Nr. 56 Erscheint iLgklch, außer Sonn« und Feiertags, mit derSamstagsbeilaq« VietzenerFamilienblätter Monatliche Vezvorprcife: 1325 Mark und 75Mark Trogerlohn,durch dieDost 1400Mark,auchbeiNrcht- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. - Fernsprech. Anschlüsse: ftir die Schrift» UHung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Arneiger Siehrn. poftschecilonto: Frankfurt a. M. 11686. 173. Jahrgang Montag, <2. ßebruar 192s SiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Drud und Verlag: Vrühl'sche Univerfitütr-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7- Annahme von Anzeige» für die lagesnummerbis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe jüt Anzeigenv 27 mm ‘Breite örtlich 40 Mk., auswärt» 50 Mk.; für Neklame' Anzeigen von 70 mm Breite 180 MK.Bei Platz- vorschrtft 20"/, Aufschlag, ^auplschriftleiter: Ang, Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst ‘Blumschein,- für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gtehen. Die neue Blockade. Paris, 11. Febr. (WTB.) Havas. Die französische Regierung hat dem deutschen Geschäftsträger in Puris e.ne Rote überreichen lassen, in der mitgeteilt wird, dah vorn 12. Februar ab metallurgische und andere im besetzten Gebiet sabrizierte Produkte nicht mehr nach dem nicht besetzten Deutschland ausgeführt werden dürfen. Ansatz zu der Mahregel hätten Befehle gegeben, die die deutsche Regierung ihren Beamten im Ruhrgebiet erteilte. Durch diese Befehle versuch? die deutsch? Regierung angeblich, Unruhen aller Art hervorzurufen. Der belgische Außenminister hat nach einer Meldung der „Qlgence Belge" dem deutschen Geschäftsträger in Brüssel eine entsprechende Rote überreichen lassen. Paris, 12. Febr. (WTB ) Wie der „Petit Parisien" berichtet, ist es wahrscheinlich, daß die freute einsehende ne je Blockade vervollkommnet wird durch ein System von Sonder- lizensen, das die Industriellen des Ruhrgebiets verhindern soll, die Matznahmen dadurch za umgehen, dah sie nach dem unbesetzten Deutschland durch gewisse andere auswärtige Länder Waren exportieren. .Sie Ausfuhr werde einer strengen Kontrolle unterworfen Di? Industriellen mühten mit den Besatzungsmächten arbeiten, wenn sie die ernstesten Angelegenheiten vermeiden wollten. Eine weitere Maßnahme fpnne darin bestehen, dah die Desatzungsorgane dazu geführt werden, den Berkaus der Produkte des Ruhrgebiets in d:e Hand zu nehmen. Es sei noch nicht ganz sicher, datz dieses System demnächst als durchführbar erkannt werde. Für den Augenblick werde man sich zweifellos damit begnügen, durch die Re- Organisationen desEisenbahndienstes nach der deutschen Seite hin das Ruhrgebiet hermetisch abzuschliehen. Eingriffe in die Privatwirtschaft. Essen, 12. Febr. (WTB.) In den letzten Tagen erschienen französische Offiziere mit Dolmetschern bei der hiesigen Dte- derlassung der Hageda, Handelsgesellschaft deutscher Apotheker m.b.H., und verlangten die Lieferung von Arzneimitteln und anderen zur Krankenpflege nötigen Artikel. Die Forderung wurde entschieden abgelehnt, worauf die Franzosen mit Verhaftung drohte.r, die bis fetzt allerdings noch nicht erfolgte. Gegen diese ungerechtfertigten Eingriffe in Die Privatwirtschaft und die Arzneiverf07gtmg der Bevölkerung wird bei der sraitzöstschen Dienststelle Protest erhoben. Essen, 11. Febr. (WTB.) Da bte Kohten- und Materiallieferunaen an die französischen De- saNunastruppen angeblich nicht gesichert sind, hat General Fournier dem ^esigen Oberbürgermeister mitgeteilt, datz die Truppen angewiesen werden würden, sich selbst zu bedienen. D^goutte in Paris. Paris, 12- Febr. (WTB.) General D e - goutte hatte gestern zuerst mit dem Krie^- Minister und dann mit Marschall Foch beraten. Am spaten Nachmittag wurde er von demPräsidentenderNe p u b l i k empfangen und hat dann anderthalb Stunden in Anwesenheit deS Kriegsministers mitPoin- carä verhandelt. Arn Abend ist er nach Düsseldorf zurückgereist. Degoutte erklärte einem Berichterstatter des „Echo de Pari^ , eS werde vielleicht noch lange dauern, denn die L^ae sei schwierig. Aber er habe üDlItomme- nä9 Vertrauen zu dem Ergebnis. Em Zweifel sei gar nicht möglich. Die Gewaltmahnahmen. (WB.) In Worringen DWVZZW ber sich weigeren^ na(^)€m bte Polizisten l°n^w°hnern IcWü mDrOm waren. Weitere Verhaftungen. werkschaft ^nft%lr i e f e n. Der amten amr-ei S-^^iam fJL Hauptzollamt Oberzollinspektor ® e e I fl ^ranAo'en bereits WSW « Ä SÄ - - den fortgesetzt neue Verhaftungen Beamten vorgenvmmen. Samstag vormittag verhaftete man die mit der Auszahlung von Gehältern, Löhnen und Pensionen betrauten^ Beamten und beschlagnahmte die Gelder in Höhe von 5—6 Millionen Mark. — Im nahen Bischofsheim sperrten die Franzosen den Oberbahn- meister Rückert, einen der tüchtigsten Beamten, drei Tage in seine Wohnung ein und hielt ihn hier unter strenger militärischer Bewachung. Heute früh ist der wackere Mann infolge der see- lischen Aufregungen einem Herzschlage erlegen. Entsendung von französischen Poft- beamten nach Essen? Paris, 12. Febr. (WTB.) Rach der ^Chicago Tribüne" werden lOOfranzösischeTe- legraphenbeamten nach Essen geschickt werden, um in der dortigen Zentrale an Stelle der ausgeschiedenen deutschen Beamten Dienst zu tun. Der frühere Kultusminister Hönisch aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen. Frankfurt, 11. Febr. (Wolff.) Der vom preutzischm Ministerium einstimmig zum Regierungspräsidenten von Wiesbaden ernannte frühere Kultusminister H ä n i s ch wegen dessen Amtsantritt die Rheinlandkommis ion bekanntlich ein vorläufiges Beto eingelegt hatte, weilte in den letzten Tagen im besetzten Gebiet, um als Kommissar der preutzischrn Regierung Informationen über die wirtschaftliche und politische Lage einzuziehen. Am Samstag nachmittag wurde er aus einer Besprechung mit den Landräten und Bürgermeistern des Rrgierungsbez'rcs Wiesbaden heraus durch einen französ.schsn Beamten zu dem Oberdelegierten Marguis de Lillers genötigt, der ihn ehrenwortlich verpflichten wollte, noch vor Mitternacht das besetzte Gebiet' zu verlassen. Herr Hänisch lehnte dieses Ansinnen ab und erklärte, er würde nur der Gewalt weichen. Daraufhin wurde er in das französische Dolizeikommisfa- riat geführt und dort einer gründlichen Durchsuchung unterzogen, gegen dir er unter Berufung auf seine Immunität als preußischer ßanb- tagsabgeordneter entschieden Protest einlegte. Ebenso verweigerte er die Unterzeichnung des von dem französischen Polizeikommissar aufgenommenen Protokolls. Gegen 1/210 Ufrr wurden Herrn Hänisch seine Papiere zurückgegeben und bald darauf wurde er in einem französischen Militärautomobil an d i e Grenze des besetzten Gebiets gebracht. Die Boykottbewegung. Essen, 11. Febr. (WTB.) Wie unS mitgeteilt wird, haben die Verbände der Essener Kaufmannschaft und der Wirte einmütig beschlossen, an die Angehörigen der Bes a h u n gs t r upp en keine Waren bzw. Speisen mehr zu verabreichen. PoincorL und Iaspar verbieten den Reichsmmistern den Besuch im Ruhrgebiet. Paris. 10. Febr. (Wolff.) Havas. P 0 i n- c a r e hat heute vormittag von 10 bis 12 Uhr eine Befprechung mit dem belgischen Minister des Acuhrrn Iaspar gehabt, der außerdem beiwohnten der belgische Gesandte in Paris, der Kriegsministec Maginot, Arbeitsminister Le Trocquer, Finanzminister de Lastehrie und der Minister für die befreiten Gebiete, Reibel. Rach Schluß der Sitzung ist folgende Rote veröffentlicht worden, die an die deutsche Regierung gerichtet werden soll: Die belgische und die französische Regierung haben festgestellt, daß der B e s u ch d e s Reichskanzlers Eunv und seine dort ausgeübte Tätigkeit einzig und allein den Zweck gehabt haben, gefährliche Erregungen, besonders unter den Großindustriellen, Angestellten und Staatsbeamten, hervorzurufen. Unter diesen Umständen sehen sich die französische und die belgische Reg erung im Interesse der Bevölkerung selbst genötigt, um Zwischenfälle zu vermeiden, die einen blutigen Verlauf nehmen könnten, der Reichsreg'.erung und den Regierungen der Länder mitzuteilen, daß es den Reichsministern und den Ministern der Länder nicht mehr gestattet ist, das Ruhrgebiet zu betreten. Diese Rote wurde alsbald dem deutschen Botschafter in Paris übergeben. Die Zurückweisung der deutschen Roten. Berlin, 10. Febr. (Wolff.) Der französisch e M i n i st e r des Amßercn fr.it der beut- Td)en Botschaft in Paris die R01en, die sie nm 1 und 4. Februar überreicht hatte, und die sich auf rechtswidrige Anordnungen der Rhein- landkvmmission und die Abschnürung des Ruhr- gebieted beziehen, zurückgesandt. In einer D'pteitnvte teilt er mit, er könne bei dieser we- leaenheit nur seine Erclärung-m vom 3. Februar wiederholen. Die französische Regierung könne kein Schreiben annehmern, das ausgesprochen oder zwischen den Zeilen irgend ehre Kritik sr den von ber Reparationskommissivn regelrecht feftgefteLL- ten Versäumnisse ober an den infolge dieser Feststellung und gemätz den Bestimmungen des Ver- sailer Vertrags getroffenen Maßnahmen Die deutsche Regierung kann und wird sich, wie in der Rote vom 9. Februar festgestellt wurde, hierdurch nicht hindern lassen, den srcmzösischen Maßnahmen auch in Zukunft das entgrgenzuhaltcn, was ihnen nach Recht und Gerechtigkeit entgcgengehÄten werden muß. Kardinal Schulte über den nationalen Widerstand. Köln, 11. Febr. (WTB.) Der Sonderberichterstatter mehrerer großer Organe der italienischen Vvlkspartei, Gustavo T r a g l i a hatte nach der „Kölnischen Volkszeitung" vor einigen Tagen eine Unterredung mit Kardinal Schulte. Der Kardinal evtlärte: „Das deutsche Volk wird Widerstand leisten, sein Opfermut und sein Heroismus sind wirklich bewundernswert. Wir wollen keine Zwischenfälle Hervorrufen, aber wir wollen uns auch ungerechter Unterdrückung nicht beugen. Bei meinem jüngsten Besuch in Essen konnte ich sest- tellen, datz der Geist des Widerstandes unter den Arbeitern täglich stärker wird." Aus die Frage, ob dieser Geist der Gesinnung nur der einer Klasse oder des ganzen deutschen Volkes barfteHe, antwortete bei Kardinal: „Er stellt die Gesinnung des ganzen deutschen Volkes dar. Das deutsche Volk hat keinerlei Kriegsgedanken. Deutschland ist heute friedlich, keinerlei Entfaltung militärischer Kräfte kann freute Eindruck auf uns machen. Im Bewußtsein seines guten Rechtes ist Deutschland bereit, in seinem passiven Widerstand auszuharren. Die Franzosen behaupten, datz die Arbeiter auf ihrer Seite und die Bergarbeiter gegen die Eisenbahner feien; das ist nicht wahr. Unsere Arbeiter, welcher Kategorie auch immer sie angehören mögen, sind vor allem anderen Deutsche. Sollte durch einen Eisenbahnerstreik in der Rheinprovinz Knappheit an Lebensrnitteln hervorgerufen werden, würden die Bergarbeiter allein den Streik fortführen. Die Eisenbahner müßten und würden dann die Arbeit wieder aufnehmen, um der Bevölkerung die Lebensmittellieserungen zu sichern. Aus die Frage, welche die Taktik der Franzosen sei, ob sie eine rheinische Republik proklamieren, antwortete er: „Sicherlich wird irgendein Versuch in dieser Richtung gemacht werden, aber er wird nicht gelingen, well hier niemals ein Gedanke an den Separatismus bestand und alle sozialen Klassen deutsch fühlen. Die Ausrufung einet rheinischen Republik würde auf den Widerstand aller Parteien stoßen. Die Massen sehen auf die Separatisten mit ungeheurer Verachtung herab. Wir empfehlen unserem Volke," so schloß der Kardinal, „die Verwerfung jedes Gedankens an Rache und jedes kriegerischen Widerstandes." Das deutsche Dolksopser. Berlin, 10. FBr. (Wol f) Der Geschäftsstelle des Deutschen Volksopfers stehen bis zur ©tunte neben einer Anzahl Devisen rund 1,6 Milliarden Papiermark zur Verfügung. Richt einbegriffen tznd in diesen Betrag die bei den wammelstellen und vielfach gebildeten Landesausschüssen noch vorhandenen Beträge. Ebenso stehen Sendungen aus dem Ausland noch aus. Die Franzosen haben in dem besetzten Rhcknlannd den Aushang des Aufrass der Reichsregierung und der Regierungen der Länder verboten. Die Mittel sind n'cht nur dem Ruhrgebiet, sondern auch dem attbefesten Gebiet am Rhein zugute zu kommen bestimmt, wo nach den bisher vorliegenden Mitteilungen die durch den Einbruch der Franzosen and Belgier entstandenen Röte zur Zeit vielfach größer sind als im eigentlichm Ruhrgebiet. Der in dem Aufruf erwähnte Vertrauensausschutz deS Deutschen Volksopfers wird in den nächsten Tagen zusammentreten und endgültige Beschüsse über die Verwendung der Mittel fassen. Erhebliche Mittel sollen zur Ergänzung der sehr weitherzigen öffentlichen Hilfe in den Fällen dienen, in denen diese nicht ausreicht. Zwischen dem Deutschen Vo'.ksopfer und der R u h r h i l s e, die die Wirtschaft geschaffen hat, und welche auch die freiwillig in Abzug gebrachten Löhne and Gehälter in sich begreift, ist enges Einverständnis hergestelll worden. Von der Landwirtschaft sind bis Mittwoch 400 Waggons freiwillig gespendeter Lebensmittel nach der Ruhr abgervllt worden. Die Lage in Offenburg. Offenburg, 10. Febr. (Wolff.) Der Straßenverkehr ist nunrn.hr wieder ganz freigegeben. Die Wirtschaften können bis zehn Uhr cck>endS offen bleiben. Danderveldes Reparationsvorschlag. Paris, 10. Febr. (WTB.) Der belgische Sozialistenführer D ander velde hat dem Korrespondenten der „Oeuvre" gegenüber sich über die Kundgebung ausgesprochen, die der französische Soziallstenkongretz in Lille unter Mtt- teiilung ausländischer Sozialisten verunstaltet frU. Vandervelde legt dem Eingreifen des Völkerbundes Bedeutung bei. Sein Reparation s- Programm sei folgendes: Es müsse zu einet Festsetzung der deutschen Schuld tommen, wobei diese auf das herabgemindert werden müsse, Das die Reparationsanträge der verwüsteten Gebiete erforderten. Dann sei die deutsche Auslandsschuld auf ein vernünftiges Matz zurückzuführen. Dte deutsche Inlandsschuld sei infolge der Entwertung I der Mark so gut wie auf nichts frerabgefunten. Die Industrie Deutschlands sei nach wie not mächtig. Sein Kredit werde nach dieser Regelung mit einem Male wieder her gestellt sein und fo- ortige Zahlungen an Frankreich und Belgien seien möglich. Solange dagegen die deutsche Schuld praktisch unbegrenzt bleibe, weil sie auf die exorbitante Ziffer von 132 Milliarden Gold- mark festgesetzt sei, würden die Deutschen alles Erdenkliche tun, um sich ihrer Zahlungspflichk zu entziehen. Werde die deutsche Schuld dagegen herabgesetzt, beispielsweise auf 50 Milliarden Goldmark, dann hätten sie das stärkste Interesse daran, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, um die militärische Besetzung loszuwerden. Vandervelde beruft sich auf das Programm des Frankfurter Sozialiftenkvngresses für den Wiederaufbau. Wenn dieses Programm angenommen und durch- gefüfrrt werde, so hätte sogar die deutsche Industrie ein Interesse daran, zu zahlen. Poincar^, der Völkerbund und Deutschland. P a r i S, 10. Febr. (Wolff.) Der Präsident der Liga für Menschenrechte, Ferdinand B u i f s 0 n, hatte kürzlich an P 0 i n c a r e die schriftliche Anfrage gerichtet, welches die Haltung Frankreichs sein würde, wenn der Völler- bundSrat beschließen würde, Deutschland zuzulassen. Der Ministerpräsident hat wie folgt geantwortet: Die französische Regierung war immer der Ansicht, datz der Völkerbund feine Ausgabe nur unter der Bedingung, datz er' universal wird und infolgedessen auch Dcutsch'anb au,nimmt, erfüllen kann. Aber die Aufnahme eines Staates, der nicht Urmitglied ist, in den Völkerbund ist den Bedingungen unter a?or,e 1. die der Vertrag aufstellt: außerdem muß ein solcher Staat nach den Bestimmungen des Ve träges greifbare Sicherheiten von feiner Absicht, seine Internationalen Verpflichtungen zu erfülle r, geben. Oesterreich Bulgarien und Ungarn, die fix dem Völkerbund gegenüber in der glexfrm Lage befanden w-se Deutschland, sind diesen BedingunLen nachgekommen und zugelassen worden. Dor allem Ungarn hat feierlich die Annahme des Artikels 1 des Vertrages ausgesprochen und die Pflichten übernommen, die daraus entspringen. Deutschland jedoch hat bis freute die Forderung noch nicht erfüllt. Es hat durch seine Handlungscoeise bewiesen, bat es noch nicht gewillt ist. sich den Verpflichtungen zu unterwerfen, die es unterschrieben hat. Dis jetzt konnte daher noch keine Rede von seiner Zulassung fein. Die Franzosen müßten sich als erste beglückwünschen, wenn eine Aenderung in der Haltung Deutschlands eintreten würde, die diesem erlaubte, neben den Mächten, die ihren Verpflichtung ei nachkommen, in dem Völkerbund vertreten zu sein. Hierzu bemerkt das Wolffbureau: Die französische Regierung, die sich durch ihren Einbruch in deutsches Gebiet vor der ganzen Welt ins Unrecht gesetzt hat, scheut sich in diesem Augenblick wohl, der Zulassung Deutschlands zum Völkerbund offen zu widersprechen, wie sie es vier Jahre hinourch getan hat. Dafür sucht aber Poincare trotz unseres praktisch erwiesenen Crfüllungswillens die deutsche Vertragstreue zu verdächtigen. Die Unaufrichtigkeit seiner Erklärung liegt auf der Hand, im Völkerbund wird offenoar mit zweierlei Maß gemessen, denn von seinen Begründern wird bekanntlich nicht gefordert, daß sie ihre VertragSpflicht einhalten. Diese Tatsache hat die Welt mehrfach erfahren, und die jüngsten Ereignisse haben das System ungleicher Behandlung besonders deutlich offenbart. Der Rat deS Völkerbundes hat soeben in Paris getagt. Er hat sich mit allen möglichen Tagesfragen beschäftigt, hat eS aber nicht für nötig befunden, zu den französisch - belgi'chen V.rt.agsbcüchen Stellung zu nehmen. Die ursprünglichen Mitglieder des Völkerbundes können also unter seinem Schutz Vertragsverletzungen begehen, gegen Staaten, die ihm nicht angehören, soll er dagegen als Exekutor der Friedensdiktate dienen. Französische Machtansprüche in Tanger. Madrid, 11. Febr. (Wolff.) Wie die Zeitungen mclfren. hielt der französische Abgeordnete Fribourg in Tanger eine Rete, worin er zum mindesten unter der Souverenität des Sullans li> französische Vorherrschaft in Tanger verlangte und erflärte, die Internationalisierung Tangers würde nur Deutschland nütz m. Dem Vortrage wohnte der französische Gesandte in Tanger bei, der den Redner lebhaft beglückwünschte. Völkerbund und Rüstungsbeschränkungen. Genf, 10. Febr. (Wolff.) Der Völker- bundsausschutzsürRüstungsbeschrän- fungen beriet freute über den ®arantiefcrtrag, den die Völkerbundsversammlung tm Jahre 1922 auf Lord Robert Cecils Antrag anregte. Im Abschnitt 1 verpflichten sich die S^natarmächte zu einer später festzutetzenden Beschickung der Streitkräfte Die Abschnitte 2 und 3 te.tunmen die Jlatzna'frmen, die zu ergreifen fmb mn in Friedenszeiten eine der ©ignatarmacfrte fufr be- btofri fühlt, und sich sonst auf die Ausarbeitung von neuen Verträgen zum Schutze der Bedrohten und auf Mahnungen an den bedrohten Teck durch 6en TftttertiuTTbtTttt Mdjrtnfen. Qhrr Denn btefe STopuno über sechs Monate dauert, kann zum Abbruch bei Handel- und der finanziellen 'Bc- |i:5rentei Staaten bei- ritten, wie auch ein bedingungsloser Veltritt >v'!?e'thrn ist Artikel 21 dieses Abschnitts lautet: Durch diesen Vertrag werten keinerlei Bestim- ernngen der Friedensrectrüge von Versailles, St. ®timain, Reuilly und Tnanoi eingesch-änkt oder berührt XeU 7 sieht vor. dast der Ve trag in Kraft tritt, wenn er von Dnaland, Italien. Frank» eich, Deutschland und Rußland ratifiziert tpor» Den ist. Lord Robert Tecil erklärte jedoch Pressevertretern aus Anfrage. das) mit einer Arnderung Dieses Artikels zu rechnet fei und die Rattsizie- nrfitiealliierten Mächte genügen In der Aussprache, die unter Ausschluß der Oessentllchtoit stattsanb. machte ter früf/ne Uatlc- nischL Außenminister Vcha nze r nationale Einwände geltend. Der französische Arbeiter- Vertreter 3 out au r trat für Ainahmr ein Vivian ». der Präsident de« AuSfchtfscs. b eit änc l^'hr heftige Rede, worin er Deutfchland 6er Schuld am Kriege bezichtigte und auf bk ftänöfge wettere deutsch? Gefahr hiimies 3t lehnte die öia e beratung ab und forderte Vertagung Diese Auf allung drang durch M wurde beschlossen, den Te tragsentro-uil des Unterausschusses dem Militär« che.« Sach- e stän- Susfchust des Völkerbundsrales au üWerder bis zur nach km Sitzung des Aus- B füi Rüstungsb.?schränkungcn, bk im Mai slattsinden soll, lein Gutachten abg^Vei soll. Damit ist. *- ic torauMukvm, diese Frage vorläufig begraben. Der Gesandte v. Erckert t- Santiago de Thile. 10. Febr sWolff.) Meuter. Dec dcntfcheDesandtev. Ordert ifl bei ter BrstUaung eines Vulkans In der Pl voins Lla'gquighu? in ch el e t Unfall ums Leben gekommen. Die fremde« Kriegsschiffe vor Tmyrna. Paris. 12. Febr. fWTB.) Aach einer Ha» pa^m.Idung au« Smyrna li.-^cn zur Hrit vor Smyrna 11 englischc 4 fran'dstsche. 3 Ttallcni- fZ in Sture anfom» men wird Diese 2 2 Schiffe halten die Stadt unter Ihren Kanonen London. 12. Febr. fWTB.) Wie gemeldet wird, haben die Türken ein neue- Ultimatum überreicht, in dem fk den Alliierten •Ine Frist von 3 Tagen geben, um Smyrna zu verlassen Aus dem Reiche. Die Wohnungsbauabgabs. Berlin, 10. Febr. (Wolff.) Der Woh- nnngSauSschuh des Reichstags hat die W oh - nunasbauabgabe endgültig auf das Drelkigf ache ter Art d n m el? festgesetzt. Davon soll ein Beitrag von 40 Mark auf den Äupf ter Bevölkerung In einen Ausgleichs- fondS adgefüchct werden. Aus Stöbt und Land. Diehen, den 12. FBraar 1923. Die Nzihrhilfe'Lainiulnng. 3n ber D^schäftsstelle des .Diehener Anzeigers" sind für unsere bedräng en Volks- geno'ftn Im Ruhrgebiet weiter eing-rgangen: Alter Krüpkel (2 Ratet 50. V. S Fr. 1000. Lichcspivlh-mS. Bahnhrf sttaf)c 20 000. ® U. 200 Oebrcrtnncn der Aliresckule 7400. Lokal verein Hess' Äommunalforfinxir e Dieben, durch fl5rrier Terror 18 500 Gemeind- Leihae.lern 239 685. 2! X 800. Q>. Sixrl 1000. Aug. Schw.m 2030. Jas. Schwab Sfsenkeller 5700, von den Gästen gesammelt. udtonvereintgung (l.Rate) 100 C0), Kl.se 4 c Unter dem 5reiheit§boum. Roman von Tlara *231 e 6 1 3T. Fortsetzung (Aachdruck v^dotea.) Wo feine De'chwister hlngetommcn wühle er nllhr Wegge'ctzo>enter. Lies- ch'n, später Butliefe genannt, war leine erste Lkbste Weitzer sagte er nichts von ihr - tvas ging dieser Lebenslauf feine Tochter an? Roch Fung ging er aus die Wandcrschtft. Aber es war ktblg. als Handwerksbursch; ju rennen, sich von Meistern traktieren zu lasten mit dünnen iDaffer» fuppeo und dicken Prügeln. Or wurde aroh und hark, wenn er wo einzog gefiel er den IDeibern. Und den Werbern auch die überall fchnülfelten. 9x lieh fich anwerben Halb au» Verdruh am Handwerk war es gesch:den, halb aus Eitelkeit und auch im Rausch Sie hatten den schönen groben Kerl tatrunfcn gemach 3n Kur-Trier zog vor dreisttg fahren Siemens Wen^eslaus ein. wenig später und seine Darbe daselbst hatte den arf'^ten Flügelmann der ganzen turlrierifchen Lande. Wenn der zur Parade auhog auf dem freien Play vor dem Palast, dann standen alle Mädchen an den Schranken herum, und klbft die Weiber aus Stein überm Dortal des Schlosses schienen dann wie aus Fletsch und Blut. .Es war mir zu Kopf gestiegen.' tagte der Alternde, jetzt noch in der Erinnerung geschmeichelt, und strich sich den wallenden Van. .Ich Dar stolz wie kein anderer floh »an Ich hab' geglaubt. die ganze Welt kuckt nach mir. Und fueftt auch Der Hauptmann war ältlich er baue «Ine hing? Frau, und bte kuckte auch nach mir. Evi Kcrl wie ich und ein Müßiggänger, «in Rüddi! ngeh-rulen 13 500. Fonterei Allertshausen OKtfOrftet Löbr- Londorf 4200, Kanzlel- r 66CC Oberförster ker acob, Der Kohlenstaub in der Duft Karle Keller, ich und da« Mädchen, das mit mir ging. Mit hinter mir Atemlos sah tato r«r < Nlk SÜr oirt i«ül. ficT ttdil oerüt mn.1 «rab bei tzlvvi -tCD dtkfe HnM lest trgii t>ina l^T im Dir sfaf 3»t -er Bin! ui Me 06t btt Sch-i Ui rr Wli aü < PtflTI mat trfrp Halt ob. einen 3n t auch findet -Mio btr^ 7 •üg gehilfe Karl Seipp. Londorf 1003. des l. Datl. Inf -Reg 15 17 000. Sch 300. Singern haben sie auf mich hetgepfiffen Ich hör es n Such- lag vlssch kr 01 D lutbt Bttwr •ife juf Beufd &; Sw Heutiger Stand des Dollars 10 Uhr vormittags: Derllu 28 800, Frankfurt a. TL 28 500. Dörner. Hans Frommann Lutfe Schubert ted- MBl W Vttvc ar.er das Gymnsiaum. um im Herbst 1861 als Student der Fvrstwiffenkchan die Landes» univerfilat zu beziehen. Sr gehörte während feiner S:udentenzeit der Bursche», schäft ®.vmaiiia an. Se ne akademischen Lehrer waren (aupk1äch0ch die Qterttcter der Forst- wi'fensch^ft Gustav Heyer und Gduard Hoyer, sowie itc Makhrmalüer Umpfenbach und Sleblch 3m uov« 1864 bestand er die Falultälsprufung und vier Jahre später die Staatsprüfung Rach- dem Wimmennauer in verschiedenen Obrrförste- reien Ernstliche Verwendung gefunden hatte, wurde er 1871 Verwalter der Cber^ör-terti Äie» k.refchbach und ein Jahr später fürstlicher Ober- fbrstec in L t ch Während seiner Licher Zeit betätigte er sich wissenschaftlich und legte die Sr- gebnls'e feiner Studien in Fachzeitschriften nieder. Schon im Jahre 1878 wurde der nun Vet»rwigie erst 1887 wurde ein# Be.ufung an die Landes- univrrlität perfekt. Wtm77»e7uruEr vertrat als Dozent die aus math.matllchTr Grundlage ruhen- den Zweige der Fvrfkwif'erschaft. Ja l alle der h:ute im Staatsdienst stehenden höheren Forst- bcamlen lind feint Schüler gewesen. Als Ceti» faScn füt Studierende hat er mehrere Büchrr gesch iebrn. und zwar über .Waldwe ie", .Waldwert b.rchnung'. .Statik", .Holzme' un^e" Von grostcr Bedeutung wurde name ttlich feine Ve- arbdtung der besfis<^n GrtragSta'eln. die eine feiner umfassendsten Arbeiten war und durch die er der bedeutendste Griragstafelforschrr wurde. Er fertigte die Srtragätajeln für Eiche. Buche, Kiefer und Esche auf Grund der Auf- nachmrn in der hessischen Versuchsanstalt an. 3m Jahre 1915 trat er in den Ruhestand, hielt aber in den Jahren 1916 und 1917 noch Vorlesungen, weil für ihn noch kein Rachfolger ernannt war. Seit Jahrzehnten gehörte er dem evangelischen Kirchenvorltande. von 1934 bis 1919 auch der Stadtverordnetenversammlung an. Als Stadtverordneter wirkte er besonders bei der Verwaltung des Stadtwaldes mit Er war ein überzeugter Anhänger der Rationalliberalen Partei, später Deutschen Volks Partei und lange 3a6ie hindurch Vorsitzender deS Ortsvereins dieser Partei. Karl Wimmenauer war ein Mann von untadeliger Gesinnung, grober Herzensgute und reichem DemütSleben. Auster den Gliedern feiner Familie werden viele In der Stadt Diesten und weit hinaus im Heffenlande das Andenken des hervorragenden Gelehrten und treuen Mannes in Ehren halten. •• 1 40000 Papiermark für ein Zwanzigmark stück. Der Ankauf von Dvld für das Reich durch die Reichsbank und Post erfolgt in der Woche vom 12. bis 18. D.OIL zum Preise von 140 000 Mk. für ein StDan^marlftüd, 70 000 Mk. für ein Zehn. Der Ankauf von Reichssilber. münzen durch die Reichsbank und Post erfolgt vom 12. d. M. ab bis auf weiteres zum 2900fachen De trage des Rennwertes. •* Verschärfte Briefkontrolle üben die Fron'vsen zur 3ett in Mainz. Man sei allo bei der Korrespondenz n«h dort vorsichtig In feinen Ausdrücken, damit den Empfängern der Briefe Karten Unannehmlichkeiten erspart bleiben E f thrung g^-mob lädt der Franzose, wenn ihm in den Diesen etwas nicht an genesen klingt, feirten Deoll an kn Adres- foten aus. Dieselbe Vorsicht mbar man jetzt auch beim Briesverkehr mit dem übrigen französisch besetzten Gebiet b o>^chtcn. tenn Die feindliche Briefkontrolle wird oCn: irgend- tocluhi Ankündigung bald hier, bald dort ausgeübt. *’ DaS StadttHeater erfreute unsere Kinderwelt am SamStagnachmiltag mit einer trefs- ttcyen Vorstellung. Zur Aufführung gelangten .Die drei Hau le mannerchen" oder .DaS gute Lte- f l und'S böse Gretel", eine bübtchr Komödie für Kinder, nach einem Märchen bearbeitet von 6. 2 lartu, sie wagte eS nuSt*^en Vater anzurühren ober etwas zu ihm zu Jagen, .dp hier oben," sprach er ganz m sich hinein, selber, »last den Wind um dich laufen. zu erregen geeignet sind, zu verhüten. Handlungen gegen die gernäst dieser ' erlassenen Anordnungen des Mi.llteriumS des Onnern werden mit Geldstrafe bis zu 100 000 Rkark bestraft. Im Falle drr Uneinbrlnglichdklt der Geldstrafe finden die einfH'ägi^er Vvrkch.tsterl d«S Stra.geser.buchaS und tej R.ichrgese.!eZ zur 6iH> i erung des Anwrndu gZgebieteS de Deid- flrafc und zur EtnfHränkung te. lur-.en FrelhritS- flrafen vom 11. Dezernber 1921 Anwendung. Hierzu hat bat Ministerium des Innern am 9. Fcb uar folgende Ausführungsbestimmungen erlassen. I. Die von den Polizeibehörden festgesetzte Pcliz istunde gilt bis auf weiteres auch für geschlossene Gesellschaften. Vereine ufw Tb atra llche Vor ieilunge I Vor ellungen b den Llch st ie.cheatern Festlichkeiten u ib Quftbar- klttn aller Art müssen bis 1! Ahr abends beendet sein. Artik l 223 bei P Str.D V blribl unberührt. II. Karne a i lisch: Veranstnltu igei emsch'.llst- lich der logcnannlen Kostüm este. auch soweit sie mit Tanz nid? verbunden s nd. und die Teilnahme an solchen Veranstaltungen sind verboten. Ti s gilt auch für Veranstaltungen ge.chlosse- ner Gesellschaften und für Deranitallungen in bdoalen Räumen, sofern ste fick nicht im Rahmen einer Famtlien^eranstaltung abfg eleit III. ES ist verboten, Verkleidungen irgend- toelcbir Art, Kostüme, karnevali tische A^eichen ufw. auf öffentlichen Degen, Strasten, Plätzen oder an anderen öffentlichm Orlen zu tragen. IV, Zuwiderhandlungen gegen die vorliegen- Anordnungen werden gem^h Arülel 2 der vorliegenden Verordnung teJ Gesamtministeriums bestraft. Auf Grund derselben Bestimmung ist zu bestrafen, •) wer in einer Schankstube oder an einem öffentlichen Vergnügungsort über die gebotene Polizeistunde L^nauS t.e. weilt, ungeachtet ob der Wirt, fein Den.e'.er ober cm ^ciizeibeamter ihn zum Fortgel.e.i aufge- b) wer ckls Wirt, Daalbefitzer ufw. eS duldet, bat feine Gäste über die gebotene Polizeistunde [inaud vrrw.stlen, c) a-.'r eine Tanzkcluitigung, dle nach der Verordnung v-om 19 Dezember 1899 2 Januar 1931 bei Genehmigung bedarf, ohne diese Genehmigung Ler-anstaltel. Der BrotpreiS im Landkreis (Siesten 2kit Rücksicht auf die tnelttre Erhöhung der Kohlenpreise und Löhne sind durch Ve- schluh des Kre'.SauSfchu^ses für die Land, gemeinden des Kreises die Verkaufs, preise für Mehl und Brot mit Wirkung vom 16. Februar ab wie folgt festgesetzt worden: 1. für Mehl: Deizenbrotmehl 180 Mk. für das Pfund, Roggenmehl 170 Mk. für bat Pfund; 2. für Brot: für den 4-Pfund.Laib Vrot 590 Mk., für den 2-Pfunb.Laib Vrot 295 Mk. ihrer Hütte last und ohne Unterlast krächzte? Es schauderte sie. Sn trug den floaten an« «in De wehr über bet Schulter, ihre Hand hielt den hölzernen Stiel fefi umklammert, das war ihr eine Berudiaung Sie wollte graben, graben — ihr 6^x15 rann - graben, graben - last rinnen vchweist und Tränen - sie würde den Tot« bellen, so tief, dast Mn Tier ihn ausscharren konnte. Farnkraut und Blumen auf ihn berab- preuen und alle Gebete, bk sie kannte. Gebete für die Ruh der sündigen fleelt Xtr Tkiier hatte ihr genau d schreiben müllen, too Ne den Toten sand Hans Dast hatte nichts dawider, dast die Tochter ging; er schärfte ihr nur ein. sich nicht sehen xu tonen. Sorafältig Iah sie sich um. spähte bebulfam na4> rechts und nach links Im riefen Wald war l$r niemand begegnet nur ein Reh hatte sie angeäugt und war neben ihr her gezogen tm Dickicht. Aber jetzt auf dem Reiler H^!s ging He blank in der Sonne. Sie drückte sich auf dem .5t:#;kib immer dicht an die Wand, entlang ber säumenden Büsche Ihr Her, klopfte aber nicht aus Furcht vor dem, dem Ile entgegenging, es klopfte ängstlich vor dem Menschen, ber ihr begegnen könnte und He anhaltend .Mädchen wohin?“ Wett hinter ihr lag die Marienburg. Gott Hl Dank, von ber Mauer bei Weinbergs knmue He niemand mehr erblicken! Und unten von Reil? Sie sah den Rauch kerzengerade aus den klctnen Schornsteinen steigen - unten kochen ru Mittag, fetzt kamen keine herauf Rur In der Dämmerung vielleicht kecke L ebelMart. die sich nicht scheuten, die Retler-HoIS-Kavelle aukzu- fuchen. wett hier nrcht Störung zu befürchten war. 1 Fortsetzung folgt) Parab soldat - wat alaubste wohl, ich hab' mich nlt lang besonnen. Aber al» der Alte einmal ba3uram, da hat sie mich elend verleugnet. Die verfluchte KanailleI" Han» Vast fpran^ auf von Der Tant Als lei cS erst gestern gelchHen, fo frilit) war es ihm noch in ber Erinnerung. .Der Hauptmann hat mir Unrecht getan, er hol ihr, nur ihr geglaubt — er tat wenigsten- fo. Uebec- !2l en- so sagte fle. half ich f.e. Mir half keine 2Dibcrrcb ich war ja nur ein Gemeiner Zu- farnmen hält man uns stäupen sollen, uns alle " ^gangen war' nach Recht und ä^rcvt/tgfctt. 6;t aber fast am Fenster des VaUa» fetn angrtan. mb Iah zu. wie ich Spiest- raten lief Und ste rillen mir die Montur vom - ^Ur! Der Hauptmann liest mich peitschen. Onicfc! Michl Hans Vast stiest sich Die Faust 0t'plci- haus. Bahn Elstra st« ab heute .Die deutsche Rot im Ru(rgcdict", ,Kean und .Schande". — ^tost-Lichttptole: .Lucrezto Vvrgto". Wettervoraussage Dokkig. trocken, kälter, leichter Aachtsroft. Während im übrigen Deutschland bei Oft» winden Frost herrscht, steht Westdeutschland unter dem Sinflust milder und leichter Westwinde, die dank Äandb.ldungen eines Druck- acbteif über dem Meer hervorgerufen werben Da die Frostgrenze sich östlich von unserem BcobachtungSgcbiet befindet, ist bei dem zu erwanenden Nachlassen der Druckstörungen mit einem Temperaturrückgang zu rechnen. Landkreis «ictzen. * Leihgestern, 10 Frhr In der blefigen Gemeinde wurden für die Ruhr Hilfe 239 685 Mark gespendet. Dravol • Allen darf a. d. Lda.. 11. Febr. Die bleflae Jagd wurde dieser Tage für 4 700 000 Mark an einen auswärtigen Herrn verpachtet. Derselbe Pächter erstand auch die El im» bacher Jagd für e I n e Million Mark. tt. TreiS a. d. Lda. 11. Febr. Die Sammlung für die Ruhrhilfe ergab hier 100 540 Mark. Austerdem wird der Vauernbund noch eine Sammlung von Brotgetreide ceran- ftalten. > Holzheim, 8. Febr Für die Hot- Hilfe In Hessen wurden hier gesammelt 236 3 Sranffurta M, 11 Febr Die Imst ber Metallbiebe hat sich hier ins Unendliche vermehrt. Ss ist nach polizellichen Feststellungen nicht au Diel gesagt, bab gegenwärtig hier mehrere Hundert Bei Ionen beiderlei Geschlechts thr Geben nur durch den Verkauf von gestohlenen Metallteilen fristen. Der Schaden, den d»e tnöuftrteilen Werke durch den Diebstahl von Merallteilen durch eigene Werksangestellte erleiden, gebt m die Millionen. Entlassungen, vtrafanzeigen. Verhaftungen fmb gegen die Seuche mach los. Selchst vor ben .schwersten" Diebstählen scheuen diele Leute nicht zurück. Von den Gärten reisten fie nachts die ei fernen Türen und Gitter ab. beben au« den ©traben die schweren Verschlustdeckei der Kanalisation. ja die Stacheldräht« der Gärten müllen setzt mit heran. Trotz bet strengen Bestrafungen flnben sich immer wieder Händler, dte ben Dieben das gestohlene Gut willig abnehmen Dte Polizei ist lehr scharf hinter den Metalldieben her und konnte von ihnen in der verflossenen Woche nicht weniger als 63 verhaften Bei den ausländischen Althändlem Wenzel und Lerner stellte die Polizei am SamStag für mehr als eine Million Mark gestohlenen Zinns sicher, mutzte aber die Entdeckung machen, dast die Händler als das Zinn abgeholt werden sollte, es inzwischen weiterverkauft hatten und bann geflohen waren. Rur Wenzel tonnte wieder verhaftet werden. Wnen Spaten hatte fich Maria Rikotoi mit- S-notnmen. nun wandert« fle durch den Kondel. k üef Es tixir hohe Zett, gestern unb vorgestern batte fU stch nicht auf ben machen Annen. fU tole getäbjM ttxn an Händen unb F-Üsten.' 05 bte Tiere des sch -mch »xch nlibt twrgriffen hatten am Qechnamf 06 der auch, ebne Erde auf feinem Hauvr, 'ch verwanbell hatte bi ben Ichwaryen Raben, ber auf dem Dach StabtmäbchTntchile 1200 'Salenttn Sch stch. Backofen bau 5000, KnabenÜalle Vlb Bezirtofchule 7000, Klaffe VIIIc StadtknabenfLale 1560, Die Holz» bauer der Obrrröntetri Rabenau. Försterei Lvn» Dort 8*00. Försterei Odenhaufen 36CO. Försterei ber i der Ml idn- her •Ire« echt . In iben. rs Dollars a* a. L 28500. Iiytten ...... ViifabomCvorto Tänemtirt . . . 9,3O Was ist Zeuriok geurlo ist der uralte ^euertuf, bedeutet Gefahr. Ihre wästhe leidet mehr durch häufiges waschen mit jcharfea Waschmitteln als durch den Gebrauch, verwenden Sie daher nur hochwertige Seifen, die frei find von schädlichen Alkalien. Zeurio Haushaltseise enthält 80°/o Zett. schont daher die Wäsche und ist sparsam im Gebrauch. Vereinigte Seifenfabriken Stuttgart A.-O. Brief 6075.- 1975.— 8425'- 12851— 44 25 82125- 151101- 1595— 1710— 1010— 955— 5930— 15L- Aekd 5975.— 1955— 8325- 126 0— 43.75 31875.- 149900— 1575— 16T0- p-.a- 935— 5870— 150,— 2080,05 5^9,95 4972,49 1)53,90 6015— 5914.75 8377,10 852,15 81979,75 43.35 1303,— 947,- Kenterungen. DK Wühlen Ttnb MTschetnenv durch Kapitalknapphrll am Kaufen gehindert. Weizen und Roggen behaupteten ihren Preisstand. Für Gerste wurden von der Provinz etwas höhere Preise geboten. Hafer war sehr ruhiA- In Mais wurde auf Nachfrage vom In lande für nahe und spätere Lieferung mehr umgeseyt. 3n den übrigen Artikeln war der Verkehr ganz unbedeulenid. Wei- zen, mariischen 67 003 Mk. (ruhig), Roggen, märkischen 59 000 Mk. (ruhig), Sommergerste, mär- lisch: 55 000 bis 56 000 Mk. (iuh:g), Hafer, märkischen 46 000 bis 47 000 Mk. (still), Mais. Qa Plata, loco Berlin 66 030 bis 67 000 Mk., waggon- frei 66 000 bis 67 000 Mk. (still). Weizenmehl (100 Kilo) 193 000 bi« 210 000 Mk. (behauptet). Roggenmehl (100 Kilo) 160 000 bis 175 000 Kit (behauptet), Wcizerrkleie 37 000 bis 38 000 ML Sg), Roggenkleie 38 030 bis 39 000 Mk. (stetig), s 115030 bis 110 000 Mk. (stetig), Diktoria- m 85 000 bU 95 000 Kit, kleine Erbsen 70 000 bis 80 000 Mk., Futtererbsen 50 000 bis 60 000 Mark. Peluschken 103 033 bis 135 030 Mk.. Acker- bvhnen 70 000 bis 75 000 Mk., Wicken 105 000 bis 135 000 Mk., Seradella, alt 145 000 bis 175 000 Mark, Rapskuchrn 46 003 bis 48 000 Mk., Trocken- sch .i.^el 22 000 bis 23 000 Mk. Rauhfutter: Wei- -LN- und Roggenstroh, drahtgeb. 20 000 bis 20 500 Mark, Haferstroh, drahtgepreht 20 003 bis 20 500 Mark, Stroh, strohs.i grbündelt 19 933 bis 20200 Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Dormahd 21 000 bis 22 000 Mk., Rachmahd 20 000 bW 21 000 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich alle Preise pro 50 KUo.) li. > Di« Imst m ins Unendliche i)en Feststellungen itoärüg hier meh- iei Geschlechts ihr m gestohlenen Deden bi« inbufrirf» : von Aetallteilen tleiden, gehl m die lanzelgen, Derhaf« ach: los. Sechst vor heuen diese Leute reiften ste nachts b, beben aus Öen eckei der Äanali- : Gärten müllen jen DeittafMnen c, die den Dieben men. Die Polizei lldieben her und jenen Woche nicht Bei den auslän- l und Lerner für mehr als eine j I slcher, muhte aber Händler, als das ?, es inzwischen nd dann geslote tvieder verhaftet Sprache erschienen. 3n wenigen Tagen waren über 10000 Exemplare abgesetzt: ja, Die Kinder tarnen zu ten Gesandten mit der Dille ins Haus, ihnen doch die .EuentoS de Grimm" zu schenken. * Tötung von Eichhörnchen durch Elektrizität. Die elektrischen Ueberlandzen- tralen sind in manchen Gegenden, so z. D. am Rietn. Als Provinzialtag setzte man bann seine Arbeit fort uni> erkannte bie eben getätigte Wahl als gültig an. Provinzialdirektor Matthias suchte hierauf die Genehmigung des Provinzialtages zu einer Finanzoperation s u r die Elektrt zi - tätswirtschaft der Provinz nach. Mit einem Zweckverband im Schlitzer land, Der tie Aus- flrutzung der Wasserkraft der Fulda ^ur Elcklrizt- tätsgewinnung l«^,wecke, sei das provinzieüe Elck- tr!z. ä sunternehmen als MÜgl.ed verbunden. Jetzt handele es sich um bte Aafbi-ingu rg von Mtti.eln. Dte Leitung der Angestell.enverjichrrung habe sich bereit erftärt, bem Zweckverband im Schliherland 40 Millionen Mark zur Verfügung zu stellen, wenn die Provinz Oberhessen die Bürgschaft dafür übernehme. Das Schlitzerländer Unternehmen sei sehr aussichtsreich und füc unsere Provinz von grotzem Ruhen. Der Provinzinltag möge, vorbehaltlich ter nachträglichen Zustimmung des heute erst gewähl.en Prorinzialausschusses, bie Verwaltung ermächtigen, diese Bürgschaft derPro- vinz zu übernehmen, falls sich keine andere Sinan- I zierungsmöglichstit herausstelle. Das Haus er- hätte sich einstimmig damit ei.werstande.i. Damit war der Arbeitsstoff erschöpft. Schluh der Sitzung.-- Vermischtes. Giftmord in einer Berliner Likorstube. Berlin, 10. Febr. Rach einer Meldung des „Lokalanz." wurde gestern nachmittag in einer Likörstube in Friedenau an einem Butterhändler ein raffinierter Giftmord verübt. Der Händler hatte in der Likörstube die Bekantschaft einer 32jährigen Kontoristin gemacht, d efer von seinen glänzenden Geschäften erzählt und se'.n-r Brieftasche mit einer größeren Barsumme vorgewiesen. Darauf hatte das Mädchen aus einer Apocheke für 4000 Mark „Medizin-, und zwar, wie die Kriminalpolizei feststellte, Opium holen lassen, und dieses in bittere Schnäpse gemischt. Bald darauf sank der Händler bewußtlos zu Boden und starb. Das Mädchen, das Plötzlich verschwunden war, konnte auf der Straße fe st genommen werden. Es hat seinem Opfer anscheinend den größten Teil des Geldes geraubt. Ein deutsches Schiff gescheitert. London, 11. Febr. (Wolff.) Die deutsche Diermasterbark d v l f W v e r m a n n-, die sich auf der ersten Fahrt von Bremen nach Barry befand, erlitt F.eitag nacht In der Höhe von Kap Lizard Schiffbruch. Es herrschte schwerer Seegang, so daß ein ausgeschicktes Rettungsboot das Schiff nicht erreichen konnte. Schließlich wurde die ganze Mannschaft unter großen Schwierigkeiten mit Hilfe eines Raketenavparates gerettet. Hochwasser der Donau. Budapest, 11. Febr. (Wolff.) In Reu- pest ergoß sich das Hochwasser derDo- n a u im Laufe der Nacht wie int Katarakt in die Stadtteile am Ufer. Die Polizisten und RetwngSmannschaften arbeiten seit Mit.er- nacht unausgesetzt, um die Habseligkeiten der Bewohner der überschwemmten Häuser zu bergen. Vormittags war ein großer Teil der obdachlosen Bevölkerung bereits untergebracht. In A l t o f e n stchl der größte Teil der Schiffswerften unter Wasser. Das Hcchwa ser drang auch in d.e Wa f' rwe^le von Kapostzasmogyer ein und verursachte eine । emt ftnostche Störung in der Wasserversorgung der Hauptstadt. • Di e Grimms chen Märchen in Mexiko. Dir Me tlaater haben während be3 K'.stgeL und auch nachhrr eine schöne Unabhängigkeit gegenüber dec rings um sie toütenten Deutschen- hrtze gezeigt. Wie der Gesandte von Eckardt in einem Aussatz ter Leipziger „Illustrierten Zeitung" erzählt, wurde ter Wunsch, die deutsche Sprache zu le rnen, wähxnd tes K.i ges in Mexiko immer lebhafter. Die teutschm Unterrichtskurse mußten verrncHrt werden, und Hunderte fanden sich aus allen Stän^n ein. Die Qlatenten der Universität flugten karäter, datz sie dir teutfdxn > wissenschaftlichen Werke nur in stanzösisLen , Uetersetzungen erhielten, unb gründeten einen Verein zur Erlernung und Verbreitung deutscher , Wissenschaft. Am meisten aber freuten sich bie . mexikanischen Kinder, alS zu WeihnachteT'. bie , | schönsten Grimmschen Märchm In spanischer Provlnziattag der Provinz i1 Oberhessen. (Eigener Bericht deS ,Dieh. Anz.") Gietzen, 10. Februar 1923. I Der neue Provinztaltag ter Provinz Ober- Höffen trat heute im Regierungsgebaute zu feine- ersten Tagung unter tem Vorsitz drs Provinzial, dlrektors Matthias zusaanrnen. V)n den 35 ernsten Abgeordneten tec Provinz waren 34 . zugegen. Provinzt^l7irekt)r Matthias eröffnete Uz Sitzung rntt einer längeren Ansprache, m der er nach ter Begnihung des neuen Parlaments zunächst tem alten Dink sagte für die treue unb wertvolle Mt.a teil an den Ausguben ter Provinz. Dann erklärte er u.a. toelier: Unsere Provinz ist ein sog. Selbstverwaltungskorper. Diese Selbstverwaltung eifo-fc-rl in einer Zelt wie heute, star e Betonung tei Selbstverant- Wortung. Ohne diese ist eine Selbstverwaltung nicht tenlbur, gerate in Obertessen, das in grotzen finanzpolitisch weit Iva genteu Unlerne5munqcn steht. Wie die Verhältnisse heute liegen, ist die Provinz leitet in evteblichern Matze ein finanzieller Kostgänger tec Gemeinden, in denen die Sorgen für tie eigenen Dedü fnlffe ohnehin nicht fet'Ien. Alle, die es mit der Selbstverwaltung der Provinz wohlmeinen, werten wohl der Ansicht sein, datz die Gefehg-chung unseres Landes dahingehend geändert werden muh, daß die P t o v i n z auf selbständige finanzielle Fütze gestellt wird, um auch hierdurch die Gemeinden zu entlasten. Die Provinz hat sich durch eine sehr glückliche Inltia.ive vor meh.eren Jahren in wirtschaftliche Unternehmungen gestellt, die sich g ü n st i g e n t w i ck e l n. Mit diesen arvtzen Unternehmungen hoffen wir nicht nur in bem engen Rahmen unserer Provinz vorteilhaft xum Wohle ter Gesamtheit zu Wicken, wir hosf.n damtt auch unserem engeren Vaterlands Hessen und mUtelbair dem Reiche dienstbar zu werden. Die Verhältnisse im Gebiete ter Quellen ter deutschen Äroft, im Ruhrgebiet, zwinzen jeden veia.it- wvrtungsbewutzten Wirtsch.of.ler dazu, alles zu tun, was die Lage dort und für das Reich dauernd erlllchte.n kann. Wir in Oterhes en taten ten Weg teru b.schritten, indem wir die in unserer I Provinz vorh n'-rnen Naturkräfte-iumall- gemeinenWohleausbeuten. Wi müs e:i dewutzt d'.ese Schr.tte weitergehen, wir müssen unsere oberhessischen Wasserkräfte weiter erschliehen, damit die Kehlen, die wir durch die Nutzbarmachung unfe.er Wasserkraft hier entbehrlich machen, für diejenigen Teile te5 Reick«S Vers gtar werten, die sie nötiger haben. Ich hoffe, datz auch ter neue Provinzialtag mich in ter Politik, die ich nach dieser Richtung hin toct ec zu führen getenfe, in freudiger Mitarbeit unterstützen wird. Reichskanzler Cuno hat in feinem Dl ckwun'ch'chreiben an den S '.atspräli- tenten Ulrich zu tefen 70. Geburtstage an bie grohe Pol.tische Bedeutung Hessens sür das Deutsche Reich erinnert, die größer fei als tec territoriale Umfing unferes He^fenlantes. Hessen sei die I Klammer von links te? Rheins nach rechts. In dieser Zeit erförtern unsere hessischen Gebiete links des RteinS die erhöhte Aufmerksamkeit und Fürsorge ter hessischen 6toa‘§- teglerung. Da müssen wir in unserer Provinz alles tun, was geeignet ist, unre "er hessischen Regierung die Erfüllung xh.er Aufgaben I im linksiHeinifchen Staatsgebiet zu erleichtern. I Wir müssen bestrebt sein, alre unsere Aufgaben möglichst ans unteren etqenei Kräften zu erfüllen. I Zu diesem Zwecke müssei wir alle Kräfte in der Provinz Oberhessen zusammen- binden zu einer gemeinschaftlichen Tätigkeit Die Prvvinzlalverwaltung hat jent bie Schaffung einer 0eme i n ü>t r t f a f t Ober'heff en angeregt. (Dergl. ben Artikel in bet Damstaq-Auscrabe tes „®leh. 2lnz. De Schriftltg ) Der bisherige Pro'änztasausschatz hat zu meiner banfbaren Sieube diesen Plan bereit- | wllligst unterstützt, und ich hoffe, datz er über- all auch Ihre Förderung finden wird. Die er , Plan wird, durchzefüh f unsere Regierung frei- malten vvn p'wtzen finanziellen Un‘e*ftnt'’'nqd- psti^t n Ich hof^e. datz wie durch bi'fe Ve aa- fialtung nicht nur ter Provinz Oberhess en, io ttern auch unserem ganzen Hessenlande einen wertv ollen Dienst erweisen werten. In ter Hoffnung, datz die Provinzlalverwaltung auch nach dieser Rich'ung chm Ihre Unterstützung finden wird, unb mit ber Bitte um Ihre bereit- nrlHiae OHUatbeit an allen üBriaen Aufgabe:i ber Provinz eröffne ich bie heutige Tagung. Nach ber Feststellung ter AnwesenheitSNste gab Pcvvinzialdircktor Matthias bekamt, baß 5egeii bie Wahl ber Kli ttr>ie der Ersatzmänner in ber bisher üblichen Weise. Die Arbeit bes Hauses als Provmzialtag wurde nunmehr vertagt, dami es als ^hl körver die Wahl der Mitglieder und Ersatzmänner des o & t n a i a t a u d- schuss es erledige. Zu dieser Wahl tagen zwei Wvrrschläge vor: der eine ging von ber Deutschnatl. BollSvartei (Hess Dauernbuich) und der Deutschen Bolkspartei aus und ^e.gte als Spihenkanbibater ten Lanbwirt D r a u e r-Oker- ’S" ft» a*Ä 34 stimmen b« au® bte Datum: 9. Februar Aintl. No lern- (4'clb Brief klntw-Brüstel . 1695,75 1704,25 ------ ------ ! oNand . .. . 12869.- 12431,— 12468.75 12581,25 Vonbon 14513 :.2514 >863.75 148128,75 14.8871.25 Baris Schweiz Spanien . . . ür w. • - l9e len & M ?.Ot9erujen Kf) oft 2 toetE en. ’W.Ss Ss pachtet ble Wim ?rtQb N 100^ jnnernbunb 2 ,lrei6e beton. 8ür Me Jot, 7 ^'animelt 236 ^itibe 400 m nn ben Dvbl. M A «Ule veneill der Ruhr. enwrfung Holz. I^en. Falls keL tulrö cDtfji im ivereinigte Land Bestreitung ber Wien Dienstag ' vereils im vor« Banknoten. Frankfurt a.M., 10, Februar. Schweizer Po,en s^raniöstsche Noien Dänische Noten Schwedische Sloten L>olllindische Nown......... Denisch'Oeiterreich A100 Sirenen Anierik mikche Noten Englische Noien Iialientsche No en Belgische Noten Ungarische No en Tschechoslowakische Noien .... ylorivegtschc Noien Rumänische Noien Siranische Noien Nur etfr* 1119D abzusehen. Völker. 1082D vor. mittag» 10 Uhr beginnen*: U09D Bcch t eL Verkäufe Z engl. DnterrJchl? \ Einzug der Franzosen in Essen M J” " 1 ' "0 ■ M ... . « »Al«» e •. . — Bechtel. 1110D Großer Sittenfi Im mit Mill Flehe in der Hauptrolle. r'-l V<*; 5a 5b Laadsrafeastr. 7 L Wcmdjt Aiim llk d. DL 8 2 720 200 uo 420 In nrö;;erfn Haush b.nntrm Vobii. Beug’ Nisse und «lld rm- Aiifrnbrn nn 10H4D t>rnn (H. Hamann, Bad Hombura. Angeaebm imlmgen Bequem fixd< Rose Keine Dauerware meine 4-Zimmer- Wohn. m. Zuvch, part., geqcn glcich- rorrtiflt 3-Zimm.- Wohn. b. Umzugs vcrnütniifl. ertir. Angeb. nnt 09G6 a. d. G.Anz. Mey & Edlich 5roffwo3 Das Ssspensl der VBsle ► 6. Episode: UnheimlicheMächte Daan ein er*tklaeelree Beiprogramm. m,c Lichtspielhaus , Bahnhofstraße 34 Fichtenknüppel Weihtannenknüppel Birkenknü p.l Wellen Ducheareiiig , Fichtenreistg , Kiefernriistg ft Heu, neuen BflrAnblnng aii oerk. W ihm ar, Hans Nr. 51 (uWü Kaufgesuche | Für Landwirte. Kaufe kbed C.uan tum butter ii.ii) Bier. 21 us kauf stelle Ltnhl 9?atf)folier Neustadt 23. 11171) b) Kiefern-Gtämme: 3. Klaste 1 Stck. 0.92 Fstm. 4. . 4 w 2,48 , 5a 6 . 2,48 „ 5b „ 5 . 1,18 . Angebote sind nach Klaffen getrennt pro Feftmeter mit der Aufschrift ,Holzsubmission' bi» spätestens Mittwoch als den 14. d Mts., nachmittags 2 Uhr, auf der Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Eröffnung der eingegangenen Offerten borgenommen wird. 1056D DaS Holz ist gefällt, mit Ainde ge- meffen und wird auf verlangen von Förster Herbert vorgezetat. Die Berkaus« oedingungen werden por dem Termin bekanntgegeben. Steinbach, den 7. Februar 1923. BürgermeistereE Krämer. Gejucht wird für Unternehmen Nahe Wetzlars tüchtiger vautechniker. 5d)riftlid)e Angebote mit Lebenslauf unt. 1031D an den Giehener Anzeiger Ferner: Kea. n Schauspiel In 5 Akten nach Alexander Dumas mit PgrnlS Tnollö ■•l*riel eeorgs, Saids I«rtf«ll Uul Ulfl I UCIIQ u- anderen iu den Huuptrolleu. Ferner: Noch heute und morgeni Lucrezia Borgia a) Vezirk des Förster Drll»«KSdgen, Ubteiluuqen 14a, 14b, 17b, 19a, 20 und 21 Mittwoch, den 14. Februar 1923, 2,3 „ Lichenstödie 1 , Kiesernffücke 9,4 , Fichtenstödte. Ausammenkunst an der Ciebigshöh«. Iu dieser Versteigerung werden nur Stehener Einwohner als Vieler zu grlaffen. b) Bezirk des Förster Arft, Forsthavs Hochwart, Abteilungen 13, 77, 81c, 82, 83a, tob, 121, 122, 123, 125, 126, 128 Donnerstag, den 15. Februar 1923, vor- mittags 9'/, Uhr beginnend: 93,5 Nm. Vuchenscheit 179,4 , Eich,n|cheit 6,4 . Hainduchenlcheit 12,5 . Fichtenscheit 1,1 • Buchenknüppel 41,4 , F chtenknüppel 1 * Birkenknüppel 1900 Wellen Buchenreisig 170 , Hainbuch,nreisig 230 , Fichtenreistg 4190 , richenreisig 26 Nm. Buchenstöche 16,6 , Eichenstöche 38 , Fichtenstöche. Dies« Versteigerung findet in der Säst« wirischast .Jur Ctedigshühe- statt. vorherige Besichtigung des Holzes wird «mpfchlen, da für etwa später Borg«« fvndene Mängel jeglicher Sri nicht gehaftet wird. HUB Die Sbfuhrscheine sind jeweils vom z. Tage nach den Versteigerungen ab 8>ätestev jedoch bis vom 26. dzw 27. F«ä mar 1923 gegen varzahlung bei der Stadtkaffe, Gartenstrahe 2, Eingang von der Südanlag«, in Empfang zu n«hm«n. Giehen, d«n 10. Februar 1923. D«r 0berbürg«rmeister 3. v.: Dr Nos«nberg. SBefnmitmndimifl. ®tn Aachttags * Bo.anschlag der Stadt Sich für 1922 liegt von Dienstag. den 13. ds. Mts. ab rin« Woche lang bet uns zur Einsicht offen. Es Ist die Srvedung einer Umlage befchloffen. zu der auch die Ausmärker heiangezoge^ D«rd«n. 1108D Lich, den 10. Februar 1923. Driftsche Bürgermeifferri Sich Bölker. Zwei möblierte | Tausche Zimmer m. .Qüd)fnbenii6iina f Anf März von all. Köd)in Ckßw oft.rinfnffleSfflfie wVvl Metallbetten Liablinatr.« Sinder« beiifrt dir. an Brio., flat. 31N ttei EJsn ■Sbslfabr. Sakli.Th.* Diese Woche tUgllch frifche und geräucherte I1OD 5eefijche AiiaünfilnenVTelfcn. ii cröem Mtlweib grüneheringe Hamburger Flschhdl?. A. Koch Nachfolger ^tbuttiTiateim. Äin“ gesucht. Wo? au erfr L d. ®e- Kläffen, b. O. < — ■*•*1 -'n, Inn,«eichene Cateutbrf« au orrt, roil. aenen Kleider- idiranf *u m sch-tl R ifernllre Genen nute rielohnung ab« Aimebrn auf dem Äunbbarcae des Hol'Af tarnte, d Stadttheater Tienstan.l3.FeKr. Kindervorstellung bei kleinen Breisea. Dl? orrt 6oDlemöno?ntinL Nnt. 3‘ , Enden iibr. dluier flbonncmntt Di Bambnrier Pli alt Bnf.7,Cndegeg.S ,U. Mey’s 'fteffkragen Wäfdiestofr überzogen wieder lieferbar Stellenangebote Lelfrling oder Mädchen mit guter Lchulbildnug sucht »u Cüern lletzstolll-VrollkNe. 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