Montag, y. Zuni 1925 175. Jahrgang Reichskanzlers Die Haltung Englands ii gut der auelfen ter City im Besitz des Schlüssels zur Lage sei, so müsse er sicher einer der britischen Vertreter - Sterne um jeden mit ter deutschen Staatsfreitzeit und der deutschem Wirtschaftskraft zu vereinbarenden Preis ist das- Ziel und die Aussprache in offenen, chrlichm und gleichberechtigten Verhandlung^ ist der Weg dazu. Rick.-'s ist unterlassen worden, was ter Losung dieser Aufgabe bienen könnte. Es gilt alles ein» zusetzen, um für Rhein und Ruhr die WiederherftL.Iunz drs RechiszostandeS zu erreichen. Es gilt altes zu tun um die f u rcht- ,baren Leiden zu lüttem, die alle Schichten rütteten Europa Frieden bringen müsse. (Beifall.) Seiner Ansicht nach hänge der Bestand ter westlichen Zivilisation von ter Stabilität -Europas ab und von ter Immunität gegen einen Versuch wie man ihn vor kurzem in Rußland gesehen habe. (Beifall.) Es gebe kein Land in der Welt. 'Äas einen derartigen Einfluß aus- üben müsse, wie England. England sei von Europa nur durch einen Kanal getrennt, genieße Stabilität und sei frei von Experimenten. Es werde seine Aufgabe sein, alles zu tun, was in seiner M a ch t st e h e, um Europa bei ter Herbeiführung des Friedens zu helfen. Seiner Ansicht nach könne die konservative Partei gegenwärtig das Werkzeug für die Erreichung dieses Zieles sein. Eine Aeutzerung des Obersten House. London. 9. Juni. (Wolff.) Ober st House, der zu einem einmonatigen Aufenthalt in London eingetrrssen ist, erklärte gestern in einer Unterredung mit einem Vertreter ter »Time s" über das deutsche Memorandum, es sei die bestimmteste und befriedigendste Erklärung. die Deutscher i> bisher in ter Frage ter Reparationen abgegeben habe. Es sei, wie wenn eine große Korporation, die sich in finanziellen Schwierägkeit-en befinde, alle vorhandenen Werte zusammenraf'e, um ihren Verpflichtungen nach- zukommen. Wenn d'.e deutsche Regierung einen bestimmten Betrag ger-.annt hätte, würde sie sich ter Beschuldigung der Unaufrichtigkeit a.lsge- seht haben, da jede Summe, die sie angegeben hätte notwe. digerwrise größer hätte sein müssen als die 30 Milliarden Toldmark, die in ter letzten Rote angeboten waren, die von den Alliierten abgelehnt Worten sei. Deutschland habe sich jetzt bereit erklärt, nach seiner Leistungsfähigkeit zu zahlen. Es sei Sache der Alliierten, zu bestimmen, nie hoch die Lcistungsfähigceit Deutsch lands bemessen werden könne. House erklärte, er glaube zuversichtlich, daß das deutsche Memorandum einen guten Eindruck in der ganzen Welt machen werde. Die Beisetzung Schiageters. Schönau. 10. Juni. (WTD.) Rachtem gestern dir sterblichen Lieberreste Schiageters hier eingetroffen waren, fand heute vor dem Rathause vor dem ter Sarg unter einer Fülle vrn Kronz- und Blumcnspmten aufgebahrt war, eine eindrucksvolle Trauerkundg ebung statt, bei ter der Bürgermeister Pfeiffer den Heimgegangenen rühmte, ter sein Leben nicht mit einem Verrat seiner Kameraden an die Fran- Ur. 13 t | Erscheint täglich, außer s Sonn, und Feiertags, l mit derSamstagsbeilage: | EießenerFamilienblälter : 2ÜonatHd)(Bt3iiü$vrcife: ‘ 60CO Mark einschließlich \ Trägerlohn.durchdiePost | 6000Mark,auchl)eiNicht- | erscheinen einzelner Num- mern infolge höherer ‘ Äewalt.- Fernsprech, i Anschlüße: sür dieSchrisb । stilung 112; für Verlag | und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: grantfurt o. M. 11686. ter Bevölkerung im tesehten Gebiet tragen. Liese Aufgabe ließ uns die Bemühungen um die Lösung ter Reparationsfrage verdoppeln. Lanze ist die deutsche Regierung auf Ablehnung gestoßen bis Qrrd Curzons Ratschläge ihr eine neue Möglichkeit gaben, dir Rote vom 2. Mai absenten zu können. Gegenüber den von Fra n t- rcich erhobenen Einwänden gegen diesen Schritt führte der Reichskanzler besonders die Tatsache an, daß der Vorschlag ter Einsetzung einer internationalen K o in inission von der Reparationskvmmissivn selb ft seinerzeit ausgegangen sei. Die englischer und die itaiie- nischr Antmort erörterten eine Möglichkeit zur Fortsetzung des Meinungsaustausch^. Seitdem ist alles geschehen, um dir politische Lage im Auslände zu erforschen. Wer dir Sprache ter Ehrlichkeit und des realpolitischen Geschäftssinnes versteht, wird den jetzt «folgten neuen Schutt als ten Beweis des ernsten Willens Deutschlands hewerten, seine Verpflichtungen zu erfüllen. Man kann infolge ter durch ten Ruhreinmarsch hervorgerufenen fortschreiten- ten Schwächung ter deutschen Finanz- und W>irt- schrftskraft zu keiner anderen zahlenmäßig^ Selbsteinschätzung der deutschen Leistungsfähigteit gelangen. Zur Frage der tatsächlichen LeistunAsfähiZkeit Deutschlands übergehend, erkärte ter Kanzler, diese werde im Auslaute weit überschätzt, was die Gegner selbst dadurch anerkennten, daß sie ten Gedanken einer größeren Anleihe für Deutschland auf gegeben hätten. Run soll eine internationale unparteiisch: Instanz über die wahre Leistungsfähigkeit Deut,ch- landä entscheiden. Deutschland will sodann seine Reparationsverpflichtungen bis zur Grenze ter gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Möglichkeiten erfüllen, unb es wird seine volle Tatkraft dieser Aufgabe zuwenden. In ten neuen Garantien ist an die G renze des Mö g- lichen gegangen worden in der Zuversicht, daß, wenn ein Plan über die 'Reparationsschuld Deutschlands vorliegt, das deutsche Voll bereit fein wird, aus Besitz, Arbeit und Einkommen die größten Opfer zu bringen für die Freiheit und Wohlfahrt ter «luftigen Generation. Der Staat wird die ganze Kraft ter Staatsgewalt gellend machen, daß die Wirtschaftskreise diese Garantien geben müssen. Dieser Gedanke ter Garantien ist vom Staat in die Wirtschaft getragen trotten. Wie diese Garantien auszubringen und wie well sie aufzu- tehnen sind und wie die Lasten verteilt werten, wird ter Staat zu bestimmen haben; ater es ist wertvoll, daß bei tem teutften Angebot auch das freiwillige Anerbieten deutscher Wirtschafts. kreise Erwähnung finden kann, weil das Ausland vielfach ter deutschen Regierung einen Einfluß auf die Wirtschaft abgesprvchen hat. Wie verkannt unsere Reparationslieferungen bis jetzt wurden. beweist die Tatsache, daß wir bis Ende 1922 für rund 42V« Milliarden Gold- mark Barzahlungen geleistet haben; unter Hinr.urechnung weiterer Leistungen.aus tem Ausgleichsverfahren belaufen sich die Bezahlungen Der »Daily Telegraph". der erst heute in einem Leitartikel zum deutschen Memorandum Stellung nimmt, schreibt, in England werde mit bemerkenswerter Einmütigkeit die Ansicht vertrusten, daß durch diese deutschen Vorschläge endlich eine Grundlage für Erörterung ter Rcparationsftage_ geliefert weree. Die französischi-belgische Kritik über die Einstellung des passiven Widerstandes sei rein negativer Art und Eröffne keinen Weg für eine zweckdienlich: Erörterung über die Möglichkeit der Formulierung einer gemeinsamen Antwort an Deutschland hinsichtlich der Bedingungen, unter denen Verhandlungen ausgenommen werten könnten. -Die „Westminster G a z e 11 e" schreibt in einem Leitartikel, da Mc Kenna einen von Baldwin und Lord Curzon gebilligten Plan zur Reparationsfrage habe, so sei wün- sch:nswert, daß er so schnell wie möglich in die Lage komme, seinen Absichten Wirksamkeit zu verleihen. Mc Kenna würde dem Lande einen großen Dienst erweisen, wenn er dieses Problem aus ter augenblicklichen Entwicklung heraus lösen könnte. Der gutunterrichtete diplomatische Bericht» erftatter des „Daily Telegraph" schreibt, die überraschend: Einmütigkeit, mit ter die britische öffentliche Meinung fast jeder politischen Schallierung sich dafür ausgesprochen habe, doß der letzte deutsche Vorschlag als ein möglicher Ausgangspunkt für en: gemeinsame Erörterung zu betrachten sei, habe der britischen Regierung eine tiefe Befriedigung und ei n Gefühl vermehrter Stärke ver- schafft. Die bri isch: Regie-.mng sei jetzt sicher, daß sie bei ter baldigen Preisgabe der Politik reiner Passivität und bei ihren zukünftigen Anstrengungen, eine baldige angemessene Regelung in Europa zu erzielen, eine einige Nation hinter sich haben werte. London, 10. Juni. (WTB.) Der „06 = ferner“ schreibt: Der Premierminister erkenne, wie verlaute, ejht, daß, solange die augenblickliche Stimmung und augenblickliche Methode Frankreichs fortteuere, eine Einigung vollkommen unmöglich sein werte, und daß die Frage, auf die es für Europa ankomme, weit bedeutsamer sei als die Frage der französisch-englischen Freundschaft. Cs werte in London im übrigen als eine kindrsche Politik angesehen, daß 12 Millionen Ruhrein- wohner, die bereits tm Widerstand „galvanisiert" worden seien, ter so fest sei, daß keine Gewalt ihn überwinden könne, auf Poincarös Gehe.h kapitulieren würden. Auf jeden Fall könne keine beutete Regsiernug die Kapitulation dieser zwölf Millionen Einwohner versprechen. (Sine AnkÜndigttuq Baldwins. London, 9. 3unl. (WTD.) Baldwin erklärte gestern in einer in Oxford gehaltenen Rede, in ter er über die konservative Partei und ihre Bedeutung für die Zukunft sprach, die M'tt- glieter ter Partei dürften niemals vergessen, daß sie, während sie Engländer. Schotten. Walliser oder Iren seien, gleichzeitig auch Europäer seien und daß England durch die konservative oder eine andere Regierung dem zer- Eine Rede des . Berlin, 9. Juni. (WTB.) Die „D. Z." meldet: Der Reichskanzler ist beule morgen in Münster zu Besprechungen mit Vertret,ern ixr Wirtschaft, ter Gewerkschaften und ter De- .vntenschaft eingetrosfen. Wie das Blatt wissen will, soll sich ter Reichskanzler am Sonntag in Elberfeld, am Montag in Karlsruhe und am Dienstag in Darmstadt aufhalten. um auch dort mit den Regierungen und meißzebrnden Kreisen i ixr Länder Fühlung zu nehmen. Der Reichs- , ! anzier werde am Mittwoch wieder in Berlin frUrüdertoartet. Münster. 9. 3unt (Wolff.) Haute ateitb «and zu Ehren tes Reichsverbandes der Deutschen Presse ein E rn pf a n g s a be n d flott, ter von ter Stadt Münster im Saale tes ßstvrischen alten Rathauses üeranftallet war. An liefern Empfangsabend nahmen auch der Reichs- 1 analer und der Re chsarbellsminifter -Brauns teil. Rach den Begrüßungsansprachen -les Oberbürgermeisters von Münster, Dr. S p e r- ! in*g, tes Oberpräsitenten ter Provinz West- ölen. Grvnowski, und des Vorsitzen te:i tes xeichsverb.'mdLs ter Deutschen Pr esse, Chefredakteurs Bäcker, nahm terReichskanzlertas Dort zu folgender Ansprache: Sehr geehrte Damen und Herren! Gerne be- tiutje ich dis Gelegenheit, mit Ihnen zusammen- tukommen ureb Sie bei Ihrer Tngung z r be- ! arüfjen, die, wie Ihr Herr Vorsitzender sagte, acht die Zufälligkeit, sondern tie.ee S'mn hrer- ter ner- Idtietencr Geistesrichtungen, des wirtschaftlichen, politischen kulturellen und religiösen Sinnes und Laß sie'bei aller verständigen Beachtung des toirt- Ichaftlich Rotwendigen und Zweckmäßigen letzten Sndes ihren Beruf und Dienst im Geistigen bemalte und im Geistigen und Sittlichen vnserem Volle ein Führer bleibe und immer mehr werte. Deshalb ist die Unabhängig- leit ter Presse ein so hohes Gut, eine Un- abhängigkeit. deren Wesen nicht in ter Zügelloslg- teit liegt, sondern gerate in der sittlichen Gebundenheit und eigenen Verantwortung, eine Unabhängigkeit, die abzugrenzen ist, nicht nur gegenüber tem (Staate und seinem stärkeren Rechte und dem Anspruch auf Beachuna staatlicher Rot- wendigkeiten. sondern auch gegenüber ten Kräften und Bestrebungen des Wirtschaftslebais. Darin handelt es sich, meine Damen und Herren, um Angelegenheiten, die nicht Ihnen allein wichüg sind sontern auch uns, um bzä Staates willen. Sie aber sind gewohnt, tagtäglich nicht von eigenen Sorgen zu sprechrn sondern ten Röten und ten Anliegen ter Bevölkerung Wort und Aus- dm'ck zu verleihen. Unb so wird es auch in Ihrem Sinne sein werrn ich heute in Ihrem Kreise von ter gemeinsamen Rot des deutschen Volkes und insbesondere des besetzten Ge» GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gderhesfen vruck und Verlag: Vrühl'sche Unwerfilätr-Vuch- und Steinöruderet K. Lanze in Gietzen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7. >otAUcWrc:t:t! beniabntd?. t*t nilj«w der Xtmrnnmlfl« tu sich rerttaijt. Sofia. 10. 3ueL 3ulgart scheZerl cm r.l4H gcr Brotderforgun I2hr 1923 21 ' ' 8 5 der 2Inori f m< sMtNdamae deutsche Meldung über dea Aal» febit noch »»si'chcn Krltgsslugzeug |4 drr 11U bM llnnu eau 3Mtonb*nj voraohaz», stad am «. 31 *i I* dl besetzt- Miet en-lah-n rieben. . O‘‘*’,V)<1.,A5 ■* * 1 <»r»> », srur-öf.lche JV'i l*N6«aleTle.i ooa de-ibrüden Sofia. 10. Iuai. Sulgedlt? Telegraphen-Agen'ur: Die neue Regierung des nationalen Zusammen« fchlufsetz, die 'Bertmer aller Ovvo! .stons« tft Diehl jnr Zei Äcrmti der hesstfcken ^.'chichke Otne Abera j« ie aus: Rach vaec de stch als Sachoalterr, bei Xaocdi*- M»s lüb!r L rd bal verficht BoLk nie aas brrm chtrnd r.erwaetr.P»:.-: tbajun Dos bi.in alle. : Mr prvlerorifche »<-fxt:»/roJU a.L-r chen Deutschland oder Polen a«|a Uen •oUKä De Gsrl check«: i*t । eg unten De« rfchla »dl g.iales. für bit dat.i ur; an r^t'Vlanb fhermten au* tat habe ich auf bt: bette ad ausgeführ' 34» war fein Zanbnttübtet und war kein Tlbenteukrr. sondern m ftiUcr Rrbeft versuch, t 'ch. meinem teuren Baler land zu helfen. 3ch habe ketn gemetnrl DerbttArn und Linen Mord begangen. B-rzeihU mir und versuche, das Tute zu sehen, was ich gxwolll habe.' Wie des Lchlaqeker dtz. Rektor der Landes-Üniversität Sieden. (Prmorbnng zweier franzSsischer Miitrroffivere In Dsrtmnnd. Dari« 10 3unt Hxvas meldet: Zwei Unteroffiziere des ISS Infanterie- regi m en ls l.inb gestern abend um 10 30 Ubr durch etRfCTrvi ie vem drei de« tfche « Zivi- h ■ wn Pc- tm *nj r r i bei werkei Einer Der 11 Meroifixiere wird, voi einet jUoolrxt .uad in den Kops geirolten ueb — Tagesk äsender für Mvntaa. ^cht'virlbans. Bahn hol firn be JM**rtru# ?!r^ .•» wnb fein 3u’o" - Paiat-Ltchetpiele: .eanfone” und Die Ehre feiner Schwebet — Aftvria-Lichifpiete .Coden#" Das Riddakraf twerk bei vlh« becfl wird am nä-tzen Samstag in einer «r- effnunge»c. r von der Bauleitung übergeben wer« den Die -u der Feier D-Iadenen t\ r*nmmtin «ich am Borinitlag im Kahne der *1 Den!» mal den Hamen Schiage'.ers spüle,en S.schiech- *rn berÄnten Zür uns. die wir bfcle 3:1t mit- erleben, betart e3 keines Denkmals aus ötdn. Der □lame vchlageters ist eingelchriele.i In w's.r. Äcr- f. rr wird darin leben als ein B-i'pi l Wtfter Baterlandsliebc des une Ichü tcrlichen ®tauben» an die Zutunsl les d:utfch:n Bolles u»ib der heldenhafter Treue bis zum Tode. Die franzSfische Gewalt. Mümster. 11 3*bL IWDB) Die De- Wsinde Rinz würbe aalLd.lch -inet im Mal ret«u4kn Sp e gang ter » kmb*i ui: einer • elbft ra|e von 50? Millionen Mark bei«aL für deren de za hi» ag d-r h ^iitaige* yoflkrte Imtra n Mittel baltit The Deutscher Reichstag. Sitzung nem S 3eM, nachmutags 1 Ubr. Der •nto utf einer neunten Ergünzuna Ort Betclkungsaeietzes wird dem cha«p!auslchaß die -weite Renterung trt Betoldunqs-Sverrgetetzrt t«m Beam e~itetoldungsau*fputz und bis ZUfah- aNcnrmcn ibrr sch wie rische ^eldhhpelheken Lern Saust alningaausschNst iterwnefeit Bei ter Fertfetzung tei Besprech» 4 ber Tri ren^saderpellaLo« macht Rdg Mulle iD -BbU.Pt ) der Snzral- temtLatie d.n Borwurl fle lei die einige Ut- Hberm ter setztge« Rot weit sie die Xrtgexti des •xfullmigewahne fet 9» lei eu Untug. von MarMatiMierung i« fr recheri 'otange Erfül« lungsl-vluU em .eben werde Mit der Xierfc«- "»'s der Reparation spricht te ihrem letzten Me- «w.andum lade Me Regierung ten Mille» be» r-nret bi* deutsch - Bei! zu «Mftahietea «b Me »u ruinieren Mir Me« uns auch nicht tchSrcnd vor Mr Kastenschr^de der Be'itzenden. 'itzrl. ihr Zurufe bei tea Sei Siehe München.» Ma» : aben wir damit |« tent rÄMer-Sraniee ®Lf «TbetK« mU Ir nuNiktem Ee«e Mulle d’f ***" ene^t Ne«ew Berwar, urad Sy*®6*/4™ *** ng, bah Oelbbcirlge bereit» Auflelien sind, am dem bedürftigen Leit der Bevdlkerunq ten Bezug vo« Brot beim Avrt- all der Öffentlichen Brorverforgung zu erleichtert. 8 6 bestimmt alsdann die Be« astung veS Besitzes zur Äufdringung *r bere. i^u hcHenb-n eelbbrrrl;!. 2llS Ausgangspunkt für die neue Beiltzdelastung ommt eine Zvangsanlelhe in Ben tcht. Der Reichsfiuanzmlnsfter führ, meinen Unterlagen würde sich ein Bedarf von 1^ bis 1,6 Billionen Papiermark ergeben. Dir mü sen?u einer Bervielfachungdes Zwanasanleidebetrages kommen. — Die Sozlaldemvkrr.en btd.eit die zehnfach.' Erhebung der Zwanasanleihe für nö:lg, während die Deutsche Bolksp-niei und die DeuZch« nationalen glaubten, datz durch eine Ber « teilt» am KreUagadend. als Me Leiche Mefrt Mürtheer« für die deutsche Sache unteren Bahnhof pafsfen». der d?n Transport führ-n>? 3.runb und Kriegskamerad Sllageters der aaf brm Bahnsteig ».lunbr.t Trauerversammlung mit Die Mittet lang verdient, bm weitesten Bevdlke- rungskreiten bekannt ad werden, denn fl? Wellt die feinerleil aus Düsteldvrf gedrahteten Meldungen übrr den sofort nach der Salve ein- getretenen Lod des 0rmordel?n rfchkia, und He gibt einen neuen Beweis für die tlerttche Gran- famlett des fraiubfiftben Erbfeindes hn Ruhrgebiet die lein Deutscher jemals vergessen darf Rach bitfer Or^dblung hat Ne französische Wörter von de bem Un Kriege bewührten ehe- mnltgen deutschen Offüler Schlagetcr nicht g?- stattet, stehend und offenen A«g?s btf Äugeln au rmofangen, sie hat ihn vielmehr fnteenb an einen Pfahl gefesselt und Ihm Ne Ragen verbanden Dann erst wurde die Salve abgegeben, aber feine der Kugeln bat da s cherz getroffen £im Beweis dafür zeigte der Sprecher ein Luch des Srmor- beten vor. das Meter zam Andenken an frebe Menschen stets In der Brusttasche auf dem Herzen getragen Hut. Neles T*it. w kches ber Redn et in Degenwurt der Leichen bestatt.-r und anderer Märker selbst aus brm Anzug des 3r- Bich' le je ibr* Dem.^ndea bl: Ne Litzsüdruag Nf ’kior'-nu 162 b.t. be Ueberw^chuag ber Bihnübergäage unterlal Tik»n »um Bet.'.hr mit dem u tt* ic)L*4 DebteL er- sv ieestche Bitum her pfijert wird Eine Entscheidung über die deutsch.polnische Grenze. Berlin, v >nL iDTBl Die •reei« kvm mlf f io« tr Brrt^ou dal. Wik wir er'arrm. deute ihren m der an; «nstrl tenen Uus Stabt und Land. Dietzen, den 11 3ml 1921 TitSrrifr bc06d)ubmcrhcrf0. Bo« der Perr.nzial.Prelsprü»ungssteLle Würtz uni oe«ch riebe» De Zn »evris enger-eacha«: der Schah« mache rlnnangea h»t Oberbe'lert, He«'e^ J «las a«> MeiSntk- bc te neuerer Zeit Richtpreise anlgti-nlt. bw unter Mitwir» fung ber S»rtsi,^Ua-g-kte ie C.erx *ei zustande »md dea beult gen CV te-Ang« kosten trt Vebert. fvwte den N - j.-n V>b* unb den »cn > gm jr.:ug«a,s vier Mud IM t ugen. Io tust die drei feftj. enu Preise tm w^entZchen als «■gemefkn gelten Sune» T-< PreiSplüfungs^elle weist batief hin, c«B die Vage des Handeperts. und gant be»ändert k1 J<:‘ü*t- nisten aruubifkm 3m Znrere«st der Drhattung eines gefunden ^antenfeftanb**. 'oax, auch im Jnierefle der 2.« ' -‘ J‘’ :una »ebtrnitf i.lm .,ns Ir. f Qr Dienstag IDi legend wolkig meist t roden, westliche Landlreih Hirfecn. ’ Helhhetm. 10. 3»«i Unter grober Bo« trthguug auch art der Umgegmb fand Henle dm Meitze des Denkmals für unsere De« fallen en statt Ss war ein überaus glücklicher «n brr Hauvtstratze inmitten des Orte ge eac-m Platz bei N-r Kirche zu edblen. B«chS bem Kingangstvr erhebt 'ich tn der Mitte Lee Äir*bef^mjj. r das eigentliche Drntmai ein frtrf'iiKr Mu' del talke l-x? mit einem von '{‘rof 55 ■ b e r • oifentzach mrtclliericn Waten Zn betten Seiten lind tn langer Selbe Sinzeltakeln für leben der 42 Detollenen toi Me Mauer eingdaften. UebercinBinnmrnb hiermit ist am rube der Rn- läge eine cten«o lange stattliche Heettrefve ge- Mgen. Ne das ganze zu einer ailprtdxnNn tu* ViUlfcAcn #t ibpr zutammenfatz Das Denkmal fügt tich trefirtch in das 0rtsbild ein und ist ein Beispiel dafür. e>te sich eine alle etntzrucksvolle Baugruppe durch mt-ierne A^lrgru weiter her- cbdn ÜB’ vea Oniwur« verdanken » t Xrgir» rvcgAi i ;cuItter Schneider von te- Kre-sbau- verwalt«ng Dietzen — Mit inne-t Derstdntznis war das DmdrnLl 1er Meier geschmückt. Me schlecht und würdig verlief. • Aanan,9. Kurz tmb bOnbto tztzt uniert 6tob®erDr6neten«Tcif trnm'ung dies« mal bau ftOdtifcht» Ha nstzaltsplan für 1 923 bebanbeü. Aachkem eine für Mittwoch anberäumte Sitzung zur Dinzelderatung Heutiger Stand des Dollars IS Ubr vormittags: Berlin •! TOOL Sraeffuti 0. TB. 13 000. Par tien außer den Kommu.tiüen «ms ttzt, weist folgende Zusammtnsttzunz auf: QHintfter>rl- flbette Univerfl.StLpsofc'sor Lllefander 3a n« kow. der qic.dj.relrtj d-rs Kriegsministerium und borflufig ätsch das Lelson des Äuswar- tlgtn übernimmt. Z.rarrts cht.ieral Musslcw. Ader bau und vorläufig auch bit Tcno/.lunj des öffentlichen Unterrichts Professor Mol« low: Iufttz. 6mUoe). Finanzen Todorow. Handel BotzofcheDsch: CtlftnrLdK Artzel- tert: Stofanfchtw Berfehr: Kaz-rfsow. Heute nachmittag tzat eint große öfferu- licht Versammlung dir neue Rcaiernng ftür- mlsch begrübt. Paris, 10. 3«nL iWLB.) 3um Staatsstreich In Bulgarien bemerkt ber 4empl* : Dir Legierung 61 imbnliirtfi ^abc cht gc- ftartet, rasch die internationale Lage Bul« Bulgariens zu derbe!sern. aber rt habe D e ft- thrazlen mitverlangt. Es fei zwar an^ureb- men. datz die Freunde Stambulinskls nicht diese nationale Enttäuschung ausdeuteien. De ..Liber .e" schreltzt: Müsse man jetzt auch noch mit dem Widerstand Bulga« riens rechn««? öl«i italltnlfdxrt Sprichwort besage, daß die Dinze, bl« lange dauern, zu einer Schlange werden. D7r Qrlenkfrleö.' sei zu lange hin lusgeschoden worden: deshalb zischen die Btpern. Das neue Oberhaupt der Evangelischen Landeskirche in Hessen. Arn Samstag wurde p T jrmftabi ber Sui.i* gellk* gelchlr'l.-n Als letzt rt yunf’ f' inb aus der L rgrtocbnuNgr Dahl bei p dliv.ui.m des ßanficifTi txmamlrt und kini CUlint tretet * Es war bau e: ikiuL datz der Landeskirche lag auf 4 raub dec n .u .* i Kitchrn- »exfaflung okle nrch.ig.- i Mavt.'n Domiö«n I.- rüd’itxtL- t^r'aut :r in den lenm Machen, datz man für bi; Mahl des PiäfideiUrn der die Amtsb^eichnung .PrUat" führe» wird, an K> - 4,-nmänner auf.tr Laib Heilens benfct 3J w3r? da schr ree und K.oängoi*toller t*o' . gao.’cn. wenn hielt Ab Ich ».eranrk chr worden wär.-: beim dn von auswärts B.rat n.r hdtt; für die Eigenart der hessischen eoangeliichea Landeskirche unmöglich Ikniünbn;* haben tonnen. Mit ter .Lietzener An-dger^ schon amSamsiag gemeldet hat. wurde dir ord-utliche Prvfcssrr ber Tf>.o!r>qht am 'dredigersemi rar unt ‘Oto: etc mu S icbtxrq D. Xr Milbelrn SU bl zum Pidlai.n ccdpöNl Damit hat man an bk Sorw? bet HeltzIch;« Kirch«nregi;ru»g einen Maun te- rafui. der Hesse Ist und a.iiu In heMIch-r ffigenart trui.icli Prälat D. 5r. TleU iil am 10. Oamtnr 1871 «u Drotz-E.rau als Sohn eines Eutsbesinsr- g Lrortit. Rach >?tnN- a«ng seines Ctubiam# amiOe er am 12 Mürz lv95 Psarrassil.cnt in Darmftadt. 1898 R liairns- kbter an der Oderrealfch U; daselbst. 189» Vfarrec tn Hi r schhe rn und 1907 Ssarr cr tn Darm st 2N Um irc 1913 wurde er als SitfcMor 11 bis Pr— liflcrfcmmar xu Friedberg berufen, birr Im ihm tie wich'ig- QLifa-.ihc ob. btt Pfarramtskantid-itcn für den praktischen Kirchendienst h-ran, »bilden " 300000 Soplerma rl für ein Ansauf pon nr dos Re ch durch Me Adchstzanf unb Pvlk er Jd(ji vom 1L 3uniI ab bis auf tretierrt ,um d» 3»QruHmarf. 2^lL2?T d" Zehnmarkstück Für «slhnk.tche Dr^Münzen werben enttprech-nds KLichsflktzermünsen zabst Me ht« Me Post bis auf mdtrrrt den SOOOfochen Betrag des 'Xcrnrrrt«-* . *L ®Schornstelnfegergetzützren. rlslen Kürzungen zu umer-iehei Unter t«n jutudaeJellten Beuchten befmbet sich auch Befviechung der Opernauffübrung am .^renaa atzend I grotz; Zahk non Berüffenllichungen über h-.-Irt Debict liegen aus Iftaer Feder vor Er bat nicht n»r bst deswk- Kfrch-nadchichte fvud'rn vor allem die 6e1ftft * ‘3fIa m^naeite namemNch Aamiftengeii ichte. In e igebcnd.r und int/c- clfantrr Meile botg^fledt un» zu bi.lern 3e*ede leit 30 (ktbrtn .inerndlbn* in *2lr4«r*w. und forfllyn - irrnnlungen aetzorfcht 5>tertH ha» er mand>*n g'.ü stichFund (.enich' 2Plre n<-ln fe- farmt Ist er a'S ckerausg b r ker .Ee'si'ck-n Bolls- i-ächTr", die in m?hr a's 2st B^ciden vor.i-gen und -«meist Reubruck; vorfcholle-ncr Auf-elchnnngen, interessant; JHemHcrn und geschichtlich' OLurt- karstellangen llntz Erwähnt feien .iui Me’rr Sammlung ber Bericht be* Bietzen er Musors Pek-rler über seine Orlebnlffe in Rnstlmd Im Jahre 1812 und Me Le enserlnn-rangen der aas chefsen ftammeiben r deins chen — Me BerHandlungen des OnnbrttirtcnlDgrt in der letzte Mcche haben das bcliefen - . eine Lebertsraa-' last Im über die Mittel zur 9rrti eoiqx'.^a. datz Me Per- l rauchend; Bertiterung 'owodt ducch 'Jebcrgabe p" J^'^r iturn, U*e auch von «twnrf taMnngri r Ardeitsls'igk.-it. Lie sich deute meifach un deutschen Dirfcha'ts- levxm g.irend machm in noch grdtzeram und 'cha.s; >• hä .-g.nl tch;n Xebner UUMn d re nsti - nd erklär- Väh M: -tühw-. .- der «Li«f u imbj. ch fei Mb die Preise ae.frt f.vix 1 müfici unb Hn ?lep ’‘neg d r Löhne an Ne Prelle sich nicht d^-cksü-d.rt la«'.-. $«r Redner we st Me Xtgri- : zurück N- gc*;n t-e L irttch 'tsre.z.ll br rÜ-er a X.:? etts J- ••4*«. »«bei « ck j?rK Me rahmige e>y ue tetvd sfk^ttuu ck dre Pr ls.chgrrana btr ütrigee Vcknbri:9ef Id nicht tn b< -I St dukn>ns- lebet fmbecn m 5UnjunZ?acprei*•:.! bog-.ü.Urt Dniiuu Ziel bietet die unterfchä Horden 5020.- 14035.- 11820,50 3084,15 Turnen. Sport und Spiel, Der Deutsch« Fußballmeister 1922/23. Berlin. 10. Juni. In b?m Heutizen Faß- ballmersterfchaftskampf -wischen der Berliner Meisterschaft Llnron-Oberschöneweide und dem S)am- L-urgec Sportverein int Berliner Stadion haben die Hamburger mit 3:0 gesiegt und damit den Trtel Deutscher Fußballmeister 1922/23 gewonnen. Bühne als n^'t Menschen von und Blut fühlen Zn diesem moderne Tracht einen nicht zu Weg. rmork für ein rr Ankauf ton Gold chZbank und Post er« i auf weiteres zm ir ein Ava^igmark- Zchmnarfftulk, Für xrtxn entsprechende bermüngen zahlt die s auf weiteres den rertes. fegergebühren. n Grundgebühren der hing vorn 4. Öuni ab für die Kehrbezirke lainz, Offenbach und nt, für die übngm 64 000 Prozent, rplan der Stra« nteil unseres heutigen mitnis gebracht. Bei s ist besonders Auck« rplan der Reichsbahn, er Stadt sind Fahr« uernd zum Aushang nangel zwang uns e zurückzustellen imd iu unterziehen. Unter m befindet sich auch rfführung am Freitag Zum Präsidenten des Landeskirche ntages wird sodann mit 45 Stiinm.n der Abg. Cornelius Frhr. von Heyl zu Herrnsheim gewäh.t, zum zweiter Präsidenten Pfarrer D. Waih. Beide nehmen die Wahl an. Als stellvertretendes Mitglied des Abz. D. Waltz in der Kirchenregierung (Landesklrchen- ausschuß) wird Abz. Pfarrer L e h n - Orsenbach gewählt. Stellvertreter des Frhrn. v. H:yl bleibt ohne Reuwahl der Abz. Dr. Dehlinger. Cs folgt die Wahl der Mitglieder zum Deutschen evangelischenK i rche n t a g. Es werden durch Zuruf gewählt die Abgg. B e r n- beck (Okarben), Lampas (Friedberg) und Dr. Gö11elrnann (Mainz). Zu Stellvertretern: die Abgg. Wagner, Reumann, Matthes. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Aach einem Schlußgrbtt des Pfarrers Kalbhenn wird die Tagung geschlossen. 14930- 5425- 21900 - 117 25 84350- 391200— 3805- 4605— 11.87— 2490— 12640 - 441,- Antw.-Brüsfel. Holland London Baris Schivetz Sunnteu .. . . Italien..... Viffnbon-Dpovto Dänemark . . . Norwegen . . . SkUweden. . . . . Helsinaiors. . . Nenliork..... Deuisch-Oesterr. Budapest . . . . Brau....... Äaram 8546:112 119,80 14.03 2544,60 ttoer! bei Liß. imstag in einet 6t» itiing übergeben wer- 1"en toriammdn sich der Eisenwerke Du- h an die Regrühung neben sollen. Darauf llersbachtal nach dem . raftwerk in Lihberg Ergäbe des Werkes Brie' 15-370.— 6375.- 22100— 33300- 117.75 85150 - 394800— 3W5— 4645— 11.13— 2510— 13760,- 449,- Vermischtes. Dir deutsche Amundsen-HilfLexpeditivn. Hamburg, 10. Juni. (WTB.) Dir deutsche Amundsen-Hilfsexpedition verliest gestern nachmittag drn Hamburger Hafen mit dem norwegischen Dampfer „Ri e r k u r". An Bord befinden sich zwei erfahrene Piloten, Reu- mann und Loewe, die mit einem eigens hierfür gebauten Junkers-Flugzeug Amundsen auf- suchen und ihm Hilfe bringen sollen, falls er nicht innerhalb der in Aussicht genommenen Zeit auf seinem Fluge von der amerikanischen Arktis über den Aordpol auf Spitzbergen eintrifft. Als meteorologischer Beobachter nimmt Prof. Wegener an der Hilfsrxpedition teil. Das Hilfsflugzeug war erst heute früh von Passau auf dem Luftwege in Hamburg eingetroffen. — Amun dsen wird seinen Aordpolflug voraussichtlich am 20. Juni an trete n. In Seenot. London, 10 Juni. (WTB) Reuter meldet aus Port Sudan: Der britische Dampser „Maidan" (8200 T.), der sich auf der Fahrt von Kalkutta nach London befand, ist im R o - ten Meer cr.x einer Felsinsel gestrandet und befindet sich in sinkendem Zustand, lieber dos Schicksal der Passagiere und der Mann- schcift.ist nichts bekannt. iCtt. r für MontaL x. Fridericns Aek - seiner Schweflet Amtl. Noiiera. Weib Brie? 4738,12 4761,83 330'7,25 33182,75 15187,84 12631.50 3922.23 15238,- 13934,75 22556,25 2343,34 tieren und die Römer in der Neidsamen Tracht der Dersaglieri sich zeigen. Ein naives Empfinden, das nicht so verbildet ist, wie vielfach unser mv- dernes ThcaterpublilUm, wird überhaupt nichts Lieber raschen des dabei finden, wenn noch heute lebendige Gestalten der Dichtung, die Nefclbcn Leidenschaften und Konflikte wie wir durchmachen, uns auch in unterer Tracht gegenübertreten Ja, dem naiven Zuschauer dürste dadurch die alte Dichtung erst recht nahegebracht und lebendig weiden. Unb das ist es ja, was man vor allem erreichen will: daß wir mit den Figuren der unserem Fleisch Banknoten. Rranffnrt n. M.. 9. Juni. Schwerer Noten Jrnrnöilsche 9?oten Dänische Noten........... Schwedische Molen Holländische Noten Dentsch-Oeiterreich100 Kraasa Nmeriknnische Noten EunlNche Noten Jinlieuische Noten SiclnHdie Noten Uunnrifdie Violen Tscherhosloivnkischr Noten . .. . ^.'oriveuischc Noten ........ Nnmnntsche Noten Spanische Noten 8. Juul Amtl. Noiiera. O'elb Brtei 4401.45 442:3.55 3092250 31077.50 lissage ZSA er Mille -ebl Sil -in nit A !C1SSa’cIn für It.gEjwplwF äSss ’rpD"mei11ä^nl — Shakespearein Khaki. Bor einiger Zeit hat Reinhardt den Versuch gemacht, Moliere in modernen Kostümen aufzusühren, und wir müssen gestehen, dast sich George Dandin im Frack gar nicht übel ausnahm. Run will man in England auch Shakespeare modern einkleiSen, und zwar ist als erste Probe eine Aufführung von ,Cymbeline" am Birminghamer Repertoire-Theater in Aussicht genommen. Man verteidigt diese zunächst seltsam erscheinende Maßnahme mit guten Gründen. Ist doch das „historische Kostüm' bei Theateraufführungan überhaupt eine Verhältnis- mäst'.g neue Erscheinung. 3n den klassischen Tagen der Bühne im 18. Jahrhundert, da in England Gairick, in Deutschland Ekhvf und Schröder den schauspielerischen Stil schufen, sand man nicht das geringste £obei, wenn Cäsar und Brutus in Perücken austraten, Othello und Mact^th im reich- gestiaten Frack mit SpitzenmanscheUen erschienen und Julius oder Ophelia im Reifrock ihren Liebhabern gegeaübrrtraten. „Cffiarum sollte nicht Kleepatra in einem eleganten Jumper ebenso re rsübre risch und dämonisch wirket, wie im antiken Gewand?" fragt em englisches Blatt, .und warum sollte nicht Romeo auf dem Ball der Cavulets das Her-z feiner Julia im schwarzen Frack und Weitzer Weste brechen?" Besonders begreiflich wird der Ausweg, die Kleidung unserer Tage zu wählen, wenn es sich um ein so märchenhaftes und rnt Kostüm schwer zu bestimmendes Stück handelt, wie es die in Frage kommende „Ehmbeline" ist. Wenn Shakespeare in diesem Werk Briten aus den frühesten Zeiten der Geschichte mit Jtalie- nem der Rena issance zusammen treffen läßt, so mühten ja eigentlich, wenn man gesckstchtlich genau sein wollte, die alten Aigeln und Sachsen in ihren Fellen eischeteen, während die Italiener die prächtige Kleidung des 16. Jahrhunderts tragen sollten. Oder sollte man die Italiener auch in ein primitives Gew-and stecken ober die Briten, um den zeitgeschichtlichen Charakter zu wahren, in Kostümen der Tudorzeit auftreten lassen? Beides ist gleich absurd, und wenn man daher nicht zu einem Phantasiekleid greifen will, so ist es gar nicht so widersinnig, wenn die Engländer bei der Aufführung in Birmingham in Khaki sich prüsen- .362092,50 363907,50 391020,- 392SK0— , 4095,- 5020.- 5374 03 5400,97 . 19035— . 11770,50 , 3605,85 14139.55 . 13967.25 . 20797.85 , 2159,60 , 78403 50 , 109.725 13.465 . 2327,67 . 817,45 Kirche und Schule. * Ernannt wurden am 4. Juni der Schul- amtsanwärter Wilhelm Faber aus Hörnsheim, Kreis Wetzlar, zum Lehrer an der Bvttsschale zu Harbach, Kreis Gießen,- am 5. Juni ter Lehrer Heinrich Meckel zu Lanzenharn zum Lehrer an 5er Volksschule zu Lich. Kreis Gießen: die Lehrerin Ottilie B a ch zu Steinbach, Kreis (Ziesten, zur Lehrerin an der Volksschule zu Lich, Kreis Gießen. * Erledigte Lehrer stelle. Erledigt ist eine Lehrerstelle für einen katholischen Lehrer an ter Volksschule zu Bad-Rau heim. Stilb. 11 x . 1923. Ä in n»H‘ Mlen. ?? unter ? dielen İuderz ,t)run9ba£ m eine nach unh v ^rrjz. ateria[tor!nfle '^ir» lfachgZ°Mg * unb’otaA91^ hmCiS 8«l««kn ""'^nfS346® lun9cn unb j ^mu nicht s» tun 0e. utfab t‘IT m-r SMtellen,’“ l,e™9 Mu unbii[ig2 Sorbi. * »ur Loftin, fetiangter kntlchädi. ofprlige Denachrichti. 'nufungHelle lKceiS- Ile le) oder der Pro- ^Gießen, Dismml. dien. Handel. Frankfurt a.M., 9. Juni. Börsen- stimmungsbild Am Devisenmarkt war in den ersten Morgenstunden eine weitere Befestigung sestzustellen. Die Umsätze hielten sich in engen Grenzen, umso mehr als sich Im Verlauf Kursschwankungen einste'.sten Den Dollar nannte man mit 85 500, 86 530, '85 000, 85 250 und wieder 85 500. 3m geltenccrle&r von Bureau zu Bureau zeigt? sich feste Haltung a.tf allen Gebieten. Besonders ge'ivgt waren Montanaltien. Rombacher Hütte wurde mit 250 030 bis 260 000 genannt. Ferner blieben Rhin stahl, Mannesmann gesucht. Mansselder 152 003. Earo 250 003 bis 255 000. Unter den Bankaktien waren Deutsche Dank und Disconto-'Aesellschaft gefragter. Fiir chemische Werte wurden nuift Kurse genannt, die über den gestrigen lagen. Badisch' Anilin stellten ich ouf ^5 003, Höchster auf 75 000, Elberfelder Farben 83 000. Ledl-aftes Interesse erhielt sich Ür Knorr-Heilbronn. Julius Sichel, fest, 75 000. Zellstoff Aschaffenburg 205 000. Z^lltürken 160 000 bis 155 000. Bagdad II 225 030. Api 140 000. sehr est. Kabelwerk 120 000. Decker Stahl 100 000 Geld. Berlin, 9. Juni. Dörsenstim- m u n g S b i l d. Je nach der wechselnden Auffassung über die Aussichten'einer erträglichen Lösung der Reparativnsfrage unterlagen Oie Devisenkurse im Bormiltagsverkehr recht erheblichen Schwankungen. Der Dollar streifte 89 500 Mark, das Pfund Sterling stellte sich zeitweise über 400 000 Mark, es herrschte durchweg eine sehr nervöse Stimmung, trotz einer Abschwächung bei Feststellung der amtlichen Kurse blieb die Grunostimmung fest. Sem» gemäß war der Effektenverkehr auf eine Fortsetzung der schon an der gestrigen Rachbörse sehr stark in Erscheinung getretene Aufwärtsbewegung eingestellt. Die ganz schweren Montanwerte wie Harpener, Rheinstahl, Mannes- m-ann wurden wenig genannt, dagegen wurden Mansfelder, Laurahütce, Hamburger Paket- fahrt wesentlich höher bewertet. Die Devisenkurse zogen nachmittags wieder etwas an. Frankfurter Devisenmarkt. Golt schütze untere liebe, evangelische Landeskirche." (Bravo!) Es folgt hierauf die Wahl des Vizepräsidenten. Es entfallen 52 Stimmen auf Geheimcrat D. Obern be cf. eine auf Geheimerat D. Dr. 516 ring, eine auf Frhrn. v. Hehl. Gehelmerat D. Dernbeck ist somit zum Vertreter des Präsidenten der evangelischen Landeskirche Hessens gewählt worden. Er dankt für die Wahl, die er mit der Hoffnung auf die Hilfe und den Beistand des allmächtigen Gottes annehme. Präsident Frhr. v. Heyl begrüht den stellvertretenden Kirchenpräsibenten und stellt fest, dah mit dieser einstimmigen Wahl die ungewöhnlich hohen Verdienste des Gewählten für die hessische evangelische Landeskirche gebührende Anerkennung fanden. Die Vereidigung. Die neuge'wählten Präsidenten der Landeskirche werden sodann vom Vizepräsidenten Frhrn. v. Hehl auf die Verfassung verpflichtet. Sie legen nacheinander folgendes Gelöbniä ab: „Ich gelobe vor Gott, dah ich die Verfassung der evangelischen Landeskirche in Hessen unverbrüchlich halten, für ihre Wahrung und ihren Schuh mit aller Kraft eintreten und meines Amtes mit Gewissenhaftigkeit und Gerechtigkeit walten werd:." DvrcmschlagS, bet mit rund 1 Mil- < /iarde 200 Millionen abschlieht, noch 1 Nicht einmal beschlußfähig geworden war und ldaher ausfallen mußte, hat eine neue Sitzung , fam gestrigen Freitag den ganzenEtatin- «nerhalb lOMinutenverabschiedet. ^Auf die sonst üblichen Etatreden wurde Der» Sichtet, und zwar mit Recht, denn heutzutage, too man die Entwicklung der Verhältnisse noch «richt einmal für vier Wochen übersehen kann, haben auch alle Reden und Ratschläge für einen Jahreshaushalt keinen Zweck. Gleichzeitig wurde der Aufnahme von städtischen Anleihen im Gesamtbeträge von 2 M i l» liarden Mark zugestimmt, die zur Fortführung der Hafen- und Wohnungsbauten Verwendung finden sollen. Tvangelischer Landeslrirchentag Darmstadt, 9. Juni 1923. Die heutige Sitzung beschäftigte sich zunächst mit der Beratung von Anträgen und Eingaben. (Hierüber werden wir morgen noch kurz berich en. D. Schrisbltg.) Es folgt dann die Wahl des Präsidenten der evangelischen Landeskirche .'deren Ergebnis wir am Samstag in einem Teil der Auflage schon gemeldet haben. D.Schrift- leitung). Prof. D. Schian - Gießen und Pfarrer D. Waih ° Darmstadt hatten bereits in den Vorverhandlungen gebeten, von ihrer Person abzusehen. 3m ersten Wahlgang entfallen Stimmen auf Prälat D. Euler: 24, Professor D. Dr. Diehl: 16, Prälat D. Flor ing: 14, ein Zettel war weiß. Der zweite Wahlgang hat das gleiche Ergebnis. Aus der Mitte des Kirchentages wird dann der Antrag gestellt, nochmals ein: Pause cintreien zu lassen, um den Gruppen Gelegenheit zu nochmaliger Aussprache bzw. Entschließung zu geben. Rach der Pause übernimmt Abg. Frhr. Heh l zu Herrnsheim das Prä id.um. 3m dritten Wahlgang ergibt sich folgende- 'Stimmenverhältnis: Prof. D. Dr. Dieh l: 37 Stimmen, Geheimerat D. Dr. Flor ing. 14, weiße Zettel: 4. Vizepräsident Frhr. von Hehl verkündet, dah hiermit die Zweidrittelmehrheit erreicht und Professor D. Dr. Diehl zum Prälaten und Präsidenten der evangelif chen Lan- deskircde gewählt sei. (Bravo.) Er fragt den Gewählten, ob er die Wahl annehme. Abg. D.Dr.Diehl: Meine Damen und Herren, Sie alle miteinander wissen, dah seither dieser Tagung schwere Kämpfe vorausgegangen finb. Es sind diese Kämpfe 3hnen allen bekannt, aber neben diesen äußeren Kämpfen bestehen auch innere Kampfe, die Ihnen nicht bekannt sind. Das sind die inneren Kämpfe, die ich durchkämpfe.i muhte, als der Gedanke auftauchte und starke Kraft erhielt. dah ich m die Wahl käme. 3ch kenne meine Vorzüge, ich kenne aber auch meine Schattenseiten, llnb in diesen Tagen, im Hinblick auf diese Zeit kam eine Buhstimmung über mich weg, die mich oft sehr bedenklich werden läßt. Dazu kamen andere persönlicheVerhältnisse, über die ich gar nicht reden will die ich nur anbeutea will, die 3hnen aber allen bekannt sind, die mich stundenlang innerlich ermürbt haben. Weiter weise ich hin auf die Schwierigkeit der Aufgabe, die vor mir liegt. 3n tot Verfassung ist sehr wenig über den Prälaten gesagt, aber das wenige umschließt eine Welt der gewaltigsten Verantwortung. Unb diese Welt der gewaltigsten Verantwortung wird noch drückender, wenn wir die Welt der Gegenwart heranziehen, in der diese Verantwortung getragen werden muh. Die apokalyptischen Reiter haben nicht bloß gesattelt. sondern sie sind auf dem Marsch. Es ist klar, wenn wir in der Offenbarung Johannes lesen, daß da Andeutungen enthalten sind, die auf die Gegenwart passen. fAbg. Walger: Sehr richtig!) Der auf dem schwarzen, auf dem weißen, auf dem roten und auf dem fahlen Pserd ist da. Seher. Sie sich die Stelle an dann werden Sie sich selbst davon überzeugen, iinfere Kirche steht in einet Zeit, wie sie fu noch niemals durchgemacht hat. Ich kann sie höchstens vergleichen mit der Zeit der Bewegung der W.edertäufer im Jahre 1535, die einen extremen Charakter angenommen hat, und da sage ich, das. was damals der geistlich-e Führer in Hessen Martin Luther gesagt hat, das gilt auch für die führende Persönlichkeit in der Landeskirche, das gilt auch für de.i Prälaten. Wir müfien darauf hi,.arbeiten, mit schlichten und einfachen Worten ist es zu sagen, dah wir in der christlichen Haushaitsord .u.rg uns besser bestärken, wie eie christliche Zucht a-i uns ernster üben. Das durchs führen, soll das Wesen meiner Arbeit sein. Es ist mir bang, aber ich getroste mich dessen, daß ein Herr ist, der dem Schwachen Macht sein will, und ich verlasse mich, wie es im Ordina- tionsgelöb.iis heiht, auf das Gebet der allgemeinen Kirche, und ich hoffe, d.ih, trenn ich das tue, was ich tun will und wenn Gott feinen Segen togu gibt, daß es mir vielleicht gestattet sein wird, ein Stücklein dieser Arbeit zu leisten ;;ur Ehre Gottes und -um Bester unserer Gemeinden und lieben evangelischen Kirche. Weil ich mich auf E-ottes Liebe verlasse und weil ich vertraue auf dos Gebet der Kirche, und weil ich überzeugt bin, daß Gott dem Schwachen Macht ist, und zum letzten, weil ich weiß, daß es Situationen gibt, wo man persönliche Stellungen und persönliche Gcfützle zu rückst eil.'n muh vor der Pflicht, die sich, aus der Sache ergibt, darum bin ich bereit, die Wahl anzunehmen. «Bravo!) 3tcUrertLCtenber Präsident Frhr. v. Hehl: Ich bitte den Herrn Prälaten, den Platz am Re- gieiuingslisch cinnehmen za wollen. , „Hoch.würdigster Herr Prälat! Es ist richtig, in ernster und schwerer Stunde sind Sie an die Spitze der hessischen Landeskirche berufen worden. i Gott der Herr sch:nke Ihnen fernen heiligen ®:iir, daß er Sie stärke und Ihnen helfe zu allem । Guten in Ihrem hol)-en Amte. Vieibewährt in mancherlei Arbeit unserer evangelischen Landeskirche. viel bewandert in der hessischen Kirchen- i gesch.ichte, bringen Sie ein Rüstzeug mit ein zu Ihrem Amte, wie es in dieser Kombinatron Cnn Praxis und Theorie, von Erfahrung und Wissen, sich wohl selten bei einem hessische Manne wiederfinden wird. Die Synode hat durch Ihre Wahl Ihnen das Vertrauen bekundet, daß die Leitung der Kirche bei Ihnen in guten und treuen Händen liegt. Ich bitte Sie, daran zu denken, daß Sie ein ganz neues Amt in der hessischen Landeskirche führen sollen und daß es unser 'alter Wunsch ist, daß es Ihnen vergönnt sein möge, dieses Amt mit dem rechten Geiste zu erfüllen. Gott schütze Sie, Gott behüte Sie, (Telegraphische Auszahlung.) " " ' 9. Juni Schwurgericht. Gießen, 6. Juni 1923. Heute wurde, wiederum unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats Hirsch, die Strafsache gegen den Dachdecker Karl Appel in Gießen wegen schweren Forstwiderstands und Beamtenbeleidigung verhandelt. Vertreter der Anklage war Staatsanwalt Justizrat Weidemann, die Verteidigung führte Rechtsanwalt Justizrat Grünewald. Der Angetlagte, der bereits mehrfach wegen Forstfrevels bestraft worden, war ai'n 4. April l. I., einem Leseholztage, mit seinem Vater wieder im Rödgener Wald. Auf dem Heimweg trafen sie mit ihrem Handwagen, der mit Hvl3 beladen war, auf der Grünbergrr Straße in der Rahe des Dahna>ärterhauses mit dem Förster Drück aus Rödgen und den beiden Feldschühen Kliff- müller und Simon aus Gießen zusammen. Dem Förster Brück waren die beiden Appel als Forstfrevler bekannt; er hielt deshalb den Vater Appel, der den Wagen schob — der Sohn hielt sich im Hintergründe — an, und untersuchte gemeinsam mit den Frldschützen den Wagen. Er stellte alsbald fest, daß sich'auf dem Wagen, unter Reisern versteckt, gefreveltes Holz befand. Er forderte nun Lesehölzkarte und Herausgabe des Beils, das beim Abhauen des Holzes benutzt wurde. B.-ides wurde verweigert. Als der alte Appel trotz Verbots toeiterfabien wollte, legte Drück bi: Hand auf den Wagen. Run kam auchi der Angeklagte herbei, fing sofort an, die Beamten zu beschimpfen: „3hr Faulenzer, ihr Spitzbuben, tätet ihr etwas schaffen als die Leute aufzuschrei- ben, beute mittag gibt es noch etwas!" Dabei hatte er einen dicken Prügel in der Hand. Diesen erheb Karl Appel drohend gegen Brück und lief ihm zu, er schlage ihm den Knüppel auf den Kopf. Brück blieb aber ganz ruhig, zog sein Rotiz- buch cheraus und begann, sich die beleidigenden Aeußerungen zu notieren. 3n diesem Moment trat der Angeklagte auf Drück zu und fch'ug ihm mit dem dicken Ende des Prügels auf den Kops, so daß Drück ohnmächtig zusammen stürzte und sich erst nach etwa einer Viertelstunde wieder langsam erholte. Er trug von dem Schlage ein» schmerzhaft: blutunterlaufene Anschwellung davon. An die Geschworenen werden Fragen nach einfachem, quaüfv.iertem und schwerem Forstwiderstand sowie stach mildernden Umständen und außerdem eine Frage'nach öffentlicher- Deamten- belcidigung gestellt. Der Staatsanwalt trat für D-jahung sämtlicher Fragen ein: mit besonderem Rachdruck forderte er Blähung des schweren Forstwiderstandes im Sinne des § 118 StGB., auch befürwortete er die Bewilligung mildernder Umftänbe. Rach längeren Darlegungen des Verteidigers verkündete der Obmann der Ges-chvo e- nen. die nur kurz beraten hatten, den Spruch: Schuldig in allen Punkten, gemäß dem Antrag des Staatsanwalts: mildernde Umitänbe wurden zugebilligt.' Hierauf beantragte der Staatsanwalt unter Berücksichtigung der starken Erregung und der persönlich.n Verhältnisse des Angeklagten eine G:santtgefängnisstrase von 10 Monaten und 14 Tagen. Das Gericht überschritt aber in seinem Urteil diesen Antrag und erkannte auf 1 Jahr 1 Monat Gefängnis. Gießen, 7. Juni 1923. Unter dem Vorsitz des iLandgerichtsrats Hirsch wurde heute gegen den Arbeiter Georg HeinrichWalter von Göbelnrod wegen Tvt- schlagsversuchs verhandelt. Anklagevertreter war Staatsanwalt Fischer, Verteidiger Rechtsanwalt Häuf. Der Angeklagte lebte feit dem Tode seines Vaters mit seiner Mutter und feinem Bruder Ludwig Walter in stetem Streit. Hauptursache dazu war die Tatsache, daß der jüngere Bruder Ludwig Walter bei der Zwangsversteigerung des väterlichen Rachlasfes die Hofreite mit Aeckern gesteigert hatte, die auch der ältere Angeklagte gerne gehabt hatte, und ferner der Umstand, daß bie Mutter nach den Belundungen aller Zeugen eine überaus streitsüchtige Frau ist. So kam es auch am 2. April 1923 zwischen dem Angeklagten, der nach dem Gutachten des Sachverständigen ein sehr nervöser und leicht erregbarer Mensch ist, und seiner Mutter und dann noch dem dazukommenden Ludwig Walter zu einem heftigen Zank, in dessen Verlauf Heinrich Walter einen Revolver zog und einen Schuß auf seinen Bruder abgab. Gr selbst behauptete, er habe nur einen Schreckschuß abgeben wollen Mich den Bekundungen des Untersuchungsrichters haben Ludwig Walter und feine Mutter ihm gegenüber angegeben, der Angeklagte habe direkt auf seinen Bruder gehalten und diesem fei die Kugel direkt am Ohr vorbei- getfiffen. Tatsächlich ist auch die Kugel, wie der Augenschein ergab, in nächster Röhe des Lud.vig Walter etwa i-i Kopfhöhe an diesem vorbei- teflegen. Des weiteren ergab die Verhandlung, chß der Angeklagte östers gedroht hatte, er werde einen Bruder totschießen, und daß er auch Selbstmordgedanken geäußert chatte. Luvwig Walter und seine Mutter verweigerten in der Haupt- verhanilung ihr Zeugnis. Die G'Jchworenea verneinten die Fragen nach Totsch'.agsversuch und auch nach Bedrohung: der Angeklagte wurde freigesprochen. Gerichlssaal. Ein Hochv-ttnatöprvzeß. L e i p z i g. 7. Juni. (WTB.) Der Staats- g e r i ch t s h o f hatte sich in dem diesmalige r Ta- gungsabschnitt zum erstenmal mit der rheinischen Separatistenbewegung zu befallen. 3n zweitägiger Verhandlung hätten sich der Gemüsehändler F o r t e t e r und drr Maurer terstüht. Dan Suntum ha tdie Tat Forteters bewegen Beihilfe zum Hochverrat zu verantworten. Forteter hat die Vorbereitungen zu dem hochverräterischen Unternehmen von romeets unterstützt. Van Santum hat die Tat Forteters begünstigt. Das .Urteil lautete gegen Forteter wegen Beihilfe zum Hochverrat aus 8 M o n a t e Zuchthaus, die in ein Jahr Gefängnis um- gewandelt wurden, und 200 000 Mark Geldstrafe Suntum wurde wegen Begünstig.ing zu 5 Monaten Gefängnis unter Anrechnung von zwei Monaten Llntersuchungshaft verurteilt. 14210,45 13132,75 2002,15 2170.4-< 78796,59 110,275 13,535 2338,35 81H53 15112.12 12568,50 3902,72 15162,- 13865,2» 22443,75 2331,66 8503688 119.20 13.97 25:33.60 (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Ausfchrerttmgen in Essen. Berlin. 9. Juni. Wie die „Voss. Zeitung" aus Essen meldet, erschien gestern morgen eine sogenannte Abordnung der Arbeitslosen in der Wohnung des Beigeordneten Dr. Hüttner holte ihn aus dem Bett heraus und zwang ihn unter Drohungen, mit zum Rathaus zu kommen und dort wegen Erhöhung dei 51nterftühungssähe zu verhandeln. Durch teilweise Bewilligung der Forderungen gelang eS der Stadtverwaltung, die Leute einstweilen zu beruhigen. Ein Mord in Darmstadt. rm. Darmstadt, 9. Juni. (Eigener Drahtbericht des »Gieß Anz".) Heute n^cht gegen 1 Uhr wurde der 22 Jahre alte Bankbeamte Paul Fischer vor dem Hause Pallaswiefe.rstrahe 23, der einen Freund nach Haufe begleiten wollte, von einem blätter noch nicht ermittelten Täter in der Dunkelheit erstochen. Geschäftliches. — Eine Wanderung zur Sommerzeit wird Ihnen Qualen bereiten, wenn Sie eine richtige Fußpflege unterlassen haben. Wenn Sie wöchentlich zwei- bis dreimal ein Kuiirol-Fußbad nehmen, dann sind Sie gar bald von diesen Beschwerden befreit Kulirol-Fußbad, bai milde, b esinfizi-erendo Mittel zur Fußpflege, reinigt die Füße gut beseitigt und verhütet Fußschüteiß, Wundlaufen und das lästige Brennen der Füße. Hühneraugen, Hornhaut, Schw elen und Warzen beseittgt das in vielen Millionen Fällen bewährte Hühneraugen-Mittel Kulirol. Beide Präparate erhalten Sie in jeder Apothele und besseren Drogerie. Dir in dieser Zritung am Samstag begonnene „Dr.-Unbluig"-An;ei:e'.r-Serie, welche über die richtige Fußpflege genaue Aufklärung geben wird, fei der besonderen Beachtung empfohlen. Die weiteren Fortsetzungen werden in den nächsten 14 Samstags-Rummern dieser Zeitung zur Aufnahme kommen. mz und bM j, j«»1 ou Vor der jCoQ e«b»> 9 T 9» 9M 10» 10® 12® 12« » »aß. 70*7117® TR Markt . 7* . Wi*. tr.güfrvKw&r: 10® 10« lOtf II« II« 12® 12« 12“- 7' Wn ^2"&' 3er 3" 3?» 3i: Bahnhof . . 7«.-7®7V7- (Vatznhos) Markt Schützenhaus. w?----ifr |4S 7"* 33*268 3DB 3® 4‘^ *5* y* S'M» 117 IS«- l>: IW Schützenhaus Markt (Bahnhof). irrirr 6$*7fi 7K Ini "ein SBWwr «wer »o»iar nM-|ia»i2u irn3i*iy n« 12^ 12* 1« im t»ir i*« i»2r Tcgwy; 3-141.4*8* shmts^s? Swfcf«, bei »■ 3*ai im Prismen Gläser August Free, und Frau Paula ged. WehV» Wrixt Serie***, *tt JtfadctM M« Meyer h«5< •* k««i ea. trlrpben »174. 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