TfinfilS ö'ic[,bz"akl>eE Vereine Frellag, j2. Zanuar 1923 173. Zahrgang Hn|d,lüfle: für bieSdjrift« Bildung 112, für Verlag ". nb (ße|d)äftsftelle 51. 'WH '-rfdieint lögkkch, «mtz« 5onn- unb Feiertag«, -iit bcrSamstagsbeilage: ÄießenerFamilienblätter 1onatHd)cBf t20'/o Auf schlag. Hauptschriftleiter: Ang. tboetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein: für beit Anzeigenteil: Hans Beck, sämllich in Gießen. DaS Oberkvnfiftvrium fordert die -rixtngelifchrn Pfarrämter auf, am nächsten Sonntag, dem 14. Oamtat, in den Gottesdiensten des tiefen Ernstes der gegenwärtigen Lage unseres Volkes und Vaterlandes in tvürbiger We'.se zu gedenken und um 12 Lckhr mittags in allen Gern.inden eine Dlertelslunde mit sämtlichen Glocken läuten zu lassen. Was wird England Inn? London, 12. San. (WTB.) Dem „Star“ zufolge wird die englische Regier jng keinen Protest gegen die französisch-belgische Aktion unternehmen. x - . - London 12. San. (WTB.) Das Kabt- nett ist gestern zusammerrget-eten. Venter erklärt, daß feine Beschlüsse gefaßt wurden, die eine nennenswerte Arnderuwg der brittschrn Politik bezüglich des französischen Vormarsches mit sich b ingen dürste. Bis jetzt besteht kem 2ln° reichen dafür, daß die Regierung beabsichtigt, die britischen Truppen ans dem Rheinland zurückzuzieherr. nnd eine solche Maßnahme gilt noch als unwahrscheinlich. Mchtspiele wtateitriita Noch ein Aufruf xes Reichspräsidenten und der Reichsregierung. Berlin, 11. San. (Wolff.) Der Reichs- Rt r ä f ibent und die Rerchsregierung er» H'xlfen folgenden Aufruf: An das deutsche Volk! Ein neuer Gewalt st reich ist auf Deutschland s-'.rniedergeganLen. Mit wohlberechneter ^Ducht trifft der Schlag der französischen Faust Iben unbeschützten Lebenspunkt der deutschen Wirtschaft, längst vobßrrgesehen und 'loch unerwartet. Vorh.-rgesehen: denn die Pläne und Wunsch? bet Pariser Machtpolitrk sind ohne Scheu auf Riffen und Märkten erörtert trorte-'L ilneruxirtet: denn immer bl e) die Hoff- mjnfl. daß die wirtschaftliche Vernunft des fran- ;>!isch?n Volkes die politische Begehrlichkeit feiner Mach Haber zügeln würde. Hat wirklich der Glaube geherrscht, daß den sranzösischm Röten durch Zerstörung das deutschen Arbeitszentrums abzuhrisen nxr.e, so muß tue |djax?rfte Enttäuschung folgen. Geren den Rat brr Fachmänner aller Welt will Fränkisch die probc machen. Daß es bei dem Versuch scheitern ■tniiß, ist unsere Lleber^eugung. Doch uns fehlt die Macht, diese Tat der Ver- ■btenining, die sich gegen Deutschland wie gegen ■bie gesamte Wirtschaft richtet, aus eigenen Kraf- ■ter zu verhindern. Was geschehen konnte, ■um das Linheil abzuwehren, haben tr, i r versucht. Das hereingebrochene Llnhcil '*= ;i lindern und zu beenden, wird unser Denken Zünd Trachten sein. Dabei leiten uns die Würde !SU mö das Recht der Ration, mit der wir ■uns eins fühlen auch in der Kraft des guten Ein Ausruf der hessischen Regierung. Tranersonntng. Das hessische Gef am t minifterium veröffentlicht folgenden Aufruf: An das hessische Volk! Frankreich hat Teile des Ruhrge- biets unter Mißachtung des Friede rsoertrags beseht. Dieser sch'ue.'e Rochtsbruch hat die tiefste Empörung und Trauen der ganzen deutscher Bevölkerung ausgelöst. W:ite-e feindselige Maßnahmen sind zu erwarten. Hen'e heißt es, durch Ruhe und einmütige Gntschlossenhe'.t zu zeigen, daß unser Volk sich nicht willenlos der Willkür beugt und daß es an den endlichen Sieg des Rechts über das Llnrecht, der heute nur mit der Kraft, die der guten Sache innewo'hnt, erfochten werden kann, glaubt. Die Gefühle, die uns, besonders auch in Hessen, dem Vorposten der deutschen Sache im Westen, be'esten, sollen, wie in den übrigen deutschen ßänte.m, nach außen dadurch ihren würdigen Ausdruck finden, daß der kommende Sonntag, der 14. Januar, als nationaler Trauertag allgemein begangen wird. Zu diesem Zwecke wird für das hessische Staatsgebiet folgendes verordnet: Alle staatlichen und kommunalen Dicnst- gebäude haben am genannter Tage in den R ichs- und Landessarben Halbmast zu flaggen. Dh ate aufiuhrungen, so'vie Vorführungen von Lichtbildern und Lichtspicken Haber zu un'e:» bleiben, sofern nich' bdt emfte Eharaller der Veranstaltung gewährt ist. Verboten sind alle ofsentlichen Tanzveranstaltungen, Bälle und Lustbarkckten. Die Verläm e.ung der Polizeistunde am genannten Tage ist unyiläffig. v Darmstadt, den 12. S^miar 1923. Hessisches Gesamtministerium. Lllrich von Brentano. Henrich. Raab. Der Einbruch ins Memrlgebiel. Memel, 11. Jan. (WTB.) Wie das Memeler Dampfboot meldet, wurde heute in einer Sitzung des Landesdircktoriums mit dem Stad trat und den Vertretern sämtlicher Behörden die durch den g r o ß N1 a u i s ch e v. Putsch ßetborgerufene Lage erörtert. Die Aussprache ergab, daß die Besatzungsbehörden alle Maßnahmen zur Verteidigung der Stadt Memel getroffen haben und bereit sind, jeden Widerstand zu brechen. Der Oberkommissar Petiene habe von der Dotschafter- konferenz Anweisung erhalten, die Llnverletz- lichkeit des Gebietes zu schützen. ES wurde auch zum Ausdruck gebracht, daß nach wie vor alle Behörden und Beamten dem Oberkommissar unterstehen. Würden sich die Beamten einer Regierung Simonoitis unterstellen, so würden sie Landesverrat begehen. Sn Lauesrargen hcv ben die Litauer die Beamten aufgefordert, für sie Dienst zu tun; wer sich geweigert habe, fet festgenommen worden. Sn Pogegen sei das Landratsamt zwar besetzt, doch versehen die Beamten ihren Dienst weiter. Die Tilsiter Brücke sei von deutschen Truppen stark geschützt und die Telephonanlagen seien bisher ungestört, jedoch soll der gesamte Telephonverkehr in Siburt und auch der sonstige Post- verkehr einer genauen Kontrolle unterstellt werden. Personen, die außerhalb der Stadl Memel wohnen, müssen, wenn sie die Postenkette pass eren wollen, einen von der Militärbehörde beglaubigten Ausweis haben. D.c Aussprache über die Ernährungslage der Stadt Memel ergab, daß diese auf vier bis sechs Wochen mit den notwendigsten Lebensmitteln versehen ist. K o w n o, 11. Jan. (WTB.) Die Litauische Telegraphen-Agentur verbreitet folgende Mitteilung: Weder reguläre noch irreguläre litauische Truppen überschritten die memellandische Grenze. Die li* * München, 11. Jan. (WTB.) D-as Staatsministerium des Snnern hat für das rechtsrheinische Payern den nächsten Sonntag zum vaterländischen Trauersonntag bestimmt und die öffentlichen Lustbarkeiten an diesem Tage verboten. Außerdem versügte das SiaatSministerium das Verbot aller Faschingslustbarkeiten, Kostüm- und Trachtenfeste. — Die PolizeiLirektion München gewährte den Mitgliedern der E n - tente-Kommissivnen besonderen Schutz und ersuchte die Bevölkerung, eine würdige Zurückhaltung zu bewahren. ich bezahle nach de, Dollar. 02 mnzki tntorftrajKjL- Ein Beschluß der Gewerkschaften. Berlin, 11. San. Laut „Vossischer Zei» hing“ beschlossen die Spitzenorganisationen del Gewerkschaften aller Parte irich- tungen am Montag in allen deutschen Städten die Arbeit für 15 b i s 30 Minuten als Protest gegen den Gewaltakt Poincarös zu unterbrechen. Auch auf der Eisenbahn soll diese Arbeitspause eintreten. ***$ D ->a"' Lsllak' I» 8 «wissens. , Alle Herzen erfüllt die ungeheure Bitterkeit dieser Stunde, wo über wettere Telle : unfern Vaterlandes das Schicksal hereinbricht, ■bl« Leiden der Fremdherrschaft ertragen Im müssen. Vermehrte Rot für unser sorgen* 'M bedrängtes Volk muß der Einbruch in die Haupt- iflätten unserer Arbeit im Gefolge haben. Lim so ■bringender aber ergeht der Ruf an alle Volksgenossen: Erschwert nicht das Los der am har- dien betroffenen Landsleute. Erfüllet aufrechten MlPillenS und klaren Kopfes die Forderung des ' uges: Keine Handlung darf geschehen, die unsere .;erechte Sache schädigt. Schwerste Schuld am c oenen Volk würde auf sich laden, wer stch hm- r-ißen ließe, durch eine unüberlegte Tat bem Gegner in die Hand zu arbeiten. Don e i se r- iier Selbstbeherrschung jedes einzelnen hingen Wohl und Wehe der Gesamtheit ab. Setzt meßt als je leuchte uns das Beispiel der Würde unb der moralischen Kraft voran, das die Rhein- kmbe in fuhren des LeidenZ gegeben haben Den treuen rheinisch-westfälischen Arüdem gilt heute vor allem aoberen unser 0 ruß. Ihr werdet die eießen.e,ie Fayigrett ve- hxib'.en, die euer alles Erbteil ist, und unge- l rochen werdet ihr diesen Wetterbraus uber- iauem, ihr, die kein Sturm der Weltgeschichte '»ftckonb t dkriU uflri'S I ragt-' laufen- *««»’• K Juden Abends Ä* Kiff.»» (ßW ßenen e,ro6(f London, 12. San. (WTB ) Lieber die gestrige Sitzung des Kabinetts verlautet, daß es nach wie vor die Absicht der britischen Regie- rung sei, die Meinungsverschiedenheiten, die mit Frankreich in der Reparationsiroge herrschen, auf ein Mindestmaß zu beschränken, und daß daher unter den augenblicklichen Llmsländen die britischen Truppen am Rhein und die britischen Vertreter in der Rl-ein- landkommission und in der Repai-ationskommri on sowie im Botschafterrat belaßen werden sollen. Den französischen Truppen sei die Erlaubnis erteilt worden, sich durch das von den EnMndern besetzte Gebiet zu begeben. ^Pall Mail and ©lobe“ berichtet noch über die gestrige Sitzung, daß B o n a r Cato den Vorsitz führte und seinen Bericht über die Pariser Konse-enz unterbreitete. Hierauf erörterten dic Minister die durch ben französischen Vormarsch geschaf fne Lage. Es werden weitere Zusantmen^ fünfte des Kabinetts in dieser äußerst wichtigen F age stattfinden. Sn der Dacht seien keinerlei Beschlüsse gefaßt worden. Großbritan iien, das seine Handlungsfreiheit bewahre, sei Frankreich von Herzen freundschaftlich zugleich torrbe aber die ton ihm unternommene Sonder- aktion stark gemißbilligt. Heber F nanz- a b Wirtfchaftssachi.^rständige habe diesen Standpunkt der britischen Regierung geteilt und erflärt, die französische Politik sei dazu angetan, vielleicht verhängnisvolle Folgen sowohl für Frankreich als auch für England und die anderen Alliierten zu zeitigen. Von gewissen Mitgliedern der Re» gieiung werde die Ansicht besonders stark vertreten, daß die Frage, ob sich England aus dem Rheinlande und der Reparationskommission zurückzi-rhen solle, um bie britisch« Regi-erung von der Politik und der Action Frankreichs zu trennen, ohne große Verzögerung erwogen merken müsse. Gestern sei in offiziellen Kreisen der Meinung offen Ausdruck gegeben wo -den, baß ein Weiterbesetzthalten der britischen Zone unter den augenblicklichen Llmständen noch größere Gefahren für die Entente in sich berge als die Annahme einer Politik, die Frankreich in seiner Aktionsfreiheit lasse, die es nicht haben könne, solange die britischen Streitkräfte am Rhein bleiben. Während noch keinerlei Beschlüsse gefaßt worden seien und auch mindestens für einige Tage nicht gefaßt werden würden, bie britischen Truppen vom Rhein zurückzuzichen, berede sich bei britische Kriegsminister doch vor. das Programm für die Zurückziehung der Truppen aus dem Rheinlande auszuarbciten. Der irische Älttsstand. London, 12. San (WTB.) SrischeAufständische fotzten den Bahnhof Sligo in Brand, der mit 2 Pers onenzügen zerstört tour.e. Die ganze Rächt hindurch dauerte! her Kampf in Sligo an. \ ein und richteten nach Wiederaufnahme des Fern- I sprech- unb Telegraphenverkehrs eine Kontrolle I ein. Die Personen, die sich bei der Besetzung der | Post im Gebäude befanden, wurden festgehallen und nach etwa einer Stunde wieder freigelaffen. Unter den Festgenommenen befand sich auch der Vertreter der Associated Preß. Das Kohlen- syndikat, das sich ebenfalls in der Rähe des Bahnhofs befindet, wurde durch größere Kavallerieabteilungen sofort besetzt. Danach rückten neue Truppen ein, an deren Spitze sich der General Rampond befand. Der General, von zahlreichen Offizieren begleitet, ritt an der Zugspitze ein. Hinter ihm folgte Kavallerie, eine Radfahrerabteilung, Pan.er wagen und Infanterie. Der militärische Zug unterband längere Zeit vollständig den Verkehr, insbesondere den Straßenverkehr. Die Bevölkerung verhielt sich beim Truppeneinzug vollkommen schweigend. Die Geschäfte waren im Stadtzentrum ebenso wie in den Außenbezirken geschlossen. Die einziehenben französischen Truppen marschierten auf den Rathausplatz. Rach längeren Vorverhandlungen begab sich der französische General in das Amtszimmer des Oberbürgermeisters Dr. Luther. Der französische General teilte Luther mit, daß er im Auftrage seiner Regierung gewisse Maßnahmen in Essen durchzuführen habe, und zwar im besonderen die Besitzergreifung öffentlicher Gebäude, sowie des Eisenbahn-, Post- und Telegraphenamtes und der Kanalbaudireklion. Er erklärte weiter, daß er beabsichtige, einen Teil der Truppen wieder aus Essen zurückzuziehen, wenn tu Besetzung darch- geführt sei und die Ruhe und Ordnung nicht gestört werde. Zum Kommandanten für öffentliche Sicherheit und zum Verbindungsoffizier bestimme er den Obersten Clemencon. Auf die Mitteilung des franzosischeii Generals erklärte Dc. Luther, er füge sich nur unter dem Zwange der militärischen Gewalt. Ramens der Stadtverwaltung erhob er gegen die Ausübung dieser Gewalt Einspruch. Der General nahm die Erllärung des Oberbürgermeisters schweigend zur Kenntnis. Damit war die Unterredung zu Ende, die sich äußerlich in korrekten Formen abspielle. Sowrit bisher bekannt, wurden in Drede - neh Quartiere für 3020 Mann und 1000 Pserte angfordert, in Altenesfen für 2 Generäle, 30 Ossiziere und 220 Mann. Die Quartierzachle.? für Essen find noch nicht bestimmt. Es kann angenommen werden, daß noch weitere Truppen in Essen oder in den Außenbezirken der Stadt eintreffen. Die französischen Truppen ließen sofort nach dem Eintreffen in Essen Plakate mit einem Aufruf des Kommandierenden Ge icrals D e - g ou 11 e, dessen Hauptquartier sich in Düs'el- bori befindet, anbringen. In dem Aufruf wird mitgeteilt, daß im Ruhrgebiet zur Durchführung der dem Ingenieurko.ps an?e t bauten Mandate französisch: und belgische Truppen ftation'e t würden. Lim bie Ruhe und Ordnung aufrechterhalten zu können, werde der Belagerungszustand über das ganze von den französischen und belgische Truppen besetzt Gebiet vephänqt. In dem Aufrus wird toriter mitgeteilt, daß die deutschen Gesetze in Kraft blellei, insbesondere wird auf die Sozialgesetzgebung Armewiesen. Es wird auch ausgedrückt, daß der Achtstundentag bei- be'halten werden solle. Die Dchorden müssen ihre Funktionen weiter ausüben; für alle Personen des Rührreviers wird ein Personalausweis gefordert. Der Verkehr soll grundsätzlich frei bleiben, doch bleibt eine besondere Verfügung Vorbehalten Die Presse wird nicht zensiert, doch werden Artikel, die zu'Ru^'törnngen oder Beleidigungen der Besatzungstrupfen aussordern, bestraft. Das gleiche gilt für Flugblätter. Der Post- und Telegraphmverkehr wird nicht behindert. Schließlich werden Mitteilungen über die Kriegsgerichte gemacht. Der „S'eqcr'* von Essr'n. Lieber das Aullreten des an der Spitze der Desatzu.rgstruppen in Essen eingezv'enen französischen Generals berichten die Blätter: Er erschien vor dem RathauZ und schickte den Hausmeister zum Oberbürgermeister Dr. ßutfjenmü dem Befehl, der Oberbürgermeiftermöge herunterkommen und ihn auf den Stufen des Rathauses empfangen. Dr. Luther ließ dem General sagen, daß er in se nein Dienst- z immer zu sprechen sei. Rach einigem Warten be..u ernte sich der General dazu, den O erbürger» meister in dessen Amtszimmer aufzufuchen. Eine 9J?rtffcnt?crfflmnth!ita vor dem Einmarsck der ^-ran^osen. Essen, 11. San. (WTB.) In einer von allen politischen Parteien einberufenen Versammlung, die von vielen Tausenden Essener Bür- g e r besucht war, führte Reichsminister a. D. Dr. Dell, Llnterzeichner des Friedeirsvertragrs, u. a. aus: Aach unwidersprochenen Veröffentlichungen der französischen Zeitungen „Radical" und ^Pvpulaire" erklärte Poincare damals zu den Iou rnallsten: Wir gehen ganz einfach einer dauernden Besetzung Les Rheinufers entgegen. Mir für meinen Teil würde es wehe tun, wenn Deutschland zahlt, denn dann müßten wir das Rheinland räumen, und so würden wir den Rutzen unserer Experimente verlieren, die wir unternehmen, um friedlich, aber mit den Waffen in der Hand, die Bevölkerung am Grenzfluß zu erobern. Komme, was kommen mag, ein Sechzig- millionenvolk von der Bedeutung und der Kultur- traft der deutschen Ration kann nicht untergeben, unb auch deni unerhörtesten Gewaltdruck archt unterliegen, solange es sich nicht selbst aufgibt Will man uns Fnmdienste aufzwingen und uns Die Haltung Amerikas. Reuhvrk, 11. San. (WTB.) Durch Funk- spruch. Die .Reuyork World" berichtet aus Washington: Das Staatsdepartement gab die vorher verschwiegene Tatsache bekannt, daß es Frankreich mitgeteilt habe, es würde die amerikanischen Truppen vom Rhein zurückrufen, wenn Frankreich seine Drohung hinsichtlich des Einmarsches in das Ruhrgebiet aus führe. Die „Reuyork Tribüne" meldet aus Washington, der Beschluß der Zurückziehung der amerikanischen Truppen sei nach einem in elfter Stunde unternommenen Versuch erfolgt, "Frankreich zur Aufgabe des Einmarsches zu überreden und dessen Zustimmung zu einer Art der Reparationsbeitreibung zu erlangen, die Amerika genehm wäre. Alles deute darauf hin, daß die amtlichen Stellen über Frankreich mehr als je unwillig feiern Der „Reuyork Herold" erfährt aus 'Washrng- ton, keine Stimme das Protestes fei im Kongreß gegen die Aktion des Präsidenten Harding laut geworden. Die einzige Kritik, die zum Ausdruck gekommen fei, habe in der Forderung na ch praktischeren Maßnahmen bestanden, um Frankreich davon zu überzeugen, daß Amerika die Anwendung von militärischer Gewalt mißbillige. MM 6 Akt& wC mpti olle Brno Hutner, lern Viola Dana in Malle stspiel in 5 Akten. konalß entwurzelt hat! Ihr seid die Zeugen, wie Frieden und Recht von neuem gebrochen werden. Mit euch e, heben wir Protest vor der Well gegen den '>mch Les Xetcar^S, gegen der schwereren Bruch bti sittlichen Rechtes unseres Volles auf Leben, Island und Selbstbestimmung. Eine schwere Zeit hebt an, wohl schwerer noch als die Jahre, die ihr feit dem Krieg durch- tebt. Wie lange die Prüfung dauern wird, ver- n ag niemand zu sagen. Rur das wissen wir. baß die Rot aefleigcrt und verlängert wird, wenn Äolk und Staat ihr nicht in untrennbarer Einhell begegnen. Aber das auch wiifen und hoffen wir, laß festes Zusammen stehen des ganzen Volkes sie kürzen wird. Dazu wollen toic uns die Hände reichen und die Herzen stark nrnchen. Sn Stadt und Land laßt uns den nächsten Sonntag unter all dem äußeren Druck der inneren Erhebung ui Linen und ü"e all furch alle deutschen Gaue in Haas und Hütte unseres Baterlairdes gedenken, feines Leides und seines Rechtes! Berlin, den 11. Sanuar 1923. Der Reichspräsident: Ebert. Pie Reichsregierung: Dr. Cuno. Reichskartzler. Sr. Gcßler. Rcichsminister. Dr. Hermes, Reichs- ranifler. ©röner, Reichsminister, Dr. Brauns, Rrichsminister, Dr. Heinze. Reichsminister, Dr. v. Rosenberg, Reichsmrrister, Oefer, Reichs- ^Minister, Dr. Decker, Reichsminister, Stingl, Reichsminister, Albert, Reichsminister, Dr. Lutcher, Reichsminister. |3.0£ ttzciicral' »rrf«^5 SW? denesj bfiiü M1- unirre er Bade* denen nl*i'en; taten; TfleitcU* •ilane- druttei aniifl11™ bednnl' elf lififn erbend »6 A i cnivy trrfli'8, Server- iohei®: GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vNkS vnb Verlag: VrShl'sche UnwerfifStz-Vnch- und ZteindruSerei R. Lange in Gießen. Zchnftleitung und Geschäftsstelle: Schulstraße 7. Piff ZÄ Jägssdiuh Ersuche! **• ' ortrac- mungl. " | -rsitäts-Cafe •otockFreitagv.4 -!! Ul. )nzer< O t 91 1 w • m k bi*. » n j* S " r S' ; f 0 I 0 n< 9 d o i ' tii r kwrlfche ‘Xegfcnmfl traf schürfst« MaßTtahmen, um eigenwilliges LleLerschretten der memel- ländischen Grenze durch einzelne prlvute Personen zu verhindern. Alle anders lautenden (Nachrichten entbehren jeder tatsächlichen Grundlage. Memel, 11. 5san. (WTB.) Heute früh verhängte der Oberkommissar durch ein« Bc- lanntmachung den Belagerungszustand über Memel. D^ öffentlichen Lokale müssen um 9 LIhr abends schließen, kein Bürger darf nach dieser Zeit mehr die Srrahen betreten. Poincarä in der französischen Kammer. Pari«, 11. Jan CD TB.) 3n der heutigen Hitzung ber Kammer unterstrich Poincar « die Tatsache, dafe Frankreich finanziell nicht imstande ki. tDctwr einer Herobsetzu ig seiner Forderungen. noch e ner Qffnmi(krunj der sranzö.iichen Forderungen mit drn interalliierten Schu drn zu- Aufümmen. Frankreich fei aber ,u einer allgemeinen Aegolung ter interalliierten Schulden be e t G« l führe JBan muh <3 alb überwachen und, wenn nötig, zwingen Deshalb bie Pfandnahmr und namentlich bie bn Au hr gebiet verlangten Daran ti en Der Hava-bericht fährt an dieser Stelle fort: Botncarü läht also keinen Zweifel darüber, dach vaö sian^slsch: Programm, da- er ber Variier Konferenz unterbreite! hab«, nur eine WirtfchaltS- kontrolle hätte schaffen sollen, durch die man ohne irgendeine militlr.sche Interoention hätte annähernd eine Milliarde Gold mark erlangen können Poincar« fährt fort: Italien und Belgien hätten in gleich« Welle die Aotwendigkeit der produktiven Pfänder anerkannt. Vvch niemals feit drei Jahren hätte man Frankreich, da« auf 52 Prozent ber Aeparattonen Anspruch habe, vvczuichagen. den Bersaill er Vertrag umzusl ohen. der nicht nur ein innere- Staats- gebt), sondern ein internationaler Akt sei. Poin- carö spricht auch davon, dah der englische Plan Deutschland gestattet haben würde, seine Suprematie über gan* Eurovn aufzurichten. Er geht alsdann dazu über. Kritik an dem vorgesehenen DankierauSschuh au üben, und lagt: Wie qrofe auch die Macht der internationalen Finanzleute sei. er empfinde keinen Geschmack daran, fte zu einen-, Schiedsrichter zu machen. Frankreich und England konnten loyal miteinander verhandeln, ohne ihre Allianz in Gefahr zu bringen Poin- caiv geht alsdann zu den Feststellungen der B erseh l u n ge n über, die die VeparationSkomrnis- sion bei Den deutschen Holz- und Kohlenlieferungen habe konstatieren müssen. Deutschland behaupte. bah die gebotenen Preise zu niedrig gewesen seien, wahrend eS Holz und Kohlen direkt zu niedrigeren Preisen angeboten habe. Es handle sich also um ein Manöver Deutschland könne ungeheure Quantitäten Stickstoff herstellen: e« könne zweimal mehr prvdu- giertn, alS feine Landwirtschaft nötig hole, e« könne achtmal mehr Erplofivstoffe herstellen, al« hie Alliierten imstande fesefen feien, während der KriegSperiode zu fabttzieier Wie ich im Monat Dezember gesagt habe, anil Frankreich nrchi au« dem Böhmen deS Versailler Vertrag« heraus- Irrten, und wenn e« heute in da« Vuhrgebiet ein- marschiert ist, so geschieht e« nicht, um Irgetb ’etUxi« vom deutschen Patrimonium zu nehmen, so idem nur, um die gemetnlamei Interessen ber CO liierten zu verteidiget. Poincarö behauptet, die deutsch- Beg.e/ung habe bie Fvrtschaffung de« Kohsensyndikat« nu« Essen begünstigt, we.l e« jedenfalls Tk-nxie für die Verfehlungen de« Deutschen Vciche« eithalten hätte. (®in Abgc- trbncter ruft: Dann holen Sie sie doch in Hamburg!) Der Ministerpräsident protestiert alsdann gegen bie Auslegung, bie man der Zurückziehung ber amerikanischen Truppen gegeben habe. Vich S sei weniger richtig, ab zu behaupten. Amerika habe badurch gegen da« Vorgehen Frankreich; protestieren wollen. Schon seit langem sei ber Enllch'.uf) gefafet wo. den Deutschland selbst habe die Belassung ber ameri- kanisch-n Truppen verlangt, wie eine Proklamation de« General« Allen am älnabhüngmkeit«- lage betvelse. Gestern haben unsere Truppen bl - cng'.i ch> und die amerikanische Be'ayungSzone durch'ch it en und sind überall Im Geiste voller Kameradschaft au'genomme i Worten. Zweise i S o h n e zwingt un« da« Beiseite» stehen England« Vorst chtSmafe- regeln zu e r g c e i 1 e n. die ihm (Potncarö), wenn er sie nicht genommen hätte, in gerechter Welle hätte zum Vorwurf gemacht werden können V< brtmllchen wir un« doch nicht dah wegen d*S Versagen« England« diese Pfandnahnre weniger ticbulliu sein wird Ich weise sogar in loyaler Weise da, auf hin. bah man sehr bet räch Nche Zahlungen •> fy erwarten kann. Aber Gering« Zahlungen sind doch immer noch mehr als gar nicht« Dic Kammer muh der Regierung ihr Bert rauen schenken. Ihinahmc des Vertrauensvotums. Pari«. 11. Ian. Der Kammerpräsident gab bekannt, dah drei Interpellationen vor- liegen, die sich auf den Abbruch der Pariser Äon- feiern, bie Besetzung ber Auhr und die Verhaftung der kommunistischen Führer beziehen. Poin- c a r t erklän« namen« der Aeglerung. bah diese die Vertagung der Interpellationsdebatte auf den ersten Freitag Im Monat Februar beantrage Dic Verschiebung, an die die Aegierung da« Vertrauensvotum knüpft, wurde dann von der Kammer mit 4 7 8 gegen 86 Stimmen angenommen. 3m Senat gab Pvinearö die gleiche Erklärung wie in ber Kammer ab Der Senat be- fchloh einstimmig den Maueranschlag der Sr- Läcungen Potncarätz König Konstantin t- Palermo, 11. Jan (WTBf ErkSnig Kon- tlaniin von Griechenland ist gestorben Aus Hessen. Zur Aegsermtgskrts«. Darmstadt. 11. Jan. Zwischen den bisherigen Koalitionsparteicn fanden gestern bonnittag Derchandlungen statt, die bis 1 Ahr den. Die Verhandlungen, In denen die De- dauerten und am Aachuttttag fortgesetzt war- mo fiat en darauf beftanben, dah bie Be- seyuug deS Finanzministeriums aus ihren Ve hen, also eine einfache Ersetzung dcS FlnanzministerS Henrich durch einen anderen Demokraten völlig unmöglich fei, führten zu dem Ergebnis, daß nun der StaatSpräfident sich an einen Parlamentarier ber Deutschen Dolk« Part«i zwecke Liebern ahme deS FinanzministerunaS wenden wird. Auch Hessen soll tut LtaatSgerichtShof bet» treten feie. Dl« AeichSjustizminister Dr. Heinze gelegentlich seines Münchener Aufenthalt« mitte llte, soll von den sechs Beisitzern deS süddeutschen Senats des Staats^er.chishofes zum Schutze ber Republik auch einer von Hessen gestellt werden. Bon den übrigen Beisitzern erhält Bayern drei und Baden und Württemberg je einen. Aus Slaöt und Land. ® l < b e n, ben 12. Januar 1923 Die neue PortoerhShnnq. Die vom 15 Ianuarab gütenden Post - und Telegraph engebühren werben nunmehr bekannt gegeben Innerhalb D otschland« beträgt die Gebühr für Postkarten im Fernverkehr 23 Mark. 3m übrigen fintz die Gebühren für P v st ka r t e n, Briefe, Drucksachen, Geschäft«- Papiere. Warenproben und Päkchen gegen bie jetzt gell enden Sitz« verdoppelt: für Pakete bi« drei Kilogamm Aabzo^e 200 Mark. Fer.rzone 403 Mar:. Alsdann steijen fie bl« zu 20 Kilogramm um 53 bi« 103 Mark in ber Aah'.one In der Frrnzone gelten durchweg die doppelten Sätze Postanweisungen bi« 1000 Mark 30 Mark und steig?n dann bU zum Betrage von 50 000 Mark auf 220 Mart. Einschreibgebühren 40 Mark. Gllbestel lung im Ottsbezirk 63 Mark, im Landbestellbezirk 175 Mark. Paketbestellgebühren 50 bi« 100 Mark, Zeiku,g «Pakete 25 Mark. PaketauS- gabegebühren 23 bU 50 Mark, ZellungS- pakete 15 Mark. Za hl ka r ten bi« 1003 Mark 15 Mark. Ferntelegramme Gran, gebühr 93 Mk., älngn'm und Tschechoslowakei 70 Mark Ausländsbriefe 113 20 Gramm 153 Mk, jede wetteren 20 Gramm 75 Mark, nach Ungarn und der Tschechoslowatoi 123 bzw. 75 Mar'. Die 3nlandSg?bühren gelten cu h nach dem Saargebiet, nach Danzig und nach dem Memelgebiet für Briefen, ungen, ferner nach Luxemburg und Oesterreich. Eine wichtige (Entscheidung für Angestellte. Man schreibt un«: „Unter dem Vorsitz be« LandgerichtSrat« Trümpert hat die SchledSstetle für faufm. und te ch n. Angestellte folgenden Schied«! pruch gefällt: „Die Ueberftuiben an Samstagnachmittagen, sowie die gesetzlich zugelassenen Arbeitsleistungen nn ben Sonntagen vor den Feiertagen (Weihnachten ufto.) sind nach § 4 be« Tarifverträge« für bie kaufmännischen und technischen Angestellten in der Stadt Dieben besonder« zu vergüten." Die In Frage kommenden Bestimmungen de« § 4 be« Tarifvertrages lauten: „Ueberftuiben finb tunlichst zu vermeiden. Werben au.'nahmZw.ise U«5erftunben vvt der Betriebsleitung angeoidnet, so sind dafür neben ber jetocil« zu errechnenden Stundenvergü ung (mindesten» de« TRonaUgebalt«) 25 Proz. Äu schlag zu vergüten. Für die von drr De- trieb«lei ung angeor nete autzeraewöhnlite Sonntag«- u tJ Äachuirbell wird nebe i der Stundenvergütung ein Aufschlag von 50 Prvz. befahlt. Die vor Beginn und nach Schlub ber AroeitS- Slt Vorkommen den Arbeiten gelten nicht al« eberftunben, wenn dabei l/i Grunde nicht überschritten wird. Die ersten beiden Ueberstunden gellen nicht al« Nachtarbeit." t Mit vorstehendem Schiedssvruch ist eine unterschiedlichr Auffassung zwischen Arbeitgebern und Angestell en in 3n$u;"trie und Kleinhandel klargestellt. Die äl.ber«:undenVergütungen für Dezember sind sofort nachzuzahlen" (Sine förrfommlunq brr obrrbrifi idirn Sdirrittcrmriftrr fand am Mittwoch vormittag im Fellenkeller zu Diesten unter dem Vorsitz von Haubach- Diesten statt. Dir Deran taltung war aa« allen Teilen Obrrhess m« austecordenllich gut besuch!. Zunächst sp ach ter Vorsitzend? M Lande«- verband« h.'ssisch.n: Schrei re.meister. Lauten- bachcr. Er brleuchtete in ausgezeichneten Worten bie wirtschaftliche Lage im allgemeinen. unb im besonderen die Fragen, die dem Sch einergewerdr an den LchenSnerv gehen. Die Preisbildung tonte bri dem rapiden Fallen bei Mark nicht tn dem gleichm Tempo folgen: mit schuld daran kten bk langfristigen Verträge. woraus haudtsächstch bi; Berlufie resultieren. Sehr in eressam waren bk Ausführungen üb:r die PreiSlrhre im Handwerk. Hauolaufgube der Fachorganisarivnen f^ e«. bk Prei « wirt- s cha f l in Ordnung zu halten, um da« Ver- tiaucn in Erze tger- und Verb.auchTrkrei en zu erhalten. Hur durch Zusammensch utz. gegenseitige Belehrung und Angllede nint an ben Lande« verband hessischer Sch7i.inrr.relster unb nur durch gemeinsame« Handeln ßme die schwerbedrängte Selbständigkeit be« Sch et-Tergetnerbe« et hallen bleiben. Architekt May- Drost-llmstatt sprach über die katastrophalen Folgen be: arrredrohten Ausbeutung der Domanialforsten durch bie Fra nzofen. Fall« pracha. Erst am AaLrmllag gegen Her ülhr fand die interessante Versammlung chren Ablchlust • ** Amtliche Personalnachrichten. Crnamti wurden am 9 I«muar ObenDUfefrttür Georg Hest m Diesten (Hauptzollamt) zm ZollinspÄtor, Zollprallikant Otto Köhler in Diesten (Hottotzol-'anM zum Odornollsekretär. — Ga « pretfe. ES bestecht ficher vrlfoch ülnllarheit darüber. tote die jewcllige Berechnung ber DaStosten zu erfolgen hat. Don zuständiger Stelle haben wir foU»e tbe AFlinten erhalten 1 Kubikmeter DaS wirb von e.ner Hängelampe in 9 Stunden verbrannt, woraus sich bd dem jetzigen DaSprei« ein Öamben- br.i« von 18L5O VN, ergibt Bot Gasherd und DaS-Stehlampe täfel sich nur fest- ftOlen, dast tn der Ae^el ber GaFi/.'rd etwa in 2i» Stunden und die Stehlampe in 7 Stunten 1 xubifm-ter Da« verbraucht; die Staate »preise stellen sich in beiden Fällen auf ca. 66 unb 23,50 Mark. •• Don ber Strahendahn ange- fahren wurde gestern m.haj gegen 1 ulhr in bet Marllstrafee ein fünfjähriger Knabe namens Rentmeister, Droster Steinweg 16 wohnhaft. DaS Kind erlitt kleinere Verletzungen, hauptsächl.ch Hautabschürfungen. 3n einem benachbarten Hause wurde dem Kleinen bie erste Hilfe zuteil, dann würbe er von seiner mittlerweile herbeigerufenen Mutter in die elterliche Wohaung verbracht. Dem die Schuld an bem Unglücksfall zur Last zu legen ist, dürfte die noch im Gange befindliche Untersuchung ergeben. vi Diebstahl. 3n der Dacht zu gestern wurden auS einem Lebensmittelgeschäft Schinken, Wurst, Stear.nlichte, Mandelseife und einige Prckcken Tabak entwendet. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. •• Die Margarinepreise erfuhren gestern eine abermalige Erhöhung, und zwar um 200 Mark für das Pfund. •• Die Pf legegeldsähe in den Hess LandeS-Heil- unb Pf legean stallen sowie in ber Heilstätte für Aervenkranke in Diesten find mit Wirkung vom 1. Januar ab wie folgt festgesetzt worden: l. In der ersten Klasse: Für Hessen 540 Mk., für Aichthesfen 930 Mll II. In der zweiten Klasse: Für Helfen 360 Mk., für Aichthefsen 675 Mk. 111. In ber dritten Klasse: Für selbftzablende Hessen 225 Mk.. für sellbstzablende Aichthessen 453 Wk.. für hessische Fürsorgeverbände, Krankenkassen unb die LandeS- Dcifid)cvung«anftaü Hessen 270 Mk., für nichthessische FÜLsorgeverbände. Krankenkassen unb sonstige Lande«Versicherungsanstalten 330 Mk. täglich. In besonderen Fällen kann in allen Klassen ein höhere« Pflegegeld tn Ansatz kommen. Für Intradenpflegli.ig? und) ber P 'e^geldsatz auf 100 Mk. täglich festaesetzt. In der Heilstätte für Vervenkranke in Dietzen werden bie Kranken nur in I. und II. Klasse verpflegt S« zahlen in der I. Klasse: Hessen 750 Mk. und mehr. Vicht- beffen 1125 Vlk. und mehr. 3n ber II Klafse: Hessen 675 Mk. Und mehr. Vichthessen 933 Mk. und mehr. Für Fürsorge verbände. Krankenkassen und Minderbemittelte: Helfen 450 Mk. und mehr, Vich h.ssen 540 Mk. und mehr. *• Unfall, Unfallverhütung unb Unfallentschäbigung Der 7. Tod-ag te- ha-'deltr zunächst bui \ laufende Maschinen erzeugte Ver agerungen, ^-ehnun^rn und Zerr ifeun- gen der Fingerstreckfehnen lvwir Mullelve knöche- tu 'gen nach Druck schwerer Lasten Vach einer Ue'>e/fichk über dir Topoavavhi: u d BrsLasten- heil der D u t- urd DauchhbhleneingeweiLs wurden Fälle gezeigt, in denen nach Stofe einer Wagendeichsel urd eine« Dampfmaschinerkvllen« Sgen den B u ttora sowie nach Sturf von einem r üst Lu^gmb alun ci ^nd He zerwe.terrn t au:- treten. S« so gte eine Schilderung drr Anlage zu Un^erleibSbrüchm und d r Au blldunz derselben unter der Einwirkung von Traumen-Erkennung. Vepvfltion und Zurückhaltung ber Brüche wurden demonstriert Daraus führte der Bort^-agende mehrere Fälle vor, in denen e« sich nach Einwirkung stumpfer Gewalt um Quetschun g oder Zerreißung de« Leder-. Milz- und Bruchfveichel- drüsengewebe« fotok* um Magmbluiungen und Thipturex ber Darmwand handelte. * Die Ablieferung ber Steuer- markenblätter. Mt Tkück ick t dar auf, dast bie Finanzämter im Monat Februar durch bie Abgabe der Q nkommensteuererk.ärungen stark in Anspruch genommen sind, must bie Ablieferung bet Stouermarkenblätter von 1922 spätestens am 31. Januar beendet fein. Dine Verlängerung b'.eser Frist kann nach Anordnung des Ve chSmintsterS der Finanzen unter keinen Umständen ftattflnben. Wer bie Steuer- rnarkenblätter nicht abliefert, chtt zu gewärtigen, tast seine Sinkommensteuer im Dege der Veranlagung festgestellt w rb, ohne bafe bie etwa cntwerieten 6teuennarfcn zur Anrechnung kommen. " (begen bie Bevorzugung ber Ausländer auf der Eisenbahn. Die Klagen über Bevvrzu tunz der Au iländer vor den bcu scheu Aciferrden in den Zügm Haden in letzter Zett zugenommen. Der AeuchSverkehrömtoifter we-^et s»ch jetzt tn einer Verfügung gegen die Miststände. die sich scheinbar aut der Trink- geldgedefvud gb4t mancher Valuta starken A Isländer ergebm habe, ui3 toett biraul hin. dafe gegen bie Belegun mehrerer Plätzr durch eine Person au h bei Lösung der enstvrechenden ^ahl von Fahrkarten einzulchrrtten un) bie nach bem Pertonen- und Grväcktarif zuläs ige Belegung ganzer Abteile turch einzelne Re fend: voelöu'ig bi« auf bie Fälle au «zufetzen ist. too besondere Weisung dazu ergebt „Den AuSländem wird auch tm übrigen Dom Zugpersonal." so helfet es werter tn ber Verfügung, „vielfach errffeeoe I Aufmerksamkeit bei ber Anweisung oon P untz gröbere« ®e!gigieltonmin bei Ha-d e-chun-V gen, z. B bei ll.i: . rinzung von Geväck'rücken! gezeigt al« den Inländern offe.ibar in ber dr-1 lärmig, bafe teair re chliche Trmtgelder qe- gever Derben. Ita« rrif r Octoiberi cufe für Mel Schlafwagen! zu Die Annahme von Trink- cetberr: t t an Nch u rzulasuz fte ist auch bem | A. tehen ber getomt. n ^eoinren chast in botete ^.ade obrrngitch. Bedienstete, bie sich a^er grr I turch Trinkgelder bewegen la' e Unterschiede in ber Fürsorge für btc Vei'enden eintreten z»l la* -i und deutsche Jtn’enbe .oer »ahl-l ' ifti;ci Au : ndern zuruckfey n :a bcln trü bei to* grob pstichnvid. ig siegen en '.stche«l Verhalten mu^ -i alle- Schar'r en;efch • ce 1 werbe " D r V iL - rkc r - .ni bT?t bafeg Mc u-auläl :gc Beooriu.1 ng von 2Li*ldnbeail nutzer ei ter 35 tralung di lotcrine Zurückz.etzungl aus bem PcrtonenzugMr, ' iur Fo:g.- baren] werde Die Kvnrroi!bxi-n:n sind an ie rie>n. tall Verhalten ber Zug beamten be gegenüber besondere »chatt ,u uderwachrn E«1 ist weiter beobachtet worden, bah namentlich vonl den Ausländern unzul^f ig viel Handaet^ die Abteile genommen wirb, toobei sie Die will-W fahrige Unter rübury der G I vielfach wird sogar Dep^ gebracht Auch gegen diesen Vlife. rauch soll mitl aller Schärfe etngefchrntten werden. Bornotizcn. TageSkalender für Frei taa ] Stadtthea e . 7 llhr .Sca nchvlo iGa'fc imäde! > e — Luch fpi-lhau- Bahnhoi st raste, ab bejbt . Diez Erlebni c et -e Kammerzo e u:ib „Ec ali Aaypn- I ch-f- — Die VortraaS-Vereinigung hat I ben Vortrag^kunstier Emil Küyne au« BeniltzH für nächsten Sonntag zu ctrxnn „Lustigen 2L«.ib*| eingeladen. Dem Künst>- getr ber Ruf eine« I unserer besten Humottl-e > torau« Er dxrb seinen I Zühörern ein recht abaechllungs .eche« P.ojranua ] bieten (S Anzeige.) tP ctervornnMAßt für SamStag: DoMg bi« heiter, strichweise Hebet schwach» I nörtzlich: Winde. Fröste Der tiefe Druck ist weiter ost wärt« geiogee 1 und wird axf.ecfein schwacher. Der hohe r>ruM im Westen ist wieder (tirfer geworden und llehM durch eine Brücke mit bem grotzen toaHncnlala ! Hoch über Aufeland bi Vechindung. Landkreis (Yicszcn. * Grünberg. II. Ian In ber gestrig« V Sitzung te3 »emeinberat« bracht? ber BüoW 8c meiste ' eine Zuschritt der Bu tz d a ch - L i ch e r I lifcnbabn von 30. Dezorn >ee 1922 zur öste «»I lichen Kenntnis, worin die Brtzale lunj btc Voi- I Wendigkeit einer tatbigen Einschränkung det I Personenverkehrs l ar u egen versu cht.H wenn ander« nicht ber Betrieb im folgenben ^a^r» I canz zum Erliegen kommen solle denn zu dieser I Zeit mühten 4030 Schwellen unb einige« ÄleinÄ eisen^eug erneuert werden, toa« bei bem greenträ * I ttgen Prei« von 8033 Mark für eine Schwell» I 3. Klaffe einen Au wand von mindesten« 3 t MilW (tonen Mark für bie Austoechslung von Oberbau® material erforderlich mache. Selbst wenn ber Ge*« samt Überschuh de« lausen ben Hahre« in den Er-1 'X’uerung«1onb« gelegt Ue"bc. bleibe immer noch! ein Fehlbetrag von 22 Millionen Mark Da a» I eine autzeror?entliche Erhöhung der Tarife, bi» I bereit« bie Vcich«bahnt nichD zu benfen sei. bleibe nicht« anbere« übrig, all I an ben Aufgaben durch bie Einschränkung de«W PersonenverlchS zu spa er. ba im Gegensatz uqß ertraarridyn Oütcnef.U ber PerlonenverkrhrM dem Uni.-mebmen nur Kostm vnrur ache, die b rch I dte Einnahmen bei we tem nicht gedeäM würden Siefen Au «lastungen be-.gefügl tvatj der Entwurf eine« 5a‘;rplan», durch de's«W Einführung spätesten« am 1 Februar» eine Ersparnis von etwa 22V, Millionen MaM Im Jahre erzielt, der Fehlbetrag also gebedH werden könne Die weiter »räuberte Auffassung I der Verwaltung, sie sei sich darüber klar, bah bei angestrebte V?rschlechterung be« Fahrplan« etnM gvefee Erregung In ben einzelnen CbemetnbcÄ hervvrruton werbe, erfuhr für Drünberg ib^l Bestätigung, al« man bie Zumutung zur KenntniW nahm, sich fürder mit einem einzigen Zug «I begnügen, ber überbie« noch gegen •/,!! Ufer rimW treffen und gegen 11 Ufer wieder um kehre« tofljl er wäre allo völlig unbrauchbar, fowoW für die Bewohner der umliegenden Orte, al« au« für bie ©runberger Geschäftswelt unb bte n«| auswärts kommenden Schüler Der Gemennden^ stellte fest, bah die Bu ybacher Hälfte btrl Dahn gegenüber der Strecke Lich-Gründer i nntl ganz geringe Einbufeen erleiden soll HS I soll gegen bte offensichtliche Benach t ei-J 11 g u n g ber Stadt Grünberg unb ihretI Umgebung schärfster Einspruch erhoben werden. Zum minbeiten mülle die BerbehattunM be« Früh zu ge« unb auch de« Vachrn it tagSzuarSA gefordert werden. Der Vertreter ber Stadt 'ou> diesem Standpunkt in ber Hauptverfammluag Ü»M Aussicht«rat« Geltung verschaffen. flrciü Büdingtn. • Büdingen. 11 Ian Da in bem B er I wal tu ngSst reit verfahren gegen bhj Otmeinbetat«toablMt® gen da« KreiSauSfchufeurteil noch nicht ibgelaa^ I ist. mittlerweile auch toetrerer Etnfprach beisl PrvvinzialauSfchab erhoben wurde. 3 tn 11 e rll ba« alte Eemeindeparlament eint'l weilen toeflet. — Benniht mirb kSer bal| 46 Tfabre alte Frl. Elisabeth Koch Ihe leea schwunbene hat eine Mitteckung binterlafkn, ach« ber He ben Tob im Wasser kucken wnsteI Man vermutet, bafe H- sich In bem stark flrcmcÄ den Serw.-nbach e. tränkt hat K Ortenberg, 11. Ian Astche« JagdI alüd hatten htellge Jäger Se schollen in dal hiesigen und in der anarrxenben ?agb kurz r-ach-ß n na aber drei Füchte, barun'.er ein befondeM schöne«, grobe« Erernplar Äreie Friedberg. • Butzbach 11 Jan In ber ersten StttM I be« neuen Eemeinderat« ist e« gleich I einem Konflikt gekommen Al« man sich nd I her Bildung ber 2 2«s chü f se be^ch5ttigM erklärte der Spache der S v z i a 1 d e m o k r a« I tfschen Partei, der Bri ordnete Wi11iS .5)ii Aufstellung und Abstimnuing hierüber tr Heutiger Stand des Dollars 10 Ufer vormittag«: ■ Berlin 10 500. Staethut a. M. 10 5001 eiö & t otrr wrfilt *1«« prP ,M< 0i tm 6*1 33* tethaU Sieh , tauf!. M irdedn "6 Urb« t«( S IKWrrt he I irr egetri an H Td Uitet bt 2 « M ntbrt l-lgebauten Körper Erfolgsmöglichkeiten, die 1 Dalum: 6 man sie bald wiederzufehen hofft. Magie Hch. Dreitwieser, 20 Jahre alt, an in Darmstadt, zu gnis, vier crxll ere An- uxtrie.t rairgclä ausreichenden Beweises freigesprochen. I3_ Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) 10. Januar Liuill. No lern. 11. Januar ?lmil. Noiiera. Antw.-Brüssel . Holland Vonbon Paris Schweiz Spanien Platten Vissabon-Ovorto Dänemark ... 9ioriueacrt . .. . Schweben .. .. OeliinatorS... . diennork Denisch'Oesterr. Bubaveit Praa . Agram rigen Parteimitglieder sch.eöe,, aus sämtlichen Einissivnen aus. Man ging dann zur übrigen ixgeäocbnung über. Brief i'.m- 717,- 2780- 4160.— 14,90 105ri - 481'0 — 517.— G57- 3 0 7>0 296,- 5Ö2<- S5.,.. spd. Franlsu rt a. M. 11. Ian. In der 9; drvtkartenfälschungsasfäre, über die tl ift gelungen, die Drucke e'. ausfindig zu machten, m der die Starten chergestellt roerben. Trwtzdem -uchm die Karten an jeden Tage wieder auf, ,ule in diesem, morgen in jenem ötabtlcile. !L$ zur Stunde sind sieben Bäckermeister xb Kaufleute verhaftet, die sich mit cm Vertrieb der Karlen befaßten und sie vor Boll sah sie ihn an, er tvar schier erschrocken übet den Blick ihrer Augen, so nah in die seinen. Er sah ihr nach. Sie ging dahin, vom Winde gefegt. — — Hans Bast trat an feine Tür, er fühlte eS, da kam was gegangen. Er wollte öffnen, da sprang die Tür auch schon auf — mit einem Au,heulen des Windes flog seine Tochter herein. .Maria!" Er tpar doch erschrocken. .Vater, Vater!" Mit einem Aufschrei warf sie sich gegen ihn, sie klammerte sich an ihn, schutzsuchend, hilfeheischend. Hans Bast hatte einen Raubvogel schweben sehen über trauriger Höhe, schwebend ob einer Taube — nun war der niedrrgestohen auf die Taube. „ .Mer hat dir etwas getan?“ fragte er finster Er wurde bleich vor Zorn, seine große Hand ballte sich. ie Gicht». 11. 3an. 3i ter gestrig« oerdläbrajtrterbür IterAuhbach-Liche 1912 zur Wr die DMeiUnj die ; rii Einfchränkungdkl : s Lat u egen verfuH betrieb im folgenden Crit nxmen folle; denn zu diele grodlen und einigt Klein den, waS bei tem gegenttär 0 Mr! für eine Schwell mb von mindesten; 33 Mi! !lu Wechslung von Oberbau nache. Selbst wenn der ®t Renten ZrhreZ in den S: lie?te, bleibe immer mx 2 Millionen Hart Da a ab 12. 3anuar etwa 68 Prozent gegenüber Dezember betragen, zuzüglich der Abgeltungen der ür die erste Dekade des Januar bereits eingetre- tenen Lohnerhöhungen, wozu dann noch für die besetzten rheinischen Gebiete ein besonderer Zuschlag für die infolge der Desehunz zu ertoarten- ben wirtschaftlichen Erschwerungen zugestanden werden muhte. Diese beiden letzteren Post.n fol.en bei der nächsten Preisfestsetzung berücksipt gt wer- den bzw. wieder entfallen. Dementsprechend betragen die Preiserhöhungen netto für Rhein« lan^Westfalen 10 183 Mk je Tonne Fettförber- kvhle, für die übrigen Reviere durchschnittlich: Aiederschlesien 10 327 Mk., Sachen 11 820 Mk.. Aiederiachsen-Darsinghausen 10 850 Mk.. desgl. Ibbenbüren 9871 Mk., Aachen-Elchweiler 12 410 Mark, Aachen-Rvrdstern 13 278 Mk.. rheinische Braunkohle: Rohkohle 1555 Mk., Briketts 5Ml Marc, mittolbeu sch- Reviere: Rohkohle 24 2M B.i.etts 6432 Mk Ein Vertreter de3 Reichs» zuirtschaftsministerlumZ gao die Erk.ärung ab, dast tas Reichswirlschaftsministerlu n tot sei em Vetorecht keinen Gebrauch machen werde, wril die gefv.derten Beträge zur Aufrechterhaltung des Bergbaues notwendig seien. Die Preis- erhöhu tgen treten mit Wirkung ab 12. Januar in St.aft Zu Beginn der Sitzung legte der Vor- itzende unter allseitiger Zustimmung energisch Protest gegen die rechtswidrige, den Bergbau chwer gefährdende Besetzung des Ruhrgebiets ein. Handel« Erhöhte Kohlenprelse. möge, tr. (Wclb 635.90 4107,20 482’4,05 708,23 194250 1601.- 500,75 2059X5 1897.75 27:13.13 2 9.35 10336.63 14,96 369, - 291,25 10675 Jorattdfage Qniitag; Frankfurter Devisenmarkt. (Telegraphische Auszahlung.) Briek 639.10 4127 80 48495,95 711.80 1947,50 um— 501,25 207,45 1’107.25 274685 260/15 10388,40 15 04 371,- 298 75 107,25 2ln der Stadtmauer rutschte etwas. Don Bücklers Schultern auf Bücklers Kopf, von Bucklers Kopf auf einen Mauervorsprung und von da weiter hinaus kletterte das Iulchen aus Weher- bach; eine Katze war nicht gelenker. Run war sie am Fensterchen, reichte eine Feile hinein und wickelte sich einen starken Strick von den Hüsten los. Sie selber kam schon so wieder hinab, sie brauchte kein Seil dazu. Die Feile seilte, und was von den Stäben angefeilt war. das brach der schwarze Peter mit feiner Riesenkraft durch. Am Strick liest man einen nach dem andern hinab: der letzte, der Husaren-Philipp. brach zwar den Fust — er war besser zu Pferd bei den Oesterreich--rn gewesen als hier beim Absprung von bei Mauer — aber sie schleppten ihn mit, trugen ihn abwechselnd auf den verschlungenen Händen. Als die Morgensonne das Kaschöltchen beschien, hing als Erinnerung an die Galgenstricke nur noch ein Hanfstrick da und scheuerte sich im Wind an die Mauer. Die alte Duzliese mir war zurückgeblieben, ihre Zelle ging nicht nach der Stadtmauer hinaus Aber sie war ja auch so unschuldig, nie und nimmer wäre sie geflohen. Sie wurde bald sehr krank' es würde wohl mit ihr zu Ende gehen. Man brachte sie zu den barmherzigen Schwestern. Aber kaum einen Tag dort, so war sie auch weg, in der Rächt aus dem unvergitterten Fenster des Schlafsaals zu ebener Erde gestiegen. — 3n der Eulenpütz stand die Spelunke leer, das rote Laternchen über der Haustür brannte nicht mehr, und der Wind schlug den Laden auf und zu vor der verlassenen Stube der schönen Amte. (Fo-st^tzung folgt) Gels 653,35 41t4.<0 486:810 717,2) 1960.10 1623 45 519,70 2094',75 1928 15 2793,- 2 H) 35 1O423/Ö 11,96 389.- 299,25 106.75 Berlin, 11. Han. (WTB.) Anschließend das Ergebnis der Lehttägigen Lohnverhandlungen muhten die Organe der Kohlcn- wirtschaft beule in neue Kohlenpreisverhandlungen eintreten. Di: Preiserhöhung2- anträge umfaßten im allgemeinen einen Aufschlag von 5 0 Prozent zu den bisher geltenden Rettopreisen, wach c rd die Lohnerhöhungen cachten dem Künstler wohlverdiente Ehrungen. Das leider nur mästig besetzte HauS bewies le schuldige Dankbarkeit in stürmischem Beifall, r sich mehrere Wiederholungen erzwang und c Künstlerin die Gewistheit mitgeben ~=-- Unter dem Zreiheitsbaum Roman von Clara Viebig. Brief 6'6,65 4'65.40 48 71,90 720,80 1931,90 163155 52L30 2105*25 19 7.85 2107.- 261,65 10476 15 1503 391.- 300.7.7 101,W Berlin, 11. Jan. Der Dörsenvorstand be- schloh, bis zum 3. Februar 1923 die Wertpapierbörse nur Montags, Mittwochs und Freitags stattfinden zu lassen. Berlin. 11. Jan. D ö r s en st i m mu n g s- b i l d. 3m Devisenhandel wurde anfangs ein Dollarkurs von 10 250 genannt, später gewann die Haltung aber einen festeren Anstrich und der Dollar stieg auf 10 430. Das Geschäft hielt sich bei fester Grundtendenz und leichten Schwankungen in engen Grenzen, da man es allgemein für geraten halt, die weitere Entwicklung der Verhältnisse abzuwarten. Frankfurt a. M., 11. Jan. Börsen- st i rn m u n g s b il b. Der Effektenter tetzr von Bureau zu Bureau gestaltete sich angesichts der politischen Lage äuherst zurückhaltend. Der Einmarsch der Franzosen ins Ruhrgebiet wurde lebhaft besprochen. Devisen und Roten zeigten ein recht lu tlvses Geschäft. Die Preise sind nur wenig verändert. Der Dollar bewegte sich in den ersten Morgenstunden auf 10 500, an der Börse 10 400. Valutapapiere wurden kaum erwähnt, lauen aber vorwiegend fest. Für Bankaktien hält das Interesse an. Auto- und Metallwerte lagen ruhiger Die im *!«* Freiverkehr gehandelten Pavi:re läge 1 fest. Hm Uljr wurde der Dollar 10 350—10 450 gehandelt. Gießener Stadtthealer. Tanz-Abend von Aenne Ofbom. ® l e f) e n, den 12. Ian. 1922. Eine ästhetische Darbietung wird immer an liiert gewinnen, wenn nicht allein die Leistung, Diibem auch die Person des Künstlers dem Ideal rSglichst nabetommt. Das gilt selbstverständlich n ganz besonderem Mähe von der Tanzkunst. Senne Osborn besitzt in ihrem zierlichen, L oflamti g»o«i Met. Str Harter gearorten unb fteb oem grofjen lonlinentala ■vetoiiibjng. Danknotea. Lrankfnrt a.M., 11. Januar. Schiveizer Noien........... Jranwiiiche 9loien.......... Däillictie Noten Srtnnedische No en Holländllrtie 9toien.......... Deiiifcli-Oe'tcrieicti ä 100 Kronen SbiieriC miftie Noten Englische No en Jmlienjsche No en.......... Belgische Noten Ihmniifüe No en Tfd)ed)ofloiunfifrt)c Noten Noriventidie Noten Rnmnntsch? Noten . . . Spanische Noten . .. iLcm an Bäckermeister ate:teiixrfauftcn. Gin Xifter hat allein für 240 C00 Mark Marken ge- uft Das Lebensmittelamt hält sich an den idem, die falsche Scheine abltefern, insofern l ^idlos. als sie ihnen nur einen Bruchteil des Lifltänbigen Mdhls übereignet, solange, bis der I td, die Deti-ügeveien entstandene Verlust wieder ^geglichen ist. Gegen 12 weitere Personen . irb> ein Verfahren wegen Begünstigung und ^chlerei eingeleitet. Weitere Grmittlungen sind n Gange. spd. Frankfurt a. M., 11. Ian. Das hie- • :t Amtsgericht hat in einem Protei die für l■ uneheliches Kind rnona tlich zu zahlende p-nter'baltSfummc auf 12 000 Mark tlgeseht. 6. Ein Spottgelächter ging durch die Stadt Trier und ein Schmälen: da hatte man nun endlich etliche von der Bande, dir die Moselgegend und den Hunsrück, den Hoch- und den Soonwald unsicher machte, hatte die auch eingesperrt im alten Kaschott in der Stadtmauer, dessen vergitterte Fensterchen hinabschruten in einen tiefen ©rahm, und nun waren sie schon wieder weg in der zweiten Rächt. Da hatte der Dückler gewist die Hand im Spiel, kein anderer wagte so dreiste Stückchen. Ein ganzes Rest hatte man ausgehoben gehabt in der Eulenpütz: fünf Kelle, den Toten eingerechnet, und die alte Buzliese mit dazu. Die trat sehr verdächtig, wenn sie auch. ..bei ihrer Unschuld", sich hoch und teuer verschwor, von den Kerlen, die zu ihr eingebru regen. waren mit (In einem Teil der Auflage wiederholt.- Dcr Einmarsch der Litauer ins Mcmclkand. Hehdekrug, 11. Ian. (WTB.) Wie hier gemeldet wird, wurden im Südteil des Memel" gebiotes auch Piktupönen und Pogegen am südlichen Memelufer von Litauern beseht. Die dort stehende memelländische Schutzpolizei wurde zum Teil entwaffnet. Von Rorden her setzen die 2ilauer ihren Vormarsch auf Memel fort. Meldungen über Zusammenstöße liegen bisher noch nicht vor. Die Franzosen haben sich um Memel verschanzt. Die Erweiterung der hessischen Regierung nach rechts. rm. Darmstadt, 10. Jan. Zur hessischen Regierungskrise erfahren wir. Last die heutigen in erfvaktionellem Verhandlungen über den Ersatz des zurückgetretenen demokia'ischen Finanzministers Henrich resustat'os ve.Iau'en sind. Die sozialdemokratische Frak ion steht zwar nach wie vor auf dem Standpunkt, bat) eine Regierungsbildung auch innerhalb der bisherigen Koalition möglich sei, fügt sich aber den bestimmten Forderungen des Zentrum; und der Demokraten aus Erweiterung der Koalition nach rechts. Der Staatspräsident A l- r i ch wird daher ermächtigt, zu diesem Zweck eine Verständigung mit der D. V. P. her- beizusühren und geeignete Vorschläge entgegenzunehmen. Die Fraktion der Deutschen Volkspartei, welche bisher hierzu noch keine Stellung genommen hat. wird am nächsten Freitag vormittag zu diesem Zweck eine Fraktionssitzung abhalten. Bnchcrtisch^ — Maarten Maarten-, Der Preis von Lis Doris. Roman. (Verlag von Albert Langen in München.) — »Der Preis von Lis Doris" ist vielleicht Maartens bestes, stcherlich sein bewegtestes und leidenschaftlichstes Buch. Dchllnbar breit, in Episoden und Szenen aller Art entfaltet, gibt Maartens das Lied, das Leid des Künstlerlebens. Aber es ist von Breite ebenso fern wie von Sentimentalität. In Wahrse'.t sprüht jede Szene, die et schreibt, von Witz und Geist, durchzi.cht das Ganze eine reiche, spannende, ständig frisch: Erfindungsgabe, die den Leser jeden Augenblick wachhält und anspannt. Der Verlag vo t Albert Langen 'bat dieser neuen Ausgabe des berühmten Romans ein solides und geschmack- vrttes Gewand gegeben. Sermifcbtes. Schweres DergwerkSimgluck ta Oderschlcsien. 46 Opfer. Deuthen, 11. Jan. Auf der Abwehrgrube der Donner smarckschen Eisen- und K 0 h l e n - A.. - G. ereignete sich gestern abend gegen 8 Albr in der 280-Meter-Sohle lurch Eiitzün.ung eines Ben;vlbehälter5 dec Grubenlokomotive ein schweres Explosionsunglück. Hierbei brannte die Zimmerung in der Gr-udendecke an. Die Rauchschwaden und Drandgase zogen mit frischen Wettern nach dem Arbeitsort a tD überraschten dort die tätigen Bergleute. Bon der 4 8 Mann starken Belegschaft konnten sich nur zwei durch eilige Flucht retten, die übrigen, darunter ein Oberpauer, fie en den giftigen Gasen zum Opfer. Reun Verunglückte sind ledig, 37 verheiratet. Die Lösch- und Auf räumungsarbeiten wurden von der Rettungskvlonne sofort in Angriff genommen. Man versucht, durch starke Bewässerung des Brandes Herr zu werden, ohne gröbere Abdäm- mungäarbeiten vornehmen zu müssen, was die Bergung der Verunglückten vor Wochen unmöglich machen würde. Durch Vernichtung der Zimmerung brach das Flöz teilweise zusammen. Die Rettungsarbeiten werden dadurch sehr erschwert. Trotzdem hofft man, im Lause des Nachmittags an die Verunglückten zu gelangen und sie bergen zu können. Es ist aber kaum damit zu rechnen, auch mir einen lebend zutage bringen zu können. Die Bergbehörden befinden sich an der Llnglücks- ftätte. (Berid)tsfaaL rm. Darmstadt, 11. Ian. Zwanzig An- agte hatten sich gestern unter der Anklage des andfriedensbruches bzw. ter Anstiftung dazu vor der Hiesigen Strafkammer zu te ant- llen, nachdem eine weitere AnzaHl, die schwerer astet waren, schon durch das Schwurgeiicht c Aburteilung kam Es handelte sich hi r rist um jugendliche Arbai er. Stci.i'hauer, Fabrik- rfk-iter aus Sandbach Höchst i. O., Gr.-LImstadt, ■rmb, Heubach. M.-Grumbach, Helschb9A Gerste war ruchlg. Hafer nxrtbe in Locoware Hk« zu billigeren Preisen abgegeben, als für Ware von auswärts bezahlt werden inust. Für den Weizen zeigte sich Kauflust für Rähimittclfabrilen und Furagezwecke. Störend wiillt auf das Geschäft der Streik der Kutscher und Arbeiter der Furage- Händler. Für Rauhfutter wurden im Zusaininen- hange damit keine Rotierirngen sestgesetzt. Mais wulde bei fichxer Rachfrage wenig gehandelt, Mehl behauptete seinen Pieisstand. Für F-utteer- zwccke zeigte sich kein Interesse. Frankfurter Schweine- und Kleindiehmarkt. Frankfurt a. M^ 11. Ian. (Amtlich.) Marktverkauf: Kälber und Schafe bei anfänglich lebhaftem, später abflauendem Geschäft ausverkauft. Schweine lebhaft, ausverkauft. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgctricbcn waren 533 Kälber, 491 Schafe und 253 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: Kälber, beste Qualitäten, 65 000—70 000 Mk., mittlere Qualitäten 60 000—64 000 Mk., geringe Qualitäten 52 000—59 0C0 Mk. Schafe 37 000-60 000 Mk. Schweine unter 80 Kilogr. Lebendgewicht bendgewicht 90 000—93 000 Mk., von 100 bis 85 000—90 000 Mk., von 80—100 Kilogr. Le- 120 Kilogr. Lebendgew. 95 000—100 000 Mk^ von 120—150 Kilogr. Lebendgew. 95 000 bis 100 000 Mk. Fettschweine über 150 Kilogr. 95 000—100 000 Mk. Sauen und Eber 80 000 bis 90 000 Mk. Außerdem wurden 66 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die Preise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schließen. ... flnem tuu.„- ... irr Demonstration in Höchst i O. teil' nri) Mrti 'AU er rdl/men und sich dabei zu Gewalltätigkeüen, ins- ... umkebren lol ksoi'txn-» bt*m i*loift>nltrin noayni ftec Jeibehalwk **&£•*** ,9 »w S(. ufurld 6iniDrJd) ^ ä öXt*^ L jntl.K Unten .nt CI??Vdrlen C4« befpnl* ■ kSSZ? '"jSi ** Märkte. DerNner Produktenmarkt. Berlin, 11. Jan. Dir Haltung des Produktenmarktes hatte im gestrizen Rachnittags- verkehr eine geringe Abschwächung erfahren and auch heute zeigte sich, im Zusammenhang mit der Stille des Devisenmark eZ, nur wen.g Unternehmungslust. Die Preise blieben mir teilweise behauptet. Vom Inland lag Angebot vor, die P.eisforderungen, dir kaum etwas herabgesetzt traten, tonten nur vereinzelt durchsetzt werden. Für Weizen und Roigrn bestand angeb.ich infolge von Austrägen ter RrichZgetreidestelle Rachfrace. Gewalt, keinen einzigen zu kennen. Was hatte sie machen sollen, als die ihr mit der Pistole divhten, in ihrem Haus Rachtquariier heischten, als in dem einzigen, in dem noch Licht brannte?! Es war doch ihr Gewerbe, nachts offen zu halten. Auch die Vier beschworen, die Alte weiter gar nicht zu kennen. Sie nannten ihre Rainen nicht, behaupteten, Handelsleute zu sei 1 aus dem LutemburgisHtN, die aus Furcht vor dem Bücller und seiner Bande sich zusammengetan und bewaffnet hatten. Sie beschwerten sich bitter über den Ueberfall Hast der Tote in einem Streck mit ihnen geblieben war, das konnten sie freilich leider nicht leugnen, darüber wollten sie auch ehrlich Rede stehen, man sollte sie nur transportieren nach Echternach vor ihre zuständige Behörde. Von den Waienballen, die man im Keller entdeckte, wuhte die Duzlirfe weiter gar nichts: die hatten die Männer da wohl hinabgetragen, während sie vor Schrecken in Ohnmacht lag. Diese Eizählung, ihr Weinen und Schreien halfen ihr aber nichts; sie wurde gleich mitgeführt und eingekocht. , , Die Mädchen, die, eingesperrt oben im Haus, Zetermordio und Hilfe schrien, waren glücklich befreit zu werden. Sie bedankten sich vielmals — gefällige Mädchen —, die lieft man laufen — Es war in der zweiten Rächt, dast Iltis- Jakob einen leisen Eulenschrei hörte. Er hatte feine Ohren, er prehte den Kopf ans Gitterfenster. s.-ine scharfen Raublleraugen durchfuhren die Schwärze der Rächt. Placken-Klas und der schwarze Peter, die auf der Pritsche schnarchten, hatten nichts wahrgenommen. Run aber hörten sie alle; auch Husaren-Philivp und Petronellen- Michll, die in der Zelle daneben sahen. Aus- gepaht, da war der Buckler' • Eine Sammlung von 3Vz Milliv-- nen Insekten. Das Londoner RaturLeschucht-- liche Museum besitzt elre Sammlung von 31/2 Millionen verschiedener Ins-ekten. di? unter der Aufsicht von Dr. C. I. Mtin swh-t. Der Gelehrie. der in seiner 36jä1>rlgen Tätigkeit an dem Museum alle diese versch'edenen Insekten studiert bat, erklärt, seine Abteilung brauche unbedingt einen Reu bau, weil er diese Riesenscharen nicht mechr unterbrrngen könne. In einzelnen Fällen befinden sich in der Sammlung 60C00 Exemplare vor einer einzigen Insestenfamilie. Gegen 10C 000 neue Inseklen werden j-edes Iahtr eingeliefert • Wildbret von heute. „CSe-m man heute in den niederrheinischm Städten durch die Wildbretdandlungen bummelt und nicht gerate „Allesfresser" ist, dann wird man doch manchmal hlrbaf} erstaunt fein, wie sckhc die Rot der Zrit die einst beftrJ'e töen Vo.mrtelle bezüglich geniestbar und ungenießbar verdrängt und verwischt hat." So lesen wir in erner Zuschrift te3 „St. Hubertus". ^Dast in Süddeutsch'and, u.vd vor allem dort im C-ebirge, schon früher Fuchs, Dachs, Eichlah: usw. verz<1/rt wurden, ja als Leckerbissen galten, ist bekannt. Dast aber jetzt allerorts Wasserhühner, Elstern, Taucher uitb Sche? in den freien Handel geöoacht werden, ist bestimmt eine Folgeerscheinung allerjüngster Zoll. Tatsächlich konnte ich in zwei Fällen feftstellen, dast bei Auslagen hn Schaufirnster nefei Stock-, Löfsel- und Krickenten und za>ri großen Ro-rdommeln, einem Wildschwan und einem Bussard kleine Säger, Hauben- und Zwergtaucher mit über 50 Prozent vertreten waren. Erklärt wurde mir, dast sich alles sehr gut Vorkurse und dast de' Wildbrechändler heute durch Abschlüsse mit den Aufkäufern an der 6ce» vor allem in Friesland und Holstein, verpflichtet fei, dieses Wildbret mit ab^unehmen" Auch die Wacholderdrossel, die in diesem Jahr in besonders starken Flügen aufgetreten ist, erscheint immer öfter und zahlreicher in den Wtldbretlädet und wird dort unter dem Sammelnamen „Kramme:Svö.e" angcboien, unter denen sich leider auch in etwa 75 Prvz. Singdrosseln befinden. * D i e Zunahme ber Änabengebur- teninEngland. Rach dem Kriege wurde allgemein eine Zunahme der Ä Taben-geburten in Den k i:gführenden Lä tdern beobach.et. Di^ fe Er- sd-nnung hält in England, wie die neuesten Statistiken zeigen, weiter an. In den ersten drei Vierteljahren von 1922 wurden 309 251 Knaben und 284 568 Mädchen geboren. In normalen Zeiten belief sich das Ve hältnis der Knaben- und Mädchengeburten auf durchschnittlich 1040 Knaben zu 1000 Mädch n. Die neuen Ziffern aber zeigen ein Verhältnis von 1033 Knaben zu 1000 Mädchen. Dadu.ch wird die alte Erfahrung bestätigt, dast nach groben Kriegen immer mehr Knaben geboren werden. Erhöhung btt Luise, bi jntarife üterfd)re'uen, nii nijjtj unteres übrig, ab urch bit Sinlchrünkung bt po er, te bn ©cgtnlat) zu: ri-i ber Peiloneiweriri Kosi:n vnnir'ate die dn: i toc.tcm ni-l gebt! Fassungen beigrsügl A SahrplanB, durch W- Lns am 1. Februc •ttoa 22V, Millionen > er Fehldettag also M SÜffÄ- T-S-ä* rhtte für Grünberg 16-1 .ii" Geld 1960,- 713.- 2740'- 4120.- 14.50 10150- 4 >650, - 513- 6V3,- 344,50 296,- 5570',- roizter umfe6ren besondere dem Strafe imcister Fleckenstein gegen- brauchbar, fo®c übs!svelt und die vc vernommen. Rach der eingd/möen Dew-ris- 5vr Gemeinter: mJ sncchme wurde der hauptsächlich belastete An- 1 Siälfle ~ . : ■ * - “ " ®u L. n;jy_®rünter9 r:. picht bei der Schupo «"».Ä loO. • SGUonaten Oefäng' . n r*tr(be Lenachi^' gcflagte zu vier Monaten, sechs zu drei Monaten l.< -k7ra und ib7. E»Äängnis und einer zu elr.ee Geldstrafe von KCO Mark verurteilt. Acht Angeklagte icht vielen in gleicher Weise zur Verfügung ichen. Damit soll aber ihre Kunst selbst nicht ^ringschätzig gewertet werden. Wenn die gra» i»|e Gestalt Klänge Dvoraks, Mostkvwskis, Ra- i.»aus und Eouperins in anmutigste Bewegung tnile^te oder Tschaikowskys Polka und russische SiiVie neckisch vorsührle, dann war es nicht allein iie Schönheit der Künstlerin, sondern auch ihre che Kunst, die einen solch unwiderstehlichen und fflrüieiiben Zauber ausübte. Man kann die tartfl Aenne Osborns ein spielerisches Erfassen !iit> ilebertragen der Musik in Weiche und zarte Belegungen, die aber je nach dem Rhythmus ud) ungemein teinpevarnentvoll sein können, Minen. Sv liegen ihr unzweifelhaft Musikstücke eiteren Eharakters am besten, wenn auch die mfteren Teile des Programms nicht ohne Ein- nuef blieben, wie z. B. das Gebet Tschaikowskys, durch rührende Kindlichkeit ergriff. — Die oLßfältige und geschmackvolle Auswahl der Ko- üme nach Entwürfen von Taul v. Haken fei xsonders hervor geh oben, ilm den Abend zu enem ungetrübten G-enust werden zu lassen, be- mibte sich auch in hervorragender Weise Paul Mayer am Klavier. Richt allein die vortreffliche Begleitung der Tänze, sondern auch Solovorträge, eie vor allem der Oes-Dur-Walzer von Ehoprn, Schon war er bei ihr. Ein grvst.es Mitleid erlabte ihn: „Qafjt mich Euch führen!" Er legte l.üyend den Arm um fie. und sie muhte es leiden. Run bald am Ziel, nach tagelangem, oft |-iem Wandern endlich der Heimat so nahe, überrennte die Schwache sie Schwere Tränen innen über ihre eingefallenen Wangen, sie suchte sie zu verbergen, aber der junge Mann M sie doch Sie brauchten ziemlich lange für den Weg Einauf, beim sie konnte nur langsam gehen. Er ogte sie, ob sie nicht ein wenig rasten wolle ri ihnen daheim in bet Mühle, aber sie schüttelte kmeinenb den Kops. Sie sprachen nichts auf den ganzen Weg Ausftagen konnte man die "icht, und bet junge Mann hätte es auch nicht gemocht. Er kam sich ganz seltsam vor mit bem heurigen Mädchen am Arm, das die bleichen Lir-pen auseinanberprestte, um sein Schluchzen rl'fjt laut werben zu lassen. Es kam ihn Ach- litng an vor diesem stummen Leid und vor dieser Beherrscht hell. Sorgsam leitete er sie. Der Pfad per steil, die Tannennadrln. die auf ihm lagen, meebten ihn spiegelglatt: wenn sie ausglitt auf jeiriffenen Sohlen, hielt seine Hand sie. Sie kamen oben an. Da lagen die Hutten ton Krinkhof, klein um das Kiechtem gAuA- kter Wind, der hier oben blies, rötete des Mab- hens bleiches Geficht Es schien ruhiger geworden und auch toieber kräftiger Am Waldrand gab ks bem Burfchen zum Abschieb die Hand: »Seid dielmals bedankt. Ich geh jetzt allein/ Drürnen etne shstemattsche Ausschaltung feiner n9Unj 6.1 r*. die bei bie.ec Bchandlung in keiner Kom- -sti, Mission mitarbeiten werbe" Wittig legte hierauf Gliche dec tea Vorsitz in ber Wasserkvmrnisfion nieder, die 1 r ~ ■ ..... — »HZ l ie SÄ01- IIiÄ-91 Protrarrenfälschungsasfare, uoer oie 11 rintr t r 1 Voc Tagen be.iche.en, ist es bisher NKÄ......’................ Atz.« iugung hn„ Li ir^. teh 6i ter 'le die toiii, UUn teertei ,oU mr Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34. _.c 6 spannende Akte. Ferner: Die beste aller Grotesken EralsRayonchef Ailui 4, I, UH« Lil Ukr. (•roür* S*|letrnorrhre(er. / lea s tzla elasibUeJUek Seaeiae: | Erlebnisse * einer Kammerzofe 167D Vortrags-Vereinigung Statt Karlen (lefndjL (fc?48 Mutzvmis vervecl Versicherungswesen Frankfurter Str. 43. stoth. Schwesternhaus. erfahrene Kraft Nr. 4 14Klefern.Lt 7 1 Schnitt- I holZ llFtchi.-St. 12 308A 3291 llnlk gesucht Winter. 251D 315D eimstii Giehen Kaufgesuche | (11108D Wnn ibrim. «tabemirftr. 3. Bitni yerfnufe von flCflldjt. rin. n*Q «ieertbfek L 48 50 M8 H34 8 5 fit Aarbe nm «'ool n. aut dem hat. Cbr. frirlrrbrlnarr *ir- lobmim t*or Ankauf wirb tfrpnrnt. «tid ysbaboiür. 37. 23 24 25 2k 22 2d S jibdM- Zinnien! ,21 |15 abends j b' ; HUr: Wonais-! Jiitttil.uhtrn vom Vaube f -dH 2irHuiifl i. lanbübcr für ioforu LkVr Ana. u. O2ib n. ö. (üicü-Au*. Versammlung I Im flo tibnii». “"j Tust Da, ®eoi Sol öes. iuceriflü. Mädchen 5. 8. fllthlifti *a 3 Äar 4 rhei 5 tzcit bei! 6. Ätm Veifi 7 Dali S Li!! 9. Dr/ 10. Dr. Pfälzisch-Hessische Landbaumaschinengesellschaft Vir fiifljcn für Wieben und llmneb. ob. roll für einen (trän. Bezirk einen tintigen, üraoliefuiiöigeo Bettretn i. b. Bei trieb uni. entfl • Vabtifmion nnifrl. wie •Udint-ulrimr. Kleiner, Der tri »kalt leim. Male! leim. 2djub- fieber, tr orten und nebenndi'iertia, iur die oivier- unb leberornrbriien- den ^betriebe bei hoher ProvUloe. Ed fdimrii nur Herren mit puuin Re ferrturn tieiurffittnionnfl nnörn.|:tiH » Siririliru bei ynndtv. n. «ätf einae' Provision^ Vertreter ae> "* Hari eritf, Kirrt- heleboUeiea, thnl* r üttoiaef in bc | L'ansdilterfaureneo SitnömöödKn bei dodein tfobn unb amer tkrpflriiini Die glückliche Geburi eines Sohnes zeigen hocherfreut an Reg -Baumeister Schad und Frau Erna geb. Ritzel Dietzen, den 11. Januar 1923. ’pwW Mrfrtl kB {in 5oi k< »i* wai”ti2e, Lu eriraaen in der «eldja hMteÜe dedlUieä. Anzeiier^ ' 1 tunrirr Dackel 9iinilirnmi!i| mit Itnj anföi*lcr»C'flrM Einige Lijenbieger Flechter unb Sinschaler Sr.ll Iw, Kupier fesi»j,fei Zink nsw. kaufen wir au sehr hoben Preissa. Herso •VonDcl'fontor VubiniflftraNf 6 (Vabeiu. inaiurn Inn aeSffnet. **ii Stellengesuche! Kaufmann 26 ,>adre. oct Elfen- Udnbier. iud t Ltci In ho im Berkans, Vaaer oder Montor, al welcher Branche. Schrtfil. ftnnebote unter 0244 an den ©ich. 2lnu n beten 'M lie * Grammophon platten kauft teallirr dienen u ea 9. hklmudeat mH mufit im < erei»dlufckl. Dorzügliche Lebensstellung I bei neetn-1. Vnnöiv. il Vanöia-ycomir. Die Olenernl- direktion einer an acfeucnen LinDm ieiftflo es festen tüchtige Cierren. uiöal- mit Beiiehnnnen aut Laiidwtrifchait.nis B?jir(5Bntreter. Bum Vertrieb nrl leicht verkäufliche, lief aefch. Irindw. Bedar'dar ifei nn. Mn.ta.d «Miet«. 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Dezember 1922 und mit Genehmigung des Hessischen Ministeriums detönnern sind dieGeduhren für Derwiegungen auf den städtischen Lastwagen erhöht worden. Die erhöhten «Gebühren werden vom 1. Januar 1923 erhoben und betragen 1 Akk. für einen -Zentner Aettogewicht Die Mindestge- ibühr für eine Wiegung beträgt 8 Ml. 3ür Derwiegungen autzerhalb der feslge- feNtenDienststunden ist die doppelteTviege- gebühr zu be;ablen. 318U Giehen, den 6. Januar 1923. Der Oberbürgermeister. I.D : Krenzien. lEiche» aii taut nef 2(tir. ’flrtiieb. il 0-J3I nn 6. Wieufiirr Vtna- tXp-.ju faulen Broun. WifRciL w u->ard. Sir. üfl für pressen u. Selbstbinder bat stet.« am Laaer WIM-He islk . 2anöbu üiniiintß- inrlüiit ß niööaiOörrtjenen Trlcu un » '» Büölagea iflöttii.i Tri. TUI ■. 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