauligavereine in dieser Eaifon in Wetzlar brachte gleich eine Heber» 5600,- 5200, 4700,— 54 *0. SCO 1.- 9300, ... C0 )0,- 5600,- •ynfCi 13700,-1 650,-10300,- 1220), "1 Darlehen. Motorrad 200000 sur -.-21 a-2103.- -,- 159,- 144- 148,- 155,- 16)5) 11 L- 11',- 110 — 120 - 120- 130,- Gieheru Samstag, 13. 3an. 5 u. 8 Deicht.— 60-imtag 14. Jan. 2 Sonntag n. Ersch. 6', Deicht, 7 0 rsie. Komm. d. 3üngL 8 Komm., 9 Hochamt m. 7 0),- -,- 4x850— 5010— 5010. •70)0,-33 00,-3 < 00,- 101)0,- 9 0 ,-lC0 (> -/-11000. HNO),- *'^35 KW {SS,^ m begn^r 2lv° V-S **i1,65 25 i,35 2 4) 65 11.96 155» 14, 8 1 03 389— 391— 39 S, - 460- 299.25 300,75 296,75 2 6.25 10375 107,25 107,75 103,2'» '§1adt-TheaterGietzen Sonntag, bte 14. Januar, abcnbs 7 Uhr WUMM c NHL Die fit .Doktor Alant* grlSften flantf j. n*h nf.ififl ir.r vn.ik.i™ T,n- tv. „eff •*• ^,n.i Bel)öröli(he 2lit}eigen 1120^ pfQui Söefnnnhimrfjitng Wir will nach Berlin? len von Tüten einen 314D n- | I rcingmurix tae.iM a» btenbd, und du Sprcthftunb ooO Wert 18DD i Verschiedenes der .1730 ?in' 4 tfiibr 7 Udr. *^lbcc>3f Oe üanterier Fililt Anl u »On)rnen.,;lL Ter eKfcni*«M: | ddUDOnniOlihDflOrt vorüuub. 1 auf. 7, . Ubt Jt: ■VI Mm büfd Mt xrnfliitet, nt ihren Sta b^ntoit Tie 3 Perlen Gold-, Silber-, Platina- gegenitänbe fault ftnnbifl ah 6005(81 s. m. ö. s. 1 tlnOecDlon 1 8 chertitihrh'M ferpackünMLa-ileiien Prospekt (jrAtls. **A Otto Kenne. lolerbOfle ft Inbball am 17. d. Mi» an» Cbefähe mitiubrinaen. andernfalls bet Qkrtäufer für ÖteQi 17. Januar ab jek Mittwoch u Artk lag nad)mi tagg von 4—6 Uhr anb»n abl b-iiie nbenb vcn 5V. bis ? । U tr. und zeitgemäste Miele zahl! junges Ehepaar für beschlagnahmefreie 3-od. ^-Z.-Wohnung in Giesten. Schrift! 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JIM-, rOrl. mflömen J i. 1» "“J von »r Zl -V emh für •LZci für b ihrer ll» mb Da ll»af»rbert,fc lltsf! wr.'cn, II ,arr. k Vikv« solcher Ici I hier ' Q io der T fl -m Sie Mnb *. vom lie auf t*r*für sed renn ob. bei Trat • etüAatb | -chr ftnarb 'S «tiermce 4. 'an bei «teb. eu* Piano nen.Mafteflefiid)t. Cri. mit I4rr| y bk' 400 000.- aud) lUünrl und <>drmoutiiin' Iinsrr K. L 10)11 an 211a C'nnl.e i'e-n A Bonler, (saftet. |H1A ' S"in I A-cbriinr Höd ii iinö ßoös Zuschlag von 5°/, für jedes Pfund berechnen darf. Die Brotmarken Ar. 2 können noch bis einschließlich Dienstag, den 16. Januar 1923 zum allen Preise von den Bäckereien beliefert werden. Die Bäcker haben die eingegangenen Marken Mittwoch, den 17. Januar 1923, Vormittags, an das Lebensmittelamt ab« zuliefern. Dieben, den 13. Januar 1923. Der Oberbürgermeister. «Lebensmittelamt > S.D.:Dr. Selb 355B ljau$ mli freiroerb. Vodn ne irn nme BeAadln foiort ah kaufen neL Uiimifliifeiten werb, übernommen. Oft il an €>crio, M Vlock ir 5. wn Slßölei nu» Priva band zu taufen acfurtii. Echrifil. Angebote nn ei «i «I' an die ttfefchäftefteU b.W.vt. tfine am erbnltene ntanDo’ine |n kaufen aeincht. ?dir. rtnaeb. unter 3341) nu den (»’iey. «nAciqrr erbeten. Gebrauchtes JDMS iiiibil und am erbat' icn. au fmifennefiidjt Bdirifilicb Ytn icbo:c nntlV^an den Wieij. An reiner eibcien. SSäftrint oDtr ShtmtBtl ah t aef. Lchr Ana. il OJiEt oMHiehJtiu. M <ürfd)ältv*niann, Wiiiwr. mit 2 nut nedendenUA schal en, etneneu («r .nöfnlrf. imb yerme.Kn. ftu la a der kitter. nNcin ueveud. lucht st ch nn: Dame. Äa. in itrtiri' reffe ^ermönrn eriuümdjt. aber nicht unbeölufl' n forderlich fSit.oe ntdn au 'nefchiosten VeildnoicnenbettAii- acstch t: Llchi An« ueUa e nnt i>.74 bi» Jum 51 biV INiA an deuttstehAn »einer aefudit. Voün nach Zadr. (r>0 Vnbii»bcilftättc. Hieraus: ilhelm Tell Schauspiel von Schiller. Zwang;. Versteigerung Anin dtoeife ber ‘Miifbebniin der (Oemcinicbalt. Tonnerdtn#, den IM. Haimar 192.1. uuruiliiao? 0 llbr. füllen auf dein bi.1« st'ien #lnr. viicrhbt. Hiuimer 112 Miem baut die nachiot ieu den. den Heinrich Z.chomder ( r Criainlcl ■iternfirS* Dt ir»A Anstreicher und Lackierer Arbe ten weid leib and.Uber nominell. Zchr. Au- aebu e mit. <ÜG nn den ttfiest. Wiu erv. 49o fan ii Hi.ibrinr» INäbdien Näien o. Zuscineidea Irrt erlernen? Zchr •rtna. iuirj»i, n. «. < önt bilrne'rl eben WüllgS- - nnoyBenonim Leibt, ffberftr. 0. Deutjchcr Zchäsechund diinkrlbrrnit» schwor Ae ^dinmue. auf Namen Vnr bSreud am ."> Mannar re laufen. 2>.-tederbiinner erhall Neladnp Vb. Ndm'ield afnebei*JDii<1 _____Vanbach — L) tkitöidiilnrnii Hitßta t. H. Wenen de» liefen (Fnifi» der Seil fallt Nuttall. Jur Verfügung stehen: 1. Dine Wohnung, 5 Zimmer, Küche und Bad; 2. Sine Wohnung, 2 Zimmer, Küche nnd Balkon. Ts wird reflekiierl auf gleiche Wohnungen in (Ziehen. Schriftlich« Angebote unter 3660 a. d. Ciehener Anzeiger. | ebar, tonn Dom j tu tie*igtr T ■ ®rwbtrg ver« I Jtü der Sirxkr ri »«Pthelrn nicht | fack Ga^eht ■labtht, tvaj IJr’L1.U1'3t |E, bah :u‘)er am p’wn Lich un) Dir>. 3u} ö «»ALL S-Kk $®he isä; retevbon 1079. 3ngenieur-a Atetiemlel Sind1. Polyechn. Wismar (Ostsee Programm au fort. ftkiiic Cffe »il 5tiuilflfor neue» n. ivenia ne- üt?cT BJetljeug für Schmiede und ? diloucr aii uerfnut. Wv? feint die (4e Idihf »fl d. «. «. „u .'tlifa iÖi) tid. m LfiO m hohes ‘••D Brahlßwebe 2 mm Drift, au (firn itiebiinmnen neeia» neL aii ocrfnirvu Cfta ilnne 23. (kin nm erbniunes Bcrtiko au verkaufen Ifeib Heilem bei <«ie ;en. Am Bahnhof l!R **• 1 PI lisch soin 1 Zvnschtisch 2 LosnS 1 Lchlieftkord ferner |02W ?In,pigr und Mantel »n oerk Ilirchrnplast 1.1 $MWi- nuö W SolijeiBonöfieunöe. M (Fnbnnter)eid)nele Vereine halten reg* 1 L1 1 mähiqe Drefturstuuden ab. Diejenigen, Mi ihre h nde dressieren moilen, erhalten in de: KS •■S Geschäftsstelle Marktplatz 1§ Kostenlose Auskunft. SeilriitserMdrungn 1**^1 können daselbst abgegeben werden s51 JtDlihr cdiiitrhniiBfrtia 6. $. ,'^S» Arlillerie-VerPii Ter 2lnSftnn filH tvenen -tanonat. trauerten aus., D Infolge wesentlicher Lrhöhung der KommunalverdandSpreis« für Mehl und der gestiegenen Unkosten im Bäckerri- fleiDcrbe werden unter Bezugnahme auf meine Bekanntmachung vom 18 August 1922 folgend« Höchstpreis« für auf Brotmarken obzug«bend« Backwarrn gemöh Beschluh der städtischen L«bensmilt«ldepulation vom 12. Januar 1923 mit Wirkung vom 13. Januar 1923 s«ftgesetzl: Brot OHL 510.-f. 1900®ramm Brötchen . 20.—. 50 Weijenbrvkmehl . 170.—. 500 e Loggenbrotmehl . 160 - . 500 Beim Kauf von Mehl stnd Düten oder BerljtogmofHiDen üleioiiöroDflje. Beteiligung an sosidem, ausdehnungsfähigem Unternehmen sucht Fachmann mit 10 bis 15 Millionen. Schrchlich« Xngebo e unter 3061? an die Geichästssielle des Gieh^ner Anzeigers. Wir suchen zu möglichst bald. (Einirilt Kaffier und Stenotypistin mit banktechnischer Vorbildung. 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Januar bleiben ohne Umtausch s s prima -o Hannoveraner Serfel Jiobbeimer Ztr. 6. 3 Ejchen- Stämme ca. 2 $>efimner. *u urrfn ifrn Wabere» in ber Oie diäl »ste te b^Mteiflnv___378 Frack-An»ug für nro c lcht.inke • Uaur. beste .«ue- bnix'iuare. auf Sethe luaruatei. kaum ae- iinnen, ebeiiio ri «e Htnc Realschüler motte ah rerfaulen. '43 <»inkel Vribae;:eiii. f.iea LN | Kaufqesuche j <*’at crbalieae# Slaoier neu oder gebraucht Mion bei toLern drei» an fanfrn ue- iuriarr. Seiiar« (»brpeor f 11 in per folott od.r flninnne flprtl drei möbl. oder numübl 3iimii er in nuer Wodnneand. Breis Wcbenln tie. «rdir. ftuit 11. 1^*711 an den Wieiu Flm l oder 2 tut mdbi. 3ininicr in Iwftcrem Caufc von riiblncm Cernt «Karn beste ’Be.nb- lim x fiir fofou ober fvater a>< mieten ar- liidn. Cdir VI11* il lö<£au den illpapie? lauft »n dem ^h 6Ö4S. Iiitsjrfii Herso Plockslratze 5 Televdou I er», und Ludwiqst?ahe 6 V'dm. tvleub_>4n Empfehlungen | (SniöPheröe onöfiflnfugnilie. Ldgarvorrmastn. 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Die Abnutzung beS Qlla» Ichinen- und Wagenparks, sowi^ der ©treden« anlage erfordert, selbst wenn die Reparaturen oder die Renanschaffungen nur auf ein Minimum 6e» schränkt werden, sicherlich sehr beträchtliche Geldmittel zur Wiederherstellung, dazu kommen bann noch mancherlei Belastungen, die man in ihren Einzelheiten hier nicht aufzählen kann, die aber doch alle tn der Gesamtheit eine starre finanzielle Außerdem hat die Stadt Gießen in anderen Gemarkungen Grundbesitz: 3n Annerod, Großen-Buseck, Rödgen, Queckborn und Wieseck, Aus dem AmLsverkündigunnsblatt. *• Das Arntsverkündlgungsblatt -Rr. 4 vorn 12. Januar enthält: Wahlen zum Provinzialtag. — Gebühren für anrtstierärztliche Dienstverrichtungen. - Prüfungen im Jahre 1923. Erneuerung der Viehhandels erlaubniskar^n für bas Jahr 1923. - Höchstpreise für Mehl und Brot. - Matz- und Gewichtspolizer und die Durchführung der Racheichung in der Stadt Dietzen. __ Metzen im Jahre 1922. IX. Die städtische Finanzwirtschaft. Der Stand der S ch u l de n der S adt Gietzcn bezifferte sich am 1. April 1914 auf 22 060138 A^Am 31. Dezember 1922 wurden 90 375 357 Mk. Schulden ausgewiesen, und zwar Hypotheken und Rest kauf preise 212 000 Mk., Schuldverschreibungen auf Inhaber 41 922 500 Mk., langfristige Dar- lehensschulben 22 747 091 Mk., kurzfristige Darlehensschulden 25 493 766 Mk. DieAusgabender Stadtrechnung betragen nach dem Voranschlag für 1922: in der De- triebsrechnung 34 616 387 Mk., in der Dermogens- rechnung 26 507 659 Mk., zusammen also 61 124 046 Mark. ____ ten, beabsichtigt die Verwaltung der Butzbach— kich—Grünberger Eisenbahn, den Personenverkehr )oin 1. Februar ab stark einzuschränken. Als _niunb wird, nach der Mitteilung im Grünberger xemeinderat, von der Vahnverwaltung angegeben, ^36 starke Materialanschaffungen im Betrage oon ;3 Millionen Mark notwendig seien und dah, selbst uxnn der Gesamtüberschutz des laufenden Jahres ht ben Erneuerungsfonds gelegt werde, immer noch Mt Fehlbetrag von 22 Millionen Mark bleibe. .Ja aber an eine außerordentliche Erhöhung der 1 ärife, die bereits die Reichsbahntarife überaus der Lich—Grünberger Streike hat der G r ü n- berger Gemeinderat ber:it3 Einspruch erhoben. Wir unterstützen diesen Einspruch im öffentlichen Verkehrstoter esse. Jedenfalls we dm auch die übrigen Anliegergemeinden der Dahn MW 2er Ansfl'in li$ wtncn Nations! trauerten aut.r-i den! taq nad)mi:tags l?r!’ | D°n 4—6 UbrM bk* I ruht. 9icn- l-icn: uritb ?bel. idirir- itutfc, V Wiele -chieu- rdiob1 nie, 14 Acker Jias- llt abdien > 2 dir liditu J» «i* M Itt. ft liöreiid- ir r!”‘ frlui" blst» iikj'fj Madtklrrhe. 's gonnlod, U.oälf aöfiibä 8 ör: j- LkhlbLdervorim: Unter indisch. Sei« Lhu.tiii irrt 3tM iiiniiu iulUfom|llflL Bänner- s FraiJ FcreiilD.der ilüf Samomae. Hl» MW wirb w.d. Trauert« ! Ende 1922 Ende 1913 ! ha a qm| ha a qm Wüstungen St i ahen. Wege, Plätze u. Anlagen 160,525 ha, Flüsse, Bäche und Gräben 39,302 ha. liefe" -S 111 » ai>ö- ifilt D11 bdlt» 0(1 r v ' «ii4.vuuiiK.il uiw ycyt-n 1 ^gegrden werdtm 11 We Rückfahrt antreten soll. i . Prüft man den Standpunkt der Butzbach—Lich yitlljlliiODtttlll £ $ -Grünberger Eisenbahnverwaltung mit ruhiaer, öiil München, ‘ strenger Sachlichkeit, so ist nicht zu verkennen, daß 1 Diesten auch diese Dahn heute einen sehr schweren Stand M L_f p.i- muh für ihr» D<>trit»bsmittl>s nlfpr Die Ausgaben belaufen sich im gegenwärtigen Rechnungsjahr biß jetzt: in der Detriebsrech- nung aus 203 Millionen, in der Vermögensrech- nung auf 34 Millionen, insgesamt allo auf 237 Millionen Mark. Die Einnahmen aus Reichs - und an- derenSteuern belaufen sich bis Ende Dezean- 6er 1922 auf: Grund- und Gewerbesteuer 2850 000 Mark, A .teil an der ReichLeinkommensteuer a) Anteile 20 033 500 Mk., b) Vorschüsse auf Bramten- besoldungen 54 124 000 Mk., Anteil an der Reichs» Umsatzsteuer 0, Zuschläge zur Grunderwerbsste ier 157 174 Mk., Antell an der Grunderwerbsteuer gern. § 39 des Londesst euergesehes 88 413 Mk., Wertzuwachssteuer 138 066 Mk., Vergnügungssteuer 538 448 Mk., Fremdenabgabe 194 635 Mk., Koblenz nicht mehr zu gebrauchen. Deim Duckler verdiente er nun schönes Geld. Vom feinsten hellblauen Tuch wurde der Rock gearbeitet, eine gestreifte fäbene Weste dazu und Demlleider aus gelbem Tuch, die sich wie eine Haut anschmiegten. Es war der Anzug für einen Edelmann. ► I Ml W / 5prerf)[funb. w \bttl17.3anuaraV\i t. I Mitlwoäs u. M ,o'er?e i R ih b hör e können K i? erhJber le - legt werden. — Lichtspielgeseh wird dahin geändert, daß der Widerruf gegen Bild-- fträfen bljie erreite Prüfung erfolgen kann, wenn der Streifen nicht binnen einer von der Oberprüfstelle gefetVc i Frist zur Prüfung oorgelegt wird. — Die Zuschläge zur Kraftfahrzeug- steuer können nach einem dritten Gesetz jetzt von der Reichsregierung mit Zustimmung Les Reichsrates festgesetzt werden. ** Eine zeitgemäße Verfügung. Der Regierungspräsident von Schleswig hat sol- und beide, ihr Geliebter und sie, sch rttellen sich vor Lachrn und umhalsten sich dabei zärtlich. Von all seinen Mädchen liebte Duckler dre Julie am meisten. Sie war nicht b:e schbnste: die junge Amie, die jetzt mit der Duzliese zu Schneppenbach wohnte, und die er da oft besuchte, hatte seidigere Haare, einen weißeren Hals und zartere Wangen. Auch des Iltis-Jakob Frau mit der üppigen Drust und dem wiegender Gang war weit schöner: selbst mit dem Mädchen, ba3 ihn dazumal aus dem Schlamassel bei der Duztt^e gerettet, konnte sich dir Julie an Statur nicht messen. Aber klüger als alle war sie, und getreu er konnte sich auf sie verlassen, mehr als auf jeden Mann seiner Dande. Solange die bei ihm blieb, widerfuhr ihm nichts. Ran ließ er ihr hier auf dem Kallenfelser Hof Kleider machen, recht schöne. Meist ging sie in Iungenkleidung mit ihm, wenn es galt, einen Zug zu machen, aber an fielen Tagen tat sie sich gern fein an wie andere Mädchen auch. Auf den Kallenfels hatte er sich einen Schneider mit zwei Gesellen aus Kirn heraufkommen lassen, die faßen nun da und stichelten für die Julie bei Tag und bei Rächt. Sie wurde nei eingekleidet, bekam Hemden und Hosen aus feiner Leinwand, mit Brabanter Spitzen besetzt, die dem reichen Huden Isaak Herz zu Sobernheim gestohlen waren, und Kleider aus purer Seide. Die waren schön bunt, sie tänzelte ba :li vor ihm herum, und er freute sich an ihr. Sie konnte es kaum erwarten, sich auch vor anderen tn dem Staat zu zeigen. Er selber hatte einen Schneider für sich unten tn der Birkenmühle. Es war ein hinkendes, buckliges Männchen, das einst zu Koblenz ein feiner Schneider gewesen war: jetzt war er alt und ta Diesseer wird verieP- s hielten, nicht zu denken sei, bleibe nichts anderes üvrig, als an den Ausgaben durch die Einschrä.i- sing des Personenverkehrs zu sparen, da im Gegensatz zu dem ertragreichen Güterverkehr der Personenverkehr dem Unternehmen nur Kosten verursache, die durch die Einnahmen bei weitem nicht gedeckt würden." Die Einschränkung desVer- !<:-rs soll hauptsächlich die Strecke Lich—Grüiv- berg treffen, in geringerem Maße die Buhbacher Stifte. Auf der Lich—Grünberger Strecke soll täglich nur ein Zug für den Personenverkehr bereitgestellt werden, der am Vormittag gegen |',11 Uhr tn Grünberg ankommen und gegen Heut trippelte Dückelches-Hermann zum Kal- lenfelfer Hof: er hatte es eilig, gestern hatte ihm der Hauptmann sagen lassen: „Wenn der 2llrzug morgen nit fertig is, Schneckedu, dann laß ich dir die Ras' abschnriden: die ts so zu lang, die nahste dir doch fest. Und keinen Heller kriegste bezahlt. Run rannte der Schleider. Da sah er auf der Landstraße den Gefürchteten sich schon entgegen» kommen. Zitternd $og er die Mütze vor ihm und seiner Dame, die ganz in Seide war. „Haste die neue Kluft?" Dückelches-Hermann bejahte. „Pack aus!" Hannes warf Wams und Hosen ab, er stand nackt in der Sonne toi? Adam im Paradies und ließ sich bescheinen. Dückelches-Hermann war so erschrocken darob, daß er gar nicht fertig werden konnte mit Auspacken der herrlichen Kleider, die er doppelt und dreifach in ein linnenes Tuch geschlagen hatte. Was, der Johannes Durchden- toalb, der Straßenräuber, den die Gendarmen suchten, der spazierte hier ruhig auf offener Landstraße am hellichten Tag in der Sonne?! Dem Dückelchrn zitterten die Hände. Dem nackten Mann schien es so wohl zu behagen. Es ging schon gegen die bessere Jahreszeit, am lichten Vorfrühlingstag waren die Mühen der Straße aufgetaut, und am Wegraur sproßte ba3 erste Gras: in der Luft zwitscherten Vögel. Aus und nieder wanderte der ebenmäßige Kerl, stemmte wohlgefällig die Hände in bie Stadttheatei US'L ÄS «11'7- 7,9.3d«.' ÄÄ d’n.'ÄllÄ »mbar, wenn vom 1. Februar ab täglich nur ein einziger Personenzug zwischen Lich und Grünberg verkehren und auch auf dem andern Zeit der Strecke eine bis jetzt allerdings in beit Einzelheiten nicht bekannte, aber sicherlich doch auf) starke Ver'ehrsdr osselung erfolgen soll. Das mindeste, was zugestanden werden muß, scheint nach unserer Deurtellung der Sachlage zu sein, daß außer am Vormittag auch noch am Rach- mii ag eine günstige P.wsonenverkehrsmöglichkeit zwischen Lich und Grünberg und umpeke.-rt geboten wird. Au) öfterer persönlicher Deo.achtung ist uns bekannt, daß her Rachmittag ^zup von Lich rach Grünberg immer eine ganz stattliche An.ahl Passagiere ausweist, und eoenso ist es mit dem Segenabendzug von Grünberg nach Lich. Diesem Deckehrsbedürsnis für eine Zug Verbindung am Dachmittag zwischen Lich und Grünberg kann d.e Tahnverwaltung nicht mit der -falten Schulter ablehnend sich gegenüberstellen. Reben dem a l- gemeinen Person.nverkehr kann sie doch den Markt-, Schüler- und Arbeiterverkehr auf diesem Streckentell durch Ausschaltung des Rachmittags- zuges nicht unterbinden wollen. Was nach der anderen Streckenseite (Lich—Butzbach) hin not- wendig ist, kann von uns hier nicht im e.njelnen bargelegt werden, da wir bis jetzt nicht wissen, welche Drosseln ig?n die Dahnverwaltung dort plant. Gegen die Abtötung des P wsonenverkehrs Gelöst- fiortb^ Auf dem Kallenfelser Hof, nicht wett von Kirn an der Rahe, faß Huschen Dlästus^_ 3ßr Hannes hatte sie da untergebracht: der Pach.er des Hofs war ein sicherer Mann, er hatte von CBüdlc-.’ Geld geborgt, und der stundete ihm. An der Mosel war's in der letzten Zeit nicht recht geheuer, f?it der Eulenpütz paßten sie doch etwas besser auf; und ein neuer Friedensrichter war : ernannt, der nahm's, frisch im Amt, noch etwas sehr hitzig. Auch drohte die französische Militär- tKhorte, der viele Pferd? abhanden gekommen waien jeden sofort standrechtlich abzuurteilen, der mit einer Waffe in der Hand oder mit einer wichen versteckt in den Kleidern aufgegriffen wurde. Man mußte die Polizei erst wieder ein- schlafen lassen. Es war auf dem Hunsruck vvrder- Auf^d^'jähen Felsen, der weit hinunterschaut ins Tal des Hahnenbach lag da, wo einftmalä ein Daubritterschloß geftanixn hatte, letzt der Kallenfelser Hof: ein feites Hai^ mit einer ein Mgen Tür. DlftIat „Die schwarze Schmach" Jugendlich« unter IS Jahren Haden keinen Zutritt' [3B0D 3sr Dedmng bei Unionen meröen 30TUl ttljoben Dlügfieber frei! smiuiuMiMin —h Mtrnrrm trnrrmn rrn rrnnnrnnmr ry \ Louis Rothenberger I | Gießen Frankfarl a. West i WUksleNMM ersteh matt bet Benutz »na eine- amen MklWMkS der alrichtei ig der frire A isbeioahtung-- ort bas ganze ,^ahr i tnbnrrt) 11. €tänbiocc Laaer bei: Friedrich ck. weih, Erünberg $ontnit$-lo te'noerg Kt'Ki!« Wenn du M iske fä ll Schauspiel In cr 17M. btolleit roblcm Echmibi. «(kmoertieter b. Ga lerfFadtt. laie hlr Hesse»». BtelfrL Luzhannsoer. 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